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Das Smart Door and Window Kit von Meross im Test

Wenn es um preiswerte Smart Home Elektronik geht, ist Meross sicherlich einer der vorzeige Hersteller. So bietet dieser eine durchaus große Vielfalt an Smart Home Geräten an, welche durchweg einen qualitativ guten Eindruck machen.

Vor allem die Smart Home Steckdosen wie auch Garagentoröffner konnten bei mir einen guten Eindruck hinterlassen!

In diesem kleinen Test wollen wir aber einmal einen Blick auf das Meross Smart Door and Window Sensor Kit werfen.

Dieses ist vor allem gedacht dich zu informieren, ob eine Tür oder ein anderes Objekt geöffnet wurde. Entsprechend kannst du dieses auch als eine Art Alarmanlage nutzen.

Aber wie gut funktioniert das Kit wirklich? Finden wir es in diesem kurzen Artikel heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Meross für das Zurverfügungstellen des Smart Door and Window Kit.

 

Das Smart Door and Window Kit von Meross im Test

Das Smart Door and Window Kit besteht im Kern aus drei Komponenten. So haben wir natürlich zunächst den Tür / Fenster Sensor, welcher wie meist üblich aus zwei Teilen besteht.

So haben wir einerseits den eigentlichen Sensor, wie auch einen kleinen magnetischen “Puck”.  So kann der Sensor Magnetfelder wahrnehmen. Wird nun der “Puck” vom Sensor getrennt, dann merkt dieser das.

Montiert wird der Sensor wie auch der Puck einfach über doppelseitiges Klebeband. Entsprechende Pads liegen bei. Bei mir waren diese in der Verpackung etwas versteckt unter dem internen Schaumstoff.

Die Stromversorgung erfolgt über eine CR2450 Knopfzelle. Diese reicht je nach Nutzung für teils über ein Jahr Laufzeit aus.

Neben dem Sensor befindet sich aber auch ein kleiner Hub mit USB Netzteil im Lieferumfang.

So verbindet sich der Sensor nicht direkt mit deinem WLAN, sondern über den HUB. Dies spart sehr viel Energie auf Seiten des Sensors und verlängert entsprechend die Laufzeit der Knopfzelle.

 

Die App

Um das Smart Door and Window Kit zu nutzen, musst du die Meross App installieren und dir ein Konto beim Hersteller anlegen.

Die Meross App ist an sich recht einfach aufgebaut. So findest du auf der Startseite eine Übersicht über alle mit deinem Account verbundenen Module und Sensoren. Tippst Du diese an, landest Du in der Detailansicht.

Die Einrichtung hat bei meinem Android Smartphone ohne Probleme geklappt.

 

Funktionen

Was können aber nun die Tür/Fenster Sensoren? Zunächst findest du in der App eine Historie wann ein Sensor geöffnet bzw. geschlossen wurde.

Zudem kannst du Benachrichtigungen erhalten, wenn die Tür/Fenster geöffnet/geschlossen wurden. Du kannst dich aber auch nur benachrichtigen lassen, wenn die Tür/Fenster für länger als 1 Minute geöffnet oder geschlossen sind. Hier finde ich es etwas schade das sich der Zeitraum nicht genauer anpassen lässt.

Hast du mehrere Meross Geräte, dann kannst du diese auch verknüpfen. Beispielsweise eine smarte Steckdose kann eingeschaltet werden, wenn der Sensor geöffnet oder geschlossen wird.

Du könntest auch ein Meross Thermostat entsprechend Ein/Ausschalten.

Die Reaktionszeit ist dabei mit ca. 1-3 Sekunden (auch bei Push Benachrichtigungen) erfreulich flott!

 

Stromverbrauch

Der Hub benötigt natürlich konstant Energie. Allerdings ist der Hub extrem sparsam! Dieser benötigt gerade einmal 0,4W, was praktisch nichts ist.

 

Fazit

Der Tür/Fenster Sensor von Meross macht ziemlich genau das, was der Hersteller verspricht!

Du kannst dich über die App benachrichtigen lassen, wenn die Sensoren geöffnet bzw. geschlossen werden. Ebenso kannst du diese Erkennung mit anderen Meross Produkten verknüpfen. Beispielsweise einer smarten Steckdose die automatisch ein/Ausgeschaltet wird wenn die Sensoren sich öffnen/schließen.

In der Praxis funktioniert dies auch tadellos!

Allerdings macht dieses System natürlich ausschließlich bzw. primär Sinn, wenn Du bereits Produkte von Meross hast.

Eine 50000 mAh Powerbank im Test, die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000

Sandberg bietet mit der “USB-C PD 130W 50000” eine super spannende Powerbank an! So bietet diese, wie der Name schon sagt, eine gewaltige Kapazität von 50000 mAh! WOW!

Damit ist dies, abseits der PowerCore Reserve, die größte Powerbank die ich jemals im Test hatte. Hinzu kommt eine sehr hohe Ausgangsleistung von bis zu 130W. So haben wir 6x USB Ausgänge, wovon einer bis zu 100W liefern kann.

Das sind richtig beeindruckende technische Daten! Dabei ist die Powerbank auch noch deutlich kleiner und kompakter als die angesprochene PowerCore Reserve.

Wollen wir uns im Test mal ansehen wie gut die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Sandberg für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 im Test

Wie es bei einer Kapazität von 50000 mAh wie auch 130W Ausgangsleistung zu erwarten ist, ist diese Powerbank schon ein ziemlicher Klotz.

So misst diese 158 x 73 x 55 mm und bringt satte 1026g auf die Waage.

  • VEGER 30000mAh Powerbank 617g
  • Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 mAh 767g
  • 4smarts Lucid Ultra 40000 mAh 806g
  • Anker 347 PowerCore 40K 40000 mAh 937g
  • Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 1026g
  • Anker 548 PowerCore Reserve 192Wh 51891 mAh 2347g

830g sind allerdings verglichen mit anderen “super großen” Powerbanks auch nicht zu viel. So ist diese Powerbank weiterhin leichter als beispielsweise der Anker Power Core 40K mit 40000 mAh.

Was die Haptik und Verarbeitung betrifft ist die Powerbank sehr unspektakulär! Wir habe ein sehr einfaches Kunststoffgehäuse.

Dieses macht einen guten Job die Powerbank zusammenzuhalten, aber ich würde die Sandberg Powerbank auch nicht als „Premium“ Powerbank bezeichnen.

Für einen einfacheren Transport besitzt die Powerbank eine kleine Stoffschlaufe, ein nettes Gimmick.

Ein weiteres Gimmick finden wir auf der Rückseite, denn dort ist ein LED Scheinwerfer. Scheinwerfer in Anführungszeichen, denn er ist ausreichend, aber auch nicht rekordverdächtig hell. Dieser ist +- so hell wie eine Smartphone Taschenlampe.

Auf der Front haben wir zu guter Letzt ein kleines Display. Allerdings ist es sehr einfach und zeigt nur den Akkustand in % an.

 

Die Anschlüsse der 50000 mAh Powerbank

Die Anschlüsse sind klar ein Highlight der Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000. So haben wir satte 6x USB Ports!

  • 3x USB A – 5V/3A
  • 1x USB C – Power Delivery 30W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • 1x USB C – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x Lightning Eingang – 18W – 5V/3A, 9V/2A

Zunächst haben wir 3x USB A Ports. Diese sind ganz normale USB A Ports mit maximal 5V/3A. Diese solltest du primär für kleinere Geräte, Kopfhörer usw, nutzen. Diese Ports können zwar theoretisch jeweils bis zu 15W (5V/3A) liefern, sind aber gemeinsam auf maximal 18W gedrosselt.

Spannender sind unsere USB C Ports. Hier haben wir zunächst 2x Ausgänge, davon einer mit 100W und einer mit 30W.

Der 100W Port ist natürlich Weltklasse und erlaubt neben dem Laden von Smartphones auch das Laden von größeren Geräten wie Notebooks. Zusätzlich haben wir den 30W Port. Ein gleichzeitiges Laden eines Notebook und Smartphone ist also theoretisch mit hohem Tempo möglich.

Der primäre USB C Port kann auch genutzt werden um die Powerbank mit bis zu 60W zu laden. Zusätzlich haben wir auch noch einen gesonderten Apple Lightning Eingang  mit bis zu 18W.

 

Wirklich eine 50000 mAh Powerbank? Die Kapazität

Kommen wir zur Kapazität. Hat die Powerbank wirklich 50000 mAh Kapazität?

Wh mAh % der AH
20V/3A 171,58 46373 93%
20V/1A 168,16 45449 91%
9V/3A 171,18 46265 93%
9V/1A 168,87 45641 91%
5V/2A 160,39 43349 87%

Im Test erreichte die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 eine Kapazität zwischen 43349 mAh und 46373 mAh, was zwischen 87% und 93% der Herstellerangabe entspricht.

Das ist ein top Wert!

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Mit 60W PPS

Die Sandberg Powerbank bringt auch eine PPS Unterstützung mit.

3,3-20V bei bis zu 3A

Hier ist es etwas schade, dass wir nur eine “bis zu 3A” Stufe haben. So benötigen vor allem die Samsung Smartphones die PPS Erweiterung. Ohne PPS laden gerade die Samsung S Smartphones recht langsam. Beispielsweise das S23 Ultra:

  • Ohne PPS maximal ca. 14W
  • Mit bis zu 3A PPS Stufe maximal ca. 25W
  • Mit bis zu 5A PPS Stufe maximal ca. 45W

 

Nicht konstant 100W

Leider können viele 100W Powerbanks nicht konstant 100W liefern, ob nun aus Temperatur oder anderen Gründen. Dies gilt auch für die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000!

Beim konstanten Entladen mit 100W, an einer elektronischen Last, schaltet die Powerbank nach ca. 100 Wh (103,3 Wh) bzw. 43% verbliebener Restladung ab.

Genau genommen schaltet diese nicht ganz ab, sondern drosselt den 100W Port auf 65W herunter. Dies hat (leider) auch nichts mit der Temperatur zu tun. Selbst nach dem Abkühlen bleibt die maximale Leistung bei 65W.

Also 100W maximale Leistung für die ersten +- 60% der Kapazität, 65W für die restlichen 40%.

Aber warum diese Drosselung?! Hier kann ich nur Vermutungen aufstellen. Beim Entladen der Akkuzellen sinkt ihre Spannung. Voll hat eine Lithium Ionen Zelle 4,2V, leer um die 3V.

Wir werden hier vermutlich 4 oder 6 Zellen in Reihe geschaltet haben. Sagen wir 6 Zellen.

6 x 4,2 V = 25,2V interne Spannung im vollen Zustand. Bei 100W müssten die Zellen also mit ca. 4A entladen werden (25,2V * 4A = 100,8W). Sinkt nun die Spannung auf 3,6V, dann muss der Strom auf 4,62A steigen. Bei 3,4V auf knapp 5A usw.

Ich vermute um diesen steigenden internen Strom zu limitieren, drosseln einige 100W Powerbanks ihre Ports bei niedrigem Akkustand herunter.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Grundsätzlich ist die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 sehr gut für eine Vielzahl an Geräten geeignet.

Dies vor allem aufgrund des leistungsstarken USB C Ausgangs. So ist die Powerbank wunderbar für die Apple iPhones und iPads geeignet. Selbiges gilt für die Google Pixel Modelle.

Bei Samsung Galaxy S Smartphones sind wir auf maximal 25W limitiert, was aber auch nicht schlecht ist.

Dank des 100W USB C Ports ist die Powerbank auch für größere Geräte wie Notebooks oder das Steam Deck gut geeignet. Wir haben hier zwar die angesprochene Drosselung bei niedrigem Akkustand auf 60W, aber selbst dies ist für fast alle gängigen Notebooks mehr als ausreichend.

 

Ladedauer der Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000

Laut Sandberg kannst du diese Powerbank mit bis zu 60W laden. Um dies zu testen habe ich die Powerbank mit einem 100W Ladegerät verbunden.

An einem 100W Ladegerät konnte die Powerbank mit maximal ca. 59W laden. Entsprechend dauert das Laden von 0% auf 100% ca. 4 Stunden.

Für eine Powerbank mit dieser Kapazität ist das an sich soweit Ok.

Du kannst die Powerbank auch an einem normalen 5V Ladegerät laden, aber das dauert eine Weile.

Und mit einer Weile meine ich rund 26:30h!

Du solltest bei dieser Powerbank dringend ein USB PD Ladegerät für erträgliche Ladezeiten nutzen.

 

Laden und gleichzeitig entladen

Nein, du kannst diese Powerbank nicht gleichzeitig laden und entladen.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Ladeeffizienz. Hierbei vergleichen wir wie viel Energie die Powerbank zum Aufladen benötigt gegenüber der Energie, die wir am Ende nutzen können.

Via USB PD benötigt die Powerbank 201,47 Wh für eine vollständige Ladung. Via USB A 5V Laden wurden 232,93 Wh benötigt. USB PD ist also um einiges effizienter!

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 85% 80%
USB A 74% 69%

Die Ladeeffizienz der Powerbank liegt im besten Fall bei sehr guten 85%! im schlechtesten Fall bei 69%, allerdings nur beim Laden an einer 5V Quelle.

85% spitzen Effizienz ist allerdings ein sehr guter Wert!

 

Fazit

Wenn du eine große Powerbank mit viel Leistung suchst, bist du bei der Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 an der richtigen Adresse!

Die Betonung liegt dabei auf groß! Mit 50000 mAh (laut Hersteller) und ca. 46000 mAh in der Praxis ist die Sandberg eine gewaltige Powerbank, welche für ihre Kapazität aber alles andere als zu groß ist.

So ist diese Powerbank zwar ein Brocken, aber dennoch deutlich kompakter als beispielsweise die Anker 548 PowerCore Reserve.

Hinzu kommt die hohe Ausgangsleistung mit 100W + 30W. Damit ist die Powerbank gerade für Notebooks mehr als interessant!

Die 100W Ausgangsleistung + extrem hohe Kapazität machen die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 zu einer idealen Notebook Powerbank!

Ein paar Minuspunkte gibt es allerdings für die Drosselung. So kann die Powerbank nur 100W für die ersten +- 60% Kapazität ausgeben. Ab +-40% Restladung sinkt die maximale Leistung auf 60W.

Abseits davon habe ich aber nichts zu bemängeln. Ja, eine etwas größere PPS Stufe wäre nett gewesen, genau wie 100W aufladen der Powerbank selbst, aber dies ist an sich keine Pflicht.

Ich denke die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 ist einfach eine sehr runde Powerbank.

Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000
POSITIV
Sehr hohe echte Kapazität (bis zu 46373 mAh / 171,58 Wh)
100W USB C Ausgang
PPS Support (3,3-20V bei bis zu 3A)
Relativ kompakte Abmessungen für die hohe Kapazität
Viele Anschlüsse
Gute Ladeeffizienz
Ausreichend schnelles Laden (0% auf 100% in ca. 4 Stunden)
LED Taschenlampe
NEGATIV
Drosselung des 100W Ports unter 40% Restladung
90

EREL LiFePO4 12,8V 100Ah Akku mit Bluetooth im Test, einer der günstigsten LiFePO4 Akkus mit Bluetooth

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Wir haben uns auf Techtest bereits einige LiFePO4 Akkus angesehen, primär von asiatischen Anbietern. Die meisten dieser Akkus sind auch gut und generell für DIY Projekte empfehlenswert. Dies vor allem aufgrund der sehr guten Preis/Leistung.

Allerdings was wenn du nicht von einem asiatischen Hersteller kaufen möchtest? Dann haben wir mit dem EREL LiFePO4 12,8V Akku 100Ah vielleicht eine spannende Alternative!

So ist dieser Akku für ein 100Ah Modell mit unter 400€ derzeit auch sehr günstig zu bekommen, zudem verfügt er über ein Smart BMS mit Bluetooth!

Klingt doch interessant! Schauen wir uns den Akku einmal im Test an.

An dieser Stelle vielen Dank an EREL für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

EREL LiFePO4 12,8V 100Ah Akku mit Bluetooth im Test

Auf den ersten Blick ist der EREL ein recht klassischer LiFePO4 Akku im “Autobatterie” Style.

So misst der Akku 307 x 169 x 208 mm und bringt laut Hersteller 11 Kg auf die Waage. Laut meiner Handwaage sind es 10,80 Kg.

  • ECO-Worthy 100Ah – 10,2 Kg
  • Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth – 10,5 Kg
  • Supervolt LiFePO4 100Ah – 10,7 Kg
  • Power Queen 12,8V 100Ah selbstheizend – 10,7 Kg
  • EREL 100Ah Akku – 10,8 Kg

Das Gehäuse besteht aus normalem Kunststoff, mit zwei ausklappbaren Kunststoff-Tragegriffen.

Angeschlossen wird der Akku über zwei M8 Schrauben auf der Oberseite. Passende Schrauben sind mit im Lieferumfang.

Ebenfalls mit im Lieferumfang ist eine sehr umfangreiche Anleitung, komplett auf deutsch.

 

Technische Daten

  • EREL ER-12V100BT6
  • 100 Ah (1280 Wh)
  • 12,8V Nennspannung
  • 14,6V maximale Ladespannung
  • 50A maximaler Ladestrom
  • 100A Maximaler Entladestrom
  • 0 bis 45 Grad Ladetemperatur
  • -20 bis 60 Grad Entladetemperatur

 

Bluetooth BMS und App

Das herausstechende Merkmal des EREL ER-12V100BT6 ist das Bluetooth BMS! Dieses erlaubt es dir, über die Smartphone App Informationen auszulesen wie Akkustand usw.

Hier gab es aber zunächst eine kleine Überraschung. So war mir natürlich klar, dass EREL keine Akkus bzw. Controller selbst fertigt und diese auch nur von einem Zulieferer bezieht, wie 99% der LiFePO4 Akku Hersteller. Allerdings hat EREL keine eigene App bzw. eine App die EREL gebrandet ist.

EREL App EREL App

Die App für den Akku hört hingegen auf den Namen “Little Elephant Electric 2.0” bzw. darauf würde sie hören aber der Name im Google Play Store wird bei mir auf chinesisch angezeigt.

An sich alles nicht schlimm, aber der erste Eindruck ist so eher überschaubar.

Dafür allerdings ist die App selbst eine der besten, die ich bisher bei einem Bluetooth LiFePO4 Akku gesehen habe! So bietet dir diese folgende Informationen an:

  • Akkustand in %
  • Verbliebene Kapazität in AH
  • Verbliebene Lade/Entlade-Zeit
  • Spannung in Volt
  • Strom (Eingangs/Ausgangsleistung) in Ampere
  • Power (Eingangs/Ausgangsenergie) in Watt
  • Zellenspannung Maximal
  • Zellenspannung Minimal
  • Spannungs Drift
  • Durchschnittliche Zellenspannung
  • Zyklen
  • Temperatur Controller
  • Temperatur Sensor 1
  • Temperatur Sensor 2
  • Luftfeuchtigkeit

Zudem findet sich in der App die Möglichkeit das Laden/Entladen zu deaktivieren, wie auch echtzeit Diagramme. Letztere erfordern allerdings ein Konto beim Hersteller, warum auch immer.

Ich finde zwar den Namen der App etwas kurios, aber funktional übertrifft diese mit ihren Detailansichten die mir bekannten Konkurrenten.

Generell ist die Bluetooth BMS Funktion aufgrund der recht genauen Kapazitätsbestimmung oftmals Gold wert!

 

Warum LiFePO4?

LiFePO4-Akkus bieten im Vergleich zu Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus einige Vorteile. Ein wesentlicher Vorteil liegt in ihrer deutlich höheren Haltbarkeit.

Im Gegensatz zu Blei-Gel-Akkus, die oft bereits nach weniger als 100 Zyklen bei tiefer Entladung an Leistung verlieren, können LiFePO4-Akkus problemlos mehr als 3000 Zyklen durchstehen. Lithium-Ionen-Akkus erreichen in der Regel 300 bis 1000 Zyklen.

Im Fall des EREL Akkus wirbt der Hersteller mit 3000+ Zyklen bei 80% Entladetiefe und 5000 Zyklen bei 50% Entladetiefe. Keine spektakulären Herstellerangaben, aber realistische Angaben!

Ein weiterer großer Vorteil von LiFePO4-Akkus ist ihre hohe Sicherheit. Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus sind LiFePO4-Akkus weniger brandgefährlich. Selbst bei einem vollständigen Ausfall des Batteriemanagementsystems (BMS) können LiFePO4-Akkus rauchen und dampfen, aber sie gehen nicht vollständig thermisch durch, wie es Lithium Ionen Akkus in der gleichen Situation machen.

Darüber hinaus sind LiFePO4-Akkus etwas toleranter gegenüber schwankenden Ladespannungen, verglichen mit Lithium-Ionen-Akkus. Falls dennoch etwas schiefgeht, bietet das BMS Schutz vor Unterspannung, Überspannung, Kurzschlüssen und Überlast.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile von LiFePO4-Akkus. Obwohl sie kleiner und leichter sind als Blei-Gel-Akkus, sind sie bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Akkus.

Zudem sollten LiFePO4-Akkus nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius geladen werden.

 

Wie testet Techtest LiFePO4 Akkus?

Die wichtigste Messung bei einem Akku ist die Kapazität. Hierfür lade ich zunächst den Akku am Xnvua 14,6V 20A LiFePO4 Ladegerät auf.

Anschließend wird dieser an einer elektronischen Last mit 10A und 20A entladen. Dabei logge ich sowohl die Kapazität wie auch die Spannung mit. Als elektronische Last kommt die DLB-600W zum Einsatz. Zum Mitloggen nutze ich einen ChargerLAB Power-Z Tester.

Diese Tests können mehrfach wiederholt werden, sollten Messwerte unplausibel erscheinen.

 

Die Kapazität des EREL Akkus

Kommen wir zur Kapazität des EREL Akkus. Hierbei habe ich diesen 2x mit 10A und 20A entladen.

Wh Ah
10A -1 1255,0 98,284
10A -2 1250,7 98,238
20A -1 1235,6 98,235
20A -2 1233,3 98,041

Hier war ich um ehrlich zu sein, etwas enttäuscht. So kommen wir in der Praxis auf eine Kapazität von +- 98 Ah bzw. +- 1240 Wh.

Dies ist prinzipiell nur eine 2% Abweichung zur Herstellerangabe, was nicht dramatisch ist, aber dennoch wären 100 Ah oder mehr schön gewesen.

 

Spannungsverlauf

LiFePO4 Akkus haben in der Regel einen sehr flachen Spannungsverlauf. Wollen wir uns diesen auch einmal beim EREL LiFePO4 12,8V Akku ansehen.

Wir sehen hier das übliche Verhalten von LiFePO4 Akkus. Ca. 90 % der Kapazität des Akkus spielt sich im Spannungsbereich von 13,2V bis 12,6V ab.

Werden die 12,6V unterschritten, bricht die Spannung rapide ein und gerade wenn diese 12V unterschreitet, ist diese nur noch eine gerade Linie nach unten.

Voll geladen erreicht der Akku bis zu 14,6V, aber sobald du etwas Last auf den Akku gibst, sinkt die Spannung mehr oder weniger sofort auf ca. 13,3V.

 

Fazit

Der EREL LiFePO4 12,8V Akku wird natürlich etwas von seinem Bluetooth BMS getragen. Zum Zeitpunkt des Tests bekommst du diesen für unter 400€, womit er einer der günstigsten 100Ah Akkus mit Bluetooth BMS ist.

Zwar hat die Bluetooth App einen etwas kuriosen Namen, funktional ist sie aber top! So zeigt dir die App viele Detail-Informationen an.

Vor allem aber die Kapazität und den Ladestand! Diesen können viele Solar-Ladecontroller unter anderem aufgrund der sehr flachen Spannungskurve von LiFePO4 Akkus nicht vernünftig auslesen. Das Bluetooth BMS hingegen kann dir sehr genau anzeigen, wie der aktuelle Akkustand ist.

Ich bevorzuge ganz klar LiFePO4 Akkus mit Bluetooth und bin hier auch grundsätzlich bereit einen Aufpreis für diesen Komfort zu zahlen. Erfreulich, dass dieser hier fast nicht vorhanden ist!

Allerdings fällt dafür die effektive Kapazität etwas niedriger aus. Hier kam ich “nur” auf rund 98,xx Ah. Nicht schlecht, aber auch nicht fantastisch. In dieser Preisklasse gibt es durchaus Akkus die 3-5 Ah mehr schaffen, allerdings dann kein Bluetooth BMS haben.

Kurzum, gerade für DIY Projekte halte ich den EREL ER-12V100BT6 für eine super Wahl! Hier sind der günstige Preis und das Bluetooth BMS ein gewaltiger Vorteil.

Eine günstige und sinnvolle CFexpress Typ B Speicherkarte, Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B im Test

Wenn du eine High End Kamera von Nikon, Canon oder Fuji hast, besteht die Möglichkeit, dass diese neben SD Speicherkarten auch CFexpress Typ B Speicherkarten akzeptiert.

Diese Speicherkarten sind um einiges schneller als normale SD Karten, was gerade beim Anfertigen von Serienbildern durchaus ein großer Vorteil ist!

Eine der günstigsten Optionen ist hier die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B. Diese bekommst du für +- 150€, was für 512GB Speicher zwar kein Schnäppchen ist, aber noch im Rahmen des Vertretbaren ist.

Wollen wir in diesem kurzen Artikel einen Blick auf die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B 512 GB werfen!

 

Die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B im Test

Auf den ersten Blick macht die Angelbird AV PRO SE einen sehr hochwertigen Eindruck! So ist die SD Karte zwar anscheinend weitestgehend aus Kunststoff gefertigt, aber es gibt auf der Front und Rückseite Metall-Elemente.

Diese sorgen zunächst für einen etwas hochwertigeren Eindruck, allerdings helfen diese auch bei der Wärmeabfuhr.

Ansonsten gibt es nichts “Besonderes” an der Speicherkarte. Diese ist halt eine typische CFexpress Type B Speicherkarte mit einem Gewicht von 6,9g.

 

Ohne Partition geliefert

Spannenderweise ist die CFexpress Speicherkarte von Haus aus nicht mit einer Partition oder Formatierung versehen.

Schließt du diese an einen PC an, wird dieser die Speicherkarte nicht im Dateimanager anzeigen! Diese muss erst über die Kamera oder die Computerverwaltung partitioniert werden.

 

Typ A und Typ B

CFexpress Speicherkarten gibt es in zwei Versionen (genau genommen 3, aber Typ C wird nicht groß genutzt).

  • Typ A – wird von Sony genutzt – sehr klein und kompakt – maximal 1000 MB/s
  • Typ B – wird von Canon, Nikon, Fuji, usw. genutzt – etwas größer – maximal 2000 MB/s

Achte also darauf ob du den richtigen CFexpress Typ für deine Kamera kaufst! Hast du beispielsweise eine Sony, dann ist dies nicht die richtige Speicherkarte!

 

Im Kern eine NVME SSD

Eine CFexpress Speicherkarte, egal ob Typ A oder B, ist im Kern eine NVME SSD. Gerade Typ B Speicherkarten setzen teils im Inneren auf eine “normale” M.2 NVME SSD im 2230 Format.

Dies hat einige Vorteile! So besitzen SSDs erweiterte Controller verglichen mit normalen SD Karten. Auch die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B unterstützt einige erweiterte Funktionen, welche im Hintergrund für bessere Leistung und eine längere Lebensdauer sorgen.

Hierzu gehört die TRIM Funktionalität, ECC, Wear Leveling und auch erweitertes SMART Reporting.

So kannst du den Zustand der Speicherkarte am PC mit Tools wie CrystalDiskInfo auslesen! Diese zeigen dir genau an wie viele Daten schon auf die Speicherkarte geschrieben wurden und bewerten den Zustand auch in “%”.

Das ist natürlich keine 100% genaue Information, aber schon ein wichtiger Anhaltspunkt was die Gesundheit der Speicherkarte angeht, verglichen mit SD Karten, wo du solche Feature nicht hast.

 

Performance der Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B 512 GB

Angelbird wirbt bei seiner Speicherkarte mit Folgenden Leistungswerten:

512GB 1TB
Leserate 1785 MB/s 1785 MB/s
Schreibgeschwindigkeit 850 MB/s 1550 MB/s
Konstante Schreibgeschwindigkeit 800 MB/s 1300 MB/s

Zunächst sehen wir einen großen Unterschied bei der Schreibrate zwischen der 512GB und 1TB Version. Zudem sehen wir eine Unterscheidung zwischen einer maximalen Schreibrate und einer konstanten Schreibrate.

Viele SSDs nutzen einen SLC Cache, welcher darin resultiert das die SSD, oder in diesem Fall die Speicherkarte, einen Teil ihrer Kapazität schneller beschreiben kann als den Rest.

Bei einer normalen PC SSD mag das OK sein, aber bei einer Speicherkarte ist das nicht optimal. Daher finde ich es sehr gut, dass Angelbird hier mit offenen Karten spielt.

Schauen wir uns die Leistung der 512GB Version in der Praxis an.

Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B CrystalDiskMark

In meinem Test kommen wir sehr dicht an die Herstellerangabe heran. So erreichte diese lesend 1818 MB/s, schreibend waren 835 MB/s möglich.

Das sieht doch schon einmal extrem gut aus! Aber wie steht es um die konstante Datenrate? Kann die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B diese 800MB/s+ wirklich konstant liefern?

Das sieht doch auch sehr gut aus! So liefert die Speicherkarte wirklich eine sehr konstante Leistung! Wir haben zwar in den letzten 10% eine etwas rauere Linie, aber das lasse ich durchgehen.

Die Angelbird AV PRO CFexpress SE Type B 512 GB liefert wirklich konstant eine hohe Leistung.

 

In der Praxis

Aber was bedeutet dies in der Praxis? Hierfür habe ich die Speicherkarte in der Fujifilm X-H2s genutzt und gemessen, wie lange es dauert, bis der Buffer bei 20 Bilder/s und unkomprimierten Bildern gefüllt und wieder geleert ist.

Ich denke, das Diagramm spricht für sich! Die Fujifilm X-H2s kann doppelt so lange mit der CFExpress Speicherkarte Bilder machen, bis der Buffer gefüllt ist, selbst im Vergleich mit den besten SD Karten.

Auch die generelle Datenrate zur Speicherkarte ist um einiges höher.

Erneut denke ich, das Diagramm spricht für sich. Warum kann aber die Kamera die CFExpress Speicherkarte so viel schneller beschreiben als die SD Karten und entsprechend den Buffer schneller leeren?

SD Karten benötigen in der Kamera einen Controller, welcher so zu sagen die Daten passend für das Beschreiben der Speicherkarte übersetzt. Eine CFExpress Speicherkarte hingegen kann wie die SSD bei einem PC direkt an den Prozessor der Kamera angebunden werden.

Dies reduziert den “Overhead” massiv und steigert entsprechend die Datenraten.

Allerdings können wir auch hier sehen, dass die Fujifilm X-H2s die AV PRO CFexpress SE auch “nur” mit maximal 570 MB/s beschreiben kann. Hier gibt es sicherlich ein paar Schwankungen aufgrund meiner Testmethode (Serienbilder machen + Stoppuhr), aber ich halte es für wahrscheinlich, dass bei dieser Kamera eine noch schnellere CFExpress Speicherkarte keinen Unterschied mehr machen würde.

 

Rund 900 MB/s bei den meisten Kartenlesern

Wichtig, damit es zu Hause keine große Enttäuschung gibt. Die meisten Kartenleser für CFExpress Typ B Speicherkarten setzen auf USB C 3.2 mit 10Gbit. Das bedeutet diese sind auf effektiv knapp unter 900 MB/s limitiert.

Hier z.B. die Werte mit dem Pubiohs CFexpress / SD Kartenleser Typ B USB 3.2 Gen2 10 Gbit/s (affilliate Link zu Amazon)

Willst du lesend die vollen Datenraten brauchst du entweder einen CFexpress auf PCIe Adapter (intern für deinen PC), was aber sehr unkomfortabel ist oder einen Thunderbolt CFexpress Typ B Kartenlesern, welche teils 300€+ kosten.

 

Fazit

Die Angelbird AV PRO CFexpress SE ist sicherlich die vernünftigste CFexpress Type B Speicherkarte derzeit auf dem Markt.

Das liegt einfach am Preis, welcher mit 150€ für 512GB absolut vertretbar ist! Dabei liefert die Speicherkarte ziemlich genau die beworbene Leistung, mit 1818 MB/s lesend und 835 MB/s schreibend. Die 800 MB/s + schreibend können auch konstant abgeliefert werden.

Das spannende ist aber der Praxis Test! So dauerte es bei der Fujifilm X-H2s doppelt so lange bis der  Pufferspeicher voll war, selbst verglichen mit einer V90 SD Karte, welche sogar noch teurer sind als die Angelbird AV PRO CFexpress SE!

Das Schreiben des Pufferspeichers auf die Speicherkarte war sogar um den Faktor 3 schneller!

So schafft die Fujifilm X-H2s mit der Kingston Canvas React Plus 256GB V90 125 Bilder in 35,75s, mit der Angelbird AV PRO CFexpress SE 242 Bilder in 22,91 Sekunden vollständig auf die Speicherkarte zu schreiben.

Das kann in der Praxis gerade beim “Sport” einen gewaltigen Unterschied machen!

Kurzum, wenn deine Kamera einen CFexpress Typ B Slot hat, dann kann ich die Angelbird AV PRO CFexpress SE ganz klar über eine SD V90 Speicherkarte empfehlen, auch aufgrund der Zuverlässigkeit und Haltbarkeit, welche einfach bei CFexpress Speicherkarten grundsätzlich höher ist als bei SD Karten.

Der Dangbei Neo Smart Projector im Test, portable und gut!

Dangbei bietet mit dem Neo Smart Projector einen kompakten “All in One” Heim Beamer an. Dieser ist gedacht, bei Bedarf ausgepackt und benutzt zu werden, beispielsweise bei großen Sportereignissen oder bei einem Filmabend.

Dabei ist der Neo aber nicht einach ein 08/15 Billig-Projektor, wie du sie zu hunderten bei Amazon bekommst. Dieser bietet eine echte Full HD Auflösung und echte 540 Lumen Helligkeit. Wir haben hier in der Theorie also durchaus eine ordentliche Bildqualität!

Zudem ist der Projektor “smart”. Du kannst diesen zwar auch ganz klassisch via HDMI mit Bild füttern, aber im Beamer ist ein WLAN/Netzwerk Modul verbaut, welches dem Beamer erlaubt direkt auf diverse Streaming Dienste zuzugreifen.

So ist der Dangbei Neo sogar offiziell von Netflix zertifiziert!

Klingt doch spannend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der Dangbei Neo Smart Projector so gut wie vom Hersteller versprochen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Dangbei für das Zurverfügungstellen des Neo Smart Projector für diesen Test.

 

Der Dangbei Neo Smart Projector im Test

Mit 19,9 x 15,7 x 10 cm ist der Dangbei Neo ein kompakter Beamer/Projektor, aber er ist auch nicht absolut winzig.

Dennoch ist dies kein Modell, das gedacht ist, dauerhaft aufgestellt zu werden. Du kannst dies natürlich dennoch machen, aber der Projektor ist eher als “Event” Modell gedacht, das du mal eben auspacken kannst und wenn er nicht mehr benötigt wird auch ebenso schnell verschwinden kann.

Dabei gefällt mir das Design sehr gut! Der Projektor ist schick und wertig gebaut. Dies ist kein 08/15 billig Beamer, das ist auf den ersten Blick klar.

Etwas schade, wir haben keine besonderen Feature um den Neo auszurichten, wie ausklappbare Füße usw.

Auf Seiten der Anschlüsse finden wir folgendes:

  • 1x HDMI
  • 2x USB A
  • 1x LAN
  • 1x Optischer-Audio Ausgang

Zudem haben wir natürlich Bluetooth und WLAN integriert. An sich sehen die Anschlüsse für einen Beamer dieser Klasse gut aus!

Ich hätte mir allerdings vielleicht noch einen analogen Audio-Ausgang gewünscht.

Mit im Lieferumfang des Dangbei Neo ist neben dem Netzteil auch eine Fernbedienung.

 

Software und “Smart” Oberfläche

Der Dangbei Neo ist ein “Smart Projector”, entsprechend besitzt dieser eine etwas umfangreichere Benutzeroberfläche. Es handelt sich hierbei nicht um klassisches Android, aber vermutlich etwas, was auf Android basiert.

Erfreulicherweise gibt es aber keinen Account Zwang oder Ähnliches, Du kannst den Beamer auch komplett “offline” nutzen.

Allerdings ist die Benutzeroberfläche schon etwas auf die “Smart” Nutzung zugeschnitten. So findest du auf der Startseite prominent die Netflix App, wie auch Youtube und Prime Video.

In den Einstellungen findest du erweiterte Optionen wie beispielsweise die Keystone Anpassung, Fokuseinstellungen usw.

Spannenderweise ist es NICHT möglich, die Helligkeit des Projektors anzupassen. Es gibt eine Helligkeitseinstellung, aber diese verändert nur via Software die Helligkeit des Bildes und dimmt nicht die Lampe.

Generell gefällt mir die Benutzeroberfläche gut, sie ist verständlich, lässt sich gut navigieren und läuft auch flüssig. Teils gibt es aber ein paar “abenteuerliche” deutsche Übersetzungen, wie z.B. die Einstellung beim Fokus wurde vom Englischen “Manual” in “Handbuch” übersetzt.

 

Apps und App Store

Auf dem Dangbei Neo sind einige speziell für den Projektor angepasste Apps vorinstalliert, wie Netflix, Youtube und Prime Video.

Allerdings kannst du auch noch viele weitere Apps über einen App Store herunterladen. Dieser hat teils viele Nischen Apps oder Apps von ausländischen Sendern usw., aber auch teils einige interessante Erweiterungen.

Neben Netflix, Youtube und Prime Video konnte ich hier folgendes “Spannende” entdecken:

  • Plex
  • Joyn
  • ARD Mediathek
  • Deezer
  • VEVO

Es gibt aber noch hunderte mehr. Der Dangbei Neo scheint die gleiche Benutzeroberfläche wie der Emotn N1 zu nutzen.

 

Bildqualität des Dangbei Neo

Der Dangbei Neo setzt auf die DLP Technologie und erzeugt ein Bild mit echter Full HD Auflösung. Dabei liegt die Helligkeit bei maximal 540 ISO Lumen.

Ist der Raum, in dem du den Projektor nutzt, ausreichend abgedunkelt, dann bietet der Dangbei Neo ein tolles Bild!

So liefert dieser subjektiv eine wirklich gute Schärfe und generell Bildqualität mit starken Farben. Ja Full HD ist bei einem Projektor weiterhin ausreichend, aufgrund des hohen Sitzabstandes.

Dabei kann dieser eine Bildgröße zwischen 37,5 Zoll und 120 Zoll erreichen.

Sofern der Raum ausreichend dunkel ist, ist das Bild wirklich gut! Bei nicht abgedunkelten Räumen tut sich der Neo zunehmend schwerer. Das gilt natürlich für alle Beamer/Projektoren. 540 ISO Lumen sind hier auch nicht übel und subjektiv ist der Neo ausreichend hell, aber dies ist auch kein Projektor den du in einem nicht abgedunkelten Raum nutzen könntest.

Ein wenig Dunkelheit muss sein, dann liefert er ein schönes, scharfes und stimmiges Bild. Auch das Autofokus Feature, welches dem Projektor es erlaubt, selbstständig scharf zu stellen, funktioniert sehr gut!

 

Mit integrierten Lautsprechern

Normalerweise sind die Lautsprecher, die in Beamern integriert sind, immer recht furchtbar. Auch hier können diese kein Lautsprecher-System ersetzen.

Allerdings sind die Lautsprecher des Dangbei Neo OK. Diese bzw. dieser, ist ausreichend laut und klingt brauchbar!

Im Notfall lassen sich also der integrierte Lautsprecher nutzen.

 

Lautstärke

Im Dangbei Neo ist ein Lüfter integriert. Dieser Lüfter ist weder besonders laut, noch besonders leise. Im Normalfall sollte er nicht stören und selbst in ruhigen Situationen von Lautsprechern übertönt werden. Dies ist aber auch nicht der leiseste Beamer/Projektor den ich bisher in den Fingern hatte.

 

Stromverbrauch

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf den Stromverbrauch des Dangbei Neo. Dieser benötigt im Normalbetrieb ca. 64W.

 

Fazit

Du suchst einen Beamer/Projekt für gelegentliche Film oder Spieleabende? Dann ist der Dangbei Neo eine starke Wahl! So ist der Projektor sehr schön kompakt, bietet aber ein sehr gutes Bild!

Gerade die Schärfe und die Farben sind hervorragend! Auch die Helligkeit ist gut, wenn natürlich bei solch einem kleinen Gerät nicht gigantisch. Du musst einen Raum schon etwas abdunkeln, um wirklich Kino-Feeling zu erhalten.

Die Software des Beamers ist ordentlich. Es wird viel Wert auf die “Smart” Feature gelegt. So haben wir eine Netflix App (offiziell Zertifiziert), genau wie Youtube und Prime Video. Zudem gibt es einen App Store wo sich die ein oder andere sinnvolle App, wie diverse Mediatheken, finden lassen.

Abseits von der abenteuerlichen deutschen Übersetzung bin ich mit der Software voll zufrieden. Du musst diese ganzen smarten Feature nicht nutzen, wenn du nicht willst. Du hast auch einen HDMI Eingang für externe Geräte.

Weitere Pluspunkte gibt es für die akzeptablen Lautsprecher.

Spricht auch etwas gegen den Dangbei Neo? An sich nicht. Der Preis ist mit rund 700€ natürlich etwas kräftiger und wenn dir der kompakte Formfaktor und Smart Feature egal sind, dann bekommst du Modelle mit mehr Helligkeit fürs gleiche Geld.

Magst du aber die Smart Feature und den kompakten Formfaktor, dann ist der Dangbei Neo ein Highlight!

Die Charmast C3007 30000mAh Powerbank im Test, 30000 mAh für rund 30€?!

Powerbanks mit 26800 oder 30000 mAh oder mehr sind in der Regel recht selten und oft auch teuer, sofern du nicht eine Fake Powerbank mit 26800 mAh erwischst.

Per Zufall bin ich hier über die Charmast Powerbank 30000mAh gestolpert. Charmast ist eigentlich ein seriöser Hersteller, aber diese Powerbank hat doch sehr mein Interesse erweckt.

Dies liegt vor allem am Preis. Eine 30000 mAh Powerbank für rund 30€ bzw. mit Gutschein habe ich nur 22,50€ gezahlt, das ist ein irrer Preis!

Wollen wir uns im Test mal ansehen ob die Charmast Powerbank 30000mAh ihr Kapazitätsversprechen einhalten kann!

 

Die Charmast C3007 30000mAh Powerbank im Test

Mit 170 x 72 x 25 mm ist die Charmast C3007 schon eine etwas größere Powerbank, was aber bei 30000 mAh auch keine Überraschung ist, ganz im Gegenteil!

Sollte diese Kapazitätsangabe stimmen wäre die C3007 sogar relativ kompakt. Auch das Gewicht ist mit 489g nicht niedrig, aber auch nicht zu hoch, im Gegenteil!

Was die Haptik und Verarbeitung angeht, ist die Powerbank unspektakulär. Wir haben einen einfachen Kunststoff, mit einer schönen Textur, welche aber sehr anfällig für Fingerabdrücke ist!

Erfreulicherweise besitzt die Powerbank eine kleine Status-Anzeige, welche dich über den Akkustand in % informiert, was bei solch einer großen Powerbank auch absolut Sinn macht.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front der Charmast C3007 30000mAh finden wir 4x USB Ports.

  • 2x USB A – Quick Charge 3.0 18W – 5-6V/3A, 6-9V/2A, 9-12V/1,5A
  • 1x USB C – Power Delivery 20W – 5-6V/3A, 6-9V/2,2A, 9-12V/1,5A
  • 1x microUSB – Eingang 18W – 5V/2A, 9V/2A

Zunächst besitzt die Powerbank zwei USB A Ausgänge, welche Quick Charge 3.0 unterstützen, mit bis zu 18W.

Zudem haben wir einen USB Power Delivery Port mit bis zu 20W Ausgangsleistung, nach dem Power Delivery Standard. Der USB C Port kann auch zum Laden der Powerbank genutzt werden, mit bis zu 18W.

Alternativ steht dir hierfür auch ein microUSB Port (mit Quick Charge) zur Verfügung.

 

Nicht mit ins Flugzeug nehmen!

Wichtig! Diese Powerbank hat in der Theorie eine Kapazität von über 100 Wh.

100 Wh = +- 27000 mAh bei Powerbanks

Bei Flugreisen gilt generell ein Limit von 100 Wh Akkus, die du mit an Board nehmen darfst. Bei Akkus über 100 Wh benötigst du Sondergenehmigungen.

Daher solltest du die Charmast Powerbank 30000mAh nicht versuchen mit an Board eines Flugzeugs zu nehmen. Dies ist übrigens auch der Grund warum sehr viele Powerbank Hersteller Modelle mit maximal 26800 mAh oder 27000 mAh anbieten, da diese die größten Modelle sind die du einfach so mit in ein Flugzeug nehmen darfst.

 

Die Kapazität, wirklich 30000 mAh?

Der spannendste Punkt an der Charmast C3007 ist natürlich die Kapazität. Hat diese wirklich 30000 mAh?

Wh mAh % der HA
5V/1A 92,269 24938 83%
9V/1A 90,664 24504 82%
9V/2A 85,639 23146 77%

Im besten Fall kam ich auf eine Kapazität von 24938 mAh, was 83% der Herstellerangabe entspricht.

Hier bin ich etwas hin und her gerissen. An sich ist dies keine schlechte “echte” Kapazität, ganz im Gegenteil! So ist dies mehr Kapazität als es die meisten Powerbanks mit 26800 mAh Herstellerangabe erreichen würden.

Allerdings ist es im Gegenzug auch eher am unteren Ende von dem was ich bei einer 30000 mAh erwarten würde.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt die Powerbank sogar PPS!

  • 5,0 – 5,9V bei bis zu 3A
  • 5,0 – 11,0V bei bis zu 2A

Dies ist keine übermäßig große PPS Range, aber das ist bei einem 20W USB C Port auch nicht anders zu erwarten. Dennoch ist es super, dass PPS hier vorhanden ist.

 

Aufladen von Geräten

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +
Apple iPhones ++
Apple MacBooks 0
Google Pixel ++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.)
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Ganz grundsätzlich, die Charmast Powerbank 30000mAh natürlich universell zu allen Smartphones kompatibel.

Dank des 20W USB C Ports werden aktuelle iPhones, die Google Pixel und auch die meisten Samsung Smartphones “Flott” geladen, wenn auch meist nicht ganz mit dem vollen Tempo.

Für größere Geräte wie Tablets und Notebooks ist die Powerbank nur sehr bedingt geeignet.

 

Ladetempo

Du kannst die C3007 via USB Power Delivery mit bis zu 18W laden, an einem entsprechenden 18W USB PD (oder größerem) Ladegerät.

An solch einem Ladegerät benötigt die Powerbank ca. 7:20h für eine vollständige Ladung. Dies ist nicht übermäßig schnell, aber auch nicht zu langsam in Anbetracht der Kapazität.

 

Laden und gleichzeitig entladen?

Prinzipiell kannst du die Charmast Powerbank 30000mAh gleichzeitig laden und über die USB A Ports entladen.

Allerdings wird hierbei das Schnellladen deaktiviert und die 5V Spannung einfach auf die Ausgänge “durchgeschleift”. Das kann zu Problemen führen! Vor allem wenn die angeschlossenen Geräte schneller laden als die Powerbank geladen wird. Hier bricht dann die Spannung zusammen usw.

Kurzum ja, es geht in Notfall-Situationen, aber die Powerbank ist auch nicht optimal für das parallele Laden/Entladen.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz der Powerbank zu sprechen. Hierbei vergleiche ich die Energie welche die Powerbank zum vollständigen laden benötigt mit der Energie die wir am Ende nutzen können.

In meinem Test benötige die Powerbank 109,14Wh zum Aufladen.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
Effizienz 85% 78%

Im besten Fall lag die Effizienz der Powerbank bei 85%, was durchaus eine hohe Effizienz für eine Powerbank!

https://techtest.org/wie-effizient-sind-powerbanks-mit-messwerten/

Im schlechtesten Fall lag die Effizienz bei 78%, was aber auch an sich nicht so schlecht ist!

 

Fazit

Die Charmast C3007 30000mAh verkauft sich klar etwas über den Preis. So erreichte die Powerbank im Test eine Kapazität von bis zu 24938 mAh, was 83% der Herstellerangabe entspricht.

Sicherlich sind bis zu 24938 mAh kein schlechter Wert und hier übertrifft die Charmast Powerbank sehr viele Modelle mit 26800 mAh, aber auch nicht alle.

Dennoch bleibt die effektive Kapazität der Powerbank sehr hoch! Auch ist die Powerbank ansonsten “OK”.

Dank des 20W USB C Ausgangs lädt diese flott, wenn auch nicht rasant. Ebenso sind die Abmessungen und das Gewicht für eine Powerbank dieser Kapazität recht kompakt.

Das Aufladen der Powerbank selbst dauert natürlich etwas, geht aber auch noch in Ordnung für eine Powerbank dieser Klasse.

Charmast Powerbank 30000 mAh Large Capacity External Battery 20 W PD...

  • Hohe Kapazität mit bis zu 24938 mAh
  • 20W USB C Ausgang, mit ordentlichem Tempo
  • Kompaktes Gehäuse für die hohe Kapazität
  • Sehr fairer Preis 
  • 0% auf 100% in 7:20h geladen
  • Kapazität am unteren Ende einer 30000 mAh Powerbank

Kurzum am Ende kommt es auf den Preis an. Die Charmast C3007 30000mAh ist zum Zeitpunkt dieses Tests die günstigste „legitime“ 30000 mAh Powerbank die ich kenne (ca. 30€). Suchst du also einfach eine große und ordentliche Powerbank, dann ist diese wirklich keine schlechte Wahl!

Allerdings ist auch noch ordentlich Luft nach oben!

Test: Minisforum UM790 Pro, extrem Leistungsstark dank Zen 4! (und noch leise/sparsam)

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Der Minisforum UM790 Pro ist derzeit “der” mini-PC, wenn du ein Modell suchst, das wirklich einen High Power Desktop-PC ersetzen kann.

So setzt dieser auf den AMD Ryzen 9 7940HS Prozessor. Hierbei handelt es sich um einen 8 Kerner, der auf AMDs Zen 4 Architektur basiert und eine fantastische Leistung liefert!

So kann der Ryzen 9 7940HS trotz einer TDP von 45W sogar den AMD Ryzen 7 5800X (105W) übertreffen! Das alles in einem winzigen Paket.

Hinzu kommt 2x USB 4, 2x NVME SSD Slots und vor allem ein super niedriger Stromverbrauch!

Auch der Preis des Minisforum UM790 ist attraktiv. So zahlst du für diesen lediglich 585€ in der Barbone Version bzw. 749€ mit 32GB RAM, 512GB SSD und WIndows 11 Pro.

Klingt doch spannend! Kann der UM790 mein neuer Büro-PC werden?

 

Test: Minisforum UM790 Pro

Der Minisforum UM790 ist ein klassischer Mini-PC im “NUC” Style. So setzt dieser auf ein sehr schlichtes viereckiges Gehäuse in einem grau schwarz. Das Gehäuse misst 130 x 127 x 47 mm.

Minisforum UM790 Lieferumfang

Qualitativ wirkt dieses sehr wertig, aber unspektakulär. Sicherlich das spannendste hier sind zunächst die Anschlüsse.

  • 2x USB 4
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss
  • 4x USB 3.2 Gen 2 (10Gbit)
  • 2x HDMI 2.1
  • 1x 2,5Gbit LAN

Das sieht erst einmal richtig gut aus! 2x USB 4 mit “Thunderbolt” Support (PCIe Tunnel), 4x normale USB A Ports mit 10Gbit, dazu zwei HDMI 2.1 Ports wie auch 2,5Gbit LAN.

Viel besser geht’s kaum!

Wenn ich hier etwas bemängeln müsste, dann die Portverteilung. So sind beide USB 4 “C” Ports auf der Front und alle USB A Ports auf der Rückseite.

Ich hätte mir vielleicht einen USB C + einen USB A Port auf der Front gewünscht und einen der USB C Ports dafür auf der Rückseite.

 

Im inneren

Im Inneren des UM790 findest du 2x SO-DIMM DDR5 Slots und 2x NVME SSD Slots (2280). Zudem ist ein weiterer Slot für WLAN Karten vorhanden, welcher aber von Haus aus bei allen Versionen schon belegt ist.

Ich habe die Barbone Version gekauft! Entsprechend muss ich meinen eigenen RAM und SSDs beisteuern.

Auf Seiten des RAMs verwende ich 32GB Crucial DDR5-4800 RAM. Aus Sicht der Leistung wäre 5600 MHz RAM besser, welcher von dem System auch akzeptiert wird, aber den hatte ich gerade nicht “auf Lager”.

Bei den SSDs nutze ich die SK hynix Platinum P41 und die WD SN580.

 

Zusätzlicher Lüfter, RAM Kühler und Füße

Starten wir mit einer kleinen Kritik, die Schrauben um den UM790 zu öffnen sind unter den Klebe-Gummifüßen versteckt. Wenn du den PC ein paar mal (1-3x wird vermutlich schon reichen) öffnest, werden diese nicht mehr vernünftig kleben.

Dies scheint sich Minisforum auch bewusst zu sein, denn sie legen 2x Ersatzfüße bei. Warum 2 und nicht 4 kann ich dir nicht sagen.

Pluspunkte gibt es wiederum für einen kleinen zusätzlichen Lüfter auf der Unterseite, welcher für die Kühlung der SSDs wie auch des RAMs zuständig ist. Für die SSDs gibt es zudem auch Wärmeleitpads und einen passiven Kühler.

Mit im Lieferumfang der Barbone Version ist auch ein RAM Kühler! Spannend! Die Vorgängerversion des UM790 hatte wohl etwas mit den RAM Temperaturen zu kämpfen. Leider besitzt dieser RAM Kühler einen sehr festen Kleber.

Es wird sehr sehr schwer sein, den Kühler wieder vom RAM zu entfernen, solltest du diesen austauschen/upgraden wollen.

Bei meinen 4800 Mhz Modulen scheint aber der Kühler nicht notwendig zu sein. Diese erreichten bei mir kaum 45 Grad. Auch die Kühlung der SSDs klappt tadellos.

 

WLAN von Intel

Erfreulicherweise nutzt Minisforum beim UM790 einen Intel WLAN Chipsatz. Genau genommen den Intel AX1675x.

Hierbei handelt es sich um die so ziemlich beste und zuverlässigste WLAN Karte die du in einem PC finden kannst, inklusive WLAN 6E Support.

 

Leistung des UM790

Das Herzstück des UM790 ist der AMD Ryzen 9 7940HS. Hierbei handelt es sich um einen 8-Kerner mit AMDs aktueller Zen 4 Architektur.

Dies ist auch wichtig, denn nicht alle AMD Ryzen 7000 Notebook CPUs setzen auf Zen 4, einige nutzen auch noch die ältere Zen 3 Architektur.

Zudem gibt es beim UM790 eine Besonderheit, denn dieser besitzt eine 60/65W TDP! Normalerweise ist der AMD Ryzen 9 7940HS auf eine maximale Leistungsaufnahme von 35/45W ausgelegt. Durch die höhere maximal erlaubte Leistungsaufnahme arbeitet die CPU im UM790 schneller als dies in anderen Geräten zu erwarten wäre.

UM790 TDP unter Last

Hier kannst Du die TDP des UM790 während eines 10 Minuten CineBench 23 Durchlaufs sehen.

Diese schwankt zwischen 58 und 65W, was recht hoch ist und entsprechend auf gute Leistungswerte hoffen lässt.

Wo wir bei Leistungswerten sind, schauen wir uns diese doch einmal im Vergleich zu anderen Mini-PCs und Notebooks an.

AMD Ryzen 9 7940HS Cinebench R23 Minisforum UM790 Minisforum UM790 AMD Ryzen 9 7940HS Cinebench R20 Minisforum UM790 AMD Ryzen 9 7940HS Cinebench R15 Benchmark Minisforum UM790 3D Mark Firestrike Minisforum UM790 TimeSpy Benchmark

Beeindruckend! Der UM790 bzw. der AMD Ryzen 9 7940HS kann sich in allen CPU Tests ganz klar auf den ersten Platz meiner Bestenliste setzen und problemlos sämtliche Notebooks, die ich bisher in den Fingern hatte, schlagen.

Dabei ist vor allem die Leistung in längeren Tests wie Cinebench R23 besonders beeindruckend, vermutlich aufgrund der hohen CPU TDP.

Dies zeigt sich auch im Handbrake Video-Umwandlungs-Test, wo der UM790 hervorragend abschneidet.

Kurzum, der Minisforum UM790 hat unheimlich viel CPU Leistung!

 

Gaming Performance des UM790? (AMD Radeon 780M)

Auch der UM790 setzt auf eine in der CPU „integrierte“ Grafikkarte. Entsprechend ist dieser kein “Gaming-Monster”, allerdings haben wir hier die AMD Radeon 780M, welche AMDs neueste und beste integrierte GPU ist. So setzt diese auch auf die aktuelle RDNA 3 Architektur.

Schauen wir uns die Leistung des UM790 in ein paar Spielen an.

WOW! Bei Full HD Auflösung ist der UM790 mit der AMD Radeon 780M durchaus “gaming-tauglich”.

Diablo 4 bei mittleren Details und 39 FPS im Schnitt ist alles andere als übel. Auch in Total War Warhammer 3 sind die 38 FPS auf mittleren Details ein wirklich starkes Ergebnis.

Leichtere Titel wie CIV IV oder ESport Titel wie Overwatch erreichen problemlos 60 FPS+ im Schnitt bei hohen Details.

Auffällig sind lediglich die etwas niedrigen minimalen FPS. Dies kann aber auch etwas an meiner Nutzung von DDR5-4800 RAM liegen. Schnellerer RAM kann bei den minimalen FPS durchaus ein gutes Stück helfen.

Zwar würde ich weiterhin einen Mini-PC nicht oder nur sehr bedingt fürs Gaming empfehlen, aber der Minisforum UM790 schlägt sich bei Full HD Auflösung sehr ordentlich!

Selbst in Hogwarts Legacy in Hogsmeade bei 1080p Mittleren Details erreichen wir 37 FPS! Lediglich die minimalen FPS sind mit 23 FPS etwas niedrig, dennoch mit schnellem RAM wirst du dies auch noch verbessern können.

Du wirst auf dem UM790 vermutlich jedes aktuelle Spiel bei +- mittleren Details spielen können.

 

Sehr leise! (und kühl!)

Was mich bei der hohen TDP von 60W bzw. 65W überrascht hat, war die Lautstärke/Temperatur des UM790.

Im Leerlauf ist der PC komplett leise. Aber selbst unter Volllast surrt er lediglich minimal. Dieser ist deutlich leiser als die Intel NUC Modelle und allgemein eins der leisesten “Oberklasse” Modelle.

Wirklich beeindruckend! Dabei erwärmt sich die CPU auf 80-88 Grad, was nicht übermäßig oder problematisch heiß ist. So wirbt Minisforum auch mit der Nutzung von Flüssigmetall, was dies vielleicht auch etwas erklärt.

Zudem bleiben auch die SSDs und der RAM vergleichsweise “kalt” dank des zusätzlichen Lüfters.

 

Performance Modus

Im BIOS des UM790 kannst zwischen zwei Leistungsmodi wählen. Von Haus aus ist der “Balancierte” Modus gewählt. Es gibt aber auch einen Performance Modus.

Der Performance Modus erhöht die TDP von 60W auf 65W und lässt die Lüfter etwas höher drehen. Wir haben also höchstens einen minimalen Leistungsgewinn, dafür ist der PC ein Stück lauter.

Wie wir sehen sind vor allem die CPU und RAM Temperaturen im Performance Modus etwas niedriger.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des PCs schwankt in der Praxis natürlich deutlich je nach Anwendung. Aber so als grobe Richtung, bei mir benötigte der UM790 im Leerlauf ca. 8,8W und unter voller CPU Last 90W.

Letzteres ist erstaunlich viel für einen Mini-PC! Allerdings ist das auch nicht überraschend, denn die CPU im PC läuft mit sehr hoher Leistung.

Dies ist für mich aber nicht schlimm, denn für mich ist primär der Energie-Verbrauch im Leerlauf bzw. bei niedriger Last wichtig und dieser ist hier sehr niedrig, wie bei den meisten Mini-PCs.

 

Fazit zum UM790

Der Minisforum UM790 ist der beste Mini-PC den ich bisher in den Fingern hatte! Dies liegt natürlich zu großen Teilen am hervorragenden AMD Ryzen 9 7940HS.

Dies ist die beste “Notebook-CPU” die ich bisher gesehen habe. So kann der UM790 problemlos sämtliche Notebooks übertreffen, die ich bisher im Test hatte. Zu Teilen liegt dies aber auch an der hohen TDP.

So erlaubt der UM790 der CPU eine maximale Leistungsaufnahme von konstant 60W, was recht viel ist und dem Ryzen 9 7940HS erlaubt recht hohe Taktraten zu erreichen und zu halten.

Dabei hält der UM790 die Temperaturen der CPU erfreulich gut unter Kontrolle, bei einer sehr niedrigen Lautstärke! Der UM790 ist selbst unter Volllast sehr leise, erfreulich.

Erfreulich ist auch die Leistungsaufnahme. Ich nutze diesen Mini-PC derzeit als meinen primären Computer in meinem Büro. Der UM790 benötigt im Leerlauf gerade einmal 8-9W und im Normalbetrieb um die 20W. So viel brauchen die Lüfter in einem normalen großen High End PC.

Ja unter Volllast steigt die Leistungsaufnahme auf satte 90W an, was für einen Mini-PC recht viel ist, aber dann liefert dieser auch entsprechend Leistung. Die super niedrige leerlauf Leistungsaufnahme ist die Schönheit von Mini-PCs.

Weitere Pluspunkte gibt es für die USB 4 Ports. Ich hätte mir lediglich eine andere Port Verteilung gewünscht (1x USB C und 1x USB A auf der Front).

Abseits davon habe ich wirklich nichts am Minisforum UM790 zu bemängeln! Dies ist ein absolut hervorragender Mini-PC, der durchaus eine kleine Workstation ersetzen kann. Sogar die GPU Leistung ist nicht übel.

Minisforum UM790
POSITIV
Sehr hohe CPU Leistung!
Ordentliche Grafikkartenleistung
Sehr leise selbst unter Last
Niedriger Stromverbrauch
Mit USB 4 Ports (Thunderbolt 3)
2,5 Gbit LAN
NEGATIV
Öffnen nicht ganz optimal gelöst
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Die SOUNDPEATS Air 4 im Test, top Semi-In-Ear Ohrhörer!

SOUNDPEATS gehört zu den absoluten „Geheimtipp“ Herstellern wenn es um Bluetooth Ohrhörer geht. Sie haben nun mit dem Air 4 eine neue Generation ihrer besonders leichten und luftig sitzenden true Wireless Ohrhörer auf den Markt gebracht.

Dieser setzt dabei auf das Semi-In-Ear Design, ähnlich wie die normalen Apple AirPods.

Wollen wir uns mal im Test ansehen bzw. anhören ob die SOUNDPEATS Air 4 überzeugen können!

An dieser Stelle vielen Dank an SOUNDPEATS für das Zurverfügungstellen der Air 4 für diesen Test!

 

Die SOUNDPEATS Air 4 im Test

Auf den ersten Blick machen die Air 4 einen sehr guten und hochwertigen Eindruck! So ist die ca. 54 x 58 x 24 mm erfreulich gut und wertig gemacht. Gerade der Deckel schließt und öffnet mit einem kräftigen Klack. Die hier verwendeten Magneten sind schön stark.

Auch generell wirkt die Optik der Ladebox wertig!

Selbiges gilt auch für die Ohrhörer selbst, welche im “Steg” Design daherkommen. Steg Design? Die Ohrhörer besitzen einen kleinen “Steg” der an deinem Ohr herunter ragt, in welchem der Akku und zusätzliche Elektronik untergebracht ist.

Dabei nutzen die Ohrhörer ein “drei-teiliges” Design. So besteht der innere Teil, der mit deinen Ohren in Kontakt kommt, aus einem schwarzen Hochglanz-Kunststoff. Der äußere Teil hingegen hat eine so semi-matte Oberfläche, zusätzlich haben wir einige Kupferfarben Akzente.

Die Besonderheit, wir haben ein Semi-In-Ear Design. So besitzen die Ohrhörer keine Silikon-Aufsätze. Hierdurch wird dein Ohr nicht vollständig versiegelt, was angenehm sein kann. So mag nicht jeder das Gefühl von “versiegelten” Ohren zudem bekommst du so mehr von deiner Umgebung mit.

Im Gegenzug haben diese Ohrhörer meist einen schlechteren Klang, vor allem im Bassbereich.

 

Tragekomfort / Semi-In-Ear Ohrhörer

Sicherlich der wichtigste Grund sich Semi-In-Ear Ohrhörer zuzulegen ist der Tragekomfort. Semi-In-Ear Ohrhörer verzichten auf den Silikon Aufsatz gewöhnlicher In-Ears. Hierdurch werden deine Ohren nicht versiegelt, was Vor- und Nachteile hat.

Ein Vorteil: Du hast nicht dieses Druckgefühl, das bei normalen in-Ears entstehen kann. Ebenso werden deine Ohren besser belüftet und das Tragen der Ohrhörer fühlt sich lockerer an.

Die Air 4 setzen dieses Prinzip auch sauber um! Diese sind nicht ganz so leicht und luftig wie die Apple AirPods, aber klar luftiger als normale In-Ears.

 

Mit ANC?

Die SOUNDPEATS Air 4 verfügen auch über ANC. Also aktives Noise Cancelling. Interessant bei “offenen” Ohrhörern.

Und um ehrlich zu sein ist das ANC hier auch nicht übermäßig stark. Es kann ganz leicht brummende Geräusche reduzieren, aber wenn es dir um ANC geht gibt es deutlich bessere Ohrhörer für dich.

 

Klang der SOUNDPEATS Air 4

Als Semi-In-Ear Ohrhörer haben es die SOUNDPEATS Air 4 nicht ganz so einfach mit dem Klang. Normale in-Ear Ohrhörer mit Silikon Aufsätzen können dein Ohr versiegeln, was den Klang direkter macht und die Bass-Leistung massiv verbessert.

Daher klingen viele Semi-In-Ear Ohrhörer schlecht! Allerdings sind hier die Air 4 tatsächlich eine Ausnahme, denn diese klingen erstaunlich bzw. erfreulich gut!

Starten wir hier ausnahmsweise beim Bass. Der Bass ist für viele Nutzer der wichtigste Teil am Klang, mit dem sich Semi-In-Ear Ohrhörer in der Regel am schwersten tun. Die Air 4 hingegen liefern einen sehr schönen Bass. Dieser ist nicht rekordverdächtig tief oder satt, aber er ist gut! So ist der Bass sogar leicht überdurchschnittlich stark mit einem schönen runden Abgang. Selbst elektrische Musik klingt mit den Ohrhörern schön kräftig und satt.

Sicherlich geht noch mehr Bass, aber für Ohrhörer dieser Bauform und Preisklasse bieten die Air 4 eine fantastische Bass-Performance.

Bei den Höhen und Mitten hören wir aber eine Besonderheit der Air 4. So haben Sie einen sehr weiten und breiten Klang. Fast so als würden diese auf eine Art virtuellen Raumklang setzen. Hierdurch sind die Höhen etwas weniger direkt. Dennoch würde ich sie als gut einstufen! Die Ohrhörer klingen soweit klar und sauber. Selbiges gilt für die Mitten.

Wir haben lediglich in den oberen Höhen ein wenig “Schrillheit” bei höheren Lautstärken. Dies fällt in manchen Songs mehr auf als in anderen, aber generell ist es kein Drama.

Allgemein haben die SOUNDPEATS Air 4 einen erfreulich wertigen Klang, welcher Spaß macht. Sicherlich für absolute Puristen sind diese Ohrhörer weniger etwas, aber mir macht das Musikhören mit den Ohrhörern Spaß!

Dabei werden diese auch erfreulich laut, ohne dabei zu verzerren oder andere klangliche Schwächen zu entwickeln.

 

Fazit

Normalerweise bin ich nicht der größte Fan von Ohrhörern die auf die Silikon Ohrpolster verzichten. Aber bei den SOUNDPEATS Air 4 mache ich eine Ausnahme, denn die Ohrhörer sind gut!

Dies gilt vor allem für den Klang. Normalerweise schwächeln Semi-In-Ear Ohrhörer gerade beim Bass doch recht deutlich, da die Ohren nicht versiegelt werden. Aber die Air 4 bringen einen sehr anständigen Bass zustande! Ich würde sogar glatt sagen den besten Bass, den ich bisher von Semi-In-Ear Ohrhörer gehört habe.

Auch abseits vom Bass klingen die Air 4 gut! Für absolute Puristen, die einen möglichst neutralen Klang suchen, sind sie nicht optimal, aber ansonsten macht Musik mit ihnen richtig viel Spaß!

Dabei ist der Tragekomfort schön leicht und luftig! Lediglich das ANC konnte mich nicht so recht überzeugen, was bei solchen offenen Ohrhörern aber auch nicht überrascht.

Dennoch, suchst du gezielt nach diesem “offenen” Style von Ohrhörern, dann sind die SOUNDPEATS Air 4 absolut empfehlenswert!

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13x SD Speicherkarten für Kameras im Vergleich, mit SanDisk, Samsung, Kingston, …..

Wenn du eine große Kamera hast, egal von welchem Hersteller, dann wird diese mit sicherheit SD Karten nutzen. Entsprechend gibt es im Handel hunderte SD Karten, von extrem günstig bis hin zu verrückt teuer.

Letztere versprechen aber oft Geschwindigkeiten von bis zu 300 MB/s, was für eine SD Karten das absolute Maximum ist. Diese hohen Geschwindigkeiten sollen gerade bei den Serienbild Funktionen helfen.

Aber wie sieht es hier in der Praxis aus? Wie schnell sind die Speicherkarten wirklich und wie viel mehr bringt eine schnelle Speicherkarte in einer Kameras?

Versuchen wir all diese Fragen in einem Praxistest zu klären!

 

Die Speicherkarten im Vergleich

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Speicherkarten im Vergleich.

ADATA Premier Extreme R800/W700 512GB
Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 256GB
Kingston Canvas React Plus 256GB V90
Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB
ProGrade SD UHS-II 128 GB Karte V60
SABRENT SD Karte 256GB V60
Samsung EVO Plus for Creators R100
Samsung Pro Plus 512GB MicroSD
SanDisk Extreme microSD A2 128GB
SanDisk Extreme PRO R300/W260 128GB
SanDisk Extreme SDXC UHS-I 180MB/s 128GB
Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB
Transcend Highspeed 512GB SDXC Speicherkarte

Dies ist eine bunte Mischung aus 11x normalen SD Karten mit verschiedenen Geschwindigkeiten und 2x microSD Speicherkarten.

Dies ist insofern spannend, da wir uns in diesem Test nicht nur die theoretischen Datenraten ansehen, sondern auch diverse Praxis-Tests durchführen.

 

Klassen bei Speicherkarten

Sprechen wir zunächst einmal über die Basics, wie die Klassen bei Speicherkarten. Speicherkarten sind in diverse Klassen und Standards unterteilt. Früher und bei älteren Speicherkarten haben wir Klassen von 2 bis 10.

Bei neueren Speicherkarten haben “V” Klassen.

  • V30
  • V60
  • V90

V90 Speicherkarten sind die derzeit schnellsten Modelle, während V30 Speicherkarten recht gängig sind. Zudem haben wir noch die A Klassen, A1 und A2.

Theoretisch bedeutet V90, dass eine Speicherkarte eine minimale konstante Schreibrate von 90 MB/s erreichen kann.

Allerdings übertreffen fast alle V60 Speicherkarten diese Angabe deutlich! Praktisch überschreiten V90 Speicherkarten meist sogar locker 200 MB/s konstant. Daher scheinen die Hersteller die ursprüngliche Bedeutung der “V30, V60 und V90” Kennzeichnung nicht mehr ganz ernst zu nehmen und diese einfach als Unterteilung in “Einsteiger-, Mittel- und High End Klasse” zu sehen.

 

Speicherkarten mit UHS-I und über 100 MB/s

Gerade SanDisk bietet einige günstige Speicherkarten mit teils 180 MB/s an. Leider gibt es hier ein Problem. Es gibt im Bereich der Speicherkarten drei Standards.

  • UHS-I
  • UHS-II
  • SD-Express

SD Express wird derzeit von praktisch niemandem genutzt, daher lassen wir dieses mal außen vor.

UHS-I und UHS-II sind praktisch untereinander kompatibel, aber UHS-II Speicherkarten haben zusätzliche Kontakte auf der Rückseite. Diese werden für Datenraten über +- 100 MB/s benötigt.

Wie kann dann z.B. SanDisk UHS-I Speicherkarten mit 180MB/s anbieten? SanDisk hat hier den UHS-I Standard auf eigene Faust „aufgebohrt“. Um diesen 100+ MB/s im UHS-I Standard zu erreichen, sind aber spezielle Kartenleser nötig und derzeit unterstützt KEINE mir bekannte Kamera dies.

Heißt, diese 180 oder 150 MB/s Speicherkarten mit UHS-I sind in der Praxis nur überschaubar hilfreich.

 

Ein erster Benchmark

Starten wir in den Vergleich mit einem ersten Benchmark der SD Speicherkarten.

Ich werde diesen Test mit zwei verschiedenen Kartenlesern durchführen.

  • ProGrade CFexpress Typ A und SDXC/SDHC UHS-II Kartenleser
  • Selore&S USB C Docking Station

Der ProGrade Kartenleser gehört zu den Modellen welcher über 100 MB/s bei UHS-I Speicherkarten erreichen kann. Die Docking Station hingegen ist ein “normales” Modell welches sich genau an den UHS–I und UHS-II Standard hält.

Alle Speicherkarten wurden für diesen Test exFAT formatiert.

Starten wir mit dem ProGrade Kartenleser.

Beginnen wir mit einem positiven Punkt, alle Speicherkarten, selbst die sehr günstigen Modelle wie die Transcend Highspeed 512GB SDXC Speicherkarte, liefern gute Werte! Im schlechtesten Fall kommen wir immerhin bei unseren Speicherkarten auf 65MB/s. Allerdings nach oben gibt es einige Luft!

Mit dem ProGrade Kartenleser und der Kingston Canvas React Plus kommen wir in der Spitze auf über 300 MB/s, lesend!

Mit dem Selore&S USB C Docking Station Kartenleser sehen die Werte, gerade bei den UHS-I Kartenlesern deutlich schlechter aus.

Je nach Kartenleser ergibt sich folgende Rangliste:

  1. Kingston Canvas React Plus 256GB
  2. Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB
  3. SABRENT SD Karte 256GB V60
  4. SanDisk Extreme PRO R300/W260 128GB
  5. Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB
  6. Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 256GB
  7. ProGrade SD UHS-II 128 GB Karte V60
  8. SanDisk Extreme SDXC UHS-I 180MB/s 128GB
  9. SanDisk Extreme microSD A2 128GB
  10. ADATA Premier Extreme R800/W700 512GB
  11. Samsung Pro Plus 512GB MicroSD
  12. Transcend Highspeed 512GB SDXC Speicherkarte
  13. Samsung EVO Plus for Creators R100

 

Praxis-Test

Kommen wir zu einem Praxis-Test, denn nur weil mein Speicherkartenleser die Speicherkarten mit Datenrate X beschreiben kann, heißt dies noch lange nicht, dass es auch eine echte Kamera kann.

Wie schnell eine Kamera eine Speicherkarte beschreiben kann schwankt von Modell zu Modell massiv! Beispielsweise einfachere Kameras wie die Sony A6400 oder ZV-E10 unterstützen nur UHS-I und kommen auf maximal 40-50 MB/s. Schnellere Speicherkarten machen hier dann aus Sicht der Kamera keinen Sinn.

Schauen wir uns hier lieber zwei “High End” Modelle an, welche etwas schneller schreiben können.

  • Sony A7R V – Serienbild Komprimiertes RAW, 10 Bilder/s
  • Fujifilm H2S – Serienbild Unkomprimiertes RAW, 20 Bilder/s

Hier habe ich jeweils mit einer Stoppuhr gemessen, wie lange es dauert, bis der Buffer der Kameras gefüllt ist und wie lange es dann dauert bis alle Daten auf der Speicherkarte waren. Hier heraus konnte ich dann eine Schreibrate der Kameras messen.

Hier wird es nun interessant! Zunächst können wir sehen das die Sony A7R V die Speicherkarten ein gutes Stück schneller beschreiben kann als die Fujifilm H2s.

Die Sony schafft im maximum mit V90 Speicherkarten ca. 230 MB/s. Alle drei V90 Speicherkarten sind hier +- gleich schnell.

  1. Kingston Canvas React Plus – 234,6 MB/s
  2. Lexar Professional 2000x Gold Series – 232,8 MB/s
  3. SanDisk Extreme PRO R300/W260 – 225,3 MB/s

Auf Platz 4 folgt bei der Sony A7R V schon die SABRENT SD Karte.

Die Fujifilm scheint hingegen ganz klar die Kingston Canvas React Plus am meisten zu mögen. Diese erreichte mit 188,8 MB/s klar die höchste Datenraten. Spannenderweise folgt auf Platz 2 die SABRENT SD Karte mit 155 MB/s und Platz 3 die Lexar.

Die SanDisk Extreme PRO R300/W260 wollte in der Fuji H2s irgendwie nicht so richtig mit UHS-II Tempo arbeiten. Ich bin mir nicht sicher warum, ich habe den Test mehrfach wiederholt, Speicherkarte formatiert usw. aber irgendwie schien sich Speicherkarte und Kamera nicht zu mögen.

Dennoch sehen wir hier große unterschiede zwischen den V90/V60 und den V30 Speicherkarten.

 

Haltbarkeit von SD Karten, ein schweres Thema!

Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass eine Speicherkarte nach einem wichtigen Fotoshooting kaputt geht und Bilder verloren gehen. Dies ist sicherlich der Albtraum von jedem Fotograf.

Welche Speicherkarten sind hier besonders sicher und zuverlässig? Dies ist eine Frage, auf die ich keine Antwort geben kann, denn die Hersteller spielen hier nicht mit offenen Karten.

Prinzipiell sind Speicherkarten ein Verbrauchsobjekt! Diese nutzen sich konstant ab. Selbst guter bis sehr guter Flash Speicher, wie du ihn in einer SSD finden kannst, schafft maximal 2000-4000 Zyklen(TLC).

Nutzen unsere Speicherkartenhersteller guten Flash Speicher? Keine Ahnung, es gibt keine Möglichkeit dies auszulesen. Es ist möglich, dass in allen SD Karten Flashspeicher steckt, der 2000+ Zyklen schafft, aber es ist auch möglich, dass hier super billige Speicherchips verbaut sind, die vielleicht 200+ Zyklen schaffen.

Hinzu kommt die Frage nach dem Controller. Ein guter Controller kann erkennen, wenn Flash Zellen kaputt sind und diese im Hintergrund ausmustern, so dass die Speicherkarte weiterarbeitet. Ebenso wäre für die Haltbarkeit Wear Leveling ein wichtiges Feature.

Stell dir vor, du machst ein Bild, löscht das Bild, machst wieder ein Bild, löscht das Bild, machst wieder ein Bild usw.

Bei einer SD Karte ohne Wear Leveling würde das erste Bild immer in derselben Speicherzelle landen, welche sich entsprechend viel schneller abnutzt als die letzte Speicherzelle, welche immer frei bleibt, außer du füllst deine Speicherkarte zu 100%.

So gibt es eine extrem schwankende Abnutzung der Zellen in der Speicherkarte. Es kann sein, dass Zelle 1 schon hunderte Zyklen hat und die letzte Zelle 0 Zyklen.

Wear Leveling verteilt hier die Daten im Hintergrund. So ist bei einer SD Karte mit Wear Leveling Zelle 1 nicht immer die gleiche, sondern es wird im Hintergrund rotiert, so dass es zu einer konstanten Abnutzung kommt, was die Haltbarkeit extrem erhöht.

Welche Speicherkarten haben nun guten Flash Speicher und einen intelligenten Controller? Gute Frage!

Ich weiß sicher, dass die ProGrade, Angelbird und SABRENT SD Karte Wear Leveling unterstützen.

Kingston wirbt nur bei seinen Industrial SD Karten mit Wear Leveling, heißt natürlich nicht das es die SD Canvas React Plus nicht unterstützt, es wird aber nicht angegeben.

Bei Lexar finde ich keine Infos dazu, genau wie bei SanDisk.

Was die NAND, also Flash Speicher Qualität, angeht wird es noch dünner. Lediglich SABRENT wirbt damit bei seiner SD Karte BiCS5 NAND zu nutzen.

BiCS5 sollte eine hohe Haltbarkeit garantieren! Auch wenn die SABRENT SD Karte 256GB V60 die schlechteste Garantie hier im Vergleich hat, halte ich diese für technisch die beste SD Karte.

 

Fazit

Eine schnelle SD Karte macht viel Sinn, wenn du eine große Kamera hast und gerne die Serienbildfunktion nutzt.

Der Praxis-Test zeigte hier sowohl bei der Sony A7R V, wie auch bei der Fuji H2s eine deutliche Reduzierung der Zeit, bis die Kamera alle Bilder verarbeiten konnte, wenn du eine schnellere Speicherkarte nutzt.

Beispielsweise dauert es bei der Sony A7R V mit der Kingston Canvas React Plus 256GB 19,42 Sekunden bis der Zwischenspeicher der Kamera auf die Speicherkarte geleert und die Kamera wieder voll nutzbar ist. Mit der Samsung EVO Plus for Creators R100 dauert es 72,52 Sekunden! Du musst hier bei der langsameren Speicherkarte ca. 3,7x so lange warten! Von daher kann eine schnelle Speicherkarte voll Sinn machen.

Folgende praxisnahe Rangliste ergibt sich nach meinem Test, für die Nutzung in einer Kamera:

  1. Kingston Canvas React Plus 256GB V90
  2. Lexar Professional 2000x Gold Series 128GB
  3. SABRENT SD Karte 256GB V60
  4. SanDisk Extreme PRO R300/W260 128GB
  5. Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 256GB
  6. Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB
  7. ProGrade SD UHS-II 128 GB Karte V60
  8. SanDisk Extreme SDXC UHS-I  180MB/s 128GB
  9. SanDisk Extreme microSD A2 128GB
  10. ADATA Premier Extreme R800/W700 512GB
  11. Transcend Highspeed 512GB SDXC Speicherkarte
  12. Samsung Pro Plus 512GB MicroSD
  13. Samsung EVO Plus for Creators R100

(Afilliate Links zum Preisvergleich)

Allerdings lassen sich das die Hersteller auch gut bezahlen! Die Kingston Canvas React Plus mit 256GB kostet über 180€, eine einfache Transcend Highspeed SD Karte kostet mit 1TB gerade mal 55€.

Am Ende würde ich einen Blick auf folgende Modelle empfehlen:

(Afilliate Links zum Preisvergleich)

Die schnellste Speicherkarte im Vergleich war die Kingston Canvas React Plus 256GB V90. Daher muss ich diese empfehlen. Sie ist zwar sehr teuer, aber schneller kann eine SD Karte kaum sein.

Ich selbst nutze die SABRENT SD Karte 256GB V60, welche derzeit ein absoluter Geheimtipp ist! So kostet die Speicherkarte deutlich unter 100€, ist super schnell und auf dem Papier sehr haltbar! Wir haben hier Wear Leveling wie auch den besonders hochwertigen BiCS5 NAND.

Alternativ würde ich die Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 in den Raum werfen. Nicht ganz so gut und etwas teurer, aber besser verfügbar.

Suchst du hingegen was in Richtung günstig und gut, dann würde ich zur SanDisk Extreme SDXC UHS-I 180MB/s greifen. Diese ist nicht extrem schnell, es ist nur eine UHS-I Speicherkarte, aber in dieser Klasse ist Sie die beste.

Sony RAW Unkomprimiert, Verlustfrei Komprimiert und Komprimiert, Vergleich und wo sind die Unterschiede?

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Bekanntlich ist es das Beste, wenn du mit einer Kamera im RAW Format fotografierst, wenn du nachbearbeiten möchtest. Vielleicht ist dir hier aufgefallen, dass Sony mehrere RAW Formate anbietet.

  • Nicht komprimiert
  • Verlustfrei komprimiert
  • komprimiert

Von Haus aus hat Sony die komprimierte Version ausgewählt. Aber ist es nicht der Grund, warum wir RAW fotografieren, damit wir keine Kompression haben?

Gibt es einen Unterschied bei der Bildqualität zwischen den drei optionen? Falls ja wie groß ist dieser?

Finden wir es im einem Vergleich heraus!

 

Warum komprimiert fotografieren?

Beginnen wir mit der Frage: Warum solltest du überhaupt in Erwägung ziehen, RAWs zu komprimieren? Ganz einfach Dateigröße!

Schauen wir uns die RAW größen in den verschiedenen Modi an, in dem Fall an der Sony A7R V:

  • Unkomprimiert / Nicht komprim. – 121 MB
  • Verlustfrei komprimiert / VerlustfKom(L) – 87 MB
  • Komprimiert / komprimiert – 66 MB

Je nach Kamera schwanken die Dateigrößen natürlich. So als Faustregel kannst du nach meiner Erfahrung bei Sony sagen komprimiert ergibt ein Megapixel ca. 1 MB.

24 Megapixel Kameras erzeugen um die 26 MB, 50 Megapixel um die 52MB und hier halt 61 Megapixel ergeben ca. 66 MB. Unkomprimiert verdoppelt sich ca. die Dateigröße der Aufnahmen.

 

Spannend für Serienbilder!

Aber mittlerweile kosten selbst riesige Speicherkarten nicht die Welt. Warum sollte uns der Speicherplatz da nicht egal sein?

Serienbilder ist hier der Stichpunkt! So hat deine Kamera einen festen Zwischenspeicher und hat auch eine maximale Datenrate mit welcher diese auf eine Speicherkarte schreiben kann.

Haben wir wie bei der A7R V maximal 10 Bilder/s, dann wären dies 1,21 GB pro Sekunde unkomprimiert aber “nur” 660 MB pro Sekunde komprimiert.

Dabei erreicht aber beispielsweise die A7R V gar nicht die 10 Bilder/s im unkomprimierten oder verlustfrei komprimierten Zustand! Hier kommt diese lediglich auf +- 7 Bilder/s. Nur im komprimierten Modus erreichen wir 10 Bilder/s.

Dies wirkt sich auch alles auf die Anzahl an Bildern aus die gemacht werden können bis der Buffer der Kamera voll ist und diese das Tempo massiv im Serienbild Modus drosselt.

Unkomprimiert könnten wir 52 Bilder machen, Verlustfrei-Komprimiert 83 und komprimiert 114.

Dies ist schon ein signifikanter Unterschied und kann helfen den richtigen Moment zu treffen.

 

Test Kamera

In diesem Test nutze ich die Sony A7R V. Allerdings lassen sich die Ergebnisse für alle halbwegs aktuellen Sony Kameras übernehmen.

 

“VerlustfKom”

Die VerlustfKom Option gibt es in drei Unter Optionen “L”, “M” und “S”. M und S reduzieren deine Bildqualität, daher solltest du diese Optionen nicht wählen.

Hierbei wird die Auflösung deiner Bilder reduziert. Im Falle der A7R V:

  • L = 60,217 Megapixel
  • M = 25,958 Megapixel
  • S = 15,054 Megapixel

Entsprechend solltest du die verlustfrei komprimierte M und S Version vermeiden!

 

Unterschied bei der Bildqualität, bei normalem Licht

Werfen wir einen ersten Blick auf Vergleichsbilder, unkomprimiert und komprimiert, da zwischen diesen beiden Stufen der größte Unterschied zu sehen sein sollte.

Starten wir mit Bildern, die ich bei der richtigen Belichtung aufgenommen habe.

(Links Unkomprimiert, Rechts Komprimiert)

(Links Unkomprimiert, Rechts Komprimiert)

Hier können wir es an sich kurz machen, ich sehe keinen Unterschied! Selbst bei 1600% Zoom, kann ich zwar leichte Unterschiede bei der Pixelstruktur erkennen, aber nichts, was eindeutig besser oder schlechter wäre.

Hierbei spielt auch der ISO Wert keine Rolle, ich konnte keine Unterschiede entdecken. Fast etwas überraschend, da wir hier nur mit der halben Dateigröße arbeiten und es praktisch keine Unterschiede gibt.

 

Unterschiede bei Über- oder Unterbelichtung?

Es ist aber sehr gut möglich, dass Sony Daten in Bildbereichen spart, die wir nicht mit bloßem Auge erkennen können und die nur bei heftiger Bearbeitung zum Vorschein kommen könnten.

„Originalbild“

Hierfür habe ich Bilder massiv über- oder unterbelichtet und dann später versucht, via Adobe Lightroom die Belichtung auf ein normales Maß anzupassen.

(Links Unkomprimiert, Rechts Komprimiert)

(Links Unkomprimiert, Rechts Komprimiert)

Offen gesagt, ich sehe hier keine Unterschiede! Es tauchen keine Artefakte auf und auch die Dynamik scheint in keiner Weise beeinflusst zu sein. Die Bilder sind schlicht und ergreifend identisch zu nutzen und unterscheiden sich wenn lediglich durch minimalste Schwankungen, welche sich aber nicht in die Kategorie besser oder schlechter einordnen lassen

(Links Unkomprimiert, Rechts Komprimiert)

(Links Unkomprimiert, Rechts Komprimiert)

Selbst mit einer verrückten Unterbelichtung bei ISO 12800 ist wenn höchstens ein minimaler Unterschied zu sehen. Tendenziell gefällt mir hier aber die komprimierte Version fast besser. Diese scheinen einen Hauch “sauberer” zu sein. Nicht, dass dies bei diesem Bild groß eine Rolle spielt.

Aber du kannst sehen, selbst in absoluten extrem Situationen scheint es keine Unterschiede zwischen unkomprimierten und komprimierten Sony RAWs zu geben. Zumindest keine Unterschiede, die ich in meinem Test zeigen konnte.

 

Fazit: Unkomprimiert oder komprimiert?

Wir Fotografen scheuen uns natürlich immer etwas davor, eine “komprimierte” Option zu wählen. Wollen wir komprimierte Bilder, dann könnten wir ja auch gleich JPG anstelle von RAW fotografieren.

Allerdings im Falle von Sonys RAW unkomprimiert vs. komprimiert ist es nicht so einfach. Das Ergebnis ist hier fast etwas unbefriedigend, aber ich konnte keine Unterschiede in meinem Test nachweisen!

In Alltagssituationen gibt es praktisch keinen Unterschied zwischen unkomprimierten und komprimierten RAW bei Sony. Selbst in gekünstelten Situationen, extrem überbelichtet, extrem unterbelichtet, dies bei extrem ISO Werten usw. gab es effektiv keine Unterschiede!

Bei extrem hohen ISO (12800) und einer extremen Unterbelichtung meine ich einen leichten Unterschied erkannt zu haben, aber tendenziell zugunsten der komprimierten RAW Version! Diese hatte vielleicht einen Hauch mehr erkennbare Details, wäre aber dennoch unnutzbar aufgrund der extremen Situation.

Verlustfreies Komprimieren hat entsprechend auch keinen negativen Einfluss auf die Bildqualität.

Daher meine Empfehlung:

Machst du Serienbilder, dann kannst du unbesorgt komprimiertes RAW bei Sony nutzen. Dein Buffer hält viel länger und du musst dich später mit geringeren Datenmengen rumzuschlagen.

Aber selbst bei Einzelbildern macht nach meinen Tests komprimiertes RAW mehr Sinn. Es hat schon einen Grund, dass Sony dieses von Haus aus eingestellt hat. Der einzige Grund, aus meiner Sicht, unkomprimiertes RAW zu nutzen, ist für das gute Gefühl, das absolute Maximum an theoretischer Qualität zu haben, auch wenn es in der Praxis nach all meinen Tests keinen Unterschied macht.

Persönliche Anmerkung, ich fotografiere seit Jahren nur komprimiertes RAW mit meinen Sony Kameras und nach diesem Test plane ich das auch nicht zu ändern.