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Egardia Alarmanlage 2017 im Test, die beste Semi-Professionelle Alarmanlage!

Ich lebe in Nordrhein Westfalen und gerade hier sind Wohnungseinbrüche leider ein recht großes Problem.

Aber nicht nur in NRW werden sicherlich viele Wohnungseigentümer und Geschäftskunden mit dem Gedanken spielen sich eine Alarmanlage zuzulegen.

Die Zeiten in welchen ein „Experte“ diese installieren musste, sind mittlerweile allerdings vorbei. Auch werden keine speziellen Vorrichtungen oder Kabelkanäle benötigt.

Es gibt hier verschiedene Kaliber an Alarmanlagen, von günstig bis teuer gibt es alles. Egardia gehört hier ganz klar zu den professionelleren Systemen und auch zu den teureren.

Aber lohnt es sich 299€ + 10€ im Monat für eine Alarmanlage auszugeben? Finden wir dies im Test heraus!

Das Egardia System

Reden wir erst einmal etwas allgemein über das Egardia Alarmsystem. Dieses besteht, wie die meisten solcher Systeme, aus einer Basisstation und diverser zusätzlicher Komponenten.

Diese Komponenten können nach Bedarf hinzugekauft werden (bis zu 160 Stück), wobei natürlich im Basisset schon einige beiliegen.

Hierbei fällt aber beim Egardia Alarmsystem auf, dass es viele optionale Sensoren gibt, welche bei anderen Herstellern nicht verfügbar sind. Neben den Klassikern wie den Tür/Fenster Sensoren und Bewegungsmeldern sind auch Glasbruchsensoren oder Wassermelder verfügbar.

Der Glasbruchsensor macht das System auch für Geschäftsinhaber mit großen Schaufenstern interessant.

Übersicht der Sensoren und Zusatzprodukte:

  • Tür/Fenster Sensoren
  • Bewegungsmelder
  • Fernbedienung
  • Keypad
  • Außensirene
  • Rauchmelder
  • Glasbruchsensor
  • Innensirene
  • Paniktaste
  • Funkerweiterung
  • Wassermelder
  • Schaltbare Steckdose
  • HD Kamera

Ich bedanke mich an dieser Stelle für das zur Verfügungstellen eines Basissets für einen Test.

 

Das Basisset der Egardia Alarmanlage

Für 299€ erhaltet Ihr bei Egardia das „Startpaket“ mit einem guten Basisinhalt. Das Wichtigste hier ist sicherlich die Basisstation. Hierbei handelt es sich um eine flache und optisch durchaus schicke kleine Box. Diese wird mit dem Strom und Netzwerk verbunden (LAN) und stellt nach der Einrichtung die Verbindung zu den einzelnen Komponenten her.

Achtet also am besten auf eine recht zentrale Positionierung der Station, auch wenn die Reichweite durchaus ordentlich ist.

Auf seiner Oberseite befindet sich zudem die Alarmsirene, welche satte 104db auf die Ohren bringt. Zum Vergleich die meisten Feuermelder schaffen um die 85db, 6db ist hierbei eine Vervierfachung der Lautstärke.

Kurzum die Sirene ist laut!

Nur die Basisstation bringt nicht viel daher legt Egardia zwei Bewegungsmelder und einen Tür/Fensterkontakt mit ins Paket.

Die Bewegungsmelder entsprechen dem üblichen Standard, sind allerdings tendenziell etwas größer als viele andere Modelle. Egardia gibt an, dass diese besonders haustierfreundlich wären und erst ab einer Größe von 1 Meter ausgelöst würden.

Dem greife ich schon einmal voraus mein 8KG schwarzer Kater löst die Bewegungsmelder wirklich nicht aus.

Wie auch schon der Bewegungsmelder ist auch der Tür/Fensterkontakt auf der etwas größeren Seite. Dieser wird entweder mit Schrauben oder doppelseitigem Klebeband befestigt und besteht aus zwei Teilen.

Der größere Teil beheimatet hierbei natürlich die Elektronik, der kleinere Teil ist lediglich ein Magnet. Wird dieser von der Elektronik getrennt löst der Sensor aus.

Zur Steuerung der ganzen Anlage legt Egardia noch ein Keypad und einen kleinen Schlüsselanhänger mit ins Set.

Bei dem Keypad handelt es sich um ein Tastenfeld, wie man es aus diversen Filmen her kennt. In der Software habt Ihr die Möglichkeit einen Code zu hinterlegen, wird dieser über das Tastenfeld eingegeben, lässt sich die Alarmanlage scharfstellen oder abschalten.

Seliges ist auch über einen kleinen Schlüsselanhänger möglich. Dies erlaubt ein komfortables Ein/Ausschalten der Alarmanlage.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung verläuft soweit problemlos und lässt sich wie beworben auch ohne große Vorkenntnisse durchführen.

Im Gegensatz zu vielen anderen „Smarten“ Alarmanlagen muss die Ersteinrichtung hier nicht am Smartphone durchgeführt werden, sondern am PC/Mac.

Verbindet zuerst Eure Anlage mit dem Strom und Netzwerk. Geht dann an einen PC und ruft http://egardia.com/registrieren auf.

Hier müsst Ihr nun einen Code eingeben, welcher auf der Rückseite der Basis Station zu finden ist. Daraufhin werden einige Daten von Euch aufgenommen wie Name, Adresse, Telefonnummer für Benachrichtigungen und natürlich auch Passwort und Benutzernamen.

Zu guter Letzt wird auch Eure IBAN Nummer, für die 9€ monatlich, verlangt.

Seid Ihr mit der Einrichtung durch, könnt Ihr Euch entweder in der Web UI oder in der App einloggen. Die bereits mitgelieferten Sensoren sind im Übrigen bereits in der Anlage einprogrammiert.

 

Der Sicherheitsdienst

Ein wichtiger Punkt bei der Egardia Alarmanlage sind sicherlich die Folgekosten. Der sogenannte „Sicherheitsdienst“ kostet 9€ im Monat. Was erhaltet Ihr dafür? Primär die SMS -bzw. Telefonbenachrichtigungen.

Diese kosten Egardia etwas (daher gibt es diese bei gratis Angeboten auch nicht) und diese Kosten werden an Euch weitergegeben. Auch gibt es 2 Jahre längere Garantie wie auch Telefon Support, einen Ereignisspeicher usw.

Wollt Ihr dies nicht, habt Ihr die Möglichkeit auch in das Basispaket downzugraden. Hierfür muss man den Support kontaktieren. Man merkt also Egardia möchte, dass Ihr die 8,95€ im Monat zahlt.

Im Gegensatz zur alten Egardia Alarmanlage ist hier das Basispaket allerdings durchaus brauchbar. Ihr könnt weiterhin die App verwenden und werdet bei Alarm von dieser benachrichtigt, jedoch bekommt keine SMS, Anrufe oder E-Mails.

Auch funktioniert das Ganze nur bei einem Nutzer. Für private Nutzer könnte das Basis Paket also schon ausreichen, jedoch ist der Sicherheitsdienst an sich ein wichtiger Punkt, welcher auch die Egardia Alarmanlage etwas von vielen Konkurrenzprodukten abhebt.

Entscheidet hier am besten selbst was Ihr braucht und was nicht. https://www.egardia.com/de/kosten

 

Benutzeroberfläche und Steuerung

Auch wenn es eine Smartphone App von Egardia gibt, wird die meiste Steuerung und Einrichtung der Alarmanlage über den Webbrowser gemacht.

Die Webbenutzeroberfläche hält hierbei sehr gut die Waage aus Übersichtlichkeit und Funktionalität. Ihr könnt hier neue Sensoren anlernen, bestehende Sensoren gruppieren und einzelnen Modi zuweisen wie auch die Kontaktpersonen verwalten.

Im System lassen sich bis zu fünf Personen festlegen, welche bei einem Alarm nacheinander kontaktiert werden. Dies kann via E-Mail, SMS oder Telefonanruf passieren.

Die Smartphone App hingegen ist nochmals eine deutlich vereinfachte Version der Webbenutzeroberfläche. Dies meine ich nicht mal negativ, die wichtigen Funktionen wie Push Benachrichtigungen bei Alarm und ein/ausschalten der Alarmanlage ist vorhanden.

Hierbei ist die App optisch und auch was die Benutzerfreundlichkeit angeht tadellos aufgebaut!

 

Die Egardia Alarmanlage im Alltag

Wie nutzt sich die Egardia Alarmanlage so im Alltag? Das Wichtigste hier zu wissen ist, dass die Alarmanlage über drei Modi verfügt.

Zwei hiervon sollten klar sein, das wäre aktiviert und deaktiviert. Der dritte Modus wird von mir gerne der „zu Hause“ Modus genannt.

Bei diesem sind nicht alle Sensoren aktiv, dies ist wichtig, wenn Ihr zu Hause seid. Wenn Ihr abends noch im Haus herum lauft, ist es vielleicht nicht so gut, wenn der Bewegungsmelder im Flur Aktiv ist und den Alarm auslöst.

Jedoch will man auch nachts etwas Schutz, daher ist es möglich in diesem Modus einzelne Sensoren wie die Bewegungsmelder abzuschalten und nur die Sensoren an Türen/Fenster aktiv zu haben. So kann man sich frei im Haus bewegen, sollte aber jemand versuchen hinein zu kommen wird man gewarnt.

Welche Sensoren aktiv und welche nicht, lässt sich hierbei frei in der Web Benutzeroberfläche einstellen.

Gesteuert werden kann die Anlage über die Smartphone App, den Schlüsselanhänger und das Keypad. Für die meisten privaten Nutzern wird das Keypad sicherlich nicht so wichtig sein. Wie man auch vermuten kann, lässt sich hier über die Eingabe eines zuvor festgelegten Codes die Alarmanlage ein- und ausschalten.

Es lassen sich auch für mehrere Bewohner unterschiedliche Codes festlegen, die Nutzung dieser wird protokolliert, was gerade für Business Kunden interessant sein könnte.

Die Fernbedienung hingegen funktioniert etwas einfacherer, es muss lediglich die passende Taste gedrückt werden.

In der Benutzeroberfläche der Egardia Alarmanlage lässt sich zudem eine gewisse „Schonfrist“ festlegen. Hierbei handelt es sich um eine Verzögerung beim Einschalten bzw. Auslösen der Alarmanlage.

Sollte das Keypad beispielsweise in der Wohnung oder den Geschäftsräumen hängen, könnte man einstellen, dass der Alarm erst 30 Sekunden später ausgelöst wird, so dass man genug Zeit hat den Code einzugeben, nachdem man den Raum betreten hat.

Ähnliches gilt natürlich auch für den Schlüsselanhänger bzw. die Smartphone App. Mithilfe dieser Verzögerung muss man nicht vor der Tür stehen und die Alarmanlage abschalten, sondern kann bereits reingehen und dann dies machen.

Umgekehrt lässt sich im Übrigen auch eine Verzögerung einstellen. So kann man die Alarmanlage, wenn man noch in der Wohnung ist.

Diese Verzögerung muss natürlich nicht sein!

Die Reichweite der einzelnen Module ist auch recht gut, man kann also in der Regel die Alarmanlage auch von außen ein/ausschalten.

„Gut“ hängt natürlich von der Wohnung ab, aber ich würde mal schätzen, dass sich 100-200m2 sicherlich problemlos abdecken lassen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Egardia ist sicherlich die Robustheit. Viele Smart Home Alarmanlagen reagieren etwas „kopflos“ wenn beispielsweise die Internet Verbindung gekappt wird.

Die Egardia reagiert hierauf wie eigentlich jede Alarmanlage reagieren sollte, sie arbeitet weiter. Selbstverständlich sind keine Benachrichtigungen mehr möglich aber die Sirene, welche ordentlich laut ist, funktioniert weiterhin tadellos.

Ähnliches gilt auch für einen Stromausfall, denn die Alarmanlage besitzt einen eingebauten Akku. Dieser hält zu mindestens die Sirene für rund 8 Stunden in Betrieb.

Im Betrieb benötigt die Basis Station im Übrigen rund 1,9W Strom. Die Sensoren sind größtenteils mit AA oder AAA Batterien ausgestattet, welche 1-4 Jahre halten sollen.

 

Fazit

Das Alarmsystem von Egardia ist ohne Frage eins der besten und zuverlässigsten auf dem Markt! Gerade die Möglichkeit bis zu 5 Personen via SMS oder Telefon benachrichtigen zu lassen sucht man bei vielen anderen Systemen vergeblich. Auch dass das System ohne Internet oder Strom weiterläuft, ist nicht selbstverständlich.

Hierbei wirkt allerdings die Egardia Alarmanlage für viele Privatnutzer fast etwas „zu professionell“. Das ganze System kann ich mir hervorragend in einem geschäftlichen Umfeld, ob nun Büro oder Geschäft, vorstellen.

Hier sind Dinge wie ein Keypad zum Eingeben eines Freischaltcodes, so dass nicht jeder Mitarbeiter einen Schlüsselanhänger braucht oder auch die Möglichkeit 5 Personen zu hinterlegen, welche informiert werden sollen wirklich Gold wert!

Daher ja, für ein Büro oder Geschäft wäre die Egardia Alarmanlage ganz klar aktuell meine erste Wahl und mittlerweile habe ich schon einige „Smarte Alarmanlagen“ in den Fingern gehabt.

Für Privatnutzer ist es etwas schwieriger, nicht weil das System hier schlechter ist aber weil es nun mal 9€ im Monat kostet. Ja man kann die Alarmanlage auch ohne den Sicherheitsdienst nutzen, aber das macht aus meiner Sicht weniger Sinn und ist eher im „Notfall“ sinnvoll. Man merkt schon, dass die Egardia Alarmanlage um diesen Sicherheitsdienst aufgebaut ist.

Viele Features wie SMS Benachrichtigung sind zwar auch bei privat Nutzern sehr sinnvoll, genauso wie die hohe Zuverlässigkeit. Jedoch sofern Ihr nicht einen 100000€ Goldschatz im Haus lagert oder einer gewissen Bedrohungssituation ausgesetzt seid, denke ich wird auch eine einfaches System wie von iSmartAlarm oder HomematicIP ausreichen.

Dennoch wer das Maximum an Sicherheit wünscht mit einem professionellem System wird dies mit der Egardia Alarmanlage bekommen. Daher eine 100%ige Empfehlung für alle Geschäftskunden und privat Nutzer mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis.

Die XTPower XT-16000QC2 im Test, Notebook Powerbank mit DC Ausgang und Quick Charge

Powerbanks sind fürs Smartphone und Tablet kaum wegzudenken und im Alltag unheimlich praktisch. Leider gewinnt die Verbreitung von USB C Ports an Notebooks, welche das Aufladen dieser an Powerbanks ermöglicht, nur sehr langsam an Verbreitung.

Eigentlich sehr schade denn es wäre praktisch ein Notebook einfach einmal kurz „aufzutanken“ an einer Powerbank.

Jedoch gibt es durchaus Notebook Powerbanks welche mit einem sogenannten „DC“ Ausgang arbeiten. In der Vergangenheit hatten diese Powerbanks leider aber immer eins inne, ihre unheimliche Größe.

Hier ist die XTPower XT-16000QC2 etwas anders. Diese Powerbank ist nur minimal größer als eine „Normale“ Powerbank kann aber Notebooks aufladen und Smartphones mithilfe von Quick Charge.

Klingt gut nicht wahr? Schauen wir uns einmal an was die XTPower XT-16000QC2 in der Praxis taugt!

 

Die XTPower XT-16000QC2 im Test

Die Haptik und Verarbeitung der XT-16000QC2 kann man nur als „unspektakulär“ bezeichnen. XTPower setzt hier auf ein Standard Plastikgehäuse, welches weder einen Premium noch einen übermäßig massiven Eindruck vermittelt.

Jedoch praktisch sollte das Ganze taugen, wenn auch schick etwas anderes ist. Die Powerbank ist für Ihre 15600mAh ohne Frage nicht die kompakteste (es gibt eine 20000mAh Version mit den gleichen Abmessungen und Features) jedoch ist diese auch nicht „gigantisch“ groß.

Ich würde sagen die XTPower entspricht einer 20000-26800mAh „normalen“ Powerbank. Allerdings besitzt die XTPower XT-16000QC2 ja diverse extra Features, welche den etwas höheren Platzbedarf rechtfertigen.

Dies ist primär natürlich der DC Ausgang über welchen sich Notebooks laden lassen. Hierbei unterstützt die Powerbank Spannungen von 12V, 16.5V, 19V, 20V oder 24V. Dies ist eine ziemlich große Bandbreite an Spannungen und dementsprechend kompatiblen Notebooks. Bedenkt allerdings zwei Dinge, das Notebook darf nicht mehr als 50W bzw. 65W temporär aufnehmen und Ihr benötigt einen passenden Adapter.

Natürlich befinden sich diverse Adapter auch bereits im Lieferumfang.

Neben dem DC Ausgang, welcher auch als Eingang verwendet werden kann, befindet sich ein microUSB Port wie auch zwei normale USB Ports an der Powerbank.

Ihr habt bei der XT-16000QC2 die Wahl, ladet Ihr die Powerbank klassisch über den microUSB Port auf oder über ein separat (je nach Set Zusammenstellung) erhältliches 19V Netzteil auf.

Letzteres ist natürlich deutlich schneller, der microUSB Port hingegen etwas „praktischer“ da jedes Netzteil mit 2A+ dafür taugt und man nicht auf ein spezielles Netzteil achtgeben muss.

Bei den USB Ausgängen handelt es sich um einen „normalen“ 2,1A Ausgang wie auch um einen Quick Charge 2.0 Ausgang.

Letzterer mag zwar nicht „the state of art“ sein jedoch unterstützen alle Quick Charge 3.0 Smartphones auch den 2.0 Standard, welcher in der Regel weder deutlich langsamer ist noch merkbar ineffizienter ist.

Die meisten Samsung Smartphones (S7/S8) unterstützen sowieso nur Quick Charge 2.0.

Damit ist die Powerbank schon ganz gut ausgestattet. Aber ein Highlight fehlt noch, das Display. Dieses zeigt Euch zum einen eine Prozentzahl an wieviel Akku noch verblieben ist, die aktuell eingestellte Spannung (wichtig für Notebooks) und die Leistung!

Letzteres ist ausgesprochen cool, denn egal was ihr anschließt, ob über den DC Anschluss oder die USB Ports, es wird gemessen wie viel Energie gerade abgegeben wird (in Watt) und Euch angezeigt.

Für viele Nutzer wird dies kein „Killer Argument“ sein, jedoch für mich als Nerd ist es durchaus interessant zu sehen wie schnell gerade die angeschlossenen Smartphones laden.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte

Ehe wir zu den Messwerten und der praktischen Nutzung kommen, ein paar wichtige Dinge. Die XTPower XT-16000QC2 hat auf Ihrem DC Ausgang eine maximale Leistung von 50W bzw. 65W temporär.

Wenn jedoch Euer Notebook mehr Energie benötigt als das, wird das Aufladen nicht einfach nur langsamer sein, sondern das Aufladen wird gar nicht funktionieren!

Schaut also auf Euer Notebook, meist steht da Spannung (V) und Ampere (A) angegeben, multipliziert die beiden Werte und Ihr erhaltet die Wattangabe.

Liegt diese unter 50W bzw. 65W dann sollte alles klappen.

Kommen wir aber zur Kapazität. Der Hersteller verspricht hier 15600mAh, messen konnte ich 14424mAh bzw. 53,37Wh.

Dies ergibt hervorragende 92% der Herstellerangabe! Warum sind 92% gut, wenn doch mehr angegeben ist?

Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Jedoch bei ihrer Entladung entsteht eine Verlustleistung beispielsweise in Form von Wärme. Das heißt, nicht alle Energie der Powerbank lässt sich am Ende auch nutzen. In der Regel kann man damit rechnen, dass ca. 10-20% der Energie so verloren gehen.

8% ist hier ein sehr guter Wert!

Wie sieht es abseits der Kapazität aus? Über den DC Ausgang haben wir ja schon gesprochen. Werden hier die Grenzwerte von 50W dauerhafter Leistung bzw. 65W eingehalten, funktioniert dieser wie gewünscht und beworben.

Die beiden USB Ports an der Powerbank machen ebenfalls einen guten Job. Zwar ist der normale USB Port nicht so schnell wie bei beispielsweise einer Anker Powerbank aber in der Praxis lädt dieser Smartphones dennoch zügig auf.

Der Quick Charge 2.0 Port hingegen liefert ein tadelloses Tempo. Dies ist auch keine Überraschung da es bei Quick Charge Ports keine Abstufungen gibt. Hat sich Smartphone und Powerbank auf ein Tempo geeinigt wird dieses auch erreicht.

Kurzum bei Quick Charge fähigen Geräten gibt es nur zwei Stufen, funktioniert nicht oder funktioniert mit vollem Tempo und alle von mir getesteten Smartphones (Samsung Galaxy S7 Edge, S8 Plus und Alcatel Idol 4S) funktionierten tadellos.

Habt Ihr nun die Powerbank ausgiebig genutzt, muss diese Wiederaufgeladen werden. Wie schnell geht dies? Das hängt davon ab wie Ihr die Powerbank wiederaufladet. Via microUSB erreicht die Powerbank eher mittelmäßige 1,41A bzw. rund 7W.

Habt Ihr das optionale Ladegerät erworben, geht das Laden über den DC Anschluss deutlich schneller. Hier erreicht die Powerbank rund 26W.

Mit einem normalen Ladegerät dauert das Aufladen rund 8 Stunden, mit dem optionalen Ladegerät rund 2,5-3 Stunden.

 

Fazit

Die XTPower XT-16000QC2 schafft es erfreulich gut eine Notebook Powerbank mit einer normalen Powerbank zu verbinden.

Hierbei bietet diese viel Leistung in einem halbwegs kompakten Gehäuse. Letzteres ist selbstverständlich einen Tick größer als bei einer normalen Powerbank, allerdings nicht so viel wie bei den meisten Notebook Powerbanks.

Achtet hierbei lediglich auf das Power Limit von 65W! Dieses ist bei solch einer Powerbank essenziell. Verbraucht Euer Notebook mehr, wird der Ladevorgang nicht langsamer sondern funktioniert gar nicht.

Mit 65W kann man aber schon die meisten Office Notebooks und Ultrabooks Problemlos befeuern.

Auch die restliche Ausstattung ist stark. Ein Quick Charge 2.0 Port und ein 2,1A USB Port runden das Featureset gut ab. So lassen sich auch die meisten aktuellen Smartphones schnell aufladen.

Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich das Display. Dieses zeigt nicht nur die verbliebene Kapazität in % an sondern auch die aktuelle Leistungsaufnahme und diese nicht nur für Notebooks sondern auch für Smartphones. Ein durchaus praktisches Feature!

Natürlich auch wenn ich die XTPower XT-16000QC2 sehr hoch lobe, gilt zu bedenken, dass diese Powerbank nur Sinn macht, wenn Ihr auch ein Notebook oder ein anderes „DC“ Gerät mit dieser betreiben wollt.

Für die reine Nutzung mit Smartphones oder normalen Tablets gibt es günstigere und bessere Powerbanks.

Für Notebooks ist die XTPower XT-16000QC2 allerdings die beste Powerbank, welche ich bisher gesehen habe(sofern Euer Notebook nicht via USB C lädt)!

 

Die InLine PURE I im Test, Bluetooth Kopfhörer mit Noise Cancelling für 130€

Bluetooth Kopfhörer liegen voll im Trend. Zu Recht kabellose Kopfhörer sind einfach klasse, gerade in einer Zeit wo die meiste Musik übers Smartphone gehört wird.

Auch diverse kleine Hersteller versuchen immer mehr ihr Glück auf dem Markt, teilweise auch mit sehr guten Produkten.

InLine ist genau solch ein Hersteller, welcher allerdings bereits mit durchaus guten Audio Produkten punkten konnte.

Nun versucht sich InLine am „heiligen Gral“ der Kopfhörerhersteller, Bluetooth Kopfhörern mit aktivem Noise Cancelling! Die großen Hersteller verlangen hier meist 200€+ für solche Kopfhörer, InLines PURE I bekommt man hingegen für rund 130€.

Für 130€ darf man aber auch durchaus eine gehobene Qualität erwarten. Hier stellt sich natürlich die Frage ob dies die PURE I auch bieten. Finden wir dies im Test heraus!

 

Die InLine PURE I im Test

Nach dem Auspacken der PURE I war ich von diesen doch sehr überrascht! Im Gegensatz zu den aller meisten Herstellern, nutzt InLine bei seinen PURE I kein einfaches Plastikgehäuse sondern richtiges Aluminium.

Hierdurch wirken die Kopfhörer unheimlich massiv und robust! Hierbei sind nicht nur die Ohrmuscheln aus Metall sondern auch die komplette Aufhängung inklusive Höhenverstellungsmechanismus.

Neben der Möglichkeit die Höhe/Länge der Kopfhörer zu verstellen, ist es auch möglich die PURE I zusammenzuklappen. Dies hilft beim Verpacken und Transportieren der Kopfhörer.

Da es sich hier um Bluetooth Kopfhörer handelt, besitzen diese natürlich diverse Tasten zur Steuerung. Diese sind recht offensichtlich auf der rechten Ohrmuschel platziert. Hier findet sich lauter, leiser, vor, zurück und eine Multifunktionstaste.

Auf der linken Ohrmuschel ist zudem ein Schieber für das integrierte Nosie Cancelling angebracht.

Bei den Anschlüssen der PURE I finden wir das Übliche. Also einen 3,5mm AUX Eingang wie auch einen microUSB Ladeport.

Der verbaute Akku soll rund 10 Stunden halten, einen Wert welchen ich bei leiser bis mittel lauter Musik bestätigen kann. Leider sind 10 Stunden eher mittelmäßig, viele Bluetooth Kopfhörer schaffen teilweise schon das doppelte. Jedoch sollten 10 Stunden ausreichen.

 

Tragekomfort

Die InLine PURE I sind relativ schwere und massive Kopfhörer, kein guten Voraussetzungen für einen guten Tragekomfort.

Jedoch sind die PURE I erstaunlich bequem! Dies liegt an den, zwar eher kleinen, aber sehr weichen und recht dicken Ohrpolstern wie auch an dem nahezu perfekten Anpressdruck.

Man spürt zwar schon, dass man etwas massivere Kopfhörer auf dem Kopf hat, jedoch üben diese kaum unangenehmen Druck auf die Ohren aus.

Ich kann die InLine PURE I ohne Probleme über einen längeren Zeitraum tragen. Daher Daumen hoch für den Tragekomfort!

 

Klang

Mir müssen die Kopfhörerhersteller, InLine in diesem Fall einmal ganz besonders, bitte einmal erklären warum man auf Sprachansagen bei Bluetooth Kopfhörern setzt.

Vor allem warum man auf qualitativ recht minderwertige setzt. Ich vermute mal auf dem internen Speicher wird nicht genug Platz sein, jedoch ist dies kein guter Ersteindruck, wenn man seine neu erworbenen Kopfhörer einschaltet und von einer 32Kbit/s MP3 Ansage begrüßt wird.

Beim ersten Einschalten war daher mein Gedanke „oh je“. Glücklicherweise jedoch spiegelt die Qualität der Ansage aber nicht die letztendliche Tonqualität wieder.

Die InLine PURE I klingen erfreulicherweise gut! InLine setzt bei diesen grundsätzlich auf eine recht ausgewogene Klangsignatur.

Der Bass ist hierbei nicht übermäßig mächtig, aber auch nicht zu schwach. Für Bass Heads gibt es also bessere Kopfhörer. Hierbei würde ich den Bass als natürlich und qualitativ hochwertig einstufen.

Man spürt, dass dieser nicht künstlich angehoben wurde aber dennoch das komplette Frequenzspektrum gleichmäßig abdeckt.

Hier und da würde ich mir zwar vielleicht etwas mehr Action wünschen, jedoch das ist Geschmackssache.

Die Höhen hingegen sind absolut tadellos. Diese klar, detailliert und sauber. Auch die Mitten der InLine PURE I sind soweit vollkommen in Ordnung. Stimmen werden deutlich und natürlich dargestellt.

Jedoch muss man bei den PURE I zwischen eingeschaltetem Noise Cancelling und  ausgeschaltetem Noise Cancelling unterscheiden.

Die Höhen werden etwas reduziert und dafür die Mitten angehoben. Dies verleiht den Kopfhörern einen leicht nasalen Klang. Im Gegenzug klingen diese dafür aber etwas voller und voluminöser, was durchaus auch etwas hat. Ebenfalls werden Stimmen noch etwas besser hervorgehoben was gerade bei Künstlern wie Adle doch den Klang positiv beeinflusst. Ich könnte mir vorstellen, dass vielen Nutzern dies besser gefällt.

Letztendlich hängt es etwas vom persönlichen Geschmack ab, ob lieber etwas voluminöser oder etwas klarer besser ist.

 

Noise Cancelling

Wo wir gerade beim Noise Cancelling waren, wie gut ist dieses? Es gibt ohne Frage Kopfhörer auf dem Markt mit deutlich besserem Noise Cancelling als die InLine, jedoch kosten diese auch meist 300€+.

Daher sagen wir es so, für das Geld was die PURE I kosten, ist das Noise Cancelling okay. Dieses schafft es recht gut dumpfe Geräusche, Motoren z.B., zu unterdrücken. Hohe oder helle Geräusche werden allerdings nur kaum gedämpft. Zudem gibt es ein leichtes weißes Rauschen.

Für jemanden der wirklich regelmäßig mit dem Flugzeug unterwegs ist, dem würde ich eher raten nehmt was mehr Geld in die Hand und kauft die Bose QC35.

Für das gelegentliche Bus und Bahn fahren, reichen die InLine aber durchaus aus.

 

Fazit

Mit den PURE I hat InLine ein paar sehr guter Bluetooth Kopfhörer im Sortiment, welche eine durchaus gute Marktposition haben.

Klar die PURE I können nicht mit Bose QC35 oder ähnlichen Kalibern mithalten, das darf man aber auch bei einem Preis von 130€ nicht erwarten.

Der Klang und auch der Tragekomfort ist für um die 100€ vollkommen in Ordnung. Auch das Noise Cancelling, welches zugegeben nicht das aller Beste ist, ist dennoch brauchbar.

Natürlich jemand der regelmäßig mit dem Flugzeug unterwegs ist und daher sehr viel Wert auf Noise Cancelling legt, sollte vielleicht etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Jedoch für unter 200€ habe ich noch keine Bluetooth Kopfhörer mit besserem Noise Cancelling erlebt!

Klanglich sind zwar die Sennheiser HD 4.40 BT einen Tick besser, besitzen aber überhaupt kein Noise Cancelling und kosten auch um die 150-160€.

Kurzum wer Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer mit einer hervorragenden Verarbeitung, einem sehr guten Tragekomfort und einem natürlichen Klang sucht und um die 120-130€ ausgeben möchte, wird aktuell wenig Besseres finden.

Erst ab ca. 190€ bekommt man Kopfhörer mit Noise Cancelling und Bluetooth, die besser klingen als die InLine PURE I.

Kurzum Daumen hoch für die InLine PURE I!

Wie funktioniert das Aufladen via USB und was ist der „Power Delivery“ Standard?

In einigen Berichten der letzten Zeit habe ich viel über den USB Power Delivery Standard gesprochen, aber ich denke vielen Nutzer ist noch gar nicht so recht klar was genau Power Delivery ist und was es kann.

Daher hier ein kleiner Bericht welcher etwas Licht in die ganze Geschichte bringen soll und hoffentlich dabei hilft zu verstehen war USB power Delivery ist und wie es funktioniert.

Aufladen via USB

Das Aufladen von diversen Geräten über USB ist ja heutzutage gang und gäbe. Jedoch ist das Aufladen via USB an sich eine etwas „komplizierte“ Geschichte.

Das Problem hierbei ist, dass der USB Port eigentlich gar nicht als Energiequelle in dem Ausmaß vorgesehen war wie er heutzutage genutzt wird.

Ein USB 2.0 Port muss laut USB Spezifikation lediglich 0,5A bzw. 2,5W Leistung besitzen. Dies reicht für Tastaturen, Mäuse usw. völlig aus, jedoch das Laden eines Smartphones mit 0,5A ist sehr langsam.

Auch USB 3.0 ist hier nicht besser mit 0,9A bzw. 4,5W.

Am Notebook USB Port lediglich 0,5A

Dies ist wie gesagt das Minimum was ein USB Port als Leistung liefern MUSS! Hier war es natürlich kein Problem für Smartphone Hersteller einfach Ladegeräte zu bauen, welche mehr Leistung liefern.

Aktuell ist das gängige Maximum an Leistung 2,4A bzw. 12W für einen USB Port.

Das Problem ist aber die Kommunikation, woher weiß das Smartphone ob es an einem USB Port angeschlossen ist welcher 0,5A oder 2,4A liefern kann? Man könnte hier jetzt denken, dass diese Kommunikation automatisch passiert, aber das ist nicht der Fall.

Hier darf man nicht den Grundsatz vergessen, nicht das Ladegerät entscheidet wie viel Strom ein Smartphone aufnimmt, dies entscheidet ganz alleine die Ladeelektronik des Smartphones!

Wenn Ihr also Smartphone XYZ an Eurem PC anschließt und dieser USB Port nur 0,5A liefern kann aber das Smartphone so zu sagen 2A „anfragt“ kann es zu Problemen kommen. Wenn der USB Port nicht geschützt ist, mit einer Überstromsicherung, kann im schlimmsten Fall der Port kaputt gehen oder sogar der ganze PC.

Um dies zu verhindern haben Smartphones mehrere „Stufen“. Erkennt ein Smartphone, dass dieses mit einem PC verbunden ist, wird der Ladestrom auf 0,5A limitiert, daher dauert das Laden hier auch meist ewig.

Diese Erkennung eines PCs ist recht einfach für das Smartphone. Aber zu erkennen ob dieses nun an einem 1A oder 2A Ladegerät hängt ist schwerer. Hier haben sich die Hersteller Tricks ausgedacht um das Smartphone zu „informieren“, beispielsweise, dass die Datenadern kurzgeschlossen sind, ist meist ein Zeichen für 1A Leistung.

Für mehr als 1A Leistung gibt es andere Tricks wie Widerstände, welche zwischen die Datenadern geklemmt werden usw. jedoch kocht hier jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.

Daher gibt es auch bei Powerbanks so viele Schwankungen was die Ladegeschwindigkeit angeht obwohl die Ports meist alle 2,4A schaffen. Die Kommunikation zwischen Ladegerät und Smartphone ist hier meist das Problem.

Beispielsweise iPhones scheinen auch an der Spannung zu erkennen wie gut ein Ladegerät ist. USB Ports sollten 5V haben, kleinere Schwankungen sind erlaubt. Sinkt aber die Spannung unter ca. 4,8-4,7V schaltet das iPhone beim Aufladen eine Stufe runter.

Ein Fallen der Spannung kann ein Zeichen von einem überlasteten Ladegerät sein, daher geht hier das iPhone vermutlich auf Nummer sicher.

Dies ist auch der Grund warum schlechte Ladekabel die Ladegeschwindigkeit so stark beeinflussen (die schlechten Ladekabel senken ebenfalls die Spannung).

Kurz zusammengefasst als der USB Standard entwickelt wurde, hat vermutlich niemand daran gedacht, dass 95% aller mobilen Geräte irgendwann einmal über diesen Port geladen werden.

Neben dieser Problematik gibt es eine weitere, dies wäre Strom und Spannung. Der USB Port wie auch viele Kabel sind auf diese eigentlich maximalen 0,5A bzw. 0,9A Strom ausgelegt.

Wenn Ihr nun versucht 3A durch ein Kabel zu jagen, welches für 0,5A ausgelegt ist, könnte das Kabel schmelzen. Die meisten auf dem Markt erhältlichen Kabel sind natürlich mittlerweile nicht mehr nur auf diese 0,5A ausgelegt aber wie soll dies der Endkunde erkennen?

Ihr seht vielleicht USB brauchte eine generell Überholung, was das Laden über diesen Standard angeht.

 

Schnellladen

Die oben beschriebene Situation stellte die Hersteller für Smartphones vor ein paar Probleme. Die Lösung waren Proprietäre Schnellladesysteme, wie Quick Charge.

Hierbei muss in Ladegerät wie auch im Smartphone ein Chip verbaut sein, welche über die Datenadern kommunizieren.

Um das Problem mit den zu dünnen Kabeln zu lösen, hat man nicht den Strom (A) weiter erhöht sondern die Spannung. Eine hohe Spannung ist im allgemeinen leichter zu transportieren als ein hoher Strom (daher auch Hochspannungsleitungen und nicht Hochstromleitungen).

Quick Charge 3.0 nutzt beispielsweise zwischen 3,7V und 15V, je nachdem was das angeschlossene Gerät gerade anfordert.

Zusätzlich nutzen einige Schnellladesysteme neben den beiden Stromadern auch die Datenadern zum Strom transportieren.

Das Problem jeder Hersteller hat hier sein eigenes Verfahren, auch wenn sich Quick Charge ein wenig durchgesetzt hat.

 

USB C und Power Delivery

Mit dem neuen USB C Stecker gab es die Gelegenheit einen neuen Ladestandard einzuführen, welcher diese herstellerspezifische Standards überflüssig macht.

Dieser Standard wurde „Power Delivery“ getauft.  Neben dem „Power Delivery“ Standard wurde auch die Leistung des USB C Ports auf 3A spezifiziert. Zudem gibt es hier eine gewisse Grundform an Kommunikation. Ein Smartphone weiß also immer wie viel Leistung der Port maximal zur Verfügung stellen kann.

MacBook Pro lädt mit 3A am USB C Port

Dies ist auch beispielsweise der Grund warum eine Nintendo Switch an einem USB C Ladegerät schneller lädt als über ein Adapterkabel. Ähnliches gilt auch für MacBooks usw.

3A Leistung ist natürlich schon gut, aber neben dieser „Basis“ Leistung gibt es Power Delivery. Über den Power Delivery Standard können bis zu 100W übertragen werden.

MacBook Pro lädt mit 2A und 15V an einer USB Power Delivery Powerbank

Power Delivery ist ähnlich wie Quick Charge aufgebaut, wenn ein Smartphone, Notebook, Tablet dies unterstützt kann die Spannung von 5V auf bis zu 20V angehoben werden.

Hierdurch lassen sich auch größere Geräte via USB mit Strom versorgen, die eine höhere Spannung als die USB typischen 5V benötigen.

Wichtig ist hierbei zu wissen, dass nicht alle Power Delivery Ladegeräte auch alle Geräte mit Power Delivery versorgen können!

Es gibt hier mehrere „Stufen“. Wenn Ladegerät und Smartphone/Notebook verbunden werden, gibt es einen Austausch, das Ladegerät teilt hierbei dem Endgerät mit wie viel Leistung dieses liefern kann und bei wie viel Spannung.

Das Angeschlossene Gerät wählt danach aus was es benötigt. Sollte die Minimum Voraussetzung nicht erfüllt werden, kann es passieren, dass es nicht möglich ist das angeschlossene Gerät aufzuladen. Vor allem Notebooks können in der Regel nicht einfach an einer 5V Quelle (Powerbank) laden, sondern benötigen 19V bzw. 20V von der Powerbank! Selbst wenn diese Voraussetzung erfüllt ist funktioniert nicht nicht zwingend alles! Eventuell muss neben der passenden Spannung auch eine Mindestmenge(30W+) an Strom geliefert werden können, was gerade bei USB Power Delivery Powerbanks ein Problem sein kann.

Leider ist hier die Übersicht teilweise wirklich dämlich. Gerade bei Notebooks ist es teilweise kaum zu erkennen ob diese nur andere Geräte mit Power Delivery aufladen können oder ob diese selbst aufgeladen werden können und wenn ja welche Spannungen unterstützt werden. Lediglich das Apple MacBook und MacBook Pro händeln dies vorbildlich! Beide Notebooks lassen sich entweder an einer 5V oder 15V Quelle aufladen, also Praktisch an jeder Powerbank.

Viele Notebooks mit USB C lassen sich nicht über diese Ports mit Energie versorgen.

 

USB C Kabel 

Ich hatte ja das Problem beschrieben, dass bei microUSB das Smartphone nicht erkennen kann ob das verwendete Kabel sich überhaupt für einen hohen Strom eignet, dies ist bei USB C anders.

Neben den normalen Kabeln gibt es spezielle „gechippte“ Kabel. Wie Ihr sicherlich vermuten könnt, befindet sich im Kabel ein Chip in welchem einprogrammiert ist, welche maximale Leistung über das Kabel übertragen werden kann.

Dies ist natürlich nur bei Notebooks, welche 60W oder mehr benötigen, von Nöten. Solche Kabel sind in der Regel USB IF Zertifiziert.

 

USB C Power Delivery

Hier eine kleine, nicht vollständige, Liste von Geräten welche den Power Delivery Standard unterstützen.

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • LG G6
  • Samsung Galaxy S8/S8 Plus
  • Dell XPS 13
  • Dell XPS 15
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro
  • Apple iPad Pro
  • LG Gram 2017
  • Razer Blade Stealth
  • Nintendo Switch
  • Huawei Mate 9
  • Huawei P10 Plus

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Artikel konnte Euch etwas weiterhelfen!

Quellen:

Der Teufel Bamster im Test, die mini Bluetooth Soundbar?

Was früher die Boombox war ist heutzutage der Bluetooth Lautsprecher. Diese gibt es in vielen Formen und Farben, hier ist es sehr schwer teilweise eine Auswahl zu treffen.

Teufel, ein Deutscher Hersteller, war bisher immer eine sichere Wahl was Audio Produkte angeht. Unter anderem der Bamster Pro und der Boomster konnten schon im Test überzeugen.

Nun ist der kleine Teufel Bamster Bluetooth Lautsprecher an der Reihe. Dieser ist für vergleichsweise günstige 129€ erhältlich, kann dieser überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleiehen des Bamster!

 

Der Teufel Bamster im Test

Teufel setzt beim Bamster auf ein ungewöhnliches Design für einen Bluetooth Lautsprecher. Dieser wirkt so als hätte man eine Soundbar auf 20% der Größe geschrumpft.

Der Lautsprecher ist hierbei ungefähr 2,5x so lang wie ein normales Smartphone und ungefähr so dick wie ein Handgelenk.

Der Bamster besitzt also immer noch eine recht kompakte und portable Größe. Allerdings ist der Lautsprecher mit rund 720g nicht gerade ein Leichtgewicht. Dies liegt primär am wirklich hervorragenden Metallgehäuse!

Teufel setzt beim äußeren Rahmen auf wirklich dickes Metall was dem Bluetooth Lautsprecher eine unheimliche Massivität verleiht.

Im Notfall könnte man vermutlich mit diesem auch einen Einbrecher niederschlagen ohne, dass der Bamster beschädigt wird. Auch die Oberseite ist von einem Lautsprechergitter aus Metall bedeckt.

Unter diesem finden sich zwei Treiber, jeweils zur linken und zur rechten Seite einer, wie auch zwei passive Radiatoren. Teufel gibt die Leistung des Lautsprechers mit 15W an, was gar nicht mal so wenig ist für einen Bluetooth Lautsprecher.

Ein wichtiges Merkmal ist sicherlich auch das kleine Rad am rechten Rand des Teufel Bamster. Dieses dient zur Regelung der Lautstärke und ist eins meiner „Lieblings-“Features. So blöd wie es klingt, es hat etwas an einem Rad zu drehen, anstelle 10x mal auf eine Taste zu hämmern damit die Lautstärke erhöht wird. In diesem Rad ist zudem eine Teufel Rote Status LED verbaut, welche Euch über den aktuellen Verbindungsstatus wie auch den Akku Informiert.

Neben diesem Drehrad, einer Play/Pause Taste auf der Rückseite und dem Einschalter besitzt der Bamster keine weiteren Tasten. Es ist also nicht möglich am Lautsprecher einen Titel vor- oder zurückzuspringen, dies ist leider ein kleiner Nachteil.

Bei den Anschlüssen finden wir das Übliche, also einen microUSB Port wie auch einen 3,5mm AUX Eingang. Letzterer ermöglicht Euch den Lautsprecher auch kabelbetrieben an beispielsweise einem PC oder MP3 Player zu nutzen.

Teufel legt dem Bamster wie es meist üblich ist kein Ladegerät bei, verwendet hier das Standard USB Ladegerät Eures Smartphones oder ein anderes mit im besten Fall 2A+.

Mit einer vollständigen Ladung erhaltet Ihr bis zu 12 Stunden Spielzeit.

 

Bam Bag

Teufel bietet für seinen Bamster auch eine kleine Tasche an, genannt die Bam Bag. Hierbei handelt es sich um eine perfekt passende Hartschalen Box/Tasche, in welche der Lautsprecher trotz seiner ungewöhnlichen Form hineinpasst.

Diese Tasche soll den Lautsprecher natürlich vor Beschädigungen beim Transport schützen. Hierbei lässt sich diese einfach nach oben hin aufklappen, das heißt, der Lautsprecher kann auch in der Tasche stehend genutzt werden.

Dies ist gerade bei der Outdoor Nutzung durchaus interessant falls der Untergrund nicht ausreichend sauber oder trocken ist.

Grundsätzlich ist allerdings der Lautsprecher robust genug, dass er auch ohne eine Tasche klar kommt. Diese macht also wirklich nur bei einer Outdoor Nutzung wie auch bei einem regelmäßigen Transport Sinn.

Der Preis für die Tasche ist mit 19€ allerdings sehr fair, solltet Ihr die Tasche über den Teufel Online Shop gleich mitbestellen, kostet diese sogar nur 10€, was ein Angebot ist das man definitiv überdenken sollte.

 

Klang

Kommen wir zum alles entscheidenden Punkt, dem Klang.

Wie sehr dieser Euch gefällt, hängt sehr stark von der Frage ab was Ihr erwartet. Klang braucht Volumen daher gilt der Grundsatz mehr Volumen = mehr Klang. Zwar werden die Audio Hersteller immer besser darin mit wenig Platz umzugehen, jedoch darf man dennoch nicht erwarten dass der Bamster mit einer „TV Soundbar“ mithält.

Dies ist auch nicht der Fall. Allerdings klingt der Bamster sehr ordentlich für seine Größe!

Hierbei besitzt dieser eine etwas andere Klangsignatur als ich es von Teufel erwartet haben. Der Lautsprecher hat einen recht ausgeprägten und vergleichsweise detaillierte Mitteltonbereich wie auch gute und klare Höhen.

Aufgrund der Bauform ist zudem die Stereo Abbildung sehr stark für einen Bluetooth Lautsprecher.

Im Tieftonbereich sehe ich allerdings etwas Schwächen. Zwar ist natürlich Bass vorhanden, aber ich habe das Gefühl hier wäre mehr gegangen, trotz des kleinen Gehäuses. Der Bass könnte etwas knackiger mit mehr Punch sein.

Hier gibt es durchaus mächtigere Lautsprecher in dieser Klasse. Ähnliches gilt auch für die Pegelfestigkeit. Ein Grillparty wollt Ihr nicht unbedingt mit dem Teufel Bamster beschallen. Allerdings ist die maximale Lautstärke für indoor Anwendungen mehr als ausreichend.

Der Teufel Bamster hat allerdings ein Gebiet in welchem dieser sich besonders wohl fühlt, Hörbücher!

Stimmen werden hervorragend und voll wiedergegeben. Auch ein größeres Grundrauschen besitzt der Lautsprecher nicht. Ich habe selten abends so viele Hörbücher (via Spotify) gehört, wie mit dem Bamster.

Kurzum ja für Hörbücher ist der Bluetooth Lautsprecher ohne Frage zu empfehlen. Dies gilt im Übrigen auch für Filme!

Aufgrund der großen räumlichen Trennung der beiden Treibereinheiten und des leicht mittenbetonten Klangs ist die Sound Kulisse in Filmen einfach gut!

Hier gefällt mir der Teufel Bamster noch ein Stück besser als bei Musik! Bei Filmen spreche ich vom abendlichen Netflix auf dem Smartphone oder Tablet schauen und ähnlichen Dingen. Gerade wenn man den Lautsprecher wenn möglich auf dem Schoß oder leicht Schräg vor sich Positioniert hat man durchaus etwas Kino Feeling.

 

Fazit zum Teufel Bamster

Der Teufel Bamster* ist ein guter Bluetooth Lautsprecher in einer hervorragenden Verpackung!

Ich habe selten ein solch massives Stück Elektronik mit einer so tollen Optik gesehen, wie den Teufel Bamster.

Auch klanglich kann dieser durchaus überzeugen, lediglich solltet Ihr beim Namen „Teufel“ mit dem Maximum an Bass rechnen, werdet Ihr vielleicht etwas vom Bamster enttäuscht.

Dieser liefert für seine Größe ein mittleres Basslevel, sollte es Euch nur darauf ankommen, greift lieber zum TaoTronics TT-SK06, DOCKIN D Fine oder zum Bamster Pro.

Allerdings bedeutet dies natürlich nicht, dass der Teufel Bamster schlecht klingt, ganz im Gegenteil. Gerade aufgrund des hervorragenden Stereo Klangs eignetet sich der Lautsprecher sehr gut fürs schauen von Filmen. Auch für Hörbücher eignet sich der Bamster überdurchschnittlich gut, hierbei bietet dieser eine starke Darstellung von Stimmen.

Kommen wir zum Preis, verglichen mit den diversen „China Marken“ mag dieser mit 139€ etwas hoch wirken. Jedoch Teufel ist eine deutsche „Premium“ Marke, dass man da nicht ganz mit den Chinesen preislich mithalten kann ist vermutlich gegeben.

139€ ist soweit in Ordnung für das Gebotene gerade wenn man die Optik und die Haptik mit in die Rechnung aufnimmt.

Kurzum für die Grill Party wäre der Bamster nicht meine erste Wahl aber fürs entspannte Musik hören ist er mehr als geeignet und auch empfehlenswert! Wollt Ihr eine Grill Party richtig beschallen schaut Euch den  BOOMSTER an.

Xiaomi MI6 vorbestellen [Werbung]

Ein kleiner Hinweis, das neue Xiaomi MI6 ist mittlerweile vorbestellbar und auch schon bald lieferbar.

 

Das Xiaomi MI6

Wie bei Xiaomi Smartphones üblich, ist auch hier das Motto nicht kleckern sondern klotzen. Das MI6 ist eins der ersten Smartphones mit dem neuen Snapdragon 835 SoC und satten 6GB RAM!

Damit gehört das MI6 schon jetzt zu den schnellsten Smartphones 2017!

Je nach Version ist dieses zusätzlich mit 64GB oder 128GB Speicher ausgestattet.

Ebenfalls neu ist beim MI6 die 12 Megapixel Dual Kamera. Beide Sensoren besitzen hierbei unterschiedliche Brennweiten, Ihr habt also einen 2x optischen Zoom.

Beim Sensor handelt es sich um einen Sony IMX386 mit 12 Megapixeln und einer Blende von f1.8 (bei der Hauptkamera).

Man kann durchaus gespannt sein was die Kamera praktisch liefern wird. Ich vermute, dass das MI6 auf dem Level der High End Smartphones problemlos mitspielen wird.

Das Ganze erinnert etwas an das Apple iPhone 7 Plus, vermutlich ist dies auch kein Zufall.

Dieser Eindruck wird auch durch das Vorhandensein von Dual Lautsprechern und dem Fehlen eines Kopfhöreranschlusses bestärkt. Zwei „Feautres“ welches das iPhone 7 Plus dieses Jahr auch inne hat.

Bei dem Display handelt es sich um ein 5,15 Zoll Full HD Panel. Das Mi6 ist also ein vergleichsweise kompaktes Smartphone, trotz der hervorragenden technischen Ausstattung.

Was leider wieder fehlt ist LTE Band 20. Dies wird für Nutzer, die in der Stadt leben vermutlich kein größeres Problem sein, jedoch auf dem Land ist dies suboptimal.

 

Technische Daten

  • Xiaomi MI6
  • 5,15 Zoll Full HD
  • Snapdragon 835 Octa Core 2.45GHz
  • 6GB RAM
  • 64GB oder 128GB Speicher
  • Dual 12 Megapixel Kamera
  • 3350mAh Akku
  • Dual Lautsprecher
  • LTE (ohne Band 20)
  • Wassergeschützt

 

Kosten und Bestellen

Während man bei westlichen Herstellern für solch ein Paket an Hardware 700€+ zahlen müsste, verlangt Xiaomi wie üblich einen deutlich niedrigeren Preis.

Bei Gearbest ist das MI6 aktuell für rund 425€ vorbestellbar. 425€ für solch ein Smartphone ist ein hervorragender Preis.

Solltet Ihr Angst haben aus China ein Smartphone zu bestellen, keine Sorge. Gearbest bietet den „Germany Express“ an. Hierbei handelt es sich um eine Versandmethode, die keine zusätzliche Zollkosten mit sich bringt.

Egal wie teuer die Bestellung ist, diese wird aus China direkt zu Euch geliefert ohne Zollbesuch oder Papierkram.

Dies ist auch der Grund warum ich privat sehr viel dort bestelle! Ich hatte hier noch nie Probleme.

 

Einschätzung zum Xiaomi MI6

Wie auch schon das MI5 und MI5s wird das MI6 ein weiteres hervorragendes Xiaomi Smartphone sein! Der Snapdragon 835 verspricht eine hervorragende Leistung und auch die Kameras sehen sehr vielversprechend aus. Ich denke es bestehen keine Zweifel, dass das Mi6 mit sämtlichen Flaggschiff Smartphones der großen Herstellern mithalten kann.

Das Ganze für knapp über 400€ ist natürlich ein grandioses Angebot. Wie üblich gilt aber es ist ein China Smartphone und diese können Ihre Tücken haben.

Damit meine ich primär Dinge wie Support oder die Software (welche auch Englisch vorliegt). Daher empfiehlt sich das MI6 in erster Linie für etwas erfahrenere Nutzer im Umgang mit Smartphones.

Die TTPLANET 30000mAh Powerbank im Test, wirklich 30000mAh Kapazität?

Beim meinem üblichen durch Amazon Blättern bin ich über eine 30000mAh Powerbank gestolpert, welche schnell mein Interesse erweckt hat.

30000mAh ist sehr viel Kapazität und die meisten großen Hersteller wie Anker, EasyAcc, RAVPower bieten solch einen Koloss gar nicht an. Lediglich AUKEY hat eine legitime 30000mAh Powerbank im Sortiment.

Aus blanker Neugier habe ich mir diese Powerbank von TTPLANET bestellt. Ich muss vermutlich nicht verheimlichen, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht damit gerechnet habe, dass diese Powerbank wirklich 30000mAh besitzt.

Ähnlich wie bei dieser Sunydeal Powerbank welche angeblich 30000mAh besaß, vermute ich, dass TTPLANET hier mit einer falschen Kapazitätsangabe Werbung macht um Kunden zu fangen.

Dennoch bei einem Preis von 44€ könnte man fast sogar wirklich 30000mAh erwarten.

Finden wir im Test heraus ob die 30000mAh Powerbank von TTPLANET dreiste Abzocke ist oder wirklich ein legitimes Produkt.

 

Die TTPLANET 30000mAh Powerbank im Test

Der erste Eindruck der Powerbank hinterlässt gemischte Gefühle. Die Powerbank ist zwar recht groß aber dafür ziemlich dünn. Sollte die Kapazität von angeblich 30000mAh wirklich hinkommen,g wäre die Powerbank als Super kompakt einzustufen.

Allerdings im Gegensatz zur Sunydeal „30000mAh“ Powerbank ist bei der TTPLANET das Gehäuse echt in Ordnung.

Der Rahmen besteht aus einem weißen Hochglanz Plastik und die Ober/Unterseite besitzt eine stark gummierte Textur. Dies verleiht der Powerbank einen durchaus hochwertigen Eindruck, welcher dem Preis in gewissem Rahmen angemessen ist.

Daumen hoch soweit für die TTPLANET Powerbank!

Allerdings wird es noch besser wenn man zu den Anschlüssen kommt. Die Powerbank besitzt gleich drei USB Ausgänge! Zwar unterstützt hiervon keiner Quick Charge oder ähnliches, aber immerhin zwei der drei Ports sollen 2,4A liefern können und der dritte 1A.

Dies würde eine maximale Leistung von 5,8A bedeuten, was recht viel ist. Hier allerdings ein paar Ungereimtheiten. Die 2,4A stehen auf der Amazon Produktseite, auf der Powerbank selbst steht nur 2A. Wir finden später heraus was stimmt und was nicht.

Neben den drei USB Ausgängen gibt es auch drei Eingänge. Diese drei Eingänge sind nicht zum Beschleunigen des Ladevorgangs sondern dienen der Flexibilität. Ein Eingang ist microUSB, ein weiterer Apple Lightning und der letzte USB C.

Vielleicht etwas Platzverschwendung aber dennoch sehr cool!

Wie üblich besitzt auch diese Powerbank vier Blaue LEDs, die über die verbliebene Ladung informieren.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte

Nun wird es interessant, hat die TTPLANET Powerbank wirklich 30000mAh Kapazität? Seid doch nicht albern natürlich nicht. Messen konnte ich 50,768Wh bzw. 13721mAh (3,7V) also weniger als die Hälfte der Kapazität.

An sich könnte ich hier den Test dann auch schon beenden. Zum einen sollte man eine Firma nicht unterstützen, welche Ihre Kunden belügt, zum anderen macht es keinen Sinn eine 14000mAh Powerbank für 40€ zu kaufen.

Aber machen wir dennoch einmal weiter. Vielleicht sind Euch die positiven Rezessionen bei der Powerbank aufgefallen (außer die eine Negative die stammt von mir), wie kommt das denn?

  1. Alle vier positiven Rezessionen sind ungefähr gleich lang und inhaltslos.
  2. Diese wurden am 7. 8. 9. und 10. erstellt
  3. Alle Bewerter haben nur eine einzige Bewertung abgegeben und zwar für diese Powerbank

Ich nehme an, dass dies nichtmal Produkttester waren, welche eine Powerbank für einen Test bekommen haben, sondern einfach, dass dieses 1a Fake Bewertungen sind.

Das traurige ist, dass die Powerbank ansonsten okay ist. Die USB Ports sind nicht die schnellsten aber auch nicht langsam.

Ihr erhaltet an der TTPLANET eine brauchbare Ladegeschwindigkeit. Auch das Aufladen geht über alle drei Ports mit ca. 1,8A ausreichend schnell.

Also im Grunde ein solide Powerbank. Vermutlich ist es aber für kleine Unternehmen nur sehr schwer eine „solide“ Powerbank noch an den Kunden zu bringen.

Davon gibt es soooo viele auf dem Markt. Man braucht einfach ein Alleinstellungsmerkmal und wenn man dieses nicht hat, denkt man sich halt eins aus.

Gerade die mAh Angabe lässt hier natürlich viel Raum. Zum einen können diese die wenigsten Nutzer nachprüfen zum anderen könnte sich der Hersteller sogar rausreden, dass die Powerbank 30000mAh hat, allerdings bei 1,7V. Bei welcher Spannung das Ganze erreicht wird, steht ja nirgends geschrieben.

 

Fazit

Machen wir es kurz, nein kauft die Powerbank nicht. Zum einen lügt der Hersteller über die Kapazität, welche nicht bei 30000mAh sondern bei rund 14000mAh liegt, zum anderen ist die Powerbank daher viel zu teuer.

44€ für 14000mAh ist ein Premium Preis, welcher nicht durch sonstige Features gerechtfertigt ist.

Schade, an sich ist das Gehäuse und auch die Anschlüsse der Powerbank nicht schlecht. Nur der Preis und die Kapazität passen halt gar nicht.

Daher ähnlich wie bei Sunydeal Finger weg von dieser Powerbank!

Das LG G6 im Test, das Kamera Smartphone! (und warum es mein neuer Daily Driver wurde)

Ich gehörte anscheinend zu einem der wenigen Nutzern, welche das LG G5 aus dem letzten Jahr geliebt hatten. Nicht wegen der Modularität oder Ähnlichem, aber wegen der Kamera, der Performance, dem Display und jede Menge anderer Kleinigkeiten.

Daher war natürlich das LG G6 für mich doppelt interessant. LG scheint mit dem G6 einen Gewinner an der Hand zu haben und dies scheint das Koreanische Unternehmen auch zu spüren, was man an der vielen „G6“ Werbung auf Youtube usw. sieht.

Kurzerhand habe ich mir das LG G6 gekauft mit dem vorhaben dies zu meinem neuen „daily driver“ zu machen.

Kann mich das G6 dafür gut genug überzeugen oder habe ich 750€ aus dem Fenster geworfen? Wie sieht es im Vergleich mit dem Samsung Galaxy S8 aus?
Finden wir das Ganze im Test heraus!

 

Lieferumfang und Verpackung

Das LG G6 wird in einer sehr schlichten schwarzen Box gliefert. In dieser befindet sich natürlich das Smartphone selbst, wie auch ein USB C Kabel, ein Quick Charge Ladegerät und ein paar Ohrhörer.

Leider ist das komplette Zubehör auch bei meinem schwarzen G6 in Weiß gehalten. Positiv ist wiederum das Beilegen eines kleinen LG Mikrofaser Putztuches, dies kann man auch als kleine Vorwarnung verstehen was folgen wird, und das Vorhandensein einer Displayschutzfolie.

 

Das LG G6 im Test

Dem LG G5 wurde vor einem Jahr gerade die Verarbeitungsqualität und die Haptik zum Verhängnis. Diesen Fehler will anscheinend LG nicht zwei Mal begehen und hat dem G6 ein wahrhaft hervorragendes Glas Aluminium Gehäuse verpasst.

Der Rahmen ist hierbei wie üblich aus hochwertigem Aluminium gefertigt, die Rückseite hingegen ist ein großes Stück Glas.

LG bietet das G6 in drei Farben an, Schwarz, Silber und Weiß. Hierbei gefiel mit die schwarze Version am besten, welche ich auch gekauft habe. Kleiner Nachteil der schwarzen Version, Fingerabdrücke sind auf der Rückseite sehr stark sichtbar, deutlich mehr als bei den anderen Farben.

Im Gegensatz zu einigen anderen Smartphones geht LG nicht den „immer dünner“ weg. Das G6 fühlt sich zwar nicht „dick“ an, aber das Smartphone hat eine gewisse Massivität an sich.

Hierbei ist das Smartphone selbst recht kompakt. Das LG G6 ist deutlich kleiner als ein Apple iPhone 7 Plus trotz des 0,2 Zoll größeren Displays. Dies liegt an den Display Rändern des G6 bzw. an dem nicht Vorhandensein.

Neben dem MI MIX und dem Samsung Galaxy S8 ist das G6 eins der ersten Smartphones, welches diesen Ansatz des „rahmenlosen“ Displays verfolgt. Allerdings ganz rahmenlos ist das Display des G6 natürlich auch nicht.

Schlimm? Nein! Es ist gerade genug Rahmen vorhanden das Smartphone vernünftig halten zu können.

Vielleicht fällt es auf den ersten Blick gar nicht so stark auf, aber das Display des G6 verfügt über stark abgerundete Ecken. Dies ist zum einen ein Designelement und zum anderen soll dies bei Stürzen das Display schützen.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,7 Zoll Display wie auch eine 5 Megapixel Front Kamera.

Bei den Tasten nutzt LG eine etwas ungewöhnliche Anordnung. Die Lautstärketasten sind auf der Linken Seite des Smartphones. Der Ein/Ausschalter hingegen auf der Rückseite. Dieser ist mit dem Fingerabdruckscanner verbunden, was anfangs sicherlich gewöhnungsbedürftig ist.

Der Kopfhöreranschluss ist klassisch auf der Oberseite und der USB C Port wie auch der Lautsprecher auf der Unterseite.

Neben dem zuvor erwähnten Ein/Ausschalter/Fingerabdruckscanner ist auf der Rückseite eine Dual Kamera mit zwei 13 Megapixel Sensoren zu finden. Hierbei besitzt ein Sensor eine „Standard“ Linse und der andere eine Weitwinkel Linse.

 

Software

LG setzt beim G6 auf Android 7.0 mit dem üblichen LG Skin. Dieser unterscheidet sich visuell doch recht deutlich vom „Standard“ Android Skin.

Hierbei scheint LG aber seine Vorliebe für Pastell Farben, welche die letzten Jahre sehr stark bei LG Smartphones zum Einsatz kamen, etwas aufgegeben zu haben.

Zwar ist die Benutzeroberfläche immer noch vergleichsweise bunt aber durchaus etwas moderner anmutend. Etwas schade der Launcher von LG verfügt weiterhin nicht von Haus aus über einen App Drawer, was diesen für mich unnutzbar macht.

Für meinen normalen Alltag bin ich auf den Nova Launcher gewechselt, welcher gut auf dem G6 Funktioniert.

Bei Zusatzsoftware hält sich LG weitestgehend zurück. Es gibt zwar jede Menge LG Apps wie auch Evernote, Facebook und Instagram aber diese Anwendungen lasse ich mal als „nützlich“ durchgehen. Von den 32GB internem Speicher sind von Haus aus noch 21,94GB verfügbar.

Um ehrlich zu sein dies ist etwas wenig für meinen Geschmack. Leider lassen sich Apps auch nicht auf die SD Karte verschieben. Hier lassen sich lediglich Musikdateien, Fotos, Videos oder „App Spezifische“ Dateien wie Spotify Offline Daten speichern.

Bei den Software Features bringt das G6 das LG typische Paket mit. Also Display doppelt antippen zum Einschalten, Always On Display, Smart Settings (WLAN automatisch abschalten, wenn man das Haus verlässt usw.), Schnellzugriffstasten usw.

 

Display

Das LG G6 verfügt über ein 5,7 Zoll Display mit einer Auflösung von 2880×1440 Pixeln. Dies entspricht dem ungewöhnlichen Form Faktor von 18:9 oder 2:1.

Neben diesem etwas ungewöhnlichen Format bietet das Smartphone auch abgerundete Ecken, welche zum einen interessant aussehen und zum anderen bei Stürzen helfen sollen.

Wie sieht das Display aus? Beginnen wir mit dem subjektiven Teil. Aufgrund der Größe des Displays und des restlichen Smartphones wirkt das Ganze noch einmal völlig anders als bei normalen 5,7 Zoll Smartphones.

Völlig anders ist in diesem Fall positiv gemeint. Objektiv betrachtet ist das Display des G6 ebenfalls sehr gut! LG nutzt weiterhin ein IPS Panel, welches aber einen wirklich hervorragenden Schwarzpunkt besitzt. Schwarz ist hier wirklich ein sehr tiefes Schwarz welches durchaus mit AMOLED Panels mithalten kann. Hierdurch sind Kontraste natürlich ebenfalls sehr stark.

Farben sind hingegen beim G6 erstaunlicherweise eher etwas natürlicher. Im direkten Vergleich ist das Display eines Samsung Galaxy S8 doch deutlich leuchtender.

Wie üblich ist es Geschmacksache was einem besser gefällt, allerdings ist das Display ohne Frage den Preis würdig.

Was weniger den Preis würdig ist, ist die maximale Helligkeit. Diese ist wirklich eher auf Mittelklasse Level. Laut meinen Messungen schafft beispielsweise ein Huawei P10 fast das Doppelte an maximaler Helligkeit.

Klingt jetzt etwas schlimmer als es wirklich ist. Das Display spiegelt relativ wenig, also ist eine Outdoor Nutzung durchaus möglich, aber andere High End Smartphones sind hier noch etwas besser ablesbar.

 

Sound

LG setzt beim G6 auf einen einfachen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser wird NICHT von der Ohrmuschel unterstützt wie es beim Huawei P10 Plus oder iPhone 7 der Fall ist.

Daher ist auch der Klang des Lautsprechers höchstens als leicht überdurchschnittlich zu bezeichnen. Der Lautsprecher klingt relativ voll, aber teilweise gerade bei höherer Lautstärke fehlt etwas die Differenzierung.

Kurzum der Lautsprecher ist das „Minimum“ was man bei einem modernen High End Smartphone erwarten darf. Auch der Kopfhöreranschluss bekleckert sich nur bedingt mit Ruhm.

Das das soll nicht heißen, dass dieser schlecht ist, das ist dieser nicht! Aber der Kopfhöreranschluss ist erneut nichts Besonderes. Wir bewegen uns hier auf dem Standard Level welches auch beispielsweise das Samsung Galaxy S8 erfüllt.

Beide Smartphones sind sich was Audio angeht sehr ähnlich!

Die Telefon Qualität des LG G6 ist allerdings überdurchschnittlich gut. Die Ohrmuschel ist laut und klar und die Mikrofone recht hochwertig.

 

Kamera

Kommen wir zur Kamera, einer der wichtigsten Punkte bei einem High End Smartphone. LG verpasst dem G6 gleich zwei davon, eine mit einem „normalen“ Blickfeld (einen hauch weiter rein gezoomt als bei anderen Geräten) und eine „Weitwinkel“ Kamera.

Beide Sensoren verfügen über 13 MegaPixel, dies ist für die Hauptkamera verglichen mit dem G5 ein Downgrade, für die Weitwinkel Kamera hingegen ein Upgrade.

Weitwinkel und Hauptkamera verfügen über die gleichen Sensoren, die Leistung beider Kameras sollte also ähnlich sein, in der Theorie. In der Praxis wird es aber alleine dadurch einen Unterschied geben, dass die Hauptkamera eine Blende von f1.8 besitzt die Weitwinkelkamera von f2.4.

Ehe wir zu den Testbildern kommen, etwas Generelles was mich etwas „nervt“. Die Kamera des LG G6 nimmt 13 Megapixel Bilder im 4:3 Format auf. Im 2:1 (18:9) Format, welcher der Bildschirm hat, sind es nur noch 8,7 Megapixel.

Ja 8,7 Megapixel mag für das Teilen auf Facebook usw. Okay sein, aber wir sind hier auf iPhone 6 Level was die Auflösung angeht. Ich hätte mir hier ganz klar eine Höher auflösende Kamera gewünscht, die auch bei dem 18:9 Format des Bildschirms immer noch eine hohe Auflösung hinbekommt.

Traurigerweise hatte das LG G5 eine 16 Megapixel Kamera welche auch noch diese 16 Megapixel im 16:9 Format hatte (dies wäre rund 14,x Megapixel im 18:9 Format).

Ja weniger Megapixel bessere Low Light Leistung ich weiß, aber der Sensor des LG G5 war dafür sogar noch größer als der des G6!

Dass wir nun bei diesen dämlichen 12/13Megapixeln im 4:3 Formt hängen geblieben sind, die einem keinerlei Raum zum Croppen lassen, ist aber leider nicht nur ein Problem des LG G6 sondern der meisten aktuellen High End Geräten(Samsung ich schaue dich an).

Na ja kommen wir zur eigentlichen Kamera bzw. erst einmal zur Kamera App. Ich mochte die LG Kamera App schon beim G5 und auch beim G6 ist diese gut, bis sehr gut.

Zum einen liebe ich das über kleine grüne Vierecke auf dem Bildschirm angezeigt wird wo der Fokus gerade liegt, auch ohne Tap to Fokus.

Alleine hierdurch fühlt sich das LG G6 etwas mehr an wie eine richtige Kamera. Dieses Gefühl wird auch durch den Pro Modus verstärkt. Dieser ist hervorragend! Ihr habt alle Einstellungsmöglichkeiten die Ihr Euch wünschen könnt, angefangen bei Belichtung über ISO, Fokus bis hin zum Weißabgleich.

Sehr interessant Ihr habt selbige Optionen auch im Video Modus, also ja es ist ein Video Pro Modus vorhanden!

Allerdings auch der Auto Modus ist mehr als Solide inklusive Auto HDR. Was etwas enttäuschte war das Tempo der Kamera. Das LG G6 gehört definitiv zu den Trägeren Smartphones was das Auslösen angeht.

Normale Fotos gehen relativ schnell ohne größere Verzögerung zwischen den Aufnahmen. Hier ist man auf dem Level des Huawei P10, vielleicht ein wenig drunter. Bei HDR Aufnahmen ist aber eine spürbare Verzögerung zu merken. Hier hätte man sich ruhig eine Scheibe beim S8 oder dem iPhone 7 abscheiden können, die deutlich schneller arbeiten.

Immerhin der Autofokus ist recht flott und sehr genau! Tap to Fokus ist vielleicht ein wenig langsamer aber unheimlich präzise. Der Fokus Bereich bei Tap to Fokus ist beim G6 vergleichsweise klein, dies ermöglicht gerade im Makro Bereich ein sehr präzises Arbeiten.

Fotos des G6 werden im Schnitt rund 5,6MB groß, einzelne Aufnahmen können aber auch mal 10MB+ erreichen.

Kommen wir zu den Testbildern. Diese sind wie üblich auf maximaler Qualität entstanden und zumeist im Auto Modus mit Auto HDR.

Die Bilder werden von mir 1 zu 1 hochgeladen, die volle Ansicht wird aber erst beim Anklicken geladen, daher Achtung beim Anklicken große Datenmengen!

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Was erwartet man von einem 700€ Smartphone? Richtig eine High End Kamera und diese bietet das G6 auch was die Bildqualität angeht. Aufnahmen sind sehr scharf mit hervorragenden Details und einer starken Dynamic.

LG geht mit dem G6 ein wenig den „Samsung“ weg was Farben angeht. Diese sind teilweise sehr leuchtend. Ob einem dies gefällt ist natürlich Geschmacksache aber ich bevorzuge den bunteren Style der Bilder über denen des beispielsweise iPhones.

Sehr viel hat sich auch bei der Weitwinkel Kamera getan. Die Bildqualität bei dieser ist auf einem Level, dass man die Kamera auch ohne Sorgen für beispielsweise Urlaubsaufnahmen verwenden kann. Zwar sehen die Bilder der Hauptkamera immer noch besser aus, aber dies liegt meist an der Auflösung und der Belichtung.

Die Auflösung ist zwar bei beiden Kameras gleich, aber da bei der Weitwinkelaufnahme mehr im Bild ist, wirken die 13 Megapixel weniger als bei der normalen Kamera. Auch sind Bilder der Weitwinkel Kamera oftmals etwas dunkler, dies liegt daran, dass mehr Himmel in den Aufnahmen ist, welcher meist dafür sorgt, dass die Bilder von der Helligkeit etwas abgesenkt werden.

Grundsätzlich ist dies aber Meckern auf einem sehr hohen Level! Die Weitwinkelkamera ermöglicht einfach tolle Perspektiven und macht jede Menge Spaß zu nutzen. Auch die Qualität stimmt hier.

Zwar tut sich die Weitwinkel Kamera im Low Light etwas schwerer aber im Gegensatz zum G5 sind hier die Aufnahmen bis zu einem gewissen Punkt immer noch sehr gut verwendbar.

Wo wir gerade bei Low Light sind, wie schlägt sich hier das G6? Deutlich besser als ich es erwartet habe! Zwar würde ich das G6 nicht zum Low Light „König“ erklären aber es ist sehr dicht am Samsung Galaxy S8 und iPhone 7 Plus dran. So dicht, dass bei einer normalen abendlichen Beleuchtung kaum ein Unterschied zu erkennen ist. Ganz im Gegenteil hier gefällt mir das G6 teilweise sogar besser als das iPhone 7 Plus. Auch das Huawei P10 und P10 Plus wird geschlagen vom G6.

LG G6
iPhone 7 Plus
Samsung Galaxy S8 Plus
Huawei P10
Huawei P10 Plus

[spoiler title=’Mehr Vergleichsbilder‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

LG G6
iPhone 7 Plus
Samsung Galaxy S8 Plus
Huawei P10
Huawei P10 Plus

[/spoiler]

Erst wenn es wirklich ins Extreme geht, also Kerzenbeleuchtung, beginnt das S8 und das iPhone 7 Plus sich etwas vom G6 abzusetzen.

Allgemein ist der Vergleich LG G6 gegen Apple iPhone 7 Plus, Huawei P10, P10 Plus und Samsung Galaxy S8 Plus nicht ganz leicht.

Hier ist KEIN Sieger auszumachen. Rein neutral betrachtet, haben alle Aufnahmen etwas und bieten gute Dynamic, Schärfe usw. Der große Unterschied ist der Bildstyle.

LG G6
iPhone 7 Plus
Samsung Galaxy S8 Plus
Huawei P10 Plus

[spoiler title=’Mehr Vergleichsbilder‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Huawei P10 Plus
LG G6
iPhone 7 Plus
Samsung Galaxy S8 Plus

[/spoiler]

Schaut Euch die Vergleichsbilder an und entscheidet selbst. Gerade verglichen mit den Huaweis und dem iPhone sieht man, dass die Bilder des G6 sehr bunt sind. Die Bilder des Samsung sind ähnlich bunt aber noch etwas kontrastreicher. Dies ist allerdings bei einigen Testbildern weniger positiv da das S8 zum Verschlucken von Schatten neigt, welche durch den hohen Kontrast teilweise einfach nur schwarz sind.

Kurzum das G6 ist ein etwas weniger extremes S8 Plus vom Bildstyle, bietet aber ebenfalls sehr bunte und leuchtstarke Aufnahmen.

Kommen wir noch zum Abschluss zu Videos. Ähnliches Prinzip wie bei den Bildern, sehr leuchtstark mit guter, bis sehr guter Schärfe. Hierbei gefallen mir Aufnahmen des S8 Plus aber etwas besser. Aufnahmen des iPhones sind hingegen etwas besser stabilisiert.

Beim Video Modus ist der gute manuelle Modus die wahre Stärke des G6 über seine Konkurrenten.

 

Benchmarks

Ein streitbarer Punkt beim G6 ist sicherlich die Hardwareausstattung. LG setzt bei diesen auf den mittlerweile rund 6 Monate alten Snapdragon 821 und nicht auf den neuen Snapdragon 835.

Letzterer ist noch nicht gut auf dem Markt erhältlich, was LG gezwungen hätte das G6 nach hinten zu schieben, weshalb man sich für den älteren Snapdragon 821 entschieden hat.

Zusätzlich nutzt LG konservative, aber ausreichende, 4GB RAM.

Wie sehen die Benchmarks des G6 aus?

Die Benchmarks des LG G6 sind soweit recht unspektakulär. Damit meine ich nicht schlecht, aber auch nichts „Besonderes“.Beispielsweise das Google Pixel erreicht ähnliche Werte. Auch andere 2016er Smartphones mit dem Snapdragon 820 liegen in den meisten Benchmarks nur minimal hinter dem LG G6.

Dazu muss man natürlich sagen, dass dennoch das LG G6 mit an der Spitze aller aktuellen Smartphones liegt, allerdings nur „mit“ an der Spitze und nicht an der Spitze. Diese Position hat das Samsung Galaxy S8 inne bzw. das iPhone 7 Plus.

Das LG G6 im Alltag

Gute Benchmark Ergebnisse sind nicht alles, auch eine gute Alltagsleistung ist sehr wichtig. LG hatte mehrfach betont, dass diese beim G6 besonders gut sein soll, da man lange Zeit hatte seine Software auf den Snapdragon 821 zu optimieren. Ist dies gelungen?

Ja und nein. Nein im Sinne dass das LG G6 nicht wirklich besser läuft als ein LG G5 oder ein Google Pixel aber ja im Sinne, dass sich das LG G6 im Alltag teilweise Flotter anfühlt als das Samsung Galaxy S8.

Letzteres fühlt sich aufgrund der Software, die Hardware hat an sich ja mehr Leistung, teilweise wirklich etwas träger an als das G6. Samsung wird mit Sicherheit beim S8 per Software Updates diese kleineren Ruckler noch ausbessern, jedoch beim G6 sind diese gar nicht erst vorhanden.

Die Benutzeroberfläche läuft konstant flüssig und schnell. Ruckler oder stottern Fehlanzeige. Selbiges gilt auch für die Standard Apps wie Facebook, Twitter usw. Allgemein sind App Startzeiten erfreulich niedrig.

Spiele laufen wie man es erwarten kann auf Flaggschiff Hardware. Sofern diese auch nur halbwegs gut optimiert sind, laufen diese perfekt auf dem G6. Es gibt zwar durchaus Spiele welche gelegentliche Frame Drops haben (Marvel Future Fight) jedoch diese sind ganz klar eine Seltenheit.

Kurzum selbst für ein 700€ Smartphone gibt es was die Leistung im Alltag angeht beim LG G6 nichts zu bemängeln! Vielleicht doch eine Kleinigkeit, der Speicher. 32GB ist doch etwas wenig für solch ein teures Gerät. Samsung verpasst seinem S8 64GB und Huawei seinem P10 Plus sogar 128GB.

Zwar kommt man mit den 32GB klar, gerade da man Musik, Fotos usw. auf die microSD Speicherkarte auslagern kann, aber in dieser Preisklasse wäre etwas mehr schön gewesen.

Kommen wir wieder auf ein paar positive Punkte zu sprechen, wie zum Beispiel der Fingerabdruckscanner. Ich nutze aktuell parallel das Samsung Galaxy S8 daher fällt mir immer wieder auf wie gut doch der Scanner des LG G6 ist. Nicht nur ist die Position optimal auch die Erkennung des Fingers ist gut bis sehr gut. Vielleicht ist das Tempo nicht ganz auf dem Level eines Huawei P10 aber deutlich über dem S8.

Ein wichtiger Punkt ist auch sicherlich das Display, lässt sich dieses im Alltag gut nutzen?

Das Display ist ohne Frage eine Besonderheit das G6. Sehr schmale Display Ränder, 5,7 Zoll im 5,3 Zoll Gewand.

Lediglich einer schafft es mehr Display in ein vergleichbar kleines Gehäuse zu packen, Samsung.

Im Vergleich zum Samsung Galaxy S8 (Plus) wirken die doch so kleinen Ränder des G6 fast schon „groß“.

Ganz klar auf den ersten Blick ist das S8 das noch imposantere Gerät, Samsung hat also nochmal eins auf die Leistung von LG drauf gelegt.

In der Praxis ist aber das Display des LG G6 fast etwas besser zu händeln. Das Samsung Galaxy S8 ist nochmal ein stück länger was das Display angeht, dies macht dieses trotz des kleinen Gehäuses fast schon wieder etwas schwierig zu bedienen.

Das G6 ist was die Größe und die Lange in der Hand angeht ideal, zumindest für mich. Auch die Edge welche das S8 etwas „empfindlicher“ macht und die Display Reparaturkosten nach oben treibt, vermisse ich nicht.

Lediglich liegt das S8 etwas „fester“ in der Hand wie ich finde.

LG nutzt beim G6 auch wieder ein Always on Display. Dieses zeigt also auch im ausgeschaltetem Zustand immer die Uhrzeit und die aktuellen Benachrichtigungen an. Das Ganze ist im Alltag sehr praktisch und hat sich kaum negativ auf die Akkulaufzeit ausgewirkt. Allerdings ist die Anzeige auch wirklich recht stark gedimmt. Samsung macht dies beim S8 etwas besser, was aber auch an der anderen Display Technologie liegt.

Dennoch ist das Always on Display außerordentlich praktisch, wenn auch nur indoor gut zu erkennen.  An sich ist dies ein Feature auf welches ich nur sehr ungerne bei anderen Smartphones verzichtet. Erkennen zu können welche Apps mir gerade eine Nachricht gesendet haben und das aus dem Augenwinkel oder auf dem Nachttisch ist unheimlich praktisch.

Solltet Ihr über Nacht kein Always on Display haben wollen (es stört von der Helligkeit 0) kann man eine Uhrzeit für das Abschalte definieren.

 

Nur die 3. Wahl

Leider scheint uns europäische Kunden LG nicht sonderlich lieb zu haben. Warum sonnst bekommen wir nur das 3. Wahl LG G6?

3. Wahl LG G6? Dem hier zu Lande kaufbaren LG G6 fehlen zwei Features, welche andere Versionen haben. Die 2. Wahl bekommen die Amerikaner, hier besitzt das G6 noch kabelloses Laden was dem europäischem G6 fehlt. Die Koreaner bekommen neben dem kabellosen Laden sogar noch einen speziellen besonders hochwertigen Kopfhöreranschluss welcher sowohl dem europäischen wie auch dem amerikanischen LG G6 fehlt.

Sehr schade gerade über das kabellose Laden hätte ich mich auch sehr gefreut.

 

Akku

Das LG G6 verfügt über einen 3300mAh Akku. Dies ist eine solide Kapazität, welche auch im Alltag zu einer soliden bis guten Akkulaufzeit führt.

In meinem üblichen Alltagstest mit viel websurfen, Social Media und ein wenig spielen erreichte ich eine aktive Nutzungszeit von knapp über 10 Stunden! Dies ist ein hervorragender Wert, gerade wenn man die Displaygröße bedenkt.

Auch die Standby Laufzeit war gut! Selbst mit Always on Display verbraucht das G6 gerade mal 0,8-1% Akku pro Stunde. Klingt mehr als es eigentlich ist, wenn man bedenkt, dass dies bei Nichtnutzen des G6 über 4 Tage Standby Zeit bedeutet.

Ich komme mit dem G6 inklusive WhatsApp, Outlook, Telegramm und anderen Anwendungen, die im Hintergrund laufen, problemlos durch den Tag, vermutlich wäre für mich sogar ein zweiter Tag knapp möglich.

Kurzum „heftige Nutzer“ werden problemlos durch den Tag kommen, „leichte Nutzer“ werden vermutlich zwei Tage ohne Probleme schaffen.

Beim Aufladen unterstützt das LG G6 neben Quick Charge 3.0 auch den USB Power Delivery Standard! Mehr Infos dazu hier.

 

Sonstiges

100GB gratis Google Drive Speicher für 2 Jahre

 

Fazit

LG bietet mit dem G6 ohne Frage eins der besten Flaggschiff Smartphones des Jahres 2017 an. Hier kann man sich sehr sicher sein auch wenn das Jahr noch jung ist.

Im Gegensatz zum G5 kann man auch beim G6 ohne Einschränkungen eine Empfehlung für „jedermann“ aussprechen. Das Smartphone punktet in allen Belangen!

Das Display sieht klasse aus, die Haptik ist hervorragend, die Performance tadellos, die Akkulaufzeit solide und so kann man weitermachen.

Selbst die Kamera ist auf absoluten High End Niveau und kann ohne Probleme mit dem S8 und Co. Mithalten. Gerade die Weitwinkel Kamera macht unheimlich spaß. Wie oft kommt es vor, dass man jemand ein Bild senden will „Ich mache gerade dies und das“ und will einfach den Raum einfangen in dem man ist ohne sich groß nach hinten bewegen zu wollen oder zu können?  Mit den meisten anderen Smartphones hat man Probleme in solchen Situationen alles ins Bild zu bekommen, nicht so mit dem G6.

Dies sind durchaus kleine Features, welche ähnlich wie das Always on Display im Alltag öfters einfach praktisch sind.

Natürlich hat das G6 auch Schwächen, 32GB interner Speicher ist mir beispielsweise was wenig für solch ein teures Smartphone, auch das Fehlen des kabellosen Ladens des europäischen G6 ist schade. Aber das sind keine „Dealbreaker“ wie ich finde.

Machen wir es kurz das LG G6 ist mehr als nur eine Alternative zum Samsung Galaxy S8 es ist in vielen Punkten ein gleichwertiges oder sogar ein besseres Smartphone. Zwar ist die Entscheidung LG G6 oder Samsung Galaxy S8 nicht einfach, aber egal für welches der beiden Smartphones Ihr Euch entscheidet, Ihr habt eine gute Wahl getroffen! Um fair zu sein muss man auch das Huawei P10 Plus erwähnen, welches Ihr ebenfalls in Erwägung ziehen solltet.

Ich werde das LG G6 als mein Haupt-Smartphone weiter nutzen. Nicht mal zwingend weil ich es für so viel besser halte als das Samsung Galaxy S8, aber ich mag ein wenig „Individualismus“ und das S8 hat doch jeder 😉 und das G6 besitzt keinen Punkt, der mich stört.

Die Optoma NuForce BE6i im Test, Bluetooth Ohrhörer für Audio Enthusiasten !?

Kabellos ist die Zukunft der Mobilen Kopf/Ohrhörer, ich glaube dies steht außer Frage. Viele Bluetooth Ohrhörer auf dem Markt sind auch jetzt schon deutlich besser als Ihr Ruf.

Optoma verspricht beispielsweise mit den NuForce BE6i Bluetooth Ohrhörern einen Klang welcher auch „Audio Enthusiasten“ glücklich macht.

Dies ist ein sehr mutiges Versprechen, gerade Audio Enthusiasten stehen Bluetooth sehr skeptisch gegenüber. Hier stellt sich selbstverständlich die Frage ob die NuForce BE6i wirklich dieses Versprechen halten können?

Und wie sieht es abseits der reinen Klangqualität aus? Können hier die NuForce BE6i ebenfalls punkten? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Optoma NuForce BE6i im Test

Der erste Eindruck der NuForce BE6i fällt positiv aus. Dies liegt nicht zuletzt am erstaunlich großen Lieferumfang.

Neben dem üblichen Kram wie Anleitungen, einem microUSB Kabel usw. legt Optoma gleich sieben Sets Ohrstöpsel mit in den Lieferumfang. Zwei Sets sind sogar „Schaumstoff Ohrstöpsel“ welche sich an den Gehörgang besonders gut anpassen und einen besonders guten Klang liefern sollen, jedoch vom Tragekomfort etwas „Geschmackssache“ sind.

Aber auch die Ohrhörer selbst wirken auf den ersten Blick sehr gut! Ihr Gehäuse besteht aus solidem Aluminium und wirkt ausgesprochen hochwertig.

Hierbei hat Optoma sogar Magneten in die Rückseite der Ohrstöpsel integriert. Warum? Wenn Ihr die Ohrhörer nur temporär aus den Ohren nehmt, um beispielsweise ein kurzes Gespräch zu führen, lassen diese sich an den Enden zusammenheften so dass sie nicht vom Hals rutschen können.

Klingt im ersten Moment sicherlich nicht so spannend, in der Praxis ist dies allerdings ein sehr nützliches Feature.

Zwar besitzen die Optoma NuForce BE6i eine Kabelfernbedienung, welche auch etwas größer ist, jedoch scheint in dieser nicht der Akku verbaut zu sein. Der Akku der BE6i ist vermutlich in den Ohrstöpseln selbst untergebracht. Dies würde zumindest die recht großen Ohrstöpsel erklären. Diese sind ein gutes Stück länger als normale Ohrhörer und auch ein Stück dicker. Auf die Frage ob dies stört, komme ich später zu sprechen.

Die Kabelfernbedienung ist nichts Besonderes. Diese besitzt drei Tasten, ein Mikrofon und den microUSB Ladeport. Hierbei ist der Druckpunkt der Tasten eher mäßig gut. Immerhin die Optoma NuForce BE6i sind IPx5 geschützt. Schweiß oder ein kleiner Regenschauer sollte also kein Problem sein.

Die Akkulaufzeit der Ohrhörer gibt Optoma mit 8 Stunden an. In meinem Test kam ich auf rund 6-7 Stunden, die 8 Stunden sind also durchaus mit leiserem Musikhören zu erreichen.

 

Tragekomfort

Sagen wir es direkt, die aller bequemsten Ohrhörer sind die Optoma NuForce BE6i nicht. Zwar liefert der Hersteller diverse Ohrstücke und sogar Ohrhaken mit, aber dies kann leider auch die Größe bzw. die länge der Ohrhörer nur sehr bedingt ausgleichen.

An sich sind die NuForce BE6i nicht unbequem aber aufgrund der Länge gibt es etwas Hebelwirkung, welche dazu neigt die Ohrhörer verrutschen zu lassen.

Für Sport und sehr kleine Ohren würde ich die NuForce nur sehr bedingt empfehlen.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang. Können hier die NuForce BE6i punkten?

Die NuForce BE6i sind recht natürlich klingende Ohrhörer. Daher ist die Balance zwischen Bass, Höhen und Mitten gut gegeben.

Wer also nach Ohrhörer mit viel Bass sucht, wird vermutlich etwas weniger Freude an den NuForce haben.

Dies heißt selbstverständlich nicht, dass der Bass der NuForce BE6i schlecht ist. Der Bass ist sehr kompakt und präzise mit einem knackigen Punch.

Präzise ist allgemein auch eine sehr gute Beschreibung für den Klang der BE6i. Gerade bei etwas komplexeren Titeln machen die Ohrhörer einen sehr guten Job den Klang gerade in den Höhen gut aufzulösen. Instrumente und auch Gesang lässt sich hervorragend differenzieren. Dies liegt auch an der vergleichsweise höhen räumlichen Auflösung welche die Ohrhörer bieten.

Die Höhen der NuForce BE6i sind sehr klar, leicht und tendenziell „luftig“. Eine übermäßige Schärfe konnte ich allerdings nicht feststellen.

Ebenfalls konnte ich kein auffälliges Grundrauschen oder „Kompressionsartefakte“ heraushören. Letzteres ist zugegeben allerdings auch nur noch sehr selten bei Bluetooth Ohrhörern der 50€+ Preisklasse zu finden.

Die NuForce BE6i unterstützen neben APTX auch den AAC Codec, welcher die Klangqualität in Kombination mit iPhones verbessern soll.

Die Verbindungsqualität in Kombination mit einem LG G6, Huawei P10 und einem iPhone 7 war soweit völlig in Ordnung. Aussetzer oder gar ein vollständiges Abreißen der Bluetooth Verbindung konnte ich zu keinem Zeitpunkt feststellen, außer man entfernt sich 5+ Meter von seinem Smartphone.

Auch eine nervige Sprachansage beim Einschalten besitzen die NuForce BE6i nicht, lediglich das übliche Bluetooth Gepiepe.

 

Fazit

Die Optoma NuForce BE6i richten sich wirklich an die „Audio Enthusiasten“. Nutzer welche nicht das Maximum an Bass oder „Effekten“ haben wollen, sondern auf einen sehr detaillierten und sauberen Klang Wert legen.

Die NuForce BE6i bieten mit das Beste an Details und Auflösung was ich bisher bei Bluetooth Ohrhörern erleben durfte.

Zwar denke ich durchaus, dass für einige Nutzer welche einfach nur einen spaßigen Klang suchen Bluetooth Ohrhörer alle Teufel MOVE BT besser geeignet sind, jedoch für Nutzer, die komplexere Musik und höhere Ansprüche haben, sind die NuForce BE6i so ziemlich das beste ihrer Preisklasse.

Das Thrustmaster Y-350X Gaming Headset im Test

Gaming Headsets sind immer so eine Sache. Oftmals wird versucht mit tollen Designs und vielen Features über einen schlechten Klang oder Tragekomfort hinwegzutäuschen.

Auch das Thrustmaster Y-350X nutzt ein etwas auffälligeres Design und bietet einen separaten „Sound Controller“, welcher durchaus interessante Features mitbringt.

Aber wie sieht es abseits davon aus? Kann das Thrustmaster Y-350X auch durch einen tollen Klang überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Das Thrustmaster Y-350X Gaming Headset im Test

Reden wir erst einmal über die Optik des Headsets. Wie Euch vielleicht aufgefallen ist, besitzt das Y-350X einen „Ghost Recon“ Skin. Das Heaset ist auch mit anderen Skins erhältlich, sollte Euch z.B. Doom mehr zusagen.

In diesem Test nutze ich die Xbox Version, es ist aber auch eine Playstation Version verfügbar. Diese erkennt Ihr an dem „P“ anstelle des „X“ am Ende der Modellnummer.

Thrustmaster setzt bei seinem Y-350X Headset auf eine recht unspektakuläre Verarbeitung. Das komplette Heaset ist aus mattem Plastik gefertigt.

Aufgrund der Bedruckung sieht dieses natürlich sehr „Gamer“ like aus. Allerdings verzichtet Thrustmaster auf irgendwelche LEDs oder ähnliche Auffälligkeiten.

Wie es sich für ein richtiges Headset gehört, setzt auch das Thrustmaster Y-350X auf einen Mikrofon Arm. Dieser ist recht flexibel und zudem abnehmbar.

Das Anschluss Kabel des Headsets hingegen ist leider nicht abnehmbar. Schade denn qualitativ wirkt dieses höchstens mittelmäßig.

Das Kabel des Thrustmaster ist ca. einen Meter lang und endet auf einem 3,5mm Anschluss. Warum dann diese ganze „für Xbox“ Geschichte, wenn man doch eh ein 3,5mm Stecker verwendet?

Neben dem Headset befindet sich eine Controller Einheit im Lieferumfang, die an den Xbox One Controller angesteckt wird. Diese Controller Einheit erlaubt das Aktivieren vom 7.1 Sound, das Steuern des Basses, usw. Hierfür befinden sich insgesamt 7 Tasten auf dieser.

Ganz interessant die Controller Einheit wird nicht vom Xbox Controller mit Energie versorgt, sondern bringt ihren eigenen Akku mit, der via microUSB geladen wird. Andernfalls würde dies vermutlich zu viel Strom des Xbox Controllers fressen.

Aber ja das Thrustmaster Y-350X wäre grundsätzlich auch an Smartphone, PS4, Nintendo Switch usw. zu verwenden, sofern Ihr auf den gesonderten Controller verzichten würdet. Dies wollt Ihr aber eigentlich nicht, denn das ist „DAS“ besondere Feature an diesem Headset. Lediglich im Notfall ist die Nutzung via 3,5mm Anschluss zu empfehlen.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist bei einem Gaming Headset besonders wichtig, welches man gegebenenfalls über Stunden trägt.

Wie sieht es hier beim Thrustmaster Y-350X aus?

Thrustmaster setzt bei diesem Headset auf recht dicke Ohrpolster mit einem angenehmen Kunstlederbezug. Hierbei ist die Polsterung allerdings vergleichsweise „hart“ und drückt sich nicht so stark ein.

Schlimm? Nein!

Das Y-350X besitzt im Vergleich einen niedrigen Anpressdruck, welcher aber ohne Probleme reicht dieses auf Eurem Kopf zu halten (außer vielleicht beim Dark Souls spielen).

Hierdurch ist das Thrustmaster Y-350X überdurchschnittlich bequem. Auch wurden meine Ohren nicht übermäßig warm.

Kurzum der Tragekomfort des Thrustmaster Y-350X ist ziemlich gut auch über mehrere Stunden hinweg.

 

Klang

Kommen wir zum Klang. Ich glaube hier muss man sehr stark zwischen der Nutzung am Controller und der Nutzung am Smartphone unterscheiden.

Grundsätzlich geht das Thrustmaster Y-350X schon sehr in die „Gaming“ Headset Richtung was die klangliche Ausrichtung angeht. Heißt, dieses eignet sich für Musik nur sehr bedingt.

Der Bass und die Mitten sind beim Y-350X recht stark betont. Hierdurch wirkt beispielsweise Musik teilweise etwas dumpf und matt.

Der Controller der XBOX One liefert von Natur aus, vermutlich aufgrund der eingeschränkten Bluetooth Verbindung, einen etwas dumpferen Klang verglichen mit einer direkten Verbindung.

Daher fällt dort der Unterschied gar nicht so stark aus, zudem die „Soundkarte“ einen ganz guten Job macht das Ganze auch etwas wieder auszugleichen.

Der leicht Dumpfe Klang fällt also nur bei Musik und bei der Nutzung am Smartphone wirklich stark auf.

In Spielen klingen die Thrustmaster Y-350X gerade aufgrund des guten Basses doch sehr lebendig und kraftvoll. Auch die Ortung von Gegnern sowohl im „Stereo“ Modus wie auch im virtuellen 7.1 Modus ordentlich.

Zwar bin ich eigentlich kein Fan von „virtuellem“ Surround Sound jedoch hier hilft dieser durchaus beim Separieren und Orten von Geräuschen.

Kurzum in Spielen machen die Y-350X eine gute Figur und bringen, beim Zuschalten von extra Bass, auch die Ohren etwas zum Wackeln. Für Musik muss man allerdings ehrlich sagen, gibt es bessere Kopfhörer.

Kleine Anmerkung zum Mikrofon. Dieses ist an sich ganz in Ordnung, allerdings durch die Bluetooth Verbindung des XBOX Controllers kling man schon etwas dumpf. Dieses Problem werden allerdings alle Headsets haben, welche am Controller und nicht direkt an der Konsole anschlossen werden.

Kleiner Punktabzug am Ende, das Kabel des Thrustmaster Y-350X ist ziemlich schlecht entkoppelt!

 

Fazit

Lohnt es sich 130€ für das Thrustmaster Y-350X Headset auszugeben? Bedingt um ehrlich zu sein.

An sich klingt das Headset in Spielen ordentlich und gerade Explosionen aber auch feine Details wie Schritte werden gut dargestellt.

In Musik klingt das Thrustmaster Y-350X allerdings aufgrund seiner leichten Mitten und Bassfokussierung etwas matt.

Was mich etwas stört ist der Preis. 130€ ist nicht wenig wenn man bedenkt, dass das Y-300CPX baugleich ist und nur der gesonderte Sound Controller fehlt und gerade mal 45€ kostet.

Zwar bietet die „Sound Karte“ einige nette Features wie Voic und Game Sound abzumischen, jedoch ob dies gute 90€ Aufpreis wert ist, würde ich auch einmal dahin gestellt lassen.

Daher schaut Euch vielleicht einmal das Y-300CPX an, welches aus meiner Sicht eine deutlich bessere Preis/Leistung bietet.