Gbit LAN begleitet uns seit einer gefühlten Ewigkeit, als hätte die gesamte Industrie entschieden, dass 1000 Mbit pro Sekunden für den privaten Nutzer auch in Zeiten von USB 3.1, SSDs und Thunderbolt 3 mehr als genug ist.
Nun legt ASUS mit seiner Netzwerkspeicher Marke Asustor nach. Hat ein NAS System mit 10Gbit LAN eines großen Herstellers wie QNAP oder Synology bisher mindestens 750€ bzw. 900€ gekostet, hat ASUS mit seinem AS4002T und AS4004T die Preise mächtig nach unten korrigiert.
Das 2 Bay Asustor AS4002T ist aktuell für rund 260€ erhältlich und das 4 Bay Asustor AS4004T für rund 350€. Selbst für normale NAS Systeme wären dies faire Preise, allerdings verfügen beide Modelle über 10Gbit LAN und können somit ein theoretisch 10x höheres Tempo erreichen als alle Mitbewerber in der unter 500€ Preisklasse.
Theoretisch, wie sieht es aber in der Praxis aus? Wie schnell sind die neuen und günstigen 10Gbit NAS Systeme von Asustor?
Finden wir dies im Test des Asustor AS4004T heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen dieses NAS Systems für diesen Test.
Das Asustor AS4004T ist ein 4 Bay NAS System, das bedeutet Ihr könnt in dieses bis zu vier Festplatten/SSDs einsetzen. Dementsprechend fallen auch die Abmessungen und der Aufbau des NAS Systems aus.
Mit 174x170x230mm hat dies die typische Würfel Form die man von 4Bay NAS Systemen kennt.
ASUS setzt beim Asustor AS4004T auf ein recht modernes „Enduser“ Design. Die Front ist beispielsweise von einer schwarzen Hochglanz-Abdeckung verdeckt, welche via Magneten am NAS gehalten wird. Auch die Bedienelemente und LEDs sind unter einer Hochglanz-Kunststoff-Leiste angebracht.
Das restliche Gehäuse ist hingegen aus einem normalen matt schwarzen Kunststoff gefertigt.
Damit sieht das AS4004T durchaus schick aus! Auch wenn die Optik sich klar eher an den Normalnutzer richtet, als an ein professionelles Umfeld.
Unter der Hochglanz-Abdeckung finden sich die vier Festplatten Slots, welche mit Hot Swap Einschüben versehen sind. Neu beim Asustor AS4004T ist die werkzeuglose Festplattenbefestigung.
Jede Festplatte wird einfach mit einer Kunststoffleiste fixiert, was auch gut funktioniert. Ebenfalls positiv fällt auf, dass jede Festplatte von vier kleinen Gummi-Ringen entkoppelt wird. Vibrationen sollten sich also nicht auf das komplette NAS ausdehnen.
Natürlich könnt Ihr neben 3,5 Zoll Festplatten auch 2,5 Zoll Festplatten/SSDs im Asustor AS4004T montieren, das aber mit normalen Schrauben.
Neben dem Einschalter und Status LEDs für jedes Laufwerk und Netzwerk Verbindung findet sich auf der Front auch ein USB 3.0 Port.
Ein weiterer USB 3.0 Port ist auf der Rückseite gemeinsam mit den drei LAN Ports angebracht. Zwei dieser drei LAN Ports sind normale Gbit LAN Anschlüsse, Nummer drei ist allerdings der 10Gbit Port, welcher dieses NAS so besonders macht.
Ebenfalls auf der Rückseite ist der Auslass für den großen 120mm Lüfter und der Anschluss für das externe Netzteil.
Software
Das Asustor AS4004T basiert auf dem Asustor eigenen Betriebssystem „ADM“, welches hier in Version 3.2.2 vorliegt.
Ruft Ihr die Benutzeroberfläche des NAS über die Eingabe der IP Adresse in Euren Webbrowser auf, erwartet Euch nach dem Log-in Bildschirm ein richtiges kleines Betriebssystem.
Ihr habt eine Taskleiste, diverse Programme usw. Diese Programme werden sogar in Fenstern geöffnet, welche Ihr frei positionieren und von der Größe anpassen könnt.
Das ADM ist also mehr als nur eine einfache WebUI. Das Ganze ist auch deutlich benutzerfreundlicher gestaltet als beispielsweise FreeNAS.
Ihr könnt einfach Benutzer und freigegebene Ordner anlegen und auf pro Benutzerbasis Zugriffsrechte usw. festlegen. Selbst wenn dies Euer Erstes NAS ist solltet Ihr mit ein wenig herumprobieren schnell zum Ziel kommen.
Selbiges gilt auch für die Einrichtung von Festplatten, für welche Single, JOBOD, Raid 0, Raid 1, Raid 5, Raid 6 und Raid 10 als Betriebsmodi zur Verfügung stehen.
Ich würde im Normalfall bei einer Nutzung von vier Festplatten zu Raid 5 raten. Habt Ihr keine Ahnung was dies bedeutet, könnt Ihr das NAS auch automatisch entscheiden lassen.
Ein Raid ersetzt aber natürlich kein Back-up. Auch hierfür bringt das Asustor diverse Optionen mit. Ihr könnt beispielsweise einzelne freigebende Ordner oder auch das ganze NAS in festgelegten Intervallen auf ein externes Laufwerk, FTP Server, RSync Server oder in die Cloud sichern. Bei Letzterem wird von Haus aus allerdings nur Amazon S3 unterstützt.
Spannend finde ich bei Asustor immer den Front USB Port. Hier könnt Ihr eine automatische Datensicherung in beide Richtungen einrichten! Hierfür gibt es auf der Front eine gesonderte Taste.
Schließt Ihr also beispielsweise eine Speicherkarte (über einen USB Kartenleser) an und betätigt die Taste, könnt Ihr einrichten, dass alle Daten von der SD Karte auf das NAS kopiert werden.
Freigegebene Ordner können im Übrigen auch verschlüsselt werden, sodass selbst bei einem Diebstahl der Festplatten die Daten nicht ausgelesen werden können.
Viele Funktionen welche vom NAS von Haus aus nicht unterstützt werden, gerade im Multimedia Bereich, lassen sich über den integrierten App Store „nachrüsten“.
Aktuell finden sich hier über 200 Apps.
Dort finden sich neben Apps für diverse Cloud Dienste wie Dropbox und Co. auch Apps für OwnCloud, JDownloader, WordPress usw.
Eine vollständige Auflistung aller Apps und Feature würde hier doch etwas den Rahmen sprengen.
Es gibt von Asustor auch diverse Smartphone Apps, welche das Übertragen von Daten vom Smartphone leichter gestallten sollen.
Hierzu gehört auch eine Art Musik Player, welcher die Musik direkt vom NAS abruft „persönliches Spotify“, eine Bildergalerie, welche automatische Uploads, synchronisierte Alben usw. erlaubt und eine App welche Euch die komplette Konfiguration des NASes vom Smartphone aus erlaubt.
Kurzum Software seitig gibt es sehr viele Funktionen und Feature zu erkunden, auch abseits der reinen Datei-Server Funktionalität!
Die Hardware und Leistung
Im Asustor AS4004T steckt eine Marvell Armada 7020 CPU mit 2x 1,6GHz wie auch 2GB RAM. Selbiges gilt auch für die 2 Bay Version!
Hier wird es sehr interessant sein wie die CPU mit dem 10Gbit LAN klarkommt. Normales Gbit LAN benötigt nicht sonderlich viel CPU Leistung, sämtliche halbwegs aktuellen Chips schaffen hier das volle Tempo. Um aber die vollen maximal möglichen 1200MB/s über 10Gbit LAN zu transferieren braucht es schon ordentlich CPU Leistung.
Bei dem Marvell Armada 7020 SoC handelt es sich zwar um einen recht aktuellen Chip, aber 2x 1,6GHz sind kein Garant für eine super hohe CPU Leistung, zumal der Chip auch auf eine maximale „Leistung pro Watt“ ausgelegt ist.
Interessanterweise wird der 10Gbit LAN Port direkt vom SoC zur Verfügung gestellt, genau wie die beiden Gbit LAN Ports.
Neben der CPU Leistung sind auch die Festplatten ein sehr wichtiger Punkt den man zu beachten hat, wenn es um 10Gbit Netzwerk geht. Selbst gute Festplatten schaffen „nur“ zwischen 150-240MB/s. Dies ist zwar verglichen mit den maximal möglichen 120MB/s von normalen Gbit LAN schon eine gute Steigerung, aber die maximal möglichen 1200MB/s von 10Gbit LAN sind nicht ansatzweise mit Festplatten zu erreichen.
Selbst SATA basierte SSDs schaffen maximal 550MB/s, ihr müsstet also theoretisch auf ein SSD RAID 0 setzen, um wirklich das volle Tempo erreichen zu können, sofern das restliche NAS mitspielt.
Aber tut es dies?
Starten wir mit einem SSD Raid 0, welches theoretisch die maximale Performance des Systems zeigt.
Ich bin positiv überrascht! Rund 950MB/s lesen und 400MB/s schreiben ist doch sehr ordentlich!
Dies ist natürlich nur bei einem SSD Raid 0 der Fall, was praktisch eher schlechte Wahl wäre. Fällt eine SSD aus sind alle Daten weg.
In der Regel werden die meisten Nutzer das Asustor AS4004T klassisch mit Festplatten betreiben. Tipp nutzt im Asustor AS4004T Seagate Iron Wolf oder die neuen Toshiba NAS HDDs. Normale Western Digital Reds sind zwar eigentlich immer meine erste Wahl, diese sind jedoch vergleichsweise langsam.
Wenn Ihr schon ein 10Gbit NAS nutzt, wählt „High Performance“ HDDs mit 7200 Umdrehungen.
Für diesen Test nutze ich 4x 6TB Seagate Iron Wolf HDDs. Ich Teste hier die Single, Raid 1, Raid 5, Raid 6 und Raid 10 Performance.
Single = eine HDD für sich
Raid 1 = zwei HDDs werden gespiegelt, sehr sicher, Ihr verliert 50% Kapazität
Raid 5 = vier HDDs werden „gemeinsam“ betrieben, es kann eine beliebige HDDs ausfallen und alle Daten bleiben vorhanden, höheres Tempo, höhere Komplexität (CPU Last), Ihr verliert 25% Kapazität
Raid 10 = zwei HDDs werden jeweils zusammengeschaltet und dann gespiegelt, akzeptable Sicherheit, sehr hohes Tempo, leicht höhere Komplexität, Ihr verliert 50% Kapazität
Ich muss gestehen sehr positiv über die Leistung des Asustor AS4004T überrascht zu sein! In einer normalen Raid 5 Konstellation mit vier schnellen HDDs schafft das NAS schreibend solide 168MB/s und lesend beeindruckende 626MB/s!
Dies ist eine gut merkbare Steigerung verglichen mit einem Gbit NAS. Natürlich bei vielen kleineren Dateien würde der Unterschied etwas kleiner ausfallen, aber schreibt und lest Ihr regelmäßig große Daten wie Videos, Back-ups usw. auf/von Eurem NAS könnt Ihr eine praktische Performance- Steigerung von 2-6x erwarten!
Kleiner Tipp am Ende, habt Ihr „Performance-Probleme“ dreht die MTU Größe hoch und schaltet Jumbo Frames (Windows) ein. 10Gbit LAN ist teilweise etwas trickreich, wenn es darum geht die maximale Leistung zu erhalten.
Stromverbrauch
Ein solch Leistungsfähiges NAS wie das Asustor AS4004T muss doch auch einen guten Energiehunger haben, oder?
Erstaunlicherweise nein! Im normalen Leerlauf benötigt dieses mit einer SSD 12,4W Strom, was angenehm wenig ist. Unter Volllast steigt der Stromverbrauch auf rund 14,5W.
Für die gebotene Leistung ist dies hervorragend! Die meisten normalen Gbit LAN NAS Systeme werden mehr Energie benötigen.
Bedenkt aber dies sind Messwerte mit einer SSD! SSDs benötigen gerade im Leerlauf so gut wie keine Energie, die 12,4W sind also ausschließlich das NAS Gehäuse.
Pro HDD die Ihr verbaut, steigt der Stromverbrauch um ca. 4-8W, abhängig von den HDDs. Es gibt natürlich diverse Stromspar Optionen, beispielsweise das die HDDs bei längerer Nutzung heruntergefahren werden, was deutlich Energie spart.
Fazit
Das Asustor AS4004T und auch seinen Bruder das Asustor AS4002T kann man nur voll empfehlen! Asustor hat hier einfach extrem viel richtig gemacht und sogar in einem gewissen Rahmen kann man von einem innovativen Produkt sprechen.
Ein 4 Bay NAS mit 10Gbit Netzwerkanbindung für unter 350€ ist im Jahr 2018 ein herausragendes Angebot! Damit ist Asustor einfach mal um den Faktor 2-3x günstiger als die komplette Konkurrenz und auch signifikant günstiger als ein NAS Selbstbau.
Das Vorhandensein von 10Gbit LAN ist natürlich kein Garant für eine hohe Leistung, hier müssen auch andere Komponenten wie die CPU und auch Software mitspielen. Dies tun sie aber auch im Falle des Asustor AS4004T!
Zwar erreicht Ihr keine vollen 10Gbit bzw. 1200MB/s, aber maximal möglich sind rund 950MB/s lesen und 400MB/s schreiben, in Kombination mit SSDs, oder in einem etwas Praxis orientiertem Einsatz 600MB/s lesend und 170MB/s schreibend, bei einem HDD Raid 5.
Selbst in der Praxis ist dies eine 1,7-6x Steigerung vergleichen mit normalen Gbit LAN NAS Systemen.
Allerdings muss man ganz klar sagen, dass diese auch die absolute Parade Disziplin des Asustor AS4004T ist. Wenn wir uns die Software ansehen, sehen wir zwar auch sehr viel Positives, aber man muss auch ehrlich sein, Synology ist hier doch ein Stück weiter, gerade was Multimedia Feature, App Support usw. angeht.
Dennoch kann man die von Asus genutzte Software als sehr gut und benutzerfreundlich einstufen! Gerade dann wenn es Euch um eine primäre Nutzung als File Server angeht. Natürlich sind auch die klassischen Plug-ins wie OwnCloud und Co. für das Asustor System verfügbar.
Ebenfalls positiv ist das gute Gehäuse und der Energie-Verbrauch. Gerade Letzteres hat mich neben der Performance sehr überrascht. 12,4W für solch ein Leistungsfähiges NAS ist sehr wenig!
Kurzum, Ihr sucht einen günstigen „File Server“ bzw. NAS mit so viel Leistung wie möglich, zu einem günstigen Preis? Dann ist das Asustor AS4004T/AS4002T die aktuell mit abstand beste Wahl!
Dank des 10Gbit LAN Ports bietet dieses einfach eine signifikant höhere Leistung als alle Konkurrenten in dieser Preisklasse! Selbst wenn man einen 10Gbit LAN Switch und LAN Karte für einen PC mit einrechnet ist das Asustor AS4004T immer noch günstiger als nur das NAS bei Synology oder QNAP und das ist einfach nur beeindruckend!
Daumen hoch für ASUS! Das Asustor AS4004T ist ein absolut gelungenes Produkt.
Der neue WLAN „ax“ Standard ist da! Dieser soll die Nachfolge des mittlerweile auch schon 6 Jahre alten WLAN „ac“ Standards antreten.
WLAN ax soll dabei neben einer natürlich noch weiter gesteigerten Datenrate vor allem bei vielen gleichzeitigen Netzwerkzugriffen eine höhere Leistung bringen.
Zwar sind bisher noch keine Clients auf dem Markt, die WLAN ax oder auch WLAN 6 genannt überstürzen (zum Zeitpunkt dieses Artikels), aber die WLAN Router Hersteller haben bereits angefangen erste Modelle auf den Markt zu bringen, welche für die Zukunft gerüstet sind.
Federführend ist hier ASUS mit seinem neuen RT-AX88U Router, der das erste Gerät mit WLAN ax ist.
Freundlicherweise hat mir ASUS für diesen Test gleich zwei RT-AX88U zur Verfügung gestellt. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was WLAN ax zu leisten vermag!
Neben der reinen Datenraten ist hier für mich besonders die Reichweite sehr interessant. Wie schlägt sich hier WLAN ax verglichen mit dem WLAN ac Standard? Hat WLAN ax eine höhere Reichweite?
Der neue WLAN Standard heißt mit vollem Namen „WLAN IEEE 802.11ax“, dieser Namen ist aber für den Normalnutzer sicherlich etwas kompliziert.
Ebenso ist es für den Normalnutzer nicht augenscheinlich zu erkennen welcher Standard nun neuer und besser ist, WLAN ax, ac oder vielleicht doch n?
Daher wurde mit dem WLAN ax Standard ein neues Namensschema eingeführt. WLAN bekommt eine Nummerierung.
Wi-Fi 6
802.11ax
Wi-Fi 5
802.11ac
Wi-Fi 4
802.11n
Wi-Fi 3
802.11g
Wi-Fi 2
802.11a
Wi-Fi 1
802.11b
WLAN „n“ ist WLAN 4, WLAN „ac“ ist WLAN 5 und das neue WLAN „ax“ ist WLAN 6.
Ich begrüße dieses neue Namensschema, werde aber in diesem Test meist WLAN „ax“ als Namen verwenden.
Was kann WLAN ax besser als WLAN ac?
Starten wir mit der Theorie. Was kann WLAN ax besser als WLAN ac? Beide Standards nutzen das bekannte 2,4Ghz und 5GHz Band. Jedoch ist der neue ax Standard ein gutes Stück flotter unterwegs.
Der ASUS RT-AC88U soll beispielsweise 1148Mbit auf dem 2,4GHz und 4804Mbit auf dem 5GHz Band erreichen. Dies ist aber noch lange nicht das Maximum von WLAN ax, welches aktuell bei 11000Mbit zu liegen scheint.
Zum Vergleich, WLAN ac Router schaffen in einer vergleichbaren Klasse bis zu 1733Mbit.
Diese 4808Mbit sollen bei einem 4×4 Aufbau erreicht werden. 4×4 bedeutet der Router kann bis zu vier parallele Datenströme aufbauen, jeder Datenstrom kann dabei maximal 1202Mbit transportieren. Ein 4×4 WLAN ac Router hingegen schafft maximal 433Mbit pro Datenstrom.
Dies ist sehr wichtig! Um vier parallele Datenströme aufzubauen, werden auch vier Antennen benötigt, für welche in Smartphones meist kein Platz ist.
Daher hatten Smartphones oder auch Notebook WLAN Karten meist nur einen 2×2 Aufbau. Womit das Maximum bei 867Mbit liegt. Beim neuen WLAN ax Standard kann also die WLAN Geschwindigkeit von Smartphones auf bis zu 2404Mbit ansteigen.
Neben dem Plus an Geschwindigkeit gibt es zwei weitere sehr wichtige Punkte. Der erste wäre MU-MIMO. WLAN Router können von Natur aus nur mit einem Gerät gleichzeitig kommunizieren, klingt blöd ist aber so. Die WLAN Router springen einfach in einem sehr schnellen Tempo zwischen den Geräten hin und her um Daten zu übertragen. Bei vielen Geräten im WLAN Netz sinkt daher das Tempo teils extrem.
Bereits einige WLAN ac Router und Clients unterstützten daher MU-MIMO. Dies erlaubt es dem Router mit mehreren Geräten gleichzeitig zu „reden“, jedoch nur im Down-Stream.
Mit WLAN ax funktioniert MU-MIMO sowohl beim Herunterladen wie auch Hochladen von Daten, was gerade bei sehr großen WLAN Netzwerken das Tempo konstanter halten sollte.
Das zweite neue große Feature ist OFDMA, welches neu unterstützt wird. OFDMA oder auch orthogonales Frequenzmultiplexverfahren ist ein sehr komplexes Thema! Hier geht es darum ebenfalls das Tempo und vor allem den Overhead zu reduzieren wenn viele Nutzer gleichzeitig das WLAN nutzen.
OFDMA reduziert die Nutzung von so genannten Guard Bands. Auf dem 5Ghz und 2,4Ghz Band gibt es eine begrenzte Kanalbreite, von meist 40 oder 80Mhz. Diese beispielsweise 80Mhz werden allerdings in kleinere „Häppchen“ unterteilt. Jedem Nutzer wird ein Teil dieser Kanalbreite zugeordnet. Damit sich aber die einzelnen Frequenzbereiche nicht untereinander stören (aufgrund von beispielsweise Multipath Fading) muss es zwischen jedem Block eine Lücke geben, so dass es nicht zu Überschneidungen kommen kann. Diese „Lücke“ kostet bei jeder parallelen Übertragung, die mehr stattfindet, etwas mehr Leistung. Dieser Verlust kann mit OFDMA auf null reduziert werden.
OFDMA wird auch von LTE genutzt! (Sollte ich beim OFDMA Verfahren irgendwas falsch verstanden haben, bitte verzeihen. Ich musste mich hier auch erst einlesen.)
Auch 1024QAM und 160Mhz Kanalbreite ist mit an Bord
Zudem wird in WLAN ax das 1024QAM Verfahren und 160Mhz Kanalbreite Standard. Beides ist zwar auch schon bei vereinzelten WLAN ac Geräten zu finden, aber gerade 1024QAM ist mehr oder weniger bei ASUS WLAN Routern exklusiv und wird abseits davon von keinem Client unterstützt.
Unterm Strich bietet also WLAN ax verglichen mit WLAN ac ein gesteigertes Tempo und vor allem eine höhere Leistung bei vielen gleichzeitigen Verbindungen.
WLAN ax in der Praxis
Kommen wir damit zur Praxis. Wie gut ist WLAN ax wirklich? Dies kann ich Euch aktuell nur bedingt sagen! Der einzige aktuell verfügbare WLAN Router, der den neuen Standard unterstützt, ist der ASUS RT-AX88U, welcher mit maximal 4804Mbit schon ziemlich rasant unterwegs ist. Es wird aber sicherlich noch ein paar Jahre dauern bis die WLAN Router Hersteller es wirklich geschafft haben das absolute Maximum aus ihren Geräten herauszukitzeln, siehe den alten WLAN ac Standard.
Hier liegt das Maximum bei 1733Mbit, theoretisch. Allerdings mithilfe von „Tricks“ wie 1024QAM „Quadraturamplitudenmodulation“ oder einer höheren Kanalbreite von 160Mhz schafft der ASUS RT-AX88U und auch andere High End Geräte auch auf dem alten WLAN ac Standard satte 4333Mbit.
Wichtig! 1024QAM wird nur von ASUS und einer Handvoll anderer Hersteller bei WLAN AC genutzt, aber von keinem einzigen mir bekannten Client. Es handelt sich hier also eher um einen theoretischen Maximalausbau.
Daher schauen wir uns im Folgenden gleich drei Werte an:
WLAN ax mit 4804Mbit
WLAN ac mit 4333Mbit (mit 1024QAM und mit 160MHz Kanalbreite)
WLAN ac mit 1733Mbit „Standard WLAN AC“ (ohne 1024QAM und mit 80MHz Kanalbreite)
Der verwendete Testaufbau ist aufgrund dieser hohen Werte etwas komplizierter als normal. Für „Runde“ 1 werden zwei ASUS RT-AX88U mit ca. 2 Metern Abstand voneinander aufgebaut und jeweils mit drei Computern verbunden auf welchen der iperf3 Test läuft.
Warum insgesamt 6 Computer? WLAN ac und natürlich auch ax ist in seinem maximal Aufbau so schnell, dass der Gbit LAN Port des ASUS RT-AX88U der limitierende Faktor ist. Diesen umgehen wir durch das Nutzen von gleich 2 x 3 Computern auf beiden Seiten.
Wichtig! Die Angabe 4804Mbit ist auch bei WLAN ax ein sehr theoretischer Wert. Selbst wenn es zwischen Client und Router zu einer Synchronisation von 4804Mbit kommt, bedeutet dies noch lange nicht, dass diese auch praktisch erreicht werden!
Was wird aber im Maximum in der Praxis erreicht?
2229Mbit klingt zwar etwas weniger beeindruckend als 4804Mbit, welche in der Theorie möglich wären, aber sind verdammt beeindruckend! Mit einem normalen 4×4 WLAN AC wären unter gleichen Bedingungen wären maximal 1223Mbit möglich.
Allerdings mit einer erhöhten Kanalbreite von 160Mhz und 1024QAM kann auch WLAN AC sehr beachtliche 1629Mbit liefern.
Bedenkt hierbei das 1. Der ASUS RT-AX88U ein absoluter High End WLAN Router ist und 2. Der WLAN AC Standard bereits bis zum Limit ausgereizt wurde.
Mit einem WLAN AC Router der zum Start dieses Standards gekauft wurde, wären nicht ansatzweise solche Leistungen möglich.
2229Mbit entsprechend satten 278MB/s, dies sind mehr als zwei Gbit LAN Verbindungen die Dank WLAN ax ausgereizt werden. Wir sind hier endlich an dem Punkt angekommen an welchem WLAN schneller ist als eine normale Gbit LAN Verbindung.
Dies allerdings nur auf dem 5GHz Band. Auf dem 2,4GHz Band sinkt doch das Tempo ein gutes Stück!
Hier sind selbst mit WLAN ax nur 553Mbit möglich. Dies ist aber weiterhin eine gewisse Steigerung verglichen mit den 472Mbit bzw. 486Mbit von WLAN ac.
Hat WLAN ax eine bessere Reichweite als WLAN ac?
Auf kurze Distanzen schaffen wir also durchaus beeindruckende 2229Mbit mit WLAN ax, wie sieht es aber auf Distanz aus?
Erneut der gleiche Testaufbau, jedoch in Rund Nummer 1 werden die beiden WLAN Router von 3 Metern und einer Innenwand getrennt.
Mit 1652Mbit werden dennoch auch im „Nachbar-Raum“ weiterhin höhere Geschwindigkeiten als mit einem Kabel erreicht.
Allerdings schrumpft doch der Vorsprung von WLAN ax verglichen mit dem maximal Ausbau von WLAN ac ein gutes Stück! Lediglich der Abstand zum normalen WLAN ac bleibt groß.
Gehen wir zum Abschluss noch auf eine noch höhere Distanz. Diesmal 14 Meter Abstand zwischen den beiden Routern.
Ein ähnliches Bild wie beim vorherigen Test. WLAN ax und WLAN ac im maximal Ausbau sind diesmal fast gleich schnell, lediglich Standard WLAN ac wird weiterhin ein gutes Stück geschlagen.
Beeindruckend ist es dennoch, dass hier via WLAN selbst auf eine vergleichsweise hohe Distanz immer noch höhere Geschwindigkeiten als bei Gbit LAN möglich sind!
Falls Ihr Euch nun fragt wie es auf dem 2,4GHz Band aussieht, dann lautet die Antwort langweilig.
Auf diese Distanz sind alle Standards mehr oder weniger gleich schnell.
WLAN ax scheint also verglichen mit ac keine grundsätzlich bessere Leistung auf hoher Distanz mitzubringen! Praktisch könnt Ihr aber mit einer Reichweitensteigerung rechnen. WLAN Router Designs sind einfach ein gutes Stück besser geworden und gerade die High End WLAN ax Router werden hier besser sein als ältere WLAN ac Geräte.
Fazit
WLAN ax auch „WLAN 6“ genannt ist da und es ist wie zu erwarten war schnell!
Auf kurze Distanzen waren in meinem Test 278MB/s möglich und selbst auf 12 Meter Distanz waren es immer noch über 200MB/s. Für eine Funkverbindung ist dies sehr beeindruckend! WLAN ax hat damit das Potenzial deutlich schneller zu sein als eine normale LAN Verbindung.
Wie viel schneller ist als der alte WLAN ac Standard? Das ist auch nach meinem Test schwer zu sagen. Warum?
Die WLAN Router Hersteller haben die letzten Jahre einen sehr guten Job gemacht WLAN ac mit diversen Trick ans absolute Limit zu treiben. ASUS setzt beim RT-AX88U beispielsweise auf eine erhöhte Kanalbreite von 160Mhz und 1024QAM um WLAN ac auf 4333Mbit zu bringen.
Die WLAN Clients kommen da einfach nicht mit. 99% aller Windows Notebooks schaffen lediglich 867Mbit/s und nur eine Handvoll schafft 1733Mbit und das auch nur mithilfe von 160Mhz Kanalbreite, welche aber nur von wenigen WLAN ac Routern unterstützt wird.
WLAN ac ist also auch bereits jetzt zu sehr hohen Geschwindigkeiten in der Lage, welche jedoch praktisch nicht genutzt werden, aufgrund verschiedener Verfahren und Tricks welche nötig waren um diese zu erreichen.
Mit WLAN ax wird die höhere Kanalbreite von 160Mhz und auch 1024QAM Standard, was bei WLAN ac noch optimal oder später teilweise von WLAN Router Herstellern in Eigenregie hinzugefügt wurde.
In der Praxis erwarte ich also primär eine Leistungssteigerung aufgrund deutlich leistungsfähiger Clients und WLAN Adapter und nicht nur ausschließlich aufgrund der Router selbst.
Lediglich was den Umgang mit sehr vielen WLAN Geräten gleichzeitig angeht, wird es eine deutliche Leistungssteigerung seitens der Router geben! Hier ist WLAN ax einfach aufgrund der deutlichen Zunahme an Smart Home Geräten besser optimiert.
Sollte man also bereits jetzt einen WLAN ax Router kaufen? Ja und nein. Wollt oder müsst Ihr Euch jetzt einen neuen High End WLAN Router kaufen, dann sehe ich nichts was gegen den ASUS RT-AX88U spricht. Dieser ist auch auf dem WLAN ac Standard einer, wenn nicht sogar der schnellste WLAN Router aktuell auf dem Markt. Zudem seid Ihr für die Zukunft gerüstet. Es wird zwar vermutlich bei Ende 2019 dauern bis die ersten WLAN Adapter mit dem ax Standard verbreitet sind, aber einen High End WLAN Router kauft man auch nicht jeden Tag.
Könnt Ihr noch warten oder es muss nicht jetzt ein neuer Router gekauft werden, dann würde ich noch etwas warten. Es gibt schließlich noch keine WLAN ax Clients.
Kabellose Überwachungskameras sind ein riesen Trend! Nicht überraschend, denn diese sind einfach nur extrem praktisch. Keine Kabel verlegen müssen, einfach dort aufstellen wo man sie haben will und bei einer hoffentlich guten Akkulaufzeit einfach vergessen, in der Hoffnung, dass nie etwas passiert.
Hier wirbt Blink, welche von Amazon gekauft wurden, mit einer besonders langen Batterielaufzeit von satten 2 Jahren und einer besonders einfachen und unproblematischen Nutzung. Dies kombiniert mit 0 Folgekosten für die Videoaufzeichnung macht das Blink System extrem interessant!
Aber kann die Blink Videoüberwachungskamera auch in der Praxis überzeugen? Finden wir genau dies in einem kleinen Test heraus!
An dieser stelle vielen Dank an Blink für das Zurverfügungstellen der Kamera für diesen Test.
Das Blink System besteht aus zwei Komponenten, der Kamera und einer Bridge. Ähnlich wie beispielsweise bei Netgear ist die Kamera also nicht direkt mit Eurem WLAN Netz verbunden, sondern über die Bridge.
Die Bridge ist hier allerdings nur eine sehr kleine Kunststoffbox. Abseits von zwei LEDs und einem microUSB Eingang ist an dieser Box nicht viel zu sehen.
Das Spannendere ist die Kamera. Diese ist aus einem durchsichtigen Kunststoff gefestigt, welches von innen weiß lackiert ist. Dies verleiht der Kamera eine sehr spezielle Optik, welche auch von der viereckigen Form unterstützt wird.
Mit 71 x 71 x 30mm ist diese nicht übermäßig groß, besitzt aber eine durchaus sichtbare Front. Sucht Ihr eine völlig unsichtbare Überwachungskamera ist die Blink sicherlich nicht das Richtige.
Auf der Front findet sich neben der Kamera-Linse noch der Bewegungsmelder, wie auch etwas versteckt eine weiße LED für die Nachtsicht.
Unter der Abdeckung der Rückseite lassen sich die Batterien einlegen. Erfreulicherweise hat Blink auf irgendwelche Spezialbatterien verzichtet. Es werden hier normale AA Batterien eingesetzt, auch wenn Blink die etwas teuren Lithium AA Batterien empfiehlt. Zwei passende Batterien liegen mit im Lieferumfang.
Ein Set guter Lithium Batterien soll satte 2 Jahre halten! Wobei dies stark auf die Nutzung ankommt. Installiert Ihr die Kamera im Wohnzimmer, wo es eventuell permanent zu einer Videoaufzeichnung kommt, gehen die Batterien deutlich schneller leer.
Genaue Zahlen kann ich hier allerdings noch nicht nennen.
Die Blink Videoüberwachungskamera ist im Übrigen eine reine Indoor Überwachungskamera! Für die Outdoor Nutzung gibt es die Wassergeschützte Blink XT. Diese lässt sich auch mit der gleichen Bridge nutzen. Ihr könnt bis zu 10 Kameras mit einer Bridge verbinden.
Wenn ich etwas an der Blink Videoüberwachungskamera zu kritisieren hätte, wäre es der Standfuß. Ihr könnt die Kamera im Grunde nur gerade hinstellen. Ein Anwinkeln ist nicht möglich.
Dies ist allerdings auch kein Weltuntergang, aufgrund des großen Blickwinkels.
Einrichtung und Installation
Grundsätzlich ist das Einrichten der Blink Videoüberwachungskameras extrem einfach gestaltet!
Startet beim Herunterladen der Blink App aus dem Google Play/Apple AppStore und legt Euch hier ein Konto beim Hersteller an. Für dieses wird lediglich Eure Mail Adresse und ein Passwort benötigt.
Schritt 1 ist nun das Hinzufügen der Bridge. Verbindet diese mit dem Strom und folgt einfach der angezeigten, recht guten, Anleitung.
Im Zuge dieser müsst Ihr den QR Code auf der Unterseite der Bridge scannen und Eure WLAN Daten in der App hinterlegen, sodass diese an die Bridge übermittelt werden können.
Hat dies alles geklappt geht es an das Verbinden der Kamera. Legt bei dieser die Batterien ein und scannt den QR Code auf der Rückseite, Fertig! Den Rest macht die App von alleine.
Viel einfacher kann man solch eine Einrichtung nicht gestallten, zumal die App auch sauber auf Deutsch übersetzt ist.
Die App und Feature
Ähnliches wie bereits bei der Einrichtung gilt auch generell für die App. Diese ist sehr einfach und fast schon minimalistisch aufgebaut.
Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle Kameras die Ihr mit der aktuellen Bridge verbunden habt. Leider handelt es sich hierbei allerdings nicht um eine Echtzeit Ansicht.
Diese kann zwar manuell geupdatet werden, aber ist vermutlich eher als Orientierung gedacht damit Ihr auf die Schnelle seht wo welche Kamera angebracht ist.
Tippt Ihr die Ansicht an, landet Ihr in der echten Live-Ansicht. Erfreulicherweise hat diese eine vergleichsweise geringe Verzögerung von lediglich +- 3 Sekunden.
Auch das Starten der Live- Ansicht geht verhältnismäßig schnell. Komplett kabellose Überwachungskameras brauchen hier immer etwas länger, da das Kamera Modul erst aus dem Standby hochgefahren werden muss. 10 Sekunden sind aber ein sehr zufriedenstellender Wert.
Aufgrund des sehr minimalistischen Design ist die Nutzung der Blink App grundsätzlich sehr einfach, aber es gibt auch Tücken. Beispielsweise scheint es nicht möglich zu sein zu wählen von welchen Kameras man Benachrichtigungen erhalten möchte und von welchen nicht.
Habt Ihr beispielsweise eine Außenkamera von welcher Ihr immer Benachrichtigungen erhalten wollt und eine Kamera im Wohnzimmer, wo Ihr nicht permanent Benachrichtigungen erhalten wollt, gibt es nur eine ganz oder gar nicht Entscheidung.
Wo wir bei Benachrichtigungen sind, die Blink Videoüberwachungskamera nutzt einen Bewegungsmelder um zu entscheiden wann diese aufnehmen und Euch benachrichtigen soll. Diesen Bewegungsmelder könnt Ihr in der Sensitivität konfigurieren. In meinem Test funktionierte dieser generell sehr gut!
Wird eine Bewegung erkannt und Ihr habt die Benachrichtigungen eingeschaltet, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung und ein kurzer Clip wird aufgezeichnet.
Die länge dieses Clips könnt Ihr zwischen 5s und 60s frei bestimmen. Gespeichert wird der aufgenommene Clip in der Cloud.
Im Gegensatz zu anderen Anbietern ist hier aber die Cloud Speicherung komplett kostenfrei! Zumindest habt Ihr 7200 Sekunden frei, danach werden die ältesten Aufnahmen gelöscht. Letztere könnt Ihr aber auch herunterladen und lokal auf Eurem Smartphone speichern, sollte es sich um ein wichtiges Video handeln.
Die Cloud Speicherung hat wie üblich natürlich Vor- und Nachteile. Der größte Nachteil sind natürlich die Datenschutzbedenken. Blink nutzt allerdings ein deutsches Rechenzentrum (da diese Amazon gehören, nehme ich an es wird sich um das Amazon Rechenzentrum in Frankfurt handeln, welches aber dem deutschen Datenschutz unterliegt).
Die Vorteile liegen aber auch auf der Hand. Selbst wenn ein Einbrecher Eure Kamera bemerkt und zerstört sind die Videos in der Cloud gesichert. Oder noch schlimmer Euer Haus brennt ab, in diesem Fall sind die Aufnahmen ebenfalls gesichert, was bei einer lokalen Aufnahme auf eine microSD Karte nicht der Fall wäre. Alles hat also seine Vor- und Nachteile.
Kleine Anmerkung, solltet Ihr keine Benachrichtigungen erhalten und es werden keine Videos aufgezeichnet, achtet darauf, dass der Schieber auf der Startseite auf „Ein“ steht. Über diesen Schieber lassen sich die Kameras schnell ein/ausschalten.
Bildqualität
Die Blink Videoüberwachungskamera verfügt über einen 720p Kamera Sensor mit einer 110 Grad Linse. Damit ist das Bild der Kamera recht weitwinklig, was für eine Indoor Nutzung optimal ist. In der Ecke eines Raums angebracht deckt die Kamera die komplette Fläche ab.
Die Bildqualität bei Tag ist in Ordnung. Die Blink Videoüberwachungskamera bietet nicht die beste Bildqualität, aber eine sehr ordentliche Bildqualität. Personen lassen sich ausreichend gut erkennen.
Bei Nacht ist es etwas schwieriger. Die Blink Kamera verfügt über keine IR LEDs! Es ist lediglich eine normale weiße LED vorhanden, welche aber naturgemäß nicht übermäßig hell ist.
Die Nachtsicht ist okay, aber auch nicht die aller beste! Zumal die weiße LED auch sehr auffällig ist.
Fazit
Ihr sucht eine besonders einfache und problemlose komplett kabellose Überwachungskamera? Dann ist die Blink eine der besten Optionen aktuell!
Bereits beginnend bei der Einrichtung ist die Blink wirklich schön simpel gehalten. Selbiges gilt auch für die App, welche fast als minimalistisch zu bezeichnen ist. Hierdurch gibt es was den Funktionsumfang angeht sicherlich ein paar kleinere Schwächen, beispielsweise ein Timer fehlt, aber alles, was man braucht ist vorhanden.
Ähnliches gilt auch für die Hardware. Die Kamera ist qualitativ hochwertig gebaut und macht einen guten Eindruck. Zudem setzt hier Blink auf Standard Batterien, welche in der Kamera fast ewig halten!
Cloud Speicher, welchen man bei anderen Herstellern monatlich bezahlen muss, ist hier gratis! Zumindest in einem ausreichenden Umfang.
Was die Bildqualität angeht, ist die Blink Überwachungskamera okay. Ja es gibt hier bessere komplett kabellose Modelle, aber sie wird ihren Job machen.
Was ich etwas zwiegespalten sehe, ist lediglich der Nachtsicht Modus. Die Kamera besitzt keine Nachtsicht im herkömmlichen Sinne. Es ist eine weiße LED verbaut, welche einfach den Raum erleuchtet, aber damit auch die volle Aufmerksamkeit auf die Kamera lenkt.
Wer hier ein besonders dezentes Modell sucht, ist bei der Blink falsch! Dies macht die Blink XT besser.
Dennoch Daumen hoch für die Blink Überwachungskameras! Zumal der Preis mit 170€ für das Starter Set und 120€ pro Kamera fair ist.
Die HolyHigh kabellosen Bluetooth Ohrhörer im Test
Bei den HolyHigh TWS-x9 handelt es sich um komplett kabellose Bluetooth Ohrhörer. Wie bei diesen üblich werden auch die HolyHigh in einer kleinen Transport-Box geleifert.
Diese Box erfüllt zwei Aufgaben. Zum einen dient diese der Aufbewahrung der Ohrhörer, welche ansonsten aufgrund der sehr kompakten Abmessungen schnell verloren gehen würden, zum anderen wird die Transportbox zum Laden genutzt.
Die Ohrhörer selbst verfügen nur über zwei kleine Kontakte, über welche diese mit Energie versorgt werden. In der Transportbox befindet sich ein Akku, mit welchem Ihr die Ohrhörer auch „on the Go“ bis zu vier mal wiederaufladen könnt.
Ist die Transportbox leer, wird diese über einen microUSB Port geladen, der sich auf der linken Seite befindet.
Auch wenn man meist solche Punkte wie die Transportbox weniger beim Kauf beachtet, ist diese doch ein sehr wichtiger Punkt! Erfreulicherweise ist diese bei den HolyHigh TWS-x9 gut gelungen. Mit 98 x 33 x 30,7mm ist diese mittelgroß.
Dabei sitzen die Ohrhörer in einer Art „Schublade“ welche sich aus der Box ausziehen lässt. Die Ohrhörer werden via Magneten in der Schublade und auf ihren Ladepads gehalten, ebenso ist der Verschluss der Schublade magnetisch, so dass dieser sich nicht ungewollt öffnet.
Die Transportbox besteht aus einer Kunststoffbasis, welche allerdings großflächig mit Aluminium verkleidet wurde. Hierdurch macht diese einen sehr wertigen und schicken Eindruck!
Die Ohrhörer selbst wirken leider etwas gewöhnlich auf mich. HolyHigh setzt hier komplett auf ein schwarzes Hochglanz Kunststoffgehäuse.
Dabei sind die Ohrhörer natürlich etwas größer als normale Ohrhörer, aber für vollständig kabellose Modelle auch nicht riesig. Optisch interessant und auch etwas auffällig ist lediglich der LED Ring auf der Rückseite.
Was die Verarbeitung angeht kann ich nicht klagen. Die HolyHigh TWS-x9 sind nicht super Premium, aber für die 50€ Preisklasse okay.
Okay ist auch die Akkulaufzeit. Diese wird von HolyHigh mit 4 Stunden angegeben, was vielleicht etwas optimistisch ist. +-3 Stunden kommen in der Praxis eher hin, was aber für komplett kabellose Ohrhörer in Ordnung ist.
Die Transportbox kann die Ohrhörer in einer Stunde wiederaufladen. Ist die Box voll, funktioniert dies auch vier mal „on the Go“. Also theoretisch 4×4 Stunden Akkulaufzeit.
Tragekomfort
Die HolyHigh sind klassische in-Ear Ohrhörer, welche allerdings aufgrund des komplett kabellosen Designs etwas größer ausfallen.
Viele Hersteller versuchen dies mithilfe von beispielsweise Ohrhacken zu kompensieren, nicht so HolyHigh. Dies ist bei den Ohrhörern allerdings auch nicht nötig.
Diese sitzen zumindest in meinen Ohren erfreulich fest und gut! Dies liegt an dem recht schmalen Ohrkanal, wodurch die HolyHigh TWS-x9 recht tief sitzen.
Teils hatte ich fast eher Probleme damit, dass diese zu tief in den Ohren saßen, was den Klang negativ beeinflusst.
Grundsätzlich bin ich aber mit dem Tragekomfort und auch dem Halt sehr zufrieden! Die Ohrhörer sind auch für den Sport ausreichend geeignet.
Klang
Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Starten wir hier ausnahmsweise mal mit dem Negativen.
Dies wären ganz klar die Höhen! Die Höhen der HolyHigh X9 sind recht matt und warm ausgerichtet. Mir sind diese um ehrlich zu sein fast etwas zu matt, ich bevorzuge eine gewisse Leichtigkeit im Klang.
Ich meine hier zwar nach einer gewissen Einspielzeit eine Verbesserung wahrgenommen zu haben, aber dennoch mögt Ihr einen besonders brillanten Klang, sind die HolyHigh nichts für Euch.
Bei den Bässen und Mitten wird es allerdings deutlich positiver. Die Mitten der Ohrhörer sind schön voll und sauber. Gerade etwas dunklere Stimmen werden sehr gut abgebildet. Höheren Stimmen fehlt allerdings aufgrund der warmen Ausrichtung etwas das Funkeln.
Dennoch kann und will ich mich nicht über die Mitten beschweren.
Sehr Ähnliches gilt auch für die Bässe. Diese sind angenehm voll und satt. Selbst der Tiefgang und das Volumen passt absolut.
Mögt Ihr also einen warmen bassstarken Klang, könnten die HolyHigh X9 eine gute Wahl für Euch sein! In der unter 50€ Preisklasse sind mir keine komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer bekannt, die den Bass besser hinbekommen.
Signal Qualität
Die Signal-Qualität und Stabilität ist bei Bluetooth Ohrhörern immer ein sehr wichtiger Punkt. Gerade die komplett kabellosen Modelle haben hier immer Probleme, teils sehr große.
Euer Smartphone nimmt nur mit einem Ohrhörer eine Verbindung auf. Dieser muss dann das Signal aber an den zweiten „durchschleifen“. Leider ist hier Euer Kopf im Weg, der das Signal sehr gut abschirmt.
Bei den ersten komplett kabellosen Ohrhörern reichte es hier schon aus den Kopf schnell zu drehen um für einen Signalabbruch zu sorgen. Dies ist allerdings im Laufe der Zeit deutlich besser geworden!
Die HolyHigh X9 bieten ein sehr stabiles Signal! In Kombination mit meinem Pixel 2 XL gab es so gut wie keine Signal Abbrüche. Lediglich wenn Ihr einen Ohrhörer fest in die Hand nehmt, ist es möglich das Signal zu unterbrechen, dies ist aber bei allen Bluetooth Ohrhörern so. Und selbst dann wird das Signal schnell und zuverlässig wiederhergestellt.
Im normalen Alltag, selbst wenn das Smartphone ein paar Meter entfernt ist, gibt es keine Probleme mit der Verbindung.
Fazit
Die HolyHigh X9 sind sehr solide komplett kabellose Bluetooth Ohrhörer! Auf der Plus Seite steht die sehr schicke Transportbox, eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Akkulaufzeit für komplett kabellose Bluetooth Ohrhörer und die solide Bluetooth Verbindung.
Gerade Letztere ist ansonsten oft ein großes Problem!
Beim Klang bin ich allerdings etwas hin und her gerissen. Es gibt aus meiner Sicht auch in der unter 50€ Preisklasse besser klingende komplett kabellose Bluetooth Ohrhörer! Die HolyHigh TWS-x9 haben einen sehr warmen und basslastigen Klang, welcher aber in den Höhen etwas schwächelt.
Unterm Strich kann ich also nur eine Kauf-Empfehlung aussprechen, sofern Ihr auch wirklich eine sehr warme und unanstrengende Klangsignatur sucht! Dann sind die HolyHigh TWS-x9 auch Ihre 50€ wert!
Die RealPower PB-6000S Powerbank soll laut Hersteller durch ein besonders kompaktes und alltagstaugliches Design punkten.
Aber auch die Kapazität fällt mit 6000mAh ausreichend groß aus. Die RealPower PB-6000S ist also auf den ersten Blick die klassische Powerbank welche man täglich mit zur Arbeit, Uni oder Schule nimmt.
Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob die Powerbank auch wirklich überzeugen kann. Neugierig?
Die RealPower PB-6000S soll primär mit besonders kompakten Abmessungen und einem schicken Design punkten. Und ja mit 12mm x 68mm x 12,55mm ist die PB-6000S angenehm portabel.
Dabei bietet diese mit 6000mAh eine vernünftige Kapazität. Ihr werdet mit dieser sämtliche Smartphones auf dem Markt mindestens einmal, wenn nicht sogar anderthalb mal vollständig laden können.
Von allen RealPower Powerbanks die ich bisher in der Hand hatte, gefällt mir die PB-6000S haptisch am besten. Auch hier setzt RealPower wieder auf ein zweiteiliges Gehäuse, der Kern besteht aus einem roten Kunststoff, welcher aber mittig mit einem schwarzen leicht gummierten Kunststoff überzogen ist.
Dieses zweitteilige Design lässt die Powerbank etwas aufwendiger erscheinen. Auch die Haptik passt! Es lässt sich nichts eindrücken und das Gehäuse wirkt angenehm massiv.
Die Anschlüsse der RealPower PB-6000S sind wie üblich auf der Front angebracht. Hier finden wir ganz klassisch zwei normale USB Ausgänge und einen microUSB Eingang.
Der linke USB Ausgang soll laut Hersteller dabei bis zu 2,1A liefern können und der rechte bis zu 1A. Anscheinend ist aber auch 2,1A das Maximum für beide Ports bei einer gemeinsamen Nutzung?!
Der microUSB Port soll ebenfalls bis zu 2,1A Leistung aufnehmen können.
Zu guter Letzt findet sich auf der Front der Powerbank noch ein Einschalter. Dieser dient aber weniger zum Einschalten der Powerbank, dies macht diese in der Regel automatisch wenn Ihr ein Smartphone anschließt, sondern der Einschalter hilft Euch die verbliebende Restladung zu überprüfen.
Hierfür besitzt die RealPower PB-6000S ein kleines LCD Display, welches Euch prozentgenau die Restladung anzeigt, klasse!
Wie testet techtest.org?
Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.
Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.
Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.
Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.
Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von RealPower mit 6000mAh angegeben, messen konnte ich 5393mAh bzw. 19,957Wh.
Dies entspricht satten 90% der Herstellerangabe, was ein klasse Wert ist! Warum sind 90% ein guter Wert?
Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Hier muss allerdings beim Entladen die Spannung von 3,7V auf 5V angehoben werden, was Effizienz raubt.
Gute Powerbanks schaffen meist zwischen 85% und 90%, wie auch die RealPower PB-6000S.
Wie steht es um das Ladetempo?
Dies kommt natürlich etwas darauf an welchen Port Ihr verwendet. Am 1A Port seid Ihr bei allen Smartphones auf +- 1A auch limitiert.
Am zweiten 2,1A Port sind höhere Ladegeschwindigkeiten möglich. Das iPhone X erreichte in meinem Test rund 1,4A, das Google Pixel 2 XL 1,47A und das iPad Pro 2,082A.
Falls Euch diese Zahlen nichts sagen, lasst Euch gesagt sein, dass dies sehr ordentlich ist. Beispielsweise beim Google Pixel 2 XL wäre überhaupt kein höheres Ladetempo mehr möglich und auch beim iPad und iPhone ist kaum noch Luft nach oben.
Ohne das Nutzen eines Schnellladestandards wird es also kaum möglich sein eine deutlich schnellere Powerbank zu finden als die RealPower PB-6000S.
Fazit
Bei der RealPower PB-6000S gilt ein sehr ähnliches Fazit wie bei den anderen RealPower Powerbanks.
Auch die PB-6000S ist eine grundsolide „Basic“ Powerbank für den normal Nutzer, welcher ein portables und leistungsstarkes Modell sucht, aber nicht zwingend USB C, diverse Schnellladestandards oder Ähnliches braucht.
Ja es gibt von den diversen Asiaten „spektakulärere“ Powerbanks, aber dies braucht es ja nicht immer.
Die RealPower PB-6000S bietet eine gute Standard Ladegeschwindigkeit, eine hohe Kompatibilität und hält zudem ihre Kapazitätsangebe ein.
Homematic IP ist eins der vielfältigsten und flexibelsten Smart Home Systeme auf dem Markt. Kaum ein anderes System bietet derartig viele Module und Sensoren.
Einer der ganz klar interessantesten Sensoren für das Homematic IP System ist der Wettersensor, welcher in drei Versionen verfügbar ist, Basic, Plus und Pro.
Mit bis zu 250€ ist der Wettersensor Pro aber auch das so ziemlich teuerste Modul das Homematic aktuell anbietet. Wollen wir uns hier doch einmal in einem Test ansehen was der Wettersensor Pro so alles kann und ob sich die Anschaffung lohnt!
An dieser Stelle vielen Dank an Homematic für das zur Verfügung stellen des Wettersensors für diesen Test!
Gehen wir zunächst einmal die drei Versionen des Wettersensors von Homematic durch. Jede Version bietet unterschiedliche Sensoren und somit auch Funktionen. Folgendes bieten die drei Versionen:
Plus – Temperatur-Sensor, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Helligkeit, Sonnenscheindauer, Regenbeginn, Regenmenge
Pro – Temperatur-Sensor, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Helligkeit, Sonnenscheindauer, Regenbeginn, Regenmenge, Windrichtung
Der Wettersensor Pro ist natürlich das umfangreichste und teuerste Modell. Grundsätzlich sind alle drei Versionen aber ähnlich aufgebaut. Das Basic Modul bietet das Messen der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Windgeschwindigkeit und der Helligkeit/Sonnenscheindauer.
Diese ganzen Sensoren sind wirklich in einer Einheit zusammengeführt. Wählt Ihr den „Plus“ Sensor erhaltet Ihr die Einheit des Basic Modells + einen weiteren Arm, welcher mit der Basic Einheit verbunden ist. An diesem Arm hängt ein Regensensor.
Wählt Ihr die Pro Version erhaltet Ihr die Plus Version + einen dritten Arm. Dieser beinhaltet das Modul für die Bestimmung der Windrichtung.
Die Pro Version hat also vom Aufbau eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Dreizack, zumal Homematic IP auch eine rund 1,8 Meter lange Bodenstange mitbringt.
Ich glaube einer der größten Pluspunkte des Homematic IP Wettersensor – Pro ist die Optik. Es gibt auf dem Markt diverse andere vergleichbare Sensoren, welche aber meist in einem weißen Kunststoff gefertigt sind und deutlich „billiger“ aussehen.
Die Homematic IP Wettersensoren hingegen sind alle aus einem silbernen Aluminium gefertigt, was sehr edel und hochwertig aussieht. Der Wettersensor wirkt hierdurch nicht „technisch“ auch wenn er natürlich sehr viel moderne Elektronik beheimatet.
Allerdings lügt die Optik ein klein wenig. Die Halterungen und Stangen sind wirklich aus einem robusten Aluminium gefertigt, sinnvoll wir wollen ja nicht, dass der Sensor im Sturm davon fliegt.
Die einzelnen Module sind allerdings aus Kunststoff gefertigt. Homematic bzw. eq-3 hat hier allerdings einen Top Job gemacht, es fällt nämlich selbst auf kurze Distanz kaum auf, dass es sich hier um Kunststoff handelt.
Ich würde hier also unterschreiben, ja der Homematic IP Wettersensor – Pro ist der hochwertigste und edelste Wettersensor den ich bisher gesehen habe! Man könnte diesen glatt im Blumenbeet als Deko aufstellen.
Zusammenbau und Installation
Der Homematic IP Wettersensor Pro kommt als Bausatz zu Euch. Keine Sorge der Zusammenbau ist recht einfach!
Ihr müsst lediglich den Kopf des Windmessers und das Windrad aufsetzen, wie auch den Trichter für den Regenmesser. Hierfür sind passende Schrauben und ein kleiner Schraubendreher beigelegt.
Dennoch empfehle ich für den Zusammenbau einen Blick in die Anleitung. Ist der Wettersensor zusammengebaut, müsst Ihr diesen mit Euer Basis koppeln.
Wie bei Homematic üblich kann dies die Homematic IP Basis oder die Smart Home zentrale CCU2 oder CCU3 sein.
Für diesen Test nutze ich die Homematic IP Basisstation. Geht hier in die Smartphone App und wählt das Anlernen eines neuen Moduls an. Die Basis sucht nun nach neuen Modulen.
Legt nun die Batterien in den Wettersensor. Hierfür müsst Ihr die Abdeckung auf dem „Basis“ Modul (das mit dem Windmesser) abschrauben. In den Wettersensor kommen drei normale AA Batterien.
Passende Batterien liegen bereits mit im Lieferumfang. Solltet Ihr mal die Batterien tauschen müssen, mein gut gemeinter Ratschlag, kauft hochwertigere Batterien!
Nach dem Einlegen der Batterien waren bei mir kaum 5 Sekunden vergangen ehe die Basis den Wettersensor erkannte.
Ab hier folgt die typische Homematic IP Einrichtung und die Zuordnung zu einem Raum (den habe ich bei mir einfach Außen genannt).
Ist die Einrichtung abgeschlossen geht’s nach draußen bzw. auf den Balkon.
Zur Montage liefert Homematic bzw. eq-3 einen ca. 1,8 Meter langen Erdspieß mit. Diesen könnt Ihr mit einem guten Stück Kraft einfach in den Boden rammen. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher ob dies wirklich die sturmsicherste Anbringungsart ist, aber sie ist die einfachste.
Abseits davon ist Eure Kreativität gefragt. Der Wettersensor sollte möglichst freistehen, da ansonsten die Windmessung nicht korrekt funktioniert. Ich denke für viele ist sicherlich die Befestigung an einem Balkon-Gitter das Einfachste. Ich würde hier zu Rohrschellen raten.
Software und Feature (Homematic IP)
Die Funktionen und die Benutzeroberfläche des Wettersensors hängt natürlich etwas davon ab ob Ihr das Homematic IP System nutzt oder die Homematic Smart Home Zentrale.
Starten wir mit dem Homematic IP System. Leider gibt es was die Software angeht durchaus noch ein Stück Luft nach oben.
Der Wettersensor wird wie gehabt in einem „Raum“ eingebunden. Ihr könnt aber bereits auf der Startseite der Homematic IP App Temperatur und Luftfeuchtigkeit sehen.
Tipp Ihr der Raum an werden alle Informationen angezeigt. Bei dem Wettersensor Pro wäre dies:
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Windgeschwindigkeit
Windrichtung
Sonnenstunden
Lichtstärke
Niederschlag
Das war es auch leider schon! Was mir ganz klar etwas fehlt sind schöne Verlaufsdaten wie sich die Temperatur usw. über einen gewissen Zeitraum entwickelt hat. Live Daten sind schön und gut, schöpfen aber nicht das vorhandene Potenzial aus.
Was natürlich möglich ist, sind Automatisierungen. Beispielsweise fällt die Temperatur unter Wert XYZ, dann drehe Heizkörperthermostat auf oder wenn es regnet schalte Steckdose XYZ.
Wie gut funktioniert dies?
Grundsätzlich gut, aber es gibt gerade beim Regensensor schon eine Reaktionszeit von wenigen Minuten.
Software und Feature (Homematic)
Falls Ihr die Homematic CCU2 oder CCU3 Smart Home Zentrale habt, fällt der Funktionsumfang etwas anders aus. Wobei dies stimmt nicht ganz.
Grundsätzlich könnt Ihr hier alle Feature auch nutzen die schon bei der Homematic IP Basis vorhanden waren, nur in einer anderen UI.
Der Homematic IP Wettersensor Pro meldet sich bei der CCU3 als acht Sensoren an, welche alle von Euch einzeln genutzt und ausgelesen werden können.
Der wichtigste Unterschied zur Homematic IP Basis ist die Möglichkeit auch Daten wie Temperatur, Regenmengen usw. zu protokollieren. Dies könnt Ihr über die Diagramm Funktion erledigen, womit Ihr wirklich sehr detaillierte Aufzeichnungen über das Wetter machen könnt.
Wie genau ist der Wettersensor Pro von Homematic?
Eine wichtige Frage ist natürlich immer wie genau denn eigentlich die Messwerte sind. Bei einem Preis von 250€ müsste man ja von recht genauen Werten ausgehen.
Starten wir beim Einfachsten, der Temperatur. Wie zu erwarten kommen die Temperaturwerte des Homematic IP Wettersensor gut hin. Hin bedeutet diese liegen rund 0,5 Grad oberhalb meines Referenz Messgerätes, was eine normale Abweichung ist.
Sehr Ähnliches gilt auch für die Messwerte der Luftfeuchtigkeit. Diese liegen mit meinem anderen Wetterstation auf +- 5% dem gleichen Level. Außen allerdings würde ich den Homematic IP Wettersensor sogar als überdurchschnittlich genau einstufen. Beispielsweise meine Netatmo Wetterstation neigt dazu an nasseren Tagen konstant 100% Luftfeuchtigkeit anzuzeigen, was natürlich nicht konstant stimmt. Der Homematic IP Wettersensor wirkt hier etwas feiner abgestuft.
Kommen wir damit zu den schweren Messwerten, Regen, Sonne und Wind.
Starten wir beim Regen. Hier scheint es eine gewisse Abweichung zu geben. Schütte ich eine Regenmenge von +- 1mm abgemessen in den Sensor zeigt mir die Station Werte von 1,5-1,8mm an. Ähnliche Abweichungen, wenn auch etwas kleiner, sind in der Praxis verglichen mit meiner Bresser Profi Wetterstation zu sehen. Misst die Bresser 2,3mm sind es bei dem Wettersensor 2,8mm.
Allerdings muss man hier auch klar sagen, dass dieser praktische Unterschied wirklich nicht groß ist. Ich würde mich auf die Daten des Regensensors nicht zu 100% verlassen, aber sie kommen praktisch zu 80% hin.
Erneut Ähnliches gilt für den Windmesser. Diese gibt tendenziell etwas zu hohe Werte an, verglichen mit Bresser und Netatmo. Aber erneut kommen die Werte +- 20% hin, was beim Wind eine gängige Abweichung ist.
Etwas schade ist, dass der Windsensor erst etwas spät anspringt. Windgeschwindigkeiten im einstelligen KM/h Bereich werden meist nur als 0 gelesen. Höhere Windstärken werden tendenziell akkurater gemessen.
Die Windrichtung wird bei korrekter Ausrichtung im Übrigen ziemlich perfekt angezeigt. Der Messer für die Windrichtung ist auch angenehm leichtgängig.
Kommen wir zum Abschluss zur Helligkeit. Diese wird vom Homematic IP Wettersensor in einer eigenen Einheit 0 – 100000 angezeigt. Ganz grob gesagt, alles über 4000 bedeutet Sonne.
Gerade was die Hardware angeht, bin ich sehr zufrieden! Vor allem die Optik ist absolut gelungen. Dies ist eins der hübschesten Außenmodule, die ich bei einer Wetterstation bisher gesehen habe. Auch die angezeigten Werte passen gut. Diese sind zwar nicht ganz auf dem Level von professionellen Wetterstationen, aber schon zu 90%+ dran.
Probleme mit der Funkverbindung, oder vergleichbaren Dingen hatte ich während meines Testzeitraums keine, Daumen hoch dafür!
Soweit würde ich der Wetterstation glatte volle Punktzahl geben. Leider gibt es jedoch ein paar Abzüge für die Software. Diese ist wirklich sehr einfach gestaltet, zumindest in Kombination mit der Homematic IP Basis.
Ihr könnt die aktuellen Werte sehen und das war es im Großen und Ganzen auch schon. Natürlich lassen sich auch Automatisierungen anlegen, aber beispielsweise Verlaufsdaten gibt es keine, was sehr schade ist!
An Homematic / EQ-3, baut noch ein paar schöne Graphen ein mit Daten der letzten X Monate und Ihr habt hier wirklich die perfekte smarte Wetterstation.
Wollt ihr Diagramme und Aufzeichnungen über die Wetterdaten müsst Ihr die Homematic CCU2/CCU3 Basis nutzen. Hier ist aber natürlich die Nutzung via Smartphone und Co. etwas komplizierter. High End Nutzern wird aber der Wettersensor mit der Smart Home Zentrale mehr Spaß machen als via HomematicIP Cloud.
Unterm Strich bin ich aber sehr zufrieden und kann den Wettersensor Euch nur ans Herz legen, wenn ihr Euch für aktuelle Wetterdaten interessiert. Gerade der Wettersensor Basic wirkt mit 100€ preislich sehr fair!
Mit der neuen tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) hat equinux auf dem Papier das perfekte Zubehör für das neue iPhone Xs und Xs Max im Sortiment.
Leider liegt selbst bei den neuen iPhones nur ein Standard 5V 1A Ladegerät mit im Lieferumfang, welches die absolut minimale Ladegeschwindigkeit bietet. Daher muss man auf 3. Anbieter Zubehör setzen oder das arg teure originale Apple Schnellladegerät kaufen, wenn man eine höhere Ladegeschwindigkeit wünscht.
Zwar ist original Zubehör immer gut, aber Modelle von 3. Anbietern haben auch Ihre Vorteile und damit meine ich nicht nur den Preis.
Beispielsweise bietet die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) gleich zwei Ladeports, was extrem praktisch ist falls man mal iPhone und iPad gleichzeitig laden möchte.
Aber ist die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) auch wirklich gut? Gerade wenn man sein 1000€+ Smartphone daran anschließt muss man auf Nummer sicher gehen, dass das Ladegerät auch etwas taugt.
Genau dies wollen wir doch einmal im Test herausfinden! Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an Tizi für das zur Verfügung stellen dieses Ladegeräts.
Die neue equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) im Test
Starten wir beim Gehäuse, für welches ich equinux gleichzeitig liebe, aber auch hasse…. Equinux setzt bei der tizi Tankstelle auf ein schwarzes Hochglanz Gehäuse.
Dieses sieht ohne Frage super schick und edel aus, zumindest die ersten 5 Minuten nachdem Ihr es aus der Verpackung nehmt. Danach ist das Gehäuse super schnell mit Fingerabdrücken und Kratzern übersäht!
Ich glaube dies ist das empfindlichste Ladegerät aller Zeiten. Gewöhnt Euch also nicht an die schicke Optik, die bleibt nicht.
Abseits davon gefällt mir das Steckernetzteil Design ausgesprochen gut! Auch die Abmessungen sind für ein Dual-Port Ladegerät dieser Klasse mit 74 x 52 x 27mm angenehm kompakt. Die tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) empfiehlt sich hierdurch auch als Reiseladegerät. Zudem ist das Gehäuse auch gut und hochwertig gemacht.
Das Interessante sind aber natürlich die Anschlüsse. Hiervon hat die Tankstelle zwei. Einen „klassischen“ USB A Anschluss und einen moderneren USB C Anschluss.
Starten wir beim USB C Port. Der USB C Port unterstützt den Power Delivery Standard. USB Power Delivery ist ein Schnellladestandard welcher unter anderem von Apple genutzt und unterstützt wird, wie aber auch von Herstellern wie Google, Nintendo usw.
Auch viele Android Flaggschiff Smartphones unterstützen USB Power Delivery, wie das Samsung Galaxy S9, LG G7, Huawei P20 usw. Dennoch richtet sich die tizi Tankstelle primär an Apple Nutzer.
Theoretisch lassen sich sogar Notebooks über USB Power Delivery laden! Hierfür muss der USB C Port aber einiges an Leistung bieten, nicht alle Power Delivery Ports sind gleich.
Der USB C Port der tizi Tankstelle bietet 27W bzw. 5V/2,4A, 9V/2,4A oder 12V/2,3A. Dies sind zugegeben etwas ungewöhnliche Leistungsdaten. Die Tankstelle eignet sich damit weniger für Notebooks, aber theoretisch voll für Smartphones und Tablets, welche nicht ganz so viel Leistung benötigen.
Der normale USB Port hingegen wird mit 5V 2,4A beworben. Hier wird es nun aber skurril! Denn diese Angabe ist absichtlich falsch! Beim zweiten USB Port handelt es sich um einen Quick Charge 3.0 Port mit bis zu 9V/2A, also 18W.
Auf Nachfrage hat mir Tizi diese Beobachtung bestätigt. Es handelt sich wirklich um einen Quick Charge Port, welchen man aber um die Nutzer nicht zu verwirren nicht so bewirbt.
An dieser Stelle eine kleine Aufklärung. Quick Charge und USB Power Delivery sind nicht das gleiche! Quick Charge ist eine proprietäre Technologie welche dem Hersteller Qualcomm gehört und nur von Smartphones genutzt werden darf die a. einen Prozessor von Qualcomm nutzen oder b. Qualcomm Geld zahlen.
Apple beispielsweise nutzt weder Qualcomm Prozessoren noch möchte Qualcomm Geld geben, daher nutzen iPhones nicht Quick Charge sondern USB Power Delivery.
USB Power Delivery ist in der aktuellen Form ein etwas neuerer Standard, welcher von den Machern des USB Ports stammt. Jeder Hersteller kann und darf USB Power Delivery frei ohne Gebühren nutzen. Zudem kann USB Power Delivery eine höhere Leistung bieten, was gerade bei Notebooks sehr wichtig ist.
Apple hat sich hier als einer der ersten Hersteller zu USB PD bekannt, gefolgt sind Google, welche auch andere Android Smartphone Hersteller puschen USB PD zu nutzen, Nintendo und diverse Notebook Hersteller wie Dell.
Es gibt nun einige Smartphones welche beide Standards nutzen, beispielsweise das Samsung Galaxy S9, Note 9, das BQ Aquaris X2, das LG G7 usw. Diese Smartphones könnt Ihr also an beiden Ports der tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) schnellladen.
Andere Smartphones wie das iPhone Xs oder Google Pixel 2/3 lassen sich hingegen nur am USB C Port schnellladen.
Wichtig wir reden hier nur über das Schnellladen! Ihr könnt auch am Quick Charge Port Euer iPhone/iPad aufladen, nur dann halt in einem Standard Tempo.
Um zu signalisieren ob ein Port zum Schnellladen genutzt wird, hat Tizi über jedem eine LED angebracht. Diese leuchtet im Betrieb rot für normales Laden und blau fürs Schnellladen.
Messwerte, die maximale Leistung?
Die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) konnte meinen Volllast Test problemlos überstehen und dies sogar mit einer sehr akzeptablen Hitzeentwicklung.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die maximale Leistung des Ladegerätes. Diese wird von equinux mit 30W angegeben, allerdings kann der USB C Port 27W liefern und der USB A Port 12W bzw. 18W.
Bei der maximalen Leistung die das Ladegerät liefern kann, habe ich zwei Werte. Einmal rund 36W und einmal genau 30W. Warum zwei Werte? Bei meinem ersten Test konnte ich dem USB C Port rund 26W entnehmen und dem normalen USB Port ziemlich genau 10W, ehe letzterer abgeschaltet wurde. Bei Durchlauf Nummer zwei schaffte dann der USB A Port nur noch 3,xW ehe es zu einer Abschaltung kam.
Warum mal 30W und mal 36W geliefert werden können, kann ich Euch auch nicht beantworten. Wichtig ist aber erst einmal, dass die beworbenen 30W auf jeden Fall erreicht werden und das bei einer Überlastsituation der USB C Port bevorzugt wird.
30W sind im Übrigen genug um zwei Smartphones gleichzeitig mit vollem Tempo zu laden. Ein iPad am USB C Port und ein iPhone am USB A Port hingegen wird knapp, hier kommt es zu einer Drosslung bzw. Abschaltung. Anders herum, also iPhone am USB C Port und iPad am USB A Port funktioniert im Übrigen problemlos.
Messwerte, wie schnell lädt die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A?
Kommen wir damit auch zur Ladeleistung. Folgende Geräte habe ich an der tizi Tankstelle getestet:
Mit diesem Kabel könnt Ihr alle Apple Geräte ab dem iPhone 8 bzw. dem iPad Pro am USB C Port der Tankstelle schnellladen.
Allerdings gibt es hier eine kleine „Einschränkung“. Die Tizi Tankstelle beherrscht nur die 5V, 9V und 12V Spannungsstufe. 15V und 20V fehlen!
Für das iPhone oder auch generell Smartphones ist dies egal. Smartphones nutzen eh nur 5V oder 9V. Das Apple iPad genau wie beispielsweise die Nintendo Switch können aber 5V, 9V, 12V oder 15V nutzen. Für das maximale Ladetempo wäre hier die 15V Spannungsstufe notwendig. Kostet dies viel Ladetempo? Nein! Sowohl die Nintendo Switch wie auch das iPad Pro laden ein vielfaches schneller an der Tizi Tankstelle als an einem normalen Ladegerät.
Das Samsung Galaxy Note 9 erreichte am USB C Port 8,6V 1,57A, das Google Pixel 2 XL 8,55V 2,09A und das BQ Aquaris X2 Pro 8,63V und 1,35A.
Damit ist die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) nicht nur für Apple Geräte völlig geeignet! Auch viele Android Smartphones können hier am USB C Port schnellladen!
Wie steht es aber um den normalen USB Port? Dieser wird von equinux mit 5V 2,4A beworben, das Note 9 erreicht an diesem Port aber 9V 1,565A und das BQ Aquaris X2 Pro 5,7V und 1,99A.
An dieser Stelle meines Tests war ich etwas verwundert, denn dies sind Anzeichen dafür, dass es sich hier nicht um einen 5V/2,4A Port handelt, sondern um einen Quick Charge 3.0 Port, welcher zwischen 5V und 12V liefern kann.
Bei equinux nachgefragt, ja der 5V 2,4A Port ist in Wirklichkeit ein Quick Charge 3.0 Port, welcher aber nicht so beworben wird. Merkwürdig, aber Okay, besser mehr bekommen als weniger.
Am Quick Charge Port könnt Ihr natürlich auch Apple Geräte aufladen, dann aber nur mit Standard Tempo.
Kommen wir zum Abschluss noch auf die Notebooks zu sprechen, denn hier gab es für mich noch eine zweite Überraschung. Ja Ihr könnt ein Apple MacBook Pro an der Tizi Tankstelle laden, dies ist aber auch nicht wirklich überraschend. Die Apple MacBooks sind extrem unproblematisch was das Laden an diversen Quellen angeht.
Das MacBook Pro 13 Zoll genehmigte sich rund 24W Leistung. Wichtig! Dies ist ausreichend das MacBook Pro bei einer gleichzeitigen Office Nutzung zu laden, aber wenn Ihr dieses unter höhere Last setzt, wird es sich trotz angeschlossenem Netzteil langsam entladen.
Jetzt zur Überraschung, auch das Dell XPS 13 9370 ließ sich mit 12V 2,23A an der Tizi Tankstelle laden! Ich war um ehrlich zu sein davon ausgegangen, dass das XPS nur an Ladegeräten mit 20V Spannungsstufe lädt. Windows Notebooks sind was das Laden an USB C angeht aber deutlich komplizierter, also nur weil das Dell XPS 13 an der Tankstelle lädt, bedeutet es nicht, dass dies alle Windows Notebooks machen.
Allgemein gibt es für Notebooks bessere USB C Ladegeräte.
Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz des Ladegerätes zu sprechen. Diese schwankt wie üblich stark je nach Port und Auslastung des Ports. Hier kann man grob sagen geringere Auslastung = geringere Effizienz.
Gerade wenn Ihr einen Port nur mit 0,xxA belastet, fällt die Effizienz extrem! Dies gilt aber für alle USB Ladegeräte und ist in der Praxis meist nicht so relevant.
Die Effizienz der tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) schwankt zwischen 78% und 86%. Bei Smartphone typischen Lasten werden konstant 80%+ erreicht, beim Schnellladen sogar 83-86%.
Dies ist ein gutes wenn nicht sogar sehr gutes Ergebnis! Leider sind bei USB Ladegeräten oftmals noch Effizienzen unter 80% absolut gängig. Daher stufe ich alles über 80% als okay und alles über 84% als gut ein. Equinux scheint hier also auf solide bis gute Elektronik zu setzen.
Fazit
Ihr sucht ein gutes und hochwertiges USB C Ladegerät für Euer iPhone X/Xs, welches dieses auch schnellladen kann? Dann ist die tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) eine klasse Wahl! Ein iPhone Xs Max wird von der Tankstelle in ca. 2 Stunden von 0 auf 100% gebracht, ein top Tempo!
Dies gilt nicht nur für die iPhones! Auch viele andere Smartphones lassen sich an der Tankstelle schellladen, wie das Samsung Galaxy S9/Note 9, Google Pixel, LG G7 usw.
Ein großer Vorteil ist hier das Unterstützen von gleich zwei unterschiedlichen Schnelllade Standards, auch wenn nur einer offen beworben wird, USB Power Delivery auf dem USB C Port und Quick Charge auf dem normalen USB Port.
Auch abseits des reinen Tempos kann die Tizi Tankstelle überzeugen! Die Elektronik ist solide und bietet eine gute Effizienz. Auch das Gehäuse sieht schick aus, ist ausreichen kompakt und wirkt gut gearbeitet. Lediglich vom Hochglanzlack bin ich kein Fan! Das Ladegerät wird schnell sehr schmutzig aussehen und zerkratzen!
Abseits davon ist allerdings die tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) das perfekte Schnellladegerät für fast sämtliche Smartphones auf dem Markt! Eine volle Empfehlung meinerseits.
Die YOOLOX 10k ist auf dem Papier eine der flexibelsten Powerbanks aller Zeiten. Warum? Neben einem USB C Port mit Power Delivery bietet diese auch einen Quick Charge 3.0 Port und ein kabelloses Ladepad.
Ihr könnt Euer Smartphone also in so ziemlich jeder beliebigen Art aufladen. Diese Flexibilität kommt aber auch zu einem Preis, im wahrsten Sinne, denn mit rund 60€ ist die YOOLOX 10k nicht gerade günstig.
Wollen wir uns aber mal im Test ansehen, ob die Powerbank ihrem Preis gerecht wird!
An dieser Stelle vielen dank an Yoolox für das zur Verfügung stellen dieser Powerbank.
Mit 150 x 75 x 17,6mm ist die YOOLOX 10k Powerbank recht groß für Ihre Kapazität von 10000mAh. Dies überrascht aber auch nicht.
Sämtliche Powerbanks mit einem eigebauten QI Ladpad sind immer etwas größer als vergleichbare normale Powerbanks. Es wird hier einfach zusätzliche Elektronik gebraucht, welche etwas Platz frisst.
Mit 10000mAh Kapazität, laut Hersteller, bietet die YOOLOX 10k Powerbank aber auch eine solide Kapazität. Die meisten modernen Smartphones werden sich an dieser ca. 3x aufladen lassen, was selbst für kleinere Ausflüge mehr als ausreichend ist.
Lob muss ich YOOLOX für das Gehäuse der Powerbank entgegenbringen. Zwar bin ich kein großer Fan von dem Softtouch Kunststoff, welcher schnell Fingerabdrücke und Schmutz zeigt, aber was die Massivität und Stabilität angeht, ist die YOOLOX 10k Powerbank geradezu herausragend!
Die Powerbank knartzt selbst unter Druck nicht, genau so wenig lassen sich die Seiten eindrücken, klasse!
Wie steht es aber um die Anschlüsse?
Starten wir hier beim Feature, welches der YOOLOX 10k ihre Daseinsberechtigung gibt, das kabellose Ladepad.
Dieses ist auf der Oberseite integriert und besitzt die Standard Leistung von 5V 1A, also 5W. Warum nur 5W, wenn es doch auch 7,5W und 10W kabellose Ladepads gibt? Hier gibt es mehrere potenzielle Gründe. Der offensichtlichste wäre ganz klar die Wärmeentwicklung. Ein 10W Ladepad produziert die doppelte Wärme wie ein 5W Ladepad und wenn Akkuzellen etwas nicht mögen dann Wärme.
Ich nehme an es hat aber auch etwas mit der internen Elektronik zu tun. Die meisten QI Ladepads mit 10W nutzen einen 9V/2A Eingang. Es müsste also in die Powerbank noch zusätzliche Spannungswandler integriert werden, welche Platz und Effizienz rauben. Ein 5W Qi Ladepad hingegen lässt sich einfach über einen normalen „internen“ USB Port versorgen. Aber wie gesagt dies ist nur meine Vermutung.
Etwas Einmaliges sind die kleinen Saugnäpfe oberhalb des Qi Ladepads. Das Abrutschen von Smartphones vom Ladepad ist immer ein Problem, nicht so hier. Denn wenn alle kabellos ladbaren Smartphones eins gemeinsam haben, dann die Glasrückseite.
Die Powerbank „klebt“ sich hier regelrecht an Euer Smartphone, ein abrutschen ist unmöglich. Die meisten Smartphones werden sogar so gut gehalten, dass sie kopfüber an der Powerbank hängen bleiben.
Sollte Ihr Euer Smartphone nicht kabellos laden wollen, stehen Euch zwei weitere Ports zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zunächst um einen USB Ausgang, welcher Quick Charge 3.0 unterstützt!
Der USB Port kann also 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A ausgeben, um Euer Smartphone schnell zu laden.
Der zweite Ausgang ist ein USB C Port. Dieser ist mit 5V/2,4A bzw. 12V/1,5A beschriftet. Der Hersteller gibt an das es sich hier um Power Delivery 3.0 handelt, allerdings kann ich schon einmal so viel sagen der USB C Port ist etwas mysteriös. Dazu aber dann später mehr.
Der USB C Port kann wie so oft üblich auch als Eingang verwendet werden. Hier kann dieser laut Hersteller 5V/2A oder 9V/1,8A aufnehmen. Neben dem USB C Port ist auch ein microUSB Port vorhanden.
Ihr habt also die Wahl, was Euch besser passt. Der microUSB Eingang unterstützt im übrigen Quick Charge 3.0!
Neben den ganzen Anschlüssen verfügt die Powerbank auch über gleich sechs Status LEDs. Vier für die verbliebene Restladung, zwei für den Status des kabellosen Ladens.
Wie testet techtest.org?
Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.
Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.
Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.
Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.
Starten wir wie üblich mit der Kapazität. YOOLOX verspricht hier 10000mAh, messen konnte ich 9574mAh @3,7V bzw. 35,427Wh.
Dies entspricht satten 96% der Herstellerangabe, ein absolut beeindruckender Wert! Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im inneren verbauten Lithium Zellen, welche von Herstellern wie Sony, Samsung, LG, Panasonic usw. stammen.
Diese Zellen haben allerdings eine Nominalspannung von 3,7V. Diese 3,7V müssen auf 5V oder sogar 9V/12V angehoben werden, was Effizienz raubt.
Gute normale Powerbanks erreichen hier in der Regel 80-90% echte Kapazität. 90%+ ist eher selten. Die hier erreichten 96% deuten glatt eher darauf hin, dass YOOLOX im Inneren größere Akkuzellen verbaut als angibt. Daumen hoch dafür!
Messwerte, Ladetempo der YOOLOX Powerbank
Kommen wir zu den Anschlüssen. Hier hatte mich der USB C Port zunächst ein gutes Stück verwirrt. Der USB C Port kann laut Hersteller 5V/2,4A und 12V/1,5A liefern und das mithilfe des USB Power Delivery Standards.
Dies ist allerdings eine sehr ungewöhnliche Angabe. Ich nehme an es war auf der Powerbank nicht genug Platz für mehr Text. Nach meinen Tests gehe ich davon aus, dass der USB C Port 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A liefert.
Hier gibt es allerdings eine Besonderheit. Mein USB Power Delivery Sniffer konnte bei der YOOLOX 10k Powerbank kein Power Delivery Signal feststellen?! Damit USB Power Delivery funktioniert, muss es eine gewisse Kommunikation zwischen der Powerbank und dem angeschlossenen Gerät geben. Ein Power Delivery Sniffer kann diese Kommunikation ausführen um „künstlich“ eine höhere Spannung anzufragen oder Informationen auszulesen.
Also hat die YOOLOX 10k gar kein Power Delivery?! Doch! Allerdings scheint der Hersteller ein paar Modifikationen vorgenommen zu haben, womit mein Sniffer anscheinend nicht klarkommt.
Was für Modifikationen? Die Powerbank kann nur die höhere Leistung via USB C ausgeben, wenn das kabellose Ladepad auf der Oberseite abgeschaltet ist!
Ist das QI Ladepad aktiv wird der USB C Port auf ca. 5V/2A gedrosselt. Da das QI Pad nach dem Einschalten ca. 10 Sekunden automatisch aktiv ist, dauert es auch eine Weile bis angeschlossene Geräte „hochschalten“, was mich auch anfangs etwas verwirrt hat.
Für Euch als Nutzer ist dies erst einmal nicht wichtig, wichtig ist nur zu wissen, dass USB Power Delivery abgeschaltet ist, wenn das QI Ladepad genutzt wird. Selbiges gilt auch für Quick Charge 3.0! Auch dieser Port ist bei gleichzeitiger Nutzung des QI Pads auf 5V/2A gedrosselt.
Wichtig! Nutzt Ihr das QI Pad oder aktiviert dieses von Hand, kann es passieren, dass einzelne Geräte nicht hochschalten wenn dieses wieder ausgeht! Dies ist mir beim Quick Charge 3.0 Port in Kombination mit dem BQ Aquaris X2 Pro aufgefallen. Schleißt Ihr dieses an, während das QI Ladepad aktiv oder im Standby ist, lädt das Smartphone mit 5V 2,xxA. Erst bei einer Neuverbindung wird Quick Charge aktiv.
Kommen wir damit auch zu meinen Testgeräten. Folgende Geräte habe ich an der YOOLOX 10k Powerbank getestet:
Apple iPhone Xs Max
Apple iPad Pro 10.5
Apple MacBook Pro 13 Late 2016
Samsung Galaxy Note 9
Google Pixel 2 XL
Nintendo Switch
BQ Aquaris X2 Pro
Ganz blöd gesagt alle getesteten Geräte funktionierten problemlos an der YOOLOX 10k Powerbank! Dabei war es auch möglich alle Geräte mit der Powerbank schnell zu laden!
Das Google Pixel 2 XL erreichte am USB C Port 9V 1,81A, das Samsung Galaxy Note 9 erreichte am USB C Port 5V 2,89A, das Apple iPad Pro erreichte am USB C Port 12V 1,45A usw.
Aufgrund des Note 9 welches am USB C Port 5V 2,89A erreichte war auch die 5V/2,4A vom Hersteller als falsch bestätigt. Wie meist schafft der USB C Port 5V/3A, keine Ahnung warum der Hersteller mit weniger wirbt.
Am Quick Charge 3.0 Port konnte erst einmal nur das Note 9 mit 9V 1,56A und das BQ Aquaris X2 Pro mit 5.4V 2,154A schnellladen. Google Pixel und Co. erreichten am Quick Charge Port nur ein normales Ladetempo, was auch nicht überrascht da diese Geräte auch kein Quick Charge unterstützen.
Der Quick Charge Port ist im übrigen Apple optimiert! Also iPad und iPhone laden an diesem Port auch flott, aber natürlich nicht so flott wie am USB C Power Delivery Port (mit dem passenden USB C auf Lightning Kabel).
Ihr könnt sogar ein Apple MacBook Pro an der Powerbank laden, aber nur mit rund 16-18W, was reicht um bei einer Office Nutzung gegenzuladen, aber für das MacBook gibt es bessere Powerbanks. Dennoch klasse, dass es überhaupt geht.
Wie steht es um das QI LadePad? Dieses bietet mit 5V/1A ein Standard Ladetempo. Ganz klar gesagt, ich würde Euch keine portable Nutzung des QI Ladepads empfehlen!
Zum einen ist dieses deutlich langsamer als die kabelgebundenen Verbindungen, zum anderen ist es ineffizienter! Ihr verliert ca. 15-25% mehr Leistung durch das Aufladen, als würdet Ihr ein Kabel nutzen.
Unterwegs wo es nur eine beschränkte Menge Energie gibt, ist dies unschön.
Warum dann überhaupt das Qi-Ladepad nutzen? @Home ist das Zauberwort! Das QI Ladepad funktioniert auch dann, wenn Ihr die Powerbank am Strom hängen habt.
Ihr könnt die Powerbank zu Hause also einfach als QI Ladepad nutzen. Sollte mal Euer Smartphone nicht voll sein und Ihr braucht unterwegs Leistung, dann nehmt das „Ladepad“ einfach mit.
So habt Ihr zu Hause ein kabelloses Ladepad und eine immer volle Powerbank.
Wie lange dauert das Aufladen der YOOLOX 10k Powerbank?
Ist nun die Powerbank leer, habt Ihr vier Möglichkeiten diese wiederaufzuladen, an einem USB PD Ladegerät, an einem Quick Charge Ladegerät, normal via USB C oder microUSB.
Das Aufladen der YOOLOX 10k geht recht flott, gerade via USB Power Delivery (ca. 4h) oder Quick(ca. 4h) Charge, über welche rund 13-16W Leistungsaufnahme erreicht werden.
Habt Ihr kein solches Ladegerät ist es ziemlich egal welchen Port Ihr nutzt, grundsätzlich ist der USB C Eingang und microUSB Eingang gleich schnell (ca.6,5h) .
Fazit
Die Einstiegsfrage war ob die YOOLOX 10k* ihren durchaus gehoben Preis gerecht wird. Diese Frage kann ich nach dem Test mit einem ja beantworten!
Die Kombination aus USB Power Delivery + Quick Charge 3.0 + kabelloses Laden ist in solch einer Powerbank einfach beeindruckend!
So ziemlich jedes Smartphone auf dem Markt lässt sich von der YOOLOX 10k schnellladen, egal ob Apple, Samsung, LG usw.
Auch was die Eingänge betrifft, bietet Euch die YOOLOX 10k mit microUSB und USB C eine hohe Flexibilität. Beide Eingänge unterstützen das Schnellladen und Ihr könnt einfach den Port wählen welcher für Euch komfortabler ist.
Wovon ich zugegeben nicht der aller größte Fan bin ist von dem kabellosen Aufladen on the Go, gerade was die Effizienz angeht. Damit steht die YOOLOX 10k allerdings nicht alleine da.
Immerhin aufgrund der Saugnäpfe ist die YOOLOX 10k deutlich besser gerüstet für das mobile kabellose Laden als viele andere Powerbanks. Zudem könnt Ihr die YOOLOX 10k zu Hause einfach als Qi Ladepad nutzen.
Kurzum, die YOOLOX 10k ist eine der multifunktionalsten Powerbanks die mir seit langem begegnet ist! Daher ist auch der Preis von rund 60€ für den sehr hohen Funktionsumfang voll gerechtfertigt!
Das Huawei Mate 20 Pro ist das meist gehypte Smartphone im Herbst/Winter 2018. Dabei bekommt dieses massenhaft Lob, es wäre das Innovativste und tollste Smartphone aller Zeiten.
Und ja auf dem Papier stimmt dies absolut! Hier kann das Mate 20 Pro die komplette Android Konkurrenz teils deutlich abhängen.
Aber die Praxis ist oftmals etwas völlig anderes! Alle positiven Reviews stammen von Huawei Partnern die das Smartphone vor dem offiziellen Verkaufsstart erhalten haben oder sogar auf Huaweis kosten zum Launch Event nach London geladen waren.
Hat sich hier Huawei die Gunst der Presse erkauft? Vielleicht, vielleicht ist aber das Huawei Mate 20 Pro auch einfach nur ein absolutes Top Smartphone!
Da ich nun endlich mein Mate 20 Pro zum offiziellen Marktstart erhalten habe (selbst gekauft), wollen wir dies doch einmal im Test herausfinden!
Das Mate 20 Pro ist ein 2018er Flaggschiff Smartphone, also setzt Huawei natürlich auf viel Glas beim Äußeren, wie es aktuell alle Hersteller machen.
Allerdings hebt sich das Mate 20 Pro trotz seiner Glasrückseite und Metallrahmen ein gutes Stück von der Masse und auch früheren Huawei Smartphones ab. Hier gibt es drei wichtige Punkte.
Zum einen nutzt Huawei gebogenes Glas auf der Front und Rückseite. Mit gebogen meine ich nicht nur leicht abgerundet, wie es viele Hersteller machen, sondern wirklich um die Ecken gebogen.
Dies sieht natürlich extrem schick und auch edel aus, hat aber auch den Nachteil, dass es keine guten Displayschützer für das Mate 20 Pro gibt und das dieses recht empfindlich anmutet. Ein iPhone Xs Max oder auch ein Samsung Galaxy Note 9 machen doch noch einen etwas robusteren Eindruck als das Mate 20 Pro.
Zudem ist das Mate 20 Pro je nach Farbe recht rutschig. „Je nach Farbe?“ Das Mate 20 Pro ist in drei Farben verfügbar Schwarz, Blau und Twilight.
Twilight ist ein extrem cooler und auffälliger metallicblau zu schwarz Farbverlauf. Im Gegensatz zu Twilight setzten die beiden anderen Farben allerdings auf eine etwas mattere Glas Textur, welche den Gripp verbessert und Fingerabdrücke verbirgt.
Twilight hingegen ist ein Fingerabdruck- Magnet!
Ein weiteres wichtiges Designmerkmal des Mate 20 Pro ist das Kameramodul. Dieses viereckige Modul ist mittig auf der Rückseite angebracht und besteht aus vier Elementen. Drei Kameras und einem LED Blitz.
Daumen hoch dafür, dass Huawei hier etwas eigenes gemacht hat!
Was die Verarbeitung und Haptik angeht ist das Mate 20 Pro ganz klar auf einem spitzen Level! Hier steht Huawei mittlerweile Samsung oder Apple nichts nach. Das Mate 20 Pro sieht aus wie ein premium Smartphone und fühlt sich auch so an.
Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das große 6,39 Zoll Display, eine Kamera und eine Ohrmuschel. Das Display verfügt wie aktuell üblich über eine Notch, welche mich allerdings im Alltag 0 gestört hat.
Der Einschalter ist gemeinsam mit der Lautstärkewippe auf der üblichen rechten Position angebracht. Einen Kopfhöreranschluss sucht Ihr leider am Mate 20 Pro vergebens, genau wie einen Haupt-Lautsprecher. Letzterer ist allerdings nur versteckt und nutzt den USB C Port auf der Unterseite als Auslass.
Auf der Rückseite findet sich nur das große Kameramodul mit seinen drei Sensoren und LED Blitz. Der Fingerabdruckscanner ist beim Mate 20 Pro unter dem Display versteckt!
Damit ist das Mate das erste „große“ Smartphone welches diese Technologie nutzt.
Display
Huawei setzt beim Mate 20 Pro auf ein 6,39 Zoll AMOLED Panel mit 3120×1440 Pixeln Auflösung. Dies ließt sich auf dem Papier schon sehr gut!
Praktisch sieht das Display des Mate 20 Pro auch sehr gut aus! Farben sind klar und angenehm satt, aber auch nicht übersättigt. Huawei verfolgt hier einen eher natürlichen Ansatz. Der Kontrast ist natürlich, wie bei einem AMOLED Panel üblich, perfekt und die maximale Helligkeit sehr ordentlich.
Kurzum ein sehr gutes Display! Besser als das vom Note 9 oder iPhone Xs Max? Nein, aber sehr dicht dran!
Lautsprecher
Das Huawei Mate 20 Pro verfügt über einen Stereo- Lautsprecheraufbau. Dieses nutzt sowohl die Ohrmuschel wie auch einen Lautsprecher auf der Unterseite für die Wiedergabe von Medien.
Der Lautsprecher auf der Unterseite ist dabei interessant im USB C Port versteckt, wobei dies nicht ganz richtig ist. Der USB C Port wird einfach nur als Auslass für den Ton genutzt.
Die generelle Lautsprecherqualität des Mate 20 Pros würde ich als okay bis gut bewerten. Vor 1 ½ Jahren hätte ich die Lautsprecher des Mate noch als top eingestuft, aber alle Hersteller, ob nun Google, Apple, Samsung usw., haben dieses Jahr mächtig bei den Lautsprechern nachgebessert.
Das Mate 20 Pro klingt also vernünftig, aber deutlich schlechter als ein iPhone Xs Max und auch etwas schlechter als ein Note 9.
Die Lautsprecher sind sehr klar, aber es fehlt etwas Volumen und Tiefgang, selbst für ein Smartphone. Ich meine man hört hier, dass die Lautsprecher relativ klein sein werden. Auch die maximale Lautstärke ist eher mäßig.
Dennoch für mal einen Film abends im Bett oder Ähnliches reichen die Lautsprecher völlig aus! Aber als Webradio würde ich das Mate 20 Pro nicht nutzen wollen.
Auch sinkt die Soundqualität ein gutes Stück wenn Ihr den USB Port belegt. Kurzum an den Lautsprecher gibt es noch gut Luft nach oben.
Kamera
Die Kameras sind sicherlich das absolute Highlight am Mate 20 Pro! Von diesen Kameras besitzt dieses auch gleich drei Stück auf der Rückseite.
Im Gegensatz zu bisherigen Huawei Modellen handelt es sich hier auch wirklich um drei nutzbare Kameras. Weg ist die schwarz/weiß Kamera, welche für die Hintergrundunschärfe und Optimierung der Aufnahmen zuständig war.
Dafür gibt es:
Eine 40 Megapixel F1.8 Hauptkamera
Eine 20 Megapixel F2.2 Weitwinkel-Kamera
Eine 8 Megapixel F2.4 Zoom-Kamera
Gerade für die Weitwinkel-Kamera möchte ich Huawei küssen! Von meiner Zeit mit dem LG G5 und LG G6 habe ich diese extrem zu schätzen gelernt und habe sehr gehofft, dass Huawei mit einer guten Umsetzung punkten kann.
Sprechen wir aber erst einmal über ein paar technische Details. Die 40 Megapixel ist sicherlich die größte Besonderheit am Mate 20 Pro. Der vermutlich identische Kamerasensor kam auch bereits beim P20 Pro zum Einsatz und war dort schon etwas rätselhaft.
Alle großen Smartphones setzen auf Kamera-Sensoren von Sony. Sony bietet allerdings keinen passenden 40 Megapixel Sensor an. Es handelt sich hier also entweder um ein exklusives Modell oder Huawei hat einen anderen Zulieferer.
Der Sensor soll allerdings mit einer Größe von 1/1.7″ Punkten. Für ein Smartphone ist dies riesig!
Hier durch kann sehr viel Licht eingefangen werden. Zudem werden die 40 Megapixel in der Standard Einstellung zu 10 Megapixel heruntergerechnet, was rauschfreiere und hellere Aufnahmen erzeugen soll.
Starten wir auch mit der 10 vs. 40 Frage. Ihr könnt beim Mate 20 Pro zwischen 10 Megapixeln Bildern und 40 Megapixel Aufnahmen entscheiden.
Hier klingt die Entscheidung im ersten Moment, wenn man nur die Bildqualität betrachtet, natürlich sehr einfach, praktisch ist das aber nicht der Fall. Die 10 Megapixel Bilder sind nicht einfach nur eine herunterskalierte Version der 40 Megapixel Aufnahmen, sondern werden speziell nachbearbeitet.
Die 10 Megapixel Bilder wirken sehr oft schärfer und konturreicher als die 40 Megapixel Bilder. Zoomt man allerdings in die Aufnahmen hinein (nachträglich) sind die 40 Megapixel Bilder doch ein Stück schärfer.
Die 10 Megapixel Aufnahmen werden also via Software stark nachgeschärft, die 40 Megapixel Bilder nicht!
Dennoch ist der Unterschied nicht ansatzweise so groß wie man dies bei 40 gegen 10 Megapixeln denken könnte.
Was Farben, Belichtung usw. angeht konnte ich keine nennenswerten Unterschiede ausmachen. Im Low Light wirken die 10 Megapixel Bilder tendenziell etwas rauschärmer und schärfer, aber dies auch nicht signifikant.
Im extrem Low Light sind die 10 Megapixel Bilder etwas heller, allerdings die 40 Megapixel Bilder fast etwas atmosphärischer.
Huawei empfiehlt die 10 Megapixel Bilder, dieser Empfehlung würde ich auch im Normalfall nachkommen. Plant Ihr allerdings ein Bild groß auszudrucken oder Ähnliches schaltet auf 40 Megapixel um.
Ich würde sogar dauerhaft in 40 Megapixel fotografieren, gäbe es hier nicht Software- Einschränkungen. Es ist im 40 Megapixel Modus nicht möglich zu zoomen. Ebenso ist es nicht möglich zwischen den unterschiedlichen Kameramodulen umzuschalten, was ein No Go ist.
Ich hoffe dies ändert Huawei noch via Update.
Kommen wir damit auch zu den Testbildern der Hauptkamera. Ich habe mich entschiede diese ausschließlich im 10 Megapixel Modus zu machen und hochzuladen.
Bei genug Licht produzieren alle High End Smartphones gute und scharfe Bilder. Meist gibt es nur Unterschiede was den Bildstyle angeht.
Einige Smartphones produzieren sehr gleichmäßig ausgeleuchtete und helle Bilder (iPhone Xs) andere recht helle und bunte Bilder (Note 9) und einige eher natürliche und kontrastreichere Aufnahmen (Pixel).
Das Huawei Mate 20 Pro geht vom Bildstyle meist in die Richtung Google Pixel. Es produziert also sehr natürliche und vor allem sehr kontraststarke Aufnahmen.
Dabei scheint das Mate 20 Pro erst einmal sehr wenig „HDR“ Post Processing vorzunehmen, was Bilder deutlich natürlicher und „echter“ erscheinen lässt als beispielsweise beim iPhone Xs. Auch was die Farben angeht, ist das Mate 20 Pro von allen High End Smartphones das konservativste.
Die Dynamik in den Aufnahmen ist gut, aber erneut verglichen mit Pixel und iPhone auch nicht spektakulär.
Bilder des Mate 20 Pros sind als unauffällig gut bei Tag zu bezeichnen, zumindest meist. Dies kann sich aber massiv ändern wenn die KI ins Spiel kommt. Diese soll bis zu 1.500 Szenarien erkennen.
Die Erkennung ist Semi-Zuverlässig. Oftmals wird nichts erkannt und dann ganz plötzlich werden Kleinigkeiten korrekt erkannt, wie fallendes Laub usw. Auch Essen wird unheimlich zuverlässig erkannt.
Je nachdem was erkannt wird verändert das Smartphone seine Einstellungen. Oftmals zum Positiven, aber nicht immer. Teilweise wirken Fotos die durch die KI erkannt werden sehr gut, teils aber auch extrem künstlich.
Leider fehlt mir hier ein wenig die „Zuverlässigkeit“. Man weiß beim Mate 20 Pro nie was man nun genau bekommt, ein buntes Bild, ein mattes Bild, stark nachbearbeitet, schwach nachbearbeitet usw.
Das Google Pixel arbeitet auch mit KI, aber hier sind die Resultate deutlich konstanter. Beim Mate 20 Pro könnte man beim späteren Betrachten denken man hat fünf verschiedene Smartphones genutzt.
Wie steht es aber ums Low Light?
Im Low Light blüht das Mate 20 Pro regelrecht auf! Dieses macht qualitativ sehr gute Aufnahmen. Diese sind zwar etwas sehr nachgeschärft, aber das Rauschverhalten ist hervorragend und die Detailwiedergabe sehr gut.
Was den Bildstyle angeht, gibt es aber Auffälligkeiten. Das Mate 20 Pro versucht immer sehr helle Aufnahmen zu erreichen. Teils hatte ich Aufnahmen im „Zwielicht“ die wie beim Tag gemacht aussahen.
Zum Vergleich Bilder bei Dunkelheit mit dem Google Pixel 2 sind auch Bilder bei Dunkelheit. Hier kommt es etwas darauf an was Ihr lieber wollt, hellere Aufnahmen mit vielen Details, oder eine echte Repräsentation der Wirklichkeit. Ersteres bekommt Ihr beim Mate 20 Pro. Teils gefielen mir aber die Bilder des Pixel 2, trotz objektiv schlechterer Qualität, besser da hier die Stimmung besser eingefangen wurde.
Dennoch ist die neutral betrachtet das Mate 20 Pro eins, wenn nicht sogar das stärkste Low Light Smartphone aktuell!
Etwas nervig ist nur die andauernde Einblendung „Smartphone bitte ruhig halten“. Diese kommt oft nicht nur bei Nacht, sondern auch bei Sonnenlicht usw.
Kommen wir zu der Weitwinkelkamera. Weitwinkel Kameras bei Smartphones sind eine tolle Sache! Allerdings diese gut hinzubekommen ist anscheinend sehr problematisch. LG hat mehrere Generationen gebraucht um die Qualität auf ein solides Level zu bekommen, Hersteller wie ASUS oder Gigaset haben dies hingegen gar nicht geschafft.
Aber wirklich Bilder auf dem Level einer Hauptkamera schafft keiner mit Weitwinkel Kamera, bisher!
Huawei hat mich hier sehr positiv überrascht! Die Weitwinkelkamera liefert selbst bei suboptimalen Lichtbedingungen noch gute Bilder. Wobei gut nicht richtig ist, ich würde sogar sagen sehr gute Bilder!
Schärfe, Farben und auch die Dynamik passt! Huawei ist einer der wenigen Hersteller, der verstanden hat, dass eine Weitwinkelkamera mehr Auflösung braucht um bei einem weiteren Bild noch feinere Details zeichnen zu können. Die 20 Megapixel tun der Weitwinkel Kamera sehr gut.
Zwar fällt die Bildschärfe am Rand etwas ab, aber generell ist diese auf einem hohen Level. Auch Farben und Kontraste sind nicht schlechter als bei einer normalen Smartphone Kamera.
Die Weitwinkel Kamera des Mate 20 Pro ist absolut stimmig! Bei anderen Herstellern war die Weitwinkel Kamera zwar immer nett, aber man sah doch, dass das Bild Qualität 1-2 Stufen schlechter war als sie eigentlich sein sollte.
Man musste sich also zwischen hoher Qualität und tollem Blickwinkel entscheiden, dies muss man beim Mate 20 Pro nicht! Erst im Super Low Light bricht die Weitwinkel Kamera etwas weg, aber das ist absolut zu verzeihen.
Den einzige Kritikpunkt den ich habe, ist die Belichtung. Die Weitwinkelkamera produziert oft deutlich sichtbar hellere Aufnahmen als die Hauptkamera. Dies stört mich nicht, ich mag etwas hellere Bilder, wirkt aber komisch wenn man umschaltet und plötzlich die Bilder alle heller sind.
Dies kann Huawei aber sicher per Updates noch etwas optimieren.
Huawei wirbt beim Mate 20 Pro mit einem super Makro Modus, welcher allerdings etwas getrickst ist. Geht Ihr extrem nah an ein Objekt heran taucht die Meldung Super Makro auf und das Smartphone schaltet heimlich auf eine leicht gezoomte Version der Weitwinkelkamera um.
An sich nichts Schlimmes, bedenkt dies aber im Low Light.
Die 8 Megapixel Zoom Kamera mit f2.4 Blende wirkt auf dem Papier sicherlich wie das schwächste Glied in der Kette. Allerdings macht die Kamera einen erstaunlich guten Job! Die etwas geringere Auflösung fällt in der Praxis kaum bis gar nicht auf.
Natürlich ist die Qualität der Zoom Kamera etwas niedriger als die der Hauptkamera, aber weiterhin ausreichend gut. Wenn nicht sogar besser als bei den meisten Dual Kamera Smartphones. Gerade die Bildstabilisierung hat mich extrem positiv überrascht!
Hierdurch sind selbst Aufnahmen bei suboptimalen Lichtbedingungen recht sauber.
Kurzum das Huawei Mate 20 Pro bietet eine herausragende Flexibilität was seine Kameramodule angeht. Die Weitwinkelkamera und die Zoomkamera machen unheimlich viel Spaß zu nutzen und bieten zudem eine sehr gute Qualität! Gerade die Weitwinkelkamera ist mehr als nur ein Gimmick! Selbst bei suboptimalen Lichtbedingungen sind die Fotos mehr als nur brauchbar!
Die Hauptkamera hingegen kann ganz oben mitspielen was die Bildqualität angeht. Ich will zwar nicht sagen, dass diese besser ist als die Kamera eines Google Pixel 2, iPhone Xs, aber sie liegt unterm Strich gleich auf.
Gerade im Low Light kann diese sogar ein Google Pixel überbieten. Wo ich noch etwas Potenzial sehe, ist bei der Stabilität der Bildqualität. Oft liefert das Mate 20 Pro herausragende Bilder, manchmal aber sind die Bilder aber auch einfach nur schlechter als die der Konkurrenz. Ein Google Pixel 2 XL oder iPhone Xs Max liefert hier eine zuverlässigere gleichbleibendere Performance.
Dennoch unterm Strich die Kombination aus top Hauptkamera + top Weitwinkel + top Zoomkamera kann kein anderes Modell aktuell schlagen.
Benchmarks und Leistung
Im Huawei Mate 20 Pro arbeitet Huaweis eigener HiSilicon Kirin 980 SoC. Hierbei handelt es sich um einen 8 Kern Chip, welcher wie üblich auf einem 4+4 Design basiert. Dieser besitzt also vier Cortex-A76 Kerne welche mit 2,6GHz Takten und vier kleinere Cortex-A55 Kerne, welche bis zu 1,8Ghz erreichen.
Huawei ist hier zurecht sehr stolz der erste Android Hersteller zu sein, welcher auf einen 7nm SoC setzt. Eine kleinere Strukturbreite bedeutet in der Regel eine bessere Energieeffizienz und bessere Temperaturen.
Hierdurch ist es im Gegenzug möglich die Leistung weiter nach oben zu schrauben.
Um die Leistung des Huawei Mate 20 Pro besser einschätzen zu können, schauen wir uns doch einmal ein paar Benchmarks an.
Ja der HiSilicon Kirin 980 im Mate 20 Pro ist der aktuell schnellste SoC, auf der Android Seite. Im Antutu Benchmark kann das Mate 20 Pro sogar das OnePlus 6 knapp schlagen und andere Snapdragon 845 Smartphones teils deutlich.
Vom iPhone Xs Max wird das Mate 20 Pro allerdings in allen Benchmarks teils noch deutlich abgehängt. Gerade in grafikintensiven Benchmarks wird der HiSilicon Kirin 980 vom Apple A12 teils regelrecht deklassiert. Wobei der Vergleich IOS vs. Android immer schwierig ist.
Allerdings fällt schon auf, dass der Kirin 980 auf der CPU Seite stärker ist als auf der Grafikseite. Bei Grafik intensiven Tests muss der Kirin 980 sich dem aktuellen Snapdragon 845 knapp geschlagen geben. Bei CPU intensiven Tests ist der Kirin 980 hingegen ein gutes Stück flotter als der Snapdragon 845.
Unterm Strich kann man jedoch durchaus sagen, dass der Kirin der aktuell schnellste Smartphone SoC ist, abseits Apples Chip.
Im Alltag
Bei der Hardware Power sollte es nicht überraschen, dass das Mate 20 Pro im Alltag sehr gut läuft. Sowohl die Benutzeroberfläche wie auch Apps laufen absolut flüssig und schnell.
Selbst bei intensiveren 3D Spielen konnte ich beim Mate 20 Pro kein Ruckeln oder Stottern wahrnehmen. Auch das Laden von großen Apps geht sehr flott.
Kurzum was die Performance angeht, ist das Mate 20 pro auch in der Praxis das so ziemlich schnellste Android Smartphone auf dem Markt.
Ist hier ein großer Unterscheid zu den Snapdragon 845 Modellen zu merken? Nein. Beispielsweise ein OnePlus 6 fühlt sich teils noch etwas flotter an, aufgrund einer anscheinend höheren Geschwindigkeit mit der Animationen wiedergegeben werden. Aber praktisch tun sich die 600€+ Smartphones alle nicht viel was die Alltagsperformance angeht.
Lob muss ich aber für das sehr gute verbaute WLAN und LTE Modul aussprechen! Beides ist, was das Tempo angeht, in der absoluten Oberklasse und auch die Reichweite gehört zu den besten die ich bisher gesehen habe.
Gerade verglichen mit dem iPhone Xs ist das Mate 20 Pro doch ein gutes Stück signalstärker.
Huawei hat beim Mate 20 Pro auf einen gesonderten Fingerabdruckscanner verzichtet und diesen stattdessen unter dem Display integriert.
Fordert eine App oder generell das Smartphone Euren Fingerabdruck taucht ein Overlay auf, welches Euch die genaue Position des Scanners zeigt. Auf diese Markierung müsst Ihr Euren Finger mit einem gewissen Druck auflegen.
Gerade Letzteres war etwas ungewohnt. Was die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit angeht, ist das Bild durchwachsen. Ich will nicht sagen, dass der Fingerabdruckscanner schlecht ist, das ist nicht der Fall, aber er ist ganz klar 1-2 Generationen hinter den normalen Fingerabdruckscannern die Huawei sonst nutze.
Das Smartphone benötigt schon eine kurze Bedenkzeit nach dem Auflegen. Die Erkennungsrate beim ersten Versuch würde ich bei guten 90% ansetzen.
In der Praxis müsst Ihr Euch allerdings nicht nur auf den Fingerabdruckscanner verlassen. Das Mate 20 Pro bringt auch eine sehr gute und recht genaue Gesichtserkennung mit.
Diese hat bei mir ausgesprochen zuverlässig funktioniert. So zuverlässig und schnell, dass ich das Smartphone fast nie mit meinem Finger entsperren musste.
Zum Abschluss aber noch ein Kritikpunkt. In der Twilight Version ist das Mate 20 Pro unheimlich rutschig! Deutlich rutschiger als ein Note 9 oder iPhone Xs! Dies in Kombination mit den sehr schmalen Rahmen macht das Tippen auf dem Smartphone etwas unangenehm.
Bei der Tastatur liegen viele Tasten sehr weit außen, wodurch ich meine Finger beim Tippen etwas verrenken muss. Wenn man dann keinen guten halt hat weil das Smartphone in der Hand rutscht, ist dies doch etwas unglücklich. Ich sehe hier viele potenzielle Unfälle.
Ich für meinen Teil werde eine Hülle um das Mate 20 Pro machen, für einen besseren Gripp und etwas mehr Abstand zu den Rändern.
Auch bin ich nicht der größte Fan vom EMUI. EMUI ist unheimlich aggressiv was das Beenden von Hintergrund Apps angeht. Habt Ihr also irgendwas was im Hintergrund Eure Fotos hochlädt, Geo Locating usw. ist dies oftmals etwas problematisch!
Man muss hier in den Einstellungen die Apps manuell „freigeben“ und selbst dann ist der Energiesparmodus sehr aggressiv verglichen mit Samsung Google und Co.
Künstliche Intelligenz und ähnliches Gedöns
Gefühlt jeder zweite Satz bei Huaweis Smartphones hat irgendwas mit einer tollen KI und Machine Learning zu tun.
Ob nun „KI-Kameraassistent für automatische Szenen- und Objekterkennung“ oder „Der weltweit erste 7-nm-Mobile-KI-Chipsatz“, „Einer der DUAL-NPU bietet umfangreiche KI-Datenverarbeitung“ „Eine größere Batterie mit 4.200 mAh4 und intelligentem KI-Energiemanagement versorgt Ihre täglichen Arbeits- und Unterhaltungsbedürfnisse“, „Die verbesserte KI-Fotografie kann nun verschiedene Objekte und Szenen eines Fotos in 1.500 Szenarien und 25 Kategorien segmentieren.“, „Die KI-Porträtfarbe erkennt Menschen und graut den Hintergrund aus“, „In Filmsituationen mit vielen Menschen kann der KI-Video-Editor Gesichter identifizieren“, „KI Kinomodus“, „Ein einfaches Foto oder ein Tanz auf dem Schreibtisch: Scanne ein Spielzeug mit der 3-D-Depth-Sensing-Kamera, um ein KI-Livemodell zu erstellen.“.
KI ist das neue „Schlagwort“ das anscheinend 2018 jeder Hersteller verwenden muss um innovativ und modern zu wirken. So wie es vor 2 Jahren VR und danach AR war.
Im Gegensatz zu VR und AR ist allerdings die KI etwas was im Hintergrund arbeitet und niemand so genau weiß was diese tut.
Gab es früher einen Energiesparmodus der nicht genutzte Apps nach 30 Minuten aus dem Speicher schob, ist es nun eine KI die „intelligent“ erkennt, wenn Ihr eine App länger nicht mehr genutzt habt. Im Hintergrund wird vermutlich bei beidem genau das Gleiche ablaufen.
Das meiste was hier als eine künstliche Intelligenz bezeichnet wird, ist in der Praxis vermutlich nur eine einfache Kette von IF Abfragen.
Damit will ich nicht sagen, dass dies alles „Lug und Trug“ ist. Aber es werden mittlerweile einfach viele Dinge als KI bezeichnet, die im engeren Sinne nichts mit einer künstlichen Intelligenz zu tun haben.
Lasst Euch also nicht zu sehr von diesem Schlagwort ködern! Dies gilt fürs Mate 20 Pro, wo ich abseits der kleinen Kamera Icons die mir sagen sollen was ich fotografiere, nie etwas von einer magischen KI mitbekommen haben, wie auch für andere Modelle.
Die gute Akku-Laufzeit des Mate 20 Pro schiebe ich beispielsweise nicht auf eine tolle KI, sondern auf die Kombination aus riesigem Akku und gut optimierter Software. Selbiges gilt für die hohe Leistung, welche vermutlich weniger an einer KI die im Hintergrund arbeitet liegt, sondern viel mehr an der hohen Rohleistung des Mate 20 Pro.
Akkulaufzeit
Das Huawei Mate 20 Pro verfügt über einen vergleichsweise riesigen 4200mAh starken Akku. Von allen Flaggschiff Smartphones ist dies aktuell die größte Akku-Kapazität.
Aber natürlich ist nicht nur die reine Kapazität des Akkus ausschlaggebend, sondern auch die sonstigen Komponenten und deren Energieverbrauch. Oftmals ist dies sogar noch wichtiger als die reine Kapazität.
Das Mate 20 Pro ist allerdings ein wirkliches Akku-Monster! In meinem Standard Test erreichte dieses bei einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, Social Media usw. satte 10 Stunden aktive Nutzungszeit! Bei einer reinen Video Wiedergabe sind sogar 11+ Stunden möglich.
Damit bietet das Mate 20 Pro eine noch höhere Akkulaufzeit als das Note 9 von Samsung oder das iPhone Xs Max.
Bei der Standby-Zeit wird das Note 9 vom Mate 20 Pro deutlich geschlagen.
Von den großen Flaggschiffen ist das Huawei Mate 20 Pro aktuell ganz klar der Akku-König, gemeinsam mit dem iPhone Xs Max (das Note 9 hat bei mir leider in der Praxis eine eher schwache Laufzeit).
Auch was das Aufladen angeht ist das Mate 20 Pro extrem Flott! Dieses braucht für den Sprung von 0 auf 70% gerade mal 30 Minuten und von 0 auf 100% eine Stunde und 30 Minuten.
Mehr Infos zum Aufladen des Mate 20 Pros hier.
Sonstiges
Speicher per proprietärer Speicherkarte erweiterbar (128GB für 69€)
Vibrationsmotor qualitativ „Standard“, aber von der schwächeren Sorte
Umgekehrtes kabelloses aufladen von anderen Geräten
Fazit
Das Huawei Mate 20 Pro* ist ohne Frage das spannendste und interessanteste Smartphone dieses Jahres.
Im Gegensatz zu Samsung und Apple, welche mit Ihren diesjährigen Flaggschiffen nur ein „refresh“ des letzjahres Modell auf den Markt brachten, fühlt sich das Mate 20 Pro wirklich wie eine Weiterentwicklung an.
Dies beginnt beim Design, geht über den SoC bis zur Kamera. Starten wir aber am Anfang. Zwar ist das Mate 20 Pro etwas glitschig aufgrund des abgerundeten Glases, aber es fühlt sich wie ein wahres High End Smartphone an!
So sieht dieses auch aus und das obwohl Huawei auf ein komplett einzigartiges Design setzt. Ob dieses nun positiv oder negativ überlasse ich jedem selbst. Mir gefällt das Mate 20 Pro aber sehr gut!
Ein Highlight ist auch der HiSilicon Kirin 980, welcher aktuell als der schnellste SoC in einem Android Smartphone zu bezeichnen ist. Dies spiegelt sich auch in der Praxis wieder. Das Mate 20 Pro läuft absolut tadellos, egal ob nun bei den Standard Apps oder bei High End Spielen.
Sicherlich das Merkmal des Huawei Mate 20 Pro ist aber die Kamera bzw. die Kameras. Ich will das Mate 20 Pro zwar nicht zum Kamera-König machen, aber die Bildqualität der Hauptkamera muss sich nicht hinter dem Pixel 2, iPhone Xs oder Note 9 verstecken. Die High End Modelle unterscheiden sich primär beim Bildstyle, welcher beim Mate 20 Pro eher in Richtung des Google Pixels geht (recht natürlich und kontrastreich). Im Low Light kann sich das Mate 20 Pro sogar oft an die Spitze setzen.
Mir gefallen die Aufnahmen des Mate 20 Pro im schnitt besser als die des iPhone Xs oder Note 9!
Hinzu kommt noch die sehr gute Zoom Kamera und vor allem die Weitwinkel-Kamera, welche hier qualitativ tadellos umgesetzt wurde. Gerade die Weitwinkel-Kamera ist ein großer Mehrwert und macht viel Spaß zu nutzen!
Der letzte dicke Pluspunkt das Mate 20 Pro ist die Akkulaufzeit, welche die so ziemlich beste ist in einem Android Flaggschiff Smartphone aktuell.
Auch das AMOLED Display ist sehr ordentlich, aber schlechter als beim Note 9 oder iPhone Xs Max.
Mein größter Kritikpunkt am Mate 20 Pro sind die Lautsprecher, welche nicht ansatzweise mit denen eines iPhone Xs Max oder Google Pixel 2 mithalten können. Auch, dass die Soundqualität beim Einstecken eines USB C Kabels nochmals sinkt ist etwas unglücklich.
Ich bin zwar nicht der größte Fan von Huaweis Software, aber ich würde nicht soweit gehen und diese als Negativpunkt aufführen.
Unterm Strich ist das Mate 20 Pro* also ein wirklich überzeugendes Smartphone, welches sich von der Masse sehr gut abheben kann. Man merkt hier regelrecht, dass sich Huawei deutlich mehr Mühe gegeben hat als Samsung oder Apple bei ihren Flaggschiffen. Letztere sind auf Nummer sicher gegangen, während Huawei beim Mate 20 Pro etwas riskiert hat. Dieses Risiko hat sich ganz klar ausgezahlt! Sucht Ihr das beste Android Smartphone 2018 habt Ihr dieses mit dem Mate 20 Pro gefunden, auch zu einem recht saftigen Preis von 999€.
Dinge die man in einem Smartphone nie genug haben kann, Speicher und Akku. Was die Speicherausstattung angeht, habt Ihr bei Apple aktuell einige Optionen, sofern Ihr auch bereit seid dafür zu bezahlen.
Was denn Akku angeht gibt es weniger Auswahl Möglichkeiten. Zwar hat weder das iPhone X noch das Xs einen schlechten Akku, aber gerade bei der aktiven Nutzung verbraucht dieser sich doch recht flott.
Hier aushelfen soll eine so genannte Akkuhülle. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Hülle, in der ein zusätzlicher Akku integriert ist.
Genau solch eine Hülle bietet EasyAcc für das iPhone X und Xs an. Wollen wir uns in einem Test doch einmal ansehen ob das Ganze auch etwas taugt, neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an EasyAcc für das Zurverfügungstellen der Akkuhülle!
Die EasyAcc Akkuhülle für das iPhone X/Xs im Test, clever und gut gemacht?
Wie bei allen Akkuhüllen trägt auch die Hülle von EasyAcc ein gutes Stück auf! Legt Ihr die Hülle Eurem iPhone X/Xs an verdoppelt sich dessen Dicke ungefähr.
Das iPhone wird also zu einem ziemlichen Brocken. Was allerdings die Breite und Höhe angeht, trägt die Akkuhülle kaum mehr auf als eine normale Hülle. Hierdurch bleibt das iPhone noch sehr gut zu bedienen und zu nutzen.
Auch ist die Hülle von vorne gesehen fast komplett unsichtbar. Allerdings nur von der Front. Dreht Ihr das iPhone ist die Hülle sofort deutlich erkennbar. Es tut zwar einerseits weh das wunderschöne iPhone in solch einen Brocken an Hülle zu packen, auf der anderen Seite bietet die Hülle einen 5000mAh Akku, welcher laut EasyAcc die Laufzeit mehr als verdoppeln soll. Praktisch wenn man mal was länger unterwegs ist.
Auch bietet die Akkuhülle von EasyAcc ein deutliches Plus an Schutz. Ein Sturz auf die Rückseite sollte selbst bei höheren Höhen kaum noch problematisch sein. Zudem wird natürlich auch der Rahmen ein Stück weit geschützt.
Für die Front legt EasyAcc erfreulicherweise einen Displayschützer bei, welcher vor allem einen Schutz vor Kratzern bietet.
Ich nehme auch an, dass das Display durch die Verlagerung des Gewichts ein Stück weit passiv geschützt wird. Mit der Hülle wird das iPhone X tendenziell eher auf die Rückseite fallen, als auf die Front.
Beim Material setz EasyAcc auf eine Mischung aus weichem TPU für den Hüllenteil und Hartplastik für die Rückseite.
Die Passform ist beim iPhone X ziemlich perfekt! Die Hülle sitzt wie angegossen. Leider ist diese hierdurch auch recht schwer wieder zu entfernen! Dies ist keine Hülle für jemanden der plant diese regelmäßig/täglich wieder zu entfernen.
Die Hülle ist ganz klar gemacht über einen längeren Zeitraum, wenn nicht sogar permanent auf dem iPhone zu bleiben.
Geladen wird die Hülle entweder kabellos, oder über den USB C Port auf der Oberseite. Letzterer kann auch als Ausgang genutzt werden. Wollt Ihr beispielsweise das Smartphone von einem Freund/Freundin mitversorgen ist dies mit einem passenden USB C Kabel kein Problem.
Das iPhone X hingegen wird kabellos über die Hülle geladen.
Auf der Rückseite befindet sich für das Einschalten der Hülle eine kleine Taste, inklusive farbiger Status LED.
Die Technik
EasyAcc setzt bei seiner Akkuhülle für das iPhone X auf ein anderes Prinzip als es früher Akkuhüllen gemacht haben.
Anstelle, dass die Hülle via Lightning mit dem Smartphone verbunden wird, nutzt die Akkuhülle von EasyAcc das kabellose Laden. In der Hülle befindet sich also eine Ladespule welche mit dem iPhone ausgerichtet wird.
Der Vorteil liegt auf der Hand, der Lightning Port des iPhones bleibt frei, um beispielsweise den 3,5mm Kopfhöreradapter weiterhin nutzen zu können. Auch könnt Ihr so weiterhin das iPhone normal laden
So clever wie dieser Ansatz auch ist, er hat auch Nachteile. Das kabellose Laden ist ein gutes Stück ineffizienter als das normale Aufladen.
Daher kann der 5000mAh starke Akku in der Hülle das iPhone X/Xs auch nur ca. 1,2-1,5 mal laden. Die gemessen Kapazität liegt bei 17,343Wh bzw. 4687mAh (via USB C). Auch ist das Ladetempo nicht sonderlich hoch, was aber nicht stört, da die Hülle ja eh mit dem iPhone verbunden bleibt.
Alternativ könnt Ihr auch den USB C Port auf der Oberseite nutzen. Dieser kann bis zu 2A Leistung liefern, in beide Richtungen!
Ist die Hülle und Euer Smartphone leer, könnt Ihr beides über den USB C Port laden. Alternativ kann auch die Hülle selbst kabellos geladen werden.
In der EasyAcc Akkuhülle sind also zwei Ladespulen verbaut. Allerdings dauert das kabellose Laden der Hülle und iPhone ziemlich lange! Wir reden hier über 6+ Stunden. Via USB C ist das Ganze in ca. 3,5 Stunden erledigt (1,8xA Ladestrom).
Fazit
Eine Akkuhülle ist immer etwas sehr Spezielles und hier ist das Modell von EasyAcc für das iPhone X/Xs keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil!
Damit ich Euch diese Akkuhülle empfehlen kann, muss Euch die Akkulaufzeit extrem wichtig sein. So wichtig das Ihr bereit seid die Dicke Eures iPhones mehr als zu verdoppeln.
Ich denke hier an Wanderer, Camper oder vielleicht auch Bauarbeiter, die mal mehrere Tage unterwegs sind und sich nicht über irgendwelche Powerbanks, Ladekabel und den Akkustand sorgen wollen.
Was die Umsetzung solch einer Akkuhülle angeht, hat EasyAcc hier einen ziemlich perfekten Job gemacht. Dass Euer iPhone kabellos von der Hülle geladen wird ist extrem praktisch und funktioniert auch erfreulich gut. Auch dass es weiterhin möglich ist, die Hülle selbst kabellos zu laden ist ebenso klasse!
Wobei ich beim Aufladen der Hülle eher zum USB C Port raten würde, welcher auch als zweiter Ausgang genutzt werden kann, falls Ihr mal einem Kumpel mit ein wenig Ladung aushelfen wollt.
Der einzige Kritikpunkt ist der etwas straffe Sitz der Hülle und somit schwer zu entfernen. Dies ist keine Hülle, die man täglich wieder ablegen möchte.Dennoch, sucht Ihr eine Akkuhülle für Euer iPhone X/Xs, dann hat EasyAcc hier ein überzeugendes Produkt!