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Die Teufel Real Blue NC im Test, Teufels beste Kopfhörer!

Mit der Real Blue Serie hat Teufel bereits vor einiger Zeit seine neuste Flaggschiff Kopfhörerserie auf den Markt gebracht. Den „normalen“ Real Blue hatten wir uns bei Techtest.org bereits angesehen, als dieser auf den Markt kam.

Allerdings verfügt der Real Blue auch über einen größeren Bruder, den Real Blue NC. Wie der Name schon vermuten lässt, verfügt der Real Blue NC über das aktuell so beliebte Noise Cancelling.

Der Kopfhörer kann also auf Wunsch versuchen Hintergrundgeräusche auszublenden. Klingt doch gut, aber funktioniert dies auch wirklich gut? Und wie steht es um den Klang der Real Blue NC, können die Kopfhörer hier mit Bose und Co. mithalten?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen der Kopfhörer für diesen Test!

Die Teufel Real Blue NC im Test

Teufel macht, was den Lieferumfang und die Verpackung angeht, bei seinen Produkten immer einen sehr guten Job. Dies gilt auch für die Real Blue NC! Diese werden in einer sehr schönen und wertigen Box geliefert, welche gleich ein gutes Gefühl ausstrahlt. Im Lieferumfang liegt neben dem üblichen Ladekabel und AUX Kabel auch eine kleine Hartschalen -Transportbox. Diese ist als qualitativ überdurchschnittlich zu bezeichnen, wenn auch relativ groß.

Das Spannende sind aber natürlich primär die Kopfhörer selbst. Die Real Blue NC sind auf den ersten Blick sehr schlichte und schicke Kopfhörer. Lediglich das recht auffällige Teufel Logo auf der Rückseite der Ohrmuscheln lässt die Kopfhörer etwas aus der Masse hervorstechen.

Abseits dieses Logos, welches aus einem reflektierenden Aluminium gefertigt ist, sind die Real Blue NC komplett grau/schwarz gehalten, mit der Ausnahme der Innenseite der Ohrmuscheln. Diese besteht aus einem roten Stoff.

Was die Verarbeitungsqualität angeht, kann man nicht klagen, genauso wenig wie bei der Haptik. Zwar sehen die Real Blue NC so aus als wären diese aus Aluminium gefertigt, dies ist aber nicht der Fall!

Die Kopfhörer bestehen vollständig aus einem matten und recht resistenten Kunststoff. Das Kopfband ist aber immerhin im Inneren mit Aluminium verstärkt. Allgemein machen die Kopfhörer für eine komplette Kunststoffkonstruktion einen sehr schönen wertigen Eindruck!

Auch die Massivität stimmt. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen, dass diese einmal runterfallen und zerbrechen.

Mit 260g sind die Teufel Real Blue NC auch durchaus etwas „kräftigere“ Kopfhörer. Diese würde ich nicht als schwer bezeichnen, aber auch nicht als Leichtgewicht.

Da es sich hier um Bluetooth Kopfhörer handelt, müssen diese natürlich über diverse Tasten zu Steuerung verfügen. Teufel setzt hier auf eine Mischung aus einer Touch Steuerung und klassischen Tasten.

Der Einschalter ist natürlich eine physische Taste, genau wie die Taste zum anfänglichen Herstellen einer Bluetooth Verbindung. Zusätzlich verfügen die Kopfhörer auch über einen Schalter zum Ein/Ausschalten von Noise Cancelling.

Dinge wie die Lautstärke, das vor- und zurück Spulen, wie auch Play/Pause werden hingegen über ein großes Touchpad auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel geregelt.

Ich bevorzuge zwar reguläre Tasten, aber das Touchpad der Real Blue NC funktioniert gut!

Die Anschlüsse der Kopfhörer sind interessanterweise unter einer kleinen Gummiabdeckung versteckt. Hier finden wir wie üblich einen 3,5mm AUX Eingang für eine kabelgebundene Nutzung, wie auch einen microUSB Anschluss, um die Kopfhörer aufzuladen.

Wie üblich legt Teufel dafür kein separates Ladegerät bei. Ihr müsst Euren PC oder das Ladegerät Eures Smartphones nutzen.

Wobei sonderlich oft müsst Ihr die Kopfhörer nicht aufladen. Diese hielten in meinem Test über 20 Stunden mit Bluetooth und Noise Cancelling. Beeindruckend!

 

Tragekomfort

Teufel hat beim Tragekomfort der Real Blue NC sehr viel richtig gemacht! Bei den Real Blue NC handelt es sich um angenehm große Over-Ear Kopfhörer.

Die Ohrmuscheln umschließen also Eure Ohren, zumindest weitestgehend. Teufel hat natürlich die Real Blue NC für einen portablen Einsatz ausgelegt, wo riesige Ohrmuscheln stören.

Diese umschließen knapp meine Ohren, mit Ausnahme der Ohrläppchen.

Die Polsterung ist vergleichsweise dick und auch ausreichend weich, aber nicht so weich bzw. „anschmiegsam“ wie bei den Bose QC35 II zum Beispiel.

Hierdurch bieten die Real Blue NC einen guten Tragekomfort, welcher aber auch nicht ganz Spitzenklasse ist. Ich würde hier eine 2- vergeben, wenn wir in Schulnoten sprechen wollen.

 

Noise Cancelling

Eins der wichtigsten Feature an den Teufel Real Blue NC ist das Noise Cancelling. Hierbei handelt es sich um aktives Noise Cancelling!

Das bedeutet in den Kopfhörern sind Mikrofone verbaut, welche die Umgebungsgeräusche aufzeichnen und versuchen aktiv auszugleichen. Wie funktioniert dies?

Ihr könnt Euch Schallwellen wie Wellen auf dem Wasser vorstellen. Es gibt also eine Spitze der Welle und den Basis- Wasserstand. Wir Menschen hören nicht die Welle, sondern nur den Unterschied von Welle zum Basis-Wasserstand.

Das Noise Cancelling „blockt“ also keine Geräusche sondern produziert mehr Geräusche und zwar so viele, dass die Lücken zwischen den „Wellen“ ausgefüllt werden, so dass es zu einer glatten Oberfläche kommt.

Dies ist ein vergleichsweise komplexer Vorgang, welcher viel Logik braucht um gut ausgeführt zu werden. Daher ist das Noise Cancelling bei günstigen Bluetooth Ohrhörer auch „problematisch“.

Bei den Real Blue NC würde ich das Noise Cancelling als mittelmäßig bezeichnen, was auch zum mittleren Preis der Kopfhörer passt.

Das NC ist hier nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei den Top Bose oder Sony Kopfhörern, macht aber auch schon einen positiven Effekt.

Geräusche, gerade von Motoren oder Lüftern werden gut ausgeblendet! Hierdurch eignen sich die Real Blue NC auch wunderbar für Bus, Bahn oder Flugzeug.

Stimmen und andere ähnlichen Geräusche werden etwas gedämpft, aber nicht völlig ausgeblendet.

Die Real Blue NC produzieren ein leichtes weißes Rauschen, welches aber nicht stärker oder störender ist als bei den großen Konkurrenten.

Kurzum ein sehr ordentlicher Noise Cancelling!

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang.

Hier machen die Teufel Real Blue NC einen ziemlich perfekten Job! Zumindest wenn Ihr einen sehr dynamischen und lebendigen Klang mögt.

Starten wird aber am Anfang, also den Höhen. Diese sind bei den Real Blue NC angenehm klar und bieten auch eine gute Brillanz. Allerdings sind die Höhen erfreulicherweise auch nicht zu scharf oder in irgendeiner Form anstrengend.

Die Mitten der Real Blue NC sind sehr solide. Stimmen werden gut wiedergegeben und die Fülle passt. Allerdings neigen die Mitten zu einer leichten wärme, was aber nicht schlimm ist (außer man sucht besonders „luftige“ Kopfhörer).

Allerdings werden die Mitten etwas vom Bass überschattet. Beim Bass müssen wir etwas differenzieren, denn dieser klingt mit Noise Cancelling und ohne, leicht unterschiedlich.

Grundsätzlich ist der Bass bei beiden Stufen ein Stück angehoben. Mit Noise Cancelling aber ein Stück mehr, gerade am unteren Ende. Hierdurch klingen die Real Blue NC unheimlich kraftvoll und druckvoll.

Dies gilt zwar auch für die Nutzung ohne NC, aber mit NC ist der untere Bassbereich noch mal so einen Tick kräftiger.

Grundsätzlich gefällt mir dies sehr gut! Denn der Bass wird nicht einfach nur mehr, sondern wird noch etwas tiefer, was den Klang der Real Blue NC glatt noch etwas wertiger erscheinen lässt.

Habt Ihr also Freude an einem tiefen und runden Bass, dann werden die Real Blue NC Euch sehr viel Spaß machen! Hier schlagen die Real Blue NC die Bose QC 35 II oder Sony WH-1000XM2 doch um ein gutes Stück. Selbiges gilt auch für die Dynamik.

Ich will zwar nicht sagen, dass die Real Blue NC die feinst spielenden Bluetooth Kopfhörer sind die ich kenne, auch könnte der Klang noch mehr in die Breite gezogen werden, aber Spaß machen sie! Zumal selbst die Pegelfestigkeit sehr gut ist.

Kleine Anmerkung, habt Ihr ein Google Pixel 3 XL kauft die Real Blue NC NICHT! Das Google Pixel 3 XL hatte massive Verbindungsprobleme zu den Kopfhörern (alle 10 Sekunden Lags in der Musik usw.). Das iPhone Xs und auch Samsung Galaxy Note 9 funktionierte hingegen problemlos.

 

Fazit

Teufel hat bei den Real Blue NC einen sehr guten Job gemacht. Das größte Highlight an diesen ist ohne Frage der klasse Klang. In dieser Preisklasse gibt es wenige Modelle welche eine ähnliche Spielfreude liefern können wie die Real Blue NC.

Gerade der starke und hochwertige Bass macht einfach Spaß! Es mag zwar noch etwas filigran spielendere Bluetooth Kopfhörer geben, aber in der 200€ Preisklasse ist der Klang einfach nur als sehr gut zu bezeichnen.

Aber auch abseits davon können die Kopfhörer mit einer guten Akkulaufzeit, einem guten Tragekomfort und nicht zuletzt mit einer soliden Verarbeitung punkten.

Auch das Noise Cancelling macht einen guten Job! Hier gibt es zwar zu den „großen“ 300-400€ Modellen noch etwas Luft, aber in der 200€ Preisklasse kann es niemand deutlich besser.

Kurzum Ihr mögt einen kräftigen, dynamischen und bassstarken Klang? Dann sind die Teufel Real Blue NC vielleicht die perfekten Kopfhörer für Euch!

Positiv

  • Sehr guter Klang
  • Starker Bass
  • Gutes Noise Cancelling
  • Hoher Tragekomfort
  • Solide Verarbeitung
  • Gute Akkulaufzeit

Neutral

  • Bluetooth Reichweite mittelmäßig

Negativ

Die neuen Soundcore Liberty Air Bluetooth Ohrhörer von Anker im Test

Mit den Soundcore Liberty Air hat Anker Ende 2018 seine neusten komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer auf den Markt gebracht.

Mit 99€ sind diese durchaus in der mittleren Preisklasse angesiedelt und stehen in direkter Konkurrenz zu Ankers eigenen Liberty+ Ohrhörern.

Anker Produkte gelten im Allgemeinen als sehr gut. Gilt dies auch für die neuen Soundcore Liberty Air?

Finden wir dies im Test der Liberty Air heraus!

Die Soundcore Liberty Air im Test

Anker setzt bei den Soundcore Liberty Air auf eine etwas ungewöhnlichere Form, welche sicherlich etwas von den Apple AirPods inspiriert ist.

Die Ohrhörer besitzen also eine Art Stiel, welcher ein Stück weit aus Eurem Ohr heraushängt, bis auf die Höhe des Ohrläppchens.

Dies ist anfangs sicherlich etwas ungewohnt und auch auffälliger, aber was den Tragekomfort angeht gar nicht mal schlecht. Dazu aber später mehr.

Im Gegensatz zu den Apple AirPods setzt Anker aber auf einen normalen In-Ear Style bei den Aufsätzen.

Was das Design angeht, setzt Anker auf eine sehr schlichte Optik. Die Ohrhörer sind in weiß oder schwarz verfügbar. Beide Farben setzten auf einen Hochglanz Lack.

Gerade die schwarzen Ohrhörer sind hierdurch schnell sichtbar „schmutzig“. Ich würde also eher die weiße Version empfehlen. Rein qualitativ sind die Soundcore Liberty Air auf den ersten Blick nichts „Besonderes“, aber auch nicht schlecht.

Diese verfügen halt über ein einfaches aber solides Kunststoffgehäuse.

Ähnliches gilt auch für die Transport/Ladebox. Diese ist aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt, ist also auch recht empfindlich was Fingerabdrücke angeht.

Die Haptik der Transportbox ist nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Diese verfügt auf der Front über drei Ladestands LEDs und auf der Unterseite einen microUSB Ladeport.

Die Ohrhörer selbst werden beim Einsetzen über zwei Kontaktpads von der Box unterwegs bis zu 4x geladen. Mit einer Akkuladung halten diese laut Anker satte 5 Stunden, was vielleicht etwas hoch gegriffen ist. Ich würde eher auf +-4 Stunden setzen, aber dies hängt auch stark von Lautstärke und Art der Musik ab.

Ob nun 4 oder 5 Stunden, dies ist für komplett kabellose Ohrhörer ein beachtlicher Wert!

Die Ohrhörer werden im Übrigen beim Einsetzen in die Transportbox automatisch abgeschaltet und beim Herausnehmen eingeschaltet. Weitere Steuerungsmöglichkeiten für die Wiedergabe usw. gibt es über ein Touchpad auf der Rückseite der Ohrstöpsel.

Der sichere Halt in der Transportbox wird mit starken Magneten hergestellt.

 

Wie bequem sind die Liberty Air?

Der Tragekomfort der Liberty Air hat mich sehr überrascht. Die Ohrhörer sind zwar etwas exotischer geformt, aber unheimlich bequem!

Aufgrund dieses längeren Designs sind die Ohrhörer selbst ein Stück schmaler als viele normale TWS Ohrhörer.

Hierdurch sitzen die Liberty Air relativ tief in den Ohren, wodurch diese selbst bei Sport nicht so schnell herausfallen oder drücken!

Auch scheinen die Liberty Air gut ausbalanciert zu sein, was das Gewicht betrifft. Kurzum Tragekomfort sehr gut!

 

Wie klingen die Soundcore Liberty Air?

Was ist das Wichtigste bei allen Ohrhörern? Richtig der Klang! Wie schlagen sich hier die Soundcore Liberty Air?

Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Hier hat Anker bzw. SoundCore einen guten Job gemacht. Die Höhen sind sehr schön sauber und besitzen eine angenehme Klarheit ohne ins Scharfe abzudriften.

Zwar könnten die Höhen vielleicht noch einen Hauch luftiger sein, aber das ist schon Kritik auf einem sehr hohen Level.

Für 99€ habe ich an den Höhen nichts auszusetzen.

Bei den Mitten ist es vielleicht etwas anders. Die Mitten der Soundcore Liberty Air sind nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut.

Anker folgt hier etwas dem allgemeinen Trend und senkt die Mitten etwas ab. Hierdurch wirkt der Hoch/Tief Kontrast etwas stärker, aber die Ohrhörer wirken halt in der Mitte etwas dünner.

Dies ist bei den Liberty Air nicht übermäßig schlimm. Die Ohrhörer klingen weiterhin ausreichend voll und Stimmen kräftig genug. Legt Ihr allerdings einen besonders hohen Wert auf die Mitten gibt es bessere Ohrhörer.

Sicherlich aber das was mich am meisten überrascht hat, ist der Bass. Die Soundcore Liberty Air besitzen von der Masse einen leicht angehobenen Bass, welcher aber einen herausragenden Tiefgang und Druck besitzt.

In sämtlichen Musikbereichen, egal ob nun elektronische Musik oder Rock, klingen die Liberty Air im „Abgang“ unheimlich rund und kräftig. Dies aber ohne, dass der Bass dabei alles überschattet. Die Ohrhörer klingen an sich ausreichend gut ausbalanciert.

Auch was die Detail-Wiedergabe zeigt sich ein gutes Bild. Die Soundcore Liberty Air machen hier einen überdurchschnittlichen Job, welcher auch von der guten räumlichen Darstellung unterstützt wird.

Titel wie „I Want To Break Free“ von Queen oder auch neuere Songs wie „Start Again“ von OneReplublic werden schön in die Breite gezogen.

Eine Musikrichtung welche den Soundcore Liberty Air so gar nicht liegt, konnte ich grundsätzlich nicht finden. Die Ohrhörer zeigen eine große Spielfreude in sämtlicher Musik, die Ihr diesen vorsetzt.

Tendenziell mögen die Ohrhörer aber Titel mit einem tieferen Bass Beat mehr als „flachere“ Songs.

Was die maximale Lautstärke angeht, würde ich die Soundcore Liberty Air als leicht überdurchschnittlich für TWS Ohrhörer einstufen.

 

Soundcore Liberty Air vs. Anker Zolo Liberty+

Die Zolo Liberty+ sind eigentlich Ankers Flaggschiff Bluetooth Ohrhörer, welche ich auch seit meinem damaligen Test auch gerne verwende!

Wie schlagen sich die neuen Liberty Air gegen die Liberty+ (zum Test)?

Klanglich sind die Liberty Air etwas „aufgeweckter“ als die Anker Zolo Liberty+. Das bedeutet die Liberty Air haben ein Stück mehr Bass (dieser ist auch tiefer) und auch etwas klarere Höhen. Die Liberty+ sind hingegen in den Mitten etwas voller und wirken grundsätzlich noch etwas ausgeglichener.

Wer hier eindeutig besser ist, ist schwer zu sagen! Mögt Ihr viel Bass und wollt, dass Eure Musik so spaßig wie möglich klingt, dann werden die Liberty Air Euch besser gefallen. Wollt Ihr etwas neutralere und vielleicht auch „erwachsenere“ Ohrhörer nehmt die Liberty+.

Bonuspunkte gibt es allerdings für die Liberty Air, welche eine bessere Bluetooth Verbindung und Einschaltautomatik haben.

 

Fazit

Die SoundCore Liberty Air von Anker sind voll empfehlenswert! Vor allem dann, wenn Ihr einen etwas kräftigeren Klang mögt und auf einen guten Tragekomfort Wert legt.

Zwar sind die Liberty Air etwas exotischer geformt, aber was den Tragekomfort angeht, ist diese Form den meisten mir bekannten vollständig kabellosen Ohrhörern überlegen.

Auch der Klang der Liberty Air kann überzeugen. Die Liberty Air bieten einen sehr dynamischen und lebendigen Klang mit einer hohen Spielfreude. Besonders positiv hat mich der kräftige und tiefe Bass überrascht.

Allerdings versuchen die Liberty Air auch nicht mit einem übertriebenen Bass über sonstige klangliche Schwächen hinwegzutäuschen. Auch Höhen und Mitten sind ordentlich! Letztere sind allerdings auch nicht überragend.

Ebenfalls Positiv im Test viel die gute Bluetooth Verbindung und Ein/Ausschalt- Automatik auf. Kurzum die Anker SoundCore Liberty Air sind hervorragende vollständig kabellose Ohrhörer in der 99€ Preisklasse (zum Zeitpunkt des Tests).

Soundcore Liberty Air Bluetooth Kopfhörer True Wireless in Ear...

  • Guter und Bass starker Klang
  • Solide Transportbox
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Sehr gute Bluetooth Verbindung
  • Hochglanzlack sehr empfindlich

 

Die Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122 im Test

Der Gedanke an unbegrenzte „freie“ Energie ist sicherlich faszinierend. Das was am nächsten diesen Gedanken kommt, ist ohne Frage Solarenergie.

Allerdings gibt es hier einige Limitierungen. Um viel Solarenergie aufnehmen zu können, benötigt es viel Fläche und natürlich auch viel Sonne.

Für Letzteres können die Hersteller von Solarladegeräten und Powerbanks natürlich nicht sorgen, bleibt nur die Fläche.

Dies ist ein problematischer Punkt bei Solarpowerbanks im Speziellen. Solarpowerbanks die man auf dem Markt findet, sind alle recht ähnlich designt. Diese besitzen einfach ein kleines Solarpanel im Deckel und fertig. Durch die kleine Größe ist auch die gewonnene Energie meist recht gering.

Der einzige Hersteller der hier aus meiner Sicht einen guten Job gemacht hat, ist Xtorm bei seiner AM121 und AM120. Beide Solarpowerbanks setzen auf ein ausklappbares Design. Hierdurch kann bei einer kleinen Grundfläche dennoch ein großes Solarpanel untergebracht werden, was ein sehr gutes Design ist.

Sehr überrascht war ich daher bei der AM122, wo Xtorm auf das klassische Design zurückfällt mit einem einfachen Solarpanel im Deckel.

Wollen wir uns einmal im Test anschauen ob es Xtorm vielleicht doch geschafft hat eine gute Solarpowerbank mit einem einfachen Solarpanel im Deckel zu bauen, oder ob das Ganze wie so oft nur ein Gimmick ist. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der AM122 Solarpowerbank für diesen Test.

 

Die Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122 im Test

Xtorm setzt bei der Solar Charger Impulse 5000 AM122 auf ein recht einfaches Hartplastikgehäuse. Um ehrlich zu sein fühlt sich dieses eher mäßig wertig an. Im Gegenzug ist die Powerbank allerdings immerhin recht leicht.

Rein vom Design geht Xtorm auch ganz klar in die Outdoor „Rugged“ Richtung mit der Powerbank, was auch optisch ohne Frage gelingt.

Um für eine gewisse Resistenz zu sorgen, setzt Xtorm auf kleine Gummipads, welche an den Kanten der Powerbank angebracht sind. Im Falle eines Aufpralls sollten diese Pads den Aufschlag etwas abfedern.

Ich habe hier auch keine Zweifel, dass die Powerbank Stürze aus normaler Höhe problemlos überstehen sollte. Am oberen Ende der Powerbank ist zudem ein Plastikbügel angebracht an welchem Ihr eine Schlaufe anbringen könntet.

Die Oberseite der Powerbank wird natürlich größtenteils vom monokristallinen Solarpanel aus dem Hause SunPower bedeckt. Dieses Panel ist 114mm x 54mm groß. Leider konnte ich keine Angabe zur maximalen Leistung des Panels finden.

Erfreulicherweise soll die Powerbank sogar einen leichten Wasserschutz nach IPx4 besitzen. Das bedeutet ein paar Tropfen oder sogar leichter Regen sollten kein Problem für die AM122 sein.

Beim Wasserschutz hilft natürlich auch die Gummiklappe oberhalb der Anschlüsse der Powerbank. Unter der Klappe findet sich ein USB Ausgang und ein microUSB Eingang. Der USB Ausgang soll 5V/2,1A leisten können, was ein ordentliches Tempo für eine 5000mAh Powerbank ist.

Der USB Eingang hingegen soll bis zu 2A aufnehmen können, was ebenfalls recht flott wäre.

Seitlich ist an der Powerbank zudem ein Einschalter wie auch vier Status LEDs, welche Euch über den Ladestand informieren, angebracht.

Als kleinen „Bonus“ bietet die Impulse 5000 AM122 zudem auf der Rückseite gleich vier „Taschenlampen“ LEDs, welche gerade beim Camping usw. sehr praktisch sein können.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Xtorm mit 5000mAh angegeben, messen konnte ich 4465mAh bzw. 16,521Wh.

Dies entspricht guten 89% der Herstellerangabe. 89% sind gut, da sich die Herstellerangabe auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen bezieht und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität.

Diese weicht aber von der theoretischen Kapazität aufgrund von Verlusten bei der Umwandlung von 3,7V auf 5V ab. 89% ist hier ein sehr solider Wert!

Die Kapazität ist im Übrigen gut ausreichend für eine bis anderthalb Smartphone Ladungen, je nachdem wie viel Kapazität Euer Smartphone hat.

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Solar Panel. Für meinen Test habe ich die Powerbank vollständig entladen und dann 8 Stunden in die pralle Sonne gelegt. Dies habe ich an zwei perfekten Sommertagen wiederholt.

An Tag 1 erreichte ich 0,209Wh pro Stunde, an Tag 2 0,236Wh pro Stunde. Umgerechnet in mAh ergibt dies im Schnitt 60mAh pro Stunde, an einem Sommer Tag. Bei Bewölkung, oder Schattenwurf wird dies deutlich weniger sein!

Sagen wir mal Ihr habt ein Smartphone mit einem 3000mAh Akku, dann würde das Laden über reine Sonnenenergie rund 50 Stunden dauern. Bei 8 Sonnenstunden pro Tag würde dies knapp eine Woche Ladedauer ergeben!

Ja Ihr seht warum ich dieses Design von Solar Powerbanks nicht mag. Sicherlich wenn ich auf einer einsamen Insel gestrandet wäre, wäre ich froh über diese Powerbank, aber in Deutschland oder auch beim Wandern macht dieses Solar Panel keinen Sinn.

Glücklicherweise kann man die Impulse 5000 AM122 auch regulär laden. Hier erreicht die Powerbank einen Ladestrom von ca. 1,4-1,6A, was für eine 5000mAh Powerbank völlig okay ist.

 

Fazit

Leider kann ich den Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122* nicht bzw. nur bedingt empfehlen. Warum?

Erst einmal ja, die AM122 ist eine solide Powerbank und erreicht ein vernünftiges Ladetempo usw. Aber das was diese Powerbank ausmacht, ist ganz klar das Solarpanel.

Dieses ist aber zu klein, um eine große Menge Energie zu generieren. In meinem Test konnte ich gerade einmal 60mAh pro Stunde an einem perfekten Tag erreichen.

Solltet Ihr eine Solar-Powerbank suchen, greift lieber zur Xtorm AM121 Evoke oder Xtorm AM120. Diese generieren um einiges mehr Energie!

Beim Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122* ist das Solar-Panel leider nur ein Gimmick.

Die GGMM D6 Lautsprecher & Ladestation für den Amazon Dot im Test

Ich bin jemand der sehr viel Musik hört, egal wo ich mich gerade in der Wohnung oder im Garten befinde. Zudem habe ich eine Vorliebe für smarte Assistenten, vorzugsweise Alexa.

Nun gibt es zwar einige Akku betreibende Radios/Lautsprecher mit Amazon Alexa, aber hier ist mir etwas sehr Interessantes begegnet. Es gibt auch diverse „Dockingstationen“ für den Amazon Echo Dot.

Diese Dockingstationen bringen einen größeren Lautsprecher und einen Akku mit. Die Logik wird hingegen von einem eingesetzten Amazon Echo übernommen.

Ein sehr interessantes Konzept wie ich finde! Gerade da die Mikrofone in den Amazon eigenen Lautsprechern meist denen von 3. Anbieter Modellen überlegen sind.

Kurzum, ich habe mir solch eine „Dockingstation“ für den Amazon Echo Dot bestellt und zwar die GGMM D6. Warum genau diese? Zum einen Aufgrund der positiven Amazon Bewertungen zum anderen weil ich bereits gute Erfahrungen mit dem GGMM E5 gemacht habe.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was die GGMM D6 Dockingstation für den Amazon Echo Dot so taugt!

 

Die GGMM D6 Lautsprecher & Ladestation für den Amazon Dot im Test

Der Aufbau des GGMM D6 ist in einer gewissen Weise sicherlich etwas vom großen Amazon Echo der 2. Generation inspiriert.

Wie die Amazon Echos setzt auch der GGMM D6 auf einen runden Aufbau, was natürlich auch Sinn macht wenn man bedenkt wie der Echo Dot eingesetzt wird.

Auf der Oberseite befindet sich eine Aussparung für den Echo Dot 2. Gen. Um aber den Echo Dot einsetzen zu können, muss eine kleine Blende abgeschraubt werden.

Unter dieser Blende befindet sich ein Stecker mit einem microUSB und 3,5mm Anschluss. Dieser Stecker wird einfach in den Echo Dot gesteckt und anschließend wird die Blende wieder aufgesetzt.

Diese Blende verhindert zum einen das Herausfallen des Echo Dots, selbst wenn Ihr den Lautsprecher umdreht, zum anderen versteckt diese das Kabel.

Optisch ist das Ganze absolut hervorragend gemacht! Wenn man einem unwissenden Nutzer den GGMM D6 zeigen würde, würde dieser sicherlich nicht erkennen, dass auf der Oberseite einfach nur ein Echo Dot eingesetzt wurde.

Der gesamte Lautsprecher sieht wie aus einem Guss aus! Daumen hoch dafür.

Auch abseits der sehr guten Einpassung des Echo Dots sieht der GGMM D6 schick aus! Der Lautsprecher besitzt oben und unten eine kleine Kunststoffabdeckung, der Rest ist mit Stoff umspannt, ähnlich wie beim Amazon Echo der 2. Gen.

Auf der unteren Front befindet sich lediglich ein Ein/Ausschalter und eine Status LED, ansonsten wird die komplette Steuerung über den Echo Dot auf der Oberseite vorgenommen.

Dieser ist so integriert, dass alle Steuereinheiten und auch die Mikrofone unverdeckt sind!

Die Energieversorgung findet entweder über den microUSB Port auf der Unterseite statt, oder über den Verbauten 5200mAh Akku. Letzterer war für mich auch der kaufentscheidende Faktor.

Im Betrieb hält der Akku ca. 6-8 Stunden, je nach Lautstärke. Wer nun glaubt im Leerlauf hält der Lautsprecher ewig, den muss ich enttäuschen. Wir reden hier über eine Standby- Zeit von rund 11 Stunden.

Ein gleichzeitiges Laden und Nutzen ist möglich! Zudem befindet sich auf der Unterseite auch ein 3,5mm Pass through, über welchen Ihr nochmals andere Lautsprecher anschließen könntet.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang!

Beim Klang der GGMM D6 „Dockingstation“ bin ich etwas hin und her gerissen. Starten wir mit dem Wichtigsten, ja der Klang ist ein signifikantes Upgrade gegenüber dem Echo Dot der 2. Gen.

Dies ist aber auch nicht schwer denn der Echo Dot 2. Gen klingt wirklich nicht gut. Auf der anderen Seite klingt der GGMM D6 aber schlechter als ein großer Amazon Echo der 1. oder 2. Generation!

Starten wir aber am Anfang, die Höhen sind angenehm klar und sauber. Selbiges gilt auch für die Mitten.

Hierdurch werden Stimmen und auch Sprache sehr klar und gut verständlich wiedergegeben. Alexa ist hervorragend verständlich, genau wie Sprecher im Radio oder Podcasts. Musik hat eine gute Brillanz und klingt hochwertig.

Es ist keine Spur von dem etwas blechernen Klang des Echo Dots zu hören.

Wo der GGMM D6 etwas schwächelt ist beim Bass. Der Bass hat mich wirklich etwas enttäuscht. Dieser ist nicht schlecht, aber liegt so auf dem Level eines 20-30€ Bluetooth Lautsprechers.

Aufgrund des höheren Volumens und mit 45€ durchaus etwas gehobenen Preises habe ich ganz klar mit einem etwas satteren Bass gerechnet.

Bei aller Kritik, der D6 klingt auch nicht dünn, oder irgendwie schlecht. Der Klang ist sehr annehmbar, für Bad, Küche oder Schlafzimmer. Fürs Wohnzimmer oder eine Party fehlt mir aber etwas der Druck.

Von daher ist der Bass nicht schlecht, nur etwas zurückhaltend.

Was absolut wie beworben ist, ist der 360 Grad Klang. Es spielt keine Rolle wo Ihr Euch vom Lautsprecher befindet, der Klang ist immer gleich gut. Die maximale Lautstärke ist im Übrigen solide, aber der GGMM D6 ist jetzt auch kein Partylautsprecher.

Bonuspunkte gibt es für die gute Rauschunterdrückung. Ist der Echo Dot im Leerlauf, ist auch der Lautsprecher komplett leise.

 

Fazit

Grundsätzlich fällt das Fazit zur GGMM D6 Lautsprecher/Ladestation für den Amazon Echo Dot* positiv aus, dennoch würde ich diese nur bedingt empfehlen.

Starten wir aber beim Positiven, dies wäre zunächst das Design und die Integration des Echo Dots, welche wirklich hervorragend gelungen ist!

Bei der Akkulaufzeit gibt es zwar noch etwas Luft nach oben, aber 6-8 Stunden aktive Nutzung sind okay.

Das Problem ist ein wenig der Klang. Ja die GGMM D6 Dockingstation* klingt signifikant besser als der Echo Dot Solo, klingt aber auch ein gutes Stück schlechter als ein normaler Echo.

Die Höhen und Mitten sind soweit top. Der Lautsprecher klingt nicht blechern oder billig. Allerdings ist der Bass eher auf der schwachen Seite. Für Küche oder Bad ist das Ganze okay, aber wirklich Druck kann der GGMM D6 nicht aufbauen. Klanglich ist der GGMM D6 also in Ordnung, aber auch nicht überragend.

Dies führt uns aber zum Preis. Ein Echo Dot 2. Gen kostet ca. 40€ + 40€ für den GGMM D6, das ist der Klang nicht wert! Sucht Ihr einen portablen Lautsprecher mit Netzwerk Anbindung und ALEXA wäre der GGMM E5 für einen ähnlichen Preis deutlich besser.

Wo der GGMM D6 interessant wird, ist wenn Ihr einen Echo Dot bereits herumfliegen habt, welcher keinen anderen Nutzen hat oder Ihr ihn einfach klanglich „upgraden“ wollt. Hier wiederum machen die 40€ des GGMM D6 Sinn!

Das Hekatron Genius Rauchmelder System im Test

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Smarte Rauchmelder gehören aus meiner Sicht zu den sinnvollsten Smart Home Geräten die man kaufen kann.

Gerade dann wenn man vielleicht über ein alleinstehendes Haus oder Büro verfügt, wo ein Feueralarm nicht sofort jemandem auffallen würde. Aufgrund dieser doch hohen Nützlichkeit gibt es auch einige smarte Rauchmelder Systeme, unter anderem von Nest, Bosch, iHaus, Netatmo usw.

Allerdings sind dies auch keine Hersteller welche eine lange Historie im Bereich des Brandschutzes haben oder überhaupt sich mit den deutschen Richtlinien auskennen (mit Ausnahme von Bosch).

Daher wollen wir uns in diesem Test einmal das Genius Plus X Rauchmelder System von Hekatron ansehen.

Hekatron ist ein deutscher Hersteller von unter anderem professionellen Brandschutzsystemen, der seid über 50 Jahren am Markt ist. Man kann hier also von einem Experten Reden wenn es um Rauchmelder geht.

Aber wie steht es um die Smart Funktionalität? Kann der Genius Plus X Rauchmelder und der Genius Port im Test überzeugen?

 

Das Hekatron Genius Rauchmelder System

Das Genius Rauchmelder System von Hekatron ist recht modular aufgebaut. Ihr könnt einzelne Rauchmelder kaufen und alleine nutzen, alternativ könnt Ihr diese auch mit einem zusätzlichen Modul untereinander vernetzen oder sogar „smart“ machen.

Letzteres ist hier für uns natürlich das Interessante. Um allerdings die Genius Plus X smart zu machen, ist nicht nur das Funkmodul nötig, sondern auch der Genius Port.

Bei dem Genius Port handelt es sich um eine Bridge, also ein Modul welches die Funksignale der Rauchmelder bei Aktivierung empfängt und dann via Internet an Euer Smartphone weiterleitet.

Beginnen wir aber mit den Rauchmeldern.

Hekatron setzt bei den Genius Plus X Rauchmeldern auf ein schickes aber klassisches Design. Die Rauchmelder sind aus einem matten weißen Kunststoff gefertigt.

Dieser ist schön „glatt“ und elegant gehalten. Man sieht den Genius Plus X Rauchmeldern an, dass diese nicht die unterste Klasse sind, ganz im Gegenteil!

Von Anfang an strahlen die Genius Plus X eine gewisse Professionalität und Zuverlässigkeit aus, welche man auch bei einem Rauchmelder erwarten darf. Hierzu trägt natürlich der Made in Germany Schriftzug auf der Verpackung auch einen gewissen Teil bei.

Mit einem Durchmesser von rund 100mm und einer Höhe von 46mm ist der Genius Plus X für einen smarten Rauchmelder erfreulich kompakt!

Montiert wird dieser wie üblich über eine abdrehbare Rückenplatte, welche an der Decke verschraubt wird. Alternativ bietet Hekatron auch VDS geprüfte Klebepads an.

Die Genius Plus X Rauchmelder verfügen über eine fest integrierte Batterie. Diese hält „10“ Jahre, wonach der Rauchmelder ausgetauscht werden muss. Mein Genius Plus X soll laut Aufdruck allerdings sogar bis zum März 2030 halten, also sogar etwas über 10 Jahre.

Für den Test des Rauchmelders ist wie üblich eine Taste integriert, welche schön groß und gut zu erreichen ist. In dieser Taste ist auch eine kleine LED verbaut, welche Euch über den aktuellen Status informiert.

Um die Rauchmelder mit Eurem Smartphone zu vernetzen benötigt Ihr den Genius Port. Der Genius Port ist eine ebenfalls recht schicke, aber erstaunlich große Einheit.

Diese hat fast die Abmessungen eines kleinen WLAN Routers. In der Box ist auch passenderweise ein WLAN Modul verbaut, wie aber auch ein LAN Port.

Ihr könnt also wählen wie Ihr den Genius Port nutzen wollt. Der Genius Port benötigt im Betrieb rund 1,4W Strom, was völlig in Ordnung ist.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des Genius Systems ist nicht ganz einfach und auch nur bedingt intuitiv! Im Grunde lassen sich die Genius Plus X Rauchmelder in drei Modi nutzen.

  1. Alleine
  2. Vernetzt
  3. Smart

Kauft Ihr einen normalen Genius Plus X Rauchmelder für rund 29€ erhaltet Ihr einen guten normalen Rauchmelder. Um diesen zu vernetzen muss er mit einem zusätzlichen Funkmodul „aufgerüstet“ werden.

Hier gibt es zwei Funkmodule Basis X und Pro X. Das Basis X Modul erlaubt es mehrere Feuermelder untereinander zu vernetzen, sodass alle gemeinsam auf Rauch reagieren.

Das Pro X Modul erlaubt zusätzlich noch eine Verbindung mit dem Genius Port.

Diese Module müsst Ihr per Hand in die Feuermelder einsetzen! Was allerdings nicht sonderlich schwierig ist.

Um die komplette Einrichtung erfolgreich zu absolvieren schaut bitte ins Handbuch! Hier aber eine Kurzform:

  1. Steckt die Funkmodule in die Rauchmelder
  2. Montiert alle Rauchmelder, außer einen
  3. Haltet die Taste auf der Rückseite bei diesem so lange gedrückt bis die LED des Funkmoduls kurz dauerhaft leuchtet
  4. Die anderen Rauchmelder sollten nun mit einem Ton bestätigen, dass eine Verbindung besteht
  5. Drückt bei allen Rauchmeldern einmal die Test Taste zur Bestätigung
  6. Montiert den letzten Rauchmelder
  7. Verbindet den Genius Port mit dem Strom und Netzwerk
  8. Ladet die Genius Control App auf Euer Smartphone
  9. Startet die App und lasst diese nach einem neuen Genius Port suchen
  10. Sofern nicht alle drei LEDs am Port blinken, betätigt die Taste an der Seite des Ports
  11. Euer Smartphone verbindet sich via Bluetooth mit dem Port und Ihr könnt eine Einrichtung via LAN oder WLAN durchführen
  12. Ist der Port eingerichtet, geht zu jedem bereits untereinander vernetzten Feuermelder und haltet die Test Taste so lange gedrückt bis diese ein „surren“ von sich geben.
  13. Dieses „Surren“ ist ein Audio Code welcher von der App aufgegriffen wird um den Rauchmelder ins System einzubinden
  14. Weist dem Feuermelder einen Ort zu und wiederholt dies bei allen Rauchmelder

Gerade das zunächst eine Vernetzung der Rauchmelder untereinander nötig ist, hatte mich etwas überrascht.

Auch werden viele Feature und Funktionen nicht über die Software gesteuert, sondern über kleine Schalter auf dem Funkmodul. Wollt Ihr beispielsweise mehrere Gruppen anlegen, obere Etage, untere Etage usw. welche dann gemeinsam reagieren, dann müsst Ihr hier einen Schalter manuell von A auf B für die zweite Gruppe schalten.

Auch wenn Ihr eine Alarmunterdrückung bei einzelnen Feuermeldern aktivieren wollt usw. könnt Ihr dies nur über DIP Schalter auf der Rückseite machen.

 

Feature und App

Das wichtigste Feature bei einem Rauchmelder ist, dass dieser auch zuverlässig Rauch erkennt. Dies ist leider etwas, was für mich ohne Test Labor unmöglich ist genau zu überprüfen. Einen Test Alarm welchen ich mit brennenden Streichhölzern ausgelöst habe wurde erkannt, aber dies heißt erst einmal nicht viel.

Verlasst Euch hier nicht auf mich, sondern auf den VdS, welche den Rauchmeldern das „Q Label“ verabreicht haben. Bei dem Q Label handelt es sich um ein Qualitäts-Zertifikat, das nicht jeder Rauchmelder bekommt!

Ebenso halten sich die Genius Plus X auch an die DIN EN 14604 und dürfen nach DIN 14676 auch eingesetzt werden um der mittlerweile verpflichtenden Versorgung nachzukommen.

Zu guter Letzt haben die Genius Plus X auch bei Stiftung Warentest den Testsieg geholt.

Ich denke man kann also davon ausgehen, dass die Kernfunktion eines Rauchmelders von den Genius Plus X erfüllt wird. Hier muss ich auch etwas die Ausstrahlung des Genius Plus X loben.

Alleine das Made in Germany, die diversen Prüflogos usw. auf der Verpackung vermitteln direkt  gefühlt etwas Wertiges und Sicheres gekauft zu haben. Auch die Anleitung, welche sehr professionell geschrieben ist, unterstreicht dies.

Etwas was ich sehr an den Rauchmeldern schätze, ist die Status LED. Diese besitzt drei Farben, grün, gelb und rot.

  • Grün = alles in Ordnung
  • Gelb = Batterie fast leer
  • Rot = Defekt/Batterie zu schwach

Viele billige Rauchmelder besitzen nur eine LED, welche im Betrieb ab und zu mal rot blinkt, wo niemand so recht weiß was dies eigentlich bedeutet.

Beim Genius Plus X blinkt die LED ca. einmal pro Minute im Optimalfall grün, was ein sehr eindeutiges Zeichen ist.

Wie steht es aber um die Smart Funktionalität? Diese ist genau wie die Genius Port App recht einfach gemacht. Ihr könnt in der App mehrere Genius Port Systeme überwachen.

Seid Ihr beispielsweise ein Installateur oder habt einfach mehrere Geschäftsräume lassen sich all diese in einer App verwalten.

Die App informiert Euch über den aktuellen System- Status. Damit ist aber leider nur der Genius Port gemeint! Wollt Ihr die Rauchmelder überprüfen, dann müsst Ihr dies per Hand machen.

Das wichtige Feature ist aber natürlich die Mitteilung bei einem Alarm. Dies hatte auch in meinem Test sehr gut funktioniert!

Löst ein Rauchmelder aus erhaltet Ihr auf allen hinterlegten Smartphones (dies können mehrere sein) eine Nachricht mit der Information welches System und welcher Rauchmelder Alarm geschlagen hat. Dies erlaubt es Euch gegebenenfalls noch rechtzeitig einzugreifen oder Hilfe zu rufen.

Gerade wenn Ihr in einem etwas dünner besiedeltem Gebiet wohnt, wo niemand einen Brand in Eurem Haus bemerken würde oder einen normalen Rauchmelder hören würde, ist die Smartphone Benachrichtigung Gold wert!

Selbiges gilt auch für Besitzer von Haustieren, welche gegebenenfalls alleine Zuhause sind. Hier würde ein normaler Feuermelder nichts bringen, das smarte System hingegen schon!

Was ich mir bei der App noch wünschen würde, wäre eine Möglichkeit die Rauchmelder automatisch aus der Ferne zu überprüfen und vielleicht den Batterie-Status zu sehen.

Hekatron hat sich hier ganz klar auf die Basis Funktion konzentriert. Ebenso scheint es nicht möglich zu sein einen Feueralarm aus der Ferne zu unterdrücken, was aber sofern ich korrekt informiert bin gegen irgendwelche Richtlinien verstößt.

 

Fazit

Mit dem Genius Port und den Genius Plus X Rauchmeldern hat Hekatron eins der sichersten smarten Rauchmelder Systeme im Sortiment, das ich bisher gesehen habe!

Wobei auch dieses Schwächen besitzt, mit welchen wir ausnahmsweise auch starten. Die Einrichtung des Systems ist verglichen mit smarten Rauchmeldern von Bosch oder Nest doch ein gutes Stück komplizierter und ohne Anleitung kaum zu machen. Hier sollte Hekatron etwas noch nachbessern.

Auch gibt es wenige Bonus Funktionen, wie ein verstellbares Rauchlevel ab welchem Alarm gegeben wird, Sprachansagen, zusätzliche Temperatur Sensoren usw.

Ein Rauchmelder von Nest oder Bosch wirkt hier im direkten Vergleich, was die Software angeht, doch noch etwas mehr nach High Tech.

Allerdings wenn es um die Kernfunktionalität eines Rauchmelders geht, ist Hekatron voll auf dem Stand der Technik! Die Feuermelder selbst sind angenehm kompakt und die mehrfarbige LED Statusanzeige ist doch ein großes Plus verglichen mit den 0815 Feuermeldern, welche meist nur eine mysteriös blinkende rote LED besitzen.

Dank der 10 Jahres Batterie müsst Ihr Euch auch eine lange Zeit keine Sorgen um Euren Brandschutz machen! Dieser Brandschutz wurde auch von diversen Organisationen getestet, wie Stiftung Warentest welche die Genius Plus X Rauchmelder als gut einstufen, zudem sind die Rauchmelder auch nach DIN EN 14604 und VdS geprüft und anerkannt.

Hinzu kommt natürlich die aus meiner Sicht sehr wichtige smart Funktionalität des Genius Port. Meldet ein Rauchmelder einen Brand, werdet Ihr über den Genius Port auch unterwegs informiert.

Gerade wenn niemand Zuhause ist kann dies gegebenenfalls Haustieren das Leben retten oder einen größeren Schaden verhindern. Dieses System funktionierte in meinem Test auch tadellos!

Für wen würde ich nun das Genius System empfehlen? Grundsätzlich würde ich jedem smarte Rauchmelder empfehlen, diese sind ein großes Plus an Sicherheit!

Allerdings gibt es einige solcher Systeme. Das Genius System würde ich primär Nutzern empfehlen, die ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis haben, wie auch Unternehmen und Geschäften. Hekatron bewirbt sein System ja auch für Kindertagesstätten, Kindergärten, Beherbergungsbetriebe, kleinere Hotels usw., wo ich mir dieses System auch sehr gut vorstellen kann!

Als deutscher Hersteller, der seid über 50 Jahren im Geschäft ist, ist Hekatron ein absoluter Experte was den Brandschutz und Feuermelder angeht. Auch kennt sich Hekatron mit den deutschen Regularien sicherlich besser aus als die diversen asiatischen und amerikanischen Herstellern.

Sicherlich ist ein Nest Feuermelder etwas mehr „gestreamlined“ was die Einrichtung und Komfort Feature angeht, aber das Hekatron Genius System strahlt eine gewisse Professionalität aus, welche ich bei vielen der smarten Feuermelder die ich bisher in den Fingern hatte noch nicht gesehen habe!

Auch der Preis mit rund 70€ für einen Feuermelder ist fair! Lediglich der Genius Port ist mit über 200€ für meinen Geschmack etwas teuer. Jedoch gerade bei größeren Installationen werden die günstigeren Feuermelder das Genius System günstiger machen als Nest oder Bosch.

Sucht Ihr also das Maximum an Sicherheit greift zum Hekatron Genius System. Ist Euch aber eine besonders einfache Einrichtung oder viele Funktionen besonders wichtig, gibt es vielleicht auch ein besseres System für Euch.

Der Tile „All New Mate“ im Test

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Der Tile Mate war ein herausragender Schlüsselfinder, mit einer Schwäche, der Batterie. Der alte Tile Mate hatte eine fest integrierte Batterie, welche nach rund einem Jahr sich ihrem Ende zuneigte und einen Austausch des kompletten Schlüsselfinders nach sich zog. Blöd, aus Sicht der Kosten und auch der Umwelt.

Tile hat dies anscheinend erkannt und mit dem neuen „All New Mate“ behoben. Dieser bietet eine austauschbare Batterie und somit eine theoretisch unbegrenzte Lebensdauer. Zudem soll es Verbesserungen bei der Bluetooth Reichweite und der Lautstärke des Lautsprechers gegeben haben.

Ist der neue Tile „All New Mate“ mit diesen Verbesserungen nun der perfekte Schlüsselfinder? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Tile „All New Mate“ im Test

Bei dem neuen Tile Mate handelt es sich wie auch schon beim Vorgänger um ein ca. 35 x 35 x 6,5mm großes Modul.

Dies ist komplett aus einem weiß/grauen Kunststoff gefertigt, welcher auf den ersten Blick einen zugegeben eher mittelmäßig robusten Eindruck macht. Das Gehäuse des Tile Mate ist recht „plastikhaft“.

Allerdings hat der Verzicht auf premium Materialien auch einen praktischen Vorteil. Mit gerade einmal 7,44g ist der Tile Mate unheimlich leicht! Ideal für den Schlüsselbund, an welchem man meist eh viel zu viele Schlüssel hängen hat.

Für die Befestigung an einem Schlüsselbund besitzt der Mate auch ein kleines Loch doch welches Ihr den Schlüsselring oder eine Schnur führen könnt.

Der „All New Mate“ verfügt auf seiner Oberseite lediglich das Tile Logo. Dieses ist allerdings eine versteckte Taste, die zum Koppeln und anderen Funktionen dient.

Auf der Rückseite finden wir die große Neuerung des Tile Mates, eine austauschbare Batterie! Während Ihr den alten Tile Mate nach rund einem Jahr wegschmeißen musstet, könnt Ihr beim neuen Tile Mate einfach die verbaute CR1632 Knopfzelle austauschen. Klasse!

Allerdings hat dies auch einen kleinen Nachteil, der neue Tile Mate ist nicht mehr wasserdicht. Zu mindestens wirbt Tile nicht mehr damit.

Öffnen wir allerdings die Batterieklappe sehen wir durchaus eine schützende Abdichtung. Etwas Regen oder Nässe wird dem Mate also vermutlich nichts ausmachen.

Ebenfalls auf der Rückseite ist der Lautsprecher, welcher bei der neuen Version des Mates 50% lauter sein soll.

 

Die Tile App

Ein großer und wichtiger Teil am Tile Mate und auch den anderen Tile Produkten ist die sehr gute App!

Diese findet Ihr natürlich im Google Play Store oder Apple App Store. Nach dem Download müsst Ihr Euch in der App registrieren. Nein dies ist kein unnötiges Datensammeln, sondern die Registrierung macht Sinn! Dazu aber später mehr.

Habt Ihr Euch registriert, müsst Ihr den Tile Mate mit Eurem Smartphone verbinden. Dieser Verbindungsprozess ist kinderleicht, einfach auf die Taste auf dem Mate drücken und warten.

Die App sucht den Schlüsselfinder automatisch und verbindet sich mit diesem. Anschließend müsst Ihr diesem noch ein Objekt oder Namen zuweisen, damit Ihr diesen besser erkennen könnt.

Auf der Startseite der App werden Euch nämlich alle verbundenen Schlüsselfinder aufgelistet, mit dem Icon und Namen, dem Ihr diesen zugewiesen habt.

Es ist also kein Problem mehrere Tile Mates mit einer App zu nutzen, wenn Ihr dies möchtet. Auf der Startseite seht Ihr auch gleich den Verbindungsstatus und könnt eine Suche einleiten.

 

Die Suche

Die Suche Eures Tile Mates variiert etwas je nachdem wie weit Ihr von diesem entfernt seid. Der Mate hat eine theoretische Reichweite von 45 Metern, welche allerdings nur auf freiem Feld erreicht wird. In einer Wohnung schätze ich die Reichweite aber auch auf gute 20+ Meter.

Befindet Ihr Euch innerhalb der Reichweite und startet die Suche, gibt Euch die App eine grobe Einschätzung wie weit Ihr Euch vom Mate entfernt befindet. Zudem kann eine Melodie wiedergegeben werden.

Hierdurch ist es in der Regel sehr problemlos möglich den Mate schnell aufzufinden!  Der verbaute Lautsprecher ist auch laut genug, dass man diesen noch hört selbst wenn ein Kissen oder eine Decke auf dem Schlüsselfinder liegt.

Innerhalb meiner Wohnung war es wirklich zu keinem Zeitpunkt ein Problem den Tile Mate zu finden.

Was aber wenn Ihr Euch außerhalb der Reichweite befindet? In diesem Fall merkt sich die App in gewissen Intervallen wo Ihr zuletzt mit dem Mate verbunden wart und markiert die letzte bekannte Position auf einer Karte.

Hier könnt Ihr dann mit der Suche starten. Mit ein wenig Glück befindet Ihr Euch an der letzten bekannten Position auch wieder innerhalb der Reichweite.

Falls nicht hat Tile noch ein Ass im Ärmel, die Community Suche. Falls Ihr Euren Tile Mate einfach nicht finden könnt, könnt Ihr diesen für andere Nutzer freigeben. In diesem Fall sucht die App auch von anderen Nutzern nach Eurem Mate.

Dies geschieht im Hintergrund, die anderen Nutzer helfen also nur passiv. Stößt nun ein anderer Nutzer bzw. die Tile App auf Euren Mate erhaltet Ihr eine Nachricht mit dem Standort wo dies der Fall war.

Ich finde diesen Ansatz brillant! Leider hängt die Effektivität stark von der Nutzerbasis ab, mehr Tile Nutzer in Eurer Umgebung = größere Chance, dass die Community Suche funktioniert.

Wenn Ihr Euch also einen Tile Mate kauft, helft Ihr also auch passiv dabei die Community Suche zu verbessern!

Umgekehrt könnt Ihr den Tile Mate auch nutzen um Euer Smartphone zu suchen! Einfach die Taste auf der Oberseite zweimal drücken und Euer Smartphone klingelt, sofern es sich innerhalb der Reichweite befindet. Praktisch!

 

Fazit

Der neue Tile Mate* ist der perfekte Schlüsselfinder! Dank der nun austauschbaren Batterie ist mein einziger Kritikpunkt am Vorgänger behoben worden.

Geblieben sind aber alle positiven Punkte, wie die sehr gute App, das sehr leichte und kompakte Design oder auch die wirklich brillante Community Suche.

Dank der hohen Bluetooth Reichweite ist es innerhalb der Wohnung keinerlei Problem den Tile Mate aufzuspüren. Die App zeigt Euch zum einen an wie stark das Signal zum Schlüsselfinder ist, zum anderen könnt Ihr auch einen Signalton wiedergeben.

Außerhalb der Wohnung merkt sich die App die letzte bekannte Position des Schlüsselfinders, wodurch Ihr selbst beim überschreiten der Reichweite einen Ansatzpunkt habt. Hilft das auch nicht könnt Ihr die Community Suche nutzen!

Der Schlüsselfinder selbst ist qualitativ ausreichend gut und angenehm kompakt und leicht.

Auch der Preis ist mit 25€ (zum Zeitpunkt des Tests) vollkommen in Ordnung für das Gebotene! Dafür bekommt Ihr einen, wenn nicht sogar den besten Schlüsselfinder auf dem Markt!

Der neue Amazon Echo Plus im Soundcheck!

Amazons Echo Lautsprecher sind auch in Deutschland beliebter denn je. Daher war es durchaus eine wichtige Neueinführung als Amazon vor Kurzem die 3. Generation des Echo Dots und die 2. Generation des Echo plus der Öffentlichkeit vorstellte.

Der neue Echo Plus ist hier das Flaggschiff Modell der Echo Reihe. Dieses ist sowohl preislich, wie aber auch vom Funktionsumfang und Klang oberhalb des normalen Echos angesiedelt.

Aber wie viel besser klingt der Echo Plus der 2. Generation verglichen mit der 1. Generation und dem normalen Amazon Echo? Finden wir dies in einem kleinen Test heraus!

Der Neue Amazon Echo Plus

Amazon hat das Design seiner Echo Lautsprecher mit dem neuen Echo Plus nun vereinheitlicht. Der Echo Plus ähnelt von seinem Design dem normalen Echo sehr stark, ist aber etwas rundlicher designt.

Wie auch beim Echo und Echo Dot nutzt Amazon eine Textil-Verkleidung des Lautsprechers. Das komplette Äußere des Lautsprechers ist also mit einem Leinen ähnlichen Stoff bezogen.

Dies gefällt mir sehr gut! Hierdurch wirkt der Amazon Echo Plus ein gutes Stück wohnlicher als frühere Versionen.

Was mich etwas überrascht hat waren die Abmessungen. Mit 10cm x 15cm ist der Echo Plus kaum größer als der normale Amazon Echo. Lediglich ist der Echo Plus etwas rundlicher gebaut.

Während der normale Amazon Echo über vertikal glatte Seiten verfügt, sind diese beim Echo Plus ebenfalls leicht nach außen gebogen. Dies ist geschehen um größere Lautsprecher Treiber zu verbauen, wie auch sicherlich etwas mehr Platz für Elektronik zu sorgen.

Dennoch ist auch der Echo Plus ganz klar als sehr kompakt einzustufen!

Was das Bedienelement angeht könnte man meinem Amazon hätte einfach einen Echo Dot genommen und auf der Oberseite integriert. Was die Tasten und Mikrofone angeht stimmt der Echo Dot und Echo Plus komplett überein.

Und ja ich nehme auch an, dass praktisch Amazon beim Echo Dot und Echo Plus eine sehr ähnliche wenn nicht sogar weitestgehend gleiche Elektronik nutzt.

Der normale Amazon Echo hat hingegen eine leicht andere Beschriftung und Oberseite. Man sieht hier, dass der Echo Dot und Echo Plus nochmals eine halbe Generation weiter sind.

Weiterhin finden sich am Echo Plus vier Tasten, eine Bestätigungstaste, lauter, leiser und eine Taste zum Abschalten des Mikrofons.

Auch der coole LED Ring ist weiterhin mit an Bord, welcher Euch die Richtung anzeigt, aus der eine Stimme erkannt wurde. Der Echo Plus setzt auf ein volles 360 Grad Design, sowohl was die Lautsprecher wie aber auch die Mikrofone angeht.

Was die Anschlüsse betrifft, finden wir einen Netzteil Anschluss, wie auch einen 3,5mm Ausgang. Das beiliegende Netzteil ist ein proprietäres Modell mit 30W maximaler Leistung.

Im Leerlauf verbraucht der Amazon Echo Plus rund 2,3W und bei Musikwiedergabe rund 8W.

 

Die Plus Feature

Was bedeutet eigentlich das „Plus“ beim Amazon Echo Plus? Im Gegensatz zu den anderen Echo Geräten besitzt der Echo Plus ein Zigbee Funkmodul verbaut.

Zigbee ist ein Funkstandard welcher von sehr vielen Smartphone Geräten verwendet wird, primär von Smart Home Lampen und Leuchten.

Beispielsweise die Philips Hue Bridge nutzt Zigbee, genau wie das Osram Lightify oder das Ikea TRÅDFRI System.

Auch einige schaltbare Steckdosen-Adapter nutzen Zigbee

Hierdurch ist es möglich beispielsweise Philips Hue Lampen direkt mit dem Amazon Echo Plus zu verbinden, ohne Philips Hue Bridge.

Gesteuert werden diese Geräte dann entweder per Sprache über ALEXA oder auch über die Alexa App.

Diese direkte Verbindung hat Vor- und Nachteile. Ihr könnt hierdurch natürlich die Philips Hue oder generell die Hersteller eigenen Apps nutzen, welche meist etwas umfangreicher sind. Auch seid Ihr auf das Amazon Alexa System „festgelegt“.

Im Gegenzug spart Ihr Euch allerdings die Bridge und somit ein weiteres Gerät das Strom verbraucht und die Steuerung via Sprache ist bei einer direkten Einbindung pauschal gesprochen etwas besser als wenn diese über Skills gemacht wird.

 

Wie klingt der Neue Amazon Echo Plus?

Amazon setzt beim Echo Plus erneut auf zwei Lautsprecher Treiber. Einen 20mm Hochtöner und einen 76mm Tief/Mitteltöner.

Damit sind die Lautsprechertreiber des Echo Plus etwas größer als die des normalen Echos, dessen Treiber 16mm und 67mm messen.

Kommen wir damit auch zum Klang. Hier war ich ganz klar positiv überrascht! Selbst ohne Subwoofer oder gesonderten Lautsprecher klingt der Echo Plus sehr gut.

Starten wir am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind absolut klar und sauber. Es kommt sogar eine gewisse Brillanz und Leichtigkeit im Klang rüber, welche beim normalen Amazon Echo beispielsweise anfangs etwas fehlte.

Die Höhen würde ich als ziemlich perfekt in dieser Preisklasse einstufen!

Bei den Mitten und Tiefen wird es etwas schwieriger. Grundsätzlich gefallen mir die Mitten auch. Stimmen kommen gut und natürlich rüber. Tendenziell gefallen mir hier aber leicht tiefere Stimmen etwas besser. Die oberen Mitten sind etwas schwächer, als die unteren Mitten.

Wenn man sich den Bass anhört weiß man auch warum. Der Bass des Echo Plus ist für die doch sehr kompakten Abmessungen unheimlich kräftig und auch recht voluminös.

Es ist durchaus beeindruckend was für einen Druck der Echo Plus schafft aufzubauen! Kleinere Räume werden wirklich gut mit Klang und auch sattem Bass geflutet.

Bei größeren Räumen holen die sehr kompakten Abmessungen den Echo Plus etwas ein, aber auch hier kann man sich über den Klang nicht beschweren!

Selbst die maximale Lautstärke ist gut, genau wie die Pegelfestigkeit! Selbst auf 100% gibt es keine merkbare Absenkung des Basses.

 

Echo Plus vs. Alter Echo

Verglichen mit dem alten Amazon Echo merkt man vor allem beim Bass doch eine massive Steigerung! Der neue Echo Plus klingt deutlich voller und satter.

Bei den Höhen hingegen tun sich beide nicht viel. Der Alte Amazon Echo war in den Höhen etwas besser ausbalanciert, während der neue Echo Plus bei den oberen Höhen etwas stärker ist.

Ähnliches gilt auch für die Mitten. Der Alte Amazon Echo klingt recht neutral, während der Echo Plus etwas lebendiger spielt.

Unterm Strich würde ich klar den Echo Plus für eine Musikwiedergabe bevorzugen. Es würde sich klanglich gerade aufgrund des merklich besseren Basses durchaus auch ein Upgrade lohnen.

 

Echo Plus vs. Echo

Verglichen mit dem aktuellen Echo ist der Echo Plus recht ähnlich was die grundsätzliche Klangsignatur angeht. Beide sind etwas mehr auf Lebendigkeit und Dynamik getrimmt.

Allerdings ist der Echo Plus im Detail dem Echo überlegen. Die Höhen sind also noch einen Ticken klarer und sauberer und der Bass ist doch noch ein gutes Stück runder.

Gerade im Tiefgang ist der Echo Plus doch nochmals ein gutes Stück besser.

 

Aus drei machen eins

Neu ist mit dem Echo Plus ist die Möglichkeit zwei Lautsprecher zu einem Stereo Paar zusammenzuführen und sogar mit einem kabellosen Amazon Subwoofer zu verbinden! Leider hatte ich bisher noch nicht die Möglichkeit dies zu testen.

Allerdings gehe ich davon aus, dass der Echo Plus in einem 2.1 Setup vermutlich ziemlich gut klingt und auch eine klassische Stereo Anlage völlig ersetzten kann, selbst in einem größeren Wohnzimmer.

 

Fazit

Amazon hat beim Echo Plus* viel richtig gemacht! Das Offensichtlichste ist natürlich das Design. Ich mag dieses Textildesign, das Amazon nun bei seinen Lautsprechern einsetzt, sehr gerne!

Der Echo Plus wirkt einfach sehr hochwertig und modern. Auch die kompakten Abmessungen werden sicherlich viele Nutzer freuen. Gerade verglichen mit dem alten Echo Plus ist das neue Modell doch ein gutes Stück kompakter

Dabei ist der Klang allerdings sogar ein gutes Stück besser geworden! Amazon setzt beim Echo Plus auf eine recht lebendige und dynamische Klangsignatur. Die mitten sind zwar ein weniger schwächer, dafür ist allerdings der Bass für einen doch noch recht kompakten Lautsprecher sehr gut!

Dies bestätigt sich auch im direkten Vergleich mit dem alten Echo Plus und dem aktuellen normalen Echo. Beide werden vom Echo Plus klanglich geschlagen, gerade beim Bass.

Hinzu kommt natürlich noch die Plus Funktionalität und somit die Möglichkeit einige Smart Home Geräte direkt über den ZigBee Standard mit dem Lautsprecher zu verbinden.

Der Amazon Echo Plus ist damit genau das, was der Name auch sagt, eine in allen Belangen leicht bessere Version des normalen Amazon Echo. Auch der Preis von 150€ geht in Ordnung!

 

Der EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer im Test

Das kabellose Laden von Smartphones hat eine kleine Revolution ausgelöst. Vorbei sind die Zeiten von hässlichen Ladegeräten und X Kabel, zumindest teilweise.

Das Spannendste ist hier oftmals die Integration der Kabellosen-Ladegeräte in diversen Alltagsgegenständen, wie Lampen, Tische usw.

EasyAcc hat aber mit seinem Neusten „10W Fast Wireless Charger“ etwas besonders Interessantes gemacht. Diese haben das Kabellose-Ladepad in einen Tisch Organizer integriert!

Interessant und sinnvoll? Dies gilt es in einem kleinen Test herauszufinden!

 

Der EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer im Test

Ich glaube der Name „EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer“ ist etwas irreführend. Ich würde eher sagen es ist genau andersherum. Es handelt sich hier also in erster Linie um einen Tisch Organizer in dem ein kabelloses Ladepad für Euer Smartphone integriert ist.

Mit einer Breite von 28cm und einer Tiefe von 9cm bietet der EasyAcc Tisch Organizer schon gute Abmessungen. Aus meiner Sicht ist dieser nicht zu groß oder zu klein.

Der Organizer ist in vier Bereiche bzw. Fächer unterteilt. Links befindet sich zunächst eine Art Becher, in welchen Stifte und Ähnliches gestellt werden können. Rechts davon sind zwei kleinere Fächer für Klebestifte, Büroklammer, Klebezettel usw. hier kommt es darauf an für was Ihr gerade Platz benötigt.

Auf der ganz rechten Seite ist dann letztendlich der wahre Grund für diesen Test, das kabellose Ladepad.

Dieses ist praktischerweise leicht angewinkelt, so kann man sein Smartphone-Display auch während des Ladens noch gut sehen kann.

Bei dem Ladepad handelt es sich um ein 5W/7,5W/10W Pad, je nachdem was Euer Smartphone unterstützt.

Der EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer wird über ein USB Kabel auf der Rückseite mit Energie versorgt. Um die vollen 10W maximale Leistung zu nutzen, müsst Ihr den Organizer allerdings an ein Quick Charge 3.0 Ladegerät (nicht mit im Lieferumfang), anschließen.

Wir haben allerdings noch gar nicht über das Material des Organizers gesprochen. Dieser scheint grundsätzlich aus Kunststoff zu bestehen, wurde aber mit einer Art Kunstleder -Textur versehen, zumindest außen.

Das Innere der Fächer ist mit einem weicheren Samtmaterial ausgekleidet. Ich würde sagen die Haptik und Wertigkeit passt.

 

Messwerte

Der EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer kann wie schon im Namen steht bis zu 10W kabellose Leistung bieten. Also wird natürlich auch die 5W und 7,5W Stufe unterstützt.

Für Smartphones wie das Apple iPhone X/Xs bedeutet dies das volle kabellose Ladetempo. Wobei kabelloses Laden natürlich nie sonderlich schnell ist.

Das iPhone Xs Max erreicht in einer Stunde ca. 38% Akku. Das Samsung Galaxy Note 9 schafft sogar 42%.

Dies klingt im ersten Moment nicht viel, ist es aber. Andere kabellose Ladegeräte können dies auch nicht besser, ganz im Gegenteil! Die Wärmeabfuhr scheint beim EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer besser zu funktionieren, als ich es erwartet hätte. Rund 40% pro Stunde bei aktuellen Smartphones ist für ein Modell mit maximal 10W Leistung ein guter Wert!

Der Leerlauf- Energieverbrauch liegt im Übrigen bei rund 0,225W(nur der Verbrauch des Ladepads!).

 

Fazit

Der EasyAcc 10W Fast Wireless Charger mit Organizer ist natürlich ein recht spezielles Produkt. Damit ich diesen Euch empfehlen kann, müsst Ihr in erster Linie einen Tisch Organizer benötigen.

Könnt Ihr solch einen gebrauchen und entspricht hier das Modell von EasyAcc Euren Erwartungen, was die Fächeraufteilung usw. angeht, dann spricht nichts gegen einen Kauf!

Was die Qualität und das Tempo des kabellosen Ladepads angeht, passt alles. EasyAcc hat hier ein sehr gutes Ladepad verbaut, sowohl für Android wie auch IOS Nutzer.

Selbst der Preis ist mit 27€ sehr fair!

Der JBL Xtreme 2 im Test, größer, lauter, besser?

JBL ist im Bereich der Bluetooth Lautsprecher einer der größten Hersteller. Diese haben mit dem Xtreme 2 vor kurzem eine Neuauflage des sehr beliebten ersten Xtreme auf den Markt gebracht.

Dieser soll mit einem noch besseren und satteren Klang punkten. Für rund 250€ darf aber auch der Anspruch durchaus etwas gehoben sein.

Wie gut ist der Bass des JBL Xtreme 2 wirklich? Kann dieser auch abseits des Basses überzeugen?



Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an JBL welche mir den Xtreme 2 für diesen Test ausgeliehen haben.

 

Der JBL Xtreme 2 im Test

Das Erste was Euch vorm Kauf des JBL Xtreme 2 bewusst sein muss, sind sicherlich die Abmessungen dieses Bluetooth Lautsprechers. Der Name „Xtreme“ kommt nicht von ungefähr.

Mit einer Länge von rund 29cm, einer Höhe von 13cm und einer Tiefe von 12cm ist der JBL Xtreme 2 ungefähr 4-6x so groß wie ein Standard Bluetooth Lautsprecher. JBL liefert sogar einen Schultergurt für einen leichteren Transport mit, was schon etwas aussagt, dass dies nötig ist.

Allerdings ist bei Lautsprechern Größe Trumpf. Größere und dichtere Lautsprecher haben immer mehr Klangpotenzial als kleine Lautsprecher.

Was die Materialwahl angeht, setzt JBL auf eine Mischung aus einer Art Hartgummi und einem Leinenstoff.

Letzterer bedeckt den größten Teil des Lautsprecher. Ich mag dieses Material sehr gerne! Zum einen ist dieser Stoff sehr resistent gegen Fingerabdrücke, kleine Kratzer und generell Schmutz, zum anderen fühlt er sich immer recht wertig und „besonders“ an.

Dies gilt auch für den gesamten Xtreme 2! Man merkt, dass es sich hier um einen Premium Bluetooth Lautsprecher handelt. Dieser wirkt rundum sehr fest und massiv gebaut. Es gibt allerdings an den Rändern des Leinenstoffs ein paar kleine Unsauberkeiten, welche ich jetzt aber auch nicht über dramatisieren möchte.

Ich würde Ihn jetzt nicht fallen lassen oder unnötig rau behandeln, aber einen etwas härteren Outdoor Einsatz wird der JBL Xtreme 2 sicherlich überstehen. Erfreulicherweise ist der Xtreme 2 auch nach IPX7 wassergeschützt. Theoretisch dürfte dieser damit sogar komplett untertauchen ohne Schaden zu nehmen, was ich aber nicht empfehlen würde.

Um diesen Wasserschutz zu realisieren befinden sich über allen Anschlüssen des Lautsprechers eine Klappe. Diese Gummiklappe wirkt auch erfreulich solide und „stark“.  Ich habe hier keine Zweifel, dass diese eine gute Dichtigkeit garantiert.

Unter der Klappe findet sich ein 3,5mm AUX Eingang, ein microUSB Port, ein USB Ausgang und ein Ladeport. Der microUSB Port wird leider nicht zum Auflegen des Lautsprechers genutzt, sondern dient nur für Firmware Updates und Ähnliches. Geladen wird der JBL Xtreme 2 über ein proprietäres Netzteil, was bei großen Bluetooth Lautsprechern nicht ungewöhnlich ist. Laut JBL soll der Xtreme 2 satte 40W liefern, diese wären via microUSB nicht lieferbar.

Der USB Ausgang hingegen kann für eine Powerbank Funktionalität genutzt werden. Ist Euer Smartphone leer oder fast leer könnt Ihr dieses über diesen USB Port aufladen.

Verglich mit dem Anker SoundCore Pro

Da der Xtreme 2 auch über einen großen 10000mAh Akku verfügt, macht diese Funktion auch Sinn. Ein normales Smartphone könntet Ihr problemlos bis zu 2-3x am JBL Xtreme 2 vollständig laden.

Der Xtreme 2 selbst kann bis zu 15 Stunden spielen ohne ans Netz zu müssen. Dies aber bei einer normalen Zimmerlautstärke! Dreht Ihr diesen voll auf, sinkt die Akkulaufzeit massiv auf unter 6-8 Stunden.

Die Tasten für die Steuerung des Lautsprecher sind wie üblich auf der Oberseite angebracht. Neben dem Einschalter findet sich hier auch eine Bluetooth Taste, Lauter, Leiser, Play Pause usw.

 

Der Klang des JBL Xtreme 2

Sprechen wir zunächst über den Klanglichen Aufbau des JBL Xtreme 2. Von außen sind nur zwei Treiber an den Seiten des Lautsprechers erkennbar. Hierbei handelt es sich um zwei passive Treiber, welche für den internen Druckausgleich sorgen, wie auch für eine verbesserte Basswiedergabe.

Die eigentliche Arbeit wird von vier Treibern auf der Front gemacht. Hierbei handelt es sich um zwei größere Treiber für die Bass und Mittenwiedergabe und zwei kleinere Treiber für die Höhen.

Ein auf dem ersten Blick sehr vernünftiger Aufbau! JBL gibt die Leistung des Xtreme 2 mit 40W an, was ich eher für so semi-richtig halte. Wie bei allen Bluetooth Lautsprechern wird hier JBL ein Stück übertreiben, denn der Akku des Xtreme 2 hat lediglich 36Wh, könnte der Lautsprecher wirklich konstant 40W liefern wäre der Akku in unter einer Stunde leer. Die Leistungsangabe wird sich vermutlich eher auf eine Peek Leistung beziehen.

Kommen wir damit auch zum Klang.

Mögt Ihr viel Bass? Dann werdet Ihr den JBL Xtreme 2 lieben! Starten wir aber wie üblich am Anfang, also bei den Höhen.

Erfreulicherweise sind diese sehr schön klar und sauber. Man merkt, dass der Xtreme 2 über gesonderte Hochtöner verfügt. Wenn vom Song vorgegeben kann der Xtreme 2 sehr fein und leicht spielen mit einer sehr guten Brillanz.

Der Bass des Lautsprechers ist zwar sehr kräftig, aber die Höhen können dennoch gut gegenhalten und werden nicht in den Schatten gestellt.

Allerdings das wahre Highlight des JBL Xtreme 2 ist natürlich der Bass. Aufgrund der großen Abmessungen hatte ich schon mit einem ordentlichen Bass gerechnet, aber der Xtreme 2 konnte hier meine Erwartungen nochmals überbieten.

Der Bass ist sehr kräftig und vor allem unheimlich satt! Selbst der Tiefgang ist beeindruckend. Ich habe schon Subwoofer gehört, welche nicht einen derartig tiefen Bass liefern konnten.

Selbst in mittelgroßen Räumen wird immer noch ein guter Druck aufgebaut, auch bei höheren Pegeln. Zwar merkt man, dass bei extremen Pegeln, nah am Maximum, der Bass etwas reduziert wird um ein Übersteuern zu verhindern, aber der JBL Xtreme 2 ist ganz klar als partytauglich einzustufen.

Allgemein fühlt sich dieser bei mittleren bis hohen Lautstärken sichtbar wohler als bei leisen Pegeln.

Dies liegt sicherlich auch etwas an der Mittenwiedergabe. Der Xtreme 2 ist ganz klar auf eine gewisse Höhen/Tiefen Dynamik getrimmt. Dies verleiht dem Xtreme 2 auch eine gute bis sehr gute Spielfreude.

Allerdings sucht Ihr einen wirklich ausbalancierten Lautsprecher, ist der Xtreme 2 nicht das Richtige für Euch. Die Mitten sind nicht schlecht, aber auch nicht auf dem Level der Höhen oder des Basses.

Dennoch mir macht der JBL Xtreme 2 sehr viel Spaß und ich kann mir diesen gerade als Party- Lautsprecher sehr gut vorstellen. Aber auch bei leiseren Pegeln macht der Xtreme 2 eine Vorstellung!

Was die Bluetooth Verbindung angeht, kann ich nicht klagen in Kombination mit meinem iPhone Xs Max oder Huawei Mate 20 Pro. Die Verbindungsstabilität passte genau wie die Qualität.

Feinere Details wurden sauber wiedergegeben, eine größere Kompression bei der Bluetooth Verbindung scheint also nicht stattzufinden.

Ihr könnt den Xtreme 2 im Übrigen mit anderen JBL Connect + fähigen Lautsprechern verbinden um für eine größere Klangbühne zu sorgen, nicht, dass die Klangbreite eines Xtreme 2 schlecht wäre.

Dieser verfügt zwar nicht über einen echten 360 Grad Klang, aber die Soundabstrahlung funktioniert in alle Richtungen erfreulich gut.

 

Fazit

Der JBL Xtreme 2 ist ein Bluetooth Lautsprecher der einfach nur Spaß macht! Dieser richtet sich gerade an Nutzer, die viel Bass wünschen, was der Xtreme 2 auch perfekt hinbekommt.

Für seine Größe und Preisklasse liefert der Xtreme 2 einen wirklich herausragenden Bass, sowohl was die Masse aber auch die Qualität angeht. Gerade der Tiefgang bei mittleren bis hohen Pegeln hat mich wirklich beeindruckt.

Dabei bietet der Lautsprecher aber mehr als nur eine dumpfe Bassbrühe, auch die Höhen sind klar und sauber. Selbst die Mitten sind soweit okay. Mir gefällt der Klang sehr gut.

Allerdings so viel Spaß der Klang des JBL Xtreme 2 macht, wenn es Euch um einen besonders ausbalancierten und mittenstarken Klang geht, gibt es bessere Lautsprecher. Man merkt, dass der Xtreme auf höhere Pegel und eine starke Höhen/Tiefen Dynamik getrimmt ist. Er ist also wirklich der Ideale „Party“ Lautsprecher oder für Nutzer die es einfach laut und kräftig mögen.

Hierzu passt auch das recht robuste, aber auch schwere Gehäuse, welches sicherlich einen etwas raueren Umgang gut mitmacht.

Optisch gefällt mir das Leinenstoff- Design des Lautsprechers auch sehr gut! Die Verarbeitung ist zwar nicht ganz perfekt, aber auf einem guten Level. Selbiges gilt auch für die Akkulaufzeit und die Anschlüsse. Gerade der USB Ausgang kann sehr praktisch sein.

Kurzum der JBL Xtreme 2 ist ein klasse Bluetooth Lautsprecher dessen Preis von rund 240-250€ auch absolut gerechtfertigt ist.

Das ASUS ROG Zephyrus M GM501G im Test

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Das ROG Zephyrus M GM501G ist das interessanteste Gaming Notebook das ASUS aktuell zu bieten hat, zumindest wenn Ihr mich fragt.

ASUS hat hier den Trend aufgegriffen viel Hardware-Power in ein kleines Gehäuse zu verbauen. Das ROG Zephyrus M GM501G ist mit rund 17mm sehr schön flach für ein Monster mit GTX 1070 Grafikkarte!

Um diese ausreichend zu kühlen hat sich ASUS sogar etwas Besonderes ausgedacht, eine Bodenklappe über welche Luft eingesaugt wird.

Aber wie so oft bei besonderen Notebooks wird auch beim ROG Zephyrus M GM501G ein höherer Preis fällig. Aktuell müsst Ihr rund 2400€ auf den Tisch legen.

Ist dies das ROG Zephyrus M GM501G wert? Kann es auch abseits der hohen Leistung punkten? Taugt die Kühlung etwas? All dies versuchen wir doch einmal in einem Test zu klären!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des ROG Zephyrus M GM501G für diesen Test.

 

Das ASUS ROG Zephyrus M GM501G im Test

Wie man schon am Namen erkennen kann, gehört das ROG Zephyrus M GM501G zu der ROG Gaming Reihe von ASUS. Dementsprechend ist das Notebook auch etwas auffälliger gestaltet. Wobei verglichen mit anderen ASUS ROG Modellen das Zephyrus M GM501G fast schon als recht schlicht einzustufen ist.

Der größte Teil des Notebooks ist aus einem gebürsteten schwarzen Aluminium gefertigt. Dies gilt dabei nicht nur für den Deckel sondern auch für das untere Chassi, wo allerdings ASUS auf die gebürstete Textur zugunsten eines etwas matteren Aluminiums verzichtet hat.

Eine Entscheidung die ich sehr begrüße, da die gewählte matte Textur um einiges robuster ist.

Aufgepeppt wird das Notebook durch einige orange/kupferfarbene Akzente, wie auch das große ROG Logo auf der Rückseite.

ASUS hat es hier geschafft eine sehr gute Mischung beim Design zu erreichen. Einerseits ist das GM501GS ganz klar als High End Gaming Notebook zu erkennen, auf der anderen Seite wirkt dieses aber auch nicht unprofessionell.

Selbst wenn Ihr kein Gamer seid, müsst Ihr Euch für das Notebook nicht schämen!

Mit einer Dicke von gerade einmal 16,9-17,9mm und einem Gewicht von 2,2Kg ist das ASUS GM501GS zudem ein sehr kompaktes Notebook für die starke Hardware die ASUS hier verbaut hat. Es ist ganz klar eins der dünnsten Notebooks mit GTX 1070/1080 Grafikkarte.

Aufgrund des Aluminium Gehäuses fühlt sich das ROG Zephyrus GM501GS auch sehr wertig und massiv an. Ich würde sagen, dies ist das hochwertigste Gaming Notebook das ich bisher von ASUS gesehen habe.

Daumen hoch dafür!

Um dieses schicke und kompakte Design zu erreichen setzt ASUS allerdings auf eine Besonderheit, welche ich so zuvor noch nie bei einem Notebook gesehen habe. Klappt Ihr das ROG Zephyrus GM501GS auf, öffnet sich die Unterseite des Notebooks.

Ja die Bodenplatte trennt sich vom restlichen Gehäuse und bildet einen Spalt, durch welchen das Notebook Luft ansaugen kann. Ich bin hier etwas hin und her gerissen ob dies nun eine sensationelle Idee für eine bessere Kühlung ist, oder ob nicht einfach ein Lüfter-Gitter auf der Unterseite und hohe Gummifüße gereicht hätten.

Wie auch immer, es ist definitiv ein cooles Feature, welches das Notebook von der Masse abhebt.

Was die Umsetzung angeht, kann ich im Übrigen nicht klagen. Der Mechanismus scheint recht solide gebaut zu sein. Lediglich wenn man das Notebook geöffnet transportiert, merkt man, dass die untere Platte sich etwas biegen lässt. Dies ist aber nicht kritisch!

Auch auf dem Schoß stört diese Konstruktion nicht. Macht Euch also keine großen Sorgen um dieses Ausklappen.

Die frühere Version des ASUS ROG Zephyrus M GM501GS besaß noch eine weitere Besonderheit. Bei dieser befand sich die Tastatur an der vorderen Kante des Notebooks und das Trackpad an der rechten Seite.

Bei der aktuellen Version ist ASUS zu einem etwas klassischerem Layout zurück gewechselt. Allerdings merkt man, dass ASUS den Platz im Bereich des Display-Scharniers für interne Komponenten bzw. die Kühlung benötigt.

Die Tastatur ist beim ASUS ROG Zephyrus M GM501GS weiterhin etwas nach vorne gerutscht, wodurch die Handballenauflage und auch das Trackpad etwas schmäler als sonst üblich ausfällt.

 

Auch die Anschlüsse befinden sich ausschließlich am vorderen Teil des Gehäuses. Selbst der Anschluss für das Netzteil ist mittig auf der linken Seite angebracht, was sehr ungewöhnlich ist.

Grundsätzlich ist dies kein Weltuntergang, lediglich wenn Ihr die Maus auf der linken Seite vom Notebook habt, könnte diese mit den USB Kabeln kollidieren, sofern vorhanden.

Wo wir bei den Anschlüssen sind. Auf der linken Seite findet sich der Anschluss für das Netzteil, ein HDMI 2.0 Port, drei USB 3.0 Ports und der Anschluss für Kopfhörer/Headset.

Auf der rechten Seite ist ein weiterer USB 3.0 Port und ein Thunderbolt 3 USB C Port.

Damit ist die Portausstattung des ASUS ROG Zephyrus M GM501GS nicht unbedingt großzügig, aber mehr als ausreichend für fast alle Nutzer.

 

Display

Das Zephyrus M GM501G verfügt über ein 15,6 Zoll Full HD IPS Panel, welches zudem bis zu 144Hz wiedergeben kann.

Gerade Letzteres ist natürlich für Gamer wichtig! Ein Display mit mehr als 60Hz ist zwar keine Pflicht, aber Spiele und selbst Animationen in Windows laufen auf einem 144Hz Panel einfach deutlich weicher und geschmeidiger.

Hat man sich daran einmal gewöhnt, ist es schwer wieder auf einen 60Hz Monitor zurückzugehen.

Aber wie sieht es abseits der Bildwiederholungsrate aus? Weitestgehend sehr gut! Der Monitor des Zephyrus M GM501G macht einen subjektiv guten Eindruck.

Farben sind passend und ausreichend kräftig, Blickwinkel gut und auch die Kontraste wirken mehr als solide. Von Haus aus ist das Display vielleicht etwas kalt eingestellt, aber ASUS bietet ein Tool mit welchem Ihr dies noch etwas anpassen könnt.

Der gute subjektive Eindruck wird auch von den Messwerten bestätigt. Mit 98% besitzt das Zephyrus M GM501G eine sehr gute Abdeckung des SRGB Farbraums (ASUS wirbt mit 100%, die Abweichung kann auf eine Messungenauigkeit zurückzuführen sein).

Der Kontrast liegt bei 1:670 und die maximale Helligkeit bei 272 cd/m². Letzteres ist zwar nicht super hoch, aber sofern Ihr nicht plant das Notebook mit nach draußen zu nehmen passen 272 cd/m².

Sicherlich gibt es noch Notebooks mit besseren Displays, aber wollt Ihr 120Hz+ ist dies das so ziemlich beste Panel, das man auf dem Markt finden kann.

Damit eignet sich das Notebook nicht nur fürs Gaming, sondern auch für leichte Foto/Video Bearbeitung, zumal die Kalibrierung von Haus aus soweit okay ist.

 

Lautsprecher

Das ROG Zephyrus M GM501G verfügt über zwei Lautsprecher, welche auf der vorderen unteren Seite angebracht sind.

Hier nutzen diese Euren Tisch um den Schall zu reflektieren. Auf einem glatten Untergrund funktioniert dies auch sehr gut! Das Notebook bietet einen klaren Klang und eine große Soundstage.

Grundsätzlich würde ich die Lautsprecher des ROG Zephyrus M GM501GS als gut wenn nicht sogar sehr gut einstufen. Diese sind klar, sauber und bieten erstaunlich viel Bass für ein Notebook.

Das ASUS liegt hier ganz klar über einem Alienware 15 R4 und den meisten Gaming Notebooks. Lediglich eine Schwäche haben die Lautsprecher, die Pegelfestigkeit. Auf 80-100% Lautstärke merkt man im Bass ein gewisses Kratzen und schwimmen.

Auf den Lautstärken darunter klingt das ROG Zephyrus M GM501GS aber ausgezeichnet!

 

Eingabegeräte

Das ASUS ROG Zephyrus M GM501G verfügt über eine ganz klassische Chiclet Tastatur. ASUS verzichtet also auf irgendwelche mechanischen Taster oder andere Experimente.

Dies ist grundsätzlich etwas was ich sehr gutheiße! Die Tastatur fühlt sich auch so gut an und macht Spaß zu nutzen.

Starten wir aber beim Layout. Dieses entspricht weitestgehend dem deutschen QWERTZ Layout, mit einer Ausnahme, das Notebook verfügt über eine kleine Enter Taste. Die Feststelltaste ist allerdings wie üblich „groß“, genau wie die rechte Shift Taste.

Die F Tasten sind wie üblich doppelt belegt. Diese zweite Funktion lässt sich über die FN Taste abrufen, welche zwischen Strg und der Windows Taste zu finden ist.

Lauter, leiser und ein Stummschalten des Mikrofons haben allerdings gesonderte Tasten, oberhalb von F1-F4. Hier findet sich auch eine RGO Taste welche Euch direkt in die ROG Software schickt.

Beim Tipp-Gefühl kann ich mich nicht beklagen, weder wenn es ums Gaming geht noch ums Schreiben! Es gibt zwar durchaus Gaming Notebooks mit „tieferen“ Tasten, aber ein längerer Hub ist nicht automatisch besser. Ich bevorzuge die etwas flacheren Chiclet Tasten sogar fürs Schreiben, sofern sie nicht so flach sind wie bei den MacBooks.

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann ein noch etwas knackigerer Anschlag, aber generell kann man sich hier auch nicht beschweren. Aufgrund des Aluminium Gehäuses fühlt sich die Tastatur im Großen und Ganzen unheimlich fest und stabil an. Selbst mit viel Druck gibt hier nichts nach.

Die Schalter wirken zwar am Ende des Drucks etwas gedämpft, was beim längeren Tippen eher als positiv zu bewerten ist. Es findet kaum eine Ermüdung beim Tippen auf dem ROG Zephyrus M GM501G statt. Auch der anfängliche Widerstand der Tasten ist sehr gut gewählt! Fest genug, dass es nicht zu ungewollten Tastenanschlägen kommt, aber auch nicht unnötig zäh.

Kurzum das ROG Zephyrus M GM501G besitzt die mit beste Tastatur die ich bisher bei einem Gaming Notebook gesehen habe! Dies sowohl fürs Gaming, aber auch fürs Schreiben.

Das Trackpad ist zwar vergleichsweise klein, aber vom Tracking und generellen Nutzungsgefühl sehr gut! Die Zeigerbewegung fühlt sich unheimlich akkurat und flüssig an.

Also nicht nur die Tastatur ist super, auch das Trackpad ist ganz klar überdurchschnittlich!

 

Hardware und Benchmarks

Wie üblich gibt es das ASUS ROG Zephyrus M GM501G in mehreren Ausstattungsversionen. Mein ROG Zephyrus M verfügt über den aktuellen Intel Core i7-8750H wie auch eine NVIDIA GeForce GTX 1070.

Beim Speicher finden wir 16GB RAM, wie auch eine 512GB SSD und 1TB HDD.

Eine auf dem ersten Blick sehr schöne und auch Sinnvolle Ausstattung für ein Notebook dieser Klasse. Den Arbeitsspeicher könnt Ihr sogar noch weiter Aufrüsten falls nötig. Das ASUS ROG Zephyrus M GM501G nutzt nur einen 16GB Stick.

Das Öffnen des Notebooks ist zwar etwas komplexer, aber im Inneren findet Ihr zwei RAM Bänke, einen M.2 Steckplatz und einen „Slot“ für ein 2,5 Zoll Laufwerk.

Der Intel Core i7-8750H ist abseits des i9 aktuell Intels High End Notebook CPU, welche 6 Kerne 12 Threads bietet bei einem Takt von 2,2GHz. Letzterer ist natürlich wie so oft dynamisch geregelt und kann bis zu 4,1Ghz ansteigen.

Wie viel Takt nun in der Praxis erreicht wird, hängt von einigen Faktoren ab, Temperatur, Auslastung wie vieler Kerne, Leistungsaufnahme usw. Bei der Grafikkarte setzt ASUS auf die gute alte NVIDIA GeForce GTX 1070.

Schauen wir uns zunächst einmal ein paar Benchmarks des ASUS ROG Zephyrus M GM501G.

Aber Benchmarks sind nur das eine, die Praxis das andere. Hier werden sicherlich Spiele viele Nutzer am meisten interessieren.

Hier hatte ich zunächst ein kleines Problem. Die Bildrate bei meinen ersten Testdurchläufen waren irgendwie zu niedrig für ein Notebook mit GTX 1070. Nach ein wenig herumprobieren meine ich diesen Bug auf Nvidia Optimus zurückführen zu können.

Nach dem Abschalten von Nvidia Optimus passten die Bildraten! Solltet Ihr ähnliche Probleme haben, schaltet Optimus mal testweise ab. Eigentlich sollte dies die FPS nicht negativ beeinflussen, dies muss also ein Software Bug sein.

Die Spiele-Tests spiegeln die Leistung die man von einer GTX 1070 erwarten kann gut wieder! Sämtliche Spiele erreichten problemlos 60FPS+ auf der höchsten Einstellung und Full HD.

Leichtere Spiele aller CS Go, Skyrim, Overwatch oder Earthfall machen auch vollen Nutzen den von 144Hz des Displays. CS Go erreichte beispielsweise 163FPS im Schnitt.

Klasse! Damit solltet Ihr mit dem GM501G eine Weile gut gerüstet sein.

Bei der SSD kommt in meinem ROG Zephyrus M GM501G eine Samsung MZVKW512HMJP „SM961“ zum Einsatz. Hierbei handelt es sich natürlich um eine NVME SSD aus Samsungs 960 Serie, nur aus der OEM Reihe.

Die SSD schafft in der Praxis sehr gute 2744MB/s lesen und rund 1500MB/s schreiben, was top Werte sind!

Bei der verbauten HDD handelt es sich um die Seagate ST1000LX015 FireCuda 1 TB. Dies ist für eine HDD ein durchaus flottes und auch etwas teureres Modell! Diese erreicht satte 162MB/s lesend, was nicht schlecht ist.

Zudem besitzt die FireCuda einen kleinen SSD Cache, für eine höhere Alltags Performance.

Beim WLAN Modul nutzt ASUS die Intel AC9560. Die AC9560 ist eine gute Wahl dank bis zu 1733Gbit auf dem 5GHz Band und Bluetooth 5.0.

 

Lautstärke und Kühlung

Was die Lautstärke angeht, schwächelt das ASUS ROG Zephyrus M GM501G leider etwas. Im Leerlauf ist das Notebook erst einmal „bis zu lautlos“, aber die Lüfter drehen gerade im Netzbetrieb recht schnell hoch wo ein Update eingespielt wird, ein Download läuft usw. Im Akku Betrieb ist dies allerdings nicht ganz so problematisch.

Unter Last arbeiten die Lüfter natürlich sehr hart um die GTX 1070 und den I7 unter Kontrolle zu halten. Die Lüfter sind zwar nicht sonderlich aufdringlich was ihr Geräusch angeht (diese klingen recht dumpf), aber das Zephyrus M ist schon ein lauteres Notebook unter Last.

Immerhin stimmen dafür die Temperaturen! Bei einer reinen CPU Last pendelt sich der Intel Core i7-8750H bei rund 74-84 Grad ein, was absolut okay ist!

Unter einer hohen Gaming Last schwankt die CPU bei 78-88 Grad und die GPU bei 75-89 Grad. Die GPU ist vielleicht etwas warm, aber beides ist noch als absolut unproblematisch zu bezeichnen.

 

Akkulaufzeit

ASUS setzt beim ASUS ROG Zephyrus M GM501G leider nur auf einen vergleichsweise kleinen 55Wh starken Akku. Dies in Kombination mit den leistungsstarken Komponenten verwundert nicht, dass auch die Akkulaufzeit eher mäßig ausfällt.

Mäßig bedeutet im Normalbetrieb mit etwas Webbrowsen, Office, Musik im Hintergrund rund 3 Stunden.

Bei einer reinen Videowiedergabe lässt sich die Akkulaufzeit auf rund 4 Stunden verlängern, bei Volllast sinkt diese hingegen auf unter einer Stunde.

Dabei gilt allerdings zu bedenken, dass sich das Notebook im Akkubetrieb noch stark drosselt! In Spielen sinkt die Bildrate gut um die Hälfte.

Ich würde mir hier in der Zukunft von ASUS wünschen vielleicht die 2,5 Zoll HDD wegzulassen und dafür einen größeren Akku zu verbauen, wie es viele Hersteller aktuell machen.

 

Fazit

Das ROG Zephyrus M GM501G* ist das interessanteste und auch beste Gaming Notebook, das ich bisher von ASUS gesehen habe!

Die Gründe dafür sind offensichtlich. Dies wäre primär das wirklich sehr schicke und vor allem kompakte Gehäuse das ASUS nutzt. Für seine kompakten Abmessungen hat das ROG Zephyrus M GM501G mit seinem 8. Gen Intel Core i7 und GTX 1070 eine ordentliche Power!

Grob über den Daumen gepeilt erreicht Ihr bei der Full HD Auflösung und maximaler Qualität in allen aktuellen Spielen (ende 2018) recht entspannt 60FPS+. Die meisten selbst aufwändigeren Spiele erreichen sogar FPS Raten im Bereich 70-90. Bei einfachen e-Sport Titeln wird es hingegen fast immer dreistellig.

Dabei stimmt auch die Kühlung des Notebooks. Wie viel davon an dem interessanten Aufklappen der Bodenplatte liegt, kann ich zwar nicht sagen, aber am Ende zählt eh nur das Resultat, welches hier positiv ist.

Sollte die besondere Bodenplatte Euch Kopfschmerzen bereiten, kann ich Euch nur beruhigen! In der Praxis stört diese nicht, auch nicht, wenn man das Notebook auf dem Schoß oder Bett nutzt.

Ebenfalls positiv ist das Display, wie auch die guten Lautsprecher. Die Tastatur und das Trackpad hingegen haben mich sogar positiv überrascht!

Die Tastatur ist sowohl fürs Gaming klasse, wie aber auch fürs Tippen. Das Trackpad ist zwar eher auf der kleineren Seite, aber qualitativ hervorragend!

Soweit so gut, aber das ROG Zephyrus M GM501G wird doch nicht perfekt sein? Nein, Punkt 1 wäre die Lautstärke. Das Zephyrus M GM501G* ist zwar nicht brüllend laut, aber auch nicht silent. Hier zeigen sich die etwas kompakteren Abmessungen doch etwas.

Punkt 2 wäre der Akku. Mit 3-4 Stunden ist die Akkulaufzeit Okay für ein Gaming Notebook, aber auch nicht überragend.

Könnt Ihr aber mit der Akkulaufzeit leben und sucht ein optisch herausstechendes kompaktes Gaming Wunder, dann ist das ASUS ROG Zephyrus M GM501G eine hervorragende Wahl, auch zum gehobenen Preis von rund 2400€!