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Der BenQ GW2470HE im Test, ein guter VA Panel Monitor für 110€?!

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Wie teuer muss ein guter PC Monitor sein? Das ist eine sehr gute Frage, welche aber nicht ganz einfach zu beantworten ist.

Wie so oft bei Elektronik gilt das Motto, dass es nach oben hin fast keine Grenze gibt. Ihr könnt für einen professionellen Monitor gerne vierstellige Summen auf den Tisch legen. Aber selbstverständlich möchte dies nicht jeder und dies macht auch nicht für jeden Sinn. Aber wie gut sind mittlerweile die günstigen Monitore geworden? Ich spreche von Modellen der 100-150€ Preisklasse.

Kann man hier schon eine vernünftige Qualität erhalten?  Um dies herauszufinden habe ich mir den BenQ GW2470HE gekauft. Ein 100€ 24 Zoll Full HD Monitor mit VA Panel!

Ich muss zugegeben hier auch privat etwas neugierig zu sein. Ich bin über diesen Monitor im Amazon Sale gestolpert und war sehr überrascht, dass man für dieses kleine Geld mittlerweile schon Monitore bekommt die kein TN Panel besitzen.

Aber nur weil ein Monitor über ein theoretisch hochwertigeres Panel verfügt, bedeutet dies natürlich nicht, dass auch die Bildqualität gut ist.

Von daher, wie schlägt sich der BenQ GW2470HE im Test? Finden wir es heraus!

 

Der BenQ GW2470HE im Test

Rein optisch setzt BenQ beim GW2470HE auf ein recht klassisches und einfaches Design, welches aber auch bei einem Monitor dieser Preisklasse zu erwarten ist.

Dabei wirkt der Monitor aber auch nicht „billig“. Beispielsweise die Rahmen um das Displaypanel sind nicht übermäßig groß. So würde sogar ein Multimonitorbetrieb mit zwei GW2470HE Sinn machen.

Der Standfuß ähnelt sehr stark dem Standfuß des teuren EW277HDR, was ich als positiv erachte. Zumindest was das Design angeht. Leider bietet der Standfuß aber auch etwas Raum für Kritik. Der GW2470HE besitzt keine höhen Verstellung oder vergleichbare Ergonomie Optionen. Wollt Ihr diese, müsst Ihr zu einem teuren Modell greifen oder einen VESA Mount nutzen.

Erfreulicherweise verfügt der GW2470HE über einen Standard 100×100 VESA Mount auf seiner Rückseite, welche eine Kompatibilität zu alternativen Standfüßen und Wandhalterungen sicherstellt.

Die üblichen Tasten zur Steuerung des On Screen Menüs sind auf der unteren rechten Seite des Rahmens angebracht. Es handelt sich hierbei um normale, gut drückbare, physische Tasten.

Zwar ist der GW2470HE nicht übermäßig dick, aber BenQ hat auch nicht versucht jeden Millimeter Dicke zu sparen, daher verfügt der Monitor über ein internes Netzteil.

Wie steht es um die sonstigen Anschlüsse? Der GW2470HE besitzt zwei HDMI Ports und einen analogen VGA Eingang.

Wenn möglich solltet Ihr für eine optimale Bildqualität einen der HDMI Ports nutzen. VGA ist eher als „Notfall“ Anschluss gedacht für alte Computer.

Bonus Punkte gibt es für das Beilegen eines HDMI und VGA Kabels! So etwas ist gerade in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.

 

Bildqualität

Der entscheidende Punkt ist natürlich, wie gut das Bild des GW2470HE aussieht. Diesen Teil des Tests werde ich in zwei Bereiche unterteilen, einmal die objektiven Messwerte und einmal einen subjektiven Bildeindruck/eine subjektive Einschätzung.

Für die Messwerte kommt ein Datacolor Spyder 5 ELITE Messgerät zum Einsatz, welches recht akkurate Werte liefert. Testen werde ich primär den Out of the Box zustand des Monitors.

 

Schärfe und Auflösung

Der BenQ GW2470HE besitzt eine Full HD Auflösung auf 24 Zoll. Dies ist an sich eine ausreichende Auflösung für ein scharfes Bild.

Aber wie sieht es praktisch aus? Auch praktisch wirkt das Bild ausreichend detailliert und klar. Natürlich wenn man dies mit einem modernen Smartphone vergleicht, ist die Schärfe geringer, aber ich denke im normalen Alltag passt dies.

Allerdings wirkte das Bild des GW2470HE verglichen mit teureren Full HD Monitoren etwas gröber. Es ist schwer zu beschreiben, ohne es gesehen zu haben. Aber der Übergang zwischen den einzelnen Pixeln ist hier härter, was Kanten von runden Buchstaben beispielsweise etwas eckiger erscheinen lässt.

 

Helligkeit

BenQ gibt die Helligkeit des GW2470HE mit 250cd/​m² an. Dies ist kein überragender Wert, aber auch nicht zu schlecht.

Ich würde sagen, dass alles über 200cd/m² für einen normalen indoor Einsatz ausreicht, zumal der GW2470HE ein mattes Displaypanel nutzt.

Aber werden diese 250cd/m² auch wirklich erreicht?

Leider erreicht der BenQ GW2470HE nicht ganz den versprochenen Wert von 250cd/m². Ich konnte 242cd/m² messen, was allerdings sehr dicht an der Herstellerangabe ist.

242cd/m² reichen eigentlich aus, auch wenn ein wenig mehr Puffer nach oben nicht schlecht gewesen wäre.

Im normalen Alltag werden die meisten Nutzer den Monitor sicherlich bei voller oder 80% Helligkeit betreiben.

Arbeitet ihr in einem sehr hellen Umfeld, mit einer großen Fensterfront im Rücken, dann gibt es eventuell bessere Monitore für euch, auch wenn mir Spiegelungen nicht negativ aufgefallen sind.

 

Ausleuchtung

Natürlich ist die Helligkeit bei keinem Monitor komplett 100%ieg gleichmäßig. Es gibt immer hellere und dunklere Bereiche. Selbst sehr teure Monitore haben oftmals mit der Ausleuchtung Probleme.

Wie steht es da um den günstigen BenQ GW2470HE? Eigentlich ganz okay. Dieser besitzt im Maximum eine 13%iege Helligkeitsabweichung im oberen linken Bereich. Dort ist der GW2470HE ein Stück dunkler als in der Mitte, wo dieser am hellsten ist.

Unangenehme Lichthöfe oder Ähnliches besitzt der Monitor allerdings nicht, weshalb ich die Ausleuchtung als ordentlich einstufen würde.

 

Kontrast

Monitore mit VA Panels bieten meist einen sehr guten Kontrast/Schwarzlevel. Meist sogar besser als Monitore mit IPS Panels.

Auch der BenQ GW2470HE nutzt ein VA Panel, sind daher auch hier die Kontraste überdurchschnittlich gut?

Die Antwort ist ja! Auf 100% Helligkeit konnte ich einen Kontrast von 1070:1 messen, was sehr gut ist! Selbst ein 1200€ BenQ SW271 mit IPS Panel kann hier nicht ganz mithalten.

Wobei man auch dazusagen muss, dass 1070:1 für ein Monitor mit VA Panel wiederum fast ein recht schwacher Wert ist.

VA Monitore erreichen auch gerne mal Werte von 1500-3000:1, allerdings verglichen mit TN und IPS Panel Monitoren gibt es keinen Grund zu klagen, zumal wenn man bedenkt in welcher Preisklasse wir sind.

 

Farbraumabdeckung

Der BenQ GW2470HE ist kein Monitor, welcher sich an Grafiker richtet. Dennoch gibt BenQ die sRGB Farbraumabdeckung mit 90% an, was ganz okay wäre.

Kleine Info, Farben sind bei Monitoren in Farbräume unterteilt. Neben sRGB gibt es auch AdobeRGB, DCI usw. Erreicht ein Monitor eine 100% Abdeckung des sRGB Farbraums, kann dieser alle Farben darstellen, welche in diesem Farbraum enthalten sind. Dies ist gerade für Nutzer wichtig, welche Ihre Fotos bearbeiten. Es wäre ja ungünstig wenn der Himmel bei einem Foto in einem Blauton ist, den der Monitor nicht darstellen kann. In diesem Fall würde das Blau verfremdet dargestellt, beispielsweise etwas dunkler.

sRGB ist der Standard Farbraum, welcher bei 99% aller Medien im Internet zum Einsatz kommt. AdobeRGB ist bei teureren Kameras teilweise vertreten und ist ein größerer Farbraum, ähnlich wie DCI-P3.

Wie sieht es aber nun in der Praxis aus? Werden diese 90% sRGB Farbraumabdeckung erreicht?

Ja! Der BenQ GW2470HE kann die versprochenen 90% sogar ein Stück weit überbieten mit satten 98%. Für einen solch günstigen Monitor eine beachtliche Leistung.

Die Abdeckung des größeren AdobeRGB Farbraums ist mit 74% hingegen „Standard“.  Hier sind Werte über 85% in der Regel nur teuren Profimonitoren vorbehalten.

Sofern ihr keine Fotografen seid, werdet ihr vermutlich eh nur selten mit Bildern im AdobeRGB Farbraum in Kontakt kommen.

Neben einer guten Farbraumabdeckung ist allerdings auch eine gute Farbtreue wichtig. Während der Farbraum euch sagt was für ein breites Spektrum an Farben der Monitor darstellen kann, sagt euch die Farbtreue wie akkurat dies der Monitor macht.

Hier ist der BenQ GW2470HE eher mittelmäßig genau. Nicht gut für Fotobearbeitung, aber ansonsten nicht groß tragisch. In der Regel sind die Farben bei günstigeren Monitoren immer etwas kräftiger eingestellt um mehr einen „ahhh“ Effekt zu erzeugen, was sich natürlich negativ auf die Farbtreue auswirkt.

 

Subjektiver Bildeindruck

Von den ganzen Messwerten kommen wir zum subjektiven Bildeindruck, welcher letztendlich fast noch wichtiger ist als die Messwerte.

Der BenQ GW2470HE kann hier aus seinem VA Panel Kapital schlagen. Das Bild wirkt generell recht kontrastreich und gesättigt.

Die Schärfe und der generelle Bildeindruck wirken gut, auch wenn das Bild teilweise etwas zu „scharf“ wirkt. Der Übergang zwischen den einzelnen Pixeln ist hier vielleicht etwas besser zu erkennen als bei teuren Monitoren.

Unterm Strich ist der subjektive Bildeindruck sehr gut! Die Kritik, die ich äußere, ist verglichen mit sehr viel teuren Monitoren, für den Preis von 100€ bin ich wirklich sehr positiv überrascht.

Wie steht es um die Reaktionszeit bzw. Gaming? Der GW2470HE besitzt laut BenQ eine Reaktionszeit von 4ms, was an sich recht gut wäre.

Allerdings ist der GW2470HE subjektiv eher ein etwas trägerer Monitor. Damit will ich diesen nicht als ungeeignet für Gaming bezeichnen, die meisten Fernseher haben eine sehr viel schlechtere Reaktionszeit bzw. Inputlag, allerdings für jemanden der viel kompetitiv spielt, gibt es bessere Monitore.

Für jemand der nur Singleplayer Spiele spielt passt die Nutzungserfahrung aufgrund der guten Bildqualität allemal.

 

Stromverbrauch

Der BenQ GW2470HE besitzt die Energie Effizienzklasse B, mit einem Stromverbrauch von 25W, laut Energie Label.

Dieser Wert kommt auch durchaus hin. Auf 100% Helligkeit konnte ich einen Stromverbrauch von 22,7W messen.

Wie üblich fällt der Stromverbrauch sehr deutlich umso weiter ihr die Displayhelligkeit senkt. Auf 0% Displayhelligkeit (es ist immer noch ein Bild zu sehen) verbraucht der Monitor noch 8,2W.

Man sieht trotz LED Hintergrundbeleuchtung frisst diese immer noch den größten Teil des Stroms.

 

Fazit

Daumen hoch für den BenQ GW2470HE! Natürlich bekommt man für rund 110€ keinen perfekten Monitor, aber dennoch würde ich das hier Gebotene als gut einstufen.

Dies liegt natürlich zum großen Teil am verbauten VA Panel, das eine gute Qualität liefert. Gerade Kontraste und die recht hohe Farbraumabdeckung konnten positiv überraschen. Auch die Bildschärfe und maximale Helligkeit ist absolut in Ordnung.

Kurzum wer gerade nicht so viel Geld für einen PC Monitor zur Verfügung hat, oder einfach einen sekundären Monitor sucht, macht mit dem BenQ GW2470HE absolut nichts falsch!

Für rund 110€ liefert dieser ein klasse Bild!

Für welche Nutzergruppen ist der BenQ GW2470HE zu empfehlen? Der GW2470HE ist ein klassischer allround Monitor. Ich würde diesen für eine Office oder eine Multimedia Nutzung empfehlen. Vielleicht auch für leichte Foto/Video Bearbeitung, sofern man wirklich mit einem knappen Budget arbeitet.

Kurzum es wird schwer werden für ein vergleichbares Geld einen besseren Monitor als den BenQ GW2470HE zu finden.

PS. Solltet Ihr Euch die Amazon Bewertungen ansehen und dort Kritik über ein unscharfes Bild usw. sehen. Amazon mischt hier die Bewertungen für den BenQ GW2470HE und den GL2760H. Letzterer verfügt über ein billigeres TN Panel.

Das Alienware 15 im Test, das perfekte Gaming Notebook!

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Die Marke Alienware sollte eigentlich jedem Technik begeisterten Nutzer etwas sagen. Alienware ist und ich denke, das kann man durchaus so sagen, eine Luxus Marke für Gaming Notebooks und Desktop PCs.

Das Alienware 13, der kleinere Bruder des heutigen Testkandidaten, hatte ich bereits Mitte letzten Jahres im Test und es wäre nicht gelogen zu behaupten, dass dieses mich doch sehr positiv überrascht hat.

Nun hat Dell mir freundlicherweise auch den großen Bruder ausgeliehen, das Alienware 15. Vielen Dank an dieser Stelle an Dell für das Vertrauen, dass ich das gute Stück auch wieder brav zurücksende!

Aufgrund des größeren Platzangebots eines 15 Zoll Notebooks ist es Dell/Alienware natürlich auch gelungen ein gutes Stück mehr Hardware in das Alienware 15 zu verbauen.

Ihr könnt auf Wunsch das Alienware 15 auch mit einer Nvida GTX 1080 bekommen, was schon beeindruckend klingt. Natürlich genauso beeindruckend sind auch die Preise, welche für die größte Version problemlos die 3000€ Marke übersteigen können.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das Alienware 15 seinen saftigen Kaufpreis auch wirklich wert ist! Neugierig?

 

Versionen des Alienware 15

Ganz wichtig, das Alienware 15 ist ein Notebook, welches von euch vor der Bestellung konfiguriert werden muss!

Beispielsweise bei der Grafikkarte bietet Dell gleich vier Optionen, angefangen bei der Nvidia GTX 1050 Ti, über die 1060 und 1070 bis hin zur großen GTX 1080 MAX-Q.

Auch beim Prozessor gibt es eine recht große Spanne, angefangen beim i5-7300HQ bis zum i7-7820HK.

RAM und Festplatte sind ebenfalls konfigurierbar, allerdings wäre hier eine Nachrüstung durch euch recht problemlos möglich.

Ich finde es zwar einerseits gut, dass Dell einem so viele Optionen lässt, aber manchmal ist auch weniger mehr.

Beispielsweise die kleinste Konfiguration mit Intel i5, Nvidia GTX 1050Ti, 8GB RAM und HDD für 1450€ ist nicht zu empfehlen.

Wenn Ihr euch für das Alienware 15 entscheidet, bitte nehmt wenigstens die Version mit i7-7700HQ und GTX 1060. Die 200€ mehr, verglichen mit der kleinsten Version, sind es auf jeden Fall wert!

Ganz grob gesagt alles ab der Nvdia GTX 1060 ist in der Lage alle aktuellen Spiele in Full HD bei sehr hohen Details flüssig wiederzugeben. Daher solltet ihr diese auch mindestens wählen.

Ansonsten sind natürlich auch 16GB RAM und eine SSD empfehlenswert.

Für diesen Test hat mir Dell folgende Version gesendet:

  • Alienware 15
  • Intel Core i7-7820HK
  • Nvidia GTX 1080 MAX-Q
  • 16GB RAM
  • 256GB SSD + 1TB HDD

 

Das Alienware 15 R3 im Test

Das Design von Alienware Produkten ist immer so eine Sache. Einigen Nutzer gefällt dieses Alien Design überhaupt nicht, andere finden es klasse.

Mir gefällt das Alienware 15 genau wie auch schon das Alienware 13 unheimlich gut! Dell setzt hier auf ein matt schwarzes/graues Gehäuse mit einer silbernen Abdeckung auf der Rückseite des Deckels.

Abseits des etwas auffälligen Alienware Logos sieht das Alienware 15 sehr professionell und hochwertig aus. Deutlich hochwertiger als die Gaming Notebooks von MSI oder ASUS wie ich finde. Das Notebook kann fast mit einer gewissen schlichten Eleganz überzeugen.

Auch die Haptik spiegelt diesen Eindruck wieder. Zwar ist der größte Teil des Gehäuses aus Kunststoff gefertigt, aber das Alienware 15 strahlt eine Massivität aus, welche ihres gleichen sucht.

Das Gehäuse besitzt 0 Flexibilität und fühlt sich an wie aus einem Guss. Ja dies ist das massivste Kunststoff Notebook, das ich bisher testen durfte. Es handelt sich hier nicht um ein 08/15 Gaming Plastikbomber, bei welchem sich die Plastikflächen eindrücken oder biegen lassen.

Man hat hier also bereits beim Auspacken das Gefühl etwas Hochwertiges bekommen zu haben. Allerdings hat diese Massivität auch einen gewissen Preis. Das Alienware 15 ist schwer!

3,5KG bei einem aktuellen Gaming Notebook ist schon ziemlich viel, gerade wenn man bedenkt, dass das Gehäuse nicht mal übermäßig groß oder dick ist. Die Dicke liegt gerade einmal bei 25,4mm. Damit ist das Alienware 15 natürlich kein Dell XPS, aber für ein Gaming Notebook dieses Kalibers ist dies auch nicht zu viel.

Auch rein subjektiv wirkt das Notebook nicht zu groß oder zu dick. Die Rahmen um das 15,6 Zoll Display sind zwar etwas breit, aber ich kann mit den Abmessungen leben.

Man merkt Dell hat hier beim Alienware 15 nicht auf ein besonders leichtes Design geachtet, sondern das Notebook massiv gebaut.

Eine super Entscheidung, wenn Ihr ein recht stationäres Notebook sucht, welches man nur mal mit auf die Couch oder in den Garten nimmt, aber suboptimal für die Schule oder die Uni.

Das Notebook ist zwar größtenteils aus Kunststoff gefertigt, aber die Handballenauflagen besitzen eine „Softtouch“ Oberfläche, welche sich sehr weich und angenehm an der Hand anfühlt, aber auch sehr schnell beschmiert aussieht und etwas klebrig wird.

Vielleicht ist euch schon die Verlängerung auf der Rückseite des Notebooks aufgefallen, welche etwas über das Displayscharnier herausragt. In dieser Verlängerung ist die Kühlkonstruktion verbaut. Auf Bildern, gerade den Dell eigenen, wirkt dies etwas merkwürdig. Praktisch stört diese Erweiterung des Gehäuses aber überhaupt nicht, auch optisch geht dies völlig in Ordnung.

Optisch sehr interessant ist die aufwendige LED Beleuchtung, welche das Alienware 15 mitbringt. Neben der Tastatur und dem Touchpad besitzt das Gehäuse insgesamt vier LED Streifen (am Displayrand und am Rand des Gehäuses).

Später mehr dazu.

Bei solch einem großen Notebook hat man doch sicherlich Platz für viele Anschlüsse?

Ja die Anschlussauswahl ist vernünftig. Auf der linken Seite finden wir einen USB C 3.0 Port, einen normalen USB 3.0 Port und separate Kopfhörer/Mikrofon Anschlüsse.

Auf der Rückseite, zwischen den beiden großen Lüfterauslässen, ist der Anschluss für das Netzteil, ein Anschluss für den Alienware Grafikverstärker, ein Thunderbolt 3 Port, ein HDMI 2.0 Port, einen mini DisplayPort und einen LAN Anschluss.

Auf der rechten Seite ist ein weiterer etwas einsamer USB 3.0 Port.

Ich hätte mir vielleicht noch einen SD Kartenleser und einen USB 3.0 Port mehr gewünscht, aber abseits davon ist aber die Anschlussauswahl, wie ich finde, ziemlich perfekt.

Zusammengefasst:

  • 2x USB 3.0
  • 1x USB C 3.0
  • 1x Thunderbolt 3
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x mini Displayport
  • 1x Gbit LAN

Was mich im Alltag vielleicht etwas stören würde, wäre der Stromanschluss, welcher nach hinten aus dem Notebook geht. Ich nutze meine Notebooks auch ganz gerne abends mal im Bett und dort könnte das stören.

Nutzt ihr das Alienware 15 nur auf einem Schreibtisch könnte diese Positionierung sogar ein Vorteil sein, da so das Ladekabel gut nach hinten unter den Tisch weggeht.

 

Software

Dell setzt natürlich auf Windows 10 in der 64 Bit Version beim Alienware 15. Leider setzt Dell auch auf diverse Zusatz Software.

Beispielsweise eine 30 Tage Testversion von Microsoft Office 365 ist vorinstalliert und auch der McAfee Antivirenschutz, ebenfalls in einer 30 Tage Testversion.

Auch einige Alienware Tools sind mit an Bord, welche primär für die Sound und Lichteinstellungen vorhanden sind.

Zwar gibt es hier für meinen Geschmack recht viele unterschiedliche Zusatz Tools, aber diese bieten durchaus einen Mehrwert.

Von der 256GB SSD sind „out of the Box“ noch rund 190GB frei.

 

Tastatur und Touchpad

Kommen wir auf die Tastatur des Alienware 15 zu sprechen. Dell setzt bei dieser auf ein recht klassisches Layout.

Alles ist an seinem üblichen Platz, wie sich dies bei einer QWERTZ Tastatur gehört. Leider gibt es allerdings keine zusätzlichen Multimedia-Tasten. Die üblichen Funktionen zur Steuerung der Displayhelligkeit usw. sind auf den F Tasten doppelt belegt. Die FN Taste zum Abruf der zweit Funktion ist zwischen der linken STRG und der Windows Taste angebracht.

Etwas ungewöhnlich ist das Fehlen eines Nummern-Blocks, bei solch einem großen Notebook. Vorhanden sind dafür sechs Makrotasten am linken Rand des Tastenfelds.

Dies ist auch die einzige Ungewöhnlichkeit der Tastatur, da diese aufgrund der Makrotasten etwas nach rechts verschoben ist. Anfangs etwas ungewohnt, aber ich konnte mich recht schnell daran gewöhnen.

Genau genommen habe ich sogar diese gesamten Test auf dem Alienware 15 geschrieben, was schon etwas über die Tastatur aussagt.

Dell setzt bei der Tastatur nicht auf den mittlerweile gängige Chiclet Style, was mich aber nicht gestört hat. Die Tastatur besitzt einen sehr guten, aber vergleichsweise weichen Anschlag. Die Tastatur ist also nicht übermäßig „Klickie“.

Allerdings ist der Druckpunkt dennoch sehr präzise und genau. Gerade da die Tastatur sehr fest ist und in keiner Weise beim Tippen nachgibt. Hierzu passt auch der recht hohe Widerstand der Tasten bei der Betätigung, was mich aber erneut nach einer kurzen Eingewöhnung nicht störte.

Die Größe der Tastatur ist angenehm genau wie die travel distance der Tasten.

Ich finde das Schreibgefühl ausgesprochen gut und hätte auch kein Problem damit regelmäßig längere Berichte wie diesen auf dem Alienware 15 zu schreiben.

Gaming ist selbstverständlich ebenfalls kein Problem was die Tastatur angeht. Für Gaming gibt es auch ein gutes Makro System, mit welchem Ihr die seitlichen Tasten frei belegen könnt und den etwas erhöhten Widerstand fand ich in der Hitze des Gefechts tendenziell sehr angenehm.

Auch das Touchpad macht einen sehr guten Eindruck. Das Tracking ist präzise und unproblematisch. Auch ein plötzliches Springen des Zeigers oder Ähnliches konnte ich nicht beobachten. Die Maustasten des Trackpads sind separiert, hier finde ich allerdings den Druckpunkt eher mittelmäßig gut.

Unterm Strich bietet das Alienware 15 sehr gute Eingabegeräte, gerade wenn man bedenkt, dass dies ein Gaming Notebook ist.

 

Sound

Von den Lautsprechern der letzten Dell Notebooks, die ich in den Händen hatte, war ich sehr positiv überrascht. Selbst im kleinen Dell XPS 13 sind verdammt brauchbare Lautsprecher untergebracht. Daher habe ich von Alienware 15 großes erwartet was den Klang angeht.

Leider wurde ich hier ein wenig enttäuscht. Die Lautsprecher des Alienware 15 sind auf dessen Front angebracht. Die Abstrahlung der Lautsprecher ist auch ganz gut. Steht das Notebook auf einem flachen Untergrund wirkt der Klang recht direktional.

Allerdings sind die beiden Lautsprecher etwas überraschend dünn.  Wobei dünn etwas der falsche Ausdruck ist. Die Lautsprecher klingen gut, es gibt hier keinen Grund zu klagen, aber es fehlt etwas an Tiefgang und Volumen.

Das Alienware 15 klingt nicht besser als ein Dell XPS 13, was etwas überraschend ist.

Der Kopfhörerausgang genau wie der Mikrofon Eingang bietet eine gute, leicht überdurchschnittliche Performance.

Welche auch sicherlich von den guten Softwarefeaturen unterstützt werden. Alienware bietet ein kleines Audio Kontrollcenter, das diverse Einstellungen erlaubt bezüglich Bass, Höhen, Räumlichkeit usw.

Kurzum der Kopfhörerausgang ist selbst für hochwertige Gaming Headsets gut geeignet.

 

Display

Für das Alienware 15 gibt es drei Display Optionen:

  • Full HD, 60hz, G-Sync
  • Full HD, TN, 120Hz, G-Sync
  • UHD, IPS, G-Sync

Alle drei Optionen wirken ausgesprochen interessant. Mein Testgerät des Alienware 15 verfügt über das Standard Full HD 60Hz G-Sync Display, welches aber auch schon sehr gut aussieht.

Dell setzt hier auf ein erfreulich hochwertiges IPS Panel, womit das 60Hz Display vermutlich sogar eine höhere Qualität bietet als das 120Hz TN Panel.

Sollte für euch also Qualität besonders wichtig sein, wählt das Standard Panel oder 4K Panel.

Rein subjektiv ist das Bild top! Full HD auf 15,6 Zoll geht vollkommen in Ordnung, zumal die Pixelmatrix des hier gewählten Panels sehr gut ist. Das Bild wirkt scharf und klar. Auch Kontraste und Farben sind subjektiv sehr gut, wenn vielleicht auch nicht ganz so knallig. Dies liegt natürlich auch am matten Panel, welches dafür kaum bis keine Reflexionen zeigt. Ein Arbeiten im Freien wäre in einem gewissen Rahmen durchaus möglich.

Schauen wir uns ein paar Messwerte an. Dell gibt die Helligkeit mit 300cd/m² an, was ich bestätigen kann. Auf 100% Helligkeit konnte ich 294cd/m² messen, was +- der Herstellerangabe entspricht.

Das Kontrastverhältnis liegt bei guten 740:1 und die sRGB Farbraumabdeckung bei soliden 91%. Der AdobeRGB Farbraum wird zu 70% abgedeckt. Die Kalibrierung des Monitors ist von Haus aus nicht ganz korrekt mit einem Delta E von im Schnitt 2 (maximal 7).

Für normale Multimedia Anwendungen ist das Display somit sehr gut geeignet! Filme und Spiele sehen sehr gut aus. Für Nutzer welche professionelle Foto/Video Bearbeitung betreiben, ist das Alienware 15 allerdings eher mittelmäßig geeignet. Wenn ihr dies vor habt, solltet Ihr euch zu mindestens ein Hardwarekalibrierungstool kaufen, wie z.B. dieses.

Beleuchtung

Die Beleuchtung beim Alienware 15 ist derartig auffällig und tief im System integriert, dass es hier einen gesonderten Punkt im Test benötigt.

Das Alienware 15 besitzt eine Tastatur Hintergrundbeleuchtung mit vier Zonen. Zusätzlich ist das Trackpad beleuchtet, das Alienware Logo auf der Innenseite, das Alienware Logo auf der Rückseite der Alienware Schriftzug auf der Innenseite.

An den Seiten des Notebooks befinden sich nochmals vier große LED Streifen, welche sogar den Tisch im Dunkeln etwas beleuchten.

Sämtliche LEDs sind RGB LEDs! Ihr könnt also in der Alienware Software die Beleuchtung komplett individuell einstellen. Auch ist es möglich ein Farbwechsel und ähnliches einzurichten.

Wenn jemand sagt, dass die Beleuchtung des Alienware 15 etwas übertrieben ist, kann ich dies verstehen. Aber in einem dunklen Raum sieht das Alienware 15 einfach Hammer aus!

Ihr wollt ein Notebook, welches aus der Masse hervorsticht? Das kann das Alienware 15 ohne Frage. Ich habe noch nie solch eine Lichtshow bei einem Notebook gesehen, was als Kompliment gemeint ist. Mir gefällt das Ganze sehr gut.

Wollt Ihr die Beleuchtung nicht, dann lässt sich diese natürlich auch abschalten.

 

Performance

Mein Alienware 15 ist mit dem Intel Core i7-7820HK ausgestattet und der Nvidia GTX 1080. Letztere liegt hier im „MAX-Q“ Design vor.

Dies ist das größte mögliche Alienware 15! Bedenkt dies bitte bei den Benchmarks und den Spiele Testergebnissen.

Erst einmal müssen wir klären, was dieses „MAX-Q“ Design ist. Es handelt sich hier um eine GTX 1080, welche allerdings weniger hoch getaktet ist als eine normale GTX 1080, damit diese auch in kleinere Notebooks verbaut werden kann. Daher liegt die Leistung ca. 10% unter der einer normalen GTX 1080, aber weiterhin ein Stück über der Notebook 1070. Wenn Ihr so wollt die GTX 1080 MAX Q eine GTX1070TI, nur das natürlich Nvidia GTX 1080 MAX Q schöner klingt.

Beginnen wir mit ein paar statischen Benchmarks um die Leistung grob einschätzen zu können.

Wie zu erwarten powert das Alienware 15 durch die Benchmarks als wäre es nichts. Egal ob CPU oder GPU intensive Test, in beiden liefert das Alienware eine hervorragende Leistung.

Ich glaube „negativ überrascht“ wäre etwas übertrieben gesagt, aber der Intel Core i7-7820HK lieferte in Benchmarks nur ein Leistungsplus, verglichen mit dem üblichen Intel Core i7-7700HQ, von 5-10%.

An sich nicht überraschend, da der Intel Core i7-7820HK nur ein etwas höher getakteter i7-7700HQ ist, aber in der Praxis werdet Ihr vermutlich kaum einen Leistungsunterschied zwischen diese beiden CPUs bemerken.

Wie steht es aber um Gaming?

Dass Full HD Gaming für das Alienware 15 kein Problem ist, überrascht bei einer GTX 1080 MAX Q nicht.

Sämtliche Benchmarks sind jeweils bei maximalen Details und Full HD Auflösung. 112 FPS in Battlefield 1 auf Ultra Grafikqualität ist schon eine Ansage.

Ähnliches gilt auch für beispielsweise Overwatch, wo ich je nachdem wie viel Action gerade passierte, zwischen 115 FPS im Schnitt und 134 FPS im Schnitt erreichte. Ja ein 120Hz würde sich für Gaming lohnen!

Selbst The Witcher 3 erreichte auf dem „höchste“ Preset in der Anfangssequenz 101 FPS im Schnitt.

Damit Ihr die Zahlen etwas besser einordnen könnt, hier ein kleiner Vergleich:

Anhand dieses Vergleichs könnt Ihr auch einschätzen wie ungefähr die kleineren Versionen des Alienware 15 abschneiden würden.

Dell bietet beim Alienware 15 diverse Speicher Optionen an. In der Basis Version ist nur eine HDD verbaut, was natürlich sehr suboptimal ist. Mein Alienware 15 verfügt über die 256GB PCIe SSD und 1TB HDD.

Bei der SSD setzt Dell anscheinend auf eine NVME SSD von Liteon (CX2-8B256-Q11). Dies ist ein ausgesprochen exotisches Modell, welches von einigen Tools nicht ganz korrekt erkannt wurde.

Um ehrlich zu sein war ich etwas überrascht, da Dell eigentlich immer auf Toshiba SSDs setzt. Allerdings scheint es sich bei der Liteon SSD auch um ein sehr fähiges Modell zu handeln.

In meinem Test erreichte diese lesend 2131MB/s und schreibend 852MB/s. Gute Werte! Schreibend vielleicht etwas niedrig, aber im Alltag mehr als brauchbar. Erfreulicherweise bleibt die SSD im Betrieb mit rund 30 Grad sehr schön kühl.

Bei der HDD handelt es sich um eine HGST Travelstar 7K1000 1TB. Ein gutes Standard Modell welches in der Spitze rund 140MB/s. schafft.

 

Kühlung

Beginnen wir bei der Lautstärke des Alienware 15. Im Normalbetrieb ist das Notebook fast komplett leise. Die Lüfter drehen hier nur extrem langsam oder gar nicht.

Es kann beim Starten ab und zu vorkommen, dass die Lüfter kurz hochdrehen, aber das ist bei vielen High End Notebooks leider nicht anders.

Positiv ist aber die Lautstärke unter Last. Ja das Alienware 15 wird deutlich hörbar, aber der Lüfter ein einen sehr angenehmen matten Klang.

Zudem ist der Lüfter generell eher von der leiseren Sorte, für solch ein Gaming Notebook.

Die Lüftersteuerung scheint etwas träge zu arbeiten. Die Lüfter schnellen also nicht von der einen auf die andere Sekunde hoch, sondern steigern langsam ihre Geschwindigkeit, bzw. senken diese auch nur langsam, nachdem die Last verschwunden ist. An sich halte ich diese Art zu arbeiten für angenehmer.

Bei den Temperaturen sind mir ein paar „Merkwürdigkeiten“ aufgefallen. Der i7-7820HK ist ein absolutes Monster und nicht ganz leicht zu kühlen, selbst für das Alienware 15 (daher ist der i7-7820HK auch recht selten in Notebooks).

Bei einer CPU Volllast (Video Export, Stresstest, 3D Rendering usw.) gibt es beim Beginn der Last kurzeitig CPU Throttling. Der i7-7820HK, muss also kurzzeitig seinen Takt etwas reduzieren, um nicht zu überhitzen.

Nach ca. 3-5 Sekunden beginnen allerdings die Lüfter hochzudrehen und fangen die CPU Temperaturen wieder ein. Hier wird es nun merkwürdig, in meinem Stresstest pendelten sich drei Kerne bei 70-80 Grad ein, was eine sehr gute Temperatur ist (das Maximum liegt bei 100 Grad), lediglich ein Kern wurde signifikant heißer und schwankte um die 90 Grad.

Das ist merkwürdig, eventuell wurde bei meinem Modell die Wärmeleitpaste nicht gleichmäßig aufgetragen, das eine Stelle der CPU so viel heißer wird, oder es gibt einen Auslesefehler.

Allerdings konnte ich kein signifikantes dauerhaftes CPU Throttling erkennen! Zumindest nicht bei einer konstanten Belastung der CPU (GPU im Leerlauf). Vielleicht im Hochsommer bei 30 Grad + Raumtemperatur, aber bei rund 20 Grad Umgebungstemperatur wird der i7-7820HK gut gekühlt!

Sehr viele andere High End Gaming Notebooks haben hier deutlich mehr Probleme, das Kühlsystem des Alienware 15 scheint also recht fähig zu sein. Solltet Ihr den i7-7700HQ oder den i5-7300HQ wählen, wird es vermutlich 0 Probleme mit CPU Throttling geben, selbst bei warmen Sommertagen.

Wie steht es um die GPU? In Spielen ist die GTX 1080 MAX Q absolut entspannt und pendelt sich bei knapp unter 70 Grad ein. Hierbei erreicht die GPU einen Spitzentakt von 1708MHz, im normalen Gaming Einsatz pendelt sich der Takt aber bei rund 1560MHz ein.

 

Akku

Wenn man sich das Alienware 15 ansieht, wird man vermutlich nicht direkt an eine besonders gute Akkulaufzeit denken. Klar, ein Gaming Notebook mit dickem Intel Core i7, GTX 1080, großem Display, jede Menge LEDs, ist nicht unbedingt ein Garant für eine top Akkulaufzeit.

Allerdings setzt Dell/Alienware auf einen 99Wh starken Akku, was das gängige erlaubte Maximum ist.

Praktisch erreicht das Alienware 15 bei einem Office/Web Betrieb rund 4,5 Stunden Laufzeit. Schaltet Ihr die aufwendige LED Beleuchtung ab, sind sogar knapp über 5 Stunden möglich.

Schaut Ihr nur ein Video bei einer niedrigen bis mittleren Helligkeit sind 5,5 bis 6 Stunden möglich.

Beeindruckende Werte für solch einen Koloss an Leistung!

Wenn Ihr natürlich das Notebook unter Last setzt (Gaming), reduziert sich die Akkulaufzeit drastisch. Hier konnte ich eine Laufzeit, trotz Drosslung, von rund einer Stunde erreichen.

 

Fazit

Das Alienware 15 ist ohne Frage ein herausragendes Gaming Notebook, welches in der hier vorliegenden Konfiguration auch mit einer grandiosen Leistung punkten kann.

Beginnen wir aber am Anfang. Das Gehäuse des Alienware 15 ist qualitativ und auch haptisch überragend. Ich hatte noch kein Kunststoff Notebook in der Hand welches eine derartige Massivität und Wertigkeit ausstrahlenkonnte wie das Alienware 15.

Dies kommt aber auch zu einem Preis und damit meine ich nicht den hohen Kaufpreis, sondern das hohe Gewicht. Mit knappen 3,6KG ist das Alienware 15 ein ziemlicher Brocken. Auch die generellen Abmessungen sind zwar nicht übermäßig groß, aber übermäßig portabel ist das Alienware 15 auch nicht.

Das ist auch fast schon der einzige große Kritikpunkt am gesamten Gerät. Zwar ist sogar die Akkulaufzeit okay, aber wenn ihr ein Gaming Notebook sucht, welches ihr jeden Tag mit in die Schule oder Uni mitnehmen wollt, dann ist das Alienware 15 vermutlich nicht das richtige.

Abseits davon gibt es aber wenig zu bemängeln. Die Beleuchtung ist vielleicht ein wenig übertrieben, sieht aber sehr cool aus. Die Tastatur und auch das Trackpad sind gut, das Display der Preisklasse angemessen und auch die Portauswahl stimmt.

Die Leistung des Alienware 15 hängt natürlich sehr stark von der gewählten Konfiguration ab. Die Version mit i7-7820HK und Nvidia GTX 1080 MAX-Q ist ohne Probleme in der Lage sämtliche Spiele mit 60FPS+ wiederzugeben. Hier wird es euch auch lange in der Zukunft nicht an Leistung mangeln.

Erfreulicherweise schafft es das Kühlsystem des Alienware 15 selbst diese absolute High End Konfiguration gut in Zaum zu halten. Hier muss man sich keine großen Sorgen um CPU Throttling machen.

Kleine Anmerkung am Rande, der Unterschied zwischen dem Intel Core i7-7700HQ und dem i7-7820HK ist sehr gering (unter 10%). Ich würde euch vermutlich aus Preis/Leistungssicht eine Konfiguration mit i7-7820HK und GTX 1060 oder 1070 empfehlen. Aktuell schafft es auch eine GTX 1060 in allen Spielen 30FPS+ bei maximaler Qualität in Full HD. Eine GTX 1070 würde hier vielleicht für die nächsten Jahre noch etwas mehr Spielraum geben. Habt Ihr natürlich das Geld spricht auch nichts gegen die maximale Konfiguration.

Ansonsten, die Lautsprecher sind vielleicht ein wenig dünn für solch ein Notebook, dafür ist der Kopfhörerausgang gut, genau wie die Akkulaufzeit und die Lautstärke.

Zusammengefasst, das Alienware 15 ist ein wahres High End Gerät, welches ich für alle Nutzer, die ein eher stationäres Gaming Notebook suchen, voll empfehlen kann. Der Preis ist zwar von gehobener Natur, dafür bekommt man aber auch ein Notebook, welches aus der Masse hervorsticht!

Positiv

  • Extrem massives und hochwertiges Gehäuse
  • Schicke Optik
  • Gutes Display (60Hz, IPS)
  • Gute Eingabegeräte
  • Sehr hohe Leistung dank GTX 1080 MAX Q
  • Tolle und auffällige LED Beleuchtung
  • Viele Konfigurationsmöglichkeiten im Dell online Shop
  • Solide Portauswahl inklusive Thunderbolt 3

 

Neutral

  • Premium Preis

 

Negativ

  • Kein SD Kartenleser
  • Recht schwer (3,6KG)

Die Razer BlackWidow Chroma V2 im Test

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Wenn man an Hersteller von Gaming Zubehör denkt, ist sicherlich Razer einer der ersten Hersteller die einem in den Sinn kommen.

Razer ist gefühlt seit Ewigkeiten auf dem Markt vertreten und ist gerade was das Design seiner Produkte angeht führend.

Qualitativ scheiden sich allerdings die Meinigen bei Razer sehr stark. Ich selbst habe ich in der Vergangenheit sehr viele positiv, aber auch leider negative Erfahrungen machen müssen.

Aktuell bin ich beispielsweise mit meinem Razer Blade Notebook recht zufrieden, was Grund genug ist auch mal ein paar andere Razer Produkte sich anzusehen.

Hierbei hat mich gerade die BlackWidow Chroma V2 Tastatur besonders interessiert. Gerade aufgrund der Razer eigenen Schaltern, welche hier zum Einsatz kommen. Zugegeben auch die Qualität der „Chroma“ Beleuchtung hat mich auch interessiert.

Wie bei Razer aber oft üblich ist auch der Preis der BlackWidow Chroma V2 mit rund 180€ recht saftig. Da ich keinerlei Kontakt zu Razer habe, habe ich in den sauren Apfel gebissen und mir die Tastatur zum vollen Preis gekauft.

Eine gute Entscheidung? Finden wir dies im Test der Razer BlackWidow Chroma V2 heraus!

 

Die Razer BlackWidow Chroma V2 im Test

Razer macht optisch bei der BlackWidow Chroma V2 auf dem ersten Blick sehr viel richtig. Die Tastatur ist komplett aus einem matten schwarzen Kunststoff gefertigt, welcher sich sogar recht resistent gegenüber Fingerabdrücken zeigt.

Dabei wirkt der Kunststoff und auch die gesamte Tastatur recht Massiv. Die BlackWidow Chroma V2 ist recht schwer und fast 100% verwindungssteif.

Ich würde fast sagen dies ist die massivste Kunststoff Tastatur, welche ich bisher gesehen habe. Mich würde es allerdings nicht wundern, wenn sich im inneren eine Metallplatte befindet, welche für die strukturelle Integrität sorgt.

Die einzelnen Tasten sind etwas im Gehäuse der Tastatur versenkt. Damit steht die BlackWidow Chroma V2 etwas im Gegensatz zur Corsair K95 RGB Platinum, wo die Tasten frei über der Tastatur „schweben“.

Beide Designs haben vor und Nachteile. Die Razer BlackWidow Chroma V2 fühlt sich beispielsweise etwas flacher an als die Corsair K95 RGB Platinum, was durchaus den Komfort zuträglich ist.

Im Gegenzug ist allerdings die Corsair besser zu reinigen und die Beleuchtung ist etwas präsenter.

Wobei natürlich auch die Beleuchtung bei der BlackWidow Chroma V2 eine große Rolle spielt. Jede Taste verfügt über eine eigene RGB LED.

Um diese heller erscheinen zu lassen hat Razer zudem den Boden der Tastatur Weiß gefärbt. Ein Einfacher, aber Sinnvoller schritt.

Die Tastatur Kappen bestehen aus einem etwas glatteren Kunststoff, verglichen mit der restlichen Tastatur. Hierbei setzt Razer aber erfreulicherweise auf einen normalen Schrifttyp. Die BlackWidow Chroma V2 würde weder auf einem Gaming Schreibtisch noch auf einem Büro Schreibtisch deplatziert wirken.

Es gibt lediglich ein kleines Razer Logo auf der Integrierten Handballen Auflage und eine Reihe Makro Tasten, welche auf die Gaming Ausrichtung der Tastatur hindeuten.

Wo wir gerade bei der Handballenauflage sind, hier hat sich Razer bei der BlackWidow Chroma V2 etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Die Tastatur selbst besitzt erst einmal nur eine rechte kleine „Handballenauflage“, welche man eher als abgeschrägte kannte bezeichnen könnte.

Zusätzlich legt Razer allerdings eine recht große und lange Handballenauflage mit in den Lieferumfang. Diese wird per Magneten an der Tastatur befestigt. Vorteil, die Handballenauflage kann nicht abbrechen, Nachteil diese sitzt recht locker.

Das Besondere ist aber eher das Material. Razer setzt bei der Handballenauflage auf ein großes Schaumstoffkissen, welches mit Kunstleder überzogen ist. So etwas habe ich bisher noch an keiner High End Tastatur gesehen!

Ebenfalls Bonuspunkte bekommt Razer für die Anschlüsse. Die Tastatur selbst wird über ein sehr dickes und Textil ummanteltes Kabel mit dem PC Verbunden, welches allerdings etwas störrisch ist. Das Kabel endet auf gleich zwei USB Ports und einem Kopfhörer/Headset Anschluss.

Die BlackWidow Chroma V2 besitzt an ihrem rechten Rand (im oberen Bereich) einen USB Ausgang und einen Kopfhörer/Headset Ausgang!

Über diesen Port könntet Ihr beispielsweise Eure Maus oder einen Funkempfänger mit der Tastatur verbinden, praktisch!

Auch der Kopfhörer/Headset Anschluss ist grundsätzlich sehr nützlich, da mittlerweile viele Headsets nur noch sehr kurze Kabel haben.

Bedenkt aber die Tastatur nutzt einen 4 Pin 3,5mm Anschluss, Mikrofon und Kopfhörer Signal geht also über einen Port.

 

Taster und Layout

Nach dem Aufkommen von Mechanischen Tastaturen war Razer einer der ersten Hersteller welcher den bis dahin absolut dominanten Cherry MX Tastern den Rücken gekehrt hatte, zugunsten von eigenen Tastern.

Tastern? Die Razer BlackWidow Chroma V2 ist natürlich eine mechanische Tastatur. Was ist eine mechanische Tastatur? Normale Tastaturen nutzten zwei oder mehrere übereinanderliegende Folien, welche mit Kontaktpunkten versehen sind, welche beim Betätigen der Tasten zusammengedrückt werden. Die Tasten werden dann mithilfe einer Gummi Platte wieder hochgedrückt.

Mechanische Tastaturen besitzen hingegen für jede einzelne Taste einen eigenen kleinen Taster, also eine Konstruktion mit Federn usw. Hierdurch wirken mechanische Tastaturen meist etwas präziser und hochwertiger als normale Tastaturen.

Für diese Taster gibt es allerdings jede Menge Hersteller. Der wichtigste Hersteller ist allerdings Cherry, welche über Jahrzehnte ein Patent auf diesen Typ Schaltern hatten. Dieses Patent ist allerdings abgelaufen und daher gibt es nun duzende Hersteller, welche ähnliche oder teilweise sogar identische Taster bauen.

Dazu gehört auch Razer, welche aktuell drei Typen Schalter bauen:

  • Razer™ Green Switch Tactile and Clicky
  • Razer™ orange Switch Tactile and Silent
  • Razer™ Yellow Switch Linear and Silent

Die BlackWidow Chroma V2 ist aktuell mit allen drei dieser Typen verfügbar, Ihr habt also die Qual der Wahl.

Beginnen wir erst einmal mit der Frage was „Tactile“ bedeutet. Solltet Ihr die BlackWidow Chroma V2 mit den Yellow Schaltern kaufen und Ihr drückt eine Taste, dann benötigt diese Taste exakt die gleiche Kraft von Anfang bis zum Ende.

Bei den Green und Orange Schaltern hingegen gibt es anfangs einen kleinen wiederstand, woran Ihr den Auslösepunkt erkennen könnt. Wichtig! Mechanische Tasten müssen nicht voll durchgedrückt damit diese auslösen, was auch der Grund ist warum Gamer diese Tastaturen so mögen. Ihr habt einfach einen kleinen Tempo Vorsprung.

Ich bevorzuge das Tactile Druckgefühl! Wobei viele Gamer eher auf die „Linearen“ Schalter schwören, aber ich denke mit beidem macht man nicht viel falsch.

Für diesen Test habe ich mir Razer BlackWidow Chroma V2 mit orangen Schaltern gekauft. Ich benutze recht viele Voice Chat Anwendungen und da stört es nur wenn meine Tastatur laut klickt bei jedem Tastenanschlag.

Wobei dies auch relativ ist. Denn wirklich Silent sind weder die Gelben noch Orangen Schalter. Die Razer BlackWidow Chroma V2 besitzt beim Betätigen einer Taste ein recht sattes und voll wirkendes klack.

Verglichen mit „Clicky“ Schaltern ist dieses allerdings eher dumpf, während die Geen Schalter eher ein Helleres Klick erzeugen.

Aber sind denn die Razer Schalter genauso gut oder vielleicht sogar besser als die „originalen Cherry“?

Razer sagt ja! Hier findet Ihr dazu mehr Infos. Allerdings das ein Hersteller sagt, dass sein Produkt besser ist als die Konkurrenz ist nichts Überraschendes. Auch die Angabe das die Razer Schalter 80 Millionen Auslösungen aushalten, was mehr ist als bei den „originalen Cherry“ Schaltern, ist nur sehr schwer nachzuprüfen.

Ich halte Cherry MX Schalter für qualitativ besser! Möglichweise bin ich hier etwas davon beeinflusst das Cherry eine deutsche Firma ist, welche ihre Schalter in Deutschland produziert und das die Razer Schalter von Kailh in Fernost gebaut werden und nun mal die Kopie sind. Allerdings eine verdammt gute Kopie, das muss man Razer lassen!

Qualitativ ist hier kein Unterschied zwischen Cherry MX und Razer Schaltern zu spüren. Auch die Stabilisierung der Leertaste und generell der größeren Tasten ist sehr gut, keine klagen hier!

Wie steht es um das Layout?

Hier gibt es nichts Besonderes zu berichten, das Layout der BlackWidow Chroma V2 hält sich komplett an den QWERTZ Standard.

Große Enter Taste, kleine Shift Taste, ÜÖÄ vorhanden usw. Auch die Windows Taste auf der linken Seite ist an ihrer üblichen Position vorhanden.

Leider besitzt die BlackWidow Chroma V2 allerdings auch keine Multimedia Tasten. Razer setzt für diese auf eine Doppel Belegung der F Tasten, was wie ich finde immer sehr suboptimal ist.

Immerhin eine Reihe Makro Tasten findet sich am linken Rand, welche ebenfalls auf mechanische Taster setzen.

 

Alltag

Wie schreibt und spielt es sich auf der Razer BlackWidow Chroma V2? Gut! Wie auf den meisten mechanischen Tastaturen.

Die Razer Schalter fühlen sich wie die Standard Cherry MX oder Kailh Schalter an, daher wenn Ihr bereits über eine mechanische Tastatur verfügt wird der Umstieg auf die Razer BlackWidow Chroma V2 leicht von der Hand gehen. Hierzu trägt auch das klassische QWERTZ Layout bei.

Allerdings gab es eine Kleinigkeit, welche mich anfangs etwas störte. Ich nutze meinen kleinen Finger und die Steuerungstaste unten links als Orientierung. Allerdings sind bei der Razer die Makro Tasten recht dicht am Tastenfeld, was mich anfangs etwas störte, da ich so die „STRG“ und unterste Makro Taste verwechselte.

Auch wenn Ihr das Erste mal eine mechanische Tastatur nutzt, wird es anfangs etwas Gewöhnung erfordern sich auf die Tasten einzuspielen.

Dies ist zwar bei den orangenen Schaltern nicht ganz so schlimm, aber beispielsweise bei meiner ersten mechanischen Tastatur mit linearen Schaltern hatte ich anfangs etwas das Problem nicht zu viel Kraft auf die Tasten auszuwirken.

Wie bereits erwähnt, Ihr müsst die Tasten nicht voll durchdrücken damit diese auslösen. Dies ist auch der Grund warum mechanische Tastaturen beim Gaming einen Vorteil bringen. Während Euer Gegner gegebenenfalls die Taste voll durchdrücken muss damit seine Bewegung erkannt wird, löst Eure Tastatur einige Bruchteile früher aus. Sicherlich wird Euch dies nicht helfen von heute auf morgen Pro Gamer zu werden, aber es kann sicherlich einen positiven Einfluss haben.

Beim Schreiben hingegen ist eher das sattere und präzisere Druckgefühl das, was den Unterschied macht.

Ist hier die Razer BlackWidow Chroma V2 deutlich besser als alle Konkurrenz Modelle? Nein, gerade beim Schreiben sehe ich keinen Unterschied zu den gängigen Modellen. Beim Spielen gibt es vielleicht einen kleinen Vorteil, da der Aktivierungspunkt der Tasten bei der BlackWidow noch etwas weiter oben liegt als bei Cherry MX Tastern, aber dieser unterschied ist minimal.

Was mich etwas enttäuscht hat, ist die Handballenauflage. Zwar ist diese super angenehm aufgrund ihrer Polsterung, aber leider ist diese etwas zu hoch. Die Hand liegt über den Tasten, was beim Erreichen der unteren Tasten (yxcvbnm) unangenehm ist.

Daher nutze ich die Razer BlackWidow Chroma V2 ohne Handballenauflage.

 

Beleuchtung und Software

Razer nutzt auch bei der BlackWidow Chroma V2 seine „Synapse“ Software zur Steuerung der Tastatur selbst und auch der Beleuchtung.

Die Synapse Software kann man durchaus als eins der Highlights der BlackWidow Chroma V2 bezeichnen. Die Software ist sehr modern und übersichtlich aufgebaut.

Hierbei ist diese allerdings auch mit allen gängigen Funktionen vollgestopft. Angefangen bei einem recht umfangreichen Makro Editor bis hin zu einer vollständigen LED Steuerung ist alles Vertreten.

Ebenfalls an Board ist eine „Cloud“ Funktion. Alle Einstellungen, welche Ihr tätigt sind an einen Razer Account gekoppelt.

Praktisch wenn man des Öfteren seinen PC neu aufsetzt, im Gegenzug ist allerdings eine Registrierung bei Razer Pflicht.

Wie steht es um die Beleuchtung? Bei der Beleuchtung habt Ihr erst einmal jede Menge Möglichkeiten, vom Blinken, über Farbwechsel bis hin zur Welle ist alles möglich.

Ebenfalls ist es möglich die Beleuchtung für einzelne Tasten zu verändern und die Helligkeit stufenlos zu verstellen.

Wie steht es aber um die LEDs? Diese sind qualitativ sehr hochwertig. Die Farben sind kräftig und klar. Allerdings ist die Beleuchtung eher mittelmäßig hell. Dies liegt nicht einmal zwingend an den LEDs selbst, sondern an der pechschwarzen Tastatur, welche etwas Licht schluckt, wie auch an den leicht vertieft eingelassenen Schaltern.

Das bedeutet die Tasten leuchten sehr schön, aber die BlackWidow Chroma V2 kann nicht Euren kompletten Schreibtisch beleuchten, wie Cougar Attack X3 RGB oder Corsair K95 RGB Platinum.

Von daher würde ich die Beleuchtung als solide aber nicht überragend einstufen.

 

Fazit

Die Razer BlackWidow Chroma V2 ist ohne Frage ein klasse Tastatur, kämpft aber mit demselben Problem wie viele Konkurrenten, den Alleinstellungsmerkmalen.

Beginnen wir aber am Anfang, die BlackWidow Chroma V2 besitzt eine hervorragende Haptik und Tipp Gefühl, welches sowohl beim Schreiben wie auch beim Spielen voll überzeugen kann.

Hierbei machen die Razer eigenen Schalter einen sehr guten Job und spielen Qualitativ ganz klar ganz oben mit. Wirkliche unterschiede was die Qualität oder das Gefühl angeht gibt es zu Cherry MX Schaltern nicht, was ich als positiv erachte.

Auch das schlichte Industrial Design, welches Razer bei seinen Produkten wählt, gefällt mir hier sehr gut.

Das Problem ist aber das es nur sehr wenig wirklich schlechte mechanische Tastaturen gibt. Gut schreiben und spielen kann man auf fast allen aktuellen Modellen. Auch die Haptik ist mittlerweile meist tadellos. Warum sollte ich nun 179€ für die Razer BlackWidow Chroma V2 ausgeben? Was lässt die Tastatur besonders erscheinen?

Und hier liegt das Problem bei der Razer BlackWidow Chroma V2. Abseits vom Design und der recht guten Software gibt es wenig Alleinstellungsmerkmale. Es gibt keine großen Multimedia Tasten, die Schalter bieten eine gute Standard Qualität und auch die Materialwahl ist nichts Außergewöhnliches.

Die Chroma Beleuchtung ist sicherlich auch ein Pluspunkt, zu mindestens was die Software Seite angeht. Die verbauten LEDs selbst sind gut, aber sicherlich auch nicht absolut überragend, was die Helligkeit angeht. Hier bietet eine Cougar Attack X3 RGB oder Corsair K95 RGB Platinum mehr „RGB“.

Kurzum die Razer BlackWidow Chroma V2 ist eine klasse Tastatur, sowohl für Gaming wie auch für Büro arbeiten. Diese bietet eine durchgehend tadellose Qualität und ein schickes Design. Von daher ist sie keine schlechte Wahl! Viel besser geht es kaum. Lediglich der Preis ist schwierig, es gibt vergleichbar gute Tastaturen für weniger Geld. Hier ist nun die Frage ob Euch das Design, die Software und die Marke rund 40-50€ Aufpreis wert ist.

Falls nein schaut Euch die Tesoro gram Spectrum, Cougar Attack X3 RGB oder Corsair K95 RGB Platinum an, falls ja wird die Razer BlackWidow Chroma V2 Euch definitiv zufriedenstellen!

Positiv

  • Schicke Optik
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gute Razer Schalter
  • Sehr gute Steuerungssoftware
  • Klasse Tippgefühl
  • „Chroma“ Beleuchtung gut…..

 

Neutral

  • Makro Tasten etwas dicht am Tastenfeld

 

Negativ

  • …… aber nicht übermäßig hell
  • Keine gesonderten Multimedia Tasten

Der Topping NX1s im Test, portabler Kopfhörerverstärker

Große und gute Kopfhörer an Smartphones betreiben ist eine schwierige Sache. Zum einen haben immer weniger Smartphones Kopfhöreranschlüsse, zum anderen fehlt es oft dem verbauten Verstärker an Power um wirklich große Kopfhörer ordentlich zu befeuern.

Daher klingen viele große und eigentlich gute Kopfhörer an Smartphones matt und kraftlos. Dies gilt aber nicht nur für Smartphones, ähnliche Probleme haben auch viele Notebooks.

Hier kann eine externe Soundkarte oder auch ein Kopfhörerverstärker helfen!

Oftmals ist die Ausgabequalität der Kopfhöreranschlüsse moderner Smartphones nicht mal das Problem. Diese ist selbst in Kombination mit hochwertigen Kopfhörern ausreichend, es fehlt aber einfach nur an Power die Kopfhörer vernünftig zu betreiben.

Genau an diesem Punkt soll der portable Kopfhörerverstärker von Topping ansetzen. Der NX1s ist ein, auf dem Papier, High End „Hi-Res“ Kopfhörerverstärker für unter 40€.

Klingt doch ganz gut?! Aber taugt der Topping NX1s wirklich etwas und lohnt sich das Nutzen eines Kopfhörerverstärkers? Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Der Topping NX1s im Test

Der Topping NX1s ist ein „mobiler“ Kopfhörerverstärker, welcher dementsprechend auch etwas kompakter gehalten ist.

Wobei kompakt relativ ist. Der Kopfhörerverstärker ist sehr flach gestaltet, aber dafür relativ breit und lang.

Allerdings verschwindet der Verstärker hinter jedem aktuellen Smartphone. Mit im Lieferumfang sind auch diverses Klebeband, Halterungen usw. welche genau dies ermöglichen.

Beim Gehäuse setzt Topping auf ein sehr robustes und zugegeben auch attraktives Aluminium. Hierdurch wirkt der kleine Verstärker ausgesprochen hochwertig und auch ein wenig edel.

Auf der Front finden wir zwei Anschlüsse, einen 3,5mm Eingang und einen 3,5mm Kopfhörerausgang. Zudem befindet sich dort auch ein Drehrad, welches das Einstellen der Lautstärke ermöglicht. Erfreulicherweise ist das Drehrad ebenfalls aus Aluminium gefertigt, wodurch dieses ebenfalls sehr hochwertig anmutet.

Mit Energie wird der Topping NX1s entweder via microUSB oder über den integrierten 1000mAh Akku versorgt. Der Akku hält sehr gute 40 Stunden, bei einer mittleren Lautstärke. Aber selbst wenn ihr den Verstärker etwas weiter aufdreht, sind gut und gerne 24 Stunden + möglich.

Leider verfügt der NX1s über keinen integrierten DAC, es ist also wirklich nur eine Einspeisung via 3,5mm Eingang möglich.

Neben dem microUSB Port auf der Rückseite verfügt der Verstärker auch über zwei kleine Schalter. Der eine Schalter erlaubt es einen Bass Boost hinzuzuschalten, der andere sorgt für einen extra Boost an Lautstärke (+8,4db).

 

Klang

Das Wichtigste ist ohne Frage der Klang. Bringt der Topping NX1s überhaupt etwas?

Ja, aber nur dann, wenn ihr auch über ein paar große Kopfhörer verfügt. Auch kleine Ohrhörer lassen sich natürlich mit dem Topping NX1s von der Lautstärke um geschätzte 50% boosten (Google Pixel 2XL ist die Basis), aber es gibt hier keine Klangverbesserung, der Klang ist einfach nur lauter. Meist sind Ohrhörer auch gar nicht für solch hohen Pegel ausgelegt, weshalb diese übersteuern.

Bei großen Kopfhörern sieht dies anders aus. Für diesen Test nutze ich die Kombination aus Google Pixel 2 XL und Beyerdynamic T90.

Die T90 sind große Kopfhörer der 500€ Preisklasse, welche mit 250Ohm auch durchaus etwas anspruchsvoller sind.

Direkt am Google Pixel 2 XL erreichen diese zwar auch eine ausreichende Lautstärke, aber man merkt, dass die Dynamik stark zusammenbricht. Bässe verlieren ihre Kraft und klingen matt und gelangweilt.

Schaltet Ihr den NX1s dazwischen ändert sich dies! Die meisten modernen Smartphones haben an sich eine recht gute Ausgabequalität, es fehlt meist primär an der Verstärker Power und diese wird vom NX1s nachgereicht.

Der Klang der T90 wird deutlich lebendiger und kräftiger. Auch die generelle Dynamik steigt ein gutes Stück an, auf das normale Level der Kopfhörer.

Die T90 klingen mithilfe des NX1s weitestgehend so wie an einer teuren Soundkarte bzw. DAC.

Natürlich wird auch die maximale Lautstärke ein gutes Stück angehoben, verglichen mit einer direkten Verbindung.

Allerdings auf sehr hohen Pegeln (welche schon unangenehm laut sind) bricht die Klangqualität wieder etwas ein. Der Klang verliert etwas Bass und wird leicht schrill. Dies könnte allerdings auch an den Kopfhörern liegen, welche am Limit sind.

Dennoch sind qualitativ durchaus sehr hohe Pegel möglich, erst im Extremen (welches weit über der gängigen maximalen Lautstärke liegt) bricht der Verstärker, oder Kopfhörer, wieder weg.

Erfreulicherweise produziert der Topping NX1s kein zusätzliches Rauschen oder sonstige Störgeräusche. Auch gegenüber der üblichen Smartphone Strahlung scheint es eine brauchbare Abschirmung zu geben.

Qualitativ kann ich wirklich nichts bemängeln!

Wie steht es um den kleinen Bass Boost Schieber? Auch dieser macht das was man erwarten kann, er hebt die tiefen Frequenzen ein Stück an. Dies verleiht gerade neutralen Kopfhörern durchaus ein Stück mehr Pep.

Hierbei wird die Anhebung des Basses qualitativ ganz gut gemacht. Es gibt keine Unsauberkeiten oder übersteuern.  Auch ist die Anhebung nicht zu extrem, kurzum ein nützliches Feature.

 

Fazit

Der Topping NX1s macht genau das, was er verspricht! Das Eingangssignal wird verstärkt und so die Qualität an großen Kopfhörern verbessert.

Und ja dies funktioniert auch! Nur weil sich der NX1s sich „Verstärker“ nennt, denkt nicht, dass dieser euren Ton nur lauter macht.

Nein gerade bei großen Kopfhörern verbessert sich die Dynamik und vor allem die Basswiedergabe teils signifikant. Hier macht der NX1s einen sehr guten Job und liefert eine qualitativ saubere Verstärkung, welche rauschfrei und hochwertig ist.

Gehört ihr also zum Nutzerkreis, welche hochwertige und große Kopfhörer am Smartphone nutzen wollen, dann ist der Topping NX1s eine gute und ausgezeichnete Lösung.

Der EasyAcc SoundCup 10W im Test

Bluetooth Lautsprecher gibt es auf der Amazon Plattform einige. So viele, dass die Übersicht teilweise sehr schwerfällt.

Welcher Bluetooth Lautsprecher ist gut und welcher nicht? Bei dieser Frage möchte ich Euch mit meinen diversen Tests helfen.

Heute ist an der Reihe zu zeigen was kann der EasyAcc SoundCup 10W Bluetooth Lautsprecher. Auf den ersten Blick kann dieser vor allem aufgrund seiner Optik und seines Preises Interesse erwecken. 29€ ist für einen Bluetooth Lautsprecher nicht viel Geld.

Allerdings stellt sich natürlich die Frage ob der EasyAcc SoundCup auch gut ist?! Dies werden wir in diesem Test herausfinden! Neugierig?

 

Der EasyAcc SoundCup 10W im Test

Der Name SoundCup kommt beim EasyAcc nicht von ungefähr. Der Bluetooth Lautsprecher besitzt die Form einer großen Getränkedose bzw. Trinkflasche. Der Lautsprecher ist also rund und länglich hoch.

Der Vorteil dieser Form liegt auf der Hand, zum einen passt der Lautsprecher in die üblichen Flaschenhalterungen, beispielsweise am Fahrrad, zum anderen nimmt der Lautsprecher so auch auf einem Tisch deutlich weniger Platz ein.

Zwar halte ich diese Form aus klanglicher Sicht für suboptimal.

Auch die Materialwahl und Haptik des Lautsprechers gefällt mir sehr gut! EasyAcc umspannt das Gehäuse des Lautsprechers zum größten Teil mit einer Art Leinen Stoff. Mir gefällt dies haptisch und optisch sehr gut, es erinnert etwas an den neuen Amazon Echo bzw. Google Home Mini.

Der untere Teil des Lautsprechers ist allerdings aus einem weißen Kunststoff gefertigt.

Qualitativ ist der SoundCup 10W 1a.

Wie steht es um die Anschlüsse und Tasten? Erstaunlicherweise ist der Einschalter/Ausschalter auf der Unterseite des SoundCup angebracht, warum auch immer. Die sonstigen Tasten sind hingegen besser erreichbar auf der Oberseite.

Hier befindet sich ein kleines Touchpad, auf welchem Ihr per Geste vor und Zurückspulen könnt. Um den Oberen Teil des Lautsprechers ist zudem ein Ring angebracht, welchen Ihr drehen könnt um die Lautstärke zu verstellen.

Sowohl der Ring, wie auch das Touchpad funktioniert sehr gut.

Auf der Rückseite des EasyAcc SoundCup 10W unter einer Gummiklappe befindet sich ein 3,5mm AUX Eingang wie auch der microUSB Ladeport.

Der Akku des Lautsprechers soll laut Hersteller 10 Stunden halten. Diesen Wert kann ich bei einer niedrigen Lautstärke bestätigen.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigstem Punkt, dem Klang. Der Soundcup besitzt, laut EasyAcc, zwei 5W Treiber. Die Treiber sind links und rechts, versetzt oben/unten angebracht. Ein durchaus interessanter Aufbau.

Klanglich sehe ich beim Soundcup Stärken und Schwächen. Beginnen wir ausnahmsweise bei den Schwächen und das wären primär die Höhen.

Der EasyAcc Soundcup hat etwas Probleme mit der Klarheit. Der ganze obere Höhenbereich passt. Also die Spitzen im Klang kommen gut durch, allerdings die unteren Höhen und oberen Mitten klingen etwas dumpf. Wobei dumpf auch nicht ganz richtig ist, lustlos trifft es eher.

Die Mitten werden an sich ganz gut abgebildet, neigen aber etwas zu einem leicht blechernen Unterton.

Kleiner Tipp, dreht den Lautsprecher seitlich zu euch.

Positiv sehe ich die Bässe. Nein der EasyAcc SoundCup kann keine Wände zum Wackeln bekommen, soviel sollte bei einem 30€ Bluetooth Lautsprecher aber klar sein.

Allerdings klingt der Tieftonbereich ausreichend voll und voluminös. Man hat hier nicht das Gefühl etwas würde fehlen. Der Bass ist knackig und gut klingend, für einen Lautsprecher dieser Klasse.

Teilweise entsteht zwar etwas das Gefühl der SoundCup versucht den Bass etwas zu sehr zu erzwingen, aber solche DSP Spielereien sind bei Bluetooth Lautsprechern nichts Ungewöhnliches.

Die maximale Lautstärke des SoundCup ist soweit okay. Er schafft es einen 20m² Raum in einer guten Lautstärke zu beschallen, ohne dabei zu übersteuern.

Auch die generelle Klangabstrahlung ist sehr gut. Der EasyAcc SoundCup füllt ganz gut den gesamten Raum mit Klang, egal, in welcher Richtung Ihr euch zum Lautsprecher befindet.

 

Fazit

Wenn ihr einen 29€ Bluetooth Lautsprecher kauft, müsst Ihr mit der passenden Erwartungshaltung an diesen gehen. Der EasyAcc Soundcup 10W ist nicht perfekt! Macht aber für 29€ einen sehr guten Job.

Gerade die Optik und Haptik ist tadellos. Ich mag diesen Stoffbezug den EasyAcc hier verwendet sehr gerne.

Auch ist der Formfaktor sehr angenehm und alltagsfreundlich. Der EasyAcc SoundCup 10W besitzt ungefähr die Größe einer 0,5L Dose.

Kommen wir zum Klang. Dieser ist nicht perfekt und Ihr bekommt für ca. 10-15€ mehr durchaus Bluetooth Lautsprecher welche noch mal ein gutes Stück besserklingen, siehe EasyAcc 20W Wireless Bluetooth Speaker.

Für seine Preisklasse liefert der SoundCup 10W einen vernünftigen Klang, mit brauchbaren Höhen, leider etwas blechernen Mitten und einem guten Bass. Für die Küche oder das Bad reicht damit der SoundCup 10W mehr als aus!

Kurzum der Preis von unter 30€ geht vollkommen in Ordnung.

Die Teufel Cinebar One+ im Test, mit Subwoofer besser?

Die neue Teufel Cinebar One gibt es in zwei Versionen, die normale Version für rund 250€ und die „+“ Version für 350€.

Der Unterschied? Die Cinebar One+ besitzt einen Subwoofer mit im Lieferumfang und bietet daher natürlich gerade in größeren Räumen einen volleren und satteren Klang. Soweit zumindest die Theorie.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Lohnen sich die 100€ Aufpreis für die Cinebar One+, oder reicht das normale Modell?

Finden wir dies in einem kurzen Test heraus!

 

Die Teufel Cinebar One+

Vorweg, ich werde diesen Bericht recht kurz halten und mich primär auf das Zusammenspiel aus Subwoofer und Cinebar One konzentrieren. Einen ausführlichen Test zur Cinebar One findet ihr hier.

Dennoch beginnen wir mit einer kurzen Übersicht. Die Cinebar One selbst ist eine „mini“ Soundbar welche gerade einmal 35cm lang, 6,8cm hoch und 11,3cm tief ist.

Dennoch hat Teufel in dieser kleinen Soundbar gleich vier Treiber- Einheiten verbaut. Zwei dieser sind auf der Front angebracht und jeweils links und rechts seitlich ein weiterer Treiber. Hier durch soll der Lautsprecher breiter klingen als dieser eigentlich ist.

Beim Gehäuse setzt Teufel auf ein an sich recht einfachen Kunststoff, welcher aber etwas den Anschein von Schleiflack vermittelt, was sicherlich der Optik guttut.  Bei der Farbe könnt Ihr Euch zwischen weiß und schwarz entscheiden, wobei die Farbwahl keinen Einfluss hat auf das recht große metallene Lautsprechergitter auf der Front.  Dieses ist immer schwarz und nicht abnehmbar.

Die Anschlüsse der Cinebar One+ sind auf der Rückseite angebracht. Dort finden wir einem HDMI Eingang, einen optischen Eingang, einen USB Eingang und einen AUX Eingang. Zusätzlich besitzt die Cinebar One+ auch integriertes Bluetooth.

Damit ist die kleine Soundbar verdammt gut ausgestattet, was die Anschlüsse angeht.

Vielleicht ist euch aber etwas aufgefallen?! Es gibt gar keinen Anschluss für den Subwoofer der „+“ Version. Dieser ist auch nicht nötig! Der Subwoofer kommuniziert kabellos mit der Soundbar. Ihr könnt diesen also recht frei im Raum positionieren wo ihr gerade Platz habt. Lediglich benötigt der Subwoofer eine Stromverbindung.

Im Gegensatz zur Soundbar ist der Subwoofer nicht als „mini“ zu bezeichnen. Ganz im Gegenteil, der Subwoofer besitzt eine ordentliche Größe!

Dieser misst 40cm in der Höhe, 21cm in der Breite und 38cm in der Tiefe.

Teufel nutzt hier im Übrigen den gleichen Subwoofer Typen wie bei der Cinebar 11, was ein gutes Zeichen ist, denn dort lieferte der Subwoofer eine hervorragende Performance.

Der Subwoofer der Cinebar One + nutzt ein Downfire Prinzip. Das bedeutet der Treiber befindet sich auf der Unterseite des Subwoofers.

Dies hat gegenüber einem Frontfire Subwoofer, welcher seinen Treiber auf der Front hat, den Vorteil, dass sich der Klang in der Wohnung gleichmäßiger verteilt.

Nach außen hin ist der Subwoofer komplett glatt. Abseits von einem kleinen Teufel Logo auf der Front gibt es nichts was Blicke auf den Lautsprecher lenkt, was sicherlich in den meisten Fällen bevorzugt ist.

 

Klang

Kommen wir zum eigentlich wichtigem Punkt, dem Klang. Die Teufel Cinebar One + klingt, wenig überraschend, wie die normale Cinebar One nur mit Subwoofer Support.

Wobei „nur“ sehr relativ ist. Der Subwoofer macht doch einen verdammt großen Unterschied. Beginnen wir aber am Anfang.

Die Cinebar selbst besitzt vier 50mm Treiber, von welchen zwei auf der Front und zwei seitlich angebracht sind. Alle vier Treiber können die viele Frequenzbandbreite darstellen und mach dies grundsätzlich auch.

Hinzu kommt natürlich der 90W Subwoofer, welcher von Teufel mit einer unteren Gangfrequenz von 33Hz beworben wird.

Die Kombination Cinebar One und Subwoofer resultiert in einem hervorragenden Klang!

Die Höhen werden gut von der Cinebar One darstellt, mit einer hohen Brillanz und Luftigkeit. Hier hilft der Subwoofer selbstverständlich nicht aus.

Auch bei den Mitten ist die Cinebar One mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Der Subwoofer setzt erst relativ spät ein. Die Qualität der Mitten hängt sehr vom Modus ab.

Im „Voice“ Modus sind natürlich die Mitten etwas angehoben, im Musik Modus etwas abgesenkt.

Grundsätzlich sind die mitten als okay zu bezeichnen. Stimmen und Gesang besitzen eine gute Verständlichkeit, aber ich würde die Mitten auch nicht als überragend bezeichnen.

Anders sieht dies beim Bass aus. Schon die CInebar One im Alleingang hatte einen sehr vernünftigen Bass für ihre Größe, aber nun mit Subwoofer wird der Bass und der Tiefgang nochmals auf ein völlig neues Level gehoben.

Wie auch schon bei der Cinebar 11 macht auch hier der Subwoofer einen vortrefflichen Job! Der Bass ist kräftig, knackig und tief! Dabei dröhnt der Subwoofer erfreulicherweise auch nicht.

Qualitativ ist hier absolut nichts zu bemängeln.

Das Zusammenspiel Cinebar One und Subwoofer ermöglicht auch die Beschallung von größeren Räumen. Das Cinebar One + System ist ganz klar auch für mittelgroße Wohnzimmer geeignet.

Dank der seitlichen Lautsprecher -Treiber klingt der Lautsprecher zudem ein gutes Stück breiter als man dies bei den 35cm Breite erwarten könnte.

Gerade im „Movie“ Modus ist dies auffällig, wo die Cinebar One+ mehr Leistung auf die seitlichen Treiber legt.

Natürlich bekommt Ihr keinen 100% Raumklang und Sound aus allen Richtungen, dies schafft keine Soundbar, aber dennoch erzeugt die Cinebar One+ einen sehr schönen raumfüllenden Klang.

Die maximale Lautstärke ist ordentlich und durchaus auch für Partys tauglich.

 

Fazit

Wie auch schon beim Cinebar One System fällt auch bei der Plus Version das Fazit sehr positiv aus! Genau genommen sogar noch etwas positiver.

Anschluss Auswahl, Optik, Steuerung und Klang sind nur als sehr gut zu bezeichnen.  Hierbei bietet die Cinebar One+ dank des hervorragenden Subwoofers einen unheimlich guten und raumfüllenden Bass. Es kann durchaus Kino Feeling aufkommen!

Selbst in einem mittelgroßen Wohnzimmer mit 30m²+ macht die Cinebar One+ eine gute Figur. Aus meiner Sicht ist daher der Aufpreis von rund 100€ für die Plus Version absolut gerechtfertigt und auch in 90% der Fällen zu empfehlen. Die Cinebar One selbst bietet für ihre Größe einen klasse Klang und der Subwoofer ist erfreulich hochwertig und liefert einen klasse Bass, was eine super Kombination ist.

Eine viel bessere Soundbar ist für rund 350€ aktuell nur schwer zu bekommen.

Positiv

  • Schicke Optik
  • Viele Anschlussmöglichkeiten (HDMI, optisch, AUX, USB)
  • Bluetooth
  • Sehr kompakt
  • Angenehm breiter Klang, trotz der kompakten Abmessungen
  • Hervorragender Bass
  • Kabelloser Subwoofer

Neutral

  • Neigt auf sehr hohen Lautstärken zum leichten Übersteuern.

 

Negativ

  • Steuerung nur über die beigelegte Fernbedienung möglich (keine Tasten am Gerät)

Der dodocool DA106 Hi-Res MP3 Player im Test

MP3 Player sind eine Geräte Kategorie welche gefühlt durch Smartphones völlig verdrängt wurden. MP3 Player sind lediglich in diversen Nischenbereichen noch vertreten.

Gerade für Nutzer die Wert auf eine besonders hohe Klangqualität legen, gibt es einige Modelle. Solch ein Modell ist auch der dodocool DA106. Für rund 50-60€ erhaltet Ihr hier einen Hi-Res zertifizierten MP3 Player, welcher dementsprechend auch primär durch seinen guten Klang punkten soll.

Aber lohnt es sich wirklich noch im Jahr 2018 einen MP3 Player zu kaufen und wie sieht der Klang verglichen mit modernen Smartphones aus?

Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Der dodocool DA106

Der dodocool DA106 ist ein MP3 Player in der typischen iPod Größe, wobei dieser genau genommen etwas kleiner ist als ein iPod Klassik.

Beim Gehäuse setzt dodocool auf ein sehr schickes und hochwertiges Aluminium. Hierdurch fühlt sich der MP3 Player sehr massiv und wertig an. Auch die Verarbeitung ist tadellos.

Auf der Front finden wie unter anderem ein 2 Zoll 320×240 Pixel Display. Das 320×240 keine sonderlich hohe Auflösung ist, sollte klar sein.

Praktisch geht das Display in Ordnung. Sagen wir es so es erfüllt seinen Job, nicht mehr und nicht weniger.

Unterhalb des Displays sind die primären Tasten zur Navigation angebracht. Interessanterweise besitzt der DA106 eine Art Drehrad, ähnlich dem iPod, welches für das Scrollen durch die Menüs benutzt wird.

Allerdings lässt sich das Drehrad nicht drücken, daher gibt es gesonderte Vor/Zurücktasten.

Ähnlich wie bei Smartphones besitzt auch der DA106 eine Lautstärkewippe am rechten Rand und einen Einschalter auf der Oberseite.

Auf der Oberseite befindet sich auch der Kopfhörerausgang und ein Line Out. Letzter ist beispielsweise für Autoradios oder Verstärker gedacht.

Auf der Unterseite ist ein microSD Karten Steckplatz, welcher zur Erweiterung der integrierten 8GB Speicher dient, wie auch der microUSB Ladeport.

Der integrierte Akku soll rund 30 Stunden halten. Ein Wert welcher von seiner Größenordnung hinkommt.

 

Software und Navigation

dodocool setzt beim DA106 auf eine komplett eigene Benutzeroberfläche. Die Navigation erfolgt primär über das Drehrad auf der Front des MP3 Players. Dementsprechend ist das Hauptmenü auch „rund“ aufgebaut, bei dem man durch die diversen Optionen wie Einstellungen, Playlisten, Musik, Dateiexplorer usw. durchscrollen kann

Die Untermenüs sind hingegen klassisch in der Listenansicht angelegt. Visuell ist das ganze soweit okay. Wahnsinnig hübsch ist das Benutzerinterface nicht, aber die Funktion ist gegeben.

Teilweise ist aber die Navigation aufgrund des Drehrads ein wenig unpräzise. Dies gilt besonders für das Hauptmenü. Das Benutzerinterface lässt sich auch von Englisch auf Deutsch stellen. Die Übersetzung ist allerdings eher mäßig.

Neben der einfachen Musikwiedergabe besitzt der DA106 auch die Möglichkeit Sprachaufnahmen zu machen und FM Radio wiederzugeben.

„Normale“ Musik wird entweder nach Ordnern, Interpret, Album usw. aufgeschlüsselt und kann von Euch so durchsucht werden. Daraus könnt ihr auch entnehmen, dass es beim dodocool DA106 nicht nötig ist irgendeine Desktop Software zu installieren.

Kopiert einfach Eure Musik Dateien auf den MP3 Player. Ihr habt hierbei die Wahl, kopiert die Musik entweder auf den internen Speicher oder auf eine Speicherkarte.

In meinem Test funktionierte eine 128GB microSD Speicherkarte problemlos. Die Speicherkarte muss allerdings Fat32 formatiert werden.

Was die unterstützten Dateiformate angeht, zeigte sich der dodocool DA106 recht unproblematisch. Die beiden wichtigsten Formate sind natürlich MP3 und FLAC, es wird aber auch AAC, ALAC, WAV, OGG oder DSD unterstützt. In meinem Test wurden auch 192kHz/24bit Flac Dateien mit Größen von 150-200MB problemlos wiedergegeben.

 

Klang

Der Grund warum man diesen MP3 Player kauft, ist sicherlich der potenziell höhere Klang, verglichen mit Smartphones.

Aber ist der Klang wirklich so viel besser? In der Theorie ist der Klang sehr gut, mit einem 96kHz / 24-Bit DAC und einem besonders hochwertigen Verstärker.

Um das praktisch zu testen, habe ich mir die besten Kopfhörer geschnappt, die ich besitze und einige Flac Dateien.

Bei den Kopfhörern handelt es sich um die Beyerdynamic T90, welche mit 250 Ohm auch nicht ganz leicht zu betreiben sind.

Wie schlägt sich hier der dodocool DA106 MP3 Player? Erfreulich gut! Alleine wie der MP3 Player mit den höher ohmigen Kopfhörern umgeht, unterscheidet sich schon etwas von Smartphones.

Die Beyerdynamic T90 klingen an normalen Smartphones immer sehr matt und schwach, am DA106 hingegen passt der Klang! Sowohl Lautstärke, aber auch Dynamik und Detailwiedergabe sind sehr gut.

Teilweise war mir der MP3 Player aber fast etwas zu neutral. Die T90 sind von Natur aus schon keine „Bass Bomber“ und der DA106 besitzt eine sehr flache Klangsignatur, vielleicht sogar mit leicht angehobenen Höhen. Etwas was ich bei vielen „Hi-Res“ zertifizierten Produkten sehe.

Persönlich würde ich vermutlich einen EQ anwerfen um den Bass etwas pushen. Der dodocool DA106 besitzt neben diversen Presets auch einen frei einstellbaren 5 Band EQ.

Grundsätzlich zeichnet sich der Klang des DA106 durch ein sehr gutes Detaillevel aus. Gerade wenn ihr über hochwertige Audio Daten, also Lossless CD Kopien und Ähnlichem, verfügt, ist durchaus ein Unterschied verglichen mit einem guten Smartphone wie dem Google Pixel 2 zu hören.

Hier muss man aber auch sagen, dass der Unterschied nicht gravierend ist. Ich würde jetzt einmal sagen mit dem dodocool DA106 gelingt es noch einmal so 10% mehr Klang aus Eurer Musik und Kopfhörer zu kitzeln.

Aber solch ein MP3 Play lohnt sich auch erst, wenn Ihr bereits sehr gute Kopfhörer oder Ohrhörer habt! Falls das nicht der Fall ist, investiert dort zuerst.

Beispielsweise die Kombination dodocool DA106 + Beyerdynamic T90 klingt ein gutes Stück besser als meinem Google Pixel 2. Zwar merkt man auch, dass der MP3 Player mit den 250 Ohm ein Stück weit zu kämpfen hat, Kopfhörer mit 300 Ohm + würde ich nicht am DA106 nutzen, aber dieser handhabt diese deutlich besser als normale Smartphones.

Beispielsweise in einem 192KHz Vinyl Rip von Link Parks Hybrid Theory hört man sehr gut, dass der dodocool DA106 sehr gut die Feinheiten und auch die leichten Fehler in der Vinyl Kopie darstellt.

Hier geht der DA106 fast schon etwas zu sehr ins Analytische. Aber gerade bei komplexeren Aufnahmen oder guten live Aufnahmen wie z.B. Within Temptation – Ice Queen fühlt sich der MP3 sichtlich wohl.

 

Fazit

Wenn wir ehrlich sind, ist für 98% aller Nutzer ein vernünftiges Smartphone als MP3 Player mehr als ausreichend. So etwas wie der dodocool DA106 ist im Jahr 2018 schon etwas Besonderes.

Aber etwas Besonderes sind muss ja auch nichts Schlechtes sein. Gerade qualitativ hat solch ein MP3 Player durchaus seine Vorzüge. Die Wiedergabequalität des dodocool DA106 ist unheimlich klar und detailliert. Auch schafft es der MP3 Player mit hoch ohmigen Kopfhörern besser umzugehen als normale Smartphones.

Ist der Unterschied wie Tag und Nacht? Nein! Verglichen mit High End Smartphones ist es wirklich ein sehr feiner Unterschied, zugunsten des DA106.

Für die meisten Nutzer wird ein paar besser Kopfhörer oder Ohrhörer + Smartphone aus qualitativer Sicht sicherlich mehr Sinn machen als solch ein Hi-Res MP3 Player.

Entscheidet Ihr Euch allerdings für den dodocool DA106 erhaltet Ihr einen sehr schicken und qualitativ hochwertigen MP3 Player, auch was die Haptik und Optik angeht.

Positiv

  • Sehr gute Klangqualität
  • 8GB interner Speicher + microSD
  • Hervoragende Haptik
  • Gute Akkulaufzeit (ca. 25-30 Stunden)

 

Negativ

  • Deutsche Übersetzung mäßig
  • Navigation ist mit dem Drehrad teils etwas unpräzise

Der neue tizi Turbolader 2x ULTRA im Test, KFZ Ladegerät für das Apple MacBook Pro (30W USB C)

Mit dem tizi Turbolader 2x ULTRA hat equinux vor Kurzem sein neustes und auch leistungsstärkstes Autoladegerät auf den Markt gebracht. Dieses besitzt satte 42W Leistung!

Der tizi Turbolader 2x ULTRA ist hierbei gar nicht mal zwingend für Smartphones gedacht, welche sich natürlich auch problemlos laden lassen, sondern eher für leistungshungrigere Geräte, wie Notebooks und Tablets.

Dabei denkt equinux natürlich speziell an die Apple MacBooks und MacBook Pros, welche sich via USB C laden lassen.

Hier liegt auch das Geheimnis des tizi Turbolader 2x ULTRA. Dieses Autoladegerät unterstützt den neuen USB Power Delivery Standard, welcher nicht nur in diversen Smartphones wie dem neuen iPhone X und 8 zum Einsatz kommt, sondern auch in diversen Notebooks wie dem Apple MacBook Pro, dem Dell XPS usw.

Freundlicherweise hat mir equinux den tizi Turbolader 2x ULTRA für einen Test zur Verfügung gestellt. Wollen wir uns daher einmal ansehen wie dieses sich so in der Praxis schlägt!

Neugierig?

 

Der neue tizi Turbolader 2x ULTRA im Test

Bereits auf den ersten Blick schafft es der tizi Turbolader 2x ULTRA durchaus etwas Eindruck zu schinden. Sowohl optisch wie auch Qualitativ ist das Ladegerät hervorragend!

Das Gehäuse des Ladegeräts ist in zwei Bereiche unterteilt. Der untere Teil des Gehäuses besteht aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff, welches zwar sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist, aber qualitativ 1A.

Der obere Teil hingegen ist aus einem soliden Aluminium Block gefräst. Dieser Block Aluminium ist zudem in einem „Monza Rot“ gefärbt, welches wirklich schick aussieht.

Ohne Frage dies ist das haptisch hochwertigste KFZ Ladegerät, das mir bisher begegnet ist.

Erstaunlicherweise ist der tizi Turbolader 2x ULTRA allerdings relativ kompakt, für seine hohe Leistung von 42W.

Der Kopf besitzt lediglich eine Länge von rund 33mm, eine Breite von 24mm und eine Höhe von 15mm (gesamt ca.60mm länge/höhe). Damit sollte das Ladegerät auch in engere Zigaretten Anzünder passen.

Wie steht es um die Anschlüsse? Das Ladegerät selbst wird natürlich via 12V Zigarettenanzünder mit Energie versorgt. Solltet Ihr einen Truck oder Ähnliches haben was mit 24V Boardspannung arbeitet, wird dieses Ladegerät vermutlich nicht funktionieren.

Auf Seite der Ausgänge finden wir einen normalen 5V USB Port, welcher mit 2,4A maximaler Leistung allerdings schon recht flott ist.

Der Star ist aber der USB C Port. Dieser USB C Port unterstützt den USB Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 30W Leistung bieten. Leider gibt equinux nicht genau an wie viel Leistung, bei welcher Spannung zur Verfügung steht, dies schauen wir uns aber gleich im Praxisteil genauer an.

Ähnlich wie bei Quick Charge können Ladegeräte welche USB Power Delivery unterstützen teilweise bis zu 20V über den USB Port liefern.

Dies geschieht natürlich nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät. Allerdings erlaubt diese höhere Spannung Geräte zum einen schneller zu laden und zum anderen auch größere Geräte zu laden.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den Meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls haben alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple verbaut USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A.

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät!

Schließt ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt ihr auch am USB C Port des equinux tizi Turbolader jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom.

Allerdings gibt es einige Notebooks, die eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden in der Regel verweigert.

 

Messwerte

Kommen wir zum eigentlichen Test.

Folgende Geräte habe ich am equinux tizi Turbolader 2x ULTRA getestet:

  • Dell XPS 13
  • Apple MacBook Pro 13“
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPhone X
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Google Pixel 2 XL
  • Samsung Galaxy S8+

Beginnen wir mit dem, was mich am meisten überrascht hat und das wären die beiden Notebooks. In der Regel verweigert das Dell XPS 13 das Laden an Ladegeräten welche weniger als 45W liefern. Allerdings funktionierte das Laden am Turbolader, mit 20,6V und 1,49A, was rund 30,7W entspricht. Es gab zwar beim XPS eine Warnung, dass das Laden langsamer ist, aber es lädt, Daumen hoch dafür!

 

Auch das Apple MacBook Pro 13 (Late 2016) lädt natürlich problemlos am tizi Turbolader 2x ULTRA. Hier konnte ich eine Geschwindigkeit von 20,5V 1,37A messen, was 28W entspricht.

28W ist ein vernünftiges Ladetempo. Solltet ihr allerdings während des Ladens Videoschnitt oder andere intensive Anwendungen betreiben, kann es sein, dass sich das Notebook noch entlädt. Dies gilt gerade für das Größe 15 Zoll MacBook Pro.

Wenn man im Internet surft oder Videos schaut hingegen reichen 28W aus, um den Akku langsam zu laden. Ausgeschaltet wird ein 13“ MacBook Pro an diesem Ladegerät in rund 2 Stunden voll sein.

Wie steht es um das Apple iPhone X und iPad Pro 10.5? Diese könnt ihr natürlich entweder am normalen 2,4A USB Port laden oder mithilfe des Apple Lightning zu USB C Kabel auch am USB C.

Am USB C Port können die neuen iPhones (X und 8) wie auch die neueren iPads schnellladen! Das iPhone X erreichte am normalen USB Port 5V 1,38A (6,9W) und am USB C Port satte 9,39V 1,86A (17,46W).

Zum Vergleich am beiliegenden Ladegerät erreicht das iPhone X gerade mal 5W, der USB C Port des Turbolader ist als gut 3x so schnell.

Ähnliches gilt auch für das iPad Pro 10.5. Am normalen USB Port werden 5V 2,12A erreicht (10,6W), am USB C Port 15,5V 1,45A (22,48W).

Aber nicht nur Apple Produkte lassen sich am equinux tizi Turbolader 2x ULTRA 42W schnellladen.

Auch das Google Pixel (2) und Huawei Mate 10 Pro können Schnellladegeschwindigkeiten erreichen. Im Falle des Google Pixel 2 XL 9,36V 2,2A, also 20,6W und das Huawei Mate 10 Pro 9,36V 1,86A, also 17,4W.

Das Huawei Mate 10 Pro lädt damit zwar etwas langsamer als am originalen Super Charge Ladegerät, aber deutlich schneller als an einem normalen USB Port.

Wie steht es um das Samsung Galaxy S8? Das S8 hat einen merkwürdigen USB Power Delivery Support. An dem normalen 5V USB Port mit 2,4A erreicht das S8+ 5V 1,76A, was 8,8W entspricht. Am USB Power Delivery Port erreicht dieses 5V 2,68A, was 13,4W entspricht.

Das S8 schaltet zwar die Spannung nicht hoch, wie es die anderen Smartphones machen, erhöht aber beim Erkennen eines USB Power Delivery Ports den Ladestrom deutlich. So deutlich, dass dieser ungefähr auf dem Level liegt wie an einem Originalen Quick Charge Ladegerät, welches ja eigentlich der Standard für das S8 ist.

Zum Abschluss, wie steht es um den Leerlaufstromverbrauch? Dieser liegt laut meinen Messungen bei 0,396W, was okay ist.

 

Fazit

Daumen hoch für den tizi Turbolader 2x ULTRA! Dieser bietet an USB C und Apple Geräten eine tadellose Performance!

Der USB C Port kann dank der Unterstützung von USB Power Delivery nicht nur die neueren iPhones und iPads schnellladen, sondern auch diverse Notebooks. Dabei spreche ich nicht nur von den Apple MacBooks und MacBook Pros, sondern auch von diversen Windows Geräten. Selbst mein etwas zickigeres Dell XPS 13 ließ sich am Turbolader aufladen, was mich selbst etwas überrascht hat.

Aber auch viele Android Smartphones wie das Google Pixel, Huawei Mate 10/P10, Samsung Galaxy S8 erreichen am USB C Port eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit! Größtenteils auf Schnellladetempo Level.

Hinzu kommt die wirklich tolle Haptik und Optik, wie auch der zusätzliche normale USB Port und eine vollherzige Empfehlung für den equinux tizi Turbolader 2x ULTRA 42W fällt nicht schwer!

Zwar ist der Preis mit rund 50€ für den tizi Turbolader 2x ULTRA 42W schon gehoben, aber die Leistung passt und equinux ist ein deutsches Unternehmen, was sicherlich auch ein kleiner Pluspunkt ist.

Der Teufel Rockster Air im Test, was ein Monster!

Wenn man sich einen Bluetooth Lautsprecher vorstellt, hat man vermutlich einen kleinen Plastik- Lautsprecher vor Augen, welcher meist mehr schlecht als recht klingt.

Allerdings zieht Bluetooth auch immer mehr in größeren Lautsprechern ein. Bestes Beispiel ist der Teufel Rockster Air.

Der Rockster Air ist ein etwas größeres Kaliber an „portablen“ Lautsprecher. Dieser ist eher ein kleines mobiles Beschallungssystem, als ein Bluetooth Lautsprecher.

Dementsprechend sieht Teufel auch den Haupteinsatz-Ort auf Partys und Feiern. Dafür bringt der Teufel Rockster Air auch eine satte Leistung mit, welche für eine maximale Lautstärke von unheimlichen 112dB reichen soll.

Aber kann der Teufel Rockster Air auch abseits seiner imposanten Lautstärke überzeugen? Dies gibt es im Test herauszufinden! An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleihen des Rockster Air!

 

Der Teufel Rockster Air im Test

Mit einer Höhe von rund 46cm einer Breite von 38cm und einer Tiefe von rund 29cm bringt der Rockster Air schon ein ordentliches Klangvolumen mit. Auch das Gewicht ist mit rund 15KG recht ordentlich.

Anhand dieser Daten sollte schon alleine klar sein, dass der Rockster Air kein gewöhnlicher Bluetooth Lautsprecher ist. Der Teufel Rockster Air hat eher etwas von einem kleinen PA System, als von einem gewöhnlichen Bluetooth Lautsprecher. Hierzu passt auch die recht massive und etwas gröbere Optik des Rockster Air.

Nein optisch ist dies kein Lautsprecher für das „feine Wohnzimmer“, eher für den Party Keller.

Teufel setzt beim Rockster Air auf die typische schwarz/rote Farbkombination. Die Front des Lautsprechers ist hierbei vollständig von einem groben und sehr massivem Lautsprechergitter bedeckt. Die Seiten hingegen sind aus einem massiven Holz gefertigt und besitzen Anker für eine Trageschlaufe.

Ja der Lautsprecher ist recht groß, aber mithilfe der Trageschlaufen bietet dieser dennoch eine ganz gute Portabilität, sofern ihr nicht plant wandern zu gehen.

Wie bereits erwähnt, strahlt der Rockster Air eine unheimliche Massivität aus. Dies ist kein filigraner Bluetooth Lautsprecher, sondern wirklich ein Gerät, das auch mal ein Umkippen oder einen kleineren „Unfall“ überstehen kann.

Die Tasten und Drehknöpfe des Rockster Air sind auf dessen Oberseite angebracht, unter einer kleinen Plexiglas Platte. Zum einen sieht diese Abdeckung ganz schick aus, zum anderen erfüllt diese auch praktische Zwecke.

Zum einen blockiert sie etwas das „Herumspielen“ von neugierigen Gästen, zum anderen schützt diese den Lautsprecher auch etwas vor Wasser. Der Rockster Air besitzt zwar kein Wasserschutz Rating, aber sollte mal ein Bier über dem Lautsprecher ausgekippt werden, wird die Klappe die Tasten effektiv schützen.

Über was für Tasten verfügt der Rockster Air? Genau genommen über gar keine Tasten, sondern über sieben Drehknöpfe. Einer für die Lautstärke, einer für Höhen, einer für Bässe und insgesamt vier Knöpfe für die Eingänge des Lautsprechers.

Ja, Ihr könnt die Tonsignale der Eingänge des Rockster Air mischen und über Eingänge verfügt der Rockster Air einige.

Neben Bluetooth besitzt der Lautsprecher auf seiner Rückseite einen 3,5mm AUX Eingang, einen 6,3mm Eingang für Instrumente und einen XLR Eingang für Mikrofone.

Das Tonsignal aller dieser Quellen kann gleichzeitig wiedergegeben werden, bzw. Ihr könnt dies über die Drehknöpfe auf der Oberseite abmischen.

Es ist im Übrigen auch möglich, zwei Rockster Air miteinander zu verbinden, für einen noch „größeren“ Klang.

Wie steht es um die Stromversorgung? Der Teufel Rockster Air kann natürlich via Netzteil betrieben werden, aber auch via Akku.

Teufel gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 30 Stunden an, was extrem viel ist! Sind 30 Stunden realistisch? Nicht wenn Ihr eine Party beschallt, aber bei einer Zimmerlautstärke sind durchaus Laufzeiten in diesem Größenbereich machbar.

 

Klang des Teufel Rockster Air

Wie klingt denn nun der Teufel Rockster Air?

Das Erste was ohne Frage auffällt, ist die maximale Lautstärke. Um mein 15m² Büro in Zimmerlautstärke zu beschallen, reicht es den Rockster Air ca. 10-20% aufzudrehen. Ab 40% wird es brüllend laut, darüber hinaus im Raum nicht aushaltbar.

Es währe ohne Probleme möglich den Lautsprecher bei einer Garten Party weit genug aufzudrehen damit sich Nachbarn wegen Lärmbelästigung beschweren. Das laute Beschallen eines 100m² Raums oder sogar noch größer ist mit dem Teufel Rockster Air ohne Probleme möglich.

112dB ist sehr ordentlich! Zum Vergleich ein normaler Feuermelder hat 85dB. Dabei hält der Rockster Air seine Klangqualität wirklich sehr lange. Erst kurz vorm Limit merkt man, wie der Bass etwas reduziert wird, um ein Übersteuern zu verhindern.

Wie ist aber nun der Klang?

Auf normalen, Hausparty tauglichen Lautstärken ist ganz klar der Bass das primäre taktgebende Element. Keine Überraschung, denn im Rockster Air ist ein 25cm Tieftöner verbaut, welcher ohne Frage die Hauptlast trägt.

Der Bass lässt sich hierbei mithilfe eines Drehreglers auf die eigenen Wünsche anpassen. Bei niedrigen Lautstärken habe ich beispielsweise den Bass mehr aufgedreht, als bei höheren Lautstärken.

Der Teufel Rockster Air schafft es durchaus Wände zum Wackeln zu bekommen, am Bass gibt es nichts auszusetzen! Dieser ist tief, kräftig und qualitativ hochwertig. Wer es richtig krachen lassen möchte, wird viel Freude am Rockster Air haben.

Allerdings ist der Teufel Rockster Air kein klassicher „Hifi“ Lautsprecher, was man in den Höhen und Mitten etwas merkt.

Die Mitten sind tendenziell eher schwach, genau wie die unteren Höhen. Eventuell liegt dies am verbauten Hochtonhorn, welches für die Pegelfestigkeit benötigt wird, aber nicht ganz mit klassischen Hifi Hochtönern mithalten kann.

In der Standard Position des Höhenregelers ist mir der Rockster Air beispielsweise etwas matt, dreht man die Höhen hoch, bekommen diese ein gutes Stück mehr Glanz und Brillanz.

Aufgrund der extrem guten und tiefen Bässe, wie auch den guten oberen Höhen bietet der Rockster Air eine subjektiv sehr hohe Dynamik und Lebendigkeit. Wenn man so will, der Teufel Rockster Air macht Spaß und das richtig viel!

Gerade in Titeln mit mächtigeren Bässen fühlt sich der Lautsprecher richtig wohl und bekommt auch die Luft regelrecht zum Beben.

Ja selbst im Akkubetrieb ist der Rockster Air voll Party tauglich oder generell für Nutzer, welche es gerne ordentlich krachen lassen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. Im Leerlauf besitzt der Teufel Rockster Air leichte Störgeräusche, welche ich auf Bluetooth Störungen schiebe. Dieses „geknisterte“ wird allerdings nicht mitverstärkt und ist somit nur zu hören, wenn man sich ca. einen Meter vor dem Lautsprecher befindet und gerade keine Musik läuft.

Von daher ist dieser Kritikpunkt nicht tragisch. Zumal abseits davon die Bluetooth Verbindung sehr gut war. Man kann sich problemlos mit seinem Smartphone im Raum bewegen, Teufel gibt einen maximalen Abstand von 10m an, welcher auch richtig ist.

Qualitativ ist die Bluetooth ebenfalls tadellos, sofern man ein Android Smartphone mit APTX nutzt. Ohne APTX hört man einen leichten qualitativen Unterschied, welcher aber immer noch sehr gering ist.

 

Fazit

Ihr veranstaltet regelmäßig Partys, ob nun Outdoor oder im eigenen Partykeller und sucht dafür einen Semi-Portablen/Professionellen aktiven Lautsprecher mit Bluetooth? Dann ist der Teufel Rockster Air das richtige Kaliber!

Dieser ist laut, bassstark und generell einfach nur mächtig! Mit maximal 112dB schafft der Rockstar problemlos Lautstärken, welche in kleineren Räumen einfach nur unangenehm sind, was in diesem Fall aber positiv gemeint ist.

Dabei ist der Bass mächtig genug durchaus Wände zum Wackeln zu bekommen. Erst auf extremen Pegeln merkt man, dass der Tiefbass Bass etwas reduziert wird. Bis dahin habt Ihr aber viel Luft auch große Räume ordentlich zu beschallen.

Das Erstaunlichste ist allerdings, dass der Teufel Rockster Air dies auch im Akkubetrieb schafft! Zumal der Akku auch wirklich recht lange halten kann. Leise sind laut Teufel bis zu 30 Stunden möglich, in Party tauglichen Lautstärken weiterhin zweistellige Werte.

Hinzu kommt eine große Anschlussvielfalt, welche unter anderem das Verbinden und Abmischen von Instrumenten, Mikrofonen und sonstigen Geräten welche 3,5mm nutzen ermöglicht. Hinzu kommt natürlich Bluetooth.

Allerdings muss man natürlich dazu sagen, dass der Teufel Rockster Air mit rund 600€ natürlich nichts für jeden ist. Zwar klingt der Lautsprecher gut, gerade was den Bass angeht, dieser ist aber kein „HiFi“ Lautsprecher.

Der Teufel Rockster Air fühlt sich erst richtig wohl, wenn man diesen über Zimmerlautstärke betreibt. Seid Ihr der richtige Nutzer für den Teufel Rockster Air, dann gibt es nichts was gegen den Kauf spricht! Der Rockster Air macht Spaß!

Positiv

  • Robuste Verarbeitung
  • Coole Optik
  • Viele Anschlüsse und Bluetooth
  • Integrierter Mixer
  • Guter Akku
  • Starker Klang mit satten Bässen

Neutral

  • Verarbeitung nicht ganz perfekt (schrauben an der Seite waren etwas Fest angezogen)

 

Negativ

  • Leichte Bluetooth Störgeräusche im Leerlauf

Der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker im Test

Vielleicht seid ihr ja schon einmal über diese diversen Mini Verstärker gestolpert die man bei Amazon, Ebay und Co findet und habt Euch gefragt ob diese denn etwas taugen.

So viel greife ich schon einmal vorweg, die meisten sind selbst an großen Lautsprechern deutlich besser als man denkt.

Ich nutze schon seit längerem einen „mini“ Verstärker an meinem Schreibtisch in Kombination mit zwei großen Regallautsprechern.

Allerdings habe ich mich nun für ein kleines Upgrade entschieden. Hierbei fiel meine Wahl auf den Sabaj Audio A2 Digital Verstärker.

Warum? Dieser bietet mit 2x 55W vergleichsweise viel Leistung für solch einen „mini“ Verstärker, besitzt einen optischen Eingang und Bluetooth.

Preislich liegt das gute Stück bei knapp unter 70€, was sehr fair klingt. Aber wie gut ist solch ein China mini Verstärker? In diesem Fall speziell der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker im Test

Das Erste was beim Sabaj A2 ins Auge springt, ist sicherlich die Größe des Verstärkers. Dieser ist gerade einmal so groß wie eine Handfläche, mit rund 10,5 x 10,5 x 3cm.

Das Zweite was ins Auge springt ist die Verarbeitungsqualität und Materialwahl. Der Sabaj Audio A2 besitzt ein komplettes Aluminium Gehäuse. Der größte Teil ist hierbei aus einem soliden Block gefräst, was natürlich dem Verstärker eine unheimliche Massivität verleiht. Dies in Kombination mit der schwarzen Lackierung sorgt auch für eine recht edle Optik.

Ich bin zwar zugegeben kein großer Fan von dem Sabaj Branding auf der Front, welches mir etwas zu verspielt ist, abseits davon kann ich mich haptisch und optisch nicht beschweren.

Gehen wir einmal um den Verstärker herum. Auf der Front finden wir einen großen Drehregler. Dieser lässt sich nicht nur drehen, sondern auch drücken! Haltet ihr diesen für ca. 3 Sekunden gedrückt, wird der Verstärker eingeschaltet. Drückt ihr den Regler im Betrieb, wird zwischen den Eingängen des Verstärkers umgeschaltet. Praktisch funktioniert diese Art der Steuerung erfreulich gut.

Ebenfalls auf der Front befindet sich ein kleines Display, welches ich zugegeben etwas unnötig finde. Im normalen Betrieb wird auf dem Display nur die Lautstärkenstufe angezeigt, zudem wird beim Drücken des Drehrads angezeigt welcher der drei Eingänge genutzt wird.

Um ehrlich zu sein dies wäre aus meiner Sicht nicht nötig bei nur drei Eingängen. Man muss eh durch die Eingänge durchschalten um diese zu wechseln.

Kommen wir zu den Eingängen. Diese finden wir auf der Rückseite, neben dem Anschluss für das Netzteil und der Lautsprecher.

Der Sabaj Audio A2 verfügt über einen AUX Eingang, einen optischen Eingang und Bluetooth! Für das verbaute Bluetooth Modul besitzt der Verstärker eine kleine Antenne, welche aber optional ist. Solltet ihr kein Bluetooth nutzen, könntet ihr die Antenne auch weglassen.

Die Lautsprecher werden über vier Schraubklemmen angeschlossen, welche qualitativ okay sind, aber vielleicht etwas klein. Kabel über einem Querschnitt von 1,5mm² wird problematisch.

Wobei hier vermutlich eh keine größeren Querschnitte nötig sind.

Zusätzlich mit im Lieferumfang befindet sich eine kleine Fernbedienung. Ich musste um ehrlich zu sein etwas lachen als ich diese sah. Auf der einen Seite haben wir einen massiven Aluminiumverstärker in einer edlen Optik, auf der anderen Seite haben wir die billigste Plastikfernbedienung die ich jemals gesehen habe!

Immerhin eine Fernbedienung ist besser als keine Fernbedienung, zumal diese optional ist. Alle Einstellungsmöglichkeiten (außer Mute, hierfür kann man aber einfach die Lautstärke herunter drehen) lassen sich auch direkt am Verstärker einstellen.

 

Klang

Der Klang des Sabaj Audio A2 hängt natürlich zu 95% von den verwendeten Lautsprechern ab. Schließt ihr schlechte Lautsprecher an, bekommt Ihr einen schlechten Klang.

Was aber wenn man gute Lautsprecher an den Sabaj Audio A2 Verstärker hängt? Ich verwende für meinen Test und auch später „Privat“ zwei Nubert nuBox 313 Lautsprecher.

Die Nubert nuBox 313 sind absolut hervorragende Regallautsprecher mit einem Kaufpreis von rund 160€ pro Stück. Diese sind für Regallautsprecher auch schon ein etwas größeres Kaliber mit 110/140W maximaler Leistung.

Hier wirkt natürlich der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker mit zwei mal 55W vielleicht sogar etwas „unterpowert“. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Sehr gut! Der Sabaj Audio A2 kann ohne Probleme die Nubert nuBoxen auf Party taugliche Lautstärken bringen. Hierbei wirkt es auch nicht so als würde der Verstärker übermäßig hart dafür arbeiten müssen.

Was meine ich damit? Um mein Büro (ca. 30m²) brüllend laut zu beschallen, muss ich den Verstärker rund 80% aufdrehen.

Bei diesen 80% klingt der Verstärker immer noch absolut sauber. Selbst die Bässe sind noch wunderbar rund und voll. Es setzt hier kein merkbares Powerlimit ein.

Aber auch abseits vom Bass ist der Sabaj Audio A2 Verstärker makellos! Höhen sind klar und brillant, Mitten sauber abgebildet und Bässe wie bereits angesprochen rund und schön voll.

Die Klangwiedergabe ist im normalen Modus sehr angenehm neutral. Allerdings gibt es einen EQ Modus in welchem etwas die Höhen und Tiefen angehoben werden.

Kurzum klanglich steht der Sabaj Audio A2 großen Vollverstärkern nicht viel nach. Dies ist auch keine große Überraschung. Einen guten Verstärker zu bauen ist nicht so schwer, wie man gerne denkt. Auch gute Komponenten sind nicht mehr so teuer, wie diese einmal waren.

Erst wenn man die letzten 2-5% Klang herausholen will, muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen.

An den Nubert nuLine 334, funktioniert, man hört aber Klangeinbußen

Bei einer Kleinigkeit habe ich allerdings etwas Kritik. Der Sabaj Audio A2 hat leider ein leichtes Grundrauschen. Bei der Musikwiedergabe nicht störend, aber im Leerlauf etwas.

Schade, denn abseits davon ist der Sabaj Audio A2 ziemlich perfekt!

Gibt es qualitative Unterschiede zwischen den diversen Anschlüssen des Verstärkers? Zwischen dem optischen und AUX Eingang keine großen, sofern der DAC in eurem PC gut ist.

Bluetooth hingegen reduziert die Qualität ein Stück. Bässe sind etwas flacher, aber grundsätzlich ist der Klang via Bluetooth weiterhin voll zu gebrauchen!

Hier kommt es auch etwas darauf an was für ein Smartphone ihr nutzt. Ein iPhone beispielsweise klingt via Bluetooth etwas schlechter als ein Smartphone welches APTX unterstützt.

Kleine Anmerkung, ich habe den Verstärker mal geöffnet und der innere Aufbau sieht verdammt gut aus!

Der Verstärker ist sauber aufgebaut und die Komponenten wirken ausreichend hochwertig, auch wenn der Aufbau nicht unbedingt von einer großen Komplexität geprägt ist, was aber auch nicht schlimm ist.

 

Fazit

Abseits des leichten Grundrauschens bietet der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker eine nahezu perfekte Vorstellung!

Wenn Ihr den Sabaj Audio A2 mit zwei guten Lautsprechern paart, könnt Ihr einen wirklich vortrefflichen Klang erhalten. Lasst Euch hier nicht zu sehr von dieser 55W Angabe irritieren. Der Verstärker schafft es selbst ein paar sehr gute 140W Regallautsprecher (Nubert nuBox 313) auf partytaugliche Lautstärken zu befördern, ohne dabei an Qualität einzubüßen.

Die Kombination Nubert nuBox 313 und Sabaj Audio A2 Digital Verstärker schlägt dabei selbst sehr gute fertig PC Lautsprecher Sets! Selbst billigere Subwoofer werden klanglich problemlos geschlagen.

Abseits des Grundrauschens im Leerlauf ist der Sabaj Audio A2 klanglich 1A! Dabei bieten die Anschlüsse eine große Vielfalt inklusive Bluetooth!

Dieses ist zwar der kabelgebunden Nutzung etwas unterlegen, aber was den Komfort angeht natürlich top!

Auch top ist die Optik und Verarbeitung. Der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker hat ein hochwertiges Aluminiumgehäuse, welches teuer und edel aussieht. Nur die Fernbedienung ist billigster Schrott (ja sie funktioniert, aber haptisch die schlechteste Fernbedienung, die ich jemals gesehen habe).

Kurzum ihr habt ein paar vernünftige Lautsprecher herumstehen, welchen ihr neues Leben einhauchen wollt, oder ihr wollt sogar ein neues Stereo Soundsystem aufbauen, dann ist der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker für rund 70€ eine top Basis dafür!