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Das Ulefone Gemini im Test

Mit dem Gemini hat der asiatische Smartphone Hersteller Ulefone ein dual Kamera Smartphone auf den Markt gebracht welches weniger als 150€ kostet aber dennoch mit einem Full HD Display, 3GB RAM und 32GB Speicher punkten soll.

Hinzu kommt ein großer 3200mAh Akku und ein Aluminiumgehäuse.

Klingt doch erst einmal gut! Vielleicht sogar zu gut für das Geld. Wollen wir doch einmal herausfinden ob das Gemini etwas taugt! Kann das Smartphone im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Lieferumfang und Bestellung

Das Ulefone Gemini ist wie üblich aktuell nur aus Asien zu beziehen. Der Händler meiner Wahl wäre hier Gearbest welcher dieses für 120€ anbietet. Wenn Ihr es mit der Versandmethode „Germany Express“ bestellt, müsst Ihr Euch auch nicht mit Zoll und Co. rumschlagen, dies macht dann Gearbest für Euch.

Bei einem Preis von 120€ darf man im Allgemeinen nicht mit einem sonderlich großen Lieferumfang rechnen. Jedoch ist dies beim Gemini anders.

Ulefone packt hier alles was man sich vorstellen kann mit in die Box. Angefangen beim Ladekabel und einem Netzteil (5V 1,5A) über eine bereits aufgetragene Displayschutzfolie und eine zusätzliche Glas Displayschutzfolie bis hin zu einer Hülle und einer Smartphone Halterungen befindet sich so ziemlich alles im Lieferumfang was man sich wünschen kann.

Wow für ein Smartphone dieser Preisklasse ist das hervorragend!

 

Das Ulefone Gemini  im Test

Das Gemini ist ein durchaus hochwertiges Smartphone. Ulefone setzt bei diesem auf ein robust anmutendes Aluminium Gehäuse.

Dieses wirkt auch recht massiv, was durch das gefühlt recht hohe Gewicht kommt und die hohe „Dichte“ entsteht.

Das Gemini ist ein vergleichsweise schweres und dickes Smartphone. Wer also nach einem super kompakten Gerät sucht, wird hier vermutlich eher weniger fündig.

Allerdings wirkt die Haptik und Verarbeitung durchaus eine Preisklasse höher als welche das Gemini eigentlich kostet.

Die Haptik erinnert mich mit der leicht abgerundeten Rückseite sogar etwas an ein  Huawei Mate 9.

Von daher habe ich hier nichts zu bemängeln, vielleicht könnte der Übergang auf der Rückseite zwischen Aluminium und Plastikabdeckung etwas besser sein, aber in dieser Preisklasse ist das zu verzeihen.

Gehen wir einmal um das Gemini herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll große Full HD Display wie auch eine „Home Taste“ mit Fingerabdruckscanner und eine 5MP Frontkamera.

Auf der Linken Seite befinden sich die drei üblichen physischen Smartphone Tasten mit einem Vernünftigen Druckpunkt und auf der rechten Seite ist eine spezielle Kamerataste.

Lautsprecher und microUSB Ladeport befinden sich auf der Unterseite und der Kopfhöreranschluss auf der Oberseite.

Auf der Rückseite finden wir die große Besonderheit des Ulefone Gemini, die beiden Kameras. Eine davon besitzt 13 Megapixel und die andere 5 Megapixel.

Letztere dient für das Aufnehmen von Tiefeninformationen. In wie weit dies in der Praxis funktioniert schauen wir uns noch an.

 

Software

Wie es auch schon bei anderen Ulefone Smartphones war, verzichtet der Hersteller auch hier auf einen Einrichtungsprozess.

Ihr schaltet das Smartphone ein und landet direkt auf dem Home Bildschrim.

Wollt Ihr das Smartphone mit einem Google Account nutzen oder mit dem WLAN verbinden müsst Ihr dies per Hand in den Einstellungen machen.

Auch die Sprache lässt sich auf Deutsch umstellen, die Übersetzung ist in machen Teilen nicht perfekt aber ausreichend.

Den ersten Moment mit dem Gemini kann ich einfach nur mit „wow“ beschreiben. Ich glaube das ich noch nie ein Smartphone mit einem derart hässlichen Skin gesehen habe.

Der komplette Homebildschirm und alle Icons sind in einem Braun-, Bronze-, Goldfarbton gehalten, was unglaublich träge und matt aussieht.

Erfreulicherweise lässt sich dieser Skin problemlos austauschen, einfach den Home Screen gedrückt halten und man kommt zur Themenauswahl.

Hier finden sich auch etwas normalere Icons und Farben.

Abgesehen vom Launcher hat Ulefone allerdings kaum etwas verändert. Die Benachrichtigungszentrale und auch die Einstellungen hingegen sind Standard Android.

Sollte einem der Homebildschirm nicht gefallen, einfach einen anderen Launcher wie den Google Now Launcher oder den Nova Launcher aus dem Google Play Store installieren und man hat ein „Standard“ Android Smartphone.

Erfreulicherweise hält sich Ulefone bei den vorinstallierten Anwendungen sehr zurück. Abgesehen von den Standard Apps ist nichts weiter auf dem Smartphone zu finden, Daumen hoch dafür.

Von den 32GB Speicher sind „out of the Box“ noch rund 25GB frei, ein vernünftiger Wert.

Ulefone hat dem Gemini einige Zusatzfeatures spendiert. Hierzu gehören diverse Gesten, wie doppelt antippen zum Einschalten des Displays, mit xyz Fingern wischen um eine zuvor ausgewählte App zu starten usw.

Auch lässt sich das Layout der Software Tasten bestimmen oder das Telefon durch Umdrehen stummschalten.

Leider konnte ich jedoch keine Möglichkeit finden die gesonderte Taste auf der rechten Seite des Smartphones zu belegen. Diese startet also anscheinend immer die Kamera, schade hier wären etwas mehr Anpassungsmöglichkeiten super gewesen.

Wir haben noch gar nicht über die Android Version gesprochen. Mein Ulefone Gemini  wurde noch mit Android 6.0 ausgeliefert, jedoch hat der Hersteller ein 7.0 Update via OTA angekündigt.

Hoffen wir, dass dieses bald kommt, auch wenn das verwendete Android 6.0 einen ordentlichen Eindruck macht, abgesehen vom furchtbaren Skin.

 

Display

Das Ulefone Gemini verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD Display. Dieses lässt einfach als gut bezeichnen. Es ist klar, scharf und selbst Kontraste sind für ein IPS Panel stark.

Auch die maximale Helligkeit ist auf einem recht hohen Level. Diese ist beispielsweise vergleichbar mit der des LG G5.

Von daher ist die Lesbarkeit im Freien durchaus gegeben, auch wenn natürlich bei praller Sonne das Ganze etwas schwerer wird.

Geschützt wird das Display durch Gorilla Glas 3, sollte also durchaus recht resistent gegen Kratzer sein.

 

Klang und Akustik

Beginnen wir mit der Telefonqualität. Die Ohrmuschel ist vielleicht ein wenig dumpf aber grundsätzlich gut nutzbar. Auch das verbaute Mikrofon ist solide, sofern es nicht zu viele Hintergrundgeräusche gibt.

Auch beim Lautsprecher leistet sich das Gemini keinen Fehler dieser ist auf der Unterseite angebracht. Erstaunlicherweise ist er unmöglich zu verdecken.

Selbst wenn er komplett zugehalten wird schafft es der Ton irgendwie aus dem Gehäuse ohne größere Dämpfung.

Der Klang ist vollkommen Okay. Das Gemini ist nicht das aller lauteste Smartphone, dafür aber auch auf voller Lautstärke weiterhin recht sauber.

Hierbei klingt dieses klar und sauber, Bass fehlt natürlich weitestgehend. Trotzdem für ein wenig Internet Radio oder ein Youtube Video nebenbei reicht das Ganze vollkommen.

 

Kamera

Die Dual Kamera des Gemini wird seitens des Herstellers groß beworben. Klar viele aktuelle High End Smartphones haben Dual Kameras, da ist es doch was Tolles wenn dies auch das 150€ Smartphone hat, oder?

Bei Dual Kameras in Smartphones gibt es verschiedene Konzepte. Beispielsweise Apple und LG setzen auf zwei Kameras mit einer unterschiedlichen Brennweite um so zu sagen „Zoom“ zu erzielen.

Huawei setzt auf zwei Kameras bei welchen die Bilder miteinander verrechnet werden um ein hochwertigeres Bild zu erzeugen.

Das älteste Konzept welches ich zuerst bei etwas älteren HTC Geräten gesehen habe, ist die Dual Kamera zum Sammeln von Tiefeninformationen.

Hierbei wird meist ein guter und ein schlechterer Kamerasensor kombiniert. Der gute Sensor macht das Bild und der schlechte sammelt Tiefeninformationen.

Warum? Es geht um einen Hintergrundunschärfeeffekt welchen man ansonsten nur von Spiegelreflex Kameras kennt.

Dieser Effekt kann mithilfe von Tiefeninformationen durchaus gut und realistisch umgesetzt werden.

Letzteres Konzept nutzt auch das Ulefone Gemini mit einer 13MP und einer 5MP Kamera.

Gleich vorweg die zweite Kamera ist Spielerei. Sowas kann Sinn machen bei einer Smartphone Kamera welche top Bilder liefert, womit man auch wirklich schöne Porträt Bilder machen will.

Dies ist ein Einsteiger -Smartphone wo einfach die Bildqualität sowieso nicht gut genug ist, dass man mit solchen Effekten viel Spaß haben wird. Hier wäre es wesentlich sinnvoller gewesen eine bessere Kamera zu verbauen.

Die Zweite Kamera und die damit verbunden Features sind aus meiner Sicht unnötige Gimmicks welche nur aus Marketing gründen verbaut wurden „Dual Kamera Smartphone“ liest sich halt recht schön.

Aber das muss ja nicht heißen das die Kamera nicht gut ist.

Schauen wir uns wie üblich ein paar Testbilder an. Diese sind nicht nachbearbeitet und im Automatik Modus entstanden, nicht dass es einen pro Modus geben würde.

 

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Wenn Ihr Euch die Bilder anseht, werdet Ihr wissen warum ich meine, dass niemand mit diesem Smartphone „Porträt Bilder“ machen wird.

Ich glaube man kann es nicht anders sagen aber die Kamera ist nicht das gelbe vom Ei.

Selbst für ein 150€ Smartphone ist die Bildqualität mäßig. Die Aufnahmen wirken recht matt und leblos.

Ich war mir zwischenzeitlich nicht mal sicher ob ich einen „Super 8“ Retro Bildfilter aktiv hatte, aber nein das war nicht der Fall, die Bilder sind wirklich so.

Vielleicht um mal einen Autounfall oder Ähnliches zu dokumentieren reicht das Ganze aber für mehr auch nicht.

Ich würde vom Gemini keine Fotos auf Social Media Plattformen posten.

Spätestens wenn man Bilder abseits von perfekten Lichtverhältnissen macht, bricht die Bildqualität sehr stark ein.

 

Benchmarks

Im Ulefone Gemini werkelt ein MTK6737T QuadCore in Kombination mit 3GB RAM und 32GB Speicher.

Dies klingt für ein Smartphone dieser Preisklasse schon ganz ordentlich. Etwas Sorgen macht mir hier lediglich das Full HD Display, bei welchem ich mir nicht sicher war ob dieses vom MTK6737T ausreichend befeuert werden kann.

Schauen wir uns zuerst ein paar Benchmarks an und wie das Ulefone Gemini in diesen abschneidet.

Die Benchmarks des Gemini sind durchaus als interessant zu bezeichnen. Im Antutu Benchmark erreicht dieses ungefähr die Leistung eines Snapdragon 616.

Ähnliches auch bei Geekbench. Jedoch bei Benchmarks welche die Grafik Leistung in den Vordergrund stellen schwächelt das Gemini etwas.

Der Grund dafür ist vermutlich recht einfach, das Full HD Display. Der  MTK6737T scheint eine ordentliche CPU Leistung zu besitzen, ist jedoch auf Seiten der GPU etwas knapper kalkuliert.

In wie weit wirkt sich dies in der Praxis aus?

 

Das Ulefone Gemini in der Praxis

Starten wir mit der Leistungsfähigkeit. Erfreulicherweise läuft die UI ausgesprochen flüssig und gut auf dem Smartphone.

Ruckler oder stottern, Fehlanzeige!

Auch die meisten Basis Apps wie WhatsApp, der Webbrowser, Facebook usw. laufen gut bis sehr gut.

Wo man Abstriche machen muss, ist im punkto Gaming. Hierbei rede ich natürlich nicht von den „Klassikern“ aller Angry Birds usw. welche natürlich problemlos laufen.

Aber neuere und aufwendigere 3D Spiele wie Asphalt 8 stellen das Gemini vor Probleme.

Die Meisten dieser Spiele laufen, jedoch mit reduzierter Auflösung und Details. Trotzdem für „Gamer“ ist dieses Smartphone nur sehr bedingt geeignet.

Positiv ist wiederum das Vorhandensein von 5GHz WLAN und das recht flotte GPS.

Was mich anfangs sehr viele Nerven gekostet hat, war die Tastenanordnung des Smartphones. Ich und vermutlich auch die meisten anderen Nutzer, werden es kaum gewohnt sein, dass der Einschalter auf der linken Seite ist.

Etwas erschwerend kommt hinzu, dass auf der rechten Seite, dort wo normalerweise der Einschalter ist, die gesonderte Taste für die Kamera ist.

Heißt, ich habe fast jedes Mal die falsche Taste gedrückt. Dies wird allerdings für Nutzer, die dieses Smartphone als ihr Hauptgerät nutzen vermutlich kein größeres Problem sein, zu mindestens nach einer Weile.

Auch der Fingerabdruckscanner sorgte für etwas Gewöhnungszeit. Dort wo dieser im Normalfall ist, mittig auf der Rückseite, ist hier die zweite Kamera, welche sich aber so anfühlt als wäre sie an runder Fingerabdruckscanner.

Der Fingerabdruckscanner bzw. die Home Taste auf der Front ist solide. Es ist nicht der aller schnellste Scanner aber er ist im Alltag problemlos nutzbar.

Hierbei sind auch die diversen Zusatzfeatures mit welchen man die Taste bei doppeltem Antippen usw. belegen kann durchaus hilfreich, sofern man sich diese einprägt.

Die Software Bildschirmtasten lassen sich auf Wunsch im Übrigen auch abschalten und komplett durch die Home Taste ersetzen.

Was mich etwas wundert ist das Fehlen einer Benachrichtigungs LED. Diese ist ansonsten den asiatischen Herstellern immer sehr wichtig.

Grundsätzlich würde ich aber aufgrund der guten Leistung des Smartphones den Alltagseinsatz als positiv bezeichnen. Ich war durchaus überrascht wie flüssig und sauber das Gerät läuft.

 

Akku

Mit 3250mAh bietet das Ulefone Gemini einen durchaus größeren Akku. Die wenigsten Flaggschiff Smartphones bieten hier mehr.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Leider weniger gut. In meinem üblichen Nutzungstest, Social Media, leichtes Gaming, webbrowsen usw. bei einer niedrigen Displayhelligkeit erreichte das Ulefone Gemini gerade mal 4 Stunden Nutzungszeit.

Dies ist leider nicht viel! High End Smartphones, oder Modelle mit starkem Akku können hier durchaus 6-10 Stunden erreichen.

Wenn man jetzt noch die Display Helligkeit auf Maximum stellen würde, kann man vermutlich mit weniger als 3 Stunden rechnen.

Auch die Standby Akkulaufzeit war suboptimal. Teilweise wurden ohne ersichtlichen Grund über Nacht 40% Energie verbraucht, manchmal auch deutlich weniger.

Hier läuft irgendwas schief! Zwar verbraucht ein Full HD Display mehr Energie als ein 720p Display usw. aber dennoch sollte mehr Akkulaufzeit möglich sein bei der Hardware.

Ich tippe darauf, dass sich die Akkulaufzeit via Update etwas verbessern lassen würde, eventuell wird dies gemeinsam mit dem Android 7.0 Update ausgerollt.

Aber dennoch wer ein Smartphone mit herausragender Akkulaufzeit sucht, ist hier falsch.

 

Sonstiges

5GHz WLAN ist vorhanden

 

Fazit

Eigentlich ist das Ulefone Gemini ein gutes Smartphones welches leider etwas von seiner Kamera im Stich gelassen wird.

Beginnen wir aber bei den positiven Dingen. Das Gehäuse ist top, das Display sehr gut und auch die Software solide.

Auch die Leistung des Smartphones außerhalb von Spielen ist erstaunlicherweise tadellos. Negativ ist leider die Kamera. Das Dual Kamera Feature ist unnötig und die Hauptkamera wirklich nicht das Wahre.

Sollte Euch die Kamera bei einem Smartphone nicht sonderlich wichtig sein, kann das Ulefone Gemini durchaus eine Empfehlung Wert sein. Denn abgesehen davon bietet das Smartphone ein recht rundes Paket mit einer guten Leistung für den Preis.

Die Jayfi JA40 Ohrhörer im Test, schön und gut?!

Wie auch viele andere Menschen höre ich praktisch den ganzen Tag Musik. Ob an der Stereo Anlage, am Radio oder über Kopf/Ohrhörer.

Daraus hat sich eine gewisse Leidenschaft gebildet für guten Klang. Vor wenigen Jahren musste man allerdings für gute Ohrhörer auch einen guten Batzen Geld auf den Tisch legen. Jedoch dank diverser immer besser werdender asiatischer Hersteller ist dies mittlerweile nur noch bedingt der Fall.

Bereits für um die 20€ bekommt man bei diversen asiatischen Händlern und auch bei Amazon einige Perlen. Das Problem ist diese Perlen zu finden denn alle Hersteller werben natürlich mit einem „HiFi“ Sound.

Heute soll es daher um die Jayfi JA40 gehen, Ohrhörer für 25€ welche selbstverständlich laut Hersteller hervorragend klingen. Da ich bereits mit den Touch H1 von Jayfi gute Erfahrungen gemacht habe, will ich mir doch einmal ansehen oder besser gesagt anhören ob auch die JA40 überzeugen können.

 

Die Jayfi JA40 im Test

Der erste Eindruck der JA40 ist ausgesprochen positiv! Die Verpackung und auch der große Lieferumfang sehen vielversprechend aus.

Dieser Eindruck geht auch bei den Ohrhörern selbst weiter. Die JA40 sind vollständig, abgesehen vom Kabel natürlich, aus Aluminium gefertigt.

Dies verleiht den Ohrhörern eine recht hohe Wertigkeit und Robustheit. Dass hier das Gehäuse einen Sprung bekommt oder zerbricht ist ziemlich unwahrscheinlich.

Das Design der Ohrhörer würde ich als unauffällig aber schick bezeichnen. Abgesehen von einem weißen „J“ auf der Rückseite der Ohrstöpsel und natürlich dem Alu Gehäuse gibt es keine weiteren optischen Auffälligkeiten.

Etwas was selten bei günstigen Ohrhörern zu sehen ist, ist ein hochwertiges Kabel. Dieses ist bei den JA40 vergleichsweise dick, aber dennoch angenehm flexibel.

Klar dies bedeutet nicht, dass es niemals zu Kabelbruch kommt, aber dennoch würde ich dies als positiv einstufen.

Auch die Jayfi JA40 verfügen über eine Kabelfernbedienung, diese besitzt ein eingebautes Mikrofon und lediglich eine Taste. Diese Taste kann zum Annehmen von Anrufen oder dem Pausieren oder Fortsetzen von Musik verwendet werden.

 

Tragekomfort

Die Jayfi JA40 sind normale „Ohrstöpsel“. Aus diesem Grund fällt auch der Tragekomfort recht unauffällig aus.

Ihr tragt diese wie normale in-Ears, also nichts exotisches wie Kabel über dem Ohr usw.

Auch der Ohrkanal ist weder übermäßig dick noch übermäßig dünn.

Erfreulicherweise legt allerdings Jayfi einige unterschiedliche Ohrstöpsel bei, sogar ein paar aus Mermoryschaum.

Kurzum die JA40 sollten eigentlich allen Nutzern problemlos passen.

 

Klang

Was helfen die schicksten Ohrhörer, wenn diese nicht gut klingen? Daher, klingen die Jayfi JA40 auch gut?

Jayfi bewirbt die JA40 als „Bass Hifi“ Ohrhörer deshalb habe ich mit einem recht intensiven, vielleicht schon etwas dröhnenden Bass gerechnet. Jedoch dies ist nicht der Fall.

Der Bass der JA40 ist vielleicht einen Tick angehoben, jedoch in keiner Weise extrem. Hier sind die Ohrhörer eher die klassischen Allrounder als wirkliche Bass „Monster“.

Qualitativ ist der Bass für die Preisklasse in Ordnung. Im Detail könnten die JA40 aber etwas mehr Punch im Tiefbass haben.

Die Höhen sind soweit vollkommen in Ordnung mit guten Details ohne dabei zu spitz oder anstrengend zu werden. Die Mitten heben sich etwas hervor, gerade der untere mittige Bereich.

Dies ist auch in einer gewissen Weise eine Stärke der Jayfi, denn durch diese leichte Mittenbetonung werden Stimmen und Gesang von den Kopfhörern überdurchschnittlich gut dargestellt. Wer also viel Hörbücher oder Videos schaut, wird viel Freude an den Ohrhörern haben

Leider fehlt den Jayfi ein wenig die Klarheit. Die Ohrhörer neigen zu einem leicht hohlen Klang.

Dies würde ich aber auch schon als Kritik auf einem recht hohen Level bezeichnen. Für 25€ klingen die Ohrhörer mehr als ordentlich.

Musik hat eine passende natürliche, vielleicht leicht spaßige, Klangsignatur welche den meisten Nutzern gut gefallen wird.

 

Fazit

Die Jayfi JA40 sind sehr ordentliche Ohrhörer für 25€! Hierbei können diese primär durch Ihre Optik und Haptik überzeugen.

Ich habe selten in dieser Preisklasse derartig hochwertige Ohrhörer gesehen, selbst was das Kabel angeht.

Aber auch der Klang ist für 25€ definitiv als gut zu bezeichnen, allerdings muss ich zugeben schon Ohrhörer in dieser Preisklasse gehört zu haben, die nochmals einen Tick besser klingen.

Die JA40 setzen einen recht starken akustischen Fokus auf den unteren Mittenbereich wodurch gerade Stimmen wunderbar zur Geltung kommen. Grundsätzlich lässt sich der Klang der Ohrhörer als natürlich bis leicht spaßig einstufen.

Kurzum die Jayfi JA40 sind für 25€ gute Ohrhörer!

Das LG X Mach im Test, das G4 im neuen Gewand

Mit dem X Mach geht LG einen etwas ungewöhnlichen Weg, den man so bei anderen Smartphone Herstellern selten sieht.

Jemand bei LG scheint vor kurzem durch das Lager gewandert zu sein und dort ist ihm aufgefallen, dass noch jede Menge Teile des LG G4 dort herum liegen.

Was damit machen? Richtig ein neues Smartphone damit bauen und dieses als Mittelklasse Gerät verkaufen.

So wird natürlich die Entwicklung des X Mach nicht ganz abgelaufen sein, jedoch teilt dieses einige Ähnlichkeiten mit dem 2015er LG Flaggschiff Smartphone.

Hierzu gehört die Optik wie aber auch große Teile des Innenlebens. An sich gar nicht so eine schlechte Idee ein ehemaliges Flaggschiff Smartphone ein paar Jahre später als Mittelklasse Gerät neu zu vermarkten oder etwa nicht? Zumal einige Änderungen durchgeführt wurden welche auch hoffentlich sinnvoll sind.

Auf den ersten Blick ist das X Mach durchaus ein Smartphone mit Potenzial, zumal der Preis mit 279€ doch recht fair ist.

Wollen wir herausfinden ob das X Mach von LG im Test überzeugen kann!

 

Das LG X Mach

Bei den gefühlt 1000 Aluminium Smartphones auf dem Markt ist das X Mach von LG mal wieder eine schöne Abwechslung.

Dieses besteht nämlich nicht aus Aluminium oder besitzt einen große Rückseite aus Glas sondern das X Mach wurde ganz klassisch aus Plastik gefertigt.

Dementsprechend ist dieses auch nicht das aller Hochwertigste Smartphone auf dem Markt. Allerdings fasst sich das Smartphone durchaus gut für ein Plastikgerät an und liegt ebenfalls gut in der Hand.

Die Rückseite besitzt eine matte Plastik Textur welche nicht all zu rutschig ist aber auch nicht übermäßig viel Gripp bietet.

Erfreulicherweise hat LG das Plastik Gehäuse auch sinnvoll genutzt und die Rückseite abnehmbar gemacht. Hier lässt sich auch der Akku wie in alten Zeiten innerhalb von Sekunden wechseln.

Klasse! Dies ist eine Seltenheit bei aktuellen Smartphones.

Ebenfalls unter der rückseitigen Abdeckung befindet sich der Nano SIM Karten Slot und der Speicherkarten Slot.

Neben der verbauten Hardware, auf welche wir später zu sprechen kommen, spürt man die „High End“ Smartphone Gene welche beim X Mach durchaus vorhanden sind auch bei dem Display und dessen Rändern.

Zum einen besitzt das 5,5 Zoll Display eine 2K Auflösung welche in dieser Preisklasse mehr oder weniger einmalig ist, zum anderen sind die Display Rahmen vergleichsweise klein und schmal.

Daher ist das LG X Mach auch ein recht kompaktes Smartphone, gerade verglichen mit vielen anderen Mittelklasse Geräten, die meist nicht über schmale Display Ränder verfügen.

Hier scheint LG weitestgehend 1 zu 1 die gleiche Front und Display Einheit wie beim G4 verbaut zu haben nur ohne die leichte Krümmung welche beim G4 vorhanden war.

Weitere Ähnlichkeiten betreffen die Rückseite, denn LG nutzt beim X Mach einen rückwärtig angebrachten Einschalter. Dieser besitzt zudem oberhalb und unterhalb die Lautstärketasten.

Dies ist ein sehr ungewöhnliches Layout das etwas Gewöhnungsbedarf hat.

Jedoch hat hier LG den ursprünglichen Aufbau des G4 etwas überarbeitet, denn in der Home Taste ist ein Fingerabdruckscanner verbaut.

Kopfhöreranschluss und der microUSB Ladeport sind ganz klassisch auf der Unterseite des Smartphones angebracht.

 

Software

Leider setzt LG beim X Mach noch auf Android 6.0.1 und ich habe etwas Zweifel, dass sich dies noch ändern wird.

Dies sind vermutlich die Nachteile wenn man einen älteren High End SoC verwendet.

Die Software selbst bzw. der Skin der beim X Mach verwendet wird, ist die klassische LG Optik.

Der Launcher besitzt keinen App Drawer und die Icons sind alle rechteckig mit abgerundeten Kanten.

Hierbei nutzt LG ein Pastell Farbschema mit sehr weichen und geschmeidigen Farben.

Wie das Ganze gefällt ist Geschmacksache. Ich bin nicht der aller größte Fan von der LG Benutzeroberfläche und ich finde diese wirkt mittlerweile fast schon etwas angestaubt. Ich würde einen alternativen Launcher verwenden und dann könnte ich gut mit der Software des X Mach leben.

Erfreulicherweise hält sich LG mit der vorinstallierten Software sehr zurück. Lediglich Facebook, Instagramm und Evernote sind abseits der Standard Google Apps und LG Apps auf dem X mach zu finden.

Diese drei Apps lassen sich zwar leider nicht deinstallieren aber gehören für mich in die Kategorie „Basis Anwendungen“ welche auch wirklich von Nutzern verwendet werden.

Der Interne freie Speicher fällt mit 22,3 GB ausreichend groß aus.

 

Display

Das LG X Mach besitzt ein 5,5 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Damit ist die Auflösung höher als bei einigen Flaggschiff Smartphones wie dem Huawei P10.

Bei dieser Auflösung und der Display Größe ist natürlich klar, dass das X Mach ein wirklich gestochen scharfes Bild liefert. Zwar ist der Unterschied zu Full HD Displays bei dieser Größe sehr gering, aber er ist vorhanden.

Auch abgesehen von der Auflösung und Schärfe ist das Display Top. Kontraste sind auf einem hervorragenden Level und auch Farben sind angenehm Leuchtstark.

Allerdings besitzt das X Mach einen leichten Grünstich welcher bei fast allen LG Smartphones zu finden ist. Ich vermute dies ist Absicht und soll besser zu den „Pastell“ Farben der Benutzeroberfläche passen.

Grundsätzlich würde ich dem Display volle Punktzahl geben, jedoch hat dieses eine Schwäche, die Helligkeit.

Diese fällt höchstens mittelmäßig aus. Die Outdoor Lesbarkeit war zwar überraschenderweise „Okay“ aber dies können andere Smartphones dieser Preisklasse etwas besser.

Dennoch Daumen hoch für das Display!

 

Sound

Das X Mach besitzt einen Lautsprecher auf der Rückseite des Smartphones. Dieser ist laut und klar, aber auf maximaler Lautstärke etwas schrill.

In dieser Preisklasse habe ich allerdings durchaus schon Schlechteres gehört von daher bekommt der Lautsprecher ein Okay.

Für mal ein Youtube Video im Bett oder etwas Internet Radio reicht das Ganze.

Die Qualität des Kopfhörers und die Telefonqualität hingegen hat mich etwas positiver überrascht.

Zwar ist der Kopfhörerausgang nicht ganz auf High End Niveau allerdings er ist definitiv überdurchschnittlich.

Dies gilt auch für die Telefonqualität. Die Ohrmuschel ist laut und klar und auch das verbaute Mikrofon macht einen sehr guten Job!

 

Kamera

LG hat im X Mach nicht die Kamera des G4 verwendet sondern setzt auf einen 12,3 Megapixel Sensor mit einer Blende von f2.0.

Klingt erst einmal durchaus interessant, 12,3 Megapixel ist eine merkwürdig krumme Summe, die man so nicht oft sieht.

Aber taugt der Sensor auch was?

Schauen wir uns die Testbilder an. Diese sind wie üblich in maximaler Auflösung gemacht und wurden ohne Nachbearbeitung auch vollständig hier hochgeladen, mobile Nutzer aufgepasst die Bilder sind groß.

    

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Um ehrlich zu sein ich bin sehr überrascht von der Kamera Qualität des X Mach! Die Bilder sind hervorragend mit einer guten Schärfe und klasse Details selbst in der 100% Ansicht.

Hierbei geht LG einen etwas farbenfroheren Weg. Alle Fotos besitzen sehr leuchtende und kräftige Farben.

Bereits auf den ersten Blick sind die Bilder schon sehr ansprechend auch ohne irgendwelche Nachbearbeitung oder Bildfilter.

Selbst die Dynamic ist tadellos und das X Mach schafft es zuverlässig den richtigen Weissabgleich und Belichtung zu treffen.

Auch im Low Light macht die Kamera einen starken Job und schafft es sehr viel Licht ins Bild zu holen. Hierbei neigt das X Mach allerdings zu einer recht hohen Belichtungszeit, wenn es schnelle Bewegungen im Bild gibt, kann dies zu Unschärfe führen. Die Low Light Qualität ist aber definitiv als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Auch die das Fotografieren mit dem X Mach hat mir generell sehr viel Spaß gemacht. Die Kamera App ist gut, wenn auch recht rudimentär (ohne Pro Modus). Zudem ist die Auslösezeit/verzögerung ausgesprochen gering.

Normale Fotos lassen sich ohne Verzögerung aufnehmen und selbst HDR Bilder, das X Mach verfügt über einen guten Auto HDR Modus, sind lediglich eine Tick langsamer.

Wir sprechen hier über vielleicht 0,5 Sekunden Verzögerung zwischen zwei HDR Aufnahmen.

Lediglich ein Punkt an der Kamera des LG X Mach hat mich etwas enttäuscht und das ist der Autofokus. Die Geschwindigkeit des Autofokus ist soweit Okay wenn auch nicht überragend. Auch die Trefferquote selbst im Makro Bereich, welchen das X Mach sehr gut handelt, war an sich vollkommen in Ordnung.

Leider neigt der Autofokus zu wandern. Man hat schon scharfgestellt und ganz plötzlich ohne offensichtlichen Grund beginnt das Smartphone neu mit dem Fokussieren. Meist passiert dies nach dem ersten Bild, an sich kein Weltuntergang aber leider kann man während des Suchens des Fokus schon auslösen.

Heißt, wenn man mehrere Bilder hintereinander macht, sind einige von diesen gerne unscharf weil der Fokus noch nicht gefunden war.

Das Ganze ist allerdings kein Weltuntergang, man muss nur wissen, dass man warten muss bis die grünen Vierecke aufleuchten und der Fokus gefunden wurde ehe man ein Bild macht.

Nicht nur der Foto Modus des X Mach ist stark, selbiges gilt auch für den Video Modus. Das LG unterstützt sogar 4K Video und die Aufnahmen sehen sehr gut aus! Die Schärfe und die Details sind klasse!

Der Autofokus ist zwar auch beim Filmen nicht unbedingt der beste, macht seinen Job mit gelegentlichem hin und her suchen aber zufriedenstellend.

 

Benchmarks/Leistung

Im LG X Mach ist der aus dem Jahr 2015 stammende Snapdragon 808 verbaut. Hierbei handelt es sich um den etwas kleineren und kühleren Bruder des High End SoC Snapdragon 810.

Der Snapdragon 808 verfügt über sechs Kerne und in diesem Fall über 3GB RAM. Aber wie schlägt sich ein Oberklasse SoC auf dem Jahr 2015 im Jahr 2017?

Schauen wir uns dafür einige Benchmarks an die uns einen gewissen Einblick verleihen können zu was der Qualcomm Snapdragon 808 im  Mach in der Lage ist.

Auch 2017 ist der Snapdragon 808 immer noch ein sehr fähiger SoC! Der 808 liegt von seiner Leistung zwischen dem HiSilicon Kirin 650 welcher im Huawei P9 Lite Steckt und dem Qualcomm Snapdragon 652, der im BQ Aquaris X5 Plus verbaut ist.

Damit passt die Leistung ziemlich perfekt zur 279€ Preisklasse des LG X Mach!

Wenn man sich die Werte des 808 genau ansieht, wird jedoch vielleicht etwas auffallen. Der Chip besitzt eine sehr hohe Single Core Leistung, fällt jedoch in einigen Tests aufgrund der „nur“ 6 Kerne etwas zurück, verglichen mit den 8 Kern Chips.

Hier ist natürlich etwas die Frage was ist besser eine hohe Einzelkern- Leistung oder eine höhere Gesamtleistung. In vielen Anwendungen vermutlich sogar die Einzelkern- Leistung.

Jedoch die meisten Benchmarks achten primär auf eine hohe Gesamtleistung und weniger auf die Leistung der einzelnen Kerne. Daher kann man davon ausgehen, dass die Leistung im Alltag noch etwas besser ist als es die sowieso schon guten Benchmarks vermuten lassen.

 

Das X Mach im Alltag

Wie man bereits anhand der Benchmarks vermuten kann, läuft das X Mach im Alltag nahezu perfekt! Auch die LG Benutzeroberfläche macht hier einen guten Job und verlangsamt das Smartphone nicht. Über die Home Screens blättern, Apps starten usw. funktioniert absolut flüssig und schnell.

Auch die Apps selbst laufen sehr gut. Hierbei spreche ich erst einmal in erster Linie von Dingen wie Facebook, WhatsApp, dem Webbrowser oder auch Twitter.

Bei Spielen kann sich das Bild ein wenig verändern.  Die üblichen verdächtigen wie Pokemon Go oder  Clash of Clans sind hier natürlich kein Problem. Grundsätzlich laufen auch sehr aufwendige Spiele gut bis sehr gut, allerdings frisst hier das 2K doch schon etwas mehr Leistung.

Man muss also meist mit einer Stufe reduzierter Grafikqualität leben. Beispielsweise das BQ Aquaris X5 Plus mit Snapdragon 652 und Full HD Display hat hier noch einen etwas besseren Job gemacht.

Aber Grundsätzlich hat das LG X Mach einen tadellosen Job im Alltag gemacht was die Leistung angeht.

Etwas mehr „Nerven“ haben mich die Tasten gekostet. Ich weiß, dass es große LG Fans gibt, die  diese Lautstärke Wippe auf der Rückseite lieben aber ich gehöre nicht dazu.

Ja man gewöhnt sich daran aber ich finde die Wippe an der Seite einfach schneller und besser zu erreichen.

Der Einschalter auf der Rückseite hingegen bereitete mir keine Probleme. Bei den meisten Smartphones ist dort eh der Fingerabdruckscanner angebracht, man muss also sowieso an diese Position greifen.

Der Fingerabdruckscanner ist allerdings beim X Mach so eine Sache. Leider ist dieser einer der schlechteren welchen ich in der letzten Zeit gesehen habe.

Er ist recht langsam und recht inakurat, sehr oft muss ich meinen Finger neu auflegen das dieser erkannt wird.

Das ist aber auch mehr oder weniger der einzige negative Punkt. Das WLAN des X Mach unterstütz das 5GHz Band und ist zudem erfreulich schnell.

Ähnlich gilt auch für das GPS, vermutlich ist das Plastik Gehäuse bei Funkverbindungen einfach ein kleiner Vorteil.

 

Akku

Der Akku des LG X Mach verfügt über 3000mAh Kapazität. Der Akku ist hierbei erfreulicherweise nutzbar austauschbar.

Im ersten Moment war ich mir nicht ganz sicher wie es um die Akkulaufzeit des X Mach steht, denn 3000mAh sind nicht super viel, gerade wenn man bedenkt, dass das Smartphone über ein 2K Display verfügt.

Aber in der Praxis ist die Akkulaufzeit des X Mach erfreulich gut! Der Work Batterie Test von PC Mark erreichte rund 5 Stunden Nutzungszeit, was aus meiner Sicht etwas wenig ist und eher den unteren Wert der Nutzung des X Mach repräsentiert.

In meinem üblichen Nutzungstest, webbrowsen, ein wenig spielen, Social Media hielt das LG rund 8-9 Stunden durch! Ein klasse Wert!

Dieser wurde zwar bei einer recht niedrigen Display Helligkeit erzielt aber selbst wenn diese auf 100% steht, sinkt die Laufzeit lediglich auf rund 7 Stunden, weiterhin ein guter Wert.

 

Fazit

Das LG X Mach ist eins der besten Smartphones der 200-300€ Preisklasse! Je nachdem was Ihr sucht kann es sogar das beste sein.

Wollt Ihr einen austauschbaren Akku?  Dann ist die Auswahl sowieso schon sehr klein. Abgesehen vom X Mach oder vielleicht dem LG G5 SE habt Ihr nicht viele Alternativen und unter 300€ ist das X Mach das beste Smartphone.

Aber selbst wenn man auf den austauschbaren Akku keinen Wert legt, ist das X Mach ein starkes Smartphone. Leistungstechnisch liegt dieses irgendwo zwischen dem Huawei P9 Lite und dem BQ Aquaris X5 Plus.

Das Display, wenn auch etwas dunkel, ist hervorragend Ähnliches gilt auch für die Kameraqualität, welche mit eine der besten in dieser Preisklasse ist.

Leider wird das X Mach noch mit Android 6.0.1 ausgeliefert was auch der einzige echte Kritikpunkt ist den ich habe.

Das Design ist zwar stark am LG G4 angelehnt aber gefiel mir an sich sehr gut, vielleicht etwas unkreativ aber immerhin zahlt man dafür keinen Preis Premiumaufschlag.

Für 279€ ist das LG X Mach ein wirklich interessantes Angebot, gerade für alle die sich einen austauschbaren Akku in dieser Preisklasse wünschen.

AVM FritzBox 7580 Langzeitbericht – ein halbes Jahr danach

Kaum ein Bericht hat so viel Resonanz verursacht wie der Test zu AVMs neustem Flaggschiff FritzBox 7580. Dank der deutlich verbesserten W-Lan sowie DECT Leistung, die es ohne Probleme mit Standalone Modellen aufnehmen kann, wurde der Router aus Berlin hier auf Techtest.org als bestes All-In-One Gerät gekürt. Wir nahmen dies zum Anlass und verfolgten die Entwicklung des Gerätes über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Hierbei wurden nicht nur Messungen an einem zweiten Standardort durchgeführt, sondern auch auf die Stabilität sowie Updatepolitik AVMs behandelt.

Ich möchte mich bei dem Internet Provider 1&1 bedanken. Sie stellten uns ihren 1&1 BusinessServer, der bis auf die optischen Unterschiede des Gehäuses sowie der Benutzeroberfläche baugleich zu der AVM FritzBox 7580 ist, zur Verfügung. Zum aktuellen Zeitpunkt bietet 1&1 das gebrandete Modell in Verbindung mit einem DSL Vertrag für 7,99€/Monat als Leihgerät an. Alternativ kann sich auch ein Anruf bei der Hotline lohnen. Nach Angaben einiger 1&1 Kunden, kann man den Router zu einem Preis von 199€ erwerben, was einer Ersparnis von fast 100€ gegenüber dem Handelsmodell entspricht.

Ein Flaggschiff erlernt erneut das Aufrechte stehen:

Zwar ist die FritzBox 7580 nicht der offizielle Nachfolger der FritzBox 7490, platziert sich technisch gesehen aber vor jener und stellt damit das aktuelle Aushängeschild dar. Die auffälligste Änderung ist, dass die FritzBox 7580 nicht mehr liegend wie alle bisherigen Flaggschiffe (7170/7270/7390/7490), sondern wieder stehend ihren Dienst verrichtet. Das letzte Highend Modell der Berliner, der diesem Trend folgte, war die in der Nische lebende FritzBox 7570 (OEM: Telekom Speedport W920). Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Die Antenne können aufrechtstehend eine bessere Raumabdeckung gewährleisten.


Neben der geänderten Gehäuse Form, gab es weitere optische Veränderungen. So kommt sowohl bei der Retail Variante als auch bei der 1&1 OEM Version großflächig ein Hochglanzlack zum Einsatz. Während ersteres weiß lackiert wurde, ist das gebrandete Modell in schwarz gekleidet. Fingerabdrücke sowie Putzspuren sind in kürzester Zeit die Folge und verunstaltet das ansonsten durchaus gelungene Design.

Anschlüsse:

Wie es sich für ein Flaggschiff gehört, ist die FritzBox 7580 mit einer Vielzahl an Ein- sowie Ausgängen versehen. Namentlich wären dies zwei USB 3.0 Anschlüsse, vier Gigabit Ethernet Schnittstellen (RJ45), ein gigabitfähiger Wan Port (RJ45) für externe Modems, einen ISDN-Anlagenanschluss (RJ45), zwei TAE und zwei RJ11 Ausgänge für analoge Telefone sowie die (V)DSL Modem Anschlussbuchse (RJ45).

Der Wan Port kann als regulärer, 1000Mbit/s schneller LAN Port verwendet werden, sofern man kein externes Modem im Einsatz hat. Neben einem ISDN Endgerät, können trotz der vier analogen Eingänge direkt nur zwei analoge Telefone verwendet werden. Darüber hinaus verfügt die FritzBox 7580 – wie bereits der Vorgänger – über DECT, womit drahtlos bis zu sechs Telefone mit dem Router verbunden werden können.

AVM hat gegenüber der FritzBox 7490 eine weitere technische Änderung vorgenommen. Die FritzBox 7580 unterstützt nur noch die IP-Telefonie. D.h. Nutzer von alten DSL Verträge bleiben bei der Festnetztelefonie über die reguläre Telefonleitung außen vor. Die Internetverbindung bleibt davon unbetroffen und wird wie gewohnt funktionieren.

Unter dem Strich bietet die FritzBox 7580 alle Anschlüsse, die das Herz begehrt. Hier hat sich der Hersteller nicht lumpen lassen und wird dem eines Flaggschiffs gerecht.

USB 3.0 Schnittstellen und Funktion:

Natürlich ist es wieder möglich, USB Geräte an der FritzBox 7580 zu betreiben. Die beiden interessantesten Funktionen wären zum einen die Einwahl in das Mobilfunknetz via UMTS/HSPA/LTE Stick respektive USB-Tethering und zum anderen das Einbinden lokaler Datenträger wie USB Sticks oder externe Festplatten ins Netzwerk. Darüber hinaus lassen sich u.a. auch USB Drucker netzwerkfähig machen.

Nas Performance:

Der größte Kritikpunkt der AVM Router ist die schwache NAS Performance. Ich habe mir daher einen schnellen USB 3.0 Stick geschnappt und einige Testreihen durchgeführt.

Ist der USB Stick mit dem Microsoft Dateiformat NTFS formatiert, erreicht man eine Leistung von ca. 35MB/s lesend sowie knapp 20MB/s schreibend. Zwar wird damit die Leistungswerte ders ursprünglichen Release Tests übertroffen, ein ernüchterndes Ergebnis bleibt es weiterhin.

Die Performance kann aber deutlich erhöht werden, wenn man den Datenträger im Dateiformat Ext3, was primär bei Linux Systemen zum Einsatz kommt, formatiert. Mit gut 55 MB/s lesend und fast 35 MB/s schreibend ist in beiden Richtungen fast eine Verdopplung der Werte feststellbar. Der Nachteil ist, dass weder Windows noch Mac OS mit dem Dateiformat umzugehen weiß. Möchte man den Datenträger an einem PC/Mac verwenden, muss man auf Software beziehungsweise Treibern von externen Herstellern zurückgreifen. Daher sollte man nur auf Ext3 setzten, wenn der Datenträger ausschließlich an der FritzBox Verwendung findet.

W-Lan Leistung & Reichweite:

Mit der FritzBox 7580 schließt AVM mit der aktuellen W-Lan Technologie auf. Die angegebenen Zahlen sind beeindruckend. Mit vier Datentströmen je 433Mbit erreicht man im 5 GHz-Band eine Datenübertragungsrate von bis zu 1732 Mbit. Um diese hohe Geschwindigkeit zu erreichen, benötigt man ein Endgerät, das mit den vier Streams auch umgehen kann.

Aber die FritzBox glänzt auch beim Einsatz vieler Endgeräte, denn sie gehört zu einer der ersten Routern, der Multi-User MIMO in Verwendung hat. Das Prinzip dahinter ist recht einfach. Bei der alten Single-User MIMO Technik konnte stets nur ein Gerät gleichzeitig versorgt werden, obwohl dieses beispielsweise nur einen Stream (1X1) unterstützt. D.h. es kann nur ¼ der maximalen Kapazität genutzt werden. Hier setzt die Multi-User MIMO Lösung an, die es erlaubt bis zu drei Geräte zum selben Zeitpunkt zu adressieren. Eine ideale Auslastung wäre z.B. im Falle von zwei Smartphones mit je einem Stream (1X1) sowie ein Notebook mit zwei Streams (2X2). Damit erreicht man nicht nur im Netzwerk eine höhere Datenübertragungsrate, sondern es können mehr Geräte pro Router versorgt werden.

Kommen wir nun zu den Messwerten. Ich werde hierbei eine weitere Netzwerkkarte dem Testfeld hinzufügen; der integrierte W-Lan Adapter meines Asus Rampage V Extreme 3.1 Mainboards. Die auf einem Broadcom BCM4360 Chipsatz basierte Netzwerkkarte ist direkt per PCIe an dem PC angebunden und verfügt über 3 Streams (3X3) und somit einer maximalen Übertragungsrate von 1300Mbits. Als eigentliche Antenne kommt die externe Asus 3T3R zum Einsatz.

Unter idealen Testbedienungen (Abstand von 2 Metern und freier Sicht) war es möglich, im 5,0 GHz Band eine Übertragungsrate von 74MB/s zu erzielen. Somit reiht sich meine W-Lan Karte zwischen dem MacBook Pro und dem TP-LINK T9E ein. Dies zeigt erneut auf, wie stark sich die Geschwindigkeit mit unterschiedlichen Endgeräten variiert.

Zur Reichweite fällt die FritzBox 7580 für einen Router mit Modem überdurchschnittlich gut aus. Sie kann in meinem Falle ein Einfamilienhaus inklusive Vorgarten stabil versorgen.

Ersteinrichtung die zweite & DSL Geschwindigkeit:

Loggt man sich zum ersten Mal in das Webinterface der FritzBox 7580 ein, kommt das von AVM gewohnte Webinterface zum Vorschein. Hier zeigt sich auch der einzige Softwareunterschied zum Retail Modell. Für eine Schnell-Einrichtung können 1&1 Kunden ihren Startcode eingeben, womit alle Zugangsdaten automatisch geladen werden. Kunden anderer Anbieter werden auf die reguläre Seite, wo man den Provider auswählt und die Logindaten eingibt, weitergeleitet.

Bei der Einrichtung meines Telekom VDSL 50 Mbit Anschlusses gab es im Gegensatz zu der Netcologne Leitung von Michael keinerlei Komplikationen. Die Internetverbindung wurde binnen weniger als zwei Minuten hergestellt und die Telefonie funktionierte umgehend.

Wirft man einen Blick auf die DSL Informationen, kann man gut erkennen, dass die Leitung mit voller Kapazität synchronisiert. Anhand der Störabstandsmarge sieht man zudem, dass noch genügend Luft nach Oben für einen stabilen Betrieb vorhanden ist. Anmerken muss ich zudem einen kleinen Anzeigefehler, denn G.Vector ist in beiden Richtung mit Full ausgewiesen. Dies ist falsch, denn die Telekom darf bei dem Anschluss aufgrund der EU-Förderrichtlinien kein aktives Vectoring im Einsatz haben. Aufgrund der guten Leitungswerte ist es wenig verwunderlich, dass mein Vergleichsmodem, ein TP Link VR200V, mit derselben Geschwindigkeit synchronisiert.

Kinderkrankheiten trübten anfänglich den sehr guten Eindruck:

Mit der Auslieferungsfirmware FRITZ!OS 06.53 hat sich AVM alles andere als mit Ruhm bekleckert. Der schwerwiegendste Fehler, der an beiden Leitungen verifiziert worden ist, war die kurzzeitigen und unregelmäßigen Verbindungsunterbrechungen in Spielen sowie beim Streamen von Online Radio. Bildlich gesprochen, verschluckte sich der Router in Abständen zwischen 5 – 120 Minuten. Als temporärer Workaround musste die Störsicherheit erhöht werden, die im Falle des Netcologne Anschluss (100 Mbit Vectoring) eine Leistungsreduzierung mit sich zog. Zwar wurde der Fehler nicht gänzlich eliminiert, die Abstände bis zum nächsten Aussetzer wurden damit spürbar länger.

Ein weiter Punkt waren W-Lan Verbindungsprobleme mit Amazons Fire TV Sick. Hierbei war es nicht möglich, über reguläre Art und Weise eine Verbindung mit dem W-Lan hertzstellen, sodass man erneut tricksen musste.

Es traten noch kleinere Auffälligkeiten wie Anzeigefehler und nicht reproduzierbare Konnektivitätsprobleme mit anderer, teils exotischer Hardware auf. Ein Neustart beider Geräte schuf in den meisten Fällen Abhilfe. Hierbei ist die Schuld nicht eindeutig auf dem AVM Router zurückzuführen, weswegen man den Punkt höchstens als Indiz werten kann.

Natürlich muss man als Early Adopter bis zu einem gewissen Grad mit dem einen oder anderen Problem rechnen. Grundlegende Funktionen müssen aber am „Day One“ stabil funktionieren. Gerade von einem Branchen Veteranen hatte ich mir zu einem Produkt Release mehr erwartet.

Firmwarestand März 2017:

In den gut sechs Monaten hat sich einiges getan. Die Versionsnummer hat einen großen Schritt auf 06.81 getan und über die Zeit wurden die meisten Fehler durch mehrere Updates ausgebügelt. Einzig und alleine sind leider noch immer ein unregelmäßiges Abreißen des Online Radio Streams feststellbar. Der Amazon Fire TV Stick kann hingegen ohne Probleme über mehrere Stunden streamen. Ich bin daher guter Dinger, dass AVM mit zukünftigen Updates weiter nachbessern wird.

Davon abgesehen verhält sich die FritzBox 7580 positiv unauffällig und stabil. Selbst unter größerer Belastung sind keinerlei Aussetzer spürbar. Sei es nun große Dateien im W-Lan kopieren, während nebenbei Web TV läuft, Windows Updates runterlädt, jemand Online spielt und nebenbei ein Anruf getätigt wird: Die FritzBox 7580 steht ihren Mann.

Es kamen über die Updates einige neue Funktionen dazu. So übernimmt die FritzBox mit aktivem Band-Steering die Wahl, in welchen Frequenzband sich das W-Lan Gerät – abhängig von der Last der Bänder und Signalqualität – verbinden soll, um einen schnelleren sowie stabileren Betrieb zu garantieren. Die Technik funktioniert vollkommen dynamisch und im Hintergrund. Der Nutzer bekommt den Bandwechsel nicht mit.

Eine weitere Verbesserung unterlag dem Gastzugang. Bevor der Nutzer überhaupt Zugriff auf das Internet bekommt, wird er, wie man es von klassischen Hotspots kennt, auf eine Anmeldeseite weitergeleitet, die neben einem Logo auch beispielsweise die AGB anzeigt und bestätigt werden müssen. Darüber hinaus kann man global die Internetzeiten sowie die Bandbreite des Zugangs beschränken als auch Internetseiten sperren.

Freunde der Festnetztelefonie werden sich zudem über die Unterstützung des offenen Standards CAT-iq 2.0 freuen, womit man auf eine deutlich höhere Auswahl an Handgeräten zurückgreifen kann. Auf der einen Seite ist es lobenswert, dass der Hersteller hier nachbessert, auf der anderen Seite hingegen hätte AVM die Unterstützung bereits seit geraumer Zeit geben können.

Das Update auf FRITZ!OS 06.8X brachte noch weitere Feature mit ans Board. Ich verweise daher auf die Übersichtsseite des Herstellers:
https://avm.de/produkte/fritzos/fritzos-680/

AVM Support und Beta Firmware:

An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass AVM bestrebt ist, die Probleme zu lösen. Um ihnen dabei unter die Arme zugreifen und die genau Ursache zu ermitteln, werden Router Logs angefragt. Zudem stellt der Support für Experimentierfreudige Beta Firmware bereit. Obwohl man Betas immer mit Vorsicht genießen sollte, konnte ich keinerlei Instabilitäten der FritzBox 7580 feststellen. Insbesondere in den ersten Wochen wurden damit einige Fixes bereitgestellt, die die gröbsten Probleme beseitigt hatten, bevor eine offizielle Firmware in Reichweite war. Solltet ihr auf nicht lösbare Probleme stoßen, empfiehlt sich daher eine E-Mail an den Support zu senden.

Fazit:

Obwohl die FritzBox 7580 zu Anfang einen holprigen Start hatte, wurden vieles nachgebessert und noch weitere Funktionen hinzugefügt. Zwar zeigt sich der Support bemüht, komplett 100% fehlerfrei ist die Firmware selbst nach einem halben Jahr nicht.

Auf hardwaretechnischer Seite gibt es an dem Gerät nichts auszusetzten und ist immer noch an der Speerspitze angesiedelt. An meinem 50 Mbit Telekom Anschluss synchronisiert das integrierte Modem mit voller Geschwindigkeit. Das W-Lan brachte gegenüber dem Vorgänger die größte Überraschung. Bei entsprechender Hardware auf der Client Seite kann nahezu Gigabit Geschwindigkeit erreichen werden. Auch die W-Lan Reichweite kann selbst mit guten standalone Access Points mithalten. Einzig der Datendurchsatz des Netzwerkspeichers per USB fällt unterdurchschnittlich niedrig aus. Wer die FritzBox als NAS verwenden möchte, sollte den Datenträger für einen spürbaren Perfomanceboost in das Ext3 Dateiformat bringen.

Was allgemein für AVM Router spricht ist neben den 5 Jahren Garantie, der umfangreichen Software wie dem VPN Dienst und der kinderleichten Einrichtung, die perfekte Integration der eigenen Produkte im Ökosystem. Dies ist gut vergleichbar mit Apple und ihren iDevices. Alles greift perfekt ineinander.

Dies hat natürlich seinen Preis. Für die Retail Variante werden beinahe 300€ fällig. Ob dies gerechtfertigt ist, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist, sie ist zur Zeit die stärkste FritzBox, die AVM im Repertoire hat und auch die Bedenken gegenüber der Firmware könnte sich mit einem weiteren Update in Luft auflösen. Dennoch kann man von so einem hochpreisigen Router einen genauso unproblematischen Betrieb, wie es der Vorgänger gezeigt hat, erwarten.

Bekommt man die FritzBox 7580 durch den Provider quersubventioniert, würde einem die Wahl deutlich einfacher fallen. Gerade im Bereich um die 200€ würde ich die Wette mit AVM und deren Update Support eingehen und zugreifen. Der Testbericht sowie auch die Vergangenheit des Unternehmens haben gezeigt, dass sie einen guten als auch langanhaltenden Aftersale Support bieten.

Die Anker SoundBuds Digital IE10 im Test, Lightning Ohrhörer

Als Apple ein Smartphone ohne 3,5mm Kopfhöreranschluss auf den Markt brachte, gab es ein riesigen Aufschrei.

Auf Apples Pressekonferenz wurden zwei Alternativen genannt. Man kann ja zum einen Bluetooth Kopfhörer/Ohrhörer verwenden oder Kopf/Ohrhörer via Lightning anschließen.

Während ersteres natürlich eine sehr beliebte Möglichkeit ist, fristen Ohrhörer mit Lightning Anschluss ein Nischendasein.

Kaum ein großer Hersteller hat hier passende Modelle auf den Markt gebracht, lediglich eine Handvoll Modelle findet man auf dem Markt.

Nun hat Anker mit den SoundBuds Digital IE10 etwas überraschend Ohrhörer auf den Markt gebracht welche via Lightning am iPhone oder iPad angeschlossen werden.

Können diese für rund 90€ im Test überzeugen? Finden wir es heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das zur Verfügungstellen der IE10.

 

Die Anker SoundBuds Digital IE10 im Test

Beginnen wir einfach mal mit der Verpackung. Hier hat sich Anker offensichtlich etwas mehr Mühe gegeben die IE10 auch wie ein Premium Produkt zu präsentieren.

Diese werden in einer großen schwarzen Box geliefert in welcher die Ohrhörer regelrecht präsentiert werden. Neben diesen befinden sich zwei Sets Ohrstöpsel wie auch ein kleines Transport Etui mit im Lieferumfang.

Die Ohrhörer selbst wirken auf den ersten Blick durchaus edel! Anker setzt hier auf eine Mischung aus Aluminiumgehäuse der Ohrhörer selbst und einem texturierten, grauen, Gummi Kabel.

Die Ohrstöpsel sind hierbei durchaus etwas aufwendiger geformt und besitzen einen so genannten Ohrhaken. Hierbei handelt es sich um eine Art Gummibügel, der helfen soll die Ohrhörer in den Ohren festzuklemmen.

Da es sich bei den Anker SoundBuds Digital IE10 um Lightning Ohrhörer handelt, besitzen diese eine etwas größere Kabelfernbedienung.

In dieser steckt nicht nur das Mikrofon und die drei üblichen Steuerungstasten sondern auch diverse Elektronik wie ein DAC oder ein kleiner Verstärker.

Hierbei ist auch die Kabelfernbedienung recht hochwertig aus Aluminium und Gummi gearbeitet.

Letztendlich habe ich an der Optik und Haptik der Ohrhörer wenig zu bemängeln. Vielleicht könnte das Kabel etwas dicker sein, aber das wäre auch der einzigste kleine Kritikpunkt.

 

Tragekomfort

Die Anker SoundBuds Digital IE10 sind recht bequeme Ohrhörer, welche leider beim Sitz etwas schwächeln.

Zum einen wollten diese nicht so recht zu 100% perfekt mein Ohr versiegeln, was für einen guten Klang wichtig ist, zum anderen ist die Kabelfernbedienung recht groß und schwer was etwas Zug auf die Ohrstöpsel ausübt.

Für Sport sind diese daher eher weniger geeignet. Nachdem ich etwas mit Ohrstöpseln herumprobiert habe, konnte ich dann aber auch passende finden welche mit etwas Geduld meine Ohren sauber versiegeln.

 

Digitaler Ton über Lightning

Ich glaube es gibt noch etwas Verwirrung über den Lightning Port und wie genau solche „digitalen“ Ohrhörer funktionieren.

Apple und auch die Anbieter von Lightning Ohrhörern werden nicht müde zu betonen wie toll doch die digitale Verbindung ist.

Leider ist das nicht ganz richtig. Ja digitale Schnittstellen sind im Allgemeinen besser als analoge, das stimmt, jedoch ist Klang immer analog.

Bei einem normalen Smartphone findet die Umwandlung des digitalen Signals im Smartphone selbst statt und wird dann analog über den 3,5mm Port ausgegeben.

Bei Lightning Ohrhörern wird das Signal digital an die Ohrhörer übermittelt und wird dann von einem DAC in den Ohrhörern in ein analoges Signal umgewandelt.

Das heißt es passiert letztendlich der gleiche Prozess! Nur das hier die Qualität noch mehr von den Ohrhörern abhängt als zuvor. Hersteller müssen nun neben guten Ohrhörern auch einen guten DAC verbauen. Hier liegt das Risiko und auch das Potenzial.

Sollte ein Hersteller einen besseren DAC verwendet als er ansonsten im Smartphone verbaut wäre, steigt die Klangqualität.

Jedoch sorgt dies für zusätzliche Kosten, was die ganze Sache für günstige Ohrhörer fragwürdig macht. Hier müssen die Hersteller aus Kostengründen unter Umständen auf billigere Komponenten setzten als diese ansonsten in einem 500€+ Smartphone stecken würden.

 

Klang

Aber wie klingen nun die Anker SoundBuds Digital IE10?

Ich würde sagen okay, aber ich wurde auch von ihnen nicht umgehauen. Grundsätzlich sind die IE10 sehr klare und saubere Ohrhörer, welche tendenziell eher in die brillante Richtung gehen.

Heißt, diese klingen recht leicht und luftig was auch dabei hilft feine Details besser zu vermitteln.

Ich würde allerdings auch nicht sagen, dass diese die aller detailliertesten Ohrhörer in der 80€ Preisklasse sind. Jedoch verglichen mit den meisten Bluetooth Ohrhörern in der 100€ Klasse wären die IE10 als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Hier zeigt die Lightning Verbindung durchaus Ihre Vorzüge.

Der Bass ist angenehm kompakt und qualitativ sauber. Aufgrund der eher hellen klanglichen Ausrichtung klingt dieser vielleicht etwas schwächer als er eigentlich ist. Der Tiefbass ist gut und schön knackig, der obere Bassbereich hingegen ist vielleicht etwas dünn, was zu der generellen Abstimmung der Ohrhörer passt.

Die Anker SoundBuds Digital IE10 klingen eigentlich sehr natürlich und angenehm, jedoch vielleicht etwas unspektakulär. Hier erinnern mich diese mich etwas an sehr Neutrale Monitor Ohrhörer .

Dies ist etwas das Problem, die Anker SoundBuds hauen mich nicht aus den Socken und für rund 80€ darf man das eigentlich durchaus erwarten.

Klanglich ist man hier eher auf dem Level von guten 50€ normalen 3,5mm Ohrhörern.

 

Fazit

Es ist nicht ganz leicht die Anker SoundBuds Digital IE10 zu beurteilen. Diese sind nicht schlecht, jedoch zahlt man für den Lightning Anschluss einen großen Aufpreis. Wir reden hier von einem Preis von 80€, dies ist schon eine gehobene Preisklasse .

Klanglich liegen die IE10 eher in der 50€ Preisklasse, also ja sie klingen gut aber halt nicht nach 80€ Ohrhörern.

Lightning Ohrhörer zu bauen ist nun mal teurer, zum einen Lizenzgebühren, zum anderen muss ein DAC und ein zusätzlicher Verstärker verbaut werden. Das ist nun mal teurer als ein paar einfache passive Ohrstöpsel.

Es ist also nicht so als würde Anker sich hier groß die Taschen vollmachen. Das Problem sind eher Lightning Ohrhörer an sich.

Gerade in dieser Preisklasse klingen nun mal Ohrhörer nicht so gut, dass sich ein Unterschied zwischen kabelgebunden und Bluetooth Modellen so deutlich bemerkbar ist. Ja in Anwendungen wo es auf einen sehr Detaillierteren  klang ankommt wie Monitoring  fühlen sich die IE10 von Anker sich deutlich wohler, aber dies ist vermutlich eher für die wenigsten Nutzer wirklich wichtig.

Daher ist auch mein Rat, kauft Euch ein paar vernünftige Bluetooth Ohrhörer. Für 80€ bekommt man hier durchaus Modelle welche besser klingen als diese Anker Ohrhörer.

Auch Anker selbst ist ganz gut aufgestellt was Bluetooth Ohrhörer angeht, gerade wenn es um Preis/Leistungsstarke Modelle handelt.

Lediglich solltet Ihr unbedingt kabelgebundene Ohrhörer für Euer iPhone 7 wollen  und es ist für Euch okay einen Aufpreis zu zahlen, dann kann man zu den Anker SoundBuds Digital IE10 greifen, schlecht sind sie nicht.

Die Anker SoundBuds Slim im Test, Bluetooth Ohrhörer für 26€

Bluetooth ist einer der wichtigsten Trends der Audio Industrie der letzten x Jahren. Es gibt auch jede Menge wirklich guter Bluetooth Ohrhörer.

Jedoch die Modelle der großen Hersteller teilen meist eins, den Premium Preis. Unter 100€ ist es nicht leicht hier überhaupt Modelle zu finden.

Wer nicht so viel Geld für Bluetooth Ohrhörer ausgeben möchte, muss auf kleinere, meist asiatische Hersteller setzten, die  Ihre Produkte in Massen auf Amazon anbieten.

Einer der etwas größeren asiatischen Herstellern ist Anker, welche nun mit den SoundBuds Slim Ihre neusten Bluetooth Ohrhörer für gerade mal 30€ anbieten.

Ist dieser Preis gerechtfertigt und können die SoundBuds Slim im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Lieferumfang und Verpackung

Die SoundBuds Slim werden in einer typischen Anker Verpackung geliefert. Heißt, diese ist blau/ weiß gestaltet und abseits des Anker Logos nicht weiter beschriftet.

In der Box finden wir die Ohrhörer, eine kleine Stofftasche, ein microUSB Ladekabel und diverse alternative Ohrstöpsel wie auch etwas Papierkram, welchen eh niemand liest.

 

Die Anker SoundBuds Slim im Test

Die Anker SoundBuds Slim sind klassische Bluetooth Ohrhörer. Diese sind also nicht völlig kabellos sondern die linke und rechte Seite wird weiterhin mit einem Kabel verbunden, das  in Eurem Nacken verläuft.

Wie der Name „SoundBuds Slim“ möglicherweise schon vermuten lässt, handelt es sich bei den Bluetooth Ohrhörern um recht kompakte Modelle. Wobei dies auch sehr relativ ist.

Die Ohrstöpsel sind zwar für Bluetooth Ohrhörer recht kompakt, jedoch verglichen mit normalen kabelgebundenen Modellen würde ich diese eher als normalgroß einstufen.

Das Gehäuse der Ohrhörer ist aus Aluminium gefertigt und besitzt einen Magnet auf der Rückseite. So könnt Ihr die Ohrhörer, wenn sie nicht genutzt werden, wie eine Kette um den Hals tragen. Das klingt jetzt erst einmal nicht sonderlich praktisch, aber das ist es! Gerade wenn man nur mal kurz die Ohrstöpsel rausnimmt.

Die Tasten wie auch der microUSB Ladeport befinden sich an einer Kabelfernbedienung, welche sich ein Stück weit unterm rechten Ohrstöpsel befindet.

Bei den Tasten handelt es sich um eine Multifunktionstaste, die zum Einschalten/Ausschalten wie auch Play/Pause und dem Annehmen von Anrufen dient.

Auch Lauter -und Leisertasten sind vorhanden welche Ihre Funktion mit vor und zurück teilen.

Die Akkulaufzeit soll laut Hersteller bei 8 Stunden liegen, was hinkommt. In der Praxis würde ich auf 6-8 Stunden tippen, je nach Lautstärke.

Die Anker Bluetooth Ohrhörer sind im Übrigen auch IPx4 Wasser geschützt. IPx4 = Schutz gegen allseitiges Spritzwasser

 

Tragekomfort

Die Anker SoundBuds Slim sind relativ kompakte Ohrhörer, welche dadurch auch recht gut in den Ohren sitzen.

Hierbei helfen auch die Ohrhaken, die  für noch einen sichereren Halt sorgen sollen.

Dies schaffen diese auch durchaus, weshalb ich den SoundBuds Slim auch eine Sporttauglichkeit zusprechen würde.

Allgemein saßen die Ohrhörer sehr gut und bequem in meinen Ohren, Daumen hoch dafür.

 

Klang

Wie klingen die Anker SoundBuds Slim?

Ich würde sagen gut! Die SoundBuds Slim besitzen einen sehr sauberen und klaren Klang.

Die Höhen sind gut detailliert und sauber ohne dabei überbetont zu sein. Auch die Mitten sind soweit vollkommen in Ordnung.

Stimmen oder allgemein Sprache wird sehr gut von den SoundBuds Slim dargestellt. Aufgrund des niedrigen Grundrauschens eigenen sich diese daher auch gut für beispielsweise Hörbücher.

Der Bass ist solide. Die SoundBuds Slim sind keine Basswunder, aber die Ohrhörer klingen auch nicht flach oder langweilig.

Ich würde den Bass als ziemlich natürlich bezeichnen. Allgemein passt die Beschreibung „natürlich“ sehr gut auf die Ohrhörer.

Musik klingt so wie sie klingen soll. Ich würde mir zwar hier und da mal etwas mehr Power wünschen, jedoch bevorzuge ich auch etwas mehr Bass.

Im Allgemeinen habe ich jedoch Musik mit den SoundBuds Slim sehr genossen. Ob nun Pop, Rock oder Metall, alle Musikrichtungen liegen den Anker aufgrund der Recht natürlichen Abstimmung.

Die Verbindungsqualität und Stabilität war im übrigen tadellos. Kompressionsartefakte oder „Unsauberkeiten“ welche auf eine starke zusätzliche Kompression hindeuten konnte ich nicht hören. Auch war die Signalstärke in Kombination mit meinem Google Pixel tadellos. Abbrüche hatte ich weder im Freien noch in der Wohnung keine.

Ich hatte zwar ab und zu mal einen kurzen micro Lag, jedoch tauchten diese vielleicht alle 20-30 Minuten einmal für 0,25 Sekunden auf. Also nichts was gegen die Bluetooth Ohrhörer spricht.

 

Fazit

Die SoundBuds Slim von Anker sind sehr ordentliche Bluetooth Ohrhörer mit einem sehr guten und natürlichen Klang. Auch Akkulaufzeit und Verarbeitung passen.

Klar, man kann hier nicht mit 100€+ Bluetooth Ohrhörern von Teufel, Beats, Sony usw. mithalten aber für 30€ sind die SoundBuds Slim vernünftige Bluetooth Ohrhörer, die für den täglichen Einsatz vollkommen ausreichen und wo es auch nicht so schlimm wäre, wenn diese verloren gehen oder nach hoffentlich einigen Jahren den üblichen Kabelbruch erleiden.

Die Lumsing 15000mAh Glory P2 Plus Powerbank im Test (Dual Input, USB C, QC3.0), der Geheim Tipp unter den Powerbanks!

Die Lumsing Glory P2 Plus ist eine der interessantesten Powerbanks, die ich seit langem gesehen habe.

Diese bietet einfach alles an Features welche man sich bei einer Powerbank wünschen kann, kompakte Abmessungen, große Kapazität, Quick Charge 3.0, USB Typ C Ein- und Ausgang und ein fairer Preis.

Auf dem Papier könnte dies eine der besten Powerbanks auf dem Markt sein! Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Dies gilt es wie üblich herauszufinden. Seid Ihr neugierig?

 

Die Lumsing Glory P2 Plus Powerbank im Test

Die Glory P2 Plus ist eine vergleichsweise kompakte Powerbank für Ihre 15000mAh. Dies liegt an den verwendeten Lithium Polymer Zellen, welche eine recht schlanke Bauform ermöglichen.

Hierbei fühlt sich die Powerbank allerdings recht Massiv und „dicht“ an. Das komplette Gehäuse ist mit Akku ausgefüllt.

Beim Material setzt Lumsing auf normales mattes Plastik. Dies ist natürlich recht unspektakulär, aber im Alltag vermutlich das unproblematischste und pflegeleichteste Material was man wählen konnte.

Die Powerbank ist recht schlank, dafür aber länglich. Die Front ist hierbei von den insgesamt 4 Anschlüssen fast vollständig belegt.

Die Glory P2 Plus verfügt über einen „normalen“ USB Ausgang mit 5V und 2,4A, wie auch einem Quick Charge 2.0/3.0 Ausgang und einen USB C Port.

Der USB C Port kann hierbei entweder als Ausgang wie aber auch als Eingang verwendet werden.

Zusätzlich befindet sich aber auch noch ein klassischer microUSB Eingang an der Powerbank, falls man kein USB C Kabel zur Hand hat.

Damit bietet die Powerbank alles an Anschlüssen und Flexibilität beim Aufladen welche man sich wünschen kann.

Kleiner „Kritikpunkt“, die Powerbank unterstützt kein Quick Charge wenn sie selbst aufgeladen wird, weshalb der Aufladevorgang vielleicht etwas länger dauert als es müsste.

Wie üblich verfügt die Glory P2 Plus Powerbank auch über einen Einschalter und vier Blaue LEDs.

Der Einschalter wird jedoch gar nicht zum Einschalten der Powerbank benötigt, dies geschieht in 99% der Fälle beim Anschließen eines Smartphones automatisch.

Wird der Einschalter betätigt, leuchten allerdings die vier LEDs auf und informieren einen über die verbliebene Ladung.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte

Beginnen wir traditionell mit der Kapazität. Der Herstellt gibt für die Glory P2 Plus 15000mAh an, messen konnte ich 13925mAh bzw. 51,525Wh.

Dies entspricht satten 93% der Herstellerangabe, ein sehr guter Wert!

Warum sind 93% ein guter Wert? Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der intern verbauten Akkuzellen.

Jedoch beim ihrem Entladen geht immer etwas Energie beispielsweise in Form von Wärme verloren. Meist liegt die echte Kapazität rund 10-20% unterhalb der Herstellerangabe, daher sind die hier erreichten 93% sehr gut!

Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus?

Diese hängt bei der Lumsing Glory P2 Plus sehr stark vom verwendeten USB Port ab. Habt Ihr ein Quick Charge 2.0 oder 3.0 fähiges Smartphone, erreicht Ihr am Quick Charge Port der Powerbank natürlich die optimale Geschwindigkeit.

Es gibt bei Quick Charge Anschlüssen keine Geschwindigkeitsunterschiede, funktioniert der Port wird auch mit voller Geschwindigkeit geladen. Hier konnte ich auch keine Probleme feststellen, sowohl das Samsung Galaxy S7 Edge, Xiaomi MI MIX wie auch das Alcatel Idol 4S funktionierten tadellos mit dem Quick Charge Port.

Das Google Pixel, welches kein Quick Charge unterstützt, konnte jedoch mit rund 2,78A am USB C Anschluss der Powerbank schnell geladen werden.

Auch die Nintendo Switch lud problemlos am USB C Power der Lumsing.

Der normale USB Port machte im Test ebenfalls einen sehr guten Job. Dieser war vielleicht etwas langsamer als die PowerIQ Ports bei Anker Powerbanks, aber dennoch erreichte mein iPhone 7+ gute 1,41A.

Auch das Huawei Mate 9 erreichte seine „normale“ Ladegeschwindigkeit.

Bei einer Powerbank mit drei Ausgängen stellt sich immer die Frage, kann man alle drei Ports gleichzeitig belasten?

Grundsätzlich ja und nein. Interessanterweise teilen sich der USB C Anschluss wie auch der Quick Charge Anschluss anscheinend intern die Leistung.

Das heißt den QC und den USB C Anschluss gleichzeitig verwenden ist nur bedingt möglich. Bei über 3,5A Last auf diesen Anschlüssen sinkt die Spannung rapide bis ins Unnutzbare.

Der normale 2,4A Port hingegen scheint unabhängig versorgt zu sein, es ist also möglich diesen und entweder den USB C oder den Quick Charge Ausgang voll zu nutzen.

Die maximale Leistung der Powerbank liegt also irgendwo bei 5,4-6A.

Wie sieht es mit dem Wiederaufladen der Powerbank aus?

Hier habt Ihr drei Optionen, den USB C Port zum Aufladen verwenden, den microUSB Port verwenden oder beide.

Vielleicht entsteht hier gerade etwas Verwirrung, ja der USB C Port ist ein Eingang oder Ausgang, je nachdem was Ihr gerade braucht.

Über den USB C Port konnte ich einen maximalen Ladestrom von 2,02A messen, über den microUSB Port 1,83A.

Heißt also der USB C Port ist etwas schneller. Wenn Ihr wollt könnt Ihr aber auch beide Ports gleichzeitig verwenden. In diesem Fall steigt der Ladestrom auf 3,6A an.

  • USB C – 2,02A – ca. 7,5-8 Stunden
  • microUSB – 1,83A – ca. 8,5 Stunden
  • beide Ports –  3,6A – ca. 4,5 Stunden

Bitte verwendet aber wenn möglich ein gutes USB Ladegerät zum Wiederaufladen!

 

Fazit

Auch wenn es bei sowas immer schwer ist eine Rangliste zu erstellen aber die Lumsing Glory P2 Plus gehört aus meiner Sicht zu den Top 10 der besten Powerbanks aktuell auf dem Markt!

Die Glory P2 Plus ist ein ausgesprochen rundes Paket mit einem unheimlich guten Feature Set.

Angefangen beim Quick Charge 3.0 Ausgang über dem USB C Ein/Ausgang bis hin zur der Möglichkeit die Powerbank über zwei Anschlüsse gleichzeitig zu laden, was die Ladegeschwindigkeit dieser massiv erhöht ist alles dabei was man sich wünschen kann!

Auch ist die Powerbank für Ihre Kapazität weiterhin relativ kompakt und für die Ausstattung mit 33€ vergleichsweise günstig.

Selbst der normale USB Ausgang macht einen schnellen und guten Job für alle Geräte welche kein USB C oder Quick Charge haben.

Im Grunde ist die Glory P2 Plus eine kompaktere und günstigere RAVPower 20100mAh TURBO, welche bekanntlich von mir sehr hoch gelobt wird.

Ganz ehrlich ich hätte Lumsing keine derart überzeugende Powerbank zugetraut. Daher eine volle Empfehlung für die Glory P2 Plus!

Was besseres werdet Ihr für das Geld kaum finden!

 

Das Moto G5 im Test, der beste Allrounder in der Mittelklasse 2017 für nur 199€!

Die Moto G Smartphone Reihe hat schon fast einen legendären Status. Kaum eine Smartphone Serie steht wie diese für gute und solide Mittelklasse Smartphones.

Nun hat Lenovo, welche Motorola gekauft haben, auf dem MWC 2017 das neue G5 vorgestellt.

Dieses soll durch alte Stärken punkten können, also durch eine starke Allroundleistung und einem guten Preis.

Auf den ersten Blick sieht der Preis mit 199€ auch sehr vielversprechend aus. Stellt sich nun nur noch die Frage ob das Moto G5 auch wirklich überzeugen kann.

Gerade weil die Konkurrenz doch in den letzten Jahren immer attraktivere Smartphones auch in der Mittelklasse auf den Markt gebracht hat.

Daher im Test das neue Moto G5, kann es überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten

  • Lenovo  Moto G5
  • 5 Zoll 1920×1080 Pixel Display
  • Qualcomm MSM8937 Snapdragon 430
  • 2GB RAM
  • 16GB Speicher, erweiterbar
  • Dual SIM, LTE
  • 13 MP Hauptkamera, 5MP Frontkamera
  • 2800mAh Akku
  • Link zum Hersteller 
  • bei Amazon /// bei Geizhals

 

Das Moto G5 im Test

Das Moto G5 folgt nicht dem aktuellen Trend zu immer kleineren, schmaleren und dünneren Smartphones.

Das G5 ist zwar auch nicht riesig, allerdings fällt schnell auf, dass zum Beispiel die Rahmen um das Display vergleichsweise groß sind.

Ob dies schlimm ist darüber kann man streiten, allerdings wirkt hierdurch das 5 Zoll Display kleiner als es wirklich ist.

Lenovo Moto G5 Test Review-23

Positiv Lenovo/Moto hat den Platz auf der Front immerhin für einen Fingerabdruckscanner genutzt. Bei diesem handelt es sich nicht um eine Taste sondern wirklich nur einen Fingerabdruckscanner.

Interessant wird es auf der Rückseite. Das Moto G5 besitzt eine Aluminium Rückseite, diese ist allerdings abnehmbar. Der Vorteil liegt auf der Hand, der Akku des G5 lässt sich problemlos austauschen, was mittlerweile bei Smartphones eine Seltenheit ist.

Ebenfalls unter der Rückseite befindet sich der microSD Steckplatz und die beiden SIM Karten Slots.

Auch wenn Lenovo beim Moto auf eine Rückseite aus Aluminium setzt fühlt sich das G5 mäßig hochwertig an.

Es handelt sich hierbei um wirklich nur eine dünne Schicht Aluminium auf einem ansonsten Plastik Smartphone und das spürt man. Andere Geräte in dieser Preisklasse mit einem „echten“ Aluminium Gehäuse wie z.B. das Neffos X1 fühlen sich doch ein gutes stück massiver an.

Allerdings fühlt sich das Moto G5 auch beim besten Willen nicht schlecht an, ganz im Gegenteil es liegt eigentlich sogar sehr gut in der Hand aufgrund der weichen abgerundeten Kanten. Allerdings erwartet kein „High End Feeling“, dieses bekommt man aufgrund der Materialwahl und der Display Ränder beim G5 nicht.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5 Zoll Full HD Display unterhalb davon ist der Fingerabdruckscanner und ein Mikrofon. Oberhalb des Displays ist die 5 Megapixel Frontkamera und die Ohrmuschel welche auch als Lautsprecher dient.

Auf der Unterseite des Moto G5 befindet sich der microUSB Ladeport und auf der Oberseite der 3,5mm Kopfhöreranschluss. Die drei üblichen physischen Smartphone Tasten sind klassisch auf der rechten Seite angebracht.

Bei diesen war ich vom Druckpunkt sehr positiv angetan!

Lenovo Moto G5 Test Review-23

Auf der Rückseite sticht die Kamera aufgrund der schwarzen Umrandung sofort ins Auge. Abgesehen von der Kamera, deren LED Blitz und dem typischen Motorola Logo ist nichts weiter auf der Rückseite zu finden.

 

Software

Lenovo bleibt der alten Motorola Linie treu und spendiert dem Moto G5 ein sehr sauberes Android 7.0.

Dies beginnt beim Launcher, welcher der aktuelle Standard Android Launcher ist. Hier hat Lenovo beim Moto G5 nichts verändert oder modifiziert.

Weiter geht es bei den Standard Apps. Oftmals befinden sich doppelte Apps auf Smartphones, also beispielsweise eine Hersteller eigene Gallery App und die Google Foto App, nicht so hier.

Als Standard Gallery App wird beispielsweise Google Fotos verwendet.

Auch irgendwelche 3. Anbieter Apps mit „Mehrwert“ finden sich nicht auf dem Smartphone. Daher eine sehr saubere und klare Software, aus meiner Sicht vorbildlich!

Etwas überraschend ist da der freie Speicher.

Von den verbauten 16GB sind gerade mal 9,5GB frei und stehen dem Nutzer zur Verfügung. Dies ist etwas wenig, vor allem weiß ich nicht so recht was den Platz beim G5 verbraucht.

Bonus Features bringt das Moto G5 wie üblich in der Form von seiner „MOTO“ App mit. Hier finden sich Dinge wie Gestensteuerung und das Informations- Display.

Gesten können hierbei Dinge sein wie das Smartphone zweimal schnell aus dem Handgelenk zu schütteln um die Kamera zu aktivieren oder umzudrehen um es stumm zu schalten.

Diese Gesten funktionieren auch gut wenn nicht sogar sehr gut!

Der zweite Teil der MOTO App wäre das Informationsdisplay. Wenn Ihr das Smartphone bewegt wie z.B. hochhebt, geht das Display in einem Energiesparmodus an und zeigt Euch Dinge wie Benachrichtigungen oder Uhrzeit ohne, dass das Smartphone entsperrt werden muss.

 

Display

Das Moto G5 verfügt über ein 5 Zoll Full HD Display.

Dieses bietet eine ordentliche Qualität. Es gehört sogar zu den besseren Panels welche ich bisher gesehen habe in dieser Preisklasse.

Aufgrund der hohen Auflösung ist das Display ausgesprochen scharf und klar. Hinzu kommen recht leuchtende und kräftige Farben und ein solider Kontrast.

 

Die maximale Helligkeit könnte allerdings etwas besser sein. Diese ist höchsten mittelmäßig, es gibt also auch in dieser Preisklasse noch hellere Displays.

Allerdings ist die Ablesbarkeit im Freien immer noch ausreichend, von daher würde ich das Display abschließend als sehr gut einstufen für ein Gerät welches nichtmal 200€ kostet.

 

Sound und Akustik

Lenovo macht beim G5 etwas sehr Interessantes was den Lautsprecher angeht. Dieser ist in der Ohrmuschel integriert, das Smartphone verfügt also nicht über einen separaten Lautsprecher.

Qualitativ ist dieser okay, allerdings auch nicht überragend. Er ist ausreichend laut, wird aber auch sicherlich keine Party beschallen. Ansonsten ist er klar und gut verständlich ohne übermäßig schrill zu sein. Die Stärke ist hier aber die Positionierung.

Wenn das Smartphone in der Hand gehalten wird, ist es nahezu unmöglich den Lautsprecher ausversehen zu verdecken. Zudem spielt die Musik/das Video in Eure Richtung was den Klang gefühlt nochmals verbessert.

Der Kopfhörerausgang auf der Oberseite ist normale Standardqualität und wird für normale Ohrhörer vollkommen ausreichen.

Die Telefonqualität ist hingegen leicht überdurchschnittlich. Zum einen ist die Ohrmuschel recht laut zum anderen das verbaute Mikrofon gut.

Von daher habe ich hier oder generell bei der Sound Qualität des Moto G5 nichts zu bemängeln.

 

Kamera

Das Moto G5 besitzt eine 13 Megapixel Hauptkamera. Dies klingt jetzt erst einmal sicherlich nicht besonders, in der Praxis gibt es jedoch 13 Megapixel Kamera Sensoren welche sehr gut sind und welche die total scheiß sind.

Hier stellt sich nun die Frage was für eine Qualität bietet der Kamera Sensor des Moto G5?

Die Testbilder sind wie üblich im Automatik Modus und das auf der höchst möglichen Qualität entstanden. Hierbei lade ich die Aufnahmen 1 zu 1 hoch, mobile Nutzer aufgepasst, die Bilder sind groß!

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht  oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern auf der Google Drive)

Lenovo scheint beim Moto G5 auf einen ordentlichen Kamera Sensor zu setzen. Aufnahmen sind scharf mit guten Details.

Farben sind angenehm kräftig und satt. Vielleicht teilweise etwas zu kräftig, aber grundsätzlich mag ich farbenfrohe Bilder. Kurzum die Kameraqualität passt für ein 199€ Smartphone!

Allerdings hat die Kamera auch Schwächen. Zum einen gefällt mir das Bokeh auf vielen Bildern nicht (das ist der Hobbyfotograf der aus mir spricht), zum anderen ist die Dynamic und Low Light Performance eher mäßig.

Auf vielen Bildern sieht man, dass dunkle oder sehr helle Stellen dazu neigen entweder komplett schwarz oder komplett weiß zu sein. Hier versucht der Hersteller allerdings etwas zu tricksen und hat dem Moto G5 einen sehr guten Auto HDR Modus verpasst.

Dieser ist von Haus aus aktiv und scheint darauf getrimmt zu sein, diese etwas schwächere Dynamic auszugleichen.

Ohne HDR
mit HDR

Daher würde ich auch raten, lasst Auto HDR an, die HDR Verarbeitung des G5 ist gut und recht dezent.

Der zweite große Punkt ist die Low Light Performance. Klar hier tun sich sehr viele Smartphones schwer, gerade in dieser Preisklasse, von daher ist das Ganze nicht so tragisch und sollte dem G5 nicht all zu negativ angerechnet werden.

100% Ansicht, das Moto G5 ist etwas weicher als die anderen Bilder

Im Dunkeln kommt es etwas darauf an, könnt Ihr das Smartphone ruhig halten und bewegt sich das Objekt nicht? Falls ja, kann man gute bis sehr gute Bilder hinbekommen.

Ansonsten wird es schwierig, das G5 neigt zu einer sehr langen Belichtungszeit bzw. macht mehrere Low Light Bilder und rechnet diese zusammen. Wenn also viel Bewegung vorhanden ist, neigen die Bilder zur Unschärfe.

Kurzum Bildqualität Tageslicht sehr gut, Low Light durchschnittlich bis vielleicht leicht überdurchschnittlich für die Preisklasse.

Ähnliches Spiel auch im Video Modus. Bei genug Licht sind Videos farblich und auch von der Schärfe für Full HD Aufnahmen klasse. Bei schlechteren Lichtverhältnissen taucht allerdings schnell ein recht starkes Bildrauschen und Schärfeverlust auf.

Anscheinend verfügt das Moto G5 allerdings über eine Bildstabilisierung?! Da Lenovo nicht mit einem Hardware Bildstabilisator wirbt, wird dies ein Software Feature sein. Zwar sehe ich dafür keine Option allerdings sind Aufnahmen mit dem G5 zu ruhig dafür, dass es keinerlei Stabilisierung gibt.

Wie sieht es abgesehen von der reinen Bildqualität aus?

Ich mag die verwendete Kamera App nicht. Sie ist super einfach gestaltet, besitzt dafür keinerlei manuelle Einstellungsmöglichkeiten außer HDR an/aus/Auto.

Auch das Gefühl beim Fotografieren ist eher mäßig. Grundsätzlich habe ich sehr gerne mit dem Moto G5 fotografiert, allerdings die App war definitiv nicht mein Freund.

Dies liegt auch am AutoFouks. Dieser arbeitet grundsätzlich gut und recht präzise, er ist sogar einer der besten in der unter 200€ Preisklasse, scheint aber auf einem versteckten Gitternetz zu basieren.

Tap to Fokus funktioniert nämlich nicht überall. Je nachdem wo man tippt springt der Fokuspunkt einfach ein Stück höher oder tiefer als wohin er eigentlich sollte, nervig.

Abgesehen davon habe ich nicht viel zu bemängeln. Fotos machen geht relativ schnell, selbst HDR Bilder. Zwar gibt es eine leichte Verzögerung zwischen den Aufnahmen aber dies hat mich nicht weiter gestört.

 

Benchmarks/Leistung

Lenovo setzt beim Moto G5 auf den Snapdragon 430 und 2GB RAM. Dies mag im ersten Moment wie ein Downgrade wirken, verglichen mit dem Snapdragon 617 aus dem Moto G4 des letzten Jahres, aber ist dies auch wirklich der Fall?

Der Snapdragon 430 ist ein aktueller SoC welcher Ende 2016 auf den Markt gekommen. Dieser ist von seiner Leistung nicht mit dem älteren 410 vergleichbar.

Schauen wir uns erst einmal ein paar Benchmarks an um die Leistung genauer einschätzen zu können.

Der Snapdragon 430 ist mehr oder weniger mit dem Snapdragon 617 aus dem Moto G4 gleich auf.

In einigen Benchmarks  ist der ältere Snapdragon 617 sogar ein Hauch schneller. Allerdings sprechen wir hier von +-5%, was in der Praxis nicht auffallen sollte.

Aber wieso setzt Lenovo beim G5 auf einen „langsameren bzw. gleich schnellen“ Chip wie  beim Vorgänger? Der Vorgänger des Snapdragon 430, der 420/410 brachte keine Unterstützung für Full HD Displays mit.

Daher musste Lenovo beim G4 auf einen Chip einer Klasse höher setzten, der 6xx Serie von Qualcomm. Dies hatte aber auch den Preis des Moto G4 auf 250€ hochgetrieben, das G5 startet aber schon ab 199€.

Verglichen mit anderen Chips liegt der Snapdragon 430 etwas hinter dem Mediatek Helio P10 aber etwas über dem Mediatek MT6753. Der HiSilicon Kirin 650 aus dem P9 Lite auch auch ca. 20% schneller, zumindest in Benchmarks.

 

Das Moto G5 im Alltag

Es ist vermutlich keine Überraschung zu sagen, dass das G5 im Alltag hervorragend läuft.

Die Benutzeroberfläche ist in allen Situationen flüssig und responsive. Auch 99% aller Standard Apps laufen nicht schlechter als auf sehr viel teureren Smartphones.

Hierbei spreche ich von Facebook, Twitter, WhatsApp usw.

Aber auch die allermeisten 08/15 Spiele wie Pokemon Go, Clash of Clans, Super Mario Run usw. laufen tadellos .

Erst bei sehr aufwendigen 3D Spielen wie Asphalt 8, Marvel Future Fight usw. kommt der Snapdragon 430 im Moto G5 etwas ins Schwitzen. Vermutlich ist hier das Full HD Display für einen Einsteiger SoC doch etwas viel.

Allerdings laufen diese Spiele auch auf dem G5, man muss nur entweder mit ein paar Rucklern leben oder mit reduzierten Details. Asphalt 8 läuft beispielsweise auf Hoch gerade so mit leichten Frame Drops.

Das Moto G5 ist also nicht umbedingt der Gamer Traum aber taugt dennoch auch für solche Zwecke. Tendenziell ist das G5 eher der klassische Allrounder welcher sich bei normalen Alltagsanwendungen und dem üblichen Casual Gaming wohl fühlt.

Sehr positiv überrascht haben mich mal wieder die Moto Features. Es ist teilweise unglaublich wie gut das Smartphone manche Gesten wie das Schütteln zum Starten der Kamera erkennt. Aber auch das Info Display welches beim Aufheben des Smartphones angezeigt wird zeigte sich im Alltag als sehr nützlich.

Leider hat dafür Lenovo beim G5 auf eine Benachrichtigungs LED verzichtet.

Worauf Lenovo allerdings nicht verzichtet hat, ist 5GHz WLAN. Dies ist das erste Smartphone mit dem Snapdragon 430, welches ich gesehen habe, das dies unterstützt! ZTE Blade V8, Bq Aquaris U Plus oder auch das Wiko U-Feel Prime nutzen alle den Snapdragon 430 und unterstützen kein 5GHz, daher Daumen hoch für Lenovo!

Das WLAN ist zwar nicht super schnell (150MBIt/s) aber reicht in der Praxis für schnelle App- Downloads usw. vollkommen aus.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Fingerabdruckscanner. Dieser ist gut. Ich hatte keinerlei Probleme mit der Erkennung meines Fingers oder dem Tempo des Scanners. Hier ist das G5 „State of the Art“ auch wenn es etwas verwunderlich ist, dass man den Scanner nicht auch als Home Taste verwenden kann.

 

Akku

Das Moto G5 verfügt über einen 2800mAh Akku. Erfreulicherweise ist dieser vom Nutzer ohne Probleme austauschbar, ob nun nach X Jahren wenn dieser an Kapazität verliert oder wenn man unterwegs auf die Schnelle etwas Saft braucht und einen Zweitakku besitzt, auch wenn ich dies in Zeiten von Powerbanks etwas sinnfrei finde.

Wie man auch bei einer Kapazität 2800mAh erwarten kann, ist das Moto G5 kein Akku- Wunder, bringt aber einen problemlos durch den Tag.

In meinem üblichen Test, Webbrowsen, ein wenig spielen, Twitter, Video usw. bei einer „indoor“ Display Helligkeit erreichte das Smartphone eine Laufzeit von ca. 6-7 Stunden.

Dies ist ein solider Wert! Auch die Standby Akkulaufzeit war unauffällig gut. Von daher ist der Akku des G5 sicherlich kein Schwachpunkt.

Das wiederaufladen geschieht  mit ca. 1,6-1,8A wodurch eine  vollständige Ladung ca. 2 Stunden dauert.

 

Fazit zum Moto G5

Das Moto G5 ist ein auffällig, unauffälliges Smartphone. Warum? An sich sticht das G5 kaum aus der Masse heraus, kann aber dennoch überzeugen.

Beginnen wir am Anfang, die Leistung des verbauten Snapdragon 430 wird für 95% aller Nutzer vollkommen ausreichen. Dieser ist schnell genug problemlos die Benutzeroberfläche und die gängigen Apps zu befeuern. Auch die 2GB RAM reichen auch im Jahr 2017 vollkommen aus, sofern man kein zu extremes Multitasking betreibt.

Das Display, der Lautsprecher und auch die Kamera sind für die Preisklasse als leicht überdurchschnittlich zu bezeichnen. Gerade die Kamera macht bei gutem Licht wirklich schöne Fotos.

Bei der Haptik und Optik kann man streiten. Die Display Rahmen sind schon recht groß und auch die Haptik ist eher mittelmäßig hochwertig. Dafür ist allerdings der Akku vom Nutzer austauschbar, was auch nicht selbstverständig ist.

Kurzum das Moto G5 bietet ein hervorragendes Allround Paket ohne Schwächen zu einem fairen Preis! Mit 199€ ist dieses durchaus sehr konkurrenzfähig platziert.

Allerdings ist das Moto G5 kein Allheil- Bringer. Mit dem Huawei P9 Lite, dem Neffos X1, dem ZTE Blade V8, dem BQ Aquaris U Plus, Alcatel Idol 4, BQ X5 Plus oder auch dem Moto G4 gibt es jede Menge interessante Alternativen welche im Schnitt eine ähnliche Leistung bieten. Ich würde Euch auch empfehlen sich vielleicht mal diese Modelle anzusehen.

Die wahre Stärke ist aber, dass man das Moto G5 im Grunde jedem empfehlen kann. „Du suchst ein Smartphone für um die 200€? Kauf das Moto G5 und du wirst glücklich sein!“ Sicherlich wird es für viele Nutzer hier und da noch ein besseres Smartphone geben, je nach Bedürfnisse, aber meist geht dies auch mit Kompromissen einher.

Das Moto G5 ist hier die sichere Wahl! Man macht nichts falsch wenn man dieses Smartphone kauft!

VEGAS Pro 14 im Test

Wenn man nach den „besten“ Videoschnittprogrammen für den semi-professionellen oder professionellen Bereich sucht, wird man meist über Adobe Premiere Pro, Apple Final Cut und VEGAS Pro stolpern.

VEGAS Pro wurde ursprünglich von Sony entwickelt, mittlerweile wurde das Programm jedoch von MAGIX übernommen.

Dies wollte ich einmal zum Anlass nehmen mir VEG anzusehen und vielleicht den Vergleich mit Magix Video Pro X zu wagen.

Kann VEGAS Pro 14 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Systemanforderungen

  • Betriebssystem: Microsoft® Windows 7 (64-Bit), Windows 8 (64-Bit) oder Windows 10 (64-Bit)
  • Prozessor: 2 GHz (Multicore- oder Multiprozessor empfohlen für HD oder stereoskopisches 3D; 8 Kerne empfohlen für 4K)
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM (8 GB empfohlen; 16 GB empfohlen für 4K)
  • Festplattenspeicher: 500 MB Festplattenspeicher für Programminstallation; Solid-State-Disk (SSD) oder High-Speed Multi-Disk-RAID für 4K-Medien
  • Grafikkarte: NVIDIA®, AMD/ATI® oder Intel®-GPU mit mindestens 512 MB Arbeitsspeicher (1 GB für 4K und GPU-beschleunigte Videobearbeitung empfohlen)
  • Internetverbindung: Für Registrierung, Validierung und einzelne Programmfunktionen erforderlich. Programm erfordert einmalige Registrierung.

Wie üblich sind dies sehr vage gehaltene Systemanforderungen. Interessant ist primär das ein 64 Bit Betriebssystem Pflicht ist.

Ansonsten gilt wie bei Videoschnitt üblich mehr ist besser, gerade was den Prozessor angeht. Sicherlich könnte man VEGAS Pro auch auf einem Intel Atom Nutzen, wenn man keine Probleme damit hat ewig zu warten.

Ich werde VEGAS Pro primär auf einem Razer Blade mit einem Intel Core i7-6700HQ, 16GB RAM und einer GTX 1060 einsetzen und testen wie auch auf einem Desktop mit einem AMD Ryzen 1800x, 32GB RAM und einer RX480.

An dieser Stelle auch vielen Dank an MAGIX welche mir VEGAS Pro für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Aus welcher Perspektive wird getestet?

Bei Videoschnittprogrammen ist es immer sehr wichtig aus welcher Perspektive man das Ganze betrachtet. Ich bin kein professioneller Cutter und kann daher VEGAS Pro auch nicht aus dieser Perspektive betrachten.

Ich schaue mir VEGAS Pro eher aus der Perspektive des Hobby Nutzers oder des Youtubers an.

Dementsprechend ist es möglich, dass ich einigen sehr erweiterten Funktionen von VEGAS Pro nicht so gerecht werde wie es vielleicht ein wahrer Profi würde.

Als Kameras kommt eine bunte Mischung aus Xiaomi YI M1(4K), diversen Smartphones, Action Cams und einer Sony A7R zum Einsatz.

 

Installation

Für diesen Test verwende ich die Download Version, welche sich möglicherweise bei der Installation etwas von der CD Version unterscheidet.

Die Download Version ist erst einmal nur eine wenige MB große EXE Datei, bei welcher es sich um einen Downloader für das eigentliche Programm handelt.

VEGAS 14 Pro selbst ist aber auch mit knapp über 400MB ein recht kompaktes Programm.

Die Installation verläuft so weit gewohnt ohne größere Auffälligkeiten. Beim ersten Start des Programms werdet Ihr aufgefordert Eure Seriennummer einzugeben bzw. könnt das Programm 7/14 Tage testen.

Die Vollversion muss nach Eingabe der Seriennummer Online registriert und aktiviert werden, was aber soweit kein Problem war.

 

VEGAS Pro 14

Beim ersten Start von VEGAS Pro 14 erwartete mich eine zuerst vertraut wirkende Benutzeroberfläche. Diese ist ähnlich aufgebaut wie von Magix Video Pro X.

Unten ist die Timeline zu finden, im oberen linken Bereich Eure Medien, rechts neben den Medien zwei Vorschaufenster.

Das ganz rechte Vorschaufenster zeigt wie üblich wie das fertige Projekt aussähe, das linke Vorschaufenster hingegen kann für eine Live -Aufnahme genutzt werden oder für MultiCam Setups.

Sollte dieses Fenster nicht benötigt werden, ist es selbstverständlich möglich dieses zu schließen und dafür die anderen Bereiche zu vergrößern.

Ganz allgemein betrachtet lässt sich VEGAS Pro 14 recht stark vom Aufbau an die Vorlieben des Nutzers anpassen.

Optisch würde ich VEGAS Pro 14 eher als etwas „altbacken“ einstufen. Hier haben die meisten semi-professionellen Videoschnittprogramme meist schon eine etwas Moderene Benutzeroberfläche.

Dies führt auch zu einer gewissen Eingewöhnungszeit, die man bei VEGAS Pro 14 durchaus benötigt.

Einstellungen zu Farbanpassungen, Helligkeit, Kontrast usw. wovon es wirklich unzählige Anpassungsmöglichkeiten in VEGAS gibt, sind nicht graphisch fest in der Benutzeroberfläche verzahnt sondern werden eher wie Plugins behandelt.

Alle erweiterten Einstellungsmöglichkeiten lassen in einer großen Liste finden wo diese auch nicht durch aufwendige Icons gekennzeichnet sind sondern es ist einfach ein Text mit einem kleinen Standard Icon.

Wollt Ihr beispielsweise eine Farbanpassung vornehmen, könnt Ihr entweder diesen Listeneintrag auf den jeweiligen Clip ziehen woraufhin ein Fenster mit den möglichen Einstellung aufpoppt oder ihr macht dies über das rechte Maustasten Menü.

In diesem Menü finden sich auch die normalen Standard Möglichkeiten wie das Teilen, Trimmen, Löschen und Einfügen von Videos.

Im ersten Moment ist diese Liste mit „Möglichkeiten“ zur Bearbeitung gerade für Neueinsteiger sicherlich etwas überwältigend, gerade da diese auch einige nicht alltäglichen Tools wie Glow, deformieren, Chroma-Key, Gaussische Unschärfe, Lichtstrahlen, Defokus, Smart Zoom, Upscaling usw. beinhaltet wie auch jede Menge vordefinierte Filter welche Videos einen gewissen Look verleihen sollen.

Jedoch wenn man weiß was man gerade haben will, ist diese Art von Benutzeroberfläche recht schnell und effizient zu bedienen ohne viele unnötige Schritte.

Auch die Ergebnisse, die ich mit VEGAS erzielen konnte, waren größtenteils wirklich hervorragend. Gerade die HitFilm Vorlagen/Filter, oder wie man das Ganze nennen möchte, hat Videos in wenigen Mausklicks deutlich aufgewertet.

Auch die eingebaute Videostabilisierung oder das Nachschärfen hat ausgesprochen gute Ergebnisse geliefert.

Klar, man kann kein völlig verwackeltes und unscharfes Video retten. Jedoch gerade kleinere Wackler lassen sich durchaus ein wenig ausgleichen. Hier macht VEGAS verglichen mit Magix Video Pro X oder Cyberlinks PowerDirector 15 Ultra einen überdurchschnittlich guten Job.

Neben der nativen Lösung liegt, je nach Version, noch das bekannte proDAD Mercalli V4 Plugin bei, das ebenfalls über eine sehr starke Videostabilisierung verfügt.

„Out oft he Box“ fehlt mir lediglich ein Plugin zum Reduzieren von Bildrauschen, welches VEGAS leider nicht mitbringt.

Etwas was leider bei vielen Videoschnittprogrammen vernachlässigt wird, ist der Ton, nicht so bei VEGAS Pro 14. Dieses bietet neben dem Abmischen der diversen Tonquellen auch jede Menge Bearbeitungsmöglichkeiten wie das „Reinigen“ der Tonspur, ein EQ, diverse Verzerrungsmöglichkeiten usw..

 

Formate

In der Theorie frisst VEGAS Pro 14 einiges an Dateiformaten. Folgende Liste findet sich auf der Herstellerwebseite:

4K XAVC S, 4K XAVC, XDCAM EX, XDCAM Optical, DV, HDV, AVCHD, NXCAM, MOV, MP4, WMV, MPEG-1/2/4, H.264/AVC, H.265/HEVC, WAV, FLAC, AAC, MP3, OGG, WMA, Surround-Sound/5.1, BMP, PNG, JPEG, TIFF, OpenEXR-, DPX- und WDP-Bildsequenzen

Auf den ersten Blick ist hier alles an Formaten dabei was man sich wünschen kann, sogar H.265 ist mit an Bord.

In der Praxis hatte ich auch keine Probleme mit diversen Videos aus Spiegelreflexkameras wie einer A7R von Sony oder einer Nikon D5500.

Sehr groß ist auch die Auswahl an Export Formaten. Der Hersteller gibt folgende an: DVD, Blu-ray Disc, AVCHD-Disc, (DV-)AVI, MJPEG, MXF, MOV, WMV, XAVC, XAVC S, MPEG-1/2/4, H.264/AVC, H.265/HEVC, WAV, MP3, BMP, PNG, JPEG, TIFF, OpenEXR-, DPX- und WDP-Bildsequenzen.

Selbstverständlich habt Ihr auch die volle Kontrolle über Bitrate, Maximale Bitrate, Bildrate, Auflösung, Audio usw.

Mithilfe des VEGAS DVD Architect ist es auch möglich direkt DVDs oder Blurays zu gestallten und zu brennen.

 

Performance und Stabilität

Die Performance hängt natürlich sehr stark vom verwendeten Bildmaterial und der Rechenleistung Eures Computers ab.

Das Programm selbst lief selbst mit 4K Videos auf meinem Intel Core i7-6700HQ Rechner ausgesprochen gut und flüssig.

Solltet Ihr Probleme mit der Performance haben ist auch ein Proxy Videoschnitt möglich. Hierbei wird auf Wunsch das ursprüngliche Video automatisch in ein leichter zu verarbeitendes Format umgewandelt mit welchem dann gearbeitet wird.

Was leider etwas hoch ist bei VEGAS Pro 14 sind die Exportzeiten. Der 4K Video Export dauert leider überdurchschnittlich lange, wie lange genau hängt von den verwendeten Einstellungen ab und wie genau Ihr das Video bearbeitet habt.

Einige Bearbeitungsoptionen sind GPU unterstützt was hier natürlich den export deutlich beschleunigt. Jedoch wenn es wirklich um schnelle Exportzeiten geht kann niemand mit CyberLink PowerDirector 15 mithalten.

Probleme mit Abstürzen oder Ähnliches hatte ich keine.

 

Fazit

VEGAS Pro 14 ist, wie man es auch beim Preis von 599€ erwarten kann, ein unheimlich mächtiges Videoschnittprogramm.

Dieses bietet eine Masse an Videoeffekte, Einstellungen und Möglichkeiten. Jedoch ist die Zielgruppe für VEGAS Pro 14 eine andere als ich es bin.

Für den Heimanwender, den kleinen bis mittleren Youtuber oder Video Enthusiast ist VEGAS Pro 14 schon eine Nummer zu groß.

Damit meine ich nicht, dass dieses nicht auch für diese Nutzer taugt, sondern man merkt die Fokussierung auf den wirklichen professionellen Einsatz. Die Benutzeroberfläche ist nicht auf schön oder eine übermäßig hohe Usability getrimmt, sondern auf Effizienz. Es gibt also durchaus eine gewisse Lernkurve.

Aber auch andere Kleinigkeiten sind ungewohnt, wenn man von einem „Heimnutzer“ Videoschnittprogramm kommt.

Im Gegenzug bietet VEGAS Pro beispielsweise die besten Möglichkeiten zur Audio Bearbeitung, welche ich bisher in einem Videoschnittprogramm gesehen habe.

Auch viele andere Funktionen wie die Bearbeitung von S-Log Video Material oder die Handhabung von Greenscreens ist hervorragend! Ganz allgemein bringt VEGAS einige wirklich hervorragende Video Filter mit, die in Windeseile Videos deutlich aufwerten.

Dennoch denke ich für den normalen Anwender oder Youtuber wäre VEGAS Pro 14 nicht meine erste Wahl. Hier bieten Programme, wie der CyberLink PowerDirector 15 oder Magix Video Deluxe Premium 2017, eine vollkommen ausreichende Leistung.

VEGAS Pro 14 eignet sich wirklich primär für professionelle Nutzer bei welchen der Workflow und die höchst mögliche Effizienz eine wesentlich größere Rolle spielt als eine einfache Nutzung, schöne Benutzeroberfläche oder Komfort Features.

LIFX Smarte LED WLAN Glühbirne mit Amazon Echo Support, die bessere Alternative zu Philips HUE?

Wenn man nach Smarter Beleuchtung welche via Smartphone oder Sprachassistenten gesteuert wird sucht, landet man meist bei Philips HUE.

Zu Recht das Philips HUE System ist gut, aber es gibt durchaus von der Konkurrenz Systeme welche in vielen Punkten gleich gut oder besser sind.

Ein Smartes Beleuchtungssystem welches es mit Philips HUE aufnehmen möchte ist LIFX.

 

Die LIFX Smarten LED Glühbirnen

Die LIFX Smarten LED Glühbirnen gibt es aktuell in zwei Versionen und jeweils zwei Sets. Die LIFX sind für den B22 und E27 Sockel verfügbar, hierbei gibt es die „Birnen“ einzeln oder im vierer Set.

Man kann sich zwar anfangs mal eine Lampe einzeln kaufen um das Ganze selbst etwas zu testen, jedoch sind diese so ziemlich teuer. Das vierer Set ist deutlich günstiger.

Im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Smart Home Beleuchtung Systemen benötigt Ihr bei LIFX keine „Bridge“ oder Basis Station.

Die Lampen werden direkt mit dem WLAN verbunden, achtet also darauf, dass dort wo Ihr diese haben wollt auch WLAN verfügbar ist.

Die Glühbirnen selbst sind durchaus etwas ungewöhnlicher gestaltet. „Birne“ ist hier vermutlich nicht der richtige Ausdruck denn die LIFX sind relativ gradlinig gehalten.

Hierbei sind die LIFX natürlich etwas größer als normale LED Glühbirnen. Der Durchmesser dieser beträgt 63mm und die Länge 115mm, was aber immer noch kompakt genug für die allermeisten Lampen sein sollte.

Farblich sind diese in einem weiß/grau gehalten mit einer Milchglas Abdeckung unter welcher die eigentlichen LEDs sitzen.

 

Einrichtung

Für die Einrichtung benötigt Ihr die Android oder IOS App von LIFX. Ich zeige hier die Einrichtung anhand der Android App, diese ist jedoch weitestgehend gleich mit der IOS App.

Wenn die App installiert ist, müsst Ihr dort ein Konto beim Hersteller der Lampen anlegen. Dieses ist zwingend nötigt unter anderem auch für die „Smart Home“ Features wo Ihr Euch mit Eurem Account einloggen müsst.

Ist der Account angelegt, landet Ihr auf dem noch recht leeren Home Bildschirm. Verbindet nun die LIFX Glühlampe mit dem Strom und wartet ein paar Sekunden.

Die App sollte automatisch die Lampe erkennen, woraufhin Ihr diese auswählen müsst. In folgendem Einrichtungsbildschirm weist der Lampe einen Namen, Raum und das gewünschte WLAN Netz + Passwort zu.

In Folgendem müsst Ihr einmal per Hand in die WLAN Einstellungen Eures Smartphones gehen und Euch per Hand mit der Lampe verbinden. So erhält diese die Konfigurationsinformationen und kann sich mit dem WLAN auch verbinden. Fertig

 

App und Features

Die LIFX App ist recht schlicht gestaltet. Hier bin ich zugegeben etwas hin und her gerissen, einerseits ist die App dadurch recht übersichtlich und alle Features lassen sich schnell erreichen aber etwas mehr Eye Candy wäre doch schön gewesen.

Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle Lampen die Ihr mit Eurem Account verbunden habt. Ebenfalls dort sind die angelegten Gruppen zu finden, also ja es ist selbstverständlich möglich mehrere LIFX Smart LED Glühbirnen gleichzeitig zu steuern.

Beim Steuern der Lampen habt Ihr vier Optionen, zum einen könnt Ihr anhand eines Farbrades die LIFX in einer von „16 Millionen“ Farben erstrahlen lassen, zum anderen ist es auch möglich den Weißton einzustellen.

Solltet Ihr mehrere Lampen haben, könnt Ihr auch die Themen nutzen. Hierbei wählt Ihr eins der 19 vorinstallierten Themen aus, welche die Lampen alle in einem leicht unterschiedlichen Farbton leuchten lassen, um das Thema besser repräsentieren zu können.

Zu guter Letzt ist es auch möglich Effekte zu nutzen. Effekte können beispielsweise das simulierte flackern einer Flamme sein, ein Stroboskope oder auch das Flackern passend zur Musik. Für letzteres wird das Mikrofon des Smartphones genutzt was die ganze Sache durchaus interessant und gut nutzbar macht.

Diese ganzen Effekte lassen sich auch noch in einem gewissen Rahmen an die eigenen Vorstellungen anpassen.

Kurzum ein recht rundes Feature Set welches Philips HUE durchaus übertrifft.

Verbindungsprobleme hatte ich im Übrigen keine. Auch reagierten die Lampen erfreulich schnell auf veränderte Einstellungen, auch wenn dies bei HUE noch etwas flotter funktioniert.

Aufgrund des Fehlens einer Bridge seid Ihr bei den LIFX etwas auf das Internet angewiesen. Ist kein WLAN oder kein Internet vorhanden kann man die Lampen nicht steuern.

Was mir etwas fehlt wäre eine Einstellung wie die Lampen den Lichtschalter händeln. Aktuell wenn man den Strom abschaltet und wieder einschaltet springen die Lampen immer auf weißes Licht. Hier wäre die Möglichkeit eine andere Farbe oder das Merken der zuletzt eingestellten Farbe super gewesen.

 

Licht

Nicht ganz unwichtig ist natürlich das Licht der LIFX. Dies ist auch eine große Stärke dieser Smarten LED Glühbirnen.

Die maximale Helligkeit ist mit 1100 Lumen ziemlich hoch, zum Vergleich die aktuellen Philips HUEs der 3. Generation schaffen „gerade“ mal 800 Lumen.

1100 Lumen entsprechen schon einer klassischen 80W Glühbirne. Hierbei benötigen die LIFX natürlich keine 80W sondern maximal 11W, dies entspricht natürlich der Energieeffizienzklasse A+.

Das Licht der LIFX wird leider recht fokussiert nach oben bzw. unten abgegeben, je nachdem wie die Lampe aufgehängt wird.

Zwar wird auch etwas Licht ringsum um die Birne abgegeben aber dies ist vergleichsweise wenig.

Die Lebensdauer der Smarten LED Glühbirne wird vom Hersteller mit 22,8 Jahren angegeben bei 3h pro Tag Nutzung.

Kommen wir aber zu meinem Eindruck vom Licht. Ja die Lampe ist wirklich ziemlich hell, in der Praxis sogar vielleicht noch ein Stück heller als man denken könnte, verglichen mit der Philips HUE.

Links LIFX, Rechts Philips HUE 3.Gen

Warum? Die Philips HUE wird je nach Lichtfarbe ein gutes Stück dunkler, beispielsweise bei Grün. Selbstverständlich erreicht die LIFX auch ihre maximale Helligkeit bei einem Weißton, der Hersteller wirb hierbei mit „1000 shades of warm to cool whites“ welche die Lampe darstellen kann. Jedoch auch die Farben sind bei der LIFX unheimlich kräftig und vergleichsweise hell.

Sämtliche „RGB“ Farben werden gleichmäßig gut und kräftig dargestellt. Bunt macht bei der LIFX richtig Spaß.

Links LIFX, Rechts Philips HUE 3.Gen

Aber auch das Weiß ist sehr schön sauber und „rein“.

Links LIFX, Rechts Philips HUE 3.Gen

Kurzum das Licht ist das beste welche ich bisher bei einer RGB Birne gesehen habe! Zwar sind die Philips HUEs oder auch die Innr Smarten LED Glühbirnen auch wirklich stark aber die LIFX sind nochmals einen Tick besser.

Links LIFX, Rechts Philips HUE 3.Gen

Auch erfreulich ist, dass die LIFX nicht merkbar flackern oder laut surren wie es beispielsweise die OSRAM Lightify machen.

 

Amazon Echo und IFTTT

Die LIFX LED Glühbirnen besitzen auch Unterstützung für IFTTT und Amazons Sprachassistentin „Alexa“.

Befehle wie „Alexa schalte NAME DER LAMPE ein“ oder „ Alexa Stelle das Licht NAME DER LAMPE auf 50%“ funktionieren.

Auch ist es möglich Sezen einzustellen aber dies funktioniert nicht immer zu 100%.

Ansonsten kann ich hier nicht meckern, wer an Smart Home mit Sprachassistenten interessiert ist wird Freude an den LIFX finden.

Die Unterstützung für Google Home ist im Übrigen in Arbeit.

 

Fazit

Beginen wir mit dem Positiven, denn das ist deutlich mehr als das Negative. Das wichtigste die LIFX Smarten LED Glühbirnen bieten ein hervorragendes Licht!

Die LIFX sind die mit Abstand die besten RGB LED „Glühbirnen“ welche ich bisher gesehen habe.

Farben sind unheimlich kräftig und satt und die Weißtöne sind ausgesprochen angenehm und hell.

Hier kann selbst die 3. Generation der Philips HUEs nicht mithalten! Im direkten Vergleich sind die LIFX ein gutes Stück schöner.

Auch die App von LIFX ist solide. Funktional gesehen fehlt mir hier nichts, ganz im Gegenteil, hier finden sich mehr Optionen als bei der großen Konkurrenz. Jedoch ist die Aufmachung der App etwas simpler, dies muss aber nichts Schlechtes sein.

Ebenfalls positiv hat mich die Verbindung der Lampe überrascht. Das WLAN und vor allem die Geschwindigkeit in welcher die Lampen reagieren war erstaunlich gut. Hier war ich beispielsweise von den Xiaomi Yeelights wesentlich Schlechteres gewohnt.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich hier auch von Problemen bei einigen Nutzern gehört habe, welche ich aber nicht bestätigen kann. Hier kommt es auch sicherlich etwas auf die Signalstärke usw. an.

Kommen wir zum letzten großen Pluspunkt, der 3. Anbieter Support. LIFX Lampen lassen sich sowohl mit IFTTT wie auch mit Amazons Echo Sprachassistenten nutzen, sehr gut!

Was spricht aber nun gegen die LIFX Smarten LED Glühbirnen? Eigentlich nur eins, der Preis. Einzeln kostet eine Birne rund 80€!

Ja das ist ein sehr stolzer Preis. Etwas günstiger ist es, wenn man gleich vier kauft, hier liegt dann eine Birne effektiv bei 58€.

Zwar benötigt man keine Bridge wie bei Philips oder Osram aber dennoch ist der Preis gesalzen.

Am Ende kommt es darauf an was Euch wichtiger ist, das größere Öko System, dann ist Philips HUE die bessere Wahl aufgrund diverser Zusatzprodukte wie Lichtschalter usw., oder das hellere und bessere Licht.

Hier haben die LIFX Smarten LED Glühbirnen leicht die Nase vorne. Preislich tun sich beide Systeme am Ende wenig.