Das Samsung Galaxy S10/S10+ ist das erste Smartphone mit dem neuen WLAN 6 bzw. WLAN ax Standard.
Allerdings gibt es leider hierzu recht wenig Informationen aktuell, nur das WLAN 6 mit an Bord ist.
Glücklicherweise habe ich sowohl ein Samsung Galaxy S10+ wie auch einen WLAN 6 „ax“ fähigen Router. Wollen wir uns daher doch einmal im Detail ansehen was das WLAN des Samsung Galaxy S10+ taugt.
WLAN 6 bzw. WLAN ax ist der neuste WLAN Standard welcher als direkter Nachfolger zu WLAN ac gedacht ist. So nutzt WLAN ax ebenfalls das 2,4GHz bzw. 5Ghz Band.
Im Gegensatz zu WLAN ad bietet WLAN ax damit eine vergleichbare, wenn nicht sogar leicht höhere Reichweite, als WLAN ac.
Ganz klar gesagt WLAN ax ist aus meiner Sicht keine „Revolution“. Verglichen mit ac gibt es zwar bei ax viele kleine Verbesserungen, aber auch keine massiven Unterschiede.
OFDMA
MU-MIMO
160Mhz Kanalbreite
1024QAM
Neben einer generellen Optimierung und Verbesserung des WLAN Standards sind dies die größten Unterschiede zu WLAN ac. OFDMA genau wie MU-MIMO (im Upload und Download) bringen nur indirekt mehr Leistung. Beides sind Feature welche die Performance bzw. die Effizienz verbessern, wenn sich viele Geräte gleichzeitig im WLAN befinden.
160Mhz und 1024QAM sind hingegen zwei Feature welche direkt die Bandbreite erhöhen. Allerdings gab es die höhere Kanalbreite und 1024QAM auch schon unter WLAN ac. Dies waren hier aber Feature welche später „optional“ hinzukamen und dementsprechend kaum genutzt wurden.
Bei WLAN 6 „ax“ sind diese Feature direkt mit im Standard.
Samsung gibt beim S10 einen vollen WLAN 6 „ax“ Support an. Wie genau dieser aber aussieht konnte ich nicht ergründen. Heißt abseits von einem „Ja wird unterstützt“ konnte ich keine weiteren Informationen finden, was das maximale Tempo usw. angeht.
Also müssen wir das Ganze selbst herausfinden. Hierfür habe ich den ASUS RT-AX88U verwendet, einen der ersten WLAN Router der den WLAN 6 Standard unterstützt.
Der Versuchsaufbau ist sehr einfach, ich kopiere einige Daten vom Samsung Galaxy S10+ via WLAN auf mein NAS (WEBDAV) und von diesem wieder herunter. Dabei stoppe ich die Zeit und errechne daraus das Tempo.
Der ASUS RT-AX88U läuft dabei einmal im WLAN ax Modus und einmal im WLAN ac Modus.
Ich muss gestehen das S10+ hat mir Anfangs sehr viel Kopfzerbrechen bereitet! Denn ich erreichte zunächst via WLAN ac und ax fast 1 zu 1 das gleiche Tempo. Das Smartphone teilte mir auch bei beiden Standards eine maximale Datenrate von 1200Mbit mit.
Warum? Mein Router hat mir klar mitgeteilt, dass das S10 WLAN ax bzw. WLAN ac sauber nutzte, wieso dann das gleiche Tempo?
Das Geheimnis ist 1024QAM! 1024QAM ist ein fester Bestandteil von WLAN ax. Allerdings setzt ASUS bei seinen High End Routern schon seit Jahren auf 1024QAM als Erweiterung des ac Standards. Ich glaube abseits von ASUS und ASUS WLAN Adaptern ist hier kein anderer Hersteller mitgezogen.
WLAN ac + 1024QAM ist also beim Samsung Galaxy S10 genauso schnell wie WLAN ax. Habt Ihr also zufälligerweise einen ASUS Router welcher dieses Feature besitzt, muss kein WLAN ax Router her.
Aber selbst wenn Ihr einen guten WLAN ac Router habt, müsst Ihr nicht loslaufen und ein neues Modell kaufen.
Im Upload konnte ich gerade mal eine Leistungssteigerung von rund 7% messen und im Download immerhin 17%. Dieser Unterschied ist absolut minimal! Natürlich der ASUS RT-AX88U ist ein absoluter High End Router, sowohl bei WLAN ac wie auch ax, es ist also gut möglich, dass bei einem älteren oder günstigeren Router keine 67MB/s möglich sind.
Dies liegt dann aber nicht am WLAN Standard, sondern am Gerät selbst.
Dennoch muss ich Samsung loben, über 70MB/s im Download und über 50MB/s im Upload ist für ein Smartphone extrem beeindruckend! Hier können die wenigsten Notebooks mithalten.
Kleine Info zum Abschluss, das S10 nutzt keine 160Mhz Kanalbreite, sondern nur 80Mhz und ein 2×2 Design.
Fazit
Ja das Samsung Galaxy S10 unterstützt WLAN 6 „ax“, aber dies bringt hier recht wenig in der Praxis. In der Theorie kann das S10 bei WLAN 5 „ac“ bis zu 867Mbit erreichen und bei WLAN 6 „ax“ bis zu 1200Mbit.
Praktisch konnte ich allerdings nur einen Unterschied von bis zu 17% messen, mit einem High End Router. Unterstützt Euer Router sogar 1024QAM, dann ist WLAN ac und ax gleich schnell.
Dies ist allerdings nicht schlimm, dann das WLAN Tempo des Samsung Galaxy S10 ist in beiden Standards mit locker 60-70MB/s beeindruckend!
Immer mehr Hersteller werben damit wie schnell ihre Smartphones laden können. Hier müsste man doch meinen, dass der Marktführer Samsung mit der asiatischen Konkurrenz mithalten kann.
Dies ist aber leider nur sehr bedingt der Fall, denn weder das Samsung Galaxy S8 noch das S9 waren wahnsinnig schnell ladende Smartphones. Von den aktuellen Flaggschiffen sind sie in diesem Punkt sogar die langsamsten.
Möglicherweise ist Samsung nach dem Note 7 etwas vorsichtig wie viel Energie man in seine Akkus pumpt?! Wie auch immer, das Samsung S8 und S9 sind die Vergangenheit, das S10 und S10+ die Gegenwart. Wie sieht es hier aus?
Wie schnell lädt das neue Galaxy S10? Welche Ladestandards werden unterstützt? Gibt es irgendwelche Besonderheiten?
Das beiliegende Ladegerät hat mich leider etwas pessimistisch gestimmt was das Ladetempo angeht. Bei diesem scheint es sich um das so ziemlich gleiche Ladegerät zu handeln wie schon beim S7, S8 und S9.
Das Ladegerät bietet einen normalen USB A Port und eine Leistung von 5V/2A bzw. 9V/1,68A. Mit rund 15W ist dies eins der schwächeren Ladegeräte das mir in der letzten Zeit begegnet ist.
Einen Unterschied scheint es aber zur vergangenen Version zu geben. Das neue Ladegerät ist aus einem matten Kunststoff. Ich meine das alte Modell wäre aus einem Hochglanz Kunststoff gewesen.
Bei dem beiliegenden Ladegerät handelt es sich um ein „Adaptive Fast Charge“ Ladegerät. Dies ist Samsungs proprietärer Schnellladestandard, bei welchem es sich im Grunde um ein modifiziertes Quick Charge 2.0 handelt. So ist auch das S10/S10+ voll Quick Charge 2.0 kompatibel.
Wie schnell lädt das Samsung Galaxy S10/S10+?
Für diesen Test nutze ich das große Samsung Galaxy S10+. Dieses könnte aufgrund des etwas größeren Akkus etwas schneller laden als das normale S10, ich nehme aber an es wird hier keine signifikanten Unterschiede geben. Auch werden sich alle Erkenntnisse so 1 zu 1 für das normale S10 übernehmen lassen.
In diesem Teil schauen wir uns die maximale Ladegeschwindigkeit des S10/S10+ an. Die Ladegeschwindigkeit eines Smartphones variiert je nach Ladestand teils recht stark. Daher habe ich das S10+ für diesen Test auf 10-20% entladen, wo in der Regel das maximale Tempo erreicht wird.
Daraufhin habe ich das S10+ an diverse Ladegeräte angeschlossen und das Ladetempo gemessen. Wichtig, das Ladetempo kann je nach Qualität des Ladegerätes, Tagesform, Temperatur etwas schwanken. Die hier gemessen Werte sind also nicht in Stein gemeißelt, gerade wenn es in die Nachkommastellen geht.
Ich bin etwas enttäuscht von Samsung. Das S10+ scheint 1 zu 1 die gleiche Ladeelektronik wie das S9+ und S8+ zu haben. Man ist hier also technisch auf Quick Charge 2.0 Level stehen geblieben.
Dennoch gehen wir die Werte einmal durch.
Die langsamste Art Euer Samsung Galaxy S10/S10+ zu laden ist an einem normalen USB Port eines PCs. Hier ist der Ladestrom wie üblich auf 0,5A limitiert und somit die Leistung auf 2,5W.
Etwas schneller geht es wenn Euer PC über einen USB C Port verfügt. Hierbei spielt es für das S10+ keine Rolle ob es sich um einen normalen USB C Port handelt (der theoretisch 1,5A liefern kann) oder einen Thunderbolt 3 Port (der theoretisch 3A liefern kann).
An beiden Quellen wird das S10/S10+ mit +- 1,1A bzw. 5,xW geladen.
Noch etwas schneller geht es an einem gesonderten Smartphone Ladegerät. In meinem Fall eins mit einem 5V 2,4A Port, also der „höchsten Güte“. Hier erreicht das S10+ 1,666A bei 5V, also 8,xW.
Kommen wir damit zu den Schnellladegeräten. Starten wir mit Quick Charge.
Hier können wir es kurz machen, denn egal ob Ihr das „Adaptive Fast Charge“ Ladegerät von Samsung, ein Quick Charge 2.0 oder Quick Charge 3.0 Ladegerät nutz, das S10/S10+ lädt an allen drei Quellen gleich schnell.
Hier werden immer 9V 1,6A, also rund 14,xW erreicht. 14,xW scheint auch das maximale Ladetempo des S10/S10+ zu sein!
Wie verhält es sich aber an USB Power Delivery Ladegeräten? USB Power Delivery ist ein neuerer „offener“ Standard, welcher daher von vielen Herstellern wie Apple, Google, Nintendo, Dell usw. unterstützt wird.
Ja auch hier kann das S10/S10+ schnellladen! Ebenfalls werden 9V 1,6A im Maximum erreicht. Egal ob das Ladegerät nun 18W, 30W, 45W usw. hat.
Allerdings muss ich hier etwas zu Vorsicht aufrufen. Viele aktuelle High End Smartphones, wie das Xiaomi Mi 9, haben einen recht robusten USB Power Delivery Support, zusätzlich zu Quick Charge.
Der USB PD Support wirkt beim S10+ allerdings etwas zickiger. So verweigerte das S10+ am Anker PowerPort II PD das Schnellladen, warum auch immer. Dies war mir schon bei den alten Modellen von Samsung aufgefallen, welche USB Power Delivery manchmal etwas stiefmütterlich behandeln.
Ladeanalyse
Schauen wir uns noch einen kompletten Ladevorgang des Samsung Galaxy S10+ von 5% auf 100% an.
Um auf einen Ladestand von 100% zu kommen benötigt das Samsung Galaxy S10+ ca. 94 Minuten. Dies ist recht schnell!
Wie kommts?
Das Samsung Galaxy S10+ lädt zwar recht „langsam“ mit um die 14W, aber das maximale Ladetempo wird bis zu einem Ladestand von 75% gehalten, ab wann das Tempo langsam, aber auch nicht extrem schnell absinkt.
So lädt beispielsweise ein Xiaomi Mi 9 mit über 16W in der spitze in der Theorie etwas schneller, aber hier fällt das Tempo ab 70% Akkustand schneller ab.
Wenn man so will ist das S10/S10+ eher der Dauerläufer und nicht der Sprinter. Von 5% auf 70% schafft das S10+ in ca. 52 Minuten, das Xiaomi Mi9 in 38 Minuten, das Huawei Mate 20 Pro in 30 Minuten und das iPhone Xs Max in 42 Minuten.
Für die restlichen 30% braucht aber das Xiaomi Mi9 63 Minuten, das iPhone 89 Minuten und Huawei Mate 20 Pro 60 Minuten. Das S10+ ist hier schon in 43 Minuten fertig.
Welche alternativen Ladegeräte und Powerbanks würdest du empfehlen?
Grundsätzlich gilt für das Samsung Galaxy S10/S10+, dass es nicht möglich ist diese schneller zu laden als mit dem original Ladegerät.
Ist also Eure Intention das Smartphone schneller zu laden, dann muss ich Euch enttäuschen.
Geht es Euch allerdings um ein Multiport Ladegerät oder einfach ein mobiles Ladegerät „Powerbank“, welches genauso schnell lädt wie das original Ladegerät, dann habt Ihr Glück!
Grundsätzlich gilt, dass sich jedes Ladegerät und jede Powerbank für das S10/S10+ eignet. Wollt Ihr dieses allerdings schnellladen wählt ein Modell mit Quick Charge.
Das Samsung Galaxy S10/S10+ unterstützt zwar auch den neueren USB Power Delivery Standard, aber dieser ist hier etwas „spezieller“ und diese Art der Ladegeräte ist in der Regel teuer, macht also rein für das S10/S10+ weniger Sinn.
Hier einfach mal so ein paar Ladegeräte die ich so spontan für das S10 empfehlen würde (keine spezielle Reihenfolge):
Hier kommt es etwas darauf an was genau Ihr sucht. Wollt Ihr eine möglichst kompakte und zuverlässige Powerbank, dann wählt eins der Modelle von Anker.
Wollt Ihr eine möglichst gute Ausstattung zum kleinen Preis, wählt eine der Omars Powerbanks. Wollt Ihr eine möglichst gute Ausstattung und integrierte Ladekabel? Dann schaut Euch die Modelle von iWALK an.
Falsch macht Ihr aber mit keiner der aufgeführten Powerbanks etwas.
Fazit
Keine Überraschungen beim Samsung Galaxy S10/S10+ was das Aufladen oder das Ladetempo angeht.
Dies ist leider ein Punkt in welchem sich Samsung seit dem S8 kaum bis gar nicht verändert oder verbessert hat. Das Samsung Galaxy S10/S10+ nutzt weiterhin Quick Charge 2.0 bzw. Samsung „Adaptiv Fast Charge“ mit bis zu 14,xW Ladestrom.
Hierbei spielt es keine Rolle ob Ihr das beiliegende Ladegerät oder irgendwelche Quick Charge 2.0/3.0 Ladegeräte nutzt, das S10/S10+ lädt immer gleich schnell.
Das S10 unterstützt wie auch schon das S8 und S9 zusätzlich zu Quick Charge auch den USB Power Delivery Standard, welcher ebenfalls bis zu 14,xW schafft. Allerdings ist der USB PD Support beim S10 etwas „zickiger“. Ich würde also im Normalfall zu Ladegeräten und Powerbanks mit Quick Charge 3.0 raten.
Unterm Strich eine solide aber wenig spannende Vorstellung was das Aufladen und das Ladetempo angeht. Dies können mittlerweile fast alle Hersteller auf dem Markt etwas schneller, zumindest was das Spitzentempo angeht. Der Ladevorgang 0% auf 100% hingegen ist beim S10+ recht flott! Dies dauert gerade einmal +-95 Minuten, was ein starker Wert ist.
Hier einfach mal so ein paar Ladegeräte die ich so spontan für das S10 empfehlen würde (keine spezielle Reihenfolge):
Mit der K83 hat Corsair seine erste Tastatur vorgestellt welche über ein integriertes Touchpad und eine kabellose Verbindung verfügt.
Damit richtet sich die K83 voll an Nutzer die eine Tastatur für ihren HTPC oder Media Box suchen. Alternativ kann die K83 natürlich auch als kompakte Tastatur am Desktop genutzt werden, wie Ihr dies wünscht.
Im Gegensatz zu den gängigen Tastaturen in diesem Bereich, wie die Logitech K400 Plus, versucht Corsair mit einem etwas Hochwertigeren und auch natürlich teurerem Modell zu überzeugen.
So verfügt die K83 über eine Hintergrundbeleuchtung, eine Aluminium Basisplatte und einen Joy-Stick.
Klingt doch vielversprechend, aber kann die CORSAIR K83 im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der K83!
Mit einer Breite von 38cm und Tiefe von 13 cm ist die CORSAIR K83 eine vergleichsweise kompakte Tastatur. Diese wirkt in der Praxis auch nochmals ein Stück kompakter als auf meinen Bildern.
Dies macht aber natürlich Sinn, da die CORSAIR K83 für die Nutzung im Wohnzimmer oder auf dem Schoß optimiert ist. Allerdings sind die Tasten auch nicht winzig, ganz im Gegenteil! Die Tastatur ist größer als die eines normalen 13 Zoll Notebooks, aber natürlich deutlich kleiner als eine normale mechanische Tastatur.
Was die Verarbeitung, das Design und auch generell die Haptik angeht macht die K83 einen herausragenden Eindruck!
Man sieht der Tastatur gleich die höhere Preisklasse an, gerade verglichen mit den günstigen Optionen auf dem Markt wie der K400 Plus von Logitech.
Dies liegt primär an der Materialwahl. Corsair setzt wie bei vielen seiner Tastaturen auch hier auf eine Aluminium Grundplatte, welche in einer gebürsteten Optik daher kommt. Die Rückseite der Tastatur ist zwar weiterhin aus Kunststoff, dies ist aber nicht schlimm. Die K83 ist erfreulich verwindungssteif! Mit viel Kraft kann man diese leicht biegen, aber dies ist absolut minimal, gerade verglichen mit anderen Modellen auf dem Markt.
Hierdurch wirkt die CORSAIR K83 natürlich auch generell sehr massiv und wertig. Ja ich denke man kann sagen, dass die CORSAIR K83 wertigste kabellose Tastatur mit Touchpad aktuell auf dem Markt ist.
Auch die Ausstattung ist beachtlich! Neben einem vollen QWERTZ Tastenfeld besitzt die K83 auf der rechten Seite gleich zwei Maus Alternativen. Zum einen findet sich hier ein rundes Touchpad, mit zwei separaten Maustasten unterhalb. Zum anderen gibt es am oberen Rand einen Joy-Stick zur Maussteuerung. Die Maustasten hierfür sind zum einen auf der Oberseite, wie auch auf der Rückseite angebracht.
Ihr könnt die CORSAIR K83 also wie eine Art Controller mit Schultertaste halten und bedienen. Sehr cool! Solch ein Steuerungskonzept habe ich zuvor noch nie bei einer kabellosen Tastatur gesehen.
Bonuspunkte gibt es für ein Aluminium Drehrad für die Lautstärke, welches man so von Tastaturen wie der Corsair K95 bereits kennt.
Die Energieversorgung der CORSAIR K83 läuft wie üblich über einen integrierten Akku. Dieser soll laut Corsair ca. 40 Stunden halten, was hinkommt. Geladen wird die K83 über einen microUSB Port auf der Rückseite. Ein passendes langes Kabel liegt bei.
Erfreulicherweise unterstützt die K83 sowohl Bluetooth wie auch einen prioritären Funkadapter. Letzterer funktioniert etwas stabiler und mit einer geringeren Verzögerung, Bluetooth hingegen ist flexibler.
Layout und Tippgefühl
Corsair setzt bei der K83 auf ein ganz klassisches QWERTZ Layout, welches lediglich um die Pfeil-Tasten etwas zusammen geschoben ist.
Ansonsten sind alle Tasten wie man dies gewohnt ist. ÜÖÄ ist bei der deutschen Version natürlich vorhanden und auch Dinge wie die lange Feststelltaste und große Entertaste sind an ihrem Platz.
Etwas auffällig ist nur das die Tasten am rechten Rand etwas in die Breite gezogen wirken, was aber das Tippen nicht negativ beeinflusst.
Bei den Tasten setzt Corsair auf den Chiclet Style, welchen ich sogar bei Low Profile Tasten bevorzuge. Erwartet Ihr hier irgendwelche besonderen Schalter muss ich Euch enttäuschen. Corsair nutzt normale Rubberdome Schalter, wobei dies negativer klingt als ich es meine.
Es handelt sich hier durchaus um recht hochwertige Rubberdome Schalter. Diese sind sehr schön stabil und besitzen einen festen Anschlag. Auch ist das Tippen auf der Tastatur relativ leise, im Gegenzug erhaltet Ihr aber natürlich keinen befriedigenden „Klick“ bei jeder Betätigung, wie es bei mechanischen Tasten üblich ist.
Corsair hat hier die so ziemlich besten Rubberdome Schalter verbaut, die ich bisher in einer Low Profile Tastatur gesehen habe! Das Ganze ist durchaus mit einem premium Notebook wie einem Dell XPS 15 vergleichbar. Hierzu passt auch der Hub von ca. 2mm pro Taste.
Kurzum, die CORSAIR K83 kann auch problemlos am Schreibtisch für eine Office Nutzung verwendet werden, sofern Ihr diesen Tastatur Style mögt!
Bonuspunkte gibt es für die angenehm helle weiße Hintergrundbeleuchtung, welche gerade im Dunkeln Gold wert ist.
Ebenfalls Bonuspunkte gibt es für die Multimedia Tasten, welche allerdings mit Ausnahme des Drehrads für die Lautstärke auf den F Tasten liegen. Solltet Ihr die F Tasten aber nicht oder nur selten benötigen hat Corsair eine zusätzliche Taste integriert welche die primäre und sekundäre Funktion tauscht. Super!
Trackpad
Das Trackpad der Corsair K83 ist als ordentlich zu bezeichnen. Von Haus aus ist dieses vielleicht etwas träge, aber dies lässt sich durch das Installieren der Corsair iCUE Software beheben. Hier könnt Ihr viele Funktionen wie das Zeigertempo, Gesten usw. konfigurieren.
Grundsätzlich würde ich das Tracking und auch das Nutzungsgefühl als ordentlich bezeichnen. Das Touchpad ist aber auch nicht absolute Spitzenklasse. In einem Notebook würde ich dieses in einem Modell zwischen 400€ und 800€ erwarten.
Es ist ohne Frage gut nutzbar! Lediglich die runde Form möchte ich etwas kritisieren. Diese stört im Alltag nicht zu sehr, ist aber vermutlich eine reine Design Entscheidung gewesen. Ein eckiges Trackpad, ist wie ich finde sinnvoller.
Der Joy-Stick der CORSAIR K83 besitzt zwei Funktionen. Einmal kann dieser als eine Art 4 Wege Scrollrad genutzt werden, alternativ auch direkt zum Steuern der Maus.
Dies funktioniert auch sehr ordentlich! Gerade in Kombination mit den Maustasten auf der Rückseite und Oberseite der Tastatur. Selbst etwas „langsamere“ Spiele wie CIV6 oder ähnliches lassen sich so problemlos spielen.
Fazit
Mit rund 130€ hat die CORSAIR K83 sicherlich einen recht stolzen Preis! Allerdings dafür kann sich Corsair auch rühmen die beste kabellose Tastatur mit Trackpad auf dem Markt zu haben.
Der „Tastatur“ Teil ist genau wie die Verarbeitung hervorragend umgesetzt! Nein, Corsair setzt nicht auf mechanische Tasten, dafür aber auf sehr gute Chiclet Tasten, welche auf dem Level von premium Notebooks sind.
Hinzu kommt das sehr stabile, wertige und nicht zu letzt recht kompakte Gehäuse. Gerade die Aluminium Rückenplatte verleiht der K83 eine ordentliche Massivität und Wertigkeit.
Das Trackpad macht einen guten Job! Es könnte lediglich etwas größer sein bzw. Corsair hätte auf die runde Form verzichten können. Das Tracking und die Nutzung ist auf einem grundsoliden Level.
Hinzu kommt aber natürlich der Joy-Stick, welcher sehr clever umgesetzt wurde! Die Tasten auf der Rückseite der Tastatur erlauben hier fast eine Controller artige Steuerung der Maus, was in vielen Situationen (gerade Spielen) einem Trackpad vorzuziehen ist.
Bonus Punkte gibt es zu guter Letzt für die optionale Bluetooth Verbindung, welche eine höhere Flexibilität erlaubt.
Sucht Ihr also die beste kabellose Tastatur mit Trackpad fürs Wohnzimmer oder den minimalistischen Schreibtisch, dann habt Ihr diese mit der CORSAIR K83 gefunden!
Xiaomis Flaggschiff Smartphone, das Mi9, schickt sich mal wieder an eins der besten Budget Smartphones des Jahres zu werden. Für rund 450€ erhaltet Ihr hier ein unglaubliches Paket.
Zu diesem Paket soll dieses Jahr auch besonders schnelles Laden mit bis zu 27W gehören. Dies hat mich natürlich neugierig gemacht.
Wollen wir uns doch einmal das Aufladeverhalten des neuen Xiaomi Mi9 in einem etwas ausführlicheren Test ansehen. Von daher wie schnell lädt das Xiaomi Mi9 und welche Ladestandards nutzt dieses?
Xiaomi wirbt offiziell mit einer maximalen Ladegeschwindigkeit von 27W, was sehr beeindruckend ist! Allerdings zumindest bei der europäischen Version liegt ein „klassisches“ Ladegerät bei.
Klassisch bedeutet in diesem Fall ein 18W Ladegerät (5V/2,5A, 9V/2A, 12V/1,5A). Hier war ich zugegeben ein wenig enttäuscht, da es sich hier nicht um ein USB C Ladegerät handelt.
Das beiliegende Ladegerät scheint ein völlig normales Quick Charge Ladegerät zu sein, auch wenn die 5V/2,5A Angabe etwas untypisch für Quick Charge Ladegeräte ist.
Welche Ladestandards unterstützt das Xiaomi Mi9?
Das Xiaomi Mi9 kann natürlich an jedem USB Port aufladen. Interessant ist nur welche Schnellladestandards das Mi9 unterstützt.
Dies scheinen gleich zwei zu sein! Wie man am beiliegenden Ladegerät erkennen kann, unterstützt das Mi9 natürlich Quick Charge. Allerdings wird auch der neuere USB Power Delivery Ladestandard unterstützt, wie es bei den meisten Flaggschiffen der Fall ist.
Es ist allerdings weder mit Quick Charge 3.0 noch USB Power Delivery möglich die beworbenen 27W zu erreichen.
So wie es aussieht nutzt Xiaomi für die vollen 27W die beworben werden den Quick Charge 4+ Standard, für welchen aber zum Zeitpunkt dieses Artikels keine Ladegeräte verfügbar sind.
Das Ladetempo
Schauen wir uns einmal das maximale Ladetempo des Xiaomi Mi9 an diversen Ladequellen an. Wichtig hierbei handelt es sich um das Spitzentempo! Ich messe dieses bei einem 10-20% Ladestand, wo der Ladestrom erfahrungsgemäß am höchsten ist.
Auch können diese Werte etwas je nach Ladegerät, Tagesform, Temperatur schwanken. Das Ganze gibt uns aber schon eine grobe Tendenz wo die Reise hingeht.
Die langsamste Möglichkeit Euer Xiaomi Mi9 aufzuladen, ist natürlich an einem regulären USB PC Port. Hier erreicht dieses maximal 2,5W Ladestrom, was so gut wie nichts ist.
Hat Euer PC bereits einen USB C Port geht es etwas schneller. Hier erreicht das Xiaomi Mi9 ordentliche 6,xW bzw. 5V 1,3A.
Noch schneller geht’s wenn Euer PC über Thunderbolt 3 verfügt. An solch einem TB3 Port schaltet das Mi9 auf satte 2,76A bei 5V bzw. rund 13W hoch.
Dies entspricht bereits dem maximalen Ladetempo eines Samsung Galaxy S9+ bzw. Note 9.
Etwas langsamer wird es aber wieder an einem normalen USB Ladegerät, selbst wenn dieses bis zu 2,4A schafft. Das Maximum über ein normales USB Ladegerät liegt bei 5V 1,47A. Dies ist das gängige maximale Ladetempo von vielen USB C Geräten, wenn diese über einen normalen USB Port geladen werden. Ähnliches gilt auch für das Google Pixel, das neue iPad Pro oder auch die Nintendo Switch.
Kommen wir damit zu den Schnellladegeräten. Starten wir bei Quick Charge. Das Xiaomi Mi9 scheint mit diversen Spannungen etwas anfangen zu können. So konnte ich an einem Quick Charge 3.0 Ladegerät beobachten wie dieses die Spannung mehr oder weniger frei zwischen 5V und 12V hin und her regulierte.
Diese „freie“ Spannungswahl war das Feature von Quick Charge 3.0 verglichen mit dem 2.0 Standard, welcher nur 5V, 9V oder 12V nutze.
An einem Quick Charge 2.0 Ladegerät konnte ich maximal 9V 1,37A also rund 12,x W beobachten. An einem Quick Charge 3. Ladegerät hingegen erreichte das Mi9 bis zu 9V 1,83A, also rund 16,xW.
Diese Erkenntnis, dass das Mi9 an einem QC 2.0 Ladegerät langsamer als an einem QC 3.0 Ladegerät lädt, muss man aber etwas mit Vorsicht betrachten. Theoretisch kann auch ein QC2.0 Ladegerät 9V/2A liefern, ich kann Euch nicht sagen was genau das Mi9 zu einem niedrigeren Tempo an QC 2.0 Ladegeräten verleitet hat. Allerdings an allen getesteten Modellen war 1,37A bei 9V das Maximum.
Wie steht es um USB Power Delivery?
den meisten USB Power Delivery Ladegeräten mit 18W+ erreicht dieses ähnlich wie bei Quick Charge 3.0 rund 16,xW bzw. 9V 1,86A.
Hier spielt es auch keine Rolle ob das Ladegerät nun 18W, 30W, 45W usw. hat. Dieses Limit bei 16W bleibt bestehen.
Eine Besonderheit stellen USB PD Ladegeräte dar die eine variable Spannung unterstützen, nach dem USB PD 3.0 Standard. Hier macht das Xiaomi Mi9 auch Nutzen von dieser variablen Spannung! Effektiv kommt zwar das gleiche Ladetempo heraus, aber eventuell ein etwas schonenderes Laden. Dies ist leider etwas was ich nicht groß testen kann.
Mehr als diese 16W an USB Power Delivery oder QC 3.0 Ladegeräten konnte ich leider nicht erreichen! Die Beworbenen 27W scheinen nur mit einem Xiaomi Ladegerät möglich zu sein bzw. eventuell auch mit einem Quick Charge 4+ Ladegerät. Diese sind aber aktuell noch nicht erhältlich.
Mit 16W lädt das Mi9 durchaus flott! Ähnliches Tempo erreicht auch ein iPhone Xs oder Google Pixel 3.
Ladedauer
Schauen wir uns noch einmal die Ladedauer und das Ladeverhalten im Detail an. Hier die Werte für das Laden am Original bzw. an einem QC 3.0 Ladegerät.
Interessant! Das Xiaomi Mi 9 lädt bis ca. 70% Ladestand mit vollem Tempo, ab welchem das Ladetempo konstant sinkt (den kleinen Ausreißer im Diagramm bitte nicht beachten). Damit hält das Mi 9 sehr lange ein recht hohes Ladetempo.
So dauert das Laden von 5% auf 70% auch lediglich 38 Minuten! Die letzten 30% hingegen benötigen satte 63 Minuten, womit der vollständige Ladevorgang ziemlich genau 100 Minuten braucht.
Dies ist als schnell einzustufen!
Welche Powerbank oder Ladegerät für das Xiaomi Mi9?
Auf was für ein Ladegerät bzw. Powerbank sollte man für das Xiaomi Mi9 setzen?
Grundsätzlich würde ich ein Modell mit Quick Charge 3.0 oder USB Power Delivery (18W oder mehr) wählen. Quick Charge 3.0 ist hier der „sicherere“ Ladestandard, welcher garantiert gut funktionieren wird. USB Power Delivery ist allerdings die etwas zukunftssichere Wahl.
Welche Modelle würde ich spontan empfehlen, die gut zum Xiaomi Mi9 passen?
Sucht Ihr gute und möglichst kompakte Powerbanks, schaut Euch den Anker PowerCore II an. Mehr Leistung in einem kleineren Gehäuse werdet Ihr aktuell nicht finden.
Die iWALK Powerbanks hingegen sind dank USB PD + QC + intigrierte Ladekabel etwas komfortabler und flexibler. Die Omars Modelle bieten ähnliches, nur mit noch mehr Leistung (welche aber für das Mi9 nicht zwingend nötig ist), aber in einem etwas größeren Gehäuse.
Es gibt natürlich noch weitere gute Modelle, aber dies wären so die drei Serien die ich aktuell empfehlen würde, welche auch gut zum Mi9 passen.
Das neue Anker PowerPort Atom PD 1 ist ein unheimlich kompaktes Ladegerät, mit viel Leistung. Bietet aber nur einen Ladeport. Das größere PowerPort II PD ist hier mit zwei Ladeports, für bis zu zwei Geräte gleichzeitig etwas flexibler, aber deutlich größer.
Das Helperinc 4 Port 75W USB Ladegerät bietet die größte Flexibilität mit USB Power Delivery und Quick Charge, ist aber ein großes Multiport Ladegerät. Beim Anker PowerPort Speed 5 handelt es sich hingegen um ein sehr gutes reines Quick Charge 3.0 Ladegerät.
Fazit
Beim Aufladen des Xiaomi Mi9 gibt es keine Überraschungen. Es handelt sich hier um ein schnell ladendes Smartphone, welches allerdings auch keine Rekorde aufstellt.
Zumindest ohne aktuell nicht erhältliches Spezial/Quick Charge 4.0 Ladegerät. Mit diesem soll das Mi9 bis zu 27W aufnehmen können.
Ohne dieses Ladegerät liegt das Maximum bei rund 16W. Hierbei spielt es keine Rolle ob Ihr ein Quick Charge 3.0 oder USB Power Delivery Ladegerät nutzt. Beide Standards werden vom Mi9 gleich gut unterstützt.
Solltet Ihr also auf der Suche nach einem alternativen Ladegerät/Powerbank für das Mi9 sein, wählt am besten ein Modell mit Quick Charge 3.0 oder alternativ USB PD.
Mit der Stage Air hat Creative vor kurzem eine Soundbar auf den Markt gebracht, welche sich an PC Nutzer richten soll, die eine gute, einfache und günstige Soundquelle suchen.
Zumindest letzteres stimmt schon einmal! Mit rund 40€ ist die Creative Stage Air wirklich sehr günstig. Aber ist die Stage Air auch gut, oder hat hier Creative einfach nur einen billigen Bluetooth Lautsprecher in einem längeren Gehäuse verbaut?
Dies gilt es in einem Test herauszufinden! Kann die Creative Stage Air überzeugen?
An dieser Stelle vielen Dank an Creative für das Zurverfügungstellen der Stage Air!
Creative setzt bei der Stage Air auf eine Mischung aus klassischem Bluetooth Lautsprecher und Soundbar. Wobei wenn man es genau nimmt technisch das Design des Bluetooth Lautsprechers etwas dominieren wird.
Die Creative Stage Air besitzt die Form einer mini Soundbar, aber die Konnektivität und Technik eines Bluetooth Lautsprechers. Dies muss aber natürlich nichts Schlechtes sein.
Mit einer Breite von 41 cm besitzt die Stage Air ein vernünftiges Maß. Die Soundbar damit zwar nicht übermäßig breit, aber dies ist ja gerade bei einer Desktopnutzung nicht mal zwingend erwünscht. Die Größe stimmt mich aber positiv, dass wir einen vernünftigen Klang aus der Stage Air erhalten werden.
Was mich allerdings etwas stört, ist die Materialwahl. Die Front ist mit einem metallenen Lautsprechergitter bedeckt, was soweit okay ist. Das restliche Gehäuse hingegen ist aus einem schwarzen Hochglanzkunststoff gefertigt.
Über die Optik kann man sicherlich streiten, aber Hochglanzkunststoff ist extrem empfindlich! Ihr werdet früher oder später einige Micro Kratzer in der Soundbar vorfinden.
Immerhin die Massivität ist soweit in Ordnung. Nein man darf hier keine super schwere und massive Soundbar erwarten, bei einem Preis von +- 40€, aber die Stage Air ist keine hohle Plastikbox.
Technische Ausstattung der Creative Stage Air
Die Stage Air besitzt laut Creative eine Leistung von satten 20W. Für solch ein kompaktes Modell nicht schlecht!
Diese Leistung ist in zwei 10W Treiber unterteilt, welche an den Rändern der Soundbar angebracht sind. In der Mitte scheint sich ein etwas größerer passiver Radiator zu befinden, welcher die Bass-Leistung steigern soll.
Gesteuert wird die Soundbar über vier Tasten am rechten Rand der Soundbar. Diese Tasten könnten blind vielleicht etwas besser erfühlbar bzw. unterscheidbar sein, aber ansonsten gehen diese in Ordnung.
Ebenfalls in Ordnung geht die Anschluss-Ausstattung. Auf der Rückseite findet sich ein microUSB Eingang, ein USB Port und ein AUX Anschluss. Der microUSB Eingang dient der Stromversorgung der Soundbar.
Hier habe ich leider einen großen Kritikpunkt, Creative liefert kein Netzteil mit! An sich bei Bluetooth Lautsprechern normal, aber die Stage Air wird als PC Soundbar beworben. Diese wird also in der Regel dauerhaft am Netz hängen, hier wäre ein separates Netzteil wünschenswert.
Theoretisch könntet Ihr einen USB Port Eures PCs nutzen, aber die Soundbar benötigt 5V 2A. Diese Leistung kann von USB Ports in der Regel nicht zur Verfügung gestellt werden!
Gegebenenfalls steht also der Kauf eines 5V 2A Netzteiles an. Natürlich könnt Ihr die Stage Air auch portabel nutzen. Der Akku hält ca. 4-6 Stunden.
Das Signal Eures PCs kann und sollte via AUX in die Stage Air eingespielt werden. Ihr könntet auch Bluetooth nutzen, allerdings hat Bluetooth oftmals eine leichte Verzögerung, welche bei Videos oder Spielen stören kann.
Der normale USB Anschluss kann für USB Sticks genutzt werden, von welchen Ihr direkt Musik wiedergeben könnt. Allerdings muss der USB Stick Fat 32 formatiert sein und darf nur maximal 32GB groß sein.
Wie die meisten Bluetooth Lautsprecher hat auch die Creative Stage Air eine automatische Abschaltung, welche nach 10 Minuten greift. Dies kann aber bei der Nutzung als Soundbar doch sehr stören! Creative bietet daher ein Software Update an, das die automatische Abschaltung auf 6 Stunden anhebt, was deutlich angenehmer ist.
Klang
Kommen wir zum alles entscheidenden Punkt, dem Klang. Beginnen wir hier mit einem wichtigen Punkt, die Creative Stage Air kostet 40€. Ihr dürft und könnt hier nicht erwarten, dass diese so gut klingt wie ein paar guter Regal-Lautsprecher, ein dickes 2.1 System oder Ähnlichem.
So werde auch ich für die Bewertung der Soundbar eher Notebook-Lautsprecher, Lautsprecher wie sie in Monitoren zu finden sind oder auch Bluetooth Lautsprecher der 40€ Preisklasse als Referenz ansehen.
Erfreulicherweise schlägt sich die Creative Stage Air hier sehr gut! Die Stage Air klingt besser als jedes mir bekannte Notebook und auch besser als jeder PC Monitor, selbst teure Modelle wie der 1000€ ASUS MX38VC.
Auch verglichen mit normalen Bluetooth Lautsprechern kann die Stage Air überzeugen! Ich nehme an, dass dies am vergleichsweise großen Volumen liegt. Hierdurch kann die Stage Air einen recht satten und vollen Klang liefern, welcher klar über 99% aller Modelle in dieser Preisklasse liegt.
Erwartet keinen Subwoofer Bass, aber dieser hat schon einen soliden Punch! Hier scheint auch die passive Membrane einen guten Job zu machen. Der Tiefgang ist zwar etwas eingeschränkt aufgrund der Größe, aber die Soundbar klingt erstaunlicherweise nicht blechern, was ich zuvor etwas befürchtet hatte.
Aber nicht nur der Bass ist solide, auch die Höhen sind sehr schön klar, was mir fast noch wichtiger ist als der Bass. Nichts ist schlimmer als ein dumpfer Klang. Diesen liefert aber die Stage Air Gott sei dank nicht. Der Klang ist im Allgemeinen als schön lebendig und dynamisch zu bezeichnen.
Aufgrund der etwas höheren Breite des Lautsprechers klingt dieser auch akustisch ein gutes Stück breiter und natürlicher als es normale Bluetooth Lautsprecher machen würden. Super!
Die maximale Lautstärke ist ordentlich! Zwar wäre diese für ein großes Wohnzimmer sicherlich etwas suboptimal, aber für ein normales Studentenzimmer oder Vergleichbares passt diese völlig.
Fazit
Das Fazit zur Stage Air von Creative fällt positiv aus! Sicherlich darf man für 40€ (zum Zeitpunkt des Tests) keine Wunder erwarten, aber die Soundbar übertriff klanglich jedes Notebook und auch sämtliche PC Monitore!
Selbst verglichen mit Bluetooth Lautsprechern dieser Preisklasse schlägt sich die Creative Stage Air sehr gut! Dies liegt einfach am größeren Volumen, welches einen satteren und kräftigeren Klang erlaubt. Klasse!
Auch was die Optik und Haptik angeht, bin ich zufrieden. Zwar ist der Hochglanzkunststoff etwas empfindlich, aber schick sieht die Creative Stage Air ohne Frage aus.
Bedenkt lediglich, dass Ihr bei einer stationären Nutzung als Soundbar noch ein separates 5V 2A Ladegerät benötigt, welches Creative leider nicht mitliefert.
Aber ansonsten ist die Stage Air eine klasse PC Soundbar, gerade wenn das Geld nicht ganz so locker sitzt!
D-Link ist vermutlich den meisten Nutzern primär aufgrund von Netzwerkhardware wie WLAN Router usw. bekannt.
Allerdings versucht D-Link auch im Bereich der Überwachungskameras nun seine Präsenz zu steigern und hat hierfür diverse Modelle auf den Markt gebracht.
Eins dieser Modelle ist die DCS‑8300LH. Bei dieser handelt es sich um eine einfachere und auch günstigere In-Door Überwachungskamera. Mit rund 80€ ist diese als gut erschwinglich einzustufen.
Aber ist die D-Link DCS‑8300LH auch eine gute Kamera? Taugt die D-Link App etwas? Wollen wir dies doch einmal in einem Test herausfinden!
An dieser Stelle vielen Dank an D-Link für das Zurverfügungstellen der DCS‑8300LH für diesen Test!
Mit einer Höhe von 110 mm ist die D-Link DCS‑8300LH eine sehr kompakte Überwachungskamera, welche klar auf den Einsatz im Wohnraum zugeschnitten ist.
Hierzu passt auch das moderne aber auch nicht übermäßig auffällige Design. Im Grunde besteht die Kamera aus zwei Elementen. Zum einen der obere runde Korpus, welcher auf der Front die Linse und sämtliche Elektronik beinhaltet und zum anderen der Standfuß.
Dieser ist recht simpel gehalten und erlaubt eine vertikale Verstellung der Kamera. Der Standfuß ist aus einem weißen Hochglanzkunststoff gefertigt, während die Kamera selbst aus einer Mischung aus schwarzem Hochglanzkunststoff und normalem weißen Kunststoff besteht.
Was den Qualitätseindruck und die Massivität angeht, ist die DCS‑8300LH um ehrlich zu sein nichts Besonders. Würde die Kamera von einem Regal auf einen Steinboden fallen, würde ich nicht auf die Kamera wetten.
Allerdings handelt es sich hier um eine Heim-Überwachungskamera, da ist dies auch nichts Überraschendes.
Was die Anschlüsse angeht, verfügt die D-Link DCS‑8300LH über zwei Ports. Einmal einen microSD Speicherkarten Port an der Seite für Eure Aufnahmen und einen microUSB Port auf der Rückseite.
Letzter dient der Energieversorgung. Mit im Lieferumfang liegt auch ein 5V 1,2A Netzteil mit ausreichender Kabellänge, grundsätzlich wäre aber auch ein anderes USB Netzteil mit 1A+ nutzbar. Die Kamera braucht ca. 2-2,5W Strom bei Tag.
App und Funktionen
Die D-Link DCS‑8300LH nutzt die MyDlink App, welche für IOS und Android verfügbar ist. Habt Ihr die App installiert, müsst Ihr Euch zunächst ein Konto bei D-Link anlegen und dann die Kamera hinzufügen.
Dies geschieht über das Scannen des QR Codes auf der Unterseite. Die Verbindung zur Kamera wird dann über Bluetooth hergestellt, worüber Ihr dann Eure WLAN Daten hinterlegen könnt. Klingt kompliziert, ist es aber nicht!
Optisch ist die MyDlink App recht interessant aufgebaut. Diese ist etwas verspielter als viele Überwachungskamera Apps die ich kenne.
Dennoch ist der Aufbau zunächst klassisch. Auf der Startseite findet Ihr alle Überwachungskameras aufgelistet, die Ihr mit Eurem Account verbunden habt.
Hier könnt Ihr auch gleich die Live Ansicht mit einem Tipp starten. Die Verzögerung liegt hier bei ca. 4-5 Sekunden, was soweit gut ist!
Natürlich könnt Ihr auch in die gerätespezifische Ansicht wechseln, wo Ihr ebenfalls die Live-Ansicht betrachten könnt, manuell Videos aufzeichnen und auch die zwei Wege Kommunikation einleiten könnt.
Ebenso dort befinden sich die erweiterten Einstellungen. Hier solltet Ihr nach der erstmaligen Einrichtung einmal vorbeischauen um die Bewegungseinstellung festzulegen.
Ihr könnt einzelne Bereiche des Bildes ausklammern und festlegen wie empfindlich die Bewegungseinstellung sein soll.
Spannend ist hier die „One tap“ Funktion der App. hier könnt Ihr einige „Befehle“ festlegen, wie beispielsweise zu Hause, unterwegs usw. Je nach ausgewählter Funktion lässt sich so die Kamera mit einem Tipp ein/ausschalten.
Aufnahmen werden unter Ereignisse in Form einer Timeline dargestellt.
Ihr habt hier zwei Optionen, entweder könnt Ihr Aufnahmen auf einer SD Karte speichern, welche in der Kamera eingesetzt wird, oder in der D-Link Cloud.
Letztere ist natürlich sicherer, falls ein Einbrecher einfach die Kamera mitnimmt, aber unter Umständen kostenpflichtig.
Es gibt ein gratis Abo, bei welchem aber Aufnahmen nur einen Tag gespeichert werden. Wollt Ihr mehr, müsst Ihr zahlen. Hier gehört allerdings D-Link zu den günstigeren Anbietern.
7 Tage und bis zu 3 Kameras kosten Euch so „nur“ 25€ im Jahr. Es gibt natürlich auch noch größere Abos, aber 7 Tage sollte den meisten Nutzern reichen.
Etwas schade ist lediglich, dass es nicht möglich ist das gratis Abo mit der Speicherung auf der microSD Karte zu mixen.
Dennoch werte ich es positiv, dass Ihr die Entscheidungsfreiheit habt!
Bildqualität
Die D-Link DCS‑8300LH verfügt über einen Full HD Kamera Sensor und eine 137 Grad Linse. Letztere ist recht weitwinklig und erlaubt somit das Abdecken einer großen Fläche. Um entfernte Durchgänge zu überwachen suboptimal, aber für das Wohnzimmer oder allgemein große Innenräume perfekt.
Die Bildqualität der DCS‑8300LH würde ich als gut einstufen! Das Bild ist nicht ganz so detailliert und „klar“ wie bei absoluten High End Full HD Kameras, aber taugt völlig um Gesichter auf normaler Distanz auszumachen.
Auch die Nachtsicht ist soweit gut! Die IR LEDs sind allerdings nicht übermäßig stark. Für ein normales Wohnzimmer gut ausreichend, aber habt Ihr 120m² oder eine Halle zu überwachen, dann taugen diese nur bedingt.
Dennoch für den „geplanten“ Einsatzort ist die Bildqualität völlig okay.
Fazit
Die D-Link DCS‑8300LH ist eine gute bis sehr gute Heim-Überwachungskamera! Diese kann vor allem aufgrund der kompakten Abmessungen und der guten und umfangreichen App punkten.
Letztere erlaubt neben den Standard Funktionen auch viele Komfort Feature, wie ein „one tap“ Abschalten der Kamera, falls man zu Hause ist, oder generell eine gute Übersicht.
Zudem lässt Euch D-Link die Wahl. Wollt Ihr in der Cloud aufzeichnen, oder lokal auf einer microSD Karte? Erste bietet neben einem kostenlosen Plan (1 Tag Aufzeichnung) auch diverse kostenpflichtige Pläne, welche aber verglichen mit der Konkurrenz zu den günstigsten gehören.
Die Bildqualität der DCS‑8300LH ist für einen normalen Heimeinsatz völlig ausreichend!
Kurzum die D-Link DCS‑8300LH ist eine gute Standard Überwachungskamera für den Innenraum, die mit unter 100€ als preislich fair einzustufen ist!
Das „alte“ Lioncast LX50 war meine Nummer 1 Empfehlung, wenn es um ein einfaches, günstiges und gutes Headset ging. Nun hat Lioncast mit dem LX55 einen Nachfolger für dieses erfolgreiche Headset auf den Markt gebracht.
Das neue LX55 scheint dabei einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen wie sein Vorgänger. Ein solides Headset mit gutem Klang zu einem fairen Preis.
Aber klingt das Lioncast LX55 denn auch wirklich gut? Wie steht es um den Tragekomfort und ganz allgemein, was hat Lioncast beim LX55 verbessert, um den 10€ höheren Startpreis zu rechtfertigen?
Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Lioncast für das Zurverfügungstellen des LX55 für diesen Test.
Lioncast setzt beim LX55 auf eine vergleichbar schlichte Optik. Wo sich andere Gaming Hersteller wie Razer und Co. mit auffälligen Designs regelrecht überbieten, ist dieser etwas neutralere Ansatz auch mal schön.
Die Ohrmuscheln des LX55 sind angenehm groß gehalten und weitestgehend aus Kunststoff gefertigt. Auf der Rückseite findet sich lediglich eine kleine Abdeckung aus gebürstetem Aluminium, mit dem Lioncast Logo. Abseits dieses Logos ist das Headset äußerlich komplett schwarz gehalten.
Positiv, auch die Aufhängung der Ohrmuscheln ist aus Metall gefertigt, was für eine deutlich höhere Stabilität und Massivität sorgt.
Allgemein wirkt das LX55 erfreulich stabil und massiv gebaut. Ich würde sogar sagen, dass dies eins der robustesten Headsets ist, das ich bisher getestet habe.
Was die Ausstattung angeht zeigt sich das Lioncast LX55 allerdings echt spartanisch, zumindest in der mir vorliegenden Version.
Es gibt das LX55 in zwei Versionen, einmal mit USB und einmal klassisch mit 3,5mm Anschluss. Die USB Version verfügt neben einer Soundkarte mit virtuellem Raumklang auch über eine RGB LED Beleuchtung auf den Ohrmuscheln. Die normale 3,5mm Version hingegen ist ein klassisches Headset ohne solche Spielereien.
Letzteres lässt sich dafür aber auch besser mit Spielekonsolen nutzen. Das LX55 ist grundsätzlich recht modular aufgebaut. Sowohl der Mikrofonarm, wie auch das Anschlusskabel lässt sich einfach abnehmen.
Lioncast legt hier ein zweigeteiltes Kabel mit in den Lieferumfang. Zum einen ein kurzes 3,5mm 4Pin auf 3,5mm 4Pin Kabel mit Mikrofon Mute Schalter und zum anderen ein längeres Verlängerungskabel, welches sich auf zwei 3,5mm Anschlüsse aufteilt. Beide Kabel sind textilummantelt und machen einen wertigen Eindruck.
Tragekomfort
Der Tragekomfort des LX55 gefällt mir ausgesprochen gut! Dies liegt vor allem an den recht großen und sehr tiefen Ohrmuscheln, welche selbst größere Ohren problemlos umfassen werden.
Aber auch das Material der Polsterung ist gut gewählt. Dieses ist dick und mehr als ausreichend weich. Zudem passt auch die Belüftung. Ich hatte fast keinerlei Probleme mit warmen Ohren!
Ich würde den Tragekomfort mit einer 1- bewerten, viel besser geht es kaum!
Klang
Lioncast setzt bei den LX55 auf einen „53-mm-Treiber für perfekten Klang“, welcher „Mehr „Boom“ für Dein Geld“ bieten soll. Dies ist aber natürlich nur Marketing bla bla, wie schaut es in der Praxis aus?
Erfreulicherweise gut bis sehr gut!
Gehen wir den Klang wie üblich durch. Die Höhen des LX55 sind ausreichend klar und sauber, aber was die Luftigkeit angeht eher durchschnittlich. Das LX55 ist im unteren Höhen-Bereich tendenziell etwas stärker als bei den oberen Höhen.
Hierdurch werden die Mitten gefühlt etwas gepuscht. Und ja das LX55 bietet gute Mitten! Dies ist bei Gaming Headsets nichts ungewöhnliches, da so Geräusche wie Schritte etwas deutlicher hörbar werden. Allerdings kommen so auch Stimmen in Musik gut zur Geltung. Davon ausgehend, dass die Mitten nicht zu sehr fokussiert werden, ansonsten gibt es eine Neigung zum „Gießkannen Klang“, bei welchem das Headset einfach nur hohl und dumpf klingt.
Allerdings schafft es das LX55 dies gut zu vermeiden!
Wie steht es aber um den Bass? Gut! Mögt Ihr viel Bass werdet Ihr sehr viel Freude an den Lioncast LX55 haben. Der Bass, gerade der Kickbass Bereich, ist sehr gut ausgeprägt. Hierdurch können die LX55 eine hohe Kraft ausstrahlen, egal ob bei Musik oder in Spielen.
Neben der Masse ist aber auch die Qualität des Basses sehr ordentlich! Das Headset ist kein unkontrollierter Bass Bomber, sondern kann auch durchaus etwas feiner daherkommen.
Super! Hierdurch eignet sich das Lioncast LX55 nicht nur für Spiele und Filme, sondern auch für Musik. Letztere klingt „passend“, was für ein Gaming Headset nicht immer selbstverständlich ist.
Was die Ortung in Spielen angeht, macht das LX55 einen soliden Job. Der Klang wird gut in die Breite und Tiefe gezogen, allerdings erwartet hier auch keine Wunder.
Fazit
Das Lioncast LX55 ist ein hervorragendes Headset, für alle Nutzer die ein einfaches, wertiges und gut klingendes Headset suchen, ohne dabei hunderte Euro auf den Tisch zu legen!
Damit fällt das Fazit des LX55 sehr ähnlich zu dem des LX50 aus.
Beide Headsets klingen für die Preisklasse sehr gut und können problemlos mit Konkurrenzmodellen von Logitech und Co mithalten.
Das LX55 ist etwas Bass stärker und könnte damit vielleicht einigen Nutzern noch etwas besser gefallen. Dabei ist das LX55 aber kein dumpfer Bassbomber, sondern macht sowohl in Musik wie auch Spielen einen guten Eindruck!
Einen guten Eindruck macht auch die massive Verarbeitung und der sehr gute Tragekomfort! Gerade Letzteren darf man nicht unterschätzen.
Etwas verbessert haben sich beim LX55 neben dem Klang auch die Kabel und ein paar weitere kleinere Details.
Unterm Strich ist damit das Lioncast LX55 meine Headset Empfehlung in der +-60€ Preisklasse! Deutlich bessere Headsets werdet Ihr erst ab 100€ bekommen.
Smartwatches waren der große Trend, vor 2-3 Jahren. Danach wurde es ruhig um diese Geräteklasse. Kein Wunder, das tägliche Aufladen und der damit verbundene Aufwand wiegt viele der Vorteile komplett auf.
Eine Geräteklasse die mir hier deutlich sympathischer ist, sind die so genannten Hybrid Smartwatches. Diese besitzen einige Smart Funktionalitäten, wie einen Schrittzähler oder können Euch bei eintreffenden Benachrichtigungen informieren, haben aber eine Akkulaufzeit von X Monaten.
Von dieser Art der Uhr gibt es einige Modelle, primär von den klassischen Uhrenmarken. Unter anderem auch von Emporio Armani.
Genau solch ein Modell von Emporio Armani habe ich mir nun zugelegt. Genau genommen die Connected Hybrid Smartwatch ART3010.
Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen wie gut die Hybrid Smart Watch von Emporio Armani wirklich ist!
Armani ist sicherlich für seine Modeprodukte bekannt, aber nicht unbedingt für das technische Fachwissen etwas wie eine Hybrid Smartwatch zu entwickeln.
Wie kommt es dann, dass diese genau solch eine bzw. sogar mehrere im Sortiment haben?
Emporio Armani nutzt hier die „Fossil“ Plattform. Der Fossil Konzern hat das Fachwissen und das Know-how. Diese bieten selbst unzählige Modelle unter dem Fossil Branding an, aber auch unter dem Namen Skagen, Diesel, Chaps usw.
Wenn man so will stammt das „Uhrwerk“ aus dem Hause Fossil, genau wie die App und nur das Design wurde vom Emporio Armani Konzern beigesteuert.
Kauft Ihr eine Fossil Q oder Skagen Connected, erhaltet Ihr technisch ein mehr oder weniger identisches Produkt.
Dies sehe ich allerdings tendenziell als positiv an. Technisch steht die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch damit auf soliden Beinen, solideren als es vermutlich Emporio Armani im Alleingang geschafft hätte.
Die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch im Test
Design ist natürlich etwas über das man streiten kann. Ich mag allerdings das schlichte und schicke Design welches Emporio Armani bei der „ART3010“ einsetzt.
Alternativ gibt es die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatches auch in vielen anderen Design Versionen.
Emporio Armani setzt bei der ART3010 auf ein recht massives Stainless Steel Gehäuse, welches fast komplett aus einem Guss ist. Dieses Gehäuse ist mit einem matten Lack überzogen und macht generell einen wertigen und massiven Eindruck.
Dies wirkt sich allerdings auch auf das Gewicht aus. Mit 88g ist die Uhr nicht blei schwer, aber auch kein Federgewicht.
Sehr Ähnliches gilt auch für die Abmessungen. Die Uhr hat einen Durchmesser von 43mm, was durchaus eine ordentliche Größe ist, aber auch nicht klobig groß. Dieser Eindruck wird auch von der Dicke von 13,4mm widergespiegelt.
Die Emporio Armani Connected ART3010 ist vermutlich weniger etwas für Frauenarme, aber wirkt auch auf mittelgroßen Handgelenken gut.
Bei allem Lob, muss man allerdings auch sagen, dass die Emporio Armani Connected nicht die „ganz große“ Uhrmacherkunst ist. Beispielsweise das Glas auf der Oberseite ist normales gehärtetes Glas und könnte etwas tiefer im Gehäuse sitzen.
Aus sehr spitzen Winkeln sieht es so aus als würde dieses an den Kanten vorstehen, was aber vom Gefühl nicht der Fall ist.
Auch was das Silikon Armband angeht, bin ich etwas hin und her gerissen. Das Silikon ist sehr fest und fast etwas steif. Am Arm fühlt dieses sich allerdings soweit okay an und sieht auch gut aus.
Vielleicht werde ich das Armband gegen ein eigenes tauschen, vielleicht auch nicht, hier habe ich mich noch nicht entschieden. Wie auch immer, die Emporio Armani Connected nutzt normale 22mm Armbänder.
Was das Zifferblatt angeht kann ich mich wiederum nicht beschweren. Dieses ist passend zum restlichen Uhren Design schön und schlicht. Auch das Emporio Armani Logo auf dem Zifferblatt gefällt mir gut!
Dieses ist auffällig genug, dass man die Uhr als „Armani“ erkennt, aber dezent genug, dass es nicht zu penetrant ist.
Was die Zeiger angeht setzt Emporio Armani auf ein normales zwei Zeiger Design ohne Sekundenzeiger. Dafür gibt es eine „Komplikation“, welche dem integrierten Schrittzähler dient. Diese zeigt Euch an wie viel % Eures Schritt Ziels Ihr am aktuellen Tag schon erreicht habt.
Seitlich verfügt die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch über drei Tasten. Diese dienen nicht dem Einstellen der Uhrzeit, sondern können in der App diversen Funktionen, wie Laut/Leiser für Medienwiedergaben, dem Kameraauslöser usw. zugeordnet werden.
Auf der Rückseite findet sich zu guter Letzt das Batteriefach. Die Batterie in der Hybrid Smartwatch soll laut Hersteller 6 Monate halten. Aus Erfahrung mit meiner Fossil Q kann ich sagen, dass Ihr mit 6+ Monaten rechnen könnt.
Im Inneren befindet sich eine normale Knopfzelle, welche sich problemlos vom Nutzer austauschen lässt.
Die Emporio Armani Connected ist natürlich auch wasserdicht, allerdings nur 3 ATM. Heißt ein Regenschauer, Händewaschen sollte kein Problem sein. Schwimmen wäre allerdings vermutlich tödlich.
App und Feature
Um die Hybrid Smartwatch mit Eurem Smartphone zu verbinden, benötigt Ihr die Emporio Armani Connected App. diese ist grundsätzlich für IOS und Android verfügbar, funktioniert aber unter Android besser.
Dies liegt nicht an der App, welche auf beiden Plattformen erst einmal identisch ist. Allerdings schränkt IOS 3. Anbieter Apps stärker ein, was den Zugriff auf Benachrichtigungen angeht, als Android.
Für diesen Test habe ich die Emporio Armani Connected auch mit einem Android Smartphone genutzt.
Starten wir bei den Basics. Um die App zu nutzen, müsst Ihr Euch zunächst ein Konto beim Hersteller anlegen, was schnell gemacht ist.
Anschließend geht es an das Verbinden der Uhr. Dies funktioniert weitestgehend automatisch. Startet in der App den Suchvorgang und haltet an der Uhr die mittlere Taste gedrückt bis diese einmal vibriert.
Das war es auch schon!
Was kann die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch denn nun alles?
Schritte zählen
Euren Schlaf überwachen
Euch über Benachrichtigungen Informieren
Dies wären die großen drei Punkte. Gehen wir diese nun einzeln durch.
Auf der Startseite der App erwartet Euch zunächst immer eine Übersicht über Euer aktuelles Schrittziel und wie viele Schritte Ihr schon zurückgelegt habt.
Neben der Anzahl der Schritte wird Euch auch eine Distanz angegeben, wie auch ein Kalorien Verbrauch. Diese beiden Werte sind allerdings keine Messwerte, sondern werden anhand Euerer Größenangabe und der Schrittzahl errechnet.
Die Messung der zurückgelegten Schritte schein erfreulich akkurat zu funktionieren! Auch werden normale Armbewegungen sauber von echten Schritten unterschieden. Ich will damit natürlich nicht sagen, dass die Emporio Armani Connected so genau arbeitet wie eine XXX Hundert € Fitness Watch, aber die Werte sind absolut plausibel und halten auch den Vergleich mit einer Apple Watch stand.
Wo die Emporio Armani Connected App etwas schwächelt ist bei der Historie. Es gibt keine schönen Graphen über Eure Schritte der letzten X Tage oder Ähnliches. Ihr könnt zurückblättern, aber das ist etwas mühselig gelöst.
Ihr könnt Eure Daten automatisch in die Google fit App exportieren, welche Euch eine etwas bessere Übersicht bietet, dennoch sehe ich hier in der Emporio Armani Connected App noch etwas Verbesserungspotenzial was die Auswertung angeht.
Neben dem Zählen Eurer Schritte ist die Schlafüberwachung der zweite große Punkt. Die Emporio Armani Connected erkennt dafür automatisch wenn Ihr einschlaft und unterteilt Euren Schlaf in leichte, tiefe und wache Phasen.
Erneut funktioniert dies erfreulich gut und unproblematisch! Sämtliche hier gelieferten Werte wirken plausibel und decken sich mit meinen Beobachtungen.
Eins der für mich spannendsten Featuren sind die Benachrichtigungen. Die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch kann Euch bei eingehenden Benachrichtigungen informieren. Dies geschieht über das Ziffernblatt und eine kurze Vibration.
In der Emporio Armani App könnt Ihr Apps festlegen von welchen Ihr eine Benachrichtigung auf der Uhr erhalten wollt. Beispielsweise könntet Ihr hier WhatsApp auswählen und für diese App eine Zeigerposition festlegen.
Erhaltet Ihr nun eine WhatsApp Nachricht vibriert die Uhr einmal kurz und die Zeiger Springen auf eine von Euch festgelegte Position, wo diese ein paar Sekunden verweilen, ehe sie auch die normale Position zurückwandern.
Dies erlaubt es Euch auch ohne Blick auf das Smartphone zu erkennen welche App Euch gerade eine Benachrichtigung geschickt hat.
WhatsApp könnte alle Zeiger auf der 1 haben, Facebook alle auf der 3, eMail alle auf der 6 usw.
Im Gegensatz zu einigen anderen Fitness Armbändern könnt Ihr bei Emporio Armani Connected wirklich frei alle Apps wählen die Ihr auf dem Smartphone installiert habt.
Kommen wir zu guter Letzt noch auf die drei Tasten an der Seite der Uhr zu sprechen. Diesen könnt Ihr unterschiedliche Funktionen zuweisen. Beispielsweise könntet Ihr die letzte Benachrichtigung aufrufen, falls Ihr gerade nicht hingesehen habt was die Zeiger der Uhr machen, Musik pausieren/fortsetzen, die Lautstärke Eures Smartphones regeln, den Kamera Auslöser betätigen usw.
Fazit
Bei der Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch muss man zwischen zwei Punkten unterscheiden, dem Design und der Technik.
Emporio Armani setz hier auf „Fossil“ Technik. Das bedeutet Elektronik und auch die App wird von Fossil für Emporio Armani hergestellt.
Daher ist diese Hybrid Smartwatch mit technisch und Funktional mit den Modellen von Fossil, Diesel, Skagen usw. mehr oder weniger identisch.
Dies ist allerdings nichts Schlechtes, denn die Technik und auch die App ist soweit gut ausgeklügelt. Die Emporio Armani Connected zählt akkurat Eure Schritte und auch das Benachrichtigungs-System funktioniert sehr gut!
Ihr könnt Apps festlegen und wenn Ihr von diesen eine Benachrichtigung erhaltet, springen die Zeiger auf eine von Euch zuvor festgelegten Position. Hierdurch lässt sich auch ohne Display erkennen welche App etwas von einem möchte.
Es gibt zwar auch noch etwas Verbesserungspotenzial in der App, eine bessere Historie zum Beispiel. Im Allgemeinem kann ich hier als normal Nutzer nicht klagen. Für Sportler die wünschen, dass die Uhr automatisch zwischen laufen, gehen usw. unterscheidet gibt es natürlich bessere Modelle.
Kommen wir damit zum Design. Hier überlasse ich Euch einfach mal das Urteil. Ich finde die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch ART3010 sehr schick und die Verarbeitungsqualität ist soweit in Ordnung.
Diese ist nicht die größte Uhrmacherkunst auf dem Planeten, macht aber dennoch einen guten Eindruck.
Sollte Euch die Uhr nicht gefallen, schaut Euch die anderen Armani, Diesel, Fossil, Skagen Modelle an.
Unterm Strich bin ich aber mit meinem Kauf sehr zufrieden. Für rund 200€ macht die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch einen sehr guten Job. Diese Empfehlung kann man auch für die anderen Hybrid Smartwatches mit Fossil Technik übernehmen.
Der MX38VC ist der neuste Monitor in der ASUS Design Serie. Dieser soll sich an den typischen Allround-Nutzer richten, wie aber auch an die Minimalisten.
Hierfür besitzt der ASUS MX38VC neben einem gigantischen 37,5 Zoll Panel diverse interessante Feature, wie ein kabelloses Ladepad, USB C Charging und Lautsprecher von Harman Kardon.
Aber wie steht es um die Bildqualität? Rechtfertigt diese und die diversen Bonus-Funktionen den durchaus gehobenen Preis von über 1000€?
Finden wir dies im Test des ASUS MX38VC heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an ASUS die mir den MX38VC für diesen Test ausgeliehen haben!
Mit 37,5 Zoll ist der ASUS MX38VC schon ein ziemlicher Brocken an Monitor! ASUS hat hier allerdings einen guten Job gemacht dieses große Panel in ein möglichst kompaktes Gehäuse zu packen.
So besitzt der MX38VC wie es sich für einen Monitor Baujahr 2019 gehört angenehm kleine Displayrahmen. Im ausgeschalteten Zustand sind diese beispielsweise kaum bis gar nicht sichtbar, da diese mit dem Panel bzw. der oberen Schutzschicht bündig sind.
Erst eingeschaltet kann man die Displayrahmen erkennen und selbst dann sind diese angenehm klein und nicht störend, selbst wenn Ihr trotz 37,5 Zoll auf ein Multi Monitor Setup setzen solltet.
Was das Design angeht setzt ASUS auf eine schlichte Optik. So findet sich auf der Front lediglich eine silberne Deko Leiste, welche etwas die Blicke auf sich lenkt. Dies gilt allerdings auch für den Aluminium/Glas Standfuß, welcher noch über einen zusätzlichen Trick verfügt.
ASUS hat hier ein 15W QI Ladepad integriert. Dieses erlaubt es Euch Euer Smartphone, wie das iPhone Xs, Samsung Galaxy S9 usw. während der Arbeit einfach kabellos zu laden. Ein nettes Gimmick!
Der Standfuß wirkt auch generell sehr gut und stabil gearbeitet. Der Monitor steht trotz seiner Größe angenehm sicher.
Allerdings könnt Ihr leider die Höhe des Monitors nicht einstellen! Auch lässt sich der Standfuß nicht abnehmen oder gegen einen VESA Mount austauschen. Dieser erlaubt lediglich eine Verstellung des Blickwinkels. Besser als nichts, aber dennoch etwas schade.
Die Rückseite des ASUS MX38VC ist aus einem einfachen Kunstsoff gefertigt. Das Design des MX38VC lässt sich im Allgemeinen also als recht schlicht bezeichnen. Dies ist allerdings auch nicht überraschend, denn der Monitor stammt schließlich nicht aus ASUS Gaming Serie, sondern aus der Design Serie.
Was die generelle Wertigkeit angeht, würde ich den Monitor als solide einstufen, aber dieser ist auch nicht so massiv gearbeitet wie beispielsweise die Konkurrenzmodelle aus dem Hause Dell.
Bonuspunkte gibt es aber für das sehr gute OSD und seine gute Steuerung! Hierfür hat ASUS einen kleinen Joystick auf der Unterseite des Monitors angebracht. Dieser besitzt fünf Positionen und erlaubt eine wirklich komfortable Bedienung des MX38VC. Vorbildlich!
Anschlüsse
Was die Anschlüsse angeht, ist der MX38VC erfreulich vielfältig. Dieser verfügt über einen Displayport 1.2 Anschluss, zwei mal HDMI 2.0 und einmal USB C für das Bildsignal.
Zusätzlich sind zwei USB 3.0 Anschlüsse angebracht und ein Audio Ausgang.
Der USB C Port ist für Nutzer von Ultrabooks, wie den ASUS Zenbook, dem Dell XPS oder natürlich auch den Apple MacBook Pros sehr spannend!
Neben der Übertragung des Bild und Ton Signals erlaubt dieser auch das Ansteuern der USB Ports und die Stromversorgung Eures Notebooks mit bis zu 60W via USB Power Delivery!
Somit kann der ASUS MX38VC glatt als mini Dockingstation genutzt werden!
Einen kleinen Punktabzug bekommt der MX38VC allerdings für das externe Netzteil, welche ich immer etwas unpraktisch finde.
Das Displaypanel
ASUS setzt beim MX38VC auf ein gebogenes 37,5 Zoll IPS Panel mit einer Auflösung von 3840×1600 Pixeln. Damit besitzt der Monitor horizontal eine UHD „4K“ Auflösung, ist aber vertikal sozusagen etwas enger zugeschnitten als 4K.
Dies ist aber schon ein stück mehr Auflösung als es die gängigen 21:9 Monitore mitbringen. Diese erreichen meist lediglich 3440×1440 Pixel, was 4,953 Millionen Bildpunkten entspricht. Der ASUS MX38VC hingegen verfügt über 6,144 Millionen Bildpunkte, also gute 25% mehr.
Dies sieht man in der Praxis allerdings zugegeben nicht, was natürlich an der kolossalen Größe von 37,5 Zoll liegt. Gängige 21:9 Monitore haben meist nur 34 Zoll und 3440×1440 bei 34 Zoll entspricht einer ähnlichen Pixeldichte wie 3840×1600 bei 37,5 Zoll.
Dies soll aber natürlich nicht bedeuten das der ASUS MX38VC unscharf ist, ganz im Gegenteil. Text und gerade Bilder/Videos wirken mehr als ausreichend scharf und detailliert.
Ja in einem direkten Vergleich zu einem regulären 4K Monitor ist ein gewisser Unterschied in der Schärfe zu erkennen, aber ohne direkten Vergleich fällt dies kaum auf.
Der Sprung zu Full HD wiederum ist groß! Hier wirkt der ASUS MX38VC signifikant schärfer.
Was die Bildwiederholungsrate angeht, setzt der ASUS MX38VC auf 75Hz. Mehr ist vermutlich aufgrund Bandbreitenbeschränkungen von DisplayPort/HDMI aktuell auch nicht möglich bei solch einer Auflösung.
Bei dem verbauten Panel wird es sich vermutlich um das LM375QW1-SSA1 aus dem Hause LG handeln, welches auch bei vergleichbaren Konkurrenzmodellen zum Einsatz kommt und auch das einige bekannte 37,5 Zoll Panel auf dem Markt ist.
Helligkeit und Ausleuchtung
Starten wir mit der Helligkeit in den eigentlichen Test. ASUS gibt diese mit den typischen 300 cd/m² an. Leider sagt dieser Wert nur bedingt viel aus, da es sich hier um einen Standardwert handelt, welche 80% aller Hersteller an ihre Monitore schreiben.
Wie sieht es aber in der Praxis aus?
Mit 315 cd/m² im Maximum übersteigt der ASUS MX38VC leicht die Herstellerangabe. 315 cd/m² eine sehr vernünftige Helligkeit, welche in der Praxis völlig taugen sollte! Zumal der Monitor auch über eine mattere Beschichtung verfügt.
Diese ist hier allerdings etwas spiegelnder als bei vielen anderen matten Monitoren, habe ich zumindest das Gefühl. Hierdurch wirken Farben aber auch einen Hauch klarer und satter.
Was die Ausleuchtung angeht erlaubt sich der MX38VC keine größeren Patzer. Diese ist wie üblich natürlich nicht ganz perfekt, zeigt aber laut Messgerät nur eine Abweichung von maximal +-7%, was stark ist.
Auch subjektiv gibt es keine größeren Abweichungen und Ungleichmäßigkeiten. Im oberen Bereich ist der Monitor vielleicht einen Ticken heller, aber dies ist nicht groß störend.
Ich würde die Ausleuchtung also als gut einstufen!
Kontrast
In seinem Reviews Guide spricht ASUS leider nur von einem Kontrast von „100.000.000:1“. Dies ist natürlich ein dynamischer Kontrast, welcher in der Praxis keine Rolle spielt.
Wie gut ist aber der Kontrast des MX38VC in der Praxis?
Mit 1:690 fällt der maximale Kontrast des MX38VC eher mittelmäßig aus. Für einen IPS Monitor dieser Größe ist ein Kontrast von 1:500-1000 in der Regel normal. Der Kontrast fällt damit beim MX38VC nicht zu niedrig aus, ist aber eher im unteren Bereich angesiedelt.
Wollt Ihr einen höheren Kontrast, müsst Ihr zu einem Monitor mit VA Panel greifen, allerdings fällt der Kontrast subjektiv nicht schlecht aus! Der Unterschied zwischen 1:690 und 1:800, was bei einem IPS Monitor schon sehr gut wäre, ist einfach praktisch recht klein.
Schwarz ist ausreichend dunkel und auch in Filmen stimmen die hell/dunkel Kontraste. Sofern Ihr keinen OLED Fernseher oder Ähnliches gewohnt seid wird der MX38VC hier nicht enttäuschen, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.
Farbraum
ASUS gibt lediglich eine 99% Abdeckung des sRGB Farbraums beim MX38VC an. Angaben zu DCI oder AdobeRGB fehlen. Dies ist immer ein Zeichen dafür, dass diese Werte nicht spektakulär sein werden. Schauen wir uns das aber mal in der Praxis an.
Die 99% Abdeckung des sRGB Farbraums kann ich bestätigen! Mich wundert es das ASUS nicht mit einer 100% sRGB Abdeckung wirbt, wie es viele andere Hersteller machen, die das gleiche Panel nutzen.
In der Regel runden die meisten Hersteller bei 99% auf 100% auf, was aufgrund der üblichen Messchwankungen kaum auffällt. Man kann es ASUS hier also positiv anrechnen, dass sie ehrlich sind.
Der größere AdobeRGB Farbraum wird zu 75% dargestellt, was soweit völlig in Ordnung ist! 75% AdobeRGB ist nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht.
Positiv ist zudem die Kalibrierung von Haus zu bewerten, welche durchgehend ein Delta E von kleiner/gleich 2 erreicht!
Damit könnt Ihr den ASUS MX38VC problemlos auch für eine semi-professionelle Foto und Videobearbeitung nutzen.
Lautsprecher
ASUS wirbt beim MX38VC mit „Premium Audio“ welcher aufgrund einer Zusammenarbeit mit Harman Kardon entstanden ist.
So verfügt der Monitor über zwei Lautsprecher mit jeweils 10W Leistung. Ordentlich! Aber klingen diese auch gut?
Ja durchaus! Diese haben ein gutes Volumen und einen vergleichsweise starken Bass, zumindest für integrierte Lautsprecher.
Auch die Höhen und Mitten sind sehr ordentlich. Allerdings hört man auch, dass der Ton hinter dem Monitor hervorkommt. Höhen sind daher nicht ganz so brillant wie man dies von richtigen Lautsprecher erwarten könnte.
Also nein mit dem ASUS MX38VC werdet Ihr keine richtige Lautsprecher ersetzen können, aber wenn es Euch nur um ein paar Youtube Videos geht oder Ihr einfach keine separaten Lautsprecher wollt taugen diese völlig!
Der ASUS MX38VC hat die besten integrierten Lautsprecher die ich in einem PC Monitor bisher gehört habe.
Interessanterweise verfügt der MX38VC über integriertes Bluetooth. Ihr könnt ein Smartphone mit dem Monitor koppeln um Musik über die integrierten Lautsprecher wiederzugeben.
Dies ist auch ein sehr einmaliges Feature!
Der ASUS MX38VC in der Praxis
In der Praxis wird ein großer Teil der Nutzungserfahrung von der schieren Größe des Monitors geprägt. 37,5 Zoll im 24:10 Format ist riesig!
Hier hilft allerdings die Biegung ein gutes Stück. Bevor ich meinen ersten Ultra Breiten Monitor gekauft hatte, hielt ich die Biegung für ein Marketing Gimmick. Wie man ja auch auf den Bildern erkennen kann ist diese ja subjektiv nicht super stark ausgeprägt, auch wenn die Biegung auf dem Papier mit 2300R durchaus schon größer ist.
Diese reicht aber völlig damit man die Ränder des Monitors gut im Blick hat und vor allem in Spielen ein gewissen mittendrin Gefühl.
Für Spiele bringt der ASUS MX38VC auch noch diverse interessante Feature mit, wie beispielsweise ein „Hardware“ Fadenkreuz, einen Timer, FPS anzeigen usw.
Aber nicht nur in Spielen macht solch ein Monitor Spaß! Auch was die Produktivität angeht, ist 24:10 ein tolles Format! Die meisten populären Anwendungen wie von Adobe und Co. skalieren sauber auf das Format des ASUS MX38VC und bieten sogar produktive Vorteile gegenüber 16:9, da einfach mehr ins Bild passt.
Auch ist es natürlich möglich mit einem 24:10 Monitor ein Multimonitor Setup zu ersetzen. Hiervon bin ich allerdings nicht so der Fan. Ich habe zwei Monitore für eine bessere Organisation meiner Fenster und obwohl natürlich ein 24:10 mehr Platz bietet, fällt das Sortieren der Fenster auf einem Monitor etwas schwerer als auf zwei separaten. Aber dies hängt natürlich vom jeweiligen Nutzer ab. Ich nutze privat einen 21:9+16:9 Monitor.
Positiv fällt mein Fazit zum USB C Port und den verbauten Lautsprechern aus. Nutzt Ihr beispielsweise ein Apple MacBook Pro 13 oder vergleichbares Windows Notebook reicht ein Kabel völlig aus und Display, Ton, Strom und Daten sind verbunden.
Gerade wer sein Notebook sowohl portabel wie auch zu Hause nutzt wird diese eine Kabellösung sehr mögen!
Selbiges gilt für Nutzer die ein sehr Cleanes Setup wünschen, welches dank der guten intrigierten Lautsprecher durchaus möglich ist.
Was die Bildqualität angeht bin ich sehr zufrieden mit dem ASUS MX38VC! Man merkt, dass dieser ein Oberklasse-Monitor ist.
Farben, die Bildschärfe (auch unabhängig der Auflösung) und der generelle Bildeindruck ist sehr stimmig.
Dies fällt nicht nur bei der klassischen Bildbearbeitung auf, auch in Spielen haben viele Elemente mehr Facetten und Schattierungen, welche vorher vielleicht gar nicht aufgefallen sind.
Strom
Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.
Leistungsaufnahme in Watt
Dieser hängt natürlich wie meist üblich von der eingestellten Helligkeit ab. Im Maximum benötigt der Monitor 60W, ohne die diversen Zusatzfunktionen wie kabelloses Laden usw.
Dreht Ihr die Beleuchtung auf 0% sinkt der Stromverbrauch auf 27,8W.
Fazit
Der ASUS MX38VC ist ein herausragender Monitor! Dieser kann in allen Bereichen, ob nun Office, Gaming oder doch im Multimedia voll überzeugen.
Dies liegt natürlich zunächst an der hohen Auflösung und guten Bildqualität, welche auch durchaus für eine semi-professionelle Foto und Video Bearbeitung taugt. Es gibt hier natürlich noch bessere Monitore in der 1000€ Preisklasse, aber diese sind dann nicht mit so vielen Zusatzfunktionen ausgestattet und besitzen vor allem nicht den tollen 24:10 Formfaktor!
Ja 24:10 ist der Formfaktor, sowohl für Gamer wie auch für die Produktivität. Die zusätzliche Breite sorgt in Spielen für ein mittendrin Gefühl, wozu auch die Biegung beiträgt, und in Anwendungen wie Adobe Lightroom für mehr Elemente auf kleinem Raum.
Zusätzlich hat ASUS den MX38VC mit vielen interessanten und auch nützlichen Zusatzfunktionen ausgestattet. Hierzu zählt das QI Ladepad für Euer Smartphone, die sehr guten Lautsprecher oder auch der USB C Port welcher Euer Notebook falls unterstützt mit bis zu 60W laden kann.
Aufgrund davon bietet sich der MX38VC auch für Nutzer des 13 Zoll MacBook Pros sehr an!
Das Einzige was ich vielleicht kritisieren würde, ist der Standfuß, welcher leider keine Höhenverstellung zulässt. Abseits davon ist aber der ASUS MX38VC ein sehr rundes Paket für den klassischen allround Nutzer!
Backups sind auch bei modernen Computern absolut essenziell! Dies ist auch so ziemlich jedem Nutzer bekannt, dennoch werden Backups gerne mal „vergessen“, gerade wenn man diese manuell auf eine externe HDD oder Ähnliches macht.
Auch in meinem Freundes- und Familienkreis kenne ich einige Personen die mir immer hoch und heilig versprechen Backups zu machen, es dann aber vergessen, vor sich her schieben.
Daher setze ich gerne auf Programme welche automatisch Backups ausführen, so dass diese zuverlässig im Hintergrund durchlaufen. Das bekannteste und auch „ältesten“ Backup-Programm ist ohne Frage Acronis True Image, welches mittlerweile in der 2019er Version vorliegt.
Aber ist Acronis True Image im Jahr 2019 noch wirklich 50€+ wert? Verrichtet dieses zuverlässig seinen Job und was gibt es alles für Bonus Feature?
Klären wir all diese Fragen in einem kleinen Test!
An dieser Stelle vielen Dank an Acronis für einen Test-Key für True Image 2019!
Acronis bietet Euch mehrere Pakete an, wenn Ihr Euch für True Image 2019 interessiert.
Das Basis Paket beinhaltet nur True Image 2019 und ist ein einmal Kauf für einen Computer für +- 50€. 3 Computer kosten 79€ und 5 Computer 99,99€.
Neben dieser Version gibt es aber auch eine „Advanced“ bzw. „Premium“ Version für 50€ bzw. 100€ pro Computer pro Jahr!
In diesen Versionen sind einige Zusatz-Funktionen wie Cloud-Backup und -Funktionen, End-zu-End-Verschlüsselung, Backup und Recovery von Social Media-Daten usw. enthalten.
Das Wichtigste ist aber das Cloud Backup! Bei Advanced gibt es 250GB und bei Premium 1TB. Ihr könnt auch bis zu 5TB Upgraden (260€).
Klingt im ersten Moment recht teuer, ist es aber nicht. Bei den meisten Cloud Anbietern zahlt Ihr pro TB 10€ im Monat.
Braucht Ihr natürlich die Cloud Funktionalität nicht recht auch die Standard Version völlig, welche kein „Ablauf Datum“ mitbringt.
Acronis True Image 2019 im Test
Acronis setzt bei True Image 2019 auf ein erfreulich modernes Design! Alle Einstellungen und Funktionen sind unter großen und gut gekennzeichneten Schaltflächen angebracht.
Auch Icons und Bilder sind durchaus als hochwertig zu bezeichnen. Ja Acronis True Image versucht sich eher an den Normalnutzer zu richten, als an die IT-Profis, was aber erst einmal nichts Schlimmes ist.
Was mir allerdings beim ersten Start vielleicht etwas fehlt, wäre eine Art automatische Ersteinrichtung. True Image präsentiert Euch zwar eine brauchbare Schnellstart-Anleitung, aber Ihr müsst Euch dann selbst durchklicken.
Für jeden auch nur halbwegs technikbegabten Nutzer kein Problem, aber für absolute Neulinge wäre doch eine optionale Auto-Erst-Einrichtung mit den üblichen Standardeinstellungen klasse.
Dies wäre hier auch kein Problem, denn Ihr erhaltet von Haus aus satte 1TB Speicher in der Arconis Cloud!
Auch was den Funktionsumfang angeht, bin ich etwas zweigeteilt. Acronis hat sehr viele Funktionen in True Image untergebracht, auch viele die über das klassische Backup Programm hinaus gehen.
Dies wäre beispielsweise der Ransomware Schutz von Acronis, welcher in der Standard Einstellung permanent mit im Hintergrund läuft, Möglichkeiten Daten zu archivieren, eine Synchronisation-Feature usw.
Der Ransomware Schutz überprüft ähnlich wie ein Virenschutz permanent alle Prozesse die auf Eurem Computer laufen. Ändert nun ein Prozess reihenweise Daten wird dies blockiert und Ihr erhaltet eine Meldung.
Ebenso werden so auch die Backup-Dateinen von True Image geschützt. Durchaus praktisch, frisst aber natürlich auch etwas Systemleistung.
Mehr Funktionen sind natürlich erst immer erfreulich, aber eine Option bei der Installation nur die Teile zu wählen die man wirklich haben will wäre doch ein großer Pluspunkt, den True Image 2019 aktuell leider nicht bietet.
Hierdurch ist True Image 2019 ein recht modernes und umfangreiches Programm, aber auch gleichzeitig recht „schwer“. Suboptimal für die Nutzer die nur ein einfaches und zuverlässiges Backup Programm suchen, was True Image 2019 durchaus ist!
Die Backup-Funktionalität
Schauen wir uns das wichtigste Feature einmal im Detail an. Backups mit True Image 2019 sind sehr einfach aufgebaut.
Ihr wählt die Quelle und das Ziel des Backups. So könnt Ihr nur einzelne Ordner sichern, oder auch wirklich komplette Laufwerke.
Backups können entweder auf einem externen/internen Laufwerk, in der Acronis Cloud oder auch auf einem Netzwerklaufwerk gespeichert werden.
Ich habe alle drei Speicherorte ausprobiert und diese funktionierten alle drei tadellos! Positiv ist anzumerken das Ihr bei der Acronis Cloud auch Deutschland als Speicherort auswählen könnt! Eure Daten werden also nicht in die USA oder nach Asien gesendet, klasse!
Unter den Optionen könnt Ihr dann noch wichtige weitere Informationen festlegen, wie einen Zeitplan (Ihr könnt hier die Intervalle sehr frei einstellen), das Backup-Schema und die Kompression.
Bei der Art der Backups stehen inkrementelle, differentielle und komplette Backups zur Auswahl.
Bei kompletten Backups wird jeweils alles gesichert, inkrementelle und differentielle Backups sichern aber nur die jeweiligen Unterschiede zur Ausgangsversion.
Heißt, am ersten Tag wird bei allen Methoden ein vollständiges Systembackup angelegt. Ab Tag zwei werden bei inkrementellen oder differentiellen Backups jeweils nur die Änderungen zu Tag 1 gesichert.
Ab Tag drei beginnen die Unterschiede zwischen inkrementellen und differentiellen Backups.
Differentielle Backups speichern immer die Unterschiede zwischen Tag 1 und dem jeweiligen Tag.
Inkrementelle Backups speichern jeweils den Unterschied zum vorangegangen Tag. Der Vorteil ist hier, dass inkrementelle Backups nochmals deutlich weniger Speicherplatz benötigen als differentielle Backups.
Der Nachteil ist, dass inkrementelle Backups für das jeweilige Programm schwerer wieder herzustellen sind und vor allem, dass mehr schiefgehen kann.
Sollte ein Backup in der Kette kaputt sein, ist das komplette Backup im schlimmsten Fall hinüber.
Zwar sollte man von sowas nie ausgehen aber gerade wenn es um wichtige Dateien geht, machen vielleicht differentielle Backups mehr Sinn.
Zwar ist hier der Speicheraufwand etwas höher, aber auch die Sicherheit gegenüber Fehlern mehr geboten.
Habt Ihr alles eingestellt, könnt Ihr das Backup starten. Dieses läuft auf Wunsch unsichtbar im Hintergrund durch.
True Image nutzt hier ein eigenes Format für die Backups, TIB. TIB Dateien kann man sich wie ZIP oder RAR Archive vorstellen, die allerdings nur von True Image geöffnet werden können. Dafür sind diese aber auch komprimiert, im Gegensatz zu einer einfachen 1 zu 1 Kopie.
Daten wiederherstellen könnt Ihr entweder direkt über True Image oder über einen Recovery USB Stick den True Image für Euch anfertigen kann. Hier könnt Ihr einzelne Daten auswählen oder auch komplette Partitionen wiederherstellen.
Vom Recovery USB Stick könnt Ihr auch, ohne True Image installiert zu haben, einfache Backups bzw. Systemabbilder anfertigen.
Performance und Kompression
Acronis True Image 2019 ist gerade was den Backupprozess angeht ein angenehm flottes Programm! Im Normalfall wird dieses nur vom Tempo Eurer Festplatten/SSDs limitiert.
Da True Image alle Dateien in eine große Datei packt, werdet Ihr auch nicht von vielen kleinen Dateien ausgebremst, welche meist 1 zu 1 Kopien recht langsam machen.
So konnte ich im Normalfall Geschwindigkeiten von 250-320MB/s beobachten, mit welchen sich True Image durch Eure Daten arbeitet. Das Tempo fällt natürlich kleiner aus wenn Ihr auf eine langsamere externe HDD oder von einer HDD sichert.
Auch hängt das Tempo stark von der Kompression ab.
Für diesen kleinen Test habe ich meinen PC einmal ohne Kompression, mit mittlerer Kompression und mit maximaler Kompression gesichert. Insgesamt handelte um rund 511GB Daten, die auf ein NAS (10Git ca. 350MB/s maximales Tempo) gesichert wurden.
Spannend! Interessanterweise war die mittlere Komprimierung am schnellsten, was auch Sinn macht, da bei dieser die zu verschiebendende Datenmenge deutlich kleiner ausfällt.
Kommt keine Kompression zum Einsatz erreichte das Backup eine Größe von rund 488GB, bei einer normalen Kompression 415GB und bei der maximalen Kompression 387GB. Damit ist die Kompression von Acronis True Image 2019 erstaunlich gut!
Allerdings führt gerade die maximale Kompression zu einer doch sehr hohen CPU Last! Ohne Kompression veranschlagt True Image bei meinem AMD Ryzen 1800x rund 6% Last, mit normaler Kompression 28% und mit maximaler Kompression gibt es eine konstante 100% Last.
Daher war auch die normale Kompression am schnellsten. Hier gab es weniger Daten zu übertragen + die CPU war nicht der Flaschenhals. Ohne Kompression vielen rund 73GB mehr Daten an die übertragen werden mussten und bei maximaler Kompression war die CPU der Flaschenhals.
Dennoch würde ich True Image 2019 als das schnellste Backup-Programm einstufen, das ich bisher genutzt habe!
Fazit
Acronis True Image 2019 ist ohne Frage eins, wenn nicht sogar das beste Backup Programm auf dem Markt!
Dies liegt am modernen Design und der robusten Kern Backup-Funktion! Backups werden von Acronis True Image 2019 zuverlässig und auch schnell erstellt!
Zudem findet auf Wunsch auch eine erfreulich starke Kompression Eurer Daten statt, welche in meinem Test die Backupgröße um bis zu 35% reduzierte.
Backups können auf lokalen/externen Laufwerken durchgeführt werden, wie auch auf Netzwerklaufwerke oder in die Acronis Cloud. Letztere ist preislich ausgesprochen fair gestaltet und in einigen Paketen bereits enthalten. Klasse!
Soweit würde ich True Image 2019 glatt die volle Punktzahl geben!
Allerdings verfügt Acronis True Image 2019 auch über einige Bonus Funktionen. Teils würde ich diese als sinnvoll bezeichnen, teils blähen sie aber das Programm auch nur unnötig auf. Sucht Ihr ein reines Backup-Programm könnte dies etwas viel sein.
Es wäre hier klasse bei der Installation wählen zu können was man will und was nicht.
Dennoch bleibt Acronis True Image 2019 ein sehr gutes und zuverlässiges Backup-Programm, welches ich auch im Jahr 2019 voll empfehlen kann!