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Der Alfawise V8S im Test, der beste günstige Staubsaugroboter (140€)

Staubsaugroboter sind die beste Erfindung seit geschnitten Brot!! Im Alltag können diese kleinen Helfer wirklich viel Zeit und Arbeit sparen.

Allerdings sind gute Staubsaugroboter sehr teuer! Unter 300€ ist es fast unmöglich ein wirklich gutes Modell zu finden.

Aber stimmt dies wirklich? Alfawise sagt nein!

Der V8S soll mit einer besonders hohen Saugleistung und einem besonderen Dual SLAM Navigationssystem punkten, welches effizienter arbeiten soll als bei konkurrierenden Modellen.

Dabei kostet der Alfawise V8S aber nur um die 140€, was ein sehr günstiger Preis für einen Staubsaugroboter ist.

Von daher, kann der Alfawise V8S im Test überzeugen?

 

Der Alfawise V8S im Test

Alfawise setzt beim V8S auf ein recht klassisches Design. Ihr erhaltet einen typischen runden Staubsaugroboter. Mit 32cm im Durchmesser und 8,5cm in der Höhe ist dieser auch ein durchschnittlich großes Modell.

Und so geht es beim Alfawise V8S im Grunde weiter.

Rein äußerlich hebt dieser sich nicht von der Masse ab. Dies muss aber auch nichts Schlimmes sein, gerade wenn man den extrem günstigen Preis bedenkt.

Der Alfawise V8S verfügt auf seiner Front über eine eindrückbare Stoßstange aus Kunststoff, welche zum einen Eure Möbel schützen soll und zum anderen bei der Navigation hilft. Der komplette Roboter ist natürlich aus Kunststoff gearbeitet, welcher erfreulicherweise einen soliden Eindruck macht.

Auch beim Gewicht und der Masse merkt man nicht, dass Alfawise gespart hat. Auf der Oberseite verfügt dieser sogar über eine „gebürstete Aluminium“ Optik. Dort findet sich ebenfalls der Ein/Ausschalter.

Spannender wird es auf der Unterseite. Der V8S verfügt über zwei „Fühler“ wie ich sie gerne nenne. Hierbei handelt es sich um zwei kleine Bürsten welche Schmutz und Staub aus Ecken kehren sollen, was auch in der Praxis meist recht gut funktioniert.

Dieser Schmutz wird in die Mitte vor den Staubsaugroboter gekehrt, wo dieser dann aufgesaugt wird. Hierbei verlässt sich der Alfawise V8S nicht nur auf seinen Saugmotor, welcher laut Hersteller mit 1300Pa sogar recht stark ist. Auch vorhanden ist eine motorbetriebene Bürste, welche gerade auf Teppichen essenziell ist. Die motorbetriebene Bürste macht erfahrungsgemäß bei Staubsaugrobotern 90% der Arbeit.

Der aufgesaugte Schmutz landet in einer Auffangbox am Ende des Roboters. Diese ist für meinen Geschmack vielleicht etwas klein, aber was die Filterung angeht sieht die Box ganz gut aus.

Sämtliche Luft welche den Alfawise V8S durchläuft muss durch drei Filter. Zunächst gibt es einen groben Filter, welcher Flusen und anderen groben Schmutz von den weiteren Filtern abhält. Darunter liegt ein klassischer schwarzer Filter, welchen man meist vor dem Motor in Staubsaugern findet.

Zu guter Letzt ist noch ein Feinstaubfilter vorhanden, welcher auch den letzten Schmutz aus der Luft ziehen sollte.

Gesteuert wird der Alfawise V8S entweder über die Taste auf der Oberseite, welche den Reinigungsvorgang startet oder pausiert, oder über die beiliegende Fernbedienung. Diese erlaubt das Nutzen unterschiedlicher Reinigungsprogramme oder sogar das manuelle Steuern des Roboters.

Wie die meisten Staubsaugroboter verfügt auch der V8S über eine Dockingstation, auf welche dieser automatisch zum Laden zurückfährt. Ihr müsst Euch also lediglich um das Leeren des Staubauffangbehälters kümmern.

 

Fahrverhalten und Intelligenz

In der Regel kann man zwischen zwei Typen Staubsaugroboter unterscheiden.

  1. Den intelligenten Modellen welche eine Karte der Umgebung mithilfe von Laser-Sensoren oder Kameras anfertigen.
  2. Die dummen Modelle welche nach dem Zufallsprinzip agieren.

Erstere Staubsaugroboter sind meist die teureren Modelle, welche über einen rotierenden Laser-Sensor oder je nach Hersteller auch über Kameras verfügen. Hierdurch wissen diese Roboter wo sie sich im Raum befinden, wo sie schon waren, wo sie noch hinmüssen usw.

Diese Art der Staubsaugroboter ist signifikant besser als die „dummen“ Modelle!

Letztere wissen im Grunde nichts von ihrer Umgebung, sondern fahren los bis diese irgendein Hindernis berühren, drehen in eine zufällige Richtung ab, bis diese erneut ein Hindernis berühren, drehen in eine zufällige Richtung ab usw.

Fast alle Staubsaugroboter unter 300€ und auch teils noch teurere Modelle habe diese Art der Navigation. Zwar gibt es hier auch verfeinerte Versionen, aber im Großen und Ganzen funktioniert dies immer ähnlich.

Diese Zufallsnavigation funktioniert durchaus! Irgendwann werden alle Stellen im Raum theoretisch einmal überfahren, aber das Ganze ist natürlich deutlich ineffizienter und funktioniert auch praktisch immer schlechter umso mehr Räume und umso komplexer Eure Räume sind.

Der Alfawise V8S verfügt nun über keine Kameras oder Laser-Sensoren, allerdings wirbt der Hersteller mit einem alternativen Navigationssystem, welches ein Gyroscope wie auch einen PSD Sensor nutzt.

Ich muss gestehen dies anfangs für reines Marketing gehalten zu haben, allerdings funktioniert dieses System durchaus!

Der Alfawise V8S bewegt sich kontrolliert durch die Wohnung und nutzt ein gradliniges Fahren. Dieser fährt also in leicht versetzen Bahnen hin und her.

Dabei scheint der V8S tatsächlich über eine grobe Vorstellung zu verfügen wo er schon war und wo er noch hin muss bzw. wo es noch weiter geht.

Man merkt zwar, dass die Navigation nicht ganz so fein ist wie bei den „großen“ Modellen, aber das Ergebnis ist durchaus als überzeugend einzustufen, gerade wenn man den Preis bedenkt.

Allerdings in sehr großen und komplexen Räumen kann der V8S doch auch etwas durcheinander kommen und die Navigation wird etwas ungeordneter.

Dennoch verhält sich der Alfawise V8S für einen Roboter für unter 150€ unheimlich souverän! Deutlich souveräner als fast alle Modelle mit Zufallsnavigation.

Wie steht es aber um Hindernisse? Der Alfawise V8S kann größere Hindernisse wie Schränke oder Wände vor sich erkennen und stoppt vor diesen ab!

Kleinere Hindernisse wie Stuhlbeine werden meist berührt und dann umfahren. Kommt es zu einer Ansammlung von Stuhlbeinen kann es passieren, dass der Roboter sich etwas „festfährt“. Hier habe ich schon souveränere Modelle gesehen. Meist kann sich der Alfawise V8S aber nach einer Zeit aus solchen engeren Stellen befreien.

Bei Kabel müsst Ihr vorsichtig sein, vor allem wenn die Enden auf dem Boden liegen. Diese wird der Alfawise V8S aufsaugen!

Höhere Teppichkanten bereiten dem Alfawise V8S nur bedingt Probleme. Teilweise werden diese als Hindernis erkannt und der Roboter fährt dann seitlich auf den Teppich, aber er kommt zuverlässig auf diesen.

Ebenfalls zuverlässig werden Treppen und Abgründe erkannt.

 

Saug und Reinigungsleistung

Kommen wir damit zur Reinigungsleistung des Alfawise V8S. Grundsätzlich macht dieser einen sehr guten Job!

Gerade auf glatten Böden reicht die Saugleistung in Kombination mit der rotierenden Bürste umso ziemlich jegliche Form von Staub aufzunehmen. Pulver wie Mehl oder Sand werden beim einfachen Überfahren zu ca. 70-80% entfernt. Hier muss der Roboter dann noch ein zweites/drittes Mal über die Stelle fahren bis alles entfernt ist.

Auch auf Teppichen macht der Alfawise V8S eine gute Figur. Grober und sichtbarer Schmutz wird fast zu 100% entfernt. Dies gilt selbst für Tierhaare!

Tief sitzender Schmutz gerade in etwas höheren Teppichen wird natürlich nicht so zuverlässig entfernt wie bei richtigen Staubsaugern, dies überrascht aber auch nicht. Hier haben Staubsaugroboter immer etwas Probleme.

Auch etwas Probleme hat der Alfawise V8S an Teppichkanten und Wänden! Der V8S fährt teils weniger dicht an Objekte heran als er für eine 100%ige Reinigung müsste. Hierdurch bleibt oftmals etwas Staub und Schmutz liegen. Es gibt ein spezielles Reinigungsprogramm für die Wände, in welchem der V8S diese gezielt abfährt, dieses muss aber manuell gestartet werden und ist auch nicht perfekt.

Dennoch fällt das Fazit zur Reinigungsleistung sehr positiv aus. Staubsaugroboter müssen nicht zu 100% perfekt saugen! Ihr könnt diese dafür aber einfach täglich losschicken, was dazu führt, dass sich in Eurer Wohnung einfach weniger Staub sammelt.

Gerade aufgrund der guten Navigation des Alfawise V8S sinkt das generelle Staublevel in der Wohnung deutlich, dieser muss als nicht übermäßig kräftig saugen können, da sich weniger Schmutz sammelt.

Was die Lautstärke angeht ist der V8S als durchschnittlich einzustufen. Dieser ist nicht störend laut, sollte aber auch nicht neben einem schlafenden Baby fahren oder wenn man gerade entspannt ein gutes Buch ließt.

Dabei spielt es im Übrigen auch keine große Rolle ob Ihr den Roboter im normalen Modus oder im Turbo Modus nutzt. Letzterer ist minimal lauter, allerdings der größte Teil des „Lärms“ kommt nicht vom Saugmotor sondern von der rotierenden Bürste, welche in beiden Modi gleich schnell arbeitet.

 

Fazit

Der Alfawise V8S ist deutlich besser als erwartet! Dieser kann natürlich nicht mit den Xiaomi Staubsaugern mithalten, aber das braucht dieser auch nicht. Für rund 140€ ist der V8S ja auch nur halb so teuer.

In seiner Preisklasse kann der Alfawise V8S voll überzeugen. Dies liegt vor allem an der recht guten Navigation und Logik des Roboters, welche allen mir bekannten Modellen in der 200€ Preisklasse überlegen ist! Der Roboter arbeitet recht effizient und „logisch“. Die meisten anderen günstigeren Roboter hingegen setzen auf das praktisch meist recht unzuverlässige Zufallsprinzip.

Ja auch der Alfawise V8S bevorzugt große und offene Räume, wo dieser besser klar kommt, aber er kommt auch mit komplexeren Wohnungen, Räumen ausreichend gut klar!

Hinzu kommt eine solide Saugleistung und Ihr erhaltet einen wirklich brauchbaren Staubsaugroboter!

Wollt Ihr also nicht 300€+ für solch einen ausgegeben ist der Alfawise V8S mit +-140€ die beste mir bekannte Option aktuell auf dem Markt!

Alternativ, wollt Ihr etwas mehr Geld in die Hand nehmen für ein wirkliches Top Modell, schaut Euch den Xiaomi Roborock S50 “2. Generation” an. Für 300€ ist dies ein absolutes top Gerät!

Der AVM FRITZ!DECT 301 intelligente Heizkörperregler im Test

Smarte Heizkörperthermostate gehören zu den beliebtesten Smart Home Produkten. Kein Wunder! Diese bringen einen großen Komfort und erlauben sogar gewisse Sparmöglichkeiten.

Dementsprechend gibt es duzende verschiedene Modelle auf dem Markt. Meist besteht ein System aus mehreren Thermostaten und einer Bridge.



Aber was wäre, wenn man sich die Bridge sparen könnte? Dies geht mit den AVM FRITZ!DECT 301 intelligenten Heizkörperreglern, zumindest dann wenn Ihr eine AVM Fritzbox habt! Wie der Name schon vermuten lässt, nutzt AVM hier den DECT Standard für die Kommunikation, der in den meisten Fritzboxen bereits verbaut ist, wodurch diese als Bridge nutzbar sind.

Klingt doch interessant oder? Wollen wir uns hier doch einmal im Test ansehen ob AVMs Lösung auch in der Praxis überzeugen kann. Neugierig?

 

Der AVM FRITZ!DECT 301 intelligente Heizkörperregler im Test

Das AVM FRITZ!DECT 301 Heizkörperthermostat besitzt auf den ersten Blick den typischen Aufbau eines smarten Heizkörperthermostates.

Es handelt sich um ein recht kleines und überdurchschnittlich kompaktes Modul welches einfach anstelle des klassischen Thermostats auf die Heizung geschraubt wird. Dieses Modul ist dabei in einem sauberen Weiß gehalten, das eigentlich in jede Wohnung passen sollte.

Das Design des FRITZ!DECT 301 ist recht unspektakulär und eher praktisch veranlagt. Wollt Ihr besonders stylische Heizkörperthermostate, gibt es bessere Modelle, wie die von Tado. Allerdings als hässlich würde ich das FRITZ!DECT 301 Thermostat auch nicht bezeichnen.

Das Interessante ist aber natürlich die Funktionalität. Das erste was hier auffällt ist das Display. AVM setzt hier auf ein e-Paper Display, welches für ein smartes Heizkörperthermostat unheimlich scharf und detailliert ist!

Selbst Texte sind sehr gut ablesbar. Zudem bietet das Display viel Platz für diverse Informationen. Verglichen mit allen andern mir bekannten Modellen ist dies ein riesen Upgrade! Meist verfügen solche Thermostate wenn überhaupt über ein kleines LC Display für die Basis Informationen.

Zusätzlich zum Display finden sich noch fünf weitere Tasten am FRITZ!DECT 301. Neben ein paar Steuerungstasten findet sich auch eine Plus Minus Wippe zum Verstellen der Temperatur direkt am Thermostat.

Die Energieversorgung wird über zwei AA Batterien geregelt, die einfach auf der Unterseite eingesetzt werden.

 

DECT?!

Wie üblich verfügt das Thermostat über keine direkte Netzwerkverbindung. Ein WLAN Modul in einem smarten Heizkörperthermostat zu verbauen würde auch wenig Sinn machen. Zum einen würde dies den Preis deutlich anheben, zum anderen würde dies verdammt viel Energie fressen.

WLAN ist zwar in den letzten Jahren deutlich sparsamer geworden, aber wenn man bedenkt, dass eine AA Batterie gerade einmal um die 2-4Wh Leistung hat, ist WLAN doch suboptimal.

Daher setzten die meisten Hersteller auf eine „Bridge“. In den einzelnen Heizkörperthermostaten ist nur ein sehr einfaches Funkmodul verbau, welches günstig ist und wenig Energie verbraucht.

In der Bridge ist ebenfalls ein passendes Funkmodul, wie aber auch ein WLAN Modul verbaut. Letzteres ist hier kein Problem da die Bridge am Netz hängt und nicht auf Batterien angewiesen ist.

AVM hat sich allerdings gegen solch einen einfachen Funkstandard entschieden und nutzt DECT. DECT ist sicherlich den meisten von klassischen kabellosen Telefonen bekannt, was auch der Haupteinsatzort ist. Allerdings kann DECT auch für Datenübertragungen und somit auch Smart Home Geräte genutzt werden.

Das sich AVM für DECT entschieden hat, wird vermutlich zwei Gründe habe. Zum einen hat AVM das nötige Fachwissen um diesen Standard und zum anderen sind in fast allen FritzBoxen bereits passende DECT Module verbaut.

Wichtig! Ihr benötigt also für das Heizkörperthermostat zwingend eine FritzBox mit DECT Modul! Andere Router mit DECT funktionieren nicht.

 

Montage und Installation

Schritt Nummer 1 beim FRITZ!DECT 301 Thermostat ist das Einbinden in der Fritzbox. Dies geht recht einfach. Legt die Batterien in das Heizkörperthermostat ein und haltet die DECT Taste an der FritzBox einige Sekunden gedrückt.

Das Heizkörperthermostat sollte sich nun automatisch mit der FritzBox verbinden. Weitere Informationen werden Euch hier auf dem recht hochauflösenden Display angezeigt.

Steht die Verbindung, könnt Ihr das Thermostat am Heizkörper anbringen. Keine Sorge, das Schwierigste hier ist vermutlich das Entfernen der alten Thermostate, welche gerade bei älteren Heizkörpern gerne etwas fester sitzen. Ihr müsst dafür nicht die Heizung abschalten oder Wasser ablassen, einfach das alte Thermostat abschrauben und das neue anschrauben.

Nun auf dem neuen Thermostat einmal okay drücken und fertig!

 

Software und Feature

Natürlich seid Ihr nach der ersten Montage noch nicht ganz fertig. Ihr solltet via Software noch einige Einstellungen vornehmen.

Dies geschieht vorrangig über die Benutzeroberfläche der FritzBox. Hier findet sich unter Heimnetzwerk der Punkt Smart Home, wo das bzw. die Heizkörperthermostate aufgelistet sind. In der Übersicht könnt Ihr auf die Schnelle die jeweilige Raumtemperatur und die eingestellte Temperatur sehen.

In den Einstellungen lassen sich dann noch detailliertere Anpassungen vornehmen. Das Wichtigste wäre hier der Zeitplan.

Ihr könnt zwei Temperaturen festlegen, eine Komfort-Temperatur und eine Spar-Temperatur. Die Spar-Temperatur ist die minimal Temperatur, welche immer gehalten werden soll.

Die Komfort-Temperatur ist hingegen etwas höher anzusetzen und als Temperatur zu betrachten die Ihr haben wollt, wenn Ihr einen Raum aktiv nutzt.

Ihr könnt nun einem Zeitplan auf 15 Minuten genau für jeden Tag festlegen, wann Spar- oder Komforttemperatur erreicht werden soll. Beispielsweise Ihr nutzt morgens das Bad um ca. 8 Uhr, dann stellt das Thermostat von 7:45 bis 8:15 auf Komforttemperatur von beispielsweise 22 Grad. Nach 8:15 darf die Temperatur auf 18 Grad abfallen, ehe sie abends um beispielsweise 8 bis 9 Uhr wieder auf 22 Grad ansteigen soll.

So könnt Ihr die Temperatur für jeden Raum bzw. jeden Tag durchplanen. Das FRITZ!DECT 301 heizt auch immer nur so lange bis die eingestellte Temperatur erreicht wird!

Ist bei Euch die Heizung am Ende eines Raums angebracht könnt Ihr auch eine Abweichung festlegen, falls beispielsweise die Raum Mitte immer 1 Grad kühler ist.

Sehr interessant ist die Erkennung von offenen Fenstern. Öffnet Ihr ein Fenster und die Raumtemperatur fällt plötzlich stark ab könnt Ihr einstellen, dass das smarte Thermostat die Heizung abschaltet. Praktisch um etwas Energie zu sparen!

Auch könnt Ihr Urlaub planen in welchem der Zeitplan temporär außer Kraft gesetzt wird.

Neben der Steuerung via WebUI könnt Ihr das FRITZ!DECT 301 Thermostat auch direkt an der Einheit bedienen. Hierbei wird der Zeitplan bis zur nächsten geplanten Änderung der Temperatur überschrieben.

Hier hätte ich mir eine Option gewünscht, dass die eingestellte Temperatur vielleicht nur 30 Minuten ihre Gültigkeit hält und nicht bis zur nächsten planmäßigen Änderung. In der Regel will man ja einen Raum wenn nur kurz manuell etwas aufwärmen.

Eine Steuerung via App ist grundsätzlich auch möglich. Allerdings ist die MyFritz App für IOS nicht gut! Für Android hingegen geht diese voll in Ordnung.

Seid ihr also ein Apple Nutzer und wollt Eure Thermostate von unterwegs steuern ist das Fritz System aktuell nicht das beste, möglich ist es aber natürlich.

 

Fazit

AVM hat mit dem FRITZ!DECT 301 ein sehr interessantes Smart Home Thermostat in seinen Reihen. Ich denke das wichtigste Merkmal ist hier der Preis. Das FRITZ!DECT 301 ist teils für unter 40€ erhältlich, was für ein smart Home Thermostat günstig ist.

Gerade da das FRITZ!DECT 301 qualitativ top ist! Damit meine ich auch nicht nur die Hardware, welche dank kompakter Abmessungen und e-paper Display auch überzeugen kann.

Auch Software seitig gibt es keine Beschwerden. Es gibt zwar keine „Premium“ Feature wie eine Temperatursteuerung basierend auf einer Ortsbestimmung wie beispielsweise bei Tado, aber alle Basisfunktionen wie ein Zeitplan oder eine offene Fenstererkennung sind vorhanden.

Hinzu kommt, dass Ihr keine Basisstation benötigt, welche Strom verbraucht und extra kostet! Habt Ihr also eine AVM FritzBox und wollt eine smarte Heizungssteuerung, dann ist das FRITZ!DECT 301 Thermostat eine sehr sinnvolle und günstige Investition!

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Die KZ AS06 im Test, Ohrhörer-Perle aus Asien!

Der Audio Hersteller KZ gehört zu den absoluten Geheim-Tipps wenn es Euch um einen herausragenden Klang zu einem günstigen Preis geht. Dies hat KZ bereits in vielen Tests bewiesen.

Allerdings ruht sich KZ nicht auf seinen Lorbeeren aus sondern bringt regelmäßig neue Modelle auf den Markt, anscheinend mit dem Ziel sich jedes Mal selbst zu übertreffen.

Dabei setzt KZ gerne auf Ohrhörer mit mehreren Treibereinheiten. Dies wird nun von den neuen AS06 auf die Spitze getrieben.

Die AS06 setzten auf insgesamt 6 Armature Treiber, drei Pro Seite. Damit verzichtet hier KZ erstmals auf einen Hybrid Aufbau, was die AS06 natürlich sehr spannend macht.

Reine Armature Treiber Ohrhörer sind sehr selten und in der Regel auch sehr teuer.

War es also von KZ eine gute Entscheidung solch eine Technologie bei den AS06 einzusetzen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die KZ AS06 im Test

Man kann sagen was man will aber KZ hat das Design seiner Ohrhörer wirklich gut im Griff! Die KZ AS06 sehen bereits auf den ersten Blick wie richtige High End Ohrhörer aus!

Hierfür setzt KZ auf eine durchsichtige Kunststoff-Rückseite, unter ihr ist eine polierte Metallplatte zu finden, in welcher das Logo der AS06 eingearbeitet ist.

Die untere Hälfte der Ohrhörer ist hingegen aus einem „normalen“ schwarzen Hochglanz-Kunststoff gearbeitet. Diese Kombination aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff, halb durchsichtiger Rückseite und Metall Platte sieht wie ich finde klasse aus!

Auch die generelle Form der AS06 erinnert mehr an die diversen professionellen In-Ear Monitor Ohrhörer als an normale Consumer Modelle.

Zu diesem generell professionellen Eindruck trägt auch sicherlich das austauschbare Kabel bei. Dieses könnt Ihr bei den AS06 ganz problemlos tauschen und auch für wenige € nachkaufen. KZ bietet sogar ein optionales „Silber Kabel“ für einen noch besseren Klang an, wie auch ein Bluetooth Modul!

Ja Ihr könnt die KZ AS06 auch als Bluetooth Ohrhörer nutzen. Hierfür müsst Ihr nur das Bluetooth Modul für rund 7€ (bei Gearbest) kaufen und die AS06 lassen sich kabellos nutzen.

Aber auch bereits das beigelegte Kabel macht einen guten Eindruck. KZ setzt hier auf sein übliches durchsichtiges Kabel, mit Kupferkern.

 

Der Aufbau

Die KZ AS06 sind vergleichsweise große Ohrhörer, dies liegt aber auch sicherlich ein gutes Stück am Inneren. KZ setzt hier auf drei so genannter Armature Treiber pro Seite.

Normale Ohrhörer, Kopfhörer und Lautsprecher setzten auf sogenannte dynamische Treiber. Dynamische Treiber sind vergleichsweise einfach zu bauen, im Gegensatz dazu erfordern Armature Treiber eine deutlich höhere Präzision bei der Fertigung und sind signifikant komplexer und somit auch teurer.

Ein Bild des inneren Aufbaus eines Armature Treiber findet Ihr hier https://de.wikipedia.org/wiki/Kopfh%C3%B6rer#/media/File:Kopfhoerer_antrieb_balanced_armature.png

Armature Treiber sind von Natur aus ein Stück weit präzisier und sauber klingender als dynamische Treiber. Daher kommen bzw. kamen diese primär in Ohrhörern der 300€+ Preisklasse zum Einsatz.

Allerdings hat jede Technologie ihre Stärken und Schwächen. Zwar sind Armature Treiber im Allgemeinen ein Stück weit präziser, haben es aber schwerer einen gewissen Druck aufzubauen, welcher beim Bass natürlich notwendig ist.

Daher setzten viele Hersteller auf einen Hybrid-Aufbau. Armature Treiber für die Höhen und ein normaler dynamischer Treiber für Mitten und Tiefen. So hat man die Stärken und Schwächen beider Technologien optimal genutzt.

Dies macht KZ aber bei den AS06 nicht! KZ nutzt bei den AS06 drei balanced Armature Treiber! Einer für die Höhen, einer für die Mitten und einen für den Bass.

Dabei ist der Treiber für den Bass „extra“ groß. Interessanterweise gibt KZ auch den genauen Typ dieses Treibers an. Es handelt sich um den „Knowles CI-22955-000“ welchen Ihr auch einzeln kaufen könnt für 14-25€ das Stück! https://www.mouser.de/ProductDetail/Knowles/CI-22955-000?qs=3unH%2FDqlvl8EWdn2%252bxaxZg%3D%3D

 

Tragekomfort

Die KZ AS06 sind zwar recht große Ohrhörer, aber was die Passform angeht sind diese wie für meine Ohren gemacht.

Ihr setzt die Ohrhörer mit einer leichten Drehbewegung in Eure Ohren ein. Hierbei setzten die KZ AS06 auf ein Kabel das gebogen hinter dem Ohr verläuft. Dies sorgt für eine Zugentlastung und gleichzeitig einen noch festeren Halt.

Hinzu kommt die gut gelungene Passform und wir haben ein paar wirklich bequeme und gut sitzende Ohrhörer. Lediglich für sehr kleine Ohren könnten diese suboptimal sein.

 

Klang

Genug geredet, kommen wir zum Klang der KZ AS06.

Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Wie bei Ohrhörern mit Armature Treibern üblich, verfügen auch die KZ AS06 über sehr klare und brillante Höhen. Diese sind sehr gut aufgelöst und spielen unheimlich präzise.

Allerdings neigen die AS06 ab einer gewissen Lautstärke zur einer leichten Schärfe in den Höhen. Dies ist je nach Song natürlich etwas unterschiedlich stark ausgeprägt, aber im Generellen nicht kritisch.

Die Mitten der AS06 sind als neutral zu bezeichnen. Diese stechen weder besonders hervor, noch klingen die Ohrhörer „leer“. Die KZ AS06 sind hier sehr schön ausbalanciert.

Stimmen werden wunderbar sauber und natürlich wiedergeben. Dies gilt besonders in Songs mit starken Stimmen wie von Adele oder Queen um nur zwei Beispiele zu nennen.

Kommen wir damit zum Bass. Die AS06 werden als „extra Bass“ Ohrhörer beworben, stimmt dies?

Größtenteils ja! Die KZ AS06 haben einen tollen Bass! Dieser spielt extrem präzise, hat einen tollen Punch und Tiefgang. Aber dennoch würde ich die AS06 nicht als „BassEarbuds“ bezeichnen. Der Bass ist stark, aber überschattet auch nicht den kompletten Klang. Die Ohrhörer schaffen es hier durchaus eine gewisse Balance zu halten.

Der Bass gibt den Takt an, aber Stimmen und andere Klang Elemente schaffen es sich ebenso im Klangbild zu behaupten.

Mögt Ihr viel Bass werdet Ihr ohne Frage viel Freude an den KZ AS06 haben! Diese sind, was die Dynamik und Spielfreude angeht, wirklich herausragend!

Auch die Detaildarstellung und Präzision im Klang ist stark, gerade im Bass!

 

Fazit

Ein paar weiterer absolut empfehlenswerter KZ Ohrhörer! KZ hat hier alles richtig gemacht!

Beginnen wir bei der Optik, welche eine gewisse Professionalität und Wertigkeit ausstrahlt. Ich kann mir zwar vorstellen, dass diese etwas Geschmacksache ist, ich mag den High End Look der AS06.

Auch der Tragekomfort ist stark! Die KZ AS06 sind zwar vermutlich weniger etwas für sehr kleine Ohren, aber im Normalfall sitzen diese sehr feste und gut in den Ohren! Dabei haben sie bei mir auch nicht gedrückt oder sonst wie gestört. Ich könnte die AS06 problemlos über Stunden tragen, die Passform ist für meine Ohren einfach gelungen.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. KZ setzt bei den AS06 auf drei Armature Treiber pro Seite für die Klangerzeugung. Dieses Konzept geht auch voll auf!

Die KZ AS06 klingen sehr lebendig und dynamisch, mit einem satten Bass! Dabei bleibt aber der Klang sehr präzise und detailgetreu. Mir ist hier abseits der KZ AS06 in einer Preisklasse unter 50€ nichts Vergleichbares bekannt!

Von daher eine volle Empfehlung meinerseits für die AS06 von KZ! Mehr Ohrhörer für 36€ zu bekommen ist aktuell fast unmöglich. Gerade wenn Ihr etwas außergewöhnliches Audio Equipment mögt, wie ich.

Vergesst auch nicht die Option die KZ AS06 auf Bluetooth umzurüsten, was sicherlich auch sehr attraktiv ist.

Das Blue Yeti Nano Mikrofon im Test

Jeder der sich schon einmal auf die Suche nach einem großen Mikrofon für seinen PC begeben hat, wird früher oder später über den Hersteller Blue mit seinen Yeti Mikrofonen gestolpert sein.

Das originale Blue Yeti kann man fast schon als legendäres Mikrofon einstufen! Das neue Blue Yeti Nano ist nun eine neuere, etwas kleinere und günstigere Version dieses sehr beliebten Modelles.

Aber wie gut ist das Yeti Nano? Ist dies das perfekte Mikrofon für Podcasts und Streamer? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blue für das Zurverfügungstellen des Mikrofons für diesen Test!

 

Das Blue Yeti Nano Mikrofon im Test

Das Blue Yeti Nano ist als „schnelles und einfaches“ Mikrofon gedacht. Daher ist dieses out of the Box bereits „ready to go“.

Das Blue Yeti Nano verfügt bereits über einen vor montierten Standfuß, welcher eine einfache Positionierung auf dem Schreibtisch erlaubt. Sollte Euch dort das Mikrofon stören, kein Problem! Der Standfuß lässt sich abnehmen und das Yeti Nano verfügt auf der Unterseite über ein normales Schraubgewinde für einen Mikrofon Arm.

Mit 632 Gramm ist das Yeti Nano nicht übermäßig schwer, aber auch kein absolutes Leichtgewicht. Man merkt diesem an, dass es über ein Aluminiumgehäuse verfügt. Dieses sorgt auch für eine gewisse Massivität und Robustheit.

Man hat schon das Gefühl etwas Gutes vor sich zu haben.

Sehr Ähnliches gilt auch für den Standfuß, welcher sogar aus massivem Eisen(?!) gefertigt ist und somit auch ein gewisses Gewicht auf die Waage bringt. Dies sollte auch die Gefahr eines Umkippens mindern und Vibrationen verringern.

Was mich beim Blue Yeti Nano etwas wundert, ist der Name. Nano impliziert besonders kompakte Abmessungen. Ja das Blue Yeti Nano ist ein kompakteres Mikrofon, aber mit einer Höhe von 138mm (ohne Standfuß) und einem Durchmesser von ca. 60mm ist dies schon ein mehr oder weniger ausgewachsenes Mikrofon!

Was den grundsätzlichen Aufbau angeht ist das Yeti Nano recht klassisch. Auf der Front finden wir das „Blue“ Logo und ein Drehrad für die Lautstärke.

Das obere 1/3 des Mikrofons wird von der Mikrofonkapsel belegt, welche unter einem recht massiven Gitter versteckt ist. Genau genommen verfügt das Yeti Nano über zwei Kondensator Mikrofonkapsel.

Ihr könnt dabei auf der Rückseite über einen Schalter auswählen welches Muster das Mikrofon gerade nutzen soll. Ihr habt die Wahl zwischen einem etwas direktionaleren Muster, bei welchem nur Geräusche vor dem Mikrofon aufgenommen werden (Cardioid), und einem Omnidirectional Muster. Bei Letzterem werden Geräusche aus allen Richtungen aufgenommen, ideal falls Ihr ein Interview führt.

Welches Muster gerade aktiv ist wird Euch mithilfe einer kleinen Status LED angezeigt.

Auf der Unterseite des Mikrofons finden sich zwei Anschlüsse. Einmal einen 3,5mm Kopfhöreranschluss, welchen Ihr auch für einen Kopfhörer nutzen könnt. Dieser Anschluss erlaubt es Euch direkt mit einer besonders niedrigen Verzögerung zu hören was das Mikrofon aufnimmt.

Bei dem zweiten Port handelt es sich um einen microUSB Anschluss. Dieser wird für die Stromversorgung und Daten genutzt.

 

Die Technik

Das Blue Yeti Nano nutzt seinen microUSB Port für die Verbindung zu Eurem PC/Mac, wo dieses auch ohne zusätzliche Treiber gleich soweit problemlos funktioniert. Lediglich das Auswählen des aktuellen Aufnahmemusters war teils etwas zickig, ohne die Blue Sherpa Anwendung.

Das Kondensator Mikrofon kann laut Hersteller einen Frequenzbereich 20Hz – 20kHz abdecken und besitzt eine Sample Rate von 48kHz und Bit Rate von 24Bit. Letztere beiden Werte sind nicht spektakulär, aber mehr als ausreichend.

Das Mikrofon wird aber von Eurem PC nicht nur als Mikrofon erkannt, sondern auch als Audio Ausgang. Musik usw. kann also auch über den 3,5mm Ausgang auf der Unterseite wiedergegeben werden.

Die Qualität dieses Ausgangs ist als solide einzustufen!

 

Wie klingt das Blue Yeti Nano?

An dieser Stelle möchte Ich Euch einfach mal raten Euch diese kleine „Test“ Audio Datei anzuhören.

Ich kann hier viel schreiben, aber ein kurzer Audio Clip wird vermutlich deutlich mehr Aussagekraft haben.

Klanglich gefällt mir das Blue Yeti Nano sehr gut. Dieses nimmt meine Stimme sehr natürlich und detailliert auf. Dabei färbt dieses allerdings nichts. Heißt meine Stimme wirkt weder dunkler noch heller, was natürlich das Optimum ist.

Hintergrundgeräusche werden zwar selbst im Cardioid Aufnahme Modus stark aufgezeichnet, habt Ihr eine mechanische Tastatur ist ein Mikrofon-Arm Pflicht, allerdings verfügt das Yeti Nano über kein Hintergrundrauschen! Dieses wird wirklich sehr gut herausgefiltert ohne, dass der Klang dadurch komprimiert klingt.

Verglichen mit klassischen Gaming Headsets, selbst sehr teuren Modellen wie dem Beyerdynamic MX300 oder Audio-Technica ATH-PDG1, klingt das Blue Yeti Nano signifikant voller und größer.

 

Fazit

Ihr sucht ein gutes und einfaches Mikrofon für Youtube Videos, Podcasts oder Gaming live Streams? Dann seid Ihr beim Blue Yeti Nano richtig!

Blue konzentriert sich beim Yeti Nano auf das Essenzielle, nämlich den Klang. Im Gegensatz zu vielen Gaming Herstellern wie Razer und Co. Verzichtet Blue auf RGB LEDs oder große Softwarespielereien.

Dies resultiert in einem technisch guten Mikrofon, welches mit 120€ preislich fair eingestuft ist.

Ich würde das Blue Yeti Nano primär Youtubern und für generelle Audio Aufzeichnungen empfehlen. Qualitativ ist dieses natürlich auch für Gamer/Streamer interessant, in diesem Fall solltet Ihr aber auch noch einen Mikrofonarm einplanen um ihn etwas von der Tastatur zu entfernen.

Der neue Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus im Test und was ist Ubiquitis UniFi?

UniFi Netzwerkequipment ist bei IT-Administratoren und Hobby IT-Administratoren gleichermaßen sehr beliebt. Einen wichtigen Anteil dazu hat die UniFi Controller-Software, welche allerdings auf einem separaten Server laufen muss.

Ubiquiti selbst bietet dafür den so genannten Cloud Key an. Vor kurzem hat nun Ubiquiti die zweite Generation dieses Cloud Keys vorgestellt, gemeinsam mit einer Plus Version.

Kurzum ich habe mir den neuen UniFi Cloud Key Gen2 Plus bestellt. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was dieser kann und wie viel besser dieser ist als die erste Generation!

Was ist Ubiquitis UniFi?

Starten wir mit der Frage was Ubiquiti UniFi überhaupt ist. Ubiquiti ist ein kleiner bis mittelgroßer amerikanischer Hersteller von professionellem Netzwerkequipment, welcher sich etwas in den letzten Jahren zum Liebling der IT-Administratoren entwickelt hat.

Die Gründe sind hierfür vielfältig. Zum einen stimmt das Design der UniFi Produkte und auch der Software. Dieses ist sowohl schick, wie aber auch funktional! Auch die Leistung und die Zuverlässigkeit ist auf dem Level von professionellem Equipment!

Der wichtigste Punkt ist aber klar die Preis-Politik. Im professionellen Bereich, also WLAN AccessPoints für Hotels, Unternehmen usw., sind teils astronomische Preise gang und gäbe. Für einen Cisco Meraki AccessPoint der 1300Mbit auf dem 5Ghz Band schafft sind Preise von +-800€ nichts Ungewöhnliches.

Auch andere Profi Hersteller wie Ruckus verlangen für ihre Modelle gerne mal 1000€.

Ein Ubiquiti UniFi AP AC Pro hingegen liegt bei +- 130€. Sicherlich bieten die Modelle von Ruckus und Cisco noch das ein oder andere Feature was Ubiquiti nicht hat, aber 99% der Funktionen sind für 10-20% des Preises gegeben.

Die UniFi Geräte sind technisch State of the Art, mit schnellem WLAN AC und einer großen Kapazität was die Nutzer angeht. Ein UniFi AP AC HD kann beispielsweise bis zu 500 Nutzer gleichzeitig handhaben, was kein normaler Endkunden WLAN Router im Ansatz schaffen würde.

Das wichtigste Feature neben einer zuverlässigen Hardware ist aber der Controller. Professionelle WLAN/Netzwerksysteme werden in der Regel über eine Controller Software gesteuert.

Hierbei handelt es sich um eine Software die auf einem separaten Server läuft und die Netzwerkgeräte steuert, Protokolle aufzeichnet und noch diverse andere Funktionen mitbringt. Dies ist bei großen WLAN Installationen essenziell.

Kein Administrator hat die Zeit per Hand von Benutzeroberfläche zu Benutzeroberfläche durchzuschalten um zu überprüfen ob noch alles läuft. So wird einfach die UniFi Controller Software eingerichtet, dort werden alle WLAN Daten hinterlegt und die einzelnen WLAN AccessPoints werden mit einem Klick in die Software übernommen.

Diese wiederum übernehmen dann alle Einstellungen des Controllers. So lassen sich auch Installationen mit hunderten AccessPoints schnell steuern. Ebenso kann man in einer Benutzeroberfläche beobachten in welchem AccessPoint wie viele Nutzer sind, wie viel Trafik über welchen Switch geht, wie die Internetauslastung ist usw.

Für Privat-Nutzer, die nur ein oder zwei WLAN AccessPoints haben, ist das natürlich schon ein gewisser Overkill, zumal die Controller Software 24/7 laufen muss.

Hier kommt aber ein weiter Vorteil von Ubiquiti ins Spiel. Bei Herstellern wie Cisco oder Ruckus muss man für diese Controller Software zahlen! Bei Cisco Meraki müssten dies rund 100€ pro AccessPoint pro Jahr sein!

UniFi hingegen ist komplett kostenlos! Habt Ihr einen Home-Server, Synology NAS oder einen Raspberry Pi? Dann könnt Ihr darauf einfach die Software installieren und fertig!

Allerdings bietet auch Ubiquiti kleine „mini Server“ an welche speziell für die UniFi Software optimiert sind. Dies ist der bzw. mittlerweile die CloudKeys!

Diese sind also einfach ein Steuerungsserver auf dem die UniFi Benutzeroberfläche läuft.

 

Normal vs. Plus

Den Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 gibt es in zwei Versionen, den normalen Gen2 (UCK-G2) und den Gen2 Plus (UCK-G2-PLUS).

Der Unterschied ist schnell erklärt. Grundsätzlich besitzen beide Modelle die gleiche Hardware, jedoch hat der Gen2 Plus eine HDD mit eingebaut und ist daher etwas größer.

Diese HDD wird dabei nicht für den UniFi Controller genutzt, sondern für UniFi Protect welches auf dem Cloud Key Gen2 Plus ebenfalls läuft. Bei UniFi Protect handelt es sich um eine Art Recording und Steuerungs-Software für Ubiquitis Überwachungskameras.

Zusammengefasst:

  • Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 -> für Router, Switche und Accesspoints
  • Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus -> für Router, Switche, Accesspoints und Überwachungskameras

Habt Ihr keine UniFi Überwachungskameras ist dies letztendlich nicht schlimm, dann bleibt dieses Feature einfach ungenutzt.

Ich habe mich für die Plus Version entschieden, obwohl ich aktuell noch keine UniFi Kameras habe. So müsste ich mir für den Fall, dass ich mir mal welche zulege nicht noch einen gesonderten Rekorder kaufen.

Zudem kostet der normale Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 aktuell (19.02.19) bei Geizhals rund 220€, die Plus Version 235€.  Die normale Version wird zwar sicher mittelfristig stärker im Preis fallen, aber aktuell waren mir die Bonus Feature + die 1TB HDD die 15€ mehr wert.

 

Der Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus im Test

War der alte Cloud Key noch aus einem einfachen Kunststoff gefertigt, spiegelt sich beim neuen der etwas höhere Preis auch beim Gehäuse wieder.

Der Cloud Key Gen2 besitzt ein hochwertiges und recht massives Aluminium Gehäuse, mit stark abgerundeten Kanten. Der normale Cloud Key Gen2 ist dabei relativ schmal und lang gehalten, die Plus Version, welche ich mir gekauft habe, hingegen ist ein gutes Stück breiter.

Dies liegt natürlich an der zusätzlich verbauten 1TB HDD. Diese versteckt sich in einem Plastikschlitten, welcher sich über die Front entnehmen lässt. Front und Rückseite besteht bei beiden Cloud Keys größtenteils aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff.

Bei der verbauten HDD handelt es sich um ein 1TB Modell aus dem Hause Toshiba (2,5 Zoll). Dieses lässt sich auf Wunsch auch problemlos gegen eine andere 2,5 Zoll HDD tauschen. Ubiquiti spricht aktuell von einer Unterstützung von bis zu 5TB.

Ebenfalls auf der Front befindet sich ein kleines Display! Dieses ist natürlich ein Gimmick, aber ein nettes Gimmick! Auf dem Display wird Euch beispielsweise die IP Adresse des Controllers angezeigt, aber auch die Anzahl der verbundenen Geräte, wie viele Clients im Netzwerk unterwegs sind usw.

Leider lässt sich aktuell noch nicht im Detail konfigurieren was auf dem Display angezeigt wird, aber ich traue Ubiquiti durchaus zu, dass dies noch mit einem Update nachgeschoben wird.

Auf der Rückseite des Cloud Keys finden wir zwei USB C Ports und einen LAN Port. Einer der USB C Ports wird für die Spannungsversorgung genutzt, der andere ist noch für zusätzliche Feature reserviert.

Leider legt Ubiquiti KEIN Netzteil bei! Ihr könnt den Cloud Key Gen2 Plus entweder über ein Quick Charge 2.0/3.0 Netzteil (kein USB Power Delivery) oder PoE mit Strom versorgen.

Ich finde es etwas schade das Ubiquiti kein Netzteil beilegt, aber dies ist sicherlich auch kein Weltuntergang. Ein passendes Netzteil + Kabel wird Euch vielleicht 15€ kosten, sofern Ihr natürlich nicht bereits einen PoE Switch habt.

 

Feature

Im Großen und Ganzen läuft auf dem UniFi Cloud Key Gen2 Plus die normale UnIFi SDN Controller Software und das normale UniFi Protect.

Ruft Ihr die IP Adresse des Cloud Keys in Eurem Webbrowser auf, landet Ihr auf einer Übersicht mit drei Punkten.

  1. UniFi SDN
  2. UniFi Protect
  3. Your Cloud Key G2+ Settings

Klickt Ihr Punkt 1 an, landet Ihr in der Controller Software für Eure Netzwerkausrüstung. Klickt Ihr Punkt 2 an, landet Ihr in der Übersicht für Eure Überwachungskameras und Punkt 3 dreht sich um die generelle Hardware des Controllers.

So könnt Ihr in den Einstellungen die aktuelle Auslastung des Cloud Keys sehen, ob alle Komponenten laufen, FW Updates durchführen usw. Ebenso könnt Ihr hier die IP Adresse des Cloud Keys ändern.

Die komplette Benutzeroberfläche ist von vorne bis hinten sauber durchgestylt. Ja Ihr solltet schon ein erweiterter Nutzer sein um mit dem UniFi Equipment zu arbeiten, aber im Allgemeinen macht es Euch Ubiquiti sehr einfach.

Dies gilt auch für das UniFi SDN (die eigentliche Benutzeroberfläche). Gehen wir diese einmal für die Neulinge im UniFi System im Schnelldurchgang durch.

Auf der Startseite findet Ihr zunächst eine anpassbare Übersicht.

In dieser seht Ihr wie viele Geräte verbunden sind, ob alle AccessPoints, Switche usw. Online sind usw. Ebenso könntet Ihr einen Graph für die Internet-Nutzung einblenden, welchen ich sehr praktisch finde.

Unter Statistiken könnt Ihr die Auslastung/Trafik der verbunden AccessPoints sehen, sehen wohin Trafik geht „Deep packet Inspection“ (UniFi Router vorausgesetzt) oder Euch die Auslastung der LAN Ports von Switches ansehen.

Der nächste Punkt ist die Karte. Hier könnt Ihr eine Karte Eures Haus, Wohnung, Unternehmen usw. hinterlegen um dort die AccessPoints visualisiert zu platzieren.

Ihr könnt sogar die verwendeten Wandstärken und Materialien festlegen, woraus dann UniFi die Signalstärke errechnet.

Punkt vier sind die Geräte. Hier werden einfach alle verbundenen UniFi Geräte in einer Übersicht aufgelistet, von wo aus Ihr diese konfigurieren, updaten usw. könnt.

Der wichtigste Punkt sind aber sicherlich die Clients. Hier werden wie der Name schon sagt alle verbundenen Clients aufgelistet, mit der Signalstärke, der Verbindungsgeschwindigkeit, dem verursachtem Trafik usw. Ihr könnt hier Geräte auch gleich blocken, falls dies nötig ist.

 

UniFi kann noch viel mehr als das. Neu wäre beispielsweise eine erweitertes Intrusion Prevention System usw. Alle Feature im Detail aufzulisten würde sicherlich den Rahmen etwas sprengen.

Die genauen Funktionen hängen allerdings natürlich stark von den Komponenten die Ihr nutzt ab. Habt Ihr keinen UniFi Router könnt Ihr beispielsweise nicht die Internetauslastung sehen.

 

Leistung

Der neue UniFi Cloud Key Gen2 soll laut Ubiquiti bis zu 4x schneller sein als der alte Cloud Key. Interessanterweise scheint Ubiquiti hier auf einen modifizierten Qualcomm Snapdragon 625 mit 2GB bzw. 3GB RAM zu setzen.

Unterstützt werden bis zu 50 UniFi Geräte bzw. 50 UniFi Geräte + 15 Kameras.

Was die Leistung des Cloud Key Gen 2 angeht kann ich mich nicht beklagen! Ja die Benutzeroberfläche lädt ein gutes Stück flotter und fühlt sich etwas zügiger an. Ist der Unterschied wie Tag und Nacht? Eher nicht.

Der alte Cloud Key hat zumindest bei meiner kleinen Installation keine großen Leistungsprobleme gemacht. Dies mag natürlich anders aussehen falls Ihr wirklich 50 AccessPoints habt.

Aber ja der neue Cloud Key ist spürbar flotter!

 

Leistungsaufnahme und Verhalten

Der Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus wird wie bereits erwähnt entweder via PoE oder Quick Charge mit Strom versorgt. Im normalen Leerlauf benötigt dieser rund 6W Leistung, etwas mehr, wenn Ihr UniFi Protect nutzt und somit die HDD arbeiten muss.

Interessanterweise verfügt der Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus über einen kleinen integrierten Akku. Trennt Ihr den Cloud Key vom Strom fährt dieser sich automatisch herunter.

Der Akku dient also weniger dazu einen Stromausfall zu überbrücken, sondern nur ein sauberes Herunterfahren zu gewährleisten.

Ihr könnt im Übrigen auch USB C und PoE gleichzeitig nutzen. Fällt eine Stromquelle aus, wird die zweite weiter genutzt. Dies halte ich in der Praxis aber für recht unnötig, da bei einem Ausfall von PoE vermutlich eh das gesamte Netzwerk down ist.

PS. Tauscht Ihr die HDD gegen eine SSD aus sinkt der Stromverbrauch um ca. 1W.

 

Bugs und Probleme

Während meiner Installation des UniFi Cloud Key Gen2 Plus sind mir zwei Bugs begegnet. Meine Software Version ist die v0.8.10 für den Cloud Key und 5.9.29-11384-1 für UniFi.

Ich habe zunächst versucht ein Backup meines alten Cloud Keys einzuspielen, was auch soweit problemlos geklappt hat. Jedoch nach dem Einspielen des Backups konnte ich nicht mehr auf die „Your Cloud Key G2+ Settings“ zugreifen.

Dort hieß es „internal error occurred Try again later“. Der UniFi Controller selbst lief problemlos, nur ich kam nicht mehr in die Einstellungen des Cloud Keys selbst.

Hier beschreibt ein Nutzer ein ähnliches Problem https://community.ubnt.com/t5/UniFi-Routing-Switching/UniFi-Cloud-Key-G2-manage-quot-Internal-error-quot/td-p/2610614

Ich konnte dieses Problem lösen, auch wenn ich mir nicht ganz sicher war wie genau dies der Fall war. Vielleicht hilft Euch dennoch meine Lösung, falls Ihr ein ähnliches Problem habt.

  1. Resettet den Cloud Key Gen 2
  2. Geht in die Einstellungen und übernehmt die IP Adresse des alten Cloud Keys
  3. Richtet UniFi SDN schnell neu ein (natürlich ohne Geräte zu adoptieren usw.)
  4. Ist UniFi eingerichtet geht dort in die Einstellungen und spielt von dort aus das Backup ein.
  5. Fertig

Ich hatte hier dann zwar auch eine andere Fehlermeldung beim Versuch in die Einstellungen zu kommen, dies lag aber am Safari Browser. Vielleicht hilft Euch dies ja auch etwas weiter.

 

Fazit

Der neue UniFi Cloud Key Gen2 Plus* hinterlässt einen sehr positiven Eindruck!

Die Hardware ist Ubiquiti typisch klasse designt und macht einfach Spaß in der Nutzung, wozu auch Spielereien wie das Display beitragen. Sehr Ähnliches gilt auch für die Software, welche sich sowohl an erweiterte Privatnutzer wie auch IT-Administratoren gleichermaßen erfolgreich richtet.

Ich denke die meisten von Euch die sich für den Cloud Key interessieren, werden schon ihre Erfahrungen mit UniFi gemacht haben, daher brauche ich hierzu auch nicht mehr viel sagen.

Der neue UniFi Cloud Key Gen2 macht genau das was er soll. Er dient als schneller Server für den UniFi Controller. Ubiquiti wirbt mit einem 4x höherem Tempo, was ich subjektiv bedingt bestätigen kann. Ja der Cloud Key Gen2 ist ein Stück flotter und reaktionsfreudiger als die erste Generation, aber ob ich von effektiv von einem 4x höherem Tempo sprechen würde, lasse ich mal dahingestellt.

Die Hardware ist allerdings über jeden Zweifel erhaben! Das neue Aluminiumgehäuse ist schick und hochwertig und allgemein die technische Ausstattung stark.

Allerdings habe ich auch Kritikpunkte. Dies wäre klar der Preis! Der normale UniFi Cloud Key Gen2 kostet aktuell rund 200€, was ich etwas happig finde! Klar die Hardware ist diesem Preis durchaus angemessen, gerade wenn man das Display oder die Backup Batterie bedenkt, aber dennoch. 200€ für einen „mini Webserver“ ist alles andere als günstig. Daher bleibt für viele einfachere Nutzer der Cloud Key Gen1 vermutlich die bessere Wahl, zumindest aus Sicht der Preis/Leistung.

Beim UniFi Cloud Key Gen2 Plus fällt mein Fazit bezüglich des Preises deutlich positiver aus. Hier finde ich aufgrund der verbauten HDD und des Überwachungskamera-Recorders den Preis von rund 240€ völlig in Ordnung!

Interessiert Ihr Euch also auch für die UniFi Überwachungskameras ist der UniFi Cloud Key Gen2 Plus ein guter Deal!

Das neue Dell XPS 13 9380 im Test

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Pünktlich zur CES 2019 hat Dell seine neuste Version des XPS 13 vorgestellt. Das neue XPS 13 9380 ist dabei allerdings augenscheinlich nur ein kleines Upgrade verglichen mit dem alten XPS 13.

Dell setzt auf eine etwas leistungsstärkere CPU und hat die Webcam nun wieder am oberen Rand des Displays platziert.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Gibt es noch ein paar versteckte Änderungen unter der Haube? War es eine gute Entscheidung mir dieses zu kaufen?

Es gibt nur einen Weg es herauszufinden und zwar in einem Test des neuen Dell XPS 13 9380!

 

Das neue Dell XPS 13 9380 im Test

Was das Gehäuse und die Optik angeht, hat Dell beim neuen XPS 13 kaum etwas verändert. Genau genommen ist 99% des Gehäuses identisch zum Vorgänger. Das ist aber nichts Schlimmes, denn das XPS 13 ist sehr gut gealtert.

Das Gehäuse des Notebooks ist mit 7,8 mm – 11,6 mm, je nachdem wo man misst, ausgesprochen dünn und allgemein sind die Abmessungen des XPS 13 sehr kompakt! Dies liegt primär an Dells „InfinityEdge Display“, welches an den Seiten extrem kleine Rahmen besitzt.

Hierdurch entspricht das XPS 13 von seinen Abmessungen eher einem klassischen 12 Zoll Modell, als einem gewöhnlichen 13 Zöller. Allerdings muss man dazu sagen, dass dies mittlerweile auch nichts so Besonderes ist super schmale Displayrahmen zu haben, wie es das noch zum ursprünglichen Start des XPS 13 war.

Dennoch wenn Ihr ein super kompaktes Notebook sucht ist das XPS 13 9380 weiterhin eine top Wahl!

Die einzige offensichtliche Änderung zwischen dem XPS 13 9370 und dem XPS 13 9380 ist die Webcam. Diese war bei den alten Notebooks aufgrund des schmalen Rahmens unterhalb des Displays positioniert, was natürlich praktisch eher suboptimal ist. Die Kamera ist beim neuen XPS 13 nun wieder an die typische Position oberhalb des Displays gewandert.

Hierfür setzt Dell auf eine wirklich winzige Kamera, zudem ist das Display minimal nach unten gewandert, sodass der obere Rahmen etwas mehr Platz bietet. Ohne direkten Vergleich fällt dies allerdings nicht auf.

Neuerungen gibt es auch bei den Farben. Das XPS 13 ist in schwarz/grau, weiß/rosegold und weiß/weiß verfügbar. Ich habe mir die Weiß/Rosegoldene Version gekauft, primär weil die rein weiße Version noch nicht verfügbar war.

Was die Materialwahl angeht, setzt Dell auf einen Aluminium Karbonfaserstoff Mischung. Die Rückseite des Displays ist genau wie die Unterseite aus Aluminium gefertigt.

Dies verleiht dem XPS 13 eine sehr hohe Stabilität und Massivität. Die Handballenauflagen sind hingegen aus Karbonfaserstoff. Eine Kombination die ich sehr schätze!

Der Karbonfaserstoff fühlt sich an der Hand deutlich angenehmer an als es hartes Aluminium tut. Zudem leitet Karbonfaser weniger stark Kälte bzw. Wärme, wodurch sich die Handballenauflage immer sehr schön neutral anfühlt.

Beim schwarzen XPS 13 ist die Handballenauflage im Übrigen sehr glatt „poliert“. Bei der weißen Version ist diese etwas stärker texturiert. Ich kann hier nicht sagen ob mir eins von beiden eindeutig besser gefällt.

Was mir beim XPS 13 sehr gefällt ist die Stabilität und Wertigkeit des Gerätes. Das XPS 13 fühlt sich unheimlich hochwertig und robust an. Es ist sicher nicht ganz so edel wie ein Apple MacBook, aber fühlt sich nach solidem Arbeitstier an und dies trotz der sehr geringen Abmessungen.

Am gesamten XPS 13 lässt sich nichts eindrücken oder verbiegen. Selbst das Display ist fast 100%ig verwindungssteif, klasse!

Die generelle Verarbeitungsqualität würde ich als gut einstufen. Lediglich der Einschalter ist bei meinem Notebook etwas schief eingesetzt. Der Einschalter ist beim XPS im Übrigen auch ein Fingerabdrucksensor.

Was etwas kontroverser ist, ist leider die Portausstattung. Das XPS 13 9380 verfügt lediglich über drei USB C Ports, einen Kopfhöreranschluss und einen microSD Kartenleser. Immerhin zwei dieser drei USB C Ports unterstützen Thunderbolt 3.

Dennoch kann es etwas Gewöhnung und gegebenenfalls Adapter benötigen wenn man auf das XPS 13 9380 umsteigt. Ich bin schon länger das XPS 13 9370 gewohnt, daher komme ich mit den „nur USB C Ports“ klar. Das XPS 13 ist als portables Gerät gedacht und hier braucht man oder zumindest ich sehr selten X USB Geräte.

Dafür kann man das XPS 13 via USB C laden! Hier bekommt Dell von mir Bonus Punkte, denn passend zu meinem weißen Gerät legt Dell auch komplett weißes Zubehör bei (beim schwarzen Modell ist dieses schwarz).

 

Display

Das Dell XPS 13 ist wie üblich mit zwei Display Optionen verfügbar, einem Full HD Panel und einem 4K Panel. Letzteres besitzt einen Touchscreen und ist natürlich laut Dell was die Helligkeit und die Farbdarstellung angeht besser.

Ich habe diesmal das 4K Panel gewählt, im Test zum XPS 13 9370 findet Ihr aber auch die Messwerte zum Full HD Panel. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand nutzt Dell beim 9370 und 9380 die gleichen Panels.

Ganz klar gesagt das 4K „InfinityEdge“ Display sieht herausragend aus! Ich würde dies sogar als das beste Display bezeichnen, dass ich bisher in einem 13 Zoll Notebook gesehen habe. Es ist hell, super scharf und Farben wirken sehr lebendig.

Dieser subjektive Eindruck wird auch von meinen Messwerten bestätigt! Das Display des XPS 13 erreicht sehr gute 390 cd/m²! Damit ist dieses trotz glänzender Oberfläche im Freien gut ablesbar.

Noch beeindruckender ist der Kontrast von 1:1170, was für ein IPS Panel sehr gut ist!

Was mich allerdings etwas enttäuscht hat, ist die Farbraumabdeckung. Das XPS 13 erreicht 97% des sRGB Farbraums, was soweit gut ist, und 72% von AdobeRGB. Bei Letzterem hätte ich mir um ehrlich zu sein etwas mehr erwartet.

Was wiederum sehr gut ist, ist die Kalibrierung von Haus aus, die nahezu perfekt ist.

 

Lautsprecher und Webcam

Das Dell XPS 13 besitzt wie auch seine Vorgänger zwei Lautsprecher an den Seiten des Gerätes. Die Lautsprecher würde ich als gut nutzbar einstufen!

Diese sind ausreichend laut, angenehm klar und sauber. Zudem hört man durchaus einen gewissen Hauch Volumen im Klang. Bass stark würde ich die Lautsprecher des XPS 13 nicht bezeichnen, aber sie klingen wertig. Die Lautsprecher sind also nicht irgendwelche kratzenden Plastikdosen.

Wichtig! Installiert Ihr Windows neu, installiert dringend die „MaxxAudioPro“ nach! Ohne dieses Software Tool von Dell klingen die Lautsprecher 200% schlechter. Es ist unfassbar was dieses Tool für einen Unterschied macht.

Ich nehme zwar an, dass Dell beim neuen und alten XPS 13 die gleichen Lautsprecher verbaut hat, allerdings klingen diese im direkten Vergleich beim neuen XPS 13 einen Hauch klarer und brillanter. Vermutlich hat Dell hier etwas am Software Preset verändert.

Wie steht es um die neue Webcam? Dell hat hier ein wirklich winziges Modul mit 720p verbaut. Qualitativ ist es okay. Nicht mehr und nicht weniger als das. Legt Ihr einen besonders hohen Wert auf die Kamera gibt es bessere Geräte, für hin und wieder mal Skype passt die Kamera aber.

 

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur des Dell XPS 13 9380 ist für mich weiterhin ein großer Pluspunkt, gerade verglichen mit den Apple MacBook Pros, deren Tastatur aktuell wirklich grausam ist.

Die Tastatur besitzt ein gutes/normales QWERTZ Layout in voller Größe. Auch die Beschriftung ist klar und generell gut ablesbar. Legt Ihr darauf aber einen höheren Wert, wählt die schwarze Version, deren Tastatur ein gutes Stück klarer ablesbar ist.

Zudem kommt bei dieser Version die weiße Hintergrundbeleuchtung besser zur Geltung.

Der Druckpunkt und auch das Druckgefühl ist ausgesprochen gut. Die Tasten besitzen zudem einen großen Hub für solch ein kompaktes Ultrabook. Dabei ist der Druckpunkt recht knackig, allerdings der Anschlag etwas gedämpft. Hierdurch ist die Tastatur sehr unanstrengend.

Bonuspunkt gibt es für das massive Tastaturdeck, welches selbst beim enthusiastischeren Tippen in  keiner Weise nachgibt und somit das wertige Tippgefühl unterstützt.

Die Tastatur ist einer der Hauptgründe warum ich das XPS 13 so mag! Die überwältigende Mehrheit aller Artikel auf Techtest.org wurden auf meinem alten XPS 13 geschrieben.

Wie steht es um das Trackpad?

Das Trackpad des Dell XPS besitzt eine glatte Kunststoff Textur und zwei integrierte Maustasten. Diese sind was den Druckpunkt angeht, wie ich finde, sehr angenehm!

Generell ist das Tracking und die Nutzung des Trackpads sehr problemlos. Nein wir sind hier nicht auf dem Level eines Apple MacBook Pros, aber für ein Windows Notebook ist das XPS 13 sehr ordentlich.

 

Performance

Das Dell XPS 13 9380 setzt beim Prozessor entweder auf den i5-8265U oder den i7-8565U, je nachdem welche Version Ihr kauft. Ich habe die Version mit dem i7-8565U und 16GB RAM gekauft, also das Top Modell.

Der i7-8565U ist eine überarbeitete Version des i7-8550U, mit einem höheren Turbo Takt (4GHz vs. 4,6 GHz). Beide Prozessoren haben aber 4+4 Kerne und stammen aus Intels 8. Generation.

Gespart werden diese Prozessoren mit der bekannten Intel UHD-Grafik 620. Nein damit ist das XPS 13 nicht für Spiele geeignet! Ältere Spiele laufen durchaus, aber das meist nicht schön. Mehr Infos zu Thema „Gaming auf der Intel 620“ findet Ihr hier.

Ein sehr wichtiges Thema bei den aktuellen Intel CPUs ist die Leistungsaufnahme bzw. die TDP. Warum? Zwei Notebooks mit Intel i7-8565U können sich deutlich unterscheiden was die Leistung angeht. Ähnlich wie schon beim alten XPS 13 9370 setzt Dell auf eine höhere TDP.

Von Haus aus darf der i7-8565U maximal 15W Leistung aufnehmen, Dell hat dieses Limit aber auf 23W angehoben, wodurch die CPU effektiv etwas höher takten kann.

Dies bestätigt sich auch in Benchmarks.

Mit 740 Punkten im Cinebench liegt das XPS 13 9380 auf dem Level eines Alienware 15 R3 mit i7-7820HK. Fast noch beeindruckender ist der Single Core Score mit 185 Punkten. Dieser liegt sogar über dem von Notebooks mit dem größeren i7-8750H.

Damit ist das XPS 13 9380 eins, wenn nicht sogar das schnellste Notebook mit Intel i7-8565U!

In der Praxis relativiert sich dieser Vorteil aber etwas. Gibt es eine wirklich lange konstante Last, bleibt das XPS zwar weiterhin flott, aber der Vorsprung auf andere Geräte sinkt deutlich.

Schauen wir uns zum Abschluss noch drei Spiele an, CS GO, Left4Dead 2 und CIV6.

In 4K Auflösung könnt Ihr alle drei Spiele völlig vergessen. In Full HD wären aber alle drei Titel durchaus spielbar, wenn auch meist bei mittlerer bis niedriger Qualität.

Damit ist das XPS 13 natürlich kein Gaming Notebook, nicht mal im Ansatz, aber ältere oder sehr anspruchslose Titel lassen sich halbwegs gut spielen.

Spannend finde ich immer welche SSDs die System Hersteller verbauen. Hier gab es eine kleine Überraschung! Im Normalfall finden sich in Dell Notebooks Toshiba SSDs oder in Alienware Notebooks Modelle von Sk Hynix.

In meinem Dell XPS 13 9380 steckte allerdings eine 512GB Intel SSD Pro 7600p „SSDPEKKF512G8X“. Eine super spannende Wahl! Bei der 7600p handelt es sich um die teurere „Pro“ Version der Intel 760p. Die 760p und somit auch die 7600p sind recht flotte NVME SSDs, die aber auf eine besonders niedrige Leistungsaufnahme getrimmt sind, was ich auch bereits in einem Einzeltest dieser SSD bestätigen konnte.

Ein SSD Tausch beispielsweise in ein Samsung Modell würde also die Laufzeit des XPS 13 klar senken! Ja zwischen einer sparsamen und leistungshungrigen NVME SSD können durchaus +- 1,5 Stunden Laufzeit liegen.

Aber wie steht es um das Tempo? Die SSD erreichte lesend 2722MB/s und schreibend 1244MB/s, gute Werte! Diese liegen allerdings ein Stück unter den von Intel angegeben Maximalwerten von 3230MB/​s bzw. 1625MB/​s.

Wie kommt es? Gute Frage! An der Kühlung der SSD liegt es nicht, es könnte daran liegen, dass Dell das XPS von Haus aus im „Raid“ Modus betreibt, weshalb die SSD auch von Tools wie Crystaldiskinfo nicht erkannt wird (HWiNFO64 nutzen).

Schlimm? Nein! Ihr werdet im Alltag hier keine Unterschiede merken.

 

Temperatur und Lautstärke

Dell setzt beim XPS 13 auf gleich zwei Lüfter im Inneren und eine verhältnismäßig große Heatpipe. Allerdings scheint dies auch nötig zu sein! Mein XPS 13 läuft unter Last extrem heiß! Mit extrem heiß meine ich bei einer konstanten 100% Last 95-100 Grad auf allen Kernen.

Hat das XPS 13 9380 also Probleme mit Thermal Throtteling, also dem Absenken der Geschwindigkeit um ein Überhitzen zu verhindern? Jein. Der i7-8565U kann mit bis zu 4,6Ghz laufen, aber der offizielle Basis Takt liegt laut Intel bei 1,8GHz. Alles über 1,8GHz ist also als Bonus zu bezeichnen.

Praktisch pendelt sich der Takt des XPS 13 bei 3,6x bis 4,0xGHz ein, bei einer 100% Last. Bei kurzzeitiger Last kann der Takt aber durchaus auf die beworbenen „bis zu 4,6GHz“ ansteigen.

Möglicherweise habe ich auch einfach nur ein Montagsmodell erwischt, denn die Temperaturen erscheinen mir auch im Vergleich zum XPS 13 9370 etwas hoch.

Eventuell muss Dell auch noch etwas an der Lüftersteuerung nacharbeiten, denn das XPS 13 ist zu leise!

Im Leerlauf ist das Notebook komplett leise. Auch irgendwelche Programme installieren, Videos schauen, komplexere Programme starten usw. sorgen nicht dafür, dass die Lüfter hochdrehen.

Erst nach 20-30 Sekunden dauerhafter Last drehen diese wirklich langsam hoch. Aber selbst dann bleibt das XPS 13 recht leise!

Wenn Euch also ein leises Notebook wichtig ist, werdet Ihr viel Freude am Dell XPS 13 haben.

Spulenfiepen konnte ich bei meinem XPS 13 9380 im Übrigen nicht wahrnehmen!

Das Dell XPS 13 9380 lässt sich natürlich durch die USB C Ports laden. Dies erlaubt es auch das Notebook mit Powerbanks zu laden, für etwas mehr Laufzeit „on the Go“.

Allerdings ist das XPS hier etwas wählerisch. Eure Powerbank muss mindestens 27W Leistung liefern und die 20V USB Power Delivery Stufe unterstützen. Hier ist das XPS 13 9380 identisch zum 9370, mehr zu dem Thema hier.

 

Fazit

Das Dell XPS 13 9380 ist weiterhin das Vorzeige-Laptop wenn es um ein zuverlässiges Arbeitstier mit besonders kompakten Abmessungen geht!

Gerade das Gehäuse ist bei diesem vorbildlich! Es ist super kompakt, aber gleichzeitig sehr stabil und robust anfühlend. Auch sorgt die Handballenauflage aus Karbonfaserstoff für ein sehr angenehmes Nutzungsgefühl. Dieses wird auch klar von der sehr guten Tastatur und dem guten Trackpad unterstützt, bei welchen sich Dell keinen Fehler erlaubt hat.

Als weitere Stärken würde ich das Display einstufen, das sowohl bei der Full HD aber auch 4K Version klasse aussieht, die guten Lautsprecher, wie aber auch die Performance.

Dell hat den verbauten i7-8565U bis ans Limit ausgereizt, wodurch das XPS 13 9380 das vermutlich schnellste UltraBook ist. Allerdings nutzt Dell auch die Kühlkapazität des Notebooks voll! Der Prozessor ist unter Last konstant am Temperaturlimit von 95-100 Grad! Dies ist erst einmal kein Problem, aber etwas mehr Spielraum, was die Temperaturen angeht, wäre doch schön gewesen.

Immerhin ist dafür das XPS 13 9380 sehr schön leise. Im Leerlauf ist dieses beispielsweise nie zu hören.

Etwas hin und her gerissen bin ich bei der Akkulaufzeit. Diese ist mit +- 7 Sunden bei meinem 4K Modell okay. Damit kann man gut arbeiten, zumal man das XPS 13 auch via Powerbanks laden kann.

Aber hier habe ich das Gefühl es gibt durchaus noch etwas Luft nach oben.

Dennoch von mir eine absolute Empfehlung für das XPS 13 9380 von Dell! Dies ist auch im Jahr 2019 meine Wahl für mein „Arbeitsnotebook“, daher kann ich Euch dieses auch nur empfehlen.

Positiv

  • Sehr hohe Leistung
  • Sehr gutes und helles Display (4K)
  • Gute Eingabegeräte
  • Sehr kompakte Abmessungen
  • Robustes Gehäuse
  • Fingerabdruckscanner

Neutral

  • CPU läuft recht heiß

Negativ

  • Anschlussvielfalt mäßig

Flüssiger Displayschutz von HIPROTEC, funktioniert das?

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Es passiert nicht oft, dass ich Überraschungen in meiner Post finde. Allerdings war dies so ein Fall, denn HIPROTEC bzw. die Firma hinter HIPROTEC hat mir ohne vorheriges Kontaktieren einfach zwei Pakete ihres flüssigen Displayschutzes zugeschickt.

Ich weiß auch ziemlich genau warum, denn hätten sie mich zuvor versucht zu kontaktieren, hätte ich abgesagt oder nicht reagiert.

Warum? Ganz ehrlich ich halte flüssige Displayschützer für einen Placebo. Ich hatte hier damals meine Erfahrungen mit ProtectPax gemacht und das hatte mir gereicht. Zum einen konnte ich keinen Effekt von ProtectPax nachweisen, es war problemlos möglich das Display weiterhin zu zerkratzen,  zum anderen hatte ProtectPax versucht mein neutrales Video von Youtube löschen zu lassen. Youtube sah dies allerdings anders und das Video ist noch heute online.

Daher habe ich mich entschieden von diesen Wundermitteln Abstand zu halten.

Wenn aber HIPROTEC bzw. Kaydee international GmbH aber so unbedingt möchte, dass ich mir ihr Produkt ansehe, dann wollen wir das doch tun!

 

Was macht HIPROTEC „besonders“?

HIPROTEC hat es mit ihrem Produkt geschafft mich sehr neugierig zu machen, trotz meiner vorgefertigten Meinung zu flüssigen Displayschützern.

Wie das?

  • Mit in dem Paket das ich von HIPROTEC erhalten habe, lag ein „Testbericht“ des Fraunhofer ISC, welches eine gesteigerte Härte des Display Glases bestätigt.
  • Auf dem Paket von HIPROTEC wird mit einer Glashärte von 9,9 auf der Mohs Härte Skala geworben.
  • Es gibt eine Garantie auf Glasbrauch wenn Ihr HIPROTEC genutzt habt
  • Im Anschreiben wird gezielt damit geworben, dass es sich um ein anderes Produkt handelt als ProtectPax.

Gerade Letzteres ist sehr interessant. ProtectPax zumindest in Version 1.0 war vermutlich keine Eigenentwicklung, genau wie die meisten flüssigen Displayschützer auf dem Markt!

Ihr bekommt auf asiatischen Großhandelsplattformen einen verdächtig ähnlichen Displayschutz wie es ProtectPax 1.0 war für 0,78€ pro Paket.

HIPROTEC scheint auf den ersten Blick wirklich etwas Besonderes zu sein. Zumindest konnte ich bei den diversen China Großhändlern kein auffällig ähnliches Produkt finden.

 

Wie hart ist Glas?

Starten wir mit einer wichtigen Frage, wie hart ist Glas? Die meisten würden jetzt sagen sehr empfindlich, dies ist aber nicht richtig.

Glas bietet von Natur aus bereits eine sehr hohe Härte. So ist Glas härter als Eisen, Aluminium oder Stahl! Ihr könnt mit einem normalen Messer nicht Euer Smartphone Display zerkratzen (überprüfen auf eigene Gefahr). Falls Ihr mir nicht glaubt, schicke ich Euch einfach mal zu diesem Video. https://www.youtube.com/watch?v=oT6VL4x-rHY#t=1m40s hier kann man sehr schön sehen, dass ein Teppichmesser 0 schaden an einem Smartphone Display verursacht.

Was zerkratzt dann ein Smartphone? Quarze!

In der Regel in der Form von Sand oder Steinpartikeln, welche durch Autos aufgewirbelt werden und in Eurer Tasche landen und am Display reiben.

Glas hat auf der Mohshärte Skala eine 5,5-6, Stein 7+. Hier findet Ihr die komplette Skala. Zum Vergleich Eisen hat nur eine 3,5 und Diamanten eine 10.

HIPROTEC wirbt nun damit, dass man eine 9,9 erreicht. Sollte dies stimmen wäre das eine Sensation!

 

Wie soll HIPROTEC funktionieren?

Wie soll nun HIPROTEC funktionieren? Leider hält sich HIPROTEC hier wie die meisten Hersteller dieser Produkte recht bedeckt. Das Einzige was ich finden konnte ist: „Bei HIPROTEC dringt das Diamantgel bis zu 80nm in die Tiefe des Glases und macht das Glas 7x härter als unbehandelt“.

Ein Diamantgel das bis zu 80nm in die Tiefe des Glases eindringt?! Klingt etwas merkwürdig und sehr nach Marketing.

Es scheint sich hier praktisch weniger um Diamanten zu handeln, sondern mehr um eine Polysilazan-Beschichtung oder eventuell auch Aluminiumoxid (dies nutzen zumindest einige Konkurrenzprodukte).

Polysilazane würden wirklich eine Verbindung mit dem Glas herstellen und dieses potenziell härten und vor allem Hydrophobierung herstellen.

Aber ob damit wirklich das Glas so hart zu bekommen ist wie beworben, steht auf einem anderen Blatt.

 

Funktioniert HIPROTEC?

Kommen wir zum eigentlichen Test. Für diesen habe ich ein altes Smartphone geopfert, das Wiko Jerry.

Das Smartphone wurde von mir mit Klebeband in zwei Hälften unterteilt, die obere Hälfte wurde behandelt, die untere nicht.

Die Behandlung habe ich genau nach Anleitung durchgeführt, inklusive 72 Stunden Aushärtung!

Der erste Eindruck fällt leicht positiv aus. Das Display zeigt weniger schnell Fingerabdrücke und man sieht beim Wasserkontakt ganz klar ein stärkeres Abperlen. Also ja HIPROTEC hat das Display erfolgreich versiegelt!

Wie steht es um die Härte? Ein Messer zerkratzt weder die Unbehandelte noch die behandelte Fläche. Eisen ist auch weniger Hart als Glas, keine Überraschung soweit.

Der wirkliche Test ist ein ganz gewöhnlicher Stein aus meinem Garten. Sollte das Display des Wiko Jerry nach der Behandlung keine Kratzer durch den Stein erhalten hat HIPROTEC gewonnen!

Der Stein hat eine Härte von ca. 7 auf Mohs Skala, Glas 5,5 und HIPROTEC angeblich eine 9,9.

Und? Ja der Stein kann das behandelte Display mit Leichtigkeit zerkratzen.

Ich bin natürlich kein Wissenschaftler und habe keine „Professionellen“ Testgeräte, aber ich halte die 9,9 Härte, welche beworben wird, für falsch zumindest in der Praxis.

Auch ein befreundeter Chemie Student hat Zweifel ausgesprochen, dass es möglich wäre Glas auf eine Härte von 9,9 zu bringen.

Wie kommt nun HIPROTEC auf diese 9,9? Laut dem beigelegten Bericht des Fraunhofer ISC erreicht HIPROTEC einen Vickershärte von HV2744, was laut dieser Tabelle http://www.realgems.org/mohs_de.html 9,x entsprechen würde.

Ich kann hier nur annehmen, dass die sehr hohe Vickershärte einfach nicht so praktisch zu übernehmen ist. Anders kann ich mir den Stein Test nicht erklären.

Ja ich glaube dass HIPROTEC das Displayglas härter macht. Man merkt, dass der Stein ein Stück weit leichter über das behandelte Glas gleitet ohne Schäden zu verursachen. Aber sobald aber etwas Druck hinzukommt entstanden in meinem Test Schäden.

Von daher erwarte ich eine gewisse Schutzwirkung, aber, dass Euer Glas unzerstörbar ist, halte ich für unmöglich. Andernfalls gäbe es irgendeinen Smartphone Hersteller oder Hersteller von Fensterscheiben, Autoscheiben die so ein unzerstörbares „9,9 Härte“ Glas auf den Markt gebracht hätten.

Ein Stein und somit vermutlich auch ein Sandkorn kann weiterhin einen Kratzer verursachen und ein Sturz auf einen Stein Boden wird auch mit HIPROTEC vermutlich auch oft unschön enden.

 

Garantie auf Glasbruch?

So verrückt es klingt aber HIPROTEC gibt Euch eine Garantie gegen Glasbruch. Ihr müsst Euch beim Hersteller registrieren und sollte das Display Eures Smartphones brechen, wird dieses von HIPROTEC repariert oder Ihr erhaltet einen 100€ Gutschrift.

Auf der Webseite und den Garantiebedingungen steht, dass das Display repariert wird, in meinem Anschreiben ist von 100€ die Sprache.

Ich nehme mal stark an, sollte die Reparatur bei einem iPhone Xs oder Ähnlichem mehr als 100€ kosten, erhaltet Ihr 100€, ansonsten wird eine Reparatur durchgeführt.

Dies ist etwas sehr Interessantes und verdammt Mutiges! Selbst wenn HIPROTEC keine Schutzwirkung oder nur eine geringe bieten sollte, wäre es fast schon interessant das Produkt nur deshalb zu kaufen.

 

Fazit, taugt HIPROTEC etwas?

Tja das abschließende Urteil fällt schwer. Wenn Euch ein Hersteller ein Diamantgel verspricht das einen Schutz vor Bruch, Kratzern und Mikrokratzern bietet und dabei die Härte Eures Smartphone Displays von 6,x auf 9,9 erhöht (Diamanten erreichen eine 10), was würdet Ihr aus dem Bauch heraus sagen?

Ja dies ist ein sehr mutiges Versprechen, ebenso wie die Garantie gegen Glasbruch. Gäbe es so ein Wundergel würden dann nicht Smartphone Hersteller dieses nutzen und bis zu geht nicht mehr bewerben, auf diesem hart umkämpften Markt?

In meinem Test konnte ich die beworbene Härte von 9,9 nicht bestätigen! Ein Stein konnte problemlos das Display weiterhin zerkratzen und ein Stein hat eine Härte von +-7.

Ich will allerdings HIPROTEC auch keine Schutzwirkung absprechen. Man merkt, dass das Display glatter und abweisender gegenüber Fingerabdrücken und Wasser wird. Auch glitt der Stein leichter über das behandelte Display und es war minimal mehr Kraft nötig, um Kratzer hervorzurufen.

HIPROTEC tut also durchaus etwas. Knallt Euch aber Euer Smartphone mit Wucht auf einen Betoboden wird HIPROTEC nichts machen können. Ähnliches gilt bei Reibung an einem Stein oder Sand.

Ich würde wenn möglich ein Displayschutzglas oder Folie bevorzugen. Diese kann man bei Kratzern einfach abziehen, HIPROTEC nicht.

Allerdings in einer Welt wo immer mehr Smartphones gebogene oder sehr stark abgerundete Displays haben, wo ein klassischer Displayschutz nicht möglich ist, ist HIPROTEC vielleicht ein gewisser Schutz. Aktuell würde ich HIPROTEC besser als gar nichts einstufen und im Notfall kann man immerhin Anspruch auf die Garantie auf Glasbruch nehmen.

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Das nanoleaf Light Panels Starter Kit im Test, cooler aber leider teurer Spaß

Die nanoleaf Light Panels sind etwas was mich, bereits als ich das erste Mal darüber gestolpert bin, fasziniert hat. Bei den Nanoleaf Lightpanels handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um kleine dreckige RGB LED Panels, die sich in einer beliebigen Form zusammenstecken lassen.

Hierdurch lassen sich wirklich sehr schöne und interessante Formen und Lichtkonstrukte bilden.

Jedoch der Preis von über 200€ für das Basis Set hatte mich zunächst abgeschreckt. Zunächst, denn nach x Monaten war die Verlockung doch zu groß und ich habe mir das nanoleaf Light Panels Starter Kit gekauft.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob dies eine gute Entscheidung war! Neugierig?

 

Das nanoleaf Light Panels Starter Kit im Test

Das nanoleaf Light Panels Starter Kit besteht aus 9 LED Panels, 9 Verbinder, 28 Klebestreifen, einem Controller und dem Netzteil.

Damit liegt erst einmal alles mit im Lieferumfang was man zu starten benötigt. Allerdings gerade die 9 Verbinder sind doch etwas knapp bemessen, dazu aber später mehr.

Beginnen wir bei den LED Panels. Diese dreieckigen Panels sind mit einer Kantenlänge von rund 24cm angenehm groß. Bereits mit den 9 Panels die im Starterset beiliegen kann man eine ordentliche Fläche bedecken.

Im ausgeschalteten Zustand sind die LED Panels recht neutral. Es handelt sich bei diesen um eine einfache Kunststoffkonstruktion mit einer Dicke von 8,4mm. Diese sind komplett in weißer Farbe gehalten, lediglich in den Ecken schimmert etwas Dunkles durch die obere „Milchglas“ Abdeckung. Ich nehme an, dass in den Ecken der Panels die eigentlichen LEDs und die Elektronik sitzt.

Rein qualitativ sind die Panels völlig in Ordnung! Diese wirken halbwegs robust und wertig gemacht.

Dies kann ich allerdings nur bedingt über die Verbinder sagen. Jedes der LED Panels besitzt drei Steckverbindungen für den Controller bzw. für andere LED Panels.

Dieses Prinzip ist wirklich schön einfach und funktioniert auch soweit ganz gut. Allerdings ist die Verbindung eher etwas empfindlich. Habt Ihr zwei Panels verbunden kann man beide nicht mit einer Hand anheben ohne Sorge zu haben, dass etwas bricht oder abfällt.

Praktisch spielt dies allerdings nur bedingt eine Rolle, hätte mir aber dennoch vielleicht eine etwas sichere Verbindungsmöglichkeit gewünscht.

Um die LED Panels zu steuern und mit Energie zu versorgen gibt es eine Controller Einheit, welche einfach an irgendein Panel angesteckt wird und alle mit Energie versorgt.

Diese Controller Einheit ist angenehm kompakt und besitzt zudem zwei Steuerungstasten. Über diese könnt Ihr das Panel auch ohne Smartphone Einschalten und in einem gewissen Rahmen steuern.

Die Controllereinheit besitzt für die Energieversorgung ein ziemlich langes Kabel, welches in einem 24V 2,71A Netzteil (65W) endet.

 

Einrichtung und Installation

Richtet die Licht Panels am besten bereits ein bevor Ihr diese an der Wand montiert. Verbindet hierfür einfach die Panels auf dem Boden oder einem Tisch mit einander und mit dem Controller.

Ladet dann die Nanoleaf App aus dem Play/App Store herunter und startet diese.

In der App müsst Ihr Euch ein Konto beim Hersteller anlegen, der Rest wird mehr oder weniger selbstständig gemacht. Ihr müsst lediglich den Code auf der Rückseite eingeben/einscannen und dem LED Panel einen Namen geben, fertig.

Nun kommt der spaßige Teil, die Montage an der Wand. Hierfür legt der Hersteller kleine Klebepads bei.

Ja Nanoleaf wird an die Wand geklebt! Diese Klebepads sind ausreichend stark und lassen sich auch Rückstandslos entfernen, aber ich kann meine Hand nicht dafür ins Feuer legen wie diese an allen Oberflächen halten werden.

 

Die App und Funktionen

Das nanoleaf Light Panels werden via WLAN in Euer Netzwerk eingebunden. Diese könnt Ihr dann später via App, Apple HomeKit, Amazon ALEXA oder auch dem Google Assistenten steuern. Nanoleaf bietet auch eine Art Fernbedienung* an.

Konzentrieren wir uns auf die App. auf den ersten Blick ist die App ordentlich aufgebaut, wenn auch etwas verschachtelt. Ihr könnt über die App gleich mehrere LED Panels steuern, welche in „Häusern“ und „Räumen“ sortiert und gruppiert sind.

Hierbei habt Ihr die Wahl zwischen einem einfachen einfarbigen Leuchten und so genannten Szenen.

Beim einfarbigen Leuchten, leuchten alle mit dem Controller verbundenen LED Panels in der gleichen Farbe. Ihr könnt diese frei aus einem Farbrad auswählen oder Presets für die Schnellwahl speichern.

Wollt Ihr etwas kreativer werden, müsst Ihr Szenen nutzen. Bei Szenen leuchten die einzelnen Panels in unterschiedlichen Farben und können auch die Farbe wechseln. Beispielsweise kann so eine Art Kerzenflackern simuliert werden.

Hier gibt es einige vorgefertigte Szenen, Ihr könnt aber auch welche komplett frei erstellen. Dabei weiß das nanoleaf Light Panel immer wie es gerade angeordnet ist, so dass Ihr auch wirklich präzise die Farben für die einzelnen Dreiecke bestimmen könnt.

Grundsätzlich funktioniert dies auch sehr gut! Die Panels reagieren schnell und meist auch zuverlässig auf Eingaben.

Teilweise benötigt die App aber recht lange um eine Verbindung herzustellen. Dies wurde allerdings mit dem 3.x Update ein gutes Stück verbessert.

Alternativ zur App könnt Ihr den Sprachassistenten Eurer Wahl nutzen. Nanoleaf unterstützt Alexa, Google und Siri. Dies funktioniert auch in einem gewissen Rahmen gut, lediglich das Einstellen von Farben ist teils etwas „schwierig“ via Sprache.

 

Licht

Kommen wir noch kurz auf das Licht und dessen Qualität zu sprechen. Grundsätzlich haben mich hier die nanoleaf Light Panels positiv überrascht, gerade was die Helligkeit angeht.

Diese sind zwar nicht geeignet einen Raum zu erleuchten, können aber gerade bei weißer Farbe so hell werden, dass ein direktes Draufschauen fast schon unangenehm ist.

Von der Lichtmenge kann man die Lichtpanels mit einer klassischen 60-80W Glühbirne vergleichen, wenn auf weiß gestellt.

Farben hingegen sind generell sehr schön satt und kräftig. Hier gibt es auch Ausnahmen, wie grün, die etwas weniger satt sind, aber beispielsweise Blau- oder Rottöne sind angenehm kräftig.

Dennoch würde ich die Lichtqualität als gut einstufen.

Die Ausleuchtung der Panels ist zwar nicht super gleichmäßig, aber schon gleichmäßig genug das diese nicht negativ ins Auge springt.

 

Stromverbrauch

Kommen wir noch auf den Stromverbrauch zu sprechen. Dieser hängt von drei Faktoren ab, Helligkeit, Lichtfarbe und Anzahl der Panels.

Grundsätzlich benötigen die Panels bei einem kaltweißen Licht am meisten Energie und bei einem farbigen Licht am wenigsten.

Ein weiß leuchtendes Panel benötigt ca. 2,4W, 9 Panels rund 21,9W. Ein rot leuchtendes Panel benötigt ca. 1,7W bzw. 9 Panels rund 15,6W.

Dies ist wie ich finde soweit okay! Was leider weniger okay ist, ist der Leerlaufstromverbrauch! Dieser ist leider bei den nanoleaf light Panels erstaunlich hoch.

Ähnlich wie im eingeschalteten Zustand wird der Leerlaufstromverbrauch größer umso mehr Panels Ihr verbunden habt.

Bei einem Panel sind es 2W, bei 5 Panels 3,3W und bei 9 Panels satte 4,3W! Dies ist erstaunlich viel. Anscheinend befindet sich in jedem LED Panel wirklich eine separate Steuerungselektronik welche auch im ausgeschalteten Zustand konstant unter Strom steht.

Hier wäre es für eine Version 2.0 ganz klar sinnvoll ausgeschaltet den Strom controllerseitig zu den LED Panels zu kappen. 4,3W ergeben im Jahr aber auch „nur“ rund 10€ Stromkosten. Dies ist verschmerzbar, aber auch nicht wenig!

 

Fazit

Grundsätzlich fällt das Fazit zu den nanoleaf light Panels* sehr positiv aus! Die ohne Frage größte Stärke ist die Optik, welche einfach nur außergewöhnlich und cool ist.

Gefallen Euch die Light Panels, dann ist schon der halbe Kampf gewonnen.

Auch technisch sind die LED Panels soweit völlig in Ordnung! Das Licht ist hell und kräftig und die App macht einen guten Job. Auch das Zusammensteck-System ist gut gemacht und funktioniert erstaunlich gut.

Soweit so gut, allerdings ist naoleaf auch nicht perfekt. Der Standby Stromverbrauch ist etwas hoch und die Montage mit Klebestreifen etwas unflexibel.

Auch ist der Preis mit 200€, je nach Set Zusammenstellung saftig. Dafür erhaltet Ihr aber auch einen wirklich außergewöhnlichen Hinkucker!

Keine Produkte gefunden.

Das TFA WeatherHub System „Cosy Radar“ im Test, ideal für die Temperaturüberwachung! (auch für Aquarium, Serverraum usw.)

Vernetzte Wetterstationen haben wir uns ja schon einige angesehen, egal ob von Bresser, Netatmo, Eve usw. Ein wichtiges System hatten wir bisher allerdings vergessen, den WeatherHub.

Beim WeatherHub handelt es sich um eine vernetzte Wetterstation des bekannten Herstellers TFA Dostmann. Es handelt sich hier um ein großes System, welches sich mit vielen interessanten Komponenten erweitern lässt.

Ein weiterer interessanter Punkt am TFA WeatherHub ist der Preis. Das Basis Set ist bereits für 60€ erhältlich, das „Plus“ Set mit Wind-Sensor, Regen-Sensor usw. für lediglich 130€ und das Set Cosy Radar um welches es hier geht für rund 70€

Damit bietet TFA ganz klar den günstigsten Einstieg in das Überwachen des Wetters via Smartphone und auch eine der flexibelsten Lösungen, dank der vielen zusätzlichen Module.

Aber ist der TFA WeatherHub auch gut? Taugt die App etwas? Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Das WeatherHub System im Test

Das WeatherHub System von TFA ist sehr modular aufgebaut. Die Basis besteht aber immer aus dem Gateway. Das Gateway ist ein Empfänger mit welchem sich alle Module des WeatherHub Systems verbinden und welches sich um die Netzwerk Anbindung kümmert.

Diese Bride ist eine kleine handflächengroße Box, die über eine ausklappbare Antenne, einen Stromanschluss und einen LAN Port verfügt.

Das Gateway selbst kann, ganz blöd gesagt, erst einmal nichts messen. Für das Messen braucht Ihr Funkmodule. Folgende Module sind beispielsweise für das WeatherHub System verfügbar:

  • Temperatur-Sender
  • Temperatursender mit wasserfestem Kabelfühler
  • Solar-Funk-Windmesser
  • Funk-Regenmesser
  • Thermo-Hygro-Sender mit Profi-Temperatur-Kabelfühler
  • Thermo-Hygro-Sender

Damit sind alle gängigen Wetter-Sensoren abgedeckt. Wichtig, es gibt viele Sensoren in zwei „Qualitäten“ normal und aus der „Pro“ Serie. Ihr könnt im Übrigen mit einem Gateway bis zu 50 Sensoren verbinden.

Solltet Ihr nicht immer nur auf Euer Smartphone für die Werte schauen wollen, gibt es auch einige Display Einheiten mit eingebauten Sensoren, welche sich mit dem Weatherhub System verbinden lassen.

Im Set Cosy Radar befindet sich das Gateway, ein Temperatur Sensor, und eine kleine Displayeinheit.

Letztere ist recht einfach gestaltet und kann Euch Temperatur und das „Wohlfühl“ Klima anzeigen, was diese auch selbst misst und an das Gateway übermittelt. Qualitativ ist das Display erfreulicherweise recht ordentlich. Zwar ist dieses nicht beleuchtet, lässt sich dafür aber auch frei im Raum positionieren (Batteriebetrieben).

Der zusätzliche Funksensor verfügt ebenfalls über ein mini Display. Damit ist dieser ideal dafür neben der Haustür angebracht zu werden, dass beim Verlassen des Hauses gleich die Temperatur ablesbar ist. Achtet allerdings den Sensor nicht zu sehr Wasser auszusetzen.

 

Das Cosy Radar

Kommen wir noch im speziellen auf das Cosy Radar zu sprechen. Das Cosy Radar ist eine kleine Displayeinheit die Euch über drei wichtige Werte informiert. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumklima.

Das Raumklima ist gerade aktuell sehr wichtig! Habt Ihr es zu feucht kann es zu Schimmelbildung kommen, habt Ihr es zu trocken ist dies für Euch unangenehmen. Das Cosy Radar kann Euch hier auf einem Blick sagen wie es gerade um Euer Raumklima steht.

Diese Informationen werden natürlich auch in die App geliefert.

Solltet Ihr mehrere Räume haben wo Euch solche Informationen interessieren, kein Problem! Das Cosy Radar lässt sich für rund 25€ nachkaufen und es lassen sich auch bis zu 50 Stück mit einem Gateway verbinden. Klasse!

Was die Genauigkeit der Messwerte angeht, auch der Außeneinheit, kann ich mich nicht beklagen. Das genaue Messen der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ist im Jahr 2018/2019 keine große Kunst mehr. So liefert das Weather Hub System (Cosy Radar und das Funk Messgerät) in meinem Test auf +-0,4 Grad genaue Werte, was völlig okay ist!

 

Die App und Feature

Welche Feature der TFA WeatherHub Euch bietet, hängt natürlich stark von den gewählten Modulen ab. Ich habe mir für diesen Test nur das Set Cosy Radar, bestehend aus dem Gateway, einem Innen-Display und dem Temperatur-Sensor.

Daher fällt mein Funktionsumfang auch recht noch basic aus, verglichen zu dem was das WeatherHub System im Maximalausbau zu leisten vermag.

Starten wir aber bei den Apps. Die WeatherHub App ist für IOS und Android verfügbar.

Leider ist der erste Eindruck der WeatherHub App mäßig. Unter Android wurde mir zunächst eine Meldung entgegengeworfen, dass die App stark veraltet sei und ich mich doch an den Hersteller für eine neue Version wenden soll. Die App funktioniert zwar problemlos, ist aber anscheinend lange nicht mehr geupdatet worden. Das Design geht eher in die Android 2.3 Richtung.

Ganz blöd gesagt, schön ist etwas anderes als die WeatherHub App. allerdings funktional kann ich mich nicht beschweren. Auf der Startseite findet Ihr alle Eure Sensoren, welche Ihr durch das Scannen eines QR Codes in das System einbinden könnt.

Die Sensoren werden hier auch mit einer Wertevorschau, also beispielsweise der aktuellen Temperatur, angezeigt.

Tippt Ihr den Sensor an, kommt Ihr in die Details. Hier könnt Ihr zunächst eine Historie sehen, also eine Übersicht über alle vorangegangenen Messungen. Diese werden 90 Tage gespeichert.

Der Temperatur-Sensor scheint beispielsweise alle 7 Minuten eine Messung an die Basis zu übermitteln. Wie genau diese historischen Daten aussehen, scheint etwas vom jeweiligen Sensor abzuhängen. Bei dem Temperatur-Sensor erhaltet Ihr eine einfache Liste mit Werte, bei der Displayeinheit hingegen bietet die App Euch ein deutlich hilfreicheres Diagramm an.

Interessant das es hier Unterschiede bei der Darstellung gibt.

Im Falle des Windmessers und der Pro Module sollen auch Diagramme zur Verfügung stehen, was ich mangels Module allerdings nicht bestätigen kann.

Sehr interessant ist die Möglichkeit Alarm einzustellen. Hierbei erhaltet Ihr eine Nachricht wenn die Temperatur über oder unter einen von Euch eingestellten Schwellenwert fällt oder steigt.

Interessant ist dies auch für Besitzer von Aquarien, welche sich so mithilfe des Temperatursender mit wasserfestem Kabelfühler gut überwachen lassen, oder auch eines Server Schrankes(spezielle Systeme hierfür kosten extrem viel). Auch wenn Ihr eine Frost Warnung wünscht, wäre dies mit dem Außensensor möglich, welcher im Cosy Radar Set beiliegt.

Neben dem App zugriff gibt es auch eine deutlich ausführlichere WebUI, welche allerdings nur für Nutzer der Profi Plattform WeatherHub Observer zur Verfügung steht.

Alternativ könnt Ihr die WeatherHub Wetterstation auch in das Conradconnect System einbinden und darüber Diagramme usw. anfertigen lassen. Conradconnect ist aber natürlich ein etwas spezielleres System für „erweiterte“ Nutzer.

 

Fazit

Das TFA WeatherHub System ist ein ausgesprochen interessantes, aber auch etwas spezielleres System.

Dies liegt primär an der App, welche optisch leider recht altbacken erscheint. Sollte Euch diese Optik aber nicht abschrecken, erhaltet Ihr was den Funktionsumfang angeht ein sehr solides System!

Gerade Funktionen wie Temperatur Alarme können sehr praktisch sein! Ihr habt ein Aquarium? Dann kauft einen Temperatur-Sensor mit wasserfestem Fühler. Solltet die Heizung ausfallen und die Temperatur unter einen vor Euch festgelegten Grenzwert fallen erhaltet Ihr eine Warnung.

Ähnlich könnte man auch einen Serverschrank, ein Gewächshaus usw. überwachen.

Dies passt auch zu dem wie ich finde größten Pluspunkt des WeatherHub Systems. Viele andere „Smarte Wetterstationen“ sind was die Sensoren und den Umfang angeht sehr stark eingeschränkt.

TFA hingegen bietet duzende verschiedene Sensoren und Einheiten für den WeatherHub an, welche Ihr mehr oder weniger beliebig kombinieren könnt.

Ihr wollt für jeden Raum eine Anzeige wie diese im Cosy Radar Set enthalten ist, um Schimmel vorzubeugen? Ihr wollt in mehreren Räumen die Temperatur überwachen? Alles Kein Problem! Ihr könnt bis zu 50 Sensoren mit dem Gateway verbinden, egal welcher Typ Sensor!

Dabei sind diese Sensoren unheimlich preiswert. Das Starterset Cosy Radar kostet gerade einmal 70€, jede weitere Displayeinheit ca. 25€, ein Temperatur-Sensor unter 20€ und selbst komplexere Einheiten zum Messen der Windgeschwindigkeit sind für ca. 65€ erhältlich.

Ihr zahlt beim WeatherHub System fast keinen Aufpreis für die „Vernetztheit“. Dies ist schon ein sehr attraktives Angebot, gerade wenn Ihr Euch für eine gewisse Flexibilität bei den Modulen interessiert!

Das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse im Test

Schnelle NVME SSDs einfach extern am einem PC via USB anschließen war eine lange Zeit nicht möglich. Es gab einige SATA auf USB Adapter, aber keine NVME auf USB Adapter.

Dies hat sich jedoch vor Kurzem geändert und die ersten externen Gehäuse für schnelle NVME SSDs sind auf dem Markt angekommen.

So zum Beispiel das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse, welches ich bereits im Test hatte.

Heute soll es jedoch um das Modell von CHOETECH gehen. Dieses ist etwas teurer als das von XT-XINTE, soll aber vor allem mit einer verbesserte Kühlung und Verarbeitungsqualität punkten. Gelingt dies?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse im Test

Bei dem CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse handelt es sich um ein recht „generisches“ Produkt. Schauen wir auf Amazon, finden wir diverse gleiche Angebote von anderen Anbietern.

Auch ist der CHOETECH Markenname auf der Packung nur aufgeklebt. Dieser überklebt hier witzigerweise einen anderen Markennamen.

Wie kommt so etwas? Es wird einen OEM Produzenten dieses Gehäuses geben, der diese auf dem Großhandel anbietet, von wo aus diese dann von den Händlern gekauft werden und unter dem eigenen Namen bei Amazon landen.

Dies macht das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse natürlich nicht schlechter.

Gerade da der erste Eindruck ausgesprochen positiv ausfällt! Starten wir mit dem Lieferumfang, denn dieser fällt erfreulich groß aus.

Neben dem Gehäuse liegt ein Schraubendreher, ein paar zusätzliche Ersatzschrauben, ein USB C auf USB A Kabel und diverse Wärmeleitpads bei.

Das M.2 NVME SSD Gehäuse ist aus einem sehr dicken und massiven Aluminium gefräst. Die Verarbeitungsqualität kann man ganz klar als beeindruckend bezeichnen! Das Gehäuse ist sehr präzise gearbeitet und die Kanten sauber abgerundet. Seitlich befinden sich zudem kleine Lüftungsschlitze.

Diese in Kombination mit Gehäuse und den Wärmeleitpads, die beiliegen, sollten die Kühlung im CHOETECH M.2 NVMe SSD Gehäuse ausreichend sicherstellen.

Geöffnet wird das Gehäuse über zwei Schrauben auf der Unterseite. Im Inneren erwartet uns zunächst die Rückseite des PCBs. Hier findet sich auch der Controller, der dieses NVME auf USB Gehäuse erst möglich macht, der JMicron JMS583.

Um eine SSD zu verbauen, muss das PCB herausgenommen werden. Auf der Rückseite finden wir dann Platz für die typischen 2280 M.2 SSDs, wie auch für 2260, 2242 und 2230 Modelle.

Ebenfalls auf dieser Seite sind drei kleine Status LEDs, welche durch die Oberseite des Gehäuses blau leuchten.

Habt Ihr die NVME SSD eingesetzt, könnt Ihr auf diese noch eins der beiliegenden Wärmeleitpads legen, welches für einen Wärmetransfer zwischen SSD und Gehäuse sorgt. Es liegen mehrere Wärmeleitpads bei!

Als Anschluss nutzt das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse USB C. Der Port ist hier auf der Front eingelassen, ein passendes USB C auf USB A Kabel liegt bei.

Grundsätzlich könnt Ihr das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse an jedem USB Port betreiben, ob nun USB 2.0, 3.0 usw. Im Optimalfall sollte es aber ein USB 3.1 Gen 2 Port sein, für das volle Tempo.

Auch benötigen NVME SSDs relativ viel Energie. Je nach Modell frisst das Gehäuse bis zu 5V 1A, was für USB 2.0 Ports zu viel sein könnte.

 

Auffälligkeiten und Kompatibilität

Ich habe diverse SSDs von Samsung, Toshiba, Intel, Crucial usw. im CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse getestet und ALLE NVME SSDs funktionierten!

Wichtig das Gehäuse nimmt nur NVME PCIe SSDs und keine M.2 SATA SSDs.

Allerdings gibt es durchaus eine kleine Besonderheit um Umgang mit dem NVME Gehäuse. SSDs werden nicht „korrekt“ erkannt. Egal welche SSD Ihr verbaut, diese ist für Windows immer ein „JMicron Tech SCSI Disk Device“.

Was bedeutet dies in der Praxis?

Ihr könnt natürlich voll auf die SSD zugreifen, Daten hin und her kopieren usw.. Allerdings lassen sich keine Status Informationen wie Temperatur, Lebensdauer usw. auslesen.

Auch erkennen Hersteller Tools, wie die Samsung Magician Software die SSDs nicht.

Etwas unschön, aber auch kein Weltuntergang! Die SSDs funktionieren! Formatieren, partitionieren usw. müssen halt über Standard Tools vorgenommen werden.

Das Gehäuse benötigt im Übrigen unter Windows 10 und OSX keine separaten Treiber.

 

Performance

Wie schnell das CHOETECH NVME Gehäuse ist, hängt stark von Euren USB Ports ab. Das Gehäuse unterstützt maximal USB 3.1 Gen 2 10Gbit, also das schnellste aktuell verfügbare USB.

Aber selbst dann ist das USB Interface der limitierende Faktor! Hier Benchmarks in Kombination mit der Corsair MP500.

Mit 907 bzw. 877MB/s bietet das NVME SSD Gehäuse natürlich ein herausragendes Tempo, welches aber noch ein gutes Stück unter der maximalen Leistung der NVME SSD liegt, die in diesem Fall bis zu 3000MB/s schaffen könnte.

900MB/s ist allerdings das maximale Tempo von USB 3.1 Gen 2! Habt Ihr nur einen normalen USB 3.0 Port werden rund 450MB/s, also genau die hälfte, erreicht.

 

Temperatur

NVME SSDs sind eine heiße Sache. Gerade die High End Modelle können problemlos 80 Grad und mehr erreichen, sofern nicht gut gekühlt.

Dies ist natürlich nicht gut für die SSDs, im Allgemeinen sollten sie so kühl wie möglich bleiben.

Das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse hatte hier beispielsweise keinen so guten Job gemacht. Wie steht es aber um das CHOETECH Modell?

Auf den ersten Blick deutlich besser, aufgrund der Lüftungsöffnungen und den Wärmeleitpads. Diese erlauben einen deutlich besseren Transfer der Wärme der SSD auf das größere Aluminium Gehäuse, welches dann als Kühlkörper fungiert.

Leider ist es nicht möglich die Temperatur der SSD auszulesen, daher müssen wir auf Temperaturfühler zurückgreifen, um eine grobe Einschätzung zu erhalten.

Als SSD habe ich die Corsair MP500 gewählt, welche eine der heißesten SSDs auf dem Markt ist.

Erfreulicherweise gab es Temperatur technisch keine Probleme! Die SSD pendelt sich bei 40-44 Grad unter Last ein, was absolut unproblematisch ist!

 

Fazit

Das CHOETECH USB 3.1 Type-C auf M.2 NVMe SSD Gehäuse macht genau das was es machen soll. Ihr könnt im Inneren eine NVME SSD verbauen und dann extern als super schnellen Speicher nutzen.

Super schnell bedeutet in diesem Fall bis zu 900MB/s, an einem USB 3.1 Port mit 10Gbit. Damit reizt das Gehäuse den USB 3.1 Port auch voll aus.

Probleme mit der SSD Kompatibilität hätte ich keine! Egal ob von Samsung, Crucial, Toshiba usw. Lediglich werden die SSDs immer als „JMicron“ erkannt, wodurch die Hersteller Tools nicht funktionieren.

Rein von der Haptik und Verarbeitung gefällt mir das Gehäuse deutlich besser als beispielsweise das Modell von XT-XINTE.

Auch was die Temperaturen und die Kühlung angeht, ist das CHOETECH M.2 NVMe SSD Gehäuse sehr schön unproblematisch.

Kurzum für rund 50€ könnt Ihr Euch dank diesem Gehäuse einen sehr schnellen externen Speicher bauen! Das Gehäuse von CHOETECH ist aktuell auch das beste dieser Art, das mir begegnet ist.