Ugreen Nexode Pro 160W im Test, top Technik im winzigen Gehäuse!

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Mit dem Nexode Pro 160W hat Ugreen ein neues High End USB Ladegerät auf den Markt gebracht. Dieses ist derzeit das größte Modell der neuen Pro Serie.

Diese wiederum soll sich durch ein noch hochwertigeres Design und bessere Technik auszeichnen.

Auf den ersten Blick fällt hierbei vor allem das sehr kompakte Design für ein Ladegerät mit 160W Gesamtleistung und 140W maximaler Leistung über einem USB C Port auf.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen wie gut das neue Ugreen Nexode Pro 160W wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Ugreen für das Zurverfügungstellen des Nexode Pro 160W für diesen Test.

 

Ugreen Nexode Pro X763 160W im Test

Ugreens Nexode Serie hatte im Allgemeinen schon eine sehr wertige Erscheinung. Allerdings wirkt das Nexode Pro 160W durchaus nochmal ein Stück hochwertiger als das “alte” Nexode 140W.

So setzt die Pro Serie auf ein kantiges Design und einen schicken dunkel silbernen Kunststoff. Die Verarbeitung ist dabei hervorragend! Das Ladegerät wirkt sehr hochwertig gemacht.

Auch ist dieses sehr kompakt für die hohe Leistung von 140 / 160W.

  • Ugreen Nexode Pro 160W : 32,7 x 69,8 x 69,9 mm = 159,54 cm³
  • Ugreen Nexode 140W : 34,4 x 75,3 x 75,7 mm = 196,08 cm³

Das neue 160W Modell ist also trotz 20W mehr Leistung ca. 20% kleiner als das alte 140W Ladegerät von Ugreen. Beachtlich!

Beim Gewicht gibt es wiederum kaum Unterschiede.

  • Ugreen Nexode Pro 160W : 312,5g
  • Ugreen Nexode 140W : 313,6g

Mit 312,5g ist das Ladegerät nicht zu schwer für die beworbene Leistung, ganz im Gegenteil. Allerdings wirkt dieses subjektiv schon sehr “massiv”. Wir haben verglichen mit der alten Version, die schon recht dicht wirkte, nochmals ein kleineres Gehäuse bei gleichem Gewicht.

Entsprechend ist der haptische Eindruck des Nexode Pro sehr gut!

 

Anschlüsse des Ugreen Nexode Pro 160W

Das Ugreen Nexode Pro 160W verfügt über drei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – 140W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 3 – 30W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • USB A – 22,5W Laden und Quick Charge 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Dies ist eine spannende Anschluss Ausstattung! Zunächst haben wir einen 140W USB C Ausgang, welcher den neuen USB PD 3.1 Standard nutzt.

Keine Sorge, du kannst an dem 140W Port auch normale Smartphones laden, auch wenn diese keine 140W nutzen.

Zudem haben wir einen 100W USB C Port und einen 30W Port.

Für ältere Geräte haben wir noch einen 22,5W Port, welcher zudem auch Quick Charge unterstützt.

 

PPS

Erfreulicherweise unterstützt das Ugreen Nexode Pro 160W auf allen USB C Port PPS.

  • USB C 1 – 3,3 – 21V / 5A
  • USB C 2 – 3,3 – 21V / 5A
  • USB C 3 – 3,3 – 11V / 2,75A

PPS, kurz für „Programmable Power Supply“, erweitert den herkömmlichen USB Power Delivery Standard. Während der normale USB PD Standard lediglich fixe Stufen wie 5V, 9V, 12V, 15V und 20V bietet, erlaubt PPS eine freie Spannung innerhalb eines gewissen Bereiches abzurufen.

Beispielsweise hier im Bereich 3,3-21V. Sollte dein Smartphone also meinen es würde optimal bei 7,4V oder 14,2V laden, dann kann das Ugreen Ladegerät diese Spannungen ausgeben.

Bestimmte Smartphones wie die Samsung S20/S21/S22/S23 Modelle benötigen PPS, um die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen. An einem herkömmlichen USB PD-Ladegerät lädt das S23 Ultra mit maximal 14W, während es an einem PPS-Ladegerät bis zu 45W erreichen kann. Wenn dein Smartphone PPS nicht unterstützt, wird diese Funktion einfach ignoriert, und das Ladegerät wird wie ein gewöhnliches USB PD-Ladegerät behandelt.

 

Welche Ladestandards werden unterstützt?

Laut meinem Messgerät unterstützt der primäre USB C Port folgende Standards:

  • USB PD 3.1 140W PPS
  • UFCS 63W (3,4-5,5V/3A, 5,5-11V/3A, 11-21V/3A)
  • Apple 5V 2,4A
  • BC 1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 5-12V 25W
  • QC2.0 5V 9V 12V
  • QC3.0 11,96V Max

Folgende Standards werden vom USB A Port verwendet:

  • Apple 5V 2,4A
  • BC 1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 5-12V 22W
  • QC2.0 5V 9V 12V
  • QC3.0 11,96V Max

Hier gibt es keine “Überraschungen”. Es werden alle essentiellen Standards unterstützt.

 

Drosselung

Du kannst natürlich nicht jeden Port des Ladegerätes voll belasten. Wir haben eine maximale Leistung von 160W.

Nutzt du mehrere Ports werden diese entsprechend gedrosselt. Nutzt du beispielsweise USB C 1 und 2 gleichzeitig haben wir eine Drosselung auf 100W und 60W.

 

Belastungstest

Ich habe das Ugreen Nexode Pro 160W für 4 Stunden mit 100W + 60W belastet. Und erfreulicherweise hat das Ladegerät diesen Belastungstest ohne Auffälligkeiten überstanden.

(Temperaturen nach ca. 2 Stunden 100% Last)

Erfreulicherweise war die Hitzeentwicklung bei mir absolut unproblematisch! Das Ladegerät erreichte nicht mal 80 Grad. Für ein Ladegerät unter konstanter Volllast ist das völlig ok!

Bei den 140W über den primären USB C Port hatte ich etwas Probleme mit meinem PD Trigger, dieser wollte hier einfach nicht dauerhaft funktionieren. Allerdings denke ich, dass dies ein Fehler bei meinem Messgerät ist. Warum?

Das Ladegerät kann problemlos über 1 Stunde 28V/5A für die Anker Prime Powerbank liefern. Also hier scheint auch die Leistung “praktisch” zu passen.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität bei USB PD Ladegeräten ist nicht ganz so wichtig wie früher bei klassischen USB A Ladegeräte. Allerdings ist eine gute Spannungsstabilität nie schlecht!

Die Spannungsstabilität sieht beim Ugreen Nexode Pro 160W richtig gut aus!

 

Effizienz unter Last

Schauen wir uns zum Abschluss einmal die Effizienz des Ladegerätes an. Hierbei vergleiche ich die Leistung, die das Ladegerät bei gewissen Laststufen aufnimmt mit der Energie, die dieses abgibt.

Die Effizienz des Ugreen Nexode Pro 160W sieht sehr gut aus! Diese schwankt zwischen 81% und 92%.

Gerade die 81% “minimale” Effizienz ist hervorragend für ein Ladegerät dieser Klasse. Die 92% maximale Effizienz sind ebenfalls sehr stark!

Vergleichen wir die Werte mit dem “alten” Nexode 140W sehen wir vor allem bei niedrigerer Last (unter 45W) eine merkbar gesteigerte Effizienz beim neuen Nexode Pro 160W.

Bei hoher Last sind dann beide Ladegeräte +- gleichauf.

 

Fazit

Das Ugreen Nexode Pro 160W ist wie zu erwarten ein fantastisches Ladegerät! Qualitativ ist dies eins der besten Ladegeräte derzeit auf dem Markt.

Allgemein sind die Ugreen Nexode und Nexode Pro einfach eine herausragende Ladegerät Serie, welche gemeinsam mit den Anker Modellen die Speerspitze der USB Ladegeräte darstellen.

Dabei ist die Nexode Pro vor allem eine Verkleinerung der normalen Nexode Modelle. Technisch ist das Ugreen Nexode Pro 160W spitze, aber abseits der 20W mehr Leistung auch nicht “besser” als das alte Ugreen Nexode 140W. Es ist nur ein gutes Stück kompakter, bei mehr Leistung!

Das Highlight ist der primäre USB-C Port, welcher bis zu 140W liefern kann und natürlich auch PPS mit der vollen Range unterstützt. Hierdurch eignet sich das Ladegerät für Notebooks, Tablet und Smartphones gleichermaßen.

Ebenfalls stark ist die Effizienz, die zwischen 81 und 92% schwankt. Vor allem die hervorragende minimale Effizienz bei niedriger Last sticht hier hervor. Oftmals ist die minimale Effizienz bei Ladegeräten mit extrem hoher Leistung eher schwach, nicht so hier!

Auch die Spannungsstabilität und die Hitzeentwicklung unter Last sehen gut aus.

Kurzum, du suchst das vermutlich beste USB C Ladegerät in der 140W Klasse und legst Wert auf kompakte Abmessungen? Dann ist das Ugreen Nexode Pro 160W genau das Richtige für dich!

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Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

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3 Kommentare

  1. Spannende neue Serie! Wirst du auch eines der anderen drei Ladegeräte aus der Serie testen? Vor allem das Ultra-Slim sieht sehr spannend aus. Ich kenne ein paar ähnliche mit dem Formfaktor, aber keines davon konnte 65W konstant halten. Das wäre bei dem spannend zu erfahren, Ugreen scheint ja Fortschritte bei der Wärmeentwicklung gemacht zu haben.

  2. Hallo Michael,

    tip top Website, und vor allem erstklassig nachgeforscht über die Geräte und deren Daten! Das hat ganz sicher sehr viel Zeit gekostet! Daumen echt weit oben!

    Ich werde hier regelmäßig rein schauen, bekomme ja auch per Mail die Info von dir über neue Artikel. Wie gesagt, echt gut gemacht!

    VG, Jürgen B.

  3. Danke für die gemachte Mühe.
    Mir ist die Funktion der Regelung unklar. Wie sieht es mit Spannungseinbrüchen aus wenn weitere Verbraucher angeschlossen werden, die die gleiche oder eine andere Spannung benötigen?
    Mir ist bis jetzt unklar ob, wann und an welchen Anschlüssen es zu Spannungseinbrüchen bei solchen Netzteilen kommt. Dies wäre bei Nutzung für SSD/HDD und/oder USB-Hub/-Dock die eine permanente 12V Versorgung benötigen beim schreibenden Zugriff schädlich.
    Da die USB-C Anschlüsse C1/C2 die gleiche Leistung liefern können würde ich annehmen das dies hier der Fall sein wird, ebenso wie bei C3 und der USB-A. Ich würde ferner annehmen, das C1/C2 und C3/USB-A jeweils eine gemeinsame Regelung haben, und damit beim Anschluss eines 2. Verbrauchers einen Spannungseinbruch haben. Bei Anschluss jeweils eines Verbraucher an C1/C2 und C3/USB-A jedoch nicht. Stimmt meine Vermutung?
    Wurde auch getestet wie der Gesamt-Wirkungsgrad bei gleicher Gesamtlesitung aber paralleler Nutzung von Ausgängen an C1/C2 und C3/USB-A aussieht, ist es das Mittel der einzelnen Wirkungsgrade?

    Die punktuell gemessenenen Wirkungsgrade interpretiere ich bei Nutzung von einem Verbraucher. Bei gleicher Ausgangs-Leistung steigt der Wirkungsgrad mit der Spannung, und ist bei gleicher Ausgangsleistung bei niedriger Versorgungsspannung aber entsprechend höherem Strom niedriger.
    Wie sieht es aber bei Nutzung mehrerer Ausgänge aus? Entspricht der Gesamt Wirkungsgrad dann den einzelnen Wirkungsgraden bei der jeweiligen Spannung und Ausgangsstrom, also Summe Verlustleistung der Ausgänge durch den gesamten Verbrauch?

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