Das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse im Test

-

Schnelle NVME SSDs einfach extern am einem PC via USB anschließen war eine lange Zeit nicht möglich. Es gab einige SATA auf USB Adapter, aber keine NVME auf USB Adapter.

Dies hat sich jedoch vor Kurzem geändert und die ersten externen Gehäuse für schnelle NVME SSDs sind auf dem Markt angekommen.

So zum Beispiel das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse, welches ich bereits im Test hatte.

Heute soll es jedoch um das Modell von CHOETECH gehen. Dieses ist etwas teurer als das von XT-XINTE, soll aber vor allem mit einer verbesserte Kühlung und Verarbeitungsqualität punkten. Gelingt dies?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse im Test

Bei dem CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse handelt es sich um ein recht „generisches“ Produkt. Schauen wir auf Amazon, finden wir diverse gleiche Angebote von anderen Anbietern.

Auch ist der CHOETECH Markenname auf der Packung nur aufgeklebt. Dieser überklebt hier witzigerweise einen anderen Markennamen.

Wie kommt so etwas? Es wird einen OEM Produzenten dieses Gehäuses geben, der diese auf dem Großhandel anbietet, von wo aus diese dann von den Händlern gekauft werden und unter dem eigenen Namen bei Amazon landen.

Dies macht das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse natürlich nicht schlechter.

Gerade da der erste Eindruck ausgesprochen positiv ausfällt! Starten wir mit dem Lieferumfang, denn dieser fällt erfreulich groß aus.

Neben dem Gehäuse liegt ein Schraubendreher, ein paar zusätzliche Ersatzschrauben, ein USB C auf USB A Kabel und diverse Wärmeleitpads bei.

Das M.2 NVME SSD Gehäuse ist aus einem sehr dicken und massiven Aluminium gefräst. Die Verarbeitungsqualität kann man ganz klar als beeindruckend bezeichnen! Das Gehäuse ist sehr präzise gearbeitet und die Kanten sauber abgerundet. Seitlich befinden sich zudem kleine Lüftungsschlitze.

Diese in Kombination mit Gehäuse und den Wärmeleitpads, die beiliegen, sollten die Kühlung im CHOETECH M.2 NVMe SSD Gehäuse ausreichend sicherstellen.

Geöffnet wird das Gehäuse über zwei Schrauben auf der Unterseite. Im Inneren erwartet uns zunächst die Rückseite des PCBs. Hier findet sich auch der Controller, der dieses NVME auf USB Gehäuse erst möglich macht, der JMicron JMS583.

Um eine SSD zu verbauen, muss das PCB herausgenommen werden. Auf der Rückseite finden wir dann Platz für die typischen 2280 M.2 SSDs, wie auch für 2260, 2242 und 2230 Modelle.

Ebenfalls auf dieser Seite sind drei kleine Status LEDs, welche durch die Oberseite des Gehäuses blau leuchten.

Habt Ihr die NVME SSD eingesetzt, könnt Ihr auf diese noch eins der beiliegenden Wärmeleitpads legen, welches für einen Wärmetransfer zwischen SSD und Gehäuse sorgt. Es liegen mehrere Wärmeleitpads bei!

Als Anschluss nutzt das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse USB C. Der Port ist hier auf der Front eingelassen, ein passendes USB C auf USB A Kabel liegt bei.

Grundsätzlich könnt Ihr das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse an jedem USB Port betreiben, ob nun USB 2.0, 3.0 usw. Im Optimalfall sollte es aber ein USB 3.1 Gen 2 Port sein, für das volle Tempo.

Auch benötigen NVME SSDs relativ viel Energie. Je nach Modell frisst das Gehäuse bis zu 5V 1A, was für USB 2.0 Ports zu viel sein könnte.

 

Auffälligkeiten und Kompatibilität

Ich habe diverse SSDs von Samsung, Toshiba, Intel, Crucial usw. im CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse getestet und ALLE NVME SSDs funktionierten!

Wichtig das Gehäuse nimmt nur NVME PCIe SSDs und keine M.2 SATA SSDs.

Allerdings gibt es durchaus eine kleine Besonderheit um Umgang mit dem NVME Gehäuse. SSDs werden nicht „korrekt“ erkannt. Egal welche SSD Ihr verbaut, diese ist für Windows immer ein „JMicron Tech SCSI Disk Device“.

Was bedeutet dies in der Praxis?

Ihr könnt natürlich voll auf die SSD zugreifen, Daten hin und her kopieren usw.. Allerdings lassen sich keine Status Informationen wie Temperatur, Lebensdauer usw. auslesen.

Auch erkennen Hersteller Tools, wie die Samsung Magician Software die SSDs nicht.

Etwas unschön, aber auch kein Weltuntergang! Die SSDs funktionieren! Formatieren, partitionieren usw. müssen halt über Standard Tools vorgenommen werden.

Das Gehäuse benötigt im Übrigen unter Windows 10 und OSX keine separaten Treiber.

 

Performance

Wie schnell das CHOETECH NVME Gehäuse ist, hängt stark von Euren USB Ports ab. Das Gehäuse unterstützt maximal USB 3.1 Gen 2 10Gbit, also das schnellste aktuell verfügbare USB.

Aber selbst dann ist das USB Interface der limitierende Faktor! Hier Benchmarks in Kombination mit der Corsair MP500.

Mit 907 bzw. 877MB/s bietet das NVME SSD Gehäuse natürlich ein herausragendes Tempo, welches aber noch ein gutes Stück unter der maximalen Leistung der NVME SSD liegt, die in diesem Fall bis zu 3000MB/s schaffen könnte.

900MB/s ist allerdings das maximale Tempo von USB 3.1 Gen 2! Habt Ihr nur einen normalen USB 3.0 Port werden rund 450MB/s, also genau die hälfte, erreicht.

 

Temperatur

NVME SSDs sind eine heiße Sache. Gerade die High End Modelle können problemlos 80 Grad und mehr erreichen, sofern nicht gut gekühlt.

Dies ist natürlich nicht gut für die SSDs, im Allgemeinen sollten sie so kühl wie möglich bleiben.

Das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse hatte hier beispielsweise keinen so guten Job gemacht. Wie steht es aber um das CHOETECH Modell?

Auf den ersten Blick deutlich besser, aufgrund der Lüftungsöffnungen und den Wärmeleitpads. Diese erlauben einen deutlich besseren Transfer der Wärme der SSD auf das größere Aluminium Gehäuse, welches dann als Kühlkörper fungiert.

Leider ist es nicht möglich die Temperatur der SSD auszulesen, daher müssen wir auf Temperaturfühler zurückgreifen, um eine grobe Einschätzung zu erhalten.

Als SSD habe ich die Corsair MP500 gewählt, welche eine der heißesten SSDs auf dem Markt ist.

Erfreulicherweise gab es Temperatur technisch keine Probleme! Die SSD pendelt sich bei 40-44 Grad unter Last ein, was absolut unproblematisch ist!

 

Fazit

Das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse macht genau das was es machen soll. Ihr könnt im Inneren eine NVME SSD verbauen und dann extern als super schnellen Speicher nutzen.

Super schnell bedeutet in diesem Fall bis zu 900MB/s, an einem USB 3.1 Port mit 10Gbit. Damit reizt das Gehäuse den USB 3.1 Port auch voll aus.

Probleme mit der SSD Kompatibilität hätte ich keine! Egal ob von Samsung, Crucial, Toshiba usw. Lediglich werden die SSDs immer als „JMicron“ erkannt, wodurch die Hersteller Tools nicht funktionieren.

Rein von der Haptik und Verarbeitung gefällt mir das Gehäuse deutlich besser als beispielsweise das Modell von XT-XINTE.

Auch was die Temperaturen und die Kühlung angeht, ist das CHOETECH M.2 NVMe SSD Gehäuse sehr schön unproblematisch.

Kurzum für rund 50€ könnt Ihr Euch dank diesem Gehäuse einen sehr schnellen externen Speicher bauen! Das Gehäuse von CHOETECH ist aktuell auch das beste dieser Art, das mir begegnet ist.

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Wie effizient sind Powerbanks? Mit Messwerten!

So gut wie kein elektrisches Gerät arbeitet zu 100% effizient. Dies gilt ganz besonders im Falle von Akkus, wo eigentlich eine hohe Effizienz besonders...

Immer noch aktuell! Eine Flut an fake Speicherkarten mit Versand durch Amazon? 256GB microSD Speicherkarten von Dawell, Karenon, Adamdsy im Test

Ich war bei Amazon auf der Suche nach einer günstigen 256GB microSD Speicherkarte. Hier bin ich auf Modelle von Dawell, Karenon und Adamdsy gestoßen. Während...

Erfahrungsbericht: USB Heizwesten und Jacken, funktionieren sie wirklich?

Gerade in Zeiten von extremen Heizkosten muss man ein wenig kreativ werden, um sich günstig warm zu halten. Eine interessante Option sind hier USB...

Neuste Beiträge

QNAP Turbo Station TS-932PX im Test, 10 Gbit LAN + Annapurnalabs CPU

Mit der Turbo Station TS-932PX bietet QNAP ein spannendes NAS, für Nutzer die auf eine Mischung aus HDDs und SSDs setzen wollen. So bietet das...

Ein hervorragendes NAS Mainboard, für 150€ mit CPU! Topton NAS Motherboard N5105

Wenn du nach einem einfachen und günstigen Mainboard beispielsweise für ein NAS oder einen Home Server mit schnellen LAN Ports? Dann lohnt sich vielleicht ein...

Anker Prime 67W GaN im Test, ein herausragendes Ladegerät mit großer PPS Stufe

Mit dem A2669 oder auch „Prime 67W GaN“ bietet Anker ein sehr spannendes USB Ladegerät an. Dieses besitzt wie der Name schon sagt eine Leistung...

Wissenswert

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Wie schnell kann das iPhone 15 Pro wirklich Daten übertragen? (mit echter Messung)

Das neue iPhone 15 setzt erstmals auf einen USB C Port. Dieser erlaubt nicht nur das Nutzen von universellen Ladekabeln, sondern auch das schnellere...

Welche Powerbank Ende 2023 kaufen? Empfehlung und Vergleich

Powerbanks sind etwas extrem Praktisches und mittlerweile auch sehr universell einsetzbar. So können immer mehr Geräte via USB C laden, nicht nur Smartphones, Tablets,...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.