Die Sony HT-ZF9 Soundbar im Test

Die integrierten Lautsprecher in Fernsehern klingen meist furchtbar, selbst bei hochpreisigen Modellen. Hatte man hier früher auf große Standlautsprecher oder aufwendige 5.1 oder 7.1 Sound-Systeme gesetzt, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Soundbars durchgesetzt um für einen besseren Klang im Wohnzimmer zu sorgen.

Soundbars sind angenehm kompakt, stören nicht und bieten dennoch im Optimalfall eine deutliche Klangsteigerung.

Modelle gibt es hier auf dem Markt einige! Einige davon habe ich auch schon für techtest.org getestet.

Einer der größten und auch klar besten Hersteller was Fernseher angeht, ist Sony. Daher überrascht es auch nicht, dass Sony ebenfalls Soundbars anbietet.

Eins der neusten Modelle der gehoben Mittelklasse ist die Sony HT-ZF9. Diese soll nicht nur durch einen hervorragenden Klang überzeugen, sondern auch durch diverse Bonusfunktionalitäten, wie Bluetooth, WLAN Streaming usw.

Aber gelingt dies? Finden wir es im Test der Sony HT-ZF9 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Sony für das Zurverfügungstellen der HT-ZF9 für diesen Test.

 

Die Sony HT-ZF9 Soundbar im Test

Wie die meisten High End Soundbars besteht auch die Sony HT-ZF9 aus zwei Komponenten. Dies wäre zum einen natürlich die Soundbar selbst und zum anderen der Subwoofer.

Starten wir mit der Soundbar. Diese ist mit rund ein Meter Breite vergleichsweise lang, was aber bei aktuellen Fernsehern kaum stören sollte.

Dafür ist diese aber mit einer Höhe von 6,4cm und einer Tiefe von 9,9cm angenehm schmal. Es sollte also kein Problem darstellen die Soundbar einfach vor den Fernseher zu legen, ohne dass diese einen Teil des Bildes blockiert.

Alternativ ist es auch möglich die Soundbar über dem Fernseher aufzuhängen, Sony bietet hierfür eine passende Halterung an oder es gibt auch jede Menge universelle Aufhängungen.

Soundbars sind in der Regel nicht übermäßig schwer, was auch für die Sony HT-ZF9 gilt. Die Soundbar ist wie oft üblich aus Kunststoff gefertigt, dafür fühlt diese sich aber überdurchschnittlich dicht an.

Man merkt, dass im Inneren durchaus einiges an Elektronik vorhanden ist.

Auf der Font habt Ihr die Wahl, wollt Ihr die „nackte“ Soundbar oder wollt Ihr die mitgelieferte Abdeckung nutzen. Letztere ist aus Aluminium gefertigt und hält sich magnetisch am Lautsprecher.

Unter der Abdeckung befinden sich drei Lautsprecher Treiber, wie auch ein kleines Display. Dieses ist aber so gestaltet, dass es auch noch halbwegs lesbar ist, selbst wenn die Abdeckung angebracht ist.

Auf der Oberseite der Sony HT-ZF9 Soundbar befinden sich sechs kapazitive Tasten, um die Soundbar zu steuern. Hierzu gehört das Ein/Ausschalten, das Wechseln des Eingangs, die Lautstärke usw.

Natürlich liegt auch eine Fernbedienung bei, welche für Soundbar Verhältnisse ausgesprochen gut und hochwertig ist!

Was die Anschlüsse angeht finden wird zwei HDMI Eingänge, einen HDMI Ausgang, einen LAN Port, einen USB Port, einen 3,5mm Eingang und einen optischen Eingang auf der Rückseite.

Damit ist die Sony HT-ZF9 schon verdammt ordentlich ausgestattet! Hinzu kommt auch noch Bluetooth und WLAN!

Was mich etwas stört, ist das Stromkabel, welches fest mit der Soundbar verbunden ist. Hängt Ihr diese über Euren TV könnte das Stromkabel etwas knapp werden, ohne, dass hinterm Fernseher ne Steckdosenleiste baumelt.

Kommen wir damit zum Subwoofer. Dieser ist mit 19 x 38 x 38cm ein ziemlicher Brocken! Zudem ist der Subwoofer auch aus Holz gefertigt, auch wenn es sich um Pressspanplatten handelt.

Der Subwoofer kommuniziert via Funk mit der Soundbar, Ihr könnt diesen also irgendwo leicht versteckt aufstellen.

Dies würde ich auch machen, denn während mir die Soundbar vom Design recht gut gefällt, ist der Subwoofer ein wenig langweilig/generisch. Hier merkt man, dass sich niemand wirklich um das Design des Subwoofers gekümmert hat.

Auch die Verarbeitung des Subwoofers würde ich eher als „grob“ einstufen. Die Soundbar selbst wirkt einfach eine Stufe höherwertiger.

Was den Aufbau des Subwoofers angeht, haben wir ein normales Front Fire Design. Es befindet sich also ein größerer Treiber auf der Front, der sich um den Klang kümmert. Unterhalb des Treibers ist zudem ein großes Bassreflexrohr angebracht.

Die hier verwendete Stoffabdeckung lässt sich im Übrigen nicht abnehmen!

 

WLAN!

Die meisten anderen Soundbars auf dem Markt sind, wenn man so will, einfache „dumme“ Lautsprecher. Manche Modelle haben Bluetooth, aber dies ist meist schon das höchste der Gefühle.

Die Sony HT-ZF9 Soundbar ist hier etwas anders. Diese besitzt neben Bluetooth auch WLAN und LAN.

Hierdurch lassen sich einige Bonus Funktionalitäten wie Spotify Connect oder Google Chrome Cast realisieren.

Auch Webradio ist mit an Bord!

Ob man dies nun bei einer Soundbar braucht, hängt sicherlich vom Nutzer ab, aber ich begrüße immer mehr Funktionen.

 

Klanglicher Aufbau und Sound Profile

Die Sony HT-ZF9 verfügt über insgesamt vier Treiber, drei davon in der Soundbar und einer im Subwoofer.

Bei den drei Treibern in der Soundbar handelt es sich um ca. 40mm Modelle und im Subwoofer steckt ein ca. 125mm Treiber.

Daran kann man schon erkennen, dass die Soundbar ohne den Subwoofer ziemlich aufgeschmissen ist! Und ja ohne Subwoofer klingt die Soundbar jenseits von traurig.

Daher würde ich auch für einen optimalen Klang nicht empfehlen den Subwoofer zu sehr von der Soundbar zu trennen. Im Optimalfall steht beides direkt nebeneinander, damit es einen Klang aus „einem Guss“ gibt.

Um den Klang besser auf das Geschehen oder Eure Wünsche anzupassen, bietet die Sony HT-ZF9 Soundbar einige vor eingestellte Soundprofile, wie Cinema, Music, Game, News, Sports, Standard, Night usw.

Wie leider bei den meisten Soundbars, die ich bisher getestet habe, klingen die meisten dieser Profile für mich einfach nur furchtbar! Gerade Cinema, welches versucht einen Raumklang zu erzeugen, klingt in keinen Situationen gut.

Vielleicht habe ich hier einen merkwürdigen Geschmack, aber ich würde die Sony HT-ZF9 Soundbar dauerhaft im „Musik“ oder „Standard“ Profil laufen lassen.

Hier klingt diese am klarsten und natürlichsten, während sie in den anderen Profilen oftmals einfach etwas blechern ist.

Lasst Euch im Übrigen nicht zu sehr von dem virtuellen Raumklang ködern, den alle Soundbar Hersteller immer bis zum Gehtnichtmehr bewerben.

Eine Soundbar kann nicht einen Klang wie ein richtiges 5.1 System produzieren. Es gibt Modelle die schaffen einen etwas breiteren Klang als andere, aber einen wirklichen Raumklang bekommt kein Modell hin. Auch nicht die Sony HT-ZF9!

Im Cinema Modus mag der Klang wirklich etwas „größer“ und weiter sein, aber er ist dadurch nicht wirklich besser. Daher bevorzuge ich auch in Filmen eher den normalen Musik Modus.

 

Klang der Sony HT-ZF9

Kommen wir damit auch zum Klang der Soundbar. Ich beurteile den Klang der Soundbar hier einfach mal primär im Musik Preset und auch viel bei einer reinen Musikwiedergabe. In der Regel klingt ein Lautsprecher der Musik sauber wiedergibt auch bei Filmen gut.

Starten wir mit dem größten Schwachpunkt der Sony HT-ZF9 und das wären die Höhen. Diese sind nicht schlecht, aber klar schlechter als die anderen Klangbereiche.

Die Höhen sind ausreichend sauber und auch was die Natürlichkeit angeht soweit okay. Allerdings fehlt ein wenig die Luftigkeit nach oben, für ein perfektes Ergebnis.

Deutlich besser sind die Mitten. Gerade mit Subwoofer im Rücken sind diese absolut tadellos! Stimmen werden hervorragend und auch sehr gut verständlich wiedergegeben.

Dies gilt dabei sowohl für Musik wie aber auch für Filme! Auch die generelle Klangfülle stimmt.

Selbstverständlich ist dafür der Subwoofer fast alleinig zuständig. Die Soundbar selbst schafft wirklich nur die Höhen und die oberen Mitten. Der Subwoofer hilft also auch im unteren Mittenbereich schon etwas aus.

Ich war zwar optisch vom Subwoofer nicht so angetan, aber klanglich ist dieser als tadellos zu bezeichnen! Der Subwoofer bietet einen satten und sehr dynamischen Bass, welcher auch generell nur als hochwertig zu loben ist.

Dies lässt sich natürlich analog auf den gesamten Bass der Soundbar übernehmen.

Unterm Strich bietet die Sony HT-ZF9 also tendenziell einen etwas wärmeren aber angenehm vollen und satten Klang! Diese eignet sich dabei sowohl für Filme, wie aber auch Musik.

Grundsätzlich wird die Sony HT-ZF9 mit fast allen Wohnzimmergrößen klarkommen, wobei natürlich der Bass in sehr großen Wohnzimmern etwas weniger druckvoll rüber kommt, als in einem mittleren Wohnzimmer.

Dennoch, sofern Ihr kein 80m² Wohnzimmer habt, wird die Sony HT-ZF9 Soundbar einen guten Job machen.

 

Fazit

Ist die Sony HT-ZF9 Soundbar* um die 600€ wert? Das kommt etwas auf Eure Ansprüche an! Es ist für 600€ möglich Lautsprecher zu finden, die einen ausgewogeneren und auch besseren Klang liefern also die Sony HT-ZF9 Soundbar. Gerade wenn für Euch die Größe keine Rolle spielt.

Etwas anders sieht es aber aus, wenn für Euch die Größe eine Rolle spielt. Die Sony HT-ZF9 bietet für ihre kompakten Abmessungen einen sehr kräftigen und satten Klang. Dies ist natürlich zu großen Teilen dem sehr guten Subwoofer zu verdanken.

Dieser bietet einen kräftigen und qualitativ guten Bass. Dies in der Kombination mit der guten Soundbar sorgt für einen generell starken Klang. Die Höhen könnten vielleicht einen Ticken luftiger sein, aber ansonsten habe ich nichts zu bemängeln.

Hinzu kommen die diversen Bonus Funktionen, wie mehrere HDMI Eingänge, einem HDMI Ausgang, Bluetooth, Spotify Connect und andere Netzwerk Feature. Die Sony HT-ZF9 ist also mehr als eine einfache Soundbar.

Auch das Design der Soundbar und die Qualität der Fernbedienung ist überzeugend.

Sucht Ihr eine kompakte Soundbar mit „Bonus“ Funktionalität, dann schaut Euch die Sony HT-ZF9* gut an!

Positiv

  • Schickes Design
  • Kräftiger Klang
  • Display
  • Große Anschlussvielfalt
  • Netzwerkfunktionen
  • Gute Fernbedienung

Neutral

  • Subwoofer optisch etwas langweilig
  • Raumklang eher mäßig

Negativ

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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