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Die beste Displayschutzfolie für das Samsung Galaxy S9/S9+

Welche ist die beste Displayschutzfolie für das Samsung Galaxy S9/S9+? Diese Frage hatte ich bereits mit einem kleinen Vergleich zum Start des Smartphones versucht zu klären.

Die Antwort war, alle 3. Anbieter Displayschutzfolien sind mäßig. Entweder sind Sie zu klein, schwer aufzutragen oder einfach nicht passend.

Allerdings hat mittlerweile auch Samsung den Bedarf an einem Displayschutz für das S9/S9+ erkannt und eine eigene Displayschutzfolie auf den Markt gebracht.

Hier stellt sich natürlich die Frage, hat Samsung das geschafft woran alle 3. Anbieter gescheitert sind und die beste Displayschutzfolie produziert?

Um diese Frage zu klären habe ich mir die original Samsung Displayschutzfolie für das S9+, die ET-FG965, bestellt. Kann diese im Test überzeugen?

 

Die Samsung Displayschutzfolie (ET-FG965) für das Galaxy S9+ im Test

Vorweg, es gibt die Displayschutzfolien von Samsung natürlich in zwei Größen, passend für das S9 und S9+. Achtet hier gegebenenfalls darauf die richtige zu wählen.

Ich habe die ET-FG965 getestet, welche für das S9+ ist. Allerdings sollten sich alle Erkenntnisse auch auf das normale S9 und die ET-FG960 übernehmen lassen.

Bei der Samsung Displayschutzfolie (ET-FG965) handelt es sich, wie der Name schon sagt um eine Folie. Im Normalfall würde ich immer von Displayschutzfolien abraten und zu Displayschutzgläsern raten.

Allerdings sind Displayschützer aus Glas alle nicht gut für das Samsung Galaxy S9 und auch schon nicht für das S8, aufgrund der Biegung.

Displayschutzgläser müssen also auch gebogen sein und das bekommen die Hersteller nicht passgenau hin. Umso erstaunlicher, dass die Displayschutzfolie von Samsung gebogen ist.

Natürlich handelt es sich hier um Kunststoff, welches aber an den Rändern bereits in Form gepresst wurde.

Ebenfalls Bonuspunkte bekommt Samsung für den Lieferumfang. Neben zwei! Displayschutzfolien liegt auch diverses Montagematerial mit bei.

Dazu auch eine Art Spachtel mit Stoffkante, mit welchem Ihr später die Folie Flachdrücken könnt, ohne das Smartphone zu beschädigen.

 

Auftragen und Passform

Die Displayschutzfolie von Samsung besteht aus drei Schichten. Eine untere Schutzschicht, welche den Kleber bedeckt, die eigentliche Displayschutzfolie und eine Abdeckung.

Diese Abdeckung besitzt kleine „Ohren“ an welcher Ihr diese halten könnt.

Für das Auftragen reinigt zuerst Euer Smartphone und entfernt dann die untere Schutzschicht von der Folie.

Achtet dabei darauf nicht die Folie zu berühren. Einmal mit dem Finger drunter gepackt und diese ist ruiniert.

Das Schwerste ist ohne Frage das Ausrichten. Es gibt aufgrund der gebogenen Kanten kaum Spielraum für Fehler oder Ungenauigkeiten.

Ich habe mich hier an der Ohrmuschel ausgerichtet, was ein Erfolg war. Habt Ihr die Folie erfolgreich aufgelegt müsst Ihr diese von innen nach außen festdrücken.

Dir grundsätzliche Passform ist gut bis sehr gut! Es wird das komplette Display bedeckt und generell der größte Teil der Front.

Hier sieht man das es sich um ein originales Samsung Produkt handelt.

 

Das Ergebnis

Klingt doch soweit gut, aber ist es auch das Ergebnis? Wie oft bei Displayschutzfolien werdet Ihr auch bei der Samsung ET-FG965 Probleme mit Blasen haben.

Diese lassen sich zwar auf dem Display sehr gut entfernen, aber auf der Edge ist dies nicht ganz so einfach.

Hier müsst Ihr schon ein gutes Stück Kraft anwenden, um die Blasen herauszudrücken. Der beiliegende Spachtel macht hier einen sehr guten Job!

Allerdings sofern man eine Blase nicht wirklich zu 100% entfernt bekommt, neigen diese dazu sich an der Edge wieder zu vergrößern.

Es muss hier also etwas Zeit investiert werden die Folie nachzuarbeiten. Hat man dies geschafft sitzt diese 1a!

Ohne Frage ist dies die beste Displayschutzfolie, die ich bisher für das S9+ gesehen habe!

 

Fazit

Eine Displayschutzfolie macht selbst auf einem aktuellen Smartphone mit Gorilla Glas absolut Sinn. Gerade dann, wenn es sich um ein sehr teures Smartphone handelt wie das S9 bzw. S9+.

Leider ist hier die Wahl einer guten Displayschutzfolie aufgrund der Edge sehr schwer! Vorweggesagt, es gibt nicht die perfekte Displayschutzfolie.

Ich hatte schon einige in der Hand und alle haben ihre Stärken und Schwächen. Ob nun schlechte Passform, gute Passform aber schlecht aufzutragen usw.

Am meisten konnte mich bisher die „Crocfol Displayschutz“ für das Samsung Galaxy S9/S9+ überzeugen.

Allerdings ist die originale Samsung Displayschutzfolie (ET-FG965) für das Galaxy S9+ fast noch ein Stück besser! Zwar ist es nicht ganz leicht die Luftblasen unter der Edge zu entfernen, ist dies aber geschafft, erhaltet Ihr ein nahezu perfektes Ergebnis.

Von daher wenn Ihr die beste Displayschutzfolie für das Samsung Galaxy S9/S9+ sucht schaut Euch das Original Samsung Produkt an, welches mich bisher am meisten überzeugen konnte, oder gegebenenfalls alternativ den Crocfol Displayschutz.

 

Der ASUS RT-AC88U im Test, ASUS bester WLAN Router!

ASUS WLAN Router sind schon fast legendär. Kein anderer Hersteller versucht so sehr High End Nutzer anzusprechen wie es ASUS mit seinen Produkten macht.

Hierbei sind die Router nicht nur dementsprechend designt, sondern auch meist von der Leistungsfähigkeit am oberen Ende des aktuell Möglichen.

Hierzu gehört auch der RT-AC88U von ASUS. Der RT-AC88U soll mit bis zu 2167Mbit/s auf dem 5GHz Band und bis zu 1000Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band überzeugen, wie auch mit diversen Software Featuren.

Dafür will ASUS aber auch stolze 300€. Ist dieser Preis gerechtfertigt? Finden wir dies im Test des ASUS RT-AC88U heraus!

 

Der ASUS RT-AC88U im Test

Wie es für ASUS WLAN Router normal ist, setzt auch der RT-AC88U auf eine etwas auffälligere „Gamer“ Optik. Allerdings würde ich nicht sagen, dass der RT-AC88U übertrieben designt ist.

Ihr erhaltet optisch ohne Frage einen etwas verspielteren Router, welcher aber nicht zu unprofessionell oder unreif aussieht.

Der ASUS RT-AC88U ist ein etwas größeres Modell, womit ich sowohl die Leistung wie auch die Abmessungen meine. Mit 299 x 188 x 84mm ist der RT-AC88U schon ein Brocken. Abgerundet wird dieser kolossale Eindruck durch das recht auffällige Lüftergitter auf der Oberseite des Routers, unter welcher ein rot lackierter Kühlkörper zu erkennen ist.

Hinzu kommen die großen externen Antennen und wir haben einen Router, welcher regelrecht schreit „ich bin High End“, dies auch zu Recht.

Bei den Anschlüssen muss ich ASUS aus vollem Herzen loben! Der RT-AC88U verfügt über 8x Gbit LAN Ports und einen WAN Port. Wie kommen WLAN Router Hersteller, gerade von High End Geräten, immer auf die Idee das vier LAN Ports genug sind?! Zwar leben wir in einer Zeit mit immer mehr kabellosen Geräten, aber wenn möglich ist LAN immer die bessere Alternative.

Acht ist schon eine deutlich komfortablere Anzahl, welche auch bei High End Nutzern den bedarf an einem zusätzlichem Netzwerk Switch etwas reduziert.

Zusätzlich findet sich auf der Rückseite auch noch ein USB Anschluss und eine WPS Taste. Ein weiter USB Port ist auf der Front unter einer kleinen Abdeckung angebracht. Diese Position ist zwar schön im Design integriert, aber etwas unpraktisch wie ich finde.

Ebenfalls auf der Front ist eine Taste zum Abschalten der integrierten LEDs und für das Ein/Ausschalten von WLAN.

 

Die Benutzeroberfläche

ASUS setzt beim RT-AC88U auf seine typische Benutzeroberfläche, welche so mehr oder weniger bei allen aktuellen Modellen zu finden ist. Optisch bin ich hier immer etwas hin und her gerissen.

Einerseits wirkt die Benutzeroberfläche etwas schwer und teils auch etwas veraltet, was das Design angeht. Andererseits sind die Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten absolut vorbildlich!

Neben den absoluten Basiseinstellungen, wie WLAN Name, IP Adressen usw. gibt es duzende kleine Optionen, die man bei den meisten Konkurrenz-Modellen nie sieht.  Mit vielen dieser Optionen sollte man nicht herumspielen, aber man könnte, wenn man wollte.

Der ASUS RT-AC88U ist ganz klar ein WLAN Router für Nutzer, die etwas technikbegeisterter sind.

Neben den diversen Einstellungsmöglichkeiten bietet der RT-AC88U auch bergeweise Statistiken und Graphen, welche Geräte gerade wie viel Bandbreite fressen, für was usw.

Ich glaube noch nie so viele Statistiken in einem normalen Router gesehen zu haben. Aber diese Statistiken müssen natürlich für die QoS Feature erstellt werden. QoS steht für Quality of Service und ist gerade für Gamer ein sehr wichtiges Feature.

Ihr könnt gewissen Trafik eine höhere Priorität zuordnen, sollten also gleichzeitig andere Familienmitglieder etwas herunterladen, wirkt sich dies nicht negativ auf Ping und die Gaming Erfahrung aus.

Neu ist auch die Möglichkeit mitloggen zu lassen welche Webseite von welchen Computern/Geräten besucht wurden. Wollt Ihr dies nicht, kann man dies natürlich auch abschalten.

Ein weiteres interessantes Feature, welches aber etwas exotischer ist, ist WTFast. WTFast ist ein „VPN“ Anbieter für Gamer. Vielleicht kennt Ihr das Problem, Ihr habt eigentlich eine recht flotte Internetleitung aber zur Prime Time explodiert Euer Ping und Ihr habt Lags ohne Ende. Ihr seid Euch aber sicher, dass dies nicht an Eurer Internetleitung liegt und Freunde oder Mitspieler haben vielleicht keine Probleme, es ist also auch nicht der Server.

Oftmals ist hier das Problem das sogenannte Routing. Euer Internetanbieter sendet Daten in der Regel auf den direkten Weg von Euch zum Server. Sagen wir nun Ihr wohnt in Berlin und der Game-Server steht in Frankfurt, zwischen Berlin und dem Rechenzentrum in Frankfurt betreibt Euer Internetanbieter eine 10Gbit Verbindung. Ist diese Verbindung durch viele andere Nutzer ausgelastet, können Lags auftreten, obwohl Eure Internetleitung noch Kapazitäten frei hat.

Ich hatte dies vor einigen Jahren beim Guild Wars 2 Launch extrem schlimm, neben mir konnten sämtliche anderen Telekom Kunden ab 18Uhr das Spiel vergessen, da die Leitung dicht war.

Hier hilft WTFast, welche in solchen Situationen Eure Daten über eine „private“ Datenautobahn schneller an ihr Ziel führen. Ein sehr cooles und auch nützliches Feature, vor allem dann, wenn die Server Eures Spiels nicht in Europa stehen. Bedenkt aber WTFast ist nicht kostenfrei! Ihr müsst eine monatliche Gebühr entrichten, lediglich ist dieser Dienst fest im Router integriert, Ihr müsst also keine zusätzliche Software auf Eurem PC installieren, wenn Ihr WTFast nutzen wollt.

Ein fast noch interessanteres Feature ist AIProtection, nicht zuletzt da dieses gratis ist. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, welche nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit das diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist den Router auch als Access Point oder sogar Repeater zu nutzen. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.

Auch bietet der RT-AC88U ASUS AiMesh. Hierdurch ist es möglich mit anderen ASUS Routern ein Mesh Netzwerk inklusive nahtlosem Roaming usw. aufzubauen.

Neu ist die Möglichkeit auch den RT-AC88U via Alexa oder IFTTT zu steuern. Ihr könnt also per Sprache das WLAN an/ausschalten oder ein Gast WLAN Netz erstellen.

 

Performance

Der RT-AC88U ist ein absolutes Leistungsmonster, zumindest auf dem Papier. ASUS setzt hier auf ein 4×4 Design (vier Antennen = vier parallele Datenstreams) wodurch sich ein Tempo von satten 1000Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und 2167Mbit/s auf dem 5GHz Band ergibt.

Mehr geht aktuell im WLAN AC Standard nicht!

Allerdings werdet Ihr praktisch diese Geschwindigkeiten so gut wie nie sehen. Warum? Zum einen gibt es nur extrem wenige WLAN Karten, welche solch hohe Geschwindigkeiten unterstützten (genau genommen nur eine von ASUS), zum anderen wird hier das 1024QAM Verfahren genutzt.

1024QAM ist ein „umstrittenes“ Verfahren, welches beispielsweise von Qualcomm als nutzlos bezeichnet wird. Durch Quadraturamplitudenmodulation ist es zwar möglich die Geschwindigkeit nochmals etwas zu puschen, aber das nur unter absoluten optimalen Bedingungen.

Zudem ist ASUS auch der so ziemlich einzige Hersteller, welcher 1024QAM nutzt. Praktisch rechnet also eher mit 1734Mbit/s, was das maximale Tempo ohne 1024QAM ist.

Aber auch dieses Tempo werdet Ihr kaum sehen. Es gibt lediglich eine Handvoll Desktop PCIe WLAN Karten, welche dieses Tempo hinbekommen. Die meisten Notebooks und High End Tablets schaffen maximal 867Mbit/s.

Ist also der ASUS RT-AC88U also unnötig überzüchtet? Jein. Ihr werdet bei vielen gleichzeitigen Clients bessere Ergebnisse erzielen aufgrund dieser Leistungsreserven. Auch unterstützt der RT-AC88U MU-MIMO (sehr wichtig!) Und besitzt einen absoluten High End Prozessor.

Es ist also deutlich weniger wahrscheinlich, dass Eure WLAN Performance bei 20+ Clients plötzlich einbricht, wie es bei günstigeren Routern meist der Fall ist.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den RT-AC88U den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-AC88U in der Praxis maximal zu leisten vermag. Zusätzlich gibt es noch eine Testrunde mit dem ASUS PCE-AC88 WLAN Adapter.

Der ASUS RT-AC88U liefert absolut beeindruckende Werte! Im Zusammenspiel mit dem TP-Link T9E Adapter konnte ich unglaubliche 108MB/s auf dem 5GHz Band erreichen.

Dies ist der höchste jemals von mir gemessene Wert. Auch in Kombination mit der Intel ac 7260 WLAN Karte konnte ich extrem starke 69MB/s messen. Der 3. höchste Wert, wenn man allerdings den Abstand zum stärksten Router, dem Netgear Nighthawk R8500 X8 ansieht, kann man echt nicht klagen.

Lediglich 2,15MB/s trennen auch hier den RT-AC88U von Platz 1. Dies kann man ganz klar als Messungenauigkeit deklarieren.

Das 2,4Ghz Band ist zwar etwas schwächer, aber auch hier landet der RT-AC88U immer noch in den Top 5! Bei 33 bisher getesteten Geräten durchaus beeindruckend.

Dass die Leistung in Kombination mit dem ASUS PCE-AC88 WLAN Adapter nochmals ein Stück höher ist, sollte nicht überraschen.

Hier konnte ich auf dem 5GHz Band satte 114MB/s erreichen, es hat also der LAN Port das WLAN ausgebremst. Selbst auf einer etwas höheren Distanz (ca. 5-6 Meter) sind Gbit LAN Geschwindigkeiten via WLAN zu erreichen.

Aber nicht nur das Tempo des RT-AC88U ist Weltklasse, auch die Reichweite ist absolute Spitzenklasse! Mehr Reichweite werdet Ihr aktuell bei kaum einem Router finden, vor allem da selbst auf Distanz die Performance immer noch sehr stark ist.

 

NAS bzw. Netzwerkfreigaben

Der RT-AC88U besitzt sehr ausgeprägte Feature rund um seine USB Ports.

Das Wichtigste sind natürlich die klassischen SMB Netzwerk-Laufwerke. Für diese gibt es eine einfache Benutzerverwaltung. Ihr könnt Benutzern den Zugriff auf einzelne Netzwerk-Laufwerke sperren, oder gezielt freigeben.

Auch ist ein Zugriff über das Internet via „Cloud Disk“ möglich. Cloud Disk ist eine APP mit einem integrierten DDNS Dienst.

Ebenso könnt Ihr den Inhalt Euer Netzwerklaufwerke mit Dropbox oder einem anderen FTP/SMB Sever synchronisieren.

Die Freigabe von Medien via UPNP oder iTunes Server ist natürlich ebenfalls möglich, wie auch Time Machine Backups.

Ganz kurz zusammengefasst, ASUS bietet hier die beste NAS Funktionalität in allen Routern, die mir bisher beregnet sind!

Hier wäre es aber nun natürlich noch gut, wenn auch das Tempo stimmen würde. Tut es das?

JA! Der ASUS RT-AC88U schafft ziemlich genau 100MB/s lesend wie auch schreibend. Damit ist der Router wirklich vollständig als kleines NAS einsetzbar.

 

Stromverbrauch

In der aktuellen Zeit kann der Stromverbrauch bei einem Gerät welches 24/7 läuft auch eine sehr große Rolle spielen.

Wie steht es um den Energie Hunger des ASUS RT-AC88U?

Leider gilt hier das Motto mehr Leistung = mehr Energieverbrauch und der RT-AC88U hat viel Leistung. Dieser ist einer der Energie hungrigsten Router der mir bisher begegnet ist mit rund 16W im Normalbetrieb.

Unter Last kann der Stromverbrauch sogar auf knapp 20W ansteigen. Damit benötigen nur Tri-Band WLAN Router noch mehr Strom.

 

Fazit

Mit dem RT-AC88U hat ASUS fast alles richtig gemacht! Ich war noch nie so kurz davor ein 100% Rating zu vergeben, aber natürlich hat auch der RT-AC88U ein paar kleine Schwächen.

Beginnen wir mit der Performance, welche wahrlich keine Schwäche ist. Schneller als mit dem ASUS RT-AC88U auf dem 5GHz Band geht es aktuell nicht! Sofern Eure WLAN Karte hier mithalten kann, sind via WLAN problemlos Gbit Geschwindigkeiten möglich, selbst auf eine Distanz von einigen Metern.

Danach fällt zwar das Tempo etwas ab, aber auch was die generelle Reichweite angeht, kann der Router voll überzeugen. Bessere Werte selbst auf mittlerer Distanz habe ich bisher noch nicht gesehen.

Hinzu kommt die Unterstützung von MU-MIMO und der leistungsstarke Prozessor, welche auch eine hohe Performance bei vielen gleichzeitig verbundenen Geräten ermöglicht.

Die Software bei ASUS Routern ist positiv wie auch negativ. Seid Ihr ein wirklicher Einsteiger, der ein WLAN System sucht das so einfach und simpel wie möglich ist, dann ist der ASUS RT-AC88U nicht das richtig für Euch.

Kaum ein anderer Router bietet so viele Features und Funktionen wie der RT-AC88U! Damit meine ich duzende WLAN Einstellungen, Graphen zur Netzwerkauslastung, ein Trafik Zähler, die Möglichkeit besuchte Webseiten mit zu loggen, ein integrierter Virenschutz (welcher sogar taugt), Amazon Alexa support usw.

Ihr könnt Euch ein Feature vorstellen, dann ist dieses vermutlich im RT-AC88U integriert. Dies gilt auch für die sehr gut ausgebaute NAS (Netzwerklaufwerk) Funktionalität, welche zudem mit 100MB/s lesend wie auch schreibend sehr schön flott ist.

Kurzum, der ASUS RT-AC88U ist der beste WLAN Router für Enthusiasten der mir bisher begegnet ist! Leistung, Feature und Funktionen, hier stimmt einfach alles.

Dies spiegelt sich allerdings auch im Preis von rund 300€ wieder, welchen ich aber als gerechtfertigt bezeichnen würde.

Asus RT-AC88U Gaming Router (Ai Mesh WLAN System, WiFi 5 AC...

  • Herausragende WLAN Performance
  • Hervorragende WLAN Reichweite
  • Coole Optik
  • Extrem viele Features und Funktionen
  • Sehr weit ausgebaute Benutzeroberfläche
  • Starke und schnelle NAS Funktionalität
  • Positionierung des USB 3.0 Ports etwas unpraktisch
  • Stromverbrauch ähnlich wie die Leistung recht hoch.

 

Die EWS1025CAM von EnGenius im Test, Überwachungskamera und Access Point in einem!

Die Kombination einer Überwachungskamera und eines WLAN AccessPoints ist eigentlich etwas Brillantes. AccessPoints, gerade im geschäftlichen Umfeld, hängen meist eh an zentralen Positionen, wo gegebenenfalls eh eine Überwachungskamera benötigt würde.

Warum dann nicht beides in einem Gerät vereinen? Dies dachte sich zumindest EnGenius mit der EWS1025CAM.

Bei der EWS1025CAM handelt es sich um einen professionellen Decken AccessPoint, mit integrierter schwenkbarer Kamera.

So könnt Ihr beispielsweise einen Flur oder Durchgang mit WLAN versorgen und gleichzeitig überwachen. Nett!

Die Frage ist aber natürlich ob auch die Umsetzung gut gelungen ist. Ist die EWS1025CAM ein guter AccessPoint und eine gute Kamera? Versuchen wir dies im Test herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an EnGenius für das Ausleihen der EWS1025CAM für diesen Test.

 

Die EWS1025CAM von EnGenius im Test

Die EWS1025CAM richtet sich an professionelle Nutzer, dies sieht man von Anfang an. EnGenius setzt auf eine recht dezente aber professionelle Optik, ohne großen Eye Candy. Das Gerät besteht aus einem einfachen, aber massiven Kunststoff. Dieser ist in einer weißen/leicht beigen Farbe gehalten.

Hierbei ist es überraschend wie schwer die EWS1025CAM ist. Das gute Stück ist verdammt massiv gearbeitet.

Die Kamera/AccessPoint ist mehr oder weniger ausschließlich für die Deckenmontage gedacht und gemacht. Hierfür ist auch die Form angepasst. Die Kamera ist beispielsweise auf der Oberseite der EWS1025CAM angebracht und lässt sich via Motor Power in die gewünschte Richtung rotieren.

Die Anschlüsse der EWS1025CAM sind hingegen auf der Unterseite, können aber auch seitlich eingeführt werden. Hier besitzt die EnGenius EWS1025CAM lediglich einen Gbit LAN Port wie auch einen regulären 12V Stromanschluss.

Wie es sich für ein professionelles Gerät gehört wird aber auch PoE unterstützt.

Zu guter Letzt sind seitlich noch fünf Status LEDs angebracht.

 

Einrichtung und Software

Die Einrichtung der EnGenius EWS1025CAM ist recht einfach. Verbindet die Kamera/Access Point mit dem Strom und Netzwerk.

Sucht nun die IP Adresse der EWS1025CAM in Eurem Router heraus und ruft diese im Webbrowser auf.

Hier erwartet Euch ein Login Fenster in welchem Ihr Euch mit Admin/Admin anmelden könnt. Das wars auch schon groß mit der Einrichtung. Natürlich müsst Ihr noch Einstellungen tätigen wie das Ändern der SSID und Passwörter, aber grundsätzlich ist das System bereits einsatzfähig.

Wie es sich für einen professionellen Access Point gehört, bietet EnGenius auch eine Controller Software an, welche wir aber in diesem Test nicht nutzen werden.

ezMaster erlaubt es Euch mehrere Access Points bzw. unterschiedliche Produkte von EnGenius in einer Benutzeroberfläche zu verwalten. Dies ist für private Nutzer oder kleine Unternehmen weniger relevant, aber wenn Ihr duzende Access Points habt kann dies die Verwaltung doch ein gutes Stück einfacher machen.

Für uns reicht aber erst einmal die Web-Benutzeroberfläche, welche sämtliche Feature mitbringt welche man benötigt.

Optisch ist die Benutzeroberfläche recht klassisch bzw. „professionell“ gehalten. Eine optisch hübsche Benutzeroberfläche ist dies ohne Frage nicht, aber diese ist übersichtlich und gut verständlich.

Die UI ist in zwei Gruppen unterteilt, Access Point und Kamera. Sprechen wir erst einmal über die Access Point Feature.

Da es sich hier um ein professionelles Gerät handelt sind die Einstellungen auch nicht groß vereinfacht. Dies bedeutet nicht, dass die Nutzung der EnGenius EWS1025CAM schwierig ist, aber solltet Ihr nicht wissen was eine Einstellung macht, lasst lieber die Finger von ihr.

Die Basiseinstellungen wie WLAN SSID und Passwort sind aber klar gekennzeichnet. Auch erlaubt es Euch die EWS1025CAM mehrere SSIDs mit unterschiedlichen VLANs zu erstellen, falls Ihr beispielsweise ein privates und ein öffentliches Netzwerk erstellen wollt.

Unterschiedliche SSIDs für 5GHz und 2,4Ghz sind eben so wenig ein Problem wie Bandsteering, falls Ihr auf getrennte SSIDs verzichten wollt.

Interessanterweise ist es auch möglich die EWS1025CAM in ein Mesh System einzubinden. Ihr könntet also die EWS1025CAM auch mit dem EnGenius EMR3000 Mesh System verbinden und hier als Knotenpunkt nutzen oder mit mehreren EWS1025CAMs ein Mesh System aufbauen.

 

Performance

Die EWS1025CAM ist ein klassischer 2×2 WLAN AC Access Point. Auf dem 2,4GHz Band sind also 300Mbit/s möglich und auf dem 5GHz Band 867Mbit/s. Dies ist nicht rasend schnell, reicht aber in der Praxis meist völlig aus, selbst wenn parallel einige Nutzer gleichzeitig im Netzwerk unterwegs sind. Leider scheint allerdings kein MU-MIMO unterstützt zu werden.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den Linksys WRT32X den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Wie wir sehen ein wirkliches Leistungsmonster ist die EWS1025CAM nicht was die WLAN Performance angeht. Wobei natürlich praktisch bereits 40-50MB/s (unter optimalen Bedingungen) natürlich mehr als ausreichend sind.

Nicht vergessen MB/s nicht Mbit/s! Eine DSL 100.000 Leitung gibt maximal 12MB/s her, 40-50MB/s sind also hier schon top.

Lediglich wenn vielen Clients gleichzeitig mit dem AP verbunden wären, würde man einen gewissen Performance Einbruch sehen, verglichen mit High End WLAN Routern.

Auch auf Distanz schlägt sich die EWS1025CAM eher mittelmäßig. Damit meine ich sowohl die Datenrate auf Distanz, welche proportional einbricht, wie auch die maximale Reichweite in welcher der Access Point noch vom Smartphone/Notebook erkannt wird.

 

Kamera

Die Kamera ist bei der EWS1025CAM mindestens genauso, wenn nicht sogar noch wichtiger, als die Access Point Funktion.

Von daher wie funktioniert die Kamera? Auf die Kamera könnt Ihr entweder über die Benutzeroberfläche oder die EnGenius App zugreifen. Über den Webbrowser wird hierfür allerdings Adobe Flash genutzt, was etwas unpraktisch ist.

Die grundsätzlichen Einstellungsmöglichkeiten sind erfreulich umfangreich. Ähnlich wie bei der Access Point Funktionalität ist hierbei die Benutzeroberfläche „professionell“ gehalten. Nein die EWS1025CAM ist keine modern „Smart Camera“, was nicht bedeutet, dass diese schlecht ist.

Beginnen wir mit der wichtigsten Frage, wann nimmt die Kamera auf? Eine Liveansicht ist zwar toll, aber man will ja auch nicht den ganzen Tag vor dieser sitzen.

Ihr könnt die Kamera konstant aufzeichnen lassen, nach einem Zeitplan oder die Bewegungserkennung die Entscheidung überlassen. Ihr könnt hier auch nach einem Zeitplan mixen. Tagsüber konstant aufnehmen und nachts nur nach Bewegungserkennung usw.

Bei der Bewegungserkennung könnt Ihr bis zu vier Bereiche im Bild markieren, welche überwacht werden sollen. Für jeden Bereich kann eine unterschiedliche Sensitivität festgelegt werden.

Wird nun eine Bewegung wird eine von Euch festgelegte Zeit lang eine Aufnahme gemacht. Zusätzlich könnt Ihr Euch auch eine eMail senden lassen.

Aufnahmen können auf einer eingesetzten Speicherkarte oder auf einem Server gespeichert werden. Hierbei steht Euch die klassische Windows Freigabe (SAMBA) oder FTP zur Auswahl. Es ist also keine spezielle Recorder Hardware oder Software nötig.

Wie steht es um die Bildqualität?

Die EWS1025CAM nutzt einen Full HD Sensor von Sony und eine 120 Grad Linse. Euer Blickfeld ist also relativ groß, ideal für den Inneneinsatz.

Die Bildqualität würde ich als okay bezeichnen. Ich habe schon bessere Full HD Überwachungskameras gesehen, aber auch schon wesentlich Schlechteres. Die IR LEDs, die verbaut wurden sind ausreichend für normale Räumlichkeiten. Wollt Ihr allerdings eine Lagerhalle überwachen, könnten diese etwas zu schwach sein.

 

Stromverbrauch

Es ist natürlich etwas „unfair“ den Strom der EWS1025CAM mit anderen Routern/Access Points zu vergleichen. Immerhin ist hier eine zusätzliche Kamera verbaut.

Dennoch wollen wir uns den Stromverbrauch ansehen.

Hier muss ich gestehen etwas beeindruckt gewesen zu sein. 5,8W im „Normalbetrieb“ ist nicht viel! Gerade wenn man die Kamera bedenkt.

Im Dunkeln und unter Last steigt der Stromverbrauch natürlich etwas, aber auch selbst dann werden die 7W nicht überschritten. Daumen hoch für den Energiehunger!

 

Fazit

Der EnGenius EWS1025CAM Access Point / WLAN Überwachungskamera Hybrid ist ein sehr interessantes Konzept!

Umso erfreulicher, dass dieses auch in der Praxis sehr gut umgesetzt wurde! Sowohl der WLAN Access Point wie aber auch die Kamera konnten im Test überzeugen.

Dies ist natürlich kein Produkt für den absoluten normal Nutzer, sondern eher für Experten und Enthusiasten oder halt Geschäftskunden.

Die Benutzeroberfläche ist beispielsweise weniger aufwendig gestaltet, dafür aber sehr detailliert was die Einstellungsmöglichkeiten angeht. Dies gilt sowohl für den Access Point, wie aber auch für die Überwachungskamera.

Letztere funktioniert, wie zu erwarten ist. Bonus Punkte gibt es hier aber für die Möglichkeit Aufnahmen auf lokale Server (SMB oder FTP) zu übertragen. Kein Cloud Abo oder spezielle Recorder nötig.

Der WLAN Access Point bietet eine solide Reichweite und Performance. Hier gibt es natürlich noch leistungsstärkere Geräte, aber für einen geschäftlichen Einsatz in beispielsweise ein Geschäft oder Cafè vollkommen ausreichend. Ähnliches gilt auch im privaten Umfeld, gerade wenn dies nur ein sekundärer AP ist, für eine bessere WLAN Abdeckung und Überwachung.

Mit 280€ ist die EnGenius EWS1025CAM etwas teurer. Es wäre hier vermutlich möglich einen besseren AP und Kamera für ähnliches Geld zu bekommen, dann aber in zwei separaten Geräten. Ihr zahlt also ein wenig für den „Hybrid“ Aufbau oben drauf.

Allerdings aufgrund der guten Umsetzung und professionellen Natur der EnGenius EWS1025CAM kann ich dennoch problemlos eine Empfehlung aussprechen.

Die Xiaomi Yeelight „YLDP06YL“ LED RGB Glühbirne 2. Gen im Test, ein gelungener Nachfolger!

Xiaomis Yeelight Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit und das aus einem einfachen Grund. Kaum ein anderer Hersteller bietet derartig hochwertige Produkte zu solch niedrigen Preisen. Dies galt auch für die Xiaomi Yeelight E27 Smart Light Bulb. Für rund 15€ habt Ihr hier eine WLAN fähige RGB Glühbirne bekommen.

Nun hat Xiaomi aber den Nachfolger dieser Smart Light Bulb auf den Markt gebracht. Die neue Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb 2.Gen 10W RGB soll mit einer noch höheren Lichtleistung und noch besseren Features punkten.

Dafür ist die neue Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb mit 25€ auch etwas teurer als sein Vorgänger. Wobei 25€ für eine RGB LED Glühbirne ein absoluter Hammerpreis ist, wenn man dies mit Philips Hue und Co. vergleicht.

Aber lohnt sich der Aufpreis für die neue Yeelight Smart Light Bulb verglichen mit dem Vorgänger? Finden wir dies in einem Test heraus!

 

Die Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb mit 10W im Test

Im Gegensatz zu vielen anderen „Smarten Glühbirnen“ benötigt die Yeelight Smart Light Bulb keine Bridge, Gateway oder Controller. In der Yeelight 2. Gen Smart light Bulb ist ein WLAN Modul verbaut.

Die Steuerung erfolgt also direkt über Euer WLAN Netz. Dies ist allerdings auch oft auch ein Nachteil, da WLAN Module smarte Glühbirnen teuer und groß machen.

Teuer ist die Yeelight allerdings nicht! Auch die Größe passt. Ja solltet Ihr einen besonders engen Lampensockel haben ist dies nicht optimal, allerdings ist die Yeelight nur minimal größer als eine Philips Hue LED Birne.

Aber passt denn diese asiatische LED Glühbirne in unsere Lampen? Die Yeelight YLDP06YL wird mit zwei Sockeln angeboten, dem E26 und dem E27. Wählt Ihr die E27 Version ist die Antwort ja!

Damit passt die Yeelight in jeden Standard Lampensockel, den man hier findet. Auch die Spannung von 230V ist kein Problem, diese verwenden die Asiaten auch.

Rein optisch setzt Xiaomi bei der Yeelight auf ein recht dezentes Design. Der Körper der Birne besteht aus einem lackierten Aluminium mit Wabenstruktur, was bei der Wärmeabfuhr helfen soll.

Hierdurch wirkt die Yeelight deutlich schwerer und massiver als 08/15 LED Glühbirnen. Die LEDs sind wie üblich unter einer Milchglas (Plexiglas) auf der Front angebracht.

 

Software/App

Ihr könnt die Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb über zwei Apps steuern. Einmal über die MiHome App und zum anderen über die Yeelight App.

Ich würde die Yeelight App empfehlen, da sich diese mittlerweile auch an uns westliche Kunden richtet, währen die MiHome App eher für den asiatischen Markt bestimmt ist.

Bei der Yeelight App und dem ganzen Yeelight System hat sich in den letzten Jahren extrem viel getan. Als ich das erste mal die 1. Gen der Yeelight Birne getestet habe, hatte man sich noch mit chinesischen Servern und schlecht/nicht übersetzen Apps herumzuschlagen.

Dies ist nun anders! Beim ersten Start habt Ihr Eure Server Region auszuwählen, hier steht mittlerweile sogar Deutschland zur Auswahl. Auch müsst Ihr Euch einen Xiaomi Account anlegen, was aber schnell und problemlos gemacht ist.

Die Yeelight App ist komplett auf Deutsch übersetzt und optisch 1a gestaltet. Auch das Hinzufügen der LED Birnen ist kinderleicht. Einfach auf das Plus tippen, die Birne einschalten und fertig! Ihr müsst lediglich noch Eure WLAN Daten eintragen und das wars.

Die Yeelight App ist in mehrere Bereiche unterteilt. Die beiden spannensten Bereiche für uns sind Geräte und Räume.

Unter Geräte sind alle verbunden Yeelight Lampen aufgelistet, mit der Möglichkeit diese schnell ein/auszuschalten wie auch generell zu steuern. Ihr könnt natürlich nicht nur die 2. Gen Yeelight LED Glühbirnen hier hinzufügen, sondern auch die diversen anderen Lampen und Leuchtmittel der 1. Generation.

Unter Räume könnt Ihr wie der Name schon sagt Räume anlegen. Hierbei handelt es sich um Lampengruppen, welche sich dann gemeinsam synchronisiert steuern lassen. In Gruppen können auch unterschiedliche Typen Birnen zusammengefasst werden.

Was für Steuerungsoptionen bietet das Yeelight System? Neben diversen Szenen könnt Ihr die Lichtfarbe frei im Weiß und Farbspektrum einstellen. Hier lässt sich theoretisch jede Farbe „ermixen“. Ebenfalls ist es, möglich einen Farbwechsel einzustellen. Auch Dinge wie einen Timer zu hinterlegen ist möglich.

Mittlerweile gibt es auch eine Amazon Alexa und Google Home Integration.

Damit bietet das Yeelight System einen vollen Funktionsumfang! Dieser ist allerdings erst einmal für die 1.Generation und 2.Generation identisch! Es ist mir lediglich aufgefallen, dass die neue Yeelight Birne etwas zügiger auf Einstellungen reagiert. Hier ist die 1. Gen doch ein Stück träger.

 

Licht und Stromverbrauch

Kommen wir zu einem der spannendsten Punkte, dem Licht. Xiaomi verspricht das die neue Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb heller und energieeffizienter ist als das Vorgängermodell, ist da was dran?

Um dies zu testen habe ich mir mein Lichtmessgerät geschnappt, wie auch den Vorgänger und die Philips Hue White & Color 3. Gen.

Natürlich ist es nicht ganz 100%ieg möglich die Philips Hue auf exakt die gleiche Lichtfarbe zu stellen wie die Yeelights, aber ich habe versucht hier eine ähnliche Lichtfarbe zu treffen.

Starten wir bei den Weißtönen.

Beeindruckende Werte, die wir hier sehen. Die 2. Generation der Xiaomi Yeelight kann problemlos die 1. Generation um gute 48% schlagen, was die Helligkeit angeht. Aber auch im Vergleich zur Philips Hue White & Color 3. Gen kann sich die neue Yeelight LED Glühbirne durchsetzen.

Dabei kann man den Unterschied durchaus als deutlich sichtbar bezeichnen, auch ohne Messgerät.

Wie steht es um Farben? Kann die Yeelight YLDP06YL 2.Gen hier auch überzeugen?

Ja! Der Uunterschied zwischen 1. Gen und 2.Gen ist auch hier deutlich! Je nach Farbe ist die 2. Generation der Yeelight um ein Vielfaches heller.

Bei Farben schlägt sich die Philips Hue ein Stück besser im Vergleich zur Yeelight 2.Gen und kann sogar bei rotem Licht an dieser vorbeiziehen. Allerdings nur beim roten Licht, bei allen anderen Farbtönen ist die neue Xiaomi Yeelight nicht zu schlagen.

Link 2.Gen, rechts 1. Gen

Auch was die Farbdarstellung angeht gibt es wenig Grund für Kritik. Alle Farben werden unheimlich satt und kräftig dargestellt, trotz der hohen Helligkeit. Mit einer kleinen Ausnahme, Türkis. Türkis ist bei beiden Yeelight Birnen für meinen Geschmack etwas zu stark verwässert. Daher ist hier auch die Helligkeit so extrem hoch, es wird einfach etwas Weiß untergemischt.

Allerdings ist dies schon Kritik auf hohem Level.

Kommen wir zum Energieverbrauch. Starten wir hier mit der erfreulichsten Nachricht, im Leerlauf braucht die 2. Gen Yeelight Smart Light Bulb so wenig Energie, dass dies nicht mal von meinem Messgerät messbar ist. Damit werden weniger also 0,2W verbraucht, was ein absoluter Top Wert ist! Viele WLAN Glühbirnen brauchen teilweise 1W und mehr im Leerlauf für das Halten der WLAN Verbindung.

Wie sieht es im Betrieb aus? Xiaomi wirbt mit 10W, wann werden diese erreicht?

Ja die Yeelight 2.Gen benötigt bei einem Weißen/kalt Weißem Licht ziemlich genau 10W, was etwas mehr ist als beim Vorgänger. Setzt man dies allerdings in den Vergleich mit der gestiegenen Helligkeit, würde ich dem Versprechen einer höheren Effizienz zustimmen.

Wollt Ihr farbiges Licht fällt der Energieverbrauch wie üblich etwas geringer aus. Hier benötigt die Yeelight zwischen 4,3 und 6,1W.

Probleme mit der WLAN Signalstärke oder generell mit der Verbindung hatte ich im Übrigen keine!

 

Fazit

Xiaomi ist unheimlich zuverlässig, wenn es um gute Produkte geht. An dieser Stelle kann man fast blind eine Empfehlung für alle Xiaomi Produkte ausstellen, dies bestätigt auch die 2.Generation der Yeelight „YLDP06YL“ LED RGB Glühbirne.

Was die Software angeht, hat sich Xiaomi bzw. Yeelight über die letzten Jahre seit dem Start der ersten Yeelight konstant gesteigert. Mittlerweile gibt es eine gute Deutsche App, welche alle Funktionen mitbringt, die man sich wünschen kann. Ob nun Gruppen, deutsche Server oder auch eine Amazon Echo/Google Home Integration.

Aber das wahre Highlight der neuen 2.Gen Yeelight Smart light Bulb ist das Licht. Vergleichen mit dem Vorgänger gab es beim weißen Licht eine Steigerung von rund 50%, was die Helligkeit angeht. Aber auch bei Farben ist die neue Yeelight die hellste und kräftigste RGB LED Glühbirne, die mir bekannt ist!

Selbst eine teure Philips Hue White & Color 3. Gen kann hier nicht mithalten.

Von daher Daumen hoch für die Xiaomi Yeelight „YLDP06YL“ LED RGB Glühbirne der 2. Gen! Für rund 20-30€, je nachdem wo Ihr diese kauft, macht Ihr nichts falsch. Xiaomi hat auch den Willen gezeigt das Yeelight System weiterauszubauen, was man ebenfalls als großen Pluspunkt verbuchen kann.

Sucht Ihr also die beste smarte Glühbirne mit dem besten Preis, seid Ihr bei der neuen Yeelight an der richtigen Adresse.

Positiv

    • Sehr hell, sowohl bei weißem wie auch buntem Licht.
    • Gute App mit starkem Funktionsumfang
    • Gute Reaktionszeiten
    • Hohe Energieeffizienz
    • Hammer Preis/Leistung

Neutral

  • Keine Fernbedienungen verfügbar (wie für das Philips Hue System)

 

Negativ

Die Plextor M9Pe(G) SSD im Test

Wenn man an SSDs denkt, fallen den meisten Nutzer meist zuerst Samsung, SanDisk, OCZ, Cruical und Co. ein.

Allerdings im Windschatten der großen Hersteller gibt es auch einige kleinere Anbieter. Zu diesen gehört beispielsweise Plextor.

Erstaunlich, denn Plextor gehörte eigentlich zu den ersten Herstellern, welcher SSDs für Endnutzer angeboten hatte. Zudem ist der Ruf von Plextor SSDs eigentlich hervorragend, dennoch ist diesen immer etwas der Durchbrauch im Endkunden Markt verwehrt geblieben.

Dies soll sich nun mit der neuen Plextor M9Pe(G) ändern. Bei der M9Pe(G) handelt es sich um eine High End „Flaggschiff“ NVME SSD, welche sich mit den großen Modellen von Samsung und Co. messen soll.

Aber schafft dies auch die M9Pe(G)? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank Plextor für das Ausleihen der M9Pe(G)!

 

Die Plextor M9Pe(G) im Test

Die Plextor M9Pe(G) ist eine SSD im m.2 Formfaktor, welche allerdings auf das NVME Protokoll setzt, wie auch auf die PCIe Schnittstelle.

Optisch soll die M9Pe(G) sofort klarmachen wohin die Reise aus Sicht der Leistung geht. Plextor setzt bei dieser auf einen großen Aluminiumkühlkörper, welcher die komplette Oberseite bedeckt.

Dieser Kühlkörper ist Schwarz/Rot lackiert, leider ist allerdings das zugrundeliegende PCB weiterhin grün. Wenn man schon mit solch einem aggressiven Design anfängt, hätte man dies auch mit einem schwarzen PCB zu Ende bringen können, wie ich finde.

Allerdings verschwindet die SSD vermutlich eh bei den meisten Nutzern tief im System oder im Notebook.

Hier sollte die zusätzliche Höhe des Kühlkörpers nicht groß stören. Allerdings in Ultrabooks könnte es schon etwas enger werden, auch wenn ich denke, dass es hier in 99% der Fällen genug spiel geben sollte. Der Kühlküroper ist lediglich wenige mm hoch.

Die Rückseite der Plextor M9Pe(G) ist zu mindestens bei der 512GB komplett frei. Hier gibt es weder einen Kühlkörper, noch die Chips, die zu kühlen wären.

Die M9Pe(G) setzt auf einen Marvell 88SS1093 Controller, welcher bisher primär auch nur in diversen Plextor SSDs zu Einsatz kam. Lediglich die Western digital WD Black SSD setzt ebenfalls auf diesen Controller.

Der 88SS1093 von Marvell gilt als High End Controller welcher 8 Speicherkanäle unterstützt und über drei Prozessorkerne mit jeweils 500MHz verfügt.

Kombiniert wird der Controller mit 256MB/512MB/1024MB Cache, je nach gewählter Kapazität.

Bei den Speicherchips setzt Plextor auf einen aktuellen 3D TLC NAND aus dem Hause Toshiba.

Plextor gibt die Leistung lesend mit maximal 3000MB/s bei der 256GB Version und 3200MB/s bei der 512GB und 1024GB Version an.

Schreibend soll die 256GB Version 1000MB/s schaffen, die 512GB Version 2000MB/s und die 1024GB Version 2100MB/s.

Es ist also praktisch davon auszugehen, dass die 512GB und 1024GB Version eine sehr ähnliche, wenn nicht sogar identische Performance aufwiesen. Die 256GB Version hingegen ist ein Stück langsamer.

3200MB/s lesend und 2100MB/s schreibend kann man als absolute High End Leistung beschreiben!

Die Garantie fällt auf die SSD typischen 5 Jahre, dabei soll die 256GB Version 160TB schaffen, die 512GB 320TB und die 1024GB SSD 640TB.

Zum Vergleich (jeweils die 512GB Version):

  • Plextor M9Pe(G) 320TB
  • Samsung 960 EVO 200TB
  • Samsung 970 EVO 300TB
  • Patriot Hellfire 230TB
  • Corsair Force Series MP500 640TB
  • Toshiba OCZ RD400 296TB

Wie man sieht, ist Plextor recht optimistisch was die Haltbarkeit seiner SSD angeht. Praktisch ist natürlich die Herstellerangabe immer nur ein grober Wert, welcher primär für die Garantie wichtig ist, als letztendlich eine feste Aussage über die Haltbarkeit.

 

Theoretische Benchmarks

Beginnen wir mit den klassischen theoretischen Benchmarks um die Herstellerangaben einmal zu überprüfen.

Der absolute Klassiker ist hier ohne Frage Crystal-Diskmark, mit welchem wir auch starten.

Plextor verspricht bei der 512GB Version der M9Pe(G) 3200MB/s lesen und 2000MB/s schreiben. Crystaldiskmark bestätigt diese Werte auch fast zu 100% mit 3123MB/s lesen und 2039MB/s schreiben.

Bei kleineren Dateien fällt naturgemäß die Datenrate etwas kleiner aus, aber sieht immer noch sehr gut aus! Gerade die lesend erreichten Werte sehen sehr stark aus. 57,25MB/s bei 4K Dateien ist ordentlich, zum Vergleich die Corsair MP500 45,6MB/s und eine Samsung 960 EVO 44MB/s.

Schauen wir uns neben Crystaldiskmark auch einmal AS-SSD und ATTO an.

ASSSD ist leider nicht sonderlich gut optimiert, was NVME SSDs angeht. Daher sind hier die erreichten Werte bei allen SSDs immer deutlich schlechter als in der Realität.

Allerdings zeigt uns ASSSD die Zugriffszeit an, was ein interessanter Wert ist. 0,044ms lesend sind erneut extrem gut! Die 0,049ms schreibend hingegen eher durchschnittlich.

Der ATTO Benchmark kommt auf ähnliche Werte wie Crystaldiskmark mit rund 3100MB/s lesen in der Spitze und 2000MB/s schreibend.

Nutzt die Plextor M9Pe(G) eine Datenkompression oder ähnliche Tricks um auf diese guten Werte zu kommen?

Die M9Pe(G) nutzt erfreulicherweise keine Datenkompression. Es spielt hier also keine Rolle ob sich Daten komprimieren lassen oder nicht. Dies sollte die Performance über alle Anwendungen hinweg deutlich konstanter gestalten.

Allerdings nutzt die Plextor M9Pe(G) einen Schreibcache! Dieser Cache ist lediglich rund 8GB groß. Ist dieser Cache voll, sinkt die Schreibgeschwindigkeit auf rund 700MB/s.

Schreibt Ihr also eine große Datei auf die SSD gehen die ersten rund 8GB sehr flott und dann sinkt das Tempo. Ist der Dateitransfer erledigt wird dieser Cache von der SSD natürlich wieder freigeschaufelt, so das beim nächsten Mal wieder die 8GB zur Verfügung stehen.

Ist dies schlimm? Jein, kopiert Ihr regelmäßig sehr große Daten auf die SSD ist dies natürlich ein limitierender Faktor, wobei 700MB/s immer noch sehr annehmbar sind.

Im normalen Alltag hingegen schreibt man selten größere Dateien, hier kommt es meist primär auf die Lese-Performance an, welche konstant hoch ist.

 

Im Alltag

Kommen wir damit auch zum Alltag. Hohe Werte in Benchmarks sind schön und geben ein gutes Gefühl beim Kauf, aber praktisch sind diese meist nicht übermäßig wichtig.

Für die Praxis Tests setze ich auf folgendes System:

  • Intel Core i7-5820K
  • ASRock X99 Extreme4
  • 16GB DDR4 RAM
  • Nvidia GTX 1030

Starten wir hier mit WinRAR Test. Für diesen Test wurde auf jede SSD ein .rar Archiv kopiert mit einmal 56GB und 20.000 Dateien und einmal mit 25GB und 2.000 Dateien.

Bei Archiv NR.1 handelt es sich um meine gepackte Lightroom Bibliothek, bei Archiv NR.2 um Bioshock Infinite.

Die Lightroom Bibliothek besteht aus ein paar großen, aber primär sehr vielen sehr kleinen Dateien. Bioshock Infinite hingegen ist wie die meisten Programme ein bunter Mix primär mittelgroßer Dateien.

Die Plextor M9Pe(G) schlägt sich wacker in diesem Test, kann allerdings nicht ganz mit der Corsair MP500 oder Toshiba OCZ RD400 mithalten.

Dies liegt primär am kleinen SLC Cache, welchen die Plextor SSD nutzt. Die Toshiba wie auch Corsair SSD hingegen können konstant die volle Schreib-Performance abrufen.

Die günstige Intel SSD 600p wird von allen SSDs deutlich geschlagen. Ähnlich wie die Plextor M9Pe(G) setzt Intel auf einen Cache. Dieser Cache ist zwar etwas größer bei Intel, aber sobald dieser voll ist, sinkt die Schreibrate der 600p auf unter 200MB/s, was sich in diesem Test rächt.

Die M9Pe(G) verfügt auch nach dem Cache noch über eine sehr anständige Performance, weshalb diese hier kaum schlechter abschneidet als die RD400 oder MP500.

Das Entpacken eines Archivs ist ein recht schreibintensiver Vorgang, wie sieht es aber bei einem lese-intensiven Einsatz aus? Beispielsweise bei einem AV-Scanner? Für diesen Test habe ich mithilfe des Windows Defenders den zuvor entpackten Lightroom Ordner gescannt und die Zeit gestoppt.

Wie auch schon in den Benchmarks kann die M9Pe(G) eine recht gute Performance bei leseintensiven Anwendungen, wie hier, zeigen.

Der Unterschied zwischen den drei „großen“ SSDs fällt zwar sehr klein aus, aber die M9Pe(G) kann hier knapp führen.

 

Zwar ist eine Neuinstallation von Windows 10 nichts Alltägliches, aber durchaus ein interessanter Test. Für diesen habe ich Windows 10 von einem originalen Windows 10 USB Stick auf den Test-PC neu installiert.

Hierbei habe ich die Zeit vom Weiterklicken in den Partitionseinstellungen bis hin zur ersten erzwungenen Nutzerinteraktion (das Anlegen eines Benutzerkontos) gestoppt.

Interessanterweise kann die M9Pe(G) sowohl die Intel wie auch Toshiba SSD in diesem Test schlagen, dies sogar um einige Sekunden.

Die Mischung aus kleinen Schreibvorgängen und Lesepassagen scheint etwas zu sein, was die Plextor SSD mag. Allerdings hat mich zugegeben das noch bessere Abschneiden der Corsair MP500 fast noch etwas mehr überrascht.

Der klassische Windows 10 Boot-Test darf natürlich in keinem SSD Test fehlen. Hierfür habe ich die Zeit gestoppt vom Betätigen des Einschalters, bis zum öffnen eines Editor Fensters, welches im Autostart lag.

Wenn es Euch um einen schnellen Start von Windows geht, ist es ziemlich egal, welche SSD Ihr wählt. Alle vier SSDs liegen hier gleichauf, die Intel SSD ist hierbei mit 33,01 Sekunden ein wenig langsamer, aber praktisch hat dies keine Relevanz.

Der mit Abstand größte Teil mit knappen 20 Sekunden war die Zeit, die das Mainboard benötigte.

Verändern sich die Werte aber vielleicht bei einem etwas stärker benutzen Windows? Für Test NR. 2 lag neben dem Editor Libre Office (Write und Calc), der VLC Play, FireFox, Avira Anti-Virus und iTunes mit im Autostart.

Ähnliches Bild wie beim ersten Test mit einem leeren Windows. Die SSDs von Plextor, Toshiba und Corsair liegen gleich auf, die SSD von Intel ziemlich genau eine Sekunde dahinter.

 

Temperatur

Die M9Pe(G) verfügt über einen großen Aluminium Kühlkörper, aber ist dieser wirklich nötig bzw. sinnvoll? Oder ist das Ganze nur Show?

Während SATA SSDs was die Temperaturen angeht sehr problemlos waren, sind NVME SSDs hier durchaus schwieriger.

Aufgrund der hohen Leistung welche auf extrem kleiner Fläche komprimiert wird ist es bei High-End Modellen Gang und gebe das diese 80Grad oder mehr erreichen können. Oftmals führen solch hohe Temperaturen auch zu einem Verlangsamen der SSD.

Von daher macht hier eine Kühlung Sinn.

Allerdings ist natürlich so ein einfacher Aluminium Kühlkörper welcher mithilfe von Wärmeleitpads aufgeklebt ist natürlich auch nicht perfekt. Der Kühlkörper der M9Pe(G) hilft natürlich beim Verteilen der Wärme, erhöht aber nur ein wenig die Grundfläche.

Genug geschrieben, wie sieht es in der Praxis aus? Für diesen Test habe ich mit jeder der Test-SSDs einen Crystaldiskmark Benchmark gestartet mit 9 Durchläufen und einer Dateigröße von 32GB.

Die SSDs waren offen in einem Testsystem verbaut, aber ohne direkten Luftstrom. Dennoch gehe ich davon aus, dass in einem Notebook die Temperaturen bei allen SSDs noch ein kleines Stück höher wären.

Ja High-End SSDs werden heiß, die Corsair MP500 erreichte 86 Grad Höchst-Temperatur und die Toshiba RD400 80 Grad.

Beides schon sehr kritische Werte. Selbst die deutlich langsamere Intel 600p wurde mit 74 Grad ordentlich warm.

Aber wie steht es um die M9Pe(G)? Gut! Diese erreichte gerade einmal 69 Grad, was natürlich immer noch recht warm ist, aber verglichen mit den anderen Modellen scheint der Kühlkörper etwas zu bewirken.

69 Grad ist für eine NVME SSD unter Volllast absolut okay. Positiv ist, auch das generelle Temperaturverhalten zu erwähnen.

Die anderen SSDs erreichten innerhalb von Sekunden ihre höchste Temperatur. Die M9Pe(G) hat sich merkbar langsamer erwärmt und langsam bei 69 Grad eingependelt.

Die zusätzliche „Masse“ des Kühlkörpers hilft hier wohl etwas Wärmeenergie aufzunehmen und somit das Erwärmen zu verlangsamen.

Habt Ihr nur kurze Leistungsschübe, in welchen die SSD Arbeiten muss, dann sehen die Werte nochmals besser aus!

 

Fazit

Beim Kauf einer High End NVME SSD kann man nicht viel falsch machen. Das ehrliche Fazit ist es ist mehr egal, welches High End Modell Ihr in der Praxis kauft.

Bei Dingen wie Programm-Starts, Windows Start usw. liegen die High End Modelle so dicht beieinander, dass es keine wirkliche Rolle spielt.

Beispielsweise Windows 10 startet bei der M9Pe(G) im meinem Test durchschnittlich in 32,32 Sekunden und mit der Toshiba RD400 in 32,05 Sekunden.

Bei Programmstarts ist die M9Pe(G) mit allen Flaggschiffmodellen der großen Hersteller gleichauf, aufgrund der starken Lese-Performance.

Beim Schreiben muss man etwas differenzierter an die Sache gehen. Plextor setzt auf einen Cache, welcher für einige GB die Leistung auf 2000MB/s hebt. Ist der Cache voll sinkt die Schreibgeschwindigkeit auf rund 700MB/s.

Damit ist die M9Pe(G) weniger etwas für Nutzer die viel mit extrem großen Dateien arbeiten. Im normalen Alltag für beispielsweise Gamer ist dies aber unwichtig.

Hier ist vermutlich der größte Vorteil der Plextor M9Pe(G) der große Kühlkörper, welcher doch die SSD deutlich kühler hält als die Konkurrenten.

Damit kann ich die Plextor M9Pe(G) gerade für Systeme empfehlen wo der SSD wenig Kühlung zugutekommt, wie auch viele Dateien primär gelesen werden.

Die M9Pe(G) ist also ideal für super kompakte PCs und Gaming Notebooks!

Sennheiser GSP 500 – neue Gaming Headset Referenz?

Wer auf der Suche nach einem Headset mit offener Bauweise ist, wird feststellen, dass die Auswahl an guten Geräten schlicht mager ausfällt. Sennheiser ist einer der wenigen Hersteller, der seit Jahren ihr Portfolio kontinuierlich erweitert und verbessert. Ihr neuster Wurf ist das Sennheiser GSP 500, dessen Wurzeln auf das legendäre PC360 zurückzuführen ist.

Sennheiser GSP 500 im Detail:

Mit der Einführung der GSP-Serie hat Sennheiser einen neuen Weg im Design ihrer Gaming Peripherie eingeschlagen. Während beispielsweise das Sennheiser Game Zero eher einem klassischen Kopfhörer mit zusätzlich angebrachten Mikrofon entspricht, sieht man dem Sennheiser GSP 500 auf dem ersten Blick den Primäreinsatzzweck Gaming an. Nahezu jedes Bauteil des Headsets fällt wuchtig aus. Seien es nun die großen, ovalen Ohrmuscheln, der relativ steife Mikrofonarm, die silbernen Scharniere, die mit dem Hersteller Logo versehene Höhenarretierung oder das besonders breite Kopfhörerband. Unterstrichen wird der Eindruck mit der verspielten schwarz-roten Farbwahl des Gehäuses.

Auf der linken Seite der Kopfhörermuschel wurde nicht nur das erwähnte Mikrofon verbaut, sondern auch der Eingang für das Audiokabel. Der Stecker ähnelt stark dem einer regulären 2,5mm Klinke. Zur Befestigung wird das Kabel schlicht in die Buchse ohne weitere Dreharretierung, wie es bei dem Sennheiser HD598 der Fall ist, gesteckt. Dem Headset werden insgesamt zwei Stoffummantele Kabel für den Einsatz am PC (2,5 Meter, 2 x 3,5mm Klinke) respektive an der Konsole und Smartphone (1,5 Meter, 1 x 3,5mm Klinke) beigelegt. Ersatz kann unter anderem direkt bei Sennheiser für einen schmalen Taler von 18€ bzw. 20€ geordert werden. Dank eines niedrigen Innenwiderstandes von lediglich 28 Ohm ist das Headset an jedem erdenklichen Audiogerät lauffähig.
Auf der rechten Seite befindet sich das großes Drehrad zur Lautstärkeregulierung. Damit umgeht der Hersteller geschickt zwei Probleme einer klassischen Kabelfernbedienung. Weder treten bei Berührung mit dem Oberkörper Störgeräusche auf, noch kann man versehentlich die Lautstärke ändern.

Als Materialmix kommt primär Hartplastik sowie Metall für die beiden Scharnieren zum Einsatz. Das Kopfband, welches großflächig mit Velour Polster versehen ist, besteht aus flexiblen Kunststoff, das sich angenehm an die Kopfform anpasst. An der Verarbeitung gibt es kaum etwas auszusetzten. Die Kunststoffabdeckungen erweisen sich materialstark, die Nähte sind sauber gefertigt und die Mechanik an allen verstellbaren Elementen laufen einwandfrei.

Gegenüber dem Geschwister Modell Sennheiser GSP 600 sind nicht nur die Seitenabdeckungen offen, sondern es kommen anstelle von Kunstleder, Polster aus weichem, atmungsaktivem Velour zum Einsatz. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf dem Tragekomfort aus, es beeinflusst zudem die Klangcharakteristik. Zu Beidem später mehr. Bei Bedarf können die Polster mit einem Handgriff entfernt und getauscht werden. Ein weiterer Punkt, der für die Langlebigkeit des Headsets spricht.

Tragekomfort:

Mit fast 400 Gramm ist das Sennheiser GSP 500 alles andere als ein Leichtgewicht. Es ist also umso wichtiger, dass das Headset perfekt auf dem Kopf anliegt und sich die Last gleichmäßig verteilt. Um dies zu erzielen, verfügt es nicht nur über die obligatorische Höhenverstellung der Ohrmuscheln, sondern auch über einen Mechanismus zur Veränderung der Kopfbügelspannung. Diese wird über einen Regler an der Oberseite des Kopfbandes angepasst.Der Effekt fällt zwar geringfügiger aus als das, was das Werbevideo vermuten lässt, der Unterschied ist dennoch spürbar. So wäre mir der Anpressdruck bei der standardmäßigen Einstellung schlicht zu hoch. Anstelle nun den Kopfhörer über Nacht zwischen Büchern zu spannen, wie es manch ein anderer deutscher Hersteller empfiehlt, muss man nur die Schieberegler verstellen.

Eine Neuerung sind zudem die aus Metall gefertigten Gelenke zur Aufhängung der Ohrmuscheln. Sie lassen sich um bis zu 45° drehen und passen sich angenehm der Kopfform an. Als komfortabel weich fällt auch die großflächige Bepolsterung aus. Das atmungsaktive Gewebe verhindert bei längeren Spielesaisons Schweißbildung Rund um die Ohrregion. Als Träger einer Brille mit breiten Bügeln kann ich zudem vollständige Entwarnung geben. Selbst nach mehrstündiger Arbeit mit dem Gerät konnte ich keine schmerzenden Druckstellen feststellen.

Klang:

Dass Headsets einen schlechten Ruf bezüglich Klangqualität haben, ist in vielen Fällen nicht von der Hand zu weisen. Mit einer gewissen Zurückhaltung durfte das Sennheiser auf meinem Kopf Platz nehmen. Die anfängliche Vorbehalten waren völlig unbegründet und wurden beim erste Probehören direkt hinfort gespült. Ich garantiere, euch wird das Sennheiser GSP 500 ebenso überraschen. Warum? Es klingt nicht wie ein typisches Headset!

Wie bereits geschrieben, setzt Sennheiser mit dem GSP 500 auf einen offenen Aufbau. Dadurch werden Außengeräusche nur geringfügig abgeschwächt. Ihr werdet also nicht von der Welt abgekapselt. Dies ist ebenso umgekehrt der Fall. Die Außenwelt bekommt von dem abgespielten Ton ebenfalls etwas mit. Desweitern hört sich eure eigene Stimme, wenn ihr sprecht, gewohnt natürlich und nicht gedämpft an.
Auch die Klangcharakteristik verändert sich maßgeblich. Durch die Bauweise besitzt das Sennheiser GSP 500 für ein Headset eine unglaubliche Räumlichkeit. So macht es nicht nur Spaß, bei Musik den Stellplatz der Instrumente in der gedachten Bühne auszumachen, sondern ein genaues Orten von Gegnern in Spielen wird dadurch besser ermöglicht. Interessant ist vor allem die räumliche Position im Vergleich zu dem Studiokopfhörer Sennheiser HD650. In einem virtuellen Saal, indem die Instrumente in einem Halbkreis aufgebaut sind, befindet man sich mit dem Sennheiser GSP 500 nahezu zentral. Töne, die direkt von rechts oder links kommen, werden auch so wahrgenommen. Der Sennheiser HD650 fühlt sich dabei distanzierter an, als ob man einen großen Schritt nach hinten gemacht hätte.

Im Widerspruch zur Gaming Aufschrift steht hierbei die klangbildliche Abstimmung, denn im Gegensatz zu vielen typischen Headsets werden nicht die Mitten, mit dem Hintergrund Schrittgeräusche bewusst hervorzugeben, angehoben, sondern vielmehr die Höhen und insbesondere die Tiefen betont. . Viele Modelle von Beyerdynamic setzten auf diese Badewannen Charakteristik und auch die Softwarelösung „SBX Pro Studio Crystalizer“ von Creative macht nichts anderes. Man schränkt das Einsatzgebiet daher nicht auf Spiele ein, sondern kann das Headset auch im alltäglichen Betrieb genießen.

Was die eigentliche Klangqualität angeht, muss sich das Sennheiser GSP 500 nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Der Bass wird präzise sowie mit einem gewissen Punch wiedergegeben und die zurückhaltenden Mitten werden in jeder Situation sauber dargestellt. Eine kleinere Schwäche zeigt sich jedoch beim Übergang zwischen dem mittleren Frequenzbereich und den etwas kalten Höhen. Das Headset schafft es nicht, jenen Raum in ähnlich hoher Auflösung darzustellen. Davon abgesehen braucht sich das Sennheiser GSP 500 nicht vor meinen ähnlich teuren Kopfhörer Sennheiser HD598 verstecken.

Mikrofon:

Kommen wir nun zu dem Bauteil, was einen Kopfhörer von einem Headset unterscheidet: dem Mikrofon. Der relativ starre Mikrofonarm lässt mich mit wenig Kraftaufwand in die gewünschte Position vor dem Mund platzieren. Gleichzeitig ist der Halt des Gelenks ausreichend hoch, dass selbst bei schneller Kopfbewegung eher das Headset vom Kopf fällt als sich der Mikrofonarm verstellt. Ab einem Einstellwinkel von unter 45° wird das Mikrofon mechanisch, das durch ein hörbares Klicken bestätigt wird, deaktiviert. Insbesondere bei Verwendung an der Konsole, wo man keinen dedizierten Mute Button auf eine Taste programmieren kann, ist dies ein unkompliziertes Komfortfeature. Gleichzeitig verschwindet der Arm aus dem Sichtfeld, sodass man sich besser auf das Geschehen vor einem konzentrieren kann. Wie immer auf Techtest wird eine entsprechende Testaufnahme mit dem Mikrofon aufgenommen.

Die Klangqualität kann sich sehen lassen. Die Stimme wird deutlich und laut aufgenommen. Für die leicht näselnde Stimme ist der aktuelle Pollenflug verantwortlich. Dies bitte ich zu entschuldigen. Das Mikrofon erfüllt alle Anforderungen für Skype, Teamspeak oder Discord Gespräche. Selbst angehende Twitch Streamer werden damit ihre Freude haben.

Fazit:

Mit dem Sennheiser GSP 500 haben wir ein in vielerlei Hinsicht besonderes Headset auf dem Prüfstand gehabt. Dies fängt schon bei dem extravaganten Design an und hört bei der offenen Bauweise auf. Diese vermittelt einem nicht nur ein Gefühl von Räumlichkeit und Freiheit, sondern sorgt für eine gute Lokalisierung von anderen Spielern. Die Klangqualität auf beinahe Kopfhörer Niveau bereitetet einem – abseits der virtuellen Spielewelten – viel Spaß bei Film und Musik. Für eine verständliche (einwandfreie?) Kommunikation mit der Außenwelt bedingt das gute Mikrofon.

Der Hersteller hat sich auch viele Gedanken bezüglich des Tragekomforts gemacht. Die Einstellbarkeit der Kopfbügelspannung erweist sich ich als ein simples aber effektives System für einen komfortablen Sitz. Für eine lange Lebensdauer spricht neben der sehr guten Materialverarbeitung auch der kostengünstige sowie einfache Austausch der Hauptverschleißteile Audiokabel und Ohrpolster.
So kristallisiert sich das Sennheiser GSP 500 als ein waschechter Allrounder heraus. Egal welches Szenario man das Headset aussetzt, es zeigt dabei stets eine gute Figur. Sei es nun mobil am Smartphone, an der Konsole oder am PC. Der relativ hohe Preis von ca. 220€ ist durch das runde Gesamtpaket gerechtfertigt.

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5x Bluetooth Kopfhörer im Vergleich, Bose QC35 II, Sony WH-1000XM2, Sennheiser PXC550, ……

Bluetooth Kopfhörer liegen im Trend. Kein Wunder, es wird immer mehr Musik über Smartphones und Tablets gehört und hier sind nun mal kabellose Kopfhörer klasse!

Aber welcher ist der beste Bluetooth Kopfhörer, der Bose QC 35II oder doch eher der Sony WH-1000XM2? Vielleicht sollte man auch eher auf eine Traditionsmarke wie Sennheiser oder Bang & Olufsen setzen?

Keine ganz leichte Frage! Um hier eine Antwort zu finden habe ich mir gleich fünf populäre Bluetooth Kopfhörer in der 200-300€ Preisklasse gekauft.

Wollen wir doch einmal im Test herausfinden welcher der Beste ist! Neugierig?

 

Die Testkandidaten

Für diesen Test habe ich fünf populäre Bluetooth Kopfhörer ausgewählt und bestellt. Meine Wahl ist auf folgende Modelle gefallen:

Alle fünf Modelle sind für rund 200-300€ erhältlich und kann man somit als „High End Bluetooth Kopfhörer“ betiteln.

Das günstigste Modell ist hier der Beoplay H4 mit rund 215€. Leider verfügt dieser zwar über kein aktives Noise Cancelling, ist aber abseits davon ein sehr interessantes Modell!

Die Beats Studio 3 sind erstaunlicherweise die zweit günstigsten Kopfhörer im Vergleich, mit rund 250€.

Die Sennheiser PXC550 und Sony WH-1000XM2 sind mit knapp unter 300€ preislich gleichauf.

Lediglich die Bose QC35 II übersteigen knapp die 300€ Marke mit rund 325€. Ab und zu sind diese aber auch für unter 300€ im Angebot zu bekommen.

 

Der erste Eindruck und Haptik

Das man für rund 200-300€ keine Bluetooth Kopfhörer bekommt welche „billig“ anmuten sollte doch selbstverständlich sein, oder?

Leider so selbstverständlich ist das Ganze nicht. Die Hersteller haben hier ein kleines Problem, man muss sich entscheiden, will man die Kopfhörer massiv und hochwertig Arbeiten oder doch lieber etwas „plastikhafter“ und dafür leichter.

Sennheiser hat sich bei den PXC550 für Letzteres entschieden. Nein die Kopfhörer sind nicht „billig“ oder zerbrechlich, wirken aber auch nicht sonderlich hochwertig. Dies liegt auch an der furchtbaren Softtouch Beschichtung welche Sennheiser auf der Rückseite der Ohrmuscheln nutzt.

Sennheiser PXC550

Die PXC 550 sind Fingerabdruckmagneten! Dies macht die Touch Bedienung, die Rückseite der rechten Ohrmuschel ist ein Touchpad, etwas unschöner. Auch ist der Kopfhörer vollständig aus einem eher mittelmäßig dickem Kunststoff gefertigt.

Dies schlägt sich allerdings auch im Gewicht wieder.

  • Bang & Olufsen Beoplay H4 238g
  • Beats Studio 3 260g
  • Bose QC 35 II 236g
  • Sennheiser PXC550 231g
  • Sony WH-1000XM2 277g

Die Sennheiser PXC 550 sind die leichtesten Kopfhörer im Vergleich, was man auch spürt, positiv wie auch negativ.

Das Design der Kopfhörer ist extrem schlicht. Sennheiser setzt auf einfache schwarze Kopfhörer mit ein paar silbernen Akzenten. Dabei halten diese sich sogar mit dem eigenen Markennamen zurück! Lediglich am Bügel der Kopfhörer ist ein kleines Sennheiser Logo angebracht.

Optisch etwas offensiver sind hier die Beats Studio 3. Klar ein wichtiger Punkt bei Beats Kopfhörern ist natürlich der Wiedererkennungswert. Die Studio 3 sind in diversen Farben verfügbar, auch in knalligem Rot. Wählt Ihr allerdings schwarz oder blau, finde ich die Kopfhörer sehr schick designt!

Beats Studio 3

Die Studio 3 sind nicht mehr ganz so auffällig wie die Vorgänger, aber dennoch modern gestaltet. Optisch finde ich diese am schicksten!

Haptisch gibt es Licht und Schatten. Beats setz primär auf einen leicht glänzenden Kunststoff, nicht das hochwertigste Material, aber die Studio 3 wirken eigentlich recht massiv. Kurzum die Haptik gefällt mir eigentlich recht gut.

Die Beoplay H4 sind hier das absolute Kontrastprogramm. Zwar sind die H4 auch komplett durchgestylte Kopfhörer, aber wirken etwas edler und „runder“ als alle Konkurrenten.

Beoplay H4

Bang & Olufsen setzt hier sogar aus Design Gründen auf komplett runde Ohrpolster. Die grundsätzliche Materialwahl ist angenehm hochwertig. Das Kopfband ist beispielsweise aus Aluminium, die Rückseite aus gefrästem Kunststoff usw.

Einzig lassen sich die Beoplay H4 leider nicht einklappen, was bei allen anderen Kopfhörern in diesem Test möglich ist.

Kommen wir zu den großen Sony WH-1000XM2. Diese sind ohne Frage die größten und auch schwersten Kopfhörer im Vergleich. Allerdings sind dafür die Bluetooth Kopfhörer auch sehr massiv und hochwertig gearbeitet. Sony setzt auf der Rückseite der Ohrmuscheln auf eine Art Kunstleder Textur und beim Kopfband auf Aluminium.

Sony WH-1000XM2

Auch die Gelenke der Kopfhörer sind angenehm massiv. Das Design würde ich als schlicht und elegant bezeichnen. Die Sony sind ohne Frage die best gebautesten Kopfhörer im Test.

Wie steht es um die Bose QC35 II? Die QC35 II sind auch relativ leichte Kopfhörer, allerdings ist der verwendete Kunststoff erfreulich dick, was den Kopfhörern eine gewisse Massivität und Robustheit verleiht.

Bose QC35 II

Lediglich sind die Scharniere für das Drehen und Klappen der Ohrmuscheln für meinen Geschmack etwas sehr locker.  Hier wirken die Sony WH-1000XM2 deutlich robuster.

Auch gefallen mir die Sony WH-1000XM2 vom Design besser. Die Bose QC35 II sind erneut sehr schlicht und abseits des Bose Logos auf den Ohrmuscheln ist dies ein Standard Design.

Natürlich wurde dieses mittlerweile sehr viel kopiert, aber dennoch wirken die QC35 II etwas uninspiriert.

Da natürlich Design sehr subjektiv ist, überlasse ich Euch hier das Urteil, allerdings für die Haptik würde ich folgende Rangliste Aufstellen:

  1. Sony WH-1000XM2
  2. Bose QC 35 II
  3. Bang & Olufsen Beoplay H4*
  4. Beats Studio 3
  5. Sennheiser PXC550

* Aufgrund des mangelnden Klappmechanismus einen Platz abgewertet.

Wie steht es um die Akkulaufzeit? Hier kann man erst einmal die Hersteller loben. Alle Kopfhörer haben eine sehr passable Akkulaufzeit und diese wird von den Hersteller konstant recht genau angegeben.

  • Bang & Olufsen Beoplay H4 19h
  • Beats Studio 3 22h
  • Bose QC 35 II 20h
  • Sennheiser PXC550 30h
  • Sony WH-1000XM2 30h

Grundsätzlich könnt Ihr hier rund 10-20% bei allen Kopfhörern abziehen. Die Herstellerangabe ist immer bei einer sehr niedrigen Lautstärke und weniger komplexen Musik.

Lediglich bei den Sennheiser würde ich die 30h etwas anzweifeln. Hier würde ich praktisch auch eher auf rund 20 Stunden kommen. Vielleicht geht Sennheiser bei 30 Stunden von einem ausgeschaltetem ANC aus?!

Auch hatte ich bei den PXC 550 zweimal das Problem das diese sich plötzlich von alleine abschalteten, aufgrund eines leeren Akkus, obwohl laut App noch 60% vorhanden waren.

Die beste praktische Akkulaufzeit bieten aber klar die Sony.

 

Tragekomfort

Alle Kopfhörer in diesem Vergleich sind Over-Ear Kopfhörer. Diese sollten also Eure Ohren umschließen. Im Detail unterscheiden sich jedoch die Kopfhörer deutlich.

Beispielsweise die Beoplay H4 setzen auf kreisrunde Ohrmuscheln, die Sennheiser auf leicht Spitzzusammenlaufende und Bose, Sony und Beats auf die klassischen Ovalen Ohrmuscheln.

Wie fühlen sich die Bluetooth Kopfhörer jeweils auf dem Kopf an? Starten wir mit denen die mir weniger gut gefallen.

Dies wären die Bang & Olufsen Beoplay H4 und Beats Studio 3. Beide Bluetooth Kopfhörer sind gut tragbar, aber unbequemer als die drei anderen.

Die BeoPlay H4 haben runde Ohrmuscheln, was natürlich schon einmal suboptimal ist. Allerdings wird dies etwas durch das extrem weiche und angenehme Ohrpolster kompensiert. Ich würde sogar fast sagen, dass das Ohrpolster das angenehmste von allen Kopfhörern im Vergleich ist. Allerdings besitzen die H4 einen sehr hohen Anpressdruck! Ich habe hier eigentlich eine recht hohe Toleranzgrenze, aber auch mir sind diese was fest. Im Laufe der Zeit wird sich dies natürlich etwas geben, aber sofern Ihr nicht mit einem hohen Anpressdruck klar kommt, sind die H4 erst einmal weniger etwas für Euch.

Die Beats Studio 3 sind recht neutral. Der Anpressdruck ist tendenziell etwas höher, aber nicht zu hoch, die Polsterung ist ausreichend dick und die Ohrmuscheln ausreichend groß. Allerdings wirken die Beats Studio 3 etwas steif. Dennoch würde ich diese schon als bequem bezeichnen.

Bei den Bose QC 35 II, Sennheiser PXC550 und Sony WH-1000XM2 fällt es mir sehr schwer einen Sieger auszumachen.

Die Sony und Sennheiser sind zwar sehr unterschiedlich, aber nicht minder bequem. Die Sony haben eine etwas weichere Polsterung und sitzen generell sehr gut, sind aber verglichen mit den Sennheiser etwas „schwerer“. Die Sennheiser sind sehr leichte Bluetooth Kopfhörer und sitzen daher sehr entspannt. Auch der Anpressdruck passt dazu. Allerdings sind die Ohrmuscheln etwas kleiner.

Vermutlich würde ich aber die Bose QC 35 II als bequemste Kopfhörer betiteln. Die Ohrmuscheln sind hier recht groß und tief. Zudem ist der Anpressdruck wie ich finde ideal und was die Polsterung angeht. Lediglich wenn Ihr sehr leichte Kopfhörer mögt, würde ich vielleicht die Sennheiser bevorzugen.

  1. Bose QC 35 II
  2. Sennheiser PXC550
  3. Sony WH-1000XM2
  4. Beats Studio 3
  5. Bang & Olufsen Beoplay H4

 

Aktives Noise Cancelling

Alle Kopfhörer, außer die Beplay H4, im Testfeld besitzen aktives Noise Cancelling. Dies bedeutet die Kopfhörer können aktiv Umgebungsgeräusche ausgleichen oder zumindest versuchen diese es.

Für ANC (Aktives Noise Cancelling) ist relativ viel Logik in den Kopfhörern nötig. Es benötigt unter anderem einen Prozessor, diverse Mikrofone und eine ausgeklügelte Software. Auch gibt es beim ANC eine recht verzwickte Patent Situation.

Letztendlich gibt es wenige günstige Kopfhörer welche das Noise Cancelling gut machen. Allerdings in der 200-300€ Preisklasse kann man schon einiges erwarten. Grundsätzlich gilt beim Noise Cancelling, umso tiefer die Geräusche sind umso besser lassen sich diese ausgleichen. Höhere Geräusche, wie Stimmen usw. hingegen sind problematischer.

Welcher Kopfhörer schlägt sich beim ANC am besten?

Die Beats Studio 3 haben ein recht dezentes Noise Cancelling. Dieses arbeitet gut darin Motoren und ähnliche Geräusche auszugleichen, ohne störendes Surren. Allerdings ist die Stärke des ANC eher mittelmäßig. Ja es sorgt für eine Verbesserung, aber die anderen Testkandidaten können dies noch etwas besser.

Auf Platz 3 liegen die Sennheiser PXC550. Ähnlich wie die Beats Studio 3 ist das Noise Cancelling gut! Wenn nicht hier sogar sehr gut. Tiefere Geräusche werden fast vollständig gefiltert und auch höhere Geräusche werden stark reduziert. In der Sennheiser App lässt sich zudem die Stärke des ANC stufenlos verstellen. Ein großes Rauschen oder Ähnliches konnte ich nicht bemerken.

Das beste Noise Cancelling haben die Bose QC 35 II und die Sony WH-1000XM2. Grundsätzlich ist das ANC der Sony WH-1000XM2 noch ein Stück stärker als das der Bose. In der App von Sony kann das ANC zudem extrem gut angepasst werden.

Auch erkennen die Sony beispielsweise ob Ihr in einem Flugzeug seid und versucht sich an die unterschiedlichen Druckgegebenheiten anzupassen. Grundsätzlich schafft es kein anderer Kopfhörer so viel Lärm zu blocken wie diese. Selbst Stimmen werden stark gedämpft oder sogar völlig ausgeglichen.

Allerdings produzieren die Sony dabei ein leichtes Rauschen, was einige Nutzer stören könnte.

Die Bose QC 35 II sind zwar etwas weniger stark was das ANC angeht, aber immer noch absolut top und erzeugen dabei kein Rauschen. Hier ist es nun Geschmackssache, stört Euch ein wenig Rauschen im Leerlauf nicht? Dann sind die Sony besser. Wollt Ihr absolute Ruhe? Dann sind die Bose besser.

  1. Sony WH-1000XM2
  2. Bose QC 35 II
  3. Sennheiser PXC550
  4. Beats Studio 3
  5. Bang & Olufsen Beoplay H4

 

Klang

Kommen wir zu dem Punkt welcher sicherlich der interessanteste ist, dem Klang. Hier möchte ich erst einmal klarstellen, dass keiner der hier getesteten Kopfhörer schlecht klingt, alle Modelle haben Ihre Stärken und Schwächen.

Es ist möglich, dass Euch auch andere Kopfhörer besser gefallen als mir, Geschmäcker sind bei Musik und Klang nun mal unterschiedlich. Dennoch versuchen wir einmal etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Wichtig! Dies wird eine kurze und bündige Übersicht über den Klang der jeweiligen Kopfhörer. Wollt Ihr mehr Details schaut am besten in die jeweiligen Einzeltests:

Die Beoplay H4 klingen ganz klar am „lebendigsten“ von allen Kopfhörern im Testfeld. Die H4 können mit dem besten Bass punkten. Dieser ist extrem tief und relativ stark. Hinzu kommen sehr klaren und brillanten Höhen, welche ebenfalls die „höchsten“ Höhen im Testfeld sind.

Hierdurch besitzen die Beoplay einen sehr ausgeprägten Hoch/Tief Kontrast. Dies verleiht den Kopfhörern eine große Spielfreude und Dynamik. Dabei sind die H4 aber auch keine holen Bass-Bomber, sondern der Klang ist qualitativ stark aufgelöst und gut detailliert. Allerdings sind hierdurch die mitten natürlich etwas schwächer.

Die Kopfhörer sind grundsätzlich eher etwas „kühler“ und schärft, auch trotz des sehr guten Basses.

Die Sennheiser PXC 550 sind hier deutlich neutraler. Von Haus aus sind die PXC550 fast etwas langweilig, aber die Kopfhörer sind gute Langweiler!

Das bedeutet die Höhen sind absolut sauber und klar, die Mitten neutral bis leicht angehoben und der Bass völlig neutral. Klingt so recht umspannend, allerdings bietet die PXC550 eine klasse Auflösung und Räumlichkeit, die beste im Testfeld. Auch die Darstellung von Stimmen ist hervorragend.

Sind Euch so die PXC 550 etwas zu langweilig geht in die Sennheiser App und schaltet dort einen FX Effekt ein. Hierrüber könnt Ihr die Kopfhörer zu einem deutlich aggressiveren und lebendigeren Bass überreden.

Die PXC 550 können also beides, neutral und aggressiv dynamisch. Wie auch immer Ihr Euch entscheidet, die Auflösung, Detaildarstellung und Bühne ist top!

Lediglich die leichte Mitten- Betonung bleibt etwas vorhanden, egal wie Ihr die Kopfhörer einstellt. Dennoch sind die PXC 550 astreine HiFi Kopfhörer!

Die Sony WH-1000XM2 stellen hier in gewisser Weise einen Kontrast dar. Die WH-1000XM2 sind recht warme und wuchtige Kopfhörer.

Zwar sind hier die Höhen recht warm, dafür die Mitten und Bässe sehr schön voll und satt. Die Sony haben nach den Beoplay den zweit stärksten Bass im Testfeld. Hierbei schaffen es diese einen sehr schönen Spagat zu schlagen zwischen bassstark und entspannt. Zwar könnte die Ablösung der Höhen von den Mitten/Bässen etwas besser sein, aber generell klingen die Sony angenehm hochwertig.

Bonuspunkte gibt es für die gute räumliche Darstellung, welche überdurchschnittlich ist. Die WH-1000XM2 klingen sehr schön groß und voll, besser geht’s kaum.

Die Bose QC35 II sind recht unauffällige Kopfhörer. Klare und saubere Höhen, solide Mitten und ein satter Bass. Die Kopfhörer passen, wenn man so will also für jeden Geschmack.

Dabei klingen die QC 35 II generell etwas leichter als beispielsweise die Sony und vielleicht auch etwas ausgewogener.

Leider gibt es allerdings ein paar Schwächen in der B Note. Die QC 35 II sind etwas schwächer was die Auflösung und Detaildarstellung angeht. Auch klingen die Kopfhörer etwas dünner und schwächer, gerade verglichen mit den Sony. Hier ist doch ein Stück Luft nach oben. Auch die Räumlichkeit ist schwächer als bei den meisten Konkurrenten.

Dennoch produzieren die Kopfhörer einen sehr gefälligen, angenehmen Klang. Falsch macht man mit den Bose nie etwas, auch wenn diese in einigen Punkten der Konkurrenz sicherlich etwas unterlegen sind.

Wie steht es um die Beats Studio 3? Zwar hatte ich auch diverse positive Erfahrungen mit Beats Kopfhörern gemacht, diese sind teilweise deutlich besser als ihr Ruf, aber die Studio 3 sind ganz klar die schwächsten Kopfhörer im Vergleich, wenn es um den Klang geht.

Grundsätzlich ähneln die Beats Studio 3 den Sony WH-1000XM2 ein Stück weit. Diese klingen also recht warm, mit einem guten Schuss Bass. Der Bass ist beispielsweise etwas stärker als bei den Sony, aber etwas schwächer bzw. flacher als bei den Beoplay.

Leider ist der Bass aber das Beste an den Kopfhörern. Die Höhen ausreichend klar, aber gemeinsam mit den Mitten etwas blechern.

Die dargestellte Bühne ist soweit okay, aber die Auflösung und Detaildarstellung für die 200-300€ Preisklasse unterdurchschnittlich. Kurzum alles was die Beats können, können die Bang & Olufsen Beoplay H4 oder Sony WH-1000XM2 doch ein gutes Stück besser.

Fassen wir das Ganze einmal zusammen. Die Beoplay H4 sind die dynamischsten und auch Bass stärksten Kopfhörer im Vergleich. Mögt Ihr einen sehr lebendigen und antreibenden Klang, sind dies die richtigen Kopfhörer für Euch. Dabei sind die Beoplay keine blinden Bass-Bomber, sondern liefern dabei noch einen sehr hochwertigen gut aufgelösten Klang. Allerdings könnten gerade die Mitten etwas voller sein.

Hier sind die Sennheiser PXC550 die besseren Allrounder. Von Natur aus sind diese recht neutral, mit leicht angehobenen Mitten. Allerdings ist es über die Sennheiser App möglich den Bass etwas anzuheben, wodurch die Kopfhörer deutlich aggressiver und lebendiger Klingen. Hier habt Ihr also die Wahl wie die Kopfhörer klingen sollen.

Die Sony WH-1000XM2 klingen hier deutlich wärmer, aber sehr kräftig. Dabei ist die dargestellte Bühne gut bis sehr gut und auch die Detaildarstellung ist stark. Mögt Ihr einen warmen und satten Klang sind dies die Kopfhörer für Euch. Allerdings verglichen mit den Beoplay und Sennheiser sind die Sony doch ein gutes Stück schwerer.

Die Bose QC 35 II sind klanglich sehr unspektakulär. Gute Höhen, solide Mitten und ein guter Bass, ergeben eine Mischung mit der man nicht viel falsch machen kann. Allerdings schwächeln die Bose etwas bei den Feinheiten. Die Auflösung ist eher mittemäßig genau wie die dargestellte Bühne.

Die Beats Studio 3 sind leider nicht empfehlenswert, aus Sicht des Klangs. Guter Bass, aber blecherne Mitten und Höhen. Die Beoplay H4 machen das was die Studio 3 versuchen zu machen.

 

Fazit, welcher ist der beste Bluetooth Kopfhörer in der 200-300€ Preisklasse?

Wie bei solchen Vergleichen oft üblich ist, ist es nicht möglich eindeutig auf einen Sieger zu zeigen. Alle Kopfhörer in diesem Test haben ihre Plus und Minuspunkte, es gibt keinen absolut besten.

Gerade wenn es um Klang vs. Tragekomfort geht wird es schwierig. Klanglich würde ich ganz klar die Bang & Olufsen Beoplay H4 oder Sennheiser PXC 550 zum Sieger erklären.

Die Beoplay H4 sind dynamisch, aggressiv mit einem tollen Bass und brillanten Höhen.

Die Sennheiser etwas konservativer mit einer hervorragenden Auflösung und Detaildarstellung. Per App lässt sich bei den Sennheiser allerdings der Klang noch etwas feintunen, wollt Ihr mehr Bass? Kein Problem bei den Sennheiser!

Allerdings sind die Beoplay was den Tragekomfort angeht eher mittelmäßig, gerade wenn Ihr keinen hohen Anpressdruck mögt und besitzen kein ANC. Die Sennheiser sind hier etwas besser, aber die Ohrmuscheln sind relativ klein.

Besser macht dies Sony und Bose. Die Sony WH-1000XM2 klingen sehr schön hochwertig und kraftvoll. Dabei besitzen diese die beste Verarbeitung und das stärkste Noise Cancelling, allerdings mit einem leichten Grundrauschen.

Die Bose QC 35 II machen was ANC und Tragekomfort angeht alles richtig und sind auch klanglich sehr gute Allrounder. Mit den QC 35 II macht man einfach nichts falsch! Allerdings was die Detaildarstellung und Auflösung angeht, liegen diese doch ein gutes Stück hinter den Sennheiser, Beoplay und Sony.

Der einzige Verlierer wären die Beats Studio 3, welche zwar nicht schlecht sind, aber schlechter als die Konkurrenten. Ich sehe hier keinen Grund nicht anstelle der Beats Studio 3 die Beoplay H4 oder Sony WH-1000XM2 zu kaufen.

Unterm Strich würde ich die Sennheiser PXC550 als Testsieger betiteln. Die PXC 550 sind klanglich starke Allrounder welche sich keinen groben Fehler erlauben. Der Tragekomfort ist gut, genau wie das Noise Cancelling und der Klang ist qualitativ top!

Aber auch die Sony, Bose und Beoplay Bluetooth Kopfhörer konnten überzeugen.

 

Kaufberatung

Ihr sucht Kopfhörer für das häusliche Umfeld und gelegentlich für längere Autofahrten, Busfahrten usw. und Euch ist primär ein guter Klang wichtig?

Die Sennheiser PXC550 wären hier die beste Wahl. Alternativ die Bang & Olufsen Beoplay H4, falls Ihr auf ANC verzichten könnt und mit dem anfangs höheren Anpressdruck leben könnt.

Ihr sehr viel unterwegs, auch viel mit dem Flugzeug und wollt so viel Ruhe wie möglich?

Die Sony WH-1000XM2 wären hier die beste Wahl.

Ihr könnt Euch nicht entscheiden?

Die Bose QC35 II sind die besten Allrounder. Diese sind zwar klanglich nicht ganz an der Spitze, aber bei allen Punkten gut mit dabei. Hier macht man nichts falsch. Gerade Tragekomfort und ANC sind top.

Alternativ die Sennheiser PXC550, klanglich etwas stärker, Tragekomfort etwas schwächer.

Alternativ Nr. 2 die Sony WH-1000XM2, wärmer klingend, etwas stärkeres ANC, dafür leichtes Grundrauschen.

Sennheiser PXC 550 Kopfhörer (Noise-Cancelling Wireless)

  • Hervorragender Klang
  • Tolle Detaildarstellung
  • Anpassbarer Klang via App
  • Gutes ANC
  • Recht kleine Ohrmuscheln

 

Die Beats Studio 3 Wireless im Test

Beats Kopfhörer sind sehr umstritten. Von einigen geliebt von einigen gehasst. Allerdings hat Beats einen Umbruch in der Audio Branche erzwungen. Weg von den hässlichen HiFi Kopfhörern hin zu modischeren Modellen und warum sollte es nicht schicke und gut klingende Kopfhörer geben?!

Beats Kopfhörer waren anfangs klanglich allerdings ganz einfach gesagt schlecht. Dies hat sich im Laufe der letzten Jahre aber etwas gewandelt. Klar hinter Beats steht nun Apple und damit so viel Geld die besten Sound Ingenieure der Welt zu kaufen.

Spiegelt sich dies in den noch recht neuen Beats Studio 3 Kopfhörern wieder?

Die Studio 3 sind Beats größte und auch teuersten Kopfhörer. Diese sind für rund 250€ zu bekommen, was zwar nicht günstig ist, aber für ein paar High End Bluetooth Kopfhörer auch nicht zu viel.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob die Beats Studio 3 diesem Preis auch gerecht werden.

 

Die Beats Studio 3 Wireless im Test

Die Studio 3 Wireless sind aktuell in vier Farben verfügbar, weiß, schwarz, rot und blau. Abhängig von der Farbe schwanken die Kopfhörer zwischen schlicht und auffällig.

Grundsätzlich gefällt mir das Design extrem gut! Die Form ist modern und schlicht. Auch das Beats Logo auf den Ohrmuscheln ist recht dezent, aber wiederum auffällig genug die Kopfhörer eindeutig zu kennzeichnen.

Selbst wenn man kein Jugendlicher mehr ist, muss man sich für die Studio 3 Wireless nicht schämen! Gerade in schwarz oder blau ist dies ein sehr schönes zeitloses Design.

Auch die Verarbeitung ist vernünftig. Vorbei sind die Zeiten von Hochglanz Kunststoff, Beats setzt nun auf ein etwas matteren Kunststoff, welcher halbwegs resistent gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern ist.

Zudem wirken die Studio 3 Wireless angehen massiv und wertig. Bonus Punkte gibt es für die Möglichkeit die Kopfhörer einzuklappen.

Der Klappmechanismus ist sogar aus Aluminium gefertigt, was hier für eine langanhaltende Stabilität sorgen sollte. Leider lassen sich die Ohrmuscheln allerdings nicht drehen!

Wie steht es um Anschlüsse und Tasten?

Die Tasten der Beats Studio 3 Wireless sind extrem gut getarnt! Unter dem Beats Logo auf der linken Ohrmuschel befindet sich eine Taste, welche die Musik pausiert, fortsetzt, einen Titel vorspielt usw.

Oberhalb und unterhalb dieser Taste befinden sich zwei weitere Tasten für die Lautstärke Regelung. Alle drei Tasten lassen sich sehr gut drücken!

Der Einschalter befindet sich an der rechten Ohrmuschel, wo auch fünf Status LEDs für den Akku-Stand angebracht sind.

Geladen wird der Akku über microUSB. Hier hat sich Apple anscheinend noch nicht getraut einen Lightning Anschluss zu nutzen, auch wenn die Kopfhörer sich ganz klar an iPhone Nutzer richten.

Neben dem microUSB Ladeport ist auch ein AUX Eingang zu finden.

Der Akku der Kopfhörer hält mit aktivem Noise Cancelling rund 20 Stunden, was ein guter Wert ist!

 

Tragekomfort

Die Beats Studio 3 Wireless sind Over-Ear Kopfhörer. Diese verfügen also über recht große Ohrmuscheln, welche Eure Ohren umschließen sollen.

Allerdings dies nur in der Theorie. Die Ohrmuscheln der Studio 3 sind nicht übermäßig groß. Auch die Polsterung ist eher durchschnittlich dick, aber ausreichend weich.

Was mich mehr stört, ist, dass die Kopfhörer etwas steif wirken. Es gibt bei diesen recht wenig Spiel für die Ohrmuscheln. Diese passen sich also eher schlecht an Euren Kopf an.

Kurzum ich würde den Tragekomfort mit einer 3 bewerten. Gibt bessere Kopfhörer, aber auch schlechtere.

 

ANC

Wie die meisten aktuellen High End Bluetooth Kopfhörer verfügen auch die Beats Studio 3 über ANC, also aktives Noise Cancelling.

Beats hat dies bei den Studio 3 „PURE ANC“ getauft. Aktives Noise Cancelling ist aber immer so eine Sache. Hier gibt es eine große Spanne zwischen guten und schlechten Kopfhörern.

Erfreulicherweise haben die Studio 3 Wireless ein gutes Noise Cancelling. Nein dies ist nicht auf dem Level der Bose QC 35 II oder Sony WH-1000XM2, aber es macht einen guten Job dumpfere Geräusche wie Motoren usw. zu blockieren.

Dies macht Bahnfahrten oder Flüge deutlich angenehmer. Stimmen und höhere Geräusche kommen allerdings weiterhin, lediglich leicht gefiltert, durch.

Kurzum ja das ANC ist gut, aber nicht ganz Spitzenklasse.

 

Klang

Kommen wir zum interessantesten Punkt, dem Klang. Diesen Teste ich in Kombination mit einem Apple iPhone! In den Beats Studio 3 Wireless kommt Apples spezieller Bluetooth Chip zum Einsatz, welcher einen besonders guten Klang verspricht.

Klingen die Beats Studio 3 Wireless besonders gut? Um ehrlich zu sein, nein. Die Studio 3 Wireless klingen nicht schlecht, sind aber auch keine absoluten Top Performer.

Beginnen wir aber am Anfang. Die Höhen der Studio 3 sind okay. Diese sind tendenziell etwas stärker abgerundet, aber ausreichend klar und transparent.

Sofern Ihr nicht Kopfhörer mit der maximalen Brillanz in den Höhen sucht sind die Beats in diesem Punkt vollkommen okay.

Die Mitten sind ebenfalls okay. Stimmen und Gesang wird gut und natürlich abgebildet. Hier zeigen sich aber erste Schwächen. Die Beats Studio 3 Wireless haben einen leicht blechernen Unterton in den Mitten, welchen man eigentlich in dieser Preisklasse nicht mehr haben sollte.

Dieser leicht blecherne Unterton weitet sich sogar in die Tiefen aus. Bei Beats erwartet man krachende Bässe, aber hier haben mich die Kopfhörer doch ein gutes Stück überrascht.

Die Bässe der Studio 3 sind kräftig, aber auch nicht übertrieben. Die Kopfhörer machen also Spaß, bringen aber Euren Kopf auch nicht zum Vibrieren.

Leider mangelt es den Kopfhörern allerdings etwas an Tiefgang. Der mittlere und obere Bassbereich ist schön stark, aber der Tiefbass höchsten mittelmäßig.

Hierdurch ergibt sich eine etwas schwache Dynamik. Die Beats Studio 3 klingen leider etwas lustlos.

 

Fazit

Leider kann ich die Beats Studio 3 Wireless nur sehr bedingt empfehlen. Die Kopfhörer sind grundsätzlich nicht schlecht, aber für die 200-300€ Preisklasse ganz klar unterdurchschnittlich. Gerade klanglich gibt es einige Schwächen.

Die Dynamik ist mittelmäßig, der Bass zwar kräftig, aber es fehlt diesem etwas Tiefgang. Auch haben die Studio 3 einen leicht blechernen Unterton. Im Großen und Ganzen machen die Kopfhörer zwar schon Spaß, aber klanglich spielen diese eher in der 100-150€ Klasse.

Auch der Tragekomfort ist eher mittelmäßig. Immerhin das aktive Noise Cancelling wie auch die Optik und Haptik kann überzeugen.

Aber letztendlich muss Euch dies satte 100-150€ Aufpreis wert sein. Falls nicht, wärt Ihr mit den BeoPlay H4 oder Sennheiser HD 4.40 BT bzw. HD 4.50 BT deutlich besser bedient.

Die KZ ZSR im Test, gut aber nicht gut genug

KZ Ohrhörer sind schon lange der Geheimtipp, wenn es um gute Ohrhörer zu einem teils sensationellen Preis geht.

KZ ist allerdings auch sehr fleißig, wenn es um das Herausbringen neuer Modelle geht. Ganz neu auf dem Markt sind die KZ ZSR.

Diese sollen durch einen Hybrid Treiberaufbau punkten können. Pro Ohrstöpsel befinden sich als gleich 3 Klangerzeugende Einheiten.

Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Die ZSR sind für rund 20€ zu bekommen. Wollen wir doch einmal im Test schauen, ob die KZ ZSR überzeugen können.

 

Die KZ ZSR im Test

KZ setzt bei den ZSR auf eine etwas auffälligere Optik. Die Ohrhörer bestehen aus einem Teil-durchstiegen Kunststoff und sind zudem recht groß. Die Größe hat aber auch einen Grund, dazu später mehr.

KZ nutzt bei den ZSR auch wieder ein abnehmbares Kabel, wie es mittlerweile bei den höherpreisigen Modellen dieses Herstellers fast schon Standard ist. Auch das Kabel ist etwas auffälliger gestaltet. KZ setzt auch hier auf eine durchsichtige Optik.

Es ist also möglich, das Kupfer im Kabel zu erkennen. Zudem ist das Kabel sehr flexibel und stark gummiert. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das Ohrhörerkabel, welches KZ nutzt, sehr haltbar ist. Um ein Brechen des Kabels müsst Ihr Euch keine großen Sorgen machen.

KZ bietet für die ZSR auch ein Bluetooth Upgrade Modul an. Bei diesem wird das Kabel gegen eins mit Bluetooth Empfänger ausgetauscht. Das Ganze ist für rund 6€ zu haben.

Ich sprach aber davon, dass die Größe der Ohrhörer einen Grund hat. Was meine ich damit?

Normale Ohrhören haben im Inneren einen kleinen dynamischen Treiber. Dieser ist ähnlich aufgebaut wie ein normaler Lautsprechertreiber, nur in klein.

KZ setzt bei den ZSR allerdings gleich auf drei Treiber. Einer davon ist solch ein normaler dynamischer Treiber, die beiden anderen sind allerdings so genannte „Armature-Treiber“. Diese sind völlig anders aufgebaut. Grob zusammengefasst handelt es sich hier um einen kleinen Metall „Hammer“ welcher zum Schwingen gebracht wird und so den Klang erzeugt.

Armature-Treiber sind eigentlich sehr teuer und exotisch und werden nur in absoluten High End Ohrhörern eingesetzt, dies war bis vor ein paar Jahren zu mindestens der Fall.

Mittlerweile findet man Armature-Treiber auch in ein paar günstigeren Modellen. Was für Vorteile haben Armature-Treiber gegenüber dynamischen Treibern?

Armature-Treiber spielen ein gutes Stück präziser und genauer als normale Treiber, neigen aber dafür zu einem etwas analytischen Klang. Gerade beim Bass haben diese Treiber Probleme, weshalb diese gerne mit dynamischen Treibern kombiniert werden.

Die Armature-Treiber kümmern sich also um Höhen und der dynamische Treiber um den Bass, in der Theorie eine optimale Aufteilung.

Diese Aufteilung benötigt aber natürlich ein gutes Stück mehr Platz, weshalb die ZSR auch etwas größer sind.

 

Tragekomfort

KZ setzt bei den ZSR auf eine etwas ungewöhnlichere Form. Die Ohrhörer sind an sich vorbildlich an die Form des Ohres angepasst, als hätte man einen Abdruck gemacht.

Allerdings saßen die Ohrhörer dennoch etwas „wacklig“. Hier hat auch das mit Draht verstärkte Kabel nicht geholfen, ganz im Gegenteil.

Das Kabel wird bei den ZSR über dem Ohr getragen, was an sich meine Lieblings Trageart ist. Allerdings muss man sich das Kabel erst etwas zurechtbiegen. Ansonsten dreht das Kabel die Ohrhörer aus den Ohren heraus.

Zudem sitzen die Ohrstöpsel nicht sonderlich tief in den Ohren. Kurzum der Halt ist sehr mäßig!

 

Klang

Kommen wir zum Klang der KZ ZSR. Hier sollte es kaum eine Überraschung sein, dass die Ohrhörer fantastisch klingen!

Selbst wenn man den Preis von 20€ außer Betracht lässt, klingen die ZSR top.

Schlüsseln wir das Ganze aber etwas auf. Die Höhen sind sehr schon klar und absolut sauber. Allerdings runden die ZSR doch ein kleines Stück mehr ab, als andere KZ „hybrid“ Ohrhörer.

Hierdurch sind Zischlaute etwas abgeschwächt und die Ohrhörer klingen generell etwas weniger anstrengend, ohne dabei dumpf oder matt zu klingen. Tendenziell sind die ZSR allerdings immer noch als recht hell und luftig einzustufen.

Extrem gut gefallen haben mir bei den ZSR aber vor allem Stimmen und Gesang. Diese klingen sehr präsent und „lebendig“. Der Gesang versteckt sich bei den ZSR also nicht hinterm Beat, sondern spielt die erste Geige.

Hierfür scheint es eine leichte Anhebung der oberen Mitten zu geben. Stimmen sind zwar weniger warm und voll, dafür aber extrem gut aufgelöst.

Allgemein ist die Detaildarstellung in den Mitten und Höhen sehr gut!

Aber wie steht es um den Bass? Die ZSR gehören zu den etwas Bass schwächeren Ohrhörern von KZ. Bass schwächer bedeutet nicht das diese keinen Bass besitzen, die höhen und mitten sind jedoch etwas angehoben, während der Bass relativ neutral ist.

Seid Ihr Bass Fans sind die ZSR nichts für Euch. Der Bass ist qualitativ okay, allerdings ist der Tiefgang und Volumen eher durchschnittlich. In Songs wo der Bass besonders gefordert wird merkt man zwar schon das hier die ZSR durchaus liefern können, aber meist kann der Bass sich nicht gegen die oberen Frequenzbereiche durchsetzen.

Die KZ ZSR können eher durch eine besonders hohe Auflösung und Detaildarstellung punkten als durch tiefen und vollen Bass.

Man kann hier durchaus per EQ ein gutes Stück nachhelfen, aber von Haus aus sind die ZSR keine Bass Monster.

 

Fazit

Die KZ ZSR sind für rund 20€ tolle Ohrhörer, aber ich würde diese nur bedingt empfehlen. Warum? KZ hat einfach noch bessere Modelle!

Sowohl die KZ ZS5, wie auch die ZS6 gefielen mir einfach besser. Der Tragekomfort der ZSR ist eher mittelmäßig.

Der Klang ist zwar gut und sehr fein aufgelöst, aber doch etwas „bassarm“. Wobei bassarm nicht ganz richtig ist. Der Bass ist neutral, während die Höhen und oberen Mitten etwas angehoben wurden.

Hierdurch wirkt der Klang recht hell. Zwar vermeiden die ZSR das überschärfen des Klangs, aber dennoch ist dies ohne Frage eine etwas unpopuläre Klangsignatur.

Ist es dies, was Ihr sucht, dann kann man die ZSR sicherlich empfehlen. Die meisten Nutzer wären mit dem ZS5 oder ZS6 aber glücklicher.

Die Wavemaster TWO NEO Lautsprecher im Test, die klangstarken Anschluss-Wunder!

Ein guter Klang ist kann genauso wichtig sein wie ein gutes Bild, für einige Nutzer sicherlich sogar noch wichtiger.

Währen bis vor einigen Jahren der Trend zu immer mehr Lautsprechern ging, in form von 2.1, 5.1 oder 7.1 Systemen, scheint sich jetzt der Trend eher zu einem guten Stereo System mit zwei guten Lautsprechern zu gehen.

Dies macht auch Sinn, zwei gute Stereo Lautsprecher klingen meist besser als jedes billige 5.1 System, selbst was den Bass angeht.

Wavemaster hat nun mit dem TWO NEO ein neues „High End“ Modell auf den Markt gebracht. Bei den TWO NEO handelt es sich um ein aktives 2.0 Sound System der leicht gehoben Preisklasse.

350€ ist sicherlich noch keine absolute Oberklasse, aber verglichen mit den üblichen PC Lautsprechern sicherlich schon ein etwas preisintensiveres Model.

Dafür sollen die TWO NEO neben einem tollen Klang auch mit diversen Anschlüssen und Verbindungsmöglichkeiten punkten.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob die Lautsprecher ihrem Preis von rund 350€ gerecht werden!

An dieser Stelle vielen Dank an Wavemaster für das Zurverfügungstellen der Lautsprecher!

 

Die Wavemaster TWO NEO Lautsprecher im Test

Die TWO NEO sind auf den ersten Blick recht klassische Lautsprecher in der üblichen Form eines Regallautsprechers. Mit 185 x 260 x 205 mm sind diese als mittelgroß einzustufen.

Wie es sich für diese Preis-Klasse gehört setzt Wavemaster natürlich auf ein Holzgehäuse, bei welchem Ihr die Wahl habt zwischen weiß und schwarz. Dabei nutzt Wavemaster zumindest bei den weißen Lautsprechern eine Art Hochglanzlack über dem kompletten Lautsprecher.

Dieser Lack ist allerdings relativ dick, weshalb der Lautsprecher fast etwas „gläsern“ wirkt. Erfreulicherweise zeigt sich zumindest die weiße Version sehr schön resistent gegenüber Fingerabdrücken. Bei Kratzern müsst Ihr allerdings etwas aufpassen.

Gerade die Unterseite wird hier recht schnell zerkratzen, was aber weniger schlimm ist. Vergesst hier nicht die Gummifüße anzukleben die beiliegen.

Die Verarbeitung würde ich grundsätzlich als gut einstufen, mit allerdings ein paar kleineren Schönheitsfehlern. Beispielsweise der IR Empfänger ist nicht ganz sauber eingeklebt, auch gab es auf der Unterseite ein paar feine Spuren (bereits vor meinen Fotos). Allerdings waren die Seiten und Oberseite tadellos.

Optisch hat Wavemaster wie ich finde viel richtig gemacht! Die TWO NEO wirken hochwertig, edel und teuer. Man sieht den Lautsprechern gut an, dass es sich hier um etwas wertigere Modelle handelt. Wavemaster nutzt trotz der grundsätzlich rechteckigen Form der Lautsprecher viele abgerundete Elemente und Kanten. Hierdurch wirken die Lautsprecher recht rundlich und „weich“.

Auch die beiden verbauten Treiber machen einen guten Eindruck. Hierbei handelt es sich um einen 25mm Hochtöner und einen 130mm Tief/Mitteltöner. Der Tief/Mitteltöner verfügt auch über eine Karbonfaser Struktur, was ebenfalls den Lautsprecher wertiger erscheinen lässt.

Ich würde bei einem Preis von unter 400€ noch nicht von High End sprechen, aber man spielt doch einige Klassen über Logitech und co.

Bei den Wavemaster TWO NEO handelt es sich natürlich um aktive Lautsprecher, bzw. nur einer der beiden Lautsprecher ist aktiv. Der linke Lautsprecher verfügt über alle Anschlüsse und Elektronik, der rechte Lautsprecher ist komplett passiv.

Bereits auf der Front gibt es kleinere Unterschiede. Der aktive Lautsprecher verfügt hier über einen IR Empfänger wie auch ein Drehrad für die Lautstärke.

Der IR Empfänger ist natürlich für die kleine beigelegte Fernbedienung. Diese ist für den vollen Funktionsumfang nötig. Leider wie so oft üblich ist die Fernbedienung qualitativ etwas schlechter als die eigentlichen Lautsprecher.

Die Anschlüsse befinden sich komplett auf der Rückseite. Hier findet sich auch einiges!

Der Wavemaster TWO NEO verfügt über folgende Eingänge:

  • Optischer Eingang
  • USB Eingang
  • Line In (3,5mm)
  • Chinch
  • Bluetooth

Hinzu kommt natürlich der Anschluss für den zweiten Lautsprecher (es wird normales Lautsprecherkabel verwendet), wie auch ein Anschluss für einen optionalen Subwoofer.

Interessanterweise besitzt der Lautsprecher auch eine integrierte Steckdose, um beispielsweise einen Subwoofer mit Strom zu versorgen.

Ebenfalls sehr interessant ist der Kippschalter welcher es erlaubt ein automatisches Abschalten der Lautsprecher zu verhindern, nett!

Bei dem integrierten DAC handelt es sich im Übrigen um ein 24bit/192kHz Modul, welches man sicherlich als etwas übertrieben bezeichnen darf. Aber besser zu groß als zu klein.

Der Energieverbrauch der Lautsprecher schwankt natürlich stark je nach Lautstärke. Bei normaler Zimmerlautstärke liegt dieser bei 10-20W.

Diese 10W „Basis“ bleibt auch erhalten, selbst wenn keine Musik wiedergegeben wird, sofern Ihr die analogen Anschlüsse verwendet. Erst wenn die Lautsprecher in den Energiespar Modus gehen, sinkt der Verbrauch auf ca. 0,5W.

 

Klang

Wenn Ihr bisher nur die üblichen 2.1 Sound Systeme von Logitech und Co. gewöhnt sein, werdet Ihr vermutlich etwas überrascht sein, wenn Ihr die TWO NEO das erste Mal hört.

Gerade was den Bass angeht ist es doch immer wieder erstaunlich, was man solch vergleichsweise kompakten Lautsprechern herausholen kann, aber beginnen wir am Anfang.

Die Höhen welche von den 25mm Treibern produziert werden sind einfach nur als hervorragend zu bezeichnen.

Diese sind Glas klar und absolut Brillant. Auf Wunsch könnt Ihr diese sogar per Fernbedienung noch etwas anheben, dies ist aber in der Regel nicht nötig.

Die Höhen sind ziemlich Ideal, wie ich finde. Wenn es vielleicht eine Schwäche gibt, dann im unteren Höhen -Bereich.

Die unteren Höhen und auch die oberen Mitten sind nicht ganz so ausgeprägt bei den TWO NEO. Keine große Überraschung, es gibt ja auch keine gesonderten Mitteltöner.

Im Gegensatz zu beispielsweise den NuPro von Nubert versuchen die Wavemaster TWO NEO nicht ganz so neutral zu spielen. Man merkt schon eine leicht spaßige Signatur die hier vom Hersteller versucht wurde zu erreichen.

Hierzu gehören klare Höhen und recht satte Bässe. Der Bass der TWO NEO kann von seiner Qualität überzeugen. Der Tiefgang und auch der gelieferte Punch ist stark.

Die Masse im Standard Modus würde ich als völlig ausreichend bezeichnen. Allerdings könnt Ihr den Bass noch ein gutes Stück Hochdrehen. Dies funktioniert selbst bei etwas höheren Pegeln auch noch tadellos ohne verzerren.

Ist der Bass angehoben können die TWO NEO durchaus mit günstigeren Subwoofern, welche man bei 2.1 Systemen findet, gut mithalten. Zu mindestens von der Masse, die Qualität liegt ein gutes Stück über der von billigen Subwoofern.

Wavemaster gibt den Tiefgang auch mit 45Hz an, was ordentlich ist! Hierbei haben die TWO NEO allerdings nicht das größte Volumen im Bass. Der Bass versucht eher mit einer hohen Dynamik und Aggressivität zu überzeugen.

Sollte Euch der Bass nicht reichen, weil Ihr die Lautsprecher nutzt ein großes Wohnzimmer zu Beschallen, dann lässt sich auch ein Subwoofer noch anschließen.

An einem normalen Schreibtisch hingegen machen die Lautsprecher auch ohne Subwoofer eine hervorragende Figur! Die Klarheit und Detaildarstellung ist exzellent für ein System dieser Preisklasse. Auch die Stereo Abbildung im Nahbereich kann überzeugen.

 

Fazit

Das Wavemaster TWO NEO System konnte im Test voll überzeugen und das gleich aus mehreren Gründen.

Beginnen wir mit dem wichtigsten Grund, dem Klang. Das TWO NEO System bietet einen spaßigen Klang mit einer tollen Dynamik. Hierbei ist sogar der Bass von einer herausragender Qualität mit einem tollen Tiefgang.

Es ist zwar möglich noch einen Subwoofer an das TWO NEO System anzuschließen, dies wäre aber höchstens nötig, wenn Ihr ein Wohnzimmer mit dem System auf Party Lautstarke beschallen wollt.

Wie auch die Bässe können die Höhen überzeugen. Diese sind glasklar und schön brillant.

Allerdings ist das Wavemaster TWO NEO nicht auf einen neutralen Klang getrimmt. Hierdurch macht natürlich das Musikhören etwas mehr Spaß, aber für die Musikproduktion sind die Lautsprecher eher semi-geeignet.

Neben dem Klang sind natürlich die Anschlussmöglichkeiten der zweite dicke Pluspunkt. USB, optisch, Bluetooth, 3,5mm und ein Chinch Eingang sind schon eine sehr angenehme Ausstattung.

Hinzu kommt die professionelle und schicke Optik, wie auch die hochwertige Verarbeitung. Abseits der vielleicht etwas billigen Fernbedienung (was die Haptik angeht) habe ich nichts zu bemängeln!

Kurzum eine volle Empfehlung für die Wavemaster TWO NEO zum Preis von rund 350€! Solltet Ihr auch eine professionelle Optik, guten Klang und vielfällige Anschlussmöglichkeiten Wert legen gibt es in dieser Preisklasse wenig Vergleichbares.