Es gibt zwei Sorten von USB-Ladegeräten. Die einen stecken zu Hause hinter dem Nachttisch oder unter dem Schreibtisch. Dort kann es dir eigentlich egal sein, ob es nun 200 oder 300 g wiegt.
Gehst du allerdings wandern oder auf Reisen, dann sieht die Welt schnell anders aus. Hier kann jedes Gramm oder jeder cm zählen.
Ich vermesse jedes Ladegerät, das hier im Test landet, und das immer nach demselben Schema. Daher ist über die Jahre daraus eine ziemlich umfangreiche Datenbank geworden, welche wir uns in diesem Artikel einmal ansehen!
Was ist in jeder Leistungsklasse aktuell das kleinste und leichteste Ladegerät, das ich auch wirklich empfehlen kann?
Finden wir es heraus!
Leistungsdichte
Reine Gramm-Angaben sind für sich genommen wenig aussagekräftig. Ein 30-W-Ladegerät ist in der Regel leichter als ein 140-W-Ladegerät.
Deshalb rechne ich in diesem Artikel zwei Werte mit aus:
- Watt pro Gramm (W/g) – wie viel Leistung du pro Gramm bekommst
- Watt pro Kubikzentimeter (W/cm³) – wie viel Leistung du pro Volumen bekommst
Kurz erklärt: PPS und AVS
Sprechen wir einmal kurz über zwei Begriffe, die du in diesem Artikel oft lesen wirst.
PPS steht für „Programmable Power Supply“. Normales USB Power Delivery bietet deinem Smartphone feste Spannungsstufen an, also 5 V, 9 V, 15 V und 20 V. Mit PPS kann sich dein Gerät innerhalb eines Bereichs die Spannung frei aussuchen, zum Beispiel exakt 6,5 V.
Ein Samsung Galaxy S24 Ultra lädt an einem normalen USB-PD-Ladegerät mit rund 25 W, an einem passenden PPS-Ladegerät mit 45 W. Wichtig ist dabei nicht nur, dass PPS überhaupt vorhanden ist, sondern welche Range:
- Samsung will viel Strom, also eine Stufe mit bis zu 5 A
- Google Pixel will viel Spannung, also eine Stufe bis 21 V
Ein Ladegerät, das beides abdeckt, lädt praktisch jedes aktuelle Flaggschiff mit vollem Tempo.
AVS steht für „Adjustable Voltage Supply“ und ist Teil von USB Power Delivery 3.2. Vereinfacht gesagt der Nachfolger von PPS. Aktuell nutzt praktisch kein Endgerät diesen Standard, es deutet sich aber an, dass sich das ändern könnte. AVS-Support ist also reine Zukunftssicherheit, und unterstützt wird er derzeit von erstaunlich wenigen Ladegeräten.
Wichtig! AVS gibt es nochmals in zwei Versionen.
- AVS in der SPR (Standard Power Range), also bei 9 – 20 V
- AVS in der EPR (Extended Power Range) mit einer Spitzenspannung über 20 V
AVS in der SPR ist dabei glatt spannender als die EPR-Version.
Die 30-W-Klasse
30 W ist die Klasse fürs Smartphone. Die meisten Smartphones laden hier mit einer guten Geschwindigkeit und viele Modelle sogar mit der vollen Geschwindigkeit.
| Modell | Gewicht | Volumen | W/g | W/cm³ |
|---|---|---|---|---|
| InLine 31590O 30 W | 39 g | 20,9 cm³ | 0,77 | 1,44 |
| AMEGAT Omnia II PAQ3010 | 42,6 g | 34,2 cm³ | 0,70 | 0,88 |
| Anker 511 Nano 3 | 43,9 g | 28,4 cm³ | 0,68 | 1,06 |
| Anker A2337 Nano 30 W | 48,2 g | 29,5 cm³ | 0,62 | 1,02 |
| UGREEN Nexode 30 W | 57,3 g | 42,6 cm³ | 0,52 | 0,70 |
| Google Pixel 30 W | 81,6 g | 57,3 cm³ | 0,37 | 0,52 |
Empfehlung 1: InLine USB-C Ladegerät 30 W (31590O)
Das InLine 31590O ist mit 39 g das leichteste 30-W-Netzteil, das ich bisher auf der Waage hatte. Und mit 20,9 cm³ auch das mit Abstand kleinste.
Das Gehäuse misst 35,7 x 39 x 15 mm. Vor allem die Dicke von gerade einmal 1,5 cm macht das Ladegerät sehr reisefreundlich, das verschwindet in jeder Laptoptasche, ohne groß vorzustehen.
Trotzdem sind hier zwei USB-C-Ports verbaut, was in dieser Größenklasse alles andere als selbstverständlich ist.
Die Spannungsstabilität ist hervorragend und bei der Effizienz landen wir zwischen 84,8 % im Worst Case (5 V / 3 A) und 89,7 % in der Spitze (15 V / 2 A). Im Schnitt sind das 87,7 %, für ein 30-W-Gerät ein guter Wert.
Pro ✓
- Leichtestes 30-W-Ladegerät im Test (39 g)
- Extrem flach mit nur 15 mm Bauhöhe
- Zwei USB-C-Ports trotz Mini-Format
- Hervorragende Spannungsstabilität
Kontra ✗
- Bei Nutzung beider Ports teilt sich die Leistung auf
- Erwärmt sich deutlich
Empfehlung 2: Anker 511 Nano 3
Das Anker 511 Nano 3 ist die beste Alternative. Mit 43,9 g und 28,4 cm³ liegt es dicht hinter dem InLine.
Die Effizienz schwankte im Test zwischen 84,4 % bei niedriger Last und 91,1 % bei Volllast. Das sind sehr starke Werte für diese Klasse.
PPS ist ebenfalls an Bord. Damit lädt das Nano 3 alle iPhones, die Google-Pixel-Modelle und die Samsung-Galaxy-Smartphones mit hohem Tempo.
Die 45-W-Klasse
Aus meiner Sicht die unterschätzteste Klasse. 45 W sind so etwas wie der Sweetspot für viele Geräte, für Smartphones sehr gut, aber auch für größere Geräte oftmals ausreichend. Und der Aufpreis gegenüber 30 W ist praktisch null.
| Modell | Gewicht | Volumen | W/g | W/cm³ |
|---|---|---|---|---|
| Anker A2692 Nano 45 W | 66 g | 39 cm³ | 0,68 | 1,15 |
| Anker 313 45 W USB-C Ace | 77 g | 54 cm³ | 0,58 | 0,83 |
| Anker Nano 45 W Smart Display | 87 g | 48 cm³ | 0,52 | 0,94 |
| Google 45 W USB-C | 104 g | 81 cm³ | 0,43 | 0,56 |
| Ikea SJÖSS 45 W | 114 g | 88 cm³ | 0,39 | 0,51 |
| Baseus PicoGo AN13 45 W | 123 g | 64 cm³ | 0,37 | 0,70 |
| UGREEN X527 45 W | 138 g | 78 cm³ | 0,33 | 0,58 |
| UGREEN X604 45 W | 198 g | 140 cm³ | 0,23 | 0,32 |
Empfehlung 1: Anker A2692 Nano 45W
Das A2692 ist für mich der Referenzpunkt in dieser Klasse. Mit 66 g und 39 cm³ ist es sowohl das leichteste als auch das kleinste 45-W-Ladegerät, das ich bisher im Test hatte, und das auch recht deutlich.
Viel wichtiger ist aber, was drinsteckt. Die PPS-Unterstützung ist umfangreich genug, dass das Ladegerät derzeit so gut wie alle Smartphones von Apple, Samsung und Google mit dem maximal möglichen Tempo laden kann. Das schaffen in dieser Preisklasse erstaunlich wenige.
Und trotz der kompakten Abmessungen gibt das A2692 seine 45 W konstant ab. In meinem Belastungstest gab es selbst nach 5 Stunden keine Temperaturprobleme und keine Drosselung. Daumen hoch!
Bei der Effizienz landen wir im Schnitt bei rund 89,8 %, ebenfalls ein sehr guter Wert.
Pro ✓
- Kleinstes und leichtestes 45-W-Ladegerät im Test (66 g, 39 cm³)
- Lädt Apple, Samsung und Google mit vollem Tempo
- Konstante 45 W über 5 Stunden ohne Drosselung
- Effizienz im Schnitt bei rund 89,8 %
Kontra ✗
- Nur ein USB-C-Port
Empfehlung 2: Anker 313 45W USB-C Ace
Die günstigere Variante. Mit 77 g und 54 cm³ ist das Ace etwas größer als das A2692, deckt aber ebenfalls alle gängigen Leistungsstufen und PPS-Bereiche ab.
Das ist der eigentliche Punkt bei diesem Ladegerät: Es gibt nur wenige günstige Modelle, die für Apple, Samsung und Google ideal sind. Das unter einen Hut zu bekommen, schaffen in dieser Preisklasse die wenigsten.
Die Effizienz liegt im Schnitt bei rund 89,8 % und damit auf demselben Niveau wie beim A2692.
Anmerkung zum Anker Nano Charger 45W mit Smart Display
Das Display-Modell hat mit rund 90,4 % die beste Durchschnittseffizienz der 45-W-Klasse und ist mit 87 g bei 48 cm³ auch noch ordentlich kompakt.
Die PPS-Stufe ist aber effektiv auf 5 bis 16 V bei bis zu 3 A begrenzt. Für neuere Samsung-Modelle reicht das für 45 W, die älteren Ultra-Modelle brauchen aber eine 5-A-Stufe und die Google Pixel eine bis 21 V. Kurzum: OK, aber nicht fantastisch. Wenn dir das Display wichtig ist, greif zu. Wenn du das Maximum an Ladetempo willst, nimm das A2692.
Die 65-W-Klasse
Wenn ich mir die Zahlen aus allen Klassen nebeneinanderlege, sticht die 65-W-Klasse deutlich heraus. Hier stehen die technisch dichtesten Ladegeräte überhaupt, und zwar bei Gewicht wie bei Volumen.
65 W reichen dabei für Smartphones, Tablets und viele 13-Zoll-Notebooks wie ein MacBook Air.
| Modell | Gewicht | Volumen | W/g | W/cm³ |
|---|---|---|---|---|
| UGREEN Nexode Air 65W Mini | 76 g | 36 cm³ | 0,86 | 1,81 |
| Rollingsquare Supertiny 65W | 72 g | 46 cm³ | 0,90 | 1,41 |
| Voltero C65 | 86 g | 62,6 cm³ | 0,76 | 1,04 |
| ISY IWC 4065 | 93 g | 59,2 cm³ | 0,70 | 1,10 |
| Hama GaN 210592 65 W | 108 g | 61,8 cm³ | 0,60 | 1,05 |
| UGREEN Nexode Air Slim 65W | 112 g | 67 cm³ | 0,58 | 0,97 |
| CUKTECH GaN Charger 65W | 119 g | 80,1 cm³ | 0,55 | 0,81 |
| Anker Nano II 65W | 120 g | 65,4 cm³ | 0,54 | 0,99 |
| Anker A121A Nano 70W | 129 g | 69,8 cm³ | 0,54 | 1,00 |
| Anker Prime 67W GaN | 159 g | 75,1 cm³ | 0,42 | 0,89 |
| Ikea SJÖSS 65 W | 166 g | 96 cm³ | 0,39 | 0,68 |
| Baseus CCDK65E | 240 g | 103,6 cm³ | 0,27 | 0,63 |
Empfehlung 1: UGREEN Nexode Air 65W Mini
Das hier ist der Gesamtsieger dieses Artikels, und zwar über alle Klassen hinweg. Mit 1,81 W/cm³ ist das Nexode Air 65W Mini das mit Abstand dichteste Ladegerät, das ich bisher getestet habe.
Das Gehäuse misst 30,6 x 33 x 35,7 mm bei 76 g. Damit ist es kleiner als das Rollingsquare Supertiny, das bis dahin den Titel hielt, und liegt beim Gewicht nur vier Gramm dahinter.
Beeindruckend ist aber vor allem, dass hier technisch nichts fehlt. UGREEN spendiert dem Ladegerät das komplette PD-Profil inklusive der 12-V-Stufe.
Die PPS-Ranges liegen bei 5 – 11 V mit bis zu 5 A und 5 – 21 V mit bis zu 3,25 A. Damit ist beides abgedeckt, Samsung mit 45 W und die Google Pixel mit ihrer hohen Spannung.
Und dann kommt etwas, das ich so bisher bei kaum einem Ladegerät gesehen habe: AVS-Support. In der SPR deckt das Nexode Air 9 – 20 V bei bis zu 3 A ab. AVS in der SPR unterstützen derzeit extrem wenige Ladegeräte, für die Zukunftssicherheit ist das ein dicker Pluspunkt.
Im Belastungstest lieferte das Ladegerät über 3 Stunden konstant seine vollen 65 W, ohne Aussetzer. Laut Wärmebildkamera lag die Maximaltemperatur bei etwa 75 Grad. Für diesen Formfaktor absolut in Ordnung, ganz kühl bleibt bei der Oberfläche nun mal nichts.
Der Leerlaufverbrauch liegt bei rund 0,1 W, das ist hervorragend. Und die Effizienz? Zwischen 85,8 % und 92,6 %, im Schnitt 91,2 %. Das ist die beste Durchschnittseffizienz, die ich bisher bei einem 65-W-Ladegerät messen konnte.
Kleinstes und effizientestes Modell der Klasse in einem Gerät, das ist alles andere als selbstverständlich.
Pro ✓
- Höchste Leistungsdichte aller getesteten Ladegeräte (1,81 W/cm³)
- Beste gemessene Durchschnittseffizienz der 65-W-Klasse (91,2 %)
- Vollständiges PD-Profil inklusive 12-V-Stufe
- PPS für Samsung 45 W und Google Pixel
- AVS / USB PD 3.2 Support
- Extrem niedriger Leerlaufverbrauch (ca. 0,1 W)
- Konstante 65 W über den gesamten Belastungstest
Kontra ✗
- Nur ein einzelner USB-C-Port
- Achtung, es kursieren drei technisch unterschiedliche Versionen (siehe unten)
Wichtig vor dem Kauf
Vom Nexode Air 65W Mini gibt es aktuell drei Versionen unter derselben Modellnummer, äußerlich nicht zu unterscheiden. Version 1 hat eine stark eingeschränkte PPS-Range, kein AVS und hält die 65 W nicht konstant. Version 3 ist die, die hier im Test lag.
Der einzige messbare Hinweis ist das Gewicht: Version 3 wiegt 76 g, die älteren Versionen rund 82 g. Nach meinem bisherigen Stand bekommst du bei der Honkai: Star Rail Edition und der orangen Variante Version 3, bei Schwarz und Silber ist es Glückssache. Das dürfte sich mit der Zeit erledigen, wenn die Restbestände durch sind.
Empfehlung 2: Rollingsquare Supertiny 65W
Der bisherige Champion und beim reinen Gewicht immer noch die Nummer eins. 72 g bei 36,5 x 35 x 36 mm, das ist eher die Größe eines 30- oder 45-W-Ladegeräts.
Rollingsquare ist keine besonders bekannte Marke, hat aber ein Ladegerät im Sortiment, das bei der Energiedichte an Anker und Co. vorbeizieht. Das fand ich schon beim Test bemerkenswert.
Die PPS-Range ist mit 3,3 – 21 V bei bis zu 3,2 A interessant. Die volle Spannungsrange ist ideal für alle Google-Pixel-Modelle und auch für die neueren Samsung-Geräte. Die älteren Samsung High-End-Modelle bis zum S24 Ultra können hier allerdings nicht mit den vollen 45 W laden, dafür fehlt die 5-A-Stufe.
Den Belastungstest hat das Supertiny überstanden, und zwar über volle 6 Stunden.
Am Ende der 6 Stunden lag das Gehäuse bei über 90 Grad. Uff. Das ist schon extrem viel. Ein Ladegerät hält das aus, aber ich würde mich nicht wundern, wenn wir da nah an der Übertemperatur-Abschaltung waren. Im Alltag betreibst du so ein Teil ohnehin selten stundenlang am Limit, im Hinterkopf behalten würde ich es trotzdem.
Effizienz zwischen 85,7 % und 91,1 %, Leerlaufverbrauch rund 0,1 W. Beides gut.
Empfehlung 3 für mehrere Geräte: Anker A121A Nano 70W
Die beiden zuvor genannten Modelle haben nur einen einzigen Port. Willst du mehrere Geräte gleichzeitig laden, führt in dieser Klasse für mich kein Weg am Anker A121A Nano 70W vorbei.
Mit 129 g bei 53 x 31 x 42,5 mm ist es nicht das kleinste Modell der Klasse, für ein 3-Port-Ladegerät aber angenehm kompakt. Dazu kommt ein einklappbarer Stecker, was im Rucksack ein Vorteil sein kann.
Dabei verfügt dieses über 2x USB-C und 1x USB-A. Beide USB-C-Ports bieten die volle Leistung, wobei die stärkste USB-PD-Stufe etwas exotische 20 V / 3,5 A ist. Praktisch behandeln die meisten Endgeräte das Ladegerät als 60- oder 65-W-Modell.
Das eigentliche Highlight ist die PPS-Abdeckung, und die ist wirklich umfangreich:
- 5 – 11 V bei bis zu 5 A
- 5 – 16 V bei bis zu 3 A
- 4,5 – 21 V bei bis zu 3,5 A
Damit lädt das Nano 70W aktuell alle Smartphones von Apple, Samsung und Google mit vollem Tempo. Samsung-Schnellladen mit 45 W inklusive.
Die Effizienz schwankte zwischen 85,8 % und 92,7 %, im Schnitt 90,2 %. Der Leerlaufverbrauch liegt bei rund 0,21 W. Den Belastungstest über 4 Stunden bei 70 W hat es bestanden und blieb dabei unter 70 Grad.
Nutzt du beide USB-C-Ports gleichzeitig, wird auf 45 W + 20 W gedrosselt. Und wie so oft bei Anker fehlt die 12-V-Stufe, was für 99,5 % aller Nutzer folgenlos bleibt.
Die 100-W-Klasse
Ab hier wird es das erste Mal richtig ernst mit der Abwärme. 100 W reichen für so ziemlich jedes Notebook abseits der ganz großen Modelle, und entsprechend viel Technik muss ins Gehäuse.
Auffällig: In dieser Klasse gibt es kaum noch Ausreißer nach unten. Alles liegt zwischen 175 und 220 g, mit Ausnahme der Modelle, die es gar nicht erst versuchen.
| Modell | Gewicht | Volumen | W/g | W/cm³ |
|---|---|---|---|---|
| Anker Prime 100W | 183 g | 85 cm³ | 0,55 | 1,18 |
| NOVOO GaN 100W Fast Charger | 178 g | 101 cm³ | 0,56 | 0,99 |
| EcoFlow Rapid Pro 100W | 184 g | 102 cm³ | 0,54 | 0,98 |
| INIU A11-E1 | 208 g | 125 cm³ | 0,48 | 0,80 |
| INIU AI-641 | 220 g | 126 cm³ | 0,45 | 0,79 |
| ESSAGER ES-CD37 | 175 g | 130 cm³ | 0,57 | 0,77 |
| Baseus PicoGo AE21 | 190 g | 133 cm³ | 0,53 | 0,75 |
| CUKTECH AD1003EU | 271 g | 133 cm³ | 0,37 | 0,75 |
| ICY BOX IB-PS1002 | 201 g | 167 cm³ | 0,50 | 0,60 |
| 4smarts GaN Flex Screen AI | 219 g | 168 cm³ | 0,46 | 0,60 |
| UGREEN Nexode Pro 100W | 324 g | 202 cm³ | 0,31 | 0,50 |
Eine Warnung vorweg
Das ESSAGER ES-CD37 ist auf dem Papier mit 175 g das leichteste 100-W-Ladegerät in meiner Datenbank. Ich empfehle es trotzdem ausdrücklich nicht. Wer bei einem 100-W-Netzteil unter 20 € landet, sollte sehr genau hinschauen, was da eingespart wurde.
Empfehlung 1: NOVOO GaN 100W Fast Charger (NCEU100D-123K)
Für mich der beste Kompromiss in dieser Klasse. 178 g bei 101 cm³, und damit gleichzeitig eines der leichtesten und eines der kompaktesten Modelle.
Geboten werden 2x USB-C mit jeweils bis zu 100 W nach USB PD sowie ein USB-A-Port mit 22,5 W. Und, das ist der eigentliche Knackpunkt, eine PPS-Stufe mit 5 – 21 V bei bis zu 5 A.
Das ist die perfekte Range. Damit ist das Ladegerät universell kompatibel zu Apple, Samsung, Google, Xiaomi und den meisten anderen, und alle laden in der Regel mit vollem Tempo.
Die Effizienz schwankt zwischen 74,3 % bei sehr niedriger Last und 92 % bei Volllast. Die 74,3 % sind akzeptabel, aber nicht fantastisch. Die 92 % bei Volllast wiederum sind sehr gut. Der Leerlaufverbrauch liegt bei rund 0,5 W, ein normaler Wert.
Kurzum, ein grundsolides Ladegerät, das vor allem mit der Kombination aus kompakten Abmessungen, niedrigem Gewicht und hoher Maximalleistung punktet.
Empfehlung 2: EcoFlow Rapid Pro 100W
Praktisch gleichauf, nur mit anderem Formfaktor. Mit 184 g bei 102 cm³ liegt das Rapid Pro auf demselben Niveau wie das NOVOO, misst dabei 55,5 x 40,6 x 46,6 mm und hat einen einklappbaren Stecker.
Auch hier gibt es 2x USB-C plus einen USB-A-Port mit 22,5 W. Die PPS-Range ist groß genug für alle aktuellen Flaggschiffe, die durchschnittliche Effizienz liegt bei rund 87,1 %.
Der Preis ist fair, und wer ohnehin im EcoFlow-Ökosystem unterwegs ist, bekommt hier ein sauber umgesetztes Ladegerät ohne Kompromisse beim Formfaktor.
Was ist mit dem Anker Prime 100W?
Rein nach den Zahlen müsste es hier ganz oben stehen. Mit 85 cm³ hat es das kleinste Volumen der gesamten 100-W-Klasse und mit 1,18 W/cm³ die höchste Volumendichte. Die Verarbeitung ist top, der einklappbare Stecker praktisch, die Durchschnittseffizienz mit rund 89,1 % sehr gut.
Aber: Die PPS-Range endet bei 11 V. Für Samsung reicht das, für Google Pixel und viele chinesische Smartphones nicht. Dazu kommen bei Volllast spürbare Hitzeprobleme, gerade weil das Gehäuse so klein ist, und ein happiger Preis.
Deshalb kann ich es nur bedingt empfehlen. Wenn dir das absolut kleinste Volumen wichtiger ist als die volle PPS-Abdeckung, ist es trotzdem eine Option. Für alle anderen gibt es für weniger Geld technisch rundere Ladegeräte.
Die 140-W-Klasse
Die Königsklasse. 140 W reichen auch für ein 16-Zoll-MacBook Pro, und genau dafür ist diese Klasse gedacht. Hier stecken PD 3.1 und die 28-V-Stufe drin.
Und hier ist der Abstand an der Spitze so groß wie in keiner anderen Klasse.
| Modell | Gewicht | Volumen | W/g | W/cm³ |
|---|---|---|---|---|
| Anker Prime Charger 160W | 205 g | 121,7 cm³ | 0,78 | 1,31 |
| Sitecom Wall Charger 140 W | 220 g | 133 cm³ | 0,64 | 1,05 |
| NOVOO RG140 | 258 g | 152 cm³ | 0,54 | 0,92 |
| VOLTME 140W | 261 g | 174 cm³ | 0,54 | 0,80 |
| Omnia II Mix 140W | 276 g | 162 cm³ | 0,51 | 0,86 |
| Anker Prime Charger 140W | 287 g | 171 cm³ | 0,49 | 0,82 |
| Baseus GaN5 Pro CCGAN140CE | 289 g | 166 cm³ | 0,48 | 0,84 |
| Verbatim Mini GaN 140 W | 292 g | 187 cm³ | 0,48 | 0,75 |
| KOVOL Sprint 140W | 300 g | 198 cm³ | 0,47 | 0,71 |
| UGREEN Nexode Pro 160W | 312 g | 160 cm³ | 0,51 | 1,00 |
| UGREEN Nexode 140W | 314 g | 195 cm³ | 0,45 | 0,72 |
Empfehlung 1: Anker Prime Charger 160W
Schau dir die Tabelle oben noch mal an. 205 g, wo die Konkurrenz bei 260 bis 315 g liegt. Das sind über 100 g Unterschied zum Feld, bei mehr Leistung. Für ein Ladegerät dieser Klasse sind das beeindruckende Werte.
Das Gehäuse misst 65 x 52 x 36 mm, dazu kommen einklappbare Stecker. Verarbeitungstechnisch ist es Anker-typisch massiv und stabil gebaut.
Verbaut sind 3x USB-C, die jeweils bis zu 140 W nach USB PD liefern. Auf einen USB-A-Port verzichtet Anker leider, das kann je nach Gerätepark ein echter Nachteil sein. Es gibt nämlich durchaus Billiggeräte mit USB-C-Buchse, denen der Trigger zum Anfordern von Strom fehlt und die nur an USB-A laden.
Auf der Front sitzt ein LCD-Farbdisplay, das dir nicht nur die Leistung pro Port anzeigt, sondern auch, welchen Kabeltyp du gerade eingesteckt hast (60 W / 100 W / 240 W) und eine Temperatur-Skala. Beim Fehlersuchen ist das richtig praktisch.
Dazu kommt Bluetooth samt App, über die du Leistungsverteilung, Timer und Display-Timeout einstellen kannst. Und Firmware-Updates. Bei mir war direkt ein größeres Update verfügbar, das die Leistung merkbar verbessert hat. Schau also nach, ob es für dein Exemplar auch eines gibt.
Bei PPS gibt es eine Besonderheit. Im AI-Modus bekommst du nur 5 – 11 V bei bis zu 5 A. Im normalen Modus dagegen die volle Palette bis 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A. Das ist eine perfekte Range, damit lädt das Ladegerät praktisch alle Samsung-, Apple- und Google-Pixel-Smartphones mit vollem Tempo.
Erfreulicherweise ist auch AVS an Bord, mit 15 – 28 V bei bis zu 140 W.
Der Belastungstest war dann die eigentliche Überraschung: Konstante 140 W, ohne Drosselung, bei normaler Raumtemperatur. Das schaffen sehr viele Ladegeräte nicht, erst recht keine so kompakten. Die vollen 160 W sind konstant allerdings nicht immer drin, da kommt es auf die Umgebungstemperatur an.
Bei der Effizienz sehen wir zwischen 73,3 % und 94,7 %. Gerade die 94,7 % bei 140 W Last sind herausragend und erklären auch, warum das Ladegerät diese Last überhaupt durchhält. Im Schnitt landen wir bei 89,4 %.
Pro ✓
- Mit Abstand höchste Leistungsdichte der 140-W-Klasse (205 g, 1,31 W/cm³)
- Konstante 140 W im Belastungstest
- Spitzeneffizienz von 94,7 % bei Volllast
- Perfekte PPS-Abdeckung im normalen Modus, dazu AVS
- Informatives Farbdisplay inklusive Kabelerkennung
- Bluetooth, App-Steuerung und Firmware-Updates
- Einklappbare Stecker
Kontra ✗
- Hoher Preis (über 100 €)
- Kein USB-A-Port
- Keine 12-V-USB-PD-Stufe
- Leerlaufverbrauch mit ca. 0,64 W (Display gedimmt) nicht gerade niedrig
Empfehlung 2 für Sparfüchse: Sitecom Wall Charger 140 W
Und jetzt der Gegenentwurf. 220 g bei 133 cm³, also das zweitdichteste 140-W-Ladegerät in meiner Datenbank. Für unter 20 €. Inklusive passendem 140-W-Ladekabel.
Die PPS-Range liegt bei 5 – 21 V mit bis zu 5 A, also perfekt. Die Spannungsstabilität ist sauber, alle vier Spannungsstufen bleiben komfortabel innerhalb ihrer Grenzwerte.
Und dann die Effizienz, die mich ehrlich überrascht hat: zwischen 87,2 % und 92,7 %, im Schnitt 90,8 %. Das ist der beste Durchschnittswert, den ich bisher bei einem 140-W-Ladegerät gemessen habe. Für diesen Preis ist das schlichtweg verrückt.
Aber es gibt zwei klare Haken, und die muss man kennen.
Zum einen brach bei meinem Exemplar die 140-W- bzw. 28-V-Stufe immer wieder kurz ab und startete neu. Zum anderen, und das ist der wichtigere Punkt, drosselt das Ladegerät nach exakt 30 Minuten reproduzierbar von 140 auf 100 W.
Für Smartphones und Tablets ist das völlig egal. Wenn du damit aber ein großes Notebook unter Dauerlast versorgen willst, kann genau das zum Problem werden.
Zwei Erwähnungen, die es knapp nicht in die Empfehlung geschafft haben
NOVOO RG140: Mit 258 g und 152 cm³ deutlich schwerer als die beiden oben, dafür mit 4 Ports und einer Durchschnittseffizienz von rund 88,5 %. Wenn du mehr Anschlüsse brauchst, eine sinnvolle Option.
Verbatim Mini GaN Charger 140 W: 292 g und 187 cm³, also klar im Mittelfeld beim Gewicht. Dafür hat es aus meiner Sicht aktuell den besten AVS-Support am Markt. Wenn dir Zukunftssicherheit wichtiger ist als jedes Gramm, lohnt ein Blick.
Die dichtesten Ladegeräte über alle Klassen
Wenn wir alle Klassen zusammenwerfen und nur noch nach Leistungsdichte sortieren, sieht das Feld plötzlich ganz anders aus.
Hier zuerst nach Volumen, also Watt pro Kubikzentimeter:
| # | Modell | Klasse | Gewicht | Volumen | W/cm³ |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | UGREEN Nexode Air 65W Mini | 65 W | 76 g | 36 cm³ | 1,81 |
| 2 | InLine 31590O | 30 W | 39 g | 20,9 cm³ | 1,44 |
| 3 | Rollingsquare Supertiny 65W | 65 W | 72 g | 46 cm³ | 1,41 |
| 4 | Anker Prime Charger 160W | 140 W | 205 g | 121,7 cm³ | 1,31 |
| 5 | Anker Prime 100W | 100 W | 183 g | 85 cm³ | 1,18 |
| 6 | Anker A2692 Nano 45W | 45 W | 66 g | 39 cm³ | 1,15 |
| 7 | ISY IWC 4065 | 65 W | 93 g | 59,2 cm³ | 1,10 |
| 8 | Anker 511 Nano 3 | 30 W | 43,9 g | 28,4 cm³ | 1,06 |
| 9 | Sitecom Wall Charger 140 W | 140 W | 220 g | 133 cm³ | 1,05 |
| 10 | Hama GaN 210592 65 W | 65 W | 108 g | 61,8 cm³ | 1,05 |
Und dasselbe nach Gewicht, also Watt pro Gramm:
| # | Modell | Klasse | Gewicht | Volumen | W/g |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Rollingsquare Supertiny 65W | 65 W | 72 g | 46 cm³ | 0,90 |
| 2 | UGREEN Nexode Air 65W Mini | 65 W | 76 g | 36 cm³ | 0,86 |
| 3 | Anker Prime Charger 160W | 140 W | 205 g | 121,7 cm³ | 0,78 |
| 4 | InLine 31590O | 30 W | 39 g | 20,9 cm³ | 0,77 |
| 5 | Voltero C65 | 65 W | 86 g | 62,6 cm³ | 0,76 |
| 6 | AMEGAT Omnia II PAQ3010 | 30 W | 42,6 g | 34,2 cm³ | 0,70 |
| 7 | ISY IWC 4065 | 65 W | 93 g | 59,2 cm³ | 0,70 |
| 8 | Anker A2692 Nano 45W | 45 W | 66 g | 39 cm³ | 0,68 |
| 9 | Anker 511 Nano 3 | 30 W | 43,9 g | 28,4 cm³ | 0,68 |
| 10 | Sitecom Wall Charger 140 W | 140 W | 220 g | 133 cm³ | 0,64 |
- Die 65-W-Klasse dominiert beide Listen. Hier ist die Abwärme noch beherrschbar genug, um wirklich aggressiv zu schrumpfen, gleichzeitig lohnt sich der Aufwand für die Hersteller.
- Ein gutes 65-W-Ladegerät ist bei der Dichte klar besser als ein gutes 30-W-Ladegerät. Das Nexode Air 65W Mini packt mehr als doppelt so viel Leistung in denselben Raum wie ein UGREEN Nexode 30W.
- Der Anker Prime Charger 160W steht als einziges Gerät der 140-W-Klasse ganz oben mit. Das ist technisch die eigentliche Leistung in diesem Vergleich, weil die Abwärme dort nun mal um ein Vielfaches höher ist.
Warum Effizienz bei Mini-Ladegeräten doppelt zählt
Effizienz wird meistens als Stromspar-Thema gesehen. Bei kompakten Ladegeräten ist diese aber gleich doppelt wichtig!
Rechnen wir das kurz durch, am Beispiel eines 65-W-Ladegeräts bei Volllast.
| Effizienz | Eingangsleistung | Abwärme |
|---|---|---|
| 85,8 % | 75,8 W | ca. 10,8 W |
| 91,2 % | 71,3 W | ca. 6,3 W |
Das sind 5,4 % Unterschied auf dem Papier, aber fast die doppelte Abwärme in der Praxis. Diese muss bei einem Gehäuse von 36 cm³ irgendwohin.
Genau deshalb halten manche Mini-Ladegeräte ihre Leistung durch und andere drosseln nach 20 Minuten.
Achtung beim Kauf: stille Versionswechsel
Ein Thema, das mich in letzter Zeit zunehmend nervt und das gerade bei kompakten Ladegeräten relevant ist.
Hersteller ändern ihre Produkte im Laufe der Zeit, behalten aber Modellname und Modellnummer bei. Äußerlich ist meist kein oder kaum ein Unterschied zu erkennen, technisch können die Unterschiede aber massiv sein.
Beim UGREEN Nexode Air 65W Mini gibt es aktuell drei Versionen. Eine kann kein AVS, hat eine stark eingeschränkte PPS-Range und hält die 65 W nicht konstant. Eine andere kann all das.
Und das ist kein Einzelfall. Anker bietet die 737 ebenfalls in mehreren technisch unterschiedlichen Versionen unter derselben Modellnummer an. INIU ist Großmeister darin, Ladegeräte und Powerbanks still und leise zu verändern, dort allerdings meist in Richtung Downgrade.
Fairerweise muss ich sagen, dass es bei UGREEN und Anker tendenziell geheime Upgrades sind. Trotzdem, wenn du keine Messgeräte im Schrank hast, weißt du schlicht nicht, was du da gekauft hast.
Fazit und Schnellübersicht
Wenn du nur bis hierhin gescrollt hast, hier die Kurzfassung:
| Klasse | Meine Empfehlung | Gewicht | Warum |
|---|---|---|---|
| 30 W | InLine 31590O | 39 g | Leichtestes Netzteil im Test, nur 15 mm dick, 2x USB-C |
| 45 W | Anker A2692 Nano 45W | 66 g | Kleinstes 45er, volle PPS-Abdeckung, konstante Leistung |
| 65 W | UGREEN Nexode Air 65W Mini | 76 g | Dichtestes Ladegerät überhaupt, beste Effizienz der Klasse, AVS |
| 65 W (leicht) | Rollingsquare Supertiny 65W | 72 g | Leichtestes 65er, wird unter Dauerlast aber sehr heiß |
| 65 W (Ports) | Anker A121A Nano 70W | 129 g | 3 Ports, perfekte PPS-Abdeckung, einklappbarer Stecker |
| 100 W | NOVOO GaN 100W Fast Charger | 178 g | PPS bis 21 V bei 5 A, 3 Ports, gutes Gesamtpaket |
| 140 W | Anker Prime Charger 160W | 205 g | Über 100 g leichter als die Konkurrenz, konstante 140 W |
| 140 W (Preis) | Sitecom Wall Charger 140 W | 220 g | Beste Durchschnittseffizienz der Klasse für unter 20 € |
Und wenn ich für mich selbst nur ein einziges Ladegerät einpacken dürfte, für Reisen, Wandern oder das Handgepäck?
Dann wäre es das UGREEN Nexode Air 65W Mini. 76 g, die Größe eines Streichholzschachtel-Würfels, technisch keinerlei Kompromisse und genug Leistung für Smartphone, Tablet und ein MacBook Air. Der einzelne Port ist der Preis dafür, aber genau der macht das Ding erst so klein.
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Brauchst du mehrere Ports, führt für mich kein Weg am Anker A121A Nano 70W vorbei. Und wenn ein großes Notebook mitkommt, wird es der Anker Prime Charger 160W.
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