Start Blog Seite 98

Die EasyLonger EL268PRO im Test, 100W + 268000 mAh

EasyLonger ist noch ein recht kleiner Hersteller von Powerbanks, aber diese haben ein ausgesprochen interessantes Modell im Sortiment. Die EL268PRO ist eine 100W USB C Powerbank mit 26800 mAh Kapazität für rund 100€. Ein sehr spannender Preis, für eine High End Powerbank.

Aber wollen wir uns diese mal näher im Test ansehen, kann sie das Kapazitäts-Versprechen einhalten?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EasyLonger für das Zurverfügungstellen der EL268PRO für diesen Test!

 

Die EasyLonger EL268PRO im Test

Die EasyLonger EL268PRO ist eine recht klassische High End Powerbank. Diese misst 178 x 79,5 x 22 mm und bringt 560g auf die Waage.

560g sind ein passendes Gewicht für eine Powerbank mit 26800 mAh (laut Hersteller).

Ein Teil des Gewichts wird aber sicherlich auch am Gehäuse liegen. Dieses besteht hier aus Metall und wirkt sehr massiv! Allgemein macht die Powerbank einen sehr vernünftigen Eindruck.

Das Design ist aber sehr einfach. Wie haben auf der schwarzen Powerbank lediglich den Hersteller Schriftzug und die Angabe “100W”.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front der Powerbank finden wir 2x USB C und 1x USB A.

  • USB C 1 – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – Power Delivery 27W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,25A
  • USB A – Quick Charge und Super Charge – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der USB A Port unterstützt Quick Charge und “Huawei Super Charge 22,5W”, nett! Die beiden USB C Ports hingegen setzen auf USB Power Delivery.

Der primäre Port kann dabei bis zu 100W ausgeben, der sekundäre bis zu 27W.

Wichtig, nutzt du mehrere Ports gleichzeitig, dann drosselt sich die Powerbank auf entsprechend 100W herunter.

Über den primären USB C Port wird die Powerbank auch geladen, mit bis zu 100W.

 

Die Kapazität

Kommen wir zur Kapazität. Diese teste ich mithilfe von USB PD Triggern und elektronischen Lasten, welche mir das Entladen bei gleichbleibenden Strömen erlauben.

Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 75,353 20366 76%
9V/1A 67,882 18346 68%
9V/3A 77,344 20904 78%
20V/3A 75,384 20374 76%
20V/5A 55,053 14879 56%

Im besten Fall konnte ich eine Kapazität von 20903 mAh bzw. 77,344Wh erreichen. Im schlechtesten Fall waren es nur 55,053Wh bzw. 14879 mAh.

Dies ist, um ehrlich zu sein, schon am unteren Ende von dem, was ich bei einer 26800mAh Powerbank erwarten würde. Viele High End Modelle arbeiten etwas ineffizienter, dies ist nicht ganz unnormal, aber im besten Fall 78% der Herstellerangabe ist etwas niedrig, aber noch ok.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

PPS nur auf Port 2

Erstaunlicherweise bietet die EasyLonger EL268PRO PPS nur auf dem 2. USB C Port mit 30W.

3,3-11V bei bis zu 3A

Dies ist an sich ok, aber bei einer 100W Powerbank würde ich mir eine etwas größere PPS Range wünschen.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Mit dem 100W USB C Port ist die EasyLonger EL268PRO natürlich perfekt für größere Geräte wie Notebooks und Tablets gerüstet.

So ist die Powerbank ideal für die meisten Notebooks, die Apple iPads und iPhones.

Auch für 99% aller Smartphones ist die Powerbank super, auch wenn ich diese nicht nur für Smartphones empfehlen würde. Hast Du kein USB C ladbares Notebook, Steam Deck oder Ähnliches, dann macht die EasyLonger EL268PRO vermutlich für dich weniger Sinn.

Ebenso kann die Powerbank Samsung Smartphones “nur” mit bis zu 25W laden.

 

Ladedauer

Die EasyLonger EL268PRO kann mit bis zu 60W Laden, 60W und nicht 100W. Dies ist nicht ungewöhnlich, nicht alle 100W Powerbanks können auch mit 100W geladen werden, denn letzteres ist deutlich stressiger für die Zellen und die Elektronik.

An einem 60W+ USB PD Ladegerät ist die Powerbank in rund 1:39h von 0% auf 100% geladen. Dies ist angenehm flott!

An einem 5V/2,4A Ladegerät dauert das Laden etwas länger. Etwas länger = eine 0% auf 100% Ladung, dauert an solch einem Ladegerät 11:30h.

 

Fazit

Die EasyLonger EL268PRO ist eine gute 100W Powerbank. Gut, aber auch nicht überragend!

Warum? Mit maximal 20903 mAh ist die nutzbare Kapazität der Powerbank nicht überragend, zudem haben wir nur eine etwas kleinere PPS Stufe. Beispielsweise könnten Samsung Smartphones der S Serie nur mit maximal 25W laden.

Im Gegenzug haben wir natürlich den mächtigen 100W USB C Port und ein recht flottes Laden. Die Powerbank kann in rund 1:40h von 0% auf 100% gebracht werden.

Ebenso ist der Preis recht fair. So bekommst Du die EasyLonger EL268PRO zum Zeitpunkt des Tests für deutlich unter 100€.

Dies ist sicherlich nicht die aller beste 100W Powerbank, aber der Preis passt. Für bessere Modelle musst Du in der Regel mindestens 40€+ mehr ausgeben.

Die Streamplify Light 14 im Test, hervorragendes Licht für deine Videos?

Das mit Wichtigste beim Fotografieren und Filmen ist das Licht. Gutes Licht kann einen gewaltigen Unterschied bei der Bildqualität machen.

Hier gibt es diverse Möglichkeiten, angefangen bei normalen Schreibtischlampen bis zu speziellen Videoleuchten.

Ein großer Trend sind aber sogenannte Streamer Lampen, oftmals im Ringlicht Formfaktor. Diese gibt es teils in klein, welche dann einfach nur via USB mit Strom versorgt werden, es gibt diese aber auch in größer.

Genau solch ein Modell in “Größer” ist die Streamplify Light 14. Diese ist eine große “Streamer” Ringleuchte mit 14 Zoll Durchmesser und satten 36 Watt (laut Hersteller).

Damit übertrifft diese die günstigen USB Ringleuchten bei weitem.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Streamplify Light 14 wirklich so gut wie der Hersteller verspricht?

Finden wir es im Test heraus!

 

Die Streamplify Light 14 im Test

Die Streamplify Light 14 besteht aus zwei Komponenten, der eigentlichen Lampe und dem Standfuß.

Die Streamplify Light 14 ist ein Ringlicht mit einem Durchmesser von 14 Zoll bzw. rund 36cm (außen). Damit ist diese durchaus etwas größer.

In der Mitte des Ringlichtes findest du eine klassische “Stativschraube”. Mit im Lieferumfang der Lampe finden sich Adapter, um beispielsweise Smartphones oder Kameras im Ringlicht zu montieren, sehr gut!

Am Ringlicht findet sich ein Ein/Ausschalter, wie auch jeweils zwei Tasten zum Verstellen der Helligkeit und der Lichtfarbe. Der Hersteller legt aber auch eine kleine Fernbedienung mit in den Lieferumfang.

Erfreulicherweise und fast schon etwas überraschend verzichtet Streamplify auf ein externes Netzteil! Die Lampe wird einfach über ein C8 Kabel mit dem Strom verbunden und das beiliegende Kabel ist erfreulich lang!

 

Standfuß etwas wackelig

Um die Streamplify Light 14 zu nutzen, musst Du diese auf dem beiliegenden Stativ montieren. Dieses lässt sich einfach ausklappen und auf bis zu 1,7 Meter ausziehen.

An sich ist das Stativ okay. Es ist kompakt und kann sehr groß ausgezogen werden. Allerdings ist das Stativ recht “wackelig”. Für die Lampe selbst ist dies Okay, willst du aber eine Kamera, wie die Sony ZV-E10 in dem Ringlicht montieren, wird es abenteuerlich.

Allerdings nutzt das Stativ/die Lampe einen 5/8 Zoll Spigot Anschluss und entsprechend kannst du andere, stabiliere, Stative nutzen, falls dir das beiliegende Stativ zu wackelig ist.

 

Das Licht und die Helligkeit

Laut Hersteller soll die Streamplify Light 14 folgende “Leistung” liefern:

  • 36W
  • 2250 Lumen
  • CRI ≧90
  • Farbtemperatur 3000K bis 6000K

36W bei einer LED Lampe ist nicht übel! Ganz im Gegenteil, das Streamplify Light 14 ist sehr hell!

Allerdings kann ich die 36W Leistungsaufnahme nicht ganz bestätigen.

  • Kalt 100% – 33,2 W
  • Warm 100% – 32,7 W
  • Neutral 100%- 32,7 W
  • Neutral 0% – 9,88 W

In meinem Test hatte die Lampe maximal +- 33W. Weiterhin nicht schlecht bei einer LED Lampe.

Wo mich die Streamplify Light 14 etwas enttäuschte, war beim CRI Wert. Der Hersteller verspricht hier einen CRI Wert von 90+, was top wäre!

Messen konnte ich aber je nach Lichtfarben lediglich 80,6 bis 86,1. Tendenziell ist der CRI Wert bei kühleren Lichtfarben hier etwas besser.

80,6 bis 86,1 ist an sich absolut okay, aber für Content Creation, aber 90+ wäre schon auf einem absoluten “Profi” Level.

Bei der Farbtemperatur kann ich Streamplifys Angabe bestätigen bzw. das Ringlicht übertraf die Herstellerangabe noch etwas mit 2969K bis 6521K.

 

Fazit

Die Streamplify Light 14 ist sehr brauchbar! Gerade wenn du Aufnahmen mit einer Webcam oder dem Smartphone in einem sehr dunklen Raum machen möchtest.

Hier kann ein gutes Ringlicht wie das Streamplify Light 14 einen gewaltigen Unterschied machen! Dabei ist das Streamplify Light 14 auch gut umgesetzt. Vor allem ist dieses hell!

Viele “Smartphone Ringlichter” sind einfach Schrott. Diese setzen meist auf eine USB Verbindung und haben entsprechend 5-10 W, was nicht so viel ist wie es vielleicht klingt.

Das Streamplify Light 14 hat mit 33W schon etwas mehr Strahlkraft!

Streamplify Light 14 Ringlicht Mit Stativ 36 cm - Premium LED...

  • Recht hell mit 33W maximaler Leistungsaufnahme
  • Lichtfarbe einstellbar
  • Internes Netzteil und langes Netzkabel
  • Geeignet für Webcams/Smartphones und Kameras
  • Mit Fernbedienung
  • Solide Lichtqualität
  • Standfuß könnte etwas stabiler sein, wenn du diesen voll ausziehst
  • CRI Wert erreicht nicht ganz die Herstellerangabe

Die Lichtqualität ist dabei ordentlich, auch wenn der CRI Wert in meinem Test nicht ganz an die Herstellerangabe von 90+ kommt. 86,1 in der Spitze ist aber auch nicht schlecht.

Der Standfuß ist leider etwas wackelig, gerade wenn du ihn etwas stärker ausziehst und/oder ein größeres Smartphone/Kamera in im Ringlicht installierst. Allerdings haben wir hier einen Standard Standfußanschluss und im Notfall könntest du ihn tauschen.

Bei einem Preis von rund 70€ kann ich hier aber echt nicht meckern! Alleine ein Standfuß in gehobener Qualität würde um die 40€ kosten.

Kurzum, ja ich kann das Streamplify Light 14 empfehlen!

Streamplify Light 14
POSITIV
Recht hell mit 33W maximaler Leistungsaufnahme
Lichtfarbe einstellbar
Internes Netzteil und langes Netzkabel
Geeignet für Webcams/Smartphones und Kameras
Mit Fernbedienung
Solide Lichtqualität
NEGATIV
Standfuß könnte etwas stabiler sein, wenn du diesen voll ausziehst
CRI Wert erreicht nicht ganz die Herstellerangabe
84

Samsung S23 Ultra überfordert sein Ladegerät? Das Samsung EP-TA845 kann mehr als Du denkst

Das Samsung S23 Ultra kann mit bis zu 43-44W laden. Hierfür benötigt dies aber ein Ladegerät mit PPS, welches bei +- 9V bis zu 5A liefern kann.

Spannenderweise schließt dies eigentlich das Samsung EP-TA845 aus, welches maximal 4,05A liefern kann. Dies zumindest laut meiner Messgeräte und auch dem Aufdruck.

Hier ist mir aber was in der Praxis aufgefallen. So lädt das S23 Ultra am EP-TA845 schneller als es eigentlich dürfte.

Schauen wir uns dies einmal kurz im Test an!

 

Das Samsung EP-TA845

Das EP-TA845 von Samsung ist ein 45W USB C Ladegerät, welches von mir sehr gerne empfohlen wird. Die große Besonderheit ist der faire Preis und vor allem die große PPS Stufe. Dabei ist das EP-TA845 aber schon ein recht “altes” Ladegerät das gemeinsam mit dem S20 Ultra auf den Markt kam und dort für das 45W Laden verwendet wurde.

Mehr zu PPS findest du “USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

So bietet das Ladegerät laut Aufdruck drei PPS Stufen:

  • 3,3-11V bei 4,05A
  • 3,3-16V bei 2,8A
  • 3,3-21V bei 2,1A

 

Das S23 Ultra lädt schneller als erlaubt?

Um das S23 Ultra mit dem vollen Tempo zu laden, benötigen wir eine PPS Stufe welche ca. 9V und 4,6A liefern kann.

Entsprechend kann das Samsung EP-TA845 das S23 Ultra in der Theorie nicht mit dem vollen Tempo laden.

Aber ich konnte folgendes messen:

Das S23 Ultra lädt in der Spitze mit +- 9V und 4,5xx A. Dies ist mehr, als das Ladegerät eigentlich schaffen sollte.

Aber wie kann das sein?

 

In Wirklichkeit mehr Leistung!

Verbindest Du ein USB PD Netzteil mit deinem Smartphone/Tablet/Notebook handeln diese eine Geschwindigkeit aus.

Dein Ladegerät sagt deinem Endgerät „Hey, ich kann folgende Leistungsstufen liefern 5V/3A, 9V/2A usw.”.  Dein Endgerät wählt dann aus, welche Stufe es gerne hätte und beginnt innerhalb dieser zu laden.

Beim Samsung EP-TA845 passiert nun etwas Spannendes, es gibt sich mit mehr Leistung zu erkennen, als es eigentlich laut Aufdruck sollte! Laut meinem Power Delivery Trigger gibt sich das Ladegerät als:

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/2,25A
  • PPS 3,3-11V bei 5A
  • PPS 3,3-16V bei 3A
  • PPS 3,3-21V bei 2,2A

Wie wir sehen sind die PPS Stufen sind leistungsstärker als beworben. So kann das EP-TA845 in der Theorie sogar 55W liefern (11V * 5A).

Diese Werte meines Triggers erklären dann aber das Ladeverhalten des S23 Ultra am Ladegerät.

 

Möglicherweise nur meine Revision?

Ich habe mein Samsung EP-TA845 am 11. März 2020 gekauft. Ich kann entsprechend nicht zu 100% ausschließen, dass neuere “Revisionen” des Ladegerätes sich genau an die Angabe auf dem Ladegerät halten und entsprechend langsamer laden.

Mein Ladegerät hat folgende Seriennummer : R37MC6G12M1SE3

 

Fazit

Dieser Artikel sollte einfach ein kleiner Hinweis und Erklärung sein warum ich das Samsung EP-TA845 auch für das S23 Ultra weiterhin voll empfehle, auch wenn dieses in der Theorie etwas weniger Leistung hat als nötig.

Das EA-TA845, das ich habe, bietet einfach mehr Leistung als beworben und kann somit das S23 Ultra mit dem vollen Tempo laden.

Keine Produkte gefunden.

Die LYNXER 22,5W Power Bank 20000mAh im Test

Was muss eine gute Powerbank können? Sie sollte möglichst portabel sein, möglichst viel Kapazität besitzen und im besten Fall dein Smartphone flott laden.

Allerdings sind viele moderne Powerbanks regelrecht überzüchtet! In diesem Test soll es um eine recht klassische Powerbank gehen.

Die LYNXER 22,5W Power Bank bietet mit 20000mAh eine ordentliche Kapazität, hat 4x USB A Ports, USB C und noch einen microUSB und Lightning Eingang.

Damit haben wir hier eine wunderbar flexible Powerbank! Diese ist mit rund 40€ auch preislich recht attraktiv.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Powerbank überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die LYNXER 22,5W Power Bank 20000mAh im Test

Mit 156 x 77 x 21 mm und einem Gewicht von 393g ist die LYNXER 22,5W Power Bank angenehm handlich für ein Modell mit 20000mAh.

Dabei ist Gewicht und Größe aber auch nicht so klein, dass es “verdächtig” wäre. Es gibt leider viele “Fake Powerbanks” und oftmals sind die Abmessungen ein guter Punkt diese zu erkennen.

Bei der LYNXER passt hier aber alles auf den ersten Blick! Allerdings ist diese Powerbank schon auf der kompakten Seite, für ein 20000mAh Modell. Allerdings kannst du auch spüren, dass die Akkuzellen im Inneren recht dicht gepackt sind.

So wirkt die Powerbank massiv! Auch die generelle Haptik und das Gehäuse machen einen guten Eindruck. Allerdings würde ich die LYNXER auch nicht als Premium Powerbank einstufen.

Pluspunkte gibt es für das kleine LC Display, welches dir den aktuellen Ladestand in % anzeigt.

 

Anschlüsse

Sicherlich ein Highlight der LYNXER 22,5W Power Bank sind die Anschlüsse, denn davon haben wir einige! Wir haben 4x USB A, 1x USB C, 1x microUSB und 1x Apple Lightning.

  • 3x USB A 5V/2A
  • 1x USB A – Quick Charge und Super Charge 22,5W – 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 1x USB C – Power Delivery 18W – 5V/2A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 1x microUSB Eingang – Quick Charge 18W – 5V/2A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 1x Apple Lightning – Quick Charge 18W – 5V/2A, 9V/2A, 12V/1,5A

WOW das ist eine Portausstattung! Allerdings muss ich hier auch etwas auf die Bremse treten. So sind die USB A Ports, bis auch der Quick Charge / Super Charge Port, langsam.

Zudem kannst du nicht alle Ports gleichzeitig nutzen! Bzw. wenn du es versuchst, wird so gedrosselt, dass die maximale Leistung der Powerbank bei 22,5W landet.

Heißt, zwei Geräte Schnellladung ist nicht möglich! Du kannst maximal ein Gerät schnellladen, schließt du ein zweites an, dann wird gedrosselt.

 

Die Kapazität

Kommen wir zu einem spannenden Punkt, der Kapazität. Hat die LYNXER 22,5W Power Bank wirklich 20000mAh?

Wh mAh % der HA
5V/1A 54,611 14760 74%
9V/1A 53,747 14526 73%
9V/2A 49,393 13349 67%

Die Kapazität der LYNXER ist “ok”. Ich konnte hier zwischen 13349 mAh und 14760 mAh messen, was 67% bis 74% der Herstellerangabe entspricht. Dies ist etwas wenig, normal wären 80%+, aber ist noch gerade ok.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise bietet die LYNXER 22,5W Power Bank eine PPS Stufe!

PPS: 3,3-11V bei 2A

Dies ist keine große PPS Stufe, aber besser als nichts, gerade für die Samsung S Smartphones.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Ladedauer

Wie lange dauert das Laden der LYNXER Powerbank?

Erstaunlicherweise lud die Powerbank zwar mit knapp über 18W, aber dies nur recht instabil. Eine 0% auf 100% Ladung dauert so knappe 5 Stunden.

An einem normalen 5V Ladegerät dauert eine Ladung ca. 8:37h. Beides nicht übermäßig flott, aber auch nicht zu langsam.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Ladeeffizienz. Hierbei vergleiche ich die Menge an Energie welche die Powerbank zum Laden benötigt, zur Energie die am Ende genutzt werden kann.

Via USB C (18W) benötigte die Powerbank 68,27Wh, via USB A zu C (5V) 64,92Wh.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB A 5V/2,4A 84% 76%
USB C  80% 72%

Die Ladeeffizienz schwankt zwischen 84% und 72%. Dies sind überdurchschnittlich gute Werte! Anders kann ich dies nicht sagen.

 

Fazit

An sich ist die LYNXER 22,5W eine brauchbare Powerbank. Wir haben eine gute Portausstattung, fast schon etwas zu viele Ports, die Kapazität ist akzeptabel und auch das Ladetempo ist ok.

Allerdings liegt die Kapazität bei maximal 14760 mAh, was eher am unteren Ende für eine 20000 mAh Powerbank ist. Auch haben wir eine maximale Leistung von 22,5W, über alle Ports hinweg verteilt. Was bringen 4x USB A Ports, wenn diese am Ende so sehr gedrosselt werden das Du sie kaum nutzen kannst.

Wir haben aber einen brauchbaren USB-C Port mit PPS. Zudem ist der Formfaktor der Powerbank soweit gut.

LYNXER Power Bank 22,5W Powerbank 20000mAh klein Aber stark USB C...
  • 🔋 Hohe Kapazität & Schnellladung: Die leistungsstarke...
  • 🔌 Vielseitige Anschlussmöglichkeiten: Mit 7 USB-Anschlüssen...
  • ⚡ Intelligente Ladetechnologie: Die integrierte...
  • 🏃 Kompakt & Tragbar: Das schlanke und leichte Design macht...
  • 🌍 Universelle Kompatibilität: Perfekt für Smartphones...

Von daher will ich nicht von der LYNXER 22,5W Power Bank 20000mAh völlig abraten, es ist eine brauchbare Powerbank, aber sie wäre auch nicht meine erste Wahl. Ich würde die INIU Power Bank 20000mAh vorziehen.

Test: INIU AI-623, gutes Dual-Port USB Ladegerät mit 45W für 25€?

Die Powerbanks von INIU gehören zu meinen absoluten Geheimtipps, gerade wenn es um die Preis/leistung geht.

In diesem Artikel schauen wir uns erstmalig aber ein Ladegerät von INIU an. Das AI-623 ist ein günstiges Dual-Port Ladegerät mit bis zu 45W Leistung.

Dabei liegt der Preis zum Zeitpunkt des Tests bei sehr humanen 25€.

Interessant! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das INIU AI-623 genauso überzeugen wie die Powerbanks des Herstellers?

 

Das INIU AI-623 im Test

Das INIU AI-623 ist ein recht klassisches USB Ladegerät. Dieses setzt auf einen Steckdosennetzteil-Formfaktor mit zwei USB Ports auf der Front.

Das Ladegerät misst 48 x 46,5 x 30 mm und bringt 92g auf die Waage. Dies ist für ein Ladegerät dieser Klasse soweit ok.

Das Gehäuse ist gut gebaut, aber zugegeben auch nicht außergewöhnlich. Ich würde sagen das AI-623 ordnet sich hier in der guten Mittelklasse ein.

 

Die Anschlüsse

Das INIU AI-623 verfügt über einen USB A und einen USB C Port.

USB C – Power Delivery 45W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

USB A – Quick Charge 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port des INIU AI-623 ist ein USB Power Delivery Port mit bis zu 45W Leistung. USB Power Delivery ist der gängige Ladestandard, welcher von Apple, Samsung, Google usw. genutzt wird.

45W sind hier auch erst einmal eine satte Leistung, welche nicht nur für Smartphones ausreichend ist, sondern auch für Tablets wie das iPad oder kleinere Notebooks (Dell XPS 13, MacBook Pro 13 usw.).

Hinzu kommt ein USB A Port, welcher sogar bis zu 18W Quick Charge unterstützt.

Nutzt Du allerdings beide Ports gleichzeitig, dann wird der USB C Port auf 30W herunter gedrosselt.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt das INIU AI-623 den PPS Standard!

3,3-11V bei 4A

Dies erlaubt es beispielsweise, das Samsung S23 Ultra mit bis zu 36W zu laden. Ohne PPS wären nur 14W möglich.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist in der Regel bei USB Ladegeräten unproblematisch. Schauen wir uns diese dennoch einmal an.

Hier war ich extrem positiv überrascht! Die Spannungsstabilität des USB C Ports sieht richtig gut aus. Mehr gibt es hier nicht zu sagen, das bekommen einige Premium Ladegeräte nicht so gut hin.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank der Leistung von 45W ist das INIU AI-623 ideal für alle Apple iPhones (ab dem X) wie auch den iPads.

Dieses ist sogar prinzipiell auch für die kleineren MacBooks gut geeignet!

Dank des PPS Supports eignet sich das Ladegerät auch gut für die Samsung S Serie (maximal 36W) wie auch für die Google Pixel Modelle.

 

Effizienz

Kommen wir wie üblich zum Abschluss noch auf die Effizienz des INIU AI-623 zu sprechen.

In meinem Test erreichte das INIU AI-623 eine Effizienz zwischen 85,4% bis 91,8%. Dies sind super Werte! Sowohl die minimale wie auch die maximale Effizienz sind super.

 

Fazit

Wie auch schon die INIU Powerbanks ist das INIU AI-623 ein super Ladegerät, welches mit einer tollen Preis/Leistung punkten kann.

So ist vor allem der USB C Port absolut tadellos! Auch die Unterstützung der PPS Stufe ist erfreulich, welche mit bis zu 4A recht groß ist. So kannst Du aktuelle Samsung Smartphones mit bis zu 36W an dem Ladegerät laden, sofern von diesen unterstützt.

Auch Apple iPhones und iPads kannst Du mit dem vollen Tempo laden, super!

INIU USB C Ladegerät 45W, 2-Port USBC Netzteil Steack Adapter GaN II...

  • USB C Port mit bis zu 45W
  • Mit PPS Support, 3,3-11V bei 4A
  • USB A Port mit Quick Charge
  • Sehr gute Effizienz mit 85,4 bis 91,8%
  • Sehr fairer Preis

Hinzu kommt eine starke Effizienz mit 85,4% bis 91,8% und der nützliche sekundäre USB A Port, welcher dank Quick Charge auch recht flott laden kann.

Für derzeit 25€ ist das INIU AI-623 aus meiner Sicht absolut empfehlenswert.

VOLTERO PS18, Powerstation mit LiFePO4 Zellen, 1488Wh Kapazität und 1800W Leistung im Test

Mit der PS18 bietet VOLTERO eine Powerstation der gehobenen Klasse an, welche über eine Kapazität von satten 1488 Wh verfügt.

Damit ist die PS18 schon ein ziemlicher Brocken und eine der größten Powerstations die ich bisher im Test hatte.

Neben der Kapazität von 1488 Wh haben wir 1800W Ausgangsleistung bei 2x 230V Steckdosen, USB C Ports und die Unterstützung von universellen Solarpanels.

Klingt doch interessant! Schauen wir uns die VOLTERO PS18 einmal im Test an, kann diese überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an VOLTERO für das Zurverfügungstellen der PS18 für diesen Test.

 

Die VOLTERO PS18 im Test

Mit 1488Wh Kapazität ist die VOLTERO PS18 natürlich schon ein etwas größerer Brocken. So bringt die Powerstation 15 KG auf die Waage und misst 385 x 243 x 340 mm.

Damit würde ich diese noch als gerade so portabel einstufen. Die nächste Stufe größer, die VOLTERO PS24, ist noch ein gutes Stück unhandlicher.

So setzt die PS18 auch noch auf einen Tragegriff und ist noch gut von A nach B zu bringen. Suchst Du also ne Powerbank fürs Camping, den Garten oder für Feiern, wo Du diese nicht übermäßig weit tragen musst.

Die Haptik und Verarbeitungsqualität ist soweit in Ordnung. Der verwendete Kunststoff ist nicht “außergewöhnlich”, macht aber seinen Job gut. So ist die PS18 qualitativ ungefähr auf dem Level von Jackery Powerstations.

Sämtliche Anschlüsse der Powerstation befinden sich auf der Front, genau wie die Tasten und das große Display.

Mit im Lieferumfang der Powerstation befindet sich:

  • 1x Netzteil
  • 1x KFZ Ladekabel (Zigarettenanzünder)
  • 1x Solar-Adapterkabel

 

Die Anschlüsse der VOLTERO PS18

Werfen wir einen Blick auf die Anschlüsse der Powerstation, welche sich alle auf der Front der Powerstation befinden.

  • 2x 220-240V Schuko-Steckdose mit bis 1800W konstanter Leistung bzw. 4000W Spitzenleistung
  • 1x Zigarettenanzünder Anschluss 12V/10A
  • 2x DC Ausgänge 12V/10A
  • 2x USB A Quick Charge 18W
  • 2x USB C USB Power Delivery 60W

Dies ist eine weitestgehend perfekte Portausstattung für eine Powerstation dieser Klasse. Wir haben zwei recht leistungsstarke Steckdosen, wie auch eine gute Auswahl an DC Ausgänge und USB Ports.

Das einzige, was ich etwas kritisieren muss, sind die 60W USB C Ports. Es hätten durchaus 100W Ports sein dürfen.

Auf Seiten der Eingänge haben wir 2x DC Ports, für das Netzteil oder zwei Solarpanels. Die Eingänge können 12-30V bei bis zu 200W akzeptieren.

 

Ein praktisches Display

Auf der Front der PS18 findet sich ein recht großes Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Ladestand in %
  • Verbleibende Laufzeit/Ladezeit
  • Aktive Anschlüsse
  • Leistung in Watt Eingang
  • Leistung in Watt Ausgang

Das Display der Powerstation taugt! Wir haben alle wichtigen Informationen.

 

Mit LiFePO4 Akkuzellen

Erfreulicherweise setzt die PS18 auf so genannte LiFePO4 Akkuzellen. Was sind LiFePO4 Akkuzellen? LiFePO4 ist eine alternative Akkutechnologie zu klassischen Lithium-Ionen Akkuzellen. LiFePO4 steht für “Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator”.

Hierbei handelt es sich um eine etwas stabilere Zellenchemie, verglichen mit Lithium Ionen Akkus, welche Energiedichte gegen Haltbarkeit und Robustheit tauschen.

LiFePO4 Akkus sind bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium Ionen Akkus, im Gegenzug aber deutlich haltbarer!

So erreichen LiFePO4 Akkuzellen in der Regel 2000-3000 Zyklen, bei 100% Entladetiefe. Lithium Ionen Akkus schaffen 500-1000 solcher Zyklen. Bei niedrigeren Entladetiefen sind bei LiFePO4 auch locker 4000-10000 Zyklen möglich.

Dies macht diese Akkutechnologie ideal als Solarpufferspeicher! Zudem können sich LiFePO4 Akkus an sich nicht selbst entzünden. Diese können bei Kurzschlüssen, überladen usw. natürlich extrem heiß werden, dampfen usw. aber diese gehen nicht in einem großen Flammenmeer auf, wie es Lithium Ionen Akkus machen können.

Daher gelten LiFePO4 als beste Wahl für Powerstations und Solar Batteriespeicher.

Wichtig! LiFePO4 Akkus und entsprechend auch die PS18, dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden.

 

Die Kapazität

Einer der wichtigsten Punkte bei einer Powerstation ist natürlich die Kapazität. Laut VOLTERO soll die PS18 1488 Wh Kapazität besitzen.

Diese Angabe bezieht sich aber auf die Zellen in der Powerstation. Je nachdem wie Du diese entlädst, über welche Ports, bei welcher Geschwindigkeit usw. kann die letztendlich nutzbare Kapazität schwanken.

Zudem benötigen Powerstations für die Elektronik, das Display usw. ca. 4-10Wh pro Stunde. Entlädst Du diese sehr langsam kann dies ein Faktor sein, gerade bei kleineren Modellen.

Folgendes konnte ich aber bei der VOLTERO PS18 messen:

Wh % der HA
USB C 60W 1269 85%
DC 12V/5A 1258 85%
AC 50W 1043 70%
AC 300W 1263 85%
AC 1500W 1210 81%

In meinem Test schwankte die Kapazität der Powerstation zwischen 1043 Wh und 1269 Wh. Die 1043 Wh entstanden beim Entladen über die Steckdosen bei gerade einmal 50W Last.

Allerdings ist die Effizienz der Steckdosen gar nicht so übel! Gerade bei höheren Lasten ist kaum ein Unterschied zu den DC Ausgängen zu sehen, welche normalerweise effizienter sind.

Abseits des super langsamen Entladens landen wir im Schnitt bei 85% der Herstellerangabe, was super ist!

 

Die USB C Ports

Die VOLTERO PS18 bietet neben zwei USB A Port auch zwei USB C Ports.

  • USB C 1 – Power Delivery 60W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB C 2 – Power Delivery 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Die beiden USB C Ports funktionieren in der Praxis sehr gut! Der primäre Port hat mit 60W eine gute Leistung, welche bereits für einige Notebooks ausreicht.

Der zusätzliche 18W Port ist für Smartphones durchaus nett.

Der primäre USB C Port unterstützt erfreulicherweise PPS. Die PPS Range ist mit 5-11V bei 3A ausreichend gut. So lassen sich Samsung Smartphones an diesem Port dank PPS mit bis zu 25W laden.

 

Dezenter Lüfter

Wie in den meisten großen Powerstations steckt auch in der VOLTERO PS18 ein Lüfter. Allerdings ist dieser recht dezent.

So scheint dieser über drei Stufen zu verfügen, aus, leise und volle Power. Bei moderater Last (unter 80-100W) bleibt der Lüfter komplett aus.

Bei unter ca. 500W bleibt der Lüfter auf einer recht leisen Stufe. Hier summt dieser minimal, aber das nicht störend. Steht die Powerstation mehr als 1-2 Meter von dir entfernt wirst Du ihn nicht mitbekommen.

Auf voller Leistung ist der Lüfter deutlich hörbar und +- auf dem Level von EcoFlow Powerstations.

 

Nutzung als USV / gleichzeitiges Laden/Entladen

Natürlich kannst Du die Powerstation gleichzeitig laden und entladen. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob Du die Powerstation via Solar oder Netzteil versorgst.

Theoretisch ist somit eine Nutzung als USV möglich. Allerdings hierfür ist die VOLTERO PS18 aufgrund des 200W Netzteils auch nicht absolut optimal, denn die USV Last sollte entsprechend nicht ca. 160W überschreiten, um die Powerstation nicht zu entladen.

Erfreulicherweise ist aber die Umschaltung anscheinend recht flott. Beim Abziehen eines Netzteils gibt es bei allen Powerstations immer einen kurzen Einbruch der Spannung. Ist dieser Einbruch zu lang, kann das dazu führen, dass angeschlossene Geräte ausgehen, was bei einer USV zu vermeiden ist.

Ich habe die Powerstation an meinem Test-PC, AMD Ryzen 7600X, Nvidia RTX 3060, Corsair 750W Netzteil an dieser getestet und beim Abziehen des Netzteils stürzt der PC auch unter last nicht ab.

Dies kann natürlich bei empfindlicheren Netzteilen usw. auch noch anders aussehen, aber die Umschaltzeit scheint bei der PS18 auch nicht zu groß zu sein.

25W 44%
50W 59%
100W 72%
150W 81%

Die Effizienz im “USV” Modus schwankt zwischen 44% und 81% in meinem Test. Eher ein überschaubarer Wert.

Info: Wenn die Powerstation 100% voll ist, wird nicht angezeigt, wie viel Leistung gerade aufgenommen wird, nur wie viel abgegeben ist! Die Powerstation nimmt im USV Betrieb dennoch Leistung auf und hält entsprechen die Ladung von 100% (sofern Du nicht ca. 160-180W überschreitest).

 

Laden der VOLTERO PS18

Du hast einige verschiedene Möglichkeiten die VOLTERO PS18 zu laden.

  • Über das beiliegende 200W Netzteil
  • Über ein KFZ Stecker 12V/10A
  • Via Solar 2x 12-30V maximal 200A

Starten wir mit dem Laden über den KFZ Stecker. Hier wirbt VOLTERO mit bis zu 10A, in meinem Test wollte die Powerstation aber “nur” mit bis zu 8A laden.

Kein Weltuntergang, denn solch eine große Powerstation solltest Du nicht im Auto laden. Viel spannender ist das Laden via Solar. Hier akzeptiert die Powerstation zwei Panel mit 12-30V bei jeweils maximal 200W.

Dabei legt VOLTERO bereits Adapterkabel für „Standard“ Solarpanels bei. VOLTERO bietet auch eigene Solarpanels an, aber diese musst du nicht nutzen https://voltero.nl/de/solar-panels/ PS. VOLTERO nutzt die gleichen Stecker wie Jackery.

Über das beiliegende Netzteil kann die PS18 mit bis zu +- 200W geladen werden. Damit lädt die Powerstation nicht übermäßig schnell. Modelle mit integriertem Netzteil, wie von EcoFlow laden gerne mit 500W+. Theoretisch könntest Du die Powerstation mit zwei Netzteilen gleichzeitig laden, aber es liegt nur eins mit im Lieferumfang.

An dem Netzteil braucht die Powerstation knapp unter 8 Stunden um von 0% auf 100% zu kommen. Nicht super schnell, aber soweit ok.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Hierbei vergleiche ich die Menge an Energie welche die Powerstation zum Laden benötigt, mit der Energie welche ich am Ende aus dieser entnehmen konnte.

Beim Laden über das 200W Netzteil benötigte die Powerstation 1715 Wh für eine 0% auf 100% Ladung und via DC (12V/8A) 1810 Wh.

Daraus ergeben sich folgende Effizienzwerte:

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
AC 200W Laden 74% 61%
DC Laden 70% 58%

Die Effizienz schwankt zwischen 74% und 58%. Dies ist für eine Powerstation “ok”, aber auch nicht der beste Wert den ich bisher bei einer Powerstation gesehen habe.

 

Fazit

Die VOLTERO PS18 ist eine starke Powerstation! Diese kann gerade in den Kernpunkten überzeugen.

  • Hohe praktische Kapazität mit bis zu 1269 Wh
  • LiFePO4
  • Sehr gute Steckdosen
  • Gute Portausstattung
  • Leiser Lüfter

Starten wir mit dem Akku. VOLTERO setzt auf die guten LiFePO4 Akkuzellen, welche im allgemeinen sehr sicher und vor allem haltbar sind. Du brauchst dir hier also keine Sorgen machen die Powerstation durch Zyklen groß abzunutzen.

Dabei konnte ich in der Praxis eine Kapazität von bis zu 1269Wh messen, was für eine Powerstation dieser Klasse völlig ok ist!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir eigentlich alles was wir uns wünschen können, zwei sehr leistungsstarke Steckdosen (bis zu 1800W), 3 DC Ausgänge und eine große Auswahl an USB Ports.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es ein 100W USB C Port, der Port der PS18 ist auf 60W limitiert, was aber OK ist.

In meinem Test funktionierte die Powerstation auch als USV brauchbar. Diese ist hier aber nicht herausragend. Gleichzeitiges Laden/Entladen geht und auch die Umschaltzeiten waren in meinem Test ok, aber aufgrund des Netzteils mit “nur” 200W ist die PS18 lediglich bis +- 160W als USV brauchbar. Zudem war die Effizienz hier eher schwächer.

Als Solarpuffer OK, aber als stationäre USV gibt es bessere Modelle.

Pluspunkte gibt es wieder für den Lüfter. Dieser verfügt über drei Stufen, aus, langsam und schnell. Ab einer Last +- um die 100W geht dieser an, dies ist normal und bei den meisten Powerstations so. Aber gerade die EcoFlow Modelle haben leider sehr laute Lüfter, auch bei 100W. Dies ist hier nicht der Fall, in der “langsamen” Stufe ist dieser nur minimal hörbar.

Das Display der Powerstation ist gut und liefert alle wichtigen Werte, ist aber auch nicht außergewöhnlich. Dieses entspricht dem guten Standard für eine Powerstation dieser Klasse.

Das Einzige, was ich verglichen mit einigen anderen Modellen bemängeln muss, ist das langsame Laden. Mittlerweile geht der Trend bei Powerstations zum super schnellen Laden mit einem internen Netzteil. Klar dies macht Powerstations größer, aber solche Modelle sind dann meist in 1-3 Stunden geladen.

Die VOLTERO PS18 benötigt knappe 8 Stunden. Dies ist nicht extrem langsam, aber halt auch nicht “rasant” zudem bist Du immer auf das beiliegende Netzteil angewiesen.

Erfreulicherweise ist aber das Laden via Solar bei der Powerstation recht stark, mit bis zu 2x 200W und passenden Adapterkabeln auf „Standard“ MC4 Stecker bereits mit im Lieferumfang.

Kommen wir damit auch zum Abschluss, was halte ich von der VOLTERO PS18? Als klassische Powerstation, für unterwegs, beim Camping, in Kombination mit einem Solarpanel kann ich diese dank hoher Kapazität, guter Anschlussvielfalt und der LiFePO4 Zellen mit gutem Gewissen empfehlen!

Auch der Preis passt hier! Wir sind bei unter 1€ pro Wh, was ich als fair einstufe. Es gibt sicherlich noch luoriösere Modelle, aber bei diesen zahlst Du entsprechend pro Wh auch mehr als bei der VOLTERO PS18.

VOLTERO PS18
POSITIV
Haltbare und sichere LiFePO4 Zellen
Gute praktische Kapazität mit bis zu 1269 Wh
Viele Anschlüsse inklusive USB C 60W
PPS Support beim primären
Bis zu 2x 200W standard Solarpanels lassen sich verbinden
Hilfreiches Display
Leistungsstarke Steckdosen mit bis zu 1800W
Dezenter und gut gesteuerter Lüfter
NEGATIV
Ca. 8 Stunden Ladedauer mit beiliegenden 200W Netzteil
Als USV nur bedingt einsetzbar
90

Die ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop) im Test, schnelles entladen, langsames laden?!

Anker bietet mit der 537 eine Powerbank, welche speziell für den Einsatz an Notebooks beworben wird. So trägt diese auch den Beinamen “PowerCore 24K für Laptop”.

Passend dazu besitzt diese laut Anker eine hohe Kapazität von 24000 mAh und einen leistungsstarken 65W USB C Ausgang.

Wollen wir uns da einmal die Powerbank im Test ansehen! Kann diese überzeugen?

 

Die ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop) im Test

Mit 24000mAh ist die Anker 537 auf dem Papier schon eine etwas größere Powerbank. Allerdings die Abmessungen finde ich sind nicht zu groß.

So misst die Powerbank ca. 160 x 85 x 26 mm und bringt 496g auf die Waage.

INIU BI-B63 25000 mAh 487g
ANKER 537 24000 mAh 496g
imuto SCP-100 Container-X 26800 mAh 548g
Anker 737 24000 mAh 632g
Anker 347 40000 mAh 937g

 

496g ist für eine Powerbank dieser Klasse soweit ok! Nein es ist nicht die kompakteste Powerbank der Klasse, aber auch nicht die größte.

Dabei ist die Verarbeitungsqualität Anker typisch hervorragend! Auch das Design wirkt extrem wertig und fast schon edel. Gerade die fast schon etwas seidig anmutende Oberseite gefällt!

 

Die Anschlüsse

Die Anker 537 besitzt zwei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 / 2 – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Anker setzt bei den USB C Ports auf den USB Power Delivery Standard mit bis zu 65W Leistung. Damit ist die Powerbank für Smartphones von Apple und Google ideal, wie aber auch für Notebooks.

Notebooks wie die Dell XPS Serie oder die Apple MacBooks nutzen USB Power Delivery und können entsprechend an der Powerbank laden. 65W ist hier für die 13 Zöller mehr als ausreichend.

Der USB A Port setzt hingegen auf Quick Charge und ist ebenfalls universell kompatibel.

Allerdings bei den technischen Daten gibt es zwei Auffälligkeiten.

  1. Laut Beschriftung auf der Rückseite hat die 12V Stufe nur 1,5A. Dies ist aber falsch! Laut meinem USB PD Trigger hat die 12V Stufe 3A, wie es eigentlich zu erwarten wäre.
  2. Der USB A Port hat eine mysteriöse 10V/2,25A Stufe, wo ich nicht so recht erklären kann wofür diese gut ist.

 

Drosselung

Die ANKER 537 Powerbank kann bis zu 65W ausgeben, wahlweise über Port 1 oder Port 2. Allerdings nutzt Du beide Ports gleichzeitig, dann werden diese entsprechend gedrosselt.

USB C 1 USB C 2 USB A
65W
45W 20W
45W 15W (geteilt) 15W (geteilt)

Nutzt Du Port 1 und 2, dann wird USB C 1 auf 45W gedrosselt und Port 2 auf 20W.

Nutzt Du zusätzlich den USB A Port, dann bleibt USB C 1 bei 45W (gut) und Port 2 und 3 teilen sich 5V/3A.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt die ANKER 537 Powerbank PPS auf beiden Ports!

  • Port 1 / 2 Solo Nutzung- 3,3-16V bei bis zu 3A
  • Port 1 bei gleichzeitiger Nutzung von Port 2 – 3,3 – 16V bei bis zu 3A
  • Port 2 bei gleichzeitiger Nutzung von Port 1 – 3,3 – 11V bei bis zu 2A

Damit kann die Powerbank Samsung S Smartphones mit bis zu 25W laden, aber nicht mit bis zu 45W.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Eine Powerbank unter vielen Namen

An dieser Stelle möchte ich einmal kurz Ankers Namensschema etwas kritisieren, denn ich weiß nicht so recht wie ich diese Powerbank nennen soll.

  • Anker 537 Powerbank
  • Anker PowerCore 24K für Laptop
  • Anker A1379

Anker selbst scheint sich hier nicht so recht entscheiden zu können. “Anker 537” ist anscheind so ein wenig das neue Namensschema von Anker. “Anker PowerCore 24K für Laptop” ist so ein wenig der “Klassische” Name und Anker A1379 ist die offizielle Modellnummer.

Etwas verwirrend, wie ich finde.

 

Die Kapazität

Laut Anker soll die PowerCore 24K 24000 mAh Kapazität bieten. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 70,64 19092 79,5%
9V/1A 74,555 20150 84,0%
9V/3A 76,777 20751 86,5%
20V/1A 72,631 19630 81,8%
20V/3A 70,62 19086 79,5%

Im Test schwankte die Kapazität der Powerbank zwischen 19086 mAh und 20751 mAh. Dies sind Ergebnisse welche in einem “erwartbaren” Bereich für eine 24000mAh Powerbank liegen.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Grundsätzlich eignet sich die ANKER 537 Powerbank wunderbar für alle Apple Geräte. iPhones und iPads werden am 65W Port konstant mit dem vollen Tempo geladen. Auch für die MacBooks sind 65W in der Regel ausreichend.

Das große MacBook Pro 16 könnte zwar etwas knapp sein, wenn Du dieses parallel auch belastet, aber im Großen und Ganzen ist die Powerbank gut für MacBooks nutzbar.

Dank PPS kann die ANKER 537 auch die Google Pixel Smartphones mit dem vollen Tempo laden, wie auch Samsung Smartphones mit bis zu 25W.

65W sind in der Regel auch für Windows Notebooks, zumindest die 13/14 Zoll Modelle, eine gute Leistung.

 

Etwas langsames Laden (maximal 20W)

Die meisten Powerbanks können mit dem gleichen Tempo geladen wie auch entladen werden. Manchmal etwas langsamer, aber meist dann nur “eine Stufe” langsamer.

Bei der ANKER 537 Powerbank sieht dies aber etwas anders aus! Folgende Werte gibt Anker an:

5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A, 15V/2A, 20V/1,5A

Laut Anker kann die 537 also mit maximal 30W laden (20V * 1,5A = 30W bzw. 15V * 2A = 30W). Aber in der Praxis habe ich Probleme diese Werte zu erreichen!

In der Praxis wollte die Powerbank nicht mit mehr als 20W (20V/1A) laden! Ich habe dies am Anker 735, UGREEN Nexode 200W und URVNS A1903 getestet, an allen drei Ladegeräten das gleiche Verhalten!

An einem USB PD Ladegerät benötigte die Powerbank rund 5 Stunden für die Ladung von 0% auf 100%. Dies ist etwas langsamer als ich erwartet hätte!

An einem 5V/2,4A Ladegerät dauerte das Laden bei mir 15:41h, was ebenfalls recht langsam ist, da hier nur mit 6,x W geladen wurde.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Also das Verhältnis aus Energie die Du benötigst um die Powerbank zu laden gegen die Energie die Du am Ende nutzen kannst.

Eine 0% auf 100% Ladung an einem USB PD Ladegerät benötigte im Test 93,46Wh. An einem 5V/2,4A Ladegerät 99,84Wh.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 82% 76%
USB A 5V 77% 71%

Dies resultiert in einer Ladeeffizienz, welche zwischen 82% und 71% schwankt. Dies ist gut! Sehr wenige Powerbanks erreichen eine Ladeeffizienz von über 80%. Selbst über 70% sind nicht selbstverständlich.

 

Video

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Fazit

Ich tue mich etwas schwer mit der ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop). Zum Zeitpunkt dieses Tests kostet die Powerbank rund 110€. Dies ist zu viel!

Beginnen wir aber zunächst damit was es an der Anker 537 zu mögen gibt. Die Kapazität ist mit maximal 20750 mAh in der Praxis gut, der 65W USB C Port funktioniert wie gewünscht und vor allem das Design und die Haptik sind tadellos!

Die ANKER 537 Powerbank wirkt einfach sehr wertig und wird an einem 13 Zoll Notebook oder Smartphones einen sehr guten Job machen. Dank PPS ist die Powerbank nicht nur für Apple Smartphones gut geeignet, sondern auch für die Samsung S Modelle, welche mit bis zu 25W an der Powerbank laden können. Nein 45W Laden der Ultra Modelle wird nicht unterstützt.

Wofür gibt es aber Kritik? In meinem Test lud die Powerbank lediglich mit maximal 20W, was in einer Ladezeit von 5 Stunden resultiert. Für eine 100€+ Powerbank ist dies sehr langsam!

Anker 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop), 24.000mAh 65W...

  • 65W USB C Ausgang
  • Mit PPS 3,3-16V bei 3A
  • Gute echte Kapazität mit maximal 20751 mAh
  • Sehr wertiges Design
  • Relativ langsames Aufladen, 0% auf 100% in 5 Stunden
  • Hoher Preis

Zudem gibt es mit der INIU BI-B63 einfach eine bessere Powerbank in dieser Klasse. Die INIU BI-B63 hat mehr Kapazität, ebenfalls 65W, lädt in 2:30h und kostet die Hälfte.

Ja die Anker 537 ist nicht schlecht und sicherlich subjektiv wertiger, vielleicht auch haltbarer, aber das kann ich nicht beurteilen. Aber ich würde vermutlich die INIU BI-B63 der ANKER 537 vorziehen, vor allem bei solch einem Preisunterschied. Eventuell würde ich im Zweifel sogar eher zur Anker 737 greifen.

Der Beelink Mini S12 im Test, der günstigste Mini-PC bisher im Test!

Der Mini S12 ist aktuell der günstigste Mini-PC aus dem Hause Beelink. Dieser kostet gerade einmal 199€, was für einen neuen Computer wahnsinnig günstig ist!

Natürlich müssen wir bei solch einem günstigen Preis mit Einschränkungen rechnen. Auf den ersten Blick sieht der Beelink Mini S12 aber soweit interessant aus!

  • Intel N95 CPU mit 4 Kernen
  • 8GB RAM
  • 256GB SSD
  • Windows 11
  • Bis zu 2x 4K Monitore

Klingt doch in Anbetracht des Preises brauchbar! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Vor allem wie leistungsstark ist der Intel N95 Prozessor? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Beelink für das Zurverfügungstellen des Beelink Mini S12 für diesen Test.

 

Der Beelink Mini S12 im Test

Der Beelink Mini S12 ist auf den ersten Blick ein absolut klassischer Mini-PC. So ist dieser mit 115 x 102 x 38 mm durchaus schön kompakt, aber auch nicht absolut winzig. Dieser setzt auf die typische “NUC” Größe, was für mich völlig ok ist.

Beelink bleibt sich aber bei der Portausstattung absolut treu. Diese ähnelt sich bei fast allen Beelink PCs sehr, so auch hier.

  • 4x USB A 3.0
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss
  • 1x Gbit LAN
  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DC Eingang

Auf der Front des PCs haben wir neben dem Einschalter und einem clear CMOS Taster 2x USB A 3.0 und einen Anschluss für ein Headset.

Zwei weitere USB A Ports finden wir auf der Rückseite, gemeinsam mit Gbit LAN und 2x HDMI 2.0.

Dies ist eine brauchbare Portausstattung, wenn auch nicht übermäßig großzügig. Ein USB C Port und vielleicht ein Kartenleser wäre sicherlich noch nett gewesen.

 

Aufrüsten und im Inneren

Du kannst den Beelink Mini S12 sehr einfach öffnen. Du findest auf der Unterseite vier Schrauben, diese musst du lösen und du findest Zugriff auf:

  • 1x 2,5 Zoll SSD Slot
  • 1x M.2 2280 SSD Slot
  • 1x DDR4 So-DIMM Slot

Erst einmal finde ich es klasse, dass wir zwei SSDs verbauen können! Allerdings finde ich es wiederum sehr schade, dass wir nur einen RAM Slot haben!

Entsprechend besitzt der Mini-PC auch nur Single Channel “Geschwindigkeit”. Dies ist übrigens keine Entscheidung von Beelink bzw. nicht direkt, denn der Intel N95 unterstützt laut Intel nur einen Speicherkanal!

Quelle: https://www.intel.de/content/www/de/de/products/sku/231800/intel-processor-n95-6m-cache-up-to-3-40-ghz/specifications.html

 

Die Performance

Sicherlich das spannendste ist die Leistung des hier verbauten Intel N95. Der Mini S12 ist ohne jede Frage ein PC der auf einen möglichst niedrigen Preis gebaut ist und entsprechend ist vom N95 eher “grenzwertige Leistung” zu erwarten.

Grundsätzlich ist der Intel N95 eine aktuelle CPU (Baujahr 2023) mit 4 Kernen und bis zu 3,4GHz. Diese setzt auf Alder Lake-N Kerne.

Leider sieht die Leistung in Benchmarks eher dürftig aus! Dies ist einer der langsamsten PCs den ich bisher in den Fingern hatte.

 

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie ist hier der Beelink Mini S12 nutzbar?

Das hängt etwas von deinen Anforderungen ab. Als sehr einfacher Office/Web PC oder als “RaspberryPI ersatz” im Home-Server Schrank ist der Beelink Mini S12 nutzbar.

Office Anwendungen laufen sauber, sofern du nicht zu große Tabellen öffnest. Auch das Webbrowsen ist soweit flüssig und fühlt sich “gut” an. An sich fühlt sich der PC auch etwas besser an als die Benchmark Tests vermuten lassen.

Ich vermute dies liegt an der etwas höheren Single Core Leistung.

Allerdings ist der S12 auch beim besten Willen nicht flott! Gerade wenn etwas im Hintergrund läuft, Updates oder ähnliches, spürst Du dies deutlich.

Foto oder Video-Bearbeitung ist in einem einfachen Umfang grenzwertig machbar. Aber erneut, der S12 ist primär für sehr einfach Arbeiten gemacht!

4K Youtube Videos + 4K Monitor funktionieren in der Regel problemlos und flüssig. 4K Monitore gehen immer, 4K Youtube Videos sofern nicht zu viel im Hintergrund läuft.

 

Die SSD

Im Beelink Mini S12 steht eine 256GB NVME SSD. Normalerweise verwendet Beelink Kingston SSDs, aber in diesem Fall ist eine etwas exotischere AZW 256G 230210 P verbaut. Anscheinend ist dies eine Silicon Motion SSD.

Die SSD kommt hier nur auf rund 8xx MB/s. Dies liegt allerdings nicht an der SSD! Diese ist hier anscheinend nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden.

Ist dies ein Problem? Es ist natürlich nicht optimal, aber wir sind hier weiterhin deutlich über SATA SSD Geschwindigkeit. Die SSD ist hier also nicht der Flaschenhals!

 

Stromverbrauch

Ein Highlight der meisten Mini-PCs ist der Stromverbrauch. Dies gilt auch für den Beelink Mini S12.

Allerdings war der Stromverbrauch des kleinen etwas höher als ich es erwartet hätte. So benötigt der PC im Leerlauf ca. 11W.

Unter Last steigt der Verbrauch auf 22W bzw. 17W, was wieder recht wenig ist.

Ausgeschaltet benötigt der PC 1,1W.

 

Fazit

Ich bin ein großer Freund von Mini-PCs. Allerdings müssen wir hier zwischen den diversen Modellen natürlich unterscheiden.

Der Beelink Mini S12 ist ganz klar ein absolutes Einstiger/Spar-Modell! An sich ist der S12 ein “aktueller” Mini-PC mit Intel CPU Baujahr 2023, Windows 11, NVME SSD usw.

Allerdings ist der Intel N95 wirklich keine schnelle CPU! Für mehr als ganz einfaches Office oder Webbrowsen ist der Beelink Mini S12 nur bedingt geeignet. Und selbst dort kannst Du bei Updates im Hintergrund merken wie der PC “arbeitet”.

Der Beelink Mini S12 ist damit wenn eher als sekundär-PC geeignet oder vielleicht als keiner “Server” für Anwendungen wie Home Assistant, Docker Container usw.

Hier macht dieser auch aufgrund des niedrigen Anschaffungspreis und der fairen Leistungsaufnahme von +- 11W im Leerlauf eine gute Figur.

5x USB C Kabel mit Display im Vergleich, sollte jeder haben!

USB C Kabel mit Display, das dir gleich Leistungswerte anzeigt, ist etwas super Faszinierendes! Alleine, dass es möglich ist, solche leistungsmessende Elektronik in einem USB C Stecker unterzubringen, ist beeindruckend.

Aber dies ist nicht nur beeindruckend, sondern auch praktisch. So kannst du auf einen Blick sehen, wie viel Leistung in dein Smartphone, Powerbank oder Notebook geht. Neben dem einfachen Informationswert kannst du so auch Probleme diagnostizieren.

Du hast das Gefühl dein Gerät lädt zu langsam? Mithilfe solch eines Kabels kannst du nachprüfen, ob dein Gefühl stimmt! Dein Gerät möchte nicht angehen? Auf einen Blick kannst du sehen ob es lädt oder ob beim Laden der Fehler liegt.

Mittlerweile gibt es einige dieser USB-C Kabel mit Display. Aber gibt es bei diesen große Unterschiede in Punkto Ladeleistung und Messgenauigkeit?

Um genau dies zu klären, habe ich mir gleich 5x dieser USB C Kabel bestellt. Wollen wir mal im Test schauen, ob es nennenswerte Unterschiede gibt.

 

Unsere Testkandidaten

Schauen wir uns zunächst an, was für Kabel ich gekauft habe.

1/1,2 Meter 2 Meter
IZHOI USB C auf USB C Kabel 13,99€ 14,99€
mcdodo USB C Kabel 14,99€
SOOPII 100W USB C Kabel 9,99€ 12,99€
USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel 12,67€ 14,19€
USAMS enablink USB C auf USB C Kabel 16,99€ 18,99€

(Preise zum Zeitpunkt des Tests)

Spannenderweise habe ich zwei USAMS Kabel im Vergleich. Allerdings wurden diese mir einmal als “Wiredge” und einmal als “Enablink” verkauft. Glücklicherweise sind dies aber zwei unterschiedliche Kabel.

Das günstigste Kabel kostet zum Zeitpunkt dieses Artikels gerade einmal 9,99€. Sehr schön!

Allgemein sind die Kabel mit Display nicht zu teuer. Alle Kabel in diesem Vergleich sind 100W/5A Kabel! Diese liegen preislich zwischen 10€ und 19€, was hierfür nicht zu teuer ist! Verglichen mit normalen Kabeln haben wir also einen Aufpreis von höchstens 2-4€.

 

Die Ladekabel mit Display

Grundsätzlich machen alle Ladekabel im Vergleich einen sehr hochwertigen Eindruck! So sind diese alle textilummantelt und auch die Stecker machen einen guten Eindruck.

Die USAMS, mcdodo und IZHOI Kabel sind dabei recht ähnlich, was die Ummantelung und den generellen Qualitätseindruck betrifft.

Das SOOPII Kabel hebt sich etwas ab! So ist hier die Ummantelung etwas gröber, aber das Kabel ist dafür das flexibelste im Vergleich.

Die anderen vier Kabel wirken hier etwas steifer, aber auch nicht problematisch steif.

Rein optisch gefällt mir das enablink USB C auf USB C Kabel am besten, aufgrund des durchsichtigen Steckergehäuses.

 

Beim Ladetempo kein (großer) Unterschied!

Alle Kabel in diesem Vergleich sind sogenannte 100W/5A Kabel. Entsprechend können diese innerhalb des USB Power Delivery Standards bis zu 100W übertragen.

Dabei haben die Kabel KEINEN großen Einfluss auf das Ladetempo! Früher hat das Kabel durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit gehabt. Dies war aber noch vor USB Power Delivery und Quick Charge.

Beim normalen 5V Laden wird die Ladespannung oft als Information zur Leistungsfähigkeit des Ladegerätes interpretiert. Ist die 5V Spannung aufgrund eines schlechten Kabels auf z.B. 4,7V gefallen, war dies ein Anzeichen, dass wir an der Leistungsgrenze des Ladegeräts angekommen waren, entsprechend wurde das Ladetempo gedrosselt.

Bei USB Power Delivery gibt es aber eine direkte Kommunikation zwischen Ladegerät, Ladekabel und Smartphone. Dein Ladegerät sagt deinem Smartphone direkt, wie viel Leistung es liefern kann. Zudem informiert das Ladekabel die Geräte ob es bis zu 3A oder bis zu 5A übertragen kann.

Entsprechend ist ein kleiner Spannungsabfall hier kein Problem mehr. Klar, es gibt hierdurch weiterhin Schwankungen, aber diese liegen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

 

Was wird angezeigt?

Grundsätzlich zeigen dir alle Kabel auf dem Display die aktuelle Leistung in Watt an. Allerdings gibt es hier zwei wichtige Unterschiede.

Die Kabel von USAMS und mcdodo zeigen keine Nachkommastellen an! Diese runden immer, was bei Leistungen im Bereich 0-9W natürlich suboptimal ist.

Die Kabel von IZHOI und SOOPII zeigen Nachkommastellen an, bei unter 10W.

Zudem zeigt das IZHOI Kabel auch die Spannung und den Strom an. Dieses wechselt im Sekundentakt zwischen den drei Angaben (Watt, Volt und Ampere) hindurch.

mcdodo
SOOPII
USAMS enablink USB C auf USB C Kabel
IZHOI
USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel

 

Wie hoch ist die Messgenauigkeit?

Kommen wir zur spannendsten Frage: Wie hoch ist die Messgenauigkeit? Hierfür vergleiche ich die angezeigten Werte mit den Messwerten eines gesonderten Messgerätes, welches sehr genau ist.

Eine kleine Abweichung ist hier völlig normal und aufgrund der Steckverbindung auch zu erwarten, aber mehr als 1-2 % sollte dies nicht sein.

Ich führe alle Messungen bei unterschiedlichen Spannungs- und Leistungsstufen durch.

Grundsätzlich sind alle Kabel ausreichend, um eine ordentliche Aussagekraft zu haben. Allerdings, gerade bei den niedrigen Leistungsstufen, unter 1A, haben wir Abweichungen teils von 30%+.

Bei höheren Lasten, 2A+, haben wir hingegen meist Abweichungen unter 10%.

Auffällig, meist liegen die Kabel etwas unter meinem Messgerät mit Ausnahme des IZHOI USB C auf USB C Kabel. Das IZHOI liegt fast konstant über den Messwerten, dies zu Teilen auch sehr deutlich.

Werfen wir einen Blick auf die durchschnittliche Abweichung, dann sehen wir, dass diese zwischen + 13% und – 7% über alle Leistungs- und Spannungs schwankt.

Das im Schnitt beste Kabel ist das SOOPII 100W USB C Kabel und USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel.

Das Kabel mit der höchsten Abweichung ist das IZHOI USB C auf USB C Kabel, gefolgt vom mcdodo USB C Kabel.

  1. USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel
  2. SOOPII 100W USB C Kabel
  3. USAMS enablink USB C auf USB C Kabel
  4. mcdodo USB C Kabel
  5. IZHOI USB C auf USB C Kabel

 

Fazit

Ein USB C Kabel mit Display ist eine Bereicherung! Egal ob du nur die Leistungswerte aus Interesse sehen möchtest oder versuchst, ein Problem zu diagnostizieren.

Dabei zahlst du für diese Art Kabel auch fast keinen Aufpreis. Von daher kann ich alle 5 Kabel in diesem Vergleich prinzipiell empfehlen, zumal es bei der Ladegeschwindigkeit keine nennenswerten Unterschiede gibt.

Bei USB Power Delivery gibt es hier praktisch keine Unterschiede, abseits von den drei Leistungsstufen, bis 60W/3A, bis 100W/5A und bis 240W.

Alle Kabel hier sind bis 100W/5A Kabel, also auch für größere Notebooks geeignet!

Welches Kabel würde ich am meisten empfehlen? Ich würde mich vermutlich zwischen folgenden beiden Modellen entscheiden.

Beide haben +- die gleiche Messgenauigkeit. Das USAMS (wiredge) Kabel wirkt etwas wertiger, ist aber auch steifer und teurer.

Das SOOPII 100W USB C Kabel hat eine etwas weichere Ummantelung (könnte daher weniger haltbar sein), ist aber flexibler und ein Stück günstiger.

Das XLayer 219587 65W Ladegerät im Test

XLayer bietet mit seinem “219587” ein kompaktes und günstiges 65W USB C Ladegerät mit 3 Ports an. Zwei dieser Ports setzen auf USB C, ein Port auf USB A, die aus meiner Sicht ideale Mischung.

Dabei ist XLayer ein seriöser Hersteller, der nicht von heute auf morgen verschwindet.

Was kann da schon schief gehen? Schauen wir uns genau dies einmal im Test an! Kann das XLayer 219587 65W Ladegerät überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an XLayer für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Das XLayer 219587 65W Ladegerät im Test

XLayer setzt bei seinem Ladegerät auf den gängigen Steckdosen-Adapter- Formfaktor. Mit 58 x 59 x 29,5 mm und einem Gewicht von 124g ist dieses für ein 65W Modell durchschnittlich groß und schwer.

XLayer setzt dabei auf einen weißen Kunststoff für das Gehäuse. An sich macht dieser einen guten Eindruck. Lediglich das hintere Steckerelement setzt auf einen etwas anderen Weißton, was nicht ganz so schick aussieht.

Generell wirkt aber die Verarbeitung und auch das Gewicht vertrauenswürdig.

 

Die Anschlüsse

Das XLayer 219587 65W Ladegerät verfügt auf der Oberseite über 2x USB C und 1x USB A.

  • 2x USB C – USB Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • 1x USB A – 60W – 5V/4,5A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3A

Die beiden USB C Ports setzen auf den üblichen Power Delivery Standard. Mit 65W sind die Ports auch stark genug, große Geräte wie Notebooks zu versorgen.

Etwas mysteriöser ist der USB A Port. Dieser unterstützt Quick Charge und so wie es aussieht den Huawei Super Charge 22,5W Standard.

Allerdings verfügt das Ladegerät über maximal 65W. Belastet du mehrere Ports werden diese nach einem festen Muster gedrosselt:

  • 1 Port = 65W / 60W
  • USB C 1 + USB C 2 = 45W + 20W
  • USB C 1 + USB A 1 = 45W + 20W
  • USB C 1 + USB C 2 + USB A = 45W + geteilte 5V/3A

Effektiv wirst du das Ladegerät gut mit 2 Geräten nutzen können, z.B. iPad an Port 1 und iPhone an Port 2. Drei Geräte hingegen sind wieder etwas knapp.

 

Mit PPS

Das XLayer 219587 65W Ladegerät bringt auch eine Unterstützung für den PPS Standard auf beiden USB C Ports mit.

3,3-21V bei bis zu 3A

Für ein 65W Ladegerät eine perfekte PPS Range.

Mehr zum PPS Standard https://techtest.org/usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Belastungstest

Ich habe das XLayer 219587 65W Ladegerät 6 Stunden lang zu 100% belastet. Dies hat das Ladegerät ohne Probleme überstanden.

Dabei hat es sich weit unterdurchschnittlich erwärmt! Ich konnte maximal 71 Grad messen, was für ein Ladegerät dieser Klasse nicht viel ist.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität der USB-C Ports unter Last.

Spannung Maximal erlaubt Minimal erlaubt
0A 5,226 5,5 4,75
1A 5,15 5,5 4,75
2A 5,091 5,5 4,75
3A 5,022 5,5 4,75

 

Spannung Maximal erlaubt Minimal erlaubt
0A 9,039 9,45 8,55
1A 8,967 9,45 8,55
2A 8,904 9,45 8,55
3A 8,84 9,45 8,55

 

Spannung Maximal erlaubt Minimal erlaubt
0A 19,98 21 19
1A 19,93 21 19
2A 19,87 21 19
3A 19,82 21 19

Die Spannungsstabilität ist nicht die größte Stärke des XLayer 219587. Bei der 5V Stufe fällt die Spannung von 5,226V im Leerlauf auf 5,022V bei 3A Last. Ähnliches gilt für die 9V Stufe.

Zwar ist eine gut geregelte Spannung immer schön, allerdings in der Praxis spielt dies keine Rolle. Solange die Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben, was hier aber klar der Fall ist.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten

++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten

+ = flottes Ladetempo zu erwarten

0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten

– = Langsames Ladetempo zu erwarten

— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Das Xlayer 65W Power Saver ist dank der Unterstützung des Power Delivery Standards ideal für das iPhone (ab dem iPhone x) und die iPads. 65W ist auch genug für viele Notebooks, wie die MacBooks oder auch viele Windows Notebooks.

Dank des PPS Supports ist das Ladegerät auch gut für die Samsung S20/S21/S22 Serie geeignet. Lediglich die Ultra Modelle werden eventuell nicht mit dem vollen Tempo geladen.

 

Effizienz

Schauen wir uns noch die Effizienz des Ladegerätes an.

Hier war ich durchaus etwas überrascht, wobei dies eigentlich eine Lüge ist, denn ich habe zuvor das Xlayer 65W Power Saver getestet. Beide Ladegeräte scheinen Schwestermodelle zu sein, welche eine ähnlich hohe Effizienz bieten.

So ist die Effizienz mit 87,3% bis 91,8% hervorragend! Gerade die Effizienz bei niedriger Last ist hervorragend. Aber auch die 91,8% bei hoher Last sind spitze!

 

Fazit

Das XLayer 219587 65W Ladegerät ist absolut empfehlenswert! Das Ladegerät bietet eine sehr gute Leistung.

So haben wir gleich zwei USB C Ports mit bis zu 65W und der Unterstützung von PPS. Hierdurch eignet sich das Ladegerät sowohl für Smartphones wie das iPhone 14 Pro oder auch das S22, wie auch für größere Geräte wie die MacBooks (vor allem das 13 Zoll Modell).

Dabei hat das Ladegerät eine hervorragende Effizienz (87,3% bis 91,8%) und eine sehr geringe Hitzeentwicklung.

Wir haben lediglich eine recht starke Drosselung der einzelnen Ports, wenn du diese gleichzeitig nutzt. Ansonsten ist dies aber ein top Ladegerät zum fairen Preis.