Start Blog Seite 77

3x 4K Monitore via Thunderbolt dank DisplayLink, Sonnet Echo 13 Triple 4K Display Dock im Test

0

Du hast ein Notebook und möchtest mit diesem viele Displays komfortabel verbinden? Dann brauchst du ein Thunderbolt Dock! Aber nicht irgendein Thunderbolt Dock, denn oftmals sind diese beispielsweise auf ein Display mit 4K 60 Hz limitiert, beispielsweise im Zusammenspiel mit den Apple MacBook Pro M Modellen.

Sonnet bietet mit dem Echo 13 Triple 4K Display Dock nun ein Dock, welches diese Limitierung aushebelt. So soll das Dock bis zu 3x 4K 60 Hz Monitore auch an USB 4 Geräten und dem MacBook Pro M1/M2 Modellen erlauben.

Hinzu kommen natürlich diverse USB Ports, ein LAN Port, Kartenleser usw.

Wollen wir uns das Sonnet Echo 13 Triple 4K Display Dock doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Sonnet für das Zuverfügungstellen des Docks für diesen Test!

 

Das Sonnet Echo 13 Triple 4K Display Dock im Test

Mit 24,3 x 10,6 x 3,3 cm ist das Echo 13 eine klassische Desktop-Dockingstation. Spannenderweise ist diese aber im Gegensatz zur Echo 20 komplett aus Kunststoff gefertigt.

Dies ist eher außergewöhnlich für ein Thunderbolt Dock, denn normalerweise nutzen hier die meisten Modelle Metall für eine bessere Wärmeabfuhr.

Ansonsten macht das Dock aber grundsätzlich eine gute Figur. Dieses richtet sich bei seinem Design aber klar eher an Businesskunden.

 

Die Anschlüsse

Das Echo 13 hat seine Anschlüsse über Front und Rückseite verteilt.

So finden wir auf der Front:

  • 1x Kopfhörer Ausgang
  • 1x Mikrofon Eingang
  • 1x SD Kartenleser
  • 1x USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit

Ich hätte mir vielleicht noch zusätzlich einen USB A Port auf der Front gewünscht, aber abseits davon sieht das schon gut aus!

Auf der Rückseite haben wir:

  • 3x HDMI 2.0
  • 3x DisplayPort 1.2
  • 1x Gbit LAN
  • 4x USB A 3.0 5 Gbit
  • 1x Thunderbolt 4 Eingang

Das Auffälligste sind hier natürlich die Monitor-Anschlüsse. Wir haben gleich 3x HDMI und DisplayPort. Allerdings musst du dich hier entscheiden, ob du bei jedem Set den HDMI oder den jeweiligen DisplayPort nutzen möchtest.

Im Maximum kannst Du also “nur” 3 Monitore anschließen. Zudem haben wir noch einige USB 3.0 Ports und Gbit LAN.

Dieses Dock fokussiert sich schon etwas auf die Monitor-Anschlüsse. Die anderen Ports sind eher eine “Zugabe” und abseits des 10Gbit USB C Ports auf der Front eher Standardkost.

 

100W / 96W Power Delivery

Das Echo 13 bietet laut Sonnet eine Leistung von 100W mit der ein Notebook versorgt werden kann. Laut meinem Power Delivery sind es allerdings nur 96W. Ob dies richtig ist oder ein Auslesefehler kann ich nicht sagen.

 

Thunderbolt und USB 4

Das Echo 13 ist ein Thunderbolt bzw. USB 4 Dock. Normalerweise können via Thunderbolt bis zu 2 Monitore über ein Dock angeschlossen werden und via USB 4 einer.

Entsprechend kannst du bei den neueren MacBooks auch nur einen Monitorausgang via Dock pro USB C Port anbinden.

Dieses limit wird aber beim Echo 13 ausgehebelt, das Dock funktioniert also via USB C und Thunderbolt 4 identisch.

 

Wie funktionieren die Display Anschlüsse?

Sonnet trickst bei den Display Anschlüssen etwas. So ist Display 1 direkt mit deinem PC/Notebook verbunden, wie bei einem normalen Thunderbolt oder USB C Dock.

Anschluss Nummer 2 und 3 nutzen hingegen die “DisplayLink” Technologie. Mehr zu DisplayLink: https://en.wikipedia.org/wiki/DisplayLink

Im Kern ist im Echo 13 eine weitere Grafikkarte integriert, welche Monitoranschluss 2 und 3 ansteuert. Diese Grafikkarte ist natürlich recht Basic und nicht wirklich für 3D Anwendungen usw. geeignet bzw. nutzt dann deine primäre Grafikkarte zur Bildberechnung.

Diese Monitore sind halt als “neben” Monitore gedacht und eignen sich hier auch völlig. Allerdings sind auch Dinge wie 4K Video-Wiedergabe usw. kein Problem.

Auf diese Art kannst du bis zu 3 Monitore beispielsweise mit deinem MacBook verbinden.

 

Die USB Ports

Der USB C Port auf der Front ist ein recht mächtiger Port, welcher laut Sonnet 10Gbit Geschwindigkeit, wie auch bis zu 20W Leistung bieten soll.

Und ich kann beides bestätigen! So bietet der Port nach dem USB PD Standard wahlweise 5V/3A oder 9V/2,22A.

Eine externe SSD erreichte an dem USB C Port rund 900 MB/s lesend und 788 MB/s schreibend, was Werte sind die soweit passen, wenn auch eher am unteren Ende.

USB C 10 Gbit

Die USB 3.0 Ports sind hingegen ganz klassische USB 3.0 Ports ohne spezielle Power Delivery Eigenschaften usw.

USB A

Diese erreichten bei mir bis zu 399 MB/s lesend wie auch 359 MB/s schreibend. Probleme mit externen Laufwerken, USB Sticks, Tastaturen und Funkempfänger gab es in meinem Test an diesen Ports keine. Diese verhielten sich sehr unproblematisch.

 

UHS-II SD Kartenleser

Im Echo 13 steckt ein SD 4.0 Kartenleser, welcher schnelle UHS-II Speicherkarten unterstützt, laut Sonnet mit bis zu 320 MB/s.

Im Test erreichte der Kartenleser mit der Kingston Canvas React Plus satte 299 MB/s lesend und 289 MB/s schreibend. Damit ist dies ein sehr schneller Kartenleser!

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Docks schwankt ja nachdem was du mit diesem machst. Lädst du mit dem Dock dein Notebook? Dann steigt der Stromverbrauch natürlich entsprechend an.

Allerdings so als Faustwerte, das Echo 13 benötigt 0,7W im Leerlauf, ohne irgendwelche angeschlossenen Geräte.

Mit einem angeschlossenen Notebook (das aber nicht geladen wird), benötigt es ca. 5W. Dies sind beides keine schlechten Werte!

 

Fazit

Dein Notebook hat zu wenige Display Anschlüsse und dir reichen die 1-2 zusätzlichen Anschlüsse die ein normales Thunderbolt Dock bieten kann nicht aus?

Dann bist Du beim Sonnet Echo 13 Triple 4K Display Dock an der richtigen Adresse!

Das Dock kann an jedes Thunderbolt 3/4 wie auch USB 4 Notebook drei Zusätzliche Monitore mit 4K 60 Hz anbinden.

Hier bedient sich Sonnet eines Tricks, so ist nur einer der drei Ports wirklich direkt mit deinem Notebook verbunden. Die beiden anderen Ports hängen an einer zusätzlichen Grafikkarte, welche im Dock verbaut ist. Diese hat natürlich keine Leistung, sondern ist halt nur für eine Displayausgabe zuständig. Effektiv passt das aber, beispielsweise 4K Videos lassen sich problemlos wiedergeben und generell alle Aufwendigen Berechnungen werden von deiner Primären Grafikkarte getätigt und an die zusätzliche Grafikkarte bzw. Grafikadapter weitergereicht.

Dies erlaubt es halt dem Dock für mehr Monitorausgänge zu sorgen, als es eigentlich bei Thunderbolt oder USB 4 möglich wäre.

Hinzu kommt eine gesunde Anzahl an USB 3.0 Ports, wie auch USB C 10Gbit, einem flotten Kartenleser und natürlich der Möglichkeit dein Notebook mit bis zu 100W zu laden.

Das Kernthema des Echo 13 bleiben aber die Monitor-Anschlüsse. Willst du drei weitere Monitore mit deinem Notebook verbinden, dann gehört dies zu einem der wenigen Docks die dies erlauben!

Test: Dell XPS 13 Plus 9320, spektakuläres Design aber dennoch gut im Alltag?

0

Dell hat vor einiger Zeit seine XPS 13 Notebook Serie in zwei geteilt. Wir haben einerseits das “klassische” Dell XPS 13, wie aber auch das Dell XPS 13 Plus.

Das Dell XPS 13 Plus setzt auf ein etwas futuristisches Design, bei dem selbst Dell vielleicht unsicher ist, wie gut dies bei der Kundschaft ankommt, daher vielleicht die Zweiteilung der XPS 13 Serie.

So sind beim XPS 13 Plus 9320 vor allem die Eingabegeräte stark verändert! Wir haben ein Trackpad das nahtlos in der Handballenauflage integriert ist, wie auch eine fast schon einmalige Tastatur.

Hinzu kommt der etwas gehobene Preis verglichen mit dem Basis-Modell. Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut das Dell XPS 13 Plus 9320 abschneidet und bei mir als Fan der alten XPS 13 Serie ankommt.

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des XPS 13 Plus für diesen Test.

 

Das Dell XPS 13 Plus 9320 im Test

Ganz klar gesagt, das XPS 13 Plus ist ein super schönes und wertiges Notebook! Äußerlich ist dieses komplett aus Aluminium gefertigt.

Innerlich haben wir eine Mischung aus Kunststoff bei der Tastatur und eine Handballenauflage die komplett aus einem matten Glas gefertigt ist! Ja, wir haben eine Glas Handballenauflage, in welcher auch das Trackpad nahtlos integriert ist.

Diese Handballenauflage fühlt sich auch toll an. Wir haben hier eine leicht matte Textur und die vordere Kante ist relativ weich. Wunderbar!

Auch die allgemeine Konstruktion des Notebooks ist toll. Es ist stabil, massiv und wertig!

Ebenso ist dieses mit gerade einmal 15,28 mm Dick und damit sogar noch etwas schlanker als das Apple MacBook Pro 13 (15,6 mm).

Mit 1,23 Kg ist das XPS 13 Plus nicht super leicht für einen 13 Zöller, aber auch nicht zu schwer. Aber erneut ist dieses leichter als das MacBook Pro 13 M2, welches 1,4 Kg auf die Waage bringt.

 

Fast keine Anschlüsse

Sicherlich eine Besonderheit, über die wir streiten können, sind die Anschlüsse. Neben Apple war Dell beim XPS 13 einer der ersten Hersteller, der komplett auf USB A Ports verzichtet hatte.

So besitzt das ​​XPS 13 Plus genau 2x USB-C Ports.

  • 2x USB C Thunderbolt 4

Das war es! Es gibt nicht mal mehr einen Kopfhörer/Headset Anschluss. Immerhin legt Dell entsprechende Adapter bei, dennoch ist dies schon sehr minimalistisch.

Immerhin sind die USB C Ports Thunderbolt 4 Ports, bieten also die bestmögliche Flexibilität und Leistung die im USB C Format derzeit möglich ist.

Dennoch im Alltag wirst du kaum um ein USB C Dock herumkommen.

 

Ein spektakuläres Trackpad

Das Trackpad des XPS 13 Plus ist sicherlich einer der auffälligsten Punkte an diesem Notebook. Dieses ist komplett unsichtbar und nahtlos in der Handballenauflage des Notebooks integriert.

So kannst du auch nicht sehen, wo es beginnt und wo es endet!

Im ersten Moment mag dies wie ein großer Nachteil erscheinen, und es ist auch eine fragwürdige Design-Entscheidung, aber man gewöhnt sich recht schnell daran.

So ist das Trackpad relativ groß und man entwickelt einfach ein Gefühl dafür, wo es beginnt und endet. Daher ist dies für mich nach etwas Nutzungszeit des Notebooks kein wirklich negativer Punkt mehr.

Auch ist das Tracking und das Gefühl des Trackpads am Finger einfach extrem gut! Kurzum, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann top!

 

Die Tastatur

Die Tastatur ist der zweite ungewöhnliche Punkt am Dell XPS 13 Plus. So setzen mittlerweile 99% aller Notebooks auf Tastaturen im Chiclet Stlye.

Heißt, die Tasten sind klar voneinander getrennt. Beim XPS 13 Plus sind die Tasten hingegen direkt aneinander angrenzend und entsprechend auch sehr groß!

Auf den ersten Blick erneut gewöhnungsbedürftig, aber an dies habe ich mich noch schneller gewöhnt als an das Trackpad. Ich kann zwar nicht eindeutig sagen ob ich diesen Style der Tastatur besser oder schlechter finde (vermutlich mag ich den normalen Chiclet Style etwas mehr), aber qualitativ ist hier nichts auszusetzen.

Dies ist eine erste Klasse Tastatur! Das Tippgefühl, der feste Anschlag und allgemein die Taster sind Spitzenklasse. Dell baut die aus meiner Sicht besten Tastaturen in Notebooks und das bestätigt sich auch wieder beim XPS 13 Plus!

Allerdings verzichtet das Notebook auf F Tasten! Anstelle dessen haben wir einige Media-Touch Tasten (wie auch eine Touch ESC Taste) oberhalb der Tastatur, was sicherlich für einige Nutzer eine Einschränkung sein kann.

 

Display, immer hervorragend!

Das Dell XPS 13 Plus verfügt , wie der Name schon sagt, über ein 13 Zoll Display. Im Gegensatz zum normalen XPS 13 ist dies aber ein 16:10 Display. Dieses ist also etwas höher und besitzt entsprechend mehr Bildfläche.

Derzeit bietet Dell das XPS 13 Plus mit vier verschiedenen Display Optionen an.

  • FHD+-Display (1.920 x 1.200), 60 Hz, 500 cd/m², ohne Touchfunktion
  • FHD+-Display (1.920 x 1.200), 60 Hz, 500 cd/m², mit Touchfunktion
  • 3,5K-OLED-Display (3.456 x 2.160), 60 Hz, 400 cd/m², mit Touchfunktion
  • UHD+-Display (3.840 x 2.400), 60 Hz, 500 cd/m², mit Touchfunktion

Hier hast Du die Qual der Wahl, denn alle Display Optionen sind hervorragend!

Tendenziell würde ich mich hier zwischen den Full HD Displays und dem OLED entscheiden. Willst du ein gutes Bild, hohe Helligkeit und die maximale Akkulaufzeit, dann nimm eins der Full HD Displays.

Full HD auf 13 Zoll sieht ausreichend scharf aus und Dells Full HD Display gehört auch ansonsten qualitativ zu den Besten auf dem Markt.

Willst du wirklich intensiv Foto/Video Bearbeitung auf dem Notebook tätigen, dann könnte das 3,5K OLED oder 4K UHD Display Sinn machen.

Beide kommen aber mit einem deutlichen Einschnitt in der Akkulaufzeit daher. So wirbt Dell mit 13 Stunden Laufzeit mit dem Full HD Display und 7 Stunden mit OLED oder UHD!

Ja, die großen Display Optionen kosten dich laut Dell fast die Hälfte der Akkulaufzeit.

Ich habe hier aber das XPS 13 Plus mit OLED Display und ja es sieht immerhin fantastisch aus wenn es schon recht viel Akku frisst.

Das Display ist unheimlich scharf, wunderbar klar und die Farben sind einfach hervorragend! Dank des herausragenden Kontrastes haben OLED Displays auch immer fast schon einen dreidimensionalen Effekt.

Allerdings muss ich aus Erfahrung dazu sagen, dass der Unterschied bei 13 Zoll zwischen dem OLED und UHD Panel vermutlich recht klein sein wird, ich würde aber tendenziell das OLED Panel vorziehen.

Auf Seiten der Messwerte kommen wir auf fantastische 100% sRGB, 96% AdobeRGB und 100% DCI-P3 Farbraumabdeckung, was extrem stark ist! Hinzu kommt eine sehr gute Kalibrierung mit einem Delta E von 0,96!

Die Helligkeit liegt bei 392 cd/m². Nicht überragend, aber für eine Indoor Nutzung oder draußen im Schatten ausreichend.

 

Spitzen Lautsprecher!

Die Lautsprecher im XPS 13 Plus gehören ganz klar zu den besten, die du in einem 13 Zoll Notebook finden kannst! Höchstens das MacBook Pro 13 ist noch ein Stück besser.

Aber allgemein hat das XPS 13 Plus einen unheimlich vollen und kräftigen Klang mit tollem Volumen für so ein kleines Notebook.

 

Nur SSD Aufrüstbar

Wie leider bei den meisten kompakten 13 Zoll Notebooks ist auch beim XPS 13 Plus der Arbeitsspeicher und die WLAN Karte fest verbaut. Diese kannst dU nicht nachträglich austauschen.

Lediglich die SSD ist eine normale M.2 2280 SSD und würde sich aufrüsten lassen.

 

Nimm 16GB oder 32GB!

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis. Dell bietet das XPS 13 Plus mit 8GB, 16GB und 32GB RAM an.

Bitte nimm minimum 16 GB RAM! Willst du Foto/Video-Bearbeitung machen, nimm sogar besser 32GB.

Auch wenn es hart klingt, 8GB RAM würde das XPS 13 Plus aus meiner Sicht fast direkt zu Elektroschrott machen. So etwas ist in einem 1000€+ Notebook nicht zu rechtfertigen.

Der Sprung von 8 GB zu 16 GB kosten faire 60€, mach das!

Und an Dell, spart Euch doch die 8 GB Version… Der preisliche Unterschied ist so derartig gering, das wird keinen Kunden abhalten das Notebook zu kaufen und verhindert das jemand einen Fehlkauf tätigt.

 

Die Leistung

Im XPS 13 Plus steckt derzeit entweder der Intel Core i5-1340P oder der Intel Core i7-1360P. Bei beiden Prozessoren handelt es sich um 4+8 Kerner, wir haben also satte 12 “echte” Kerne.

Allerdings handelt es sich hierbei um einen Prozessor der mittleren Leistungsklasse. Was soll das heißen?

Moderne Prozessoren werden oft je nach Leistungsaufnahme gruppiert. In Notebooks gibt es hier grob gesagt drei Stufen, 15W Chips, 25/28W Chips und 45W Chips.

So gibt es beispielsweise Intel Prozessoren der 13. Generation in allen drei Leistungsklassen. Im Kern handelt es sich hier um die gleichen Chips, nur je mehr Leistung diese aufnehmen dürfen, umso höher können diese takten umso mehr Leistung haben wir.

Sowohl der i5-1340P wie auch der i7-1360P dürfen im XPS 13 Plus 28W aufnehmen. Wir haben hier also ein Notebook der mittleren Leistungsklasse, was aber im Bereich der 13 Zoll Notebooks das so ziemlich beste ist, was du finden kannst.

Willst du das Maximum an CPU Leistung, dann musst du zu einem 15/17 Zöller greifen, wo meist die “großen” 45W Prozessoren verbaut sind.

Daher wirst du das XPS 13 Plus, obwohl hier der größte Intel Prozessor verbaut ist der für diese Klasse an Notebook vorgesehen ist, eher im Mittelfeld der Tests finden.

Für ein super schlankes 13 Zoll Notebook bietet das XPS 13 Plus eine wirklich hervorragende Leistung, welche problemlos für Foto und auch Video-bearbeitung im Alltag ausreicht.

Fürs Gaming ist das XPS 13 Plus nicht oder nur sehr bedingt geeignet! Wir haben hier nur die Intel Iris Xe Grafikkarte, welche fest im Prozessor integriert ist. Diese kann nicht mit gesonderten Lösungen von Nvidia oder AMD mithalten, reicht aber für normale Alltagsanwendungen und Foto/Video Bearbeitung aus.

 

SSD von Samsung

In meinem Dell XPS 13 Plus steckt die Samsung PM9A1 SSD mit 512GB Speicher. Die SSDs in Notebooks können etwas schwanken, je nach Produktionsdatum.

Bekommst du aber ein XPS 13 Plus mit der Samsung PM9A1, dann kannst du dich zufrieden zeigen! Denn hinter dem Namen PM9A1 versteckt sich im Kern eine Samsung 980 Pro, nur für OEM Hersteller.

Diese erreichte im Test ordentliche 6791 MB/s lesend und 5094 MB/s schreibend. Hier gibt es also nichts zu meckern.

 

Akkulaufzeit

Im XPS 13 Plus steckt ein 55 Wh großer Akku, was eine typische Größe für ein 13 Zoll Notebook ist.

Wie bereits im Display Teil erwähnt, hat das Display einen massiven Einfluss auf die Akkulaufzeit des XPS 13 Plus! Folgende Daten nennt hier Dell je nach Displayoption:

  • 13 Stunden mit dem Full HD Display
  • 7 Stunden mit dem UHD oder OLED Display

Damit wählst du schon beim Display ob du ein Notebook mit überdurchschnittlicher Akkulaufzeit oder durchschnittlicher Laufzeit bekommst.

Ich habe hier die Version mit OLED Display, welche laut Dell auf 7 Stunden kommen soll.

Allerdings kann ich die 7 Stunden nicht ganz bestätigen. In der Praxis kommen wir eher auf +- 5 Stunden. 7 Stunden sind machbar, aber vermutlich nur wenn du recht dunkle Bildschirminhalte hast.

Es ist ganz klar zu empfehlen, wenn du die OLED Version wählst den “Dark” Modus einzuschalten! Dieser spart hier deutlich Energie.

 

Fazit

Das Dell XPS 13 Plus ist ein wunderschönes und auch empfehlenswertes Windows Notebook!

Dell hat hier sehr viel Richtig gemacht und das gilt sogar für den Preis! Das Gehäuse ist extrem wertig und schick! Die Display Optionen gehen bei gut los und enden bei herausragend. Gerade das OLED Display sieht wunderschön aus!

Auch die Eingabegeräte, wenn auch gewöhnungsbedürftig, sind qualitativ top! Dies gilt für das versteckte Trackpad, wie auch für die Tastatur. Gerade die Glas Handballenauflage konnte mich voll überzeugen! Diese fühlt sich einfach, wertig und gut an. Sogar die Lautsprecher sind Spitzenklasse!

Leistungstechnisch ist das XPS 13 Plus für seine Klasse gut, wenn nicht sogar sehr gut, aber kann dennoch auch nicht ganz mit den großen 15/17 Zöllern mithalten. Dies ist aber für ein super schlankes 13 Zoll Notebook nicht unerwartet.

Allerdings, ist das XPS 13 Plus schon Kühlungstechnik mehr an der Grenze als beispielsweise das Huawei MateBook Pro X mit der gleichen CPU. So ist das XPS 13 Plus zwar nicht besonders laut, aber erwärmt sich merklich! Dennoch gibt es an der Leistung an sich nichts zu bemängeln, das Plus verhält sich hier weiterhin überdurchschnittlich gut für ein Notebook seiner Klasse.

Wenn ich aber wirklich etwas kritisieren müsste, neben der vielleicht sehr eingeschränkten Anschlussausstattung, wäre es die Akkulaufzeit.

Willst du eine gute Akkulaufzeit? Dann nimm nicht das OLED Display! Hier kommt das XPS 13 Plus gerade einmal auf 5-6 Stunden. Mit dem normalen Full HD Display, ist rund das doppelte zu erwarten.

Etwas schade, aber OLED ist leider in Notebooks ein großer Akkufresser, gerade wenn das Notebook keinen riesigen Akku mitbringt. Vielleicht ist also die Version mit Full HD Display die bessere Wahl, zumal das Full HD Display auch sehr gut aussieht.

Zum Abschluss kommt aber noch ein sehr wichtiger Punkt hinzu und das ist der Preis. Mit Full HD Display, i5 und 16GB RAM, also einer gut nutzbaren Konfiguration liegt das Dell XPS 13 Plus zum Zeitpunkt des Test bei 1299€. Nicht wenig Geld, aber auch nicht zu viel!

Das Huawei MateBook X Pro ist in einigen Punkten besser als das XPS, aber auch in einigen schlechter. Das Huawei MateBook X Pro kostet 2200€. Ein Apple MacBook Pro 13 M2 mit ähnlicher ausstattung (im Bereich Akku und Leistung vielleicht etwas besser) liegt bei +- 1800€.

Von daher halte ich das Dell XPS 13 Plus in der Standardausstattung mit 16GB (oder 32GB) RAM für eine wirklich gute und empfehlenswerte Wahl! Würde ich derzeit ein 13 Zoll “Premium” Notebook suchen, würde ich zu diesem auch aufgrund der guten Preis/Leistung greifen.

Dell XPS 13 Plus 9320
POSITIV
Sehr schickes Design
Hochwertige Verarbeitung
Gute CPU Leistung
Herausragendes Display
Sehr gute Lautsprecher
Gute Tastatur
Gutes (aber gewöhnungsbedürftiges) Trackpad
Fairer Preis
Sehr schön kompakt und leicht
NEGATIV
Nur 2x USB C Ports
Akkulaufzeit des OLED Modells schwach
90

Test: Tranya Nova, Bluetooth Ohrhörer mit dem Qualcomm QCC3072 Chipsatz

Tranya bietet mit den Nova spannende True Wireless Ohrhörer. So setzten diese auf große 12 mm Treiber und den Qualcomm QCC3072 Chipsatz.

Letzterer soll nicht nur eine gute Signalqualität bieten, sondern bringt auch Unterstützung für den aptX-Standard mit.

Zudem haben wir eine Unterstützung für Bluetooth 5.3, 36 Stunden Akkulaufzeit und besonders niedrige Verzögerung. Natürlich ist auch ANC mit an Board.

Auf dem Papier lesen sich die Tranya Nova also gar nicht so übel! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Gute technische Daten müssen nicht zwingend auch guten Klang ergeben, oder?

Finden wir genau dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Tranya für das Zurverfügungstellen der Nova für diesen Test!

 

Die Tranya Nova im Test

Optisch sind die Nova sehr schicke Ohrhörer! So setzten diese, wie auch die Ladebox, auf eine schöne Hochglanz Oberfläche.

Gerade die Ohrhörer wirken durchaus edel! Fingerabdrücke sind erstaunlicherweise hier auch kein allzu großes Problem, allerdings erwarte ich, dass die Ladebox auf Dauer etwas zerkratzen wird.

Erfreulicherweise ist die Ladebox aber angenehm kompakt. Fast etwas erstaunlich, denn die Ladebox hat einen vergleichsweise großen Akku und kann auch kabellos geladen werden! Alternativ zum kabellosen Laden steht natürlich ein USB C Port auf der Unterseite zur Verfügung.

Die Ladebox kann die Ohrhörer unterwegs ca. 3x laden. Insgesamt kommen wir so auf eine Laufzeit (laut Hersteller) von bis zu 36 Stunden. Nach meiner Erfahrung vielleicht etwas optimistisch, so spricht der Hersteller von 9 Stunden pro Ladung, was ich so ganz mit ANC nicht erreichen konnte. Ich würde hier bei lauterer Musik mit 5+ Stunden praktisch rechnen.

Die Ohrhörer setzten auf den “Steg” Formfaktor. Bei diesem ragt, ähnlich wie bei den Apple AirPods, an den Ohrhörern ein kleiner Steg herunter, in dem diverse Elektronik untergebracht ist. Im Gegensatz zu den normalen Apple AirPods nutzen die Tranya Nova aber Silikon Aufsätze für eine bessere Versiegelung des Ohrs.

Gesteuert werden die Ohrhörer über eine Touch Empfindliche Rückseite.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Tranya Nova ist gelungen. Dies sind recht “klassische” in-Ears mit einer gut gewählten Form und Größe.

So würde ich den Tragekomfort mit einer “2” bewerten. Die Nova sind in diesem Punkt einfach unauffällig gut.

 

ANC

Wie fast alle modernen true Wireless Ohrhörer bringen auch die Tranya Nova ANC mit. Aktives Noise Cancelling ist mittlerweile kein so großes Hexenwerk mehr wie vor ein paar Jahren.

So bringt der Qualcomm QCC3072 Chipsatz beispielsweise Unterstützung für hybrid ANC mit.

Entsprechend ist das ANC in den Nova auch ordentlich! Dieses macht einen guten Job einfache Geräusche wie Surren/Brummen zu filtern. Dabei produziert dies keine störenden Nebengeräusche.

Ich würde sagen für diese Preisklasse ein gutes, aber auch nicht völlig außergewöhnliches ANC.

 

Klang der Tranya Nova

Erfreulicherweise ist der Klang der Tranya Nova sehr gut! So haben die Ohrhörer generell einen recht “massigen” und mächtigen Klang, welcher aber dennoch nicht zu sehr in Extreme abdriftet.

Starten wir hier auch gleich mit dem Bass, denn dieser ist schon das Highlight an den Tranya Nova. Der Bass ist absolut gelungen mit einem tollen Tiefgang und Volumen! Hierdurch klingen die Ohrhörer sehr kräftig und satt. Gerade bei etwas mächtigerer Elektronischer Musik können die Nova schon brachial klingen.

Aber der Bass ist auch nicht übertrieben! Er ist von seiner Menge schon angehoben, aber auch nicht extrem. Ich würde die Tranya Nova noch nicht als “Bass-Bomber” bezeichnen, auch wenn der Bass schon etwas im Mittelpunkt steht.

Wie steht es um die Höhen und Mitten? Die Höhen sind an sich auch gelungen. Diese sind klar, sauber und ausreichend scharf. An diesen gibt es nichts auszusetzen. Allerdings sind die Ohrhörer ganz klar richtung Bass/Volumen ausgerichtet. So sind die Höhen gut, aber suchst du luftige und “locker/leicht” klingende Ohrhörer, dann bist du hier falsch! Die Nova haben eine gewisse Wucht im Klang. Allerdings klingen die Ohrhörer auch in keiner Weise matt oder dumpf, dafür sind die Höhen viel zu gut.

Die Mitten würde ich wiederum als unspektakulär und unauffällig bezeichnen. Stimmen werden in Musik gut dargestellt, allerdings für Hörbücher wären diese auch nicht meine erste Wahl.

Die Detaildarstellung und generelle Klang Auflösung sind top! Hier stehen diese beispielsweise den Apple AirPod Pro 2 gar nicht so viel nach, allerdings sind die AirPod Pro 2 klanglich völlig unterschiedlich ausgerichtet.

So setzen die AirPods Pro 2 auf einen etwas neutraleren luftigeren Klang, die Tranya Nova hingegen tauschen etwas die Luftigkeit gegen Bass Volumen und Tiefgang ein. Allerdings sind die Nova auch wirklich keine “zu warmen” Ohrhörer. Hier hat Tranya gut die Balance getroffen und es nicht übertrieben.

 

Fazit

Wenn du true Wireless Ohrhörer mit einem mächtigen und voluminösen Klang in der unter 100€ preisklasse suchst, sind die Tranya Nova eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Wahl!

Die Ohrhörer machen einfach nichts falsch. So ist der Tragekomfort gelungen, das ANC ordentlich und natürlich auch der Klang gut! Hinzu kommt eine starke Akkulaufzeit und das praktische kabellose Laden.

Beim Klang setzen die Tranya Nova auf eine etwas kräftigere und sattere Note. So ist vor allem der Bass sehr rund und kräftig, aber nicht übertrieben. Die Höhen sind soweit sauber und gleichen den Bass in einem gewissen Rahmen aus, so dass die Nova nicht zu matt klingen.

Grundsätzlich haben diese aber eine etwas schwere Klangsignatur. Magst du also eine eher leichte Klangsignatur, dann bist du hier falsch.

Ansonsten sind aber die Tranya Nova wirklich gute ture Wireless Ohrhörer in der 60-80€ Preisklasse.

Ankers Flaggschiff Powerbank im Test, die Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W

Anker hat gegen Ende 2023 eine neue Powerbank Serie auf den Markt gebracht, die “Prime” Modelle. Das Flaggschiff stellt hier die Anker A1340 Prime 27.650mAh Powerbank mit 250W da!

Und die Powerbank liest sich unheimlich gut!

  • Satte 27650 mAh Kapazität
  • 140 W USB C Ports und eine maximale Ausgangsleistung von 250 W
  • Bluetooth und App Support
  • Bis zu 170W Eingangsleistung

Dies zu einem Preis von rund 190€. Nicht wenig, aber auf den ersten Blick für solch eine High End Powerbank auch nicht überzogen.

Wollen wir uns also einmal die Anker Prime 27.650mAh Powerbank näher im Test ansehen!

An dieser Stelle einfach mal vielen Dank an alle, die mich unterstützen, auch via Patreon! Den Anker wollte mir kein Testgerät zur Verfügung stellen, diese Powerbank wurde also aus der eigenen Tasche bezahlt.

 

Die Anker Prime 27.650mAh Powerbank im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich bei der Anker Prime 27.650mAh um eine “verbesserte” Version der Anker 737, welche schon auf ein ähnliches Design setzte.

So haben wir hier auch das außergewöhnliche, aber nicht unpraktische “Säulen-Design”.  So misst die Powerbank rund 160,5 x 57 x 49,5 mm und bringt 679g auf die Waage.

679g ist sicherlich nicht wenig, aber für eine High End Powerbank dieser Klasse auch nicht zu viel.

  • STORM 2 – 578g
  • 4smarts Graphene Pro UltiMag – 610g
  • Anker 737 (PowerCore 24K) – 632g
  • Anker Prime 27.650mAh – 679g

Zwar gibt es derzeit keine andere Powerbank mit diesen Leistungswerten, aber verglichen mit 100W+ Powerbanks können wir schon sehen, dass die Anker Prime 27.650mAh etwas schwerer ist, aber weiterhin im Rahmen bleibt.

Was das Design angeht, gibt es an der Powerbank erst einmal nichts auszusetzen! Wir haben auf der Front eine schwarze Hochglanzabdeckung, während das restliche Gehäuse aus silbernem Kunststoff mit Rillentextur besteht.

Unter der schwarzen Abdeckung ist ein kleines LCD Farbdisplay angebracht, zu diesem später mehr.

Das einzige was ich hier kritisieren könnte, wäre die Kratzanfälligkeit des schwarzen Kunststoffes. Abseits davon ist aber die Anker Prime 27.650mAh eine gut gebaute und wertige Powerbank.

 

Anschlüsse der Anker Prime 27.650mAh

Die Anker A1340  Prime 27.650mAh besitzt auf der Oberseite 3 Ports, 2x USB C und 1x USB A.

  • 2x USB C – 140W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • 1x USB A – Quick Charge und ??? – 5V/3A, 9V/2A, 10V/6,5A, 12V/1,5A

Die beiden USB C Power Delivery Ports können jeweils bis zu 140 W Leistung bieten! 140W? Ja wir haben hier schon den neuen Power Delivery Standard, welcher über 100W bereitstellen kann.

So haben wir neben den üblichen Power Delivery Stufen auch die neue 28V Stufe. Bisher gibt es sehr wenige Geräte welche diese Leistung voll nutzen, dies wären derzeit primär die großen MacBooks.

Dennoch ist aus Sicht der Zukunftssicherheit die hohe Leistung voll zu begrüßen! Natürlich kannst du auch an diesen Ports weiterhin normale Smartphones laden.

Etwas mysteriös ist der USB A Port. Dieser unterstützt den Quick Charge Standard und etwas „mysteriöses“, denn wir haben eine 10V/6,5A Stufe.

Es ist also gut möglich, dass diese Powerbank einen der “super schnell” Ladestandards von Huawei oder Oppo unterstützt. Leider steht nirgends nach welchem Standard die 10V/6,5A des USB A Ports möglich sind und ich habe keine entsprechenden Smartphones um dies praktisch zu testen. Mein Tipp, der Port unterstützt auch Huawei 65 W Super Charge oder sowas.

  • Aufladen – USB C Ports – 140W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • Aufladen – Charging Base – 100W – 21,5V/4,65A

Über die USB C Ports kann die Powerbank auch geladen werden! Ebenfalls mit bis zu 140 W bzw. du kannst sogar beide Ports gleichzeitig nutzen, um die Powerbank mit bis zu 170 W zu laden!

Zudem besitzt die Powerbank Kontakte auf der Unterseite für eine optionale Charging Base, welche die Powerbank mit bis zu 100W laden kann.

 

Bis zu 250W

Du kannst die Anker Prime 27.650mAh mit bis zu 250W entladen, über die drei Ports verteilt.

USB C 1 USB C 2 USB A
140W
140W 100W
140W 65W
140W 92W 18W

Hier kannst du sehen wie sich die Leistung der Ports verteilt, je nachdem welche du nutzt.

 

Tolles Display!

Auf der Front besitzt die Anker A1340 Prime 27.650mAh ein tolles Farbdisplay! Dieses zeigt dir viele informationen an, wie:

  • Akkustand in %
  • Ausgangsleistung/Eingangsleistung in Watt Port 1
  • Ausgangsleistung/Eingangsleistung in Watt Port 2
  • Ausgangsleistung/Eingangsleistung in Watt Port 3
  • Eingangsleistung in Watt Ladebasis
  • Verbliebene Lade/Entlade Zeit
  • Batteriegesundheit
  • Temperatur

Richtig toll! Dies ist ein hervorragendes Feature der Powerbank. Gerade wenn du irgendwelche Probleme hast oder das Gefühl, dass Geräte zu langsam laden, ist solch ein Display einfach nur praktisch!

 

Mit Bluetooth!

Ja die Anker A1340 Prime 27.650mAh hat Bluetooth integriert! Eine Powerbank mit Bluetooth sieht man auch nicht alle Tage.

So kannst du diese mit der Anker App verbinden. In der App kannst du die diversen Daten der Powerbank sehen, wie den aktuellen Ladestand, Eingangs/Ausgangsleistung usw.

Aber es gibt auch ein paar spannende Zusatzfunktionen!

Du kannst die Eingangs/Ausgangsleistung der Powerbank in einem gewissen Zeitraum künstlich limitieren um den Akku der Powerbank oder deiner Geräte langsamer und schonender zu laden.

Dies kannst du nach einem Zeitplan steuern, beispielsweise täglich von 00:00 bis 08:00.

Du verlegst oft deine Geräte? In der Anker Prime 27.650mAh ist ein Lautsprecher integriert! Dieser kann auf Wunsch piepen, damit du die Powerbank besser orten kannst.

 

Ein näherer Blick auf den USB A Port (mit UFCS Unterstützung)

Der USB A Port der Anker A1340 Prime 27.650mAh ist etwas mysteriös. So soll dieser Port bis zu 65W liefern, aber Anker und alle Medien, die ich gefunden habe, sagen nicht nach welchem Standard.

Ich vermute, es handelt sich hier um einen Standard der chinesischen Hersteller. Leider habe ich kein aktuelles Huawei oder OPPO Smartphone im Büro um dies genauer zu testen. Folgende Standards konnte ich allerdings mit meinen Messgeräten auslesen.

  • UFCS 40W (eventuell 65W)
  • FCP
  • SCP 22W
  • AFC
  • Quick Charge 3.0

Dass wir hier Quick Charge haben, ist keine große Überraschung. Der UFCS Standard hat mich etwas überrascht.

UFCS ist ein universeller Schnellladestandard der chinesischen Hersteller. Auf diesen haben sich Huawei, OPPO, Vivo und Xiaomi geeinigt. Quelle: https://consumer.huawei.com/ph/community/details/Huawei-OPPO-Vivo-and-Xiaomi-launched-the-UFCS-first-fast-charging-standard-of-China/topicId_134422/

Ich habe diesen in der Praxis bisher noch nicht in Aktion erlebt, aber er wird anscheinend mit bis zu 40W von der Anker A1340 Prime 27.650mAh unterstützt. Eventuell sind über diesen Standard auch die vollen 65W möglich.

Ich habe diesen Standard mit einem normalen 5 A Kabel getestet, da wir aber laut Anker 10V/6,5A haben, ist es möglich, dass für die vollen 65 W einfach ein anderes Kabel notwendig ist.

 

Mit PPS

Wie es sich für solch eine High End Powerbank gehört, unterstützt die Anker A1340 Prime 27.650mAh auf beiden USB-C Ports die PPS-Erweiterung.

  • USB C 1 / 2 – 5-21V bei bis zu 5A

Dies ist die volle und ziemlich perfekte PPS Range! Super! Damit kann die Powerbank auch Smartphones wie das S23 Ultra mit den vollen 45 W laden.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14 W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Konstant 100W, aber nicht 140W

Die Anker Prime 27.650mAh kann konstant 100 W über ihre USB C Ports ausgeben. Es gibt keine Temperaturprobleme oder andere Drosselungen.

Dies gilt allerdings nicht für 140 W! Die Powerbank konnte nur 140 W von 100% bis 25% ausgeben, unter 25% drosselte sich die Powerbank auf 100 W herunter.

 

Die Kapazität der Anker A1340 Prime 27.650mAh

Anker wirbt bei seiner Powerbank mit einer Kapazität von 27650 mAh. Ich teste die Kapazität von Powerbanks mit einer elektronischen Last und Messgeräten.

Folgendes konnte ich hier messen:

Wh mAh % der HA
9V/1A 71.801 19405 70%
9V/3A 79.688 21537 78%
20V/1A 77.836 21036 76%
20V/3A 81.496 22025 80%
20V/5A 70.914 19165 69%
28V/5A 61.675 16668 60%

Diese Werte sind leider weniger gut! Im Schnitt (wenn wir die 28V/5A Werte außen vor lassen, wo die Powerbank das Entladen vorzeitig stoppte) kommen wir lediglich auf +- 20600 mAh!

Dies ist sehr wenig für eine Powerbank, die mit 27650 mAh wirbt. Es ist normal, dass Powerbanks nicht ganz die Herstellerangabe erreichen, vor allem high end Modelle schwächeln hier aufgrund der aufwendigen Elektronik etwas. Aber lediglich +- 74% der Herstellerangabe ist kein gutes Abschneiden.

Eine Vermutung, die ich habe, wäre, dass die Anker A1340 sich nicht komplett entlädt. So funktioniert das Display und auch Bluetooth weiterhin, wenn die Powerbank 0% erreicht hat. Möglicherweise “reserviert” hier Anker einfach etwas Kapazität, um ein zu tiefes Entladen zu verhindern.

Umgekehrt weiß ich nicht ob die Powerbank wirklich bis 100% voll lädt, denn diese stoppt das Laden an einem USB PD Ladegerät sehr “plötzlich”, wie du später sehen kannst. Irgendwas ist hier merkwürdig.

Dennoch ist die Kapazität “ok”. Du wirst ein 13 Zoll Notebook, sofern du dieses nicht gleichzeitig nutzt, knapp einmal voll bekommen.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones ++
Realme Smartphones ++
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Im Kern ist die Anker A1340 Prime 27.650mAh für so ziemlich alle Geräte gut geeignet!

Dank der 140 W maximalen Ausgangsleistung hat die Powerbank genug Leistung für so ziemlich sämtliche via USB C aufladbaren Notebooks. Egal ob nun 16 Zoll MacBook oder 13 Zoll Dell XPS, die Anker A1340 ist universell hervorragend für Notebooks.

Überschätze nur nicht die Kapazität der Powerbank, denn diese ist an Notebooks schnell leer.

Dank der Mischung aus schnellem USB C Port und PPS ist die Powerbank auch für Smartphones von Samsung, Apple und Google universell ziemlich perfekt!

 

Laden der Anker A1340 Prime 27.650mAh

Du kannst die Powerbank (laut Anker) mit bis zu 140W laden! Schauen wir uns die Ladedauer der Anker A1340 an einem 140W und 100W Ladegerät an.

Spannend! Normalerweise sinkt das Aufladetempo von sämtlichen Lithium Ionen Akkus zum Ende des Ladevorgangs. Nicht so bei dieser Powerbank! Diese lädt effektiv konstant mit der vollen Geschwindigkeit und fällt beim Erreichen von 100% mehr oder weniger sofort auf 0. Dies macht das Laden der Powerbank extrem schnell!

  • An einem 100W Ladegerät dauert eine 0% auf 100% Ladung rund 54 Minuten.
  • An einem 140W Ladegerät dauert eine 0% auf 100% Ladung rund 38 Minuten.

WOW! Dies ist wirklich rekordverdächtig.

Natürlich kannst du die Powerbank auch an kleineren Ladegeräten laden, dann dauert aber der Ladevorgang entsprechend länger.

Kleine Anmerkung: ich finde dieses Verhalten merkwürdig, dass es keine Drosselung zum Ende des Ladevorgangs hin gibt. Im Zusammenhang mit der etwas niedrigen Kapazität würde es mich nicht wundern, wenn die Powerbank nicht zu 100% voll lädt, sondern das Anker (möglicherweise absichtlich) den Ladevorgang bei 90% oder so stoppt. Dies ist aber reine Spekulation.

 

Mit zwei Ladegeräten laden

Laut Anker kann die Prime 27.650mAh auch mit zwei ladegeräten Laden, für ein noch höheres Aufladetempo.

Hier sollen bis zu 170 W möglich sein. Ich habe dies mit einem 140 W + 100 W Ladegerät ausprobiert. Wichtig, aufgrund der Messmethode hier musste ich die Leistungsaufnahme der Netzteile messen und nicht die Leistung welche direkt in der Powerbank landet.

Da Netzteile nicht zu 100% Effizient arbeiten, habe ich 10% meiner Messwerte abgezogen. Die Werte sind also nicht absolut perfekt, sollten aber +- hinkommen.

Erneut spannend! So dauerte das Laden an zwei Netzteilen effektiv länger als an einem 140W Ladegerät, obwohl wir ein Spitzenladetempo von über 160 W sehen.

So fällt die Ladegeschwindigkeit nach knapp über 30 Minuten auf rund 62W, weshalb das Laden länger dauert als mit 140 W.

 

Ladeeffizienz und ein möglicher Bug

Ich habe die Energie gemessen, welche die Powerbank zum vollständigen Laden benötigt. Diese Energie müsste höher sein als die Kapazität der Powerbank. Ist dies nicht der Fall bedeutet dies normalerweise der Hersteller schwindelt bei der Kapazität.

Ich messe diese Energie in Wh. Laut Anker soll die Prime 27.650mAh Powerbank 99,54Wh besitzen. Allerdings benötigte die Powerbank in meinem Test weniger Energie um von 0% auf 100% zu kommen. Ich habe die Messung sogar nochmal wiederholt, um auf ganz sicher zu gehen.

OK, was ist hier los? Ich vermute es gibt hier einen Fehler das die Powerbank nicht korrekt an USB PD Ladegeräten voll lädt (ich habe vier verschiedene Ladegeräte ausprobiert, HUWDER A2002, Anker 735 Charger, UGREEN Nexode 140W, EcoFlow RIVER Pro).Dies würde auch erklären warum der Ladestrom so rapide von voller Leistung auf 0 fällt.  

Aber es scheint nach all meinen Tests ein normales Verhalten für die Powerbank zu sein, welches ich reproduzieren kann. 

 

Wie auch immer, es ergeben sich hieraus folgende Effizienzwerte:

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
100 W Laden 91% 79%
140 W Laden 96% 83%

Wir kommen hier auf eine Effizienz zwischen 79% und 96%, was absolut fantastisch ist!

 

Fazit zur Anker Prime 27.650mAh Powerbank

Die Anker Prime 27.650mAh ist ohne Frage eine extrem spannende und außergewöhnliche Powerbank!

Alleine das große und nützliche Farbdisplay, der Bluetooth/App Support und die 140 W USB C Ports heben die Powerbank massiv von der Konkurrenz ab. Dabei ist sogar die App gut und nützlich umgesetzt! Alleine, dass du über die App die Powerbank suchen kannst, ist des Öfteren hilfreich.

Zudem ist die Ausgangsleistung von 140 W über einen USB C ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal. Ja, es gibt eine Handvoll Powerbanks, die auch schon 140 W unterstützen, aber abseits von Ankers eigenen Modellen sind dies nicht viele.

Dabei scheint die Powerbank auch mit der Temperatur keine großen Probleme zu haben. Ja, es gibt eine Drosselung ab ca. 25% Restladung von 140 W auf 100 W, aber dies halte ich für kein Drama.

Dabei ist vor allem das Aufladen der Powerbank selbst an einem 140 / 100 W Ladegerät unheimlich schnell! An einem 140 W Ladegerät ist die Powerbank schon in 38 Minuten voll. Beeindruckend!

Zwar sind 190€ (zum Zeitpunkt des Tests) für eine Powerbank alles andere als wenig, aber der Preis ist fair! Für die Leistung und die Ausstattung geht das völlig in Ordnung.

Gibt es aber auch etwas, was gegen die Powerbank spricht? Ja! Die Kapazität! So wirbt zwar Anker mit 27650mAh aber ich kam im Test auf +- 19000-22000 mAh, was rund 70-80% der Herstellerangabe entspricht. Dies ist absolut am unteren Ende von “akzeptabel” für eine Powerbank mit dieser beworbenen Größe. Allerdings gibt es hier einfach ein paar „Merkwürdigkeiten“ beim Laden an USB PD Ladegeräten, welche die niedrigere Kapazität erklären könnte (siehe oben im Text).

Aber reicht dir diese Kapazität und du suchst eine echte High End Powerbank, dann ja die Anker Prime 27.650mAh verdient wirklich den Namen Flaggschiff Powerbank!

Anker Prime 27.650mAh Power Bank (250W), 3-Port Powerbank, Smarte App...

  • 140 W USB C Ausgänge
  • 250 W maximale Ausgangsleistung über alle Ports
  • Unterstützung für PPS (5-21V/5A) und den UFCS Standard
  • Extrem schnelles Laden (0% auf 100% in 38 Minuten)
  • Tolles und hilfreiches Display
  • Mit Bluetooth und App Support
  • Schickes und wertiges Design
  • Nicht konstant 140 W (“nur” 100 W konstant)
  • Nutzbare Kapazität eher schwach für eine 27650 mAh Powerbank (möglicherweise ein Bug)

Alternativen: Sollte dir die Powerbank etwas zu teuer sein wirf auch mal einen Blick auf die “alte” Anker 737, welche in der Praxis eine sehr ähnliche Leistung bietet!

Die Lexar Professional GOLD R900/W800 im Test, besser als Sony und ProGrade!

0

Wenn du eine der professionelle Sony Kameras hast, wirst du neben einem SD Karten Slot vermutlich auch einen CFexpress Typ A Slot haben.

CFexpress Speicherkarten sind etwas sehr Interessantes! Im Kern handelt es sich bei diesen um Mini-NVME SSDs!

Hierdurch sind CFexpress Speicherkarten nicht nur deutlich schneller als SD Karten sondern auch zuverlässiger und haltbarer.

Im Gegensatz zu allen anderen Kameraherstellern nutzt Sony aber CFexpress Typ A und nicht Typ B Speicherkarten. Typ A Speicherkarten haben durchaus ihre Vorteile, so sind diese deutlich kompakter und es ist möglich SD/CFexpress Typ A “Kombo-Slots” zu verbauen.

Allerdings sind CFexpress Typ A Speicherkarten extrem teuer! Eine Sony CFexpress Typ A Speicherkarte mit 160 GB Speicher kostet satte 330€! WOW!

Mittlerweile gibt es aber einige günstigere Alternativen, welche teils sogar mehr Leistung bieten sollen.

Eine der schnellsten CFexpress Typ A Speicherkarten, zumindest auf dem Papier, ist die Lexar Professional GOLD R900/W800.

Diese soll satte 900 MB/s lesend und 800 MB/s schreibend, was bei beiden Werten ca. 100 MB/s mehr ist als bei der Speicherkarte von Sony. Dabei ist die Lexar aber über 100€ günstiger.

Klingt erst einmal sehr verlockend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Speicherkarte so gut wie beworben?

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der Speicherkarte für diesen Test.

 

Die Lexar Professional GOLD R900/W800 im Test

Die Lexar Professional GOLD R900/W800 ist, was den Formfaktor betrifft, natürlich erst einmal eine klassische CFexpress Typ A Speicherkarte.

Auffällig verglichen mit Sonys Modell ist aber die Materialwahl. So setzt Lexar zumindest teilweise auf ein Gehäuse aus Metall. Dies lässt die Speicherkarte nicht nur wertiger erscheinen, sondern hilft auch bei der Wärmeabfuhr.

CFexpress Typ A Speicherkarten haben gerne etwas Temperatur-Probleme, daher ist dies ein willkommenes Feature!

 

Typ A und Typ B

CFexpress Speicherkarten gibt es in zwei Versionen (genau genommen 3, aber Typ C wird nicht groß genutzt).

  • Typ A – wird von Sony genutzt – sehr klein und kompakt – maximal 1000 MB/s
  • Typ B – wird von Canon, Nikon, Fuji, usw. genutzt – etwas größer – maximal 2000 MB/s

Achte also darauf ob du den richtigen CFexpress Typ für deine Kamera kaufst! Hast du eine Sony Kamera dann bist du hier richtig.

CFexpress Typ A Speicherkarten sind langsamer und viel teurer, aber im Gegensatz zu Typ B Speicherkarten ist es möglich einen „Combo-Slot“ aus CFexpress A und SD Karten zu bauen, wie es Sony auch bei vielen seiner Kameras macht.

 

Im Kern eine NVME SSD

Eine CFexpess Speicherkarte ist im Kern eine NVME SSD, wie du diese normalerweise in einem Notebook/PC verbaust. So wird eine CFexpress Speicherkarte auch über PCIe angebunden.

Eine CFexpress Typ A Speicherkarte setzt dabei auf eine PCIe 3.0 x1 Verbindung, woher auch die theoretische maximale Datenrate von +- 1000 MB/s stammt.

Eine CFexpress Typ B Speicherkarte hingen nutzt die PCIe 3.0 x2 Verbindung, kann also theoretisch die doppelte Datenrate erreichen. Das solch eine Speicherkarte im Kern eine vollständige PCIe SSD ist, hat nicht nur bei den Datenraten Vorteile.

Hierdurch sind CFexpress Speicherkarten auch um einiges haltbarer. Diese unterstützen alle Funktionen wie Wear Leveling, TRIM und SMART Werte.

Du kannst am PC auslesen, in welchem Zustand sich die Speicherkarte befindet. Du kannst hier auch sehen, wie oft diese beschrieben wurde, ob schon erste Zellen defekt sind usw.

Dies kann ein großer Vorteil sein.

 

Ein erster Benchmark

Werfen wir zunächst einen Blick auf die maximalen Datenraten in einem kleinen Benchmark. Hierfür nutze ich den ProGrade Digital (PG09) CFexpress Typ A und SDXC/SDHC UHS-II Kartenleser (Werbelink), welcher nach meiner Erfahrung der schnellste CFexpres Typ A Kartenleser ist (schneller als der Sony eigene).

Im Test erreichte die Lexar Professional GOLD R900/W800 CFexpress Type A lesend 858,81 MB/s in der Spitze und schreibend 869 MB/s.

Im Vergleich zur Sony Speicherkarte haben wir lesend +- das gleiche Tempo. Genau genommen ist die Sony Speicherkarte sogar 1 MB/s schneller, lesend.

Es ist hier einfach davon auszugehen, dass der Kartenleser am Limit ist. Wo wir einen deutlichen Unterschied sehen, ist bei der Schreibrate. Hier kommt die Sony Speicherkarte “nur” auf 753 MB/s, was doch ein Stück weniger ist als die 869 MB/s der Lexar.

 

Überhitzt nicht!

CFexpress Typ A Speicherkarten neigen zum Überhitzen. Vor allem die originalen Sony Speicherkarten überhitzen sehr schnell bei konstanter Last! Überhitzen bedeutet hier ein Drosseln der Datenrate, um die Temperatur unter Kontrolle zu halten.

Da ich dies auch bei der ProGrade Speicherkarte beobachten konnte, dachte ich dies wäre einfach Bauform bedingt.

Aber hier wurde ich positiv überrascht, denn die Lexar Professional GOLD zeigte keine Temperaturprobleme.

In Folgendem kannst du die Datenrate beim vollständigen Beschreiben der Speicherkarten (Sony und Lexar) mit H2TestW sehen.

Hier kannst du sehen, dass die Lexar Professional GOLD konstant knapp unter 600 MB/s bei H2TestW liefert. Die Sony TOUGH CEA-G Series hingegen liefert nur kurz die volle Datenraten und bricht dann langsam immer weiter ein um einen Schaden durch Überhitzen zu verhindern.

So sinkt die Datenrate irgendwann bei der Sony Speicherkarte auf lediglich 150 MB/s.

 

In der Praxis

In der Praxis macht eine schnelle Speicherkarte primär bei Serienbildern Sinn, wie natürlich auch bei 8K Video.

Ich habe die Speicherkarte in der Sony A7R V getestet. Diese kann im “worst Case” 10 Bilder/s mit rund 61 MB pro Bild erzeugen. 10 * 61 MB/s = 610 MB/s und die Kamera kann theoretisch konstant Bilder machen.

Und dies bestätigt sich auch in der Praxis! So ist es ist weder mit der Sony noch mit der Lexar Speicherkarte bei der A7R V möglich den Puffer zu füllen!

Ich habe mit bei der A7R V über 60 Sekunden konstant 10 Bilder/s gemacht und am Ende war der Buffer praktisch leer. Dies gilt für beide Speicherkarten!

Diese verhalten sich hier erst einmal absolut identisch. Es ist möglich, dass irgendwann die Sony Speicherkarte überhitzt und dann diese langsamer wird, aber dafür musst du diese schon extrem pushen oder eine andere Kamera mit noch höherer Serienbildgeschwindigkeit nutzen.

 

Fazit

Die Lexar Professional GOLD R900/W800 ist bisher die beste CFexpress Typ A Speicherkarte die ich im Test hatte!

Leistungstechnisch ist diese zwar etwas besser als die Modelle von Sony und ProGrade, aber das ist gar nicht so wichtig. Denn in der Praxis tut sich die Lexar und beispielsweise die Sony CFexpress Typ A Speicherkarte nicht viel.

Beide liefern sowohl im Video Betrieb (8K Video) wie auch bei Serienbildern eine perfekte Leistung! So ist es mit solch einer CFexpress Speicherkarte nicht möglich den Buffer der A7R V zu füllen. Die volle Serienbildgeschwindigkeit steht dir hier “unbegrenzt” zur Verfügung.

Warum ist die Lexar Professional GOLD R900/W800 dann besser als die Sony Speicherkarte?

Zum einen ist die Lexar um ca. 100€ günstiger. Wirklich günstig sind beide Speicherkarten nicht, aber 100€ weniger ist schon ein nennenswerter Unterschied.

Zudem überhitzt die Lexar Speicherkarte nicht! Ja bei konstanter Last, vor allem beim Auslesen der Daten am PC, können die Sony CFexpress Typ A Speicherkarten schnell so heiß werden das diese sich massiv drosseln (teils auf nur noch 150 MB/s).

Zwar wird die Lexar Speicherkarte auch heiß, aber dieses Verhalten konnte ich nicht beobachten!

Dies in Kombination mit der problemlosen Nutzung in meiner A7R V und dem niedrigeren Preis, lässt mich die Speicherkarte mit gutem Gewissen empfehlen!

Das beste Thunderbolt Dock! Test: Sonnet Echo 20 Thunderbolt 4 SuperDock

0

Sonnet bietet mit dem Echo 20 das potenziell beste Thunderbolt Dock derzeit auf dem Markt an!

So verfügt dieses über 20 Anschlüsse, darunter Thunderbolt Ports, 2,5Gbit LAN, diverse Monitor Ausgänge, wie aber auch einen integrierten M.2 SSD Steckplatz! Dies in einem hochwertigen Desktop-Style-Formfaktor.

Wollen wir uns in einem kleinen Test einmal ansehen ob das Sonnet Echo 20 wirklich das beste Thunderbolt Dock derzeit auf dem Markt ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Sonnet für das Zurverfügungstellen des Docks für diesen Test.

 

Das Sonnet Echo 20 Thunderbolt 4 SuperDock im Test

Nicht kleckern sondern klotzen war wohl Sonnets Motto bei dem Echo 20. So besitzt dieses nicht nur tonnenweise Anschlüsse, sondern ist auch selbst relativ groß.

So misst dieses 24,3 x 10,6 x 3,3 cm und ist komplett aus Metall gefertigt! Dies hilft bei der Wärmeabfuhr, was bei Dockingstationen immer ein wichtiges Thema ist.

Zudem verrutscht dieses aufgrund des höheren Gewichts nicht so schnell auf deinem Schreibtisch, wenn du Dinge einsteckst.

Dabei ist das Design des Docks als “Industriell” zu bezeichnen. Dies ist nicht das filigranste oder “am edelsten” aussehende Dock auf dem Markt. Aber es wirkt stabil und massiv!

 

Die Anschlüsse des Sonnet Echo 20

Der wichtigste Punkt an dem Dock sind die Anschlüsse. Diese sind über die Front und Rückseite verteilt.

Auf der Front finden wir:

  • 2x USB C 3.2 Gen 2 (10 Gbit)
  • 2x USB A 3.2 Gen 2 (10Gbit)
  • 1x Headset Anschluss
  • 1x SD Kartenleser (UHS-II)

Dies ist schon einmal eine Front IO, die ich als perfekt bezeichnen würde! Noch mehr Anschlüsse finden wir auf der Rückseite:

  • 2x USB C 3.2 Gen 2 (10 Gbit)
  • 2x USB A 3.2 Gen 2 (10Gbit)
  • 2x USB C Thunderbolt 4 Ausgänge
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x RCA Anschlüsse
  • 1x 3,5 mm Mikron Eingang
  • 1x Netzteil Anschluss (150W)

Zudem haben wir natürlich einen Thunderbolt 4 Eingang.

Dies ist eine super interessante Portausstattung! Auffällig, wir haben zunächst nur einen HDMI Monitor Ausgang. Allerdings genau genommen führen die beiden Thunderbolt 4 Ports auch ein Display Signal, effektiv hätten wir also bis zu 3x Monitore, auch wenn ich nichts gegen einen großen DisplayPort Ausgang gehabt hätte.

Ansonsten haben wir auf der Rückseite nochmal 4x 10 Gbit USB Ports und ein interessantes Audio-Setup.

So haben wir zwei Cinch Ausgänge und einen gesonderte Mikrofon-Eingang, exotisch.

Abgerundet wird die IO durch einen 2,5Gbit LAN Port.

 

Auch ein USB 4 Dock!

Prinzipiell ist das Echo 20 zwar ein Thunderbolt 4 Dock, dieses lässt sich aber auch problemlos mit Computern nutzen die einen USB 4 Port besitzen!

Im Test habe ich dieses am Minisforum UM790 ausprobiert, wo dieses problemlos funktionierte.

Falls Du aber USB 4 anstelle von Thunderbolt 4 nutzt, dann kann es unterschiede bei den unterstützen Monitoren geben! Thunderbolt 4 unterstützt mehr Monitore mit bis zu 8 K Auflösung. Bei USB 4 ist in der Regel bei einem 4K Monitor Schluss.

 

100W (oder eher 96W?)

Natürlich kann das Sonnet Echo 20 dein Notebook via USB C auch mit Strom versorgen. Laut Sonnet mit bis zu 100W.

Allerdings nach meinen Messwerten scheint dies nicht ganz zu stimmen, denn anscheinend haben wir “nur” 96W. Spielt das in der Praxis eine Rolle? Nein.

Wenn du beispielsweise ein MacBook hast, ist dies alles mehr als ausreichend.

 

Monitore

Das Echo 20 verfügt zunächst über einen HDMI 2.1 Ausgang. Dieser erlaubt dir das Verbinden eines Monitors mit bis zu 8K und 60 Hz bzw. 4K 120 Hz!

Zudem kannst du über die Thunderbolt 4 Ausgänge auch noch weitere USB C Monitore verbinden (diese müssen nicht zwingend Thunderbolt unterstützen).

Auch hier werden prinzipiell bis zu 8K 60 Hz unterstützt. Nutzt du allerdings mehrere Ports gleichzeitig, dann reduziert sich entsprechend die Auflösung/Wiederholungsrate.

Bei 2 Monitoren sind “nur” noch 2x 8K 30 Hz bzw. 2x 4K 60 Hz möglich usw. Dies ist aber weiterhin ein top Wert, welcher so auch nur via Thunderbolt 4 erreichbar ist.

 

Mit SSD Slot

Auf der Unterseite des Sonnet Echo 20 findest Du unter einer kleinen Klappe einen M.2 2280 NVME SSD Slot.

Hier kannst du frei eine SSD deiner Wahl verbauen.

Die SSD wird intern direkt via PCIe 3.0 x1 angeboten. Wir haben hier also keinen PCIe zu USB Brückenchip oder Ähnliches.

Allerdings limitiert dies auch die Datenraten teils stark! So kommen wir im maximum auf +- 836 MB/s lesend und 616 MB/s schreibend.

Dies ist, um ehrlich zu sein, eher mäßig beeindruckend, aber als Alternative zu einer externen SSD absolut brauchbar.

 

UHS-II SD Kartenleser

Im Echo 20 steckt ein SD 4.0 Kartenleser, der UHS-II Speicherkarten unterstützt!

Im Test erreichte der Kartenleser mit der Kingston Canvas React Plus satte 299 MB/s lesend und 289 MB/s schreibend. Damit ist dies ein sehr schneller Kartenleser!

 

2,5Gbit LAN Port von Realtek

Der 2,5Gbit LAN Port im Echo 20 setzt auf den Realtek RTL8156 Chipsatz. Realtek galt immer gerne als die “billig” Wahl.

Allerdings sind diese Zeiten aus meiner Sicht etwas vorbei. Gerade der 2,5Gbit LAN Chipsatz von Realtek funktioniert bei mir absolut tadellos! Sowohl im Echo 20 wie aber auch in anderen Geräten, die ich schon mit diesem Chipsatz hatte.

Genau genommen funktionieren die 2,5 Gbit Ports bei mir mit Realtek Chipsatz im Allgemeinen besser als die mit Intel Chipsatz. Die Intel 2,5 Gbit Chipsätze waren leider bei mir immer recht störungsanfällig, auch wenn generell Intels Netzwerk Equipment als sehr gut gilt.

Daher habe ich hier absolut nichts dagegen, dass Sonnet hier den Realtek RTL8156 nutzt! Sowohl die Leistung als auch die Zuverlässigkeit stimmt!

 

USB Ports

Zunächst einmal haben die USB-Ports bei mir alle wunderbar funktioniert! Diese verhielten sich mit externen Laufwerken, Tastaturen und Funkempfängern absolut unproblematisch.

Auch das beworbene “10Gbit” Tempo wird von allen Ports erreicht.

Wir erreichen hier +- 1000 MB/s erreichen, also das zu erwartende Tempo.

Intern gehören die 4 Ports vorne und hinten jeweils zu einem USB Controller von VIA. Heißt, dass sich diese vierer Gruppen aber auch die Geschwindigkeit teilen.

Soundkarte und Co. hängt übrigens an einem internen USB 2.0 Hub.

 

Soundkarte / Audio Ausgänge/Eingänge

Das Sonnet Echo 20 besitzt ein sehr interessantes Audio-Setup mit seinen Headset Port auf der Front und den Chinch Ausgängen / Mikrofon Eingang auf der Rückseite.

Allerdings fallen alle Anschlüsse in die Kategorie “unauffällig gut”. So wird intern ein einfacher Realtek USB 2.0 Audio Chipsatz für alle Anschlüsse genutzt.

Dieser bietet 48.000 Hz / 24 Bit Audio, also Standardkost. Ich habe die Soundkarte in Kombination mit den Beyerdynamic T90 getestet, also guten und großen Kopfhörern. Hier passte die Qualität, war aber auch nicht “außergewöhnlich”.

Hier war ich etwas enttäuscht, denn alleine Aufgrund der RCA Ausgänge hätte ich fast schon mit einer etwas spektakuläreren Audio-Lösung gerechnet.

 

Stromverbrauch

Sprechen wir zum Abschluss noch über den Stromverbrauch. Dieser schwankt natürlich extrem je nachdem ob du dein Notebook über das Dock versorgst, was für Geräte du angeschlossen hast usw.

Hier aber ein paar grobe Richtwerte. Wenn du das Dock einfach nur mit dem Strom verbindest, ohne angeschlossene Geräte, dann benötigt dieses ca. 3,x W, was für meinen Geschmack etwas viel ist.

Verbindest Du ein Notebook, das aber nicht via USB C geladen wird, steigt der Verbrauch auf 8,x W. Dies wiederum ist für ein Thunderbolt Dock ein guter Wert!

 

Fazit, das beste Thunderbolt 4 Dock!

Das Sonnet Echo 20 ist das vermutlich beste Thunderbolt 4 bzw. USB 4 Dock! Wir haben hier eine riesige und auch gut gewählte Anschluss-Ausstattung.

Alleine die vier USB Ports (mit 10Gbit) auf der Front, wie auch der sehr schnelle SD Kartenleser sind im Alltag oft ein Segen. Ich habe oftmals viele USB Geräte und da sind ein oder zwei Ports auf der Front teils schon etwas dünn.

Hinzu kommt der 2,5Gbit LAN Port, die vier weiteren 10 Gbit USB Ports auf der Rückseite, die beiden Thunderbolt Ausgänge und natürlich der M.2 SSD Slot auf der Unterseite!

Letzterer ist zwar nur mit PCIe 3.0 x1 Angebunden, also nicht übermäßig schnell, aber im Kern handelt es sich hier für deinen PC um eine “interne” SSD, welche direkt am PCIe Bus hängt.

Dabei funktionierte das Dock bei mir im Test auch absolut tadellos! Es gab kein zickiges oder problematisches Verhalten.

Lediglich die Audio-Ports haben nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Hier haben wir “Standardware” und nichts Außergewöhnliches, was ich aber fast Aufgrund der Cinch Ausgänge erwartet hätte.

Ansonsten würde ich aber sagen, dass Echo 20 ist ein so gutes Dock wie es mit Thunderbolt 4 / USB 4 möglich ist!

Allerdings kommt das auch zu einem saftigen Preis. Mit 400€ ist das Sonnet Echo 20 nicht nur das vermutlich beste Thunderbolt 4 Dock, sondern auch eins der teuersten.

Sonnet Echo 20
POSITIV
Extrem viele Anschlüsse
8x USB Ports mit 10Gbit
2,5Gbit LAN Port
Interner M.2 SSD Slot
Sehr wertiges und massives Design
Sehr schneller SD Kartenleser (bis zu 300 MB/s)
100 / 96 W Leistung via USB C
2x Thunderbolt 4 Ausgänge
NEGATIV
Audio-Ports durchschnittlich
92

Test: Crucial X9 Pro externe SSD, hohe konstante Leistung dank TLC NAND!

Mit der X9 Pro bietet Crucial eine neue günstige externe SSD an. So ist diese in Kapazitäten von bis zu 4TB verfügbar! Preislich ist dabei die X9 Pro eine der günstigsten Modelle derzeit auf dem Mark, obwohl sie noch recht frisch auf dem Markt ist!

Sehr erfreulich, da die SSD auf den ersten Blick sehr atraktiv aussieht! Wir haben die übliche USB-C 3.1 Verbindung, ein Aluminiumgehäuse und kompakte Abmessungen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die Crucial X9 Pro gut? Wie schlägt sie sich im Vergleich zur Samsung T7 Shield?

Finden wir es in einem kleinen Test heraus!

 

Die Crucial X9 Pro im Test

Mit 65 x 50 x 10 mm ist die X9 Pro eine recht kompakte externe SSD. So ist diese kleiner als beispielsweise die Samsung T7 Shield, aber auch nicht ganz so winzig wie beispielsweise die Modelle von Kingston.

Das Gewicht ist mit 37g niedrig. Überraschend denn die X9 Pro besitzt ein Gehäuse aus Aluminium! Zumindest auf den Seiten und der Oberseite.

Auf der Unterseite der X9 Pro haben wir eine leicht gummierte Fläche. Hierdurch rutscht die SSD nicht ganz so stark auf einem Tisch.

Ansonsten besitzt die X9 Pro keine großen Besonderheiten. Wir haben einen USB C Port und eine Status-LED, welche aber in der kleinen Aussparung für den Schlüsselanhänger versteckt ist.

Mit im Lieferumfang ist lediglich ein USB-C auf USB-C Kabel.

 

X9 Pro gegen X10 Pro

Cruciaal bietet neben der X9 Pro auch die X10 Pro neu an. Die X10 Pro ist im Kern die X9 Pro, setzt allerdings auf die USB C 3.2 20Gbit.

Hierdurch kann die X10 Pro bis zu 2100 MB/s erreichen, was deutlich mehr ist als die +- 1050 MB/s der X9 Pro.

Allerdings muss dafür dein PC einen USB C 20 Gbit Port besitzen (Thunderbolt / USB 4 unterstützen nicht 20 Gbit) und teils ist die USB C 3.2 2×2 Verbindung etwas “zickig”, nach meiner Erfahrung.

 

Testsystem

Ich teste die Crucial X9 Pro 1TB an folgendem System:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E
  • 16GB DDR5 RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Um den Messwerten etwas mehr Kontext zu geben, vergleiche ich die Werte mit anderen externen SSDs.

 

CrystalDiskMark

Starten wir in den Test mit einer Messung der Spitzenleistung der X9 Pro. Hierfür nutze ich CrystalDiskMark 8.

Crucial X9 Pro CrystalDiskMark

In der Spitze kommen wir lesend auf satte 1088 MB/s und schreibend auf 1022 MB/s. Dies sind hervorragende Werte, welche direkt vom Limit der USB 3.1 Verbindung liegen. Auch verglichen mit anderen externen SSDs können wir sehen, viel besser gehts nicht mehr.

 

PC Mark

PC Mark ist zwar ein „künstlicher” Test, welcher aber gemacht ist, praktische Situationen nachzustellen.

Hier machen wir zwei Tests, den “Data Drive”  Test, welcher wie der Name schon sagt, für Datenlaufwerke ist und primär aus Kopier-Tests besteht, wie aber auch den “Full” Test.

Letzterer ist eigentlich für interne Laufwerke gedacht, aber doch ganz spannend.

Im PC Mark Benchmark setzt sich die X9 Pro spannenderweise hinter die X8 von Crucial, aber vor die Samsung T7 Shield.

 

3D Mark SSD Test

Schauen wir uns auch einmal den neuen 3D Mark SSD Test an. Dieser ist eigentlich auch für interne SSDs gemacht, liefert und aber mit ein paar Vergleichswerten durchaus spannende Informationen über Reaktionszeit und Laderaten der externen SSDs.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Hier haben wir das gleiche Bild wie im PC Mark Test. So setzt sich die Crucial X9 Pro zwischen die alte Crucial X8 und die Samsung T7 Shield.

 

Praktische Tests, die große Überraschung

Natürlich müssen wir auch ein paar praktische Tests durchführen. Hierbei kopiere ich 3 Datenpakete auf und von der SSD.

  • Test 1 – 1x Datei mit 49 GB
  • Test 2 – 1x Datei mit 215 GB
  • Test 3 – 378x Dateien mit einer Gesamtgröße von 49 GB (Spiele Installation)

Was ist denn hier passiert?! Ich bin hier massiv überrascht, denn die Crucial X9 Pro ist in der Praxis die schnellste externe SSD mit 10Gbit USB C Anschluss, die ich bisher im Test hatte!

Und dies sowohl lesend wie auch schreibend! Bei beiden Testdurchläufen bietet die SSD eine sehr hohe und vor allem konstante Leistung. So schwankt beispielsweise bei der Crucial X8 die Datenrate schreibend teils massiv aufgrund eines SLC Caches.

 

SLC Cache?

Viele Moderne SSDs nutzen einen so genannten SLC Cache. Kurzfassung, hierbei lässt sich ein Bereich der SSD deutlich schneller beschreiben als der Rest. Dieser Unterschied kann massiv sein!

Hier die durchschnittliche Datenrate beim Beschreiben der SSDs mit H2TestW, beim Vollschreiben!

Hier können wir sehen die alte Crucial X8 hat lediglich eine durchschnittliche Datenrate von 89 MB/s! Die X9 Pro hingegen kommt auf satte 693 MB/s, was hier nur minimal langsamer ist als bei der Samsung T7 Shield.

Hier können wir sehen das die Datenrate der SSD sehr konstant ist! Lediglich bei den letzten 10% bricht die Datenrate etwas ein. Ansonsten wäre die X9 Pro sogar schneller als die Samsung T7 Shield.

Crucial setzt bei der X9 Pro also offensichtlich auf TLC NAND und nicht wie bei der X8 auf QLC! Sehr gut!

 

Fazit zur X9 Pro

Uneingeschränkt empfehlenswert! So lautet das Testfazit zur Crucial X9 Pro. Die SSD ist einfach ziemlich perfekt und holt das Maximum an Leistung aus der USB C 3.1 10 Gbit Verbindung heraus!

So erreichte die SSD Spitzen-Datenraten von 1088 MB/s lesend und 1022 MB/s schreibend. Viel mehr geht einfach nicht über die USB C 3.1 Verbindung.

Aber die Spitzenleistung ist hier gar nicht das Wichtigste. Viel wichtiger ist die konstant hohe Leistung der Crucial X9 Pro.

So nutzt Crucial hier TLC NAND, guten TLC NAND der eine konstante Leistung über die komplette Kapazität der SSD erlaubt. Dies ist außergewöhnlich! Bei den meisten günstigen externen SSDs bricht die Leistung nach einer gewissen Zeit ein.

Eine Ausnahme war hier die Samsung T7 Shield, welche deshalb auch so beliebt war.

Crucial X9 Pro 1TB Externe SSD Festplatte, bis zu 1050MB/s...

  • Wertige Haptik
  • Hohe Spitzenleistung bis zu 1088 MB/s
  • Konstant hohe Leistung dank TLC NAND
  • Fairer Preis

Nun kommt aber auch die Crucial X9 Pro ins Spiel, welche sich sowohl für das Übertragen von großen wie auch kleinen Datenmengen sehr gut eignet und aus meiner Sicht sogar der Samsung T7 Shield vorzuziehen wäre, bei gleichem Preis.

USB C Docking-Station für den Schreibtisch (auch für Desktop-PCs), WAVLINK WL-UMD01

0

USB C Hubs und kleine USB C Docks gibt es hunderte wenn nicht sogar tausende im Handel. Diese sind allerdings fast alle identisch aufgebaut. Du hast eine kleine Aluminiumbox mit einem fest integrierten USB C Kabel und einer gewissen Auswahl an Ports. Ideal für unterwegs, aber am Schreibtisch suboptimal!

Leider gibt es aber gar nicht so viele Docks/Hubs welche sich gut am Schreibtisch nutzen lassen, denn hierfür müsste das USB C Kabel abnehmbar sein.

Solch ein Modell ist beispielsweise die Tiergrade 15-in-1 Docking Station, die sich sogar an Desktop-PCs als reiner USB HUB am Schreibtisch nutzen lässt.

Ein sehr ähnliches Modell ist die WAVLINK WL-UMD01. Diese Dockingstation setzt auf einen sehr ähnlichen Formfaktor, bringt aber vor allem ein 100W Netzteil mit, welches dir erlaubt Notebooks mit bis zu 65W direkt am Dock zu laden.

Dabei kostet die WAVLINK WL-UMD01 “nur” um die 100€. Nicht wenig, aber vergleichbare Modelle setzten meist auf Thunderbolt und kosten entsprechend mehr.

Wollen wir uns hier einmal die WAVLINK WL-UMD01 näher im Test ansehen!

 

Die WAVLINK WL-UMD01 im Test

Die WAVLINK WL-UMD01 Dockingstation setzt auf einen sehr schlanken und schmalen, aber längeren Formfaktor.

So misst diese 205 x 83 x 17 mm und bringt 368g auf die Waage. Damit ist diese schon etwas schwerer, neigt aber trotzdem etwas zum Rutschen, wenn du auf der Front Geräte einsteckst.

Dennoch wirkt die Dockingstation erfreulich massiv und schwer gebaut!

Die Anschlüsse dieser sind auf die Vorder- und Rückseite verteilt. So finden wir auf der Front:

  • 1x 3,5mm Audio Ausgang
  • 1x SD Kartenleser
  • 1x microSD Kartenleser
  • 1x USB 3.0

Zudem haben wir auf der Rückseite:

  • 1x Gbit LAN
  • 3x USB 3.0
  • 2x DisplayPort
  • 1x HDMI
  • 1x USB C Uplink
  • 1x DC Eingang

Es ist etwas schade, dass wir keinen zusätzlichen USB C Ausgang an dem Dock haben, aber ansonsten sieht die Ausstattung soweit sehr gut aus! Gerade die insgesamt 3 Monitorausgänge sind sehr großzügig.

 

Funktioniert auch an Desktop-PCs!

Eine Besonderheit dieses Docks, du kannst es auch an normalen Desktop-PCs nutzen! So lässt sich das Dock einfach über ein USB A auf USB C Kabel mit jedem beliebigen Rechner verbinden.

In diesem Fall funktionieren zwar die Monitor-Ausgänge nicht, aber die USB Ports, der Kartenleser usw.

Hierdurch kannst du dieses Dock auch verwenden um praktisch die Anschlüsse deines PCs zu erweitern.

Allerdings muss das Dock dennoch mit dem Strom verbunden werden. Dieses funktioniert nicht “passiv” wie z.B. die Tiergrade 15-in-1 Docking Station.

 

Bis zu „3“ Monitore und bis zu 4K60Hz

Die WL-UMD01 Dockingstation besitzt 3x Monitor-Ausgänge, 2x DisplayPort und 1x HDMI. So kann die Dockingstation theoretisch bis zu 4K Auslösung bei 60Hz liefern. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn Du einen Monitor verbindest!

Bei mehreren Monitoren sinkt die Auflösung bzw. die Bildwiederholungsrate entsprechend.

  • 1x Monitor – 1x 4K/60Hz
  • 2x Monitore – 2x 4K/30Hz oder 2K/60Hz

3 Monitore funktionieren im übrigen nicht bei allen Rechnern an dem Dock.

4x USB A

Das Dock besitzt 4x USB A Ports. Hierbei handelt es sich um reguläre USB 3.0 Ports. Die Geschwindigkeit über diese mit beispielsweise externen SSDs usw. ist auf +-400 MB/s limitiert.

 

Gbit LAN Port

Das WL-UMD01 Dock besitzt einen Gbit LAN Port. Dieser setzt auf den ASIX AX88179A Chipsatz, welcher bei mir gut und “unauffällig” funktioniert hat.

 

SD + microSD Kartenslots

Leider verfügt das Dock “nur” über einen UHS-I SD/microSD Kartenleser. Entsprechend erreichen Speicherkarten in dem Dock maximal +- 95 MB/s.

Dafür kannst du den SD und microSD Kartenslot gleichzeitig nutzen!

 

USB C Stromversorgung

Mit im Lieferumfang des Docks ist ein 100W Netzteil (20V/5A). Allerdings kann das Dock dein Notebook “lediglich” mit maximal 65W versorgen. Damit eignet sich dieses eher für kleinere 13 Zoll Notebooks.

Die restliche Leistung des Netzteils (35W) wird für das Dock selbst wie auch die USB Ports reserviert.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Docks schwankt natürlich je nachdem was du an diesen anschließt. Lädst du dein Notebook über das Dock? Dann ist natürlich der Stromverbrauch um einiges höher.

Grundsätzlich benötigt das Dock nur mit einem PC angeschlossen (ohne, dass der PC geladen wird) und ohne angeschlossene Geräte, ca. 1,25W, also praktisch nichts.

 

Fazit

Du hast ein Notebook ohne Thunderbolt und suchst ein universelles, stationäres Dock für deinen Schreibtisch?  Dann ist das WAVLINK WL-UMD01 ein super spannendes Modell!

So setzt dieses auf einen sehr praktischen Formfaktor. Du kannst das Dock einfach auf deinem Schreibtisch aufstellen, alle Geräte inklusive Monitore verbinden und halt bei Bedarf dein Notebook über ein beliebig langes USB C Kabel verbinden. Dies ist aus meiner Sicht angenehmer als die normalen USB C Hubs mit fest integriertem Kabel.

Dabei ist das Dock technisch “solide”. Wir haben 4x USB A 3.0 (ca. 400 MB/s maximal), 3x Monitor Ausgänge mit bis zu 4K/60Hz, Kartenleser usw.

Allerdings muss ich hier auch etwas Kritik äußern, denn so sind die Anschlüsse zwar solide aber auch nicht außergewöhnlich. Wir haben keine 10Gbit USB Ports und auch der Kartenleser unterstützt “nur” UHS-I Geschwindigkeiten (bis zu 65 MB/s).

Auch kannst du nur einen Monitor mit bis zu 4K/60Hz ansteuern. Bei zwei Monitoren sind es nur noch 4K/30Hz bzw. 2K/60Hz usw. Dies ist allerdings eine Limitierung der USB C Verbindung und nur bedingt dem Dock zu lasten zu legen.

Dennoch ist das WAVLINK ein gutes Dock, gerade wenn du die 65W Ladefunktion gebrauchen kannst! Ist diese dir nicht so wichtig würde ich mir die Tiergrade 15-in-1 Docking Station alternativ ansehen, welche technisch etwas besser ausgestattet ist.

Test: HUAWEI MateBook X Pro 2023, wunderschön, schnell mit hellem Display, aber knappen RAM

0

HUAWEI bietet einige interessante Notebooks an. Sicherlich eins der schicksten Modelle im 2023 Lineup ist das MateBook X Pro 2023.

Dieses 14 Zoll Notebook setzt auf ein sehr edles und schlankes Gehäuse, das sich nicht hinter Apple MacBooks oder Dell XPS Modellen verstecken muss, ganz im Gegenteil! Dabei stimmt auch die Leistung, in der Theorie. So haben wir eine Intel CPU der 13. Generation als Herzstück!

Wollen wir uns also das HUAWEI MateBook X Pro 2023 einmal näher im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Huawei für das Ausleihen des MateBook X Pro für diesen Test.

 

Das HUAWEI MateBook X Pro 2023 im Test

Sicherlich ein Highlight am MateBook X Pro ist das Gehäuse und das Design. Dies ist eins der hochwertigsten Windows Notebooks, das ich bisher in den Fingern hatte!

So besteht das Gehäuse aus Magnesium, welches mit einer interessanten seiden-matten Textur versehen ist. Diese fasst sich unheimlich wertig an! Ich weiß zwar nicht wie robust diese Oberfläche ist, aber im Neuzustand weiß diese voll zu überzeugen.

Dabei ist das Notebook aber auch sehr massiv und robust gebaut! Es lässt sich nichts verwinden oder eindrücken.

Mit 1,26 Kg ist dieses für ein Notebook dieser Klasse mittel-leicht. Es gibt leichtere 13/14 Zöller, aber in Anbetracht der hochwertigen Verarbeitung passt das. Ähnliches gilt für die Dicke von 15,6 mm.

Damit ist dieses genauso schwer wie ein Dell XPS 13 Plus und nur minimal dicker (15,6 zu 15,28 mm), trotz größerem Display.

Das MateBook X Pro 2023 folgende Anschlüsse:

  • 2x Thunderbolt 4
  • 2x USB C 3.1
  • 1x 3,5 mm Kopfhörerausgang

Das Notebook besitzt 4 x USB-C, jeweils 2 pro Seite. Davon sind 2 Thunderbolt 4 Ports und 2 normale USB-C Ausgänge. Leider wären normale USB-A Ausgänge bei den Abmessungen auch kaum oder gar nicht möglich gewesen.

Entsprechend wird das Notebook auch via USB-C geladen. Ein entsprechendes 90W Netzteil liegt bei.

 

Ein sehr helles Display!

Das Display des MateBook X Pro 2023 hat mich positiv überrascht! Klar, wir sind hier in der High End Klasse unterwegs, wo gute Displays fast schon Pflicht sind, aber dennoch sind die Messwerte und auch der subjektive Eindruck klasse!

  • 14,2 Zoll
  • 3120 x 2080 Pixel
  • 3:2 Format
  • 90 Hz
  • IPS (LTPS)
  • 500cd/m²
  • 1500:1 Kontrast

Zunächst sind hier zwei Dinge außergewöhnlich. Dies wäre zum einen das 3:2 Format und zum anderen die 90Hz.

Mittlerweile setzen einige Notebooks auf das 16:10 Format. Verglichen mit 16:9 sind diese Displays etwas “höher”, was gerade im Produktiv-Bereich ein Vorteil ist. Das MateBook X Pro 2023 geht hier noch einen Schritt weiter. So setzt dieses auf ein noch höheres 3:2 Display. Für die Produktivität ist das super!

Hinzu kommt eine sehr hohe Auflösung, wie auch 90 Hz! Die 90 Hz sind außergewöhnlich und sorgen für merklich weichere Animationen und Bewegungen. Und ja der Unterschied zwischen 60 Hz und 90 Hz ist gut merkbar!

Was am Display, neben der generell hohen Bildqualität und tollen Schärfe auffällt, ist die Helligkeit. Das Display ist richtig hell, was auch meine Messwerte bestätigen!

Selbst in praller Sonne ablesbar!

So erreicht dieses bis zu 624 cd/m²! Damit ist das Display sogar draußen im Sonnenschein ordentlich ablesbar!

Auch der Kontrast ist mit 1270:1 sehr gut für ein IPS Panel!

Weitere Pluspunkte gibt es für die gute Farbdarstellung. So erreicht das Display:

  • 100% sRGB
  • 88% AdobeRGB
  • 97% DCI-P3

Dies in Kombination mit einer sehr guten Kalibrierung ergibt einfach ein sehr gutes Display auch für professionelle Anwendungen wie Foto oder Video-Bearbeitung!

 

Eingabegeräte (Tastatur und Trackpad)

Das HUAWEI MateBook X Pro 2023 besitzt ein sehr schönes großes Trackpad! Dieses hat eine Glasoberfläche und fühlt sich toll am Finger an.

Hinzu kommt ein wirklich tadelloses Tracking und ein sehr wertiger Klick-Mechanismus. Letzterer funktioniert, egal an welcher Stelle du auf dem Trackpad drückst, immer gleichmäßig gut!

Ein viel besseres Trackpad wirst du derzeit in keinem Windows Notebook finden.

Auch die Tastatur macht einen guten Eindruck! So ist das Tastendeck sehr schön stabil und das Layout absolut passend. Wir haben nicht übermäßig viel Hub auch könnten die Tasten einen hauch knackiger für meinen Geschmack sein, aber ich würde die Tastatur dennoch mit einer 2+ bis einer 1- bewerten!

Das MateBook X Pro 2023 hat sehr gute Eingabegeräte!

 

Lautsprecher

Die Lautsprecher im MateBook X Pro 2023 haben einen sehr schönen satten und vollen Klang.

Zwar ist dieses hier nicht ganz auf dem Level eines MacBook Pro, aber es ist besser als 90% aller Gaming- Notebooks und +- auf dem Level eines XPS 13. Von daher Daumen hoch für die Lautsprecher!

 

Leistung des HUAWEI MateBook X Pro 2023

Das Herzstück des MateBook X Pro 2023 ist der aktuelle Intel Core i7-1360P. Hierbei handelt es sich um einen 4 + 8 Kerner, allerdings der “Ultrabook” Serie.

Dies macht auch Sinn, denn wir haben hier ein super kompaktes Notebook vor uns. CPUs aus dieser Serie findest du auch beispielsweise im Dell XPS 13 Plus usw.

Verglichen mit 15 Zoll Notebooks setzt der i7-1360P auf eine niedrigere Leistungsaufnahme, was für eine bessere Akkulaufzeit und niedrigere Temperaturen sorgt. Allerdings hat die CPU auch etwas weniger Leistung als 13. Gen Intel CPUs die du in vielen physisch größeren Notebooks findest.

Der Intel Core i7-1360P wird hier mit 16GB RAM (DDR5) und einer 1TB SSD kombiniert.

Schauen wir uns hier zunächst ein paar Benchmarks an.

Die ersten Ergebnisse sehen sehr gut aus, für ein Notebook dieser Klasse! Wir können hier im Bereich der Multicore Leistung zwar nicht ganz mit den 15/17 Zöllern mithalten, aber gerade im Cinebench ist die extrem hohe Single Core Leistung auffällig.

Wie bei Ultrabooks üblich besitzt das MateBook X Pro 2023 keine gesonderte Grafikkarte. Anstelle dessen nutzen wir die Grafikkarte, welche im Prozessor integriert ist.

Diese reicht für normale Foto- und Videobearbeitung aus, aber beispielsweise fürs Gaming ist sie nicht geeignet. Ebenso kannst du bei KI Funktionen nicht mit übermäßig großer Beschleunigung rechnen.

 

Lautstärke

Hier können wir es kurz machen, das MateBook X Pro 2023 ist praktisch nicht hörbar! Selbst unter Last bleiben die Lüfter des Notebooks komplett leise.

 

RAM leider nicht aufrüstbar

Wie bei den meisten Ultra-Schlanken Notebooks kannst du auch beim MateBook X Pro 2023 den Arbeitsspeicher nicht aufrüsten!

Leider ist das Notebook auch nur mit 16GB verfügbar. 16GB sind grundsätzlich ausreichend, aber alles andere als großzügig, gerade im Bereich der Foto und Video-Bearbeitung.

 

PCIe 4.0 SSD

Im MateBook X Pro 2023 steckt eine 1TB NVME SSD. Diese hört laut Software auf den Namen “321JN1024GB”. Es handelt sich hierbei um eine recht exotische SSD, welche anscheinend speziell für Huawei gebaut wird.

Mit 4845 MB/s lesend und 3953 MB/s schreibend ist die Leistung aber mehr als zufriedenstellend!

 

Akkulaufzeit

Im HUAWEI MateBook X Pro 2023 steckt ein 60Wh großer Akku. An sich ist dies erst einmal eine ordentliche Größe!

In der Praxis kommen wir auf ca. 7,5-8,5 Stunden Akkulaufzeit bei einer leichten Nutzung/Video-Wiedergabe und 6-7 Stunden bei einer normalen Office/Web Nutzung.

Dies sind solide Werte, wenn auch nicht völlig überragend.

 

Fazit

Das HUAWEI MateBook X Pro 2023 ist ein wunderschönes und sehr hochwertiges Windows Notebook!

Im Kern hat hier HUAWEI so gut wie alles richtig gemacht. So ist zunächst das Gehäuse herausragend! Dieses ist schick, fühlt sich toll an und ist dennoch angenehm massiv. Hier muss sich das MateBook nicht hinter der großen Konkurrenz verstecken, ganz im Gegenteil.

Ähnliches gilt auch fürs Display, dieses ist scharf, qualitativ tadellos und dank der 90 Hz wirken sämtliche Animationen ein Stück weit flüssiger und weicher als bei fast allen Konkurrenten in dieser Klasse. Vor allem ist das Display aber hell! Eine Helligkeit von bis zu 624 cd/m² ist herausragend!

Ebenfalls stark sind die Lautsprecher, die Tastatur und das Trackpad.

Wie steht es aber um die Leistung? Wir haben hier den Intel Core i7-1360P, welcher der so ziemlich schnellste Prozessor ist, den du in einem Ultra schlanken Notebook finden kannst. Dieser kann zwar im Bereich der Multicore Leistung, wie auch bei der Grafikkarte nicht ganz mit den “Großen” Prozessoren, die du in 15/16/17 Zöllern finden kannst, mithalten, aber dieser ist für Foto/Video-Bearbeitung mehr als ausreichend.

Dies ist der gleiche Prozessor der z.B. auch im Dell XPS 13 Plus steckt, hier gibt es also nichts zu bemängeln. Zumal das MateBook X Pro 2023 dieses auch gut und vor allem sehr leise kühlt!

Was spricht aber gegen das MateBook X Pro 2023? Ich finde es etwas schade, dass dieses nur mit 16GB RAM angeboten wird. 16GB reichen normalerweise aus, aber sind gerade bei der Foto/Videobearbeitung, wofür das Notebook unter anderem dank des tollen Displays an sich hervorragend geeignet wäre, etwas knapp.

Auch der Preis des HUAWEI MateBook X Pro 2023 ist saftig! Dieses kostet derzeit über 2000€ und ist oberhalb des Dell XPS 13 Plus preislich angesiedelt. Ist das Dell XPS 13 Plus besser als das MateBook X Pro 2023? Nein! Ich halte das MateBook X Pro 2023 für tendenziell besser als das XPS 13 Plus, aber dennoch halte ich es hier für “mutig” einen höheren Preis als Dell anzusetzen.

Dennoch bleibt das Fazit sehr positiv! Das MateBook X Pro 2023 ist ein absolutes vorzeige Notebook!

HUAWEI MateBook X Pro 2023
POSITIV
Hervorragendes Gehäuse
Tolles und helles Display, welches sich auch für Foto und Videobearbeitung eignet
Hohe CPU Leistung
Gute Tastatur
Sehr gutes Trackpad
Solide Akkulaufzeit
Gute Lautsprecher
NEGATIV
16GB RAM fest verbaut
91

Eine akkubetriebene Klimaanlage und Wärmepumpe, die WAVE 2 im Test (auch via Solar betreibbar)

2

Eine akkubetriebene Klimaanlage? Im ersten Moment könntest du denken, dass dies kein seriöses Produkt ist oder es sich um eine “Wasserklimaanalge” handelt.

Aber nein EcoFlow bietet mit der WAVE 2 eine richtige leistungsfähige Klimaanlage an, welche portabel ist, sich via Powerstation, Steckdose oder über einen optionalen Akku betreiben lässt.

Zudem kann diese nicht nur als Klimaanlage genutzt werden, sondern auch als “Heizung”.

Klingt doch super spannend! Aber wie gut funktioniert die EcoFlow WAVE 2? Wo lässt sich diese erfolgreich einsetzen?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EcoFlow für das Zurverfügungstellen der WAVE 2 für diesen Test.

 

Für was ist die WAVE 2 gedacht?

Die WAVE 2 Klimaanlage hat eine Kühlleistung von 1500W bzw. 5100 BTU und eine Heizleistung von 1800W. Dies ist nicht wenig, aber natürlich auch nicht gigantisch viel!

So empfiehlt EcoFlow diese primär für Zelte, Wohnwagen oder kleinere Räume (Home Office usw.). Zur Kühlung einer großen offenen Wohnung ist diese also eher weniger geeignet.

 

Die EcoFlow WAVE 2 akkubetriebene Klimaanlage im Test

Mit 540 x 302 x 417 mm und einem Gewicht von 14,6 Kg ist die WAVE 2 sicherlich nicht “winzig”, aber durchaus noch als portable zu bezeichnen. So wäre es kein übermäßiges Problem die Klimaanlage mit auf einen Camping Platz zu nehmen oder im Hochsommer von Arbeitszimmer ins Schlafzimmer zu befördern.

Dabei ist das Design der Klimaanlage EcoFlow typisch, sehr außergewöhnlich und fast etwas futuristisch.

Diese besitzt, wie bei Klimaanlagen üblich, zwei Luftauslässe(Oberseite) und zwei Einlässe (Front und Rückseite). Also ja, du musst im Betrieb die Klimaanlage über einen beiliegenden Schlauch mit der Außenluft verbinden.

Eine Klimaanlage kann nicht einfach „kalte Luft“ erzeugen, sondern erzeugt immer kalte und warme Luft. Die warme Luft kann dabei nicht einfach wieder in den Raum gepustet werden, sondern muss nach draußen, beispielsweise durch ein gekipptes Fenster oder Ähnlichem.

Über Strom wird die WAVE 2 wahlweise über das (leider) fest integrierte Netzkabel, den optionalen Akku oder einen XT60 Eingang versorgt.

 

Optional mit Akku (1159 Wh)

Sicherlich einer der spannendsten Punkte an der WAVE 2 ist die Möglichkeit, die Klimaanlage auch mit Akku zu betreiben!

Natürlich könntest du diese einfach an eine ausreichend große Powerstation anschließen, aber es gibt für sie auch ein spezielles Akkupack. Dieses wird einfach an die Unterseite geheftet und kann die WAVE 2 bis zu 8 Stunden (laut Hersteller) arbeiten lassen.

Dabei hat das Akkupack eine Kapazität von satten 1159 Wh! Dies erklärt sicherlich auch den recht hohen Preis.

Geladen wird das Akkupack (leider) ausschließlich über die WAVE 2. Verbindest Du WAVE 2 + Akku mit der Steckdose oder über den XT60 Eingang mit einer DC Quelle, wird parallel zur Nutzung der Akku geladen. Dies mit bis zu 750W.

Ein Laden abseits der WAVE 2 ist leider nicht möglich. Allerdings besitzt der Akku auf der Front unter einer Abdeckung einen USB C wie auch USB A Port

Der USB C Port ist ein Power Delivery Port mit bis zu 100W, der USB A Port ein Quick Charge Port mit bis zu 18W.

 

XT60 Eingang, Klimaanlage, die sich via Solar betreiben lässt!

Neben dem normalen AC Eingang besitzt die WAVE 2 auch einen XT60 Eingang. Hierbei handelt es sich um einen „Standard“ DC Eingang.

Dieser erlaubt dir das Verbinden (mithilfe von frei verfügbaren Adapter Kabeln) von Solarpanels!

So akzeptiert die WAVE 2 11-60V bei bis zu 3A bzw. 12-24V bei bis zu 8A.

Hierdurch wäre es theoretisch möglich mit ausreichend starken Solarpanels die Klimaanlage via Solar zu betreiben!

Praktisch kannst du via Solar zumindest die Laufzeit des Akkus deutlich erweitern. Dies macht auch Sinn, denn wann braucht man eine Klimaanlage? Richtig, wenn es warm ist und die Sonne scheint. Also an sich optimal für Solarpanels.

EcoFlow bietet ein eigenes Solarpanel an:

https://techtest.org/test-das-ecoflow-160w-solarpanel-faltbar-aber-mit-standard-anschluessen/

Allerdings mit einem entsprechenden XT60 auf MC4 Kabel kannst du auch 08/15 Solarpanels verbinden bzw. sogar mehrere in Reihe schalten, solange du unter 60V bleibst ist das kein Problem.

Wichtig! Um die Klimaanlage über Solar zu betreiben, ist der Akku zwingend nötig! Der Akku kann auch über Solar geladen werden.

 

App Support und Modi

In der WAVE 2 ist, wie bei EcoFlow üblich, sowohl ein Bluetooth Modul wie auch ein WLAN Modul verbaut.

Diese erlauben es dir, die WAVE 2 über die sehr gute EcoFlow App zu steuern. Über die App kannst du zwischen den drei Modi wählen:

  • Kühlen
  • Heizen
  • Lüften

Hier kannst du auch eine Zieltemperatur einstellen, wie auch sehen, welche Umgebungstemperatur es gibt und wie die Temperatur am Luftauslass ist.

Ebenso kannst du zwischen mehreren Leistungseinstellungen wählen, einen Timer stellen, den Akkustand sehen usw.

Du kannst sogar sehen wie viel Energie in die WAVE 2 geht (beim Laden via Solar) wie auch wie viel Energie gerade verbraucht wird.

Kurzum die EcoFlow App ist ein absolutes Highlight!

 

2-3 Schläuche

Keine Kompressorklimaanalge kann einfach Kälte erzeugen. Im Kern ist eine Klimaanlage wie die WAVE 2 eine umgekehrte Wärmepumpenheizung.

So musst du an die WAVE 2 zwei “Schlauch-Röhren” anschließen, die frische Luft von außen ansaugen und dann erwärmt ausstoßen. Diese Röhren müssen durch ein Fenster geführt werden, was aufgrund des großen Durchmessers nicht ganz einfach ist.

Aber Ähnliches hast du effektiv bei allen Klimaanlagen.

Zudem haben wir noch einen kleinen Schlauch, aus welchem Kondenswasser abgelassen werden kann.

Alternativ kannst du WAVE 2 auch nach draußen stellen und nicht mit einem Schlauch die kalte Luft in den Raum/Zelt/Wohnwagen lassen.

 

Wie gut kühlt die EcoFlow WAVE 2? Ein Praxis-Test!

Die wichtigste Frage ist natürlich, wie gut funktioniert die WAVE 2, wie hoch ist die Kühlleistung?

Ich habe mit der WAVE 2 mein Büro gekühlt, folgende Parameter gab es hier:

  • Außentemperatur ca. 30 Grad
  • Innentemperatur ca. 25 Grad
  • Fläche ca. 3 x 5 x 2,4 Meter / 15m² / 36 m³

Zunächst einmal dürfen wir keine absoluten Wunder erwarten, dies ist weiterhin eine portable Klimaanalge.

Allerdings auf voller Leistung konnte ich eine Kühlleistung von ca. 0,7 bis 1 Grad pro Stunde bei dieser Raumgröße beobachten, je nach Ausgangs- und Außentemperatur.

In 5:30h brachte die WAVE 2 mein Büro von 25,1 auf 21,2 Grad. Dies sind pro Stunde rund 0,7 Grad. Dabei ist allerdings parallel zwischenzeitlich die Außentemperatur sogar noch gestiegen!

Ich denke, dies sind an sich sehr ordentliche Werte! Gerade wenn wir uns später die Leistungsaufnahme ansehen.

Aber erneut Wunder darfst Du auch nicht erwarten, gerade bei deutlich größeren Räumen! So hat die WAVE 2 laut Hersteller eine Kühlleistung von 1500W/5100BTU. Für solch ein kleines Gerät nicht wenig und für kleinere Räume auch völlig ausreichend, aber dennoch ein gutes Stück weniger als “große” Klimageräte.

Eine große Monoblock Klimaanlage hat in der Regel zwischen 3000 und 4000W Kühlleistung, benötigt dann aber im selben Faktor mehr Energie.

 

Heizfunktion, eine kleine portable Wärmepumpe!

Die EcoFlow WAVE 2 kann auf Wunsch auch eine kleine portable Wärmepumpe sein! Und ja das meine ich absolut wörtlich, denn im Kern haben wir hier wirklich eine Luft-Luft-Wärmepumpe, welche auf Wunsch auch auf Akku arbeitet.

Hierbei kehrt die WAVE 2 ihren Kreislauf um. Anstelle wie im Klimaanlagen Modus die kalte Luft in den Raum und die warme Luft nach draußen zu blasen, wird die warme Luft in den Raum geblasen.

Das Spannende ist, dass wir hier mit einer effektiven Effizienz von über 100% arbeiten.

Eine Wärmepumpe wandelt nicht einfach nur den Strom in Wärme um die Wärme zu entziehen, sondern nutzt diesen aus der Umgebungsluft, welche hier von außen angesaugt wird.

Dies funktioniert sogar bei Minusgraden, was Wärmepumpen prinzipiell so gut macht.

Heißt, die EcoFlow WAVE 2 kann mit der gleichen Energie wie ein klassischer Heizlüfter 2-3x Wärme produzieren bzw. benötigt 2-3x weniger Energie bei gleicher Wärmeleistung.

In meinem Test funktionierte dies auch prinzipiell sehr gut! So kam aus dem Luftauslass ca. 40 Grad heiße Luft. Allerdings lag die Leistungsaufnahme “nur” bei 580W. Heißt wir haben eine effektive Wärmeleistung von 1160 bis 1740 W.

EcoFlow wirbt mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 820W und einer Wärmeleistung von maximal 1800W. Hier weiß ich ehrlich nicht ganz, wie EcoFlow auf diese Werte kommt. Es kann natürlich sein, dass je nach Außentemperatur und Innentemperatur die Leistungsaufnahme noch etwas schwankt.

Zudem muss ich hier natürlich noch ein kleiner “bedenke” in den Raum werfen. Die EcoFlow WAVE 2 heizt Energie effizienter als ein elektrischer Heizlüfter, aber du musst natürlich weiterhin die zwei Schläuche nach außen führen, damit dies funktioniert. In der Regel wirst du hierfür ein Fenster auf Kipp stellen müssen, wo dann im Winter wieder Kälte hinein kommt.

Daher ist es etwas schwerer die hohe Effizienz der WAVE 2 praktisch im Winter auch zu nutzen. Wenn dir dies aber gelingt ist sie eine super Notfall Alternative zum elektrischen Heizlüfter.

 

Leistungsaufnahme

Wie steht es aber um den Stromverbrauch? Dieser ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Beginnen wir hier mit dem Kühlmodus. Hier schwankt die Leistungsaufnahme je nach eingestelltem Modus, wie auch teils etwas innerhalb der Modi je nachdem wie sehr gerade der Kompressor läuft usw.

Hier aber ein paar Richtwerte:

  • 510W bei voller Leistung
  • 208W im ECO Modus
  • 205W im Schlaf Modus

Der Verbrauch im “max” Modus schwankt beim mir um die 500W. Im ECO Modus schaltet die WAVE 2 teils den Kompressor ab! Das heißt es werden nicht konstant 200W verbraucht, sondern nur punktuell.

Im Heizmodus haben wir im Übrigen +- die gleichen Werte. Hier konnte ich im Max Modus rund 580W im Maximum beobachten.

Mit angeschlossenem, aber nicht voll geladenem Akku steigt die Leistungsaufnahme immer auf +- 740W. Dies scheint das maximale Ladetempo des Akkus zu sein, wie auch die maximale Leistung der WAVE 2 im Generellen.

Also ja es ist möglich den Akku gleichzeitig zu laden, wie auch die Klimaanlage zu betreiben.

 

Akkulaufzeit der Klimaanlage

Die Akkulaufzeit der Klimaanlage schwankt natürlich je nach Einstellung und Situationen etwas.

Im Eco Modus kannst du aber mit einer Laufzeit von durchaus 5+ Stunden rechnen. Bei nicht zu extremen Temperaturen sind durchaus die 8 Stunden die EcoFlow angibt im ECO Modus möglich.

Im Max Modus sinkt natürlich die Laufzeit merklich. Hier kommen wir noch auf 2-3 Stunden.

 

Fazit

Die EcoFlow WAVE 2 ist ein super spannendes Konzept! Eine portable Klimaanlage mit Akku, Solar aufladbar und integrierter Wärmepumpe.

Dabei funktioniert die WAVE 2 auch an sich tadellos! Diese schaffte es im Test mein Büro (15m² ) um ca. 0,7-1 Grad pro Stunde herunterzukühlen. Dies bei einem Stromverbrauch von +- 500W. Natürlich nicht wenig, aber auch nicht zu viel für eine Klimaanlage!

Im Eco Modus sind es sogar nur um die 200W. Hier wäre die WAVE 2 schon theoretisch mit entsprechenden Solarpanels in der Lage, komplett “kostenfrei” zu arbeiten.

Gerade bei kleineren Räumen, im Wohnwagen usw. kann also die WAVE 2 absolut Sinn machen und bietet auch eine ausreichende Leistung.

Umgekehrt, ist dir gerade zu kalt, dann kannst Du die WAVE 2 auch als Heizung nutzen! So halt es sich hier im Kern um eine Wärmepumpe. Ja, wenn du so willst, ist die WAVE 2 auf Wunsch eine akkubetriebene Wärmepumpe!

Der große Vorteil hier ist die Effizienz! Im “worst case” benötigt die WAVE 2 beim heizen in meinem Test ca. 500W. Allerdings werden aus diesen 500W effektiv 1000-1500W Wärmeleistung. Entsprechend ist die WAVE 2 deutlich effizienter als ein Heizlüfter.

Hinzu kommt ein cooles Design, die super Steuerung direkt am Gerät oder über die App.

Ein wichtiger Punkt ist auch der Akku! Dieser hat eine durchaus ordentliche Kapazität von 1159 Wh. Allerdings fressen Klimaanlagen viel Energie! Auf voller Power bekommst du diesen in 2-3 Stunden leer. Im Eco Modus sprechen wir über +-5 Stunden. Dies gilt fürs Heizen und Kühlen.

Verbindest du ein Solarpanel kannst du, je nach Solarpanel und Sonneneinstrahlung, die WAVE 2 wirklich mehr oder weniger unabhängig vom Netz betreiben. So akzeptiert diese bis zu 400W über den DC Eingang.

Praktisch wirst du aber vermutlich via Solar primär die Laufzeit des Akkus massiv verlängern. Völlig autark die WAVE 2 (bei Tag) zu betreiben würde schon recht optimale Bedingungen erfordern.

Aber, dass es theoretisch möglich ist, ist schon ein großer Pluspunkt.

Was spricht gegen die WAVE 2? Punkt 1 ist sicherlich etwas die Schlauch Situation. Du musst zwei bzw. drei Schläuche/Röhren durchs Fenster oder die Tür leiten. Dies ist einfach etwas unelegant, aber leider halt bei Klimaanlagen auch nicht ganz unüblich.

Zum anderen haben wir natürlich den Preis. 1199€ für die WAVE 2 bzw. 1999€ für die WAVE 2 mit Akku ist eine stolze Summe. Wir haben hier ein recht einmaliges Produkt, eine Akku-Betriebene Klimaanlage / Wärmepumpe, daher kann ich nicht zu sehr über den Preis meckern.

Eventuell würde ich dir aber raten die WAVE 2 “Solo” zu kaufen und dazu einfach eine Delta 2. Nicht ganz so elegant, wie der “optimierte” Akku, aber etwas flexibler.

Dennoch hat hier EcoFlow mit der WAVE 2 ein super spannendes Produkt geschaffen! Suchst du also eine portable Klimaanlage / Wärmpeumpe mit Option auf einen Akkubetrieb und das Laden via Solar für kleinere Räume, den Wohnwagen, das Ferienhaus und du kommst mit der Schlauchführung klar, dann kann ich absolut eine Empfehlung aussprechen!

EcoFlow WAVE 2
POSITIV
Gute Kühlleistung bei kleinen Räumen (15m² ca. -0,7 bis 1 Grad pro Stunde)
Niedrige Leistungsaufnahme (maximal +- 500W)
Schickes Design
Optional auch über einen Akku zu betreiben
Via Solar aufladbar
App bzw. WLAN/Bluetooth Support
Heizfunktion mit hoher Effizienz
NEGATIV
Du musst 2-3 Schläuche/Röhren nach außen führen
Gehobener Preis
Lautstärke mittelmäßig
89