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Die Plantronics Backbeat Pro 2 Bluetooth Kopfhörer im Test, die günstigere Alternative zum Bose QC35?!

In der Audio Industrie gibt es aktuell zwei große Trends, Bluetooth und Noise Cancelling. Will man beides in ein paar guten Kopfhörern haben, muss man bei den großen Herstellern gerne 200-400€ auf den Tisch legen.

Plantronics versucht mit seinen neuen Backbeat Pro 2 auch genau in dieser Preisklasse gegen die „Großen“ anzutreten.

Plantronics hat in der Vergangenheit immer durch sehr gute Produkte zu einem vergleichsweise fairen Preis überzeugen können. Dies macht die Backbeat Pro 2 natürlich noch interessanter.

Wie schlagen sich diese gegen die üblichen Verdächtigen in Form der Bose QC35 oder der Sony MDR-100ABN? Finden wir es im Test heraus!

Die Plantronics Backbeat Pro 2 Bluetooth Kopfhörer im Test

Plantronics setzt bei den Backbeat Pro 2 auf eine etwas klassischere und edlere Optik. Hierbei verwendet man dunklere Farbtöne wie „Leder-Braun“ und ähnliches. Hierdurch strahlen die Kopfhörer einen völlig anderen Style aus, als es beispielsweise viele Sony Modelle machen.

Das Ganze wirkt etwas gediegener und weniger „jugendlich“. Ich glaube die Backbeat Pro 2 werden vermutlich weniger den „jugendlichen Gangsta Rapper“ ansprechen als beispielsweise einen „Business Menschen“.

Neben viel Kunstleder setzt Plantronics beim Material allerdings ganz klassisch auf Kunststoff. Klingt allerdings negativer als es in der Praxis ist. Die Plantronics Backbeat Pro 2 fühlen sich erfreulich hochwertig an.

Die Haptik spiegelt durchaus den Preis von 200-300€ wieder.

Die Backbeat Pro 2 besitzen einiges an Schaltern und Tasten, auch welche die man nicht auf dem ersten Blick sieht.

Beginnen wir aber erst einmal mit den wichtigen Anschlüssen. Die Kopfhörer werden ganz klassisch via microUSB geladen. Hierbei soll der Akku bis zu 24 Stunden halten. Ich habe um ehrlich zu sein keine 24 Stunden dies am Stück getestet, allerdings kann die Herstellerangabe durchaus hinkommen. Nach 12 Stunden Nutzung war laut Akku Auskunft immer noch ca. 30% Akku vorhanden.

Neben dem microUSB Ladeport ist auch ein 3,5mm Anschluss vorhanden. Es ist also auf Wunsch möglich die Kopfhörer kabelgebunden zu nutzen.

Der Einschalter der Backbeat Pro 2 befindet sich an der rechten Ohrmuschel. Dies ist ein Schieber mit drei Positionen, Aus, Ein, Bluetooth koppeln. Ebenfalls auf der rechten Seite ist eine Mikrofon Mute Taste.

An der linken Ohrmuschel befinden sich die restlichen Steuerungstasten. Hier ist der Ein/Ausschalter für das aktive Noise Cancelling zu finden wie auch die üblichen Media Taste, also Play/Pause, Vor, Zurück und Lauter/Leiser.

Lauter und Leiser sind hierbei allerdings keine Schalter sondern etwas versteckt. Um die Vor/Zurück/Play/Pause Tasten gibt es einen kleinen Ring. Dieser Ring lässt sich drehen um die Lautstärke zu regulieren.

Dies ist nicht der einzige „Versteckte“ Trick der Plantronics Backbeat Pro 2. Wenn diese abgenommen werden wird Musik automatisch Pausiert oder beim Aufsetzen wieder fortgesetzt. Cool! Allerdings neigt dieses Feature auch dazu Musik zu Pausieren wenn man nach unten schaut.

 

Tragekomfort

Die Backbeat Pro 2 sind nicht übermäßig dick gepolstert dafür aber sehr weich. Das hier verwendete Material erinnert mich sehr stark an diverse Bose Kopfhörer, was definitiv positiv ist.

Unter den Kunstleder Ohrpolstern steckt ein sehr dichter und weicher Schaumstoff, der sich hervorragend an den Kopf anpasst.

Auch an den Ohren fühlen sich die Kopfhörer sehr weich und geschmeidig an. Jedoch haben diese eine Schwäche. Gerade im Neuzustand ist der Anpressdruck recht hoch. Gerade Nutzer mit größeren Köpfen könnten hier ein gewissen druck spüren.

Ich nehme mal stark an, dass sich dies im Laufe der Zeit etwas geben wird. Daher für Nutzer mit kleinen Köpfen Tragekomfort sehr gut und für Nutzer mit größeren Köpfen anfangs lediglich durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich.

 

Noise Cancelling

Noise Cancelling scheint der neue Trend bei High End Kopfhörern zu sein. Wie gut hat diesen Plantronics umgesetzt?

Selbstverständlich funktioniert Noise Cancelling bei den Backbeat Pro 2 jedoch muss man hier verglichen mit anderen Kopfhörern differenzieren.

Es gibt Kopfhörer welche ein sehr starkes Noise Cancelling liefern, also Umgebungsgeräusche so stark wie möglich wegfiltern. Diese Kopfhörer haben oftmals das Problem, dass durch das NC allerdings ein gewisser „Druck“ auf den Ohren aufgebaut wird. Manche machen dies auch noch besser als andere.

Andere Kopfhörer bieten im Gegenzug ein dezenteres Noise Cancelling, dafür dann aber auch keinen Druck oder Rauschen auf den Ohren.

Wenn es Euch um das stärkst mögliche Noise Cancelling geht, gibt es bessere Kopfhörer als die Backbeat Pro 2. Diese bieten ein eher dezentes NC welches Motorgeräusche leicht unterdrückt aber beispielsweise Stimmen oder ähnliches kaum bis gar nicht.

Schlimm? Eher nicht, mit aktivem Noise Cancelling und Musik in 30-40% Lautstärke ist die Umgebung eh fast ausgeblendet.

Lediglich wollt Ihr Musik bei sehr geringer Lautstärke höheren oder einfach nur Noise Cancelling dann sind z.B. die Sony MDR-100ABN, Sony MDR-1000X oder Bose QuietComfort 35 besser geeignet.

 

Klang

Was hilft aber die beste Verarbeitung und das beste Noise Cancelling wenn der Klang nicht gut ist? Wie sieht es hier bei den Plantronics Backbeat Pro 2 aus?

Erfreulicherweise klingen die Plantronics Backbeat Pro 2 sehr gut, was aber auch bei einem Preis von rund 300€ so zu erwarten ist.

Die Kopfhörer besitzen einen recht spaßig ausgerichteten Klang. Hierbei ist gerade der Bass recht präsent. Dieser besitzt einen hervorragenden Tiefgang, Volumen und Punch.

Dies macht gerade in Songs wie YOUTH von Troye Sivan einen unheimlichen Spaß. Der Bass liefert hier eine unglaubliche Spielfreude und Plastizität welche ich so noch nicht von vielen Kopfhörern gehört habe.

Aber auch die Höhen sind absolut sauber und feinspielend. Hierbei sind diese aber nicht übermäßig brillant oder spitz. Die Backbeat Pro 2 neigen eher zu einem abrunden von spitzen Geräuschen was diese etwas weicher macht. Hierdurch bieten die Kopfhörer unterm Strich eher einen wärmeren Klang. Verwechselt dies bitte nicht mit Dumpf, denn das sind die Backbeat Pro 2 beim besten Willen nicht mal im Ansatz.

Mitten sind bei den Backbeat Pro 2 gut, werden aber auch nicht übermäßig betont. Stimmen und Gesang wird klar und deutlich wiedergegeben. Hier habe ich nichts zu bemängeln.

Grundsätzlich ist der Klang der Kopfhörer sehr schön detailliert. Hierzu trägt auch das Unterstützen von APTX und dem AAC Codec (für IOS Geräte) bei. Allerdings reicht auch der SBC Codec (der Basis Bluetooth Codec falls kein AAC oder APTX unterstützt wird) schon vollkommen aus um einen guten Klang zu zaubern.

Bei solch hochpreisigen Kopfhörern ist mittlerweile kaum bis kein Unterschied zwischen kabelgebundener Nutzung und Bluetooth mehr zu hören, lasst Euch also von der kabellosen Verbindung nicht abschrecken.

Allerdings klingen beispielsweise die Sony MDR-100ABN gerade in den Höhen nochmals etwas feiner aufgelöst. Wo wir gerade dabei sind, wie klingen die Backbeat Pro 2 verglichen mit den üblichen Konkurrenten?

Die Sony MDR-100ABN bieten einen etwas neutraleren, ausgewogeneren Klang welcher noch etwas feiner aufgelöst ist. Dafür ist der Bass bei den Backbeat Pro 2 ein gutes Stück mächtiger. Hierbei meine ich nicht nur die Masse sondern auch den Tiefgang und das Volumen. Unterm Strich gehen die Sony eher in die helle und leichte Richtung und die Plantronics etwas wärmere und mächtigere, hier ist es Geschmacksache was besser gefällt.

Die Parrot ZIK 3, JBL Everest Elite 700 und Teufel MUTE BT werden ganz klar von den Backbeat Pro 2 geschlagen, was den Klang angeht. Dafür sind diese allerdings auch günstiger oder bieten andere Features.

Der große Konkurrent ist hier sicherlich der Bose QC35. Beide Kopfhörer sind klanglich recht dicht aneinander und es fällt mir unmöglich hier zu sagen welcher besser ist. Aber dies spricht ja schon für den günstigeren Backbeat Pro 2. Der Backbeat Pro 2 ist im Bass vielleicht etwas knackiger und der Bose etwas wuchtiger.

Zum Abschluss noch etwas Generelles. Die Plantronics Backbeat Pro 2 besitzen eine hohe maximale Lautstärke und kein merkbares Grundrauschen.

Eine Sprachansage beim Einschalten/Verbinden ist vorhanden, allerdings ist dies eine gute und nicht störende Ansage.

 

Fazit

Die Plantronics konnten im Test definitiv überzeugen und sind für 250€ ein guter Kauf! Die Backbeat Pro 2 gehören sogar aktuell zu den Top 3 meiner Lieblings Bluetooth Kopfhörern.

Dies vor allem aufgrund des Klangs. Wer gerne einen voluminösen und qualitativ hochwertigen Bass hat, wird die Backbeat Pro 2 lieben! Aber auch die Höhen und die generelle klangliche Ausrichtung der Kopfhörer ist dynamisch und lebendig.

Musik mit den Backbeat Pro 2 hören macht Spaß! Hierbei gehören diese wie auch beispielsweise die Bose QC35 eher in die etwas wärmere Richtung.

Aber wie sieht es abseits des Klangs aus? Die Haptik der Backbeat Pro 2 ist mehr als angemessen für die Preisklasse. Über die Optik kann man natürlich streiten, mir gefallen die Kopfhörer aber recht gut. Diese wirken definitiv hochwertig.

Der Tragekomfort ist in Ordnung allerdings gerade Nutzer mit breiteren Köpfen werden diese erst etwas eintragen müssen. Beim Nosie Cancelling fallen die Backbeat Pro 2 etwas hinter die Bose QC35 oder die Sony MDR-100ABN zurück.

Dies ist auch letztendlich die entschiedene Frage. Wie wichtig ist Euch Nosie Cancelling? So wichtig, dass Ihr bereit seid für ein besseres 50-80€ mehr zu zahlen?  Dann greift vielleicht eher zu den Bose QC35, welche hier überlegen sind.

Ist für Euch Nosie Cancelling aber eher ein Bonus Feature und der vorangegangene Test klingt soweit passend für Euch, kann ich die Plantronics Backbeat Pro 2 vollkommen empfehlen!

Für rund 250€ bieten diese eine klasse Preis/Leistung und können gerade akustisch bei den besten Bluetooth Kopfhörern mitspielen.

Plantronics BackBeat Pro 2 Bluetooth-Headset, Active Noise Cancelling...
  • extrem gutes Klangerlebnis in Profiqualität
  • Bluetooth der Klasse 1 (volle Bewegungsfreiheit innerhalb von...
  • Sensitivity: 93 (dB SPL/1mW),Driver diameter:40 mm

Das Huawei P10 Plus im Test, DAS handschmeichelnde Kamera Smartphone

Huawei ist der erste große Smartphone Hersteller welcher 2017 seine Flaggschiff Smartphones auf den Markt gebracht hat.

Den Anfang machte hier das kleine Huawei P10 gefolgt vom etwas größeren Bruder dem P10 Plus.

Auf den ersten Blick sind beide Smartphones sehr interessante High End Geräte, welche allerdings vielleicht etwas im Schatten des kommenden Samsung Galaxy S8 stehen.

Aber ist das wirklich so? Finden wir im Test heraus wie gut Huaweis neues Flaggschiff Smartphone ist!

Das Huawei P10 Plus im Test!

 

Verpackung und Lieferumfang

Huawei hat sich bei der Verpackung des P10 Plus etwas Interessantes ausgedacht. Diese besitzt zwei „Klappen“ und lässt sich über diese auseinanderfalten.

Hierdurch wird das Smartphone etwas aufwendiger präsentiert als bei vielen Konkurrenzprodukten.

Auch der Lieferumfang fällt ordentlich aus. Neben einem Schnelllade -Netzteil, einem USB C Kabel liegen auch ein paar Ohrhörer im „Apple Earpod“ Style und eine Kunststoffhülle bei.

Letztere ist nichts besonderes, sollte aber taugen bis man sich gegebenenfalls selbst eine passende Hülle besorgt hat.

Auf dem Smartphone ist auch schon eine passende Displayschutzfolie Aufgetragen.

Das Huawei P10 Plus im Test

Vor noch wenigen Wochen hätte ich das Design des P10 Plus als sehr schick und modern bezeichnet. Allerdings nach der Vorstellung des LG G6 und des Samsung Galaxy S8 wirkt gerade die Front des Smartphones fast schon „klassisch“.

Huawei setzt beim P10 und dem P10 Plus nicht auf besonders schmale Display Rahmen wie LG oder Samsung, ganz im Gegenteil.

Beim P10 und P10 Plus ist der Fingerabdruckscanner erstmals bei Huawei auf die Front gewandert.

Zwar ist das P10 Plus nicht riesig für ein 5,5 Zoll Smartphone, es ist einen Hauch kleiner als ein Google Pixel XL oder iPhone 7 Plus, aber es ist auch nicht übermäßig kompakt.

Im Grunde sieht das Smartphone aus wie bekannte Flaggschiff Smartphones aus dem Jahr 2016. Es fehlt mir hier ein wenig die Evolution welche bei Samsung mit dem S8 und bei LG mit dem G6 ganz klar vorhanden ist.

Diese beiden Smartphones wirken futuristisch, währen das P10 Plus klassisch wirkt. Ob das nun so tragisch ist, hängt von Eurem Geschmack ab.

Hierbei gefällt mir die Rückseite nochmals deutlich besser als die Front. Eine einfach matte Aluminiumrückseite mit einem schwarzen Kamerastreifen und einem schicken Leica Schriftzug. Das Ganze sieht sehr edel und elegant aus, Daumen hoch dafür.

Ähnliches gilt auch für die Verarbeitung und Haptik. Das Aluminium fühlt sich sehr weich und geschmeidig in der Hand an.

Ganz allgemein betrachtet liegt das P10 Plus hervorragend in der Hand, „Handschmeichler“ ist hier wirklich der passende Ausdruck.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixel wie auch einen länglichen Fingerabdruckscanner, eine 8MP Front Kamera und die Ohrmuschel.

Rechts sind die drei üblichen physischen Tasten eines Smartphones. Hierbei ist der Ein/Ausschalter mit einer anderen Textur versehen das dieser schnell und gut zu finden ist. Der Druckpunkt und das Druckgefühl der Tasten würde ich als „Perfekt“ bezeichnen.

Auf der Unterseite ist ein Lautsprechergrill, der USB C Ladeport und der 3,5mm Kopfhöreranschluss. Auf der Oberseite ist ein IR Sender, mit dessen Hilfe kann das Smartphone als Fernbedienung eingesetzt werden.

Huawei setzt natürlich auch beim P10 Plus auf sein Dual Kamera Setup welches neben dem LED Blitz als einzigstes auf der Rückseite zu finden ist.

Software

Huawei nutzt bei seinem P10 Plus wie bei allen seinen Smartphones EMUI als Betriebssystem, hier in Version 5.1.

EMUI basiert natürlich auf Android, in diesem Fall Version 7.0. Basiert bedeutet alle Android Apps funktionieren auf dem Smartphone und der grundsätzliche Aufbau ist wie bei jedem anderen Android Smartphone.

Hierbei ist allerdings das Betriebssystem gerade optisch sehr stark an Huaweis Vorstellungen angepasst. Dies beginnt bei der Einrichtung und endet in den Einstellungen.

Ob dies einem gefällt oder nicht ist Geschmacksache, schaut Euch einfach die Bilder an und entscheidet selbst.

Ich finde allerdings die App Symbole im Launcher grausam! Ich weiß nicht was sich Huawei bei diesem dunklen Lila, Burgunderrot usw. gedacht hat.

Erfreulicherweise gibt es einen recht großen Designs Store wo es jede Menge Presets zur Auswahl gibt,die das Smartphone optisch etwas „normaler“ gestallten oder noch exotischer wenn Ihr dies wollt.

 

Display

Beim Display sehen wir etwas Besonderes beim P10 Plus. Huawei hatte sich bisher geweigert 2K Bildschirme in Ihren Smartphones zu verwenden. Gründe dafür nicht auf 2K Displays zu setzen gibt es durchaus. Diese brauchen mehr Energie, sind etwas dunkler, Spiele benötigen mehr Rechenleistung und sind natürlich auch teurer.

Beim P10 Plus nutzt Huawei aber dennoch ein 5,5 Zoll Panel mit 2560×1440 Pixeln Auflösung.

Taugt das Display etwas? Das P10 Plus ist ein 750€ Smartphone, daher sollte es kaum eine Überraschung sein, dass das Display sehr ordentlich aussieht.

Zwar sieht man an den Schwarzleveln, dass es sich um ein IPS Panel handelt, aber abgesehen davon passt das Display. Farben sind ausreichend satt und kräftig und auch Kontraste sind überzeugend.

Bei der maximalen Helligkeit war ich allerdings etwas enttäuscht. Das Huawei Mate 9 besitzt das aktuell hellste Smartphone Display das  ich bisher gesehen habe, das P10 Plus hingegen landet, was die maximale Helligkeit angeht, eher im Mittelfeld, gleichauf mit dem LG G5.

Vielleicht hätte man doch beim Full HD Panel bleiben sollen. Kurzum ein Flaggschiff Smartphone angemessenes Display, aber auch nicht überragend.

Positiv Huawei setzt auf das neue Gorilla Glas 5, Daumen hoch dafür!

 

Sound

Beginnen wir mit den Lautsprechern des P10 Plus. Auf den ersten Blick besitzt dieses einen Lautsprecher auf der Unterseite, dies ist aber nicht ganz korrekt denn auch die Ohrmuschel wird als Lautsprecher genutzt.

Hierbei ist jedoch die Ohrmuschel nicht wie beim iPhone 7 Plus ein „gleichwertiger“ Lautsprecher, sondern nur unterstützend.

Es gibt hier zwei Modi, je nachdem wie das Smartphone gehalten wird. Hochkant wird die Ohrmuschel als Hochtöner und der Haupt Lautsprecher als Tieftöner genutzt.

Im Querformat hingegen werden beide weitestgehend „gleichwertig“ angesteuert.

Daher klingt das Smartphone doch etwas anders. Hochkant hat dieses etwas mehr „Bass“, im Querformat klingt es etwas klarer und bietet Stereo Sound.

Grundsätzlich klingt das P10 Plus sehr ordentlich, besser als ein Samsung Galaxy S7 Edge, LG G5, Google Pixel XL oder iPhone 6s. Jedoch ist es auch nicht ganz die Oberklasse, ein iPhone 7+ klingt beispielsweise noch etwas voller und lauter.

Trotzdem das P10 Plus gehört, was die Lautsprecher angeht, zu den besseren Smartphones. Ähnliches gilt auch für den Kopfhöreranschluss.

Hier bietet das Smartphone eine leicht überdurchschnittliche Performance für ein Flaggschiff. Gerade große Kopfhörer werden ganz gut vom P10 Plus befeuert.

Telefonate waren klar, laut und verständlich. Auch mein Gegenüber konnte mich problemlos verstehen.

 

Kamera

Die Kamera ist einer der Punkte auf welche Huawei seit der Kooperation mit Leica sehr viel Wert legt.

Das Interessante ist hier das Verwenden von zwei Kamerasensoren auf der Rückseite. Hierbei handelt es sich nicht um zwei Kameras mit unterschiedlichen Zoom Stufen wie beim iPhone 7+ oder dem LG G5/G6 sondern die Bilder werden immer zusammengerechnet.

Bei den Sensoren handelt es sich um einen 12 Megapixel Farbsensor und einen 20 Megapixel Schwarz/Weiß Sensor.

Wie funktioniert das Ganze? Theoretisch müsst Ihr Euch dies so vorstellen, der schwarz/weiß Sensor macht ein Foto, auf dieses Foto wird dann das Farbbild drüber gelegt jedoch so, dass Konturen und Details die zusätzlich vorhanden sind erhalten bleiben. Für die genauen Details, wie das Ganze funktioniert, fragt Huawei oder Leica.

In der Standard Einstellung macht das P10 Plus 12 Megapixel Fotos, allerdings kann man die Qualität auch auf 20 Megapixel hochdrehen. Wenn Ihr 20 Megapixel Aufnahmen macht, verliert Ihr aber die Möglichkeit den Digital Zoom zu nutzen, einen Preis den ich bereit wäre zu zahlen.

Beide Sensoren sind mit einer F1.8 Blende ausgestattet, dies ist auch der einzige Hardwareunterschied zum Huawei Mate 9 oder dem kleineren P10. Durch diese größere Blende sollte das P10 Plus bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen machen können.

Ehe wir zu den Bildern kommen, ein paar Worte zur App und generellen Dingen.

Die App von Huawei erfordert etwas Eingewöhnung und nutzt viele Wischgesten. Wenn man sich aber einmal mit dieser auskennt, ist die App ordentlich. Hierbei verfügt diese sogar über einen guten pro Modus und jede Menge zusätzlicher Funktionen wie einem Dokumenten Scanner, Beauty Modus usw.

Der Autofokus der Kamera ist okay  und ausreichend schnell. Schnell aber auch nicht super schnell, auch gab es ab und zu Ausschuss bei welchem das Smartphone nicht zu 100% scharf gestellt hat. Hier gilt wenn möglich Tap to Fokus nutzen.   Ein Galaxy S8 oder iPhone 7 bieten hier nochmals etwas mehr Tempo, aber in der Praxis macht das kaum einen Unterschied.

Auch das Tempo der Kamera ist ordentlich. Im Grunde kann man so schnell Bilder machen wie man den Auslöser drücken kann. Auch HDR Bilder, welche beim P10 Plus nicht viel, verglichen mit normalen Aufnahmen, bringen, werden sofort verarbeitet und gespeichert, also alles soweit wie man es bei einem High End Smartphone erwarten kann.

Allerdings sind mir hierbei ab und zu „Stotterer“ aufgefallen wo das P10 Plus plötzlich pro Bild ne Sekunde brauchte (auch bei gutem Licht) warum auch immer.

Kommen wir zu den Testbildern. Diese sind im Automatik Modus gemacht bei vollen 20 Megapixeln. Ich habe hier etwas herum experimentiert und konnte keinen Nachteil der 20MP Aufnahmen gegenüber der 12MP Aufnahmen erkennen, ganz im Gegenteil, daher nutze ich diese Auflösung.

Achtung mobile Nutzer! Ich habe alle Aufnahmen 1 zu 1 hier hochgeladen und diese werden in voller Qualität nachgeladen sobald Ihr diese anklickt!

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Bei guten bis mittleren Lichtverhältnissen bietet das Huawei P10 Plus bzw. das P10 aktuell die so ziemlich besten Fotos die man von einem Smartphone bekommen kann!

Hierbei stimmt einfach alles, Farben, Kontraste, Schärfe, die Dynamic und auch der Weißabgleich.  Allerdings ist der Vergleich mit anderen Smartphones schwer. Huawei Smartphones mit Leica Kamera bieten einen besonderen Bildstyle. Das Ganze geht schon fast in die Richtung „Dauer HDR“. Also alle Bilder besitzen eine sehr hohe Dynamic und starke Kontraste ohne dabei in das „Bunte“ abzufallen.

Ich mochte diesen Bildstyle beim P9 und P9 Plus schon und das Gleiche gilt auch weiterhin. Ein kleiner Vorteil sind hier auch die 20 Megapixel gegenüber den meist 12 Megapixeln der Konkurrenz. Dies verleiht den Aufnahmen des P10 Plus nochmal einen Tick mehr Schärfe und Details.

Allerdings handelt es sich ja bei den 20 Megapixel nicht um „echte“ 20 Megapixel, wie ich oben bereits erklärt habe. Allerdings im direkten Vergleich sehen die 20 Megapixel Bilder immer einen Hauch schärfer und detaillierter aus, selbst im Low Light. Also es führt nicht zu mehr rauschen wenn 20MP anstelle von 12MP eingestellt sind. Daher mein Rat lasst die 20 Megapixel immer eingestellt.

Wo wir gerade bei rauschen sind, wie gut schlägt sich das P10 Plus im „Low Light“?

Klären wir zuerst die Frage ob die f1.8 Blende des P10 Plus wirklich etwas gegenüber den f2.2 des P10 und Mate 9 bringt.

Leider habe ich kein P10 zum Vergleich hier, lediglich ein Mate 9 welches aber über die gleiche Kamera Hardware verfügt. Huawei hat angeblich die Software beim P10 verglichen mit dem Mate 9 überarbeitet, also kann es sein, dass der Vergleich P10 gegen P10 Plus noch etwas anders aussieht.

Für den Vergleich wurden beide Smartphones auf ein Stativ gepackt und das Licht über dem Schreibtisch einmal auf 10% und einmal auf 5% reduziert. Dies ist also wirklich schon sehr dunkel!

25% Licht Mate 9
25% Licht P10 Plus
10% Licht Mate 9
10% Licht P10 Plus
5% Licht Mate 9
5% Licht P10 Plus

Was man grundsätzlich erkennt ist wie unterschiedlich die beiden Smartphones Dunkelheit handhaben.

Bei 10% (und auch 25% Lichtstärke) scheint das P10 Plus etwas weniger Bildrauschen zu produzieren und die Aufnahmen wirken besser auf mich.

Bei 5% kippt das Bild, im wahrsten Sinne des Wortes. Während das Mate 9 das macht was zu erwarten ist, weniger Licht = mehr Bildrauschen, holt das P10 Plus die Keule heraus.

Das Bild wird bei diesem extrem geglättet! Ja das Bildrauschen ist fast komplett weg, selbiges gilt aber auch für die Details.

Ganz ehrlich in dieser extreme Situation würde ich die Aufnahme des Mate 9 bevorzugen, jedoch grundsätzlich ist das P10 Plus im Low Light etwas stärker.

Aufgrund der größeren Blende kann dieses den ISO Wert etwas niedriger halten bei der gleichen Belichtungszeit.

Wie sieht der Vergleich mit der Konkurrenz aus?  Wie gesagt bei Tageslicht gehört das P10 Plus zu den Besten, jedoch im Dunkeln sackt dieses ein Stück weit ab.

Ein iPhone 7 Plus und das S7 Edge (S8/S8+) bieten hier doch ein deutlich saubereres Bild.

Dennoch hätte ich keine Probleme das Huawei P10 Plus als meine einzige Kamera mit in Urlaub zu nehmen. Bei guten bis mittleren Lichtverhältnissen gehört dieses zu den Top 5 Smartphone Kameras, bei Low Light rutscht es aber eher ins Mittelfeld ab.

Ein Ass hat das P10 Plus allerdings noch im Ärmel was Low Light angeht, den Monochromen Modus. Wenn dieser aktiv ist, nutzt das Smartphone nur den zweiten schwarz/ weiß Kamerasensor. Hierdurch sind allerdings die Bilder gerade im Dunkeln ein gutes Stück heller und schärfer.

Wie sieht es bei Video aus? Ähnlich wie bei Fotos liefert hier das P10 Plus eine gute bis sehr gute Qualität, jedoch wenn Video für Euch wichtiger ist als Fotos dann gibt es bessere Smartphones für Euch.

Warum? An der Qualität habe ich nichts zu bemängeln jedoch ist der Bildstabilisator beim P10 Plus verglichen mit anderen Flaggschiff Smartphones deutlich schlechter. Erst im Full HD Modus mit der zusätzlichen Software Stabilisierung wird das Bild angenehm weich.

Dafür leidet aber die Bildqualität deutlich.

Eine interessante Frage will ich aber noch zum Schluss behandeln, was bringen diese Dual Sensoren wirklich? Oben habe ich ja schon die offizielle Aussage runtergebetet. Die Bilder des 20 Megapixel schwarz/weiß Sensors werden mit denen des 12 Megapixel Farbsensors zusammengerechnet und heraus kommen ganz, ganz tolle Bilder.

Wie kann man testen was das Ganze bringt? Ganz einfach man hält den linken monochrom Sensor zu während man Fotos macht.

Zugehalten
nicht Zugehalten
Zugehalten
nicht Zugehalten

Ich wünschte ich könnte sagen „Ja man sieht sofort was der zweite Sensor macht“ aber das ist nicht der Fall. Was auffällt ist, dass bei allen Aufnahmen mit dem zweiten Sensor zugehalten das erzielte Bild dunkler ist.

Auch scheinen feine Details teilweise verloren zu gehen. Hier ist aber schwer zu beurteilen ob dies einfach nur daran liegt, dass die Bilder einen Hauch dunkler sind oder dass wirklich die Details des zweiten Sensors fehlen.

Sagen wir es mal so, der zweite Sensor macht weniger aus als Huawei in seinen Presse texten behauptet, aber im Detail scheint dieser durchaus zu arbeiten.

 

Performance

Huawei setzt beim P10 Plus wie auch beim Mate 9 und dem normalen P10 auf den HiSilicon Kirin 960 SoC.

Hierbei handelt es sich um eine eigene Entwicklung aus dem Hause Huawei. Der Chip besitzt wie üblich 8 Kerne welche in 2×4 aufgespalten sind, also 4 schnelle Kerne und 4 energieeffiziente Kerne.

Getaktet ist der SoC mit flotten 2,4Ghz, unterstützt wird das Ganze von 6GB RAM und 128GB Speicher.

Natürlich unterstützt der Kirin 960 auch LTE inklusive dem Band 20 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 450Mbit/s.

Aber wie verhält sich die Leistung des SoCs verglichen mit der Konkurrenz?  Schauen wir uns dafür ein paar theoretische Tests an.

Der Kirin 960 schlägt sich in Benchmarks ausgesprochen gut. Je nach Test liegt dieser mit dem Qualcomm Snapdragon 820/821 entweder gleichauf oder sogar leicht vor diesem.

Damit wird das Hauwei P10 Plus ungefähr mit dem LG G6 gleichauf liegen was die Leistung angeht.

Gerade im Geekbench Benchmark kann der Kirin 960 sogar den Snapdragon 821 deutlich schlagen, beeindruckend!

Jedoch muss man ganz realistisch davon ausgehen, dass wenn das Samsung Galaxy S8 mit dem Snapdragon 835 erscheint, dieses den Kirin 960 doch nochmals deutlich schlagen wird.

Aber wie schlägt sich das P10 Plus in der Praxis?

 

Das Huawei P10 Plus in der Praxis

Wenn Euch ein Tester sagt „man spürt sofort den Unterschied zwischen dem Kirin 960 und dem Snapdragon 820“ oder Ähnliches lügt dieser.

Wir sind an einem Punkt angekommen wo High End Smartphones einfach so viel Leistung haben, dass im Alltag zwischen diesen kaum ein Unterschied zu spüren ist. Egal ob nun das eine 20% schneller oder langsamer in Benchmarks ist.

Ähnliches wird auch im Vergleich mit dem Samsung Galaxy S8 gelten. Ja der neue Snapdragon 835 ist ein gutes Stück schneller als der Kirin 960 welcher im P10 Plus steckt, jedoch in der Praxis wird das keinen Unterschied machen.

Die Standard Apps wie Facebook, Twitter, der Webbrowser usw. laufen schon auf 200-300€ Smartphones in der Regel problemlos. Daher ist es keine Überraschung, dass das Huawei P10 Plus mit solchen Apps auch keinerlei Probleme hat.

Allgemein rennt das Smartphone ausgesprochen gut! Dies liegt natürlich an der sehr fähigen Hardware aber auch an der anscheinend gut optimierten Software.

Huawei wirbt auch beim P10 Plus mit einem „Machine-Learning Algorithmus“. Hierbei soll die Software im Hintergrund Eure Gewohnheiten lernen und sich dementsprechend optimieren. Dies soll gerade nach einigen Monaten, wenn Smartphones gerne mal etwas langsamer werden aufgrund zu vielen installierten Apps usw., helfen die Leistung weiterhin hoch zu halten.

Ob dies nur Marketing Bla Bla ist lässt sich schwer beurteilen, jedoch mein Mate 9 mit einem ähnlichen Feature läuft auch nach rund einem halben Jahr weiterhin sehr gut daher erwarte ich auch vom P10 Plus, dass dieses nach längerer Nutzung nicht merkbar an Leistung verliert.

Ein Punkt an dem man immer so ein wenig noch die Leistungsunterschiede der High End Smartphones spürt ist beim Gaming. Hier und da habe ich bei einigen Spielen das Gefühl, dass diese vielleicht auf dem P10 Plus etwas flüssiger laufen als auf Smartphones mit dem Snapdragon 821(Google Pixel). Hierzu gehört beispielsweise Marvel Future Fight.

Für jemanden dem Gaming Leistung wichtig ist, wird also Freude am P10 Plus haben. Hierbei scheint das 2560×1440 Pixel Display dieses, verglichen mit dem 1920×1080 des P10 und Mate 9, nicht merklich auszubremsen.

Bonus Punkte bekommt das P10 Plus noch für sein gutes und schnelles verbautes WLAN. Dieses hatte keine Probleme meine DSL 100.000 Leitung voll auszunutzen.

Ebenfalls Bonus Punkte gibt es für den verbauten Schrittzähler und die Gesundheits App, welche zwar teilweise etwas nervig ist aber an sich sehr gut funktioniert.

Was mich nicht so sehr überzeugen konnte war der Fingerabdruckscanner. Dieser funktioniert wie bei Huawei typisch hervorragend! Er ist sehr schnell und sehr zuverlässig, vermutlich ist er an sich sogar der beste aktuell auf dem Markt.

Warum konnte er mich dann nicht überzeugen? Der Fingerabdruckscanner dient beim P10 und P10 Plus auch als Home Taste, zurück Taste und als Multitasking Taste.

Je nachdem wir dieser gedrückt oder gewischt wird, erhaltet Ihr eine andere Funktion. Das Ganze funktioniert eher mittelmäßig gut. Hier wäre eine separate zurück Taste und Multitasking Taste neben dem Scanner sinnvoller gewesen.

Immerhin man hat auch die Option Bildschirmtasten zu nutzen.

 

Akkulaufzeit

Das P10 Plus verfügt über einen 3750mAh Akku, was recht groß ist. Hierbei bietet das P10 Plus eine gute Akkulaufzeit, die  definitiv über Smartphones wie dem Google Pixel XL oder dem Galaxy S7 Edge liegt.

In meinem Standard Test erreichte ich eine gemixte Nutzung von guten 8-9 Stunden. Dies reicht damit, dass auch heftige Nutzer problemlos mit dem Smartphone durch den Tag kommen.

Ich würde vermutlich sogar 1-2 Tage mit dem P10 Plus klarkommen.

 

Sonstiges

  • Benchrichtigungs LED vorhanden
  • USB C nur mit 2.0 Tempo

 

Fazit

Das Huawei P10 Plus hat einen schweren Stand gegen das LG G6 und das Samsung Galaxy S8. Diese beiden Smartphones wirken futuristischer als das Huawei. Das P10 Plus wirkt leider in vielen Punkten eher wie ein aufgewärmtes 2016er Flaggschiff.

Dies kann daran liegen, dass viele der technische Daten auch aus dem Huawei Mate 9 stammen, welches 2016 auf den Markt kam.

Aber reicht das für ein 2017er Flaggschiff das 750€ kosten soll?

Unter Umständen ja, denn das P10 Plus ist ein sehr gutes Smartphone! Haptik, Performance, Display usw. ist absolut auf Höhe der Zeit.

Ich habe noch kein Smartphone gehabt was beispielsweise derartig gut in der Hand liegt wie das P10/P10 Plus.

Auch gerade die Kamera ist State of the Art! Gerade wenn Euch dieser Punkt wichtig ist, kann das Huawei P10 Plus sehr interessant sein. Es macht wirklich Spaß die Kamera des Smartphones zu nutzen und die Bilder besitzen einen sehr eigenen „Style“.

Zwar hat diese nicht die aller stärkste Low Light Performance jedoch bei normalen Lichtverhältnissen kann diese sich ohne Probleme gegen Kameras der großen Flaggschiffe behaupten.

Bei gutem Licht ist die Kamera des P10 Plus sogar meine aktuell liebste Smartphone Kamera!

Letztendlich kommt es auf zwei Punkte an, gefällt Euch das Design des P10 Plus und ist die Kamera für Euch so wichtig  das Ihr bereit seid  für diese  750€ zu zahlen.

Ich denke der Preis ist etwas hoch angesetzt und wird schnell fallen. Ja das P10 Plus ist sehr gut, aber das alleine wird vermutlich die Masse an Nutzer nicht überzeugen dieses dem ebenfalls sehr guten und vielleicht sogar etwas besserem Samsung Galaxy S8 vorzuziehen, nur weil die Kamera des P10 Plus besser ist, bei gutem Licht und es besser in der Hand liegt. Ähnliches gilt auch im Vergleich mit dem LG G6.

Daher würde ein Preis von 650-699€  potenziellen Käufern es leichter machen sich für das P10 Plus zu entscheiden. Sollte Euch das Smartphone allerdings aufgrund irgendeines Features besonders gut gefallen sind -+50€ bei diesen Summen vermutlich auch egal.

Die iSmartAlarm Satellite Sirene im kurz Test

Die Alarmanlage von iSmartAlarm gehört zu den beliebtesten Modellen aktuell auf dem Markt und dies auch zurecht.

Seit einiger Zeit bietet iSmartAlarm in der USA schon ein sehr interessantes Zubehörprodukt an, das so in Deutschland leider nicht erhältlich war. Hierbei handelte es sich um eine externe Alarm Sirene.

Zwar besitzt die Alarmanlage von iSmartAlarm schon eine eingebaute Sirene, jedoch diese war eher mittelmäßig laut und gerade bei einer großen Wohnung oder einem Haus ist diese vielleicht etwas zu schwach einen aus dem Schlaf zu reißen.

Nun ist die externe Alarm Sirene auch in Deutschland zu kaufen. Lohnt sich dieses 38€ Zubehör? Finden wir es im Test heraus!

 

Die iSmartAlarm Satellite Sirene

Bei der Satelliten Sirene von iSmartAlarm handelt es sich um eine kleine weiße Plastik Box. Diese hat ungefähr die Größe einer Handfläche und repräsentiert die typische iSmartAlarm Würfelform.

Auf der Oberseite der Sirene befindet sich der „Lautsprecher“ und das iSmartAlarm Logo. Die Box wird über microUSB mit Energie versorgt.

Hierfür liegt auch ein 2 Meter langes Kabel und ein passendes Netzteil mit im Lieferumfang. Grundsätzlich lässt sich allerdings jedes beliebige Smartphone Ladegerät verwenden.

Ganz interessant, die Sirene besitzt auf ihrer Unterseite ein Batteriefach. Hier lassen sich drei AAA Batterien einsetzen, welche als „Notstrom“ Versorgung dienen.

Sollte also ein Einbrecher versuchen einfach den Strom der Sirene zu unterbrechen wird dies nicht so einfach funktionieren.

Ehe die Frage kommt, nein die Sirene ist nicht Outdoor tauglich. Allerdings nehme ich an, dass man diese vermutlich auch draußen nutzen könnte, sofern kein Wasser an diese herankommt. Eine Garantie ob und wie lange dies funktioniert übernehme ich nicht.

 

Installation, Einrichtung und Funktion

Die Installation ist kinderleicht. Öffnet die iSmartAlarm App auf Eurem Smartphone und wählt unter Einstellungen die Geräte aus.

Von hier aus könnt Ihr die Basis Station nach neuen Geräten suchen lassen. Damit dies funktioniert muss die Sirene natürlich mit Strom versorgt sein.

Ist dies der Fall, startet die Suche. Nach wenigen Sekunden sollte die Sirene in der App angezeigt und verbunden sein.

Unter Sicherheitsmonitor könnt Ihr nun die Sirene konfigurieren. Übermäßig viele Einstellungsmöglichkeiten habt Ihr hier allerdings nicht.

 

Es ist möglich die Sirene zu testen, ein/auszuschalten und die Lautstärke zu regulieren. Ebenfalls kann man den Türklingelmodus aktivieren. In diesem gibt die Sirene jedesmal ein kurzes Bieep ab wenn sich eine Tür mit Sensor öffnet, praktisch für Geschäftsräume.

Die Reichweite der Sirene entspricht ungefähr der eines normalen Tür/Fenster Sensors, vielleicht sogar noch ein Stück mehr.

 

Lautstärke und Stromverbrauch

Auf dem Papier ist die Sirene genauso laut wie die Sirene, welche in der Basisstation (CubeOne) steckt mit 110db.

In der Praxis sind auch beide Sirenen ungefähr gleich laut. Ich würde aber sagen,dass die Satellitensirene vielleicht einen Hauch lauter ist. Beim CubeOne ist der Lautsprecher nach unten gerichtet, bei der externen Sirene nach oben, was vermutlich der Unterschied sein wird.

Der Stromverbrauch der Sirene liegt bei gerade mal 0,3W. Dies wären rund 70cent Stromverbrauch im Jahr(bei 0,25€ pro KWh).

 

Fazit

Wenn Euch die Sirene im CubeOne zu leise ist bzw. nicht in Eurer kompletten Wohnung laut genug ist kann die Satellitensirene durchaus Abhilfe schaffen.

Dieser kleine und kompakte Würfel macht genau das was er soll, bei einem Alarm Krach machen.

Hierbei macht dieser seine Basisfunktion auch tadellos! Wer allerdings mit Bonusfunktionen abseits des Batteriebetriebs rechnet, wird enttäuscht sein.

iSmartAlarm hat sich hier wirklich auf die Basis beschränkt. Allerdings ist dafür der Preis von rund 40€ auch sehr fair, daher Daumen hoch!

Der APTOYU Bluetooth Lautsprecher im Test

Bluetooth Lautsprecher sind beliebt wie eh und je. Die meisten Nutzer werden hier auf die klassischen Modelle der großen Hersteller setzten oder bei den kleineren Händlern auf Amazon ihr Glück versuchen.

Da ich bei Ohrhörer und Kopfhörern aus Asien so viel Glück hatte und einige „Perlen“ entdecken konnte welche deutlich oberhalb Ihrer Preisklasse spielten, wollte ich es auch einmal mit einem Bluetooth Lautsprecher aus Asien versuchen.

Meine Wahl viel auf den 32€ teuren „APTOYU Bluetooth Portable Speaker“. Lohnt es sich diesen Lautsprecher aus Asien zu bestellen und erhält man hier vielleicht ein wahres Schnäppchen? Finden wir es im Test heraus!

 

Der APTOYU Bluetooth Lautsprecher im Test

Wer mich und meine Tests kennt, wird vermutlich meine Abneigung gegen schwarzes Hochglanz Plastik kennen.

Leider hat es APTOYU geschafft ein Material zu verwenden, welches noch schlimmer ist als schwarzes Hochglanz.

Das komplette Gehäuse ist mit einem stark gummierten Kunststoff überzogen, das Fingerabdrücke und Staub magisch anzieht und sich in keiner Weise reinigen lässt.

Genug Gejammer über das verwendete Material. Abgesehen davon sieht der APTOYU durchaus interessant aus. Der Hersteller setzt beim Lautsprecher auf eine Runde Form an deren Enden die Treiber integriert sind.

Damit diese „Rolle“ nicht durch die Gegend rollt, befindet sich an dieser eine Art Flosse. An dieser Flosse sind auch die diversen Tasten und Anschlüsse angebracht.

Der APTOYU verfügt über insgesamt fünf Tasten, einen Ein/Ausschalter, Vor/Lauter, Zurück/Leiser, Play/Pause und die Modus Wahl.

Bei den Anschlüssen wird es interessant, neben dem Üblichen microUSB Port zum Aufladen befinden sich unter einer Gummi Klappe noch ein vollwertiger USB Port, ein AUX Eingang und ein microSD Karten Slot.

Der USB Ausgang dient der Powerbank zur Funktionalität. Man kann also mit dem Lautsprecher sein Smartphone aufladen. Jedoch erwartet auch nicht all zu viel davon, der interne Akku ist zwar mit 3600mAh ausreichend groß bemessen, jedoch viel mehr als eine Smartphone Ladung wird nicht drin sein.

Die Akkulaufzeit des Lautsprechers selbst beträgt rund 10-12 Stunden, je nach Lautstärke.

Der microSD Karten Slot erlaubt es Musik (MP3s) direkt von einer Speicherkarte wiederzugeben.

 

Klang

Kommen wir zum Klang. Dieser ist beim APTOYU gut,besonders aufgrund der Treiber welche links und rechts vom Lautsprecher angeordnet sind.

Dies verleiht dem Lautsprecher einen unheimlich räumlichen Klang mit einer tollen Stereo Abbildung, WOW!

Etwas Vergleichbares habe ich bei noch keinem Lautsprecher dieser Preisklasse gehört.

Auch der Klang an sich ist klasse. Der APTOYU spielt unheimlich detailliert und brillant mit einem satten Bass.

Dieser ist allerdings nicht übermäßig kräftig. Der APTOYU schafft es definitiv nicht einen Tisch zum Wackeln zu bringen.

Dafür versucht der Lautsprecher halt mit Qualität und Details zu punkten. „Hifi“ anstelle von purem Bass brodeln, wenn man so will.

Dies gelingt dem Bluetooth Lautsprecher auch ausgesprochen gut. Ich weiß nicht ob ich mit dem APTOYU eine Party beschallen würde, aber für Musik im Haus bei normaler Lautstärke hören, klingt der Lautsprecher hervorragend!

Hierbei ist die maximale Lautstärke an sich durchaus ordentlich, jedoch fehlt für die Party- Tauglichkeit vielleicht etwas der Druck hinterm Bass.

Um ehrlich zu sein, mir gefällt der Klang ausgesprochen gut, ich höre meist mit meinem Bluetooth Lautsprecher nur etwas Musik nebenbei auf einer normalen Lautstärke, was der APTOYU auch sehr gut macht.

Aufgrund der Super Stereoabbildung ist dieser sogar deutlich besser als die allermeisten Modelle auf dem Markt.

Auch rauschen oder knacken konnte ich nicht im Klang feststellen.

Leider besitzt der APTOYU Bluetooth Lautsprecher eine sehr nervige Eigenschaft, er hat eine Sprachansage beim Einschalten.

Diese stammt von einer asiatischen Dame, ist in einer recht hohen Lautstärke und leider einfach nur nervig…

 

Fazit

Kann ich den APTOYU Bluetooth Portable Speaker empfehlen? Leider nein, der APTOYU ist ein gutes Beispiel dafür, dass guter Klang nicht alles ist.

Also ja der Lautsprecher klingt durchaus ordentlich und würde für den Klang alleine durchaus eine Empfehlung verdienen aber das drum herum gefällt mir nicht so gut.

Dieses gummierte Plastik welches für das Gehäuse verwendet wurde, ist leider furchtbar! Es beschmiert in Windeseile und lässt sich nicht reinigen. Selbst frisch aus der Box genommen wirkt es schon dreckig.

Dazu kommt diese unheimlich nervige und laute Sprachansage der asiatischen Dame welche beim Einschalten erst einmal gute 10 Sekunden mit einem redet. Sowas nervt!

Diese beiden Nachteile lassen sich auch nicht durch die Powerbank Funktion (3600mAh) oder den microSD Karten Slot ausgleichen, zu mindestens nicht für mich.

Hinzu kommt die Bestellung aus Asien. Zwar macht es Gearbest einem wirklich einfach, es ist aber immer noch umständlicher als bei Amazon zu kaufen und dort bekommt man für 30-40€ durchaus vergleichbare oder bessere Modelle.

Sofern Euch also nicht ein überdurchschnittlich klarer Klang mit einer besonderen Stereo Abbildung besonders wichtig ist, würde ich vom APTOYU leider abraten.

Gute und günstige Bluetooth Ohrhörer aus Asien, die QCY QY19 im Test

Bluetooth Ohrhörer und Kopfhörer sind ohne Frage einer der wichtigsten Trends des vergangenen Jahrs. Auch 2017 wird es hier immer mehr neue Modelle auf dem Markt geben, dank Smartphones ohne Kopfhöreranschluss.

Eine wichtige Marke im Hintergrund ist QCY welche für 3. Anbieter wie AUKEY oder auch RAVPower Bluetooth Kopfhörer fertigt.

Hierbei bieten diese auf dem asiatischen Markt auch Ihre Produkte unter dem eigenen Namen an.

Die QY19 sind dabei die neusten Bluetooth Ohrhörer aus dem Hause QCY. Können sie im Test überzeugen und vor allem lohnt es sich diese extra aus Asien zu bestellen? Finden wir es heraus!

 

Die QCY QY19 im Test

Die QY19 sind recht kleine und kompakte Bluetooth Ohrhörer, welche in insgesamt vier Farben verfügbar sind.

Hierzu zählt Schwarz, Blau, Grün und Weiß.

Die Ohrhörer selbst besehen aus einem vernünftig anmutenden Plastik welches auf der Innenseite mit Gummi bedeckt ist, für einen besseren Tragekomfort.

Auf der Außenseite ist eine kleine Aluminiumplatte auf welcher der QCY Schriftzug gedruckt ist.

Diese Aluminiumplatte lockert die Optik deutlich auf.

Wie meist üblich, verfügen die QY19 über eine Kabelfernbedienung mit insgesamt drei Tasten.

Hierbei handelt es sich, wie ebenfalls üblich, um Ein/Aus/Play/Pause wie auch Lauter/Vor und Leiser/Zurück.

Ebenfalls an der Kabelfernbedienung befindet sich der microUSB Port zum Aufladen der Ohrhörer.

Komplett aufgeladen halten die Ohrhörer rund 5-6 Stunden. Das ist ein Standardwert für Ohrhörer dieser Preisklasse, aber 5-6 Stunden reichen in der Praxis auch meist aus.

Erfreulicherweise sind die QCY auch Spritzwasser und Schweiß geschützt nach IPx4.

IPx4= Schutz gegen allseitiges Spritzwasser

 

Tragekomfort

Die QCY QY19 sind nicht übermäßig groß oder ungewöhnlich geformt. Daher sollte es kaum überraschen, dass der Tragekomfort einfach als Standard zu bezeichnen ist.

Wer mit normalen in-Ear Ohrhörern klar kommt, wird dies auch mit den QCY.

Die Ohrhörer tun in den Ohren nicht weh und stören auch nicht. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl einen Fremdkörper in den Ohren stecken zu haben.

Dank der zusätzlichen Ohrhaken sitzen die QY19 auch recht fest in den Ohren, wodurch sich diese durchaus auch für den Sport eignen.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang.

Kurz zusammengefasst klingen die QCY QY19 gut. Wenn nicht sogar sehr gut für 23€.

Den Bass würde ich als nahezu perfekt einstufen für diese Preisklasse. Er ist sauber, kräftig und recht tief.

Hierbei ist dieser nicht übertrieben präsent, verleiht Musik aber durchaus den gewissen Kick.

Etwas viel besseres wird man selbst für 50€ kaum bekommen.

Leider gefallen mir die Höhen nicht ganz so gut. Diese sind immer noch okay, aber nicht klar genug um wirklich perfekt zu sein.

Gerade Gesang erwacht mit den QY19 nicht zum Leben wie man es bei guten Ohrhörern hat. Man hat akustisch immer das Gefühl als würde die Musik aus Ohrhörern können.

Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Es sollte sicherlich keine Überraschung sein, dass es einen Unterschied zwischen 100€ Bluetooth Ohrhörern und diesen 18€ Modellen gibt.

Für den Preis ist das Gebotene unterm Strich wirklich gut. Man wird hier ganz klar 99% aller mitgelieferten Ohrhörern bei MP3 Playern oder Smartphones überbieten können.

Auch die maximale Lautstärke und Räumlichkeit ist gut. Leider gibt es ein leichtes Grundrauschen, welches aber nur bei ca. 10% Lautstärke auffällt.

 

Fazit

Die QCY QY19 sind sehr ordentliche Bluetooth Ohrhörer für gerade mal 23€! Zwar lehren diese den großen Bluetooth Ohrhörern nicht das Fürchten ,aber sie können ohne Probleme mit der Konkurrenz in der 20-40€ Preisklasse mithalten und sogar die meisten überbieten.

Hierbei können diese gerade durch den hervorragenden Bass punkten. Bei den Höhen sehe ich zwar noch etwas Luft nach oben, aber dennoch geht der Klang unterm Strich vollkommen in Ordnung.

Daher wenn es um günstige Bluetooth Ohrhörer geht, für den morgendlichen Weg zur Arbeit oder fürs Joggen, dann kann ich die QCY QY19 ohne Probleme empfehlen.

* stand 08.04.17

Was ist ein Android Launcher und welchen empfiehlst du?

Ich spreche in meinen Smartphone Tests des Öfteren von „Launchern“ im Zusammenhang mit der Software.

Die meisten Nutzer welche sich mit Smartphones etwas besser auskennen ,werden natürlich wissen was ein Launcher ist, jedoch denke ich, dass viele Anfänger gar nicht so genau wissen was ein „Launcher“ oder beispielsweise ein „App Drawer“ ist.

Versuchen wir dies einmal zu klären inklusive der Frage welchen Launcher ich verwende.

 

Was ist der Launcher bei einem Android Smartphone?

Der Launcher ist im Grunde Euer Home Bildschirm, also das was Ihr seht wenn die Home Taste gedrückt wurde.

Diesen Teil der Software Eures Smartphones nennt man den Launcher, also den App „Starter“.

Samsung Galaxy S7 Edge

Bei Apple Smartphones ist der Launcher ein fester Bestandteil, welcher abgesehen von der Anordnung der einzelnen App Icons bei allen Nutzern gleich aussieht.

Bei Android Smartphones hingegen kann der Launcher bei jedem Nutzer und jedem Smartphone anders aussehen. Die Hersteller sind hier frei den „Standard“ von Android vorgegeben Launcher gegen einen beliebigen anderen auszutauschen.

Diese Möglichkeit wird auch von sehr vielen Herstellern wahrgenommen um die eigenen Smartphones etwas visuell von der Konkurrenz abzuheben.

Google Pixel

Eine weitere Besonderheit ist, dass nicht nur die Hersteller den Launcher austauschen können, sondern Ihr, also der Nutzer, kann dies auch.

Im Google Play Store gibt es jede Menge alternative Launcher, die Ihr einfach installieren könnt und diese dann den vom Hersteller vorgegebenen, ersetzen.

Bq Aquaris X5 Plus

Dies kann Sinn machen sollte Euch der vom Hersteller vorgegebene Launcher nicht gefallen, Ihr wollt mal etwas Neues ausprobieren oder Ihr habt Performance Probleme.

Huawei P9

 

Wie weit geht der Launcher?

Der Launcher umfasst nur den Home Bildschirm und die App Übersicht, sofern vorhanden. Dinge wie das Benachrichtigungscenter oder die Einstellungen werden von einem anderen Launcher nicht beeinflusst und lassen sich auch nicht vom Nutzer so einfach verändern.

 

Was ist der App Drawer?

Der App Drawer ist die App Übersicht.

Wenn vorhanden ist diese meist das Icon im unteren mittigen Bereich Eures Smartphones. Wird dieses angetippt, ploppt eine Übersicht mit allen installierten Apps auf.

Aktuell ist es aber ein Trend, dass diese App Übersicht/App Drawer weggelassen wird.

Gigaset GS160

Anstelle, dass Apps in dieser Übersicht auftauchen und von dort aus auf die Home Bildschirme verteilt werden, landen alle installierten Apps direkt auf einem Home Bildschirm.

Also im Grunde genommen wie es bei Apple Smartphones und Tablets der Fall ist.

Hersteller sind hier der Meinung, dass dies einfacherer für neue Nutzer ist, als wenn die Apps erst einmal versteckt im App Drawer auftauchen.

Moto G5

Ich finde dies allerdings unübersichtlicher. Aber kein Problem sollte Euer Smartphone keinen App Drawer haben, lässt sich dieser über einen alternativen Launcher nachinstallieren.

 

Was für alternative Android Launcher sind empfehlenswert?

Letztendlich kommt es etwas auf Euren Geschmack an welcher Launcher zu Euch passt.

Google hat hier vor kurzem eine sehr schöne Webseite ins Leben gerufen, die Euch in diesem Punkt etwas „berät“: https://www.android.com/myandroid/taste-test/#/

Hier jedoch ein paar Empfehlungen meinerseits.

 

Nova Launcher

Der Nova Launcher ist der Klassiker schlechthin. Dieser bietet eine recht klare und „Standard“ Optik, welche eigentlich jedem Nutzer gefällt.

Diese ist gepaart mit einer guten Performance und unzähligen Anpassungsmöglichkeiten.

Erfreulicherweise wird der Nova Launcher auch fortlaufend weiterentwickelt.

 

APEX Launcher

Der Nova und APEX Launcher sind grundsätzlich sehr ähnlich. APEX wirkt hier vom Featureset etwas „träger“.

Neue Features erscheinen meist erst beim Nova Launcher und dann erst irgendwann bei APEX. Daher würde ich grundsätzlich den Nova Launcher bevorzugen, sollte dieser aber bei Euch aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren ist APEX eine gute Alternative.

 

Evie Launcher

Über den Evie Launcher bin ich erst vor kurzem gestolpert, über die oben verlinkte Google Webseite welche mir diesen empfohlen hat.

Der Evie Launcher hebt sich visuell etwas von den Standard Launchern wie Nova oder APEX ab, bietet dabei jedoch ein erfrischendes modernes und schickes Design.

Der Launcher läuft erfreulich schnell und bietet dabei ein sehr rundes Featureset welches sich allerdings nicht ganz mit dem des Nova Launchers messen kann.

Erfreulicherweise ist der Evie Launcher komplett kostenfrei!

Wer mal etwas Neues sucht, sollte mal diesen Launcher ausprobieren.

 

Arrow Launcher

Hinter dem Arrow Launcher steht niemand geringeres als Microsoft. Diese bieten mit dem Arrow einen durchaus modernen und schicken Launcher an, der in vielen Punkten dem Evie Launcher durchaus ähnelt.

Der Launcher bietet ein erfreulich rundes Paket und ist zudem 100% kostenfrei.

Allerdings sind natürlich einige Microsoft Dienste etwas mehr mit diesem Launcher verzahnt. Beispielsweise wird Bing als Suchmaschine für die Suchboxen eingesetzt oder Ihr könnt auf die Schnelle Eure Office Dokumente mit Word sehen usw.

 

Fazit

Ich hoffe ich konnte einige Fragen mit diesem kleinen Artikel klären. Ich persönlich nutze auf allen meinen Smartphones den Nova Launcher um eine gewisse Konsistenz zwischen den einzelnen Smartphones der diversen Herstellern zu halten.

Wenn Ihr ein Android Smartphone habt, probiert doch vielleicht mal einen anderen Launcher aus. Die Möglichkeit sich Euer Smartphone eigen zu machen und vollständig zu personalisieren ist eine der großen Stärken von Android, welche gefühlt viel zu selten genutzt wird.

ADATA A10050QC Powerbank mit Quick Charge 3.0 und USB C im Test

Das Powerbank Geschäft wird regelrecht beherrscht von bergeweise kleinen Firmen.  Bei Amazon findet man unzählige Modelle von Marken von denen man meist zuvor noch nie gehört hat.

Es ist nur selten der Fall, dass große Hersteller Powerbanks auf den Markt bringen. Daher ist es immer wieder interessant wenn man solch eine Powerbank in die Hände bekommt.

In diesem Fall geht es um die ADATA A10050QC Powerbank. Auf den ersten Blick ein sehr interessantes Modell mit USB C Port und Quick Charge 3.0.

Wollen wir doch mal schauen ob die ADATA A10050QC im Test überzeugen kann.

 

Die ADATA A10050QC

Die ADATA A10050QC ist eine ausgesprochen hübsche und hochwertige Powerbank. Dies wird leider zwar nicht von der Verpackung wiedergespielt aber wenn man sie das erste Mal in der Hand hält,  sollte man doch von der Haptik sehr angetan sein.

Die Powerbank besitzt ein sehr hochwertiges und massives Aluminiumgehäuse welches an seinen Kanten zwei sehr interessante Einbuchtungen besitzt.

Diese Einbuchtungen verleihen der Powerbank eine etwas einzigartigere Optik und hilft beim Abheben von der Masse an anderen Modellen auf dem Markt.

Für ihre Kapazität von 10050mAh ist die Powerbank relativ kompakt, aber auch nicht „super kompakt“.

Die Anschlüsse der Powerbank finden sich auf der Front. Hier ist ein USB C Port, ein normaler USB Port und ein microUSB Port zu finden.

Der USB C Port dient bei dieser Powerbank nur aus Ausgang und nicht noch gleichzeitig als Eingang. Hierbei ist der USB C Port allerdings mit Qualcomms Quick Charge 3.0 Technologie ausgestattet.

Heißt, dieser kann zwischen 5V und 12V Spannung ausgeben bei maximal 3A (@5V). Quick Charge kommt bei den meisten High End Smartphones wie dem LG G5, LG G6, HTC 10, HTC U Ultra usw. zum Einsatz.

Für das Samsung Galaxy S7 wäre diese Powerbank vermutlich aber weniger geeignet, da dieses Smartphone noch über einen microUSB Eingang verfügt.

Zusätzlich zu diesem USB C Port verfügt die Powerbank aber noch über einen zusätzlichen „normalen“ USB Port mit einer Leistung von maximal 2,5A.

Bei der Verwendung beider Ausgänge kann die Powerbank maximal 23W bzw. 4,6A bei 5V liefern. Dies sollte in der Praxis vollkommen ausreichen zwei High End Smartphones gleichzeitig zu laden.

Ist die Powerbank leer wird diese über einen microUSB Port aufgeladen. Dieser Port kann laut Hersteller maximal 2,5A bei 5V aufnehmen, also eine hohe aber nicht überragende Wiederaufladegeschwindigkeit.

Wie üblich besitzt auch die ADATA A10050QC einen Einschalter und vier Status LEDs. Diese Staus LEDs informieren einen beim Betätigen des Einschalters über die verbliebene Restladung. Leider verfügt die Powerbank nicht über eine Einschaltautomatik.

Ihr müsst also nach dem Anschließen eines Smartphones einmal den Einschalter drücken.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte der ADATA A10050QC

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. ADATA verspricht bei der A10050QC eine Kapazität von 10050mAh, messen konnte ich 8657mAh bzw. 32,03Wh.

Dies entspricht guten 86% der Herstellerangabe. Warum sind 86% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Jedoch beim Entladen der Zellen entsteht durch die Umwandlung der Spannung (meist von 3,7V auf 5V) eine Verlustleistung. Heißt man kann nicht 100% der Kapazität nutzen. Die meisten guten Powerbanks schaffen zwischen 80% und 89%, sehr selten haben auch mal Powerbanks 90%+ nutzbare Kapazität.

Von daher ist das hier erzielte Ergebnis als gut zu bezeichnen.

Aber wie sieht es abseits der Kapazität aus?

Der USB C Port unterstützt wie angegeben Quick Charge 3.0. Das LG G5, Xiaomi MI MIX und das Gigaset ME Pro erreicht an diesem Port Ihre maximale Quick Charge Ladegeschwindigkeit.

Ehe die Frage kommt, es gibt beim Nutzen von Quick Charge keine Unterschiede zwischen Einzelnen Ladegeräten. Entweder Quick Charge funktioniert und dann mit voller Geschwindigkeit oder es funktioniert nicht. Erfreulicherweise funktionierten alle von mir getesteten Smartphones an der Powerbank.

Auch der normale USB Port erzielte eine gute Ladegeschwindigkeit an den von mir getesteten Smartphones. Hierzu gehörte das iPhone 7 Plus und das Huawei Mate 9.

Was wenn die Powerbank leer ist?

Diese lässt sich über den microUSB Port aufladen. Leider unterstützt die Powerbank kein Quick Charge zum aufgeladen werden. Das Aufladen geht mit einer Ladegeschwindigkeit von rund 1,6-1,8A.

Daher dauert einmal vollständig aufladen rund 6-7 Stunden.

 

Fazit

Die ADATA A10050QC ist eine hervorragende Powerbank für alle Besitzer eines Quick Charge fähigen Smartphones mit USB C, also wie das LG G5/G6, HTC 10 usw. Natürlich kann man auch andere Geräte an der Powerbank laden aber die ADATA ist schon etwas fokussiert auf diese Kombination.

Hierbei kann die Powerbank durchaus mit inneren Werten überzeugen. USB C und Quick Charge in einer Powerbank ist eine gute Kombination mit welcher man für die Zukunft gerüstet ist.

Allerdings auch die äußeren Werte sind bei der ADATA A10050QC nicht zu verachten. Das Aluminium Gehäuse ist gleichermaßen schick und hochwertig, wenn auch etwas schwer.

Daher sofern Ihr ein passendes Smartphone besitzt, kann ich die ADATA A10050QC empfehlen!

Adata A10050QC Power Bank blau/titangrau
  • Zusätzlicher Komfort mit beidseitigem USB-C
  • Mit 10050mAh kann die Powerbank ein 10” Tablet fast 1 Mal voll...
  • Synchrones Laden/Entladen
  • Intelligente Ladesteuerung

Das NZXT Source S340 Elite PC Gehäuse im Test, ein Traum aus Glas und Stahl für 100€

Als ich das NZXT Source S340 Elite das erste mal gesehen habe, war ich begeistert. Ein schlichtes, aufgeräumtes Gehäuse mit modernen Features und hochwertigen Materialien welches dazu noch optisch genau meinen Geschmack getroffen hat.

Das Ganze dann auch noch zu einem Preis von unter 100€. Klingt doch fast zu gut um wahr zu sein?

Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Oftmals können Kleinigkeiten entscheiden ob ein PC Gehäuse gut ist oder furchtbar. Diese Kleinigkeiten sieht man aber natürlich erst dann, wenn man versucht im Gehäuse einen PC zu bauen.

Genau dies habe ich nun aber im NZXT Source S340 Elite gemacht, kann dieses im Test überzeugen oder hat der Hersteller an vermeintlich unscheinbaren Ecken gespart? Finden wir es heraus!

 

Lieferumfang, Verpackung und erster Eindruck

Das NZXT Source S340 Elite ist ein Midi-Tower, also ein mittelgroßes Gehäuse. Ich vermute die meisten Händler werden das Gehäuse also direkt in seinem Karton versenden. In diesem scheint das S340 Elite ausreichend gepolstert in einem Styropor Bett zu sitzen. Achtet aber beim ersten Auspacken am besten direkt auf Transportschäden.

Gerade das Echt -Glas Seitenpaneel ist hier sehr empfindlich. Erfreulicherweise ist dieses bei mir intakt angekommen.

Erster Eindruck, die Verarbeitung ist tadellos! Zwar ist es nötig das Gehäuse nach dem Erhalt einmal gründlich zu polieren, denn es gab einige Flecken aber dies war nichts Permanentes.

Spaltmaße usw. waren bei meinem Source S340 Elite absolut korrekt und passend. Lediglich zwei Schrauben auf der Rückseite waren so feste eingeschraubt, dass diese etwas den Lack angekratzt haben. Dies sieht man aber nicht wenn die Schrauben verschraubt sind.

Dies ist ein erster kleiner Kritikpunkt. Wenn man, vorbildlicher Weise, Thumbscrews (Schrauben die mit bloßer Hand zu entfernen sind) verwendet diese bitte nicht so fest ins Gehäuse bomben dass man sie selbst mit einem Schraubenzieher nicht ganz leicht heraus bekommt.

Im Gehäuse befindet sich der Lieferumfang. Dieser ist auf den ersten Blick „gewöhnlich“. Es liegt eine ausreichende Menge Schrauben für HDDs, SSDs, Mainboard usw. bei, wie auch einige Kabelbinder und eine SATA Stromverlängerung.

Auch mit im Lieferumfang ist der NZXT Puck. Ein kleiner magnetischer Kopfhörer/VR Headset Halter, welcher erstaunlicherweise sehr praktisch ist.

 

Das NZXT Source S340 Elite PC Gehäuse

NZXT setzt beim Source S340 auf sehr gerade Linien und eine eher saubere Optik ohne viele Spielereien. Der größte Teil des S340 besteht aus glatten Stahlwänden welche entweder weiß oder schwarz lackiert sind. Die einzige Ausnahme bildet hier die linke Seite, die vollständig von einem Glaspaneel eingenommen wird. Dieses Glaspaneel ist auch eine der großen Besonderheiten des S340 Elite. In der unter 100€ Preisklasse ist eigentlich Plexiglas eher vertreten.

Gehalten wird dieses Glaspaneel durch vier Thumbscrews, die auf der Unterseite mit Gummi versehen sind damit das Glas nicht beschädigt wird.

Die abnehmbare Front des S340 Elite ist komplett „clean“ abgesehen vom NZXT Schriftzug.

Unter der Front finden sich zwei Öffnungen für 120mm bzw. 140mm Lüfter und ein magnetischer Staubfilter. Diese Lüfter, sofern Ihr hier welche montiert, können Ihre Luft durch großzügige Aussparungen auf der Ober und Unterseite des Gehäuses einsaugen.

Auf der Oberseite findet sich zudem ein weiterer „Slot“ für einen 120mm oder 140mm Lüfter und die Frontanschlüsse.

Hierbei handelt sich es um zwei USB 2.0 Ports, zwei USB 3.0 Ports, einem HDMI Port, Kopfhörer und Mikrofon Ein/Ausgang und ein Einschalter.

Der HDMI Port ist für VR Headsets gedacht. Hierbei ist dieser Port etwas umständlich zu nutzen und primär für Grafikkarten mit internem HDMI Port gedacht, denn es handelt sich im Grunde nur um ein HDMI Verlängerungskabel, das nach innen führt.

Qualitativ macht das Gehäuse ein 1A Eindruck. Die gesamte Konstruktion wirkt robust und massiv. Hierbei ist auch die Lackierung und das „Feeling“ der Wände top. Fingerabdrücke und Schmutz ist kaum zu sehen, gerade dann, wenn Ihr die weiße Version kauft.

Im Inneren geht es aber hochwertig weiter. Das Erste was sicherlich auffällt, ist die Netzteilabdeckung, welche den kompletten unteren Bereich des Gehäuses einnimmt.

Das von Euch verwendete Netzteil ist also im S340 Elite nicht sichtbar. Was dafür sichtbar ist, sind die von Euch verwendeten SSDs. Hier hat NZXT gleich drei Halterungen sehr offensichtlich auf der Abdeckung verteilt. Man kann also durch das Fenster problemlos erkennen was für tolle Laufwerke Ihr nutzt. Erfreulicherweise hat NZXT auch an passende Kabelaussparungen gedacht.

Die HDDs werden hingegen unter der Abdeckung versteckt. Von diesen könnt Ihr leider auch nur zwei bzw. drei verbauen.

Was man nicht im Source S340 Elite verbauen kann, ist ein optisches Laufwerk, auf dieses müsst Ihr verzichten.

Der Großteil des Innenlebens lässt sich unter anderem auch dadurch als sehr aufgeräumt bezeichnen.

 

Der Bau

Das Bauen im S340 Elite ging erfreulicherweise sehr problemlos und schnell. Hier besitzt das Gehäuse einige Komfort Features.

Ich freue mich immer zu sehen, wenn die Mainboard Abstandhalter bereits vorinstalliert sind. Noch besser ist wenn der mittlere Abstandshalter eine kleine Nase besitzt. Diese Nase hält Euer Mainboard während des Verschraubens an seinem Ort und Fleck. Ins S340 passen die üblichen mini-ITX, MicroATX, und ATX Boards.

Oberhalb und unterhalb des Mainbaords besitzt das S340 Elite jede Menge Aussparungen für das Durchführen von Kabeln. Diese Durchführungen sind ausreichend groß und nicht übermäßig scharfkantig. Auch wenn es keine Gummi Abdeckungen gibt, sehe ich keine Gefahr für die Kabel.

Rechts neben dem Mainboard gibt es keine Aussparungen sondern eine durchgehende große Öffnung, welche allerdings durch einen „Bügel“ verdeckt ist. Es ist also nicht möglich die Kabel hinter dem Mainboard zu sehen.

Kleinere AIOs lassen sich an den üblichen Positionen, hinten oder oben im Gehäuse verbauen. Größere AIO Wasserkühlungen (240mm oder 280mm) müssen in die Front des Gehäuses. Um hier die Lüfter und die Kühlung zu verbauen, muss die Front angenommen werden. Diese ist einfach nur aufgesteckt, also leicht mit etwas Kraft zu entfernen.

Leider lassen sich Radiatoren, gerade 280mm, nicht direkt verschrauben, da diese zu hoch sind und mit den Frontanschlüssen kollidieren. Hier müssen die Lüfter als Abstandshalter eingesetzt werden. Leider lassen sich aufgrund des „Bügels“, welcher die Öffnung hinter dem Mainboard verdeckt, keine vier Lüfter an Radiatoren Verschrauben. AIOs lassen sich also nur in der Push Konfiguration nutzen.

Für normale Luftkühler ist genug Platz vorhanden, selbst ein Noctua NH-D15 passt ins S340 Elite.

Als nächstes solltet Ihr über die Montage der SSDs/HDDs nachdenken. Für SSDs sind gleich drei sichtbare Halterungen im unteren Bereich des Gehäuses angebracht. Diese Halterungen besitzen Schlitten, in welchen die SSDs verschraubt werden, bei Nichtnutzung lassen sich diese Schlitten auch entfernen, für einen etwas saubereren Look.

Die SSD, welche gegen die Netzteil Abdeckung geschraubt wird, sollte im Optimalfall mit rechtwinkligen Strom- und Datenkabeln versorgt werden für eine besonders saubere Optik. Die SSDs auf der Netzteil Abdeckung sollten hingegen mit geraden Kabeln versorgt werden.

HDDs werden versteckt im vorderen unteren Bereich, unterhalb der Netzteil Abdeckung, verbaut. Wollt Ihr diese beidseitig verschrauben, müsst Ihr die HDDs vor dem Netzteil einsetzen, da ansonsten dieses den Zugang zur rechten Seite der HDDs blockiert.

Das Netzteil wird von hinten ins Gehäuse eingeschoben und zieht seine Luft von unten an.

Hinter dem Netzteil ist genug Platz für Kabel, zu mindestens bei einem Netzteil normaler Länge wie dem von mir verwendetem Corsair HX750i.

Kabelmanagement ist beim NZXT Source S340 Elite an sich recht einfach, Ihr müsst keins großmachen. Die Kabel vom Netzteil sind hinter der Abdeckung unsichtbar und auch die Kabel, die zum Mainboard gehen, sind dank der günstig gesetzten Aussparungen kaum sichtbar.

Daher wer eine saubere Optik will ohne allzu viele Anstrengungen, ist beim S340 Elite an der absolut richtigen Adresse!

Wer auch hinter seinem Mainboard etwas aufräumen möchte, dem macht es NZXT allerdings auch sehr einfach. Hier sind von Haus aus bereits vier Kabelclips vorhanden, welche aber etwas klein sind, wenn man das 24Pin Netzteil Kabel durch diese führt.

Zusätzlich sind allerdings jede Menge Schlaufen vorhanden durch welche sich Kabelbinder ziehen lassen.

Kurzum viel besser und einfacherer kann man Kabelmanagement nicht gestalten. Aber auch generell hat mir das Bauen im S340 viel Spaß gemacht und war wirklich sehr einfach mit tollen Ergebnissen.

Daher ist das Gehäuse für Nutzer aller „Erfahrungsklassen“ gut geeignet.

 

Kühlung und Lüfter

Das NZXT Source S340 Elite bietet Platz für vier Lüfter.

  • In der Front zwei 120mm oder 140mm Lüfter
  • Auf der Oberseite ein 120mm oder 140mm Lüfter
  • Auf der Rückseite ein weiterer 120mm Lüfter

Dies ist verglichen mit vielen anderen Gehäusen recht wenig, reicht aber in der Praxis vollkommen aus CPU, GPU usw. ausreichend mit frischer Luft zu versorgen.

Hier konnte ich keine nennenswert anderen Temperaturen feststellen als bei anderen vergleichbaren Gehäusen.

Lediglich eine Komponente wird vielleicht etwas wenig gekühlt und das wären die HDDs. Diese befinden sich unter der Netzteilabdeckung und bekommen dort von keinem Lüfter Luftstrom ab. Lediglich etwas Luft erreicht diese passiv durch die Front.

In der Praxis werden HDDs sicherlich etwas wärmer im NZXT Source S340 Elite jedoch überhitzen werden sie auch nicht.

Von Haus aus besitzt das S340 Elite zwei 120mm Lüfter mit im Lieferumfang. Diese Lüfter lassen sich als „Standard“ bezeichnen. Diese werden über den üblichen 3 Pin Anschluss mit Energie versorgt und lassen sich so auch in der Geschwindigkeit steuern.

Hierbei sind die Lüfter durchaus als leise zu bezeichnen. Selbst auf voller Umdrehungszahl sind sie vergleichsweise ruhig, allerdings ist die Luftvörderleistung eher gering. Daher für den Anfang taugen sie, aber langfristig werden die meisten Nutzer die Lüfter austauschen.

 

Hardware Kompatibilität

Konnte ich beim S340 Elite Probleme oder Auffälligkeiten bei der Hardware Kompatibilität feststellen? Wie die meisten PC Gehäuse hat hier auch das S340 Elite ein paar Eigenheiten.

  1. 240mm oder 280mm Radiatoren passen ausschließlich in die Front. Hierbei kann es passieren, dass diese auch nicht direkt in die Front passen, sondern, dass zwischen Gehäuse und Radiator die Lüfter verbautet werden müssen, als Platzhalter. Gerade 280mm Radiatoren sind in der Regel etwas höher als zwei normale 140mm Lüfter und ohne die Lüfter als Platzhalter kollidiert ansonsten der Radiator mit den Frontpaneel-Anschlüssen.
  2. Es ist keine Push/Pull Konfiguration(also 4 Lüfter) bei Radiatoren in der Front möglich. Hier ist die Kabelabdeckung ansonsten im Weg. Vielleicht wäre es mit vier Slim Lüftern möglich, aber das halte ich für wenig sinnvoll.
  3. Mainboards mit Abdeckungen machen Probleme! Aufgrund der Halterung für die Erweiterngskarten und wie diese beim S340 Elite angebracht ist, ist es nur schwer möglich Grafikarten usw. zu installieren wenn das Mainboard eine hohe Abdeckung besitzt, wie z.B. das ASUS TUF Sabertooth Z170. Grafikkarten müsst durch ein Loch in der Rückwand gesteckt werden, welches nur recht wenig Spiel hat.
  4. Auf CD/DVD Laufwerke muss man im Source S340 Elite sowieso verzichten. Zwar gibt es noch zwei HDD Schächte, diese sind aber etwas trickreich. Das Kabel, der auf der Front angebrachten SSD, muss an den HDDs vorbei geführt werden. Bei einer verbauten HDD ist dies kein Problem, bei zwei HDDs kann es etwas eng werden.

 

Fazit

Das NZXT Source S340 Elite ist ein wunderschönes Gehäuse, welches definitiv eine Empfehlung verdient!

Die Optik ist wie üblich natürlich Geschmackssache, allerdings finde ich das sehr aufgeräumte und schlichte Design mit vielen gerade Kanten gleichzeitig modern und zeitlos.

Auch in 10 Jahren wird sich vermutlich niemand denken „oh was habe ich mir da für ein G4m3r Gehäuse gekauft“. Hinzu kommt das wunderschöne Glas -Seitenpanel welches in der Praxis optisch verglichen mit Plexiglas durchaus einen großen Mehrwert darstellt.

Aber nicht nur die Optik ist stark auch das Bauen im S340 Elite macht Spaß und ist einfach. Es beginnt bei Kleinigkeiten wie den vorinstallierten Mainboard Abstandhaltern, von welchen der mittlere das Mainboard auch automatisch schon am vorbestimmten Ort hält und endet bei den hervorragenden Kabelmanagement Möglichkeiten.

Ich bin ein riesen Fan von der Netzteil Abdeckung welche das Innenleben so viel sauberer und aufgeräumter erscheinen lässt und das ganz ohne Anstrengungen. Kabelchaos hinterm Netzteil? Kein Problem sieht man eh nicht. Dazu kommen jede Menge Kabelbinder Halterungen, die das Arbeiten selbst hinter dem Mainboard deutlich erleichtern.

Für unter 100€ ist das hier Gebotene ein Traum!

Allerdings wie jedes Gehäuse hat das NZXT Source S340 Elite auch Nachteile/Schwächen. Ihr habt noch ein CD/DVD Laufwerk? Pech gehabt darauf müsst Ihr in Zukunft verzichten oder extern anschließen. Ihr habt viele HDDs? Tja maximal zwei bekommt man ins S340 und dann wird es auch schon mit der Verkabelung schwer.

Das S340 Elite eignet sich also ganz klar primär für Nutzer, die schon größtenteils Abschied von CDs und rotierenden HDDs gemacht haben. SSDs lassen sich problemlos und klasse präsentiert im S340 Elite nutzen.

Auch wer plant eine Coustom Wasserkühlung im Source S340 Elite einzusetzen, wird vermutlich weniger Spaß haben, AIOs funktionieren allerdings weitestgehend problemlos.

Trotzdem unterm Strich bin ich begeistert von dem was NZXT hier für unter 100€ auf die Beine gestellt hat. Wer auf ein DVD Laufwerk und mehr als zwei HDDs verzichten kann und eine aufgeräumte Optik mit klaren Kanten mag, wird das S340 Elite lieben!

Ich geben dem Gehäuse ein 95% Rating, eins der höchsten Ratings, welches jemals ein Produkt auf Techtest erhalten hat!

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Das BQ Aquaris M8 Tablet im Test

BQ hat Ende 2016 mit dem M8 sein neustes Tablet vorgestellt und auf den Markt gebracht. Dieses soll in der Einsteigerklasse auf Kundenfang gehen.

Da ich schon seit längerem ein großer Fan von BQ Smartphones bin, wollte ich mir einmal ansehen was die Tablets von BQ taugen.

Daher das neue BQ Aquaris M8 Tablet im Test. Kann dieses überzeugen?

 

Technische Daten

Vielen dank an BQ für das zur Verfügung stellen des Tablets!

Das BQ Aquaris M8 im Test

Optisch ist das M8 ein schlichtes und elegantes Tablet. BQ setzt bei diesem auf eine weiße matte Plastik Rückseite mit einem dezenten BQ Logo.

Dies fühlt sich eigentlich ganz ordentlich in den Händen an. Zwar ist Plastik selbstverständlich nicht so hochwertig wie Aluminium aber mich hat dies im Falle des M8 nicht gestört, ganz im Gegenteil.

Das Tablet liegt sehr angenehm und geschmeidig in den Händen. Auch zeigt das Plastik erfreulicherweise kaum Fingerabdrücke oder Schmutz.

 

Die Verarbeitung bei meinem BQ Aquaris M8 war soweit tadellos. Spaltmaße und ähnliches waren über das Gerät konstant. Auch lässt sich die Rückseite nicht groß eindrücken wie es ansonsten bei Tablets aus Kunststoff gerne der Fall ist.

Gehen wir einmal um das M8 herum. Auf der Front finden wir das 8 Zoll HD Display wie auch zwei Frontlautsprecher und eine 2MP Frontkamera.

Die drei üblichen physischen Tasten befinden sich auf der rechten Seite des Tablets (hochkant) und besitzen einen schönen knackigen Druckpunkt.

Der Standard microUSB Ladeport ist auf der Unterseite angebracht. Auf der Oberseite wird es interessant, denn dort findet sich nicht nur der 3,5mm Kopfhöreranschluss sondern auch ein micro HDMI Anschluss. Bedenkt aber, dass die TV Ausgabe nur in 720P erfolgt.

Auf der Rückseite ist lediglich die 5MP Hauptkamera angebracht. Ansonsten findet sich nur noch ein microSD Karten Slot auf der linken Seite. Leider ist dieser offen, man sieht also die SD Karte im Slot.

Hier hätte ich mir eine Klappe oder ähnliches als Abdeckung gewünscht.

 

Software

BQ setzt beim Aquaris M8 auf Android 6.0, ob ein Update auf 7.0 folgen wird ist leider noch unklar.

Erfreulicherweise setzt BQ wie auch bei seinen Smartphones hier auf ein sehr sauberes Android ohne herstellerspezifische Modifikationen. Ihr startet das Tablet und bekommt nach einer schicken BQ Boot Animation den Standard Android Einrichtungsbildschirm.

Lediglich am Ende wird Euch „BQ Plus“ angeboten. Dies ist mit Apples Care+ vergleichbar. Ein kostenpflichtiger Service (19,95€) welcher Euch zwei Jahre lang gegenüber Display Bruch usw. absichert. Klingt im ersten Moment sehr fair aber lest Euch die genauen Bedingungen durch und entscheidet dann selbst ob sich dies für Euch lohnt.

Auf dem Home -Bildschirm angekommen keine Überraschungen. BQ Setzt hier auf den Standard Android 6.0 Launcher ohne jegliche Veränderungen.

Ihr habt Euren Standard Home- Bildschirm und sogar einen App Drawer. Auch verzichtet BQ völlig auf 3. Anbieter Apps welche in der Regel ja nicht oder nur bedingt erwünscht sind.

Daher fällt auch der freie Speicher auf dem Gerät mit rund 10,8GB recht groß aus. Natürlich lässt sich der Speicher auch via microSD Karte erweitern.

Allerdings hat diese „Standard“ Software auch ihre Nachteile sofern Ihr auf tolle Bonus Features hofft, denn diese gibt es nicht. Positiv ist mir lediglich eine erweiterte Konfigurationsmöglichkeit der Benachrichtigungs LED aufgefallen.

 

Display

BQ setzt beim M8 auf ein 8 Zoll Display mit einer Auflösung von 1280×800. Dies ist leider ein schwerer Punkt denn 1280×800 ist keine sonderlich hohe Auflösung im Jahr 2017.

Ich bin mir auch sehr sicher, dass andere Tester das Tablet dafür zerreißen werden. Ich sage aber einfach mal, dass das ganze okay ist. Das M8 besitzt ohne Frage nicht das schärfste Display aber gerade bei Videos ist das weniger schlimm.

Hier kommt es etwas auf die eigenen Ansprüche an. Erwartet Ihr ein gestochen scharfes Display wie bei einem 200€+ Smartphone? Dann wird Euch das M8 enttäuschen.

Liegt Ihr nicht mit der Nase auf dem Display und versucht jeden einzelnen Pixel zu erkennen oder Euch ist die perfekte Schärfe bei Texten nicht so wichtig, dann ist das Ganze kein Beinbruch.

Farben und Kontraste sind soweit okay. Die maximale Helligkeit leider weniger. Für die innen Anwendung reicht alles vollkommen aus aber Outdoor ist das M8 kaum zu gebrauchen.

Unterm Strich geht das Display in Ordnung ist aber auch ganz klar nicht der Glanzpunkt dieses Produkts!

 

Sound

Das M8 verfügt über zwei Lautsprecher auf der Front des Tablets, jeweils einer links und einer rechts wenn das Tablet im Querformat gehalten wird. Damit hat BQ aus meiner Sicht schon etwas sehr richtig gemacht.

Tablets sind Konsumgeräte und müssen deshalb über brauchbare Lautsprecher verfügen. Aber klingen den die Lautsprecher des Aquaris M8 auch gut?

Ja das tun sie! Die Lautsprecher sind klar und besitzen durchaus einen Hauch Tiefgang. Für das abendliche Video im Bett schauen oder ein Youtube Video reicht das Ganze mehr als aus!

Ich würde sogar die Lautsprecher des M8 denen des neuen iPad 2017 vorziehen.

Ja es gibt durchaus noch lautere oder vollere Lautsprecher aber dadurch, dass die des M8 auf Eure Ohren gerichtet und es zwei Lautsprecher sind, gleicht dies mehr als aus.

Von daher Daumen hoch für die Lautsprecher des BQ Aquaris M8!

 

Kamera

Das M8 besitzt eine 5 Megapixel Kamera. Eine 5 Megapixel Kamera in einem Tablet sollte vermutlich schon genug aussagen.

Machen wir es kurz schaut Euch die Testbilder an.

Die Bilder des Tablets sind verwaschen und mäßig scharf. Zudem ist die Dynamic nicht gut. Kurzum Ihr wollt nicht Fotos mit dem M8 machen! Jedes Smartphone der letzten 4 Jahre wird sicherlich bessere Aufnahmen machen.

Jedoch um mal nen QR Code zu scannen oder ähnliches reicht es durchaus.

Die Frontkamera ist sicherlich auch keine „Pracht“ reicht aber für Video Telefonie aus. Selfis auf Facebook posten würde ich allerdings wiederum nicht machen.

 

Leistung/Benchmarks

BQ setzt im M8 auf einen Mediatek SoC, genau genommen den MT8163 V/B. Hierbei handelt es sich um einen 1,3GHz Quad Core welcher auf dem Cortex-A7 Design basiert.

Kombiniert wird das Ganze mit 2GB RAM und 16GB Speicher. Selbst wenn Ihr Euch gut mit Tablets und Smartphones auskennt, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Mediatek MT8163 Euch nichts sagt.

Mir geht es da genauso daher schauen wir uns ein paar theoretische Tests (Benchmarks) an um die Leistungsfähigkeit des Chips etwas besser einstufen zu können.

Die Benchmarks sehen akzeptabel aus. Der Mediatek im M8 scheint ungefähr mit dem Qualcomm Snapdragon 425 aus beispielsweise dem BQ U Lite vergleichbar zu sein.

Damit ist das M8 keine Rennmaschine und gehört ganz klar in die Einsteigerklasse. Aber die Benchmarks sehen gut genug aus, dass man eine vernünftige Alltagsleistung des Tablets erwarten kann.

 

Das BQ Aquaris M8 im Alltag

Erstmal das Positive vorweg, ja das M8 läuft ordentlich im Alltag! Die Benutzeroberfläche ist flüssig und auch Standard Apps wie der Webbrowser machen keinerlei Probleme.

Allerdings sind die Ladezeiten von Webseiten nicht übermäßig gut, allerdings auch nicht schlecht. Das Aquaris M8 verfügt zwar über 5GHz WLAN aber nicht über den neusten AC Standard.

Wie sieht es mit Gaming aus? Um ehrlich zu sein macht hier das Tablet einen besseren Job als ich es erwartet hätte. Zwar ist das M8 kein Gaming „Monster“ aber die allermeisten Spiele laufen meist in einer brauchbaren Qualität und zumeist flüssig.

Ich vermute das 1280×800 Pixel Display spart bei Spielen etwas Rechenleistung weshalb diese brauchbar laufen.

Selbstverständlich gibt es im Alltag hier und da ein paar Hänger. Gerade wenn man aus einer großen App auf den Home Screen zurückkehrt, kann es doch mal 1-2 Sekunden dauern.

Aber für ein Einsteiger Tablet ist das soweit eine zufriedenstellende Leistung.

Im Alltag gab es jedoch eine Kleinigkeit, die mich leider etwas gestört hat und nichts mit der Leistung zu tun hatte.

Dies wären die Onscreen Tasten (Multitasking, zurück, Home) welche sich leider im Querformat mitdrehen. Heißt wenn man das Tablet Quer hält ist die Home Taste unten Mittig, suboptimal wie ich finde.

 

Akkulaufzeit

Das M8 verfügt über einen 4050mAh Akku. Dies ist eine solide Größe für ein 8 Zoll Tablet.

Aber wie viele Stunden Nutzung kann man im Alltag erwarten? Das hängt natürlich stark von der Art der Nutzung ab.

Im meinem üblichen Nutzungstest, websurfen, Social Media, ein wenig leichtes Spielen, auf einer „indoor“ Helligkeit erreichte ich rund 7-8 Stunden aktive Nutzung.

Bei einer vollen Nutzung, also volle Helligkeit und einem 3D Spiel, kann das Tablet auch schon in 3-4 Stunden leer sein.

 

Fazit

Das BQ Aquaris M8 ist ein gutes Einsteiger- Tablet jedoch tue ich mich, egal wie sehr ich BQ mag, mit einer Empfehlung aktuell schwer.

Das Problem ist der Preis, 189€ ist zu viel für das M8. Wobei zuviel relativ ist aber es ist zu nah am Samsung Galaxy Tab A 10.1 2016 T580N welches man für rund 199€ bekommt und in allen Belangen besser ist als das BQ.

Performance, Haptik, Sound und Akku passen am M8. Natürlich könnte es noch etwas schneller sein aber für die meisten Einsteiger reicht das Gebotene aus.

Leider ist das Display nicht das beste. Es ist ausreichend aber weder übermäßig scharf noch übermäßig hell.

Kurzum als Einsteiger- Tablet ist das M8 vollkommen okay aber beim Preis von 190€ ist man schon in der Mittelklasse.

Für unter 150€ könnte ich eine Empfehlung aussprechen, für 189€ greift lieber zum Samsung Galaxy Tab A 10.1.

Empfehlung, der EasyAcc BT28S 20W Bluetooth 4.0 Lautsprecher im Test

Bluetooth Lautsprecher sind der „Ghettoblaster“ oder die Stereoanlage der aktuellen Generation. Hier gibt es jede Menge Modelle auf dem Markt. Gerade die kleinen asiatischen Firmen sind sehr aktiv was neue Produkte angeht.

EasyAcc hat nun einen neuen Bluetooth Lautsprecher auf den Markt gebracht, den EasyAcc BT28S 20W Bluetooth 4.0 Lautsprecher.

Dieser gehört mit 50€ schon zur Mittelklasse, daher kann man durchaus eine gute Leistung erwarten. Aber bekommt man diese wirklich? Lohnt es sich den EasyAcc BT28S zu kaufen? Finden wir es im Test heraus!

 

Der EasyAcc BT28S 20W Bluetooth 4.0 Lautsprecher

Der EasyAcc BT28S ist ein recht massiver Bluetooth Lautsprecher, dessen Verarbeitung auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht. Hierzu trägt auch das vergleichsweise hohe Gewicht von 671g bei. Hierdurch ist der Lautsprecher zwar etwas schwerer beim Herumtragen, aber eine hohe Masse ist tendenziell positiv für einen guten Klang. Die Größe hingegen würde ich noch als halbwegs portabel einstufen. Der EasyAcc BT28S ist ungefähr 1,5 mal so lang wie ein aktuelles Smartphone.

Die Front und Rückseite des Lautsprechers ist komplett von einem metallenen Lautsprechergitter eingenommen.

Unter diesem Gitter befinden sich auf der Front die beiden 10W Treibereinheiten wie auch eine Passivmembran. Auch auf der Rückseite befindet sich solch eine Passivmembran. Falls Ihr Euch fragt „Was ist eine Passivmembran?“ eine Passivmembran ist sozusagen eine Lautsprecher Einheit nur ohne Elektronik, also eine freischwebende Treibereinheit, welche passiv von dem Lautsprecher mitbewegt wird.

Es ist aktuell gefühlt so ein wenig der Trend auf eine Passivmembran anstelle eines Bassrefle Rohrs zu setzen, aber weiter im Programm.

Die Oberseite des Lautsprechers besitzt eine gebürstet Aluminiumoptik, welche sich recht unauffällig gegenüber Fingerabdrücken zeigt. Ebenfalls auf der Oberseite befinden sich die sechs Tasten des EasyAcc BT28S 20W Bluetooth 4.0 Lautsprechers.

Hierbei handelt es sich um die Anrufannahmetaste, lauter, leiser, vor, zurück und Play/Pause. Der Einschalter hingegen ist auf der Rückseite angebracht neben dem microUSB Ladeport und dem AUX Eingang.

EasyAcc gibt die Akkulaufzeit des Bluetooth Lautsprechers mit 15 Stunden an. Diese Zahl kann ich im Groben bestätigen. Ich kam zwar eher auf ca. 12 Stunden aber bei einer geringeren Lautstärke wären vermutlich die 15 Stunden möglich.

Aufgeladen wird der Lautsprecher über einen microUSB Port auf der Rückseite. Hier könnt Ihr einfach das mitgelieferte Ladegerät Eures Smartphones verwenden. Wenn Ihr die maximale Geschwindigkeit wünscht, sollte das Ladegerät allerdings 2A besitzen.

 

Klang

Kann denn der EasyAcc BT28S überzeugen was den Klang angeht? Erfreulicherweise ja!

Der Lautsprecher liefert einen sehr dynamischen und vollen Klang. Die Höhen sind hierbei erfreulich klar und brillant. Im Gegenzug ist sogar der Bass ziemlich satt und tief, für einen Bluetooth Lautsprecher dieser Größe.

Man spürt zwar schon, dass das Volumen des BT28S etwas kleiner ist als bei größeren Modellen aber dennoch schafft es der Bass einen gewissen Punch und eine spürbare Kraft zu liefern. Ich vermute die Beschreibung , kompakt und kräftig würde ganz gut auf den Bass passen. Also ja der EasyAcc BT28S ist ein bassstärkerer Lautsprecher!

Klar man bekommt kein Wohnzimmer zum Wackeln aber auf eine Distanz von ca. 2-4 Metern bekommt man einen sehr ordentlichen Sound! Auf höhere Distanzen klingt der EasyAcc zwar immer noch sehr gut allerdings verpufft dann der Bass immer stärker im Raum.

Jedoch unterm Strich klingt der EasyAcc Bluetooth Lautsprecher hervorragend!

Leider gibt es jedoch eine kleine Schwäche und das wäre das Grundrauschen. Der EasyAcc BT28S besitzt ein leises Grundrauschen, dieses fällt über einer Lautstärke von 20% zwar nicht mehr auf aber für abendliche leise Musik im Bett hören ist das Ganze suboptimal. Im Gegenzug besitzt der Lautsprecher immerhin keine nervigen Einschalttöne, sondern nur das übliche Bluetooth Gepiepe.

Die maximale Lautstärke würde ich als gut aber auch nicht brüllend laut einstufen. Immerhin klingt der Lautsprecher selbst auf 100%  noch vernünftig.

 

Fazit zum EasyAcc BT28S 20W Bluetooth 4.0 Lautsprecher

Der EasyAcc BT28S 20W Bluetooth 4.0 Lautsprecher ist ein hervorragender Bluetooth Lautsprecher gerade zu einem Preis von unter 50€. In dieser Preisklasse ist dieser sogar so ziemlich der beste Allrounder!

Die Haptik des Lautsprechers ist gut bis sehr gut, die Features Standards und der Klang hervorragend! Der EasyAcc BT28S liefert einen sehr dynamischen und lebendigen Klang mit einem satten Bass. Zwar bekommt man mit dem BT28S kein Wohnzimmer beschallt aber für an den Schreibtisch, die Küche oder den Hobbyraum ist das Gebotene mehr als ausreichend.

Selbst eine kleine Party würde sich mit dem EasyAcc beleben lassen. Von daher kann ich ohne Sorgen eine Kaufempfehlung aussprechen! Etwas Besseres bekommt man für 50€ kaum bis gar nicht.