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Das Moto G6 Plus im Test, der König der Mittelklasse

Die ersten Moto G Smartphones galten als Vorreiter darin vernünftige Hardware in die Mittelklasse zu bringen. Dieser Ansatz hat sich unter Motorolas neuen Besitzern Lenovo auch nicht groß genändert.

Auf dem Papier sieht das neue Moto G6 und G6 Plus fantastisch aus! Glas/Aluminium Gehäuse, 18:9 Display, Dual-Kamera usw. in einem 250-300€ Smartphone ist schon extrem beeindruckend!

Aber natürlich kommt es letztendlich auf das Zusammenspiel der Komponenten an. Wo hat Motorola bzw. Lenovo gespart? Wie dicht ist das G6 Plus an den High End Smartphones?

Finden wir dies im Test des Moto G6 Plus heraus!

 

Das Moto G6 Plus im Test

Der erste Eindruck des Moto G6 Plus kann kaum positiver ausfallen! Lenovo bzw. Motorola setzen beim G6 Plus auf die aktuell üblichen Flaggschiff Materialien, also viel Glas und etwas Aluminium.

Vorderseite und Rückseite sind dabei komplett mit Glas bedeckt und lediglich der Rahmen ist aus Aluminium gefertigt.

Beim Moto G6 Plus ist sogar der Aluminium Rahmen poliert, ähnlich wie beim Samsung Galaxy S8 oder iPhone X.

Dies in Kombination mit der leicht abgerundeten Rückseite gibt dem G6 Plus ein sehr geschmeidiges und glattes Gefühl in der Hand.

Dabei liegt das Smartphone sogar ausrechtend fest in der Hand. Ich will nicht sagen, dass dies das Smartphone mit dem besten Gripp ist, aber es ist auch nicht übermäßig flutschig.

Was es allerdings ist, ist recht anfällig gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken. Gerade um die stark hervorgehobene Kamera sammelt sich sehr gerne Staub und Schmutz.

Leider ein großer Nachteil von Glas.

Generell gefällt mir das Design des Moto G6 Plus extrem gut. Auf dem ersten Blick ist es kaum zu sagen ob es sich hier nun um ein 600€ oder 250€ Smartphone handelt. Dies liegt natürlich zum einen am vielen Glas, zum anderen am großen Display, welches fast die komplette Front bedeckt.

Interessanterweise hat aber Motorola trotz der kleinen Ränder noch Platz für einen Fingerabdruckscanner auf der Front gefunden, auch wenn dieser extrem schmal ist. Der Fingerabdruckscanner ist im Übrigen auch wirklich nur ein Fingerabdruckscanner. Dieser ist keine Taste oder Ähnliches.

Auf der Rückseite finden wir die für Moto mittlerweile bekannte große runde Kamera. Diese steht ein gutes Stück aus dem ansonsten sehr flachen Smartphone hervor.

Dies hat mich aber um ehrlich zu sein nicht groß gestört. Ganz im Gegenteil, dies peppt doch das Design des Smartphones ein gutes Stück auf.

Gehen wir einmal um das Moto G6 Plus herum. Auf der Front finden wir das große 5,9 Zoll 18:9 Display, welches das Smartphone dank der schmalen Ränder auch nicht übermäßig groß macht.

Oberhalb des Displays ist die Ohrmuschel angebracht wie auch die 8 Megapixel Frontkamera. Unterhalb des Displays ist der Fingerabdruckscanner verbaut.

Die Anschlüsse des Smartphones sind vollständig auf der Unterseite verbaut. Hier findet sich der aktuelle USB C Port wie auch ein 3,5mm Kopfhöreranschluss.

Einschalter, wie auch die Lautstärkewippe sind an ihrer üblichen Position am rechten Rand des Moto G6 Plus angebracht.

Auf der Rückseite ist selbstverständlich die Dual-Kamera zu finden, genau wie ein Dual-LED Blitz, das war es.

 

Software

Die Software von Motorola Smartphones der letzten Jahre war immer ein großer Pluspunkt. Dies gilt auch grundsätzlich für das neue G6 Plus.

Lenovo bzw. Motorola nutz Android 8.0 mit dem aktuellen Sicherheitspatch. Dabei ist die Benutzeroberfläche nah am Standard Android.

Es gibt beispielsweise den Google Pixel Launcher, das Standard Menü usw. Allerdings ist wie bei Lenovo Smartphones oft üblich das Android nicht ganz „sauber“. Beim Moto G6 Plus hat sich anscheinend Microsoft eingekauft.

Von Haus sind diverse Microsoft Apps wie Linkedin oder Outlook vorinstalliert. Gerade Outlook wird dabei dem Nutzer etwas aggressiver aufs Auge gedrückt.

Ebenfalls wird bei der Einrichtung ein „App“ Paket angeboten. Wählt Ihr dieses werden zusätzlich zu den MS Apps noch diverse 3.Anbieter Anwendungen installiert.

Ein großer Pluspunkt bei Moto Smartphones ist der Moto Assistent. Hierbei handelt es sich um eine Feature-Sammlung, wie beispielsweise das Smartphone dreimal im Handgelenk drehen um die Kamera zu starten, dreimal schnell schütteln um die Taschenlampe zu starten usw.

Diese Feature sind wie bei Moto Smartphones üblich sehr gut umgesetzt und im Alltag nützlich!

Von den 64GB internem Speicher sind von Haus aus noch 51,2GB Speicher frei.

Kleine Anmerkung, Lenovo hat schon ein Update auf das bald erscheinende Android „P“ für das Moto G6 Plus angekündigt bzw. versprochen.

 

Display

Das Moto G6 Plus setzt auf ein großes 5,9 Zoll Display mit einer Auflösung von 2160×1080 Pixeln. 2160×1080 Pixel entspricht Full HD, allerdings wird hier auf ein 18:9 Display gesetzt, welches daher etwas breiter bzw. länger ist als ein normales 16:9 Display.

Wie in dieser Preisklasse zu erwarten ist handelt es sich natürlich um ein IPS Panel.

Wie man aber ebenfalls in dieser Preisklasse erwarten darf, ist das Display qualitativ doch sehr ordentlich. Farben sind kräftig und leuchtstark, der Kontrast gut und selbst der Schwarzpunkt gut für diese Preisklasse.

Dank der Full HD Auflösung passt natürlich auch die generelle Bildschärfe.

Die Helligkeit könnte wie immer natürlich noch etwas besser sein, ist aber gut genug um eine brauchbare Ablesbarkeit im Freien zu ermöglichen.

 

Sound

Das Lautsprecher Setup bei Motorola Smartphones war schon immer sehr interessant. Generell waren Moto Smartphones immer ein Garant für einen vernünftigen Klang. Teilweise setzten sogar die Einsteiger Modelle auf Stereo Lautsprecher oder Ähnliches.

Dies ist leider beim G6 Plus nicht der Fall, dennoch ist es sehr interessant zu sehen, dass die Ohrmuschel beim G6 Plus sowohl als Ohrmuschel, wie aber auch als Lautsprecher dient.

Dies hat den Vorteil, dass der Klang auf den Nutzer gerichtet ist. Jedoch ist der Lautsprecher abseits davon sehr durchschnittlich.

Er ist klar, aber besitzt weder übermäßig viel Klangfülle noch ist dieser übermäßig laut.

Der Kopfhörerausgang ist im Gegenzug ordentlich. Hier bietet das Moto G6 Plus eine solide Standard Qualität, wobei überhaupt einen Kopfhörerausgang im Jahr 2018 zu haben schon fast etwas Besonderes ist.

 

Kamera

Das Moto G6 Plus verfügt über zwei Hauptkameras. Die primäre Kamera hat 12 Megapixel, die sekundäre Kamera 5 Megapixel.

Die sekundäre Kamera wird dabei nur für den Porträt Modus genutzt, auf welchen wir noch später zu sprechen kommen.

Interessanterweise besitzt die Hauptkamera eine große Blende von f1.7, was in einem Smartphone dieser Klasse ganz klar als außergewöhnlich zu betrachten ist. Das normale G6 hat im Übrigen nur eine Blende von 1.8, was aber auch schon sehr beeindruckend ist.

Kommen wir damit auch zu den Testbildern.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

 

Die Kamera des Moto G6 Plus hat ein Ass im Ärmel und das nennt sich Auto HDR. Das G6 Plus nutzt einen recht aggressiven HDR Modus, welcher die Aufnahmen signifikant verbessert.

Fotos sind gestochen scharf, mit einem tollen Kontrast und einer herausregenden Dynamik. Letztere kommt natürlich durch das sehr gute automatische HDR.

Was aber fast noch mehr ins Auge sticht, sind die Farben! Das Moto G6 Plus produziert extrem leuchtende und satte Farben.

Gerade bei schönem Wetter wirken hierdurch die Fotos sehr lebendig und kräftig. Dies ist natürlich auch etwas Geschmackssache, mögt Ihr besonders natürliche Aufnahmen, dann ist das G6 Plus nichts für Euch.

Die Fotos sind ähnlich wie bei Samsung Smartphones sehr ansprechend und „freundlich“, aber halt weniger eine genaue Repräsentation der Realität. Wir sind hier aber qualitativ an einem Punkt angekommen wo ich keine Probleme damit hätte mit dem G6 Plus meine Urlaubsfotos zu machen!

Wie steht es um Low Light Fotos? Sehr gut! Vermutlich unter anderem aufgrund der Blende von f1.7 ist das Moto G6 Plus auch im Low Light eins, wenn nicht sogar das stärkste Mittelklasse Gerät das ich bisher gesehen habe!

Natürlich im super Low Light bricht das G6 Plus weg bzw. es wird extrem schwierig die Bilder nicht zu verwackeln.

Bonuspunkte gibt es für den Video-Modus, welcher sogar die 4K Auflösung unterstützt. Aufnahmen sind ähnlich wie die Fotos sehr schön scharf und farbenfroh, aber mit einer etwas schlechteren Dynamik, aber immer noch sehr ansehnlich!

Videos sind mit dem G6 Plus also genau so gut zu gebrauchen wie Fotos.

Es scheint so, als müsste jedes Smartphone im Jahr 2018 zwei Dinge haben. 1. Eine Dualkamera mit Porträt-Modus und 2. Eine „KI“, welche die Bilder verbessert.

Beides hat auch das Moto G6 Plus. Die „KI“ soll hier das Objekt auf dem Foto erkennen und dem entsprechend Optimierungen vornehmen. Dies ist mehr Marketing Bla Bla als in der Praxis wirklich relevant. Dies gilt schon für die Huawei Smartphones, welche dies noch am besten machen, wie auch für das Mittelklasse G6 Plus.

Auch der Porträt-Modus ist mäßig. Grundsätzlich funktioniert dieser ausreichend gut. Er findet wirklich eine Erkennung der unterschiedlichen Distanzen statt, auf dessen Basis die Hintergrund-Unschärfe eingefügt wird.

Aber der Porträt -Modus arbeitet nicht 100% zuverlässig. Dies tut er schon bei High End Smartphones nicht, daher darf es keine Überraschung sein, dass dies auch bei einem Mittelklasse Smartphone nicht viel besser ist.

In manchen Situationen produziert das G6 Plus durchaus gute Porträts, aber generell würde ich diesen Modus eher als Gimmick ansehen.

 

Benchmarks

Im normalen Moto G6 arbeitet der Snapdragon 450, im G6 Plus hingegen der größere Snapdragon 630.

Beide SoCs sind 8 Kerner, jedoch ist der Snapdragon 450 mit 1,8GHz ein gutes Stück niedriger getaktet als der Snapdragon 630 mit seinen 2,2GHz. Auch ist die Grafikkarte im Snapdragon 450 ein Stück weit langsamer (Adreno 506 vs. 508).

Vielleicht nicht direkt ein Vorteil, aber wenn Ihr Euer Smartphone über die nächsten 3+ Jahre nutzen wollt, könnte es vielleicht ein Vorteil sein, dass das Moto G6 Plus bereits über Bluetooth 5.0 verfügt.

Aktuell wird Bluetooth 5.0 so gut wie gar nicht genutzt, aber wer weiß wie dies in ein paar Jahren aussieht.

Zusätzlich zu seinem Snapdragon 630 verfügt das G6 Plus über 4GB RAM, was eine sehr vernünftige Größe im Jahr 2018 ist.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an, um die Leistung des Smartphones besser einschätzen zu können.

Power hat das Moto G6 Plus einige! Der Snapdragon 630 ordnet sich bei seiner Multi-Core Performance zwischen dem Snapdragon 820 und Snapdragon 821 ein, was sehr beeindruckend ist!

Der Snapdragon 820 steckte beispielsweise in High End Smartphones wie dem LG G5 oder HTC 10.

Die Single-Core Performance ist zwar verglichen mit diesen älteren High End Chips etwas schwächer, aber dennoch beeindruckend wie stark Mittelklasse SoCs mittlerweile geworden sind.

 

In der Praxis

Das Moto G6 Plus setzt auf eine Kombination aus recht flotter Hardware und schlanker Software, was kann hier schon schief gehen? Richtig nichts, denn auch in der Praxis läuft das G6 Plus absolut tadellos.

Die Benutzeroberfläche läuft flüssig und ist generell reaktionsfreudig. Auch die üblichen Standard Apps wie WhatsApp, Facebook, Twitter usw. starten schnell und laufen dann problemlos.

Selbst beim schnellen scrollen werden Bilder und Texte schnell nachgeladen und aufgebaut. Hier ist kaum ein Unterschied zu einem High End Smartphone mehr zu erkennen.

Dabei hilft auch das recht flotte WLAN und LTE Modul an Bord. Apps wie auch Medien werden schnell geladen, sofern natürlich der Empfang passt.

Wo man traditionell noch kleinere Unterschiede zwischen High End Smartphones und Mittelklasse Geräten spürt ist beim Gaming.

Allerdings schafft der Snapdragon 630 98% aller Spiele absolut problemlos und in höchster Qualität. Selbstverständlich gibt es aber auch Ausnahmen. Arbeitet Ihr beispielsweise mit Emulatoren oder wirklich „High End“ Games, dann merkt man schon etwas die Mittelklasse Hardware.

Wenn es Euch aber nur um die üblichen populären Spiele wie Clash of Clans, Pokemon Go usw. geht dann gibt es hier mit dem Moto G6 Plus keine Einschränkungen.

 

Akkulaufzeit

Das Moto G6 Plus verfügt über einen 3200mAh großen Akku. Dies ist für ein knapp 6 Zoll Smartphone nicht übermäßig viel, aber auch nicht zu wenig.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? In meinem üblichen Alltagstest, eine bunte Mischung aus leichtem Gaming, Webbrowsen, Social Media usw. bei einer mittleren bis niedrigen Displayhelligkeit erreichte das Moto G6 Plus rund 7,5 Stunden.

Dreht Ihr die Displayhelligkeit etwas weiter hoch werdet Ihr auf ca. 6 Stunden kommen. Dies ist ein guter, aber auch nicht überragender Wert.

Selbst intensiv Nutzer sollten mit dem Moto G6 Plus vernünftig durch den Tag kommen. Ein Akku Wunder ist das Moto G6 Plus allerdings auch nicht.

 

Fazit

Während High End Smartphones von Jahr zu Jahr in immer beeindruckendere Preisregionen vorstoßen, werden Einsteiger und Mittelklasse Smartphones ebenfalls immer Beeindruckender, ohne dabei ein halbes Monatsgehalt zu fressen.

Dies gilt gerade für das Moto G6 Plus. Der Unterschied zwischen einem Mittelklasse Smartphone und einem High End Gerät war noch nie kleiner.

Die Verarbeitung des G6 Plus ist tadellos. Das Glas und Aluminium sorgen für eine sehr hochwertige und edle Haptik. Zwar ist das Smartphone etwas anfällig gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz, aber dies ist nun mal der Preis, den man für eine High End Optik/Haptik zahlen muss.

Hinzu kommt das tolle und vor allem große Display. 5,9 Zoll mag zwar für den ein oder anderen etwas unhandlich klingen, ist es aber dank der recht kleinen Displayrändern und dem 18:9 Formfaktor nicht. Auch sieht das Display sehr ordentlich aus!

Ebenfalls sehr ordentlich sehen Fotos und Videos des G6 Plus aus. Dieses neigt zwar zu sehr bunten und hellen Aufnahmen, aber diese sehen ohne Frage meist sehr ansprechend aus, zumal die Qualität passt. Die Dual-Kamera halte ich zwar für ein Gimmick, aber die Hauptkamera passt qualitativ vollkommen, sogar bei suboptimalen Lichtbedingungen.

Das Moto G6 Plus verfügt über die beste Kamera, die ich bisher in der unter 300€ Preisklasse gesehen habe!

Und so geht es auch mit den restlichen Aspekten des Smartphones weiter. Motorola bzw. Lenovo hat hier ein sehr rundes Paket geschaffen, welches in so gut wie allen lagen voll überzeugen kann.

Es fällt mir hier sehr schwer einen Grund zu finden nicht das G6 Plus in der unter 300€ Preisklasse zu wählen. Vielleicht wenn man das Glas Gehäuse nicht mag oder das absolute Maximum an Akkuleistung sucht, aber ansonsten ist das Moto G6 Plus auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

  • Link zum Hersteller /// [amazon_link asins=’B07CBC869D‘ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’27e82b20-5b9d-11e8-8a71-e330ee37c087′] /// bei Geizhals

Positiv

  • Hochwertige Haptik
  • Sehr starke Kamera in allen Lebenslagen
  • Gutes und vor allem großes Display
  • Starke Performance in der Praxis

 

Neutral

  • Mittelmäßiger Lautsprecher

Negativ

  • Vibrationsmotor etwas „rappelig“

Die AUKEY LT-ST36 Schreibtischlampe mit Qi-Ladestation im Test

Kabelloses Laden ist etwas tolles, vor allem die vielen Anwendungsmöglichkeiten. Hierbei gefällt mir gerade die Möglichkeit ein kabelloses Ladepad in diversen Alltagsobjekten zu integrieren, wie beispielsweise eine Tischplatte oder Ähnlichem.

Die Integration eines Qi-Ladepads in einer Schreibtischlampe ist hier schon fast der Klassiker. Hier gibt es auch diverse Modelle, unter anderem auch von Ikea, RAVPower und AUKEY.

Um eine Schreibtischlampe von AUKEY geht es auch heute in diesem Test. Die AUKEY LT-ST36 Schreibtischlampe soll neben einem guten und augenschonendem Licht auch mit einer integrierten Qi Ladestation punkten und das zu einem sehr attraktivem Preis von 36€.

So viel Geld kann man anderenorts alleine schon für ein kabelloses Ladepad ausgeben. Stellt sich aber natürlich die Frage ob die AUKEY LT-ST36 Schreibtischlampe auch gut ist bzw. wie gut.

Finden wir dies in einem kleinen Test heraus!

An dieser stelle vielen Dank an AUKEy für das Zurverfügungstellen der LT-ST36!

 

Die AUKEY LT-ST36 Schreibtischlampe mit Qi-Ladestation im Test

AUKEY setzt bei der LT-ST36 auf ein recht vertrautes Design. Dabei muss allerdings dazugesagt werden, dass es sich bei der LT-ST36 auch nicht um eine Designer Schreibtischlampe handelt.

Ihr erhaltet hier eine recht einfache schwarze Schreibtischlampe aus Kunststoff, welche weder besonders positiv noch besonders negativ aus der Masse heraussticht.

Ich würde sagen das Design und auch die Verarbeitung passt in Anbetracht des Preises.

Dabei besteht die Schreibtischlampe aus drei Elementen, der Basis, dem Lampenarm und dem Kopf. Sowohl der Lampenarm wie auch der Kopf sind komplett flexibel. Ihr könnt die Höhen frei verstellen, wie auch den seitlichen Winkel des Kopfes.

Im länglichen Kopf der Schreibtischlampe sind die LEDs verbaut. AUKEY gibt die Leistung dieser mit 650 Lumen an, was okay wäre. Die LEDs sind dabei natürlich von einer Art Milchglas- Abdeckung bedeckt.

Diese reduziert zwar etwas die effektive Helligkeit, macht das Licht aber weicher und angenehmer.

Etwas Ungewöhnliches bei der AUKEY LT-ST36 ist das Netzkabel. AUKEY nutzt hier keinen Steckdosenadapter, sondern ein normales Netzkabel. Ja dies ist etwas ungewöhnlich für eine Schreibtischlampe, aber etwas Begrüßenswertes wie ich finde.

Die komplette Elektronik ist im Fuß untergebracht. Das Wichtigste ist dabei natürlich das Qi-Ladepad auf der Oberseite. Dieses ist wie üblich mit weißen Linien markiert und für die gängigen Smartphones ausreichend groß.

Leider nutzt AUKEY keine Gummierung oder Ähnliches. Sollte Euer Schreibtisch nicht ganz gerade sein, könnte ein Smartphone hier vielleicht abrutschen.

Im Normalfall sollte dies aber keine große Problematik sein. Ebenfalls auf der Oberseite ist der Einschalter wie auch eine Helligkeitsregelung untergebracht.

Die AUKEY LT-ST36 nutzt hierfür Touchtasten. Persönlich bin ich nicht ihr größter Fan, aber mittlerweile haben die asiatischen Hersteller diese doch ganz gut unter Kontrolle.

 

Licht und Laden

Beginnen wir beim Licht der AUKEY LT-ST36. AUKEY gibt die Leistung der LT-ST36 mit 650 Lumen bzw. 12W an.

Dies ist ordentlich und bestätigt sich auch weitestgehend in der Praxis. Ja die LT-ST36 ist vergleichsweise hell und schafft es im Dunklen problemlos einen Schreibtisch auszuleuchten.

Dabei besitzt die Schreibtischlampe vier Stufen, in welchen Ihr die Helligkeit regeln könnt. Allerdings wird man die Lampe meist auf der hellsten Stufe laufen lassen.

Leider ist es, bei der AUKEY LT-ST36 nicht möglich die Lichtfarbe zu regeln. Die Lampe besitzt ein recht angenehmeres und konzentriertes Licht.

Dieses ist weder übermäßig warm, noch unangenehm kalt. Ich würde dieses als neutral und angenehm bezeichnen, gerade beim Arbeiten.

Leider gibt AUKEY keinen CRI Wert an, also wie gut das Lichtspektrum ist. Allerdings wirkt dieses vernünftig, ich würde also auf das übliche CRI 80 tippen.

Wie steht es aber um das kabellose Laden?

Beginnen wir hier mit den Basics. Das Ladepad ist bei der LT-ST36 dauerhaft aktiv, Ihr könnt also auch ohne die Lampe eingeschaltet zu haben ein Smartphone auf dieser laden.

Dabei ist erfreulicherweise der StandbyY Stromverbrauch mit 0,1W sehr schön gering. Leider ist allerdings auch die Ladegeschwindigkeit nicht sonderlich hoch.

AUKEY setzt auf ein Standard 5V 1A Ladepad. Also erhaltet Ihr mit der AUKEY LT-ST36 kein kabelloses Schnellladen.

Ein Ladevorgang dauert je nach Smartphone ca. 3-4 Stunden.

 

Fazit

Die AUKEY LT-ST36 Schreibtischlampe verkauft sich natürlich primär aufgrund ihres Preises und der dafür gebotenen Leistung.

Die LT-ST36 Schreibtischlampe besitzt ein gutes und helles Licht, zudem ist das Qi-Ladepad im Alltag sehr praktisch, falls Ihr ein Smartphone habt welches diesen Standard unterstützt.

Der kabellose Ladevorgang ist zwar nicht übermäßig schnell, funktionierte in meinem Test aber sowohl mit dem iPhone X wie auch Samsung Galaxy S9+ tadellos. Ich hätte mir lediglich gewünscht das AUKEY die Oberfläche des Ladepads im Fuß etwas gummiert hätte. Smartphones können jedoch etwas zum Abrutschen neigen.

Abseits davon habe ich aber keine Klagen, gerade beim Preis von gerade einmal 36€!

10x 128GB microSD Speicherkarten im Vergleich, welche ist die beste? (2018)

MicroSD Speicherkarten sind in den vergangenen Jahren massiv im Preis gefallen. 128GB für unter 50€? Kein Problem!

Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, da auch weiterhin sehr viele Geräte auf Speicherkarten setzen, oftmals noch auf den normalen SD Karten Standard, aber auch immer öfter auf microSD.

Ob nun Kameras, Spielkonsolen(Nintendo Switch), Smartphones, Tablets, Überwachungskameras usw. Speicherkarten bracht man immer.

Die 128GB Kapazität ist hier aktuell die so ziemlich die sinnvollste Wahl für diverse Geräte. 128GB Speicherkarten sind im Verhältnis am günstigsten, bieten aber auch mit die höchste Leistung, wenn man den Herstellern vertrauen kann.

Aber welche ist die beste 128GB microSD Speicherkarte? Welche bietet die meiste Leistung fürs Geld und welche einfach die schnellste?

Um diese Frage zu klären habe ich 10x 128GB microSD Speicherkarten gekauft und in einen kleinen Vergleich geschickt.

Von daher, welche microSD Speicherkarte würde ich aktuell empfehlen?

 

Die Testkandidaten

Die folgenden 10 Speicherkarten habe ich für diesen Test bestellt:

Preis Ca.
DSP Memory 128GB MicroSD 5.0 SDXC Speicherkarte 37 €
Kingston SDC10G2/128GB microSD 12 Klasse 10 40 €
Lexar High-Performance 633x microSDXC 80 €
Samsung EVO Plus Micro SDXC 128GB 45 €
SanDisk Extreme 128 GB microSDXC 60 €
SanDisk Ultra 128GB microSDXC 40 €
Toshiba EXCERIA M302-EA 44 €
Transcend TS128GUSDU1 Premium Class 10 microSDXC 43 €
Patriot LX Series microSDXC 128GB 42 €
PNY High Performance microSDXC 128GB 60 €

Hierbei habe ich versucht alle großen Hersteller und populären Modelle abzudecken. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass die Modellauswahl geschrumpft ist! Es gibt aktuell weniger verschiedene Speicherkarten auf dem Markt als vor 1-2 Jahren.

Samsung hat beispielsweise anscheinend alle Serien bis auf die EVO Plus eingestellt, Lexar Speicherkarten sind kaum noch zu bekommen.

Die Preise sind stand 29.03.18, jeweils der günstige Preis, den ich bei einem seriösen Händler entdecken konnte.

 

Die Kapazität

Starten wir einfach einmal bei der Kapazität. „Wie Kapazität, alle Speicherkarten haben doch 128GB?!“

Ja alle Speicherkarten werden mit 128GB beworben, aber die Kapazität, welche wirklich zur Verfügung steht, unterscheidet sich doch teilweise deutlich.

Es ist in einem gewissen Rahmen normal das die praktische Kapazität durch Bit/Byte Umrechnung und Formatierung etwas niedriger liegt, aber auch abseits davon

Die Speicherkarte von Transcend bietet die höchste echte Kapazität mit 119,3GB. Auch die Speicherkarten von PNY, Lexar, Samsung und SanDisk bietet 119,xxGB Kapazität.

Die Patriot LX Series bietet allerdings nur 117,19GB, die Kingston SDC10G2 nur 116,35GB, die DSP Memory nur 116,14GB und die Toshiba ist das Schlusslicht mit 115,99GB.

Der Unterschied ist nicht signifikant, aber es ist dennoch interessant das es hier kleinere Unterschiede gibt und es nicht alle Hersteller mit der Kapazität so genau nehmen.

 

Der Test

Kommen wir zum eigentlichen Test. Dieser wird mithilfe eines Kingston FCR-HS4 Speicherkartenlesers durchgeführt. Wichtig! Der Speicherkartenleser hat einen recht großen Einfluss auf die Leistung der Speicherkarten!

Der Kingston FCR-HS4 ist hier schon einer der schnellsten Kartenleser, der mir bekannt ist. Zum Vergleich der integrierte Kartenleser meines Dell XPS 13 erreicht konstant 10MB/s lesend wie auch schreibend weniger als der Kingston. Bedenkt dies, wenn Ihr den Test wiederholt.

Beginnen wir mit dem Klassiker CrystalDiskMark. CrystalDiskMark liefert erfahrungsgemäß die besten Werte, welche man auch als sehr genau betrachten kann.

Die erste positive Nachricht, alle Speicherkarten sind lesend sehr schnell! Selbst die Kingston welche „nur“ mit 45MB/s beworben wird erreicht satte 90MB/s. Das schwächste Modell stammt von Lexar, welche „nur“ 80,6MB/s schafft. Dies sagt aber schon einiges aus, wenn die langsamste Karte im Vergleich immer noch satte 80MB/s+ schafft.

Die schnellste Speicherkarte ist die SanDisk Extreme. Diese erreicht lesend satte 96MB/s und schreibend satte 87MB/s.

Auf Platz zwei folgt die Samsung EVO Plus, welche schreibend ungefähr gleichauf ist und lesend nur 1MB/s weniger erreicht.

Man erkennt aber vor allem eine große Steigerung der neueren Modelle. Im Jahr 2016 war die Toshiba EXCERIA M302-EA noch der Testsieger mit satten 90MB/s lesend und 22MB/s schreibend.

Lesend ist die Toshiba zwar immer noch Top, aber mit 22MB/s schreibend holt man 2018 niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Ähnliches gilt auch für die Patriot, PNY, Kingston und Lexar Speicherkarten. Alle Modelle schaffen gerade einmal um die 20MB/s und existieren bereits seid 2016 auf dem Markt.

Die neueren Modelle von Samsung, SanDisk, DSP und Transcend erreichen schreibend deutlich bessere Werte. Die Transcend ist hier mit 54MB/s noch die Langsamste, die SanDisk Ultra erreicht gemeinsam mit der DSP Speicherkarte rund 75MB/s und die SanDisk Extreme erreicht gemeinsam mit der Samsung EVO Plus 86MB/s.

Diese Werte gelten aber natürlich nur bei größeren Dateien. Werden kleinere Dateien gelesen oder geschrieben können die Werte signifikant abweichen.

Dies spielt bei Digitalkameras oder Smartphone nicht so eine große Rolle. Aber solltet Ihr beispielsweise Apps auf der Speicherkarte installieren oder Ihr nutzt diese in einer Nintendo Switch, wo Spiele auch mal kleinere Dateien laden, kann dies durchaus einen Unterschied machen.

Für diese Daten greife ich auf den ATTO Diskbenchmark zurück.

Hier wird es nun sehr interessant, denn bei kleinen Dateigrößen 4K oder 16KB verschiebt sich das Feld doch ein Stück. Die beiden SanDisk Speicherkarten kommen mit diesen Dateigrößen deutlich besser klar als das restliche Testfeld.

Hier schwächelt sogar die Samsung EVO Plus etwas, welche hier nur im Mittelfeld landet.

Beim Lesen und Schreiben von kleinst Dateien kann die SanDisk Extreme 128 GB microSDXC Speicherkarte ihrem Namen gerecht werden und die beste Leistung liefern.

Aber auch die günstigere Ultra Version kann überzeugen, genau wie die Transcend Speicherkarte.

Wollt Ihr also Eure Speicherkarte für Apps, Spiele und ähnliches Nutzen, wo auch mal winzige Dateien gelesen/geschrieben werden, wählt eine Speicherkarte von SanDisk.

Kommen wir noch zu einem kleinen Praxis Test. In diesem habe ich auf alle Speicherkarten einen Ordner mit diversen Bildern und Videos kopiert. Der Ordner ist 4,22GB und besteht aus 1065 Dateien (rund 4MB im Schnitt).

Zwar sind alle Speicherkarten in der Praxis etwas langsamer als in den Benchmarks, aber die grundsätzliche Rangfolge bleibt weitestgehend bestehen. Schreibend bleibt die SanDisk Extreme die NR. 1 vor der Samsung EVO Plus vor der DSP Speicherkarte.

Die Patriot LX Series microSDXC erreicht mit Abstand die schlechtesten Werte.

Lesend sind wiederum alle Speicherkarten fast gleichauf. Zwischen der schnellsten (SanDisk Extreme) und langsamsten (Lexar) liegen gerade mal 9 Sekunden.

 

Fazit

Welche ist die beste 128GB microSD Speicherkarte im Jahr 2018? Dies hängt von Euren Ansprüchen ab. Beginnen wir bei der maximalen Leistung. Lesend gibt es zwischen allen Testkandidaten kaum Unterschiede, alle schaffen problemlos 80MB/s oder mehr.

Schreibend schwankt das Feld etwas mehr. Die langsamste Speicherkarte stammt hier von Patriot mit gerade einmal 12MB/s, die schnellste von SanDisk.

Die SanDisk Extreme ist auch unterm Strich die schnellste Speicherkarte im Testfeld, mit 96MB/s bzw. 86MB/s. Auf Platz 2 folgt die Samsung EVO Plus welche minimal langsamer ist und auf Platz 3 folgt die SanDisk Ultra.

  1. SanDisk Extreme 128 GB microSDXC
  2. Samsung EVO Plus Micro SDXC 128GB
  3. SanDisk Ultra 128GB microSDXC

Hier ist auffällig das die neueren Modelle deutlich schneller Schreiben können als die älteren Speicherkarten.

Dieses Ranking verschiebt sich etwas, wenn man nicht nur die Übertragungsraten bei großen Dateien betrachtet. Wollt Ihr Eure Speicherkarte in einem Smartphone oder einer Kamera einsetzen, wird dies keine große Rolle spielen. Installiert Ihr auf der Speicherkarte aber Programme, Betriebssysteme oder Spiele (Nintendo Switch), wo es auch mal zum Laden von kleinen Dateien unter 0,2MB kommt, sackt beispielsweise die Samsung EVO Plus etwas ab.

Für eine Nintendo Swtich würde ich ganz klar die SanDisk Extreme oder Ultra empfehlen! Eventuell auch die Transcend TS128GUSDU1 als alternative zu SanDisk.

  1. SanDisk Extreme 128 GB microSDXC
  2. SanDisk Ultra 128GB microSDXC
  3. Transcend TS128GUSDU1

Diese drei Speicherkarten werden bei einem Szenario wo es um das lesen von vielen kleinen und großen Dateien geht am besten abschneiden.

Die dritte Kategorie ist die Preis Leistung. Welche Speicherkarte bietet die meiste Leistung fürs Geld?

  1. DSP Memory 128GB MicroSD 5.0 SDXC Speicherkarte
  2. SanDisk Ultra 128GB microSDXC
  3. Samsung EVO Plus Micro SDXC 128GB

Interessanterweise konnte die DSP Memory Speicherkarte hier den Sieg erringen. Warum? Mit 91MB/s lesen und 74MB/s schreiben ist diese recht flott und gleichzeitig aktuell mit 37€ recht günstig.

Auf Platz 2. folgt die SanDisk Ultra und auf Platz 3. die Samsung EVO Plus. Könnt Ihr also mit einem kleineren Hersteller leben, wählt die DSP. Ansonsten würde ich zur SanDisk Ultra oder Samsung EVO Plus raten.

Diese beiden Speicherkarten würde ich auch grundsätzlich blind empfehlen! Für Smartphones und/oder die Nintendo Switch die SanDisk und für Kameras die Samsung EVO Plus.

Das TP-Link Neffos N1 im Test, der nächste Erfolg von Neffos?

TP-Link gehört mit seiner Neffos Serie noch zu den Newcomern unter den Smartphone Herstellern. Allerdings zeigt TP-Link einen großen Einsatz mit diversen neuen Modellen.

Das neuste Modell ist das TP-Link Neffos N1. Mit diesem Modell ist man in der 200-300€ Preisklasse unterwegs, wo man unter anderem mit einer Dual Kamera und Full HD Display punkten möchte.

Aber die Konkurrenz in dieser Preisklasse ist natürlich massiv. Kann hier das Neffos N1 überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an TP-Link für das Ausleihen des Neffos N1 für diesen Test.

 

Das TP-Link Neffos N1 im Test

TP-Link hat beim Design des Neffos N1 viel richtig gemacht, aber auch ein wenig falsch. Grundsätzlich kann ich sagen, dass mir die Rückseite des Smartphones deutlich besser gefällt als die Front.

Starten wir aber bei der Front. TP-Link setzt hier auf ein recht vertrautes Design. Das Display besitzt den üblichen 16:9 Formfaktor und vergleichsweise dicke Displayrahmen. Der Trend zu rahmenlosen Displays hat sich also noch nicht zu TP-Link durchgeschlagen. Immerhin wird der Platz unterhalb des Displays sinnvoll für drei kapazitive Tasten genutzt, welche erfreulicherweise sogar beleuchtet sind!

Leider hat TP-Link hier auf eine eindeutige Kennzeichnung der Tasten verzichtet. Ihr müsst Euch hier merken, welche Taste die Multitasking-Ansicht aufruft und welche zurück ist. Nach ein paar Tagen sollte dies aber spätestens kein Problem mehr sein.

Etwas interessanter designt ist, wie ich finde die Rückseite. Diese erinnert ohne Frage ein wenig an die Huawei P10 Serie, was aber natürlich nichts Schlechtes ist!

Am oberen Rand der Rückseite ist eine Art kleines Glasfenster eingelassen, hinter welchem sich die beiden Kamerasensoren verstecken. Dies lockert die ansonsten recht glatte Aluminium Rückseite doch ein gutes Stück auf und ist eine Art Eyecatcher.

Gerade von hinten gesehen wirkt das Neffos N1 doch ein gutes Stück wertiger als dies beim Preis von 250€ zu erwarten wäre. Die Verarbeitungsqualität und auch generell die Haptik ist absolut tadellos.

Das Smartphone ist was die Dicke angeht mit 7,5mm sehr angenehm. Auch die abgerundeten Kanten sorgen für eine sehr angenehme, geschmeidige Haptik.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Full HD Display, wie auch beleuchtete kapazitive Tasten, eine Ohrmuschel und die 8 MP Frontkamera.

Die Anschlüsse sind alle auf der Unterseite des N1 angebracht. Hier findet sich der 3,5mm Kopfhöreranschluss, der USB C Ladeport wie auch Lautsprecher.

Auf der rechten Seite ist der Einschalter wie auch der SIM Karten Slot. Das N1 unterstützt Dual SIM oder single SIM + microSD Speicherkarte.

Auf der linken Seite findet sich neben der Lautstärkewippe noch ein zusätzlicher Schieber, mit dessen Hilfe Ihr das Smartphone muten könnt.

Fingerabdruckscanner, wie auch die Dual-Kamera und der LED Blitz sind auf der Rückseite angebracht.

 

Software

Leider setzt TP-Link aktuell beim Neffos N1 noch auf Android 7.1. Über dem Android 7.1 ist zudem ein TP-Link eigener Skin.

Erstaunlicherweise hat hier TP-Link einen recht guten Job gemacht. Der Skin ist relativ leicht und orientiert sich stark am normalen Android.

TP-Link hat lediglich einige Icons, auch im Menü usw., gegen eigene getauscht, wie auch einige Elemente etwas anders gestaltet.

Hier überlasse ich es Eurem Geschmack ob dies Euch gefällt oder nicht. Aber „Leicht“ ist, wie ich finde eine sehr schöne Beschreibung für den grundsätzlichen Style der TP-Link Benutzeroberfläche.

Sowohl die Farben, viele helle Blau und Grün Töne, wie auch der Style der Icons, recht flach und 2-Dimensional, ergeben eine sehr unanstrengende Optik.

Bonuspunkte gibt es für den Verzicht von TP-Link 3. Anbieter Apps vorzuinstallieren. Neben den Google Apps und diversen TP-Link eigenen Apps ist das Smartphone komplett „sauber“.

Auch sind die TP-Link eigenen Apps, wie beispielsweise die Kamera-App, qualitativ gut gemacht.

Der freie Speicher bei meinen Neffos N1 fällt mit rund 52,5GB (von 64GB) ausreichend groß aus, dass man auch nicht zwingend eine microSD Speicherkarte nutzen muss.

 

Display

Das TP-Link Neffos N1 verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD Display. Qualitativ kann man dieses als leicht überdurchschnittlich für diese Preisklasse einstufen.

Farben sind klar und qualitativ hochwertig. Der Kontrast ordentlich, genau wie der Schwarzpunkt, zu mindestens für ein IPS Panel.

Sehr angenehm ist die maximale Helligkeit. Diese könnte natürlich noch höher ausfallen, dies gilt allerdings für jedes Display. Aber die Ablesbarkeit im Freien ist gut!

Im Schatten ist das Display problemlos ablesbar und selbst in praller Sonne ist das N1 immer noch gut nutzbar.

Kurzum der größte Kritikpunkt am Display sind vermutlich die recht großen Rahmen. Abseits davon ist dieses absolut zufriedenstellend!

 

Lautsprecher

Wie leider in dieser Preisklasse immer noch üblich setzt das Neffos N1 lediglich auf einen Lautsprecher auf der Unterseite des Smartphones.

Allerdings ist dieser Lautsprecher qualitativ sehr gut! Selten in dieser Preisklasse einen so vollen Klang gehört.

Natürlich ist es mutig bei Smartphones von einem vollen Klang zu sprechen, aber der Lautsprecher des N1 ist relativ voll für ein Smartphone.

Es kommt nicht nur ein schrilles Kratzen aus dem Lautsprecher, sondern auch etwas Tiefgang und Volumen.  Auch die Lautstärke passt. Das Neffos N1 ist nicht super laut, hält aber seinen qualitativ guten Klang bis zur 100% Stufe.

Für Abends mal ein Youtube Video oder was Webradio nebenbei ist das Smartphone also voll geeignet.

 

Kamera

Das TP-Link Neffos N1 verfügt über eine 12 Megapixel Dual Kamera. Bei Dual Kameras gibt es diverse Ansätze. Hier die gängigen:

  1. Zwei Kamera Module mit unterschiedlichen Brennweiten, für einen „Optischen Zoom“.
  2. Zwei Kamera Module, deren Bilder zusammengerechnet werden, für ein besseres Bild.
  3. Eine Hauptkamera und eine Kamera für das Sammeln von Tiefeninformationen, für einen „Porträt Modus“.

Letzterer wird meist in günstigeren Smartphones genutzt, wie auch im Neffos N1. In der Regel wird hier eine 12 Megapixel Hauptkamera und ein 2 oder 5 Megapixel Modul kombiniert. Allerdings taugt dieser Porträt Modus in diesen günstigen Smartphones meist nix. Einige China Smartphones nutzen hier sogar „Fake“ Kamerasensoren um auf dem Papier besser zu klingen.

Hier klingt das Neffos N1 mit zwei 12 Megapixel Modulen etwas Vielversprechender. Taugt also der Porträt Modus des N1 etwas?

Jein, im Gegensatz zu diversen anderen günstigen Smartphones ist der Porträt Modus im Neffos N1 nicht „Fake“. Das Smartphone nutzt wirklich Informationen des zweiten Kamera Sensors für einen Tiefenunschärfe- Effekt.

Allerdings den Werbeversprechen von TP-Link „Das Neffos N1 ist mit einer atemberaubenden 12MP + 12MP Dual-Kamera ausgestattet, die einen professionellen Bokeh-Effekt erzielt, den bisher nur große DSLR-Kameras erreichen konnten.“ kann ich nicht zustimmen.

Das Ausschneiden des Motivs ist leider eher als „grob“ zu bezeichnen. Kanten werden oft nicht ganz sauber ausgeschnitten. Für ein 200-300€ Smartphone ein akzeptabler Porträt Modus, was aber eher daran liegt, dass die anderen Modelle dies in dieser Preisklasse einfach noch viel schlechter machen.

Das ganze ist aber kein Vergleich zu einem iPhone X, Google Pixel 2 usw. Ich würde hier den Porträt Modus als „Gimmick“ einstufen.

Wie steht es aber generell um die Kameraqualität? Hier wird es sehr interessant. TP-Link nutzt den IMX386 Sensor von Sony. Sony Kamerasensoren gelten als die besten, zumal der IMX386 Sensor mit 1.25 μm Pixel ein vergleichsweise großer Sensor ist.

Der IMX386 kommt im Übrigen auch im Xiaomi Mi Mix2, Huawei Nova und Xiaomi Mi6 zum Einsatz.

Genug geredet, kommen wir zu den Testbildern.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

TP-Link hat die Kameraqualität bei seinen Smartphones erfreulich gut im Griff, so auch beim Neffos N1.

Bei Tageslicht/Sonnenschein produziert dieses sehr schöne und auch scharfe Aufnahmen. Selbst die Farben sind angenehm klar und leuchtstark, ohne Farbstich.

Generell produziert das Neffos N1 recht bunte Fotos, gegen was aber nichts einzuwenden ist. Bei gutem Licht sind die Fotos für ein Smartphone dieser klasse als nahezu Perfekt einzustufen! Selbst die Dynamik ist ordentlich, woran man den vernünftigen Kamera-Sensor erkennt.

Ein wenig zickig war allerdings der Autofokus gewesen. Bei normalen Aufnahmen ist dieser problemlos, bei Makroaufnahmen allerdings lag der Fokus, selbst bei Top to Fokus, oftmals daneben. Hier benötigt man beim Neffos N1 etwas Geduld.

Hat man bei Makro Aufnahmen den Fokus allerdings sitzen, werden diese hervorragend!

Zwar verfügt das Neffos N1 nur über eine F2.0 Blende, allerdings kommt dieses auch mit schlechteren Lichtverhältnissen gut klar. Natürlich ist dies kein Vergleich zu High End Smartphones, aber im Dunkeln, innen oder bei Bewölkung sind immer noch gute Fotos zu erreichen.

Erst im extremen Low Light bricht das N1 völlig weg. Dennoch würde ich die Kamera Leistung ganz klar positiv bewerten.

 

Benchmarks/Performance

Im Neffos N1 kommt der Mediatek MT6757 zum Einsatz. Mediatek MT6757 nie gehört? Vielleicht ist dieser unter dem Namen Helio P25 etwas bekannter.

Der Helio P25 ist ein 2017er SoC welcher auf dem Cortex-A53 Design basiert und im 16nm Format gefertigt wird. Hierbei besitzt dieser acht Kerne, welche in zwei Cluster aufgeteilt werden.

Der P25 ist im Neffos N1 mit satten 4GB RAM kombiniert. Welche Performance kann man hier erwarten?

Um diese Frage zu klären, schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Mit 77569 Punkten im Antutu Benchmark und 3395 Punkten bei Geekbench zeigt sich das Neffos N1 recht leistungsstark.

Dieses liegt damit knapp unter Smartphones mit dem des Snapdragon 652 oder Snapdragon 626 (BQ Aquaris X) und ungefähr gleichauf mit dem HiSilicon Kirin 658 welcher im Huawei P10 Lite steckt.

Im PC Mark Work 2.0 Benchmark, wo es auf die gesamte Systemperformance ankommt und nicht nur auf die reine Rechenleistung, kann das Neffos N1 sogar kann Smartphones mit dem  Snapdragon 626 hinter sich lassen.

 

Die Praxis

Allerdings sind natürlich Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Wie schlägt sich hier das Neffos N1? Gut!

Allerdings ist dies im Jahr 2018 keine Überraschung mehr. Selbst Smartphones der unteren Mittelklasse haben mittlerweile so viel Rechenleistung, dass die üblichen Alltagsanwendungen, wie Webbrowsen, Social Media usw. flott von der Hand geht.

Sofern also der Hersteller nicht irgendwelche Fehler bei der Software gemacht hat, was hier nicht der Fall ist! Ganz im Gegenteil, die Benutzeroberfläche von TP-Link scheint gut optimiert zu sein.

Sowohl das Scrollen wie auch das Aufrufen von Apps und Menüs geht angenehm flüssig.

Wo Ihr bei solch einem Smartphone leichte Abstriche zu machen habt ist bei Spielen. Die normalen 08/15 Spiele sind selbstverständlich kein Problem! Ob nun Angry Birds, Clash of Clans usw. solche Spiele sind gemacht auf älteren und auch nicht High End Smartphones gut zu laufen.

Leistungshungrigere Spiele wie PUBG oder die diversen Emulatoren sind hier eine etwas andere Geschichte. Hier müsst Ihr beim Neffos N1 mit einer etwas reduzierten Grafik und/oder kleineren Rucklern leben, dann laufen diese Spiele eigentlich auch gut.

Bonuspunkte gibt es für das recht flotte WLAN im Neffos N1, welches auch das 5GHz Band unterstützt. App Downloads gehen also angenehm schnell.

Das verbaute LTE Modul schafft laut Hersteller 150/50Mbit, was ich dank Dorf LTE nicht nachprüfen kann. Praktisch konnte ich hier um die 50Mbit/s schaffen. Dabei war die Signalstärke „unauffällig“. Unauffällig = weder besonders gut noch besonders schlecht.

 

Akku

Das Neffos N1 verfügt über einen 3260mAh Akku. Eine durchschnittliche Kapazität für ein 5,5 Zoll Smartphone. Aber fast noch etwas wichtiger als die reine Kapazität, ob nun +- 400mAh ist meist nicht so relevant, ist natürlich die Optimierung des Energieverbrauchs.

Wie schlägt sich hier das Neffos N1? In meinem üblichen Praxis-Test, Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte das N1 eine Akkulaufzeit von rund 10-12 Stunden bei einer niedrigen bis mittleren Displayhelligkeit.

Dies ist ein hervorragender Wert! Selbst bei einer hohen Displayhelligkeit sind problemlos 8-10 Stunden möglich. Natürlich wenn Ihr ununterbrochen spielt, bekommt man das Smartphone deutlich schneller leer.

Aber die Akkulaufzeit ist weiterhin als hervorragend einzustufen.

 

Fazit

Smartphones gerade der Einsteiger und Mittelklasse werden von Jahr zu Jahr besser, dies beweist auch das TP-Link Neffos N1.

TP-Link hat bei diesem sehr viel richtig gemacht! Beginnen wir beim Anfang, also der Haptik und Optik. Zwar setzt TP-Link beim Neffos N1 leider nicht auf ein Display mit besonders schmalen Rändern, aber abseits davon stimmt das Äußerliche. Das Smartphone fühlt sich hochwertig an und liegt toll in der Hand, was an den abgerundeten Kanten und der geringen Dicke liegt.

Auch sieht das 5,5 Zoll Display sehr gut aus! Helligkeit, Farben und Kontrast passt für ein ca. 250€ Smartphone.

Passen tut auch die Leistungsfähigkeit. Der Helio P25 ist zwar nicht der aller stärkste SoC dieser Klasse, aber definitiv am oberen Leistungsende. Kombiniert mit der gut optimierten Benutzeroberfläche ergibt sich eine sehr positive Alltagserfahrung.

Leider setzt TP-Link beim Neffos N1 noch auf Android 7.1, abseits davon gefällt mir das System aber gut. Selbst der Skin von TP-Link ist modern und ansehnlich.

Bei der Kamera gibt es viel Licht aber auch etwas Schatten. Der Porträt Modus ist höchstens als akzeptabel zu bezeichnen. Die Dualkamera wirkt daher ein wenig wie ein Gimmick.

Aber abseits davon ist die Qualität der Aufnahmen klasse! Fotos sind bei Tageslicht scharf und detailliert, auch Farben sind kräftig und leuchtstark, keine Klagen hier. Selbst im Low Light hält sich das Neffos wacker. Kurzum, eine der besseren Kameras in dieser Preisklasse, wenn auch noch nicht auf dem Level von High End Smartphones.

Unterm Strich fällt das Fazit sehr positiv aus. Leider wird dies Euch die Wahl in der 250€ Preisklasse aktuell nicht leichter machen, wo es aktuell einige wirklich hervorragender Smartphones gibt.

Wie auch immer Ihr Euch entscheidet, das TP-Link Neffos N1 ist eine gute Wahl.

Positiv

  • Hochwertige Haptik
  • Starke Kamera…..
  • Gutes Display
  • Schicke Benutzeroberfläche ohne 3. Anbieter Apps
  • Vernünftiger Lautsprecher
  • Starke Akkulaufzeit

 

Neutral

  • …… mäßiger Porträt Modus

 

Negativ

  • Noch Android 7.1
  • Dicke Displayränder

Die Xlayer Powerbank Off-Road Plus 2.0 im Test

Die meisten im Handel erhältlichen Powerbanks sind recht langweilig. Ihr könnt an diesen mehr oder weniger schnell Euer Smartphone laden, das wars.

Allerdings gibt es auch Powerbanks welche etwas aus der Masse herausstechen, beispielsweise die Xlayer Powerbank Off-Road Plus 2.0.

Hierbei handelt es sich um eine etwas speziellere Powerbank, welche auch sicherlich nicht für jedermann ist.

Die Xlayer Off-Road Plus 2.0 Powerbank kann neben Smartphones auch Notebooks laden (ohne USB C!) wie auch Autos Starthilfe geben!

Klingt doch interessant, wollen wir uns das Ganze einmal in der Praxis ansehen! Kann die Xlayer Powerbank Off-Road Plus 2.0 im Test überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Xlayer für das Zurverfügungstellen der Powerbank!

 

Die Xlayer Powerbank Off-Road Plus 2.0 im Test

Bei der Xlayer Off-Road Plus 2.0 handelt es sich um eine recht spezielle Powerbank. Diese kann sowohl Starthilfe für Autos geben, wie auch Notebooks laden.

Wie es bei solchen Powerbanks oft üblich ist, ist die Off-Road Plus 2.0 hierdurch etwas größer, als es für eine normale Powerbank mit 16000mAh normal wäre.

Mit rund 16cm x 7cm x 3,4cm ist die Xlayer Powerbank nicht riesig, aber auch nicht super kompakt, gerade wenn man das Zubehör mit einplant. Xlayer liefert die Off-Road Plus 2.0 Powerbank in einer Art Tasche. In dieser findet sich neben der Powerbank ein 230V Steckdosen Ladegerät, ein KFZ Ladegerät, Anschlussklemmen für die Auto-Startfunktion, diverse Notebook Ladeaufsätze und ein universal Kabel zum Laden von Lightning, microUSB, USB C und mini USB Geräten.

Die Powerbank selbst ist in der typischen leicht länglichen Form gehalten und aus einfachem Kunststoff gefertigt. Rein haptisch ist die Xlayer Off-Road Plus 2.0 zugegeben nichts Besonderes oder übermäßig Hochwertiges.

Das Gehäuse macht seinen Job, nicht mehr und nicht weniger.

Wie steht es um die Anschlüsse und Feature? Starten wir bei den beiden USB Ausgängen auf der Rückseite der Powerbank. Diese beiden USB Ports werden von XLayer mit einer Leistung von 2,1A bei 5V angegeben.

Das wirklich Interessante an der Off-Road Plus 2.0 findet sich allerdings erst auf der Seite. Hier ist zum einen der Eingang für das beiliegende Ladegerät, wie aber auch ein DC Ausgang.

Mit den beiliegenden Adaptern ist es möglich Notebooks über die XLayer Off-Road Plus 2.0 zu laden! Hierbei unterstützt die Powerbank 12V/3A, 16V/3A oder 19V/3,5A. 66,5W maximale Leistung ist schon beeindruckend und reicht sicherlich das ein oder andere Notebook zu laden.

Welche Spannung gerade ausgegeben wird, könnt Ihr auf dem kleinen Display der Powerbank sehen. Dort wird auch angegeben wie viel Leistung gerade genutzt wird, sowohl über den DC Ausgang wie aber auch über die USB Ausgänge, praktisch! Zusätzlich könnt Ihr natürlich auch den aktuellen Ladestand sehen.

Auf der Rückseite  befindet sich eine kleine LED Taschenlampe mit SOS Funktion, welche für eine Powerbank sogar recht hell ist. Auch ist dort eine Gummiabdeckung zu finden, unter welcher sich die Kontakte für die Autostarter Funktion befindet.

XLayer gibt an, dass es möglich ist bis zu 5L Benziner oder 3L Diesel Fahrzeuge mit der Powerbank Starthilfe zu geben.

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese habe ich über die USB Ports gemessen. Xlayer gibt diese mit 16000mAh an, messen konnte ich 10458mAh bzw. 38,697Wh. Dies entspricht rund 65% der Herstellerangabe.

„Ist dies nicht was arg wenig?“ Ja. „Hat Xlayer uns also um Kapazität betrogen?“ Nein.

Powerbanks welche Autos starten können, sind „speziell“ was den inneren Aufbau angeht. Normale Powerbanks arbeiten intern mit einer Spannung von 3,7V, was die Standard Spannung von Lithium Ionen Zellen ist.

Autostarter Powerbanks allerdings arbeiten intern mit einer Spannung von um die 12V. Während also bei normalen Powerbanks die Spannung von 3,7V auf 5V angehoben werden muss, muss hier die Spannung von 12V auf 5V abgesenkt werden, was ein größerer Schritt ist und anscheinend weniger effizient.

Also ja die Powerbank verfügt im Inneren über drei 5400mAh Zellen, allerdings geht über die USB Ports viel Energie verloren.

Die „normale“ Kapazität liegt aber beispielsweise am Notebook Ladeport an, wenn dieser auf 12V gestellt ist.

Und nein andere Autostarter Powerbanks die ich bisher getestet habe, schaffen über die normalen USB Ports auch meist nur 60-75% ihrer Kapazität.

An dieser Stelle auch ein paar Worte zur Starthilfe- Funktion. Ja das Ganze funktioniert! Aber seid recht vorsichtig damit.

Wie funktioniert das Ganze? Wenn Ihr Eure Autobatterie mit der Powerbank verbindet, werden die Akkuzellen direkt mit der Autobatterie verbunden. Euer Ziel ist es dabei gar nicht die Autobatterie zu laden, sondern nur temporär die Spannung zu stabilisieren, so dass das Auto starten kann. Dabei gibt die Powerbank 12,4V bis 11,3V auf die Batterie, was reicht damit das Auto anspringt und die Lichtmaschine ihren Job macht.  Die meisten Sicherheitsfunktionen werden hier überbrückt, um die 300A maximale Leistung zu erreichen. Entsteht ein Kurzschluss oder wird zu viel Energie über einen zu langen Zeitraum verbraucht ist es sehr wahrscheinlich, dass die Powerbank davon permanenten Schaden nimmt.

Auch sind die Ports dauerhaft aktiv, da sämtlich Elektronik intern übersprungen wird. Dies ist normal bei Autostarter Powerbanks!

Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit? Die USB Ports bieten hier einen soliden Standard. Ja es gibt schnellere Powerbanks, aber auch langsamere. Die USB Anschlüsse scheinen allerdings gut geregelt zu sein und halten schön stabil die angepeilten 5,0xV.

Beim Notebook Anschluss spielt die Powerbank keine Rolle, was das Ladetempo angeht. Euer Notebook nimmt so schnell Energie auf wie möglich. Solange dies unter den 66W Leistung der Powerbank liegt, gibt es volles Tempo.

Anders als bei USB C funktioniert das Laden allerdings nicht, wenn Euer Notebook mehr als 66W Leistung benötigt! Notebooks können in der Regel ihren DC Eingang nicht „steuern“. Es gibt also in der Regel keine Erkennung „oh das Ladegerät schafft nur 66W, dann lade ich etwas langsamer“.

Ganz oder gar nicht ist hier also das Motto. Mit 66W könnt Ihr aber auch schon die meisten kompakteren Notebooks problemlos laden. Achtet bitte darauf, dass Ihr die richtige Spannung eingestellt habt! Habt Ihr ein 12V Notebook und stellt 19V ein, ist dieses vermutlich beschädigt!

Die Spannung könnt Ihr über das Display der Powerbank und den Einschalter programmieren. Ein unbeabsichtigtes Umschalten während des Ladens ist im Übrigen nicht möglich.

Wie steht es um das Ladegeschwindigkeit der Powerbank selbst? Mit im Lieferumfang befindet sich ein recht einfaches 15V 1A Ladegerät. Dieses kann die Powerbank mit ca. 0,8A bei 15V laden.

Dies würde bei 5V 2,4A entsprechen, also ein ordentliches Tempo.

 

Fazit

Powerbanks, welche in der Lage sind Autos zu starten, sind cool und auch nützlich, aber auch genauso speziell.

Dies gilt auch für die Xlayer Powerbank Off-Road Plus 2.0! Sucht Ihr eine einfache Powerbank zum Aufladen Eures Smartphones/Tablets gibt es ganz klar gesagt bessere und günstigere Modelle.

Ihr kauft die Xlayer Powerbank Off-Road Plus 2.0 primär für die Möglichkeit Euer Auto zu starten, falls es hart auf hart kommt oder für den DC Ausgang mit 12/16/19V.

Über diesen könnt Ihr Euer Notebook laden oder unterwegs diverse andere Geräte betreiben. Ist dies in Eurem Interesse kann sich die Off-Road Plus 2.0 für Euch lohnen. Die Leistung stimmt hier definitiv, gerade dank der starken 66W maximaler Leistung auf dem DC Anschluss!

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit im Test, die edle alternative zum iFixit

Xiaomi ist bekannt für seine hohe Qualität und auch dafür so ziemlich alles herzustellen/zu vertreiben.

Hierzu gehören auch beispielsweise Schraubendreher! Natürlich handelt es sich bei diesen nicht um komplett normale Schraubendreher wie aus dem Baumark, sondern um ein etwas hochwertigeres Set.

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit hat sogar einen reddot Award gewonnen, sofern dies bei Schraubendreher eine Rolle spielt.

Allerdings ein gutes Schraubendreher Set kann für jeden Technikfan absolut Gold wert sein, gerade wenn man an kleinerer bzw. fein Elektronik arbeitet. Hier greift man in der Regel zu einem der unzähligen Schraubendreher Sets, die man billig bei Amazon findet, oder wenn man etwas mehr Qualität möchte zu einem Set von iFixit.

Letztere sind aber natürlich auch nicht gerade billig!

Wie steht es um das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit? Ist dies eine hochwertige Alternative zu den Sets von iFixit? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit im Test

Auch wenn dies ohne Frage eine etwas merkwürdige Aussage ist, aber ja das Xiaomi Mijia Wiha ist das schönste Schraubendreher-Kit das ich jemals gesehen habe!

Man merkt, dass Xiaomi hier nicht nur versucht hat ein Werkzeug zu erstellen, sondern auch ein „Lifestyle“ Produkt.

Dies beginnt bereits bei der Box. Die Box in welcher das Schraubendreher-Kit geliefert wird, ist komplett aus einem soliden Aluminium gefertigt und besitzt eine sehr hochwertige Oberfläche.

Um an die Schraubendreher zu kommen müsst Ihr auf die Oberseite drücken. Mit einem Klick kommt Euch nun die innere Schublade entgegen.

Umgekehrt müsst Ihr im offenen Zustand einmal auf die Schublade drücken, damit diese einrastet. Dieser ganze Mechanismus wirkt zwar etwas verspielt, aber verleiht dem Kit gleichzeitig eine gewisse Wertigkeit.

Auch scheint der Mechanismus gut konstruiert zu sein.

In der inneren Schublade, welche Ihr komplett aus dem Gehäuse ziehen könnt, findet sich der Schraubendreher und die Bits.

Im Kit liegen 24 Bits und der Schraubendreher. Die Bits sind sauber und übersichtlich in der Schublade sortiert. Auch ist jede Position markiert, so dass Ihr beim zurücklegen sehen könnt, welcher Bit wohin gehört.

Die Bits werden dabei magnetisch in der Schublade gehalten. Diese Magneten sind erfreulich stark! Hierdurch fallen bei einem Sturz oder Stoß nicht gleich alle Bits heraus. Auch sind diese fest fixiert, sobald die Schublade in das äußere Gehäuse eingesetzt wurde.

Wie natürlich auch die Bits ist der eigentliche Schraubendreher aus einem grauen Metall gefertigt. Hier sehe ich allerdings beim Design vielleicht ein paar Nachteile.

Der Schraubendreher ist komplett durchgestylt, dieser sieht schick aus, ist aber für meinen Geschmack etwas dünn. Hierdurch habt Ihr vergleichsweise wenig Gripp. Immerhin sind die Kanten abgeflacht, was es erlaubt auch etwas Kraft auf die Schraube zu übertragen.

Nichts ist schlimmer als komplett runde Schraubendreher.

Wie viele Feinelektronik Schraubendreher besitzt auch der Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher ein drehbares Ende.

Die Bits werden selbstverständlich via Magnet im Schraubendreher gehalten. Dieser Magnet ist ausreichend stark! Auch die Bits selbst sind magnetisch, Schrauben bleiben also an diesen kleben.

Im Alltag ist dies Gold wert!

Aber was für Bits liegen denn beim Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher Set mit im Lieferumfang?

  • PH000, PH00, PH0, PH1, PH2 (Kreuz)
  • SL1,5, SL2, SL3, SL4 (Schlitz)
  • P2, P5 (Pentalobe)
  • T2, T3, T4 (Torx)
  • TR5, TR6, TR8, TR10, TR15 (Torx)
  • H1,5, H2,0 (Hex)
  • U2,6 (U Typ Spanner)
  • Y1 (Tri-wing)
  • 2,3 (Dreieck)

Mit dieser Auswahl an Schraubendreher solltet Ihr in der Lage sein so gut wie allen elektrischen Geräten an die Pelle zu rücken.

Selbst Apple Smartphones und Computer lassen sich mit diesem Xiaomi Schraubendreher Set zerlegen.

 

Fazit

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit ist aktuell für 22-28€ erhältlich, je nachdem wo man kauft. Das es günstigere Schraubendreher-Kits mit mehr Bits für weniger Geld gibt sollte klar sein.

Xiaomi verlangt hier einen kleinen Aufpreis für die durchgestylte Optik und grandiose Verarbeitung des Sets.

Ist dieser Aufpreis gerechtfertigt? Ja! Das Mijia Wiha Schraubendreher-Kit ist wirklich herausragend was die Wertigkeit angeht. Dies beginnt bereits bei der Transportbox aus massivem Aluminium und dem coolen „Klappmechanismus“

Auch der Schraubendreher und die Bits wirken qualitativ gut 1-2 Stufen oberhalb der 0815 Bits, die man regulär im Handel findet. Sämtliche Bits und auch der Schraubendreher sind natürlich magnetisch.

Die Nutzbarkeit im Alltag ist unter anderem hierdurch tadellos! Zwar beinhaltet das Set „nur“ 24 Bits, aber hierbei handelt es sich an sich um sämtlich Bits die man für das Zerlegen von Smartphones, Notebooks und Computern (auch Apple Geräten) benötigt.

Etwas was man beim Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit natürlich auch nicht vergessen darf ist der Style Faktor. Ganz blöd gesagt, das Set strahlt eine gewisse Wertigkeit und Professionalität aus, welche man nicht von einem 15€ 08/15 Schraubendreher Kit bekommt.

Auch ist das Schraubendreher-Kit angenehm kompakt und portabel! Kurzum ja für um die 25€ kann ich das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit voll empfehlen, auch wenn natürlich der Versand aus Asien etwas länger dauert. Immerhin sind wir hier in einer Preisklasse, wo der Zoll keine Probleme macht.

Der Xiaomi Mi Speaker „Cylindrical Shape“ im Test

Xiaomi Produkte strahlen eine gewisse Faszination aus. Kein anderer Hersteller schafft es vergleichbar hochwertige Produkte zu liefern, zu teilweise regelrecht „billigen“ Preisen.

In diesem Test soll es um den Xiaomi Mi Speaker gehen. Einen schicken, aber einfachen Bluetooth Lautsprecher, welcher für rund 22€ aus Asien zu bekommen ist.

Lohnt es sich aber den Xiaomi Mi Speaker aus Asien zu bestellen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Xiaomi Mi Speaker „Cylindrical Shape“ im Test

Xiaomi setzt beim Mi Speaker auf eine Zylinderform. Hierbei ist das Gehäuse komplett aus einem sehr hochwertig und robust anmutendem Aluminium gefertigt.

Hierdurch wirkt der Lautsprecher recht edel, gerade dann, wenn man den eigentlich sehr günstigen Preis bedenkt.

Der Xiaomi Mi Speaker „Cylindrical Shape“ ist allerdings ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher. Dieser kann sich hinter einem iPhone X komplett verstecken.

Aufgrund der Zylinderform ist natürlich der Platz für den eigentlichen Treiber etwas eingeschränkt. Daher besitzt der Mi Speaker auch nur einen Treiber auf der Oberseite, welcher sich hinter einem Lautsprechergitter aus Stoff verbirgt.

Dieser Treiber soll allerdings laut Xiaomi satte 5W Leistung liefern, was ordentlich für die Größe wäre.

Vielleicht ist Euch beim minimalistischen Design etwas aufgefallen? Richtig wo sind die Tasten?!

Der obere Teil des Lautsprechers ist ein Drehrad, welches sich zudem auch drücken lässt. Dieser Gummiring ist nur ein Transportschutz, welcher für den Betrieb abgenommen werden muss.

Drückt Ihr den Ring schaltet sich der Lautsprecher ein. Dreht Ihr den Ring wird die Lautstärke verstellt. Das Ganze fühlt sich sehr hochwertig und gut gemacht an!

Auf der Front ist zudem eine kleine Status LED eingelassen und auf der Rückseite der microUSB Ladeport.

Der integrierte Akku soll laut Xiaomi 7 Stunden halten. Praktisch konnte ich allerdings eher 5-6 Stunden erreichen.

 

Klang des Xiaomi Mi Speaker

Wie klingt denn nun der 22€ Xiaomi Mi Speaker? Bei diesem Preis und auch der Größe des Bluetooth Lautsprechers, darf man selbstverständlich keine Wunder erwarten.

Allerdings klingt der Xiaomi Mi Speaker durchaus okay!

Die Höhen sind klar und sauber. Zudem besitzen diese einen angenehme Brillanz, was den Mi Speaker im Raum regelrecht etwas auffunkeln lässt.

Leider sind die Bässe hier weniger ein Highlight. Diese sind beim Mi Speaker eher schwach. Es ist durchaus etwas Bass vorhanden, aber gerade genug, dass der Lautsprecher nicht zu dünn klingt.

Allerdings mit einem großen Klangvolumen kann dieser nicht punkten. Auch die Mitten sind höchstens okay, aber beim besten Willen auch nicht überragend voll.

Hierdurch hat der Xiaomi Mi Speaker klanglich eher etwas von einem guten Laptop Lautsprecher. Klar, gute Detail Darstellung, aber im Bass eher schwach.

Die maximale Lautstärke des Xiaomi Mi Speaker ist soweit okay, aber der Lautsprecher ist auch nicht brüllend laut.

 

Fazit

Das Fazit zum Xiaomi Mi Speaker fällt schwer. Für 22€ ist dieser in Ordnung. Allerdings möchte ich etwas anzweifeln ob es sich lohnt diesen aus Asien zu bestellen.

Mittlerweile bekommt auch auf Amazon.de für 30€ gute bzw. besser klingende Bluetooth Lautsprecher.

Was für den Xiaomi Mi Speaker spricht ist primär die Optik und Haptik. Diese liegt durchaus weit über dem was man für vergleichbares Geld regulär auf dem Markt bekommen kann.

Kurzum Ihr sucht ein hochwertiges und schickes Upgrade für Eure Smartphone Lautsprecher, welche diese auf das Level von guten Notebook Lautsprecher hebt, dann könnt Ihr hier unbesorgt zugreifen.

Allerdings gibt es bereits für ca. 30€ besser klingende Bluetooth Lautsprecher, welche allerdings zumeist nicht so hochwertig sind.

Das iHealth Clear im Test, ein WLAN Blutdruckmessgerät?!

Ein WiFi Blutdruckmessgerät wird sicherlich bei den meisten Nutzern im ersten Moment für hochgezogene Augenbrauen sorgen.

Wie viele Smart Home Produkte ist sicherlich das iHealth Clear als Luxus Produkt zu bezeichnen. Allerdings kann die Verbindung mit dem Smartphone auch einige Vorteile mitbringen, welche natürlich von iHealth hervorgehoben werden.

Der wichtigste und interessanteste Punkt ist natürlich das automatische Mitloggen der Daten. Seid Ihr ärztlich dazu verpflichtet Euren Blutdruck zu überwachen kann es ohne Frage nützlich sein, dies automatisiert zu machen.

In der App könnt Ihr jederzeit alle Messungen sehen und rückverfolgen. Auch kann das iHealth Clear die Umgebungstemperatur messen und mit in die Bewertung der Ergebnisse einfließen lassen.

Hier gibt es natürlich zwei Fragen, 1. bietet die Verbindung zum Smartphone wirklich einen Mehrwert? 2. Ist das iHealth Clear „smarte“ Blutdruckmessgerät wirklich knapp 100€ wert?

Beides gilt es in diesem, auch für mich, etwas ungewöhnlichen Test herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an iHealth für das Zurverfügungstellen des Clear für diesen Test!

 

Das iHealth Clear im Test

Grundsätzlich setzt iHealth beim Clear auf ein sehr vertrautes Design für ein Blutdruckmessgerät. Dieses besteht aus zwei Teilen, der Station und der Arm-Manschette.

Die Arm-Manschette ist wie üblich aus einem grauen Stoff gefertigt und innen mit einem Fließ ausgelegt. Geschlossen wird die Manschette ebenfalls wie üblich über einen Klettverschluss.

Hierdurch ergibt sich eine recht große Spanne an einstellbaren Größen. Laut Hersteller kann das Clear bis zu einem Armumfang von 42cm genutzt werden. Praktisch sollte das Messgerät damit für 99% aller Menschen passen, sofern Ihr nicht über 200KG wiegt, dann könnte es eng werden.

Die Arm-Manschette wird über einen Schlauch mit dem eigentlichen Messgerät verbunden.

Bei dem eigentlichen Messgerät handelt es sich um eine etwas größere weiße Kunststoffbox. Diese besitzt auf ihrer Oberseite ein großes Display wie auch zwei Tasten.

Das Display ist für ein Blutdruckmessgerät wirklich extrem groß und auch gut ablesbar! Es handelt sich hier auch nicht um das sonst meist übliche Taschenrechner-Display (Schwarz/Weiß), sondern um ein farbiges LCD Panel.

Allgemein macht das iHealth Clear einen sehr schönen und hochwertigen Eindruck! Man merkt, dass dies nicht das billigste Blutdruckmessgerät ist.

Seitlich neben dem Anschluss für die Arm-Manschette ist auch ein microUSB Port. Dieser dient dem Aufladen des integrierten Akkus.

Es liegt zwar ein Ladekabel mit im Lieferumfang, aber kein USB Ladegerät. Ihr müsst das iHealth Clear an Eurem PC oder Smartphone Ladegerät laden. Etwas unpraktisch für ältere Nutzer, die vielleicht so etwas gar nicht haben.

 

Wie funktioniert ein Blutdruckmessgerät?

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt wie ein Blutdruckmessgerät funktioniert? Wie beispielsweise beim iHealth Clear ist ja die Arm-Manschette „dumm“. Es befindet sich in dieser keine Elektronik, diese wird einfach nur aufgepumpt.

Wie kann hier das Messgerät erkennen wie hoch der Blutdruck ist?

Blutdruckmessgerät funktionieren in der Regel über den Klang. Es befindet sich in der Station also eine Art Mikrofon, welches nach dem Geräusch Eures Herzens sucht.

Dabei wird die Arm-Manschette so weit aufgepumpt bis das erste mal ein Herzgeräusch für das Messgerät hörbar ist. Dies passiert, wenn der Druck des Messgerätes mit dem unteren Druck Eures Herzens gleichauf ist.

Das Blutdruckmessgerät stoppt hier aber nicht, sondern pumpt weiter, bis das Herzgeräusch verstummt. Dies passiert, wenn Euer Arm abgedrückt wurde. Es fließt kein Blut mehr = kein Geräusch ist mehr hörbar = das Messgerät hat den Druck Eures Herzens überschritten.

Dies ist natürlich die stark vereinfachte Beschreibung der Arbeit eines Blutdruckmessgeräts, aber sollte Euch eine grobe Vorstellung über die Arbeitsweise vermitteln.

 

Nutzung und Einrichtung

Die grundsätzliche Nutzung des Messgeräts ist erst einmal recht simpel. Ihr habt ja auch nur zwei Tasten. Nach dem ersten Einschalten des Messgerätes (die linke Taste gedrückt halten) werdet Ihr nach Eurer Sprache gefragt.

Die linke Taste drücken = durch die Menü Einträge schalten, die rechte Taste drücken, = bestätigen. Habt Ihr die Sprache ausgewählt könnt Ihr auch mit dem Messen beginnen. Einfach die Arm-Manschette anlegen und „Nutzer 1“ oder „Nutzer 2“ drücken.

Das Messgerät beginnt mit dem Messen und zeigt Euch anschließend die gemessenen Werte angenehm groß auf dem Display an. Neben den beiden Werten für den Blutdruck findet sich hier auch der Puls.

Zudem werden die Werte ein wenig interpretiert, normal, normal bis hoch, hoch, sehr hoch usw. Auch werden die gemessenen Werte von Messvorgang zu Messvorgang miteinander vergleichen. Das Messgerät zeigt Euch also an „xyz ist seid der letzten Messung um 2 gestiegen“.

Ihr könnt allerdings nicht die länger zurückliegenden Werte sehen. Hierfür bedarf es der iHealth App.

Wie gesagt Ihr könnt das iHealth Clear komplett ohne WLAN oder Smartphone nutzen, aber dann könnt Ihr zugegeben auch zu einem günstigeren Messgerät greifen.

Um das iHealth Clear mit dem WLAN zu verbinden müsst Ihr zunächst die iHealth App herunterladen und in dieser ein Konto anlegen.

Ist dies geschafft müsst Ihr das  Blutdruckmessgerät durch das Gedrückthalten der zweiten Taste in den „paaring“ Modus versetzen, in welchem dieses von Eurem Smartphone gefunden werden kann.

Tragt die WLAN Daten ein und fertig. Sämtliche Messungen werden nun über die iHealth Server in die App gesendet.

Dabei spielt es keine Rolle ob Euer Smartphone gerade eingeschaltet ist oder nicht. Ihr müsst also nicht bei jeder Blutdruckmessung Euer Smartphone daneben liegen haben.

Startet Ihr die Smartphone App werden alle Daten dort aufbereitet präsentiert. Aufbereitet = chronologisch mit Datum sortiert.

Auch könnt Ihr Euch Graphen anzeigenlassen wie sich Euer Blutdruck über den Tag, Woche oder Monat verändert hat.

Das Ganze wird sehr ansehnlich und übersichtlich präsentiert! Ihr könnt einzelne Messungen auch noch mit zusätzlichen Informationen versehen, beispielsweise wenn es Euch an einem Tag nicht gut ging.

Das Interessanteste ist aber das alles nebenbei funktioniert. Ihr müsst keine Daten per Hand übertragen. Einfach Blutdruckmessen und der Rest geschieht im Hintergrund von alleine.

Ihr könntet also das Messgerät Eurer Oma oder Eltern geben, diese nutzen das Messgerät wie ein normales Blutdruckmessgerät, aber Ihr könnt im Hintergrund die Daten überprüfen.

Wie steht es um die Messgenauigkeit? Dies ist ein schwieriger Punkt, verglichen mit normalen Blutdruckmessgeräten kommen die Werte des iHealth Clear ziemlich genau hin, allerdings verfüge ich auch nicht über absolute High End Blutdruckmessgeräte.

Das Clear ist als ein medizinisches Produkt zugelassen, hier kann/muss man darauf vertrauen, dass die Messwerte passen. Interessanterweise soll das iHealth Clear sogar unregelmäßige Herzschläge erkennen und sich dementsprechend anpassen!

Trennt Ihr die Arm-Manschette vom Messgerät wird dieses im Übrigen zu einer kleinen „Wetter-Station“. Diese zeigt Euch das Wetter außen und innen an. Die Außentemperatur wird dabei allerdings über das Internet aufgerufen, während die Innentemperatur gemessen wird.

 

Fazit

Das iHealth Clear ist natürlich ein etwas spezielleres Produkt. Ein WiFi Blutdruckmessgerät benötigt nicht jeder, dies kann man klar sagen.

Habt Ihr allerdings die ärztliche Vorgabe auf Euren Blutdruck zu achten und das über einen längeren Zeitraum, kann das iHealth Clear sehr praktisch sein!

Grundsätzlich benutzt sich dies wie ein normales, hochwertiges, Blutdruckmessgerät. Arm-Manschette anlegen, Knopf drücken und fertig.

Dabei macht das große Display und die grobe Einstufung ob die gemessenen Werte gut sind die Nutzung recht einfach. Im Hintergrund passiert allerdings die wahre Magie.

Die Werte werden dank WLAN in die iHealth App übertragen und dort gespeichert und „ausgewertet“. Jede Messung wird natürlich mit einem Zeitstempel versehen und Ihr könnt an schönen Graphen die Entwicklung Eures Blutdrucks über Tage, Wochen oder sogar Monate verfolgen.

Es ist also kein Aufschreiben der Werte oder Ähnliches nötig. Auch muss Euer Smartphone nicht bei jeder Messung neben dem Messgerät liegen, wie es bei einem Bluetooth basiertem System nötig wäre.

Klingt doch alles soweit sehr gut! Ist es auch, lediglich die Akkulaufzeit ist mäßig. Ihr werdet dieses oft nachladen müssen. Erfreulicherweise lässt sich das Messgerät allerdings während des Ladens nutzen, was dies etwas angenehmer macht.

Auch das „Wetter Station“ Feature wirkt auf mich eher wie ein Gimmick. Das Interessante am iHealth Clear ist ohne Frage die automatische Auswertung und Aufzeichnung der Daten, ohne dass Ihr irgendwas machen müsst!

Müsst Ihr also Euren Blutdruck protokollieren kann das iHealth Clear Gold wert sein! Falls nicht reicht vermutlich auch ein normales Messgerät.

iHealth iHealth Clear Wireless Blutdruckmessgerät iHealth Clear...
  • Mit nur einem Blick sehen Sie deutlich Ihren Blutdruck, Ihre...
  • Mit einem Knopfdruck misst der iHealth Clear Ihren Blutdruck...
  • iHealth Clear zeigt Ihnen automatisch an, ob Ihre Ablesung höher...

Der GGMM E5 im Test, ALEXA + Bluetooth + WebRadio + Multiroom + Akku = komplett Paket!

Der GGMM E5 ist einer der interessantesten Netzwerk Lautsprecher dem ich seit langem begegnet bin. Warum? Zum einen ist das Design wirklich herausragend, zum anderen ist der versprochene Funktionsumfang gigantisch.

Amazon ALEXA, Bluetooth, WebRadio, AirPlay usw. sind laut GGMM mit an Bord. Hinzu kommt ein integrierter Akku und meine Kaufentscheidung stand.

Ist der GGMM E5 das ultimative moderne „Radio“, wie es den Anschein macht? Wie steht es um den Klang? Finden wir dies alles im Test heraus!

Der GGMM E5 im Test

Ich glaube, man kommt nicht daran vorbei die tolle Optik des E5 zu loben! GGMM hat hier wirklich einen vortrefflichen Job gemacht einen edlen Lautsprecher zu produzieren.

Der reddot Award für das Design ist absolut gerechtfertigt, auch wenn man den Lautsprecher vor sich hat.

Der GGMM E5 ist ein sehr schmaler, dafür aber recht breiter und hoher Lautsprecher. Dabei besitzt dieser durchaus einen leichten Retro Look, welcher auch vom Leder Tragegurt unterstützt wird.

Allerdings schafft es der E5 hier gut Balance zwischen Retro und „moderne“ zu halten. Beim Gehäuse habt Ihr die Wahl zwischen weiß und schwarz.

Das Gehäuse ist bei beiden Versionen aus Kunststoff gefertigt. Allerdings handelt es sich hier um einen sehr wertigen dicken Kunststoff, welchen man so nur selten sieht.

Aufgrund der hohen Dicke des Kunststoffgehäuses und dem ebenfalls recht hohen Gewichtes des Lautsprechers schafft es die Haptik durchaus die edle Optik widerzuspiegeln.

Die Front des GGMM E5 ist komplett von einem Aluminium Lautsprechergitter bedeckt. Unter diesem Lautsprechergitter sind gleich sechs Treibereinheiten angebracht.

Dabei handelt es sich um vier 5W aktive Treiber und in der Mitte zwei passive Treiber. Laut GGMM soll der E5 also 20W Leistung haben. Auf diesen Wert sollte man allerdings nicht zu viel geben. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen Peak Wert, welcher so in der Praxis nicht oder nur selten erreicht wird.

Dennoch interessant das es GGMM geschafft hat in diesem extrem schmalen Gehäuse gleich vier aktive Treiber unterzubringen. Dies macht allerdings auch sinn, um das doch recht kleine Volumen etwas zu kompensieren.

Eins der größten Design Merkmale des E5 sind ohne Frage die Aluminium Bedienelemente auf der Oberseite. Diese sind optisch wunderschön gefräst und wirken sehr hochwertig. Neben diversen Steuerungstasten, wovon der E5 aufgrund des integrierten WLAN Modus ein paar mehr besitzt, sind hier auch zwei Drehregler für Bass und Höhen zu finden.

Drehregel sind in der heutigen Zeit sicherlich etwas sehr Besonderes. Erfreulicherweise fühlen sich die Drehregler auch sehr wertig und massiv an. Leider laden diese hierdurch auch etwas zum Herumspielen ein.

Die Anschlüsse des GGMM E5 sind auf der Rückseite angebracht. Hier findet sich ein AUX Eingang, ein USB Ausgang wie auch ein Anschluss für ein proprietäres Netzteil.

Letzteres ist, wie ich finde recht schade, ich hätte hier einen microUSB oder USB C Anschluss bevorzugt, auch wenn über diese das Laden etwas langsamer gehen würde.

Die Akkulaufzeit wird von GGMM E5 mit 15 Stunden angegeben. Via Bluetooth sicherlich korrekt, via WLAN ca. 3-5 Stunden weniger.

Über den USB Ausgang könnt Ihr im Notfall Euer Smartphone aufladen, mit einem Ladestrom von bis zu 1A.

 

Einrichtung, Feature und Funktionen

Um den GGMM E5 richtig zu nutzen müsst Ihr diesen zunächst mit dem WLAN verbinden. Hierfür benötigt es die GGMM App.

Leider hatte ich hier zunächst signifikante Probleme! Der Lautsprecher wollte sich nicht mit meinem WLAN Verbinden lassen (einem Ubiquiti UniFi AP Pro). Ich konnte über die UI meines Routers sehen, dass der Lautsprecher sich korrekt anmeldete, aber dann einfach wieder die Verbindung abbrach und einen Fehler meldete.

Und ja ich habe versucht diesen mit einem 2,4Ghz Netz zu verbinden, 5GHz WLAN wird leider vom E5 nicht unterstützt.

Erst mit einem anderen WLAN Router (von ASUS) konnte ich auf anhieb eine WLAN Verbindung aufbauen. Merkwürdig. Hoffen wir mal, dass dies ein Einzelfall ist in Kombination mit einem Ubiquiti AccessPoint.

In der GGMM App angekommen wird man etwas erschlagen vom Funktionsumfang des E5. Der Lautsprecher kann gefühlt einfach alles!

Hier eine kleine Übersicht über alle Kanäle mit dem Ihr den E5 anspielen könnt:

  • Bluetooth
  • WLAN (Wiedergabe von Musik, die auf dem Smartphone liegt)
  • TuneIn Radio
  • iHeartRadio
  • Spotify Connect
  • Apple Music
  • Airplay
  • Tidal
  • Napster
  • Amazon Alexa
  • AUX

Ihr könnt den GGMM E5 ganz klassisch via Bluetooth Verbinden und wie einen normalen Bluetooth Lautsprecher nutzen. Dies macht natürlich unterwegs Sinn, wenn Ihr kein WLAN zur Verfügung habt.

Allerdings sind natürlich die WLAN/Netzwerk Funktionalitäten der Grund, warum man den GGMM E5 kauft. Ihr könnt zunächst Musik die auf Eurem Smartphone liegt via WLAN an den Lautsprecher übermitteln und wiedergeben. Hierbei wäre mit mehreren GGMM Lautsprechern auch eine Multiroom Wiedergabe möglich. Hier kann ich Euch mangels mehrerer GGMM Lautsprechern allerdings nicht sagen wie gut dies funktioniert.

Natürlich ist auch klassisches Webradio via TuneIn oder iHeartRadio möglich. Ihr könnt Euch einfach über die App Euren Lieblingssender suchen und wiedergeben. Es sind natürlich so ziemlich alle Radio-Sender der Welt verfügbar.

Es ist auch möglich Sender als Favoriten festzulegen. Favoriten lassen sich direkt am E5 über die „Herz“ Taste abrufen. Ihr könnt so bis zu 6 Sender speichern, die Ihr durch wiederholtes Drücken der Herz-Taste abrufen könnt.

Sehr praktisch nicht jedes Mal sein Smartphon nutzen zu müssen, um das Radio zu starten. Neben Webradio unterstützt der GGMM E5 auch diverse Streaming Dienste.

Für mich am wichtigsten ist Spotify. Einmal eingerichtet erkennt die Spotify App, sowohl auf dem Smartphone wie auch am PC, den Lautsprecher in Eurem Netzwerk.

Ihr könnt den Lautsprecher also direkt über die Spotify App ansteuern, sofern Ihr Euch im gleichen WLAN/Netzwerk befindet. Ähnliches gilt auch für Apple Airplay.

Ja der E5 unterstützt Airplay! Hierdurch könnt Ihr Musik direkt von IOS oder OSX Geräten an den Lautsprecher übermitteln.

Sowohl Spotify Connect wie auch Airplay funktionieren sehr gut!

Zu guter Letzt ist auch Amazons Sprachassistentin ALEXA mit an Bord. Allerdings ALEXA funktioniert beim E5 etwas anders als gewohnt. Der Lautsprecher achtet nicht auf das Hotword „ALEXA“. Um mit Alexa zu reden müsst Ihr die Mikrofon Taste am Lautsprecher drücken.

Damit kann der GGMM E5 keinen Amazon Echo Lautsprecher voll ersetzen, ist dafür aber aus Sicht des Datenschutzes deutlich unbedenklicher.

Probleme mit der Verständlichkeit hatte ich keine. Klar man kann eh nur eine Armlänge vom Lautsprecher entfernt sein. Funktional ist die ALEXA Integration im E5 identisch zu Amazons Echo Lautsprechern. Ihr könnt also Fragen stellen, Musik wiedergeben oder auch Smart Home Geräte steuern.

Generell ist die ALEXA Integration ganz gut gelungen. Habt Ihr beispielsweise Webradio laufen, fragt ALEXA etwas, dann wird die Radio Wiedergabe nach beantworten Eurer Frage automatisch fortgesetzt.

Teils ist aber die Bedienung etwas umständlicher. Beispielsweise drückt Ihr kurz den Einschalter wird Euch über blinken einer LED der Akkustand signalisiert. Blinkt die LED zum Beispiel 8x ist der Akku voll. Es ist natürlich etwas nervig hier das Blinken zu zählen. Auch das Abrufen der Favoriten über mehrfaches Drücken der Herz-Taste ist teils etwas zickig.

Hat man sich daran aber gewöhnt, funktioniert der Lautsprecher erfreulich gut im Alltag.

Da es sich hier um einen etwas komplexeren Lautsprecher handelt, muss dieser nach dem Einschalten erst einmal „hochfahren“. Es dauert ca. 38 Sekunden, ehe die WLAN Verbindung steht.

Steht die WLAN Verbindung einmal ist diese aber erfreulich stabil. Selbst auf hohe Distanz zum Router lauft das Webradio problemlos. Hier war ich tatsächlich etwas beeindruckt.

 

Klang

Was helfen letztendlich gefühlt zwei duzend Feature, wenn der Klang des GGMM E5 nicht gut ist. Von daher wie schlägt sich hier der Lautsprecher?

Deutlich besser als ich dies erwartet hätte!

Der GGMM E5 ist ein sehr dünner Lautsprecher, was natürlich immer auf Kosten des Klangs geht, allerdings klingt der E5 angenehm voll.

Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Auf der Standard-Einstellung finde ich, dass der GGMM E5 etwas matt klingt. Die Höhen können sich nicht so recht vom Bass und den Mitten lösen.

Hierdurch fehlt die Brillanz und die Leichtigkeit im Klang. Allerdings gibt es ja einen Drehregler für die Höhen. Dreht man die Höhen voll hoch sind diese angenehm klar und sauber.

Zwar sind diese noch nicht „Weltklasse“, aber für einen Bluetooth Lautsprecher dieser Preisklasse ordentlich!

Die Mitten werden beim E5 leider etwas vernachlässigt. Gerade wenn Ihr den Bass etwas hochdreht, gehen die Mitten teils recht stark unter. Stimmen werden Okay wiedergegeben und sind ausreichend verständlich. Legt Ihr aber einen erhöhten Wert auf besonders volle „Vocals“ ist der E5 nicht zwingend der richtige Lautsprecher für Euch.

Man merkt das GGMM mehr Wert auf die Bässe gelegt hat. Erstaunlicherweise liefert hier der Lautsprecher eine sehr gute Performance!

Auf der Standard-Einstellung ist der Bass bereits recht kräftig und angenehm voll. Ich würde sogar überraschend voll sagen, im Anbetracht der Dicke des Lautsprechers.

Dieser macht einen sehr guten Job aus dem vorhandenen Volumen das Maximum herauszuholen, auch wenn natürlich der Tief-bass nicht ganz überragend ist.

Dreht Ihr den Bass noch weiter hoch wird dieser fast schon etwas dröhnend laut, gerade bei einer Nutzung in kleineren Räumlichkeiten. Bei einer Outdoor Nutzung hingegen ist das Hochdrehen des Basses sehr angenehm und sorgt auch bei einer Grill Party oder Ähnlichem für ordentlich Stimmung.

Zwar ist der GGMM G5 auf den höheren Bass Einstellungen nicht mehr ganz so pegelfest, aber die generelle maximale Lautstärke passt absolut!

Erwartet natürlich nicht das der G5 ein Wohnzimmer zum Wackeln bekommt, aber der Lautsprecher klingt schön voll und auch hochwertig. Der Klang ist nicht blechern oder billig. In diesem Punkt passt der Klang sehr gut zur Optik.

Sicherlich ist noch etwas Luft nach oben, gerade bei den Mitten und auch teils bei den Höhen, aber dies ist ein 130€ Lautsprecher. Hierfindet sich auch bei der Konkurrenz, selbst wenn man reine Bluetooth Lautsprecher betrachtet wenig, was dies besser macht.

Ich nutze den GGMM G5 beispielweise als kleines „Radio“ welches ich beim Grillen mit in den Garten nehmen und ansonsten in meiner Küche nutze. Hier macht der G5 einen tollen Job!

Ich weiß nicht, ob dieser Vergleich Euch hilft, aber der GGMM G5 klingt signifikant besser als ein Amazon Echo Dot, ein wenig besser als ein Amazon Echo Spot und ein Stück schlechter als ein großer Amazon Echo.

 

Fazit

Der GGMM E5 ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Bluetooth Lautsprechern! Bluetooth, Amazon Alexa, Spotify Connect, Webradio, AUX usw. ist schon ein sehr starkes Feature-set.

Mir ist kein portabler Lautsprecher mit integriertem Akku bekannt, welcher hier mithalten kann. Vielleicht der Ultimate Ears BLAST, aber der richtet sich noch an eine andere Zielgruppe.

Der GGMM E5 versucht weniger ein klassischer Bluetooth Lautsprecher zu sein, als ein „modernes Radio“. Hierzu passt auch die extrem schicke und edle Optik. Der GGMM E5 schafft es noch ein gutes Stück teurer auszusehen, als er eigentlich ist.

Natürlich ist aber auch nicht alles Gold was glänzt. Der Lautsprecher war bei mir zunächst etwas zickig mit der WLAN Verbindung, was sich später aber gegeben hat, und die Bedienung erfordert etwas Eingewöhnung, geht dann aber gut von der Hand.

Natürlich ist der Klang auch so eine Sache. Ganz klar von den drei wichtigen Punkten, Funktionen, Optik/Haptik und Klang, ist der Klang vermutlich der schwächste.

Allerdings den Klang als „schwach“ bezeichnen wäre falsch. Gerade der Bass und die generelle Lebendigkeit des Klangs ist für solch ein kompaktes Modell sehr gut! Aber Ihr zahlt natürlich für das verbaute WLAN und die diversen Funktionen einen Aufpreis. Beispielsweise ein 100€ Anker SoundCore Pro klingt noch etwas besser, unterstützt dafür aber nur Bluetooth.

Hier kommt es etwas auf die Erwartungshaltung an. Der GGMM E5 bietet einen guten Klang für das Arbeitszimmer, die Küche, das Schlafzimmer oder auch die Grill-Party. Als Haupt-Stereoanlage würde ich diesen aber nicht empfehlen.

Der Klang ist gut, aber auch nicht so gut.

Unterm Strich ist der Preis von 139€ (zum Zeitpunkt des Tests) für solch ein Multitalent wie den GGMM E5 ein absolut fairer Preis, welcher durch die Funktionen, Optik und auch Klang absolut gerechtfertigt ist.

Keine Produkte gefunden.

Die LIAM & DAAN „PARK“ im Test, gute Bluetooth Kopfhörer für unter 40€

Bei meinem üblichen Scrollen durch Amazon sind mir LIAM & DAAN „PARK“ Bluetooth Kopfhörer ins Auge gesprungen.

Zum einen weil mich doch das Branding sehr an eine bekannte amerikanische Band erinnerte, dessen Frontman vor kurzem gestorben ist, zum anderen, weil die Kopfhörer für rund 37€ erstaunlich gute Bewertungen hatten.

Gute Bewertungen bei Amazon müssen nichts heißen, man kennt ja das Spiel. Aber 22 Bewertungen, welche alle die Kopfhörer absolut positiv bewerten, ist doch etwas recht Seltenes.

Haben wir hier wirklich einen Preis/Leistungskracher? Oder sind die Bewertungen einfach nur von Grund auf manipuliert oder zu positiv?

Um dies herauszufinden, habe ich die Kopfhörer von meinem eigenen Geld bestellt. Können die LIAM & DAAN „PARK“ Bluetooth Kopfhörer im Test überzeugen?

 

Die LIAM & DAAN „PARK“ im Test

Die LIAM & DAAN „PARK“ Bluetooth Kopfhörer setzen, wie es in dieser Preisklasse fast schon zu erwarten ist, auf ein Kunststoffgehäuse, dessen Kopfband allerdings mit Aluminium verstärkt ist.

Beim verwendeten Kunststoff handelt es sich um einen ganz normalen matten Kunststoff, der weder übermäßig hochwertig noch zu billig anmutet.

Ich würde sagen die Kopfhörer sind „funktional“ gebaut. Die Aufhängung der Ohrmuscheln ist hierbei allerdings der schwächste Punkt.

Immerhin die Ohrmuscheln der Kopfhörer lassen sich flach drehen, ein Klappmechanismus ist allerdings nicht vorhanden.

Die Anschlüsse und Tasten der LIAM & DAAN „PARK“ sind komplett an der rechten Ohrmuschel angebracht. Hier findet sich eine Multifunktionstaste, welche die Kopfhörer ein/ausschaltet, Musik pausiert/fortsetzt usw. wie auch eine lauter/leiser Wippe, welche mit vor und zurück doppelt belegt ist.

Die Anschlüsse der Kopfhörer finden sich unter einer kleinen Gummiabdeckung. Hier finden wir das Übliche. Also einen 3,5mm AUX Eingang und einen microUSB Ladeport.

Die Kopfhörer sollen laut Hersteller mit einer Ladung starke 20 Stunden halten, ich komme auf gut 10-15 Stunden, aber wenn Ihr sehr leise Musik hört, wären vermutlich auch die 20 Stunden knapp möglich.

 

Tragekomfort

Die LIAM & DAAN „PARK“ sind Over-Ear Kopfhörer, das bedeutet diese sollten Eure Ohren umschließen.

Dies schaffen die Ohrmuscheln auch weitestgehend. Zwar sind sie für meine Ohren einen Hauch zu klein, aber immerhin ist die Polsterung ausreichend dick.

Der Tragekomfort ist hierdurch absolut in Ordnung. Die Kopfhörer drücken nicht und sind angenehm zu tragen. Die Belüftung könnte etwas besser sein und vielleicht die Polsterung noch etwas weicher, aber unterm Strich geht das in Ordnung.

Müsste ich eine Note vergeben, würde die LIAM & DAAN „PARK“ beim Tragekomfort eine 3+ bis 2- bekommen.

 

Klang

Der spannendste Punkt ist natürlich der Klang, wie schlagen sich hier die LIAM & DAAN „PARK“?

Bereits nach wenigen Sekunden war mir klar, warum die Kopfhörer so gut bewertet sind. Ja für unter 50€ klingen diese verdammt gut!

Beginnen wir aber am Anfang, also den Höhen. Ja die PARK Bluetooth Kopfhörer produzieren gute und klare Höhen. Diese sind zwar verglichen mit teureren Bluetooth Kopfhörern nicht ganz so fein aufgelöst, aber für diese Preisklasse als tadellos zu bezeichnen.

Die Mitten der Kopfhörer sind neutral bis leicht abgesenkt. Allerdings klingen die Kopfhörer weiterhin ausreichend voll und satt. Auch die Darstellung von Stimmen und Gesang passt.

Wie steht es um den für so viele Nutzer wichtigen Bass? Bass ist bei günstigen Kopfhörern und Ohrhörern immer so eine Sache. Hier scheint es oft nur zwei extreme zu geben, kein Bass oder so viel Bass, dass von der restlichen Musik nicht viel übrig bleibt.

Erfreulicherweise treffen die LIAM & DAAN „PARK“ einen guten Mittelweg. Der Bass ist ausreichend vorhanden dabei aber angenehm natürlich und nicht künstlich wirkend. Auch der Tiefgang ist vollkommen okay, wenn nicht sogar gut!

Nein dies sind keine absoluten Bass -Bomber, aber ich denke, die Bassmenge wird den Geschmack 90% aller Nutzer treffen.

Bei bassstärkeren Songs produzieren die Kopfhörer einen schönen Punch, normale Songs hingen wirken angenehm natürlich. Auch die Dynamik passt! Der hoch/tief Kontrast ist gut vorhanden, wodurch die LIAM & DAAN angenehm lebendig und spaßig klingen.

 

Fazit

Die LIAM & DAAN „PARK“ stechen in einer Preisklasse, in der es vor allem viel Schrott gibt, doch sehr positiv aus der Masse heraus.

Gerade der gute Klang ist ein dickes Plus. Die LIAM & DAAN „PARK“ klingen angenehm dynamisch mit einem guten Bass und guten Höhen. Nein die LIAM & DAAN können nicht mit Bluetooth Kopfhörern der 100€+ Preisklasse mithalten, aber das darf man für unter 40€ auch nicht erwarten.

Aber die Kopfhörer klingen gut genug, dass Musik Spaß macht und man nicht das Gefühl hat billigen Schrott auf den Ohren zu haben und dies meine ich positiver als es vielleicht klingt. Ich schätze für 90% aller Nutzer sind die Kopfhörer klanglich bereits völlig ausreichend.

Damit sind die Park Bluetooth Kopfhörer schon vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse voraus.

Auch die Akkulaufzeit, laut Hersteller 20h, praktisch zwischen 10-15 Stunden, kann voll überzeugen. Die Haptik und Optik der Kopfhörer ist zwar wiederum nichts Besonderes, aber ausreichend gut.

Kurzum Ihr sucht ein paar vernünftiger Bluetooth Kopfhörer ohne dabei zu viel Geld ausgeben zu wollen? Dann sind die LIAM & DAAN „PARK“ die aktuell mir beste bekannte Option.

 

Positiv

  • Solider Klang
  • Gute Akkulaufzeit
  • Solider Tragekomfort
  • Sehr gute Preis/Leistung

 

Neutral

  • Haptik etwas „billig“, in dieser Preisklasse aber zu verschmerzen