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Bringt eine schnelle NVME SSD Gamern wirklich etwas? (NVME vs. SATA vs. HDD in Spielen 2019)

Immer mehr schnelle und auch teure SSDs werden in Richtung Gamer vermarktet. Klar, wer wenn nicht Gamer sind bereit für High End Leistung auch viel Geld auszugeben.

Aber hier stellt sich eine Frage, bringt eine High End NVME SSD den Gamern überhaupt etwas? Das eine SSD signifikant schnellere Ladezeiten mitbringt als eine HDD ist klar, aber die Unterschiede zwischen den einzelnen SSDs wiederum waren in meinen bisherigen Tests immer recht klein.


Sind High End SSDs für Gamer also quatsch? Dies wollen wir uns doch einmal in einem etwas detaillierten Test ansehen.

Wie schlägt sich eine High End „Gaming“ NVME SSD gegen eine billige NVME und SATA SSD in aktuellen Spielen? Finden wir dies im Test heraus!

 

High End vs. günstig

Als Vertreter der High End NVME SSDs habe ich die Western Digital WD Black SN750 gewählt. Diese SSD wird von Western Digital eindeutig an Gamer vermarktet. Die SSD bringt sogar einen Gaming Modus mit, welcher die Reaktionszeiten nochmals etwas verbessern soll.

Auch auf dem Papier sieht die SSD mit über 3400MB/s lesend sehr stark aus. Allerdings spiegelt sich dies auch im Preis wieder. Eine 1TB SN750 kostet Euch zum Zeitpunkt dieses Tests rund 230€.

Als Vertreter für die günstigen NVME SSDs schicke ich die Crucial P1 ins Rennen. Die konnte im Test durchaus schon zeigen, dass Sie keine schlechte SSD ist (hier zum Test). Die P1 spielt aber dennoch mit maximal 2000MB/s lesend in einer Klasse unter der Western Digital SSD.

Erneut spiegelt sich dies aber auch im Preis wieder. So kostet hier 1TB gerade einmal 135€, also satte 40% weniger.

Western Digital SN750
Crucial P1 CrytalDiskMark
Crucial P1
Für die SATA basierten SSDs schicke ich erneut ein Crucial Modell ins Rennen und zwar die MX500. Die MX500 ist eine gute SATA SSD, bei welchen es aber zugegeben keine großen Unterschiede gibt was die Leistung angeht. Die guten Modelle werden alle samt vom SATA Interface auf +- 500MB/s limitiert.

Preislich ist die Curcial MX500 allerdings mit rund 125€ nur minimal günstiger als die P1.

Wenn wir über Ladezeiten reden, darf natürlich auch keine klassische HDD als Referenz fehlen. Hier habe ich mich für eine Seagate IronWolf HDD mit 6TB entschieden. Diese ist zwar eine NAS HDD, aber bietet eine gute Leistung und 7200rpm. Eine viel bessere HDD werdet Ihr nicht bekommen.

Die 6TB HDD kostet rund 180€, 1TB kostet umgerechnet also 30€, was verglichen mit den SSDs spottbillig ist.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt zum Einsatz:

  • Intel i7-5820K (6 Kerne)
  • ASRock X99 Extreme6
  • 16GB GSkill 3200Mhz RAM
  • EVGA GeForce GTX 1080 SC2 Gaming iCX
  • Windows 10 1809

Abseits von Windows 10, Steam, Origin usw. wurden für diesen Test lediglich die Grafikkarten Treiber installiert.

Folgende Spiele wurden getestet:

  • Anthem – Hauptbildschirm nach Fort Tarsis
  • BF1 – Singleplayer Ladebildschirm in die Mission „Durch Morast und Blut“
  • CIV 6 – Szenario
  • CS GO – Ladezeit Training mit Bots Dust II
  • GW2 – Ladebildschirm nach Provinz Metrica
  • Mass Effect Andromeda – Ladebildschirm Hauptmenü in Save Game
  • Monster Hunter World – Ladebildschirm Hauptmenü in Save Game
  • Skyrim – Ladebildschirm Hauptmenü in Save Game
  • The Witcher 3 – Ladebildschirm Hauptmenü in Save Game
  • Shadow of the Tomb Raider – Ladebildschirm Hauptmenü in Save Game

 

Die Testergebnisse

Wie schlagen sich nun die einzelnen Laufwerke? 120 Messungen später sind wir ein Stück schlauer (drei Durchläufe pro Spiel und pro Laufwerk).

WD SN750 Crucial P1 Crucial MX500 (SATA) Seagate IronWolf
Anthem 28,6 28,3 30,6 45,4
BF1 74,3 74,8 75,3 90,9
Mass Effect Andromeda 22,0 22,0 21,4 28,4
CIV 6 26,7 25,6 28,1 33,5
The Witcher 3 7,8 7,9 8,1 12,9
Skyrim 6,7 7,1 7,4 10,1
Tomb Raider 16,1 16,6 16,4 28,0
GW 2 10,2 11,0 10,9 18,8
Monster Hunter 7,8 7,4 7,9 12,1
CS GO 22,3 21,8 24,0 32,1

(Angaben in Sekunden)

Die Ergebnisse sind wenig überraschend um ehrlich zu sein. Starten wir mit dem Auffälligsten, der HDD. Die HDD war während meiner Tests rund 30% langsamer als eine NVME SSD was das Laden von Spielen angeht.

Dies ist ein deutlich besseres Abschneiden als ich erwartet hätte! Klar die Seagate IronWolf ist eine sehr flotte HDD und mit einer 2,5 Zoll Notebook HDD hätte das Ganze nochmal völlig anders ausgesehen. Aber dennoch sind 30% höhere Ladezeiten meist verschmerzbar, vor allem wenn das Geld für eine große SSD nicht so locker sitzt.

Allerdings darf man 30% auch nicht unterschätzen, hier wurde jeweils nur ein Ladebildschirm getestet, viele Spiele haben davon aber mehr als einen und das auch meist regelmäßig in der Spielwelt.

Rechnen wir für den SSD Vergleich einfach mal alle Ladezeiten zusammen.

Hier sieht man vor allem eins, beide NVME SSDs sind fast identisch! Genau genommen hat die Crucial P1 sogar die WD Black SN750 um 0.2 Sekunden unterm Strich geschlagen.

Die WD Black SN750 ist natürlich die schnellere SSD und der Unterschied zu der P1 wird an der Messungenauigkeit liegen, aber es zeigt, dass ab einem gewissen Punkt eine schnellere SSD anscheinend nichts mehr bringt.

Hier werden einfach andere Faktoren die Ladezeit bremsen, als Euer Speichermedium.

Dies sieht man auch schon etwas bei der SATA SSD. Diese war rund 3,5% langsamer als die NVME SSDs. 3,5% ist praktisch so gut wie nichts, aber glatt etwas mehr als ich im Vorhinein erwartet hätte.

 

Bonus Runde, die OCZ Vertex aus dem Jahr 2009

Liegt das gute Abschneiden der SATA basierten SSD daran das die Crucial MX500 einfach eine gute SSD ist oder spielt es am Ende überhaupt keine große Rolle wie gut oder schlecht eine SSD ist, solange es eine SSD ist?

Für diesen Test habe ich eine sehr Alte SSD aus meinem Schrank hervorgeholt und zwar eine OCZ Vertex 1, aus dem Jahr 2009.

Die OCZ Vertex 1 war meine erste SSD und allgemein eins der ersten guten Modelle auf dem Markt. Diese setzte auf den fast schon legendären Indilinx Barefoot Controller und besitzt eine gigantische Kapazität von 60GB. Lesend schafft die SSD dabei knapp über 200MB/s, was für die damalige Zeit top war!

Aufgrund der geringen Kapazität habe ich mich entscheiden nicht alle Spiele zu testen, aber ein paar. Dies sollte bereits aussagekräftig genug sein, ob sich überhaupt eine „moderne“ SSD für Gamer lohnt.

Selbst eine 10 Jahre alte SSD ist immer noch schneller als eine aktuelle HDD, was Spiele-Ladezeiten angeht!

Allerdings zeigt sich doch das es bei SSDs eine gewisse Evolution gab, welche sich auch in diesem Test wiederspiegelt. So ist die alte SSD zwar schneller als die HDD, aber rund 23% langsamer als die neue SATA SSD.

 

Fazit

Nein eine absolute High End „Gaming“ NVME SSD lohnt sich (meist) nicht für Gamer! Es ist zwar schön in Benchmarks oder auch beim Kopieren von sehr großen Datenmengen hohe Zahlen zu sehen, aber diese spiegeln sich NICHT in Ladezeiten von Spielen oder auch Anwendungen wieder.

Im Test erreichte eine 230€ WD Black SN750 die fast genau gleichen Ladezeiten wie eine rund 100€ günstigere Crucial P1.

Selbst eine aktuelle SATA SSD ist nicht viel langsamer als ein NVME Modell. Hier konnte ich lediglich einen Unterschied von +- 3,5% messen.

Sicherlich können diese Zahlen je nach Modell und Spiel etwas schwanken, aber wir sehen schon deutlich wohin die Reise geht.

Der große Unterschied zwischen einer HDD und SSD sind nicht die Datenraten, sondern die Zugriffszeiten, welche sich bei modernen SSDs nur noch minimal verbessern. Zudem werden große Teile der Ladezeiten in Spielen gar nicht von Eurem Laufwerk verursacht, sondern von anderen Prozessen.

Wollt Ihr eine High End SSD wie die WD Black SN750 kaufen, dann möchte ich Euch nicht davon abhalten. Es ist immer ein schönes Gefühl zu wissen man hat absolute High End Hardware, aber rein vom „Verstand“ greift lieber zu einer günstigen SSD wie der Crucial P1.

Diese kostet kaum mehr als eine vernünftige SATA SSD und Ihr habt die so ziemlich best möglichen Ladezeiten, ähnliches wird natürlich auch für andere günstige und aktuelle NVME SSDs gelten.

Das Zenbook Pro 14 von ASUS im Test (Intel Core i7 + GTX 1050 in einem 14 Zoll Notebook)

Mit dem Zenbook Pro 14 hat ASUS eins der spannendsten kompakten Notebooks aktuell auf dem Markt im Sortiment. Warum? Zum einen setzt ASUS auch bei diesem super kompakten Gerät auf sein „Screenpad“. Hierbei ist der Touchscreen des Notebooks gleichzeitig ein Bildschirm, welcher Euch diverse Zusatzfunktionen ermöglicht oder sogar als sekundärer Bildschirm genutzt werden kann.

Aber die fast noch größere Besonderheit ist die Grafikkarte. Im Zenbook Pro 14 steckt eine Nvidia GTX 1050! Damit ist dieses das vermutlich leistungsstärkste Ultrabook seiner Klasse. Es gibt durchaus eine Handvoll Ultrabooks, also besonders leichte und dünne Notebooks, mit einer GTX 1050 Grafikkarte bei den 15 Zoll Moden, aber bei einem 14 Zoll Notebook ist dies einzigartig!

Aber natürlich benötigt es mehr für ein gutes Notebook als nur eine dicke Grafikkarte. Von daher schauen wir uns das ASUS Zenbook Pro 14 einmal genauer im Test an! Kann dieses Überzeugen?

 

Das Zenbook Pro 14 von ASUS im Test

Das Zenbook Pro 14 gehört ohne Frage in die „super kompakte“ Notebook klasse. Es gibt natürlich noch dünnere Geräte, aber mit rund 17,9mm ist das Zenbook schon recht schlank. In der Praxis wirkt das Zenbook Pro 14 auch noch ein gutes Stück dünner als es diese Zahl vermuten lässt.

Der untere Teil des Notebooks fällt an den Seiten, unterhalb der Ports ein Stück weit ab, was den Eindruck eines noch dünneren Gerätes vermittelt. Auch die sonstigen Abmessungen fallen recht kompakt aus. ASUS setzt auf ein 14 Zoll Display mit schlanken bis sehr schlanken Rahmen. Das Notebook ist also kaum größer als das eigentliche Display.

Allerdings hat dies ASUS auch nicht ganz auf die Spitze getrieben. So findet die Webcam oberhalb des Displays weiterhin Platz.

Beim Material setzt ASUS wie bei allen Zenbook Modellen auf Aluminium. Im Falle des „Körpers“ auf ein halb mattes Aluminium und beim Deckel auf ein gefrästes bzw. gemustertes Aluminium.

Grundsätzlich würde ich den unteren Teil des Notebooks als recht robust einstufen, auch was Finderabdrücke und Kratzer angeht. Bei der Oberseite (des Deckels) bin ich mir hier aber nicht ganz so sicher. Ich fürchte die hier verwendete Maserung könnte schnell zerkratzen, hier ist also etwas Vorsicht angesagt.

Die Verarbeitungsqualität und auch Massivität sind soweit völlig in Ordnung. Wir sind hier nicht ganz auf Apple MacBook Level, aber knapp dahinter.

Es lässt sich nichts eindrücken und auch wirkt das Aluminium gerade bei der Handballenauflage ausreichen massiv.

Interessant beim Zenbook Pro 14 ist das Display-Scharnier. Öffnet Ihr das Zenbook wird dieses hinten vom Scharnier etwas angehoben. Hierdurch besitzt zum einen die Tastatur einen etwas komfortableren Winkel und die Lüfter haben signifikant mehr Platz Luft anzusaugen.

Die Nutzung auf dem Schoß wird davon im Übrigen nicht groß negativ beeinflusst. Lediglich ist das Scharnier etwas schwerer zu öffnen. Die ersten paar cm gehen einhändig, dann muss aber eine zweite Hand zwingen zur Hilfe genommen werden.

Lob und auch etwas Kritik gibt es bei den Anschlüssen des Zenbooks. Auf der linken Seite findet sich ein großer HDMI Anschluss, 1x USB 3.0, 1x USB C (10Gbit) und der Anschluss für das Netzteil.

Auf der rechten Seite findet sich 1x USB 2.0, ein MicroSD Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss.

Soweit ist dies eine schöne Ausstattung, aber es gibt zwei Schönheitsfehler. Zum einen ist der HDMI Port nur HDMI 1.4 (warum auch immer?!) und der USB C Port nicht Thunderbolt 3.

Ich mag Thunderbolt 3 sehr gerne, gerade wenn man darüber auch sein Notebook laden kann, was hier leider nicht der Fall ist. Zudem wäre es über den Thunderbolt 3 möglich ein 4K Signal dem Zenbook Pro 14 zu entlocken.

Nein es ist nicht möglich einen 4K 60Hz Monitor am Zenbook zu betreiben, was ich sehr schade finde und klar eine Schwachstelle ist.

Das beiliegende Netzteil bietet 19V 4,74A, also 90W. Dafür ist das Netzteil auch angenehm kompakt.

 

Display

Das ASUS Zenbook Pro 14 verfügt, wie es der Name schon vermuten lässt, über ein 14 Zoll Display. Dieses löst wie üblich mit Full HD 1920×1080 Pixeln auf.

Auf den ersten Blick macht das Display auch einen guten Eindruck! ASUS hat das Display Scaling für meinen Geschmack etwas hoch eingestellt, abseits davon habe ich keine Klagen.

Das Bild wirkt ausreichend scharf und auch Farben und Kontraste passen. Lediglich die maximale Helligkeit ist wirkt durchschnittlich.

Dies wird auch von den Messwerten bestätigt. 254 cd/m² ist soweit völlig okay, aber das Zenbook Pro 14 ist kein Notebook welches Ihr in der prallen Sonne nutzen wollt oder könnt. Dies liegt auch am Hochglanz Display.

Abseits davon sehen die Messwerte soweit gut aus. Der Kontrast liegt bei soliden 1:640, was für ein IPS Panel spricht. Beim Farbumfang kommen wir auf 95% des sRGB Farbraums und 70% von AdobeRGB. Dies sind gute Werte für ein Full HD Panel.

Auch die Kalibrierung ist von Haus aus gut gelungen. Leichter Foto/Videobearbeitung auf dem Zenbook Pro 14 steht also nichts im Wege!

 

Lautsprecher

Die Wichtigkeit von guten Lautsprechern in einem Notebook darf man nie unterschätzen. So hat ASUS mit Harman Kardon zusammengearbeitet, um dem Zenbook Pro 14 einen anständigen Klang zu verpassen.

Ist dies gelungen?

Ich würde sagen ja! Ich bin zwar kein großer Fan der Positionierung der Lautsprecher, aber diese klingen immerhin sehr ordentlich!

Die Lautsprecher des Zenbook Pro 14 sind auf der unteren Front angebracht. Habt Ihr das Notebook auf einem glatten Tisch stehen, wird der Schall von diesem sauber zu Euch reflektiert. Dabei besitzt das Zenbook Pro 14 einen erfreulich vollen und satten Klang, welcher auch nicht Dumpf ist.

Ich würde die Laufsprecher besser einstufen als die des Dell XPS 13 und eher auf das Level eines guten Gaming-Notebooks setzen.

Youtube Videos oder Netflix sind also akustisch kein Problem! Bei einer Nutzung im Bett muss man nur etwas aufpassen, dass die Lautsprecher nicht von einer Deck gedämpft werden.

 

Eingabegeräte

Bei der Tastatur des Zenbook Pro 14 setzt ASUS auf ein recht klassisches QWERTZ Layout. ASUS hat lediglich die Enter Taste etwas gekürzt, ansonsten ist alles an seinem üblichen Platz.

Die F Tasten sind wie bei den meisten Notebooks heutzutage mit Multimedia Funktionen doppelt belegt. Ihr habt hier allerdings die Wahl, wollt Ihr lieber die F Tasten als primäre Funktion oder die Multimedia Tasten.

Was das Tippen auf dem Zenbook Pro 14 angeht, gibt es wenig zu bemängeln! Die Tasten wirken hochwertig und der Anschlag schön fest. Selbst mit Druck gibt das Tastendeck nicht nach.

Die Tasten selbst könnten einen Hauch knackiger sein, aber das ist ein sehr kleiner Kritikpunkt! Ich hätte kein Problem damit das Zenbook Pro 14 zum Schreiben zu nutzen.

Einer der Glanzpunkte beim ZenBook Pro 14 ist natürlich das Touchpad. ASUS setzt hier auf einen kleinen Touchscreen. Ihr habt hier allerdings mehrere Modi. Im Normalfall ist der Touchscreen auf der Unterseite einfach aus und als normales Touchpad zu nutzen.

Ihr könnt aber auch auf Apps umschalten, wie einen Taschenrechner, oder sogar einen regulären Windows Desktop. Im letzteren Modus ist das Touchpad ein vollwertiger sekundärer Bildschirm.

Die Bildqualität des Touchpads ist dabei okay. Aufgrund der rauen Oberfläche ist der Touchscreen etwas „krisseliger“ aber man erkennt alles soweit problemlos. Auch die Blickwinkel passen völlig.

Wie nützlich das Ganze im Alltag ist, hängt sicherlich von Eurer Nutzung ab. Nutzt Ihr das Notebook mit Maus, dann kann es durchaus nett sein zusätzliche Informationen beim Arbeiten auf das Touchpad zu verschieben, auch wenn diese natürlich recht klein sind.

Lob gibt es aber klar für das Touchpad an sich. Das Tracking und die generelle Nutzung ist hervorragend! In diesem Punkt ist das Zenbook Pro 14 klar eins des besten Windows Notebooks das mir bisher begegnet ist.

 

Performance

ASUS setzt beim ZenBook Pro 14 auf eine sehr interessante und auch durchaus etwas ungewöhnlichere Hardware Kombination. ASUS nutzt den in Ultrabooks beliebten Intel Core i7-8565U. Dieser kommt in den meisten 2019er Ultra kompakten Notebooks zum Einsatz, wie dem Dell XPS 13, Lenovo X1 Carbon usw.

Grundsätzlich ist der Intel Core i7-8565U auch eine gute Wahl! Dies ist ein 4 + 4 Kerner, welche je nach Konfiguration 1,8 bis 4,6 GHz erreichen kann und damit ein gutes Stück Power hat.

Kombiniert wird der Intel Core i7-8565U hier aber mit der Nvidia GTX 1050 Max-Q! Dies ist sehr ungewöhnlich. Die meisten Notebooks mit Intel Core i7-8565U setzen auf die integrierte Intel GPU.

Während die meisten Notebooks Mit GTX 1050 auf den größeren Intel Core i7-8750H setzen. Letztere besitzen aber zumeist ein 15 Zoll Format. Das Zenbook Pro 14 ist hier also wirklich ein Mittelding aus 13 Zoll Ultrabook und 15 Zoll portabler Workstation.

Schauen wir uns zunächst einen Benchmark des Zenbook Pro 14 an.

Oh! Die Benchmark Ergebnisse des Zenbook Pro 14 sind merkwürdig, um dies vorsichtig auszudrücken. Der Intel Core i7-8565U liefert nicht die Leistung die dieser eigentlich liefern sollte.

Wie kommt dies? Überhitzt das ZenBook Pro 14?! Die Antwort darauf ist nein. Bei einer reinen CPU Last, wie einem Video das codiert wird, erreicht die CPU gerade einmal 55 Grad, was als kühl einzustufen ist!

Andere Notebooks dieser Klasse erreichen diese Temperatur in Leerlauf.

ASUS scheint allerdings beim Zenbook Pro 14 das Powerlimit des Intel Core i7-8565U auf 10W gesetzt zu haben. Die modernen Intel Notebook CPUs sind sehr „flexibel“ getaktet, was man auch am 1,8 bis 4,6 GHz Rating sieht. Es gibt hier grob gesagt zwei Faktoren die entscheiden welchen Takt Ihr praktisch bekommt, dies wäre Temperatur und das PowerLimit.

Erreicht Eure CPU 100 Grad, wird der Takt so lange reduziert bis die Temperatur sich auf unter 100 Grad stabilisiert.

Das „Problem“ hier ist aber das Powerlimit. Die Notebook Hersteller können die maximale Leistungsaufnahme einer CPU bestimmen. Diese kann nicht überschritten werden bzw. wenn sie überschritten wird, wird der Takt der CPU auf ein niedrigeres Level reduziert.

Um den Intel Core i7-8565U auf die vollen 4,6GHz auf allen Kernen zu bringen, wäre ein Powerlimit von ca. 45-50W nötig. Dies hat aber kein Notebook in dieser Klasse.

Die meisten Geräte haben ein Powerlimit von 15W bei konstanter Last. Hier gibt es aber auch ausnahmen. Dell hat beispielsweise einige Notebooks mit 25W Powerlimit, wodurch diese Geräte trotz gleicher CPU schneller laufen.

ASUS hat sich nun beim Zenbook Pro 14 für das Gegenteil entschieden und hat das Powerlimit nach unten gesetzt. Der Grund für diese Entscheidung ist recht offensichtlich, die GTX 1050.

Wie steht es aber um Spiele? Passt hier die Performance?

Erstaunlicherweise ja! Alles was ich dem ZenBook Pro 14 vorgesetzt habe an Spielen, rreichte um die 30FPS auf maximaler Qualität und Full HD Auflösung.

Die GTX 1050 macht also einen guten Job! Allerdings täuschen die Zahlen teils etwas. Gerade in Battlefield und Crysis merkte man, dass die Framezeiten etwas instabil waren, hier müsste man für eine gute Spieleerfahrung von Sehr hoch auf hohe Details reduzieren.

Dennoch „alle“ aktuellen Spiele auf hohen Details und +-40 FPS ist eine sehr ordentliche Leistung, für solch ein kompaktes Notebook, welches nicht einmal fürs Gaming gedacht ist.

Etwas auffällig sind allerdings die „nur“ 80 FPS in CS GO. CS Go ist ein recht CPU limitiertes Spiel. Ich schätze die GTX 1050 sollte ohne CPU Limit problemlos dreistellige FPS Raten erreichen.

Das ZenBook Pro 14 fühlt sich mit Spielen, die mehr auf die Grafikkarte gehen, wohler. Dennoch möchte ich an dieser Stelle nochmals meine Überraschung zum Ausdruck bringen. Ich hätte keine so gute Performance in Spielen erwartet.

Dies liegt sicherlich auch etwas an den Temperaturen. Die GTX 1050 erreichte in meinem Test maximal 82 Grad und selbst die CPU im vollen Turbo Boost landete bei 85-92 Grad, was für ein UltraBook nicht zu viel ist!

Bei der SSD setzt ASUS auf eine WD SN520 NVME PCIe SSD. Eine interessante und auch durchaus exotische Wahl. In der Regel findet man in Notebooks nur SSDs der „großen“ OEM Hersteller, Samsung, Toshiba usw.

Aber natürlich ist Western Digital keine schlechte Wahl, sofern denn ASUS auch eine gute SSD aus diesem Hause gewählt hat.

Mit rund 1738MB/s lesend und 1410MB/s schreibend ist die SSD nicht unbedingt als rasant, aber als ordentlich einzustufen. Es gibt schnellere SSDs aber in der Praxis werdet Ihr kaum einen Unterschied zu diesen spüren.

Ein SSD Upgrade macht also beim Zenbook Pro 14 nur bedingt Sinn.

Bei der WLAN Karte handelt es sich um die Intel AC 9560. Eine hervorragende Wahl! Zum Zeitpunkt dieses Tests ist dies die so ziemlich beste WLAN Karte die man in einem regulären Windows Notebook finden kann.

Diese unterstützt bis zu 1733Mbit (160mhz Kanalbreite), WLAN AC und Bluetooth 5.0. In der Praxis bestätigt sich auch die hohe WLAN Performance.

 

Lautstärke

Man müsste erwarten dass das Zenbook Pro 14 ein recht lautes Notebook ist, zumindest unter Last. Dies ist aber nicht der Fall!

Im Leerlauf ist das Zenbook Pro 14 sehr leise, bis nicht hörbar. Die Lüfter drehen im normalen Windows Betrieb nicht hoch.

Selbst unter Last hält das Zenbook Pro 14 meist dieses sehr niedrige Akustik-Level. Bei absoluter Volllast können die Lüfter aber durchaus auch mal hörbar anspringen.

Hörbar bedeutet in diesem Fall aber deutlich leiser als bei einem klassischen Gaming Notebook! Das Zenbook Pro 14 ist beim Gaming sogar leiser als ein reines Ultrabook wie das Dell XPS 13 unter Last.

ASUS hat hier einen erstaunlich guten Job bei der Kühlkonstruktion gemacht, sowohl was die Temperaturen angeht, wie aber auch die Lautstärke.

 

Zenbook Akku

Kommen wir noch kurz auf den Akku zu sprechen.

Die Akkulaufzeit bei einem Notebook variiert natürlich sehr stark je nachdem was Ihr mit diesem macht.

Lastet Ihr das Zenbook voll aus so könnt Ihr mit einer Akkulaufzeit von+- einer Stunde rechnen.

Aber dies wird in der Praxis gar nicht so wichtig sein, viel wichtiger ist die Akkulaufzeit bei normalen Alltagsanwendungen aussieht.

Nutzt Ihr das Zenbook zum schauen von Videos bei einer mittleren Displayhelligkeit, dann rechnet mit gut 8,5 Stunden Laufzeit.

Beim Webbrowsen sink dieser wert etwas auf 7-8 Stunden, was aber immer noch ein top Wert ist!

 

Fazit

Das ASUS Zenbook Pro 14 ist ein unheimlich spannendes Notebook! ASUS hat hier ein wirklich herausragendes Hardwarepaket in einem sehr kompakten 14 Zoll Notebook untergebracht.

Ein Intel Core i7-8565U und eine Nvidia GTX 1050 im Format eines Ultrabooks sieht man nicht alle Tage.

Allerdings ist das Zenbook Pro 14 auch nicht perfekt! Ich würde sagen das Zenbook Pro 14 hat zweieinhalb Schwächen, die ich feststellen konnte.

  1. Keine Möglichkeit für einen externen 4K 60Hz Monitor
  2. Kein optionales Aufladen via USB C
  3. Niedriges Powerlimit des i7-8565U

Letzteres ist sicherlich der dickste Punkt. Was die CPU Leistung angeht, ist das ZenBook Pro 14 von Haus aus nicht das stärkste Notebook dieser Klasse! Aufgrund des 10W Powerlimit ist dieses ein gutes Stück gedrosselt in diesem Bereich. Seid Ihr ein erfahrener Nutzer, dann könnt Ihr das PowerLimit sicherlich etwas hochdrehen für die volle Leistung.

Was die Kühlung angeht, ist das ASUS Zenbook Pro 14 dazu durchaus in der Lage! Selbst in Spielen hält das Notebook einen recht kühlen Kopf.

Spielen ist auch beim Zenbook Pro 14 ein großer Pluspunkt. Nein dies ist kein Gaming Notebook, aber konnte alles was ich diesem vorsetzte mit 30-60FPS bei hohen bis sehr hohen Details und Full HD Auflösung wiedergeben.

Die GTX 1050 ist auch im Jahr 2019 noch eine recht fähige GPU!

Ebenfalls positiv ist die geringe Lautstärke, die gute Tastatur, das gute Display, die gute generelle Haptik und auch das Touchpad. Letzteres ist dank des integrierten Displays etwas besonders. Aber egal ob Ihr dieses nutzt oder nicht, das Tracking ist 1a!

Für wen ist damit das ASUS Zenbook Pro 14? Ich würde das Zenbook Pro 14 vor allen den Gamern empfehlen, die ein kompaktes und leichtes Notebook für den täglichen Transport suchen, aber nicht zu 100% auf eine leistungsfähige GPU verzichten wollen. Das Zenbook Pro 14 ist natürlich nicht als primäre Gaming Maschine zu empfehlen, aber wenn man unterwegs oder in den Pausen mal etwas zocken will, dann taugt das Zenbook Pro 14 völlig, ohne die Nachteile eines regulären Gaming Notebooks.

Positiv

  • Sehr gute Lautsprecher
  • Gutes Display
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Vergleichsweise starke GPU
  • Hohe Anschlussvielfalt
  • Gute Tastatur
  • Sehr gutes Trackpad mit sekundärem Monitor

Negativ

  • CPU Powerlimit
  • Keine externen 4K 60Hz Monitore möglich

Mit zwei USB Power Delivery Ports zum Erfolg? Das Inateck CC01001 Ladegerät im Test

Der USB C Power Delivery Ladestandard hat schon längst den Durchbruch erlangt. Immer mehr Smartphones unterstützen diesen Ladestandard und selbst Notebooks lassen sich immer öfters via USB C laden.

Hier ist es doch schade, dass es kaum Ladegeräte gibt die gleich zwei USB C Ladeports besitzen, beispielsweise für ein Smartphone und Laptop gleichzeitig.

Ein solches Ladegerät welches über zwei USB C Ports verfügt, ist das Inateck CC01001. Dieses USB C Power Delivery Ladegerät besitzt satte 60W Leistung und zwei USB C Ports, beide mit Power Delivery.

Klingt doch interessant, wollen wir uns daher einmal im Test ansehen wie gut das Inateck CC01001 wirklich ist! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Inateck für das Zurverfügungstellen des CC01001 für diesen Test!

 

Das Inateck CC01001 Ladegerät im Test

Das CC01001 USB C Ladegerät setzt auf das bekannte Design von Inateck, welches so und in ähnlicher Form auch bei anderen Modellen des Herstellers zum Einsatz kommt.

Es handelt sich bei diesem also um ein recht kantiges Steckernetzteil. Im Gegensatz zu vielen anderen USB Ladegeräten gibt es also kein Kabel zwischen Ladegerät und Steckdose.

Dies macht das CC01001 ideal für Reisen oder allgemein eine portable Nutzung. Inateck liefert beim CC01001 auch gleich passende Steckeraufsätze für Europa, England und die USA mit.

Mit 77 x 29 x 72mm ist das Inateck CC01001 zwar nicht winzig, aber für die hohe Leistung auch nicht zu groß. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 207g.

Beim Gehäuse setzt Inateck leider auch wieder auf Hochglanz-Kunststoff. Ich würde Euch hier klar zur weißen Version raten, da weißer Hochglanz Kunststoff deutlich resistenter ist als die schwarze Version.

Was die Massivität und Verarbeitungsqualität angeht kann ich aber nichts bemängeln! Das Ladegerät wirkt schön massiv und robust gearbeitet.

 

Die Technik

Das Inateck CC01001 besitzt zwei USB C Ports, welche auch beide den wichtigen Power Delivery Standard nutzen!

USB Power Delivery ist ein Ladestandard welcher von einigen Notebooks genutzt wird (Dell XPS, Apple MacBook, LG Gram usw.), wie auch von vielen Smartphones und Tablets zum Schnellladen.

Besonders wichtig ist der Power Delivery Standard für Apple Nutzer, denn das iPhone und die iPads nutzen exklusiv diesen Standard. Viele Android Modelle wie das S10 nutzen USB Power Delivery zusätzlich zu Quick Charge.

Zwei USB C Ports wie hier beim Inateck CC01001 sind aktuell noch sehr selten! Die beiden USB C Ports unterscheiden sich aber ein Stück weit.

Port Nummer 1 (der obere) kann bis zu 15W bzw. 5V/3A oder 9V/1,66A liefern.

Port Nummer 2 (der untere) hingegen schafft bis zu 60W bzw. 5V,9V,12V,15V,20V bei 3A.

Nutzt Ihr beide Ports allerdings gleichzeitig, wird der untere Port auf 45W gedrosselt. Die maximale Gesamtleistung liegt also bei 60W.

Dies ist schon ordentlich Power! So kann das Inateck CC01001 ein Apple MacBook Pro und ein iPhone Xs gleichzeitig mit fast vollem Tempo versorgen.

 

Der Belastungstest

Starten wir wie üblich in den eigentlichen Test-Teil mit einem Belastungstest. Dabei belastete ich das Ladegerät zu 100% über einen längeren Zeitraum, um nach Auffälligkeiten zu suchen.

Erfreulicherweise gab es keine! Selbst bei einer durchaus nennenswerten Überbelastung zeigte sich das Ladegerät Souverän.  Auch die Hitzeentwicklung am Gehäuse war absolut unkritisch!

Hier hat Inateck einen hervorragenden Job gemacht.

Wie steht es aber um die Belastung beider Ports? Ihr könnt wie beworben Port Nummer 2 mit 60W (20V 3A) belasten. Schließt Ihr ein Gerät an Port 1 an, dann sinkt die Leistung auf 45W (5-15V/3A und 20V 2.25A).

Allerdings sinkt nicht die eigentliche Leistung, sondern das Ladegerät gibt sich einfach nur noch als 45W Ladegerät zu erkennen, was in der Praxis gut funktioniert.

Erneut keine Klagen bei der Port Drosslung!

Schauen wir uns noch die Spannungsstabilität an.

Diese Tabelle müsst Ihr mit etwas Vorsicht betrachten. Das Inateck CC01001 scheint seine Spannung recht dynamisch anzupassen. Erkennt das Ladegerät ein Absacken der Spannung sieht man sehr deutlich wie diese nach oben korrigiert wird. Auch ändert sich die Spannung teils von Last zu Last recht deutlich.

Dennoch scheint die Spannungsstabilität eher mäßig gut zu sein. Gerade auf der 5V Stufe sind 4.994V bis 5.347V schon eine recht große Bandbreite.

5.347V sind genau genommen auch schon oberhalb des USB Standards. Praktisch wird dies kein Problem sein, da es zu einem gewissen Spannungsabfall durch das verwendete Ladekabel und die Ports kommt, dennoch ist hier etwas Luft nach oben!

 

Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Inateck Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 11
  • Apple MacBook Pro
  • Dell XPS 13 9380
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy S10+
  • Xiaomi Mi9

Starten wir mit den beiden Notebooks. Die Apple MacBook Pros sind recht unproblematisch was das Ladegerät bzw. den Ladeport angeht. So kann mein Apple MacBook Pro Late 2016 an beiden Ports des Inateck CC01001 laden. An Port 1 werden 15W erreicht, an Port 2 satte 58W!

Damit kann das Inateck CC01001 das originale Ladegerät des MacBook Pro 13 voll ersetzen. Selbst wenn der zweite Port auf 45W gedrosselt wird ist dies für das 13 Zoll MacBook Pro immer noch mehr als genug selbst unter Volllast zu laden.

Windows Notebooks sind hier oftmals etwas zickiger. So kann das Dell XPS 13 und vermutlich auch die meisten anderen Windows Notebooks nicht an Port 1 Laden, dieser hat hierfür einfach zu wenig Leistung.

An Port 2 sieht die Welt allerdings anders aus. Aufgrund der hohen Leistung werden hier die meisten Windows Notebooks laden können, sofern diese sich auch via USB C laden lassen.

Klasse! 45W reicht hier in der Regel für ein 13 Zoll Notebook bereits völlig aus, 60W bietet hier selbst für größere Modelle noch etwas Puffer.

Wie steht es aber um die Smartphones?

Ebenfalls sehr gut! Alle getesteten Modelle konnten an BEIDEN Ports des Inateck CC01001 schnell laden. So erreichte das iPhone Xs Max an Port 1 15,3W und an Port 2 18,3W. Verglichen mit den 5W die das iPhone Xs Max an seinem original Ladegerät erreicht ist dies eine beachtliche Steigerung.

Das Samsung Galaxy S10+ erreicht hingegen an beiden Ports mit +- 13,xW das gleiche Ladetempo wie mit dem originalen Ladegerät.

Auch das Huawei Mate 20 Pro lädt mit 13,8W flott, allerdings wie alle Huawei Smartphones langsamer als an seinem original Ladegerät.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz des Inateck CC01001 an.

Wie üblich schwankt die Effizienz etwas je nach Spannung und Belastung des Ports. Allerdings erreicht das Inateck CC01001 mit 82% bis 90% eine gute wenn nicht sogar sehr gute Effizienz für ein USB Ladegerät.

Im Inneren kommt also durchaus aktuelle Technik zum Einsatz, sonnst wären nicht bis zu 90% Effizienz möglich.

 

Fazit

Das Inateck CC01001 konnte im Test überzeugen! Die größte Stärke des Inateck CC01001 sind dabei klar die beiden USB C Ports, welche auch beide USB Power Delivery unterstützen.

So ist es problemlos möglich ein iPhone Xs und ein Apple MacBook Pro gleichzeitig schnell zu laden. Es gibt nicht viele andere Ladegeräte die selbiges erlauben!

Technisch ist das Ladegerät dabei solide gebaut, mit einer ordentlichen maximalen Leistung (60W). Die Hitzeentwicklung unter Voll-Last ist zufriedenstellend und die Effizienz stark.

Lediglich bei der Spannungsstabilität könnte Inateck noch nachbesser, aber diese wird in der Praxis keine Probleme machen.

Sucht Ihr also ein Ladegerät welches zwei USB C Geräte gleichzeitig schnellladen kann, dann ist das Inateck CC01001 eine gute Wahl, wenn auch mit 50€ nicht ganz günstig.

Das Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel, das erste 3. Anbieter iPhone Xs Schnellladekabel!

Wollt Ihr Euer iPhone X/Xs oder Euer iPad Pro (ohne USB C) schnell aufladen benötigt Ihr ein Ladegerät mit USB Power Delivery und das originale Apple USB C zu Lightning Kabel. Mehr zu dem Thema hier.

Ein USB PD Ladegerät bekommt man in ordentlicher Qualität teils schon für 20-30€. Das originale USB C zu Lightning Kabel hingegen kostet immer 25€, was glatt etwas weh tut für ein Kabel auszugeben.

3. Anbieter Kabel gab es keine bzw. diese waren nicht zertifiziert und funktionierten nicht. Apple hat hier einfach 3. Anbieter ausgesperrt und für USB C auf Lightning Kabel keine Zertifizierungen angeboten.

Dies hat sich nun aber geändert! Mit dem Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel gibt es nun endlich das erste Kabel von einem 3. Anbieter welches offiziell ein iPhone Schnellladen kann!

Das Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel kostet auch gleich 10€ weniger als das Apple äquivalent  und Ihr müsst keine Angst vor einem gefälschten Kabel haben.

Wollen wir uns daher das Kabel doch einmal in einem kurzen Test ansehen. Funktioniert das Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel wirklich so gut wie das originale Kabel?

 

Das iPhone Schnellladen, was benötigt es?

Starten wir mit einer kurzen Zusammenfassung was man benötigt um das iPhone schnellzuladen.

  • Ein iPhone 8, 8 Plus, X, Xs, Xs Max oder ein iPad Pro (mit Lightning Port)
  • Ein USB Power Delivery fähiges Ladegerät mit mindestens 18W
  • Ein USB C auf Lightning Kabel

USB Power Delivery ist ein offener Standard, das bedeutet Ihr benötigt hier nicht zwingend ein originales Ladegerät von Apple. Ein gutes 3. Anbieter Ladegerät macht einen genauso guten Job. Hier findet Ihr einige davon im Test und hier eine passende Bestenliste.

Was die Leistung angeht, braucht Ihr für das best mögliche Ergebnis in Kombination mit einem iPhone mindestens 18W, mehr schadet aber nicht!

Der oftmals etwas problematischere Punkt ist das Ladekabel. Bis Anfang 2019 gab es hier nur das originale Apple USB C auf Lightning Kabel.

Im Handel fanden sich zwar auch einige „alternativer“ Kabel, diese waren aber alle nicht zertifiziert und auch größtenteils nicht in der Lage ein iPhone schnell zu laden!

Kauft kein billiges USB C auf Lightning Kabel, das ist nur ausgeschmissenes Geld! Problematischerweise sind allerdings auch viele gefälschte „original“ USB C auf Lightning Kabel im Handel, primär bei eBay und Amazon, aufgetaucht.

Mehr dazu im Artikel „Achtung gefälschte Apple Lightning auf USB C Kabel im Umlauf! Oder „Hilfe warum funktioniert das Schnellladen meines iPhone X nicht“

Apple hatte allerdings bereits Ende 2018 angekündigt auch 3. Anbieter Kabel zu zertifizieren bzw. die Chips welche dafür nötig sind bereitzustellen. (Viele „falsche“ Kabel erkennt Ihr daran, dass die Pins des Lightning Anschlusses auf Bildern wegretuschiert sind, wie hier)

Anker ist hier der erste Hersteller der solch ein zertifiziertes Kabel auf den Markt bringen konnte, es ist aber davon auszugehen, dass viele folgen werden.

 

Das Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel

Anker setzt bei seinem USB C auf Lightning Kabel auf ein recht klassisches Design. Das bedeutet Ihr erhaltet ein einfaches „nacktes“ Kabel. Dieses besitzt keine Textilummantelung oder Ähnliches.

Allerdings was die Qualität angeht gibt es erst einmal nicht viel zu bemängeln. Die Ummantelung wirkt robust und soll laut Anker mehr als 12.000 Biegungen aushalten. Auch die Stecker sind sauber und in einem Guss ummantelt.

Lediglich ist das Kabel ein wenig steif, was natürlich ein zweischneidiges Schwert ist. Anker setzt auf vergleichsweise dicke Adern im Inneren, was natürlich in Kombination mit der dickeren Isolierung zu einem etwas steiferen Kabel führt.

Allerdings keine Sorge, ich würde das Kabel immer noch als recht flexibel einstufen, aber weniger flexibel als das Apple Original.

Dies sieht man auch etwas an den Zahlen. So ist das Apple Kabel 2,84mm dick, das Anker Kabel hingegen 3,73mm. Ähnliches gilt auch fürs Gewicht, wo das Apple Kabel 18,86g auf die Waage bringt und das Anker Kabel 27,18g.

Hier kommt es etwas darauf an was Euch wichtiger ist, Haltbarkeit, für welche Apple Kabel berühmt und berüchtigt sind, oder ein flexibleres Kabel.

Was den Lieferumfang angeht, gibt es lediglich einen kleinen Stoffkabelbinder zusätzlich zum Kabel.

Ein Nutzer hatte sich im Übrigen bei Amazon über einen störenden Geruch beschwert. Dies kann ich bei meinem schwarzen Kabel nicht bestätigen. Das Kabel riecht absolut neutral.

 

Funktionierts?

Die wichtigste Frage ist aber natürlich ob das Kabel funktioniert. Diese Frage kann ich klar mit ja beantworten. Das Anker Kabel verhält sich 1 zu 1 identisch wie das Apple Kabel.

Verbindet Ihr dieses mit einem USB C PD Ladegerät wird zunächst die 5V Spannung getriggert, welche auch konstant gehalten wird (vermutlich um den Chip im Inneren am Arbeiten zu halten).

Verbindet Ihr das iPhone steigt zunächst der Ladestrom auf ca. 2-2,5A bei 5V an, bis dann nach ca. 1-2 Sekunden auf die 9V Spannungsstufe umgeschaltet wird (sofern vorhanden).

 

Gibt es Unterschiede beim Ladetempo?

Aber ist auch das Ladetempo beider Kabel identisch oder ist das Anker Kabel sogar schneller?

Hierfür habe ich das iPhone Xs Max an drei Quellen getestet:

  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016
  • Apple 18W Ladegerät
  • Anker PowerPort Atom PD1

Wenige Überraschungen hier. An einem Schnellladegerät sind beide Kabel +- gleich schnell. Dies wird auch bei anderen funktionierenden 3. Anbieter Kabeln der Fall sein.

Aufgrund der höheren Spannung beim Schnellladen spielt das Kabel keine so große Rolle bzw. gar keine Rolle. Dies ist auch bei Quick Charge so. Funktioniert das Schnellladen überhaupt, dann funktioniert es auch mit vollem Tempo.

Unterschiede gibt es aber beim Laden an einer Quelle die keine höhere Spannung unterstützt. Hier wäre dies das Apple MacBook Pro welches nur 5V/3A maximal ausgeben kann.

Apple
Anker

Hier sieht man einen winzigen Vorteil für das Anker Kabel. Warum? Die Ladeelektronik in Eurem Smartphone benötigt eine gewisse Mindestspannung. Diese liegt in der Regel bei 4,4-4,7V. Aufgrund des Kabels und der Stecker gibt es aber einen Spannungsverlust. Kommen aus Eurem Ladegerät 5V heraus, dann kann es passieren, dass am Ende des Kabels bei einem hohen Strom wie 3A nur noch 4,4V oder sogar weniger ankommen. Dies ist zu wenig, also drosselt das Smartphone das Ladetempo bis die Spannung wieder ansteigt (diese fällt umso höher der Strom (A) ist).

Hier kann das Anker Kabel etwas besser abschneiden.

Praktisch reden wir hier aber um einen absolut minimalen Unterschied! Hier werden beide Kabel subjektiv die gleiche Ladegeschwindigkeit bieten.

 

Fazit

Das erste MFi-Zertifizierte USB C auf Lightning Kabel ist da und es funktioniert wie man sich dieses wünscht!

Anker hat bei seinem Powerline II USB C auf Lightning Kabel einen guten Job gemacht. Das Kabel fühlt sich wertig an und sollte ausgesprochen lange halten, wie es alle Kabel aus der Powerline II Serie machen.

Es wird im Laufe der Zeit sicherlich noch wertigere Kabel geben, mit Textilummantelung usw., aber wenn Ihr dies nicht benötigt, ist das Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel eine sehr gute Wahl!

Auch bei der Leistung gibt es keine Klagen! In allen meiner Tests erreichte das Anker Kabel die gleiche oder bessere Leistung verglichen mit dem original Apple Kabel.

Kurzum Ihr wollt keine 25-30€ für ein Kabel zahlen damit Ihr Euer iPhone schnellladen könnt? Dann ist das Anker Powerline II USB C auf Lightning Kabel für rund 16€ (zum Zeitpunkt des Tests) eine voll funktionsfähige Alternative!

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Die Netatmo Welcome im Test 2019, Überwachungskamera mit Gesichtserkennung!

Die Netatmo Welcome ist auf dem Papier eine der spannendsten Heim-Überwachungskameras auf dem Markt. Warum? Dies hat eine Vielzahl an Gründen. So bietet die Welcome zum einen ein sehr schickes Design, wie aber auch eine Gesichtserkennung!

Die Kamera kann also Euch und Eure Familie von Fremden unterscheiden und dementsprechend Benachrichtigungen und Aufnahmen anpassen und das ganz automatisch.

Keine X Stunden durch Aufnahmen quälen oder das Gefühl selbst haben beobachtet zu werden.

Klingt doch schon einmal sehr spannend. Hinzu kommt keine aufgezwungene Cloud Aufzeichnung oder Abonnent was im Monat Geld kostet.

Aber natürlich stellt sich bei all dem die Frage wie gut sind die Funktionen umgesetzt und ist die Netatmo Welcome im Jahr 2019 eine zuverlässige Überwachungskamera?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Netatmo Welcome im Test

Netatmo ist was das Design seiner Produkte angeht klar einer der besten Hersteller auf dem Markt. So ist auch die Welcome eine absolut gelungene Heim-Kamera, zu mindestens was die Optik angeht.

Netatmo nutzt hier einen ähnlichen Aufbau wie bei seiner smarten Wetterstation. Die Welcome ist ebenfalls weitestgehend aus Aluminium gefertigt und einer Art Röhrenform gehalten.

Mit einer Höhe von ca. 16cm und einem Durchmesser von 4,5cm ist die Welcome keine riesige Kamera, aber auch nicht absolut winzig. Das Design kann man einfach nur als modern betiteln.

Es gibt keine großen externen Antennen oder Ähnliches. Die Welcome ist damit deutlich schlichter als viele Artgenossen.

Der Aufbau der Kamera ist allerdings nicht überraschend. Auf der Front ist eine kleine Linse eingelassen und unterhalb einige IR LEDs und eine Status LED.

Leider verfügt die Kamera nicht über die Möglichkeit sie anzuwinkeln oder zu kippen. Die Welcome steht immer gerade auf ihrem Standfuß und sollte dementsprechend auf Bauch bis Kopfhöhe positioniert werden.

Spannend wird es auf der Rückseite, denn hier finden sich mehr Anschlüsse und Ports als ich dies erwartet hätte.

Obwohl die Netatmo Welcome so „modern“ aussieht, ist es möglich diese auch via LAN ins Netzwerk zu integrieren. WLAN ist aber selbstverständlich ebenfalls mit an Bord. Ihr habt also die freie Auswahl, was man nicht über alle Überwachungskameras auf dem Markt sagen kann.

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein microSD Karten Steckplatz, in welchem sich von Haus aus bereits eine 16GB Speicherkarte von Verbatim befindet. Wenn Ihr wollt lässt sich diese Speicherkarte auch gegen eine größere austauschen.

Mit Strom wird die Netatmo Welcome über einen microUSB Port versorgt. Ein passendes 5V 2A Netzteil liegt bei. Obwohl die Welcome microUSB nutzt ist es leider NICHT möglich ein alternatives Netzteil zu verwenden.

Netatmo scheint hier eine Erkennung eingebaut zu haben welche Euch über die App informiert, dass ein nicht originales Netzteil angeschlossen wurde. Hierbei scheint es sich aber leider um eine reine Software Limitierung zu handeln.

 

Die App und Funktionen

Netatmo ist ein High End Hersteller, was man der App auch ansieht. Diese ist was den Funktionsumfang, aber auch den Aufbau angeht Weltklasse!

Netatmo arbeitet mit einer Art Timeline in welcher alle Ereignisse chronologisch aufgeführt werden, inklusive intelligenter Vorschau.

Im Gegensatz zu anderen Modellen wo man sich durch die Aufnahmen quälen muss, bietet Netatmo Euch eine kleine Vorschau mit einer Großaufnahme des sich bewegenden Objektes an. So könnt Ihr beim einfachen Durchscrollen der Aufnahmen bereits erkennen was sich in der Aufnahme befindet.

Zudem kann die Netatmo Welcome zwischen Mensch, Tier und sonstigen Bewegungen unterscheiden. Und ja diese Erkennung funktioniert selbst bei kleineren Tieren wie Katzen 1a.

Menschen können sogar dank Gesichtserkennung von einander Unterschieden werden. Ihr könnt für regelmäßige Besucher ein Profil erstellen, dann werden diese mit Namen in der App angezeigt. Super!

Die Netatmo Welcome besitzt zwei „Modi“. Einen Zuhause Modus und einen unterwegs Modus. Hier könnt Ihr einstellen, soll die Kamera im Zuhause Modus aufnahmen anfertigen oder nur wenn Ihr unterwegs seid. Zwischen diesen beiden Modi könnt Ihr manuell wechseln, oder automatisch.

Letzteres kann über Geofencing geschehen oder über die Gesichtserkennung. Werdet Ihr von der Kamera erkannt, wird dann automatisch der Zuhause Modus eingeschaltet und sofern Ihr dies wollt stoppen die Aufnahmen.

Es ist hier auch möglich einen Timmer zu hinterlegen frei nach dem Motto hat Euch die Kamera für Zeitraum X nicht mehr gesehen wird wieder alles aufgezeichnet, bis diese Euch erneut erkennt.

Es können natürlich neben Euch auch weitere Personen angelegt werden zwischen welchen unterschieden wird.

Aber wie gut funktioniert das Ganze? Besser als befürchtet, aber auch nicht zu 100%.

Geht Ihr gerade auf die Kamera zu oder immer im gleichen Winkel vorbei, dann ist die Erkennung zuverlässig. Dreht Ihr Euch allerdings in einem ungünstigen Winkel zur Kamera, oder seid sehr weit weg, dann sieht es schlechter aus.

Hier werdet Ihr in der Regel als unbekannte Person erkannt. Wenn dies passiert könnt Ihr die Kamera aber anlernen, Ihr könnt also manuell sagen „Hey das ist Person XYZ“. Hierdurch verbessert sich langsam die Erkennung/Unterscheidung der einzelnen Personen.

Im großen und ganzen würde ich aber die Personenerkennung als gut bezeichnen! In 90% aller Fällen macht die Kamera das was sie soll. Hier Netatmo über die letzten Jahre einen sehr guten Job mit regelmäßigen Updates gemacht um diese Personenerkennung zu verbessern.

 

Wo wird’s gespeichert?

Wo werden die Aufnahmen der Netatmo Welcome eigentlich gespeichert? Dies ist ein Punkt in welchem Netatmo absolut vorbildlich ist!

Von Haus aus werden Aufnahmen ausschließlich lokal gespeichert, heißt auf der eingelegten Speicherkarte. Ist diese voll werden die ältesten Aufnahmen gelöscht.

Aus Sicht des Datenschutzes natürlich hervorragend, da keine Videos so auf einem Fremd-Server landen und natürlich auch keine laufenden Kosten entstehen.

Allerdings hat das Ganze auch einen Nachteil. Klaut jemand die Kamera oder die Speicherkarte, dann sind die Aufnahmen weg. Aber Netatmo hat hierfür eine Lösung.

Ihr könnt optional Aufnahmen auch in der Cloud Speichern, aber nicht in der Netatmo Cloud, sondern bei Dropbox! Ja Ihr könnt einen normalen Dropbox Account nutzen, auf welchen dann die ganzen Aufnahmen zusätzlich zur lokalen Speicherung hochgeladen werden.

Ihr traut Dropbox nicht oder Dropbox ist zu teuer? Kein Problem! Netatmo erlaubt auch das Hochladen der Daten auf einen lokalen FTP Server, zusätzlich zur lokalen Speicherung.

Es wäre also möglich eine externe HDD zu kaufen und an eine Fritzbox oder einen anderen Router mit USB Funktionalität zu hängen und darauf ein Backup der Aufnahmen zu haben.

Absolut vorbildlich diese drei sehr flexiblen Optionen!

 

Bildqualität

Die Netatmo Welcome besitzt einen 4 Megapixel Sensor, welcher Full HD Videos aufzeichnet. Die Bildqualität würde ich einfach gesagt als gut bezeichnen. Vermutlich war die Bildqualität sogar herausragend als die Netatmo Welcome 2015 auf den Markt kam.

Ich nehme an Netatmo hatte hier damals auf den besten Sensor gesetzt den man für solch eine Kamera bekommen konnte. Mittlerweile hat aber auch die Konkurrenz aufgeholt. Netatmo spielt was die Bildqualität angeht 2019 in der 100-150€ Preisklasse.

Damit macht die Welcome weiterhin bessere Aufnahmen als 80% aller komplett kabellosen Kameras und die Mehrheit der 0815 Modelle.

Was die IR LEDs angeht, hat mich die Welcome etwas überrascht. Diese sind fähiger als ich es erwartet hätte (die IR LEDs sind recht klein).

Zwar kann die Kamera im Dunkeln keine 20 Meter weit sehen, aber 5-8 Meter sind kein Problem, danach beginnen Objekte und Gesichter im Schatten zu verschwinden.

Wichtig die Netatmo Welcome besitzt mit 130 Grad ein sehr breites Sichtfeld. Die Kamera ist also besonders gut darin Räume zu überwachen, aber schlechter darin z.B. einen langen Flur zu beobachten.

 

Fazit

Die Netatmo Welcome ist im Jahr 2019 weiterhin eine der spannendsten Heim- Überwachungskameras auf dem Markt!

Klar, legt Ihr keinen Wert auf die Gesichtserkennung und ähnliche „smarten“ Funktionen, bekommt Ihr günstiger Bildqualitativ bessere Kameras. Beispielsweise würde ich hier die Reolink C2 Pro empfehlen.

Aber das Besondere an der Netatmo Welcome ist nun mal die hervorragende App und die Personenerkennung. Hierdurch ist gerade das Auswerten der Aufnahmen ein Kinderspiel, da Euch die App gleich sagt ob eine bekannte Person auf der Aufnahme zu sehen ist oder jemand Unbekanntes.

Ihr könnt hier sogar die Kamera anweisen beim Erkennen eines bekannten Gesichtes das Aufnehmen komplett zu stoppen und erst später wenn Ihr weg seid fortzusetzen. Hierdurch braucht man sich nicht ganz so beobachtet zu fühlen.

Hinzu kommt der starke Datenschutzen. Aufnahmen werden nicht in die Cloud gesendet, sondern bleiben auf der eingesetzten Speicherkarte. Optional kann die Kamera aber auch Aufnahmen automatisch in einen Dropbox Account oder zu einem FTP Server senden, wenn Ihr dies wünscht. Dies alleine ist schon absolut vorbildlich!

Bei all dem Lob muss man aber auch etwas Kritik walten lassen. Grundsätzlich funktioniert die Gesichtserkennung mit der aktuellen 2019er Firmware gut! Aber erwartet Ihr, dass die Kamera hier immer zu 100% richtig liegt, werdet Ihr enttäuscht.

Je nach Positionierung würde ich die Erkennungsrate auf 90% schätzen. Dies ist schon klasse, aber noch nicht perfekt.

Allerdings ist mir auch keine Überwachungskamera bekannt, die einen ähnlichen Funktionsumfang bietet und das auch noch besser umgesetzt. Daher ja ich würde die Netatmo Welcome wieder kaufen und werde mir sogar vielleicht eine zweite zulegen.

Tipp schaut Euch auch einmal die Netatmo Presence an!

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Der HAVIT E30 Bluetooth Lautsprecher im Test

HAVIT gehört zu den spannenderen Herstellern denen man auf der Amazon Plattform begegnen kann. Warum? Gerade die Audio Produkte von HAVIT sind was das Design und auch die Technik angeht einzigartig. Es handelt sich hier nicht um 0815 Ware.

So sieht auch der HAVIT E30 Bluetooth Lautsprecher auf den ersten Blick sehr interessant aus! Für rund 70€ erhaltet Ihr hier einen Bluetooth Lautsprecher mit satten 30W Leistung und einem speziellen „BASS UP-MODE“.

Auch die Bewertungen auf Amazon sind durchgehen positiv. Daher wollte ich mir den E30 doch einmal im Test ansehen. Ist dieser wirklich so gut wie er aussieht?

Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an HAVIT für das Zurverfügungstellen des E30 für diesen Test.

 

Der HAVIT E30 im Test

Der HAVIT E30 ist ein mittel großer Bluetooth Lautsprecher. Dieser lässt sich in zwei Orientierungen nutzen, zum einen stehend, zum anderen liegend.

Dieser misst ca. 20,5 cm in der Höhen bzw. Länge und rund 8,5cm im Durchmesser. Daraus könnt Ihr entnehmen, dass HAVIT ein leicht rundliches „Röhren“ Design nutzt.

Rein optisch gefällt mir der E30 schon sehr gut! Der Lautsprecher ist modern und wertig designt. HAVIT setzt auf eine Mischung aus schwarzem stark gummierten Kunststoff und einem Leinenstoff, unter welchem die Treiber versteckt sind.

Dieser Leinenstoff gefällt mir immer sehr gut! Er fühlt sich gut an und ist auch recht resistent gegenüber Schmutz.

Auf der Oberseite bzw. Font des E30 finden wie die Steuerungstasten. Von diesen besitzt der E30 gleich fünf Stück. Dies wäre zum einen der Ein/Ausschalter wie auch eine Play/Pause Taste und lauter/leiser.

Letztere sind wie es oft üblich ist mit vor und zurück doppelt belegt. Zusätzlich zu diesen Tasten gibt es aber noch eine spezielle EQ Taste. Diese ist für den BASS UP-MODE.

Die Anschlüsse des E30 sind auf der Unterseite bzw. Rückseite unter einer Klappe versteckt. Diese Klappe trägt maßgeblich zum Wasserschutz des E30 bei. Dieser ist laut HAVIT mit IPx7 recht stark ausgeprägt.

Damit darf der Lautsprecher sogar theoretisch kurz komplett untertauchen ohne Schaden zu nehmen! Solltet Ihr diesen also nach einer Grillparty mal im Regen vergessen, ist dies kein Problem.

Geladen wird der E30 ganz klassisch via microUSB. Eine vollständige Ladung dauert ca. 4 Stunden, da der verbaute Akku mit 5200mAh recht groß ausfällt.

Neben einer langen Laufzeit von 10-12 Stunden verhilft dieser große Akku dem E30 aber auch zu einer Powerbank Funktionalität.

Unter der Klappe auf der Rückseite findet sich auch ein normaler USB Ausgang, welcher es Euch erlaubt ein Smartphone mit 1A langsam aufzuladen. Dies ist natürlich für den Notfall gedacht falls Ihr mit vollem Bluetooth Lautsprecher, aber mit leerem Smartphone dasteht.

Auf der Oberseite finden sich zusätzlich vier kleine Akkustands LEDs, die sehr praktisch sind!

 

30W Leistung?

HAVIT wirbt beim E30 mit satten 30W Leistung. Diese teilen sich natürlich auf die beiden Treiber auf, wir haben also genau genommen 2x 15W Leistung.

Diese Angaben sind aber immer mit etwas Vorsicht zu betrachten! Es gibt hier anscheinend ein Rennen unter den Herstellern, welcher die meisten Watt in seine Lautsprecher packen kann.

Ich nehme um ehrlich zu sein nicht an, dass der E30 wirklich 30W Leistung hat, bzw. nicht dauerhaft. In der Regel handelt es sich hier um absolute Peek Werte. Es kann also sein, dass die Verstärkereinheit kurzeitig, wenn es einen besonders tiefen Bass Schlag gibt, 30W liefern kann.

In der Regel wird der E30 aber mit sehr viel weniger Leistung arbeiten. Der Lautsprecher soll laut Hersteller einen 5200mAh Akku besitzen. 5200 x 3,7 = 19240 mWh = 19,24Wh. Die Akkulaufzeit soll bei 12 Stunden liegen = 19,24/12 = 1,6W die der Lautsprecher in dieser Zeit wirklich braucht.

Nein HAVIT ist hier nicht alleine! Die wenigsten Bluetooth Lautsprecher haben konstant die beworbene Leistung. Dies soll auch keine all zu laute Kritik sein. Ich habe durchaus die Erfahrung gemacht, dass Bluetooth Lautsprecher mit höheren Leistungsangaben mehr Power haben. Allerdings darf man die Watt-Angaben hier auch nicht auf die goldene Waage legen.

 

Klang

Starten wir in den interessantesten Teil des Tests mit einem kleinen Kritikpunkt. Der HAVIT E30 klingt etwas direktionaler als ich dies erwartet hätte.

Der E30 besitzt zwei aktive Treiber und zwei passive Treiber. Jeweils ein paar aus aktiven und passiven Treiber sitzen auf einer Seite des Lautsprechers. Nutzt man den E30 allerdings hochkant gibt es eine tote Zone auf der Front und Rückseite, wo merklich die Höhen etwas abfallen.

Ihr wollt also immer seitlich zum HAVIT E30 sitzen.

Aber wie steht es um den eigentlichen Klang? Starten wir bei den Höhen. Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln! Der Lautsprecher produziert einen sehr klaren und sauberen Klang.

Dabei schafft es dieser sogar eine gewisse Leichtigkeit in den Klang zu bekommen, wie man diese nicht off in dieser Preisklasse hört.

Die Mitten sind recht unspektakulär. Der HAVIT E30 klingt nicht übermäßig voll um die Mitten herum, aber Stimmen werden soweit gut wiedergegeben. Hier kann ich nicht groß klagen.

Spannend ist der Bass. Hier hat mich der E30 etwas überrascht. HAVIT wirbt viel mit dem BASS UP-MODE usw., daher habe erwartet das der E30 ein Bass Bomber ist. Dies ist allerdings nicht der Fall!

Der E30 besitzt zwei Modi, einmal einen normalen Modus und dann den BASS UP-MODE. Im normalen Modus ist der E30 ein recht durchschnittlicher Bluetooth Lautsprecher, was den Bass angeht.

Aktiviert Ihr den BASS UP-MODE werden die Mitten etwas abgesenkt und dafür der Bass und Höhen etwas angehoben. Die Betonung liegt auf etwas! Ja dies sorgt dafür, dass der E30 klar besser klingt, ich bin nur verwundert, dass dies nicht der Standard Modus ist.

Mit aktivem BASS UP-MODE hat der HAVIT E30 einen vernünftigen Bass! Dieser ist weiterhin kein Bass Bomber, aber der Bass ist auf einem Level den ich für einen 70€ Bluetooth Lautsprecher als völlig Okay einstufen würde.

Generell klingt der Lautsprecher schon aufgeweckt und dynamisch. Der Tiefgang bzw. das Bass Volumen könnte etwas besser sein, aber die grundsätzliche Klang Balance gefällt mir sehr gut.

Solltet Ihr ganz verrückt sein, könnt Ihr auch zwei E30 miteinander koppeln um für einen richtigen Stereo Klang zu sorgen. Dies klingt durchaus beeindruckend!

Beeindruckend ist auch die recht hohe maximale Lautstärke, welche den HAVIT E30 durchaus partytauglich macht!

 

Fazit

Der HAVIT E30 ist ein klasse Bluetooth Lautsprecher. Gerade das schicke Design, wie aber auch der gute Klang haben mich positiv überrascht.

Ich mag diese Mischung aus Gummi und Textil wie sie HAVIT beim E30 einsetzt ausgesprochen gerne! Hierdurch fühlt sich der E30 sehr wertig an, sieht aber auch schick aus!

Hinzu kommt ein guter Klang für die 60€ Preisklasse. Der HAVIT E30 ist ein recht ausbalancierter Bluetooth Lautsprecher mit einer guten Dynamik und Spielfreude.

Auch die Akkulaufzeit und die sonstige Ausstattung ist gelungen! Kurzum der HAVIT E30 ist ein empfehlenswerter Bluetooth Lautsprecher.

Der Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W im Test

Dass ich das Ubiquiti UniFi System sehr mag sollte dem ein oder anderem Besucher auf meinem Blog bekannt sein. Dieses habe ich nun mit einem weiteren Switch ausgebaut, dem UniFi Switch 16.

Dieser rund 280€ Switch (in der PoE Version) bietet 16 + 2 Netzwerkanschlüsse wie auch bis zu 150W Leistung um WLAN AccessPoints, Überwachungskameras usw. direkt mit Energie zu versorgen.

Klingt doch interessant! Aber wie gut ist der Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W? Wie steht es um den Stromverbrauch und die Kühlung? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W im Test

Wie das meiste Ubiquiti Equipment ist auch der UniFi Switch 16 ein ausgesprochen hochwertiges und schickes Gerät!

Ubiquiti setzt hier auf ein wertiges silbernes Aluminium Gehäuse, welches in jedem Serverschrank oder Schreibtisch klar ein Hingucker ist. Das Gehäuse sieht dabei nicht nur schick aus, sondern ist auch generell gut gemacht.

Die Kanten sind nicht scharf und die Verarbeitung sauber.

Beim UniFi Switch 16 POE-150W handelt es sich um einen Rackmount Switch, was auch den Formfaktor vorgibt. Dieser ist also relativ breit, aber weder übermäßig tief noch hoch (1HE). Natürlich könnt Ihr den UniFi Switch 16 auch einfach auf Euren Schreibtisch stellen, Ubiquiti liefert hierfür ein paar Gummifüße mit, aber dafür ist der Switch schon vergleichsweise groß.

Im Optimalfall installiert Ihr diesen in einem Serverschrank, wofür passende „Ohren“ Schrauben usw. beiliegen.

Was den Aufbau angeht, gibt es keine Überraschungen. Auf der Front finden wir die 16 Gbit LAN Ports, wie auch zwei SFP Ports am Rand. Etwas schade finde ich, dass die Status LEDs des UniFi Switch 16 an den einzelnen Ports angebracht sind und nicht in einem separaten Bereich.

Hierdurch ist es teilweise etwas schwer die LED zu erkennen. Jeder Port besitzt allerdings gleich zwei LEDs, eine für die normale Netzwerkverbindung (Grün = Gbit, Orange = 10/100 Mbit) und einen als Status LED für das PoE Feature.

Den UniFi Switch 16 gibt es in zwei Versionen. Einmal den normalen UniFi Switch 16 und den UniFi Switch 16 POE-150W. Letztere Version kann über jeden der 16 Ports neben Daten auch Strom liefern, maximal 34,2W pro Port oder insgesamt bis zu 150W.

Dabei unterstützt der Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W sowohl passiv PoE wie aber auch 802.3af/at PoE+.Um dieser Leistung auch Herr zu werden verfügt der Switch über zwei Lüfter auf der Rückseite, mehr zu diesen später.

Auf der Front finden wir zu guter Letzt das blau beleuchtete Ubiquiti Logo, welches als Status LED dient.

 

UniFi

Wie der Name schon vermuten lässt gehört der UniFi Switch 16 zu Ubiquiti UniFi Serie. Geräte dieser Serie verfügen nicht über ein Webinterface, sondern müssen über die UniFi Software gesteuert werden.

Hierbei handelt es sich um eine Controller Software, welche es erlaubt diverse UniFi Produkte in einer Benutzeroberfläche zu verwalten. Dies ist im Normalfall bei WLAN Access Points besonders interessant, da hier bei großen Installationen mit duzenden Access Points nicht bei jedem einzeln Einstellungen vorgenommen werden müssen.

Ihr könnt alle UniFi Produkte in einer Benutzeroberfläche steuern. Auch „vernetzten“ sich die UniFi Produkte untereinander automatisch. So erkennt der Switch automatisch, wenn Ihr ein anderes UniFi Produkt an einen der Ports anschließt. Dies kann dann beispielsweise auf einer Netzwerk-Karte dargestellt werden.

Allerdings müsst Ihr natürlich einen gesonderten Computer/Server oder sonstiges Gerät haben auf welchem der UniFi Controller läuft! Rein theoretisch könnt Ihr auf Eurem PC einmal die Controller Software installieren, den Switch nach Euren Wünschen einrichten und nie wieder starten, aber das ist nicht im Sinne des Erfinders.

Damit Statistiken und einige Feature funktionieren, sollte der UniFi Controller 24/7 laufen. Habt Ihr keinen passenden Heim-Server kann die Controller Software auch auf einem Synology NAS laufen, auf einem Raspberry PI oder einem Cloud Key.

Letzter ist ein kleiner Hardware Stick von Ubiquiti welcher nur dafür gemacht ist die Controller Software zu beherbergen. Mehr zum Ubiquiti Cloud Key findet Ihr hier.

Im Gegensatz zu einigen anderen Hersteller wie Cisco ist die Controller Software bei Ubiquiti dauerhaft kostenfrei!

Falls Ihr Euch nicht mit der Controller Software rumschlagen wollt, kauft den Ubiquiti EdgeSwitch Lite 24.

Dieser ist mehr oder weniger baugleich, setzt aber auf einen Standalone Ansatz mit einer klassischen Benutzeroberfläche. Dieser kann dafür aber nicht in das UniFi System eingebunden werden.

 

Feature und Funktionen

Was kann denn nun der Ubiquiti UniFi Switch 16 in der PoE Version? Starten wir mit den Basics, dieser ist ein 18 Port Gbit LAN Switch der professionellen Klasse. Dieser funktioniert allerdings erst einmal wie ein gewöhnlicher Netzwerkswitch. Ihr schließt Geräte an diesem an und diese werden normal ins Netzwerk eingebunden.

Hier konnte ich keine Anomalien feststellen, weder mit normalen Desktop Computern noch diversen Smart Home Boxen.

Auch was das Tempo angeht verhält sich der UniFi Switch 16 völlig erwartungsgemäß. Dieser schafft problemlos die normale Gbit LAN Geschwindigkeit und ich glaube Ubiquiti auch völlig mit der Angabe von 32Gb/s maximaler Kapazität.

Ich nutze den Switch nun seid rund 1,5 Monaten und hatte in dieser Zeit keine Probleme mit abstürzten oder PoE Problemen (FW Version 4.0.15.9872).

Soweit so gut, allerdings einen einfachen Switch der gut funktioniert, bekommt man auch schon für 30-40€, was berechtigt den Ubiquiti UniFi Switch 16 so teuer zu sein?

Dies ist klar die Software! UniFi ist eine herausragende Management Software! Über diese könnt Ihr jederzeit sehen, welche Clients mit welchem Port verbunden sind, wie hoch die Auslastung der einzelnen Ports ist usw.

Die Auslastung der einzelnen Ports wird dabei in schönen Diagrammen dargestellt, welche Ihr auch passend für eine bessere Übersicht beschriften könnt. Diese Diagramme werden von Eurem UniFi Controller permanent im Hintergrund ausgezeichnet und lassen sich somit auch nachträglich auswerten.

Habt Ihr auch ein Ubiquiti UniFi Security Gateway könnt Ihr sogar genau sehen wie viel Internet Trafik der jeweilige Client verursacht bzw. sogar welche Dienste dieser anfunkt.

Geht Ihr in „Geräte“ Teil von UniFi, könnt Ihr den Switch auch noch etwas genauer steuern. Dort bekommt Ihr alle Ports aufgelistet inklusive der Angabe ob und was mit diesem verbunden ist. Hier könnt Ihr jedem Port ein Profil zuweisen. Diese Profile können Dinge wie VLANs oder auch Geschwindigkeitslimitierungen beinhalten.

Wollt Ihr einen Rechner im Netzwerk „künstlich“ auf beispielsweise 50Mbit drosseln wäre dies also kein Problem.

VLANs sind hingegen virtuelle Netzwerke in Eurem Netzwerk. Wollt Ihr also einige Geräte im Netzwerk abtrennen, so das diese nicht mit anderen Geräten in einem anderen virtuellem Netzwerk kommunizieren können,  dann ist dies natürlich mit dem UniFi Switch 16 möglich. Das Ganze ist aber natürlich primär für das geschäftliche Umfeld interessant.

Angelegte Profile lassen sich im Übrigen nicht nur mit dem UniFi Switch 16 nutzen, sondern falls Ihr mehrere UniFi switche habt auch mit diesen.

Das PoE Feature des Switch nutze ich ausschließlich für zwei UniFi AccessPoints und den Cloud Key. Probleme gab es hier keine! Spannenderweise kann man in der Software im Detail sehen wie viel Strom die Geräte gerade benötigen.

 

Kühlung und Stromverbrauch

Die Kühlung des Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W ist leider als etwas problematisch einzustufen. Dieser verfügt über zwei Lüfter, welche allerdings vom Switch nicht gesteuert werden können!

Es gibt hier nur zwei Zustände, ein/aus. Im eingeschalteten Zustand ist der Switch laut! Dies ist in einem Server-Schrank okay, aber nicht wenn Ihr diesen als Desktop Switch nutzt.

Im Normalbetrieb war der Lüfter bei mir allerdings bisher immer aus! Dies kann aber anders aussehen nutzt Ihr PoE etwas ausgiebiger oder wenn Ihr wirklich alle Ports voll nutzt.

Ebenso könnte ich mir vorstellen, dass im Sommer vielleicht auch die Lüfter des Öfteren mal anspringen, denn der Switch läuft so bereits recht heiß!

Hieran erkennt man auch das der Stromhunger des UniFi Switch 16 leider etwas größer ausfällt. Im „Leerlauf“ mit lediglich einem LAN Kabel (kein PoE) benötigt dieser 17,1W Strom. Voll belegt kann dieser Wert auf über 20W ansteigen.

 

Fazit

Der UniFi Switch 16 ist ein klasse Gerät, welches ich aber nur bedingt der breiten Masse empfehlen würde. Der UniFi Switch 16 macht wirklich nur Sinn wenn Ihr bereits im Ubiquiti UniFi Ökosystem vertreten seid!

Ist dies der Fall ist der UniFi Switch 16 natürlich eine logische Wahl. Dieser funktionierte bei mir absolut tadellos und bot die typische Ubiquiti Qualität.

Allerdings ist der Switch auch nicht perfekt! Der Stromverbrauch ist verglichen mit einfacheren Geräte recht hoch und die Kühlung ist verbesserungswürdig. Gerade bei der intensiveren Nutzung von PoE kann der UniFi Switch 16 doch etwas lauter werden. Im normalen Alltag war bei mir aber der Lüfter meist komplett aus.

Dennoch kann ich den Switch mit gutem Gewissen empfehlen wenn Ihr bereits über andere UniFi Produkte verfügt!

AUKEYs erstes GaN Ladegerät, das AUKEY PA-Y19 (das kompakteste USB C Ladegerät auf dem Markt)

Mit dem PA-Y19 hat AUKEY sein ersten Ladegerät mit der „GaN“ Technologie auf den Markt gebracht.

GaN also Gallium Nitride erlaubt es besonders leistungsstarke und kompakte Ladegeräte zu bauen. So bietet das PA-Y19 auch satte 27W Leistung bei einem Gewicht von gerade einmal 54g.

Die hohe Leistung wird dabei über einen USB C Port mit Power Delivery zur Verfügung gestellt!

Damit ist das PA-Y19 ideal für High End Smartphones, Tablets und sogar das ein oder andere Notebook.

Aber ist das AUKEY PA-Y19 USB C Ladegerät mit 27W in der Praxis wirklich so gut wie dieses in der Theorie aussieht?

Dies gilt es im Test herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser welcher mir das AUKEY PA-Y19 auf der suche nach dem leichtesten/leistungsstärksten USB C Ladegerät zur Verfügung gestellt hat.

 

Das AUKEY PA-Y19 USB C Ladegerät mit 27W im Test

Mit gerade einmal 37,1 x 33,52 x 36,5 mm und einem Gewicht von 52,93 g ist das AUKEY PA-Y19 ein extrem kompaktes Ladegerät, für seine Leistung von durchaus beachtlichen 27W.

Im Normalfall würde hier Vorsicht gelten. Zu viel Leistung auf zu engem Raum ist bei Ladegeräten bzw. Netzteilen eigentlich kein gutes Zeichen.

Allerdings setzt AUKEY beim PA-Y19 wie auch Anker bei seinem PowerPort Atom auf „GaN“. GaN steht für Gallium Nitride. Gallium Nitride ist ähnlich wie Silicium ein Halbleiter, der allerdings deutlich schwerer zu nutzen bzw. zu verarbeiten ist.

Allerdings bietet Gallium Nitride eine höhere Effizienz und damit auch bessere Temperatureigenschaften, was es erlaubt kleinere Bauteile mit höherer Leistung zu konzipieren.

Die ersten GaN Bauteile sind allerdings erst Anfang 2019 auf den Markt gekommen und das auch nur von einem Zulieferer (Navitas Semiconductor).

Genau diese Bauteile kommen aber im PA-Y19 zum Einsatz, was es erlaubt ein Ladegerät mit einer derartig hohen Leistungsdichte zu bauen.

Allerdings nutzt AUKEY auch ein recht minimalistisches Design und Ausstattung. Allgemein ist das Design so ein wunder Punkt.

AUKEY meint, dass es eine gute Idee ist ein Ladegerät komplett aus Hochglanzkunststoff zu bauen. Dies sehe ich etwas anders. Ja das Gehäuse erfüllt klar seinen Zweck und wirkt auch ausreichend massiv, zerkratzt allerdings auch schon beim schief Ansehen.

So hübsch wie es auf den Fotos aussieht wird es leider nicht bleiben, dies sollte Euch klar sein. Abseits davon nutzt AUKEY das klassische Steckernetzteil-Format.

Aufseiten der Anschlüsse finden wir lediglich einen USB C Port. Dieser hat es allerdings in sich!

Der USB C Port des AUKEY PA-Y19 unterstützt den USB Power Delivery Standard und kann somit diverse Smartphones (iPhone Xs, Google Pixel 3) wie auch einige Tablets schnell laden.

Mit 27W besitzt dieses für Smartphones und Tablets mehr als genug Power, für Notebooks taugt das Ladegerät allerdings eher als zweit Ladegerät, sofern diese überhaupt am PA-Y19 laden.

Anders als Smartphones benötigen Notebooks oft eine gewisse Mindestleistung. MacBooks und auch beispielsweise das LG Gram laden allerdings problemlos am PA-Y19.

 

Die Energiedichte

Stellen wir uns an dieser Stelle doch einmal die Frage, hat das AUKEY PA-Y19 wirklich so eine hohe Leistung für seine Abmessungen?

Das Ladegerät kommt auf 37,1 x 33,52 x 36,5 mm, also einem Volumen von rund 45cm³. Dies bedeutet das Ladegerät hat 1,68 cm² Volumen pro Watt.

Ist dies so ein guter Wert?

Ja! Damit ist das AUKEY PA-Y19 aktuell kompakteste USB C Ladegerät. Dieses ist sogar noch kompakter als das bereits unheimlich kompakte Anker Power Port Atom!

Schauen wir uns das gleiche noch einmal fürs Gewicht an.

Kleiner = besser

Das PA-Y19 braucht für jedes Watt Leistung rund 2g, erneut die bisher beste Leistung die ich bei einem USB Ladegerät gesehen habe, auch wenn das Anker Power Port Atom PD1 mit 2,07g knapp dahinter ist.

 

Der Belastungstest

Starten wir mit dem üblichen Belastungstest. Bei diesem habe ich das Ladegerät 12 Stunden zu 100% ausgelastet um nach Auffälligkeiten zu suchen.

Hiervon konnte ich keine bemerken! Selbst die Temperaturentwicklung verhielt sich unauffällig.

An der heißtesten Stelle des Ladegerätes konnte ich maximal 50 Grad messen, was nicht besorgniserregend hoch ist.

Zwar gab es bei den Temperaturen keine Probleme, aber das PA-Y19 verfügt im Leerlauf über ein deutlich hörbares Surren! Solltet Ihr bei so etwas empfindlich sein, dann gilt hier Vorsicht.

Unter Last verschwindet das Surren im Übrigen.

Schauen wir uns auch noch die Spannungsstabilität an.

Grundsätzlich sieht diese doch recht ordentlich aus! Im 5V Bereich schwankt die Spannung zwischen 4,99V und 5,061V, bei 9V zwischen 8,904V und 8,772A und bei 15V zwischen 14,922V und 14,826V.

Dabei fäll auf, dass die Spannung, abseits der 5V Stufe, tendenziell etwas niedriger ausfällt. Alles ist aber immer noch gut innerhalb der Spezifikationen!

 

Wie schnell lädt das AUKEY PA-Y19?

Folgende Geräte habe ich am AUKEY PA-Y19 getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • BQ Aquaris X2 Pro
  • Samsung Galaxy S10+
  • Apple iPad Pro 11
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016
  • Dell XPS 13 9380
  • Nintendo Switch
  • Xiaomi Mi 9

Starten wir mit den Notebooks, also dem Apple MacBook Pro und dem Dell XPS 13. Beide Notebooks konnten am AUKEY PA-Y19 laden!

Beim Apple MacBook Pro ist dies weniger eine Überraschung, denn die „neuen“ MacBooks mit USB C Laden im Grunde an jedem Ladegerät, mit unterschiedlichem Tempo selbstverständlich.

Windows Notebooks sind hier deutlich zickiger. Die meisten Windows Notebooks haben eine minimale Leistung von 30 bzw. 45W die ein Ladegerät bieten muss, genau wie die 20V Spannungsstufe.

Letztere wird vom AUKEY PA-Y19 geboten, was in diesem Fall dem Dell XPS 13 auch gereicht hat. Geht aber dennoch nicht zwingend davon aus, dass alle Windows Notebooks am AUKEY PA-Y19 laden!

Im Allgemeinen gibt es für Notebooks bessere Ladegeräte. Die 27W des PA-Y19 reichen aus ein 13 Zoll Notebook langsam zu laden. Setzt Ihr dieses allerdings parallel unter Volllast (Video Schnitt, Foto Bearbeitung usw.), dann werden die 27W nicht ausreichen gegen zu laden.

Anders sieht dies bei Smartphones aus. Viele, wenn nicht sogar die meisten modernen Smartphones unterstützen den USB Power Delivery Standard.

So konnte ich das iPhone Xs Max, Samsung Galaxy S10+, Xiaomi Mi9, BQ Aquaris X2 Pro und auch das Huawei Mate 20 Pro am AUKEY PA-Y19 schnellladen!

Die Smartphones erreichten mit Ausnahme des Huaweis jeweils ihr maximales Ladetempo.

Wie steht es um die beiden Tablets? Das Apple iPad Pro 11 erreichte gute 25W, was mehr ist als mit dem beiliegenden Ladegerät, aber weniger als maximal möglich wären mit einem noch kräftigeren Ladegerät.

Dennoch würde ich das AUKEY PA-Y19 als eine gute Wahl für das iPad Pro 11 bezeichnen. Ähnliches gilt auch für die Nintendo Switch, welche vom AUKEY schnell geladen wird. Lediglich das Dock funktioniert nicht am Ladegerät.

 

Effizienz

Das AUKEY PA-Y19 benötigt im Leerlauf laut meinem Messgerät satte 0W. Dies ist natürlich nicht korrekt, aber der Stromverbrauch wird unter 0,2W liegen was die Messgrenze meines Messgerätes ist.

Wie steht es aber um die generelle Effizienz?

Diese schwankt wie üblich recht stark je nach Last und der gewählten Spannung. Höhere Spannung = tendenziell bessere Effizienz. So erreicht das AUKEY PA-Y19 bei 5V/1A lediglich eine Effizienz von 79%, bei 20V/1A steigt diese hingegen auf satte 90%.

Im Schnitt würde ich das AUKEY PA-Y19 sogar als sehr effizient einstufen! 86% im Mittel ist für ein USB Ladegerät sehr gut.

 

Fazit

Ihr sucht das USB C Ladegerät mit der höchsten Energiedichte aktuell auf dem Markt? Dann habt Ihr dieses mit dem AUKEY PA-Y19 gefunden!

In meinem Test konnte das Ladegerät für Smartphones und Tablets dabei technisch voll überzeugen, die 27W Leistung reichen hier voll aus. Selbst für einige Notebooks als zweit Ladegerät taugt das PA-Y19.

Dabei besitzt dieses eine akzeptable Hitzeentwicklung und eine gute bis sehr gute Effizienz!

Lediglich das Gehäuse des AUKEY PA-Y19 ist sehr empfindlich und wird zerkratzen und mein PA-Y19 besaß Spulenfiepen, was etwas unschön ist.

Abseits davon ist aber das AUKEY PA-Y19 USB C Ladegerät mit 27W ein klasse Ladegerät!

Alternativen: Die einzige wirkliche Alternative zum PA-Y19 wäre das Anker Power Port Atom PD1. Dieses ist minimal größer, hat aber auch minimal mehr Leistung. 

Western Digitals SSD für Gamer im Test, WD Black SN750

Western Digital hat vor kurzem mit der SN750 seine neuste High End SSD auf den Markt gebracht. Die SN750 platziert sich als direkter Konkurrent zu Samsungs 970 EVO bzw. PRO. Allerdings vermarktet WD seine SSD primär an Gamer.

So soll die SN750 neben hohen Datenraten auch mit einem Gaming Modus punkten können.

Aber wie schaut es in der Praxis aus? Kann die SN750 auch mit einer Leistung überzeugen die den durchaus hohen Preis rechtfertigt?

Finden wir dies im Test der Western Digital WD Black SN750 heraus!

 

Die Western Digital WD Black SN750 im Test

Western Digital richtet die SN750 ganz klar an die Gamer und die erweiterten Nutzer. Dementsprechend fällt auch das Design der SSD aus.

Diese gibt es allerdings in zwei Versionen, eine „normale“ Version und einer Version inklusive Kühlkörper. Beide Versionen sind optisch klar gelungen. WD nutzt ein schickes schwarzes PCB und einen geschmackvollen und schlichten Aufkleber.

Im Falle der Version mit Kühlkörper fällt der Aufkleber weg und die Oberseite ist von einem dünnen schwarzen Aluminium Block bedeckt, welcher aus dem Hause EK Water Blocks stammt. Es ist also davon auszugehen, dass der Kühler taugt, allerdings nehme ich auch an, dass diese Version vermutlich nicht in das übliche Notebook passt!

Beide Versionen sind aber bereits auf den ersten Blick als absolute High End SSDs zu erkennen

Für diesen Test habe ich mir die normale Version zugelegt. Der Aufkleber dieser Version ist im Übrigen ein regulärer Aufkleber und nicht wie bei den High End Samsung SSDs mit Kupfer verkleidet.

Western Digital bietet die SN750 aktuell in vier Versionen an, 250GB, 500GB, 1TB und 2TB. Damit sollten die Bedürfnisse der meisten Nutzer abgedeckt sein.

Als Controller kommt eine Eigenentwicklung aus dem Hause WD/Sandisk zum Einsatz. Western Digital gibt hier keine weiteren Spezifikationen preis, abseits, dass es sich hier um einen 8 Kanal Controller handelt. Der Controller besitzt nicht einmal einen offiziellen Namen aber die Beschriftung lautet „ Sandisk 05562 512G“.

Beim Speicher setzt WD auf TLC NAND ebenfalls aus dem Hause Sandisk bzw. Toshiba. Die 1TB Version verfügt über lediglich zwei Speicherbausteine auf der Oberseite (Sandisk 20-82-007011), die Rückseite ist hier nicht belegt.

Das Western Digital bei der SN750 auf TLC NAND setzt ist an sich keine große Überraschung, allerdings positioniert sich diese gegen die Samsung 970 Pro, welche noch auf den technisch besseren MLC NAND setzt.

Dementsprechend fällt die Angegebene maximale Schreiblebensdauer mit 300TB bei der 500GB Version auch eher mittelmäßig aus.

Die größeren Versionen verdoppeln bzw. halbieren jeweils die TBW Angabe, wie es meist üblich ist.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass Eure 500GB SSD nach diesen 300TB genau kaputt geht. In der Regel können SSDs deutlich mehr ab als vom Hersteller angegeben. Gerade die großen Hersteller sind hier meist recht konservativ was die TBW Angabe angeht.

Wichtig ist dies nur für die Garantie, welche entweder nach 5 Jahren oder nach überschreiten dieser 300TB erlischt.

Die Performanceangabe seitens WD schwankt sehr stark je nach Größe die Ihr gewählt habt.

Lesen Schreiben
250GB 3100MB/s 1600MB/s
500GB 3470MB/s 2600MB/s
1TB 3470MB/s 3000MB/s
2TB 3400MB/s 2900MB/s

Lesend schaffen alle Versionen über 3000MB/s, was sehr ordentlich ist! Die 500GB und 1TB Versionen erreichen sogar beeindruckende 3470MB/s, was ziemlich dem Limit von PCIe 3.0 x4 entsprechen sollte.

Schreibend sind allerdings die Sprünge größer. Die kleinste Version schafft hier laut WD 1600MB/s, während die 1TB Version auf satte 3000MB/s kommt.

Spannenderweise ist die 1TB Version die schnellste Version, auch schneller als die 2TB Version.

 

Gaming Modus

Eine Besonderheit bei der WD Black SN750 ist die Software und der Gaming Modus.

Western Digital bietet eine durchaus umfangreiche und schicke Software an, welche einen Mehrwert bei der Überwachung der SSD bietet.

Innerhalb dieser Software könnt Ihr auch den Gaming Modus einschalten. Der Gaming Modus verhindert, dass die SSD in einen Energiesparmodus geht.

Normalerweise haben NVME SSDs mehrere „Energiesparmodi“, welche automatisch gestartet werden wenn X Sekunden keine Last mehr anliegt. Das Aufwachen aus diesem Energiesparmodus kann aber ein paar ms Reaktionszeit kosten.

Der Gaming Modus verhindert nun, dass die WD Black SN750 in solch einen Energiesparmodus geht. Die SSD bleibt also konstant in Bereitschaft.

Theoretisch beschleunigt dies die SSD etwas, praktisch muss ich allerdings gestehen keine wirklichen Unterschiede gemerkt zu haben. Allerdings „schadet“ dieser Modus auch nichts an einem Desktop PC, in einem Notebook würde ich diesen aber nicht einschalten!

 

Benchmarks des WD Black SN750

Starten wir mit ein paar synthetischen Benchmarks. Der wichtigste hier ist natürlich Crystaldiskmark.

 

Die sequenzielle Lese- und Schreibeleistung sieht ohne Frage sehr gut aus! Lesend können lediglich die beiden High End Samsung SSDs die SN750 in Zaun halten, schreibend ist die SN750 aber die mit Abstand schnellste SSD die ich bisher im Test hatte.

Schauen wir uns aber nicht mehr die sequenzielle Leistung an, sondern zufällige Zugriffe, dann bricht die SN750 ein Stück ein. Bei den 4KiB Q8T8 Werten fällt die SSD etwas hinter die Samsung SSDs zurück, kann sich aber ansonsten noch gut behaupten.

Erstaunlicherweise sind die 4KiB Q32T1 Werte lesend aber recht niedrig und schreibend eher durchschnittlich für eine SSD dieser Klasse. Auch die Werte bei einer Queue und einem Thread sind etwas niedriger als ich dies erwartet hätte.

Die SN750 scheint also bei zufälligen Zugriffen ein Stück schwächer zu sein als die High End Samsung Modelle.

Die guten Werte der SN750, gerade sequenziell, werden auch von AS SSD bestätigt

Ebenfalls sehr positiv fällt die Zugriffszeit Messung von AS SSD aus.

 

Praktische Tests

Aber theoretische Tests sind natürlich nur das eine. Es ist nett hier hohe Zahlen zu erreichen, viel wichtiger ist aber die Performance im Alltag.

Starten wir hier mit einem WinRAR Test. Für diesen Test wurde auf die SN750 zwei .rar Archiv kopiert, mit einmal 41GB und 47.000 Dateien und einmal mit 25GB und 2.000 Dateien. Bei Archiv NR.1 handelt es sich um meine gepackte Lightroom Bibliothek, bei Archiv NR.2 um Bioshock Infinite.

Test-Paket 1 hat sehr viele kleine Daten, Paket 2 ist etwas gemixter. Es wurde die Zeit gestoppt, bis der Entpackvorgang komplett abgeschlossen war.

Hier zeigt sich, dass synthetische Benchmarks nicht überflüssig sind, denn wie es sich in Crystaldiskmark angedeutet hat, ist die SN750 bei kleineren Dateizugriffen vergleichsweise etwas schwächer.

So kann diese sich beim ersten Testdateien Paket, mit vielen kleinen Daten, nur knapp vor die Toshiba RD400 setzen und wird von der Crucial P1 wie auch den meisten größeren Samsung SSDs geschlagen.

Beim zweiten Testdateienpaket hingegen wird die Crucial P1 deutlich geschlagen und die SN750 hängt auf den Fersen der Samsung 970 EVO und PRO.

Unterm Stich aber kein schlechtes Ergebnis!

Das Entpacken eines Archivs ist ein recht schreibintensiver Vorgang, wie sieht es aber bei einem leseintensiven Einsatz aus? Beispielsweise bei einem AV-Scanner? Für diesen Test habe ich mithilfe des Windows Defenders den zuvor entpackten Lightroom Ordner gescannt und die Zeit gestoppt.

Hier kann die SN750 richtig glänzen! Den AV Scann bewältigt die SSD bisher am schnellsten von all meinen Testkandidaten.

Zwar ist eine Neuinstallation von Windows 10 nichts Alltägliches, aber durchaus ein interessanter Test. Für diesen habe ich Windows 10 von einem originalen Windows 10 USB Stick auf dem Test-PC neu installiert.

Hierbei habe ich die Zeit vom Weiterklicken in den Partitionseinstellungen bis hin zur ersten erzwungenen Nutzerinteraktion gestoppt.

Hier muss sich die SN750 zwar den Samsung SSDs wieder etwas geschlagen geben, aber kann abseits der 970 EVO und PRO alle bisher von mir getesteten Modelle schlagen.

Dies ist aber erneut keine Überraschung, aufgrund der sehr starken Lese- und Schreibe-Performance.

Kein SSD Test wäre aber komplett ohne ein Windows-Start-Test. Bei diesem stoppe ich die Zeit die Windows 10 vom Betätigen des Einschalters bis zum Öffnen einer TXT Datei (welche im Autostart liegt) benötigt. Um Fehler gering zu halten wird dies drei mal wiederholt und daraus der Durchschnitt genommen.

Zusätzlich gibt es einen „zweiten Durchlauf“ bei welchem der VLC Play, Libre Office, FireFox und Avira installiert und im Autostart liegen.

Wieder ein sehr gutes Ergebnis der SN750! Hier kann diese sich sogar erneut vor die Samsung SSDs setzen.

Dies ist sogar ein sehr wichtiger Benchmark, denn dieser lässt Rückschlüsse auf die Ladezeiten von Spielen und generell Programmen zu.

Zu guter Letzt betrachten wir noch den Anwendungsstart Score von PC Mark 10. Dies ist ein sehr guter Benchmark, denn hier werden echte Programme gestartet  (Open Office Writer, GIMP, Chromium und Firefox) und die Zeit gestoppt und in einen Score umgewandelt.

 

Temperatur

Das Western Digital die SN750 auch optional direkt mit einem dicken Kühlkörper verkauft, kann man durchaus als schlechtes Ohmen ansehen.

NVME SSDs laufen unter Konstanter last sehr oft sehr heiß. Dies ist in einem gewissen Rahmen normal.

Aber wie warm läuft die SN750?

Ohne Kühlkörper und ohne direkten Luftstrom sehr heiß, ist die Antwort. Die SSD kann unter 100%iger konstanter Last die 80 Grad Marke überschreiten.

Ab 80 Grad beginnt die SSD auch ihre Leistung leicht zu reduzieren um ein weiteres Überhitzen zu verhindern. Der optionale Kühlkörper kann also durchaus als sinnvoll eingestuft werden.

Allerdings läuft die SN750 im Alltag, wo es selten zu einer dauerhaften 100%Last kommt, auch nicht so heiß, dass ein Kühlkörper in jedem System Pflicht wäre.

 

Stromverbrauch

Für Notebook Besitzer ist der Energieverbrauch von SSDs durchaus relevant.

Leider ist das Messen der Leistungsaufnahme von NVME SSDs nicht ganz einfach. Daher muss ich mich hier einem Trick bedienen, ich nutze ein externes NVME SSD Gehäuse und messe die Leistungsaufnahme dieses inklusive der SSD.

Dies verfälscht natürlich die absoluten Werte etwas, aber 1. Das Gehäuse selbst benötigt kaum Energie, 2. Das Gehäuse benötigt bei allen SSDs immer gleich viel Energie.

Achtet also weniger auf die absoluten Werte und viel mehr auf die Werte im Vergleich zu anderen SSDs.

Ich glaube durchaus sagen zu können positiv überrascht zu sein. Nein die WD Black SN750 ist nicht die sparsamste SSD, aber diese liegt auf dem soliden „mittleren“ Level einer Samsung 970 EVO.

Unter Last ist die SSD erstaunlicherweise sogar relativ sparsam!

 

Fazit

Samsung hat den SSD Markt mit seiner 970 Serie fest unter Kontrolle, oder sollte ich besser sagen hatte. Denn die WD Black SN750 ist die erste SSD die mir beregnet ist, die mit Samsung mithalten kann oder sogar teilweise Siege erringen kann.

Dabei bietet die WD Black SN750 eine sehr gute Allround-Leistung, egal ob nun lesend, schreibend, in theoretischen Benchmarks oder auch in der echten Welt.

Die SN750 zeigte in keinem Test eine echte Schwäche. Gerade Ladezeiten waren durchgehen überzeugend!

Kurzum die WD Black SN750 ist voll empfehlenswert, wenn Ihr eine High End SSD sucht. Lediglich den Preis betrachte ich etwas zähneknirschend. Die SN750 ist nicht günstig, selbst im Vergleich zu den High End Samsung SSDs.

Von der Leistung sehe ich die WD Black SN750 +-  auf dem Level der Samsung 970 EVO und hier gehört auch der Preis hin.

Was kann der smart Sensor und das smart System von Gardena?

Smart Home ist ein riesen Feld in welchem viele Hersteller versuchen mitzumischen. Zu diesen Herstellern gehört auch der Gartenspeziallist Gardena. Während sich die meisten anderen Hersteller primär auf Smart Home Komponenten für in die Wohnung konzentrieren, hat sich Gardena wenig überraschend auf den Garten konzentriert.

Sofern Ihr schon vom Gardena smart System gehört habt, dann vermutlich in Kombination mit Gardenas sehr guten und auch populären Mährobotern, welche sich auch teilweise in dieses System einbinden lassen.

Aber auch abseits der Mähroboter ist das Gardena smart System durchaus spannend! Eine der Kernkomponenten ist der smart Sensor.

Diesen könnte man glatt wie den Basis Sensor bezeichnen, welcher diverse Funktionen bietet.

Welche genau und was das smart System von Gardena überhaupt kann, wollen wir uns doch einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Gardena für das Zurverfügungstellen des smart Sensors!

 

Das Gardena smart System

Wie die meisten Smart Home Systeme besteht auch das Gardena smart System aus einer Basis Station und diversen zusätzlichen Sensoren.

Die Basis Station wird von Gardena als „Gateway“ bezeichnet und muss zwingend vorhanden sein. Hierbei handelt es sich sozusagen um das Gehirn des Systems, welches aber alleinig auch nicht viel kann.

Die unterschiedlichen Funktionen werden über die zusätzlichen Module/Sensoren ermöglicht. Folgende gibt es zum Zeitpunkt dieses Berichts:

  • smart SILENO City
  • smart SILENO life
  • smart SILENO+
  • smart Sensor
  • smart Water Control
  • smart Irrigation Control
  • smart Haus- & Gartenautomat 5000/5
  • smart Power Zwischenstecker
  • smart Battery BLi-40/100
  • Schnell-Ladegerät QC40

Wie Ihr vielleicht erkennt, gibt es so drei Hauptbereiche. Dies wären primär sicherlich die Mähroboter, aber auch das Bewässern und das „schalten“.

Gardena hat aktuell drei Mähroboter die sich mit dem smart System verbinden lassen.

Dies funktioniert auch sehr gut, siehe meinen älteren Bericht zu diesem Thema. Die Mähroboter lassen sich komplett über das smart System programmieren und nutzen.

Zu Themenbereich zwei gehören die Produkte zur Wassersteuerung.

  • smart Water Control
  • smart Irrigation Control
  • smart Haus- & Gartenautomat 5000/5

smart Water Control ist eine Art vernetztes Ventile, welches sich via Smartphone/Zeitplan öffnen bzw. schließen lässt. Der smart Haus- & Gartenautomat 5000/5 ist hingegen eine Pumpe welche direkt mit dem smart System verbunden ist und die Irrigation Control Box erlaubt es Euch bestehende Bewässerungssysteme einzubinden.

Bleibt noch der Punkt Energie.

  • smart Power Zwischenstecker
  • smart Battery BLi-40/100
  • Schnell-Ladegerät QC40

Gardena bietet hier einen schaltbaren Zwischenstecker, wie auch vernetzte Akkus an. Letztere sind aber wie ich finde eher ein Gimmick, als wirklich nützlich.

 

Der Gardena smart Sensor

Dieser Bericht soll sich primär um den Gardena smart Sensor drehen und natürlich ein wenig um das Gardena smart Home System im Generellen. Der smart Sensor ist so ein wenig die der Basis Sensor welcher in jedes System passt.

Schauen wir uns aber den smart Sensor zu nächst einmal im Detail an. Der Sensor ist mit einer Höhe von rund 26cm ein etwas größeres Gerät. Dieser ist gedacht in die Erde gesteckt zu werden, wofür der untere Teil des Sensors ein Erdspieß ist.

Dennoch wird der Sensor gute 11cm aus der Erde hervorragen. Was das Design angeht, hat Gardena einen guten Job gemacht! Zwar wirkt der Sensor etwas klobig, aber das ikonische Gardena Design ist durchaus zu erkennen.

Der smart Sensor wirkt nicht wie ein 0815 China Produkt, in welches keine Liebe gesteckt wurde. Ebenso scheint es sich hier um ein „einzigartiges“ Produkt zu handeln, welches nicht auch unter X anderen Namen verkauft wird.

Lediglich das Batteriefach ist ein wenig „merkwürdig“. Der smart Sensor wird mit zwei AA Batterien betrieben. Unter der Klappe für die Batterien finden wir einen ausziehbaren Batteriehalter, welcher etwas locker im Sensor liegt.

An sich kein Problem, aber bestimmt auch besser lösbar.

 

Die Gardena App

Gardena bietet seine SmartSystem App für die beiden typischen großen Plattformen an, also IOS und Android.

Optisch hat hier Gardena einen wirklich hervorragenden Job gemacht! Die App ist grafisch sehr wertig gestaltet, aber dennoch angenehm schlicht gehalten. Hier hat der  „Gartengeräte Hersteller“ einen besseren Job gemacht als viele große Unternehmen wie Bosch bei seinem Smart Home System.

Aber nicht nur optisch ist die App absolut gelungen, auch was die Nutzbarkeit angeht hat man glatt einen perfekten Job gemacht.

Startet Ihr die Gardena App landet Ihr auf der Startseite. Auf dieser findet sich zunächst ein Bild Eures Gartens, sofern Ihr dieses hinterlegt habt, gemeinsam mit ein paar generellen Informationen zum Wetter, der Temperatur usw.

Unterhalb dieses Bilds sind Kacheln für jedes verbundene Gerät zu finden. Viele dieser Kacheln besitzen eine Schnellstart- Funktion, die Ihr bereits von der Startseite aus auslösen könnt.  Bei der smarten Steckdose wäre dies beispielsweise ein schnelles Ein/Ausschalten. Beim Mähroboter hingegen wird der aktuelle Status angezeigt. Status kann bedeuten, ist dieser unterwegs, ist der Roboter irgendwo hängen geblieben usw.

Tippt Ihr die einzelnen Sensoren an, landet Ihr in den erweiterten Details. Hier finden sich Informationen zum Akkustand, erweiterte Einstellungen usw.

Natürlich lassen sich auch Systeme über die Gardena App programmieren. In meinem Fall könnte ich sowohl die smarte Steckdose wie auch den smart SILENO City mit einem Zeitplan verstehen.

Ähnlich wie die App im Generellen ist auch die Zeitplan Funktionalität ausgesprochen gut und übersichtlich gelöst.

Neun in den letzten Updates hinzugekommen ist eine Pflanzenkategorie. Hier findet Ihr eine Übersicht mit hunderten verschiedenen Pflanzen und generellen Informationen zu diesen. Also beispielsweise wie viel Wasser, Licht usw. diese benötigen. Ob die Pflanze winterhart ist und falls wie sehr usw.

Das Ganze ist zwar aktuell noch ein Gimmick, ich sehe keine tiefere Integration dieser Informationen in das eigentliche Smart Home System, aber die hier zu findenden Informationen sind durchaus wertvoll! Gerade die Details zur Winterhärte usw. sind selbst mithilfe von Google nicht ganz so leicht zu finden.

Bonuspunkte gibt es für eine Kooperation zwischen Gardena und Netatmo und Husqvarna. Habt Ihr eine Netatmo Presence Überwachungskamera, könnt Ihr diese in die Gardena App einbinden, wodurch Ihr immer ein Live Bild für Euren Garten habt.

Die Kooperation mit Husqvarna hingegen erlaubt es auch Husqvarna Mähroboter in das Gardena System einzubinden und zu steuern. Diese müssen dafür aber auch das Automower Connect Modul verbaut haben.

Neu ist ebenfalls eine IFTTT Integration, die es Euch erlaubt das Gardena System mit anderen Smart Home Systemen zu verknüpfen. Habt Ihr beispielsweise eine Netatmo Wetterstation, könnt Ihr über IFTTT programmieren, dass beim Erkennen von Regen eine Pumpe abgeschaltet wird oder der Mähroboter nach Hause fährt.

 

Was kann der smart Sensor?

Der smart Sensor kann Euch drei Informationen liefern.

  • Die Temperatur in Grad
  • Die Helligkeit in Lux
  • Die Bodenfeuchtigkeit in %

Der ohne Frage interessanteste Wert ist hier die Bodenfeuchtigkeit, gerade wenn Ihr auch ein vernetztes Bewässerungssystem von Gardena habt. Anhand dieses Wertes könnt Ihr dann die Bewässerung Euerer Pflanzen planen.

Gardena erlaubt hier auch eine gewisse automatische Vernetzung. So könnt Ihr einstellen, dass die automatische Bewässerung nur so lange ausgeführt wird bis Wert XY erreicht wird.

Was mir hier aber zugegeben etwas fehlt, ist eine freie Möglichkeit für Verknüpfungen, wenn dies dann das. Beispielsweise bieten einige teure Husqvarna Mähroboter eine Wetter abhängige Steuerung, so dass der Rasen nur gemäht wird wenn dieser eine Wachstumsphase hat.

Leider ist es beim Gardena smart Sensor aktuell nicht möglich zu sagen „schicke den Rasenmäher los wenn Bodenfeuchte Wert XY hat und die Sonne scheint“.

Gardena ist was die Entwicklung neuer Feature angeht durchaus fleißig, also will ich nicht ausschließen das irgendwann solche freien Verknüpfungen kommen.

Neben der Bodenfeuchte sind auch die beiden anderen Werte durchaus interessant, gerade die Helligkeit.

Diese Information kann man auch gut nutzen einen passenden sonnigen Fleck für eine Pflanze zu finden.

 

Fazit

Zwar gibt es auch beim Gardena smart System und dem smart Sensor noch etwas Luft nach oben, aber generell bin ich mit dem System das Gardena hier auf die Beine gestellt hat sehr zufrieden!

Gerade optisch und was die Benutzererfahrung angeht, hat Gardena hier einen herausragenden Job gemacht. Hier sehe ich auch wirklich kaum noch Verbesserungspotenzial. Wer auch immer im Gardena Team die App designt hat, gehört auf die Schulter geklopft.

Auch funktional bietet das Gardena smart System einiges. Zwar sind viele Module etwas speziellerer Natur, wie die Bewässerungspumpen, aber gerade die Mähroboter bilden einen guten Kern für das smart System.

Bonuspunkte gibt es auch für Gardenas Fleiß. Seid meinem letzten Blick auf das System vor rund einem Jahr hat sich funktional schon einiges noch getan. Am smart System wird also noch aktiv gearbeitet!

Wo es Luft nach oben gibt, ist bei der Synergie zwischen den einzelnen Komponenten, gerade in Kombination mit dem smart Sensor.

Zwar gibt es hier fest einprogrammierte Kombinationen wie zwischen dem smart Sensor und den Bewässerungskomponenten, welche stoppen wenn eine gewisse Bodenfeuchtigkeit erreicht wird, aber solche Synergien lassen sich leider nicht per Hand einstellen.

Beispielsweise das Starten des Mähroboters wenn Bodenfeuchte bei Wert XY liegt und die Sonne scheint.

Dennoch kann ich das Gardena Smart System jedem empfehlen, gerade dann wenn Ihr Euch für eine smarte Bewässerung oder vernetzte Mähroboter interessiert.