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Smartphone Made in Germany Nr.2! Das Gigaset GS280 im Test

Mit dem GS280 hat Gigaset sein zweites Made in Germany Smartphone vorgestellt. Dabei wagt sich Gigaset mit diesem eine Preisklasse höher als es noch mit dem GS185 der Fall war.

Für rund 250€ erhaltet Ihr beim GS280 ein größeres Smartphone mit 5,7 Zoll Display und einem gigantischen 5000mAh Akku!

Gerade letzterer klingt ausgesprochen interessant. Aber wie steht es um die restlichen Komponenten? Taugt das Display, macht die Kamera gute Bilder und ist der Prozessor ausreichend leistungsstark?

Dies gilt es im Test des Gigaset GS280 herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des GS280.

 

Das Gigaset GS280 im Test

Was das Design und auch den ersten Eindruck angeht, ist das GS280 von Gigaset ein recht klassisches Smartphone. Gigaset setzt zwar auf ein Display im 18:9 Format, aber nach 2019er Standards würde ich die Displayrahmen eher als durchschnittlich klein einstufen, für die 200-300€ Preisklasse.

Allerdings muss man dem GS280 auch lassen, dass dieses für ein Smartphone mit 5,7 Zoll Display durchaus recht handlich anmutet. Dieses ist kompakter als ältere Smartphone mit 5,5 Zoll Display.

Auch das Gefühl in der Hand würde ich als gut einstufen! Dies liegt natürlich neben den guten Abmessungen auch an der abgerundeten Rückseite.

Diese ist aus einer Mischung aus Aluminium und Kunststoff gefertigt. Die Rückseite an sich ist aus Aluminium, ist aber in einem Kunststoffrahmen eingefasst.

Das GS280 wirkt in diesem Belang eher funktional, als besonders edel. Wollt Ihr ein besonders edles Smartphone, dann ist das GS280 nicht das Richtige für Euch. Wollt Ihr ein Smartphones welches einen etwas raueren Umgang auch noch gut wegsteckt, dann seid Ihr hier richtig. Das GS280 wirkt angenehm massiv und stabil gebaut.

Spannenderweise ist auch das GS280 wieder Made in Germany! Daumen hoch dafür!

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,7 Zoll große Display, eine 13 Megapixel und die Ohrmuschel.

Links der Frontkamera ist zudem eine kleine Benachrichtigungs-LED versteckt.

Auf der Unterseite ist der Lautsprecher zu finden wie auch ein USB C Ladeport. Gigaset ist also auch endlich komplett auf USB C umgestiegen. Ein passendes Ladekabel und Schnellladegerät (18W) liegt natürlich mit im Lieferumfang.

Die Tasten des GS280 sind an der üblichen Position am rechten Rand des Smartphones angebracht. Hier findet sich ein Einschalter wie auch die Lautstärkewipp, mit zwei getrennten Tasten. Der Druckpunkt aller Tasten ist soweit ordentlich.

Gigaset nutzt beim GS280 leider nur eine Hauptkamera auf der Rückseite inklusive LED Blitz. Ebenfalls auf der Rückseite ist der Fingerabdruckscanner.

Dieser ist für meine mittel bis großen Hände in einer gut erreichbaren Position angebracht.

Und ja das GS280 hat noch einen Kopfhöreranschluss auf der Oberseite. Gigaset legt sogar ein paar einfache Ohrhörer mit in den Lieferumfang.

 

Das Display

Gigaset setzt beim GS280 auf ein 5,7 Zoll Display mit 2160 x 1080 Pixeln. 2160 x 1080 Pixel entsprechen einer Full HD Auflösung, welche nur etwas krumm ist aufgrund des 18:9 Displayformats.

In der Praxis würde ich das Display des GS280 als ordentlich betiteln. Farben sind ausreichend kräftig, Kontraste für ein IPS Panel in Ordnung und auch die Blickwinkel sind gut.

Nein wir haben hier kein Samsung Galaxy S10 vor uns, aber das Display ist für die 200-300€ Preisklasse auch alles andere als schlecht.

Lediglich die maximale Helligkeit ist doch noch deutlich verbesserungswürdig. In Innenräumen oder im Schatten ist das GS280 gut abzulesen, aber in der prallen Sonne wird es eng.

 

 

Lautsprecher

Das Gigaset GS280 verfügt über nur einen Lautsprecher auf der unteren rechten Seite. Klanglich würde ich den Lautsprecher als Standardkost einstufen.

Dieser ist erfreulich laut und auch sehr schön klar. Allerdings Tiefgang fehlt dem GS280 völlig. Für Systemtöne oder mal eine Sprachnachricht/Youtube Video passt der Lautsprecher aber.

Die Ohrmuschel würde ich hingegen glatt als leicht überdurchschnittlich laut und klar einstufen. Diese ist besser als von dem ein oder anderen High End Smartphone.

 

Kamera

Das GS280 verfügt über eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von F2.0. Eine interessante Kombination. Die F2.0 Blende ist mittlerweile eher als schwächer anzusehen, 16 Megapixel sind hingegen glatt als überdurchschnittlich einzustufen.

Ehe wir aber zu den Testbildern kommen möchte ich mich einmal über die Kamera App beschweren. Gigaset nutzt eine wirklich hässliche App, welche auch, was den Funktionsumfang angeht, höchstens als mäßig einzustufen ist.

Ich bin mir hier nicht sicher ob Gigaset die App absichtlich „einfach“ hält, oder ob keine bessere App zur Verfügung stand. Wie auch immer ich würde mir hier eine Refresh wünschen.

Kommen wir damit auch zu den Testbildern. Diese sind hier wie üblich in voller Qualität hochgeladen und werden in dieser auch beim Anklicken geladen. Für eine volle Ansicht „Rechte Maustaste in neuem Tab öffnen“.

Ich bin von der Kamera des GS280 etwas hin und her gerissen. Teilweise lieferte diese echt ansehnliche Bilder, welche mich positiv überrascht haben!

Die Bilder bieten kräftige Farben eine gute Dynamik und eine solide Schärfe. Letztere kann aber ein Problem sein.

Teilweise hatte ich auch Bilder dabei die sehr verwaschen und unscharf wirken. Ebenso gab es einige Bilder wo die Dynamik einfach nur schlecht war.

Wie kommt so eine Streuung? Es scheint am HDR zu liegen. Schaltet Ihr das Smartphone ein, arbeitet dieses in einem Automatik Modus, welcher für Euch entscheidet ob HDR benötigt wird oder nicht.

Mit aktivem HDR sehen die Bilder bei Tageslicht des GS280 meist signifikant besser aus! Der HDR Algorithmus arbeitet gut und verbessert die ansonsten mäßige Dynamik der Fotos stark.

Dabei sehen die Bilder auch nicht „überbearbeitet“ aus. Also manuell immer HDR einschalten?

Wollt Ihr das Maximum an Qualität wäre dies vermutlich sinnvoll. Selbst im Low Light hilft dies dem GS280 deutlich.

Allerdings hat HDR auch einen Nachteil. Ihr müsst das Smartphone ein paar Sekunden ruhig halten, ansonsten verwackelt das Bild schnell.

Ähnliches gilt auch fürs Low Light. Das GS280 ist kein Low Light König, aber bekommt hier bei ruhigen Motiven durchaus brauchbare Bilder hin.

Ich würde das GS280 dennoch eher als schön Wetter Smartphone ansehen, hier fühlt dieses sich merklich wohler

 

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Snapdragon 430. Grundsätzlich ist der Snapdragon 430 keine schlechte Wahl. Es handelt sich hier um einen Chip für Smartphones/Tablets der Mittelklasse, mit acht Kernen die mit 1,4Ghz takten.

Allerdings ist der Snapdragon 430 kein „neuer“ SoC, sondern dieser stammt aus dem Jahr 2016. Aus diesem Grund sehe ich die Nutzung hier auch mit etwas Zähneknirschen.

Klar das GS280 richtet sich nicht an Nutzer die das absolute Maximum an Leistung suchen, aber etwas neuer hätte es ruhig sein dürfen.

Schauen wir uns aber einmal ein paar Benchmarks an.

 

 

Alltagsperformance

So schön und gut doch Benchmarks auch sind, am Ende kommt es auf die Leistung im Alltag an. Diese ist beim GS280 als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Das Smartphone zeigt sich bei Eingaben reaktionsfreudig und auch durchaus flott. Die üblichen Standard Apps wie WhatsApp, Facebook usw. laufen absolut problemlos und auch die Benutzeroberfläche läuft gut.

Lediglich beim Laden des Google Feeds auf der ganz linken Seite des Home Bildschirms ist die Animation nicht ganz flüssig. Dies sollte aber Gigaset per Update noch beheben können.

Ansonsten konnte ich keine weiteren „gravierende“ Probleme feststellen. Auch Spiele laufen auf dem GS280 weitestgehend gut. Eine Ausnahme sind hier natürlich sehr aufwendige 3D Spiele, welche zwar auch in der großen Mehrheit laufen, aber dann nicht zwingend ganz flüssig oder mit deutlich reduzierten Details.

Dies gilt natürlich nicht für die „populären“ Spiele. Diese sind in der Regel darauf optimiert auch auf nicht High End Hardware gut zu laufen.

Positiv aufgefallen ist mir die Signalstärke des GS280. Dieses unterstützt LTE Cat 4 mit bis zu 150Mbit, was in der Praxis mehr als ausreichend ist. Dabei würde ich den LTE Empfang als leicht überdurchschnittlich einstufen.

Auch das verbaute WLAN Modul macht einen guten Job. Dieses unterstützt den AC Standard und das 5Ghz Band mit bis zu 433Mbit.

Mittelmäßig beeindruckt hat mich der Fingerabdruckscanner. Grundsätzlich arbeitet dieser recht akkurat. Akkurat aber recht langsam. Teils habe ich meinen Finger schon wieder entfernt, da ich dachte der Sensor hat diesen nicht erkannt.

Hier bin ich aber auch etwas von den Flaggschiffen verwöhnt.

Grundsätzlich zeige ich mich aber zufrieden was die Alltagsnutzung des GS280 angeht. Gerade wenn man ein Normalnutzer ist, der nur etwas telefonieren, SMS schreiben oder WhatsApp Nachrichten versenden will usw. wird mit dem GS280 sicherlich glücklich.

 

Akkulaufzeit

Im GS280 arbeitet ein 5000mAh starker Akku. Dies ist eine wirklich gigantische Kapazität! Selbst absolute High End Flaggschiffe haben meist Akkus im Bereich 3200-4200mAh, alles darüber hinaus ist als ungewöhnlich einzustufen.

Das interessanteste beim GS280 sind aber die Abmessungen. Es ist nicht schwer ein Smartphone mit einem riesigen Akku zu bauen, wenn dieses dafür daumendick ist.

Dem GS280 merkt man aber die Kapazität nicht an. Das Smartphone ist zwar nicht super dünn, aber auch in keinster Weise auffällig dick.

Aber natürlich ist die Akkukapazität nur das eine, das andere ist wie effizient das Smartphone mit dieser Kapazität umgeht.

In meinem Standard Test hielt das GS280 satte 12,5 Stunden durch! Dies ist ein hervorragender Wert.

Normale Smartphones erreichen hier in der Regel 6-8 Stunden, das GS280 kann also seine große Akkukapazität auch sinnvoll nutzen. Ebenso stark ist die Standby Laufzeit.

Ein Normalnutzer sollte mit dem GS280 also problemlos drei, wenn nicht sogar vier Tage durchhalten.

 

Fazit

Das Gigaset GS280 ist kein Smartphone für den High End Nutzer! Für diese gibt es bei den diversen asiatischen Marken bessere Smartphones im Preisbereich 250€. So klar muss man sein.

Allerdings glaube ich auch nicht, dass dies die Zielgruppe für das Gigaset GS280 ist. Gigaset richtet sich mit dem GS280 klar an den normalen Nutzer, gegebenenfalls sogar an den älteren Normalnutzer.

An jene die ein einfaches, solides (robustes) Smartphone mit einem starken Akku, einer brauchbaren Kamera und einem guten deutschen Support suchen. Hierzu passt auch das Made in Germany Prädikat, welches das GS280 trägt.

Sucht Ihr also kein Spielzeug, sondern ein vernünftiges Gerät für Telefonie, WhatsApp und Co. dann ist das GS280 vielleicht richtig für Euch!

O&O DiskImage 14 Professional Edition im Test, das Backup-Programm für Profis?

Die Wichtigkeit von Backups lernen die meisten Nutzer erst nach einem „Unfall“ kennen. Hier kann ein gutes Backup Programm absolut lebensrettend sein.

Neben diversen kostenfreien Programmen gibt es auch im Jahr 2019 immer noch einige Platzhirsche was die kostenpflichtigen Backupprogramme angeht. Zu diesen Platzhirschen zählt auch klar O&O mit ihrem  DiskImage 14 Professional.

Wie der Name schon sagt zielt DiskImage 14 eher auf die Professionelleren bzw. erweiterten Nutzer ab.

Dazu gehören wir ja klar! Also wollen wir uns im Test doch einmal ansehen was die O&O DiskImage 14 Professional Edition so alles kann!

 

O&O DiskImage 14 Professional Edition im Test

O&O DiskImage 14 richtet sich klar eher an die „professionellen“ bzw. erweiterten Nutzer. So ist die Benutzeroberfläche auch dementsprechend designt.

O&O DiskImage 14 Professional Edition

Was die Übersichtlichkeit angeht ist O&O DiskImage 14 eher mäßig. Man muss sich erst ein wenig mit der Oberfläche vertraut machen um diese komfortabel zu nutzen. Es gibt zwar eine „1-Klick-Sicherungsfunktion“ aber abseits davon keinen Assistenten, der Euch direkt beim Start entgegenschlägt. Es gibt einen Assistenten, dieser ist aber etwas versteckt unter Aufgaben und Berichten.

Die Benutzeroberfläche ist in fünf Bereiche unterteilt. Start, Laufwerksoperationen, Dateioperationen, Werkezuge und Aufgaben und Berichte.

Unter Start findet Ihr „Verlinkungen“ zu den wichtigsten einzelnen Funktionen von O&O DiskImage 14. Im Gegensatz zu Acronis True Image ist DiskImage 14 etwas schlanker gehalten. Abseits der Kernfunktionen eines Backup/Sicherungsprogramms bringt O&O DiskImage 14 nicht viel an „Bonusfunktionalität“ mit. Dies kann man natürlich positiv aber negativ sehen.

O&O DiskImage 14 wirkt klar schlanker und auch Ressourcen schonender als Acronis.

Die eigentliche Funktionalität von O&O DiskImage 14 finden wir unter Laufwerksoperationen und Dateioperationen.

Unter Laufwerksoperationen habt Ihr die Möglichkeit ganze Laufwerke zu sichern, während Euch die Dateioperationen die Möglichkeit gibt nur einzelne Dateien oder Ordner zu sichern.

Zu den Sicherungsoptionen und Möglichkeiten kommen wir später.

In den Werkzeugen findet Ihr Möglichkeiten Eure Backups zu validieren, diese auf eine DVD zu brennen, mehrere Backups zusammenzuführen und nicht ganz unwichtig ein Startmedium zu erstellen.

Letzteres ist sehr wichtig falls Ihr Eure Windows Installation derartig zerschossen habt, dass diese nicht mehr startet oder Ihr einfach noch mal von „0“ anfangen wollt.

Bonuspunkte gibt es dafür, dass ein Wiederherstellungsmedium bei DiskImage 14 auch gleichzeitig das Backup Medium sein kann! Ihr könnt sogar gleich beim Erstellen des Wiederherstellungsmedium, welches auf Windows PE basiert, eine einfache Backup Routine anlegen. Klasse!

Unter Aufgaben und Berichte findet Ihr von Euch erstelle Backup Aufgaben und Logs ob diese denn gelungen sind. Auch ist hier der Assistent zum Erstellen einer Aufgabe versteckt.

 

Das Backup

Ich würde Euch empfehlen nach dem ersten Start direkt in den Assistenten zu springen und in diesem Eure Sicherungsaufgabe anzulegen. Man kann dies auch per Hand machen, dies ist aber etwas komplizierter.

In dem Assistenten könnt Ihr festlegen was gesichert werden soll, wann bzw. wie oft und wohin. Zudem könnt Ihr weitere Optionen festlegen, wie eine maximale Größe/Anzahl an Backups die aufbewahrt werden sollen, eine Kompression oder eine Verschlüsselung.

Im Assistenten sind die Möglichkeiten was die Verschlüsselung und die Kompression angeht etwas „eingeschränkt“, vermutlich des Einfachheitswillen.

In den Laufwerksoperationen habt Ihr hier etwas detailliere Optionen. So kann O&O DiskImage 14 Eure Daten beispielsweise nach AES 128, AES 192 oder AES 256 verschlüsseln und entweder nach LZNT 1 oder BZIP 2 komprimieren.

LZNT 1 ist dabei auf Tempo ausgelegt und BZIP 2 auf möglichst kleine Backups.

Sehr spannend bei O&O DiskImage 14 sind die Optionen bezüglich des Dateiformat. Diskimage 14 kann entweder ein proprietäres .omg Format nutzen, oder VHD bzw. VHDX.

VHD Dateien lassen sich auch mit anderen Programmen öffnen und nutzen.

Den etwas professionelleren Ansatz von O&O DiskImage 14 sieht bei der Möglichkeit eine forensische Sicherung zu erstellen. Normalerweise werden bei Backups immer nur existierende Daten gesichert. Bei einem forensischen Backup hingegen werden auch leere Sektoren gesichert.

Dies macht im Normalfall keinen Sinn und bläht die Backups nur gewaltig auf, aber wollt Ihr beispielsweise irgendwelche Daten von einer HDD oder Speicherkarte wiederherstellen kann solch ein forensisches Backup Sinn machen.

Ihr könnt hier so zu sagen ein absolutes 1 zu 1 Backup eines Laufwerkes erstellen inklusive gelöschter, aber noch nicht überschriebener Daten.

Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass wir noch nicht über Inkrementelle bzw. differenzielle Backups geredet haben. Ja O&O DiskImage 14 bietet Euch auch diese Funktion, aber diese ist etwas versteckt.

Ihr müsst zunächst von Hand ein vollständiges Backup erstellen und könnt dann inkrementelle hinzufügen. Dies kann dann auch in einem Zeitplan passieren. Die Option nennt sich hier „Sicherung der Änderungen“.

Probleme mit der Backup Funktionalität hatte ich im Übrigen keine! Backups ließen sich problemlos erstellen und auch probeweise wieder einlesen. Auch die geplanten Backups funktionieren gut.

 

Performance

Die Performance von O&O DiskImage 14 hängt ein gutes Stück von Eurem PC und den Gegebenheiten ab. Das Backup einer HDD auf eine HDD dauert nun mal länger als von einer SSD auf eine SSD.

In meinem Fall habe ich O&O DiskImage 14 auf einem Dell XPS 13 9380 mit Intel i7-8565U und 16GB RAM getestet. Dabei habe ich meine Systempartition, welche auf einer NVME SSD liegt, auf eine externe SSD gesichert. Die externe SSD schafft ca. 400MB/s und mein Systemlaufwerk inklusive einiger Programme und Daten ist ca. 110GB groß.

Zum Vergleich habe ich auch einmal Acronis True Image angeworfen und auch hier ein identisches Backup durchgeführt, aber mit der maximalen Kompression.

  • O&O DiskImage 14 + LZNT 1 6:39 Minuten 38,9GB
  • O&O DiskImage 14 + BZIP 2 36:50 Minuten 32,9GB
  • Acronis True Image 2019 maximal 16:05 Minuten 31,6GB

Grundsätzlich bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden! Sowohl bei Diskimage 14 wie auch bei True Image 2019 ist es beeindruckend wie gut die Kompressionen arbeiten.

Wenn es aber um die maximale Kompression geht, ist True Image 2019 allerdings anscheinend etwas besser und vor allem schneller.

Langsam ist O&O DiskImage 14 allerdings auch nicht! Eine einfach 1 zu 1 Kopie aller Daten hätte signifikant länger gedauert, aufgrund der vielen kleinen Dateien.

6:39 Minuten um sich durch eine 110GB große Partition zu arbeiten und daraus gerade mal 38,9GB zu machen ist schon beeindruckend.

Bedenkt hier allerdings, dass es sich bei diesen 110GB um viele Programme, Windows usw. handelt welche sich deutlich besser komprimieren lassen als Fotos, Videos und Musik.

Bei dem einfachen Backup mit LZNT 1 benötigte DiskImage 14 rund 30-40% CPU Last, was soweit Okay und normal ist. Bei der stärkeren BZIP 2 Kompression allerdings wurde die CPU konstant zu 100% ausgelastet. Mit einer stärkeren CPU hätte also der Backup Vorgang hier noch ein Stück weniger Zeit gefressen.

 

Fazit

O&O DiskImage 14 Professional Edition ist ein gutes wenn nicht sogar sehr gutes Backup bzw. Sicherungs-Programm.

Im Gegensatz zu anderen Programmen dieser Klasse, Acronis True Image z.B., richtet sich DiskImage 14 weniger an den absoluten Normalnutzer, sondern mehr PC Enthusiasten bzw. Experten.

Dies merkt man auch gleich bei der etwas komplexeren Benutzeroberfläche. Diese ist durchaus gut nutzbar, aber könnte durchaus noch etwas mehr gestreamlined werden.

Was die Backupfunktionalität angeht, gibt es aber nichts zu bemängeln! O&O DiskImage 14 kann als klassisches Backup Programm genutzt werden mit Zeitplänen, einer guten Kompression, Verschlüsselung usw. aber auch für erweiterte Anwendungen. Wollt Ihr beispielsweise Eure System Partition spiegeln ist dies genauso möglich wie ein VHD Image oder Computer forensische Anwendungen.

Im Gegensatz zu einfachen 1 zu 1 Kopien kann Euch DiskImage 14 auch aushelfen wenn Windows gar nicht mehr startet, dann bootbarer Wiederherstellungsmedien, welche Ihr erstellen könnt.

Klingt dies nach einem Anwendungsfeld das zu Euch passt, dann kann ich O&O DiskImage 14 Professional Euch auch problemlos empfehlen! Ein absolut solides und stabiles Programm das macht was es soll!

Das Sunnybag POWERPACK 10.000 im Test, die beste Solar-Puffer-Powerbank!

Wenn Ihr ein USB Solarpanel oder vielleicht auch einen Solarrucksack nutzt, ist eine Puffer Powerbank aus meiner Sicht fast schon Pflicht. Diese schont zum einen Euer Smartphone, zum anderen sammelt diese konstant Energie für einen Moment in welchem Ihr diese auch wirklich braucht.

Allerdings wirklich gute Puffer Powerbanks sind sehr schwer zu finden! Zu diesem Thema gibt es auch einen passenden Bericht auf Techtest.

Daher war ich sehr gespannt als mir Sunnybag anbot seine POWERPACK 10.000 Powwerbank zu testen. Die Sunnybag POWERPACK 10.000 ist ein Powerbank welche speziell für die Nutzung als Puffer-Powerbank optimiert ist. Zusätzlich soll diese natürlich auch als normale Powerbank eine gute Leistung bieten.

Aber stimmt dies wirklich, ist das POWERPACK die perfekte Puffer-Powerbank? Finden wir dies im Test heraus.

 

Das Sunnybag POWERPACK 10.000 im Test

Auf den ersten Blick ist die Sunnybag POWERPACK 10.000 recht unspektakulär. Ihr erhaltet eine einfache schwarze Powerbank, welche mit 155 x 79 x 15 mm für die angegebene Kapazität von 10000mAh durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich groß ausfällt.

Dies hat allerdings auch einen Grund. Sunnybag verbaut auf der Oberseite des POWERPACKS ein kabelloses Ladepad, welches etwas zusätzlichen Platz benötigt. Dazu aber später mehr.

Etwas Kritik muss ich aufgrund der Materialwahl ausüben. Grundsätzlich ist die Powerbank ausreichend massiv und gut gearbeitet. Allerdings setzt Sunnybag auf einen extrem empfindlichen Softtouch Kunststoff. Fingerabdrücke, Fette, Öle oder auch sonstiger Schmutz brennt sich regelrecht in die Oberfläche ein. Auch Kratzer entstehen sehr leicht.

Hier hätte ich mir vielleicht einen etwas resistenteren matten Kunststoff gewünscht, auch wenn das Softouch Material natürlich rutschhemmend wirkt.

Was die Anschlüsse angeht, finden wir zunächst zwei normale USB Ports, welche 5V/1A bzw. 5V/2A ausgeben können. Hinzu kommt natürlich das QI Ladepad auf der Oberseite, welches ebenso 5V/1A schaffen soll.

Soweit nichts ungewöhnliches, spannend ist aber der Eingang. Bei diesem handelt es sich um einen USB C Port, welcher 5V 2A aufnehmen sollen. Dieser USB C Port ist für die Nutzung an einem Solarpanel optimiert und kommt daher besser mit schwankender Spannung und Strom klar.

Wie es gerade um die Ladung der Powerbank aussieht könnt Ihr an vier blauen Status LEDs an der Seite ablesen. Zusätzlich gibt es eine fünfte LED für den Status des kabellosen Ladepads.

 

Was muss eine gute Puffer-Powerbank können?

Stellen wir uns zunächst die Frage was die Problematik bei der Nutzung einer Powerbank an einem Solarpanel sein könnte.

Punkt Nummer 1 ist klar. Der Ladestrom und auch die Ladespannung schwankt bei einem Solarpanel teils extrem. Wird in einer Sekunde noch 5V/1A produziert, sind es möglicherweise in der nächsten nur noch 4,4V/0,1A.

Dieses hektische Springen des Stroms/Spannung ist für viele Ladeelektronik ein Problem. Meist regeneriert diese nicht mehr. Heißt, fällt der Ladestrom, bleibt der Ladestrom der Powerbank dauerhaft auf dem niedrigen Level hängen, bis die Powerbank neu verbunden wird. Teilweise hängt sich das Laden der Powerbank auch komplett auf.

Ähnliches habe ich sogar schon bei Smartphones beobachtet, die sogar teilweise komplett abstürzen wenn es zu ruckartigen Schwankungen kommt.

Punkt Nummer 2 ist gleichzeitiges Laden und Entladen.

Viele Powerbanks lassen sich gar nicht laden und gleichzeitig entladen. Viele andere Powerbanks schleifen nur den Eingang zum Ausgang durch.

Dieses Verhalten ist aber problematisch, denn zum einen werden Spannungsschwankungen nicht ausgeglichen, zum anderen kann es passieren, dass der Entladestrom den Ladestrom übersteigt, was zu „Problemen“ führt.

Lediglich sehr wenige Powerbanks auf dem Markt bereiten die Spannung so zu sagen vorher auf.

Wie schlägt sich das Sunnybag POWERPACK 10.000 bei diesen beiden Punkten? Sehr gut! Die Powerbank hat keinerlei Probleme mit Schattenwurf oder indirekter Sonne. Sobald das Panel wieder der Sonne zugedreht wird, steigt der Ladestrom ohne Verzögerung an.

Dabei scheint die Powerbank auch mit einer sehr niedrigen Spannung klar zu kommen. Selbst bei unter 4V konnte ich noch einen schwachen Ladestrom im Schatten beobachten.

Also nein Sunnybag lügt mit seiner „Solarpanel“ Optimierung nicht. Auch das gleichzeitige Laden und Entladen funktioniert wie beworben!

 

Kapazität

Sunnybag bewirbt die Kapazität des POWERPACK mit 10000mAh, messen konnte ich 30,882Wh bzw. 8346mAh.

Dies entspricht guten 83% der Herstellerangabe. Warum sind 83% gut? Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Diese werden auch hier ziemlich genau 10000mAh haben. Jedoch beim Laden und Entladen geht etwas Energie aufgrund der internen Spannungsumwandlung verloren.

In der Regel sage ich 80-90% „echte“ Kapazität ist guter Durchschnitt, in welchem auch das Sunnybag POWERPACK landet.

 

Ladetempo

Die Sunnybag Powerbank verfügt über zwei Ausgänge. Einer soll 1A liefern, der andere 2A. Um ehrlich zu sein im Jahr 2019 weniger beeindruckend, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Folgende Smartphones habe am POWERPACK 10.000 getestet:

  • Apple iPhone XS Max
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy S10+
  • Xiaomi Mi 9

Starten wir mit dem iPhone. Leider scheint das POWERPACK 10.000 keine Apple Optimierung zu besitzen?! Dies bedeutet der Ladestrom des iPhones ist bei beiden Ports auf 5V 1A limitiert. Dies ist allerdings auch das maximale Ladetempo des originalen Apple Ladegerätes, welches bei allen aktuellen iPhones beiliegt. Ihr werdet also ein sehr ähnliches Tempo erwarten können.

Auf der Android Seite sieht es etwas flotter aus. Interessanterweise gab es hier zwischen den beiden Ports kaum unterschiede beim Ladetempo.

Beispielsweise das Xiaomi Mi 9 erreichte an beiden Ports 1,47A. Auch mit einem passenden USB Wiederstand konnte ich an beiden Ports problemlos 2A erreichen. Genau genommen können beide Ports auch 2,4A liefern.

Es gibt hier also eine „Software Limitierung“ seitens der Powerbank welche die Smartphones drosselt. Meine Vermutung dies ist eine Schutz Funktion. Gerade beim gleichzeitig Laden/Entladen kann schnell ein gutes Stück Abwärme entstehen, vielleicht ist Sunnybag deshalb auf Nummer sicher gegangen.

Im Allgemeinen würde ich das Ladetempo des POWERPACK 10.000 als mittelmäßig einstufen.

Das kabellose Laden funktionierte mit all meinen Smartphones problemlos und in einem üblichen Tempo, keine Klagen hier.

 

Wiederaufladen

Wie schnell das POWERPACK 10.000 selbst auflädt hängt stark von Eurer Quelle ab. Ladet Ihr diese an einem Solarpanel nimmt sich die Powerbank so viel Energie wie möglich.

Dabei kann die Powerbank anscheinend auch bereits mit Leistung im Bereich 0,1A 3,8V bereits etwas anfangen. Das maximale Ladetempo liegt allerdings bei rund 1,8A bei 5V.

Ein durchaus ausreichendes Ladetempo.

 

Fazit

Das Fazit zur Sunnybag POWERPACK 10.000 Powerbank hängt stark von Eurer Nutzung ab. Sucht Ihr eine reguläre Powerbank um diese an einem Ladegerät zu laden, dann gibt es bessere bzw. günstigere Modelle welche das gleiche leisten und können.

Wollt Ihr das POWERPACK allerdings wirklich an einem Solarpanel oder Solarrucksack laden, dann ist dies eins der besten Modelle auf dem Markt!

Gute Solar-Puffer-Powerbanks gibt es wenige auf dem Markt. Das Sunnybag POWERPACK 10.000 ist hier die beste Powerbank die mir für diesen Einsatz bisher begegnet ist.

Dies liegt vor allem am sehr unproblematischen Ladeverhalten der Powerbank. Die Powerbank kommt sehr gut mit sehr niedrigen Spannungen und Ladeströmen klar, wie sie bei Solarpanels im Schatten auftreten, aber auch mit einem hohen Ladetempo von bis zu 1,8A. Das Umschalten funktioniert hier 1a.

Ebenso gut funktioniert das gleichzeitige Laden und Entladen!

Nein das POWERPACK 10.000 ist nicht die aller schnellste Powerbank, aber an einem Solarpanel das zuverlässigste Modell, das ich bisher gesehen habe!

Keine Produkte gefunden.

Der Husqvarna Automower 315X im Test (2019), der Porsche unter den Mährobotern!

Husqvarnas Automower gelten als die absoluten Premium Mähroboter auf dem Markt. Dies auch durchaus zu Recht. Zum einen ist Husqvarnas einer wenn nicht sogar der erfahrenste Hersteller für Mähroboter, zum anderen kann Euch ein Automower auch gut mal die Summe eines guten Gebrauchtwagens kosten.

So ist der Automower 315X, um welchen es in diesem Test geht, mit knapp unter 2000€ glatt eins der günstigsten Modelle aus Husqvarnas Flotte.

Dafür ist der Automower 315X aber auch ein top aktuelles Modell mit einem riesigen Ausstattungspaket. So soll dieser bis zu 1600m² schaffen, 40% Steigung, integrierte Smartphone Steuerung, GPS usw.

Der Husqvarna Automower 315X im Test bei Techtest

Aber dennoch bleiben 2000€ natürlich eine sehr stolze Summe! Gerade dann, wenn man sich die Konkurrenz von Gardena und Co ansieht, welche teils nur die Hälfte kostet.

Der Husqvarna Automower 315X muss also richtig gut sein um diesen hohen Preis zu rechtfertigen. Aber ist dies auch der Fall?

Dies gilt es im Test des Automower 315X herauszufinden!

 

Husqvarna Automower 315X Test

Mit 63 x 51 x 25 cm ist der Husqvarna Automower 315X durchaus ein etwas größerer Brocken an Mähroboter. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich soll das gute Stück bis zu 1600m² und 40% Steigung bewältigen.

Husqvarna setzt dafür auf ein Vierradaufbau. Auf der Front finden sich zwei unabhängig voneinander bewegliche Räder, während die Hinterräder motorisiert sind. Letztere verfügen passend dazu auch über ein etwas ausgeprägteres Profil, das eine gute Geländegängigkeit ermöglichen sollte.

Was das Design angeht, hat sich Husqvarna klar etwas bei Autos orientiert. Hierzu passend besitzt der 315X sogar über zwei Scheinwerfer!

Grundsätzlich denke ich, dass der 315X durchaus etwas hermacht! Allerdings gibt es auch eine Design Entscheidung die ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Husqvarna setzt auf der Oberseite des Automower 315X auf eine Mischung aus mattem Kunststoff und schwarzen Hochglanz Elementen.

Auf der Liste der Materialien die ich niemals für einen Mähroboter nutzen würde, steht Hochglanz Kunststoff ganz weit oben! Wenn Ihr Büsche habt unter die der Roboter fahren kann, dann wird das Hochglanz Material keine 24 Stunden schön bleiben!

Bereits nach zwei Tag war mein 315X völlig zerkratzt. Immerhin Husqvarna bietet die obere Abdeckung im Nachkauf für 50€ an, alternativ könnt Ihr Euch eine Folie designen für die Oberfläche.

Dies geht hier https://www.myhusqvarna.com/shop/UserEditFormFilling.aspx

Die generelle Haptik und auch den Qualitätseindruck, abseits des Hochglanz Kunststoffes, würde ich aber als gut einstufen.

Bedient wird der 315X über ein kleines Bedienfeld auf der Oberseite. Dieses ist unter einer kleinen Klappe versteckt, welche sich beim Betätigen der großen Stopp Taste öffnet.

Husqvarna Automower 315X Steuerung

Neben diversen Tasten inklusive Nummernfeld für die komfortable Eingabe des PINs ist hier auch ein vergleichsweise großes Display angebracht. Die Menüführung kann etwas Geduld erfordern, ist aber grundsätzlich gut gemacht.

Geladen wird der Automower 315X über zwei Kontakte auf der Front, die auf der Ladestation mit passenden Kontakten dort eine Verbindung herstellen.

Die Ladestation ist wie üblich eine große Kunststoffplattform auf welche der Mäher fährt und einer Art kleinen Ladesäule andockt. Grundsätzlich kann der Mäher und auch die Ladestation im Freien stehen. Regen macht beiden nichts aus.

Ich habe mir allerdings eine „kleine Hundehütte“ gekauft, speziell für Mähroboter welche den geparkten Mäher und die Ladestation etwas schützt.

 

Installation und Lieferumfang

Husqvarna scheint bei seinen Automowern auf ein direkt Vertriebskonzept zu setzen. Ihr sollt also zu einem zertifizierten Husqvarna Händler gehen und Euch von diesem beraten lassen, welcher dann auch gegebenenfalls die Kabel verlegt und die Einrichtung übernimmt.

Aber natürlich findet man den Husqvarna Automower 315X auch im Internet, allerdings nicht bei den gängigen Händlern. Ihr müsst wohl ein zertifizierter Partner sein um einen Automower verkaufen zu dürfen.

Ich habe meinen 315X bei roboexpert.de gekauft, was auch wunderbar geklappt hat. Sehr spannend es ist unter anderem bereits ein PIN von Hersteller vorinstalliert, den Ihr erst vom Händler gesondert mitgeteilt bekommt.

Erwartet Ihr nun bei einem 2000€ Mähroboter Zubehör bis zum Umfallen werdet Ihr eine Böse Überraschung erleben.

Im Lieferumfang des Husqvarna Automower 315X befindet sich immer nur der Mäher, die Ladestation, das Ladekabel, 9 Ersatzmesser und ein paar Schrauben für die Ladestation, das war es.

Wenn Ihr Euch aber etwas intensiver für Mähroboter interessiert habt, dann wisst Ihr, dass es nötig ist ein Begrenzungskabel einmal um das Grundstück zu legen. Dies ist nicht mit im Lieferumfang!

Vermutlich mit dem Hintergedanken das die Husqvarna Händler Euch einen Service anbieten das Kabel für Euch zu verlegen. Grundsätzlich ist dieser Service aus Erfahrung oftmals nicht so teuer wie man denken könnte und erspart doch einiges an Arbeit (150-300€ grob geschätzt + Kabel). Wollt Ihr aber selbst Hand anlegen, kein Problem!

Es gibt Installations-Kits in welchem je nach Größe X Meter Kabel + Haken + Verbinder usw. enthalten sind. Kostenpunkt zwischen 100€ und 200€.

Hattet Ihr bereits einen Husqvarna Automower oder einen Gardena Mähroboter könnt Ihr die Kabel weiter nutzen! Die Geräte verwenden eine sehr ähnliche Verlegeart.

Ihr müsst zunächst ein Kabel um den kompletten zu mähenden Bereich legen. Dies kann entweder unterirdisch in ein paar cm geschehen oder oberirdisch. Oberirdisch wird das Kabel mit kleinen Haken im Rasen verankert. Das Kabel ist zunächst sichtbar, wächst aber schnell komplett ein.

Nach spätestens einem Jahr werdet Ihr dieses nicht mehr sehen, ich spreche hier aus Erfahrung.

Husqvarna Automower 315X Ladestation

Der Abstand zu Objekten kann etwas variieren. Grundsätzlich gelten +- 30cm zu Objekten die der Mäher auf keinen Fall erreichen soll, wie ein ebenirdisches Blumenbeet, einen Teich usw.

Dies Distanz wie stark der Mäher die Kabel überfahren soll oder nicht könnt Ihr später in der App aber noch etwas „feintunen“. An einem Gehweg hingegen könnt Ihr das Kabel etwas näher legen.

Egal wie gut Ihr das Verlegen macht, Ihr werdet nach dem ersten Mähen Stellen finden wo man das Kabel noch etwas optimieren kann, dies ist normal!  Auch kann es schnell mal passieren, dass der Mäher ein Kabel erwischt, wenn dieses doch an einer Stelle etwas hoch hängt. Mähroboter finden solche Stellen sehr zielsicher, erneut spreche ich aus Erfahrung. Das ist aber kein Weltuntergang, muss aber mit passenden Verbindern repariert werden.

Zusätzlich zu den äußeren Begrenzungskabeln, gibt es noch ein Leitkabel, welches einmal quer durch den Garten gelegt werden muss.

Diesem Kabel folgt der Mäher wenn der Akku zur Neige geht.

Zu guter Letzt wird die Ladestation über ein langes Kabel mit dem Strom verbunden und fertig!

 

Fahrverhalten des Husqvarna Automower 315X

Ein sehr wichtiger Punkt ist das Verhalten des Mähers. Hier bietet der Husqvarna Automower 315X einiges zu besprechen.

Grundsätzlich ist das Verhalten des Mähers recht einfach und entspricht den meisten Modellen auf dem Markt. Der Automower 315X nutzt das Zufallsprinzip.

Der Mähroboter startet, fährt in eine augenscheinlich zufällige Richtung, bis dieser ein Hindernis oder seine Begrenzungsschnur erreicht. Dann dreht dieser erneut in eine zufällige Richtung ab bis dieser erneut ein Hindernis oder seine Begrenzungsschnur trifft.

Dieses Prinzip hat diverse Vor- und Nachteile. Mähroboter sind in der Regel recht blind. Abseits der Sensoren für die Begrenzungsschnüre haben diese keine Ahnung wo sie sind oder wie der Garten aussieht. Daher ist ein zufälliges Hin- und Herfahren die einfachste Methode alle Bereiche zu erreichen.

Mit genug Zeit wird solch ein Mähroboter theoretisch jede Stelle einmal zufällig überfahren. Und ja dies funktioniert in der Regel wirklich recht gut!

Dieses Zufallsprinzip ist aber beim Automower 315X noch etwas verfeinert. Dank GPS hat der Mähroboter eine grobe Vorstellung in welchem Bereich dieser sich befindet und passt dementsprechend sein Muster an.

Der Automower 315X achtet hierdurch darauf allen Bereichen ungefähr gleich viel Aufwendung zukommen zu lassen. Praktisch merkt man, dass der Roboter wirklich nicht ganz zufällig arbeitet, sondern wirklich versucht alle Bereiche mehr oder weniger gleichmäßig abzuarbeiten. Dies gelingt aber auch meinem vergleichsweise kleinem Grundstück aber auch nicht immer zu 100%.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass wenn sich Euer Grundstück eher am oberen Ende der 1600m² befindet diese erweiterte Navigation richtig sinnvoll wird. Alternativ könnt Ihr auch Euer Grundstück manuell unterteilen, aber nicht via GPS!

Ihr könnt dem Mäher drei Bereiche geben, welche über die Leitschnur unterteilt werden. Hierbei könnt Ihr diese Angeben nach dem Motto „folge der Leitschnur X Meter für Bereich a, X Meter für Bereich b“ usw. Der Automower 315X nimmt dann diesen Punkt als Startpunkt.

Ich würde aber bei der automatischen Unterteilung bleiben.

Ein weiteres Feature welches nicht jeder Mähroboter bietet, ist eine Erkennung der Rasenhöhe. Erkennt der Automower 315X ungewöhnlich hohen Rasen, dreht dieser zum einen den Motor etwas hoch und zum anderen ändert dieser sein Fahrmuster.

Es wird die Stelle mit dem hohen Rasen gezielt mehrfach angesteuert, mit einer etwas versetzten Fahrspur. Solltet Ihr also irgendwo einen Büschel Gras haben welcher schneller wächst als der Rest, dann wird dieser vom Automower 315X auch passend behandelt.

Durch diese zusätzlichen Feature macht der Automower 315X einen nochmals besseren Job die Rasenfläche abzufahren als es die meisten typischen Mähroboter machen.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Wichtig! Ihr braucht nicht einen „perfekten“ Garten für einen Mähroboter! Dies gilt gerade für den Automower 315X.

Mein Garten ist sehr komplex mit vielen kleinen Hügeln, Steigungen, Maulwurfs-Löscher die nur platt getreten wurden, Pflanzen die mittig eingesetzt wurden usw.

Hiermit hatten schon die günstigeren Gardena Modelle wenig Probleme und selbiges gilt auch für den Husqvarna Automower 315X.

Verglichen mit den Gardena Modellen (dem GARDENA smart SILENO City) sehe ich beim Automower 315X aber unterschiede im Detail. Der Automower 315X wirkt und ist auch etwas größer als der durchschnittliche Mähroboter. Dieser kommt zwar durchaus gut mit engen Durchgängen klar, aber habt Ihr eine Bank oder Ähnliches auf der Wiese stehen, kann der kleinere Gardena diese Hindernisse etwas eleganter umfahren.

Allerdings ist der Automower 315X alles andere als grob! Dieser bremst beispielsweise bereits vor einem Begrenzungskabel leicht ab, was die Gardena Modelle nicht machen.

Auch verfügt der Automower 315X im Gegensatz zu den Modellen von beispielsweise Robomow über eine Stoßstange. Trifft der Mäher auf ein Hindernis, welches nicht mit dem Begrenzungskabel abgegrenzt ist, stößt dieser dieses leicht an und dreht dann ab.

Die Betonung liegt auf leicht! Größere Blumentöpfe, Gartenmöbel, Bäume/dickere Sträucher usw. müssen nicht zwingend mit dem Begrenzungskabel abgeschirmt werden.

So habe ich nicht mal ein Hochbeet welches auf der Wiese steht abgegrenzt. Dieses nimmt keinen Schaden, wenn der Mäher dagegen stößt. Es kann und wird lediglich zu Kratzern auf dem Mäher kommen.

Ihr könnt allerdings die Stoßstange bzw. die komplette obere Abdeckung beim Automower 315X problemlos tauschen, wenn diese mal abgenutzt ist. Das Ersatzteil in verschiedenen Farben (Weiß, Schwarz oder Orange) ist bei Husqvarna für 50€ erhältlich.

Anfangs war ich beim Automower 315X etwas verwirrt bzw. sogar besorgt, denn dieser hatte Probleme auf seine Station zurückzufinden.

Dieser irrte anfangs etwas hilflos um die Station herum. Allerdings ist dies ein Feature!

Der Automower 315X besitzt drei Möglichkeiten, um seine Ladestation zu finden.

  1. Die Ladestation sendet ein Funksignal aus, welchem der Mäher folgt
  2. Der Mäher folgt dem Leitkabel
  3. Der Mäher folgt dem Begrenzungskabel

Der Automower 315X versucht immer zunächst die Station über das Funksignal zu finden, was grob auch funktioniert. Allerdings habe ich eine kleine Garage für den Mäher, was diesen hier völlig verwirrt hatte.

Sollte diese Methode zu keinem Erfolg führen sucht der Mäher nach 3 Minuten die Leitschnur und folgt dieser. Sollte der Mäher auch die Leitschnur nach 10 Minuten nicht finden folgt dieser einem Außenbegrenzungskabel.

Warum diese unterschiedlichen Methoden? Folgt der Mäher immer nur der Leitschnur kann es an diesen Stellen zu Streifen im Rasen kommen, so Husqvarna.

Dies kann ich so nur bedingt bestätigen! Arbeitet der Mäher X mal am Tag könnte dies passieren, aber bei einem normalen Einsatz konnte ich dies nicht beobachten.

Das Folgen der Leitschnur funktioniert aber auch mit Abstand am zuverlässigsten. Ihr könnt im Übrigen alle drei Methoden abschalten bzw. konfigurieren!

Beispielsweise schicke ich meinen Automower 315X direkt auf die Suche nach der Leitschnur, was mit Abstand am zuverlässigsten funktioniert.

 

Fluchtlogik und Steigungen

Der Automower 315X soll laut Husqvarna bis zu 40% Steigungen bewältigen können. Damit gehört der Automower 315X in der Theorie zu den durchaus etwas geländegängigeren Modellen auf dem Markt.

Dies kann ich auch bestätigen! An einer Steigung wo der GARDENA smart SILENO City noch mit seinen 25% Steigungsvermögen gescheitert ist, kam der 315X nicht einmal ins Schwitzen.

Dieser zeigt sich auch bei durchaus beachtlichen Schrägen noch sehr souverän, auch was die Navigation angeht.

Nein dieser kann keine Böschungen mähen, aber mit kleinen Hängen/Schrägen kommt dieser problemlos klar. Ähnliches gilt auch für Hubbel im Rasen, kleineren Hügeln usw. Sofern der Mäher hier nicht aufsetzt kommt er damit klar.

Auch hatte ich sehr wenige Probleme mit dem generellen Aufhängen oder festfahren des Automower 315X. Dieser windet sich sehr gut aus etwas engeren oder problematischen Situationen heraus.

Wenn Ihr die Kabel neu verlegt habt, kann es hier und da Stellen geben wo man etwas nachbessern muss, aber hier ist der Automower 315X im Allgemeinen als sehr unproblematisch einzustufen!

Ich würde sagen was das Hängebleiben und die Fluchtlogik betrifft, ist dieser klar der beste Mähroboter den ich bisher in den Fingern hatte.

 

Das Mähen im Praxis-Test

Der Automower 315X besitzt gerade einmal einen 25W Motor. Dies klingt im ersten Moment sicherlich sehr wenig! Ein normaler Mäher hat ja schließlich deutlich mehr. Allerdings mäht der Automower 315X mit seinen 25W ausgesprochen gut.

Dieser nutzt eine rotierende Scheibe mit drei kleinen Messern. Diese rasiermesserscharfen Messer besitzen nur eine Schneidfläche von 2,5 cm. Dies in Kombination mit der Schärfe sorgt dafür, dass der Motor im Grunde gar nicht viel Leistung benötigt, sondern nur eine hohe Rotationsgeschwindigkeit.

Husqvarna Automower 315X Messerteller

Normaler bis hoher Rasen wird so vom Automower 315X problemlos und auch sehr sauber geschnitten. Sauberer als bei den meisten normalen Rasenmähern.

Habt Ihr natürlich 20cm Rasen dann kann der Automower auch an seine Grenzen kommen. Hier hilft ein initiales Mähen per Hand.

Der Roboter hält dann den Rasen einfach niedrig. Dies ist auch das Geheimnis der Mähroboter im Allgemeinen. Im Optimalfall sollten diese mehrfach die Woche fahren und verhindern, dass der Rasen hoch wird. So werden immer nur die Spitzen geschnitten.

Aber selbst wenn der Rasen mal was dichter wird, der Automower 315X packt das schon! Macht Euch um die Mähleistung keine Sorgen!

Auch was die Flächenleistung angeht, schafft der 315X einiges. Aber um auf die hohe Flächenleistung zu kommen, muss der Mäher fast 24/7 arbeiten! Ihr könnt mit 60 Minuten Fahren und 60 Minuten Ladezyklen rechnen die mehrfach am Tag abgespielt werden um auf 1600m² zu kommen.

Habt Ihr weniger Garten reicht natürlich einmal oder zweimal Fahren aus um die Fläche einmal abzudecken.

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Kleinere Äste von Sträuchern oder Ähnliches die auf dem Boden liegen sind kein großes Problem. Sind diese zu groß zum Schneiden stoppt der Mäher, fährt etwas zurück und dann in eine andere Richtung weiter.

Ähnliches gilt auch bei anderen festen Hindernissen. Lediglich die Abnutzung der Messer kann hierdurch etwas steigen. Die Hersteller empfehlen in der Regel einen Austausch der Messer alle 30-90 Tage, meiner Erfahrung nach funktionieren die Messer auch noch was länger gut.

Was ist aber mit dem Grasschnitt? Dieser wird natürlich nicht aufgesammelt, sondern landet als Dünger wieder auf dem Rasen. Und ja das funktioniert wie beworben!

Der Rasenschnitt, da ja nur die Spitzen regelmäßig geschnitten werden, verschwindet einfach. Es tauchen auch keine Braunen stellen auf oder Ähnliches. Erneut macht Euch hierum keine Sorgen, das funktioniert wirklich perfekt.

Das einzige was Ihr auch mit einem Mähroboter noch machen müsst ist die Kanten schneiden. Der 315X lässt hier selbst bei einem perfekt verlegten Kabel 5-10cm stehen. 

Husqvarna Automower 315X Scheinwerfer

Was die Programmierung angeht, habt Ihr die Wahl. Ihr könnt den Mäher immer per Hand starten, über einen Zeitplan oder nach der Wetterlage! Hierbei passt der Mäher seinen Timer den Wettervorhersagen an. Gab es Regen und Sonne wird der Rasen mehr wachsen = der Mäher fährt mehr.

 

Wie funktioniert Automower Connect?

Der Husqvarna Automower 315X verfügt wie alle X Modelle über ein integriertes „Automower Connect“ Modul. Hierbei handelt es sich um Husqvarnas „Smart Home“ Steuerung.

Blöd gesagt Automower Connect erlaubt Euch das Steuern des Mähers über Euer Smartphone.

Allerdings unterscheidet sich Automower Connect deutlich von anderen Mährobotern. Die meisten Modelle auf dem Markt nutzen WLAN oder eine proprietäre „Bridge“ um eine Verbindung mit dem Internet herzustellen.

Im Automower 315X steckt allerdings eine SIM Karte, der Mähroboter ist also direkt mit dem mobilen Internet via Handy Netz angebunden.

Hierdurch könnt Ihr den Automower auch noch steuern, wenn dieser auf einer riesen Wiese unterwegs ist, wo diesen kein WLAN Signal mehr erreichen könnte. Klasse!

Dieses Verfahren ist für den Hersteller natürlich deutlich teurer als ein billiges WLAN Modul, aber in der Praxis durchaus als sinnvoller zu bezeichnen.

Ihr müsst auch keine eigene SIM Karte beisteuern. Es ist eine von Husqvarna verbaut, welche wohl 10 Jahre gültig ist. Nach 10 Jahren müsstet Ihr diese gegen eine eigene austauschen.

Der 315X nutzt dabei wohl rund 20-30MB im Monat und eine 2G Verbindung. Welches Netz genutzt wird konnte ich leider nicht ergründen.

Um Automower Connect zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst die Automower Connect App herunterladen und ein Konto bei Husqvarna anlegen.

Ist dies geschafft, müsst Ihr lediglich einen Code eingeben, welchen Ihr im Menü des Mähroboters findet und fertig.

In der App könnt Ihr den Mähroboter vollständig steuern! Also starten, stoppen und alle detaillierten Einstellungen tätigen, inklusive der Methode wie die Basis Station gefunden wird usw.

Auch könnt Ihr auf einer Karte sehen, wo sich der Mäher gerade befindet, selbst wenn dieser geklaut würde!

Dabei macht die App einen ausgesprochen funktionalen und einfachen Eindruck. Auch die Reaktionszeit des Robotermähers ist erfreulich niedrig. Es dauert ca. 2-10 Sekunden bis ein Befehl ankommt, was okay ist.

 

Fazit, lohnt sich der Kauf des Automower 315X?

Husqvarna gilt zurecht als der Marktführer für Mähroboter! Der Automower 315X konnte im Test vollständig überzeugen.

Dabei sind mir keinerlei Mängel oder gravierende Schwächen aufgefallen, was bisher kein Mähroboter schaffte.

Grundsätzlich arbeitet der Automower 315X sehr zuverlässig und genau. Dieser nutzt ähnlich wie die meisten Modelle auf dem Markt ein Zufallsprinzip bei der Navigation. Dieses wurde aber hier dank GPS und erweiterten Erkennungen, Rasenhöhe usw., durchaus etwas erweitert bzw. verfeinert.

Husqvarna Automower 315X im Test

In der Praxis schafft es der Automower 315X sehr gut den kompletten Garten, auch wenn dieser etwas komplexer aufgebaut ist, abzuarbeiten. Zwar könnte Husqvarna die GPS Steuerung durchaus noch etwas ausbauen, mit Bereichen die man per Hand in der App festlegen kann, aber auch so wie es ist, macht der 315X einen sehr guten Job. Besser als alle anderen Mähroboter die ich bisher in der Hand hatte.

Eine große Stärke des Automower 315X die Wendigkeit und die gute Geländegängigkeit. Husqvarna spricht von 40% Steigung, die der 315X problemlos bewältigen soll. Und ja dies kann ich bestätigen. Selbst kleinere Hänge, die einem gewöhnlichen Mähroboter(25% Steigung) Probleme bereiten, ließen den 315X kalt. Dennoch muss man natürlich sagen, dass Böschungen oder ähnlich Steiles dem 315X doch auch etwas zu viel sind.

Im Allgemeinen würde ich dem 315X aber eine gute oder sogar sehr gute Geländegängigkeit bescheinigen, auch in komplexeren oder verwickelteren Gärten.

Die Mähleistung und Qualität des Schnitts liegt auf dem Level der meisten guten Mähroboter. Husqvarna nutzt hier auch recht kleine aber sehr scharfe Messer mit einer hohen Rotationsgeschwindigkeit. Diese ist noch etwas höher als bei vielen günstigeren Modellen, was in der Praxis für noch einen etwas sauberen Schnitt sorgt. Allerdings einen gewaltigen Unterschied zu den günstigeren Gardena Modellen konnte ich auch nicht beobachten.

Ich glaube, einer der größten Vorzüge eines Mähroboters ist der Rasenschnitt. Dieser verschwindet einfach im Rasen und man hat keine tonnenweise Müll! Dies funktioniert wie vom Hersteller beworben.

Ebenfalls sehr gut funktioniert die Steuerung vom Handy. Rein optisch ist die App von Husqvarna etwas schwächer als vom Schwesterkonzern Gardena, aber funktional habe ich keine Klagen. Gerade die direkte (für 10 Jahre kostenfreie) Anbindung an das Mobilfunknetz ist klasse! Ihr müsst also nicht für WLAN im Garten sorgen.

Kurzum ich bin sehr zufrieden mit dem Husqvarna Automower 315X! Lediglich der Preis hält mich etwas davon ab dieses Gerät jedem zu empfehlen. 2000€ ist eine stolze Summe!

Für viele wird hier eins der Gardena Modelle, welche abgespeckte Automower sind, vermutlich völlig reichen und einiges an Geld sparen.

Wollt Ihr aber den Porsche unter den Mährobotern, welcher im Detail (Einstellungsmöglichkeiten, GPS, Geländegängigkeit usw.) durchaus einige Vorzüge mitbringt, dann werdet Ihr wohl oder übel das Geld locker machen müssen. Ihr werdet den Kauf des Automower 315X definitiv aber nicht bereuen!

Ist ein Rucksack mit Solarpanel eine gute Idee? Der SUNNYBAG Iconic im Test!

So langsam beginnt wieder die Outdoor-Season und sollte das Wetter 2019 genauso gut werden wie 2018, dann werden wir auch genug Sonne haben um die Zeit im Freien zu genießen.

Die Sonne bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich. Diese erlaubt es uns unsere technischen Geräte auch im Freien durch Solarenergie flexibel aufzuladen. Gerade wenn man auf längerer Wandertour ist, kann dies ausgesprochen praktisch sein!

Hierfür gibt es auf dem Markt duzende Solar-Powerbanks (von welchen ich zumeist wenig halte) und USB Solarpanels. Aber USB Solarpanels sind gerade wenn man unterwegs ist meist eher unpraktisch, da diese auf eine stationäre Nutzung ausgelegt sind.

Eine Lösung für dieses Problem bieten Rucksäcke mit integriertem Solarpanel!  Diese versprechen ein effizientes Aufladen Euerer technischen Geräte auch on the Go.

Eins der spannendsten Modelle stammt hier aus dem Hause SUNNYBAG. Die SUNNYBAG Iconic verspricht eine nahtlose Verbindung aus Solarladegerät und Rucksack, ohne dabei die Funktionalität von einem zu reduzieren.

Damit ist SUNNYBAG vielen Konkurrenten ein Stück voraus, welche oftmals blöd gesagt einfach ein Solarpanel lieblos an einen Rucksack klatschen und dies Euch verkaufen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert die Kombination aus Rucksack und Solarpanel wirklich gut? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SUNNYBAG für das Zurverfügungstellen des Iconic Rucksacks.

 

Der SUNNYBAG Iconic im Test

Der Icon von SUNNYBAG ist als Ausflugs/Alltagsrucksack gedacht. Dementsprechend fällt auch die Größe aus. SUNNYBAG spricht von einem Volumen von 20 Litern, was durchaus schon beachtlich ist.

Im leeren Zustand misst der Rucksack dabei ca. 53 x 36 x 13 cm. Eine sehr schöne Größe wie ich finde.

Optisch setzt SUNNYBAG beim Iconic auf ein schlichtes aber durchaus stylisches Design. Der Iconic ist kein 0815 billig Rucksack, was man diesem auch gleich ansieht. Allerdings, abseits des Solarpanels, lenkt der Iconic auch nicht unnötig viele Blicke auf sich. Sprich dieser ist nicht übermäßig auffällig.

Ihr habt bei diesem zwei Farboptionen, Olive Braun und cool Grau. Letztere Farboption ist allerdings etwas teurer, bietet dafür aber im Inneren zwei USB Ports, während die braune Version nur einen besitzt.

Wählt einfach die Farbe die Euch besser gefällt! Zwei USB Ports klingen zwar im ersten Moment nett, aber das Solar Panel fällt dennoch mit 7W Leistung bei beiden Modellen gleich stark aus. 7W ist erst einmal Okay, aber auch nicht so viel Leistung, dass man damit zwei Geräte mit gutem Tempo versorgen könnte. Dazu später mehr.

Für diesen Test habe ich die olive-braune Version, welche praktisch schicker ausfällt als ich dies bei „Braun“ erwartet hätte, auch wenn grau mir anhand der Bilder an sich besser gefällt.

Ehe wir in den Rucksack schauen, werfen wir einen Blick auf das Feature des SUNNYBAG Iconic. Dies wäre natürlich das Solarpanel.

Dieses ist an sich recht offensichtlich auf der Rückseite des Rucksacks angebracht, was natürlich auch Sinn macht. Allerdings handelt es sich hier nicht einfach um ein normales Solarpanel, welches an den Rucksack geschnallt wurde. Dieses besitzt eine interessante Noppen bzw. „Hubbel“ Struktur, was dieses etwas unsichtbarer erscheinen lässt.

Auch sind die einzelnen Segmente des Panels mit einem etwas größeren Abstand versehen als sie es müssten. Ich könnte mir vorstellen das viele „normale“ Menschen gar nicht auf dem ersten Blick erkennen würden das es sich hier um einen Solar-Rucksack handelt. Vermutlich würden viele weniger technisch versierte Menschen das Panel einfach für ein Muster halten. Zumal dieses auch gut in das Design und den Stoff des Rucksackes integriert ist.

Vernünftigerweise setzt SUNNYBAG auch auf ein flexibles Solarpanel. Nein dieses kam man nicht knicken, aber es bricht auch nicht sofort wenn es etwas gebogen wird. Vermutlich könnte man sogar auf das Panel treten ohne, dass es zwingend zu einem Schaden kommt.

Die Robustheit des SUNNYBAG Iconic würde ich also als passend einstufen.

Ebenso passt die Materialqualität! Der äußere und auch innere Stoff wirkt gut gearbeitet und ausreichend dick. Die untersten 10% des Rucksackes sind sogar mit einer Art Kunststoff beschichtet, was zum einen für einen besseren Wasserschutz sorgt und zum anderen den Verschleiß an dieser Stelle minimiert.

Der restliche Rucksack besitzt eine feine Leinenstruktur, ist aber aus Polyester gefertigt.

SUNNYBAG bewirbt den Iconic als wetterfest. Ich denke auch, dass normaler Regen einfach an diesem abperlen wird und auch das Solarpanel ist gut verschlossen. Bei starkem Regen würde ich aber nicht zwingen wetten, dass kein Wasser durch eine Ritze in den Rucksack findet. Dem scheint sich SUNNYBAG auch bewusst zu sein, daher besitzt dieser eine Regenhaube.

Diese befindet sich im Normalfall in einer kleinen Tasche auf der Rückseite, kann aber bei Bedarf übergezogen werden.

Abseits dieses Faches gibt es zwei weitere Fächer welche von außen erreichbar sind. Dies wäre natürlich das Hauptfach auf der Oberseite, aber auch ein etwas verstecktes Fach hinter dem Solarpanel.

Letzteres ist ausreichend groß, aber relativ flach.

Der Hauptfach hingegen bietet sehr viel Platz! Auf Wunsch lässt sich der Iconic bis unten hin mithilfe zweier Reisverschlüsse öffnen. Hierdurch ist ein Zugriff auf das Innere sehr gut möglich!

Im inneren, welches aus einem gelben Polyester gefertigt ist, findet sich zunächst ein großes Fach. Dieses bietet problemlos platz für 1-2 große Ordner oder 2-4 Wasserflaschen.

Neben diesem Hauptraum konnte ich 8 weitere mehr oder weniger große Fächer zählen. Das größte der Fächer (direkt am Rücken) bietet Platz für ein normales 15 Zoll Notebook.

In das Fach davor würde zusätzlich auch noch ein großes 10 Zoll Tablet oder zwei Bücher Platz finden.

Hinzu kommen diverse Fächer für Zubehör, Stifte, Visitenkarten und Euer Smartphone/Powerbank usw. In einem dieser Fächer finden wir auch den USB Ausgang des Rucksackes. Dieser USB Ausgang ist an einem ca. 20 cm Kabel angebracht, kann also innerhalb des Iconic flexibel genutzt werden.

Kurzum, Platz bietet der SUNNYBAG Iconic mehr als ausreichend, für die Uni oder einen kleinen Tagesausflug.

 

Grundsätzliches

Ehe wir zum eigentlichen Test kommen, möchte ich ein paar grundsätzliche Dinge klären. Solar Panels sind schön und toll. Allerdings wenn Ihr nun glaubt dass das Solarpanel der SUNNYBAG Iconic konstant 7W Leistung ausspuckt während Ihr wandert, dann werdet Ihr sehr enttäuscht sein!

Um auf die volle Leistung zu kommen muss ein Solarpanel perfekt ausgerichtet werden. Dreht Ihr dieses nur ein Stück weit aus dem perfekten Winkel, dann sinkt die Leistung extrem. Ja auch bei indirekter Sonne produziert ein Solarpanel Energie, aber vielleicht 1-20% der maximalen Leistung. Von einem marsch durch den Wald, wo es sehr viel Schatten gibt, will ich gar nicht reden.

Wollt Ihr also die SUNNYBAG Iconic während des Wanderns nutzen, solltet Ihr mit der Sonne im Rücken laufen. Dies kann man sich aber in der Regel nicht aussuchen. Der Rucksack wird also während des Wanderns praktisch sehr viel geringere Mengen Energie produzieren als 7W.

Ich denke das Solarpanel wird primär während der Pausen Sinn machen, wo Ihr den Rucksack einfach in die Sonne drehen könnt. Hier sind an einem klaren sonnigen Tag durchaus die 7W zu erreichen, mehr dazu später.

Im Übrigen umso näher Ihr am Äquator seid umso höher fällt die maximale Leistung auch an einem sonnigen Tag aus.

Ein weiterer Punkt über welchen Ihr nachdenken müsst, wäre eine Powerbank. Ihr könnt natürlich ein Smartphone direkt an der SUNNYBAG Iconic laden. Allerdings ist die Ladeelektronik von Smartphones nicht auf einen schwankenden Ladestrom optimiert. Klar auch, diese sind gemacht an einem Steckernetzteil geladen zu werden wo immer gleich viel Strom rauskommt.

Habt Ihr die SUNNYBAG Iconic ruhig in der Sonne liegen ist das auch keinerlei Problem. Während des Wanderns kann der Ladestrom aber doch gut schwanken. Hier würde ich Euch empfehlen eine Powerbank als „Puffer“ dazwischen zu schalten bzw. diese zuerst zu füllen.

SUNNYBAG bietet mit der „SunnyBAG PowerPack Wireless Charging 10.000 mAh“ auch eine auf diesen Job optimierte Powerbank an. Nein als Puffer Powerbank taugt nicht jede Powerbank! Mehr zum Thema Puffer Powerbank hier.

 

Die SUNNYBAG Iconic in der Praxis

SUNNYBAG setzt bei dem Iconic auf ein 7W Panel, welches in 10 Segmente unterteilt ist. Das Panel stammt aus dem Hause SUNPOWER. SUNPOWER ist der so ziemlich größte und auch beste chinesische Solarpanel Hersteller. Fast alle Solarpanel in guten Produkten stammen von diesen.

SUNNYBAG wirbt mit einer Effizienz von 22,4%, was glaubwürdig erscheint. Einige Hersteller werben teils mit 24% oder mehr, aber diese Werte halte ich für etwas optimistisch. Die meisten seriösen Quellen sprechen von maximal 22% Effizienz, außer bei neuen „experimentellen“ Panels.

Spannenderweise liegt bei jedem Rucksack ein Test Zertifikat bei, welches „Einzigartig“ ist. Dieses besagt bei meinem Panel eine Leistung von maximal 7,09W und eine Open Circuit Spannung von 6,89V. Dies lässt mich vermuten dass das Panel direkt und ohne den USB Port inklusive 5V Spannungswandler getestet wurde.

Kommen wir damit aber auch zum richtigen Test. Zum Zeitpunkt des Tests ist es Ende März, Anfang April. Dementsprechend steht die Sonne noch nicht ganz optimal für die volle Leistung.

Ihr könnt also für den Hochsommer auf alle Messergebnisse noch mal gute 10-20% drauf rechnen. Dennoch zeigen die Messwerte schon wo die Reise hingeht.

Messgerät (max) Apple iPhone Xs Max Google Pixel 3 XL
Flach auf dem Boden 3.54 W 3.49 W 3.3 W
Richtung Sonne gewinkelt 5.11 W 4.503 W 4.824 W

Im Maximum, wenn die Tasche leicht schräg Richtung Sonne ausgerichtet ist, konnte ich rund 5,1W Ladestrom messen, was knapp über der magischen 5V 1A grenze liegt.

Ist die Tasche nicht angewinkelt, sondern liegt flach auf dem Boden, sinkt der Ladestrom auf rund 3,55W.

Im ersten Moment klingt dies vielleicht nicht überwältigend, aber ich habe keine Zweifel, dass der Rucksack die beworbenen 7W unter optimalen Bedingungen erreichen kann! So optimistisch bin ich nicht bei allen Solarpanels. Teilweise werden hier Werte deutlich „aufgedickt“, siehe hier.

Die Leistungsangabe bei Solarpanels sollte unter genormten Bedingungen entstehen, welche in der Regel in Deutschland aber nicht zu erreichen sind und wenn nur im Hochsommer. Dies gilt nicht nur für die SUNNYBAG, sondern für alle Solarpanels.

Wie schnell würde nun aber die SUNNYBAG Iconic ein Smartphone aufladen? Dies hängt vom Smartphone ab und wie groß dessen Akku ist.

Ein „normales“ Smartphone mit 3000mAH Akku wäre unter optimalen Bedingungen so in ca. 2,5-3 Stunden voll. Allerdings laden Smartphone in der Regel immer etwas unter dem maximalen Tempo. So erreichte das Google Pixel 3 XL 4,5W und das iPhone Xs Max rund 4,82W.

Für das iPhone ist dies im Übrigen das Tempo des beiliegenden Apple Ladegerätes.

Allerdings wie bereits erwähnt, sinkt der Ladestrom im Schatten oder wenn Ihr die Sonne nicht im Rücken habt drastisch! Im Schatten produziert das Panel vielleicht noch 0,5-0W und bei indirekter Sonne 2-0,5W, stark abhängig von der jeweiligen Situation.

 

Einmal Spazieren gehen mit der SUNNYBAG Iconic

Produzieren wir doch einmal so eine echte praxisnahe Situation. Ich habe mir den Rucksack geschnappt und bin etwas spazieren gegangen. Einmal 2 Stunden durch einen lichten Wald und einmal 2 Stunden durch die Stadt.

Dabei habe ich die SUNNYBAG Powerbank für die Aufnahme der produzierten Leistung genutzt und ein Messgerät zwischen geschaltet.

Bei meinem Waldspaziergang erzeugt die Powerbank satte 3,75Wh (in einer Stunde). Kein schlechter Wert! So wären für ein gängiges Smartphone in rund 3-4 Stunden eine komplette Ladung zusammen.

Bei meinem Weg durch die Stadt lag die erzeugte Leistung bei 1,924Wh (in einer Stunde). Warum ist hier der Wert niedriger? Viele Häuser werfen große und durchgehende Schatten. Zudem hatte ich weniger Sonne im Rücken bei diesem Weg.

Dennoch ist dies genug Ladung um ein normales Smartphone in +- 6 Stunden zu füllen.

Ich muss gestehen positiv überrascht zu sein! Dies ist doch in der Praxis ein gutes Stück mehr Ladung als erwartet. Davon ausgehend, dass Ihr Euer Smartphone nicht schneller als in 6 Stunden leer bekommt, könnt Ihr mit dem Rucksack Euer Smartphone mehr oder weniger konstant am Leben erhalten und vielleicht noch eine Kamera oder Ähnliches.

Bedenkt allerdings beim Benutzen einer Puffer-Powerbank, was ich immer empfehlen würde, verliert Ihr etwas Effizienz.

Wie steht es aber eigentlich um den Tragekomfort? Grundsätzlich gut! Die Tasche hat einen schönen Schnitt und sitzt gut auf dem Rücken. Auch ist die Rückenpolsterung perforiert, was im Sommer Schwitzen etwas reduziert.

Lediglich beim langen Transport von schweren Ladungen hätte ich mir vielleicht einen Gurt gewünscht, welche über die Brust zwischen den beiden Schlaufen verläuft. Abseits davon habe ich keine Klagen!

Auch die Fächer sind gut erreichbar und sinnvoll verteilt.

 

Fazit

So etwas wie ein Solar-Rucksack ist ein schwieriges Thema. Man darf hier praktisch keine Wunder erwarten. Ein Solarpanel funktioniert nun mal mit Abstand am besten wenn dieses zur Sonne ausgerichtet ist, was bei einem Rucksack nie völlig gegeben ist.

Allerdings muss ich ebenso gestehen, dass mich SUNNYBAG mit dem Iconic und der passenden Powerbank doch positiv überrascht hat! Das Solarpanel im Rucksack ist kein Gimmick, sondern kann wirklich auch in der Praxis eine durchaus nennenswerte Menge Energie produzieren.

An einem sonnigen Tag wird hier in ca. 3-8 Stunden genug Leistung für eine vollständige Smartphone Ladung zusammenkommen und dies bei einer Alltagsnutzung! Stellt Ihr den Rucksack einfach in die pralle Sonne reden wir über 2-4 Stunden für eine Smartphone Ladung (+-3000mAh).

Ich finde dies sind durchaus nutzbare Ergebnisse! Egal ob Ihr den Rucksack nun für den normalen Alltag nutzt oder für Tagesausflüge/Kurze Wandertrips.

Hinzu kommt das auch die Rucksack Funktionalität gut gelöst ist. Dieser ist ausreichend groß, mit einer sinnvollen Unterteilung der Fächer. Ihr bekommt hier problemlos ein 15 Zoll Notebook + 2-4 Wasserflaschen und diversen Kleinkram unter.

Auch die Verarbeitung und das Design passt! Gerade die Integration des Solarpanels ist gut gelungen. Dieses wirkt nicht einfach leblos an den Rucksack geklebt, sondern ist schön ins Design integriert.

Kurzum ich kann die SUNNYBAG Iconic für rund 99€ mit gutem Gewissen empfehlen. Der Preis ist wie ich finde fair für den guten Rucksack und das gute Solarpanel. Bedenkt aber den Kauf einer guten Pufferpowerbank, entweder die von SUNNYBAG oder eine aus meinem Bericht hier.

Voll empfehlenswert! Die AUKEY Key Series B80 Bluetooth Ohrhörer im Test

AUKEY wird dem ein oder anderen sicherlich etwas sagen wenn es um günstiges Smartphone Zubehör geht.

Allerdings hat AUKEY nun mit der „Key“ eine Audio Serie auf den Markt gebracht welche sich nicht nur über den Preis versucht zu definieren. Auf den ersten Blick sehen die Ohrhörer der Key Serie auch sehr vielversprechend aus.

Zum einen ist das Design recht aufwendig zum anderen scheint auch die technische Seite zu passen. So setzen die B80, das aktuelle Flaggschiff Modell, auf Bluetooth 5.0 und einen Dual Driver Aufbau!

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob die AUKEY B80 nur schick aussehen oder auch gut klingen!

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der B80 für diesen Test.

 

Die AUKEY Key Series B80 Bluetooth Ohrhörer im Test

AUKEY hat mich mit den B80 durchaus überrascht. Man merkt, dass AUKEY hier alles gegeben hat um einen positiven ersten Eindruck zu erzeugen.

So ist die Verspackung und auch die Präsentation im Inneren sehr wertig und schick gemacht! Die Ohrhörer sind komplett in einem hellen Grau gehalten. Dazu passend ist auch das komplette Zubehör inklusive Ladekabel und Transporthülle aus Gummi in selbigem Grau gehalten.

Auch die Ohrhörer selbst können im ersten Eindruck überzeugen. Bei diesen handelt es sich um klassische Bluetooth Ohrhörer mit Kabel, das beide Seiten miteinander verbindet.

Allerdings wirken die Ohrhörer ausgesprochen gut und sogar recht filigran gearbeitet. Hier hat sich klar jemand beim Design Mühe gegeben!

Wie bereits erwähnt, sind die Ohrhörer komplett aus einem grauen Kunststoff/Gummi gefertigt. Es finden sich lediglich einige gold/kupferfarbene Akzente an den Ohrhörern und das interessante „Key“ Logo auf der Rückseite.

Man merkt hier ein Premium Produkt vor sich zu haben.

Was die Steuerung betrifft, finden wir hier das Übliche. Unterhalb des rechten Ohrhörers ist eine kleine Kabelfernbedienung angebracht. Diese besitzt drei Taste. Zum einen finden wir hier eine Multifunktionstaste, Play/Pause/ein/aus usw., wie auch lauter und leiser Tasten, welche mit vor und zurück doppelt belegt sind.

Interessanterweise befindet sich an der Kabel-Fernbedienung auch ein USB C Ladeport! So etwas sieht man an Bluetooth Ohrhörer nur sehr selten. Daher freut es mich das AUKEY hier auf den moderneren Port setzt, auch wenn dieser bei Bluetooth Ohrhörern keinen direkten Vorteil bringt.

Geschützt wird dieser Port von einer kleinen Klappe, welche auch beim IPX6 Wasserschutz hilft. Schweiß oder Regen sollte damit den Ohrhörern nichts ausmachen.

Die Akkulaufzeit ist mit 8 Stunden von AUKEY angegeben, was grob hinkommt. Bei einer etwas höheren Lautstärke rechnet aber eher 5-6 Stunden.

 

Tragekomfort und Ohrstöpsel

AUKEY setzt bei den B80 auf (Memory) Schaum-Ohrstöpsel. Dies ist eine wichtige Besonderheit! Solche Schaum- Ohrstöpsel haben bessere Klangeigenschaften als normale Ohrstöpsel aus Gummi/Silikon.

Diese sorgen für eine bessere Versieglung Eures Ohrs und somit für einen druckvolleren Klang. Allerdings sind sie, was den Tragekomfort angeht, „anders“.

Ihr könnt die Ohrhörer nicht einfach in Eure Ohren drücken, dann werdet Ihr einen schlechten Halt und Klang haben.

Ihr müsst die Ohrstöpsel vorher zusammendrücken, dann in die Ohren stecken, wo diese sich dann entfalten. Ja dies ist etwas umständlicher, aber für den optimalen Klang wichtig.

Sitzen die Ohrhörer einmal, sind diese auch durchaus bequem. Dank des Ohrbügels sitzen die B80 auch recht sicher.

Kommt Ihr also mit dem Memory Schaum Ohrpolster klar, sind die Ohrhörer als bequem einzustufen.

Alternativ legt AUKEY auch ein paar „klassische“ Ohrstöpsel bei, welche aber den Klang unter Umständen etwas verschlechtern können.

 

Klang

Kommen wir zu dem ohne Frage wichtigsten Punkt bei jeden Ohrhörern. Dies wäre klar der Klang.

AUKEY setzt bei den B80 auf einen Dual Driver Aufbau. Dabei ist ein Treiber ein klassischer dynamischer Treiber und der andere ein sogenannter Armature Treiber. Dynamische Treiber finden wir in 99% aller Ohrhörer und Kopfhörer. Allerdings ist in den letzten Jahren ein Trend aufgekommen zusätzlich zu den dynamischen Treibern auch einen Armature Treiber zu verbauen.

Warum? Armature Treiber sind extrem präzise und sauber spielend. Daher kamen diese vor X Jahren nur in sehr teuren Studio Ohrhörern zum Einsatz. Dies lag auch sicherlich am sehr hohen Einkaufspreis der Treiber, welche durchaus Komplex aufgebaut sind.

Hier findet Ihr ein Bild eines Armature Treibers.

Allerdings sind zum einen die Preise stark gefallen, zum anderen sind Armature Treiber nicht perfekt. Diese haben oftmals etwas Probleme Druck bzw. Kraft aufzubauen, was im Tiefton-Bereich suboptimal ist. Dies können dynamische Treiber sehr gut!

Daher ist dieser Hybrid-Aufbau sehr clever, da die eine Technologie die Schwäche der anderen ausgleicht.

Normalerweise starte ich hier immer mit der Beschreibung der Höhen, allerdings bei den AUKEY B80 mache ich hier einmal eine kleine Ausnahme, aus gegebenem Anlass.

Der Bass ist klar das prägende Klangelement dieser Ohrhörer. Bereits nach wenigen Sekunden mit den B80 zeigte sich auf meinem Gesicht ein so „Oh ich sehe wo die Reise hingeht“ Ausdruck.

Es ist klar das AUKEY die B80 voll auf Bass getrimmt hat. Dieser ist sehr dominant und auch von der Masse ein gutes Stück angehoben. Sucht Ihr ausbalancierte Bluetooth Ohrhörer, dann kauft die AUKEY B80 nicht!

Allerdings kann man auch nicht sagen, dass AUKEY hier einen schlechten Job gemacht hat. Die Kombination aus guten Treibern und den Memory Schaumstoff Ohrstöpsel sorgt für einen sehr guten Druck und fast schon spürbaren Punch.

Auch der Tiefgang und die generelle Bass Qualität ist mehr als ordentlich! Der Bass wirkt bei den AUKEY B80 nicht erzwungen, sondern scheint den Ohrhörern gut von der Hand zu gehen. Lediglich auf 100% der Lautstärke sinkt die Bass Qualität zugunsten der Lautstärke etwas. Und ja die B80 werden überdurchschnittlich laut!

Wie sieht es aber abseits des Basses aus?

Okay ist glaube ich sehr passend. Die Mitten sind bei den B80 ein ganz klein wenig abgesenkt bzw. werden vom Bass etwas überschattet. Stimmen klingen ausreichend voll, aber sobald der Beat einsetzt, müssen diese ein Stück weit Platz machen. Haben wir einen Song ohne besonders viele Tiefen, Beat usw. klingen die B80 sogar recht ausgeglichen.

Hierzu passen auch die erfreulich klaren Höhen. Diese sind sauber und auch recht brillant. Ich will hier nicht von einem leichten Klang sprechen, dafür ist der Bass zu dominant, aber der hoch/tief Kontrast passt.

Hierdurch klingen die AUKEY B80 in keiner Weise dumpf! Ganz im Gegenteil, die Ohrhörer klingen sehr lebendig! Gerade in elektrischen Titeln wie Moonlight von Gaullin erzeugen die Ohrhörer eine unglaubliche Klangkulisse.

Die AUKEY B80 klingen hier einfach unfassbar kräftig und treibend, wie ich dies schon lange nicht mehr gehört habe.

 

Fazit

Die AUKEY Key Series B80 Bluetooth Ohrhörer haben mich sehr beeindruckt zurückgelassen! Ich bekomme des Öfteren Bluetooth Ohrhörer von asiatischen Herstellern, welche meist ordentlich sind, aber nicht unbedingt aus der Masse herausstechen.

Die AUKEY B80 sind hier anders! Dies beginnt schon bei der unheimlich wertigen Präsentation! Die Ohrhörer wirken recht luxuriös und wertig. Deutlich wertiger als die typischen 0815 Bluetooth Ohrhörer.

Das Entscheidende ist aber der Klang. Die AUKEY Key Series B80 sind Bass-Bomber! Allerdings hat AUKEY hier einen herausragenden Job gemacht. Die meisten High End Bluetooth Ohrhörer sind auf einen eher ausbalancierten Klang getrimmt. Günstige Bluetooth Ohrhörer hingen schon des Öfteren auf „mehr Bass“. Bei Letzteren klingt dies allerdings oft erzwungen, weil die Treiber einfach nicht dafür taugen und nur via EQ zu mehr Bass gezwungen werden.

Bei den AUKEY B80 ist dies anders! Der Bass wirkt natürlich und wertig. Hinzu kommen gute Höhen, welche den B80 trotz viel Bass eine gewisse Freiheit verleihen.  Erwartet also keine dumpfen Bass Bomber, sondern sehr lebendige und einfach spaßige Bluetooth Ohrhörer, die einem ab und zu mal etwas Schmunzeln ins Gesicht zaubern (aufgrund des Bass Levels).

Mir fallen spontan keine anderen Bluetooth Ohrhörer ein, die eine ähnliche Klangsignatur aufweisen wie die B80 bzw. diese so gut umsetzen.

Das Einzige was vielleicht etwas gegen die AUKEY B80 spricht, sind die Memoryschaum Ohrstöpsel, welche klanglich klar ein Vorteil sind, aber etwas ungewohnt sein können.

Dennoch sucht Ihr DIE Bass Bluetooth Ohrhörer dann wählt die AUKEY B80 „Key Series“. 80€ ist hier ein fairer Preis. 

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät im Test (unter 10€!)

Plattformen wie Aliexpress sind so etwas wie der Wilde Westen des online Shoppings. Hier gibt es massenhaft Produkte, die mit großen Worten zu teils extrem günstigen Preisen angeboten werden.

Viele dieser Produkte taugen und es gibt auch einige echte Perlen, aber es gibt auch genau so viel Schrott, welcher mit falschen Angaben beworben wird.

Daher ist es mutig ein „noName“ USB C Ladegerät bei Aliexpress zu bestellen. Sollte dieses spektakulär den Geist aufgeben, kann es zum einen gefährlich werden und zum anderen angeschlossene Geräte sogar beschädigen.

Wollen wir uns hier doch einmal das 10€ „ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät“ im Test ansehen. Top oder Schrott?

An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser dieses Blogs für das Zurverfügungstellen dieses Ladegerätes für diesen Test!

 

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät um ein wirklich sehr generisches Ladegerät.

Dieses wird in einer einfachen braunen Box geliefert, ohne jegliches Hersteller Branding. Auch das Ladegerät selbst besteht aus einem einfachen weißen Hochglanz Kunststoff, welcher ebenfalls kein Hersteller Branding vorweist, lediglich die Modellnummer „P0181-VV“.

Was aber die Form und auch die Haptik angeht, würde ich das ZMonlinery Ladegerät als okay einstufen. Dieses entspricht von der Größe und Form ungefähr den beiliegenden Ladegeräten von modernen Smartphones wie dem Google Pixel 3.

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät ist allerdings noch ein Stück kompakter und leichter. Dieses bringt gerade einmal 46,7g auf die Waage und misst 45,7 x 21,6 x 42,7 (ohne Stecker) . Für ein 18W USB PD Ladegerät ist dies angenehm kompakt.

Das ZMonlinery Ladegerät gibt es einmal als Version für den amerikanischen Markt und einmal für uns in Europa. Diese Version ist sogar mit dem CE Zeichen usw. ausgestattet, welches für einen Import wichtig ist.

 

Die Technik

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät verfügt lediglich über einen USB C Port auf der Front. Dieser USB C Port unterstützt allerdings den Power Delivery Standard, mit bis zu 18W.

Genau genommen soll das Ladegerät laut Hersteller 3,6-6V/3A. 6,2-9V/2A oder 9,2-12V/1,5A nach dem Power Delivery 3.0 Standard liefern.

Hierdurch ist dieses in der Theorie ideal für Smartphones wie dem Apple iPhone Xs oder dem Google Pixel 3 XL.

 

Der Test

Starten wir mit dem üblichen Belastungstest. In diesem habe ich das ZMonlinery Ladegerät 12 Stunden zu 100% belastet um nach Auffälligkeiten zu suchen.

Erfreulicherweise konnte ich nicht mal welche finden! Das Ladegerät verhält sich unter konstanter Last vorbildlich! Nicht einmal die Hitzeentwicklung sticht besonders aus der Masse hervor. Klasse!

Kommen wir noch zur Spannungsstabilität.

Diese ist leider beim ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät nicht sonderlich gut, abseits der 12V Spannungsstufe. Unter Last steigt die Spannung bei der 5V und 9V Stufe konstant immer weiter an.

So erreicht das Ladegerät bei 0A Last gute 5,066V, bei 1A 5,132A und bei 3A steigt die Spannung auf 5,196V an.

Im Allgemeinen würde ich diese Spannungsstabilität als Okay ein Einstufen! Es geht noch besser, aber für den Preis kann man nicht meckern.

 

Ladetests

Kommen wir zu ein paar praxisnahen Ladetests. Folgende Geräte habe ich an dem Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 11
  • Apple MacBook Pro 13
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy Note 9

Hier könnte man es an sich sehr kurz machen, denn alle Geräte ließen sich absolut problemlos am ZMonlinery laden und das auch jeweils mit dem vollen möglichen Tempo!

So erreichte das Apple iPhone Xs Max 9,2V 1,918A, das Apple iPad Pro 11 12,05V 1,295A, das Huawei Mate 20 Pro 9,15V 1,47A und das Samsung Galaxy Note 9 5,38V 2,615A.

Abseits des iPads, welche mehr als 18W aufnehmen kann, ist dies das jeweilige maximale Ladetempo welches theoretisch über USB Power Delivery bei diesen Smartphones aufgenommen werden kann.

Auch einige Notebooks wie das Apple MacBook Pro 13 late 2016 oder das LG Gram lassen sich am ZMonlinery Ladegerät laden. Allerdings ist dieses aufgrund der Leistung von „nur“ 18W für Notebooks nicht optimal. Viele Notebooks wie das Dell XPS 13 werden das Aufladen am ZMonlinery aufgrund der geringen Leistung sogar verweigern.

 

Effizienz

Die Effizienz eines Ladegerätes hängt von mehreren Faktoren ab. Der wichtigste ist natürlich die verbaute Elektronik. Aber auch die Auslastung und bei Ladegeräten mit mehreren Spannungsstufen auch die Spannung spielen eine wichtige Rolle.

Daher habe ich gleich mehrere Spannungen und Lastsituationen getestet.

Mit einer Effizienz von 82%-86% schlägt sich das ZMonlinery Ladegerät recht gut. Dies sind keine absoluten Spitzenwerte, aber auch nichts wofür man sich schämen muss!

Die meisten Smartphone Ladegeräte schaffen um die 81% – 85% Effizienz. Neuere Modelle können auch mal knapp an die 90% erreichen, dies ist aber sehr selten! Des Öfteren erreichen aber gerade ältere USB Ladegeräte nicht mal 80%.

 

Fazit

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät ist natürlich sehr exotisch und den meisten Nutzern würde ich eher zu einem normalen USB C Ladegerät einer bekannten Marke raten.

Nicht weil das ZMonlinery schlecht ist, aber eine Bestellung bei Amazon und einer bekannteren Marke ist immer etwas sicherer.

Sucht Ihr allerdings ein möglichst günstiges USB Power Delivery Ladegerät für Euer iPhone Xs, Google Pixel 3 usw. welches zudem recht kompakt und leicht sein soll, dann ist das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät keine schlechte Option!

Für +-10€ ist dies ein grundsolides Ladegerät! Dieses zeigte lediglich bei der Spannungsregelung ein paar kleinere Schwächen, aber diese werden in der Praxis keine Probleme verursachen.

Das Samsung Galaxy S10+ im Test, zu teuer aber dennoch gut?

Das wichtigste Android Smartphone des Jahres ist da! Samsung hat mit dem S10 und S10+ seine beiden neusten Flaggschiff Smartphones wie üblich auf dem MWC vorgestellt, die mittlerweile auch im Handel angekommen sind.

Wie leider mittlerweile ebenfalls üblich sind auch die Preise beider Smartphones wieder ein Stück gestiegen.

So startet das Samsung Galaxy S10 bei satten 899€ und das S10+ bei 999€. Beide Modelle können aber auch problemlos die 1000€ Marke übersteigen, wenn Ihr mehr Speicher wollt.

Aber kann solch ein Preis noch vom technischen Fortschritt gerechtfertigt werden? Können die beiden Smartphones ihre Position als „die“ Android Smartphones verteidigen?

Diese Fragen wollen wir doch einmal in einem kleinen Test des Samsung Galaxy S10+ klären!

 

Das Samsung Galaxy S10+ im Test

Samsung setzt beim Galaxy S10+ auf ein sehr ähnliches Gehäuse wie bei der älteren Generation, zumindest auf den ersten Blick.

Allerdings hat Samsung hier doch einiges verändert, selbst bei der Materialwahl. So besitzt das aktuelle Galaxy S10 und S10+ einen Edelstahlrahmen und nicht mehr Aluminium wie es bei den Vorgängern der Fall war. Auch besteht die Rückseite beim S10+ nicht aus Glas wie man dies auf dem ersten Blick meinen könnte.

Die Rückseite sowohl bei der weißen wie auch schwarzen Version ist aus Keramik gefertigt. Dies ist allerdings in der Praxis keine große Sache, denn die Rückseite fühlt sich fast genau wie Glas an und ist auch ähnlich rutschig.

In der Theorie ist allerdings Keramik etwas kratzerresistenter als Glas.

Wichtig! Es gibt das S10+ auch mit einer Glas Rückseite. Diese Version (mit 128GB Speicher) ist dafür etwas günstiger.

Was die Haptik angeht, geht das S10+ wieder etwas mehr in die Richtung des S8 Plus. Das S8 Plus war ein recht rundliches Smartphone mit einem polierten Rahmen, das S9 Plus hingegen etwas kantiger mit einem matten Rahmen.

Das S10 Plus ist wieder sehr rundlich mit einem glatten Rahmen der fast fließend in das gebogene Glas des Displays und der Keramik der Rückseite übergeht. Hierdurch wirkt das S10 Plus sehr edel und weich in der Hand.

Im Gegenzug ist das S10+ auch ein sehr flutschiges Smartphone! Ich würde dieses um ehrlich zu sein nicht ohne Hülle nutzen wollen. Dennoch würde ich das S10+ als Handschmeichler deklarieren.

Mit einer Displaydiagonale von 6,4 Zoll ist das S10+ natürlich schon ein recht großes Smartphone. Allerdings verfügt dieses wie bei Samsung typisch über sehr minimale Rahmen, gerade an der Seite. Hierdurch ist das Smartphone gut zu handhaben, auch wenn Ihr keine riesigen Hände habt.

Lediglich die Positionierung des Einschalters kann ich überhaupt nicht verstehen. Wie bei Samsung üblich, befindet sich der Einschalter auf der rechten Seite und die Lautstärkewippe links. Allerdings ist der Einschalter unheimlich hoch angebracht. Ich habe keine winzigen Hände, muss aber glatt umgreifen um diesen zu erreichen. Blöd….

Dafür haben wir auf der linken Seite weiterhin die wundervolle Bixby Taste, die sich aber in einem gewissen Rahmen umprogrammieren lässt.

Die Anschlüsse des Samsung Galaxy S10+ sind wie üblich auf der Unterseite. Hier findet sich natürlich der USB C Ladeport, wie aber auch ein 3,5mm Kopfhöreranschluss, welcher mittlerweile eine Seltenheit ist.

Auf der Rückseite finden wir zu guter Letzt die Dreifach-Kamera, einen LED Blitz und diverse Sensoren für die Fitness Feature des S10+.

Natürlich verfügt das S10+ auch über einen Fingerabdruckscanner, hier aber im Display verbaut. Zudem ist das Smartphone natürlich wassergeschützt nach IP68.

 

Display

Das Samsung Galaxy S10+ verfügt über 6,4 Zoll AMOLED Display. Samsung ist dafür bekannt die besten Smartphone Displays zu bauen, aus diesem Grund kaufen auch Hersteller wie Apple bei Samsung ihre Displays zu.

Die jeweiligen eigenen Flaggschiff Smartphones dienen Samsung dabei immer als eine Art Show Stück, was man in diesem Bereich leisten kann.

So steckt auch im S10+ ein wirklich herausragendes Display! Farben sind klar und kräftig, Kontraste perfekt, Blickwinkel in alle Richtungen stabil und auch die maximale Helligkeit ist Weltklasse.

Nein ein besseres Display werdet Ihr aktuell nirgends finden!

Allerdings muss ich bei allem Lob auch etwas Eure Erwartungen vielleicht herunterfahren. Kommt Ihr von einem Samsung Galaxy S8 oder iPhone X werdet Ihr keine massive Steigerung beobachten. Von Jahr zu Jahr werden die Displays immer etwas besser, gewaltige Sprünge gibt es kaum.

So ist dies auch beim S10+ der Fall. Ja das Display ist das beste, aber vergleiche ich dieses mit einem iPhone Xs, Samsung Galaxy Note 9 oder auch Xiaomi Mi9, dann sind die qualitativen Unterschiede eher im Detail.

Lediglich bei der Helligkeit und Ablesbarkeit im Freien gab es in den letzten 1-2 Generationen doch deutliche Fortschritte. So ist das S10+ auch bei Sonneneinstrahlung noch gut lesbar bzw. zumindest besser als alle anderen Smartphones die ich in letzter Zeit in den Händen hatte.

 

Lautsprecher

Samsung setzt beim S10+ auf das mittlerweile weit verbreitete Stereo System, bei welchem die Ohrmuschel als sekundärer Lautsprecher genutzt wird.

Dies funktioniert auch beim S10+ besser den je! Zwar gibt es was die Lautstärke angeht noch bessere bzw. lautere Modelle, aber qualitativ gibt es nichts zu klagen.

Das Galaxy S10+ klingt glasklar und für ein Smartphone sogar erfreulich voll! Von Bass zu sprechen wäre sicherlich übertrieben, aber einen Hauch Tiefgang hört man durchaus heraus.

Zusätzlich bekommt das S10+ Bonuspunkte für den Kopfhöreranschluss. Samsung ist einer der letzten Hersteller der diesen noch verbaut. Erfreulicherweise bietet der Kopfhöreranschluss auch eine sehr solide Qualität, welche Ihr auch gleich über die brauchbaren beigelegten AKG Kopfhörer überprüfen könnt.

 

Kameras

Samsung ist beim S10 auf den Tripple-Kamera Trend aufgesprungen. Im Gegensatz zu einigen früheren Smartphones erfüllt dabei aber jede Kamera eine andere Aufgabe.

  • Hauptkamera 12 Megapixel F1.5/F2.4
  • Weitwinkelkamera 16 Megapixel F2.2
  • Zoomkamera 12 Megapixel F2.4

Als großer Fan der Weitwinkelkameras freue mich sehr darüber, dass diese beim S10 und S10+ nun auch zu finden ist.

Bei der Hauptkamera setzt Samsung wieder auf die verstellbare Blende, wie es schon beim S9 der Fall war. Erkennt das S10+ wenig Licht wird die Blende auf F1.5 geöffnet, gibt es genug Licht wird die Blende auf F2.4 geschlossen.

Warum belässt man die Blende nicht bei F1.5? Theoretisch sind die meisten Linsen bei einer kleineren Blende, wie bei F2.4, schärfer als wenn die Blende sehr weit offen ist. Daher kann das Abblenden durchaus Sinn machen. Allerdings war der Unterschied beim S9 zwischen Offenblende und geschlossener Blende minimal.

Daher würde ich das Ganze primär als Gimmick bezeichnen.

Wollen wir uns aber mal ein paar Bilder des Samsung Galaxy S10+ ansehen. Wichtig die Bilder sind hier in voller Qualität hochgeladen und werden in voller Größe beim Anklicken geladen.

Es sollte kaum überraschen dass sich das Samsung Galaxy S10+ bei der Kamera keine Blöße gibt. Diese macht einen angemessenen Job!

Leider allerdings gibt es vom Note 9 bzw. S9 keine Steigerung der Qualität bzw. Veränderung der Qualität. Das S10 scheint 1 zu 1 das gleiche Kamera Modul zu besitzen wie das S9.

Zu mindestens sind die Aufnahmen der Hauptkamera sehr ähnlich! Die Unterschiede würde ich auf leichte Software Anpassungen zurückführen.

Sämtliche Charakteristiken bleiben aber identisch. So produziert das S10+ sehr detaillierte und meist auch sehr scharfe Aufnahmen, welche allerdings nicht so stark nachgeschärft sind wie bei einigen Modellen der Konkurrenz.

Dies hat mich allerdings nicht gestört, weder bei der Betrachtung auf dem Smartphone selbst, noch auf  einem großen PC Monitor.

Abseits davon neigt das S10 zu sehr hellen Aufnahmen, zumindest bei Tag. Diese sind fast immer konstant eine Stufe heller als von den meisten Konkurrenten und sogar zwei Stufen heller verglichen mit einem Google Pixel 3. Überrascht nicht, denn hellere Bilder gelten im Allgemeinen als etwas ansprechender.

Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi9
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+

Die größte Stärke und Schwäche des S10+ ist die Dynamik. Das S10+ versucht immer sehr gut ausgeleuchtete Bilder zu erzeugen. Hierfür hellt dieses Schatten teils extrem auf. Hierdurch kommen natürlich Details die im Schatten sind deutlich besser zu Geltung, aber Bilder verlieren stark an Kontrast!

Das Samsung Galaxy S10+ produziert gemeinsam mit dem iPhone Xs die Kontrast ärmsten Bilder aller High End Smartphones. Dies gefällt mir um ehrlich zu sein weniger, ist aber natürlich Geschmackssache.

Apple iPhone XS Max

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy S10+

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi9

Apple iPhone XS

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi 9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy S10+

Apple iPhone XS

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy S10+

Im Low Light bin ich etwas hin und her gerissen. Grundsätzlich würde ich dem S10+ die aktuell so ziemlich fähigste Low Light Kamera bescheinigen, zumindest was Schärfe und das Rauschverhalten angeht.

Allerdings scheint es hier keinerlei Software „Aufhellung“ zu geben, wie es bei Huawei oder Google der Fall ist. Low Light Bilder wirken hier auch immer wie Low Light, auch wenn diese schön scharf und detailliert sind. Erneut ist dies Geschmackssache.

Kurzum die Hauptkamera des S10+ ist nicht mein Favorit wenn es um die beste Bildqualität geht. Diese ist natürlich „Top 10“, aber mittlerweile sind einige Konkurrenten vorbeigezogen.

Dies gilt allerdings nur sehr bedingt für Videos! Die Videostabilisierung und die generelle Qualität der 4K 60 FPS Aufnahmen des S10+ sind absolut spitze!

Wie steht es aber um den Neuankömmling, die Weitwinkelkamera?

Grundsätzlich freue ich mich, dass diese überhaupt vorhanden ist. Gerade im Urlaub kann man wundervoll mit dieser Perspektiven und Szenen einfangen, welche sonst nicht möglich wären.

Gerade da das S10+ die „weitwinkligste“ Weitwinkelkamera hat. Diese besitzt nochmal ein größeres Blickfeld als die Kamera des Mate 20 Pro oder des Xiaomi Mi 9.

Qualitativ ist diese allerdings auch die Schlechteste der drei. Gerade am Rand ist das Bild der Kamera merkbar unschärfer und generell ist die Kamera etwas „weicher“.

Ja die Weitwinkel Kamera ist völlig brauchbar und nicht nur ein Gimmick, aber Huawei hat diese beim Mate 20 Pro etwas besser gelöst.

Zumindest bei Tag. Bei schlechten Lichtverhältnissen hält sich das Samsung Galaxy S10+ recht gut, bzw. die anderen Modelle brechen stärker ein.

 

Leistung

Das Samsung Galaxy S10+ gibt es mal wieder in zwei Versionen, was den SoC angeht. Das amerikanische S10+ ist mit dem Qualcomm Snapdragon 855 ausgestattet, während unser europäisches S10+ auf den Samsung eigenen Exynos 9 Octa 9820 setzt.

Grundsätzlich sind beide Chips, was die Leistung angeht, auf einem sehr ähnlichen Level. Beide SoCs setzten auch auf 8 Kerne, allerdings damit hören die Gemeinsamkeiten glatt schon auf. Der Exynos 9 Octa 9820 setzt auf das 8nm Fertigungsverfahren, wie auch ein 4 + 2 + 2 Design. Es gibt also vier langsamere Kerne mit 1,7GHz, zwei schnelle Kerne mit 2,3GHz und zwei super schnelle Kerne mit 2,73GHz und einer speziellen Architektur.

Der Snapdragon 855 hingegen setzt schon auf eine 7nm Fertigung und ein 4 + 3 + 1 Design.

Was den Arbeitsspeicher und den „ROM“ angeht, gibt es das S10 und S10+ in vielen Kombinationen. Die jeweils kleinste Version verfügt über 6GB RAM und 128GB Speicher. Die größeren Versionen über 512GB oder 1TB Speicher und 8GB RAM.

Ich verfüge über die Version mit 512GB Speicher und 8GB RAM. Wollen wir uns die Leistung einmal in ein paar Benchmarks ansehen.

Wie zu erwarten war spielt das Samsung Galaxy S10+ ganz oben mit was die Benchmarks angeht. Allerdings wird der Exynos 9 Octa 9820 in den meisten Benchmarks vom Snapdragon 855 (Xiaomi Mi 9) knapp geschlagen.

Mit knapp meine ich ca. 10-12%. In der Praxis ist dies nicht relevant, aber dennoch scheinen wir dieses Jahr die etwas langsamere Version des S10/S10+ hier in Europa zu haben.

 

Das Samsung Galaxy S10+ in der Praxis

Was die Performance angeht gibt es keine wirklichen Überraschungen. Das Galaxy S10+ läuft natürlich ziemlich perfekt! Auch die neue Benutzeroberfläche die Samsung beim S10 und S10+ eingeführt hat, zeigt keine Schwächen bzw. Ruckler.

Das Smartphone läuft konstant flüssig und schnell, wirkt allerdings nicht ganz so reaktionsfreudig wie beispielsweise das Xiaomi Mi 9 oder die OnePlus Smartphones. Dies liegt aber nicht an der Hardware, Samsung arbeitet einfach mit etwas mehr Animationen die beim Aufrufen Zeit fressen abgespielt zu werden. Hübsch anzusehen ja, aber ein Rennen gewinnt das S10+ damit nicht gegen das Xiaomi Mi9.

Allerdings glaubt nicht, dass sich das S10+ träge anfühlt! Damit würdet Ihr total falsch liegen. Dies ist das schnellste Samsung Smartphone, das ich bisher in der Hand hatte. Gerade in Spielen oder intensiveren Anwendungen kann das S10+ voll überzeugen!

Hinzu kommt eine wirklich überragende WLAN und LTE Performance! Gerade das WLAN Modul konnte mich sehr beeindrucken. Samsung setzt hier als erster Hersteller auf den neuen WLAN ax „6“ Standard und erreicht mit diesem an die 80MB/s!

Mehr Infos dazu hier.

Spannend ist natürlich auch der Fingerabdruckscanner. Fingerabdruckscanner die unter dem Display verbaut sind kennen wir ja schon vom Oneplus 6T, Huawei Mate 20 Pro oder auch Xiaomi Mi9, allerdings setzt Samsung hier auf eine andere Technik.

Samsung nutzt keinen optischen Sensor, sondern einen Ultraschall-Sensor. Der Unterschied in der Praxis? Nicht groß um ehrlich zu sein!

Der Scanner arbeitet recht genau und zuverlässig, ist aber etwas langsamer als ein normaler Fingerabdruckscanner, aber schon etwas schneller als die „erste Generation“.

Allerdings gab es beim S10+ im Alltag auch einen Punkt der mich überrascht bzw. gestört hat. Dies wären versehentliche Berührungen des Touchscreens an den Seiten.  Damit hatte ich damals beim S7 Edge schon ein paar Probleme, das S8+ und S9+ hingegen waren hier unproblematisch. Erstaunlicherweise scheint die Erkennung nicht gewollter Berührungen beim S10+ (noch) nicht so gut zu sein.

 

Akkulaufzeit

Mit 4100mAh besitzt das Samsung Galaxy S10+ einen großen Akku! Allerdings ist ein großer Akku immer nur das eine, das andere ist die Energieeffizienz der verbauten Komponenten.

Von daher, wie schlägt sich das Samsung Galaxy S10+ in meinem üblichen Akkutest. In diesem teste ich eine gemischte Nutzung aus Webbrowsen, Social Media, leichtem Gaming usw.

Hier erreichte das S10+ rund 10 Stunden! Schaut Ihr sogar nur ein Video, steigt die Laufzeit auf sehr gute 12,5 Stunden.

Damit ist das Samsung Galaxy S10+ ein sehr akkustarkes Smartphone! Die meisten Nutzer werden mit diesem glatt zwei Tage schaffen.

Zum Wiederaufladen setzt Samsung wie auch schon beim S8 und S9 auf adaptiv fast Charge bzw. Quick Charge 2.0. Das S10+ ist hier kein „Sprinter“ aber lädt durchaus flott. Mehr zum Aufladen des S10+ hier. Auch kabelloses Laden ist mit an Bord.

 

Fazit

Das Samsung Galaxy S10+ und natürlich auch das S10 sind die eierlegenden Wollmilchsäue unter den High End Smartphones. Ganz blöd gesagt niemand macht etwas falsch, wenn er/sie das S10/S10+ kauft.

Die Haptik ist besser den je , auch wenn etwas rutschig, das Display ist absolute Weltklasse, die Lautsprecher top und die Leistung hoch.

Hinzu kommt eine deutlich verbesserte Software und eine gute Kamera! Bei letzterer gab es zwar qualitativ etwas Stillstand, dafür ist aber eine spaßige Weitwinkelkamera hinzugekommen.

Kurzum das Galaxy S10+ gibt sich in keinem Punkt Blöße!

Allerdings haben in einigen Punkten mittlerweile die Konkurrenten Samsung überboten. So ist beispielsweise die Kamera des S10+ sehr gut, aber Huawei und Google sind besser und selbst kleinere Asiaten wie Xiaomi sind Samsung dicht auf den Fersen.

Wollt Ihr hingegen das Maximum an Leistung greift zu einem Xiaomi Mi 9, noch leistungsstärker und deutlich günstiger. Allgemein ist der Preis ein Problem.

Ab 999€ für das S10+ ist schon ein sehr gewagter Preis und rein aus Sicht der Preis/Leistung habe ich Probleme das Samsung Galaxy S10+ zu empfehlen, in einer Welt wo das Xiaomi Mi 9 und andere Preis/Leistungsstarke Asiaten existieren. Das Xiaomi Mi 9 kostet die HÄLFTE und bietet 99% der Leistung des S10+.

Dennoch, kommt Ihr günstiger an ein S10/S10+ heran, über eine Vertragsverlängerung oder Rabatte, oder Ihr wollt einfach die „sichere“ Wahl, dann ist das Samsung Galaxy S10/S10+ die beste Wahl!

Positiv

  • Herausragendes Display
  • Edle Haptik
  • Gute Lautsprecher und Kopfhöreranschluss
  • Gute Akkulaufzeit
  • Tippel-Kamera mit guter Qualität
  • Hohe Leistung und je nach Version sehr viel Speicher

Negativ

  • Recht rutschig und „empfindlich“
  • Hoher Preis

Die RAVPower RP-PB098 im Test

Mit der RP-PB098 hat RAVPower vor kurzem seine neuste super kompakte Powerbank für Apple Nutzer vorgestellt.

Diese soll mit einer Kapazität von 5000mAh, einem fairen Preis und vor allem einem integrierten Lightning Kabel punkten.

Gerade letzteres kann unterwegs sehr praktisch sein! So kann man zum einen nie ohne Kabel dastehen und zum anderen muss man nicht zusätzlich zur Powerbank noch ein Kabel mit sich herumschleppen.

Wollen wir uns daher im Test die RAVPower RP-PB098 doch einmal genauer ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an RAVPower für das Zurverfügungstellen der RP-PB098 für diesen Test.

 

Die RAVPower RP-PB098 im Test

Die RAVPower RP-PB098 fällt klar in die super portable Kategorie. Hierbei handelt es sich um eine sehr flache, aber durchaus breite und lange Powerbank mit 145 x 70 x 11 mm. Auch das Gewicht fällt mit 128g sehr gering aus.

Die Form der RAVPower RP-PB098 ist wie ich finde sehr gut gewählt! Es gibt sicherlich noch kompaktere Powerbanks mit 5000mAh, aber die RP-PB098 ist sehr Hosentaschen freundlich.

Während des Ladevorgangs könnt Ihr die Powerbank einfach hinter Euer Smartphone „klemmen“ und die Powerbank wird in der Tasche nicht stören. So ist die RP-PB098 beispielsweise ein Stück kleiner als ein iPhone XS Max.

Was das Material angeht, setzt RAVPower natürlich auf Kunststoff. Dieser ist aber auf der Vor- und Rückseite mit einer Art Wabenstruktur versehen, was der Powerbank eine deutlich höherwertige Haptik verleiht.

Wie man dies auch von RAVPower erwarten darf, lässt sich die Powerbank bzw. Ihr Gehäuse  natürlich nicht eindrücken oder Ähnliches. Die RP-PB098 fühlt sich ausreichend massiv und recht robust an!

Interessant wird es bei der Ausstattung. Die RAVPower RP-PB098 richtet sich klar an die Apple Nutzer unter Euch. Warum?

Die Powerbank besitzt ein kurzes (ca. 25 mm) langes integriertes Lightning Kabel um Euer iPhone komfortable „on the Go“ zu laden. Das Kabel ist auch offiziell von Apple zertifiziert, was wichtig für eine langfristige Funktion ist.

Zusätzlich zu diesem Lightning Anschluss findet sich auch noch ein normaler USB Anschluss, für beispielsweise ein iPad oder ein Android Smartphone.

Leider verfügen beide Anschlüsse lediglich über 1A, das Aufladen ist also eher „gemütlich“ vom Tempo. Im Jahr 2019 sicherlich suboptimal, aber mehr Leistung als 2x 1A lässt sich nur schwer aus einem vergleichsweise kleinen 5000mAh kitzeln.

Zum Wiederaufladen der Powerbank setzt RAVPower auf einen microUSB Port. Dieser soll bis zu 2A aufnehmen können.

Wie üblich verfügt die RAVPower RP-PB098 auch über vier Status LEDs an der Seite, die Euch über die verbliebende Restladung informiert.

 

Kapazität

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Laut RAVPower liegt diese bei 5000mAh, messen konnte ich 15,739Wh bzw. 4253mAh.

Dies entspricht guten 85% der Herstellerangabe. Warum sind 85% gut?

Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen. Diese werden auch hier 5000mAh haben. Allerdings geschieht das Entladen der Akku-Zellen nicht zu 100% effizient, aufgrund einer Spannungsumwandlung und anderen internen Vorgängen.

85% echte Kapazität sind also schon völlig okay. Bedenkt allerdings, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hierfür kann die Powerbank aber nichts.

 

Ladetempo

Hier kann man es sehr kurz machen. Sowohl der Lightning Port wie auch der normale USB Ausgang besitzen nur 1A Leistung. Dementsprechend ist die Leistung auch bei allen Smartphones auf +-1A limitiert.

Die meisten Modelle wie das iPhone Xs laden mit 0,98A an der Powerbank, einzelne Modelle wie das Google Pixel können sich auch mal 1,1A genehmigen, was aber den Braten auch nicht fett macht.

Ihr müsst also damit rechnen, dass ein modernes Smartphone ca. 3 Stunden an der RAVPower RP-PB098 lädt.

 

Wiederaufladen

Ist die Powerbank leer, wie lange dauert das Wiederaufladen? Dies geht erfreulich schnell! Wie von RAVPower beworben nimmt die RP-PB098 ziemlich genau 2A (1,975A) auf.

Eine vollständige Ladung dauert so ca. 2,5-3 Stunden.

 

Fazit

Die RAVPower RP-PB098 ist eine solide Standard Powerbank, über welche es an sich nicht viel zu sagen gibt.

Das wichtigste Merkmal ist hierbei natürlich der Lightning Anschluss, welcher für Apple Nutzer ideal ist! Und ja, in der Praxis ist es durchaus komfortabel nicht immer ein langes Kabel mit sich herumschleppen zu müssen.

Abseits davon bekommen wir Standardkost. Die 5000mAh reichen um ein größeres Smartphone +- 1x aufzuladen und das Ladetempo von 1A ist vorsichtig gesagt unspektakulär.

Dafür wiederum ist die Powerbank angenehm portable. Kurzum, es gibt sicherlich technisch spektakulärere Powerbanks, aber dennoch taugt die RAVPower RP-PB098 wenn Ihr ein Apple Nutzer seid und eine einfach kompakte Powerbank sucht.

TFA Dostmann WeatherHub, was sind PRO+ und OBSERVER Sensoren und was können diese?

Das spannendste an TFAs vernetzten Weatherhub System ist klar die Sensoren vielfallt. Schaut man aber genauer hinsieht man das TFA drei „Stufen“ an Sensoren anbietet.

Zum einen haben wir die normalen Standard Sensoren, die PRO+ Sensoren und die Sensoren aus der  OBSERVER Serie. Hier war es auch für mich anfangs etwas verwirrend was nun welcher Sensor Typ besser kann als der andere, ob alle gemeinsam in einem System arbeiten usw.

In diesem kleinen Artikel möchte ich Euch kurz vorstellen was die PRO+ und die OBSERVER Sensoren im TFA Weatherhub System können.

 

Das TFA Weatherhub System

Ich nehme zwar an das Ihr Euch bereits über das Weatherhub System von TFA informiert habt, wenn Ihr über diesen Artikel gestolpert seid. Dennoch möchte ich noch einmal das System zusammenfassen.

Beim TFA Weatherhub System handelt es sich um eine Art vernetzte Wetterstation. Allerdings im Gegensatz zu den Modellen von beispielsweise Bresser oder Froggit ist das TFA Weatherhub System flexibel aufgebaut.

TFA bietet also diverse Sensoren und Module für dieses an, welche Ihr frei Kombinieren könnt. Ihr wollt 50 Windmesser? Theoretisch kein Problem!

Das Herzstück des Weatherhub Systems stellt immer das Gateway da, welches bis zu 50 Module versorgen kann.

 

Normal, PRO+ und OBSERVER

Einige der Sensoren des Weatherhub Systems werden von TFA mit PRO Funktionen oder sogar mit Anschluss an die OBSERVER Plattform beworben. Aber was bedeutet dies?

PRO Sensoren bietet gegenüber normalen Sensoren im Grunde nur einen Vorteil. Bei normalen Sensoren werden in der Weatherhub App historische Daten nur in reiner Textform aufgelistet und 90 Tage gespeichert.

Bei den PRO Sensoren gibt es zusätzlich ein verstellbares Diagramm über den Messzeitraum, welches natürlich deutlich aussagekräftiger ist als die reine Textform.

Hier muss ich gestehen es etwas schade zu finden das TFA die normalen günstigen Sensoren so beschneidet. Es handelt sich hier ja um ein reines Software Feature.

Etwas anders sieht es bei den „OBSERVER“ Modulen aus. Diese bieten laut TFA zum einen eine deutlich höhere Messgenauigkeit und auch Zugriff auf die OBSERVER Plattform.

Bei der OBSERVER Plattform handelt es sich um eine Webseite, auf welcher Ihr Euch Einloggen könnt um dann über den PC auf die Daten des Sensors zugreifen zu können. Die Daten werden hierbei übersichtlich, professionell und auch durchaus schick aufbereitet! Ich wünschte dieses Design und Informationsgehalt würde TFA auch in seine App übernehmen.

Wie TFA es auch bewirbt, die OBSERVER Sensoren sind wirklich für Profis gemacht und gedacht. Ideal für die Überwachung von Arbeitsräumen, Kühlkammern, große Aquarien usw.

Die OBSERVER wie auch die PRO+ Sensoren lassen sich ganz normal mit dem normalen Gateway verbinden. Ihr könnt auch bunt die Sensoren Typen mischen, dies ist kein Problem!

OBSERVER Sensoren werden in der App im Übrigen sehr ähnlich behandelt wie PRO+ Sensoren. Ihr habt hier also auch Diagramme usw.

 

Wie genau sind die professionellen OBSERVER Sender?

TFA wirbt damit das die Profi Sensoren der OBSERVER Serie besonders genau arbeiten. Mir liegt für diesen Test der „Profi Thermo-Hygro-Sender WEATHERHUB“ vor.

Dieser soll einen Temperaturbereich von -40 bis +60°C abdecken und eine Genauigkeit von +-0,5 Grad bieten. Auf der Herstellerwebseite konnte ich zudem ein „Swiss Precision Sensor“ Logo finden, welches uns sagt das der Sensor aus der Schweiz stammt?!

Leider ist das genaue Überprüfen der Genauigkeit einer Temperatur Messung nicht ganz einfach, daher überlasse ich Euch dies!

Hier einfach mal eine Beispielsmessung mit vielen weiteren Temperatur Sensoren, entscheidet Ihr welchem Wert Ihr am meisten vertraut.

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Bericht konnte Euch etwas helfen Licht ins Dunkele zu bringen, wenn es um die unterschiedlichen Sensoren beim TFA Weatherhub System geht.