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Der AKRacing Onyx im Test, der Gaming Stuhl für große Nutzer!

Mit dem Onyx hat AKRacing vor Kurzem seinen neusten und auch bisher größten „Gaming Stuhl“ auf den Markt gebracht.

Schreibtischstühle fristen immer noch so ein wenig ein Schattendasein. Jeder hat einen, aber die meisten kaufen den billigsten halbwegs brauchbaren, welchen sie finden können. Meist findet man so etwas bei Ikea.

Seit aber einer Weile geht der Trend Richtung sogenannter Gaming Schreibtischstühlen. DXRacer und Maxnomic sind hier sicherlich die beiden größten Marken.

Aber es gibt auch diverse kleinere Hersteller, wie zum Beispiel AKRacing. Der Onyx stellt hierbei ein etwas teureres und massiveres Modell dar, das gerade für größere Nutzer interessant ist.

Daher schauen wir uns einmal den AKRacing Onyx Gaming Stuhl im Test an! Kann dieser überzeugen?

 

Lieferumfang und Zusammenbau

Der Zusammenbau des AKRacing Onyx ist absolut problemlos! Der Hersteller legt alles an benötigten Teilen mit in den Lieferumfang. Hierzu gehören auch die Schraubenschlüssel und sogar ein paar weiße Handschuhe, damit der Stuhl nicht von Fingerabdrücken übersäht, ist.

Im Grunde besteht der Stuhl aus fünf teilen, welche Ihr zusammensetzen müsst, dem Sitzpolster, der Halterung für die Gasdruckfeder, die Gasdruckfeder, das Fußkreuz und die Rückenlehne.

Die jeweils passenden Schrauben für das einzelne Element das Ihr gerade anbringt, ist bereits in den Schrauben vorinstalliert. Ihr müsst Euch also nicht mal Gedanken machen wohin welche Schraube gehört.

Das macht den Zusammenbau des AKRacing Onyx überdurchschnittlich einfach. Ich würde sogar sagen es ist der beste zusammenbaubare Gaming Chair, den ich bisher in den Fingern hatte.

Leider habe ich vergessen die Abdeckung für die Gasdruckfeder zu installieren, weshalb der Stuhl im unteren Bereich etwas dünn aussieht.

An dieser Stelle einen Dank AKRacing, welche mir den Onyx für einen Test zur Verfügung gestellt haben!

 

AKRacing Onyx

Dafür, dass der Onyx von einem Hersteller namens „AKRacing“ stammt, wirkt der Stuhl ziemlich dezent und professionell.

AKRacing setzt hier wirklich auf eine fast komplett schwarze Optik ohne irgendwelche auffälligen oder herausstechenden optischen Elemente. Dies kann man natürlich positiv oder auch negativ sehen. Will man einen „g4m3r“ look, ist man hier sicherlich falsch, will man den Onyx aber beispielsweise in einem Büro einsetzen oder man bevorzugt einfach die dezente Optik, ist doch dieses Schlichte sehr willkommen.

Das einzige was etwas aus der Reihe springt, ist das silbern glänzende Fußkreuz. Hier bin ich mir nicht ganz sicher ob ich ein schwarz lackiertes Fußkreuz bevorzugt hätte oder ob dies die Optik zu eintönig gemacht hätte.

Was neben der schlichten Optik auffällt, ist die Größe des Onyx. Gerade das Sitzpolster und die Rückenlehne sind ziemlich breit. Das Sitzpolster kommt hier auf eine maximale Breite von rund 60cm und auf eine Tiefe von rund 53cm.

Die Rückenlehne kommt ebenfalls auf eine gute Höhe von 86cm. Hierbei fällt aber auf, dass die seitlichen Flügel der Lehne nicht sonderlich stark ausgeprägt sind, verglichen mit anderen Racing Schreibtischstühlen. Daher ist die Breite der Lehne auch fast vollständig nutzbar ohne, dass die Schultern gebogen werden.

Selbstverständlich lässt sich auch die Höhe des Stuhls einstellen. Diese variiert zwischen rund 48cm und maximal 53cm. Diese Werte wurden mit mir auf dem Stuhl gemessen(ca. 90KG), solltet Ihr leichter sein, könnte der Stuhl auch noch etwas höher sein.

Neben der Höhe lässt sich auch die Rückenlehne verstellen und die Armlehnen. Die Rückenlehne lässt sich zwischen unangenehm steil und komplett flach verstellen. Der Mechanismus und auch die generelle Konstruktion hierfür wirkt aber recht vertrauenswürdig.

Man muss sich keine Sorgen machen, dass man nach hinten überkippt.

Die Armlehnen lassen sich in der Höhen, im Winkel und wie weit diese vor- oder zurückstehen sollen, verstellen. Die maximale Höhe, muss ich aber zugeben, hätte ich mir vielleicht einen Tick höher gewünscht.

 

Haptik, Verarbeitung und Qualität

Bereits an der maximalen Belastbarkeit von 150KG kann man erkennen, dass der AKRacing Onyx ein etwas mächtigerer Schreibtischstuhl ist.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Der Onyx verfügt über einen massiven Stahlrahmen, welcher der Rückenlehne und auch dem Sitzpolster die nötige Grundstabilität verleiht.

Hierbei sind alle Komponenten mit recht dicken und vertrauenswürdig anmutenden Stahlschrauben befestigt, die Armlehnen sogar gleich mit vier Stück.

Die wichtigen Komponenten sind beim Onyx direkt von Stahlrahmen zu Stahlrahmen verschraubt. Holz oder Plastik werdet Ihr keins an diesem Stuhl finden (zu mindestens nicht bei tragenden Teilen).

Die schwächste Komponente ist hierbei fast die recht dünn wirkende Gasdruckfeder, welche allerdings sogar eine Klasse 4 Gasdruckfeder ist. Kleine Info, Gasdruckfedern werden in Klassen eingeteilt, umso höher umso robuster/größer sind diese. In den meisten Schreibtischstühlen sind Klasse 3 Federn, Klasse 4 sind nur bei hochpreisigen Modellen zu finden.

Auch das Kunstleder macht einen sehr guten und dicken Eindruck. Ich glaube nicht, dass Ihr hier Probleme mit Löschern oder Ähnlichem bekommen werdet, selbst wenn Haustiere im Haushalt zu finden sind. Auch die Nähte sind sauber verarbeitet.

Einen großen qualitativen Unterschied zu günstigeren Stühlen sieht man auch am Fußkreuz. Dieses ist nicht einfach ein geschweißter „Stern“ sondern komplett aus einem Guss gegossen, inklusive Querverstrebungen im Inneren, welche nochmals für einen besseren Halt sorgen.

Zum Abschluss gibt es aber noch einen Dicken Minuspunkt, welchen ich ansprechen muss. Hierbei handelt es sich um den Schwerpunkt des Stuhls. Wenn Ihr versucht mit dem Stuhl nach vorne zu rollen und nicht ganz hinten auf dem Sitzpolster sitzt, neigt der AKRacing Onyx zum vorkippen!

 

An sich keine „große“ Sache aber etwas Ähnliches habe ich bisher bei rund 7 anderen getesteten Gaming Chairs noch nicht erlebt.

Beim Zurücklehnen (auch wenn die Rückenlehne maximal gekippt ist) gibt es allerdings keine Probleme. Ich vermute AKRacing hat genau dafür den Schwerpunkt etwas weiter nach vorne verlegt.

 

Wie sitz es sich auf dem AKRacing Onyx?

Beginnen wir mit dem Grundsätzlichen. Ihr seid 1,60 m groß und wiegt 50KG? Dann ist vermutlich der AKRacing Onyx weniger etwas für Euch, außer ihr mögt es sehr viel Platz auf Eurem Stuhl zu haben.

Der AKRacing Onyx ist ein ziemlich breiter und stämmiger Schreibtischstuhl. Selbst bei meinen 1,80 m und 90+-10KG habe noch etwas Luft zu den Seiten.

Das muss aber ja auch nichts Schlechtes sein. Verglichen mit vielen anderen Racing Schreibtischstühlen schränkt der Onyx einen sehr wenig ein. Im Gegenzug bekommt man aber auch etwas weniger Halt vom Stuhl vermittelt.

Bei vielen anderen Racing Schreibtischstühlen halten einen die seitlichen Flügel etwas in einer geraden Position fest. Diese Flügel sind hier etwas weniger aggressiv angewinkelt und zudem recht weit auseinander.

Man kann also problemlos etwas auf dem AKRacing Onyx herum fläzen. Teilweise hatte ich auf dem Onyx  sogar ein wenig das Couch Feeling, was unter anderem an der recht weichen Polsterung liegt.

 

Dieser Schreibtischstuhl ist definitiv ein gutes Stück weicher gepolstert als beispielsweise ein noblechairs EPIC oder der Maxnomic Office Komfort.

Ist dies gut oder schlecht? Erneut Geschmackssache. Man sitzt auf dem AKRecing unheimlich entspannt und locker, im Gegenzug wirkt der Stuhl aber etwas weniger konturiert.

Beispielsweise man setzt sich auf einen noblechairs EPIC, welcher ein recht harter Stuhl ist, und wird automatisch in eine vordefinierte, recht gerade und ergonomische Form gerückt. Beim AKRacing Onyx passiert dieses zurecht rücken eher weniger, Ihr sitzt so, wie Ihr sitzt.

Dies fällt gerade bei der Rückenlehne auf. Ich bin nicht gerade schmächtig aber auch keine „Kante“ , die Flügel im oberen Bereich berühren meine Schultern nicht mal, so viel Raum geben diese mir.

Habt Ihr bei anderen Gaming Chairs Probleme, dass Eure Schultern nach innen gedrückt werden aufgrund dieser Flügel dann ist der AKRacing Onyx für Euch besonders interessant!

Auch das Sitzkissen ist recht groß und auch an den Kanten relativ flach, habt Ihr ein etwas größeres Gesäß kein Problem, wollt Ihr im Schneidersitz auf dem Stuhl sitzen, auch kein Problem!

Ihr seht vermutlich, wo die Reise hingeht. Der AKRacing Onyx ist ein großer recht weicher Schreibtischstuhl welcher Euch nicht versucht in irgendeine Form zu pressen oder Euch in irgendeiner Weise einschränkt. Hierbei bietet dieser ein wenig das Cheffsessel/Couch Feeling, das Sitzen ist also sehr entspannt.

Hierbei hilft auch sicherlich die tolle Kippelautomatik. Kippelautomatik? Wenn aktiviert, könnt Ihr Euch einfach auf dem Suhl zurücklehnen und dieser kippt ein paar Grad nach hinten weg. Dies sorgt aufgrund des nach hinten sacken für ein temporär noch entspannteres Sitzen.

Die gute Kippelautomatik!

Hierbei nutzt auch AKRacing das bessere System der Kippelautomatik, im Gegensatz zu hjh Office oder DXRacer, welche meist das einfachere System nutzen.

Zum Vergleich, rechts die etwas „billigere“ Kippautomatik

Das Ganze lässt sich natürlich in seine Intensivität usw. einstellen.

Allerdings ist der AKRacing Onyx auch nicht perfekt. Wie oft sind Dinge die gut schmecken meist nicht gesund und auch Dinge die bequem sind, nicht ergonomisch korrekt.

Sagen wir es so, aus ergonomischer Sicht ist der AKRacing Onyx nicht der aller beste Stuhl! Wie meist üblich bei Racing Style Stühlen bietet die Rückenlehne nur recht wenig Support im unteren Rückenbereich. Auch, sofern Ihr nicht sehr breit seid, bietet der Onyx etwas wenig seitlichen halt, man neigt also gegebenenfalls etwas zum Krummsitzen.

Zu guter Letzt ist die Rückenlehne recht gerade. Aufgrund der hohen Polsterung ist dies von der Bequemlichkeit kein Problem, jedoch neigt man so etwas zur „Buckelbildung“ wenn man sich nach vorne lehnt. Der noblechairs EPIC, welcher aus ergonomischer Sicht der „beste“ Racing Style Schreibtischstuhl ist, den ich bisher genutzt habe, bietet hier eine leicht gebogene Rückenlehne.

Letztendlich ist es immer so eine Sache, was man mehr Priorität zugesteht. Ich würde sagen der Onyx ist ein Stuhl zum entspannten und bequemen Sitzen, welcher sich aber weniger für Nutzer eignet, die  schon über Vorerkrankungen, was den Rücken angeht, verfügen.

 

Fazit

Welchen Eindruck hat der AKRacing Onyx im Test gemacht? Der AKRacing Onyx ist nichts für jedermann! Seid Ihr recht klein bis normal gebaut, ist vermutlich der Onyx etwas zu groß für Euch, außer Ihr mögt viel Platz, denn genau diesen bietet der Onyx!

Es handelt sich hierbei um den ohne Frage größten „Gaming“ Schreibtischstuhl den ich bisher getestet habe, welcher auch noch mal ein gutes Stück breiter ist als beispielsweise ein Maxnomic Office-Comfort.

Gerade das Sitzpolster ist ziemlich groß, dies kann aber auch für kleinere Menschen ein Vorteil sein. Ich mit meinem 1,80 m kann ohne Probleme im Schneidersitz auf dem Stuhl sitzen. Aber nicht nur die große Größe sorgt für einen anderen Sitzkomfort als bei anderen Racing Style Schreibtischstühlen. Der Onyx lässt Euch sehr viel Raum, was die seitlichen Flügel angeht. Wenn Ihr hier negative Erfahrungen bei anderen Racing Schreibtischstühlen mit einer „zu festen Umarmung“ gemacht habt, da diese Euch zu sehr festhalten, werdet Ihr den Onyx lieben! Hinzu kommt eine recht weiche und entspannte Polsterung. Wer gerne „fluffig“ sitzt, wird ebenfalls den Oynx mögen.

Natürlich gibt es aber auch Schwächen. Ich bin zwar kein Chiropraktiker aber ich denke, die Ergonomie des AKRacing Onyx ist eher so suboptimal. Dies gilt natürlich für viele Racing Schreibtischstühle, wenn nicht sogar für alle, aber hier ist dies etwas ausgeprägter. Der Onyx versucht Euch nicht in Form zu pressen, wollt Ihr schief sitzen könnt Ihr dies auch. Auch aufgrund der Größe und des entspannten Aufbaus gibt Euch der Stuhl recht wenig seitlichen Support. Bei breiteren Nutzern wird der Support im Übrigen wiederum etwas besser.

Man hat hier also etwas das Gefühl auf einem Sofa zu sitzen, weich, bequem und mit viel Platz. Hier ist es natürlich Geschmackssache ob dies so ist wie Ihr gerne sitzt.

Rein Qualitativ habe ich nichts zu bemängeln. Der Stuhl wirkt grundsolide und massiv verarbeitet mit viel Stahl und Metall. Auch optisch bietet der Onyx einen sehr professionellen Look, welcher auch durchaus in einem Büro nicht fehlplatziert wirkt.

Hinzu kommen die vielen Möglichkeiten den Stuhl zu verstellen, ob nun die Höhe, die Rückenlehne, die Armlehnen in drei Richtungen (welche vielleicht einen Ticken niedrig sind) oder auch den Winkel aufgrund der tollen Wippfunktionen.

Kurzum der AKRacing Onyx ist ein toller Schreibtischstuhl primär für größere Nutzer, welche sich ansonsten von Racing Schreibtischstühlen zu sehr eingeschränkt fühlen, dies macht nämlich der Onyx nicht!

Link zum Hersteller /// bei CaseKing /// bei Jacob-Elektronik

 

Die Bang & Olufsen BeoPlay H9 Bluetooth Kopfhörer im Test, das beste vom besten?

Wenn man an Premium Bluetooth Kopfhörer denkt oder nach diesen sucht, findet man meist die Bose QC 35 oder Sony MDR-1000X als Spitzenmodelle. Beide haben durchaus einen gehobenen Preis inne und kosten gut über 300€.

Aber was wenn man mehr will? Wer mehr will als die beiden oben genanten populären Modelle, wird vermutlich früher oder später über die Bang & Olufsen BeoPlay H9 stolpern.

Bei den BeoPlay H9 handelt es sich um 500€ Bluetooth Kopfhörer! Dies hatte natürlich mein Interesse geweckt, kosten die H9 nur so viel aufgrund des großen Namens und des Designs oder steht hinter dem Preis auch ein Klang, welcher Bluetooth Kopfhörer der 300€ Preisklasse nochmals merkbar überbietet?!

Freundlicherweise hat mir Bang & Olufsen die H9 für einen kleinen Test ausgeliehen. Wie schlagen diese sich gegen die Bose QC 35 und Co? Finden wir es heraus!

 

Die Bang & Olufsen BeoPlay H9 im Test

Bang & Olufsen steht schon lange nicht nur für „Klang“ sondern auch für Design. Dies zeigen die H9 auch durchaus. Man sieht den Kopfhörern auf den ersten Blick an, dass es sich hier um Premium Modelle handelt. Dies liegt zum einen an der Materialwahl, Leder und Aluminium, wie aber auch an der eleganten Form.

Natürlich ist Design Geschmacksache aber ich glaube es steht außer Frage, dass die BeoPlay H9 hochwertiger aussehen als Bose QC35.

Aber aussehen ist nicht alles, wie fühlen sich die H9 an? Sagen wir es so die Kopfhörer sind so hochwertig verarbeitet wie sie aussehen.

Das Kopfband besteht aus Leder genau wie die Ohrpolster. Die Aufhängung der Ohrmuscheln ist aus solidem Aluminium, welches auch nicht hol ist sondern wirklich Massiv gegossen. Das Kopfband lässt sich wie üblich in der Höhe verstellen, ist allerdings nicht klappbar.

Die Ohrmuscheln bestehen aus einem Aluminium- Kunststoff- Mix und machen ebenfalls einen unheimlich hochwertigen Eindruck.

Passend zu diesen wertigen, langlebigen Materialien ist es bei den BeoPlay H9 möglich den Akku zu entnehmen. Dies ist ein unterschätztes Feature, gerade bei solch teuren Kopfhörern! Hierdurch haben die H9 kein vordefiniertes „Ablaufdatum“ sondern können theoretisch ewig genutzt werden.

Der 770mAh Akku hält im normal Betrieb (Bluetooth und Noise Cancelling ein) rund 14 Stunden. Diese Herstellerangabe kommt in der Praxis auch gut hin.

Aufgeladen wird der Akku wie üblich über microUSB, ein Ladegerät legt Bang & Olufsen nicht bei. Hier taugt allerdings ein normales Smartphone USB Ladegerät oder ein PC.

Neben dem microUSB Port besitzen die H9 auch noch den üblichen AUX Eingang für eine kabelbetriebene Nutzung.

Kommen wir zu Steuerung der Kopfhörer. Auf den ersten Blick ist hier sicherlich lediglich der Einschalter zu erblicken welcher an der rechten Ohrmuschel angebracht ist.

Das war es auch schon mit „Physischen Tasten“, Bang & Olufsen nutzt bei den BeoPlay H9 ein Touchpad auf der rechten Ohrmuscheln. Hier lässt sich die Lautstärke wie auch das Vor/Zurückspulen und Pausieren/Fortsetzen über diverse Wischgesten steuern. Das ganze funktioniert ausreichend gut, ich selbst würde mir allerdings ein akustisches Feedback wünschen, wenn man beispielsweise an der maximalen Lautstärke angelangt ist.

 

Tragekomfort

Bang & Olufsen setzt bei den H9 auf Lammleder Ohrpolster. Diese sind zwar nicht übermäßig groß, können also die Ohren nicht ganz umschließen, jedoch sind die Polster unheimlich weich und geschmeidig.

Daher sind diese auf den Ohren sehr bequem, auch wenn der Anpressdruck relativ hoch ist.

Zwar müsst Ihr damit rechnen, dass Eure Ohren etwas wärmer werden und man gelegentlich die Kopfhörer für etwas frische Luft anheben muss, jedoch ist dies normal für geschlossene Kopfhörer.

Der Tragekomfort gehört ganz klar zu den Stärken der Bang & Olufsen BeoPlay H9. Längere Zugfahrten oder auch Flüge sind keinerlei Problem.

Nach 2-3 Stunden am Stück oder mehr, wären zwar sicherlich richtig große Kopfhörer komfortabler aber gerade unterwegs auch unpraktischer.

Daher für Reisen und den öffentlichen Nahverkehr bieten die H9 den optimalen Kompromiss aus Größe und Tragekomfort.

 

Klang

Kommen wir zum alles entscheidenden Punkt, dem Klang. Können die BeoPlay H9 hier mit Bose und Sony mithalten? Ja, können Sie!

Ich war allerdings von der Klangsignatur der Kopfhörer etwas überrascht. Bang & Olufsen ist für mich eine „gehobene Premium Marke“ welche sich gefühlt etwas an die „Klassik Musik“ Hörer richtet, da war es wirklich eine Überraschung, dass die H9 eine recht basslastige Signatur an den Tag legen.

Der Bass ist im Klang der H9 ganz klar das taktgebende Element. Dieser ist zum einen in einer hohen Masse vorhanden, aber auch die Klasse stimmt.

Die BeoPlay H9 bieten einen sehr guten Tiefgang und eine klasse Auflösung im Bass. Gerade Songs mit einem starken Bassschlag machen mit den Kopfhörern richtig Spaß. Man kann den Bass regelrecht spüren auch wenn die Ohren nicht direkt vibrieren (ganz so extrem sind die H9 nicht).

Neben dem Bass sind auch die Mitten etwas angehoben, was sicherlich der Darstellung von Stimmen und Gesang hilft. Beides wird von den Kopfhörern sehr gut und plastisch abgebildet.

Leider schaffen es die Bang & Olufsen BeoPlay H9 den Klang nur mittelmäßig gut in die Breite zu entfalten, dafür aber machen sie einen guten Job dem Klang eine gewisse Tiefe zu verleihen.

Die Höhen sind okay. Diese sind zwar ausrechend klar und sauber jedoch eher zurückhalten was die Brillanz angeht. Auch haben diese teilweise etwas Probleme sich von den Mitten klanglich abzusetzen.

Dies verleiht den Kopfhörern tendenziell einen eher warmen, etwas träge anfühlenden Klang. Dies ist natürlich Gemeckere auf Hohem Level. Im großen und ganzen klingen die Bang & Olufsen BeoPlay H9 hervorragend!

Klingen diese besser als die Bose QC35? Dies ist nur schwer zu beantworten. Was die Details angeht und die räumliche Darstellung, ja hier sind die H9 besser. Allerdings klingen die Bose dafür etwas dynamischer.

Was einem nun besser gefällt ist selbstverständlich Geschmacksache und hängt von der gehörten Musik ab.

Die Bang & Olufsen BeoPlay H9 mögen warme Songs wie Summer Of 69 von Bryan Adams oder Send My Love von Adele. Also Titel mit einer warmen Stimmung und einer starken Stimme.

Allgemein fühlen diese sich in Rock oder Metal sicherlich mehr wohl als in Elektro.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung hatte ich während meines Test keine. Weder besaßen die BeoPlay H9 ein größeres Grundrauschen (abgesehen vom Nosie Cancelling) noch gab es Probleme mit Verbindungsabbrüchen. Allerdings besitzen die Kopfhörer eine relativ niedrige maximale Lautstärke. Diese liegt im Maximum ca. 20-30% unter der der meisten anderen Konkurrenten.

Bonus Punkte gibt es wiederum für die „Bluetooth Töne“ beim Einschalten und Ausschalten. Hier nutzt Bang & Olufsen nicht die Standard Töne oder Sprachansagen sondern eigen aufgenommenen Töne welche sehr dezent und angenehm sind.

 

Noise Cancelling

Die H9 verfügen auch über Active Noise Cancellation. Dies bedeutet die Kopfhörer haben integrierte Mikrofone welche die Umgebungsgeräusche aufzeichnen und ausgleichen können.

Mittlerweile ist dieses Feature in diversen High End Kopfhörern zu finden in schwankender Qualität.

Wie sieht es bei den BeoPlay H9 aus? Das Noise Cancelling ist an sich gut bis sehr gut! Ich würde sogar die H9 zu einem der besten Noise Cancelling Kopfhörer erklären.

Wie üblich werden Stimmen und ähnliche „helle Geräusche“ nur bedingt herausgefiltert. Hier gibt es zwar auch eine Dämpfung, diese ist allerdings auch nicht gigantisch.

Tiefere Geräusche wie Motoren, Lüfter und Triebwerke hingegen werden fast zu 100% ausgeblendet. Hier machen die H9 einen wirklich guten Job!

Ein paar Punkte bekommen die Kopfhörer allerdings für ein hörbares „weißes Rauschen“ abgezogen. Dies ist jedoch nicht allzu schlimm und nur hörbar wenn gerade keine Musik läuft.

Kurzum das Noise Cancelling der BeoPlay H9 funktioniert gut! Hier ist man durchaus auf Schlagdistanz zu Bose und Sony.

 

Fazit

Die Bang & Olufsen BeoPlay H9 sind Premium Bluetooth Kopfhörer wie sie im Bilderbauche stehen. Dies beginnt beim Design und geht über die Verarbeitung und Materialwahl bis zum Klang.

Ja, es steht außer Frage, dass es „Ppeis/leistungsstärkere“ Bluetooth Kopfhörer auf dem Markt gibt. Klanglich liegen die BeoPlay H9 durchaus auf dem Level von Bose QC 35 oder Plantronics Backbeat Pro 2, jedoch kosten diese Modelle rund 200€ weniger.

Wofür zahlt man den Aufpreis? Verarbeitung, Design und Haptik! Sowohl die Bose wie auch die Plantronics sind komplett aus Kunststoff gefertigt, die BeoPlay H9 hingegen aus Aluminium und Leder.

Auch ist der Akku der BeoPlay H9 austauschbar, was deren effektive Lebensdauer doch ein gutes Stück verlängert.

Klanglich bieten die Bang & Olufsen BeoPlay H9 einen recht Warmen und basslastigen Sound mit guten Details und einer hervorragenden Darstellung von Stimmen.

Auch das aktive Noise Cancelling ist ordentlich und schafft es problemlos Motorgeräusche und ähnliches Herauszufiltern.

Dennoch am Ende muss man ganz klar sagen, die Bang & Olufsen BeoPlay H9 sind Luxus -Kopfhörer, welche zwar eine sehr gute Leistung liefern, aber sich dennoch ausschließlich an Nutzer richten, die hochwertige Materialen und eine gewisse Langlebigkeit zu schätzen wissen.

1MORE Triple Driver In-Ear Ohrhörer im Test, die besten Ohrhörer für unter 100€!

1MORE ist noch ein recht neuer Anbieter, was Kopfhörer und vor allem Ohrhörer angeht. Hierbei sehen allerdings sämtliche Produkte des Herstellers sehr vielversprechend und vor allem einzigartig aus.

So auch die Triple Driver In-Ear Ohrhörer um welche es in diesem Test geht. Der Name zeigt schon das herausstechende Merkmal der Ohrhörer, drei Treiber!

Dies ist eigentlich ein Feature, welches ansonsten meist nur in sehr viel teuren Ohrhörern zu finden ist. Dies in Kombination mit dem tollen Design hat mein Interesse geweckt.

Bieten die 1MORE einen Klang wie man diesen bei einem Preis von 99€ und drei verbauten Treibern erwarten kann oder handelt es sich hierbei nur um eine Lifestyle Marke mit mehr Schein als sein?

Finden wir dies im Test der 1MORE Triple Driver In-Ear Ohrhörer heraus!

 

Die 1MORE Triple Driver In-Ear Ohrhörer im Test

Wow! Egal wie der Test weitergeht, eins muss man schon einmal 1MORE lassen, die Verpackung ist die beste, welche ich jemals für ein paar Ohrhörer gesehen habe!

1MORE Triple Driver Test

Es handelt sich hierbei um eine Art“Pappbuch“ welches aufgeklappt die Ohrhörer präsentiert. Im Inneren der Verpackung sind zudem einige coole Artworks zu den Ohrhörern, welche das Design und den Aufbau erklären.

Aber nicht nur die Verpackung ist schick auch das Zubehör ist ordentlich. Neben einer Transportbox finden sich bergeweise unterschiedlichster Ohrstöpsel mit im Lieferumfang. Mit bergeweise meine ich neun Sets, wovon drei Sets sogar „Foam Tips“ sind.

1MORE Triple Driver Test

Auch die Ohrstöpsel selbst machen einen hervorragenden ersten Eindruck!

1MORE setzt bei diesen auf ein zweifarbiges Aluminium, welches zudem mit zwei unterschiedlichen Texturen gearbeitet ist, Hochglanz und matt.

Die Ohrhörer fühlen sich massiv und hochwertig an ohne dabei all zu schwer zu sein. Um den hochwertigen Eindruck weiter zu unterstreichen, nutzt 1MORE auch ein mit Textil ummanteltes Kabel, welches zudem „Kevlar-verstärkt“ sein soll.

1MORE Triple Driver Test

Ich würde das Kabel als „vertrauenswürdig“ einstufen, allerdings ist es schwer zu beurteilen, wie sich dieses nach x Monaten Nutzung verhält.

Kommen wir auf ein wichtiges Merkmal der Ohrhörer zu sprechen, die drei Treiber. Als Treiber bezeichnet man in Ohr/Kopfhörern das Klang erzeugende Element. In fast allen Kopfhörern ist hiervon eins zu finden wie auch in den allermeisten Ohrhörern.

Jedoch gerade bei High End Ohrhörern findet man auch des Öfteren mehrere Treiber. Dieser Trend ist auch ein wenig in die Einsteigerklasse geschwappt, wo das Ganze allerdings meist eher aus Marketing Gründen genutzt wird.

1MORE hingegen scheint hier einen etwas ernsthafteren Weg zu gehen. In den Ohrhörern sind drei Treiber verbaut, einer davon ist ein „normaler“ dynamischer Treiber wie man ihn in den meisten Kopfhörern usw. findet.

Die beiden anderen sind sogenannte Balanced Armature Treiber. Diese bieten einen völlig anderen Aufbau als dynamische Treiber und sind seltener und auch teuer.

Da es zu lange dauern würde zu erklären was genau der Unterschied ist, verlinke ich einfach mal ein Bild, welches Euch vielleicht hilft den Aufbau besser zu verstehen https://jhaudioblog.files.wordpress.com/2012/10/balancedarmaturedriver.jpg

In Kurzform die Schallwellen werden hier durch einen „Anker“, also ein Metall Stück, erzeugt, das in Schwingungen versetzt wird.

Wie üblich hat alles seine Vor- und Nachteile, so auch Balanced Armature Treiber. Beginnen wir mit den Vorteilen, BA Treiber sind sehr gut darin Höhen und feine Elemente präzise im Klang darzustellen. Daher werden diese auch sehr oft in Studio Ohrhörern eingesetzt und in besonders hochpreisigen Modellen.

Also dort wo auf eine gewisse Klangfeinheit Wert gelegt wird. Leider haben diese Treiber auch Nachteile, gerade was den Bass angeht. Sagen wir es so, wie man Aufbau erkennen kann, sind Balanced Armature Treiber recht fein und filigran, also nicht gut darin viel Luft stark zum Schwingen zu bringen.

Daher wird oft dieser 2+1 Aufbau genutzt, zwei Balanced Armature, welche sich um Mitten und Höhen kümmern und ein dynamischer Treiber für den Bass.

Ein weiterer Nachteil sind die Kosten. Bis vor Kurzem waren Balanced Armature Treiber noch den 200€+ Ohrhörern vorbehalten, mittlerweile sind diese aber auch schon in einigen günstigeren Ohrhörern zu finden.

1MORE Triple Driver Test

Jedoch aufgrund der Bassschwäche und des komplexeren Aufbaus, gerade wenn man diese mit einem dynamischen Treiber kombiniert, kann man das Ganze durchaus noch als „Luxus“ bezeichnen.

 

Tragekomfort

Die 1MORE sind recht klassische „In-Ear“ Ohrhörer. Das Kabel der Ohrhörer wird also nicht über dem Ohr getragen, auch gibt es keine Ohrhaken oder Ähnliches.

Dafür ist allerdings der Ohrkanal leicht angewinkelt, was mehr hilft, als man denkt. Hierdurch besitzen die Ohrhörer einen recht ergonomischen Sitz.

In meinen Ohren passen die 1MORE auch gut bis sehr gut! Der halt könnte etwas besser sein aber sofern man nicht Sport mit diesen macht, sollte das passen.

Wichtig! Die Ohrhörer selbst sind zwar recht klein und kompakt, aber ihr Ohrkanal ist recht dick. Heißt, habt Ihr sehr kleine Ohren mit einem dünnen Ohrkanal könnten die 1MORE für Euch unbequem sein oder einfach nicht gut halten da diese nicht tief genug ins Ohr kommen.

 

Klang

Was helfen die besten und schönsten Ohrhörer, wenn diese nicht gut klingen? Richtig nichts!

Sagen wir es so die 1MORE Triple Driver In-Ears klingen „anders“ als normale Ohrhörer. Beginnen wir aber bei den Basics. Die 1MORE Ohrhörer besitzen eine recht helle und brillante Klang Signatur mit einer starken Dynamik.

Der Bass der Ohrhörer ist kraftvoll und lebendig aber nicht übermäßig dick oder wummernd. Ich würde den Bass als recht natürlich einstufen, er ist also weder zu stark noch zu schwach.

Für „Bass Fans“ werden die 1MORE vermutlich aber eher mittelmäßig geeignet sein. Zwar schaffen es die Ohrhörer in Titeln wie „Time Bomb“ von Feint, Boyinaband, Veela einen sehr schönen tiefen und detaillierten Bass zu liefern, aber dieser bringt den Gehörgang nicht zum Vibrieren.

Die größte Stärke der 1MORE Triple Driver In-Ears sind aber ganz klar die Höhen! Diese bieten eine Brillanz und Klarheit welche ich schon lange nicht mehr bei Ohrhörern erleben durfte.

Auch die Detaildarstellung ist, generell bei den Ohrhörern, unglaublich gut!

Die Mitten, welche tendenziell etwas in die hellere Richtung gehen, sind soweit sauber. Die Darstellung von Stimmen ist tadellos, es mag zwar hier die ein oder anderen Ohrhörer geben welche dies noch etwas besser machen aber im Großen und Ganzen habe ich hier nichts zu bemängeln.

Eine weitere Stärke der Ohrhörer ist die Differenzierung, ich vermute dies liegt an den drei genutzten Treibern. Einzelne Elemente im Klang lösen sehr gut voneinander ab. Es gibt bei den 1MORE eine spürbare Trennung zwischen Bass, Mitten und Höhen.

Diese Trennung ist zwar subtile aber im Vergleich zu „normalen“ Ohrhörern doch deutlich bemerkbar. Man spürt einfach das etwas beim 1MORE „anders“ ist.

Dies macht natürlich die 1MORE doppelt interessant, was den Klang angeht.

Klanglich konnte ich keine Musikrichtung ausmachen, welche den 1MORE Triple Driver In-Ear Ohrhörern besonders gut bzw. besonders schlecht liegt. Bei komplexeren Titel können die Ohrhörer allerdings Ihre Stärken etwas besser ausspielen.

Positiv überrascht hat mich beispielsweise „Californication“ von den Red Hot Chilli Peppers. Die Ohrhörer schaffen es hier sehr gut die generelle Stimmung des Titels aufzufangen und wiederzugeben. Hierbei wird dieser so gut aufgelöst das man jede Unsauberkeit in der Aufnahme hören kann, was aber vermutlich bei diesem Song zu Stimmung dazu gehört.

Ein anderes gutes Beispiel „No Roots“ von Alice Merton, gerade im Intro des Titels hört man die grandiose Trennung des Tiefton Bereiches und des Gesangs. Dies wird völlig anders dargestellt als bei Ohrhörern mit nur einem Treiber, man hört hier einfach, dass der Bass in einem anderen Bereich der Ohrhörer erzeigt wird als die Stimme.

Dies verleiht dem Klang den Eindruck ein Bühnenbild darzustellen wo Instrumente und Gesang gegeben, falls auch in leicht unterschiedlichen Richtungen produziert werden.

Kleine Anmerkung zum Schluss, ich habe hier nur die YouTube Videos für Euch verlinkt, für meinen Klangtest habe ich entweder CD Versionen oder Spotify genutzt. Als Klangquelle kam primär ein LG G6 zum Einsatz und für einen kurzen Zeitraum eine Asus Essence STX II.

 

Fazit

Ich bin beeindruckt von den 1MORE Triple Driver In-Ear Ohrhörern! Anders kann man es wirklich nicht sagen.

Es handelt sich hier von vorne bis hinten um ein gut designtes Produkt. Dies beginnt bereits bei der tollen Verpackung und endet beim hervorragenden Klang.

Gerade letzterer kann durch eine unheimlich gute Differenzierung und Auflösung punkten. Hinzu kommt der lebendige Klang mit einem tollen Bass und starken Höhen.

1MORE Triple Driver Test

Für diesen Spitzenklang sind selbstverständlich die drei verbauten Treiber verantwortlich, welche das herausragende Merkmal dieses Produkts sind.

Kurzum für rund 99€ wirklich herausragende Ohrhörer! Lediglich Nutzer, die einen wärmeren Klang bevorzugen oder einen besonders kräftigen Bass, werden vielleicht weniger Freude an den 1MORE haben.

Für alle anderen gilt etwas Besseres habe ich in der unter 100€ Preisklasse noch nicht gesehen bzw. gehört!

Angebot
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Das neue BQ Aquaris X im Test, ein Hit in der Mittelklasse?!

Mit dem Aquaris X und X Pro hat BQ die nächste Generation seiner Smartphones eingeläutet. Hierbei sollen diese in die Fußstapfen des hervorragenden X5 Plus treten, welches aus meiner Sicht einer der größten Überraschungshits 2016 war.

Hierbei ist gerade das Aquaris X ein außerordentlich interessantes Smartphone in der unter 300€ Preisklasse.

Der neue Snapdragon 626 inklusive 3GB RAM, 32GB Speicher und einer 16 Megapixel Kamera klingen auf dem Papier ausgesprochen attraktiv.

BQ Aquaris X 2017 Test

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Aquaris X überzeugen und vor allem ist dieses auch besser als das etwas ältere X5 Plus? Finden wir dies im Test heraus!

 

Technische Daten 

 

Lieferumfang und Verpackung

BQ hatte für mich lange Zeit so ein wenig das „Startup“ Flair. Ein sympathischer kleiner Hersteller, welcher so ein wenig Nischen -Smartphones anbot, die sich eher weniger an den Massenmarkt richteten.

Hierzu gehörte auch der Verzicht auf ein beigelegtes USB Ladegerät mit der Aussage „so eins hat doch eh jeder“. Vermutlich gab es allerdings diverse Beschwerden von Kunden daher kann ich berichten das Auqaris X ist das erste BQ Smartphone, welches ich bisher in den Händen hatte, das ein Ladegerät mit im Lieferumfang hat.

Dieses Ladegerät ist sogar Quick Charge 3.0 fähig! Neben dem Ladegerät liegen selbstverständlich diverse Flyer und ein USB C Kabel mit im Lieferumfang.

Das Ganze wird in einer wirklich schicken Box präsentiert.

 

Das BQ Aquaris X im Test

Ich liebe das Design von BQ! Auf den ersten Blick ähnelt das Aquaris X dem älteren X5 Plus sehr stark, dies ist aber nichts Schlechtes.

BQ setzt auch hier auf einen Aluminium Rahmen mit einer Plastikrückseite. „Was eine Plastirückseite bei einem 299€ Smartphone!?“

BQ Aquaris X 2017 Test

Ja! Das Aquaris X besitzt eine matte Plastikrückseite, wobei hier Plastik vielleicht etwas den falschen Eindruck erweckt. Die Rückseite fühlt sich nicht billig an, ganz im Gegenteil. Diese ist etwas weicher, etwas wärmer als ein reines Aluminium Smartphone. Hierbei ist natürlich die Rückseite nicht eindrückbar oder in irgendeiner Weise billig anmutend.

Der massive Aluminiumrahmen hingegen sorgt für die nötige Massivität und Stabilität des Smartphones.

Diese Kombination aus massivem Aluminium und weichem Plastik ist etwas einmaliges. Dies ist vielleicht kein Argument, das für Euch eine große Relevanz hat, aber ich bin langsam diese ewig gleichen Aluminium Smartphones der bis 300€ Preisklasse satt. Von dieser Sorte gibt es von den asiatischen Herstellern gefühlt duzende, die alle Aluminium auf der Rückseite haben aber dann oben und unten ein mehr oder weniger passendes Stück Plastik, unter welchem die Antennen angebracht sind.

Das Aquaris X springt hier etwas aus der Masse an 08/15 Smartphones hervor und ich finde dies ist etwas Positives!

BQ Aquaris X 2017 Test

Die Haptik und das Handgefühl des X stimmt definitiv. Auch die Verarbeitung ist sehr massiv und vertrauenerweckend, auch wenn die Antennen -Unterbrechungen im Aluminiumrahmen vielleicht etwas glatter geschehen könnten.

Dennoch ich bin sehr zufrieden mit dem, was BQ hier abliefert.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir das 5,2 Zoll Full HD Display wie auch drei kapazitive Tasten und eine 8 Megapixel Frontkamera.

Der Lautsprecher wie auch der USB C Port sind auf der Unterseite angebracht und der Kopfhöreranschluss auf der Oberseite.

Die drei typischen physischen Smartphone Tasten sind wie üblich auf der rechten Seite angebracht und besitzen einen recht straffen aber angenehmen Druckpunkt.

Auf der Rückseite ist lediglich die 16 Megapixel Hauptkamera und ein LED Blitz zu finden.

 

Software

BQ setzt beim Aquaris X auf Android 7.1.1, also eine ziemlich aktuelle Version. Hierbei bleibt sich BQ auch treu und nutzt zudem eine Version, welche sehr nah am Standard Android ist.

Zwar ist der Einrichtungsprozess etwas seitens BQ angepasst, mit einigen zusätzlichen Optionen wie BQ Plus und der Frage, ob man „Google Now“ nutzen möchte, aber nach der Einrichtung könnte man meinen ein Google Pixel vor sich zu haben.

Ihr habtden Standard Google Launcher im „Pixel“ Style, also mit hochwischbaren App Drawer.

Habt Ihr bei der Einrichtung des Aquaris X den erweiterten Google Diensten zugestimmt, habt Ihr zudem eine Google Now Seite mit einem Überblick über News, Wetter, Verkehrsinfos usw. auf der ganz linken Seite Eures Launchers. Ebenfalls verfügt das BQ Aquaris X über den Google Assistent.

3. Anbieter Apps, also Anwendungen die weder von Google noch von BQ stammen, sind auf dem Aquaris X nicht zu finden!

Der freie Speicher, welcher Euch zur Verfügung steht, liegt out of the Box bei rund 23,7GB.

Kurzum BQ setzt beim Aquaris X auf eine sehr saubere und aufgeräumte Software, welche zwar etwas langweiliger und ärmer an Features ist, als beispielsweise die von Samsung dafür aber auch nicht 10000 nervige Funktionen mitbringt, die man eh nicht braucht und im Hintergrund den Akku leersaugen.

 

Display

Das BQ Aquaris X verfügt über ein vergleichsweise kompaktes 5,2 Zoll Display, das wie üblich mit Full HD auflöst.

Klingt ja erst einmal gut aber auch nicht „aufregend“ in der 200-300€ Preisklasse. Wie sieht aber das Display in der Praxis aus?

Gut bis sehr gut! Farben sind kräftig, Kontraste stark und auch die Blickwinkel sind tadellos. Hinzu kommt eine wirklich sehr gute maximale Helligkeit.

Das BQ Aquaris X ist auch bei praller Sonne immer noch ordentlich ablesbar. Der Schwarz ist vielleicht etwas hell, aber das war es auch schon an Kritik am Display.

Allgemein gehört das Display des Aquaris X sicherlich zu den besseren, die ich bisher in Smartphones dieser Preisklasse gesehen habe.

 

Sound

BQ ist beim Klang des Aquaris X keine Experimente eingegangen. Ein Lautsprecher auf der unteren rechten Seite hat zu reichen. Aber wie klingt dieser?

Ordentlich ist, denke ich, der richtige Ausdruck. Der Lautsprecher ist laut und klar ohne dabei all zu dünn zu klingen.

Ich will nicht sagen, dass der Lautsprecher etwas besonderes ist aber dieser reicht in der Praxis vollkommen aus. Viel besser ist ein Samsung Galaxy S8 in diesem Punkt auch nicht.

Etwas positiver hat mich der Kopfhörerausgang überrascht. Qualitativ ist dieser tadellos, zudem scheint der Kopfhörerverstärker etwas mehr Power zu haben, als es üblich ist.

Selbst etwas größere Kopfhörer klingen laut und kraftvoll! Hier bietet das Aquaris X definitiv einen überdurchschnittlichen Klang.

Die Telefonqualität ist kurz gesagt wiederum normal.

Interessant ist noch der Vibrationsmoter des Smartphones zu erwähnen. Dieser fühlt sich etwas anders an als bei den meisten Smartphones. Ich würde diesen fast mit dem des iPhone 7 vergleichen, nur ein Stück „billiger“. Auch die Vibrationsstärke lässt sich einstellen, was auch nicht üblich ist. Von sehr sanft bis wirklich kräftig ist alles dabei.

 

Kamera

Kommen wir zu einem sehr interessanten Punkt, der Kamera. BQ setzt hier auf ein 16 Megapixel Modul mit einer Blende von f2.0.

Beim Kamerasensor handelt es sich um einen Sony iMX298. Wer sich nicht so genau mit Smartphone Kameras auskennt, dem sei gesagt es ist schon mal ein gutes Zeichen einen Sony Sensor zu haben. In allen großen Smartphones stecken Sony Sensoren (LG G6, Samsung Galaxy S8, iPhone 6,7 usw.).  Der Sony iMX298 kommt auch beispielsweise im OnePlus 3T zum Einsatz, ebenfalls ein gutes Zeichen denn das OnePlus 3T macht ordentliche Bilder.

Aber natürlich kommt es nicht nur auf den Sensor an, sondern auch auf die restliche Hardware, teilweise sogar noch deutlich mehr als auf den eigentlichen Sensor.

Beginnen wir erst einmal mit der Kamera App. Ich mag die BQ Kamera App sehr gerne! Diese ist optisch ansprechend gestaltet und bietet alles an Features, die man sich wünschen kann, inklusive einem vollständigen manuellen Modus und HDR+.

Leider ist gerade HDR und HDR+ sehr langsam! Die HDR Modi gehören zu den langsamsten, welche ich bei einem Mittelklasse Smartphone seid langem gesehen habe. Nach einem Foto kann man gut 1-2 Sekunden für die Verarbeitung einplanen, klingt nicht viel ist aber in der Praxis nervig3.

Normale Bilder hingegen werden sofort von der App verarbeitet.

Etwas zwiegespalten sehe ich den Autofokus. Zum einen ist dieser schnell und bei normalen Aufnahmen recht akkurat aber in den mir so wichtigen Makro Bereich ist dieser des Öfteren etwas unzuverlässig.

Hier muss man des Öfteren noch mal neu fokussieren lassen. Aber das ist auch beim Besten willen kein No Go, da es nur die Nahdistanz betrifft.

Kommen wir zu den Aufnahmen, diese sind wie üblich bei maximaler Qualität entstanden und hier 1 zu 1 hochgeladen. Die volle Auflösung wird bei Anklicken geladen, also mobile User aufgepasst.

 

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)

In der 250-300€ Preisklasse darf man durchaus eine ordentliche Bildqualität erwarten. Diese liefert auch das Aquaris X.

Gerade bei Tageslicht bieten die Aufnahmen eine sehr gute Schärfe und tolle Farbdarstellung. Hierbei neigt das X eher zu „farbenfrohen“ Aufnahmen, was ich bevorzuge.

Bilder wirken auch ohne manuelle Nachbearbeitung sehr schön lebendig und detailliert ohne dabei in irgendwelche Extreme zu verfallen.

Die Dynamik der Kamera scheint soweit nicht die allerbeste zu sein, reicht aber für gute Fotos aus. Wer mehr Dynamik will, kann HDR+ einschalten.

Ähnlich wie beim Google Pixel werden im HDR+ Modus mehrere Aufnahmen gemacht und zusammengerechnet um über bzw. unterbelichtete Stellen etwas zu korrigieren.

Das Ganze funktioniert auch tadellos! Die hier gemachten Aufnahmen bieten eine merklich bessere Dynamik als Aufnahmen ohne HDR+, ohne dabei zu künstlich zu wirken.

BQ Aquaris X HDR+
BQ Aquaris X „Normal“
BQ Aquaris X „Normal“
BQ Aquaris X HDR+, der Himmel in der Mitte besitzt im HDR+ Modus eine immer noch erkennbare Textur

Leider ist der HDR Modus des BQ recht langsam, weshalb ich HDR+ auch nicht konstant aktiv hatte.

Dennoch bei Tageslicht und Sonnenschein eine Top Kamera, die sich auch nicht hinter Flaggschiff Smartphones verstecken muss, ganz im Gegenteil, die leicht höhere Auflösung(die meisten aktuellen Flaggschiff Smartphones haben 12MP) kann hier sogar ein Vorteil sein.

Wem es nur um Schönwetteraufnahmen geht, wird also zwischen der Kamera des BQ Aquaris X und eines Samsung Galaxy S8 kaum Unterschiede erkennen, außer am Bildstyle.

Im Low light sieht die Geschichte aber etwas anders aus. Hier sieht man durchaus einen Unterschied zu den großen 600€+ Smartphones.

Aber das soll nicht heißen das hier das BQ Aquaris X einen schlechten Job macht, dies ist nämlich nicht der Fall! Bei normaler abendlicher Beleuchtung sind Aufnahmen immer noch ausreichend scharf und ohne all zu viel Rauschen. Hier kann auch noch der HDR+ Modus helfen, welcher die Bilder ein Tick aufhellt und das Rauschen reduziert.

Jedoch wenn es wirklich ins richtig Dunkle geht oder viel Bewegung in den Bildern ist, kann das Aquaris X anfangen zu schwächeln.

Wie sieht es mit Videos aus? Erfreulicherweise bietet das BQ Aquaris X 4K Video! Es macht bei Smartphones einen gigantischen Unterschied, ob man 4K oder Full HD Videos aufnimmt, hierbei spielt es auch keine Rolle ob die Videos nur auf einem Full HD Monitor wiedergegeben werden oder auf einem 4K Monitor.

Die erhöhte Bitrate + mehr Pixel sorgen einfach für einen deutlichen Qualitätssprung, so auch beim Aquaris X! 4K Videos sehen klasse aus! Gerade die Schärfe und die Farben können überzeugen.

Was hier leider weniger überzeugen kann, ist die Dynamik, welche im Video Modus wirklich maximal mittelmäßig ist. Im Gegenzug wurde ich von der Software Bildstabilisierung überrascht. Selbst im 4K Modus sorgt diese für eine gute Stabilisierung der Aufnahmen ohne einen merkbaren Qualitätsverlust.

PS. Solltet Ihr bei 4K Aufnahmen ein deutliches Flackern sehen, dies ist nur so im View Finder und nicht in den endgültigen Aufnahmen. Hier könnte es aber auch noch einen kleinen softwarefix seitens BQ geben.

Leistung/Benchmarks des BQ Aquaris X

BQ setzt beim Aquaris X auf den Qualcomm MSM8953 Pro Snapdragon 626. Dies ist ein recht neuer SoC (System on Chip), was natürlich tendenziell gut ist.

Jedoch ist der Snapdragon 626 ein kleines Sorgenkind von mir. Warum? Im Aquaris X5 Pro, welches mehr oder weniger der Vorgänger des X ist, wurde der Snapdragon 652 verbaut, der auf dem Papier schneller ist.

Eigentlich erwartet man im leicht teureren Nachfolger eher einen schnelleren Prozessor. Aber wie sieht es in Benchmarks aus? Wie schlägt sich hier das Smartphone?

Die Benchmarks des Aquaris X sehen durchaus ordentlich aus. Der Snapdragon 626 liefert eine solide Mittelklasse Performance gerade, was die CPU Einheit angeht.

Aber auch die GPU scheint ganz ordentlich zu liefern, wenn man sich die Benchmarks ansieht.

Allerdings muss man auch sagen, dass es sich beim Aquaris X nicht um das aller „Leistungsstärkste“ Smartphone der 200-300€ Preisklasse handelt.

Das ältere X5 Pro kann beispielsweise bis zu 20-30 % mehr Leistung liefern. Jedoch im Großen und Ganzen passt der Snapdragon 626, auch verglichen mit den Kirin Chips welche in Huaweis Mittelklasse Smartphones stecken.  Auch das Moto G5 Plus und G5 werden von Aquaris X geschlagen, was ein wichtiger Sieg ist.

Das BQ Aquaris X im Alltag

Natürlich sind theoretische Tests das eine, die Praxis etwas anderes. Wie schlägt sich das X in dieser?

Dies ist ein recht langweiliger Punkt, denn es schlägt sich ziemlich perfekt! Die „08/15“ Apps wie Facebook, Twitter, WhatsApp usw. laufen absolut problemlos auf dem Smartphone.

Auch die Benutzeroberfläche ist butterweich und anscheinend gut optimiert. Ruckler oder Stottern ist mir so gut wie nie begegnet.

BQ Aquaris X 2017 Test

Auch Spiele, und hier spreche ich nicht von den ganz „einfachen“ sondern von den durchaus komplexeren, laufen gut bis sehr gut auf dem BQ.

Mir ist hier kein Spiel begegnet, welches überhaupt nicht laufen wollte. Zwar gibt es durchaus High End Games, die entweder ab und zu ein wenig ruckeln, wenn bergeweise Effekte aufpoppen oder die Details etwas reduzieren aber ich denke damit wird man gut leben können.

Auch die WLAN und GPS Performance lässt sich einfach nur als gut bezeichnen. Zwar hatte ich das Gefühl, dass die WLAN Reichweite eher mittelmäßig ist, aber das Tempo stimmt.

Gibt es denn irgendwas am BQ Aquaris X im Alltag zu kritisieren?

Um ehrlich zu sein sehr wenig, das Smartphone hat wirklich einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.

BQ Aquaris X 2017 Test

Wenn ich wirklich etwas bemängeln müsste, wären es die kapazitiven Tasten, welche nicht beleuchtet sind und auch nicht austauschbar, Zurück ist also immer links außen.

Im Notfall kann man zwar On Screen Tasten einblenden, aber das sieht einfach nur dämlich aus wenn man die kapazitiven Tasten hat.

 

Akku

BQ setzt beim Aquaris X auf einen 3100mAh Akku. Dies ist eine solide Kapazität, die für eine vernünftige Laufzeit sorgen sollte.

Wie sieht es praktisch aus? Gut! In meinem üblichen Akkutest erreichte ich rund 7-8 Stunden aktive Nutzung beim Webbrowsen, Social Media, leichten Gaming usw.

Hierbei war die Display Helligkeit auf ca. 1/3, was für eine indoor Nutzung vollkommen ausreicht. Bei einer höheren Displayhelligkeit kann man von den 7-8 Stunden rund 1-1,5h abziehen, ja Displays brauchen sehr viel Strom.

Selbst intensive Nutzer sollten mit dem Aquaris X problemlos durch den Tag kommen. Leichtere Nutzer werden vermutlich auch zwei Tage schaffen.

Beim Wiederaufladen unterstützt das Aquaris X neben dem normalen Aufladen auch Quick Charge 3.0 mit einer Geschwindigkeit von rund 14W. Einmal vollständig Aufladen dauert also gerade mal eine Stunde.

 

Sonstiges

  • NFC
  • IP52 zertifiziert (Geschützt gegen Staub in schädigender Menge und Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist)
  • Benchrichtigungs LED

 

Fazit

Das BQ Aquaris X* ist eine herausragendes Smartphone in der 200-300€ Preisklasse! Das Gesamtpaket passt hier einfach sehr gut. Die Verarbeitung und Haptik ist klasse, die Kamera gerade bei gutem Licht hervorragend und die Performance stark.

Auch die Software, welche unheimlich schlank und performant ist, konnte im Test überzeugen.

BQ Aquaris X 2017 Test

Hierbei ist es gelungen ein Smartphone, ohne auch nur eine wirkliche Schwäche oder „Pferdefuß“ zu bauen.

Kurzum BQ hat mit dem Aquaris X einen sehr guten Allrounder auf den Markt gebracht, welchen ich ohne Probleme auch im Freundeskreis empfehlen würde und werde!

Auch der Preis von knapp unter 300€ ist vollkommen in Ordnung, zumal BQ auch recht großzügig ist was Software Updates angeht. Das Aquaris X ist aktuell eins wenn nicht sogar das beste Smartphone in der 200-300€ Preisklasse!

 

Positv

  • Tolle Optik und Gehäuse.
  • Gute Leistung, gerade im Alltagseinsatz
  • Saubere Standard Android Benutzeroberfläche inklusive diversen Google Features
  • Aktuelles Android
  • Lange Akkulaufzeit.
  • Hervorragende Kamera bei Tageslicht, welche auch im Low light einen guten Job macht inklusive HDR+ …

 

Neutral

  • …. Der HDR Modus ist allerdings recht träge.
  • Standard Lautsprecher

BQ Aquaris X vs. X5 Plus

Das X5 Plus und das X sind in vielen Punkten sehr ähnlich. Die Kamera ist identisch, das Gehäuse sehr ähnlich, Displays auf einem Level und auch Kleinigkeiten wie die Lautsprecher sind vergleichbar.

Das X5 Plus verfügt sogar über einen leicht stärkeren Prozessor, welcher dafür aber ineffizienter ist.Hier finde ich etwas schade, dass das Aquaris X nur ein überarbeitetes Aquaris X5 Plus ist, mit besserer Akkulaufzeit, neuerer Software und USB C. Dies ist ja an sich nichts Schlechtes, dennoch es macht dem potenziellen Käufer es nicht einfacher.

Bei gleichem Preis würde ich das BQ Aquaris X* bevorzugen, einfach weil es das neuere Gerät ist mit kleineren Verbesserungen, bei einem höheren Preis( des X) würde ich allerdings eher zum Aquaris X5 Plus raten. Auch in 2017 ist dies weiterhin eine sichere Bank in der Mittelklasse, gerade was die Leistung angeht.

Was ist der NZXT Puck?

Es gibt, so einige Produkte, welche auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar wirken, aber in der Praxis durchaus nützlich sind.

NZXT hat mit dem Puck genau solch ein unscheinbares Produkt, von dessen Existenz vermutlich die Wenigsten überhaupt wissen, im Sortiment.

Aber was kann, macht und tut der NZXT Puck? Schauen wir uns das Ganze einmal in einer kurzen Vorstellung an.

 

Inhaltsverzeichnis

Der NZXT Puck

Auf den ersten Blick wird man sicherlich nicht sofort erkennen, was der NZXT Puck ist. Hierbei handelt es sich um ein kleines Gummiviereck, welches auf der Rückseite mit Magneten ausgestattet ist.

Der Puck lässt sich also an magnetischen Oberflächen befestigen und dient dort als Halterung für Kopfhörer, VR Headsets usw.

Für ein besseres Kabelmanagement besitzt der Puck auch eine Art Kabelführung, welche es Euch ermöglich ein Kabel um diesen aufzurollen und dann den Bügel des Headsets auf den Puck aufzulegen.

Aber woran soll der Puck befestigt werden, an einem Kühlschrank? Das würde zwar auch gehen, aber eigentlich ist der NZXT Puck eher für Euer PC Gehäuse gedacht.

So hättet Ihr einen praktischen Headset Halter direkt an Eurem PC, welcher keine zusätzliche Stellfläche wegnimmt. Selbstverständlich sollte Euer PC Gehäuse hierfür magnetisch sein.

Ursprünglich war der NZXT Puck als kleine Beigabe zum Elite S340 Gehäuse gedacht, da aber anscheinend die Idee dieses Pucks so gut ankam, wird er mittlerweile auch im Einzelverkauf vertrieben.

Hier ist dieser sogar in fünf verschiedenen Farben erhältlich, Schwarz/Grau, Weiß, Rot, Blau und Lila.

Grundsätzlich gebe ich hier NZXT recht, der Puck gehört so in die Kategorie Produkte „warum hat nicht schon früher jemand dran gedacht“ und macht im Alltag einen erstaunlich guten Job.

Die Kombination aus Gummi und recht starkem Magneten sorgt auch bei schweren Headsets für einen sicheren Halt.

Hierbei sei allerdings dazu gesagt, dass der Puck natürlich nicht übermäßig breit ist, Headsets neigen beim Anstoßen zum Herunterfallen.

Auch würde ich der Marketing Aussage, dass dieser fürs Kabelmanagement ist, nur bedingt zustimmen.

Praktisch, lasst uns ehrlich sein, wer wickelt nach der Nutzung sein Headset Kabel ordentlich um den Puck? Daran wird vermutlich niemand denken oder Zeit haben.

Der Puck dient eher als Headset Ablage, damit dieses nicht auf dem Boden oder dem Schreibtisch liegt und hier macht der Puck auch einen guten Job.

 

Fazit

Der NZXT Puck ist ein interessantes Produkt, welches aber nichts für jeden ist. Daher seht diesen kleinen Bericht weniger als Test, sondern viel mehr als Hinweis, dass es solch ein Produkt überhaupt gibt.

Der NZXT Puck selbst ist ein gut designtes Produkt, das funktioniert.

Aber ob dieses für Euch nützlich ist, hängt natürlich von diversen Faktoren ab, nicht zuletzt was für ein PC Gehäuse Ihr habt und wo dieses steht, dass Ihr auch ein Headset gut darauf auflegen könnt.

Der Puck ist im Einzelhandel für rund 20-30€ erhältlich.

Das Samsung Galaxy S8 Plus, welche Schnelladetechnologie wird verwendet und welche ist die beste Powerbank?

Für Techtest teste ich diverse Powerbanks und Ladegerät. Um beurteilen zu können wie gut diese arbeiten, muss ich wissen welche „Ladecharakteristiken“ diverse Smartphones besitzen.

Eins der wichtigsten Smartphones hier ist aktuell sicherlich das Samsung Galaxy S8 und S8 Plus.

Daher hier eine kleiner Bericht zu den Eigenheiten beim Aufladen dieses Smartphones.

 

Welche Schnelladetechnologie?

Eine wichtige Frage ist erst einmal sicherlich welche Schnelladetechnologie überhaupt das Samsung Galaxy S8 nutzt.

Dies ist aber gar nicht so einfach zu beantworten auf den ersten Blick.

Samsung nutzt bei seinem S8 und S8 Plus „Samsung Fast Charge“. Samsung Fast Charge scheint aber nur eine rebrandete Version von Qualcomms Quick Charge 2.0 zu sein.

Warum wirbt man dann nicht mit Quick Charge? Wie bereits erwähnt ist Quick Charge eine Technologie von Qualcomm. Qualcomm ist ein Chip Hersteller, der auch die Chips für das amerikanische Samsung Galaxy S8 liefert, aber nicht für das europäische.

Daher konnte man hier vermutlich den Begriff Quick Charge nicht offiziell benutzen und hat das Ganze einfach umbenannt.

Da im Samsung Galaxy S8 und S8 Plus kein Qualcomm SoC steckt, muss Samsung vermutlich auch auf Quick Charge 2.0 zurückgreifen obwohl es seit geraumer Zeit auch schon 3.0 gibt und 4.0 vor der Tür steht.

 

Die Messergebnisse

Ich habe die Ladegeschwindigkeit des S8 Plus an diversen Ladegeräten getestet, hier die Ergebnisse:

  • 3. Anbieter Ladegerät mit 2,4A USB Port 1,81A @5V = 9,05W
  • Quick Charge 2.0 Ladegerät 1,4A @9V = 12,6W
  • Quick Charge 3.0 Ladegerät 1,4A @9V = 12,6W
  • USB C Ladegerät (3A) 1,84A @5V = 9,2W
  • USB Power Delivery Ladegerät 2,5A @5V = 12,5W

Interessante Ergebnisse, anders kann man das Ganze nicht bezeichnen.

Das Erste was auffällt, es spielt keine große Rolle, ob man nun das originale „Samsung Fast Charge“ Ladegerät, ein Quick Charge 2.0 Ladegerät oder ein Quick Charge 3.0 Ladegerät nutzt.

Die Ladegeschwindigkeit ist bei allen drei Methoden mehr oder weniger gleich.

Normale Powerbank am S8+

Das S8 Plus nutzt hier die 9V Spannungsstufe und um die 1,4A Ladestrom.

Das „normale“ Laden hingegen ist allerdings ca. 45% langsamer als das Nutzen eines Schnellladesystems.

Richtig interessant wird es aber beim Nutzen eines USB C Ports mit Power Delivery.

Das Samsung Galaxy S8+ unterstützt nur Quick Charge 2.0

Erkennt das Samsung Galaxy S8 Plus das USB C Power Delivery Ladegerät schaltet dieses auf 2,5xA hoch! Interessant 5V und 2,5A bedeutet rund 12,5W!

Dies ist genauso schnell wie beim Nutzen von Quick Charge.

 

Resultate 

Das Samsung Galaxy S8 Plus ist ein recht unproblematisches Smartphone, was das Aufladen angeht.

Ihr erhaltet an einem Quick Charge 2.0 oder 3.0 Ladegerät wie auch an einem USB C Ladegerät (mit 3A) mehr oder weniger die gleiche hohe Ladegeschwindigkeit.

Damit ist Quick Charge beim S8 also wenn man so will überflüssig. Ein erfreuliches Ergebnis denn Quick Charge ist eine proprietäre Technologie, USB C Power Delivery ist hingegen ein offener Standard.

Es gibt beim Samsung Galaxy S8 Plus keinen offensichtlichen vorteil durch Quick Charge 3.0
Es gibt beim Samsung Galaxy S8 Plus keinen offensichtlichen vorteil durch Quick Charge 3.0

Allerdings ist das „normale“ Aufladen an einem 2A bzw. 2,4A Ladegerät oder Powerbank auch nur 45% langsamer. Lediglich das Aufladen über einen USB Port eines PCs ist massiv langsamer mit 0,5A.

Welche Powerbank ist die beste für das Samsung Galaxy S8 und S8 Plus?

Wie bereits erwähnt sind die neuen Galaxys recht unproblematisch was das Aufladen angeht. Letztendlich kommt es also etwas darauf an wie schnell Ihr das Smartphone laden wollt und welchen Anschluss Ihr bevorzugt.

Das Samsung Galaxy S8 profitiert von USB Power Delivery
Das Samsung Galaxy S8 profitiert von USB Power Delivery

Ich würde eine Powerbank empfehlen, welche über einen USB C Power Delivery Port verfügt. Leider ist hier die Auswahl noch recht klein, gerade wenn es um kompakte Powerbanks geht, Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery und RAVPower RP-PB058 zur Auswahl.

Alternativ solltet Ihr lieber den klassischen USB Port wünschen, bieten sich Quick Charge 2.0 oder 3.0 Powerbanks an. Davon gibt es duzende auf dem Markt, schaut Euch da selbst ein wenig um.

Bedenkt bei der Kapazität, dass das S8 ca. 3600mAh Kapazität für einmal 1 zu 100% benötigt und das S8 Plus rund 4200mAh. Ja das ist mehr als die Kapazität des Akkus der Smartphones, aber aufgrund einer nicht 100%iegen Ladeeffizienz muss man etwas mehr einplanen

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleiner Bericht konnte Euch ein wenig informieren wie sich das Samsung Galaxy S8 an diversen Energie Quellen verhält.

Interessant ist hierbei vor allem der Trend zu beobachten, dass immer mehr Smartphones auch ohne Quick Charge via USB C schnell zu laden sind. Es ist immer eine erfreuliche Entwicklung wenn man weniger von proprietärer Technologie abhängig ist.

Ähnliches ist auch beim LG G6 zu beobachten.

Daher meine Powerbank Empfehlungen:

Hüllen von Spigen für das LG G6 im Vergleich

Grob gesagt gibt es zwei Positionen was Smartphone Hüllen angeht. Für die einen sind Smartphone Hüllen essenziell, wenn man sich ein neues Smartphone gekauft hat, die anderen bevorzugen ihr Smartphone lieber nackt.

Solltet Ihr zu ersteren gehören, seid Ihr mit Sicherheit schon einmal über die Marke Spigen gestolpert. Diese bieten für so ziemlich alle Smartphones aktuell auf dem Markt passende Hüllen an, so auch für das neue LG G6.

Spigen Hüllen gelten hier im Allgemeinen als qualitativ hochwertig wie auch preislich fair. Das Schwierigste ist hier oftmals die passende Hülle zu wählen, denn Spigen hat diverse Modelle für jedes Smartphone im Sortiment.

Schauen wir uns doch einmal die aktuellen Hüllen für das LG G6 an, vielleicht hilft Euch dies ja auch eine Entscheidung zu treffen ob eine passende Hülle für Euch dabei ist!

An dieser Stelle auch vielen Dank an Spigen, welche mir die Hüllen für diesen kleinen Vergleich zur Verfügung gestellt haben.

 

Die Hüllen

Folgende Hüllen befinden sich für das LG G6 in diesem Vergleich:

Die Hüllen liegen preislich zwischen 12,99€ und 6,99€. Damit würde ich diese alle als bezahlbar einstufen.

Spigen verlang hier offenbar keine Premium Preise, selbst No Name Hüllen sind meist nicht viel günstiger. Aber taugen auch die Hüllen?

 

Ersteindruck

Auf den ersten Blick ähneln sich alle Modelle zu mindestens von der Verpackung sehr. Spigen setzt hier auf eine vergleichsweise hochwertig anmutende orangene Pappbox mit einem sehr ähnlichen Designe von Modell zu Modell.

Auch der Lieferumfang ist sehr ähnlich bei allen Hüllen. Dies würde ich aber in diesem Fall nur bedingt als positiv ansehen, denn abgesehen von der Liquid Crystal, bei welcher ein Zeiss Objektiv Putztuch beiliegt, befindet sich nichts weiter als die Hülle in der jeweiligen Box.

Hier enden aber auch die Ähnlichkeiten, denn alle vier Hüllen selbst sind doch sehr unterschiedlich.

Spigen Liquid Crystal

Beginnen wir mit der einfachsten Hülle, der Liquid Crystal. Hierbei handelt es sich um eine einfach TPU Hülle, diese ist also komplett durchsichtig.

Wobei komplett nicht ganz richtig ist, schaut man genau hin, sind kleine Punkte in der Hülle erkennbar. Diese sollen verhindern, dass sich die Rückseite der Hülle an das LG G6 ansaugt, was Optisch mäßig gut aussehen würde.

Ansonsten gibt es nicht viel über die Hülle zu sagen. Das Material und auch die Verarbeitung wirken soweit tadellos. Das Material fasst sich hochwertig an und sorgt ebenfalls für einen erhöhten Gripp, wenn auch nicht übermäßig stark.

Die Passform ist als hervorragend, selbst die Löscher für die Mikrofone sind perfekt zentriert auf den Mikrofonen des G6.

 

Spigen Neo Hybrid

Die Neo Hybrid Serie gehört zu den beliebtesten Hüllen von Spigen. Ich kann auch durchaus nachvollziehen warum. Die Neo Hybrid, welche aus zwei Komponenten besteht, sieht klasse aus!

Zwar ist sicherlich die Neo Hybrid nicht die schlankste Hülle, verleiht aber dem G6 einen eleganten Rugged look.

Man hat sofort nach dem Anlegen das Gefühl, dass sein Smartphone gut geschützt ist, aber dennoch klasse aussieht.

Leider sorgt die Hülle für keine Verbesserung was den Gripp des Smartphones angeht. Das Gummi auf der Rückseite ist relativ glatt, ähnliches gilt auch für den Plastikrahmen.

Positiv wiederum ist die tadellose Verarbeitung der Hülle und die gute Passform. Den Kommentar auf Amazon, dass die Hülle Probleme mit der Leisertaste verursacht, kann ich nicht verstehen.

Bei mir passt hier alles 1a! Auch lassen sich die Tasten durch die Hülle weiterhin sehr gut drücken.

 

Spigen Rugged Armor EXTRA

Die Rugged Armor EXTRA wirkt auf den ersten Blick wie eine recht große und massive Hülle, dies ist aber gar nicht der Fall.

Die Rugged Armor EXTRA ist vollständig aus Gummi und in der Praxis sogar noch ein Stück kleiner als die Neo Hybrid. Hierbei wirkt allerdings die Hülle mächtiger als diese eigentlich ist. Dies liegt an den etwas hervorgehobenen Ecken.

Die Hülle ist an sich relativ schmal und die Kannten des Smartphones werden nur durch eine recht dünne Gummischicht geschützt. Die Ecken hingegen sind etwas verstärkt. Dies führt dazu, dass die Hülle recht schmal in der Hand liegt aber den bruchgefärdeten Ecken deutlich mehr Schutz bietet.

Klingt ja an sich recht gut, praktisch ist es das auch, allerdings finde ich das Design der Rugged Armor EXTRA nur mäßig hübsch, das ist aber natürlich Geschmackssache.

Der Gripp der Hülle ist soweit gut, selbiges gilt auch für die Passform.

 

Spigen Slim Armor

Kommen wir zuletzt zur Spigen Slim Armor. Der Name ist hier vielleicht etwas irre führend. An sich passt das Wort Armor recht gut, jedoch ist die Hülle viel aber nicht Slim.

Gerade was die Dicke des Smartphones angeht, sorgt die Hülle für einen deutlichen Sprung. An sich weniger tragisch aber leider versinkt so der Fingerabdruckscanner/Home Taste etwas stark im Gerät.

Diese beim LG G6 besonders wichtige Taste ist leider so etwas schlechter zu erreichen.

Leider sind auch die Lauter- und Leisertasten bei der Spigen Slim Armor suboptimal umgesetzt. Diese besitzen zwar einen guten Druckpunkt sind aber schwer zu erfühlen.

Abgesehen davon macht die Hülle an sich einen guten Eindruck. Das Ganze wirkt sehr massiv und robust. Auch die Passform ist erneut gut.

Als kleines Bonus Feature bringt die Slim Armor auch einen kleinen ausklappbaren Standfuß mit. Dieser wirkt besser umgesetzt als bei den Samsung Galaxy S8 Hüllen, welche ich zuletzt getestet habe.

Größe und Schutz

Nach der Einzelvorstellung kommen wir zu ein paar generellen Punkten. Beginnen wir damit wie leicht die jeweiligen Hüllen an bzw. abzulegen sind.

Für Nutzer, welche Ihre Hülle permanent auf dem Smartphone haben, ist das natürlich kein Thema. Hierfür sind alle Hüllen leicht genug „an- und auszuziehen“.

Wer jedoch die Hülle des öfteren Ablegen möchte, dem kann hier ein besonders leichter Prozess recht wichtig sein

  1. Spigen Liquid Crystal für LG G6
  2. Spigen Rugged Armor EXTRA für LG G6
  3. Spigen Neo Hybrid für das LG G6
  4. Spigen Slim Armor für LG G6

(oben= leichter)

Wie zu erwarten ist, sind die dünneren Hüllen leichter an bzw. abzulegen. Dies gilt gerade für die Liquid Crystal und die Rugged Armor EXTRA.

Die Slim Armor hingegen sitzt sehr straff auf dem Smartphone und benötigt etwas Kraft abgenommen zu werden.

Ein weiterer, vermutlich sogar der wichtigste Punkt, ist der Schutz. Solltet Ihr hier nun einen Drop Test erwarten, werdet Ihr leider enttäuscht sein. Ich mache Geräte nur sehr ungerne kaputt, vor allem wenn ich diese selbst gekauft habe.

Aber dennoch versuche ich einmal den Schutz der einzelnen Hüllen einzuschätzen.

  1. Spigen Slim Armor für LG G6
  2. Spigen Neo Hybrid für das LG G6
  3. Spigen Rugged Armor EXTRA für LG G6
  4. Spigen Liquid Crystal für LG G6

(oben = mehr Schutz)

Grundsätzlich bieten alle Hüllen mehr Schutz als keine Hülle, das sollte klar sein. Jedoch gibt es selbstverständlich Unterschiede. Die Slim Armor halte ich für die „sicherste“ Hülle.

Warum? Der Unterschied zwischen der Slim Armor und der Neo Hybrid ist auf demnersten Blick nicht so groß. Die Slim Armor besitzt eine deutlich dickere Rückwand, aber abgesehen davon sind beide Hüllen gleich groß. In der Praxis schätze ich, dass der zusätzlich Schutz der Rückwand kaum etwas bringt. Smartphones sind an den Ecken und Kannten meist eher anfällig.

Jedoch sind die Ecken bei der Neo Hybrid durch eine dünne Schicht Gummi + eine dünne Schicht Plastik geschützt, bei der Slim Armor hingegen durch eine dicke Schicht Gummi. Beides kommt unterm Strich auf dieselbe Dicke heraus.

Wenn ich nun aber einschätzen müsste was mehr Schutz bietet, dünnes Gummi und Plastik gegen dickes Gummi, würde ich vermutlich dem dicken Gummi den Vorzug geben.

Was den Eckenschutz angeht ist sicherlich auch die Spigen Rugged Armor EXTRA auch nicht zu unterschätzen. Aber dennoch bietet diese genau wie die Liquid Crystal weniger Material zwischen Euerem Smartphone und dem Boden, als die beiden anderen Modelle.

Manchen Nutzern wird aber eine halbwegs schlanke Hülle wichtiger sein als der Ultimative Schutz. Welche Hülle trägt am wenigsten auf?

  1. Spigen Rugged Armor EXTRA für LG G6
  2. Spigen Liquid Crystal für LG G6
  3. Spigen Neo Hybrid für das LG G6
  4. Spigen Slim Armor für LG G6

(oben = kleiner)

Erneut lassen sich die Hüllen in zwei Gruppen aufteilen, die Rugged Armor EXTRA und die Liquid Crystal wie auch die Neo Hybrid und Slim Armor.

Die Neo Hybrid und Slim Armor machen leider das G6 doch ein gutes Stück breiter und stämmiger in der Hand. Hier tun sich beide Hüllen nicht viel, die Slim Armor hingegen macht das G6 zusätzlich nochmal ein Stück dicker.

Die Spigen Liquid Crystal und Rugged Armor EXTRA sind ungefähr gleich dünn und tragen wenig auf. Hierbei wirkt die Rugged Armor EXTRA sogar noch ein kleines Stück handlicher.

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Bericht konnte Euch etwas helfen die passende Hülle auszusuchen. Letztendlich kommt es natürlich auch sehr stark auf den Persönlichen Geschmack an.

Optisch finde ich die Spigen Neo Hybrid am schicksten, welche aber das G6 etwas „breiter“ macht, dafür aber wiederum gut schützt.

Die Spigen Liquid Crystal erhält das Design am besten, bietet aber auch weniger Schutz als die anderen Hüllen.

Die Spigen Rugged Armor EXTRA bietet eine gute Mischung aus Schutz und Größe, ist aber optisch weniger ansprechend als die anderen Modelle. Solltet Ihr die Rugged Armor EXTRA schick finden, dann wäre diese auch meine Empfehlung.

Lediglich die Slim Armor konnte mich nicht so recht überzeugen. Diese macht das LG G6 für mich etwas zu dick und zu breit. Gerade da man aufgrund der höheren Dicke den Einschalter nicht mehr so gut erreicht.

Die Onkyo E200BT Bluetooth Ohrhörer im Test

Onkyos E700BT gehören zu meinen Lieblings Bluetooth Ohrhörern aktuell auf dem Markt. Daher wollte ich mir auch einmal die kleineren Modelle von Onkyo ansehen bzw. anhören. Vielleicht gibt es ja auch hier die ein oder andere „Perle“ zu einem etwas günstigeren Preis als die „Großen“ E700BT.

Freundlicherweise hat mich Onkyo bei diesem Wunsch unterstützt und mir die kleinen E200BT für einen Test zur Verfügung gestellt.

Wollen wir doch einmal herausfinden ob diese überzeugen können!

 

Die Onkyo E200BT im Test

Auf den ersten Blick ähneln die Onkyo E200BT den größeren E700BT sehr stark. Ich würde sogar sagen das Kabel, die Kabelfernbedienung usw. sind identisch zu den größeren Ohrhörern.

Lediglich die Ohrstöpsel sind selbstverständlich andere. Hier setzt Onkyo auf recht kleine Ohrstöpsel welche allerdings qualitativ und wie ich finde auch optisch top sind!

Ihr Gehäuse besteht aus einem grau/schwarzen polierten Aluminium welches durchaus ein gewisses Gefühl an Hochwertigkeit ausstrahlt.

Diese Optik wird auch durch das außergewöhnliche geflochtene Kabel unterstrichen. Das Kabel ist nicht übermäßig dick, sollte aber taugen.

Da natürlich Bluetooth Ohrhörer Akku und gesonderte Elektronik benötigen, nutzt Onkyo bei den E200BT zwei „Kästen“ welche am Kabel befestigt sind.

Der erste „Kasten“ bietet neben diverser interner Elektronik auch eine Kabelfernbedienung wie auch einen microUSB Port zum Wiederaufladen der Ohrhörer. Leider ist dieser microUSB Port nicht durch eine Klappe oder Ähnliches geschützt. Bei Regen müsst Ihr also etwas vorsichtig sein.

Die Kabelfernbedienung bietet die üblichen drei Tasten. Die mittlere ist hierbei der Ein/Ausschalter welcher auch eine Play/Pausefunktionalität bietet. Die beiden angrenzenden Tasten sind jeweils mit Lauter/Vor und Leiser/Zurück doppelt belegt.

Neben der Kabelfernbedienung gibt es einen weiteren „Kasten“ in welchem sich vermutlich der Akku befindet. Der Akku der Onkyo E200BT hält ca. 6-8 Stunden je nach Lautstärke der gehörten Musik.

 

Tragekomfort

Die Onkyo E200BT sind recht kleine Ohrhörer, daher sollten diese problemlos in die allermeisten Ohren passen. Meine Ohren sind relativ groß hier musste ich schon für eine gute Versieglung zu den größeren Aufsätzen greifen.

Tendenziell eignen sich die E200BT primär für Nutzer mit kleinen bis mittelgroßen Ohren. Hier sind die Bluetooth Ohrhörer auch ziemlich bequem.

Zwar gibt es aufgrund der beiden „Kästen“ etwas Zug am Kabel allerdings bei der normalen Nutzung in Bus, Bahn usw. Stört dies nicht.

Zum Sport sind die E200BT sowieso aufgrund des fehlenden Wasserschutzes nur bedingt geeignet.

 

Klang

Kommen wir zum Klang. Von diesem bin ich zugegeben etwas überrascht, klar bei 80€ darf man durchaus einen brauchbaren Klang erwarten aber dennoch.

Für Ihre Kompakte Größe liefern die Onkyo E200BT einen recht satten Sound. Der Bass ist soweit vollkommen okay und recht kompakt mit einen angenehmen Punch. Zwar könnte es etwas mehr Tiefgang geben, aber an sich geht der Tieftonbereich in Ordnung. Jedoch für Bass Freaks sind diese Ohrhörer eher weniger geeignet.

Die Höhen der E200BT sind ausgesprochen klar und brillant mit guten Details .Hierbei sind diese auch nicht übermäßig scharf oder spitz.

Die Mitten der Ohrhörer sind mir allerdings etwas dünn. Teilweise könnten die Onkyo E200BT etwas mehr Klangfülle gebrauchen.

Dies fällt je nach Musiktitel unterschiedlich stark aus. Beispielsweise Sinead von Witihn Temptation klingt mit den E200BT ziemlich gut. Dieser Titel besitzt eine recht helle Grundstimmung was den Ohrhörern aufgrund ihrer starken Höhen sehr gut liegt.

Andere Titel wie Beliver von Imagine Dragons klingt beispielsweise etwas dünn und könnte mehr Klangfülle gebrauchen.

Wobei dünn vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, die Onkyo E200BT sind relativ neutral und natürlich klingende Ohrhörer. Dies kann je nach Titel allerdings etwas langweilig klingen. Hier kommt es letztendlich auf Euren Geschmack und die Musik an welche Ihr hört.

Die maximale Lautstärke der E200BT ist mehr als in Ordnung, ebenfalls ist die Bluetooth Verbindung solide in Kombination mit meinem LG G6. Auch nervige Sprachansagen besitzen die Onkyo nicht, lediglich die üblichen Bluetooth töne + beim Einschalten ein kurzes Connected.

 

Fazit

Die Onkyo E200BT sind solide Bluetooth Ohrhörer, welche gerade für Nutzer mit kleineren Ohren optimal sein sollten.

Jedoch sind die E200BT nicht perfekt. Gerade Nutzer, die etwas mehr Action im Klang wünschen, werden vielleicht die E200BT nicht so toll finden. Diese bieten tendenziell eher einen natürlichen, leichten Klang.

Wer dies mag, wird die E200BT lieben! Zumal auch die restliche Hardware, wie der Akku, die Bluetooth Verbindung usw. tadellos ist. Auch der Tragekomfort ist gerade bei Nutzern mit kleinen Ohren super.

Ich selbst würde mir allerdings teilweise etwas mehr Power wünschen, wenn Ihr auch einen etwas kräftigeren Klang bevorzugt, würde ich Euch eher raten sich mal die Onkyo E700BT, Teufel MOVE BT oder die Beyerdynamic BT anzusehen.

Ansonsten sind die Onkyo E200BT eine solide Wahl, wenn Ihr diese für rund 60-80€ bekommt.

Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test, die beste Powerbank fürs Apple MacBook und Nintendo Switch!

Anker hat vor erst wenigen Tagen seine erste Powerbank mit Unterstützung für den Power Delivery Standard vorgestellt. Dies klingt für viele Nutzer sicherlich nicht sehr spektakulär, zeigt aber eine sehr wichtige Entwicklung.

USB Power Delivery ist ein zukunftsträchtiger Standard, welcher mittelfristig Quick Charge ersetzten wird.

Hierbei ist der USB Power Delivery Standard deutlich flexibler als Quick Charge und findet auch außerhalb von Smartphones Verbreitung. Vermutlich der größte Nutzer des Power Delivery Standards ist erstaunlicherweise Apple. Warum erstaunlicherweise? Im Gegensatz zu Quick Charge oder anderen Schnelladetechnologien ist Power Delivery ein „Offener“ Standard welcher von jedem Hersteller genutzt werden kann.

Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test

Apple ist nun eigentlich nicht dafür bekannt „Offene“ Standards zu nutzen. Aber nicht nur Apple unterstützt mit einigen Produkten Power Delivery, auch Google empfiehlt offen das Nutzen dieses Standards allen Smartphone Herstellern.

LG beispielsweise nutzt mit seinem G6 schon den Power Delivery Standard ähnlich wie Nintendo oder auch Dell.

Daher ist eine Powerbank welche diesen Standard erfüllt durchaus etwas wichtiges, primär aktuell für Nutzer des Apple MacBook Pros.

Anker gilt im Allgemeinen als der beste Powerbank Hersteller, daher ist es besonders interessant, wie sich diese Powerbank im Test schlagen wird.  Gerade dann, wenn man bedenkt, dass der neue PowerCore+ erst die zweite Powerbank ist, welche diesen Standard unterstützt.

Daher freue ich mich auf den Test des Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery!

 

Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test

Von dem Anker PowerCore+ 26800mAh gibt es mittlerweile drei Versionen, eine Version mit Quick Charge 2.0 eine Version mit Quick Charge 3.0 und diese Version mit USB Power Delivery.

Alle drei Versionen haben sehr ähnliche Gehäuse und den gleichen Formfaktor. Anker setzt bei diesen auf ein schwarzes Aluminiumgehäuse mit der Robustheit einen Einbrecher niederzuschlagen zu können.

Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test, die beste Powerbank fürs Apple MacBook und Nintendo Switch!

Ohne Frage diese Powerbank ist eine der robustesten aktuell auf dem Markt. Allerdings ist die Powerbank dafür auch recht groß und schwer. Auch muss hier etwas Vorsicht gelten, wenn Powerbank und Smartphone, Tablet oder Notebook im selben Fach einer Tasche landen.

Wenn beides aneinander scheuert, ist die Gefahr für Kratzer in Eurem teuren Spielzeug recht groß.

Der PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery besitzt drei Anschlüsse auf der Front. Hier sind zwei der Anschlüsse normale USB Ports mit 3A Leistung. Diese 3A Leistung wird sich allerdings von beiden Ports geteilt.

Der wahre Star dieser Powerbank ist aber der USB C Port. Dieser ist mit USB Power Delivery ausgestattet und unterstützt variable Spannungen, 5 V 3A, 9 V 3A, 15 V 2 A und 20V 1,25 A, also 30W maximal.

Ehe die Frage kommt, ja, Ihr könnt JEDES Gerät mit USB C Port an diesem Anschluss aufladen, egal ob dieses Power Delivery unterstützt oder nicht.

Dieser Port ist hierbei sowohl ein Ausgang wie auch ein Eingang. Der Eingang unterstützt sowohl 5 V 3A wie auch 9 V 3A, die Powerbank selbst ist also auch schnellladefähig.

Um diese Schnellladefähigkeit zu nutzen, benötigt Ihr allerdings auch ein USB Power Delivery Ladegerät wie das Anker PowerPort+ oder das Ladegerät eines Apple MacBooks.

Natürlich funktioniert auch das Laden an einem 08/15 USB Ladegerät, halt nur langsamer.

Ein praktisches Feature der Powerbank ist der Einschalter. Ja ein Einschalter ist nichts Besonderes, allerdings sind hier in diesem Einschalter 10 LEDs integriert, welche recht genau über die verbliebene Restladung informieren.

 

Was ist Power Delivery?

Versuchen wir doch einmal ganz kurz anzureißen, was überhaupt „Power Delivery“ ist. Das Aufladen von Geräten via USB ist ja nichts Neues und mittlerweile gang und gäbe. Jedoch war dies ursprünglich, als der USB Anschluss erschaffen wurde vermutlich gar nicht der Gedanke hinter diesem Port, zumal es zu diesem Zeitpunkt gar keine Smartphones gab.

USB sollte einfach genug Energie liefern eine Maus oder einen USB Stick mit Strom zu versorgen und nicht ein Tablet oder Smartphone.

Daher ist beispielsweise USB 2.0 eigentlich nur auf 0,5 A spezifiziert und USB 3.0 auf 0,9 A. Auf diese Leistung müssen USB Ports und auch Kabel ausgelegt sein. Dies ist natürlich sehr wenig und wurde von den Smartphone Herstellern „erweitert“ auf bis zu 2,4 A.

Wenn man so will, ist dies keine offizielle Leistung, die ein USB Port haben sollte/muss, sondern eher etwas nach dem Motto „Not macht erfinderisch“.

Mit dem neuen USB C Standard hatte man die Gelegenheit die Stromversorgung via USB etwas zu erneuern. Beispielsweise MUSS jeder USB C Port laut Spezifikation 3A und 5 V besitzen. Daher kann sich ein Smartphone sicher sein, das an einem USB C Port angeschlossen ist, dass mindestens 3A zur Verfügung stehen.

Über diese 3A bei 5 V hinaus gibt es Power Delivery. Ähnlich wie Quick Charge wird die Spannung, sofern das angeschlossene Gerät dies unterstützt, von 5 V auf bis zu 20V angehoben.

Dies erlaubt es bis zu 100W über den USB Port zu transferieren und auch größere Geräte zu befeuern, welche nichts mit einer 5 V Spannung anfangen könnten wie Notebooks.

Hier gibt es natürlich mehrere Stufen was die Leistungsfähigkeit angeht. In der Praxis ist dies also deutlich komplizierter als es hier klingt.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte

Beginnen wir traditionell mit der Kapazität. Hier konnte ich genau 84Wh bzw. 22702mAh messen. Dies entspricht guten 85 % der Herstellerangabe. Wer schon einmal einen Powerbank Test von mir gelesen hat, wird wissen warum 85 % ein guter Wert ist.

Zwar liegt die Herstellerangabe etwas höher, jedoch bezieht diese sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Bei diesen handelt es sich um acht 18650 Zellen mit jeweils 3350mAh Kapazität. Bei ihrer Entladung  geht etwas Energie in Form von Wärme verloren. Daher ist nicht 100 % der Herstellerangabe auch wirklich nutzbar, in der Regel liegt die „echte“ Kapazität rund 10-20 % unterhalb der angegebenen Kapazität, wie auch hier.

Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery, Akku Zellen stammen von LG
Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery, Akku Zellen stammen von LG

Wo wir bei den Zellen sind, da es sich hier um eine ungewöhnliche Powerbank handelt, habe ich mich einmal entschieden in das gute Stück zu schauen um genau nachzusehen was für Zellen zu finden sind. Anker verbaut bei der PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery 18650 LG Zellen mit, wie auch zu erwarten war, 3350mAh.

Genau genommen handelt es sich um acht „LGAAF1L18650“ Zellen. Dies hat mich, um ehrlich zu sein, etwas überrascht, denn meist kommen in solchen Powerbanks Panasonic Zellen zum Einsatz. Ehe die Frage kommt, ja, die hier verbauten LG Zellen taugen! Für eine einzelne Zelle würdet Ihr im übrigen rund 6-7€ zahlen, also alleine die Akkus sind rund 48€ wert.

Kommen wir zum Aufladen mit der Powerbank. Folgende Testgeräte stehen mir aktuell zur Verfügung:

Beginnen wir bei den Notebooks, denn das ist das eigentlich Interessante. Dass die Anker Powerbank Smartphones schnell aufladen kann, ist ja nichts Überraschendes.

Wie auch zu erwarten war, schafft es die Powerbank problemlos ein Apple MacBook Pro 13“ mit 30W zu laden (15 V 2A). Das Aufladen geht zwar nicht ganz so schnell wie mit dem originalen Netzteil des MacBooks, aber deutlich schneller als mit einer normalen Powerbank.

Selbst im Normalbetrieb (Office, Web Surfen) wird das Notebook ausreichend schnell geladen, das dieses in einem akzeptablen Tempo voll wäre. Verglichen mit dem Apple Ladegerät rechnet mit dem Doppelten an Ladezeit und verglichen mit einer 3A USB C Powerbank mit der Hälfte. Eine normale Powerbank hat ja bei einer gleichzeitigen Nutzung meist Probleme das MacBook Pro überhaupt zu laden, dies ist hier nicht der Fall, sofern Ihr nicht parallel ein 4K Video schneidet.

Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test, die beste Powerbank fürs Apple MacBook und Nintendo Switch!

Leider ist das Ergebnis in Kombination mit dem Dell XPS nicht so gut. Der Anker PowerCore+ 26800mAh schafft es nicht das Dell XPS 13 zu laden!

Hier scheint aber die Ursache eine andere zu sein als bei der RAVPower Powerbank mit Power Delivery. Bei letzterer war einfach die Topologie falsch, die Powerbank hat hier nicht das Notebook geladen, sondern das Notebook ist dazu übergegangen die Powerbank zu laden.

Dies passiert nicht bei der Anker Powerbank, auch hier wird das Notebook für 1-2 Sekunden geladen, ehe die Powerbank resettet. Ich kann nicht genau sagen wo das Problem liegt, aber ich habe eine Vermutung. Das Dell XPS 13 erkennt die Powerbank korrekt als 30W Netzteil, jedoch hat die Powerbank keine 30W.

Wieso das? Es gibt ja verschiedene Spannungsstufen und je nach Spannungsstufe ist die Leistung unterschiedlich. Das Apple MacBook Pro lädt mit 15 V, bei 15 V schafft die Powerbank 2 A, also 30W.

Das Dell hingegen braucht die 20V Spannungsstufe, hier hat die Powerbank 1,25 A (laut Aufdruck). 20V * 1,25 A = 25W, nicht 30W!

Es ist also möglich das hier das Dell XPS versucht 30W bei 20V aufzunehmen, was 1,5 A entspricht, was die Powerbank nicht schafft und daher resettet(Überstromschutz).

Wie gesagt ist nur eine Vermutung, jedoch dies gilt auch bei anderen Notebooks zu bedenken! Bei 20V schafft die Powerbank nur 25W!

Man sieht also die Powerbank ist schon sehr auf das Apple MacBook und MacBook Pro optimiert.

Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test 14,5V und rund 2A gehen in das MacBook Pro
14,5V und rund 2A gehen in das MacBook Pro

Andere Geräte welche nicht so viel Energie benötigen, wie z. B. die Nintendo Switch, sind wiederum kein Problem.

Die Switch wird von der Powerbank problemlos schnellgeladen mit der 15 V Spannungsstufe.

Nicht nur die Switch oder das MacBook werden schnellgeladen auch das Samsung Galaxy S8 Plus (5 V 2,9XA) und das LG G6 (9 V 1,8A).

Für diverse andere Smartphones wie das iPhone, iPad oder Huawei Geräte gibt es natürlich noch zwei normale USB Ports.

Normal ist hier relativ, diese beiden USB Ports besitzen jeweils 3A und Ankers PowerIQ Technologie. Wie die meisten Anker Powerbanks bietet auch diese Powerbank eine hervorragende Ladegeschwindigkeit auch ohne Schnellladesysteme.

Wie sieht es mit dem Aufladen der Powerbank selbst aus, wenn diese leer ist?

Hier weißt der Anker PowerCore+ 26800mAh ein paar Eigenheiten auf, welche im Alltag nervig sein können.

Es ist praktisch nicht möglich die Powerbank an einem „normalen“ USB Port aufzuladen. Wenn ein USB C auf USB A Kabel genutzt wird, ist es, lediglich möglich die Powerbank mit 0,5 A zu laden!

Das bedeutet an einem normalen USB Port, ich spreche hier von 2,4 A USB Ports, dauert eine vollständige Ladung rund 40 Stunden!

Um die Powerbank schneller zu laden ist zwingend ein USB C Port von Nöten. An einem normalen 3A USB C Port erreicht die Powerbank 5 V 2,5 A also rund 12,5W Ladeleistung. Diese entspricht einer Ladedauer von rund 8-9 Stunden.

Noch schneller geht dies, wenn der USB C Port auch Power Delivery unterstützt mit einer 9 V Spannungsstufe. In diesem Fall steigt die Ladegeschwindigkeit auf 9 V 3A an, die Ladedauer sinkt auf rund 4-4,5 Stunden.

An sich sind dies sehr gute Werte, nur diese künstliche Limitierung beim Laden über normale USB Ports ist dämlich. Ich bin mir nicht sicher ob dies Ankers schuld ist oder ob man sich hier einfach sehr an die Spezifikationen gehalten hat.

Der normale USB Port ist ja eigentlich nur auf 0,5 A spezifiziert, alles darüber hinaus ist ein wenig in der grauen Zone. Vielleicht hat sich hier Anker überlegt, aufgrund des USB Power Delivery Ports sich sehr genau an die Richtlinien zu halten, auch wenn dies ein Nachteil für den Kunden ist.

Nach rund 267 Minuten ist der Ladevorgang beendet

Zum wiederaufladen empfiehlt sich also beispielsweise das Apple MacBook USB C Ladegerät oder das Anker PowerPort+ 5.

 

Fazit

Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery ist die so ziemlich beste Powerbank für das Apple MacBook und Apple MacBook Pro! Zwar kann es auch hier noch passieren, dass unter Volllast die Akkukapazität dieser Notebooks fällt, jedoch dies deutlich weniger als bei einer normalen Powerbank. Im Officebetrieb oder beim Webbrowsen wird beispielsweise ein Apple MacBook Pro 13“ in ca. 3 Stunden von 0 auf 100 % geladen, bei gleichzeitiger Nutzung wohlgemerkt!

Natürlich ist die Powerbank nicht nur für diese beiden Geräte vollkommen geeignet, sondern verträgt sich auch super mit der Nintendo Switch, dem LG G6 und dem Samsung Galaxy S8.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Geräten, welche über den USB C Port schnellgeladen werden können.

Der Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery im Test

Hinzu kommen natürlich die beiden sehr guten „normalen“ USB Ports, welche eine hervorragende Ladegeschwindigkeit im Zusammenspiel mit so ziemlich jedem Smartphone liefern.

Aber auch abseits der Anschlüsse und der Ladegeschwindigkeit macht die Powerbank einen sehr guten Eindruck!

Die Haptik und Verarbeitung der Powerbank ist Weltklasse, die wieder Aufladegeschwindigkeit hoch und die Kapazität riesig!

Powerbank mit USB Power Delivery

Kurzum eine moderne und gute Powerbank!

Allerdings hat diese auch Schwächen. 1. Leider konnte diese nicht mein Dell XPS 13 aufladen, obwohl dies eigentlich funktionieren müsste. Daher ist etwas Vorsicht geboten, wenn Ihr ein Notebook mit Power Delivery besitzt und abseits der MacBooks laden wollt (gegeben falls ist hier die RAVPower RP-PB058 eine bessere Wahl aufgrund der höheren 20V Leistung). 2. Das Wiederaufladen ist sehr langsam, wenn Ihr keine USB C auf USB C Verbindung nutzt! 3. Das Gehäuse ist zwar wirklich massiv und toll aber auch recht schwer und groß.

Dennoch diese Punkte trüben den sehr positiven Eindruck der Powerbank nicht! Für das Apple MacBook / MacBook Pro oder beispielsweise die Nintendo Switch werdet Ihr keine bessere Powerbank finden!

 

Das Rollei C6i Carbon Stativ im Test

Ein gutes Stativ ist etwas was einen über Jahre begleiten kann, meist sogar deutlich länger als die eigentliche Kamera. Daher ist ein gutes Stativ essenziell für jeden Hobby Fotografen oder Filmer gerade in dann, wenn man an sich selbst einen semi professionellen Anspruch hat.

Als Einsteiger wird man sicherlich sehr überrascht sein wie teuer Stative werden können. Für Premium „professionelle“ Modelle können gerne höhere dreistellige Summen fällig werden.

Das Rollei C6i Carbon gehört hier sicherlich nicht zu den „günstigsten“ Modellen aber auch nicht zu den teuersten mit rund 300€.

Aber lohnt es sich 300€ für ein Stativ auszugeben? Und was bekommt man gegenüber einem einfacherem Stativ zusätzlich geboten? Finden wir es im Test heraus!

 

Das Rollei C6i Carbon

Auf den ersten Blick wirkt das C6i Carbon recht „normal“. Das C6i ist ein normales Dreibeinstativ mit Kugelkopf. Wie üblich sind aber natürlich die Details ausschlaggebend, welche man meist nicht sofort    sieht. Ein solches Detail versteckt sich schon im Namen, nämlich die Materialwahl.

Rollei setzt beim C6i „Carbon“pPrimär auf schwarzes Carbon, das bei den Beinen und der Mittelstange zum Einsatz kommt und eine leichte Musterung besitzt, welche allerdings nur bei entsprechendem Licht sichtbar ist. Neben den Carbonelementen sind natürlich auch Aluminium und Gummielemente am Stativ zu finden, hauptsächlich an den Gewinden und Schrauben des Stativs.

Um die Optik etwas interessanter zu gestalten, hat Rollei beim C6i ein paar rote Elemente verbaut. Das Ganze ist sehr dezent aber in Kombination mit dem Carbon verleiht dies dem C6i eine gewisse professionelle Optik.

Rein von der Verarbeitungsqualität ist das C6i definitiv seinen Kaufpreis Wert! Das ganze Stativ wirkt hochwertig und solide verarbeitet. Hierbei muss natürlich dazu gesagt sein, dass das Rollei C6i Carbon lediglich 1,6KG auf die Wage bringt. Dies ist recht wenig, was es natürlich schwerer macht einen „massiven“ Eindruck zu hinterlassen.

Trotzdem schafft dies das C6i Carbon! Gerade die Beine wirken nicht „dünn“ oder empfindlich wie es bei den super günstigen Aluminium Stativen meist der Fall ist.

Drehknöpfe und „Hebel“ besitzen ebenfalls eine durchgehend hohe Qualität.

Mit hoher Qualität ist auch durchaus das Gefühl beim Betätigen und Drehen gemeint, welches hier sehr hochwertig anmutet.

Dies ist im direkten Vergleich mit günstigeren Stativen durchaus einer dieser „Luxus“ Punkte, welche beim C6i Carbon merklich besser sind.

Hierzu gehören beispielsweise die Schalter welche es ermöglichen den Winkel der Beine zu verstellen. Diese fühlen sich beim C6i butterweich an.

Ähnliches gilt auch für alle anderen Verschlüsse am Stativ. Von diesen gibt es auch durchaus einige.

 

Die Beine lassen sich beispielsweise drei mal ausziehen. Rollei nutzt hier Drehschrauben zur Arretierung der Beine, diese Drehschrauben müssen allerdings zum Feststellen nur eine 3/4 Drehung zurücklegen. Solltet Ihr das Stativ also ausziehen wollen, müsst Ihr Euch keinen Wolf drehen.

Etwas schwierig ist lediglich das Einprägen der Drehrichtung. Man spürt nur sehr bedingt am Drehrad wann die Beine festgestellt sind.

Wie bei den allermeisten aktuellen Stativen verfügt auch das C6i Carbon über eine Mittelsäule. Diese Mittelsäule kann für ein schnelles Wechseln der Arbeitshöhe ein Stück herausgezogen werden, oder sogar umgedreht werden für Objekte welche sich sehr dicht am Boden befinden.

Das Feststellen dieser Säule erfolgt über eine recht kleine aber gut erreichbare Drehschraube.

Es ist ebenfalls möglich an dieser Mittelsäule einen Hacken zu befestigen, um Gewichte an das Stativ anzubringen oder ein Bein abzuschrauben und dann mithilfe der Mittelsäule sich ein Einbeinstativ zu bauen.

Bei einem Preis von rund 299€ darf es durchaus selbstverständlich sein, dass ein Stativkopf mit zum Set gehört. Hierbei handelt es sich beim C6i um einen klassischen Kugelkopf.

Dieser wirkt wie auch das restliche Stativ gut und massiv verarbeitet. Hierbei kommt mir der Kopf bzw. die Kugel relativ klein vor.

 

Rollei gibt allerdings die Trageleistung mit 12KG für Kopf und Stativ an, was im Regelfall mehr als genau sein sollte.

Mit meiner „kleinen“ Nikon D5500 hatte das Stativ selbstverständlich keine Probleme. Ich denke auch die meisten Fotografie Setups werden deutlich unter den 12KG bleiben selbst, wenn man die Hebelwirkung miteinbezieht.

Das Rollei C6i Carbon besitzt selbstverständlich auch eine „Schwellwechselplatte“ für das zügige Aufsetzen/Abnehmen der Kamera.

Ich muss allerdings gestehen, wirklich begeistert bin ich von der hier verwendeten Methode nicht. Die Schnellwechselplatte welche an Eurer Kamera montiert wird, ist vergleichsweise groß und wird auf das Stativ von vorne oder hinten aufgeschoben.

Sitzt die Kamera lässt sich mithilfe einer Schraube eine Seitenwand der Führung anziehen, welche die Platte in Position hält.

Das Ganze funktioniert selbstverständlich problemlos, allerdings sind mir hier die Schnellwechselplatten, welche beispielsweise von Cullmann verwendet werden, lieber.  Das Anziehen der Schraube beim Rollei dauert doch etwas länger als das einfache Steckprinzip. Zudem muss man darauf achten, dass die Schraube auch wirklich fest angezogen ist.

 

Abmessungen

Ein sehr wichtiger Punkt bei einem Stativ ist auch die Größe, minimal wie auch maximal. Im kleinstmöglichen Zustand ist das Rollei C6i Carbon ca. 48cm lang und 14cm dick.

Allerdings ist das Stativ in dieser Form nicht bzw. nur sehr bedingt nutzbar. Die kleinstmögliche nutzbare Höhe, sofern die Kamera nicht kopfüber angebracht ist, liegt bei rund 61cm.

Nun lassen sich noch die Beine dreimal ausziehen und die Mittelsäule einmal.

Mit voll ausgezogenen Beinen kommt das Rollei auf rund 145cm. Diese 145cm sind aber auch noch nicht das Maximum, bei ausgezogener Mittelsäule kommen nochmals ca. 30cm hinzu.

Dies macht eine maximal Höhe von rund 175cm.

Wichtig diese Werte wurden von mir gemessen! Es ist also durchaus möglich, dass hier und da noch ein paar cm mehr drin sind wenn beispielsweise die Beine etwas steiler aufgestellt werden.

Das Gewicht des Stativs liegt bei niedrigen 1,63KG.

 

Fazit

Lohnt es sich für das Rollei C6i Carbon 299€ (zum Zeitpunkt des Tests) auszugeben? Nein und ja, für Anfänger und die meisten „normalen“ Hobby Fotografen denke ich nicht.

Viele Features, welche das C6i von Stativen der 100-200€ Preisklasse abhebt, sind Details. Hierzu gehören beispielsweise die angenehm zu drehenden Verstellschrauben, die sehr hohe Tragekraft, das Nutzen von Carbon, die hohe Arbeitshöhe, schnelles auf/zusammenbauen usw.

Bei einem Preis von 299€ sind selbstverständlich die Basis Features wie ein sicherer Stand und hervorragende Verarbeitung gegeben.

Das Rollei C6i Carbon lohnt erst dann so richtig, wenn man einen professionellen oder zumindest semi-professionellen Anspruch hat.

Ich denke hier ist man dann in einem Nutzerkreis welcher solch ein Stativ welches einen über Jahre hinweg begleiten kann zu schätzen weiß.