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Die Xiaomi Mi Headphones im Test, günstig, schick, gut?

Xiaomis Ohrhörer genießen einen ausgezeichneten Ruf. Dieser ist auch durchaus berechtigt. Für wenig Geld bekommt man hier tolle Ohrhörer, die ohne Probleme mit doppelt so teuren Konkurrenzmodellen mithalten können. Mit den bisher einzigen Kopfhörern aus dem Hause Xiaomi hingegen bin ich nicht so warm geworden.

Nun hat Xiaomi neue Kopfhörer vorgestellt welche auf den Bildern sehr vielversprechend aussehen!

Hierbei sind diese mit rund 40€ auch preislich durchaus attraktiv. Können die neuen Xiaomi Headphones im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

Die Xiaomi Mi Headphones

Die Xiaomi Mi Headphones sind in vielen Farben vorgestellt worden. Jedoch zum Zeitpunkt dieses Tests sind die Kopfhörer nur in Weiß mit leichten goldenen Akzenten verfügbar.

Lasst Euch von den goldenen Akzenten nicht abschrecken, die Xiaomi Mi Headphones sehen klasse aus!

Xiaomi setzt hier auf eine sehr schlichte und moderne Optik welche nicht mit großen Logos oder Aufdrucken Blicke auf sich lenken will.

Auch die Materialwahl ist aus meiner Sicht vorzüglich. Anstelle Hochglanz Kunststoff zu verwenden, hat sich Xiaomi für ein sehr pflegeleichtes mattes Plastik entschieden, welches in der weißen Version keine Fingerabdrücke zeigt.

Allgemein ist die Haptik und Verarbeitungsqualität sehr gut, hier spielen die Xiaomi Mi Headphones deutlich oberhalb ihrer eigentlichen Preisklasse.

Angeschlossen werden die Kopfhörer ganz klassisch über einen 3,5mm Klinken Anschluss. Das Kabel ist mit 1,4m ausreichend lang für die mobile Nutzung und wirkt auch vernünftig.

Xiaomit hat bei den Mi Headphones auf eine Kabelfernbedienung verzichtet. Es ist lediglich ein kleines Mikrofon am Kabel angebracht, welches qualitativ okay ist.

Für die Steuerung der Musik hat sich Xiaomi etwas cleveres ausgedacht. Viele High End Bluetooth Kopfhörer haben auf ihrer Ohrmuschel ein Touchpad auf welchem man Wischbewegungen ausführen kann um lauter/leiser usw. zu schalten.

Auf dem offiziellen Marketing Bildern tut Xiaomi auch so als würden die Kopfhörer ebenfalls über solch ein Feature verfügen, dies ist aber nicht der Fall.

Unterhalb der Abdeckung der linken Ohrmuschel sind allerdings drei Tasten angebracht. Je nachdem wo man also auf der Abdeckung drückt wird eine andere Funktion wie Play/Pause, vor/zurück usw. ausgeführt.

 

Tragekomfort

Die Xiaomi Headphones sind durchaus ausreichend stark und recht weich gepolstert. Allerdings sind die Ohrmuscheln vergleichsweise klein.

Ist dies ein Problem? Nein nur bedingt, die Xiaomi Headphones fühlen sich eher wie eine Mischung aus On-Ear und Over-Ear Kophörer an.

Hierbei sind diese anscheinend auch eher für schmälere Köpfe gestaltet. Kurzum die Polsterung ist angenehm und weich, leider beginnen die Ohrmuscheln aufgrund Ihrer Größe nach einer gewissen Zeit auf meinen Ohren zu drücken.

Daher eher ein mittelmäßiger Tragekomfort, zu mindestens für mich. Allerdings 30-60 Minuten kann ich die Xiaomi Mi Headphones auch ohne größere Probleme am Stück tragen.

 

Klang

Das Wichtigste und Interessanteste ist sicherlich der Klang. Wie viel kann man für 40€ erwarten?

Der Klang ist soweit solide bis gut. Die Kopfhörer besitzen sehr klare und saubere Höhen, welche auch durchaus gut aufgelöst sind. Auch die Mitten machen ebenfalls einen guten Eindruck und repräsentieren Stimmen ausgesprochen natürlich und klar.

Schwächen sehe ich bim Bass. Diesem fehlt etwas das Volumen und der Tiefgang, auch die Auflösung ist eher Mittelmaß.

Der Bass ist durchaus vorhanden, auch die Masse ist ordentlich, jedoch wirkt dieser aber auf mich etwas flach und übermäßig kompakt.

Damit meine ich, dass der Tiefbass etwas schwach ist während der obere Bassbereich durchaus ausgeprägt ist.

Wer Kopfhörer mit viel Tiefgang mag, wird daher vielleicht etwas von den Xiaomi Headphones enttäuscht sein.

Grundsätzlich würde ich den Bass dennoch nicht als schlecht einstufen. Wir reden hier über 40€ Kopfhörer welche beispielsweise die Sennheiser HD451 durchaus in den Schatten stellen.

Während ich die Höhen und die Mitten jedoch als sehr gut für den Preis einstufe finde ich hört man beim Bass am eher den echten Preis der Kopfhörer heraus.

Auch die räumliche Darstellung der Xiaomi Mi Headphones ist mäßig. Man kann sich hier deutlich schlechter in der Musik verlieren als es bei hochpreisigeren Modellen der Fall wäre.

Das klingt vielleicht etwas negativer als die Xiaomi Mi Headphones in der Praxis sind. Ich bin „HiFi“ Fan und nutze privat Kopfhörer der 300-400€ Preisklasse daher ist es auch nicht überraschend, dass mich die Xiaomi nicht von den Socken hauen.

Realistisch betrachtet bekommt man hier für 40€ verdammt brauchbare Kopfhörer. Musik klingt natürlich und durchaus angenehm.

Es gibt auch keine Klangverzerrungen oder Frequenzverschiebungen wie es oftmals bei Kopfhörer der unter 50€ Preisklasse der Fall ist.

Ich hätte kein Problem damit diese Kopfhörer für meinen täglichen Weg zur Arbeit zu nutzen!

 

Fazit

Wer Kopfhörer sucht mit welchen man in seinem Luxussessel bei Klassischer Musik in perfekter Qualität entspannen kann ist hier nicht richtig.

Wer jedoch Kopfhörer für Bus und Bahn sucht, mit einem ordentlichen Klang welche auch nicht übermäßig groß sind oder furchtbar aussehen, der wird gefallen an den Xiaomi Mi Headphones finden.

Diese sind klanglich und auch vom Tragekomfort nicht perfekt und können auch nicht mit 100€+ Modellen mithalten. Allerdings für 40€ sind diese mehr als brauchbar! Musik klingt natürlich und angenehm ohne Verzerrungen oder Ähnliches. Auch die Haptik ist hervorragend!

Ich kenne keine besseren kabelgebundene Kopfhörer für dieses Geld! Am ehesten würde ich die CSL 450 LE oder die deutlich teuren Sony MDR-100AAP, welche auch ein Stück besser klingen, als Alternative einstufen.

Dennoch wer halbwegs portable Kopfhörer sucht, welche aber leider nicht zusammenklappbar sind, und nicht erwartet, dass diese 40€ Kopfhörer klanglich in der 100€ Preisklasse mitspielen der wird mit den Xiaomi Mi Headphones zufrieden sein!

Man bekommt hier durchaus viel Kopfhörer für wenig Geld!

Ein neues iPad für 399€? Das neue alte iPad 2017 im Test

Apple stellte im März 2017 etwas überraschend und ohne viel Show sein neustes iPad vor. Hierbei handelte es sich allerdings nicht um ein neues Flaggschiff Modell oder um den Nachfolger des iPad Pros sondern um ein günstiges iPad für den Massenmarkt.

Dieses iPad stellt hierbei den indirekten Nachfolger des iPad Air 1 bzw. Air 2 da.

Günstig und Apple sind eigentlich zwei Wörter die nicht so gut zusammen passen aber in diesem Fall durchaus gerechtfertigt sind. Das neue iPad 2017 kostet 399€ für die 32GB Version.

Wenn man dies mit anderen Premium Tablets von beispielsweise Samsung (Samsung Tab S2/S3) vergleicht, wird man merken, dass der Preis auf den ersten Blick sehr konkurrenzfähig ist, ohne den typischen „Apple Aufschlag“.

Stellt sich aber die Frage ist das neue iPad 2017 auch gut oder nur das „Billig“ iPad? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Name und der Lieferumfang

Apple nennt das neue iPad nur das „iPad“ ohne irgendeinen Zusatznamen. Über dieses Namensschema kann man streiten aber ist einfach und sicherlich besser als die ansonsten oft üblichen kryptischen Namen. Allerdings besteht hier etwas Verwechselungsgefahr mit anderen iPad Modellen oder einem eventuell zukünftigen „iPad 2018“.

Das iPad 2017, so werde ich es nennen, siedelt sich ganz klar unterhalb des iPad Pros an und ist eher auf dem Level des iPad Air 1 bzw. 2.

Hierbei setzt Apple auf das Gehäuse des Air 1 mit einem moderneren Innenleben als beim Air 2.

Kommen wir aber noch kurz auf den Lieferumfang zu sprechen. Beim neuen iPad 2017 setzt Apple auf den üblichen spartanischen Lieferumfang. Also ein 10W USB Ladegerät, ein Lightning Kabel und die üblichen Anleitungen.

 

Das Apple iPad 2017 im Test

Was soll man groß optisch zum neuen iPad sagen?! Es besitzt das typische iPad Design mit einem Aluminium Gehäuse und dem rechteckigen 4:3 Display auf der Front inklusive dem runden Home Button.

Auf eine Distanz von 2 Metern würden vermutlich die wenigste Menschen das iPad 2017 vom Air 1, Air 2 oder dem iPad Pro unterscheiden können.

Dies liegt auch daran, dass Apple hier 1 zu 1 auf das Gehäuse vom iPad Air 1 setzt. Ja auf das Gehäuse vom ersten Air, nicht vom Air zwei.

Daher ist das iPad 2017 auch etwas schwerer und dicker als das iPad Pro oder das Air 2. Ist dies schlimm? Seht Euch die Zahlen am besten selbst an:

  • iPad Air 1 / iPad 2017 Gewicht 469g Dicke 7,5mm
  • iPad Air 2 Gewicht 437g Dicke 6,1mm
  • iPad Pro Gewicht 437g Dicke 6,1mm

Sagen wir es so die Unterschiede sind nicht groß und wenn man das iPad das erste Mal in die Hand nimmt, ist auch nicht der erste Gedanke „oh ist das dick und schwer“ ganz im Gegenteil. Selbst für heutige Standards sind die 7,5mm Dicke ziemlich schlank und handlich.

Hierbei ist auch die Verarbeitungsqualität und Hochwertigkeit des Gehäuses auf dem typischen Apple Niveau. Hochwertigere Tablets bei der Konkurrenz zu bekommen ist nur schwer möglich.

Was allerdings auffällt ist, dass das Display des iPads 2017 nicht laminiert ist. Was bedeutet laminiert? Bei laminierten Displays ist das Display Glas mit dem eigentlichen Display verklebt. Dies hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind weniger Reflexionen, bessere Farben und Kontraste und ein niedriger Platzbedarf.

Allerdings gibt es auch Nachteile und das wäre die Reparatur. Bricht das Display Glas muss auch das Display getauscht werden da beide miteinander verklebt sind. Heißt, beim iPad 2017 wäre unter Umständen eine günstige „Glas Only“ Reparatur möglich.

Allerdings gibt es noch einen weiteren Nachteil, wenn man auf das Display des neuen iPads tippt (relativ feste) spürt man das dieses ein wenig nachgibt. Hierdurch fühlt das iPad sich etwas weniger massiv an als das Air 2 oder das Pro.

Gehen wir einmal um das Gerät herum. Auf der Front finden wir das 9,7 Zoll große Retina Display welches wie bei Apple üblich mit 2048 x 1536 auflöst. Unterhalb des Displays befindet sich die übliche Apple Home Taste mit Touch ID Fingerabdruckscanner.

Oberhalb des Displays ist die 1,2MP „FaceTime“ Kamera, welche auf dem Papier etwas veraltet wirkt.

Der Lightning Ladeport befindet sich wie üblich auf der Unterseite gemeinsam mit zwei Lautsprechern. Das iPad besitzt auch weiterhin einen 3,5mm Kopfhöreranschluss auf der Oberseite wo ebenfalls der Ein/Ausschalter angebracht ist. Auf der Rückseite findet sich nur das Apple Logo und eine 8MP Kamera ohne LED Blitz.

 

Software

Das iPad wird mit IOS 10.3 ausgeliefert, also dem aktuellen IOS. Dies sollte allerdings keine große Überraschung sein.

Allgemein bekommt man beim iPad genau das was man softwareseitig von Apple erwartet bzw. kennt. Von Haus aus sind gefühlte 100 mehr oder weniger sinnvolle Apps auf dem Tablet vorinstalliert.

Hierzu gehört auch die komplette Apple Office Suite inklusive Pages, Numbers oder auch Keynote.

Ebenfalls vorinstalliert sind Apples Anwendungen wie iMovie und GarageBand. Diese belegen selbstverständlich auch etwas Speicherplatz, was bei meinem 128GB iPad nicht so schlimm ist. Hier waren mit diesen Apps nach 118,95GB Speicher frei. Bei der 32GB Version wären also mit rund 23GB freiem Speicher zu rechnen.

Allerdings lässt sich iMovie und co. auch deinstallieren wodurch 2GB Speicher zusätzlich frei werden.

Zum Betriebssystem selbst sage ich einfach in diesem Test nichts großes. Es ist das alt bekannte IOS 10.3 welches auch auf dem iPhone 7 zum Einsatz kommt.

 

Display

Das iPad besitzt das übliche 9,7 Zoll Display mit einer 2048 x 1536 Auflösung. Wie bereits angesprochen ist das Display des iPads nicht laminiert, aber wie wirkt sich dies auf die Bildqualität aus?

Sagen wir es so wann gab es das letzte mal ein Apple Produkt mit einem schlechten Bildschirm? Richtig in den letzen Jahren hatte Apple immer auf ausgesprochen gute Displays bei seinen Produkten gesetzt, das iPad 2017 ist hier keine Ausnahme.

 

Das Display ist scharf und die Farben leuchtstark. Ja ist es ist ein Unterschied zu einem iPad Pro zu sehen aber ich würde auch das Display des iPad 2017 immer noch als „High End“ durchgehen lassen.

Es macht Spaß auf dem Display Fotos zu schauen oder Spiele zu spielen.

Auch die Outdoor Nutzung ist durchaus möglich, zwar gibt es Spiegelungen aber diese fallen selbst auf dem nicht laminierten Display des iPads recht gering aus, zudem ist die maximale Helligkeit erfreulich hoch.

Hier liegt das iPad 2017 in der oberen Mittelklasse/unteren Oberklasse.

 

Sound

Gerade bei einem Media Konsum Gerät wie einem Tablet sind gute Lautsprecher sehr wichtig.

Leider sehe bzw. höre ich hier ein paar Defizite. Der Lautsprecher auf der Unterseite des Tablets klingt an sich recht Satt und vergleichsweise voll.

Jedoch könnte der Lautsprecher etwas klarer und brillanter sein, das iPad 2017 klingt etwas Nasal.

Zudem fehlt die Direktionalität, man hört, dass der Lautsprecher von einem Weg spielt. Auch vibriert die Rückseite des iPads recht stark, was mich allerdings nicht störte. Ich finde dies gibt Musik fast noch eine 3D Dimensionale „fühlbare“ Ebene.

Der Kopfhöreranschluss hingegen ist überdurchschnittlich und liefert eine sehr gute Qualität.

 

Kamera

Das iPad verfügt über eine 8 Megapixel Rückkamera. Hierbei scheint es sich um das gleiche Kamera Modul des iPhone 6 und 6+ zu handeln. Ein iPad ist natürlich nicht zum Fotografieren gedacht, aber wenn man wollte könnte man dann brauchbare Bilder machen?

Ich denke man auf diese Frage mit ja antworten. Ja 8 Megapixel sind nicht die Welt aber gerade bei gutem Licht und sofern man nicht zu sehr rein zoomt, sehen die gemachten Bilder gut bis sogar sehr gut aus!

Die Bilder sind scharf und klar bieten dabei Apples Typische „natürliche“ Farbabstimmung.

Hier steht das Tablet den meisten aktuellen Mittelklasse Smartphones kaum nach, zudem auch Apples hervorragender HDR Modus mit an Board ist. Aufnahmen lassen sich „sofort“ machen, es gibt also selbst bei aktivem HDR zwischen zwei Fotos keine Verzögerung.

Lediglich bei „Low Light“ Fotos sieht man doch einen Unterschied zu moderneren Smartphones und auch dem iPad Pro.

Auch ist der Video Modus auf Full HD beschränkt. Also im Grunde 1 zu 1 die Kamera des iPhone 6.

Etwas enttäuscht hat mich die Front Kamera. 1,2 Megapixel sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Fotos sehen nicht gut aus! Videos (720p) oder Video Telefonie geht allerdings noch.

 

Leistung/Benchmarks

Im iPad 2017 ist der Apple A9 SoC verbaut. Dieser ist ein alter Bekannter und kam auch im iPhone 6S zum Einsatz. Im Falle des iPads ist der Chip mit 2GB RAM kombiniert. 2GB RAM klingt im ersten Moment etwas wenig, in der Praxis ist allerdings das RAM Management unter IOS so viel besser als bei Android das 2GB unter IOS eher 3GB unter Android entsprechen. Sofern Ihr also kein Split Screen Multitasking bis zum Gehtnichtmehr betreibt, reichen die 2GB vollkommen aus.

Aber wie sieht es mit der Prozessor Leistung aus? Gehört der A9 von Apple schon zum alten Eisen?

Schauen wir uns zwei Benchmarks an.

Nein der Apple A9 Chip im iPad 2017 gehört nicht zum alten Eisen! Ganz im Gegenteil das iPad liefert in Benchmarks eine hervorragende Leistung welche selbst mit aktuellen Android Smartphones konkurriert.

Der Apple A9 SoC liegt von seiner Leistung knapp unter dem Snapdragon 820 welcher z.B. im LG G5, HTC 10 oder dem Samsung Galaxy S7 verbaut ist.

Im Geekbench Test konnte der A9 sogar den Snapdragon 820 ein stück weit übertreffen. Daher Ja das Apple iPad 2017 ist eins der schnellsten Tablets aktuell auf dem Markt!

 

Leistung im Alltag

Der Test von Apple Produkten ist oftmals langweilig. Ein neues Apple Smartphone oder Tablet läuft nun mal „perfekt“. So sind die Produkte und die Software von Apple konzipiert.

Nicht anders beim iPad 2017, IOS läuft wie es zu erwarten war perfekt auf dem Tablet ohne Ruckler, Hänger oder sonstigen Problemen.

Ähnliches gilt auch für Apps. Ob nun die Standard Apps wie der Webbrowser oder Facebook, die Anwendungen starten schnell und laufen absolut flüssig.

Auch ist mir kein einziges Spiel begegnet welches nicht flüssig auf dem iPad lief. Von daher eine perfekte Alltagsperformance.

Hinzu kommt ein sehr schnelles 2×2 WLAN selbstverständlich mit Unterstützung für den AC Standard und 5GHz. Daher gehen auch App Downloads, sofern dies Eure Internetleitung erlaubt, rasend schnell.

Etwas träge wirkte der Touch ID Fingerabdruckscanner. Vielleicht fällt mir dies nur so stark auf weil ich ans iPhone 7 gewöhnt bin aber das iPad wirkte hier etwas träge verglichen mit aktuellen Smartphones.

Kleine Anmerkung, das iPad ohne mobilem Internet, verfügt wie üblich nicht über GPS, bedenkt dies beim Kauf.

 

Akkulaufzeit

Das iPad verfügt über einen großen 8872mAh (32,4Wh) großen Akku. Apple gibt hier eine Akkulaufzeit von 10 Stunden an.

Diese 10 Stunden sind absolut realistisch! In meiner normalen Alltagsanwendung (Facebook, Twitter, Webbrowsen usw.) mit einer mittleren Displayhelligkeit kam ich auf ziemlich genau diese 10 Stunden. Wenn das Display etwas heller eingestellt ist, lande ich immer noch bei sehr guten 8,5 Stunden.

Beim reinen Schauen von Videos sind sogar mehr als diese 10 Stunden möglich. Hier konnte ich je nach Helligkeit auf ca. 11,5 Stunden +- 1h.

 

Fazit

Das iPad 2017 ist für Apple Verhältnisse ein wahres Preis/Leistungs -Monster. Für 399€ erhält man hier ein Tablet welches für 99% aller Nutzer gegenüber dem iPad Pro vollkommen ausreicht!

Klar das Display des iPad Pros ist etwas besser, die Leistung etwas höher und die Kameras doch ein gutes Stück besser aber spielt dies im Alltag wirklich eine große Rolle?

Nein, es ist mir keine App begegnet, die nicht flüssig lief. Dies ist auch nicht überraschend denn der Apple A9 ist auch nach heutigen Standards immer noch ein High End Chip.

Natürlich das iPad 2017 ist ein Mischung aus iPhone 6 (Kamera, Fingerabdruckscanner), dem iPhone 6s (Prozessor) und dem iPad Air 1 (Gehäuse, Display) aber dies hilft Apple den Preis vergleichsweise niedrig zu halten.

Daher wer schon immer mit einem iPad geliebäugelt hat oder vielleicht von einem iPad 1,2,3 oder 4 auf etwas Neues umsteigen möchte ohne 680€ auszugeben, findet mit dem iPad 2017 einen klasse Allroundbegleiter!

Ein Upgrade vom Air 2 hingegen würde sich, wie ich finde, nicht lohnen.

Wie viel RAM braucht ein Android Smartphone im Jahr 2017?

Android Smartphones, gerade in der Mittelklasse, versuchen mit immer mehr Arbeitsspeicher(RAM) zu punkten.

Bereits für 250€ bekommt man schon vereinzelt Smartphones mit 4GB. Andere wiederrum haben nur 1GB oder 2GB.

Hier stellt man sich sicherlich die Frage wie viel RAM benötigt man überhaupt?

Versuchen wir hier ein paar Fragen zu klären.

 

Wie viel RAM benötigt man?

Selbst aktuelle Apps und Android selbst benötigen an sich nur sehr wenig RAM. Das Betriebsystem frisst je nach Optimierungen zwischen 500MB und 1GB. Hier kommt es immer etwas darauf an, ist mehr RAM da wird auch meist etwas mehr verbraucht damit alles runder läuft.

Mit 1GB RAM hat man also das Betriebssystem sicher abgedeckt. Wie viel RAM Benötigt nun eine App?

Hier kommt es natürlich auf die Apps an, beispielsweise der Facebook Messenger benötigt im Schnitt 90MB RAM und maximal 180MB.

Facebook verbrauchte bei mir maximal 138MB, Spotify 156MB, Outlook 162MB, Google Chrome 280MB (durchschnittlich 32MB).

Ich denke aus den Werten kann man eine gewisse Tendenz ablesen. High End Spiele können natürlich etwas Arbeitsspeicher hungriger sein. Asphalt 8 gönnte sich beispielsweise bis zu 591MB.

Jedoch sind selbst 591MB gar nicht mal so viel, knapp über ein halbes Gigabyte.

Ihr seht selbst aufwendige Spiele benötigen nicht mal so viel RAM. Mit 1,5GB bis 2GB ist man auch im Jahr 2017 auf der sicheren Seite.

Selbst „Gamer“ werden mit 2GB RAM klar kommen.

 

Warum dann 4GB oder sogar 6GB RAM?

Wenn man doch gar nicht so viel RAM benötigt warum verbauen dann die Hersteller so viel? Dies hat zwei Gründe, Marketing und Multitasking.

Wenn Ihr auf Eurem Smartphone eine App schließt indem Ihr auf die Home Taste drückt wird die App nicht geschlossen!

Die App wird in den Hintergrund verschoben und wartet dort darauf wieder geöffnet zu werden. Dann ist die App genau an der Stelle wo sie zuvor von Euch verlassen wurde. Ein Spiel könntet Ihr also ohne Unterbrechung weiterspielen, oder die eMail weiterschreiben. Dies funktioniert natürlich nur wenn genug RAM vorhanden ist.

Ihr habt beispielsweise ein Smartphone mit 1,5GB RAM und habt Asphalt 8 gespielt. Das Betriebsystem verbraucht rund 1GB und das Spiel 0,5GB.

Ihr kommt im Spiel nicht weiter und wollt etwas googeln, öffnet den Chrome Browser gebt Eure Frage ein, findet die Lösung und geht ins Spiel zurück.

Da Euer Smartphone nur 1,5GB RAM hat, das Betriebssystem 1GB Verbraucht und  das Spiel 0,5GB, ist nicht genug RAM für Google Chrome vorhanden welcher ca. 0,3GB benötigt.

In diesem Fall wird eine alte Anwendung geschlossen damit wieder genug Platz frei ist, in dem Fall dann das Spiel. Wenn Ihr wieder ins Spiel zurückkehrt, muss dieses neu laden und Ihr wertet Euch im Home Menü dieses wiederfinden.

Hätte das Smartphone anstelle der 1,5GB nun 2GB RAM gehabt, wäre es problemlos möglich gewesen zwischen den beiden Apps hin und her zu springen.

Wenn Ihr nun mehr Apps habt zwischen welchen Ihr hin- und herspringen wollt ohne, dass diese neu starten, dann wird noch mehr RAM nötig sein.

Hier kann durchaus 3GB oder sogar 4GB Sinn machen, wenn man viel Multitasking nutzen möchte.

Wie sieht es mit 6GB RAM aus?

Es gibt schon vereinzelt Smartphones mit mehr als 4GB. Jedoch ist dies aus meiner Sicht mehr Marketing als wirklicher Nutzen. Apps die im Hintergrund liegen sind zwar pausiert aber benötigen dennoch etwas Energie/Rechenleistung.

Gerade Einsteiger Smartphones lassen daher gar nicht beliebig viele Apps im Hintergrund laufen, selbst wenn genug RAM da ist. Dies gilt sogar für High End Smartphones.

Daher 4GB ist das sinnvolle Maximum bei High End Smartphones, mehr schadet natürlich nicht, bringt aber in der Praxis auch nicht viel mehr. Bei Mittelklasse Geräten ist meist schon 3GB vollkommen ausreichend.

 

Marketing

Natürlich hat das immer mehr werden des Arbeitsspeichers auch Marketing gründe. Dem Normalnutzer ist es nicht so einfach zu erklären wo der Unterschied zwischen einem Snapdragon 435 und beispielsweise einem Snapdragon 616 liegt, beide haben doch acht Kerne?

Der Normalnutzer achtet aber auf hohe Zahlen, mehr = besser. Das heißt selbst dem Normalnutzer ist klar, dass 4GB RAM besser ist als 2GB RAM. Bei anderen Dingen ist es nicht so leicht, beispielsweise welchem Normalnutzer wäre auf dem ersten Blick klar, dass der Snapdragon 616 langsamer ist als der Snapdragon 435.

616 ist doch größer als 435 ?! Daher setzten gerade in der Mittelklasse immer mehr Hersteller auf immer mehr RAM als auf eigentlich wichtigere Dinge wie eine bessere Kamera.

Bei der Kamera ist es kaum möglich anhand der technischen Daten (Megapixel) zu erkennen wie gut diese ist daher kann man hier etwas mehr tricksen. Wie gut oder wie schlecht das 13 Megapixel Modul das verwendet wurde ist, erkennt man ja erst nach dem Kauf. RAM hingegen ist klar und sofort verständlich, daher werden die Mittelklasse Geräte und auch viele High End Smartphones so gut wie möglich mit diesem bestückt, ob es Sinn macht oder nicht.

 

Fazit wie viel RAM Benötigt man im Jahr 2017?

Ich denke 95% aller Nutzer sind mit 2GB RAM oder mehr auf der sicheren Seite. Die meisten Standard Apps benötigen um die 100-200MB und selbst Spiele liegen bei 100-500MB.

Daher hat man abzüglich vom RAM, welchen das Betriebssystem braucht, genug Luft.

Mehr RAM ist immer gut, macht aber über diese 2GB Marke hinaus meist nur Sinn wenn Euch Multitasking wichtig ist. Ihr wollt beim Wechseln zwischen 3+ Apps darauf warten, dass diese neu geladen sind? Dann greift zu einem Smartphone mit 3GB oder 4GB.

Bei Smartphones welche mehr als 4GB RAM besitzen, habe ich allerdings meist keine große Verbesserung selbst beim Multitasking gespürt.

  • Daher 2GB RAM ist für den „Normalnutzer“ vollkommen ausreichend (sofern die Software gut Optimiert ist)
  • 3GB RAM+ für Nutzer welchen Multitasking wichtig ist
  • 6GB RAM hingegen bringt verglichen mit 4GB kaum etwas

Zecti kompaktes Kamera Stativ mit bis zu 55Zoll im Test

Ein gutes Stativ gehört zu den Dingen welche jeder Hobby Fotograf besitzen muss. Gerade wenn man Einsteiger ist verzichtet man aber oftmals auf ein Stativ oder kauft das billigste Stativ das man finden kann.

Diesen Fehler habe ich anfangs auch begangen ehe ich mir ein ordentliches 150€+ Cullmann Stativ gekauft habe. Erst wenn man ein gutes Stativ kennengelernt hat, weiß man wie wichtig dies ist.

Aber gerade Anfänger haben meist nicht das Geld für solch ein teueres Stativ oder wollen es auch einfach nicht dafür ausgeben.

Ich war nun auch auf der Suche nach einen kompakten 2. Stativ für Momente wo mir mein teures zu groß und zu schwer ist.

Da es langweilig wäre ein Modell eines der üblichen Hersteller zu kaufen, habe ich mich für das „Zecti“ Kamera Stativ 55 Zoll entschieden.

Dieses kostet aktuell bezahlbare 54€ und bietet recht vielversprechende Bewertungen bei Amazon.

Aber kann das Zecti Kamera Stativ 55 Zoll im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Zecti Kamera Stativ mit 55Zoll im Test

Im ersten Moment war ich mir etwas unsicher was da von Amazon geliefert wurde. Klar das Zecti ist ein tendenziell eher kompaktes Stativ aber dennoch habe ich nicht mit einer derart kompakten Box gerechnet.

Nach dem Auspacken die positive Überraschung, ja vollständig zusammengeklappt ist das Zecti ausgesprochen kompakt, gerade mal einen Tick höher als eine Wein Flasche.

Das Stativ ist größtenteils aus Aluminium gefertigt. Hierbei sind allerdings die Hebel und Klemmen für die Höhenverstellung usw. aus Plastik. Die Beine selbst und auch die Mittelstange sind aus Aluminium.

Das Stativ lässt sich insgesamt an fünf Stellen ausziehen, was auch das Geheimnis für die große Kompaktheit ist. Die Beine lassen sich dreimal ausziehen und die Mittelstange zweimal. Die Beine lassen sich zudem flexibel in alle Richtungen klappen, lassen sich aber auch feststellen, dass diese nicht ausversehen auseinander klappen.

Die Klemmflügel für die Höhenverstellung wirken wie ein möglicher Schwachpunkt des Stativs. Diese sind aus Plastik und lassen sich nicht nachziehen, sollten sie mal ausleiern. Allerdings „out oft the Box“ sind diese Klemmen ausreichend fest von daher muss man hier hoffen, dass alles auch über einen längeren Zeitraum passt.

Das Zecti Stativ verfügt bereits von Haus aus über einen passenden Stativkopf inklusive Schnellwechselplatte.

Bei dem Kopf handelt es sich um einen Kugelkopf, der eine flexible Positionierung der Kamera erlaubt. Ich finde Kugelköpfe für die Fotografie perfekt, lediglich fürs Filmen würde ich an sich einen klassischen Kopf mit Hebeln bevorzugen.

Die Schnellwechseplatte, die an Euerer Kamera befestigt wird und dann auf das Stativ aufgeschoben wird, macht einen brauchbaren und robusten Eindruck, ist aber vielleicht etwas groß.

Laut Hersteller soll das Kamerastativ bis zu 5KG tragen können. Dies kommt auch so hin, allerdings ist das Zecti auch nicht das aller massivste Stativ, das ich jemals gesehen habe.

Natürlich darf man das Zecti nicht mit den üblichen 20-30€ Modellen vergleichen, hier spielt das Zecti Stativ gut eine Klasse drüber, was die Massivität angeht.

Die Beine sind beispielsweise dennoch relativ dünn wenn voll ausgezogen. Hier könnte man natürlich sagen dies ist aus „leicht bau gründen“ so der Fall und ja das Stativ ist mit 1,4KG auch vergleichsweise leicht.

Sofern man nicht gegen dieses tritt oder es seitlich zu sehr belastet, wird das vermutlich kein Problem sein.

Erfreulicherweise ist das Zecti selbst auf maximaler Höhe recht stabil, spätestens dann wenn man es etwas beschwert über den Haken auf der Unterseite.

Auch der Kugelkopf ist vernünftig, selbst mit einer 70-300mm Linse hatte ich keine Probleme mit dem Überkippen oder einem langsamen Absacken.

Solltet Ihr allerdings so eine riesen f2.8 300mm Linse haben, könnte es vielleicht etwas anders aussehen.

Es gibt auch durchaus Situationen in welchen kein Dreibein- Stativ benötigt wird, für diese Situation lässt sich das Stativ auch umbauen in ein Einbein- Stativ.

Hierfür lässt sich die Mittelsäule entfernen und ein Bein des Stativs abschrauben.  Wird die Mittelsäule und das eine Bein verbunden erhält man das Einbein Stativ.

 

Abmessungen

Kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt, der Größe.

In seiner kleinst möglichen Form welche für den Transport genutzt wird besitzt das Zecti eine Höhe von rund 35cm und eine Breite/Tiefe von rund 12cm. Dies ist ausgesprochen kompakt!

 

In der kleinsten nutzbaren Form steigt die Höhe auf rund 52cm an. Wird nun die Mittelstange voll ausgezogen steigt die Höhe auf 85cm.

 

Werden dann auch noch die Beine ausgezogen, kommen wir auf eine maximale Höhe von 144cm. In der Praxis werden wir aber vermutlich eher bei 130-140cm landen, da ja die Beine nicht gerade nach oben stehen, oder das Stativ fällt um.

 

Fazit

Kann man das Zecti Kamera Stativ empfehlen? Für rund 55€, ja! Das Stativ besitzt eine unheimliche Größen- Flexibilität, von 35cm auf bis zu 144cm ist schon sehr ordentlich gerade im Outdoor/mobilen Einsatz.

Auch die Verarbeitung und generelle Qualität des Stativs ist als gut zu bezeichnen. Ja hier gibt es auch noch etwas Luft nach oben aber die wenigsten Konkurrenzprodukte in dieser Preisklasse werden besser sein.

Etwas schade ist, dass aktuell die Schnellwechselplatten nicht nachkaufbar sind, aber ich glaube dies wird für den wenigsten Einsteiger erst einmal ein Problem sein.

Daher für 55€ bekommt man hier durchaus ein brauchbares Fotostativ! Dieses ist deutlich besser als das erste Stativ welches ich vor Jahren genutzt habe und deutlich besser als aktuelle 08/15 Modelle.

Wer also ein kompaktes Stativ sucht, ist beim Zecti richtig!

iSmartAlarm Spot Kamera im Test

Die Alarmanlage von iSmartAlarm ist eine der besten und auch beliebtesten Smart Home Alarmanlagen auf dem Markt.

Das Alarm System lässt sich optional auch mit Überwachungskameras erweitern, was sicherlich für viele Nutzer durchaus eine interessante Option ist in Zeiten mit immer mehr Wohnungseinbrüchen. Von der iCamera KEEP war ich damals eher so mittelmäßig begeistert.

Nun gibt es aber schon seit einer Weile die iSmartAlarm Spot Überwachungskamera welche auf den ersten Blick durchaus interessant aussieht.

Hierbei handelt es sich um eine vergleichsweise kompakte und günstige Kamera. Wollen wir uns doch einmal ansehen ob die iSmartAlarm Spot Überwachungskamera im Test überzeugen kann.

 

Technische Daten

An dieser Stelle vielen Dank an iSmartAlarm welche mir die Kamera für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

iSmartAlarm Spot Kamera

Die iSmartAlarm Spot Kamera ist eine ausgesprochen kompakte Überwachungskamera. Diese passt ohne Probleme vollständig in meine Handfläche und lässt sich somit recht dezent in der Wohnung unterbringen.

Optisch ist die Spot in einer Würfel form gehalten und repräsentiert eine recht moderne und schicke Designsprache.

Die Kamera besteht aus weißem Hochglanz Plastik, abgesehen vom Standfuß. Dieser Standfuß lässt sich ein Stück weit ausziehen und erlaubt eine flexible Positionierung und Ausrichtung der Überwachungskamera.

Zusätzlich ist im Standfuß ein Magnet integriert, so lässt sich die iSmartAlarm Spot an magnetischen Oberflächen auch ohne Schrauben befestigen und ja die Kamera hält.

Abgesehen von einer Resettaste verfügt die Kamera über keine weiteren Tasten. Interessant ist lediglich noch der microSD Karten Slot auf der Unterseite und der reguläre USB Port auf der Rückseite.

Bei letzterem habe ich keine Ahnung wofür dieser gedacht ist. Auch in den Dokumentationen von iSmartAlarm lässt sich zu diesem nichts finden.

Die Spot wird über einen microUSB Port auf der Rückseite mit Energie versorgt. Im Lieferumfang liegt ein passendes 1A USB Netzteil und ein 2 Meter Kabel bei.

Solltet Ihr ein längeres Kabel benötigen würde sich dieses problemlos gegen ein reguläres microUSB Kabel tauschen lassen.

Leider ist die Spot nicht Outdoor geeignet, falls Ihr Euch diese Frage stellen solltet.

 

Einrichtung und Installation

Die iSmartAlarm Spot Kamera benötigt für die Einrichtung die iSmartAlarm App. Diese ist für Android und IOS verfügbar.

In der App müsst Ihr Euch zuerst ein Konto beim Hersteller anlegen. Solltet Ihr bereits die iSmartAlarm Alarmanlage besitzen, ist dies natürlich nicht nötig.

Die Einrichtung der Kamera geht gerade unter Android wirklich sehr leicht. Ihr wählt das Hinzufügen einer Kamera aus, verbindet diese mit dem Strom und tippt im Grunde immer nur auf Weiter.

Ich sehe hier allerdings ein mögliches Problem. Die Kamera kann nur mit 2,4GHz Netzen verbunden werden. Hierbei verbindet sich die Kamera mit dem WLAN Netz welches auch Euer Smartphone nutzt, wenn dieses mit einem 5GHz Netz verbunden ist schlägt der Vorgang fehl.

Das ist kein Problem sofern man getrennte SSIDs hat für 5GHz und 2,4GHz hat, hat man allerdings eine gemeinsame SSID könnte dies zu Problemen führen da Euer Smartphone Automatisch immer auf das 5GHz Band geschickt wird.

Solltet Ihr solche Probleme haben, hilft es eventuell für die Einrichtung das 5GHz Band Eures WLAN Routers kurz abzuschalten.

 

Funktionen und Integration

Erst einmal vorweg die iSmartAlarm Spot Kamera macht aus meiner Sicht nur Sinn wenn Ihr auch eine Alarm Anlage von iSmartAlarm habt. Zwar kann man die Kamera auch solo nutzen, jedoch hier gibt es auch jede Menge anderer alternativer Überwachungskameras welche den Job genauso gut oder besser machen.

In der Synergie liegt hier die Stärke. Nach der Einrichtung ist die erste Frage sicherlich „wie schaltet man die Kamera ein?“.

Um die iSmartAlarm Spot Kamera einzuschalten müsst Ihr in der Smartphone App die vier vorhanden Modi dementsprechend Bearbeiten. Dies macht man auf der Modus Wahl Seite unter „bearbeiten“.

Hier kann man nun per Hand Auswählen welche Sensoren oder Kameras aktiv sein sollen.

Ist dies eingerichtet, kann man mit einem Tipp seine Alarmanlage und Kamera scharf stellen. Erkennt die Kamera nun eine Bewegung wird eine 10 sekündliche Aufnahme gestartet. Solltet Ihr über die Alarmanlage von iSmartAlarm verfügen, wird auch der akustische Alarm ausgelöst(wenn gewünscht).

Kurzum Ihr geht aus dem Haus schaltet die Alarmanlage ein und die Kamera nimmt auf, wenn sie eine Bewegung erkennt und schaltet gleichzeig den Alarm ein. Selbstverständlich funktionieren die Fenster/Tür Sensoren weiterhin. Wenn Ihr nun nach Hause kommt, schaltet die AlarmAnlage ab und die Kamera geht mit aus.

Super!

Hierdurch lässt sich die Kamera sehr leicht in den Alltag integrieren

Neben der Bewegungserkennung ist aber auch möglich mit der Kamera dauerhaft zu filmen.

Hier stellt sich natürlich die Frage wo denn die Videos gespeichert werden. Es gibt dafür zwei Orte, zum einen auf einer microSD Speicherkarte in der Kamera und zum anderen in der Cloud.

Wenn Ihr dauerhaft Video aufnehmt wird dieses ausschließlich auf der microSD Karte abgelegt. Bei der Bewegungserkennung werden immer nur 10 Sekunden auf der microSD Karte und in der Cloud gespeichert.

In der Cloud sind 5 Minuten Video gratis, danach wird das älteste Video gelöscht. 5 Minuten klingt recht wenig, ist es auch, allerdings in der Praxis reicht dies gerade wenn man eine microSD Speicherkarte in Kombination nutzt.

Wenn ein Einbruch passiert und der Einbrecher die Kamera bemerkt, kann der diese zwar inklusive microSD Speicherkarte zerstören aber immerhin die letzten 5 Minuten sind sicher in der Cloud und dies sind dann ja die entscheidenen Minuten.

Natürlich ist es immer so eine Sache Videos in die Cloud zu senden, es kann aber durchaus Vorteile haben wie eben beschrieben. Zudem nimmt die Kamera ja nur bei aktiver Alarmanlage Video in die Cloud auf weshalb die Privatsphäre durchaus geschützt ist.

 

Bildqualität

Die iSmartAlarm Spot verfügt über eine 720P Auflösung und einen 130Grad Blickwinkel.

Der Blickwinkel von 130Grad ist ideal für Indoor -Aufnahmen. Die Kamera hat also recht viel Fläche auf dem Bild.

Zum Vergleich ein normales Smartphone hat in der Regel 70-80Grad an Blickwinkel, also ein deutlich schmaleren Bereich.

Die Bildqualität bei Tag würde ich als gut einstufen. Die Schärfe ist ausreichend Gesichter und Details zu erkennen.

Auch bei Nacht macht die iSmartAlarm Spot einen brauchbaren Job, hier merkt man aber, dass die IR LEDs in solch einer kleinen Kamera doch etwas sind, gerade wenn es darum geht ein komplettes Wohnzimmer auszuleuchten.

In der Praxis ist dies allerdings kaum ein Problem, die Ausleuchtung ist selbst in großen Räumen ausreichend.

 

Stromverbrauch

Die iSmartAlarm Spot wird, wie bereits erwähnt, über ein USB Netzteil mit Energie versorgt. Dieses Netzteil könntet Ihr gegen ein anderes „Smartphone“ Ladegerät austauschen oder sogar gegen eine Powerbank wenn Ihr dies wollen würdet.

Der Energieverbrauch liegt im Betrieb bei 2,2W bei Tag oder bei 3,3W bei Dunkelheit.

 

Fazit

Die iSmartAlarm Spot ist keine „perfekte“ Überwachungskamera. Jedoch würde ich dennoch eine Kaufempfehlung aussprechen, sofern Ihr bereits die iSmartAlarm Alarmanlage habt.

Zwar gibt es hier und da noch Möglichkeiten die Zusammenarbeit beider Komponenten noch zu verbessern, jedoch ist es schon sehr angenehm Alarmanlage und Überwachungskamera mit einem Tipp in der Smartphone App aktiv zu schalten.

Selbiges gilt auch fürs Abschalten, so hat man auch nicht das Gefühl dauerhaft beobachtet zu werden, da die Kamera nur aktiv ist, wenn es auch die Alarmanlage ist.

Ansonsten gibt es nicht viel über die Spot zu sagen, dies ist eine sehr unauffällige Kamera. Dies gilt für die dezente Optik, den „Basic“ Funktionsumfang und auch die Zuverlässigkeit.

Mein Tipp Ihr werdet vergessen, dass es die Überwachungskamera in Eurem Haushalt gibt. Dies meine ich nicht negativ sondern positiv!

Die Kamera wird bei Euch irgendwo unauffällig in der Ecke stehen und Ihren Job verrichten. Ihr benötigt keine gesonderte App um diese zu steuern, dank Cloud Funktionalität müsst Ihr Euch auch keine Sorgen um den Speicherplatz machen und Ihr schaltet diese einfach gemeinsam mit der Alarmanlage aktiv.

Es gibt ganz klar Überwachungskameras mit mehr Features usw., siehe Netgear Alro oder INSTAR IN-6014HD, jedoch benötigen diese Kameras oftmals etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wer also eine gute und unauffällige Kamera sucht um welche man sich nicht groß kümmern muss, ist bei der iSmartAlarm Spot an der richtigen Adresse!

Die Xiaomi YI M1 Systemkamera im Test, 4K Video und 20MP für 400€?!

Dass Xiaomi so ziemlich alles an elektronischen Geräten baut, ob nun Smartphone, Kopfhörer, Smarte Staubsauger oder auch Reiskocher ist ja nichts Neues.

Was allerdings neu ist, dass sich Xiaomi auf den Kamera Markt wagt. Mit der YI M1 haben diese vor kurzem ihre erste Kamera mit Wechsel -Objektiven und 4K Video auf den Markt gebracht.

Das beste hierbei ist, wie bei Xiaomi oft, allerdings der Preis mit knapp unter 400€!

Ja, eine 4K 30FPS Kamera im Four-Thirds Format mit wechselbaren Linsen für unter 400€, klingt doch fast zu gut um wahr zu sein. Aber wie schlägt die Xiaomi YI M1 sich im Praxiseinsatz? Finden wir es heraus!

 

Die Xiaomi YI M1 im Test

Die Xiaomi YI M1 ist eine mittelmäßig kompakte Systemkamera. Diese entspricht von der Größe ungefähr einer Sony A6000 oder vergleichbaren Modellen.

Hierbei ist das Gehäuse aus einer Mischung aus Plastik und Gummi gefertigt. Klingt im ersten Moment nicht atemberaubend allerdings fasst sich die YI M1 durchaus vernünftig an. Die Kamera wirkt ausrechend robust und hochwertig für ein Modell der 400-500€ Preisklasse.

Der Kameragriff ist zwar bei der YI M1 nicht übermäßig groß aber gut geformt, dass ein sicherer Halt ohne Probleme möglich ist. Erfreulicherweise lassen sich die wichtigen Tasten auch im Einhand Betrieb gut erreichen.

Hierbei hat die Xiaomi YI M1 gar nicht so viele Tasten. Insgesamt sind lediglich vier Stück + zwei Drehräder zu finden.

Der größte Teil der Bedienung erfolgt über den 3 zoll großen Touchscreen. Dieser nimmt fast die komplette Rückseite der Kamera ein. Zu behaupten, dass dies der tollste und beste Bildschirm ist den ich jemals gesehen habe, wäre sicherlich übertrieben, aber Farben und Kontraste sind ausreichend eine gute Vorschau zu erhalten und auch die Helligkeit ist ausreichend.

Eigentlich ist die maximale Helligkeit sogar recht gut aber bei praller Sonne ist dennoch die Sicht problematisch, aber dies ist vermutlich bei allen Bildschirmen so.

Einen Sucher oder ähnliches besitzt die YI M1 nicht.

Die Energieversorgung wird über einen 900mAh starken Akku auf der Unterseite geregelt. Dieser Akku wird in der Kamera über einen microUSB Port geladen. Leider ist gleichzeitiges Laden und Nutzen der Kamera nicht möglich.

Neben dem microUSB Port besitzt die Kamera auch einen miniHDMI Port und eine regulären SD Karten Steckplatz.

 

Linsen

Die Xioami YI M1 verwendet den Standard Four-Thirds Objektivanschluss und lässt sich deshalb voll mit vielen Olympus oder Panasonic Linsen nutzen.

Ihr seid also nicht auf irgendwelche Xiaomi Linsen angewiesen, sondern könnt jede Menge passende Linsen regulär bei Amazon kaufen.

Die YI M1 gibt es jedoch in zwei Set- Zusammenstellungen, mit 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse und mit einer zusätzlichen 42.5mm F1.8 Linse.

Ich habe aktuell nur die 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse, daher sind auch alle Testbilder mit dieser gemacht!

 

Software und Bedienung

Gerade bei einer Kamera welche primär per Touchscreen bedient wird, ist die Software besonders wichtig. Hier war ich positiv überrascht, denn die Kamera lässt sich auf Deutsch stellen. Diese Deutsche Übersetzung ist sogar mehr als ordentlich!

Die Software selbst ist auch an sich gut nutzbar. Xiaomi wählt hier ein wenig das Smartphone Prinzip. Heißt, Ihr arbeitet viel mit von links nach rechts wischen usw.

Wenn man einmal weiß wo sich alle Menü Elemente verstecken, ist die Nutzung der YI M1 auch als sehr schnell und problemlos zu bezeichnen.

Leider gibt es nur eine Schwäche, die Performance. Gerade beim Ansehen der Bilder muss man viel Geduld mitbringen. Die Benutzeroberfläche arbeitet hier in dem Tempo eines 5 Jahre alten Einsteiger Smartphones. Zwischen gemachten Bildern hin und her zu scrollen dauert gut und gerne 2 Sekunden! Um so erstaunlicher, dass das Einschalten und die Basis Funktionen der Kamera sehr schnell gehen. Nach Betätigung des Einschalters dauert es ca. 5 Sekunden bis das erste Bild gemacht werden kann, was vollkommen okay ist.

 

Sensor

Reden wir erst einmal über den hier verwendeten Kamera Sensor. Xiaomi setzt hier nicht einfach auf irgendeinen Sensor, sondern auf den Sony IMX269 im Four-Thirds Format.

Dieser Sensor ist ein recht neues Exemplar, welcher Fotos mit 20 Megapixel und Videos in 4K aufnehmen kann.

Das vermutlich Interessanteste ist allerdings welche Kamera auch auf diesen IMX269 Sensor setzt, nämlich die Panasonic GX8.

Die Panasonic GX8 kostet aktuell ohne Linse über 800€ und setzt auf den gleichen Sensor wie die unter 400€ Xiaomi Kamera.

Aber wie schlägt sich die Kamera im Praxiseinsatz?

 

Fotos

Die YI M1 macht Fotos mit einer Auflösung von 5184 x 3888 Pixeln, dies entspricht rund 20,1 Megapixeln.

Die letztendliche Fotoqualität hängt natürlich von den verwendeten Linsen ab. Ich nutzte hier die Kit Linse. Kit Linsen sind in der Regel qualitativ eher am unteren Rand angesiedelt, rechnet also damit, dass die Qualität der Aufnahmen mit anderen Kameralinsen tendenziell eher besser sein wird.

Allerdings ist die beigelegte 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse soweit durchaus brauchbar. Die Schärfe ist bei vollen 40mm selbst bei Offenblende vollkommen okay. Auch Details werden generell gut von der YI M1 aufgenommen.

Etwas schwach ist die Bildqualität bei 12mm und Offenblende. Hier bildet sich ein deutlich sichtbares Vignetting an den Rändern der Aufnahmen. Dies liegt aber nicht an der Kamera sondern an der Linse.

Die Kamera bzw. der Sensor kann durch die üblichen Sony Stärken punkten(Sony hat den Sensor gebaut). Also durch eine hohe Schärfe und eine starke Dynamic. Selbst wenn ein Bild mal überbelichtet wurde, kann man dies durch Software ein gutes Stück wieder ausgleichen, gerade wenn man im RAW Format fotografiert.

Hierbei ist selbst die Low Light Leistung ordentlich, wenn man bedenkt, dass der Sensor ein Stück kleiner ist als bei APSC Kameras.

Test Bilder und Video Download HIER (Google Drive)

Der Standard ISO der Xiaomi YI M1 ist ISO 200, nicht 100. ISO 100 lässt sich zwar einstellen, wird aber nicht empfohlen. Die maximale Bildqualität soll auch bei ISO 200 erreicht werden, wenn auch in der Praxis kaum ein Unterschied zu sehen ist. Bis ISO 800 ist praktisch kein Bildrauschen zu erkennen.

Von ISO 800 angefangen bis ISO 3200 ist zwar ein Bildrauschen sichtbar aber die Aufnahmen sind noch gut brauchbar. Dies ist eine bessere Leistung als sie viele ältere SLRs zu finden ist.

Über ISO 3200 steigt das Bildrauschen allerdings ein gutes Stück an. 6400 ist vielleicht noch gerade so verwendbar im Notfall. Aber ab ISO 12800 ist man auf Smartphone Qualität angekommen.

ISO 1600
ISO 3200
ISO 6400
ISO 25600

Ich würde im Normalfall Auto ISO aktiv lassen. Beim Auto ISO lassen sich minimal und maximal Werte eintragen und der Modus versucht die Belichtung immer bei 1/100 zu halten.

Ein dicker Kritikpunkt beim Fotografieren ist aus meiner Sicht der Live Video. Dieser ist nicht scharf! Es ist mir nur sehr schwer möglich zu erkennen ob der Fokus sitzt. Die letztendlichen Aufnahmen sind dann natürlich scharf aber man kann dies im Vorhinein nicht gut erkennen.

 

Video

Ich denke noch wichtiger als die Foto Qualität ist die Video Qualität. 4K Video ist in dieser Preisklasse alles andere als normal, was sicherlich die Aufmerksamkeit einiger Hobby Videomacher oder Youtuber auf diese Kamera lenken wird.

Sagen wir es so die Bildqualität ist wie man es erwartet top! Die Video Aufnahmen sind scharf, glasklar und sehr detailliert.

Dies liegt natürlich an der 4K Auflösung aber auch an der mit 80Mbit ausreichend hohen Bitrate.

Jedoch ist nicht alles so gut wie die letztendliche Bildqualität. Die Xiaomi YI M1 ist im Video Modus eine reine Automatik Kamera!

Ihr habt abgesehen von der Auflösung keinerlei Einstellungsmöglichkeiten. Egal in welchem Modus, sobald Ihr die Video Aufnahme startet springt die YI M1 in die Vollautomatik.

Hierbei filmt die Kamera immer komplett offenblendig, was bei Zoom Linsen mit variabler Blende leider etwas suboptimal ist.

Ebenfalls ist es nicht möglich ein externes Mikrofon an die Kamera anzuschließen oder ein anderes Video Format zu nutzen als den H264 Codec. Auch Profile aller SLog usw. fehlen.

Klingt ja etwas suboptimal, aber ist das Ganze wirklich so schlimm?

Test Bilder und Video Download HIER (Google Drive)

Jein, der Automatikmodus macht an sich einen wirklich brauchbaren Job, der in 95% der Fällen vollkommen ausreicht. Auch die verbauten Mikros sind an sich recht gut. Man kommt mit dem Ganzen also an sich ganz gut klar.

Gerade wer nur mal schnell eben ein Video filmen möchte oder sich eh mit dem Ganzen nicht so gut auskennt, wird vermutlich mit der YI M1 sehr gut klar kommen, vor allem da die Ergebnisse mehr als zufriedenstellend sind.

Jedoch Enthusiasten die wirklich einen semi-professionellen Anspruch an sich haben, werden bei der YI M1 sicherlich einige Features vermissen.

Kleine Info am Rande, eine Minute Video frisst rund 550MB. Kauft also gleich eine große Speicherkarte, die mindestens 15MB/s schreibend schafft.

 

Auto Fokus

Der Auto Fokus und wie gut dieser ist, hängt natürlich stark von der verwendeten Linse ab. Ich nutze die Standard 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse und der Autofokus ist okay.

Zum einen ist der AF Motor ziemlich leise, sehr gut für Video, zum andern ist dieser recht treffsicher. Was er allerdings nicht ist, ist der aller schnellste. Hier bietet die Linsen/Kamerakombo die übliche Standardkost.

Mit einer guten alternativen Linse wird hier sicherlich noch ein etwas schneller Fokus möglich sein.

Positiv der Touch Auto Fokus funktioniert über den kompletten Bildschirm tadellos! Allerdings ist man genau genommen nicht ganz frei was den Fokus angeht. Der Bildbereich ist in 81 Kästen unterteilt(gleichmäßig, es ist also überall ein Fokuskasten vorhanden)  in welchen der Fokus liegen muss.

In der Praxis sind diese Kästen aber klein genug um selbst bei Makro Aufnahmen gut nutzbar zu sein.

 

Fazit

Die Xiaomi YI M1 ist eine herausragende Kamera für ihren Preis! Für rund 400€ bekommt man bei keinem großen Hersteller etwas Vergleichbares.

Die Bedienung, die Haptik, die Bildqualität und selbst die Akkulaufzeit ist vollkommen überzeugend! Dank des Four-Thirds Sensors/Objektiv Anschlusses sind auch jede Menge 3. Herstellerlinsen verfügbar zu günstigeren Preisen als für die klassischen DSLRs.

Jedoch ist eine Kaufempfehlung dennoch nicht ganz so einfach. Das Killerargument der YI M1 ist der Kamera Sensor und 4K Video.

4K Video sieht aus der YI M1 auch durchaus fantastisch aus, selbst bei suboptimalen Lichtverhältnissen macht diese immer noch einen guten Job. Hier liefern selbst doppelt bis dreimal teurere Kameras nicht viel mehr.

Aber hier ist das Problem, der YI M1 fehlt der manuelle Video Modus. Wer etwas anderes als die Vollautomatik möchte hat, Pech gehabt. In 90% der Fälle ist das okay, jedoch in Grenzsituationen wo das Licht sehr schlecht ist oder man Gegenlicht hat usw. ist die Vollautomatik meist überfordert.

Damit will ich sagen jemand der einen semi-professionellen Anspruch hat, weil er/sie die Videos auf beispielsweise Youtube hochladen möchte, könnte in manchen Situationen nicht die optimalen Ergebnisse mit der Kamera erzielen, auch wenn die Hardware dazu fähig wäre.

Als kompakte 2. Kamera welche bei gutem Licht und Wetter zum Einsatz kommt, sehe ich aufgrund der tollen Bildqualität jedoch viel Potenzial.

Dies gilt sowohl für den Videomodus wie auch für den Fotomodus.

Der zweite Punkt ist der Kamerasensor. Sowohl bei Tageslicht wie auch im Low Light macht der Sony IMX269 eine gute Figur und kann mit günstigen DSLR problemlos mithalten. Jedoch für 400€ bekommt man in Form beispielsweise der Sony Alpha 5100, eine Kamera mit noch einem besseren und größeren Sensor. Allerdings dann ohne 4K Video.

Ihr seht vielleicht worauf das Ganze hinausläuft. Ist Euch 4K Video, auch wenn es nur eine Vollautomatik gibt, und die günstigen Kamera Linsen für Four-Thirds Kameras etwas Wert?

Falls ja, kann ich ohne Probleme eine Kaufempfehlung für die Xiaomi YI M1 aussprechen. Falls Euch 4K Video egal ist, wird es etwas schwieriger.

Hier wäre vermutlich eine Sony Alpha 5100 oder eine Olympus PEN E-PL8 oder etwas in die Richtung eine ähnlich gute, wenn nicht sogar bessere Wahl.

Außer man liebt natürlich exotische Kamera Hardware dann ist die Xiaomi YI M1 ein spaßiger Begleiter! Ich selbst bereue den Kauf nicht, bei mir weckt eine neue Kamera zum Rumspielen immer auch etwas die Kreativität und ich habe viel Freude an der YI M1.

Audials Radio App für IOS im kurz Test

Vielleicht ist dies speziell eine Angewohnheit von mir, jedoch ich nutze mein Smartphone sehr oft als Radio.

Man sitzt im Garten, Bad oder sonst an einer Stelle an der kein richtiges Radio oder Lautsprecher Setup vorhanden ist und man hat keinen Bock auf seine eigene Musik.

Kurz die Internet Radio App angeworfen, Smartphone Lautsprecher aufgedreht und aus ist es mit der Stille.

Als Radio App habe ich lange Zeit TuneIn genutzt. Warum? Die App funktionierte und war kostenfrei, das war es auch schon an Gründen. Man sieht ich bin nicht besonders wählerisch was meine Radio App angeht.

Daher viel es mir natürlich recht leicht auch mal eine andere Radio App auszuprobieren. Die Wahl ist auf Audials Radio gefallen.

Hier meine Erfahrungen mit dieser App, konnte sie mich überzeugen oder bin ich zu TuneIn zurückgekehrt?

 

Kosten und Beschaffung

Klären wir erst einmal die Basics. Die Audials Radio App ist für IOS und Android verfügbar, in diesem Bericht werde ich mich allerdings auf die IOS Version konzentrieren.

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Die App ist für beide Plattformen gratis! Auch Werbung scheint es nicht zu geben, zu mindestens ist mir keine begegnet. Erstaunlich keine einmaligen Kosten, keine Pro Version, keine in App Käufe und keine Werbung. Vermutlich ist die App selbst als Werbung für Audials Produkte/Dienste gedacht.

 

Audials Radio

Auf den ersten Blick wirkt es fast so als hätte Audials sich optisch etwas an Windows Phone orientiert.

Die Startseite der App besitzt eine Kacheloptik. Eine Kachel zeigt den aktuell gespielten Sender an, drei andere zeigen jeweils empfohlene Sender an, eine Kachel lässt durch die Radio Station browsen usw.

Auf den ersten Blick wird aber bereits klar, dass sich Audials sehr auf die Basics konzentriert. Ihr könnt Webradio und Podcasts hören. Abgesehen davon gibt es noch die Möglichkeit Radio aufzuzeichnen, das war es aber auch schon an großen Features.

Beginnen wir beim Anfang, der Auswahl der Radio Station. Ihr habt selbstverständlich die Möglichkeit nach den gewünschten Sender zu suchen, alternativ könnt Ihr auch durch alle Sender browsen.

Diese lassen sich nach Beliebtheit, Genres, Ländern und Region sortieren.

Für Deutschland gibt es aktuell 5363 Stationen, weltweit 95701. Ihr habt also die volle Auswahl an Radiosendern.

Natürlich lassen sich Sender für das schnelle Wiederfinden auch favorisieren.

Qualitativ ist es natürlich davon abhängig was der Sender streamt. Die meisten Sender liegen mit den üblichen 128Kbit/s vor, allerdings habe ich vereinzelt 32Kbit/s und 256KBIt/s gesehen.

Rein subjektiv konnte ich qualitativ keinen Unterschied zu TuneIn feststellen, was auch soweit klar ist, dass vermutlich beide Dienste auf das selbe Quellmaterial zurückgreifen.

Eine Besonderheit bei Audials Radio ist die Möglichkeit Sender aufzuzeichnen. Hier stehen zwei Optionen zur Auswahl, mit automatischer Liedertrennung oder am Stück.

Die automatische Liedertrennung klingt natürlich erst einmal klasse, leider hatte ich hier jedoch anscheinend einen kleinen Bug und das Ganze funktionierte auf meinem iPhone nicht. Hier denke ich aber, dass Ihr eine andere, hoffentlich positivere, Erfahrung machen werdet.

Die Aufnahme am Stück hingegen funktionierte tadellos.

 

Fazit

Ihr sucht nach einer werbefreien Radio App, welche gut funktioniert und kostenfrei ist? Dann schaut Euch einmal Audials Radio an.

Die App konzentriert sich auf die Basisfunktionen einer Internet Radio Anwendung ohne dabei allen möglichen Schnickschnack zu integrieren, den man von vielen anderen Apps kennt.

Hierdurch wirkt die ganze App recht aufgeräumt und nicht überladen.

Zusätzlich ist lediglich die praktische Möglichkeit integriert das Radioprogramm aufzuzeichnen.

Kurzum schaut Euch einmal Audials Radio an, kostet nichts also habt Ihr auch nichts zu verlieren.

 

Die Anker PowerLine 2 Lightning Kabel im Test, Ladekabel mit lebenslanger Garantie?

Lebenslange Garantie auf ein Ladekabel geben ist entweder blöd oder mutig. Ich glaube es gibt im Alltag wenig Dinge, die so schroff behandelt werden wie ein Smartphone Ladekabel.

Dennoch hat Anker nun ein iPhone Ladekabel mit lebenslanger Garantie auf den Markt gebracht, nämlich die neuen PowerLine 2 Ladekabel.

Ankers Ladekabel, egal ob nun fürs iPhone oder Android Smartphones, genießen einen sehr guten Ruf. Daher wollte ich mir einmal ansehen was die neuen Ladekabel von Anker zu leisten vermögen und ob der Qualitätseindruck wirklich gut genug ist für eine lebenslange Garantie.

 

Anker PowerLine, PowerLine+ und PowerLine 2

Ähnlich Smartphones, Grafikkarten oder Autos hat Anker bei seinen Kabeln verschiedene Serien.

Aktuell hat Anker vier Kabel Serien:

Die „Standard“ Kabel sind gar nicht mal so schlecht stammen aber von Zeiten bevor Anker das PowerLine Namensschema eingeführt hat.

Die PowerLine und PowerLine 2 Kabel repräsentiert hierbei die aktuelle „Basic“ Serie von Anker. Also Kabel ohne großen Schnickschnack, welche eine gute Qualität liefern sollen.

Die PowerLine+ Kabel hingegen sind die „Premium“ Kabel ,welche zusätzlich Nylon ummantelt sind usw.

Dies schlägt sich aber auch auf den Preis nieder, die PowerLine+ Kabel sind ein gutes Stück teurer.

Die PowerLine 2 Kabel, die hier getestet werden sind die Nachfolger der PowerLine 1 Kabel aber nicht der Nachfolger der PowerLine + Kabel.

Es ist also durchaus möglich, dass ein PowerLine+ Kabel weiterhin besser ist als das PowerLine 2 Kabel. Aber dies gilt es ja im Test herauszufinden.

 

Das Anker PowerLine 2 Lightning Kabel

Auf den ersten Blick sind die PowerLine 2 Lightning Kabel von Anker unspektakulär. Je nachdem welche Farbe Ihr wählt, bekommt Ihr ein augenscheinlich normales Gummi Ladekabel in Weiß oder Schwarz.

Auch die Stecker besitzen eine normale und unspektakuläre Gummiummantelung auf der lediglich ein sehr dezentes Anker Logo eingeprägt ist.

Das Kabel selbst ist ein Stück weit dicker als das normale Apple Lightning Kabel. Hierbei ist allerdings die Flexibilität weiterhin gut, wenn nicht sogar sehr gut.

Die Gummi Ummantelung des PowerLine 2 Lightning Kabels ist einen Ticken glatter als bei anderen Modellen und auch als beim original iPhone Kabel.

Der Lightning Stecker wie auch der normale USB Stecker passten problemlos in mein iPhone bzw. in diverse Ladegerät. Die Stecker saßen ausreichend fest ohne dabei zu straff zu sein.

Ihr müsst Euch also keine Sorgen machen, dass das Kabel einfach herausfällt. Ebenfalls müsst Ihr Euch über die Kompatibilität keine Gedanken machen, denn das Lightning Kabel ist MFI zertifiziert, funktioniert also zu 100% mit dem iPhone und dem iPad.

Wirklich lebenslang?

Es ist für mich nicht leicht zu beurteilen ob nun das Kabel wirklich „lebenslang“ hält. Anker selbst spricht davon das Kabel 12000 mal gebogen zu haben ohne dass dieses kaputt ging.

Ja ich kann mit voller Kraft an dem Kabel ziehen und zerren ohne, dass es irgendwelche Anstalten macht zu reißen. Dies ist aber nicht zwingend eine Überraschung, die allermeisten Ladekabel sind recht zäh was Zug angeht.

Grundsätzlich macht das Kabel aber einen sehr guten Eindruck. Gerade die Stecker wirken erfreulich sauber und hochwertig gearbeitet.

Ich habe auch in der Vergangenheit sehr positive Erfahrungen mit Anker Kabeln gemacht daher ja, ich denke, dass das PowerLine 2 Kabel sehr lange halten wird!

PowerLine+, Apple, PowerLine 2

Auch meine ersten Wochen Nutzung zeigen keine Abnutzungserscheinungen.

Um ehrlich zu sein glaube ich aber nicht, dass das Kabel „Lebenslang“ halten wird. Dies ist Marketing und klar wenn es nach 3-4 Jahren kaputt gehen sollte, kann man es reklamieren.

Jedoch spätestens nach 3-5+ Jahren werden gerade die weißen Kabel nicht mehr schön aussehen und man wird vermutlich freiwillig ein neues Kabel kaufen auch wenn das alte noch funktioniert.

Es geht bei der „lebenslang“ Geschichte eher um das Gefühl der Sicherheit, Ihr müsst Euch keine Sorgen machen, dass das Kabel nach 1-2 Jahren kaputt geht wie die original Apple Kabel und selbst wenn, könnt Ihr ein neues bekommen.

 

Leistung

Schauen wir uns auch einmal an ob das Kabel nicht nur lange hält sondern auch gut lädt. Hier gibt es zwei Tests die ich durchführe um die elektrische Qualität des Kabels zu testen.

Zum einen der theoretische und zum anderen der praktische Test.

Beginnen wir mit dem theoretischen Test. Hierbei jage ich zwischen 0-3A (@5V) durch das Kabel und messe die Spannung welche am Ende ankommt.

Um so höher die Spannung am Ende ist um so niedriger ist der Widerstand des Kabels und so besser.

Hierfür nutze ich die 0,3m, 0,9m und die 3m Version wie auch das original Apple Lightning Kabel und das 1m Anker PowerLine+ Kabel zum Vergleich.

Wenig überraschend liefert das 0,3m PowerLine 2 Kabel die besten Werte. Unter den 1m Kabeln liefert das PowerLine + Kabel hingegen die beste Leistung und das original Apple Kabel die schlechteste.

Das PowerLine 2 Kabel befindet sich hier in der Mitte der beiden Kabel. Das 3m PowerLine 2 Kabel liefert deutlich schlechtere Werte, jedoch sind diese deutlich schlechteren Werte immer noch besser als die des 1m Original Kabels.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Wie man sieht ist der Unterschied sehr gering, wenn überhaupt vorhanden. Lediglich das original Apple Kabel ist einen Tick langsamer.Wie kommt dieses Ergebnis zu Stande? Ich habe ich ein Anker PowerPort+ 6 verwendet. Dieses Ladegerät erzeugt recht hohe 5,22V Leerlauf Spannung was „schlechtere“ Kabel ausgleicht. Solltet Ihr ein Ladegerät mit einer niedrigeren Spannung verwenden, könnte das Ergebnis anders ausfallen.

Daher ein zweiter Testdurchlauf, diesmal mit der RAVPower RP-PB061 Powerbank. Diese besitzt eine niedrigere Grundspannung von 5,12V welche auch stärker bei einer Höheren Last Abfällt (4,5V zu 4,95V bei 2A).

Hier haben wir nun einen deutlichen Unterschied zwischen den einzelnen Kabeln. Das original Apple Kabel ist weiterhin deutlich das langsamste und das PowerLine 2 0,3m Kabel deutlich das schnellste.

Kurzum wie sehr ein Kabel die Ladegeschwindigkeit beeinflusst hängt auch sehr von der Quelle, also dem Ladegerät, ab. Einige Ladegeräte Produzieren eine höhere Spannung (erlaubt sind Theoretisch bis zu 5,5V) diese Ladegeräte gleichen damit den Spannungsabfall von schlechteren Kabeln aus. Ladegeräte welche mit einer niedrigeren Spannung, also z.B. 5V anstelle von 5,2V, arbeiten haben daher etwas mehr Probleme da gerade bei längeren Kabeln und höheren Lasten diese 0,2V entscheidend sein können.

 

Fazit

Die neuen Anker PowerLine 2 Lightning Kabel kann man ohne Probleme empfehlen! Diese machen qualitativ und auch von der Ladeleistung einen guten Eindruck und sind definitiv den Original Apple Ladekabeln vorzuziehen, in allen Längen!

Hierbei ist aber gerade die Preis/Leistung die größte Stärke der Kabel. 8,99€(0,9m, zum Zeitpunkt des Tests) für eine lebenslange Garantie und eine MFI Zertifizierung ist kein zu hoher Preis, ganz im Gegenteil.

 

Wer allerdings das „beste“ und „hochwertigste“ Lightning Kabel sucht, muss weiterhin zum Anker PowerLine+ greifen. Diese Kabel sind dafür allerdings auch nochmal ein Stück teurer und bieten keine lebenslange Garantie.

Die Wahl liegt bei Euch. Aber wie Ihr Euch entscheidet Anker Ladekabel gehören zu den besten auf dem Markt, falsch machen tut Ihr also nichts!

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Netgear Arlo Pro Akku betriebene Überwachungskameras im Test

Netgears Arlo Überwachungskameras sind schon etwas Besonderes. Vollständig kabellose Überwachungskameras welche keine zusätzliche Stromversorgung benötigen und auch noch wetterfest sind, findet man nicht oft auf dem Markt. Im ersten Moment klingt dies auch fast schon zu gut um wahr zu sein, um so erstaunlicher, dass das Arlo System auch sehr gut umgesetzt ist und im Alltag tadellos funktioniert.

Nun hat Netgear nachgelegt in Form der Arlo Pro. Hier hat der Hersteller an einigen Stellen durchaus sinnvolle Verbesserungen vorgenommen, wie Beispielsweise Akkus in den Kameras anstelle von speziellen Batterien. Auch eine Sirene für Alarme ist nun an Board.

Wie üblich kommen solche Verbesserungen aber zu einem Preis, im wahrsten Sinne des Wortes. Für ein Arlo Pro Set müsst Ihr gute 100-150€ mehr zahlen als für die normalen Arlos.

Lohnt dieser Aufpreis? Finden wir es im Test der Netgear Arlo Pro kabellosen Überwachungskameras heraus!

 

Versionen

Es gibt die Arlo Pros in drei Versionen, hierbei unterscheiden diese sich bei der Anzahl der mitgelieferten Kameras. In der von mir getesteten Version liegt eine Kamera bei, in der teuersten Version drei.

Selbstverständlich kann man die Kameras auch nachkaufen, man kann also mit dem kleinsten Set starten und dieses dann erweitern.

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das zur Verfügungstellen der Arlo Pro.

 

Netgear Arlo Pro 

Erst einmal ein dickes Lob an Netgear. Die Verpackung der Arlo Pros ist hervorragend! Die Kameras werden in einer durchsichtigen Plastikverpackung regelrecht in Szene gesetzt.

Hier merkt man sehr deutlich, dass Netgear auch einen gewissen „Lifestyle“ Aspekt versucht zu bedienen.

Das Arlo Pro Set besteht grundsätzlich aus zwei Dingen, der Basis Station und der bzw. den Kameras.

Die Basis Station ist ein WLAN Router großer, weißer Ovaler Kasten mit zwei USB Ports auf der Rückseite wie auch einem LAN Port.

Auf der Oberseite befindet sich zudem eine Sync bzw. Alarm an/aus Taste. Ja die Basis Station der Arlo Pro verfügt über eine 100db+ laute Sirene, was ein wichtiger Unterscheidungspunkt des Arlo und Arlo Pro Systems ist.

Die besondere Komponente dieses Systems ist aber sicherlich die Kamera. Diese ist vollständig kabellos!

Sowohl die Kommunikation mit der Basis Station funktioniert ohne Kabel wie auch die Stromversorgung.

Für letztere besitzt die Kamera einen eingebauten Akku. Dieser hält ca. 30-60 Tage abhäng davon wie viel die Kamera filmt. Wenn der Akku nun leer ist, wird die Kamera einfach via microUSB aufgeladen. Dies geht recht flott in wenigen Stunden. Alternativ bietet Netgear auch Ersatzakkus und Ladestationen an, so dass Akkus „on the Fly“ getauscht werden können.

Ebenfalls ist es möglich die Kamera gleichzeitig zu nutzen und zu Laden. Mit einer großen Powerbank könnte man beispielsweise die Akkulaufzeit massiv verlängern(Powerbank muss Quick Charge unterstützen).

Der Original Akku hat 17,57Wh, dies entspräche einer rund 5000mAh Powerbank.

Aufgestellt wird die Kamera entweder direkt auf einen Flachen Untergrund, auf ein Stativ über den Stativ Anschluss auf der Unterseite oder über Magneten.

Ja Magneten, denn wie auch die normale Arlo besitzt die Arlo Pro auf der Rückseite eine sehr stark magnetische Fläche.

Diese erlaubt es die Kamera an den speziell erhältlichen Aufhängungen zu befestigen. Eine passende Wandhalterung befindet sich auch gleich mit im Lieferumfang.

Aufgrund der runden Form der magnetischen Fläche funktioniert das Ganze ausgesprochen gut!

Auch wenn die Kamera nicht so aussieht, diese ist nicht nur für den Indoor Einsatz gedacht. Netgear hat dieser einen IP65 Wasserschutz verpasst, heißt selbst ein kleiner Regenschauer macht der Kamera nichts. Ebenso hält diese Temperaturen von bis zu -20 Grad aus.

In jeder der Arlo Pro Kameras steckt ein Mikrofon und ein Lautsprecher welcher für eine zwei Wege Kommunikation verwendet werden kann.

 

Einrichtung, Installation und App

Die Arlo Pro ist primär über die Smartphone App welche für IOS oder Android verfügbar ist zu steuern. Allerdings gibt es auch eine Web UI für die Nutzung am PC.

Konzentrieren wir uns erst einmal auf die Smartphone Apps und die Einrichtung. Letztere ist ausgesprochen einfach. Verbindet die Basis Station mit Eurem Netzwerk und dem Strom. Startet daraufhin die Smartphone App und legt Euch ein Netgear Konto an.

Wenn dies geschehen ist erkennt die App automatisch Eure Basis Station. Diese muss zuletzt durch drücken der Sync Taste mit der/den Kameras verbunden werden, folgt hier einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Grundsätzlich würde ich die Einrichtung wie auch die App als recht einfach und gut bezeichnen. Zwar gibt es hier und da Schwächen in der Übersetzung, Englisch Deutsch mix, oder Textboxen sind offensichtlich nicht für die längeren deutschen Wörter gedacht. Aber abseits davon bin ich mit der Arlo App sehr zufrieden.

Wenn ich mir abseits der Lokalisierung noch eine Verbessrung wünschen würde, läge diese bei der Einrichtung von Zeitplänen. Dies wirkt auf mich teilweise etwas unübersichtlich.

 

Aufnahme und Verwaltung

Die Arlos nehmen nicht konstant Video auf, sondern nur dann wenn eine Bewegung erkannt wurde. Hierbei richten sich die Kameras auch nach einem zuvor festgelegten Zeitplan oder dem so genannten „Geofencing“.

Der Zeitplan und wie dieser funktioniert, sollte soweit klar sein. Ihr könnt für jeden Wochentag einen Uhrzeitbereich festlegen in welchem die Kamera auf Bewegungen achten soll.

Wenn in diesem Zeitraum eine Bewegung erkannt wird, startet die Aufnahme oder Ihr werdet benachrichtigt oder der Alarm geht los oder natürlich eine beliebige Kombination aus alle dem.

Das Geofencing hingegeben schaltet die Kameras dynamisch scharf anhand des Standortes des Nutzers. Befindet Ihr Euch z.B. 5KM von zu Hause entfernt, gehen die Kameras an. Nähert Ihr Euch gehen die Kameras aus.

Das ganze funktioniert auch durchaus brauchbar, kann aber manchmal etwas zickig sein, aber dies scheint mehr vom verwendeten Smartphone abzuhängen als von den Kameras.

Selbstverständlich ist es auch möglich die Kameras per Hand ein oder auszuschalten. Sehr gut finde ich ebenfalls, dass sich Zeitpläne pro Kamera anlegen lassen.

Was passiert aber nun mit den Aufnahmen? Diese landen in der Cloud. Es gibt bei Netgears Arlo oder Arlo Pro System keine Möglichkeit die Aufnahmen ausschließlich lokal zu speichern.

Ich bin von Cloud Aufnahmen kein Fan, allerdings hat es Netgear ganz ordentlich gemacht. In der Basis Version erhaltet Ihr 1GB Speicherplatz oder 7 Tage. Wenn eins von beidem erreicht wird, werden die ältesten Videos gelöscht.

Dieses Basispaket ist für 95% aller Nutzer vollkommen ausreichend! Diese 1GB Speicherplatz reichen deutlich länger als es im ersten Moment klingt.

Ja es wäre klasse alternativ Videos einfach auf einer externen HDD welche an der Basisstation hängt abzulegen, allerdings hat die Cloud auch Vorteile.

Wird die Kamera zerstört oder es gibt einen Brand usw. sind die Aufnahmen sicher in der Cloud gelagert. Ich selbst würde mir keine Arlo ins Badezimmer stellen, aus Datenschutzgründen, aber bei Aufnahmen beispielsweise an der Haustür kann ich mit der Cloudgeschichte leben.

In der App oder im Web lassen sich die Aufnahmen jederzeit nach Datum und/oder Kamera sortiert anzeigen. Wenn man eine Aufnahme festsetzen möchte, ist es auch möglich dies einfach als .mp4 Datei herunterzuladen.

Ich sagte weiter oben es gäbe keine Möglichkeit die Aufnahmen „ausschließlich“ lokal zu speichern. Dies bedeutet ja, dass es durchaus die Möglichkeit gibt die Aufnahmen lokal zu speichern? Ja die gibt es! Man kann an die Basis Station eine externe HDD oder einen USB Stick anschließen auf welchem dann die Aufnahmen zusätzlich zur Cloud gespeichert werden.

 

Abonnement

Kommen wir einmal auf die verschiedenen Abonnements zu sprechen.

Wie bereits oben erwähnt muss man Netgear positiv anrechnen, dass das Gratisabonnement durchaus brauchbar ist.

Beispielsweise bei der Überwachungskamera von iSmartAlarm hat man lediglich 5 Minuten Video „gratis“ bekommen, was eher ein trauriger Witz ist.

Bei Netgear erhaltet Ihr gratis 7 Tage Video Aufnahme bzw. bis zu 1GB Aufnahmen. Wenn eins von beidem überschritten wird, werden jeweils die ältesten Aufnahmen gelöscht.

Dazu ist das Basispaket auf 5 Kameras beschränkt, was aber in der Regel ausreichen sollte.

1GB sollte im Übrigen für ca. 2,7 Stunden dauerhafte Videoaufnahme reichen, auf höchster Qualität. Auf mittlerer Qualität kommt man ziemlich genau auf 4 Stunden.  Wenn man bedenkt, dass die Kamera in der Regel beim Erkennen einer Bewegung nur 10-120 Sekunden Video aufzeichnet, sollte man mit dem Basispaket schon sehr weit kommen.

Ich werde nicht upgraden, mir reicht das vollkommen aus.

Wenn Ihr mehr wollt, bietet das Netgear natürlich auch. Hier unterscheidet man in private Pakete und Business- Pakete.

Für 8,99€ im Monat erhaltet Ihr beispielsweise 30 Tage Video (bzw. 10GB) und bis zu 10 Kameras, für 13,99€ im Monat erhaltet Ihr 60 Tage (bzw. 100GB) und bis zu 15 Kameras.

Bin zwar kein Fan von monatlichen Abonnements aber die Preise klingen eigentlich fair.

Im Business Bereich geht das Ganze auf bis zu 60 Tage/400GB und bis zu 40 Kameras für 44,99€ im Monat hoch.

 

Bildqualität, Bewegungserkennung und Reichweite

Die Bildqualität der Arlo Pro Kameras ist weitestgehend gleich mit der der normalen Arlos. Beide nehmen in 720p auf und wie ich schon im Test der Arlo schrieb, ist auch hier die Bildqualität hervorragend!

Bei Tageslicht sind die Aufnahmen scharf und Details gut zu erkennen. Bei Nacht macht die Arlo Pro einen überraschend guten Job die Dunkelheit mit ihren IR LEDs auszuleuchten. Das heißt auch hier sind Personen sehr gut zu erkennen.

Etwas was zu bedenken ist, ist der Blickwinkel. Auch die normalen Arlo Kameras hatten mit 110 Grad einen sehr weiten Blickwinkel, dieser ist bei der Arlo Pro nochmals ein Stück größer geworden.

Dies kann ein Vorteil sein wenn man beispielsweise einen Raum überwachen möchte. Hier bekommt die Kamera ein gutes Stück mehr Fläche ins Bild.

Jedoch gerade in der Outdoor Nutzung ist das ganze doch schon sehr weit, wer nur einen Durchgang oder eine Einfahrt von einer Distanz von 5-8 Metern überwachen will hat schon sehr viel mehr auf dem Bild als nur das.

Das Problem auf höhere Distanz wird die Bewegungserkennung immer ungenauer. Netgear spricht von 1,5-6 Metern maximaler Distanz zur Kamera für eine gute Bewegungserkennung und dem kann ich zustimmen.

Auf diese Distanz erkennt die Arlo Pro Personen ausgesprochen gut und zuverlässig. Andere kleinere Bewegungen hingegen werden meist ignoriert. Die Intensität der Bewegungserkennung lässt sich selbstverständlich noch feintunen.

Erneut für Indoor Anwendungen ist dies optimal! Bei Outdoor Anwendung muss man sich etwas mehr Gedanken um die perfekte Positionierung machen.

WICHTIG: Netgear hat eine Überarbeitung der Bewegungserkennung angekündigt! Diese soll dann auch erkennen was sich bewegt hat usw. Vermutlich will man hier ein ähnliches Prinzip einsetzen wie es z.B. Netatmo macht. 

Kommen wir zur Reichweite.

In Netgears Werbematerial habe ich mittlerweile mindestens drei unterschiedliche Angaben zur Reichweite gelesen, von 300 Metern zu 90 Metern.

Was ist nun richtig? Das Arlo Pro System nutzt im Hintergrund WLAN für die Kommunikation zwischen Basis Station und Kamera.

Daher kann man effektiv mit einer WLAN Reichweite rechnen. Diese hängt natürlich von der Distanz aber auch Anzahl und Dicke der Wände oder Störquellen ab.

Grundsätzlich würde ich allerdings die Reichweite als erstaunlich gut einstufen. Luftlinie ca. 20-30 Meter inklusive Außenwände sind kein Problem. Ich konnte die Kameras problemlos ums Haus positionieren.

 

Sonstiges

Noch ein paar typische Fragen welche man zur Arlo Pro haben könnte.

Kann man Aufnahmen Lokal speichern?

Ja kann man, jedoch werden die Aufnahmen immer zwingend zusätzlich in die Cloud geladen.

Wie funktioniert die Basis Station?

Die Basis Station ist ein WLAN Router. Ich weiß nicht ob in dieser abseits einer speziellen Software auch spezielle Hardware ist, jedoch erkennen Smartphones/Tablets usw. ganz normal das WLAN Signal der Basis Station.

Ihr habt also immer ein WLAN Netz mit der SSID „NETGEARXX“ noch zusätzlich zuhause.

Kann ich die Basis Station als WLAN Router/AccessPoint Nutzen?

Nein, zwar scheint es sich bei der Basisstation um einen normalen AccessPoint zu handeln jedoch kann man sich nicht mit diesem verbinden.

Das ausgesendete WLAN Signal ist mit einem unbekannten Passwort verschlüsselt.

Wie viel Internet Trafik verursacht das Arlo Pro System?

Eine Minute Video auf höchster Qualität und Auflösung frisst rund 6MB. Auf mittler Qualität 4,1MB.

Bedenkt aber, dass die Kameras ja nicht dauerhaft aufzeichnen.

Kann man Arlo und Arlo Pro Produkte kombinieren?

Ja kann man! Habt Ihr bereits ein Arlo Set und wollt eine Arlo Pro Kamera ist dies kein Problem. Kauft einfach die Kamera einzeln und verbindet diese regulär mit der Basisstation.

Das Ganze funktioniert auch umgekehrt.

 

Fazit

Vollständig kabellose Kameras und Cloud Aufzeichnung sind zwei nicht ganz einfache Punkte.

Jedoch hat es Netgear geschafft beides hervorragend umzusetzen. Die neuen Arlo Pro Kameras sind dank wieder aufladbaren Akkus und Zweiwege Kommunikation besser denn je.

Auch die alten Stärken der „nicht Pro“ Version sind wieder an Board, wie die gute Bildqualität und die Möglichkeit die Kameras dank Wasserschutz auch Outdoor zu nutzen.

Auch die Basis Station in welcher in der Pro Version sogar eine laute Alarmsirene verbaut ist, macht einen tadellosen Job.

Hierbei ist sogar die Reichweite hoch genug um ein normales Grundstück fast vollständig abzudecken.

Der Hardware würde ich soweit schon die volle Punktzahl geben! Viel besser kann man das Ganze nicht umsetzen!

Auch die Software ist einfach zu bedienen und lässt sich sogar über IFTTT mit anderen Smart Home Diensten verknüpfen.

Das heikle Thema ist sicherlich die Cloud Aufzeichnung. Netgear hat grundsätzlich sehr viel richtig gemacht. Das gratis Basis Abo bietet genug Speicherplatz und Features das 95% aller Nutzer nicht in die kostenpflichtigen Pakete upgraden müssen.

So blöd wie es klingt aber dies ist ein nobles Verhalten von Netgear, viele andere „Cloud Kamera“ Hersteller versuchen den Nutzer mit aller Macht in die kostenpflichtigen Abos zu drängen, das macht Netgear nicht.

Bleiben dann nur noch die Bauchschmerzen seine Videoaufzeichnungen in die Cloud zu versenden. Ich würde zwar auch eine nur offline aufzeichnen Option klasse finden, jedoch sehe ich auch die Vorzüge der Cloud.

Ein Einbrecher kommt, sieht die Kamera, haut diese kaputt, egal die Aufnahmen sind schon längst in der Cloud gelandet an welche der Einbrecher nicht rankommt.

Ich würde mir zwar keine Arlo ins Badezimmer oder Schlafzimmer stellen, aber abgesehen von solchen heiklen Orten kann ich mit der Cloudaufzeichnung leben, welche man natürlich per Hand, Zeitplan oder per Geofencing abschalten kann, wenn man daheim ist.

Für jemanden der mit der Cloudaufzeichnung leben kann, wird es kein besseres, flexibleres oder einfacheres Videoüberwachungs-System geben als das Netgear Arlo oder Arlo Pro!

Arlo oder Arlo Pro

Ein wichtiges Thema ist natürlich ob man sich für das Arlo Pro System aus diesem Test oder für die „einfachen“ Arlos entscheidet.

Diese Entscheidung ist nicht ganz einfach. Das Arlo Pro System hat folgende Vorteile:

  • 130Grad Blickwinkel (gegen 110Grad)
  • Wiederaufladbare Akkus (anstelle von Batterien)
  • 2 Wege Kommunikation
  • Eine Sirene in der Basis Station
  • Etwas bessere Nachtsicht

Hier stellt sich natürlich die Frage was nimmt man? Ein Basis Set mit 2 Kameras kostet bei den normalen Arlos ca. 320€, bei den Arlo Pros 550€. Bei den normalen Arlos muss man allerdings noch ca. 45€ Batteriekosten im Jahr einplanen (alle 4 Monate 4 Batterien, für 2 Kameras bei 1,9€ pro Batterie).

Hier ist im Grunde die Frage, mehr direkt ausgeben oder über 3-4 Jahre verteilt, allerdings gerade im Outdoor Einsatz stellt sich die Frage wie lange die Akkus der Arlo Pros leben, ehe auch diese ausgetauscht werden müssen.

Unterm Strich denke ich, dass die normalen Arlos die bessere Preis/Leistung bieten, würde aber dennoch eher zur Arlo Pro raten sofern das Geld da ist.

Ich selbst werde mixen, Arlo Pro Basis Station + Pro Kameras da wo es oft Aktivität gibt und daher der Batterieverbrauch hoch ist und normale „günstige“ Arlo Kameras an den etwas weniger belebten Orten, beispielsweise hinterm Haus.

Das ZTE Blade V8 im Test (Snapdragon 435, 3GB RAM, 32GB Speicher, Full HD, 250€)

ZTE ist auf dem deutschen Markt noch als Exot zu bezeichnen. Aber gerade im Jahr 2016 hatten diese mit dem ZTE Axon 7 einen Hit gelandet in der Oberklasse.

Nun sind wir in 2017 und ZTE hat mit dem Blade V8 sein neustes Mittelklasse Smartphone vorgestellt.

Wollen wir doch einmal schauen ob dieses an die guten ZTE Smartphones des Jahr 2016 anknüpfen kann.

 

Technische Daten 

Lieferumfang und Verpackung

ZTE versucht offensichtlich die VR Fähigkeit seines Smartphones hervorzuheben indem die Verpackung des Blade V8 als VR Brille nutzbar ist.

Erwartet nicht zu viel von dieser VR Brille, dies ist nur ein lustiges Gimmick und eine nette Beigabe.

Abgesehen von der Pappe VR Brille ist der Lieferumfang weitestgehend Standard. Es liegt ein USB Netzteil, ein microUSB Ladekabel und ein paar „Basic“ Ohrhörer bei.

Letztere sind nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

 

Das ZTE Blade V8

Der erste Eindruck vom V8 ist positiv. Das Smartphone besitzt, wie heutzutage anscheinend langsam üblich, ein Aluminiumgehäuse.

Dieses Gehäuse bietet eine solide Standard Qualität für ein Smartphone der 200€+ Preisklasse. Optisch ist das ZTE Blade V8 soweit in Ordnung, allerdings sticht dieses auch nur kaum aus der Masse an Alu Smartphones heraus. Lediglich die Kamera bzw. Kameras und deren Einfassung lässt sich als besonders bezeichnen.

Positiv überrascht hat mich das Gewicht. Mit 141g ist das Smartphone vergleichsweise leicht für ein 5,2 Zoll Aluminium Gerät.

Die Abmessungen sind soweit Standard. Das ZTE Blade V8 besitzt leider keinen besonders schmalen Rahmen. Gerade oberhalb und unterhalb des Displays ist der Rahmen recht breit.

Immerhin hat ZTE dafür unterhalb des Displays eine physische Home Taste und zwei kapazitive Tasten verbaut.

Oberhalb des Displays befindet sich eine 13 Megapixel Selfi Kamera. Auf diese scheint ZTE recht stolz zu sein, immerhin hat man diese mit einem silbernen Kreis umrahmt und war mutig genug auf die Front „13 Megapixel“ zu schreiben.

Dies führt dazu, dass die Frontkamera visuell etwas hervorsteht.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir ein 5,2 Zoll Full HD Display, eine 13 Megapixel Frontkamera und eine Home Taste mit Fingerabdruckscanner.

Auf der Oberseite ist nur der Kopfhöreranschluss und ein Mikrofon zu finden.

Auf der Unterseite ist ein microUSB Ladeport und der Lautsprecher.

Rechts am Smartphone sind die drei üblichen Hardware Tasten für die Lautstärke und das Einschalten angebracht. Diese besitzen einen brauchbaren Druckpunkt, sind aber vielleicht etwas schwer von einander zu unterscheiden, da die Lautstärkewippe keine Wippe ist sondern wirklich zwei separate Tasten welche genauso groß sind wie der Einschalter.

Auf der Rückseite findet sich lediglich die 13 Megapixel Hauptkamera. Diese wird aber von einer zusätzlichen 2 Megapixel Kamera unterstützt welche Tiefeninformationen aufzeichnen kann.

 

Software

ZTE setzt beim Blade V8 auf Android 7.0. Im Gegensatz zu früheren ZTE Smartphones ist die Software beim Blade V8 vergleichsweise „sauber“ gehalten.

Ja, die Benutzeroberfläche wurde von ZTE doch ein gutes Stück angepasst aber dies ist recht geschmackvoll und dezent gehalten.

Der Einrichtungsprozess ist weitestgehend der Standard Android Einrichtungsprozess mit ein zwei kleinen Veränderungen. Ihr werdet beispielsweise gefragt ob Ihr „Okay Google“ dauerhaft nutzen wollt und welche Anordnung die Touch Tasten unterhalb des Displays haben sollen.

Wenn Ihr das Smartphone fertig eingerichtet habt, landet Ihr auf dem Home Bildschirm. Dieser besitzt keinen App Drawer, das heißt alle Apps landen wie bei Apple Smartphones auf den einzelnen Seiten des Launchers.

Hierbei nutzt dieser „Launcher“ viereckige App Icons, auch die Icons von anderen Anwendungen welche Ihr nachträglich installiert, werden dementsprechend verformt. Dies kann teilweise leider etwas merkwürdig aussehen.

Von Haus aus installiert ZTE einiges an „Bonus Apps“ vor. Wie sprechen hier von Social Media Apps wie Facebook oder Instagramm aber auch über diverse Spiele bis hin zu einem Antiviren Schutz von AVG. Diese Apps lassen sich allerdings auf Wunsch auch deinstallieren.

Von den internen 32GB Speicher stehen noch rund 22,7GB zur freien Verfügung, was soweit okay ist.

Neben diesen Bonus Apps bietet aber das ZTE Blade V8 auch diverse andere durchaus nützliche Features. Diese umfassen eine einfache Gesten Steuerung oder einen Einhandmodus.

Auch wird beispielsweise der Sperrbildschirm Hintergrund bei jedem Freischalten gegen einen neuen ausgetauscht, so dass niemals Langeweile herrscht.

 

Display

Das ZTE Blade V8 verfügt über ein 5,2 Zoll Full HD Display welches die IPS Technologie nutzt.

Das Display sieht in der Praxis ordentlich aus. Farben sind kräftig und klar, Kontraste sind für ein IPS Panel dieser Preisklasse ordentlich und auch die Blickwinkel sind stark.

Die maximale Helligkeit ist zudem gut, wenn nicht sogar hervorragend! An sich ist diese vollkommen ausreichend selbst für einen Einsatz in praller Sonne, jedoch scheint ZTE beim Blade V8 kein Gorilla Glas zu nutzen.

Warum? Dieses spiegelt überdurchschnittlich stark und zeigt sich wenig resistent gegenüber Fingerabdrücken.

Daher ist unterm Strich die Outdoor Fähigkeit trotz der an sich hohen Helligkeit des Displays eher mittelmäßig.

Das Display Glas ist im Übrigen an seinen Rändern leicht abgerundet, was Wischgesten etwas angenehmer macht.

 

Sound

Das ZTE Blade V8 verfügt über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser ist leider zum einen recht leicht zu verdecken, zum anderen klanglich nicht unbedingt überragend.

Der Lautsprecher ist sehr dünn und schwachbrüstig. Die Lautstärke ist zwar ausreichend aber wirklich viel Musik wollt Ihr über diesen nicht hören.

Interessanterweise wird beim Blade V8 mit „Dolby Audio“ geworben. Zu mindestens der interne Lautsprecher klingt aus meiner Sicht ohne die Dolby Sound Verbessrung besser als wenn diese eingeschaltet sind.

Der Kopfhörerausgang ist etwas besser, aber auch dieser hat mich weder mit Dolby Audio noch ohne wirklich aus den Socken gehauen. Hier wird auch höchstens eine Standard Sound Qualität geboten, die Betonung liegt leider auf höchstens.

An der Telefonqualität habe ich hingegen nichts zu bemängeln. Die Ohrmuschel ist laut und ausrechend klar und auch mein Gegenüber konnte mich jederzeit gut verstehen.

 

Kamera

Das Blade V8 verfügt über zwei Kameras auf der Rückseite. Eine hiervon ist die Hauptkamera und die andere nimmt in einem speziellen Modus Tiefeninformationen auf.

Letztere sollen für einen Hintergrundunschärfeeffekt wie bei einer Spiegelreflex Kamera führen.

Die Hauptkamera verfügt über 13 Megapixel und eine Blende von f2.0, also der übliche Standard. Die zweite Kamera besitzt nur 2 Megapixel, was aber für das Sammeln von tiefen Informationen vollkommen ausreicht.

Ehe wir zu der Bildqualität kommen ein paar generelle Infos zur Kamera und deren App. Die von ZTE verwendete Kamera App ist ordentlich. Diese ist visuell ansprechend, verfügt über einen brauchbaren automatischen Modus und einen vollständigen manuellen Modus, den man in dieser Preisklasse nur selten sieht.

Die App startet schnell und allgemein arbeitet die Kamera erfreulich flott. Normale Fotos lassen sich ohne Verzögerung hintereinander aufnehmen und selbst HDR Bilder benötigen nur ca. 0,5 Sekunden.

Damit ist das ZTE Blade V8 eins der flotteren Smartphones der 260€ Preisklasse.

Ein Foto des Blade V8 nimmt im Schnitt um die 2MB ein, sind daher recht stark komprimiert. Bilder mit dem Hintergrundunschärfeeffekt werden mit über 12 MB interessanterweise deutlich größer.

Kommen wir aber zu den Testbildern. Diese sind wie üblich im automatischen Modus auf der höchsten Qualität gemacht und nicht nachbearbeitet direkt hier hochgeladen. Smartphone Nutzer aufgepasst die Bilder brauchen viel Trafik da volle Auflösung.

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Ja die Kamera des Blade V8 ist vernünftig! Selbst bei dem aktuell recht wechselhaften Wetter schafft das Smartphone farblich Akkurate und scharfe Bilder zu liefern.

Auch die Helligkeit und die Kontraste passen.

Teilweise habe ich zwar das Gefühl die Bildkompression ist vielleicht etwas aggressiv und verschluckt feine Details aber im Großen und Ganzen ist man hier in einem sehr zufriedenstellenden Bereich.

Für Facebook, WhatsApp und co. reichen die Aufnahmen vollkommen aus. Selbst im Urlaub als 2. Kamera würde das Blade V8 einen brauchbaren Job machen.

Selbst im Low Light sind die Aufnahmen leicht überdurchschnittlich gut. Allerdings muss man etwas vorsichtig sein, dsas die Fotos nicht verwackelt werden. Vergleichsweise viele Testbilder welche ich bei schlechten Lichtverhältnissen gemacht habe sind durch Verwicklung etwas unscharf.

Allerdings von 2-3 Bildern des selben Motivs war meist eins dabei welches wirklich gut und vergleichsweise rauscharm war.

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen würde ich also dazu raten vielleicht 2-3 Aufnahmen vom selben Motiv zu machen und das beste auszuwählen.

Videos sind qualitativ in Ordnung. Allerdings ist die Bildschärfe eher mittelmäßig für Full HD Aufnahmen. Dafür passen Farben und Kontraste, wie auch schon bei den Fotos.

Was ebenfalls sehr mittelmäßig ist, ist das Mikrofon. Der Ton bei Video Aufnahmen hallt aus unerklärlichen Gründen etwas, was je nach Situation merkwürdig klingt.

Positiv überrascht hat mich der Software Bildstabilisator. Dieser macht einen erstaunlich guten Job ohne dabei die Aufnahme zu verzerren. Schritte und das normale Wackeln wird gut herausgefiltert.

Aufnahmen mit dem V8 sind also vergleichsweise sanft.

Kommen wir auf die zweite Kamera zu sprechen. Hier habt Ihr einen 3D Modus und einen Bokeh Modus.

Bokeh = Bokeh (von jap. 暈け, auch ぼけ oder ボケ geschrieben, boke „unscharf, verschwommen“)[1] ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff für die Qualität eines Unschärfebereichs.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bokeh

Smartphones produzieren bei Bildern nur recht wenig Hintergrundunschärfe, der Bokeh Modus versucht dies zu ändern und fügt eine Hintergrundunschärfe hinzu um den Fokus mehr auf das primäre Objekt der Aufnahme zu lenken.

Um dies gut zu machen muss das Smartphone erkennen welche Objekte sich im Vordergrund und welche sich im Hintergrund befinden. Damit dies funktioniert hat das ZTE Blade V8 eine zweite Kamera welche sich nur um diese Aufgabe kümmert.

Daher müsste die Hintergrundunschärfe doch total realistisch sein nicht wahr?

Na ja das Blade V8 macht sogar einen brauchbaren Job was diese Hintergrundunschärfe angeht. Hier kommt es etwas darauf an wie stark man diese einstellt. Auf den höheren Stufen sieht man doch sehr deutlich das dies nur ein Software Feature ist, auf den Mittleren Stufen wirkt das Ganze je nach Objekt aber vernünftig.

Natürlich perfekt ist es nicht aber wer Spaß am Herumprobieren hat wird mit diesem Modus durchaus auch schöne Aufnahmen erzielen können.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Frontkamera. Diese ist gut bis sehr gut. Aufnahmen sind klar und detailliert, lediglich die Helligkeit war etwas niedrig. Hier muss eventuell etwas per Hand eingegriffen werden.

Aber abgesehen davon Daumen hoch, eine der besten Frontkameras die ich bei einem 200-300€ Smartphone bisher gesehen habe!

 

Benchmarks

Im Blade V8 werkelt ein Qualcomm MSM8940 Snapdragon 435 welcher mit 3GB RAM kombiniert ist. Der Snapdragon 435 ist ein recht aktueller Achtkern SoC welcher in der oberen Einsteigerklasse angesiedelt ist.

Ehe wir zur Alltagsnutzung kommen, schauen wir uns ein paar Benchmarks an, also theoretische Leistungstests.

In den theoretischen Tests macht das Blade V8 schon mal eine sehr ordentliche Figur. Der Snapdragon 435 ist ungefähr genauso schnell wie der etwas ältere Snapdragon 617 welche zum Beispiel im Moto G4 zu finden ist.

Der alte, recht weit verbreitete, Snapdragon 410 wird um gute 60% vom Snapdragon 435 abgehängt.

Von daher sollte die Alltags Performance mehr als solide sein.

 

Das ZTE Blade V8 im Alltag

Erfreulicherweise läuft das Blade V8 im Alltag ziemlich gut und flott. Das Smartphone fühlt sich so schnell und gut an wie man dies von einem Mittelklassegerät erwarten kann.

Heißt, die Benutzeroberfläche läuft weitestgehend tadellos und auch die Standard Apps wie Facebook und co. starten recht flott und laufen flüssig.

Leichte Defizite gibt es beim „Gaming“. Die 08/15 Spiele aller Pokemon Go, Angry Birds, Cut the Rope usw. sind selbstverständlich kein Problem.

Etwas schwieriger wird es bei „High End“ Games wie Asphalt 8, Modern Combat 5 usw. Hier muss man entweder mit Rucklern und/oder einer reduzierten Grafik leben.

Allerdings werden 99% aller Spiele auf dem Blade V8 spielbar sein. Trotzdem für Gamer gibt es bessere Smartphones.

Die 3GB RAM machen das V8 zu einem recht Multitasking starken Smartphone. Apps werden vergleichsweise selten geschlossen und müssen dementsprechend auch beim erneuten wiederaufrufen nur seltener neu laden. Das Ganze darf man natürlich nicht mit den High End Smartphones vergleichen, die auch mit 3GB RAM meist noch mehr Apps offen halten können (vermutlich da bei diesen der SoC mehr Power hat).

Wer also viel zwischen Anwendungen hin und her springt, wird dennoch hier vielleicht etwas mehr Freude haben als an einem Gerät mit nur 2GB RAM.

Kommen wir zu einem dicken Kritikpunkt. Das Blade V8 unterstützt kein 5GHz WLAN….

Freunde wird sind im Jahr 2017, da hat 5GHz WLAN eigentlich bei Smartphones der 200€ Preisklasse Standard zu sein! Aber immerhin ist das 2,4GHz WLAN recht gut und schnell.

Auch erfreulich schnell ist das GPS des ZTE Blade V8. Dieses fand meine Position schnell und akkurat. Wer das Blade V8 zum Navigieren nutzen möchte, wird keine Probleme damit haben.

Ebenfalls schnell und akkurat ist der Fingerabdruckscanner welcher in der Home Taste verbaut ist. Dieser ist auf dem Level eines Samsung Galaxy S7 sowohl was das Tempo angeht wie aber auch die Zuverlässigkeit, klasse!

Ebenfalls klasse ist, dass die kapazitiven Tasten, die  neben dem Scanner angebracht sind eine Beleuchtung besitzen. Ich weiß zwar nicht ob ich von der Farbe Blau der größte Fan bin aber Hauptsache die Tasten sind überhaupt beleuchtet.

 

Akkulaufzeit

Das ZTE Blade V8 verfügt über einen 2730mAh großen Akku. Dieser sorgt für eine solide aber auch nicht überragende Laufzeit.

In meinem üblichen Praxistest mit einer bunten Mischung aus websurfen, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte das Blade bei einer „indoor“ Display Helligkeit eine Akkulaufzeit von rund 6,5 Stunden, was soweit okay ist.

Die allermeisten Nutzer werden mit dem Smartphone problemlos über den Tag kommen. Wenig Nutzer könnten vielleicht auch noch einen zweiten Tag schaffen.

 

Sonstiges

  • Kein 5GHz WLAN
  • Dual SIM oder Speichererweiterung

 

Fazit

Das ZTE Blade V8 ist ein erfreulich gelungenes Allround Smartphone! Dieses besitzt keine wirkliche Schwäche, alle Komponenten sind konstant auf einem guten Level. Hierbei spreche ich von der Kamera, dem Akku, der Performance, dem Display usw.

Ich habe im Grunde nichts zu bemängeln! Daher Daumen hoch für das ZTE Blade V8, ein gelungenes Smartphone!

Allerdings wird es das V8 nicht leicht haben. Leider gibt es eins was dem Smartphone fehlt, nämlich das herausstechende Argument. Sämtliche Komponenten des Smartphones sind solide bis gut aber beispielsweise weder die Kamera noch die Performance ist etwas einmaliges in der 250€ Preisklasse.

Gerade die üblichen Verdächtigen wie das BQ Aquaris X5 Plus oder das Huawei P9 Lite machen es nicht einfacher. Damit will ich nicht sagen, dass diese beiden Smartphones besser sind als das Blade, das ist nicht der Fall, aber leider hat das ZTE Blade, abgesehen von der sehr guten Selfi Kamera, nichts was dieses von diesen Modellen abhebt.

Das ZTE Blade V8 ist einfach ein guter unauffälliger Allrounder, sollte es Euch aufgrund der Optik, der guten Frontkamera oder weil Ihr es irgendwo besonders günstig gefunden habt, ansprechen, steht aus meiner Sicht nichts gegen den Kauf. Auch verglichen mit dem Moto G5 ist das Blade V8 nochmals ein kleines Upgrade.