Start Blog Seite 261

Lasst die Finger von billigen Solar Powerbanks!

Auf Amazon gibt es diverse „Solar Powerbanks“, also normale Powerbanks mit einem Solarpanel auf der Oberseite. Klingt doch eigentlich sehr cool, eine Powerbank welche sich von alleine auflädt?!

Klingt nett, aber die meisten Solar-Powerbanks sind absoluter Schrott! In diesem kleinen Bericht möchte ich Euch erklären warum und was für Solar-Powerbanks doch etwas taugen können.

Die etwas unehrenhafte Aufgabe ein Repräsentant für die Schrott Solar-Powerbank zu sein, hat in diesem Bericht die OLEBR Solar Ladegerät Powerbank 24000 mAh.

Neugierig?

Die OLEBR Solar Ladegerät Powerbank 24000 mAh im Test

Wichtig! Auch wenn dieser Test/Bericht einen etwas negativen Grundton hat, bedeutet dies nicht, dass die OLEBR Solar-Powerbank 24000 mAh als Powerbank grundsätzlich schlecht ist.

Ich habe die OLEBR Solar-Powerbank nur für diesen Artikel gewählt da dies ein sehr generisches Modell ist welches mit bei Amazon begegnet ist.

Was meine ich mit generisch? Viele Powerbanks von kleinen Herstellern/Anbietern sind 08/15 Modelle welche unter vielen Namen verkauft werden. Klar OLEBR wird sicherlich keine eigene Produktion haben. Auf Plattformen wie Alibaba findet Ihr diverse Produzenten welche Euch billigste Powerbanks verkaufen und sofern ihr genug abnehmt Euren Namen darauf schreiben.

Die „OLEBR Solar Ladegerät Powerbank 24000 mAh“ ist für solche generischen Powerbanks natürlich ein Vorzeigeobjekt. So viele Keywords auf der Amazon Produktseite wie möglich, dabei nicht mal der Herstellername im Produktnamen und eine @hotmail.com eMail Adresse auf der Verpackung als Kontakt Adresse.

Denn was strahlt keine höhere Seriosität aus als eine @hotmail.com eMail Adresse.

Die Powerbank selbst ist allerdings okay. Ihr erhaltet hier keine besonders hohe Qualität, aber die Powerbank wirkt ausreichend gut gemacht.

Das Gehäuse besteht natürlich aus Kunststoff und besitzt eine „Karbonfaser“ Struktur. Das Ganze wirkt nicht übermäßig hochwertig, fasst sich aber ausreichend gut an. Lediglich die Kanten könnten etwas sauberer verarbeitet werden.

Auf der Oberseite der OLEBR Powerbank befindet sich das High-Light dieses Modells, das Solarpanel.

Das Solarpanel ist sogar relativ groß, hier gibt es Modelle mit deutlich kleineren Panels. Auch die Qualität des Panels ist augenscheinlich in Ordnung. Die einzelnen Segmente sind sauber und gerade eingelassen, besitzen aber recht viel Platz zwischen einander.

Eine Angabe wie viel Leistung das Panel bringen soll, gibt es nicht.

Auf der Front der Powerbank befinden sich gleich drei USB Ports. Zwei dieser werden mit 5V/2A beworben und der 3. Mit 5V/1A. Nix besonderes hier.

Alternativ zum Solarpanel könnt Ihr die Powerbank auch über ein microUSB Kabel aufladen. Bonuspunkte gibt es für die zwei kleinen Taschenlampen LEDs. Diese sind zwar eher traurig hell, reichen aber im Notfall.

 

Messwerte

Beginnen wir zunächst mit der Kapazität der Powerbank. Der Hersteller verspricht 22000mAh, messen konnte ich 14854mAh bzw. 54,963Wh.

Dies entspricht 68% der Herstellerangabe. Es ist durchaus normal, dass eine Powerbank nicht 100% der Herstellerangabe erreicht. 80-95% sind normal. 68% ist allerdings zu wenig, dass dies auf eine schlechte Effizienz geschoben werden kann.

Ich vermute, dass der Hersteller hier nicht ganz ehrlich bezüglich der Kapazität ist.

Wie sieht es abseits der Kapazität aus? Das Tempo mit welchem die Powerbank Smartphones aufladen kann ist okay, aber auch nichts Besonderes.

Immerhin Kompatibilitätsprobleme weder mit IOS noch gängigen Android Smartphones konnte ich feststellen.

Ein iPhone X erreichte 1,22A und ein Samsung Galaxy S9+ 1,47A. Es geht schneller, aber das Tempo ist okay.

Wie steht es um das Wiederaufladen? Beginnen wir hier mit dem Solarpanel.

Für diesen Test habe ich die Powerbank zu 100% entladen (ich habe die Powerbank auch mehrfach per Hand wieder eingeschaltet um auf Nummer sicher zu gehen das diese leer ist) und anschließen 5 Stunden in die Sonne gelegt.

Zum Zeitpunkt des Tests war ein sonniger Frühlingstag. Gute aber natürlich keine perfekten Bedingungen. Im Hochsommer sind sicherlich 10-30% mehr Leistung möglich.

In diesen 5 Stunden konnte die Powerbank 1,148Wh bzw. 310mAh aufnehmen. Pro Stunde sind dies also 62mAh. Eine vollständiges Aufladen der Powerbank würde also rund 240 Stunden dauern.

Bis genug Energie für ein durchschnittliches Smartphone (3000mAh) zusammen sind, würde es rund 48 Stunden dauern. 48 Sonnenstunden wohl gemerkt!

Ich glaube, ich muss zu diesen Zahlen und wie alltagstauglich das Aufladen via Solarpanel ist nichts groß sagen.

Über ein 2,4A USB Ladegerät geht das Aufladen mit 1,8-2,1A „etwas“ schneller.

 

Warum taugen Solar-Powerbanks in der Regel nichts?

Der so ziemlich wichtigste Faktor bei Solarenergie ist die Fläche. Große Solar-Panels produzieren mehr Energie.

Ja es gibt durchaus bessere und schlechtere Panels, allerdings ist der Unterschied schlechten Panels und den besten Panels nicht gigantisch groß.

Hier war ich bei der OLEBR Solar-Powerbank etwas erstaunt. Der Hersteller schreibt klein folgendes „Solar Power Charger: 8% Umwandlung, nur für den Einsatz im Notfall im Freien mit Solarenergie geeignet.

8% Umwandlung also Effizienz?! Ich bin es gewohnt, dass Hersteller gerne mal etwas übertreiben und Werte angeben die aktuellen nicht erreicht werden können, aber eine Effizienz von 8% ist derartig niedrig, dass ich diese für falsch halte.

Solarpanels erreichten in der Regel eine Effizienz zwischen 16% und 22%. Letztendlich ist die Fläche das Problem. Powerbanks sollen nicht groß sein, aber es benötigt recht viel Platz viel Energie zu gewinnen.

Eine typische Solar-Powerbank erreicht zwischen 50mAh und 250mAh, unter optimalen Bedingungen, welche wir in Deutschland nicht haben.

Praktisch schaffen Solar-Powerbanks um die 100mAh in der prallen Sonne. Im Schatten, bei Wolken oder auch in der Wohnung wird allerdings teilweise sogar Energie verloren!

Solar-Powerbanks schalten ihre Ladelektronik an, sobald etwas Licht auf diese trifft. Teilweise wird allerdings so wenig Energie produziert, dass die aktive Elektronik mehr verbraucht als reinkommt.

Hinzu kommt eine meist suboptimale Ladeeffizienz, wodurch auch noch mal gut 10-30% Energie wegfallen.

Um ein Smartphone zu laden muss eine 08/15 Solar Powerbank ca. 40 Stunden in der prallen Sonne liegen!

Im Sommer haben wir vielleicht 8 Stunden Sonne pro Tag = ca. 5 Tage benötigt solch eine Powerbank um genug Energie zu erzeugen Euer Smartphone zu laden und dies ist schon sehr optimistisch.

Hinzu kommt ein anderer wichtiger Faktor, Hitze. Akkuzellen mögen es in der Regel weder besonders warm noch besonders kalt.

Im Hochsommer im Freien kann eine Solar-Powerbank auch mal 40-50 Grad heiß werden. Dies halten Akkuzellen in der Regel aus, gut ist es aber auch nicht.

Ist also das Konzept Solar-Powerbank völliger Unfug? Ja und nein. Solar-Powerbanks können in einem gewissen Rahmen funktionieren dafür benötigt es die bestmögliche Elektronik, die hochwertigsten Solarpanels und gegebenenfalls andere Tricks.

Mit anderen Tricks meine ich beispielsweise Solar-Powerbanks welche man Aufklappen kann, um die Solarpanel Fläche zu vergrößern.

Das Problem ist das aber die meisten 08/15 Solar-Powerbanks nicht die hochwertigsten Solarpanels haben und auch nicht die hochwertigste Elektronik. Daher ist dies hier ausschließlich ein Gimmick. Es gibt durchaus Solar-Powerbanks welche halbwegs gut funktionieren, aber diese sind dann meist auch ein gutes Stück teurer.

 

Fazit

Lasst die Finger von günstigen Solar Powerbanks. Das Solar Panel ist in 99% der Fällen nicht den Aufpreis wert, so auch bei der OLEBR Solar Powerbank.

Es würde hier rund 48 Stunden dauern bis genug Energie zum Aufladen eines Smartphones zusammengekommen ist. 48 Sonnenstunden! Bei im Schnitt 8 Stunden Sonne am Tag im Sommer, sind das ganze 6 Tage, an welchen die OLEBR Solar Powerbank durchgehend in der Sonne liegen muss.

Dies ist zwar eine unterdurchschnittliche Leistung, aber auch die meisten anderen Solar Powerbanks sind nicht viel besser. Es gibt zwar auch brauchbare Solar Powerbanks, aber diese sind meist sehr teuer, setzten dafür aber auch auf sehr hochwertige Solarpanels und Elektronik. Und auch selbst dann ist die Energie Ausbeute gerade mal groß genug, dass man ein Smartphone alle zwei Tage laden kann. Interessiert Ihr Euch für solch eine „vernünftige“ Solar Powerbank, schaut bei Xtorm.

Bei der OLEBR Solar Powerbank ist allerdings nicht nur das Solarpanel sehr mäßig, auch die restliche Performance ist wenig beeindruckend.

Die echte Kapazität der Powerbank lag beispielsweise nur bei rund 15000mAh und auch die Ladegeschwindigkeit von Smartphone und Co. ist höchstens durchschnittlich.

Ja die Powerbank funktioniert, ist aber keine 34€ wert. Kauft für das Geld lieber eine Powerbank von Anker, RAVPower oder EasyAcc, davon habt Ihr mehr.

 

Die Bose QC35 II im Test, der Goldstandard unter den Bluetooth Kopfhörern

Die Bose QC35 II gehören ohne Frage zu den populärsten High End Bluetooth Kopfhörern auf dem Markt. Bereits der sehr ähnliche Vorgänger, der QC35, erfreute sich großer Beliebtheit und guten Bewertungen.

Zu Recht? Ja, 2016 waren High End Bluetooth Kopfhörer noch nicht so weit verbreitet und die QC35 waren hier die so ziemlich beste Wahl.

Allerdings in nur 2 Jahren hat sich der Markt ein gutes Stück gewandelt. Fast jeder große Audio Hersteller hat mittlerweile ein großes Sortiment teurer High End Bluetooth Kopfhörer. Lohnt es sich hier noch 300€+ für die geupgradeten QC35 II auf den Tisch zu legen?

Finden wir dies im Test der Bose QC35 II heraus!

 

Die Bose QC35 II im Test

Bose setzt bei den QC35 II auf eine recht vertraute Optik, welche sich seit den Bose QC25 nicht groß verändert hat.

Die QC35II sind sehr klassisch designt. Ihr bekommt einen schwarzen Kunststoffkopfhörer, mit relativ großen Ohrmuscheln, welche oval geformt sind.

Dieses Design ist an sich ziemlich simpel, aber optimal für einen Kopfhörer. Daher wurde dies auch oft von kleineren Herstellern kopiert.

Sucht Ihr allerdings Kopfhörer, welche aus der Masse herausstechen, dann sind die QC35 II eher weniger etwas für Euch. Die Kopfhörer sind kein Fashion Accessoires oder Ähnliches. Zwar gibt es auf der Rückseite der Ohrmuscheln ein großes Bose Logo, welches den informativeren Passanten mitteilt das Ihr teure Kopfhörer habt, abseits davon handelt es sich um generische schwarze Kopfhörer.

Wie üblich kann man dies aber auch positiv sehen. Für jemanden der nicht in der Öffentlichkeit übermäßig auffallen möchte, sind die QC35II schöne dezente Kopfhörer.

Die Haptik und Verarbeitung ist ähnlich unauffällig. Der Kunststoff aus welchem die Kopfhörer primär gefertigt sind, wirkt recht dick und massiv. Die QC35 II wirken beispielsweise ein gutes Stück massiver als die Sennheiser PXC 550, dafür sind die Bose aber auch mit 310g etwas schwerer.

310g ist allerdings weiterhin ein recht angenehmes Gewicht.

Zwar gibt es bei den Bose QC35 II einige Software Spielereien, auf welche wir später zu sprechen kommen, aber bei der Bedienung und den Anschlüssen finden wir ein vertrautes Bild.

Die Kopfhörer besitzen vier Tasten und einen Schieber, welcher als Ein/Ausschalter dient. Die vier Tasten erlauben es die Lautstärke zu regeln oder Titel vor/zurückzuspulen.

Geladen werden die QC35 II ganz klassisch über einen microUSB Port. Bose gibt die Akkulaufzeit mit 20 Stunden an, was hinkommt.

Alternativ könnt Ihr die Kopfhörer auch kabelgebunden betreiben. Ein passendes Kabel liegt mit im Lieferumfang.

 

Tragekomfort

Der Name QC35 II kommt nicht von irgendwoher. QC steht für QuietComfort und ja Comfort steht zu Recht im Namen der Kopfhörer.

Die QC35 II sind unheimlich bequem! Zwar haben hier Sennheiser, Sony und Co. in den letzten Jahren deutlich nachgebessert, aber können doch nicht an die Bose heranreichen.

Woher kommt dieser extrem gute Tragekomfort? Das Geheimnis der QC35II sind vier Punkte, Größe, Polsterung, Tiefe und Anpressdruck.

Die Ohrmuscheln der QC35 II sind vergleichsweise groß und schaffen es meine Ohren vollständig zu umschließen, ohne an den Rändern aufzuliegen wie es ansonsten meist bei Bluetooth Kopfhörern der Fall ist.

Hinzu kommt die sehr hohe Tiefe der Ohrmuscheln. Meine Ohren passen vollständig in die Ohrmuscheln, ohne gedrückt oder gequetscht zu werden. Hier hilft auch der wirklich optimale Anpressdruck. Die QC35 II sitzen selbst auf breiteren Köpfen recht entspannt.

Zu guter Letzt ist auch das gewählte Material von Bose top. Die Polsterung ist dick, weich und geschmeidig, ist dabei aber auch noch recht atmungsaktiv.

Ja die Ohren werden mit der Zeit warm, aber nicht heiß. Kurzum, viel besser geht es kaum bei geschlossenen Kopfhörern!

 

Noise Cancelling

DAS Feature der Bose QC 35 II ist ohne Frage das Noise Cancelling. Bose ist für sein gutes aktives Noise Cancelling bekannt, daher ist es keine Überraschung das hier die QC 35 II voll überzeugen können.

Beim aktiven Noise Cancelling befinden sich am Kopfhörer diverse Mikrofone welche die Hintergrundgeräusche aufzeichnen und versuchen aktiv auszugleichen.

Unterschiede kann es hier sowohl bei der Stärke des Noise Cancelling geben, wie auch beim „Komfort“.

Die QC 35 II haben ein sehr starkes Noise Cancelling. Mehr Hintergrundgeräusche werden bei kaum einem Kopfhörer geblockt. Wie üblich funktioniert das Noise Cancelling bei dumpfen Geräuschen besser als bei helleren.

Motor Geräusche, ob nun von Autos, Flugzeugen oder Maschinen werden beispielsweise fast zu 100% entfernt. Stimmen und Ähnliches werden stark gedämpft, sind aber noch leicht hörbar, zu mindestens so lange Ihr nicht auch parallel Musik hört.

Hört Ihr Musik und habt das Noise Cancelling an, seid Ihr akustisch wirklich in einer anderen Welt!

Allerdings kommt dieses starke Noise Cancelling auch zu einem kleinen Preis. Die Bose besitzen zwar kein starkes Rauschen aber man spürt, dass dies eine etwas drückende Stille ist.

Je nachdem wie sensibel Ihr seid, kann es etwas stören. Allerdings bietet Bose auch zwei Stufen für das Noise Cancelling an, sollte die hohe Stufe Euch zu aggressiv sein, könnt Ihr die niedrigere Stufe wählen.

 

Google Assistent

Der größte Unterschied zwischen den Bose QC 35 I und QC 35 II ist die Integration des Google Assistent.

Nutzt Ihr ein Android Smartphone ist es möglich den Google Assistent mit dem Drücken der Taste an der linken Ohrmuschel aufzurufen.

Der Google Assistent kann Euch wie üblich Fragen beantworten, wie wird morgen das Wetter, wie hat meine Lieblingsmannschaft gespielt usw. Aber der Google Assistent kann auch Benachrichtigungen vorlesen.

Dabei entspricht der Funktionsumfang dem des normalen Google Assistents, nur dass Ihr diesen über die Kopfhörer aufrufen könnt.

An sich ein reines Software Feature, die eigentliche Arbeit macht ja weiterhin Euer Smartphone. Dennoch kann das Ganze gut funktionieren und auch durchaus praktisch sein, gerade das Vorlesen von Benachrichtigungen.

Bose bietet auch eine eigene App für die QC 35 II an. Diese App ist aber tendenziell eher schwach. Man kann hier die Google Assistent-Taste in die Steuerung des ANC umbelegen, den Akkustand sehen, die Sprache der Sprachansagen ändern und das wars auch schon groß.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten und auch interessantestem Punkt, dem Klang.

Wie schlagen sich hier die QC35 II? Die Bose QC35 II liefern einen recht warmen Klang. Dementsprechend ist gerade der Bass bei den Kopfhörern gut ausgeprägt.

Zwar sind die QC 35 II keine absoluten Bass Monster, aber der Bass ist durchaus recht präsent. Dieser bietet einen sehr guten Punch, wirkt angenehm dynamisch mit einem guten Tiefgang. Auch die Auflösung im Bass stimmt.

Auch die Mitten, gerade die unteren Mitten, sind bei den QC 35 II recht kräftig und qualitativ gut. Die Höhen und oberen Mitten konnten mich hingegen weniger überzeugen.

Zwar sind die Höhen ausreichend klar und sauber, aber hier ist die Auflösung, gerade im unteren Bereich, schwach. Die Höhen haben also Probleme sich akustisch von den Mitten und Bässe zu lösen.

Beispielsweise bei „In the End“ von Linken Park fehlt eine gewisse Distanzierung der Stimmen von den Gitarren.

Bei anderen Songs, gerade mit weiblichen Interpreten, funktioniert dieses Ablösen der Stimme vom restlichen Song deutlich besser. Beispielsweise bei „Darkside“ von Future, Kiiara, Ty Dolla $ing.

Tendenziell fühlen sich die Bose bei weniger komplexen Songs deutlich wohler als bei „volleren“ Titeln.

Gerade elektronisch angehauchte Titel liegen den Bose QC 35 II sehr. Hierfür wäre „All Stars“ von Martin Solveig, ALMA ein gutes Beispiel. Hier können die Kopfhörer ihren guten Bass wie auch die sauberen Höhen gut ausspielen.

Die QC 35 II sind, wenn man so will, eher die etwas entspannteren, wärmeren Kopfhörer.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung hatte ich im Übrigen weder mit meinem Google Pixel 2 XL noch mit meinem iPhone X.

 

Fazit

Die Bose QC35 II machen sehr viel richtig! Die Haptik und Materialwahl ist gut, auch wenn die Optik vielleicht etwas langweilig ist.

Aber hier kommt es auf Euren Geschmack an, ob dies schlimm ist. Der Tragekomfort ist, wie ich finde bei den QC 35 II unübertroffen! Auf meinen Kopf passen die Kopfhörer perfekt, selbst über Stunden hinweg. Die Ohrmuscheln sind relativ groß und weich gepolstert.

Auch das Noise Cancelling kann man nur loben. Hier ist der QC 35 II ebenfalls Weltklasse. Zwar haben es Sennheiser und Sony geschafft an Bose heranzukommen, aber wirklich vorbeiziehen kann keiner.

Wie steht es um den Klang? Hier gibt es leider bei den Bose etwas Luft nach oben. Grundsätzlich ist der Klang gut, gerade wenn Ihr einen etwas wärmeren und im Bass stärkeren Klang bevorzugt. Aber was die Auflösung und die Höhen angeht, gibt es bessere Kopfhörer in der 300€ Preisklasse.

Schlecht klingen die Bose QC 35 II allerdings auf keinem Fall! Gerade wenn man unterwegs ist, sind die Kopfhörer erste Klasse.

Dies passt auch ganz gut zum Fazit. Sucht Ihr primär Kopfhörer für daheim zum entspannten Musik hören? Dann gibt es für 300€ bessere Modelle als den Bose QC 35 II.

Der QC 35 II blüht in der Öffentlichkeit auf. Dort wo das gute Noise Cancelling und der klasse Tragekomfort wichtig ist. Seid Ihr also jemand der viel mit Bus und Bahn unterwegs ist, dann könnten die Bose QC 35 II die richtigen Kopfhörer für Euch sein!

Angebot
Anker 65W 543 Ladegerät USB C Netzteil, 65W 4-Port PIQ 3.0 & GaN 45W...

  • Solide Verarbeitung
  • Herausragender Tragekomfort
  • Hervorragendes Noise Cancelling 
  • Solider Klang….
  • Solide Verarbeitung
  • …. Welcher aber eine bessere Auflösung vertragen könnte

 

Das Sky Vision DAB 70 IR Radio im Test (DAB+, FM und Webradio)

Gefühlt wurden in den letzten Jahren die klassischen Radios, welche man früher in jedem Raum fand, immer mehr durch Bluetooth und Smart Lautsprecher ersetzt.

Allerdings gibt es mittlerweile auch immer mehr „Hybrid“ Geräte, welche eine digitale Nutzung mit dem klassischen FM Radio verbinden.

Solch ein Modell wäre beispielsweise das Sky Vision DAB 70 IR. Sky Vision versucht hier einen gewissen Retro Look mit moderner Technik in Einklang zu bringen.

Herausgekommen ist ein WLAN fähiges Digital Radio, welches aber auch die normalen FM Frequenzen unterstützt.

Wollen wir doch einmal im Test anschauen, ob das Sky Vision DAB 70 IR auch seine 150€ Kaufpreis wert ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Sky Vision für das Zurverfügungstellen des Radios!

 

Das Sky Vision DAB 70 IR Radio im Test

Das Sky Vision DAB 70 IR Digital Radio ist mit einer Breite von 33cm, einer Höhe von 17cm und einer Tiefe von 11,5cm ein durchaus etwas größeres Radio, welches dennoch problemlos beispielsweise in einer Küche oder Schlafzimmer Platz finden sollte. Für den Nachttisch ist dieses aber fast schon etwas zu groß.

Auch ist das Sky Vision DAB 70 IR für einen komplett stationären Einsatz ausgelegt. Das Radio verfügt also nicht über einen Akku oder Batterien.

Rein optisch geht das DAB 70 IR ein wenig in die Retro Richtung. Anstelle eines normalen Lautsprechergitters setzt Sky Vision auf eine Art Balkengitter, welches sich vor den Lautsprecher Treibern befindet.

Auch besitzt das Kunststoffgehäuse eine Leder Optik/Textur. Grundsätzlich gefällt mir das DAB 70 IR recht gut, aber diese Fake- Ledertextur wirkt etwas billig auf mich. Hier gilt, wie ich finde etwas das Motto ganz oder gar nicht, entweder echtes Leder verwenden oder komplett auf diese Textur verzichten.

Rein technisch ist das Sky Vision DAB 70 IR allerdings in in keiner Weise Retro, wie man anhand des Farbdisplays auf der Front auch schon erahnen kann.

Neben dem klassischen analogen FM Radio unterstützt das DAB 70 IR auch DAB+ und Musik Streaming via WLAN!

Für einen besseren Empfang ist auf der Rückseite eine ausziehbare Stabantenne angebracht. Neben der Stabantenne ist auf der Rückseite auch ein Anschluss für ein Stromkabel (das Netzteil ist intern), ein USB Port und ein AUX Eingang zu finden.

Gesteuert wird das Radio über zehn Tasten auf der Oberseite, wie auch ein Drehrad auf der Front. Das recht große Display erlaubt dabei eine recht komfortable Bedienung.

Solltet Ihr wollen könnt Ihr auch die beiliegende Fernbedienung nutzen, praktisch!

 

Funktionen und Feature

Was kann nun das Sky Vision DAB 70 IR alles?

Das Wichtigste ist natürlich die Radiowiedergabe. Hierfür kann das DAB 70 IR auf drei Quellen zurückgreifen, klassisches FM Radio, digitales DAB + Radio und Internet Radio.

Die Steuerung des DAB 70 IR ist dabei recht selbsterklärend. Auf der Startseite findet Ihr diverse Icons für jede Funktion, durch welche Ihr mit dem Drehrad oder der Fernbedienung hindurchscrollen könnt.

Ausgewählt wird eine Funktion durch das Drücken des Drehrads.

Je nach Funktion erwartet Euch ein Menü, wo Ihr nun den jeweiligen Sender wählen könnt. Beim Internetradio sind diese Sender allerdings nochmals in diverse Listen unterteilt, lokale Station, Genre, Lande/Region usw.

Hier kann das Durchsuchen durchaus etwas Geduld erfordern, da immer nur 5 Sender pro Displayseite angezeigt werden und es Zehntausende Sender aus aller Welt gibt. Habt Ihr einmal Eure Lieblingssender gefunden, lassen sich diese auf die vier Schnellzugriffstasten auf der Oberseite legen.

So können diese komfortabel und schnell wiedergefunden werden.

Beim DAB+ Modul gilt natürlich ähnliches, aber hier sind ja grundsätzlich die Senderlisten etwas überschaubarer.

Abseits dieser drei Basis Quellen ist auch möglich Musik via DLNA zu streamen. Habt Ihr beispielsweise einen USB Stick mit Musik (MP3s) mit Eurer FritzBox oder einem anderen DLNA fähigen Router verbunden, ist es, möglich diese Musik auf dem DAB 70 IR wiederzugeben.

Ihr könntet auch ein beliebiges anderes Gerät über den AUX Anschluss des DAB 70 IR verbinden, wie beispielsweise einen MP3 Player, ein Smartphone oder einen Amazon Echo Dot.

Zu guter Letzt besitzt das DAB 70 IR auch eine integrierte Uhr, welche im Standby auf dem Display angezeigt wird. Zudem könnt Ihr auch das Radio als Wecker nutzen.

Wie steht es um die Reaktionsgeschwindigkeit und die Signalstärke? Die Reaktionsgeschwindigkeit ist gut, gerade im Internet Radio Modus. Der Verbindungsaufbau geht erfreulich flott. Auch das automatische Wiederherstellen der Verbindung beim Aufwachen aus dem Standby klappte schnell und tadellos.

Beim DAB+ Modus hatte ich wie üblich meine Schwierigkeiten. Sagen wir es so der Digital Radio Ausbau in Eitorf (dem Ort wo ich wohne) ist eher mittelmäßig gut vorangeschritten.

Die erste Generation Digital Radios schaffte es beispielsweise im Haus überhaupt keine Sender hereinzubekommen. Auch das DAB 70 IR findet nur eine überschaubare Anzahl an Sender, was allerdings kein schlechtes Ergebnis ist!

Ich würde die Empfangsstärke des Digital Radios mit einer 3+ bewerten, wobei mir bisher auch erst ein signalstärkeres Digitalradio begegnet ist, das Teufel 3sixty.

Etwas enttäuscht hat mich lediglich das FM Radio. Ja mit etwas herumspielen mit der Stabantenne bekommt man gut Sender herein, aber hier würde ich die Signalstärke als leicht unterdurchschnittlich einstufen.

Der Fokus lag anscheinend primär auf dem Web-Radio und dem Digital-Radio.

 

Klang

Kommen wir zum Klang des Sky Vision DAB 70 IR. Der Hersteller setzt bei diesem auf zwei 15W Treiber und eine Bassreflexröhre auf der Rückseite.

Grob zusammengefasst würde ich den Klang als gut bis sehr gut bezeichnen, mit einem mittleren Bass Level.

Aber schlüsseln wir dies etwas weiter auf, starten wir bei den Höhen. Diese sind angenehm klar und sauber.

Stimmen sind schön voll und gut verständlich, was auch etwas an den sehr guten Mitten liegt. Diese sind schön detailliert und recht voluminös.

Der schwächste Punkt des Sky Vision DAB 70 IR ist sicherlich etwas der Bass. Dieser ist nicht furchtbar oder schlecht, aber auch nicht übermäßig präsent.

Das Radio bringt sicherlich keine Wände zum Wackeln. Hierdurch würde ich das Sky Vision DAB 70 IR auch eher weniger für Wohnzimmer oder Jugendzimmer empfehlen. In der Küche oder im Schlafzimmer wo ein guter, aber nicht übermäßig bassstarker Klang benötigt wird, kann das DAB 70 IR allerdings punkten.

Es wird ein solides mittleres Basslevel geboten.

Was die grundsätzliche Detaildarstellung angeht, kann ich nicht klagen. Auch die maximale Lautstärke ist erfreulich hoch. Die Dynamik könnte allerdings etwas besser sein. Man hört hier die recht starken Mitten heraus, welche in der Regel etwas Gift für eine gute Dynamik sind (hier ist halt ein möglichst hoher hell dunkel Kontrast mit wenig dazwischen gut).

 

Fazit

Ihr sucht ein gutes und einfach bedienbares Digital/Web-Radio für die Küche oder das Schlafzimmer? Dann ist das DAB 70 IR von Sky Vision eine gute Wahl!

Ihr erhaltet hier ein leicht Retro angehauchtes Design kombiniert mit modernster Technik. Gerade die Internet Radio Funktionalität konnte im Test voll überzeugen! Aber auch der DAB+ Tuner funktionierte tadellos, wobei ich Webradio bevorzugen würde, sofern Euer Internet dies problemlos mitmacht.

Sehr Positiv überrascht hat mich vor allem die gute und unkomplizierte Bedienbarkeit. Ihr müsst nicht erst ewig durch irgendwelche Menüs scrollen, wenn Ihr das Radio einschaltet. Das DAB 70 IR merkt sich beispielsweise den letzten Sender, den Ihr aktiv hattet und ruft diesen beim Einschalten sofort wieder auf.

Kommt Ihr also in die Küche reicht ein Tastendruck und das Radio spielt! Den Klang des DAB 70 IR würde ich als gut bezeichnen, allerdings ist dieses für größere Räume wie Wohnzimmer nur bedingt geeignet. Hierfür fehlt es doch etwas an Bass Power.

Das Sky Vision DAB 70 IR ist wirklich das klassische Küchen/Schlafzimmer Radio im modernen Gewand!

sky vision DAB 70 – Stereo DAB+ Internet-Radio (FM UKW, WLAN-fähig...
  • VIELFALT ERLEBEN: Wählen Sie aus über 25.000 Radiosendern Ihr...
  • MUSIK HÖREN: Verbinden Sie Ihr Smartphone über die AirMusic App...
  • HERVORRAGENDER SOUND: Dieses Gerät verfügt über klangstarke...
  • EINFACHE BEDIENUNG: Das internetfähige sky vision DAB 70 lässt...
  • WAS SIE BEKOMMEN: sky vision DAB 70 Internetradio mit FM UKW...

Die Sony WH-1000XM2 im Test, besseres Noise Cancelling geht kaum!

Sonys Bluetooth Kopfhörer haben einen exzellenten Ruf und das auch zu Recht! Alle Modelle welche mir in der näheren Vergangenheit begegnet sind, konnten überzeugen.

Daher war meine Erwartungshaltung an die Sony WH-1000XM2 dementsprechend groß. Die WH-1000XM2 sind Sonys aktuell „größten“ Bluetooth Kopfhörer, mit einem Preis von rund 300€.

Trotz dieses gehoben Preises ist das Interesse an diesen Kopfhörern sehr hoch. High End Bluetooth Kopfhörer liegen nun mal im Trend und neben den Bose QC35 II scheinen die Sony WH-1000XM2 hier die populärste Wahl zu sein.

Aber ist dies auch zu Recht der Fall? Lasst uns dies im Test der WH-1000XM2 herausfinden!

 

Die Sony WH-1000XM2 im Test

Die WH-1000XM2 sind ganz klar High End Kopfhörer und Sony hat versucht dies auch im Design widerzuspiegeln. Im Gegensatz zu den Bose QC35 oder Sennheiser PXC 550 sind die Sony doch ein gutes Stück hochwertiger.

Das grundsätzliche Design ist sehr sauber und schlicht. Die WH-1000XM2 schaffen es eine gewisse schlichte Eleganz auszustrahlen. Dabei setzt Sony zwar auf eine Grundkonstruktion aus Kunststoff, welche allerdings veredelt wurde.

Die Rückseite der Ohrmuscheln ist mit einer Art Kunstleder beschichtet, wodurch sich diese etwas „weicher“ anfühlen.

Das Kopfband hingegen besteht größtenteils aus gebürstetem Aluminium, welches nicht wie bei anderen Modellen im Inneren eingesetzt wird, sondern offen sichtbar ist.

Hersteller stehen bei Bluetooth Kopfhörern immer etwas im Konflikt. Will man diese massiv und hochwertig bauen oder so leicht wie möglich. Sony hat hier einen sehr schönen Mittelweg gefunden. Mit 275g sind die Kopfhörer noch ausreichend leicht, fühlen sich aber schön massiv und wertig an.

Bonus Punkte gibt es für die Möglichkeit die Kopfhörer zusammenzuklappen. Hierdurch lassen sich diese deutlich besser in einer Tasche verstauen. Auch dieser Klappmechanismus wirkt sehr robust und hochwertig.

Wie steht es um Tasten und Anschlüsse? Auf den ersten Blick besitzen die Sony WH-1000XM2 nur zwei Tasten, einen Ein/Ausschalter und eine Taste für das Noise Cancelling. Jedoch setzt Sony auf ein unsichtbares Touchpad auf der rechten Ohrmuschel. Je nachdem wo Ihr diese antippt/wischt wird Musik pausiert, lauter, leiser, vor- oder zurückgespult.

Ich bevorzuge eigentlich physische Tasten, aber mit etwas Gewöhnung funktioniert dies doch ganz gut. Erfreulicherweise ist die Rückseite nicht sonderlich anfällig für Fingerabdrücke!

Bei den Anschlüssen finden wir das Übliche, also einen microUSB Port zum Aufladen der Kopfhörer und einen 3,5mm AUX Eingang, für eine kabelgebundene Nutzung.

Sony gibt die Akkulaufzeit der WH-1000XM2 mit 30h an, was ich etwas hochgegriffen finde. Aber 20 Stunden plus sind gut möglich!

 

Tragekomfort

Sony setzt bei den WH-1000XM2 auf ein Over-Ear Design. Die Ohrmuscheln sind dabei ausreichend groß, aber auch nicht riesig. Meine Ohren beispielsweise werden nicht völlig umschlossen.

Auch ist der Platz in den Ohrmuscheln nicht übermäßig groß. Dennoch kann ich mich nicht über den Tragekomfort beschweren!

Die Polsterung ist ausreichend dick und angenehm weich. Der Anpressdruck ist zudem ziemlich ideal. Nein die Kopfhörer sitzen nicht super entspannt, dies hat auch etwas mit der Isolierung für das aktive Noise Cancelling zu tun.

In Schulnoten ausgedrückt würde ich den Sony WH-1000XM2 eine gute 2 geben.

 

Noise Cancelling

Das Noise Cancelling ist ein sehr wichtiges Feature der Sony WH-1000XM2, welches auch sehr stark von Sony beworben wird.

Im Gegensatz zu anderen Kopfhörern mit Noise Cancelling soll sich das ANC der Sony Kopfhörer an Euch und die Umgebung anpassen. Beispielsweise soll erkannt werden, ob Ihr Euch in einem Flugzeug befindet, wo die Kopfhörer sich an den Druck anpassen müssen usw.

Dies geschieht über die Sony App, wo man das Noise Cancelling sowohl in der Stärke verstellen kann, wie aber auch neu einmessen kann.

Kurzum, wie gut ist das ANC der Sony WH-1000XM2? Von der Stärke ist dies das beste aktive Noise Cancelling das ich bisher gehört habe! Dies übertrifft sogar noch etwas die Bose QC 35 II.

Tiefe Geräusche, wie Motoren, Triebwerke, Lüfter usw., werden völlig geblockt. Aber auch höhere Geräusche wie Stimmen werden erfreulich gut ausgeblendet. Hier ist zwar das ANC nicht perfekt, aber weiterhin das beste auf dem Markt.

Es gilt grundsätzlich, umso tiefer ein Geräusch ist, umso besser lässt sich dieses blocken. Ganz tiefe Geräusche kann fast jeder halbwegs vernünftige ANC Kopfhörer ausblenden, bei höheren Geräuschen trennt sich die Spreu vom Weizen und hier sind die Sony WH-1000XM2 sehr stark.

Allerdings gibt es ein ganz leichtes weißes Rauschen, als Nebeneffekt.

 

Klang

Wie klingen die Sony WH-1000XM2? Gut, aber das sollte bei 300€ auch nicht die Frage sein. Gehen wir daher etwas ins Detail.

Die Sony WH-1000XM2 sind relativ neutral bis etwas wuchtig ausgerichtet. Die Höhen sind klar und sauber, aber nicht übermäßig brillant oder hochaufgelöst.

Diese gehören eher in die etwas rundere Richtung. Für meinen Geschmack würde den Sony WH-1000XM2 zwar etwas mehr Brillanz guttun, aber grundsätzlich sind beispielsweise Zischlaute sehr schön unanstrengend und angenehm.

Die Mitten der WH-1000XM2 sind detailliert, voll und deutlich. Viel besser geht’s in dieser Kopfhörerklasse, wie ich finde, kaum. Dabei vermeiden die Kopfhörer allerdings den „hohlen“ Sound, welche teilweise Modelle mit besonders starken Mitten haben.

Stimmen werden schön natürlich und klar dargestellt. Gerade Männerstimmen werden besonders gut abgebildet.

Wie stehts um den Bass? Die WH-1000XM2 sind recht warme Kopfhörer und dies hört man auch, wenn nicht sogar gerade beim Bass.

Der Bass der Sony WH-1000XM2 ist angenehm voll und schön satt, drängt sich aber nicht in den Vordergrund. Der Bass ist ein Stück weit angehoben, aber nicht übermäßig aggressiv. Wenn man so will dann sind die Sony eher, die entspannt, wuchtigen Kopfhörer.

Der Übergang zwischen den unteren Mitten und oberen Bässen ist sehr fließend, wodurch dieser Eindruck zustande kommt. Der Tiefgang der Kopfhörer ist allerdings durchschnittlich.

Sehr positiv aufgefallen ist mir die Bühne, welche gerade im Bass und mittleren Bereich sehr schön in die Breite gezogen ist. Dies unterstütz auch den generellen sehr vollen und voluminösen Klangeindruck der Sony.

 

Fazit

Die WH-1000XM2 sind Bluetooth Kopfhörer welche dem Namen Sony und auch der 300€ Preisklasse gerecht werden.

Die Kopfhörer sind tadellos verarbeitet und wirken generell sehr schön hochwertig. Der Tragekomfort ist klasse und das Aktive Noise Cancelling herausregend! Ja die Sony WH-1000XM2 haben das stärkste Noise Cancelling das ich bisher gehört habe und ja ich habe auch die Bose QC 35 II bereits gehört.

Leider gibt es allerdings ein leichtes weißes Rauschen. Schade, aber für mich keine große Sache. Sobald Musik läuft, ist dieses eh kaum noch hörbar. Solltet Ihr hier besonders empfindlich sein gilt etwas Vorsicht.

Bei Musik klingen die WH-1000XM2 sehr kraftvoll und leicht warm. Das bedeutet Ihr bekommt einen satten Bass und einen generell sehr voluminösen Klang. Die Höhen sind ebenfalls gut, aber nicht übermäßig brillant.

Klanglich sehe ich die Sony WH-1000XM2 vor den Bose QC 35 II. Zwar sind die Bose was die Höhen angeht etwas stärker, aber die Sony besitzen ganz klar die bessere Auflösung und Detaildarstellung.

Kurzum ja 300€ ist eine Stange Geld, aber gerade wenn Euch ein sehr gutes Noise Cancelling und ein kräftiger Klang wichtig ist, dann sind die Sony vielleicht das richtige für Euch!

Positiv

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Recht warmer und wuchtiger Klang, mit gutem Bass
  • Hervorragendes Noise Cancelling
  • Guter Tragekomfort
  • Gute Akkulaufzeit

 

Neutral

  • Recht warme Höhen

 

Negativ

  • Leichtes Grundrauschen

Die Alfawise V1 im Test, RGB Mechnaische Tastatur für 42€ mit deutschem Layout!

Mechanische Tastaturen haben unter Gamern und PC Enthusiasten eine gewaltige Verbreitung gewonnen.  Leider sind allerdings mechanische Tastaturen auch sehr teuer, gerade wenn eine aufwendige RGB Beleuchtung hinzukommt.

100€+ kann der Spaß problemlos kosten. Allerdings ist das nicht immer der Fall. Es gibt diverse „Billiganbieter“, welche aber meist einen Nachteil haben. Die Tastaturen besitzen nur ein englisches Layout, was ohne Frage suboptimal ist.

Nun bin ich allerdings über Alfawise gestolpert, welche über die üblichen asiatischen Kanäle die Alfawise V1 anbieten. Eine RGB mechanische Tastatur mit deutschem Layout und das für rund 40€!

WOW! Das ist ein verdammt guter Preis, sofern denn auch die Tastatur gut ist. Dies versuchen wir doch einmal in einem kleinen Test herauszufinden, dann die Alfawise V1 überzeugen?

 

Die Alfawise V1 im Test

Alfawise setzt bei der V1 auf ein recht aggressives und kantiges Design. Es gibt viele ähnliche Modelle auf dem Markt, mit einem kleinen Unterschied. Diese setzen meist auf eine Aluminium-Grundplatte, die Alfawise V1 hingegen ist komplett aus Kunststoff gefertigt.

Sicherlich bei einem Preis von unter 40€ nichts Verwunderliches, aber hierdurch fühlt sich die Tastatur etwas „günstiger“ an. Zumal der verwendete Kunststoff auch nicht von der höchsten Güte ist. Die Tastatur wirkt recht hohl, auch wenn der Kunststoff an sich ausreichend dick ist.

Ich mache mir allerdings keine Sorgen um die Stabilität, welche mehr als ausreichend ist.

Die V1 besitzt eine kleine integrierte Handballenauflage, welche allerdings eher eine verlängerte abgeschrägte vordere Kante ist und Füße zum Aufstellen der Tastatur auf der Rückseite.

Bonus Feature oder Ähnliches besitzt die Alfawise V1 leider nicht. Weder Multimedia-Tasten sind vorhanden, noch ein USB Passthrough oder ein Kopfhöreranschluss.

Auch das Kabel ist fest integriert, welches aber immerhin ummantelt ist und auch von der Länge passt.

 

Taster und Layout

Beginnen wir mit dem erfreulichsten Punkt, dem Layout. Alfawise nutzt bei der V1 das völlig normale QWERTZ Layout! Große Enter Taste, lange Feststelltaste, ÜÖÄ usw. ist alles vorhanden. Hierdurch gelingt die Eingewöhnung relativ schnell, sofern man mechanische Tastaturen schon gewohnt war.

Zwar besitzt die Alfawise V1 keine Multimedia-Tasten, allerdings sind die F Tasten mit Multimedia Funktionen doppelt belegt.  Hier findet Ihr das übliche, wie lauter, leiser, vor, zurück usw.

Solltet Ihr diese Funktionen mehr benötigen als die eigentlichen F Tasten, könnt Ihr auch die sekundäre Funktion zur primären Funktion machen.

Wie steht es um die Taster? Warum sind mechanische Tastaturen so beliebt, gerade bei Gamern? Mechanische Tastaturen besitzen einen großen Vorteil gegenüber klassischen Tastaturen, ein Tastendruck wird nicht erst ausgelöst, wenn Ihr die Taste voll durchgedrückt habt, sondern bereits deutlich früher.

Hierdurch ist die Reaktionszeit bei mechanischen Tastaturen niedriger als bei normalen Tastaturen. Bei mechanischen Schalter gelten die von Cherry immer noch als die so ziemlich besten auf dem Markt. Allerdings sind die Made in Germany Cherry MX Taster natürlich sehr teuer und bei einer Tastatur dieser Preisklasse nicht zu machen.

Dementsprechend setzt Alfawise bei der V1 auf einen Nachbau der Cherry MX Blue Taster. Leider sind über die verwendeten Taster nicht viele Informationen zu finden, der Hersteller hält sich hier sehr bedeckt.

Es handelt sich um „JWH Taster“, welche allerdings nicht sonderlich weit verbreitet sind. Wie bereits erwähnt, ähneln diese den Cherry MX Blue Taster von ihrer Charakteristik.

Die Tasten besitzen also einen etwas höheren Druckwiederstand, welcher aber nicht unangenehm ist und einen spürbaren und hörbaren Aktivierungspunkt.

In dem Moment wo die Taste auslöst ist eine kleine Veränderung im Widerstand zu spüren, wie auch ein Klick zu hören.

Qualitativ sind die hier verwendeten JWH Taster Okay. Dies sind allerdings keine Cherry MX Blue und das spürt man auch etwas. Die Taster sind etwas weniger geschmeidig und auch der Klick klingt etwas weniger hochwertig. Zudem haben die großen Tasten, wie Enter, Shift, leer usw., einen gewissen Nachhall.

Allgemein ist die Alfawise V1 eine sehr laute Tastatur, dies liegt am Klick, den jede Taste von sich gibt, aber auch abseits davon ist der Anschlag recht laut. An sich ist dies etwas, was mich nicht stören würde, allerdings klingt die Alfawise V1 recht plastikhaft.

Dies liegt natürlich an der Plastik Grundplatte, welche als Schallverstärker dient. Dennoch funktional und auch vom tippgefühlt kann ich mich nicht groß beschweren.

Ja die Alfawise V1 fühlt sich nicht so hochwertig an wie eine Corsair K95, aber weder beim Gaming noch beim Schreiben hat mich dies groß gestört.

 

Beleuchtung

Jede Taste der Alfawise V1 Besitz eine integrierte RGB LED, was in dieser Preisklasse natürlich der Hammer ist! Allerdings besitzt die V1 keine Desktop Software, weshalb die Steuerung dieser LEDs deutlich unpräziser ausfällt.

Die Alfawise V1 besitzt 12 Beleuchtungspresets, zwischen welchen Ihr wählen könnt. Jedes dieser Presets lässt sich allerdings noch einmal etwas modifizieren. Wählt Ihr beispielsweise eine atmende Beleuchtung aus, könnt Ihr die Farbe festlegen in welcher diese atmen soll.

Ihr habt hier allerdings keine freie Auswahl. In der Regel könnt Ihr zwischen bunt, rot, grün oder blau entscheiden. Wollt Ihr eine türkisene Beleuchtung, dann habt Ihr beispielsweise Pech gehabt. Die Tastatur kann durchaus solche Farben darstellen, beispielsweise in einem flüssigen Farbwechsel, allerdings könnt Ihr abseits der Standard-Farben nichts spezifisch festlegen.

Wie steht es um die Helligkeit und Qualität der LEDs? Wie zu erwarten ist die Alfawise V1 in diesem Punkt okay, aber auch nicht überragend. Die LEDs sind ausreichend hell, dass man selbst bei Tageslicht die ausgewählte Farbe sehen kann und Farben sind an sich ausreichend klar und kräftig.

Allerdings ist hier zu High End Tastaturen durchaus noch ein Stück Luft nach oben. Ich denke aber das die LEDs im Alltag dennoch vollkommen ausreichen.

 

Fazit

Was soll man groß zur Alfawise V1 sagen. Es ist klar, dass man für unter 40€ keine Tastatur bekommt, die mit den ganz großen Modellen der 100-200€ Preisklasse mithalten kann.

Das Gehäuse ist deutlich „billiger“ verarbeitet, die JWH Taster etwas unsauberer als Cherry Taster und die LED Beleuchtung nicht ganz so hell.

Allerdings muss man der Alfawise V1 auch eins lassen, diese schafft es durchaus das mechanische Tippgefühl gut zu vermitteln. Es ist nicht so, als wäre die Tastatur unbrauchbar, ganz im Gegenteil.

Der Unterschied zu Modellen der 100€ Preisklasse ist kleiner als es vermutlich vielen Herstellern lieb wäre.

Das wichtigste Augment ist natürlich der Preis. Eine mechanische Tastatur mit RGB Beleuchtung für aktuell 40€ ist ein wahnsinnig gutes Angebot. Solltet Ihr also mit einem knappen Budget arbeiten, kann ich die Alfawise V1 voll empfehlen!

Solltet Ihr allerdings mehr Geld zur Verfügung haben und auf ein wirklich hochwertiges Tippgefühl wertlegen und hier auch kritisch sein, dann nehmt ruhig etwas mehr Geld in die Hand.

Die ZMI Power Bank 20000mAh im Test, 40W USB C Power!

Immer mehr Notebooks lassen sich über ihre USB C Ports aufladen, praktisch! Gerade wenn man hierdurch die Notebooks einfach unterwegs an einer Powerbank aufladen kann. Allerdings können nur die wenigsten Notebooks einfach an irgendeiner Powerbank laden.

Es sind hier meist spezielle Modelle nötig die den USB Power Delivery Standard unterstützen, aber selbst dann ist eine Kompatibilität nicht garantiert.

Einige Notebooks setzten besonders leistungsstarke Powerbanks voraus, welche sehr selten sind und auch teuer.

Die ZMI QB820 Power Bank 20000mAh wirbt mit satten 45W Leistung und der USB Power Delivery Unterstützung.

ZMI nie von gehört? ZMI ist ein asiatischer Hersteller, wessen Produkte nur bedingt auf dem europäischen Markt zu bekommen sind. Dafür sind die Produkte von ZMI auch vergleichsweise günstig aber dennoch augenscheinlich sehr hochwertig.

Kommt bekannt vor! Richtig ZMI ist eine Untermarke von Xiaomi! Daher darf die Erwartungshaltung auch durchaus etwas größer sein.

Wollen wir doch einmal im Test schauen ob die Xiaomi ZMI QB820 Power Bank 20000mAh überzeugen kann!

 

Die ZMI Power Bank 20000mAh im Test

Das Erste was bei der ZMI Powerbank auffällt ist die Größe. Zwar gibt es durchaus kompaktere Powerbanks mit einer Kapazität von 20000mAh, aber keine mit USB Power Delivery, geschweige denn mit 45W Leistung!

Dies ist ohne Frage die kompakteste Powerbank mit 45W Leistung aktuell auf dem Markt.

Die Optik der ZMI Powerbank ist wie ich finde sehr stimmig. ZMI setzt bei dieser auf ein sehr schlichtes Gehäuse welches eher durch eine gewisse Eleganz punkten soll. Das Gehäuse ist sogar größtenteils aus Aluminium gefertigt.

Allerdings handelt es sich hierbei um vergleichsweise dünnes Aluminium. Ich war mir sogar zunächst nicht sicher ob es sich wirklich um Aluminium handelt oder um beschichteten Kunststoff.

Hierdurch steigt das Gewicht der Powerbank allerdings auch weniger stark an, als bei Modellen mit besonders dickem Aluminiumgehäuse. 403g sind für solch eine Powerbank vollkommen okay. Konkurrenzmodelle können gerne 100-200g mehr wiegen.

Das Gehäuse ist allerdings auch nicht vollständig aus Aluminium. Der mittlere Rahmen ist aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt.

In diesem Rahmen sind auch die Anschlüsse und Tasten der Powerbank eingelassen. Bei den Anschlüssen handelt es sich um zwei normale USB Ausgänge und einen USB C Anschluss.

Hier wird es nun interessant, denn die normalen USB Ausgänge sind mit 5V/2,4A, 9V/2A oder 12V/1,5A spezifiziert.

Interessanterweise habe ich bei der Bestellung nirgends etwas von einem Quick Charge support gelesen, aber ja beide USB Ports der ZMI Power Bank 20000mAh unterstützen Quick Charge, laut den Daten aber nur Quick Charge 2.0, später dazu mehr.

Beim USB C Port gibt es ebenfalls etwas Verwirrung, denn die ZMI Power Bank kann 5-20V ausgeben und maximal 40W.

Eine ungewöhnliche Größenordnung und eine recht grobe Angabe. Die beworbenen 45W sind die maximale Ausgangsleistung über alle USB Anschlüsse hinweg.

Ihr könnt also nicht Euer Notebook mit 40W laden und gleichzeitig zwei Smartphones via Quick Charge. Verständlich, 45W Ausgangsleistung ist schon recht viel für solch eine kompakte Powerbank.

Es geht hier nicht einmal um die Akkuzellen, eine 18650 Zelle kann gut und gerne über 20W Leistung schaffen und es sind 6 Stück verbaut, das Problem ist eher die Hitzeentwicklung der Elektronik.

Der USB C Port ist bei der ZMI Powerbank nicht nur Ausgang, sondern muss auch zum Aufladen der Powerbank selbst verwendet werden. Hier gibt ZMI die Leistung mit ebenfalls 45W an, was sich aber nicht mit der Angabe deckt, dass eine vollständige Ladung 3,8 Stunden dauern soll. Praktisch wird die Powerbank also vermutlich um die 20W aufnehmen.

Wie üblich verfügt die Powerbank auch über einen Einschalter und vier Status LEDs, welche Euch über den aktuellen Ladestand informieren.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls haben alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple verbaut USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A (ursprünglich ist USB nur mit einer Leistung von 0,5A geplant).

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät! Ihr müsst also nichts auswählen oder Sorgen haben, dass etwas kaputt geht.

Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt ihr auch am USB C Port des Anker Ladegerätes jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Warum wird die Spannung erhöht und nicht einfach der Strom? Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom. Daher gibt es auch Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen. Ein hoher Strom von 3A+ würde deutlich dickere Kabel und nicht zuletzt Ports voraussetzen.

Leider ist aber USB Power Delivery nicht ganz so einfach. Es gibt beispielsweise einige Notebooks, welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt in der Regel mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.

 

Messwerte

Ehe wir zu den Kapazitätsmesswerten kommen, möchte ich generell einmal über die Kapazitätsangabe der ZMI QB820 Power Bank 20000mAh reden, denn nirgends an der Powerbank wird von 20000mAh gesprochen!

Dort ist 10000mAh/7,2V angegeben. Wie kommen die Händler nun auf 20000mAh?! mAh ist an sich ein recht unbedeutender Wert bei einer Powerbank. mAh gibt den Strom an welche eine Powerbank speichern kann, aber nicht bei welcher Spannung. Viel genauer ist die Wh Angabe, denn diese setzt Strom und Spannung ins Verhältnis, daher wird bei Haushaltsgeräten auch der Stromverbrauch in Watt angegeben und nicht in Ampere.

Strom * Spannung = Leistung, also in diesem Fall 10000mAh * 7,2V = 72Wh. Bei einer normalen Powerbank ist die interne Spannung aber nicht 7,2V sondern 3,6V. 72Wh / 3,6V = 20Ah bzw. 20000mAh.

Die Händler haben also bei der ZMI Powerbank also eine besser vergleichbare mAh Angabe errechnet. Das Interessanteste ist aber das die ZMI Powerbank anscheinend intern mit 7,2V arbeitet. Dies ist extrem selten! 99,9% aller Powerbanks nutzen eine geringere interne Spannung von 3,6V.

Wirkt sich dies auf die messbare Kapazität aus?

Ich konnte 16947mAh bzw. 62,7Wh messen. Dies entspricht rund 85% der Herstellerangabe, ein solider Wert!

Warum sind 85% solide? Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die letztendliche nutzbare Kapazität. Es ist also sehr wahrscheinlich das die ZMI QB820 Power Bank wirklich die beworbenen 20000mAh speichern kann, aber rund 15% Energie beim Entladen verloren geht.

Dies ist völlig normal! Die meisten Powerbanks erreichen 80-90% der Herstellerangabe. Bei unter 80% gehe ich davon aus, dass hier etwas bei der Kapazität geflunkert wurde.

Wichtig! Die Kapazität variiert auch etwas abhängig von der Geschwindigkeit mit der Ihr die Powerbank entladet. Ich Teste bei der Standard 5V 1A Geschwindigkeit, entladet Ihr die Powerbank mit 45W könnt Ihr mit einer ca. 10-15% niedrigeren Kapazität rechnen.

Kommen wir zu den Ladetests. Folgende Geräte habe ich an der ZMI QB820 getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple MacBook Pro late 2016
  • Dell XPS 13 9370
  • Google Pixel 2 XL
  • Samsung Galaxy S9+

Beginnen wir einfach bei den beiden Notebooks, welche am spannendsten sind. Erfreulicherweise gibt es hier aber nichts Negatives zu berichten.

Wie beworben liefert die Powerbank 40W über ihren USB C Port, welche auch von Dell wie auch Apple Notebook aufgenommen werden. Beim Dell XPS 13 sind 19,5V und 1,99A, beim Apple MacBook 19,5V und 1,94A, also rund 40W.

40W ist ein sehr ordentliches Ladetempo! Dies reicht problemlos um diese beiden Notebooks auch während der Nutzung noch aufzuladen. Ja es ist aber weiterhin möglich das diese 40W nicht ausreichen das Notebook zu laden, wenn es eine extreme Last gibt, wie bei einem gleichzeitigen Videoexport usw.

Wie steht es um Smartphones und Tablets? Sowohl das iPhone X wie auch das iPad und das Google Pixel 2 XL unterstützen USB Power Delivery zum Schnellladen.

Das Google Pixel 2 XL erreicht am USB C Port beispielsweise 9V 2A und das iPhone X 9V 1,8A. Lediglich das Samsung Galaxy S9+ zeigt sich zickig (dieses besitzt eine sehr mäßige USB Power Delivery Unterstützung) und lädt nur mit 5V 1,45A am USB C Port.

Nicht schlimm, denn wir haben ja zwei Quick Charge USB Ausgänge, an welchen das S9+ seine übliche Quick Charge Geschwindigkeit erreicht.

Die beiden Quick Charge Ports sind auch in einem gewissen Rahmen Apple optimiert. An „normalen“ Quick Charge USB Ports können Apple Geräte nur mit einem 1A laden. Erst wenn der Hersteller hier ein paar „Optimierungen“ durchführt, können auch Apple Geräte an diesen Ports eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Einige Hersteller bekommen dies besser hin, andere schlechter.

ZMI hat dies eher mittelmäßig hinbekommen. Apple iPhones und iPads können mit über 1A an den beiden Quick Charge Ports laden, aber dennoch gibt es bessere bzw. schnellere Powerbanks für das Laden von iPhones und iPads, sofern man nicht den USB C Port nutzen möchte.

Über den USB C Port lassen sich aktuelle iPhones und iPads natürlich rasend schnell laden, aber dies wird vom iPhone 7 oder älter noch nicht unterstützt.

Ist nun die Powerbank Leer, wie lange dauert das Aufladen? Dies hängt etwas vom Ladegerät ab. An einem einfachen 5V USB Ladegerät lädt die Powerbank mit rund 2A. Eine vollständige Ladung würde als rund 7,5 Stunden dauern.

Habt Ihr ein USB Power Delivery Ladegerät, beispielsweise das von einem MacBook Pro, dann sind 15V und satte 2,6A möglich. Eine vollständige Ladung dauert nur rund 2 Stunden, was sehr schnell ist!

 

Fazit

Ja die ZMI QB820 ist eine absolute Top Powerbank! Diese gehört zu den besten aktuell auf dem Markt!

Gerade dann wenn Ihr ein Notebook besitzt, welches via USB C laden kann, oder ein aktuelles Apple iPhone bzw. iPad, welches den USB C auf Lightning Adapter unterstützt.

Grundsätzlich eignet sich die ZMI QB820 Power Bank auch hervorragend für eine Nintendo Switch, welche ja ebenfalls den USB Power Delivery Standard unterstützt.

Neben dem 40W USB C Port besitzt die Powerbank aber auch noch zwei Quick Charge Ports, welche ebenfalls einen großen Mehrwert darstellen können, gerade für Android Nutzer.

Es geht positiv weiter, das Wiederaufladen ist super schnell und auch die Haptik ist klasse. Die ZMI QB820 Power Bank ist sogar ziemlich kompakt für ihre Leistung. Ich würde sogar sagen dies ist die kompakteste Powerbank mit derartig viel Leistung.

Kurzum ja ich kann die ZMI QB820 voll empfehlen! Primär aber wirklich dann wenn Ihr auch ein Notebook mit USB Power Delivery habt. Rein für Smartphones ist die ZMI QB820 etwas übertrieben.

Dies liegt natürlich auch etwas am Preis. Hier gibt es zwei Preise, Ihr könnt die ZMI QB820 bei Amazon bekommen für rund 89€. Ein konkurrenzfähiger Preis, aber auch nicht super günstig.

Alternativ könnt Ihr die Powerbank auch direkt aus Asien bestellen, beispielsweise über Gearbest. Hier ist die Powerbank für um die 70€ zu bekommen, was ein hervorragender Preis für die Leistung ist. Dafür habt Ihr Euch gegebenenfalls mit dem Zoll herumzuschlagen.

Alternativen:

Das EMR3000 WLAN Mesh System von EnGenius im Test

EnGenius ist allgemein sicherlich ein eher weniger bekannter Hersteller für Netzwerk Hardware. Diese konzentrieren sich eigentlich eher auf professionelle Produkte, welche in Hotels, Flughäfen usw. eingesetzt werden und somit für normale Nutzer unsichtbar sind.

Mit dem EMR3000 versucht EnGenius aber nun auch auf dem Privatkunden Markt Präsenz zu zeigen.

Bei dem EnGenius EMR3000 handelt es sich um ein WLAN Mesh System, wie sie gerade populär sind. Dieses besteht aus drei kleinen Stationen, welche Ihr im Haus verteilt und welche untereinander ein perfektes WLAN Netzwerk erstellen, so zu mindestens das Versprechen.

Mit 299€ ist das EMR3000 auch kein günstiges System. Wollen wir uns also einmal im Test ansehen, ob dieses seinem hohen Preis gerecht wird!

An dieser Stelle vielen Dank an EnGenius für das Ausleihen des EMR3000.

 

Das EMR3000 WLAN Mesh System von EnGenius im Test

Wie im Intro bereits erwähnt, besteht das EnGenius EMR3000 WLAN Mesh System aus drei kleinen Stationen. EnGenius setzt hier auf ein recht schickes und schlichtes Design, welches durchaus als wohnzimmerfreundlich bezeichnet werden kann.

Auch die runde Form verleiht dem EMR3000 eine etwas freundlichere und weniger technische Anmutung. Externe Antennen oder Ähnliches findet Ihr nicht.

Selbst auf LEDs hat der Hersteller weitestgehend verzichtet. Jede Station besitzt lediglich eine kleine Status LED auf der Front.  Auch sind die einzelnen Station kaum größer als eine Handfläche. Es ist also problemlos möglich in diese in einem Regal, auf dem TV Schrank usw. unterzubringen.

Alle drei Stationen des EMR3000 System sind im Übrigen identisch! Es gibt von der Hardware und Ausstattung keine Unterschiede.

Die Anschlüsse finden wir bei allen Stationen auf der Unterseite. Hier befinden sich zwei Gbit LAN Ports, wovon einer als WAN Port gekennzeichnet ist, wie auch der Anschluss für das Netzteil und ein USB Port.

Letzterer ist etwas Besonderes. „Warum ist ein USB Port bei einem WLAN Router etwas Besonderes? Das haben doch alle?“ Nein! WLAN Mesh Systeme, ob nun ASUS Lyra, Netgear Orbi, Tenda Nova usw. verzichten auf einen USB Port und somit auch auf damit verbundene Features.

Zwar besitzt das Mesh System nur 2 LAN Ports, allerdings können die LAN Ports an den kabellos angebundenen Stationen wie „normale“ Anschlüsse genutzt werden.

 

Was kann ein Mesh System?

An dieser Stelle müssen wir einmal klären, was überhaupt ein WLAN Mesh System ist und kann. Es gibt diverse Typen von WLAN Mesh Systemen, hierbei kocht jeder Hersteller ein wenig sein eigenes Süppchen.

Auf Seiten der Hardware gibt es aktuell drei Systeme. 1. Tri-Band WLAN Mesh Systeme 2. Dual-Band WLAN Mesh Systeme 3. Software WLAN Mesh Systeme.

Software WLAN Mesh Systeme, wie das von AVM oder ASUSs AIMesh, sind wie der Name sagt rein ein Software Konstrukt. Es gibt hier keine Optimierte oder spezielle Hardware.

Tri-Band und Dual-Band WLAN Mesh Systeme basieren meist auf dem Qualcomm Wi-Fi SON System. Ähnlich wie Intel beispielsweise seine Prozessoren an im Grunde genommen jeden Hersteller von Notebooks verkauft, macht dies auch Qualcomm mit seinen WiFi Chips.

Dies ist auch der Grund warum es so viele so ähnliche WLAN Mesh Systeme gibt. Diese basieren alle auf dem gleichen Chip bzw. der gleichen Plattform. Lediglich Antennen Design und Software unterscheidet sich je nach System. Daher kann ich an dieser Stelle bereits sagen, dass das EnGenius EMR3000 System vergleichbar mit dem Tenda Nova und ASUS Lyra Mini Sytem ist, da alle drei auf dem gleichen WLAN Chip basieren.

Hier gibt es aber grob gesagt zwei Klassen. Die Tri-Band und die Dual-Band Systeme. Tri-Band Systeme setzten auf zwei 5GHz Bänder, wovon aber nur eins für den Nutzer sichtbar ist. Das andere 5GHz Band ist für die internen Datenströme reserviert, was theoretisch die Leistung deutlich erhöht.

Bei Dual-Band Systemen kommt hingegen das klassische Router und Repeater System zum Einsatz.

Es wird ein 5GHz Band für die Kommunikation mit Eurem Smartphone/Tablet/Notebook genutzt, wie auch für die Weiterleitung der Daten zwischen den einzelnen Stationen hin zur Basis.

„Ist damit das EnGenius EMR3000, welches das Dual-Band System nutzt, nicht im Grunde ein normales Router/Repeater Setup?“

Jein, es gibt hier natürlich von der grundsätzlichen Hardware und dem Aufbau große Parallelen. Jedoch bringt ein Mesh System auf Basis der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform einige Vorteile mit. Zum einen die Synchronisation aller Daten. Keine zwei SSIDs, unterschiedliche Passwörter usw.

Zum anderen gibt es einen schnellere Roaming Prozess. Das Wechseln zwischen den einzelnen WLAN Stationen sollte hier mehr oder weniger nahtlos und deutlich flüssiger als bei einem normalen WLAN Router/Repeater Setup passieren.

Auch verfügt ein Mesh System, mit mehr als zwei Stationen, über Self-Healing Fähigkeiten. Ist die Verbindung zwischen zwei Stationen schlecht, oder abgebrochen wird die Station versuchen über andere kabellos angebundene Stationen eine Verbindung zur Basis herzustellen.

Mehr Infos zu dem Ganzen findet Ihr hier: https://www.qualcomm.com/solutions/networking/features/wi-fi-son

Kurzum es gibt viele kleine Unterschiede, welche das Leben im Alltag deutlich leichter machen können.

 

Einrichtung und Installation

Wie bei den meisten WLAN Mesh Systemen ist auch das EnGenius EMR3000 gemacht mit dem Smartphone eingerichtet zu werden. Hierfür müsst Ihr die EnMesh App herunterladen, welche Euch durch die Einrichtung führt.

Ich war zugegeben etwas von der EnMesh App überrascht. Optisch ist diese sehr hochwertig und modern gemacht. Auch ist die App komplett auf Deutsch übersetzt, ohne Fehler oder Ähnliches.

In der App müsst Ihr den Einrichtungsassistenten starten, welcher Euch durch die Einrichtung leitet. Während der Einrichtung nimmt Euer Smartphone automatisch via Bluetooth Verbindung mit der Basis Station des Mesh Systems auf. Ihr müsst also keine Passwörter eintippen oder Euch per Hand mit einem WLAN Netz verbinden.

Während der Einrichtung müsst Ihr zum einen ein Passwort für das System festlegen, wie auch einen Namen + Passwort für das neue WLAN Netz.

Den Rest macht die App bzw. das EMR3000 von alleine. Zu guter Letzt müsst Ihr noch die anderen Stationen des WLAN Systems mit der Basis verbinden, auch dies funktioniert wieder via Bluetooth und wird mehr oder weniger von der App im Alleingang geregelt.

Kurzum der Einrichtungsprozess des EnGenius EMR3000 Mesh Systems ist vorbildlich!

 

App und Benutzeroberfläche

Wie bei den meisten WLAN Mesh System ist auch hier die Benutzeroberfläche eher als einfach zu bezeichnen.

Rein optisch ist die App sehr schön gestaltet. Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über Eure Internetgeschwindigkeit wie auch über die verbundenen Stationen und Geräte.

In den Unteroptionen könnt Ihr WLAN Name, Passwort und auch die verwendeten Kanäle Einstellen.

Auch ist es, möglich das EnGenius EMR3000 System in einen Bridge Modus zu versetzen. In diesem wird der DHCP Server abgeschaltet und das System agiert als Access Point, was sehr oft Sinn macht.

Nutzt Ihr eine Fritzbox oder Ähnliches als Router/Modem solltet Ihr diesen Modus aktivieren. Zu guter Letzt könnt Ihr auch ein WLAN Gast Netzwerk erstellen.

Dies war es auch erst einmal mit Einstellungsmöglichkeiten in der App. klingt recht wenig, ist es auch. Allerdings ist dies bei den meisten WLAN Mesh Systemen auch so der Fall. Man versucht das System so einfach wie möglich zu halten.

Allerdings verfügt das EMR3000 auch noch über eine deutlich detailliertere WEB UI. In dieser finden sich einige interessante Informationen, zu mindestens für etwas erfahrenere Nutzer.

Hier finden sich unter anderem Einstellungen zum HT Mode, Band Steering, Airtime Fairness, Firewall Einstellungen usw.

Das einzige was leider nicht möglich ist, sind unterschiedliche SSIDs fürs 2,4GHz und 5GHz Band.

 

Performance

EnGenius setzt beim EMR3000 auf ein klassisches 2×2 Design. Das bedeutet auf dem 2,4GHz sind 300Mbit/s möglich und auf dem 5GHz Band 867Mbit/s.

Verglichen mit absoluten High End Routern mag dies wenig imposant klingen, aber in der Praxis ist dies eigentlich vollkommen ausreichend.

Die wenigsten, so gut wie keine, Geräte unterstützen mehr als 867Mbit/s. Erst wenn wirklich viele Geräte im Netzwerk hängen und gleichzeitig massenhaft Daten übertragen, kann ein höheres theoretisches Tempo wirklich etwas bringen.

Zudem darf man nicht vergessen, dass in Deutschland die wenigsten Internetanschlüsse mehr als 100Mbit schaffen. Erst wenn Ihr ein lokales NAS habt, machen also höhere Übertragungsraten erst richtig Sinn.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für das EMR3000 System den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was das Nova MW6 in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Leider gibt es hier zwei kleine Probleme. 1. Das 5GHz Band und 2,4GHz Band des EMR3000 besitzen immer die gleiche SSID, daher kann ich nicht auswählen auf welches Band sich die Clients verbinden. Daher kann ich nur das 5GHz Band testen.

Die Messwerte sind kaum überraschend. Wie bereits erwähnt, nehme ich an, dass im EMR3000 System der gleiche WiFi Chipsatz steckt wie im ASUS Lyra Mini und Tenda Nova System.

Alle drei Systeme sind mehr oder weniger auf Schlagdistanz, die Unterschiede kann man auf die Messungenauigkeit oder die Software schieben.

Die Leistung des EnGenius EMR3000 Mesh WLAN Systems kann zwar nicht ganz mit dem von hochgezüchteten Gaming WLAN Routern mithalten, aber 50MB/s+ auf kurzer Distanz sind mehr als ausreichend.

Auch auf Distanz bleiben die Werte des EnGenius EMR3000 Systems gut, sofern Ihr auch die einzelnen Stationen nutzt.

Habt Ihr nur einen EnGenius EMR3000 gekauft und nicht das 3er Set ist die Reichweite bzw. die Leistung auf Reichweite schlechter als bei einem normalen High End WLAN Router.

 

Reichweite

Die Reichweite ist natürlich der entscheidende Punkt bei einem WLAN Mesh System. Ihr kauft ein WLAN Mesh System nicht für die maximale Spitzenperformance, sondern für eine konstant hohe Leistung.

Um diese zu erreichen ist natürlich die Verteilung der einzelnen Satelliten extrem wichtig.

Hier ist es ein Fehler die Satelliten zu weit von der Basis Station zu entfernen. In der App findet Ihr eine klasse Hilfe zu Positionierung.

Mehr als 2-3 Wände sollten beispielsweise zwischen Basis und einem Satelliten nicht sein.

Wie bereits erwähnt bietet eine WLAN Station des EMR3000 eine schlechtere Reichweite, als ein guter normaler WLAN Router.

Erst alle drei bzw. auch schon zwei Stationen können von der Reichweite mit einem High End WLAN Router mithalten. Letztendlich bekommt Ihr mit drei EMR3000 Stationen problemlos ein 150-250m² Haus abgedeckt.

Natürlich auch nicht bis in alle Ecken mit absolut perfekten Tempo, aber mit mehr als genug Leistung fürs im Internet surfen oder Video streamen.

 

NAS Funktionalität

Im Gegensatz zu fast allen anderen WLAN Mesh Systemen, verfügt das EnGenius EMR3000 über USB Ports.

Diese USB Ports können für USB Sticks, Festplatten usw. genutzt werden. Aber wie funktioniert das Ganze genau? Über die Web UI könnt Ihr die USB Ports für jede Station „freigeben“. Die angeschlossenen Speichermedien lassen sich dann ganz einfach über den Explorer zugreifen. Hierbei wird allerdings jede Station einzeln erkannt.

Über ein aufwendiges Account System verfügt das EnGenius System leider nicht. Alle Freigaben sind über den normalen Benutzernamen/Passwort gesichert.

Es kann also nicht jeder darauf zugreifen, aber es ist nicht möglich unter Accounts anzulegen.

Für Android und IOS gibt es zudem eine EnFile App, welche auch hier einen komfortablen Zugriff auf die Daten erlaubt.

Wie auch schon die EnMesh App hat mich die EnFile App positiv überrascht. Daten lassen sich mithilfe dieser App auf und vom Speichermedium laden. Auch ein automatisches Foto Backup und eine Albums Ansicht ist in der App vorhanden.

Kurzum die App bietet durchaus einen Mehrwert!

Was leider etwas schade ist, ist das Tempo. Ich konnte lediglich 3MB/s schreibend und 7,5MB/s lesend messen (externe SSD, NTFS).

Dies ist für den Smartphone Zugriff und dem automatischen Backup von Fotos ausreichend, aber ein NAS kann das EnGenius EMR3000 nicht ersetzen.

 

Stromverbrauch

Bei immer stärker steigenden Stromkosten ist ein geringer Energieverbrauch natürlich wünschenswert.

Wie steht es hier um das EnGenius EMR3000 System? Erfreulicherweise ist dieses extrem sparsam mit gerade einmal 2,4W pro Station im Leerlauf und rund 3W unter Last!

Dies sind hervorragende Werte! Genau genommen ist dies der niedrigste Stromverbrauch den ich jemals bei einem Router gemessen habe.

 

Fazit

WLAN Mesh Systeme sind ohne Frage etwas sehr Cooles, aber auch teilweise etwas recht Spezielles.

Kauft kein WLAN Mesh System, wenn es Euch um das absolute Maximum an Leistung geht! Dies gilt für das EMR3000, wie auch für die meisten anderen Mesh Systeme.

Normale WLAN Router sind in der Regel schneller als ein Mesh System, zu mindestens auf kurzer und mittlerer Distanz.

Die Stärke des EMR3000 zeigt sich erst auf mittlerer und hoher Distanz. Hier bietet das System eine hohe Konstanz, was die Leistung und Verbindungsqualität angeht.

Gerade wenn es Euch „nur“ um schnelles Internet surfen, Downloads und Video Streaming geht, ist es, problemlos mit dem EnGenius EMR3000 ein größeres Einfamilienhaus abzudecken.

Aber dies gilt natürlich für die meisten WLAN Mesh Systeme. Das EnGenius EMR3000 ist beispielsweise von der Leistung dem ASUS Lyra Mini sehr ähnlich.

Was für das EnGenius EMR3000 über beispielsweise das ASUS Lyra mini System spricht ist die sehr gute App, WebUI und die USB Ports.

Zwar ist die Performance von USB Speichermedien am EMR3000 nicht sonderlich hoch, aber ausreichend um Daten zwischen Desktop und Smartphones auszutauschen oder für automatische Foto Backups.

Sind dies für Euch wertvolle Features, dann ist das EnGenius EMR3000 vielleicht das passende Mesh System für Euch!

Das TerraMaster F2-220 im Test, eine gute alternative zu Synology und QNAP?

Wenn man an NAS Speicher Systeme denkt, fällt den meisten Nutzern vermutlich zunächst Synology und QNAP ein. Kein Wunder, dies sind auch die beiden größten NAS Hersteller für Privatnutzer.

Aber auch abseits dieser beiden großen Unternehmen gibt es einige interessante Hersteller und Modelle. Ein solches Modell ist das TerraMaster F2-220.

Was macht dies so interessant? Auf den ersten Blick vor allem die Hardware und der Preis. TerraMaster setzt auf Intel CPUs und das bei Preisen ab 199€. Intel CPUs sind sehr oft deutlich leistungsfähiger als die ARM Konkurrenten, aber leider auch ein gutes Stück teurer. Aus diesem Grund findet man Intel CPUs bei Synology und QNAP nur in den höherpreisigen Modellen und selbst dort oft nur Intel Atom CPUs.

Eine gute Hardware ist aber natürlich nur das eine bei einem NAS. Oftmals ist die Software viel wichtiger. Wollen wir doch einmal im Test schauen ob das TerraMaster F2-220 sowohl was die Hardware betrifft, wie aber auch Software überzeugen kann.

Neugierig?

An dieser stelle vielen Dank an TerraMaster für das zur Verfügung stellen des NAS!

 

Das TerraMaster F2-220 im Test

TerraMaster setzt beim F2-220 auf ein recht klassisches Design für ein 2 Bay NAS System. Ihr erhaltet also eine silberne relativ schmale und flache Box, welche allerdings in die Tiefe geht.

Der größte Teil des Gehäuses wird dabei von den beiden Festplattenschächten auf der Front belegt. Die Festplatten lassen sich über zwei Schubladen „Hot Swap Bays“ auf der Front entnehmen bzw. einsetzen.

Dieser Mechanismus ist erst einmal Werkzeuglos, die Festplatten selbst müssen allerdings in den Schubladen verschraubt werden. Passende Schrauben liegen selbstverständlich mit im Lieferumfang.

Das TerraMaster F2-220 fasst erst einmal zwei 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll Festplatten/SATA SSDs. Es gibt allerdings mit dem TerraMaster F4-220 auch eine Version mit vier Slots und mit dem TerraMaster F5-220 eine 5 Bay Version.

Beim Gehäuse setzt TerraMaster auf eine Mischung aus silbernen Kunststoff und silbernen Aluminium. Die Haptik und Verarbeitung ist gut, aber auch nicht überragend.

Das Ganze ist allerdings dem Preis angemessen. Mehr Qualität bekommt man bei QNAP oder Synology für ähnliches Geld auch nicht.

Auf der Front finden wir neben den beiden HDD Schächten vier Status LEDs (zwei für die HDDs und zwei für das System), wie auch den Einschalter des NAS.

Seitlich ist wie üblich nichts angebracht, erst auf der Rückseite wird es wieder interessant. Dort findet sich ein großer 80mm Lüfter, ein Gbit LAN Port, zwei USB Ports (1x 2.0, 1x 3.0) und der Anschluss für das externe Netzteil, welches bis zu 48W liefern kann.

 

Einrichtung und Installation

Wie genau die Einrichtung und Installation des NAS verläuft, hängt etwas davon ab wie gut Ihr Euch mit solchen Dingen auskennt.

Grundsätzlich nimmt Euch TerraMaster vorbildlich an die Hand! Ihr findet auf der Herstellerwebseite eine recht detaillierte „interaktive“ Anleitung, wie auch ein Tool welches Euch hilft das NAS im Netzwerk zu finden.

Wenn Ihr wisst, wie man die IP Adresse des NAS aus Euerem Router auslesen kann, dann könnt Ihr das Ganze allerdings einfach überspringen.

Verbindet das NAS mit dem Strom, Netzwerk und setzt ein oder zwei Festplatten ein. Ruft anschließend die IP Adresse des NAS in Eurem Webbrowser auf. Dort erwartet Euch die eigentliche Einrichtung.

Im Zuge dieser müsst Ihr ein Passwort vergeben, das eigentliche Betriebssystem herunterladen (macht das NAS von alleine) und die Festplatten einrichten.

Bei der Festplatteneinrichtung habt Ihr die Wahl, sofern zwei HDDs eingesetzt, zwischen Raid 1, Raid 0, Single Disk und JBOD.

Wenn Ihr Datenschutz wollt, wählt Radi 1. Dann wird zwar Eure Kapazität halbiert, aber wenn eine HDD ausfällt, gibt es keinen Datenverlust. Raid 0 macht bei dieser Maschine keinerlei sind, da wir eh durch den Gbit LAN Port limitiert sind.

Wollt Ihr die volle Kapazität ohne zusätzlichem Datenschutz, wählt JBOD (dann werden beide HDDs „zusammengeklebt“ und nacheinander wie eine große HDD beschrieben) oder single Disk.

Hat das NAS Eure Festplattenkonfiguration übernommen, seid Ihr an sich auch fertig mit der Einrichtung, wobei Ihr in der eigentlichen Benutzeroberfläche noch ein paar Einstellungen vornehmen solltet (Ordner Anlegen z.B.).

 

Die Benutzeroberfläche und Feature

Die Benutzeroberfläche des TerraMaster F2-220 ähnelt sehr stark der von QNAP und Synology. Auch TerraMaster setzt auf ein „Betriebsystem im Webbrowser“.

Ruft Ihr also die Benutzeroberfläche auf, erwartet Euch eine große Schöne UI, welche eher etwas von einem einfachen Linux Betriebssystem hat, als von der Benutzeroberfläche eines Netzwerk Gerätes.

Auf dem Desktop findet Ihr beispielsweise diverse Icons, welche Euch zu den jeweiligen Funktionen führen. Diese Icons öffnen dabei Fenster.

Es ist also sogar ein gewisses Multitasking im Webbrowser möglich.  Die wichtigste App/Icon ist sicherlich die Systemsteuerung.

In der Systemsteuerung findet Ihr beispielsweise die Möglichkeit freigegebene Ordner zu erstellen, was Ihr auch nach dem ersten Start machen solltet. Ebenfalls solltet Ihr, falls gewünscht, andere Benutzer anlegen.

Selbstverständlich verfügt das TerraMaster F2-220 über eine richtige Benutzerkontensteuerung. Ihr könnt also genau festlegen, welcher Nutzer auf welchen Ordner zugriff hat.

Ein Verschlüsseln von Ordnern ist leider beim F2-220 nicht möglich, jedoch das Verschlüsseln eines kompletten RAIDs.

 

In der Systemsteuerung findet Ihr auch noch diverse andere Einstellungen, unter anderem Informationen über den Festplattenstatus, den Netzwerkstatus usw.

Auch könnt Ihr hier die gewünschten Dateidienste auswählen. Bei diesen unterstützt das F2-220 alle gängigen Systeme:

  • SMB
  • AFP
  • NFS
  • FTP
  • iSCSI
  • Rsync

Auf den ersten Blick fehlt lediglich WebDAV, welcher aber eher selten genutzt wird.

Wie bei aktuellen High End NAS Systemen üblich, verfügt auch das TerraMaster F2-220 über einen App Store.

Dieser ist aber von seiner Auswahl deutlich „übersichtlicher“ als bei den beiden großen Konkurrenten.

Hier findet man aber durchaus interessante Erweiterungen, wie beispielsweise einen iTunes Server, einen DLNA Server, Plex usw. Auch die Möglichkeit Daten mit Dropbox zu Synchronisieren ist vorhanden. Dies kann man beispielsweise als Backupmöglichkeit einsetzen. Auch Java Anwendungen lassen sich auf dem NAS installieren oder Ihr könnt einen Mail Server drauf laufen lassen.

Wo das Angebot von TerraMaster ebenfalls etwas ausbaufähig wäre, ist bei den Mobile Apps. Hier bietet TerraMaster lediglich eine einfache App für den Datenaustausch/das Kopieren von Fotos an.

Diese macht ihren Job, aber ist auch keine Schönheit. Für einen einfacheren Zugriff auf das NAS aus dem Internet heraus bietet der Hersteller erfreulicherweise einen gratis Dyndns Service an.

 

Performance

Wie steht es um die Performance des F2-220? Auf dem Papier sehr gut! Wir haben eine Intel Celeron CPU und 2GB bzw. 4GB RAM.

Intel CPUs in NAS Systemen gehören in der Regel zu den leistungsfähigeren Chips, die man bekommen kann. Die Netzwerkanbindung ist allerdings der klassische Gbit LAN Port. Damit ist unser Tempo schon einmal auf rund 120MB/s limitiert. Für mehr bräuchten wir ein NAS mit 10Gbit LAN und diese sind sehr sehr teuer.

Für meinen Test habe ich zwei 3TB WED Red Pro HDDs verwendet, welche im Raid 1 liefen. Beide HDDs schaffen gut über 180MB/s, diese sollten also nicht limitieren.

Die Performance des F2-220 ist was die Übertragungsraten angeht tadellos. 106MB/s lesend und 117MB/s schreibend kann man als ziemlich perfekt einstufen!

Auch die generelle Systemperformance kann man nur als positiv bezeichnen. Gerade wenn man Plex oder Ähnliches nutzt, macht das F2-220 Spaß! Die Leistung ist hier deutlich besser als bei den meisten günstigen Konkurrenten mit ARM Chip.

Wie stehts aber um die 2GB RAM? Reichen diese oder sollte man lieber zur 4GB Version greifen? Das hängt ein wenig davon ab was Ihr mit dem System macht. Nutzt Ihr wirklich viel Plugins wie Plex und habt diverse andere Dinge auf dem NAS laufen können 4GB RAM sinnvoll sein.

Nutzt Ihr das NAS klassisch als Dateiablage, reichen 2GB recht entspannt. Auch generell gilt 2GB ist schon ordentlich für solch ein System.

Der RAM wird allerdings als eine Art Cache genutzt. Daten die Ihr aufs NAS schiebt landen erst einmal im freien Arbeitsspeicher und werden dann auf die HDDs geschrieben. Natürlich bleibt das Tempo auf 120MB/s bzw. 117MB/s limitiert, aber gerade bei kleineren Dateien kann der RAM Cache gut helfen.

HDDs sind eigentlich sehr langsam was das Schreiben und Lesen von kleinen Dateien angeht (wenige KB große Dateien). Beim schreiben werden nun diese kleinen Dateien erst im Arbeitsspeicher gesammelt und dann als „Block“ geschrieben, was das Tempo deutlich anhebt.

Arbeitet Ihr also mit vielen kleinen Dateien kann mehr RAM sinn machen.

 

Lautstärke

Wie steht es um die Lautstärke? Das TerraMaster NAS verfügt über einen 80mm Lüfter, welcher von Haus aus „Smart“ geregelt wird. Alternativ könnt Ihr diesen auch via Software konstant auf 25%, 50% oder 100% stellen.

Grundsätzlich würde ich das NAS als leise bis sehr leise einstufen. Der Lüfter ist kaum hörbar.

Was allerdings eher hörbar ist, sind die Festplatten. Diese sind leider nicht entkoppelt und werden auch nicht „gedämmt“.

Diese sind also voll durch das Gehäuse hörbar. Wie schlimm dies ist, hängt natürlich von der von Euch verbauten Festplatte ab.

 

Im Inneren

Da es sich um ein Intel System handelt, welches zudem mit verschiedenen Speicherausstattungen angeboten wird, war ich neugierig, was sich im Inneren befindet.

Kurzum ich habe das TerraMaster F2-220 geöffnet, was sehr unproblematisch geht. Im Inneren bin ich auch auf zwei sehr interessante Dinge gestoßen.

Die 2GB RAM des NAS sind fest verlötet, allerdings gibt es im inneren einen freien SO-DDR3 Slot. Ihr könntet also theoretisch den Arbeitsspeicher des Systems erweitern.

Fast noch interessanter ist aber das Betriebssystem. Dieses scheint auf einem USB Stick zu liegen, welcher im Inneren in einem internen USB 2.0 Slot steckt. Eine sehr interessante Sache, welche mich um ehrlich zu sein etwas zum Schmunzeln gebracht hat.

Nun könnte man denken, dass dies recht unprofessionell ist, aber das ist nicht richtig. Es ist selbst bei Server Systemen der 10.000€ Klasse mittlerweile oft gängig, dass das Betriebssystem bzw. der Supervisor auf einem USB Stick oder einer Speicherkarte im Inneren des Servers liegt.

Es gibt hier keine Schreibvorgänge, das OS wird beim Start lediglich gelesen und dann im RAM gespeichert.

Interessant ist das Ganze aber vielleicht für Modder. Ich will nicht ausschließen, dass es möglich wäre den USB Stick gegen etwas anderes auszutuschen (eine FreeNAS Installation?!). Aber das ist natürlich nicht empfohlen.

 

Fazit

Das TerraMaster F2-220 ist ein super NAS System, sofern Ihr auf eine einfache Einrichtung und eine sehr hohe Performance Wert legt.

Der Intel Prozessor garantiert natürlich eine hohe Leistungsfähigkeit, welche sich auch in der Praxis bestätigt.

Das F2-220 kann problemlos die volle Gbit LAN Geschwindigkeit liefern, wobei wir genaugenommen bei 106MB/s bzw. bei 117MB/s liegen.

Geht es Euch also primär um schnelle Datenübertragungen, werdet Ihr für unter 500€ kein besseres NAS finden. Aber auch die Software macht einen guten Eindruck.

Die Einrichtung ist sehr problemlos und schnell gemacht. Auch die generelle Bedienung ist tadellos mit einer ansehnlichen Benutzeroberfläche.

Wo das TerraMaster F2-220 etwas schwächelt, ist bei der App Vielfalt. Hier muss man sagen, dass Synology und QNAP mehr bieten, aber dies natürlich auch extra bezahlt haben wollen. Legt Ihr besonderen Wert auf Multimedia und Bonus Feature würde ich Euch aber dennoch eher zu einem dieser Systeme raten.

Natürlich besitzt das TerraMaster F2-220 auch die Basis Multimedia Funktionen wie unter anderem eine Plex Unterstützung, DLNA usw.

Aber ich denke das wichtigste Element hier die Kernanwendung als NAS. Hier kann das TerraMaster F2-220 wirklich glänzen und auch mit Systemen einer Preisklasse höher mithalten.

WLAN Mesh Systeme, wirklich empfehlenswert?

WLAN Mesh Systeme sind aktuell allgegenwärtig. Jeder Hersteller hat mindestens ein System, wenn nicht sogar mehrere.

Bei einem Punkt ähneln sich allerdings alle System, dem saftigen Preis und großen Versprechen über die Leistung. Ich habe nun schon einige Mesh WLAN Systeme getestet und habe daher eine durchaus recht fundierte Meinung zu solchen Systemen, welche ich hier einmal kundtun möchte.

Also sind Mesh WLAN Systeme wirklich empfehlenswert?  Meine Meinung dazu!

 

Woher kommt der Trend zu Mesh WLAN Systemen?

Mesh WLAN Systeme ploppen aktuell massenhaft auf dem Markt auf, aber warum? Ganz ehrlich ich denke hier, spielt die Gewinnmarge der Hersteller eine große Rolle.

An teureren Produkten verdient ein Hersteller mehr Geld.

Daher möchten alle Hersteller sehr gerne, dass Ihr teurere Produkte kauft. Nun scheint sich die gesamte Netzwerk Industrie darauf geeinigt zu haben, dass Mesh WLAN DAS DING ist.

Es ist nicht ganz leicht dem normalen oder sogar dem Technikbegeisterten Nutzer einen normalen guten WLAN Router zu verkaufen. Schließlich bekommt man mittlerweile bei fast jedem Internet Anbieter einen recht gut brauchbaren WLAN Router mit dazu. Von daher ist der Bedarf an einem neuen WLAN Router recht gering, zu mindestens wenn es um die Übertragungsleistung geht.

High End WLAN Router welche 2000Mbit/s+ schaffen benötigen die wenigsten Nutzer. Warum auch? Die meisten Normalnutzer nutzen Ihr WLAN eh nur mit Smartphone oder Tablet und selbst die billigsten WLAN Router schaffen es hier für ordentliche App Download Geschwindigkeiten zu sorgen.

Auch ist nun WLAN AC bereits gefühlt seit einer Ewigkeit der Standard, welcher mittlerweile von jedem WLAN Router unterstützt wird.

Man musste sich also etwas Neues ausdenken, um Geld zu verdienen. Nichts Verwerfliches wie ich grundsätzlich finde.

Wenn man nun eine Umfrage unter WLAN Nutzern macht, was der größte Kritikpunkt am vorhanden WLAN Netz ist, dann würden vermutlich die meisten Antworten, dass die Reichweite zu klein ist.

Hier setzen nun die WLAN Mesh Systeme an! Das Versprechen lautet bei mehr oder weniger allen Herstellern „gebt 300€ aus und Ihr müsst Euch über das WLAN in Eurem Haus keine Sorgen mehr machen“.

 

Was ist ein WLAN Mesh System?

WLAN Mesh ist kein direkt festgeschriebener Begriff und viele Hersteller machen hier etwas „eigenes“. Aber was soll WLAN Mesh theoretisch machen?

Ein WLAN Mesh System besteht aus mindestens zwei Stationen, welche via WLAN (oder auch LAN) miteinander kommunizieren.

Alle Stationen besitzen die gleiche SSID und werden von Euren Geräten als ein WLAN Netz wahrgenommen. Verbindet Ihr Euch mit dem Netzwerk werdet Ihr je nach Position automatisch zwischen den einzelnen Stationen hin und her gebucht.

Dabei sollte das Roaming, also der Übergang zwischen den einzelnen Stationen, mehr oder weniger nahtlos geschehen. Das System sollte hierbei von sich aus entscheiden, welche Station gerade für Euch die beste Leistung liefert.

Zusätzlich werden Dinge wie Einstellungen automatisch zwischen den einzelnen Stationen synchronisiert.

Habt Ihr also genug einzelne Stationen in Eurem Haus/Wohnung verteilt, dann sollte überall ein recht gleichmäßiger Empfang bestehen.

Kurzum Ihr habt ein großes WLAN Netz, welches sich nach der Ersteinrichtung selbst verwaltet und immer für die optimale WLAN Performance sorgt.

Soweit die Theorie, die Umsetzung ist aber je nach Hersteller sehr unterschiedlich.

 

Warum kein WLAN Repeater?

Könnte man das Ganze nicht einfach mit einem WLAN Repeater machen? Ja und nein.

Natürlich kann man WLAN Repeater nutzen, aber es gibt hier Nachteile. Zum einen kann ein Repeater die Leistung Eures WLAN Netztes deutlich reduzieren. Warum? Der Repeater muss gleichzeitig senden und empfangen. Das bedeutet die effektive Bandbreite des Repeaters wird effektiv halbiert.

Zudem habt Ihr oft zwei SSIDs, was etwas unkomfortabel ist. Ja man kann einem Repeater die gleiche SSID wie dem Router geben, aber dies bringt auch Nachteile mit.

Stellt Euch folgende Situation vor, Euer Router steht im Arbeitszimmer und Euer Repeater im Wohnzimmer.

Verbindet Ihr Euch nun im Wohnzimmer mit dem Repeater und geht dann Richtung Arbeitszimmer, werdet Ihr in der Regel erst „umgeloggt“ wenn das Signal zum Repeater abbricht.

Es könnte also passieren, dass Ihr neben dem Router steht, aber Euer Smartphone weiterhin mit dem Repeater verbunden ist. Ein Mesh System sollte Euch im Hintergrund hingegen umbuchen, sobald dieses bemerkt, dass Ihr näher an einer anderen Station seid.

Ein normaler Repeater hingegen hat keine Möglichkeit mit dem Router zu kommunizieren, dieser empfängt und sendet das Basis WLAN Signal einfach ganz stumpf aus.

 

Tri-Band vs. Dual-Band vs. Software Update

Wenn Ihr Euch für ein WLAN Mesh System interessiert werdet Ihr über zwei Begriffe stolpern „Tri-Band“ und „Dual-Band“.

Tri-band bedeutet, dass alle Stationen drei WLAN Netzte aussenden. Ein 2,4GHz Netz und zwei 5GHz Netze. Eins dieser 5GHz Netze ist für Euch unsichtbar und wird für die interne Kommunikation genutzt.

Verbindet Ihr Euch also mit einem „Satelliten“ leitet dieser Eure Daten über dieses gesonderte 5GHz WLAN Netz an die Basis Station weiter. Das hat in der Theorie einen großen Geschwindigkeitsvorteil!

Dual-Band Systeme müssen hingegen ein 5GHz Band für den Hin und Rückkanal nutzen, was die effektive Leistung halbiert.

Daher sind Tri-Band Systeme zu bevorzugen, wenn es um das Maximum an Leistung geht.

Nun gibt es auch einige Hersteller, wie AVM oder ASUS, welche normale WLAN Router und Repeater „Mesh fähig“ per Software Update machen.

Ist dies wirklich ein echtes Mesh WLAN System? Jein, erfahrungsgemäß synchronisieren solche Systeme einfach nur ihre Einstellungen miteinander und nutzen die gleiche SSID. Teilweise ist auch der Übergang, das Roaming, etwas verbessert, aber solche Systeme sind eher als „Repeater+“ zu betrachten.

Solltet Ihr natürlich bereits einen Router haben, welcher per Software Update Mesh fähig wurde, ist das natürlich eine günstige Alternative.

 

Warum sind sich so viele Mesh Systeme so ähnlich?

Viele Mesh WLAN Systeme sind sich extrem ähnlich was die technischen Daten angeht. Die meisten haben 300Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 867Mbit auf dem 5Ghz Band, wie kommt das?

Folgendes ist von mir nur eine Vermutung! Aber ich glaube, dass die meisten Mesh Systeme mehr oder weniger identisch sind.

Qualcomm scheint eine Art WLAN Router Chipsatz anzubieten, welcher diese besonderen Mesh Fähigkeiten besitzt. Es gibt von diesem Qualcomm Chip eine Handvoll unterschiedlicher Versionen, welche aber im Kern sehr ähnlich sind.

Ich nehme an, dass in den meisten WLAN Mesh Systemen genau dieser Chipsatz(Funkmodul) zum Einsatz kommt und daher die technischen Daten mehr oder weniger identisch sind.

Achtet darauf, die meisten Mesh Systeme haben zwei LAN Ports pro Station und keine USB Ports.

 

Vor und Nachteile von Mesh Systemen

Hier einmal ganz grob zusammengefasst was meiner Erfahrung, pauschal gesagt, die Vor- und Nachteile von Mesh WLAN Systemen sind.

Positiv

  • Sehr einfache Einrichtung
  • Gute Reichweite….
  • Gute bis sehr gute Alltagsleistung
  • Problemloser Einsatz und wartungsfreier Einsatz
  • Schneller/Nahtloser Wechsel zwischen den einzelnen Stationen
  • Eine SSID für alles
  • App Steuerung für die meisten Systeme vorhanden….
  • Bridge Funktionalität integriert

Negativ

  • Oftmals nur eine SSID für 2,4GHz und 5GHz einstellbar
  • ….. Abstand zwischen den einzelnen Stationen darf aber nicht zu groß sein, da ansonsten das Tempo stark sinkt
  • Software und Bonus Feature meist stark vereinfacht
  • ……. Teilweise aber keine Web UI vorhanden

Gerade was die Reichweite angeht darf man auch bei einem Mesh System keine Wunder erwarten. Die Distanz zwischen den einzelnen Knotenpunkte darf nicht zu groß sein. In der Regel wird für die Kommunikation das 5GHz Band verwendet, welches meist keine super hohe Reichweite besitzt.

Bei mehr als 3-4 normalen Wänden wird es langsam kritisch. Hier fällt die Geschwindigkeit des „Uplinks“ langsam ein gutes Stück ab, wodurch das Netz langsam werden kann. Im Optimalfall sollte ein Knotenpunkt alle 1-2 Räumen entfernt stehen, oder wenn vorhanden an jedem Ende eines langen Flurs, oben und unten in einem Treppenhaus usw.

Wenn Ihr hier etwas herumprobiert, ist es mit einem 3er Set sehr gut möglich ein 120-180m² Haus, mit normalen Wänden konstant und mit einem guten bis sehr gutem Tempo abzudecken.

Auch wenn Ihr mehrere Etagen habt, kann sich ein Mesh System lohnen. Plant aber mindestens einen Knotenpunkt pro Etage ein, welche im Optimalfall übereinander gelegen sein sollten.

Sehr praktisch, die LAN Ports an den kabellosen Mesh Knotenpunkte lassen sich für Computer oder andere Netzwerkgeräte nutzen.

Habt Ihr aber ein großes Haus 180m²+ mit dicken massiven Wänden kann auch ein Mesh System, selbst die besten, an seine grenzen stoßen. Hier funktioniert aber auch ein Repeater nicht oder nur schlecht. Für eine gute Leistung solltet Ihr in solch einer Situation auf kabelgebundene AccessPoints setzen.

 

Nur Marketing oder wirklich empfehlenswert?

Sind WLAN Mesh Systeme ganz pauschal gesagt nun aus meiner Sicht sinnvoll und empfehlenswert?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Hinter Mesh Systemen steckt sehr viel Marketing und auch teilweise etwas übertriebene Versprechen, gerade was die Reichweite angeht. Die einzelnen Mesh Stationen untereinander leben von einem starken Signal zueinander. Oftmals sind aber die Antennen eher mäßig gut. Habt Ihr dazu noch dicke Wände, kann es kritisch werden.

Für eine optimale Leistung sollten maximal 1-3 Wände (Ständerwände) zwischen den einzelnen Stationen liegen, was natürlich gerade bei großen Häusern nicht viel ist. Am besten funktionieren Mesh Systeme in Häusern mit dünnen Wänden.

Auch hatte ich teilweise das Gefühl, dass einige Mesh Systeme Probleme mit vielen kleinen Geräten haben. Gerade die Dual-Band Mesh Systeme haben ab (grob geschätzt) 12 Clients welche gleichzeitig im Netzwerk hängen gerne Probleme bzw. mit einem Einbruch der Geschwindigkeit zu kämpfen.

Das klingt jetzt vielleicht etwas negativ, aber solltet Ihr eine große Wohnung haben, in der nicht LAN Kabel verlegt sind (für kabelgebundene Access Points), dann können Mesh Systeme dennoch Gold wert sein!

WLAN Repeater haben die gleichen genannten Probleme, meist noch viel schlimmer. Hier ist ein gutes WLAN Mesh System ganz klar irgendwelchen 08/15 Repeatern vorzuziehen!

Ich habe dies mehrfach getestet und sofern man sich bei der Positionierung der einzelnen Knotenpunkte ausreichend Mühe gibt (wenn Ihr einen langen Flur durchs Haus habt, beispielsweise an diesem Flur entlang), kann ein Mesh System wirklich gut und wie beworben funktionieren. Besser als das beste Repeater Setup.

Beispielsweise das nahtlose wechseln von Smartphone, Notebook, Tablet usw. zwischen den einzelnen Stationen, zusätzlich zu der großen „Einfachheit“ sind große Pluspunkte für Mesh Systeme. Man muss sich einmal eingerichtet keine Gedanken mehr machen, einfach mit dem WLAN Netz verbinden, den Rest übernimmt das System.

Hier wäre ich auch durchaus bereit 300€ oder mehr auf den Tisch zu. Also Mesh Systeme sind nicht nur ein reines Marketing Produkt, sondern die Hardware, welche dahinter steht, ist für viele Nutzer die Lösung für das WLAN Problem. Leider ist es nur eine recht teure Lösung, welche auch keine Wunder Bewirken kann, das darf man nicht vergessen.

I7-8550U ist nicht gleich i7-8550U (TDP, Takt und Powerlimit) oder warum das Dell XPS 13 9370 so gut ist

Gelegentlich schreibe ich für Techtest auch mal einen Notebook Test. In diesem Zusammenhang sind mit auch diverse Geräte mit dem neuen Intel Core i7-8550U untergekommen.

Der Intel Core i7-8550U ist Intels „Flaggschiff“ Prozessor für Ultrabooks. Dies besitzt vier echte Kerne und „bis zu 4GHz“.

Bei meinen Tests sind mir allerdings teilweise deutliche Performanceunterschiede aufgefallen! Es ist völlig normal, dass zwei Notebooks mit dem gleichen Prozessor nicht zu 100% gleich abschneiden.

Allerdings hier sind mir beim i7-8550U besonders große Unterschiede aufgefallen, über welche ich Euch in diesem kleinen Artikel informieren möchte.

 

Temperatur und Leistung

Der Intel I7-8550U kann mit bis zu 4GHz Takten, besitzt aber einen Standard Takt von 1,8GHz. Wo ist der Unterschied?

Moderne Prozessoren besitzen meist zwei Taktangaben, einen normalen Takt und einen Turbo Takt. Der Turbotakt kann nur temporär aufgerufen werden.

Startet Ihr also ein Programm kann der i7-8550U kurzzeitig 4GHz erreichen. Belastet Ihr allerdings den Prozessor dauerhaft, sinkt der Takt auf 1,8GHz.

 

Hier scheint es aber für die Notebook Hersteller etwas Spielraum zu geben, wie dieser Turbo Boost angewendet wird und wie hoch der Basistakt ist.

Hier scheint es drei Faktoren zu geben, Temperatur, Boost Zeit und Leistungsaufnahme.

Der i7-8550U darf bis zu 100 Grad erreichen. Werden diese 100 Grad erreicht sinkt der Takt des Prozessors so lange, bis dieser sich auf eine niedrigere Temperatur einpendelt.

Beim i7-8550U kommt aber auch noch ein zweiter wichtiger Punkt hinzu, die TDP. Die TDP ist eine Art Faktor für die Leistungsaufnahme eines Prozessors.

Der i7-8550U besitzt eine Basis TDP von 15W, was bedeutet dieser nimmt maximal 15W an Energie auf.

Diese beschränkte Leistungsaufnahme ist es, was den Prozessor bremst. Lastet Ihr alle Kerne des i7-8550U zu 100% aus, nimmt dieser 15W Energie auf, wofür er sich auf ca. 2,2Ghz taktet.

Während des Turbo Boost wird dieses 15W Limit temporär auf meist 44W angehoben. In dieser Zeit kann der i7-8550U 3,6-4Ghz erreichen. Hier gibt es allerdings im Notebook eine fest einprogrammierte Zeit, wie lange maximal dieser Boost am Stück abgerufen werden darf. Meist zwischen 30-50 Sekunden, danach wird der Prozessor soweit gedrosselt bis dieser nur noch 15W aufnimmt.

Dell XPS 13 9370
Xiaomi Mi Notebook Pro

Das entscheidende dieses Limit ist nicht Fix! Beim Dell XPS 13 9370 darf der i7-8550U konstant 27W Energie Aufnehmen und während des Boost bis zu 53W.

Hierdurch erreicht der i7-8550U im XPS 13 9379 konstant 2,6-2,9GHz und während des Boosts konstant 4GHz.

In der Praxis führt dies dazu, dass zwei Notebooks mit i7-8550U eine sehr unterschiedliche Leistung besitzen können, je nachdem wie der Hersteller das Power-Limit gestaltet hat.

Beispielsweise das Xiaomi Mi Notebook Pro setzt auf eine 15W TDP, weshalb der i7-8550U mit 2,2Ghz bei konstanter Last taktet. Im Dell XPS 13 9370 hingegen besitzt der i7-8550U eine 27W TDP, wodurch dieser konstant mit 2,7GHz taktet.

27W TDP
15W TDP

Obwohl beide Notebooks den gleichen Prozessor besitzen, ist das Dell XPS 13 9370 satte 32% schneller!

Und nein dies hat nichts mit dem Temperaturen zu tun, das XPS 13 läuft sogar noch deutlich heißer als das Xiaomi.

 

Fazit

Der Intel Core i7-8550U ist leider eine Überraschungstüte. Intel lässt hier den Herstellern sehr viele Freiheiten, was das „Feintuning“ angeht.

Unabhängig von der Temperatur kann ein i7-8550U in einem Notebook über 30% schneller sein als im anderen, einfach nur aufgrund des Powerlimits, welches bei 10W, 15W oder 25W liegen kann.

Leider gehen die Hersteller nicht sonderlich offen damit um welche TDP nun in dem spezifischen Notebook verwendet wird, ich konnte dies zu mindestens bei keinem Gerät offen beworben erkennen.

Dell ist hier beim XPS 13 9370 ein absolutes positives Beispiel! Der i7-8550U ist hier über 30% schneller als der „Standard“ i7-8550U.

Also Augen auf, wenn Ihr ein Notebook mit i7-8550U oder i5-8250U kauft!