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Das Dell G7 17 im Test, größer = besser?

Dells „G“ Serie an Notebooks richtet sich an die Gamer die ein leistungsstarkes und wertiges Notebook zu einem fairen Preis suchen.

Das größte Modell aus der G Serie hört dabei auf den Namen Dell G7. Wie der Name möglicherweise schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein 17 Zoll Gaming Notebook.

Dieses kostet zwischen 1400€ und 2000€ und bietet für dieses Geld eine aktuelle Intel I CPU wie auch eine RTX 2060 bzw. RTX 2070. Damit ist das Dell G7 kein absolutes Schnäppchen, aber bei einem Notebook kommt es oftmals auf mehr an, als die reine Leistungsfähigkeit.

Wie steht es um das Gehäuse, das Display, die Eingabegeräte und natürlich die Gaming Leistung?

Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Das Dell G7 im Test

Als mit Mitglied der „G“ Serie von Dell richtet sich das G7 primär an Gamer und leistungsorientierte Nutzer. Dementsprechend ist das Notebook auch designt.

Man merkt bei diesem einige Alienware Einflüsse, auch wenn das Design nicht ganz so „over the top“ ist wie bei einem richtigen Alienware Notebook.

So ist die generelle Form des Dell G7 dem Alienware 17 recht ähnlich. Ihr erhaltet ein vergleichsweise massives und tendenziell etwas kantigeres Notebook mit einem ungewöhnlichen Scharnier.

Das Displayscharnier sitzt nicht an der hinteren Kante des Notebooks, sondern ein paar cm in das Notebook hineinversetzt. Das Gehäuse steht also im hinteren Teil etwas hervor. Dies ist natürlich Geschmackssache ,aber als Alienware Nutzer stört mich dies nicht, ganz im Gegenteil.

Ich finde dieses hebt das Dell G7 und generell die Dell G Serie etwas von der Masse an 0815 Notebooks ab. Was die grundsätzliche Stabilität und Massivität angeht, gibt es beim Scharnier nichts zu beklagen.

Ähnliches gilt auch generell für das Dell G7. Zwar ist das komplette Gehäuse aus Kunststoff gefertigt, welches eine „fake Aluminium“ Textur besitzt, aber dennoch wirkt das Notebook mehr als ausreichend massiv.

Drückt man mit voller Kraft auf das Gehäuse sieht man ein leichtes Durchdrücken/biegen des Gehäuses, was aber nicht weiter tragisch ist. Man ist hier nicht ganz auf Alienware Level was die Massivität angeht, aber im generellen würde ich das G7 als überdurchschnittlich stabil einstufen.

Allerdings ist das Dell G7 auch kein kleines Notebook. Dies ist natürlich bei einem 17 Zöller in einem gewissen Rahmen zu erwarten. Mit einer Höhe von 25mm ist das G7 durchschnittlich dick und mit 3,14Kg für einen 17 Zöller durchschnittlich schwer.

Super schlank oder besonders kompakt ist das G7 damit nicht, aber auch nicht unnötig fett. Es handelt sich hier halt eher um einen semi-portablen Desktop Ersatz.

Immerhin dazu passt auch die Anschluss-Ausstattung.

Auf der linken Seite finden wir einen Kopfhöreranschluss, einen USB 3.1 Gen 1 Port und einen USB C Thunderbolt 3 Port.

Auf der Rückseite findet sich der Netzteilanschluss, ein HDMI 2.0 Port, ein USB 3.1 Gen 1 Port, einmal mini Display Port und Gbit LAN.

Auf der rechten Seite ist zu guter Letzt ein weiter USB 3.1 Gen 1 Port wie auch ein SD Kartenleser.

Zusammengefasst:

  • 3x USB A 3.1 Gen 1 (5Gbit)
  • 1x USB C Thunderbolt 3
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x mini Displayport
  • 1 x Gbit LAN
  • 1x SD Kartenleser

Hier kann ich nur ein Lob an Dell aussprechen, eine wie ich finde perfekte Portausstattung!

 

Display

Wie bei Dell üblich gibt es auch das G7 mit mehreren Display Optionen. Genau genommen sind es zwei.

Beides sind IPS Full HD Panels mit 17 Zoll, die eine Version hat allerdings 60Hz und die andere 144Hz. Für ein Gaming Notebook ist natürlich die 144Hz Version optimal, diese ist aber leider nur in der teuersten Version des G7 verfügbar.

Ich habe für diesen Test die „normale“ 60Hz Version.

Stellt sich die Frage, wie sieht das Display aus? Das Display war ja fast traditionell der Schwachpunkt an den G Geräten von Dell. Erfreulicherweise ist dies hier aber nicht der Fall!

Das Display des Dell G7 sieht auf den ersten Blick top aus! Farben sind klar, Kontraste gut und auch die Blickwinkel passen völlig. Auch die Full HD Auflösung auf 17 Zoll passt. Ein 2K Display wäre zwar sicherlich das Optimum bei dieser Größe, aber sicherlich etwas viel verlangt in einem etwas preis/leistungsorientiertem Gerät.

Der gute subjektive Eindruck wird auch von den Messwerten bestätigt. Zwar ist die Helligkeit mit 261cd/m² eher durchschnittlich, der Kontrast wiederum ist mit 1030:1 sehr stark für ein IPS Panel und auch die Farbraumabdeckung ist gut!

Das Dell G7 erreicht eine 95%ige Abdeckung des sRGB Farbraums und 70% von Adobe RGB. Für ein Notebook, das sich primär an Gamer richtet, ist dies gut!

Selbst die Kalibrierung von Haus ist „Spot on“ wie man so schön sagt. Ja das Dell G7 eignet sich für leichte Foto und Video Bearbeitung!

 

Lautsprecher

Das G7 verfügt über zwei Lautsprecher, welche auf der Front des Notebooks angebracht sind. Qualitativ sind diese okay.

Die Lautsprecher klingen ausreichend, aber auch nicht übermäßig voll oder satt. Auch die maximale Lautstärke ist höchstens durchschnittlich. Hier wäre bei solch einem großen Notebook durchaus etwas mehr Raum gewesen für eine etwas beeindruckendere Klangausstattung.

Recht Ähnliches gilt auch für den Kopfhörerausgang, wo wir gute Standardkost erhalten.

 

Eingabegeräte

Mein Dell G7 verfügt über eine englische Tastatur! Keine Sorge dies liegt an meinem Testgerät, Euer Dell G7 wird über eine reguläre deutsche Tastatur verfügen.

Grundsätzlich verfügt das G7 über eine moderne „Insel“ bzw. Chiclet Tastatur. Diese besitzt eine vernünftige Größe und dank des 17 Zoll Formats ist auch noch entspannt Platz für ein Nummernpad.

Der Eindruck der Tastatur fällt weitestgehend positiv aus! Die Tasten fühlen sich wertig und vergleichsweise „Klickie“ an, setzen aber natürlich auf die übliche Rubber Dome Technologie.

Auch der Anschlag ist angenehm fest und massiv. Damit bleibt Dell seiner Siegesserie treu, was gute Tastaturen angeht!

Lediglich mit etwas Druck lässt sich das Tastaturdeck leicht eindrücken, was das G7 von den teureren XPS und Alienware Modellen unterscheidet.

Wie steht es um das Trackpad? Dieses besitzt ein gutes Tracking und arbeitet angenehm präzise. Auch die matte Textur fühlt sich gut an den Fingern an. Allerdings hat das Trackpad bei meinem G7 etwas Spiel! Die Oberfläche lässt sich ein paar mm eindrücken, ehe erst der Schalter in Kontakt kommt. Das Ganze fühlt sich nicht ganz richtig an!?

Kein großes Problem, da ansonsten das Trackpad gut ist, dennoch passt dies nicht zum ansonsten qualitativ sehr guten Eindruck.

 

Performance und Leistung

Mein Testgerät des Dell G7 verfügt über einen Intel Core i7-8750H wie auch eine Nvidia RTX2060 und 8GB RAM. Damit ist dies eine solide mittlere Konfiguration des Notebooks, welche auch durchaus Sinn macht.

Privat würde ich allerdings zu etwas mehr RAM raten, 8GB reichen, 16 GB würden aber etwas mehr „Puffer“ bieten. Der RAM lässt sich beim G7 aber problemlos vom Nutzer upgraden!

Beim Intel Core i7-8750H handelt es sich um einen aktuellen 6 Kern Chip, welcher mit bis zu 4,1 GHz taktet. Ja es steht der neue Intel Core i7-9750H bereits vor der Tür, aber der Performance Unterschied zwischen diesen beiden Chips liegt im einstelligen % Bereich, ist also zu vernachlässigen.

Etwas anders sieht es bei der GPU aus. Die Nvidia RTX 2060 ist noch sehr neu und es wird eine Zeit dauern bis wir hier einen Nachfolger sehen.

Starten wir zunächst mit ein paar Benchmarks.

Wichtig! Kleine Info vorweg, solltet Ihr irgendwelche Performance Probleme mit dem Dell G7 haben, versucht andere Intel Grafiktreiber! Das G7 nutzt eine Umschaltfunktion zwischen der integrierten Intel GPU und der Nvidia Karte, welche bei mir zunächst etwas fehlerhaft war.

Die Umschaltung funktionierte, aber die Performance lag ca. 20-30% unter den zu erwarteten Werten. Die älteren Intel UHD Grafiktreiber von der Dell Webseite lösten aber das Problem.

Kommen wir damit auch zu den Gaming Benchmarks.

Das Dell G7 liefert ziemlich genau die Leistung die man von der Kombination Intel Core i7 und Nvidia RTX 2060 erwarten darf. Auf der Full HD Auflösung liefert das Notebook durchgehend in allen Spielen eine sehr gute Leistung mit meist +-60 FPS. Ältere und leichtere Spiele können dabei auch durchaus dreistellige Bildraten erreichen.

Damit ist die RTX 2060 die ideale „Mainstream“ Grafikkarte, die alles im Grunde gut schafft! Erst bei höheren Auflösungen käme die RTX 2060 so langsam an ihr Limit, allerdings ist das Dell G7 natürlich primär für Full HD Gaming ausgelegt.

Bei allem Lob muss man aber auch dazu sagen, dass die RTX 2060 kein gewaltiger Sprung von der GTX 1060 ist. Je nach Spiel erreicht die RTX 2060 in meinem Test +- 18-25% mehr Leistung als die GTX 1060. Ein netter Sprung welcher die RTX 2060 in Reichweite der GTX 1070 bringt, aber auch kein monumentaler Leistungssprung.

Wie steht es um die restliche Hardware?

Wie es sich für jedes Notebook gehört, setzt Dell beim primären Speichermedium auf eine SSD. Genau genommen auf eine Toshiba NVME SSD. Die Toshiba KGB30ZMS256G ist allerdings eher eine „Mittelklasse“ SSD mit 1444MB/s lesen und 671MB/s schreiben, reicht aber völlig.

Für Spiele oder andere größere Medien ist zusätzlich eine 1TB Western Digital HDD verbaut, welche wie üblich rund 120MB/s schafft.

 

Kühlung und Lüfter

Was die Lautstärke des Dell G7 angeht, bin ich grundsätzlich recht zufrieden. Im Leerlauf oder bei einfachen Anwendungen wie Office oder Webbrowsen ist das G7 weitestgehend unhörbar.

Hier ist der Lüfter aus bzw. so niedrig drehend, dass er nicht mehr hörbar ist.

Unter Last kann dies etwas anders aussehen. Hier hängt es aber ein Stück weit von der von Euch gewählten Einstellung ab. Ihr könnt in der Dell Energie App aus vier Profilen auswählen.

Meine Empfehlung wäre der optimierte Modus, welcher so ziemlich die volle Leistung bietet aber vergleichsweise leise daherkommt.

In vielen Spielen dreht der Lüfter nur minimal auf, wodurch das Dell G7 eins der leiseren Gaming Notebooks ist, das mir bisher begegnet ist.

Allerdings hängt dies auch etwas von der Art der Last ab. CPU lastige Spiele lassen den Lüfter mehr hochdrehen als GPU lastige Spiele.

Wie steht es um die Kühlung? In einer normalen „Gaming-Last“ läuft das Dell G7 recht kühl!

Ich war hier positiv überrascht, während drei Durchläufen des Metro Last light Benchmarks erreichte die CPU in der Spitze maximal 91 Grad, was für ein Notebook nicht zu heiß ist und die GPU gerade einmal 65 Grad!

Dies sind dabei aber auch nur die Spitzenwerte, im Normalfall pendelt sich die CPU in Spielen bei 7X Grad ein, was glatt als kalt zu bezeichnen ist.

Dies wohlgemerkt im „optimierten“ Modus, in welchem die Lüfter nicht auf maximalem Tempo laufen.

In Anwendungen wie Chinebench, wo die CPU dauerhaft zu 100% ausgelastet wird, steigt aber die Temperatur während des Tubro Boosts auch auf 100 Grad, bei einem maximalen Takt von 3,9Ghz.

Nach dem der temporäre Turbo Boost vorbei ist, pendelt sich aber die CPU Temperatur bei 8X Grad ein und der Takt rund 3,3-3,4 Ghz. Dies ist völlig Normal und ein guter Wert! Der i7-8750H hat wohlgemerkt einen Basistakt von 2,2 GHz, alles darüber ist sozusagen als Bonus zu bezeichnen.

 

Akkulaufzeit

Bei einem 17 Zoll Gaming Notebook darf man eigentlich keine besondere Akkulaufzeit erwarten. Dennoch lässt man sich natürlich gerne positiv überraschen.

Auf dem Papier besitzt das Dell G7 mit 60Wh einen eher durchschnittlich großen Akku. Allerdings bietet das G7 immerhin eine umschaltbare Grafikkarte, welche etwas Akku sparen sollte.

Praktisch könnt Ihr rund 3 Stunden Laufzeit vom G7 erwarten, wenn Ihr im Internet surft, Videos schaut usw.

Mit ein wenig Optimierung lassen sich auch 3,5-4 Stunden erreichen, aber dies ist absolut höchste der Gefühle.

Keine überragende Laufzeit, aber auch nicht anders zu erwarten.

 

Fazit

Ihr sucht ein gutes 17 Zoll Gaming/Allroundnotebook? Dann seid Ihr beim Dell G7 goldrichtig! Dell hat hier klar seine Hausaufgaben gemacht und das G7 kann in fast allen Belangen voll überzeugen.

Starten wir beim wichtigsten Punkt, der Leistung. Die Mischung aus Intel Core i7-8750H und Nvidia RTX 2060 ist als sinnvoll und leistungsstark einzustufen.

Bei Full HD Auflösung und maximalen Details werdet Ihr in allen Spielen 40 FPS+ problemlos erreichen. In 90% aller Spielen werden sogar 60 FPS+ im Schnitt gut möglich sein.

Das Dell G7 kann dabei die Leistung der RTX 2060 voll „auf die Straße“ bringen. Das Kühlsystem des Notebooks macht sowohl aus Sicht der Temperaturen, wie auch von der Lautstärke einen sehr guten Job!

Hinzu kommt ein wirklich starkes Display, welches allerdings in der Standard Version nur Full HD 60Hz bietet. Dennoch sieht das Display und alle Messwerte sehr gut aus! Gut genug, dass das Dell G7 problemlos auch für eine leichte Foto/Video Bearbeitung zu nutzen ist.

Das Gehäuse des Dell G7 macht gerade optisch und von der Portausstattung einen guten Eindruck. Das G7 bietet alle Anschlüsse die man sich wünschen kann, inklusive Thunderbolt 3, HDMI 2.0 und einen SD Kartenleser.

Allerdings ist natürlich das G7 auch nicht perfekt. Die Lautsprecher sind für ein 17 Zoll Notebook etwas dünn, die Tastatur ist soweit in Ordnung, aber ein Downgrade verglichen mit den Alienware/XPS Notebooks und das etwas wackelnde Trackpad unschön.

Allerdings würde ich keinen dieser Punkte als NoGo bezeichnen. Sucht Ihr also ein gutes 17 Zoll Gaming Notebook im 1500€ Preisbereich, das nicht super dick und schwer ist, dann kann ich Euch das G7 mit gutem Gewissen empfehlen!

Positiv

  • Schickes Design
  • Gutes Display
  • Hohe Performance
  • Gute Kühllösung
  • Solide Tastatur und Trackpad

Neutral

  • Akkulaufzeit mäßig
  • Lautsprecher mäßig

Negativ

  • Trackpad etwas wacklig (zu mindestens bei meinem G7)

Die Goal Zero Yeti 150 Powerstation im Test, 168Wh POWER

Powerbanks sind etwas Feines. Allerdings gibt es durchaus Situationen wo eine einfache Powerbank nicht reicht. Beispielsweise auf längeren Camping Trips oder bei Foto/Video Shootings auf freier Fläche.

Hier kommen sogenannte Powerstationen ins Spiel. Powerstationen sind „große“ Powerbanks, bei welchen die Portabilität etwas gegen mehr Leistung und Anschlüsse getauscht wurde.

Powerstationen gibt es in vielen verschiedenen Größen, von noch halbwegs kompakt für groß genug ein ganzes Kamera Team mit Strom zu versorgen. Habt Ihr Euch für solch eine Powerstation schon einmal interessiert, werdet Ihr mit Sicherheit über den Hersteller Goal Zero gestolpert sein.

Goal Zero ist bei solchen Powerstationen fast etwas wie der Markführer. Goal Zero Powerstationen richten sich durchaus an die erweiterten Nutzer bzw. den professionellen Einsatz. Dies spiegelt sich auch im Preis wieder.

Goal Zero „Yeti“ Powerstationen können durchaus einige hunderte, wenn nicht sogar tausende Euro kosten.

In diesem Test wollen wir uns allerdings die kleine „Yeti 150“ ansehen, welche für erschwingliche 250€ zu haben ist.

Von daher was kann die Goal Zero Yeti 150 und ist diese empfehlenswert?

An dieser Stelle vielen Dank an Goal Zero für das Ausleihen der Yeti 150 für diesen Test!

 

Die Goal Zero Yeti 150 Powerstation im Test

Bei der Goal Zero Yeti 150 handelt es sich um eine sogenannte „Powerstation“. Eine „Powerstation“ ist, wenn man so will, eine Powerbank in größer mit mehr Anschlüssen, mehr Kapazität usw.

Die Yeti 150 ist dabei primär für Campingausflüge oder das Arbeiten unter freiem Himmel (Fotoshootings usw.) gedacht. Dass es sich hier nicht um ein Modell handelt das man täglich mit zur Schule oder Arbeit nimmt, sollte dabei bereits auf den ersten Blick klar sein.

Die Powerstation kommt auf ein Gewicht von 5,4 KG und Abmessungen von rund 20 x 16,5 x 14,5 cm.

Für eine klassische Powerbank ist dies sehr groß, auch wenn man die Kapazität von 168 Wh (45405mAh @ 3,7V) bedenkt. Dazu aber später mehr.

Um diesen massiven Brocken an Leistung etwas portabler zu machen, setzt Goal Zero auf einen Tragegriff auf der Oberseite. Dieser fährt beim Anheben ein Stück weit aus und erlaubt einen durchaus komfortablen Transport vom Auto zur Wirkungsstätte der Powerstation.

Auch das Gehäuse macht einen sehr schönen massiven Eindruck. Goal Zero nutzt einen massiven Kunststoff, welcher mit großen Schrauben zusammengehalten wird.

Dies verleiht der Yeti 150 Powerstation gleichen einen etwas professionelleren Look. Man merkt gleich, dass es sich hier um ein wertiges Produkt handelt. Ich würde zwar die Powerstation nicht absichtlich fallen lassen, aber grundsätzlich passt die Massivität!

Lediglich vom Wasserschutz bin ich etwas enttäuscht. Klar die Powerstation ist nicht wasserdicht, aber auf Lüftungsschlitze auf der Unterseite hätte ich verzichtet. So müsst Ihr sehr vorsichtig sein falls Ihr die Yeti 150 auf eine feuchte Wiese stellt.

 

Die technische Ausstattung der Yeti 150 Powerstation

Das Wichtigste an der Yeti 150 sind klar die Anschlüsse und die Kapazität. Die Powerstation verfügt laut Hersteller über 168Wh Kapazität, was sehr ordentlich ist. Allerdings nutzt Goal Zero einen Bleiakku, anstelle von Lithium. Dies erklärt auch das hohe Gewicht und die größeren Abmessungen.

Grundsätzlich ist ein Bleiakku kein „nogo“, diese haben durchaus ihre Vorzüge, gerade beim Preis und bei der Leistung, sind allerdings deutlich größer als die Lithium Alternative.

Die Yeti 150 Powerstation verfügt über eine „normale“ 220V Steckdose mit maximal 80W. Hinzu kommen zwei USB Ports mit jeweils 2,1A und ein „Zigarettenanzünder“ (12V) mit maximal 120W.

Ihr könnt natürlich nicht alle Anschlüsse gleichzeitig voll nutzen, aber das Maximum liegt bei guten 160W. Die Powerstation hat also durchaus ordentlich power!

Die drei Anschlusstypen lassen sich im Übrigen unabhängig voneinander ein- bzw. abschalten. Ideal gerade aus Sicherheitsgründen.

Geladen wird die Yeti 150 über einen prioritären Stecker. Ein passendes 16V 5A (80W) Netzteil liegt bei. Alternativ könnt Ihr auch ein Solarpanel nutzen, allerdings muss dieses von Goal Zero stammen, aufgrund des proprietären Steckers. Ein passendes Solarpanel geht ab rund 180€ los (bei Amazon).

Dies ist aus meiner Sicht klar ein Nachteil! Nutzer zu proprietären Ladegeräte zwingen ist immer unschön und kostet hier etwas Flexibilität.

Bonuspunkte gibt es wiederum für das kleine LC Display, welches Euch über den aktuellen Ladestand informiert.

 

Kapazität

Die Kapazitätsmessung erweist sich bei der Goal Zero Yeti 150 etwas schwierig, denn die Kapazität hängt stark vom gewählten Anschluss ab.

Ohne die Powerstation völlig zu zerlegen, vermute ich das Goal Zero im Inneren auf einen 12V Blei (Gel?) Akku setzt. Das bedeutet die Spannung für die USB Ports muss von 12 V erst auf 5V abgesenkt werden, bzw. im Falle der Steckdose von 12V DC auf 230V AC angehoben werden.

Hierdurch besitzt die Powerbank vergleichsweise viel Elektronik im Inneren, was die Effizienz spürbar senkt.

So konnte ich 115Wh Kapazität über die USB Ports messen und 93Wh über die Steckdose, aber 152Wh über den Zigarettenanzünder.

Ja ich finde diese Werte auch etwas merkwürdig, aber ich habe die USB Messung 5x wiederholt und kam jedes Mal auf das gleiche bzw. sehr ähnliche Ergebnisse.

Dass wir bei der Steckdose „nur“ auf 93Wh Kapazität kommen (Ihr könntet also ein 93W Gerät theoretisch eine Stunde mit Strom versorgen), ist nicht überraschend. Das umwandeln von 12 DC auf 230V AC ist recht komplex, daher überrascht mich hier eine deutlich niedrigere Effizienz nicht.

Dies ist normal und im Rahmen dessen was ich erwartet habe.

Auch das die Kapazität beim 12V Anschluss am höchsten ist, ist nicht überraschend. Ich vermute der 12V Anschluss wird ohne große zusätzliche Elektronik einfach durchgeschliffen sein. Es gibt lediglich eine Abschaltung wenn die Spannung des Akkus unter Wert x fällt.

Allerdings die große Diskrepanz zwischen 12V Ausgang und den USB Ports kann ich mir nicht erklären! Normalerweise haben 12V DC auf 5V DC Wandler wie man diese beispielsweise in Autoladegeräten findet sehr gute Effizienzwerte! 90%+ ist hier nicht ungewöhnlich.

Ich konnte lediglich eine leicht gesteigerte Kapazität beobachten wenn der Entladestrom über die USB Ports erhöht wurde.

 

Aufladen

Starten wir mit den USB Ports des Yeti 150. Hierbei handelt es sich um recht unspektakuläre Ladeports, welche keine Schnellladestandards oder Ähnliches unterstützen.

Dementsprechend Laden alle von mir getesteten Smartphones mit einem „Standard“ Tempo an den Ports. Immerhin eine Apple Optimierung ist vorhanden! So erreichte das Apple iPhone Xs Max in der Spitze 5V 2,01A! Dies ist ein sehr guter Wert für ein nicht Schnellladegerät.

Auch auf der Android Seite werden ebenfalls sehr gute Ladegeschwindigkeiten erreicht. Keine Klagen hier!

Das Spannendste ist klar die Steckdose. Diese kann bis zu 80W konstant liefern und 160W in der Spitze.

Was bedeutet dies? Viele Geräte, gerade Netzteile, „saugen“ sich beim Einstecken kurzzeitig voll. Hier entsteht also für Bruchteile einer Sekunde ein teils signifikant höherer Strom als das Gerät letztendlich benötigt.

Dies kann aber dazu führen, dass sich solche Powerstationen aufgrund eines Überstroms abschalten, obwohl das angeschlossene Gerät eigentlich nicht die maximale Leistung überschreitet.

Mit 160W ist dieser temporäre Spitzenstrom erfreulich hoch gewählt! Hierdurch war es in der Praxis auch gut möglich diverse Geräte an der Powerstation zu betreiben.

Ich habe an dieser diverse kleinere Notebooks getestet, wie auch Ladegeräte von Werkzeug und alles was unter dem konstanten Limit von 80W blieb lief problemlos.

Dabei ist die Spannung auf der Steckdose auch ausreichend stabil! Klasse!

Bedenkt nur lediglich das Goal Zero hier nicht auf unsere Europäische Schuko Steckdose setzt, sondern auf eine „Universal“ Steckdose. Diese funktioniert auch absolut problemlos mit allen Steckertypen, aber es gibt bei Schuko Steckern keine Erdung!

 

Wiederaufladen

Ihr könnt die Goal Zero Yeti 150 entweder über ein proprietäres Solar-Panel aufladen, oder über das beiliegende Ladegerät.

Hier möchte ich mich nochmals „beschweren“ , dass ein spezielles Goal Zero Solarpanel nötig ist die Powerstation zu laden. Dafür gibt es keinen Grund, außer der Versuch mehr Geld zu machen.

Wie auch immer, wie schnell geht das Aufladen über das beiliegende Ladegerät? Dieses Ladegerät besitzt eine Leistung von 16V 5A, also 80W.

Praktisch nimmt die Powerstation aber nur rund 67W auf. Ziehen wir die Effizienz ab werden rund 60W in der Powerstation landen.

60W ist gar nicht mal so wenig! Die Powerstation ist somit in rund 3 Stunden voll.

 

Fazit

Die Goal Zero Yeti 150 ist wie zu erwarten ein recht spezielles Produkt.

Starten wir aber am Anfang. Die Powerstation macht einen sehr schön professionellen und wertigen Eindruck. Man merkt hier kein billiges 0815 Produkt vor sich zu haben.

Das Gehäuse ist durchdacht und schön massiv!

Auch die Anschlussvielfallt ist stark. 12V, USB und eine Steckdose helfen Euch so ziemlich alle Geräte auf dem Markt zu laden. Dabei bietet die Steckdose mit 80W auch ausreichend Leistung um Geräte wie Kühlboxen, Akkuladegeräte (für Kameras zum Beispiel) usw. zu versorgen.

Der 12V „Zigarettenanzünder“ bietet sogar bis zu 120W Leistung.

Allerdings ist die Kapazität so eine Sache. Laut Hersteller bietet die Yeti 150 168Wh, was ich so aber nur bedingt bestätigen kann. Über die USB Ports und auch die Steckdose fällt die effektive Kapazität deutlich niedriger aus!

So viel niedriger, dass ich für USB Geräte (oder Geräte die sich via USB laden lassen) keinen Sinn in der Goal Zero Yeti 150 sehe! Kauft Euch hier lieber zwei große reguläre Powerbanks.

Sinn macht die Goal Zero Yeti 150 Powerstation nur wenn Ihr die Steckdose oder den 12V Anschluss benötigt. Hier ist zwar auch die Kapazität nicht gigantisch (dafür müsstet Ihr zu den größeren Modellen von Goal Zero greifen), aber die Powerstation ist für solche Geräte sinnvoll.

Ich denke hier gerade an Fotografen/Videografen, die vielleicht „on the Go“ ihre Kamera Akkus laden wollen oder mit Beleuchtungssystemen arbeiten. Ähnliches gilt natürlich auch für andere Nutzer die mittelgroße Geräte eine Zeit lang unabhängig von der Steckdose betreiben wollen.

Hier passt auch der Preis von knapp über 200€ für die Goal Zero Yeti 150.

Das TOMMOX-PowerTravel 3 Pro-60W USB C Ladegerät im Test (Empfehlung)

Sehr viele modere Smartphones, Tablets und sogar Notebooks setzen auf USB C und damit auf den USB Power Delivery Ladestandard.

Dementsprechend gibt es auch einige USB C Power Delivery Ladegeräte im Handel. Sucht man allerdings nach besonders leistungsstarken USB C Ladegeräten, für beispielsweise ein Notebook, dann schmälert sich die Auswahl merklich.

Will man dann noch mehrere USB Ports und ein kompaktes Design wird es schwierig.

Bei meinem üblichen Streifzug nach spannenden Testgeräten bin ich dabei über das TOMMOX PowerTravel 3 Pro gestolpert. Beim PowerTravel 3 Pro handelt es sich um ein drei Port USB Ladegerät mit einem 60W USB C Port und einem reisefreundlichen Design.

Sieht doch gut aus! Aber wie steht es um die Praxis? Kann hier das PowerTravel 3 Pro von TOMMOX auch überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das TOMMOX-PowerTravel 3 Pro-60W USB C Ladegerät im Test

Auch wenn das TOMMOX PowerTravel 3 Pro mit 60W durchaus ein recht kräftiges Ladegerät ist, ist dieses von dem Abmessungen doch noch recht kompakt.

Dieses bringt ohne den Stecker gerade mal 147g auf die Waage und misst 66 x 65 x 29mm. Klar, das Ladegerät wird ja auch als Reiseladegerät beworben.

Hierfür verfügt dieses über das klassische „Steckernetzteil“ Format mit auswechselbaren Steckern. Hierdurch könnt Ihr das Ladegerät problemlos in Europa, Großbritannien, der USA und Australien(?) betreiben.

Praktisch, auch wenn ich denke, dass die meisten das Ladegerät primär zu Hause nutzen werden.

Was die Haptik und Optik angeht, gibt es nichts Außergewöhnliches zu berichten. Das TOMMOX PowerTravel 3 Pro ist aus einem einfachen, aber ausreichend soliden glatten Kunststoff gefertigt.

Dieses wirkt zugegeben nicht besonders edel, aber auch nicht billig. Ich würde das Ladegerät ohne schlechtes Gewissen nutzen.

 

Die Anschlüsse

Das Wichtige ist aber natürlich die Technik. Das TOMMOX PowerTravel 3 Pro besitzt drei Ports, welche alle drei auf der Front angebracht sind.

Hierbei handelt es sich um einen USB C Port und zwei „normale“ USB A Ports.

Der USB C Port unterstützt das Power Delivery Protokoll, welches zum Schnellladen von diversen Herstellern wie Apple, Nintendo, Google usw. genutzt wird. Sogar einige Notebooks wie das Dell XPS oder die Apple MacBook Pros nutzen USB Power Delivery um geladen zu werden.

In der Regel reicht für Smartphones bereits eine Leistung von 18W auf dem USB C Port um das volle Ladetempo zu erreichen. Notebooks hingegen benötigen meist 30W oder mehr um via USB C geladen zu werden.

Erfreulicherweise bietet das TOMMOX PowerTravel 3 Pro mit 60W sehr viel Leistung auf dem USB C Port! Die 60W teilen sich auf 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A auf. Damit werden alle wichtigen Spannungsstufen unterstützt!

Bei beiden normalen USB Ports können jeweils bis zu 5V/3A liefern. Damit unterstützen diese kein Schnellladeprotokoll, bieten aber auf dem Papier ein gutes Basistempo!

Wichtig, das TOMMOX PowerTravel 3 Pro bietet maximal 60W! Diese 60W können komplett über den USB C Port laufen. Nutzt Ihr also die vollen 60W, können die normalen USB Ports nicht mehr zusätzlich belastet werden.

Sofern Ihr allerdings kein Notebook am PowerTravel 3 Pro ladet, werdet Ihr den USB C Port vermutlich nie voll auslasten. Selbst ein Apple iPad Pro benötigt nicht mehr als 30-45W.

Nein es ist nicht schlimm wenn der Port mehr Leistung bietet als benötigt wird.

 

Belastungstest

Starten wir wie üblich mit dem Belastungstest. Bei diesem setzte ich das Ladegerät mehrere Stunden unter Volllast und beobachte das Verhalten.

Hier gab es allerdings keine besonderen Vorkommnisse. Das Ladegerät hat die dauerhafte Volllast problemlos ausgehalten und sich dabei nicht mal übermäßig erwärmt.

Am äußeren Gehäuse konnte ich maximal 45-50 Grad messen, was unkritisch ist.

Neu ist nun auch ein Isolationstest, den ich durchführe. Bei diesem wird die Separation Primär/Sekundärseite überprüft. Hierfür wird auf die Steckdosenkontakte eine Spannung von 250/500V gegeben und gemessen ob etwas von dieser Spannung auf die sekundäre Seite (die USB Ports) durchschlägt.

Im Grunde handelt es sich hier um einen „Widerstandstest“. Ein normales Multimeter arbeitet jedoch nur mit einer sehr geringen Spannung (unter 1V), kann also nicht erkennen wenn beispielsweise zwei Kontakte sehr dicht beieinander sind, die aber keinen direkten Kontakt haben.

Ein Isolationstester arbeitet mit einer teils sehr viel höheren Spannung, wodurch Funken zwischen zwei nahen Kontakten überspringen können.

Mit über 5,5 Gigaohm Widerstand bei 500V hat das TOMMOX PowerTravel 3 Pro diesen Test problemlos bestanden!

Schauen wir uns die Spannungen des Ladegerätes unter Last an.

Erneut keine nennenswerten Auffälligkeiten. Die Spannungen aller Ports und bei allen Spannungsstufen sind als normal einzustufen und innerhalb der Grenzwerte.

Lediglich sieht man doch einen recht starken Spannungsabfall unter höherer Last. Von 20,089V bei 0A auf 19,472V bei 3A ist schon ein kleiner Spannungseinbruch. Allerdings nicht ansatzweise kritisch!

USB Power Delivery Geräte kommen mit so einem Spannungsabfall problemlos klar!

Bei den normalen USB Ports wo eine zu niedrige Spannung wirklich ein Problem wäre, hält sich die Spannung aber konstant über 5V, was top ist!

 

Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am TOMMOX PowerTravel 3 Pro getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Xiaomi Mi 9
  • Samsung Galaxy S10 +
  • Apple MacBook Pro 13
  • Dell XPS 13 9380

Starten wir zunächst mit dem USB Power Delivery Port. Keine Überraschungen hier! All diese Geräte unterstützen den USB Power Delivery Ladestandard und können somit auch am PowerTravel 3 Pro schnell geladen werden.

Manche allerdings schneller als andere.

Apple setzt bei alle seinen Geräten primär auf USB PD, diese lassen sich natürlich mit vollem Tempo an einem USB PD Ladegerät laden. So erreichte das Apple iPhone Xs Max satte 19,xW Ladestrom, fast das 4x Tempo verglichen mit dem beiliegenden Ladegerät.

Auch das Apple MacBook Pro 13 erreicht mit 46,xW sein reguläres Ladetempo. Ähnliches gilt auch für das Dell XPS 13, welches eh nicht mehr als 45W aufnehmen kann.

Allerdings gibt es auch Sonderfälle wie das Huawei Mate 20 Pro. Dieses nutzt primär Huaweis eigenen Super Charge Standard, über welchen auch das volle Ladetempo erreicht wird. Sekundär kann aber auch USB Power Delivery genutzt werden.

Allerdings ist USB PD bei Huawei Smartphones langsamer als der originale Schnellladestandard, aber schneller als normales Laden. Dies gilt nicht nur fürs Mate 20 Pro, sondern für alle Huawei Flaggschiffe der letzten Jahre.

Samsung wiederum nutzt Quick Charge und USB Power Delivery. Beim S10+, S9 und S8 sind diese beiden Standards +- gleichwertig und gleich schnell.

Wie steht es aber um die normalen USB Ports?

Erfreulich gut! Zwar handelt es sich hier nicht um Schnellladeports, aber diese bieten für normale USB Ports ein sehr hohes Ladetempo!

So erreichte das Aplle iPhone Xs Max satte 11,xW Ladestrom, was sehr gut ist! Aber auch die Android Smartphones laden hier sehr flott.

 

Effizienz

Zum Abschluss schauen wir uns noch die Effizienz des Ladegerätes an.

Interessant! Grundsätzlich bietet das Ladegerät mit 79-89% eine sehr gute Effizienz! Dies deutet auf durchaus moderne Elektronik hin. Viele reguläre USB Ladegeräte kommen selbst unter optimalen Bedingungen kaum auf 80%.

Gut über 80% Effizienz ist für ein USB Ladegerät schon stark!

Merkwürdig ist lediglich nur, dass die Effizienz bei höherer Auslastung zu sinken scheint?! Normalerweise ist dies bei Ladegeräten und Netzteilen umgekehrt!

 

Fazit

Ihr sucht ein kompaktes und leistungsstarkes USB C Ladegerät für Euer Smartphone, Tablet oder sogar Notebook?

Dann ist das TOMMOX PowerTravel 3 Pro eine hervorragende Wahl! Dies konnte in meinem Test durchgehend überzeugen, egal ob es nun um die elektrische Qualität geht oder um das schiere Ladetempo.

Alle Geräte, egal ob nun von Apple, Dell, Samsung usw., konnten sehr schnell und problemlos geladen werden! Dabei bietet das PowerTravel 3 Pro mit 60W Leistung auch mehr als genug Power selbst Notebooks problemlos zu versorgen.

Technisch gab es dabei keine nennenswerten Auffälligkeiten. Egal ob nun Isolation, Spannungen oder auch die Effizienz, alles deutet auf ein gutes und vertrauenswürdiges Ladegerät hin.

Kurzum für knapp unter 50€ kann ich das TOMMOX PowerTravel 3 Pro mit gutem Gewissen jedem empfehlen der ein leistungsstarkes Steckernetzteil sucht!

Die Corsair IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus im Test, günstig, gut und kabellos?

Mit der IRONCLAW RGB Wireless hat Corsair vor kurzem seine neuste kabellose Gaming Maus auf den Markt gebracht.

Diese soll dank eines neuen Funkstandards, den Corsair auf „SLIPSTREAM“ getauft hat, fast keinerlei Verzögerung bei der Signalübertragung bieten. Für einen Fan von kabellosen Peripheriegeräten klingt dies natürlich sehr spannend, gerade da die IRONCLAW auch abseits der Funkverbindung sehr spannend aussieht.

So setzt Corsair auf eine recht reichhaltige Ausstattung an Tasten, auf einen top modernen Sensor und Bluetooth!

Habt Ihr ein Gaming Notebook und braucht gerade keine „super Performance“ könnt Ihr damit auf einen gesonderten USB Empfänger völlig verzichten.

Aber ist die IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus auch in der Praxis so gut wie sie in der Theorie aussieht?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der Maus für diesen Test.

 

Die Corsair IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus im Test

Wie bei den meisten seiner Produkten setzt auch Corsair bei der IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus auf eine etwas aufwändigere Optik.

Hier gilt klar das Motto mehr ist besser. So besitzt die Maus beispielsweise satte 10 Tasten, welche auch alle recht groß und auffällig sind. Sucht Ihr eine minimalistische Gaming Maus seid Ihr hier klar falsch.

Die IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus entspricht optisch und vom Aufbau weitestgehend der kabelgebundenen Version. Beides sind rechtshänder Mäuse und besitzen einen asymmetrische Form.

Dabei setzt Corsair auf eine Mischung aus einem softtouch Kunststoff für die Oberseite der Maus und eine etwas gröbere Gummi-Textur für die Seiten. Grundsätzlich macht die Maus einen guten ersten Eindruck, auch wenn man gerade bei der Softtouch-Oberfläche natürlich nicht so genau weiß wie gut diese die Zeit überstehen wird.

Die Verarbeitungsqualität meiner IRONCLAW war soweit tadellos. Die Maus fühlt sich ausreichend massiv und stabil an. Allerdings merkt man auch das große Teile der Maus „hohl“ sind, sicherlich um das Gewicht recht gering zu halten.

Mit 132g ist die IRONCLAW ja auch nicht zu schwer für eine komplett kabellose Maus.

Dicke Bonuspunkte bekommt Corsair für die Möglichkeit die Maus auch via Bluetooth zu nutzen. Ja via Bluetooth ist die Verzögerung der Maus etwas höher als über den regulären Funkempfänger, aber gerade „on the go“ ist eine optionale Bluetooth Verbindung sehr praktisch.

Nutzt Ihr den beiliegenden Funkempfänger liegt die Verzögerung bei gerade einmal 1ms, was an der „SLIPSTREAM CORSAIR WIRELESS TECHNOLOGY“ liegen soll. Später dazu mehr, aber so viel schon einmal vorweg, ich spüre keinen Unterschied zu einer kabelgebundenen Maus.

Als Anschluss für das Kabel, zum Aufladen nutzt Corsair wie üblich microUSB. Der microUSB Port ist etwas tiefer ins Gehäuse versetzt, wodurch es eine gewisse Zugentlastung gibt.

Natürlich wird der microUSB Port auch zum Laden der Maus genutzt. Im Inneren findet sich ein 850mAh starker Akku, welcher „bis zu 50 Stunden“ Laufzeit garantieren soll.

Allerdings gibt es hier ein paar Einschränkungen. Die 50 Stunden sind nur im Bluetooth Modus ohne RGB LEDs möglich. Bluetooth scheint im Generellen etwas weniger Energie zu verbrauchen, vermutlich da das Sendeintervall der Maus etwas geringer ist.

Nutzt Ihr den Funkempfänger mit RGB LEDs sind 16 Stunden laut Corsair möglich, was ich auch +- bestätigen kann. Ohne RGB LEDs erhaltet Ihr noch mal 8 Stunden Laufzeit oben drauf.

Erstaunlich, dass die LEDs so viel Energie benötigen, da die LEDs bei der IRONCLAW noch vergleichsweise dezent sind. Lediglich im Logo auf der Rückseite, am Rand unter dem Mausrad und bei der Statusanzeige kommen LEDs zum Einsatz.

Neben der Maus legt Corsair natürlich auch den Funkempfänger, welcher in einem „Miniformat gehalten ist, ein Ladekabel und eine Verlängerung mit in den Lieferumfang.

 

Tasten und Sensor

Starten wir bei den beiden wichtigsten Tasten der Maus, dies wäre die linke und rechte Maustaste. Corsair setzt hier auf Schalter aus dem Hause Omron, welche bis zu 50 Millionen Klicks aushalten sollen.

Omron gilt im Allgemeinen als einer der besten Hersteller was Schalter und Taster angeht, von daher Daumen hoch Corsair!

Neben den beiden Maustasten besitzt die IRONCLAW Wireless noch 8 weitere Tasten. Diese setzen scheinbar auch auf die gleichen Omron Taster, zumindest teilweise.

Die Positionierung der Tasten ist ganz gut von Corsair gewählt. Ohne umzugreifen kann ich von den 10 Tasten der Maus 7 Tasten gut erreichen.

Drei Tasten finden sich im Daumenbereich, wovon allerdings die obere Taste etwas schwerer zu erreichen ist, ohne hinzusehen.

Zwei weitere Tasten finden sich in Reichweite des Zeigefingers und die drei restlichen Tasten sind das Mausrad bzw. hinter dem Mausrad angebracht.

Alle Tasten lass sich frei von Euch programmieren!

Was den Sensor angeht, nutzt Corsair den PMW3391 von PixArt. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Sensor der nur in Corsair Produkten zum Einsatz kommt.

Der PMW3391 kann bis zu 18.000 dpi und eine maximale Beschleunigung von 490 m/s erreichen.

Damit ist der PMW3391 ein absoluter High End Sensor und auf dem Papier wird es kaum möglich sein einen besseren Sensor in einer Maus zu finden.

 

Nutzungsgefühl und Tracking

Das Wichtigste an einer Maus ist aus meiner Sicht das Gefühl in der Hand. Hier hat Corsair viel richtig gemacht.

Die Maus liegt angenehm in meinen größeren Männerhänden, sowohl wenn ich einen Palm Grip nutze wie auch beim Finger-Grip. Für einen Claw-Grip ist die Maus für meinen Geschmack etwas zu groß.

Die Maustasten und auch die Zusatztasten besitzen einen wie ich finde sehr angenehmen Klick. Dieser wirkt gerade bei den Haupttasten sehr präzise und „schnell“. Es ist sehr gut möglich sehr schnell viele Klicks hintereinander „abzufeuern“. Die Rückstellzeit der Taster und der Federung ist also recht flott.

Aber auch die Zusatztasten wirken hochwertig und langlebig. Die Tasten auf Höhe des Zeigefingers haben eine sehr ähnliche Charakteristik wie die primären Tasten, aber auch die anderen Zusatztasten machen einen sehr guten Eindruck.

Die Daumentasten unterscheiden sich zwar etwas vom Rest, sind aber auch hochwertige Schalter mit einem präzisen Druckpunkt und nicht die billigen Rubberdome Schalter, wie man diese oft seitlich noch an Mäusen findet.

Das Mausrad der IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus lieferte eine solide Vorstellung, ist aber auch nichts Besonderes! Grundsätzlich ist das Rad angenehm vom Widerstand und auch die Präzision passt. Allerdings könnten die einzelnen „Klicks“ des Mausrads glatt noch etwas deutlicher sein. Auch wirkt das Mausrad von der Masse recht leicht. Ich halte das Mausrad gerade bei vielen der Logitech Mäusen für noch etwas besser. Dennoch ist das Mausrad kein Schwachpunkt der IRONCLAW.

Durchgehend positiv fällt das Fazit zum Sensor und der Funkverbindung aus! Das Tracking und allgemein das Zeigergefühl ist bei der IRONCLAW Wireless herausragend! Ich bin sowohl kabelgebundene wie auch „normale“ kabellose Mäuse gewohnt und gerade verglichen mit Letzteren ist die Zeigerbewegung bei der IRONCLAW Wireless deutlich direkter und weicher.

Es wirkt im direkten Vergleich mit der Logitech MX Master 2 als würde die Zeigerbewegung bei der IRONCLAW Wireless deutlich öfter „geupdatet“. Klar der Vergleich hinkt etwas, da die MX Master natürlich keine Gaming Maus ist, aber es zeigt, dass Corsair nicht lügt wenn diese behaupten eine spezielle kabellose Technologie zu nutzen.

Zwar bin ich kein CS Go Profi, aber ich konnte keinerlei Unterschiede bzw. Nachteile aufgrund der Funkverbindung erkennen, abseits von dem gelegentlichen Zwang die Maus wiederaufzuladen. Gefühlt kann dies ab und zu mal etwas nerven, gerade wenn man sich an das Kabellose angefangen hat zu gewöhnen.

Beim Gameplay konnte ich keine Nachteile entdecken, eher im Gegenteil! Das „ungebundene“ und die zusätzliche Flexibilität nicht an einem Kabel zu hängen, werte ich eher als Vorteil.

Auch die Signalstärke ist tadellos! Ihr könnt Euch im gleichen Raum frei mit der Maus bewegen ohne, dass es zu Signalabbrüchen kommt. Selbst wenn Euer Smartphone neben dem Empfänger liegt, gibt es keine Probleme.

Kommen wir damit zum Schluss noch auf Bluetooth zu sprechen. Ja man merkt, dass die Bluetooth Verbindung eine minimal höhere Verzögerung bzw. niedrigeren „Refresh Wert“ hat, aber der Unterschied liegt absolut im Rahmen des erträglichen.

Sofern Ihr also gerade nicht zwingend das absolute Maximum an „Leistung“ benötigt, könnt Ihr auch Bluetooth nutzen. Ich würde sogar glatt noch weiter gehen, spielt Ihr nur Single Player Spiele, dann könnt Ihr auch Bluetooth dauerhaft nutzen, ohne größere negativen Einschränkungen.

 

Fazit

Corsair hat mit der IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus perfekten Job gemacht! Diese kann in allen Belangen überzeugen.

Das Wichtigste dabei ist natürlich die kabellose Nutzung. Nutzt Ihr den beiliegenden Funkadapter ist praktisch kein Unterschied zu einer normalen kabelgebundenen Maus zu spüren.

Ihr hängt nur nicht mehr an einem Kabel, welches Euch völlig „frei“ in Euren Bewegungen macht. Ich selbst würde nicht mehr auf eine kabelgebundene Maus wechseln wollen.

Lediglich bei der Akkulaufzeit sehe ich noch etwas Luft nach oben. 16 Stunden inklusive RGB Beleuchtung ist Okay, aber auch überragend. Ich habe die RGB Beleuchtung ausgeschaltet, zugunsten ein paar Stunden mehr Laufzeit.

Dicke Bonuspunkte gibt es für die Option die Maus auch via Bluetooth zu betreiben! Zwar ist hier die Verzögerung etwas höher, aber immer noch in einem völlig akzeptablen Rahmen, sofern man nicht im eSport unterwegs ist.

Hinzu kommt ein hervorragendes Tracking und sehr wertige Maustasten und wir haben ein absolut rundes Produkt!

Auch der Preis ist mit rund 80€ fair. Nein die Corsair IRONCLAW RGB Wireless Gaming Maus ist nicht „günstig“ aber auch nicht zu teuer für das Gebotene!

Der neue RoboRock S6 Staubsaugroboter im Test! Der Nachfolger des Xiaomi Roborock S50!

Xiaomis Roborock S50 ist oder sollte ich besser sagen war der absolute Geheimtipp unter den Staubsaugerrobotern. Für gut unter 500€ wurde hier eine Leistung und Qualität geboten welche von keinem Konkurrent übertroffen werden konnte.

Der Staubsaugroboter ist einfach ziemlich perfekt gewesen. Dies macht es natürlich für einen Nachfolger nicht ganz leicht. Wie soll man auf ein ziemlich perfektes und erfolgreiches Modell noch eins draufsetzen?


RoboRock glaubt dies aber mit dem neuen RoboRock S6 geschafft zu haben. Auf dem Papier ist der RoboRock S6 und der ältere S50 ziemlich ähnlich, aber das neue Modell bringt doch einige interessante Verbesserungen mit.

So wurde beispielsweise die Nasswisch-Funktionalität ausgebaut und die Unterstützung für mehrere Etagen hinzugefügt. Auch soll es weitere kleinere Verbesserungen unter der Haube geben.

Wollen wir uns das Ganze doch einmal in einem kleinen Test ansehen. Wie gut ist der neue RoboRock S6?

 

Der RoboRock S6 im Test

RoboRock setzt beim S6 auf das vertraute und erprobte Design des Roborock S50. So ist auch das neue Modell komplett rund geformt und mit 9,8 cm mittel hoch.

Das Gehäuse besteht weitetestgehend aus einem weißen Hochglanz Kunststoff. Mit dem RoboRock S6 gibt es nun auch eine schwarze Farboption, bei welcher ich aber vorsichtig wäre.

RoboRock S6 Test

Schwarzer Hochglanz Kunststoff sieht zwar schick aus, ist aber recht empfindlich. Der weiße RoboRock S6 wird länger gut aussehen.

Was die Verarbeitung und Haptik angeht, gibt es nichts zu bemängeln! Der Roboter wirkt unheimlich stabil und massiv gebaut. Es wirkt glatt so als wäre jeder Zentimeter des Roboters mit Technik oder Akkus gefüllt.

Wer Angst hat hier irgendwelchen China Schrott zu bekommen, den kann ich beruhigen.

RoboRock S6 Test

Eins der auffälligsten Merkmale des RoboRock S6 ist ohne Frage der „Hubbel“ auf dem Rücken. In diesem befindet sich ein Laser-Abstandsmessgerät. Hierbei handelt es sich um einen kleinen unsichtbaren Laser, welcher während des Betriebs rotiert und von Oberflächen reflektiert wird. Diese Reflektion wird dann von einem weiteren Sensor erkannt und daraus die Distanz zum Hindernis errechnet.

Ja dies klingt sehr aufwendig und das ist es auch! Vermutlich wird alleine dieser Sensor 50% des Preises ausmachen.

Wer jetzt Angst aufgrund des Laser hat, den kann ich erneut beruhigen. Es handelt sich hier um einen Laser der Klasse 1, ist also so schwach, dass er nicht gefährlich ist.

Ebenfalls auf der Oberseite finden sich die drei Steuerungstasten des RoboRock S6. Diese sind hier etwas anders angeordnet als beim S50, was optisch den fast größten Unterschied darstellt.

Bei den Tasten handelt es sich um Start/Stopp, „nach Hause“ und um die Funktion zum punktuellen Reinigen eines Bereichs. Ihr müsst also nicht jedes mal das Smartphone zücken um den Roboter zu steuern.

RoboRock S6 Test

Unter der hinteren Oberseite ist der Schmutzauffangbehälter versteckt. Dieser mit einem Volumen von 0,48l nicht riesig (könnte für meinen Geschmack glatt etwas größer sein), aber auch nicht winzig.

Hinter dem Schmutzauffangbehälter ist zudem ein Feinstaubfilter angebracht, welcher sicherstellt das nur saubere Luft aus dem Staubsaugroboter kommt. Dieser Feinstaubfilter ist identisch zum Roborock S50!

RoboRock S6 Schmutzauffangbehälter

Das Nachkaufen der Filter ist also kein Problem.

Kritikpunkt, der Feinstaubfilter sitzt leider im Schmutzauffangbehälter, ohne Vorfilter. Es landet hier also wirklich reichlich Schmutz und der Filter muss oft gründlich ausgeklopft werden, da er ansonsten verstopft. Dies hätte man besser lösen können.

Der Schmutz gelangt über eine rotierende Bürste auf der Unterseite in den Roboter und den Auffangbehälter. Diese Bürste ist beim RoboRock S6 ein gutes Stück feiner und weicher als beim alten Roborock S50.

Sollte mal etwas in der Bürste hängen bleiben, dann lässt sich diese einfach und ohne Werkzeug entnehmen.

Neu beim RoboRock S6 ist auch der „Fühler“. Hierbei handelt es sich um eine kleine Bürste an der Front welche Schmutz von Kanten vor den Roboter schiebt. Dieser „Fühler“ ist nun aus Gummi.

Beim RoboRock S6 wurde seitens der Hersteller klar viel Wert auf die nass Wischfunktion gelegt. Hierfür könnt Ihr unter den Roboter eine Art Wassertank mit Putztuch spannen. Der Roboter kann dann auf glatten Böden wischen.

Hierfür liegen auch einige verschiedene Tücher mit im Lieferumfang.

RoboRock S6 Lieferumfang

Ebenfalls mit im Lieferumfang ist natürlich die Basisstation. Hierbei handelt es sich wirklich um ein recht minimalistisches Dock, auf welches der Roboter unter anderem dank IR Signalen nach dem Saugen von alleine zurückkehrt.

 

Xiaomi und RoboRock

Wollen wir an dieser Stelle einmal kurz das Verhältnis zwischen Xiaomi und RoboRock klären. Xiaomi und RoboRock sind zwei unterschiedliche Unternehmen!

Allerdings tritt Xiaomi bei sehr vielen Produkten als eine Art „Investor“ auf. Xiaomi geht also zu Unternehmen mit interessanten Produkten hin und bietet Kooperationen an oder kauft Anteile an diesem Unternehmen.

Beispielsweise gibt es Xiaomi Wiha Schraubendreher, welcher aus einer Kooperation zwischen Xiaomi und dem deutschen Industrie Hersteller Wiha entstanden sind.

Es gibt Xiaomi YI Kameras, welche aus einer Kooperation zwischen Xiaomi und YI entstanden sind.

So ist der Xiaomi Roborock S50 aus einer Kooperation aus Xiaomi und dem Startup Unternehmen RoboRock entstanden. Der RoboRock S6 hingegen ist ohne Xiaomis zutun entstanden, zumindest nach außen hin.

Es ist gut möglich, dass irgendwann ein Xiaomi Roborock S60 auftaucht, der baugleich zum RoboRock S6 ist, nur halt unter dem Xiaomi Branding.

 

Die Mi Home App

Auch wenn der RoboRock S6 nicht direkt unter dem Xiaomi Label veröffentlicht wurde, nutzt dieser dennoch die Xiaomi Mi Home App. Die Mi Home App erlaubt die Steuerung einer wirklich beeindruckenden Vielzahl an Smart Home Geräten.

Das Einbinden des RoboRock S6 in die Mi Home App und ins WLAN ging bei mir sehr unproblematisch (solltet Ihr Probleme haben schaltet temporär Mobile Daten ab).

Über die App könnt Ihr den Roboter starten, stoppen und zurück zu seiner Ladestation schicken. Zudem könnt Ihr hier auch die Saugleistung in vier Stufen regeln.

Das Besondere ist aber sicherlich die „Karte“. Der RoboRock S6 legt eine Karte von Eurer Wohnung an, in welcher auch aufgezeichnet wird wo dieser schon war und wo er noch hinmuss. Diese Karte wird live während des Saugens geupdatet und ist immer wieder spannend zu beobachten.

Über die Karte könnt Ihr den Roboter auch gezielt an gewisse Orte Eurer Wohnung senden.

Der RoboRock S6 spricht von Haus aus Englisch, aber eine deutsche Stimme lässt sich über die App nachinstallieren.

 

Sensoren des RoboRock S6

Der Roboter nutzt vier verschiedene Sensoren für die Navigation durch Eure Wohnung.

  • Laser-Abstandssensor
  • Kontaktsensor
  • Fallsensor
  • Abstandssensor (Front)

Der wichtigste Sensor ist der bereits angesprochene Laser-Abstandssensor. Dieser kann von Eurer Wohnung eine Art 2D Karte erstellen, welche Ihr auch in der App sehen könnt. Diese Karte hilft dem RoboRock S6 zu bestimmen wo er bereits war und wo er noch hinmuss.

Hierdurch kann dieser Eure Wohnung zu 100% effizient reinigen und auch Durchgänge usw. erkennen.

Der klassische Sensor den jeder Staubsaugroboter hat, ist natürlich der Kontaktsensor. Auf der Front besitzt der RoboRock S6 eine Art eindrückbare Stoßstange. Hinter dieser sitzen mehrere (3?!) Sensoren welche erkennen können an welcher Stelle der Roboter auf ein Hindernis gestoßen ist.

Meist passiert dies jedoch nicht aufgrund des Abstandssensor. An der Front und der Seite finden sich in der Stoßstange kleinere Löscher, hinter welchen Abstandssensoren sitzen. Diese können eine Wand oder ein Möbelstück vor dem Roboter genau erkennen und den Roboter punktgenau abstoppen.

So stößt der RoboRock S6 in der Regel nicht gegen Eure Möbel, was hier eine Abnutzung minimiert.

Lediglich Dinge wie Stuhlbeine werden meist nicht erkannt und der Roboter tippt diese leicht an ehe diese umfahren werden.

Zu guter Letzt sind natürlich auch Fallsensoren mit an Board, die verhindern, dass der Roboter Treppen hinunter fällt.

 

Navigation und Fahrverhalten

Das wichtigste bei einem Staubsaugroboter ist das Fahrverhalten. Es bringt nichts perfekt saugen zu können, wenn nicht alle Stellen der Wohnung abgedeckt werden.

Dies ist aber ein Punkt bei welchem der RoboRock S6 absolut glänzen kann.

Der RoboRock S6 arbeitet sehr logisch und effizient. Eure Wohnung wird zunächst in mehrere Bereiche unterteilt, welche nacheinander abgearbeitet werden.

Hierfür sucht der RoboRock S6 sich nach dem Start zunächst eine Wand und fährt diese einige Meter ab, bis er dann nach links abdreht, bis er wieder auf eine Wand stößt, dieser folgt, wieder nach links abdreht usw. bis der Roboter an seiner Ausgangsposition angekommen ist.

Dieser ca. 5x 5 Meter Bereich (abhängig von Eurer Wohnung), welcher abgesteckt wurde, wird dann innerlich durch das fahren in geraden Bahnen gesäubert.

Da der Roboter eine Karte von Eurer Wohnung erstellt, weiß dieser auch sehr gut wo er noch hinmuss. Selbst wenn der RoboRock S6 auf ein Hindernis stößt wird dieser immer versuchen auch hinter dem Hindernis aktiv zu reinigen!

Selbst unterschiedliche Räume werden erkannt und nacheinander gereinigt. Selbst wenn der RoboRock S6 eigentlich bereits an einem Raum vorbeigefahren ist, um einen anderen Bereich zu reinigen, wird dieser an einem Punkt zu diesem Raum zurückkehren.

Dies hat schon beim Vorgänger sehr gut funktioniert und funktioniert nun beim RoboRock S6 nun noch etwas besser. Sollte während der Saugens der Akku zu Neige gehen, dann wird der Roboter mithilfe der Karte den kürzesten Weg zu seiner Basisstation suchen und nach dem Laden dort an der genau gleichen Stelle weitermachen wo er aufgehört hat.

Die Navigation des RoboRock S6 ist beeindruckend präzise. Ihr könnt über die App sogar später einen Bereich festlegen welchen der Roboter gezielt reinigen soll.

 Dies funktioniert hier auch wirklich sehr zuverlässig! Der Roboter hatte selbst in meiner sehr verworrenen Wohnung keine Probleme auf der Karte gewählte Stellen wiederzufinden.

Eine wichtige Neuerung ist das Speichern der Karte. Habt Ihr mehrere Etagen könnt Ihr den RoboRock S6 auch gut einsetzen diese zu reinigen. Bisher war es so, dass der alte RoboRock die Umgebungskarte verworfen hat, wenn dieser an einem „unbekannten“ Ort ausgesetzt wurde.

Der RoboRock S6 merkt sich die Karte nicht nur, Ihr könnt in dieser auch Räume festlegen welche zu unterschiedlichen Zeiten gereinigt werden sollen. Beispielsweise kann das Schlafzimmer jeden Tag um 12 Uhr gesaugt werden, das Kinderzimmer um 10 Uhr und der Flur um 9 Uhr.

Beispielhafte Raumunterteilung in der App

Der Roboter startet dann zu diesen Zeiten und saugt nur diese ausgewählten Räume. Ihr könnt diesen natürlich auch manuell den Roboter in Raum X senden.

Durch dieses effiziente Abfahren Eurer Wohnung arbeitet der RoboRock S6 vergleichsweise schnell. Auch kommt der RoboRock S6 sehr gut mit Chaos zurecht! Ich würde glatt sagen egal wie „komplex“ Eure Wohnung ist oder wie viel Ihr herum stehen habt, der S6 kommt damit klar.

Solange es irgendwo einen freien Durchgang gibt der breit genug für den S6 ist, wird dieser Eure Wohnung saugen.

Auch Kabel oder herumliegende Bälle usw. sind kein Problem! Mit solchen Hindernissen kommt der Staubsaugroboter überdurchschnittlich gut zurecht. Lediglich Dinge die klein genug sind unter den Roboter zu kommen oder Schnüre die sich um die Bürste wickeln können, müssen beseitigt werden.

Ihr werdet aber schnell ein Gefühl bekommen was man ungestraft auf dem Boden liegenlassen darf und was nicht. Im Generellen ist der RoboRock S6 hier so unproblematisch wie solch ein Roboter sein kann.

Ähnliches gilt für das herauswinden aus Engstellen oder unter Stühlen hervor.

 

Saugkraft

Wie die meisten Saugroboter besitzt auch der RoboRock S6 einen vergleichsweise kleinen Saugmotor. Klar in den Geräten steckt ein recht kleiner Akku, hier kann man keinen 800W Saugmotor verbauen.

Die Leistung des Motors wird von RoboRock mit 2000 Pa angegeben. Leider sind solche Angaben eine Seltenheit, weshalb ein Vergleich zu anderen Modellen schwerfällt.

2000 Pa ist aber schon recht kräftig! Mir ist kein anderes Modell mit einem stärkeren Saugmotor bekannt, auch wenn diese geben könnte. Man merkt auch durchaus, dass der Sauger ein gutes Stück Luft aus seiner Seite herauspustet.

Allerdings ist der Saugmotor gar nicht das Wichtigste. Einen großen Teil der Arbeit macht die rotierende Bürste, welche hier auf satte 1350 Umdrehungen kommt.

Diese Bürste hebt den Schmutz an und der Saugmotor transportiert diesen dann ab.

Hier kann man klar sagen, auf glatten Boden ist die Reinigungsleistung fast 100%ig! Gröberer Schmutz wie Katzenstreu oder Ähnliches wird problemlos aufgenommen, genau wie Staub.

Wenn etwas Probleme macht, dann sind es sehr feine Partikel, wie Mehl. Aber selbst diese schafft der RoboRock S6 erfreulich gut! Allerdings empfehlt es sich hier in der App die Leistung des Saugers auf die höchste Stufe zu stellen.

Normaler Staub wird selbst auf der niedrigsten „Leise“ Stufe zuverlässig aufgenommen.

Allerdings muss man ehrlich sein, die meisten Staubsaugroboter bekommen dies mittlerweile gut hin. Etwas anders kann dies bei Teppichen aussehen.

Hier gibt es viel Licht aber auch etwas Schatten beim RoboRock S6. Grundsätzlich werden selbst höhere Teppiche gut auch von hartnäckigen Tierhaaren befreit. Als Katzenbesitzer weiß ich hier wovon ich spreche.

Lediglich Teppichkanten sind problematisch. Der RoboRock S6 kommt gut auch auf hohe Teppiche, aber an den Kanten bleibt gerne mal was liegen.

Ansonsten würde ich die Saugleistung als 1a bezeichnen! Es ist im Übrigen auch möglich, dass der Roboter automatisch die Saugleistung anhebt, wenn dieser auf einen Teppich fährt (dies muss über die App eingeschaltet werden).

Verglichen mit dem alten Xiaomis Roborock S50 ist der Unterschied minimal. Hier und da habe ich das Gefühl der S6 schafft etwas mehr, gerade was Mehl, Sand und Ähnliches angeht, aber im Generellen tun sich die beiden nicht viel.

Die rotierende Bürste des RoboRock S6 ist etwas feiner mit mehr Borsten, was vielleicht bei solch feinem Staub etwas besser funktioniert.

 

Putzen

Der RoboRock S6 kann auch nass wischen. Von diesem Feature war ich allerdings etwas hin und her gerissen.

Damit der RoboRock S6 nass wischen kann, müsst Ihr diesem einen Wassertank inklusive Putztuch anschnallen. Der Roboter „pumpt“ Wasser in das Tuch und zieht dieses so zu sagen beim Saugen hinter sich her.

Hierdurch wird der Boden in einem Arbeitsgang gesaugt und feucht abgewischt. Nett und funktioniert durchaus, aber wirklich klebriger Schmutz oder Flecken kann der RoboRock S6 damit nicht entfernen.

Habt Ihr nur glatten Boden in Eurer Wohnung, dann ist dies sicherlich ein nettes Feature, welches für ein kleines Plus an Reinlichkeit sorgt, aber es ersetzt nicht das reguläre Putzen!

Eventuell könnt Ihr hier aber den Intervall etwas reduzieren dank des RoboRock S6.

 

Die Arbeitslautstärke

Die Lautstärke ist fast der größte Unterschied zum Xiaomis Roborock S50 bzw. Roborock S5! Grundsätzlich könnt Ihr die Saugleistung des RoboRock S6 in vier Stufen anpassen, welche sich natürlich auf die Lautstärke auswirken.

Auf der höchsten Stufe ist der RoboRock S6 so laut wie ein durchschnittlicher Handstaubsauger. Vielleicht sogar etwas leiser.

Im normalen Alltag würde ich Euch aber die „Blance“ Stufe empfehlen, welche sehr angenehm ist. Hier stört der Roboter fast gar nicht selbst wenn man parallel im Raum ist, bietet aber dennoch eine hohe Saugleistung!

Verglichen mit dem Vorgänger ist der S6 merkbar leiser und „sauberer“ laufend. Ich glaube RoboRock hat hier primär etwas am Motor für die rotierende Bürste gemacht, welche nicht mehr ganz so stark hörbar ist.

Kurzum der RoboRock S6 ist angenehm leise, aber hier gibt es durchaus Modelle welche diesen Punkt fast noch etwas besser machen. Beispielsweise der eufy RoboVac 30C wirkt noch etwas leiser bei vergleichbarer Saugleistung (aber schlechter Navigation), dennoch ist hier schon eine Verbesserung verglichen mit dem Vorgänger hörbar.

 

RoboRock S6 vs. Xiaomis Roborock S50 (RoboRock S5)

Hier einmal kurz aufgelistet was der neue RoboRock S6 besser bzw. anders macht als der alte Xiaomi Roborock S50.

  • Der RoboRock S6 ist leiser bei gleicher Leistung
  • Der RoboRock S6 hat eine deutlich feinere Bürste und hierdurch eine leicht bessere Reinigungsleistung
  • Die Wischfunktionalität ist leicht ausgebaut
  • Der RoboRock S6 kann sich mehrere Etagen merken
  • Der RoboRock S6 kann Räume unterscheiden und diese zu unterschiedlichen Zeiten automatisch saugen
  • Größere Ladestation (wird noch besser gefunden)

 

Fazit

Ja der RoboRock S6 ist der beste Staubsaugroboter aktuell auf dem Markt. Kein anderes mir bekanntes Modell verbindet eine so hohe Saugleistung mit solch einer akkuraten und ausgeklügelten Navigation!

Ohne Frage es gibt sehr viele sehr gute Modelle auf dem Markt, ob nun von Vorwerk, IRobot usw. aber wirklich besser als der RoboRock S6 sind diese Modelle auch nicht, sie sind nur teurer!

Die größte Stärke des RoboRock S6 ist seine Intelligenz und die Navigation. Der wirklich gute Laser-Abstandssensor erlaubt es dem RoboRock S6 eine Karte Eurer Wohnung anzulegen, was eine absolut präzise Navigation erlaubt.

Verglichen mit den meisten günstigeren Modellen fährt dieser Roboter nicht einfach kopflos durch die Gegend, sondern navigiert auch durch komplexere Wohnungen genau und effizient. Räume werden gezielt nacheinander abgearbeitet und wenn Ihr wollt könnt Ihr den Roboter sogar an gewisse Orte Euerer Wohnung über die App senden.

Besser geht es nicht!

Auch kommt der Roboter mit hohen Teppichkanten wie auch Engstellen und Stuhlbeinen gut zurecht. In jede Lücke in welche der RoboRock S6 hineinkommt, kommt dieser auch alleine wieder heraus. Erneut ist mir kein anderes Modell bekannt welches dies so zuverlässig macht.

Die Saugleistung würde ich im generellen als sehr hoch einstufen. Auf glatten Böden wird +- 100% allen Schmutzes aufgesammelt und selbst Tierhaare werden gut von Teppichen entfernt. Allerdings könnte ich mir hier durchaus vorstellen, dass ein Dyson 360 Eye noch etwas mehr „Power“ hat, aber in allen anderen Belangen schlechter ist.

Kurzum, Ihr habt rund 500€ die Ihr in einem Staubsaugroboter investieren wollt? Dann kauft den RoboRock S6! Ich kann mich persönlich für diesen verbürgen, selbst für das doppelte an Geld werdet Ihr kein besseres Gesamtpaket bekommen.

Der AUKEY Qi Wireless Charger mit 10W im Test, gut und günstig?

Kabelloses Laden hat sich bei Smartphones so langsam durchgesetzt. Dies zumindest bei den High End Modellen.

Dementsprechend ist der Bedarf an kabellosen Ladegeräten groß. Glücklicherweise gibt es hiervon viele, so viele, dass die Auswahl doch recht schwerfällt.

Zwar ähneln sich alle Modelle ein gutes Stück, aber jeder Hersteller wirbt dennoch mit eigenen Technologien und Optimierungen, gerade was das Temperatur-Management angeht.

So macht dies auch AUKEY mit seinem 10W Qi Wireless Charger. Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen was für einen guten Job AUKEY hier gemacht hat!

 

Der AUKEY Qi Wireless Charger mit 10W im Test

Wie die meisten kabellosen Ladegeräte setzt auch das AUKEY LC-C6 Ladegerät auf das „Pad“ Format. Diese Form macht bei kabellosen Ladegeräten durchaus viel Sinn, da die Spule im Inneren immer eine ähnliche Größe hat und rund ist.

Dementsprechend ähneln sich auch die meisten kabellosen Ladegeräte von der Form und Optik sehr. Das AUKEY LC-C6 ist hier auch keine Ausnahme.

Grundsätzlich gefällt mir das von AUKEY gewählte Design gut. Dieses ist zweiteilig aufgebaut. So ist die Oberseite welche mit Eurem Smartphone in Berührung kommt aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt und leicht gummiert.

Hierdurch rutschen Smartphones mit glatter Glasrückseite nicht ganz so stark. Allerdings darf man dies auch nicht überbewerten. Habt Ihr einen schiefen Schreibtisch wird ein Smartphone dennoch vom Ladepad rutschen (die Gummierung ist nicht übermäßig stark).

Der äußere Rand wie auch die Unterseite sind aus einem silbernen Kunststoff gefertigt, welcher einen guten Eindruck hinterlässt.

Allgemein gefällt mir das Ladepad optisch sehr gut! Es könnte lediglich etwas schwerer sein, damit dieses noch etwas wertiger anmutet.

Was die Anschlüsse angeht, finden wir den üblichen microUSB Port auf der Rückseite. Das AUKEY LC-C6 akzeptiert hier entweder ein normales 5V/2A Ladegerät oder besser noch ein Quick Charge 2.0/3.0 Ladegerät.

Letzteres ist auch nötig um das volle Ladetempo von bis zu 10W zu erhalten. Ja das AUKEY LC-C6 ist ein „kabelloses Schnellladegerät“, unterstützt aber natürlich auch die üblichen 5W bzw. 7,5W Ladestufen.

Auf der Front des Ladegerätes finden wir zu guter Letzt noch eine kleine LED, welche Euch den Status des Ladepads anzeigt.

 

Messwerte

Folgende Smartphones habe ich auf dem AUKEY LC-C6 getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Samsung Galaxy S10+
  • Google Pixel 3 XL
  • Xiaomi Mi 9

Das Testen von kabellosen Ladepads ist nicht immer ganz einfach. Ich kann letztendlich nicht genau messen wie viel Ladestrom in das Smartphone geht, lediglich wie viel das Ladepad inklusive Smartphone aufnimmt bzw. wie lange das Laden dauert.

Wie bereits erklärt könnt Ihr das Ladepad entweder an einem normalen Ladegerät nutzen oder besser noch an einem Quick Charge Ladegerät.

An einem normalen Ladegerät über das Ladepad erreicht das Samsung Galaxy S10+ und das Xiaomi Mi 9 +- 5W Ladestrom, wenn wir die Effizienz bedenken.

Beim Google Pixel 3 XL lag der Ladestrom zum Pad hin bei rund 4,7W, was vermutlich effektiv +-4W entspricht. Dies ist aber nichts ungewöhnliches, denn das Google Pixel 3 lädt nur auf dem Google eigenen Ladepad wirklich schnell.

Interessant ist hingegen das iPhone Xs Max, welches beim „normalen“ Laden lediglich 3,7W aufnahm. Schließen wir das Ladepad aber an einem Quick Charge Adapter an, stieg beim iPhone Xs der Ladestrom deutlich auf 9,2W, was das maximale kabellose Ladetempo des iPhones ist.

Auch das Samsung Galaxy S10+ erreicht beim kabellosen Schnellladen mit knapp unter 10W ein sehr ordentliches Tempo, genau wie das Mi 9.

Kurzum, keine größeren Auffälligkeiten soweit. Ihr solltet lediglich fürs iPhone dringend ein Quick Charge Ladegerät nutzen, um auf ein gutes Ladetempo zu kommen.

Nicht ganz unwichtig ist auch der Leerlaufstromverbrauch. Hier benötigt das Ladepad ca. 0,11-0,14W je nach „Quelle“. Dies ist nicht übermäßig hoch!

 

Fazit

Ja, ich kann das AUKEY Qi Wireless Charger mit 10W empfehlen! Dieses macht im Grunde das was vom Hersteller beworben wird.

Ihr legt Euer Smartphone auf das Ladepad und es wird mit bis zu 10W geladen. Dies funktionierte in meinem Test auch soweit sehr gut.

Ja je nach Smartphone kann das letztendliche Ladetempo recht unterschiedlich ausfallen, aber hierfür kann letztendlich das AUKEY Ladepad nichts. Dieses lädt Euer Smartphone mit dem maximalen Tempo was ein universelles Ladepad erreichen kann.

Auch was die Hitzeentwicklung angeht, kann ich nichts auffällig Negatives berichten.

Kurzum das AUKEY LC-C6 ist ein gutes kabelloses Ladepad für knapp unter 20€.

Die ADATA XPG SX8200 Pro im Test, energiesparsam und schnelle NVME SSD!

Vor einer Weile war die Intel 760p bereits hier im Test. Die Intel 760p konnte dabei mit einer soliden Leistung und sehr hohen Energieeffizienz punkten.

Dies lag zu einem großen Teil am von Intel verwendeten Controller. Nun hat mich ein Leser auf die ADATA SX8200 Pro aufmerksam gemacht.



ADATA bewirbt die SX8200 Pro zwar primär für Gamer, aber die SSD setzt ebenfalls auf den besonders Energie Effizienten Silicon Motion SM2262EN Controller, aber mit einer höheren Leistung.

Stellt sich natürlich die Frage, haben wir hier die perfekte Mischung aus einer besonders schnellen und sparsamen SSD zu einem günstigen Preis?

Dies gilt es im Test der ADATA SX8200 Pro herauszufinden!

 

Die ADATA XPG SX8200 Pro im Test

Die SX8200 Pro wird von ADATA klar an die Gamer gerichtet. Zumindest was das Marketing angeht. Auf den ersten Blick ist die SSD selbst hingegen recht unscheinbar.

Ihr erhaltet eine einfache M.2 NVME SSD ohne große Aufkleber oder Logos. Immerhin setzt ADATA auf ein schwarzes PCB, was eine gewisse Wertigkeit ausstrahlt.

Allerdings liefert ADATA einen kleinen Kühlkörper mit. Welchen Ihr „DIY“ mäßig auf die SSD kleben könnt, oder nicht. Wobei Kühlkörper glatt etwas dick aufgetragen ist. Es handelt sich hier um eine 0,3mm dicke Aluminiumplatte im ADATA XPG Look.

Ich erwarte allerdings, dass dieser Kühlkörper in der Praxis durchaus einen gewissen Nutzen hat. Dieser sollte helfen die Wärme auf eine etwas größere Oberfläche zu verteilen, was der Wärmeabfuhr dient.

Was die Technik angeht, setzt ADATA zunächst auf den Silicon Motion SM2262EN Controller. Bei diesem handelt es sich um einen recht aktuellen „High-Performance“ SSD Controller mit 8 Kanälen und laut Hersteller „Best in Class“ Leistungsaufnahme.

Letzteres ist erstaunlicherweise kein ganz unwichtiger Punkt, denn auch die sehr sparsame Intel 760p setzt auf den gleichen Controller. Ist damit die SX8200 Pro ideal für Notebooks?

Beim Speicher selbst nutzt ADATA wie üblich TLC NAND. Dieser verfügt interessanterweise über ein ADATA Branding und hört auf die Modellnummer „12144539931GJDD“. ADATA stellt allerdings selbst keinen Speicher her. Dieser ist also trotz ADATA Branding von einem großen Hersteller (vermutlich Micron?!) zugekauft.

Die DRAM Chips, wovon die SSD über zwei verfügt, stammen sicher von Samsung und hören auf den Namen „k4B2G16“. Insgesamt besitzt meine 512GB SX8200 Pro über 512MB RAM Cache.

Neben der 512GB Version ist die SX8200 Pro auch mit 256GB und 1TB Speicher verfügbar. Laut ADATA soll auch eine 2 TB Version existieren, diese konnte ich jedoch nicht im Handel finden.

Interessanterweise ist selbst die 512GB Version beidseitig mit Modulen besetzt. Auf der Front findet sich der Controller, 2GB RAM Cache und zwei NAND Chips. Auf der Rückseite sind zwei weitere NAND Chips, wie auch ein weiterer 2GB RAM Cache zu finden.

Was die Haltbarkeit angeht, verspricht ADATA 320TB für die 512GB Version, was eine leicht überdurchschnittliche Haltbarkeit bedeuten würde. Bei der 256GB bzw. 1TB verdoppelt bzw. halbiert sich die TBW Angabe jeweils.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass die SSD sicher nach 320TB geschriebener Daten stirbt. In der Regel halten SSDs deutlich mehr aus. Die TBW Angabe ist lediglich ein grober Richtwert und für die Garantie wichtig. Diese erlischt wenn Ihr mehr als 320TB an Daten auf die 512GB SX8200 Pro geschrieben habt bzw. nach 5 Jahren.

Was die Performance angeht, gibt es wie üblich leichte Schwankungen je nach der von Euch gewählten Kapazität.

Lesen Schreiben
256GB 3350MB/s 1150MB/s
512GB 3350MB/s 2350MB/s
1TB 3350MB/s 2800MB/s

ADATA gibt die lesend Geschwindigkeit der SX8200 Pro immer mit 3350MB/s an, unabhängig der Kapazität. Schreibend gibt es jedoch große Unterschiede. So soll die 256GB Version lediglich 1150MB/s erreichen, die 512GB Version ordentliche 2350MB/s und die 1TB Version starke 2800MB/s.

Für diesen Test habe ich mir die 512GB Version gekauft.

 

Theoretische Benchmarks

Starten wir mit den synthetischen Benchmarks. Hier ist Crystaldiskmark klar der mit Abstand wichtigste Benchmark, mit welchem wir auch beginnen.

Ich denke man kann hier durchaus sagen, dass das Abschneiden der SX8200 Pro positiv überrascht. Gerade lesend ist die SSD ausgesprochen stark. Diese schafft in der Spitze bis zu 3497 MB/s und ist somit sogar ein gutes Stück schneller als beworben.

Aber auch bei zufälligen Zugriffen kann die SX8200 Pro punkten! Hier kann diese sogar fast das komplette Testfeld schlagen inklusiven den Spitzenmodellen von Samsung, sehr beeindruckend!

Schreibend sieht die Leistung mit 2236MB/s immer noch gut aus, aber etwas schwächer als beworben. Auch bei zufälligen Zugriffen landet die SX8200 Pro eher im Mittelfeld.

Dennoch für eine SSD dieser Preisklasse würde ich die erreichten Werte als stark einstufen!

Die guten Werte werden auch von anderen Benchmarks wie ATTO und ASSSD bestätigt.

Selbst die Zugriffszeiten machten einen guten Eindruck, was bei einer SSD die fürs Gaming gedacht ist natürlich ein positives Zeichen ist.

 

Praktische Tests

Aber wie gut kann die SX8200 Pro die durchaus überzeugenden Benchmarkergebnisse in die Praxis übernehmen?

Starten wir hier mit einem WinRAR Test. Für diesen Test wurde auf SX8200 Pro zwei .rar Archiv kopiert, mit einmal 41GB und 47.000 Dateien und einmal mit 25GB und 2.000 Dateien. Bei Archiv NR.1 handelt es sich um meine gepackte Lightroom Bibliothek, bei Archiv NR.2 um Bioshock Infinite.

Test-Paket 1 hat sehr viele kleine Daten, Paket 2 ist etwas gemixter. Es wurde die Zeit gestoppt, bis der Entpackvorgang komplett abgeschlossen war.

Ich muss gestehen hier sehr überrascht gewesen zu sein. Die SX8200 Pro schaffte es das Testdateien Paket Nummer 1 in gerade einmal 279 Sekunden zu entpacken. Damit ist die SSD schneller als die deutlich teurere WD Black SN750 oder auch die Samsung 970 EVO.

Lediglich die große Samsung 970 Pro erreichte mit 266 Sekunden noch eine bessere Zeit. Bei den Testdateien 2 hingegen konnte die SX8200 Pro sich mit 60 Sekunden an die Spitze des Testfelds setzten.

Ja auch ich bin etwas überrascht über dieses sehr starke Abschneiden.

Das Entpacken eines Archivs ist ein recht schreibintensiver Vorgang, wie sieht es aber bei einem leseintensiven Einsatz aus? Beispielsweise bei einem AV-Scanner? Für diesen Test habe ich mithilfe des Windows Defenders den zuvor entpackten Lightroom Ordner gescannt und die Zeit gestoppt.

Erneut ein fantastisches Abschneiden der ADATA SX8200 Pro! Diese kann zwar hier nicht ganz mit der SN750 von Western Digital mithalten, kann sich aber vor der Samsung 970 Pro auf Platz 2 setzen.

Zwar ist eine Neuinstallation von Windows 10 nichts Alltägliches, aber durchaus ein interessanter Test. Für diesen habe ich Windows 10 von einem originalen Windows 10 USB Stick auf dem Test-PC neu installiert.

Hierbei habe ich die Zeit vom Weiterklicken in den Partitionseinstellungen bis hin zur ersten erzwungenen Nutzerinteraktion gestoppt.

Auch bei der Installation von Windows 10 ist die SX8200 Pro im absoluten Spitzenfeld! Diese kann nicht ganz das Ergebnis der Samsung 970 EVO und PRO erreichen, setzt sich aber mit einer Sekunde Vorsprung vor die Western Digital SN750.

SSDs wie die Corsair MP500 und Toshiba RD400 werden erneut locker geschlagen.

Kein SSD Test wäre aber komplett ohne ein Windows Start Test. Bei diesem stoppe ich die Zeit die Windows 10 vom Betätigen des Einschalters bis zum Öffnen einer TXT Datei (welche im Autostart liegt) benötigt. Um Fehler gering zu halten, wird dies dreimal wiederholt und daraus der Durchschnitt genommen.

Zusätzlich gibt es einen „zweiten Durchlauf“ bei welchem der VLC Play, Libre Office, FireFox und Avira installiert und im Autostart liegen.

Hier ist die SSD das erste Mal nicht ganz im Spitzenfeld. Mit 32,77 Sekunden liegt die SSD knappe 2 Sekunden hinter dem Spitzenkandidat.

Ähnliches gilt auch für den Startvorgang mit zusätzlichen Anwendungen.

Schauen wir uns zu guter letzt noch PC Mark 10 an.

 

Temperatur

NVME SSDs werden gerne mal etwas wärmer. Dies ist vermutlich sogar untertrieben, denn NVME SSDs können sehr heiß werden!

NVME SSD Kühlkörper können also durchaus Sinn machen, passen aber nicht immer in jedes Notebook bzw. bringen auch nichts wenn es keinen Luftstrom gibt an den die Wärme abgegeben werden kann.

Wie steht es hier um die ADATA SX8200 Pro? Bei dieser teste ich zwei Situationen, einmal „nackt“ und einmal mit dem mitgelieferten Heatspreader.

Also egal ob mit oder ohne Heatspreader ist es möglich die SX8200 Pro mit konstanter Last zum Throtteln zu bekommen.

Dabei scheint diese bei rund 70 Grad die Grenze zu erreichen ab wann die Leistung zugunsten der Temperatur reduziert wird.

70 Grad klingt im ersten Moment nicht viel, aber anscheinend ist der Temperatur-Sensor an einer merkwürdigen Stelle, denn oberhalb des Controllers konnte ich höhere Temperaturen messen als via Software ausgelesen wurde.

Zwar kann das Throtteln auch mit Heatspreader nicht ganz verhindert werden, aber es wird erschwert. Zudem sinkt die Oberflächentemperatur ein gutes Stück.

Wenn möglich nutzt also den Kühlkörper oder besser noch einen größeren Kühlkörper.

 

Stromverbrauch

Für Notebook Besitzer ist der Energieverbrauch von SSDs durchaus relevant.

Leider ist das Messen der Leistungsaufnahme von NVME SSDs nicht ganz einfach. Daher muss ich mich hier einem Trick bedienen, ich nutze ein externes NVME SSD Gehäuse und messe die Leistungsaufnahme dieses inklusive der SSD.

Dies verfälscht natürlich die absoluten Werte etwas, aber 1. Das Gehäuse selbst benötigt kaum Energie, 2. Das Gehäuse benötigt bei allen SSDs immer gleich viel Energie.

Achtet also weniger auf die absoluten Werte und viel mehr auf die Werte im Vergleich zu anderen SSDs.

Die ADATA SX8200 Pro ist eine, wenn nicht sogar die sparsamste SSD die ich bisher im Test hatte. An sich ist dies aber nicht überraschend.

Der hier verwendete Silicon Motion SM2262EN Controller ist sehr auf eine hohe Energieeffizienz ausgelegt. So verwendet Intel den SM2262EN in seiner besonders sparsamen 760p, welche im Leerlauf und Standby fast identisch niedrige Werte zur SX8200 Pro liefert.

Lediglich unter last ist die SX8200 Pro etwas Leistungshungriger, was verglichen mit der Intel 760p entweder am anderen NAND bzw. der etwas höheren Performance liegt.

 

Fazit

Die ADATA SX8200 Pro kann man glatt als Geheimtipp unter den SSDs bezeichnen! Auf den ersten Blick ist die SX8200 Pro eine recht unspektakuläre NVME SSD, wie es viele gibt.

Allerdings im Test konnte diese völlig überzeugen! In vielen Benchmarks konnte die SSD sich sogar vor die Samsung Modelle setzen, was beeindruckend ist. Dabei macht die SSD lesend wie aber auch schreibend eine gute Figur.

Das wahre Highlight an der SX8200 Pro ist aber sicherlich die Leistungsaufnahme. Dank des SM2262EN Controllers ist die SSD im Leerlauf und Standby sehr sparsam! Man ist hier auf dem Level der Intel 760p, welche voll auf Energie Effizienz getrimmt ist.

Allerdings besitzt die SX8200 Pro eine höhere Leistung als die Intel 760p!

Damit würde ich die ADATA SX8200 Pro als die perfekte SSD für Gaming Notebooks bezeichnen. Also Geräten wo eine sehr hohe Leistung erwünscht ist, aber dennoch eine hohe Energie Effizienz nicht unwichtig ist.

Lediglich die Hitzeentwicklung der SX8200 Pro kann recht hoch unter Voll-Last sein, aber dies ist der einzige Kritikpunkt der mir einfällt.

Selbst der Preis ist mit unter 100€ für die 512GB Version und unter 200€ für die 1TB Version sehr fair!

Der Inateck HB9003 9 Port USB C Hub im Test

Fast die meisten aktuellen Notebooks verfügen mittlerweile über einen USB C Port, oder sogar ausschließlich über USB C Ports.

Dementsprechend sind USB C Hubs fast zu so etwas wieder Basis-Ausstattung geworden, was zu einer recht großen Auswahl an verfügbaren Modellen geführt hat.

Die meisten USB C Hubs sind sich hier aber von der Ausstattung recht ähnlich. 5-7 Ports und ein Gehäuse aus Aliminium.

Etwas anders ist hier der Inateck HB9003 9 Port USB C Hub. Dieser bietet mit 9 Anschlüssen (inklusive VGA) eine recht umfangreiche Ausstattung.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob den der Inateck HB9003 auch in der Praxis überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Inateck für das Zurverfügungstellen des USB C Hubs für diesen Test.

 

Der Inateck HB9003 9 Port USB C Hub im Test

Der Inateck HB9003 Hub sticht bereits auf den ersten Blick etwas aus der Masse an USB C Hubs hervor. Dies ist hier allerdings nur bedingt positiv gemeint.

Die meisten USB C Hubs die man auf dem Markt findet, sind aus Aluminium gefertigt, nicht so der Inateck HB9003.

Inateck setzt hier auf einen einfachen schwarzen Kunststoff für das komplette Gehäuse. Dieser Kunststoff ist zwar ausreichend massiv, wirkt aber natürlich nicht so wertig wie es ein Aluminiumgehäuse machen würde.

Abseits davon habe ich bei der Haptik und auch der Verarbeitungsqualität nichts zu bemängeln.

Die Minuspunkte die der Inateck HB9003 9 Port USB C Hub bei der Materialwahl sammelt werden aber von der Portausstattung wieder weggemacht.

Wie schon im Tittel steht verfügt der Hub über satte 9 Ports! Dabei handelt es sich auch um eine sinnvolle Portauswahl.

Die Anschlüsse sind auf die linke und rechte Seite aufgeteilt. Auf der linken Seite finden wir einen USB C Port, zwei USB 3.0 Ports und einen Kartenleser mit SD und microSD Karten Slot. Auf der rechten Seite ist ein HDMI Port, ein VGA Port, ein LAN Port und ein weiterer USB C Port zu finden.

Letzterer kann auch genutzt werden durch den Hub „hindurch“ zu laden. Dabei unterstützt der Hub bis zu 60W, was für die meisten Notebooks reichen sollte.

Zusammengefasst:

  • 2x USB A 3.0
  • 2x USB C 3.1 Gen 1
  • 1x Gbit LAN
  • 1x HDMI
  • 1x VGA
  • 1x microSD
  • 1x SD

Eine ziemlich perfekte Portausstattung wie ich finde.

Als Eingang nutzt der Hub wie leider üblich ein fest verbundenes USB C Kabel. Dieses besitzt eine länge von 10cm und lässt sich bei nicht Nutzung im Gehäuse verstauen.

 

Der Test

Kommen wir damit zum eigentlichen Test des Hubs. In diesem habe ich folgende Geräte am Hub genutzt:

  • Apple MacBook Pro 13
  • Apple iPad Pro 11
  • Dell XPS 13 9380
  • Samsung Galaxy S10+

Damit sollte ich alle wichtigen Plattformen abgedeckt haben.

USB Kartenleser LAN Laden HDMI
Dell XPS 13 Ja Ja Ja Ja Ja
Apple MacBook Pro 13 Ja Ja Ja Ja Ja
Samsung Galaxy S10+ Ja Ja Nein Ja Ja
Apple iPad Pro 11 Nein Ja Nein Ja Ja

Wie Ihr anhand der Tabelle erkennen könnt, funktioniert der Hub weitestgehend sehr gut! Am Windows Notebook wie auch dem Apple MacBook Pro funktionierten alle Ports problemlos.

Beim iPad und auch Samsung Smartphone gibt es allerdings ein paar Plattform bedingte Einschränkungen.

So funktioniert beim iPad der LAN Port und auch die USB Ports nicht. Wobei letzteres nur halb richtig ist. Grundsätzlich funktionieren auch die USB Ports, aber Ihr könnt ähnlich wie beim Speicherkartenleser über diese nur Fotos und Videos importieren.

Der HDMI Port funktioniert wie zu erwarten war(das Bild des iPads wird gespiegelt).

Bei Samsung Smartphone funktioniert lediglich der LAN Port nicht. Über den HDMI Ausgang wird sogar Samsung DEX gestartet.

Klasse soweit! Im Detail habe ich aber zwei Punkte zu bemerken. Zum einen erzeugt der Hub leider beim Hindurchladen ein leichtes Spulenfiepen. Manchmal verschwindet dieses auch temporär, aber dennoch etwas unschön.

Zum anderen erwärmt sich der Hub beim Hindurchladen ein Stück weit. Dies ist aber noch in einem normalen Rahmen.

 

Fazit

Der Hub funktioniert! Viel mehr gibt es im Grunde nicht zum Inateck HB9003 9 Port USB C Hub zu sagen.

In meinem Test funktionierten alle Ports in Kombination mit einem Windows und Mac OSX Notebook. Selbst in Kombination mit einem Android Smartphone und den neuen USB C iPads funktionierten die meisten Anschüsse tadellos.

Die Anschlüsse die nicht funktionierten sind nicht die Schuld des Hubs, sondern auf Limitierungen der Mobile-Betriebssysteme zurückzuführen.

Lediglich über das Design kann man etwas streiten. Inateck setzt bei seinem Hub auf einen recht unspektakulären Kunststoff. Es gibt hier klar wertigere Hubs!

Dafür kann der Inateck HB9003 mit einer sehr großen und guten Portauswahl punkten!

Die Samsung Galaxy Buds im Test, so mehh…….

Kabellose „TWS“ Ohrhörer sind der Trend der letzten 1-2 Jahre im Audio Bereich. Gerade Apple konnte mit seinen Airpods große Erfolge erzielen.

Dementsprechend versuchen auch die anderen großen Hersteller auf diesem Markt Fuß zu fassen. Samsung war hier einer der ersten Hersteller der komplett kabellose Ohrhörer auf den Markt brachte. Diese waren jedoch gefühlt nie der große Erfolg.


Dies will Samsung aber nun mit seinen Galaxy Buds ändern. Diese sind mit 150€ zwar nicht billig, aber durchaus erschwinglich. Zudem scheint Samsung diese deutlich mehr in Richtung des Massenmarktes zu bewerben.

Auch gab es die Samsung Galaxy Buds „Gratis“ für jeden der ein Galaxy S10/S10+ vorbestellt hat. Aus dieser Aktion habe ich auch meine Galaxy Buds, weshalb auch ein Test dieser für mich naheliegt.

Von daher, wie gut sind die Samsung Galaxy Buds?

 

Die Samsung Galaxy Buds im Test

Der erste Eindruck zu den Galaxy Buds fällt erfreulich positiv aus! Die Ohrhörer und vor allem ihre Transport/Ladebox wirkt robust und gut gemacht.

Starten wir auch gleich bei der Ladebox. Wie fast alle komplett kabellosen Ohrhörer werden auch die Samsung Galaxy Buds in einer Transportbox geliefert, welche gleichzeitig dem Laden der Ohrhörer dient.

Hierfür besitzt die Transportbox mehrere Kontaktpads über welche die Ohrhörer mit Energie versorgt werden. Die Ladebox selbst wird über einen USB C Port auf der Rückseite geladen, oder kabellos! Ja Ihr könnt die Ladebox einfach auf ein QI fähiges Ladepad legen und diese lädt sich auf.

Erstaunlich, denn die Ladebox der Galaxy Buds ist vergleichsweise klein und kompakt. Samsung setzt hier auf eine handliche ovale Form, mit klassischem Deckel.

Dieser Deckel wird über einen Mechanismus sicher geschlossen gehalten, wenn Ihr die Ohrhörer gerade nicht nutzt. Die Ohrhörer wiederum werden über Magnete in der Box in Position gehalten.

Diese Magnete könnten aber ruhig etwas stärker sein. Die Ohrhörer können zwar nicht herausfallen wenn man die Box umdreht, wirken aber auch nicht „bombenfest“. Sollte Euch die Box herunterfallen, will ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass sie nicht herausfallen.

Kommen wir damit auch zu den Ohrhörern selbst. Im Gegensatz zu Apple nutzt Samsung für diese eine recht rundliche Form. Hierdurch hängen die Ohrhörer deutlich weniger aus Euren Ohren hervor und sind auch ein gutes Stück dezenter.

Außer Ihr habt natürlich die gelbe Version der Samsung Galaxy Buds gewählt. Neben schwarz und weiß gibt es die Samsung Galaxy Buds auch in einem sehr knalligen Gelb.

Erstaunlicherweise verfügen die Ohrhörer über keinerlei Samsung brandig oder ähnliches. Für den Normalnutzer wird es auf die Ferne nicht erkennbar sein, dass es sich hier um Samsung Ohrhörer handelt. So ist beispielsweise die Rückseite komplett „clean“ gehalten.

Dies hat aber auch einen guten Grund. Samsung setzt hier auf ein kleines Touchpad für die Steuerung der Ohrhörer. Gewöhnungsbedürftig ja, aber hat man sich an diese Steuerung einmal gewöhnt dann geht diese gut von der Hand.

Ein großer Pluspunkt, aber auch Negativpunkt ist die Akkulaufzeit. Die Ohrhörer halten laut Samsung 6 Stunden durch, ich kam während meines Tests auf knapp über 5 Stunden, was immer noch ein Top Wert für solche komplett kabellosen Ohrhörer ist.

Allerdings kann die Ladebox die Ohrhörer nur 1x mal „on the Go“ aufladen. Dies ist wiederum recht wenig.

 

Tragekomfort

Die Galaxy Buds sind zwar recht „dicke“ Ohrhörer aber im Allgemeinen nicht zu groß oder unförmig. So passen diese sehr gut in meine Ohren.

Hier sitzen diese auch angenehm bequem und recht fest. Selbst beim Sport gäbe es keine Gefahr, dass die Ohrhörer herausfallen.

Kurzum der Tragekomfort ist gut, wenn nicht sogar sehr gut für komplett kabellose Modelle.

 

Klang

Samsung hat vor einigen Jahren mittlerweile den Audio Hersteller AKG gekauft. Dementsprechend kann man von den Samsung Galaxy Buds an sich einen sehr guten Klang erwarten!

An sich, denn ich wurde von den Ohrhörern etwas enttäuscht.

Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind 1a. Samsung hat hier durchaus einen klasse Job gemacht, die Ohrhörer klingen klar und wirklich sehr sauber! Stimmen sind sogar teils etwas sehr scharf, weshalb die Galaxy Buds zu etwas härteren Zischlauten neigen.

Ich bevorzuge allerdings recht leichte und luftige Höhen, daher kann ich hiermit völlig leben!

Auch die Mitten der Galaxy Buds sind okay, aber definitiv schwächer als die Höhen. Stimmen werden gut dargestellt, gerade wenn diese eher in den oberen Mitten liegen.

Allerdings ist die Klangfülle und vor allem das Volumen der Galaxy Buds schwach!

Dies wirkt sich natürlich auf den Bass aus! Beim ersten Einsetzen war ich hier besonders schockiert, denn es war wirklich 0 Bass vorhanden. Dies wurde allerdings beim Wechsel auf die großen Ohrstöpsel etwas besser.

Dennoch mögt Ihr einen starken Bass, dann sucht Euch andere Ohrhörer. Der Tiefbass der Galaxy Buds ist in Ordnung, aber im generellen ist der Bass sehr dünn.

Gerade die oberen Bassbereiche fühlen sich sehr schwach an. Es klingt so als hätten die Ohrhörer praktisch 0 Volumen und Masse.

Was vielleicht auch gar nicht so weit hergeholt ist, die Ohrhörer sind sehr klein, haben einen großen Akku usw. Vermutlich ist die Klangkammer dementsprechend winzig. Die Treiber an sich scheinen durchaus wertig zu sein.

So sind die Höhen und auch die Detailwiedergabe wirklich hervorragend! Nur an Klangvolumen und „Kraft“ fehlt es den Galaxy Buds.

Wichtig! Ich habe den Test zum größten Teil an einem Google Pixel 3 XL durchgeführt. Allerdings habe ich auch mein Samsung Galaxy S10 angeworfen. Und ja hier klingen die Ohrhörer etwas besser!

Anscheinend hat hier Samsung versucht via Software EQ etwas mehr Fülle in die Mitten und Bässe zu bekommen, aber wirklich „vollmundig“ klingen die Galaxy Buds auch hier nicht! Minimal besser in diesem Bereich höchstens.

 

Fazit

Das Fazit zu den Samsung Galaxy Buds fällt mir sehr schwer! Warum? Die Ohrhörer sind aus meiner Sicht klanglich höchstens mittelmäßig, wobei dies auch nicht ganz richtig ist.

Grundsätzlich sind die Galaxy Buds von der Detailwiedergabe und Klarheit im Klang weit überdurchschnittlich für die 150€ Preisklasse! Die Ohrhörer klingen wirklich unheimlich sauber und „natürlich“.

Allerdings der Bass ist für diese Preisklasse überdurchschnittlich schwach! Die Galaxy Buds haben ein sehr schwaches Klangvolumen und schaffen es daher nicht wirklich donnernde Bässe oder auch Drums überzeugend darzustellen.

Selbst meine alten Anker Zolo Liberty+ haben signifikant bessere Bässe, aber auch schwächere Höhen. Hier kommt es auf Euren Geschmack an! Mögt Ihr kräftige Bässe, dann lasst besser die Finger von den Galaxy Buds.

Erschwerend kommt aber hinzu das abseits des Bass die Ohrhörer wirklich sehr gut sind! Das Koppeln, das Einschalten und auch generell die Alltagserfahrung ist 1a! Dies sind mit die zuverlässigsten komplett kabellosen Ohrhörer die ich seit langem genutzt habe.

Auch die Akkulaufzeit der Ohrhörer ist klasse, wenn auch die Ladebox etwas schwach auf der Brust ist. Dafür lässt sich die Ladebox sogar kabellos aufladen.

Kurzum, ich würde mir die Samsung Galaxy Buds nicht für 150€ kaufen! Bekommt Ihr diese bei eBay für unter 100€ und sucht einfache und zuverlässige Alltagsohrhörer, welche gut aber auch nicht überragend klingen müssen, dann sind die Buds Okay.

Ich würde mir hier eher die Xiaomi Mi AirDots oder Xiaomi Mi AirDots Pro kaufen, günstiger und klanglich besser.

F-Secure TOTAL im Check! Internet Security + VPN + Passwortmanager

Von F-Secure werden sicherlich die meisten von Euch schon einmal gehört haben. Diese gehören gemeinsam mit Kaspersky, Avira und Co. Zu den größten Herstellern von Antiviren-Programmen der Welt.

Mit dem TOTAL Schutz Paket bietet F‑Secure seit einer Weile bereits ein sehr interessantes rundum Sicherheitspaket, das neben einer klassischen Internet Security auch einen Mobile Virenschutz, einen VPN Service und einen Passwort Manager umfasst.


Gerade der VPN macht das TOTAL Paket ausgesprochen interessant und hebt es etwas von der Konkurrenz ab, wo solch ein VPN meist nicht enthalten ist oder zusätzlich kostet.

Allerdings mit 99€ für 5 Computer/Smartphones ist F-Secure TOTAL auch nicht günstig. Wollen wir uns da einmal das Programm ansehen!

Kleine Info, F-Secure hat kontaktiert ob ich Lust hätte mir das TOTAL Security Paket einmal in einem kleinen Bericht anzusehen. Dem habe ich offensichtlich auch zugestimmt. Ich habe hierfür kein Geld erhalten, lediglich eine Test-Lizenz!

 

F-Secure TOTAL

Das F-Secure TOTAL Paket besteht grob gesagt aus drei Komponenten:

  • SAFE Internet Security
  • FREEDOME VPN
  • KEY Passwortmanager

Alle drei Komponenten sind dabei für Windows, Mac und Android (IOS) verfügbar.

Starten wir hier mit der Internet Security. Zunächst muss man sich hier klar die Frage stellen, braucht man überhaupt noch einen Anti-Virenschutz im Jahr 2019?

Windows liefert ja bekanntlich einen „Basis“ Virenschutz mit und bei Android ist man in einem gewissen Rahmen auch durch Google geschützt. Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten.

In der Tat bietet der Windows Defender bereits einen recht guten Schutz, was auch von diversen auf Antivierenprogramme spezialisierte Testlaboren bestätigt wird.

https://www.av-test.org

www.av-comparatives.org

In den jeweiligen aktuellen Tests erreicht sowohl F‑Secure wie auch der Windows Defender 100% Schutz. Damit ist der Windows Defender schon besser als viele andere kostenpflichtige Programme.

Damit würde ich die Meinung vertreten, dass ein gesonderter Virenschutz für Windows nicht oder nur sehr bedingt benötigt wird. Wenn Ihr oder eins von Euren Familienmitgliedern natürlich sehr unvorsichtig im Internet seid, dann kann natürlich ein guter gesonderter AV Schutz noch Sinn machen.

Zudem ist der Windows Defender recht langsam, ja die Installation eines 3. Anbieter AV-Schutz kann Windows in einem gewissen Rahmen sogar etwas beschleunigen.

Mehr dazu bei https://www.av-test.org/de/antivirus/privat-windows/

Zusätzlich zu dem Basis AV-Schutz bringt F-Secure SAFE auch Bonus Funktionen, wie einen Kinderschutz mit. Ihr könnt hier für einen Computer eine Filterung des Internets und eine Begrenzung der Nutzungszeit festlegen.

Dies erfolgt dabei über Euren F-Secure Account, Ihr könnt Einstellungen also aus der Ferne ändern. Ihr könnt auch manuell Webseite in F-Secure SAFE sperren.

Was die Benutzeroberfläche und das generelle Tempo angeht, bin ich sehr zufrieden! Ich konnte keine merkbare oder messbare Verlangsamung meines Test-Systems feststellen.

Eher im Gegenteil!

Hier ein kleiner PC Mark 10 Vergleich (Intel Core i7- 5820K, 16GB RAM, Nvidia GT1030, 500GB SATA WD Blue)

Ohne F-Secure
Mit F-Secure

Mit F-Secure wurde das System sogar minimal schneller verglichen mit der „Basis“ Version mit dem Windows Defender.

Nein diesen Unterschied wird man kaum in der Praxis spüren, aber dennoch die positive Tendenz ist da.

Neben Windows/Mac ist F-Secure SAFE auch für Android verfügbar! Unter Android halte ich einen Antivirenschutz sogar fast für sinnvoller als für Windows. Warum? Viele Nutzer sind auf dem Smartphone etwas unbesorgter unterwegs, auch was das Installieren von Apps angeht.

„Was im Google Play Store ist wird doch auch sicher sein?!“

Leider gab es einige Fälle in denen es betrügerische Apps in den Play Store geschafft haben.

Erneut gilt seid Ihr vorsichtig und installiert nur Apps von großen Entwicklern seid Ihr auch ohne AV-Schutz meist auf der sicheren Seite.

Installiert Ihr aber auch mal etwas kleinere Apps oder unbekanntere Spiele, dann gibt es selbst aus dem Google Play Store keine 100%ige Sicherheit.

Aber bietet hier F-Secure einen guten Schutz? Erneut verlasst Euch nicht auf mein Wort bei solch einem Thema. Verlasst Euch auf diese Quellen:

https://www.av-test.org/de/antivirus/mobilgeraete/

https://www.av-comparatives.org/tests/mobile-security-review-2018/

Bei AV-Test schneidet F-Secure mit 5,5 von 6 Punkten gut, aber auch zugegeben nicht sehr gut ab. Bei AV-Comparatives hingegen erreicht F-Secure 99,9% Schutz und ist damit im Spitzenfeld.

Hier gilt aber im Grunde alles ist besser als der Basis Android Schutz, auch wenn es viele Fake Virenscanner im Playstore gibt.

Zusätzlich zur zusätzlichen Sicherheit bietet F-Secure Safe auch die Möglichkeit Euer Smartphone zu orten und im Notfall zu sperren.

Lediglich könnte die App visuell etwas schicker sein.

 

F-Secure FREEDOME VPN

Ein Teil von F‑Secure TOTAL ist auch der VPN Service von F-Secure „FREEDOME“.  FREEDOME ist grundsätzlich „ausgeklinkt“ vom Hauptprogramm und muss auf Wunsch separat installiert werden.

Grundsätzlich sehe ich dies positiv, denn man braucht nicht immer einen VPN. Warum braucht man überhaupt einen VPN Schutz?

Ruft Ihr eine Webseite auf, durchläuft Eure Anfrage zunächst Euren Router, dann die Server Eures Internetanbieters und wird dann über diverse Zwischenstationen an den Server der Webseite die Ihr aufrufen wollt geleitet.

Heißt Euer Internetanbieter und auch der Betreiber der Webseite wissen mindestens wer Ihr seid und was Ihr aufgerufen habt. Nutzt Ihr ein öffentliches WLAN Netz kann dies auch noch der Betreiber des WLAN Netztes sehen (sofern dies mitgeschrieben wird).

Ist die Webseite unverschlüsselt könnten die zwischengeschalteten Parteien noch Passwörter usw. mitschreiben.

Hier kann ein VPN Dienst helfen. Alle Eure Anfragen laufen zunächst komplett verschlüsselt an die Server des VPN Anbieters und von dort aus dann an die eigentliche Webseite.

In diesem Fall kann nur F-Secure sehen was Ihr aufgerufen habt, aber nicht Euer Internet Anbieter, und der Webseitenbetreiber sieht nur die F-Secure Anfrage und nicht Euch direkt.

Klingt gut, aber das Ganze ist natürlich „relativ“. Nutzt Ihr zu Hause einen VPN Schutz sagt Ihr im Grunde „ich vertraue F-Secure mehr als meinem Internetanbieter“.

Ist aber F-Secure vertrauenswürdiger als Euer Internetanbieter?

Dies ist sehr schwer einzuschätzen! F-Secure wirbt mit „Wir protokollieren deinen Daten­verkehr nicht.“, was schon einmal gut ist. Zudem hat F-Secure seinen Sitz in Finnland!

Dies ist in der Theorie sehr gut, denn Finnland ist kein Mitglied der „Fourteen Eyes“ (Wikipedia). Die Fourteen Eyes ist eine „Sicherheitsallianz“ unter der Führung der USA, welche mehr oder weniger Firmen zur Datenherausgabe zwingen kann, wenn ein Unternehmen in einem Mitgliedsland ansässig ist bzw. der Geheimdienst darf das Unternehmen einfach anzapfen.

Nein wenn Ihr der nächste Edward Snowden seid und geheime US Dokumente über den FREEDOME VPN veröffentlicht, würde ich nicht darauf wetten, dass Ihr anonym bleibt, aber generell wäre es schwerer F-Secure dazu zu zwingen Eure Daten preiszugeben, sofern diese nicht, wie versprochen, gar nicht erst mitgeloggt werden.

Klingt doch schon einmal gut! Dennoch würde ich einen VPN primär als sinnvoll einstufen wenn Ihr unterwegs seid und in einem vielleicht etwas zweifelhaften WLAN Hotspot halt gemacht habt. In einem offenen WLAN Netz gibt es sehr viele Methoden Euch anzugreifen, welche fast alle von einem VPN geblockt werden. Hier z.B. ein interessantes Video dazu https://www.youtube.com/watch?v=87Wbor6UgNE

Neben der verbesserte Anonymität und Schutz vor solchen Angriffen kann ein VPN noch weitere Vorteile haben. Ihr könnt Euch als Nutzer aus einem anderen Land ausgeben um dort beispielsweise auf Zeitungen, TV-Streams usw. zuzugreifen die vielleicht aus dem Ausland geblockt werden.

F-Secure FREEDOME bietet Euch folgende Länder an:

  1. Deutschland
  2. Belgien
  3. Niederlande
  4. Dänemark
  5. Finnland
  6. Frankreich
  7. Irland
  8. Italien
  9. Norwegen
  10. Polen
  11. Schweden
  12. Schweiz
  13. Spanien
  14. Tschechien
  15. England
  16. Österreich
  17. Hongkong
  18. Japan
  19. Singapur
  20. Kanada
  21. Mexiko
  22. USA
  23. Australien

Dicke Bonuspunkte gibt es für den unbegrenzten Trafik der beim FREEDOME VPN mit inbegriffen ist. Wie steht es aber um das Tempo des VPN?

Ja ein VPN kann das Tempo etwas reduzieren. Wie sehr hängt stark vom gewählten Server ab. Ich habe mit meiner DSL 100.000 Leitung einfach mal ein paar „Speedtests“ durchlaufen lassen.

Im Allgemeinen würde ich das Tempo des FREEDOME als gut einstufen! Zumindest in Kombination mit den europäischen Servern. Verbindet Ihr Euch mit einem asiatischen Server, sinkt das Tempo natürlich alleine aufgrund der Distanz stark.

 

F-Secure Key

F-Secure Key ist ganz einfach gesagt ein Passwortmanager. Dieser ist vom Funktionsumfang und Aufbau recht simpel gehalten.

Unter Windows/Mac ist dieser eine kleine Anwendungen bei deren ersten Start Ihr ein Masterpasswort festlegen müsst. Mithilfe dieses Masterpasswortes werden dann die einzelnen hinterlegten Passwörter verschlüsselt.

Hierfür nutzt F-Secure Key wie meist üblich AES 256, welches als sicher gilt.

In der Anwendung landet Ihr zunächst auf der „Startseite“ wo all Eure hinterlegten Passwörter aufgelistet werden.

Diese werden hier einfach alphabetisch sortiert, mit der Option, dass Ihr nach Passwörtern suchen könnt. Klickt Ihr das jeweils Passwort an, klappt sich ein Menü aus in welchem die Details zu finden sind, welche Ihr beim Anlegen angeben könnt.

Hier gibt es leider ein paar wenige Optionen für meinen Geschmack. Ihr könnt eine Farbe, ein Logo, den Namen, Euren Benutzernamen, das Passwort, die URL und eine Notiz hinterlegen.

Dies ist ausreichend, aber zusätzliche Optionen um beispielsweise eine wichtige Datei zu sichern oder Ähnliches wäre noch nett gewesen.

Wie üblich ist natürlich auch ein Passwort Generator mit an Board, welcher aber glatt zum Pflichtprogram jedes Passwortmanagers gehört.

Abseits davon hilft Euch F-Secure auch bei der Wahl eines Passwortes mit einer Sicherheitseinstufung oder sogar Warnungen wenn ein von Euch verwendeter Dienst gehackt wurde.

Letzteres funktioniert aber leider nur in Kombination mit der IOS bzw. Android App.

Wie es sich für einen guten Passwortmanager auch gehört, ist es möglich seine Passwörter über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren. Dies verläuft dabei anscheinend Lokal!

Heißt, die Passwörter werden nur synchronisiert wenn gerade beide Geräte gleichzeitig online sind. Dies ist natürlich ein Nachteil, aber auch gleichzeitig ein Vorteil. Eure Passwörter werden dementsprechend auch nicht auf den Servern von F-Secure gespeichert, sondern nur auf Euren Geräten.

Zu guter Letzt bietet F-Secure noch Browser Plug-ins für Chrome und FireFox an um Passwörter automatisch auszufüllen.

Kurzum ein sehr solider und gut nutzbarer Passwortmanager.

 

Fazit

F‑Secure TOTAL konnte bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen! Hierbei hat mich gerade der recht gute VPN Service besonders positiv überrascht.

Dieser bietet eine große Server Auswahl, hohes Tempo, eine gute App/Anwendung und ist generell als vertrauenswürdig einzustufen (F-Secure ist ein finnisches Unternehmen).

Beim Antivirenschutz ist F-Secure traditionell einer der stärksten Hersteller, was diesen Jahr zu Jahr auch von den großen Test Instituten bescheinigt wird. Hier könnt Ihr Euch mit einem guten Gefühl zurücklehnen. Auch das Tempo des Antivirenschutzes konnte in meinem Test überzeugen!

Fast noch wichtiger ist mittlerweile der mobile Antivirenschutz, welcher auch in F‑Secure TOTAL inbegriffen ist.

Allerdings muss man natürlich dazu sagen, dass Ihr als der Nutzer der wichtigste Sicherheitsfaktor seid! Bleibt Ihr auf seriösen Webseiten, installiert keine merkwürdigen Apps und klickt keine Whatsapp Kettenbriefen an, dann seid Ihr im Allgemeinen auch ohne Virenschutz bzw. mit dem systemeigenen Basis Virenschutz in der Regel sicher unterwegs. Aber 100%ige Sicherheit gibt es auch dann natürlich nicht.

Als letzten Bonus bietet Euch F‑Secure TOTAL noch einen soliden Passwortmanager.

Kann ich F‑Secure TOTAL letztendlich empfehlen? Ja, aber es hängt etwas von Eurem Bedarf an einem VPN Service ab. Ein VPN bietet gerade auf mobilen Geräten ein hohes Plus an Sicherheit! Allerdings macht der VPN Service sicherlich einen großen Teil des durchaus höheren Preises von F‑Secure TOTAL aus.

Ein guter VPN Service kann locker alleine 50-100€ im Jahr kosten! (z.B. tunnelbear 60€, expressvpn 99,95€, NordVPN 73,34€)

Habt Ihr bereits einen VPN Service, braucht Ihr F‑Secure TOTAL für rund 80€ (3 Geräte, 1 Jahr) nicht. Wollt Ihr den guten Antivirenschutz von F‑Secure geht dies mit dem „normalen“ Paket auch günstiger.

Habt Ihr aber Interesse an einem VPN Service und einem Virenschutz, dann ist F‑Secure TOTAL ein klasse Angebot!