Das CHEETAH 2 von Cubot im Test, günstiges Android Smartphone aus Asien

Cubot ist ein weiterer asiatischer Smartphone Hersteller, welcher in Europa weitestgehend unbekannt ist.

Aber solche Hersteller sind ja sehr oft die interessantesten. Daher freue ich mich dank Gearbest auch mal meine Hände an das neue CHEETAH 2 legen zu dürfen.

Lohnt es sich dieses 160€ Smartphone aus Asien zu bestellen? Finden wir es im Test heraus!

 

Bestellung, Lieferumfang und Verpackung

Das Cubot CHEETAH 2 ist aktuell über zwei Wege verfügbar, Amazon für rund 180€ oder Asien für rund 130€.

Solltet Ihr aus Asien bestellen empfehle ich wie üblich Gearbest, da diese mit dem Germany Express eine Versandmethode anbieten bei welcher kein Zoll oder Einfuhrgebühren anfallen. Das Smartphone wird ohne zusätzliche Kosten direkt vor die Haustür geliefert.

Das CHEETAH 2 wird in einer einfachen Bronzefarbenen Box geliefert in der wir das Smartphone, ein USB C Ladekabel, ein USB Netzteil wie auch eine Silikon Hülle finden.

Zudem befindet sich auf dem Display des Smartphones eine Displayschutzfolie, dessen Nutzung ich auch empfehle.

 

Das CHEETAH 2 von Cubot im Test

Auf den ersten Blick macht das CHEETAH 2 einen erstaunlich guten Eindruck für ein Smartphone der Einsteigerklasse.

Der Rahmen besteht aus Aluminium und auch die Rückseite, welche zwar aus Plastik ist, wirkt dank einer Art Klarlack erfreulich hochwertig.

Das ganze Smartphone ist recht robust und solide. Aber das ist ja nichts Neues das Chinesische Smartphone Hersteller darin sehr gut sind Haptisch gute Smartphones zu bauen.

Etwas überrascht hat mich das die Rückseite sogar abnehmbar ist. Dies war mir erst aufgefallen das ich eine SIM Karte einlegen wollte.

Unter der Abdeckung der Rückseite finden wir zwei SIM Karten Slots wie auch einen microSD Karten Steckplatz.

Die Front mit dem 5,5 Zoll Full HD Display hat mich im ersten Moment sehr an Samsung Smartphones der S5 Serie erinnert.

Cubot setzt beim CHEETAH 2 auf eine eine längliche physische Home Taste mit zwei angrenzenden kapazitiven Tasten.

In dieser Home Taste ist auch ein Fingerabdruckscanner integriert.

Der Lautsprecher des CHEETAH 2 wie auch der USB C Ladeport sind auf der Unterseite angebracht, der Kopfhörer Anschluss hingegen auf der Oberseite.

Die Kamera ist wie üblich mit einem LED Blitz auf der Rückseite angebracht. Bei der Kamera handelt es sich um ein 13 Megapixel Modul.

Die drei üblichen physischen Tasten sind klassisch am rechten Rand des Smartphones verbaut, wo diese auch gut erreichbar sind. Den Druckpunkt würde ich als gut bezeichnen.

Ansonsten gibt es keine weiteren Auffälligkeiten.

 

Software

Cubot setzt beim CHEETAH 2 auf Android 6.0. Zu diesem gibt es nicht viel zu sagen denn es handelt sich fast zu 100% um das Stock(Standard) Android.

Cubot hat weder eigene Apps auf dem CHEETAH 2 installiert, abseits der üblichen Android Apps von Google, noch optisch an der Benutzeroberfläche herumgeschraubt.

Ihr findet den normalen Android Launcher mit App Drawer und die normale Benachrichtigungszentrale.

Dies ist natürlich für jemanden der über das Smartphone schreibt etwas sehr Langweiliges.

Lediglich der Speicherplatz hat mich etwas überrascht. Das CHEETAH 2 verfügt über 32GB Speicher von welchem angeblich noch 31,8GB frei wären.

Ob dies so stimmt, mag ich mal bezweifeln denn das Betriebsystem wird größer als 200MB sein.

 

Display

Das Display des CHEETAH 2 verfügt über 5,5 Zoll und einer Auflösung von Full HD.

Leider ist das Display höchstens mittelmäßig. Von Haus aus ist dieses sehr kalt eingestellt. Dies lässt sich zwar etwas anpassen aber dennoch neigt das verwendete Panel zu einem Blaustich.

Dadurch wirken Farben etwas weniger leuchtend und auch Kontraste etwas matter. Die Blickwinkel und auch die Schärfe sind wiederum gut.

Unterm Strich ist das Display also nicht überragend, jedoch wenn man den Preis mit einberechnet geht das in Ordnung. Die meisten Smartphones in dieser Preisklasse verfügen ansonsten auch nur über sehr mittelmäßige 720p Displays.

 

Sound und Akustik

Beginnen wir mit dem Lautsprecher. Dieser ist beim CHEETAH 2 auf der Unterseite verbaut.

Dieser klingt soweit Okay. Er ist nicht der aller lauteste und auch etwas kratzig, jedoch für diese Preisklasse ist er solider Standard.

Etwas erstaunlich ist, dass der Lautsprecher nicht zu verdecken ist. Selbst wenn der Lautsprechergrill komplett zugehalten wird, kommt der Klang weiterhin irgendwo aus dem Gehäuse ohne all zu großen Qualitätsverlust.

Der verbaute 3,5mm Kopfhöreranschluss fällt ebenfalls in die „Standard für diese Preisklasse“ Kategorie. Solltet Ihr große Kopfhörer an den CHEETAH 2 verwenden wollen, welche dann vermutlich auch noch mehr kosten als das Smartphone selbst, würde ich auf Bluetooth setzen.

Jedoch für ein wenig Musik nebenbei in der Bahn zu hören, reicht das Gebotene vollkommen aus.

Ähnliches lässt sich auch zur Telefonqualität sagen. Die Ohrmuschel ist etwas dumpf und die Dynamic ist eher mäßig aber das ist auch etwas was in dieser Preisklasse weitestgehend normal ist.

 

Kamera

Das CHEETAH 2 verfügt über eine 13 Megapixel Kamera mit einer Blende von f2.2.

Klingt jetzt erst einmal nicht so spektakulär, jedoch gibt es eine große Streuung was 13 Megapixel Sensoren angeht.

Wie sehen die Bilder des CHEETAH 2 aus?

Schaut Euch zu erst die Bilder selbst an. Diese sind wie üblich in maximaler Qualität aufgenommen und nicht nachbearbeitet.

Fast wie ein wenig zu erwarten liefert das CHEETAH 2 eine wirklich eher mittelmäßige Bildqualität. Mittelmäßig ist hier schon recht positiv ausgedrückt.

Die Aufnahmen wirken etwas verwaschen und auch die Dynamic ist schwach. Dazu kommt eine schwache Schärfe und natürliche eine wirklich nicht berauschende Low Light Leistung.

Allerdings muss man das Ganze in Relation sehen. Für einen Preis von unter 130€ ist die Qualität Okay, wenn auch für nicht viel mehr als mal einen Schnappschuss zu gebrauchen, wenn man mal was abfotografieren muss oder es einen Unfall gab usw.

Ähnliches gilt natürlich auf für die Videoqualität.

 

Benchmarks

Im CHEETAH 2 ist ein MTK6753 Octa Core mit 1,3GHz und 3GB RAM verbaut. Der MTK6753 ist ein alter Bekannter. Der gleiche Chip steckt auch Wiko Fever, TP-Link Neffos C5 Max, Elepfohone P8000 oder im Ulefone Metal.

Der MTK6753 war ursprünglich ein SoC der Mittelklasse, jedoch ist dieser mittlerweile gut über ein Jahr auf dem Markt und findet sich zunehmend auch in Smartphones der Einsteigerklasse, wie dem Cubot CHEETAH 2.

Schauen wir uns zuerst ein paar Benchmarks an.

Das Cubot CHEETAH 2 liefert in Benchmarks solide Ergebnisse. Der MTK6753 liefert eine vergleichbare Leistung mit dem Qualcomm Snapdragon 805(Google Nexus 6) oder dem Qualcomm Snapdragon 616 (Huawei Honor 5X).

Hierbei gibt es in der Praxis aber durchaus noch kleine Unterschiede. Der MTK6753 besitzt verglichen mit den beiden oben genannten Qualcomm Chips eine merklich schwächere Grafikleistung. In wie weit sich das in der Praxis auswirkt, werde ich im nächsten Abschnitt erläutern.

Positiv überrascht hat mich der verbaute Speicher und dessen Geschwindigkeit. Dieser erreicht lesend über 200MB/s und auch schreibend immer noch rund 70MB/s was durchaus ordentliche Werte sind.

 

Das Cubot CHEETAH 2 im Alltag

Die Kombination aus fähiger Hardware und schlanker Software verhelfen dem CHEETAH 2 zu einer sehr ordentlichen Alltags -Performance. Die Benutzeroberfläche läuft nahezu perfekt. Ruckeln oder stottern kommt so gut wie gar nicht vor. Auch die meisten Standard Apps wie Twitter, Facebook oder WhatsApp laufen gut bis sehr gut.

Etwas schwer tut sich das Cubot CHEETAH 2 bei Spielen. Hiermit meine ich natürlich nicht die 08/15 Spiele wie Pokemon Go, Angry Birds, Cut the Rope usw. sondern die aufwendigen 3D Games oder Emulatoren.

Auch Spiele in welchen Ihr beispielsweise eine große Stadt habt/haben könnt, können das CHEETAH 2 durchaus etwas zum Schwitzen bekommen.

Hier ist das hochauflösende Full HD Display vermutlich mehr Fluch als Segen.

Bonus Punkte bekommt das CHEETAH 2 für das verbaute WLAN Modul, das auch 5Ghz unterstützt und halbwegs flott ist. App Installationszeiten sind erstaunlich niedrig für ein Gerät dieser Preisklasse.

Auch der Fingerabdruckscanner ist mir positiv aufgefallen. Dieser arbeitete bei mir ausgesprochen schnell und zuverlässig, einer der besten, welcher mir bisher in dieser Preisklasse untergekommen ist.

Punkte verliert das Smartphone allerdings wieder für ein merkwürdiges Problem, das ich mit dem Gerät hatte. Bei einem Start produzierte das Smartphone starke Display Fehler (Linien im Bild) welche mich zuerst glauben ließen, dass es gerade den Geist aufgegeben hat. Jedoch nach einem erzwungenen Neustart war wieder alles in Ordnung. Dieses Problem, ob es nun Software oder Hardware ist, kann ich nicht sagen, scheint aber nicht nur mein Gerät zu betreffen da sich in den Amazon Bewertungen ein weiterer Nutzer findet, welcher ähnliches berichtet.

Dieses Problem ist allerdings bisher nur einmal aufgetreten.

 

Akku

Das Cubot Cheetah 2 verfügt über einen 3000mAh Akku. Dies ist an sich eine solide Kapazität für ein Smartphone dieser Größe und Preisklasse.

In meinem normalen Alltagseinsatz, also mit einer gemischten Nutzung aus Social Media, Web -Surfen und ein wenig spielen erreichte ich rund 5,5 Stunden aktive Nutzungszeit.

Das ist ein mittelmäßiges Ergebnis, welches sich bei einer höheren Displayhelligkeit auch sicherlich  noch etwas reduzieren kann.

Jedoch sind um die 5 Stunden ausreichend, dass die allermeisten Nutzer mit dem Cheetah 2 über den Tag kommen werden.

Bonuspunkt bekommt Cubot für das Verwenden eines USB C Ports zum Wiederaufladen.

 

Sonstiges

  • LTE Band 20
  • 5GHz WLAN
  • Benachrichtigung LED vorhanden

 

Fazit

Das Cubot CHEETAH 2 ist ein ordentliches Smartphone! Jedoch würde ich dieses nicht für 170€, was bei Amazon für dieses verlangt wird, kaufen.

Bei den rund 130€, die Gearbest für dieses will, wäre ich eher geneigt eine Empfehlung auszusprechen.

Die Hardware ist an sich solide und überbietet alles, was die „großen“ Hersteller in dieser Preisklasse im Angebot haben, teilweise um Längen. Das Display und die Kamera sind zwar eher „mittelmäßig“ dafür ist die Performance, der Akku und die Verarbeitung gut, für einen Preis von 130€ sogar sehr gut!

Allerdings muss man gegebenenfalls überdenken ob es nicht vielleicht Sinn macht 50€ oben draufzulegen. Für 179€-200€ bekommt man durchaus nochmals ein gutes Stück bessere Smartphones, welche auch in der Nutzung nochmals mehr Spaß machen.

Empfehlungen wäre hier z.B. das TP-Link C5 Max, Huawei P9 Lite, Ulefone Future oder Xiaomi REDMI Note 4.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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