Der Tesoro Zone Speed F700 im Test, ein guter Gaming Chair für unter 140€?!

Gaming Chairs liegen im Trend! Dementsprechend gibt es hier duzende Modelle von neuen Herstellern wie Noblechairs oder auch klassischen „Gaming“ Herstellern wie Corsair.

Was viele dieser Gaming Charis gemeinsam haben ist der vergleichsweise hohe Preis. Hier ein gutes Modell unter 250€ zu finden ist nicht ganz einfach.

Tesoro verspricht aber mit dem F700 genau solch ein gutes Modell und das für unter 150€. Ideal für Gamer bei denen das Geld nicht ganz so locker sitzt?

Dies gilt es im Test herauszufinden! Von daher wie gut ist der Tesoro F700?

An dieser Stelle vielen Dank an Tesoro für das Zurverfügungstellen des F700 für diesen Test!

 

Der Tesoro Zone Speed F700 im Test

Beim Tesoro F700 handelt es sich um den „kleinsten“ Gaming Chair aus Tesoros Lineup. Dies spiegelt sich allerdings im Design nicht wieder!

Der F700 setzt auf das typische Racing Chair Design, welches wir seit einigen Jahren gewohnt sind. Ihr erhaltet also einen Kunstleder Stuhl mit einer sehr hohen Rückenlehne und seitlichen Flügeln.

Diese Flügel dienen dem Zentrieren des Nutzers, was Euch theoretisch in eine geradere und konzentrierte Sitzposition bringt. Natürlich geht es hier auch um einen gewissen Design-Aspekt.

Diese Racing Form ist natürlich durch diverse Streamer usw. schon fast etwas ikonisch geworden.

Was die Farben angeht, bietet Euch Tesoro aktuell drei Optionen, Schwarz/Weiß, Schwarz/Rot oder pures Schwarz.

Die Farbwahl entscheidet dabei allerdings nur über kleine Akzente am Kunstleder der Rückenlehne und des Sitzpolsters. Die Basis ist genau wie sämtliche Metallteile immer schwarz.

Was das generelle Design angeht, kann ich über den Tesoro Zone Speed F700 nicht klagen. Dieser sticht nicht aus der Masse hervor, weder negativ noch besonders positiv.

Dies ist aber auch bei einem Modell das auf eine gute Preis/Leistung getrimmt ist nichts Schlimmes.

Was die Ergonomie Optionen angeht, bietet der F700 die Standardkost. Ihr könnt zunächst die Höhe laut Hersteller zwischen 360-440mm verstellen. Diese Werte sind aber nur die halbe Wahrheit, denn diese Werte gelten für die Höhe bis Unterseite Sitzpolster. Die „echte“ Sitzhöhe würde ich auf 450-520mm beziffern. Dies gilt aber auch nur für die vordere Sitzkante, denn die Sitzfläche fällt ganz leicht nach hinten ab.

Neben der Höhe könnt Ihr natürlich auch die Rückenlehne im Winkel verstellen und die Armlehnen ebenfalls im Winkel und der Höhe frei nach Euren Wünschen konfigurieren.

Der Mechanismus für die Rückenlehne ist beim Zone Speed F700 interessant gelöst. Die Rückenlehne ist komplett frei verstellbar, es gibt hier keine Stufen.

Ihr habt auf der Unterseite einen Regler. Löst Ihr diesen lässt sich die Rückenlehne sanft durch Druck verstellen. Selbiges gilt auch für das Sitzpolster, das sich um bis zu 19 Grad neigen lässt. Habt Ihr eine bequeme Sitzposition gefunden könnt Ihr diese feststellen.

Dies funktioniert sehr gut und erlaubt eine wirklich sehr schöne und bequeme Einstellung der gewünschten Position. Im Gegenzug verzichtet Tesoro auf eine klassische Kippel-Funktion.

 

Aufbau

Der Aufbau des Tesoro Zone Speed F700 wird recht kurz in einer kleinen bebilderten Anleitung beschrieben.

Sämtliches Werkzeug und Schrauben, die Ihr benötigt, liegen bei. Im Optimalfall wollt Ihr Euch eine Hilfe für den Zusammenbau suchen, aber im Normalfall funktioniert dies auch im Alleingang.

Der Stuhl besteht geliefert aus sieben Komponenten.

  1. Sitzpolster
  2. Rückenpolster
  3. Halterung
  4. Gasdruckfeder
  5. Rollen
  6. Fußkreuz
  7. Armlehnen

Zunächst müsst Ihr die Rollen in das Fußkreuz stecken und dann die Gasdrückfeder einsetzen. Anschließend müsst Ihr die Halterung für die Gasdruckfeder und die Rückenlehne an das Sitzpolster schrauben (vier Schrauben).

Ist auch dies geschafft geht es an das Anschrauben der Rückenlehne (drei Schrauben) und das Anschrauben der Armlehnen (2x zwei Schrauben).

Zu guter Letzt setzt einfach diese Konstruktion auf das Fußkreuz und Gasdruckfeder und Ihr seid schon fertig.

Probleme mit einer schlechten Passform hatte ich keine! Alle Schrauben gingen auf Anhieb problemlos in die zugehörigen Löcher.

 

Qualität und Verarbeitung

Mit rund 140€ ist der Tesoro F700 eins der günstigsten Marken Modelle auf dem Markt. Dies merkt man dem Stuhl aber auch in einigen Belangen etwas an.

Wenn man schon mehrere Gaming Chairs aufgebaut hat wird man die grundsätzliche Bauart kennen. Diese zeigt sich auch beim F700, allerdings sieht man auch wo gespart wurde.

Der wichtigste Unterschied zu den Gaming Chairs, die ich bisher getestet habe, ist die Rückenlehne. Die Rückenlehne ist beim Tesoro F700 nicht an den Seiten mit dem Sitz verbunden, sondern über einen „Winkel“ in der Mitte.

Dieser macht sicherlich seinen Job, ist aber natürlich nicht ganz so massiv wie zwei Verbindungen an den Seiten. Auch die Armlehnen sind beispielsweise nur mit zwei Schrauben mit dem Stuhl verbunden. Das Fußkreuz ist zwar anscheinend aus einem recht massivem Gusseisen, ist aber im Inneren nicht verstärkt.

Dies sind alle keine No-Gos, aber zeigen schon den etwas niedrigeren Preis. Tesoro F700 gibt zwar die maximale Belastbarkeit mit satten 120KG an, aber ich würde niemanden der an dieser Marke kratzt den Stuhl empfehlen. Er wird 120KG aushalten, aber über welchen Zeitraum kann ich nicht sagen.

Rein von der Massivität würde ich den Stuhl eher für Nutzer im Bereich 50-90KG mit gutem Gewissen empfehlen.

Wo man den günstigeren Preis erfreulicherweise nicht merkt ist bei der Polsterung. Diese wirkt gut gemacht und selbst die Nähte sind sauber!

Allgemein wirken alle Stellen die man von außen sieht sehr schön wertig. Hier gibt es kaum Unterschiede zu deutlich teureren Modellen.

Kurzum, ja es gibt Unterschiede was die Massivität betrifft zu teureren Modellen! Sofern Ihr den Stuhl aber nicht bis ans absolute Limit treibt was die Belastung angeht (120Kg) wird es vermutlich keine Probleme geben, dafür ist dieser gut genug gebaut.

Was die Polsterung angeht ist der Zone Speed F700 durchaus auf dem Level von 200-300€ Modellen.

 

Wie sitzt es sich auf dem Tesoro F700?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, wie sitzt es sich? Dies ist natürlich ein recht persönliches Thema, welches von Eurem Geschmack und natürlich auch Eurem Körper abhängt.

Grundsätzlich ist der F700 relativ breit und entspannt geschnitten. Die seitlichen Flügel sind zwar durchaus aggressiv geformt, aber der Zwischenraum zwischen den Flügeln ist angenehm breit. Ihr werdet also von F700 nicht eingeengt, aber durchaus in einer halbwegs geraden Position gehalten.

Besonders gefallen hat mir hier das Sitzpolster, welches unheimlich bequem ist! Dieses fällt leicht nach hinten ab, wodurch man sich gut in dem F700 „entspannt zurücklehnen“ kann. Zudem ist das Sitzpolster durchaus etwas weicher gepolstert, was dies noch mal ein gutes Stück unterstützt.

Ähnliches gilt auch für das Rückenpolster. Das Rückenpolster ist allerdings bei den aller meisten Racing Chairs etwas problematisch, da dieses von Natur aus den Rücken mäßig gut unterstützt. Ein absolut gängiges Problem bei fast allen Modellen.

Auch der Tesoro F700 ist nicht ganz frei von dieser Schwäche. Man merkt, dass Tesoro versucht hat dies zu kompensieren, was auch in einem gewissen Rahmen gut funktioniert hat. Gerade die kleineren Testsitzer die ich hatte (+-1,7m) bestätigten mir eine ausgesprochen gute Rückenunterstützung. Für mich mit meinen 1,84m würde ich diese als durchschnittlich einstufen.

Hier wäre vielleicht ein kleines Extra Kissen für den unteren Rückenbereich nicht schlecht gewesen. Allerdings selbst beim längeren Sitzen entstanden bei mir keine Rückenschmerzen oder Ähnliches.

Seid Ihr also ein durchschnittlich großer Nutzer und sucht einen etwas entspannteren Gaming Chair werdet Ihr viel Freude am F700 haben.

Allerdings hätte ich noch einen kleinen Kritikpunkt bezüglich der Rückenlehne. Diese wirkt beim F700 weniger steif als ich dies von anderen Modellen gewohnt bin! Dies liegt natürlich an der Konstruktionsart.

Übe ich mit meinen +-90Kg Druck gegen diese aus, merke ich einen leichtes Nachgeben. Dies kann man als Feature sehen, da so der Stuhl etwas entspannter wirkt, da weicher, aber im Gegenzug wirkt der Tesoro F700 hierdurch nicht „Rocksolid“.

Kleinere und leichtere Nutzer konnten dies im Übrigen nicht reproduzieren.

Zum Abschluss noch etwas Positives. Der Mechanismus zum Verstellen der Rückenlehne und des „Abkippens“ des Sitzpolsters gefällt mir ausgesprochen gut! Zum einen fällt es hier sehr leicht in eine wirklich entspannende Position zu gelangen, zum anderen wirkt der Mechanismus erfreulich robust und hochwertig umgesetzt.

Löst Ihr diesen knallt Euch die Rückenlehne nicht gleich gegen den Rücken oder gibt völlig nach. Es ist immer eine gewisse träge Masse in beide Richtungen vorhanden, was einen hochwertigen Eindruck hinterlässt.

 

Fazit

Das Fazit zum Tesoro Zone Speed F700* fällt positiv aus! Dies liegt natürlich auch zu großen Teilen am wirklich sehr fairen Preis von rund 140€.

Für diese 140€ erhaltet Ihr einen ausgesprochen schicken und guten Gaming Chair. Klar gibt es im Vergleich zu „High End“ Modellen Unterschiede, primär was die „Massivität“ angeht, aber dies ist zu erwarten.

Seid Ihr ein „problematischer“ Nutzer, also zu dick 😉 oder zu groß, ist dies nicht das beste Modell für Euch. Zwar gibt Tesoro die maximale Belastbarkeit mit 120KG an, aber hier würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen wie gut dies über Zeitraum X geht.

Der Tesoro Zone Speed F700 ist ideal für den durchschnittlichen bis etwas kleineren Nutzer! Diese werden auf dem Gaming Chair auch ohne Frage den besten Sitzkomfort erhalten.

Der F700 ist relativ weich gepolstert und gerade das Sitzpolster ist unheimlich bequem! Dies ist natürlich immer etwas sehr Persönliches, aber das Sitzpolster passt perfekt zu mir und meinem Hintern. Auch die Rückenlehne ist angenehm, könnte meinen Rücken aber noch etwas besser unterstützen. Kleinere Testsitzer fanden allerdings die Rückenunterstützung optimal, besser als bei vielen anderen Modellen.

Aber unterm Strich muss man klar sagen, dass der Sitzkomfort beim F700 nicht schlechter ausfällt als bei den meisten 200€+ Modellen.

Für einen 140€ Stuhl ist dies schon ein klasse Ergebnis! Sucht Ihr also einen guten und einfachen Gaming Chair, bei welchem ein bequemes Sitzen und ein guter Preis im Vordergrund steht, dann macht Ihr mit dem Tesoro Zone Speed F700 nichts falsch!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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