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Das Xiaomi Mi A1 im Test, Xiaomis erstes Smartphone für Europa (mit purem Android, LTE Band 20, 200€)

Mit dem Mi A1 hat Xiaomi sein erstes Smartphone vorgestellt welches wirklich für den europäischen bzw. westlichen Markt bestimmt ist.

Natürlich konnte man auch bisher schon Xiaomi Smartphones hier in Deutschland einsetzen. Diese waren allerdings gerade softwareseitig primär auf den chinesischen Markt zugeschnitten. Auch die Hardware war aufgrund von fehlenden LTE Bändern oftmals nicht ganz optimal für den Einsatz in Deutschland. Es gab zwar auch einige Smartphones, die eine globale Version besaßen, aber diese waren auch eher so halbherzig angepasste Geräte.

Das neue Xiaomi Mi A1 basiert hingegen auf dem reinen Android, ohne chinesische Software Anpassungen. Zudem ist auch die Hardware dank diverser LTE Frequenzen besser für den europäischen und deutschen Markt geeignet.

Zwar wird das Xiaomi Mi A1 aktuell noch primär aus Asien versendet, aber im Grunde ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Xiaomi seine ersten Smartphones auch regulär im deutschen Handel anbietet.

Bis dahin ist natürlich auch ein Import kein Problem. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das erste Xiaomi Smartphone für den westlichen Markt überzeugen kann!

 

Das Xiaomi Mi A1 im Test

Das Xiaomi Mi A1 ist aktuell für rund 200€ zu bekommen und für diese Preisklasse sieht das Smartphone klasse aus!

Das Mi A1 wird in drei Farben Angeboten, schwarz, golden und rose gold. Ich habe mich für die klassische Schwarze Version entschieden.

Xiaomi setzt beim Mi A1 auf ein Aluminiumgehäuse, welches durchaus mit einer hohen Qualität punkten kann. Das Aluminium fühlt sich relativ glatt und geschmeidig an, zudem sind die Kanten recht stark abgerundet. Zwar nicht optimal für den Gripp, aber dafür ist das Mi A1 ein echter Handschmeichler.

Es erinnert mich vom Handgefühl etwas an das Huawei P10/P10 Plus, was tendenziell ja nichts Schlechtes ist.

Interessant sind die Antennenstreifen gelöst. Diese verlaufen nicht wie bei den meisten günstigen Smartphones quer über das Gerät, sondern sind wie beispielsweise auch bei den neueren iPhones am Rand entlang gelegt. Hierdurch wirkt die Rückseite sehr sauber und elegant.

Gehen wir einmal um das Xiaomi Mi A1 herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Display, wie auch eine 5MP Front Kamera und drei beleuchtete kapazitive Tasten unterhalb des Displays. Daumen hoch für die Beleuchtung der Tasten! In dieser Preisklasse ist das recht selten.

Auf der Unterseite finden wir sämtliche Anschlüsse, USB C zum Laden, ein 3,5mm Kopfhöreranschluss und den Lautsprecher. Die drei üblichen physischen Smartphone Tasten sind am rechten Rand des Gerätes angebracht und besitzen einen guten Druckpunkt.

Auf der Rückseite finden wir die 12 Megapixel Dual Kameras, welche leicht hervorstehen, wie auch den LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.

Intern gibt es einen Dual SIM Karten Slot oder alternativ Single SIM + microSD Speicher Erweiterung.

 

Software

Xiaomi setzt beim Mi A1 nicht auf seine übliche MIUI Benutzeroberfläche, sondern auf Standard Android. Genau genommen ist das Mi A1 Teil des Android One Projekts.

Android One versucht von Google Software Updates zu zentralisieren. Das bedeutet ein Android One Smartphone muss von Google abgesegnete Hardware besitzen und bekommt dafür Updates auch direkt von Google.

Dies ist beim Mi A1 wohl etwas anders gelöst. Die Updates laufen wohl noch über Xiaomi, diese versprechen aber die Updates von Google sofort durchzureichen.

Bisher klappt dies anscheinend auch. Nach dem Einschalten war direkt ein 1GB großes September Sicherheitsupdate verfügbar. „Leider“ läuft das Mi A1 allerdings noch mit Android 7.1.2. Ein Update auf Android 8.0 soll aber bald folgen.

Zum Betriebssystem selbst gibt es an sich nicht viel zu sagen. Ihr bekommt beim Mi A1 reines Android, so wie Google es sich vorstellt. Ihr habt also bereits den Google Pixel (1) Launcher inklusive Google Assistent und der Google „Now“ Seite auf dem ganz linken Homescreen.

Auch 3. Anbieter Apps sucht Ihr vergebens. Es ist lediglich eine Xiaomi Kamera App vorinstalliert (ich nehme an die Android Eigene besitzt keinen Dual Kamera Support), eine Feedback App und eine App für den IR Sender, sodass Ihr das Mi A1 als Fernbedienung nutzen könnt.

Bei meiner 64GB Version beläuft sich der freie Speicher bei rund 50GB (49,9GB), was ausreichend viel ist. Wobei natürlich 14GB belegter Speicher bei solch einem an sich schlanken OS auch nicht wenig ist (ja ich weiß etwas fällt auch aufgrund der Formatierung weg).

 

Display

Das Xiaomi Mi A1 verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD LTPS Display. Wie ich schon lange sage, wirklich schlechte Full HD Panels für Smartphones scheint es nicht mehr zu geben.

Daher ist es auch keine Überraschung, dass das Display des Mi A1 gut bis sehr gut für seine Preisklasse ist. Das Bild ist scharf, Kontraste gut und Farben ausreichend leuchtend.

Wobei das Mi A1 auch nicht über das farbenfrohste Bild verfügt. Ich würde dieses gerade verglichen mit Samsung Smartphones als tendenziell eher natürlich einstufen.

An sich bevorzuge ich etwas farbenfrohere Displays, aber das Display des Mi A1 ist definitiv kein Schwachpunkt.

 

Lautsprecher

Der Lautsprecher des Xiaomi Mi A1 befindet sich auf der rechten Unterseite des Smartphones. Dieser klingt okay. Er ist ausreichend laut und ausreichend klar.

Allerdings habe ich auch schon klarere und brillantere Smartphone Lautsprecher gehört. Dafür besitzt das Mi A1 allerdings etwas Tiefgang, sofern man bei einem Smartphone davon sprechen kann.

Kurzum für mal ein Video oder Webradio reicht der Lautsprecher.

Auch der Kopfhöreranschluss ist absolut okay. Dieser bietet eine solide bis vielleicht leicht überdurchschnittliche Qualität.

Die Ohrmuschel und damit die Telefonqualität ist unauffällig.

 

Kamera

Das Xiaomi Mi A1 setzt auf ein Dual Kamera Setup, wie es momentan so beliebt ist. Hierbei nutzt Xiaomi allerdings zwei 13 Megapixel Sensoren, der Hauptsensor verfügt über eine Blende von F2.2 und der sekundäre Sensor über eine Blende von f2.6. Der Hauptsensor stammt von Omnivision und hört auf den Namen OV12A10.

Dies hat mich um ehrlich zu sein etwas besorgt. Kamera Sensoren stammen in der Regel alle von Sony. Kein großer Anbieter (abseits von Samsung) setzt hier auf irgendwas anderes und bei den Smartphones wo ich Sensoren von anderen Herstellern gesehen habe, spiegelte sich dies auch in der Qualität wieder. Hinzu kommt die mäßig gute Blende.

Ehe wir zur Bildqualität kommen sprechen wir einmal über die Dual Kamera. Es gibt hier grob zusammengefasst drei Herangehensweisen.

Eine Hauptkamera + eine niedriger auflösende sekundäre Hauptkamera. Dies ermöglicht es dem Smartphone Tiefeninformationen zu sammeln, um damit einen Hintergrundunschärfe Effekt zu erzeugen. Dies soll die Bilder einer Spiegelreflex-Kamera simulieren, welche sich optisch gerade aufgrund der Hintergrundunschärfe und damit dem Freistellen des fokussierten Objekts unterscheiden.

Zwei Hauptkameras mit unterschiedlichen Blickwinkeln/Brennweiten. LG nutzt beispielsweise eine normale Hauptkamera und eine Weitwinkel-Sekundäre-Kamera, Apple oder auch neuerdings Samsung nutzen eine normale Kamera + eine Zoom Kamera.

Zwei gleichwertige Sensoren, deren Bilder für eine bessere Qualität zusammengerechnet werden. Dies macht beispielsweise Huawei bei seinen Smartphones. Hierdurch soll es mehr Details in den Aufnahmen geben, wie auch eine bessere Dynamik.

Xiaomi nutzt beim Mi A1 die zweite Version. Beide Kameras verfügen über unterschiedliche Blickwinkel. Die Hauptkamera hat einen normalen Blickwinkel, während die sekundäre Kamera einen 2x Zoom besitzt.

Zwar nutzte ich dieses Zoom Feature selbst recht selten und es hat mir auch bei Smartphones die es nicht haben bisher nie gefehlt, aber dennoch ist dies grundsätzlich ein sinnvolles Dual Kamera Feature.

Kommen wir aber langsam zur Bildqualität.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

   

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)

Puh bei der Bildqualität des Mi A1 sehe ich Licht und Schatten. Ist genug Licht vorhanden, werden Bilder der Hauptkamera gut. Diese sind scharf und bieten klare Farben inklusive stimmigen Weißabgleich.

Auch der zweite Kamera Sensor liefert akzeptable Aufnahmen. Hier muss aber gleich gesagt werden, dass die Bilder des zweiten Sensors ganz klar schlechter sind als die des Hauptsensors! Aufnahmen sind merklich weicher und weniger scharf.

Dies macht leider die Zoom Kamera etwas „überflüssig“. Zwar ist das Nutzen der Zoom Kamera bei gutem Licht besser als digital Zoom, aber das Wissen, dass die Bilder schlechter werden als mit der Hauptkamera, sorgt dafür, dass man die Hauptkamera auch zu 99% im Alltag nutzt.

Zumal bei ungünstigen Lichtverhältnissen das Bild völlig kippt. Sobald nicht mehr Sonnenschein herrscht, bricht der zweite Kamerasensor Qualitativ völlig weg. An sich keine Überraschung. Der zweite Sensor ist kleiner als der Hauptsensor und besitzt nur eine f2.6 Blende.

Aufnahmen werden verrauscht, die Schärfe sinkt stark und auch Farben bekommen einen Gelb/Braun stich.

Bei Dunkelheit oder Bewölkung zeigt aber auch die Hauptkamera schwächen. Bilder werden etwas matschig und verlieren ihren „Glanz“. Zudem sinkt die Schärfe ein gutes Stück und die Bilder neigen zum Verwackeln. Habt Ihr genug Zeit und Bewegen sich die Objekte nicht, geht es. Hier macht der „Low Light Modus“ einen guten Job. Bewegen sich die Objekte allerdings bekommt das Mi A1 Probleme.

Die Leistung der Kamera im Dunkeln ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Das Xiaomi Mi A1 ist damit eher ein schön Wetter Smartphone. Der Kamerasensor ist wie befürchtet nicht das Highlight dieses Smartphones. Dies sieht man auch an der recht schwachen Dynamik.

Wobei ich die Kamera jetzt auch nicht künstlich schlechtreden will. Es sind mit dem Xiaomi Mi A1 gute Bilder zu machen und in der 200€ Preisklasse wird es nicht leicht sein ein Smartphone zu bekommen mit besser Kamera zu finden. Ja diese gibt es, aber dafür besitzen diese entweder schwächere andere Hardware oder sind einen ticken teurer.

Die Kamera App macht im Übrigen einen guten Eindruck. Auch das Verarbeitungstempo der Bilder ist ausreichend hoch, lediglich HDR Aufnahmen dauern ein paar Sekunden.

Videoseitig kann das Mi A1 mit 4K Aufnahmen überzeugen. Diese bieten wenn das Licht stimmt eine gute Qualität, auch wenn der Autofokus vielleicht ein wenig Träge ist. Auch die Videostabilisierung ist suboptimal.

Dennoch für die 200€ Preisklasse ist das top!

 

Benchmarks und Leistung

Xiaomi setzt beim Mi A1 auf den Snapdragon 625 von Qualcomm. Der Snapdragon 625 ist ein recht beliebter Octa-Core in Smartphones der 200-300€ Preisklasse.

Der Snapdragon 625 ist hierbei die niedriger getaktete und somit etwas langsamere Version des Snapdragon 626, welcher beispielsweise im Bq Aquaris X, Lenovo Motorola Moto Z2 Play oder auch im Wiko Wim zum Einsatz kommt.

Der Qualcomm Snapdragon 625 ist eine vernünftige Wahl Xiaomis, aber auch kein absolutes Highlight. Wobei die 4GB RAM und die 64GB Speicher schon ganz nett in dieser Preisklasse sind.

Um die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Mi A1 besser einschätzen zu können, schauen wir und doch einmal ein paar Benchmarks an.

Wie zu erwarten war, liefert das Mi A1 eine gute Mittelklasse Leistung. Diese liegt knapp über dem Huawei P10 Lite mit seinem HiSilicon Kirin 658 und ein gutes Stück über beispielsweise dem Mediatek Helio P10, welcher in vielen 180-220€ Smartphones zum Einsatz kommt.

Allerdings muss sich das Mi A1 beispielsweise dem BQ Aquaris X knapp geschlagen geben. Hier kann auch das reine Android den Unterschied zwischen Snapdragon 625 und Snapdragon 626 nicht ausgleichen.

Ebenfalls wird das Mi A1 von Smartphones mit Snapdragon 652 oder 810 geschlagen, welche aber durchaus in Schlagdistanz sind.

Unterm Strich ist die reine Leistungsfähigkeit des Xiaomi Mi A1 als stark zu bezeichnen, wenn man bedenkt, dass dieses gerade mal 200€ kostet.

 

Leistung im Alltag

Reines Android + gute Mittelklasse Hardware = starke Alltagsleistung, so könnte man es zusammenfassen.

Mittlerweile sind Smartphone Prozessoren so leistungsfähig geworden, dass die normalen Alltagsanwendungen oder auch Spiele diesen in der Regel keine Probleme mehr bereiten.

Natürlich sieht dies bei Einsteiger Smartphones noch anders aus, aber der hier verwendete Snapdragon 625 ist schon in einer Leistungsklasse welche keine Probleme mit Facebook, WhatsApp, Twitter usw. hat. Selbst wenn viele Bilder schnell geladen werden müssen, zeigt sich das Xiaomi Mi A1 souverän.

Ruckeln oder stottern kann auftreten, ist aber extrem selten und meist nicht zu reproduzieren. Auch die Startzeit von Apps ist gering. Dank der 4GB RAM kommt es auch seltener zum erneuten Laden von Apps, wobei die 4GB RAM hier auch keine Wunder bewirken.

Startet Ihr ein größeres Spiel, werden Anwendungen im Hintergrund meist größtenteils geschlossen. Wo wir bei Spielen sind, wie laufen diese auf dem Xiaomi Mi A1?

In der Regel gut ist hier die Antwort. Bei sehr aufwendigen 3D Spielen aller Marvel Future Fight oder Star Wars Galaxy of Heroes kann es hier und da zu kleineren Rucklern kommen, wenn besonders viele Effekte auftreten. In der Regel sind allerdings alle Spiele auf einer mittleren bis hohen Qualität gut spielbar.

Wie sieht es abseits der reinen Leistungsfähigkeit aus? Das Xiaomi Mi A1 unterstützt 2,4Ghz wie aber auch 5Ghz WLAN mit einem Tempo von bis zu 433Mbit, der AC Standard ist also mit an Bord.

Dies in Kombination mit einer guten Signalstärke sorgt für schnelle App Downloads und schnelle Uploads von Medien wie Fotos und Videos.

Auch am LTE und dessen Empfangsstärke kann ich nichts bemängeln. Das Xiaomi Mi A1 unterstützt auf dem Papier LTE Cat 7 mit bis zu 300 Mbit. Ob dies auch praktisch erreichbar ist, kann ich dank Dorf LTE leider nicht testen, allerdings Band 20 ist an vorhanden und funktioniert auch! Die Signalstärke ist sogar leicht überdurchschnittlich.

Viel mehr gibt es nicht zum Xiaomi Mi A1 zu sagen. Der Rest ist wie man ihn bei einem Android Smartphone mit „Standard Android“ erwarten würde. Probleme mit Abstützen des Betriebssystems oder Apps hatte ich keine.

Zusammengefasst läuft das Xiaomi Mi A1 während meines Tests „unauffällig gut“.

 

Akkulaufzeit

Im Mi A1 ist ein 3080mAh Akku verbaut. 3080mAh ist nicht gigantisch groß, sondern eine Standard Kapazität. Für asiatische Smartphones sogar vielleicht etwas unterdurchschnittlich.

Dies bedeutet aber natürlich nicht zwingend, dass die Akkulaufzeit auch unterdurchschnittlich ist. Zu einer guten Akkulaufzeit gehört mehr als einfach nur ein großer Akku.

In meinem Standard Test, Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming erreichte ich bei einer mittleren Displayhelligkeit rund 5,5 Stunden aktive Nutzungszeit.

Dies ist ein mittelmäßiger Wert, welcher auch gut zur mittelmäßigen Akkukapazität passt. Unter Volllast und einer hohen Displayhelligkeit werdet Ihr das Mi A1 vermutlich in 2,5-3 Stunden leer gesaugt bekommen.

Intensiv Nutzer werden mit dem Mi A1 also nur knapp durch den Tag kommen. Positiv die Standby Akkulaufzeit ist top!

 

Fazit

Das Xiaomi Mi A1 ist ein klasse Smartphone! Gerade die Haptik und Optik ist grandios für ein 200€ Gerät. Wenn man das Mi A1 einem normalen Nutzer in die Hand gibt, bin ich mir sicher, dass dieser das Smartphone doppelt bis dreifach so teuer einstufen würde.

Aber auch abseits von der Optik und Haptik kann das Mi A1 überzeugen. Xiaomi setzt hier auf reines Android, mit Update- Versprechen, welches dank fähiger Hardware im Alltag absolut tadellos läuft.

Dies ist zwar immer eine schwierige Aussage aber mehr Smartphone braucht keiner, zumindest die meisten nicht. Ob nun Facebook, Webbrowsen, Twitter oder hier und da mal ein Spiel, all dies bereitet dem Mi A1 keine Probleme.

Der Snapdragon 625 in Kombination mit 4GB RAM ist schon eine ordentliche Kombination.

Bei den Kameras bin ich etwas hin und her gerissen. Die Hauptkamera ist okay, sofern das Licht stimmt. Im Low Light bricht das Mi A1 schnell weg. Auch die Dynamik und der Autofokus ist höchstens mittelmäßig. Dennoch sind gute Bilder mit dem Mi A1 problemlos machbar. Allerdings ein TP-Link Neffos X1 Max oder BQ Aquaris X können in der 200-250€ mit besseren Kameras überzeugen.

Von der Zweitkamera war ich weniger angetan. Diese ist einfach qualitativ nicht auf der Höhe der Hauptkamera. Unterm Strich sind die Kameras des Smartphones nicht schlecht, aber auch nicht das High Light des Mi A1.

Hier konnte mich Software, Empfangsqualität, Verarbeitung, Performance und nicht zuletzt das gute Display mehr überzeugen.

Unterm Strich ist das Xiaomi Mi A1 ein Hammer Smartphone für 200€! Ich würde sogar fast sagen, es ist der aktuell beste Allrounder in dieser Preisklasse.

Wenn Ihr also bereit seid auch mal ein Smartphone abseits der „bekannten“ Hersteller auszuprobieren, bekommt Ihr mit dem Mi A1 ein absolute Preis/Leistungsbombe!

Allerdings muss man bei allem Lob auch ehrlich sein. Das Xiaomi Mi A1 ist nicht alternativlos! Das Bq Aquaris X bietet beispielsweise leicht bessere Hardware (Snapdragon 626 und eine deutlich bessere Kamera) für rund 250€. Hier habt Ihr zudem eine reguläre Garantie und könnt von einem normalen Händler bestellen.

Dennoch bleibt das Xiaomi Mi A1 ein sehr attraktives Smartphone für alle die eine grundsolide Hardware zu einem sehr guten Preis suchen!

Positiv

  • Gute Leistung
  • Tolle Optik und Verarbeitung
  • Reines Android
  • Gute Empfangsqualität
  • Gute Akkulaufzeit

 

Neutral

  • Akkulaufzeit mittelmäßig

 

Negativ

  • Sekundäre Kamera mäßig 
  • Autofokus etwas träge

Die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC Speicherkarte im Test

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Ein Test zu einer Speicherkarte? Langweilig! Falls Ihr dies denkt habt Ihr schon etwas Recht. Allerdings teste ich alles was mir in die Finger kommt und für Speicherkarten -Verhältnisse ist die SanDisk Extreme PRO mit 256GB Kapazität natürlich schon ein interessanteres Modell.

256GB Speicherkarten sind noch etwas recht Neues und gerade dann, wenn Ihr ein höheres Tempo sucht auch noch recht teuer.

Die Extreme PRO ist hierbei Sandisks aktuelle High End Serie, welche durch eine hohe Zuverlässigkeit und ein hohes Tempo punkten soll.

Für die 256GB Version werden hier satte 140€ fällig. Wollen wir doch mal schauen was die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC dafür bietet!

 

Die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC Speicherkarte im Test

Ihr werdet sicherlich schon einmal eine SD Speicherkarte gesehen haben, falls ja ist die SanDisk Extreme PRO nichts Neues.

Die Extreme PRO setzt auf ein schwarzes Plastikgehäuse welches mit einem schwarz/roten Label versehen ist. Qualitativ macht das Gehäuse der Speicherkarte einen „normalen“ Eindruck.

Wer also glaubt ein besonders hochwertiges Gehäuse zu bekommen wird enttäuscht. Hier unterscheidet sich die SanDisk nicht von normalen Speicherkarten.

Die Speicherkarte verfügt wie üblich auch über einen Schreibschutzschalter. Auch liegt die bei SanDisk obligatorische RescuePRO Deluxe Software mit im Lieferumfang.

Die Extreme PRO soll zudem stoßsicher, temperatursicher, wasserfest und röntgensicher sein, Daumen hoch dafür, auch wenn SanDisk keine genauen Daten angibt welche Temperaturen die Speicherkarte zum Beispiel aushält.

 

Leistung

Kommen wir zum eigentlich interessantem Punkt, der Leistung. Die 256GB Version der SanDisk Extreme PRO ist eine UHS-I SD Karte mit der „V30“ Klasse.

SanDisk bewirbt diese mit einem Tempo von 95MB/s lesend und 90MB/s schreibend. Dies sind sehr hohe Werte! 95MB/s ist das absolute Maximum was überhaupt über den normalen SD Karten Slot übertragen werden. Erst mit UHS-II haben Speicherkarten zusätzliche Kontakte erhalten wodurch noch mehr Tempo möglich ist.

Werden diese 95/90MB/s in der Praxis erreicht? Als Test Speicherkartenleser nutze ich den Kingston FCR-HS4, ein recht gutes Modell.

Wie man sieht erreicht die Speicherkarte nicht ganz die beworbenen Werte. Praktisch konnte ich rund 91MB/s lesend und 83MB/s schreibend erreichen. Diese Werte werden sowohl von CrystalDiskMark und AS SSD bestätigt.

H2testw erreichte zwar leicht niedrigere Werte mit 87,1MB/s lesend und 78,8MB/s schreibend. Es ist aber normal, dass H2testw leicht niedrigere Werte erreicht, Hauptsache die SD Karte besteht den Test.

 

Fazit

Ihr sucht eine große und schnell Speicherkarte und seid dafür auch bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen?

Dann ist die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC Speicherkarte eine gute Wahl! Praktisch erreichte diese 91MB/s lesend und 83MB/s schreibend, viel besser kann eine UHS-I Speicherkarte nicht abschneiden!

Natürlich wirkt der Preis mit 140€ recht hoch, dafür bekommt man aber auch satte 256GB. Kurzum ich kann die SanDisk Extreme PRO empfehlen, ich habe diese seit nun ein paar Wochen im Einsatz und bisher keine Probleme.

Auch allgemein gehört SanDisk zu den besseren Speicherkartenherstellern, vor allem was die Zuverlässigkeit angeht.

Die neue equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W) im Test, volle Power für das Apple MacBook/Dell XPS!

Equinux hat mit seiner neuen tizi Tankstation eins der interessantesten Ladegeräte in der letzten Zeit auf den Markt gebracht.

Warum? Dieses verfügt neben drei normalen USB Ports auch über einen USB C Port mit „Power Delivery“.

Smartphones welche via USB Laden ist nichts ungewöhnliches, allerdings Notebooks, welche man via USB aufladen kann ist durchaus etwas neues.

Ermöglicht wird dies durch den USB Power Delivery Standard, welcher gerade in Apple Produkten eine sehr hohe Verbreitung findet. Nicht nur Apples neuere Notebooks können via USB Power Delivery geladen werden, sondern auch die Apple iPad Pros und die neueren iPhones.

Schließt Ihr Letztere an ein USB Power Delivery Ladegerät an, werden diese nicht nur geladen, sondern schnellgeladen!

Aber auch beispielsweise Dell Notebooks der XPS Reihe lassen sich via USB C Power Delivery laden, genau wie die Nintendo Switch und die ASUS Zenbooks.

Erstaunlicherweise gibt es aber noch gar nicht so viele Ladegeräte, welche den USB Power Delivery Standard unterstützen. Es gibt das Anker PowerPort+ 5 Premium, das ist das einzige große Multiport Ladegerät mit USB Power Delivery bis zu diesem Zeitpunkt, wie auch einige kleinere und teilweise wenig vertrauenserweckende Modelle auf Amazon.

Equinux ist hingegen eine große und vertrauenswürdige Marke, mit dem Sitz in Deutschland! Von daher wollen wir uns doch einmal die neue equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W) im Test ansehen!

 

Die neue equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W) im Test

Die equinux tizi Tankstation ist ein Multiport USB Ladegerät und nutzt dafür auch den üblichen Formfaktor.

Das Gehäuse ist also relativ flach, dafür aber recht breit und lang. Zudem wird das Ladegerät nicht direkt mit dem Strom verbunden, dieses ist kein Steckdosenadapter, sondern kann auf dem Schreibtisch liegen, was ich praktischer finde.

Beim Gehäuse setzt equinux auf ein einfaches mattes Plastik, welches ausreichend robust ist. Zwar ist zugegeben das Ladegerät weniger schick designt als ein originales Apple Macbook Ladegerät, aber dafür ist dieses funktional besser.

Auf der Front finden wir vier Ports. Drei dieser Ports sind normale USB Anschlüsse mit jeweils 5V 2,4A. Diese können allerdings gemeinsam „nur“ mit bis zu 15W bzw. 3A belastet werden.

Das reicht um zwei Mittelklasse/Oberklasse Smartphones zu laden, aber beispielsweise ein iPad + ein iPhone ist zu viel.

Diese USB Ports sind aber eher als „Bonus“ gedacht. Der wahre Star ist ohne Frage der USB C Port. Dieser besitzt auch reichlich Leistung.

Diese wird von equinux mit satten 60W angegeben! Genau genommen 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A und 20V/3A.

Das ist ehe sehr hohe Leistung! Damit kann die tizi Tankstation ein Apple MacBook Pro Ladegerät in der Theorie vollständig ersetzen!

Dies Gesamtleistung des Ladegeräts liegt bei 75W, also 60W via USB C und 15W via „normal“ USB. Über eine LED oder Ähnliches verfügt das Ladegerät nicht.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls habe alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple ist USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten am Verbauen.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A.

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät!

Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt Ihr auch am USB C Port der equinux tizi Tankstation jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom.

Allerdings gibt es einige Notebooks welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.

Dies ist aber bei der equinux tizi Tankstation erst einmal kein Problem. Mit 60W auf dem USB C Port bietet diese für alle mir bekannten Notebooks genug Leistung.

 

Messwerte

Beginnen wir bei den drei normalen USB Ports. Equinux gibt die Leistung für diese USB Ports mit 3A an. Dies ist recht wenig auf drei Ports verteilt, praktisch reicht diese Leistung um zwei Smartphones gleichzeitig bei vollem Tempo zu laden. Aber beispielsweise ein iPad + ein Smartphone wäre zu viel. Wobei „zu viel“ sehr relativ ist.

Praktisch ist es möglich ca. 3,6A über diese drei Ports zu saugen, ehe die Spannung auf den Ports zusammenbricht (auf ca. 3,2V).

Würdet Ihr also ein Tablet und ein Smartphone gleichzeitig anschließen wird die Ladegeschwindigkeit für beide Geräte einfach nur gedrosselt. Der Ladevorgang wird nicht komplett unterbrochen.

Wie steht es aber um die Ladegeschwindigkeit? Diese ist ordentlich, für Ports, welche kein Schnellladeverfahren nutzen. Hierbei sind die USB Anschlüsse sowohl für Apple wie auch Android Smartphones optimiert.

Das iPhone X erreicht 1,47A, das iPad Pro 2,21A, das Samsung Galaxy S8+ 1,76A, das Google Pixel 2 XL 1,42A und das Huawei Mate 10 Pro 1,86A.

Durch die Bank weg vernünftige Ladegeschwindigkeiten! Probleme mit einem speziellen Smartphone Hersteller scheint es nicht zu geben, die Smart Elektronik macht also einen guten Job.

Das ist interessante ist aber natürlich der USB C Port mit Power Delivery. Folgende Geräte habe ich an diesem getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro
  • Samsung Galaxy S8+
  • Google Pixel 2 XL
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Dell XPS 13
  • Apple MacBook Pro 13 (Late 2016)

Beginnen wir bei den Smartphones. Das iPhone X erreichte 8,8V und 1,82A (16,01W), was rund 3x so schnell ist wie mit dem beiliegenden Ladegerät und doppelt so schnell wie mit einem normalen 5V USB Ladegerät, das Google Pixel erreichte 8,8V 2,15A (18,92W) und das Huawei Mate 10 Pro 9V 1,91A (17,19W).

Das Samsung Galaxy S8 ist immer so eine Sache an USB Power Delivery Ladegeräten. Dieses scheint nur einen sehr halbherzigen Support für diesen Standard mitzubringen. An der Tizi Tankstation erreichte dieses 5V 2,18A, was 10,9W entspricht. Dies ist schneller als an einem normalen 2,4A USB Port, wo dieses maximal 8,85W erreicht, aber auch langsamer als via Quick Charge, wo dieses rund 12,8W aufnimmt.

Aber wie man sieht, sind die Unterschiede sehr gering.

Wie steht es um das iPad Pro? Die neueren iPad Pros nutzen auch USB Power Delivery und können daher an der Tankstation schnellladen. Ich konnte 14,8V und 1,7A messen, was rund 25W Ladestrom entspricht. Verglichen mit den rund 12W des Original Ladegerätes ist das doch ein guter Sprung.

Vielleicht fragt ihr euch nun „wie lädst du denn die Apple Geräte an einem USB C Port?!“, wie für alles gibt es auch hier einen Adapter bzw. ein Adapterkabel. Dieses stammt direkt von Apple und ist ein USB C auf Lightning Kabel. Wichtig nur das Original Apple USB C auf Lightning Kabel unterstützt das Schnellladen! Sämtliche 3. Anbieter Kabel die ich bisher getestet habe, funktionieren nicht.

Kommen wir zu den Notebooks. Das Dell XPS 13 ist etwas wählerischer beim Laden via USB C. Dieses benötigt mindestens 45W Leistung auf dem USB C Port, das heißt, die ganzen 29/30W USB C Ladegeräte funktionieren nicht mit dem Dell.

Das equinux tizi Tankstation funktionierte mit 60W allerdings problemlos! Ich konnte hier einen Ladestrom von 44,2W messen (19,8 und 2,24A). Dies entspricht der Leistung des Original Ladegerätes!

Apple MacBooks und MacBook Pros sind hingegen deutlich unproblematischer. Diese können genau genommen an so ziemlich allen USB Ladegeräten laden, nur dann halt gegebenenfalls sehr langsam.

An der equinux tizi Tankstation lädt allerdings mein MacBook Pro 13 Late 2016 alles andere als langsam. Auch dieses wählte die 20V Spannungsstufe, bei 2,36-2,96A Ladestrom, also rund 46-58W.

Kurzum das MacBook Pro 13 Zoll wird mit vollem Tempo geladen!

Kommen wir zum Abschluss noch zu ein paar grundsätzlichen Dingen. Leider verfügt meine Tankstation über ein leichtes Spulenpfeifen, wenn die drei USB Ports belastet werden. Die Lautstärke des Spulenpfeifens ist noch in einem sehr erträglichen Rahmen und für mich kein NoGo, auch wenn ich die Tankstation nicht auf meinem Nachttisch einsetzen würde.

Spulenfiepen ist aber nicht zwingen immer bei allen Modellen vertreten, es ist also möglich, dass euer Ladegerät dies nicht hat.

Der Stromverbrauch im Leerlauf liegt bei 0,3W und die Effizienz der normalen USB Ports bei 83% und die Effizienz des USB C Ports bei 91% (jeweils bei einer mittleren Last). Gerade der Wert für den USB C Port ist gut!

 

Fazit

Ihr besitzt ein Apple MacBook Pro, Dell XPS, iPad Pro oder ein anderes Notebook welches via USB C Laden kann und sucht ein gutes und schnelles Ersatz Ladegerät? Dann ist die equinux tizi Tankstation aktuell eure erste Wahl!

Dies liegt natürlich primär an der hohen Leistung, welche auf dem USB C Port liegt. 60W Leistung via USB C ist schon ordentlich und reicht auch praktisch so gut wie alle Geräte auf dem Markt welche USB Power Delivery unterstützen mit vollem Tempo zu laden.

Also ja die equinux tizi Tankstation kann beispielsweise das originale Apple MacBook Pro Ladegerät voll ersetzen. Zusätzlich kann die Tankstation auch viele Smartphones schnellladen, unter anderem das neue iPhone X, iPhone 8, Huawei Mate 10/9, P10, Google Pixel 1 und 2 usw.

Hinzu kommen noch die drei normalen USB Ports, welche optimal sind zusätzlich ein Smartphone, Powerbank, Bluetooth Lautsprecher usw. aufzuladen. Hier habe ich allerdings einen Kritikpunkt. Die Leistung auf diesen USB Ports ist mit insgesamt 3A relativ gering. Die 3A reichen, um zwei Smartphones gleichzeitig flott zu laden, bei mehr wird aber die Leistung gedrosselt.

Dennoch fällt das Fazit zur equinux tizi Tankstation sehr positiv aus! Ein super Schreibtisch und Reise Ladegerät! Kompakt, schnell und funktionaler als die meisten Originalladegeräte, dank der drei zusätzlichen USB Ports.

Auch der Preis geht vollkommen in Ordnung!

equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W)
Leistung 75W
Preis bei Amazon
Ports 4
Strom Aufnahme Leerlauf 0,3W
Last Test bestanden? Ja
Spulenfiepen Nein
Effizienz 83% (91%)
Apple iPhone X ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple iPad Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Samsung Galaxy S8+ +
Nintendo Switch ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Google Pixel 2 XL ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Huawei Mate 10 Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Dell XPS 13 ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Testergebnis ★★★★★ 94%

Das Google Pixel 2 XL im Test, mein lieblings Android Smartphone

Als das Google Pixel 2 XL vorgestellt wurde, muss ich zugeben mich etwas verliebt zu haben. Irgendwie gefiel mir das etwas ungewöhnlichere Design des Pixel 2 XL.

Allerdings wie heißt es so schön, man kann ja nicht alles haben und da der Test zum Pixel 1 XL eher mäßig gut lief, habe ich schweren Herzens auf den Kauf des Pixel 2 XL verzichtet.

Allerdings nun vor Weihnachten wurde die Verlockung doch zu groß aufgrund der 150€ Rabatt die man auf die Pixel Geräte bekam.

Zwar bin ich jetzt etwas spät mit meinem Test an der Reihe, aber vielleicht ist dieser dennoch für euch interessant.

Lohnt es sich noch ein Google Pixel 2 XL zu kaufen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Google Pixel 2 XL

Google versucht mit dem Pixel 2 und dem Pixel 2 XL optisch sich etwas von der Masse an Smartphones auf dem Markt abzuheben.

Dafür setzt man hier auch auf das vom Pixel 1 bekannte Glas „Fenster“ auf der Rückseite, welches den Bereich um die Kamera bedeckt.

Abseits davon gibt es aber nur sehr wenige Ähnlichkeiten zum Google Pixel 1. Auf der Front dominiert nun das 6 Zoll P-OLED Display, welches zwar nicht rahmenlos ist, aber dennoch mit Recht kleinen Displayrahmen punkten kann.

Ich habe hier einige Kommentare von anderen Testern gelesen nach dem Motto: Nutzer „die Rahmen auch beim Pixel 2 XL sind noch zu groß“. Ja die Rahmen sind größer als beim iPhone X oder Samsung Galaxy S8, aber ich finde das Handgefühl wirklich top! Es gibt hier beispielsweise deutlich weniger unbeabsichtigte Berührungen als bei den beiden zuvor genannten Modellen.

Auch optisch finde ich die Front schick. Es ist etwas anderes als beim iPhone X, Huawei Mate 10 Pro, Samsung Galaxy S8 usw.

Zudem wird der Platz beim Pixel 2 XL auch sinnvoll genutzt. Das Smartphone besitzt zwei Lautsprecher auf seiner Front. Einer über dem Display und einer unter dem Display. Rein von ihrer Form und Anmutung erinnern diese etwas an das Google Nexus 6 oder diverse Motorola Smartphones, dabei wird das Pixel 2 XL von LG gefertigt!

Das Google Pixel 2 XL ist in zwei Farbvarianten verfügbar, schwarz und schwarz/weiß, auch Panda genannt. Schon als das Pixel 2 XL vorgestellt wurde, hatte ich mich etwas in die Panda Version etwas verliebt, dementsprechend habe ich mich für diese auch entschieden.

Eine gute Wahl? Ja! Ich finde diesen Farbmix sehr gelungen, gerade da dieser sich von den schwarzen Glas- Smartphones, welche dieses Jahr etwas dominieren, absetzt. Womit ich etwas weniger glücklich bin, ist der farbige Einschalter. Google hat den Einschalter des Pixel 2 XL immer in einer anderen Farbe gefärbt, vermutlich als Akzent gedacht.

Beim „Panda“ ist der Einschalter orange. Auf Bildern wirkte dies auch sehr cool, in der Praxis ist das Orange etwas heller als es auf Googles Bildern den Anschein macht. Hierdurch geht die Farbe eher in Richtung Warnwesten Farbe. Ein dunkles Rot hätte ich ganz klar bevorzugt.

Dennoch gefällt mir das Pixel 2 XL optisch richtig gut! Wie steht es um die Haptik?

Ich bin bei der Haptik hin und her gerissen. Erinnert Ihr Euch noch an das LG G5? Dieses wurde von der Presse sehr dafür angegriffen das LG hier auf ein Aluminiumgehäuse setzte, welches aber mit einer dicken Schicht Farbe überzogen wurde und sich daher nicht nach Aluminium anfühlte.

Ähnliches ist auch beim Google Pixel 2 XL der Fall. Die Rückseite bestehet mit Ausnahme des „Fensters“ aus Aluminium, welches aber auch hier mit einer recht dicken Farbe überzogen zu sein scheint.

Hierdurch fühlt sich das Smartphone natürlich noch robust und hochwertig an, aber ist anders als ein iPhone 7 oder Huawei Mate 9. Es wirkt doch etwas „plastikhafter“. Wobei dies auch nicht ganz richtig ist, es fühlt sich wärmer an als ein echtes Aluminium Smartphone.

Hier ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=BVKnt7H4zVc#t=01m50s

Schlimm? Nein! Natürlich wenn ihr ein Smartphone sucht, welches sich so edel wie möglich anfühlt, kauft ein S8, Mate 10 Pro oder iPhone X. Reicht Euch aber ein Smartphone, welches sich gut anfühlt dann ist das Pixel 2 XL perfekt!

Gehen wir einmal um das Pixel 2 XL herum. Auf der Front finden wir das 6 Zoll P-OLED Display, die beiden Front Lautsprecher und eine 8 Megapixel Frontkamera.

Auf der Unterseite des Pixel ist der USB C Ladeport und auf der linken Seite die üblichen Hardware Tasten jedes Smartphones. Hierbei scheint der Einschalter komplett aus Plastik gefertigt zu sein, währen die Lautstärkewippe aus Aluminium ist.

 

Software

Das Google Pixel 2 XL setzt natürlich auf Android in der jeweils aktuellen Version. Mein Pixel 2 wurde noch mit 8.0 ausgeliefert, bekam aber direkt das Update auf 8.1.

Sucht Ihr das Android Smartphones mit den meisten und schnellsten Updates, seid Ihr natürlich beim Pixel richtig. Google verspricht 3 Jahre Sicherheitsupdates und Softwareupdates.

Für ein Android Smartphone ist dies natürlich top! Gerade da das Pixel 2 vor allem die Updates schnell bekommen wird.

Zwar besitzt das Google Pixel 2 XL an sich „reines“ Android, aber genau genommen hat hier Google doch ein paar Modifikationen am reinen Android vorgenommen.

Sowohl der Einrichtungsprozess wie auch der Launcher ist modifiziert. Ich nehme an Google will den Pixel Käufern doch etwas das Gefühl geben etwas „Besonderes“ zu haben und hat daher ein paar spezielle visuelle Elemente eingebaut.

Ich kann diese Entscheidung nur begrüßen! Aufgrund des etwas optisch aufgebohrten Pixel Launchers und beispielsweise des sehr coolen bewegten Wallpaper wirkt das ansonsten Stock Android etwas „interessanter“.

3. Anbieter Software ist selbstverständlich keine zu finden! Ihr bekommt lediglich das volle Paket Google. Hierzu gehört die Google Now Seite, welche wie üblich ganz links zu finden ist, der Google Assistent, Google Foto usw.

In Google Foto bekommt ihr auch zwei Jahre lang unbegrenzten Speicher gratis. Eine nette Beigabe, welche aber auch nicht sooo besonders ist. Jedes Smartphone kann unbegrenzten Google Foto Speicher haben, mit „reduzierter“ Qualität. Google reduziert allerdings die Qualität so minimal das dies nicht auffällt.

Lediglich das gratis Speichern von 4K Videos und großen Panoramas ist letztendlich wirklich „besonders“.

Macht Ihr also viele Videos, welche auch viel Speicherplatz fressen, ist der gratis Google Foto Speicherplatz Gold Wert.

Vor allem da das Pixel 2 XL keinen erweiterbaren Speicher besitzt. Ihr müsst Euch bei der Bestellung zwischen 64GB und 128GB entscheiden. Grundsätzlich würde ich mehr Speicher empfehlen, aber auch ich habe nur die 64GB Version genommen, mit welcher ich unter anderem dank gratis Google Fotos Speicherplatz ganz gut klar komme.

Von den 64GB Speicher sind von Haus noch rund 54GB frei.

 

Display

Das Display des Google Pixel 2 XL ist ohne Frage ein sehr kontroverser Punkt. Dabei sieht dieses auf dem Papier erst einmal sehr gut aus! Es handelt sich bei diesem um ein 6 Zoll P-OLED Display mit einer 2880×1440 Pixel Auflösung.

Wie nun das Display aussieht, häng etwas von Eurer Software Version aus. Der erste große Kritikpunkt den viele Tester des Pixel 2 XL hatten, waren die Farben. Ja dies kann ich nachvollziehen! Out of the Box waren die Farben des P-OLED Display wirklich etwas „matt“, wobei man doch ansonsten OLED Displays als sehr bunt kennt.

Ob dies nun an der P-OLED Technologie liegt oder nur an der Software ist schwer zu sagen. P-OLED steht für „Plastik“ OLED. Hier sind die einzelnen Pixel in einem Plastik eingefasst, bei normalen OLED Panels hingegen in Glas.

Wie auch immer, Google hat das negative Feeback gehört und drei Display Modis via Software eingebaut, natürlich, verstärkt und gesättigt.

Natürlich ist es wirklich recht matt und flach was die Farben angeht, verstärkt ist ein wenig leuchtender aber immer noch recht matt verglichen mit einem Samsung S8 oder iPhone X.

Gesättigt hingen dreht die Farben wirklich ein gutes Stück auf! Hier geht das Pixel 2 XL wirklich etwas in Richtung des Samsung Galaxy S8. Persönlich finde ich diesen Modus am ansprechendsten.

Die weitere Kritik bezog sich auf die Blickwinkel. Hier konnte Google natürlich via Software Update nachhelfen.

Wenn Ihr das Display des Smartphones schräg betrachtet, bekommen weiße Flächen einen Blaustich. Ich finde zwar hier die Kritik die das Pixel 2 XL einstecken musste etwas überzogen, aber ja solch ein Verhalten“ des Displays ist wirklich bei High End Smartphones etwas Ungewöhnliches.

Fällt das Ganze im Alltag auf? Wenig bis gar nicht. Lasst Euch hiervon nicht abschrecken! Nein das Display ist sicherlich nicht das allerbeste in einem aktuellen Smartphone, aber schlecht ist dieses auch auf keinen Fall!

Auch die maximale Helligkeit ist durchaus ordentlich. Ein Outdoor Einsatz mit dem Pixel 2 XL ist also kein Problem.

 

Sound

Die Minuspunkte die das Pixel 2 XL beim Display kassiert hat, werden allerdings von den wirklich, hervorragenden Lautsprechern ausgeglichen.

Wenn euch die Lautsprecher bei einem Smartphone wichtig sind, dann ist das Google Pixel 2 XL von den aktuellen High End Smartphones ganz klar eure erste Wahl!

Zum einen sind die Lautsprecher auf der Front, was die optimale Position ist, zum anderen besitzen diese eine sehr gute Klangfülle und Volumen (für ein Smartphone). Auch die maximale Lautstärke ist gut!

Kurzum eine wirklich tadellose Vorstellung!

Der Kopfhöreranschluss ist allerdings wieder eine andere Sache, denn das Pixel 2 XL hat keinen. Ich finde es sehr amüsant, letztes Jahr hat sich Google noch darüber lustig gemacht, dass der Kopfhöreranschluss beim iPhone 7 fehlte. Dieses Jahr lassen sie ihn selbst weg.

Der Adapter der in der Box beiliegt ist qualitativ okay, aber ich würde Euch mittelfristig empfehlen auf Bluetooth Kopfhörer und Ohrhörer umzusteigen. Google liefert hier wirklich Standard Qualität und nichts Besonderes.

 

Kamera

Die Kamera ist ein Punkt, welcher von Google sehr stark hervorgehoben wird. Unter anderem wirbt man mit dem höchsten DxO Mark Score aller Zeiten usw.

Bei der Kamera Hardware sehen wir allerdings erst einmal wenige Besonderheiten. 12 Megapixel und eine F1.8 Blende, keine Dual Kamera. Der Sensor ist allerdings mit 1/2.6″ vergleichsweise groß. Zum Vergleich das iPhone X hat einen 1/2.9″ Sensor.

Dennoch ist beispielsweise ein Samsung Galaxy S8 oder auch Huawei Mate 10 Pro auf dem Papier dem Pixel 2 was die Kamera Hardware angeht überlegen.

Die Stärke von Googles Kamera kommt durch die Software. Das Pixel 2 XL nutzt auch wieder HDR+, das bedeutet alle Aufnahmen des Pixel bestehen in Wirklichkeit aus drei zusammengerechneten Bildern.

Google nutzt hier wie auch schon beim Pixel 1 einen sehr guten Algorithmus und ein ebenfalls sehr gutes Post Processing.

Was ist nun besser sehr gute Hardware + gute Software oder gute Hardware + sehr gute Software?

Schauen wir uns ein paar Testbilder an.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Wie zu erwarten sind die Aufnahmen des Google Pixel 2 XL fantastisch! Bei Tageslicht sind die Bilder scharf und detailliert mit einer Dynamik welche ganz klar die beste ist, welche ich jemals bei einem Smartphone gesehen habe.

Auch die Textur der Aufnahmen und die Klarheit in der 100% Ansicht ist unheimlich gut!

Stilistisch geht Google allerdings eher einen recht konservativen Weg. Was meine ich damit? Farben der Fotos sind recht neutral und auch die Beleuchtung ist exakt. Klingt erst einmal gut, aber viele Smartphones neigen zu etwas leuchtenderen Farben und einer etwas helleren Belichtung, damit die Fotos etwas ansprechender aussehen.

Das Google Pixel 2 XL hingen produziert hingegen sehr gute und korrekte Bilder. Im Gegenzug hat dafür das Pixel 2 XL keine Probleme mit überbelichten oder unterbelichteten Stellen.

Rein neutral gesehen, würde ich soweit sagen, dass die Fotos des Pixel 2 XL bei normalen Tageslicht/Bewölkung wirklich die so ziemlich besten sind die man von einem Smartphone bekommen kann.

Wie sieht es aber bei schlechterem Licht aus? Im Low Light liefert das Pixel immer noch eine absolute Spitzenperformance! Aufnahmen sind weiterhin was die Dynamik angeht absolute Weltklasse!

Fotografiert Ihr beispielsweise Kerzen die in einem gedimmt beleuchteten Raum auf einem Tisch stehen, schafft es das Google Pixel 2 XL wie kein anderes Smartphone mit den unterschiedlichen Lichtquellen klar zu kommen.

Andere Smartphones hätten nun ein Problem. Entweder das Bild etwas dunkler machen damit die die Belichtung für die helleren Kerzen passt oder die Belichtung etwas höher drehen damit der Raum heller ist, dann überstrahlen aber die Kerzen etwas.

Google Pixel 2 XL, man beachte wie gleichmäßig das Bild/der Baum ausgeleuchtet ist
Apple iPhone X
Huawei Mate 10 Pro
Samsung Galaxy S8+

Ein iPhone X beispielsweise würde in dieser Situation die Kerzen etwas überbelichten, um den Raum besser auszuleuchten. Ähnliches gilt auch für das Samsung Galaxy S8.

Das Huawei Mate 10 Pro hingegen würde vermutlich eher den Raum etwas abdunkeln zugunsten der Kerzen.

Das Google Pixel 2 XL hingegen würde es schaffen beides hinzubekommen! Korrekt beleuchtete Kerzen und ein gut ausgeleuchteten Raum. Dies liegt natürlich an der HDR+ Technologie.

Dies hat allerdings auch oftmals den Nachteil, dass Bilder etwas zu „perfekt“ aussehen. Wollt Ihr beispielsweise stimmungsvoll eine Kerze in einem dunklen Raum fotografieren, neigt das Pixel 2 dazu den Hintergrund mit auszuleuchten und so die Stimmung etwas zu „ruinieren“.

Allerdings zeigt das Pixel im Dunkeln auch ein paar Schwächen. Von den top Kamera Smartphones (Apple iPhone X, Samsung Galaxy S8, Huawei Mate 10 Pro, Google Pixel 2 XL), erzeugt das Pixel 2 XL gemeinsam mit dem iPhone X das stärkste Bildrauschen! Auch die Schärfe ist nicht ganz die beste. Hier liegt man +- mit dem iPhone X auf einer Stufe.

Ein Huawei Mate 10 Pro hingegen produziert im Dunkeln weniger rauschende und schärfere Aufnahmen.

Das passt auch ganz gut zu meinem Foto Fazit. Das Google Pixel 2 XL gehört ohne Frage zu den Top 4 der Kamera Smartphones auf dem Markt. Aber ob ich diesem Platz 1 geben würde, ist nicht ganz eindeutig. Gerade im Dunklen ist das Mate 10 Pro vielleicht noch einen Ticken besser.

Aber das sind Fotos, wie steht es um Videos?

Hier kann das Pixel 2 XL zuerst aufgrund seiner hervorragenden Video Stabilisierung punkten. Die Kombination aus Software und Hardware Stabilisierung ist Google einfach gut gelungen. Videos sind unheimlich weich und flüssig.

Die Bildqualität liegt auf dem Level der anderen High End Smartphones. Vielleicht hat das iPhone X aufgrund seiner 4K 60FPS einen kleinen Vorteil bei besonders schnellen Bewegungen, aber abseits davon sind Videos des Pixel 2 XL unheimlich scharf und detailliert. Kurzum der Videomodus ist ebenfalls absolute Spitzenklasse.

Zum Abschluss wie steht es um den Porträt Modus? Dieser ist auch an Board, wird aber vom Pixel 2 XL von nur einer Kamera erzeugt. Google spricht hier davon, dass dank Dual Pixeln keine zwei Kameras nötig sind usw.

Der Porträt Modus ist okay, aber wie ich finde unzuverlässiger als der des iPhone X und des Huawei Mate 10 Pro.

Teilweise erzeugt das Pixel 2 XL wirklich hervorragende Porträts, teilweise haben diese aber auch grobe Fehler, was die Hintergrundunschärfe angeht.

Hier schwankt das Google Pixel teilweise sehr extrem zwischen positiv und negativ.

 

Leistung und Benchmarks

Im Google Pixel 2 XL arbeitet die übliche Kombination aus Qualcomm Snapdragon 835 und 4GB RAM. Diese Kombination wird von den meisten High End Smartphones 2017 genutzt.

Hier hat Google also keine „spezielle“ Hardware verbaut, was aber auch nicht schlimm ist. Der Snapdragon 835 ist immer noch der so ziemlich fähigste Chip auf dem Markt, in der Theorie, wie sieht es in der Praxis aus?

Schauen wir uns dafür zunächst ein paar Benchmarks an.

Das Google Pixel 2 XL in der Praxis

Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, wie steht es um die Leistung in der Praxis? Hier habe ich beim Pixel 2 XL etwas das iPhone Problem. Es gibt nicht viel zu berichten. Beim Google Pixel 2 XL trifft fähige Hardware auf hervorragend optimierte Software, eine gute Kombination!

Das Pixel 2 XL ist ohne Frage das am besten laufende Android Smartphone, dass ich dieses Jahr in der Hand hatte. Dies gilt sowohl für die Basis Apps, wie aber auch für die Benutzeroberfläche und Spiele.

Zwar hatte ich bei Spielen teilweise das Gefühl, dass diese noch einen Tick besser auf dem Huawei Mate 10 Pro laufen, aber dennoch eine tadelloses Ergebnis des Google Pixel 2 XL!

Besser geht es aktuell nicht!

Ebenfalls positiv ist mir der Fingerabdruckscanner aufgefallen, welcher sehr schnell und akkurat arbeitet. Zwar etwas schade ist, dass Google noch keine Möglichkeit zur Geschichtserkennung eingebaut hat, aber auch kein Weltuntergang.

Etwas auf das ich sonst eher selten eingehe, ist der Vibrationsmotor. Aber nach dem sehr schlechten Vibrationsmotor des Huawei Mate 10 Pro, kann ich den des Google Pixel 2 XL noch etwas mehr wertschätzen.

Zwar ist der Vibrationsmotor nicht übermäßig stark, aber dieser erzeugt ein sehr angenehmen „Tap“.

Das Google Pixel 2 XL verfügt nun auch über ein Always on Display, welches ganz ordentlich ist. Dieses zeigt Euch neben Datum und Uhrzeit auch Benachrichtigen usw. an. Sehr praktisch das Ganze!

 

Akku

Das Google Pixel 2 XL verfügt über einen 3520mAh großen Akku. Groß ist hier durchaus eine berechtigte Aussage! Zwar bietet beispielsweise ein Huawei Mate 10 Pro 4000mAh, aber 3520mAh ist schon sehr ordentlich!

Aber die Frage ist natürlich was macht das Pixel 2 XL aus dieser Akkukapazität. Meist spielt es viel weniger eine Rolle ob das Smartphone nun 3500mAh oder 3000mAh Akku Kapazität hat, sondern wie gut die Software und die einzelnen Komponenten abgestimmt sind.

Wie schlägt sich hier das Google Pixel 2 XL? In meinem üblichen Standard Test, eine bunte Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtem Gaming usw. erreichte das Pixel 2 XL rund 8-9 Stunden aktive Nutzungszeit. Ein sehr guter Wert!

Ebenfalls sehr gut ist die Standby Zeit. Nutzt Ihr das Pixel 2 XL nicht, braucht dieses auch so gut wie keine Energie. Selbst wenn Ihr das Always on Display an habt, braucht das Pixel über Nacht nur wenige % Punkte.

 

Fazit zum Google Pixel 2 XL

Das Google Pixel 2 XL ist eine Hassliebe. Einerseits finde ich das Design, die Haptik usw. toll, auf der anderen Seite weiß ich aber das Smartphones wie das Samsung Galaxy S8 an sich mehr für weniger Geld bieten.

Beginnen wir am Anfang. Das Gehäuse des Google Pixel 2 XL besteht aus Aluminium, welches allerdings mit einer dicken Schicht Farbe überzogen wurde und daher sich eher wie Kunststoff anfühlt.

Ich mag die Haptik und das etwas weichere/wärmere Handgefühl verglichen mit Glas/Aluminium Smartphones sehr gerne. Aber natürlich gibt es Smartphones, welche ein größeres „Premium“ Feeling ausstrahlen.

Die Optik ist Geschmackssache. Erneut ich mag die Optik, aber ich kann verstehen wenn jemand sagt, dass das ein Samsung Galaxy S8 oder Huawei Mate 10 Pro futuristischer und edler aussieht. Dennoch gefällt es mir das sich das Pixel 2 XL optisch von den Glas Smartphones 2017 etwas abhebt.

Das Display ist mit den aktuellen Updates okay. Dieses ist auch nicht das beste Display, das Ihr aktuell in einem High End Smartphone finden könnt, aber sofern Euch die mäßig gute Blickwinkel Stabilität nicht stört, gibt es eigentlich keinen Grund sich zu beklagen.

Ebenfalls keinen Grund für Klagen bieten die wirklich hervorragenden Lautsprecher im Pixel! Neben den Lautsprechern ist auch die Kamera ein großes Highlight, wenn nicht sogar das größte Highlight des Smartphones.

Ist es wirklich die beste Kamera in einem Smartphone? Aus meiner Sicht nein, ein Huawei Mate 10 Pro ist aus Sicht der reinen Hardware sicherlich noch einen Tick stärker! Das Pixel 2 XL besitzt aber die beste Software bzw. das beste Post Processing.

Hierdurch kann das Pixel 2 XL oftmals am Huawei Mate 10 Pro oder iPhone X vorbeiziehen, was die Bildqualität angeht. Teilweise, gerade im super Low Light, konnte ich aber mit dem Mate 10 Pro bessere Resultate erziehen.

Was Qualität und Zuverlässigkeit der Kamera angeht, ist das Google Pixel 2 XL sicherlich Weltklasse!

Die Software und auch die Performance des Google Pixel 2 XL ist wie zu erwarten top! Ein flüssiger und schneller laufendes Android Smartphone werdet Ihr nur schwer finden, egal ob es nun um die üblichen Alltagsanwendungen oder auch Spiele geht. Hierbei erhaltet Ihr das „reine“ Android+. Man wird als Pixel Nutzer aber auch etwas von Google bevorzugt behandelt. Dazu gehört der gratis Google Foto Speicher aber auch Software Feature welche zuerst auf Google Smartphones aufschlagen.

Kommen wir zum Schluss, würde ich das Google Pixel 2 XL empfehlen? Ja und nein! Rein subjektiv ist dies mein Lieblings Android Smartphone des Jahres. Kamera passt, Display passt, Software passt usw.

Aber es gibt ähnlich gute wenn nicht sogar neutral bessere Android Smartphones! Ich spreche hier vom Samsung Galaxy S8, Huawei Mate 10 Pro und LG V30. Alle drei sind günstiger als das Pixel 2 XL und können Feature technisch mithalten und größtenteils das Pixel 2 XL überbieten.

Daher wenn ihr das Maximum an Leistung für Euer Geld wollt, nehmt eins dieser Smartphones. Falls Ihr das Pixel 2 XL sympathisch findet, ist dies eine aber ebenfalls hervorragende Wahl! Ich habe den Kauf das Pixel 2 XL nicht bereut und ziehe dieses subjektiv auch dem S8 und Co. vor!

Positiv 

  • Herausragende Kamera 
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Sehr gute System Perfomance
  • Zeitnahe Updates
  • Gratis Google Speicher für Fotos

 

Neutral 

  • Display unterdurchschnittlich für diese Preisklasse

Negativ 

  • Kein Kopfhörerausgang
  • Sehr teuer

Der Anker PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery im Test

Schnellladestandards für Smartphones sind eine komplizierte Sache. Viele Hersteller wie Huawei, OnePlus usw. kochen hier ein wenig Ihr eigenes Süppchen mit eigenen Schnellladestandards. Andere Hersteller setzen hingegen auf Quick Charge, welches auch bei Zubehör recht weit verbreitet ist.

Neu ist nun der USB Power Delivery Standard, der rasant an Verbreitung findet. Der größte Unterstützter für USB Power Delivery ist ohne Frage Apple. Sowohl Apple Notebooks wie aber auch die neueren Smartphones und Tablets nutzen USB Power Delivery zum Schnellladen.

Aber auch Google, Nintendo, Huawei usw. sind Unterstützer von USB Power Delivery.

Aufgrund dieser Vielzahl an Unterstützern beginnt auch die Zubehörindustrie immer mehr kompatibele Ladegeräte und Powerbanks zu entwickeln. Wenn es um Powerbanks geht, ist natürlich Anker der Vorzeigehersteller, welcher auch bereits eine Powerbank mit USB Power Delivery Support im Sortiment hat, den PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery.

Der PowerCore+ ist auch eine gute Powerbank, allerdings recht groß und schwer. Bisher war es auch anscheinend nicht möglich die USB Power Delivery Technologie in kleinere Powerbanks zu integrieren, bis jetzt!

Anker hat nun den PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery auf den Markt gebracht!

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie die aktuell kleinste USB Power Delivery Powerbank so abschneidet, neugierig?

 

Der Anker PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery

Erst einmal muss ich mich beeindruckt zeigen, dass Anker es geschafft hat so viel Leistung in solch eine kompakte Powerbank zu verbauen.

Der Anker PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery nutzt das das gleiche Gehäuse wie auch der PowerCore 20100 und der normale PowerCore Speed.

Dies ist in diesem Fall etwas sehr Gutes! Denn das hier verwendete Gehäuse ist für eine Kapazität von 20100mAh als sehr kompakt zu bezeichnen. Klar dies ist keine Hosentaschenpowerbank, aber das Verhältnis Kapazität zu Größe passt absolut.

Interessant wird die Hitzeentwicklung der Powerbank. Anker hat sogar ein kleines Hinweisschild beigelegt, dass es normal ist, wenn sich die Powerbank bei zu hohen Temperaturen abschaltet.

Beim Material der Powerbank setzt Anker ganz klassisch auf einen matten Kunststoff. Dieser sieht zwar nicht so hochwertig aus wie die diversen Aluminium Powerbanks, ist aber im Alltag deutlich pflegeleichter. Ihr müsst Euch beispielsweise keine Sorgen machen, dass die Powerbank euer Smartphone zerkratzt, wenn Ihr beides in die gleiche Tasche steckt, da Kunststoff weicher ist als Aluminium und Glas.

Auch ist das Gewicht so ein Stück niedriger und die Powerbank zeigt weniger stark Fingerabdrücke. Die Verarbeitungsqualität und auch die Haptik ist soweit solide. Kurzum qualitativ gibt es keinen Grund für Beschwerden!

Wie steht es um die Ausstattung? Auf den ersten Blick sieht diese recht simpel aus. Ihr habt zwei Anschlüsse, einen USB C Port und einen normalen USB A Port.

Der USB A Port unterstützt nur die normalen 5V 2A und ist vermutlich eher als „Backup“ Port gedacht, für Smartphones und andere Geräte welche noch kein USB C besitzen.

Der USB C Port ist aber natürlich der Star beim Anker PowerCore Speed 20100mAh. Dieser dient sowohl als Eingang wie aber auch als Ausgang.

Als Ausgang kann der Port laut Aufdruck 5V/3A, 9V/2,6A oder 15V/1,6A liefern, also maximal 24W.

Als Eingang kann die Powerbank 5V/3A, 9V/3A 15V/2A oder 20V/1,5A aufnehmen. Sehr interessant, daher ist der USB C Port als Eingang leistungsfähiger, als wenn Ihr diesen als Ausgang nutzt. So etwas habe ich auch noch nie bei einer Powerbank gesehen. Sollte sich diese Angabe in der Praxis bestätigen, könnte ich mir vorstellen, dass es hier eine Software Limitierung gibt, möglicherweise um ein Überhitzen zu verhindern?

Abgesehen von diesen beiden Ports besitzt die Powerbank noch wie üblich vier Status LEDs und einen Einschalter.

 

USB Power Delivery

Ich weiß für viele Normalnutzer ist der ganze Schnellladestandard Kram zu unnötig kompliziert. Daher versuche ich das Ganze einmal zu erklären.

Das Aufladen über einen normalen USB Port unterstützen alle Smartphones. Leider hat dieses normale Aufladen via USB einen Nachteil. USB war ursprünglich nicht für das Aufladen von Geräten konzipiert, sondern lediglich für eine Stromversorgung von Mäusen, Tastaturen usw.

Daher sieht der eigentliche USB Standard nur eine Leistung von 0,5A bzw. 0,9A pro Port vor. Alles darüber hinaus ist entweder eine Erweiterung des eigentlichen Standards und eher aus der Not entstanden.

Bei 2,4A bei 5V war aber dann letztendlich Schluss. Der Hersteller Qualcomm hat als erster eine Lösung für dieses Problem gefunden und Quick Charge entwickelt. Quick Charge 2.0 und 3.0 heben die Spannung von den typischen 5V auf bis zu 12(20)V an um so mehr Energie in kürzer Zeit übertragen zu können.

Allerdings ist Quick Charge eine Technologie von Qualcomm, welche nur genutzt werden darf, wenn Lizenzgebühren bezahlt werden bzw. wenn im Smartphone ein Prozessor von Qualcomm steckt. Dies schreckte einige Hersteller wie beispielsweise Huawei ab, welche daraufhin eigene Schnellladestandards entwickelten.

Allerdings haben die Köpfe hinter dem USB Standard nicht tatenlos zugesehen und ebenfalls einen eigenen, offenen Schnellladestandard entwickelt.  Hierbei handelt es sich um USB Power Delivery. Im Gegensatz zu Quick Charge steht USB Power Delivery allen Herstellern offen!

Was nun so langsam zu einer größeren Verbreitung führt. Von folgenden Geräten weiß ich, dass diese USB Power Delivery als Schnellladestandard unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, ist das schon eine recht lange Liste. Wichtig! Nicht alle dieser Geräte können auch von allen Ladegeräten geladen werden! Bei den Smartphones müsst Ihr Euch hier keine großen Gedanken machen. Aber beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt eine USB Power Delivery Powerbank mit mindestens 45W, dieses würde also nicht an der Anker Powerbank laden. Dazu aber später mehr.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel (micoUSBUSB C) und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte des Anker PowerCore Speed 20000 PD

Beginnen wir wie üblich bei der Kapazität der Powerbank. Anker gibt diese mit 20000mAh an, messen konnte ich 16073mAh bzw. 59,472Wh was genau 80% der Herstellerangabe entspricht.

80% der Herstellerangabe ist Okay, aber auch nicht überragend gut. Es gilt hier zu bedenken das die Herstellerangabe sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen bezieht und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität.

Die nutzbare Kapazität weicht allerdings aufgrund von internen Umwandlungsprozessen ein Stück weit von der eigentlichen Kapazität ab.

Dies ist im Übrigen nicht nur bei Anker so, sondern alle Hersteller geben so die Kapazität bei ihren Powerbanks an.

Bedenkt auch bitte, dass ich die Kapazität am normalen USB Port bei 5V gemessen habe! Nutzt Ihr USB Power Delivery bei 15V Spannung ist davon auszugehen, dass die Effizienz einen Tick schlechter ausfällt.

Kommen wir zum eigentlich interessanten Teil, den Ladetests. Folgende Geräte habe ich am Anker PowerCore Speed 20000 PD getestet:

  • Google Pixel 2 XL
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Apple IPad Pro 10.5
  • Apple iPhone X
  • Apple MacBook Pro 13 (late 2016)
  • Nintendo Switch

Beginne wir beim negativen Teil, Windows Notebooks werdet Ihr mit dieser Powerbank vermutlich nicht laden können! Die meisten Windows Notebooks, die das Aufladen via USB C Power Delivery unterstützen, setzen die 20V Spannungsstufe voraus!

So lässt sich beispielsweise das Dell XPS 13 nicht laden! Auch beispielsweise ein ASUS Zenbook 3 würde vermutlich nicht an dieser Powerbank laden. Hierfür benötigt Ihr eine Powerbank wie die Xlayer Powerbank Plus MacBook mit 45W Leistung.

Bei MacBooks sieht die Welt anders aus. Diese lassen sich problemlos mit der Powerbank laden. Beispielsweise mein MacBook Pro 13 erreicht 14,7V und 1,52A, also 22,3W.

Dies ist schneller als mit einer normalen Powerbank (welche 10-15W erreichen), aber natürlich langsamer als mit dem original Ladegerät. Das Laden dauert also etwas länger bzw. betreibt Ihr aufwendigere Tätigkeiten wie Videoschnitt kann es passieren das der Akku sich sogar noch langsam entlädt da die Powerbank nicht schnell genug gegenladen kann.

Im normalen Office Betrieb könnt Ihr allerdings die Akkulaufzeit Eures MacBook Pros gut verdoppeln durch den Anker PowerCore Speed 20100mAh.

Auch für die Nintendo Switch ist der PowerCore ideal! Hiermit lässt sich diese so schnell laden wie mit dem Original Ladegerät. Messen konnte ich 14,7V und je nach Last 1-1,2A.

Wie steht es um das iPad Pro und das iPhone X? Beide Geräte besitzen natürlich keinen USB C Port. Ihr benötigt also das Apple Lightning auf USB C Kabel. Ja dieses ist teuer, aber mir sind noch keine 3. Anbieter Kabel begegnet welche das Schnellladen unterstützen.

Mit dem originalen Adapterkabel funktioniert das Schnellladen problemlos! Das iPhone X erreicht 8,9V und 1,6A, was 14,24W Ladeleistung entspricht. Zum Vergleich, am beiliegenden Ladegerät erreicht das iPhone X gerade einmal 5W Ladeleistung und an einer „normalen“ Powerbank um die 9W. Das Apple iPhone X lädt also am PowerCore Speed 20000 PD ein gutes Stück schneller!

Ähnliches gilt auch fürs iPad Pro. Dieses nutzt die 15V Spannungsstufe, genau genommen 14,7V bei einem Strom von rund 1,38A in der Spitze. Dies ergibt 20,28W! Ein gutes Stück schneller als beiliegenden 12W Ladegerät.

Allerdings ist hier noch ein kleines Stück Luft nach oben. Beispielsweise am großen Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery erreicht das iPad Pro rund 26W. Trotzdem ein sehr gutes Ergebnis, welches deutlich über normalen Powerbanks liegt.

Wie sieht es auf der Android Seite aus? Hier ist es oftmals „geheim“ welche Smartphones USB Power Delivery unterstützen und welche nicht. Abseits des Google Pixels (1 und 2) werdet Ihr kein Android Smartphone finden welches „Offiziell“ USB Power Delivery zum Schnellladen unterstützt. Allerdings hatte Google vor einer Zeit einmal angedroht proprietäre Schnellladesysteme wie Quick Charge, Super Charge, Dash Charge usw. zugunsten von USB Power Delivery zu verbieten.

Diese Androhung hat anscheinend Wirkung gezeigt, denn sehr viele High End Smartphones unterstützen neben Quick Charge auch USB Power Delivery. Hierzu gehört beispielsweise das LG G6, Samsung Galaxy S8 oder auch das Huawei Mate 10 Pro und P10.

Beginnen wir aber beim Google Pixel 2 XL. Dieses unterstützt ganz offiziell USB Power Delivery und lädt am PowerCore mit 8,8V 2,12A, also gut 18W. Gut das doppelte Ladetempo wie an einer normalen Powerbank.

Das Huawei Mate 10 Pro erreicht 8,9V und 1,9A, also rund 17W. Dies ist etwas langsamer, als wenn Ihr das Smartphone über Huaweis „Super Charge“ ladet. Via Huawei Super Charge sind beispielsweise rund 21W Ladestrom möglich. Dennoch ist USB Power Delivery immer noch schneller als das normale Laden. An einem 5V 2,4A Port würde das Huawei Mate 10 Pro rund 10W erreichen.

Neben dem USB C Port verfügt der PowerCore Speed auch über einen normalen USB Port, wie schlägt sich dieser? Der Ausdruck „Normal“ passt ganz gut. Der Port verfügt über 2A Leistung und bietet eine Standard Performance. Ein iPad Pro lädt hier mit 1,8A(9W), das iPhone X mit 1,46A (7,3W), ein Samsung Galaxy S8 mit 1,7A usw.

Das heißt, Ihr erhaltet auch an diesem Port ein ordentliches Ladetempo, welcher aber auch nicht überragend ist. Dieser USB Port ist wirklich primär als Backup gedacht für ältere Apple Smartphones, welche noch nicht den USB C Adapter unterstützen (iPhone 7 und älter), wie auch für Samsung Galaxy S7 und älter usw.

Wie steht es um das Wiederaufladen der Powerbank selbst? Hier gibt es Licht und Schatten. Beginnen wir beim Schatten, also dem Wiederaufladen der Powerbank über ein normales Ladegerät.

Nutzt Ihr zum Aufladen des Anker PowerCore Speed 20000 PD ein USB A auf USB C Kabel an einem normalen Ladegerät, dann lädt die Powerbank mit 5V 0,44A. Das sind 2,2W! Anker selbst schreibt „mit nicht Power Delivery Ladegeräten dauert der Ladevorgang etwa 20 Stunden“, das ist nicht richtig! Es dauert eher 45 Stunden!

Anders sieht es beim Verwenden eines USB Power Delivery Ladegerätes aus. An solch einem nimmt der PowerCore 20V bei 1,46A auf, also 29W. Der Ladevorgang ist also nach knapp 4 Stunden beendet, was sehr flott ist.

 

Fazit

Der Anker PowerCore Speed 20000 PD ist ohne Frage die kompakteste und alltags freundlichste Powerbank auf dem Markt, welche den USB Power Delivery Standard unterstützt.

Hierbei richtet sich diese natürlich primär an Nutzer im Apple Ökosystem. Es ist mit der Powerbank problemlos möglich ein Apple MacBook Pro, iPad Pro und iPhone X (8) schnell zu laden.

Aber auch für beispielsweise eine Nintendo Switch, Google Pixel oder sogar diverse Huawei Smartphones bietet sich eine Powerbank mit USB Power Delivery wie diese natürlich sehr an.

Der Anker PowerCore Speed 20000 PD ist allerdings auch nicht die leistungsstärkste Powerbank mit USB Power Delivery. Für Smartphones und Tablets ist dies egal, da diese Geräte eh nicht so viel Leistung benötigen. Aber wer beispielsweise sein Windows Notebook plant via USB C mit dieser Powerbank zu laden, wird vermutlich keinen Erfolg haben. MacBooks und MacBook Pros sind hier eine kleine Ausnahme, da diese sehr unproblematisch beim Laden via USB C sind und keine Mindestleistung voraussetzen.

Ebenfalls etwas problematisch kann das Aufladen der Powerbank selbst sein. Habt Ihr kein USB Power Delivery Ladegerät zur Hand, dauert dies sehr sehr lange! Habt Ihr hingegen ein USB Power Delivery Ladegerät, wie das von einem MacBook Pro, dann geht das Aufladen hingegen sehr schnell mit gerade einmal 4 Stunden.

Dennoch unterm Strich ein sehr Positives Fazit! Es gibt noch nicht viele Powerbanks mit USB Power Delivery Support und die die es gibt sind unheimlich groß und schwer.

Der Anker PowerCore Speed 20000 PD hingegen ist für seine große Kapazität beispielsweise sehr kompakt. Es gibt also keinen Größenzuwachs aufgrund des USB PD Ladestandards, was bisher einmalig ist!

Damit ist der Anker PowerCore Speed 20000 PD primär für Smartphones und Tablet von Apple, Nintendo oder auch Google/Huawei absolut empfehlenswert!

Link zum Hersteller /// bei Amazon

Anker PowerCore Speed
Angegebene Kapazität 20100mAh
Preis bei Amazon
Erreichte Kapazität 16073mAh bzw. 59,472Wh
Erreichte Kapazität in % 80%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 29W (2,2W, siehe Test)
Geteste Geräte
Apple iPhone X ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Samsung Galaxy S8+ +
Apple iPad Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Google Pixel 2 XL ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Huawei Mate 10 Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Kapazität 80%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 92%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★★

Das Lyra Mini System im Test, Dualband WLAN Mesh von ASUS

WLAN Mesh Systeme liegen voll im Trend, zu Recht! Gerade wenn man über eine größere Wohnung oder Haus verfügt, reicht ein WLAN Router in der Regel nicht aus. Hier muss man mehre Access Points oder Repeater einsetzen.

Mehrere kabelgebundene Access Points sind natürlich die optimale Lösung, aber oftmals aufgrund von mangelnder Kabel nicht oder nur beding möglich.

Repeater hingegen sind eine einfache und simple Lösung, welche aber, was die Stabilität und Performance angeht, eher mittelmäßig sind.

Hier versprechen Mesh Systeme eine Lösung! Allerdings sind Mesh Systeme auch alles andere als günstig. Für solch ein System kann man problemlos 300-400€ ausgeben, mehr als die meisten Nutzer bereit sind zu zahlen.

ASUS bietet mit „Lyra“ ebenfalls ein Mesh System an, das ebenfalls bei rund 400€ liegt. Allerdings gibt es auch ein „Lyra Lite“ System, welches auf den Namen Lyra Mini hört. Das Lyra Mini nutzt ein Dual Band System, während das große Lyra ein Tri Band System verwendet.

Hierdurch gibt es natürlich eine gewisse Kostenersparnis, von rund 100€. Aber lohnt sich das ASUS Lyra Mini System? Oder ist die Lite Version nur ein teurer Router, welcher mit zwei Repeatern gebündelt ist?

Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Das ASUS Lyra Mini System

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Lyra Mini um einen sehr kompakten WLAn Router bzw. kompakte WLAN Router, denn in einem Paket sind drei Stationen.

Alle drei Stationen sind optisch auf den ersten Blick identisch. Es handelt es sich um Router so groß wie eine Untertasse, welche auch genauso komplett rund gehalten sind.

Optisch sind die Router recht dezent, was bei einem Mesh System auch sinnvoll ist. Warum? Die Router sollen im Haus verteilt werden, um so für eine bessere WLAN Abdeckung zu sorgen.

Hier ist es natürlich von Vorteil, wenn die Router nicht all zu auffällig sind. ASUS hat beispielsweise auf externe Antennen und blinkende LEDs komplett verzichtet.

Zwar besitzen die Lyra Minis eine größere Status LED auf der Oberseite, aber diese ist recht gut im Design integriert.

Mit besonders vielen Anschlüssen ist das Lyra Mini System leider nicht gesegnet. Jede Station verfügt über zwei Gbit LAN Ports und einen Stromanschluss. USB Ports oder Ähnliches gibt es nicht.

Ich hätte es bevorzugt wenn ASUS der primären Lyra Mini Station vielleicht ein paar mehr LAN Ports verpasst hätte. Zwei LAN Ports, wovon einer für die Internet „Zuleitung“ belegt ist, ist doch etwas wenig.

In der Praxis wird man vermutlich einen zusätzlichen Switch nutzen müssen. Die LAN Ports der anderen Stationen lassen sich später im Übrigen auch nutzen. Stellt Ihr beispielsweise eine Station neben Euren Fernseher, könnt Ihr diesen via LAN mit der Station verbinden. Die Lyra Mini Station agiert dann als Bridge, welche das eingehende WLAN Signal auf den LAN Port überträgt.

Jede Station verfügt zusätzlich über zwei Tasten, eine Pairing Taste an der Seite und eine Reset Taste auf der Unterseite.

 

Einrichtung und Installation

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten das ASUS Lyra Mini System einzurichten, über euren Webbrowser oder über die ASUS Lyra Smartphone App.

Ich bevorzuge immer den Weg über den Webbrowser, auch wenn ASUS sicherlich die App Einrichtung bevorzugt.

Verbindet die Basis Station mit dem Strom und Eurem Netzwerk/Modem. Verbindet euch dann via LAN oder WLAN mit der Lyra Mini Basis und ruft das Webinterface auf.

Ihr werdet von einem recht freundlich designten Interface begrüßt, in welchem ihr ein Passwort für das Lyra System und das WLAN festlegen müsst. Auch könnt Ihr hier natürlich den Namen für das WLAN Netz einstellen.

Fast sämtlichen anderen Einstellungen übernimmt das System für euch! Ihr müsst lediglich noch die anderen Lyra Mini Stationen mit der Basis koppeln, was aber auch recht schnell erledigt ist.

Im Optimalfall sollte nun Internet und WLAN funktionieren. Falls es noch Probleme gibt, müsst Ihr eventuell in der Benutzeroberfläche/App noch mal manuell Hand anlegen.

 

Benutzeroberfläche und Funktionen

Ich muss gestehen von der Benutzeroberfläche des Lyra Mini Systems etwas hin und her gerissen zu sein. Während die Einrichtung und auch die App sehr leicht und modern designt war, ist die klassische WebUI die typische, etwas schwerere, ASUS WLAN Router Benutzeroberfläche.

Zwar habe ich grundsätzlich nichts gegen diese klassische ASUS Benutzeroberfläche, aber ich habe etwas das Gefühl ein Zwei- Klassen- System zu haben.

ASUS hat ganz klar mehr Arbeit in die Smartphone App gesteckt, während die WebUI eher als Fallback gedacht ist.

Dies sieht man auch daran, dass es in der WebUI nicht möglich ist WLAN Einstellungen zu ändern. Für den ein oder anderen meiner „High End“ Leser klingt dies sicherlich etwas abschreckend, seinen WLAN Router primär via Smartphone App bedienen zu müssen, aber Mobile First ist nun mal der Trend.

Linksys hat bei seinem Velop System komplett auf eine WebUI verzichtet, genau wie Google bei seinem WI-FI.

Ich will damit nicht sagen, dass die Benutzeroberfläche nicht gut ist, aber es wirkt als wäre die Benutzeroberfläche noch nicht geupdatet worden. ASUS setzt hier auf seine normale WLAN Router Benutzeroberfläche, welche vielleicht teilweise etwas überladen und schwer wirkt.

Ob dies schlimm ist, hängt etwas davon ab wie erfahren Ihr im Umgang mit Netzwerk Hardware seid. Seid ihr ein völliger Anfänger, wäre vermutlich die Smartphone App zu bevorzugen.

Solltet ihr allerdings grob wissen, was ihr tut, sind natürlich die zusätzlichen Optionen die ASUS verglichen mit beispielsweise Netgear Orbi, Linksys Velop oder Google Wi-Fi bietet willkommen.

Ich als Statistik Fan begrüße beispielsweise die schönen Graphen die mir zeigen wie sehr das WLAN, Internet und LAN ausgelastet ist. Auch lässt sich die aktuelle Netzwerknutzung auf die einzelnen verbundenen Geräte aufschlüsseln. Dies ist wichtig für die Quality of Service Feature, die das Lyra System mitbringt.

Natürlich sind auch die klassischen Standardfunktionen vorhanden wie Gastnetzwerke, ein AccessPoint Modus, ein einfacher VPN Server (PPTP und OpenVPN), eine Firewall, ein URL Filter usw.

Interessant ist noch AiProtection.

AiProtection ist eine Art Antivirus in eurem Router, welcher automatisch schädliche Webseiten blockiert, erkennen soll, wenn eins eurer Geräte zu einem Bot wurde und auch erkennen soll, wenn einer euerer PCs mit einem Virus infiziert wurde.

Hinter AiProtection steht TrendMicro und vermutlich eine Art Filterliste mit bösen IP Adressen. Nimmt beispielsweise ein Smart Home Gerät in eurem Netzwerk eine Verbindung zu so einer IP Adresse auf, welche als Bot Netzwerk gekennzeichnet wurde, werdet ihr gewarnt.

Ein durchaus interessantes Feature! Welches sofern dies wirklich funktioniert, ich habe in meinem Netzwerk Gott sei Dank kein befallenes Gerät um dies zu testen und es wirklich einen Mehrwert darstellt.

Wollt Ihr die WLAN Einstellungen bearbeiten, müsst Ihr auf die Lyra Smartphone App zurückgreifen. Ich nehme an die Web Benutzeroberfläche ist als eine Art „Fallback“ gedacht für Desktop PC Nutzer und ASUS hat hier einfach die Benutzeroberfläche ohne größere Anpassung von anderen ASUS Routern übernommen. Dies funktionierte aufgrund des Mesh Systems bei den WLAN Einstellungen nicht, daher wurden diese weggelassen, dies ist zumindest meine Vermutung.

 

Leistung

Auf dem Papier ist das ASUS Lyra Mini System wenig imposant. ASUS gibt die Leistung auf dem 2,4GHz Band mit 400Mbit/s an und auf dem 5GHz Band mit 867Mbit/s. Man nutzt also ein 2×2 Design.

Aber in Zeiten wo normale High End Router 1733MBIt/s und mehr schaffen, sind da 867Mbit/s überhaupt noch angemessen? Die Antwort ist ja und nein zugleich.

Die wenigsten, genau genommen fast keine Clients, können mehr als diese 867MBIt/s überhaupt nutzen. Findet mal ein Notebook, Tablet oder Smartphone mit einer 1300Mbit/s WLAN Karte, diese werdet ihr nicht finden.

Es gibt lediglich einige Desktop WLAN Karten, welche solche Geschwindigkeiten unterstützen, die man aber problemlos als exotisch bezeichnen kann.

Erst wenn viele Clients gleichzeitig mit dem Lyra Mini verbunden sind und auch wirklich gleichzeitig große Datenmengen übertragen werden, könnte man einen Geschwindigkeitseinbruch erleben.

Schauen wir uns zuerst einmal meine Standard Benchmarks an. Diese kann ich allerdings leider nur für das 5GHz Band anbieten.

Das ASUS Lyra Mini System nutzt gleiche SSIDs sowohl für das 5GHz wie auch für das 2,4GHz Band. Auf kurze und mittlere Distanz werden eure Clients, sofern unterstützt, immer auf das 5GHz Band geschoben. Was für eine optimale Leistung natürlich sinnvoll ist. Auf höhere Distanzen hingegen wird in der Regel auf das 2,4GHz Band verbunden.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für das Lyra Mini System den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der ASUS Lyra Mini in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Natürlich ist der Lyra Mini kein absoluter high Performance Router, aber dennoch liefert dieser eine sehr ordentliche Geschwindigkeit. Ich konnte sehr gute 61MB/s im Maximum erreichen. 61MB/s ist mehr als genug für fast alle Nutzer.

Gerade wenn man bedenkt das 4K Video Streaming gerade mal um die 5-8MB/s benötigt. Das heißt, selbst auf eine mittlere Distanz sollte Video Streaming keinerlei Problem sein.

Natürlich wenn Ihr regelmäßig große Dateien via WLAN auf einen lokalen Server oder NAS übertragt, gibt es bessere WLAN Router für euch.

Geht es euch aber primär um die klassischen Webanwendungen, Video/Audio Streaming, Surfen, schnelle App Downloads usw. dann gibt es hier nichts zu beklagen.

 

Reichweite

Bei der Reichweite müssen wir etwas unterschieden zwischen der Reichweite einer Lyra Mini Station und des kompletten Sets.

Leider macht es mir das Lyra Mini System es etwas schwer meine Tests zu machen. Beginnen wir beim Test mit nur einer Station!

Hierfür messe ich die Geschwindigkeit ähnlich wie beim ersten Test, nur auf eine Distanz von 5-6 Metern und durch zwei Wände hindurch. Zudem verwendet ich für diese Tests etwas gängigere Clients (ein Apple MacBook Pro und ein Samsung Galaxy S8).

Das Problem, aufgrund der höheren Distanz verbinden sich meine Geräte immer nur mit dem 2,4GHz Band. Ein Verbinden mit dem 5GHz Band ist nicht möglich. Dies ist ein normales Verhalten, 2,4GHz bietet eine höhere Signalstärke als 5GHz, allerdings ist 5GHz schneller.

Diese höhere Geschwindigkeit fällt aber ab einem gewissen Punkt weg, da hier einfach nicht mehr das Signal stark genug ist. Ab dann ist 2,4GHz die bessere Wahl.

Ein Client verbindet sich in der Regel immer mit dem stärkeren Signal, egal ob dieses in Wirklichkeit langsamer ist. Um diesem Verhalten entgegenzuwirken gibt es das sogenannte Band Steering.

Erkennt der Router das sich beispielsweise Euer Smartphone auf dem 2,4GHz Band oder 5GHz Band einloggen will, antwortet dieser auf die 2,4GHz Anfrage absichtlich etwas langsamer als auf die 5GHz Anfrage, was dem Smartphone sagt „Hey das 5GHz Band ist signalstärker, damit verbinde ich mich“.

Band Steering ist dynamisch und wird nicht mehr eingesetzt, wenn der Router erkennt das euer Smartphone zu weit weg ist. Ab welchem Punkt Band Steering nicht mehr genutzt wird, hängt von der Einstellung der Hersteller ab.

Anscheinend ist dieses beim Lyra Mini System allerdings nicht sehr aggressiv. Daher kann ich Euch nur 2,4GHz Vergleichswerte bieten.

Auf dem 2,4GHz Band liefert das Lyra Mini System eine erstaunlich gute Performance, welche sogar einige größere Router aus dem eigenen Haus abhängen kann.

Daumen hoch dafür!

Wie steht es aber um das Lyra Mini System, wenn man mehrere Knotenpunkte nutzt? Hier wird es nun interessant, denn hier zeigen sich die ersten Schwächen des Lyra Mini Systems.

Anscheinend ist das 5GHz Band im Verhältnis schwächer als das 2,4GHz Band. Die einzelnen Lyra Mini Stationen kommunizieren über das 5GHz Band, was hier ein Problem sein kann.

Die einzelnen Lyra Mini Stationen sollten nicht mehr als eine bis höchsten zwei Wände von einander getrennt werden.

Habt Ihr ein wirklich großes Haus mit 150m² und dicken massiven Wänden ist das Lyra Mini System nichts für euch!

Dieses System ist wirklich eher für 80-120m² Wohnungen, vielleicht mit zwei Etagen gedacht, wo ein normaler WLAN Router knapp nicht ausreicht die äußeren Bereiche gut abzudecken.

Beispielsweise in meinem vorangegangenen Test bringt die Nutzung einer zweiten Lyra Mini Station in der Mitte einen guten Boost an Geschwindigkeit.

 

 

Dual-Band vs. Tri-Band vs. Repeater

Das ASUS Lyra Mini System ist ein Dual-Band System, während viele große Mesh Systeme ein Tri-Band Netz nutzen. Wo liegt der Unterschied?

Ein Dual-Band System besitzt zwei Funknetze, in der Regel ein 2,4GHz und 5GHz Band. Tri-Band Systeme besitzen in der Regel hingegen ein 2,4GHz Band und zwei 5GHz Bänder.

Im Falle von Mesh Systemen wird dieses zweite 5GHz Band für die interne Kommunikation genutzt.

Stellt euch folgenden Aufbau vor: Router —– > Mesh Knotenpunkt ——> Smartphone.

Euer Smartphone ist über einen Mesh Knotenpunkt oder einen normalen Repeater mit dem Internet verbunden.

Das bedeutet der Knotenpunkt/Repeater muss alle Daten an die Basis weiterleiten. Weiterleiten bedeutet aber die Daten zu empfangen, zwischenzuspeichern und wieder zu senden. Da das gleiche Modul fürs Senden und Empfangen genutzt wird, halbiert dies mindestens die effektive Leistung.

Wenn ihr etwas mit 5MB/s herunterladet, sind effektiv 10MB/s „Stress“ auf dem Knotenpunkt.

Bei Tri-Band Systemen sieht dies anders aus, da hier zwei unterschiedliche Funkmodule zum Einsatz kommen. Die Daten, die von eurem Smartphone kommen, werden über Modul a Empfangen und via Modul B gesendet. Daher ist bei Tri-Band Mesh Systemen die Performance generell besser als bei Dual-Band Mesh Systemen oder Repeatern.

Nun ist aber das Lyra Mini System ein Dual-Band Mesh System, was macht dieses dann besser als ein normaler Repeater?

Aus Performance Sicht nicht viel, im Grunde könnte man das Lyra Mini System auch als WLAN Router + zwei Repeater betrachten.

Allerdings gibt es durchaus Vorzüge gegenüber einem normalen WLAN Router + Repeater. Dies liegt vor allem an der Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen. ASUS nutzt bei seinem Lyra Mini System die Qualcomm Wi-Fi SON Technologie.

SON steht für Self-Organizing Network. Normale Repeater arbeiten relativ stumpf, euere Daten werden von a nach b weitergeleitet. Lauft Ihr durchs Haus kann es zu kurzen Verbindungsabbrüchen kommen usw.

Das ASUS Lyra Mini System hingegen unterstützt Seamless Roaming, Ihr werdet also flüssig zwischen den einzelnen Stationen hin und her geschoben wenn Ihr euch durch eure Wohnung/Haus bewegt.

Auch sucht das Mesh System immer die optimale Route. Sollte es für das Netzwerk besser sein, könnte auch ein Knotenpunkt über einen anderen Knotenpunkt ins Internet gehen, anstelle direkt eine Verbindung zur Basis aufzubauen.

Dies geschieht alles automatisch im Hintergrund.

Ich will aber auch ehrlich sein, habt Ihr einen großen Haushalt oder einfach viele Geräte (sagen wir mal 12+), würde ich ein Tri-Band WLAN System bevorzugen! Für kleinere Haushalte reicht allerdings auch ein Dual-Band WLAN System in der Regel.

 

Stromverbrauch

Bei den aktuellen Strompreisen ist ein geringer Energieverbrauch bei allen Geräten wünschenswert, gerade wenn diese 24/7 laufen.

Wie steht es um den Energieverbrauch des Lyra Mini Systems? Eine Lyra Mini Station benötigt rund 4,9W im Normalbetrieb.

Dies ist für einen Router angenehm wenig. Gut man muss hier natürlich bedenken, dass ihr drei Stationen habt, aber dennoch ist der Stromverbrauch als gut zu bezeichnen.

 

Fazit

Das Lyra Mini ist ein grundsolides WLAN System für Nutzer, denen eine hohe Einfachheit und recht gleichmäßige WLAN Abdeckung durch die ganze Wohnung wichtig ist.

Das System bietet eine gute Performance für Musik/Video Streaming und die üblichen Alltagsanwendungen. Auch die Reichweite des gesamten Systems ist sehr ordentlich und bei einer guten Positionierung der einzelnen Stationen jedem normalen WLAN Router überlegen.

Allerdings nutzt das Lyra Mini System nur ein Dualband System, daher ist dieses im Gegensatz zu anderen Mesh Systemen, wie dem großen Lyra System, vom Tempo etwas schwächer, gerade wenn viele Clients im Netzwerk hängen. Für normal Nutzer ist dies aber kein Problem! Intensivnutzern würde ich hingegen eher zum großen Lyra System raten.

Dennoch fällt das Fazit positiv aus! Ich würde mir vielleicht wünschen, dass es möglich ist unterschiedliche SSIDs für 2,4GHz und 5GHz anzulegen, aber abseits davon habe ich keine größere Kritik! Das System funktioniert zuverlässig und „unsichtbar“. Ihr müsst euch hier um nichts kümmern, einmal eingerichtet arbeitet dieses brav vor sich hin.

Damit ist das Lyra Mini System ist für mittelgroße Wohnungen und „Normalnutzer“ ideal!

Positiv

  • Gute Leistung
  • Kompaktes Design
  • Einfache Einrichtung
  • Gute Reichweite auf dem 2,4GHz und 5GHz Band…..               

Negativ

  • …. Allerdings nichts für Nutzer mit dicken Stahlbetonwänden.
  • Keine gesonderten SSIDs für 2,4GHz und 5GHz möglich

Der neue Teufel Boomster im Test

Der neue Teufel Boomster ist einer der coolsten Bluetooth Lautsprecher aktuell auf dem Markt! Wobei der Ausdruck Bluetooth Lautsprecher, dem Boomster nur sehr bedingt gerecht wird.

Unter einem Bluetooth Lautsprecher stellt man sich in der Regel eher einen kleinen Lautsprecher vor, meist mit einer mittelmäßigen Klangqualität.

Der Boomster ist hier schon eine Nummer größer und hat eher etwas von einer kleinen Stereoanlage. Dazu passt auch gut das eingebaute Digitalradio. Auch lässt sich der Boomster sowohl kabelgebunden wie auch kabellos betreiben.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob der neue Teufel Boomster überzeugen kann und ob dieser auch seine gut 300€ Kaufpreis wert ist!

 

Der neue Teufel Boomster im Test

Mit einer Breite von 37cm, einer Höhe von 18cm und einer Tiefe 14,5cm ist der Boomster ohne Frage schon ein größerer Bluetooth Lautsprecher.

Ich denke, es wird hier zwei potenzielle Nutzergruppen geben, die einen, welche den Boomster ausschließlich stationär einsetzen werden, als Stereo Anlagenersatz, und die anderen, welche den Boomster als „Party Maschine“ nutzen.

Beides sind legitime Einsatzmöglichkeiten für den Boomster, der sich entweder kabelgebunden über das mitgelieferte Netzteil betreiben lässt oder über den verbauten Akku.

Optisch gefällt mir der Boomster sehr gut! Teufel setzt auf eine komplett schwarze Optik, wodurch der Boomster ein gewisses High End Feeling ausstrahlt. Der Lautsprecher besteht hierbei aus einer Mischung aus Kunststoff und Metall.

Das Lautsprechergitter auf der Front, wie auch der Handgriff auf der Oberseite sind aus Metall gefertigt. Das restliche Gehäuse ist hingegen aus einem matten Kunststoff, welcher sich allerdings recht wertig anfühlt.

Allgemein gesprochen wirkt der Boomster hochwertig! Lediglich das Gewicht hat mich beim ersten Anheben etwas überrascht. Mit knapp über 3KG ist der Boomster leichter, als man denken könnte.

Der Transport des Teufel Boomsters ist dank des Tragegriffs auf der Oberseite sehr problemlos. Dieser Tragegriff ist eine „Platte“ aus gebürstetem Aluminium, in welchem seitlich die Tasten zur Steuerung des Boomsters eingelassen sind.

Es handelt sich hierbei um satte 14 Touch- Tasten. Neben den üblichen Taste wie ein/aus, lauter, leiser usw. besitzt der Boomster auch Tasten zur Steuerung des Basses und des integrierten Radio Moduls.

Ja neben Bluetooth verfügt der Boomster auch über ein analog und digital (DAB+) Radio! Hierfür ist auf der Front auch ein kleines LED Display versteckt und auf der Rückseite eine ausziehbare Antenne.

Das Display zeigt euch bei der Nutzung des Radios die eingestellte Frequenz ein, so dass Ihr euren Lieblingssender schnell finden könnt.

Neben der Antenne finden sich auf der Rückseite des Boomster auch die Anschlüsse. Hierbei handelt es sich um den Anschluss für das Netzteil, einen AUX Eingang und einen USB Ausgang!

Mithilfe des USB Ausgangs könnt Ihr beispielsweise Euer Smartphone unterwegs laden. So kann man nicht mit Bluetooth Lautsprecher aber leerem Smartphone dastehen. Allerdings ist der USB Port mit 0,5A relativ schwach, dieser ist wirklich nur als Notfalllösung gedacht.

Wobei die Kapazität des verbauten Akkus mit 13200mAh @3,7V (48,84Wh) durchaus ausreicht ein Smartphone 2-4 mal vollständig zu laden.

Der Lautsprecher selbst hält laut Teufel 10 Stunden mit einer Ladung. Praktisch hängt dieser Wert aber sehr stark von der Lautstärke ab.

Sehr interessant, Ihr könnt den Teufel Boomster auch mit Batterien betreiben. Ja unter der Klappe auf der Rückseite lassen sich normale AA Batterien einsetzen! Davon acht Stück sollen für weitere 6 Stunden reichen.

Hier muss ich aber gestehen keine Ahnung zu haben wie Teufel auf diesen Wert kommt?! Mit normalen AA Batterien sind vielleicht 3 Stunden bei normaler Lautstärke möglich, eher etwas weniger. Vielleicht wären 6 Stunden mit den sehr teuren Lithium AA Batterien möglich, aber diese sind ja nicht „Standard“.

Damit will ich dieses Feature nicht kleinreden, es ist klasse im Zweifel einfach ein paar AA Batterien von der Tankstelle hohlen zu können und weiter geht’s.

Wie steht es um das Radio? Das DAB+ Radio besitzt eine gute Empfangsleistung und lässt sich dank des kleinen Displays auf der Front gut steuern.

Allerdings in empfangsschwachen Gebieten sollte man doch lieber zum klassischen analogen Radio greifen. Ich bekomme via DAB+ beispielsweise nur Empfang am Fenster, was aber bei mir normal ist.

 

Klang

Etwas sehr Wichtiges bei jedem Bluetooth Lautsprecher ist natürlich der Klang. Bei diesem kann der Teufel Boomster voll überzeugen!

Ich habe schon viele Bluetooth Lautsprecher gehört und viele machen den „Fehler“ zu versuchen zu viel Klang in einem zu kleinen Gehäuse unterzubringen. Selbst die teureren  Modelle von Herstellern wie Bang and Olufsen, JBL usw. machen oft diesen Fehler.

Der Teufel Boomster ist etwas größer geraten, aber diese Größe nutzt Teufel!

Auf der Front hat der Boomster zwei Hochtöner (20mm) und zwei größere Mitteltöner (65mm). Zusätzlich befindet sich aber auf der Unterseite ein aktiver Subwoofer (90mm)!

Ja der Boomster ist ein 3 Wege Lautsprecher! Die Leistung wird gesamt von Teufel mit 38W angegeben, was auf dem Papier weniger beeindruckend klingt als in der Praxis.

Der Boomster 2017 ist ein Monster! Mir ist kein vergleichbarer Bluetooth Lautsprecher mit einem derart guten Klang bekannt. Gerade der Bass sticht hier deutlich hervor.

Der Bass besitzt einen hervorragenden Tiefgang und ein hörbar großes Volumen. Der Boomster klingt hierdurch einfach sehr voll und voluminös, was bei Bluetooth Lautsprechern sehr selten ist.

Aber auch die Mitten und Höhen sind sehr gelungen! Die Mitten werden erfreulich klar und detailliert wiedergegeben, auch wenn der Bass etwas dazu neigt sich in den Mittelpunkt zu drängen. An der Wiedergabequalität von Stimmen und Gesang verschlechtert dies allerdings nichts.

Die Höhen können aufgrund ihrer hohen Klarheit ganz gut gegen den Bass ankommen. Der Boomster klingt klar und sauber. Das ist aber auch keine große Überraschung, denn wir haben separate Hoch-, Mittel- und Tieftöner.

Dieser recht starke hoch/tief Kontrast, welcher sich in einer klasse Dynamik widerspiegelt, führt dazu, dass der Lautsprecher eine hohe Spielfreude ausstrahlt.

Ganz klar gesagt, die Bezeichnung „Bluetooth Lautsprecher“ tut dem Teufel Boomster unrecht. Dieser kann ohne Probleme eine kleine Stereo Anlage ersetzen und damit meine ich nicht diese 99€ Dinger aus dem Discounter. Selbst bei gehobenen Ansprüchen kann der Boomster überzeugen.

Die maximale Lautstärke ist sehr ordentlich, aber auch nicht absolut überragend. Dafür hält der Boomster allerdings auch sehr gut seinen hervorragenden Klang.

Bonus Punkte gibt es für die recht gute Stereo Abbildung. Dadurch, dass wie zwei bzw. vier Paar Lautsprecher auf der Front haben, klingt der Boomster recht breit und kann auch ein leichtes Stereo Feeling ausstrahlen.

 

Fazit zum Teufel Boomster

Der Teufel Boomster macht fast alles richtig! Der Lautsprecher sieht schick aus, ist gut verarbeitet, bietet mit Bluetooth, FM Radio, digital Radio und AUX eine gute Anschluss Vielfalt und besitzt nicht zu letzt einen hervorragenden Klang.

Gerade der Klang ist das Hauptargument für den Boomster. Dieser macht sowohl bei einem Einsatz auf einer Party eine klasse Figur, wie aber auch bei einem stationären Einsatz.

Der Boomster besitzt dank „Subwoofer“ einen hervorragenden kräftigen und voluminösen Bass, welcher durchaus gut einheizen kann. Aber auch Mitten und Höhen sind exzellent! Dies ist aber auch keine Überraschung, der Boomster besitzt ein ordentliches Volumen und gleich fünf Treiber Einheiten.

Aufgrund des klasse Klangs kann der Boomster ohne Probleme eine kleine bis mittlere Stereo Anlage ersetzen!

Daher halte ich auch den Preis von knapp über 300€ für absolut gerechtfertigt. Dies wirkt zwar sicherlich für einen Bluetooth Lautsprecher recht teuer, aber für den Klang und die Leistung ist das absolut angemessen!

Positiv

  • Hervorragender Klang
  • Starker und voluminöser Bass
  • Schicke Optik
  • Bluetooth + AUX
  • DAB+ Radio integriert
  • Weiterhin recht portabel…..

 

Neutral

  • …… aber auch nicht übermäßig kompakt

Der ZOLO Halo Z6000 Smart Speaker im Test. Günstig, guter Klang und Alexa im Gepäck?!

Wenn man an Amazons Alexa Sprachassistentin denkt, denkt man auch ganz klar an Amazons Echo Lautsprecher. Allerdings steht es auch 3. Anbietern frei Alexa in ihre Systeme zu integrieren. Logitech hat beispielsweise in seinem BLAST Lautsprecher davon bereits Gebrauch gemacht.

Bisher handelte es sich bei 3. Anbieter Lautsprechern mit Alexa immer um hochpreisiger Modelle. Bisher, denn nun ist der ZOLO Halo Smart Speaker auch auf dem deutschen Markt verfügbar.

ZOLO, falls ihr diese nicht kennt, ist ein Tochterunternehmen des bekannten Zubehörherstellers Anker.

Der ZOLO Halo Smart Speaker kostet aktuell rund 60€ und setzt sich damit preislich zwischen den Amazon Echo Dot und den normalen Amazon Echo.

Aber wie steht es um Klang und Funktion? Lohnt es sich solch ein 3. Anbieter Gerät zu wählen, oder sollte man doch lieber zu den Amazon eigenen Lautsprechern greifen? Versuchen wir dies im Test herauszufinden!

 

Der ZOLO Halo Z6000 Smart Speaker im Test

Auf den ersten Blick wirkt der ZOLO Halo Smart Speaker eher wie ein kleiner Bluetooth Lautsprecher, als wie ein „Smart Speaker“.

Optisch bin ich zugegeben etwas hin und her gerissen. An sich ist das Design okay, aber der Lautsprecher wirkt auch nicht übermäßig modern oder futuristisch.

Dies wird auch von dem recht einfachen Plastik unterstützt, welches Anker/ZOLO für das Gehäuse nutzt.

Von seiner Größe ist der Halo Smart Speaker dem Amazon Echo Dot näher als dem großen Amazon Echo. Der ZOLO Halo ist zwar rund doppelt so hoch wie der Echo Dot, dafür aber von seinem Durchmesser etwas kompakter.

Der ZOLO besitzt auf seiner unteren Hälfte ein Lautsprechergitter, unter welchem sich auch der 5W Treiber verbirgt. Der obere Teil des ZOLO ist hingegen massiv aus Kunststoff, mit Ausnahme des Deckels, welcher gummierte Tasten besitzt.

Hier findet sich eine Multifunktionstaste, lauter, leiser, Bluetooth und eine Play/Pause Taste. Auf der Front ist zudem eine gesonderte Taste zum Muten des Mikrofons vorhanden.

Auf der unteren Rückseite sind die Anschlüsse. Hier ist der Stromanschluss angebracht, genau wie ein Audio Ausgang. Ihr könnt den ZOLO Halo auch an eine Stereo Anlage oder Ähnliches anschließen, sollte Euch der Klang des integrierten Lautsprechers nicht ausreichen.

 

Einrichtung und Installation

Ich muss gestehen bei der Einrichtung des ZOLO Halo Smart zuerst ein paar Probleme gehabt zu haben.

An sich ist diese recht einfach. Ihr ladet die ZOLO Play App auf euer Smartphone (für IOS und Android erhältlich), startet die App und verbindet den Lautsprecher mit dem Strom.

Der Lautsprecher startet dann das Aussenden eines eigenen WLAN Netz. In dieses WLAN Netz müsst Ihr euch dann mit dem Smartphone einklinken um die Konfiguration zu starten.

Obwohl dies soweit alles funktioniert hat und sogar der Lautsprecher mir mitteilte, dass ich verbunden wäre, sah die ZOLO App den Lautsprecher nicht. Ich habe sogar das Smartphone getauscht (Google Pixel 2 und iPhone X), aber auch unter IOS das gleiche Problem.

Wie konnte ich das Problem lösen? Ich habe keine Ahnung, nach x Versuchen hat die App letztendlich den Lautsprecher erkannt und konnte die Einrichtung abschließen.

Einrichtung abschließen bedeutet, den Lautsprecher in euer WLAN Netz einzuklinken und diesen mit eurem Amazon Account zu verbinden.

 

Feature und Funktionen

Im ersten Moment dachte ich, es handelt sich beim ZOLO Halo wirklich nur um eine Amazon Echo Dot Alternative. Allerdings kann der ZOLO Halo mehr als „nur“ Alexa.

Wenn Ihr wolltet, könntet Ihr den Lautsprecher auch komplett ohne eine Verknüpfung mit Amazon nutzen. Über die ZOLO Play App stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung Musik auf dem Lautsprecher wiederzugeben.

Ihr könnt Euch via Bluetooth mit dem Lautsprecher verbinden, Webradio hören, Spotify nutzen usw. Der ZOLO Halo ist ein vollwertiger kleiner smarter Lautsprecher.

Das dicke Feature ist aber natürlich Alexa. Habt Ihr Amazons Sprachassistentin einmal eingerichtet, könntet Ihr auch die ZOLO App wieder löschen.

Via Alexa lässt sich ebenfalls Webradio hören, Musik via Amazon Music wiedergeben und vieles mehr. Es gibt hier im Grunde, was die Funktionen angeht, keine Unterschiede zu einem Amazon Echo Lautsprecher.

Es stehen alle „Skills“ und Sprachbefehle zur Verfügung, die Alexa zu bieten hat. Auch die Steuerung von Smart Home Produkten ist möglich.

Wie steht es denn um die Mikrofone? Viele der 3. Anbieter Lautsprecher mit Alexa haben ein paar Verständigungsprobleme, siehe Sonos One.

Hier muss man auch sagen, dass der ZOLO Halo einen schlechter versteht als ein Amazon Echo Dot. Wobei dies nicht immer der Fall ist.

Im gleichen Raum hatte ich keine Verständigungsprobleme mit dem ZOLO! Meine Befehle wurden schnell und zuverlässig umgesetzt. Selbst wenn laut Musik läuft, hört der ZOLO Halo weiterhin gut auf das Alexa Codewort.

Allerdings wenn man beispielsweise einen Raum weiter ist und laut seine Befehle brüllt, kann es passieren, dass der Lautsprecher nicht reagiert, wo ein Echo noch reagiert hätte. Schlimm? Eher nicht! Ich denke ZOLO bzw. Anker haben hier einen sehr guten Job gemacht!

Auch Probleme mit der Zuverlässigkeit hatte ich bisher keine. Selbst Webradio läuft über xx Stunden hinweg ohne Aussetzer, zugegeben der ZOLO Halo Smart steht bei mir im gleichen Raum wie der WLAN Router.

 

Klang

Kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt, dem Klang. Wie schlägt sich hier der ZOLO?

Man darf natürlich keine Wunder erwarten. Es handelt sich hier um einen sehr kompakten Lautsprecher welcher klanglich an sich eher in die Kategorie 30-40€ Bluetooth Lautsprecher passt.

Beginnen wir aber am Anfang. Die Höhen des ZOLO Halo Smart sind erfreulich gut! Diese sind glasklar und absolut sauber, hier gibt es keinen Grund für Beschwerden.

Die Mitten des ZOLO sind etwas reduziert, vermutlich um den Bass hervorzuheben. Der Bass des Lautsprechers ist natürlich nicht übermäßig mächtig, aber besser als bei beispielsweise dem Echo Dot.

Der Bass besitzt einen netten Punch und ist gerade im oberen Bereich sehr gut. Anscheinend rollt der ZOLO Halo die Mitten etwas tiefer ab um einen höheren Hoch/Tief Kontrast zu erzeugen und somit eine bessere Dynamik zu vermitteln. Allerdings fehlt es natürlich aufgrund der Größe etwas an „Wucht“.

Die maximale Lautstärke ist hoch genug um einen ca. 30m² großen Raum laut zu beschallen. Dabei verzerrt der Lautsprecher selbst bis an die maximale Lautstärke nicht.

Wie bereits erwähnt liegt der ZOLO Halo Z6000 ein gutes Stück über dem Amazon Echo Dot und ein Stück unter dem großen Amazon Echo, was den Klang angeht.

 

Fazit

Grundsätzlich fällt das Fazit zum ZOLO Halo Smart Speaker sehr positiv aus! Der Klang ist ein wenig besser als bei einem Amazon Echo Dot, der Lautsprecher ist angenehm kompakt, die Verständigung mit Alexa problemlos und auch die Bonus Funktionen wie Bluetooth usw. ein Mehrwert.

Nein der ZOLO Halo Smart Speaker ist kein Hifi Lautsprecher fürs Wohnzimmer! Dieser ist eher für auf den Nachttisch, die Küche usw. Orte wo man ansonsten ein kleines Radio oder einen Bluetooth Lautsprecher genutzt hätte.

Hier macht der ZOLO Halo Smart einen super Job! Auch die Integration von Alexa ist vollwertig.

Letztendlich wird die Kaufentscheidung etwas vom Preis abhängen. Der ZOLO Halo Smart kostet knapp über 60€, ein fairer Preis wenn man davon ausgeht, dass ein Echo Dot 50€ kostet und ein großer Echo 100€.

Von daher, sucht Ihr einen kleinen zweit Amazon Alexa Lautsprecher für kleinere Räume, dann ist der ZOLO Halo Smart eine gute Wahl!

Das Bosch Twinguard System im Test, die besten smarten Feuermelder!

Vernetzte Feuermelder sind eine sehr interessante Sache, welche wirklich ein großes Sicherheitsplus mitbringen können.

Recht neu auf dem Markt sind hier die Bosch Twinguard Rauchmelder. Die Twinguards werden in euer Netzwerk integriert und warnen euch via Smartphone, auch dann, wenn ihr nicht zu Hause seid. So das Ihr auch von unterwegs noch Gegenmaßnahmen einleiten könnt.

Im Gegensatz zu den smarten Rauchmeldern von Nest, bieten die Bosch Twinguards allerdings noch eine zweite Funktion. Diese können Euch auch um das Raum/Luftklima informieren.

Hierzu gehört die Temperatur im Raum, Luftfeuchtigkeit, Luftreinheit usw. Sicherlich eine nette Bonus Funktion zusätzlich zur Raucherkennung, welche beispielsweise von den ähnlich teuren Nest Protect Rauchmeldern nicht geboten wird.

Aber hier stellt sich natürlich die Frage wie gut die Umsetzung ist. Um dies herauszufinden, habe ich das Bosch Twinguard System in den Test geschickt! Können die vernetzten Rauchmelder überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an Bosch für das Ausleihen der Twinguard!

 

Das Bosch Twinguard System im Test

Ähnlich wie die meisten Smart Home Systeme besteht auch das Bosch Twinguard System aus zwei Teilen, einer „Bridge“ und natürlich dem „Feuermelder“.

Die Aufgabe der Bridge ist, wie es der Name schon sagt, die Kommunikation zwischen Feuermelder und dem Internet herzustellen. Eine direkte WLAN Verbindung in die Feuermelder zu integrieren wäre zwar eleganter, wäre aber aufgrund des erhöhten Stromverbrauchs auch wieder unpraktisch.

Ja Nest macht dies bei seinen Protect Rauchmeldern, aber diese sind nicht konstant mit dem WLAN Verbunden, sondern verbinden sich nur bei Alarm mit dem WLAN. Dies wäre aber bei dem Twinguard System nicht möglich, da Ihr jederzeit die aktuelle Temperatur und Raumdaten abfragen könnt.

Die Bridge ist eine kleine Plastikbox welche via LAN mit dem Netzwerk verbunden wird und via microUSB mit Strom. Ein passendes Netzteil liegt natürlich im Starterset mit bei. Eine Bridge kann mit bis zu 24 Feuermelder gekoppelt werden.

Der eigentliche Star ist aber natürlich nicht die Bridge, sondern der Twinguard Feuermelder bzw. die Feuermelder.

Im Gegensatz zu normalen Feuermeldern ist der Twinguard ein Stück größer und auch nicht rund, sondern viereckig. Schlimm? Ich finde nicht! Der Twinguard sind sehr hochwertig und modern aus, kein Vergleich zu den meist etwas „billiger“ anmutenden 0815 Feuermeldern.

Beim Material setzt Bosch auf eine Mischung aus weißem Hochglanz Kunststoff und Aluminiumgitter, unter welchen die Sensoren Stecken. Ich diese Kombination optisch sehr gelungen!

An der Decke wird der Twinguard mithilfe einer beiliegenden Montageplatte befestigt. Diese wiederum wird mit Schrauben an der Decke befestigt.

Im Twinguard stecken sechs AA Batterien, welche von Euch einfach wechselbar sind. Laut Bosch sollen die Batterien 2 Jahre halten, was ich aus logischen gründen allerdings nicht nachprüfen kann.

Jeder Twinguard besitzt zudem eine zunächst unsichtbare LED, welche aber im Betrieb recht hell und auffällig ist. Diese LED leuchtet aber natürlich nicht immer, sondern nur, wenn irgendetwas nicht stimmt, also beispielsweise die Batterien schwach sind.

 

Einrichtung und Installation

Um das Bosch Twinguard System einzurichten, benötigt Ihr die Twinguard App. Diese ist für Android und ISO verfügbar.

Hierbei macht die App einen wirklich sehr guten Eindruck! Nach meinen eher mittelmäßigen Erfahrungen mit dem Bosch Smart Home System war ich hier wirklich sehr erstaunt.

Beginnen wir aber am Anfang, also bei der Einrichtung. Diese dauert zwar ein wenig, ist aber ansonsten bei mir sehr problemlos verlaufen.

Zuerst müsst Ihr Euch bei Bosch Anmelden inklusive Handy Nummer. Im Falle eines Brands werdet Ihr unter anderen über diese Nummer benachrichtigt (ansonsten soll diese laut Bosch nicht genutzt werden).

Ist dies geschafft, gilt es zuerst die Bridge ins Netzwerk einzubinden. Dafür verbindet diese mit Strom und LAN. In der App müsst Ihr nun den QR Code auf der Rückseite der Bridge scannen, welche dann mit eurem Account verknüpft wird.

Dieser Prozess funktionierte bei mir absolut problemlos und schnell. Ähnlich problemlos funktionierte das Koppeln des Twinguard. Einfach den roten Stift aus dem Feuermelder ziehen, wenn euch dies die App sagt und ebenfalls den QR Code auf der Rückseite scannen. Weißt dem Twinguard noch einen Raum zu und Ihr seid fertig.

Solltet Ihr mehrere Twinguards haben muss dieser Vorgang natürlich für alle wiederholt werden.

 

Die App und Funktionen

Die Bosch Twinguard ist wie auch die anderen Bosch Apps in einem blau/weiß/schwarz gehalten. Hierdurch wirkt diese optisch vielleicht etwas schwerer als man dies von Google/Apple Apps gewöhnt ist.

Allerdings sowohl was den Aufbau angeht, wie aber auch die Funktionen gibt es nichts zu bemängeln!

Beginnen wir bei der Feuermelder Funktion. Warum sollte man überhaupt einen smarten Feuermelder haben wollen?

Ein normaler Feuermelder reicht doch? Ja dieser reicht, wenn Ihr zuhause seid! Aber was wenn ihr unterwegs seid und ein Feuer ausbricht? Dann müsst Ihr euch darauf verlassen, dass die Nachbarn euren Feuermelder hören und die Feuerwehr alarmieren.

Was wenn die Nachbarn den Feuermelder nun nicht hören? Dann sieht es schlecht um die Wohnung bzw. das Haus aus.

Hier kommt nun ein vernetzter Feuermelder wie der Twinguard ins Spiel. Neben dem üblichen akustischen Signal erhaltet Ihr einen Anruf/Nachricht aufs Smartphone, welche euch über das Erkennen von Rauch hinweist. Ihr könnt nun vielleicht noch rechtzeitig Schritte unternehmen euren Besitz zu retten.

Sollte es sich um einen Fehlalarm handeln, lässt sich der Alarm auch per App abschalten. Alternativ könnt Ihr auch die Taste auf der Oberseite des Feuermelders drücken.

Neben der Feuermelder Funktion besitzt der Bosch Twinguard auch noch eine weitere interessante Funktion.

Dieser kann Euer Raumklima überwachen. Das Raumklima wird in drei Bereiche unterteilt, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität.

Alle drei Informationen könnt ihr in der Bosch Twinguard App für jeden Raum einsehen. Zudem könnt ihr euch hier auch einen Graphen anzeigen lassen, wie sich diese drei Werte im Laufe der Zeit verändert haben oder Grenzwerte eintragen.

Wird ein Grenzwert überschritten erhaltet Ihr dann eine Benachrichtigung. Dieses Raumklima Feature wirkt erfreulich gut umgesetzt! Ich hatte anfangs etwas Angst, dass es sich hier nur um ein Gimmick handelt, das ist aber nicht der Fall!

Visuell sind alle Informationen eindeutig und schnell ersichtlich. Lediglich die genaue Information zur Luftqualität ist etwas versteckt.

Die App zeigt Euch hier erst einmal nur 1-3 „Blätter“ als Repräsentation wie viele Schmutzpartikel in der Luft gemessen wurden. umso mehr Schmutzpartikel in der Luft sind, umso schlechter ist die Luftqualität.

Dies ist zwar keine lebensnotwenige Information, aber dennoch interessant wie sauber die Luft in der eigenen Wohnung so ist.

Über die App könnt Ihr auch den Batteriestatus sehen und einen Selbsttest starten. Dieser Selbsttest wird auch automatisch einmal pro Monat durchgeführt.

 

Fazit

Ich bin beeindruckt Bosch! Ich hatte vor einer Weile die Nest Protect Rauchmelder im Test und ich hatte hier große Zweifel, dass die Bosch Twinguards mit diesen mithalten könnten. Schließlich ist Nest ein Google Tochterunternehmen und die Nest Protect Rauchmelder das Vorzeigeprodukt.

Allerdings kann das Bosch Twinguard System nicht nur mithalten, sondern die Nest Protect Rauchmelder sogar leicht schlagen.

Zugegeben die Basis Funktion wird auch von den Nest Rauchmeldern sehr gut gemacht (dank Sprachansagen fast noch etwas besser), allerdings bietet das Twinguard System einige wirklich interessanter Bonusfunktionen, welche das Nest System nicht beherrscht.

Beginnen wir aber am Anfang. Dass ich vernetzte Rauchmelder für sehr nützlich halte, ist denke ich im Test schon durchgeklungen. Es ist einfach ein großes Plus an Sicherheit, wenn die Rauchmelder nicht nur piepen, sondern wie das Twinguard System euch eine Nachricht aufs Smartphone schickt.

So könnt ihr auch von unterwegs im Fall der Fälle Gegenmaßnahmen einleiten, auch wenn diese nur dadurch bestehen die Nachbarn zu alarmieren. Gerade wenn man Haustiere hat, kann dies Leben retten!

Hinzu kommen aber auch ein paar sehr nützliche Smart Home Feature. In jedem Twinguard ist auch ein Temperatursensor, ein Feuchtigkeitssensor und ein Sensor für die Luftqualität verbaut. Wenn man so will, steckt in jedem Rauchmelder auch eine Netatmo Wetterstation, was ein großes Plus ist!

Ebenfalls erfreulich ist die gute Bosch Twinguard App, welche einfach und gut gemacht ist. Ihr könnt selbst Diagramme zur Temperaturentwicklung in euerer Wohnung sehen, was für Statistikfans wie mich, sehr cool ist. Tipp an Bosch schickt die Leute, die für das Twinguard System verantwortlich waren mal zum Smart Home Team.

Kommen wir zum Abschluss. Ja das Twinguard System ist teuer mit 200€ für das Basis Set und 130€ pro zusätzlichem Rauchmelder. Allerdings ist der Preis auch mit Blick auf die Konkurrenz nicht überzogen! Ganz im Gegenteil das Bosch Twinguard System konnte im Test voll überzeugen!

Viel besser kann man vernetzte Rauchmelder nicht bauen!

Die ASUS PCE-AC88 im Test, die schnellste WLAN ac Karte auf dem Markt! (2167Mbit)

WLAN Router, die wahnsinnige 2000+Mbit schaffen, gibt es immer mehr auf dem Markt. Aber oftmals ist solch eine Leistung etwas verschenkt, da die meisten Nutzer eh nur ein einfaches Notebook oder Smartphone verwenden.

Das Problem solche Geräte verfügen in der Regel über maximal 867Mbit. Daher ist es nicht möglich die beispielsweise maximalen 2167Mbit des ASUS ROG Rapture GT-AC5300 oder anderen vergleichbaren Geräte auszunutzen.

Aber warum verbauen die Hersteller nur solch „langsame“ WLAN Karten? In Smartphones und Tablets ist die Antwort sehr einfach, es liegt am Platz und am Bedarf. In der Regel sind 867Mbit mehr als ausreichend in solch einem Gerät.

Aber wie sieht es in Notebooks aus? Hier könnte in high Workstation Geräten durchaus Bedarf für sehr schnelles WLAN bestehen?! Ja das könnte man denken, aber es gibt aktuell einfach keine m.2 Empfänger welche mehr als die üblichen 867Mbit schaffen, warum auch immer.

Erst in klassischen Desktop PCs hat man mehr Auswahl, wenn es um ein hohes Tempo geht. WLAN Empfänger mit 1300Mbit sind hier problemlos zu bekommen. Aber über 1300Mbit sinkt die Auswahl doch wieder ein gutes Stück.

Wer das absolute Maximum an WLAN Leistung möchte, muss aktuell zur ASUS PCE-AC88 PCIe WLAN Karte greifen.

Dieses Monster an WLAN Empfänger kann auf dem 5GHz Band bis zu 2167Mbit erreichen und selbst auf dem 2,4GHz Band 1000Mbit, beeindruckend, zu mindestens in der Theorie.

Aber wie schaut es in der Praxis aus? Sind solch hohen Werte via WLAN wirklich zu erreichen? Falls nein, was ist das Maximum, was man aktuell via WLAN erreichen kann?

Diese Fragen versuchen wir doch einmal im Test der ASUS PCE-AC88 PCIe WLAN Karte zu klären! An dieser Stelle auch vielen Dank an ASUS, welche mir die Karte für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die ASUS PCE-AC88 PCIe WLAN Karte im Test

Bei der ASUS PCE-AC88 handelt es sich um eine interne WLAN Karte. Um diese in eurem PC zu installieren benötigt ihr einen freien PCIe x1 Slot.

Die WLAN Karte selbst hat den üblichen PCIe Erweiterungskarten Formfaktor und kann auch in Geräten mit halber Höhe Installiert werden, eine passende Abdeckung liegt bei.

Was auffällt, ist der vergleichsweise große Kühlkörper, welcher die komplette Karte bedeckt. Selbst die Rückseite verfügt über eine „Backplate“.

Die WLAN Karte scheint also recht warm im Betrieb zu werden. Etwas enttäuscht bin ich von ASUS Farbwahl. Ich weiß das spielt nicht für jeden eine Rolle, aber so eine WLAN Karte wie die PCE-AC88 richtet sich ohne Frage auch an Gamer und andere High End Nutzer und da ist die auffällige rote Färbung des Kühlkörpers vielleicht etwas unschön.

Sollte es einmal eine „V2“ geben wäre eine komplett schwarze Färbung klasse!

Neben der WLAN Karte liegt auch eine sehr interessante Antenne mit im Lieferumfang. Ihr könnt Euch hier entscheiden, wollt Ihr direkt die vier kleinen Antennen an die Karte schrauben, oder nutzt ihr die „Verlängerung“.

Hierbei handelt es sich eine größere Antennen Konstruktion, welche sich auf dem PC Gehäuse für einen besseren Empfang Platzieren lässt.

 

Leistung

Ehe wir zu den Messwerten kommen, sprechen wir doch einmal darüber wie überhaupt solche Übertragungsraten wie 2167Mbit zustande kommen.

Wenn man so will, liegt das eigentliche Maximum auf dem 5GHz Band und mit dem WLAN ac Standard bei 433Mbit. Für alles darüber hinaus werden mehrere parallele Datenströme genutzt. Euer WLAN Router hat zwei Antennen? Dann könnt Ihr davon ausgehen das dieser zwei parallele Datenströme beherrscht und somit 866 bzw. 867Mbit (2x 433). Hat Euer WLAN Router drei Antennen sind in der Regel 1300Mbit (3x 433) Möglich, hat dieser vier Antennen sind oftmals 1733Mbit (4x 433) möglich.

Damit Euer Client nun auch von dieser Bandbreite Nutzen machen kann benötigt dieser ebenfalls die passende Antennen Anzahl, was vermutlich auch der Grund ist warum man in Smartphones und Tablet nie mehr 867Mbit findet.

Wie kommen nun aber einige Geräte auf 2167Mbit oder mehr? Werden Fünf Antennen genutzt? In der Regel nicht. Es gibt neben der Möglichkeit mehr parallele Datenströme zu nutzen auch die Möglichkeit „breitere“ Datenströme zu verwenden. Es wird auf dem 5GHz Band die Kanalbreite von 80Mhz auf 160Mhz erhöht, wodurch sich die maximale Bandbreite nochmals verdoppelt.

So wäre es möglich 867Mbit auch mit nur einer Antenne zu erreichen. Das Nutzen von 160Mhz breiten WLAN Kanälen,  wird aber eher selten genutzt. Hierdurch steigt unter anderem die Störempfindlichkeit usw.

Kommen wir nun zur ASUS PCE-AC88 WLAN Karte, wie erreicht diese 2167Mbit? Das ist eine gute Frage! Die Karte setzt auf ein 4×4 Design und sollte somit zu maximal 1733Mbit in der Lage sein. Ich war nun davon ausgegangen, dass ASUS hier die zuvor angesprochenen breiteren WLAN Kanäle (160Mhz) nutzt um die Leistung noch weiter zu steigern. Dies ist aber interessanterweise nicht der Fall!

Wie kommt ASUS dennoch zu so einer hohen Leistung? Man nutzt hier das „1024QAM“ Verfahren. QAM steht für Quadraturamplitudenmodulation und ja das Ganze ist recht kompliziert. Es wird hierbei die Modulationsdichte im Raum erhöht, was in der Theorie die WLAN Leistung nochmals steigert.

Hierbei handelt es sich allerdings um eine proprietäre Technologie, welche so wie ich das sehe nur von einigen ASUS Routern unterstützt wird. Nutzt Ihr keinen ASUS Router wird das maximale Tempo bei 1733Mbit liegen.

Kommen wir aber zum eigentlichen Test. Zusätzlich zur PCE-AC88 werde ich alle Tests auch mit einer TP-Link T9E und einer Intel ac 7260 WLAN Karte durchführen, als Vergleichsobjekte. Die TP-Link WLAN Karte schafft 1300Mbit/s und die Intel WLAN Karte 867Bit/s (auf dem 5GHz Band). Wir haben hier also eine sehr schöne Abstufung 4×4, 3×3 und 2×2 Design.

Beginnen wir mit Durchlauf a, in Kombination mit dem ASUS ROG Rapture GT-AC5300 auf kurze Distanz (ca. 3 Meter). Ich übertrage bei diesem Test eine Datei auf/von einem lokalen NAS.

Hier hatte ich auf dem 5GHz Band natürlich ein paar Probleme. Tatsächlich hat man hier das Luxusproblem, dass die Gbit LAN Ports des Routers das WLAN Tempo imitieren.

Erst bei zwei parallelen Verbindungen zum NAS und somit 2Gbit/s maximaler Bandbreite war es wieder die WLAN Verbindung, die der Flaschenhals ist. Wichtig diese Werte sind nicht ganz so genau wie meine sonstigen Messwerte!

Ich konnte rund 162MB/s via WLAN übertragen! Eine sehr beeindruckende Leistung! Mindestens genau so beeindruckend wie eine 2,1Gbit/s Verbindung von Windows angezeigt zu bekommen.

Allerdings werdet Ihr diese 2,1Gbit vermutlich nur sehr selten sehen. Sobald irgendetwas zwischen Router und WLAN Karte ist, fällt die Geschwindigkeit auf 1,3-1,7Gbit. Immer noch ein top Wert! Allerdings nehme ich an, dass dieser extrem schnelle Einbruch von 2,1Gbit auf 1,7Gbit vermutlich an dem speziellen 1024QAM Verfahren liegt, welches ASUS für diese zusätzlichen 0,4Mbit nutzt.

Verglichen mit der Intel und TP-Link WLAN Karte erhalten wir die zu erwartende Staffelung.

Auf dem 2,4GHz Band sinken die Unterschiede zwischen den einzelnen WLAN Karten etwas, dies ist aber auch keine Überraschung mehr.

2,4GHz ist anscheinend so langsam am Limit, was über den WLAN AC Standard möglich ist.

Was aber wenn man nicht so Monster an WLAN Router hat? Lohnt sich dann immer noch eine High End WLAN Karte wie die ASUS PCE-AC88?

Für Testdurchlauf B und C habe ich mir einen Ubiquiti AmpliFi HD und einen ASUS Lyra Mini geschnappt. Der Ubiquiti AmpliFi HD ist ein WLAN Router welcher maximal 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band schafft und das Lyra Mini System sollte maximal 867Mbit/s schaffen.

Rein theoretisch sollten spätestens beim Lyra Mini System alle drei WLAN Karten gleichauf sein.

Beginnen wir beim Ubiquiti AmpliFi HD.

Wie wir sehen, ist natürlich der Unterschied zwischen den drei WLAN Karten zusammengeschrumpft. Allerdings bleibt die Anordnung bestehen. Die ASUS PCE-AC88 ist weiterhin rund 10MB/s schneller als die TP-Link T9E, welche wiederum 12MB/s schneller ist als die Intel ac 7260 WLAN Karte.

Wie sieht es in Kombination mit dem ASUS Lyra Mini System aus?

Erst einmal sieht man sehr schön, dass technische Daten auf dem Papier nicht immer alles sind. Obwohl das Ubiquiti AmpliFi HD System 1300Mbit/s schaffen soll, ist das Lyra Mini System mit seinen 867MB/s fast gleich auf, egal mit welcher WLAN Karte (das Ubiquiti AmpliFi HD System ist dennoch klasse).

Erneut ist die ASUS PCE- schneller als die TP-Link T9E, wenn auch der Abstand mittlerweile auf rund 8MB/s geschrumpft ist. Auch der Abstand zwischen TP-Link T9E und Intel ac 7260 ist auf 9MB/s gesunken.

Also ja eine „größere“ WLAN Karte kann auch bei kleineren WLAN Routern Vorteile bringen. Allerdings sinkt der Leistungszugewinn umso „langsamer“ der WLAN Router ist.

 

Sonstiges

Wie steht es um die Reichweite? Sehr gut! Gerade wenn Ihr die Antennen Verlängerung nutzt (was ich bei den Performance Tests nicht gemacht habe) ist die Signalstärke der ASUS PCE-AC88 deutlich über denen der anderen WLAN Karten, welche Ihre Antennen hinten am PC haben.

Auch was die Treiber bzw. die Stabilität angeht, kann ich mich nicht beklagen. Abbrüche oder Abstützte der WLAN Karte konnte ich selbst unter konstanter Volllast nicht beobachten.

 

Fazit

Ich denke es steht außer Frage, dass die ASUS PCE-AC88 die aktuell schnellste und beste WLAN Karte ist, welche ihr auf dem Markt bekommen könnt.

In Kombination mit dem passenden Router sind auf kurzen Distanzen problemlos Geschwindigkeiten möglich, die oberhalb derer von Gbit LAN liegen. Ich konnte über 160Mb/s via WLAN übertragen, was schon sehr beeindruckend ist.

Aber auch bei kleineren WLAN Routern zeigte die ASUS PCE-AC88 WLAN Karte konstant eine sehr hohe Geschwindigkeit und Signalstabilität.

Von daher wenn ihr das absolute Maximum aus Eurem WLAN herausholen wollt, dann sollte die ASUS PCE-AC88 WLAN Karte Eure erste Wahl sein! Der Preis von rund 90€ ist sicherlich recht saftig, aber angemessen, wenn man bedenkt, dass es keine alternativen Modelle in dieser Leistungsklasse gibt.