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Empfehlung True Wireless Ohrhörer Mitte 2022, welche sind meine Lieblings-Modelle?

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Es gibt unfassbar viele true Wireless Ohrhörer im Handel. Auf techtest.org habe ich auch schon einige, wenn nicht sogar hunderte Modelle getestet.

Das Problem, die meisten davon sind gar nicht schlecht! Wir sind an einem Punkt angekommen, wo einfach die meisten true Wireless Ohrhörer im Handel eine Qualität erreicht haben, die zufriedenstellend ist.

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Dies macht die Auswahl nicht einfacher! Daher möchte ich dir in diesem Artikel eine Handvoll true Wireless Ohrhörer präsentieren, die ich auch privat verwende und sich auch bei mir Alltag ausgezeichnet haben.

 

Meine Anforderungen

Geschmäcker und Anforderungen sind verschieden! Die Ohrhörer, die ich hier präsentiere, sind Modelle, die “mir” gefallen und entsprechend in meine Anforderungen fallen und nicht zwingend Modelle die neutral betrachtet die besten sind.

Aber was suche ich an Ohrhörern?

  1. Ich mag einen lebendigen Klang mit gutem Bass und Höhen.
  2. Ein guter Tragekomfort ist im Alltag oft wichtiger als guter Klang.
  3. ANC ist mir weniger wichtig.
  4. Eine solide Akkulaufzeit und vor allem eine geringe Selbstentladung.

Ich bin praktisch immer im Home-Office und nutze daher meine Ohrhörer primär zu Hause oder beim Spaziergang mit meinen Hunden. Dementsprechend ist mir auch ANC, aktives Noise Cancelling, weniger wichtig. Es ist nice to have, aber ich reise nicht viel, entsprechend hat dies für mich keine erhöhte Priorität.

Mir ist eine Mischung aus gutem Klang, gutem Tragekomfort und einer gewissen Zuverlässigkeit wichtig. Zuverlässigkeit? Leider gibt es immer wieder Modelle die z.B. unter einer extrem hohen Selbstentladung leiden. Ein gutes Beispiel hier war die erste Generation Sennheiser Momentum. Ein paar Tage nicht genutzt und zack waren die Dinger leer. Sowas ist nervig!


 

“Einsteigerklasse”

SoundPEATS, nicht spektakulär, aber ordentlich!

In der Einsteigerklasse gibt es sehr viele spannende Modelle und teils auch gute Modelle. Grundsätzlich kann ich hier in der “untersten” Preisklasse die Modelle von SoundPEATS empfehlen. Diese sind meist sehr unspektakulär verarbeitet, das Design ist nichts Besonderes, aber der Klang von ihnen meist “gut genug”.

empfehlung true wireless ohrhörer mitte 2022empfehlung true wireless ohrhörer mitte 2022 1

Aktuell mein Favorit von SoundPEATS sind die Free2 Classic. Die SoundPEATS Free2 Classic fallen genau in die angesprochene Klasse. Diese sind recht einfach gearbeitet, sehen eher mäßig aus, haben aber einen ganz guten Tragekomfort und klingen ordentlich.

Wir haben eine sehr dynamische und lebendige Klangsignatur mit guten Höhen und einem kräftigen Kickbass.

Ich denke für +-30€ wirst du wenig Besseres bekommen, sofern du etwas mehr Bass magst.

SoundPEATS Free2 Classic Wireless Earbuds with 30Hrs Playtime IPX5...

  • Fairer Preis
  • Relativ ausgewogener Klang
  • Guter Tragekomfort 
  • Design eher mäßig

 

Mehr Bass = besser? UGREEN HiTune T3

Du magst sehr viel Bass und möchtest dennoch möglichst wenig Geld ausgeben? Dann schau dir mal die UGREEN HiTune T3 an.

Die UGREEN HiTune T3 haben einen sehr bass-starken Klang, setzen diesen aber gut um! So hast du nicht nur eine “Bass-Suppe”, sondern auch die Höhen sind ordentlich. Dennoch möchtest du einen etwas ausbalancierteren Klang, dann würde ich nicht zu UGREEN greifen. Deren Ohrhörer sind nach meiner Erfahrung alles sehr große Bass-Bomber.

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Was mich lediglich an den UGREEN HiTune T3 etwas in der Praxis gestört hat, war der schwarze Klarlack der Ladebox und der Ohrhörer. Dieser wird sehr schnell zerkratzen und dann werden die Ohrhörer/Ladebox furchtbar aussehen.

UGREEN HiTune T3 Bluetooth Kopfhörer In Ear, kopfhörer kabellos mit...

  • Fairer Preis
  • Sehr starker Bass
  • Dynamischer und lebendiger Klang
  • Guter Tragekomfort 

 

einsteigerklasse

Im direkten Vergleich sind die SoundPEATS Free2 deutlich ausgewogener und neutraler. Die UGREEN T3 sind deutlich aufgeregter abgestimmt.


“Mittelklasse”

JBL, günstig und gut!

Falls du nicht über 100€ ausgeben möchtest würde ich dir zu aktuellen JBL Ohrhörern wie den JBL Tune 230 NC raten.

JBL ist zwar an sich eine “premium” Marke, hat aber einige wirklich preis/leistungs starke Modelle im Sortiment. Dies wären z.B. die Tune 230 NC.

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Die Tune 230 NC haben einen sehr gefälligen, aber guten Klang. Wir haben einen guten Schub Bass und sehr klare Höhen. JBL nutzt hier die klassische Badewannen Klangsignatur. Ich denke 96% aller Nutzer werden die Tune 230 NC hören und sagen “jupp die passen”.

Dabei sind die Ohrhörer bequem und zuverlässig. Hinzu kommt der Preis. Für die Tune 230 NC zahlst du aktuell um die 70€, was mehr als fair ist! Mit dieser Preis/Leistung können viele asiatische Hersteller nicht mal mithalten.

JBL Tune 230 NC TWS – Wasserfeste, True-Wireless In-Ear-Kopfhörer...

  • Fairer Preis
  • Dynamischer und lebendiger Klang
  • Starker Bass mit top Tiefgang
  • ANC

 

Passt für alle, Soundcore Life P3

Die Soundcore Life P3 schlagen in eine ähnliche Kerbe wie die JBL. Auch die Soundcore Life P3 besitzen einen sehr lebendigen und dynamischen Klang. Diese sind weniger etwas für Puristen und mehr für Nutzer die “Action” wollen.

Dabei bieten die Soundcore Life P3 einen etwas besseren Tragekomfort als die JBL und ein (wie ich finde) schickeres Design.

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Der Klang Soundcore Life P3 vs. Tune 230 NC ist schwer zu beurteilen. Diese sind von der grundsätzlichen Klangsignatur ähnlich, aber die Soundcore sind noch etwas “aufgeregter” und lebendiger klingend. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von deinem Geschmack ab.

Allerdings sind die Soundcore Life P3 gemeinsam mit den ähnlichen Liberty Air 2 Pro meine Lieblingsohrhörer aus dem Hause Soundcore.

Diese haben einfach keine großen Schwächen, klingen gut, haben einen guten Tragekomfort und waren bei mir immer zuverlässig.

soundcore by Anker P3 Bluetooth Kopfhörer mit...

  • Fairer Preis
  • sehr Dynamischer und lebendiger Klang
  • Starker Bass mit top Tiefgang
  • Gutes ANC
  • Guter Tragekomfort 
  • Teils etwas sehr „wild abgestimmt“ 

 

Mittelklasse

Beide Ohrhörer haben einen recht ähnlichen Bass. Beide sind auch recht dynamische und lebendig abgestimmt. Im direkten Vergleich sind allerdings die SoundCore Life P3 etwas „extremer“ abgestimmt, mit mehr Wellen in der Kurve.

Verglichen mit den Modellen der Einsteigerklasse ist ein deutlich besserer Tiefbass (ganz Links) zu sehen.


“Gehobene Klasse”

Meine aktuellen Favoriten, die 1More EVO

Die aktuell von mir meist genutzten Ohrhörer sind die 1More EVO. Die 1More EVO bieten einen guten, bis sehr guten Klang, welcher auch anpassbar ist. Letzteres leider nicht über einen EQ in einer App, sondern über eine Art Hörtest. Dieser ist aber durchaus spannend gemacht.

Die Ohrhörer klingen grundsätzlich sehr sauber, mit gutem Bass. Ohne weitere Anpassung über die App haben diese einen recht ausgewogenen Klang, welcher auch durchaus “HiFi” Fans zufrieden stellen kann.

Hinzu kommt ein sehr guter Tragekomfort, die Ohrhörer sitzen sehr entspannt in meinen Ohren, und bisher eine gute Zuverlässigkeit. Ich stand mit den 1More EVO bisher noch nie ungeplant ohne Akku da.

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Das ANC der 1More EVO ist zwar eher unspektakulär, aber für meine Zwecke ausreichend.

Wäre mir das Geld egal, dann würde ich dir die 1More EVO ans Herz legen. Rund 170€ zum Zeitpunkt dieses Artikels ist nicht wenig, aber auch nicht unnötig viel.

1MORE EVO Bluetooth 5.2 Kopfhörer Kabellos, Active Noise Cancelling...

  • Sehr guter und hochwertiger Klang 
  • Hifi-Klang
  • Schickes Design
  • Wertige Haptik
  • Klang recht neutral aber über die App auch noch gut anpassbar

 

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Hier die 1MORE EVO im Vergleich zu den SoundCore Life P3. Hier können wir gut sehen was ich mit „ausgewogenen“ Klang meine. Die 1MORE EVO, ohne weitere Anpassungen über die App, sind erfreulich neutral und wertig klingend. Suchst du allerdings das absolute maximum an Bass, dann bist du bei den SoundCore oder den JBL besser aufgehoben.

 

Problemfall Sony LinkBuds

Die Sony LinkBuds gehören zu den meistgenutzten Ohrhörern, die ich aktuell besitze. Allerdings kann ich diese dennoch nicht mit vollem Herzen empfehlen.

Ganz klar gesagt, die LinkBuds klingen nicht gut! Gerade die Bässe sind furchtbar!

Allerdings haben die LinkBuds ein einmaliges Design, mit dem Loch in den Ohrhörern. Hierdurch bekommst du von deiner Umgebung praktisch alles mit. Gerade wenn ich mit den Hunden unterwegs bin, ist dies von mir ein gesuchtes Feature. Dabei handelt es sich um ein “natürliches” Hören, welches angenehmer ist als alle mir bekannten Transparenz Feature.

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Die Sony LinkBuds klingen so als hättest du zwei keine PC-Lautsprecher auf der Schulter. Klingt nicht gut, du bekommst aber alles mit und es reicht als “Hintergrunduntermalung”.

Hast du nur ein paar True Wireless Ohrhörer, dann würde ich dir die Sony LinkBuds niemals empfehlen! Diese sind viel zu speziell. Aber als zweit Ohrhörer, falls du auch Modelle suchst mit welchem du deine Umgebung natürlich mitbekommst, dann sind diese super.

Sony LinkBuds – Neues Konzept mit offenem Ringdesign ermöglicht...

  • Einmaliges Design 
  • Sehr offener Klang 
  • Perfekte Transparenz, ideal für den Alltag
  • Klang okay
  • Aber Bass schwach

Das ASUS ZenWiFi Pro XT12 im Test, schneller geht WLAN Mesh kaum!

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Wenn es um High End WLAN Systeme geht, ist ASUS ohne Frage der Hersteller Nummer 1.  Dies konnte auch schon das ZenWiFi Pro ET12 System beweisen.

Allerdings ist dieses schon etwas “over the top”. Mit dem XT12 bietet ASUS eine “Lite” Version, ohne das 6 GHz Band an. Wobei “Lite” dem ZenWiFi Pro XT12 nicht ganz gerecht wird, denn auch hier haben wir ein fast schon extremes WLAN-System.

Auch dieses bietet einen Tri-Band Aufbau, mit 1x 2,4GHz und 2x 5GHz. Dabei kann das System bis zu 9608 Mbit auf den 5Ghz Bändern liefern. Auch zwei 2,5Gbit LAN-Ports sind mit an Bord.

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Ganz günstig ist der Spaß ebenfalls nicht. Mit über 400€ pro Station gehört das ASUS ZenWiFi Pro XT12 zu den teuersten WLAN-Systemen auf dem Markt.

Kann dieses aber den Preis irgendwie gerecht werden? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des ZenWiFi Pro XT12 für diesen Test.

 

Das ASUS ZenWiFi Pro XT12 im Test

ASUS sieht das ZenWiFi Pro XT12 als ein WLAN Mesh System. Du kannst die Stationen entweder einzeln kaufen oder im 2er Set. Eine Erweiterung über dieses 2er Set hinaus ist aber auch möglich.

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Dabei setzt ASUS optisch auf ein einmaliges Design. So können wir die Stationen des ZenWiFi Pro XT12 fast schon unter moderne Kunst laufen lassen.

Die WLAN-Stationen sind eine Art Turm, an dessen Spitze eine Art Abdeckung aus Plexiglas angebracht ist. Unter dieser sehen wir die Antennen und ein leuchtendes ASUS Logo, welches als Status-Anzeige dient.

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Auf der Rückseite der Stationen finden wir die Anschlüsse. Hier haben wir:

  • 2x Gbit LAN
  • 2x 2,5Gbit LAN
  • 1x DC Eingang

Auf einen USB-Port verzichtet ASUS. Dafür haben wir neben den obligatorischen Gbit LAN Ports gleich zwei 2,5GBit LAN. Einer davon dient als WAN-Port, also als Uplink, was ich fast schon etwas schade finde.

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Dies ist nur für den Router Modus relevant, aber hier ist einer der 2,5Gbit LAN-Ports immer für die Verbindung zum Internet belegt. Nett, falls du einer der zwei Menschen in Deutschland bist, die mehr als Gbit Internet haben, ansonsten aber etwas verschwendet.

Im AccessPoint Modus kannst du die LAN-Ports frei nutzen, selbiges gilt für die “Satelliten”, falls du mehr als einen ZenWiFi Pro XT12 nutzt.

 

 

Benutzeroberfläche und App

Zwar lässt sich das ASUS ZenWiFi Pro XT12 auch klassisch via Webbrowser einrichten und steuern, allerdings empfiehlt ASUS die Steuerung via App. So bietet ASUS die ASUS Router App sowohl für IOS wie auch für Android an.

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Die ASUS Router App ist auch wirklich einfach zu nutzen. Du verbindest dein System mit dem Strom und Netzwerk, startest die App und der Rest passt fast völlig von alleine.

Die App sucht selbstständig das Mesh System und fragt lediglich Daten wie der gewünschte WLAN-Name ab usw., anschließend wird das System eingerichtet und ist in ein paar Minuten verfügbar.

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Super gemacht ASUS! Von Haus aus wird der ASUS ZenWiFi Pro XT12 als Router eingerichtet, allerdings kannst du das System auch in den Accesspoint Modus umschalten, falls du bereits einen Router (FritzBox) hast den du weiter nutzen möchtest.

Nach der Einrichtung kannst du in der App zunächst sehen welche Geräte und Mesh Knoten verbunden sind. Du kannst auch hier sehen, wie gut die Verbindung zu den jeweiligen Geräten ist, Webfilterung usw. einstellen.

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Zudem hast du in der App weitere Funktion wie AiMesh und AiProtection.

 

AIProtection

AIProtection ist eine Art Virenschutz, welcher auf Eurem WLAN-Router läuft und konstant die Verbindungen überwacht. Dieser Virenschutz überprüft nicht übertragende Dateien (Ihr könnt Euch also weiterhin Viren über Anhänge usw. herunterladen), aber zu welchen Servern Ihr Euch verbindet.

Steht einer dieser Server auf einer sich stetig aktualisierenden Blockliste wird die Verbindung unterbrochen. Ein Virus der Daten klaut bzw. nach Anweisungen von einem Kontroll-Server fragt, kann dies nicht machen und wird inaktiv bzw. wird gar nicht erst gestartet.

Dieser Schutz gilt auch für Smart Home Geräte! Sollte eins davon verseucht werden, kann dies AIProtection auch gegebenenfalls verhindern. Dies ist kein 100%iger Schutz, aber ist eine weitere Sicherheitsebene in Eurem Netzwerk. Mehr zu AiProtection findet Ihr hier https://techtest.org/was-ist-asus-aiprotection-und-was-kann-es/

 

Warum Mesh?

Warum solltest du dich generell für ein ASUS Mesh System interessieren? Grundsätzlich ist ein WLAN Mesh System vergleichbar mit einem normalen WLAN-Router und Repeater.

Allerdings sind WLAN Mesh Systeme etwas besser verzahnt. Was bedeutet dies in der Praxis?

  1. Es gibt nur ein WLAN-Netz mit einem Namen, du musst nicht manuell zwischen den einzelnen Stationen wechseln.
  2. Der Übergang zwischen den einzelnen Mesh Knotenpunkte ist “nahtlos”.
  3. Einstellungen werden automatisch zwischen Basis-Station und Satelliten übernommen.
  4. Die Performance ist bei Tri-Band Systemen besser.

Zwar habe ich leider schon die Erfahrung gemacht das ASUS WLAN Mesh Systeme etwas zickig bei der Einrichtung sein können, aber einmal eingerichtet laufen diese 1a!

Dabei werden Einstellungen, die du bei der Haupteinheit anpasst, auch für die Satelliten automatisch übernommen. Zudem ist der Übergang, wenn du dich von Station zu Station bewegst etwas “weicher”. Dein Smartphone springt also nicht nur im letzten Moment von Station zu Station, sondern bereits früher. Bei Asus kannst du diesen Punkt sogar in der Software festlegen.

Die einzelnen Mesh Knoten müssen dabei nicht zwingen via WLAN mit der Basis verbunden werden, es kann auch einen kabelgebundenen Uplink geben, für eine noch bessere Leistung.

Ebenso kannst du bei ASUS Mesh Knotenpunkte usw. mixen, zwischen verschiedenen Serien. Dabei kann und wird natürlich die Performance etwas schwanken.

 

Die Technik

Das ASUS ZenWiFi Pro XT12 System ist ein tri-Band WLAN System. Das bedeutet dieses verfügt über ein 2,4GHz Band und zwei 5GHz Bänder.

Warum? Zum einen wird das zusätzliche zweite 5GHz Band als eine Art Rückkanal zwischen mehreren Stationen des ZenWiFi Pro XT12 System genutzt. Zum anderen kannst du dies nutzen, um deine Geräte besser zu verteilen.

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Beispielsweise Smartphones, Tablets usw. Auf dem ersten 5Ghz Band und Notebooks und andere “high power” Geräte auf dem 2. 5Ghz Band. So kannst du die optimale Leistung erreichen.

Folgende Spitzenwerte kann eine Station des ZenWiFi Pro XT12 Systems laut ASUS erreichen:

  • 2,4GHz – 1148 Mbit
  • 5GHz 1 – 4804 Mbit
  • 5GHz 2 – 4804 Mbit

Wir haben hier also einen High End WLAN 6 Router/AccessPoint mit einem 4×4 Design. Dieser kann also vier parallele Streams erstellen und über diese Daten an deine Endgeräte senden.

Dies ist genau genommen etwas “Overkill”, da du in der Praxis meist nur Geräte mit maximal einem 2×2 Design und 2402 Mbit findest, es hilft aber wenn du sehr viele WLAN-Geräte hast.

Zudem verbessert es die Leistung, wenn du mehrere Stationen des ASUS ZenWiFi Pro XT12 Systems hast.

Neben WLAN 6 werden auch so gut wie alle alten WLAN Standards unterstützt, WLAN 802.11a/ b/ g/ n/ ac/ ax. Hier fällt dann die maximale Leistung aber natürlich ein Stück niedriger aus.

 

WLAN Performance

Die aktuell beste und schnellste WLAN Karte die wir auch in der Praxis finden können ist die Intel AX210 bzw. die AX211.

Für diesen Test habe ich die Intel AX210 in einem ASUS ROG Zephyrus G15 verbaut. Ich habe die Datenraten auf und von einem 2,5Gbit ASUSTOR gemessen.

kurzdistanz

Auf kurzer Distanz konnte ich eine maximale Geschwindigkeit von 1466 MBit im Upload und 990 Mbit im Download messen. Dies entspricht beeindruckenden 183 MB/s im Upload und 124 MB/s im Download.

Damit ist auf einer kurzen Distanz WLAN glatt schneller als eine klassische Gbit LAN Verbindung, beeindruckend!

Aber selbst auf mittlerer Distanz erreichen wir 796 Mbit im Upload und 474 Mbit im Download. Weiterhin absolute spitzen Werte und deutlich mehr als man für 4K (oder sogar 8K Streaming) benötigt.

mitteldistanz hochdistanz

Selbst auf sehr hohen Distanzen von +- 14 Metern und 2 Wänden erreichen wir mit 446/327 Mbit ein mehr als ausreichendes Tempo!

Damit eignet sich eine Station des ASUS ZenWiFi Pro XT12 +- für ein Mittelgroßes Haus und anspruchsvollere Anwendungen wie Datenübertragungen auf ein lokales NAS.

Auch wenn du vielleicht eine etwas dickere Internetleitung hast (500K oder Gbit) eignet sich das ASUS ZenWiFi Pro XT12 System.

Die Werte, die du hier siehst, werden dabei auch stark von der Intel AX210 limitiert, welche maximal 2402 Mbit erreichen kann. Allerdings gibt es nach meinem Wissen derzeit keine Client WLAN Karte die mehr als 2402 Mbit erreichen kann.

 

Mesh Performance

Wie steht es aber um die Leistung zwischen den WLAN-Stationen? Du kannst das ASUS ZenWiFi Pro XT12 System als eine Art Repeater oder auch Bridge nutzen.

Besonders praktisch ist dies, wenn du mehrere Etagen überbrücken möchtest. Wie steht es hier aber um die Leistung?

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Erneut ein ähnlicher Versuchsaufbau. An der Basis Station wurde ein 2,5Gbit NAS anschlossen. An der 2. Station ein Notebook, ebenfalls via 2,5Gbit LAN. Das theoretische Maximum in diesem Test liegt also bei 2500 Mbit.

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Mit 1917 Mbit im Download, satte 240 Mb/s!, sprengen wir ganz klar das Gbit LAN Limit.

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Selbst auf höheren Distanzen oder durch eine Etage hindurch erhalten wir beeindruckende Geschwindigkeiten.

Vor allem die 1466 Mbit durch eine Decke/Boden hindurch haben mich sehr positiv überrascht. Natürlich schwanken diese Werte, je nachdem wie dein Boden beschaffen ist, wie dick die Wände sind usw.

Dennoch kannst du dir mit einem 2er Set des ASUS ZenWiFi Pro XT12 eventuell sogar ziehen eines LAN-Kabels sparen.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch von Geräten die 24/7 laufen ist wichtiger denn je und vor allem auch ein Kostenfaktor.

Wie viel Strom benötigt der ASUS ZenWiFi Pro XT12?

Im Normalbetrieb kannst du mit einem Verbrauch von 12,8W rechnen. Dieser kann unter Last auf ca. 15W ansteigen.

Rechnen wir kurz durch, bei 0,5€ pro kWh sind dies Stromkosten von ca. 56€ pro Station, nicht wenig! Allerdings auch nicht “verrückt” hoch.

WLAN 6 scheint im Allgemeinen etwas sparsamer als noch WLAN 5 zu sein. Zu WLAN 5 hochzeiten gab es durchaus Modelle mit 20W+ Verbrauch.

Allerdings sind natürlich 12,8W auch nicht wenig, im Anbetracht der Leistung halte ich es aber auch nicht für zu viel.

 

Fazit

Ich halte das ASUS ZenWiFi Pro XT12 gemeinsam mit der ET12 derzeit für die besten und Leistungsstärksten WLAN Mesh Router auf dem Markt!

Diese sind schick designt, haben eine hervorragende Performance und top Reichweite!

Auf kurze Distanz zu einem Notebook mit Intel AX210 WLAN Karte konnte ich Geschwindigkeiten von 990/1466 Mbit erreichen! Dies ist eine höhere Geschwindigkeit als sie mit einer Gbit LAN Verbindung zu erreichen wäre.

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Noch höher ist die Leistung, wenn du mehrere XT12 Stationen in einem Mesh Verbund betreibst. Zwischen zwei Stationen konnte ich bis zu 1917 Mbit erreichen! Ein Tempo das nur dank der beiden 2,5Gbit LAN-Ports überhaupt möglich ist.

Dabei bleibt die Leistung auch auf mittleren bis hohen Distanzen erfreulich stark! Selbst eine XT12 Station wird bereits für ein mittelgroßes Haus gut ausreichen! Mehrere Stationen können auch ein Haus mit mehreren Etagen gut versorgen.

Kurzum, ich kann das ASUS ZenWiFi Pro XT12 System nur empfehlen! Ich nutze dieses sogar selbst im Büro. Es bleibt am Ende nur die Preis-Diskussion. Knappe 450€ pro Station ist ein sehr stolzer Preis und rein aus Sicht der Preis-Leistung steht es völlig außer Frage, dass es bessere Systeme gibt. Ein ASUS ZenWiFi XD6S wird in der Praxis kaum langsamer sein, kostet aber weniger als die Hälfte.

Das ASUS ZenWiFi Pro XT12 System ist also primär zu empfehlen, wenn es dir um das Maximum an Leistung geht, egal zu welchem Preis. Schau dir hier dann aber auch einmal das ET12 an, welches ein 5GHz Band gegen ein 6GHz Band tauscht.

 

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ASUS ZenWiFi Pro XT12
POSITIV
Hervorragende WLAN-Performance
Hervorragende Mesh Performance
Sehr gute Reichweite
2x 2,5GBit LAN-Ports
ASUS AIMesh
Schickes Design
Gute ASUS App
NEGATIV
Stromverbrauch gehoben (aber an sich der Leistung angemessen)
Hoher Preis
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Das Anker 511 Nano 3 im Test, das perfekte Ladegerät fürs iPhone 14, S22 und Co.

Mit dem Nano 3 hat Anker ein neues USB Power Delivery Ladegerät auf den Markt gebracht. Dieses richtet sich dabei vor allem an Käufer neuer Smartphones, welche oftmals keine Ladegeräte mehr mit im Lieferumfang haben.

Im Speziellen denkt Anker hier sicherlich an das neue iPhone 14 Pro, welches auch wieder ohne Ladegerät ausgeliefert wird. Allerdings eignet sich das Ladegerät ebenso für Andorid Smartphones, da Anker, wie auch Apple, Samsung, Google usw. auf den USB Power Delivery Standard setzen.

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Wollen wir uns das Ladegerät doch einmal näher im Test ansehen. Kann das Anker 511 Nano 3 überzeugen?

 

Das Anker 511 Nano 3 im Test

Das Nano 3 setzt auf Ankers aktuelles, recht „blockiges“ Ladegeräte-Design. Dabei ist dieses mit 35 x 28 x 28 mm (ohne Stecker) angenehm kompakt, vor allem wenn wir die durchaus gehobene Leistung von 30W bedenken.

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Auch das Gewicht ist mit 44 g angenehm niedrig! Damit ist das Ladegerät auch für Reisen durchaus interessant, zumal dieses auch offiziell 100-240V Spannung unterstützt.

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Die Haptik und auch die Verarbeitungsqualität würde ich als gut bis sehr gut einstufen. Das Ladegerät ist komplett aus Kunststoff gebaut, der sich aber sehr schön massiv und wertig anfühlt.

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Allerdings ist die Verarbeitung auch nichts Besonderes. Anker hat hier ein gutes Standard-Ladegerät gebaut.

 

Der USB C Port

Das Anker 511 Nano 3 besitzt lediglich einen USB C Port auf der Front. Dieser hat es aber in sich!

USB C – USB Power Delivery 30W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A, 20V/1,5A

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Der USB-C Port nutzt den Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 30W bereitstellen. USB Power Delivery ist das von Apple genutzte Schnellladeprotokoll. Aber nicht nur von Apple, auch Samsung, Google, Nintendo usw. nutzen USB Power Delivery und können entsprechend auch an dem Ladegerät schnell geladen werden.

 

PPS

Das Anker 511 Nano 3 unterstützt auch den PPS Standard! Hier bietet das Ladegerät zwei PPS Stufen:

  • 3,3-11V bei 3A
  • 3,3-16V bei 2A

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Kann ich mein iPhone überladen?

Eine Frage die ich oft sehe ist ob es möglich ist ein Smartphone zu “überladen”. Apple verkauft ja primär 20W Ladegeräte für seine iPhones und dies ist ein 30W Ladegerät. Können die zusätzlichen 10W meinem iPhone schaden?

Nein! Dein iPhone lädt immer mit dem maximalen Ladetempo das von Apple in der Software hinterlegt wurde.

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Du kannst dein iPhone auch an einem 100W USB Power Delivery Ladegerät laden. So lange das Ladegerät diesen Power Delivery Standard nutzt, sprechen sich die Geräte untereinander ab und passen das Ladetempo an.

Selbiges gilt auch für Android Smartphones! Du brauchst dir keine Sorgen machen, dass hier etwas zu schnell geladen wird.

 

Belastungstest

Um zu testen, ob das Anker 511 Nano 3 auch bei konstanter Volllast durchhält, habe ich dieses für rund 6 Stunden mit genau 30W belastet.

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Wie es sich für ein gutes Ladegerät gehört, hat das Anker 511 Nano 3 diese Zeit problemlos überstanden.

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Dabei erreichte es äußerlich eine maximale Temperatur von rund 71 Grad. Klingt viel, ist auch sicherlich nicht wenig, aber 71 Grad sind für ein Ladegerät auch nicht kritisch!

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität bei USB-C Ladegeräten ist in der Praxis, um ehrlich zu sein, nicht so wichtig. Solange die Spannungen alle innerhalb der Grenzwerte bleiben. Zudem ist natürlich eine stabile Spannung ein besseres Zeichen für eine gute elektrische Qualität.

5v spannung 9v spannung 20v spannung

Ich würde die Spannungsstabilität als gut einstufen! Auf der 9V Stufe haben wir zwar einen leichten Knick, aber dieser ist auch nicht übermäßig ausgeprägt oder auffällig.

Unterm Strich zeige ich mich hier sehr zufrieden.

 

Das zu erwartende Ladetempo

Schauen wir uns kurz eine kleine Übersicht an für welche Geräte sich das Anker Nano 3 eignet.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads ++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +
Google Pixel ++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) 0

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Zunächst ist das Nano 3 natürlich ideal für die diversen iPhones, ab dem iPhone X. Auch wenn Apple dies nicht öffentlich verkündet, das iPhone 13 Pro Max kann mit bis zu 27W laden, was auch mit dem Nano 3 problemlos funktionieren würde.

Auch für die diversen iPads ist das Ladegerät mit 30W ausreichend! Theoretisch kannst du mit ihm sogar deine USB C MacBooks laden, aber dies nur mit einem deutlich reduzierten Tempo.

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Allerdings eignet sich das Ladegerät nicht nur für die Apple Geräte. Auch für die diversen Samsung Smartphones ist dieses dank PPS ideal! So kannst du im Zusammenspiel mit der S21 und S22 Serie das maximale Ladetempo erwarten, außer beim S22 Ultra, welches noch etwas schneller laden könnte.

Ähnliches gilt auch für die Google Pixel Smartphones, für sie ist das Ladegerät ebenso perfekt geeignet.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz des Anker 511 Nano 3 an.

effizienz

Im Test schwankte die Effizienz des Nano 3 zwischen 84,4% bei niedriger Last und 91,1% bei Volllast! Das sind sehr starke Werte.

effizienz vergleich

Dies bestätigt sich auch im Vergleich zu anderen Ladegeräten mit ähnlicher Leistung. So übertrifft das Nano 3 auch das alte Nano 2 ein kleines bisschen.

 

Fazit

Sehr gut! Anders kann ich es nicht sagen. Das Anker 511 Nano 3 ist ein sehr gutes und modernes “Standard” Ladegerät, das ich für Smartphones oder auch Tablets wie dem iPhone 13 (vermutlich auch 14), Apple iPad 11 oder auch die Samsung Galaxy S22 und Google Pixel Geräte empfehlen kann.

Dieses verfügt über eine sehr gute technische Qualität, bot im Test mit 84,4% bis 91,1% eine sehr gute Effizienz und zeigte auch eine hohe Spannungsstabilität.

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Zudem unterstützt es nicht nur USB Power Delivery, was der von Apple, Samsung, Google, Nintendo, …., genutzte Schnelllade- Standard ist, sondern auch PPS!

PPS ist für die Apple Geräte bisher noch nicht wichtig, aber essentiell um das maximale Ladetempo im Zusammenspiel mit Samsung Smartphones zu erreichen.

Von daher ist das Anker 511 Nano 3 das so ziemlich optimale Ladegerät fürs iPhone 13/14, Samsung Galaxy S22, Google Pixel 6 und viele andere Smartphones, die kein Ladegerät mehr mit im Lieferumfang haben.

Anker 30W USB C Ladegerät, GaN 511 Nano 3, PIQ 3.0 PPS...

  • Sehr kompaktes und leichtes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • 30W Leistung nach dem Power Delivery Standard
  • PPS Support
  • Sehr hohe Effizienz von 84,4% bis 91,1%

 

Test: LC-Power LC-CH-GAN-65 – USB-GaN-Ladegerät, 65W Leistung und PPS!

Mit dem LC-CH-GAN-65 bietet LC-Power ein 65W USB C Ladegerät an. Wie der Name schon vermuten lässt, setzt dieses auch auf die neuere GAN Technologie.

Diese soll für niedrigere Temperaturen und eine gesteigerte Effizienz sorgen. Neben einem 65W USB C Port haben wir zudem einen USB A Port, welcher gerade im Alltag für einen gesteigerten Komfort sorgt.

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Aber wie gut ist das LC-Power LC-CH-GAN-65 – USB-GaN-Ladegerät in der Praxis wirklich? Kann dieses im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LC-Power für das Zurverfügungstellen des LC-CH-GAN-65 für diesen Test.

 

Test: LC-Power LC-CH-GAN-65 – USB-GaN-Ladegerät

Viele GAN USB-Ladegeräte sind auf einen besonders kompakten Formfaktor getrimmt. Dies ist beim LC-Power LC-CH-GAN-65 allerdings nicht der Fall!

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Das Ladegerät misst 66 x 32 x 39 mm und bringt ein Gewicht von 135g auf die Waage. Dies ist nicht zu groß für die beworbene Leistung, ist aber auch nicht extrem kompakt.

Das Gehäuse des Ladegerätes macht einen guten Eindruck! Es ist aus einer Mischung aus Hochglanz und mattem Kunstsoff gefertigt. Lediglich ist bei meinem Modell das LC-Power Logo falsch herum, was mich etwas irritiert.

 

Die Anschlüsse

Das LC-Power LC-CH-GAN-65 verfügt über zwei USB-Ports, 1x USB A und 1x USB C.

  • USB C – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – Quick Charge 45W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

Der USB C Port ist natürlich der Star der Show. Dieser bietet bis zu 65W nach dem Power Delivery Standard.

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Hierdurch eignet sich der USB C Port nicht nur für Smartphones, sondern auch für Mittelgroße Notebooks, sofern diese das Laden via USB C unterstützten.

 

Mit PPS! (Update!)

Leider hatte ich hier in meinem ursprünglichen Test einen Fehler gemacht und das Ladegerät verfügt doch über PPS. 

Im PPS Standard bietet dieses eine Range von 3,3-21V bei 3A. 

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern. 

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät. 

 

Was kann der USB A Port?

LC-Power wirbt bei dem USB A Port mit einer Leistung von bis zu 45W, was etwas mysteriös ist! In der Regel haben USB A Ports maximal 18W bei Quick Charge oder 25W bei Huawei Super Charge. 45W ist hier eine ungewöhnliche Leistungsangabe.

Folgende Werte konnte ich auslesen

  • Apple 2,4A
  • Samsung 2,0A
  • AFC 5-12V
  • Huawei FCP 5-12V
  • SCP 3,4-5,5V bei 5A (25W)
  • QC 3.0 5-20V

Spannend! Wir haben ein erweitertes Quick Charge 3.0 Profil, welches wirklich nicht nur 18W, sondern 45W liefern kann. Allerdings gibt es nicht viele Geräte, die solch ein großes Quick Charge Profil nutzen.

Allerdings haben wir auch ein Huawei Super Charge Profil! So sollte das LC-Power LC-CH-GAN-65 auch Huaweis Smartphones mit bis zu 25W laden können. Leider habe ich derzeit kein Huawei Smartphone da, daher kann ich dies nicht in der Praxis bestätigen.

 

Ladetempo Einschätzung

Schauen wir uns einmal an was für ein Ladetempo am LC-Power LC-CH-GAN-65 in Kombination mit diversen Geräten an.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

 

Dank des 65W USB C Ports mit Power Delivery eignet sich das LC-Power LC-CH-GAN-65 perfekt für Apple iPhones und iPads. Allerdings aufgrund der Leistung von 65W ist das Ladegerät auch für Notebooks geeignet, egal ob nun Apple MacBook oder Windows Notebooks wie das Dell XPS.

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Allerdings empfiehlt sich das Ladegerät hier primär für kleinere Modelle, die auch meist nicht mehr als 65W benötigen.

Der USB A Port bietet Quick Charge, was ideal für ältere Smartphones ist, wie auch Huawei Super Charge!

 

Belastungstest

Wie üblich habe ich das LC-Power LC-CH-GAN-65 für diesen Test auch einem Volllast Test unterzogen. So habe ich das Netzteil 65 Stunden lang mit 65W belastet.

Wie es sich auch gehört, hat das LC-Power diese Zeit auch problemlos überstanden.

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Dabei erwärmte sich das Ladegerät allerdings recht stark. An der wärmsten Stelle wurde das Ladegerät knappe 80 Grad heiß. Dies ist nicht zwingend kritisch, aber gerade für ein GaN Ladegerät schon recht warm.

 

Spannung

Schauen wir uns wie üblich einmal die Spannung des LC-Power LC-CH-GAN-65 unter Last an.

5v 9v 20v

Auf der 5V Stufe schwankt die Spannung zwischen 5,098V im Leerlauf und 5,209V bei 3A. Bei 9V haben wir eine Schwankung von 9,148V bis 9,258V und bei 20V von 20,21V bis 19,8V.

Wir sind hier ganz klar innerhalb der Grenzwerte und die Schwankung wirkt auch nicht zu stark. Allerdings bietet das LC-CH-GAN-65 auch nicht die stabilste Spannung, die ich jemals gesehen habe.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz des LC-Power LC-CH-GAN-65 an.

effizienz

Die Effizienz schwankte im Test zwischen 75,2% und 90% unter Volllast. Dies sind gute Werte für ein aktuelles USB C Ladegerät!

 

Fazit

Das LC-Power LC-CH-GAN-65 ist ein starkes USB C Ladegerät. Dieses bietet eine gute Ladeleistung, hat eine gute Effizienz und eine gute Spannungsstabilität.

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Dabei wirkt das Ladegerät gut gebaut und der Preis ist fair! Dicke Pluspunkte gibt es vor allem für die Unterstützen Schnell-Ladestadnards: 

  • USB Power Delivery 
  • PPS
  • Quick Charge 
  • SCP (Huawei Super Charge)

Hierdurch eignet sich das LC-Power für eine Vielzahl an Geräte, angefangen beim iPhone über die Samsung Galaxy S22 Serie bis hin zu kleineren Notebooks.

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LC-Power LC-CH-GAN-65 - USB-GaN-Ladegerät
POSITIV
USB Power Delivery mit bis zu 65W
USB A Port mit Quick Charge und SCP
PPS Support 3,3-21V bei 3A
Solide maximale Effizienz von 90%
NEGATIV
Effizienz bei sehr geringer Last verbesserungswürdig
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Die Crucial P3 Plus im Test, schnell solange du im Cache bleibst!

Mit der P3 Plus hat Crucial eine sehr günstige, aber auf dem Papier auch Leistungsstarke NVME SSD auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu den meisten andern NVME SSDs nutzt die P3 Plus QLC Speicher in Kombination mit PCIe 4.0.

Hierdurch wird der Preis niedrig gehalten, aber gerade lesend verspricht die SSD bis zu 5000MB/s!

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Klingt doch gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Vor allem wie hoch ist die konstante Schreibleistung, was in der Regel ein großer Schwachpunkt von QLC SSDs ist.

 

Die Crucial P3 Plus im Test

Bei der Crucial P3 Plus handelt es sich um eine preis/leistungs-orientierte M.2 NVME SSD in dem üblichen 2280 Formfaktor.

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Erfreulicherweise setzt Crucial aber den Trend seiner P5 Plus fort und nutzt ein komplett schwarzes Design. Sowohl der Aufkleber wie auch die SSD selbst ist in schwarz gehalten, was ihr eine hochwertige Optik verleiht. Sicherlich ist dies in der Praxis nicht wichtig, aber solche Liebe zu Detail muss gewürdigt werden.

Ansonsten ist die Crucial P3 Plus aber recht “langweilig”. So haben wir keinen speziellen Kühlkörper oder ähnliches.

 

Die Technik

Crucial setzt bei der P3 Plus auf den Phison E21 Controller ohne DRAM Cache. Spannend ist hier aber vor allem der NAND, denn die SSD nutzt QLC NAND!

Die meisten SSDs verwenden TLC NAND. Bei diesem können bis zu 3 Bits pro Zelle gespeichert werden. Bei QLC NAND können hingegen bis zu 4 Bits pro Zelle gespeichert werden. Hierdurch können wir mehr Speicherplatz auf kleiner Fläche erhalten und zudem die Kosten niedriger halten.

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Allerdings potenziert sich mit zunehmenden Bits pro Zelle die Komplexität des Lesens undSchreibens der Zellen. Eine TLC Zelle kann vereinfach ausgedrückt 8 Zustände haben, eine QLC Zelle 16 Zustände. Dies macht QLC SSDs weniger haltbar und unter Umständen, gerade beim Schreiben, langsamer als TLC Modelle.

500GB 1TB 2TB 4TB
Lesen 4700 MB/s 5000 MB/s 5000 MB/s 4800 MB/s
Schreiben 1900 MB/s 3600 MB/s 4200 MB/s 4100 MB/s

Im ersten Moment sehen wir von dieser möglicherweise niedrigeren Leistung aber nichts! Die Datenraten schwanken zwar laut Crucial deutlich je nach Kapazität, aber lesend kommen wir auf 4700 MB/s bis 5000 MB/s, was zeigt das wir eine PCIe 4.0 SSD haben.

 

TBW und Haltbarkeit

Ein großer Nachteil von QLC SSDs ist in der Theorie die Haltbarkeit. QLC Zellen halten deutlich weniger Schreibzyklen aus. Dies wirkt sich auch auf das TBW Rating der Crucial P3 Plus aus, welches sehr niedrig ist.

tbw

Die 500GB Version kommt auf 110TB, die 1TB Version auf 220TB, die 2TB Version 440TB und die 4TB auf 800TB.

Damit ist die Haltbarkeit der SSD auf dem Papier schlecht. Dies ist eine der niedrigsten gerateten SSDs aktuell auf dem Markt.

Allerdings muss das TBW Rating auch mit etwas Vorsicht betrachtet werden. Dieses kann eine Orientierung für die Haltbarkeit sein, muss es aber nicht. Das TBW Rating ist nur für die Garantie wichtig. Bei der P3 Plus ist diese 5 Jahre oder bis du das TBW Rating überschreitest.

In der Praxis wird die SSD deutlich mehr aushalten. Wir haben hier modernen 176 Layer QLC Speicher. Es ist hier davon auszugehen, dass er um die 1000 Schreibzyklen aushält. Dies ist beeindruckend, denn die erste Generation von QLC Speicher schaffte nur 100 Zyklen.

Zum Vergleich, bei modernem TLC Speicher wirst du mit 2000-3000 Zyklen rechnen können, je nach Hersteller.

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In der Praxis wird das aber weitestgehend egal sein und in einem normalen Gaming-PC wird eine SSD wie die Crucial P3 Plus Jahrzehnte halten, zumindest was den Speicher angeht. In meinem Gaming Notebook komme ich nach ca. einem Jahr auf knapp über 12TB geschriebene Daten, durch Spiele-installationen, Steam Updates usw.

Eine 2TB Crucial P3 Plus würde hier also um die 36 Jahre halten!  Selbst wenn du meine Nutzung um den Faktor 3 übertriffst, reden wir von 10+ Jahren.

Lediglich als Import SSD für Medien-Produktion kann die Crucial P3 Plus nicht empfohlen werden.

 

Kein DRAM Cache (Persönliche Meinung und Erfahrung)

Crucial verzichtet bei der P3 Plus auf einen DRAM Cache. Ist dies schlimm? Nein! DRAM Cache ist bei SATA SSDs durchaus wichtig für die Leistung, bei NVME SSDs ist dies aber weniger tragisch. Diese können einen sehr kleinen Teil deines RAMs als Cache nutzen, was in der Praxis völlig okay ist.

Ich lese hier zwar auch in Tests des Öfteren Kritik, wenn ein DRAM Cache fehlt, ich kann diese aber nicht nachvollziehen! Weder in Benchmarks noch in der Praxis konnte ich hier bisher bei NVME SSDs einen wirklichen Nachteil feststellen können.

So nutze ich in meinem wichtigsten Notebook die Samsung 980 (ohne Pro), welche auch keinen DRAM Cache hat. Hier habe ich 0 Performance Probleme oder Ähnliches im Alltag.

Lediglich bei SATA SSDs ohne DRAM Cache konnte ich durchaus im Alltag einen Unterschied spüren. So können diese SSDs bei vielen parallelen Zugriffen etwas träger wirken, als es für eine SSD eigentlich normal wäre.

Mach dir bei NVME SSDs hier keine größeren Gedanken um den DRAM Cache. Es ist sicherlich “besser”, wenn er da ist, aber es macht keinen gigantischen Unterschied, vor allem nicht, wenn du preis/leistungsorientiert kaufst.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für den SSD Test zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • Corsair HX Series HX850 Netzteil
  • Windows 11

Wichtig, bei Windows 11 handelt es sich um einen etwas älteren Update-Stand der über alle SSD-Tests konstant gehalten wird, um vergleichbare Werte zu erhalten.

In diesem Test findet sich die 1TB Version der Crucial P3 Plus.

 

Theoretische Tests

Starten wir mit dem klassischen SSD-Benchmark, CrystalDiskMark, in Version 8.0.1. Schauen wir ob die Herstellerangabe wirklich erreicht werden kann.

crystaldiskmark lesend crystaldiskmark schreibend

Die ersten Benchmarks sehen sehr gut aus! Lesend kommen wir auf 5144 MB/s, was ein gutes Stück über der Herstellerangabe von 5000 MB/s liegt.

Auch schreibend übertrifft die P3 Plus mit 3722 MB/s über der Herstellerangabe.

Mit diesen Werten übertrifft die Crucial P3 Plus sehr viele andere günstige NVME SSDs. Lesend wird sogar die Seagate FireCuda 520 leicht übertroffen. PCIe 3.0 SSDs haben natürlich keine Chance gegen die Crucial in diesem Benchmark.

Etwas merkwürdig waren die ATTO Benchmarks.

atto schreibend atto

Im ATTO Benchmark erreicht die Crucial P3 Plus erstaunlicherweise lesend 6890 MB/s und schreibend 5930 MB/s.

Diese Werte sind nicht richtig! Ich kann mir aber nicht erklären, warum ATTO diese Werte misst. Normalerweise ist ATTO recht zuverlässig und ich habe noch nie gesehen das Werte sich derartig von CrystalDiskMark oder auch den Herstellerangaben unterscheiden. Ein Neustart des PCs oder ein ändern der Datei-Größe hatte hier keinen Unterschied gemacht.

AS SSD ist mittlerweile leider etwas in die Jahre gekommen und kann gar nicht die hohen Geschwindigkeiten von modernen SSDs messen.

as ssd

Aber auch AS SSD bestätigt, dass wir hier Datenraten eher im Bereich von CrystalDiskMark haben als die verrückt hohen Messwerte von ATTO.

HD Tune kommt lesend wiederum auf sehr hohe 6294 MB/s und schreibend auf 5559 MB/s.

Ich habe noch nie bei einer SSD solch merkwürdig unterschiedliche Benchmark Ergebnisse gesehen. In der Praxis werden die CrystalDiskMark Werte aber die “richtigen” Werte sein.

 

Cache, groß aber extrem langsam danach

Alle aktuellen SSDs setzten auf einen so genannten SLC-Cache. Das heißt ein Teil der Zellen der SSD werden in diesem Fall nicht 4 Bits beschrieben, sondern lediglich mit einem Bit pro Zelle. Dies senkt die Komplexität des Schreibvorgangs und beschleunigt diesen somit.

Allerdings ist der SLC Cache natürlich nicht unbegrenzt groß! Im neuen Zustand ist der SLC Cache der 1TB Version der Crucial P3 Plus ca. 250GB groß! Heißt 250GB am Stück kannst du mit den vollen 3xxx MB/s beschreiben.

Dies ist ein sehr großer SLC Cache! Bei der 2TB Version kannst du mit 500GB und bei der 4TB Version mit 1TB rechnen. Dies bedeutet im Übrigen nicht, dass der Cache z.B. bei der 1TB SSD immer voll ist, wenn du mehr als 250GB Daten auf der SSD speicherst. Der Cache wird im Hintergrund immer wieder freigeschaufelt, kann aber bei zunehmender Fülle der SSD kleiner werden.

Aber wie schnell ist die P3 Plus nach dem Cache? 70-80 MB/s.

Ja nach dem 250GB Cache schreibt die SSD nur noch mit 70-80 MB/s. Klingt wenig, ist es auch, aber dies ist für eine QLC SSD nicht ungewöhnlich.

 

PC Mark

PC-Mark versucht in seinem Speicher-Benchmark alltägliche Anwendungen, wie Office Anwendungen, Spiele usw. zu simulieren.

Hier gibt es zwei Tests, die „Quick“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, entsprechend schneiden hier SSDs mit schlechterer Schreibgeschwindigkeit oder aggressivem Scheibcache schlechter ab.

pc mark

Hier sehen wir einen sehr deutlichen Unterschied zwischen dem Quick und dem vollen Test. Im Quick Test liefert die P3 Plus ein herausragendes Ergebnis über der 980 Pro!

Allerdings im “Vollen” Benchmark fällt diese ein Stück zurück und liegt knapp hinter der Seagate FireCuda 520, was ein Ergebnis ist, das zu erwarten war.

 

3D Mark SSD Test

Schauen wir uns auch einmal den neuen 3D Mark SSD Test an. Im Gegensatz zu anderen Tests misst dieser nicht nur einfach die Datenraten usw., sondern er simuliert das Laden echter Spiele (mit deren Spiele-Daten usw).

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

3d mark

Im 3D Mark Test ordnet sich die Crucial P3 Plus oberhalb der Samsung 970 EVO und der MP600 Core ein und unterhalb der P5 Plus und WD Red SN700.

Damit kann die P3 Plus die meisten PCIe 3.0 SSDs schlagen, aber auch nicht alle.

 

Fazit

Die Crucial P3 Plus ist eine gute NVME SSD. Allerdings muss ich gestehen, dass dies auch nichts “besonders” ist. Es gibt kaum noch “schlechte” SSDs. Gerade in Spielen und Anwendungen spielt die SSD kaum eine Rolle.

Bei Spiele Ladezeiten unterscheiden sich NVME SSDs höchstens um einstellige % Werte bei der Ladedauer.

Die P3 Plus liefert hier die Leistung, welche von Crucial versprochen wird. So haben wir gerade lesend gute Werte, welche über den meisten PCIe 3.0 SSDs, aber unter den High End PCIe 4.0 Modellen liegen.

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Lesend konnte ich in der Spitze 5144 MB/s messen und schreibend 3722 MB/s.

Allerdings haben wir hier eine QLC SSD vor uns! Sie setzt auf einen extremen Cache. Dieser ist zwar sehr groß, aber nach dem Cache ist die Datenrate der SSD furchtbar!

So hat die 1TB Version einen großzügigen 250GB Cache, aber wird er überschritten schreibt die SSD noch mit 70-80MB/s.

Damit ist die SSD nicht für das Übertragen von großen Daten geeignet! Als “Games-SSD” ist die Crucial P3 Plus also absolut brauchbar, aber als Import SSD oder in einem externen Gehäuse würde ich sie nicht nutzen.

Hetzner STORAGE SHARE Erfahrungsbericht, die bessere Alternative zu Strato HiDrive und Google Drive?

Jeder benötigt heutzutage irgendeine Form von Cloud Speicher. Die meisten werden hier auf Google Drive, OneDrive oder die Apple Cloud setzten. Was aber wenn du nicht den großen Amerikanern alle deine Daten geben willst?

Klar hier wäre ein NAS-System wie von QNAP oder Synology eine Option, aber dieses erfordert natürlich eine größere Investition. Hier bietet der Deutsche Server-Anbieter Hetzner ein sehr spannendes Paket an.

“STORAGE SHARE” nennt sich das Cloud Speicher Paket. Dieses setzt im Hintergrund nicht auf irgendeine prioritäre halbgare Lösung, sondern auf NEXTCLOUD!

Noch viel spannender sind die Preise! 1TB für 4,64€, 5TB für 15,35€ oder 10TB 29,63€, damit ist Hetzner deutlich günstiger als selbst Google Drive und Co!

So ist sogar die Telekom Magenta Cloud mehr als doppelt so teuer! Dabei setzt Hetzner ebenso auf den Server Standort Deutschland und entsprechende Datenschutz-Bedingungen.

Aber wie funktioniert das System in der Praxis? Schauen wir uns dies einmal näher an.

 

Die Preise, günstiger als Google und Strato!

Sicherlich das mit attraktivste an Hetzner STORAGE SHARE sind die Preise, wenn du viel Speicherplatz brauchst.

Hetzner STORAGE SHARE Google Drive Strato HiDrive
1TB 4,64€ 7,50€
2TB 9,99€
5TB 15,35€ 24,99€ 65 €
10TB 29,63€ 49,99€ 100 €

(Stand 01.05.22)

Gerade die 5TB und 10TB Option ist preislich sehr attraktiv und deutlich günstiger als Strato HiDrive, Dropbox oder Google Drive.

Gerade verglichen mit Strato HiDrive, welche ebenfalls mit Datenschutz Made in Germany werben, ist Hetzner STORAGE SHARE um einiges günstiger!

 

Die Bestellung und Hetzner WebUI

Ich muss gestehen von der Hetzner Benutzeroberfläche etwas enttäuscht gewesen zu sein. So ist das Design und das Layout der Hetzner Benutzeroberfläche ganz klar gesagt nicht schön!

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Die WebUI wirkt teils fast schon antik und passt nicht zu dem modernen Image das Hetzner ansonsten hat. Ich war schon von der WebUI von Host Europe kein Fan, aber Hetzner ist schon noch eine Stufe hässlicher.

Umso besser, dass du in der Praxis so gut wie nichts mit dieser Benutzer Oberfläche zu tun hast.

Nach der Bestellung erhältst du einen Link zu deiner persönlichen Cloud. Dieser hat folgendes Format “XXXX. your-storageshare.de”.

 

Das Webinterface von STORAGE SHARE / NEXTCLOUD

Rufst du XXXX. your-storageshare.de auf, wirst du zum Login aufgefordert. Hast du dich eingeloggt landest du auf der Benutzeroberfläche von NEXTCLOUD.

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Hier hast du zunächst ein Dashboard, welches auch in einem gewissen Rahmen anpassbar ist. Von Haus aus findest du hier deinen Online-Status, ein von dir gesetztes Hintergrundbild, das aktuelle Wetter und zuletzt von dir verwendete Dateien.

Das Dashboard kannst du aber mithilfe von Addons noch ausbauen, dazu später mehr.

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Klickst du oben auf Dateien, dann landest du in einer klassischen Datei/Ordner Struktur. Von hier aus kannst du Daten herunterladen, hochladen, sortieren und teilen. Dies kannst du über das Menü machen oder einfach via Drag and Drop.

Ich bin hier sehr zufrieden mit dieser Kern-Funktion! Das Ganze funktioniert mindestens so gut wie bei OneDrive oder Google Drive, wenn nicht sogar besser.

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Willst du Daten teilen, dann erhältst du einfach einen Link in folgendem Style https://nxxxxxx.your-storageshare.de/s/cWNwehkQTeBznw

Ruft eine andere Person diesen Link auf, dann erhält diese (falls verfügbar) eine Vorschau der Datei oder des Ordners und kann diesen herunterladen.

Neben der Ordner-Ansicht gibt es auch eine spezielle Foto-Ansicht. Hierbei werden die Bilder, die du in Hetzner STORAGE SHARE gespeichert hast, nochmal in einer Art Galerie dargestellt. Diese Galerie ist zugegeben nicht übermäßig hübsch oder besonders, kann aber helfen auf die Schnelle mal ein Bild herauszusuchen.

foto Übersicht

Allerdings hat diese Ansicht anscheinend Probleme mit zu großen Bildern. Bilder mit über +- 10 MB werden hier nicht geladen. Dies ist schade für professionelle Fotografen, die so ihre Bilder teilen wollen.

Zu guter Letzt haben wir noch eine Übersicht über alle Aktivitäten. Wer hat wann wie was hochgeladen, gelöscht usw.

 

Mehrere Benutzer möglich

Innerhalb von STORAGE SHARE bzw. NEXTCLOUD kannst du auch mehrere zusätzliche Benutzer anlegen. Diese haben dann ihr eigenes Login und eine komplett getrennte Speicherbox.

Diese nutzen allerdings deinen Speicher mit. Hast du 1TB gebucht, dann haben alle Nutzer zusammen natürlich 1TB. Du kannst aber auch ein Speicherkontingent hinterlegen, beispielsweise 100GB pro Nutzer.

Innerhalb dieser STORAGE SHARE Box kann es auch eine verbesserte Zusammenarbeit mehrerer Nutzer geben, mit dauerhaft geteilten Ordnern usw.

 

Externer Zugriff mit WebDAV

Du kannst STORAGE SHARE in 3. Anbieter Diensten und Betriebssysteme einfach via WebDAV einbinden.

webdav

So kannst du STORAGE SHARE unter Windows als Netzwerklaufwerk einbinden, um so Daten hoch und herunterzuladen. Ebenso kannst du WebDAV nutzen um beispielsweise Backups deines Synology oder QNAP NAS auf deinen Cloud Speicher zu machen.

 

Apps und Erweiterungen, leider mit Schwächen

Du kannst deine NEXTCLOUD STORAGE SHARE Box mithilfe von hunderten Apps bzw. Addons erweitern.

Angefangen bei Erweiterungen um dein Dashboard mit Social Media Feeds aufzubohren bis hin zu Office-Paketen ist alles erdenkliche vorhanden. Du hast hier sogar Addons die deine Storage Box verschlüsseln können.

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Allerdings gibt es hier einige Einschränkungen! So ist dieser NEXTCLOUD App Store gedacht auf einem Server zu laufen über den du 100% Kontrolle hast. Beispielweise die Office Pakete, um Word Dokumente direkt in deiner NEXTCLOUD zu bearbeiten, benötigen eine zusätzliche Server App bzw. Zugriff auf ein Terminal um diese Einzurichten.

Solch einen Zugriff gibt es aber bei STORAGE SHARE nicht. Viele der erweiterten Addons sind also etwas “Hit or miss” ob diese funktionieren oder nicht.

apps dashboard

Es ist auch möglich das Problem mit den Vorschauen von sehr großen Bildern zu beheben, dies erfordert aber ebenso einen tieferen Server-Zugriff als wir hier haben.

 

NEXTCLOUD Smartphone und Desktop Apps

NEXTCLOUD bietet diverse Smartphone und Desktop Apps an. So erlaubt dir die Smartphone App von NEXTCLOUD einen einfachen Zugriff auf deine Daten von unterwegs.

next 2

Ebenso bietet die NEXTCLOUD Smartphone App die Möglichkeit Bilder und Videos automatisch hochzuladen, was sehr praktisch ist, gerade wenn du auf Dienste wie Google Foto verzichten möchtest!

next

Die Desktop App erlaubt dir eine Synchronisation deiner Daten im “Dropbox” Style. Du hast also einen oder mehrere Ordner auf deinem PC die automatisch mit deinem STORAGE SHARE synchronisiert werden.

 

Fazit

STORAGE SHARE bietet aus meiner Sicht zwei große Stärken.

  1. Du musst deine Daten nicht einem großen amerikanischen IT-Konzern in den Rachen schmeißen, der sonst was mit diesen macht.
  2. Die Preise unterbieten die großen Anbieter deutlich!

Die Kombination aus NEXTCLOUD (Open Source), Server Standort Deutschland und einem großen Server Anbieter in Form von Hetzner ist durchaus ein Garant für gute Datensicherheit. Klar du lädst deine Daten weiterhin auf ein fremdes Rechenzentrum hoch und musst hier auch ein wenig vertrauen deinem Anbieter entgegenbringen. Allerdings kannst du dir hier sicher sein, dass nicht irgendwelche Algorithmen auf deine Daten losgelassen werden, wie es bei OneDrive und Google der Fall ist.

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Das Erstaunlichste dabei ist der Preis! 4,64€ für 1TB, 15,35€ für 5TB und 29,63€ für 10TB sind Hammer Preise! Die 1TB vielleicht weniger, aber gerade die größeren Kapazitäten (5TB und 10TB) kosten gerade einmal die Hälfte von Google und Co.

Verglichen mit der Magenta Cloud oder Strato HiDrive ist der Unterschied sogar noch krasser!

Dabei ist die WebUI (nach der Bestellung) tadellos dank NEXTCLOUD. NEXTCLOUD bietet auch vernünftige Apps, sowohl fürs Smartphone wie auch für den Desktop.

Sollten alle Stricke reißen, dann kannst du WebDAV für den Zugriff nutzen. Damit lässt sich STORAGE SHARE als Backup Ziel für Synology Hyper Backup usw. nutzen.

Zwar gibt es hier auch Limitierungen, gerade bei Erweiterungen von NEXTCLOUD, da du keinen Vollzugriff auf den Server hast, aber willst du nur Daten speichern, sortieren und teilen ist dies völlig okay.

Kurzum Hetzner STORAGE SHARE ist ein super Cloud Speicher Dienst, gerade wenn du etwas wert auf Datenschutz und faire Preise auch bei größeren Paketen legst. Bei den gängigen Cloud Speicher Diensten ist alles über 1TB oder 2TB unsäglich teuer, hier ist Hetzner deutlich fairer! Damit ist STORAGE SHARE aus meiner Sicht auch die bessere Alternative zu Strato HiDrive.

Ein neues Notebook unter 200€?! Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) im Test

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Ein neues Notebook für +- 200€ klingt fast zu günstig, um wahr zu sein. Allerdings das Acer Chromebook 14 Zoll bekommst du problemlos für knapp über 200€ und teils in Angeboten auch für weniger Geld.

So habe ich das Acer Chromebook 14 Zoll CB314-1H-C2KX am Prime Day für deutlich unter 200€ bekommen, was erneut ein unfassbarer Preis für ein neues Notebook ist.

acer chromebook 14 zoll (cb314 1h c2kx) test 11

Aber wie kann das sein? Wo ist der Haken? Wie der Name schon sagt, ist das Acer Chromebook 14 Zoll ein Chromebook, was Fluch und Segen zugleich ist. So ist die Hardware des Notebooks sehr überschaubar, aber Chrome OS ist auch sehr sparsam.

Im Gegenzug bist du natürlich an einem Chromebook sehr eingeschränkt. Aber vielleicht ist dies eine gar nicht so schlechte Kombination, gerade wenn du nur ein Notebook zum Webbrowsen suchst.

Schauen wir uns einmal an was das Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) für so wenig Geld zu leisten vermag!

 

Das Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) im Test

Das Acer Chromebook 14 Zoll ist ein absolutes Einsteigernotebook! Dafür sieht dieses auf den ersten Blick aber ganz ordentlich aus.

acer chromebook 14 zoll (cb314 1h c2kx) test 2

Wir haben ein einfaches, aber ordentlich aussehendes silbernes Gehäuse. Aus etwas Distanz wäre es sogar möglich das Gehäuse für Aluminium zu halten, was aber natürlich nicht der Fall ist. Das Notebook ist komplett aus Kunststoff gebaut.

Aber erneut die Haptik ist okay! Selbst das Display ist recht stabil. Nimmst du allerdings das Notebook in die Hand, dann kannst du Deckel und Unterseite schon etwas zusammendrücken.

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Dennoch liegen die Haptik und auch Optik über dem, was ich beim extrem niedrigen Preis erwartet hätte.

Wo wir bei “mehr als ich erwartet hätte sind”, die Anschlussausstattung des Chromebook 14 Zoll ist erfreulich gut!

  • 2x USB C 3.1
  • 2x USB A 3.0
  • 1x 3,5mm Kopfhöreranschluss
  • 1x microSD Kartenleser

Für ein Chromebook ist das eine fantastische Ausstattung! Dabei wird das Acer Chromebook 14 Zoll via USB C geladen!

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Mit im Lieferumfang liegt ein 45W USB C Ladegerät.

 

Display, hier wird es kritisch!

Du kannst das Acer Chromebook 14 Zoll mit vielen verschiedenen Panels bekommen. Von 720p TN über 1080p TN bis 1080p IPS ist alles dabei.

Mein Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) verfügt über ein 1080p TN Panel!

TN Panel?! Ja TN Panel, diese kommen mittlerweile so gut wie gar nicht mehr zum Einsatz. Dies auch aus gutem Grund. Nicht nur haben TN Panels schlechte Blickwinkel, auch Farben und Kontraste sind eher schwach.

Dies gilt entsprechend auch für das Chromebook 14 Zoll.

Die Blickwinkel sind an sich Okay. Diese sind deutlich besser als ich es eigentlich von TN Panels gewohnt bin, aber dies ist auch kein Notebook auf welches du mit mehreren Personen schauen möchtest.

Was eher problematisch ist sind die Farben. Farben wirken auf dem Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) sehr blass und kontrastlos.

Die Helligkeit passt wiederum, subjektiv zumindest. Schauen wir uns aber die Messwerte an dann sehen wir das Ausmaß des Displays.

farbraum

Dies ist das schlechteste Display das ich in den letzten 4+ Jahren in einem Notebook gesehen habe. 64% sRGB Farbraum, 48% AdobeRGB und ein Kontrast von 1:340 ist nicht gut, so ehrlich müssen wir sein.

Auch die Helligkeit von 246 cd/m² ist alles andere als gut.

acer chromebook 14 zoll (cb314 1h c2kx) test 20

Wobei hier auch die Messwerte und die Realität etwas auseinander gehen. Das Display ist ausreichend. So habe ich das Notebook meinen Eltern gezeigt, bei welchen dieses auch enden wird, und sie fanden das Display in Ordnung.

Es kommt also etwas auf deine Ansprüche an, ob “ausreichend für Office” genug für dich ist.

 

Die Tastatur und Trackpad

Die Tastatur des Chromebook 14 Zoll ist nichts Besonderes. Wir haben eine absolute Standardtastatur, welche sich aber ganz okay anfühlt. Das Tastatur-Deck ist ausreichend stabil und das Druckgefühl ist gut.

acer chromebook 14 zoll (cb314 1h c2kx) test 14

Das Einzige, was mich etwas gestört hat ist das Fehlen einer Hintergrundbeleuchtung. Aber dies ist in einem 200€ Notebook auch nicht zwingend zu erwarten.

Ähnliches gilt auch für das Trackpad. Dieses ist ebenfalls völlig in Ordnung. So ist das Tracking gut! Lediglich die Klicks sind etwas schwammig.

Aber erneut die Eingabegeräte des Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) sind absolut brauchbar!

 

Lautsprecher

Bei den Lautsprechern habe ich mit Schlimmerem gerechnet. Meine Erwartungen wurden hier leicht übertroffen.

Die Lautsprecher sind “ausreichend”. Diese sind auf dem Level von XMG Gaming Notebooks, was in Anbetracht des Preises völlig okay ist.

Für mal ein Youtube Video oder Webradio geht das Acer Chromebook 14 Zoll in Ordnung.

 

Performance

Im Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) steckt folgende Hardware:

  • Intel Celeron N4020
  • 4GB LPDDR4
  • 64GB Flash (eMMC)
  • Intel UHD Graphics 600 (iGPU)

Dies sind keine Technischen Daten die in irgendeiner Weise besonders oder aufregend wären. Ganz im Gegenteil, der Intel Celeron N4020 ist eine Low End CPU aus dem Jahr 2017, mit 2 Kernen und einer 6W TDP.

Unter Windows wäre dies absolut grenzwertig! Aber unter ChromeOS läuft das Notebook ganz okay!

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Hier und da merkt man, dass das Acer Chromebook 14 Zoll etwas ins Schwitzen kommt, gerade beim ersten Start von Chrome nach einem Neustart oder wenn du X Tabs offen hast. Aber sofern du es nicht mit Tabs in Chrome übertreibst, dann läuft das Notebook gut.

Webseiten öffnen sich recht flott und auch die Wiedergabe von Full HD Videos läuft flüssig.

Ich denke damit erfüllt das Notebook 90% aller Dinge die du mit einem Chromebook machen kannst und möchtest. Selbst die WLAN-Performance ist akzeptabel! Ich konnte rund 90Mbit im Download und 30 Mbit im Upload erreichen, was +- dem Limit meiner 100.000 DSL-Leitung entspricht.

Hier helfen die Limitierungen von Chrome OS dem Intel Celeron N4020 etwas.

 

ChromeOS und der Google Play Store

Sprechen wir aber noch einmal über ChromeOS. ChromeOS ist im Kern einfach nur der Google Chrome Webbrowser.

Du kannst also an einem ChromeOS Notebook alles machen, was du in einem Webbrowser machen kannst. Du kannst durchs Internet surfen, Videos schauen, Online-Office nutzen wie Google Docs oder Microsoft Office Online, du kannst Mails lesen und schreiben usw.

Was du nicht kannst, ist Windows Programme installieren. Du kannst keine Foto- oder Video-Bearbeitungsprogramme installieren, du kannst keine richtigen Computerspiele spielen, Tools zu programmieren oder professionelle Berechnungsprogramme (Architektur usw.) fehlen usw.

Auch gibt es Einschränkungen bei der Drucker-Kompatibilität und dem Datei-Management. ChromeOS bietet zwar einen Datei-Browser, aber es ist gemacht Cloud-Dienste für die Speicherung von Daten zu nutzen, vor allem Google Drive.

Hast du irgendwelche spezielle Hardware, Soundkarten, Messgeräte, Instrumente usw. Dann kannst du diese auch weitestgehend vergessen.

Chrome OS ist entsprechend limitiert, macht aber im Kern schon das was die meisten normalen Nutzer benötigen. Hinzu kommt das du Zugriff auf den Google Play Store hast.

Du kannst Android Apps auf dem Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) installieren!

Dies öffnet nochmals eine große Welt an Möglichkeiten, welche dann aber wieder etwas eingeschränkt wird.

  1. Die Steuerung von Android Apps mit Maus und Tastatur ist mal mehr oder weniger gut.
  2. Die Kompatibilität ist nicht zu allen Apps garantiert.
  3. Die Leistung des Intel Celeron N4020 kann für aufwendigere Apps eventuell nicht ausreichen.

Einfachere Apps lassen sich natürlich tadellos installieren und nutzen. Hier denke ich an Instagram, Facebook, diverse Smart Home Apps usw. Willst du aber erweiterte Apps oder Spiele nutzen, dann wird es schwierig. Gerade aufgrund der Maus/Tastatur-Steuerung und da Apps meist nicht für Notebooks optimiert sind.

Dennoch denke ich das das die Kombination aus ChromeOS und Android Apps für die meisten Nutzer schon 95% aller Alltagsanwendungen erfüllt.

 

Akkulaufzeit

Acer wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu 11,5 Stunden. Und ja ich halte diese für erreichbar!

In der Praxis, bei voller Displayhelligkeit, kam ich meist auf +- 7-9 Stunden beim einfachen Websurfen und Video-Schauen. Dies ist eine absolut beachtliche Akkulaufzeit, welche nur die wenigsten Windows Notebooks so erreichen.

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Reduzierst du etwas die Displayhelligkeit, dann sind 10+ Stunden bei einer Video-Wiedergabe gut möglich!

Ein universelles Laden an USB C Ladegeräten ist im übrigen kein Problem! Diese sollten nur die 15V Spannungsstufe bieten.

 

Fazit

Das Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) ist ein schwieriges Notebook! An sich haben hier Hardware welche bereits im Jahr 2017 eher am unteren Leistungsende zu finden wäre, allerdings mag ich das Notebook dennoch.

Suchst du ein sehr einfaches Office bzw. 2. Notebook, dann ist das Acer Chromebook 14 Zoll gar nicht so übel! Hier ist auch ChromeOS auch gar nicht so übel und geht schonender mit der zur Verfügung stehenden Hardware um. Beginnen wir aber am Anfang.

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Das Design und die Verarbeitungsqualität des Acer Chromebook 14 Zoll ist besser als wir es bei einem Preis von +- 200€ erwarten könnten. So haben wir zwar ein Notebook komplett aus Kunststoff, aber es sieht ordentlich aus und fasst sich ganz gut an.

Ähnliches gilt auch für die Tastatur und das Trackpad. Beides ist sicherlich nicht oberste Klasse und gerade die Hintergrundbeleuchtung fehlt mir, aber beides ist absolut brauchbar! Sogar die verbauten Lautsprecher sind akzeptabel.

Ein wenig kritisch zu betrachten ist das Display. Die Full HD Auflösung passt, aber wir haben nur ein 246 cd/m² helles TN Panel Display. Heißt dieses ist für die Indoornutzung ausreichend hell, aber gerade Farben und Kontraste sind schwach. Das Display wirkt zu teilen einfach etwas blass.

Ist dies absolut unnutzbar? Nein! Du willst hier keine Fotos-Bearbeiten und darfst auch nicht zu hohe Ansprüche haben, aber generell reicht das Display fürs Websurfen, mal ein Video schauen und vor allem Office aus.

Gleiches gilt für die Leistung. Der Intel Celeron N4020 ist grenzwertig langsam, aber ChromeOS mit all seinen Einschränkungen geht recht schonend mit dem Prozessor um. Webbrowsen läuft mit einer überschaubaren Anzahl an Tabs recht flüssig und auch Videos (Youtube) mit Full HD Auflösung laufen sauber. Ebenso geht das Arbeiten mit Google Docs oder Office Online gut!

Ist dies alles was du mit deinem Notebook machst, dann wird dir die Leistung vermutlich ausreichen und ChromeOS für dich passen. Zumal du auch Android Apps auf dem Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) installieren kannst!

Diese laufen zwar mal besser oder schlechter, aber können helfe Software-Lücken zu Windows Notebooks zu schließen, auch wenn ChromeOS Datei Management, Drucker-Support usw. Gerne mal problematisch sein kann.

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Ein Vorteil des Low Power Prozessors ist die Leistungsaufnahme und damit die Akkulaufzeit. Das Acer Chromebook 14 Zoll benötigt fast nichts an Strom und kann somit gut 7-9 Stunden Akkulauzeit erreichen.

Kurzum, ich kann und will das Acer Chromebook 14 Zoll (CB314-1H-C2KX) nicht als ein primär Notebook empfehlen, außer du machst wirklich sehr wenig im Internet und hast geringe Ansprüche. Allerdings als 2. oder Zusatz Notebook für einfache Aufgaben ist dieses brauchbar! Dies sage ich natürlich primär aufgrund des Preises. Würde das Acer Chromebook 14 Zoll 400€ kosten, dann wäre es auf keinen Fall das Geld wert.

Aber für knapp über 200€ oder sogar in Angeboten/” Amazon Warehouse Deals” für deutlich unter 200€ sieht die Welt anders aus!

Acer Chromebook 14 (CB314-1H-C2KX) 14 Zoll (35,56 cm)(Intel®...

  • Ordentliches Gehäuse 
  • Via USB C ladbar 
  • Gute Akkulaufzeit! (11 Stunden) 
  • Ordentliche Tastatur
  • Ordentliches Trackpad
  • Performance ausreichend
  • Display mäßig, aber ausreichend
  • Tastatur nicht beleuchtet
  • Blickwinkel schlecht (TN Panel)

Western Digital My Cloud Duo im Test, die einfache alternative zu Synology

Ein NAS oder “Netzwerkspeicher” gehört in jeden technik-begeisterten Haushalt. Sicherlich im High End Segment sind hier Modelle von QNAP oder Synology am meisten vertreten, aber was, wenn du ein einfaches NAS suchst?

Hier bietet sich die Western Digital My Cloud Serie an. Diese NAS-Systeme sind auf eine besonders einfache Nutzung ausgelegt und sind zudem deutlich günstiger als Modelle von QNAP oder Synology. Dies liegt auch daran, dass Western Digital seine NAS-Systeme direkt mit Festplatten verkauft und du diese nicht gesondert zukaufen musst.

western digital my cloud duo test 2

Aber was kann so ein Western Digital My Cloud Duo? Kann solch ein “Fertig” NAS mit einem Modell von Synology oder QNAP mithalten? Wie steht es um die Performance?

Finden wir all dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Western Digital für das Ausleihen der My Cloud Duo!

 

Solo gegen Duo

Western Digital bietet seine My Cloud Serie in zwei Versionen an, “Solo” oder Duo. Die normale Version verfügt über lediglich eine Festplatte, die Duo wie der Name schon sagt über zwei.

Letzteres hat einen großen Vorteil, so nutzt Western Digital ein Raid 1. Was bedeutet das?

Kaufst du eine 8TB Western Digital My Cloud Duo, dann hast du im Inneren 2x 4TB HDDs. Alle Daten, die du nun auf das NAS kopierst, werden gespiegelt. Fällt eine der Festplatten aus, dann gehen deine Daten nicht verloren!

Moderne Festplatten sind zwar recht zuverlässig, können aber dennoch plötzlich ausfallen. Das Duo schützt dich hiervor.

Allerdings kommt dies zu einem Preis. So kannst du bei den Duo Modellen immer nur die Hälfte der Kapazität nutzen. Kaufst du also eine 8TB My Cloud Duo, dann kannst du davon nur 4TB nutzen.

Bedenke dies bei der Anschaffung.

 

Test: Western Digital My Cloud Duo

Das Design ist sicherlich ein Highlight an der My Cloud Serie. So sehen die NAS-Systeme sehr “freundlich” und modern aus.

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Selbst in einem modernen Wohnzimmer würde das NAS nicht deplatziert wirken, vor allem in der weißen Version. Diese besitzt auf der oberen Hälfte weißen Hochglanz Kunststoff und die eine silberne Wabenstruktur auf der unteren Hälfte.

Auf der Front findet sich passend eine weiße LED-Leiste.

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Die Anschlüsse sind natürlich auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir:

  • 1x Gbit LAN
  • 2x USB 3.0
  • 1x DC-Eingang

Damit ist im Grunde alles vorhanden, was wir brauchen könnten.

 

Die Einrichtung, einfacher geht’s kaum!

Die Einrichtung des My Cloud Duo ist kinderleicht! Du gehst auf http://mycloud.com/hello, erstellst dort ein Konto bei Western Digital, dein NAS wird automatisch erkannt und fertig!

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Ja es ist wirklich so leicht und schnell. Das Einzige, was es hier zu kritisieren gibt ist der Account-Zwang. Ohne Western Digital Account und somit Internet geht’s nicht.

 

Zugriff via WebUI oder Smartphone App und Funktionsumfang

Das Western Digital My Cloud Duo NAS ist stark auf die Nutzung via WebUI und Smartphone App zugeschnitten. So ist die WebUI durchaus optisch gut gelungen. Vor allem ist diese aber einfach zu nutzen.

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Alle Funktionen sind sehr schön groß und klar ersichtlich. Wobei alle Funktionen klingt jetzt sehr umfangreich, in der Praxis ist der Funktionsumfang des My Cloud Duo eher “minimalistisch”.

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Auf der Startseite hast du eine Art Dateimanager. Du kannst hier Ordner erstellen und Daten via Drag and Drop hochladen. Selbige Dateistruktur findest du auch in der Smartphone App. Auch in dieser kannst du Daten hoch und herunterladen.

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Neben Datei-Browser hast du eine Foto-Ansicht, in welcher alle deine Bilder aufgelistet werden. Dies auf Wunsch auch in einer Art Zeitachse. Bilder lassen sich wie üblich in Alben Gruppieren, welche aber optisch ordentlich aufbereitet werden. Zudem kannst du den Bildern/Album eine Beschreibung hinzufügen.

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Zugriff unter Windows

Grundsätzlich kannst du auch direkt über den Windows Datei-Explorer ohne zusätzliche Software auf das My Cloud Duo zugreifen. Allerdings ist dies hier etwas anders gelöst als bei Synology oder QNAP.

Via “SMB” gibt es (anscheinend) keine Zugriffsverwaltung oder sonstige Einstellungen. Es gibt lediglich zwei im Netzwerk verfügbare Ordner, welche komplett unabhängig von der App und der WebUI sind.

Daten, die Du hier einfügst, tauchen nicht in der WebUI/App auf und umgekehrt.

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Erst wenn du die WD App installierst legt diese automatisch eine Netzwerkfreigabe an, in welcher du die gleiche Dateistruktur wie in der WebUI hast. Dabei gibt es kein “Sync” Feature, sondern alle Daten, die du in dieses Verzeichnis legst, landen direkt auf dem NAS.

 

Dabei-Freigabe

Natürlich kannst du Dateien und Ordner freigeben. Hier hast du zwei Optionen.

  1. Eine einfache Dateifreigabe mithilfe eines Links
  2. Einen Ordner für die gemeinsame Bearbeitung freigeben

Gibst du einfach ein Foto, Datei oder Album zur Ansicht frei, dann erhälst du einen Link in folgendem Style “https://home.mycloud.com/action/share/115f9ec3-1871-44d6-bss8-b38a9274hdg30ae”

Jedem dem du diesen Link gibst kann die Datei betrachten (und bekommt etwas Western Digital Werbung angezeigt).

Allerdings kannst du auch Ordner zur gemeinsamen Bearbeitung freigeben. Hier muss der andere Nutzer allerdings einen Western Digital Account erstellen. Anschließend kann dieser sich mit dem NAS verbinden als wäre dies sein eigenes (aber natürlich nur mit den freigegebenen Dateien/Ordnern).

 

Mehrere Nutzer?

Prinzipiell unterstützt das My Cloud Duo nur einen Nutzer. Weitere Nutzer lassen sich allerdings über die Freigabe von gemeinsamen Ordnern realisieren.

 

Zugriff aus dem Internet?

Ja natürlich kannst du ohne weitere Konfiguration aus dem Internet auf das NAS zugreifen. Genau genommen ist dieses sogar “Always online”. Eine rein lokale Nutzung ist nicht oder nur bedingt möglich.

 

Smartphone Backups (Bilder)

Nutzt du die Smartphone App von WD, dann kannst du deine Bilder automatisch auf deinem NAS sichern. Jedes Mal, wenn du in deinem heimischen WLAN bist, werden diese auf Wunsch völlig automatisch auf das NAS hochgeladen.

 

Performance

Wie schnell ist das Western Digital My Cloud Duo? Dies hängt natürlich ganz massiv von der Art des Zugriffes ab.

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Beim Zugriff via Windows Dateiexplorer konnte ich rund 63-64MB/s im Download und 77 MB/s im Upload erreichen, via LAN verständlich.

Über den Webbrowser/Smartphone App usw. Ist der Zugriff aber deutlich langsamerer. Je nach WLAN usw. Sprechen wir hier von 5-20MB/s.

 

Stromverbrauch

Wichtiger denn je ist der Stromverbrauch, gerade von Geräten die 24/7 laufen. Wie viel Strom frisst also das My Cloud Duo?

Im Leerlauf konnte ich ziemlich genau 10W Leistungsaufnahme messen. Bei “Volllast” stieg die Leistungsaufnahme auf bis zu ca. 13,5W an.

Einfach mal hochgerechnet, 24/7 Betrieb im Leerlauf bei 0,50€ pro kWh = 43,8€ Stromkosten pro Jahr. Nicht wenig, aber das liegt primär an unseren Strompreisen. 10W sind für ein NAS an sich nicht zu viel, ganz im Gegenteil, dies würde ich als sehr sparsam einstufen!

 

Fazit

Western Digital hat mit dem My Cloud Duo und generell der My Cloud Serie eine sehr interessante Produktserie im Sortiment.

So denke ich, dass jeder Haushalt über ein NAS verfügen sollte, für das sichere Speichern und Ablegen von Daten, gerade dann, wenn du mehrere Geräte besitzt. Zwar bevorzuge ich hier die Modelle von QNAP oder Synology, aber diese richten sich auch an eine völlig andere Zielgruppe.

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Western Digital richtet sich mit dem My Cloud Duo an die Normalnutzer, die ein einfaches und sparsames NAS/Netzwerkspeicher-System suchen. Einfach ist hier auch wirklich der wichtigste Punkt!

Das Western Digital My Cloud Duo könnten meine Eltern ohne meine Hilfe einrichten und nutzen. Dies wäre bei einem QNAP oder Synology NAS nicht der Fall.

Auch ist die WebUI und die Smartphone App bei Western Digital sehr schön übersichtlich und aufgeräumt. Die Nutzung ist einfach und geht flott von der Hand. Dabei ist die generelle Performance des NAS ordentlich.

An einem PC via LAN können wir maximal ca. 60-80MB/s erreichen. Nicht Rekordverdächtig, aber mehr als alltagstauglich. Daten lassen sich schnell und problemlos über das Internet teilen.

Dabei sind die Western Digital My Cloud Duo Modelle auch nicht übermäßig teuer. Super!

Allerdings ist auch nicht alles perfekt. So ist der Funktionsumfang abseits von den Kernfunktionalität eher gering. Das My Cloud Duo kann, was ein Cloud-Speicher aller Dropbox kann, nicht weniger aber auch nicht viel mehr, nur lokal und abseits vom Strom ohne Folgekosten. Ein Synology oder QNAP NAS bringen hier deutlich mehr Bonus-Funktionen mit.

Ebenso ist das My Cloud Duo mehr oder weniger auf das Internet angewiesen und du brauchst einen Account beim Hersteller.

Dennoch suchst du einen einfachen Netzwerkspeicher um Fotos, Videos und Dokumente zu sichern, dann ist das My Cloud Duo von Western Digital absolut eine Empfehlung wert! Viel einfacher kann man ein NAS nicht umsetzen.

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Western Digital My Cloud Duo
POSITIV
Einfache Nutzung
Einfaches freigeben von Daten über das Internet
RAID 1 für Datensicherheit
Ca. 60-80MB/s via Windows SMB
Ordentliche Apps
NEGATIV
Nicht oder nur bedingt erweiterbar
Software limitiert
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Der ECOVACS DEEBOT X1 OMNI im Test, Perfektion beim Saugen und Putzen!

Mit dem DEEBOT X1 OMNI bietet ECOVACs den aktuell potenziell besten und auch so ziemlich teuersten Saugroboter auf dem Markt an. Entsprechend kann der DEEBOT X1 OMNI auch praktisch alles.

KI? Ja! Absaugstation? Natürlich! Erweiterte Putzfunktion? Jupp! Waschstation? Klar!

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Kurzum, auf dem Papier kann der DEEBOT X1 OMNI einfach alles. Dafür möchte ECOVACs allerdings auch rund 1300€ haben. Ein sehr stolzer Preis!

Hier stellt sich die Frage kann der DEEBOT X1 OMNI einfach nur alles oder kann er auch alles gut? Finden wir genau dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ECOVACs für das Zurverfügungstellen des DEEBOT X1 OMNI für diesen Test.

 

OMNI, TURBO, PLUS

Es gibt die ECOVACs X1 Serie in drei Versionen, OMNI, TURBO und Plus. An sich sind die Saugroboter aller drei Versionen +- identisch, aber es gibt große Unterschiede bei den Ladestationen.

  • X1 PLUS = Saugroboter + Absaugstation
  • X1 TURBO = Saugroboter + Waschstation
  • X1 OMNI = Saugroboter + Absaugstation und Waschstation

Der X1 PLUS ist ein “klassischer” High End Saugroboter mit einer Absaugstation, welche den integrierten Schmutzauffangbehälter automatisch entleert.

Der X1 TURBO ist hingegen etwas mehr auf die Putzfunktion fokussiert und kann die Reinigungs-Pads automatisch auswaschen, dafür aber Schmutz nicht absaugen.

Der X1 OMNI vereint nun die Funktionen des PLUS und TURBO und besitzt eine Station die absaugen und waschen kann.

 

Der ECOVACS DEEBOT X1 OMNI im Test

Der DEEBOT X1 OMNI setzt zwar an sich auf einen recht klassischen Aufbau, aber das Design ist durchaus edel und schick!

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Ich würde sogar sagen der X1 OMNI ist der “edelste” Saugroboter den ich bisher in den Fingern hatte, zumindest was das Design betrifft.

Hierfür nutzt ECOVACS viele silberne Abdeckungen und Verkleidungen, welche aber natürlich aus Kunststoff gefertigt sind. Der generelle Aufbau ist aber “bekannt”. Wir haben einen runden Saugroboter, mit dem mittlerweile oft üblichen Buckel auf der Oberseite. In diesem Buckel steckt der Laser-Navigations-Sensor.

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Auf der Front finden wir eine Kamera und weitere Sensoren, welche für die KI/Objekterkennung zuständig sind, wie auch zwei kleine rotierende Bürsten. Diese Bürsten kehren Schmutz beispielsweise aus Ecken in die Fahrbahn des Saugroboters.

Interessant ist das Versteck des Schmutzauffangbehälters. Dieser ist beim X1 OMNI unter einer Abdeckung auf der Oberseite versteckt. Diese Abdeckung wird von Magneten gehalten und lässt sich einfach abnehmen.

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Schick, aber vielleicht etwas unpraktischer als eine normale klappe. Allerdings dank Absaugstation wirst du in der Praxis eh nicht oft an diesen heranmüssen.

 

Die Absaug- und Waschstation

Sicherlich das Auffälligste am DEEBOT X1 OMNI ist die Ladestation. Bei dieser handelt es sich nicht nur um eine einfache Ladestation.

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Diese kann auch Staub automatisch aus dem Roboter absaugen und die Putzpads am Heck waschen.

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Staub wird aus dem Schmutzauffangbehälter automatisch in einen Beutel, der sich in einem Fach der Ladestation befindet, abgesaugt. Hierdurch kannst du dir immer sicher sein, dass dein Sauger bereit ist zu arbeiten und du brauchst dich um nichts zu kümmern.

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Neben dem Absaugen kann die Ladestation auch die Putzpads waschen. Hierfür finden sich zwei Wassertanks unter dem Deckel. Einer für Frischwasser und einer für Schmutzwasser.

 

Schmutzauffangbehälter leider sehr klein, Absaugstation hilft

Kommen wir zum gängigen Kritikpunkt bei ECOVACs Saugrobotern, dem Schmutzauffangbehälter. An sich ist dieser gut designt, aber leider ist er sehr klein!

Hast du eine kleine und ordentliche Wohnung, dann ist dies kein Problem. Hierfür ist dieser ausreichend groß. Auch größere Wohnungen sind an sich kein Problem. Allerdings in dem Moment, in dem Tiere dazu kommen, wird es schwierig.

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Ein mittelgroßer Hund geht, ab zwei Hunde kann es passieren, dass der Behälter “überfüllt” und entsprechend nicht mehr gesaugt wird.

Die Absaugstation reduziert dieses Problem allerdings etwas. So kannst du dem DEEBOT X1 OMNI mitteilen regelmäßig auf die Station zu fahren und Schmutz abzusaugen. Von Haus aus ist er eingestellt dies nur beim Beenden des Reinigungsvorgangs zu machen, du kannst aber auch hier ein Intervall einstellen.

Hast du Haustiere, dann würde ich dies machen!

 

Sehr gute Absaugstation

Viele High End Saugroboter haben mittlerweile eine Absaugstation. Eine Absaugstation bietet auch einen gigantischen Komfort!

Allerdings ihre Qualität schwankt sehr, vor allem wie gut diese mit viel Schmutz klarkommen. Viele Absaugstationen haben Probleme, wenn der Behälter zu voll ist, zu viele Haare gesaugt wurden usw.

Hier kann ich aber ECOVACs nur loben, die Absaugstation des X1 OMNI funktioniert absolut tadellos, auch mit Tierhaaren!

Wir scheinen hier auch einen sehr starken Saugmotor zu haben, welcher allerdings auch etwas lauter ist. Dennoch ist mir dies lieber als ein zu schwacher, aber leiser Saugmotor.

 

Teure Beutel

An dieser Stelle die übliche Warnung, die Beutel der Absaugstationen aller Hersteller sind richtig teuer! Die des DEEBOT X1 OMNI gehören dabei zu den teuersten.

Bei ECOVACS zahlst du für 3 Beutel 20€ und selbst Nachbauten kosten +- 5 Stück 20€.

Wie lange hält ein Beutel? Das kann ich dir nicht genau sagen, da dies je nach Wohnung und Anzahl an Haustieren schwankt. Ich bekomme mit meinen Hunden einen Beutel in +- 14 Tagen voll (zwei große Hunde).

Bei “normalen” Haushalten würde ich mit +- 3-4 Wochen pro Beutel rechnen.

 

App

Der DEEBOT X1 OMNI nutzt die klassische ECOVACs App. Sie gehört zu den besten Apps die du im Bereich der Saugroboter finden kannst. Dies gilt sowohl für die Nutzung wie auch den Funktionsumfang.

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Hier eine kleine Übersicht über die Feature:

  • Live-Karte
  • Raum/Bereichsreinigung
  • Automatische Saugkraftverstärkung auf Teppichen
  • Sprachsteuerung (direkt im Saugroboter)
  • Virtuelle Wände
  • Individuelle Reihenfolge der Reinigung
  • Zeitplan
  • Deutsche Sprachausgabe

Im DEEBOT X1 OMNI ist zudem ein Sprachassistent integriert. Du kannst dem Sauger direkt sagen “Fahre los” “Stopp” usw.

 

Navigationsprinzip, die übliche Info

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen, wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese fahren los, bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut, bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskop zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals ein Gyroskop) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem steckt ein Laser-Abstandsmesser, der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Nach aktuellem Stand würde ich dir den Kauf eines “dummen” Saugroboters nicht mehr empfehlen. Was für ein Glück, dass der ECOVAC DEEBOT X1 OMNI natürlich kein dummes Modell ist, sondern auf die aus meiner Sicht beste “Laser-Navigation” setzt, verfeinert mit einer KI/Objekterkennung.

 

Navigation und Fahrverhalten

Der DEEBOT X1 OMNI setzt im Kern auf die klassische Navigation eines Saugroboters mit Laser-Navigation. Nach dem Start sucht er sich eine Wand neben seiner Ladestation, folgt dieser ein Stück weit, dreht dann nach links ab, fährt wieder ein Stück, dreht nach links ab usw. bis er einen ca. 5×5 großen Bereich abgesteckt hat.

Dieser Bereich wird dann innerlich in geraden Bahnen abgefahren. Ist auch das geschafft, dann fährt der Roboter weiter und beginnt den Vorgang erneut. So wird deine gesamte Wohnung/Haus abgesteckt und nach und nach gereinigt.

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Dank des Laser-Sensors auf der Oberseite hat der DEEBOT X1 OMNI immer einen Überblick, wo es noch weiter geht, wo noch Räume sind, wo er war usw.

Das können allerdings mittlerweile einige Roboter. Die Laser-Navigation ist nicht mehr ganz neu. Allerdings im Detail gibt es schon einige Unterschiede zwischen den Robotern.

So navigiert der DEEBOT X1 OMNI sehr sicher und präzise! Interessanterweise navigiert dieser sogar sicherer und besser als der DEEBOT T10, obwohl beide über ein sehr ähnliches Setup verfügen.

Generell navigiert der X1 recht vorsichtig. Dies liegt zu teilen an der KI/Objekterkennung. So verlässt sich der Saugroboter nicht nur auf seine Stoßstange und den Laser-Sensor für die Navigation, sondern besitzt eine Kamera in der Frontschürze. Die Kamera kann nahe Hindernisse erkennen und umfahren.

So vermeidet der Saugroboter Kontakt zu Möbeln und hält immer ca. eine Handbreite Abstand. Auch leichtere Objekte werden nicht einfach durch die Gegend geschoben, wie es oftmals bei günstigeren Saugrobotern der Fall ist.

Haustierspielzeug und ähnliches wird ebenso zuverlässig umfahren und der DEEBOT X1 OMNI kommt überdurchschnittlich gut auch mit exotisch geformten Stuhlbeinen klar.

Herunterhängende Kabel oder ganz flach liegende Socken können weiterhin trotz der KI ein Problem sein.

Allerdings generell kommt der DEEBOT X1 OMNI sehr gut mit komplexeren und chaotischeren Wohnungen klar. Ich würde sogar sagen der X1 kommt gemeinsam mit den größeren Dreame Modellen am besten mit Chaos klar!

 

Saugleistung

ECOVACs setzt beim DEEBOT X1 OMNI auf eine vergleichsweise konservative Boden-Bürste. Wir haben eine Mischung aus sehr weichen Borsten und Gummi-Lippen. Dies ist tendenziell recht sanft zum Boden, aber gerade bei Teppichen sind “harte” Borsten meist effektiver. Allerdings bietet der DEEBOT X1 OMNI laut ECOVACs einen recht starken 5000pa Saugmotor. So ist er damit einer der stärksten Motoren, die du in einem Saugroboter finden kannst.

Zwar wirst du den Motor selten auf voller Leistung erleben, du kannst diese auf 100% Leistung in der App einstellen, das ist aber nicht der Standard und auch nicht nötig.

Wir haben in der Praxis eine sehr gute Saugleistung, gerade in Kombination mit der Putzfunktion. Wir können auf glatten Böden an sich von einer 100% Reinigung sprechen.

Staub wird absolut problemlos aufgenommen, genau wie Haare. Pollen und ähnliche feine Partikel werden ebenso sehr gut entfernt und gerade mit der Putzfunktion, welche auch nochmal Pollen bindet, ist das Reinigungsergebnis perfekt.

Lediglich größere Objekte wie Blätter, Zettel usw. können nicht aufgesaugt werden.

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Teppiche sind eher eine Probe. Hier kommt es etwas auf den Teppich an. Generell gesprochen würde ich die Saugleistung des DEEBOT X1 OMNI auf Teppichen mit einer “2+” bis “1-” beurteilen. Wir sind hier auf dem Level des Roborock S7 MaxV, aber ich habe auch schon Modelle gesehen die vereinzelt mehr Haare aufnehmen.

Dennoch werden selbst Hundehaare von Teppichen gut entfernt! Du kannst damit rechnen, dass nach einmaligem Überfahren 98% alle Haare entfernt sind und lediglich vereinzelt mal eins liegen bleibt. In der Praxis ist es absolut ausreichend und reduziert das Haarvorkommen massiv.

 

Die beste Putzfunktion eines Saugroboters.

Der DEEBOT X1 OMNI hat die mit Abstand beste Putzfunktion, die du aktuell in einem Saugroboter finden kannst.

So besitzt der X1 OMNI zwei rotierende Putzpads an seinem Heck, welche wenig überraschend eine höhere Scheuerwirkung haben als die einfachen Putztücher anderer Saugroboter. Selbst Modelle mit vibrierenden Putzpads können hier nicht mithalten.

Diese Putzpads werden in regelmäßigen Intervallen von der Reinigungs-Station gewaschen und neu befeuchtet, so dass nicht einfach nur der alte Schmutz verteilt wird.

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Aber was kann der X1 OMNI wie gut entfernen?

Zunächst frischt der X1 OMNI deine Böden auf. Diese erhalten einfach einen anderen Glanz, wenn diese feucht abgewischt werden, als wenn sie nur gesaugt würden. Die Putzpads helfen hier auch dabei mögliche kleine Schmutzpartikel, Pollen usw. zu binden die vielleicht die Saugfunktion liegengelassen hat.

Zudem können Fußabdrücke, beispielsweise von Haustieren, und kleine Soßenspritzer entfernt werden. Dies schafft der X1 OMNI auch sehr gut, sofern die Soßenspritzer noch nicht zu sehr eingetrocknet sind.

Aber generell schlägt sich hier der Sauger viel besser als alle mir bekannten konkurrierende Modelle.

Selbst ausgelaufene Flüssigkeiten werden bis zu einem gewissen Rahmen aufgenommen und gereinigt. Klar du solltest den Saugroboter auf keinen Fall durch zu viel Flüssigkeit senden (damit kannst du ihn beschädigen), aber ich habe es für den Test mal ausprobiert.

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Kleinere Mengen Soßen oder Milch werden gut entfernt und von den Putztüchern aufgenommen. Selbst ein Getränke Sirup wird weitestgehend entfernt, allerdings auch nicht zu 100%

Von dem Getränke Sirup bleiben noch geschätzt 10% übrig, nach einem Putzdurchgang, was ich beeindruckend gut finde!

 

Teppich + Putzen = funktioniert nicht

Die Putzqualität des DEEBOT X1 OMNI liegt ein gutes Stück über dem Roborock S7 MaxV Ultra. Allerdings hat der Roborock ein Feature, das dem DEEBOT leider fehlt.

So kann der DEEBOT X1 OMNI seine Putzpads nicht anheben! Entsprechen fährt der Saugroboter mit montierten Putzpads nicht auf Teppiche oder Teppichboden!

Hast du viele Teppiche in der Wohnung sind diese im Putzmodus ein Hindernis. Liegt ein Teppich im Flur quer kann es passieren, dass der Roboter die Bereiche dahinter nicht reinigt.

Willst du das Teppiche gereinigt werden, dann musst du die Putzpads abnehmen, dann reinigt der DEEBOT X1 OMNI auch diese. Dennoch würde ich daher den X1 Omni primär für Wohnungen mit wenigen oder keinen Teppichen empfehlen.

 

Fazit

Der ECOVACs DEEBOT X1 OMNI ist ganz klar gemeinsam mit dem Roborock S7 MaxV die Krönung der Saugroboter! Du bekommst aktuell kein besseres und größeres Modell als diese beiden.

Wer nun besser ist hängt etwas von deinen Anforderungen ab. Generell halte ich den DEEBOT X1 OMNI für besser, wenn du primär glatten Boden hast.

Die größte Stärke des DEEBOT X1 OMNI ist die Putzfunktion, welche einfach nur als hervorragend zu bezeichnen ist. Die beiden rotierenden Pads putzen einfach viel besser als es ein einfaches Tuch könnte und in Kombination mit dem starken Saugmotor und der Waschstation haben wir eine Reinigungsleistung, die ihres Gleichen sucht.

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Anders kann ich es nicht sagen! Sauberer als mit dem DEEBOT X1 OMNI bekommst du deinen Boden aktuell mit keinem anderen Saugroboter.

Zumindest glatte Böden! Auch Teppiche werden gut bis sehr gut gesaugt, hier gehört der DEEBOT X1 OMNI auch zur “ersten Klasse” der Saugroboter, ich würde dir diesen aber dennoch nur bedingt empfehlen falls du viel Teppich hast.

Die Putzfunktion beißt sich etwas mit Teppichen. So überfährt der Roboter mit montierten Putzpads keine Teppiche. Willst du, dass Teppiche gesaugt werden, dann musst du per Hand die Pads abnehmen. Dies macht der S7 MaxV mit seiner abhebbaren Putzplatte etwas besser.

Der DEEBOT X1 OMNI ist einfach für Wohnungen mit primär glattem Boden am besten geeignet und bietet hier auch die absolute Spitzen-Leistung.

Zumal auch die Navigation tadellos funktioniert! Dank des Laser-Sensors weiß der X1 immer, wo er ist, wo er schon war und wo er noch hinmuss. Dabei hilft die Objekterkennung kleinere Hindernisse in welchen sich andere Saugroboter verfangen zu vermeiden.

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Socken, Tierspielzeug und Ähnliches, womit andere Saugroboter Probleme haben, wird souverän umfahren. Zudem fährt der DEEBOT X1 OMNI sehr Möbelschonend.

Die Wasch und Absaugstation des OMNI ist ebenso von tadelloser Qualität und funktioniert sehr zuverlässig. Vor allem das Absaugen klappt super und kompensiert den ansonsten etwas klein geratenen Schmutzauffangbehälter vollständig.

Habe ich aber auch etwas am ECOVACS DEEBOT X1 OMNI zu kritisieren? Abseits des hohen Preises und dass sich die Putzfunktion mit Teppichen beißt? Eigentlich nicht! Der DEEBOT X1 OMNI ist ein Hammer Saugroboter und du wirst derzeit nichts Besseres für glatte Böden bekommen.

Ich würde auch eine Empfehlung für größere und chaotischere Wohnungen aussprechen.

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ECOVACS DEEBOT X1 OMNI
POSITIV
Hervorragende Saugleistung auf glatten Böden
Sehr gute Saugleistung auf Teppichen
Herausragende Putzleistung
Sehr gute Navigation
Gute Hindernisvermeidung
Herausragende Absaugstation/Waschstation, welche den Roboter komplett “automatisch” macht
Gute App
Hoher Funktionsumfang
NEGATIV
Putzfunktion beißt sich mit Teppichen
Teure Beutel
95

Der BOOMPODS Powerboom 10.000 mAh im Test

BOOMPODS ist ein Powerbank Hersteller, von dem die meisten vermutlich noch nie etwas gehört haben. Allerdings ist die BOOMPODS Powerboom durchaus eine interessante Powerbank.

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Warum? 10000mAh für rund 40€ (zum Zeitpunkt des Tests) sehen nicht so beeindruckend aus. Allerdings besitzt die Powerbank einen schönen kompakten Formfaktor und unterstützt zudem USB Power Delivery, Quick Charge und Huawei SCP.

Wollen wir uns im Test ansehen, ob die Powerbank überzeugen kann oder ob der Preis von 40€ doch etwas zu hoch für das Gebotene ist.

 

Der BOOMPODS Powerboom 10.000 mAh im Test

Die BOOMPODS Powerboom ist eine angenehm kompakte Powerbank für die angegebene Kapazität. Diese kann zwar nicht ganz mit der Nitecore NB10000 mithalten was das Gewicht angeht, aber diese ist dennoch als kompakt und portabel einzustufen.

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Auch das Design und das Gehäuse machen einen guten Eindruck! Allerdings ist die Powerbank ein absoluter Magnet für Fingerabdrücke.

Wir haben eine leichte Softtouch-Oberfläche, welche Fette und Öle auf der Haut regelreicht einsaugt.

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Die Anschlüsse des BOOMPODS Powerboom sind auf die beiden Seiten der Powerbank verteilt. Hier findet sich 1x USB A und 1x USB C.

  • USB C – Power Delivery 18W- 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • USB A – Quick Charge 18W und Huawei SCP 22,5W

Damit unterstützt die Powerbank drei Schnellladestandards. Der wichtigste Standard ist natürlich USB Power Delivery, welcher von allen großen Herstellern unterstützt wird.

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Allerdings ist der Quick Charge und Huawei SCP support natürlich ein netter Bonus, gerade für Huawei oder ältere Geräte.

 

PPS wird unterstützt!

Erfreulicherweise unterstützt die BOOMPODS Powerboom den PPS Standard.

  • Range 1 5-5,9V bei 3A
  • Range 2 5-11V bei 2A

Diese PPS Range ist nicht gigantisch, aber kann das laden einiger Smartphones die PPS benötigen (S22, Pixel 6 usw.) etwas beschleunigen.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS-Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Wie testet Techtest.org Powerbanks?

Powerbanks durchlaufen bei Techtest einem festen Testablauf. Nach einer ersten optischen Inspektion und Vermessung wird eine Powerbank zunächst geladen und bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten entladen, an einer künstlichen elektronischen Last. Je nach Entladetempo kann die gemessene Kapazität doch deutlich schwanken. Sämtliche Kapazitäten werden in Wh gemessen und in mAh @3,7V umgerechnet, da dies der Herstellerangabe entspricht. Wichtig, @3,7V, mehr zu dem Thema hier! Zwischen den einzelnen Zyklen erstelle ich Diagramme für das Wiederaufladetempo usw.

Um die Energieverschwendung möglichst gering zu halten, setzte ich auf eine kleine Insel-Solaranalge um Powerbanks und Testgeräte zu versorgen, mehr dazu hier.

Nach den Kapazitätsmessungen wird die Leistung der Powerbank ermittelt bzw. Mithilfe von Test-Tools ausgelesen. Techtest verfügt hier über diverse Auslöser für Schnellladeprotokolle mit welchen diesen überprüft werden können.

Zu guter Letzt folgt eine Einschätzung des Ladetempos der Powerbank in Kombination mit diversen Geräten. Diese Einschätzung wird in der Regel mit praktischen Tests untermauert. Allerdings kann ich natürlich nicht alle aktuellen Endgeräte auf Lager halten. In der Regel Teste ich alle Powerbanks an dem jeweils aktuellen iPhone (13 Pro Max), iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel, Realme GT und S22 Ultra, wie auch bei Bedarf am Dell XPS 13 und Steam Deck.

 

Die Kapazität

BOOMPODS verspricht bei der Powerboom eine Kapazität von 10000mAh, folgendes konnte ich messen:

Wh mAh
5V/1A 29.319 7924
5V/3A 27.765 7504
9V/1A 30.536 8253
9V/2A 28.123 7601

 

Im Test schwankte die Kapazität der BOOMPODS Powerboom zwischen 30,536Wh und 27,765Wh bzw. 8252mAh und 7504mAh.
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Dies ist eine tendenziell eher schwache Kapazität für eine 10000mAh Powerbank. Grundsätzlich geht dies noch in Ordnung, aber 80%+ echte Kapazität sind eigentlich das Minimum, was ich von solch einer Powerbank sehen möchte. Dieses Minimum erreicht die Powerbank nur bei der USB PD 9V/1A Stufe, welche bei den meisten Powerbanks die effizienteste ist.

Generelles: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

 

Wie schnell lädt mein Smartphone an der BOOMPODS Powerboom?

Kommen wir noch zu einer Einschätzung wie schnell diverse Geräte an der BOOMPODS Powerboom laden bzw. Wie gut sich die Powerbank für diese eignet.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +
Apple iPhones ++
Apple MacBooks 0
Google Pixel ++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.)
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = Langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

 

Die Kombination aus USB Power Delivery und PPS erlaubt das schnelle Laden diverser Smartphones. Hierzu zählen natürlich zunächst die Apple iPhones, welche einfach USB PD benötigen. Ähnliches gilt auch für die iPads, welche allerdings etwas von den maximalen 18W limitert werden.

18W ist auch für iPads ausreichend, aber natürlich ein Stück weit von den maximal möglichen 30-45W entfernt.

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Dank PPS kann die Powerbank auch die vollen 18W im Zusammenspiel mit dem Google Pixel 6 Pro und der Samsung S20/S21 und S22 Serie erreichen. Im Falle der letzteren sind 18W auch nicht das volle Ladetempo, aber ausreichend die Smartphones flott voll zu bekommen.

Für Notebooks eignet sich die BOOMPODS Powerboom in der Regel nicht! MacBook Pros werden zwar an der Powerbank laden, aber erstens 10000mAh sind hier recht wenig und zweitens 18W ist für ein Notebook auch nicht übermäßig viel.

 

Wiederaufladen der BOOMPODS Powerboom

Du kannst die BOOMPODS Powerboom laut Hersteller mit bis zu 18W über den USB Power Delivery Standard laden. Folgende maximal Werte konnte ich hier ermitteln:

  • USB Power Delivery – 17,3W maximal
  • Quick Charge 3.0 – 17,7W maximal
  • USB A 5V/2,4A – 13,5W maximal

An einem USB Power Delivery Ladegerät verhält sich die Powerbank genau wie zu erwarten. Diese nimmt 17-18W in der Spitze auf.

Erfreulicherweise unterstützt die Powerbank auch Quick Charge zum Laden, ebenfalls mit 17-18W in der Spitze!

Via USB A konnte ich maximal 13,5W erreichen, sofern dein Ladegerät diese erreichen kann.

Wie lange dauert nun das Laden der BOOMPODS Powerboom an einem “optimalen” Ladegerät (18W USB PD, in diesem Fall das Anker PowerPort Atom III Slim).

ladedauer

Im Optimalfall ist die Powerbank in ca. 3 Stunden von 0% auf 100% gefüllt. Dies ist okay, wenn auch nicht rasant.

 

Laden und gleichzeitig entladen?

Nein dies ist bei der BOOMPODS Powerboom nicht möglich.

 

Fazit

Die BOOMPODS Powerboom ist eine gute und schicke “moderne Standard Powerbank”. So unterstützt diese mit USB Power Delivery, PPS und Quick Charge alle drei wichtigen aktuellen schnellade Standards.

Dies zwar nur mit maximal 18W, was aber für Smartphones in der Regel gut ausreicht. Apple iPhones, Samsung Galaxy S22, Google Pixel 6 usw. Werden an der BOOMPODS Powerboom ausreichend flott laden.

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Auch lädt die Powerbank selbst an einem 18W USB PD Ladegerät halbwegs schnell. In 3 Stunden von 0% auf 100% ist zwar nicht rekordverdächtig für eine 10000mAh Powerbank, aber wenn ich dies mit Modellen von vor 3-4 Jahren Vergleiche ist dies völlig okay.

Am Ende ist lediglich der etwas gehobene Preis für eine 10000mAh vielleicht ein kritikpunkt.

Allerdings suchst du eine moderne “Smartphone Powerbank” zum Mitnehmen, dann ist der BOOMPODS Powerboom eine gute Wahl ohne wirkliche schwächen, abseits der Limitierung auf maximal 18W.

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BOOMPODS Powerboom 10.000 mAh
POSITIV
Schickes Design
Gute Haptik
USB C Power Delivery und Quick Charge
Kompakte Abmessungen
In 3 Stunden von 0% auf 100% geladen
PPS-Support
NEGATIV
Gehobener Preis
“Nur” 18W USB PD
Echte Kapazität am unteren Ende für eine 10000mAh Powerbank
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