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Der Anker SoundCore Pro+ im Test (2019), der beste Bluetooth Lautsprecher unter 100€

Der Anker Soundcore Pro gehört, seit erscheinen auf dem Markt, zu meinen absoluten Lieblings Bluetooth Lautsprechern, welchen ich auch nicht müde werde zu empfehlen.

Allerdings hat Anker den Soundcore Pro mit einer „+“ Version neu aufgelegt. Diese bietet einige kleinere Verbesserungen und Optimierungen. Wollen wir dies doch einmal als Gelegenheit nutzen uns den Soundcore Pro + einmal im Jahr 2019 anzusehen bzw. anzuhören.

Ist dieser auch dieses Jahr noch meine Nummer 1 Empfehlung wenn es um einen Bluetooth Lautsprecher unter 100€ geht?

 

Der Anker SoundCore Pro+ im Test

Mit 205 x 72x 68 ist der Soundcore Pro + ein weiterhin sehr kompakter Bluetooth Lautsprecher, auch wenn dieser durchaus schon eins der größeren Modelle aus Ankers Lineup darstellt.

Dies merkt man auch beim Gewicht und der Haptik. Für solch einen kompakten Lautsprecher hat der Soundcore Pro + ein durchaus ordentliches Gewicht, was auf viel Elektronik im Inneren hindeutet.

Beim Aufbau hingegen gibt es keine Überraschungen. Anker setzt auf den „klassischen“ Aufbau für einen Bluetooth Lautsprecher. Dieser ist leicht länglich gebaut und besitzt seine Treiber auf der Front nebeneinander angeordnet.

Hiervon besitzt dieser aber gleich vier Stück! Zwei Tief/Mitteltöner finden sich in der Mitte und zwei Hochtöner jeweils etwas weiter außen. Zusammen sollen die vier Treiber satte 25W Leistung bieten.

Klingt erst einmal sehr beeindruckend, was es auch für solch einen kleinen Lautsprecher ist!

Auch die Haptik und Verarbeitung passt völlig! Anker hat den Lautsprecher mit einem metallenen Lautsprechergitter umspannt. Die Ober und Unterseite sind hingegen aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt.

Beide Materialien wirken gut gearbeitet und ausgesprochen massiv! Eindrücken oder verbiegen lässt sich hier nichts. Allerdings würde ich den Soundcore Pro + auch nicht als „Outdoor“ Bluetooth Lautsprecher deklarieren. Ich glaube Stürze würde dieser nicht so verkraften.

Immerhin ein IPx4 Wasserschutz ist vorhanden. Der Lautsprecher kann also Spritzwasser problemlos ab, was ich auch für plausibel halte.

So sind die Anschlüsse auf der Rückseite beispielsweise mit einer Klappe geschützt.

Hier finden wir den üblichen microUSB Eingang zum Aufladen des Lautsprechers, wie aber auch einen AUX Eingang und einen USB Ausgang! Im Notfall kann der Soundcore Pro + als eine Art Powerbank mit 5V/2A Ausgang genutzt werden.

Mit satten 8000mAh fällt der Akku auch ausreichend groß aus, dass man unbesorgt ein Smartphone laden kann und noch etwas Spieldauer aus dem Lautsprecher bekommt. Anker gibt die Akkulaufzeit mit 18 Stunden an, was knapp hinkommt.

Wie voll oder leer der Lautsprecher gerade ist, erkennt Ihr an vier weißen LEDs auf der Oberseite.

Auf der Oberseite befinden sich auch die Tasten des Lautsprechers. Neben einem Ein/Ausschalter findet sich hier Play/Pause/Vor, Lauter, Leiser und eine gesonderte Bluetooth Taste.

 

Klang

Das Wichtigste bei einem Bluetooth Lautsprecher ist natürlich der Klang. Starten wir hier wie üblich mit den Höhen.

Aufgrund der beiden Hochtönern ist es nicht sonderlich überraschend, dass diese beim Soundcore Pro + sehr ordentlich sind! Ich würde die Höhen zwar nicht als super brilliant einstufen, aber diese doch mehr als ausreichend klar und sauber. Deutlich klarer als bei den meisten Bluetooth Lautsprechern dieser Klasse.

Bei den Mitten bin ich etwas hin und her gerissen. Diese sind nicht super voll, aber in einem Rahmen den ich als okay einstufen würde. Stimmen und Gesang wird soweit ganz gut wiedergegeben.

Das Highlight am Soundcore Pro + ist aber klar der Bass. Man darf hier natürlich aus so einem kompakten Lautsprecher keine Wunder erwarten, aber für die Abmessungen schafft der Lautsprecher einen sehr ordentlichen und vollen Bass.

Gerade auf kurze bis mittlere Distanz beeindruckt der Soundcore Pro + mich immer wieder. Der Bass ist angenehm voll und satt. Zudem hört man eine gewisse Kraft, die man auch spürt, wenn man den Lautsprecher anhebt.

Hinzu kommt eine tolle Hoch/Tief Dynamik, welche für eine große subjektive Spielfreude sorgt. Ich habe den Lautsprecher nun auch schon einige Male beim Grillen genutzt und meine Gäste waren überrascht wie viel Power aus dem kleinen Lautsprecher kommt.

Eine kleine Schwäche hat der Soundcore Pro + hier allerdings. Die Pegelfestigkeit ist mäßig. Die + Version wird zwar ordentlich laut, aber man merkt, dass ab ca. 50-70% Lautstärke der Bass übersteuert bzw. um dies zu verhindern reduziert wird.

Klar am besten klingt der Soundcore Pro + auf höherer Zimmerlautstärke, wo dieser klar zu den klangstärksten seiner Klasse gehört!

 

Fazit

Auch im Jahr 2019 ist der Anker Soundcore Pro bzw. Pro + eine klasse Wahl! Die größte Stärke des Soundcore Pro + ist dabei klar der Klang und die Abmessungen.

Für solch einen immer noch sehr kompakten Lautsprecher bietet der Soundcore einen wirklich herausragenden Klang mit einem satten Bass und klaren Höhen. Dieser ist dabei auch in einem gewissen Rahmen durchaus „Party tauglich“. Ich nutze den Soundcore Pro + beispielsweise gerne beim Grillen mit Freunden, wo es bisher keine Klagen über den Klang gab.

Hier ist es sehr schwer einen besser klingenden Lautsprecher für unter 100€ zu bekommen, sofern dies überhaupt möglich ist.

Zusätzlich zu dem guten Klang bietet der Soundcore Pro + auch eine sehr gute Akkulaufzeit und eine klasse Verarbeitung bzw. Haptik.

Kurzum für unter 100€ ist der Anker Soundcore Pro + ein absolut empfehlenswertes Modell und eins der besten auf dem Markt!

Alternativ, schaut Euch auch einmal den neueren Anker Soundcore Flare + an. Dieser bietet je nach Geschmack fast noch einen besseren Klang und Optik für rund 20€ mehr.

Der SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g im Test, 10Gbit Netzwerk fürs Notebook!

10 Gbit Netzwerk ist etwas Feines für alle Nutzer die regelmäßig mit großen Dateien arbeiten. Leider ist allerdings die Verbreitung von 10 Gbit Netzwerkausrüstung recht schwach. Es gibt zwar mittlerweile ein wenig günstigere 10 Gbit Netzwerkhardware, aber hierbei handelt es sich um NAS Systeme, einfache switche und Desktop PC Netzwerkkarten.

Gerade Notebook Nutzer haben blöd gesagt Pech. Aber haben Sie dies wirklich? Viele High End Notebooks, wie die Apple MacBooks, Dell XPS usw. verfügen über Thunderbolt 3.

Für Thunderbolt 3 gibt es passende 10 Gbit Netzwerkadapter, wie zum Beispiel den SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g.

Diese 10 Gbit Netzwerkadapter für Thunderbolt 3 sind alles andere als günstig, aber mit +-200€ noch im Rahmen des Erträglichen.

Kurzum ich habe mir den SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g für mein Dell XPS 13, auf welchem ich regelmäßig Foto und Video-Bearbeitung betreibe, gekauft.

Taugt diese externe 10 Gbit Netzwerkkarte? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g im Test

Man merkt dem SoNNeT Adapter Solo 10 g direkt an, dass es sich hier um ein „Profi“ Produkt handelt. So besteht das Gehäuse der Netzwerkkarte komplett aus Aluminium, welches über eine „geriffelte“ Oberfläche verfügt. Dies soll natürlich für eine bessere Wärmeabfuhr sorgen.  würde ich den Adapter als schlicht, schick und robust bezeichnen. Allerdings wahnsinnig filigran ist das gute Stück mit 114 x 80 x 25 mm nicht. Man geht hier eher in die „Arbeitstier“ Richtung. Der Netzwerkadapter wird sicherlich einiges an Misshandlung mitmachen!

Was die Ausstattung angeht, gibt es wenig zu erzählen. Auf der Front finden wir den 10Gbit RJ45 LAN Port mit zwei Status LEDs. Auf der Rückseite ist ein fest integriertes USB C Thunderbolt 3 Kabel, welches mit ca. 50cm ausreichend lang ist.

Fest integriert ist hier allerdings nicht ganz richtig! Ihr könnt die Rückwand des Adapters aufschrauben und das Kabel gegen ein längeres austauschen, wenn Ihr dies wollt. Im Inneren findet sich ein einfacher USB C Port in den ein normales Thunderbolt 3 Kabel passt, welches durch die Rückwand nach außen geführt wird.

Sehr clever gemacht SoNNeT!

 

Die Technik

Thunderbolt 3 ist im Grunde nichts anderes als eine PCIe x4 Verbindung, die nur über einen Adapter nach außen geführt wird. Klingt so natürlich einfacher als es wirklich ist, aber dennoch ist es via Thunderbolt 3 möglich jegliche Form von PCIe Geräten zu betreiben, so auch Netzwerkkarten.

Der SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g nutzt hier den Aquantia AQC-107S Chipsatz. Keine Überraschung, hierbei handelt es sich um den günstigsten 10 Gbit RJ45 Chipsatz auf dem Markt. Dieser kommt auch in vielen anderen regulären 10 Gbit Netzwerkadaptern vor, wie von ASUS.

Und nein günstig heißt in diesem Fall nicht schlecht! Der Aquantia AQC-107S besitzt eine nahezu identische Performance wie der deutlich teurere Intel X540 Chipsatz.

Würden wir also den SoNNeT Adapter auseinandernehmen würden wir eine „normale“ etwas geschrumpfte 10Gbit PCIe Netzwerkkarte finden, welche direkt an einen Thunderbolt 3 Chipsatz gelötet ist.

 

Performance und Kompatibilität

Wichtig, es handelt sich hier um eine reine Thunderbolt 3 Netzwerkkarte! Es ist nicht möglich diese an einem regulären USB C Port zu betreiben.

Was die Kompatibilität angeht war ich positiv überrascht. Der SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g funktionierte an all meinen Notebooks problemlos und das auch ohne eine manuelle Treiber Installation.

Dies wäre:

  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 13 9370
  • Razer Blade (2016)
  • Apple MacBook Pro 13 (late 2016)

Ja die SoNNeT 10 Gbit Netzwerkkarte ist sowohl mit Windows 10 wie auch Mac OSX kompatibel! Bei Mac müsst Ihr allerdings macOS High Sierra oder neuer nutzen!

Was die Performance angeht, muss ich etwas ins Blaue raten. Mein Switch hat den Adapter als voll 10Gbit fähig erkannt, dementsprechend nehme ich auch an, dass die vollen 10Gbit bzw. praktisch 9,xx Gbit durchgehen werden.

Mein heimisches NAS ist leider nicht zu diesem Tempo in der Lage (dieses setzt auf HDDs), daher kann ich „nur“ ein Tempo von rund 1100MB/s (in den Cache des NAS) bzw. 400MB/s praktisch bestätigen, was ich aber als Indiz ansehe, dass der Adapter im richtigen Umfeld das volle Tempo in beide Richtungen schaffen wird.

Es ist im übrigen normal, dass der Adapter im Betrieb recht warm wird. 10 Gbit über Kupfer benötigt recht viel Energie und produziert dementsprechend auch ein gutes Stück Abwärme.

 

Fazit

Der „SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g“ funktioniert wie beworben! Ihr könnt über diesen 10 Gbit Netzwerk an einem Notebook mit Thunderbolt 3 Port ermöglichen.

Hierbei gab es während meines Tests keinerlei Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches, weder zu Windows 10 noch zu Mac OS.

Auch das Tempo passte völlig und wurde anscheinend nicht negativ durch Thunderbolt 3 beeinflusst.

Kurzum der SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g ist voll empfehlenswert, wenn Ihr unbedingt 10 Gbit Netzwerk an Eurem Notebook wollt!

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Was kann der Netgear Nighthawk EX7700? Die alternative zu Netgear Orbi!

WLAN Mesh Systeme sind fast etwas wie ein Luxus Produkt. Ihr zahlt für ein WLAN Mesh System immer einen Aufpreis! Allerdings werden WLAN Mesh Systeme immer weiter aufgebrochen, seitens der Hersteller. So erlaubt ASUS beispielsweise ein recht freies Kombinieren seiner normalen Router zu einem Mesh System(mit Einschränkungen).

Soweit geht Netgear noch nicht, aber der neue Nighthawk EX7700 geht hier schon in eine sehr interessante Richtung. Anstelle Euch ein recht teures vorgefertigtes Set zu verkaufen, könnt Ihr einfach so viele EX7700 wie Ihr wollt kombinieren. Sollte Euch ein großes Mesh System zu viel sein, wollt aber Euch die Option für einen zweiten oder sogar dritten Knotenpunkt offen lassen, ist dies natürlich klasse!

Auch der Preis des EX7700 wirkt im ersten Moment mit unter 100€ recht fair. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der Preis wirklich so fair für die gebotene Leistung? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das zur Verfügung stellen des EX7700!

 

Was ist der Netgear Nighthawk EX7700?

Ehe wir uns den EX7700 überhaupt näher ansehen, sollten wir klären was der EX7700 überhaupt ist und was er kann.

Der EX7700 ist kein Router! Es handelt sich hier um einen AccessPoint, Repeater bzw. Mesh Knotenpunkt. Habt Ihr beispielsweise einen Telekom Speedport, AVM Fritzbox usw. dann kann der EX7700 diese nicht ersetzen, sondern arbeitet sozusagen mit diesen zusammen.

Ihr könnt den EX7700 als klassischen Repeater nutzen oder via Kabel ins Netzwerk einbinden. Macht Ihr Letzteres sendet der Nighthawk EX7700 einfach ein WLAN Signal aus.

An sich ein sehr wünschenswertes Verhalten. In der Regel bekommt man bei allen deutschen Internet Anbietern eh ein Router/Modem Kombi Gerät, welches man nicht gegen einen reinen Router austauschen kann.

Zwei Router untereinander harmonieren schlechter als ein Router + ein AccessPoint. Wollt Ihr das WLAN Eures bestehenden Routers ersetzen, dann geht dies natürlich auch. Einfach den EX7700 als AccessPoint nutzen und bei Eurem bestehenden Router das WLAN abschalten.

 

Der Netgear Nighthawk EX7700 im Test

Wie die meisten Geräten aus Netgears Nighthawk Serie ist auch der EX7700 etwas aggressiver und auffälliger gestaltet.

Netgear setzt hier auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse, welches eine recht kantige Form und Musterung besitzt. Dabei ist der EX7700 allerdings etwas weniger imposant gestaltet wie andere Modelle aus der Nighthawk Serie.

So ist der EX7700 nicht übermäßig groß und besitzt auch keine auffälligen externen Antennen oder Ähnliches. Hieran merkt man zum einen den etwas niedrigeren Preis und zum anderen die Herkunft des EX7700.

Was den Aufbau und die generelle Form angeht, ist der EX7700 klar auf einem Netgear Orbi basiert. Ich nehme an, dass sich der EX7700 und der Netgear Orbi RBK20 weitestgehend die Elektronik teilen. Grundsätzlich ist dies natürlich nichts Schlimmes, allerdings fällt hierdurch die Ausstattung des EX7700 etwas überschaubarer aus.

Die Anschlüsse und Tasten des EX7700 sind komplett auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir abseits des Netzteilanschlusses lediglich zwei Gbit LAN Ports. Einer davon muss gegebenenfalls auch noch als Uplink Port genutzt werden.

Sofern Ihr also nicht komplett kabellos unterwegs seid wird ein zusätzlicher Switch beim EX7700 Pflicht sein!

Bei den Tasten handelt es sich um einen Ein/Ausschalter und eine WPS Taste.

Im Gegensatz zu den Netgear Orbi Modellen besitzt der EX7700 über ein paar prominenter positionierte Status LEDs. Davon besitzt der EX7700 immerhin vier Stück auf der Front.

 

Software und Benutzeroberfläche

Netgear nutzt beim EX7700 seine typische Benutzeroberfläche, welche allerdings etwas „abgespeckter“ ist als gewöhnlich.

Dies liegt daran, dass natürlich alle Router spezifischen Einstellungen und Feature weggefallen sind. Im Grunde könnt Ihr also nur die WLAN Einstellungen wie auch die Passwörter in der Benutzeroberfläche ändern.

Dinge wie Priorisierungen usw. müsst Ihr über Euren bestehenden Router regeln.

Rein optisch bin ich recht zufrieden mit der Benutzeroberfläche des EX7700. Allerdings ist die Benutzeroberfläche etwas träge beim Laden, was auch so mein einziger Kritikpunkt wäre.

 

Die Technik des Netgear Nighthawk EX7700

Der Netgear Nighthawk EX7700 setzt auf einen Tri-Band Aufbau. Das bedeutet es gibt wie üblich ein 2,4GHz Band, aber auch gleich zwei 5GHZ Bänder.

Wofür? Der EX7700 kann als eigenständiger AccessPoint genutzt werden, aber auch in einem Mesh Verbund. In diesem Fall wird das zweite 5GHz Band im Hintergrund als eine Art gesonderter Rückkanal verwendet.

Dies bringt in einigen Situationen durchaus einige Performance Vorteile. Ein normaler WLAN Router kann immer nur mit einem Gerät gleichzeitig reden. Klingt blöd ist aber so.

Daher wechselt der Router im ms Takt zwischen den einzelnen Geräten hin und her, nimmt ein paar Daten entgegen, oder sendet diese und springt dann zum nächsten. Daher werden WLAN Router auch deutlich langsamer wenn Ihr ganz viele Geräte im Netz habt, egal ob diese gerade viel machen oder nicht.

Dies macht auch WLAN Repeater deutlich langsamer. Diese müssen immer gleichzeitig senden und empfangen, da ja alle Daten immer zur Basis weitergeleitet werden müssen. Dies halbiert zumindest immer die maximale Datenrate.

Der Netgear Nighthawk EX7700 hat aber für diesen Rückkanal zur Basis ein gesondertes Funkmodul, wodurch das Tempo deutlich konstanter bleibt. Es gibt natürlich noch weitere Vorteile eines Mesh Systems zu einem normalen Repeater, wie ein besseres Roaming usw.

Nutzt Ihr den EX7700 nicht als Mesh Router/Access Point könnt Ihr das zweite 5GHz Band „normal“ nutzen.

Technisch scheint der EX7700 weitestgehend baugleich zum Orbi RBK20 System zu sein, nur etwas günstiger.

Allerdings hat dieser Tri-Band Aufbau auch einen praktischen Nachteil. Die maximale Datenrate auf einem Band ist mit 867Mbit eher mäßig beeindruckend. 867Mbit gehen grundsätzlich in Ordnung, gerade beim Preis von unter 100€.

Die wenigsten WLAN Geräte schaffen mehr als 867 Mbit, genau genommen so gut wie keine. Erst wenn Ihr wirklich viele High End WLAN Geräte gleichzeitig im Netz habt, sind die 867 Mbit etwas knapp.

Der EX7700 ist hier eher für Single/Studenten oder „normal Nutzer“ Haushalte designt. Für absolute Power User gibt es bessere Geräte. Lasst Euch allerdings auch nicht zu sehr von den 867Mbit abschrecken.

Bonuspunkte gibt es für MU-MIMO, welches für eine verbesserte Leistung bei vielen parallelen Clients sorgt.

 

Performance

Für den EX7700 greife ich auf meinen üblichen Router Test-Ablauf zurück. Hierbei teste ich den Router auf kurzer Distanz (2-3 Meter) mit zwei WLAN Clients.

Bei diesen handelt es sich um den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger und die Intel ac 7260 WLAN Karte. Erstere kann bis zu 1300Mbit erreichen und zweitere bis 867Mbit.

Nach dem Hersteller der WLAN Verbindung wird eine Test-Datei auf einen lokalen Datei-Server übertragen und das Tempo gemessen. Der lokale Server ist mit dem vollen Gbit LAN Tempo angebunden (maximal 120MB/s).

Keine Überraschungen bei den Übertragungsraten. Der EX7700 ist kein „High End Gaming“ WLAN Router und daher ist das Tempo auch eher auf dem Level der meisten Smart Home WLAN Mesh Systeme.

Allerdings sind +- 50MB/s maximal in der Regel ausreichend. 50MB/s entsprächen einer DSL 400.000 Leitung. Sofern Ihr also nicht regelmäßig viele Daten durchs lokale Netzwerk jagt passt das Tempo des EX7700 völlig!

Interessant ist die Nutzung als Repeater. Der EX7700 nutzt nicht nur im Mesh Verbund seinen Tri-Band Aufbau sinnvoll. Auch wenn Ihr den EX7700 in Kombination mit einem BELIBIGEN anderen Router nutzt, wird der Rückkanal über das zweite 5GHZ Band geführt.

Effektiv erreicht der EX7700 damit das Tempo eines 1734Mbit Repeaters! Praktisch konnte ich bei der Nutzung der Repeater Funktion rund 40-45MB/s maximal erreichen. Also etwas weniger als wenn Ihr den EX7700 kabelgebunden nutzt.

Dies hängt aber natürlich ein großes Stück von der Distanz zwischen Router und Repeater ab.

 

Stromverbrauch

Bei einem Gerät das 24/7 läuft ist der Stromverbrauch nicht ganz unwichtig. Erfreulicherweise ist dieser beim EX7700 mit ca. 5,4-5,9W im kabelgebundenen Betrieb und 5,0-5,5W im Repeater Modus recht niedrig!

 

Fazit

Der Netgear Nighthawk EX7700 hat mich positiver überrascht als ich dies zunächst vermutet und erwartet hätte.

Netgear versucht hier nicht einfach nur einen weiteren WLAN Router mit Mesh Funktionalität für einen hohen Preis auf den Markt zu schmeißen. Der EX7700 ist nicht mal ein Router, sondern ein Access Point bzw. Repeater.

Die Besonderheit beim EX7700 ist das dieser sich in Euer Netzwerk einfügt und nicht dieses zwangsläufig ersetzt. Ja Ihr könnt Euer bestehendes WLAN mit dem EX7700 ersetzen, Ihr könnt dieses aber auch kabellos bzw. kabelgebunden erweitern.

Ist das WLAN bzw. Netzwerk in Eurem Wohnzimmer schlecht? Einfach einen EX7700 aufstellen!

Habt Ihr ein großes Haus/Wohnung und ein EX7700 reicht nicht oder Ihr wollt einfach eine noch bessere Abdeckung, dann könnt Ihr einfach einen zweiten oder dritten EX7700 als Mesh Knotenpunkt hinzufügen.

Dank Tri-Band ist hier auch die Performance, genau wie bei der Nutzung als normaler Repeater, sehr gut! Allerdings muss man auch dazu sagen, dass ein High End Gaming Router schon noch ein gutes Stück mehr Power hat, wobei der Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Geräteklassen auch etwas hinkt. Der EX7700 blüht bei der Nutzung als Repeater oder im Mesh Verbund erst richtig auf.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Preis. Der EX7700 ist für unter 100€ (zum Zeitpunkt des Tests) erhältlich, was kein schlechtes Angebot ist! Nein der EX7700 ist nicht billig, aber auch kein 0815 Repeater!

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Das Nuki Keypad im Praxis-Test!

Das Nuki smarte Türschloss gehört zu den meist genutzten Smart Home Geräten in meinem Haus. Dies auch zu Recht, denn das Nuki Türschloss gerade in der aktuellen V2 Generation arbeitet sehr gut und zuverlässig!

Nuki hat bereits vor einer Weile eine Erweiterung für sein Türschloss vorgestellt, welche nun so langsam verfügbar geworden ist. Bei dieser Erweiterung handelt es sich um das Nuki Keypad.

Vielleicht könnt Ihr bereits anhand des Namens erahnen was das Keypad machen soll. Dieses erlaubt Euch das Öffnen Eurer Haustür nur mithilfe eines Codes. Kein Schlüssel, Fernbedienung und Smartphone von Nöten.

Ideal wenn man gerade mal kurz unterwegs ist oder im Garten arbeitet und keinen Schlüssel/Smartphone mitnehmen möchte.

Aber funktioniert das Nuki Keypad auch in der Praxis so gut wie von Nuki versprochen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Nuki Keypad im Test

Der Name ist Programm, so könnte man das Nuki Keypad ganz gut zusammenfassen. Ihr erhaltet eine ca. 88 x 29 x 13mm große Box.

Diese besitzt auf der Oberseite insgesamt zehn Tasten. Neun sind davon die Nummern 1-9 und die zehnte Taste ist zur Bestätigung der Eingabe.

Da das Keypad an einem potenziell schlecht wettergeschützten Ort angebracht werden könnte, nutzt Nuki natürlich einen gewissen Wasserschutz. Die komplette Oberseite inklusive der Tasten ist mit einer dünnen Gummi Schicht überzogen.

Spritzwasser sollte also keine Schäden verursachen können. Ich fürchte nur der Gummiüberzug könnte sich im Laufe der Zeit etwas abnutzen und die meist benutzten Tasten „anzeigen“, sofern Ihr diese nicht regelmäßig ändert.

Trotz des Spritzwasserschutzes solltet Ihr das Keypad nicht völlig frei positionieren. Wasser kann bei diesem dennoch über die Rückseite eindringen, welche nicht zu 100% versiegelt ist.

Auf der Rückseite befindet sich eine Art Platte, welche mit einem doppelseitigem Klebeband beschichtet ist. Dieses kann genutzt werden das Keypad einfach irgendwo anzukleben. Alternativ finden sich hier Schraubenlöscher und passende Schrauben + Dübel im Lieferumfang.

Unter der Rückseite findet sich auch die Energieversorgung. Diese wird über zwei Knopfzellen geregelt und sollte einige Zeit halten.

Als eine Art visuelle Bestätigung für Eure Eingaben finden sich auf der Front sechs kleine LEDs, jede für eine getätigte Eingabe. So wisst Ihr immer bei welcher Zahl Ihr gerade seid.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des Nuki Keypads ist recht einfach. Geht in die Nuki App und dort in das Menü. Hier findet Ihr den Punkt Nuki Keypad. Wählt diesen aus und folgt den Anweisungen.

Im Laufe dieser müsst Ihr das Keypad mithilfe der „Zurücktaste“ in den Kopplungsmodus versetzen. Den Rest macht die App für Euch.

Zu guter Letzt müsst Ihr nur einen Code für die Verwaltung des Keypads hinterlegen und den ersten Zugriffs-Code.

 

Funktion und Feature

Die Funktion des Nuki Keypads ist an sich sehr schnell erzählt. Ihr tippt einen 6 Stelligen Code ein und die Tür wird geöffnet. Fertig!

Diesen Code könnt Ihr frei in der App wählen. Ähnlich wie bei Benutzern können auch mehrere Codes angelegt werden, welche sich zudem zeitlich beschränken lassen.

Habt Ihr eine Putzfrau welche jeden Tag von 9-10 Uhr kommt, wenn Ihr nicht zuhause seid? Dann könnt Ihr dieser einen Code geben welcher auch nur in diesem Zeitraum funktioniert. In der App wird protokoliert wann welcher Code verwendet wurde.

Dieses Protokoll könnt Ihr jederzeit abrufen, sofern Ihr die Nuki Bridge habt. Allerdings hat Nuki hier auch etwas potenzial verschwendet. Zum einen könnt Ihr nicht sehen welche fehlerhaften Codes eingegeben wurden (um abzuschätzen ob jemand auf der richtigen Fährte ist), zum anderen wäre eine Benachrichtigung bei einer fehlerhaften Eingabe eventuell hilfreich.

Ihr könnt auch die Tür über das Keypad verschießen. Dies entweder ebenfalls über einen Code oder über eine einfache Betätigung der Zurück-Taste.

In der Praxis funktioniert das Keypad absolut problemlos! Ich nutze das Keypad jetzt schon seit einigen Wochen und hatte bisher keine Probleme, das sich die Tür nicht öffnen ließ oder Ähnliches.  Die Reichweite liegt bei ca. 4-6 Metern, durch die Tür hindurch. Hierdurch war es mir möglich das Keypad um die Ecke anzubringen, so das dieses nicht direkt sichtbar ist.

Die Reaktionszeit schwankt etwas, warum auch immer. In der Regel dauert es aber ca. 1-2 Sekunden ehe sich die Tür öffnet oder schließt. Manchmal können es aber auch 5 Sekunden sein.

Hier ähnelt das Keypad dem Nuki Fob von der Reaktionsfreudigkeit.

Keine Klagen hier von mir!

 

Ist das sicher?

Stellt sich die Frage, ist das Nuki Keypad überhaupt sicher? Nuki arbeitet mit einer sehr guten und durchdachten Funkverschlüsselung. Es ist also sehr unwahrscheinlich das die Verbindung zwischen Keypad und Schloss „abfangbar“ ist. Natürlich ist kein elektronisches System perfekt, aber in der Regel haben 0815 Einbrecher keine Hacker Muttermunds in den Reihen.

Das größte Risiko beim Nuki Keypad ist Euer Code. Nutzt Ihr hier 111111 oder 123456 dann muss man sich nicht wundern, wenn plötzlich ungebetener Besuch in der Wohnung steht.

Grundsätzlich bietet aber ein 6 Stelliger Code mit 9 Ziffern 531441 Möglichkeiten, ein erraten eines guten Codes ist also sehr sehr unwahrscheinlich.

Achtet aber darauf, dass Eure Code Eingabe vielleicht nicht von der Straße ersichtlich ist. Ich würde das Keypad nicht nutzen wenn Eure Haustür wirklich direkt an einer viel belebten Straße liegt.

 

Fazit

Mit 79€ ist das Nuki Keypad zwar eine durchaus etwas teurere Anschaffung, aber wie das Nuki Smart Lock selbst funktioniert auch das Keypad sehr gut!

Das Keypad ist gut verarbeitet und wirklich idiotensicher zu nutzen. Ihr geht nur mal in den Garten und wollt keinen Schlüssel oder Smartphone mitnehmen? Kein Problem mit dem Keypad. Einfach den Code eingeben und die Tür öffnet sich innerhalb weniger Sekunden. Ich nutzte das Keypad im Alltag erstaunlicherweise öfter als ich dies erwartet habe.

Auch könnt Ihr sehr gut dritten Zugang zu Eurer Wohnung über das Keypad verschaffen. Habt Ihr eine Aushilfe oder Freunde/Eltern die in Eure Wohnung dürfen? Dann gebt diesen einfach einen Code, welche Ihr im Zweifel einfach wieder deaktivieren könnt. Klasse!

Kurzum, das Nuki Keypad kann eine sehr sinnvolle Ergänzung zu Eurem Smart Lock sein, welche in der Praxis sehr gut funktioniert, aber mit 79€ schon etwas teurer ausfällt.

Das Xiaomi Mi 9 SE, das beste Smartphone in der Mittelklasse 2019?

Mit dem Mi 9 SE hat Xiaomi eine abgespeckte Version seines wirklich hervorragenden Flaggschiff Smartphone auf den Markt gebracht.

Dabei hat Xiaomi auf den ersten Blick lediglich den Snapdragon 855 gegen einen etwas kleineren Chip ausgetauscht, aber dafür auch den Preis auf rund 350€ gesenkt.

Die Tippel-Hauptkamera mit 48 Megapixel Hauptsensor, das OLED Display, das Glasgehäuse und auch die 6GB RAM sind aber trotz des günstigeren Preises erhalten geblieben.


Damit ist das Mi 9 SE in der Mittelklasse ein unheimlich gutes Angebot! Aber gibt es vielleicht noch andere Punkte wo Xiaomi gespart hat? Ist die Hauptkamera wirklich so gut wie beim Mi9?

Diese Fragen wollen wir doch einmal im Test klären, ist das Xiaomi Mi 9 SE das beste Smartphone der Mittelklasse 2019?!

 

Das Xiaomi Mi 9 SE

Grundsätzlich ähnelt das Mi 9 SE natürlich seinem großen Bruder dem Mi 9 sehr stark! So ist die grundsätzliche Design-Sprache fast identisch.

Xiaomi setzt auch hier auf ein Glas-Aluminium-Sandwich mit einer schön spiegelnden Rückseite. Im Detail merkt man aber das Xiaomi etwas „gespart“ hat.

So besaß das große Mi 9 auf der Rückseite gebogenes Glas, das Glas des Mi 9 SE hingegen ist lediglich an den Kanten abgerundet, geht aber gerade in den Rahmen über.

Damit ähnelt das Mi 9 SE eher den modernen iPhones, während das MI 9 in Richtung Samsung Galaxy S10 geht.

Was nun schicker und besser ist, ist Geschmacksache. Billig oder „minderwertig“ fühlt sich das MI 9 SE aber auf keinen Fall an. Ganz im Gegenteil, dieses macht einen hervorragenden ersten Eindruck.

Die Verarbeitung ist top und auch die Massivität stimmt völlig! Man ist hier vielleicht eine halbe Stufe unter einem modernen iPhone, was für ein Smartphone der 350€ Preisklasse herausragend ist.

Ich finde sogar, dass sich das Mi 9 SE massiver anfühlt als das Mi 9.

Auf der Front des Mi 9 SE finden wir ein rund 6 Zoll großes AMOLED Display, mit einer „Tropfen-Notch“. Das Display ist weitestgehend vollflächig, wie sich dies bei einem 2019er Smartphone auch gehört. Dabei sind die Ränder allerdings trotzdem ein wenig breiter als bei einem absoluten High End Smartphone, was aber weder überrascht noch stört.

Die Frontkamera ist dabei mittig am oberen Rand im Display eingelassen. Die Ohrmuschel hingegen ist noch über das Display in den Rahmen gequetscht.

Xiaomi setzt auch beim Mi 9 SE auf eine Trippel-Kamera auf der Rückseite. Diese besitzt drei nutzbare Linsen, unter anderem für Weitwinkelfotos.

Dieses „Modul“ ist identisch wie beim Mi 9 aufgebaut. Die Linsen sind also vertikal in einem kleinen Buckel angeordnet. Der Hauptsensor besitzt hier eine silberne Umrandung, welchen diesen optisch etwas hervorhebt.

Abseits der Kamera und des LED Blitzes findet sich auf der Rückseite des Mi 9 SE nichts! Xiaomi setzt bei diesem Mittelklasse Smartphone bereits auf einen Fingerabdrucksensor welcher im Display versteckt ist.

Abseits davon gibt es keine Überraschungen bei der sonstigen Ausstattung. Die Tasten sind wie üblich am rechten Rand des Smartphones angebracht und die Anschlüsse auf der Unterseite.

Wobei wir hier nur einen USB C Port und den Lautsprecher finden. Leider verfügt das Mi 9 SE über keinen Kopfhöreranschluss!

Auch fehlt dem Mi 9 SE leider ein Wasserschutz, zumindest offiziell. Der SIM Karten Slot ist mit einem Gummiring ausgestattet welchen man ansonsten nur bei wassergeschützten Smartphones findet.

Mich würde es also nicht wundern, wenn Xiaomi durchaus einen gewissen Wasserschutz im Mi 9 SE sichergestellt hat, diesen nur nicht als 100%ig bewirbt.

 

Display

Das Xiaomi Mi 9 SE verfügt über ein 5,97 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2340×1080 Pixeln. Es handelt sich also um ein vergleichsweise hohes und schmales Display, wie es aktuell Trend ist.

Die größte Besonderheit ist aber sicherlich die Technologie, denn Xiaomi setzt auch beim SE auf ein AMOLED Display! In High End Smartphones ist man dies ja bereits gewohnt, aber in der 350€ Preisklasse ist ein AMOLED Display eine absolute Seltenheit.

Aber sieht das Display des Mi 9 SE auch gut aus? Grundsätzlich ja! Dieses ist wunderbar klar und angenehm scharf, mit dem typisch AMOLED perfekten Kontrast.

Farben sind grundsätzlich auch sehr gut, aber nicht ganz so leuchtend wie teureren Modellen. Allgemein sieht man im direkten Vergleich durchaus, dass es sich hier um ein günstigeres Panel handelt.

Das Mi 9 SE kann hier also nicht mit einem iPhone oder den High End Samsung Modellen mithalten. Dennoch für diese Preisklasse sieht das Display schon sehr gut aus!

 

Lautsprecher

Leider verfügt das Xiaomi Mi 9 SE nur über einen Lautsprecher für die Musikwiedergabe. Dieser ist wie üblich auf der Unterseite angebracht. Die Ohrmuschel ist ausschließlich bei Telefonaten zu nutzen.

Der Lautsprecher auf der Unterseite klingt okay. Dieser ist ausreichend klar und „voll“. Schafft es aber nicht wirklich eine große Klangbühne zu erstellen.

Zumal auch die maximale Lautstärke leicht unterdurchschnittlich ist. Ja für mal ein Video abends im Bett reicht es, aber zum Musikhören beim Kochen usw. solltet Ihr Euch einen zusätzlichen Bluetooth Lautsprecher kaufen.

 

Die Kamera des Xiaomi Mi 9 SE

Die Kamera ist ohne Frage das High Light am Mi 9 SE. Während dies bei anderen Mittelklasse Smartphones oftmals die größte Schwäche ist, haben wir hier auf dem Papier Flaggschiff Hardware.

Das Xiaomi Mi 9 SE verfügt über drei Sensoren auf der Rückseite:

  • Hauptkamera 48 Megapixel, F1.75
  • Zoomkamera 8 Megapixel F2.4
  • Weitwinkelkamera 12 Megapixel F2.4

Die Hauptkamera ist beim Mi 9 SE wie auch beim normalen Mi 9 ein Sony IMX586 Sensor. Der Sony IMX586 ist ein RIESIGER Kamerasensor, mit ½ Zoll. Damit ist dieser ein gutes Stück größer als beim Samsung Galaxy S10, Google Pixel 3 oder auch iPhone Xs.

Dabei ist der IMX586 auch kein „billiger“ Sensor, sondern eins von Sonys Flaggschiff Kamerasensoren. Wir können hier also durchaus Großes erwarten.

Die 48 Megapixel maximale Auflösung werdet Ihr in der Praxis aber nur selten sehen. In der Regel werden die Aufnahmen des Mi 9 SE auf 12 Megapixel heruntergerechnet, ähnlich wie bei den Huawei Flaggschiffen. Es ist zwar möglich auch die vollen 48 Megapixel zu erhalten, dann fallen aber Feature wie HDR oder AI weg. Zudem sind die vollen 48 Megapixel Bilder nur minimal schärfer als die normalen Aufnahmen.

Die Zoomkamera und auch die Weitwinkelkamera ist aber beim Mi 9 SE etwas schwächer als beim normalen Mi 9, zumindest auf dem Papier.

Wie schaut es in der Praxis aus? Hier ein paar Testbilder des Xiaomi Mi 9 SE!

Ja die Hauptkamera des Mi 9 SE liefert in der Tat die gleiche Bildqualität wie vom normalen Mi 9! Damit verfügt das Mi 9 SE über eine der besten Kameras aktuell auf de Markt.

Schauen wir uns die Bilder aber einmal im Detail an. Das Mi 9 SE liefert eine hervorragende Schärfe und starke Detaildarstellung in all seinen Bildern. Der große Sensor fällt dabei gerade bei Makroaufnahmen und Porträts stark auf.

Hier erzeugt das Smartphone auch ohne Porträtmodus eine vergleichsweise starke Hintergrundunschärfe!

Eine Besonderheit beim Mi 9 SE ist der Bildstyle. Xiaomi setzt tendenziell auf recht kräftige und gesättigte Aufnahmen. Wollt Ihr neutrale Farben seid Ihr hier nicht zwingend an der richtigen Adresse. Gerade wenn der AI Modus an ist, knallen Farben oftmals recht stark.

Grundsätzlich macht das Mi 9 SE hier aber einen guten Job! Farben wirken dennoch nicht billig oder völlig übersättigt.

Bonuspunkte gibt es für die „Stabilität“. Ich hatte beim Mi 9 SE nur sehr wenig Ausschuss oder Bilder die farblich völlig daneben lagen.

Samsung Galaxy S10+
Apple iPhone Xs
Xiaomi Mi 9 SE
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+
Apple iPhone Xs
Xiaomi Mi 9 SE
Google Pixel 3 XL

Wie steht es aber um die Nacht?

Grundsätzlich macht das Mi 9 SE einen Top Job im Low Light, kann aber nicht ganz mit den Huaweis und Google Pixeln dieser Welt mithalten, zumindest wenn es um die Helligkeit geht.

Die Low Light Bilder des Mi 9 SE sind nicht taghell wie bei einigen Konkurrenten, aber was Schärfe und Rauschverhalten angeht hervorragend. Lediglich beim Weißabgleich neigt das Smartphone im Low Light stark zu wärmeren Farben.

Dies ist nicht immer akkurat, gibt den Bildern aber eine etwas gemütlichere Stimmung. Ich bevorzuge im Low Light tendenziell eher wärme als kältere Aufnahmen, daher ist dies für mich okay.

Wollt Ihr Vergleichsbilder zum iPhone Xs, Samsung Galaxy S10, Mate 20 Pro usw. schaut am besten in den Test des Mi 9. Alternativ hier:

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Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi 9

Samsung Galaxy Note 9

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi 9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy Note 9

Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi 9

Samsung Galaxy Note 9

Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi 9

Apple iPhone Xs Max

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi 9

Apple iPhone Xs Max

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi9

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Ich persönlich würde die Kamera des Mi 9 SE der des iPhones und des Samsung Galaxy S10 vorziehen! Aber dies liegt auch daran, dass ich den Bildstyle dieser Geräte nicht sonderlich mag.

Verglichen mit den typischen Mittelklassegeräten ist natürlich der Unterschied recht deutlich. Zwar haben hier Modelle wie das BQ Aquaris X2 oder auch die Moto Smartphones sehr gute Kameras, aber das Mi 9 SE spielt da noch locker eine Klasse drüber.

Leider ist meine Stimmung bei den beiden sekundären Kameras etwas negativer. Hier merkt man das Xiaomi etwas gespart hat.

Weitwinkel Samsung Galaxy S10+
Weitwinkel Mi 9 SE
Weitwinkel Mi 9

So sind die Weitwinkelbilder okay, aber können nicht mit dem Huawei Mate 20 Pro, S10 oder auch dem großen Mi 9 mithalten. Die Bilder sind ein Stück weit unschärfer und weniger detailreich.

Zoom
Zoom

Nein die Aufnahmen sind nicht unbrauchbar schlecht, aber merkbar schlechter als von der Hauptkamera.

 

Performance

Der von Xiaomi gewählte SoC ist klar das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal des Mi 9 und Mi 9 SE.

Während das Xiaomi Mi 9 den Qualcomm Snapdragon 855 nutzt, setzt das Mi 9 SE auf den Snapdragon 710. Während der 855 der absolute High End Chipsatz aus dem Hause Qualcomm ist, ist der Snapdragon 710 eher in der oberen Mittelklasse bzw. unteren Oberklasse angesiedelt.

Der Snapdragon 710 ist wie üblich ein 8 Kern SoC, welcher mit 2,2 Ghz in der Spitze taktet und im 10nm Format gefertigt ist. Diese Werte sind etwas schlechter als beim großen Bruder, aber für ein 350€ Smartphone immer noch sehr imposant.

Dem Snapdragon 710 stehen beim Mi 9 SE noch 6GB RAM und je nach Version 64Gb oder 128GB Speicher zur Verfügung.

Schauen wir uns einmal ein paar Benchmarks an, um die Leistung besser einschätzen zu können.

Xiaomi Mi 9 SE PC Mark Work Xiaomi Mi 9 SE Geekbench Xiaomi Mi 9 SE Geekbench Xiaomi Mi 9 SE Antutu

Wie zu erwarten war, sehen die Benchmarks des Xiaomi Mi 9 SE gut aus. Allerdings muss ich glatt gestehen noch etwas mehr erwartet zu haben. So ist der hier verbaute Snapdragon 710 nur rund 27% schneller als der Snapdragon 660, welcher beispielsweise im letztem Jahr erschienenen BQ Aquaris X2 Pro steckt.

27% mehr Leistung sind hier nicht zu verachten, aber auch nicht „Welten“ besser.

Welten besser ist hingegen der große Snapdragon 855 im Mi 9. Beispielsweise im Antutu Benchmark erreicht das Große Mi 9 376814 Punkte, das Mi 9 SE 179178 Punkte. Dies ist schon ein deutlicher Unterschied.

Zusammengefasst passt die Performance des Mi 9 SE für die Preisklasse von 300-400€, ist hier aber auch nicht alles überragend.

 

Performance im Alltag

Wenn ich ehrlich sein darf, ich habe kaum bis keinen Unterschied zwischen dem Mi 9 SE und dem großen Mi 9 im normalen Alltag gespürt.

Auf beiden Smartphones öffnen sich einfach Apps wie Facebook und Co. mehr oder weniger sofort und die Benutzeroberfläche läuft butterweich.

Xiaomi ist bekannt dafür eine sehr gut optimierte Benutzeroberfläche zu besitzen, was hier sicherlich hilft den Unterschied zwischen dem Snapdragon 710 und 855 etwas auszugleichen.

Geht es Euch also nur um eine hervorragende Alltagsleistung in Apps wie WhatsApp, Facebook, Twitter usw., dann werdet Ihr auch mit dem Xiaomi Mi 9 SE absolut glücklich werden.

Erst in sehr aufwendigen Spielen kann man Unterschiede erkennen. Grundsätzlich ist dies meckern auf einem sehr hohen Level! Die überwältigende Mehrheit aller Spiele läuft perfekt auf dem Mi 9 SE, aber hier und da sieht man doch Spiele die nicht ganz so weich laufen oder so gut aussehen wie auf dem großen Bruder.

Sofern Ihr aber Euch nicht für High End Spiele interessiert, dann habe ich Zweifel, dass Ihr einen Unterschied zwischen dem Mi 9 und Mi 9 SE spürt. Und nur so als Info, das Mi 9 ist eins der schnellsten und reaktionsfreudigsten Smartphones aktuell auf dem Markt.

Auch abseits der reinen Leistung kann das Mi 9 SE überzeugen. So war der LTE Empfang bei mir gut und auch die WLAN Performance stark. Hier unterstützt das Mi 9 SE natürlich 5GHz und den aktuellen AC Standard.

Weitere Bonuspunkte gibt es für den Fingerabdruckscanner. Dieser ist zwar nicht der aller schnellste, aber grundsätzlich alltagstauglich. Die Erkennungsrate ist gut und das Tempo soweit okay.

 

Akku

Das Xiaomi Mi 9 SE verfügt über einen 3070 mAh starken Akku. Dies ist eine vergleichsweise kleine Kapazität für ein Gerät mit 6 Zoll Display.

Allerdings hat auch das große Mi 9 nur 3300mAh und kommt dennoch auf eine respektable Akkulaufzeit.

Wie steht es hier um das Mi 9 SE? Mittelmäßig leider!

In meinem Standardtest erreichte ich rund 5,5 Stunden Laufzeit, was akzeptabel ist, aber auch nicht besonders oder überragend.

Intensivnutzer sollten mit dem Mi 9 SE knapp durch den Tag kommen, normal Nutzer werden 1,5 Tage vielleicht auch 2 Tage erreichen, Letzteres aber eher knapp.

 

Mi 9 vs. Mi 9 SE

Was genau gibt man nun beim Mi 9 SE auf verglichen mit dem rund 100€ teurerem Mi 9?

  • Nur der Snapdragon 710 (Snapdragon 855)
  • Andere Haptik (kein gebogenes Glas auf der Rückseite)
  • Kleineres Display (6 Zoll vs. 6,4 Zoll)
  • Kein kabelloses Aufladen
  • Minimal kleinerer Akku (7%, 3070mAh vs. 3300mAh)
  • Schwächere sekundäre Kameras (Weitwinkel + Zoom Kamera)

Hier hängt es natürlich von Euch ab ob diese Feature Euch 100€ mehr wert sind.

 

Fazit

Das Xiaomi Mi 9 SE ist ein herausragendes Smartphone, welches ich aber nicht jedem empfehlen würde.

Für 350€ macht das Smartphone einen tadellosen Job! Ihr werdet, klar gesagt, kein anderes Gerät aktuell in dieser Preisklasse finden welches besser ist.

Dies startet schon beim AMOLED Display, geht über die starke Leistung bis hin zur Weltklasse Kamera.

Gerade die Hauptkamera ist ein sehr wichtiger Punkt! Das Xiaomi Mi 9 SE nutzt hier den gleichen Sensor wie das Große Mi 9, welches eine der besten Kameras aktuell auf dem Markt hat. Damit liegt auch die Kamera des Mi 9 SE, je nach Geschmack und Anwendung, auf dem Level eines iPhone Xs, Samsung Galaxy S10 usw.

Für 350€ ist dies absolut herausragend!

Auch die Verarbeitung/Haptik, die Performance, der Akku usw. leisten sich keinen Fehltritt. An sich würde ich also das Xiaomi Mi 9 SE mit vollem Herzen empfehlen!

Allerdings gibt es hier ein Problem und das heißt Xiaomi Mi 9. Dieses ist zum Zeitpunkt dieses Tests für rund 100€ mehr erhältlich und hat noch mal ein gutes Stück mehr Leistung, kabelloses Laden, ein noch besseres Display, bessere sekundäre Kameras usw.

Power Nutzern würde ich hier raten die 100€ mehr in die Hand zu nehmen. Nein der Unterschied im Alltag zwischen dem Mi 9 und Mi 9 SE ist nicht gravierend! Aber gerade wenn Ihr auf Eurem Smartphone spielt oder plant die Kameras (Weitwinkel und Zoom) ausgiebig zu nutzen, lohnt sich die Mehrausgabe.

Seid Ihr allerdings ein Normalnutzer der ein richtig gutes Smartphone für WhatsApp, sehr gute normale Alltagsfotos und ähnliche Dinge sucht, kann auch die 100€ sparen und zum Mi 9 SE greifen.

Positiv

  • Herausragende Hauptkamera
  • Sehr gute Performance
  • Wertige Haptik
  • Zusätzliche Zoom und Weitwinkel Kamera…..
  • AMOLED Display

Neutral

  • …… welche aber qualitativ ein leichtes Downgrade erfahren haben
  • Akkulaufzeit durchschnittlich

Negativ

Können die neuen AUKEY Key Bluetooth Ohrhörer überzeugen? Die AUKEY B60 im Test

Mit dem B80 und der Key Serie hat AUKEY für eine der größten Überraschungen seit Langem gesorgt. Die B80 sind herausragende Bluetooth Ohrhörer.

Allerdings gibt es neben den B80 auch die kleineren B60, die eher als Mainstream Modell gedacht sind. Dabei sollen die B60 ebenfalls mit einem sehr schicken und wertigen Design wie auch gutem Klang punkten können.

Aber gelingt dies den AUKEY B60? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der B60 für diesen Test.

 

Die AUKEY EP-B60 Key Series Bluetooth Kopfhörer im Test

AUKEY hat bei seiner Key Serie merklich einen großen Wert auf das Design gelegt. Dies gilt dabei nicht nur für die Ohrhörer an sich sondern auch für die Verpackung und den Lieferumfang.

Die B60 werden in einer recht hochwertigen Box geleifert. In dieser befinden sich neben den Ohrhörern und alternativen Aufsätzen auch ein passend gefärbtes Ladekabel und eine kleine Gummi/Silikon Transporthülle. Klasse!

Auch die AUKEY B60 selbst überzeugen klar im ersten Eindruck. AUKEY setzt hier auf eine interessante hell graue Färbung und eine sehr wertige Gummierung für die Ohrhörer.

Man merkt gleich hier nicht irgendwelche billigen Dinger vor sich zu haben. Ich finde das sehr schlichte Design ausgesprochen geschmackvoll!

Es findet sich lediglich auf der Rückseite eine kleine Aussparung mit dem interessanten „Key“ Logo. Unter diesem ist auch ein Magnet verbaut, welcher ein Zusammenheften der Ohrhörer erlaubt.

Dies kann im Alltag sehr praktisch sein!

Beim Aufbau setzt AUKEY auf das klassische Design von Bluetooth Ohrhörern. Die B60 setzen also auch auf ein Kabel, das den linken und rechten Ohrhörer verbindet. Unterhalb des rechten Ohrhörers ist in diesem eine kleine Kabelfernbedienung eingelassen.

Diese besitzt drei Tasten. Hierbei handelt es sich um eine universelle Taste für ein/aus/Wiedergabe/Stop, wie auch lauter und leiser, welche mit vor und zurück doppelt belegt sind.

Ebenfalls an der Kabelfernbedienung ist der USB C Ladeport. Ja USB C! Lob hier an AUKEY für diesen modernen Port, auch wenn er an Ohrhörern jetzt nicht so wahnsinnig viel Vorzüge bringt.

Geschützt wird der USB C Port über eine kleine Gummiabdeckung. Diese ermöglicht auch unter anderem den IPx6 Wasserschutz. Ihr könnt die AUKEY B60 also unbesorgt zum Sport verwenden oder im Regen nutzen.

Die Akkulaufzeit wird von AUKEY mit 8 Stunden angegeben, was bei einer leisen Wiedergabe auch +- hinkommt.

 

Tragekomfort

AUKEY setzt bei den B60 auf sogenannte Ohrhaken. Hierbei handelt es sich um kleine Silikonbügel, die sich in Euren Ohren verkeilen. Dies klingt im ersten Moment nicht sonderlich bequem, aber es hilft beim Halt der Ohrhörer doch deutlich!

So sitzen die AUKEY B60 bombenfest in meinen Ohren. Sport oder andere intensive Aktivitäten sind mit den Ohrhörern keinerlei Problem.

Aber die Ohrhörer sitzen nicht nur fest sondern auch sehr bequem! AUKEY hat die Passform der B60 perfekt getroffen! Die Ohrhörer sitzen zumindest in meinen Ohren wie angegossen.

Die B60 sind die für mich bequemsten Ohrhörer seit Langem!

 

Klang

Kommen wir damit auch zu dem Punkt warum Ihr hier seid, dem Klang.

Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Bei diesen gibt es nichts auszusetzen! Die AUKEY B60 machen hier einen guten Job klare und saubere Höhen zu zaubern.

Auch die Leichtigkeit und Brillanz passt völlig! Etwas schwächeln tun die B60 lediglich im unteren Höhenbereich bzw. in den oberen Mitten.

Hierdurch können einige Stimmen etwas gedämpft wirken, gerade von weiblichen Interpreten. Männliche Interpreten bzw. die mit etwas tieferen Stimmen kommen hingegen wieder gut rüber.

Letzteres liegt sicherlich auch am guten Tieftonbereich. Die B60 können einen kräftigen und dynamischen Bass erzeugen, gerade im Kickbassbereich. Der Tiefgang bzw. das Klangvolumen ist zwar nicht absolut überragend, aber für die 50€ Preisklasse kann man nicht zu laut klagen.

Musik klingt sehr schön dynamisch und lebendig. Gerade Titel mit einem klaren Bass machen mit den B60 spaß!

Positiv zu loben ist hier auch klar die Detail Wiedergabe und die räumliche Darstellung. Die B60 machen einen überdurchschnittlichen Job den Klang in die Breite und Tiefe zu ziehen, was die Klang-Bühne deutlich erweitert.

Hierdurch klingen die AUKEY B60 auch deutlich wertiger als viele 0815 Bluetooth Ohrhörer der 30-60€ Preisklasse!

 

Fazit

AUKEY hat mit der Key Series einige wirklich interessante Produkte im Sortiment! Auch die B60 können sich klar von der Masse absetzen.

Dies liegt natürlich zunächst am Design. Die Ohrhörer sind wirklich klasse durchgestylt! Selbst das beiliegende Zubehör ist absolut passend zum „Key“ Design. AUKEY hat hier keine Kosten oder Mühen gescheut.

Auch beim Klang machen die B60 einen guten Job! Die Ohrhörer produzieren einen lebendigen und dynamischen Klang, welcher lediglich um die Mitten herum etwas schwach ist.

Dennoch in der 50-60€ Preisklasse ist der Klang als solide bis gut einzustufen. Den Tragekomfort hingen würde ich als herausragend einstufen, gerade wenn Ihr plant mit den B60 Sport zu machen.

Plant Ihr dies allerdings nicht, wäre mein Tipp sich auch einmal die AUKEY B80 anzusehen. Die B60 sind gut, aber die B80 haben mich um ehrlich zu sein noch etwas mehr überzeugt! Gerade klanglich sind die B80 für 10€ mehr doch ein gutes Stück beeindruckender.

Dennoch sind auch die B60 gute Ohrhörer, gerade wenn Ihr auf einen guten Halt und Sitz wert legt.

Die besten smarten Wetterstationen im Vergleich! (8 Modelle von Netatmo, Bresser, Eve, TFA, Froggit und Co.)

Kaum etwas anderes beeinflusst unser tägliches Leben so sehr wie das Wetter. Dabei ist dieses allerdings in den letzten Jahren etwas deutlich Trivialeres geworden, dank Smartphone Apps welche innerhalb von Sekunden uns sagen wie das Wetter der nächsten Wochen aussehen soll.

Aber stimmen diese Vorhersagen? Bei mir stimmt meist nur die grobe Tendenz, aber wirklich genau sind die Vorhersagen nicht.

Wie sieht es dann aber aus mit Dingen wie Regenmengen, Wind oder Temperatur, wenn man uns mal wieder erzählt, dass es der wärmste Sommer, der nasseste Januar oder kälteste Winter seit Jahren war?


Hier bleibt einem nichts anderes übrig als den Meteorologen und diesen pauschalen Aussagen zu glauben, oder eigene Werte zu sammeln! Frei nach dem Motto, traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

Hier zu gibt es duzende Wetterstationen im Handel, welche einem genau die lokale Temperatur und sogar erweiterte Informationen wie Windstärke oder Regenmengen mitteilen.

Allerdings in unserer vernetzten Zeit sind solche „einfachen“ Wetterstationen fast schon etwas langweilig. Erfreulicherweise gibt es allerdings einige Wetterstationen mit Netzwerkanbindung. Diese erlaubt es die Daten direkt auf dem Smartphone zu sehen und auszuwerten, praktisch!

Aber welche ist die beste vernetzte Wetterstation aktuell auf dem Markt? Dies wollen wir doch einmal in einem kleinen Vergleich herausfinden!

 

Die Testkandidaten

Für diesen Vergleich habe ich mir acht verschiedene vernetzte Wetterstationen zugelegt. Bei diesen handelt es sich um:

Die Modelle von Netatmo, Homematic IP und Eve kann man als reinrassige vernetzte Wetterstationen bezeichnen. Die Modelle von BRESSER, Froggit und TFA hingegen verfolgen eher einen Hybrid Ansatz. Diese bietet also die klassischen Funktionen einer Wetterstation, die Daten lassen sich aber auch via Smartphone auslesen.

 

Der Klassiker, die Netatmo Wetterstation

Wenn Ihr im Internet nach einer vernetzten Wetterstation sucht, werdet Ihr mit Sicherheit zunächst über das Modell von Netatmo stolpern. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn die Netatmo Wetterstation bietet auf den ersten Blick alles was man sich nur wünschen kann.

Das Netatmo System besteht aus einer Basis Station, welche Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2, Luftdruck und Lautstärke messen kann. Hinzu kommen auf Wunsch diverse Sensoren. Folgende Sensoren sind für das Netatmo System verfügbar:

  • Innen- Sensor (bis zu 3 pro System)
  • Außen- Sensor
  • Regen-Sensor
  • Wind-Sensor

Eine der offensichtlichsten Stärken des Netatmo Systems ist das Design. Die Basis wie auch die Innen- und Außensensoren sind in einem schicken und hochwertigen Aluminium-Design gefertigt.

Hier könnte man glatt meinen Apple hat die Design Arbeit übernommen. Aber auch der Wind-Sensor, welcher nicht auf einen Propeller setzt, sondern auf Mikrofone für die Bestimmung der Windgeschwindigkeit, und der Regensensor sind sehr schick designt. Sucht Ihr eine Wetterstation die kein 0815 Design hat, dann seid Ihr bei Netatmo richtig.

Dies gilt aber auch nicht nur für die Wetterstation, auch die Netatmo App ist sehr schick und modern gestaltet, inklusive eines großen Funktionsumfangs. Es werden sogar ausführliche Verlaufsdaten gesichert, welcher sich in der Form von Diagrammen über Jahre hinweg betrachten lassen.

 

Was die Messwerte angeht, kann die Netatmo Wetterstation so ziemlich alles messen was man sich wünschen kann.

  • Temperatur (Basis-Station, Innen-Sensor, Außen-Sensor)
  • Luftfeuchtigkeit (Basis-Station, Innen-Sensor, Außen-Sensor)
  • Luftverschmutzung (Basis-Station, Innen-Sensor)
  • Luftdruck (Basis-Station)
  • Lautstärke (Basis-Station)
  • Regenmenge (Regen-Sensor)
  • Windrichtung (Wind-Sensor)
  • Windrichtung (Wind-Sensor)

Hierbei ist gerade die Basis-Station, wie auch die innen und Außen-Temperatur-Sensoren von herausragender Qualität.

Der Regensensor und Windsensor würde ich zwar eher als durchschnittlich von ihrer Messgenauigkeit einstufen, dazu aber später mehr.

Kurzum mit der Netatmo Wetterstation macht Ihr nichts falsch! Diese ist zwar nicht die günstigste, aber die generelle Qualität und vor allem die App ist über jeden Zweifel erhaben.

 

Die Alternative für Apple Nutzer, Eve

Wichtig! Eve Produkte lassen sich nur in Kombination mit IOS Geräten nutzen! Kein Android Support! Das Eve Degree und das Eve Room sind grundsätzlich zwei sehr ähnliche Produkte.

Beide sind sehr schick gestaltet und bietet ein praktisches E-Paper Display, welches direkt Informationen anzeigt.

Das Gehäuse beider Module ist ziemlich klein und kompakt gestaltet, aber sehr wertig! Ähnlich wie Netatmo setzt Eve auch auf ein Aluminium Gehäuse, welches direkt für eine „Premium Ausstrahlung“ sorgt.

Das Eve Degree kann sowohl außen, wie aber auch innen genutzt werden. Das Eve Room hingegen ist ausschließlich für eine indoor Nutzung gemacht.

Unterschiede gibt es auch bei den Messwerten.

  • Temperatur (Eve Degree und Eve Room)
  • Luftfeuchtigkeit (Eve Degree und Eve Room)
  • Luftdruck (Eve Degree und Eve Room)
  • Luftverschmutzung (Eve Room)

Nut das Eve Room besitzt die Möglichkeit auch die Verschmutzung der Luft in Eurem Raum zu messen bzw. besser gesagt die Flüchtigen organischen Verbindungen. Dieses Messen der Luftqualität ist auch DAS Feature des Eve Rooms.

Ein weiterer großer Unterschied ist der generelle Aufbau des Systems. Eve setzt auf Bluetooth! Das bedeutet es gibt keine Basisstation, Bridge oder Ähnliches. Alle Module verbinden sich direkt mit Eurem Smartphone, sofern denn die Reichweite passt.

In Eurem Smartphone werden dann die Eve Sensoren sowohl in der Apple HomeKit Plattform eingebunden, wie aber auch in der Eve App. ähnlich wie bei Netatmo würde ich die App grundsätzlich als sehr hochwertig einstufen.

 

Neben den aktuellen live Daten könnt Ihr auch Verlaufsdaten in schönen Diagrammen betrachten. Die Daten werden auf den Sensoren gesammelt und bei Verbindung auf Euer Smartphone übertragen. Seid Ihr also mal außer Reichweite der Bluetooth Verbindung gibt es keine Lücken in der Aufzeichnung.

Allerdings ist natürlich dennoch die Bluetooth Verbindung eine gewisse Einschränkung. Ihr könnt aber einen Apple HomePod oder Apple TV als eine Art Basis Station nutzen, sofern vorhanden.

Die Genauigkeit der von den Eve Sensoren gemessenen Werte würde ich als hoch bis sehr hoch einstufen.

Seid Ihr also im Apple Ökosystem unterwegs ist das Eve Degree oder Eve Room, je nachdem ob Ihr eine Messung der Luftqualität wollt oder nicht, ein sehr interessantes System.

 

Das Multitalent, der Homematic IP Wettersensor Pro

Der Homematic IP Wettersensor Pro gehört in das Homematic Ökosystem. Dementsprechend benötigt Ihr entweder einen HomematicIP AccessPoint oder eine Homematic CCU3 Smart Home Zentrale für die Nutzung.

Der Homematic IP Wettersensor ist in drei Versionen verfügbar, Basic, Plus und Pro. Je nach Version steht Euch eine unterschiedliche Anzahl an Sensoren zur Verfügung.

Im Gegensatz zu Netatmo sind aber alle Sensoren in einer recht großen Außeneinheit vereint. Diese ist was das Design angeht sehr schick gemacht! Homematic setzt auf silbernen Kunststoff und Aluminium, was der Wetterstation fast schon die Optik einer Skulptur verleiht.

Man muss sich hier nicht schämen diesen Wettersensor im Garten stehen zu haben! Was die Messwerte angeht, kommt es auf die von Euch gewählte Version an.

Folgendes kann der Homematic IP Wettersensor messen:

  • Außen-Temperatur (Basic, Plus, Pro)
  • Luftfeuchtigkeit (Basic, Plus, Pro)
  • Helligkeit (Basic, Plus, Pro)
  • Sonnenscheindauer (Basic, Plus, Pro)
  • Windstärke (Basic, Plus, Pro)
  • Regenmenge (Plus, Pro)
  • Windrichtung (Pro)

Damit bietet der Homematic IP Wettersensor Pro einen recht großen Funktionsumfang. Gerade das Messen der Helligkeit und Sonnenschein-Dauer ist recht exotisch.

Aber dies hat auch einen Grund. Ihr könnt über die Homematic App bzw. Benutzeroberfläche Verknüpfungen erstellen. Habt Ihr beispielsweise eine motorisierte Markise für die Terrasse, könnt Ihr hierfür eine Steuerungseinheit von Homematic IP kaufen, wodurch diese sich automatisch bei Sonnenschein öffnet bzw. schließt.

Homematic bietet über 60 verschiedene Komponenten für sein Smart Home System an. Ihr seid also nicht nur auf die Wetter Komponente limitiert.

Kommen wir damit auch zur App, denn hier gibt es eine kleine Besonderheit. Ihr könnt den Homematic IP Wettersensor über zwei Plattformen nutzen, über die Homematic IP Plattform und über die Homematic CCU.

Erste Plattform ist optisch etwas einfacher aufgebaut und richtet sich an den Normalnutzer. Allerdings ist das Homematic IP System weniger als Wetterstation ausgelegt, als für eine allround Nutzung, was sich hier auch zeigt. Ihr könnt über Homematic IP Steckdosen schalten, Heizkörper regeln usw.

Natürlich könnt Ihr auch die Live Daten der Wetterstation auslesen, Verlaufsdaten sind aber über Homematic IP nicht verfügbar! Verglichen mit Netatmo und Co. ist dies natürlich ein großer Nachteil nur live Informationen zu sehen.

Nutzt Ihr die Homematic Smart Home zentrale „CCU“ könnt Ihr Verlaufsdaten aufzeichnen und anzeigen. Allerdings ist die Homematic Smart Home Zentrale etwas spezieller. Diese richtet sich an Enthusiasten im Smart Home Bereich und bietet von Haus aus nicht mal eine Smartphone App.

Dies passt auch gut zum Fazit. Sucht Ihr nur eine vernetzte Wetterstation, dann gibt es bessere Optionen als den Homematic IP Wettersensor! Der Homematic IP Wettersensor macht primär Sinn wenn Ihr gleich in ein vollständiges Smart Home System investieren wollt, inklusive Heizungssteuerung, Alarmanlage usw.

 

TFA Weatherhub

Wenn Ihr Euch für Wetterstationen und Ähnliches interessiert, werdet Ihr mit Sicherheit über den Hersteller TFA Dostmann gestolpert sein, welcher bei klassischen Wetterstationen glatt so was wie der Marktführer ist.

Allerdings bietet TFA auch ein vernetztes System an, den Weatherhub.

Ähnlich wie bei Netatmo besteht dieses System aus einer Basis Station und diversen Modulen. Die Basis Station selbst kann beim Weatherhub System allerdings keine Messungen vornehmen, sondern ist lediglich eine Gateway.

Mit dieses Bridge können bis zu 50 Sensoren verbunden werden, wie es Euch beliebt. Hier gibt es auch durchaus ein großes Angebot an diversen Modulen und Sensoren.

  • Temperatur-Sender
  • Temperatursender mit wasserfestem Kabelfühler
  • Solar-Funk-Windmesser
  • Funk-Regenmesser
  • Thermo-Hygro-Sender mit Profi-Temperatur-Kabelfühler
  • Thermo-Hygro-Sender
  • Diverse Displayeinheiten

Im Gegensatz zu Netatmo oder auch Homematic IP ist das Design bei dem TFA Weatherhub System anscheinend nur zweitranig gewesen. Ihr erhaltet hier Standard Wetterstation Module in dem typischen Weiß/gelben Kunststoff. Ihr solltet also versuchen die Sensoren eher dezent zu platzieren.

Leider verfüge ich beim TFA Weatherhub System nur über das Basis Set mit Temperatur-Sensor. Daher kann ich zu möglichen Funktionen des Windsensors usw. nicht viel sagen.

Wozu ich etwas sagen kann, das ist die App!

 

Das Weatherhub System weißt sehr viel potenzial auf! Neben dem Live-Auslesen von Temperaturdaten gibt es auch historische Daten, wenn auch nur in Textform bei einigen Sensoren. Zudem könnt Ihr sogar Alarme einrichten, nach dem Motto „wenn Temperatur unter oder über Wert X fällt, schicke mir eine Nachricht“. Dies ist gerade in Kombination mit dem Temperatur-Sensor mit wasserfestem Kabelfühler und Aquarien sehr praktisch!

Dies ist ein Feature welches ich bei allen anderen Modellen etwas vermisse. Wind und Regensensor sollten sogar über schöne Diagramme in der App verfügen, klasse!

Allerdings wirkt die App leider weniger gut gepflegt. Optisch ist die App auf dem Stand von Android 2.3 hängen geblieben, hier scheint es nie ein großes optik Update gegeben zu haben, was die App auf neuere Android Versionen und Displayformate angepasst hat.

Zwar funktionierte die App bei mir soweit problemlos, aber wirklich Hightech-Feeling wie bei Netatmo oder Eve kam zu keinem Zeitpunkt auf. Woher weiß ich, dass die App länger nicht mehr geupdatet wurde? Mein Google Pixel 2 zeigte mir beim Start eine Meldung das die App veraltet sei und ich doch nach einer neuen Version suchen sollte bzw. den Hersteller kontaktieren soll.

Es gab zwar laut Patchnotes ein paar Bugfixes, aber diese scheinen wirklich nur darauf bedacht zu sein das System am Laufen zu halten, Probleme zu fixen usw.

Immerhin spiegelt sich dies auch im Preis wieder! Das TFA Weatherhub System ist sehr günstig! Dies gilt auch für die Sensoren. Sollte Euch also die Optik wirklich egal sein, könnte dies ein sehr interessantes System für Euch sein, gerade wenn Ihr ein System für die Temperatur Überwachung sucht!

 

Weather Underground bzw. Wunderground

Kommen wir zu unseren drei letzten Kandidaten, dem BRESSER Profi W-LAN wetter Center 6-in-1 und den Modellen von Froggit.

Diese haben eine wichtige Gemeinsamkeit. Die Hersteller setzen hier nicht auf eigene Apps oder ein eigenes Ökosystem! Stattdessen nutzen diese Weather Underground bzw. Wunderground.

Weather Underground ist eine öffentliche Plattform die IBM gehört. Diese kann im Grunde genommen von jedem Hersteller kostenfrei genutzt werden. Es gibt hier ein einfaches universelles Protokoll und jede Wetterstation die dieses einbaut, ist mit Weather Underground kompatibel.

Dies ist für kleinere Hersteller ausgesprochen attraktiv. Weder BRESSER noch Froggit benötigen irgendeine Server Infrastruktur oder Ähnliches.

Ihr legt Euch ein kostenfreies Konto bei Weather Underground an und tragt die ID die Ihr erhaltet in der Wetterstation ein und fertig. Die Wetterstation übermittelt die Daten direkt an die Server von Weather Underground.

Im Übrigen unterstützt Netatmo auch Weather Underground, das ist aber etwas versteckt und halt ein optionales Feature.

Was bietet Euch Weather Underground?

Grob zusammen gefasst bietet Weather Underground eine unbegrenzte Aufzeichnung aller Daten, ein schnelles Update Intervall von ca. 15-30 Sekunden und Smartphone Apps.

Dabei werden die Daten gerade auf der Webseite wirklich sehr schon optisch aufbereitet mit übersichtlichen und informativen Diagrammen. Auch könnt Ihr hier frei den Zeitraum dieser Diagramme festlegen.

So könntet Ihr beispielsweise die Daten dieses Jahrs mit denen des letzten Jahres vergleichen.

Weather Underground ist also ziemlich ideal für alle Wetter Enthusiasten.

Leider ist die Smartphone App nicht gut. Diese besitzt ein extrem niedriges Update Intervall (15-30 Minuten) und bietet auch keine Diagramme. Das ganze reicht für einen groben Überblick „on the Go“, aber wollt Ihr wirklich ausführliche Daten greift lieber zur mobilen Webseite, welche deutlich besser ist.

Auch ist die App mit Werbung etwas sehr zugekleistert.

Was sind die Nachteile von Weather Underground?

Weather Underground zwingt Euch zu einer Datenweitergabe. Eure Wetterstation wird auf der Webseite von Weather Underground mit der von Euch gewählten Position öffentlich gemacht!

Jeder kann also die Daten Eurer Wetterstation sehen und Ihr könnt die Daten der anderen Wetterstationen sehen. Dies gilt allerdings nur für die „öffentlichen“ Daten des Außensensors.

Sollte dies Euch stören, könntet Ihr rein theoretisch Eure Wetterstation irgendwo auf der Karte platzieren, um so Euch als Besitzer etwas zu verschleiern. Allerdings eine komplettes Deaktivieren der Datenweitergabe ist nicht möglich.

Ebenso behält sich IBM das Recht vor Eure Wetterstationen für diverse Klima Modell Berechnungen zu nutzen. Es könnte also sein, dass Eure Wetterstation am Wetterbericht im Fernsehen passiv mithilft.

Mich stört das Ganze um ehrlich zu sein nicht. Meinetwegen könnt Ihr sehen wie warm es bei mir gerade draußen ist. Hier ist auch meine Wetterstation: https://www.wunderground.com/personal-weather-station/dashboard?ID=IEITORF17

Alternativ zu Weather Underground könnt Ihr auch bei Froggit WeatherCloud nutzen, welches ein sehr ähnlicher Service ist. WeatherCloud ist etwas aufgeräumter und werbefrei, dafür aber in der kostenfreien Version etwas eingeschränkt was den Funktionsumfang angeht.

In der kostenpflichtigen Version hingegen ist der Funktionsumfang noch ein gutes Stück größer als bei Weather Underground.

 

Für die Profis? Das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1

Ähnlich wie TFA ist auch BRESSER für seine klassischen Wetterstation bekannt. So ist das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 auch genau dies, zu mindestens auf dem ersten Blick.

Ihr erhaltet ähnlich wie bei Homematic IP einen großen Außensensor, aber auch ein Innenmodul, welches über ein großes Display verfügt. Auf diesem Display werden die Messwerte der Wetterstation Euch auch ohne App präsentiert, sehr praktisch wie ich finde.

Vom Design ist das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 allerdings eine ganz klassische Wetterstation. Diese ist also eher praktisch designt, was auch für den großen Außensensor gilt.

Das Display ist ein typisches LC Display, welches zwar Qualitativ deutlich oberhalb von normalen Wetterstationen anzusiedeln ist, aber auch kein „Digitaler Bilderrahmen“ ist. Was das Display anzeigen kann ist komplett vorgegeben.

Wie steht es aber um die Funktionen? Folgendes kann das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 messen:

  • Temperatur innen
  • Temperatur außen
  • Luftfeuchtigkeit innen
  • Luftfeuchtigkeit außen
  • Luftdruck
  • UV Strahlung
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Regenmenge

Damit kann das BRESSER Profi WLAN Center so ziemlich alles messen was man sich vorstellen kann. Lediglich eine Messung der Helligkeit und der Luftverschmutzung fehlt. Dafür kann das BRESSER Profi WLAN Center als einziges den UV Index bestimmen, was im Alltag auch sehr praktisch sein kann!

Bonus Punkte gibt es für die Messgenauigkeit. Gerade was Windgeschwindigkeit und Regenmenge angeht, würde ich das BRESSER System als das genauste im Testfeld einstufen.

Wie steht es aber um die Netzwerkanbindung? Hier setzt BRESSER wie bereits erklärt auf einen Unteranbieter, Weather Underground. BRESSER selbst bietet also keine Apps an oder eine sonstige Möglichkeit die Daten am PC/Smartphone abzurufen. Die Wetterstation übermittelt die Daten nur an Weather Underground, wo Ihr diese dann abrufen könnt.

Hier ist beispielsweise meine Wetterstation https://www.wunderground.com/weather/de/eitorf/IEITORF17

Über die Weather Underground lassen sich auch historische Daten, Diagramme usw. abrufen, welche unendlich gespeichert werden.

Ebenso gibt es auch passende Smartphone Apps, welche aber eher mäßig sind.

Dennoch wenn Ihr Enthusiasten seid, denen genaue Messwerte, übersichtliche Diagramme usw. wichtiger ist als eine besonders tolle Smartphone App, dann ist das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 top!

 

Preis/Leistung sehr gut? Die Froggit WH3000SE Wetterstation

Was den Funktionsumfang angeht sind die Froggit Wetterstationen im diesem Test kaum zu schlagen. Bei der WH3000SE hat der Hersteller so ziemlich alles an Sensoren in sein Außenmodul verbaut die man sich vorstellen kann.

Dabei setzt Froggit auch auf den „Hybrid Ansatz“. Heißt es gibt ein kleines Innen-Display auf welchem Ihr alle Werte sehen könnt. Zusätzlich verfügt das Display aber auch über ein WLAN Modul, welches für die Netzwerkfunktionalität sorgt.

Das Außenmodul ist ähnlich wie bei Bresser und Homematic ein All in One Modul. Ihr habt also nicht X Sensoren herumstehen, sondern nur ein großes Modul. Was das Design angeht, ist dieses bei Froggit allerdings sehr „funktional“. Nein dies ist nicht die hübscheste Wetterstation, dafür kann diese mit Funktion punkten.

Folgende Sensoren bietet die Froggit WH3000SE:

  • Temperatur innen
  • Temperatur außen
  • Luftfeuchtigkeit innen
  • Luftfeuchtigkeit außen
  • Luftdruck
  • UV Strahlung
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Regenmenge
  • Helligkeit

Das Einzige was die Froggit WH3000SE nicht messen kann, ist die Luftverschmutzung. Abseits davon besitzt diese aber klar die meisten Sensoren.

Auch die Genauigkeit dieser Sensoren ist Spitzenklasse! Diese ist nicht ganz so gut wie bei Bresser, aber nur knapp dahinter.

Was die Software angeht setzt Froggit bei der WH3000SE auf Weather Underground oder WeatherCloud als Dienstleister.

Wie oben bereits erklärt bietet Weather Underground eine unbegrenzte Aufzeichnung aller Daten und eine wirklich hervorragende Web UI für Enthusiasten.

Ihr könnt Euch hier diverse Diagramme, wie auch minimal und maximal Daten, ansehen und das von einem beliebigen Zeitraum.

Die mobile App von Weather Underground ist allerdings eher mäßig gut und bietet lediglich Live Daten und das auch mit einer vergleichsweise hohen Verzögerung.

Im Gegensatz zum BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 könnt Ihr aber auch die WS View App nutzen. Diese App ist zwar optisch nicht die schönste, greift aber die Daten von der Weather Underground Webseite ab.

Aber bei allem Lob ist auch die Froggit WH3000SE Wetterstation nicht perfekt. Die Einrichtung sehr nervig und problematisch! Mehr dazu im Einzeltest.

 

Auch ist das Display mittelmäßig. An sich ist dieses sehr gut ablesbar und auch übersichtlich, leider sind die Blickwinkel nicht gut.

Dennoch unterm Strich ist die Froggit WH3000SE Wetterstation für rund 150€ ein extrem interessantes Angebot, gerade für Enthusiasten.

 

Nochmals Preis/Leistung sehr gut? Die Froggit WH4000SE Wetterstation

Froggit hat mit der WH4000SE eine weitere sehr gute Wetterstation im Rennen. Diese ist sehr ähnlich aufgebaut wie die Froggit WH3000SE.

Auch hier erhaltet Ihr eine Displayeinheit mit integriertem WLAN und einen Außensensor.

Sowohl die Displayeinheit wie auch der Außensensor werden sicherlich keinen Designpreis gewinnen. Beides ist eher auf Funktionalität getrimmt als auf Optik.

Dies gilt leider gerade für die Displayeinheit. Was die Menge an angezeigten und anziehbaren Informationen angeht, ist die WH4000SE der WH3000SE und auch dem Modell von BRESSER durchaus überlegen.

Allerdings die Qualität des LC Panels ist gerade dem BRESSER Modell, aber auch der Froggit WH3000SE deutlich unterlegen. Schade!

Was aber die Sensoren und auch deren Qualität angeht gibt es erneut nichts zu bemängeln.

  • Temperatur innen
  • Temperatur außen
  • Luftfeuchtigkeit innen
  • Luftfeuchtigkeit außen
  • Luftdruck
  • UV Strahlung
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Regenmenge
  • Helligkeit

Was die Software angeht gilt 1 zu 1 das gleiche wie bei der WH3000SE. Ihr könnt Weather Underground oder auch WeatherCloud als Dienst nutzen, es ist auch möglich beide Dienste gleichzeitig mit Daten zu beliefern.

Weather Underground wird allerdings für die meisten normal Nutzer der attraktivere Service sein.  Wie oben bereits erklärt bietet Weather Underground eine unbegrenzte Aufzeichnung aller Daten und eine wirklich hervorragende Web UI für Enthusiasten.

Ihr könnt Euch hier diverse Diagramme, wie auch minimal und maximal Daten, ansehen und das von einem beliebigen Zeitraum.

Ihr könntet also auch Daten von vor 1, 2 usw. Jahren abrufen, um diese mit den aktuellen Daten zu vergleichen.

Die mobile App von Weather Underground ist allerdings eher mäßig gut und bietet lediglich Live- Daten und das auch mit einer vergleichsweise hohen Verzögerung.

Auch hier könnt Ihr die WS View App nutzen. Diese App ist zwar optisch nicht die schönste, greift aber die Daten von der Weather Underground Webseite ab.

Zudem bietet Froggit für die WH4000SE auch eine Windows Software für das Auswerten und exportieren der Daten nach Excel an. Ihr könntet also komplett auf die Cloud Dienste verzichten.

Fun Fakt, diese Software funktioniert auch mit der WH3000SE, auch wenn diese Wetterstation offiziell nicht unterstützt wird.

 

Die Apps in der Übersicht

Nach dieser Einzelvorstellung schauen wir uns einmal die Apps und Benutzeroberflächen direkt im Vergleich an.

BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1

BRESSER nutzt das Weather Underground System.

 

  • + Apps für alle Plattformen
  • + Verlaufsdaten und Statistiken über die Webseite einsehbar
  • + Interessante und nützliche Wettermap
  • – Verpflichtende Datenweitergabe
  • – Apps teils etwas zickig, nichtladende Statistiken usw.
  • – Live-Daten-Update in der App recht langsam

Froggit WH3000SE und Froggit WH4000SE

Ähnlich wie BRESSER nutzt Froggit das Weather Underground System, bietet aber auch eine Windows Software und zusätzliche App an.

 

  • + Apps für alle Plattformen
  • + Verlaufsdaten und Statistiken über die Webseite einsehbar
  • + interessante und nützliche Wettermap
  • + zusätzliche Alternative WS View App
  • + neben Weather Underground wird auch WeatherCloud unterstützt
  • – Verpflichtende Datenweitergabe (bei der Nutzung von WU)
  • – Apps von WU teils etwas zickig, nichtladende Statistiken usw.
  • – Live Daten update in der App recht langsam

Eve Degree und Eve Room

Ihr könnt die Messwerte der Eve Sensoren sowohl direkt über die Apple HomeKit App abrufen oder mit detaillierten Statistiken über die Eve eigene App.

 

  • + Gut gestaltete App
  • + gute Verlaufsdaten und Statistiken, welche nicht weitergegeben werden
  • + Apple Homekit Support
  • + Automatisierungen möglich
  • – Ihr seid an das Apple Öko System gebunden
  • – Datenabruf nur auf kurze Distanz (Bluetooth)

Homematic IP Wettersensor Pro

Für das Homematic System gibt es zwei Benutzeroberflächen, je nachdem welche Basis Station Ihr nutzt.

HomematicIP Basis-Station

 

  • + schnelle Aktualisierung der Daten
  • + Automatisierung und Verknüpfung mit einer Vielzahl von anderen smarten Geräten möglich
  • – Keinerlei Verlaufsdaten oder Statistiken, es werden nur Live Informationen angezeigt
  • – Visuell recht umspannend präsentiert

Homematic Smart Home Zentrale

  • + schnelle Aktualisierung der Daten
  • + Verlaufsdiagramme über große Zeiträume erstellbar
  • + Alle Informationen bleiben lokal
  • + Automatisierung und Verknüpfung mit einer Vielzahl von anderen smarten Geräten möglich
  • Smartphone App nur über 3. Anbieter Apps
  • Benutzeroberfläche richtet sich an Smart Home Profis
  • Benutzeroberfläche optisch „klassisch“

Netatmo Wetterstation

Netatmo ist ganz klar der Vorzeigehersteller, wenn es um smarte Wetterstationen geht. Dies liegt vor allem an der herausragenden App. diese ist nicht nur funktional gut, sondern auch visuell hervorragend!

 

  • + visuell herausragend
  • + sehr gute Nutzbarkeit
  • + viele Informationen
  • + Statistiken und Verlaufsdaten in schönen Diagrammen über lange Zeit abrufbar
  • + Community Wettermap (Teilnahme freiwillig)
  • + App für alle Plattformen und im Webbrowser

TFA Weatherhub

Das TFA Weatherhub System nutzt auf eine modifizierte Version der Mobile Alerts App. leider ist diese optisch wirklich nicht schön! Für Profis gibt es allerdings eine Integration mit Conrad Connect, über welche sich auch viele Diagramme usw. generieren lassen.

 

  • + Funktional gut
  • + Alarme einstellbar
  • + einfache Verlaufsdaten verfügbar (könnten aber optisch hübscher sein)
  • – visuell ist die App mäßig
  • – Technisch auf dem Stand von vor X Jahren

 

Wie gut sind die Sensoren?

Wichtig bei jeder Wetterstation sind die Genauigkeit der ermittelten Werte. Gibt es hier bessere und schlechtere Stationen?

Erst einmal die gute Nachricht, wirklich schlechte oder grob falsche Werte liefert keine der Wetterstationen. Gerade was die Temperatur-Sensoren angeht haben die Hersteller die Messgenauigkeit sehr gut im Griff!

Im Normalfall liegen hier alle Sensoren +- gleich auf. Hier einfach mal zwei Beispiel Messungen:

Die BRESSER Wetterstation neigt zu etwas höheren Werten als die anderen Modelle. Dies kann allerdings zugegeben an der Positionierung liegen. Die BRESSER Wetterstation war etwas höher aufgehängt während des Tests.

Dennoch +-0,4 Grad über alle Sensoren hinweg würde ich als ziemlich genau einstufen!

Etwas anders sieht es im Sommer aus. Die Sensoren von Netatmo, Eve und TFA sind schlechter abgeschirmt, wodurch diese bei Sonneneinstrahlung zu etwas höheren Werten neigen.

Lediglich bei den Außen-Sensoren gibt es gewisse Unterscheide, was gemessen wird. Beispielsweise beim BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 und Homematic IP Wettersensor Pro werden die Sensoren aufgrund des Windsensors sehr frei in der Sonne positioniert.

Wo es teils große Unterschiede gibt, ist bei Wind und Regen. Bei Regen liefern die Sensoren von Netatmo, HomematicIP, Froggit und BRESSER teils recht unterschiedliche Werte.

Hier einmal eine weitere Beispielsmessung.

Verglichen mit einer „manuellen“ Aufzeichnung scheint die BRESSER Wetterstation gemeinsam mit den Froggit Modellen am nächsten dran zu sein. Netatmo und gerade HomematicIP neigen zu etwas niedrigeren Werten.

Ich würde aber auch sagen Netatmo und HomematicIP sind genau genug für den Heimbedarf.

Im Allgemeinen scheint die BRESSER Wetterstation am zuverlässigsten zu sein. Die Froggit WH3000SE hat beispielsweise bei sehr geringen Regenmengen etwas „Probleme“.

Beim Wind wird es komplizierter. Grundsätzlich scheinen hier alle Sensoren einen guten Job zu machen, allerdings liefern alle auch +-20% unterschiedliche Werte.

HomematicIP kann sehr niedrige Windgeschwindigkeiten nicht gut messen ähnlich wie die Froggit WH4000SE, Netatmo hingegen Windböen nicht gut. Erneut scheint BRESSER und die Froggit WH3000SE hier am besten die Realität widerzuspiegeln.

Positiv überrascht haben mich die Spezial-Werte von Eve und Netatmo. Damit meine ich die Luftqualität. Beide Wetterstationen reagieren hier wirklich zügig auf Veränderungen, wie geschlossene Fenster und Türen wie auch viele Menschen im gleichen Raum.

Ja die Sensoren arbeiten wie gewünscht!

Für genaue Infos schaut am besten in meine Einzeltests, dort gehe ich noch genauer auf die Messgenauigkeit ein.

 

Fazit

Welche vernetzte Wetterstation für Euch das richtige Modell ist hängt wie so oft üblich von Euren Ansprüchen ab.

Pauschaal hier ein Modell zu empfehlen ist schwer. Seid Ihr ein Normal Nutzer, dann würde ich Euch vermutlich unterm Strich zum Modell von Netatmo raten. Dieses kann mit einem sehr guten Design, einfachen Nutzung und vor allem klasse Apps für das Smartphone punkten.

Auch sind die Messwerte der Basis Sensoren gut und die Messung der Luftqualität interessant. Lediglich der Regensensor und der Windsensor sind mäßig. Diese taugen, sind aber auch nicht absolute Spitze.

Ideal für den interessierten Normalnutzer, welcher aber auch kein absoluter Wetter Freak ist.

Ist Euch der Wind und Regen-Sensor völlig egal und Ihr seid voll im Apple Öko-System, wären vielleicht auch die Sensoren von Eve interessant. Hier stört mich aber zum einen die Bluetooth Verbindung und deren Limitationen, wie auch der Applezwang. Dafür gibt es aber eine HomeKit Unterstützung, ein Display und eine gute App.

Was aber wenn Ihr ein angehender Hobby Meteorologe seid?

Das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 bietet Euch die akkuratesten Daten, gerade was Wind und Regen angeht. Zudem ist das Display der Wetterstation qualitativ top und die Einrichtung einfach.

Dafür ist aber das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 auch nicht ganz billig und es gibt auch gewisse Einschränkungen durch Weather Underground, wie beispielsweise sehr mittelmäßige Smartphone Apps (die mobile Webseite taugt aber).

Als Geheimtipp könnte man die Froggit WH3000SE bezeichnen. Diese bietet ebenfalls sehr akkurate Sensoren, wovon auch einige vorhanden sind. Hinzu kommt eine etwas höhere Flexibilität was die Software angeht. Ihr könnt zum Beispiel Weather Underground oder WeatherCloud nutzen, zudem gibt es eine alternative Smartphone App.

Dabei ist auch der Preis mit 150€ sehr fair! Lediglich die Einrichtung kann etwas kniffliger sein und die Werte sind nicht 100% verglichen mit dem Bresser System.

Sicherlich hat auch die Froggit WH4000SE ihre Vorteile, aber diese ist der Froggit WH3000SE sehr ähnlich. Im direkten Vergleich würde ich vermutlich eher die Froggit WH3000SE kaufen, aber hier könnt Ihr natürlich selbst abwägen.

Von etwas speziellerer Natur ist der Homematic IP Wettersensor. Dieser ist qualitativ völlig in Ordnung, aber nur empfehlenswert wenn Ihr entweder schon im Homematic Öko-System vertreten seid, oder mit dem Gedanken spielt in dieses einzutauchen. Als „Stand Alone“ Wetterstation sind die anderen Modelle besser

Zu guter Letzt haben wir das TFA Weatherhub System. Dieses kann durch einen soliden Funktionsumfang und vor allem einen sehr günstigen Preis punkten. Allerdings wirkt die App gerade verglichen mit Netatmo und Eve doch etwas „lieblos“. Geht es Euch nur um eine gute Preis-Leistung und ist Euch die Optik völlig egal, dann schaut Euch das TFA Weatherhub System an. Ebenso ist das Weatherhub sehr gut für eine Temperatur Überwachung, von Beispielsweise Aquarien, Server Räumen, Patientenzimmern usw. geeignet, dank Alarme.

Zusammengefasst

Ich hoffe diese kleine Übersicht konnte Euch helfen!

Eine Fernbedienung für LIFX,Sonos, das Gardena smart System, Tado, TP-Link Kasa, IFTTT und Co im Test. Flic!

Smart Home ist etwas Tolles, allerdings kann dies auch teils etwas viel sein. Es ist zwar nett, dass man fast alles mit dem Smartphone steuern kann, aber manchmal ist ein normaler Knopf oder Fernbedienung wesentlich komfortabler. Daher bietet Philips beispielsweise für ein Hue System auch „Schalter“ an. Mit diesen ist es leichter das Licht einzuschalten, als dies immer über das Smartphone machen zu müssen.

Aber leider gibt es nicht für alle Systeme solche optionalen Fernbedienungen. Nicht? Doch diese gibt es!

Flic ist ein Start-Up Unternehmen welches einen „smarten Button“ anbietet, welchen man entweder mit seinem Smartphone oder einem Hub verbinden kann, um damit eine Vielzahl an Geräten zu steuern.

Flic bietet hier eine große Anzahl an „nativ“ unterstützen Diensten/Systemen wie LIFX, Philips Hue, Ikea Tradfri usw. an, aber auch eine IFTTT Integration, welche es erlaubt hunderte Dienste und System zu steuern.

Klingt doch interessant! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert Flic so gut wie der Hersteller es verspricht? Finden wir dies in einem Test heraus!

 

Flic und Flic Hub

Die Flic Schalter sind auf den ersten Blick sehr unspektakulär und fast schon etwas unauffällig. Die runden Schalter besitzen einen Durchmesser von rund 28mm und eine höhe von 9mm.

Diese sind also wirklich „winzig“. Beim Material setzt der Hersteller auf einen stark gummierten Kunststoff für die Oberseite. Auf dieser Oberseite findet sich neben dem Flic Logo auch der Schalter, der unter der Gummioberfläche versteckt ist.

Dieser lässt sich gut drücken und wirkt generell angenehm wertig, auch wenn der Druckwiderstand vergleichsweise hoch ist. Dies muss aber kein Nachteil sein. Gerade wenn man den Schalter in der Tasche mit sich herumträgt, dann ist ein höherer Druckwiderstand besser als ein niedriger.

Was das Design angeht, bin ich grundsätzlich zufrieden. Flic setzt hier auf ein sehr rundliches und fast etwas verspieltes Design. Dieses wirkt aber durchaus hochwertig.

Man merkt, dass der Flic Schalter kein „Massenprodukt“ eines chinesischen Fertigers ist.

Ihr könnt den Flic einfach so nutzen wie er ist oder Mithilfe eines Stück voraufgetragenem doppelseitigem Klebeband an einem Objekt befestigen. Flic legt auch einen Clip bei mit welchem Ihr den Schalter an Eurer Kleindung befestigen könnt.

Wie steht es um die Energieversorgung? Die Schalter benutzen eine CR2016 Knopfzelle, die sich auch problemlos austauschen lässt! Diese Knopfzelle hält je nach Nutzung Monate bis Jahre.

Neben den Flic Schaltern haben wir auch noch den optionalen Flic Hub.

Der Flic Hub ist eine kleine Kunststoffbox, damit lassen sich die Flic Schalter verbinden. Dabei ist der Hub so kompakt und klein gebaut, dass die Anschlüsse kaum auf die Rückseite passen.

Der Flic Hub verfügt hier primär über einen microUSB Eingang und einen LAN Port. Ihr müsst allerdings nicht zwingend LAN nutzen, Ihr könnt auch den Flic Hub per WLAN ins Netzwerk einbinden.

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein Anschluss für einen IR Sender. Hierbei handelt es sich um ein optionales Zubehör, mit welchem Ihr normale TV Geräte steuern könnt.

Leider legt Flic KEIN Netzteil bei! Ihr müsst also selbst ein USB Netzteil beisteuern. Der Flick Hub hat hier keine speziellen Voraussetzungen.

 

Generelles und App

Ihr könnt einen Flic Schalter mit Eurem Smartphone koppeln, oder mit dem Flic Hub.

Je nachdem welche der beiden Methoden Ihr nutzt, schwankt der Funktionsumfang etwas. Direkt mit dem Smartphone verbunden kann der Flic die Kamera und andere Smartphone interne, wie auch externe Dinge steuern, ist aber immer auf eine Bluetooth Verbindung zum Smartphone angewiesen.

Hierdurch gibt es natürlich ein paar Limitierungen. Wollt Ihr einen Flic Schalter stationär nutzen, um beispielsweise die Lampen in einem Raum zu steuern, solltet Ihr zum Hub greifen. Dieser wird einfach in Euer Netzwerk eingebunden und ersetzt sozusagen das Smartphone.

Der Flic Schalter stellt dann eine Bluetooth Verbindung zum Hub her. Hierdurch fallen natürlich ein paar Smartphone interne Funktionen, wie das Steuern der Kamera, weg.

Ich werde mich in diesem Test aber primär auf die Nutzung in Kombination mit dem Hub konzentrieren.

Die grundsätzliche Einrichtung und Installation des Flic Systems verlief absolut unproblematisch.

Ihr ladet Euch die Flic App für IOS oder Android herunter und legt dort zunächst ein Konto beim Hersteller an. Dieses Konto könnt Ihr auch nutzen um das System von anderen Smartphones aus zu steuern.

Habt Ihr dies geschafft, könnt Ihr entweder die Flic Schalter direkt mit Eurem Smartphone verbinden, oder zunächst den Hub, falls Ihr diesen habt.

Um den Hub zu nutzen, müsst Ihr diesen zunächst mit dem Strom verbinden (und gegebenenfalls LAN) und in der App nach diesem suchen. Die Flic App sollte den Hub automatisch finden und einrichten. Ihr müsst lediglich einen Namen für diesen festlegen und das wars auch schon!

Ähnlich einfach werden auch die eigentlichen Schalter in das System eingebunden. Einfach den Schalter einmal drücken und schon wird dieser von der App gefunden und entweder direkt an das Smartphone oder den Hub eingebunden.

Habt Ihr mehrere Schalter ist es auch möglich diese aufzuteilen, also welche mit dem Hub und andere mit dem Smartphone direkt zu verbinden.

Die Flic App macht auf mich einen guten bis sehr guten Eindruck! Diese ist hübsch und auch übersichtlich aufgebaut.

Lediglich eine deutsche Übersetzung fehlt, was aber die wenigsten stören sollte.

 

Feature und Funktionen

Was kann nun Flic eigentlich? Egal ob mit oder ohne Hub könnt Ihr jedem Flic Schalter drei Funktionen zuordnen.

  • Beim einfachen Drücken
  • Beim doppelten Drücken
  • Beim Gedrückthalten

Eine etwas detaillierte Übersicht über alle verfügbaren Funktionen bzw. Steuerungsmöglichkeiten die Ihr den Tastendrücken zuordnen könnt, findet Ihr auf der Flic Webseite.

https://flic.io/all-functions

Konzentrieren wir uns für diesen Test auf die Smart Home Systeme die sich via Flic und dem Flic Hub steuern lassen. Dies wären zum Zeitpunkt des Tests:

  • Logitech Harmony Hub
  • Ikea Tradfri
  • LIFX
  • Philips Hue
  • Sonos
  • Spotify
  • WeMo

Mit diesem „Lineup“ ist Flic für Beleuchtungssysteme besonders interessant. So bietet beispielsweise LIFX keine regulären Lichtschalter, sondern diese Lampen müssen via Smartphone App gesteuert werden, außer Ihr habt Flic.

Zusätzlich zu diesen Diensten könnt Ihr die Flic Schalter auch mit IFTTT verbinden. Über IFTTT könnt Ihr noch tausende weitere Smart Home Systeme steuern, wie z.B.:

  • Gardena smart System
  • Husqvarna
  • TP-Link Kasa
  • Bosch/Siemens Smart Home Geräte (Waschmaschinen usw.)
  • Tado
  • Nanoleaf
  • Yeelight
  • Netatmo
  • Nuki
  • MyDlink
  • Und noch tausende mehr

Beispielsweise habt Ihr einen Mähroboter von Gardena oder Husqvarna, der vernetzt ist, könntet Ihr diese über Flic und IFTTT starten und stoppen. Habt Ihr Lampen von Xiaomi Yeelight lassen sich diese ein/ausschalten usw.

Bedenkt aber, dass IFTTT oft eine recht hohe Verzögerung hat, was beim Mähroboter weniger stören würde als bei einer Lampe.

Bei den lokalen „Diensten“ (ich habe Ikea, Philips Hue und LIFX getestet) liegt die Verzögerung bei 1-4 Sekunden, ist also zu vernachlässigen.

Auch die Reichweite zum Hub hat mich sehr positiv überrascht. Sofern ich nichts übersehen habe, wird hier ebenfalls Bluetooth für die Kommunikation genutzt.

Flic gibt eine maximale Reichweite von 30 Metern an, was nicht viel bedeutet, da die 30 Meter auf freier Fläche sein werden. Praktisch funktionieren die Schalter durch ca. 2-3 Wände noch zuverlässig. Habt Ihr allerdings ein 200m² Haus will ich nicht meine Hand ins Feuer legen, dass das Signal bis in die letzte Ecke reicht.

Dennoch möchte ich mich positiv beeindruckt zeigen wie zuverlässig und flott das System funktioniert.

Auch die direkte Verbindung zum Smartphone funktioniert erstaunlich zuverlässig und flott. Dafür muss allerdings die Flic App konstant im Hintergrund laufen, was Euch über ein Icon in der Benachrichtigungsleiste angezeigt wird.

 

Fazit

Das Flic System steht und fällt mit den unterstützten Diensten und Funktionen. Starten wir aber bei der Hardware. Diese ist Flic grundsätzlich sehr gut gelungen!

Die einzelnen Schalter machen einen qualitativ guten bis sehr guten Eindruck und lassen sich hervorragend drücken. Auch ist die Bluetooth Verbindung zum Smartphone und zum Hub problemlos!

Gerade die Reichweite in Kombination zum Hub hat mich sehr positiv überrascht! Ja das Ganze basiert auf Bluetooth und hat daher seine Limitierungen, aber eine normale Wohnung bekommt der Hub mit passender Positionierung gut abgedeckt.

Auch preislich geht Flic in Ordnung. Der Hub schlägt mit einmalig 99€ etwas stärker zu Buche, aber die einzelnen Schalter sind mit 35-25€ je nach Set Größe soweit fair bepreist.

Am Ende kommt es also darauf an ob Ihr etwas habt das Ihr mit einem physischen Schalter steuern wollt, was auch von Flic unterstützt wird.  In meinem Fall wären dies beispielsweise die WLAN Glühbirnen von LIFX, welche abseits von Flic keine Möglichkeit haben abseits der App gesteuert zu werden.

Die Liste an unterstützten Diensten und Feature sieht soweit ganz gut aus, bietet aber bei den zahllosen Smart Home Systemen natürlich noch Luft nach oben.

Hier hilft auch IFTTT noch einige Dienste zusätzlich abzudecken. Habt Ihr beispielsweise das Gardena Smart Home System inklusive Mähroboter, könntet Ihr diesen via IFTTT über einen Druck auf Flic starten. Cool!

Kurzum habt Ihr ein System oder einen Dienst der mit Flic direkt oder über IFTTT kompatibel ist, dann funktionieren die Schalter wie beworben!

Wie gut sind USB-Ladekabel mit LEDs? 3 Kabel von Areson, Geabon, MKDGO im Vergleich!

Vielleicht habt Ihr auch schon einmal beleuchtete Ladekabel gesehen. Hierbei handelt es sich um Ladekabel die integrierte LEDs besitzen, die beim Laden Eures Smartphones aufleuchten oder sogar den Fluss des Strom „simulieren“.

Dies sieht auf Bildern klasse und wirklich beeindruckend aus! Auch kann dies durchaus nützlich sein, da es so möglich ist auf Distanz zu erkennen ob der Ladevorgang abgeschlossen ist oder noch nicht.


Aber hier stellen sich durchaus ein paar Fragen. Funktioniert dies wirklich gut? Reduziert dies meine Ladegeschwindigkeit? Und sieht das Ganze wirklich gut aus?

Um diese Fragen zu klären habe ich mir drei beleuchtete USB C Ladekabel von Areson, Geabon und MKDGO bestellt.

Wollen wir uns das ganze doch einmal im Test ansehen!

 

Die Kabel

Folgende Kabel habe ich mir für diesen Test bestellt:

Ich habe die USB C Versionen gekauft, aber es gibt auch ähnliche Kabel mit microUSB und Lightning.

Preislich schwanken wir bei den drei Kabeln zwischen 16,79€ für das MKDGO und 6,99€ für das Geabon Kabel. Diese beiden Kabel sind auch nur 1 Meter lang, das Kabel von Areson für 10,91€ ist mit 2 Metern ein Stück weit länger.

Was die generelle Haptik und Form angeht, zeigen sich zwischen den drei Kabeln Parallelen. Alle drei Kabel sind Flachbandkabel mit einer glatten „Lack“ Textur. Dabei sind auch alle drei Kabel in drei Bereiche unterteilt. Links und Rechts gibt es jeweils einen Bereich in welchem vermutlich das eigentliche Kabel verläuft, während es in der Mitte einen Kabelkanal für die LEDs gibt.

Eine weitere Besonderheit und Gemeinsamkeit sind die Stecker. Der USB C Stecker ist recht normal von seiner Größe. Der USB A Stecker hingegen ist signifikant größer, gerade bei den Kabeln von Areson und MKDGO.

Damit die LEDs funktionieren, muss das Kabel die 5V Ladespannung des Kabels „anzapfen“ und passend für die LEDs umwandeln. Hinzu kommt noch weitere Elektronik für die Stromfluss- Simulation. Diese zusätzliche Elektronik wird mit Sicherheit in den Steckern untergebracht sein.

Was den generellen Qualitätseindruck angeht, bin ich von allen drei Kabeln eher mittelmäßig angetan. Alle Kabel wirken recht plastikhaft und teils auch etwas billig.

Im Detail ist aber das Kabel von MKDGO schon eine Stufe besser und wertiger als das Areson Kabel und dieses nochmals eine Stufe besser als das Geabon Kabel.

Legt Ihr also Wert auf eine brauchbare Haptik gilt hier erst einmal, das teurere Kabel ist besser.

 

Funktion

Bei der Funktion gibt es Unterschiede. Alle drei Kabel versuchen den Fluss des Stroms über LEDs zu simulieren. Das Geabon Kabel macht dies sehr billig. Es gibt hier einfach zwei LED Bänder welche abwechselnd, dauerhaft blinken.

Beim Geabon Kabel ist es egal ob ein Smartphone angeschlossen ist oder nicht!

Dies ist bei den Kabeln von Areson und MKDGO anders! Diese beiden Kabel schalten sich komplett ab wenn kein Gerät angeschlossen ist oder ein zu geringer Ladestrom anliegt.

Das Areson Typ C-Kabel schaltet sich bei ca. 0,4-0,5A ein und schaltet sich beim Unterschreiten von 0,2-0,3A wieder ab. Auch besitzt das Areson einen Tempo Wechsel, je nach Ladestrom.

Allerdings dies nur in zwei Stufen, langsam 0,2-0,5A und schnell bei allem über 0,5A.

Leider hat das Kabel aber einen Nachteil, es erzeugt ein leises Pfeifen wenn die Leds an sind. Wenn Euch dies stört, lasst die Finger vom Kabel.

Was das Verhalten angeht, ist das MKDGO Kabel vergleichbar. Es schaltet sich allerdings etwas früher ein (bei ca. 0,3A) und auch die zwei Geschwindigkeitsstufen setzen etwas früher ein.

 

Das Licht

Grundsätzlich ist der Effekt des Lichtflusses bei den Kabeln von Areson und MKDGO ausgesprochen gut und überzeugend! Ich war hier klar positiv überrascht.

Auch die Helligkeit ist an sich angenehm. Die Kabel sind relativ dunkel. Bei Sonnenlicht werdet Ihr die LEDs kaum erkennen. Allerdings in einem abgedunkelten Raum, abends beim Fernsehen usw., ist die Helligkeit ideal.

Ich würde mir beide Kabel nicht auf den Nachttisch legen, aber sie sind auch nicht penetrant störend.

Das Geabon Kabel ist ein gutes Stück heller! Dieses ist auch tags erkennbar hell, aber abends fast etwas störend.

Auch ist hier der Lichtfluss Effekt nicht so überzeugend.

 

Das Ladetempo mit LED Kabeln

Soweit so gut, aber beeinflussen die LED Kabel das Ladetempo von Smartphones negativ? Ehe wir uns dies ansehen, schauen wir uns den Stromverbrauch der Kabel an.

Hier gibt es bei den Kabeln von Areson und MKDGO zwei Stufen, aus und ein. Das Geabon Kabel hingegen ist immer an.

Interessant! Das Geabon Kabel benötigt lediglich 0,089W, während die beiden anderen Kabel 0,39W bzw. 0,965W im aktiven Betrieb benötigen. Diesen höheren Verbrauch kann ich nicht nur auf die LEDs und die höhere Anzahl dieser zurückführen. Ich vermute in den Kabeln von Areson und MKDGO steckt mehr Elektronik, da diese ja aktiv den Strom überwachen.

Wirkt sich dies aber auch auf die Spannung aus?

Die Spannung bzw. der Spannungsverlust durch das Ladekabel ist der Grund warum ein Smartphone potenziell langsamer laden könnte. Pumpt Euer Ladegerät 5V auf einer Seite in das Kabel und am anderen Ende kommen nur 4,5V an, dann ist dies für Euer Smartphone möglicherweise ein Problem, das es mit einem reduzierten Ladetempo entgegnet.

Verglichen mit einem normalen Referenzkabel sieht man durchaus einen gewissen Spannungsverlust, gerade beim 2 Meter Kabel von Areson. Dieses ist sogar nur für maximal 2A geeignet, da ansonsten die Spannung zu stark sinkt.

Die Kabel von Geabon und vor allem von MKDGO hingegen halten sich wacker. Hier würde es mich wundern wenn wir in der Praxis eine stark reduzierte Leistung sehen.

Kommen wir damit zur Praxis. Hier habe ich das Samsung Galaxy S10+ und Huawei Mate 20 Pro als Test Smartphones genutzt. Einmal wurden diese an einem normalen 5V 2,4A Ladegerät und einmal an einem QC3.0/FCP Ladegerät schnellgeladen.

(Leistungsaufnahme inklusive Kabel)

Beim Schnellladen von Smartphones gibt es in der Regel nur zwei Stufen, es funktioniert oder es funktioniert nicht. Bei den Kabeln von Areson und MKDGO funktioniert es und es wird bei beiden Smartphones +- das gleiche Tempo wie mit dem Referenz Kabel erreicht.

Das Geabon Kabel hingegen unterstützt kein Quick Charge!

Etwas anders sieht es aus wenn wir die Smartphones nicht schnellladen, sondern an einem normalen Ladegerät laden.

Hier erreicht das Referenzkabel klar das höchste Tempo, gerade wenn wir die Leistung für die LEDs herausrechnen. Allerdings ist der Unterschied zwischen dem Referenzkabel und dem MKDGO Kabel überraschend gering!

Auch das Geabon Kabel hält sich ganz ordentlich, das Areson hingegen schmiert etwas ab. Bei diesem wird man eine deutliche Reduktion des Ladetempos spüren.

WICHTIG! Mit Huawei Super Charge funktionieren die Kabel NICHT!

 

Fazit

Ladekabel mit LEDs sind schon etwas Cooles und können auch praktisch sein! Bei einem guten Kabel dieses Typs kann man bereits auf Distanz erkennen ob das Smartphone voll ist oder noch lädt.

Hinzu kommt das wirklich schöne Lichtspiel.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Das billigste Kabel dieses Typs „Geabon USB C Kabel auf USB 3.0“ in meinem Vergleich würde ich beispielsweise nicht empfehlen. Die LEDs reagieren nicht auf den Ladestrom und auch Quick Charge funktioniert nicht.

Die beiden anderen Kabel sehen schon etwas besser und wertiger aus. Allerdings kann gerade das Areson Typ C-Kabel den Ladestrom ein Stück reduzieren. Allgemein würde ich keine 2 Meter Version dieser LED Kabel empfehlen. Zu viel Länge + mehr LEDs wird Eurer Ladetempo immer negativ beeinflussen.

Etwas anders sieht es beim MKDGO USB Typ C Kabel aus. Dieses ist nur 1 Meter lang, bietet fast kein negativ beeinflusstes Ladetempo und eine wirklich gelungene Beleuchtung.

Solltet Ihr Euch also für ein USB C Ladekabel mit LEDs interessieren, schaut Euch das Kabel von MKDGO an. Mit über 16€ ist dieses zwar nicht ganz billig, aber blöd gesagt es taugt!

Der Anker Soundcore Flare + im Test, Ankers bester Bluetooth Lautsprecher?! (Ja)

Ankers Bluetooth Lautsprecher der Soundcore Serie gelten als die mit besten Modelle auf dem Markt, gerade wenn man keine Hunderte Euro ausgeben möchte.

Zwei der spannendsten Modelle der Soundcore Serie sind klar der Flare und Flare +. Bei beiden handelt es sich durchaus um neuere Modelle, welche mit bis zu 129€ durchaus in die gehobene Klasse einzuordnen sind.

Dafür soll aber gerade der größere Flare + mit einem satten Klang und einer coolen LED Beleuchtung punkten können.

Aber stimmt dies? Ist der Klang des Anker Soundcore Flare + wirklich so gut wie der Hersteller verspricht?

Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Der Anker Soundcore Flare + im Test

Anker setzt beim Flare + auf ein sehr interessantes Design. Bisher hat Anker seine Bluetooth Lautsprecher immer recht klassisch aufgebaut, mit zwei nebeneinander angeordneten Treibern. Der Flare + nutzt nun aber das immer populärer werdende Röhren Design.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Lautsprecher rund und „hoch“ aufgebaut. Dabei läuft dieser aber im oberen Bereich leicht konisch zu.

Dies ist durchaus als außergewöhnlich zu bezeichnen. Die meisten Bluetooth Lautsprecher die ein ähnliches Design nutzen, sind komplett gleichmäßig rund. Hierdurch wirkt das Design des Soundcore Flare + etwas einzigartiger und generell wirkt dieser sehr schick und durchaus auch wertig.

Dieser wertige Eindruck bestätigt sich auch wenn man den Lautsprecher in die Hand nimmt. Der Flare + ist mit 850g kein „Federgewicht“, aber auch nicht zu schwer für einen komfortablen Transport.

Das etwas höhere Gewicht unterstreicht aber immer etwas die Massivität, welche hier sehr ordentlich ist! Ebenfalls sehr ordentlich ist die Materialwahl seitens Anker.

Wie es aktuell so modern ist, nutzt auch Anker beim Soundcore Flare + eine Art Leinenstoff, der den kompletten Lautsprecher umspannt. Es gibt zwar durchaus einige Trends die ich nicht gut finde, gerade was das Design angeht, aber ich liebe diese Art von Stoff!

Der Stoff ist komplett resistent gegenüber Fingerabdrücke und kleinere Kratzer, ebenso perlt Wasser einfach an diesem ab. Super!

Lediglich die Oberseite und Unterseite des Lautsprecher ist aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt. Dieser kann zwar relativ schnell beschmiert wirken, ist aber ebenfalls recht wertig.

Eine weitere wichtige Besonderheit beim Flare + ist die Beleuchtung. Ähnlich wie einige Sony Bluetooth Lautsprecher besitzt der Flare + einen LED Ring, welche auf der Unterseite angebracht ist.

In diesem LED Ring sind einige LEDs (ich schätze 20+) welche passend zur Musik und deren Rhythmus leuchten. Dabei leuchten nicht alle LEDs immer gleich, sondern der Lautsprecher kann auch Muster usw. darstellen.

Ein durchaus schicker Effekt, welchen man klar als Eye Catcher bezeichnen kann. Sollte Euch das Ganze auf die Nerven gehen, lässt sich der LED Ring auch über eine Taste auf der Oberseite abschalten.

Ebenfalls auf der Oberseite findet sich eine Play/Pause/vor Taste, Laut, Leiser und eine Bass „Up“ Taste. Diese soll wie Ihr vermutlich bereits vermuten könnt, den Bass etwas boosten, wenn man dies möchte.

Der Einschalter ist gemeinsam mit einer gesonderten Bluetooth Taste auf der Rückseite angebracht. Hier findet sich auch eine Klappe unter welcher die Anschlüsse des Soundcore Flare + versteckt sind.

Hierbei handelt es sich um einen AUX Eingang, microUSB Eingang und USB Ausgang. Der microUSB Eingang dient natürlich dem Aufladen des Lautsprechers.

Der verbaute Akku soll laut Anker für satte 20 Stunden reichen, ich kam auf ca. 12-14 Stunden mit Beleuchtung. Über 12 Stunden ist aber immer noch ein top Wert!

Dank der kleinen Gummi-Klappe bietet der Flare + auch einen Wasserschutz, welcher laut Anker bei IPx7 liegen soll! IPx7 bedeutet, dass selbst ein vollständiges Untertauchen dem Lautsprecher zumindest temporär nichts macht.

Grundsätzlich halte ich den Wasserschutz beim Flare + für vertrauenswürdig, aber dennoch würde ich ein Untertauchen wenn möglich vermeiden. Sicher ist sicher.

 

Aufbau des Anker Soundcore Flare +

Der Aufbau des Anker Soundcore Flare + ist durchaus spannend! Anker setzt bei diesem auf drei aktive Treibereinheiten.

Zunächst finden wir auf der oberen Front des Lautsprechers einen gesonderten Hochtöner. An sich spielen Hochtöner immer recht direktional, dies ist aber beim Soundcore Flare + fast gar nicht der Fall! In alle Richtungen kommen die Höhen erstaunlich gut und klar rüber.

Beim Bass verwundert mich dies weniger. Zum einen sind tiefere Töne weniger direktional, zum anderen setzt Anker gleich auf zwei Tieftöner und zwei passive Membranen.

Ein Tieftöner ist auf der Front, einer auf der Rückseite. Die beiden passiven Membranen sind hingegen auf der Seite angebracht.

Passive Membranen dienen primär dem internen Druckausgleich, ähnlich wie eine Bassreflexröhre, jedoch können diese auch die Bass Leistung verbessern und für eine bessere Abstrahlung des Klangs sorgen.

Damit ist der Flare + recht vollgestopft mit Lautsprecher-Technik. Was den 360 Grad Klang angeht, funktioniert dies aber schon einmal recht gut! In alle Richtungen klingt der Lautsprecher fast identisch.

 

Die Soundcore App

Anker bietet für den Soundcore eine App an. Über die recht gut gemachte Soundcore App können FW Updates eingespielt werden, die Beleuchtung angepasst werden und ein EQ hinterlegt werden.

Bei der Beleuchtung stehen Euch diverse Presets zur Verfügung wie Party, Energie, relax usw.

Je nach Preset nutzt der Lautsprecher unterschiedliche Farben. Innerhalb dieser Presets könnt Ihr nochmals zwischen einem dauerhaften einfarbigen Leuchten, einem langsamen Überblenden, einem Lichtpulse und einer Musik angepassten Beleuchtung entscheiden.

Die Beleuchtung ist dabei generell sehr gut umgesetzt! Die Helligkeit passt, genau wie die Farben. Auch wirkt das Ganze durchaus wertig gemacht.

Beim EQ stehen Euch leider nur drei Presets neben dem Bass Up Modus zur Verfügung. Diese Presets sind primär für Stimmen gemacht.

 

Klang

Kommen wir damit auch endlich zum Klang.

Starten wir hier wie üblich mit den Höhen. Aufgrund des gesonderten Hochtöners sollte es nicht überraschen, dass der Flare + einen sehr klaren und sauberen Klang liefert.

Die Höhen sind absolut brilliant und sauber. Ich würde sogar glatt sagen die Höhen sind die so ziemlich besten die ich bisher in einem Lautsprecher dieser Preisklasse gehört habe. Keinerlei Klagen hier!

Etwas anders sieht es bei den Mitten aus. Diese sind beim Soundcore Flare + vergleichsweise dünn. Dies erklärt auch warum zwei EQ Presets (von drei) in der App sich nur um das Anheben der Mitten kümmern. Solltet Ihr ein Hörbuch oder Ähnliches mit dem Flare + wiedergeben, dann würde ich solch ein Preset über die App auswählen.

In normaler Musik hingegen klingt die Standardeinstellung bzw. mit dem Bass UP Modus trotz mäßiger Mitten weiterhin am besten. Die sehr guten Höhen helfen hier durchaus ein Stück aus, Stimmen weiterhin klar und deutlich klingen zu lassen. Lediglich sehr tiefe Stimmen können etwas dünner klingen.

Beim Bass war ich zugegeben im ersten Moment etwas hin- und hergerissen. Allerdings nach einem Vergleich mit anderen Bluetooth Lautsprecher, wie z.B. dem Anker Soundcore Pro +, kann ich den Bass durchaus als sehr gut einstufen!

Der Bass des Soundcore Flare + ist kräftiger als vom Soundcore Pro +! Allerdings produzieren beide Lautsprecher einen „anderen“ Bass. Der Bass des Soundcore Flare + ist sehr Tief und besitzt einen starken Punch und Dynamik. Der starke Tiefgang fällt gerade im Vergleich zu anderen Lautsprechern auf.

Die oberen Bassbereich zur Mitte hin, hingegen ist etwas dünner. Hierdurch schwankt das Basslevel je nach Song ein gutes Stück. Titel mit von Natur aus tiefen Bass klingen ausgesprochen gut und kräftig, Titel mit einem eher schwächeren Bass klingen hingen etwas dünner.

Hierdurch fühlt sich der Soundcore Flare + in elektronischer Musik und Pop Musik besonders gut.

Beispielsweise „Mark Ronson, Miley Cyrus – Nothing Breaks Like a Heart“ oder auch „Halsey – Without Me“ treffen genau den Bass der dem Flare + liegt.

Hier liefert der Soundcore Flare + einen wirklich herausragenden Klang mit einer grandiosen Dynamik und Spielfreude!

Auch die Pegelfestigkeit passt völlig. Der Soundcore Flare + ist also in einem gewissen Rahmen durchaus Party tauglich.

 

Fazit

Ich bin mit dem Anker Soundcore Flare + sehr zufrieden! Beginnen wir beim Anfang, also bei der Optik.

Der Lautsprecher ist wie ich finde sehr schön designt und auch das verwendete Leinenmaterial ist absolut gelungen! Bonuspunkte gibt es für die starke Akkulaufzeit und den hohen Wasserschutz, welcher es auch erlaubt den Flare + am Pool zu nutzen.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Dieser ist beim Soundcore Flare + nicht perfekt, die Mitten sind etwas dünn. Aber dennoch ist der Flare + der klangstärkste Lautsprecher den ich bisher von Anker hatte und somit auch generell einer der besten!

Ich würde sagen, dass Ihr für um die 100€ Probleme haben werdet, einen Lautsprecher mit einem besseren Klang zu bekommen. Gerade die Dynamik und Spielfreude ist beim Flare + ausgezeichnet! Auch der Tiefgang ist für solch einen durchaus noch kompakten Lautsprecher top!

Hinzu kommen die schönen Bonusfeature, wie der LED Ring, welcher durchaus gelungen ist und auch die App Unterstützung.

Kurzum der Anker Soundcore Flare + ist eine sehr gute Wahl für rund 129€!