Mini Beamer/Projektoren findet man auf Amazon, eBay und den diversen asiatischen Plattformen in großen Mengen.
Was haben alle gemeinsam? Diese stammen von einem Hersteller von dem man nie etwas gehört hat, wie z.B. WOWOTO.
Aber kann dann so ein mini Beamer überhaupt etwas taugen? Zumal diese meist auch sehr günstig sind.
Ich war hier sehr skeptisch! Aber manchmal müssen Dinge ausprobiert werden, in diesem Fall der WOWOTO H8.
Der WOWOTO H8 gilt als einer der besseren Mini China Beamer mit einem Preis von 300-400€. Wollen wir doch einmal im Test schauen ob das Gerät überzeugen kann!
Ja der WOWOTO H8 ist ein sehr kleines Gerät, welches gerade mal etwas größer als eine Handfläche ist.
WOWOTO setzt beim Gehäuse auf weißen und schwarzen Kunststoff. Der Aufbau des H8 entspricht dabei dem klassischen Beamer.
Auf der Front finden wir die Linse, wovon sich seitlich ein kleines Stellrad befindet. Dieses Stellrad erlaubt es das Bild auf unterschiedliche Größen zu fokussieren.
Einen Zoom besitzt der Beamer nicht! Um eine gewisse Bildgröße zu erreichen müsst Ihr also das Gerät näher oder weiter von der Leinwand positionieren.
Die Anschlüsse des H8 sind wie üblich auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir den Anschluss für das Netzteil, einen USB 2.0 Port, einen USB 3.0 Port, den wichtigen HDMI Eingang, einen Kopfhörer Ausgang, einen Composite Video Eingang und einen LAN Port. WLAN und Bluetooth sind natürlich auch mit an Bord.
Zwar wäre sicherlich ein zweiter HDMI Eingang super gewesen, aber grundsätzlich ist die Anschlussauswahl solide.
Wie steht es um die Tasten? Auf den ersten Blick verfügt der WOWOTO H8 nur über einen Einschalter. Allerdings befinden sich auf der Oberseite noch diverse kapazitive Navigationstasten, welche im Betrieb aufleuchten.
Natürlich befindet sich auch eine sehr einfachere Fernbedienung mit im Lieferumfang.
Seitlich am Beamer ist zudem ein Luftauslass. Natürlich benötigt ein richtiger Beamer eine aktive Kühlung, aber keine Sorge, diese ist beim H8 erfreulich leise.
Feature und Funktionen
Was kann der WOWOTO H8 denn nun so alles?
Schaltet Ihr den H8 benötigt dieser ca. 10 Sekunden ehe ein Bild erscheint und dann nochmals 10-15 Sekunden fürs Booten.
Ist dies geschafft, begrüßt Euch eine etwas ungewohnte Benutzeroberfläche. WOWOTO setzt beim H8 auf Android, welches allerdings mit einer etwas „TV“ freundlicheren UI ausgestattet wurde.
Die UI setzt auf große Kacheln, wodurch die Navigation mit der beiliegenden Fernbedienung ausreichend leicht fällt. Zudem verfügt der H8 auch über einen eigenen App Store mit „TV freundlichen“ Apps.
Allerdings ist auch der Google Playstore wie auch Google Chrome vertreten. Glaubt jetzt aber nicht dass Ihr Spiele oder Ähnliches auf dem WOWOTO H8 wiedergeben könnt.
Zum einen handelt es sich nur um Android 4.4, zum anderen ist der verbaute SoC alles andere als leistungsstark. Dieser hat bereits mit der Benutzeroberfläche ordentlich zu kämpfen.
Ja Ihr könnt Videos direkt auf dem Beamer wiedergeben, was dank GPU Unterstützung auch recht flüssig funktioniert, aber sobald die Bitrate zu hoch wird oder irgendwelche exotischen Audio Codecs auftauchen wird es etwas rucklig.
Ich würde ganz klar empfehlen das verbaute Android nur für Youtube Videos usw. zu nutzen und für den Rest einen Amazon Fire TV Stick oder Google Chromecast anzuschließen.
Beides kostet nicht die Welt und ist deutlich, angenehmer zu bedienen. Solltet Ihr doch das verbaute Android nutzen wollen, was durchaus geht, legt Euch eine kleine USB Funktastatur zu.
Sowas in Richtung Logitech K400 Plus Touch macht die Nutzung deutlich angenehmer. Gerade bei Texteingaben taugt die mitgelieferte Fernbedienung nicht.
Die Anschlüsse (HDMI) des WOWOTO H8 werden im Übrigen als App in der Benutzeroberfläche angezeigt.
Bildqualität
Die Bildqualität ist sicherlich der entscheidende Faktor. Auf dem Papier liefert der WOWOTO H8 mit 1280 x 800 eine eher mäßige Auflösung.
Mittlerweile sind wie bei Fernseher mindestens an Full HD oder sogar schon 4K gewöhnt und dann kommt da dieser Beamer mit 720p. Wie gut kann da das Bild schon sein?!
Ja ich war auch extrem skeptisch, allerdings sieht die Welt bei Beamern/Projektoren etwas anders aus. 4K Beamer sind auch 2018 extrem teuer! Diese gehen ab 1200€ los, selbst Full HD Beamer gehen ab 500€ los. Von daher sind die 1280 x 800 für ein unter 400€ Gerät erst einmal nichts ungewöhnliches.
Kommen wir aber zur Bildqualität. Hier war ich extrem überrascht! Ich bin eigentlich einen solide Mittelklasse BenQ Full HD Beamer gewohnt, aber selbst im direkten Vergleich mit diesem ist der WOWOTO H8 erstaunlich gut.
Die Bildschärfe ist besser, als man dies erwarten würde. Ja bei Text erkennt man schon einen Unterschied zu einem Full HD Gerät, aber bei einer Video Wiedergabe schrumpft dieser Unterschied doch ein gutes Stück zusammen.
Ich würde die Bildschärfe als mehr als ausreichend bezeichnen! Gerade wenn man nur normales Fernsehen über den Beamer schaut, braucht es kein teureres Gerät.
Auch die erreichte Bildhelligkeit ist gut. Ja der Raum muss beim WOWOTO H8 stark abgedunkelt sein, aber 2000 Lumen sind schon in Ordnung, dass selbst einem Betrieb bei Dämmerung nichts im Wege steht.
WOWOTO gibt die maximale Bildgröße mit 180 Zoll an, was natürlich bescheuert groß ist. Ich habe eine 72 Zoll Leinwand und viel größer würde ich mit dem WOWOTO H8 nicht gehen. Irgendwo zwischen 60 und 100 Zoll ist das Maximum ab wann doch die Schärfe auch in Filmen merkbar abfällt.
Auf ca. 75 Zoll
Bedenkt den Abstand! Der WOWOTO H8 hat eine recht „weitwinklige“ Linse. Bereits bei rund 4-5 Metern abstand werden diese 72 Zoll erreicht.
Der subjektive Bildeindruck ist stark! Wie bereits erwähnt passt die Schärfe in Video wiedergaben, auch die Detailwiedergabe ist ausreichend gut.
Farben sind klar, könnt aber vielleicht noch einen Ticken satter sein, was ich aber als Kritik auf hohem Level verbuche.
Die Helligkeit passt, genau wie der Kontrast, gerade dann wenn man den Preis des Geräts bedenkt. Auch ist die Bilderwiedergabe schön flüssig. Lediglich besitzt der WOWOTO H8 einen etwas stärker ausgeprägten Rainbow Effect, welcher aber auch nicht übermäßig stört.
Leider ist es kaum möglich die Bildqualität des WOWOTO H8 über Fotos zu vermitteln, hier müsst Ihr also meinem Wort glauben schenken.
Natürlich hat man bei einem 300-400€ Gerät ein paar Kompromisse einzugehen, aber an den richtigen stellen kann der WOWOTO H8 überzeugen.
Dies ist natürlich primär die Bildqualität, welche für eine Auflösung von 720p gut bis sehr gut ist. Der WOWOTO H8 ist kein „Gimmick“ sondern kann wirklich als Heim Beamer genutzt werden.
Die Bildschärfe ist selbst bei 60-100 Zoll in Videowiedergaben ausreichend hoch und die Helligkeit stark genug das ein normal abgedunkelter Raum ausreicht. Farben und Kontraste sind nicht absolut überragend aber auch nicht störend schlecht.
Für die Größe und den Preis kann man die Bildqualität als hervorragend einstufen, wenn auch natürlich ein großer Beamer der 700€ Preisklasse nochmals ein schärferes Bild liefert.
Ich würde den WOWOTO H8 primär für Videowiedergaben empfehlen. Grundsätzlich wäre der H8 auch als Projektor für Präsentation geeignet, aber hier würde ich mir vermutlich ein Gerät mit einer etwas höheren Auflösung wünschen.
Was mich beim WOWOTO H8 etwas enttäuscht hat, ist das Android Betriebssystem. Das Vorhandensein von Android 4.4 sollte eigentlich schon genug eine Warnung sein. Aber das ist nicht das große Problem, eher die sehr mäßige Performance. Ich würde hier zum Kauf eines Amazon Fire TV Sticks oder Google Chromecast raten und das Android OS im H8 einfach komplett „überspringen“.
Der HDMI Anschluss funktioniert tadellos.
Positiv ist wiederum die Lautstärke. Ja der WOWOTO H8 hat einen Lüfter, aber dieser ist wirklich flüsterleise. Im Gegenzug ist der verbaute Lautsprecher „Okay“. Natürlich wollt Ihr ein richtiges Sound System für die Videowiedergabe aber für on the go taugt der interne Lautsprecher.
Kurzum, der WOWOTO H8 wäre nicht meine erste Wahl um ein richtiges Heimkino aufzubauen, allerdings für Abends mal nen Kinofilm oder ein Fußballspiel, oder einfach mal ne Runde auf der Playstation in 80 Zoll reicht der WOWOTO H8 vollkommen aus! Gerade wenn Euer Budget klein ist, kann ich problemlos eine Empfehlung aussprechen!
Ich habe auf techtest bereits das ein oder andere Mal über den Tellerrand geblickt, was Netzwerk Hardware angeht. Damit meine ich professionelle WLAN Access Points, welche sich eigentlich nicht an den normalen Nutzer richten, aber auch für diese absolut problemlos und zuverlässig funktionieren.
Oftmals habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese professionellen Geräte zwar auf dem Papier schwächer sind als Ihre normalen Brüder, in der Praxis aber deutlich besser laufen.
Gilt dies auch für den EAP1750H von EnGenius? EnGenius wird vermutlich den wenigsten Nutzern etwas sagen, diese sind auf dem privat Kundenmarkt eher Exoten.
EnGenius Produkte richten sich eher an Geschäftskunden, Flughäfen, Einkaufszentren usw. Vergleichen mit Ubiquiti haben EnGenius Access Points allerdings einen großen Vorteil, diese benötigen keine Controller Software.
Diese ist hier nur optional, was für privat Nutzer natürlich deutlich angenehmer und einfacher ist.
Wollen wir also einmal im Test schauen, ob der EnGenius EAP1750H überzeugen kann!
Wie auch die meisten Access Points von EnGenius und generell professionellen Herstellern ist auch der EAP1750H für die Decken oder Wandmontage gemacht, wofür das Design auch angepasst wurde.
EnGenius setzt auf ein flaches und rundes Gehäuse, welches etwas größer ist als eine Untertasse (ca. 16cm Durchmesser). Rein optisch ist dieses sehr schlicht gehalten.
Auf auffällige LEDs oder externe Antennen wurde verzichtet. Ihr bekommt einen einfachen weißen WLAN Access Point, welcher allerdings qualitativ gut gemacht wirkt.
Natürlich besitzt auch der EAP1750H ein paar LEDs auf seiner Oberseite. Hierbei handelt es sich um die Status LEDs für WLAN, Strom, Netzwerk usw.
Diese LEDs sind so angebracht das diese auch bei einer Deckenmontage sichtbar sind, aber auch nicht zu viele Blicke auf sich lenken.
Die Anschlüsse des Access Points sind auf der Unterseite angebracht. Hier findet sich ein LAN Port wie auch der Anschluss für das Netzteil. Beide Ports sind so angebracht, dass es entweder möglich ist den EAP1750H direkt auf der Kabeldurchführung zu platzieren, oder die Kabel seitlich ins Gerät zu legen.
Hierdurch ist es auch möglich den EAP1750H als „Desktop“ Access Point zu nutzen.
Wie es sich für einen professionellen Access Point gehört unterstützt der EAP1750H auch PoE, falls Ihr einen passenden Switch habt.
Software
Wie bei den meisten EnGenius Geräten gibt es auch hier zwei Möglichkeiten den EnGenius EAP1750H zu nutzen. Zum einen über die klassische Benutzeroberfläche, zum anderen über eine Controller-Software.
Für den normalen End-Nutzer, oder das kleine Unternehmen, ist die normale WebUI sicherlich die einfachere Art.
Die Controller Software erlaubt es mehrere Access Points gleichzeitig über eine Benutzeroberfläche zu steuern. Praktisch wenn man duzende EnGenius Access Points verwalten muss, allerdings im Gegenzug muss die Controller Software auf einem 24/7 Server laufen, was für den normal Nutzer meist umständlich ist.
Daher konzentrieren wir uns auf die Web-Benutzeroberfläche. Hier gibt es allerdings nicht so viel zu berichten.
Die Benutzeroberfläche ist recht einfach aufgebaut und schön übersichtlich. Da es sich hier aber um einen Access Point und nicht um einen Router handelt, finden sich nicht so extrem viel Funktionen.
Im Grunde gibt es nur einige WLAN Einstellungen + die üblichen administrativen Möglichkeiten.
Die WLAN Einstellungen sind allerdings sehr vollständig. Auch könnt Ihr unterschiedliche SSIDs anlegen mit unterschiedlichen VLANs, Band Steering steuern usw.
Dabei ist das Ganze aber einfach genug aufgebaut, dass Ihr kein Informatik Studium benötigt.
Performance
Business Garde WLAN Access Points sind meist nicht auf das absolute Maximum an Leistung getrimmt, im Gegensatz zu ihren normalen Konkurrenten.
Allerdings muss dies nicht schlimm sein. Zwar werdet Ihr auch beim EnGenius EAP1750H keine extremen Übertragungsraten sehen, aber dafür ist die Stabilität des WLAN Signals und des Access Points hervorragend!
Abbrüche des Signals oder Ähnliches konnte ich während meines Tests nicht feststellen. Auch ist davon auszugehen das die Leistung in Kombination mit sehr vielen Clients höher ist als bei vielen „überzüchteten“ WLAN Routern.
Warum? Der EnGenius EAP1750H ist gemacht in Einkaufshallen, Flughäfen, Universitäten usw. zu funktionieren, wo gegebenenfalls massenweise unterschiedlichste Geräte gleichzeitig Verbindung aufnehmen.
Allerdings ist die Leistung auch auf dem Papier an sich sehr ordentlich. EnGenius spricht von 450Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band im AC Standard.
Der EAP1750H besitzt also ein 3×3 Antennen Design.
Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den EnGenius EAP1750H den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server, den Mittelwert gebe ich in der Tabelle an.
Die Leistung des EAP1750H überrascht nicht groß. Wir sehen solide Werte für einen 3×3 WLAN Access Point. Wie bereits erwähnt, kann dieser sich zwar hier nicht ganz mit dem High End Modellen von ASUS und Co. mithalten, was die Übertragungsraten angeht, aber 50-60MB/s auf dem 5GHz Band ist schon ein sehr vernünftiger Wert!
Hierbei war der EAP1750H konstant ein klein wenig schneller als der EnGenius EWS360AP.
Bei der Reichweite war der EWS360AP aber vielleicht ein Stück stärker, wobei hier der EAP1750H ebenfalls einen guten Eindruck machtet. Dieser bietet durchschnittliche Reichweite.
Stromverbrauch
Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen. Bei einem Gerät welches 24/7 läuft kein unwichtiger Faktor!
Hier kann der EAP1750H aber glänzen. 4,2W Stromverbrauch im normalen Betrieb ist angenehm wenig und eins der besten Ergebnisse die ich bisher gesehen habe.
Fazit
Der EnGenius EAP1750H ist ein klasse professioneller WLAN Access Point, welcher aber auch für Privatnutzer und Besitzer von kleinen Geschäften durchaus sehr interessant ist.
Gerade dank der Möglichkeit sowohl eine Controller Software zu nutzen, wie aber auch die einfachere WebUI habt Ihr hier eine größere Flexibilität als beispielsweise bei Ubiquity.
Auch die Leistung ist auf einem sehr vernünftigen Level. Zwar ist der EAP1750H nicht ganz so überzüchtet wie einige end Nutzergeräte, kann dafür aber mit einem niedrigen Stromverbrauch und einer hohen Stabilität punkten.
Auch die Reichweite ist solide! Allerdings konnte mich hier der EWS360AP fast etwas mehr überzeugen. Sollte diese Euch besonders wichtig sein, schaut Euch auch einmal den EWS360AP von EnGenius, ansonsten Daumen hoch für den EAP1750H, ein grundsolider WLAN Access Point!
Sie sind da! Die neuen High End Intel mobile CPUs und damit auch eine komplett neue Generation Notebooks.
Bereits bei den neuen Intel Ultrabook Prozessoren gab es einen gewaltigen Sprung von der 7. auf die 8. Generation und es deutet sich an, dass es auch bei den High End CPUs der 8. Gen einen deutlichen Leistungssprung gibt.
Intel hat nun auch erstmals die i9 CPUs in Notebooks gebracht, in Form des i9-8950HK.
Eins der ersten Notebooks mit dem i9-8950HK ist das Alienware 15 R4. Das Alienware 15 R4 ist ein Upgrade des bereits von mir hoch gelobten R3 mit neuer Kühlung und noch viel wichtiger den neuen 8. Gen Intel CPUs.
Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen ob das neue Alienware 15 R4 mit dem i9-8950HK überzeugen kann und ob es abseits des neuen Prozessors noch andere Verbesserungen gibt.
Der Trend geht zu immer kleineren und leichteren Notebooks, selbst bei Gaming orientierten Geräten. Zwar ist das Alienware 15 R4 mit 25mm Höhe nicht zu dick für ein Gaming Notebook, aber wahnsinnig kompakt ist dieses aber auch nicht, gerade die Displayränder sind sehr breit.
Allerdings ist das Design Dell/Alienware wie ich finde sehr gut gelungen. Das Alienware 15 versucht nicht schlanker zu wirken als es ist, wie es viele Notebooks von MSI oder XMG versuchen. Dell arbeitet beim Alienware 15 nicht mit abgeschrägten Kanten, welche das Notebook künstlich auf Fotos dünner machen.
Zum Vergleich:
MSI GT63 8RF-019 – Titan 39,8mm
XMG A517 26,9mm
Acer Predator Helios 300 26,75mm
Alienware 15 R4 25,4mm
ASUS ROG Strix Hero Edition GL503GE 24mm
Gigabyte AERO 15 19,9mm
ASUS ROG Zephyrus GX501GI 17,9mm
Aufgrund der sehr kantigen Form wirkt das Alienware 15 R4 ein Stück kolossaler als es in der Praxis wirklich ist, gerade verglichen mit GTX 1080 Notebooks.
Lediglich das Gewicht ist wirklich ziemlich hoch mit satten 3,49KG!
Allerdings hat das hohe Gewicht auch einen Vorteil, das Alienware 15 R4 wirkt unfassbar massiv! Ich bin geneigt dieses das Thinkpad unter den Gaming Notebooks zu nennen. Zwar setzt Alienware/Dell beim Inneren des Notebooks und der grundsätzlichen Konstruktion auf Kunststoff, allerdings wirkt dieses beim Alienware 15 R4 unheimlich dick und robust. Als hätte das Dell das Notebook im Inneren mit Blei gefüllt.
Dies ist kein Vergleich zu günstigeren Gaming Notebooks, wo man oft den Deckel und das Gehäuse bis zum geht nicht mehr eindrücken kann. Das Alienware 15 R4 ist das massivste reinrassige Gaming Notebook, das mir bisher begegnet ist.
Über das Design kann man natürlich streiten, gerade wenn es um die LED Beleuchtung geht. Alienware nutzt natürlich ein „Gamer“ Design, welches ich allerdings gelungen finde.
Das Alienware 15 wirkt kantig, massiv, „industriell“ und auch hochwertig. Dies ist kein 08/15 rot beleuchtetes Kunststoff Gaming Notebook, mit gebürstetem Deckel. Das Alienware 15 hebt sich von der Masse an Notebooks ab, was mir gut gefällt.
Ein sicherlich sehr streitbares Designmerkmal ist der verlängerte Rücken bzw. „Spoiler“ (oder wie auch immer man dies nennen möchte).
Im ersten Moment hat mich dies auch etwas gestört. Allerdings in der Praxis ist dies kein ernsthafter Kritikpunkt. Ähnlich wie die Notch bei modernen Smartphones ist dieser Spoiler in der Praxis mehr oder weniger unsichtbar, zumal das Displayscharnier hierdurch ein gutes Stück massiver wirkt.
Wie steht es um die Anschlüsse des Alienware 15 R4? Grundsätzlich sehr gut!
Auf der linken Seite des Notebooks finden sich zwei gesonderte 3,5mm Anschlüsse für Kopfhörer/Headsets, ein USB 3.0 Port mit Ladefunktion für Smartphones und ein USB C 3.0 Port.
Die meisten Anschlüsse sind allerdings auf der Rückseite zu finden. Hier ist der Anschluss für das Netzteil, ein LAN Port, ein mini Displayport 1.2, ein HDMI 2.0 Ausgang und ein USB C Port mit Thunderbolt 3!
Auch befindet sich auf der Rückseite ein Anschluss für Dells externes GPU Gehäuse. Auf der linken Seite ist ein weiterer einsamer USB 3.0 Port.
Zusammengefasst:
2x USB 3.0
1x USB C 3.0
1x USB C 3.1 mit Thunderbolt 3
1x Gbit LAN
1x mini Displayport 1.2
1x HDMI 2.0
Ein Anschlusswunder ist das Alienware 15 R4 damit nicht. Allerdings, abseits eines SD Kartenlesers, ist an sich alles vorhanden was man im Alltag benötigt.
Beleuchtung
Die LED Beleuchtung ist beim Alienware 15 R4 natürlich ein sehr wichtiges und auffälliges Feature. Die Betonung liegt dabei auf auffällig.
Das Alienware 15 besitzt vier LED Streifen, jeweils links und rechts am Display und am Gehäuse. Zusätzlich ist das Alienware Logo auf der Rückseite beleuchtet wie auch der Alienware Schriftzug auf der Innenseite.
Aber es geht noch weiter, auch die Tastatur ist beleuchtet und das Trackpad! Das Trackpad besitzt eine Art „Plexiglas“ Oberfläche welche von einer LED beleuchtet wird.
Hierdurch leuchtet das gesamte Trackpad, was extrem auffällig ist. Bei sämtlichen LEDs handelt es sich natürlich um RGB LEDs, welche sich frei nach Euren Wünschen konfigurieren lassen.
Ihr könntet jeder LED Zone eine eigene Farbe zuweisen, allen eine gemeinsame Farbe, Farbwechsel oder das Ganze abschalten.
Auch gibt es in diversen Spielen (laut Alienware in über 150) eine Alienware FX Integration, die LEDs spiegeln dann Farben aus dem Spiel bzw. Eure Lebensenergie usw. wieder.
Bei den LEDs werden sicherlich die Meinungen auseinandergehen. Aber ich finde die Beleuchtung des Alienware 15 R4 derartig „übertrieben“, dass sie schon wieder cool ist!
Gerade im Dunkeln sieht das Alienware einfach nur geil aus. Die LED Streifen sind zwar nicht so hell, dass man von diesen geblendet wird, aber hell genug um auf einem Tisch ein gewisses Lichtmuster zu erzeugen.
Software
Dell setzt beim Alienware 15 R4 natürlich auf Windows 10 Home. Aber das wirklich Interessante ist das Alienware Control Zentrum, welches komplett überarbeitet wurde.
Alienware hat hier ohne Frage die aktuell schönste und modernste Notebook Steuerungssoftware! Das Design ist sehr schön modern, übersichtlich und einfach schick. Eine vorbildliche Windows 10 Anwendung was das Design angeht.
Aber auch der Funktionsumfang ist top. Neben der Beleuchtung, welche sich nach Eurem Belieben verstellen lässt, bietet das Alienware Control Zentrum auch eine Lüftersteuerung und die Möglichkeit Euer Notebook zu übertakten.
Letztes ist aber nur in einem sehr kleinen Rahmen möglich, mithilfe von vordefinierten Profilen.
Die Lüftersteuerung hingegen ist ein gutes Stück freier möglich, mit jeder Menge fertiger Profile, wie auch der Möglichkeit eigene Profile anzulegen.
Ihr könnt auch Spiele mit speziellen Profilen verknüpfen. Wollt Ihr also im Desktop Betrieb das Notebook im „Silent“ Profil laufen haben, aber wenn Ihr ein Spiel startet automatisch die Lüfter auf die maximale Leistung hochdrehen lassen, ist dies möglich.
Allerdings ist auch nicht alles perfekt. Vielleicht liegt dies daran, dass ich Windows neu installiert hatte und irgendwas nicht so eingestellt war wie es sollte, aber teilweise war das Alienware Control Zentrum etwas träge was das Übernehmen der Lüfter Profile/OC Profile anging.
Solltet Ihr hier allgemein Probleme haben, lasst mal ein BIOS Update laufen. Mit dem BIOS im Auslieferungszustand (mein Alienware 15 R4 stammte aus der ersten Fuhre) wollte das Alienware Control Zentrum gar nicht so recht arbeiten.
Konfiguration
Beginnen wir beim Alienware 15 R4 bei einem sehr wichtigen Punkt, der Konfiguration! Es gibt das Alienware 15 R4 in diversen Versionen, sowohl was CPU, RAM, GPU, Speicher, Bildschirm und sogar WLAN Karte angeht.
Achtet hier genau auf Dells Konfigurator! Zwischen der Version mit i5-8300H und GTX 1060 und der Version mit i9-8950HK und GTX 1080 liegen Welten, sowohl was Preis wie auch Leistung angeht!
Das Gehäuse und die damit verbundenen Komponenten wie Tastatur, Akku usw. sind allerdings bei allen Versionen gleich.
Achtet hier auch auf den Speicher! Die meisten Konfigurationen des Alienware 15 sind noch mit einer HDD versehen. Ihr wollt kein 2000€+ Notebook mit HDD. Hier könnt Ihr entweder im Konfigurator eine SSD auswählen, oder selbst upgraden.
Die Preise die Dell für Arbeitsspeicher und Speicher Upgrades verlangt sind relativ fair. Es gibt einen kleinen Aufpreis, aber dieser ist im Rahmen des erträglichen, zumal Dell in der Regel auf gute Toshiba NVME SSDs setzt.
Ich habe mich für folgende Konfiguration entschieden:
Alienware 15 R4
Intel Core i9-8950HK der 8. Generation
32GB RAM
Hybridfestplatte mit 1 TB und 8 GB Cache (5.400 1/min)
NVIDIA® GeForce® GTX 1080, 8 GB GDDR5X
Killer 1550 802.11ac 2×2 WiFi und Bluetooth 5.0
15.6 inch UHD (3840 x 2160) 60Hz IPS Display NVIDIA G- SYNC
Hierbei handelt es sich um die nahezu maximal Konfiguration für rund 3400€. Lediglich beim Speicher habe ich gespart und die Standard HDD behalten, um selbst auf eine SSD zu upgraden.
Dies ist allerdings nicht die Konfiguration, die ich grundsätzlich empfehlen würde. Aus Preis/Leistungssicht würde ich zu einer Version mit i7-8750H und GTX 1070 OC raten. Diese kostet gut 1000€ weniger, aber der Leistungsunterschied ist minimal.
Arbeitsspeicher und Festplatten lassen sich beim Alienware 15 R4 sehr gut Upgraden! Prozessor und Grafikkarte hingegen sind fest verbaut.
Display
Ihr habt beim Alienware 15 R4 diverse Displayoptionen:
1920x1080p, IPS, 60Hz
1920x1080p, TN, 120Hz GSync
3840 x 2160, IPS, 60Hz, GSync
Alle Displayoptionen haben etwas. Das Standard Full HD Panel ist mir bereits aus dem Alienware 15 R3 bekannt und konnte dort durchaus überzeugen. Das Full HD IPS Panel ist ein guter Allrounder, aber auch nicht absolut überragend.
Das „TN“ Panel gehört zu den besten TN Panels auf dem Markt und kann qualitativ durchaus mit dem IPS Panel mithalten, richtet sich aber natürlich primär an Gamer aufgrund der 120Hz Wiederholungsrate. Seid Ihr ein absoluter Vollblut Gamer solltet Ihr dieses Display wählen.
Ich habe mich allerdings für das UHD Display entscheiden. War dies eine gute Entscheidung?
Bei praller Sonne
Das UHD Display des Alienware 15 R4 ist sehr ansehnlich, auch abseits von der hohen Auflösung. Zwar setzt hier Dell nicht auf das absolute High End Panel, beispielsweise aus dem XPS 15, aber das Display gehört schon zu den besseren.
Subjektiv sind Farben klar und sauber, wenn auch nicht übermäßig satt. Dies kommt aber von der matten Displaybeschichtung. Matte Displays spiegeln deutlich weniger, aber Farben und Kontraste sind dafür teilweise auch etwas matter.
Dennoch ist das Gejammere auf einem extrem hohen Level. Dies bestätigen auch meine Messungen.
Das Alienware 15 R4 erreicht eine 96%ige Abdeckung des sRGB Farbraums und eine 74%ige Abdeckung des AdobeRGB Farbraums. Hinzu kommt die gute Kalibrierung von Haus aus, wodurch das UHD Panel durchaus für Foto und Video Bearbeitung gut bis sehr gut zu gebrauchen ist!
Der Kontrast ist mit 1:850 solide für ein IPS Panel und die maximale Helligkeit ist sogar als sehr stark zu bezeichnen mit 304 cd/m2.
304 cd/m2 ist natürlich nicht absolut überragend, aber in Kombination mit dem matten Display effektiv sogar für einen außen Einsatz mehr als zu gebrauchen. Selbst in praller Sonne ist das Display noch ablesbar.
Kurzum ich würde dem Display fast volle Punktzahl geben, für eine allround/Content Creation Nutzung, lediglich muss ich zum Abschluss noch ein paar Punkte für die Ausleuchtung abziehen. Es gibt zwei deutlich hellere „Light Spots“ oberhalb der beiden Displayscharniere, welche bei schwarzen Bildern stören können.
Dennoch kann ich das UHD Display empfehlen!
Eingabegeräte
Alienware setzt beim 15 R4 auf eine recht klasse Tastatur. Diese nutzt beispielsweise nicht die aktuell beliebten „Chiclet“ oder Insel Tasten.
Die Tasten haben einen recht geringen Abstand zueinander, sind dafür aber sehr groß. Das Layout entspricht weitestgehend dem normalen QWERTZ Standard.
Dennoch brauchte es bei mir etwas Eingewöhnung souverän und schnell auf dem Notebook schreiben zu können. Dies liegt zum einen daran das die Tasten sehr dicht beieinander sind und zum anderen an den Marko Tasten.
Das Alienware 15 R4 besitzt eine Reihe Makro-Tasten am linken Rand der Tastatur, welche lediglich ein paar Millimeter von den restlichen Tasten getrennt sind. Hierdurch sind die Marko-Tasten sehr gut zu erreichen, aber ich nutze die linke untere Taste als Orientierungspunkt.
Durch die Marko-Tasten welche recht dicht an der Tastatur sind kam ich hier gerade bei der Shift Taste des Öfteren etwas durcheinander.
Aber mit etwas Gewöhnung kann man auf dem Alienware 15 R4 sehr gut schreiben! Die Tasten selbst sind was den Druckpunkt und das druckgefühlt angeht als gut bis sehr gut zu bezeichnen.
Die Tasten sind relativ weich, aber konstant flüssig mit einem festen Anschlag. Wenn man so will, setzt Alienware hier auf einen „Linearen Switch“. Hierdurch ist die Tastatur aber nicht übermäßig „Klickie“ aber auch recht leise.
Die Travel Distance der Tasten ist mit 2,2 mm sehr angenehm! Dies ist etwas mehr als bei einem modernen Ultrabook, aber auch nicht zu viel, dass das Schreiben anstrengend wird. Auch den Tastenwiederstand würde ich als angenehm bezeichnen. Dieser ist etwas höher als bei Utrabooks, aber nicht zu hoch, dass das Schreiben ermüdet.
Kurzum eine gute Tastatur, wenn nicht sogar für Gamer sehr gut!
Wie steht es um das Trackpad? Dieses ist an sich sehr solide, aber recht klein. Das Tracking ist gut und flüssig. Ein Zeigerspringen oder Ähnliches gibt es beim Alienware 15 R4 nicht.
Allerdings kann das Notebook natürlich nicht mit einem XPS oder geschweige denn mit einem MacBook mithalten.
Dennoch ist das Trackpad als gut nutzbar zu bezeichnen, ich habe hier schon deutlich schlechteres gesehen. Bei einem R5 würde ich mir aber etwas mehr Fläche wünschen. Gerade da das Trackpad zwei gesonderte Tasten auf der Unterseite hat, ist die letztendliche Nutzungsfläche für ein 15 Zoll Notebook doch etwas knapp.
Lautsprecher
Wenn mich etwas am Alienware 15 R4 etwas enttäuscht, dann die Lautsprecher. Die beiden Lautsprecher des Notebooks sind an der Front angebracht und klingen okay.
Wer nun aber erwartet, dass aus so einem großen Notebook ein satter Klang kommt, wird einfach enttäuscht. Gerade was den Bass angeht ist selbst ein XPS 13 oder ein Apple MacBook Pro dem Alienware 15 überlegen.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die meisten Gaming Notebooks von ASUS und MSI auch nicht mit wahnsinnig guten Lautsprechern punkten können.
Die Lautsprecher sind aber natürlich nicht schlecht. Videos schauen, ein wenig Gaming Sound usw. dafür taugt das Alienware 15 R4 vollkommen. Geht nur nicht mit zu großen Erwartungen an das Notebook, was das Sound Setup angeht.
Hier ist das Alienware 15 R4 eher durchschnittlich. Dies gilt auch für den Kopfhörer Ausgang/Mikrofon Eingang. Hier ist eine solide Realtek Soundkarte ohne einen besonderen Softwareaufsatz verbaut.
Und ja Realtek Soundkarten sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Es muss also keine externe Soundkarte her.
Leistung
Mein Alienware 15 R4 ist mit dem neuen Intel Core i9-8950HK wie auch der NVIDIA GeForce GTX 1080 ausgestattet.
Der Intel i9-8950HK ist der größere Bruder des i7-8750H. Beide Prozessoren basieren auf der 8. Gen Coffee Lake Architektur und bieten erstmals 6 Kerne + 6 virtuelle Kerne.
Dies alleine sorgt schon für einen deutlichen Leistungssprung verglichen mit dem alten i7-7700HQ, welcher nur 4 Kerne bot.
Der i7-8750H taktet mit „bis zu 4,1GHz“, der i9-8950HK geht hingegen auf „bis zu 4,8GHz“. Dell übertaktet den i9-8950HK sogar auf „bis zu 5GHz“, vermutlich einfach für das Marketing das erste 5GHz Notebook der Welt zu sein.
Allerdings gibt es zwischen dem i9-8950HK und i7-8750H abseits des Taktes noch Unterschiede. Der wichtigste ist der Cache. Der i9 verfügt über 12MB Level 3 Cache, der i7 „nur“ über 9MB. In der Praxis ist dies kein gigantischer Unterschied, dazu später mehr, aber wenn Ihr Anwendungen nutzt die komplett CPU limitiert sind, Foto/Video Bearbeitung usw., dann können diese paar extra % Leistung sicherlich nett sein.
Bei der Grafikkarte trickst Dell etwas. Es gibt das Alienware 15 R4 zwar mit GTX 1080, allerdings handelt es sich hier um die MAX-Q Version, was nur sehr versteckt zu finden ist.
MAX-Q Grafikkarte sind spezielle „besonders hochwertige“ Grafikkarten, welche mit einer besonders niedrigen Spannung laufen können, verglichen mit ihren normalen Brüdern.
Neben der Spannung ist allerdings auch der Takt etwas abgesenkt. Hierdurch ist die GTX 1080 MAX-Q eher eine GTX 1070+.
Wählt Ihr die Version mit GTX 1060 oder GTX 1070 sieht die Welt etwas anders aus. Dell übertaktet diese beiden Grafikkarten sogar ein Stück. Leider habe ich kein Testgerät mit GTX 1070 „OC“ da, aber es ist sehr gut möglich das die GTX 1070 Option fast das gleiche Tempo erreicht wie die GTX 1080 MAX-Q.
Kommen wir damit auch zu Performance. Schauen wir uns erst einmal die Standard Benchmarks an.
Die Benchmarks sehen schon sehr beeindruckend aus! Der Intel Core i9 schafft im Cinebench Benchmark satte 1251 Punkte. Dies ist verglichen mit dem i7-7820HK aus dem Vorgänger eine Steigerung von 68%! Verglichen mit dem I7-7700HQ fällt der Unterschied sogar noch etwas größer aus.
Damit ist der i9-8950HK eher auf dem Level des Desktop Intel Core i7-8700K.
Im Vergleich zum i7-8750H fällt allerdings der Unterschied ein gutes Stück kleiner aus. Der i7-8750H schafft im Cinebench rund 1140 Punkt, also nur rund 9% weniger.
Hier ist aber auch die Single Core Performance sehr interessant. Denn hier kann der i9-8950HK so richtig glänzen. 207 Punkte bei der Single Core Leistung ist Weltklasse!
Zum Vergleich der i7-7820HK schafft 160 Punkte, der Intel Core i7-7700HQ 145 Punkte und der i7-8750H 173 Punkte.
Damit ist die Single Core Performance höher als beim Desktop i7-8700K!
Auch die Leistung in den 3D Mark Benchmarks fällt extrem Stark aus. Im Time Spy Benchmark, welcher primär, die GPU belastet, erreicht das R4 eine ca. 10% höhere Wertung als das R3.
Klingt vielleicht nicht viel, ist es aber!
Wie sieht es aber in Spielen aus?
Verglichen mit dem Vorgänger, welcher mit dem i7-7820HK ausgestattet war, hat sich bei der Gaming Performance nicht viel getan.
Bei Full HD Auflösung seht Ihr selbst in aufwendigen Spielen wie The Witcher 3 oder Battlefield One problemlos dreistellige Bildraten. Daher habe ich mir einen Overwatch oder CS GO Benchmark einfach mal verkniffen, hier würden wir 200+ FPS bzw. an die 300 FPS sehen.
Etwas anders sieht dies bei der UHD Auflösung aus. Zwar sind auch hier alle Spiele in maximaler Qualität flüssig spielbar, aber beispielsweise The Witcher 3 erreichte „nur“ 40FPS im Schnitt, Battlefield One immerhin 54FPS.
Hier wird es also selbst für eine GTX 1080 MAX-Q eng. Wollt Ihr also primär auf dem Notebook Spielen wählt besser eins der Full HD Displays. Full HD ist auch auf 15 Zoll ausreichend scharf und so könnt Ihr Euch sicher sein auch in 3 Jahren noch aktuelle Titel bei sehr hohen Details spielen zu können, was bei 4K wohl nicht der Fall sein wird.
4K Gaming ist aktuell auf dem Alienware 15 R4 auch möglich, aber die Bildrate ist knapp im grünen Bereich.
Takt, Temperatur und Lautstärke
Beginnen wir mit ein paar Problemen. Alienware bewirbt das 15 R4 in Kombination mit dem i9-8950HK mit bis zu 5GHz. Der i9-8950HK hat keine 5GHz, sondern nur 4,8GHz. Die fehlenden 200Mhz kommen von einem OC Mode. Dieser OC Mode hat bei mir nicht so richtig funktioniert. Im Alienware Kontrollzentrum ist dieser aktiv, aber der Takt übersteigt zunächst in keiner Situation 4,8GHz. Bis dann nach mehreren Reboots plötzlich 4,9GHz zu sehen waren, aber nicht die beworbenen 5GHz. Möglicherweise liegt dies daran das ich Windows neu installiert habe und hier irgendwo ein Bug auftritt, aber letztendlich habe ich mich entschieden, dass diese 200MHz nicht den Braten fett machen.
Wie bei allen aktuellen Notebook CPUs muss man den Takt sehr mit Vorsicht genießen. Der i9-8950HK hat keine 4,8GHz, sondern nur 2,9GHz.
Alles über 2,9GHz ist so zusagen ein Bonus, abhängig davon wie viele Kerne Ihr belastet, wie die Temperatur ist usw.
Belastet Ihr nur einzelne Kerne und das auch nur kurzzeitig werden diese 4,8GHz auch erreicht. Daher ist auch die Single Core Performance des Alienware 15 R4 auch so extrem stark.
Werden allerdings alle 6 Kerne gleichzeitig voll belastet, wie bei einem Video Export, fällt der Takt auf 3,0-3,4GHz. Hier erreicht der i9 sein 45W PowerLimit.
Die Temperatur pendelt sich hier je nach Lüftereinstellung bei 78-84 Grad ein. Kurzzeitig werden während des Boosts auf 4,8GHz aber auch knapp unter 100 Grad erreicht. Es gibt aber kein Throttling in diesem Sinne!
In Spielen hält sich der i9-8950HK allerdings meist im 4+GHz Bereich auf, da Spiele die CPU nie zu 100% belasten.
In The Witcher 3 erreicht die CPU beispielsweise 68-77 Grad, was ordentlich ist, wenn man bedenkt, dass hier die GPU auch noch ordentlich Wärme produziert.
Wo wir bei der GPU sind, wie steht es um diese? Die GTX 1080 MAX-Q pendelt sich bei 1450MHz bis 1505MHz Takt ein. Dabei erreicht diese knapp über 70 Grad.
Wie steht es um die Lüfter?
Im Leerlauf ist das Alienware 15 R4 in der Regel mehr oder weniger lautlos. Es kann zwar vorkommen, dass der Lüfter beim Installieren von Programmen usw. mal kurz hochdreht, dies kann man aber über das „Silent“ Lüfter Profil beheben.
Unter absoluter Volllast sind die Lüfter natürlich hörbar, aber selbst dann ist das Alienware relativ angenehm. Die Lüfter haben einen recht warmen Ton, sind also weniger schrill als beispielsweise in einem Razer Blade.
Dies macht das Alienware 15 R4 schon einmal deutlich angenehmer als viele kompaktere Gaming Notebooks. Hinzu kommt, dass die Lüfter selbst nicht einmal so laut sind. Habt Ihr die Lautsprecher auf 50% sind die Lüfter kaum noch zu hören.
Ich würde das Alienware 15 R4 unter Volllast nicht als leise bezeichnen, aber es ist nicht störend.
Akku
Wer ein High End Gaming Notebook kauft, wird in der Regel nicht übermäßig viel Wert auf eine lange Akkulaufzeit legen. Auf der anderen Seite will man aber vielleicht auch mal das Notebook auf der Couch oder im Garten nutzen, ohne dabei das Ladegerät mitzuschleppen.
Von daher wie schlägt sich hier das Alienware 15 R4? Dies hängt natürlich etwas von der Konfiguration ab, ich habe hier den Worst Case, also 4K Display, den großen i9 usw. Wählt Ihr das Notebook mit i5, GTX 1060 und Full HD Display wird die Akkulaufzeit ein gutes Stück besser sein!
Alle Versionen des Alienware 15 R4 sind mit einem 99Wh Akkus ausgestattet, was die maximale Größe ist. Hätte das Notebook einen größeren Akku dürfte man dieses beispielsweise nicht mit an Bord eines Flugzeugs nehmen.
Im normalen Office Betrieb, bei einer niedrig bis mittleren Display Helligkeit, konnte ich eine Laufzeit von rund 3,5-4 Stunden erreichen. Schaltet Ihr die diversen Energiespar Pläne ein, wie auch die LED Beleuchtung aus, lässt sich die Akkulaufzeit auf um die 4,5-5 Stunden anheben.
Rechnet aber bei einer Office/Webbrowsing Anwendung eher 4 Stunden, gerade wenn noch Hintergrundprogramme laufen usw.
Spielen wollt Ihr im Akkubetrieb nicht! Unter CPU+GPU Volllast bekommt Ihr den Akku in unter einer Stunde problemlos leergesaugt.
Damit ist die Akkulaufzeit des Alienware 15 R4 natürlich nicht mit einem Ultrabook vergleichbar, aber für ein High End Gaming Notebook akzeptabel! Hier gibt es durchaus Modelle, welche deutlich weniger schaffen.
Upgrades
Das Öffnen des Alienware 15 R4 ist sehr einfach. Auf der Unterseite findet Ihr 7 Schrauben, welche Ihr lediglich lösen müsst.
Nach dem Entfernen der Unterseite findet Ihr zwei RAM Slots, einen 2,5 Zoll Slot und drei m.2 Steckplätze.
Allerdings haben lediglich zwei der m.2 Slots die volle Länge.
Es wäre also problemlos möglich drei SSDs im Alienware 15 R4 zu verbauen, wie auch ein RAM Upgrade vorzunehmen. Die WLAN Karte konnte ich leider nicht entdecken, ohne das Notebook weiter auseinanderzubauen.
PS. Solltet Ihr bei der Windows Installation das Problem haben, das die m.2 SSDs nicht gefunden werden, stellt im BIOS den „Modus“ von RAID auf AHCI.
Fazit
Das Alienware 15 R4 ist ein Monster! Damit meine ich sowohl die Hardware wie auch die Verpackung.
Beginnen wir beim Äußeren. Ich denke das Design des Alienware 15 R4 ist streitbar, gerade aufgrund der exzessiven LED Beleuchtung. Allerdings mir gefällt das Design sehr gut!
Das Alienware 15 R4 hebt sich von der Masse ab mit seinem recht kantigen und aggressiven, leicht industriell angehauchten Design. Es gibt aktuell von keinem anderen Hersteller ein ähnliches Notebook und dieses einzigartige Design gefällt mir gut. Auch die LED Leisten sorgen gerade im Dunkeln für eine wundervolle Stimmung.
Das Alienware 15 R4 sieht auf einem dunklen Schreibtisch einfach nur geil aus!
Hinzu kommt die sehr massive und wertige Verarbeitung. Mir ist kein massiveres Gaming Notebook (mit einem Kunststoff Gehäuse) bekannt. Auch die Größe passt für ein Notebook mit dieser technischen Ausstattung.
Lediglich das Gewicht ist mit rund 3,5Kg sehr hoch. Mal das Alienware 15 R4 mit auf die Couch nehmen oder zu Freunden ist kein Problem, allerdings täglich mit zu Schule oder Uni würde ich es nicht schleppen wollen.
Die Akkulaufzeit fällt mit rund 4 Stunden für das Top Modell okay aus. Die kleineren Versionen werden hier sicher noch ein Stück mehr schaffen.
Tastatur und Trackpad würde ich als gut einstufen, der Preisklasse angemessen. Beim Display kommt es natürlich darauf an welches Ihr wählt. Ich habe mich für das UHD Display entschieden, da ich das Alienware 15 R4 für eine Mischung aus produktiver Nutzung und Gaming einsetzen will.
Das von Dell verbaute UHD Display ist gut! Gerade was Farbtreue und Farbraum Abdeckung angeht eignet sich dieses sogar für semi-professionelle Fotobearbeitung! Auch sieht dieses Display subjektiv klasse aus. Lediglich die Ausleuchtung ist mäßig.
Aber auch das Full HD IPS Display und die 120Hz Option sind gute Panels. Ihr könnt Euch also eigentlich nicht falsch entscheiden.
Bei der Performance kommt es noch mehr darauf an was Ihr für eine Ausstattung wählt. Der i9-8950HK ist natürlich ein Monster! Gerade was die Single-Core Leistung angeht gibt es selbst in Desktops wenige CPUs die hier mit dem i9 mithalten können.
Allerdings ist der Aufpreis verglichen mit dem i7-8750H nur bedingt gerechtfertigt. Solltet Ihr nicht das absolute Maximum an CPU Leistung suchen, ist der i7-8750H aus Preis/Leistung vorzuziehen.
Dennoch rund 70% mehr Leistung als der indirekte Vorgänger des i9-8950HK (der i7-7820HK) ist schon beeindruckend. Kauft kein Notebook mehr ohne 8. Gen Intel CPU, egal ob i7-8750H oder i9-8950HK!
Bei der Grafikkarte kommt entweder die GTX 1060, 1070 oder 1080 zum Einsatz. Grundsätzlich reicht die GTX 1060 für Full HD Gaming gut aus, aber wenn Ihr schon ein Notebook wie das Alienware 15 R4 kauft, wählt mindestens die GTX 1070 „OC“.
Ähnlich wie bei der CPU bringt die GTX 1080 MAX-Q noch mal eine nette Performance Steigerung verglichen mit der Nummer kleiner. Allerdings ist die GTX 1070 OC aus Preis/Leistung zu bevorzugen.
Zwar wirbt Dell mit einer neuen „Cryo-Tech 2.0“ Kühlung, aber das Alienware 15 R4 ist mit dem i9-8950HK und GTX 1080 schon am Limit. Am Limit ja aber nicht drüber. Sowohl CPU wie auch GPU können eine gute Turbo Leistung abrufen. Die Lautstärke unter Last würde ich als gut erträglich einstufen, keine Klagen hier.
Wenn ich mich abseits des Gewichts über etwas beklagen müsste, wären dies vermutlich die sehr mittelmäßigen Lautsprecher.
Aber abseits davon ist das Alienware 15 R4 dichter am perfekten Gaming Notebook den je!
Grundsätzlich bin ich auch mit Dells Preisvorstellungen einverstanden. Die i9-8950HK + GTX1080 Version ist natürlich mit 3400€ unglaublich teuer, aber die vernünftigere i7-8750H + GTX1070 Version ist mit 1999€ (+ SSD) recht fair wie ich finde.
Kurzum ich bereue den Kauf des Alienware 15 R4 nicht! Ein tolles Notebook!
Noch nie waren Gaming PCs so leistungsfähig wie zur Zeit. Allerdings sind aktuell Gaming PCs unheimlich teuer. Dies liegt zum einen an den hohen Arbeitsspeicherpreisen und zum anderen an den unglaublich teuren Grafikkarten.
Modelle die vor 1-2 Jahren noch für 260€ zu bekommen waren, kosten mittlerweile an die 400€, danke Bitcoin Miner….
Aber was, wenn man aktuell einen soliden Gaming PC möchte und nicht übermäßig viel Geld zur Verfügung hat? Man könnte natürlich zum einen auf gebrauchte Komponenten setzen, aber auch das ist eher suboptimal oder Ihr könntet Euch von dieser Konfiguration die ich Euch heute präsentiere inspirieren lassen.
Das Ziel ist klar, der beste mögliche allround/Gaming PC für rund 550€. Was bekommt man hier für Komponenten und was für Spiele kann man auf diesem PC wie spielen?
Das Ziel für diesen PC ist es viel Leistung, auch bzw. vor allem, in Spielen zu liefern und dabei eine sehr gute Preis/Leistung zu bieten.
Das Budget das ich festmache, ist 550€. Wichtig! Ich wähle zwar primär Komponenten mit einer sehr guten Preis/Leistung, versuche aber nicht um jeden Preis die „billigsten“ Komponenten zu wählen.
Beispielsweise beim Netzteil oder Gehäuse. Es gibt durchaus billig Netzteile für 19€, diese können und werden Euch aber nach einer gewissen Zeit um die Ohren fliegen und dabei gegebenenfalls Euren PC zerstören.
Auch beim Gehäuse kann man für unter 20€ irgendeine Blechkiste bekommen. Aber auch hier nehme ich lieber etwas mehr Geld in die Hand, um etwas Vernünftiges zu haben.
Die Komponenten
Was für Komponenten habe ich für diesen Gaming PC gewählt und warum?
Beginnen wir beim Prozessor und dem Mainboard. Der Intel Core i3-8100 ist zwar nicht übertaktbar, setzt aber auf die aktuelle Coffee Lake Architektur und besitzt vor allem vier Kerne!
Man hätte hier auch noch etwas sparen können und beispielsweise auf den Intel Pentium Gold G4600 + passendes Board setzten können, aber ich wollte für diesen PC die aktuelle Architektur, 4 Kerne und vor allem die aktuelle Plattform.
An sich bietet der Intel Core i3-8100 eine Hammer Preis/Leistung, welche die des Intel Pentium Gold G4600 übertrifft.
Lediglich Mainboards für die neuen Intel 8. Gen CPUs sind noch recht teuer. Allerdings sind vor kurzem die neuen B360 Mainboards erschienen, wodurch wir hier auch einige günstigere Optionen haben.
Ich habe für diesen PC das ASUS Prime B360-Plus gewählt. Es gibt zwar noch günstigere B360 Mainboards, aber das ASUS Prime B360-Plus bietet alle „Luxus“ Feature die man sich wünschen kann für rund 90€. Dies wären 4 RAM Slots, 2x M.2 Slots, 2x USB 3.1 usw.
Wenn Ihr wolltet, wäre es hier sicherlich möglich noch etwas zu sparen, aber der Intel Core i3-8100 + ASUS Prime B360-Plus sollte eine Kombination sein welche lange gut performt.
Beim Arbeitsspeicher hat man aktuell nicht viel Freude, gerade wenn man günstigen sucht. Erstaunlicherweise ist aktuell ein Corsair Vengeance LPX 8GB Modul mit das Günstigste, was man aktuell auf dem Markt bekommt.
4GB wären aktuell etwas knapp bemessen, daher habe ich für diesen PC 8GB RAM gewählt. Das Tempo der Module ist für die Performance zweitranig. Ja mit einem 3200mHz Modul hättet Ihr vielleicht 1-2% mehr Leistung, aber das ist den Aufpreis nicht wert.
Die Grafikkarte war die so ziemlich schwerste Wahl im PC. Eine GTX 1060, welche sicherlich optimal wäre, kostet aktuell rund 350€….
Die GTX 1050 Ti und die normale 1050 ist hier die aktuell interessantere Option. Eine GTX 1050Ti kostet rund 200€ und die normale 1050 rund 130€.
Die GTX 1050 Ti ist grundsätzlich nicht viel schneller, hat aber den Vorteil, dass 4GB Grafikspeicher vorhanden sind. Die GTX 1050 kann von ihren 2GB Grafikspeicher in ein paar aktuellen Spielen etwas ausgebremst werden. Dennoch habe ich für den 550€ PC die GTX 1050 gewählt.
Wenn die Grafikkartenpreise wieder etwas sinken, könnt Ihr im Zweifel immer noch upgraden und wie Ihr in den Benchmarks sehen werden, ist die GTX 1050 durchaus sehr fähig.
In JEDEN aktuellen PC gehört eine SSD. Der Performance Unterschied zwischen einer HDD und SSD ist im Alltag jeden Cent wert. Dennoch große SSDs sind teuer und unser Budget knapp.
Daher habe ich eine einfache, aber solide Western Digital WD Green PC SSD mit 120GB gewählt. Im Optimalfall habt Ihr vielleicht aus Eurem alten PC noch eine normale HDD für größere Spiele, welche Ihr übernehmen könnt. 120GB reichen aber für Windows, Webbrowser und vielleicht das eine oder andere Spiel erst einmal locker aus.
Das Netzteil ist etwas, an welchem Ihr nicht zu sehr sparen wollt. Es ist sehr verlockend auf eBay ein 600W Netzteil für 20€ zu kaufen, aber das ist schrott!
Das Corsair VS Series VS450 ist mit rund 38€ schon an der unteren Grenze. Nein das Corsair VS450 ist nix besonderes, sollte aber taugen. Meine Erfahrungen mit Corsair Netzteilen sind zudem sehr positiv.
450W reichen im Übrigen für diesen PC locker aus!
Das Gehäuse ist natürlich Geschmackssache und Luxus. Wenn Euch scharfe Kanten und billigstes Blech reichen, kauft ein MS-Tech CA-0186-U3 für 25€.
Ich setze allerdings auf das Corsair Carbide Series SPEC-04. Dies ist kein Gehäuse, für das man sich schämen muss! Sicherlich kann man hier noch etwas sparen, aber das SPEC-04 ist gut gemacht und auch recht anfängerfreundlich.
Wie steht es mit sonstigen Komponenten? Beim CPU Kühler setzen wir auf den Standard Intel Kühler. Wir können eh nicht übertakten (was wir auch nicht brauchen) und der Intel Kühler ist besser als sein Ruf.
Wärmeleitpaste ist ebenfalls bereits auf dem Kühler aufgetragen. Eine Windows Lizenz habe ich ausnahmsweise nicht mit eingeplant!
Der Zusammenbau
Beginnen wir mit dem Zusammenbau des Computers.
Packt das Mainboard und die CPU aus und setzt die CPU ins Mainboard ein. Achtet darauf, dass der Text auf der CPU korrekt ausgerichtet ist und senkt den Arm des Sockels.
Setzt den Intel CPU Kühler auf.
Setzt den Arbeitsspeicher ein. Wenn Ihr ein Modul habt, setzt dieses in den Slot A2 ein, wenn Ihr zwei Module habt, setzt diese in Slot A2 und B2 ein. Ja dies ist beim ASUS Prime B360-Plus etwas merkwürdig gelöst.
Setzt die m.2 SSD ein.
Packt das Gehäuse und das Netzteil aus.
Baut das Netzteil in das Gehäuse ein.
Startet den Einbau des Mainboards. Erfreulicherweise besitzt das Corsair SPEC-04 bereits vorinstallierte Mainboard Abstandshalter, dies ist halt der Luxus bei einem etwas teureren Gehäuse. Vergesst nicht die Mainboard Blende, welche leider beim ASUS Prime B360-Plus qualitativ eher mäßig ist.
Verbindet den 8 Pin CPU Stromstecker und den 24Pin Mainboard Stecker.
Verbindet den Front USB 3.0 Port, den Front Audio Anschluss und die Stecker für den Einschalter, HDD LED usw. wie genau die Belegung hier ist, schaut am besten ins Handbuch des Mainboards.
An diesem Punkt könnt Ihr das erste mal den PC Starten. Das Mainboard bzw. die CPU besitzt eine integrierte Grafikkarte, welche für einen ersten Start reicht. Funktioniert soweit alles, können wir weitermachen.
Setzt nun die Grafikkarte ein.
Verbindet nun zu guter Letzt den Gehäuse-Lüfter und gegebenenfalls optionale HDDs usw.
Zu guter Letzt könnt Ihr mithilfe der beiliegenden Kabelbindern noch etwas Kabelmanagement betreiben.
Verbindet nun Maus/Tastatur, Strom und Monitor. Wenn alles geklappt hat, sollte der PC nun starten.
Auffälligkeiten
Gibt es Dinge, die mir beim Zusammenbau aufgefallen sind? Um ehrlich zu sein hat alles sehr problemlos funktioniert.
Dennoch sind mir drei Punkte aufgefallen. Beginnen wir beim Mainboard. Die Blende des ASUS Prime B360-Plus ist extrem billig. ASUS schäm dich! An sich ist das B360 Plus ein sehr vernünftiges Mainboard, die Verarbeitung wirkt klasse, aber dann solch eine billige Blechblende, an welcher ich mich sogar geschnitten hatte.
Zum anderen ist das ASUS Prime B360-Plus etwas schmäler als ein normales ATX Mainboard, was aber kein Problem ist.
Das Corsair Carbide Series SPEC-04 ist zwar recht leicht hat mich aber abseits davon positiv überrascht. Es sind beispielsweise die Mainboard Abstandshalter vorinstalliert und alle Einlässe des Gehäuses sind mit Filtern versehen. Es gibt lediglich keine Durchführung für den 8 Pin CPU Stromanschluss, was mich etwas verwundert hat.
Das CPU Stromkabel muss also einmal queer über das Mainboard verlegt werden, etwas unschön, aber okay.
Benchmarks
Kommen wir zum eigentlich interessantem Punkt, wie viel Leistung hat unser PC? Taugt er als günstige Gaming Maschine?
Starten wir erst einmal bei Benchmarks, also CineBench für die CPU und 3D Mark für die GPU.
Mit 605 Punkten im CineBench ist der i3-8100 für rund 100€ ein absolutes Monster! Der Intel G4560, welcher auch oft in günstigen Gaming PCs empfohlen wird, erreicht gerade einmal 382 Punkte.
Ein älterer AMD FX-6300 würde 456 Punkte erreichen. Warum gebe ich die Werte eines AMD FX-6300 an? Wenn Ihr auf Amazon oder eBay nach Gaming PCs in der 500€ Preisklasse sucht, ist der FX-6300 eine oft gesehene CPU.
Der i3-8100 ist eher auf dem Level eines 7. Gen i5, wie dem Intel Core i5-7500.
Aber Benchmarks sind natürlich nur das eine. Wie sieht es in echten Spielen aus? Ich werde sämtliche Spiele Benchmarks in zwei Konfigurationen durchführen. Einmal mit einer GTX 1050 und einmal mit einer GTX 1050Ti.
Folgende Spiele teste ich:
Battlefield One
Crysis 3
CS GO
PUBG
Overwatch
Metro Last light
GTA 5
Alle Spiele wurden jeweils bei Full HD Auflösung getestet. Kommen wir auch direkt zu den Ergebnissen:
Man muss nicht immer gleich tausende Euro für einen fähigen Gaming PC ausgeben! Sowohl die GTX1050Ti wie auch die normale GTX1050 liefern bei der Full HD Auflösung eine tadellose Leistung!
Die meisten Spiele wie Battlefield One, CS GO, Overwatch usw. lassen sich auf der höchsten Qualitätsstufe flüssig mit 40 FPS+ Spielen.
Etwas leistungshungrigere Spiele wie PUBG oder Metro Last Light laufen auf der zweit höchsten Grafikeinstellung ebenfalls sehr gut!
Hierbei fällt auf das grundsätzlich die GTX 1050 TI nicht viel schneller ist als die GTX 1050, was die durchschnittlichen FPS beträgt.
Allerdings können bei der 1050 aufgrund des recht kleinen Grafikspeicher kleinere „micro“ Ruckler auftreten. Gerade in GTA 5 oder PUBG(auf Ultra) ist dies sehr auffällig. Diese micro Ruckler verschwinden bei niedrigeren Qualitätseinstellungen oder bei einem Upgrade auf die 1050Ti.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass Ihr alle aktuellen Spiele auf hohen bis sehr hohen Einstellungen gut und flüssig spielen könnt!
Auch das generelle Arbeiten am PC verläuft dank des i3-8100 sehr angenehm. Der Prozessor hat für alle täglichen Aufgaben mehr als genug Power. Selbst einfache Video und Foto Bearbeitung ist problemlos mit dem Computer zu machen.
Vier echte Kerne liefern doch einiges an Leistung. Auch das Starten von Windows geht dank SSD mit rund 19 Sekunden sehr schön flott!
Lautstärke und Temperatur
Wir setzen bei diesem PC lediglich auf einen Gehäuse Lüfter in der Front und den Standard Intel CPU Kühler. Die Temperaturen können also nicht gut sein, oder?
Doch das sind sie! Im Leerlauf pendelt sich der i3-8100 bei 40-48 Grad ein. Unter Volllast (mit der Standard Lüftereinstellung) heizt sich der Prozessor auf rund 68-72 Grad auf.
Dabei hält der Prozessor einen Takt von 3,6xxGhz, also seinen vollen Takt. Bedenkt bei diesen Werten, dass der Prozessor laut Intel bis zu 100 Grad erreichen darf! Wir haben also noch jede Menge Spielraum.
Diesen Spielraum benötigen wir auch etwas. Bei einer CPU + GPU Volllast bekommen wir etwas zu spüren, dass wir nur einen Gehäuse Lüfter haben. Die GTX 1050 heizt sich auf 77 Grad auf (in Furmark!) und die CPU auf maximal 89 Grad (in Prime 95).
Natürlich in Spielen sehen wir nicht solch hohe Temperaturen, Prime95 + Furmark ist schon der worst case, aber ich würde Euch empfehlen den Gehäuselüfter von der Front auf die Rückseite zu verlegen. Dies senkt die Temperaturen um ca. 10 Grad.
Aber selbst mit dem Lüfter in der Front gibt es keine Performance Einschnitte!
Wie steht es um die Lautstärke? Im Leerlauf ist das System fast komplett lautlos. Unter normaler Gaming Last ist das System weiterhin recht leise, lediglich unter 100% Volllast wird der PC hörbar. Hier spürt man schon das der Intel Standard Kühler etwas mehr Arbeiten muss.
Aber grundsätzlich würde ich den PC als angenehm leise bezeichnen.
Leistungsaufnahme
Bei immer weiter steigenden Strompreisen ist eine niedrige Leistungsaufnahme natürlich nett. Von daher was frisst unser System an Energie?
Wie wir sehen, ist der Rechner sehr genügsam. Mit der GTX 1050 pendelt sich unsere Leistungsaufnahme bei gerade einmal 26-31W ein. Unter Last steigt natürlich die Leistungsaufnahme ein gutes Stück, aber auch nicht übermäßig.
In Spielen konnte ich maximal eine Leistungsaufnahme von 101W messen, was nicht viel ist. Selbst bei einer 100% CPU + GPU Last (Furmark und Prime 95), kommen mit der 1050 nicht mehr als 161W zustande.
Das 450W NT reicht also völlig entspannt.
FAQ
Reicht der eine Gehäuselüfter?
Das Corsair Carbide Series SPEC-04 besitzt von Haus aus nur einen Lüfter in der Front, reicht dieser? Sowohl der Intel Core i3 wie auch die GTX 1050 (TI) produzieren nicht viel Abwärme. Der eine Lüfter reicht bereits völlig aus.
Natürlich würde ein zweiter Lüfter auf der Rückseite des Gehäuses nicht schaden (im SPEC-04 lassen sich bis zu 6 120mm Lüfter montieren).
Reicht das 450W Netzteil?
Ja locker. Mit der GTX 1050 verbraucht der PC unter Last gerade einmal um die 100-120W. Vermutlich könntet Ihr sogar eine GTX 1080 verbauen und die Leistung des Netzteils würde weiterhin reichen (auch wenn ich hier eher zu 550W raten würde).
Mögliche Upgrades
Das offensichtlichste Upgrade ist natürlich die Grafikkarte. Die GTX 1050 ist zwar schon nett, aber sollte das Budget es erlauben würde ich auf eine GTX 1050 Ti oder GTX 1060 upgraden.
Ansonsten würde ich sagen, dass das System ziemlich perfekt ist. Vielleicht noch 1-2 Zusatzlüfter und gut ist.
Bei der CPU gäbe es alternativ den Intel Core i3-8350K oder Intel Core i5-8600K. Der i3-8350K macht wenig sinn. Zwar würde sich der i3-8350K übertaktet lassen, aber hier ist kein Kühler mit im Lieferumfang.
Der Aufpreis vom i3-8100K auf den i3-8350K beträgt rund 50€ + ca. 20-30€ für einen CPU Kühler. Der i5-8600K kostet 110€ + ca. 20-30€ für einen CPU Kühler mehr.
Dieser Aufpreis wird sich fürs Gaming nicht groß lohnen. Hier lohnt sich eine GTX 1060 deutlich mehr.
Etwas unzufrieden war ich mit der SSD. Zwar ist auch eine langsame SSD immer noch deutlich schneller als die beste HDD, aber WD Green SSD ist wahrlich nichts Besonderes. Bei einem engen Budget reicht diese, aber ansonsten würde ich ein Upgrade auf eine Crucial MX500, Intel SSD 600p, Samsung 860 EVO usw. empfehlen.
Fazit
Zwar sind PC Komponenten gefühlt in den letzten 1-2 Jahren im Preis gestiegen, allerdings so auch die Leistung.
Ein PC mit Intel Core i3-8100 und GTX 1050, wie hier vorgestellt, ist problemlos in der Lage so ziemlich sämtliche Spiele auf hohen bis sehr hohen Einstellungen (und Full HD Auflösung) wiederzugeben.
Dazu gehören natürlich aktuell populäre Multiplayer Spiele wie CS GO, welches über 100 FPS erreicht, oder auch PUBG, welches auf hohen Details in Städten solide 45FPS bietet.
Dabei ist natürlich diese PC Zusammenstellung die ich Euch hier präsentiert habe nicht der Weisheit letzter Schluss. Seht das Ganze eher als funktionierende Basis für Euren PC.
Alle hier genutzten Komponenten funktionieren im Zusammenspiel und ergeben auch Sinn. Auch könnt Ihr Euch an den Leistungswerten orientieren und je nach Eurem Budget und Bedürfnissen hier und da Veränderungen vornehmen.
In vielen größeren Wohnungen und Häusern reicht meist ein WLAN Router nicht aus. Hier benötigt es einen Repeater oder ein WLAN Mesh System für eine komplette Abdeckung.
Aber Repeater sind immer so eine Sache und WLAN Mesh Systeme sehr teuer. Habt Ihr LAN Kabel in Eurem Haus liegen, gibt es allerdings noch eine deutlich attraktivere Alternative, einen zusätzlichen WLAN Access Point.
WLAN Access Points sind allerdings auf dem Privatkundenmarkt recht selten, ja es gibt einige Router welche dies als zweit Modus haben, aber auch diese sind recht selten.
Wo es jede Menge Access Points gibt, ist im geschäftlichen Umfeld. Hier gibt es letztendlich nichts was Euch davon abhält einfach solch ein professionelles Gerät auch zu Hause zu nutzen.
Oftmals sind professionelle WLAN Access Points auch deutlich stabiler und besser als normale Endkundengeräte, ich spreche hier aus Erfahrung.
In diesem Test wollen wir uns genau solch einen „professionellen“ Access Point einmal ansehen, und zwar den EnGenius EWS360AP.
Der EnGenius EWS360AP ist mit rund 170€ ein durchaus noch recht erschwingliches Gerät. Aber macht es Sinn dieses auch als Privatnutzer oder kleiner Geschäftsinhaber zuzulegen?
Finden wir dies im Test des EWS360AP heraus! Kann der Access Point überzeugen?
Der EnGenius EWS360AP ist ein professioneller Access Point, was man dem Gerät auch ansieht. Dieses ist sehr schlicht und professionell gehalten.
Externe Antennen oder übermäßig auffällige LEDs sucht Ihr hier vergebens. EnGenius setzt auf ein flaches Gehäuse, welches sowohl für die Decken/Wandmontage wie auch den Desktop Betrieb geeignet ist.
Dabei ist dieses komplett in einem sauberen Weiß gehalten, wodurch der Access Point sehr schön neutral aussieht. Auch ist der EWS360AP aus einem hochwertigen Kunststoff gefertigt. Dieser scheint recht dick zu sein, was den AP nochmals etwas aufwertet.
Natürlich besitzt auch ein professioneller Access Point Status LEDs. Diese sind beim EWS360AP auf der Oberseite angebracht, so dass diese auch bei einer Deckenmontage noch sichtbar wären.
Hierbei handelt es sich um fünf einfache LEDs, für Power, LAN, WLAN usw.
Die Anschlüsse des EnGenius EWS360AP sind auf der Unterseite angebracht. Diese sind so positioniert das eine optimale Kabeldurchführung sowohl bei einer Deckenmontage wie auch Desktop Betrieb gewährleistet wird.
Bei den beiden Anschlüssen handelt es sich um Gbit LAN und einen 12V Netzteil Anschluss. Natürlich wird auch PoE unterstützt, solltet Ihr einen passenden Switch haben.
Software
Es gibt zwei Möglichkeiten den EnGenius EWS360AP zu nutzen. Zum einen über die klassische Benutzeroberfläche, zum anderen über eine Controller Software.
Für den normalen End-Nutzer, oder das kleine Unternehmen, ist die normale WebUI sicherlich die einfachere Art.
Die Controller Software erlaubt es mehrere Access Points gleichzeitig über eine Benutzeroberfläche zu steuern. Praktisch wenn man duzende EnGenius Access Points verwalten muss, allerdings im Gegenzug muss die Controller Software auf einem 24/7 Server laufen, was für den Normalnutzer meist umständlich ist.
Daher konzentrieren wir uns auf die Web Benutzeroberfläche. Hier gibt es allerdings nicht so viel zu berichten.
Die Benutzeroberfläche ist recht einfach aufgebaut und schön übersichtlich. Da es sich hier aber um einen Access Point und nicht um einen Router handelt, finden sich nicht so extrem viel Funktionen.
Im Grunde gibt es nur gibt es nur einige WLAN Einstellungen + die üblichen administrativen Möglichkeiten.
Die WLAN Einstellungen sind allerdings sehr vollständig. Auch könnt Ihr unterschiedliche SSIDs anlegen mit unterschiedlichen VLANs usw.
Dabei ist das Ganze aber einfach genug aufgebaut, dass Ihr kein Informatik Studium benötigt.
Ihr könnt im Übrigen auch mehrere EWS360APs oder gemeinsam mit anderen EnGenius Access Points in ein Mesh Netzwerk verwandeln!
Performance
Professionelle WLAN Access Points sind meist eher auf Stabilität und Zuverlässigkeit getrimmt, als auf das Maximum an Performance.
Allerdings macht der EWS360AP auf dem Papier einen durchaus fähigen Eindruck mit 450Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band. Damit sieht man das der EWS360AP auf ein 3×3 Antennen Design setzt, also drei parallele Datenströme.
1300Mbit/s ist schon ein sehr gutes Tempo. In der Theorie gibt es nur sehr wenige Clients welche mehr als diese 1300Mbit/s überhaupt schaffen. Praktisch können zwar Router mit noch mehr Power aus eigentlich langsameren Clients noch etwas herausholen, aber grundsätzlich liefert der EWS360AP ein sehr vernünftiges Tempo.
Etwas schade ist nur das der EWS360AP anscheinend keine MU-MIMO Unterstützung mitbringt.
Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den EnGenius EWS360AP den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.
Wie zu erwarten war, liefert der EWS360AP eine solide Performance, ist aber auch nicht rasend schnell.
Dieser ordnet sich ungefähr zwischen dem Ubiquiti UniFi AP AC Lite und Pro ein, welche auch auf dem Papier gut vergleichbar sind.
Auf dem 5GHz Band könnt Ihr rund 50MB/s unter guten Bedingungen erreichen. Auf dem 2,4GHz Band rund 12-14MB/s.
Bedenkt dies sind MB/s, nicht Mbit!
Auch auf Distanz schlägt sich der EnGenius EWS360AP solide bis gut. Das verbaute Antennensystem ist überdurchschnittlich. Es gibt hier zwar noch bessere Router, aber auch der EWS360AP macht einen starken Job.
Leistungsaufnahme
Ein niedriger Stromverbrauch ist bei einem Gerät welches 24/7 arbeitet etwas sehr Wünschenswertes.
Wie steht es hier um den EWS360AP?
Der Stromverbrauch des EWS360AP sieht mit 4-4,4W im normalen Einsatz sehr gut aus! Selbst unter Volllast steigt der Energieverbrauch nicht über 5W, was absolut top ist.
Fazit
Ihr wollt Euer WLAN ausbauen und dafür nicht auf einen Repeater oder Ähnliches setzen? Oder ihr wollt für Euer Cafè, Büro/Geschäft einen vernünftigen WLAN Access Point, welcher nicht gleich bei einer Hand voll Clients in die Knie geht?
Dann ist ein professionelles Gerät wie der EnGenius EWS360AP vielleicht genau das richtig für Euch. Der EWS360AP bietet zwar nicht ganz die Performance eines highend normalen WLAN Routers, ist dafür aber sehr stabil und nicht mit Features überladen.
Der EnGenius EWS360AP ist ungefähr auf dem Level des Ubiquiti UniFi AP AC Pro. Zwar ist der EnGenius etwas teuer, bietet aber den Vorteil einer WebUI.
Ihr müsst also keine etwas aufwendigere Controller Software nutzen, was gerade für Privatnutzer ein dickes Plus darstellen kann.
Eine Grafikkarte extern an ein Notebook anschließen war bis vor wenigen Jahren noch etwas sehr „Exotisches“, was nur mit irgendwelchen selbst gebastelten Adaptern funktionierte.
Dank Thunderbolt 3 ist es, deutlich problemloser möglich eine externe Grafikkarte an einem Notebook zu verwenden. Zwar gibt es einige eGPU Boxen, aber dennoch hat sich diese Lösung bisher noch nicht groß verbreitet.
Warum eigentlich? Eine gute Frage!
Wollen wir uns doch einmal im Test der ASUS ROG XG Station 2 ansehen wie gut ein eGPU Gehäuse wirklich in der Praxis funktioniert und ob die Lösung von ASUS überzeugen kann. Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen der ROG XG Station 2.
Die ROG XG Station 2 ist sehr im Gamer Look gehalten. ASUS setzt hier auf ein sehr ungewöhnliches und kantiges Design, welches problemlos auch aus Mass Effect oder Star Gate stammen könnte.
Das Gehäuse ist größten Teils aus einem schwarzen Kunststoff gearbeitet, mit einer kleinen Ausnahme. Die linke Seite des Gehäuses besitzt ein Glasfenster.
Durch dieses könnt Ihr zum einen die verbaute Grafikkarte sehen, zum anderen sind auch so die LEDs im Gehäuse sichtbar.
Ja ASUS hat es sich nicht nehmen lassen die ROG XG Station 2 mit einigen LEDs im Inneren auszukleiden. Die Farben der LEDs lassen sich via Software steuern. Zudem gibt es eine „Blitz-Röhre“ in der Front, welche ebenfalls extrem cool aussieht.
Die ASUS ROG XG Station 2 ist ohne Frage die auffälligste eGPU Box auf dem Markt. Im Gegenzug ist die ASUS ROG XG Station 2 auch eine der größeren Boxen.
Wenn es Euch um eine hohe Platzeffizienz geht, gibt es ganz klar bessere Optionen. Mit einer Länge von 45cm, einer Höhe von 28cm und einer Breite von rund 16cm ist die XG Station 2 schon ein Brocken!
Die grundsätzliche Verarbeitungsqualität ist okay, aber auch nicht super massiv. Dies in Kombination mit der hohen Größe macht die XG Station 2 wirklich zu einem rein stationären Gerät.
Wie steht es um die Anschlüsse? Im Inneren finden genau einen PCIe Slot, wie auch zwei Stromanschlüsse.
Auf der Rückseite ist der Thunderbolt 3 Port, viermal USB 3.0 und ein Gbit LAN Port. Ebenfalls dort ist ein USB 3.0 Eingang.
Dieser USB 3.0 Eingang ist nicht zwingend nötig für den Betrieb, kann aber, den Thunderbolt 3 Port „entlasten“.
Ihr müsst in die ASUS ROG XG Station 2 nicht zwingend eine ASUS Grafikkarte verbauen. Grundsätzlich sollte jede PCIe Karte funktionieren. Im Inneren ist auch genug Platz für jede erdenkliche Grafikkarte.
Achtet nur auf die Stromanschlüsse! Hier besitzt das eGPU Gehäuse zwei 6+2 Stecker, welche aber extrem kurz sind!
Sollte Eure Grafikkarte sehr lang sein und die Anschlüsse sich am Ende befinden, könnte es problematisch werden. Hier müsste man gegeben falls nach Verlängerungen suchen.
Schade, ASUS hätte ruhig etwas mehr Kabel lassen können.
Das Innenleben der ASUS ROG XG Station 2 wirkt grundsätzlich sehr gut gemacht. Im Gegensatz zu den eGPU Boxen von PowerColor und AKiTiO handelt es sich allerdings um proprietäre Teile, welche anscheinend speziell für diese Box entwickelt wurden. PowerColor setzt beispielsweise bei seiner Box auf ein normales SFX Netzteil.
ASUS hingegen hat ein komplett eigenes Design entwickelt. Das Netzteil nutzt anscheinend einen 40mm Lüfter. Zudem wird der Innenraum ebenfalls durch drei 40mm Lüfter auf der Oberseite gekühlt. Das Netzteil besitzt eine komplett separate Luftzufuhr, was soweit gut ist.
Allerdings warum 40mm Lüfter?! Dies wirkt auf mich wie eine recht exotische Entscheidung, wobei der grundsätzliche Luftstrom innerhalb der Box als gut zu bezeichnen ist (unten rein oben raus).
Montage und Installation
Die Montage besteht im Grunde nur aus dem Einsetzen der Grafikkarte. Wie bereits erwähnt könnt Ihr hier grundsätzlich jede Grafikkarte verwenden, allerdings wirkt der Innenraum schon etwas auf die ASUS Strix Grafikkarten optimiert.
Solltet Ihr noch keine passende Grafikkarte besitzen wäre solch ein ASUS Modell vielleicht eine gute Wahl.
Das Öffnen der Box geht über einen schraubenlosen Mechanismus auf der Oberseite. Einfach den „Hebel“ ziehen und die Box klappt auf.
GPU einsetzen, verschrauben zuklappen und losgeht’s.
Einfach Euer Notebook via Thunderbolt 3 mit der Box verbinden. Es sollte ein Fenster auftauchen welches Euch fragt, ob die Grafikkarte verbunden werden soll.
Hier solltet Ihr Ja wählen und das wars. Einfach die Nvidia/AMD Treiber für Eure Grafikkarte installieren und alles sollte laufen.
Ja so einfach ist es! Spezielle Treiber für die eGPU Box werden nicht benötigt, außer Ihr wollt die LED s#teuern.
Funktioniert die ASUS ROG XG Station 2 mit meinem Notebook?
ASUS bietet auf seiner Webseite eine Kompatibilitätsliste, auf welche aber nur einige ASUS Notebooks und Intel NUCs stehen.
Sind nur diese Geräte kompatibel? Nein!
Dies sind nur die Geräte mit denen ASUS eine Kompatibilität garantiert. Grundsätzlich sollte jedes Thunderbolt 3 Notebook funktionieren. Ich habe allerdings auch schon von Kompatibilitätsproblemen gelesen, mit einigen älteren Thunderbolt 3 Chipsätzen.
Ich habe an der ASUS ROG XG Station 2 das Dell XPS 13 9370 (auch wenn dieses eine Fehlermeldung ausspuckt) und das Razer Blade erfolgreich nutzen können!
Performance
Die Performance hängt von drei Faktoren ab, der verbauten Grafikkarte, der CPU in Eurem Notebook und natürlich der Thunderbolt 3 Verbindung.
Grundsätzlich würde ich die Nutzung eines eGPU Gehäuses mit einer 4 Kern CPU empfehlen. Dual Core CPUs, wie die 7. Gen Intel U CPUs, können doch in modernen Spielen etwas bremsen.
Für meinen Test nutze ich zwei Grafikkarten und zwei Notebooks. Als Grafikkarten eine GTX 1080 zum Einsatz. Auf Seiten der Notebooks ein Dell XPS 13 9370 mit i7-8550U. Zusätzlich werde ich in alle Tabellen drei Vergleichsnotebooks einfügen, welche intern mit einer GTX 1060, 1070 und 1080 ausgestattet waren.
Beginnen wir mit 3D Mark, was der klassische Benchmark ist.
Aber wie sieht es in echten Spielen aus?
Interessant, in „echten“ Spielen sehen wir durchaus einen größeren Performance -Unterschied. Hier scheint doch die Thunderbolt 3 Verbindung etwas zu bremsen. Im Schnitt kann man sagen, dass jede Grafikkarte gut eine Stufe schlechter wird. Also eine GTX 1080 liegt eher auf dem Level einer GTX 1070 usw.
Erfahrungsgemäß kann man allerdings sagen, dass umso kleiner die GPU ist umso kleiner der Unterschied ausfällt. Eine GTX 1080 TI wird also mehr ausgebremst als eine GTX 1060. Daher machen die absoluten High End GPUs in einer eGPU Box auch weniger Sinn. Ich würde zu einer GTX 1060, 1070 oder maximal einer 1080 raten. Bei allem darüber hinaus verliert Ihr zu viel Leistung aufgrund des Thunderbolt interfaceses.
Es ist natürlich auch möglich das der Intel Core i7-8550U etwas bremst, was aber eigentlich nicht der Fall sein sollte, mit 4 Kernen und 2,9-4GHz.
Dennoch würde ich die Ergebnisse als sehr gut einstufen! Mit einer GTX 1080 in der ASUS ROG XG Station 2 könnt Ihr jedes aktuelle Spiel auf maximaler Qualität spielen und das sogar zumeist in 4K.
Wichtig diese Benchmarks sind bei der Nutzung eines externen Monitors entstanden!
Es ist auch möglich, das Signal der Grafikkarte zurück auf das Display des Notebooks zu senden. Allerdings frisst dies nochmals ein gutes Stück Leistung. Die Thunderbolt 3 Verbindung bietet lediglich eine Bandbreite von 40Gbit. Diese Bandbreite sollte, wenn möglich der Grafikkarte vollständig zur Verfügung stehen. Führt Ihr nun das Bildsignal auch noch durch das Kabel zurücksinkt die Bandbreite für die Grafikkarte und die Performance sinkt.
Aber wie stark sinkt die Leistung?
Mit BackfeedOhne Backfeed (externer Monitor)
Im Alltag und ein/aus verhalten
ASUS hat merkwürdigerweise den Einschalter für die ROG XG Station 2 ins Innere verlegt. Dies ist aber nur bedingt schlimm. Ihr schaltet die ROG XG Station 2 einmal ein und diese bleibt, wenn kein Notebook angeschlossen wurde im Standby.
Im Standby leuchtet lediglich die Blitzröhre in der Front. Erst wenn Ihr ein Notebook anschließt, werden die Lüfter, die LEDs im Inneren und auch die Grafikkarte aktiv.
Auch wenn Ihr das Notebook herunterfahrt, wird die Grafikkarte wie auch die LEDs abgeschaltet. Der Netzteillüfter bleibt allerdings auf kleiner Stufe aktiv.
Warum? Die ASUS ROG XG Station 2 kann Notebooks mit bis zu 100W via USB C laden! Es reicht also ein Kabel aus um die Grafikkarte, die USB Ports und den LAN Port zu verbinden und das Notebook zu laden.
Dies funktioniert natürlich nur wenn das Notebook auch das laden via USB C unterstützt.
Muss man sein Notebook irgendwie neustarten, wenn man die Box verbindet?
Nein! Einfach die ASUS ROG XG Station 2 verbinden und es dauert ca. 2-3 Sekunden im laufenden Betrieb bis umgeschaltet wird. Programme sollten dabei nicht mal beeinflusst werden (außer diese greifen gerade aktiv auf die Grafikkarte zu).
Selbiges gilt auch umgekehrt. Einfach Kabel abziehen und das Notebook ist frei. Es auch kein „Grafikkarte auswerfen“ oder Ähnliches nötig.
Ihr könnt neben dem Thunderbolt 3 Port auch den zusätzlichen USB Eingang nutzen. Im dem Fall wird die Verbindung der USB Geräte über das USB Interface abgewickelt, was zum einen Thunderbolt entlastet und zum anderen, laut ASUS, für eine höhere Performance sorgt.
Stimmt dies?
Via TB3Mit USB Port
Ja! Bei kleineren Dateigrößen steigt die Übertragungsrate durch den zusätzlichen Backlink recht stark.
Allerdings muss ich gestehen hier ein paar Probleme gehabt zu haben. Es kam gelegentlich zum plötzlichen Neuverbinden sämtlicher USB Geräte. Ob dies ein Bug in Kombination mit dem Dell XPS 13 war oder ein generelles Problem kann ich nicht eindeutig sagen.
Ohne diese zusätzliche USB Verbindung funktionierten die USB Ports problemlos.
Die größte Schwäche der ROG XG Station 2 ist ohne Frage die Lautstärke bzw. Temperatur. Dies ist auch keine Überraschung, warum zum Teufel verwendet ASUS 4x 40mm Lüfter anstelle zweier 120mm Lüfter, welche im Gehäuse sicherlich Platz gefunden hätten.
Unter Last ist die Lautstärke der ROG XG Station 2 recht problemlos. Hier wird die Lautstärke von der verbauten Grafikkarte wie auch dem Notebook an welchem Ihr die eGPU angeschlossen habt, definiert.
Zwar drehen die Lüfter in der ROG XG Station 2 etwas hoch, gerade der des Netzteils, aber das ganze ist immer noch deutlich leiser als jedes Gaming Notebook.
Im Leerlauf sinkt die Lautstärke der Lüfter im Gehäuse, aber die Lautstärke sinkt nicht auf null. Es bleibt ein leichtes Hintergrund-Rauschen vorhanden.
Legt Ihr besonders viel Wert auf einen sehr leisen Betrieb (Lautlos im Leerlauf) ist die ROG XG Station 2 eher suboptimal.
Wie steht es um die Temperaturen? Erneut hängen natürlich die Temperaturen primär von der Grafikkarte ab die Ihr verbaut habt und was für einen Lüfter diese hat.
Das Innere der ROG Station erwärmt sich recht stark, die Lüfter bekommen die Luft eher mittelmäßig gut abgeführt, aber das Ganze ist noch in einem sehr unkritischen Rahmen.
Die Kühlung könnte besser sein, aber sofern Eure Grafikkarte nicht von Haus aus am absoluten Temperatur-Limit läuft, sehe ich hier keine Probleme.
Fazit
Die ASUS ROG XG Station 2 kann im Test und auch im Alltag fast zu 100% überzeugen. Das grundsätzliche System der eGPU funktioniert unheimlich gut. Kabel anschließen ca. 4 Sekunden warten und alle Monitore, USB Geräte und der LAN Port sind aktiv.
Zudem wird sogar das Notebook mit bis zu 100W über die ROG XG Station 2 geladen, sofern vom Notebook unterstützt.
Hierdurch ist es, problemlos möglich sein kompaktes Ultrabook mit einem Kabel in eine Gaming Station zu verwandeln, sofern dieses genug CPU Power hat.
Wollt Ihr nun das Notebook mit auf die Arbeit, Schule, UNI oder auch Garten nehmen, einfach das Kabel abziehen und fertig. Es ist kein Neustart oder Ähnliches nötig.
Rein von der Kompatibilität zeigte sich die ASUS ROG Station 2 sehr unproblematisch. Zum einen werden natürlich diverse ASUS Notebooks unterstützt, aber auch das Dell XPS 13 9370 und Razer Blade late 2016 funktionierten tadellos.
Aber ich schrieb, dass die ASUS ROG XG Station 2 „fast zu 100% überzeugen“ konnte. Leider hat die ROG XG Station 2 eine kleine Schwäche, welche die 100% Bewertung verhindert, die Lüfter.
Zwar ist die eGPU nicht super laut, aber auch nicht super silent. Ich würde das Ganze als sehr erträglich bezeichnen, gerade wenn man die Lautstärke mit einem Gaming Notebook vergleicht. Dennoch ist die Lautstärke etwas unnötig. ASUS hätte einfach etwas größere Lüfter verbauen können und das Problem wäre gelöst.
Die Performance hängt natürlich zu 98% von der von Euch gewählten Grafikkarte ab. Ja es gibt einen gewissen Verlust an Leistung. In meinem Test in Kombination mit einem Intel i7-8550U verliert Ihr ca. eine Stufe. Eine GTX 1080 würde also die Leistung einer 1070 liefern, eine 1070 die einer 1060 usw. Hierauf hat die eGPU Box keinen großen Einfluss.
Bonus Punkte gibt es zu guter Letzt für die sehr coole Beleuchtung, welche vielleicht ein wenig übertrieben ist. Aber dies ist Geschmackssache.
Der Preis ist mit rund 500€ für die ASUS ROG XG Station 2 ist natürlich gesalzen, gerade wenn man die aktuellen Grafikkartenpreise sieht. Allerdings macht die ROG XG Station 2 einen hervorragenden Job.
Das gesamte eGPU Konzept funktioniert auch von der Software Seite im Alltag ausgesprochen gut.
Solltet Ihr also mit dem Gedanken spielen Euer Ultrabook in ein Gaming Monster zu verwandeln, ist die ASUS ROG XG Station 2 eine ausgezeichnete Wahl!
Mit rund 300€ sind die PXC 550 von Sennheiser absolute High End Bluetooth Kopfhörer, welche in einer Liga mit Bose QC35 und Co. spielen.
Sennheiser bewirbt diese dabei als die ultimativen Reisekopfhörer. Um dieses Versprechen wahr zu machen setzt Sennheiser auf einen besonders guten Tragekomfort und aktives Noise Cancelling, welches NoiseGard getauft wurde.
Natürlich sollen die Kopfhörer auch mit einem top Klang und einer starken Akkulaufzeit punkten können.
Aber schaffen dies die PXC 550 auch in der Praxis? Versuchen wir dies in einem Test herauszufinden!
Sennheiser setzt bei den PXC 550 auf eine extrem schlichte und „cleane“ Optik. Die Kopfhörer sind komplett in Schwarz gehalten und besitzen lediglich ein paar silberne Akzente.
Die Rückseite der Ohrmuscheln ist hierbei weder von Tasten belegt, noch mit einem Branding versehen. Lediglich am Ohrbügel ist ein kleines Sennheiser Logo angebracht, welches aber extrem dezent ist.
Ich schwanke etwas ob mir dieses extrem minimalistische Design der PXC 550 zusagt oder ob ich die Kopfhörer etwas langweilig finde.
Einerseits wirken die PXC 550 sehr elegant und würden gut zu einem Geschäftsmann oder „Anzugträger“ passen, andererseits könnten die Kopfhörer auch etwas mehr Pep haben. Hier überlasse ich Euch das abschließende Urteil über das Design.
Beim Material setz Sennheiser auf Kunstleder (oder echtes Leder?!) und einen gummierten Kunststoff. Leider ist dieser Kunststoff hierdurch extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz.
Die generelle Verarbeitungsqualität der Kopfhörer ist gut, aber diese wirken auch nicht übermäßig hochwertig.
Das Kopfband ist zwar intern mit Aluminium verstärkt und wirkt recht robust, aber beispielsweise die Aufhängungen sind aus reinem Kunststoff. Ich würde sagen das Ganze ist funktional, aber wahnsinnig massiv sind die PXC 550 auch nicht.
Sennheiser scheint hier den Leichtbau an die oberste Stelle gesetzt zu haben, was auch gelungen ist. Mit 227g sind die PXC 550 sehr leicht! Zum Vergleich die Bose QC35 II kommen auf 310g und die Sony WH-1000XM2 auf 275g.
Damit sind die Sennheiser PXC 550 die so ziemlich leichtesten Bluetooth Kopfhörer die mir bisher begegnet sind.
Erfreulicherweise hat Sennheiser dafür keine Akkukapazität geopfert. Die Akkuleistung wird mit 30 Stunden angegeben, was vielleicht etwas optimistisch ist. Aber 20-25 Stunden sind bei normaler Lautstärke kein Problem.
Bonuspunkte gibt es auch für die flexiblen Ohrmuscheln. Neben der üblichen Höhenverstellung ist es auch möglich die Ohrmuschel zu drehen und einzuklappen.
Sennheiser hat sich hier etwas sehr Cleveres ausgedacht. Der Ein/Ausschalter ist im Klappmechanismus integriert. Dreht Ihr die Ohrmuscheln flach, sind die Kopfhörer aus. Dreht Ihr diese in die normale Position wird ein Schalter aktiviert und die Kopfhörer gehen an.
Hier war ich anfangs etwas skeptisch, ob mir dieser Mechanismus gefällt, aber in der Praxis hat dies ganz gut geklappt.
Ähnlich skeptisch bin ich bei Touchpads. Auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel ist ein Touchpad angebracht, welches das Steuern der Musik und Lautstärke erlaubt. Ich bevorzuge normale Tasten, aber erneut hat das Touchpad in der Praxis zuverlässig funktioniert.
An der rechten Ohrmuschel sind zudem zwei physische Tasten für das Noise Cancelling angebracht. Ebenfalls dort ist der microUSB Ladeport und ein AUX Eingang. Es ist möglich, die PXC 550 auch kabelgebunden zu nutzen, allerdings setzt hier Sennheiser auf einen speziellen Anschluss.
Es handelt sich also nicht einfach um ein 3,5mm auf 3,5mm Kabel. Ein passendes AUX Kabel liegt selbstverständlich mit im Lieferumfang, geht dieses kaputt oder Ihr verliert es, wird Euch aber nicht viel anderes übrig bleiben als ein Originales nachzukaufen.
Tragekomfort
Wie die meisten Noise Cancelling Kopfhörer setzt auch die Sennheiser PXC 550 auf ein ohrumschließendes Design.
Die Ohrmuscheln sind zwar nicht übermäßig groß, aber ausreichend. Beim Tragekomfort hat Sennheiser aber grundsätzlich viel richtig gemacht.
Die Polsterung ist angenehm dick und schon weich. Auch das Gefühl am Kopf ist sehr angenehm. Der Anpressdruck ist nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig.
Kurzum das Tragen der Sennheiser PXC 550 ist sehr angenehm.
Noise Cancelling
Die PXC 550 verfügen wie die meisten aktuellen High End Bluetooth Kopfhörer über aktives Noise Cancelling.
Das bedeutet die Kopfhörer können gezielt Hintergrundgeräusche ausblenden. Hierfür besitzen die Kopfhörer diverse integrierte Mikrofone, welche die Umgebungsgeräusche „aufnehmen“ und aktiv ausgleichen.
Dies erfordert sehr viel Logik und Technologie. Daher ist ANC meist teuren Kopfhörern vorbehalten und die günstigeren Kopfhörer, die diese Technologie unterstützen, machen dies meist nicht sonderlich gut.
Wie schlagen sich hier die Sennheiser PXC 550? Erfreulicherweise gehören diese ganz klar zu den besseren, wenn nicht sogar besten Noise Cancelling Kopfhörern die ich bisher nutzen durfte.
Außengeräusche werden gut geblockt, zudem verfügen die Kopfhörer nicht über ein störendes Rauschen oder Ähnliches.
Die Stärke des Noise Cancelling würde ich mit einer 2 bewerten. Es werden natürlich wie üblich primär dumpfere Geräusche geblockt, wie das Surren von Motoren, Lüftern usw. hellere Geräusche kommen weiterhin etwas durch, werden aber auch reduziert.
Wenn Ihr in einem Auto, Bus oder Zug sitzt, werdet Ihr vom Transportmittel selbst nichts mehr mitbekommen. Spricht Euch jemand an, sofern Ihr die Musik nicht zu laut habt, werdet Ihr dies allerdings noch dumpf mitbekommen.
Einen akustischen Druck oder Ähnliches wie es bei schlechtem ANC passieren kann, bauten die Sennheiser nicht auf.
In der App könnt Ihr zudem die Stärke des ANC noch an die eigenen Wünsche anpassen. Wollt Ihr beispielsweise noch Ansagen in der Bahn verstehen, aber das Fahrgeräusch etwas ausblenden, ist es, möglich dies zu justieren.
Klang
Die Sennheiser PXC 550 machen mir diesen Teil des Tests mal wieder etwas schwerer. Sennheiser bietet eine passende Smartphone App an über welche es möglich ist den Klang der Kopfhörer zu modifizieren.
Hier gibt es einige interessante Einstellungen zum Personalisieren des Klangs wie beispielsweise ein „Sound Check“ welcher Euch einen A B Test präsentiert, wo Ihr jeweils immer die für Euch besser klingende Option wählen könnt bis der Klang passt.
Das Problem ist allerdings, dass diese Einstellungen leider nicht global sind, sondern anscheinend nur auf die Musik angewendet wird, welche über die Sennheiser App wiedergegeben wird.
Zusätzlich zum EQ gibt es allerdings einen „Effekt-Modus“. Hier gibt es neben aus vier Modi (Club, Film, Sprache, Regisseur). Diese Effekt-Modi sind hingegen global, warum auch immer.
Von Haus aus war bei mir der Film Modus aktiv. Grob die Modi zusammengefasst:
Film = Höhen und Tiefen werden angehoben
Sprache = Mitten werden angehoben, Tiefen abgesenkt
Club = Bass wird angehoben, die Kopfhörer werden gefühlt etwas „weiter“
Regisseur = Relativ neutral
Alle diese Modi lassen sich noch einmal an die persönlichen Ansprüche anpassen. Zwischen den einzelnen Modi könnt Ihr über die seitliche Taste auch ohne die App wechseln.
Aber wie klingen nun die Sennheiser PXC 550? Gehen wir für folgende Beschreibung davon aus, dass kein Effekt Modus aktiv ist.
Von Natur aus sind die PXC 550 sehr neutral gehalten. Die Höhen sind sauber spielend und angenehm klar, aber auch nicht zu scharf.
Die Mitten werden sehr gut abgebildet und sind sogar etwas angehoben. Die PXC 550 neigen zu einem recht bauchigen Klang. Für moderne High End Kopfhörer sicherlich ein etwas ungewohnte Abstimmung.
Hierdurch werden natürlich Stimmen und Gesang wunderbar wiedergeben, allerdings raubt dies den PXC 550 gefühlt etwas die Dynamik. Es gibt hier halt eine gewisse Mitten Konzentrierung.
Die meisten modernen HiFi Kopfhörer hingegen ziehen den Klang mehr in die Tiefe und Höhen um diesen hoch/tief Kontrast zu betonen und „lebendiger“ zu klingen.
Dies machen die PXC 550 von Haus aus nicht!
Auch sind die Bässe gefühlt eher auf der schwächeren Seite. Hier verhalten sich die PXC 550 extrem neutral.
Hat ein Song keinen tiefen Bass wird dieser auch nicht künstlich abgesenkt.
Hat ein Song einen tiefen Bass wird dieser auch tief dargestellt.
Mittlerweile ist es aber gängig, dass alle Kopfhörer, gerade Bluetooth Kopfhörer, den Bass ein gutes Stück anheben bzw. verstärken.
Beispielsweise bei „Save it fort he Living“ von Smash into Pieces werden die Drums extrem natürlich dargestellt. Viele andere Bluetooth Kopfhörer würden hier den Drums ein gutes Stück mehr „Power“ verleihen, was zwar unnatürlich ist, aber Spaß macht.
Bei Songs, die von Natur aus mehr Bass bieten, beispielsweise „Break Away“ von Muzzy, zeigen die PXC 550 warum Sennheiser den Tiefgang mit satten 17Hz angibt. Hier können die Kopfhörer durchaus gut loslegen.
Ein großer Vorteil dieser Herangehensweise ist die Auflösung und der Detailgrad. Die PXC 550 besitzen mit den höchsten Detailgrad, den ich jemals bei Bluetooth Kopfhörern gehört habe.
Allerdings muss man auch zugeben, dass es Bluetooth Kopfhörer gibt die etwas spaßiger und lebendiger klingen als die Sennheiser.
Dafür hat Sennheiser die FX Effekte integriert. Mit einem „Rumble“ Boost (welcher auch einmal eingestellt global genutzt wird, also bei allen Wiedergaben) werden die PXC 550 deutlich Bass intensiver und lebendiger/aggressiver.
Es bleibt zwar etwas die Grund Signatur vorhanden, aber die Sennheiser PXC 550 mutieren von neutral/kultiviert spielend zu jugendlich/dynamisch.
Der Bass der PXC 550 kann eine hervorragende Fülle und Volumen besitzen, wenn man einen FX Effekt nutzt.
Fazit
Wie haben sich Sennheisers beste Bluetooth Kopfhörer im Test geschlagen? Es sollte keine große Überraschung sein das gut die Antwort auf diese Frage ist.
Beginnen wir beim Anfang. Die Optik der PXC 550 ist sehr schlicht und simpel. Das Design gefällt mir um ehrlich zu sein eher mittelmäßig, aber letztendlich ist dies meine Meinung und über Geschmack sollte man nicht streiten.
Die Haptik und Verarbeitung ist okay, aber wer bei dem PXC 550 für rund 300€ super solide und massive Kopfhörer erwartet, wird vielleicht etwas enttäuscht. Sennheiser setzt weitestgehend auf Kunststoff, wodurch die PXC 550 eher mittelmäßig hochwertig anmuten.
Allerdings hat dies auch einen praktischen Vorteil. Die Kopfhörer sind leicht. Dies kombiniert mit dem weichen und sehr angenehmen Ohrpolstern sorgt für einen hervorragenden Tragekomfort. Es ist problemlos möglich die PXC 550 über Stunden, ohne Schmerzen oder warme Ohren zu tragen.
Auch das aktive Noise Cancelling, welcher sich per App verstellen lässt, kann überzeugen. Kein störendes Rauschen und Hintergrundgeräusch werden gut geblockt. Hier ist man auf dem Level der Bose QC35, was ganz klar ein Lob ist.
Wie steht es um den Klang? Hier tanzen die Sennheiser PXC 550 vielleicht etwas aus der Reihe. Seid Ihr der Nutzer der Bluetooth Kopfhörer sucht welche richtig fett krachen? Dann sind die PXC 550 nichts für Euch.
Von Haus aus spielen die Sennheiser PXC 550 sehr erwachsen, detailliert und natürlich. Gäbe es einen Wettkampf um das Maximum an Bass, würden die PXC 550 verlieren. Aber dies ist auch weniger die Zielgruppe die die Kopfhörer versucht anzusprechen.
Die PXC 550 liefern eher Qualität über Quantität und Effekthascherei. Wollt Ihr letztere könnt Ihr die FX Effekte einschalten, eine Art EQ, welcher je nach Profil Höhen, Mitten, Tiefen, Raumklang usw. boosten kann. So ist es beispielsweise möglich, die Kopfhörer zu einem deutlich aggressiveren und bassstärkeren Klang zu überreden.
Solltet Ihr also ein Nutzer sein der einen sehr feinen und detaillierten Klang mag, so ein wenig abseits des Mainstream, aber auch mal einen ordentlich Bass möchte, werden Euch die PXC 550 sehr gut gefallen.
Kurzum, die Sennheiser PXC 550 sind klasse High End Bluetooth Kopfhörer, welche mit einem hervorragenden Tragekomfort, sehr gutem ANC und einem natürlichen und detaillierten Klang punkten können.
Wie von Sennheiser beworben würde ich diese primär für den Reisenden empfehlen, wo die Kopfhörer dank dem geringen Gewicht, dem zusammenklappbaren Aufbau, Tragekomfort und ANC besonders punkten können.
Der Preis von rund 280€ ist angemessen, wenn man diesen mit der Konkurrenz wie Bose QC35 und Co. vergleicht.
Mesh WLAN Systeme liegen voll im Trend. Ob nun ASUS Lyra, Netgear Orbi, Linksys Velop, Tenda Nova usw.
Allerdings haben diese Systeme zwei Dinge gemeinsam, sie sind recht teuer und besitzen zumindest auf dem Papier eine recht schwache Leistung.
Auch praktisch sind solche Mesh Systeme meist eher auf eine hohe Reichweite getrimmt, als auf das Maximum an Tempo.
Wie kommt das, dass sich alle Mesh WLAN Systeme so ähneln? Ganz einfach, im Kern sind diese Systeme fast identisch. ASUS, Netgear, Linksys usw. setzt auf einen Chip von Qualcomm, welchen es zwar in etwas unterschiedlichen Ausführungen gibt, aber im Kern doch recht ähnlich sind.
Aber es gibt auch andere WLAN Mesh Verfahren/Herangehensweisen. Beispielsweise AVM hat vor einer Weile viele seiner WLAN Produkte „Mesh fähig“ gemacht.
Ähnliches tut nun auch ASUS, welche mit AiMesh ein Feature für bereits bestehende WLAN Router ausrollt, welches diese nachträglich für Mesh fähig macht.
ASUS WLAN Router sind für eine besonders hohe Leistung bekannt, für jemanden der also die maximale Leistung und Reichweite möchte, ist dies natürlich sehr interessant.
Aber wie viel Mesh steckt wirklich in AiMesh? Finden wir dies in diesem kleinen Bericht heraus!
„WLAN Mesh“ ist kein festgeschriebener Begriff. Je nach System kann die letztendliche Umsetzung deutlich variieren.
Was bei allen Systemen der Fall ist, ist eine verbesserte Verknüpfung der einzelnen Komponenten. Nutzt Ihr einen normalen WLAN Router + Repeater, greift der Repeater nur das Signal der Basis Station auf und sendet ein eigenes Signal aus.
Der Router weiß dabei in der Regel gar nicht, dass ein Repeater verbunden ist. Dies ist für den WLAN Router ein Client wie jeder andere auch.
Bei einem Mesh System hingegen ist der Basis bewusst, dass ein „Satellit“ (ein „Repeater“) mit dieser verbunden ist. Hierdurch ist es möglich, dass diese beiden Stationen Absprachen treffen.
Je nach Umsetzung können diese Absprachen von einer automatischen Übernahme von Passwörtern, SSIDs usw. bis hin zu einem verbesserten Roaming gehen.
Was bedeutet WLAN Roaming? Habt Ihr einen WLAN Router und Repeater und bewegt Euch mit Eurem Smartphone zwischen diesen beiden hin und her gibt es irgendwann einen Sprung, in welchem Euer Smartphone zwischen dem Repeater und dem Router wechselt.
Dieser Sprung kann sehr hart (das Smartphone muss sich neuverbinden) oder kann komplett nahtlos sein. Bei einem nahtlosen Roaming könntet Ihr beispielsweise einen Live Stream verfolgen oder online spielen und zwischen den einzelnen Stationen hin und her laufen ohne, dass es ein Abbrechen der Verbindung gibt.
Nahtloses Roaming ist aber sehr selten, meist gibt es nur ein fast Roaming usw.
Hier sind aber WLAN Mesh Systeme beispielsweise deutlich besser als normale WLAN Router/Repeater Setups. Ihr habt eine SSID und solltet sanft zwischen den einzelnen Station hin und her wechseln, wenn Ihr Euch durchs Haus bewegt. WLAN Mesh Systeme nutzen hierfür unter anderem das gleiche WLAN Band, wodurch das ganze WLAN Netz mit allen Station vom Smartphone auch nur als ein großes Netz wahrgenommen wird.
Auch gibt es noch andere Software Feature wenn Ihr mehrere Stationen nutzt.
Aber haben WLAN Mesh Systeme nicht auch spezielle Hardware? Das kommt darauf an wen man fragt. Es gibt manche Systeme welche offensichtlich eine spezielle Hardware haben, wie ASUS Lyra, Netgear Orbi und Linksys Velop, aber es gibt auch Systeme wo es keine augenscheinlich spezielle Hardware gibt, wie ASUS Lyra Mini, Tenda Nova usw.
Wo ist der Unterschied? WLAN Repeater haben aus Leistungssicht einen Nachteil, ein WLAN Repeater muss gleichzeitig senden und empfangen. Dies halbiert direkt einmal die verfügbare Bandbreite, da ein Modul im Repeater beide Aufgaben erfüllen muss.
Ältere und günstigere Repeater unterstützten zudem oftmals kein MU-MIMO, das bedeutet diese können nicht mit zwei Geräten gleichzeitig kommunizieren.
„Welcher Repeater kann nicht mit zwei Geräten gleichzeitig kommunizieren, was ein Schwachsinn!“
WLAN ist von Natur aus ein höflicher Standard. Ein WLAN Router/Repeater/AccessPoint kann nur mit einem Gerät gleichzeitig Daten austauschen, allerdings wechselt der Router im ms Takt zwischen den einzelnen Clients hin und her, dass dies nicht auffällt.
Erst wenn der MU-MIMO Standard unterstützt wird, kann der Router/Repeater usw. mit bis zu 8 Geräten gleichzeitig kommunizieren. Habt Ihr nun also einen Repeater ohne MU-MIMO muss dieser Daten empfangen, zwischenspeichern, an den Router weiterleiten, zwischenspeichern, weiterleiten usw.
Hierdurch geht eine Menge Tempo verloren. Gerade wenn Ihr viele Geräte habt die sich gleichzeitig mit dem Repeater verbinden, sinkt das Tempo enorm. Hierdurch haben Repeater auch meist einen schlechten Ruf.
Teurere WLAN Mesh Systeme umgehen diese Problematik. Zum einen verfügen diese meist über MU-MIMO, zum anderen kommt oft ein Tri-Band System zum Einsatz.
Eine Station erzeugt also drei WLAN Netze und es sind drei WLAN Module pro Station verbaut. Ein WLAN Modul bzw. ein WLAN Band ist dabei ausschließlich für die interne Kommunikation reserviert, also für die Kommunikation zwischen Basis und Repeater, wenn man so will.
Allerdings besitzen nicht alle WLAN Mesh Systeme ein Tri-Band Netz. Zwar gibt es angeblich auch bei den Systemen mit normaler Dual-Band Hardware Optimierungen für den Mesh Einsatz, aber hier konnte ich nie große Unterschiede beobachten.
Hier ist vermutlich die Software der einzige wirkliche Unterschied zu einem guten Repeater. Grundsätzlich ist WLAN Mesh nicht „schneller“ als ein normales WLAN System.
Was kann also nun ASUS AiMesh? Natürlich kann ASUS nicht die Hardware seiner Router per Software Update verändern, aber man kann die meisten Software Feature eines Mesh Systems auf den Router/Repeater bringen.
Das wichtigste Feature ist natürlich nahtloses Roaming. Wenn Ihr zwischen den einzelnen WLAN Routern hin und her wechselt, sollte es für Euch keine merkbare Unterbrechung im Signal geben. Selbst wenn Ihr einen Live Stream laufen habt sollte es hier keine Unterbrechung geben.
Auch sollte der Wechsel in den jeweils stärkeren Access Point flüssiger verlaufen. ASUS wirbt damit, dass „konstant“ überwacht wird bei welcher Station Ihr das beste Signal habt und jeweils mit dieser verbunden werdet. Dies ist sicherlich etwas übertriebenes Marketing, aber in einem gewissen Rahmen plausibel.
Wie auch die meisten normalen Mesh Systeme bietet auch AI Mesh „Selbstheilungsfähigkeiten“. Habt Ihr mehrere AIMesh fähige Router im Einsatz (3+) und beispielsweise die Verbindung zwischen Station 1 und 3 wird unterbrochen, wird versucht eine neue Verbindung über Station 2 aufzubauen.
Das es natürlich eine Synchronisation von Einstellungen zwischen den einzelnen Router und Access Points gibt muss ich glaube ich nicht erwähnen.
Kommen wir zu guter Letzt zu einem sehr interessanten Punkt, Tri-Band WLAN. Einige absolute High End WLAN Router von ASUS nutzen einen Tri-Band Aufbau. Das bedeutet es sind zwei 5GHz Bänder vorhanden. Ist dies der Fall, wird eins der 5GHz Bänder für die interne Kommunikation genutzt, zwischen den einzelnen Stationen. Hierdurch sollte sich das Tempo deutlich erhöhen!
Soweit erst einmal die wichtigsten Feature. Wie sieht es in der Praxis aus?
Einrichtung und Installation
Um ASUS AiMesh nutzen zu können benötigt Ihr natürlich erst einmal mindestens zwei AiMesh fähige Router.
Diese müssen NICHT identisch sein. Ihr könnt also bunt durch das ASUS Sortiment mischen. Zum Zeitpunkt dieses Tests werden folgende Modelle unterstützt:
Weitere sollen laut ASUS folgen. Habt Ihr einen bzw. mehrere dieser Router müsst Ihr diese erst einmal Updaten. AiMesh ist noch recht frisch und es wird eine Weile dauern bis alle im Handel erhältlichen Router mit der neusten Software ausgestattet werden.
Richtet hierfür den Router ganz normal ein und verbindet ihn mit dem Internet. Unter Administration könnt Ihr nun ein automatisches Software Update anstoßen.
Nach dem Update erhaltet Ihr im Router Interface ein Popup, welches Euch fragt ob dieser Router der primäre Router oder ein zusätzlicher Node ist.
Wählt den leistungsstärksten Router als „Basis“ aus. Richtet dann die „Node“ also eine Station des AiMesh Systems ein.
Diese wird bei diesem Prozess zurückgesetzt. In der Benutzeroberfläche der Basis könnt Ihr nun die Suche nach einer „Node“ starten, welche dann automatisch kabellos oder kabelgebunden verbunden wird.
Diese ganze Einrichtung ist natürlich etwas komplizierter als bei einem regulären Mesh System. Aber wenn Ihr Euch für ASUS AiMesh entschieden habt, werdet Ihr vermutlich eh „High End“ User sein, für welche diese Prozedur kein großes Problem darstellen sollte. Es dauert nur etwas länger.
Die Praxis
Wie schlägt sich nun ASUS AiMesh in der Praxis? Für diesen Test nutze ich einen ASUS RT-AC88U als „Basis“ und einen ASUS RT-AC86U als „Node“.
Dies ist ohne Frage ein absolutes High End Setup, sowohl was Preis, aber auch Performance angeht. Beide Geräte zusammen liegen bei rund 500€, was sicherlich viel klingt, aber High End WLAN Mesh Systeme können ähnlich viel kosten.
Zumal wir hier von bis zu 2167Mbit auf dem 5Ghz Band Reden, was kein normales WLAN Mesh System auch nur im Ansatz schafft. Genug Bandbreite ist also vorhanden.
Aber wie siehts in der Praxis aus? Für diesen Versuch habe ich über eine Distanz von ca. 10 Metern und 3 Wänden eine Datei von einem lokalen NAS auf ein Dell XPS 13 9370 herunter- und hochgeladen.
Die „Node“ war dabei ca. 6 Meter und 2 Wände von der Basis getrennt. Damit die Zahlen uns mehr sagen, habe ich das ganze mit einem Netgear Orbi RBK40 Mesh System, dem Tenda Nova MW6 Mesh System und dem Linksys EA7500 + Linksys RE6400 Repeater wiederholt.
Keinerlei Überraschungen hier (außer dass das normale Repeater Setup etwas schlechter abschneidet als ich es erwartet hatte)! Dies hat allerdings weniger mit dem ausgeklügelten AiMesh zu tun als mit reiner Leistung. Das Dell XPS 13 schafft zwar wie die meisten Notebooks „nur“ maximal 867Mbit/s, aber der größte Teil des Geschwindigkeitsunterschieds wird vermutlich vom Uplink des Node kommen.
Die Übertragungsrate zwischen dem ASUS RT-AC88U und ASUS RT-AC86U kann maximal 2167Mbit/s betragen. Diese kommt zwar auf Distanz nicht komplett an, aber es kommt mehr an als wenn wir nur mit 867Mbit/s starten, wie es bei den meisten Mesh Systemen der Fall ist.
Zudem ist auch die Reichweite ein gutes Stück besser als bei einem normalen Mesh System. Natürlich wenn man sich ein Monster wie den ASUS RT-AC88U anschaut ist es klar das dieser eine etwas höhere Reichweite hat als ein ASUS Lyra Mini. Zwar sind große Antennen nicht ganz so essenziell für die Reichweite wie man optisch denken könnte, aber sie schaden in der Regel nicht.
Die Stärke von normalen Mesh Systemen ist halt eher die Masse. Ein ASUS RT-AC88U hat eine höhere Reichweite als eine ASUS Lyra, Netgear Orbi usw. Mesh Station. Stehen allerdings 2 oder 3 Mesh Stationen einem Router gegenüber, sieht die Welt natürlich anders aus.
Die Kombination ASUS RT-AC88U + ASUS RT-AC86U schlägt von der Reichweite jedes normale mir bekannte Mesh System mit zwei Stationen, sowohl was Reichweite wie aber auch Tempo angeht. Selbst drei teilige Mesh Systeme können je nach Wohnung und Positionierung von der Abdeckung geschlagen werden.
Dabei darf man auch nicht vergessen das WLAN Mesh Systeme meist nicht auf das Maximum an Performance getrimmt sind, sondern auf eine einfache Nutzung und konstante Abdeckung. Dies bestätigt sich auch bei einem Blick auf meine aktuelle WLAN Router „Leistungstabelle“:
Dies ist die Leistung der einzelnen Router auf kurze Distanz (2-4 Meter) und einem Client auf dem 5GHz Band. Ich glaube es ist recht offensichtlich das die High End ASUS WLAN Router (gelb) einfach eine ganz andere Basis Leistung bieten als die gängigen Mesh Systeme (grün). Diese höhere Basis Leistung schlägt sich einfach auf AiMesh durch.
WLAN Mesh Systeme haben von Natur aus (sofern nicht ein Tri-Band Netz genutzt wird) ansich keinen Leistungsvorteil, praktisch wenn nur durch die Masse der Stationen. Mesh bringt primär verbessertes Roaming und Komfort,
Das Roaming kann ich bestätigen funktioniert bei AiMesh tadellos! Twitch Streams brechen nicht ab, auch wenn man im Haus hin und her rennt. Daumen hoch für Seamless Roaming! Auch der Wechsel zum jeweils Signalstärksten AP funktioniert soweit gut. Dies sind nun mal die Vorteile wenn alle Router auf dem gleichen Band abgestimmt arbeiten.
Natürlich unterstützt ASUS AiMesh auch MU-MIMO! Viele Clients sollten grundsätzlich kein Problem für das System sein. Auch könnt Ihr noch mehr Leistung erzielen wenn Ihr alle „Nodes“ via LAN anschließt. Es ist also auch ein kabelgebundener Uplink möglich!
Allerdings ist nicht alles perfekt, es gibt einige Punkte welche mich am AiMesh System gestört haben. Die Synchronisation zwischen den Einstellungen funktioniert nicht ganz so perfekt wie es sollte. Ändert Ihr den WLAN Namen/Passwort wird dieses nicht übernommen, zumindest war das bei mir nicht der Fall. Erst nachdem ich via LAN eine Verbindung zwischen den beiden Stationen hergestellt hatte, wurden die Einstellungen wieder synchronisiert.
Anscheinend ändert die Basis zuerst den WLAN Namen/Passwort, teilt dies dem Node aber erst später mit, welcher dann aber keine Verbindung mehr herstellen kann. Daher hat die Synchronisation erst funktioniert nachdem eine kabelgebundene Verbindung hergestellt wurde.
Ein weiterer Nachteil sind die Einstellungsmöglichkeiten. Für die „Basis“ habt Ihr die vollen Einstellungsmöglichkeiten, unterschiedliche SSIDs, diverse USB Feature usw. Jedoch kommt Ihr nicht mehr auf die Benutzeroberfläche der Nodes.
Hier könnt Ihr also keine USB Feature usw. nutzen. Es ist lediglich möglich über die Basis Updates einzuspielen und natürlich WLAN Einstellungen zu synchronisieren.
Benutzer, welche über eine Node verbunden sind, werden auch in der Basis aufgelistet, es ist aber leider nicht möglich detaillierte Verbindungsinformationen zu sehen. Ihr könnt beispielsweise nicht sehen wie schnell gerade der Uplink der Node ist.
Fazit
Fertige WLAN Mesh Systeme, wie Netgear Orbi, ASUS Lyra, Linksys Velop usw., schafft man sich nicht an, weil man das absolute Maximum an Tempo will, sondern eher weil man ein konstant gutes Signal im gesamten Haus möchte, welches für Video Streaming, im Web surfen und Gaming reicht.
Was aber wenn man das Maximum an Tempo + die bessere Vernetztheit und Reichweite eines Mesh Systems möchte? Dann hatte man bisher nicht viele Optionen.
Bisher! ASUS hat mit dem AiMesh System das erste Mesh System für Enthusiasten auf den Markt gebracht. Natürlich gibt es hier auch viel Marketing Gerede, im Kern ist AiMesh natürlich auch nur ein „Repeater+“ Modus.
Allerdings funktioniert das ganze im Alltag absolut tadellos, mit einem Tempo, vor allem bei lokalen Dateiübertragungen, welches ihresgleichen sucht. Dies liegt meines Erachtens allerdings primär an der extrem hohen Rohleistung von High End ASUS WLAN Router, verglichen mit klassischen Mesh Systemen, welche meist auf 867MBit/s limitiert sind.
AiMesh bringt hier primär eine einfachere Verwaltung und ein deutlich verbessertes Roaming (Nahtloses Roaming!).
Hierbei behaltet Ihr auch alle Features, die Ihr von Eurem ASUS Router gewohnt seid. Viele Mesh Systeme sind hingegen völlig auf Einfachheit getrimmt.
Dies ist bei AIMesh nicht der Fall, was man natürlich positiv oder negativ sehen kann. Für Enthusiasten ist dies natürlich positiv weiterhin duzende Einstellungsmöglichkeiten und Features zu haben.
Für Anfänger, die ein einfaches WLAN System suchen und ein gutes Tempo bereits ausreichen, ist ein normales WLAN Mesh System natürlich besser geeignet. AiMesh richtet sich an etwas erfahrenere Nutzer und Enthusiasten, welche das Maximum an Leistung wollen.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Preis. High End ASUS WLAN Router sind nicht günstig, aber Ihr zahlt für die Mesh Funktionalität nichts oben drauf. Bei normalen Mesh Sets ist ein dicker Aufpreis vorhanden, für letztendlich weniger Feature.
Kurzum, Daumen hoch für ASUS und AiMesh! Wenn Ihr bereits einen passenden Router habt und Eure Reichweite verbessern wollt, ist AiMesh eine absolute Bereicherung. Ähnliches gilt natürlich, auch wenn Ihr von Anfang an ein kompromissloses WLAN Mesh Netzwerk aufbauen wollt.
ASUS hat hier seine starke Präsenz im Netzwerk Bereich nochmals ausgebaut!
PS. Ich spiele sogar mit dem Gedanken privat auf das ASUS AiMesh System umzusteigen!
Grafikkarten sind aufgrund von Bitcoin Minern gewaltig im Preis gestiegen. Mittelklasse Grafikkarten können aktuell gut 400€ oder mehr kosten.
Für viele sicherlich schon sehr hart an der Schmerzgrenze, auch ich musste ordentlich schlucken, als ich die Preise sah.
Gerade für Schüler und Studenten sind dies sehr teure Zeiten einen PC zu bauen. Hier kommt man ohne Frage in Versuchung etwas an der Grafikkarte zu sparen und auf günstigere Modelle zu setzen.
Allerdings werden die „kleineren“ Modelle (GT 1030 und GTX 1050) gerne von den großen Medien und Youtubern zerrissen. Kein wundern, hier muss man auch nicht für die Grafikkarten zahlen.
Aber würde nicht eine GTX 1050 oder sogar GT 1030 aktuell für ne Weile ausreichen, bis die Preise etwas gesunken sind?
Die GT 1030 und GTX 1050 sind die beiden kleinsten Grafikkarten im aktuellen Sortiment von Nvidia und stehen daher natürlich etwas im Schatten ihrer größeren Brüdern.
Allerdings ist aktuell der Preissprung von einer GTX 1050 (1050 Ti) auf eine GTX 1060 ziemlich groß.
Eine GTX 1050 ist für 130-150€ zu bekommen, eine GTX 1060 aktuell für 350-400€. Schon ein recht großer Sprung, aber ist dies auch ein Sprung, den man machen sollte, gerade wenn das Budget sehr knapp ist?
Wie sieht es aus, wenn das Budget sogar sehr knapp ist? Eine Nvidia GT1030 ist für 70-90€ zu bekommen, reicht diese nicht vielleicht sogar schon aus für ein wenig Gaming?
Um diese Frage soll es in diesem Bericht gehen. Was kann man wie gut auf einer GTX 1050 und GT 1030 spielen.
Auf den ersten Blick ist sich die GT 1030 und GTX 1050 recht ähnlich. Der wichtigste Unterschied sollten die Shader-Einheiten sein, über welche die GTX 1050 knapp doppelt so viele verfügt.
Eine GTX 1060 verfügt nochmals über doppelt so viele Shader-Einheiten. Alle Nvidia Grafikkarten der 10er Serie basieren allerdings auf der gleichen Architektur, was mich positiv stimmt, dass selbst die GT 1030 und GTX 1050 eine gute Performance liefern sollten.
Kritisch könnten lediglich die 2GB VRAM sein, welche unter Umständen zu wenig sind für aktuelle Spiele, dies gilt es aber herauszufinden!
Das Testsystem
Folgendes Testsystem kommt zum Einsatz:
Intel i7-5820K
16GB RAM
ASRock X99 Extreme4
Corsair Professional Series HX750i 750W
Nein ich erwarte nicht, dass Ihr eine GT 1030 oder GTX 1050 mit solch einer CPU kombiniert, aber so können wir auf Nummer sicher gehen, dass die CPU nicht der Flaschenhals ist.
Allerdings sollten beispielsweise mit einem Intel Core i3-8100 bereits sehr ähnliche Ergebnisse zu erreichen sein.
Zusätzlich werde ich alle Benchmarks auch mit einer ASUS ROG Strix GeForce GTX 1060 OC und ASUS ROG Strix GeForce GTX 1050 Ti wiederholen, zum Vergleich.
Folgende Spiele werden getestet:
Battlefield One
Crysis 3
Civilization 6
CS GO
GTA 5
Metro Last Light
Overwatch
Skyrim
PUBG
Hierbei handelt es sich um eine bunte Mischung aktueller wie auch leistungshungriger Spiele. Alle Spiele wurden jeweils in Full HD Auflösung getestet. Bei Overwatch, CS GO und PUBG haben ich jeweils den Multiplayer getestet, bei den anderen Spielen den Singleplayer.
Sigle Player
Beginnen wir bei den Single Player Spielen bzw. den Spielen mit einem starken Single Player. Starten wir hier mit den etwas älteren Titeln.
Skyrim ist ohne Mods für keine der Grafikkarten auch nur im Ansatz ein Problem. Selbst die GT 1030 schafft auf sehr Hoch konstant 60FPS. Die GTX 1050 ist noch mal rund 57% schneller, was aber kaum eine Rolle spielt, da wird hier bei dreistelligen FPS angekommen sind.
Selbst GTA 5 läuft auf allen Grafikkarten gut spielbar. Allerdings limitiert hier doch der 2GB Grafikspeicher der GT 1030 und GTX 1050 ein Stück. Zwar stimmt die Framerate bei hohen Einstellungen mit 43 (GT 1030) und 67 (GTX 1050), aber die Frametimes sind etwas inkonstant.
Das bedeutet obwohl Ihr eine hohe Bildrate habt, kann sich das Spiel teilweise etwas ruckliger anfühlen, als es eigentlich ist. In den hohen Einstellungen ist dies bei der GTX 1050 aber kein großes Problem, bei sehr Hoch fühlt sich GTA 5 allerdings weniger flüssig an, als es die 51 FPS vermuten lassen.
Crysis 3 ist mittlerweile zwar auch schon ein paar Tage alt, aber immer noch extrem leistungshungrig.
Um Crysis 3 auf sehr hohen Details flüssig zu spielen, benötigt es mindestens eine GTX 1060! Reicht uns allerdings bereits eine hohe Detail-Stufe, sieht die Welt schon anders aus.
Auf Hoch schafft die GTX 1050 gute 48 FPS im Schnitt, gleich viel wie die GTX 1050Ti. Die GT 1030 hingegen kämpft sehr mit Crysis 3.
Auf mittleren Einstellungen wäre es aber selbst auf der GT 1030 spielbar.
Wie sieht es mit den neueren AAA Titeln aus? Battlefield One, Metro Last Light, CIV6?
Battlefield One läuft generell erfreulich gut. Im Singleplayer schafft die GTX 1050 selbst auf der Ultra Detailstufe satte 56 FPS. Hier scheinen die 2GB VRAM auch kein großes Problem zu sein.
Damit die GT 1030 Battlefield One schafft, muss allerdings die Qualität auf Mittel reduziert werden, aber selbst das ist für eine 80€ Grafikkarte beeindruckend.
Ähnliches gilt auch für Metro Last Light. Hier muss man das Spiel um eine Grafikstufe reduzieren und schon läufts auf der GTX 1050 flüssig. Für die GT 1030 muss noch eine Stufe auf mittel reduziert werden.
Multiplayer
Wie steht es um die so beliebten Multiplayer Spiele wie CS GO, Overwatch und PUBG?
Beginnen wir bei CS GO, welches keinerlei Herausforderung ist. Selbst die GT 1030 schafft in CS GO auf maximalen Einstellungen im Schnitt 79 FPS. Für die GTX 1050 würde sich mit 169 FPS fast schon ein 120Hz Monitor lohnen.
Auch Overwatch läuft auf allen Systemen sehr gut! Die „Epischen“ Grafikeinstellungen bringen die GT 1030 zwar etwas zu stottern (es läuft weniger flüssig als die 43 FPS es vermuten lassen), aber eine Grafikstufe runter und wie haben solide über 60FPS.
Die GTX 1050 schafft hingegen Problem Overwatch selbst auf der epischen Grafikstufe.
PUBG ist hier etwas anspruchsvoller. Auf der GT 1030 läuft dieses nur sehr bedingt. Ob Ultra, hoch oder mittel hat hier was die Framerate angeht keinen offensichtlichen Unterschied gemacht.
Praktisch fühlt sich PUBG auf der GT 1030 bei allen Grafikeinstellungen etwas schwammig an. Mittel bis niedrig geht zwar in Ordnung, aber dies ist ein Spiel, für welches sich ganz klar die GTX 1050 deutlich mehr anbietet.
PUBG ist auf einer GTX 1050 auf mittel bis hoch gut spielbar!
Fazit
Wie so oft im Leben kommt es etwas auf Eure Ansprüche an. Erwartet Ihr konstant 60FPS auf den höchsten Grafikeinstellungen, müsst Ihr 400€+ in die Hand nehmen.
Sind Eure Anforderungen allerdings etwas geringer, 30FPS+ in aktuellen Spielen bei mittleren bis hohen Grafikeinstellungen, muss es nicht immer gleich eine GTX 1080 sein.
Selbst eine GT 1030 für rund 80€ ist schon erstaunlich leistungsfähig. CS GO läuft auf dieser mit maximalen Grafikeinstellungen bei rund 80 FPS, Overwatch im Ultra Preset bei 64 FPS und selbst PUBG läuft auf niedrigen Einstellungen bei 34 FPS.
Sollten dies die Spiele sein, die Ihr spielt, dann kann selbst solch eine Grafikkarte schon ausreichen.
Aber wenn Ihr wirklich ein „Gamer“ seid, wählt lieber eine Stufe größer. Bei Spielen wie The Witcher 3, Battlefield One usw. kommt die GT 1030 egal bei welcher Grafikeinstellung an ihre Grenzen.
Die GTX 1050 erlaubt Euch hier noch ein paar zusätzliche Freiheiten. PUBG auf hohen Einstellungen läuft sehr gut spielbar mit 49FPS im Schnitt. Wollt Ihr 60FPS muss lediglich die Qualität auf Mittel reduziert werden.
Spiele wie CS GO oder auch Overwatch laufen auf einer GTX 1050 schon mit teilweise bescheuert hohen Bildraten. Auch ältere AAA Spiele wie Skyrim erreichen auf sehr Hoch knapp dreistellige Werte.
Auch aktuelle AAA Spiele lassen sich durchgehend auf der zweit höchsten Einstellung mit 30FPS+ spielen. Ja man merkt hier ab und zu gewisse Einschränkungen aufgrund der „nur“ 2GB VRAM (Frametimes sind teilweise etwas suboptimal), aber Spiele laufen in der Regel immer noch deutlich besser als auf einer PS4 oder XBOX One.
Kurzum ja eine GTX 1050 reicht zum Spielen aktueller Spiele aus! Natürlich ist eine GTX 1050Ti oder GTX 1060 wäre noch besser, aber gerade letztere rechnet sich meist nur bedingt. Eine GTX 1060 ist rund doppelt so schnell wie GTX 1050, kostet aktuell aber das Dreifache.
Eine GTX 1050 oder GTX 1050Ti (wenn ich primär AAA Single Player Spiele spielt) ist aktuell der „Sweet Spot“ aus Preis/Leistungssicht, zumindest bis die GPU Preise wieder etwas fallen.
Selbst eine GT 1030 reicht für einfachere Spiele aller CS GO oder Overwatch vollkommen aus.
Fazit, wenn Ihr mit mittleren bis hohen Grafikeinstellungen leben könnt, reicht aktuell eine GTX 1050 in der Regel mehr als aus!
USB C findet zunehmend Verbreitung, auch in diversen Notebooks. Immer mehr Hersteller greifen hier auch den Trend auf nur noch USB C Ports zu nutzen. Apple hat dies vorgemacht, Dell, HP und Co. folgen.
Dies ist ein gutes Beispiel für eine technische Entwicklung, welche im Alltag recht „unkomfortabel“ ist. Ja USB C ist dem normalen USB Anschluss in beinahe allen Belangen überlegen, nur in der Verbreitung nicht.
Mäuse, Tastaturen, externe HDDs, Drucker, USB Sticks usw. setzen zu 99% auf den normalen USB Port, was sich auch so schnell nicht ändern wird.
Das heißt für Besitzer eines aktuellen Ultrabooks, es müssen Adapter gekauft werden. Es gibt hier diverse einfache Adapter, aber auch teurere „Multi“ Adapter.
Gerade letztere sind sehr praktisch, da diese in der Regel mehrere normale USB Ports mit HDMI Ports, einem Kartenleser usw. verbinden.
Leider sind solche USB Hubs aber auch recht teuer, gerade wenn diese von großen Herstellern stammen. Es gibt natürlich auch viele günstigere Modelle von diversen asiatischen Herstellern, welche aber teilweise etwas „unseriös“ wirken (als PC Tastatur erkannt werden usw.).
Der Xtorm XC005 USB C HUB 5-in-1 ist hier eine Art Zwischending. Xtorm ist ein niederländischer Hersteller, welcher durchaus premium Produkte anbietet.
Den Xtorm XC005 USB C HUB kann man auch durchaus als premium Produkt bezeichnen, welches allerdings mit 75€ noch sehr bezahlbar eingestuft ist, gegenüber Lösungen von Apple, Dell usw.
Wollen wir doch einmal in einem kleinen Test schauen, ob der XC005 USB C HUB überzeugen kann! Neugierig?
An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen des XC005.
Der Xtorm XC005 USB C HUB 5-in-1 setzt auf ein augenscheinlich vertrautes Design. Es handelt sich bei diesem um ein längliches Gehäuse, welches auf Ober und Unterseite mit Aluminium verkleidet ist.
Der innere Kern ist allerdings aus Kunststoff gefertigt. Dies sogar zum einen dafür das der HUB nicht übermäßig schwer ist, zum anderen erleichtert dies die Fertigung bzw. das Einpassen der Anschlüsse.
Das Aluminium ist, um es in Apples Worten auszudrücken, in Space Gray gehalten, was dem HUB optisch recht modern wirken lässt.
Die Verarbeitungsqualität und auch die Haptik ist gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Hier ist Xtorm auf einem vernünftigen Level unterwegs.
Wie der Name schon sagt, verfügt der Xtorm XC005 über fünf Anschlüsse.
Dabei handelt es sich um einen Normalen USB 3.0 Port, einen HDMI Port, einen USB C Port, einen Speicherkartenleser und zu guter Letzt um einen Gbit LAN Port.
Damit kann der Xtorm XC005 HUB auch als eine Art Docking Station genutzt werden. Grundsätzlich genug Anschlüsse sind vorhanden. Ich hätte mir lediglich noch einen bis zwei mehr normale USB Ports gewünscht. Ein USB 3.0 Port ist, wie ich finde etwas knapp.
Der USB C Port des HUBs ermöglicht weiterhin das Aufladen von Notebook und Co. Ihr könnt über diesen Port einfach Euer Ladegerät verbinden, welches „durchgeschliffen“ wird.
Die Praxis
Kommen wir zum Praxisteil dieses Berichts. Ich habe den HUB an einem Dell XPS 13 9370, Apple MacBook Pro 13“ late 2016 und einem Samsung Galaxy S9+ ausprobiert.
Damit ist ein Windows Notebook, Mac OSX Rechner und Android Smartphone abgedeckt.
USB Ports
SD Kartenleser
HDMI
LAN Port
Laden
Windows
+
+
+
+
Teils
Mac
+
+
+
+
+
Android (S9)
+
+
+
–
+
Große Kompatibilitätsprobleme konnte ich beim Xtorm XC005 HUB nicht erkennen. Lediglich unter Android funktioniert der LAN Port nicht, was aber vermutlich nicht die Schuld des HUBs ist.
Beginnen wir erst einmal beim Kartenleser. Dieser ist erfreulicherweise intern via USB 3.0 angebunden und schafft praktisch rund 90MB/s in der Spitze. Damit ist dieser schnell, aber es gibt auch zugegeben noch schnellere Kartenleser, selbst im UHS I Standard (diese schaffen knapp 100MB/s). Praktisch taugt der Kartenleser aber selbst für Fotografen, welche oft SD Karten auslesen.
Wie stehts um den HDMI Port? Full HD Monitore sind hier selbst unter Android (Samsung Galaxy S9+) keinerlei Problem.
Grundsätzlich werden unter Windows und Mac sogar 4K unterstützt, allerdings nur mit 30Hz. In der Praxis solltet Ihr also nicht über 2K Auflösungen hinausgehen, ansonsten wird das Bild etwas rucklig.
Der LAN Port funktioniert unter Windows und Mac tadellos und erreicht praktisch rund 105-108MB/s. Xtorm setzt hier auf einen klassischen Realtek Chipsatz.
Etwas komplizierter ist das Laden durch den HUB hindurch. Grundsätzlich funktionierte dies beim Apple MacBook Pro wie auch Samsung Galaxy S9+ problemlos. Jedoch beim Dell XPS 13 9370 ist mir etwas aufgefallen.
Wird der HUB hier an die Thunderbolt 3 Ports angeschlossen funktioniert das Aufladen durch den HUB hindurch nicht. Schließe ich den HUB an den normalen USB C 3.1 Port an, funktioniert das Laden problemlos.
Ob nun das Laden durch Thunderbolt 3 Ports bei allen Windows Notebooks nicht funktioniert, kann ich nicht sagen, beim XPS 13 9370 ist es aber der Fall.
Der HUB wird im Betrieb im Übrigen recht warm, ich würde sogar sagen heiß. Dies ist normal, warum auch immer. Alle mir bekannten USB C HUBs legen dieses Verhalten an den Tag, bei denen mit Aluminiumgehäuse ist dies nur auffälliger, da hier die Wärme besser abgeführt wird.
Fazit
Der Xtorm XC005 USB C 5 in 1 HUB erfüllt zu 100% den versprochenen Job und wirkt dabei etwas hochwertiger als einige asiatischen Konkurrenten.
Beispielsweise wird der HUB nicht als Tastatur erkannt, siehe der QacQoc GN30H USB C HUB, was mich bei diesem etwas beunruhigt hatte.
Natürlich gewinnt der Xtorm XC005 mit 75€ nicht die Preis/Leistungskrone, aber er ist ein guter und voll empfehlenswerter USB C HUB bzw. mini Dockingstation.
Letztendlich hätte ich mir nur vielleicht einen weiteren USB Port gewünscht, ansonsten bin ich voll zufrieden!