Start Blog Seite 230

Das Lioncast LX55 Headset im Test, das beste seiner Klasse!

Das „alte“ Lioncast LX50 war meine Nummer 1 Empfehlung, wenn es um ein einfaches, günstiges und gutes Headset ging. Nun hat Lioncast mit dem LX55 einen Nachfolger für dieses erfolgreiche Headset auf den Markt gebracht.

Das neue LX55 scheint dabei einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen wie sein Vorgänger. Ein solides Headset mit gutem Klang zu einem fairen Preis.

Aber klingt das Lioncast LX55 denn auch wirklich gut? Wie steht es um den Tragekomfort und ganz allgemein, was hat Lioncast beim LX55 verbessert, um den 10€ höheren Startpreis zu rechtfertigen?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Lioncast für das Zurverfügungstellen des LX55 für diesen Test.

 

Das Lioncast LX55 im Test

Lioncast setzt beim LX55 auf eine vergleichbar schlichte Optik. Wo sich andere Gaming Hersteller wie Razer und Co. mit auffälligen Designs regelrecht überbieten, ist dieser etwas neutralere Ansatz auch mal schön.

Die Ohrmuscheln des LX55 sind angenehm groß gehalten und weitestgehend aus Kunststoff gefertigt. Auf der Rückseite findet sich lediglich eine kleine Abdeckung aus gebürstetem Aluminium, mit dem Lioncast Logo.  Abseits dieses Logos ist das Headset äußerlich komplett schwarz gehalten.

Positiv, auch die Aufhängung der Ohrmuscheln ist aus Metall gefertigt, was für eine deutlich höhere Stabilität und Massivität sorgt.

Allgemein wirkt das LX55 erfreulich stabil und massiv gebaut. Ich würde sogar sagen, dass dies eins der robustesten Headsets ist, das ich bisher getestet habe.

Was die Ausstattung angeht zeigt sich das Lioncast LX55 allerdings echt spartanisch, zumindest in der mir vorliegenden Version.

Es gibt das LX55 in zwei Versionen, einmal mit USB und einmal klassisch mit 3,5mm Anschluss. Die USB Version verfügt neben einer Soundkarte mit virtuellem Raumklang auch über eine RGB LED Beleuchtung auf den Ohrmuscheln. Die normale 3,5mm Version hingegen ist ein klassisches Headset ohne solche Spielereien.

Letzteres lässt sich dafür aber auch besser mit Spielekonsolen nutzen. Das LX55 ist grundsätzlich recht modular aufgebaut. Sowohl der Mikrofonarm, wie auch das Anschlusskabel lässt sich einfach abnehmen.

Lioncast legt hier ein zweigeteiltes Kabel mit in den Lieferumfang. Zum einen ein kurzes 3,5mm 4Pin auf 3,5mm 4Pin Kabel mit Mikrofon Mute Schalter und zum anderen ein längeres Verlängerungskabel, welches sich auf zwei 3,5mm Anschlüsse aufteilt. Beide Kabel sind textilummantelt und machen einen wertigen Eindruck.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort des LX55 gefällt mir ausgesprochen gut! Dies liegt vor allem an den recht großen und sehr tiefen Ohrmuscheln, welche selbst größere Ohren problemlos umfassen werden.

Aber auch das Material der Polsterung ist gut gewählt. Dieses ist dick und mehr als ausreichend weich. Zudem passt auch die Belüftung. Ich hatte fast keinerlei Probleme mit warmen Ohren!

Ich würde den Tragekomfort mit einer 1- bewerten, viel besser geht es kaum!

 

Klang

Lioncast setzt bei den LX55 auf einen „53-mm-Treiber für perfekten Klang“, welcher „Mehr „Boom“ für Dein Geld“ bieten soll. Dies ist aber natürlich nur Marketing bla bla, wie schaut es in der Praxis aus?

Erfreulicherweise gut bis sehr gut!

Gehen wir den Klang wie üblich durch. Die Höhen des LX55 sind ausreichend klar und sauber, aber was die Luftigkeit angeht eher durchschnittlich. Das LX55 ist im unteren Höhen-Bereich tendenziell etwas stärker als bei den oberen Höhen.

Hierdurch werden die Mitten gefühlt etwas gepuscht. Und ja das LX55 bietet gute Mitten! Dies ist bei Gaming Headsets nichts ungewöhnliches, da so Geräusche wie Schritte etwas deutlicher hörbar werden. Allerdings kommen so auch Stimmen in Musik gut zur Geltung. Davon ausgehend, dass die Mitten nicht zu sehr fokussiert werden, ansonsten gibt es eine Neigung zum „Gießkannen Klang“, bei welchem das Headset einfach nur hohl und dumpf klingt.

Allerdings schafft es das LX55 dies gut zu vermeiden!

Wie steht es aber um den Bass? Gut! Mögt Ihr viel Bass werdet Ihr sehr viel Freude an den Lioncast LX55 haben. Der Bass, gerade der Kickbass Bereich, ist sehr gut ausgeprägt. Hierdurch können die LX55 eine hohe Kraft ausstrahlen, egal ob bei Musik oder in Spielen.

Neben der Masse ist aber auch die Qualität des Basses sehr ordentlich! Das Headset ist kein unkontrollierter Bass Bomber, sondern kann auch durchaus etwas feiner daherkommen.

Super! Hierdurch eignet sich das Lioncast LX55 nicht nur für Spiele und Filme, sondern auch für Musik. Letztere klingt „passend“, was für ein Gaming Headset nicht immer selbstverständlich ist.

Was die Ortung in Spielen angeht, macht das LX55 einen soliden Job. Der Klang wird gut in die Breite und Tiefe gezogen, allerdings erwartet hier auch keine Wunder.

 

Fazit

Das Lioncast LX55 ist ein hervorragendes Headset, für alle Nutzer die ein einfaches, wertiges und gut klingendes Headset suchen, ohne dabei hunderte Euro auf den Tisch zu legen!

Damit fällt das Fazit des LX55 sehr ähnlich zu dem des LX50 aus.

Beide Headsets klingen für die Preisklasse sehr gut und können problemlos mit Konkurrenzmodellen von Logitech und Co mithalten.

Das LX55 ist etwas Bass stärker und könnte damit vielleicht einigen Nutzern noch etwas besser gefallen. Dabei ist das LX55 aber kein dumpfer Bassbomber, sondern macht sowohl in Musik wie auch Spielen einen guten Eindruck!

Einen guten Eindruck macht auch die massive Verarbeitung und der sehr gute Tragekomfort! Gerade Letzteren darf man nicht unterschätzen.

Etwas verbessert haben sich beim LX55 neben dem Klang auch die Kabel und ein paar weitere kleinere Details.

Unterm Strich ist damit das Lioncast LX55 meine Headset Empfehlung in der +-60€ Preisklasse! Deutlich bessere Headsets werdet Ihr erst ab 100€ bekommen.

Lioncast® LX55 Gaming Headset mit Mikrofon...
  • 🎧MUST-HAVE FÜR GAMER – Brachialer Sound durch...
  • 🎧PERFEKT ABGESTIMMTE PS5 KOPFHÖRER – Egal ob mitten im...
  • 🎧ERGONOMISCHER SITZ – Ein ergonomischer Sitz durch flexible...
  • 🎧PASSIVES NOISE-CANCELLING – Das PC-Headset / Gaming Headset...
  • 🎧TECHNISCHE DETAILS DES PLAYSTATION GAMING HEADSETS...

Eine Hybrid Smartwatch von Armani? Die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch im Test

Smartwatches waren der große Trend, vor 2-3 Jahren. Danach wurde es ruhig um diese Geräteklasse. Kein Wunder, das tägliche Aufladen und der damit verbundene Aufwand wiegt viele der Vorteile komplett auf.

Eine Geräteklasse die mir hier deutlich sympathischer ist, sind die so genannten Hybrid Smartwatches. Diese besitzen einige Smart Funktionalitäten, wie einen Schrittzähler oder können Euch bei eintreffenden Benachrichtigungen informieren, haben aber eine Akkulaufzeit von X Monaten.

Von dieser Art der Uhr gibt es einige Modelle, primär von den klassischen Uhrenmarken. Unter anderem auch von Emporio Armani.

Genau solch ein Modell von Emporio Armani habe ich mir nun zugelegt. Genau genommen die Connected Hybrid Smartwatch ART3010.

Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen wie gut die Hybrid Smart Watch von Emporio Armani wirklich ist!

 

Eine Hybrid Smartwatch von Armani?

Armani ist sicherlich für seine Modeprodukte bekannt, aber nicht unbedingt für das technische Fachwissen etwas wie eine Hybrid Smartwatch zu entwickeln.

Wie kommt es dann, dass diese genau solch eine bzw. sogar mehrere im Sortiment haben?

Emporio Armani nutzt hier die „Fossil“ Plattform. Der Fossil Konzern hat das Fachwissen und das Know-how. Diese bieten selbst unzählige Modelle unter dem Fossil Branding an, aber auch unter dem Namen Skagen, Diesel, Chaps usw.

Wenn man so will stammt das „Uhrwerk“ aus dem Hause Fossil, genau wie die App und nur das Design wurde vom Emporio Armani Konzern beigesteuert.

Kauft Ihr eine Fossil Q oder Skagen Connected, erhaltet Ihr technisch ein mehr oder weniger identisches Produkt.

Dies sehe ich allerdings tendenziell als positiv an. Technisch steht die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch damit auf soliden Beinen, solideren als es vermutlich Emporio Armani im Alleingang geschafft hätte.

 

Die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch im Test

Design ist natürlich etwas über das man streiten kann. Ich mag allerdings das schlichte und schicke Design welches Emporio Armani bei der „ART3010“ einsetzt.

Alternativ gibt es die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatches auch in vielen anderen Design Versionen.

Schaut am besten selbst einmal über die Hersteller Webseite. Technisch sollten diese alle recht ähnlich sein.

Emporio Armani setzt bei der ART3010 auf ein recht massives Stainless Steel Gehäuse, welches fast komplett aus einem Guss ist. Dieses Gehäuse ist mit einem matten Lack überzogen und macht generell einen wertigen und massiven Eindruck.

Dies wirkt sich allerdings auch auf das Gewicht aus. Mit 88g ist die Uhr nicht blei schwer, aber auch kein Federgewicht.

Sehr Ähnliches gilt auch für die Abmessungen. Die Uhr hat einen Durchmesser von 43mm, was durchaus eine ordentliche Größe ist, aber auch nicht klobig groß. Dieser Eindruck wird auch von der Dicke von 13,4mm widergespiegelt.

Die Emporio Armani Connected ART3010 ist vermutlich weniger etwas für Frauenarme, aber wirkt auch auf mittelgroßen Handgelenken gut.

Bei allem Lob, muss man allerdings auch sagen, dass die Emporio Armani Connected nicht die „ganz große“ Uhrmacherkunst ist. Beispielsweise das Glas auf der Oberseite ist normales gehärtetes Glas und könnte etwas tiefer im Gehäuse sitzen.

Aus sehr spitzen Winkeln sieht es so aus als würde dieses an den Kanten vorstehen, was aber vom Gefühl nicht der Fall ist.

Auch was das Silikon Armband angeht, bin ich etwas hin und her gerissen. Das Silikon ist sehr fest und fast etwas steif. Am Arm fühlt dieses sich allerdings soweit okay an und sieht auch gut aus.

Vielleicht werde ich das Armband gegen ein eigenes tauschen, vielleicht auch nicht, hier habe ich mich noch nicht entschieden. Wie auch immer, die Emporio Armani Connected nutzt normale 22mm Armbänder.

Was das Zifferblatt angeht kann ich mich wiederum nicht beschweren. Dieses ist passend zum restlichen Uhren Design schön und schlicht. Auch das Emporio Armani Logo auf dem Zifferblatt gefällt mir gut!

Dieses ist auffällig genug, dass man die Uhr als „Armani“ erkennt, aber dezent genug, dass es nicht zu penetrant ist.

Was die Zeiger angeht setzt Emporio Armani auf ein normales zwei Zeiger Design ohne Sekundenzeiger. Dafür gibt es eine „Komplikation“, welche dem integrierten Schrittzähler dient. Diese zeigt Euch an wie viel % Eures Schritt Ziels Ihr am aktuellen Tag schon erreicht habt.

Seitlich verfügt die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch über drei Tasten. Diese dienen nicht dem Einstellen der Uhrzeit, sondern können in der App diversen Funktionen, wie Laut/Leiser für Medienwiedergaben, dem Kameraauslöser usw. zugeordnet werden.

Auf der Rückseite findet sich zu guter Letzt das Batteriefach. Die Batterie in der Hybrid Smartwatch soll laut Hersteller 6 Monate halten. Aus Erfahrung mit meiner Fossil Q kann ich sagen, dass Ihr mit 6+ Monaten rechnen könnt.

Im Inneren befindet sich eine normale Knopfzelle, welche sich problemlos vom Nutzer austauschen lässt.

Die Emporio Armani Connected ist natürlich auch wasserdicht, allerdings nur 3 ATM. Heißt ein Regenschauer, Händewaschen sollte kein Problem sein. Schwimmen wäre allerdings vermutlich tödlich.

 

App und Feature

Um die Hybrid Smartwatch mit Eurem Smartphone zu verbinden, benötigt Ihr die Emporio Armani Connected App. diese ist grundsätzlich für IOS und Android verfügbar, funktioniert aber unter Android besser.

Dies liegt nicht an der App, welche auf beiden Plattformen erst einmal identisch ist. Allerdings schränkt IOS 3. Anbieter Apps stärker ein, was den Zugriff auf Benachrichtigungen angeht, als Android.

Für diesen Test habe ich die Emporio Armani Connected auch mit einem Android Smartphone genutzt.

Starten wir bei den Basics. Um die App zu nutzen, müsst Ihr Euch zunächst ein Konto beim Hersteller anlegen, was schnell gemacht ist.

Anschließend geht es an das Verbinden der Uhr. Dies funktioniert weitestgehend automatisch. Startet in der App den Suchvorgang und haltet an der Uhr die mittlere Taste gedrückt bis diese einmal vibriert.

Das war es auch schon!

Was kann die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch denn nun alles?

  1. Schritte zählen
  2. Euren Schlaf überwachen
  3. Euch über Benachrichtigungen Informieren

Dies wären die großen drei Punkte. Gehen wir diese nun einzeln durch.

Auf der Startseite der App erwartet Euch zunächst immer eine Übersicht über Euer aktuelles Schrittziel und wie viele Schritte Ihr schon zurückgelegt habt.

Neben der Anzahl der Schritte wird Euch auch eine Distanz angegeben, wie auch ein Kalorien Verbrauch. Diese beiden Werte sind allerdings keine Messwerte, sondern werden anhand Euerer Größenangabe und der Schrittzahl errechnet.

Die Messung der zurückgelegten Schritte schein erfreulich akkurat zu funktionieren! Auch werden normale Armbewegungen sauber von echten Schritten unterschieden. Ich will damit natürlich nicht sagen, dass die Emporio Armani Connected so genau arbeitet wie eine XXX Hundert € Fitness Watch, aber die Werte sind absolut plausibel und halten auch den Vergleich mit einer Apple Watch stand.

Wo die Emporio Armani Connected App etwas schwächelt ist bei der Historie. Es gibt keine schönen Graphen über Eure Schritte der letzten X Tage oder Ähnliches. Ihr könnt zurückblättern, aber das ist etwas mühselig gelöst.

Ihr könnt Eure Daten automatisch in die Google fit App exportieren, welche Euch eine etwas bessere Übersicht bietet, dennoch sehe ich hier in der Emporio Armani Connected App noch etwas Verbesserungspotenzial was die Auswertung angeht.

Neben dem Zählen Eurer Schritte ist die Schlafüberwachung der zweite große Punkt. Die Emporio Armani Connected erkennt dafür automatisch wenn Ihr einschlaft und unterteilt Euren Schlaf in leichte, tiefe und wache Phasen.

Erneut funktioniert dies erfreulich gut und unproblematisch! Sämtliche hier gelieferten Werte wirken plausibel und decken sich mit meinen Beobachtungen.

Eins der für mich spannendsten Featuren sind die Benachrichtigungen. Die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch kann Euch bei eingehenden Benachrichtigungen informieren. Dies geschieht über das Ziffernblatt und eine kurze Vibration.

In der Emporio Armani App könnt Ihr Apps festlegen von welchen Ihr eine Benachrichtigung auf der Uhr erhalten wollt. Beispielsweise könntet Ihr hier WhatsApp auswählen und für diese App eine Zeigerposition festlegen.

Erhaltet Ihr nun eine WhatsApp Nachricht vibriert die Uhr einmal kurz und die Zeiger Springen auf eine von Euch festgelegte Position, wo diese ein paar Sekunden verweilen, ehe sie auch die normale Position zurückwandern.

Dies erlaubt es Euch auch ohne Blick auf das Smartphone zu erkennen welche App Euch gerade eine Benachrichtigung geschickt hat.

WhatsApp könnte alle Zeiger auf der 1 haben, Facebook alle auf der 3, eMail alle auf der 6 usw.

Im Gegensatz zu einigen anderen Fitness Armbändern könnt Ihr bei Emporio Armani Connected wirklich frei alle Apps wählen die Ihr auf dem Smartphone installiert habt.

Kommen wir zu guter Letzt noch auf die drei Tasten an der Seite der Uhr zu sprechen. Diesen könnt Ihr unterschiedliche Funktionen zuweisen. Beispielsweise könntet Ihr die letzte Benachrichtigung aufrufen, falls Ihr gerade nicht hingesehen habt was die Zeiger der Uhr machen, Musik pausieren/fortsetzen, die Lautstärke Eures Smartphones regeln, den Kamera Auslöser betätigen usw.

 

Fazit

Bei der Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch muss man zwischen zwei Punkten unterscheiden, dem Design und der Technik.

Emporio Armani setz hier auf „Fossil“ Technik. Das bedeutet Elektronik und auch die App wird von Fossil für Emporio Armani hergestellt.

Daher ist diese Hybrid Smartwatch mit technisch und Funktional mit den Modellen von Fossil, Diesel, Skagen usw. mehr oder weniger identisch.

Dies ist allerdings nichts Schlechtes, denn die Technik und auch die App ist soweit gut ausgeklügelt. Die Emporio Armani Connected zählt akkurat Eure Schritte und auch das Benachrichtigungs-System funktioniert sehr gut!

Ihr könnt Apps festlegen und wenn Ihr von diesen eine Benachrichtigung erhaltet, springen die Zeiger auf eine von Euch zuvor festgelegten Position. Hierdurch lässt sich auch ohne Display erkennen welche App etwas von einem möchte.

Es gibt zwar auch noch etwas Verbesserungspotenzial in der App, eine bessere Historie zum Beispiel. Im Allgemeinem kann ich hier als normal Nutzer nicht klagen. Für Sportler die wünschen, dass die Uhr automatisch zwischen laufen, gehen usw. unterscheidet gibt es natürlich bessere Modelle.

Kommen wir damit zum Design. Hier überlasse ich Euch einfach mal das Urteil. Ich finde die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch ART3010 sehr schick und die Verarbeitungsqualität ist soweit in Ordnung.

Diese ist nicht die größte Uhrmacherkunst auf dem Planeten, macht aber dennoch einen guten Eindruck.

Sollte Euch die Uhr nicht gefallen, schaut Euch die anderen Armani, Diesel, Fossil, Skagen Modelle an.

Unterm Strich bin ich aber mit meinem Kauf sehr zufrieden. Für rund 200€ macht die Emporio Armani Connected Hybrid Smartwatch einen sehr guten Job. Diese Empfehlung kann man auch für die anderen Hybrid Smartwatches mit Fossil Technik übernehmen.

Der neue ASUS MX38VC 24:10 Monitor im Test

Der MX38VC ist der neuste Monitor in der ASUS Design Serie. Dieser soll sich an den typischen Allround-Nutzer richten, wie aber auch an die Minimalisten.

Hierfür besitzt der ASUS MX38VC neben einem gigantischen 37,5 Zoll Panel diverse interessante Feature, wie ein kabelloses Ladepad, USB C Charging und Lautsprecher von Harman Kardon.

Aber wie steht es um die Bildqualität? Rechtfertigt diese und die diversen Bonus-Funktionen den durchaus gehobenen Preis von über 1000€?

Finden wir dies im Test des ASUS MX38VC heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS die mir den MX38VC für diesen Test ausgeliehen haben!

 

Der ASUS MX38VC im Test

Mit 37,5 Zoll ist der ASUS MX38VC schon ein ziemlicher Brocken an Monitor! ASUS hat hier allerdings einen guten Job gemacht dieses große Panel in ein möglichst kompaktes Gehäuse zu packen.

So besitzt der MX38VC wie es sich für einen Monitor Baujahr 2019 gehört angenehm kleine Displayrahmen. Im ausgeschalteten Zustand sind diese beispielsweise kaum bis gar nicht sichtbar, da diese mit dem Panel bzw. der oberen Schutzschicht bündig sind.

Erst eingeschaltet kann man die Displayrahmen erkennen und selbst dann sind diese angenehm klein und nicht störend, selbst wenn Ihr trotz 37,5 Zoll auf ein Multi Monitor Setup setzen solltet.

Was das Design angeht setzt ASUS auf eine schlichte Optik. So findet sich auf der Front lediglich eine silberne Deko Leiste, welche etwas die Blicke auf sich lenkt. Dies gilt allerdings auch für den Aluminium/Glas Standfuß, welcher noch über einen zusätzlichen Trick verfügt.

ASUS hat hier ein 15W QI Ladepad integriert. Dieses erlaubt es Euch Euer Smartphone, wie das iPhone Xs, Samsung Galaxy S9 usw. während der Arbeit einfach kabellos zu laden. Ein nettes Gimmick!

Der Standfuß wirkt auch generell sehr gut und stabil gearbeitet. Der Monitor steht trotz seiner Größe angenehm sicher.

Allerdings könnt Ihr leider die Höhe des Monitors nicht einstellen! Auch lässt sich der Standfuß nicht abnehmen oder gegen einen VESA Mount austauschen. Dieser erlaubt lediglich eine Verstellung des Blickwinkels. Besser als nichts, aber dennoch etwas schade.

Die Rückseite des ASUS MX38VC ist aus einem einfachen Kunstsoff gefertigt. Das Design des MX38VC lässt sich im Allgemeinen also als recht schlicht bezeichnen. Dies ist allerdings auch nicht überraschend, denn der Monitor stammt schließlich nicht aus ASUS Gaming Serie, sondern aus der Design Serie.

Was die generelle Wertigkeit angeht, würde ich den Monitor als solide einstufen, aber dieser ist auch nicht so massiv gearbeitet wie beispielsweise die Konkurrenzmodelle aus dem Hause Dell.

Bonuspunkte gibt es aber für das sehr gute OSD und seine gute Steuerung! Hierfür hat ASUS einen kleinen Joystick auf der Unterseite des Monitors angebracht. Dieser besitzt fünf Positionen und erlaubt eine wirklich komfortable Bedienung des MX38VC. Vorbildlich!

 

Anschlüsse

Was die Anschlüsse angeht, ist der MX38VC erfreulich vielfältig. Dieser verfügt über einen Displayport 1.2 Anschluss, zwei mal HDMI 2.0 und einmal USB C für das Bildsignal.

Zusätzlich sind zwei USB 3.0 Anschlüsse angebracht und ein Audio Ausgang.

Der USB C Port ist für Nutzer von Ultrabooks, wie den ASUS Zenbook, dem Dell XPS oder natürlich auch den Apple MacBook Pros sehr spannend!

Neben der Übertragung des Bild und Ton Signals erlaubt dieser auch das Ansteuern der USB Ports und die Stromversorgung Eures Notebooks mit bis zu 60W via USB Power Delivery!

Somit kann der ASUS MX38VC glatt als mini Dockingstation genutzt werden!

Einen kleinen Punktabzug bekommt der MX38VC allerdings für das externe Netzteil, welche ich immer etwas unpraktisch finde.

 

Das Displaypanel

ASUS setzt beim MX38VC auf ein gebogenes 37,5 Zoll IPS Panel mit einer Auflösung von 3840×1600 Pixeln. Damit besitzt der Monitor horizontal eine UHD „4K“ Auflösung, ist aber vertikal sozusagen etwas enger zugeschnitten als 4K.

Dies ist aber schon ein stück mehr Auflösung als es die gängigen 21:9 Monitore mitbringen. Diese erreichen meist lediglich 3440×1440 Pixel, was 4,953 Millionen Bildpunkten entspricht. Der ASUS MX38VC hingegen verfügt über 6,144 Millionen Bildpunkte, also gute 25% mehr.

Dies sieht man in der Praxis allerdings zugegeben nicht, was natürlich an der kolossalen Größe von 37,5 Zoll liegt. Gängige 21:9 Monitore haben meist nur 34 Zoll und 3440×1440 bei 34 Zoll entspricht einer ähnlichen Pixeldichte wie 3840×1600 bei 37,5 Zoll.

Dies soll aber natürlich nicht bedeuten das der ASUS MX38VC unscharf ist, ganz im Gegenteil. Text und gerade Bilder/Videos wirken mehr als ausreichend scharf und detailliert.

Ja in einem direkten Vergleich zu einem regulären 4K Monitor ist ein gewisser Unterschied in der Schärfe zu erkennen, aber ohne direkten Vergleich fällt dies kaum auf.

Der Sprung zu Full HD wiederum ist groß! Hier wirkt der ASUS MX38VC signifikant schärfer.

Was die Bildwiederholungsrate angeht, setzt der ASUS MX38VC auf 75Hz. Mehr ist vermutlich aufgrund Bandbreitenbeschränkungen von DisplayPort/HDMI aktuell auch nicht möglich bei solch einer Auflösung.

Bei dem verbauten Panel wird es sich vermutlich um das LM375QW1-SSA1 aus dem Hause LG handeln, welches auch bei vergleichbaren Konkurrenzmodellen zum Einsatz kommt und auch das einige bekannte 37,5 Zoll Panel auf dem Markt ist.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

Starten wir mit der Helligkeit in den eigentlichen Test. ASUS gibt diese mit den typischen 300 cd/m² an. Leider sagt dieser Wert nur bedingt viel aus, da es sich hier um einen Standardwert handelt, welche 80% aller Hersteller an ihre Monitore schreiben.

Wie sieht es aber in der Praxis aus?

Mit 315 cd/m² im Maximum übersteigt der ASUS MX38VC leicht die Herstellerangabe. 315 cd/m² eine sehr vernünftige Helligkeit, welche in der Praxis völlig taugen sollte! Zumal der Monitor auch über eine mattere Beschichtung verfügt.

Diese ist hier allerdings etwas spiegelnder als bei vielen anderen matten Monitoren, habe ich zumindest das Gefühl. Hierdurch wirken Farben aber auch einen Hauch klarer und satter.

Was die Ausleuchtung angeht erlaubt sich der MX38VC keine größeren Patzer. Diese ist wie üblich natürlich nicht ganz perfekt, zeigt aber laut Messgerät nur eine Abweichung von maximal +-7%, was stark ist.

Auch subjektiv gibt es keine größeren Abweichungen und Ungleichmäßigkeiten. Im oberen Bereich ist der Monitor vielleicht einen Ticken heller, aber dies ist nicht groß störend.

Ich würde die Ausleuchtung also als gut einstufen!

 

Kontrast

In seinem Reviews Guide spricht ASUS leider nur von einem Kontrast von „100.000.000:1“. Dies ist natürlich ein dynamischer Kontrast, welcher in der Praxis keine Rolle spielt.

Wie gut ist aber der Kontrast des MX38VC in der Praxis?

Mit 1:690 fällt der maximale Kontrast des MX38VC eher mittelmäßig aus. Für einen IPS Monitor dieser Größe ist ein Kontrast von 1:500-1000 in der Regel normal. Der Kontrast fällt damit beim MX38VC nicht zu niedrig aus, ist aber eher im unteren Bereich angesiedelt.

Wollt Ihr einen höheren Kontrast, müsst Ihr zu einem Monitor mit VA Panel greifen, allerdings fällt der Kontrast subjektiv nicht schlecht aus! Der Unterschied zwischen 1:690 und 1:800, was bei einem IPS Monitor schon sehr gut wäre, ist einfach praktisch recht klein.

Schwarz ist ausreichend dunkel und auch in Filmen stimmen die hell/dunkel Kontraste. Sofern Ihr keinen OLED Fernseher oder Ähnliches gewohnt seid wird der MX38VC hier nicht enttäuschen, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.

 

Farbraum

ASUS gibt lediglich eine 99% Abdeckung des sRGB Farbraums beim MX38VC an. Angaben zu DCI oder AdobeRGB fehlen. Dies ist immer ein Zeichen dafür, dass diese Werte nicht spektakulär sein werden. Schauen wir uns das aber mal in der Praxis an.

Die 99% Abdeckung des sRGB Farbraums kann ich bestätigen! Mich wundert es das ASUS nicht mit einer 100% sRGB Abdeckung wirbt, wie es viele andere Hersteller machen, die das gleiche Panel nutzen.

In der Regel runden die meisten Hersteller bei 99% auf 100% auf, was aufgrund der üblichen Messchwankungen kaum auffällt. Man kann es ASUS hier also positiv anrechnen, dass sie ehrlich sind.

Der größere AdobeRGB Farbraum wird zu 75% dargestellt, was soweit völlig in Ordnung ist! 75% AdobeRGB ist nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht.

Positiv ist zudem die Kalibrierung von Haus zu bewerten, welche durchgehend ein Delta E von kleiner/gleich 2 erreicht!

Damit könnt Ihr den ASUS MX38VC problemlos auch für eine semi-professionelle Foto und Videobearbeitung nutzen.

 

Lautsprecher

ASUS wirbt beim MX38VC mit „Premium Audio“ welcher aufgrund einer Zusammenarbeit mit Harman Kardon entstanden ist.

So verfügt der Monitor über zwei Lautsprecher mit jeweils 10W Leistung. Ordentlich! Aber klingen diese auch gut?

Ja durchaus! Diese haben ein gutes Volumen und einen vergleichsweise starken Bass, zumindest für integrierte Lautsprecher.

Auch die Höhen und Mitten sind sehr ordentlich. Allerdings hört man auch, dass der Ton hinter dem Monitor hervorkommt. Höhen sind daher nicht ganz so brillant wie man dies von richtigen Lautsprecher erwarten könnte.

Also nein mit dem ASUS MX38VC werdet Ihr keine richtige Lautsprecher ersetzen können, aber wenn es Euch nur um ein paar Youtube Videos geht oder Ihr einfach keine separaten Lautsprecher wollt taugen diese völlig!

Der ASUS MX38VC hat die besten integrierten Lautsprecher die ich in einem PC Monitor bisher gehört habe.

Interessanterweise verfügt der MX38VC über integriertes Bluetooth. Ihr könnt ein Smartphone mit dem Monitor koppeln um Musik über die integrierten Lautsprecher wiederzugeben.

Dies ist auch ein sehr einmaliges Feature!

 

Der ASUS MX38VC in der Praxis

In der Praxis wird ein großer Teil der Nutzungserfahrung von der schieren Größe des Monitors geprägt. 37,5 Zoll im 24:10 Format ist riesig!

Hier hilft allerdings die Biegung ein gutes Stück. Bevor ich meinen ersten Ultra Breiten Monitor gekauft hatte, hielt ich die Biegung für ein Marketing Gimmick. Wie man ja auch auf den Bildern erkennen kann ist diese ja subjektiv nicht super stark ausgeprägt, auch wenn die Biegung auf dem Papier mit 2300R durchaus schon größer ist.

Diese reicht aber völlig damit man die Ränder des Monitors gut im Blick hat und vor allem in Spielen ein gewissen mittendrin Gefühl.

Für Spiele bringt der ASUS MX38VC auch noch diverse interessante Feature mit, wie beispielsweise ein „Hardware“ Fadenkreuz, einen Timer, FPS anzeigen usw.

Aber nicht nur in Spielen macht solch ein Monitor Spaß! Auch was die Produktivität angeht, ist 24:10 ein tolles Format! Die meisten populären Anwendungen wie von Adobe und Co. skalieren sauber auf das Format des ASUS MX38VC und bieten sogar produktive Vorteile gegenüber 16:9, da einfach mehr ins Bild passt.

Auch ist es natürlich möglich mit einem 24:10 Monitor ein Multimonitor Setup zu ersetzen. Hiervon bin ich allerdings nicht so der Fan. Ich habe zwei Monitore für eine bessere Organisation meiner Fenster und obwohl natürlich ein 24:10 mehr Platz bietet, fällt das Sortieren der Fenster auf einem Monitor etwas schwerer als auf zwei separaten. Aber dies hängt natürlich vom jeweiligen Nutzer ab. Ich nutze privat einen 21:9+16:9 Monitor.

Positiv fällt mein Fazit zum USB C Port und den verbauten Lautsprechern aus. Nutzt Ihr beispielsweise ein Apple MacBook Pro 13 oder vergleichbares Windows Notebook reicht ein Kabel völlig aus und Display, Ton, Strom und Daten sind verbunden.

Gerade wer sein Notebook sowohl portabel wie auch zu Hause nutzt wird diese eine Kabellösung sehr mögen!

Selbiges gilt für Nutzer die ein sehr Cleanes Setup wünschen, welches dank der guten intrigierten Lautsprecher durchaus möglich ist.

Was die Bildqualität angeht bin ich sehr zufrieden mit dem ASUS MX38VC! Man merkt, dass dieser ein Oberklasse-Monitor ist.

Farben, die Bildschärfe (auch unabhängig der Auflösung) und der generelle Bildeindruck ist sehr stimmig.

Dies fällt nicht nur bei der klassischen Bildbearbeitung auf, auch in Spielen haben viele Elemente mehr Facetten und Schattierungen, welche vorher vielleicht gar nicht aufgefallen sind.

 

Strom

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.

Leistungsaufnahme in Watt

Dieser hängt natürlich wie meist üblich von der eingestellten Helligkeit ab. Im Maximum benötigt der Monitor 60W, ohne die diversen Zusatzfunktionen wie kabelloses Laden usw.

Dreht Ihr die Beleuchtung auf 0% sinkt der Stromverbrauch auf 27,8W.

 

 

Fazit

Der ASUS MX38VC ist ein herausragender Monitor! Dieser kann in allen Bereichen, ob nun Office, Gaming oder doch im Multimedia voll überzeugen.

Dies liegt natürlich zunächst an der hohen Auflösung und guten Bildqualität, welche auch durchaus für eine semi-professionelle Foto und Video Bearbeitung taugt. Es gibt hier natürlich noch bessere Monitore in der 1000€ Preisklasse, aber diese sind dann nicht mit so vielen Zusatzfunktionen ausgestattet und besitzen vor allem nicht den tollen 24:10 Formfaktor!

Ja 24:10 ist der Formfaktor, sowohl für Gamer wie auch für die Produktivität. Die zusätzliche Breite sorgt in Spielen für ein mittendrin Gefühl, wozu auch die Biegung beiträgt, und in Anwendungen wie Adobe Lightroom für mehr Elemente auf kleinem Raum.

Zusätzlich hat ASUS den MX38VC mit vielen interessanten und auch nützlichen Zusatzfunktionen ausgestattet. Hierzu zählt das QI Ladepad für Euer Smartphone, die sehr guten Lautsprecher oder auch der USB C Port welcher Euer Notebook falls unterstützt mit bis zu 60W laden kann.

Aufgrund davon bietet sich der MX38VC auch für Nutzer des 13 Zoll MacBook Pros sehr an!

Das Einzige was ich vielleicht kritisieren würde, ist der Standfuß, welcher leider keine Höhenverstellung zulässt. Abseits davon ist aber der ASUS MX38VC ein sehr rundes Paket für den klassischen allround Nutzer!

Acronis True Image 2019 im Test, das beste Backup-Tool?

Backups sind auch bei modernen Computern absolut essenziell! Dies ist auch so ziemlich jedem Nutzer bekannt, dennoch werden Backups gerne mal „vergessen“, gerade wenn man diese manuell auf eine externe HDD oder Ähnliches macht.

Auch in meinem Freundes- und Familienkreis kenne ich einige Personen die mir immer hoch und heilig versprechen Backups zu machen, es dann aber vergessen, vor sich her schieben.

Daher setze ich gerne auf Programme welche automatisch Backups ausführen, so dass diese zuverlässig im Hintergrund durchlaufen. Das bekannteste und auch „ältesten“ Backup-Programm ist ohne Frage Acronis True Image, welches mittlerweile in der 2019er Version vorliegt.

Aber ist Acronis True Image im Jahr 2019 noch wirklich 50€+ wert? Verrichtet dieses zuverlässig seinen Job und was gibt es alles für Bonus Feature?

Klären wir all diese Fragen in einem kleinen Test!

An dieser Stelle vielen Dank an Acronis für einen Test-Key für True Image 2019!

 

1 Jahr oder unendlich?

Acronis bietet Euch mehrere Pakete an, wenn Ihr Euch für True Image 2019 interessiert.

Das Basis Paket beinhaltet nur True Image 2019 und ist ein einmal Kauf für einen Computer für +- 50€. 3 Computer kosten 79€ und 5 Computer 99,99€.

Neben dieser Version gibt es aber auch eine „Advanced“ bzw. „Premium“ Version für 50€ bzw. 100€ pro Computer pro Jahr!

In diesen Versionen sind einige Zusatz-Funktionen wie Cloud-Backup und -Funktionen, End-zu-End-Verschlüsselung, Backup und Recovery von Social Media-Daten usw. enthalten.

Das Wichtigste ist aber das Cloud Backup! Bei Advanced gibt es 250GB und bei Premium 1TB. Ihr könnt auch bis zu 5TB Upgraden (260€).

Klingt im ersten Moment recht teuer, ist es aber nicht. Bei den meisten Cloud Anbietern zahlt Ihr pro TB 10€ im Monat.

Braucht Ihr natürlich die Cloud Funktionalität nicht recht auch die Standard Version völlig, welche kein „Ablauf Datum“ mitbringt.

 

Acronis True Image 2019 im Test

Acronis setzt bei True Image 2019 auf ein erfreulich modernes Design! Alle Einstellungen und Funktionen sind unter großen und gut gekennzeichneten Schaltflächen angebracht.

Auch Icons und Bilder sind durchaus als hochwertig zu bezeichnen. Ja Acronis True Image versucht sich eher an den Normalnutzer zu richten, als an die IT-Profis, was aber erst einmal nichts Schlimmes ist.

Was mir allerdings beim ersten Start vielleicht etwas fehlt, wäre eine Art automatische Ersteinrichtung. True Image präsentiert Euch zwar eine brauchbare Schnellstart-Anleitung, aber Ihr müsst Euch dann selbst durchklicken.

Für jeden auch nur halbwegs technikbegabten Nutzer kein Problem, aber für absolute Neulinge wäre doch eine optionale Auto-Erst-Einrichtung mit den üblichen Standardeinstellungen klasse.

Dies wäre hier auch kein Problem, denn Ihr erhaltet von Haus aus satte 1TB Speicher in der Arconis Cloud!

Auch was den Funktionsumfang angeht, bin ich etwas zweigeteilt. Acronis hat sehr viele Funktionen in True Image untergebracht, auch viele die über das klassische Backup Programm hinaus gehen.

Dies wäre beispielsweise der Ransomware Schutz von Acronis, welcher in der Standard Einstellung permanent mit im Hintergrund läuft, Möglichkeiten Daten zu archivieren, eine Synchronisation-Feature usw.

Der Ransomware Schutz überprüft ähnlich wie ein Virenschutz permanent alle Prozesse die auf Eurem Computer laufen. Ändert nun ein Prozess reihenweise Daten wird dies blockiert und Ihr erhaltet eine Meldung.

Ebenso werden so auch die Backup-Dateinen von True Image geschützt. Durchaus praktisch, frisst aber natürlich auch etwas Systemleistung.

Mehr Funktionen sind natürlich erst immer erfreulich, aber eine Option bei der Installation nur die Teile zu wählen die man wirklich haben will wäre doch ein großer Pluspunkt, den True Image 2019 aktuell leider nicht bietet.

Hierdurch ist True Image 2019 ein recht modernes und umfangreiches Programm, aber auch gleichzeitig recht „schwer“. Suboptimal für die Nutzer die nur ein einfaches und zuverlässiges Backup Programm suchen, was True Image 2019 durchaus ist!

 

Die Backup-Funktionalität

Schauen wir uns das wichtigste Feature einmal im Detail an. Backups mit True Image 2019 sind sehr einfach aufgebaut.

Ihr wählt die Quelle und das Ziel des Backups. So könnt Ihr nur einzelne Ordner sichern, oder auch wirklich komplette Laufwerke.

Backups können entweder auf einem externen/internen Laufwerk, in der Acronis Cloud oder auch auf einem Netzwerklaufwerk gespeichert werden.

Ich habe alle drei Speicherorte ausprobiert und diese funktionierten alle drei tadellos! Positiv ist anzumerken das Ihr bei der Acronis Cloud auch Deutschland als Speicherort auswählen könnt! Eure Daten werden also nicht in die USA oder nach Asien gesendet, klasse!

Unter den Optionen könnt Ihr dann noch wichtige weitere Informationen festlegen, wie einen Zeitplan (Ihr könnt hier die Intervalle sehr frei einstellen), das Backup-Schema und die Kompression.

Bei der Art der Backups stehen inkrementelle, differentielle und komplette Backups zur Auswahl.

Bei kompletten Backups wird jeweils alles gesichert, inkrementelle und differentielle Backups sichern aber nur die jeweiligen Unterschiede zur Ausgangsversion.

Heißt, am ersten Tag wird bei allen Methoden ein vollständiges Systembackup angelegt. Ab Tag zwei werden bei inkrementellen oder differentiellen Backups jeweils nur die Änderungen zu Tag 1 gesichert.

Ab Tag drei beginnen die Unterschiede zwischen inkrementellen und differentiellen Backups.

Differentielle Backups speichern immer die Unterschiede zwischen Tag 1 und dem jeweiligen Tag.

Inkrementelle Backups speichern jeweils den Unterschied zum vorangegangen Tag. Der Vorteil ist hier, dass inkrementelle Backups nochmals deutlich weniger Speicherplatz benötigen als differentielle Backups.

Der Nachteil ist, dass inkrementelle Backups für das jeweilige Programm schwerer wieder herzustellen sind und vor allem, dass mehr schiefgehen kann.

Sollte ein Backup in der Kette kaputt sein, ist das komplette Backup im schlimmsten Fall hinüber.

Zwar sollte man von sowas nie ausgehen aber gerade wenn es um wichtige Dateien geht, machen vielleicht differentielle Backups mehr Sinn.

Zwar ist hier der Speicheraufwand etwas höher, aber auch die Sicherheit gegenüber Fehlern mehr geboten.

Habt Ihr alles eingestellt, könnt Ihr das Backup starten. Dieses läuft auf Wunsch unsichtbar im Hintergrund durch.

True Image nutzt hier ein eigenes Format für die Backups, TIB. TIB Dateien kann man sich wie ZIP oder RAR Archive vorstellen, die allerdings nur von True Image geöffnet werden können. Dafür sind diese aber auch komprimiert, im Gegensatz zu einer einfachen 1 zu 1 Kopie.

Daten wiederherstellen könnt Ihr entweder direkt über True Image oder über einen Recovery USB Stick den True Image für Euch anfertigen kann. Hier könnt Ihr einzelne Daten auswählen oder auch komplette Partitionen wiederherstellen.

Vom Recovery USB Stick könnt Ihr auch, ohne True Image installiert zu haben, einfache Backups bzw. Systemabbilder anfertigen.

 

Performance und Kompression

Acronis True Image 2019 ist gerade was den Backupprozess angeht ein angenehm flottes Programm! Im Normalfall wird dieses nur vom Tempo Eurer Festplatten/SSDs limitiert.

Da True Image alle Dateien in eine große Datei packt, werdet Ihr auch nicht von vielen kleinen Dateien ausgebremst, welche meist 1 zu 1 Kopien recht langsam machen.

So konnte ich im Normalfall Geschwindigkeiten von 250-320MB/s beobachten, mit welchen sich True Image durch Eure Daten arbeitet. Das Tempo fällt natürlich kleiner aus wenn Ihr auf eine langsamere externe HDD oder von einer HDD sichert.

Auch hängt das Tempo stark von der Kompression ab.

Für diesen kleinen Test habe ich meinen PC einmal ohne Kompression, mit mittlerer Kompression und mit maximaler Kompression gesichert. Insgesamt handelte um rund 511GB Daten, die auf ein NAS (10Git ca. 350MB/s maximales Tempo) gesichert wurden.

Spannend! Interessanterweise war die mittlere Komprimierung am schnellsten, was auch Sinn macht, da bei dieser die zu verschiebendende Datenmenge deutlich kleiner ausfällt.

Kommt keine Kompression zum Einsatz erreichte das Backup eine Größe von rund 488GB, bei einer normalen Kompression 415GB und bei der maximalen Kompression 387GB. Damit ist die Kompression von Acronis True Image 2019 erstaunlich gut!

Allerdings führt gerade die maximale Kompression zu einer doch sehr hohen CPU Last! Ohne Kompression veranschlagt True Image bei meinem AMD Ryzen 1800x rund 6% Last, mit normaler Kompression 28% und mit maximaler Kompression gibt es eine konstante 100% Last.

Daher war auch die normale Kompression am schnellsten. Hier gab es weniger Daten zu übertragen + die CPU war nicht der Flaschenhals. Ohne Kompression vielen rund 73GB mehr Daten an die übertragen werden mussten und bei maximaler Kompression war die CPU der Flaschenhals.

Dennoch würde ich True Image 2019 als das schnellste Backup-Programm einstufen, das ich bisher genutzt habe!

 

Fazit

Acronis True Image 2019 ist ohne Frage eins, wenn nicht sogar das beste Backup Programm auf dem Markt!

Dies liegt am modernen Design und der robusten Kern Backup-Funktion! Backups werden von Acronis True Image 2019 zuverlässig und auch schnell erstellt!

Zudem findet auf Wunsch auch eine erfreulich starke Kompression Eurer Daten statt, welche in meinem Test die Backupgröße um bis zu 35% reduzierte.

Backups können auf lokalen/externen Laufwerken durchgeführt werden, wie auch auf Netzwerklaufwerke oder in die Acronis Cloud. Letztere ist preislich ausgesprochen fair gestaltet und in einigen Paketen bereits enthalten. Klasse!

Soweit würde ich True Image 2019 glatt die volle Punktzahl geben!

Allerdings verfügt Acronis True Image 2019 auch über einige Bonus Funktionen. Teils würde ich diese als sinnvoll bezeichnen, teils blähen sie aber das Programm auch nur unnötig auf. Sucht Ihr ein reines Backup-Programm könnte dies etwas viel sein.

Es wäre hier klasse bei der Installation wählen zu können was man will und was nicht.

Dennoch bleibt Acronis True Image 2019 ein sehr gutes und zuverlässiges Backup-Programm, welches ich auch im Jahr 2019 voll empfehlen kann!

Das Anker PowerPort Atom PD 1 im Test, das kompakteste Ladegerät auf dem Markt dank GaN!

Mit dem PowerPort Atom PD 1 hat Anker ein revolutionäres Ladegerät frisch ins Sortiment aufgenommen. Warum? Das Atom PD 1 setzt als eins der ersten Ladegeräte überhaupt auf „GaN“ Komponenten, welche es erlauben deutlich kleinere Netzteile zu bauen, bei gleicher Leistung wie herkömmliche Modelle.

So wirbt Anker mit einer 40%igen Reduktion der Größe, verglichen mit Konkurrenz-Modellen. Und ja auf den ersten Blick ist das PowerPort Atom PD 1 wirklich das kompakteste USB Power Delivery Ladegerät mit 30W auf dem Markt.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage, ob das PowerPort Atom PD 1 auch wirklich gut ist, oder hat das Schrumpfen der Abmessungen irgendwelche technische Probleme verursacht?

Finden wir dies im Test des Anker PowerPort Atom PD 1 heraus!

 

Das Anker PowerPort Atom PD 1 im Test

Anker hat nicht ganz unrecht, wenn diese das PowerPort Atom PD 1 mit „so winzig wie ein Golfball“ bewerben. Für ein Ladegerät, das über 30W Leistung hat, ist das Atom PD 1 wirklich winzig!

Dieses misst gerade einmal 34,87 x 40,86 x 37,65 mm und bringt 62g auf die Waage. Dies sind aktuell für die Leistung wirklich Rekord verdächtige Werte!

In der Regel ist es allerdings bei Netzteilen kein gutes Zeichnen, wenn diese zu klein und zu leicht sind, dies ist ein Hinweis auf billige Elektronik.

Allerdings ist dies beim Anker PowerPort Atom PD 1 nicht der Fall! Anker setzt hier auf Galliumnitrid „GaN“ Komponenten. Galliumnitrid ist ähnlich wie Silizium ein Halbleiter, welcher theoretisch leistungsfähigere Komponenten wie Mosfets, Transistoren, Kondensatoren usw. ermöglicht.

Galliumnitrid bietet zwar ein gigantisches Potenzial, aber Komponenten aus diesem Material waren bisher noch nicht reif für die Serienfertigung. Bisher! Anfang 2019 scheinen die ersten Galliumnitrid Komponenten für Netzteile in die Serien-Produkten gegangen zu sein, denn neben Anker hat auch AUKEY und RAVPower Ladegeräte mit GaN Komponenten angekündigt. Anker ist allerdings der erste Hersteller, der sein Ladegerät auf den Markt bringen konnte.

Abseits der Abmessungen kann auch das Design und Haptik überzeugen! Das PowerPort Atom PD 1 besteht zum größten Teil aus einem wertigen matten Kunststoff und verfügt lediglich eine kleine Hochglanz Abdeckung auf der Front, als Akzent.

Aktuell ist das Atom PD 1 nur in der Farbe weiß verfügbar, dies könnte sich allerdings ändern.

Was die Stabilität angeht, gibt es nichts zu bemängeln. Das Ladegerät wirkt hochwertig und massiv! Es lässt sich nichts eindrücken oder verwinden.

 

Die technische Ausstattung des PowerPort Atom PD 1

Das PowerPort Atom PD 1 ist ein „Single Port“ Ladegerät. Dieses verfügt also lediglich über einen USB C Port auf der Front.

Dieser USB C Port hat es allerdings in sich und kann satte 30W Leistung nach dem USB Power Delivery Standard bieten, welche auf 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A bzw. 20V/1,5A aufgeteilt ist.

Dies ist mehr also genug Leistung für Smartphones, welche in der Regel nicht mal mehr als 18W benötigen bzw. unterstützen.

Allerdings Tablets wie das Apple iPad Pro 11, die Nintendo Switch oder auch Notebooks wie das Apple MacBook können durchaus die vorhandenen 30W voll nutzen!

Wichtig, mehr Leistung ist nie ein Problem! Selbst wenn Euer Smartphone maximal 10W aufnehmen kann, wird dieses problemlos an einem Ladegerät wie dem PowerPort Atom PD 1 laden.

Wirklich so kompakt?

Das wichtigste Merkmal beim PowerPort Atom PD 1 sind natürlich die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht.

Aber wie klein ist das Atom PD 1 wirklich? Hierfür habe ich einfach mal ein paar andere USB Ladegeräte vermessen und die Größe und das Gewicht ins Verhältnis zur Leistung gesetzt.

Größer = besser

Ja Anker hat recht, das PowerPort Atom PD 1 ist wirklich ein sehr kompaktes USB Power Delivery Ladegerät für seine Leistung! Dieses ist nur minimal größer als das ebenfalls sehr kompakte 18W USB Ladegerät von Apple, bietet aber dabei fast das doppelte an Leistung!

 

Der Test

Starten wir mit den Basics. Anker verspricht beim Atom PD 1 30W Leistung in einem kompakten Gehäuse, wird dieses Versprechen gehalten?

Ja! Wie beworben kann das Ladegerät bis zu 20V 1,5A liefern, also 30W. Auch meinen Dauerbelastungstest, bei welchem ich das Ladegerät 12 Stunden lang 100% ausgelastet habe, zeigten sich keine Auffälligkeiten.

Ja das PowerPort Atom PD 1 wird mit 45-50 Grad an der heißesten Stelle durchaus etwas wärmer, aber dies ist bei solch einem kompakten Ladegerät zum einen nicht überraschend, zum anderen sind 45-50 Grad bei Dauerlast auch nicht kritisch.

Wo wir dabei sind wie steht es um die Spannungsstabilität?

Das PowerPort Atom PD 1 ist okay geregelt. Die Spannung schwankt zwar ein gutes Stück, aber fällt bzw. steigt nie über ein Level das ich als „ungünstig“ einstufen würde. Gerade die etwas höhere Spannung bei der 5V Spannungsstufe ist tendenziell angenehm, da so Verluste durch das Ladekabel etwas kompensiert werden.

 

Ladetests

Messgeräte sind natürlich etwas feines, aber wie sieht es in der Praxis aus? Folgende Geräte habe ich am Anker PowerPort Atom PD 1 getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Google Pixel 3 XL
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Apple iPad Pro 11
  • Nintendo Switch
  • Dell XPS 13 9380
  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016

Starten wir einfach mal bei den Notebooks. Das Atom PD 1 ist nicht das „optimale“ Notebook Ladegerät. Dieses funktionierte in meinem Test problemlos sowohl mit dem Dell XPS 13 9380 (19,7V 1,45A) wie auch mit dem Apple MacBook Pro 13 Late 2016 (19,6V 1,45A), aber die maximale Leistung von „nur“ 30W bremst den Ladevorgang bei solch high Power Geräten natürlich etwas aus.

Im Office oder normalen Web-Betrieb ist das aber kein Problem! Hier kann das Ladegerät gut gegenladen. Lediglich wenn Ihr das Notebook voll auslastet, kann es bei High End Geräten passieren, dass die 30W nicht genug sind. In diesem Fall wird dann vom Akku etwas zugefüttert.

Sucht Ihr aber ein möglichst leichtes und kompaktes Ladegerät für beispielsweise Geschäftsreisen kann das Atom PD 1 aber durchaus taugen.

Perfekt ist das Ladegerät aber für die Nintendo Switch und das Apple iPad Pro! Sucht Ihr für diese Geräte ein möglichst kompaktes USB Power Delivery Ladegerät seid Ihr beim Atom PD 1 an der richtigen Adresse.

Das Apple iPad Pro 11 kann bis zu +- 30W aufnehmen, daher passt das Atom PD 1 auch perfekt! Praktisch konnte ich 14,8V und 1,83A messen, also 27,08W. Dies entspricht ungefähr dem maximalen Ladetempo des iPad Pros.

Ähnliches gilt auch für die Nintendo Switch. Die Nintendo Switch benötigt im handgehaltenen Betrieb gar nicht mal so viel Energie. Hier würde an sich auch ein 18W USB Power Delivery Ladegerät schon voll ausreichen. Allerdings benötigt die Switch für das maximale Ladetempo die 15V Spannungsstufe, welche meist bei 18W USB PD Ladegerät fehlt, nicht so hier.

Am PowerPort Atom PD 1 erreicht die Nintendo Switch 14,8V und 0,8A, was dem maximalen Ladetempo entspricht! Gedockt funktioniert das Aufladen im Übrigen nicht. Hierfür braucht es ein 45W+ USB PD Ladegerät.

Kommen wir abschließend zum den Smartphones. Grundsätzlich sollten sich alle Smartphones mit USB C am PowerPort Atom PD 1 laden, viele davon sogar schnell! In der Regel werben alle Hersteller immer nur mit Quick Charge, aber beispielsweise die High End Samsung Smartphones können genau wie die LGs, Sonys usw. entweder Quick Charge oder USB Power Delivery zum Schnellladen nutzen.

Aber es gibt natürlich auch Smartphones die USB Power Delivery als ihren primären Schnellladestandard nutzen. Dies wäre primär Google bei seinen Pixel Geräten, wie auch Apple bei seinen neueren iPhones (ab iPhone X).

Das iPhone Xs Max erreichte in meinem Test 8,88V und 1,99A (17,6W)am Atom PD 1, was das maximale Ladetempo ist. Das Google Pixel 3 XL erreichte 8,88V und 2,05A, was hier ebenfalls dem maximalen Ladetempo entspricht.

Eine Besonderheit sind Huawei Smartphones. Huawei nutzt bei seinen Flaggschiffen einen sehr schnellen, aber proprietären Schnellladestandard. Jedoch laden diese Flaggschiffe auch an USB Power Delivery Ladegeräten schnell.

Beispielsweise das Huawei Mate 20 Pro erreicht an einem normalen USB Ladegerät ca. 7W, am PowerPort Atom PD 1 13W und an seinem originalen Ladegerät 30W.

Also ja das Huawei Mate 20 Pro lädt am Atom PD 1 deutlich langsamer als am originalen Super Charge Ladegerät, aber auch deutlich schneller als an einem 0815 USB Ladegerät.

Ähnliches gilt auch fürs Mate 10 Pro, P10, P20 usw.

 

Effizienz

Die Effizienz eines Ladegeräts hängt von diversen Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist natürlich die Qualität der internen Komponenten.

Erreicht ein Ladegerätunter 80% Effizienz spricht dies entweder für ein sehr altes Design oder minderwertige Komponenten.

Allerdings ist auch die Last sehr wichtig! In der Regel ist die Effizienz eines Ladegerätes bei einer sehr geringen Last (unter 20%) sehr schlecht und auch etwas schlechter bei einer sehr hohen Last (über 90%).

Beim PowerPort Atom PD 1 kommen noch die verschiedenen Spannungsstufen hinzu. Bei Ladegeräten die mehrere Spannungsstufen ausgeben können, wie hier 5V, 9V, 15V, 20V, kann die Effizienz variieren.

Daher hier eine etwas größere Übersicht.

Wie zu erwarten weißt das Anker PowerPort Atom PD 1 bei 5V 1A, also einer recht niedrigen Auslastung, auch die niedrigste Effizienz aus. Diese liegt aber dennoch bei rund 85% und steigt bei höherer Spannung und Last immer weiter an.

Bei Volllast (20V 1,5A) erreicht das Atom PD 1 sogar knapp über 90% Effizienz, was herausragend ist!

Damit ist das Anker PowerPort Atom PD 1 das so ziemlich effizienteste USB Ladegerät das mir bekannt ist. In der Regel erreichen diese zwischen 78% und 84% Effizienz.

Der Leerlaufstromverbrauch liegt im Übrigen unter 0,2W.

 

Fazit

Ihr sucht ein super kompaktes aber dennoch ausreichend leistungsstarkes USB C Power Delivery Ladegerät? Dann seid Ihr beim Anker PowerPort Atom PD 1 an der richtigen Adresse!

Dieses kann natürlich primär durch die sehr kleinen Abmessungen und das niedrige Gewicht punkten, welche wirklich signifikant geringer sind als bei sämtlichen bisher verfügbaren USB C Ladegeräten.

Dabei bietet das PowerPort Atom PD 1 mit 30W auch genug Leistung, um viele Smartphones schnell zu laden (Google Pixel, iPhone Xs, Samsung Galaxy S9 usw.),, wie auch sehr viele Tablets und einige kleinere Notebooks.

Das Atom PD 1 ist aus meiner Sicht perfekt für die Nintendo Switch oder auch das neue Apple iPad Pro 11, welche beide hier sehr schnell laden. Selbst einige Notebooks lassen sich am Atom PD 1 laden, wie die neueren MacBooks oder das Dell XPS 13, wenn auch hier die Leistung von 30W natürlich recht knapp bemessen ist, möglich ist das Laden aber.

Trotz der kompakten Abmessungen ist das Anker PowerPort Atom PD 1 technisch selbst bei dauerhafter Last absolut in Ordnung. Daher kann ich hier problemlos eine volle Kaufempfehlung aussprechen, auch wenn der Preis mit über 30€ etwas hoch ausfällt.

Man zahlt halt aktuell noch einen kleinen Aufpreis für Galliumnitrid basierende Ladegeräte.

Das Choetech T535-S 5 Spulen kabelloses Ladepad im Test, die alternative zur Apple Airpower

Erinnert Ihr Euch noch an das Apple AirPower? Ein kabelloses Ladepad von Apple welches erlaubte mehrere Geräte gleichzeitig zu laden, egal wo diese auf dem Pad positioniert sind?

Offensichtlich erinnert sich selbst Apple nicht mehr an dieses Produkt, denn seit der Ankündigung ist von Ladepad nichts mehr zu hören. Angeblich gab es Probleme bei der Umsetzung.

Choetech hat es nun geschafft dieses Konzept eines großen Ladepads für mehrere Produkte zu verwirklichen. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Ladepads setzt Choetech hier auf satte fünf Spulen, welche im Ladepad verteilt sind.

Hierdurch müsst Ihr nicht darauf achten Euer oder Eure Smartphones genau mittig auf das Ladepad zu legen. Klingt doch interessant!

Aber wie gut ist das Choetech T535-S 5 Spulen Ladepad wirklich? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Choetech T535-S 5 Spulen Ladepad im Test

Es gibt viele „duale“ kabellose Ladepads bei Amazon und eBay, die dem Choetech auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen.

So entspricht auch das Choetech T535-S von seiner Größe und Dicke zweier normaler QI Ladepads, welche nebeneinander gelegt wurden. Dies ist hier allerdings nur die halbe Wahrheit!

Starten wir aber am Anfang. Choetech setzt beim T535-S auf ein Kunststoff Basis-Gehäuse, welches durchaus von gehobener Qualität zeugt. Die Basis wirkt ausreichend dick und ist stabil gearbeitet.

Die Oberseite des Ladepads ist aber erfreulicherweise aus einer Art texturiertem Gummi gefertigt. Dieses sollte das Abrutschen von Smartphones minimieren und wirkt auf vom Gefühl recht wertig.

Um für eine etwas bessere Kühlung zu sorgen sind Lüftungsschlitze in das Gehäuse geschnitten. Wärme und deren Abfuhr ist beim kabellosen Laden wirklich eine Herausforderung.

Mit Strom wird das T535-S über einen USB C Port auf der Rückseite versorgt. Ein passendes Ladegerät legt Choetech leider nicht bei! Ihr könnt hier entweder ein Quick Charge 3.0 Ladegerät nutzen (Optimal) oder auch ein USB PD Ladegerät (Alternativ). Die verwendeten Ladegeräten sollten aber 5V/3A und/oder 9V/3A leisten.

Zu guter Letzt ist eine kleine Status LED auf der Front angebracht.

 

Die Technik

Die Besonderheit am Choetech T535-S ist ganz klar die Technik!

Choetech setzt im Inneren des Ladepads auf fünf Ladespulen. In Eurem Smartphone ist ebenfalls eine Ladespule verbaut. Ihr erhaltet die optimale Leistung, wenn die Spule in Eurem Smartphone genau oberhalb der Spule des Ladepads liegt.

Umso größer die Verschiebung ist umso langsamer geht das Aufladen, ehe dieses komplett stoppt. Leider ist es aber nicht immer ganz einfach auszumachen wo denn die Spule im Ladepad und im Smartphone ist.

Im Choetech T535-S stecken nun fünf dieser Spulen, welche teilweise überlappend angebracht sind. Hierdurch spielt die Positionierung des Smartphones auf dem Ladepad kaum eine Rolle, da immer eine Spule getroffen wird.

Ihr könnt dabei bis zu zwei Spulen und somit auch zwei Geräte gleichzeitig Aufladen. Das Choetech T535-S unterstützt 10W, 7,5W und 5W Aufladen, je nach Smartphone. Bei Samsung Modellen wäre dies beispielsweise 10W und bei Apple 7,5W.

Generell sollten allerdings alle QI kompatiblen Geräte auf dem Choetech laden können.

 

Der Test

Beginnen wir mit den Basics. Ihr könnt für das Choetech T535-S PowerDual 5 Coils fast Wireless Charger Pad entweder ein normales 5V 2A Ladegerät nutzen oder ein Quick Charge 2.0/3.0 Ladegerät.

Nutzt Ihr ein normales Ladegerät sind die Ladespulen allerdings anscheinend auf +-5W limitiert, Ihr könnt aber weiterhin bis zu zwei Smartphones gleichzeitig laden.

Um das volle Tempo zu erreichen müsst Ihr aber ein Quick Charge Ladegerät nutzen.

Ich habe am Choetech T535 folgende Smartphones getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Samsung Galaxy Note 9
  • Huawei Mate 20 Pro

Alle drei Smartphones ließen sich problemlos aufladen!

Beim Tempo gibt es allerdings unterschiede. Leider kann ich nicht direkt messen wie schnell ein Smartphone lädt, ich kann nur den Ladestrom während des Ladevorgangs messen. Da kabelloses Laden allerdings nicht zu 100% effizient ist muss man 20-30% von diesen Werten abziehen.

Das Samsung Galaxy Note 9 erreichte gute 10,4W, das iPhone Xs Max 9,0W und das Mate 20 Pro 6,9W.

Dies sind gute, aber auch nicht außergewöhnliche Werte! Was aber klar als positiv zu bewerten ist, ist die Kühlung.

Während des Ladevorgangs sank der Ladestrom nicht merklich ab, was oftmals ein Problem ist!

So schafft das iPhone Xs Max rund 46% Akku pro Stunde, was ein klasse Ergebnis ist! Lediglich wenn Ihr zwei High Power Smartphones gleichzeitig ladet kann das Tempo um ca. 1/3 einbrechen.

Im Leerlauf frisst das Choetech T535-S im Übrigen 0,35W, was soweit okay ist. Die meisten kabellosen Ladegeräte benötigen eine Leistung in dieser Größenordnung.

Funktioniert das 5 Spulen Design? Grundsätzlich ja! Man kann sein bzw. seine Smartphones sehr frei auf dem Ladepad positionieren ohne, dass es zu Abbrüchen kommt. Wobei dies nicht ganz richtig ist. Rückt Ihr Euer Smartphone von links nach rechts kann es schon zu einem kurzen Abbruch des Ladens kommen. Dieses setzt aber sofort wieder ein sobald das Smartphone ruht.

Je nachdem wie Ihr Euer Smartphone legt, kann es zu kleineren Unterschieden kommen was den Ladestrom angeht, diese Unterschiede sind aber sehr gering!

 

Fazit

Aktuell ist das Choetech T535-S kabellose Ladegerät mit 5 Spulen nur über den Haus-eigenen online Store für rund 40$ verfügbar.

Dies ist sicherlich für ein kabelloses Ladegerät nicht billig, aber das Choetech T535-S ist ein top Produkt! Über die Optik kann man sicherlich etwas streiten, aber die Technik ist über jeden Zweifel erhaben.

Das 5 Spulen Design ist aktuell einmalig und erlaubt Euch eine sehr freie Positionierung Eures Smartphones auf dem Ladepad ohne einen negativen Einfluss auf das Tempo, oder sollte ich eher sagen Eure Smartphones, denn Ihr könnt zwei gleichzeitig laden.

Auch was das Ladetempo und das Temperatur-Management angeht, macht das Choetech T535-S einen hervorragenden Job.

Ja dies ist das beste Universal QI Ladepad das ich bisher bei Techtest im Test hatte! Daher halte ich auch den Preis von rund 40€ für vollkommen gerechtfertigt.

Der Xiaomi intelligent Linkage Air Detector im Test, Feinstaub, CO2 und Temperatur Daheim messen!

Aktuell gibt es kaum ein größeres Thema als unsere Luftqualität. Dabei muss man sich aber immer auf die Angaben von 3. Verlassen, ob dies nun unsere Regierung ist, Umwelt-Verbände usw.

Aber gibt es keine Möglichkeit die Luftqualität selbst zu messen? In einem gewissen Rahmen ja!

Es gibt diverse Messgeräte und Hilfsmittel für unterschiedlichste Werte. Beispielsweise die Netatmo Wetterstation, welche Euch über CO2 in der Luft Informieren kann.

Zu was greift man aber wenn man etwas detailliertere Werte möchte? Xiaomi bietet hier einen sehr spannenden „Air Detector“ an, welcher neben CO2 auch den immer wichtiger werdenden Feinstaub messen kann!

Hinzu kommen die üblichen Sensoren für Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit usw. und eine WLAN Anbindung.

Klingt doch spannend! Aber lohnt es sich wirklich den Xiaomi intelligent Linkage Air Detector für rund 100€ aus Asien zu bestellen?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Xiaomi intelligent Linkage Air Detector im Test

Beim Xiaomi Linkage Air Detector handelt es sich um eine 109 x 64 x 30 mm große Einheit, aus einem weißen Hochglanzkunststoff.

Diese verfügt auf der Front über ein 3,97 Zoll LCD Display, welches erfreulicherweise gut bis sehr gut aussieht. Dieses ist ausreichend scharf und Farben wirken klar. Auch die Blickwinkel sind soweit in Ordnung, auch wenn man hier etwas sieht das es sich nicht um ein absolutes High End Display handelt.

Was die generelle Verarbeitungsqualität des Xiaomi Linkage Air Detector angeht, kann ich nicht klagen! Das Gerät wirkt ausgesprochen stabil und massiv gearbeitet. Es handelt sich als nicht um ein Billigprodukt, was auch zum Preis von rund 100€ passt.

Gesteuert wird der Xiaomi Air Detector zum einen natürlich über das Display, welches ein Touchscreen ist, wie aber auch über eine Taste auf der Oberseite. Diese dient beispielsweise dem Einschalten des Gerätes.

Die Energieversorgung verläuft über einen USB C Port auf der Rückseite und den integrierten Akku. Erwartet hier allerdings keine besondere Laufzeit! Wir reden hier über ein paar Stunden Laufzeit.

Seitlich verfügt der Xiaomi intelligent Linkage Air Detector jeweils noch über „Gitter“. Im Gerät befindet sich ein kleiner Lüfter, welcher Luft für die Messungen einsaugt und auf der anderen Seite wieder auspustet. Keine Sorge dieser Lüfter ist unhörbar! Man muss wirklich sein Ohr an das Messgerät halten, dann hört man ein leises surren.

 

Die Sensoren des Xiaomi intelligent Linkage Air Detector

Um was für Sensoren handelt es sich im Xiaomi Linkage Air Detector?

  • Temperatur-Sensor
  • Luftfeuchtigkeits-Sensor
  • Feinstaub-Sensor
  • CO2-Sensor

Das Spannende für uns ist natürlich der Feinstaub-Sensor und der „CO2-Sensor“. Der Feinstaubsensor im Linkage Air Detector misst den so genannten PM2.5 Wert.

Bei PM 2.5 handelt es sich um die Messung von Partikeln die kleiner sind als 2.5 Mikrometer. Diese können durch Verbrennungsmotoren, Abrieb auf Straßen oder einfach durch Staub entstehen.

Der aktuelle PM2.5 Grenzwert liegt bei 25 ug/m³ im Jahresmittel. Wichtig ist es aber zu wissen wie denn der Linkage Air Detector diesen Feinstaub misst! Dieser nutzt hierfür das Rauchmelder Prinzip. Heißt es gibt im Inneren einen Laserstrahl durch welchen Luft gepustet wird. Befinden sich Partikel in der Luft, wird der Laserstrahl blockiert, was das Messgerät dann zählt.

Grundsätzlich eine Messmethode die völlig okay ist, aber auch recht fehleranfällig! So werden Dinge wie starker Wasserdampf (beim Kochen) oder Pollen im Frühling auch als Feinstaub gewertet, bedenkt dies.

Auch beim CO2 Sensor gibt es ein paar Punkte zu bedenken. In der Regel messen diese nicht direkt CO2, sondern die so genannten VOCs. Hierbei handelt es sich um flüchtige organische Verbindungen, wie Alkohole, Aldehyde, Ketone, organische Säuren, Amine und aliphatische sowie aromatische Kohlenwasserstoffe (Quelle).

Aus diesen Informationen wird dann der CO2 Gehalt der Luft errechnet. Weniger genau, aber dennoch aussagekräftigt was die Luftqualität angeht.

Also zusammengefasst, die Messwerte können grundsätzlich plausibel sein und wirklich sinnvolle Informationen über die Luftqualität liefern. Ihr solltet Euch aber nicht neben eine offizielle Messtation stellen und nur aufgrund des Air Detector hier irgendwelche Werte anzweifeln.

 

Einrichtung und Lokalisierung

Beim Xiaomi intelligent Linkage Air Detector handelt es sich um ein Produkt welches ursprünglich ausschließlich für den asiatischen Markt vorgesehen ist.

Daher ist die primäre Sprache auch chinesisch! Allerdings könnt Ihr auch während der Einrichtung die Sprache auf Englisch umstellen, Deutsch ist nicht vorhanden.

Den größten Teil der Einrichtung macht Ihr auch direkt auf dem Gerät. Hier meldet Ihr den Air Detector im Netzwerk an usw.

Ihr könnt diesen auch komplett ohne Netzwerkanbindung nutzen. Wollt Ihr die Daten auf dem Smartphone sehen, müsst Ihr wie üblich die Mi Home App nutzen und mit dieser einen QR Code einscannen.

Das war es auch schon was die Einrichtung angeht.

 

Funktionen

Auf dem Display des Xiaomi Air Detector habt Ihr nach dem Einschalten sechs „Home Screens“ zwischen welchen ihr durchblättern könnt.

  1. Uhrzeit + Datum + Zusammenfassung der Luftqualität
  2. Feinstaubmesswert
  3. TVOC „CO2“
  4. Temperatur + Luftfeuchtigkeit
  5. Eine Übersicht aller Werte
  6. Die Einstellungen

Sämtliche Anzeigen sind dabei ausgesprochen hochwertig und gut gemacht! Auch die generelle Ablesbarkeit des Air Detector ist sehr gut! Hier gibt es nichts zu kritisieren.

Etwas schade ist es, dass der Air Detector keinen Wetterbericht abrufen kann, was aber vermutlich daran liegt, dass wir nicht in China sind. Ansonsten funktionierten alle Funktionen bei mir tadellos.

Neben der Ansicht der aktuellen Werte könnt Ihr für alle Messwerte auch ein 12 Stunden oder 7 Tage Verlaufsdiagramm einblenden lassen. Dies geschieht alles über den sehr gut reagierenden Touchscreen.

Aber natürlich ist die Bedienung auf dem Gerät nur das eine. Ihr könnt aber auch die Mi Home App nutzen.

In der Mi Home App findet Ihr alle Werte die Ihr auch direkt auf dem Air Detector ablesen könnt, also Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 und Feinstaub „PM2.5“.

Auch findet Ihr in der App Verlaufsdiagramme und weitere Angabe wie die Werte zu interpretieren sind, ist also das Raumklima gut, zu feucht zu trocken, zu viel Staub usw.

Die Verlaufsdiagramme sind auch in der App auf maximal 7 Tage limitiert, darüber hinaus scheint Xiaomi Eure Werte nicht zu speichern.

 

Habt Ihr weitere Geräte von Xiaomi, könnt Ihr wie üblich auch Verknüpfungen erstellen. Habt Ihr beispielsweise einen Xiaomi Luftfilter (ja den gibt es) könnt Ihr programmieren, dass dieser sich automatisch ab einem gewissen Grenzwert einschaltet.  Auch könntet Ihr einen Heizlüfter (welchen es ebenfalls von Xiaomi gibt) sich automatisch einschalten lassen, wenn eine gewisse Temperatur unterschritten wird.

 

Messgenauigkeit?

Kommen wir noch zu einer Einschätzung wie vertrauenswürdig denn die Messwerte sind. Dies ist leider nicht ganz einfach zu beurteilen, da ich nicht über professionelles Equipment zur Messung von Feinstaub und CO2 verfüge.

Ich verfüge aber über eine Netatmo Wetterstation, welche CO2 Messen kann, und über ein weiteres Feinstaubmessgerät.

Was die Feinstaubmessung angeht, kann ich nur von fast identischen Werten beider Messgeräte berichten. Der Xiaomi Linkage Air Detector scheint sogar etwas genauer und bietet eine signifikant höhere Update Geschwindigkeit!

Letzteres gilt auch für CO2! Die Netatmo Wetterstation updatet ihre Werte vielleicht alle 15 Minuten, Xiaomi pro Sekunde 1-2 mal.

Beim CO2 bzw. TVOC Wert fällt ein Vergleich schwer! Netatmo misst seine Werte in PPM und Xiaomi in mg/m³ und eine Umrechnung ist mir nicht gelungen!

Allerdings wirken die Werte von Xiaomi plausibel, nur halt auf einer anderen Skala. Lüfte ich mein Büro lange nicht, kann man gut beobachten wie die Werte langsam ansteigen und schlagartig abfallen wenn man ein Fenster öffnet.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit wird ziemlich präzise gemessen. Hier konnte ich die üblichen Schwankungen von +-0,3 Grad messen.

 

Fazit

Der Xiaomi intelligent Linkage Air Detector ist sicherlich ein sehr spezielles Smart Home Gerät, aber wie ich finde ein sehr interessantes!

Es wird viel über Grenzwerte was die Feinstaubbelastung usw. geredet, aber gerade in den eigenen vier Wänden denkt kaum jemand über die Luftqualität nach, welche oftmals deutlich über diversen Grenzwerten liegt.

Es gibt durchaus einige smarte Wetterstationen welche CO2 bzw. VOCs messen können, aber Geräte die Temperatur, CO2, Feinstaub und Luftfeuchtigkeit messen können sind kaum auf dem Markt verfügbar.

Der Xiaomi Linkage Air Detector ist hier eine Ausnahme! Welche wie für Xiaomi üblich ist tadellos umgesetzt ist.

Das Gerät selbst ist hochwertig gebaut, zudem ist die Displayeinheit qualitativ sehr gut und bietet alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Zusätzlich erlaubt die Mi Home App auch eine Verknüpfung und Überwachung auf dem Smartphone. Dies funktioniert auch absolut tadellos!

Die Messwerte passen, soweit ich dies beurteilen kann. Allerdings muss man diese natürlich mit etwas Vorsicht betrachten. Beispielsweise kann Wasserdampf den Feinstaubsensor doch stark beeinflussen, während des Kochen könntet Ihr also extrem hohe Werte in der Wohnung haben.

Geht man hier aber mit etwas Verstand an die Sache und betrachtet die Werte als eine Tendenz wie gut oder schlecht die Luft gerade ist, dann ist der Xiaomi Linkage Air Detector ein wirklich hilfreiches Tool!

Aktuell ist mir auf dem Markt auch kein vergleichbares Gerät für +-100€ bekannt, das alle Sensoren mitbringt und in einem „Wohnzimmerfreundlichen Gehäuse“ verpackt ist.

Daher Daumen hoch für den Linkage Air Detector von Xiaomi!

Macht Euch auch um die Bestellung aus Asien keine Sorge! Bestellt Ihr bei Gearbest via „Priority Line“ fällt in der Regel auch kein Zoll an und der Linkage Air Detector kommt nach ein paar Wochen via DHL bei Euch an.

Der Weber Pulse 1000 im Test, der beste Elektro-Grill auf dem Markt? (inklusive Bluetooth)

Mit dem Pulse 1000 und Pulse 2000 hat Weber letztes Jahr seine neusten „High End“ Grills auf den Markt gebracht. Die Besonderheit, im Gegensatz zu den meisten anderen „großen“ Grills sind die Modelle der Pulse Serie eklektisch.

Elektrogrille sind sicherlich so eine Sache, gerade wenn man Profis fragt. Allerdings kann man auch die Vorzüge eines Elektrogrills nicht unter den Teppich kehren, gerade was die Alltagstauglichkeit angeht.

Mit dem Puls 1000/2000 verspricht nun Weber die einfache und unkomplizierte Handhabung eines Elektrogrills mit der Garqualität eines Gasgrills zu verbinden.



Für diese Kombination müsst Ihr allerdings je nach Modell und Lieferumfang zwischen 500€ und 1000€ auf den Tisch legen. Für einen Elektrogrill eine stolze Summe.

Aber genau dies habe ich gemacht und mir den Weber Pulse 1000 gegönnt. Stellt sich natürlich die Frage, war dies eine gute Entscheidung für einen Hobby Nutzer sich so ein teures Modell zu kaufen.

Bietet dieser wirklich bessere Ergebnisse als ein billiger Elektrogrill? Ist die Handhabung und Reinigung einfach? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Weber Pulse 1000 im Test, das Design

Weber setzt beim Pulse 1000 auf ein sehr modernes und ansprechendes Design. Der grundsätzliche Aufbau entspricht dabei aber natürlich dem eines typischen High End Elektro-Grills.

So setzt der Pulse natürlich auf das „Kugelgrill“ Prinzip, mit verschließbarem Deckel. Allerdings ist der Pulse 1000 wie auch der Pulse 2000 nicht rund sondern oval bis leicht kantig aufgebaut.

Dies verleiht dem Grill eine etwas aggressivere und stärkere Optik, welche mir sehr gut gefällt!

Farblich setzt Weber fast ausschließlich auf schwarzes Metall oder Kunststoff. Dieses wird lediglich von einigen silbernen Elementen und Zierleisten etwas aufgepeppt.

Unterm Strich würde ich den Pulse designtechnisch aus absolut gelungen bezeichnen! Gerade wenn Ihr einen etwas moderneren Style bevorzugt wird sich der Pulse gut einfügen.

Die Materialqualität des Grills würde ich als gut einstufen! Der Pulse 1000 ist natürlich noch etwas handlicher als der große Pulse 2000. Beide Modelle verfügen aber über praktische Seitengriffe für den Transport.

Zwar würde ich den Grill nicht als federleicht einstufen, aber dieser ist gut portabel. Gerade dann, wenn man die Eisenplatten im Inneren entfernt, welche gefühlt so viel wiegen wie der restliche Grill.

Dinge wie der Deckel sind gut und stabil verankert und wirklichen wertig beim Öffnen. Bonuspunkte gibt es beispielsweise für die Schaumstoff Verkleidung an der Innenseite des Griffs zum Öffnen des Deckels. Hierdurch fühlt sich dieser etwas angenehmer an und Wärme wird nicht ganz so stark auf die Hand übertragen. Ebenfalls vorhanden ist eine Kabelführung für den Grill, was im Alltag praktischer ist als man so denkt.

Gehen wir einmal den Aufbau des Pulse 1000 im „Querschnitt“ durch.

  1. Deckel
  2. Eisen Grillrost
  3. Heizelement
  4. Untere Schale mit Loch für das Fett
  5. Einmal Fettauffangschale
  6. Halterung für die Fettauffangschale

Würdet Ihr den Pulse 1000 einmal in der Mitte durchsägen wäre dies was Euch erwartet. So gut wie alle Teile sind modular aufgebaut. Der Grillrost lässt sich einfach herunternehmen und auch Dinge wie das Heizelement oder die untere Schale lassen sich entfernen. Letztere beiden allerdings nur durch das Lösen zweier Schrauben.

Die eigentliche Elektronik des Pulse 1000 ist komplett in einem Modul verbaut, welche auf die Front des Grills gesteckt wird. Habt Ihr dieses entfernt (was recht problemlos und auch ohne Schrauben geht) ist der Pulse 1000 grundsätzlich auch für eine Outdoor Lagerung geeignet.

Ich würde den Grill zwar so auch nicht offen ununterbrochen im Regen stehen lassen, aber theoretisch würde dieser davon keinen sofortigen Schaden nehmen.

Beim Pulse 1000 findet Ihr an der Steuerungseinheit lediglich ein Drehrad, ein Display und zwei Anschlüsse für Temperaturfühler.

Das Drehrad dient natürlich dem Einstellen der Temperatur. Grob kann man hier in drei Stufen unterteilen.

  • Niedrig 93-149 Grad
  • Mittel 176-232 Grad
  • Hoch 260-316 Grad

Natürlich gibt es diverse Feinabstufungen zwischen diesen Bereichen. Die aktuelle Innenraumtemperatur wird Euch jederzeit auf dem kleinen LCD Display angezeigt. Zusätzlich liegt ein Fleisch-Temperatur-Fühler mit im Lieferumfang.

Der größere Pulse 2000 verfügt im Gegensatz zum Pulse 1000 über zwei Temperatur Zonen und somit zwei Steuerräder.

 

Der Tisch

Ihr könnt die Pulse Grille mit oder ohne Tisch erwerben. Der Tisch kostet Euch je nach Modell 70-100€ Aufpreis. Dies ist wie ich finde okay, gerade wenn es einem auch um die Optik geht.

Mit dem Tisch wirkt doch der Pulse 1000 doch noch mal deutlich imposanter und wertiger. Der Tisch ist auch angenehm stabil, auch wenn dieser aus Kunststoff gefertigt ist.

Unterhalb des Grills gibt es wie üblich auch eine Ablage für Geschirr oder Grillgut. Beim Pulse 2000 gibt es zudem eine seitliche Ablage und Rollen. Hier bin ich etwas enttäuscht, dass dies beim Pulse 1000 fehlt!

Dennoch würde ich jederzeit wieder den Pulse 1000 + „Stand“ kaufen.

 

Das Grillen

Ihr muss gestehen kein „Grill“ Profi zu sein. Ich bin ein Amateur der in der Vergangenheit diverse Elektro Grills und Kohle Grills genutzt hat. Der Pulse 1000 ist für mich das größte Gerät mit dem ich gearbeitet habe. Bitte bedenkt dies bei meinen Ausführungen.

Vor dem Pulse 1000 habe ich zuletzt einen „Wasserkocher“ Elektrogrill genutzt. Verglichen mit diesem sind mir einige Punkte aufgefallen, nicht nur zugunsten des Pulse 1000.

Starten wir mit dem negativen Punkt, dem Tempo. Der Pulse 1000 ist langsamer als mein alter 150€ E-Grill. Das grundsätzliche Aufheizen geht an sich recht flott, dennoch benötigen gerade Bratwürste anfangs etwas länger als ich es gewohnt bin.

Erstaunlich denn die Temperatur im Grill ist mit 270-310 Grad auf höchster Stufe sehr hoch!

Ich vermute dies liegt am massiven Gusseisen Grillrost, welcher vermutlich eine Weile benötigt voll auf Temperatur zu kommen. Spätestens nach der ersten Fuhre Würste geht das Grillen aber deutlich flotter! Lediglich der erste Schub benötigt gefühlt etwas länger.

Anders ist dies bei Fleisch. Dieses wird sehr schnell gar und bekommt eine schöne Textur! Diese ist deutlich besser als auf meinem alten Grill.

Allgemein ist Fleisch und komplexere Gerichte das wo der Pulse 1000 etwas seinen höheren Preis zeigt! Bei regulären Bratwürsten müsste ich lügen wenn ich behaupte geschmacklich einen wahnsinnigen Unterschied zu erschmecken.

Bratwürste sind außen etwas knuspriger und im Inneren etwas saftiger, auch ist das „Grill Aroma“ etwas stärker ausgeprägt. Aber das ist eher ein kleiner Unterschied, welche nicht unbedingt den höheren Preis rechtfertigt.

Ein Elektrogrill schmeckt halt relativ neutral und das gilt auch für den Pulse 1000.

Bei Fleisch hingegen ist deutlich stärker ein Unterschied zu bemerken. So ist hier dieses „außen“ knusprig mit Grill Aroma und innen noch etwas saftiger deutlich stärker ausgeprägt.

Seid Ihr ein Steak Fan, dann werdet Ihr hier klar einen Unterschied bemerken zu günstigen Elektro Grills.

Meine Vermutung es liegt einfach an der Temperatur. Mit offenem Deckel bei +- 20 Grad erreicht der Pulse 1000 250 -275 Grad. Mit geschlossenem Deckel kann dieser die 300 Grad knacken.

Für einen Elektro Grill sind dies sehr beachtliche Temperaturen, welche nicht jedes Modell erreichen wird! Normale offene Wasser-Grills werden sogar kaum an die 200 Grad kommen.

 

iGrill

Um den Titel des besten Elektro Grills im Jahr 2019 zu verdienen, benötigt es mittlerweile aber schon „mehr“ als einfach nur eine gute Grillleistung und Verarbeitung.

So bringt der Weber Pulse 1000 und 2000 die „iGrill“ Funktion mit. Bei iGrill handelt es sich wie der Name schon vermuten lässt um die Möglichkeit Euren Grill mit dem Smartphone zu verbinden.

Ganz klar gesagt, dies ist ein nettes Gimmick, welches primär für etwas weniger erfahrende Grillmeister hilfreich ist.

Um iGrill zu nutzen, benötigt Ihr die Weber® iGrill® App, welche für IOS und Android verfügbar ist. Schaltet einfach den Pulse 1000 ein und startet die App. Diese verbindet sich automatisch via Bluetooth mit dem Grill.

In der iGrill App könnt Ihr zunächst die Temperatur sehen die Ihr im Grill habt, was aber nicht so wichtig ist da diese auch direkt auf dem Grill angezeigt wird, zudem könnt Ihr aber auch die Temperatur der Fühler sehen.

Beim Pulse 1000 gibt es einen Fühler, beim Pulse 2000 zwei Fühler.

Diese Fühler könnt Ihr ins Fleisch stecken um die Kern-Temperatur zu sehen. In der App befindet sich zudem eine Liste mit gängigem Grillgut.

Habt Ihr beispielsweise ein Steak, so könnt Ihr in der App eine Garstufe auswählen. Steckt Ihr nun den Temperaturfühler in das Fleisch informiert Euch die App und auch der Grill über ein Piepen wenn die gewünschte Garstufe erreicht wurde.

Gerade wenn man kein ganz so geübter Grillmeister ist, ist dies ein sehr nützliches Feature! Gerade bei „komplexerem“ Fleisch. Seid Ihr erfahrener, dann werdet Ihr vermutlich solche Hilfsmittel nicht benötigen.

 

Reinigung

Die Reinigung des Weber Pulse 1000 ist so eine Sache. Weber selbst sieht dies sehr locker. Einfach nach dem Grillen ausbrennen und mit einer Edelstahlbürste den Rost reinigen, fertig.

Alle X Grillvorgänge sollte man zudem die untere Wanne reinigen und nach jedem Grillvorgang die Fettauffangschale tauschen.

Grundsätzlich funktioniert dies auch so. Gerade das Reinigen des Rosts klappt mit einer Edelstahlbrüste ausreichend gut. Seid Ihr allerdings ein Nutzer der alles perfekt rein haben möchte, wird es interessant. Bei einem Gusseisenrost sollte man etwas vorsichtig sein was Wasser angeht und die untere Wanne ist nicht ganz leicht zu entfernen.

Hierfür muss man das Heizelement abschrauben und dann kann man diese entnehmen.

Eine 100%ige Reinigung ist also recht aufwendig. Eine einfache Reinigung bei welcher der Grill einfach nur ausgebrannt wird und dann das Rost mit der Bürste gereinigt wird, geht hingegen sehr flott.

Ich habe mich hier für eine Mischung entschieden. Im Normalfall wird einfach nur der Rost „gut“ gereinigt, wie von Weber empfohlen, und alle x Grillvorgänge wird der Pulse 1000 zerlegt und etwas gründlicher eingeweicht.

 

Fazit

Ist der Weber Pulse 1000 der beste Elektro-Grill auf dem Markt? Ob er nun der aller beste ist mag ich mir aktuell nicht anmaßen zu beurteilen.

Allerdings ist der Weber Pulse 1000 klar eins der aller besten Modelle! Dies liegt vor allem am Grill Feeling und natürlich den Ergebnissen.

Aufgrund der hohen Wertigkeit, welche kleinere Elektrogrills in der Regel nicht haben, fühlt sich das Grillen auf dem Pulse 1000 einfach sehr professionell an. Auch die Optik ist beim Pulse 1000 absolut gelungen! Es macht schon etwas her an einem Weber Grill zu stehen, was, wenn man mit Freunden und Bekannten grillt, klar ein gewisses Plus ist.

Das Wichtigste sind aber natürlich die Ergebnisse. Gerade Fleisch gelingt auf dem Pulse 1000 sehr gut aufgrund der hohen maximalen Temperatur! Grillgut bekommt das richtige Grill Aroma und wird außen schön knusprig, ohne auszutrocknen.

Bei einfacheren Dingen wie Bratwürsten fällt allerdings der Unterschied zu einem 0815 Grill etwas geringer aus. Billige Elektrogrills sind meiner Erfahrung nach hier sogar teils etwas schneller.  Der Weber Pulse 1000 benötigt etwas mehr Zeit auf Temperatur und Tempo zu kommen.

Tendenziell gilt aber umso komplexer Euer Grillgut ist umso stärker wird der Pulse 1000 verglichen zu Modellen der +-100€ Preisklasse.

Ein nettes Bonus Feature ist die iGrill App. Diese kann gerade Hobby Grillmeistern durchaus etwas unter die Arme greifen den perfekten Garzustand zu erreichen.

Letztendlich kommt es aber etwas auf den Preis an. Mit rund 600€ für den Grill inklusive Stand ist der Weber Pulse 1000 nicht als Schnäppchen zu bezeichnen. Aber ja Weber hat es durchaus geschafft hier ein Produkt zu erschaffen, welches einem das gute Gefühl gibt etwas hochwertiges gekauft zu haben. Seid Ihr zudem ein „Grill Fan“ sehe ich nichts was gegen den Pulse 1000 spricht.

Ich bereue den Kauf des Weber Pulse 1000 auf keinen Fall!

Der Synology Mesh Router MR2200ac im Test

Synology ist bekannt für seine NAS Systeme, welche man durchaus als die besten auf dem Markt bezeichnen kann. Allerdings versucht Synology auch seit einigen Jahren eine Präsenz im Markt für WLAN Router aufzubauen.

Das neueste Modell aus dem Hause Synology ist der MR2200ac. Beim MR2200ac handelt es sich um einen Mesh WLAN Router. Das bedeutet Ihr könnt mehrere MR2200ac verknüpfen für ein besseres WLAN Netzwerk.

Klingt doch spannend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Hardware und vor allem die Software des MR2200ac? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank Synology für das Ausleihen des MR2200ac für diesen Test.

 

Der Synology Mesh Router MR2200ac im Test

Beim MR2200ac handelt es sich um einen „Mesh WLAN Router“. Allerdings im Gegensatz zu anderen Mesh Systemen setzt Synology auf eine etwas andere Herangehensweise.

Ihr könnt den MR2200ac problemlos auch als „Stand Alone“ WLAN Router nutzen, falls Ihr nur einen gekauft habt oder auch wirklich nur einen braucht. Dementsprechend ist der Router auch aufgebaut.

Für einen Mesh Router handelt es sich hier um ein relativ großes Gerät, welches auch klassisch gestaltet ist. Synology verzichtet zwar auf große externe Antennen, aber abseits davon erhaltet Ihr einen typischen WLAN Router aus einem typischen schwarz/grauen Kunststoff.

Was die Verarbeitung und Haptik angeht, würde ich den MR2200ac nicht als spektakulär, aber als vernünftig einstufen. Dies passt auch zum mittleren Preis von rund 140€.

Leider fällt allerdings die Hardware Ausstattung recht spartanisch aus. Auf der Rückseite besitzt der MR2200ac lediglich zwei Gbit LAN Ports, wovon einer gegebenenfalls als WAN Port genutzt werden muss.

Ein Switch ist also für viele Nutzer mehr oder weniger Pflicht, schade! Habt Ihr allerdings mehrere MR2200ac im Mesh Betrieb laufen, könnt Ihr bei allen Stationen die LAN Ports verwenden. Diese verhalten sich dann effektiv so als wären diese an einem Gerät.

Neben den beiden LAN Ports verfügt der MR2200ac auch noch über einen USB 3.0 Port, für Drucker, Speichermedien usw. und drei Tasten.

Hierbei handelt es sich um einen Ein/Ausschalter, eine WLAN Taste und eine WPS Taste. Die WLAN Taste erlaubt es Euch das WLAN bei nicht Nutzung abzuschalten.

Die Energieversorgung verläuft über ein kleines 12V 2A Steckernetzteil. Ob der MR2200ac gerade aktiv ist und alles funktioniert könnt Ihr an einer kleinen LED auf der Front sehen.

 

Software

Ein wichtiger Grund warum man einen WLAN Router von Synology kaufen sollte ist natürlich die Software. Hattet Ihr schon einmal mit einem Synology NAS zu tun, werdet Ihr grob wissen was Euch erwartet.

Synologys SRM Router Software erinnert mehr an ein Linux Betriebssystem, das in Eurem Webbrowser läuft als an die klassische Benutzeroberfläche eines Routers.

So landet Ihr beim MR2200ac nach aufrufen der Benutzeroberfläche auf einem Desktop, auf welchem Ihr Icons „Apps“ für die diversen Funktionen findet.

In diesen Apps ist die Benutzerverwaltung, Einstellungen bezüglich des Systems und des WLANs sortiert. Das Ganze könnte für Neulinge etwas ungewohnt sein, aber die generelle optische Präsentation ist sehr gut!

Synology richtet sich was den Funktionsumfang tendenziell an den etwas erweiterten bis professionelle Nutzer.

Ähnlich wie die NAS Systeme von Synology lassen sich auch die WLAN Router über eine Art App Store erweitern. Leider ist hier die Auswahl noch recht überschaubar. Dennoch könnt Ihr einen Downloadmanager, VPN Server und eine Kindersicherung nachrüsten.

Was aber den grundsätzlichen Funktionsumfang angeht bleibt der MR2200ac sehr gut und detailliert ausgestattet!

 

Die Technik des Synology Mesh Router MR2200ac

Der MR2200ac ist ein Tri-Band WLAN Router. Das bedeutet dieser besitzt wie jeder gängige WLAN-Router ein 2,4GHz und ein 5GHz Band. Zusätzlich besitzt dieser aber auch noch ein zweites 5GHz Band!

Im Gegensatz zu einigen Routern von beispielsweise ASUS steht Euch dieses zweite 5GHz Band aber nicht direkt zur Verfügung. Verbindet Ihr zwei MR2200ac in einem Mesh Netzwerk wird dieses zweite 5GHz Band für die interne Kommunikation und Transfer Euer Daten genutzt.

Dies hat einen sehr einfachen Vorteil. Nutzt Ihr wie es bei vielen Dual-Band Mesh Systemen üblich ist nur ein WLAN Modul für die Kommunikation mit dem Client und den Backlink zur Basis Station, halbiert dies effektiv das Tempo.

Logisch oder? Ladet Ihr 10MB aus dem Internet über einen Mesh Knotenpunkt herunter, dann müssen diese 10MB ja gleichzeitig vom Knotenpunkt zu Eurem Smartphone und von der Basis Station zum Knotenpunkt transferiert werden.

Dies ist hier zwar auch der Fall, aber die Last wird auf zwei WLAN Module aufgeteilt. Dies hält gerade das Tempo bei vielen Clients gut hoch.

Sinnvoll, da der MR2200ac auf dem Papier mit 400Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 867Mbit auf dem 5GHz Band nicht überdimensioniert ist. Nicht falsch verstehen, 867Mbit sind vollkommen ausreichend!

Kaum Notebooks oder Smartphones können mehr als 867Mbit nutzen. Genau genommen nur eine Handvoll MacBooks und Notebooks mit der Killer 1550 könnten unterstützen als 867Mbit.

Was die Chips und die Technik im Hintergrund angeht, setzt Synology auf die Qualcomm Wi-Fi SON Plattform, wie die meisten WLAN Mesh Systeme.

 

Performance

Für den MR2200ac greife ich zunächst auf meine üblichen Router Test-Ablauf zurück. Hierbei teste ich den Router auf kurzer Distanz (2-3 Meter) mit zwei WLAN Clients.

Bei diesen handelt es sich um den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger und die Intel ac 7260 WLAN Karte. Erstere kann bis zu 1300Mbit erreichen und zweitere bis 867Mbit.

Nach dem Hersteller der WLAN Verbindung wird eine Test-Datei auf einen lokalen Datei-Server (passenderweise ein Synology NAS) übertragen und das Tempo gemessen. Der lokale Server ist mit dem vollen Gbit LAN Tempo angebunden (maximal 120MB/s).

Wie zu erwarten war kann der Synology Mesh Router MR2200ac sich nicht ganz an die Spitze meiner Performance Bestenliste setzen, hierfür gibt es einfach zu viele überzüchtete Modelle auf dem Markt.

Allerdings platziert sich der der MR2200ac im soliden und vernünftigen Mittelfeld. Dieser erreichte in der Spitze knapp über 60MB/s, was ein guter Wert ist für einen Router dieser Klasse!

60MB/s sind mehr als genug für die aller meisten Nutzer. 60MB/s entsprächen einer DSL 480.000 Leitung, welcher der MR2200ac zumindest auf kurzer Distanz voll weiterleiten könnte.

Bonuspunkte gibt es für den unproblematischen Test! Es gibt Router welche von Haus die falschen WLAN Kanäle wählen und erst nach einigem herumprobieren das volle Tempo entfalten.

Der Synology MR2200ac hingegen erreichte direkt nach der Einrichtung schon sein volles Tempo.

 

Reichweite

Wie steht es um die Reichweite des Synology MR2200ac? Leider verfüge ich nicht über ein professionelles Labor, das mir erlaubt genaue Messungen durchzuführen, daher müsst Ihr mit subjektiven Angaben vorliebnehmen.

In allen meiner Tests zeigte der MR2200ac eine recht gute Reichweite, für ein Mesh System. Die meisten WLAN Mesh Systeme verlassen sich bei der Rechtweite etwas auf ihre „Masse“. Heißt eine Mesh Station hat in der Regel eine schlechtere Reichweite als ein normaler WLAN Router.

Im Falle der MR2200ac besitzt allerdings bereits eine Station eine gute Reichweite! Gerade auf einer mittleren bis mittel-hohen Distanz erreichte ich noch ein sehr gutes Tempo.

Irgendwann ist aber natürlich auch beim Synology MR2200ac ein Punkt angekommen wo die Signalstärke zusammenbricht. Hier hilft ein zweiter Router, der als Mesh Station genutzt wird.

Für folgenden Test habe ich einen MR2200ac am Ende eines ca. 10 Meter langen Gangs platziert und einen Client(Killer 1550) um eine Ecke (nachmals ca. 6 Meter Distanz).

Einmal habe ich eine direkte Verbindung zur Basis gemessen und einmal mit Mesh Station an der Ecke.

Wie zu erwarten war bringt die Mesh Station in diesem Fall eine Leistungssteigerung von rund 40-60%.

Allerdings selbst auf diese Distanzen wäre selbst eine MR2200ac noch ausreichend fürs Internet Surfen, Youtube usw.

Damit würde ich sagen, dass für die meisten Wohnungen bereits ein MR2200ac völlig ausreicht! Und falls dies doch nicht der Fall ist, könnt Ihr weiterhin einen zweiten MR2200ac dazukaufen.

 

NAS Funktionalität

Es ist bei einem Synology Produkt nicht überraschend, dass dieses über eine solide NAS Server Funktionalität verfügt.

So könnt Ihr an den MR2200ac eine externe HDD/SSD anschließen, um anschließend die Daten im Netzwerk freizugeben. Hierbei habt Ihr gute Steuerungsmöglichkeiten. Ihr könnt beispielsweise mehrere Benutzer anlegen, genau wie mehrere freigegebene Ordner.

Neben der klassischen Windows SMB Freigabe unterstützt der MR2200ac auch FTP, WebDav und die Apple Protokolle.

Die gesamte NAS Funktionalität ist hier für einen Router sehr gut ausgebaut!

Wie steht es aber um das Tempo?

Mit knapp über 50MB/s ist der MR2200ac nicht rasend schnell, bietet aber ein gutes Tempo. Das Ganze ist als Media Server oder Back-up Server völlig ausreichend.

 

Stromverbrauch

Bei Geräten die 24/7 laufen, ist der Stromverbrauch besonders wichtig. Von daher wie schlägt sich hier der MR2200ac?

In meinem Test verbrauchte dieser +- 6W, was ich als soweit Okay einstufen würde! Gerade dann wenn man den Tri-Band Aufbau bedenkt.

 

Fazit

Voll empfehlenswert! Anders kann das Fazit zum MR2200ac von Synology nicht lauten. Zwar ist der MR2200ac kein absolut revolutionäres Produkt, aber Synology hat hier seine Hausaufgaben gemacht!

Starten wir auf der technischen Seite. Hier liefert der MR2200ac ein solides Tempo und eine gute Reichweite. Letztere lässt sich natürlich nahezu beliebig erweitern, dank mehr Mesh Knotenpunkte, welche Ihr hinzufügen könnt. Diese funktionieren auch sehr gut und vor allem schnell dank Tri-Band Netz. Ich denke, dass hier kaum ein normaler Heim Nutzer das MR2200ac System an seine Grenzen bringen kann.

Aber vermutlich kauft man den MR2200ac dennoch nicht für die Hardware! Die Software ist das was dieses Mesh System wirklich von der Masse abhebt.

Ihr habt hier eine Benutzeroberfläche welche mehr an ein reguläres Betriebssystem angelegt ist als an einen WLAN Router. Diese könnte dem ein oder anderen bereits von Synologys NAS Systemen bekannt sein.

Die Benutzeroberfläche ist wirklich schön und gut gemacht. Diese erlaubt auch viele detailliertere Einstellungsmöglichkeiten und Feature welche man so bei gängigen WLAN Routern nicht findet. Zudem ist Synology für einen guten Update Support bekannt, es würde mich also nicht wundern wenn noch einige Funktionen hinzukommen.

Aber natürlich ist der MR2200ac auch nicht perfekt. Beispielsweise finde ich zwei Gbit LAN Ports pro Station etwas knapp bemessen.

Dennoch bin ich hier mit dem gesamt Paket sehr zufrieden, zumal der Preis von rund 150€ auf mich recht fair wirkt! Sollte ein MR2200ac, was die Reichweite angeht, nicht ausreichen, kann man sich nachträglich immer noch einen dazu kaufen. Dies ist eine sehr schöne und löbliche Flexibilität. Synology versucht Euch nicht gleich X Router zu verkaufen, wie es bei gängigen Mesh Systemen meist der Fall ist.

Das Alienware m15 im Test, dünner, schnell und besser als das alte Alienware 15?

0

Alienware ist eine bekannte Größe im Gaming Markt, gerade was Notebooks angeht. Allerdings passten die bisherigen Alienware Notebooks nicht so recht zum Markt Trend. Ja das Alienware 15 ist ein sehr gutes Notebook, aber in einem Markt der sich immer mehr zu kleinen und leichten Systemen entwickelt, will so ein Koloss an Notebook nicht mehr so recht passen.

Dies dachte sich auch Alienware, welche mit dem m15 und m17 vor Kurzem die „nächste Generation“ an Gaming Notebook auf den Markt brachten. Alienware hat sich hier das Ziel gesetzt möglichst kompromisslose Leistung in ein kompaktes Gehäuse unterzubringen.

Aber ist dieses Ziel auch erfolgreich erreicht worden? Freundlicherweise hat mir Dell ein Alienware m15 für eine Test ausgeliehen, kann dieses überzeugen?

Finden wir es heraus!

 

Das Alienware m15

Mit einer Dicke von rund 17,9 – 21,2mm (wovon rund 6,9mm auf das Displayscharnier entfallen) kann man das Alienware m15 durchaus schon zu den flacheren Modellen auf dem Markt zählen.

Es gibt zwar ohne Frage noch dünnere Gaming Notebook, wie das Razer Blade, aber ganz subjektiv wirkt die Dicke des m15 vernünftig. Auch die restlichen Abmessungen sind stimmig.

Das Alienware m15 setzt zwar nicht auf super schlanke Display-Rahmen, wie beispielsweise Dells XPS Reihe, aber die Rahmen sind gerade verglichen mit dem alten Alienware 15 schon als dünn zu bezeichnen, zumindest an den Seiten.

Oben und unten verfügt das Alienware m15 weiterhin über recht viel „Luft“. Dies fällt allerdings in der Praxis weniger auf. Hierdurch wird allerdings das Notebook recht tief.

Dennoch hätte ich vermutlich weniger Probleme das m15 beispielsweise für die Schule oder Uni zu nutzen. Auch das Gewicht von knapp über 2KG (2,16KG) geht in Ordnung, vor allem wenn man die Leistung bedenkt die Alienware im m15 untergebracht hat.

Über das Alienware Design kann man streiten, ich mag aber das etwas aggressivere industrial Design für das Alienware steht.  Dies wurde allerdings beim m15 etwas zurückgefahren. Das Notebook wirkt ein Stück weit neutraler und schlichter, abseits des auffälligen Alienware Logos auf der Rückseite.

Das m15 ist sicherlich weit weg von einem Business Notebook, aber es ist nicht mehr so „over the top“ wie es noch das alte Alienware 15 war. So hat Alienware beispielsweise die Anzahl an RGB LEDs ein gutes Stück reduziert. Lediglich das Logo und die Tastatur sind noch beleuchtet.

Was die Verarbeitungsqualität und Massivität angeht, wird Euch das Alienware m15 auf keinen Fall enttäuschen!

Wie auch die anderen Alienware Notebooks ist auch das m15 überdurchschnittlich massiv und robust gebaut. Weder der Deckel, welcher mit Aluminium verkleidet ist, noch das Tastatur-Deck lässt sich eindrücken und das Display ist sehr schön verwindungssteif.

Auch die Materialwahl gefällt mir weitestgehend sehr gut. Lediglich von dem gummierten Kunststoff, der für die Handballenauflage genutzt wird, bin ich kein Fan. Ja dieses fühlt sich gut an und scheint auch etwas robuster gegenüber Fingerabdrücken zu sein als es noch bei vergangenen Generationen der Fall war, dennoch erwarte ich hier eine Abnutzung in x Jahren Nutzung.

Wie steht es um die Portausstattung? Gut! Dell hat sich hier nicht lumpen lassen und alles an Ports integriert was man so braucht, mit einer kleinen Ausnahme.

Gehen wir aber einmal um das Notebook herum. Auf der linken Seite finden wir einen Gbit LAN Port, einen USB 3.1 Gen 2 Port und den Kopfhörer/Headset Anschluss.

Auf der Rückseite ist der Netzteil-Anschluss, der Anschluss für Alienwares proprietäre eGPU, ein USB C Thunderbolt 3 Port, ein Mini-DisplayPort 1.3-Ausgang und ein HDMI 2.0 Ausgang.

Am rechten Rand finden wir zu guter Letzt zwei weitere USB 3.1 Ports.

Das Einzige was dem Alienware m15 vielleicht etwas fehlt, wäre noch ein Kartenleser und die Ausstattung wäre wie ich finde perfekt!

 

Display

Das Display des Alienware m15 hat 15,6 Zoll. Was aber die Details angeht hängt dies von Eurer Konfiguration ab. Es gibt drei mögliche Panels die im m15 stecken können.

  • 1920 x 1.080 60hz
  • 1920 x 1.080 144Hz
  • 3840 x 2.160 60Hz

Bei allen drei Optionen handelt es sich um IPS Panels! Daher könnt Ihr davon ausgehen das es hier keine „schlechte“ Wahl gibt.

Gamer sollten allerdings im Optimalfall das Full HD 144Hz Display wählen, Fotografen, Youtuber usw. hingegen das 4K Panel. Letzteres soll laut Dell mit 400 cd/m² und einer 100% sRGB Farbraumabdeckung punkten. Bedenkt allerdings, dass selbst eine GTX 1070 mit einer 4K Auflösung in Spielen schon gut ausgelastet wäre.

Dell hat mir allerdings das Alienware m15 mit dem 144Hz Display zukommen lassen, weshalb ich auch nur etwas zu diesem sagen kann.

Mein erster Eindruck zum Display des m15 fällt positiv aus! Es wäre sicherlich gelogen zu sagen, dass dies das beste Display der Welt ist, aber es macht einen sehr vernünftigen Eindruck!

Die Schärfe passt, Kontraste wirken sehr kräftig (wozu sicherlich auch das von Dell vorinstallierte „Dark Theme“ in Windows beiträgt) und Farben klar und leuchtend.

Selbst die maximale Helligkeit wirkte subjektiv sehr kräftig! Dies muss ich allerdings nach einem Blick auf die Messwerte etwas relativieren. Hier erreichte das m15 283 cd/m², was sehr vernünftig ist, aber bei einem +- 2000€ Gerät auch zu erwarten ist.

 

Mit dem 144Hz Display ist das Alienware m15 damit für einen Outdoor Einsatz nur sehr bedingt geeignet, aber ein helleres Fenster im Rücken ist kein Problem. Der Kontrast fällt mit 1:870 ebenfalls gut aus.

Etwas merkwürdig ist die Farbabdeckung, welche Dell nur mit „Farbabdeckung von 72 %,“ angibt. Dell scheint 72% des AdobeRGB Farbraums zu meinen, denn diese erreicht das Alienware m15 gemeinsam mit 96% sRGB.

Für ein 144Hz Display sind dies sehr gute Werte! Vorbei sind die Zeiten wo man sich zwischen einem besonders flüssigen und guten Display entscheiden musste.

Dies sind Werte mit denen man nicht nur gut auf dem m15 Spielen kann, sondern auch durchaus Foto/Video Bearbeitung in einem semi-professionellen Rahmen.

 

Eingabegeräte

Alienware setzt beim m15 auf eine sogenannte chiclet Tastatur oder auch „Insel Tastatur“ genannt, mit einem mittleren Tastenhub. Dies ist schon ein deutlicher Unterschied zum Vorgänger der noch über eine reguläre Tastatur verfügte, mit einem sehr hohen Tastenhub.

Auf den ersten Blick für den ein oder anderen vielleicht ein Downgrade, allerdings gefällt mir die Tastatur des m15 besser!

Gerade zum Schreiben und Arbeiten ist die Tastatur des Alienware m15 hervorragend! Diese wirkt sehr fest und auch schön präzise beim Tippen und Spielen. Der Tastenanschlag ist zwar etwas weicher als bei vielen anderen High End Notebooks, was aber auf Dauer zu einer geringeren Ermüdung führt und auch ein recht leises Tippen ermöglicht.

Ich habe hier das Gefühl Dell nutzt beim Alienware m15 eine modifizierte Tastatur des XPS 13/15, nur mit Nummernpad und RGB LEDs.

Da ich privat ein Dell XPS 13 nutze, erklärt dies auch warum ich mich gleich wie Zuhause gefühlt habe. Die Tastatur sieht zwar etwas unspektakulärer aus, ist aber qualitativ top!

Auch das Trackpad ist gut! Gut aber wie ich finde auch nicht überragend. Das Alienware 15 liefert ein gutes Tracking und eine zuverlässige Erkennung. Auch die Textur des Trackpads gefällt mir. Lediglich die integrierten Maustasten sind vielleicht etwas steif, aber ansonsten habe ich nichts Größeres zu bemängeln.

Dennoch würde ich das Trackpad eher als solide bezeichnen. Wir sind hier in einer Preisklasse wo man einfach ein brauchbares Trackpad erwarten darf.

Erstaunlicherweise verzichtet Dell beim m15 auf eine Tastatur mit individuell RGB beleuchteten Tasten. Die Tastatur besitzt „nur“ 6 Zonen für welche Ihr in der Software die Beleuchtung festlegen könnt.

Die LED Qualität und vor allem deren Helligkeit würde ich eher als durchschnittlich einstufen.

 

Lautsprecher

Das Alienware m15 verfügt über zwei Lautsprecher welche an der Seite des Gerätes angebracht sind. Diese würde ich als vernünftig einstufen.

Dies Stereo Separation ist genau wie das Volumen der Lautsprecher gut. Hierdurch hat Musik eine angenehme Spielfreude.

Auch die Höhen sind angenehm klar und der Bass okay. Die Lautsprecher könnten sicher etwas mehr Druck im Tiefgang haben, aber das was das Alienware m15 bietet ist schon angemessen.

 

Performance

In meiner Version des Alienware m15 arbeitet der Intel Core i7-8750H in Kombination mit der Nvidia GTX1070.

Beim Core i7-8750H handelt es sich um eine Intel CPU der 8 Generation mit 6 Kernen und insgesamt 12 Threads, welche mit bis zu 4,1Ghz Takten. Ganz klar gesagt, dies ist eine sehr fähige CPU! Sowohl für Gamer wie aber auch für die Arbeit.

Zum Zeitpunkt dieses Tests ist dies auch die einzige CPU die für das Alienware m15 verfügbar ist, was auch Sinn macht.

Bei der GPU habt Ihr die Wahl zwischen einer GTX 1060 und einer GTX 1070 Max-Q. Ich würde hier in der Regel zur GTX 1070 Max-Q raten, gerade wenn Ihr das 144Hz oder 4K Display nutzen wollt.

Beim RAM und den Speicherlösungen sind die Alienware Maschinen wie üblich recht flexibel. Von 8GB bis 32GB ist hier alles möglich.

Starten wir zunächst mit ein paar Benchmarks in den Test um eine erste grobe Übersicht über die Leistung des Alienware m15 zu haben.

Die Benchmarks zeigen keine großen Auffälligkeiten, welche beispielsweise auf Temperatur-Probleme hindeuten würden. Aber sieht es in der Praxis, also Spielen aus?

Sehr gut! Lasst Euch nicht von der Max Q GPU abschrecken! In meinen Tests konnte das Alienware m15 problemlos mit Notebooks mit „richtiger“ GTX 1070 mithalten, bzw. diese sogar oft überholen.

Grob über den Daumen kann man sagen, dass das Alienware m15 in der hier vorliegenden Konfiguration so ziemlich sämtliche halbwegs gut optimierten Spiele mit 60 FPS und mehr wiedergeben kann.

Viele 1-2 Jahre alte AAA Titel werden sogar dreistellige Bildraten erreichen, ganz zu schweigen von eSport Titeln wie Overwatch, CS GO und Co. CS GO erreichte beispielsweise entspannte 177 FPS im Schnitt.

Kommen wir noch auf die SSDs zu sprechen. Das Alienware m15 ist in vielen Speicher Konfigurationen erhältlich. Ich habe die 512GB + 512GB Version.

Bei den hier verbauten SSDs handelt es sich um zwei SK Hynix PC401 Module. Solltet Ihr bei „SK Hynix“ auch etwas mit der Stirn gerunzelt haben ist dies verständlich. SK Hynix SSDs kann man durchaus als exotisch einstufen.

Allerdings sind die SSDs vernünftig. Diese setzen auf die M.2 Schnittstelle und das NVME Protokoll und erreichen so lesend rund 2664MB/s und schreibend 870MB/s.

Lesend sieht das gut aus, schreibend würde ich das Ganze als ausreichend bezeichnen. Die SK Hynix PC401 würde ich nicht als High End SSD deklarieren, aber gehen für solch ein Notebook völlig in Ordnung.

 

Temperatur und Lautstärke

Dell wirbt beim Alienware m15 groß mit der „Cryo-Tech v2.0-Thermaltechnologie“ welche für niedrige Temperaturen und Lautstärke sorgen soll. Im Allgemeinen sind allerdings Dell Notebooks nicht unbedingt berühmt für ihre Kühllösungen, wie steht es hier also um das m15?

Nennen wir es mal erwartungsgemäß. Das m15 bietet Euch eine gewisse Kontrolle über die Lüfter, die meisten meiner Aussagen beziehen sich hier auf die „ausbalancierte“ Einstellungen, welche erstaunlicherweise am besten geklappt hat.

Im Leistungsmodus, wo eigentlich die Lüfter höher drehen sollen für mehr Leistung, hatte ich hingegen Performance Probleme!

Das „Problem“ des Alienware m15 ist wie üblich die CPU. Lastet Ihr diese voll aus kratzen wir durchaus an der 100 Grad Temperatur Marke. Dies ist allerdings weitestgehend normal und bei allen halbwegs kompakten Gaming Notebooks so. Es geht eher um die Frage bei welchem Takt wie uns letztendlich einpendeln. Dies wäre beim Alienware m15 meist um die 3,9xGhz und 88-92 Grad.

Die GPU hingegen hat glatt sogar noch etwas Luft nach oben! In meinem Test erreichte diese in Spielen nie über 72 Grad und dabei lag der Takt bei 1468 – 1506mhz, was für eine GTX 1070 Max-Q sehr hoch ist! Eine GTX 1070 Max-Q sollte eigentlich eher 1101 – 1379mhz erreichen, die Werte hier gehen eher in die Richtung einer normalen GTX 1070.

Kleiner Tipp, Dell hat etwas an Gummi-Füßen gespart! Hebt Ihr das Notebook hinten etwas an, sinken die GPU Temperaturen um 5 Grad, wodurch die Leistung nochmals etwas steigt.

Was die Lautstärke angeht, wurde ich positiv überrascht. Ja das Notebook wird unter Last hörbar laut, aber verglichen mit anderen Modellen, gerade im kompakten Sektor, ist das Alienware m15 fast schon leise zu bezeichnen!

Die Lüfter erzeugen ein leises und angenehmes Rauschen, welches weiter unter Notebooks wie dem Razer Blade oder XPS 15 liegt.

Im Leerlauf bzw. im Office Betrieb ist das m15 im Übrigen komplett leise!

 

Akku

Das Alienware m15 gibt es mit zwei Akku Konfigurationen, 60Wh und 90Wh. Mein Testgerät hat leider nur den 60Wh Akku, wählt Ihr also die größere Version ist noch etwas Luft nach oben.

Aber selbst mit dem 60Wh Akku ist die Laufzeit des Alienware m15 für ein Gaming Notebook hervorragend!

Bei einer Office/Web Nutzung sind problemlos gute 4,5 Stunden möglich und dies ohne die Tastatur Beleuchtung und andere ähnliche Luxus Feature zu deaktivieren. Wenn man es drauf anlegt, könnte man sicher noch mal 0,5-1 Stunden aus dem Akku holen.

Rechnen wir das auf den großen 90Wh Akku um, kommen wir auf 6,5-7 Stunden Laufzeit! Ein herausragender Wert!

Glaubt Ihr allerdings unterwegs viel spielen zu können muss ich Euch leider enttäuschen. Hier sind maximal 1-1,5 Stunden möglich.

 

Fazit

Ihr sucht ein kompaktes aber „kompromissloses“ Gaming Notebook? Dann seid Ihr beim Alienware m15 an der richtigen Adresse!

Dell hat hier ein sehr gutes Notebook auf die Beine gestellt, welches auch für Alienware Verhältnisse sehr kompakt und handlich ist. Mit rund 2,1Kg ist dies durchaus ein Notebook das man auch täglich mit zur Uni oder Schule nehmen kann.

Klar gibt es noch kompaktere Modelle, aber diese nehmen dafür meist schlechtere Temperaturen oder eine höhere Lautstärke in Kauf. Ich würde das Alienware m15 zwar auch nicht als super kühles Gaming Notebook bezeichnen, aber dieses hält seine starke CPU und GPU gut unter Kontrolle.

Dabei ist dieses im Leerlauf komplett leise und unter Last vernünftig was die Lautstärke angeht.

Leistung hat das Alienware m15 auch einige! Die meisten aktuellen Spiele erreichen mit der GTX 1070 Max Q bei einer Full HD Auflösung knapp dreistellige FPS Raten.

Ideal, denn das m15 ist mit 144Hz Display verfügbar. Dieses bietet dabei nicht nur eine hohe Bildwiederholungsrate, sondern sieht auch gut aus! So gut das eine hobbymäßige Foto/Videobearbeitung keinerlei Problem ist.

Hinzu kommen gute Eingabegeräte und vernünftige Lautsprecher.

Ein weiteres Highlight am m15 ist aber klar die Akkulaufzeit! Sofern Ihr das Modell mit 90Wh Akku wählt, sind 7+ Stunden Laufzeit gut möglich! Ein klasse Wert für ein Gaming Notebook.

Unterm Strich bin ich also mit dem Alienware m15 sehr zufrieden! Sucht Ihr also ein kompaktes Gaming Notebook, mit guter Laufzeit und hoher Leistung ist das Alienware m15 herausragend.

Dennoch würde ich Euch nicht den Kauf empfehlen! Zumindest nicht von dem Modell aus diesem Test. Das Alienware m15 wird demnächst mit den neuen Nvidia RTX Grafikkarten neu aufgelegt. Es gibt dabei keine Veränderung am Gehäuse, nur neuere Grafikkarten. Dies bedeutet aber entweder mehr Leistung oder niedrigere Preise für die aktuelle Version.

Positiv

  • Gutes Display
  • Solides Gehäuse
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Hohe Leistung/Takt des Prozessors und der Grafikkarte
  • Hohe Anschlussvielfalt
  • Sehr gute Tastatur

Neutral

Lautsprecher durchschnittlich

Negativ

  • Displayrahmen unten und oben verbesserungswürdig
  • Kein SD Kartenleser