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Die Reolink C2 Pro Überwachungskamera im Test, Preis/Leistung hervoragend! (2560×1920 Pixel Auflösung, 3x optischer Zoom, unter 100€)

Die C2 Pro ist die neuste High End Überwachungskamera aus dem Hause Reolink. Auf dem Papier lesen sich die technischen Daten dieser Überwachungskamera auch wirklich herausragend!

  • 2560×1920 Pixel Auflösung (2,4x so hoch wie Full HD)
  • 3x optischer Zoom
  • PAN & TILT

Noch besser wird es wenn wir uns den Preis von gerade einmal 110€ ansehen! Für diese Leistung wäre das ein Schnäppchen! Andere Hersteller verlangen hier gerne mal das Doppelte bis Dreifache alleine für eine Kamera mit optischem Zoom.

Aber gibt es einen Haken oder ist die Reolink C2 Pro einfach ein Preis/Leistungsmonster? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der C2 Pro für diesen Test!

 

Die Reolink C2 Pro Überwachungskamera im Test

Reolink setzt bei der C2 Pro auf ein recht klassisches Überwachungskamera Design, welches lediglich etwas verfeinert wurde.

So besteht die C2 Pro wie die meisten dreh und schwenkbaren Überwachungskameras aus „zwei Modulen“. Einmal die untere Basis auf welcher der Kopf mit der bewegbaren Kamera aufgesetzt ist.

Im Gegensatz zu anderen dreh und schwenkbaren Überwachungskameras ist die Reolink C2 Pro allerdings recht klein und kompakt. Diese kann sich hinter einem iPhone Xs Max fast völlig verstecken.

Auch was die Form angeht, ist die C2 Pro etwas „wohnzimmerfreundlicher“ designt. Ja die Kamera ist eindeutig als Überwachungskamera zu erkennen, wenn diese offen steht, aber aufgrund der rundlicheren Form ist dies nicht ganz so störend.

Aktuell ist die Reolink C2 Pro nur in weißer Farbe erhältlich, welche sicherlich auch etwas dezenter ist als eine komplett schwarze Kamera.

Das Gehäuse ist abseits einer metallenen Bodenplatte komplett aus Kunststoff gefertigt. An sich wirkt das Gehäuse gut und ausreichend robust gefertigt. Sollte man die C2 Pro allerdings mit Wucht auf den Boden schlagen, wird diese dies nicht überleben.

Platziert die Überwachungskamera also wenn möglich außerhalb der Reichweite potenzieller Einbrecher. Ihr könnt die Kamera einfach aufstellen, oder ein Stativ nutzen. Für Letzteres besitzt diese ein normales Stativgewinde auf der Unterseite.

Was die Anschlüsse angeht, stechen sicherlich die beiden Antennen auf der Rückseite zuerst ins Auge. Also ja die Reolink C2 Pro besitzt integriertes WLAN und unterstützt sogar sowohl 2,4GHz wie auch 5Ghz Netze! Letzteres ist auch 2019 bei Überwachungskameras noch nicht Standard.

Alternativ besitzt die C2 Pro auch einen LAN Port auf der Rückseite, falls Ihr lieber eine kabelgebundene Verbindung nutzt.

Ebenfalls auf der Rückseite findet sich ein microSD Karten Slot und ein microUSB Anschluss. Die Reolink C2 Pro kann über ein normales USB Handy Ladegerät mit Energie versorgt werden. Ein passendes Netzteil liegt aber natürlich auch mit im Lieferumfang.

 

Einrichtung und Installation

Um die C2 Pro zu nutzen benötigt Ihr zunächst die Reolink App. Diese ist für alle gängigen Plattformen verfügbar. Ihr müsst bei Reolink im Übrigen KEIN Konto bim Hersteller anlegen oder Ähnliches!

Nun habt Ihr die Wahl, wollt Ihr die Kamera via WLAN oder LAN einrichten? Ich würde Euch zur LAN Einrichtung raten, selbst wenn Ihr die Kamera später via WLAN nutzen wollt.

Hierbei müsst Ihr lediglich die Kamera mit Strom und Eurem kabelgebundenen Netzwerk verbinden und die App starten. Diese sollte automatisch die Kamera im Netzwerk erkennen und verbinden.

Während der Einrichtung müsst Ihr ein Passwort für die Kamera vergeben und Euer WLAN Netzwerk auswählen, falls Ihr später WLAN nutzen wollt.

Das war es auch schon mit der Basis Einrichtung! Ihr könnt nun die Kamera vom kabelgebundenen Netzwerk trennen und dort platzieren wo Ihr diese nutzen wollt.

 

Die App und Feature

Die Reolink App ist recht klassisch aufgebaut und designt. Man braucht hier nicht darüber zu streiten, dass es modernere Überwachungskamera Apps wie von Netatmo, Netgear und Co. gibt.

Allerdings macht die Reolink App einen guten Job! Diese ist sehr übersichtlich und einfach gestaltet. Auch das Design ist völlig okay, wenn auch nicht super modern.

Auf der Startseite erwartet Euch zunächst eine Übersicht über alle Eure verbundenen Reolink Überwachungskameras, in meinem Fall die Reolink Argus 2 und die C2 Pro.

Die Kameras werden mit einer Vorschau angezeigt, tippt Ihr diese an wird die live Ansicht geladen.

Im lokalen WLAN dauert das Starten des Live Streams gerade einmal 1-2 Sekunden (etwas abhängig natürlich von der WLAN Signalstärke). Via LTE geht es ähnlich schnell (+-2 Sekunden).

Auch die Verzögerung des Live Streams ist sehr gering! Die C2 Pro ist hier eine der flottesten Kameras die mir bisher begegnet ist. Sollte Eure Netzwerkverbindung mal etwas schwächer sein könnt Ihr die Bildqualität auch noch in drei Stufen regeln, „flüssig“, „balanciert“ und „5MP“.

Bei einer guten Signalstärke macht die gewählte Auflösung keinen Performance Unterschied.

In der Live Ansicht könnt Ihr auch die Motoren der Kamera steuern und diese 355° horizontal und 105° vertikal drehen. Diese Motoren arbeiten erfreulich zügig und leise. Sofern man nicht direkt neben der Kamera steht, wird hier eine Bewegung nicht auffallen.

Eine große Besonderheit der C2 Pro ist klar der optische Zoom. Dieser funktioniert ebenfalls absolut tadellos. Allerdings ist erstaunlicherweise der Zoom Motor recht laut! Diesen hört man in einem ruhigen Raum noch auf +-5 Meter. Solltet Ihr jemanden beobachten, solltet Ihr also die Finger vom Zoom lassen.

 

Aufnahmen

Die live Ansicht betrachten ist schön und gut, aber in der Regel wünscht man sich ja eine Aufzeichnung oder Benachrichtigung bei Aktivität.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern verzichtet Reolink auf eine Cloud Aufzeichnung oder Ähnliches. Videos werden erst einmal ausschließlich auf einer einsetzbaren microSD Speicherkarte aufgezeichnet.

Aus Sicht der Folgekosten (es gibt keine) und des Datenschutzes ist das natürlich perfekt! Achtet aber darauf die Kamera außer Reichweite eines Einbrechers aufzustellen, wird die Speicherkarte geklaut, sind auch die Aufnahmen weg.

Leider legt hier Reolink keine Speicherkarte bei! Ihr müsst eine eigene einsetzen. Grundsätzlich ist jede microSD Speicherkarte kompatibel, 32GB würden hier bereits für einige Zeit reichen.

Die Reolink C2 Pro zeichnet nur Videos auf, wenn eine Bewegung erkannt wird. Ihr könnt die Bewegungserkennung wie üblich in mehreren Stufen verstellen. Interessanterweise könnt Ihr einen Zeitplan anlegen wann, wie stark die Bewegungserkennung arbeiten soll.

Wollt Ihr beispielsweise, dass diese nachts etwas aggressiver aufzeichnet als tagsüber, so lässt sich dies einstellen.

Ebenfalls könnt Ihr Zeitpläne anlegen wann aufgenommen werden soll und wann nicht, wie auch wann Ihr Push-Benachrichtigungen erhalten wollt und wann nicht. Letzteres finde ich sehr spannend! Vielleicht wollt Ihr nachts benachrichtigt werden, wenn die Kamera etwas entdeckt, aber nicht tagsüber oder umgekehrt.

Neben Push-Benachrichtigungen könnt Ihr auch eine eMail mit Fotos an eine hinterlegte Adresse senden, oder sogar einen Alarm ertönen lassen, wenn eine Bewegung erkannt wird.

 

Bildqualität

Die Reolink C2 Pro verfügt über eine 2560×1920 Pixel Auflösung. 2560×1920 Pixel entsprechen 4,9 Megapixeln, Full HD hingegen nur 2 Megapixeln. Dementsprechend ist die Auflösung der C2 Pro schon mal deutlich höher als bei allen mir bekannten Überwachungskameras der 100€ Preisklasse.

Aber die Auflösung ist natürlich nicht alles. Hinzu kommen Dinge wie Schärfe der Linse, die Bitrate usw. Die Bitrate ist allerdings bei der C2 Pro recht hoch und lässt sich sogar manuell noch höher drehen. Dementsprechend gibt es vergleichsweise wenig Artefakte im Bild.

Kein Zoom
3x Zoom

Auch die generelle Bildschärfe ist sehr hoch! Hierzu trägt sicherlich auch der optische Zoom bei, weshalb die C2 Pro über einen Autofokus verfügt.

Die meisten Überwachungskameras haben eine Fix Fokus Linse, welche soweit funktioniert, aber oftmals etwas weniger scharf ist als eine normale Linse.

Kurzum die Bildqualität bei Tag ist wirklich herausragend!

Bei Nacht hängt es etwas vom Raum ab. Die IR LEDs machen einen guten Job, aber wollt Ihr eine Lagerhalle überwachen sind diese doch etwas zu schwach.

Allerdings selbst in einem großen Wohnzimmer reichen die IR LEDs + die anscheinend ganz gute Low Light Leistung des Sensors für eine gute Bildqualität völlig!

Der Blickwinkel der C2 Pro fällt grundsätzlich recht groß aus, mit bis zu 92 Grad. Allerdings gibt es hier noch weitwinkligere Überwachungskameras.

 

Fazit

Die Reolink C2 Pro* ist eine absolut herausragende Überwachungskamera und das nicht nur aufgrund des sehr fairen Preises!

Auch technisch ist die C2 Pro „State of the Art“ mit einer sehr hohen Auflösung von 2560×1920 Pixeln und einem 3x optischem Zoom. Hierheraus resultiert eine wirklich starke Bildqualität, bei Tag wie aber auch bei Nacht. Dies alleine lassen sich andere Hersteller sehr teuer bezahlen.

Was die Software (App) angeht, ist zwar die Reolink C2 Pro* nicht ganz so umfangreich wie Modelle von Netgear, Netatmo, Nest usw., aber natürlich gut nutzbar. Es fehlen lediglich „Bonusfunktionen“ wie eine Objekt Erkennung oder ähnliche „KI“ Spielereien.

Dafür gibt es hier aber auch keine Folgekosten. Die C2 Pro nimmt einfach auf eine microSD Speicherkarte auf und sendet nicht ihre Daten in die Cloud. Ihr müsst nicht mal ein Konto beim Hersteller anlegen, um die App zu nutzen. Aus Sicht des Datenschutzes schon einmal ideal.

Sucht Ihr also eine technisch hochwertige Überwachungskamera, mit solider App, einem guten Datenschutz zu einem fairen Preis, dann sollte die Reolink C2 Pro* Eure erste Wahl sein!

Positiv

  • Sehr hohe Bildqualität und Auflösung
  • Schnelle Reaktionszeit
  • Schnelle Ladezeit des Live Streams
  • Aus Sicht des Datenschutzes sehr gut
  • Keine Folgekosten
  • Optischer Zoom
  • Dreh und schwenkbar

Neutral

  • Keine optionale Cloud Aufzeichnung

Negativ

  • Zoom Motor etwas laut
  • Keine Objekterkennung

Die tado° smarten Heizkörper-Thermostate im Test, auch 2019 noch das beste System!

Wenn es um das Thema smartes Heizen geht ist tado° ohne Frage einer der größten und besten Hersteller. Mein ursprünglicher Test des tado° Systems liegt nun aber schon ein paar Jahre zurück.

In dieser Zeit hat sich aber einiges getan. Es gibt neue Software Feature und auch neue Hardware. So sind wir aktuell in der „V3+“ Generation.

Dies ist doch mal Grund genug sich die aktuellen tado° smarten Heizkörperthermostate im Jahr 2019 erneut anzusehen.



Ist das tado° System immer noch die Nummer 1 wenn es um das smarte Heizen geht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser stelle vielen Dank an tado° für das zur Verfügung stellen des Starter Kits!

 

Das tado° smarte Heizkörper-Thermostat im Test

Wie die meisten Smart Home Systeme bestehen auch das tado° System aus zwei Komponenten, welche auch beide im Starter Kit enthalten sind.

Ihr benötigt zum einen die tado° Bridge und natürlich die eigentlichen Heizkörperthermostate. Starten wir bei der Bridge.

Bei dieser handelt es sich um ein kleines Daumen großes Modul, welches komplett aus einem weißen Kunststoff gefertigt ist. Dieses „Modul“ besitzt auf seiner Oberseite eine Taste wie auch drei weiße Status LEDs.

Mit Energie wird die tado° Bridge über einen microUSB Port auf der Unterseite versorgt. Ein passendes Netzteil liegt bei. Alternativ, hat Euer WLAN Router einen USB Port könnt Ihr auch diesen nutzen. Die Bridge nutzt nur sehr Energie, daher geht dies in Ordnung.

Dies passt auch gut zur Netzwerkanbindung. Im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home Systemen nutzt die tado° Bridge kein WLAN, sondern muss via LAN an Euren Router angeschlossen werden.

Die Kommunikation mit den einzelnen Heizkörperthermostaten verläuft natürlich kabellos über die oft gängige 868 mhz Frequenz. Hieraus resultiert auch eine recht hohe maximale Reichweite zwischen Bridge und Thermostaten.

Mit einer Bridge könnt Ihr durchaus mehrere hundert m² abdecken, auch über mehrere Etagen.

Wofür man tado° sehr loben muss ist das Design seiner Heizkörperthermostate! Ähnlich wie auch die Bridge bestehen die Thermostate aus einem matten weißen Kunststoff, welcher aber hier rund geformt ist. Was die Design-Sprache angeht sind diese sehr „Clean“ gehalten.

Dabei wird aber eine gute Funktionalität geboten. Beispielsweise verfügen die Thermostate über ein kleines LC Display auf der Oberseite, wie auch über weitere Status LEDs.

Diese sind unterhalb der Kunststoff Oberfläche versteckt, also im ausgeschalteten Zustand unsichtbar.

Auf der Front der Heizkörperthermostate befindet sich zudem ein drehbarer Ring. Dieser erlaubt es die Temperatur direkt am Heizkörper zu verstellen, praktisch!

Die Energieversorgung der Thermostate geschieht über zwei AAA Batterien, welche auf der Rückseite eingesetzt werden.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung und Installation des tado° Systems ist vergleichsweise einfach und schnell. Dies liegt daran, dass Ihr die Bridge via LAN mit Eurem Netzwerk verbindet, was einfacher ist als eine WLAN Verbindung einzurichten.

Beginnt aber mit dem Download der Tado App, welche für alle gängigen Plattformen (IOS, Android, Windows) verfügbar ist.

Hier müsst Ihr zunächst einen Benutzeraccount beim Hersteller anlegen. Hierfür ist wie üblich eine eMail Adresse, Passwort aber auch Eure Adresse nötig. Letztere ist aber nicht nur sinnlose Datensammlerei, sondern wird für ein Feature benötigt, mehr dazu später.

Ist dies geschafft müsst Ihr den QR Code auf der Bridge einscannen und diese mit Netzwerk und Strom verbinden. In der App sollte die Bridge auch zügig erkannt werden.

Der nächste Schritt ist das Verbinden und Montieren der Thermostate. Erneut müsst Ihr hierfür den QR Code auf diesen Einscannen und zusätzlich die Batterien einlegen.

Das Montieren eines Heizkörperthermostats ist an sich sehr einfach! Die Gewinde sind hier genormt. Einfach das alte Thermostat abschrauben und das neue anschrauben.

Hierfür muss auch nicht die Heizung abgeschaltet werden oder Ähnliches. Ebenso kann auch kein Wasser austreten. Die einzige Schwierigkeit kann das Abschrauben der alten Thermostate sein, diese neigen je nach Alter dazu sehr feste zu sitzen!

Das war es auch schon!

 

Die tado° App und Feature

tado° hat was das Design und auch den Funktionsumfang sicherlich eine der besten Apps, wenn es sich um das smarte Heizen dreht. Die App ist optisch wirklich ausgesprochen schön und übersichtlich aufgebaut!

Auf der Startseite findet Ihr zunächst einige Kacheln. Hierbei handelt es sich um eine Kachel pro angelegten Raum und eine Kachel für die Bonus Funktionen wie die Raumluft Überwachung, Geofencing usw.

Die Kacheln für die jeweiligen Räumen zeigen Euch gleich die Raum-Temperatur wie auch die Ziel-Temperatur an.

Tippt Ihr die Kacheln an könnt Ihr die Heizkörper in den Räumen manuell steuern oder einen Zeitplan festlegen. Hierbei könnt Ihr frei definieren nach dem Motto montags bis Freitags von 7-9 Uhr 22Grad, von 9-17 Uhr 20 Grad usw.

Zusätzlich könnt Ihr auch eine abwesend Temperatur einstellen, welche aktiv ist wenn Ihr nicht Zuhause seid.

Dies wird anhand des so genannten Geofencing festgestellt. Verlasst Ihr einen gewissen Bereich um Euer Haus/Wohnung erhaltet Ihr eine Nachricht ob Ihr die Temperatur in Eurer Wohnung herunter drehen wollt. Ebenso erhaltet Ihr eine Nachricht wenn Ihr Euch Eurer Wohnung wieder nähert.

Das Ganze funktioniert auch mit mehreren Nutzern und Smartphones. Hierbei wird immer die letzte Person benachrichtigt, die das Haus verlässt.

Natürlich könnt Ihr auch am Thermostat direkt die Temperatur verstellen. In der App könnt Ihr dabei festlegen wie lange diese manuell eingestellte Temperatur aktiv bleiben soll, XX Minuten, bei zur nächsten Zeitplan Änderung oder dauerhaft.

Damit sind die Basis Funktionen abgehackt, aber tado° kann noch einiges mehr. Hierzu gehört auch die offene-Fenster-Erkennung.

Öffnet Ihr ein Fenster, erkennt dies das Thermostat und Ihr erhaltet eine Nachricht ob nicht die Heizung ausgeschaltet werden soll.

Wie erkennt dies das Thermostat? Das Thermostat besitzt zwei Sensoren, für die Temperatur und für die Luftfeuchtigkeit. Sinkt die Temperatur plötzlich ab und steigt die Luftfeuchtigkeit stark an, wird dies als Zeichen für ein offenes Fenster gewertet.

Dies in Kombination mit der Erkennung wenn alle Personen das Haus verlassen haben sorgt auch für das Energiespar potenzial des tado° Systems.

Mit der neusten Version seiner App und Thermostate hat tado° auch einen Raumluft-Assistenten integriert. Dieser kann Euch über die Luftqualität im Außenbereich (diese Daten stammen aus einem Klimamodell) wie aber auch die Luft im Inneren informieren.

Die Werte wie gut Eure Luft ist, basieren hierbei auf der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Informationen wann Ihr das letzte Mal ein Fenster geöffnet habt.

Damit sind diese Angaben natürlich nicht so fundiert wie von separaten Systemen wie Netatmo, aber diese können schon einen gewissen Hinweise auf die Luftqualität geben.

Das System loggt im Übrigen auch die Temperatur mit. Ihr könnt Euch in einem kleinen Diagramm also auch den Temperatur-Verlaufen über den Zeitraum X ansehen.

Soweit die ganzen Feature, aber funktioniert auch alles wie versprochen in der Praxis? Weitestgehend ja! Die Temperatur-Steuerung funktioniert natürlich 1a.

Die Messwerte passen gerade in kleineren Räumen sehr gut und die gewünschte Temperatur wird zuverlässig erreicht. In größeren Räumen muss man allerdings unter Umständen mit einem Temperatur Offset arbeiten, welcher sich auch in der App einstellen lässt.

Das Geofencing ebenso sehr zuverlässig in Kombination mit meinem Google Pixel und iPhone Xs. Allerdings kann dies erfahrungsmäßig bei Smartphones mit einem sehr aggressivem Energie Management anders aussehen.

Was ein wenig unzuverlässiger war, ist die Offene Fenster Erkennung. Diese funktioniert meistens aber auch nicht immer. Hier hängt es aber stark davon ab wo das Fenster ist, wie draußen das Wetter ist. Ich würde hier aber auch eine Erkennungsrate von 60-80% schätzen.

Kurzum die Funktion ist voll zufriedenstellend! Auch lief die App bei mir flott und stabil.

 

Das tado° Auto-Abo

Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen. Ich schrieb Euch das tado° System benachrichtigt wenn Ihr die letzte Person seid die das Haus verlässt oder ein Fenster geöffnet wurde. Benachrichtigt ja, aber es unternimmt erst einmal nichts!

Wollt Ihr das dann auch automatisch die Heizung abgestellt wird wenn Ihr wieder nach Hause kommt bzw. die Heizung automatisch wieder angeht, dann müsst Ihr ein zusätzliches Abo anschließen.

Dieses hört auf den Namen Auto-Assist und ist im Grunde ein Komfort Feature das tado° Euch separat verkauft. Ja ich sehe dies auch etwas kritisch so etwas separat zu verkaufen, aber dies ist natürlich für tado° eine verlockende Einnahmequelle.

Wollt Ihr das Euer Thermostat automatisch reagiert, dann kostet Euch dies 2,99€ im Monat bzw. 24,99€ im Jahr (für alle Eure Thermostate).

25€ im Jahr gehen wie ich finde noch in Ordnung.

 

Fazit

Man kann es nicht anders sagen, das tado° System für die smarte Heizkörpersteuerung* ist das Beste auf dem Markt! Dies war schon bei meinem ursprünglichem Test 2017 so und bleibt es auch im Jahr 2019 mit der aktuellen V3+ Generation.

Ich hatte schon Systeme von Homematic, Netatmo, Bosch, Eberle und Eve in den Händen und meine daher durchaus einen gewissen Überblick über die auf dem Markt verfügbaren Systeme zu haben. Viele davon sind auch sehr gut und haben ihre Daseinsberechtigung, aber was den Funktionsumfang, das Design und auch die Nutzung angeht ist tado° die Nummer 1.

Geht es nur um das reine Steuern der Heizung vom Smartphone aus, zeigt sich das tado° System natürlich absolut zuverlässig. Dies ist aber auch zugegeben bei der aktuellen Generation von Smart Home Produkten keine Kunst.

Das Besondere an den tado° smarten Heizkörper-Thermostaten ist die sehr gut durch designte App, wie auch die Bonusfunktionen.

Hier meine ich natürlich primär das Geofencing, welches es erkennt, wenn Ihr das Haus verlasst und dementsprechend die Heizungen abschaltet, wie auch die Offene-Fenster-Erkennung. Beides funktioniert bei tado° ausgesprochen gut und spart ohne Frage auch ein gutes Stück Energie.

Auch ist die Hardware, also die V3+ Thermostate, besser und zuverlässiger denn je! tado° ist zudem ein sehr einfaches System, welches ich auch Smart Home Anfängern problemlos zutraue.

Aber natürlich ist auch nicht alles perfekt, oder etwa doch? tado° ist wie ich finde durchaus recht dich an der perfekten Heizungssteuerung! Wenn ich etwas kritisieren müsste, wären dies vermutlich die Kosten. Mit 70-80€ pro Thermostat ist das tado° System das so ziemlich teuerste auf dem Markt. Hinzu kommen gegeben falls 25€ pro Jahr für das Auto-System, welches zwar keine Plicht aber durchaus sinnvoll ist.

Kurzum, das tado° System in der V3+ Version* ist aktuell die beste smarte Heizkörpersteuerung auf dem Markt, allerdings müsst Ihr dafür auch bereit sein durchaus etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen! Dann erhaltet Ihr aber ein nahezu perfektes System!

Das Xiaomi Mi 9 im Test, unglaublich gut und unglaublich günstig! Update: Mehr Vergleichsbilder!

Wir leben in einer Welt wo es glatt nichts mehr Besonderes ist, wenn ein Hersteller 1000€ für sein Flaggschiff Smartphone verlangt. Selbst ehemalige „günstige Hersteller“ wie Huawei haben ihre Preise in den letzten Jahren massiv angehoben.

Gäbe es da doch nur einen Hersteller der gute Qualität und Leistung zu einem fairen Preis anbietet. Ach ja den gibt es, Xiaomi!

Mit dem Mi9 hat Xiaomi vor kurzem sein neuestes Flaggschiff Smartphone auf den Markt gebracht. Ihr erhaltet hier absolute High End Ausstattung zu einem Preis der bei anderen Herstellern teils eine Display Reparatur kostet.



Für 450€ bietet das Xiaomi Mi 9 den top aktuellen Snapdragon 855, 6GB (8GB) RAM, ein OLED Display, kabelloses Laden, eine dreifach Kamera und vieles mehr.

Damit ist der Funktionsumfang auf dem Papier absolut herausragend und bei anderen Herstellern einen Preis von 800€+ Wert. Aber Xiaomi muss doch beim Mi 9 irgendwo gespart haben, oder?

Tja dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Das Xiaomi Mi 9 im Test

Xiaomi setzt beim Mi 9 auf ein schickes, aber auch nicht neuartiges Design. So setzt das Smartphone auf die typische High End Kombination aus viel Glas und etwas Aluminium.

Das Aluminium kommt dabei beim Xiaomi Mi 9 nur beim Rahmen zum Einsatz. Vorderseite und Rückseite sind aus Glas gefertigt. Damit der Übergang zwischen Rahmen und Glas besonders geschmeidig ausfällt, hat Xiaomi den Rahmen auf Hochglanz poliert und gemeinsam mit dem Glas auf der Rückseite stark abgerundet.

Leider ist das Xiaomi Mi 9 hierdurch eins der rutschigsten Smartphones das ich seit langem in Händen hielt!

Ich würde das Mi 9 nicht ohne Hülle oder eine ähnliche Form von Schutz/Rutschstop im Alltag nutzen wollen. Glücklicherweise legt Xiaomi gleich eine passende Hülle mit den Lieferumfang, welche zwar qualitativ eher unspektakulär ist, aber ihren Job macht.

Mit 6,39 Zoll ist das Display des Mi 9 leicht überdurchschnittlich groß und entspricht eher der „Plus“ bzw. XL Version der meisten anderen Hersteller. Allerdings da Xiaomi auf kleine, aber auch nicht winzige, Displayrahmen auf allen Seiten setzt, wirkt das Mi 9 doch deutlich kompakter als man dies bei der Displaydiagonale denken könnte. Allgemein ist das Mi 9 auch aufgrund der Form und geringen Dicke recht handlich.

Xiaomi hat allerdings beim Mi 9 auf irgendwelche interessanten Konstruktionen, wie eine ausfahrbare Front Kamera, einen Slider oder ein Loch im Display verzichtet und nutzt klassisch eine Notch. Diese ist allerdings absolut minimalistisch und beherbergt wirklich nur die Front Kamera. Ich bevorzuge eine kleine Notch gegenüber einem Loch im Display.

Gehen wir einmal um das Xiaomi Mi 9 herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 6,39 Zoll AMOLED Display und eine 20 Megapixel Front Kamera.

Der Einschalter ist gemeinsam mit der Lautstärkewippe auf der typischen rechten Position am Gerät. Links finden wir allerdings eine zusätzliche Taste, welche als Schnellstart für den Google Assistenten dient (die Taste lässt sich auch auf andere Funktionen umbelegen).

Der Ladeport und auch der Lautsprecher befindet sich auf der Unterseite des Mi 9. Einen Kopfhöreranschluss sucht Ihr leider vergebens. Immerhin ein Adapter liegt bei. Dennoch schade, denn über einen Wasserschutz verfügt das Mi 9 keinen! Auf der Rückseite findet sich neben dem Xiaomi Logo nur die Kamera, welche allerdings mit drei Linsen bestechen kann.

Solltet Ihr nun noch nach einen Fingerabdruckscanner suchen, dann werdet Ihr kein Glück haben! Denn dieser ist sehr gut unter dem Display versteckt! Ja Xiaomi nutzt einen im Display verbauten Fingerabdruckscanner.

 

Display

Xiaomi setzt beim Mi 9 auf ein 6,39 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 2340×1080 Pixeln. Geschützt wird dieses von Gorilla Glas 6.

Rein subjektiv sieht das Display des Mi 9 klasse aus! Farben sind kräftig , Kontraste AMOLED typisch stark und auch die Blickwinkel sind ziemlich perfekt!

Egal aus welcher Richtung Ihr das Display betrachtet es gibt keinen großen Abfall der Bildqualität oder Farbverschiebungen. Super!

Farben sind allerdings gut gesättigt. Bilder und auch Fotos die Ihr auf dem Display betrachtet sehen sehr bunt aus. Suboptimal wenn Ihr einen eher natürlichen Look bevorzugt, aber ich glaube den meisten Nutzern wird es etwas bunter besser gefallen.

Die maximale Helligkeit kann zwar nicht ganz mit den Flaggschiffen von Samsung oder Apple mithalten, ist aber dennoch als hoch bis sehr hoch zu bezeichnen!

 

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind leider ein Punkt in welchem das Xiaomi Mi 9 den großen Flaggschiffen der üblichen Verdächtigen ein Stück hinterher hängt.

Xiaomi setzt beim Mi 9 nur auf einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser ist an sich ausreichend laut und klingt auch vernünftig, kann aber nicht mit einem Google Pixel 3 XL, iPhone Xs Max und co. mithalten.

Klanglich ist das Mi 9 eher in der soliden Mittelklasse angesiedelt.

 

Die Kamera des Mi 9

Update 21.03, mehr Vergleichsbilder eingefügt.

Einer der für mich immer spannendste Punkt bei einem Smartphone ist die Kamera. Auf dem Papier macht das Mi 9 hier schon einmal alles richtig!

Das Xiaomi Mi 9 verfügt über gleich drei Kamera-Sensoren, welche auch alle drei eine richtige Aufgabe haben.

  • Hauptkamera 48 Megapixel F1.75
  • Zoomkamera 12 Megapixel F2.2
  • Weitwinkelkamera 16 Megapixel F2.2

Erst einmal möchte ich Xiaomi zur Weitwinkelkamera beglückwünschen! Eine Weitwinkelkamera ist etwas was ich seit dem LG G5 sehr schätze!

Starten wir aber bei der Hauptkamera. Diese hat auf dem Papier 48 MP und nutzt den Sony IMX586 Sensor, welcher mit 1/2-Zoll für ein Smartphone glatt riesig ist.

Wie aber auch Huawei erhaltet Ihr in der Regel keine 48 Megapixel Aufnahmen, sondern nur 12 Megapixel Bilder. Hierbei werden vier Pixel des Sensors zu einem Pixel zusammengefasst, wodurch mehr Schärfe und eine bessere Low Light Leistung entstehen soll.

Auf Wunsch könnt Ihr auch die vollen 48 Megapixel Aufnahmen erhalten, was allerdings keinen großen Unterschied macht. Ja die 48 MP Bilder sind minimal detaillierter, aber selbst in der 100% Ansicht tun sich die 12 MP und 48 MP Bilder kaum etwas.

Schauen wir uns aber einmal die Bilder des Xiaomi Mi 9 an.

Es sollte kaum überraschen, dass die Bilder des Xiaomi Mi 9 hervorragend aussehen! Dies ist aber im Jahr 2019 und auch schon 2018 bei den meisten Flaggschiff Smartphones der Fall. Die Unterschiede liegen hier meist im Detail und beim generellen Bildstyle/Post Processing.

Grundsätzlich würde ich die Schärfe und Detaildarstellung des Mi 9 als hervorragend einstufen. Aufnahmen wirken gut scharf ohne überschärft zu wirken. Auch die Details sind auf einem guten Level, auch wenn es hier vielleicht noch etwas stärkere Smartphones gibt.

Das Mi 9 scheint von Xiaomi auf etwas buntere und wärme Aufnahmen getrimmt zu sein. Bei Tageslicht und Sonnenschein wirken Fotos oftmals sehr bunt und leuchtend.

Bei schlechterem Licht oder „Low Light“ hingegen werden die Aufnahmen ein gutes Stück wärmer, als es normal wäre. Dies ist natürlich ein Stück weit Geschmackssache. Wollt Ihr natürliche Aufnahmen seid Ihr beim Mi 9 allerdings falsch.

Apple iPhone XS Max
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi9
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+
Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi9
Apple iPhone XS
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi 9
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+
Apple iPhone XS
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi9
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+

Im Low Light kann das Xiaomi Mi 9 erfreulicherweise überzeugen! Die Aufnahmen selbst bei sehr wenig Licht bleiben rauschfrei und schön klar. Ich würde das Mi 9 hier stärker einstufen als das Samsung Galaxy S9/Note 9 oder auch das iPhone Xs.

Dieses liegt +- auf dem Level des Huawei Mate 20 Pro, vielleicht etwas drüber. Wo das Mate 20 Pro allerdings zu eher kalten Aufnahmen im Dunkeln neigt, wählt das Mi 9 fast immer einen wärmeren Weißabgleich.

Google Pixel 3 XL
Xiaomi Mi 9
Samsung Galaxy Note 9

Erneut ist dies Geschmackssache. Aber ich bevorzuge tendenziell im Dunkeln etwas wärmere Farben, da so die Bilder gemütlicher und freundlicher wirken.

[spoiler title=’Mehr Vergleichsbilder‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi 9
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy Note 9
Google Pixel 3 XL
Xiaomi Mi 9
Samsung Galaxy Note 9
Google Pixel 3 XL
Xiaomi Mi 9
Apple iPhone Xs Max
Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi 9
Apple iPhone Xs Max
Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Google Pixel 3 XL
Xiaomi Mi9

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Wie steht es aber um die anderen Kameras?

Die Weitwinkel Kamera des Mi 9 macht nicht nur aufgrund der interessanten Perspektive viel Spaß, auch die Bildqualität ist gut! Bei normalen Lichtverhältnissen sind die Bilder sehr ansehnlich und entsprechen von der Qualität grob der Hauptkamera. Es gibt also keinen harten Qualitätsunterschied zwischen den beiden Perspektiven.

Allerdings ist die Weitwinkelkamera etwas weicher als die Hauptkamera. Dies fällt auch im Vergleich zum Huawei Mate 20 Pro und dessen Weitwinkel Kamera auf.

Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi 9

[spoiler title=’Mehr Vergleichsbilder‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi 9
Samsung Galaxy S10+
Huawei Mate 20 Pro
Xaiomi Mi 9

[/spoiler]

Die Weitwinkelkamera des Huawei ist ein Ticken schärfer und weitwinkliger, aber im Großen und Ganzen gefallen mir auch die Bilder des Mi 9 ausgesprochen gut!

Was Video angeht unterstützt das Mi 9 bis zu 4K UHD Aufnahmen bei 60 FPS! Ihr habt hier sogar die Wahl zwischen dem H.264 und dem H.265 Codec.

Videos sind sehr schön scharf mit einer guten Bitrate. Ähnlich wie Fotos neigen Videos zu etwas bunteren Farben. Sehr positiv hat mich die Video-Stabilisierung überrascht. Diese kann sogar im direkten Vergleich das Google Pixel 3 XL schlagen!

Lediglich im Low Light neigt das Mi 9 sehr dazu Videos zu „glätten“, was aber nicht immer zu 100% gut funktioniert, gerade bei schnellen Bewegungen.

 

Performance

Xiaomi setzt im Mi 9 auf den aktuellen Qualcomm Snapdragon 855. Bei diesem handelt es sich wie auch schon beim Snapdragon 845 um einen Octa Core. Dieser setzt allerdings auf ein 1 + 3 + 4 Design. Es gibt also vier langsame Kerne und vier schnelle Kerne, wovon aber einer extra hoch getaktet ist. Dies sollte dem Snapdragon 855 eine besonders starke Single Core Leistung verleihen. Der Snapdragon 855 ist wie auch die Chips der Konkurrenz im 7nm Format gefertigt.

Dieser Snapdragon 855 ist beim Mi 9 mit 6GB RAM kombiniert.

Wollen wir uns in ein paar Benchmarks die Leistung des Mi 9 doch einmal ansehen.

Der Snapdragon 855 im Mi 9 rockt! Anders kann man diese Benchmarks nicht interpretieren. Gerade im Antutu Benchmark kann das Xiaomi Mi 9 vollkommen überzeugen.

Hier schafft es dieses sich an den ersten Platz der schnellsten Smartphones zu setzen. Lediglich das Apple iPad Pro 11 ist noch ein Stück schneller, dies ist aber auch ein Tablet.

Im Geekbech Test muss sich der Snapdragon 855 auch den Apple SoCs knapp geschlagen geben, kann aber den HiSilicon Kirin 980 hinter sich lassen.

 

Performance und Alltag

Was die Alltagsperformance angeht, war ich vom Mi 9 überrascht! Eigentlich habe ich keinen großen Sprung von Smartphones mit dem Snapdragon 845 auf 855 erwartet, aber man merkt dem Mi 9 doch seine Leistung an.

Das Mi 9 fühlt sich in allen Anwendungen unheimlich flott und reaktionsfreudig an! Ob es nun um das Starten von Systemanwendungen oder den üblichen Verdächtigen wie Facebook, WhatsApp usw. geht. Alles geschieht sofort! Und ja das Mi 9 fühlt sich verglichen mit meinem Pixel 3 XL merkbar schneller an.

Hierzu trägt sicherlich auch Xiaomis MIUI Software bei, welche wie üblich sauber auf das Smartphone optimiert ist. Ja das Mi 9 ist das reaktionsfreudigste Smartphone das ich bisher nutzen durfte.

Aber nicht nur die normalen Alltagsanwendungen laufen sehr gut, auch Spiele und Emulatoren laufen hervorragend! Probleme mit einem Überhitzen bei lang anhaltender Last konnte ich weder subjektiv beobachten, noch über Apps messen.

Klasse Xiaomi!

Es gibt lediglich einen Punkt wo sich andere Smartphones noch etwas flüssiger anfühlen und dies wäre bei der Kamera. Die Kamera App startet schnell! Allerdings dauert das Verarbeiten der Bilder etwas länger als bei einem Google Pixel 3 oder iPhone Xs. Hier ist das Mi 9 eher auf dem Level des Samsung Galaxy S9, was aber natürlich auch nicht schlecht ist!

Was das WLAN angeht, unterstützt das Mi 9 den AC „WiFi 5“ Standard mit bis zu 867Mbit. Leider scheint noch kein WLAN ax mit an Bord zu sein.

Etwas Wichtiges über das wir noch zu sprechen haben, ist der Fingerabdruckscanner. Dieser ist unter dem Display versteckt, was noch eine recht neue Technologie ist.

Allerdings funktioniert der Scanner beim Mi 9 schon sehr ordentlich. Dieser ist minimal schneller als beim Huawei Mate 20 Pro, aber etwas langsamer als ein herkömmlicher guter Fingerabdruckscanner.

 

Akku

Das Xiaomi Mi 9 verfügt über einen 3300mAh Akku. Dies ist für ein Smartphone dieser Klasse keine übermäßig große Kapazität.

Allerdings kommt es auch immer sehr auf die Energieeffizienz der einzelnen Komponenten an, oftmals sogar mehr als auf die reine Kapazität des Akkus.

Von daher wie schlägt sich das Mi 9 in meinem üblichen Akkutests, bestehend aus einer Mischnutzung aus Webbrowsen, Social Media und leichtem Gaming?

Das Mi 9 hielt in meinem Test 6,5 Stunden durch. Dies ist ein solider Wert, aber es gibt auch klar noch Luft nach oben. Das Xiaomi Mi 9 ist kein Dauerläufer!

Aber selbst Intensivnutzer werden mit diesem gut durch den Tag kommen, ein zweiter Tag wird aber nur für wenig Nutzer möglich sein.

Zum Wiederaufladen nutzt das Mi 9 den Quick Charge 4+ Standard. Eine vollständige Ladung mit dem beiliegendem Ladegerät dauert gerade mal 100 Minuten. Von 0 auf 70% dauert aber gerade einmal 40 Minuten.

Alternativ könnt Ihr das Mi 9 auch kabellos laden, klasse!

Mehr zum Aufladen des Xiaomi Mi 9 und welche Ladestandards dieses unterstützt findet Ihr im Artikel „Welche Ladestandards unterstützt das Xiaomi Mi9? Test und Ladeanalyse

 

Fazit

Xiaomi hat beim Mi 9 alles richtig gemacht! Es ist absolut beeindruckend wie es Xiaomi schaffen konnte solch ein Smartphone wie das Mi 9 für 450€ auf die Beine zu stellen.

Dabei sind die Kompromisse, die man verglichen mit „High End“ Geräten wie dem Samsung Galaxy S10 und Co. eingehen muss, minimal.

Starten wie aber bei den Stärken des Mi 9. Dies wäre in erster Linie sicherlich die Leistung. Mit dem Snapdragon 855 und 6GB RAM ist das Mi 9 sehr gut ausgestattet und hat ausreichend Power für alle Anwendungen. Ob es nun um das Blitzschnelle starten von WhatsApp geht, oder um intensive Spiele, das Mi 9 macht alles mit.

Auch die Kameras haben mich positiv überrascht. Ich will das Mi 9 nicht zum Kamera-König erklären, aber dieses spielt mit einem Huawei Mate 20 Pro, iPhone Xs und Co. in einer Liga. Die Hauptkamera kann mit einer guten Bildqualität, farbenfrohen Aufnahmen und starken Low Light Leistung punkten.

Aber auch die Weitwinkel Kamera, welche mir sehr viel Spaß gemacht hat, wie auch die Zoom Kamera machen einen tadellosen Job!

Hinzu kommt ein sehr gutes OLED Display, eine gute Haptik, wenn auch etwas flauschig, ein brauchbarer Akku und solide Software.

Was spricht denn gegen das Mi 9? Eigentlich nichts! Es gibt lediglich zwei Punkte an denen man den günstigen Preis vielleicht etwas merkt. Dies wäre der mittelmäßige Lautsprecher und der fehlende Wasserschutz. Das war es an sich schon was Ihr beim Mi 9 verglichen mit einem Samsung S10 aufgebt. Ja der Support von Xiaomi ist in Europa sicherlich etwas schlechter als der von Samsung, aber dies hat sich massiv gebessert mit offiziellen Verkaufsstellen an welche Ihr Euch bezüglich Garantie wenden könnt.

Kurzum, das Xiaomi Mi 9* ist ein hervorragender Deal wenn man ein Flaggschiff Smartphone zum Mittelklasse Preis sucht!

Positiv

  • Gute Verarbeitung und Haptik
  • Sehr hohe Performance! 
  • Sehr gute Tripple-Kamera
  • Sehr fairer Preis!
  • Gutes OLED Display

Neutral

  • Akkulaufzeit „solide“
  • Lautsprecher 

Negativ

  • Kein Wasserschutz

Displayschutzfolien für das Samsung Galaxy S10/S10+ im Test

Wenn man sich ein schönes neues und vor allem teures Smartphone wie das Samsung Galaxy S10/S10+ kauft, dann muss man sich überlegen ob und wie man dieses schützt.

Ein kaputtes Display kann Euch bei einem S10/S10+ an die 400€ im Austausch kosten.

Neben einer Hülle ist natürlich ein Displayschützer, ob nun in Form einer Folie oder Glases, die erste Wahl. Freundlicherweise liefert Samsung das S10/S10+ bereits mit einer Displayschutzfolie aus.

Was aber wenn man diese ausversehen entfernt hat oder eine Neue braucht? Hierfür schauen wir uns einmal ein paar alternative Displayschützer an. Welche taugen etwas und welche nicht?

 

Die Testkandidaten

Folgende Displayschützer habe ich für das Samsung Galaxy S10+ gekauft:

Wichtig, diese Schützer sind alle für das S10+! Es gibt aber auch jeweils eine Version für das normale S10, welche voraussichtlich eine sehr ähnliche Passform usw. besitzen wird.

 

Brauche ich beim Samsung Galaxy S10 eine Displayschutzfolie?

Es stellt sich natürlich zunächst die Frage, braucht man bei solch einem modernen Smartphone überhaupt einen Displayschutz? Samsung setzt ja schließlich auf Gorilla-Glas 6, das beste Displayglas das auf dem Markt verfügbar ist.

Die Antwort ist ein klares Jein. Glas bleibt Glas und ist somit nicht unzerstörbar.

Allerdings ist Glas zumindest was Kratzer angeht deutlich resistenter als die meisten von Euch vermuten. So kann ein Schlüssel, Münzen oder normale Messer dem Display des S10 nichts anhaben.

Glas ist einfach härter als Metall.

Dementsprechend ist natürlich auch Kunststoff, weichere Metalle, Holz usw. keine Gefahr für Euer S10.

Die Gefahr ist Steine und Quarze! Ein Stein kann ein S10 und jedes Smartphone ohne Saphirglas Display problemlos zerkratzen. „Aber mein S10 wird niemals in Kontakt mit Steinen kommen“!

Vermutlich schon, denn in der Luft und im Hausstaub befinden sich feine Sandpartikel, welche aufgewirbelt werden und auf Oberflächen, in Eurer Tasche usw. landen.

Wird nun Euer S10 daran gerieben, entstehen diese feinen Mikrokratzer. Meist kann man dies schön hören, wenn man ein glattes Objekt auf einem Tisch verschiebt und es dieses feine Kratzen gibt.

Hier kann eine Displayschutzfolie oder Glas helfen. Und nein egal mit welcher fantastischen Härte die Displayschutzgläser werben, diese lassen sich ebenso mit Steinen zerkratzen.

Allerdings ist hier das Motto besser die 10€ Displayschutzfolie/Glas als das Smartphone.

Bei Stürzen bringen Displayschutzfolien meiner Einschätzung nach nicht viel. Diese bieten einen minimalen Puffer für den Aufschlag, aber in der Regel schlägt das Smartphone nicht gerade auf sondern mit einer Kante, wo dann der Displayschützer nicht helfen kann.

 

Glas taugt nichts!

In unserem kleinen Vergleich haben wir zwei Echtglas Displayschützer. Dies wären die Modelle von AICase und eins der ESR Modelle.

Ganz klar gesagt KAUFT KEINEN Echtglas Displayschutz für das Galaxy S10/S10+!

Warum? Grundsätzlich würde ich bei den meisten Smartphones immer einen Glas Displayschutz empfehlen. Diese fühlen sich wertiger an und sind leichter aufzutragen.

Allerdings aufgrund der Biegung beim S10 funktioniert diese Art des Displayschutzes nicht gut! Hier hat sich gefühlt auch nichts seit dem S8 getan.

Ihr erhaltet eine gebogene Glasscheibe, welche allerdings nur einen dünnen Klebestreifen am Rand hat. Unter dem eigentlichen Glas befindet sich kein Kleber, vermutlich da dieser Blasen werfen würde aufgrund der Form oder Ähnliches.

Dies hat diverse Nachteile. Zum einen kann sich das Panzerglas so sehr schnell lösen, es kann sich Schmutz unter das Glas schieben und das Wichtigste, es gibt Luft zwischen dem Display und dem Glas.

Hierdurch ist der Touchscreen negativ beeinflusst (dies beim S10 allerdings nur minimal), das Display wirkt weniger klar und der Fingerabdruckscanner funktioniert nicht mehr!

Hier scheinen auch alle Echtglas Displayschützer für das S10/S10+ absolut identisch zu sein.

Daher kann ich diese Modelle nicht empfehlen!

 

Displayschutzfolien für das S10

Kommen wir damit zu den Displayschutzfolien. Diese haben es aufgrund ihrer natürlichen Flexibilität etwas einfacher mit den Rundungen des Samsung Galaxy S10.

Allerdings gibt es hier auch unterschiedliche Herangehensweisen. So setzt Crocfol und MASCHERI auf das „Nass“ Prinzip.

Hierbei erhaltet Ihr Folien die aus einem etwas gummiartigerem Material bestehen und auf ein feuchtes S10 aufgetragen werden.

Hierbei wird das Smartphone mit einer Wasserlauge (mit im Lieferumfang) eingesprüht und die Folie aufgelegt. Da die Folie auf einem Wasserfilm aufliegt lässt sich diese nach dem Auflegen noch etwas verschieben. Ebenso sind Fingerabdrücke auf der Folie weniger ein Problem.

Sitzt die Folie wird das Wasser herausgedrückt und diese haftet. Es dauert allerdings bei Crocfol und MASCHERI etwas bis das restliche Wasser getrocknet ist und die Folie klar wird.

Die Kanten müsst Ihr mit einem beiliegenden Mikrofasertuch eine Weile „polieren“ damit diese kleben.

Das Ganze sieht super kompliziert aus, geht aber wenn man das Prinzip einmal verstanden hat recht gut! Auch passt das Ergebnis bei beiden Modellen.

Bei Crocfol ist allerdings der Lieferumfang etwas umfangreicher, die Anleitung verständlicher und auch die Reinigungsmittel besser. Crocfol legt sogar etwas Flüssigglas mit in den Lieferumfang, von welchem ich aber wenig halte.

Müsste ich mich also zwischen Crocfol und MASCHERI entscheiden würde ich eher Crocfol wählen, wobei dieses Modell natürlich auch etwas teurer ist.

Der Fingerabdruckscanner wird von den Folien etwas beeinträchtigt. Allerdings half hier ein erneutes Einspeichern meines Fingerabdruckes mit Folie aufgetragen das alles funktionierte.

ESR setzt bei seiner Folie hingegen auf ein etwas klassischeres Prinzip. ESR nutzt keine Wasserauftragung, sondern eine „normale“ Folie.

Normal ist hier allerdings relativ, denn auch diese Folie ist recht dünn und ist leicht dehnbar, vermutlich das diese an den Kanten besser aufliegt.

Klar gesagt, mit der ESR Displayschutzfolie TPU Film erhaltet Ihr das beste Ergebnis! Sofern Ihr diese sauber aufgetragen bekommt. Dies ist aber recht schwer. ESR legt ein kleines Werkzeug bei um damit die Folie besser auszurichten, was auch hilft, dennoch ist es sehr schwer Luftblasen usw. zu vermeiden.

Ihr müsst hier bereit sein viel nachzuarbeiten, Blasen herauszudrücken, Staub der sich unter die Folie geschlichen hat zu entfernen usw. Ihr werdet vermutlich auch mehrere Versuche benötigen.

Immerhin legt Euch ESR gleich drei Folien ins Paket, wovon eine auch direkt als Übungsfolie bezeichnet wird.

 

Flüssigglas für das Samsung Galaxy S10?!

Flüssigglas wird immer stärker als Alternative zu einem klassischen Displayschutz beworben.

Die Versprechen der Hersteller sind auch fantastisch! Einmal aufgetragen und das Display ist absolut bruch- und kratzfest!

Klar, dass dies nicht so funktioniert. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen , flüssiger Displayschutz ist in der Regel nicht bzw. nur sehr bedingt empfehlenswert.

Ja ein guter flüssiger Displayschutz kann das Display minimal widerstandsfähiger machen, dieses zerkratzt aber bei Kontakt mit Steinen genauso wie ohne. Ich empfehle hier einfach mal meinen Test von HIPROTEC, welches schon einer der besten flüssigen Displayschützer ist.

Im Gegensatz zu einer Folie könnt Ihr allerdings Flüssigglas nicht einfach abziehen, wenn ein Kratzer entstanden ist. Das Ganze ist wirklich etwas nach dem Motto etwas besser als gar nichts, aber auch nicht wirklich voll empfehlenswert. Wollt Ihr keine Folie, aber etwas Schutz für das gute Gefühl, dann versucht damit Euer Glück.

 

Fazit

Displayschutzfolien und Samsung Smartphones sind so eine Sache. Die „Edge“ macht es hier nicht einfach einen vernünftigen Displayschutz zu finden.

So würde ich Euch pauschal von allen Echtglas „Panzerglas“ Displayschützern für das S10 abraten! Alle mir bekannten Modelle besitzen nur am Rand einen schmalen Klebestreifen und liegen daher nicht sauber auf. Dies wiederum beeinflusst den Touchscreen, das Gefühl und auch den Fingerabdruckscanner.

Wollt Ihr einen Displayschutz der etwas taugt, müsst Ihr eine flexible Folie nehmen.

Hier habt Ihr die Wahl zwischen einem einfachen Auftragen und gutem Ergebnis und einem sehr schweren Auftragen und sehr guten Ergebnis.

Seid Ihr mutig greift zur E“SR Displayschutzfolie TPU Film kompatibel“. Schafft Ihr es diese blasenfrei und perfekt ausgerichtet aufzutragen, erhaltet Ihr ein klasse Ergebnis! Das ESR aber extra eine „Übungsfolie“ beilegt, sagt schon, dass dies nicht ganz einfach ist.

Einfacher geht es mit einer Folie die eine Nassinstallation nutzt. Diese kann auch etwas trickreich sein, ist aber im Allgemeinen einfacher. Es dauert hier lediglich eine Weile bis das Wasser unter der Folie hervor gezogen ist und somit das Display zu 100% klar wird.

Kurzum

Samsung Galaxy S10/S10+ WLAN 6 Performance, Infos und Test

Das Samsung Galaxy S10/S10+ ist das erste Smartphone mit dem neuen WLAN 6 bzw. WLAN ax Standard.

Allerdings gibt es leider hierzu recht wenig Informationen aktuell, nur das WLAN 6 mit an Bord ist.



Glücklicherweise habe ich sowohl ein Samsung Galaxy S10+ wie auch einen WLAN 6 „ax“ fähigen Router. Wollen wir uns daher doch einmal im Detail ansehen was das WLAN des Samsung Galaxy S10+ taugt.

 

WLAN 6

WLAN 6 bzw. WLAN ax ist der neuste WLAN Standard welcher als direkter Nachfolger zu WLAN ac gedacht ist. So nutzt WLAN ax ebenfalls das 2,4GHz bzw. 5Ghz Band.

Im Gegensatz zu WLAN ad bietet WLAN ax damit eine vergleichbare, wenn nicht sogar leicht höhere Reichweite, als WLAN ac.

Ganz klar gesagt WLAN ax ist aus meiner Sicht keine „Revolution“. Verglichen mit ac gibt es zwar bei ax viele kleine Verbesserungen, aber auch keine massiven Unterschiede.

  • OFDMA
  • MU-MIMO
  • 160Mhz Kanalbreite
  • 1024QAM

Neben einer generellen Optimierung und Verbesserung des WLAN Standards sind dies die größten Unterschiede zu WLAN ac. OFDMA genau wie MU-MIMO (im Upload und Download) bringen nur indirekt mehr Leistung. Beides sind Feature welche die Performance bzw. die Effizienz verbessern, wenn sich viele Geräte gleichzeitig im WLAN befinden.

160Mhz und 1024QAM sind hingegen zwei Feature welche direkt die Bandbreite erhöhen. Allerdings gab es die höhere Kanalbreite und 1024QAM auch schon unter WLAN ac. Dies waren hier aber Feature welche später „optional“ hinzukamen und dementsprechend kaum genutzt wurden.

Bei WLAN 6 „ax“ sind diese Feature direkt mit im Standard.

Mehr Infos zu WLAN ax findet Ihr hier.

 

Das Samsung Galaxy S10 und WLAN ax

Samsung gibt beim S10 einen vollen WLAN 6 „ax“ Support an. Wie genau dieser aber aussieht konnte ich nicht ergründen. Heißt abseits von einem „Ja wird unterstützt“ konnte ich keine weiteren Informationen finden, was das maximale Tempo usw. angeht.

Also müssen wir das Ganze selbst herausfinden. Hierfür habe ich den ASUS RT-AX88U verwendet, einen der ersten WLAN Router der den WLAN 6 Standard unterstützt.

Der Versuchsaufbau ist sehr einfach, ich kopiere einige Daten vom Samsung Galaxy S10+ via WLAN auf mein NAS (WEBDAV) und von diesem wieder herunter. Dabei stoppe ich die Zeit und errechne daraus das Tempo.

Der ASUS RT-AX88U läuft dabei einmal im WLAN ax Modus und einmal im WLAN ac Modus.

Ich muss gestehen das S10+ hat mir Anfangs sehr viel Kopfzerbrechen bereitet! Denn ich erreichte zunächst via WLAN ac und ax fast 1 zu 1 das gleiche Tempo. Das Smartphone teilte mir auch bei beiden Standards eine maximale Datenrate von 1200Mbit mit.

Warum? Mein Router hat mir klar mitgeteilt, dass das S10 WLAN ax bzw. WLAN ac sauber nutzte, wieso dann das gleiche Tempo?

Das Geheimnis ist 1024QAM! 1024QAM ist ein fester Bestandteil von WLAN ax. Allerdings setzt ASUS bei seinen High End Routern schon seit Jahren auf 1024QAM als Erweiterung des ac Standards. Ich glaube abseits von ASUS und ASUS WLAN Adaptern ist hier kein anderer Hersteller mitgezogen.

WLAN ac + 1024QAM ist also beim Samsung Galaxy S10 genauso schnell wie WLAN ax. Habt Ihr also zufälligerweise einen ASUS Router welcher dieses Feature besitzt, muss kein WLAN ax Router her.

Aber selbst wenn Ihr einen guten WLAN ac Router habt, müsst Ihr nicht loslaufen und ein neues Modell kaufen.

Im Upload konnte ich gerade mal eine Leistungssteigerung von rund 7% messen und im Download immerhin 17%.  Dieser Unterschied ist absolut minimal! Natürlich der ASUS RT-AX88U ist ein absoluter High End Router, sowohl bei WLAN ac wie auch ax, es ist also gut möglich, dass bei einem älteren oder günstigeren Router keine 67MB/s möglich sind.

Dies liegt dann aber nicht am WLAN Standard, sondern am Gerät selbst.

Dennoch muss ich Samsung loben, über 70MB/s im Download und über 50MB/s im Upload ist für ein Smartphone extrem beeindruckend! Hier können die wenigsten Notebooks mithalten.

Kleine Info zum Abschluss, das S10 nutzt keine 160Mhz Kanalbreite, sondern nur 80Mhz und ein 2×2 Design.

 

Fazit

Ja das Samsung Galaxy S10 unterstützt WLAN 6 „ax“, aber dies bringt hier recht wenig in der Praxis. In der Theorie kann das S10 bei WLAN 5 „ac“ bis zu 867Mbit erreichen und bei WLAN 6 „ax“ bis zu 1200Mbit.

Praktisch konnte ich allerdings nur einen Unterschied von bis zu 17% messen, mit einem High End Router. Unterstützt Euer Router sogar 1024QAM, dann ist WLAN ac und ax gleich schnell.

Dies ist allerdings nicht schlimm, dann das WLAN Tempo des Samsung Galaxy S10 ist in beiden Standards mit locker 60-70MB/s beeindruckend!

Welche Ladestandards unterstützt das neue Samsung Galaxy S10/S10+? Ladeanalyse!

Immer mehr Hersteller werben damit wie schnell ihre Smartphones laden können. Hier müsste man doch meinen, dass der Marktführer Samsung mit der asiatischen Konkurrenz mithalten kann.

Dies ist aber leider nur sehr bedingt der Fall, denn weder das Samsung Galaxy S8 noch das S9 waren wahnsinnig schnell ladende Smartphones. Von den aktuellen Flaggschiffen sind sie in diesem Punkt sogar die langsamsten.

Möglicherweise ist Samsung nach dem Note 7 etwas vorsichtig wie viel Energie man in seine Akkus pumpt?! Wie auch immer, das Samsung S8 und S9 sind die Vergangenheit, das S10 und S10+ die Gegenwart. Wie sieht es hier aus?



Wie schnell lädt das neue Galaxy S10? Welche Ladestandards werden unterstützt? Gibt es irgendwelche Besonderheiten?

Dies alles gilt es im Test herauszufinden!

 

Das beiliegende Ladegerät

Das beiliegende Ladegerät hat mich leider etwas pessimistisch gestimmt was das Ladetempo angeht. Bei diesem scheint es sich um das so ziemlich gleiche Ladegerät zu handeln wie schon beim S7, S8 und S9.

Das Ladegerät bietet einen normalen USB A Port und eine Leistung von 5V/2A bzw. 9V/1,68A. Mit rund 15W ist dies eins der schwächeren Ladegeräte das mir in der letzten Zeit begegnet ist.

Einen Unterschied scheint es aber zur vergangenen Version zu geben. Das neue Ladegerät ist aus einem matten Kunststoff. Ich meine das alte Modell wäre aus einem Hochglanz Kunststoff gewesen.

Bei dem beiliegenden Ladegerät handelt es sich um ein „Adaptive Fast Charge“ Ladegerät. Dies ist Samsungs proprietärer Schnellladestandard, bei welchem es sich im Grunde um ein modifiziertes Quick Charge 2.0 handelt. So ist auch das S10/S10+ voll Quick Charge 2.0 kompatibel.

 

Wie schnell lädt das Samsung Galaxy S10/S10+?

Für diesen Test nutze ich das große Samsung Galaxy S10+. Dieses könnte aufgrund des etwas größeren Akkus etwas schneller laden als das normale S10, ich nehme aber an es wird hier keine signifikanten Unterschiede geben. Auch werden sich alle Erkenntnisse so 1 zu 1 für das normale S10 übernehmen lassen.

In diesem Teil schauen wir uns die maximale Ladegeschwindigkeit des S10/S10+ an. Die Ladegeschwindigkeit eines Smartphones variiert je nach Ladestand teils recht stark. Daher habe ich das S10+ für diesen Test auf 10-20% entladen, wo in der Regel das maximale Tempo erreicht wird.

Daraufhin habe ich das S10+ an diverse Ladegeräte angeschlossen und das Ladetempo gemessen. Wichtig, das Ladetempo kann je nach Qualität des Ladegerätes, Tagesform, Temperatur etwas schwanken. Die hier gemessen Werte sind also nicht in Stein gemeißelt, gerade wenn es in die Nachkommastellen geht.

Ich bin etwas enttäuscht von Samsung. Das S10+ scheint 1 zu 1 die gleiche Ladeelektronik wie das S9+ und S8+ zu haben. Man ist hier also technisch auf Quick Charge 2.0 Level stehen geblieben.

Dennoch gehen wir die Werte einmal durch.

Die langsamste Art Euer Samsung Galaxy S10/S10+ zu laden ist an einem normalen USB Port eines PCs. Hier ist der Ladestrom wie üblich auf 0,5A limitiert und somit die Leistung auf 2,5W.

Etwas schneller geht es wenn Euer PC über einen USB C Port verfügt. Hierbei spielt es für das S10+ keine Rolle ob es sich um einen normalen USB C Port handelt (der theoretisch 1,5A liefern kann) oder einen Thunderbolt 3 Port (der theoretisch 3A liefern kann).

An beiden Quellen wird das S10/S10+ mit +- 1,1A bzw. 5,xW geladen.

Noch etwas schneller geht es an einem gesonderten Smartphone Ladegerät. In meinem Fall eins mit einem 5V 2,4A Port, also der „höchsten Güte“. Hier erreicht das S10+ 1,666A bei 5V, also 8,xW.

Kommen wir damit zu den Schnellladegeräten. Starten wir mit Quick Charge.

Hier können wir es kurz machen, denn egal ob Ihr das „Adaptive Fast Charge“ Ladegerät von Samsung, ein Quick Charge 2.0 oder Quick Charge 3.0 Ladegerät nutz, das S10/S10+ lädt an allen drei Quellen gleich schnell.

Hier werden immer 9V 1,6A, also rund 14,xW erreicht. 14,xW scheint auch das maximale Ladetempo des S10/S10+ zu sein!

Wie verhält es sich aber an USB Power Delivery Ladegeräten? USB Power Delivery ist ein neuerer „offener“ Standard, welcher daher von vielen Herstellern wie Apple, Google, Nintendo, Dell usw. unterstützt wird.

Ja auch hier kann das S10/S10+ schnellladen! Ebenfalls werden 9V 1,6A im Maximum erreicht. Egal ob das Ladegerät nun 18W, 30W, 45W usw. hat.

Allerdings muss ich hier etwas zu Vorsicht aufrufen. Viele aktuelle High End Smartphones, wie das Xiaomi Mi 9, haben einen recht robusten USB Power Delivery Support, zusätzlich zu Quick Charge.

Der USB PD Support wirkt beim S10+ allerdings etwas zickiger. So verweigerte das S10+ am Anker PowerPort II PD das Schnellladen, warum auch immer. Dies war mir schon bei den alten Modellen von Samsung aufgefallen, welche USB Power Delivery manchmal etwas stiefmütterlich behandeln.

 

Ladeanalyse

Schauen wir uns noch einen kompletten Ladevorgang des Samsung Galaxy S10+ von 5% auf 100% an.

Samsung Galaxy S10+ Ladetempo

Um auf einen Ladestand von 100% zu kommen benötigt das Samsung Galaxy S10+ ca. 94 Minuten. Dies ist recht schnell!

Wie kommts?

Das Samsung Galaxy S10+ lädt zwar recht „langsam“ mit um die 14W, aber das maximale Ladetempo wird bis zu einem Ladestand von 75% gehalten, ab wann das Tempo langsam, aber auch nicht extrem schnell absinkt.

So lädt beispielsweise ein Xiaomi Mi 9 mit über 16W in der spitze in der Theorie etwas schneller, aber hier fällt das Tempo ab 70% Akkustand schneller ab.

Wenn man so will ist das S10/S10+ eher der Dauerläufer und nicht der Sprinter. Von 5% auf 70% schafft das S10+ in ca. 52 Minuten, das Xiaomi Mi9 in 38 Minuten, das Huawei Mate 20 Pro in 30 Minuten und das iPhone Xs Max in 42 Minuten.

Für die restlichen 30% braucht aber das Xiaomi Mi9 63 Minuten, das iPhone 89 Minuten und Huawei Mate 20 Pro 60 Minuten.  Das S10+ ist hier schon in 43 Minuten fertig.

 

Welche alternativen Ladegeräte und Powerbanks würdest du empfehlen?

Grundsätzlich gilt für das Samsung Galaxy S10/S10+, dass es nicht möglich ist diese schneller zu laden als mit dem original Ladegerät.

Ist also Eure Intention das Smartphone schneller zu laden, dann muss ich Euch enttäuschen.

Geht es Euch allerdings um ein Multiport Ladegerät oder einfach ein mobiles Ladegerät „Powerbank“, welches genauso schnell lädt wie das original Ladegerät, dann habt Ihr Glück!

Grundsätzlich gilt, dass sich jedes Ladegerät und jede Powerbank für das S10/S10+ eignet. Wollt Ihr dieses allerdings schnellladen wählt ein Modell mit Quick Charge.

Das Samsung Galaxy S10/S10+ unterstützt zwar auch den neueren USB Power Delivery Standard, aber dieser ist hier etwas „spezieller“ und diese Art der Ladegeräte ist in der Regel teuer, macht also rein für das S10/S10+ weniger Sinn.

Hier einfach mal so ein paar Ladegeräte die ich so spontan für das S10 empfehlen würde (keine spezielle Reihenfolge):

Hier auch die Top Powerbanks für das S10/S10+:

Hier kommt es etwas darauf an was genau Ihr sucht. Wollt Ihr eine möglichst kompakte und zuverlässige Powerbank, dann wählt eins der Modelle von Anker.

Wollt Ihr eine möglichst gute Ausstattung zum kleinen Preis, wählt eine der Omars Powerbanks. Wollt Ihr eine möglichst gute Ausstattung und integrierte Ladekabel? Dann schaut Euch die Modelle von iWALK an.

Falsch macht Ihr aber mit keiner der aufgeführten Powerbanks etwas.

 

Fazit

Keine Überraschungen beim Samsung Galaxy S10/S10+ was das Aufladen oder das Ladetempo angeht.

Dies ist leider ein Punkt in welchem sich Samsung seit dem S8 kaum bis gar nicht verändert oder verbessert hat. Das Samsung Galaxy S10/S10+ nutzt weiterhin Quick Charge 2.0 bzw. Samsung „Adaptiv Fast Charge“ mit bis zu 14,xW Ladestrom.

Hierbei spielt es keine Rolle ob Ihr das beiliegende Ladegerät oder irgendwelche Quick Charge 2.0/3.0 Ladegeräte nutzt, das S10/S10+ lädt immer gleich schnell.

Das S10 unterstützt wie auch schon das S8 und S9 zusätzlich zu Quick Charge auch den USB Power Delivery Standard, welcher ebenfalls bis zu 14,xW schafft. Allerdings ist der USB PD Support beim S10 etwas „zickiger“. Ich würde also im Normalfall zu Ladegeräten und Powerbanks mit Quick Charge 3.0 raten.

Unterm Strich eine solide aber wenig spannende Vorstellung was das Aufladen und das Ladetempo angeht. Dies können mittlerweile fast alle Hersteller auf dem Markt etwas schneller, zumindest was das Spitzentempo angeht. Der Ladevorgang 0% auf 100% hingegen ist beim S10+ recht flott! Dies dauert gerade einmal +-95 Minuten, was ein starker Wert ist.

 

Hier einfach mal so ein paar Ladegeräte die ich so spontan für das S10 empfehlen würde (keine spezielle Reihenfolge):

Hier auch die Top Powerbanks für das S10/S10+:

Die CORSAIR K83 im Test, die beste Tastatur mit integriertem Touchpad!

Mit der K83 hat Corsair seine erste Tastatur vorgestellt welche über ein integriertes Touchpad und eine kabellose Verbindung verfügt.

Damit richtet sich die K83 voll an Nutzer die eine Tastatur für ihren HTPC oder Media Box suchen. Alternativ kann die K83 natürlich auch als kompakte Tastatur am Desktop genutzt werden, wie Ihr dies wünscht.

Im Gegensatz zu den gängigen Tastaturen in diesem Bereich, wie die Logitech K400 Plus, versucht Corsair mit einem etwas Hochwertigeren und auch natürlich teurerem Modell zu überzeugen.

So verfügt die K83 über eine Hintergrundbeleuchtung, eine Aluminium Basisplatte und einen Joy-Stick.

Klingt doch vielversprechend, aber kann die CORSAIR K83 im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der K83!

 

Die CORSAIR K83 im Test

Mit einer Breite von 38cm und Tiefe von 13 cm ist die CORSAIR K83 eine vergleichsweise kompakte Tastatur. Diese wirkt in der Praxis auch nochmals ein Stück kompakter als auf meinen Bildern.

Dies macht aber natürlich Sinn, da die CORSAIR K83 für die Nutzung im Wohnzimmer oder auf dem Schoß optimiert ist. Allerdings sind die Tasten auch nicht winzig, ganz im Gegenteil! Die Tastatur ist größer als die eines normalen 13 Zoll Notebooks, aber natürlich deutlich kleiner als eine normale mechanische Tastatur.

Was die Verarbeitung, das Design und auch generell die Haptik angeht macht die K83 einen herausragenden Eindruck!

Man sieht der Tastatur gleich die höhere Preisklasse an, gerade verglichen mit den günstigen Optionen auf dem Markt wie der K400 Plus von Logitech.

Dies liegt primär an der Materialwahl. Corsair setzt wie bei vielen seiner Tastaturen auch hier auf eine Aluminium Grundplatte, welche in einer gebürsteten Optik daher kommt. Die Rückseite der Tastatur ist zwar weiterhin aus Kunststoff, dies ist aber nicht schlimm. Die K83 ist erfreulich verwindungssteif! Mit viel Kraft kann man diese leicht biegen, aber dies ist absolut minimal, gerade verglichen mit anderen Modellen auf dem Markt.

Hierdurch wirkt die CORSAIR K83 natürlich auch generell sehr massiv und wertig. Ja ich denke man kann sagen, dass die CORSAIR K83 wertigste kabellose Tastatur mit Touchpad aktuell auf dem Markt ist.

Auch die Ausstattung ist beachtlich! Neben einem vollen QWERTZ Tastenfeld besitzt die K83 auf der rechten Seite gleich zwei Maus Alternativen. Zum einen findet sich hier ein rundes Touchpad, mit zwei separaten Maustasten unterhalb. Zum anderen gibt es am oberen Rand einen Joy-Stick zur Maussteuerung. Die Maustasten hierfür sind zum einen auf der Oberseite, wie auch auf der Rückseite angebracht.

Ihr könnt die CORSAIR K83 also wie eine Art Controller mit Schultertaste halten und bedienen. Sehr cool! Solch ein Steuerungskonzept habe ich zuvor noch nie bei einer kabellosen Tastatur gesehen.

Bonuspunkte gibt es für ein Aluminium Drehrad für die Lautstärke, welches man so von Tastaturen wie der Corsair K95 bereits kennt.

Die Energieversorgung der CORSAIR K83 läuft wie üblich über einen integrierten Akku. Dieser soll laut Corsair ca. 40 Stunden halten, was hinkommt. Geladen wird die K83 über einen microUSB Port auf der Rückseite. Ein passendes langes Kabel liegt bei.

Erfreulicherweise unterstützt die K83 sowohl Bluetooth wie auch einen prioritären Funkadapter. Letzterer funktioniert etwas stabiler und mit einer geringeren Verzögerung, Bluetooth hingegen ist flexibler.

 

Layout und Tippgefühl

Corsair setzt bei der K83 auf ein ganz klassisches QWERTZ Layout, welches lediglich um die Pfeil-Tasten etwas zusammen geschoben ist.

Ansonsten sind alle Tasten wie man dies gewohnt ist. ÜÖÄ ist bei der deutschen Version natürlich vorhanden und auch Dinge wie die lange Feststelltaste und große Entertaste sind an ihrem Platz.

Etwas auffällig ist nur das die Tasten am rechten Rand etwas in die Breite gezogen wirken, was aber das Tippen nicht negativ beeinflusst.

Bei den Tasten setzt Corsair auf den Chiclet Style, welchen ich sogar bei Low Profile Tasten bevorzuge. Erwartet Ihr hier irgendwelche besonderen Schalter muss ich Euch enttäuschen. Corsair nutzt normale Rubberdome Schalter, wobei dies negativer klingt als ich es meine.

Es handelt sich hier durchaus um recht hochwertige Rubberdome Schalter. Diese sind sehr schön stabil und besitzen einen festen Anschlag. Auch ist das Tippen auf der Tastatur relativ leise, im Gegenzug erhaltet Ihr aber natürlich keinen befriedigenden „Klick“ bei jeder Betätigung, wie es bei mechanischen Tasten üblich ist.

Corsair hat hier die so ziemlich besten Rubberdome Schalter verbaut, die ich bisher in einer Low Profile Tastatur gesehen habe! Das Ganze ist durchaus mit einem premium Notebook wie einem Dell XPS 15 vergleichbar. Hierzu passt auch der Hub von ca. 2mm pro Taste.

Kurzum, die CORSAIR K83 kann auch problemlos am Schreibtisch für eine Office Nutzung verwendet werden, sofern Ihr diesen Tastatur Style mögt!

Bonuspunkte gibt es für die angenehm helle weiße Hintergrundbeleuchtung, welche gerade im Dunkeln Gold wert ist.

Ebenfalls Bonuspunkte gibt es für die Multimedia Tasten, welche allerdings mit Ausnahme des Drehrads für die Lautstärke auf den F Tasten liegen. Solltet Ihr die F Tasten aber nicht oder nur selten benötigen hat Corsair eine zusätzliche Taste integriert welche die primäre und sekundäre Funktion tauscht. Super!

 

Trackpad

Das Trackpad der Corsair K83 ist als ordentlich zu bezeichnen. Von Haus aus ist dieses vielleicht etwas träge, aber dies lässt sich durch das Installieren der Corsair iCUE Software beheben. Hier könnt Ihr viele Funktionen wie das Zeigertempo, Gesten usw. konfigurieren.

Grundsätzlich würde ich das Tracking und auch das Nutzungsgefühl als ordentlich bezeichnen. Das Touchpad ist aber auch nicht absolute Spitzenklasse. In einem Notebook würde ich dieses in einem Modell zwischen 400€ und 800€ erwarten.

Es ist ohne Frage gut nutzbar! Lediglich die runde Form möchte ich etwas kritisieren. Diese stört im Alltag nicht zu sehr, ist aber vermutlich eine reine Design Entscheidung gewesen. Ein eckiges Trackpad, ist wie ich finde sinnvoller.

Der Joy-Stick der CORSAIR K83 besitzt zwei Funktionen. Einmal kann dieser als eine Art 4 Wege Scrollrad genutzt werden, alternativ auch direkt zum Steuern der Maus.

Dies funktioniert auch sehr ordentlich! Gerade in Kombination mit den Maustasten auf der Rückseite und Oberseite der Tastatur. Selbst etwas „langsamere“ Spiele wie CIV6 oder ähnliches lassen sich so problemlos spielen.

 

Fazit

Mit rund 130€ hat die CORSAIR K83 sicherlich einen recht stolzen Preis! Allerdings dafür kann sich Corsair auch rühmen die beste kabellose Tastatur mit Trackpad auf dem Markt zu haben.

Der „Tastatur“ Teil ist genau wie die Verarbeitung hervorragend umgesetzt! Nein, Corsair setzt nicht auf mechanische Tasten, dafür aber auf sehr gute Chiclet Tasten, welche auf dem Level von premium Notebooks sind.

Hinzu kommt das sehr stabile, wertige und nicht zu letzt recht kompakte Gehäuse. Gerade die Aluminium Rückenplatte verleiht der K83 eine ordentliche Massivität und Wertigkeit.

Das Trackpad macht einen guten Job! Es könnte lediglich etwas größer sein bzw. Corsair hätte auf die runde Form verzichten können. Das Tracking und die Nutzung ist auf einem grundsoliden Level.

Hinzu kommt aber natürlich der Joy-Stick, welcher sehr clever umgesetzt wurde! Die Tasten auf der Rückseite der Tastatur erlauben hier fast eine Controller artige Steuerung der Maus, was in vielen Situationen (gerade Spielen) einem Trackpad vorzuziehen ist.

Bonus Punkte gibt es zu guter Letzt für die optionale Bluetooth Verbindung, welche eine höhere Flexibilität erlaubt.

Sucht Ihr also die beste kabellose Tastatur mit Trackpad fürs Wohnzimmer oder den minimalistischen Schreibtisch, dann habt Ihr diese mit der CORSAIR K83 gefunden!

Welche Ladestandards unterstützt das Xiaomi Mi9? Test und Ladeanalyse

Xiaomis Flaggschiff Smartphone, das Mi9, schickt sich mal wieder an eins der besten Budget Smartphones des Jahres zu werden. Für rund 450€ erhaltet Ihr hier ein unglaubliches Paket.

Zu diesem Paket soll dieses Jahr auch besonders schnelles Laden mit bis zu 27W gehören. Dies hat mich natürlich neugierig gemacht.

Wollen wir uns doch einmal das Aufladeverhalten des neuen Xiaomi Mi9 in einem etwas ausführlicheren Test ansehen. Von daher wie schnell lädt das Xiaomi Mi9 und welche Ladestandards nutzt dieses?

 

Das beiliegende Ladegerät

Xiaomi wirbt offiziell mit einer maximalen Ladegeschwindigkeit von 27W, was sehr beeindruckend ist! Allerdings zumindest bei der europäischen Version liegt ein „klassisches“ Ladegerät bei.

Klassisch bedeutet in diesem Fall ein 18W Ladegerät (5V/2,5A, 9V/2A, 12V/1,5A). Hier war ich zugegeben ein wenig enttäuscht, da es sich hier nicht um ein USB C Ladegerät handelt.

Das beiliegende Ladegerät scheint ein völlig normales Quick Charge Ladegerät zu sein, auch wenn die 5V/2,5A Angabe etwas untypisch für Quick Charge Ladegeräte ist.

 

Welche Ladestandards unterstützt das Xiaomi Mi9?

Das Xiaomi Mi9 kann natürlich an jedem USB Port aufladen. Interessant ist nur welche Schnellladestandards das Mi9 unterstützt.

Dies scheinen gleich zwei zu sein! Wie man am beiliegenden Ladegerät erkennen kann, unterstützt das Mi9 natürlich Quick Charge. Allerdings wird auch der neuere USB Power Delivery Ladestandard unterstützt, wie es bei den meisten Flaggschiffen der Fall ist.

Es ist allerdings weder mit Quick Charge 3.0 noch USB Power Delivery möglich die beworbenen 27W zu erreichen.

So wie es aussieht nutzt Xiaomi für die vollen 27W die beworben werden den Quick Charge 4+ Standard, für welchen aber zum Zeitpunkt dieses Artikels keine Ladegeräte verfügbar sind.

 

Das Ladetempo

Schauen wir uns einmal das maximale Ladetempo des Xiaomi Mi9 an diversen Ladequellen an. Wichtig hierbei handelt es sich um das Spitzentempo! Ich messe dieses bei einem 10-20% Ladestand, wo der Ladestrom erfahrungsgemäß am höchsten ist.

Auch können diese Werte etwas je nach Ladegerät, Tagesform, Temperatur schwanken. Das Ganze gibt uns aber schon eine grobe Tendenz wo die Reise hingeht.

Die langsamste Möglichkeit Euer Xiaomi Mi9 aufzuladen, ist natürlich an einem regulären USB PC Port. Hier erreicht dieses maximal 2,5W Ladestrom, was so gut wie nichts ist.

Hat Euer PC bereits einen USB C Port geht es etwas schneller. Hier erreicht das Xiaomi Mi9 ordentliche 6,xW bzw. 5V 1,3A.

Noch schneller geht’s wenn Euer PC über Thunderbolt 3 verfügt. An solch einem TB3 Port schaltet das Mi9 auf satte 2,76A bei 5V bzw. rund 13W hoch.

Dies entspricht bereits dem maximalen Ladetempo eines Samsung Galaxy S9+ bzw. Note 9.

Etwas langsamer wird es aber wieder an einem normalen USB Ladegerät, selbst wenn dieses bis zu 2,4A schafft. Das Maximum über ein normales USB Ladegerät liegt bei 5V 1,47A. Dies ist das gängige maximale Ladetempo von vielen USB C Geräten, wenn diese über einen normalen USB Port geladen werden. Ähnliches gilt auch für das Google Pixel, das neue iPad Pro oder auch die Nintendo Switch.

Kommen wir damit zu den Schnellladegeräten. Starten wir bei Quick Charge. Das Xiaomi Mi9 scheint mit diversen Spannungen etwas anfangen zu können. So konnte ich an einem Quick Charge 3.0 Ladegerät beobachten wie dieses die Spannung mehr oder weniger frei zwischen 5V und 12V hin und her regulierte.

Diese „freie“ Spannungswahl war das Feature von Quick Charge 3.0 verglichen mit dem 2.0 Standard, welcher nur 5V, 9V oder 12V nutze.

An einem Quick Charge 2.0 Ladegerät konnte ich maximal 9V 1,37A also rund 12,x W beobachten. An einem Quick Charge 3. Ladegerät hingegen erreichte das Mi9 bis zu 9V 1,83A, also rund 16,xW.

Diese Erkenntnis, dass das Mi9 an einem QC 2.0 Ladegerät langsamer als an einem QC 3.0 Ladegerät lädt, muss man aber etwas mit Vorsicht betrachten. Theoretisch kann auch ein QC2.0 Ladegerät 9V/2A liefern, ich kann Euch nicht sagen was genau das Mi9 zu einem niedrigeren Tempo an QC 2.0 Ladegeräten verleitet hat. Allerdings an allen getesteten Modellen war 1,37A bei 9V das Maximum.

Wie steht es um USB Power Delivery?

den meisten USB Power Delivery Ladegeräten mit 18W+ erreicht dieses ähnlich wie bei Quick Charge 3.0 rund 16,xW bzw. 9V 1,86A.

Hier spielt es auch keine Rolle ob das Ladegerät nun 18W, 30W, 45W usw. hat. Dieses Limit bei 16W bleibt bestehen.

Eine Besonderheit stellen USB PD Ladegeräte dar die eine variable Spannung unterstützen, nach dem USB PD 3.0 Standard. Hier macht das Xiaomi Mi9 auch Nutzen von dieser variablen Spannung! Effektiv kommt zwar das gleiche Ladetempo heraus, aber eventuell ein etwas schonenderes Laden. Dies ist leider etwas was ich nicht groß testen kann.

Mehr als diese 16W an USB Power Delivery oder QC 3.0 Ladegeräten konnte ich leider nicht erreichen! Die Beworbenen 27W scheinen nur mit einem Xiaomi Ladegerät möglich zu sein bzw. eventuell auch mit einem Quick Charge 4+ Ladegerät. Diese sind aber aktuell noch nicht erhältlich.

Mit 16W lädt das Mi9 durchaus flott! Ähnliches Tempo erreicht auch ein iPhone Xs oder Google Pixel 3.

 

Ladedauer

Schauen wir uns noch einmal die Ladedauer und das Ladeverhalten im Detail an. Hier die Werte für das Laden am Original bzw. an einem QC 3.0 Ladegerät.

Interessant! Das Xiaomi Mi 9 lädt bis ca. 70% Ladestand mit vollem Tempo, ab welchem das Ladetempo konstant sinkt (den kleinen Ausreißer im Diagramm bitte nicht beachten). Damit hält das Mi 9 sehr lange ein recht hohes Ladetempo.

So dauert das Laden von 5% auf 70% auch lediglich 38 Minuten! Die letzten 30% hingegen benötigen satte 63 Minuten, womit der vollständige Ladevorgang ziemlich genau 100 Minuten braucht.

Dies ist als schnell einzustufen!

 

Welche Powerbank oder Ladegerät für das Xiaomi Mi9?

Auf was für ein Ladegerät bzw. Powerbank sollte man für das Xiaomi Mi9 setzen?

Grundsätzlich würde ich ein Modell mit Quick Charge 3.0 oder USB Power Delivery (18W oder mehr) wählen. Quick Charge 3.0 ist hier der „sicherere“ Ladestandard, welcher garantiert gut funktionieren wird. USB Power Delivery ist allerdings die etwas zukunftssichere Wahl.

Welche Modelle würde ich spontan empfehlen, die gut zum Xiaomi Mi9 passen?

Powerbanks (nach Größe sortiert):

Sucht Ihr gute und möglichst kompakte Powerbanks, schaut Euch den Anker PowerCore II an. Mehr Leistung in einem kleineren Gehäuse werdet Ihr aktuell nicht finden.

Die iWALK Powerbanks hingegen sind dank USB PD + QC + intigrierte Ladekabel etwas komfortabler und flexibler. Die Omars Modelle bieten ähnliches, nur mit noch mehr Leistung (welche aber für das Mi9 nicht zwingend nötig ist), aber in einem etwas größeren Gehäuse.

Es gibt natürlich noch weitere gute Modelle, aber dies wären so die drei Serien die ich aktuell empfehlen würde, welche auch gut zum Mi9 passen.

Ladegeräte (nach Port Anzahl sortiert):

Das neue Anker PowerPort Atom PD 1 ist ein unheimlich kompaktes Ladegerät, mit viel Leistung. Bietet aber nur einen Ladeport. Das größere PowerPort II PD ist hier mit zwei Ladeports, für bis zu zwei Geräte gleichzeitig etwas flexibler, aber deutlich größer.

Das Helperinc 4 Port 75W USB Ladegerät bietet die größte Flexibilität mit USB Power Delivery und Quick Charge, ist aber ein großes Multiport Ladegerät. Beim Anker PowerPort Speed 5 handelt es sich hingegen um ein sehr gutes reines Quick Charge 3.0 Ladegerät.

 

Fazit

Beim Aufladen des Xiaomi Mi9 gibt es keine Überraschungen. Es handelt sich hier um ein schnell ladendes Smartphone, welches allerdings auch keine Rekorde aufstellt.

Zumindest ohne aktuell nicht erhältliches Spezial/Quick Charge 4.0 Ladegerät. Mit diesem soll das Mi9 bis zu 27W aufnehmen können.

Ohne dieses Ladegerät liegt das Maximum bei rund 16W. Hierbei spielt es keine Rolle ob Ihr ein Quick Charge 3.0 oder USB Power Delivery Ladegerät nutzt. Beide Standards werden vom Mi9 gleich gut unterstützt.

Solltet Ihr also auf der Suche nach einem alternativen Ladegerät/Powerbank für das Mi9 sein, wählt am besten ein Modell mit Quick Charge 3.0 oder alternativ USB PD.

Powerbanks (nach Größe sortiert):

Ladegeräte (nach Port Anzahl sortiert):

Die Creative Stage Air Soundbar im Test, guter Klang für 40€?

Mit der Stage Air hat Creative vor kurzem eine Soundbar auf den Markt gebracht, welche sich an PC Nutzer richten soll, die eine gute, einfache und günstige Soundquelle suchen.

Zumindest letzteres stimmt schon einmal! Mit rund 40€ ist die Creative Stage Air wirklich sehr günstig. Aber ist die Stage Air auch gut, oder hat hier Creative einfach nur einen billigen Bluetooth Lautsprecher in einem längeren Gehäuse verbaut?

Dies gilt es in einem Test herauszufinden! Kann die Creative Stage Air überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Creative für das Zurverfügungstellen der Stage Air!

 

Die Creative Stage Air im Test

Creative setzt bei der Stage Air auf eine Mischung aus klassischem Bluetooth Lautsprecher und Soundbar. Wobei wenn man es genau nimmt technisch das Design des Bluetooth Lautsprechers etwas dominieren wird.

Die Creative Stage Air besitzt die Form einer mini Soundbar, aber die Konnektivität und Technik eines Bluetooth Lautsprechers. Dies muss aber natürlich nichts Schlechtes sein.

Mit einer Breite von 41 cm besitzt die Stage Air ein vernünftiges Maß. Die Soundbar damit zwar nicht übermäßig breit, aber dies ist ja gerade bei einer Desktopnutzung nicht mal zwingend erwünscht. Die Größe stimmt mich aber positiv, dass wir einen vernünftigen Klang aus der Stage Air erhalten werden.

Was mich allerdings etwas stört, ist die Materialwahl. Die Front ist mit einem metallenen Lautsprechergitter bedeckt, was soweit okay ist. Das restliche Gehäuse hingegen ist aus einem schwarzen Hochglanzkunststoff gefertigt.

Über die Optik kann man sicherlich streiten, aber Hochglanzkunststoff ist extrem empfindlich! Ihr werdet früher oder später einige Micro Kratzer in der Soundbar vorfinden.

Immerhin die Massivität ist soweit in Ordnung. Nein man darf hier keine super schwere und massive Soundbar erwarten, bei einem Preis von +- 40€, aber die Stage Air ist keine hohle Plastikbox.

 

Technische Ausstattung der Creative Stage Air

Die Stage Air besitzt laut Creative eine Leistung von satten 20W. Für solch ein kompaktes Modell nicht schlecht!

Diese Leistung ist in zwei 10W Treiber unterteilt, welche an den Rändern der Soundbar angebracht sind. In der Mitte scheint sich ein etwas größerer passiver Radiator zu befinden, welcher die Bass-Leistung steigern soll.

Gesteuert wird die Soundbar über vier Tasten am rechten Rand der Soundbar. Diese Tasten könnten blind vielleicht etwas besser erfühlbar bzw. unterscheidbar sein, aber ansonsten gehen diese in Ordnung.

Ebenfalls in Ordnung geht die Anschluss-Ausstattung. Auf der Rückseite findet sich ein microUSB Eingang, ein USB Port und ein AUX Anschluss. Der microUSB Eingang dient der Stromversorgung der Soundbar.

Hier habe ich leider einen großen Kritikpunkt, Creative liefert kein Netzteil mit! An sich bei Bluetooth Lautsprechern normal, aber die Stage Air wird als PC Soundbar beworben. Diese wird also in der Regel dauerhaft am Netz hängen, hier wäre ein separates Netzteil wünschenswert.

Theoretisch könntet Ihr einen USB Port Eures PCs nutzen, aber die Soundbar benötigt 5V 2A. Diese Leistung kann von USB Ports in der Regel nicht zur Verfügung gestellt werden!

Gegebenenfalls steht also der Kauf eines 5V 2A Netzteiles an. Natürlich könnt Ihr die Stage Air auch portabel nutzen. Der Akku hält ca. 4-6 Stunden.

Das Signal Eures PCs kann und sollte via AUX in die Stage Air eingespielt werden. Ihr könntet auch Bluetooth nutzen, allerdings hat Bluetooth oftmals eine leichte Verzögerung, welche bei Videos oder Spielen stören kann.

Der normale USB Anschluss kann für USB Sticks genutzt werden, von welchen Ihr direkt Musik wiedergeben könnt. Allerdings muss der USB Stick Fat 32 formatiert sein und darf nur maximal 32GB groß sein.

Wie die meisten Bluetooth Lautsprecher hat auch die Creative Stage Air eine automatische Abschaltung, welche nach 10 Minuten greift. Dies kann aber bei der Nutzung als Soundbar doch sehr stören! Creative bietet daher ein Software Update an, das die automatische Abschaltung auf 6 Stunden anhebt, was deutlich angenehmer ist.

 

Klang

Kommen wir zum alles entscheidenden Punkt, dem Klang. Beginnen wir hier mit einem wichtigen Punkt, die Creative Stage Air kostet 40€. Ihr dürft und könnt hier nicht erwarten, dass diese so gut klingt wie ein paar guter Regal-Lautsprecher, ein dickes 2.1 System oder Ähnlichem.

So werde auch ich für die Bewertung der Soundbar eher Notebook-Lautsprecher, Lautsprecher wie sie in Monitoren zu finden sind oder auch Bluetooth Lautsprecher der 40€ Preisklasse als Referenz ansehen.

Erfreulicherweise schlägt sich die Creative Stage Air hier sehr gut! Die Stage Air klingt besser als jedes mir bekannte Notebook und auch besser als jeder PC Monitor, selbst teure Modelle wie der 1000€ ASUS MX38VC.

Auch verglichen mit normalen Bluetooth Lautsprechern kann die Stage Air überzeugen! Ich nehme an, dass dies am vergleichsweise großen Volumen liegt. Hierdurch kann die Stage Air einen recht satten und vollen Klang liefern, welcher klar über 99% aller Modelle in dieser Preisklasse liegt.

Erwartet keinen Subwoofer Bass, aber dieser hat schon einen soliden Punch! Hier scheint auch die passive Membrane einen guten Job zu machen. Der Tiefgang ist zwar etwas eingeschränkt aufgrund der Größe, aber die Soundbar klingt erstaunlicherweise nicht blechern, was ich zuvor etwas befürchtet hatte.

Aber nicht nur der Bass ist solide, auch die Höhen sind sehr schön klar, was mir fast noch wichtiger ist als der Bass. Nichts ist schlimmer als ein dumpfer Klang. Diesen liefert aber die Stage Air Gott sei dank nicht. Der Klang ist im Allgemeinen als schön lebendig und dynamisch zu bezeichnen.

Aufgrund der etwas höheren Breite des Lautsprechers klingt dieser auch akustisch ein gutes Stück breiter und natürlicher als es normale Bluetooth Lautsprecher machen würden. Super!

Die maximale Lautstärke ist ordentlich! Zwar wäre diese für ein großes Wohnzimmer sicherlich etwas suboptimal, aber für ein normales Studentenzimmer oder Vergleichbares passt diese völlig.

 

Fazit

Das Fazit zur Stage Air von Creative fällt positiv aus! Sicherlich darf man für 40€ (zum Zeitpunkt des Tests) keine Wunder erwarten, aber die Soundbar übertriff klanglich jedes Notebook und auch sämtliche PC Monitore!

Selbst verglichen mit Bluetooth Lautsprechern dieser Preisklasse schlägt sich die Creative Stage Air sehr gut! Dies liegt einfach am größeren Volumen, welches einen satteren und kräftigeren Klang erlaubt. Klasse!

Auch was die Optik und Haptik angeht, bin ich zufrieden. Zwar ist der Hochglanzkunststoff etwas empfindlich, aber schick sieht die Creative Stage Air ohne Frage aus.

Bedenkt lediglich, dass Ihr bei einer stationären Nutzung als Soundbar noch ein separates 5V 2A Ladegerät benötigt, welches Creative leider nicht mitliefert.

Aber ansonsten ist die Stage Air eine klasse PC Soundbar, gerade wenn das Geld nicht ganz so locker sitzt!

Creative Stage Air Tragbare und kompakte Under-Monitor-Soundbar...

  • Guter Klang, mit starken Höhen und einem soliden Bass
  • USB Anschluss
  • Einfache Bedienung
  • Integrierter Akku
  • Keine USB Soundkarte integriert
  • Kein Netzteil mit im Lieferumfang

 

Die D-Link DCS‑8300LH Überwachungskamera im Test

D-Link ist vermutlich den meisten Nutzern primär aufgrund von Netzwerkhardware wie WLAN Router usw. bekannt.

Allerdings versucht D-Link auch im Bereich der Überwachungskameras nun seine Präsenz zu steigern und hat hierfür diverse Modelle auf den Markt gebracht.

Eins dieser Modelle ist die DCS‑8300LH. Bei dieser handelt es sich um eine einfachere und auch günstigere In-Door Überwachungskamera. Mit rund 80€ ist diese als gut erschwinglich einzustufen.

Aber ist die D-Link DCS‑8300LH auch eine gute Kamera? Taugt die D-Link App etwas? Wollen wir dies doch einmal in einem Test herausfinden!

An dieser Stelle vielen Dank an D-Link für das Zurverfügungstellen der DCS‑8300LH für diesen Test!

 

Die D-Link DCS‑8300LH im Test

Mit einer Höhe von 110 mm ist die D-Link DCS‑8300LH eine sehr kompakte Überwachungskamera, welche klar auf den Einsatz im Wohnraum zugeschnitten ist.

Hierzu passt auch das moderne aber auch nicht übermäßig auffällige Design. Im Grunde besteht die Kamera aus zwei Elementen. Zum einen der obere runde Korpus, welcher auf der Front die Linse und sämtliche Elektronik beinhaltet und zum anderen der Standfuß.

Dieser ist recht simpel gehalten und erlaubt eine vertikale Verstellung der Kamera. Der Standfuß ist aus einem weißen Hochglanzkunststoff gefertigt, während die Kamera selbst aus einer Mischung aus schwarzem Hochglanzkunststoff und normalem weißen Kunststoff besteht.

Was den Qualitätseindruck und die Massivität angeht, ist die DCS‑8300LH um ehrlich zu sein nichts Besonders. Würde die Kamera von einem Regal auf einen Steinboden fallen, würde ich nicht auf die Kamera wetten.

Allerdings handelt es sich hier um eine Heim-Überwachungskamera, da ist dies auch nichts Überraschendes.

Was die Anschlüsse angeht, verfügt die D-Link DCS‑8300LH über zwei Ports. Einmal einen microSD Speicherkarten Port an der Seite für Eure Aufnahmen und einen microUSB Port auf der Rückseite.

Letzter dient der Energieversorgung. Mit im Lieferumfang liegt auch ein 5V 1,2A Netzteil mit ausreichender Kabellänge, grundsätzlich wäre aber auch ein anderes USB Netzteil mit 1A+ nutzbar. Die Kamera braucht ca. 2-2,5W Strom bei Tag.

 

App und Funktionen

Die D-Link DCS‑8300LH nutzt die MyDlink App, welche für IOS und Android verfügbar ist. Habt Ihr die App installiert, müsst Ihr Euch zunächst ein Konto bei D-Link anlegen und dann die Kamera hinzufügen.

Dies geschieht über das Scannen des QR Codes auf der Unterseite. Die Verbindung zur Kamera wird dann über Bluetooth hergestellt, worüber Ihr dann Eure WLAN Daten hinterlegen könnt. Klingt kompliziert, ist es aber nicht!

Optisch ist die MyDlink App recht interessant aufgebaut. Diese ist etwas verspielter als viele Überwachungskamera Apps die ich kenne.

Dennoch ist der Aufbau zunächst klassisch. Auf der Startseite findet Ihr alle Überwachungskameras aufgelistet, die Ihr mit Eurem Account verbunden habt.

Hier könnt Ihr auch gleich die Live Ansicht mit einem Tipp starten. Die Verzögerung liegt hier bei ca. 4-5 Sekunden, was soweit gut ist!

Natürlich könnt Ihr auch in die gerätespezifische Ansicht wechseln, wo Ihr ebenfalls die Live-Ansicht betrachten könnt, manuell Videos aufzeichnen und auch die zwei Wege Kommunikation einleiten könnt.

Ebenso dort befinden sich die erweiterten Einstellungen. Hier solltet Ihr nach der erstmaligen Einrichtung einmal vorbeischauen um die Bewegungseinstellung festzulegen.

Ihr könnt einzelne Bereiche des Bildes ausklammern und festlegen wie empfindlich die Bewegungseinstellung sein soll.

Spannend ist hier die „One tap“ Funktion der App. hier könnt Ihr einige „Befehle“ festlegen, wie beispielsweise zu Hause, unterwegs usw. Je nach ausgewählter Funktion lässt sich so die Kamera mit einem Tipp ein/ausschalten.

Aufnahmen werden unter Ereignisse in Form einer Timeline dargestellt.

Ihr habt hier zwei Optionen, entweder könnt Ihr Aufnahmen auf einer SD Karte speichern, welche in der Kamera eingesetzt wird, oder in der D-Link Cloud.

Letztere ist natürlich sicherer, falls ein Einbrecher einfach die Kamera mitnimmt, aber unter Umständen kostenpflichtig.

Es gibt ein gratis Abo, bei welchem aber Aufnahmen nur einen Tag gespeichert werden. Wollt Ihr mehr, müsst Ihr zahlen. Hier gehört allerdings D-Link zu den günstigeren Anbietern.

7 Tage und bis zu 3 Kameras kosten Euch so „nur“ 25€ im Jahr. Es gibt natürlich auch noch größere Abos, aber 7 Tage sollte den meisten Nutzern reichen.

Etwas schade ist lediglich, dass es nicht möglich ist das gratis Abo mit der Speicherung auf der microSD Karte zu mixen.

Dennoch werte ich es positiv, dass Ihr die Entscheidungsfreiheit habt!

 

Bildqualität

Die D-Link DCS‑8300LH verfügt über einen Full HD Kamera Sensor und eine 137 Grad Linse. Letztere ist recht weitwinklig und erlaubt somit das Abdecken einer großen Fläche. Um entfernte Durchgänge zu überwachen suboptimal, aber für das Wohnzimmer oder allgemein große Innenräume perfekt.

Die Bildqualität der DCS‑8300LH würde ich als gut einstufen! Das Bild ist nicht ganz so detailliert und „klar“ wie bei absoluten High End Full HD Kameras, aber taugt völlig um Gesichter auf normaler Distanz auszumachen.

Auch die Nachtsicht ist soweit gut! Die IR LEDs sind allerdings nicht übermäßig stark. Für ein normales Wohnzimmer gut ausreichend, aber habt Ihr 120m² oder eine Halle zu überwachen, dann taugen diese nur bedingt.

Dennoch für den „geplanten“ Einsatzort ist die Bildqualität völlig okay.

 

Fazit

Die D-Link DCS‑8300LH ist eine gute bis sehr gute Heim-Überwachungskamera! Diese kann vor allem aufgrund der kompakten Abmessungen und der guten und umfangreichen App punkten.

Letztere erlaubt neben den Standard Funktionen auch viele Komfort Feature, wie ein „one tap“ Abschalten der Kamera, falls man zu Hause ist, oder generell eine gute Übersicht.

Zudem lässt Euch D-Link die Wahl. Wollt Ihr in der Cloud aufzeichnen, oder lokal auf einer microSD Karte? Erste bietet neben einem kostenlosen Plan (1 Tag Aufzeichnung) auch diverse kostenpflichtige Pläne, welche aber verglichen mit der Konkurrenz zu den günstigsten gehören.

Die Bildqualität der DCS‑8300LH ist für einen normalen Heimeinsatz völlig ausreichend!

Kurzum die D-Link DCS‑8300LH ist eine gute Standard Überwachungskamera für den Innenraum, die mit unter 100€ als preislich fair einzustufen ist!