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Der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro im Test

So langsam beginnt die Zeit in der man sich zunehmend mehr im Garten aufhält. Leider ist allerdings das WLAN Signal im Garten immer so eine Sache, so auch bei mir.

Eine Abhilfe kann hier ein Outdoor WLAN AccessPoint bzw. Repeater schaffen. Wer mich kennt wird wissen, dass ich viel von Ubiquiti UniFi Produkten halte. Ubiquiti bietet mit dem UniFi AC Mesh und dem UniFi AC Mesh Pro gleich zwei wetterfeste AccessPoints an.

Letztes Jahr habe ich mir bereits den UniFi AC Mesh für vor das Haus angeschafft, dieses Jahr habe ich mir den Größen UniFi AC Mesh Pro für hinter das Haus gekauft.

Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen was der große UniFi AC Mesh Pro so zu leisten vermag!

 

Der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro im Test

Ich muss gestehen beim Erhalt des Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro etwas überrascht gewesen zu sein. Der UniFi AC Mesh Pro ist ein gutes Stück größer als man dies anhand der Bilder erwarten könnte.

Ubiquiti setzt bei diesem auf ein „Panel“ Design. Das heißt der Accespoint ist quadratisch geformt und recht flach gebaut. Die Front misst satte 343x181mm, die Dicke hingegen liegt nur bei rund 60mm + Aufhängung.

Das Design ist Ubiquiti typisch sehr schlicht aber schick. So sieht der UniFi AC Mesh Pro aus der Ferne einfach nur wie eine weiße Plastikbox aus. Erst aus der Nähe erkennt man das Ubiquiti Logo und eine kleine Status LED, welche blau oder weiß leuchtet.

Rein qualitativ ist das Gehäuse als okay einzustufen. Dieses ist in keiner Weise etwas Besonderes, eher im Gegenteil. Der gewählte Kunststoff ist vergleichsweise dünn, was aber vermutlich der Signalstärke der im Inneren verbauten Antennen zu Gute kommt.

Was mich etwas gestört hat, sind lediglich die etwas ungleichmäßigen Spaltmaße, welche bei einem Outdoor Gerät etwas bedenklich sind (der AccessPoint ist aber dennoch „geschlossen“).

Grundsätzlich ist der UniFi AC Mesh Pro voll für den Außeneinsatz zugelassen. Regen und auch Sonneneinstrahlung machen diesem nichts aus. Selbst der zugelassene Temperaturbereich ist mit -40 bis +70 extrem groß.

Ich habe diese nun seit rund 4 Wochen offen an meinem Balkon hängen und noch keine Probleme.

Wichtig ist lediglich, dass Ihr den UniFi AC Mesh Pro richtig herum aufhängt, denn die Anschlüsse auf der Unterseite sind etwas schlechter geschützt.

Auf der Unterseite besitzt der UniFi AC Mesh Pro zwei LAN Ports, einer ist als Eingang gedacht, der andere als Ausgang, für den Fall, dass Ihr mehrere AccessPoints hintereinander anschließen wollt. Bei beiden Ports handelt es sich um Gbit LAN Ports, wie es sich natürlich bei einem Gerät dieser Preisklasse gehört.

Die Klappe ist mit einer Gummidichtung versehen, durch welche Ihr Euer LAN Kabel führt. Das Ganze sorgt für einen ausreichenden Wasserschutz.

Die Stromversorgung wird wie üblich via PoE „802.3af PoE“ geregelt. Heißt, der Strom wird über das LAN Kabel mitgeführt und Ihr müsst Euch nicht noch um einen separaten Stromanschluss sorgen machen.

Falls Ihr keine PoE fähigen Switch habt, keine Sorge Ubiquiti liefert einen passenden PoE Injektor mit. Allgemein fällt der Lieferumfang recht groß aus. Neben dem PoE Injektor liegt auch diverses, wertiges, Montagematerial bei um den UniFi AC Mesh Pro an einer Wand oder einem Pfahl (Geländer) zu befestigen.

 

Das UniFi System

Sollte dies das erste Ubiquiti UniFi Produkt sein, über das Ihr stolpert, gibt es ein paar Dinge zu beachten. An sich richten sich die UniFi Produkte NICHT an den Heimnutzer, sondern an Unternehmen und Büros.

Hierdurch gibt es ein paar Besonderheiten. Die wichtigste wäre die Software. Die UniFi Produkte besitzen keine WebUI sondern werden aus einer Controller Software heraus gesteuert.

Die Controller Software kann dabei duzende UniFi Produkte in einer Benutzeroberfläche gleichzeitig verwalten und steuern. Dies hat diverse Vorteile. Stellt Euch vor Ihr seid ein Unternehmen das 20 WLAN AccessPoints nutzt. Hier wäre es nervig alle AccessPoints individuell zu steuern und zu konfigurieren.

Habt Ihr den UniFi Controller einmal eingerichtet, könnt Ihr zusätzliche AccessPoints mit einem Klick hinzufügen, welche dann die hinterlegten Einstellungen übernehmen. Auch könnt Ihr in einer UI sehen wie viele Nutzer insgesamt in Eurem Netzwerk unterwegs sind, welcher AccessPoint wie stark ausgelastet ist usw.

Die Controller Software von UniFi ist im Gegensatz zu anderen Hersteller kostenfrei! Ihr könnt diese für Windows, Mac, Linux herunterladen und nutzen.

Wichtig! Statistiken und andere Informationen werden nur aufgezeichnet wenn die Controller Software aktiv läuft. Es empfiehlt sich also diese auf einen bestehenden Server zu installieren oder einen extra Server zu nutzen. Letzteres kann beispielsweise ein Raspberry Pi sein, oder ein Ubiquiti Cloud Key.

 

Die Technik des Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro

Der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro setzt wie üblich auf die gängigen WLAN Standards, also WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac. Im WLAN AC Standard erreicht dieser auf dem Papier bis zu 450Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 1300Mbit auf dem 5GHz Band.

Dabei verspricht Ubiquiti, dass der UniFi AC Mesh Pro mit bis zu 250 Nutzern gleichzeitig fertig wird. Ich nehme zwar an, dass das WLAN bei 250 Nutzern auf einem AccessPoint alleine aufgrund der Bandbreite etwas „mäßig“ wäre, aber machbar ist das Ganze.

Ubiquiti setzt bei seinen AccessPoints auf Business Grade Chipsätze. Diese sind in der Regel nicht auf das Maximum an Tempo getrimmt, wie dies bei Heim WLAN Routern meist der Fall ist, sondern auf Stabilität und ein gutes Verhalten bei vielen gleichzeitigen Verbindungen.

In einem großen Hotel ist es auch weniger wichtig, dass ein Gast super schnelles Internet hat und viel wichtiger, dass alle Gäste gutes Internet haben.

Daher dürft Ihr beim Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro auch keine Performance Wunder erwarten.

 

Performance

Kommen wir zum ersten kleinen Performance Test. Bei diesem überprüfe ich die maximale Übertragungsrate auf eine Distanz von +-2 Metern zu einem lokal Datei-Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Wenig überraschend liefert der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro eine gute Performance mit rund 60MB/s in der Spitze auf dem 5GHz Band, aber auch keine High End Performance.

Wollt Ihr wirklich das absolute Maximum an Übertragungsrate, dann greift lieber zu einem Router von ASUS.

Zwar sind gerade die ASUS Geräte was die Stabilität des WLAN Signals angeht schon gut, aber ein Ubiquiti AccessPoint ist hier nochmals gut eine Stufe besser! Ihr werdet nie erleben, dass der UniFi AC Mesh Pro sich aufhängt oder das WLAN plötzlich stottert.

Auch sind die hier erreichten 60MB/s mehr als ausreichend in der Praxis! Nicht vergessen 60Mb/s entsprechen einer DSL 500.000 Leitung.

Mehr Top-Speed macht meist nur wirklich Sinn wenn Ihr einen lokalen Datenserver „NAS“ habt und sehr schnelle WLAN Clients.

 

Reichweite

Leider verfüge ich nicht über eine perfekte Testkammer für die Reichweitenmessung von WLAN Routern und Access Points, daher müsst Ihr mit meiner groben Einschätzung vorliebnehmen.

Ursprünglich wollte Ich Euch hier Vergleichswerte aus meinem Garten zwischen dem kleinen Ubiquiti UniFi AC Mesh und dem großen Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro liefern.

Allerdings konnte ich hier keine sinnvollen Messwerte erreichen, bzw. der kleine Ubiquiti UniFi AC Mesh hat die Pro Version in fast allen Situationen geschlagen.

Der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro hat ein unheimlich direktionales Signal! Steht Ihr direkt vor der flachen Seite des AccessPoints habt Ihr selbst auf große Reichweite eine wirklich gute Datenrate. Bewegt Ihr Euch aber nur etwas aus der Ideallinie sinkt die Datenrate auf Distanz massiv!

Vielleicht im Bereich 30-45 Grad vor dem AccessPoint habt Ihr ein gutes Signal, abseits davon sinkt dieses schnell und stark. Auch bei Höhenunterschieden gilt selbiges.

Natürlich ist Euer Signal nicht einfach weg. Allerdings wo der Mesh Pro +- 9MB/s seitlich auf ca. 10 Metern erreicht, schafft der kleine Mesh mit 17MB/s fast das doppelte.

Das Bild dreht sich wenn Ihr beispielsweise mit Eurem Notebook in die Ideallinie lauft. Hier kann man mit jedem Schritt beobachten wie die Datenrate steigt.

Kurzum um einen Garten abzudecken taugt der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro aus meiner Sicht nicht! Dieser ist auf Distanz nur wirklich gut bzw. besser als sein kleiner und günstigerer Bruder wenn Ihr einen „Punkt“ auf etwas höherer Distanz abdecken wollt.

Beispielsweise von Eurem Haus steht auf 20 Metern eine Gartenhütte wo Ihr WLAN wollt.

 

Stromverbrauch

Mit 4,42W via PoE ist der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro ein erfreulich sparsamer WLAN Access Point für die gebotene Leistung!

 

Fazit

Ich tue mich sehr schwer damit den Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro zu empfehlen! Warum?

Grundsätzlich ist dieser ein guter AccessPoint mit soliden Datenraten, guter Verarbeitung und der UniFi typischen „Luxus“ Software.

Aber die Reichweite hat mich klar enttäuscht! In meinem Test zeigte sich der Ubiquiti UniFi AC Mesh Pro extrem direktional. Direkt vor dem AccessPoint erhaltet Ihr auch auf Distanz sehr gute Datenraten, aber sobald Ihr Euch etwas aus dem Idealwinkel entfernt oder es zu einem Höhenunterschied kommt, ist der Mesh Pro dem kleinen normalen Mesh AccessPoint von Ubiquiti unterlegen.

Sofern Euch die Reichweite also nicht egal ist oder Ihr diese Diraktionalität sucht, kann ich Euch den Mesh Pro nicht empfehlen. Zumindest nicht in einer Welt wo es den normalen UniFi AC Mesh für die Hälfte des Geldes des großen UniFi AC Mesh Pro gibt.

Daher schaut Euch eher den 90€ UniFi AC Mesh an! Dieser ist die aus meiner Sicht die bessere Wahl.

 

Voll empfehlenswert! 1Mores erste True Wireless Ohrhörer im Test

In den letzten Jahren gab es einen großen Wandel in der Audio Industrie, von kabelgebundenen zu kabellosen Equipment. Dieser Wandel hat die letzten Monate nochmals Fahrt aufgenommen mit dem populär werden von „True Wireless“ Ohrhörern.

Dies auch durchaus zu Recht! Komplett kabellose Ohrhörer sind mittlerweile nicht mehr nur ein Gimmick, sondern durchaus eine ausgereifte Gerätegruppe.

1More ist nun auch auf diese Geräteklasse aufgesprungen, mit ihren 1More Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörern.

Die Modelle der „Stylish“ Serie von 1More richten sich dabei primär an den Normalnutzer. So sind auch die neuen True Wireless In-Ear Ohrhörer von 1More mit 99€ vergleichbar erschwinglich, sofern denn die Ohrhörer auch wirklich gut sind?!

Wollen wir genau dies im Test herausfinden!

An dieser Stelle vielen Dank an 1More für das Zurverfügungstellen der Ohrhörer für diesen Test!

 

Die 1More Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer im Test

Oftmals ist bei einem Produkt der erste Eindruck der wichtigste. Hier macht 1More immer einen sehr guten Job! Die Verpackung der „Stylish“ True Wireless In-Ear Ohrhörer wirkt ausgesprochen wertig und schick designt.

Auch die Ohrhörer bzw. deren Transportbox kann auf den ersten Blick überzeugen. Starten wir auch bei der Lade/Transportbox, welche bei TWS Ohrhörer unheimlich wichtig ist.

In der Lade/Transportbox bewahrt Ihr Eure Ohrhörer immer auf wenn Ihr diese gerade nicht nutzt oder diese laden müsst. Ihr werdet die Box also sehr oft in den Händen halten.

1More hat hier einen soliden bis guten Job gemacht. Man merkt, dass es sich bei der Box der 1More Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer nicht um ein absolutes Premium Modell handelt, aber diese ist dennoch gut gemacht.

1More setzt hier auf einen guten matten Kunststoff und auf eine Ei Form. Dabei ist die Transportbox recht kompakt. Diese erinnert mich hier etwas an die Samsung Galaxy Buds.

Rein qualitativ würde ich diese eine Stufe über den typischen 50€ TWS Ohrhörer einordnen, aber eine Stufe unter Premium Modellen wie von Samsung oder Sennheiser.

Die Box wird wie üblich über eine Klappe auf der Oberseite geöffnet. Diese Klappe wird über einen kleinen Schalter auf der Front geöffnet. 1MORE nutzt hier zwar keine Magneten für den Verschluss, aber dennoch wirkt der Mechanismus ordentlich.

Die Ohrhörer selbst werden hingegen über ausreichend starke Magnete in der Form gehalten. In dieser Form finden sich zwei Kontaktpunkte über welche die Ohrhörer geladen werden.

Die Transportbox verfügt über einen 410mAh starken Akku. Klingt nicht viel, aber reicht um die Ohrhörer ca. 3x wiederaufzuladen, was okay ist.

Ist die Box leer, wird diese über einen microUSB Anschluss auf der Rückseite geladen. Leider fehlt es aber an einer Akkustands-LED. Ja beim Aufladen gibt es eine LED welche leuchtet, aber on the Go könnt Ihr nicht den Ladestand der Box überprüfen.

Kommen wir damit zu den Ohrhörer selbst. Die Ohrhörer sind recht aufwendig geformt, aber vergleichsweise klein und kompakt. Ich würde sogar sagen für TWS Ohrhörer sind diese sehr kompakt!

Auch bei diesen setzt 1More auf ein Kunststoffgehäuse, was auch aufgrund des Gewichts Sinn macht. Ähnlich wie bei der Transportbox merkt man auch hier, dass es sich nicht um Ohrhörer der 200€ Preisklasse handelt, aber billig wirken diese auch nicht.

Eine Entscheidung die mich etwas hin und her reißt ist die Nutzung von Tasten an beiden Ohrhörer, anstelle eines Touchpads.

Grundsätzlich bevorzuge ich physische Tasten, aber an komplett kabellosen Ohrhörern sind Touchtasten doch praktischer. Es kann hier etwas nerven an den Ohrhörern herumzudrücken um die Lautstärke usw. zu verstellen.

Das Ein- und Ausschalten funktioniert wie üblich aber automatisch. Legt Ihr die Ohrhörer in die Ladebox, schalten diese sich ab und nehmt Ihr diese wieder heraus, schalten sie sich ein.

Dicke Pluspunkte gibt es für die Akkulaufzeit. 1More gibt diese mit 7,5 Stunden an, was ich für möglich halte. Bei einer für mich normalen Lautstärke kam ich allerdings eher auf 5-6 Stunden, was aber immer noch top ist!

 

Tragekomfort

1More setzt bei seinen kabellosen Ohrhörern auf eine recht ergonomische Form, wie auch so genannte Ohrhaken.

Bei diesen handelt es sich um Silikonbügel welche sich in Euren Ohren verkeilen sollen. Gerade wenn Ihr die Ohrhörer für den Sport nutzt, dann machen diese zusätzlichen Bügel Sinn.

Grundsätzlich halte ich die 1More Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer für recht bequem. Die Ohrhörer sind von der Größe angenehm kompakt und auch die Passform ist für meine Ohren gelungen.

Die Bügel sorgen zwar für einen leichten Druck, aber sind auch nicht zu unangenehm. Zudem sitzen die Ohrhörer bombenfest!

Sport wäre mit den Ohrhörern kein Problem!

Unterm Strich würde ich den Halt mit einer „1“ bewerten und den generellen Tragekomfort mit einer „2“.

 

Klang

Das ohne Frage wichtigste ist der Klang. Wie schlagen sich hier die 1More Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer?

Starten wir wie üblich bei den Höhen. Diese sind soweit okay. Die 1More Stylish klingen generell etwas wärmer, was sich natürlich auch auf die Höhen auswirkt. Diese sind zwar nicht super luftig, aber ich würde die Höhen auch nicht als dumpf oder zu matt bezeichnen.

Die Ohrhörer machen hier einen guten Job und sofern Ihr nicht auf super brillante Ohrhörer wert legt, wird es keine Klagen geben.

Zumal beim Bass und den Mitten die 1More Stylish TWS Ohrhörer richtig glänzen können!

Die Mitten der Ohrhörer sind gut! Diese klingen angenehm voll und schön rund. Zudem werden Stimmen in allen Frequenzbereichen gut wiedergegeben.

Für Ohrhörer der 100€ Preisklasse machen die 1More Stylish True Wireless hier einen fast perfekten Job!

Auch der Bass ist Top! Dieser ist sehr schön voll, kräftig und satt. Ich muss mich hier etwas überrascht zeigen wie es 1More geschafft hat so einen voluminösen Klang in solch kompakte Ohrhörer unterzubringen.

Dabei übertreibt es der Bass aber auch nicht! Musik klingt kraftvoll und satt, aber man zuckt auch nicht bei jedem Bassschlag zusammen. Auch klingt der Bass nicht erzwungen wie es oftmals bei billigen Ohrhörern der Fall ist.

Die 1More Stylish True Wireless klingen in der Gänze wunderbar rund und „passend“. Auch konnte ich keine Musikrichtung finden die gar nicht zu den Ohrhörern passt.

Selbst die maximale Lautstärke und die Pegelfestigkeit ist soweit völlig in Ordnung! Klasse!

 

Fazit

1More hat mit den Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer wirklich hervorragende „günstige“ Bluetooth Ohrhörer auf die Beine gestellt!

Ihre größten Stärken ist klar der Klang und die Akkulaufzeit. Die Ohrhörer klingen unheimlich kräftig und satt! Gerade der Bass und die Mitten können hier wirklich voll überzeugen.

Mögt Ihr also einen etwas stärkeren Klang, dann seid Ihr hier richtig!

Auch die Akkulaufzeit der Ohrhörer ist mit bis zu 7,5 Stunden erstaunlich gut. Praktisch werdet Ihr zwar nur beim leisen Musikhören auf diese 7,5 Stunden kommen, aber dennoch. Auch der Akku der Transportbox ist ausreichend groß um die Ohrhörer ca. 3x zu laden. Super!

Über das Design und die Materialwahl kann man sicherlich etwas streiten. Grundsätzlich sind die 1More Ohrhörer gut gearbeitet, aber man merkt, dass diese nicht „Premium“ Modelle sind, sondern eher in der Mittelklasse angesiedelt sind.

Dennoch für rund 100€ kann ich hier nur eine Empfehlung aussprechen! Diese ordnen sich klanglich +- auf dem Level der Jabra Elite 65t ein (vielleicht leicht drüber) und ein gutes Stück über den Samsung Galaxy Buds, nur für Euch als grobe Einordnung.

1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer mit Noise Canelling!

1More ist einer der spannendsten Hersteller der mir im Audio Bereich in der letzten Zeit untergekommen ist. Dies liegt sicherlich zu großen Teilen auch am wirklich interessanten Design das 1More Produkte aufweisen, aber auch natürlich am Klang.

In diesem Test soll es um die neuen 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer mit Noise Canelling gehen. Bei diesen handelt es sich wie der Name schon vermuten lässt um Bluetooth Ohrhörer, welche mit einem aktiven Noise Cancelling ausgestattet sind.

Diese können also Hintergrundgeräusche ein stückweit reduzieren. Aber wie gut funktioniert dies in Ohrhörer wirklich? Wie steht es um den Klang und den Tragekomfort?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an 1More für das Zurverfügungstellen der Ohrhörer für diesen Test.

 

Die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer mit Noise Canelling im Test

Egal wie der Test weitergeht, eins muss man 1More lassen, das Design ihrer Produkte haben sie wirklich drauf!

Dies beginnt schon bei der Verpackung, welche klar ein gewisses High End Feeling ausstrahlt. Viele Ohrhörer und Audio Produkte auf dem Markt werden von großen ODMs hergestellt und designt und dann nur an die Untermarken weiter verkauft.

Sucht Ihr bei Amazon nach Ohrhörern werdet Ihr auf viele sehr ähnliche Produkte stoßen, die nur minimale Designunterschiede aufweisen, aber von einem anderen „Hersteller“ stammen.

Die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer hingegen sind klar ein einzigartiges Produkt!

1More setzt hier auf eine absolute High End Optik und Haptik. Bei den Dual Diver BT In-Ear Ohrhörern handelt es sich um so genannte Nackenband Bluetooth Ohrhörer.

Diese besitzen also eine Art Bogen den Ihr Euch um Euren Nacken legt in welchem die Elektronik und der Akku verstaut ist.

An den Seiten dieses Bogens sind dann die Kabel der Ohrhörer angebracht. Durch dieses Design hängt das Gewicht der zusätzlich nötigen Bluetooth Elektronik nicht in oder an Euren Ohren, sondern liegt auf Euren Schultern, wo ein paar Gramm nicht stören.

Was den Tragekomfort angeht, hat also dieser Aufbau durchaus seine Vorteile. Lediglich optisch ist das ganze gerade in der Öffentlichkeit so eine Sache.

Ja solche Ohrhörer sind tendenziell recht auffällig. Immerhin hat 1More die Ohrhörer so wertig wie möglich gestaltet.

Der hintere Bereich des Nackenbands, welcher mit Eurem Nacken in kontakt kommt, ist aus einem sehr flexiblen Gummi gefertigt.

Die Enden wiederum bestehen aus einem silbernen Kunststoff, welchen ich zunächst für Aluminium gehalten habe. Optisch kommt dieser Aluminium unheimlich nah! Aufgepeppt werden die Ohrhörer durch kleinere rote Akzente, welche sich am Nackenband wie auch an den Ohrstöpseln finden.

Die Ohrstöpsel sind im Übrigen aus richtigem Aluminium gefertigt.

Wie alle Bluetooth Ohrhörer verfügen auch die 1More über einige Tasten und Schalter. Diese sind alle samt am linken Ende des Nackenbügelns angebracht. Hier finden wir einen Ein/Ausschalter, Play/Pause, Lauter/Leiser und einen Schalter für das aktive Noise Cancelling.

Ebenfalls an dieser Seite ist der USB C Ladeport, welcher unter einer Klappe versteckt ist.

Die Akkulaufzeit fällt mit +- 7 Stunden leider eher durchschnittlich aus. Schade, denn an sich müsste in den Ohrhörer sehr viel Platz für große Akkus sein.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer ist primär vom „Nackenband“ geprägt. Die Ohrstöpsel selbst sind normal groß mit einer sehr angenehmen und ergonomischen Form.

Die Ohrstöpsel sitzen sehr gut und bequem in meinen Ohren. Zwar gibt es keine Ohrhacken oder Ähnliches, aber da das Kabel keinen Zug auf die Ohrstöpsel ausübt, ist dies auch nicht zwingend nötig.

Der Sitz ist also sehr gut!

An das Nackenband muss man sich aber etwas gewöhnen. Ich würde dies nicht als störend bezeichnen, aber es braucht ein paar Minuten nach dem umlegen bis man vergisst, dass es da ist.

Ich selbst bevorzuge normale Bluetooth Ohrhörer oder sogar komplett kabellose Ohrhörer, aber das Nackenband hat klar Vorteile. So hängt das Gewicht nicht an Euren Ohren, sondern liegt auf Eurem Nacken, wo die paar Gramm nicht auffallen.

Kommt Ihr also mit dem optischen Aspekt klar, dann sind die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer ausgesprochen bequem!

 

ANC

Die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer verfügen über ein so genanntes „ANC“ also aktives noise Cancelling. Dabei werden über Mikrofone Hintergrundgeräusche aufgezeichnet und ausgeglichen.

Dies klingt leichter, als die Technologie letztendlich ist. Ein Gutes ANC ist nicht leicht zu erreichen, unter anderem auch da es hier sehr viele Patente gibt die es kleineren Herstellern schwer machen.

Daher kann man wirklich gutes ANC meist nur in premium Kopfhörern finden.

1MORE setzt bei seinen Dual Driver BT Ohrhörer auf ein „feedforward“ ANC. Grundsätzlich gibt es drei Typen ANC, feedforward, Feedback und Hybrid ANC.

Hybrid ANC ist das beste ANC, aber meist nur in absoluten High End Kopfhörern zu finden, da recht teuer. Zudem ist ein Hybrid ANC bei Ohrhörern nur sehr schwer umzusetzen, da hierfür ein Mikrofon im Ohrkanal nötig wäre.

Ein Feedforward ANC ist die nächst beste Technologie. Grundsätzlich macht das ANC bei den 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörern einen soliden Job!

Das übliche etwas Brummen von Motoren oder Düsen wird merklich reduziert, teils sogar auf null. Auch Lüftergeräusche verschwinden beim Einschalten des ANC fast komplett! Stimmen und andere Geräusche hingegen werden vom ANC fast nicht reduziert.

Also nein man kann hier nicht mit großen Over-Ear Kopfhörern mithalten. In der Praxis habe ich das ANC der 1More eher optional genutzt. Optional = nur eingeschaltet wenn ich im Auto, Bus oder Bahn unterwegs war.

Hier bringt das ANC der Ohrhörer durchaus etwas!

 

Dual Driver?

1More setzt bei seinen „Dual Driver“ Ohrhörer wie der Name schon sagt auf zwei Treiber pro Seite. Hierbei handelt es sich um einen dynamischen Treiber und einen so genannten Balanced-Armature-Treiber.

Dynamische Treiber sind die klassischen Lautsprecher Treiber, die man auch aus großen Boxen kennt, nur halt in der Größe angepasst. Balanced-Armature-Treiber (hier der 1MORE STA-1 A5C22) hingegen setzen auf einen völlig anderen Aufbau! Hier könnt Ihr Euch ein Bild solch einen Treibers einmal ansehen https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kopfhoerer_antrieb_balanced_armature.png

In Balanced-Armature-Treiber wird ein kleiner Metall Anker zum Schwingen gebracht, welcher den Klang erzeugt.

Durch den komplexeren Aufbau sind Balanced-Armature-Treiber deutlich teurer und exotischer als normale dynamische Treiber, haben aber auch einige Vorteile. So klingen Armature-Treiber meist deutlich präziser und detailreicher, haben aber im Gegenzug Probleme Druck aufzubauen, was im Bass Bereich wichtig ist. Natürlich gibt es auch Armature-Treiber die einen guten Bass liefern, diese sind aber deutlich seltener.

Meist nutzen hier Hersteller einfach einen Hybrid Aufbau, bei welchem sich ein dynamischer Treiber um Bass und Mitten kümmert und ein Armature-Treiber um die Höhen. Dies ist auch bei den 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörern der Fall.

 

Klang

Kommen wir damit zum Klang. Fangen wir hier wie üblichen bei den Höhen an.

Die meisten Ohrhörer die auf einen Dual Driver Aufbau setzen, besitzen gute bis sehr gute Höhen. Klar hier ist ein kompletter Treiber nur für die Höhen zuständig. Dementsprechend sind auch bei den 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörern die Höhen klasse!

Diese sind angenehm luftig und leicht, ohne dabei aber zu scharf oder kreischend zu sein. Zudem können sich die Höhen gut vom restlichen Klang separieren. Es gibt hier durchaus einige Songs wo man deutlich merkt, dass die Höhen von einem separaten Treiber produziert werden. Dies gilt gerade für Songs wo hohe Höhen mit einem kräftigen Bass gemischt sind.

Bei regulären Ohrhörer kann ein zu starker Bass die Höhen oftmals negativ beeinflussen, dies ist hier so nicht der Fall.

Kurzum Daumen hoch für die Höhen!

Mit den Mitten bin ich grundsätzlich auch zufrieden. Hier machen die Ohrhörer einen vernünftigen, aber auch nicht ganz perfekten Job. Stimmen und Gesang werden in aktuellen Songs wirklich sehr gut dargestellt, allerdings in älteren Titeln, die oftmals etwas wärmer angehaucht sind, könnten die 1MORE noch etwas voller sein.

Der Bass kann aber wiederum voll überzeugen! Die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer haben einen sehr schön kräftigen und lebendigen Bass. Dieser ist durchaus ein gutes Stück angezogen, was gerade auf höheren Pegeln auffällt.

Der Tiefbass ist dabei ordentlich, aber auch nicht ganz überragend. Den Ohrhörern scheint der obere Kickbass Bereich noch etwas besser zu liegen, wobei diese Einschätzung auch stark je nach Song schwankt.

1More hat anscheinend den Mid/Kickbass via DSP etwas angehoben und den Tiefbass so gelassen wie er ist. Hat also ein Song einen sehr tiefen Bass wird dieser auch gut und korrekt dargestellt.

Loben muss ich hier aber nochmals klar das Volumen! Der gesamte Bass der Ohrhörer klingt erfreulich groß und „räumlich“. Man hört hier einfach eine große Klangkammer! Deutlich wird dies vor allem verglichen mit normalen Bluetooth Ohrhörern die die Elektronik/Akkus in den Ohrstöpseln verbaut haben und daher weniger Volumen für den Bass haben.

Pluspunkte gibt es für die gute Pegelfestigkeit! Selbst auf voller Lautstärke (welche recht hoch ist) gibt es keine Anzeichen von übersteuern oder einer Bass Reduktion. Fast eher das Gegenteil, die  1MORE Dual Diver scheinen sich bei höheren Pegeln glatt wohler zu fühlen.

 

Fazit

Ob ich Euch die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer empfehlen kann, hängt stark davon ab wie sehr Euch das Nackenbanddesign gefällt.

Stört Euch dieses oder Ihr seid Euch nicht sicher, dann würde ich die Finger von den Ohrhörern lassen. Diese sind ohne Frage gut, egal ob es nun um das Design, Haptik oder den Klang geht. Allerdings gibt es im Preisbereich 100-150€ auch klar andere gute Ohrhörer ohne das Nackenband.

Ist für Euch das Nackenband okay oder wenn Ihr dieses Design sogar bevorzugt, dann sind die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer klasse Ohrhörer und voll empfehlenswert!

Wie die meisten 1More Produkte ist die Verarbeitung und auch das Design der Dual Diver BT In-Ears wirklich herausragend! Es handelt sich hier nicht um ein 0815 Produkt, sondern um wirklich wertige High End Ohrhörer, was man auch von Anfang an spürt.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang, welcher durch eine hohe Dynamik, Spielfreude und einem starken Bass punkten kann. Hier gibt es in dieser Preisklasse wenig Besseres, wenn überhaupt.

Hinzu kommt das ANC, welches soweit okay ist, aber auch nicht kaufentscheidend sein sollte. Dieses blockt Motor Geräusche und ähnliches brummen gut, aber ist dennoch nicht mit großen Over-Ear Kopfhörern zu vergleichen.

Dennoch seid Ihr mit dem Nackenband Design einverstanden, dann sind die 1MORE Dual Diver BT In-Ear Ohrhörer die so ziemlich besten ihrer Preisklasse!

ALEXA + Festnetztelefon = der Gigaset Smart Speaker L800HX im Test

Lautsprecher mit Amazons ALEXAs Sprachassistentin sind mittlerweile nichts mehr besonders. Hiervon gibt es duzende und die Amazon eigenen Modelle machen zudem einen sehr guten Job.

Um also mit einem Amazon ALEXA Lautsprecher Erfolg zu haben, muss man sich etwas neues ausdenken. Genau dies hat Gigaset mit seinem neusten Smart Speaker gemacht!

Der Gigaset Smart Speaker vereint die Funktionalität eines regulären Amazon ALEXA Lautsprechers und eines Festnetztelefons.

Ja Ihr könnt über den Smart Speaker normale Festnetzgespräche führen und annehmen. Um dies zu ermöglichen hat Gigaset in seinem Smart Speaker ein DECT Modul verbaut, welch es erlaubt den Lautsprecher mit einer bestehenden Basisstation wie einer FritzBox zu verbinden. Hinzu kommt natürlich WLAN für die ALEXA Funktionalität.

Klingt doch sehr spannend und ja diese Kombination aus Festnetztelefon und Amazon ALEXA Lautsprecher ist bisher einmalig!

Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis? Taugt die Telefonqualität, kann man ALEXA gut verstehen und klingt der Lautsprecher auch bei Musik gut?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des Smart Speaker für diesen Test.

 

Der Gigaset Smart Speaker im Test

Das erste was mir beim Gigaset Smart Speaker ins Auge gesprungen war, ist die Größe. Mit einer Höhe von 23,5cm und einem Durchmesser von 11cm ist der Lautsprecher erstaunlich mächtig. Dieser ist ungefähr 1,5x so groß wie der Amazon Echo Plus.

Dies werte ich aber als positives Zeichen! Es ist leichter guten Klang in einem großen Gehäuse zu ermöglichen, als in einem kleinen. Zudem nimmt der Gigaset Smart Speaker weiterhin nur recht wenig Grundfläche ein.

Es sollte kein Problem sein für diesen einen Platz im Wohnzimmer, Küche usw. zu finden. Passend hierzu ist auch das Design des Lautsprechers sehr schön freundlich.

Auch Gigaset nutzt einen Stoffbezug für den größten Teil der Oberfläche des Lautsprechers. Hier scheint es eine Absprache unter den Herstellern von Smart Home Lautsprechern zu geben, dass Stoff das Material der Wahl ist.  Mir gefällt diese Stoff/Leinen Struktur aber sehr gut, daher will ich mich nicht beschweren.

Gigaset setzt aber auf eine etwas feinere Textur als Amazon oder Google und auf eine etwas langweiligere graue Farbe. Dies in Kombination mit dem weißen Kunststoff der Oberseite lässt den Gigaset Smart Speaker recht unauffällig und dezent erscheinen.

Was den Aufbau angeht, haben wir hier zunächst den klassischen Smart Home Lautsprecher vor uns.

Auf der Oberseite besitzt der Gigaset Smart Speaker fünf physische Tasten für beispielsweise das Annehmen von Anrufen oder das Stummschalten der Mikrofone. Ebenfalls auf der Oberseite befinden sich die drei Mikrofonlöscher des Lautsprechers, welche merkwürdigerweise asynchron angeordnet sind.

Der komplette mittlere Teil des Gigaset Smart Speaker besteht aus dem Lautsprechergitter bzw. der Stoffverkleidung.

Lediglich auf der unteren Rückseite finden wir noch ein paar Anschlüsse. Hier befindet sich natürlich der Anschluss für das Netzteil (Verbrauch ca. 3,6W), wie aber auch ein AUX Eingang.

Ihr könnt also auch andere Geräte wie Computer, MP3 Player usw. mit dem Lautsprecher verbinden und darüber Musik wiedergeben, praktisch.

 

ALEXA rufe 1234567 an!

Kommen wir zu der Frage was der Gigaset Smart Speaker so alles kann. Grundsätzlich ist der Smart Speaker ein DECT Telefon welches an einem Amazon ALEXA Lautsprecher angeschlossen wurde, zumindest stark vereinfacht ausgedrückt.

Um den Gigaset Smart Speaker L800HX zu nutzen, benötigt Ihr die Gigaset L800HX App. In dieser verbindet Ihr den Lautsprecher mit dem WLAN, DECT und Eurem Amazon Account.

Habt Ihr den Smart Speaker L800HX mit Eurem Amazon Account und dem WLAN Netz verbunden, sind grundsätzlich alle typischen ALEXA Funktionen vorhanden.

Ihr könnt also nach dem Wetter fragen, nach Nachrichten usw. Ich nutze meine ALEXA Lautsprecher auch viel fürs Webradio, womit diese klassische Radios fast komplett aus meiner Wohnung verdrängt haben.

Fragt einfach nach Eurem Lieblings Sender „ALEXA gebe SWR3 wieder, ALEXA gebe Radio Bonn Rhein-Sieg wieder“ usw.

Auch könnt Ihr natürlich Skills für zusätzliche Funktionen wie Smart Home nutzen. Hier unterscheidet sich der Smart Speaker von Gigaset nicht von den Modellen von Amazon. Lediglich was die Multiroom Wiedergabe angeht, sind die Amazon eigenen Modelle noch besser gestellt, aber dies soll sich auch noch ändern.

Spannend wird es natürlich bei der Telefonfunktion. Hier war ich positiv überrascht wie nahtlos Gigaset es geschafft hat diese zu integrieren.

Nur um dies noch mal klar zu stellen, Ihr telefoniert mit dem Gigaset Smart Speaker L800HX nicht irgendwie über das Internet, sondern über Eure reguläre Telefonanlage!

Um dies zu tun, braucht Ihr eine DECT Basisstation, in meinem Fall ist dies eine handelsübliche FritzBox. Also nein es ist nicht zwingend eine Gigaset DECT Basis nötig. Für diese DECT Basisstation ist der Smart Speaker einfach nur ein Schnurlostelefon.

Erhaltet Ihr einen Anruf beginnt der Smart Speaker zu klingeln bzw. ALEX tätigt eine Ansage „Eingehender Anruf mit der Telefonnummer XYZ“. Habt Ihr weitere Telefone klingeln diese natürlich auch weiterhin und Ihr habt die Wahl über welches Gerät Ihr telefonieren wollt.

Ihr könnt einen Anruf entweder via Sprachansage „Alexa, Anruf annehmen“ annehmen oder über die Taste auf der Oberseite.

Wollt Ihr einen Anruf tätigen, könnt Ihr dies über den Befehl „Alexa, rufe 1234567 an“ machen. Keine Sorge ALEXA wiederholt die Nummer einmal um Verständigungsprobleme zu verhindern.

Es ist auch möglich Kontakte anzurufen nach dem Motto „Alexa, rufe Mama an“. Hierfür müssen diese Kontakte allerdings über die Amazon ALEXA App mit Amazon synchronisiert werden.

Das Weitergeben eines Anrufs an ein normales Telefon, sofern der Anruf auf dem Lautsprecher schon angenommen wurde, ist so direkt nicht möglich. Außer Eure DECT Basis besitzt hierfür eine Funktionalität.

Was den Datenschutz angeht, kann ich Euch zumindest soweit beruhigen, dass Amazon Eure Anrufe nicht aufzeichnet! Diese verlaufen nicht über das Amazon Netzwerk, Amazon hat hier also keinen Zugriff.

In der Praxis hat dies alles sehr gut und auch recht flüssig funktioniert. Der Gigaset Smart Speaker braucht hier und da mal 1-3 Sekunden, um einen Befehl zu verarbeiten, aber dies ist nicht weiter tragisch oder unnormal für einen 3. Anbieter Lautsprecher.

Auch die Anrufannahme und Betätigung klappte problemlos!

Lediglich einmal hatte sich der Lautsprecher bei mir aufgehängt und benötigte einen Neustart. Allerdings nutze ich auch für diesen Test eine Vorabversion mit nicht finaler Software, was dies erklären könnte.

Das einzige was mich etwas negativ überrascht hatte, war die WLAN Reichweite. Diese ist etwas schlechter als bei einem Amazon Echo. Bei so den letzten 0-25% Signalstärke bekommt der Gigaset Smart Speaker so langsam Probleme mit ALEXA und demVerstehen bzw. Ausführen von Sprachbefehlen. Die DECT Reichweite hingegen ist herausragend!

 

Klang (Musik)

Was den Klang angeht, erinnert mich der Gigaset Smart Speaker etwas an den älteren Amazon Echo Plus.

Der Gigaset Smart Speaker klingt recht rund und ausbalanciert. Dieser ist akustisch klar etwas neutraler als es die aktuellen Amazon Echos sind, mit allen Vor- und Nachteilen die dies mitbringt.

Starten wir bei den Höhen. Die Höhen sind soweit sauber und klar, aber auch nicht super brillant oder „spitz“.

Gigaset hält hier also eine sehr gute Balance.

Ähnliches gilt für die Mitten, welche recht stark sind, gerade verglichen mit den aktuellen Amazon Echo Modellen. Hierdurch werden Stimmen recht voll und gut verständlich wiedergegeben.

Dies macht natürlich auch sinn bei einem Lautsprecher der zum Telefonieren genutzt werden kann.

Allerdings ist der Bass beim Gigaset Smart Speaker etwas zurückhaltender.  Der Bass ist nicht schlecht oder dünn! Aber auch nicht ganz so mächtig und aufgebläht wie es beim Amazon Echo Plus beispielsweise der Fall ist.

Musik klingt über den Gigaset Smart Speaker sehr ehrlich und natürlich, ohne diesem „Boom“ zu welchem die originalen Echos neigen. Allgemein habe ich das Gefühl Gigaset arbeitet nicht mit einem aggressiven DSP oder EQ, sondern Musik wird unverfälscht wiedergegeben.

Hier kommt es auf Euren Geschmack und Anwendungsbereich an. Wollt Ihr eine Party steigen lassen und sucht für diese Beschallung oder Ihr liebt Bass, dann würde ich einen Amazon Echo Plus vorziehen! Dieser kann im Tiefgang noch etwas mehr Druck liefern.

Sucht Ihr einen ausgewogenen gut verständlichen Lautsprecher für die Küche, das Wohnzimmer oder kleine Räume, dann macht der Gigaset Smart Speaker einen sehr guten Job, auch bei Musik.

Kurzum ja der Gigaset Smart Speaker klingt gut!

Was ich mir eventuell aber wünschen würde wäre ein EQ den man über die App oder per Sprachbefehl setzen kann, so das man den Lautsprecher noch etwas anpassen kann.

Unterm Strich würde ich den Gigaset Smart Speaker L800HX irgendwo zwischen dem Amazon Echo Dot 3. Gen und Amazon Echo 2. Gen Einstufen, tendenziell natürlich deutlich näher am großen Echo als am Dot.

 

Klang (Telefon)

Starten wir bei der für Euch wahrnehmbaren Telefonqualität, also wie gut Stimmen durch den Gigaset Smart Speaker verständlich sind.

Hier fällt das Fazit grundsätzlich sehr positiv aus. Ich konnte meine Gesprächsteilnehmer immer gut bis sehr gut verstehen. Hier entspricht die Qualität des Smart Speaker einem guten DECT Telefon, welches an einem Lautsprecher angeschlossen wurde.

Teils würde ich mir lediglich wünschen das der Lautsprecher beim Annehmen des Gespräches automatsch die Lautstärke etwas hoch regelt. Musik oder Webradio welches durch den Lautsprecher wiedergegeben wird, wirkt immer etwas lauter als ein Telefonat.

Hier könnte aber Eure Erfahrung etwas schwanken, je nachdem wie gut und laut das Mikrofon Eures Gesprächspartners ist.

Qualitativ gibt es aber nichts zu bemängeln!

Die Mikrofonqualität des Gigaset Smart Speaker muss man etwas differenzierter betrachten. Grundsätzlich ist diese auf eine niedrigeren bis mittleren Distanz (0-3 Meter) gut. Man merkt, dass Ihr eine Freisprecheinrichtung nutzt, aber der Lautsprecher fokussiert sehr gut auf Eure Stimme.

Es klingt also nicht so als wärt Ihr weit weg, aber umso weiter weg Ihr Seid, umso matter klingt Eure Stimme, auch wenn die Lautstärke immer konstant bleibt. Vermutlich muss der Lautsprecher bei zunehmender Distanz die Mikrofone immer weiter hochdrehen, was dann natürlich Dynamik kostet.

Allerdings macht der Gigaset Smart Speaker einen wirklich guten Job das Ihr nah klingt und auch dass das Rauschen unter Kontrolle gehalten wird.

Soweit Top! Allerdings gibt es eine Schwäche, die mit diesem Feature einhergeht. Auch Umgebungsgeräusche, klappern, mit Papier Rascheln usw. klingt sehr nah und laut, wenn dies in Eurer Umgebung stattfindet.

Ihr solltet während des Telefonates also wenn möglich nicht gerade Kochen oder andere lautere Aktivtäten ausführen, denn diese werden verstärkt aufgenommen, außer natürlich Euerm gegenüber stört dies nicht.

Rauschen von Lüftern usw. wird aber wiederum gut kompensiert, gerade wenn dies nicht in Euer direkten Umgebung stattfindet.

Als maximale Distanz in einem halbwegs ruhigen Raum würde ich 3-5 Meter zum Lautsprecher einstufen auf dem Ihr noch ausreichend gut verstanden werdet.

 

Fazit

Gigaset hat bei dem Smart Speaker L800HX einen guten Job gemacht! Ich kann mich hier nur überrascht zeigen wie gut die Verbindung aus ALEXA und dem DECT Telefon gelungen ist.

Beginnen wir aber am Anfang. Der erste optische Eindruck des Smart Speaker L800HX fällt positiv aus. Der Lautsprecher ist zwar nicht „spektakulär“ designt, aber wirkt hochwertig und besticht durch eine schlichte Eleganz.

Auch klanglich hat Gigaset seine Hausaufgaben gemacht! Ich würde den L800HX zwar nicht als „HiFi Anlagen Ersatz“ für das Wohnzimmer empfehlen, hier klingt ein Amazon Echo Plus im Bass einfach noch etwas imposanter, aber für die Küche, das Büro usw. taugt dieser völlig!

Der Klang des L800HX ist wertig und gut ausbalanciert. Damit klingt der Lautsprecher klar besser als 95% aller Radios, die man sonst so in der Küche oder im Büro findet. Verglichen mit den Amazon Echo Lautsprechern würde ich den Gigaset Smart Speaker unterhalb des Echo Plus und +- auf dem Level des normalen Echo 2.Gen einstufen, auch wenn die Klangsignatur sich doch etwas unterscheidet.

Was die Feature angeht haben wir natürlich den normalen Umfang eines Amazon ALEXA Lautsprecher. Ihr könnt den Gigaset Smart Speaker also nach Dingen wie dem Wetter, Nachrichten usw. Fragen, aber auch Musik oder Radio über diesen wiedergeben. Letzteres mache ich beispielsweise recht viel.

Das Feature des L800HX ist aber natürlich die Telefonie. Diese Funktion hat mich durchaus positiv beeindruckt. Gerade der Übergang zwischen ALEXA und Anrufen ist vollkommen flüssig! Erhaltet Ihr einen Anruf, weißt Euch ALEXA darauf hin und ließt auch die Nummer vor. Wollt Ihr einen Anruf tätigen sagt dies einfach ALEXA inklusive der Nummer.

Der Übergang ist vollkommen nahtlos und durchdacht. Musikwiedergaben usw. werden beispielsweise bei Anrufen automatisch pausiert. Man könnte glatt glauben Amazon selbst hätte diese Funktionalität „nativ“ ins System eingebaut.

Was die Telefonqualität angeht bin ich zufrieden. Der Lautsprecher selbst gibt Stimmen klar und verständlich wieder und die verbauten Mikrofone fokussieren sich gut auf Eure Stimme, auch wenn Ihr auf einer mittleren Distanz entfernt seid. Allerdings werden natürlich Hintergrundgeräusche stark mitaufgezeichnet, auch wenn der Lautsprecher generell einen guten Job bei der Rauschunterdrückung macht.

Dennoch unter Strich kann man Gigaset nur zu einer gelungenen Umsetzung gratulieren! Telefoniert Ihr gerne über eine Freisprecheinrichtung und sucht die Kombination aus Multimedia Lautsprecher, Telefon und Sprachassistent, dann kann ich den Gigaset Smart Speaker L800HX nur empfehlen!

Auch eventuell für ältere Menschen die sogar im Notfall über den L800HX Hilfe rufen könnten oder den Lautsprecher einfach als Radio/Telefon nutzen.

Wie gut ist der Windmesser und Regemesser des TFA Weatherhub Systems?

Bereits vor einigen Wochen haben wir uns einmal das TFA Weatherhub System in einem ersten Test angesehen. Allerdings dies nur in einer recht kleinen Ausbaustufe, mit Temperatur, Luftfeuchtigkeits-Sensoren.

Allerdings hat das Weatherhub System noch viel mehr zu bieten. Besonders interessant sind hier natürlich gerade die etwas erweiterten Sensoren, wie der Wind und Regenmesser.

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Um diese beiden Module soll es auch im heutigen Test gehen. Wollen wir uns mal ansehen wie gut und vor allem genau der TFA Weatherhub Windmesser und Regenmesser in der Praxis sind! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an TFA für das Zurverfügungstellen der beiden Sensoren für diesen Test.

 

Das TFA Weatherhub System

Starten wir mit den Basics, was ist das TFA Weatherhub System? Bei dem TFA Weatherhub System handelt es sich um eine Art vernetzte Wetterstation, welche allerdings sehr modular aufgebaut ist.

Anstelle eines vordefinierten Sets könnt Ihr Module miteinander verknüpfen wie Ihr dies benötigt.

Das Herz des Systems stellt dabei aber immer das Gateway dar. Bei dem Gateway handelt es sich um eine kleine Box welche sozusagen die Verbindung zwischen den einzelnen Modulen und dem Internet herstellt. Das Gateway ist also Pflicht im Weatherhub System.

Abseits dieser Funktionalität kann das Gateway alleine allerdings nichts weiter. Ihr müsst Module „Sender“ hinzufügen um eine Funktionalität zu erhalten. Hier seid Ihr extrem flexibel. Ein Gateway kann bis zu 50 Module verwalten, hier spielt es auch keine Rolle welche Weatherhub Module Ihr verbindet. Ihr könntet fünfzig Regenmesser nutzen, wenn Ihr dies wollt, auch wenn dies natürlich weniger Sinn macht.

Aktuell bietet TFA folgende Module an:

  • Temperatur-Sender
  • Temperatursender mit wasserfestem Kabelfühler
  • Solar-Funk-Windmesser
  • Funk-Regenmesser
  • Thermo-Hygro-Sender mit Profi-Temperatur-Kabelfühler
  • Thermo-Hygro-Sender
  • Funk-Wetterstation CONNECT
  • Funk-Wetterstation SPHERE
  • Digitales Thermo-Hygrometer COSY RADAR
  • Fenster- und Türen-Kontakt-Sensoren WEATHERHUB
  • Thermo-Hygro-Sender mit Poolsender WEATHERHUB
  • Funk-Thermo-Hygrometer mit 3 Sendern KLIMA@HOME

Erfreulicherweise sind die Module für das TFA Weatherhub System recht günstig. TFA scheint hier weitestgehend auf normale Wetterstations-Module zu setzen, die nicht zwingend für eine vernetzte Verbindung gedacht waren. Ich vermute das Gateway nutzt die Funktechnik einer normalen Wetterstation mit Display und wandelt die dort normalerweise angezeigten Daten einfach in ein digitales Signal um, das auf Eurem Smartphone landet.

Wie auch immer, das Weatherhub System funktioniert und ist günstig in der Anschaffung, was will man mehr?

 

Der Wind und Regemesser

Schauen wir uns die beiden großen Sensoren einmal im Detail an, starten wir mit dem Regemesser. Der Regenmesser hat mich primär aufgrund seiner doch recht großen Größe überrascht.

Dieser besitzt einen Durchmesser von 11,5 und eine Höhe von 18,5 cm. Damit entspricht er der Größe eines mittel großen Blumentopfs und ist der so ziemlich größte Regemesser der mir bisher begegnet ist.

Aus reiner Sicht der Messwerte ist aber sicherlich ein großer Regenmesser bzw. Auffangbehälter ein Vorteil.

Wie die meisten Regenmesser setzt auch das Modell von TFA auf das Wippen-Prinzip. 80% des Regenmessers ist nur ein Auffangbehälter, welcher das Wasser durch eine kleine Öffnung auf der Unterseite auf eine Art Wippe tropft, welche dann hin und her schlägt.

Dieses hin und her schlagen wird von der Elektronik gemessen und daraus die Regenmenge ermittelt. Ein ähnliches Prinzip nutzen 99% aller elektronischen Regemesser.

Damit die Elektronik funktioniert, bedarf es natürlich an Strom. Hierfür setzt der TFA Regemesser auf zwei AA Batterien auf der Unterseite.

Der Regenmesser ist so konstruiert einfach irgendwo auf eine glatte Oberfläche gestellt zu werden, Balkon, Terrasse usw. Ihr könnt diesen aber auf Wunsch auch mit dem Untergrund verschrauben, um ein Davonfliegen bei Sturm zu verhindern.

Erfreulicherweise setzt TFA bei seinem Weatherhub Regenmesser auf einen recht massiven Kunststoff! Gerade die obere Haube ist ausgesprochen dick und dadurch auch verhältnismäßig schwer.

Der Windmesser ist hier glatt das krasse Gegenteil. Dieser ist ausgesprochen leicht und glatt ein Stück kleiner als ich dies anhand der Bilder erwartet hätte. Dieser besitzt zwei „Rotoren“, einmal auf der Unterseite, um die Windgeschwindigkeit zu messen und einmal auf der Oberseite eine Windfahne um die Windrichtung zu ermitteln.

Der Windmesser kann dabei über zwei beiliegende Halterungen entweder an einer Hauswand befestigt werden, oder auch an einem Mast.

Allerdings muss ich gestehen das Design nicht ganz optimal zu finden, denn es ist nicht ganz leicht den Windmesser so zu befestigen das dieser den Wind aus allen Richtungen zu 100% messen kann.

Eine Richtung wird entweder von einer Hauswand geblockt, oder zumindest etwas vom Mast.

Auch seid Ihr bei der Positionierung nicht ganz frei, sofern Ihr die Windrichtungen korrekt angezeigt haben wollt. Die Windrichtungen sind fest einprogrammiert. Die „Nase“ des Sensors muss nach Süden ausgerichtet werden.

Bonuspunkte gibt es für die Stromversorgung. So setzt der TFA Windmesser auf ein kleines Solarpanel in Kombination mit zwei AAA Akkus im Inneren um mehr oder weniger autark zu arbeiten.   Ideal wenn Ihr diesen recht hoch aufhängt und diesen nur bedingt gut erreicht.

 

Feature, Funktionen und die App

Die Messwerte der meisten Sensoren (mit Ausnahme der Profi Sensoren der Observer Serie und der Displayeinheiten) lassen sich leider nur in der TFA Weatherhub App betrachten.

Die Weatherhub App ist so eine Sache. Seid Ihr ein sehr funktionaler Mensch werdet Ihr die App klasse finden, legt Ihr allerdings wert auf Design, dann naja.

Leider ist die Weatherhub App optisch nicht state of the Art! Ich nehme an diese wurde zu Android 2.x Zeiten entwickelt und danach optisch nicht mehr aktualisiert. Die App wirkt also sehr altmodisch und schwer.

Hübsch ist klar was anderes! Funktional habe ich aber keine Einwände.

Der Aufbau der Weatherhub App ist recht simpel. Auf der Startseite findet Ihr eine Überschicht über alle verbundenen Sensoren. Diese werden hier mit einem von Euch vergebenen Namen und den aktuellen live Daten angezeigt.

Tippt Ihr einen Sensor an, erhaltet Ihr erweiterte Daten, wie auch Historische-Daten. Diese werden je nach Sensor unterschiedlich präsentiert. Einige Sensoren, wie Temperatur-Sensoren, haben hier nur eine einfache Listenansicht.

Allerdings Pro Sensoren, was der Windmesser und Regemesser sind, bieten Diagramme, für eine bessere Übersichtlichkeit.

Im Falle des Regensensors erhaltet Ihr eine Ansicht über den Niederschlag am heutigen Tag und in der letzten Stunde. Ihr könnt aber auf ein Balkendiagramm des Niederschlags der letzten Stunde, Tag, Woche, Monat oder sogar Jahr umschalten.

Letztere beiden Zeiträume werden allerdings gruppiert (Ihr seht die Angaben nicht tagesgenau). Dennoch sind dies schon sehr interessante und wertvolle Informationen.

Diese werden auch ausreichend übersichtlich präsentiert. Hinzu kommen Rekord Daten, wie der gesamte Regen, der regenreichste Tag aller Zeiten usw.

Ähnliche Daten gibt es auch für den Windsensor. Diese werden allerdings etwas anders präsentiert. Hier erhaltet Ihr ein „360 Grad“ Diagramm mit einer Anzeige der Windrichtung, wie auch der Windgeschwindigkeit, Böen Geschwindigkeit usw.

Unterhalb davon ist ein Graph mit der Windgeschwindigkeit der letzten 24 Stunden, 7 Tagen oder 30 Tagen. Wie auch schon beim Regenmesser gibt es auch eine Ansicht mit Rekorddaten.

Ein sehr interessantes Feature der Weatherhub App sind die Alarme. Ihr könnt für alle Sensoren und alle Werte Grenzwerte einstellen, werden diese erreicht oder unterschritten, erhaltet Ihr eine Push Benachrichtigung.

Ihr könntet also Einstellen, dass Ihr gewarnt werdet wenn der Wind beispielsweise 50km/h überschreitet, damit Ihr Gartenmöbel in Sicherheit bringen könnt. Dies gilt natürlich auch für Temperatur Werte usw.

Mehr dazu in diesem kleinen Artikel.

 

Messgenauigkeit

Ein wichtiger Punkt ist die Messgenauigkeit. Diese ist aber gerade bei Windmessern extrem schwer zu beurteilen!

Hier kann ich nur eine subjektive Einschätzung abgeben und diese mit anderen Wetterstationen die ich habe (aber nicht an der exakt gleich Position angebracht sind) abgleichen.

Beginnen wir aber mit der Windrichtung. Dies ist sehr simpel, denn sie passt zu 100%. Die Windfahne dreht sich ausreichend leicht, dass diese selbst bei wenig Wind die richtige Richtung anzeigt. Die „eingestellte“ Richtung wird auch in der App genau widergespiegelt.

Bei der Windgeschwindigkeit wird es schwer. Ich würde aber sagen der TFA Windmesser arbeitet ausreichend genau. Dieser neigt tendenziell zu höheren Geschwindigkeiten als beispielsweise meine Froggit WH3000SE Wetterstation und liegt mit dem Homematic IP Wettersensor und meiner Bresser Wetterstation auf einem ähnlichen Level.

Die Genauigkeit gerade bei niedrigen Windgeschwindigkeiten scheint allerdings überdurchschnittlich zu sein!

Beim Regemesser ist es etwas einfacher Daten zu vergleich. Hier einfach mal die Messwerte aller meiner Wetterstationen von drei verregneten Tagen.

Welcher wert davon der genauste ist kann ich Euch nicht sagen. Vermutlich wird die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen.

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Messgenauigkeit des Temperatur-Sensors an. Auch hier lasse ich Euch entscheiden wie die Beispielsmessung zu interpretieren ist.

 

Fazit

Das TFA Weatherhub System ist ein ausgesprochen interessantes System, welches aber durchaus etwas spezieller Natur ist.

Der größte Pluspunkt des TFA Weatherhub System ist klar die Vielfalt der Sensoren, welche sich auch beliebig mixen lassen. Wollt Ihr in jedem Raum Eures Hauses einen Temperatur-Sensor haben + im Garten zwei Windmesser und drei Regenmesser? Dann wäre dies genauso möglich wie eine etwas typischere Zusammenstellung.

Dabei sind die Sensoren Qualitativ sehr ordentlich und vor allem günstig. Ein komplettes Set, inklusive Gateway, Temperatur-Sensor, Windmesser und Regemesser kostet Euch „lediglich“ 129€. Für solch ein System ein sehr fairer Preis. Hierfür bekommt man bei Netatmo kaum den Windmesser.

Auch der Funktionsumfang und die Aufbereitung der Daten, gerade des Regenmessers und Windmessers ist gut.

Der größte negativ Punkt bleibt klar die App, welche visuell wirklich nicht das gelbe vom Ei ist. Hier würde ein Refresh dem Weatherhub System sehr guttun und dieses bei guter Umsetzung über Nacht zum so ziemlich besten vernetzten Wettersystem machen. Funktional gibt es allerdings nichts zu beklagen, gerade die Alarmfunktion kann ausgesprochen praktisch sein.

Die Lenovo Air TWS Bluetooth Ohrhörer im Test

Lenovo ist hierzulande primär für seine Notebooks und Computer bekannt. Allerdings in Asien ist Lenovo deutlich breiter aufgestellt als es hier der Fall ist!

So bietet Lenovo in China sogar Bluetooth Ohrhörer an, welche dank Ai besonders gut klingen sollen und auch besonders signalstark sein sollen.

Klingt doch interessant oder? Aber wie sieht es in der Realität aus? Können hier die Lenovo Air TWS Bluetooth Earphones aus der Masse hervorstechen?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Lenovo Air TWS Bluetooth Ohrhörer im Test

Wie es bei komplett kabellosen Ohrhörern üblich ist, erhaltet Ihr neben den eigentlichen Ohrhörern auch eine kleine Transportbox, welche gleichzeitig dem Laden der Ohrhörer dient.

Die Wichtigkeit solch einer Transportbox darf man nicht unterschätzen! Ihr werdet diese sehr oft in den Händen halten und auch jedes Mal mitnehmen wenn Ihr die Ohrhörer nutzt.

Die Lade/Transportbox der Lenovo Air macht einen guten Eindruck, ist aber vergleichsweise groß. Lenovo setzt hier auf eine sechseckige Röhrenform.

Diese „Röhre“ ist größtenteils aus Aluminium gefertigt und fühlt sich hierdurch ausgesprochen massiv und stabil an. Lediglich die Endstücke sind aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff gefertigt.

Eins dieser Enden lässt sich auch ausziehen um die Ohrhörer zu entnehmen. Auch diese Konstruktion wirkt gut gemacht!

Leider gibt es allerdings bei den Lenovo Air ein paar Schönheitsfehler. So gab es bei meiner Transportbox und auch den Ohrhörern ein paar Streifen auf den Gehäusen. Nicht kritisch, aber auch nicht ideal.

Die Bluetooth Ohrhörer selbst werden wie üblich über Magnete in der Box gehalten. Dort werden diese über zwei kleine Kontaktpunkte mit Energie versorgt. Die Transportbox verfügt über einen 400mAh Akku, welcher die Ohrhörer ca. 3x aufladen kann, womit wir bei einer maximalen Laufzeit von ca. 12 Stunden sind.

Die Transportbox selbst wird wie üblich via microUSB aufgeladen.

Bei den Lenovo Air selbst handelt es sich um zwei vergleichsweise kleine Bluetooth Ohrhörer, welche optisch sehr unspektakulär sind.

Es sollte hier klar sein, dass Lenovo diese Ohrhörer nicht selbst gefertigt hat. Hierbei handelt es sich um ein White Label Produkt eines großen Fertigers, auf welches nur das Lenovo Logo gedruckt wurde. Dies erklärt das recht neutrale Design. Positiv will ich aber erneut die kompakte Bauform anmerken.

Was die Steuerung angeht setzt Lenovo auf ein kleines Touchpad auf der Rückseite der Ohrstöpsel, welches je nachdem wie oft oder lange Ihr dieses antippt unterschiedliche Funktionen aufruft.

Einmal antippen pausiert bzw. setzt die Wiedergabe fort, lange die linke Seite antippen, reduziert die Lautstärke, lange die rechte Seite antippen, erhöht diese usw.

Es erfordert zwar ein gutes Stück Einprägung wo was macht, aber grundsätzlich funktioniert dieses System ganz gut.

 

Tragekomfort

Die Passform der Lenovo Air ist um ehrlich zu sein eher so mäßig gut bzw. diese passt eher mäßig gut zu meinen Ohren. Allerdings ist dies weniger schlimm, da die Ohrhörer recht klein sind und somit etwas Spiel haben.

Für intensive Sportler sind die Air vermutlich eher so mittelmäßig geeignet, diese besitzen zwar einen Wasser/Schweiß Schutz, aber der Halt ist tendenziell eher als lockerer zu bezeichnen.

Im normalen Alltag sind diese dafür allerdings durchaus als bequem zu bezeichnen. Man hat bei den Ohrhörern nicht das Gefühl einen Fremdkörper im Ohr zu haben.

 

Klang

Lenovo wirbt bei den Air mit dem BES IZ 2000 AI Chipsatz. Die Betonung liegt auf dem AI Teil, welcher für eine besonders gute Signalqualität und Klang sorgen soll. Was wäre auch ein aktuelles technisches Gerät ohne irgendwelche Ai?

Aber hilft diese AI wirklich beim Klang? Nein, dies ist aus meiner Sicht nur Marketing Bla Bla. Dies heißt aber natürlich nicht, dass die Lenovo Air nicht gut klingen!

Dies tun die Ohrhörer allerdings durchaus! Starten wir allerdings am Anfang also bei den Höhen.

Die Lenovo Air sind eher etwas wärmer klingende Ohrhörer. Dementsprechend sind die Höhen auch etwas weicher und stärker abrundend. Diese würde ich nicht als matt oder dumpf bezeichnen, dies wäre auch nicht richtig, aber die Höhen sind auch nicht als besonders brillant zu bezeichnen.

Hier kommt es etwas auf Euren Geschmack an. Mögt Ihr etwas weniger anstrengende Höhe, werdet Ihr zufrieden sein!

Auch wenn Ihr auf kräftige Mitten Wert legt werdet Ihr Eure Freude an den Lenovo Air haben! Stimmen werden sehr schön und natürlich dargestellt.

Allerdings neigt der Bass doch teilweise dazu die Mitten etwas zu überschatten. Der Bass ist bei den Lenovo Air ein Stück weit angehoben, wenn auch nicht übertrieben.

Dieser hat einen guten Punch und einen soliden, wenn auch nicht überragenden Tiefgang. Gerade in Rock oder Metal Musik fühlen sich die Lenovo Air sehr wohl!

Was die Detail Darstellung angeht, würde ich diese als durchschnittlich einstufen, selbiges gilt für die maximale Lautstärke.

Klanglich würde ich die Lenovo Air damit als solide für die 50€ Preisklasse einstufen.

Wie steht es aber um die Signalstabilität?

Ganz gut! Die Lenovo Air nutzen zwar nur Bluetooth 4.2 und nicht das neuere Bluetooth 5.0, aber in der Praxis hatte ich keine Probleme mit dem Abbrechen des Signals.

Man kann dies provozieren, indem man beispielsweise beide Ohren mit den Händen blockiert, aber dies ist ja kein normales Verhalten.

Im normalen Alltag werdet Ihr hier keine Probleme haben.

 

Fazit

Die Lenovo Air sind gute Bluetooth Ohrhörer in der 50€ Preisklasse. Allerdings fällt mir eine Empfehlung schwer.

Warum? Die Ohrhörer sind ziemlich gewöhnlich. Diese klingen völlig okay, aber auch nicht herausragend. Ähnliches gilt auch für den Tragekomfort und das Design.

Es gibt auf dem Markt viele vergleichbare Ohrhörer zu einem vergleichbaren Preis. Den Lenovo Air gelingt es hier nicht aus der Masse herauszustechen.

Solltet Ihr allerdings genau die Klangsignatur der Lenovo Air mögen, diese zu einem super Preis bekommen oder einfach ein Lenovo Fan sein, spricht auch nichts gegen den Kauf der Ohrhörer!

AUKEYs beste! Die AUKEY PB-Y23 20000mAh Powerbank mit Quick Charge und USB Power Delivery im Test

Mit der PB-Y23 hat AUKEY noch recht frisch eine sehr interessante Powerbank im Programm. Die PC-Y23 kann mit einer wirklich hervorragenden Flexibilität punkten, zumindest auf dem Papier.

Diese 20000mAh Powerbank unterstützt mit Quick Charge und dem USB Power Delivery Standard die beiden mit Abstand wichtigsten Schnellladestandards auf dem Markt.

Hinzu kommt ein normaler microUSB Eingang und Lightning Eingang für die Nutzer die noch nicht vollständig auf das USB C Ökosystem umgestiegen sind.

Das Ganze wird in einem angenehm kompakten Gehäuse verpackt.

Klingt doch gut oder? Aber wie sieht es in der Praxis aus? Gibt es einen Haken an AUKEYs PB-Y23?

Wollen wir dies im Test herausfinden!

An dieser stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die AUKEY PB-Y23 im Test

Mit 176 x 69 x 24 mm ist die AUKEY PB-Y23 eine angenehm kompakte Powerbank, für ihre durchaus ordentliche Kapazität von 20000mAh. Auch das Gewicht fällt mit 417g passend aus. Viel kompakter kann man aktuell keine 20000mAh Powerbank bauen.

Auch die Haptik und Verarbeitung gefällt mir. AUKEY nutzt bei der PB-Y23 zwar kein außergewöhnliches Gehäuse, aber dieses würde ich als sehr alltagstauglich einstufen. Die Powerbank ist komplett aus Kunststoff gefertigt.

Der größte Teil des Gehäuses ist dabei aus einem schönen matten Kunststoff gearbeitet, während die Endstücke hingegen aus Hochglanzkunststoff sind. Im Allgemeinen zeigt sich die Powerbank angenehm resistent gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz. Lediglich kleinere Kratzer können und werden entstehen.

Die Massivität der PB-Y23 passt völlig! Die Powerbank lässt sich nicht eindrücken oder verwinden. Auch wirkt der Kunststoff ausreichend dick, klasse!

Wie üblich sind die Anschlüsse der PB-Y23 auf der Front angebracht. Dort finden sich auch vier Status LEDs, welche beim Betätigen des seitlichen Einschalters an gehen.

Die LEDs sind relativ dezent, optimal für Abends in der Wohnung, schlecht für eine Outdoor Nutzung.

Ein- bzw. Ausschalten tut sich die Powerbank beim Anschließen oder trennen eines Gerätes im Übrigen von alleine.

 

Anschlüsse

Die AUKEY PB-Y23 verfügt über insgesamt vier Ports. Drei davon sind auf der Front, einer an der Seite.

Auf der Front finden wir einen normalen USB Port, einen USB C Port und einen Apple Lightning Port. Hinzu kommt ein microUSB Port an der Seite der Powerbank. Dies ist eine durchaus recht exotische Portausstattung.

Damit habt Ihr satte drei verschiedene Anschlüsse um die Powerbank aufzuladen. Gerade der Lightning Port ist eher selten an Powerbanks zu finden und sollte die reinen Apple Nutzer unter Euch erfreuen.

Der USB C Port lässt sich wie so oft sowohl als Eingang wie aber auch als Ausgang nutzen. Dabei unterstützt die PB-Y23 den USB Power Delivery Standard mit bis zu 18W.

Ihr könnt die Powerbank also über den USB C Port schnell aufladen oder Smartphones wie das Apple iPhone Xs, Google Pixel usw. schnellladen.

Der normale USB Ausgang hingegen nutzt Quick Charge 3.0, ebenfalls mit bis zu 18W. Damit ist dieser Port ideal für die diversen Samsung, HTC, Sony und Moto Smartphones.

Bei den Eingängen spricht AUKEY vom maximal 5V/1A beim microUSB Port und 5V/2A bzw. 9V/2A beim Lightning Port.

Mit dieser Ausstattung ist die PB-Y23 eine sehr flexible Powerbank!

  • USB Ausgang (18W, Quick Charge 3.0)
  • USB C Ausgang (18W, USB PD)
  • USB C Eingang (18W, USB PD)
  • MicroUSB Eingang
  • Lightning Eingang

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es allerdings vielleicht etwas mehr Leistung auf dem USB C Port. 18W ist für Smartphones völlig ausreichend, aber für die meisten Notebooks etwas wenig.

 

Die Kapazität

AUKEY gibt die Kapazität der Powerbank mit 20000mAh an, messen konnte ich 18525mAh bzw. 68,546Wh.

Dies entspricht sehr guten 93% der Herstellerangabe! Klasse AUKEY!

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich an der AUKEY PB-Y23 getestet:

  • Apple iPhone Xs
  • Apple iPad Pro
  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016
  • Google Pixel 3 XL
  • Samsung Galaxy S10+
  • Huawei Mate 20 Pro

Hier können wir es an sich kurz machen, denn alle hier aufgeführten Geräte ließen sich problemlos an der AUKEY Powerbank laden und das auch schnell!

Starten wir aber bei den Apple Geräten. Apple Smartphones, Tablets, und Notebooks nutzen den USB Power Delivery Standard zum Schnellladen.

Dementsprechend könnt Ihr diese Geräte auch am USB C Port der Powerbank schnellladen. Im Falle des iPhones wird auch das volle Schnellladetempo von +-18W erreicht. Das iPad Pro und auch das MacBook könnten noch etwas schneller als 18W, aber 18W ist hier gerade für das iPad schon ein sehr gutes Tempo!

Erfreulicherweise ist auch der Quick Charge Port gut Apple optimiert. Habt Ihr also gerade mal kein Lightning zu USB C Kabel zur Hand, lädt das iPhone auch am normalen USB Port flott.

Bei den Samsung Smartphones gibt es natürlich keine Probleme. Diese unterstützen Quick Charge und USB Power Delivery (zumindest das S8/S9/S10), Ihr habt also die Wahl welchen Port Ihr nutzen wollt.

Ähnliches gilt auch für die Huawei Flaggschiffe. In meinem Fall erreichte das Mate 20 Pro an beiden Ports rund 14W Ladestrom. Dies ist schon durchaus als schnell zu bezeichnen, ist aber langsamer als am originalen Ladegerät. Huawei Smartphones nutzen Super Charge als primären Ladestandard, welcher aber nur von Huawei Zubehör unterstützt wird. Allerdings seit dem P10 unterstützen die Huawei Geräte auch Power Delivery als sekundären Standard. Darüber können diese zwar nicht ganz so schnell laden wie über Super Charge aber schneller als regulär.

Der Quick Charge Port der AUKEY Powerbank unterstützt im Übrigen das FCP Protokoll, weshalb das Mate an diesem Port auch schnellladen kann.

 

Das Wiederaufladen

Es gibt vier „Wege“ die AUKEY PB-Y23 aufzuladen, via USB C, via Lightning, via microUSB oder über ein USB Power Delivery Ladegerät.

Wie zu erwarten war ist das USB Power Delivery Ladegerät die schnellste Art die Powerbank zu laden. Hier erreicht diese rund 18W Ladestrom (9V/2A, wie beworben), was in einer Ladedauer von ca. 6 Stunden resultiert.

Ebenfalls recht flott geht das Aufladen bei der Nutzung eines normalen USB A auf USB C Kabel. An einem passenden Ladegerät erreichte die Powerbank hier satte 2,5A bei 5V.

Via Lightning sind 5V/2A möglich und via microUSB erstaunlicherweise nur 5V 1,2A. Ich habe hier zugegeben keine Ahnung warum der microUSB Port so sehr gedrosselt wird.

 

Fazit

Die AUKEY PB-Y23 ist eine hervorragende Powerbank! Diese gehört sogar zu meinen aktuellen Favoriten wenn es um eine moderne allround Powerbank geht.

Dank des Quick Charge 3.0 und des USB C Power Delivery ausgangs ist die AUKEY PB-Y23 wunderbar flexibel und kann fast alle auf dem Markt erhältlichen Smartphones schnell aufladen.

Auch die drei Eingänge tragen zu dieser hervorragenden Flexibilität bei. Selbst wenn Ihr voll im Apple Ökosystem seid, macht die AUKEY PB-Y23 für Euch Sinn, dank des Lightning Eingangs und der USB Power Delivery Unterstützung.

Selbiges gilt aber umgekehrt auch für die Android Nutzer, welche von USB Power Delivery und Quick Charge profitieren.

Damit ist die AUKEY PB-Y23 für fast jeden Nutzer eine gute Wahl! Der einzige Kritikpunkt den ich hätte, wäre der etwas langsame microUSB Eingang, hier empfiehlt es sich USB C oder Lightning zu nutzen.

Das war es aber auch schon! Die AUKEY PB-Y23 kann man blind jedem Nutzer empfehlen, falsch macht man bei diesem Modell definitiv nichts!

AUKEY PB-Y23
Angegebene Kapazität 20000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 18525mAh bzw. 68,546Wh
Erreichte Kapazität in % 93%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 18W max
Geteste Geräte
Apple iPhone Xs ++
Samsung Galaxy S10+ ++
Apple iPad Pro 11 +
Google Pixel 3 XL ++
Huawei Mate 20 Pro +
Nintendo Switch +
Apple MacBook Pro late 2016 0
Kapazität 93%
Verarbeitung 90%
Ladegeschwindigkeit 94%
Anschlüsse und Sonstige Features 98%
Lieferumfang und Verpackung 90%
Preis / Leistung ★★★★★
Testergebnis ★★★★★

Die erste kabellose Powerbank von Xtorm im Test, die Xtorm FSXW302

Xtorm gehört zu meinen Lieblingsherstellern wenn es um Powerbanks und allgemein Smartphone Zubehör geht. Xtorm hat nun vor kurzem seine neuste Powerbank auf den Markt gebracht, die FSXW302.

Bei der FSXW302 handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Powerbank, sondern diese kann einen besonderen Trick.

Auf der Oberseite der Xtorm FSXW302 ist ein kabelloses Ladepad integriert. Zusätzlich besitzt die Powerbank drei reguläre Anschlüsse und eine Kapazität von 6000mAh.

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen wie gut die Xtorm FSXW302 in der Praxis ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test!

 

Die Xtorm FSXW302 Powerbank im Test

Mit 139 x 68 x 14,6mm und einem Gewicht von 164g ist die Xtorm FSXW302 eine vergleichsweise große Powerbank für die angegebene Kapazität von 6000mAh.

Dies hat allerdings auch gute Gründe. Der wichtigste ist klar das kabellose Aufladen von Smartphones, welches immer ein gutes Stück Platz frisst. Für eine Powerbank mit kabellosem Aufladen ist die Xtorm FSXW302 sogar recht kompakt!

Starten wir aber am Anfang, also beim Gehäuse. Xtorm setzt hier auf ein dreiteiliges Kunststoff Gehäuse, ähnlich wie bei der Xtorm FS303.

Die Oberseite und Unterseite besteht aus einem stark texturierten Kunststoff, während der Rahmen aus einem normalen glatten Kunststoff gefertigt ist. Wenn man so will kopiert hier Xtorm die Bauweise vieler Smartphones in die Powerbank-Welt.

Was die Verarbeitungsqualität angeht, gibt es nichts zu bemängeln! Die Powerbank fühlt sich ausreichend massiv und stabil gebaut an. Auch lässt sich die Oberseite/Unterseite nicht eindrücken.

Lediglich um den Einschalter lässt sich das Gehäuse etwas eindrücken, aber das auch nur mit viel Kraft.

Kurzum die Xtorm FSXW302 ist eine gut gebaute Powerbank! Allerdings würde ich die FSXW302 auch nur bedingt als „Premium“ einstufen. Es ist ein gutes Gehäuse nicht mehr und nicht weniger.

Wenn Ich am Gehäuse einen Kritikpunkt hätte, dann wäre es die Positionierung des Einschalters. Dieser ist leicht überstehend auf der Oberseite angebracht.

Es kann in einer Tasche also passieren, dass der Schalter unabsichtlich gedrückt wird und das kabellose Laden ein/ausschaltet. Dies ist kein Drama, aber könnte eleganter gelöst sein.

 

Anschlüsse der FSXW302

Das wichtigste Merkmal der FSXW302 von Xtorm ist klar das kabellose Ladepad. Unter der Oberseite der Powerbank ist ein 5W Ladespule integriert, welche es erlaubt Smartphone und Co. auch unterwegs kabellos zu laden.

Wobei ich dies unterwegs eher für semi praktisch halte. Kabelloses Laden ist ineffizienter und langsamer als kabelgebundenes Laden. Wollt Ihr also das Maximum an Kapazität aus der Powerbank holen nutzt lieber ein Kabel.

Hierfür bietet die Powerbank gleich drei Anschlüsse! Auf der Front finden sich zwei normale USB A Ports mit 5V 2,1A, wie aber auch ein USB C Port.

Der USB C Port ist sowohl Eingang wie auch Ausgang. In beide Richtungen soll der Port 5V 3A leisten.

Damit sollte ein zügiges Aufladen der Powerbank sichergestellt sein.

 

Die Kapazität

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Xtorm mit 6000mAh angegeben. Messen konnte ich 20,134Wh bzw. 5441mAh @ 3,7V.

Dies entspricht satten 90,6% der Herstellerangabe, was ein top Wert ist! Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Diese werden hier auch vermutlich genau 6000mAh haben. Jedoch bei ihrer Entladung geht etwas Energie durch interne Umwandlungen verloren.

In der Regel kann man sagen, dass Powerbanks 80-90% nutzbare Kapazität haben. Über 90% ist hier selten.

Bedenkt allerdings, dass gerade beim kabellosen Laden nochmals einiges an Energie verpufft. Meine Werte beziehen sich hier nur auf das kabelgebundene Laden.

 

Ladetempo

Folgende Smartphones habe ich in Kombination mit der Xtorm FSXW302 getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Xiaomi Mi 9
  • Samsung Galaxy S10+

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es keine Überraschungen bei der Xtorm FSXW302 gibt. Die USB Ports sind normale USB Ports und dementsprechend fällt das Ladetempo zwar gut aus, aber natürlich nicht auf dem Level eines Schnell-Ladegerätes.

Lediglich beim iPhone gibt es eine kleine Besonderheit. Der USB A Port neben dem USB C Port ist nicht IOS optimiert! Hier liegt das maximale Ladetempo für IOS Geräte bei 1A! Der andere USB A Port hingegen ist sehr gut IOS optimiert, hier erreicht das Xs Max satte 2,33A was sehr flott ist!

Probleme beim kabellosen Aufladen konnte ich im übrigen nicht beobachten. Hier erreichen wir das übliche „Standard“ Tempo.

 

Wiederaufladen

Xtorm gibt das maximale Wiederaufladetempo mit 5V 3A an. Dies kommt auch ziemlich genau hin!

Egal ob Ihr ein USB A auf USB C Kabel oder direkt ein USB C auf USB C Kabel zum Aufladen nutzt, die Powerbank versucht immer diese 3A zu erreichen bzw. genau genommen 2,9A.

Kann Euer Ladegerät natürlich keine 5V 3A liefern, dann wird das Aufladetempo reduziert.

Die Powerbank ist an einem passenden Ladegerät in rund 2 Stunden (etwas mehr) wieder voll, was sehr schnell ist!

Es ist im Übrigen auch möglich die Powerbank gleichzeitig zu laden und das kabellose Ladepad zu nutzen.

 

Fazit

Die Xtorm FSXW302 ist eine sehr gute Powerbank! Zumindest dann wenn Ihr eine kompakte und vor allem „kabellose“ Powerbank sucht.

Die Möglichkeit Smartphones und auch Zubehör kabellos aufzuladen ist natürlich das Feature der Xtorm FSXW302. Die Powerbank kann dabei sogar gleichzeitig kabellos laden und selbst aufgeladen werden.

Auf Wunsch könnt Ihr die FSXW302 zu Hause also als kabelloses Ladepad nutzen und bei Bedarf halt mitnehmen. Super!

Auch kabelgebunden ist das Ladetempo sowohl der Powerbank selbst, wie auch im Zusammenspiel mit Android und IOS Smartphones top, auch wenn kein Quick Charge oder USB PD mit an Board ist.

Lediglich den veranschlagten Preis mit rund 50€ finde ich vielleicht etwas hoch. Die Xtorm FSXW302 ist aus meiner Sicht nicht überteuert, aber schon am oberen Preisende angesiedelt.

Dennoch erhaltet Ihr hier eine gute Powerbank!

Immer noch aktuell! Eine Flut an fake Speicherkarten mit Versand durch Amazon? 256GB microSD Speicherkarten von Dawell, Karenon, Adamdsy im Test

Ich war bei Amazon auf der Suche nach einer günstigen 256GB microSD Speicherkarte. Hier bin ich auf Modelle von Dawell, Karenon und Adamdsy gestoßen.

Während man bei Samsung oder Sandisk für 256GB Speicherkarten 60-80€ zahlt verlangen diese Hersteller für ihre Modelle gerade einmal um die 30€.

Klingt doch zu gut um wahr zu sein? Natürlich sind mir auch die Fake Speicherkarten bekannt welche man bei Aliexpress, eBay und Co. bekommen kann. Das besondere an den Modellen von Dawell, Karenon und Adamdsy ist, dass diese zum einen sehr prominent in der Amazon Suche platziert sind und auch von Amazon versendet werden! Letzteres ist doch sicherlich ein Beweis für die Seriosität.Welcher Händler wäre schon so dreist fake Ware bei Amazon einzulagern?

Dies hat mich überzeugt doch einmal zwei dieser Modelle zu bestellen.

Sind die Speicherkarten von Dawell und Karenon Fake?

Die 256GB microSD Speicherkarten von Dawell und Karenon im Test

Auf den ersten Blick sind die Speicherkarten von Dawell und Karenon verdächtig ähnlich. Beide werden einfach in einer kleinen Plastiktüte geleifert, in welcher eine Plastikbox mit microSD Karte und SD Adapter steckt.

Der SD Adapter ist bei beiden Karten identisch!

Die microSD Karten selbst sind zwar unterschiedlich bedruckt, aber weisen dennoch eine gewisse Ähnlichkeit auf. Man verwendet hier das zweiteilige Design welches auch Samsung oder Sandisk nutzt.

Dieses macht auf Bildern immer einen recht hochwertigen Eindruck, hochwertiger als eine einfache schwarze Speicherkarte.

Praktisch ist die Bedruckung hier aber eher mäßig qualitativ. Dieser weißt beispielsweise eine leichte Streifenbildung auf.

Ganz klar gesagt beide microSD Karten scheinen vom selben Hersteller zu stammen! Beide wirken auch qualitativ eher mäßig wertig, aber auch nicht so billig, dass sie auf jeden Fall Fake sein müssen.

 

Fake oder echt?

Beide Speicherkarten scheinen auf den ersten Blick zu funktionieren und werden auch als 256GB erkannt. Meine typischen Benchmark Tools liefen auch problemlos, soweit.

Dawell
Karenon

Wenn man sich aber die Benchmarks anschaut merkt man, dass irgendwas nicht stimmt. Die Lese/Schreib Werte sind arg niedrig. 18MB/s lesen ist für eine 256GB Speicherkarte einfach zu wenig! Größere Speicherkarten haben eigentlich immer gute Leseraten. Schreibend kommen wir auf 8-9MB/s, was natürlich brutal langsam ist.

Hier stechen vor allem die Werte bei sehr kleinen Dateigrößen ins Auge, welche mit 0,002MB/s abartig langsam sind.

Hier mal zum Vergleich eine Samsung microSD Speicherkarte.

So sollten die Werte aussehen, Samsung microSDXC EVO+ 256GB
Aber gut mir wären diese Werte egal, wenn ich dafür eine super billige 256GB microSD Speicherkarte bekomme.

Leider jedoch sind beide Karten Fake!

Mit dem Tool H2testw lässt sich dieses leicht nachprüfen.

Dawell
Kareon (in echt nur 32GB)

Hier fallen beide Speicherkarten beim Lesen der geschriebenen Daten durch.

 

Wie verhalten sich Fake Speicherkarten im Alltag?

Auf den ersten Blick funktionieren Fake Speicherkarten immer problemlos. Windows erkennt diese als 256GB und selbiges gilt auch für Android. Ein erneutes Formatieren ändert in der Regel nichts daran, sofern das Formatieren nicht scheitert, was passieren kann.

Schreibt Ihr Daten auf die Speicherkarte funktioniert dies meist auch problemlos, könnte man denken.

Die geschrieben Daten können allerdings plötzlich verschwinden oder unbrauchbar sein. Beispielsweise ich habe eine 100GB RAR Datei auf die Speicherkarten kopiert.

Dies hat problemlos funktioniert, auch das Herunterkopieren. Am Ende lag wieder eine 100GB Datei auf meinem Desktop, die jedoch kaputt ist. Nur rund 34GB ließen sich von den 100GB entpacken.

Ich nehme an es handelt sich hier also um 32GB Speicherkarten handelt.

Dies ist aber das Tückische! Legt Ihr diese in Euer Smartphone wird zunächst alles super funktionieren, bis ihr über 32GB auf die Karten schiebt. Hierdurch fällt es vielen normal Nutzern nicht auf, dass die Karten Fake sind, erst wenn z.B. alte Fotos verschwinden.

 

Sonstiges

Hier noch ein paar sonstige Daten.

Die Kareon Karte wird von einem gleichnamigen Händler bei Amazon verkauft. Dieser gibt folgende Adresse an:

Geschäftsadresse:Shanghaishifengxianquqinggaolu368hao3chuang2076shiShanghaiShanghai201414CN

Die Dawell Karte stammt vom Händler INFANT GARDNER. Bei Amazon gibt dieser die Adresse an:

Geschäftsname:nanjingyongshengmeirongmeifayongpinyouxiangongsi

Handelsregisternummer:91320106733146680B

Geschäftsadresse:zhanlongzhenzhanlicunliyuanquludongerpian1haopuningshiguangdongsheng515300CN

Auf der Dawell Speicherkarte steht auch noch „MMBAX32GBT23C10-TO“ Ich tippe mal das 32GB steht bei dieser Seriennummer für die echte Kapazität.

 

Fazit

Wenn etwas zu gut um wahr zu sein aussieht, ist es dies meist auch. Dies gilt auch für Speicherkarten mit Versand durch Amazon.

Nach diesem Test gehe ich stark davon aus, dass alle Speicherkarten der Hersteller Dawell, Karenon und Adamdsy Fake sind!

Fake Speicherkarten sind ja nichts neues, neu ist nur, dass diese mit Versand durch Amazon verkauft werden. In der Regel kommen solche Speicherkarten direkt aus China und sind auch nicht groß beworben.

Dawell, Karenon und Adamdsy hingegen arbeiten hier mit einer Dreistigkeit die ich bisher noch nie gesehen. Wirklich Fake Produkte bei Amazon einzulagern und dann auch noch dafür zu zahlen, dass diese Produkte von Amazon beworben werden wenn man nach 256Gb Speicherkarten sucht, ist schon hart.

Hier könnte man natürlich Amazon etwas den schwarzen Peter zuschieben, dass diese niemals die Produkte überprüft haben, aber auf der anderen Seite ist die Rückabwicklung durch Amazon absolut problemlos! Amazon ist in diesem Punkt schon sehr vorbildlich.

Schade ist es nur für die unerfahren Nutzer die sich hier über eine 256GB Speicherkarte für unter 30€ freuen, diese ins Smartphone einlegen und nicht oder erst spät merken, dass Daten über eine gewisse Kapazität hinaus einfach kaputt gehen……

Mein Tipp kauft Speicherkarten nur von großen Herstellern wie Sandisk, Samsung usw. und auch nur dann, wenn die Preise passen. Passen bedeutet, wenn diese nicht signifikant unter dem normalen Marktpreis liegen! Dieser lässt sich mit Preisvergleichen ganz gut ermitteln, hier beispielsweise bei Geizhals.

Vieles ist zwar in Asien günstiger, aber Speicherprodukte erfahrungsgemäß nur absolut minimal. Es ist also aktuell auf dem Weltmarkt keine 256GB microSD Speicherkarte für unter 30€ zu bekommen, leider.

Wenn Ihr Euch die Speicherkarten bei Amazon ansehen wollt solange sie noch verfügbar sind:

Anschauen ist Okay, aber NICHT Kaufen!

EDIT: Aktuell wird Amazon regelrecht von diesen Speicherkarten geflutet! Weitere Hersteller von vermutlich Fake 256GB microSD Karten LETOUR, weiluop, Bondisk, Generic, Larenzon. Alle sind nach dem selben Prinzip vom vermutlich selben Händler unter anderen Namen eingestellt!

EDIT 19.05 weitere „dubiose“ Speicherkarten BARTVE, tomadisk, TERMANK, TAKUNA, Masaka, NASART

Der Anker PowerCore 10000 PD im Test

Mit dem PowerCore 10000 PD hat Anker seine bislang kompakteste Powerbank mit den USB Power Delivery Standard auf den Markt gebracht.

Die handlichen Abmessungen sind dabei sicherlich die größte Stärke der Powerbank, in Kombination mit der Möglichkeit viele Smartphones wie das Apple iPhone Xs schnell zu laden.

Damit könnte der PowerCore 10000 PD die ideale „Alltagspowerbank“ für viele Nutzer mit modernem Smartphone sein.

Aber ist der Anker PowerCore 10000 PD in der Praxis auch wirklich so gut wie er auf dem Papier aussieht? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker PowerCore 10000 PD im Test

Das erste was beim neuen PowerCore 10000 PD auffällt sind sicherlich die Abmessungen. Mit 113,8 x 52,4 x 25,3 mm ist die Powerbank für die Kapazität von 10000mAh nicht zu groß, ganz im Gegenteil. Diese ist eine der kompakteren Modelle dieser Kapazitätsklasse.

Dabei ist auch die von Anker gewählte Form sehr angenehm! Die Powerbank ist relativ rundlich und liegt so gut in der Hand und sollte auch in schmale Hosentaschen gut passen.

Bei der Materialwahl bleibt sich Anker und auch der PowerCore II Serie treu. Die Powerbank ist aus einem schwarzen Kunststoff gewählt, welcher zu der wertigeren Sorte gehört.

Zudem nutzt Anker hier auch die interessante Wabenstruktur, welche auch schon bei anderen Anker Powerbanks zu finden war. Diese Wabenstruktur gibt der Oberseite der Powerbank eine ganz feine leicht raue Textur, welche sich durchaus angenehm anfühlt. Die Unterseite der Powerbank hingegen besteht aus einem matten Kunststoff.

Was die Verarbeitung und auch die Haptik angeht, hat hier Anker einen perfekten Job gemacht! Viel besser kann man eine Kunststoff Powerbank nicht bauen!

Es lässt sich nichts eindrücken, verwinden oder Ähnliches.

 

Anschlüsse des Anker PowerCore 10000 PD

Der Anker PowerCore 10000 PD verfügt nur über zwei Anschlüsse auf seiner Front. Bei diesen handelt es sich um einen USB C Port und einen regulären USB A Port.

Der „reguläre“ USB A Port unterstützt dabei die typischen 5V/2A und ist so ein wenig als Fallback gedacht, falls Ihr kein USB C Gerät oder Kabel auf Tasche habt.

Der USB C Port hingegen ist der wahre Star der Show. Dieser unterstützt das USB Power Delivery Protokoll und zwar in beide Richtungen.

Ihr könnt mit dem PowerCore 10000 PD also viele Geräte wie das iPhone Xs, Google Pixel, iPad Pro, Nintendo Switch, Samsung Galaxy S10 usw. schnellladen.

Ja viele wenn nicht sogar fast alle aktuellen Smartphones mit USB C Port können via USB Power Delivery schnellgeladen werden! Auch wenn Hersteller wie Samsung oder auch Huawei einen USB PD Support meist nicht offen bewerben ist dieser durchaus vorhanden.

Mehr dazu in meinen Ladeanalysen.

Für Notebooks ist der PowerCore aber nur bedingt geeignet, denn die Leistung des USB C Ports ist mit 18W (5V/3A, 9V/2A, 15V/1,2A) eher für Smartphones und Tablets optimal.

Der PowerCore 10000 PD kann auch mit bis zu 18W geladen werden.

Neben den Anschlüssen verfügt die Powerbank natürlich auch über einen Einschalter und vier Status LEDs. Diese leuchten auf wenn Ihr den Einschalter betätigt und informieren Euch über die verbliebende Restladung.

 

Die Kapazität

Interessanterweise gibt Anker die Kapazität beim PowerCore 10000 PD mit „5000mAh 7,26V/36.3Wh“ an.

„Aber ich dachte dies wäre eine 10000mAh Powerbank?!“

Ist es auch! Die mAh Angabe ist sehr relativ ohne die Spannung zu kennen. In der Regel arbeiten normale Powerbanks intern mit einer Spannung von 3,6/3,7V, was die Standard Spannung einer Lithium Zelle ist.

Daher ist die Kapazität bei den meisten Powerbanks bei 3,6/3,7V angegeben.

Hier scheint allerdings Anker zwei 5000mAh Zellen in Reihe geschaltet zu haben, woraus die höhere Spannung von 7,26V resultiert( 7,26/2 = 3,63V).

5000mAh bei 7,26V ist letztendlich die gleiche Kapazität wie 10000mAh bei 3,63V oder auch 20000mAh bei 1,815V usw.

„mAh * V = Kapazität“ so kann man es vereinfacht ausdrücken.

Daher geben auch viele USB Multimeter sehr viel geringere mAh Werte an als von den Powerbank Herstellern versprochen. Aus dem USB Port kommen 5V, während die Powerbank Hersteller mit 3,6/3,7V rechnen.

Viel besser und genauer ist es hier auf den Wh Wert zu achten, welcher Spannung und Strom ins Verhältnis setzt.

Kommen wir damit auch zu meiner Messung. Ich konnte eine Kapazität von 32,319Wh messen bzw. 8734mAh @3,7V.

Dies ist eine ordentliche Kapazität! Ja es ist völlig normal, dass Powerbanks nie die beworbene Kapazität völlig erreichen.

Die beworbene Kapazität bezieht sich hier immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen, welche auch hier 10000mAh haben werden. Jedoch beim Entladen geht immer etwas Energie verloren.

 

Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Anker PowerCore 10000 PD getestet:

  • Samsung Galaxy S10+
  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 11
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Xiaomi Mi 9
  • Nintendo Switch

Hier können wir es an sich recht kurz machen, denn alle hier aufgeführten Geräte lassen sich an der Powerbank schnellladen.

Bei den Apple Geräten, wie auch bei der Nintendo Switch und dem Google Pixel 3 XL ist dies nicht überraschend. Hier wird offen kommuniziert das USB Power Delivery als primärer Ladestandard zum Einsatz kommt.

Diese Geräte nutzen auch die 18W maximale Leistung mehr oder weniger voll zum Laden aus. Das Apple iPad Pro könnte noch etwas schneller laden, erreicht aber dennoch das Tempo des von Apple mitgelieferten Schnellladegerätes.

Xiaomi, Samsung und auch viele Huawei Smartphones unterstützen auch USB Power Delivery zum schnellladen, aber das nur als sekundärer Standard.

Beim Samsung Galaxy S10 gibt es keine Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Quick Charge und USB Power Delivery. Beim Mi 9 und auch beim Huawei Mate 20 Pro hingegen schon. Diese beiden Smartphones laden an einem USB Power Delivery Ladegerät/Powerbank etwas langsamer als an den originalen Ladegeräten, aber immer noch schneller als an einem normalen 0815 Ladegerät.

Mehr dazu:

 

Wiederaufladen des Anker PowerCore 10000 PD

Ihr habt im Grunde zwei „Optionen“ den PowerCore 10000 PD aufzuladen, wenn dieser leer ist.

Option a wäre über ein USB A auf USB C Kabel an einem normalen Ladegerät. Hier lädt allerdings der PowerCore 10000 PD mit 5V 1A im Maximum recht langsam! Das Aufladen würde so rund 10 Stunden dauern.

Option b, Ihr habt ein USB Power Delivery Ladegerät. Damit geht es etwas schneller. Wenn dieses eine 15V Spannungsstufe hat, erreicht die Powerbank 15V und 1,108A in der Spitze, also 16,62W. Damit ist die Powerbank in ca. 3,5 Stunden voll. Unterstützt Euer USB PD Ladegerät nur die 5V und 9V Stufe (wie die meisten 18W Modelle), dann kommen wir auf 9V 1,88A, was ebenfalls 16,xW ergibt.

 

Fazit

Ihr habt ein aktuelles Apple Smartphone oder vielleicht auch ein Google Pixel? Dann ist der Anker PowerCore 10000 PD die ideale Powerbank für Euch!

Diese ist angenehm handlich für die ordentliche Kapazität von 10.000mAh und zudem in der Lage sehr viele aktuelle Geräte schnell zu laden.

Hierzu zählen primär die Apple Geräte wie das iPhone Xs oder auch das neue iPad Pro. Natürlich lassen sich auch viele andere Modelle am PowerCore schnellladen, wie die Nintendo Switch, das Google Pixel, das Samsung Galaxy S10 usw.

Zusätzlich zum schnellladefähigen USB C Port besitzt die Powerbank auch noch einen klassischen USB A Port, als „Fallback“ falls Ihr ein älteres Gerät laden wollt.

Auch das Aufladen der Powerbank geht angenehm schnell, aber leider nur, dann wenn Ihr auch ein USB Power Delivery fähiges Ladegerät habt. An einem normalen Ladegerät erreicht die Powerbank lediglich 1A/5V.

Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich finden konnte. Abseits davon ist der Anker PowerCore 10000 PD hervorragend!

Eine volle Empfehlung für alle Nutzer die eine wertige, kompakte und schnelle Powerbank für Ihr iPhone X/Xs, iPad, Google Pixel oder Nintendo Switch suchen.

Anker PowerCore 10000 PD
Angegebene Kapazität 10000mAh
Preis bei Amazon
Erreichte Kapazität 8734mAh 32,319Wh
Erreichte Kapazität in % 87%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 16,62W
Geteste Geräte
Apple iPhone Xs ++
Samsung Galaxy Note 9 ++
Apple iPad Pro 11 +
Google Pixel 3 XL ++
Huawei Mate 20 Pro +
Nintendo Switch +
Apple MacBook Pro late 2016 0
Kapazität 87%
Verarbeitung 90%
Ladegeschwindigkeit 90%
Anschlüsse und Sonstige Features 90%
Lieferumfang und Verpackung 85%
Preis / Leistung ★★★★
Testergebnis ★★★★★