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Geheimtipp! Die Tribit Soundbox Micro 2 im Test

Tribits Bluetooth Lautsprecher gehören zu den absoluten Geheimtipps auf dem Markt. Dies kannst Du auch in meinem Artikel Soundcore Motion Boom Plus gegen Tribit StormBox Blast sehen, wo das Tribit Modell das teurere Modell von Anker schlägt.

In diesem Test soll es aber um ein kleineres Modell von Tribit gehen, die Soundbox Micro 2.

Diese ist ein klassischer, kompakter Bluetooth Lautsprecher. Entsprechend ist dieser mit rund 60€ auch etwas günstiger.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut klingt die Soundbox Micro 2? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen der Soundbox Micro 2 für diesen Test.

 

Die Tribit Soundbox Micro 2 im Test

Die Tribit Soundbox Micro 2 setzt auf das bekannte Design des Vorgängers. So ist die Soundbox Micro 2 recht flach gebaut.

Diese misst 99,6 x 99 x 40 mm. Sie ist also recht kompakt, aber auch nicht absolut winzig.

Dabei nutzt Tribit auf der Oberseite eine Art Leinenstoff und auf der Unterseite einen stark gummierten Kunststoff. Der Lautsprecher fühlt sich durchaus gut und wertig an. Dies liegt sicherlich aber auch etwas am höheren Gewicht.

So wiegt der Lautsprecher 311g! Hierdurch wirkt dieser recht “dicht”.

Spannenderweise besitzt er für einen leichteren Transport auf der Rückseite eine Art “Gurt” aus Gummi, womit du diesen an etwas anschnallen kannst.

Auf der Oberseite finden wir nebem dem Treiber auch die Steuerungstasten. Der USB C Ladeport wiederum ist an der Seite des Lautsprechers angebracht.

Dabei soll der Lautsprecher trotz des offenen USB C Ports IP67 wassergeschützt sein. So darf dieser theoretisch sogar kurz untertauchen, ohne dass er Schaden nimmt.

 

Klang der Tribit Soundbox Micro 2

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Du darfst hier wie üblich keine Wunder erwarten! Guter Klang benötigt Raum und die Soundbox Micro 2 ist schon sehr kompakt gebaut.

Allerdings klingt diese dennoch gut, wenn nicht sogar sehr gut!

Generell hat der Lautsprecher zunächst einen recht vollen und satten Klang. Der Bass ist ordentlich und übertrifft einige an sich größere Lautsprecher. Allerdings darfst du hier auch keine donnernden oder extrem satte Bässe erwarten.

Die Soundbox Micro 2 spielt hier 1-2 Klassen über guten Notebooks. Wir haben also genug Bass das nichts “fehlt”, aber der Kleine bekommt dein Wohnzimmer auch nicht zum Beben.

Die Höhen sind ebenfalls soweit gut. Hier hätte ich mir vielleicht einen Hauch mehr Brillanz gewünscht, aber die Höhen sind auch nicht zu warm oder matt, das passt soweit.

Vor allem wenn wir bedenken, dass wir hier nur einen Treiber haben, der für alle Frequenzbereiche zuständig ist.

Stimmen und Gesang werden sehr gut wiedergegeben! Die Soundbox Micro 2 hat wirklich eine schöne und natürlich Stimmenwiedergabe. Hierdurch ist diese vielleicht auch für Hörbuch Fans ganz interessant.

Die Pegelfestigkeit ist solide. Der Lautsprecher wird ausreichend laut, aber nicht brüllend laut. Der Bass bleibt bis zu 70% auf einem guten Level, darüber hinaus wird dieser etwas gedrosselt um nicht zu übersteuern.

 

Fazit zur Soundbox Micro 2

Du suchst einen kompakten Bluetooth Lautsprecher mit gutem Klang zum fairen Preis? Dann sollte die Tribit Soundbox Micro 2 ganz weit oben auf deiner Liste stehen!

Du darfst hier zwar klanglich keine absoluten Wunder erwarten, dies ist weiterhin ein sehr kompakter Lautsprecher, aber für seine Abmessungen und Preis klingt er sehr gut!

Wir haben einen satten Klang mit einem ordentlichen Bass. Dabei ist vor allem die Wiedergabe von Stimme und Sprache gut. Nein dies ist kein Party Lautsprecher und er bekommt deine Wohnung nicht zum beben, aber es fehlt auch nichts im Klang.

Tribit Bluetooth Portable Lautsprecher StormBox Micro 2 IP...
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  • Zwei in Eins: SmartID Technology️: Die StormBox Micro...
  • Reise- und Outdoor-freundlich: klein genug, um in Ihre Tasche zu...

Dieser ist einfach ein schönes „Upgrade“ von Notebook/Smartphone Lautsprechern.

Die schönste AIO derzeit auf dem Markt! die NZXT Kraken Elite RGB im Test

NZXT ist eine feste größe im Bereich der AIO Wasserkühlungen. Dies vor allem aufgrund des Designs. NZXT AIOs und allgemein Produkte sehen einfach klasse aus. Das schlichte und unaufgeregte Design ist fast einmalig.

Allerdings, was die Performance angeht, waren die AIOs nach meinem Test bisher guter Durchschnitt. Bisher, denn mit der Kraken Elite RGB legt NZXT jetzt nach!

Die Kraken Elite RGB soll im Kern alles besser machen als die bisher schon gute Kraken Z63 RGB. Wir haben eine bessere RGB Beleuchtung, ein helleres und besseres Display auf der Rückseite der AIO, neue Lüfter und eine verbesserte Anpassbarkeit.

NZXT Kraken Elite Test

Aber wie steht es um die Kühlleistung? Hat sich diese auch verglichen mit der Kraken Z63 RGB verbessert?

Versuchen wir diese Frage im Test zu klären!

An dieser Stelle vielen Dank an NZXT für das Zurverfügungstellen der Kraken Elite für diesen Test.

 

Die Versionen der neuen Kraken Elite

Die neue Kraken Elite gibt es wie üblich in drei verschiedenen Größen, 240 mm, 280 mm und 360 mm. Wie üblich bieten die größere Modelle tendenziell eine bessere Kühlleistung, sind aber auch teurer.

Neben den drei Größen hast Du die Wahl zwischen einer matt weißen und einer matt schwarzen Version.

Ebenso gibt es auch eine neue “nicht Elite” Version. Diese verzichtet auf das Display im Pumpenblock und nutzt andere Lüfter.

Zu guter Letzt gibt es von allen Versionen nochmal eine RGB und nicht beleuchtete Version. Unterm Strich hat also NZXT 18 mehr oder weniger unterschiedliche AIOs auf den Markt gebracht.

 

Die NZXT Kraken Elite RGB im Test

Im Test befindet sich die weiße 280 mm Version der Kraken Elite RGB. Diese setzt wie schon ihre Vorgänger auf ein sehr schlichtes und schickes Design.

So ist die weiße Version (abseits von der Halterung) auch komplett in weiß gehalten, inklusive weißem Radiator und Lüfter. Selbst die Schläuche sind mit weißem Textil ummantelt.

Die größte Besonderheit der NZXT Kraken Elite RGB ist aber der Pumpenblock. Dieser ist Rund und besitzt ein 2,36 Zoll Display. Dieses löst mit 640 x 640 Pixeln auf, was sehr viel für so ein kleines Display ist.

Zur Steuerung gibt es allerdings einen recht dicken Kabelstrang, welcher den Pumpenblock verlässt. Dies ist leider ein kleiner Nachteil am ansonsten schicken Design.

Mit im Lieferumfang der NZXT Kraken Elite RGB liegen zwei NZXT RF-C14FF-W1 Lüfter wie auch ein kleiner RGB Controller.

 

Das Display

Sagen wir es direkt, du wirst vermutlich die NZXT Kraken Elite RGB primär aufgrund des Designs und des Displays kaufen.

Das komplett runde Display besitzt 2,36 Zoll und löst mit 640 x 640 Pixeln auf. Hierdurch ist dieses extrem scharf! Gesteuert wird es über die NZXT CAM Software.

NZXT Kraken Elite Display

Hast Du diese nicht installiert oder den Pumpenblock nicht via USB verbunden, wird einfach in einem “neutralen” Design die aktuelle Temperatur der Kühlflüssigkeit angezeigt.

In der NZXT CAM Software kannst du dir unter anderem:

  • CPU Temperatur
  • CPU Takt
  • CPU Auslastung
  • GPU Temperatur
  • GPU Takt
  • GPU Auslastung

usw. anzeigen lassen.

Dabei kannst du die Farben der Schrift, ICONs, des Hintergrundes usw. frei nach deinen Wünschen anpassen.

 

Das Testsystem, Ryzen ist Undankbar

Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 7 7700X
  • NZXT N7 B650E
  • 32GB RAM
  • NVIDIA RTX 3070
  • NZXT H9 Flow

Direkt gesagt, der AMD Ryzen 7 7700X ist etwas undankbar für Kühler. Aufgrund des dicken Heatspreaders sind die “X” Modelle extrem schwer zu kühlen. Daher sind hier auch die Abstände der AIOs untereinander geringer, da die Wärme nur schwerer abgeführt werden kann.

 

Gute Halterung

Die Halterung des NZXT Kraken Elite bei AM5 und AM4 ist erfreulich sicher und unproblematisch! NZXT nutzt hier einen großen und sicheren Rahmen, welcher an sich auch gut zu montieren ist.

Dies gefällt mir deutlich besser als die Ohrenhalterung von Corsair oder der Mechanismus von be quiet!.

 

Wie laut ist die NZXT Kraken Elite?

Beginnen wir mit einer Lautstärkemessung. Hierbei ist der Radiator auf der Oberseite des NZXT H9 Flow montiert und das Messgerät 30 cm seitlich zum Radiator.

100% 50%
NZXT Kraken Elite 280mm 51 37.9
NZXT Kraken Z63 RGB 280mm 48.8 37.4
Xilence LQ240PRO 240mm 47.4 37.3
be quiet! Silent Loop 2 280mm 45.8 37

Auf 100% Drehzahl sind die Lüfter der NZXT Kraken Elite nicht die leisesten. Dies ist tendenziell eine eher laute AIO bzw. die Lüfter haben eine sehr hohe maximale Drehzahl.

Bei 50% sind diese aber wieder recht leise.

Da bei der NZXT Kraken Elite eine Lüftersteuerung integriert ist, halte ich dies für kein großes Drama. Du kannst die Lüfter recht fein steuern.

 

Leistung

Kommen wir zu den Benchmarks der NZXT Kraken Elite 280mm RGB. Für ein wenig Kontext habe ich alle Benchmarks auch mit der NZXT Kraken Z63 RGB 280mm, Xilence LQ240PRO 240mm und der be quiet! Silent Loop 2 280mm durchgeführt.

Starten wir mit 10 Minuten Cinebench, einmal bei 100% Lüfter Leistung und einmal bei 50%.

Zunächst sehen wir, dass alle AIOs recht dicht beieinander sind. Zum anderen wird der AMD Ryzen 7 7700X trotz idealen Temperaturen im Bereich 30-40 Grad mit allen AIOs locker über 90 Grad (trotz Kühlmitteltemperaturen von 25-28 Grad).

Bei voller Kraft kämpft die NZXT Kraken Elite 280mm RGB mit dem be quiet! Silent Loop 2 280mm um Platz 1. Bei 50% Lüfter fällt die be quiet! merklich ab, die NZXT Kraken Elite 280mm RGB bleibt hingegen recht stark.

Bei dem 50% Lüfter Ergebnis habe ich die Pumpen auf 80% heruntergedreht. Mir ist sehr deutlich aufgefallen, dass die be quiet! Silent Loop 2 extrem von hohen Pumpendrehzahlen profitiert. Dieser Effekt ist bei NZXT nicht ganz so ausgeprägt.

Ein sehr ähnliches Bild sehen wir auch in Handbrake bei einer Videoumwandlung. Bei 100% Lüfter kämpft die NZXT Kraken Elite 280mm RGB erneut mit der be quiet! Silent Loop 2 280mm um Platz 1.

Tendenziell startet be quiet! etwas stärker, NZXT hält aber die Temperatur besser.

Etwas überrascht haben mich die “niedrigeren” Lasten wie 3D Mark oder Final Fantasy. Hier hier ist die NZXT Kraken Elite 280mm RGB eindeutig die stärkste AIO.

Wir brauchen hier auch nicht darüber diskutieren, dass viel davon von den stärkeren Lüftern kommt. Gerade der recht große Sprung vom Vorgänger ist zu großen Teilen auf die Lüfter zu schieben, welche hier merklich kräftiger sind, aber es liegt auch nicht ausschließlich daran.

 

Fazit

Die NZXT Kraken Elite ist eine sehr gute AIO, aber das sollte niemanden überraschen. Wirklich schlechte AIOs gibt es fast nicht, abseits von den Modellen die „Verstopfen“ oder ähnliche Probleme haben, wo NZXT bisher unproblematisch war.

So liefert die NZXT Kraken Elite eine leicht bessere Performance als ihre Vorgängerin (NZXT Kraken Z63 RGB). Große Teile kommen dabei aber auch von den Lüftern.

Die neuen Lüfter sind ein gutes Stück kräftiger, aber auch etwas lauter bei voller Drehzahl. Aber aufgrund der guten integrierten Lüftersteuerung kein großes Drama.

Unterm Strich würde ich die Performance aber als leicht überdurchschnittlich für eine 280 mm AIO einstufen. Aber zugegeben die reine Kühlleistung ist nicht der primäre Grund die NZXT Kraken Elite RGB zu kaufen.

Das Feature der NZXT Kraken Elite RGB ist das Design! So sieht gerade die weiße Version wirklich fantastisch aus. Hinzu kommt das sehr schöne Display auf der Rückseite des Pumpenblocks. Qualitativ ist dieses klar das Beste, das ich bisher bei einer AIO gesehen habe. Auch funktional ist es praktisch, auch wenn ich mir vielleicht noch einen etwas freieren “Editor” gewünscht hätte, um noch mehr Dinge gleichzeitig anzeigen zu können.

Dennoch ist dies eine super schöne AIO! Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vielleicht das “Kabel-Chaos”, aber abseits davon ist dies eine ziemlich perfekte AIO.

Tolles Design, gute Leistung, zu einem aber zugegeben etwas saftigen Preis.

NZXT Kraken Elite Display
NZXT Kraken Elite RGB
POSITIV
Herausragendes Design
Sehr gute Kühlleistung
Viele Software Feature
In vielen Versionen verfügbar
Sehr schönes Display
NEGATIV
Recht großes Kabelchaos
Hoher Preis
91

Kann das gut gehen? 165W KFZ ladegerät mit 140W USB C

Es gibt zunehmend mehr hochleistungs USB C Ladegeräte und auch Endgeräte, welche diese Leistung nutzen.

Allerdings KFZ USB C Ladegeräte mit hoher Leistung sind noch recht selten. Umso gespannter war ich auf das UOUCOO PD-212PT.

Dieses soll laut Hersteller 165W liefern! Es besitzt sogar einen 140W USB C Port. Beeindruckend!

Aber kann dies wirklich gut gehen in einem kompakten Ladegerät? Finden wir es im Test heraus!

 

Das UOUCOO PD-212PT 165W KFZ Ladegerät im Test

Das UOUCOO KFZ Ladegerät setzt auf das typische Zigarettenanzünder Ladegeräte Design. Dieses ist also entsprechend relativ kompakt gehalten, aber im Gegensatz zum TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät eine Einheit.

Wobei kompakt hier natürlich relativ ist. Der “Kopf” des Ladegerätes ist mit 43 x 46 mm schon sehr breit!

Die Verarbeitungsqualität des Ladegerätes ist dabei soweit ok. Um das Ladegerät ist ein kleiner Ring angebracht, der während des Betriebs grün leuchtet.

 

Die Anschlüsse des UOUCOO PD-212PT

Das UOUCOO PD-212PT besitzt 2x USB C Ports und 1x USB A Port.

  • USB C 1 – 140W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – 35W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,92A
  • USB A 1 – 30W Quick Charge – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A

Der primäre USB C Port soll bis zu 140W liefern können, nach dem USB PD 3.1 Standard. Wir haben also neben den typischen 100W Leistungsstufen eine 28V/5A Stufe. Bisher halten sich die Geräte welche diese 140W Stufe nutzen noch sehr in Grenzen, aber diese werden im Laufe der Zeit mehr.

Zusätzlich haben wir einen 35W USB C Port mit angeblich etwas krummen 12V/2,92A, wie auch einen 30W Quick Charge 3.0 Port.

 

Volle Leistung auch bei 12V!

Viele günstige KFZ Ladegeräte können ihre volle Leistung nur bei 24V Bordspannung liefern.

Auch das UOUCOO PD-212PT akzeptiert 12-24V Eingangsspannung. Dieses kann aber bereits bei 12V die volle Leistung liefern!

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt das UOUCOO PD-212PT auf beiden USB C Ports auch den PPS Standard.

  • USB C 1 – 3,3-21V bei bis zu 5A
  • USB C 2 – 3,3-11V bei zu 3A oder 3,3-12V bei bis zu 2,25A

Damit hat der primäre USB C Port eine “vollständige” PPS Range und kann somit auch Smartphones wie das S23 Ultra mit dem vollen Tempo laden.

Info: PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Das UOUCOO PD-212PT bietet bis zu 165W auf super kleinem Raum. Kann das gut gehen?

Jein, in meinem Test schaffte das Ladegerät 165W nicht konstant zu liefern! Selbst 140W sind konstant zu viel. Dies schafft das Ladegerät für ca. 30 Minuten, danach schaltet es ab.

100W werden konstant besser gehalten (1h+), aber erst bei 80-90W ist das Ladegerät stabil.

In wie weit ist dies in der Praxis ein Problem? Ich denke beim Laden selbst der 140W MacBooks sollte es keine Probleme geben, aber wenn Du das Notebook planst parallel voll zu nutzen, so dass dieses über längere Zeit die Leistung zieht, könnte es anders aussehen.

Die ganze Geschichte könnte an einer 24V Quelle auch noch mal anders aussehen.

 

Die Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz.

Diese ist durchaus interessant! Prinzipiell ist die Effizienz recht hoch, aber das ist bei einem DC zu DC Ladegerät nicht überraschend.

Überraschend ist, dass die Effizienz gerade in der 28V Stufe doch ein gutes Stück abfällt.

Dies erklärt auch die Probleme die das Ladegerät bei Volllast hat. Bei 140W Leistung nimmt das Ladegerät ca. 163W auf. Wir haben also eine Verlustleistung von 23W, welche halt Abwärme ist. 23W bei solch einem kleinen Ladegerät ist extrem viel!

Bei einem großen Tischladegerät ist dies noch eher zu bewältigen, aber bei solch einem kleinen Ladegerät…..

 

Fazit

An sich ist das UOUCOO PD-212PT ein tolles KFZ Ladegerät! Gerade der 140W USB C Port ist aktuell noch etwas sehr seltenes!

An sich funktioniert das Ladegerät auch wie beworben und dies sogar an 12V Bordspannung.

Allerdings zeigte das Ladegerät in meinem Test ein paar Temperatur-Probleme. In meinem Test schaltete sich das Ladegerät bei einer Last von 140W nach 30 Minuten jedes mal aus. Erst 80-90W konnte dieses konstant halten.

Ist dies in der Praxis ein Problem? Weniger als hier im Test, denn ich nutze eine elektronische Last welche dann auch wirklich konstant die eingestellte Leistung aus dem Ladegerät zieht. Die meisten Notebooks usw. laden kurz mit dem vollen Tempo.

Dennoch halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass du auch in der Praxis auf ähnliche Probleme stoßen könntest, wenn Du wirklich 100W+ aus dem Ladegerät saugst.

Schade, denn ansonsten ist das UOUCOO PD-212PT wirklich klasse! 140W USB C Port +  PPS + günstiger Preis.

65W Leistung mit Display, das LDNIO A4808Q 65W USB Netzteil im Test

LDNIO bietet mit dem A4808Q ein interessantes 65W USB C Netzteil an. Dieses verfügt zunächst über vier USB Ports, 2x USB C und 2x USB A.

Zudem besitzt dieses Ladegerät ein kleines Leistungs-Display auf der Oberseite. Dieses zeigt dir interessante und relevante Werte beim Laden an.

Vielleicht weißt du von meinem Test diverser Powerbanks mit solchen Displays was für ein großer Fan ich von diesen bin. Als mir der Hersteller für einen Test das A4808Q angeboten hat, konnte ich nicht nein sagen.

Kann also das LDNIO A4808Q 65W USB Netzteil im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LDNIO für das Zurverfügungstellen des A4808Q 65W USB Netzteil für diesen Test.

 

Das LDNIO A4808Q 65W USB Netzteil im Test

Das LDNIO A4808Q ist ein klassisches “Desktop” USB Ladegerät. Dieses ist also in der Form einer “Zigarettenschachtel” gehalten und wird über ein Kabel mit dem Strom verbunden.

Das Ladegerät misst 96 x 66,5 x 31,4 mm und bringt 160,6g auf die Waage. Es gibt ohne Frage kleinere 65W Netzteile, aber wir haben ein 4-Port Modell und da passen diese Werte.

Allerdings was die generelle Haptik angeht bin ich etwas enttäuscht! Der verwendete Kunststoff fühlt sich etwas “günstig” an und es ist ganz klar zu spüren, dass sich im Inneren viel Luft befindet.

Das Ladegerät wirkt nicht sonderlich “dicht” gebaut, was normalerweise ein Qualitätsmerkmal ist. Auf den ersten Blick wirkt das Ladegerät entsprechend leider nicht übermäßig wertig.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front des Ladegerätes finden wir 2x USB C Ports und 2x USB A Ports.

  • USB C 1 / 2 – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A 3 / 4 – Quick Charge und Super Charge – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/3A, 12V/2,5A

Die USB C Ports setzen auf den USB Power Delivery Standard mit bis zu 65W. Diese sind also für Smartphones von Apple, Google, Samsung usw. gut geeignet. Aufgrund der Leistung von bis zu 65W ist das Ladegerät prinzipiell auch für Notebooks geeignet.

Die USB A Ports hingegen setzen auf eine Mischung aus Quick Charge mit bis zu 30W und 22,5W Super Charge.

 

Nicht alles gleichzeitig (Drosselung)

Prinzipiell können beide USB C Ports des Ladegerätes bis zu 65W liefern. Allerdings ist auch 65W die maximale Leistung des gesamten Ladegerätes.

Entsprechend drosselt dieses seine Leistung, wenn Du mehr als einen Port gleichzeitig nutzt.

USB C 1 USB C 2 USB A 1 USB A 2
65W
45W 20W
30W 30W
10W 10W 10W 10W

Nutzt du beispielsweise beide USB C Ports, dann wird Port 1 auf 45W und Port 2 auf 20W gedrosselt. Ausreichend beispielsweise für ein iPad und iPhone.

 

PPS

Das LDNIO A4808Q unterstützt PPS auf beiden USB C Ports.

3,3-21V bei bis zu 3A

Dies ist eine normale PPS Rang für ein 65W USB C Ladegerät. Damit kann das Ladegerät beispielsweise die Samsung S Serie mit bis zu 25W Laden.

Info: PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Das Display, erfreulich genau!

Auf dem Display zeigt dir das LDNIO A4808Q 65W USB Netzteil die aktuelle Spannung, wie auch den Ladestrom der aktiven Ports. Leider haben wir keine Watt Angabe, diese musst du selbst ausrechnen (Spannung * Strom).

5V 9V 20V
1A 102% 102% 101%
2A 101% 101% 101%
3A 100% 100% 101%

(Abweichung in %)

Erfreulicherweise ist das Display aber recht genau. In meinem Test zeigte dies lediglich eine Abweichung im Bereich 1-2%, was spitze ist.

 

Belastungstest

Wie üblich habe ich das LDNIO A4808Q für 6 Stunden mit 65W belastet.

Dabei hat sich das Ladegerät mit maximal 80 Grad merklich erwärmt. Dies ist nicht wenig und im Inneren sicherlich nochmal ein gutes Stück mehr, aber 80 Grad sind jetzt auch erstmal nicht fatal. Viele Ladegeräte werden so heiß und in meinem Test hat dieses die Dauerlast auch überstanden.

Etwas niedrigere Temperaturen wären aber auch nicht schlecht gewesen.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität bei USB Ladegeräten ist dank USB PD und Quick Charge nicht mehr so wichtig, so lange diese innerhalb der Grenzwerte bleibt. Zudem ist natürlich eine stabilere Spannung ein Zeichen für eine bessere Elektronik.

Die Spannungsstabilität des LDNIO A4808Q ist soweit ok. Sie ist nicht perfekt, aber auch beim besten Willen nicht furchtbar.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten

++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten

+ = flottes Ladetempo zu erwarten

0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten

– = langsames Ladetempo zu erwarten

— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank der 65W USB C Ports ist das Ladegerät für eine Vielzahl an Geräten gut geeignet. So kann dieses die aktuellen Apple iPhones und iPads problemlos mit dem vollen Tempo laden. 65W sind hier mehr als ausreichend.

65W sind sogar für die MacBooks ausreichend, zumindest für die 13 Zoll Modelle. Auch die größeren Modelle sollten am LDNIO A4808Q laden können, aber halt nicht mit dem vollen Tempo bzw. diese könnten sich bei paralleler Volllast noch weiter entladen.

65W ist auch für die meisten Windows Notebooks ausreichend.

Für Samsung Smartphones ist hingegen die Unterstützung von PPS wichtig. Ohne PPS laden Samsung Smartphones mit maximal +- 14W an USB PD Ladegeräten.

Dank PPS solltest du an unterstützenden Samsung Smartphones bis zu 25W erreichen können. 45W laden der Ultra Modelle ist leider nicht möglich.

 

Effizienz und Standby Verbrauch

Aufgrund des Displays ist der Standby Verbrauch des LDNIO A4808Q etwas höher als es bei einem Netzteil dieser Klasse es normalerweise der Fall wäre.

So konnte ich eine Leistungsaufnahme von ca. 1,4W im Leerlauf messen.

Aber wie steht es um die Effizienz?

Die Effizienz ist nicht überragend, aber soweit Ok. Dies schwankt zwischen 65% und 86%. Brauchbare Werte, aber auch nicht das beste was ich in dieser Klasse bisher gesehen habe. Erneut, hier wird vermutlich das Display und die Leistungsmessung einen gewissen Einfluss haben und die Effizienz etwas senken.

 

Fazit zum LDNIO A4808Q 65W USB Netzteil

Das “Gimmick” des LDNIO A4808Q 65W USB Netzteil ist natürlich das Display mit den Leistungswerten.

Zwar ist dieses abseits vom Display auch ein gutes 65W USB C Ladegerät, aber es ist auch nichts “Besonderes”. Die Haptik ist sogar eher unterdurchschnittlich.

Das Besondere ist halt das Display, dank dem du jederzeit die Leistungswerte sehen und beobachten kannst. Dies ist auch recht genau und vor allem praktisch. Gerade wenn du versuchst Probleme zu diagnostizieren.

Ist dies für dich spannend? Dann ist das LDNIO A4808Q ein ordentliches und modernes Ladegerät, für iPhone, iPad, Samsung S und sogar kleinere Notebooks. Ansonsten gibt es aber bessere Modelle.

BougeRV 20A MPPT Laderegler, die günstigere Alternative zu Victron Energy

Ich betreibe primär aus Spaß und Interesse, aber auch um Strom zu sparen zwei Off-Grid DIY Solaranlagen. So nutze ich die Off-Grid Anlage in meinem Techtest-Büro in Kombination mit 2x 100Ah Akkus, beispielsweise um Powerbanks, Powerstations usw. für Tests zu laden, Messequipment zu betreiben usw.

Bisher habe ich in meinem Büro einen Victron Energy Solar Laderegler genutzt, mit bis zu 15A.

Allerdings hatte BougeRV mir seinen Smarten 20A MPPT Solar Laderegler, eigentlich für den Test in Kombination mit dem BougeRV 200W Flexiblen Solarpanel, zu gesendet.

Allerdings möchte ich diese Gelegenheit nutzen mir den Laderegler einmal im Test zu betrachten. Wie schlägt dieser sich im Vergleich zum meinem Victron Energy Modell?

Finden wir es heraus!

 

Der BougeRV MS2420N 12/24V 20A MPPT Solar Laderegler im Test

Der BougeRV Solar Laderegler setzt auf das typische Box-Artige Design. Dabei ist dieser mit 190*125*60 mm doch ein Stück größer als die vergleichbaren Victron Energy Modelle, aber rein subjektiv auch nicht riesig.

Dabei besitzt der BougeRV Laderegler aber ganz klar ein gutes Stück mehr Kühlfläche. So ist die komplette Rückseite des Ladereglers mit metallenen Kühlrippen ausgestattet.

Auf der Front finden wir eine Glasabdeckung, ein kleines Display und drei Status LEDs. Ebenfalls hier findet sich eine kleine Kunststoff-Abdeckung.

Diese kleine Abdeckung wird nur mithilfe von Magneten gehalten. Unter dieser findest du die Schrauben für die Anschuss-Terminals.

Auf der Unterseite findest du 2x Anschlussterminals für deine Solarpanels wie auch für deinen Akku.

Zudem hast du einen Erdungsanschluss, einen Anschluss für einen Temperatur-Sensor und einen RS485 Kommunikationsport.

 

Smart, auch wenn es nicht dabei steht

In der Regel ist es für die Hersteller immer eine große Sache, wenn ein Gerät “vernetzt” ist. Aber BougeRV versteckt fast etwas die Information, dass dieser Solar Laderegler “Smart” ist.

Blöd gesagt, dieser verfügt über Bluetooth! Über die ChargePro 2.0 App kannst du die aktuellen Leistungswerte, historische Werte und auch Einstellungen anpassen.

Die App macht an sich einen ganz brauchbaren Eindruck. Hier findest du auf der Startseite zunächst die aktuellen Live Werte, wie die Spannung des Akkus, die Spannung der Solarpanels, die Leistung usw.

Du findest hier aber auch den Tageshöchstwert und die am jeweiligen Tag gewonnene Energie in Wh.

Im zweiten Tab kannst du historische Werte sehen. Also wie viel Energie an welchem Tag produziert wurde. Der Ladecontroller speichert hier die Werte der letzten 30 Tage mit.

Im letzten Tab kannst Du den Batterie-Typ anpassen. Also hast du einen Blei Gel Akku, Lithium Akku usw. Du kannst im Zweifel auch Spannungswerte frei anpassen.

 

Leistung und technische Daten

Sprechen wir zunächst über die Leistung des Ladecontrollers.

  • 12V / 24V Akkus
  • 20A maximale Leistung
  • 100V maximale Spannung PV Eingang
  • MPPT

Der BougeRV 12/24V 20A MPPT Solar Laderegler unterstützt zunächst 12V oder 24V Akkus. Hier werden FLD/GEL/SEL/Li Akkus unterstützt. Ich nutze LiFePO4 Akkus am Laderegler, was problemlos funktioniert.

Aufgrund der maximalen Leistung von 20A ist das System auf ca. 240 – 300W an 12V Akkus und ca. 480 -576W an 24V Akkus limitiert.

Dabei ist aber der Eingangsspannungsbereich mit bis zu 100V erfreulich groß.

 

Wie testet Techtest.org den BougeRV 12/24V 20A MPPT Solar Laderegler?

Ich habe den Laderegler für Techtest in kombination mit 2x 100Ah LiFePO4 Akkus (parallel geschaltet) wie auch einem JA SOLAR 380 Wp Solarpanel genutzt.

Letzteres bietet bis zu 380W und eine maximale Spannung von 41,62V.

Ich habe mit diesem einen Victron Energy MPPT 75/15 ersetzt.

 

Wie gut funktioniert der BougeRV MS2420N 12/24V 20A MPPT Solar Laderegler?

“Günstige” Solarladeregler sind immer so eine Sache. Viele von diesen sind sehr unzuverlässig, daher sind die Modelle von Victron Energy auch so beliebt, sie funktionieren einfach gut.

Daher war ich auch beim BougeRV MS2420N etwas skeptisch. Allerdings, nach nun einigen Wochen kann ich sagen diese Skepsis war nicht angebracht!

Der Laderegler funktioniert bei mir tadellos! in der Spitze konnte ich eine Leistung von bis zu 286W erreichen. Dies passt auch zum 20A Limit, welches entsprechend erreicht wird.

Die Kombination mit dem 380W Solarpanel erreicht im aktuell etwas mäßigen Frühling bei mir knapp 1700 Wh + an einem guten Tag, was verglichen mit dem Victron Energy stimmig wirkt (ist ca. 300-500 Wh mehr als beim Victron Energy).

So ist auch die Effizienz des BougeRV MS2420N bei schlechtem Wetter oder Dämmerung gut! Ich habe hier leider keine direkten Vergleichswerte mit dem Victron Energy MPPT 75/15, aber beide tun sich hier nicht viel.

Was allerdings auffällt ist, dass der BougeRV Ladecontroller um einiges kühler bleibt! ich glaube nicht, dass dies an einer besseren Effizienz liegt, sondern einfach primär an der deutlich größeren Kühlfläche verglichen mit dem Victron Energy Modell.

Victron Energy Alternative BougeRV

Aussetzer oder Ähnliches konnte ich nicht beobachten! Ebenso waren die ausgelesenen Spannungswerte korrekt und entsprechend auch die Ladespannung für die Akkus.

Zum Beispiel:

  • 35,5 V laut App – 35,43 V laut Messgerät am Solareingang
  • 13,4V laut App – 13,427 V laut Messgerät am Batterieausgang

Dies passt!

 

Display etwas nutzlos

Im Ladecontroller ist ein kleines Display verbaut. Dies kann die Fehlercodes, die Spannung des Akkus und die Temperatur anzeigen. Allerdings dies nur wenn du die Touch Taste antippst.

Ich hätte gerne, dass das Display mir konstant die aktuelle Leistung anzeigt, was aber nicht möglich ist. Schade!

Neben dem Display haben die drei potenziell sehr helle LEDs. Eine für den Akku, eine für das Solarpanel und eins für Fehler.

Theoretisch sollte die LED für den Akku und das Solarpanel konstant leuchten. Aber die PV LED scheint bei mir nicht zu funktionieren?! Nicht, dass ich mich beschweren würde, aber diese leuchtet einfach nicht.

 

Akku immer bei 100%

In der App gibt es eine Akkustandsanzeige. Diese steht bei mir immer bei 100%. Hierauf kannst Du dich also nicht verlassen.

 

Fazit, wie gut ist der BougeRV MS2420N?

Der BougeRV 12/24V 20A MPPT Solar Laderegler ist prinzipiell empfehlenswert! Der Ladecontroller funktionierte bei techtest.org im Test ohne Probleme, Zickereien oder Ähnlichem.

So habe ich diesen mit einem 380W Solarpanel wie auch zwei 100Ah LiFePO4 Akkus genutzt und der Ladecontroller lieferte eine gute Leistung! Im Maximum konnte ich 286W beobachten, was dem 20A Limit entspricht.

Auch die App ist an sich ordentlich. Diese ist nicht weltklasse, stellt aber aufgrund der historischen Werte durchaus einen Mehrwert dar.

Es gibt zwar Punkte, die mich störten, wie das konstante Anzeigen von “100% Batterieladung”, obwohl dies nicht richtig ist, und dass sich die App nicht immer von alleine verbindet, aber im Großen und Ganzen machte der Solar-Laderegler einen technisch guten Eindruck!

Allerdings würde ich im direkten Vergleich doch einen Victron Energy Laderegler vorziehen, diese wirken gerade was die App betrifft einfach etwas “robuster”. Allerdings sind die Victron Energy Modelle auch ein gutes Stück teurer!

Und gerade wenn du nicht den Premium Preis für die Victron Energy Modelle zahlen willst ist der BougeRV 12/24V 20A MPPT Solar Laderegler eine sehr gute Alternative!

Test: Baseus CCDK65E 65W PD GaN III Pro, ein top 65W USB Ladegerät!

Baseus ist mittlerweile mehr als nur ein Geheimtipp im Bereich der Powerbanks und Ladegeräte. Gerade wenn es dir um eine gute Preis/Leistung, wie auch aktuelle Technik geht, ist Baseus spitze!

Sie bieten mit dem CCDK65E ein interessantes 4 Port, 65W USB C Ladegerät an. Dieses setzt auf den praktischen Desktop-Formfaktor, 2x USB C und 2x USB A.

Baseus CCDK65E 65W PD GaN III Pro Test

Klingt doch gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier das Baseus 65W PD GaN III Pro wirklich so gut wie es der Hersteller verspricht?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zurverfügungstellen des 65W PD GaN III Pro Ladegerätes für diesen Test.

 

Das Baseus CCDK65E 65W PD GaN III Pro im Test

Das Baseus 65W PD GaN III Pro setzt auf den klassischen Desktop-Formfaktor. Das Ladegerät wird also über ein Kabel mit der Steckdose verbunden und das Ladegerät selbst kannst Du dir auf den Schreibtisch, Nachtisch usw. legen.

Baseus CCDK65E 65W PD GaN III Pro Test  Produktbild

Etwas ungewöhnlich, das Kabel ist beim Baseus CCDK65E fest mit dem Ladegerät verbunden. Ob ich davon ein großer Fan bin, lasse ich mal dahin gestellt.

Immerhin, das fest verbundene Kabel wirkt überdurchschnittlich wertig und ist mit 1,5 Metern ausreichend lang.

Das Ladegerät selbst ist mit 70 x 40 x 37 mm angenehm kompakt. Das Gewicht ist etwas schwerer einzuschätzen, aufgrund des fest verbundenen Kabels. Mit Kabel wiegt dieses 240g, das Ladegerät selbst wiegt ca. 154g.

Baseus wirbt mit der Nutzung der GaN Technologie. GaN steht für Gallium Nitride, welches ein Halbleiter ist, der so langsam seinen Weg in den Massenmarkt findet. Gallium Nitride hat gegenüber Silizium einige Vorteile im Bereich der Effizienz, bei Schaltnetzteilen. Dies erlaubt es kleinere Bauteile mit Gallium Nitride bei gleicher Leistung zu bauen als mit regulärem Silizium. Je nach Quelle sind GaN Bauteile ca. 32% kleiner bei gleicher Leistung und zudem noch effizienter.

 

Die Anschlüsse des Baseus CCDK65E

Das Baseus CCDK65E 65W PD GaN III Pro besitzt zwei USB C und zwei USB A Ports.

  • USB C 1 / 2 – USB Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A 1 – 5V/1A
  • USB A 2 – Quick Charge 60W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 20V/3A

Die USB C Ports können beide jeweils 65W nach dem USB PD Standard bereitstellen. Damit eignen sich die Ports nicht nur für Smartphones, sondern auch für Notebooks, das Steam Deck usw.

USB PD ist auch der von Apple, Samsung, Google, Dell, ASUS, Steam, Nintendo usw. genutzte Ladestandard.

Interessanterweise bietet der USB A Port Nummer 1 nur 5V/1A. Dieser ist also nur für das Laden von Ohrhörern usw. geeignet. Erfreulicherweise ist dieser farblich gekennzeichnet.

Port Nummer 2 kann bis zu 60W und Quick Charge bereitstellen.

 

PPS

Das Baseus 65W PD GaN III Pro unterstützt auf beiden USB C Ports PPS.

3,3-11V bei 5A

Hier gibt es eine positive Überraschung! 3,3-11V bei bis zu 5A ist eine sehr große PPS Range für ein 65W Ladegerät. Die meisten 65W Ladegeräte besitzen nur eine 3,3-11V bei 3A PPS Range.

Aber was bedeutet dies in der Praxis? Hast Du ein iPhone, dann gar nichts. iPhones ist PPS z.B. egal.

Allerdings bei Samsung Smartphones, welche mit bis zu 45W laden können, macht dies einen großen Unterschied. Hier ein Beispiel anhand des S23 Ultra:

  • 65W Ladegerät ohne PPS – ca. 14W max
  • 65W Ladegerät mit 3,3-11V/3A PPS – ca. 25W
  • 65W Ladegerät mit 3,3-11W/5A PPS – ca. 45W

Das Baseus 65W PD GaN III Pro kann also Samsung Smartphones (sofern sie es unterstützen) mit bis zu 45W laden, was selten ist!

 

Belastungstest

Wie üblich habe ich auch dieses Ladegerät 6 Stunden zu 100% belastet. Dies hat das Baseus 65W PD GaN III Pro auch problemlos überstanden.

Dabei erwärmte sich das Ladegerät mittelstark. Auf der Oberseite konnte ich rund 55 Grad messen, auf der Unterseite 64 Grad.

Für ein Netzteil dieser Klasse ist das völlig ok.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität bei USB Ladegeräten ist dank USB PD und Quick Charge nicht mehr so wichtig, so lange diese innerhalb der Grenzwerte bleibt. Zudem ist natürlich eine stabilere Spannung ein Zeichen für eine bessere Elektronik.

Habe schon eine bessere Spannungsstabilität, aber auch schon eine schlechtere gesehen. Die 20V Stufe ist etwas niedrig, aber in der Praxis wird dies keine negativen Auswirkungen haben, außer du hast vielleicht ein extrem langes und schlechtes USB C Kabel.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Zunächst ist das Baseus 65W PD GaN III Pro super für die meisten Smartphones geeignet! Egal ob du nun ein iPhone hast, ein Google Pixel oder Samsung Galaxy S23, das Baseus wird diese Geräte alle mit dem vollen Tempo laden.

So sind die 65W für die Apple iPhones und iPads mehr als genug! Hinzu kommt die große PPS Stufe, welche das Laden der Pixel Smartphones mit dem vollen Tempo, wie auch das 45W Laden von Samsung Smartphones ermöglicht.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen.

Die Effizienz des Baseus 65W PD GaN III Pro schwankt zwischen 75,3% und 89,7%. Dies sind gute Werte für ein Ladegerät mit 4 Ports und 65W Leistung!

Im Vergleich sehen wir, dass das Baseus Ladegerät im gehobenen Mittelfeld der Effizienz liegt. Es gibt noch effizientere Ladegeräte, aber auch viele, die deutlich schlechter sind.

 

Fazit

Zwar finde ich das Design mit dem best integrierten Kabel beim Baseus 65W PD GaN III Pro etwas ungünstig, aber abseits davon gibt es viel am Ladegerät zu mögen!

Dieses ist vor allem technisch sehr modern! Wir haben eine gute Effizienz, wir haben den aktuellen USB PD Standard mit einer starken PPS Stufe.

Letztere ist für dich primär wichtig, wenn Du ein Samsung Galaxy S Smartphone hast, denn das Baseus 65W PD GaN III Pro kann Samsung Smartphones dank der 3,3-11V bei bis zu 5A Stufe mit bis zu 45W laden.

Für ein Ladegerät dieser Klasse ist dies außergewöhnlich!

Allerdings eignet sich das Baseus 65W PD GaN III Pro auch für Apple, Google, Huawei usw. Smartphones und Tablets. Prinzipiell ist dieses sogar für Notebooks nutzbar.

Reichen dir also 65W, wenn Du mehr als 1-2 Geräte gleichzeitig lädst, kommt es zu einer merkbaren Drosselung der Ladegeschwindigkeit, und der Formfaktor passt dir, dann kann ich das Baseus 65W PD GaN III Pro voll empfehlen. Auch der Preis ist mehr als fair!

Die nächste Generation NP-FZ100 Akkus, 2400 mAh Akkus von PATONA und BAXXTAR

NP-FZ100 Akkus werden in fast allen aktuellen Sony Kameras genutzt. Der beste Akku hier ist der originale Sony Akku, an diesen kam laut meinen Messungen bisher kein anderer Akku heran.

Sehr schade, denn der originale Sony NP-FZ100 Akku ist sehr teuer! Allerdings Anfang 2023 hat PATONA und BAXXTAR die nächste Generation NP-FZ100 Akkus eingeläutet, denn diese sollen 2400mAh bieten, was auf dem Papier mehr ist als der Sony Akku.

Es gibt auch andere Hersteller, welche mit super hohen Kapazitäten werben, diese sind aber oft nicht der Wahrheit entsprechend und einfach an den Haaren herbeigezogen, siehe den ENEGON 2800mAh NP-FZ100 Akku.

Allerdings sind PATONA und BAXXTAR vertrauenswürdige Hersteller. Wie sieht es hier aus, wie gut sind die neuen 2400 mAh NP-FZ100 Akkus?

An dieser Stelle vielen Dank an PATONA, welche mir die Akkus zur Verfügung gestellt haben.

 

Die 2400 mAh Akkus von PATONA und BAXXTAR im Test

Grundsätzlich sind die Akkus von PATONA und BAXXTAR absolut klassische NP-FZ100 Akkus. Diese haben den typischen Formfaktor und wirken qualitativ überdurchschnittlich.

So wirkt das Kunststoffgehäuse sehr gut und stabil.

Auffälliger ist dabei natürlich der BAXXTAR 2400 mAh Akku mit seinem markanten roten Gehäuse.

Direkt gesagt, PATONA und BAXXTAR stellen ihre NP-FZ100 Akkus vermutlich nicht selbst her, davon gehe ich zumindest nicht aus.

Diese werden wie 99% aller Anbieter in diesem Bereich auf asiatische Zulieferer setzen, welche entsprechend für das generelle Design usw. zuständig sind. So sind sich die Akkus von PATONA und BAXXTAR technisch sehr ähnlich. Ebenso würde es mich nicht wundern, wenn in Zukunft weitere ähnliche 2400 mAh Akkus anderer Anbieter auf dem Markt auftauchen würden.

 

Das Gewicht

Ich habe mittlerweile gelernt, dass das Gewicht bei NP-FZ100 Akkus bereits einiges über die Kapazität des Akkus aussagt.

Schwerer Akku = mehr Kapazität. Dies muss nicht immer stimmen, scheint hier aber tendenziell zu passen.

Weiterhin ist der Sony eigene Akku der klar schwerste. Lassen wir allerdings die USB C ladbaren NP-FZ100 Akkus außen vor, dann sind die neuen 2400 mAh Modelle von PATONA und BAXXTAR die schwersten!

Dies halte ich für sehr vielversprechend! Interessant ist, dass der PATONA Akku etwas schwerer ist als der BAXXTAR.

 

Der Testaufbau

Ich teste NP-FZ100 Akkus mit einer so genannten elektrischen Last. Diese erlaubt es mir den Akku kontrolliert mit einer von mir gewählten Last zu entladen.

Die Akkus werden auf eine Spannung von 6.0V entladen, was nach meiner Erfahrung +- die Spannung ist, bei welchen die Sony Kameras den Akku als leer deklarieren.

Es gibt hier mindestens zwei Testdurchläufe, einen mit 1,5A Last und einen mit 0,2A. 1,5A entspricht +- der maximalen Last eines NP-FZ100 Akkus in einer Kamera beim Filmen.

0,2A ist eher ein langsames Fotografieren.

 

Die Kapazität

Kommen wir zum spannendsten Teil, wie steht es um die Kapazität?

Beginnen wir mit dem offensichtlichsten, der Sony NP-FZ100 Akku ist immer noch der beste Akku. Allerdings folgen auf Platz 2-4 die neuen 2400 mAh Akkus von PATONA und BAXXTAR.

In diesem Test war der BAXXTAR Akku bei niedriger Last (Fotografieren) besser als der PATONA und der PATONA besser bei hoher Last (Video).

Allerdings waren die Ergebnisse so dicht beieinander, dass dies auf die üblichen Schwankungen zurückzuführen ist.

Was aber deutlich zu sehen ist, ist der Vorsprung vor der letzten Generation NP-FZ100 Akkus. So ist der neue BAXXTAR NP-FZ100 2400 mAh sichtbar vor dem BAXXTAR Pro NP-FZ100 2250mAh.

Wir können hier also eine eindeutig gesteigerte Kapazität sehen.

 

Fazit

Die neuen 2400mAh NP-FZ100 Akkus von BAXXTAR und PATONA schließen endlich die Lücke zum originalen Sony Akku!

So bieten diese +- die gleiche Kapazität zum Original von Sony, zu einem merkbar günstigeren Preis.

Dabei wirken die Akkus auch qualitativ tadellos! Das Gehäuse dieser ist sehr wertig gearbeitet und sie funktionierten ohne Probleme in meiner A1 von Sony.

Würde ich eher den BAXXTAR oder PATONA 2400mAh Akku empfehlen? Ich behaupte beide Akkus sind +- identisch. Wähle hier einfach den Akku der für dich besser verfügbar/günstiger ist.

Bei diesen Akkus sehe ich auch keinen Grund mehr den Sony eigenen Akku zu kaufen. Die Leistung ist +- identisch, aber der Preis niedriger.

Test: INSTAR IN-9408, eine sehr gute Überwachungskamera ohne Cloud oder Accountzwang!

Die meisten modernen Überwachungskameras setzen auf eine Cloud-Anbindung, ob du willst oder nicht. Aber was wenn du nicht möchtest, dass die Aufnahmen deiner Kamera ins Internet gesendet werden?

Hier ist INSTAR eine durchaus spannende Option. INSTAR ist ein deutscher Hersteller von Überwachungskameras. Diese haben zwar nicht die meisten Feature oder die extremsten Auflösungen, aber sind technisch als Professionell einzustufen. Zudem setzten diese nicht auf einen Cloud Zwang und sind mit vielen 3. Anbieter Systemen, Synology Surveillance Station usw. kompatibel.

Du kannst diese komplett “offline” lediglich mit einem lokalen Zugriff betreiben.

Das aktuelle Flaggschiff von INSTAR ist die INSTAR IN-9408 2K+. Die IN-9408 setzt auf ein professionelles Design, 2K Auflösung und auf Wunsch PoE.

Auf Wunsch ist bei dieser Kamera natürlich auch ein Fernzugriff und Smart Home Anbindung möglich. Dank Onvif Support kann diese aber auch in viele NVR Systeme eingebunden werden.

Für diesen Luxus verlangt INSTAR allerding auch derzeit 299€, was ein stolzer Preis ist! Ist dieser gerechtfertigt? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an INSTAR für das Zurverfügungstellen der IN-9408 für diesen Test.

 

Test: INSTAR IN-9408

Suchst du eine möglichst kleine und kompakte Überwachungskamera, dann schau woanders. Die INSTAR IN-9408 2K+ ist zwar schon etwas kleiner als einige frühere INSTAR Modelle, aber immer noch ein ziemlicher Brocken!

So misst die Kamera alleine in der Länge 14,5 cm, ohne Halterung. Zudem wirkt sie sehr schwer und massiv. Erneut ohne Halterung bringt sie satte 698g auf die Waage.

Dies liegt am massiven Metallgehäuse. Es wirkt fast so, als wäre die Kamera gegen Steinwürfe usw. geschützt. Dies habe ich nicht getestet, aber lass dir sagen diese Überwachungskamera sieht nicht wie ein Spielzeug aus.

Mit im Lieferumfang ist natürlich eine passende Wandhalterung, welche ebenfalls recht massiv ist.

Eine große Änderung verglichen mit früheren INSTAR Kameras ist der Kabelstrang. Früher war dieser bei INSTAR Kameras fest verbunden, was ihn trickreich zu nutzen gemacht hat. Bei der IN-9408 hingegen ist dieser abnehmbar bzw. du verbindest das LAN Kabel “intern” mit der Kamera und führst das Kabel dann aus der Kamera heraus.

Hierfür lässt sich die IN-9408 öffnen. Im Inneren findest du den LAN Port, den DC Netzteil-Anschluss, Reset-Taste und auch einen Slot für eine microSD Speicherkarte.

Da die Speicherkarte so tief im Inneren (Metall-Gehäuse + 4 Schrauben) sitzt, ist auch nicht zu befürchten, dass ein Dieb einfach die Speicherkarte entnimmt. Das Gehäuse wird mit roher Gewalt kaum zu öffnen sein, vor allem nicht in kurzer Zeit und das Aufschrauben dauert sicherlich einige Minuten. Daher musst du dir hier kaum Sorgen machen, die Speicherkarte ist gut versteckt.

 

Einrichtung

Du kannst die INSTAR IN-9408 wahlweise via WLAN oder LAN einrichten. Die Einrichtung via WLAN erfordert allerdings WPS Support, welcher nicht bei allen WLAN Routern vorhanden ist.

Daher würde ich empfehlen, die Kamera für die erste Einrichtung via LAN zu verbinden.

Vorher noch würde ich dir empfehlen https://install.instar.de/ aufzurufen. Dort gibt es eine hervorragende Schritt für Schritt Anleitung, wie du die Kamera einrichtest.

Hätte ich diese Anleitung zuerst aufgerufen, hätte mir das auch viel Arbeit erspart, denn das Einstecken des Stromkabels ist eine Pest, wenn man nicht weiß, dass man das ganze Mainboard mit einer Schraube lösen und herausziehen kann.

Verwende diese Anleitung und richte die Kamera am besten zu erst via LAN ein und klinke sie dann ins WLAN ein.

 

Keine Cloud benötigt!

Die INSTAR IN-9408 2K+ benötigt keinen Internet-Zugriff! Diese sollte in ein Netzwerk integriert werden, benötigt aber keinen Zugriff aufs Internet, wenn du das nicht möchtest. Du kannst die Kamera komplett lokal betreiben und nutzen.

Es gibt allerdings eine “2. stufige” Cloud Anbindung, falls du sie möchtest.

Du kannst natürlich über dein Smartphone über das Internet auf die Kamera zugreifen. Hierfür gibt es ein P2P Feature, bei welchem du dich über die Instar Server auf deine Kamera verbindest. Dies erfordert keine Portweiterleitungen oder Ähnliches und ist extrem einfach zu nutzen und in der Theorie auch sehr sicher.

Mittlerweile bietet aber Instar auch eine “richtige” Cloud Anbindung an, welche unter anderem für Dienste wie ALEXA, Google Home, Apple HomeKit oder die Optionale Cloud Speicherung von Aufnahmen benötigt wird.

 

WebUI, Steuerung und App

Du erreichst die WebUI durch die Eingabe der IP Adresse der Kamera in deinem Webbrowser. Diese kannst du über das INSTAR Camera Tool herausfinden.

Dort loggst du dich mit deinen zuvor festgelegten Zugangsdaten ein. Daraufhin siehst du eine recht schicke WebUi mit der aktuellen Liveansicht.

In den Einstellungen findest du gefühlt hunderte Optionen. Die INSTAR IN-9408 2K+ bietet dir eine sehr feine Anpassbarkeit, welche du bei gängigen “Home” Überwachungskameras nicht bekommst.

Die Präsentation ist dabei durchaus gelungen!

Kritik muss ich nur bei der Auswertung der Aufnahmen äußern. Diese werden hier einfach ohne Vorschau aufgelistet und du musst sie einzeln durchklicken. Dies ist in der Smartphone App wie auch der Cloud besser gelöst.

 

Die Smartphone App

Instar bietet für seine Kameras natürlich auch eine Smartphone App an. Diese ist recht einfach, aber funktional.

Ich glaube Instar erwartet nicht, dass du die App als primären Zugriffsweg nutzt. Die App ist eher als Unterstützung für unterwegs gedacht.

So findest du in der App den Live Stream und die Möglichkeit, Aufnahmen auf der microSD Karte auszuwerten. Es gibt auch ein paar Einstellungsmöglichkeiten, aber nichts Außergewöhnliches.

 

KI

Die INSTAR IN-9408 2K+ verfügt über eine Objekterkennung. So kann die Kamera zwischen einfachen Bewegungen, Menschen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden.

Du kannst dabei die Kamera auch nur in bestimmten Bereichen des Bildes nach entsprechenden Objekten suchen lassen.

Die KI ist sicherlich eher „rudimentär“, aber kann Fehlalarme doch deutlich reduzieren.

 

Die Speicherung von Aufnahmen

Du hast bei der INSTAR IN-9408 2K+ einige Optionen, wo deine Aufnahmen gespeichert werden sollen.

  • microSD Speicherkarte
  • FTP Server
  • eMail
  • Instar Cloud

Die offensichtlichste Möglichkeit ist natürlich die integrierte (und austauschbare) microSD Speicherkarte. Dies ist eine kostenfrei und unproblematische Speichermöglichkeit. Auf der microSD Karte können sowohl Alarme wie auch eine konstante Aufzeichnung gespeichert werden.

Zusätzlich können Aufnahmen bei Alarmen auch auf einem FTP Server oder via Mail versendet werden.

Zu guter Letzt haben wir noch die Instar Cloud. In der kostenfreien Version erlaubt die Instar Cloud die Anbindung von ALEXA, Google Home und IFTTT. In der kostenpflichtigen Version (5€ im Monat bzw. 130€ im Jahr) bekommst du 10/50GB Speicherplatz für deine Aufnahmen wie auch eine erweiterte Bewegungserkennung.

 

Alarme

Du kannst mit der INSTAR IN-9408 2K+ konstant aufzeichnen oder nur bei “Alarmen”. Alarme können durch diverse Dinge ausgelöst werden. Personen, die gewisse Bereiche Betreten, generelle Bewegungen, Tiere usw.

Wird ein Alarm ausgelöst kann folgendes passieren:

  • Aufnahme auf die microSD Speicherkarte
  • Upload auf einen FTP Server
  • Upload in die Cloud
  • Es wird eine eMail gesendet
  • Ein Alarmton wird ausgegeben
  • Es wird eine Bildserie erstellt

Du kannst hier alles auswählen oder nur einzelne Punkte. Reicht dir beispielsweise eine Video-Speicherung auf der microSD Karte, dann kannst du auch nur dies auswählen.

 

Anbindung an andere Systeme

Du kannst die INSTAR IN-9408 2K+ recht problemlos in diverse Systeme und NVRs einbinden.

Folgende Systeme unterstützt die IN-9408 2K+:

  • Apple HomeKit
  • Amazon Alexa
  • Google Home
  • MQTT
  • ONVIF
  • IFTTT

Hierdurch kannst du die Kamera z.B. auch in die Synology Surveillance Station einbinden.

 

Bildqualität, Sony STARVIS Sensor

Die INSTAR IN-9408 2K setzt, wie der Name schon sagt, auf einen 2K Sensor mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Hierbei handelt es sich um einen Sony STARVIS Sensor, also durchaus etwas Hochwertiges.

Dabei besitzt die Kamera einen 90 Grad Blickwinkel. Diese ist also weniger Weitwinklig als viele der Smart Home Konkurrenten.

Hierdurch ist die Kamera ideal, um aus mittlerer Distanz beispielsweise ein Tor, Durchgang oder einen längeren Hof zu überwachen.

Allerdings ist die allgemeine Bildschärfe und Bildqualität auch nicht absolut überragend und unter dem was ich von einer Kamera dieser klasse erwartet hätte.

Gerade die IR LEDs sind erfreulich stark!

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.

Bei normalem Tageslicht benötigt die Kamera rund 3W. Bei nacht mit IR LEDs steigt der Verbrauch auf ca. 7,7W an.

 

Fazit

Du suchst eine Überwachungskamera eines vertrauenswürdigen Herstellers welche mit möglichst wenig “Internet” und Cloud auskommt? Dann bist du bei der INSTAR IN-9408 2K+ an der richtigen Adresse!

Zwar unterstützt die Kamera auch den Fernzugriff, Cloud Speicherung und Dienste wie Alexa usw. aber dies ist hier 100% optional!

Du kannst bei der INSTAR IN-9408 2K+ alles komplett lokal machen und die Kamera komplett vom Internet abkoppeln, ohne dass du dabei unnötig Feature verlierst. So ist weiterhin eine lokale Speicherung, der Zugriff über deinen Webbrowser und auch die KI-Erkennung möglich.

Ebenso kann die Kamera ihre Aufnahmen auf beispielsweise einen normalen FTP Server hochladen und somit “in Sicherheit“ bringen, ohne das du ein Cloud Abo beim Hersteller brauchst. Dieses wird zwar auch angeboten, ist aber völlig optional.

Zudem lässt sich die Kamera via ONVIF und MQTT auch in andere lokale Systeme/NVRs einbinden.

Super!

Hierdurch eignet sich die Kamera gerade für Nutzer die einen sehr hohen Wert auf Datenschutz legen! Dies kommt allerdings auch zu einem Preis und das meine ich hier wörtlich. 299€ für die INSTAR IN-9408 2K+ ist ein stolzer Preis, welcher sich aber durchaus rechtfertigen lässt. Datenschutz kommt nunmal auch zu einem Preis.

Wenn dir der Datenschutz nicht ganz so wichtig ist oder du Herstellern wie Ring, Nest usw. vertraust, dann kannst du natürlich etwas sparen. Die INSTAR IN-9408 2K+ richtet sich schon eher an “erweiterte” Nutzer.

INSTAR IN-9408
POSITIV
Ohne Internetzugriff vollständig nutzbar
Sehr umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten
Kein Cloud Zwang, aber Cloud optional nutzbar
Vielfältige Speicherungsmöglichkeiten (microSD Karte, Cloud, FTP)
Gute anwendbarkeit an andere Systeme
NEGATIV
Hoher Preis
Smartphone App eher einfach
90

Ikea Ladekabel im Test, wie gut ist LILLHULT und SITTBRUNN?

Ladekabel können sehr schnell ins Geld gehen. Über 10€ für ein vernünftiges Ladekabel ist nichts Ungewöhnliches. Hier kommt nun Ikea ins Spiel.

Diese bieten LILLHULT und SITTBRUNN diverse Ladekabel zu fantastischen Preisen an (auch Online!).

Ein SITTBRUNN USB A zu USB C Ladekabel für 2€ klingt doch nicht schlecht? Ein USB C auf USB C Kabel für 2,50€?

Selbst die etwas teureren LILLHULT Ladekabel sind extrem fair eingepreist. Ein USB C auf Lightning Kabel für 9,99€ ist nicht zu viel.

Aber wie gut sind die Ikea Ladekabel? Finden wir dies in einem kleinen Test heraus!

 

Übersicht über die Ikea Ladekabel

Ikea bietet derzeit zwei Serien Ladekabel an.

  • Die einfachen SITTBRUNN Kabel
  • Die höherwertigen LILLHULT Kabel
Serie Preis Länge Stecker 1 Stecker 2
LILLHULT 9,99€ 1.5m USB C Lightning
LILLHULT 5,99€ 1.5m USB C USB C
LILLHULT 7,99€ 1.5m USB A Lightning
LILLHULT 4,99€ 1.5m USB A USB C
LILLHULT 4,99€ 1.5m USB A micro USB
SITTBRUNN 2,00€ 1m USB A USB C
SITTBRUNN 2,50€ 1m USB C USB C
SITTBRUNN 1,50€ 1m USB A micro USB

Die einfachen SITTBRUNN liegen zum Zeitpunkt des Tests zwischen 1,50€ und 2,50€ und sind in allen Formen außer mit Lightning Stecker verfügbar.

Die teureren LILLHULT Kabel sind hingegen in allen erdenklichen Formen verfügbar, inklusive Lightning. Die Lightning Versionen sind allerdings aufgrund der Apple Lizenzgebühren etwas teurer. Für Apple Zertifizierte Kabel sind diese aber weiterhin sehr günstig.

Ich habe alle Versionen der Kabel für diesen Test bestellt, außer das LILLHULT USB C auf USB C Kabel, welches ich übersehen hatte (gut gemacht Michael……).

 

Super günstig, ein erster Blick auf SITTBRUNN

Die SITTBRUNN Kabel sind fast schon als bescheuert günstig zu bezeichnen. Ein 1 Meter USB A zu microUSB Kabel für 1,50€?

Allerdings sind die Kabel aber auch recht einfach. Alle SITTBRUNN Kabel haben 1 Meter Länge und bestehen aus einem einfachen Kunststoff.

So wirken die Kabel recht dünn und unspektakulär. Allerdings sind diese im Gegenzug angenehm flexibel und die Stecker wirken sauber ummantelt.

Ikea wirbt sogar mit 25000 Biegungen, die das Kabel aushalten soll. Dies kann ich natürlich nicht überprüfen, aber die Kabel mögen zwar recht dünn sein, wirken aber nicht billig.

Die Ummantelung scheint gut gemacht zu sein! Für das Geld sind dies ohne Frage die besten Ladekabel, die ich bisher in den Fingern hatte.

 

Premium Ladekabel zum fairen Preis, LILLHULT

LILLHULT sind die “Premium” Kabel von Ikea. Entsprechend sind diese deutlich aufwendiger gemacht. So haben wir hier vor allem eine Textil-Ummantelung.

Hierdurch sehen die Kabel um einiges hochwertiger und edler aus. Die Flexibilität ist entsprechend etwas niedriger als bei den SITTBRUNN Kabel, aber diese ist auch nicht furchtbar.

Zudem sind die LILLHULT auch merklich dicker ( 4 mm zu 3,4 mm ).

Wie auch die günstigeren Kabel sollen die LILLHULT 25000 Biegungen standhalten.

 

Leistung (laut Ikea)

Ikea bewirbt die Kabel direkt mit einer Leistungsabgabe. Beginnen wir hier bei SITTBRUNN:

  • SITTBRUNN – USB A auf microUSB – 1A, 5V, 480 Mbit
  • SITTBRUNN – USB A auf USB C – 3A, 5-20V, 480 Mbit
  • SITTBRUNN – USB C auf USB C – 3A, 5-20V, 480 Mbit

Das microUSB SITTBRUNN Kabel soll Ikea nur 5V/1A leisten können, was relativ wenig ist. Entsprechend wäre dies nicht für Quick Charge geeignet.

Die SITTBRUNN Kabel mit mindestens einem USB C Stecker hingegen sollen bis zu 3A und 5-20V übertragen können. Damit wären die Kabel schnellladefähig.

  • LILLHULT – USB A auf USB C – 3A, 5-20V, 480 Mbit
  • LILLHULT – USB C auf USB C – 3A, 5-20V, 480 Mbit
  • LILLHULT – USB A auf Lightning – 2,4A, 5V, 480 Mbit
  • LILLHULT – USB C auf Lightning – 3A, 5-20V, 480 Mbit
  • LILLHULT – USB A auf microUSB – 1A, 5V, 480 Mbit

Ikea wirbt auch beim LILLHULT Kabel mit microUSB Steck nur mit maximal 1A.

Abseits davon und dem USB A auf Lightning Kabel (welches 2,4A leisten soll) haben wir maximal 3A.

Das LILLHULT USB C zu USB C Kabel ist also nicht 100W geeignet und geht nur bis maximal 60W!

 

Für Datenübertragungen nur bedingt geeignet

Alle Ikea Ladekabel können Daten übertragen. Du kannst diese nutzen, um Fotos von deinem Smartphone, einem externen Laufwerk usw. auf deinen PC zu übertragen.

Allerdings sind die Ikea Kabel auf 480 Mbit limitiert. Dies sind also nur USB 2.0 Kabel! Entsprechend erreichst du maximal Datenraten von +- 30 MB/s.

Nicht ideal für das Übertragen von großen Datenmengen.

 

Wie “elektrisch” wertig sind die Kabel?

Schauen wir uns im Test einmal kurz die “elektrischen” Qualitäten der Kabel an. So habe ich bis zu 3A durch die Kabel bei +-5V gejagt und den Spannungsabfall gemessen.

(niedrigerer Wert = besser)

Zur Referenz habe ich noch einige “alternative” Kabel mit in den Vergleich aufgenommen.

Wir sehen hier zunächst, dass sich die Anker PowerLine Kabel auch nicht mit Ruhm bekleckern. Tendenziell landen die Ikea Kabel im Mittelfeld was den Spannungsabfall betrifft.

Ich muss hier Ikea auch Recht geben, Du solltest keine 3A durch das microUSB Kabel jagen, dieses wurde schon während des Tests merkbar warm.

 

In der Praxis aber (fast) keine Unterschiede

Auch wenn es sicherlich etwas unspektakulär ist, spielt in der Praxis mittlerweile das Ladekabel keine große Rolle mehr.

Bei USB Power Delivery und Quick Charge hat das Ladekabel fast keinen Einfluss mehr auf das effektive Ladetempo!

Lediglich beim Laden an einem normalen 5V Ladegerät kann das Ladekabel noch eine Rolle spielen. Dies aber primär bei älteren Smartphones.

Daher habe ich hier auch keine großen Diagramme gemacht, denn der Unterschied bei Smartphones wie dem Pixel 7 Pro oder S23 Ultra, wie auch bei den iphones ist einfach nur noch die übliche Schwankung.

Aber warum ist das so?

Früher haben Smartphones mit +- 5V geladen. Dieses brauchte aber je nach Modell im Minimum ca. 4,4-4,6V. Belastet Du die Kabel fällt die Spannung je nach Qualität des Kabels am Ende ein gutes Stück ab.

Beispielsweise jagst Du 5V / 2A durch das Ikea SITTBRUNN microUSB Kabel, hast Du am Ende noch 4,639V. Bei 5A sind es nur noch 4,489V.

Dies kann schon für ein Smartphone zu wenig sein, entsprechend würde es das Ladetempo drosseln, so dass die Spannung wieder ansteigt.

USB PD oder Quick Charge nutzen aber meist nicht 5V, sondern 9V, 12V, 15V oder 20V. Entsprechend ist der “Puffer” bis zu einer Spannung mit welcher dein Smartphone nichts mehr anfangen kann niedriger.

Zudem ist die Kommunikation zwischen Ladegerät und Smartphone bei USB PD und Quick Charge um einiges besser.

 

Fazit

Prinzipiell sind die Ikea Ladekabel durchaus empfehlenswert! Diese sind qualitativ soweit okay, das Wichtigste ist aber der Preis!

Ein brauchbares Ladekabel für unter 3€ ist schon eine Ansage! Genau genommen kostet das USB A auf USB C Kabel lediglich 2€ und das microUSB Modelle 1,50€.

Allerdings bei diesem Preis gibt es natürlich auch Einschränkungen! So sind diese zunächst nur USB 2.0 Kabel. Zudem ist das Ladetempo, abseits bei der Nutzung von Quick Charge, eventuell etwas eingeschränkt. Ich vermute die Adern im Inneren sind nicht die dicksten, zumindest ist der Spannungsabfall der Kabel relativ hoch.

So ist beispielsweise das USB A auf microUSB SITTBRUNN Kabel wirklich nicht für mehr als 1,5A geeignet. Forciere ich eine Last von 3A, wird das Kabel merkbar warm.

Aber für beispielsweise ältere Smartphones, Ohrhörer, Kopfhörer usw. sind die SITTBRUNN Kabel absolut geeignet.

Etwas besser sind die LILLHULT Ladekabel. Diese sind nicht nur optisch etwas hochwertiger, sondern auch technisch besser. So sind diese zwar auch nur USB 2.0 Kabel und auch was den elektrischen Widerstand betrifft nicht “perfekt”, aber diese sind gut genug.

Gerade beim nutzen von USB Power Delivery oder Quick Charge ist das Ladetempo “tadellos”.

Kurzum:

  • SITTBRUNN Ladekabel sind für “Smart Home” und andere Geräte absolut ok.
  • LILLHULT Ladekabel sind ein gutes Stück hochwertiger und auch für das flotte Laden von Smartphone und Co. völlig geeignet. Du wirst hier in der Regel das volle Ladetempo erreichen.

 

Alternativen zu den Ikea Ladekabeln?

Bei den Alternativen kommt es etwas darauf an was Du suchst. Willst du Daten übertragen? Dann solltest du zu einem USB 3.0 oder besseren Ladekabel greifen. Hier würde ich die Anker PowerLine+ Kabel empfehlen.

Willst Du einfach nur ein besseres Ladekabel, schau dir mal die Baseus Ladekabel an.

Grundsätzlich bleiben aber die Ikea Kabel ein guter Deal!

Viel Leistung in kleinem Gehäuse = heiße Angelegenheit! Das NOVOO 67W USB C Ladegerät im Test

NOVOO bietet mit dem NCEU67D-242W ein interessantes 67W USB C Ladegerät mit GaN Technologie an. Dieses Ladegerät ist wunderbar kompakt und bietet gleich zwei USB Ports mit hoher Leistung.

Schauen wir uns dieses doch einmal im Test an! Kann das NOVOO 67W USB C Ladegerät überzeugen?

 

Das NOVOO 67W USB C Ladegerät im Test

Das NOVOO 67W USB C Ladegerät ist erfreulich kompakt gehalten und setzt auf den Steckdosenadapter Style. Das Ladegerät wird also direkt in die Steckdose gesteckt, womit es für einen portablen Einsatz ideal ist.

Das Ladegerät misst 39 x 42 x 44 mm und bringt 99g auf die Waage. Für ein 67W Ladegerät ist dieses damit angenehm kompakt und auch nicht zu schwer.

Dabei wirkt dieses aber sehr “dicht”. Das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck und scheint komplett ausgefüllt zu sein.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front des NOVOO NCEU67D-242W finden wir einen USB A und einen USB C Port.

  • USB C – 67W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,35A
  • USB A – 65W Quick Charge und X? – 5V/6A, 9V/2A, 10V/6,5A

Die beiden Anschlüsse des NOVOO Ladegerätes sind schon etwas wild. Zunächst haben wir einen 67W USB C Port.

Dieser soll 67W nach dem USB Power Delivery Standard bereitstellen können. 67W? Ja 67W, was eine recht ungewöhnliche Angabe ist, normalerweise haben USB PD Ladegeräte eher 65W.

Der USB A Port ist aber fast noch etwas mysteriöser. Dieser soll bis zu 65W bereitstellen, aber ich bin mir nicht ganz sicher, nach welchem Standard. Wir haben Quick Charge 3.0 mit bis zu 18W. Zudem wird anscheinend der proprietäre Huawei Schnelllade Standard unterstützt, mit welchem wir auf die bis zu 65W kommen.

Leider habe ich derzeit kein Huawei Smartphone zur Hand um dies zu überprüfen.

Nutzt Du beide Ports gleichzeitig haben wir eine 45W (USB C) + 18W (USB A) Port Drosselung.

 

PPS

Das NOVOO NCEU67D-242W unterstützt PPS!

3,3-11V bei bis zu 4A

Dies ist eine schön große PPS Range! Diese erlaubt es dir vor allem die Samsung S Serie Smartphones mit bis zu 36W zu laden.

Dies gilt natürlich primär für die Plus/Ultra Modelle, welche theoretisch sogar mit bis zu 45W laden könnten.

Info: PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest (Fail)

Wie üblich habe ich auch das NOVOO 67W USB C Ladegerät einige Stunden versucht mit 100% Last zu belasten.

Leider hat hier das Ladegerät nach knapp über einer Stunde versagt!

Versagt? Das Ladegerät hat sich nach ca. einer Stunden jedesmal bei 65W Last abgeschaltet. Ich vermute hier greift dann der Übertemperaturschutz. Teils dauerte es etwas länger, teils etwas weniger lang.

PS. Dieses Verhalten wird auch im Handbuch geschildert, dort aber als „Feature“ beworben.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität bei USB Ladegeräten ist dank USB PD und Quick Charge nicht mehr so wichtig, so lange diese innerhalb der Grenzwerte bleibt. Zudem ist natürlich eine stabilere Spannung ein Zeichen für eine bessere Elektronik.

Die Spannungsstabilität sieht soweit gut aus!  Diese ist nichts besonderes, aber auch nicht schlecht, passt soweit alles.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ?
OnePlus Smartphones ?
Realme Smartphones ++
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten

++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten

+ = flottes Ladetempo zu erwarten

0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten

– = langsames Ladetempo zu erwarten

— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Hier wird es etwas schwer für mich aufgrund des etwas mysteriösen USB A Ports. Dieser richtet sich an Nutzer von chinesischen Smartphones, Huawei, Oppo, Realme usw.

Leider habe ich kein Huawei oder OPPO Smartphone da um dies zu testen. Mein Realme GT Neo 2 hat das Ladegerät allerdings als Dart Charge Ladegerät erkannt und mit bis zu 26W geladen.

An welchen Geräten aber die vollen 65W genutzt werden können, kann ich leider nicht sagen.

Der USB C Port ist allerdings eine bekannte Größe. Dieser unterstützt auch wirklich 67W, allerdings werden 99,9% aller Geräte diesen wenn als normalen 65W Port behandeln.

Der USB C Port ist ideal für alle Apple Smartphones und Tablets, wie auch für viele Notebooks. Du kannst an dem Ladegerät problemlos ein MacBook Pro M1 oder Dell XPS 13 laden.

Dank der recht großen PPS Range ist das Ladegerät auch für die Samsung S Serie Smartphones geeignet. Diese lassen sich hier mit bis zu 36W laden.

 

Die Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz des Ladegerätes zu sprechen.

Diese schwankte in meinem Test zwischen 80,4% und 90,4%, was top ist! An der Effizienz des NOVOO 67W USB C Ladegerät GaN Ⅲ ist nichts auszusetzen.

Auch im Vergleich mit anderen Ladegeräte der 65W Klasse kann die Effizienz überzeugen. Dieses gehört hier klar zu den besseren Modellen.

 

Fazit

Das NOVOO 67W USB C Ladegerät GaN Ⅲ gefällt mir an sich gut! Dies ist ein technisch modernes und vor allem kompaktes Ladegerät mit hoher Leistung! 67W in einer 39 x 42 x 44 mm und 99g schweren Box ist nicht übel!

Allerdings hatte ich bei diesem Temperatur-Probleme! Das Ladegerät schafft so 1-2 Stunden Volllast, danach schaltet es sich ab.

In der Praxis ein Problem? Beim Laden von Smartphones nein, diese sind in der Zeit locker voll. Allerdings bei Notebooks oder sehr großen Powerbanks kann dies anders aussehen.

Ich denke es wird nicht so schlimm sein, aber dennoch ist dies ein kleiner Makel an einem ansonsten sehr guten Ladegerät.

Gerade die kompakten Abmessungen, zwei USB Ports mit großer PPS Range usw. sind schon klasse.