Start Blog Seite 221

Testbericht, das Bresser Wetter Center 5-in-1

Heim-Wetterstationen sind oft so eine Sache. Viele haben eine und vermutlich den meisten ist auch schon mindestens eine kaputt gegangen.

Gerade die super günstigen Modelle sind meist nicht von Haltbarkeit geprägt. Aber gibt es nichts besseres als diese Dinger die andauernd kaputt gehen und auch nicht sonderlich genau sind?

Natürlich gibt es diese! In der Regel muss man hierfür aber ein paar Preisklassen nach oben gehen, wie beispielsweise beim BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1, der Froggit WH3000SE usw.

Was aber wenn man nicht ganz so viele Funktionen benötigt oder beispielsweise auf die WLAN Anbindung verzichten kann?

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 8

Hier kommt nun das Bresser Wetter Center 5-in-1 ins Spiel! Hierbei handelt es sich um eine durchaus etwas größere Wetterstation, welche aber dennoch preislich in einem Heimnutzer verträglichen Rahmen unterwegs ist.

Dabei soll die Wetterstation mit sehr präzisen Werten und durchaus auch erweiterten Sensoren wie für Wind und Regen punkten.

Aber gelingt dies auch? Ist das Bresser Wetter Center 5-in-1 empfehlenswert?

Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Bresser, welche mir das Wetter Center für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Viele Versionen

Bresser bietet sein Wetter Center 5-in-1 in diversen unterschiedlichen Versionen an. Alle diese Versionen haben aber den Außensensor gemein.

Dieser ist hier immer identisch, lediglich die Innen-Basisstation ist anders. Teilweise habt Ihr hier ein größeres, kleines Display, Farbe oder nur schwarz/weiß und es gibt sogar eine Version mit WLAN Funktionalität.

  • Bresser Wetter Center 5-in-1 <- einfaches S/W Display
  • Bresser 5-in-1 Comfort Wetter Center <- Farbdisplay
  • Bresser WLAN Farbwettercenter mit 5-in-1 Profi-Sensor <- Farbdisplay und WLAN
  • Bresser XXL Wettercenter JC mit 5-in-1 Aussensensor <- XXL S/W Display

Preislich sind diese Wetterstationen recht dicht beieinander. Die Versionen mit S/W Display sind natürlich am günstigsten mit knapp über 100€ im Handel.

Wollt Ihr ein Farbdisplay und WLAN müsst Ihr schon 150€ in die Hand nehmen.

Für diesen Test habe ich die einfache Version mit einem schwarz/weiß Display.

 

Das Bresser Wetter Center 5-in-1

Das Bresser Wetter Center 5-in-1 besteht aus zwei Komponenten. Zum einen natürlich die Basis-Station mit Display und zum anderen den Außensensor.

Der wahre Star bei diesem Set ist natürlich der 5-in-1 Außensensor. Wie der Name schon vermuten lässt, besitzt dieser fünf Sensoren welche in einer „Box“ integriert sind. Bei diesen Sensoren handelt es sich um:

  • Temperatur / Luftfeuchtigkeit
  • Luftdruck
  • Windrichtung
  • Windgeschwindigkeit
  • Niederschlag

Verglichen mit dem „großen“ Bresser Profi Wettercenter fehlt also nur der UV Sensor. Interessanterweise ist für diesen auch bereits eine Aussparung im Gehäuse vorhanden, in welcher allerdings kein Sensor verbaut ist.

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 2

Aufgrund der Anzahl an Sensoren ist das Außenmodul natürlich ein etwas größerer Brocken. Ihr habt hier zwei Möglichkeiten diesen zu montieren, entweder auf einem Brett oder anderen flachen Oberfläche oder an einem Rohr.

Optisch ist der Außensensor recht klassisch. Nein dieser ist nicht so schick wie von Homematic IP, wirkt aber mit seinem weißen Kunststoff angenehm professionell und wertig

Der Sensor ist zweiseitig aufgebaut. Auf der linken Hälfte finden wir nur den Topf für die Niederschlagsmessung. Auf der unteren rechten Seite ist der Temperatursensor mit einem Sonnenschutz angebracht.

Dieser soll verhindern, dass sich der Sensor durch Sonneneinstrahlung übermäßig erwärmt und somit die Messwerte verfälscht.

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 3

Ganz auf der rechten Seite ist das „Rad“ für die Messung der Windgeschwindigkeit und die Windfahne angebracht.

Angetrieben wird der Außensensor von drei AA Batterien. Zu deren Haltbarkeit kann ich leider noch nichts sagen, aber Ihr könnt mit mehreren Jahren rechnen. Mein „Pro“ Tipp, benutzt Lithium AA Batterien, die halten in solchen Wetterstationen ewig.

Aber natürlich bringt uns die Wetterstation alleine nicht viel. Kommen wir damit zur Displayeinheit.

In meinem Fall handelt es sich um eine recht einfache Displayeinheit mit einem durchaus ausreichend großen schwarz/weiß LCD Display.

Dieses ist vertikal im Gehäuse integriert und sieht im Allgemeinen sehr ordentlich aus. Die Schärfe und auch die Ablesbarkeit würde ich als gut einstufen. Auch die Blickwinkelstabilität ist okay.

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 4

Ja bei extremen Blickwinkeln kann das Ablesen etwas schwerer sein, aber für eine Wetterstation macht hier die Bresser einen guten Job.

Das Display ist auch beleuchtet, die Beleuchtung muss allerdings manuell eingeschaltet werden, was über einen Knopf auf der Oberseite geschieht.

Eine dauerhafte Beleuchtung würde vermutlich zu viel Energie fressen, da die Wetterstation wie auch das Außenmodul über drei AA Batterien mit Strom versorgt wird.

Auf der Front der Basisstation finden wir sechs Tasten, welche dem Abruf von historischen Daten wie auch minimal und maximal Werten dienen.

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 1

Weitere Tasten sind auf der Rückseite der Wetterstation angebracht. Diese sind allerdings primär für Einstellungen (Uhrzeit, Grad/Fahrenheit usw).

Was die Positionierung angeht, habt Ihr die Wahl, Ihr könnt die Wetterstation entweder Aufstellen oder Aufhängen.

 

Messwerte und Feature

Was kann das Bresser Wetter Center 5-in-1 nun alles Messen und Anzeigen? Starten wir mit den Messwerten:

  • Innen-Temperatur
  • Außen-Temperatur
  • Innen- Luftfeuchtigkeit
  • Außen-Luftfeuchtigkeit
  • Niederschlag
  • Windrichtung
  • Windgeschwindigkeit / Böen-geschwindigkeit
  • Luftdruck

Zusätzlich zu diesen Messwerten wird Euch noch:

  • Uhrzeit
  • Datum
  • Mondphase
  • Wochentag
  • 12 StundenVorhersage
  • Windtemperatur
  • Beaufortskala

Auf dem Display angezeigt. Einige dieser Angaben werden permanent angezeigt, einige nur optional. Leider müsst Ihr Euch beispielsweise zwischen Niederschlag und Luftdruck entscheiden, beides gleichzeitig kann nicht angezeigt werden.

Auch bei der Windgeschwindigkeit müsst Ihr Euch zwischen einem Durchschnittswert und der Böengeschwindigkeit entscheiden. Letztere finde ich aber grundsätzlich deutlich interessanter und wichtiger.

Die aktuelle Windgeschwindigkeit wird noch einmal mit einer „leicht, mittel, schwer, Sturm“ Angabe verdeutlicht wie auch mit der Beaufortskala (0-12).

Die Windrichtung wird sogar in einem kleinen Diagram visuell dargestellt, abseits davon setzt die Wetterstation auf nackte Zahlen und ein Bar-Diagramm für historische Werte.

Ja die Wetterstation speichert auch historische Werte welche über die Tasten auf der Front abgerufen werden können. Ihr könnt entweder stundengenau durchschalten oder über die Min/Max Taste die jeweiligen Höchstwerte aufrufen. Die Wetterstation speichert dabei nicht nur den Wert sondern auch Datum und Uhrzeit wann diese Werte erreicht wurden.

Das Aufrufen der historischen Werte ist zwar etwas fummelig, aber an sich so gut umgesetzt wie dies bei einer nicht vernetzten Wetterstation möglich wäre, lob hier an Bresser.

 

Wie genau sind die Werte?

Stellt sich natürlich die Frage wie genau denn die Werte der Wetterstation sind. Dies ist nicht ganz einfach zu beurteilen, versuchen wir es aber dennoch.

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 14

Starten wir bei der Temperatur. Man müsste meinen das es im Jahr 2019 problemlos möglich ist Temperaturen genau zu messen. Praktisch ist dies aber anscheinend nicht so einfach!

Hier einfach mal eine Demo-Messung aus meinem Büro (Test 1) und eine Outdoor Messung in der Sonne (Test 2).

Temperatur

Wie wir sehen können sich die Messgeräte nur grob auf eine Temperatur einigen. Im Allgemeinen scheint aber das Bresser Wettercenter recht gut mit dabei zu sein.

Zumindest bei dieser Messung. Bei einem richtigen Outdoor Einsatz neigt der Außensensor subjektiv zu etwas höheren Temperaturen, gerade bei Sonneneinstrahlung.

Dennoch würde ich den Außen-Sensor als ausreichend genau einstufen, genau wie den Innensensor.

Wie steht es um den Regen?

Erneut überlasse ich Euch die Entscheidung welcher Sensor der genauste ist. Im folgenden haben ich mir die gemessenen Werte von fünf unterschiedlichen Wetterstationen aufgeschrieben, welche im gleichen Garten stehen und alle ungefähr gleich viel Regen abbekommen sollten.

Kleinere Abweichungen und Unterschiede sind also normal.

Regen

Erneut gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen zwischen den einzelnen Stationen, aber im groben kann man schon eine Tendenz ablesen.

Tendenziell scheinen die Werte des Bresser Wetter Center 5-in-1 zu passen, auch wenn diese etwas niedriger als beim Bresser Profi Wettercenter und der Froggti WH3000 ausfallen, die ich als am glaubwürdigsten einstufe.

Was die Regenmessung angeht, würde ich das Bresser Wetter Center 5-in-1 etwas stärker einstufen als die bekannte Netatmo Wetterstation.

Zu guter Letzt, wie steht es um den Wind?

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 15

Leider ist es hier für mich nicht möglich all meine Wetterstationen nebeneinander aufzureihen, um für gleiche Verhältnisse zu sorgen. Daher nutze ich hier ein kleines Windmessgerät (UNI-T UT363 BT) als Referenz.

Erfreulicherweise passen die Messwerte des Bresser Wetter Center 5-in-1 bei niedrigen bis mittleren Windgeschwindigkeiten ziemlich gut! (Höhere kann ich mangels Windtunnel nicht überprüfen) natürlich gibt es Abweichungen (10-20%), aber viel genauer ist hier keine mit bekannte Wetterstation. Hier steht diese seinem großen Bruder nichts nach. Lediglich die Auflösung und Rundungen im unteren Bereich könnte etwas besser sein.

So ist die unterste Stufe 0,8m/s, die nächste Stufe scheint 2m/s zu sein, die nächste 3m/s usw.. Windgeschwindigkeiten dazwischen gibt es nicht. Hier rundet die Station auf diese Werte auf bzw. ab.

Bei höheren Windgeschwindigkeiten ist dies aber nicht mehr ganz so relevant.

 

Fazit

Ihr sucht eine vernünftige Wetterstation mit einer vielleicht etwas erweiterten Ausstattung und vernünftigen Zuverlässigkeit?

Dann seid Ihr beim Bresser Wetter Center 5-in-1 an der richtigen Adresse!

Für knapp über 100€ erhaltet Ihr hier ein wirklich gutes Gesamtpaket, wo gerade der Außensensor ein High Light ist. Dieser arbeitet zwar nicht ganz so akkurat wie beim Profi Modell von Bresser, aber für den Heimnutzer taugen die hier gemessen Werte völlig!

Gerade Dinge wie die Regenmenge und die Windgeschwindigkeit sind ausgesprochen interessant zu beobachten.

Testbericht, Das Bresser Wetter Center 5 In 1 11

Ihr müsst Euch beim Kauf nur für das für Euch passende Innenmodul entscheiden. Zwar zeichnet auch das einfache S/W Innenmodul Statistiken usw. in einem gewissen Rahmen auf, solltet Ihr aber wirklich Interesse an historischen Wetterdaten und Aufzeichnungen haben, dann würde ich Euch zur WLAN Version raten.

Ähnlich wie das Profi Wettercenter nutzt dieses Weather Underground für Statistiken usw. Mehr dazu hier.

Für welche Version Ihr Euch auch entscheidet, schlecht wird keine seine.

Der eufy RoboVac 30c im Test, der beste Staubsaugroboter unter 300€?

Ein Staubsaugroboter war vermutlich eine der größten Revolutionen in meinem Haushalt aller Zeiten. Nichts ist schöner als einem Roboter bei der Arbeit zuzusehen die man eigentlich selbst verrichten müsste.

So scheine nicht nur ich zu denken, denn im Handel gibt es duzende Saugroboter von vielen Herstellern. Einer der kleineren Hersteller ist hier eufy, bei welchen es sich um eine Tochtermarke von Anker handelt.

Anker könnte dem ein oder anderem von Powerbanks, Ladegeräten und anderem Zubehör bekannt sein. Eufy ist hier hingegen für die Smart Home Abteilung zuständig.

In diesem Test soll es um den eufy RoboVac 30c gehen. Bei diesem handelt es sich um den Flaggschiff Saugroboter aus dem Hause eufy. Mit knapp unter 300€ handelt es sich bei diesem um ein mittelpreisiges Modell.

Wollen wir uns da doch einmal ansehen ob der Roboter auch überzeugen kann!

 

Der eufy RoboVac 30c im Test

Der eufy RoboVac 30c ist auf den ersten Blick ein recht klassischer Saugroboter. Anker bzw. eufy setzt auf das typische runde Design mit einer rotierenden Bürste und zwei „Fühlern“ auf der Front.

Starten wir aber am Angang, also beim Lieferumfang. Dieser fällt beim eufy RoboVac 30c recht großzügig aus. Neben dem Roboter und der Ladestation legt der Hersteller einen zusätzlichen Filter, zwei Frontbürsten, ein Reinigungswerkzeug, eine Fernbedienung und zwei Begrenzungsstreifen mit ins Paket.

eufy RoboVac 30c

Das Erste was mir beim Roboter aufgefallen war, war das vergleichsweise hohe Gewicht. Der RoboVac 30c ist erstaunlich schwer für einen Staubsaugroboter, was ich aber als gutes Zeichen werte. Die Abmessungen hingegen sind mit 7 x 32cm nicht ungewöhnlich groß. Der Roboter sollte damit auch problemlos unter die meisten Möbel kommen.

Das Gehäuse des eufy RoboVac 30c ist (leider) teilweise aus einem Hochglanz Kunststoff gefertigt. Dieser wird vermutlich im Alltag recht schnell zerkratzen, auch wenn er natürlich im neu Zustand recht schick aussieht.

Lediglich die Oberseite, welche über eine interessante Musterung verfügt, wird von einer Glasscheibe geschützt. Das Ganze sieht schon sehr schick und durchaus edel aus.

Was die Verarbeitung und Wertigkeit angeht kann ich nicht klagen. Das erwähnte hohe Gewicht des Roboters hilft hierbei allerdings auch ein gutes Stück.

Wie üblich besitzt auch der eufy RoboVac 30c auf der Front eine Art Stoßstange, bei welcher es sich um ein bewegliches Teil handelt, über welches der Saugroboter Stöße und Hindernisse wahrnehmen kann.

Laut Hersteller finden sich unter dieser Stoßstange 9 Sensoren, welche dem RoboVac 30c auch bei der Navigation helfen. Über eine gesonderte Kamera oder einen Laser-Sensor verfügt der RoboVac 30c leider nicht.

Aufgenommen wird der Schmutz über einen schmalen Spalt auf der Unterseite, hinter welchem sich ein 1500Pa starker Saugmotor verbirgt. 1500Pa ist eine gute Leistung! Absolute High End Staubsaugroboter schaffen in der Spitze 2000-2200Pa, während die üblichen „0815“ Modelle meist 800-1200Pa erreichen.

Unterstützt wird der Saugmotor von einer rotierenden Bürste, welche gerade auf Teppichen die Hauptarbeit verrichtet. Die Bürste lässt sich über zwei Clips auf der Unterseite für einen Austausch oder eine Reinigung problemlos entnehmen.

Um die Arbeitsfläche des Staubsaugroboters zu verbreitern und diesen bei Ecken und an Wänden effektiver zu gestallten nutzt Anker/eufy auf der Front zwei kleine Bürsten welche Schmutz in die Fahrbahn des Roboter kehren.

Dieser Schmutz wird dann von der rotierenden Bürste, welche mittig zwischen den beiden Rädern sitzt, aufgesaugt.

Gesammelt wird der Schmutz in einer großen Auffangbox am Ende des Saugroboters. Groß ist hier natürlich wie immer relativ. Anker gibt das Volumen mit 0,6L an, was leicht überdurchschnittlich ist.

Im Auffangbehälter findet sich auch ein Feinstaubfilter, der regelmäßig gereinigt werden muss.

Was den Akku angeht verspricht Anker/eufy bis zu 100 Minuten Laufzeit, welche natürlich etwas je nach Leistung und Schmutzlevel schwankt. Der Saugroboter kann seine Saugleistung dynamisch einstellen, je nach Untergrund und Schmutzlevel.

Geladen wird der RoboVac 30c über eine Ladestation, auf welche der Roboter automatisiert zurückkehrt wenn der Akku leer geht.

 

Die App

Der eufy RoboVac 30c besitzt integriertes WLAN. Dementsprechend ist es möglich den Roboter auch via WLAN bzw. über eine App zu steuern.

Die App hört auf dem Namen EufyHome und ist im Google Play Store wie auch IOS App Store zu finden.

Über die App könnt Ihr dem Staubsaugroboter komplett programmieren und steuern. Steuern bedeutet den Roboter starten und stoppen wie auch diverse Modi abrufen, wie Eckenreinigung usw.

Auch könnt Ihr die Saugleistung auf Wunsch verstellen.

Eventuell wollt Ihr aber auch nicht immer Euren Roboter per Hand starten. In diesem Fall ist es möglich einen Zeitplan zu hinterlegen, basierend auf welchem der Roboter arbeitet.

Im Allgemeinen macht die App einen sehr guten Eindruck! Vor allem die Reaktionszeit des Roboters hat mich extrem überrascht. Dieser reagiert auf Befehle in Bruchteilen einer Sekunde.

Zu guter Letzt ist es auch möglich den RoboVac 30c via Google Home oder Amazon ALEXA zu steuern.

 

Fahrverhalten und Logik

Das mit wichtigste bei einem Staubsaugroboter ist das Fahrverhalten. Klar, der Sauger kann perfekt saugen, wenn dieser aber nicht alle Stellen erreicht hilft dies nicht.

Im Allgemeinen kann man hier Saugroboter in zwei Gruppen unterteilen, die mit Zufallsorientierung und die mit einem geordneten vorgehen.

Der eufy RoboVac 30c setzt auf eine erweiterte Zufallsorientierung. Grob gesagt fährt der Roboter los bis dieser auf ein Hindernis stößt, dreht in eine zufällige Richtung ab, bis dieser auf ein Hindernis stößt, dreht in eine zufällige Richtung ab usw.

Diese Art der Logik ist für die Hersteller der Staubsaugroboter natürlich recht einfach umzusetzen. So besitzt der RoboVac 30c diverse Stoß und Fall-Sensoren, aber keine Kamera oder Laser-Sensor, wie es die erweiterten Modelle haben.

Das geordnete Vorgehen ist gerade aus Sicht der Effizienz klar zu bevorzugen! Allerdings ist dieses Verfahren bei Modellen unter 300€ so gut wie gar nicht zu finden.

Zudem ist die Zufallsorientierung beim eufy RoboVac 30c eindeutig etwas erweitert. So verfolgt der Roboter durchaus gewissen Mustern. So werden teilweise Wände oder Möbel gezielt seitlich abgefahren, oder Stühle oder andere „Mittige“ Hindernisse gezielt umfahren.

Hierdurch gelang des dem RoboVac 30c mein Büro beispielsweise schnell und auch sehr gründlich zu reinigen! Auch in meiner Wohnung machte der Roboter einen sehr guten Job.

Allerdings gibt es hier auch ein paar Einschränkungen. So funktioniert der RoboVac 30c klar in großen offenen Räumen deutlich besser als in sehr verwinkelten und schmalen Wohnungen. In Letzteren kann es passieren das der Roboter sich etwas „verläuft“ und aufgrund der Zufallsnavigation und nicht alle Räume gleichmäßig reinigt.

Als „schmal“ würde ich freie Flächen unter 1-1,5 Meter Breite bezeichnen.

Hier hilft es oft den Raum manuell zu unterteilen. Habt Ihr einen speziellen Raum der gerade gereinigt werden soll einfach dort die Tür schließen oder die beiliegenden Magnetstreifen nutzen.

Für einen Sauger mit Zufallsnavigation ist der RoboVac 30c aber klar in der Oberklasse anzusiedeln! Viel besser geht es hier ohne zusätzliche Sensoren nicht.

Grundsätzlich wird der eufy RoboVac 30c alle Stellen in Eurer Wohnung irgendwann erreichen, dies kann nur durch das zufällige Fahren etwas länger dauern. Dafür hat der Roboter mit bis zu 100 Minuten Arbeitszeit auch einen überdurchschnittlich großen Akku.

 

Fluchtverhalten und sanfte Berührungen

Sehr positiv überrascht hat mich das „Anstoßen“ des eufy RoboVac 30c. Dieser besitzt nicht nur eine eindrückbare Stoßstange worüber Berührungen erkannt werden, sondern anscheinend auch andere Abstandssensoren.

Der Roboter bremst zuverlässig wenige Millimeter vor größeren Hindernissen ab. Dies schont natürlich die Möbel ein gutes Stück und reduziert die Geräuschkulisse.

Lediglich bei schmalen Objekten wie Stuhlbeinen funktioniert dies nicht zu 100%, aber die Bremsen des Roboters arbeiten sehr gut!

Der eufy RoboVac 30c ist einer den sanftesten Staubsaugroboter der mir bisher beregnet ist!

Auch die Fluchtlogik funktioniert gut! Selbst wenn der eufy RoboVac 30c sich mal in eine etwas unglücklichere Situation manövriert hat, kommt dieser zumeist auch wieder selbstständig aus dieser heraus.

Auch Kabel sind kein Problem! Zumindest wenn diese etwas in eine Ecke gestopft wurden. In komplett quer liegenden Kabeln und Schnüren kann sich der RoboVac 30c weiterhin verfangen.

 

Saugleistung und Lautstärke

Die Saugleistung und auch damit die Lautstärke des RoboVac 30c lässt sich in drei Stufen einstellen.

  • Standardmodus
  • BoostIQ
  • Maximalmodus

Wie bei den meisten Saugrobotern wird auch beim RoboVac 30c die meiste Arbeit von der rotierenden Bürste verrichtet.

Diese ist traditionell sehr gut darin Haare und anderen Schmutz anzuheben bzw. aufzuwirbeln, damit der Saugmotor diese dann abtransportieren kann.

Im Standardmodus ist der RoboVac 30c unheimlich leise! Ja natürlich ist dieser noch hörbar, aber für einen Staubsaugroboter ganz klar überdurchschnittlich ruhig. Auch im Vergleich zu einem normalen Staubsauger würde ich den Roboter als leise bzw. leiser einstufen.

Erfreulicherweise leidet die Saugleistung aber nicht darunter! Die üblichen Tierhaare, einfacher Schmutz und Staub werden sowohl auf glatten Böden wie auch Teppichböden gut abtransportiert! Augenscheinlich haben wir hier bereits fast eine 100%ige Reinigungsquote.

Tiefsitzender Schmutz gerade in höheren Teppichen wird allerdings nicht so gut entfernt. Hier können die höheren Stufen etwas helfen.

BoostQI ist hier meist die beste Wahl. Dabei passt der RoboVac 30c automatisch seine Saugleistung je nach Untergrund an. Blöd gesagt glatter Boden = niedrig, Teppich = hoch.

Auch hier können festsitzende Haare in hohen Teppichen weiterhin ein Problem für den RoboVac 30c darstellen, aber im Allgemeinen würde ich die Saugleistung als tadellos einstufen! Viel besser bekommt dies kaum ein Modell auf dem Markt hin, wenn überhaupt!

Das schöne an einem Staubsaugroboter ist, dass man diesen auf Wunsch sogar mehrfach täglich losschicken kann und sich daher Schmutz nicht so stark ansammeln kann. Ein Staubsaugroboter reduziert einfach das durchschnittliche Staublevel in der Wohnung deutlich!

Dabei kann man den RoboVac 30c gerade sehr oft losschicken aufgrund der niedrigen Lautstärke. Im Standardmodus stört dieser selbst beim Fernsehen so gut wie gar nicht!

Aufgesammelt wird der Staub im vergleichsweise großen Auffangbehälter auf der Rückseite. Hier findet sich auch ein Feinstaubfilter mit diversen Vorfiltern, welche anscheinend auch einen sehr guten Job machen!

Im Feinstaubfilter landet auch wirklich nur Feinstaub. Der gröbere Schmutz wird gut im Hauptteil gesammelt. Dies ist nicht unwichtig, da es nichts Nervigeres gibt als diese Feinstaubfilter zu reinigen.

Dass Schmutz durch den Filter geht konnte ich subjektiv nicht beobachten. Lediglich beim Leeren muss man etwas aufpassen. Es gibt keine Rückhalteklappe für den Schmutz. Dreht Ihr den Auffangbehälter um, kann Schmutz herausfallen.

Weiß man dies ist das aber in der Praxis kein großes Problem.

 

Fazit

Ihr wollt einen guten Staubsaugroboter, ohne dabei mehr als +- 300€ auszugeben? Dann habt Ihr mit dem eufy RoboVac 30c vermutlich die beste Option in dieser Preisklasse gefunden!

Der RoboVac 30c ist zwar auch nicht perfekt, aber mehr kann man zu einem Preis von rund 270€ aktuell auch nicht erwarten, vor allem nicht mit Versand aus Deutschland.

Die vermutlich größte Schwäche des RoboVac 30c ist die Navigation. Wie die meisten günstigeren Staubsaugroboter setzt auch der eufy RoboVac auf eine Zufallsnavigation. Der Roboter besitzt also keine Kamera oder Laser-Sensoren um eine virtuelle Karte Eurer Wohnung anzulegen, sondern versucht sich so durchzuarbeiten.

In der Regel funktioniert dies auch sehr gut. Eufy hat hier einen guten Job gemacht das Maximum aus dieser Navigationsart herauszuholen! Tendenziell funktioniert aber auch der RoboVac 30c besser in etwas offeneren Wohnungen, als wenn Eure Wohnung sehr verschachtelt ist. Nein Ihr braucht aber dennoch auch keine „vorzeige Wohnung“, mit etwas Chaos kommt der eufy RoboVac 30c klar.

Kurzum, die Navigation passt, bietet aber auch noch etwas Luft nach oben.

Die größte Stärke des RoboVac ist aber eindeutig die Lautstärke! Der Roboter arbeitet unheimlich leise, ist aber dennoch erfreulich gründlich. Schmutz auf glatten Böden ist in der Regel überhaupt kein Problem und selbst Tierhaare werden von Teppichböden gut entfernt. Spätestens wenn der Roboter eine Stelle zwei bis drei Mal überfährt sind selbst hartnäckige Haare weg.

Was also das Verhältnis aus Lautstärke zu Reinigungsleistung angeht ist der eufy RoboVac 30c der beste Saugroboter den ich bisher im Test hatte.

Auch positiv ist die genere Haptik und Eindruck des Gerätes. Der eufy RoboVac 30c wirkt sehr wertig und massiv. Man hat hier einfach nicht das Gefühl ein billiges Modell vor sich zu haben.

Such Ihr also einen guten und leisen Staubsaugroboter unter 300€, dann stände der eufy RoboVac 30c ganz weit oben auf meiner Liste!

eufy by Anker Saugroboter RoboVac 30C, WLAN Staubsauger Roboter...

  • Wirkt sehr wertig
  • Großer Auffangbehälter
  • Leise!
  • Hohe Saugleistung auf glatten Boden und Teppich
  • Sehr gute App
  • Fairer Preis
  • Zufallsnavigation

Eufy Robovac 30c wertung

Tipp, Smart Home Boxen via PoE mit Strom versorgen

Vermutlich die meisten von Euch werden irgendein Smart Home System besitzen, ob nun von Homematic, Bosch, Gardena, Ikea usw. Vielleicht besitzt Ihr auch mehre Smart Home Systeme, wie es bei mir der Fall ist.

Leider besitzen fast alle Smart Home Systeme irgendeine Form von Basisstation bzw. „Bridge“. Ich habe diese meist einfach hinter meinen Router verstaut.

Verstaut ist hier ein schönes Wort für „in einen Kabelberg gestopft“. Mit zunehmender Anzahl an Smart Home Boxen wurde dieses aber sehr unübersichtlich und auch problematisch.

Jede Box muss mit Strom und LAN versorgt werden, was den Kabelberg nicht verkleinert. Wäre es doch schön wenn man beides mit einem Kabel erledigen könnte.

Die Technik dafür ist durchaus vorhanden und hört auf den Namen PoE. Hierbei wird einfach Strom und das Netzwerk Signal über ein LAN Kabel gesendet und im jeweiligen Gerät voneinander getrennt.

Leider wird aber PoE von keinem mir bekannten Smart Home System unterstützt. Allerdings lässt sich bei vielen Systemen PoE nachrüsten! Ideal wenn man nur ein Kabel zu einer Smart Home Box liegen haben möchte und/oder Netzteile einsparen will.

In diesem Bericht möchte ich Euch zeigen wie ich meine Homematic CCU3, Gardena Smart Home Box und mein Bosch Smart Home System nachträglich „PoE fähig“ gemacht habe.

 

Was brauchen wir?

Zunächst müssen wir uns die Box bzw. das Gerät ansehen, das wir via PoE mit Strom versorgen wollen.

Wichtig ist hier der Netzteilanschluss, wie auch die Spannung und die Leistung. Die meisten Systeme setzten hier auf einen Hohlstecker oder auf microUSB. Bei der Spannung finden wir meist 5V oder 12V. Dies ist sehr wichtig! Schließt Ihr eine 5V Box an einen 12V PoE Adapter an, wird diese ziemlich sicher hinüber sein.

Als nächstes brauchen wir einen PoE fähigen Switch. Diese sind in der Regel etwas teurer als normale Switche, aber auch nicht mehr übermäßig teuer. Los geht’s hier ab 40€, je nachdem wie viele Ports oder zusätzliche Feature Ihr wollt.

Zu guter Letzt benötigen wir einen PoE Splitter. Hierbei handelt es sich um eine kleine Box, welche über einen Stromausgang wie auch zwei Netzwerkanschlüsse verfügt.

Wie der Name schon vermuten lässt fordert der PoE Splitter ein „PoE Signal“ von Eurem Switch an, um dieses dann in Strom und Daten zu trennen. Hierrüber können wir dann auch ein eigentlich nicht PoE fähiges Gerät über das Netzwerk mit Strom und Daten versorgen.

Natürlich ist das ganze nicht ganz so elegant wie eine direkte PoE Integration, aber es funktioniert!

 

Der PoE Splitter

Wenn Ihr bei Amazon und eBay nach PoE Splittern sucht, werdet Ihr massenhaft Modelle finden. Leider sind einige davon eher so mäßig gut.

Ich habe mich für den

DSLRKIT Active PoE Splitter Power Over Ethernet 48V to 5V 2.4A Compliant IEEE802.3af

und

TP-Link TL-PoE10R PoE Splitter Adapter

entschieden.

Beide Modelle kosten um die 10€, sind aber an sich recht unterschiedlich. Der DSLRKIT Active PoE Splitter ist das kompaktere Geräte. Hierbei handelt es sich einfach um einen etwas dickeren Adapter, der auf der einen Seite einen LAN Port besitzt und auf der anderen Seite zwei fest integrierte Kabel für LAN und Strom.

Geht es Euch um einen möglichst minimalen Aufbau, dann ist der DSLRKIT PoE Spliter das Richtige für Euch! Allerdings ist die Spannung beim DSLRKIT fix! Ihr könnt an diesem nur 5V Geräte betreiben, mit bis zu 2,4A.

Der TP-Link TL-PoE10R ist hier etwas flexibler. Beim TP-Link TL-PoE10R handelt es sich um eine kleine Kunststoffbox, ohne festintegrierte Kabel! Auf der einen Seite findet Ihr also einen Netzwerkeingang und auf der anderen Seite einen Netzwerkausgang und einen DC Ausgang.

Ebenfalls findet sich am Gerät ein Schalter, über welchen Ihr zwischen 5V, 9V und 12V wählen könnt. Hierdurch lässt sich eine Vielzahl an Geräten am TP-Link Splitter betreiben.

Ihr seid aber etwas vom DC Anschluss „eingeschränkt“. TP-Link legt hier nur ein ca. 20cm Kabel mit 5,5mm Hohlstecker bei. Hat Euer Gerät etwas anderes, dann müsst Ihr Adapter kaufen oder gegebenenfalls basteln.

DSLRKIT legt Euch immerhin zwei Stecker bei, einmal 3,5mm und einmal ein 5,5mm Hohlstecker.

Neben der Spannung gibt es auch kleinere Unterschiede bei der Leistung. Der DSLRKIT Splitter bietet maximal 5V 2,4A, also 12W. Der TP-Link TL-PoE10R bietet 5V 2A (10W), 9V 1A (9W) oder 12V 1A (12W).

Für Smart Home Boxen ist dies mehr als genug!

 

Funktioniert es?

Wichtig! Alle Tests wurden an Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W durchgeführt.

Ehe wir die Splitter mit den kostenbaren Smart Home Boxen verbinden, schauen wir uns einmal die Leerlaufspannungen an.

5V 9V 12V
DSLRKIT 5,121
TP-Link 4,966 9,136 12,044

Super soweit keine Auffälligkeiten! Holen wir also die Smart Home Boxen hervor. Ich habe folgende Boxen an den beiden Splittern getestet:

  • Homematic CCU3
  • Gardena Smart Gateway
  • Bosch Smart Home Zentrale

Alle drei Boxen funktionieren weitestgehend problemlos an beiden Splittern (hier sind auch keine zusätzlichen Adapter nötig)!

Weitestgehend? Die Bosch Smart Home Zentrale ist ein wenig zickig gewesen, was aber weniger an der Technik liegt und mehr an den Anschlüssen. Da wir beim DSLRKIT Active PoE Splitter den beiliegenden Adapter nutzen müssen, ist der Adapter etwas „lang“, was zu einer Kollision mit dem Gehäuse führt. Es passt, ist aber sehr eng!

Beim TP-Link Adapter hatte ich zunächst das Problem, dass die Box nicht starten wollte. Erst nach einigem ein- und ausstecken funktionierte es. Ich vermute hier gab es ein Problem mit den Kontakten.

Die Homematic CCU 3 und das Gardena Smart Gateway hingegen funktionierten auf Anhieb absolut problemlos.

 

Effizienz

Kommen wir noch auf einen nicht ganz unwichtigen Punkt zu sprechen, den Stromverbrauch. Dieser wird bei PoE höher ausfallen als beim beiliegenden Netzteil, des angeschlossenen Gerätes! Zum einen verbrauchen die Splitter etwas zusätzliche Energie, zum anderen arbeitet auch der Switch weniger effizient als ein einfaches Netzteil.

Aber wie groß sind die Unterschiede? Hier muss ich mich für die PoE Werte auf meinen Ubiquiti UniFi Switch 16 POE-150W verlassen. Dieser kann den Stromverbrauch von PoE Geräten anzeigen, auf welche Werte ich mich hier beziehe!

Der PoE Splitter von DSLRKIT arbeitet eindeutig ein gutes Stück effizienter als das Modell von TP-Link! Wir sprechen hier von rund 25% mehr Stromverbrauch den der TP-Link Splitter erzeugt.

Wie kommt dies? Ich kann hier nur mutmaßen, dass der TP-Link TL-PoE10R aufgrund der Spannungswahl mehr Elektronik besitzt, welche die Effizienz reduziert.

 

Fazit

Ja es ist problemlos möglich Eure Smart Home Boxen wie von Homematic, Bosch, Gardena usw. mit „PoE nachzurüsten“. So spart Ihr Euch diverse Netzteile und Kabelgewirr. Auch könnt Ihr die Smart Home Boxen gegebenenfalls etwas freier positionieren.

In meinem kleinen Test konnte dabei gerade der „DSLRKIT Active PoE Splitter“ positiv überraschen! Dieser arbeitete recht effizient und bisher sehr stabil.

Ich versorge mit dem DSLRKIT Active PoE Splitter seit einigen Wochen nun meine Homematic CCU3 und hatte keine Abstürze oder Ähnliches!

Achtet nur bei der Wahl des PoE Splitters auf die Spannung (beim DSLRKIT 5V und beim TP-Link 5V, 9V oder 12V) und den passenden Stecker. Am problemlosesten ist die Kombination als 5,5mm Hohlstecker und 5V Spannung, welche auch von vielen Smart Home Boxen genutzt wird.

Die YI Außen-Überwachungskamera im Test

Zwar sind nach offiziellen Angaben die Einbruchszahlen im Jahr 2018/2019 wieder etwas rückläufig, dennoch sind diese gerade in den Ballungsgebieten immer noch besorgniserregend.

Gerade wenn man ein eigenes Haus etwas abseits hat, sollte man Sicherheitsvorkehrungen treffen. Neben guten Schlössern/Riegeln und einer Alarmanlage stehen Überwachungskameras ganz weit oben in der Beliebtheit.

Außenüberwachungskameras können allerdings eine Stange Geld kosten. Unter 100€ ist es hier nicht leicht etwas Gutes und Vertrauenswürdiges zu finden.

Der asiatische Hersteller YI, welcher vor allem durch die Zusammenarbeit mit Xiaomi bekannt ist, will hier aber mit seiner Außen-Überwachungskamera punkten.

Diese ist mit rund 80€ vergleichsweise günstig, soll aber mit einer hohen Zuverlässigkeit und guten Bildqualität punkten.

Ob dies gelingt wollen wir doch einmal in einem Test klären!

An dieser Stelle vielen Dank an YI für das Zurverfügungstellen der Kamera für diesen Test.

 

Die YI Außen-Überwachungskamera im Test

Außen-Überwachungskamera sind in der Regel recht große und sperrige Geräte. Daher war ich von der YI Außen-Überwachungskamera sehr überrascht!

Das Gehäuse der Kamera kommt gerade einmal auf rund 75mm Länge, was vergleichsweise kompakt ist, für eine wasserdichte Außen-Kamera. Allerdings betrachte ich dies nicht als Nachteil, ganz im Gegenteil. Die Kamera sticht nicht ganz so stark an der Hauswand hervor.  Zudem gibt es keinen wirklichen Vorteil bei einem größeren Gehäuse.

Die YI Außen-Überwachungskamera ist nicht kabellos, daher wird auch kein Platz für einen Akku benötigt und die Elektronik für die Kamera selbst ist nicht sonderlich groß.

Erfreulicherweise ist der größte Teil des Gehäuses der Kamera in Weiß gehalten! Dies ist an 90% aller Hauswänden deutlich dezenter als die ansonsten oftmals üblichen schwarzen Überwachungskameras.

Zwar ist das äußere Gehäuse der YI Außen-Überwachungskamera weiß, der „Ring“ um die Kameralinse ist hier wie üblich aber auch in Schwarz. Unter diesem schwarzen Ring sind die IR LEDs angebracht, welche durch den Kunststoff hindurchscheinen.

An sich besitzt die Kamera erst einmal keine Halterung. Diese lässt sich aber über ein Gewinde auf der Rückseite anschrauben. YI legt eine klassische Kugelkopf Wandhalterung bei.

Zwar ist die Halterung größtenteils aus Kunststoff gefertigt, macht aber dennoch einen guten Eindruck. Allgemein wirkt die Überwachungskamera angenehm wertig!

Das größte Problem bei Außen-Überwachungskameras ist immer die Stromversorgung. Hierfür hat YI ein 3 Meter langes USB Kabel an seiner Kamera integriert.

YI legt auch ein passendes 5V 1A USB Ladegerät bei, Ihr könnt aber auch beliebige andere USB Ladegeräte nutzen, mit mehr als 5W.

Bedenkt aber, dass dieses USB Ladegerät nicht Outdoor tauglich ist! Ihr müsst das Kabel also irgendwo durch ein Fenster, eine Tür oder eine Wand führen.

Auf der Unterseite der Kamera findet sich zudem eine kleine Klappe unter welcher sich der microSD Karten Slot wie auch die Reset-Taste verbirgt.

Die Klappe ist mithilfe von Schrauben geschützt, ein Einbrecher kann also nicht einfach im Vorbeigehen die Speicherkarte entwenden.

 

Einrichtung und Installation

Grundsätzlich ist die Einrichtung der YI Außenkamera recht einfach. Ladet Euch zunächst die YI Home App auf Euer Smartphone herunter und legt dort ein Konto beim Hersteller an.

Ist dies geschafft, wählt das kleine grüne Plus aus um eine neue Kamera hinzuzufügen.

Die größte Herausforderung für Euch und auch für die Hersteller von Überwachungskameras ist es Eure WLAN Daten an die Kamera zu übertragen, sodass diese sich ins Netzwerk einloggen kann.

Hier gibt es sehr viele Herangehensweisen, die Kamera erstellt ein eigenes WLAN Netz in welches Ihr Euch temporär einloggt um die Daten auf die Kamera zu schreiben, Bluetooth, diverse Piepcodes usw.

YI nutzt den „QR Code Trick“. Hierbei werden aus Euren WLAN Daten ein QR Code erstellt welchen Ihr vor Eure Kamera halten müsst. Die Kamera ließt diesen QR Code ein und verbindet sich dann mit Eurem WLAN.

Dies hat bei der YI Außenkamera bei mir auch sehr problemlos funktioniert!

Anschließend taucht die Kamera in Eurer App auf und Ihr könnt dieser noch einen Namen geben, fertig!

 

Die YI Home App

Die YI Home App ist recht einfach und angenehm übersichtlich aufgebaut.

Auf der Startseite der App findet Ihr zunächst eine Übersicht über alle mit Eurem Account verbundenen Kameras. Habt Ihr also mehrere YI Kameras wie es beispielsweise bei mir hier der Fall ist, dann lassen diese sich auch über eine App steuern.

Für jede Kamera gibt es zudem eine kleine Vorschau, sodass Ihr auf den ersten Blick erkennen könnt um welche Kamera es sich handelt. Tippt Ihr diese statische Vorschau an landet Ihr in der Live Ansicht.

Das Laden dieser geht erfreulich schnell. Wir sprechen hier über +- 4 Sekunden via LTE. Auch die Verzögerung der Live Ansicht ist mit gerade mal einer Sekunde sehr gering.

Für uns europäischen Kunden nutzt YI, auch wenn Sie ein asiatischer Hersteller sind, deutsche Server. Dies erklärt natürlich die schnelle Reaktionszeit etwas.

In den erweiterten Einstellungen könnt Ihr auch erweiterte Informationen zum Netzwerk und der Verbindung sehen. Ebenfalls hier lässt sich die Bewegungserkennung usw. konfigurieren.

Das Ganze ist wie ich finde angenehm übersichtlich und „einsteigerfreundlich“ gestaltet.

 

Alarme, Aufzeichnung und Bildqualität

Natürlich wollt Ihr nicht immer nur die Liveansicht beobachten. Daher gibt es die Möglichkeit für „Alarme“.

Erkennt Eure Kamera eine Bewegung wird ein Video aufgezeichnet und Ihr erhaltet eine Push Benachrichtigung. Ebenfalls könnt Ihr bei der YI Außen-Überwachungskamera auch einen akustischen Alarm über den in der Kamera integrierten Lautsprecher wiedergeben.

Dies würde ich Euch allerdings nicht empfehlen. Zum einen ist der Alarm nicht übermäßig laut, zum anderen können Fehlalarme vorkommen! Fliegt ein Blatt beispielsweise sehr dicht an der Kamera vorbei, oder Motten umschwirren diese bei Nacht, kann es zu versehentlichen Alarmen kommen.

Hier wollt Ihr nicht jedes mal eine Sirene ertönen lassen.

Die Bewegungserkennung könnt Ihr auch zeitlich steuern, wollt Ihr beispielsweise nur nachts Aufnahmen/Alarme.

Wo werden aber Videos gespeichert?

Videos werden entweder lokal auf einer microSD Karte gespeichert oder in der YI Cloud. Die Speicherung auf der Speicherkarte ist natürlich die einfachste und günstigste Methode Aufnahmen zu sichern, hat aber den Nachteil, dass bei Diebstahl der Kamera auch die Aufnahmen weg sind.

Die Cloud bietet hiervor Schutz, ist dafür aber mit laufenden Kosten verbunden. Ihr zahlt ab 20€ im Jahr für 7 Tage Speicherung der Aufnahmen. Info, es ist günstiger ein Abo unter Android abzuschließen als unter IOS. Unter Letzterem werden Euch die Gebühren des App Stores oben drauf geschlagen. Bucht also ein Abo wenn möglich unter Android.

Die Aufnahmen werden nur auf deutschen Servern gespeichert, was einen gewissen Basis Schutz erlauben sollte.

Wie steht es um die Bildqualität? Wie auch die anderen YI Kameras ist die Bildqualität der Außen-Überwachungskamera sehr ordentlich, gerade wenn man den Preis bedenkt.

Aufnahmen sind klar, mit guten Farben und ausreichend detailliert. Ich würde sagen diese sind einen Hauch schlechter als bei den indoor YI Kameras, aber im Allgemeinen bin ich mit der gebotenen Qualität sehr zufrieden.

Auch bei Nacht macht die Kamera selbst auf Distanz einen guten Job, auch wenn man merkt, dass die IR LEDs nicht ganz die Kräftigsten sind. Dennoch man erkennt auf +- 10-15 Meter noch alles Wichtige.

 

Fazit

Das Fazit zur YI Außen-Überwachungskamera fällt ähnlich zu den anderen YI Kameras aus. In der 60€ Preisklasse ist es kaum möglich eine bessere Außen-Überwachungskamera zu finden als das Modell von YI.

Diese ist zwar nicht „luxuriös“ was besondere Feature usw. angeht, aber sie macht ihren Job tadellos und zuverlässig!

Dies ist schon einiges Wert! Hinzu kommt eine wirklich gut gestaltete App, ein vernünftiges und nicht übermäßig auffälliges Design und eine hohe Bildqualität. Auch wirkt YI wie ein vertrauenswürdiger Hersteller, im Gegensatz zu einigen der No Name Anbietern auf Amazon. Alleine Server Standort Deutschland ist schon einiges wert!

Kurzum mehr Außen-Überwachungskamera kann man für 60€ nicht verlangen!

Der ASUS GT-AC2900 im Test, ASUS neuster Gaming WLAN Router (mit RGB LEDs)!

Mit dem GT-AC2900 hat ASUS gerade seinen neusten High End WLAN Router auf den Markt gebracht. Dieser richtet sich klar an die Intensivnutzer bzw. die Gamer unter Euch, die auch bereit sind etwas mehr Geld für gute Hardware in die Hand zu nehmen.

Der GT-AC2900 ist zwar nicht ganz so übertrieben wie z.B. der ROG Rapture GT-AX11000, aber bietet dennoch die so ziemlich feinste Hardware die man aktuell bekommen kann!

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 8

So soll der GT-AC2900 mit bis zu 2900Mbit und einer auf Gamer zugeschnittenen Software punkten können, inklusive RGB Beleuchtung.

Klingt doch spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann der ASUS GT-AC2900 hier überzeugen? Finden wir dies im Test heraus.

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Routers für diesen Test.

 

Der ASUS GT-AC2900 im Test

Als Mitglied von ASUS ROG „Gaming“ Serie darf man beim GT-AC2900 durchaus ein etwas extrovertierteres Design erwarten und genau dies bekommt man auch!

Der GT-AC2900 ähnelt von seinem Aufbau klar dem RT-AC86U, ist aber im Detail doch ein gutes Stück anders.

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 1

Wie auch der RT-AC86U steht der GT-AC2900 im Normalbetrieb. Der Router liegt also nicht flach auf Eurem Tisch wie es meist üblich ist, sondern ist hochkant auf einem Standfuß aufgestellt.

Eine Design Entscheidung die mir sehr gut gefällt! So nimmt der GT-AC2900 zum einen deutlich weniger Grundfläche ein, von der ich auf meinem Schreibtisch immer zu wenig habe, zum anderen kommt so das Design besser zur Geltung. Auch die Wärmeabfuhr ist so sicherlich positiv beeinflusst.

Alternativ könnt Ihr den GT-AC2900 auch an einer Wand befestigen. Der Standfuß kann hierfür umfunktioniert werden.

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 3

Was die Gestellung der Oberseite des ASUS GT-AC2900 angeht, werden sich die Meinungen sicherlich etwas teilen, denn ASUS konnte es sich hier nicht verkneifen ein paar RGB LEDs zu verbauen, welche einen Streifen und das ROG Logo auf der Front beleuchten.

Sollte Euch dies stören, lassen sich die LEDs natürlich abschalten, ansonsten ist das Ganze ein nettes und auffälliges Gimmick.

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 6

Ebenfalls recht auffällig sind die Antennen beim GT-AC2900. Drei davon sind auf der Oberseite angebracht und ragen dementsprechend über den Router hinaus.

Dies in Kombination mit den RGB LEDs verleiht dem ASUS GT-AC2900 schon eine recht imposante Erscheinung.

Was die Anschlüsse angeht, finden wir weitestgehend das Übliche. Auf der Rückseite sind vier Gbit LAN Ports, ein WAN Port und zwei USB Ports. Einer der USB Ports ist 3.0, der andere 2.0.

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 5

Ganze fünf Steuerungstasten sind am rechten Rand des Routers angebracht. Zwei dieser Tasten steuern die LEDs, eine WiFi und eine WPS. Die fünfte Taste ist die Reset Taste, welche dort ungewöhnlich offen präsentiert wird.

 

Technik des ASUS GT-AC2900

Der ASUS GT-AC2900 ist ein WLAN AC Router, der laut ASUS bis zu 2900Mbit schaffen soll. Diese 2900Mbit setzen sich aus 750Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 2167Mbit auf dem 5Ghz Band zusammen (ja ASUS hat hier etwas gerundet).

Die 2167Mbit werden mithilfe eines 4×4 Designs und 1024QAM erreicht. 4×4 bedeutet hier das der Router vier parallele Streams an Daten mit jeweils 541Mbit (433Mbit) aufbauen kann.

Hierfür sind aber auch vier Antennen, sowohl auf Seite des Routers wie auch aufseiten des Clients, nötig. Interessanterweise setzt ASUS beim GT-AC2900 nur auf drei sichtbare Antennen, die vierte ist im Gehäuse versteckt. Vermutlich hat dies einfach aus Gründen des Designs.

1024QAM „Quadraturamplitudenmodulation“ ist eine recht exotische Technologie, welches es erlaubt nochmals etwas mehr Leistung zu pushen. 1024QAM ist kein Standard! Nur ASUS setzt diese Technologie bei seinen Routern ein. 1024QAM muss dabei ebenfalls sowohl vom Router wie auch vom Client unterstützt werden. Clients die 1024QAM unterstützen sind sehr selten bis kaum vorhanden (aktuell).

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 11

Der GT-AC2900 funktioniert auch mit herkömmlichen Geräten, aber dort liegt das maximale Tempo bei 1733Mbit.

Allerdings hatte ASUS hier vermutlich einen guten Riecher, denn 1024QAM ist mit dem neuen WLAN AX Standard zum Standard geworden. Hierdurch können viele der neuen WLAN AX Clients auch im bisherigen WLAN AC Standard von 1024QAM profitieren.

So bietet das Samsung Galaxy S10 (das erste Smartphone mit dem neuen WLAN AX Standard) mit WLAN AX und WLAN AC + 1024QAM die gleiche Performance.

https://techtest.org/samsung-galaxy-s10-s10-wlan-6-performance-infos-und-test/

Hinzu kommt die 160Mhz Kanalbreite, welche ebenfalls mit WLAN AX zum Standard wird, und man könnte den ASUS GT-AC2900 glatt als WLAN AX „lite“ Router bezeichnen, obwohl dieser eigentlich noch im AC Standard arbeitet.

 

Die Software

ASUS setzt beim GT-AC2900 auf seine übliche „ROG“ Router Benutzeroberfläche. Diese fällt sehr umfangreich, aber auch wirklich sehr „verspielt“ aus.

ASUS versucht hier ein wenig ein „Gaming Flair“ zu verbreiten indem man aggressive Logos, eine schwarz/rote Färbung usw. nutzt. Mittlerweile bin ich der Meinung ASUS sollte hier mal ein Refresh durchführen.

Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (7)

Was den Funktionsumfang angeht ist die Benutzeroberfläche herausragend! Aber die Übersichtlichkeit lässt doch etwas zu wünschen übrig. Gerade nicht so technikaffine Nutzer könnten von den Möglichkeiten des ASUS GT-AC2900 etwas erschlagen werden.

Spielt Ihr gerne mit Detaileinstellungen herum werdet Ihr aber Eure blanke Freude am GT-AC2900 haben! Gerade was die WLAN Einstellungen angeht bietet kein anderer Router so viele Optionen.

Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (18) Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (28) Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (9) Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (10) Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (11)

Dazu gehören detaillierte Einstellungen für das Bandsteering (wann zwischen dem 5Ghz und 2,4Ghz Band gewechselt wird) und generell Einstellungen die ich abseits von ASUS Routern noch nie gesehen habe.

Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (21)

Auch könnt Ihr sehr gut den Netzwerk-Trafik überwachen und dank ausgeklügeltem QoS steuern. Theoretisch könnt Ihr sogar mitloggen welche Webseiten aufgerufen werden.

Spannend, in der Software könnt Ihr auch Ping Werte zu einigen GameServern sehen und anhand dieser den Optimalen wählen. Dies gilt für Spiele wie League of Legends, Overwatch usw.

Ebenso gibt es eine direkte Integration des VPN Anbieters WTFast, welcher Euch bei Nutzung bessere Ping Zeiten verspricht.

Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (9)

Ein großes Feature welches ich an ASUS Routern sehr schätze ist AIProtection. Hierbei handelt es sich um einen im Router integrierten Antivirenschutz.

Wobei dies nicht ganz richtig ist. Es handelt sich hier um eine Kooperation mit dem Trend Micro, welcher eine Art Webfilter mit blockierten URLS zur Verfügung stellt. Versucht Ihr nun auf solch eine verseuchte URL zuzugreifen wird dies vom Router blockiert.

Selbiges gilt wenn Euer PC oder ein Smart Home Gerät ein Teil eines Bot-Netzwerks wird. Hier kann der ASUS GT-AC2900 die Kommunikation zu den Control-Servern blockieren und Euch benachrichtigen.

Und ja das Ganze funktioniert durchaus! Mehr zu dem Thema im Artikel Was ist ASUS AiProtection und was kann es?

Asus Gt Ac2900 Benutzeroberfläche (13)

Wichtig wäre noch AiMesh. AiMesh bietet Euch die Möglichkeit mehrere ASUS Router in einem großen Mesh Netzwerk zusammenzufassen! Mehr dazu hier.

 

Performance

Kommen wir zum üblichen kleinen Performance Check. Hierfür teste ich zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der ASUS GT-AC2900 in der Praxis maximal zu leisten vermag.

2 Tp 2,4 Intel 5 Intel 5 Tp

Ich würde mal sagen keine großen Überraschungen. Der ASUS GT-AC2900 ist ein absoluter High End WLAN Router und ordnet sich dementsprechend in der Tabelle gerade auf dem 5GHz Band recht weit oben ein.

Dieser gehört auch zur 100MB/s + Gruppe. Also WLAN Router die über 100MB/s in Kombination mit dem TP-Link Archer T9E geschafft haben.

Auf kurze Distanzen sind als Übertragungsraten auf dem Level von kabelgebundenen Verbindungen möglich! Beeindruckend!

Vorausgesetzt ist natürlich eine passende WLAN Karte.

Bonuspunkte erhält der ASUS GT-AC2900 hier für die Unterstützung der 160Mhz Kanalbreite, welche in Kombination mit der Killer 1550 und Intel 9260 WLAN Karte für die maximale Leistung sorgt.

Wie steht es um die Reichweite? Hier kann Ich Euch nur eine grobe subjektive Schätzung anhand meiner paar Wochen mit dem GT-AC2900 anbieten.

Grundsätzlich würde ich die Reichweite des GT-AC2900 als „Hoch“ einstufen. Auch ist die Datenrate auf Distanz noch erfreulich gut. Allerdings kommt der GT-AC2900 hier auch nicht ganz an den Reichweiten Champ den RT-AC88U heran.

Dennoch eine viel bessere Reichweite werdet Ihr mit keinem Router erhalten, die unterschiede sind in dieser Klasse wirklich minimal.

 

NAS

ASUS hat die so ziemlich umfangreichste NAS Funktionalität in seinen Routern verbaut, die man aktuell finden kann.

Dementsprechend beherrscht auch der ASUS GT-AC2900 mehr als einfach nur das Freigeben von Daten im lokalen Netzwerk. Diese Basis Funktionalität ist natürlich auch vorhanden und ganz gut ausgebaut. So ist es möglich mehrere Benutzerkonten mit Passwortschutz anzulegen und auch mehrere Netzwerkfreigaben zu erstellen.

Der Zugriff kann hier via SMB oder FTP geschehen.

Auch bietet ASUS die Möglichkeit via Internet auf Eure Daten zuzugreifen, über eine Smartphone App.

Ein Mediaserver ist natürlich sowieso mit an Bord, genau wie die Möglichkeit das Netzwerklaufwerk für Time Machine Back-ups zu nutzen.

Einziger Kritikpunkt, ASUS setzt noch auf den SMB V1 Standard, welcher mittlerweile etwas betagt ist.

Aber wie steht es um die Performance? Will man die NAS Funktionalität überhaupt nutzen?

Asus Gt Ac2900 NAS

Ja will man! Via LAN schafft der ASUS GT-AC2900 das volle Gbit Tempo mit 11XMB/s.

 

Stromverbrauch

High End WLAN Router benötigen immer etwas mehr Energie, dies ist normal. Aber wie viel Energie benötigt der ASUS GT-AC2900?

Stromverbrauch

Im Normalbetrieb benötigt der GT-AC2900 ca. 10,1W Strom. Nicht wenig, aber auch nicht überdurchschnittlich viel.

Unter Last (WLAN 100% Auslastung) steigt der Verbrauch auf ca. 11W, was ebenfalls im Rahmen des Normalen ist.

 

Fazit

Der GT-AC2900 ist ein typischer High End ASUS WLAN Router und dies meine ich in einem positiven Sinne. ASUS WLAN Router, gerade aus der Gaming Serie, sind alle was die Hardware angeht sehr stark ausgestattet.

Dies gilt auch für den GT-AC2900! Was die Performance angeht ist dieser über jeden Zweifel erhaben. ASUS holt hier das Maximum aus dem WLAN AC Standard heraus. 2167Mbit, 1024QAM, 160MHz Kanalbreite, MU-MIMO, viel mehr geht nicht!

Dies bestätigt sich auch in der Praxis, was Transfer-Leistungen auch auf hoher Distanz betrifft ist aktuell kaum mehr möglich als mit dem GT-AC2900.

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 9

Habt Ihr also den passenden WLAN Client sind 100MB/s+ kein Problem!

Auch bei der Software gilt bei ASUS das Motto: nicht kleckern sondern klotzen. Die ASUS Benutzeroberfläche bietet unheimlich viele Einstellungsmöglichkeiten und Feature, viele davon auch sinnvoll oder nützlich.

Lediglich kann die Benutzeroberfläche für Einsteiger etwas „überwältigend“ sein. Ich würde mir seitens ASUS hier einen kleinen Refresh wünschen, das die Benutzeroberfläche etwas aufräumt.

Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich am GT-AC2900 habe! Neben natürlich der Frage nach dem Sinn.

Der Asus Gt Ac2900 Im Test 10

Mit 299€ ist der ASUS GT-AC2900 ein sehr teurer Spaß und man bekommt auch von ASUS für weniger Geld bereits sehr gute Modelle. Sucht Ihr also eine besonders gute Preis/Leistung gibt es bessere Modelle für Euch. Der GT-AC2900 ist eher für Nutzer die einfach das Maximum an Leistung und Funktionen suchen, auch wenn man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Sollte Euch hier noch das sicherlich etwas „übertriebene“ Design mit RGB LEDs gefallen, dann ist der ASUS GT-AC2900 vielleicht genau der richtige High End WLAN Router für Euch!

Asus Gt Ac2900

Die Inateck Tastatur Hülle für das Apple iPad Pro 11 im Test

Apple bewirbt das iPad Pro unter anderem als eine Art Notebook/PC Ersatz. Damit aber das iPad Pro auch nur ansatzweise so etwas sein kann, benötigt Ihr zumindest eine Tastatur.

Glücklicherweise bietet Euch Apple auch gleich das smart Keyboard an. Diese sicherlich recht gute Tastatur-Hülle kostet Euch dabei auch nur 199€. Dies ist natürlich sarkastisch gemeint, 199€ ist eine Stange Geld für eine Tastatur. 199€ ist mehr als eine moderne Gaming Tastatur aus Aluminium, mit richtigen mechanischen Tasten und RGB Beleuchtung kostet….

Aber es gibt Alternativen zu Apples Smart Keyboard, wie zum Beispiel die Inateck Tastatur Hülle für das Apple iPad Pro 11. Diese Hülle bietet auf den ersten Blick fast das Gleiche wie Apples Tastaturhülle, kostet aber nur ¼ von dieser.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die Inateck Tastaturhülle für das iPad Pro 11 überzeugen? Tippt es sich gut auf dieser und trägt die Hülle stark auf?

Klären wir alle diese Frage in einem kleinen Test!

An dieser Stelle vielen Dank an Inateck für das zur Verfügung stellen der Tastatur für diesen Test!

 

Die Inateck Tastatur Hülle für das Apple iPad Pro 11 im Test

Starten wir mit dem Wichtigsten, wollt Ihr eine Hülle die kaum aufträgt, dann seid Ihr hier falsch! Die Inateck Tastatur Hülle für das iPad Pro 11 ist durchaus als recht groß und massiv zu bezeichnen.

So sind beispielsweise die Ecken und Kanten des iPads mit einer vergleichsweise dicken Schicht Gummi geschützt. Ich würde die Hülle sogar glatt als baustellentauglich einstufen. Ja Euer iPad erhält hier bei stürzen ein gutes Stück Schutz.

Auch das gewählte gummiartige Material für die Ober- und Unterseite, welches mich etwas an Neopren erinnert, wirkt erstaunlich massiv und stabil! Dies sorgt aber auch dafür, dass die Dicke Eures iPads auf rund 20mm anwächst. Zumindest dann, wenn Ihr die Hülle + Tastatur betrachtet.

Im Normalfall ist die Hülle, welche um Euer iPad geklemmt wird, fest mit der Tastatur verbunden. Allerdings lässt sich der Tastatur-Teil auch abnehmen, sollte dies für Euch komfortabler sein oder Ihr wollt nur das iPad nutzen.

Im Hüllenteil ist auf der Rückseite eine Art ausklappbarer Standfuß integriert, der es Euch erlaubt Euer iPad in drei verschiedenen Positionen aufzustellen. Diese Positionen sind leider nicht frei wählbar, aber vom Hersteller an sich sinnvoll ausgewählt.

Was die Stabilität angeht ist dieser Standfuß okay. Auf einem glatten Tisch usw. gibt es keinen Grund zu klagen, auf dem Schoß kann es aber etwas wackliger werden.Grundsätzlich bin ich aber zufrieden was die Haltbarkeit und Stabilität angeht.

In der Hülle gibt es auch zwei Positionen um den Apple Pencil zu verstauen. Einmal oberhalb der Ladevorrichtung (so das dieser Laden kann) und einmal etwas weiter unten im Gehäuse, wo dieser auch nicht herausfallen kann.

Kommen wir damit zum eigentlich wichtigem Teil, der Tastatur.

Im Gegensatz zum original Apple Tastatur-Cover nutzt die Inateck Hülle Bluetooth für die Kommunikation mit dem iPad. Hierdurch ist die Tastatur „universell“ zu nutzen, besitzt aber auch einen separaten Akku und muss manuell über einen kleinen Schieber ein/ausgeschaltet werden.

Abseits davon gibt es aber keine Nachteile aufgrund der Bluetooth Blasiertheit.

Das Gehäuse des Tastatur teils ist aus einem recht stark gummierten Kunststoff gefertigt und fühlt sich soweit gut an. Die Tasten selbst sind hingegen aus einem einfachen Kunststoff gefertigt.

Grundsätzlich verfügt die Tastaturhülle über Magneten, welche diese geschlossen halten und das iPad Einschalten wenn Ihr die Hülle aufklappt. Die Magneten könnten aber etwas stärker sein, denn die Tastatur klappt sich leider auf wenn Ihr diese kopfüber haltet.

 

Die Tastatur

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Tippen und der Tastatur. Das Verbinden der Tastatur mit dem iPad funktionierte absolut problemlos und schnell!

Was das Layout angeht haben wir eine Mischung aus der amerikanischen QWERTY und der deutschen QWERTZ Tastatur. Das generelle Layout entspricht der amerikanischen Tastatur.

Heißt, es besitzt eine lange Shift Taste, kurze Feststelltaste und kurze Enter Taste. Grundsätzlich sind dies keine massiven Unterschiede und man gewöhnt sich in Sekunden daran.

Die Tasten selbst sind allerdings an uns deutsche Nutzer angepasst. Heißt ÄÖÜ usw. sind alle vorhanden und das auch an den gewohnten Positionen.

Soweit ist die Tastatur völlig in Ordnung, wie steht es aber um das Tippen?

Das Erste was hier auffällt ist die kleine Tastengröße. Die Tasten der Inateck Tastatur sind merkbar kleiner als bei einer normalen Tastatur . Dies ist aber vermutlich als normal bei einer iPad Tastatur einzustufen, mehr Platz steht einfach nicht zur Verfügung.

Auch habe ich mich schneller an die kleinen Tasten gewöhnt als erwartet.

Die Tasten selbst besitzen einen recht festen Druckpunkt, welcher sich deshalb aber auch sehr stabil anfühlt. Die Tasten wackeln nicht und auch das Drücken wirkt präzise. Zwar fühlen sich die Tasten teils etwas plastikhaft an, aber dies ist im Rahmen des verschmerzbaren.

Der Hub der einzelnen Tasten liegt bei guten +- 1,5mm. Auch positiv werte ich das es möglich ist die Tastatur ein Stück weit am iPad anzuwinkeln! Dies sorgt für eine deutlich angenehmere Tipp-Position.

Unterm Strich würde ich das Tippgefühl als okay bis gut einstufen! Es gibt sicherlich noch etwas Luft nach oben, aber für den Normalnutzer bis Studenten der während der Vorlesung mitschreibt, sollte das Tastaturcover völlig passen!

Bonuspunkte gibt es für die Beleuchtung. Diese ist in drei Zonen unterteilt, für welche Ihr jeweils eine Farbe aussuchen könnt. Gerade im Dunkeln ist die Beleuchtung sehr angenehm (diese lässt sich auf ein einfaches Weiß umstellen).

 

Fazit

Ihr sucht eine Tastatur-Hülle für Euer iPad Pro 11, die zum einen günstiger ist als das Apple Original und zum anderen mehr Schutz bietet? Dann seid Ihr beim Inateck Modell an der richtigen Adresse!

Zugegeben die Hülle trägt sowohl von der Dicke wie aber auch an den Kanten ein Stück weit auf, bietet dafür aber auch ein gutes Stück mehr Schutz! Ich würde die Hülle glatt als „Rugged“ einstufen.

astatur Hülle für das Apple iPad Pro 11

Hinzu kommt eine generell gute und hohe Materialqualität und sinnvolle Funktionen wie die Möglichkeit einen Apple Pencil zu verstauen.

Die Tastatur der Tastatur Hülle macht einen guten Eindruck! Nein, diese wirkt nicht ganz so wertig wie eine Apple Tastatur, aber auf dieser lässt sich dennoch gut, wenn nicht sogar besser tippen.

Kurzum für 50€ (zum Zeitpunkt des Tests) kann man sich bei der Inateck Tastatur-Hülle für das Apple iPad Pro 11 echt nicht beschweren.

Cool oder Schrott? Mini Wasserklimaanlage aus China im Test

In letzter Zeit bin ich hin und wieder über Werbung für diverse Mini-Klimaanlagen gestolpert. Hierbei handelt es sich um kleine Boxen, die mit Wasser befüllt werden und für kühle Luft sorgen sollen, ohne dabei X Hundert Watt an Strom zu fressen wie eine richtige Klimaanlage.

Bei Temperaturen von über 30 Grad wünscht sich doch jeder etwas Abkühlung. Kurzum habe ich mir das Ganze etwas näher angesehen.

Es gibt diverse Anbieter wie Mediashop mit der Arctic Air, COMLIFE mit dem 4 in 1 Mini Luftkühler usw.


Alle diese Modelle scheinen aber auf einem asiatischen ODM Produkt zu basieren. Ähnliches gilt auch für die Luxus Version von Evapolar.

Bestellt man also eine „NoName“ Version aus Asien sollte man 1 zu 1 das gleiche Produkt bekommen, nur für 20-30€.

Dies habe ich auch gemacht. Kann die günstige China Klimaanlage im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Mini Klimaanlage aus Asien im Test

Die mini Klimaanlage wurde bei mir in einem sehr generischen Karton geliefert, was bereits ein Hinweis auf das Produkt ist welches uns im Inneren erwartet.

Sorry der 4 in 1 Mini Luftkühler wirkt Qualitativ doch sehr bescheiden, anders kann man dies nicht sagen. Das Gehäuse des Luftkühlers besteht aus billigstem Plastik mit Spaltmaßen für die sich eigentlich jeder Hersteller schämen müsste.

Bei meiner Klimaanlage war bereits eine der verstellbaren Lamellen auf der Front abgefallen.

Allerdings ließ sich die Klimaanlage immerhin problemlos einschalten, immerhin. Auf der Oberseite gibt es dafür drei Tasten. Einen Einschalter, eine Taste für das Verstellen der Geschwindigkeit und eine Taste für die integrierte LED.

Unterhalb des ca. 400ml fassenden Wassertanks besitzt die mini Klimaanlage eine kleine RGB LED. diese könnt Ihr mit der Taste in einer von 7 Farben leuchten lassen, bzw. abschalten.

Der Wassertank lässt sich über eine Klappe auf der Oberseite recht problemlos befüllen. Probleme mit auslaufendem Wasser hatte ich im Übrigen keine. Bedenkt aber, dass im System eine kleine Wanne mit Wasser ist. Stößt Ihr die Klimaanlage an kann es sein, dass dieses herausläuft.

Im Inneren der Klimaanlage befindet sich ein 120mm Lüfter, welcher die Luft durch einen Wasser getränkten Filter jagt. Dies soll für die Kühlung sorgen.

Die Energieversorgung wird über USB geregelt. Es liegt hierfür lediglich ein USB auf microUSB Kabel mit im Lieferumfang. Ein Netzteil müsst Ihr also selbst beisteuern.

Hier funktioniert jedes normale USB Ladegerät mit mindestens 5V 1A. Der Stromverbrauch der mini Klimaanlage ist immerhin sehr schön klein.

Diese benötigt auf der höchsten Stufe gerade einmal 2,7W Strom, was fast nichts ist. Schaltet Ihr die LED zu steigt der Stromverbrauch auf 2,9W.

 

Funktionierts?

Die alles entscheidende Frage ist aber natürlich ob das Ganze auch funktioniert, was der Hersteller hier verspricht.

Aber wie soll diese Klimaanlage überhaupt die Luft kühlen mit einer Leistung von gerade einmal 2-3W?

Die Klimaanlage nutzt dafür natürlich das Wasser. Das Wasser wird auf der Front in einen Stofffilter gesaugt, durch den die Luft gepustet wird.

Das Wasser soll dabei aber gar nicht die Luft kühlen sondern verdunsten. Für den Wechsel des Wassers von dem flüssigen in den gasförmigen Zustand wird Energie benötigt. Diese Energie wird dabei der Luft in Form von Wärme entzogen.

Hierdurch kann das Wasser, selbst wenn dieses Raumtemperatur hat, die Luft unter Raumtemperatur kühlen. Dies sagt zumindest die Theorie.

Was sagt die Praxis? Um mich hier nicht nur auf meine subjektive Wahrnehmung verlassen zu müssen habe ich an der COMLIFE mini Wasserklimaanlage an der Front und Rückseite einen Temperaturfühler angebracht.

Sollte die Klimaanlage wirklich funktionieren sollte die Temperatur am Luftauslass niedriger sein als am Einlass. Bei einem einfachen Lüfter wäre dies zum Beispiel nicht der Fall.

Ein Temperaturunterschied zwischen den beiden Fühlern vom 9,1 Grad!

Hier war ich zugegeben nach dem ersten sehr mäßigen Eindruck fast schon schockiert. Ja die Klimaanlage funktioniert!

Ich habe diese an einem sehr sonnigen und warmen Tag getestet. Die Raumtemperatur lag bei 28,5-29,1 Grad und die Luftfeuchtigkeit bei recht niedrigen 38%.

Die Luft, die in die Klimaanlage eingesaugt wurde, hatte eine Temperatur von 29 Grad, die Luft am Auslass 21,1 Grad. Das heißt die Klimaanlage hat die Luft um satte 7,9 Grad abgekühlt.

Dies ist deutlich mehr als ich erwartet hatte. Zumal diese Werte auch konstant auf diesem Level blieben. Der Temperaturunterschied lag konstant bei 7-9,1 Grad zwischen eingesaugter und ausgegebener Luft.

Beeindruckend! Auch wenn natürlich die Testbedingungen ideal waren. Umso höher die Temperatur und vor allem umso niedriger die Luftfeuchtigkeit ist umso besser funktioniert das Prinzip dieser Klimaanlage.

Wenn Ihr also in den Tropen lebt, wird das Ergebnis deutlich schlechter ausfallen, allerdings in Deutschland im Sommer funktioniert das Ganze anscheinend sehr gut.

Allerdings dürft Ihr viel Wasser nachfüllen. Der Hersteller schreibt zwar, dass die Wasserklimaanlage einen Tank für ca. 8 Stunden hat, das kam bei mir aber nicht hin. Ein voller Tank hält vielleicht für 1-2 Stunden. Das spricht allerdings auch für die Effektivität des Systems.

Temperatur
Durch die Wärmebildkamera

Das Ganze wurde auf der höchsten Lüfterstufe gemessen. Diese ist sogar von der Lautstärke recht erträglich. Der Hersteller scheint einen 08/15 120mm PC Lüfter zu nutzen, zu welchem auch die Lautstärke passt. Auf den niedrigeren Stufen sinkt auch die Kühlleistung, aber die mini Klimaanlage wird auch ein gutes Stück leiser.

Wer jetzt aber denkt „oh bei diesen guten Werten ist mein Wohnzimmer in null Komma nix schön kühl“ den muss ich enttäuschen. Der Luftstrom aus der Klimaanlage ist zwar sehr angenehm kühl und auch ausrechend kräftig, aber größere Räume bekommt Ihr nicht effektiv gekühlt.

Ein kleines Büro oder Schlafzimmer ist durchaus etwas zu kühlen, aber am besten setzt Ihr Euch vor die China Klimaanlage. Der direkte Luftstrom ist sehr schön und erfrischend!

Probleme mit auslaufendem Wasser hatte ich im Übrigen keine. Bedenkt aber, dass im System eine kleine Wanne mit Wasser ist. Stößt Ihr die Klimaanlage an kann es sein das dieses herausläuft.

 

Fazit

China Wasser-Klimaanlage, cool oder Schrott? Irgendwo in der Mitte wird die Wahrheit liegen. Die Verarbeitung und Haptik dieses Modells ist jedenfalls eher als „Schrott“ zu bezeichnen.

Das Gehäuse ist wirklich unterste China Qualität. Mittlerweile ist man ja eigentlich von chinesischen Produkten etwas verwöhnt, aber nicht bei diesem Modell. Billigster Kunststoff, schlechte Spaltmaße und ein furchtbarer Qualitätseindruck.

Allerdings etwas schockierend funktioniert die China Klimaanlage! Auf der höchsten Stufe konnte ich eine Kühlung der Luft von bis zu 8 Grad messen, was schon sehr gut ist.

Selbst die Lautstärke ist auf einem erträglichen Level.

Von daher ja die Funktion ist gut gegeben, auch wenn die Verpackung schlecht ist. Dennoch für 22-30€ ist das ganze okay, es erfüllt seinen Job!.

Keine Produkte gefunden.

Info 

Nur um dies noch einmal kurz zu erklären, die Klimaanlage funktioniert. Diese setzt auf Verdunstungskälte! Wasser benötigt Energie um vom flüssigen in den Gasförmigen zustand zu wechseln. Daher schwitzen wir auch. Das Wasser verdunstet von unserer Haut, wodurch diese gekühlt wird. Auf das gleiche Prinzip setzt auch diese China Klimaanlage. Siehe Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Verdunstung

„Der Effekt der Verdunstungskühlung durch Wasser ist die Grundlage für den Effekt der Thermoregulation durch Schwitzen, indem der Haut die Verdunstungswärme entzogen und diese dadurch abgekühlt wird.“

Wie gut dies nun einen Raum kühlt hängt von der Menge an verdunstetem Wasser ab. Diese ist hier bei einem 16 x 16 cm Würfel natürlich nicht super hoch. Die Luft die aus der Wasser-Klimaanlage ist also unter die Raumtemperatur gekühlt, aber einen großen oder auch nur mittleren Raum effektiv so zu Kühlen ist schwer, gerade wenn von Außen die Wärme hineindrückt. Daher haben „richtige“ Klimaanlagen auch X tausend Watt Leistung. Diese Wasserklimaanlage wird hier vermutlich das äquivalent zu 50-250W sein.

Die Wasser-Klimaanlage ist also weniger zum kühlen eines Raums und mehr als Ventilator Ersatz zu betrachten. Im Gegensatz zum Ventilator ist hier halt die Luft wirklich kalt! 

Hier weitere Infos zu dem physikalischen Prinzip das hinter diesem System steht: 

Die Xiaomi Redmi Airdots im Test, die besten true Wireless Ohrhörer unter 30€!

Die neuen Redmi Airdots stellen Xiaomis günstigsten Einstieg in die Welt der komplett kabellosen Ohrhörer da.

Für knapp über 20€ erhaltet Ihr auf den ersten Blick ein paar sehr vernünftige true wireless Ohrhörer, eines verlässlichen Herstellers.

Xiaomi Redmi Airdots

Allerdings kann man für diesen Preis wirklich ein gutes Produkt mit einem guten Klang erwarten?

Um diese Frage zu klären habe ich mir die Xiaomi Redmi Airdots aus China bestellt. Können diese im Test überzeugen oder gibt es bessere günstige true Wireless Ohrhörer für rund 20-30€?

 

Die Xiaomi Redmi Airdots im Test

Man merkt den Redmi Airdots leider bereits auf den ersten Blick bzw. beim ersten Anfassen an, dass es sich hier um günstigere Ohrhörer handelt.

Dies fällt gerade bei der Transportbox auf. Was das Design angeht, ist diese ganz okay. Ihr erhaltet eine einfache kleine „Pillendose“ aus einem matt schwarzen Kunststoff.

Xiaomi Redmi Airdots

Allerdings ist dieser Kunststoff merklich recht dünn und auch nicht von der aller höchsten Qualität. Ja die Box macht ihren Job, aber Xiaomi hat hier eindeutig gespart verglichen mit seinen großen Mi AirDots.

Technisch haben wir bei der Transportbox die Standard Ausstattung. Die Ohrhörer werden über zwei kleine Kontaktpunkte geladen und via Magneten in der Box gehalten.

Diese Magnete sind auch ausreichend stark die Ohrhörer sicher in der Box zu halten. Auch der Deckel wird über Magnete geschlossen gehalten, könnten aber durchaus noch etwas stärker sein. Dies ist aber Kritik auf einem hohen Level.

Xiaomi Redmi Airdots

Immerhin der Akku in der Transportbox ist ausreichend stark. Dieser kann die Ohrhörer knapp 3x vollständig aufladen.

Die Ohrhörer selbst halten gute 3,5-4 Stunden durch, insgesamt kommen wir also auf rund 10,5-12 Stunden Musik mit einer vollständigen Ladung und kleineren Pausen zwischendurch.

Ein wie ich finde völlig akzeptabler Wert!

Interessant ist aber wie Xiaomi dies erreichen konnte, denn die Ohrstöpsel selbst sind sehr kompakt! Die Redmi Airdots sind die mit kleinsten „true Wireless“ Ohrhörer die mir bisher begegnet sind.

Xiaomi Redmi Airdots

Auch qualitativ machen diese einen völlig akzeptablen Eindruck. Diese sind zwar auch recht einfach gestaltet und bestehen auch nur aus einem einfachen matten Kunststoff, wirken aber ausreichend stabil.

Nein Ihr solltet nicht drauftreten, aber dass hier etwas im normalen Alltag abbricht oder Ähnliches müsst Ihr nicht befürchten.

Auch wirken die Ohrhörer im Ohr angenehm neutral und unauffällig. Es gibt auf der Rückseite kein Herstellerbranding oder Logo. Dort findet sich nur ein großes Touchpad und eine etwas versteckte LED.

Xiaomi Redmi Airdots

Das Touchpad erlaubt natürlich durch antippen eine rudimentäre Musiksteuerung, welche aber recht gut funktioniert.

Das Ein/Ausschalten wird wie üblich durch das Einlegen in die Transportbox bzw. das Herausnehmen geregelt.

 

Tragekomfort

Da die Redmi Airdots recht kleine Ohrhörer sind, sitzen diese recht angenehm in den Ohren. Xiaomi hat hier auch auf Ohrhaken oder Ähnliches verzichtet.

Hierdurch drücken die Ohrstöpsel nicht und nach einer Weile spürt man diese auch überhaupt nicht mehr.

Der Halt ist dennoch zufriedenstellend, was erneut primär an den kompakten Abmessungen und dem niedrigen Gewicht liegt.

Für intensiv Sport gibt es sicherlich bessere Ohrhörer, aber für leichteren Sport, zu Hause und Bus und Bahn sind die Xiaomi Redmi Airdots top!

 

Klang

Ich muss gestehen wirklich überrascht vom Klang der Redmi Airdots gewesen zu sein. Ganz blöd gesagt, für diese Preisklasse klingen die Ohrhörer wirklich ziemlich perfekt!

Gehen wir aber den Klang aber einmal im Detail durch. Die Höhen der Redmi Airdots sind sehr schön klar und sauber. Allerdings neigen die Ohrhörer zu einer leichten Schärfe in den Spitzen.

Gerade die oberen Höhen sind recht ausgeprägt, während die unteren Höhen weniger stark sind. Hierheraus lässt sich vielleicht schon erkennen welche Klangsignatur Xiaomi bei den Redmi Airdots anpeilt.

Xiaomi Redmi Airdots

Die Mitten sind recht unauffällig und vielleicht sogar leicht abgesenkt. Hierdurch klingen die Ohrhörer recht „Clean“ oder etwas weniger „voll“. Das würde ich unter der Kategorie Geschmackssache laufen lassen. Gerade in elektronischen Titeln oder bei den meisten Pop Titeln stört dies weniger, aber wenn Ihr besonders starke „Vocals“ sucht, dann gibt es bessere Ohrhörer.

Der Bass hingegen hat mich am meisten überrascht. Dieser ist sehr kräftig, mit einem starken Punch und toller Dynamik.

In Bass stärkeren Titeln hatte ich wirklich meine Freude an den Xiaomi Redmi Airdots. Wenn ich hier etwas kritisieren müsste, dann wäre es vielleicht das Volumen. Dieses ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Man merkt, dass Xiaomi hier versucht dieses mit einem recht aggressiven DSP/EQ etwas zu verschleiern, wodurch die Redmi Airdots einen recht guten Tiefgang erhalten. Dennoch hört man in einigen Titeln, dass der Bass noch etwas runder laufen könnte.

Xiaomi Redmi Airdots

Dies ist aber schon Kritik auf einem sehr hohen Level für Ohrhörer die nur 20-30€ kosten.

Im Gesamten betrachtet klingen die Xiaomi Redmi Airdots wirklich sehr stark und vor allem sehr dynamisch. Böse Zungen könnten sagen Xiaomi geht hier auf einen Badewannen Klang (vorne und hinten hoch), aber ich glaube, dies trifft den Geschmack sehr vieler Nutzer.

Auch ist dies hier wirklich wertig und gut umgesetzt. Bonuspunkte gibt es für die gute Detaildarstellung und die hohe Pegelfestigkeit. Die Xiaomi Redmi Airdots können recht laut werden und klingen dann aber weiterhin sehr sauber.

 

Fazit

Es gibt in der unter 50€ Preisklasse sehr viele auch wirklich gute true Wireless Ohrhörer, gerade wenn man etwas über den Tellerrand hinausblickt.

Gerade die Modelle von QCY (T1C , T1 Pro) sind hier immer sehr spannend, aber auch von AUKEY, Anker und Co.

Xiaomi Redmi Airdots test

Allerdings wenn Ihr auf einen dynamischen und lebendigen Klang steht, dann wären die Redmi Airdots aktuell meine Nummer 1. Für unter 30€ gibt es hier absolut nichts am Klang auszusetzen. Dieser ist sehr kräftig, bassstark und lebendig.

Auch die Akkulaufzeit der Ohrhörer und der Transportbox ist absolut okay mit 3-4 Stunden bzw. insgesamt 12 Stunden.

Wenn man den günstigen Preis der Xiaomi Redmi Airdots etwas merkt, dann ist es am Material der Transportbox, welche etwas „Plastikhaft“ daher kommt.

Könnt Ihr aber damit leben erhaltet Ihr hier für rund 20-30€ wirklich hervorragende Ohrhörer!

Das HUAWEI MateBook D 14 im Test, was ein Notebook!

HUAWEI ist natürlich den meisten primär aufgrund seiner Smartphones bekannt. Allerdings hat HUAWEI vor ein paar Jahren auch den Angriff auf den Notebook Markt begonnen.

Hier versucht HUAWEI mit sehr wertigen, schlanken und stylischen Geräten auf sich aufmerksam zu machen, welche konstant ein Stück weit günstiger sind als die Modelle der großen Konkurrenten.

Das Notebook Lineup von HUAWEI lässt sich dabei in drei „Klassen“ unterteilen. Die Basis stellen die „normalen“ MateBooks dar. Braucht Ihr etwas mehr Leistung, dann gibt es die MateBooks X und wollt Ihr nicht ganz so viel Geld ausgeben kommen wir bei der MateBook D Serie an.

Huawei MateBook D

Dabei finde ich glatt die HUAWEI MateBook D Serie fast am spannendsten! Für unter 1000€ erhaltet Ihr hier auf den ersten Blick ein sehr wertiges und schickes Ultrabook. Dies wäre eine absolute Seltenheit!

Gute Leistung bekommt man problemlos bei Notebooks unter 1000€, aber das schicke Design sparen sich die meisten Hersteller für die teuren Modelle auf.

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob das MateBook D von HUAWEI wirklich so gut ist wie es aussieht!

An dieser Stelle vielen Dank an HUAWEI für das Zurverfügungstellen des Notebooks für diesen Test.

 

Das HUAWEI MateBook D 14 im Test

Ich glaube zu Recht sagen zu können, dass ich vom HUAWEI MateBook D und dessen ersten Eindruck sehr positiv überrascht war!

Huawei MateBook D

Auf den Pressebildern sieht das MateBook D zwar sehr schön edel und dünn aus, aber die Realität ist meist nochmal etwas anderes. Man kann hier sehr viel mit Kameraperspektiven usw. tricksen.

Allerdings hat dies HUAWEI beim MateBook D nicht gemacht! Ganz im Gegenteil, das Notebook wirkt noch flacher als es die Dicke von 15,8 mm vermuten lassen würde! Erstaunlicherweise ist die Basis des Matebook D genauso flach wie beim Dell XPS 13, welches auf dem Papier eigentlich dünner ist.

Immer wieder interessant wie wenig man auf solche Herstellerangaben geben kann.

Auch macht das Gehäuse generell einen wirklich sehr guten und schicken Eindruck! HUAWEI setzt fast komplett auf Aluminium. Lediglich der innere Displayrahmen ist aus Kunststoff gefertigt.

Hierdurch hat das Notebook eine starke Stabilität und Massivität. Das MateBook wirkt gleichermaßen massiv und edel.

Allerdings muss man dazu sagen, dass sich das hier verwendete Aluminium nicht ganz so wertig und massiv wie bei einem MacBook anfühlt. Warum dies hier der Fall ist kann ich nicht ganz genau bestimmen. Ich vermute HUAWEI setzt auf einen speziellen Lack/Farbe, wodurch das Alu etwas glatter und „wärmer“ anmutet.

Huawei MateBook D

Dennoch für ein unter 1000€ Notebook hat das MateBook D eine fantastische Anmutung!

Bonuspunkte gibt es für die schön abgerundete vordere Kante des Notebooks. Dies macht das Tippen auf diesem etwas angenehmer.

Was die Displayrahmen angeht bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits würde ich die Rahmen als „schlank“ einstufen, aber gerade oben und unten könnte man schon noch den ein oder anderen Millimeter einsparen, auch bei einem Notebook dieser Klasse.

Viel besser macht es die Konkurrenz in der unter 1000€ Klasse auch nicht.

Was HUAWEI gut macht, sind die Anschlüsse. Auf der linken Seite finden wir einen USB C Port, zum Aufladen des Notebooks, einen HDMI Port und einen USB 3.0 Port. Auf der rechten Seite ist ein weiterer USB 3.0 Port und der 3,5mm Kopfhöreranschluss.

Das Einzige was mir etwas fehlt wäre ein Kartenleser. Dafür besitzt aber die Intel Version des MateBook D einen Fingerabdruckscanner im Einschalter.

 

Display

Das MateBook D verfügt über ein 14 Zoll Full HD Display. HUAWEI setzt hier natürlich auf ein IPS Panel, welches bei meinem MateBook D matt ausfällt!

Subjektiv sieht das Display soweit gut aus. Man sieht, dass wir hier kein absolutes „Spitzendisplay“ haben, gerade verglichen mit den MacBooks und Dell XPS Notebooks, aber es fallen auch keine offensichtlichen Defizite auf.

Die Schärfe passt, Farben sind ausreichend klar und kräftig, die Blickwinkel sind unauffällig und auch Kontraste wirken okay. Keine Klagen bei der subjektiven Einschätzung, gerade wenn man den Startpreis bedenkt.

Die Messwerte sehen allerdings etwas mäßiger aus. Das Display erreicht lediglich 63% des sRGB Farbraums und 47% von AdobeRGB.

Huawei MateBook D Farbumfang

Der Kontrast ist mit 1:800 soweit völlig okay und die Helligkeit mit 240cd/m² für eine indoor Nutzung ausreichend. Wirklich viel wollt Ihr mit dem MateBook D aber nicht draußen sein. Das Display spiegelt zwar nicht übermäßig, aber in praller Sonne ist es dennoch schwer etwas auf dem Display zu erkennen.

Damit bleibt leider das Display der wichtigste Unterscheidungspunkt zwischen einem Mittelklasse Gerät und den High End Modellen.

Dennoch erneut, subjektiv passt das Display völlig! Sofern Ihr keine Foto/Videobearbeitung auf dem Notebook durchführen wollt ist alles okay. Ich habe hier schon in der unter 1000€ signifikant Schlechteres gesehen.

 

Lautsprecher

HUAWEI bewirbt die Lautsprecher des MateBook D recht stark. „Der Vierfach-Lautsprecher mit Split-Frequency bietet Tieftöner mit tiefem, resonantem Bass und Hochtöner mit klaren Höhen für ein knackiges, intensives Klangerlebnis.“

Und ja HUAWEI hat hier einen wirklich guten Job gemacht! Die Lautsprecher sind laut, ausreichend voll und klar.

Das MateBook D ist hier auf dem Level eines Dell XPS 13 und über vielen Gaming Notebooks die ich in der letzten Zeit in den Händen hatte.

Videos, etwas Musik, Podcasts usw. lassen sich problemlos auf dem Matebook D genießen. Dabei schafft es das Notebook auch einen recht weiten Klang zu erzeugen.

Natürlich gibt es noch etwas Luft nach oben, aber die Lautsprecher des Matebook D haben meine Erwartungen übertroffen!

 

Eingabegeräte

Erfreulicherweise verfügt das MateBook D über eine klassische deutsche QWERTZ Tastatur. HUAWEI hat hier nichts verändert oder modifiziert, verglichen mit dem Standard.

Lediglich zwischen der linken Strg und Windows Taste findet sich eine „FN“ Taste um die sekundären Funktionen der F Tasten abzurufen. Beim MateBook D sind allerdings die eigentlichen sekundären Funktionen die primären Funktionen.

Mit F1 und F2 verändert Ihr die Displayhelligkeit, mit F3 schaltet Ihr die Tastaturbeleuchtung Ein/Aus usw. Wollt Ihr die eigentliche Funktion der F Tasten müsst Ihr zusätzlich FN gedrückt halten. Ich glaube dies wird die wenigsten stören. Eher im Gegenteil, ich nutze diese „Sonderfunktionen“ mehr als die eigentlichen F Tasten.

Huawei MateBook D Tastatur

Was das Tippen auf dem MateBook D angeht gibt es keine Klagen! Die Tasten besitzen allerdings keine super hohe „Drucktiefe / Travel Distance“. Diese wirkt verglichen mit dem Dell XPS und ASUS Zenbook ein wenig gekürzt. Verglichen mit dem Apple MacBook Pro hingegen bieten die Tasten doch ein gutes Stück mehr Drucktiefe.

Das MateBook D ordnet sich hier also zwischen einem Dell XPS 13 (positiv) und einem Apple MacBook Pro (negativ) ein.

Was den Tastenwiderstand und den Anschlag angeht, bietet das MateBook D eine top Leistung! Die Tasten fühlen sich knackig und fest an. Auch bietet das Tastaturdeck keine Spiel. Hier merkt man schon etwas die Aluminium Basis des Notebooks.

Das Trackpad des MateBook D fällt solide aus. Dieses fühlt sich nicht ganz so wertig an wie das restliche Notebook (Kunststoffoberfläche?!) bietet aber ein gutes Tracking! Auch Gesten werden zuverlässig erkannt.

Unterm Strich würde ich das Trackpad als überdurchschnittlich einstufen!

 

Performance

Es gibt das HUAWEI MateBook D in diversen Ausstattungen. Primär unterscheidet sich dabei die CPU. Hier finden wir von einem AMD Ryzen 5 2500U, über den Intel Core i5-8250U, bis hin zur größten Version mit Intel Core i7-8550U so ziemlich alles was man sich wünschen kann.

Ich muss gestehen, dass gerade die AMD Version ausgesprochen attraktiv aussieht! Gerade aufgrund des Preises.

Allerdings hat HUAWEI sich nicht lumpen lassen und mir dir größte Version des MateBook D zugesendet.

  • Intel Core i7-8550U
  • 8GB LPDDR3-2133
  • 256GB SSD
  • NVIDIA GeForce MX150, 2GB GDDR5

Wichtig! Lediglich diese Version des MateBook D verfügt über eine gesonderte Grafikkarte, die NVIDIA MX150. Die anderen Versionen nutzten jeweils die in der CPU integrierte GPU.

Für Office bzw. die üblichen Multimedia Anwendungen reicht die integrierte GPU in der Regel völlig aus. Lediglich wenn Ihr etwas Leichtes spielen wollt, bietet die MX150 einen netten Performance Schub. Mehr dazu hier https://techtest.org/nvidia-mx150-vs-intel-620-was-kann-die-nvidia-geforce-mx150-leisten-und-welche-spiele-kann-man-auf-dieser-spielen/

Wenn ich an den Hardware Optionen des MateBook D etwas kritisieren muss, dann ist es der RAM. 8GB RAM ist in der Regel ausreichend, können aber auch etwas knapp werden wenn man sehr viele Browser Tabs offen hat usw. Der RAM im MateBook D ist aber leider nicht erweiterbar! Ihr müsst also mit den 8GB vorliebnehmen.

Schauen wir uns zunächst ein paar Benchmarks an.

Huawei MateBook D Intel Cinebench R15

Huawei MateBook D Intel Cinebench R20

Ich bin geneigt zu sagen, dass wir keine Überraschungen sehen. Der Intel Core i7-8550U performt im MateBook D wie er soll. Nein die Performance ist nicht ganz so gut wie im XPS 13 9370, dies liegt aber am Powerlimit. Das MateBook D arbeitet mit dem üblichen 15W Powerlimit.

Damit bietet das MateBook D eine ähnliche Leistung wie das Xiaomi Mi Notebook Pro oder 90% aller anderen Notebooks die ebenfalls mit dem Intel Core i7-8550U ausgestattet sind. Eine Leistungsreduktion aufgrund von Temperaturen gibt es beim MateBook D nicht, mehr dazu später.

Wie steht es um Spiele? Klar das ist ein Ultrabook, welches nicht für Spiele gemacht oder gedacht ist. Allerdings hat diese Version des MateBook D eine Nvidia MX150.

Bei dieser handelt es sich zwar beim besten Willen nicht um eine High End Grafikkarte, aber diese bietet schon etwas mehr Power als die ansonsten übliche integrierte GPU.

Ihr könnt im Allgemeinen davon ausgehen, dass ältere Spiele wie Skyrim, Left4Dead 2 usw. absolut problemlos auf maximaler Qualität auf dem MateBook D mit MX150 laufen.

Neuere Spiele werdet Ihr auch zum Laufen bekommen, aber hier muss man meist die Bildqualität auf niedrig senken. Dennoch keine schlechte Leistung für solch ein kompaktes Gerät!

Far Cry New Dawn, Full HD, Niedrige Details

Wie steht es um den Speicher? HUAWEI verbaut beim MateBook D eine SATA basierte M.2 SSD. Verglichen mit einer NVME SSD sind natürlich SATA SSDs etwas langsamer, aber in der Praxis spielt dies fast keine Rolle. Mehr dazu hier https://techtest.org/bringt-eine-schnelle-nvme-ssd-gamern-wirklich-etwas-nvme-vs-sata-vs-hdd-in-spielen-2019/

Bei der SSD handelt es sich um die SanDisk X600 „SD9SN8W256G1027“, welche lesend 557MB/s und schreibend 531MB/s schafft.

Keine spektakuläre SSD, aber diese bietet eine ordentliche Leistung.

 

Lautstärke und Temperaturen

Das MateBook D ist im Normalfall ein sehr leises Notebook. Mit sehr leise meine ich, dass die Lüfter im Inneren fast nie aktiv sind!

Im normalen Office/Web Betrieb drehen diese mit dem aktuellen BIOS nicht hoch. Selbst unter Voll-Last sind die Lüfter als sehr leise zu bezeichnen. Erst wenn wir die CPU und die hier gesonderte GPU gleichzeitig beanspruchen wird das Notebook langsam hörbar.

Ich vermute, dass die Versionen ohne gesonderte Nvida GPU dauerhaft leise bleiben.

Aber erkauft sich dies HUAWEI mit besonders hohen Temperaturen? Nein! Der Intel Core i7-8550U bleibt sehr kühl! In der kurzen Turbo-Boost Phase können Temperaturen von +- 80 Grad erreicht werden. Danach sinken die Temperaturen auf die hohen 60er bzw. niedrigen 70er.

 

Akkulaufzeit

Das Huawei MateBook D verfügt über einen 57,4Wh starken Akku, welcher dem Notebook zu einer Laufzeit von bis zu 12 Stunden verhelfen soll.

Diese Herstellerangaben muss man aber natürlich immer mit etwas Vorsicht betrachten, da diese meist unter absolut unrealistischen Bedingungen entstanden sind.

In der Praxis rechnet beim HUAWEI MateBook D eher mit 6,5-7,5 Stunden im normalen Web/Office Betrieb, mit einigen Webbrowser Tabs usw.

Bei einem reinen Video Betrieb, ohne große Hintergrundprogramme usw. sind auch gute 10 Stunden möglich.

HUAWEIs Angabe von 12 Stunden wäre also bei minimaler Displayhelligkeit, ohne WLAN usw. machbar, aber eher weniger realistisch.

Dennoch 6,5-10 Stunden Laufzeit sind völlig in Ordnung!

Das HUAWEI MateBook D lässt sich über eine USB C Port laden. Hierfür nutzt dieses wie auch das Apple MacBook den USB Power Delivery Standard.

Ja Ihr könntet problemlos das Apple MacBook Pro mit dem Ladegerät des MateBook laden und umgekehrt. USB Power Delivery ist ein offener Standard. Das beiliegende Ladegerät kann bis zu 20V 3,25A liefern, also satte 65W.

Ihr braucht aber nicht zwingend dieses Ladegerät! Das MateBook D akzeptiert alle USB Power Delivery Ladegeräte mit 18W (9V 2A) oder mehr.

Natürlich reduziert ein kleineres Ladegerät das maximale Ladetempo oder kann sogar unter Last dazu führen, dass das Notebook mehr Energie benötigt als zur Verfügung steht.

Allerdings im reinen Office betrieb sind 18W bereits voll ausreichend und erlaubt es Euch das Notebook einfach über eine USB PD Powerbank zu laden. Für 40-50€ bekommt Ihr so problemlos eine Powerbank welche die Laufzeit Eures Notebooks verdoppelt!

 

Fazit

Man kann HUAWEI für das MateBook D nur loben! Hier wurde sehr viel richtig gemacht, wenn nicht sogar fast alles!

Starten wir mit dem Wichtigsten, dem Preis. Mit AMD Ryzen ist das MateBook D ab 600€ verfügbar und mit Intel CPU ab 880€ (laut Huawei sind die Modelle abseits der CPU identisch). Dies ist eine Preisklasse in welcher es schwer, wenn nicht sogar unmöglich ist, ein vergleichbares Notebook zu finden.

Huawei MateBook D

HUAWEI bietet hier in weiten Teilen ein „High End“ Ultrabook zum Mittelklasse Preis. High End ist am MateBook D klar das Aluminiumgehäuse, welches robust und wertig anmutet, die Eingabegeräte, die Lautsprecher, der Akku und auch die Leistung.

Hier kommt es natürlich auf die gewählte CPU an, aber diese wird nicht von einer schlechten Kühlung oder ähnlichen zurückgehalten.

Das was klar am meisten ins Auge springt ist das sehr schlanke und schicke Design. Sucht Ihr ein kompaktes Notebook für den täglichen Transport zur Schule, Uni, Arbeit usw., dann seid Ihr hier Gold richtig!

Huawei MateBook D

Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte. Zum einen seid Ihr beim RAM auf 8GB limitiert. Ausreichend im Normalfall ja, aber auch nicht wirklich luxuriös. Zum anderen ist das verbaute Display nur „okay“. Subjektiv ist dieses völlig in Ordnung, aber es spielt klar eine Klasse unter Dell XPS, Apple MacBook Pro und Co.

Dennoch für 600-1000€ je nach Version erhaltet Ihr beim HUAWEI MateBook D ein herausragendes Notebook, für jeden der ein kompaktes, schickes und portables Gerät sucht!

Positiv

  • Gutes und wertiges Gehäuse
  • Geringe Abmessungen
  • Vernünftiges Display…..
  • Gute Leistung
  • Leise und recht kühl
  • Via USB C aufladbar
  • Gute Eingabegeräte

Negativ

  • ….Aber mit schlechter Farbraumabdeckung
  • Maximal 8GB RAM

Die YI Dome Kamera im Test, eine gute motorisierte Überwachungskamera für unter 60€?

Den asiatischen Hersteller YI wird vielleicht der ein oder andere aufgrund von Zusammenarbeiten mit Xiaomi kennen.

Allerdings werden YI Produkte nicht nur unter dem Xiaomi Branding verkauft, sondern auch in Eigenregie. Gerade was Überwachungskameras angeht hat hier YI ein durchaus großes Sortiment vorzuweisen.

Die mit beleibteste Überwachungskamera aus dem Hause YI ist die Dome Kamera. Bei dieser handelt es sich um eine Full HD Überwachungskamera mit Motor zum Drehen und Schwenken.

YI Dome Kamera

Die mit wichtigste Besonderheit ist hier klar der Preis. Während vergleichbare Kameras von Markenherstellern fast immer dreistellige Summen kosten, kostet die Dome Kamera von YI Euch gerade einmal 60€.

Klingt doch interessant. Aber ist die YI Dome Kamera auch gut? Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Die YI Dome Kamera im Test

Wie der Name schon vermuten lässt, nutzt die YI Dome Kamera ein „Dome Design“. Das bedeutet die Kamera besitzt eine Basis auf welcher ein beweglicher Kamerakopf montiert ist.

Dieser Kopf, hier eine Kugel, lässt sich mithilfe der integrierten Motoren 345° horizontal und 115° vertikal rotieren.

YI Dome Kamera

Dies in Kombination mit der 112° Kameralinse deckt effektiv fast 360° des Raums ab.

Was das Optik der YI Dome Kamera angeht, bin ich um ehrlich zu sein eher mäßig beeindruckt. Die Kamera wirkt schon recht plastikhaft und tendenziell eher „billig“. Nicht verwunderlich, die Kamera kostet unter 60€ hier darf man kein Luxusgehäuse erwarten und dies bekommen wir auch nicht.

Nennen wir das Gehäuse daher einfach mal funktional.

YI Dome Kamera

Es gibt die YI Dome Kamera in schwarzer oder in weißer Farbe. Beide Versionen besitzen aber eine schwarze Hochglanzfläche um die Kameralinse. Hinter dieser sind die IR LEDs versteckt.

Die Dome Kamera ist gedacht einfach auf einen Tisch oder Schrank gestellt zu werden. Dementsprechend gibt es erst einmal keine Option für eine Wandmontage. YI legt aber eine passende Bodenplatte bei, mit deren Hilfe Ihr die Kamera an einer Wand oder auch auf einem Schrank verschrauben könnt.

Die Anschlüsse der YI Dome Kamera sind wie üblich auf der Rückseite. Hier finden wir einen microUSB Port wie auch einen microSD Kartensteckplatz.

YI Dome Kamera

Der microUSB Port wird natürlich für die Stromversorgung genutzt. Grundsätzlich freut mich dies, da wir so ein paar mehr Optionen haben die Kamera anzuschießen.

YI legt natürlich ein passendes Netzteil und Kabel bei. Hierbei handelt es sich um ein einfaches 5V 1A USB Ladegerät. Dementsprechend seid Ihr auch frei alternative USB Ladegeräte mit 1A oder mehr zu nutzen.

Eine Speicherkarte liegt allerdings nicht mit im Lieferumfang! Sofern Ihr also nicht nur Cloud Aufnahmen tätigen wollt, müsst Ihr hier selbst eine kaufen. Die Kamera unterstützt hier bis zu 32GB.

 

Einrichtung und Installation

Grundsätzlich ist die Einrichtung der YI Dome Kamera recht einfach. Ladet Euch zunächst die YI Home App auf Euer Smartphone herunter und legt dort ein Konto beim Hersteller an.

Ist dies geschafft, wählt das kleine grüne Plus aus um eine neue Kamera hinzuzufügen.

Die größte Herausforderung für Euch und auch für die Hersteller von Überwachungskameras ist es Eure WLAN Daten an die Kamera zu übertragen, sodass diese sich ins Netzwerk einloggen kann.

Hier gibt es sehr viele Herangehensweisen, die Kamera erstellt ein eigenes WLAN Netz in welches Ihr Euch temporär einloggt um die Daten auf die Kamera zu schreiben, Bluetooth, diverse Piepcodes usw.

YI nutzt den „QR Code Trick“. Hierbei werden aus Euren WLAN Daten ein QR Code erstellt, den Ihr vor Eure Kamera halten müsst. Die Kamera ließt diesen QR Code ein und verbindet sich dann mit Eurem WLAN.

Dies hat bei der YI Dome Kamera bei mir auch sehr problemlos funktioniert!

Anschließend taucht die Kamera in Eurer App auf und Ihr könnt dieser noch einen Namen geben, fertig!

 

Die App

Die YI Home App ist recht einfach, übersichtlich aber ausreichend modern gestaltet. Man merkt hier schon, dass wir keine „China Schrott“ Kamera vor uns haben, für die auf die schnelle ne App gezimmert wurde.

Allerdings Kameras wie Netatmo und Co. Haben nochmals eine etwas aufwendigere App. Was den ersten Eindruck angeht, landet die YI Home App im oberen Mittelfeld.

Auf der Startseite der App haben wir zunächst eine Übersicht über alle verbunden Kameras. Diese werden hier auch passenderweise mit einer kleinen Vorschau angezeigt.

Tippt Ihr die jeweilige Kamera an, landet Ihr in der Live Ansicht. Das Laden der Live Ansicht dauert bei mir via LTE rund 5 Sekunden, ist also ausreichend flott.

Auch die Verzögerung der Live Ansicht ist mit rund einer Sekunde via LTE völlig in Ordnung!

Seid Ihr in der Live Ansicht könnt Ihr die YI Dome Kamera auch drehen und schwenken. Dies geschieht über eine Art virtuellem Joystick. Auch auf diese Befehle reagiert die Kamera recht flott und präzise.

Lob gibt es hier auch für den Motor, welcher recht leise ist. Bei vielen motorisierten Überwachungskameras ist der Motor recht auffällig, dies ist hier aber nicht der Fall.

Neben dem manuellen Bewegen der Kamera könnt Ihr diese auch automatisiert hin und her schwenken lassen, was allerdings die Bewegungserkennung außer Kraft setzt.

Die Bewegungserkennung könnt Ihr in den Einstellungen anpassen. Hier gibt es wie üblich drei Stufen. Erfreulicherweise arbeitet die Bewegungserkennung angenehm akkurat!

Bewegungen werden auch auf Distanz zuverlässig erkannt, teils sogar etwas zu zuverlässig. Selbst ein vorbeiziehender Schatten kann auf der höchsten Stufe schon einen „Alarm“ auslösen.

Hier müsst Ihr gegebenenfalls etwas herumprobieren bis Ihr die optimale Stufe gefunden habt.

Interessanterweise kann die Kamera auch weinende Babys erkennen. Wie gut dies funktioniert kann ich mangels Babys leider nicht testen.

 

Bildqualität, Aufzeichnung und Alarme

Wie bei den meisten Überwachungskameras könnt Ihr auch bei der YI Dome Kamera „Alarme“ einrichten. Wird also eine Bewegung erkannt, erhaltet Ihr eine Push Nachricht auf dem Smartphone. Zudem wird eine Videoaufzeichnung begonnen.

Das Zustellen der Push Benachrichtigungen funktionierte bei mir sehr gut und flott.

Bei den Aufzeichnungen habt Ihr zwei Optionen. Option a in der Cloud, Option b auf einer Speicherkarte.

YI möchte, wie die meisten Hersteller von Überwachungskameras, dass Ihr Eure Aufnahmen in der Cloud speichert.  Diese ist wie üblicherweise  leider aber auch hier nicht gratis. Es gibt diverse Abos, je nachdem wie viele Kameras Ihr habt, wie lange Ihr die Aufnahmen speichern wollt usw.

7 Tage konstante Aufzeichnung kostet Euch 60€ im Jahr, 7 Tage Aufzeichnung nur bei erkannter Bewegung 20€.

20€ sind nicht zu viel verlangt, gerade da die Cloud einen gewissen zusätzliche Komfort bietet, auch was die Auswertung der Aufnahmen angeht. Allerdings könnt Ihr Euch diese 20€ auch sparen.

Legt Ihr eine Speicherkarte in die Kamera ein, werden bei Alarmen auch auf dieser Videos aufgezeichnet. Diese könnt Ihr dann im „Alarm Bereich“ der App chronologisch betrachten. Erfreulicherweise bietet die App Euch hier sogar eine kleine Vorschau an, was denn auf dem Video zu sehen ist. Hierdurch fällt die Unterscheidung zwischen Fehlalarm und wirklich interessanter Aufzeichnung deutlich einfacher.

Bedenkt nur klaut ein Einbrecher die Kamera oder die Speicherkarte sind auch alle Aufnahmen weg. Hier würde nur die Cloud Aufnahme helfen.

Wie steht es um die Bildqualität?

In der YI Dome Kamera steckt ein Full HD Sensor mit einem 112° Blickwinkel. Damit ist das Bild schon einmal als durchaus weitwinklig zu bezeichnen. Ideal für Innenräume.

Was die Bildqualität angeht, bin ich positiv überrascht! Gerade bei Tag liefert die Kamera ein recht gutes und klares Bild. Für diese Preisklasse klar überdurchschnittlich!

Bei Nacht kommt es etwas auf die Distanz an. Die IR LEDs machen hier im Generellen einen guten Job das Bild auszuleuchten, aber die Helligkeit nimmt zum Rand hin doch schnell ab, wenn Distanz ins Spiel kommt.

 

Fazit

Ihr sucht eine günstige und gute Überwachungskamera? Dann habt Ihr diese mit der YI Dome Kamera gefunden.

Klar gibt es noch bessere Überwachungskameras, mit höherer Auflösung, mehr Featuren usw. aber diese kosten dann auch mal gut und gerne 200€+.

Für rund 60€ bietet die YI Dome Kamera im Grunde alles was man braucht. Eine zuverlässige Bewegungserkennung, gute Bildqualität und vernünftige App.

YI Dome Kamera

Ganz grob gesagt die Kamera funktioniert einfach. Dabei überlässt diese Euch auch die Wahl bei der Speicherung der Aufnahmen, wollt Ihr diese in einer kostenpflichtigen Cloud ablegen, oder lokal.

Beides funktioniert soweit sehr gut! Ebenfalls sehr gut funktioniert der verbaute Motor, welche überdurchschnittlich leise arbeitet.

Was mich lediglich störte war ein wenig die Haptik und Optik. Das Äußere der Kamera wirkt doch etwas „plastikhaft“, allerdings technisch gibt es keine Klagen.

Fan daher, für 60€ kann man sich bei der YI Dome Kamera echt nicht beschweren!