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Die QCY T1C „TWS“ Ohrhörer im Test

Der Audio Hersteller QCY ist in Deutschland eher weniger bekannt, aber in Asien eine feste Größe. Gerade wenn es um günstige, aber dennoch gute Produkte geht, ist QCY in seinem Element.

In dem heutigen Test soll es um die neuen QCY T1C gehen. Diese sind komplett kabellose „TWS“ Ohrhörer, welche bereits für knapp über 20€ erhältlich sind.

Dies ist natürlich für komplett kabellose Ohrhörer ein gigantischer Preis. Aber kann man wirklich für um die 20€ auch einen guten Klang erwarten?

Finden wir dies im Test der QCY T1C heraus!

 

Die QCY T1C im Test

Die QCY T1C werden wie üblich in einer kleinen Transportbox geliefert. Diese ist hier merklich einfacherer designt als bei vielen anderen komplett kabellosen Ohrhörern. Die Ohrhörer lassen sich einfach über die Oberseite entnehmen. Es gibt keine Klappe oder schiebe Mechanismus, lediglich ein paar Magnete, welche die Ohrhörer sicher in der Box halten.

Dafür ist die Transportbox ist mit 78 x 34 x 28mm aber auch ziemlich kompakt.

Beim Material setzt QCY auf einen einfachen matten Kunststoff. Dieser ist wirklich nichts Besonderes, aber halbwegs resistent gegenüber Fingerabdrücken und fühlt sich robust an.

Ja es gibt ohne Frage „hübschere“ und aufwendigere Transportboxen und Ohrhörer, aber das hier Angebotene ist absolut funktional.

Neben dem Verstauen der Ohrhörer ist die Transportbox natürlich auch für das Aufladen der Ohrhörer wichtig. Die Ohrhörer selbst sollen laut Hersteller 4 Stunden durchhalten, danach können diese von der Transportbox bis zu 4x on the Go wiederaufgeladen werden. Dann muss die Transportbox selbst wieder ans Netz.

Das viermal Aufladen der Transportbox kann ich bestätigen, die 4 Stunden Laufzeit hingegen nicht. Praktisch kam ich bei einer reinen Musikwiedergabe auf 2,5 Stunden.

Kommen wir damit auch zu den Ohrhörern. Diese sind aus dem gleichen Kunststoff gefertigt wie die Transportbox. Ebenfalls ähnlich wie diese sind die Ohrhörer vom Design sehr unspektakulär.

Dies meine ich aber nicht zwingend negativ. Ich bevorzuge eine schlichte und praktische Optik jederzeit über ein schlechtes Hochglanz Design.

Auf der Rückseite der ovalen Ohrhörer findet sich lediglich das QCY Logo und eine Status LED. Die Rückseite der Ohrhörer ist hier auch wieder ein Touchpad, worüber Ihr Musik pausieren, fortsetzen usw. könnt.

 

Tragekomfort

Komplett kabellose Bluetooth Ohrhörer sind traditionell etwas größer, da in jedem Ohrhörer Akku, Elektronik usw. untergebracht werden muss.

Die QCY T1C sind allerdings hier durchaus noch als halbwegs kompakt zu bezeichnen. Gerade der Ohrkanal ist angenehm klein, wodurch der Sitz in den Ohren auch recht komfortable ausfällt.

Die QCY T1C sitzen zwar nicht übermäßig fest, für den Sport sind diese eher mittelmäßig geeignet, aber im normalen Alltag taugen diese völlig.

Ich hatte keine Probleme mit schmerzenden Ohren oder Ähnlichem. Auch war der Halt beim normalen Laufen, Busfahren usw. problemlos, dank des niedrigen Gewichts der Ohrhörer.

 

Der Klang der QCY T1C

Wie gut klingen die QCY T1C denn nun? Zu meiner völligen Überraschung herausragend für diese Preisklasse!

Starten wir aber wie üblich am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind sehr schön sauber und klar, aber in keiner Weise anstrengend oder unangenehm. Hier hat QCY ziemlich den Nagel auf den Kopf getroffen.

Positiv überrascht haben mich auch die Mitten. Diese sind zwar nicht übermäßig betont, aber auch nicht stark abgesenkt, wie es bei vielen Bluetooth Ohrhörern der Fall ist.

Stimmen klingen sauber und ausreichend natürlich. Vielleicht könnten die oberen Mitten etwas voller sein, aber das ist schon klagen auf hohem Level.

Der Bass der QCY T1C ist mehr als solide! Dieser ist in einer guten Masse vorhanden, mit einem erstaunlich starken Tiefgang. Musik kann durchaus einen guten Druck aufbauen. Ich meine zwar hier und da den DSP sehr hart arbeiten zu hören, einzelne Frequenzen im Bass werden in einigen Klangsituationen angehoben, aber dies störte auch nicht übermäßig.

Damit haben die QCY T1C eine erstaunlich gefällige Klangsignatur. Ich glaube jeder Nutzer, egal welche Musikrichtung dieser bevorzugt, wird etwas mit den QCY T1C anfangen können.

Zudem macht Musik durchaus Spaß mit diesen Ohrhörern, was in der Preisklasse in der wir uns bewegen alles andere als normal ist. Die QCY T1C weise eine hohe Spielfreude und Dynamik auf.

Man merkt zwar, dass es sich hier nicht um Premium Ohrhörer handelt, aber  das auch nur im Detail Level. Teilweise wurde bei mir ohne ersichtlichen Grund die Qualität der Bluetooth Verbindung herunter geschraubt um dann 30 Sekunden später wieder auf die maximale Qualität anzusteigen usw.

Ist das Ganze störend? Nein, in dieser Preisklasse sind solche kleineren Verbindungsschwankungen normal und hier fast überdurchschnittlich wenig vorhanden.

Die maximale Lautstärke der QCY T1C ist solide. Die Ohrhörer werden nicht brüllend laut, aber laut genug.

 

Fazit

Die QCY T1C* sind interessant. QCY hat merklich an vielen Ecken der Ohrhörer gespart. Beispielsweise die Transport/Ladebox ist sehr „einfach“ designt, wie auch die Ohrhörer selbst.

Die Materialwahl ist simple und die Transportbox kann die Ohrhörer lediglich vier mal wiederaufladen.

Allerdings an den wirklich wichtigen Punkten hat QCY bei den T1C nicht gespart! Der Klang der Ohrhörer, wenn auch nicht perfekt, ist sehr ordentlich und besser als bei einigen Modellen der 50€ Preisklasse die ich bisher gehört habe. Zudem ist die Signalstabilität gut bis sehr gut.

Kurzum wollt Ihr komplett kabellose Ohrhörer deutlich unter 50€, dann sind die QCY T1C* die mit Abstand beste Option, die ich bisher gehört habe!

Der Wowstick 1F + im Test, ein must Have für alle Bastler!

Auf techtest.org gab es ja schon den ein oder anderen Artikel zu den elektrischen Schraubendrehern von Wowstick. Mit dem Wowstick 1F+ oder auch 1F Pro genannt, ist nun auch das aktuelle „Flaggschiff Modell“ an der Reihe, das mir von Lesern ans Herz gelegt wurde.

Im Gegensatz zu den anderen Wowsticks setzt der 1F+ nicht auf normale Batterien für die Energieversorgung, sondern auf einen integrierten Lithium Ionen Akku.

Dies soll die Leistung doch ein gutes Stück boosten. Stimmt dies? Finden wir es im Test des Wowstick 1F+ heraus!

 

Lieferumfang des Wowstick 1F +

Starten wir mit dem Lieferumfang des Wowstick 1F +, denn dieser ist beachtlich. Im Lieferumfang liegt zunächst natürlich der Akkuschrauber, wie auch ein microUSB Ladekabel und ein kleiner Standfuß.

Auch liegen drei kleine Röhren mit Bits bei. Die Bits sind hier in einer Art kleinem Regal einsortiert und lassen sich geordnet aus den Röhren ziehen.

Hierbei handelt es sich um satte 56 Bits! Ich kopiere einfach mal diese Auflistung der Bits vom Händler:

  • Cross: PH0000, PH000, PH00, PH0, PH1,PH2
  • Slot: SL1.0, SL1.5, SL2.0, SL2.5, SL3.0, SL3.5, SL4.0
  • Hexagon: H0.7, H0.9, H1.3, H1.5, H2.0, H2.5, H3.0, H4.0
  • T: T2, T3, T4, T5, T6, T7, T8, T9, T10, T15, T20
  • Pentastar: P2 ( 0.8 ), P5 ( 1.2 ), P6 ( 1.5 )
  • Y: Y0.6, Y1, Y2.0, Y2.5, Y3.0
  • Square: S0, S1, S2
  • Triangle: 2.0, 2.3, 2.5, 3.0
  • U: U2.0, U2.3, U3.0
  • Nozzle Cleaner: Pin for retrieving Card
  • 5: for middle plate for iPhone 6s and above
  • 45mm Extended Bits: Ph0, PH2, SL2.0, H2.0

Damit sind neben den Standard Bits auch diverse exotische oder auch spezielle Bits (beispielsweise für Apple Produkte) mit im Lieferumfang.

Ebenfalls liegt eine magnetische Schrauben-Matte, ein Magnetisierer, ein Saugnapf und ein Kunststoff-Öffnungstool mit im Lieferumfang.

Als wäre dies noch nicht genug, gibt es auch noch eine Kunststoff -Transportbox, die allerdings vergleichsweise minderwertig ist.

 

Der Wowstick 1F + im Test

Der Wowstick 1F + ist ein komplett runder Schraubendreher, welcher mit 160 x 16mm ungefähr die Größe eines größeren Stiftes hat und auch vergleichbar in der Hand liegt.

Das Gehäuse besteht bei diesem aus einem hochwertigen und edel aussehenden Aluminium. Dies verleiht dem Wowstick 1F + auch eine gewisse Basisstabilität und Robustheit.

Gleichzeitig wirkt der Schraubendreher aber auch recht edel und grazil, gerade verglichen mit anderen kompakten Akkuschraubern. Hier ist der Wowstick 1F + auch ganz klar eins der kleinsten Modelle.

Auf der Front finden wir die Halterung für die Bits, welche magnetisch gelöst ist. Der Schraubendreher nimmt die typischen 4mm Feinelektroniker Bits auf. Ebenfalls auf der Front findet sich eine kleine LED Taschenlampe, die den Arbeitsbereich ausleuchtet und dies auch noch erstaunlich hell.

Etwas weiter oben auf Daumenhöhe befindet sich eine Wippe, welche für den Vor- und Rücklauf dient. Diese ist gut erreichbar, auch wenn die Tasten eher einen mittelmäßigen Druckpunkt haben. Zu guter Letzt ist auf der Rückseite ein microUSB Port zum Aufladen des integrierten Akkus.

Dieser hält laut Hersteller bis zu 2 Stunden, was aber nur gilt wenn es keine Last gibt. Bei einer normalen bis hohen Last würde ich auf ca. 15-30 Minuten Laufzeit tippen.

Die beiliegenden Stahl Bits bieten eine gute Qualität, selbiges gilt auch für die Magnet-Matte und den Standfuß. Letzteren würde ich aber eher als Deko bezeichnen, wirklich zum Dauerhaften aufbewahren ist dieser weniger.

 

Hat der Wowstick 1F + genug Leistung?

Die Wowstick Schraubendreher sind alle keine Leistungswunder! Dies gilt für den Wowstick 1P, Wowstick 1fs und auch für den Wowstick 1F+.

Allerdings setzt der Wowstick 1F+ auf einen Lithium Ionen Akku, welcher es anscheinend erlaubt entweder einen größeren Motor zu nutzen oder den bestehenden auf einer höheren Leistungsstufe zu verwenden.

Mit 200 Umdrehungen in der Minute hat der Wowstick 1F+ die doppelte Leistung wie die Modelle, die mit AA Batterie angetrieben werden. Den Sprung von 100 auf 200 Umdrehungen merkt man auch!

Waren die anderen Wowsticks noch problemlos per Hand zu stoppen, ist dies beim F1+ ein gutes Stück schwerer.

Dementsprechend schafft es der Schraubendreher auch recht gut kleine Schrauben, wie bei Notebooks, Smartphones, PCs usw. zu lösen. Bei größeren Schrauben oder welchen die wirklich fest sitzen, muss man per Hand nachhelfen.

Dies ist aber kein Problem, denn der Wowstick 1F+ blockiert in die entgegengesetzte Laufrichtung bzw. wenn dieser nicht aktiv ist. Hierdurch könnt Ihr im Notfall per „Handkraft“ eine Schraube anlösen und dann per Motorpower die leeren Umdrehungen machen.

Gerade wenn Ihr viele Schrauben zu lösen habt, ist dies extrem angenehm! Allerdings beim Wowstick 1F+ müsst Ihr gar nicht so oft per Hand nachhelfen. Der Motor hat eine beachtliche Leistung für die kompakten Abmessungen und mit 200 Umdrehungen arbeitet dieser auch angenehm flott.

Das Drehmoment und die Umdrehungsgeschwindigkeit lassen sich im Übrigen nicht regeln, was aber auch nicht stört. In der Regel wollt Ihr eh immer volle Power geben.

 

Fazit

Der Wowstick 1F+ oder auch Wowstick 1F Pro wie dieser teilweise genannt wird, ist der ohne Frage beste Schraubendreher aus dem Wowstick Lineup.

Dies liegt zum einen am großen Zubehörpaket was beiliegt und fast alle elektrischen Geräte abdeckt und zum anderen an der Leistung.

Zwar ist auch der Wowstick 1F+ aufgrund seiner sehr kompakten Abmessungen kein Leistungsmonster, aber Schrauben in der Feinelektronik, Notebooks, PCs usw. stellen für diesen kein Hindernis dar.

Mit 200 Umdrehungen in der Minute arbeitet dieser auch ausreichend schnell, dass dieser eine wirkliche Arbeitserleichterung ist.

Sucht Ihr also einen elektrischen Schraubendreher für die Arbeit oder das Hobby und Ihr arbeitet primär an Elektronik, dann kann ich den Wowstick 1F+ voll empfehlen! Dieser ist auch ideal für die mini Werkzeugtasche.

Sucht Ihr einen elektrischen Schraubendreher mit welchem Ihr auch Möbel zusammen bauen könnt, dann kauft lieber einen Bosch IXO.

Was den Preis angeht schwankt der Wowstick 1F+ leider etwas. Achtet hier auf den Tagespreis, welcher zwischen 40 und 60€ zu liegen scheint, was für solch ein qualitativ hochwertiges Produkt fair ist.

Das Eve Thermo im Test, smartes Heizkörperthermostat mit Apple HomeKit Support

Die kalte Jahreszeit ist da! Hier wird sicherlich bei dem ein oder anderen die Überlegung da sein auf eine smarte Heizkörpersteuerung umzusteigen.

Modelle gibt es hier auf dem Markt mehr als genug! Seid Ihr allerdings ein Apple IOS Nutzer, der auch auf eine HomeKit/Siri Unterstützung Wert legt, gibt es einen besonderen Hersteller, Eve.

Eve bietet mit dem Thermo ein speziell auf IOS zugeschnittenes smartes Heizkörperthermostat.

Mir rund 70€ gehört das Eve Thermo ganz klar zu den Premium Modellen. Wollen wir uns hier doch einmal im Test ansehen ob die 70€ auch gerechtfertigt sind!

An dieser Stelle vielen Dank an Eve für das Zurverfügungstellen des Thermo für diesen Test!

 

Das Eve Thermo im Test

Eve Produkte zeichnen sich alle durch ein sehr schickes Design aus. Dies gilt auch für das Eve Thermo!

Eve setzt hier auf ein recht kompaktes und gradliniges Design. Das Gehäuse des Thermo ist komplett aus weißem Kunststoff gefertigt. Dabei ist die Front mit einem Hochglanzlack bezogen, während das restliche Thermostat aus einem matten Kunststoff besteht.

Was das Branding und die Beschriftung angeht, folgt Eve auch einem sehr schlichten Ansatz. Auf der Front findet sich lediglich klein das Eve Logo und auf der Oberseite zwei Pfeile.

Diese Pfeile sind kapazitive Tasten um die Temperatur direkt am Thermostat zu verändern. Ich hätte mir hier vielleicht etwas mehr Abstand zwischen den Pfeilen gewünscht, aber das ist ein sehr kleiner Kritikpunkt.

Oberhalb der Pfeile befindet sich ein verstecktes LC Display. Auf diesem wird direkt auf dem Thermostat die Temperatur angezeigt.

Wenn ihr wollt wäre nach der erstmaligen Einrichtung eine Steuerung via App überhaupt nicht nötig.

Grundsätzlich macht das Eve Thermo einen sehr wertigen und guten Eindruck. Dies gilt sowohl für die Haptik wie aber auch für Massivität und Verarbeitungsqualität.

Natürlich muss das Eve Thermo auch mit Energie versorgt werden. Dies geschieht über zwei normale AA Batterien, welche auf der Front eingelegt werden.

 

Einrichtung und Installation

Beginnen wir mit etwas sehr Wichtigem. Das Eve Thermo lässt sich NUR mit Apple IOS Geräten nutzen und steuern. Habt Ihr ein Android Gerät gibt es leider keine Möglichkeit das Eve Thermo zu nutzen!

Beginnen wir aber mit der Montage. Hier ist es das Schwerste das alte Thermostat zu entfernen. Keine Sorge, es kann kein Wasser austreten oder Ähnliches. Allerdings gerade in älteren Wohnungen sitzen die Thermostate oftmals sehr fest.

Schraubt dieses einfach mit einer Rohrzange ab.

Vor der Montage des Eve Thermo solltet Ihr dieses zunächst mit der Eve App verbinden. Diese sagt Euch dann wann Ihr das Thermostat anschrauben sollt.

Das Verbinden mit der App geht grundsätzlich recht einfach. Geht in die Eve App und fügt dort unter Einstellungen ein neues Gerät hinzu. Sind die Batterien im Eve Thermo korrekt eingelegt, sollte dies hier sofort auftauchen.

Anschließend den Code auf der Unterseite Scannen, dem Thermostat einen Raum zuweisen und fertig!

 

Bluetooth und Apple HomeKit

Im Gegensatz zu diversen anderen Smart Home Thermostaten setzt das Eve Thermo nicht auf WLAN! Das Thermo verbindet sich ausschließlich via Bluetooth mit Eurem Smartphone. Hierdurch gibt es natürlich eine Reichweiten Einschränkung.

Ihr müsst Euch im gleichen Raum oder maximal einen Raum weiter für die Steuerung befinden. Einmal programmiert folgt das Eve Thermo natürlich seinem Programm, egal wo Ihr Euch befindet. Auch ist das Thermo hierdurch nicht auf irgendwelche Hersteller Server oder Ähnliches angewiesen, was natürlich ein Vorteil ist.

Habt Ihr einen Apple HomePod oder Apple TV könnt Ihr diese im Übrigen als eine Art Bridge nutzen, um so das Eve Thermo auch von außerhalb der Bluetooth Reichweite zu steuern. Mangels Apple HomePod konnte ich dies allerdings nicht testen.

 

Die App und Feature des Eve Thermo

Was kann nun das Eve Thermo alles? Starten wir mit den Basics, Ihr könnt am Thermostat über die beiden kapazitiven Tasten direkt die Temperatur verstellen. Dabei wird auf dem LC Display die gewünschte Temperatur in Grad angezeigt.

Aber natürlich kauft man sich das Eve Thermo für die App Unterstützung. Die Eve App gefällt mir ausgesprochen gut!

Diese erlaubt nicht nur die Steuerung des Eve Thermo, sondern auch von anderen Eve Produkten. Diese werden dabei in Räumen organisiert, die Ihr anlegen könnt.

Geht Ihr in der App auf die jeweiligen Räume werden Euch dort die einzelnen Module mit einer kleinen Vorschau angezeigt. In unserem Falle hier könnt Ihr dort gleich die aktuell eingestellte Temperatur sehen und diese auch auf die Schnelle verstellen.

Tippt Ihr den Eve Thermo an, landet Ihr in der Detail Ansicht. Hier erhaltet Ihr erst einmal ein schönes Diagramm über den Temperaturverlauf im Raum.

Dieses Diagramm basiert auf echten Messwerten und nicht nur auf dem was Ihr eingestellt habt. Ihr könnt hier auch auf einen Verlauf zurückgreifen, wie sich die Temperatur über Zeitraum X verändert hat.

Neben dem manuellen Einstellen der Temperatur könnt Ihr auch einen Zeitplan erstellen oder einen vordefinierten auswählen.

Bei einem Zeitplan könnt Ihr zwei Temperaturen festlegen, eine Standard- und eine Komfort-Temperatur. Die Standard-Temperatur ist die minimale Temperatur, die das Eve Thermo wenn möglich immer halten soll.

Die Komfort Temperatur hingegen ist die Temperatur die Ihr gerne bei einer aktiven Nutzung des Raums haben wollt.

Ihr könnt hier auf einer Zeitachse festlegen an welchen Tag von wann bis wann welche der beiden Temperaturen angesteuert werden soll. Dieser Zeitplan wird auf dem Thermostat gespeichert und wird daher abgerufen egal ob sich Euer Smartphone in der Nähe befindet oder nicht.

In den Einstellungen verstecken sich dann noch weitere Funktionen. Hier könnt Ihr beispielsweise eine Temperaturabweichung festlegen. Habt Ihr einen großen Raum in dessen Mitte Ihr 22 Grad wollt, könnt Ihr hier eine Abweichung von beispielsweise -1 Grad festlegen.

Ebenso könnt Ihr hier einen Kinderschutz aktivieren, dann lässt sich die Temperatur nicht mehr am Thermostat verstellen, und die Offene-Fenster-Erkennung Konfigurieren.

Für letzteres benötigt Ihr allerdings einen Eve Door & Window. Hierbei handelt es sich um einen Bluetooth Tür/Fenster Kontakt, welcher mit dem Eve Thermo gekoppelt werden kann. Öffnet Ihr ein Fenster oder eine Tür im gleichen Raum wie das Thermostat, dann wird automatisch die Temperatur herunter geregelt, damit Ihr nicht aus dem Fenster hinaus heizt.

Es gibt einige andere smarte Thermostate, die eine ähnliche Funktion besitzen, ohne einen separaten Tür/Fensterkontakt. Diese versuchen ein offenes Fenster durch plötzliche Änderungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu erkennen.

Zwar spart man sich hier eine zusätzliche Anschaffung aber, dass dieses System nicht 100% zuverlässig ist, muss ich vermutlich nicht groß erwähnen. Hier funktioniert die Lösung von Eve deutlich besser, kostet Euch aber 40€ für den Eve Door & Window.

Alternativ zur Eve App könnt Ihr natürlich auch gleich die Apple HomeKit App nutzen um das Eve Thermo zu steuern. Die HomeKit App ist aber, was den Funktionsumfang angeht, etwas leichter als die spezielle Eve App.

 

Wie gut funktioniert Eve Thermo in der Praxis?

Betrachten wir zunächst die reine Kernfunktionalität, also das zuverlässige Steuern der Heizung. Hier macht das Eve Thermo einen herausragenden Job!

Dieses gehörte was das Erreichen meiner Wunsch-Temperatur angeht zu den mit Abstand zuverlässigsten smarten Thermostaten die ich bisher genutzt habe.

Vielleicht ein kleiner Kritikpunkt ist der relativ laute Motor (für ein Heizkörperthermostat), welcher aber nur sehr selten wirklich einsetzt und dann auch für vielleicht eine Sekunde.

Die Bluetooth Verbindung hat mich weniger gestört. Zum einen ist die Reichweite okay, man muss sich nicht zwingend im gleichen Raum befinden, auch einen Raum weiter ist meist noch eine Verbindung vorhanden. Zum anderen wie oft verstellt man seine Heizkörperthermostate?

Ich für meinen Teil programmiere diese einmal, vielleicht passe ich ab und zu mal den Zeitplan etwas an und dann laufen diese. Will ich die Temperatur außer der Reihe verändern befinde ich mich meist eh im gleichen Raum, daher stört die Bluetooth Verbindung eigentlich nicht.

Natürlich seid Ihr hier anders und wollt wirklich Eure Heizkörper von unterwegs steuern, dann ist das Eve Thermo nicht das richtige für Euch! Ja man kann dies mit dem Apple Homepod usw. machen, aber das ist natürlich nochmal was anderes.

Wenn geht es mir hier etwas ums Prinzip. Mit 70€ sind die Eve Thermo nicht günstig! Dafür könnte man auch eine Bridge und WLAN Funktionalität erwarten.

Im Gegenzug funktioniert aber das Zusammenspiel Eve Thermo und iPhone Xs (in meinem Fall) wirklich gut. Man muss nicht auf die Bluetooth Verbindung warten und die App läuft wunderbar!

Auch was den Datenschutz angeht ist natürlich die Bluetooth Verbindung ideal. Es gibt keinen Server der im Detail mitschreibt wann Ihr welche Temperatur in Eurem Haus habt. Ihr braucht nicht mal ein Benutzeraccount bei Eve.

Legt Ihr darauf Wert ist das Eve System natürlich Spitzenklasse.

 

Fazit

Erneut ein recht spezielles aber gutes Produkt aus dem Hause Eve! Starten wir ausnahmsweise mal mit den negativen Punkten des Eve Thermo, ehe wir zu den Pluspunkten kommen.

Es gibt drei Kritikpunkte am Eve Thermo. 1. Ihr habt eine eingeschränkte Reichweite aufgrund von Bluetooth 2. Das Eve Thermo gehört mit 70€ schon in die Premium Preisklasse 3. Ihr könnt Eve Produkte nur unter IOS nutzen.

Das Ihr das Eve Thermo nur mit IOS Geräten nutzen könnt muss für Euch natürlich nicht zwingend ein Nachteil sein. Seid Ihr voll im Apple Ökosystem sind die Eve Produkte für Euch natürlich ideal, aufgrund der perfekten Anpassung an IOS und Siri.

Legt Ihr gerade auf Apple HomeKit und die Steuerung via Siri Wert, dann ist auch der Preis von 70€ deutlich besser zu rechtfertigen. Ja es gibt jede Menge anderer smarten Heizungssysteme, auch viele wirklich gute, aber von diesen unterstützen nur wenige Apple Homekit und diese sind dann meist alles andere als günstig.

Was die Bluetooth Verbindung angeht kommt es etwas auf Eure Nutzungsgewohnheiten an. Programmiert Ihr das Thermostat einmal und verstellt dann nur gelegentlich die Temperatur, dann geht Bluetooth in Ordnung, zumal die Verbindung schnell und problemlos hergestellt wird.

Dennoch eine Steuerung von unterwegs oder von X Räumen entfernt, ist ohne weiteres so nicht möglich.

Neben Apple HomeKit bietet das Eve Thermo aber auch einige klare Vorzüge. Ich mag die Eve App unheimlich gerne. Diese bietet eine klasse Mischung aus Übersichtlichkeit und Detail Informationen.

Das Thermostat arbeitet sehr zuverlässig und unabhängig von irgendwelchen Hersteller-Servern. Selbst wenn Eve pleite gehen sollte, werden Eure Thermostate weiterarbeiten. Ideal auch aus Datenschutzsicht. Bei allen WLAN Thermostaten gibt es einen Hersteller-Server welcher alles mitloggt, beim Eve Thermo ist das nicht der Fall.

Auch das Design des Eve Thermo ist schick und das verbaute Display sehr praktisch! Wollt Ihr mal eben die Temperatur ohne Euer Smartphone zu nutzen hochdrehen, ist dies beispielsweise kein Problem!

Unterm Strich kommt es also darauf an ob Ihr voll im Apple Ökosystem seid und mit der Bluetooth Verbindung leben könnt. Falls ja erhaltet Ihr mit dem Eve Thermo ein klasse vernetztes Thermostat!

Das QNAP TS-963X-2G im Test, 10Gbit trifft auf 9 Slots und einen AMD SoC

Das TS-963X ist eins der spannendsten NAS Systeme aus dem Hause Qnap. Neben satten neun Laufwerksschächten, wovon vier speziell für SSDs gedacht sind, bietet dieses auch einen integrierten 10Gbit LAN Port.

Dies in Kombination mit dem AMD GX-420MC Prozessor, sollte das QNAP TS-963X zu einem sehr flotten System machen!

Dafür möchte allerdings QNAP auch rund 900€ haben. Ist dieser Preis aufgrund der Leistung gerechtfertigt?

Finden wir dies im Test des QNAP TS-963X heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an QNAP für das Zurverfügungstellen des QNAP TS-963X für diesen Test.

 

Das QNAP TS-963X-2G im Test

QNAP setzt beim TS-963X-2G auf einen sehr interessanten Aufbau. Das NAS ist grundsätzlich wie die meisten seiner Artgenossen ein viereckiger schwarzer Kasten.

Auf dessen Front finden sich insgesamt neun Einschübe für Laufwerke. Diese sind allerdings in einem 5+4 Design angeordnet, fünf große 3,5 Zoll Schächte oben und vier kleinere 2,5 Zoll Schächte unten.

Damit ist fast die komplette Front mit Laufwerken bedeckt. Lediglich links findet sich ein schmaler Streifen mit LEDs und Tasten.

Hierdurch ist das TS-963X-2G auch relativ kompakt für seine bis zu 9 Laufwerken. Dieses misst lediglich 22 x 19 x 24cm.

Was die Haptik und Verarbeitung angeht, macht das Qnap TS-963X-2G einen sehr soliden Eindruck. Man merkt, dass dieses versucht einem semi-professionellen Anspruch gerecht zu werden.

Das Gehäuse ist äußerlich größtenteils aus Metall gefertigt, lediglich die Front und die Lautwerkseinschübe sind aus Kunststoff.

Die Laufwerkseinschübe machen aber einen sehr guten und auch durchaus robusten Eindruck, obwohl diese aus Kunststoff gefertigt sind.

Die 3,5 Zoll Laufwerke setzen auf eine schraubenlose Montage. Es gibt hier seitliche Streifen welche in den Rahmen eingesetzt werden und die Festplatten fixieren. Die Festplatten sind erfreulicherweise auch durch kleine Gummi-Ringe entkoppelt.

Die 2,5 Zoll Laufwerke nutzen ebenfalls eine schraubenlose Montage. Eine Entkopplung gibt es jedoch nicht, dies ist auch bei SSDs nicht nötig.

Auf der Rückseite sticht sicherlich zunächst der große Lüfter ins Auge, viel wichtiger sind aber die Anschlüsse.

Hier verfügt das QNAP TS-963X-2G über zwei LAN Ports, drei USB Ports und einen 3,5mm Ausgang.

Einer der beiden LAN Ports unterstützt bis zu 10 Gbit Geschwindigkeiten, was ein sehr wichtiger Punkt bei diesem NAS ist. 10Gbit LAN ist leider selbst Anfang 2019 keine Selbstverständlichkeit, auch wenn 10Gbit Hardware sich so langsam beginnt durchzusetzen.

Zwei der drei USB Ports auf der Rückseite sind normale USB 2.0 Ports, der dritte hingegen ein schneller USB 3.0 Port. Ein weiterer USB 3.0 Port findet sich auf der Front.

Interessanterweise setzt QNAP auch bei diesem großen NAS auf ein externes Netzteil. Dieses ist mit 12V und 10A nicht übermäßig groß dimensioniert, sollte aber völlig reichen.

 

Software des QNAP TS-963X

QNAP setzt bei seinen NAS Systemen auf das sogenannte QTS Betriebssystem. QTS ist ein auf Linux basiertes Betriebssystem, welches so zusagen in Eurem Webbrowser läuft.

Ruft Ihr die IP Adresse des NAS Systems in Eurem Webbrowser auf, landet Ihr auf dem Log-in Bildschirm. Habt Ihr Euch erfolgreich eingeloggt, erwartet Euch eine vollständige Benutzeroberfläche, inklusive „Apps“, Taskleiste, Multitasking usw.

Vom Design geht QNAP einen etwas anderen Weg als der große Konkurrent Synology. Synology arbeitet mit sehr großen Bedienflächen, Icons und einfachen Beschriftungen.

QTS scheint sich hingegen ein gutes Stück mehr an „Profis“ zu richten. QTS ist zwar immer noch 10x einfacher als beispielsweise FreeNAS, bietet aber mehr Fachwörter usw. als Synologys Betriebssystem.

Gerade im Bereich „Speicher & Snapshots“ ist QTS durchaus als recht komplex zu bezeichnen.

Ich denke, dass jeder technikbegeisterte Nutzer hier gut klarkommen wird, aber absolute Einsteiger könnten doch von den vielen Einstellungen, Fachwörter wie Speicherpools, Thick-Volumes, Thin-Volumes, Virtual JBOD usw. etwas überwältigt werden.

Auch ich musste mich teilweise etwas durchklicken, um alle Optionen zu finden. Durch diesen etwas komplexeren Aufbau gibt es allerdings auch viele feinere Einstellungen die bei Synology zum Beispiel fehlen.

Ein Beispiel ist hier die Möglichkeit das Tempo der Raid 5/6 Synchronisation zu verstellen. Schneller = die Performance des NAS ist bei paralleler Nutzung langsamer, Langsamer = es dauert länger bis das RAID 5/6 erstellt bzw. wiederhergestellt ist, aber das NAS lässt sich mit normalem Tempo nutzen.

Auch was iSCSI usw. angeht, merkt man das Qnap sich mehr Richtung der professionellen Nutzer orientiert.

Etwas sehr Praktisches sind die sogenannten Snapshots. Bei Snapshots handelt es sich um im Hintergrund erstelle Abbilder Euerer Daten.

Ihr könnt beispielsweise das NAS anweisen alle 12 Stunden einen Snapshot zu erstellen, dann wird der jeweilige Zustand von allen Dateien gesichert. Habt Ihr ein Word Dokument ausversehen überschrieben, ist es so möglich dieses von einem früheren Zeitpunkt abzurufen.

Im Gegensatz zu richtigen Backups belegen Snapshots nicht direkt Speicherplatz. Diese werden für den Nutzer unsichtbar erstellt und so lange aufbewahrt wie Ihr eingestellt habt bzw. so lange der freie Speicher auf Eurem NAS nicht anderweitig genutzt wird.

Auch werden Snapshots sofort erstellt, es müssen keine Daten hin und her kopiert werden. Neben dem versehentlichem Überschreiben von Dateien bieten Snapshots auch einen guten Schutz vor Ransomware.

Unter „Systemsteuerung“ findet Ihr die grundlegenden Einstellungen des NAS, wie IP Adressen, Benutzerkonten, freigegebene Ordner usw.

Für freigegebene Ordner lassen sich einfach und schnelle Berichtigungen vergeben. Ebenso lassen sich freigegebene Ordner auf Wunsch verschlüsseln. Ihr habt hier genau genommen die Wahl, wollt Ihr das gesamte Laufwerk verschlüsseln, nur einzelne Ordner.

In der Systemsteuerung könnt Ihr auch die Lüftersteuerung an Eure Bedürfnisse anpassen, wann und wie das NAS in den Standby geht, ob es sich nach einem Stromausfall automatisch wieder hochfahren soll, nach wie vielen gescheiterten Log-in-Versuchen Nutzer ausgesperrt werden usw.

Auch lassen sich hier die gewünschten Netzwerk Protokolle ein- bzw. Ausschalten. Hier sind natürlich die üblichen Verdächtigen mit an Bord, wie SMB, AFP, NFS, FTP, SSH, WEBDAV, UPnP, Rsync, Time Machine usw.

 

QTier

Ein sehr spannendes Thema beim QNAP TS-963X ist Qtier. Die Möglichkeit SSDs als Cache bei NAS Systemen zu nutzen ist nichts mehr Neues. Dies ist auch bei diversen anderen Herstellern möglich und so natürlich auch beim QNAP TS-963X.

Allerdings hat sich Qnap sich hier etwas sehr Spannendes ausgedacht, Qtier.

Bei einem SSD Cache werden häufig genutzte Daten, zusätzlich zur Speicherung auf den HDDs, auch auf die SSDs verschoben. Greift Ihr nun auf die Daten zu, werden diese sofern auf der SSD vorhanden auch von dieser abgerufen.

Dies hat aber einen wichtigen Nachteil, der Speicherplatz der SSDs wird „verschenkt“. Habt Ihr 8TB HDD Speicher und 2TB SSD Speicher, könnt Ihr nur die 8TB der HDD nutzen und sehen.

Bei Qtier werden langsamere HDDs und SSDs gemischt. Anstelle die SSDs als reinen Cache zu nutzen werden diese regulär in den Speicherpool eingebunden. Habt Ihr also 8TB HDDs und 2TB SSDs könnt Ihr 10TB Speicher nutzen.

Dabei werden allerdings häufig genutzte Daten auf die SSD bzw. SSDs sortiert und „kalte“ Daten auf die HDDs.

 

Virtualization Station

Ein großer Punkt bei den großen Qnap NAS Systemen ist Virtualisierung. Zum einen könnt Ihr die NAS Systeme als Speicher für VMWare (hierfür sind diese zertifiziert) nutzen, zum anderen könnt Ihr auch komplette Betriebssysteme auf dem NAS laufen lassen.

Hierfür ist die App „Virtualization Station“ zuständig. Über diese könnt Ihr in Eurem Webbrowser ein beliebiges Betriebssystem installieren.

Der AMD GX-420MC im QNAP TS-963X ist eine X86 CPU, daher könntet Ihr auch Windows virtualisieren.

Erwartet allerdings auch keine Wunder! Der AMD GX-420MC ist kein Leistungsmonster und die 2GB RAM der Basis Version sind auch alles andere als großzügig. Letztere könntet Ihr aber auch bis zu 16GB aufrüsten, was gerade bei virtuellen Maschinen sinnvoll ist.

 

Sonstige Qnap Apps

Jedes Qnap NAS System ist mit einem App Store ausgestattet, in welchem sich hunderte zusätzliche Programme finden. Beispielsweise wenn Ihr einen Plex Media Server nutzen wollt, die Owncloud Apps oder auch Docker Container werdet Ihr fündig.

Ebenfalls sind diverse Apps für die Synchronisation mit diversen Cloud Diensten wie Dropbox usw. verfügbar.

Eine vollständige Auflistung und Vorstellung würde in diesem Test doch etwas den Rahmen sprengen.

 

Interessant wären hier abschließend aber noch die Mobile Apps wie die Note Station, welche eine Art Evernote auf dem eigenen NAS ist, oder die Music Station, welche es Euch über die passende Smartphone App erlaubt Eure eigene Musik aufs Smartphone zu streamen „das persönliche Spotify“.

 

Performance

Im QNAP TS-963X arbeitet der AMD GX-420MC Prozessor. Nie von gehört? Nicht überraschend, denn der AMD GX-420MC ist als Exot zu bezeichnen. Es handelt sich bei diesem um einen AMD Embedded SoC, also ein Chip der speziell für Mediaplayer, Fernseher, Kassensysteme, Bankautomaten usw. vorgesehen ist. Alles Orte wo nicht übermäßig viel Leistung benötigt wird bzw. nur sehr spezielle Anwendungen ausgeführt werden, die speziell auf den SoC optimiert werden.

Der AMD GX-420MC ist kein ganz neuer Chip, dieser ist zwar noch lange nicht end of Life aber auch schon seit 2014/2015 im Umlauf. Es handelt sich bei diesem um einen Quad Core mit 2Ghz, welcher auf der Puma Architektur von AMD basiert. Dieser ist mit dem AMD A8-6410 in Desktop PCs vergleichbar.

Als Chipsatz für den 10Gbit LAN Port nutzt Qnap den Aquantia AQC107.

Kommen wir damit zum Test. Ich habe hier ausschließlich den 10Gbit LAN Port genutzt, wie auch einen ASUS XG-U2008 10Gbit Switch und die ASUS XG-C100C LAN Karte. Aufseiten der Einstellungen habe ich lediglich Jumbo Frames aktiviert.

Als Festplatten kamen vier 6TB Seagate Iron Wolf HDDs zu Einsatz, welche recht flotte Festplatten sind. Als SSDs habe ich Crucial MX500 genutzt.

Starten wir auch mit einem ersten „SSD Test“. Qnap selbst gibt die Leistung des NAS mit 779MB/s bzw. 569MB/s an. Kann ich diese Werte bestätigen?

Leider nicht ganz! In meinem Test erreichte das NAS maximal 584MB/s lesend bzw. 328MB/s schreibend. Dies sind natürlich keine schlechten Werte, ganz im Gegenteil!

Woher kommt der Unterschied zu den Qnap eigenen Werten? Qnap hat zum einen nicht die SMB Performance gemessen, sondern das Tool IOMeter genutzt, welches möglicherweise einen geringeren Overhead hat als SMB.

Zum anderen ist es möglich das Qnap die 8GB Version des TS-963X getestet hat. Ich habe für diesen Test nur die 2GB Version!

Mehr RAM bringt bei einem NAS erfahrungsgemäß durchaus ein Stück mehr Performance, sicherlich keine 200MB/s mehr, aber etwas.

Leider hatte ich zum Zeitpunkt dieses Tests keine 8GB SO-DIMM DDR3 Speicherriegel herumliegen, aber immerhin einen 2GB Riegel.

Daher hier einmal der gleiche Benchmark nur mit 4GB anstelle von 2GB.

Dies hat lesend die Performance schon einmal auf über 620MB/s gedrückt und auch schreibend einen positiven Effekt gehabt.

Mit 8GB RAM wären sicherlich noch mal etwas mehr möglich.

Wie steht es aber um HDDs? Diese sind ein gutes Stück langsamer, aber wie viel langsamer, vor allem in den diversen verfügbaren RAID Optionen?

(Ja mir ist es auch ein Rätzel warum beim SSD Raid 0 die Schreibperformance leicht sinkt! Möglicherweise liegt dies an den mir verfügbaren SSDs)

Leistungsaufnahme

Der wichtigste Faktor bei einem NAS was den Energieverbrauch angeht sind ganz klar die HDDs. Eine Festplatte kann gut und gerne 6-10W Strom fressen.

Aber wie steht es um das NAS selbst?

Leider ist das QNAP TS-963X mit rund 30W im Leerlauf (mit einer SSD) nicht das aller sparsamste NAS auf dem Markt.

Dieses ist kein Energieschlucker, aber man merkt auch, dass der AMD GX-420MC nicht der ganz sparsamste Chip ist.

 

Fazit

Das QNAP TS-963X* ist ein herausragendes NAS für alle Nutzer die eine große und vor allem schnelle Datenablage suchen!

Dies natürlich gerade aufgrund des 10 Gbit LAN Ports und der vier separaten SSD Schächte.

Hier unterstützen einen Technologien wie Qtier auch in der Praxis die maximale Leistung zu erhalten. Qtier erlaubt es SSDs und HDDs gemeinsam in einem Speicherpool zu nutzen und auf die jeweiligen Stärken der Technologien zurückzugreifen, ohne die Nachteile eines einfachen SSD Caches.

Natürlich verfügt das QNAP TS-963X auch über diverse Multimedia Fähigkeiten und Apps, wie den Plex Media Server, die Note Station, die Music Station usw.

Allerdings merkt man dem TS-963X und QTS klar an, dass dieses primär auf Geschäftskunden oder „semi-professionelle“ Nutzer fokussiert ist.

Es gibt gerade rund um den Speicher sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und Optionen, welche vermutlich die wenigsten Anfänger interessieren würden.

Hier kann man das Qnap System auch durchaus als stärker einstufen als die Konkurrenz aus dem Hause Synology. Ähnliches gilt auch für Virtualisierungstechnologien, wo das TS-963X diverse Optionen mitbringt.

Kurzum, das QNAP TS-963X ist ein NAS System welches sich an professionelle oder semi-professionelle Nutzer richtet, denen es primär um die Datensicherheit, Performance und erweiterte Funktionen wie Virtualisierung, Snapshots, ISCSI usw. geht. Hier macht dieses auch einen klasse Job! Das TS-963X ist mehr als ein reiner Netzwerkspeicher.

Verglichen mit der Konkurrenz geht hier auch der Preis von unter 900€ für das QNAP TS-963X* völlig in Ordnung.

Positiv

  • 10 Gbit LAN
  • 5+4 Lautwerksschächte
  • Sehr großer Funktionsumfang, auch im Multimedia Bereich
  • Qtier, Snapshots und andere interessante Funktionen vorhanden
  • RAM vom Nutzer leicht aufrüstbar

Neutral

  • Maximale Performance liegt bei 650MB/s bzw. 400MB/s

Negativ

  • Energieverbrauch leicht überdurchschnittlich

Die neue Innr E27 Smart LED Lampe (RB 285C) im Test, weiterhin die beste alternative zu Philips Hue?

Mit der RB 285C hat Innr die neuste Auflage seiner beliebten smarten RGB LED Glühbirne auf den Markt gebracht.

Dabei bietet auch die neue Version auf dem Papier alle Vorzüge der alten Version. Das Wichtigste ist natürlich der Zigbee funkt Standard, welcher es erlaubt die Innr E27 Smart LED Lampe mit diversen Smart Home Systemen, wie Philips Hue oder dem Amazon Echo Plus zu verbinden.

Ich glaube man braucht nicht darüber streiten das Philips Hue das so ziemlich beste Smart Home Beleuchtungssystem ist. Zum einen sind natürlich die Philips Hue Birnen und Lampen sehr gut, zum anderen bietet die Software einen großen Funktionsumfang und wird großflächig unterstützt.

Dies lässt sich allerdings Philips auch sehr gut bezahlen!

Hier kommt nun Innr ins Spiel. Die Innr E27 Smart LED Lampe (RB 285C) kostet 30€ und damit gute 10€ weniger als das Modell von Philips.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die Innr RB 285C auch so gut wie das originale Philips Produkt? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Innr für das Zurverfügungstellen der RB 285C für diesen Test!

 

Die Innr E27 Smart LED Lampe (RB 285C) im Test

Innr setzt bei seiner smarten LED Birne auf ein recht klassisches Design. Die LED „Birne“ hat die typische Form einer Glühbirne, wodurch diese in so ziemlich sämtliche Lampen passen sollte.

Diese misst von Kopf bis Fuß eine Länge von 119,90mm und einen maximalen Durchmesser von 59,8mm.

Damit kann man die Innr als vergleichsweise kompakt einstufen, für eine smarte LED Glühbirne. Gerade die WLAN Modelle neigen oftmals dazu etwas größer zu sein.

Was das Design angeht setzt Innr bei der RB 285C auf ein weißes Kunststoff Gehäuse mit einer halb durchsichtigen Kunststoffabdeckung auf der Oberseite.

Die Verarbeitung und den generellen Qualitätseindruck kann man nur als positiv einstufen. Die Birne wirkt angenehm wertig.

 

Innr LED Birnen und Philips Hue?

Erfreulicherweise ist es aber möglich 3. Anbieter LED Glühbirnen in das Philips Hue System einzubinden. Diese Birnen müssen nur eine Anforderung mitbringen, sie müssen den Zigbee Standard unterstützen. Zigbee ist ein Funk/ Kommunikationsstandard für diverse Smart Home Geräte, aber primär Lampen und Leuchten.

Da die Innr RB 285C Zigbee sogar in Version 3.0 unterstützt könnt Ihr diese einfach mit einer Philips Hue Bridge koppeln.

Gibt es Nachteile durch die Nutzung von nicht originalen Lampen im Hue System?

Grundsätzlich lassen sich 3. Anbieter Lampen genau wie originale Lampen in das System einbinden und verwalten.

Ihr könnt diese über die App oder Hue Schalter schalten, Gruppen bilden (auch gemeinsam mit originalen Lampen), mit Amazon ALEXA oder dem Google Assistenten steuern usw. Es gibt hier keinen Unterschied zu den originalen Philips Lampen. Auch meckert die App nicht, dass Ihr keine Philips Lampen nutzt.

Es gibt lediglich zwei Punkte, bei welchen es Einschränkungen gibt.

Zum einen gibt es keinen Apple HomeKit Support für Leuchtmittel, welche nicht von Philips stammen, zum anderen funktioniert die Hue Sync Software nicht.

Ich denke Letztere ist eh sehr speziell und daher für viele Nutzer nicht so relevant. Der Apple HomeKit Support schmerzt hier eher. Ohne Apples HomeKit Geschäftsmodell ganz genau zu kennen, könnte es sein, dass Philips pro mit HomeKit verbundenem Leuchtmittel Lizenzgebühren zahlen muss, auch wenn es sich um 3. Anbieter Lampen handelt.

Dies würde auch erklären warum ALEXA und der Google Assistent funktioniert, aber HomeKit nicht.

Wichtig! Nur weil Ihr eine 3. Anbieter Lampe in Eurer Hue System einbindet, wird der HomeKit Support nicht einfach global deaktiviert, sondern auch nur für diese eine Lampe.

 

Zigbee 3.0?

Eine Neuerung bei der Innr E27 Smart LED Birne (RB 285C) vergleichen mit ihrem Vorgänger ist Zigbee 3.0.

Was ist aber an Zigbee 3.0 neu, besser oder anders? Zigbee 3.0 bringt für Euch erst einmal keine massive Veränderung mit.

Innerhalb des Zigbee Standards gab es diverse Unterprotokolle. Daher konnte es passieren, dass eine Lampe trotz der Nutzung von Zigbee möglicherweise nicht mit allen Zigbee Systemen kompatibel war.

Dies wurde nun mit Zigbee 3.0 vereinheitlicht. Ihr könnt die Innr RB 285C mit allen Zigbee 3.0 Systemen nutzen und müsst nicht auf irgendwelche speziellen Protokolle achten.

Eine kleine, aber sicherlich sinnvolle Neuerung.

 

Das Licht

Das wichtigste bei der LED Glühbirne ist aber natürlich die Helligkeit. Hierfür habe ich mir vier Birnen geschnappt, die aktuelle Innr E27 Smart LED Birne (RB 285C), die alte Innr E27 Smart LED Birne (RB 185), die aktuelle Philips Hue 3. Gen RGB LED Birne und die alte Philips Hue 2. RGB LED Birne.

Starten wir mit einem subjektiven Eindruck. Weißes Licht, egal ob nun warm- oder kalt-Weiß, wird von allen vier Birnen ähnlich gut wiedergegeben. Es gibt hier keinen Signifikaten qualitativen Unterschied.

Türkis von links nach rechts, Philips Hue „alt“, Innr, Philips Hue „aktuell“

Etwas anders sieht es bei den Farben aus. Die alte Philips Hue 2. Gen Birne hat beispielsweise bei grünem und türkisem Licht massive Probleme!

Dieses wird lediglich völlig verwaschen dargestellt. Dies hat Philips mit der 3. Generation behoben. Bei Innr hatte weder die alte noch die neue Birne Probleme mit irgendeiner Farbe.

Grün von links nach rechts, Philips Hue „alt“, Innr, Philips Hue „aktuell“

Das komplette RGB Spektrum wird hier sauber dargestellt. Teils wirkt die Philips Hue 3.Gen etwas satter von den Farben, dieser Eindruck kann aber täuschen.

Die Innr Birnen scheinen hier etwas heller zu sein, wodurch die Farben nicht ganz so satt wirken, es aber in Wirklichkeit sind.

 

Die Helligkeit, Weiß

Wie steht es aber um die Helligkeit? Starten wir hier zunächst mit den Weißtönen. Hier ist die Helligkeit bei einem Abstand von ca. 30cm unterhalb der Birne gemessen.

Zusätzlich gibt es eine zweite Messung in einem 45 Grad Winkel.

Interessant! Die neue Innr 285C scheint etwas dunkler zu sein als die alte Innr 185C. Die Philips Hue Modelle wiederum im Schnitt etwas heller als beide Innr Modelle. Diese Beobachtung deckt sich auch mit meinen alten Tests.

Allerdings ist das Licht bei den Philips Hue Birnen etwas fokussierter. Schauen wir uns die Messwerte im 45 Grad Winkel an, dann zeigt sich ein anderes Bild.

Hier sind plötzlich die Birnen von Innr, sowohl die alte wie auch die neue, ein gutes Stück heller als die Philips Hue Birnen.

Dies deckt sich auch mit meiner subjektiven Einschätzung. Die Lichtabstrahlung ist bei Innr ein stückweit gleichmäßiger als bei Philips.

In einer Deckenlampe, die von oben nach unten hängt, macht also eine Philips Hue White and color mehr Sinn. Bei einer anderen Orientierung sind die Modelle von Innr etwas besser bzw. heller.

 

Die Helligkeit, RGB

Schauen wir uns noch einmal die Farben an. Wie schlägt sich hier die RB 285C?

Erstaunlich! Hier ist die neue Innr E27 Smart LED Lampe ein Stück weit heller als das alte Modell. Auch ist die Innr RB285C ein Stück weit heller als beide Philips Hue Modelle, unabhängig vom Winkel.

Dies passt auch zur subjektiven Beobachtung.

 

Fazit

Die neue Innr E27 Smart LED Lampe (RB 285C)* steht den Philips Hue White and color Modellen qualitativ nichts nach!

Es gibt Bereiche wo eine Philips Hue White and color etwas besser ist, aber genauso viele wo auch die Innr E27 Smart LED mehr überzeugen kann.

Der größte Pluspunkt für die Innr E27 Smart LED ist die etwas gleichmäßigere Abstrahlung des Lichts in alle Richtungen, wie auch natürlich der günstigere Preis.

Habt Ihr einen Amazon Echo Plus und wollt direkt LED Birnen mit diesem verbinden, dann würde ich die Innr E27 Smart LED Lampe (RB 285C) vermutlich der Philips Hue White and color vorziehen.

Habt Ihr eine Philips Hue Bridge kommt es etwas darauf an, ob Ihr Apple HomeKit braucht, falls nein ist die Innr E27 Smart LED Lampe (RB 285C) eine gute und günstigere alternative zu den Philips Modellen!

Link zum Hersteller /// bei Amazon

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Der Anker PowerCore 10000mAh Redux im Test, super kompakt und super gut?

Powerbanks gibt es viele auf dem Markt. Dementsprechend versuchen die meisten Hersteller mit besonders aufwendigen Modellen, welche über X Ports und Feature verfügen, auf sich aufmerksam zu machen.

Anker geht mit dem neuen PowerCore 10000mAh Redux einen etwas anderen Weg. Der PowerCore Redux setzt anstelle auf X Funktionen auf ein sehr minimalistisches Design und besonders kompakte Abmessungen.

Genau genommen schickt sich der PowerCore 10000mAh Redux dazu an die kompakteste Powerbank mit 10000mAh zu sein.

Klingt doch interessant? Wollen wir uns daher doch einmal im Test ansehen ob der PowerCore 10000mAh Redux von Anker wirklich überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das Zurverfügungstellen des PowerCore 10000mAh Redux für diesen Test.

 

Der Anker PowerCore 10000mAh Redux im Test

Das was am Anker PowerCore 10000mAh Redux sicherlich am meisten heraussticht, ist die Größe. Für eine 10000mAh Powerbank ist der PowerCore Redux unheimlich kompakt, zumindest wirkt dieser so.

Die Powerbank ist kaum größer als die üblichen 6700mAh Modelle und deutlich kompakter als die meisten 10000mAh Powerbanks die man regulär auf dem Markt findet.

Allerdings trügt dieser Anschein ein ganz klein wenig. Der Anker PowerCore 10000mAh Redux ist mit 103 x 53 x 25mm zwar extrem kompakt, aber ein Anker PowerCore II kommt auch nur auf 97 x 63 x 22mm, was effektiv auf das gleiche Volumen heraus kommt.

Hier vergleichen wir dann allerdings auch die beiden so ziemlich kompaktesten 10000mAh Powerbanks auf dem Markt.

Auch was das Gewicht angeht ist der PowerCore Redux mit 183g angenehm leicht.

Beim Gehäuse setzt Anker auf ein zweiteiliges Design. Die untere Hälfte der Powerbank besteht aus einem normalen matten Kunststoff. Die obere Hälfte hingegen aus dem stark texturierten Kunststoff, den Anker bei seiner PowerCore II Serie eingeführt hat.

Hierdurch fühlt sich die Powerbank etwas wertiger an. Allerdings in der Praxis zerkratzt auch dieser Kunststoff leider recht schnell, dies ist aber normal.

Was die generelle Wertigkeit und Verarbeitung angeht, ist die Powerbank nur als Top zu bezeichnen. Es hat einen Grund warum Anker die Nummer 1 unter den Powerbank Herstellern ist.

Technisch merkt man das der Fokus von Anker allerdings eher auf einer einfachen und guten Powerbank lag.

Der PowerCore 10000mAh Redux verfügt lediglich über einen USB Ausgang auf der Front. Dieser unterstützt natürlich Ankers PowerIQ und auch VoltageBoost Technologie.

VoltageBoost misst den Widerstand Eures Ladekabels und hebt dementsprechend die Spannung auf dem USB Port etwas an, um diesen Widerstand zu kompensieren. Ja das funktioniert und macht die Powerbank gerade bei schlechten Ladekabeln sehr effektiv!

Dennoch bleibt der USB Ausgang ein normaler 5V 2,4A Port, ein sehr guter sicherlich, aber Schnellladen wird im engeren Sinne nicht unterstützt.

Selbiges gilt auch für den microUSB Eingang auf der Seite, welcher 5V 2A aufnehmen kann.

Abseits davon verfügt die Powerbank noch über einen Einschalter, welcher in Kombination mit vier blauen LEDs zum Überprüfen des Ladestands genutzt wird. Einschalten tut die Powerbank sich automatisch, wenn Ihr ein Smartphone verbindet.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

 

Die Kapazität, wirklich so kompakt?

Starten wir wie üblich mit der Kapazität in den eigentlichen Test. Anker gibt die Kapazität mit 10000mAh an, messen konnte ich 8776mAh @3,7V bzw. 32,474Wh.

Dies entspricht rund 88% der Herstellerangabe, was ein guter Wert ist! Warum sind 88% ein guter Wert?

Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die im Inneren verbauten Akkuzellen. Diese werden auch hier vermutlich die beworbenen 10000mAh haben. Allerdings beim Entladen der Akkuzellen muss die Spannung von 3,7V auf 5V angehoben werden. Zusätzlich gibt es diverse Steuerungselektronik, welche auch etwas Energie abzwackt.

Hierdurch ist das Entladen nicht 100% effizient. 88% „echte“ Kapazität sind daher kein schlechtes Ergebnis.

Wie steht es aber um die Abmessungen? Ist der Anker PowerCore Redux wirklich so kompakt für 8776mAh?

Orange = Powerbanks mit vergleichbarer Kapazität

 

Ja, der Anker PowerCore Redux ist überdurchschnittlich kompakt für eine 10000mAh Powerbank. Allerdings wird das Kapazität pro cm³ Volumen Verhältnis besser umso mehr Kapazität eine Powerbank hat.

Eine 20000mAh PB hat es also leichter ein gutes Kapazität zu Größen Verhältnis zu bieten.

Auch habe ich in dieser Tabelle alle Powerbank eckig gerechnet. Praktisch wird der PowerCore Redux noch ein gutes Stück kleiner wirken.

Wo der PowerCore Redux sehr gut abschneidet ist beim Gewicht bzw. beim Verhältnis Gewicht zu Kapazität.

Orange = Powerbanks mit vergleichbarer Kapazität

 

Ladetempo

Auf dem Papier bietet der Anker PowerCore 10000mAh Redux einen einfachen 5V 2,4A USB Ausgang. Allerdings sind Anker Powerbanks dafür bekannt recht viel aus solch einem einfachen USB Ausgang zu machen.

Schauen wir uns zunächst die Spannung an.

Der PowerCore 10000mAh Redux verfügt über ein etwas höheres Spannungslevel, was sehr gut ist! Unter anderem aufgrund Eures Ladekabels geht immer etwas Spannung „verloren“. Hat eine Powerbank nun glatt 5V oder sogar nur 4,9V kann dieser Spannungsverlust bei schlechteren oder längeren Kabeln schnell negativ auf das Ladetempo auswirken. 5,1-5,2V bieten hier immer einen kleinen Puffer.

Dies hat sich in unzähligen Powerbank Tests auch bestätigt, dass die beste Ladegeschwindigkeit immer bei den Powerbanks mit 5,1-5,2V zu finden ist (die USB Spezifikation erlaubt bis zu 5,25V).

Wie schaut es aber in der Praxis aus?

Wie zu erwarten war, schlägt sich der PowerCore in Kombination mit allen Smartphones welche ich zur Verfügung habe sehr gut!

Es wird immer das maximale Ladetempo erreicht, welches ohne die Nutzung von Quick Charge, USB Power Delivery usw. möglich ist.

 

Wiederaufladetempo des Anker PowerCore 10000mAh Redux

Anker wirbt mit einem Ladetempo von 5V 2A. Dies kann ich so auch zu 100% bestätigen, die Powerbank nimmt ca. 1,9xx A auf.

Hierdurch ergibt sich eine Ladezeit von knapp über 5 Stunden, da das Ladetempo bei den letzten 10% ein Stück weit abfällt.

 

Fazit

Der Anker PowerCore 10000mAh Redux ist eine sehr gute „Basic“ Powerbank, welche vor allem mit ihrem sehr kompakten und handlichen Design überzeugen kann.

Gerade das Gehäuse ist qualitativ wie bei Anker typisch absolut top!

Technisch ist diese, abseits der kompakten Abmessungen, aber eher als unspektakulär einzustufen. Anker setzt hier auf einen normalen 2,4A 5V USB Ausgang.

Dieser ist wie bei Anker typisch sehr gut und lädt alle denkbaren Smartphones zuverlässig und flott, ist aber auch kein Schnellladeport. Ähnliches gilt auch für den Eingang zum Wiederaufladen der Powerbank.

Daher unterm Strich meine Empfehlung. Habt Ihr ein Smartphone, welches den Quick Charge Standard unterstützt, dann würde ich eher zum Anker PowerCore II 10000mAh greifen. Dieser ist ähnlich kompakt, bietet aber schnelleres laden und geladen werden, dank Quick Charge.

Unterstützt Euer Smartphone kein Quick Charge, wie die Modelle von Apple, Google oder Huawei, und Ihr sucht eine gute und kompakte allround Powerbank, dann kann ich den Anker PowerCore 10000mAh Redux Euch empfehlen.

Anker PowerCore 10000mAh Redux
Angegebene Kapazität 10000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 8776mAh @3,7V bzw. 32,474Wh
Erreichte Kapazität in % 88%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 1,9A
Geteste Geräte
Apple iPhone Xs +
Samsung Galaxy Note 9 +
Apple iPad Pro 0
Google Pixel 2 XL +
Huawei Mate 10 Pro +
Nintendo Switch 0
Apple MacBook Pro late 2016
Kapazität 88%
Verarbeitung 90%
Ladegeschwindigkeit 80%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 85%
Preis / Leistung ★★★★
Testergebnis ★★★★

Die Sony HT-ZF9 Soundbar im Test

Die integrierten Lautsprecher in Fernsehern klingen meist furchtbar, selbst bei hochpreisigen Modellen. Hatte man hier früher auf große Standlautsprecher oder aufwendige 5.1 oder 7.1 Sound-Systeme gesetzt, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Soundbars durchgesetzt um für einen besseren Klang im Wohnzimmer zu sorgen.

Soundbars sind angenehm kompakt, stören nicht und bieten dennoch im Optimalfall eine deutliche Klangsteigerung.

Modelle gibt es hier auf dem Markt einige! Einige davon habe ich auch schon für techtest.org getestet.

Einer der größten und auch klar besten Hersteller was Fernseher angeht, ist Sony. Daher überrascht es auch nicht, dass Sony ebenfalls Soundbars anbietet.

Eins der neusten Modelle der gehoben Mittelklasse ist die Sony HT-ZF9. Diese soll nicht nur durch einen hervorragenden Klang überzeugen, sondern auch durch diverse Bonusfunktionalitäten, wie Bluetooth, WLAN Streaming usw.

Aber gelingt dies? Finden wir es im Test der Sony HT-ZF9 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Sony für das Zurverfügungstellen der HT-ZF9 für diesen Test.

 

Die Sony HT-ZF9 Soundbar im Test

Wie die meisten High End Soundbars besteht auch die Sony HT-ZF9 aus zwei Komponenten. Dies wäre zum einen natürlich die Soundbar selbst und zum anderen der Subwoofer.

Starten wir mit der Soundbar. Diese ist mit rund ein Meter Breite vergleichsweise lang, was aber bei aktuellen Fernsehern kaum stören sollte.

Dafür ist diese aber mit einer Höhe von 6,4cm und einer Tiefe von 9,9cm angenehm schmal. Es sollte also kein Problem darstellen die Soundbar einfach vor den Fernseher zu legen, ohne dass diese einen Teil des Bildes blockiert.

Alternativ ist es auch möglich die Soundbar über dem Fernseher aufzuhängen, Sony bietet hierfür eine passende Halterung an oder es gibt auch jede Menge universelle Aufhängungen.

Soundbars sind in der Regel nicht übermäßig schwer, was auch für die Sony HT-ZF9 gilt. Die Soundbar ist wie oft üblich aus Kunststoff gefertigt, dafür fühlt diese sich aber überdurchschnittlich dicht an.

Man merkt, dass im Inneren durchaus einiges an Elektronik vorhanden ist.

Auf der Font habt Ihr die Wahl, wollt Ihr die „nackte“ Soundbar oder wollt Ihr die mitgelieferte Abdeckung nutzen. Letztere ist aus Aluminium gefertigt und hält sich magnetisch am Lautsprecher.

Unter der Abdeckung befinden sich drei Lautsprecher Treiber, wie auch ein kleines Display. Dieses ist aber so gestaltet, dass es auch noch halbwegs lesbar ist, selbst wenn die Abdeckung angebracht ist.

Auf der Oberseite der Sony HT-ZF9 Soundbar befinden sich sechs kapazitive Tasten, um die Soundbar zu steuern. Hierzu gehört das Ein/Ausschalten, das Wechseln des Eingangs, die Lautstärke usw.

Natürlich liegt auch eine Fernbedienung bei, welche für Soundbar Verhältnisse ausgesprochen gut und hochwertig ist!

Was die Anschlüsse angeht finden wird zwei HDMI Eingänge, einen HDMI Ausgang, einen LAN Port, einen USB Port, einen 3,5mm Eingang und einen optischen Eingang auf der Rückseite.

Damit ist die Sony HT-ZF9 schon verdammt ordentlich ausgestattet! Hinzu kommt auch noch Bluetooth und WLAN!

Was mich etwas stört, ist das Stromkabel, welches fest mit der Soundbar verbunden ist. Hängt Ihr diese über Euren TV könnte das Stromkabel etwas knapp werden, ohne, dass hinterm Fernseher ne Steckdosenleiste baumelt.

Kommen wir damit zum Subwoofer. Dieser ist mit 19 x 38 x 38cm ein ziemlicher Brocken! Zudem ist der Subwoofer auch aus Holz gefertigt, auch wenn es sich um Pressspanplatten handelt.

Der Subwoofer kommuniziert via Funk mit der Soundbar, Ihr könnt diesen also irgendwo leicht versteckt aufstellen.

Dies würde ich auch machen, denn während mir die Soundbar vom Design recht gut gefällt, ist der Subwoofer ein wenig langweilig/generisch. Hier merkt man, dass sich niemand wirklich um das Design des Subwoofers gekümmert hat.

Auch die Verarbeitung des Subwoofers würde ich eher als „grob“ einstufen. Die Soundbar selbst wirkt einfach eine Stufe höherwertiger.

Was den Aufbau des Subwoofers angeht, haben wir ein normales Front Fire Design. Es befindet sich also ein größerer Treiber auf der Front, der sich um den Klang kümmert. Unterhalb des Treibers ist zudem ein großes Bassreflexrohr angebracht.

Die hier verwendete Stoffabdeckung lässt sich im Übrigen nicht abnehmen!

 

WLAN!

Die meisten anderen Soundbars auf dem Markt sind, wenn man so will, einfache „dumme“ Lautsprecher. Manche Modelle haben Bluetooth, aber dies ist meist schon das höchste der Gefühle.

Die Sony HT-ZF9 Soundbar ist hier etwas anders. Diese besitzt neben Bluetooth auch WLAN und LAN.

Hierdurch lassen sich einige Bonus Funktionalitäten wie Spotify Connect oder Google Chrome Cast realisieren.

Auch Webradio ist mit an Bord!

Ob man dies nun bei einer Soundbar braucht, hängt sicherlich vom Nutzer ab, aber ich begrüße immer mehr Funktionen.

 

Klanglicher Aufbau und Sound Profile

Die Sony HT-ZF9 verfügt über insgesamt vier Treiber, drei davon in der Soundbar und einer im Subwoofer.

Bei den drei Treibern in der Soundbar handelt es sich um ca. 40mm Modelle und im Subwoofer steckt ein ca. 125mm Treiber.

Daran kann man schon erkennen, dass die Soundbar ohne den Subwoofer ziemlich aufgeschmissen ist! Und ja ohne Subwoofer klingt die Soundbar jenseits von traurig.

Daher würde ich auch für einen optimalen Klang nicht empfehlen den Subwoofer zu sehr von der Soundbar zu trennen. Im Optimalfall steht beides direkt nebeneinander, damit es einen Klang aus „einem Guss“ gibt.

Um den Klang besser auf das Geschehen oder Eure Wünsche anzupassen, bietet die Sony HT-ZF9 Soundbar einige vor eingestellte Soundprofile, wie Cinema, Music, Game, News, Sports, Standard, Night usw.

Wie leider bei den meisten Soundbars, die ich bisher getestet habe, klingen die meisten dieser Profile für mich einfach nur furchtbar! Gerade Cinema, welches versucht einen Raumklang zu erzeugen, klingt in keinen Situationen gut.

Vielleicht habe ich hier einen merkwürdigen Geschmack, aber ich würde die Sony HT-ZF9 Soundbar dauerhaft im „Musik“ oder „Standard“ Profil laufen lassen.

Hier klingt diese am klarsten und natürlichsten, während sie in den anderen Profilen oftmals einfach etwas blechern ist.

Lasst Euch im Übrigen nicht zu sehr von dem virtuellen Raumklang ködern, den alle Soundbar Hersteller immer bis zum Gehtnichtmehr bewerben.

Eine Soundbar kann nicht einen Klang wie ein richtiges 5.1 System produzieren. Es gibt Modelle die schaffen einen etwas breiteren Klang als andere, aber einen wirklichen Raumklang bekommt kein Modell hin. Auch nicht die Sony HT-ZF9!

Im Cinema Modus mag der Klang wirklich etwas „größer“ und weiter sein, aber er ist dadurch nicht wirklich besser. Daher bevorzuge ich auch in Filmen eher den normalen Musik Modus.

 

Klang der Sony HT-ZF9

Kommen wir damit auch zum Klang der Soundbar. Ich beurteile den Klang der Soundbar hier einfach mal primär im Musik Preset und auch viel bei einer reinen Musikwiedergabe. In der Regel klingt ein Lautsprecher der Musik sauber wiedergibt auch bei Filmen gut.

Starten wir mit dem größten Schwachpunkt der Sony HT-ZF9 und das wären die Höhen. Diese sind nicht schlecht, aber klar schlechter als die anderen Klangbereiche.

Die Höhen sind ausreichend sauber und auch was die Natürlichkeit angeht soweit okay. Allerdings fehlt ein wenig die Luftigkeit nach oben, für ein perfektes Ergebnis.

Deutlich besser sind die Mitten. Gerade mit Subwoofer im Rücken sind diese absolut tadellos! Stimmen werden hervorragend und auch sehr gut verständlich wiedergegeben.

Dies gilt dabei sowohl für Musik wie aber auch für Filme! Auch die generelle Klangfülle stimmt.

Selbstverständlich ist dafür der Subwoofer fast alleinig zuständig. Die Soundbar selbst schafft wirklich nur die Höhen und die oberen Mitten. Der Subwoofer hilft also auch im unteren Mittenbereich schon etwas aus.

Ich war zwar optisch vom Subwoofer nicht so angetan, aber klanglich ist dieser als tadellos zu bezeichnen! Der Subwoofer bietet einen satten und sehr dynamischen Bass, welcher auch generell nur als hochwertig zu loben ist.

Dies lässt sich natürlich analog auf den gesamten Bass der Soundbar übernehmen.

Unterm Strich bietet die Sony HT-ZF9 also tendenziell einen etwas wärmeren aber angenehm vollen und satten Klang! Diese eignet sich dabei sowohl für Filme, wie aber auch Musik.

Grundsätzlich wird die Sony HT-ZF9 mit fast allen Wohnzimmergrößen klarkommen, wobei natürlich der Bass in sehr großen Wohnzimmern etwas weniger druckvoll rüber kommt, als in einem mittleren Wohnzimmer.

Dennoch, sofern Ihr kein 80m² Wohnzimmer habt, wird die Sony HT-ZF9 Soundbar einen guten Job machen.

 

Fazit

Ist die Sony HT-ZF9 Soundbar um die 600€ wert? Das kommt etwas auf Eure Ansprüche an! Es ist für 600€ möglich Lautsprecher zu finden, die einen ausgewogeneren und auch besseren Klang liefern also die Sony HT-ZF9 Soundbar. Gerade wenn für Euch die Größe keine Rolle spielt.

Etwas anders sieht es aber aus, wenn für Euch die Größe eine Rolle spielt. Die Sony HT-ZF9 bietet für ihre kompakten Abmessungen einen sehr kräftigen und satten Klang. Dies ist natürlich zu großen Teilen dem sehr guten Subwoofer zu verdanken.

Dieser bietet einen kräftigen und qualitativ guten Bass. Dies in der Kombination mit der guten Soundbar sorgt für einen generell starken Klang. Die Höhen könnten vielleicht einen Ticken luftiger sein, aber ansonsten habe ich nichts zu bemängeln.

Hinzu kommen die diversen Bonus Funktionen, wie mehrere HDMI Eingänge, einem HDMI Ausgang, Bluetooth, Spotify Connect und andere Netzwerk Feature. Die Sony HT-ZF9 ist also mehr als eine einfache Soundbar.

Auch das Design der Soundbar und die Qualität der Fernbedienung ist überzeugend.

Sucht Ihr eine kompakte Soundbar mit „Bonus“ Funktionalität, dann schaut Euch die Sony HT-ZF9 gut an!

Positiv

  • Schickes Design
  • Kräftiger Klang
  • Display
  • Große Anschlussvielfalt
  • Netzwerkfunktionen
  • Gute Fernbedienung

Neutral

  • Subwoofer optisch etwas langweilig
  • Raumklang eher mäßig

Negativ

Der Teufel Rockster Cross im Test, überzeugend auf ganzer Linie

Mit dem Rockster Cross hat Teufel auf der IFA seinen neusten Bluetooth Lautsprecher der gehoben Mittel-Klasse vorgestellt.

Der Rockster Cross soll dort anknüpfen wo der bereits sehr gute Rockster Go aufgehört hat. Noch größer, noch lauter, noch besser!

Dafür möchte Teufel aber auch rund 299€ haben. Ist dieser Preis für den Rockster Cross gerechtfertigt? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der Teufel Rockster Cross im Test

Der Rockster Cross ist zwar bei weitem noch nicht der größte Bluetooth Lautsprecher in Teufels Line-Up, aber dieser ist dennoch ein ziemlicher Brocken!

Mit einer Breite von rund 38cm und einem Gewicht von 2,4KG ist dieser zwar noch portabel, aber auch nicht mehr als handlich zu bezeichnen.

 

Selbst verglichen mit dem Teufel Rockster Go, welcher schon eine gute Größe hat, wirkt der Rockster Cross massiv. Teufel selbst bezeichnet diesen als den SUV unter den Lautsprechern, was sehr passend ist.

Trotz seiner Größe ist der Cross recht gut zu transportieren. Zum einen gibt es auf der Rückseite „Griffe“ wo man diesen gut packen kann, zum anderen liefert Teufel eine Trageschlaufe mit.

Die meisten werden den Rockster Cross aber vermutlich eh im häuslichen Umfeld nutzen, wo die Größe keine übergeordnete Rolle spielt.

Was das Gehäuse angeht, setzt Teufel auf ein unheimlich massiven und stark gummierten Kunststoff. Der Lautsprecher wirkt hierdurch ziemlich robust und massiv, was auch vom Gewicht bestätigt wird.

Die Front ist allerdings von einem Lautsprechergitter aus Aluminium bedeckt, welches den qualitativ hochwertigen Eindruck unterstützt.

Was das Design angeht, setzt Teufel auf eine länglichere und gebogene Form, die auch etwas vom klanglichen Aufbau definiert wird.

Der Teufel Rockster Cross verfügt über drei aktive Treiber. Zwei davon sind Hochtöner, welche an den leicht abgeknickten Seiten angebracht sind. In der Mitte hingegen befindet sich der Tief/Mitteltöner. Dieser verfügt auf der Rückseite auch über zwei passive Treiberelemente, die dem Übersteuern entgegenwirken sollen und auch die Bassleistung verbessern.

Was die Tasten angeht, verfügt der Rockster Cross über vier auf der Oberseite und vier auf der Rückseite.

Die vier Tasten auf der Oberseite sind für die generelle Musiksteuerung, also lauter, leiser und Play/Pause. Eine Vor-/Zurückfunktion scheint es nicht zu geben, dafür aber die Möglichkeit den jeweiligen Sprachassistenten auf dem Smartphone zu starten.

Die Tasten auf der Rückseite dienen dem Ein-/Ausschalten, dem Herstellen einer Bluetooth Verbindung, dem Outdoor Modus und der Möglichkeit einen zweiten Rockster Cross zu koppeln.

Die Anschlüsse des Rockster Cross sind unter einer Gummi-Klappe auf der Rückseite angebracht. Teufel bewirbt den Cross im Übrigen auch als spritzwassergeschützt. Eine nasse Wiese oder etwas Regen sind für diesen also kein Problem.

Bei den Anschlüssen handelt es sich um einen AUX Eingang, einen Netzteil Anschluss und einen USB Ausgang.

Bei dem Netzteil handelt es sich um ein proprietäres Netzteil. Ein einfaches Aufladen an einem USB Ladegerät geht also nicht. Der USB Ausgang dient einer Powerbank Funktion. Im Notfall könnt Ihr also Euer Smartphone am Rockster Cross aufladen.

 

Der Klang des Teufel Rockster Cross

Kommen wir zu dem wichtigsten Punkt, dem Klang. Bei solch einem großen Lautsprecher darf man auch durchaus etwas größere Erwartungen haben. Diese Erwartungen kann der Teufel Cross auch erfüllen!

Starten wir wie üblichen bei den Höhen. Diese sind sehr schön klar und sauber beim Cross! Man merkt, dass dieser über zwei recht fähige Hochtöner verfügt. Dadurch, dass diese leicht angewinkelt sind, wirken die Höhen auch deutlich „breiter“.

In der Regel fällt die Qualität der Höhen stark ab sofern man nicht mittig vor einem Bluetooth Lautsprecher steht, dies ist beim Rockster Cross anders. Allgemein verfügt dieser über einen recht breiten Stereoklang, mit einer soliden Separation.

An den Höhen gibt es also nichts zu beklagen, diese sind aus meiner Sicht perfekt! Die Mitten sind wie so oft eher als durchschnittlich zu bezeichnen. Der Rockster Cross macht, was Stimmen und die generelle Klangfülle angeht, einen guten Job. Es fehlt hier nichts im Klang.

Allerdings merkt man auch, dass Teufel die Mitten etwas hintenanstellt, zugunsten des Basses. Der Rockster Cross ist damit natürlich nicht als neutral zu bezeichnen, ist aber auch kein leerer Bass Bomber. Die gewählte Balance zugunsten eines etwas dynamischeren und lebendigeren Klanges, ist für mich hier völlig in Ordnung.

Kommen wir damit auch zum Bass. Wie es sich für Teufel gehört, hat der Rockster Cross davon einigen!

Der Bass des Rockster Cross ist kräftig, tief und druckvoll! Der Lautsprecher schafft es einen sehr satten Bass zu erzeugen, bei welchem man eine Gewisse Kraft spürt, wie dies bei Bluetooth Lautsprechern selten der Fall ist.

Gerade bei elektronischen Titeln klingt der Cross deutlich größer als dieser eigentlich ist, was sicherlich an der vergleichsweise hohen Masse liegt.

Fast noch beeindruckender, der Rockster Cross schafft es sogar große Räume gut mit Bass zu füllen. An Leistung fehlt es diesem nicht. Dies in Kombination mit dem generell recht breiten Klang lässt den Cross problemlos eine kleine Stereo Anlage ersetzen, selbst im Wohnzimmer.

Auch eine Party-Tauglichkeit würde ich dem Teufel Rockster Cross voll zusprechen. Dieser kann wirklich beeindruckende Pegel erreichen! Mein 20m² Büro kann der Rockster Cross fast unaushaltbar laut beschallen.

Ich würde den Cross zwar nicht unbedingt als den filigransten Lautsprecher einstufen, generell ist auch die Detail Darstellung gut. Gut ist auch die Bluetooth Verbindung, welche einige Meter ohne Einbußen standhält.

 

Fazit

Ihr sucht einen etwas mächtigeren und klangstärkeren Bluetooth Lautsprecher und seid dafür auch bereit etwas mehr Geld auszugeben? Dann ist der Teufel Rockster Cross eine hervorragende Wahl!

Teufel hat beim Cross so ziemlich alles richtig gemacht. Starten wir beim wichtigsten Punkt, dem Klang.

Der Rockster Cross klingt unheimlich kräftig und druckvoll, gerade was den Bass angeht. Allerdings sind auch die Höhen sehr gut und die Mitten mehr als solide! Ich will jetzt nicht infrage stellen, dass es für 300€ möglicherweise noch etwas „feiner“ spielende Bluetooth Lautsprecher gibt, aber der Rockster Cross macht Spaß!

Dieser zeigt einfach eine gewisse Kraft und Spielfreude, welche mich voll überzeugen konnte. Gerade aufgrund der etwas höheren Masse wirkt der Bass einfach druckvoller als bei vielen Konkurrenten.

Selbst verglichen mit dem guten JBL Xtreme 2 legt der Rockster Cross bei vergleichbarer Größe noch eins drauf.

Hinzu kommt die wirklich massive und wertige Verarbeitung, wie auch die starke Akkulaufzeit. Der Cross ist zwar relativ schwer und groß, aber gerade in einem häuslichen Umfeld oder um diesen mal eben zu einer Party mitzunehmen ist dieser aber nicht zu groß.

Kurzum, Ihr sucht einen spaßigen Bluetooth Lautsprecher in der 300€ Preisklasse? Dann greift beim Rockster Cross zu! Etwas Besseres werdet Ihr aktuell nicht finden.

Positiv

  • Sehr druckvoller und dynamischer Klang
  • Gute Akkulaufzeit
  • Massive und hochwertige Verarbeitung
  • Wassergeschützt
  • Hohe Pegelfestigkeit
  • Sehr hohe maximale Lautstärke

Negativ

  • Recht schwer 

Der ASUS RT-AX88U im Test, ASUS erster WLAN ax Router

Der RT-AX88U von ASUS ist der erste WLAN Router welcher den neuen WLAN 6 bzw. WLAN ax Standard erfüllt.

Hierdurch soll der ASUS RT-AX88U satte 4804Mbit allein auf dem 5GHz Band erreichen, was via Funk einfach nur beeindruckend ist.

Aber lohnt es sich jetzt schon einen WLAN ax Router zu kaufen? Ist der ASUS RT-AX88U überhaupt ein guter Router, oder war ASUS Priorität einfach nur der erste mit dem neuen Standard zu sein?

Finden wir dies doch im Test des ASUS RT-AX88U heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des RT-AX88U für diesen Test!

 

Der ASUS RT-AX88U im Test

ASUS setzt bei seinem ersten Router mit dem WLAN ax Standard auf ein vertrautes Design. Der RT-AX88U scheint weitestgehend das gleiche Gehäuse zu nutzen wie der ASUS RT-AC88U, einem High End WLAN ac Router.

Lediglich die Akzentfarbe wurde von rot auf ein Gold geändert. Hier wird es interessant ob ASUS bei allen seinen WLAN ax Router Gold als Erkennungsfarbe nutzt.

Was das Design angeht ist der ASUS RT-AX88U recht aufwendig und aggressiv geformt. Der Router soll von seiner Form etwas an einen Kampfjet erinnern.

Hierzu passt auch die matt schwarze Färbung, welche den Router trotz der aufwendigen Form halbwegs dezent erscheinen lässt. Minuspunkte bekommt ASUS allerdings für die gewählte Softtouch Beschichtung, welche Fingerabdrücke regelrecht aufsaugt und nicht mehr hergibt.

Beim ASUS RT-AX88U handelt es sich um einen 4×4 Router, was bedeutet das dieser auch vier Antennen benötigt. Diese vier Antennen sind beim RT-AX88U extern und auch austauschbar. Ich denke zwar das Letzteres nicht viele Nutzer machen werden, da die beiliegenden Antennen sehr vernünftig wirken, aber dennoch schön dass es möglich wäre.

Zwei der vier Antennen werden auf der Rückseite angeschraubt, die beiden anderen jeweils an den Seiten.

Neben den Anschlüssen für die Antennen finden wir auf der Rückseite großzügige acht Gigabit LAN Ports, einen USB 3.0 Port und einen Gbit WAN Port, für den Anschluss Eures Modems.

Gerade die Acht LAN Ports freuen mich sehr! Die üblichen vier LAN Ports finde ich selbst in der Zeit von WLAN immer etwas knapp bemessen.

Noch schöner wäre es natürlich wenn es sich hier um 5 oder 10 Gbit LAN Ports handeln würde, da bei einem WLAN ax Router die normalen LAN Ports ein limitierender Faktor sind, aber ich will darüber auch nicht zu laut klagen.

Neben dem USB 3.0 Port auf der Rückseite verfügt der ASUS RT-AX88U auch noch über einen zweiten USB 3.0 Port, welcher auf der Front unter einer kleinen Klappe versteckt ist.

Hier ist dieser wirklich sehr schön im Design integriert, aber teils etwas schwer zu erreichen.

Wo wir auf der Front sind, hier finden sich neben dem USB 3.0 Port auch acht Status LEDs und zwei Tasten. Letztere sind zum Ein/Ausschalten der LEDs und des WLAN im Gesamten.

Auf der Rückseite finden wir zusätzlich noch eine Taste für WPS.

 

Software des ASUS RT-AX88U

ASUS setzt beim RT-AX88U auf seine übliche Benutzeroberfläche. Diese lässt sich grob mit sehr umfangreich, aber teils etwas unübersichtlich gut zusammenfassen.

Rein was den Funktionsumfang angeht bietet ASUS bei all seinen Routern die so ziemlich größten Möglichkeiten, dies gilt auch für den RT-AX88U.

Ihr habt wirklich viele Einstellungsmöglichkeiten, welche auch oftmals deutlich erweitert sind verglichen mit der gesamten Konkurrenz. Dies gilt gerade für die WLAN Einstellungen. Beispielsweise könnt Ihr beim BandSteering auf Wunsch genau festlegen ab welchen Signalstärken wie und auf welches Band gewechselt wird usw.

Auch bietet die ASUS Benutzeroberfläche recht detaillierte Überwachungsmöglichkeiten. Ihr könnt auf Wunsch alle besuchten Webseiten mitloggen oder nur über welchen Kanal wie viel Traffic läuft, inklusive der Möglichkeit Gaming Traffic zu priorisieren.

Was mir etwas fehlt ist eine genauere Übersicht über die verbunden Clients und vor allem mit welchem Tempo diese verbunden sind. Gerade bei WLAN ist dies oftmals sehr interessant.

Bonus Punkte gibt es wiederum für die Sicherheitslösung die ASUS integriert hat.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung und die Verbindung wird geblockt.

Es ist also eine Art mini Intrusion Prevention System integriert.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier. AiProtection ist natürlich kein Virenschutz! Aber eine zusätzliche Sicherheitsstufe für Euer Netzwerk.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist den Router auch als Access Point oder sogar Repeater zu nutzen. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.


Unterm Strich ist die Benutzeroberfläche des ASUS RT-AX88U sehr umfangreich. Alle Feature und versteckten Einstellungen kann ich hier natürlich nicht auflisten. Allerdings totale Einsteiger könnte ASUS doch etwas überfordern.

Der ASUS RT-AX88U richtet sich ganz klar an Enthusiasten und High End Nutzer.

 

Hardware des ASUS RT-AX88U

Der ASUS RT-AX88U ist ein 4×4 WLAN Router. Das bedeutet dieser kann vier Datenströme gleichzeitig aufbauen. Laut ASUS werden folgende Geschwindigkeiten maximal erreicht:

  • 11a/g: up to 54Mbps
  • 11b: up to 11Mbps
  • 11n : up to 600Mbps
  • 11n (1024QAM) : up to 1000Mbps
  • 11ac: up to 3466Mbps
  • 11ac (1024QAM): up to 4333Mbps
  • 11ax (2.4GHz): up to 1148Mbps
  • 11ax (5GHz): up to 4804Mbps

Als Chipsatz kommt der Broadcom BCM4908 zum Einsatz, welcher über 1,8Ghz und 1GB RAM verfügt. Bei den WLAN Modulen handelt es sich um den neuen Broadcom BCM43684.

Der Broadcom BCM43684 ist der erste Chipsatz auf dem Weltmarkt welcher voll den WLAN ax Standard unterstützt und somit für DAS Feature des ASUS RT-AX88U zuständig ist.

Es gibt zwar natürlich noch andere WLAN ax Chipsätze welche angekündigt sind, unter anderem von Qualcomm und Intel, aber der BCM43684 ist der erste verfügbare.

Mit bis zu 4804Mbit über den neuen WLAN ax Standard ist der ASUS RT-AX88U ein sehr flotter WLAN Router. Allerdings sind auch die 4333Mbit über den alten WLAN ac Standard sehr beeindruckend!

Aktuell ist vermutlich eh die WLAN ac Leistung noch wichtiger als die Leistung über den WLAN ax Standard.

Wie erreicht der ASUS RT-AX88U aber mit dem alten WLAN Standard fast das gleiche Tempo wie über den neuen Standard? ASUS nutzt im Grunde alle Tricks um den alten WLAN Standard an sein absolutes Maximum zu treiben. Hierzu gehört die 1024 Quadraturamplitudenmodulation Technologie oder eine erhöhte Kanalbreite von 160Mhz. Beide Technologien sind bei WLAN ac noch optional (diese wurden erst nachträglich hinzugefügt) und werden daher leider nur von sehr wenigen Clients unterstützt. Gerade 1024QAM ist außerhalb von ASUS WLAN Geräten kaum zu finden.

Aber sowohl die höhere Kanalbreite von 160mhz wie auch 1024QAM sind mit WLAN ax Standard! Der ASUS RT-AX88U nutzt also Technologien des WLAN ax bei WLAN ac.

Praktisch werdet Ihr bei WLAN ac selten oder sogar nie mehr als 1733Mbit/s sehen, was so das gängige Maximum ist. Lediglich wenn Ihr beispielsweise zwei ASUS RT-AX88U nutzt, einen als Router und den anderen als Bridge, dann werden bei WLAN ac die 4333Mbit auch wirklich erreichbar sein.

 

Was macht WLAN ax besser als WLAN ac?

Der offensichtlichste Vorteil von WLAN ax ist natürlich die Performance. Wobei so offensichtlich ist dies hier mit 4804 vs 4333 Mbit gar nicht.

Allerdings ist der Router immer nur die eine Seite der Medaille. In normalen Smartphones, Tablets oder Notebooks finden sich in der Regel WLAN Module mit 433Mbit oder 867Mbit.

Warum? In diesen Geräten kommt meist ein 2×2 Design mit 80Mhz Kabelbreite zum Einsatz. Hier richten sich die Hersteller meist nach dem ursprünglichen WLAN ac Standard, welcher maximal mit 4×4 1733Mbit erreichte.

Mit WLAN ax wird auch in diese Geräte hoffentlich die höhere Kanalbreite von 160Mhz, 1024QAM und weitere Verbesserungen einziehen, welche bei WLAN ac noch Optimal waren.

Ich denke der große Leistungssprung bei WLAN ax kommt nicht vom Router, sondern einfach von den schnelleren Clients.

Ein wichtiger, vermutlich sogar noch wichtigerer Punkt als die reine Performance ist die Effizienz bei vielen WLAN Geräten.

Hier lag anscheinend der Fokus beim Entwickeln des WLAN ax Standards! Kein Wunder, immer mehr Smart Home Geräte verstopfen unser WLAN.

Selbst wenn diese nur passiv im WLAN hängen und gelegentlich mal ein paar KB übertragen kann dies ab einer gewissen Masse an Geräten doch ordentlich Leistung kosten.

WLAN ax bietet hier dank OFDMA und MU-MIMO, sowohl im Upload wie auch im Download, eine deutlich gesteigerte bzw. gleichbleibender Geschwindigkeit.

Mehr dazu hier.

 

WLAN AC Leistung des ASUS RT-AX88U

Starten wir mit dem üblichen WLAN Router Testparkur bei Techtest.org. Dieser dreht sich um den alten WLAN ac Standard, welcher aber sicherlich noch lange Zeit einen großen Anteil in unseren Netzwerken ausmachen wird.

Auf dem Papier erreicht der ASUS RT-AX88U 4333Mbit auf dem 5Ghz Band und 1000Mbit auf dem 2,4GHz Band. Offiziell konnte ich keine Angabe zur 2,4Ghz Performance unter WLAN ac finden, 1000Mbit scheinen aber plausibel zu sein.

Die 4333Mbit werden aber nur mit einer 160Mhz Kanalbreite und 1024QAM erreicht.

Ohne 1024QAM sind es nur noch 3466Mbit und ohne 160Mhz Kanalbreite 1733Mbit.

Die wenigsten Clients, abseits von ASUS PCI-E WLAN Karten werden 1024QAM unterstützen und selbst die 160Mhz Kanalbreite ist ausgesprochen exotisch. Mir ist hier in Notebooks lediglich die Killer 1550 und die Intel DualBand Wireless-AC 9260 Karte bekannt welche 160Mhz nutzen können.

99% aller WLAN Geräte können also nur auf die 1733Mbit zugreifen und nicht auf die theoretisch vollen 4333Mbit. Und selbst dann sind die 1733Mbit bei einem 4×4 Design, während die meisten Clients lediglich ein 2×2 Design besitzen, wodurch die Leistung nochmals halbiert wird.

Die hohe Maximale des ASUS RT-AX88U bringt in der Praxis also wenig. Der Router ist einfach deutlich Leistungsfähiger als die WLAN Karten die man in den Endgeräten findet.

Allerdings ist die zusätzliche Leistung nicht verschenkt. Gerade bei mehreren Personen die gleichzeitig den Router nutzen, ist es gut Reserven zu haben.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den RT-Ax88U den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-Ax88U in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Im Grunde das zu erwartende Ergebnis. Der ASUS RT-AX88U ist auch in Kombination mit WLAN ac Clients ein absoluter High End WLAN Router.

Gerade auf dem 5GHz Band erreicht dieser die so ziemlich maximal mögliche Performance. Mehr geht mit diesen Clients einfach nicht!

Auf dem 2,4GHz Band ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber auch hier ist die Leistung des AX88U alles andere als schlecht.

 

WLAN ax Leistung des ASUS RT-AX88U

Leider ist das Testen von WLAN ax zu diesem Zeitpunkt etwas „problematisch“. Warum? Es gibt einfach keine WLAN ax Clients und das scheint sich auch bis Anfang 2019 bis Mitte 2019 nicht zu ändern.

Freundlicherweise hat mir ASUS zwei RT-AX88U zur Verfügung gestellt. Einer davon diente als Router, der andere als Bridge.

Dies in Kombination mit insgesamt sechs Computern erlaubte es mir doch die Performance von WLAN ax mit WLAN ac zu vergleichen.

Warum sechs Computer? Die Gbit LAN Ports beschränken die Leistung des RT-AX88U auf 1000Mbit pro Computer, daher drei Computer pro Seite, was den maximalen Durchsatz auf 3000Mbit erhöht (was auch ausreicht, das Nutzen von acht Computern hätte die Werte nicht verbessert).

Schauen wir uns die Performance bei einem Abstand von 2 Metern und folgenden Einstellungen an:

  • WLAN ax mit 4804Mbit
  • WLAN ac mit 4333Mbit (mit 1024QAM und mit 160MHz Kanalbreite)
  • WLAN ac mit 1733Mbit „Standard WLAN AC“ (ohne 1024QAM und mit 80MHz Kanalbreite)

Unter ziemlich optimalen Bedingungen kann der ASUS RT-AX88U satte 2229Mbit bzw. 279MB/s via WLAN erreichen!

Dies sind rund 37% mehr als via WLAN ac mit 1024QAM und 160MHz Kanalbreite und 82% mehr verglichen mit Standard WLAN ac.

Ich denke diese Werte kann man so einfach mal im Raum stehen lassen.

 

Reichweite

Vielleicht stellt Ihr Euch nun die Frage „hat WLAN ax eine bessere Reichweite als WLAN ac“? Dann muss ich diese Frage leider mit einem jein beantworten.

Hier einmal meine Messwerte auf eine Distanz von 12 Metern.

Wie Ihr sehen könnt, bietet WLAN ax eine gute Performance auch auf hoher Distanz. Allerdings nicht signifikant höher als es WLAN ac könnte.

Es gibt einfach mehr Rohleistung, welche dann auch auf hoher Distanz in einem gewissen Rahmen bestehen bleibt.

Allerdings hat der ASUS RT-AX88U bereits von Natur aus eine hervorragende WLAN Reichweite! Ihr werdet aktuell auf dem Markt kaum einen WLAN Router finden der mehr Reichweite bietet als der RT-AX88U.

 

NAS

Der ASUS RT-AX88U besitzt zwei USB 3.0 Ports. Diese könnt Ihr für die NAS Funktionalität nutzen.

Ihr könnt also USB Sticks, externe HDDs, SSDs usw. an die USB 3.0 Ports anschließen und über das Netzwerk zugreifen.

Hierbei ist es möglich mehre Freigegeben Ordner zu erstellen, diese für Media Play (DLNA) usw. freizugeben und auch mehrere Nutzer anzulegen.

Aber wie steht es um das Tempo?

Sehr gut! Der ASUS RT-AX88U erreicht lesend und schreibend via LAN die vollen maximal möglichen 110MB/s+! Besser geht es nicht.

Damit kann der ASUS RT-AX88U glatt ein gesondertes NAS oder Ähnliches in einem gewissen Rahmen ersetzen.

 

Stromverbrauch

Bei etwas wie einem WLAN Router ist der Stromverbrauch nichts Unwichtiges, da dieser 24/7 läuft.

Wie steht es hier um den neuen ASUS RT-AX88U?

Das ist ja spannend! 9,1W im Leerlauf und 10,3W unter normaler Last sind zwar sicherlich nicht als super sparsam zu bezeichnen. Allerdings gerade verglichen mit dem ASUS RT-AC88U, der Version ohne WLAN ax, ist dies ein gutes Stück weniger!

Auch im Vergleich zu anderen High End WLAN Router zeigt sich der ASUS RT-AX88U nicht als übermäßig stromhungrig. Anscheinend ist der neue WLAN ax Chipsatz schon recht gut optimiert.

Damit hätte ich im Vorhinein nicht gerechnet!

 

Fazit

Der ASUS RT-AX88U ist der erste WLAN Router auf dem Markt mit WLAN ax. Hier ist es natürlich immer schwer eine generelle Empfehlung auszusprechen.

Zum Zeitpunkt dieses Tests, Ende 2018, gibt es noch keine WLAN ax Clients und mit rund 340€ zahlt Ihr ganz klar einen gewissen Aufpreis, dafür, dass Ihr einer der ersten mit dem neuen WLAN Standard seid.

Dies gilt es natürlich zu bedenken. Auf der anderen Seite ist der ASUS RT-AX88U allerdings auch ein extrem guter WLAN Router!

Dieser bietet sowohl bei WLAN ax wie auch dem alten ac Standard eine sehr gute Performance. Die Reichweite ist sehr hoch und mir sind auch keine Software Bugs begegnet die auf eine völlig übereilte Veröffentlichung schließen lassen.

Die Software ist wie bei ASUS typisch vielleicht für Einsteiger etwas kompliziert, aber für erweiterte Nutzer ein Traum, aufgrund des großen Funktionsumfangs.

Solltet Ihr also jetzt einen neuen High End WLAN Router sucht und auch bereit sein 250€+ für diesen auszugeben, dann ist der ASUS RT-AX88U keine schlechte Anschaffung! Ein WLAN Router sollte im Optimalfall Jahre halten, muss jetzt also ein neuer in der Premiumklasse her, warum dann nicht ein Modell mit WLAN ax wählen?

Der ASUS RT-AX88U ist ein sehr gutes Gerät, welches zwar erst nächstes Jahr sein Potenzial voll zeigen kann, aber jetzt eine zukunftssichere Anschaffung ist.

Der neue WLAN ax „WLAN 6“ Standard im ersten Test. Viel besser als WLAN ac?

Positiv

  • Sehr hohe WLAN Geschwindigkeit
  • WLAN ax
  • Acht LAN Ports
  • Sehr umfangreiche Software
  • Angemessener Stromverbrauch
  • Hohe NAS Performance

Negativ

      • Benutzeroberfläche kann für Einsteiger etwas überwältigend sein
      • Preisaufschlag aufgrund von WLAN ax

Der HAVIT E5 5W True Wireless Stereo tragbarer Lautsprecher im Test

Bluetooth Lautsprecher gibt es massenhaft auf dem Markt. Hier muss man schon etwas Besonderes bieten um aus der Masse hervorzustechen.

Dies versucht HAVIT mit dem E5 Bluetooth Lautsprecher. Der E5 soll auf den ersten Blick mit seinem interessanten und schlicken Design, wie auch einer hochwertigen Qualität punkten.

Funktioniert dies? Wie steht es um den Klang? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an HAVIT für das Zurverfügungstellen des Bluetooth Lautsprechers für diesen Test.

 

Der HAVIT E5 5W True Wireless Stereo tragbarer Lautsprecher im Test

HAVIT setzt bei seinem E5 Bluetooth Lautsprecher auf ein sehr außergewöhnliches Design, welches man aber erst auf den zweiten Blick überhaupt bemerkt.

Zuerst ist der HAVIT E5 ein normaler viereckiger Bluetooth Lautsprecher mit einer Trageschlaufe auf der Oberseite.

Allerdings auf dem zweiten Blick merkt man, dass sich der Lautsprecher in der Mitte aufteilen lässt! Die beiden Hälften des Lautsprechers werden durch die Trageschlaufe verbunden und via Magneten auf Wunsch zusammengehalten.

Ihr müsst diesen also nicht zweigeteilt nutzen, wenn Ihr dies nicht wollt. Was bringt die Aufteilung in zwei Hälften? Um ehrlich zu sein nicht viel, dies scheint ein reines Designelement zu sein.

Ich habe sogar die Befürchtung, dass dies eine „Design First“ Entscheidung war. Der HAVIT E5 verfügt nur über einen Lautsprecher Treiber, welcher dementsprechend nur die Hälfte des potenziellen Gesamtvolumens zur Verfügung steht.

Die andere Hälfte ist ausschließlich für die Elektronik, welche aber im Normalfall nicht 50% des Platzes benötigt. Immerhin scheint HAVIT die zweite Hälfte mit Akkus gefüllt zu haben.

Hierfür spricht das Gewicht und die angegebene Laufzeit von bis zu 30 Stunden. Diesen Wert kann ich leider nicht zu 100% bestätigen, aber die Größenordnung stimmt absolut!

Der HAVIT E5 gehört zu den Bluetooth Lautsprechern mit der besten Akkulaufzeit. Der E5 verfügt auch über einen USB Ausgang. Im Notfall könnt Ihr so den integrierten 4000mAh Akku auch als eine Art Powerbank nutzen. Praktisch!

Zum Wiederaufladen nutzt der Lautsprecher ganz klassische microUSB. Diese Ports sind alle unter einer dicken Gummi Klappe versteckt.

Hier findet sich auch noch eine kleine Überraschung, ein microSD Speicherkarten Slot. Hier könnt Ihr eine microSD Speicherkarte einsetzen und MP3 Dateien direkt von dieser wiedergeben.

Dies ist ein Feature welches man bei aktuellen Bluetooth Lautsprechern eigentlich nur sehr selten findet.

Was die Haptik angeht, hat HAVIT beim E5 einen guten Job gemacht. Der Lautsprecher fühlt sich überdurchschnittlich wertig und massiv an. Dies spiegelt sich allerdings auch im Gewicht von 410g etwas wieder.

Das Gehäuse beim HAVIT E5 ist komplett aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt. Dieser fühlt sich sehr gut an, neigt aber auch stark dazu Fingerabdrücke zu zeigen.

 

Klang

Wie zu erwarten klingt der HAVIT E5 ordentlich, aber auch zugegeben nicht überragend. Dieser kämpft mit genau dem Problem was ich anfangs etwas erwartet habe, dem Volumen.

Dadurch das der Lautsprecher nur 50% des Gehäuses nutzen kann, klingt dieser etwas dünner als man erwarten könnte.

Die Höhen sind glasklar und auch extrem brillant, mit einer guten Detaildarstellung. Auch die Mitten sind soweit okay.

Beim Bass merkt man aber, dass der HAVIT E5 etwas Probleme hat Druck aufzubauen. Auf einer leisen bis mittleren Lautstärke ist dies nicht ganz so präsent, wie auf hohen bis sehr hohen Lautstärken.

Dreht Ihr den Lautsprecher nicht zu weit auf, klingt dieser angenehm rund, aber bei über Zimmerlautstärke fällt der Bass doch ein gutes Stück ab.

Klanglich geht der HAVIT E5 hier so ein wenig in die Richtung des Google Home Mini, bei leisen bis mittleren Lautstärken.

Betrachten wir nur 50% des Lautsprecher schafft dieser es sogar recht viel klang aus seinem kompakten Gehäuse herauszuholen.

Der HAVIT E5 wäre nicht meine erste Wahl als Party-Lautsprecher oder fürs Wohnzimmer, aber für Abends am Bett oder beim Grillen taugt dieser!

 

Fazit

Der HAVIT E5 ist ein sehr cooler Lautsprecher, welcher allerdings primär versucht durch seine Optik und Haptik zu punkten

Dieses zwei geteilte Design ist ohne Frage extrem interessant und cool gemacht. Auch was die Haptik und die generelle Optik angeht ist der HAVIT E5 einer der schönsten Lautsprecher in der 50€ klasse.

Der E5 könnte auch problemlos von „Beats“ oder „Bang and Olufsen“ stammen, was das Design betrifft.

Zwar mag das zweigeteilte Design cool sein, aber was den Klang angeht, ist dies eher ein Hindernis.  Im Grunde stehen nur 50% des Lautsprecher als Resonanzkörper zur Verfügung.

Dementsprechend klingt der HAVIT E5 auch ein Stück „kleiner“ als man dies von einem Lautsprecher dieser Größe eigentlich erwarten könnte.

Er klingt nicht schlecht. Die Höhen sind klar, die Lautstärke ausreichend hoch und die Klangfülle Okay. Allerdings der Bass ist vielleicht etwas dünn, gerade auf sehr hohen Lautstärken. Auf leiseren bis mittleren Lautstärken geht der Bass allerdings in Ordnung. Dennoch ist es klar, dass man für 50€ Bluetooth Lautsprecher bekommt, welche vielleicht nicht so schick sind, aber besser klingen.

Immerhin hat HAVIT beim E5 anscheinend die zweite Hälfte des Lautsprecher mit Akkus gefüllt, denn die maximale Laufzeit ist mit bis zu 30 Stunden sehr hoch!

Sucht Ihr also einen ausdauernden und besonders schicken Lautsprecher, dann schaut Euch den HAVIT E5 genauer an!