Das Blue Yeti Nano Mikrofon im Test

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Jeder der sich schon einmal auf die Suche nach einem großen Mikrofon für seinen PC begeben hat, wird früher oder später über den Hersteller Blue mit seinen Yeti Mikrofonen gestolpert sein.

Das originale Blue Yeti kann man fast schon als legendäres Mikrofon einstufen! Das neue Blue Yeti Nano ist nun eine neuere, etwas kleinere und günstigere Version dieses sehr beliebten Modelles.

Aber wie gut ist das Yeti Nano? Ist dies das perfekte Mikrofon für Podcasts und Streamer? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blue für das Zurverfügungstellen des Mikrofons für diesen Test!

 

Das Blue Yeti Nano Mikrofon im Test

Das Blue Yeti Nano ist als „schnelles und einfaches“ Mikrofon gedacht. Daher ist dieses out of the Box bereits „ready to go“.

Das Blue Yeti Nano verfügt bereits über einen vor montierten Standfuß, welcher eine einfache Positionierung auf dem Schreibtisch erlaubt. Sollte Euch dort das Mikrofon stören, kein Problem! Der Standfuß lässt sich abnehmen und das Yeti Nano verfügt auf der Unterseite über ein normales Schraubgewinde für einen Mikrofon Arm.

Mit 632 Gramm ist das Yeti Nano nicht übermäßig schwer, aber auch kein absolutes Leichtgewicht. Man merkt diesem an, dass es über ein Aluminiumgehäuse verfügt. Dieses sorgt auch für eine gewisse Massivität und Robustheit.

Man hat schon das Gefühl etwas Gutes vor sich zu haben.

Sehr Ähnliches gilt auch für den Standfuß, welcher sogar aus massivem Eisen(?!) gefertigt ist und somit auch ein gewisses Gewicht auf die Waage bringt. Dies sollte auch die Gefahr eines Umkippens mindern und Vibrationen verringern.

Was mich beim Blue Yeti Nano etwas wundert, ist der Name. Nano impliziert besonders kompakte Abmessungen. Ja das Blue Yeti Nano ist ein kompakteres Mikrofon, aber mit einer Höhe von 138mm (ohne Standfuß) und einem Durchmesser von ca. 60mm ist dies schon ein mehr oder weniger ausgewachsenes Mikrofon!

Was den grundsätzlichen Aufbau angeht ist das Yeti Nano recht klassisch. Auf der Front finden wir das „Blue“ Logo und ein Drehrad für die Lautstärke.

Das obere 1/3 des Mikrofons wird von der Mikrofonkapsel belegt, welche unter einem recht massiven Gitter versteckt ist. Genau genommen verfügt das Yeti Nano über zwei Kondensator Mikrofonkapsel.

Ihr könnt dabei auf der Rückseite über einen Schalter auswählen welches Muster das Mikrofon gerade nutzen soll. Ihr habt die Wahl zwischen einem etwas direktionaleren Muster, bei welchem nur Geräusche vor dem Mikrofon aufgenommen werden (Cardioid), und einem Omnidirectional Muster. Bei Letzterem werden Geräusche aus allen Richtungen aufgenommen, ideal falls Ihr ein Interview führt.

Welches Muster gerade aktiv ist wird Euch mithilfe einer kleinen Status LED angezeigt.

Auf der Unterseite des Mikrofons finden sich zwei Anschlüsse. Einmal einen 3,5mm Kopfhöreranschluss, welchen Ihr auch für einen Kopfhörer nutzen könnt. Dieser Anschluss erlaubt es Euch direkt mit einer besonders niedrigen Verzögerung zu hören was das Mikrofon aufnimmt.

Bei dem zweiten Port handelt es sich um einen microUSB Anschluss. Dieser wird für die Stromversorgung und Daten genutzt.

 

Die Technik

Das Blue Yeti Nano nutzt seinen microUSB Port für die Verbindung zu Eurem PC/Mac, wo dieses auch ohne zusätzliche Treiber gleich soweit problemlos funktioniert. Lediglich das Auswählen des aktuellen Aufnahmemusters war teils etwas zickig, ohne die Blue Sherpa Anwendung.

Das Kondensator Mikrofon kann laut Hersteller einen Frequenzbereich 20Hz – 20kHz abdecken und besitzt eine Sample Rate von 48kHz und Bit Rate von 24Bit. Letztere beiden Werte sind nicht spektakulär, aber mehr als ausreichend.

Das Mikrofon wird aber von Eurem PC nicht nur als Mikrofon erkannt, sondern auch als Audio Ausgang. Musik usw. kann also auch über den 3,5mm Ausgang auf der Unterseite wiedergegeben werden.

Die Qualität dieses Ausgangs ist als solide einzustufen!

 

Wie klingt das Blue Yeti Nano?

An dieser Stelle möchte Ich Euch einfach mal raten Euch diese kleine „Test“ Audio Datei anzuhören.

Ich kann hier viel schreiben, aber ein kurzer Audio Clip wird vermutlich deutlich mehr Aussagekraft haben.

Klanglich gefällt mir das Blue Yeti Nano sehr gut. Dieses nimmt meine Stimme sehr natürlich und detailliert auf. Dabei färbt dieses allerdings nichts. Heißt meine Stimme wirkt weder dunkler noch heller, was natürlich das Optimum ist.

Hintergrundgeräusche werden zwar selbst im Cardioid Aufnahme Modus stark aufgezeichnet, habt Ihr eine mechanische Tastatur ist ein Mikrofon-Arm Pflicht, allerdings verfügt das Yeti Nano über kein Hintergrundrauschen! Dieses wird wirklich sehr gut herausgefiltert ohne, dass der Klang dadurch komprimiert klingt.

Verglichen mit klassischen Gaming Headsets, selbst sehr teuren Modellen wie dem Beyerdynamic MX300 oder Audio-Technica ATH-PDG1, klingt das Blue Yeti Nano signifikant voller und größer.

 

Fazit

Ihr sucht ein gutes und einfaches Mikrofon für Youtube Videos, Podcasts oder Gaming live Streams? Dann seid Ihr beim Blue Yeti Nano richtig!

Blue konzentriert sich beim Yeti Nano auf das Essenzielle, nämlich den Klang. Im Gegensatz zu vielen Gaming Herstellern wie Razer und Co. Verzichtet Blue auf RGB LEDs oder große Softwarespielereien.

Dies resultiert in einem technisch guten Mikrofon, welches mit 120€ preislich fair eingestuft ist.

Ich würde das Blue Yeti Nano primär Youtubern und für generelle Audio Aufzeichnungen empfehlen. Qualitativ ist dieses natürlich auch für Gamer/Streamer interessant, in diesem Fall solltet Ihr aber auch noch einen Mikrofonarm einplanen um ihn etwas von der Tastatur zu entfernen.

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Michael Barton
Michael Barton
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