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Die Xiaomi YI M1 Systemkamera im Test, 4K Video und 20MP für 400€?!

Dass Xiaomi so ziemlich alles an elektronischen Geräten baut, ob nun Smartphone, Kopfhörer, Smarte Staubsauger oder auch Reiskocher ist ja nichts Neues.

Was allerdings neu ist, dass sich Xiaomi auf den Kamera Markt wagt. Mit der YI M1 haben diese vor kurzem ihre erste Kamera mit Wechsel -Objektiven und 4K Video auf den Markt gebracht.

Das beste hierbei ist, wie bei Xiaomi oft, allerdings der Preis mit knapp unter 400€!

Ja, eine 4K 30FPS Kamera im Four-Thirds Format mit wechselbaren Linsen für unter 400€, klingt doch fast zu gut um wahr zu sein. Aber wie schlägt die Xiaomi YI M1 sich im Praxiseinsatz? Finden wir es heraus!

 

Die Xiaomi YI M1 im Test

Die Xiaomi YI M1 ist eine mittelmäßig kompakte Systemkamera. Diese entspricht von der Größe ungefähr einer Sony A6000 oder vergleichbaren Modellen.

Hierbei ist das Gehäuse aus einer Mischung aus Plastik und Gummi gefertigt. Klingt im ersten Moment nicht atemberaubend allerdings fasst sich die YI M1 durchaus vernünftig an. Die Kamera wirkt ausrechend robust und hochwertig für ein Modell der 400-500€ Preisklasse.

Der Kameragriff ist zwar bei der YI M1 nicht übermäßig groß aber gut geformt, dass ein sicherer Halt ohne Probleme möglich ist. Erfreulicherweise lassen sich die wichtigen Tasten auch im Einhand Betrieb gut erreichen.

Hierbei hat die Xiaomi YI M1 gar nicht so viele Tasten. Insgesamt sind lediglich vier Stück + zwei Drehräder zu finden.

Der größte Teil der Bedienung erfolgt über den 3 zoll großen Touchscreen. Dieser nimmt fast die komplette Rückseite der Kamera ein. Zu behaupten, dass dies der tollste und beste Bildschirm ist den ich jemals gesehen habe, wäre sicherlich übertrieben, aber Farben und Kontraste sind ausreichend eine gute Vorschau zu erhalten und auch die Helligkeit ist ausreichend.

Eigentlich ist die maximale Helligkeit sogar recht gut aber bei praller Sonne ist dennoch die Sicht problematisch, aber dies ist vermutlich bei allen Bildschirmen so.

Einen Sucher oder ähnliches besitzt die YI M1 nicht.

Die Energieversorgung wird über einen 900mAh starken Akku auf der Unterseite geregelt. Dieser Akku wird in der Kamera über einen microUSB Port geladen. Leider ist gleichzeitiges Laden und Nutzen der Kamera nicht möglich.

Neben dem microUSB Port besitzt die Kamera auch einen miniHDMI Port und eine regulären SD Karten Steckplatz.

 

Linsen

Die Xioami YI M1 verwendet den Standard Four-Thirds Objektivanschluss und lässt sich deshalb voll mit vielen Olympus oder Panasonic Linsen nutzen.

Ihr seid also nicht auf irgendwelche Xiaomi Linsen angewiesen, sondern könnt jede Menge passende Linsen regulär bei Amazon kaufen.

Die YI M1 gibt es jedoch in zwei Set- Zusammenstellungen, mit 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse und mit einer zusätzlichen 42.5mm F1.8 Linse.

Ich habe aktuell nur die 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse, daher sind auch alle Testbilder mit dieser gemacht!

 

Software und Bedienung

Gerade bei einer Kamera welche primär per Touchscreen bedient wird, ist die Software besonders wichtig. Hier war ich positiv überrascht, denn die Kamera lässt sich auf Deutsch stellen. Diese Deutsche Übersetzung ist sogar mehr als ordentlich!

Die Software selbst ist auch an sich gut nutzbar. Xiaomi wählt hier ein wenig das Smartphone Prinzip. Heißt, Ihr arbeitet viel mit von links nach rechts wischen usw.

Wenn man einmal weiß wo sich alle Menü Elemente verstecken, ist die Nutzung der YI M1 auch als sehr schnell und problemlos zu bezeichnen.

Leider gibt es nur eine Schwäche, die Performance. Gerade beim Ansehen der Bilder muss man viel Geduld mitbringen. Die Benutzeroberfläche arbeitet hier in dem Tempo eines 5 Jahre alten Einsteiger Smartphones. Zwischen gemachten Bildern hin und her zu scrollen dauert gut und gerne 2 Sekunden! Um so erstaunlicher, dass das Einschalten und die Basis Funktionen der Kamera sehr schnell gehen. Nach Betätigung des Einschalters dauert es ca. 5 Sekunden bis das erste Bild gemacht werden kann, was vollkommen okay ist.

 

Sensor

Reden wir erst einmal über den hier verwendeten Kamera Sensor. Xiaomi setzt hier nicht einfach auf irgendeinen Sensor, sondern auf den Sony IMX269 im Four-Thirds Format.

Dieser Sensor ist ein recht neues Exemplar, welcher Fotos mit 20 Megapixel und Videos in 4K aufnehmen kann.

Das vermutlich Interessanteste ist allerdings welche Kamera auch auf diesen IMX269 Sensor setzt, nämlich die Panasonic GX8.

Die Panasonic GX8 kostet aktuell ohne Linse über 800€ und setzt auf den gleichen Sensor wie die unter 400€ Xiaomi Kamera.

Aber wie schlägt sich die Kamera im Praxiseinsatz?

 

Fotos

Die YI M1 macht Fotos mit einer Auflösung von 5184 x 3888 Pixeln, dies entspricht rund 20,1 Megapixeln.

Die letztendliche Fotoqualität hängt natürlich von den verwendeten Linsen ab. Ich nutzte hier die Kit Linse. Kit Linsen sind in der Regel qualitativ eher am unteren Rand angesiedelt, rechnet also damit, dass die Qualität der Aufnahmen mit anderen Kameralinsen tendenziell eher besser sein wird.

Allerdings ist die beigelegte 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse soweit durchaus brauchbar. Die Schärfe ist bei vollen 40mm selbst bei Offenblende vollkommen okay. Auch Details werden generell gut von der YI M1 aufgenommen.

Etwas schwach ist die Bildqualität bei 12mm und Offenblende. Hier bildet sich ein deutlich sichtbares Vignetting an den Rändern der Aufnahmen. Dies liegt aber nicht an der Kamera sondern an der Linse.

Die Kamera bzw. der Sensor kann durch die üblichen Sony Stärken punkten(Sony hat den Sensor gebaut). Also durch eine hohe Schärfe und eine starke Dynamic. Selbst wenn ein Bild mal überbelichtet wurde, kann man dies durch Software ein gutes Stück wieder ausgleichen, gerade wenn man im RAW Format fotografiert.

Hierbei ist selbst die Low Light Leistung ordentlich, wenn man bedenkt, dass der Sensor ein Stück kleiner ist als bei APSC Kameras.

Test Bilder und Video Download HIER (Google Drive)

Der Standard ISO der Xiaomi YI M1 ist ISO 200, nicht 100. ISO 100 lässt sich zwar einstellen, wird aber nicht empfohlen. Die maximale Bildqualität soll auch bei ISO 200 erreicht werden, wenn auch in der Praxis kaum ein Unterschied zu sehen ist. Bis ISO 800 ist praktisch kein Bildrauschen zu erkennen.

Von ISO 800 angefangen bis ISO 3200 ist zwar ein Bildrauschen sichtbar aber die Aufnahmen sind noch gut brauchbar. Dies ist eine bessere Leistung als sie viele ältere SLRs zu finden ist.

Über ISO 3200 steigt das Bildrauschen allerdings ein gutes Stück an. 6400 ist vielleicht noch gerade so verwendbar im Notfall. Aber ab ISO 12800 ist man auf Smartphone Qualität angekommen.

ISO 1600
ISO 3200
ISO 6400
ISO 25600

Ich würde im Normalfall Auto ISO aktiv lassen. Beim Auto ISO lassen sich minimal und maximal Werte eintragen und der Modus versucht die Belichtung immer bei 1/100 zu halten.

Ein dicker Kritikpunkt beim Fotografieren ist aus meiner Sicht der Live Video. Dieser ist nicht scharf! Es ist mir nur sehr schwer möglich zu erkennen ob der Fokus sitzt. Die letztendlichen Aufnahmen sind dann natürlich scharf aber man kann dies im Vorhinein nicht gut erkennen.

 

Video

Ich denke noch wichtiger als die Foto Qualität ist die Video Qualität. 4K Video ist in dieser Preisklasse alles andere als normal, was sicherlich die Aufmerksamkeit einiger Hobby Videomacher oder Youtuber auf diese Kamera lenken wird.

Sagen wir es so die Bildqualität ist wie man es erwartet top! Die Video Aufnahmen sind scharf, glasklar und sehr detailliert.

Dies liegt natürlich an der 4K Auflösung aber auch an der mit 80Mbit ausreichend hohen Bitrate.

Jedoch ist nicht alles so gut wie die letztendliche Bildqualität. Die Xiaomi YI M1 ist im Video Modus eine reine Automatik Kamera!

Ihr habt abgesehen von der Auflösung keinerlei Einstellungsmöglichkeiten. Egal in welchem Modus, sobald Ihr die Video Aufnahme startet springt die YI M1 in die Vollautomatik.

Hierbei filmt die Kamera immer komplett offenblendig, was bei Zoom Linsen mit variabler Blende leider etwas suboptimal ist.

Ebenfalls ist es nicht möglich ein externes Mikrofon an die Kamera anzuschließen oder ein anderes Video Format zu nutzen als den H264 Codec. Auch Profile aller SLog usw. fehlen.

Klingt ja etwas suboptimal, aber ist das Ganze wirklich so schlimm?

Test Bilder und Video Download HIER (Google Drive)

Jein, der Automatikmodus macht an sich einen wirklich brauchbaren Job, der in 95% der Fällen vollkommen ausreicht. Auch die verbauten Mikros sind an sich recht gut. Man kommt mit dem Ganzen also an sich ganz gut klar.

Gerade wer nur mal schnell eben ein Video filmen möchte oder sich eh mit dem Ganzen nicht so gut auskennt, wird vermutlich mit der YI M1 sehr gut klar kommen, vor allem da die Ergebnisse mehr als zufriedenstellend sind.

Jedoch Enthusiasten die wirklich einen semi-professionellen Anspruch an sich haben, werden bei der YI M1 sicherlich einige Features vermissen.

Kleine Info am Rande, eine Minute Video frisst rund 550MB. Kauft also gleich eine große Speicherkarte, die mindestens 15MB/s schreibend schafft.

 

Auto Fokus

Der Auto Fokus und wie gut dieser ist, hängt natürlich stark von der verwendeten Linse ab. Ich nutze die Standard 12 – 40mm F3.5 – 5.6 Linse und der Autofokus ist okay.

Zum einen ist der AF Motor ziemlich leise, sehr gut für Video, zum andern ist dieser recht treffsicher. Was er allerdings nicht ist, ist der aller schnellste. Hier bietet die Linsen/Kamerakombo die übliche Standardkost.

Mit einer guten alternativen Linse wird hier sicherlich noch ein etwas schneller Fokus möglich sein.

Positiv der Touch Auto Fokus funktioniert über den kompletten Bildschirm tadellos! Allerdings ist man genau genommen nicht ganz frei was den Fokus angeht. Der Bildbereich ist in 81 Kästen unterteilt(gleichmäßig, es ist also überall ein Fokuskasten vorhanden)  in welchen der Fokus liegen muss.

In der Praxis sind diese Kästen aber klein genug um selbst bei Makro Aufnahmen gut nutzbar zu sein.

 

Fazit

Die Xiaomi YI M1 ist eine herausragende Kamera für ihren Preis! Für rund 400€ bekommt man bei keinem großen Hersteller etwas Vergleichbares.

Die Bedienung, die Haptik, die Bildqualität und selbst die Akkulaufzeit ist vollkommen überzeugend! Dank des Four-Thirds Sensors/Objektiv Anschlusses sind auch jede Menge 3. Herstellerlinsen verfügbar zu günstigeren Preisen als für die klassischen DSLRs.

Jedoch ist eine Kaufempfehlung dennoch nicht ganz so einfach. Das Killerargument der YI M1 ist der Kamera Sensor und 4K Video.

4K Video sieht aus der YI M1 auch durchaus fantastisch aus, selbst bei suboptimalen Lichtverhältnissen macht diese immer noch einen guten Job. Hier liefern selbst doppelt bis dreimal teurere Kameras nicht viel mehr.

Aber hier ist das Problem, der YI M1 fehlt der manuelle Video Modus. Wer etwas anderes als die Vollautomatik möchte hat, Pech gehabt. In 90% der Fälle ist das okay, jedoch in Grenzsituationen wo das Licht sehr schlecht ist oder man Gegenlicht hat usw. ist die Vollautomatik meist überfordert.

Damit will ich sagen jemand der einen semi-professionellen Anspruch hat, weil er/sie die Videos auf beispielsweise Youtube hochladen möchte, könnte in manchen Situationen nicht die optimalen Ergebnisse mit der Kamera erzielen, auch wenn die Hardware dazu fähig wäre.

Als kompakte 2. Kamera welche bei gutem Licht und Wetter zum Einsatz kommt, sehe ich aufgrund der tollen Bildqualität jedoch viel Potenzial.

Dies gilt sowohl für den Videomodus wie auch für den Fotomodus.

Der zweite Punkt ist der Kamerasensor. Sowohl bei Tageslicht wie auch im Low Light macht der Sony IMX269 eine gute Figur und kann mit günstigen DSLR problemlos mithalten. Jedoch für 400€ bekommt man in Form beispielsweise der Sony Alpha 5100, eine Kamera mit noch einem besseren und größeren Sensor. Allerdings dann ohne 4K Video.

Ihr seht vielleicht worauf das Ganze hinausläuft. Ist Euch 4K Video, auch wenn es nur eine Vollautomatik gibt, und die günstigen Kamera Linsen für Four-Thirds Kameras etwas Wert?

Falls ja, kann ich ohne Probleme eine Kaufempfehlung für die Xiaomi YI M1 aussprechen. Falls Euch 4K Video egal ist, wird es etwas schwieriger.

Hier wäre vermutlich eine Sony Alpha 5100 oder eine Olympus PEN E-PL8 oder etwas in die Richtung eine ähnlich gute, wenn nicht sogar bessere Wahl.

Außer man liebt natürlich exotische Kamera Hardware dann ist die Xiaomi YI M1 ein spaßiger Begleiter! Ich selbst bereue den Kauf nicht, bei mir weckt eine neue Kamera zum Rumspielen immer auch etwas die Kreativität und ich habe viel Freude an der YI M1.

Audials Radio App für IOS im kurz Test

Vielleicht ist dies speziell eine Angewohnheit von mir, jedoch ich nutze mein Smartphone sehr oft als Radio.

Man sitzt im Garten, Bad oder sonst an einer Stelle an der kein richtiges Radio oder Lautsprecher Setup vorhanden ist und man hat keinen Bock auf seine eigene Musik.

Kurz die Internet Radio App angeworfen, Smartphone Lautsprecher aufgedreht und aus ist es mit der Stille.

Als Radio App habe ich lange Zeit TuneIn genutzt. Warum? Die App funktionierte und war kostenfrei, das war es auch schon an Gründen. Man sieht ich bin nicht besonders wählerisch was meine Radio App angeht.

Daher viel es mir natürlich recht leicht auch mal eine andere Radio App auszuprobieren. Die Wahl ist auf Audials Radio gefallen.

Hier meine Erfahrungen mit dieser App, konnte sie mich überzeugen oder bin ich zu TuneIn zurückgekehrt?

 

Kosten und Beschaffung

Klären wir erst einmal die Basics. Die Audials Radio App ist für IOS und Android verfügbar, in diesem Bericht werde ich mich allerdings auf die IOS Version konzentrieren.

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Die App ist für beide Plattformen gratis! Auch Werbung scheint es nicht zu geben, zu mindestens ist mir keine begegnet. Erstaunlich keine einmaligen Kosten, keine Pro Version, keine in App Käufe und keine Werbung. Vermutlich ist die App selbst als Werbung für Audials Produkte/Dienste gedacht.

 

Audials Radio

Auf den ersten Blick wirkt es fast so als hätte Audials sich optisch etwas an Windows Phone orientiert.

Die Startseite der App besitzt eine Kacheloptik. Eine Kachel zeigt den aktuell gespielten Sender an, drei andere zeigen jeweils empfohlene Sender an, eine Kachel lässt durch die Radio Station browsen usw.

Auf den ersten Blick wird aber bereits klar, dass sich Audials sehr auf die Basics konzentriert. Ihr könnt Webradio und Podcasts hören. Abgesehen davon gibt es noch die Möglichkeit Radio aufzuzeichnen, das war es aber auch schon an großen Features.

Beginnen wir beim Anfang, der Auswahl der Radio Station. Ihr habt selbstverständlich die Möglichkeit nach den gewünschten Sender zu suchen, alternativ könnt Ihr auch durch alle Sender browsen.

Diese lassen sich nach Beliebtheit, Genres, Ländern und Region sortieren.

Für Deutschland gibt es aktuell 5363 Stationen, weltweit 95701. Ihr habt also die volle Auswahl an Radiosendern.

Natürlich lassen sich Sender für das schnelle Wiederfinden auch favorisieren.

Qualitativ ist es natürlich davon abhängig was der Sender streamt. Die meisten Sender liegen mit den üblichen 128Kbit/s vor, allerdings habe ich vereinzelt 32Kbit/s und 256KBIt/s gesehen.

Rein subjektiv konnte ich qualitativ keinen Unterschied zu TuneIn feststellen, was auch soweit klar ist, dass vermutlich beide Dienste auf das selbe Quellmaterial zurückgreifen.

Eine Besonderheit bei Audials Radio ist die Möglichkeit Sender aufzuzeichnen. Hier stehen zwei Optionen zur Auswahl, mit automatischer Liedertrennung oder am Stück.

Die automatische Liedertrennung klingt natürlich erst einmal klasse, leider hatte ich hier jedoch anscheinend einen kleinen Bug und das Ganze funktionierte auf meinem iPhone nicht. Hier denke ich aber, dass Ihr eine andere, hoffentlich positivere, Erfahrung machen werdet.

Die Aufnahme am Stück hingegen funktionierte tadellos.

 

Fazit

Ihr sucht nach einer werbefreien Radio App, welche gut funktioniert und kostenfrei ist? Dann schaut Euch einmal Audials Radio an.

Die App konzentriert sich auf die Basisfunktionen einer Internet Radio Anwendung ohne dabei allen möglichen Schnickschnack zu integrieren, den man von vielen anderen Apps kennt.

Hierdurch wirkt die ganze App recht aufgeräumt und nicht überladen.

Zusätzlich ist lediglich die praktische Möglichkeit integriert das Radioprogramm aufzuzeichnen.

Kurzum schaut Euch einmal Audials Radio an, kostet nichts also habt Ihr auch nichts zu verlieren.

 

Die Anker PowerLine 2 Lightning Kabel im Test, Ladekabel mit lebenslanger Garantie?

Lebenslange Garantie auf ein Ladekabel geben ist entweder blöd oder mutig. Ich glaube es gibt im Alltag wenig Dinge, die so schroff behandelt werden wie ein Smartphone Ladekabel.

Dennoch hat Anker nun ein iPhone Ladekabel mit lebenslanger Garantie auf den Markt gebracht, nämlich die neuen PowerLine 2 Ladekabel.

Ankers Ladekabel, egal ob nun fürs iPhone oder Android Smartphones, genießen einen sehr guten Ruf. Daher wollte ich mir einmal ansehen was die neuen Ladekabel von Anker zu leisten vermögen und ob der Qualitätseindruck wirklich gut genug ist für eine lebenslange Garantie.

 

Anker PowerLine, PowerLine+ und PowerLine 2

Ähnlich Smartphones, Grafikkarten oder Autos hat Anker bei seinen Kabeln verschiedene Serien.

Aktuell hat Anker vier Kabel Serien:

Die „Standard“ Kabel sind gar nicht mal so schlecht stammen aber von Zeiten bevor Anker das PowerLine Namensschema eingeführt hat.

Die PowerLine und PowerLine 2 Kabel repräsentiert hierbei die aktuelle „Basic“ Serie von Anker. Also Kabel ohne großen Schnickschnack, welche eine gute Qualität liefern sollen.

Die PowerLine+ Kabel hingegen sind die „Premium“ Kabel ,welche zusätzlich Nylon ummantelt sind usw.

Dies schlägt sich aber auch auf den Preis nieder, die PowerLine+ Kabel sind ein gutes Stück teurer.

Die PowerLine 2 Kabel, die hier getestet werden sind die Nachfolger der PowerLine 1 Kabel aber nicht der Nachfolger der PowerLine + Kabel.

Es ist also durchaus möglich, dass ein PowerLine+ Kabel weiterhin besser ist als das PowerLine 2 Kabel. Aber dies gilt es ja im Test herauszufinden.

 

Das Anker PowerLine 2 Lightning Kabel

Auf den ersten Blick sind die PowerLine 2 Lightning Kabel von Anker unspektakulär. Je nachdem welche Farbe Ihr wählt, bekommt Ihr ein augenscheinlich normales Gummi Ladekabel in Weiß oder Schwarz.

Auch die Stecker besitzen eine normale und unspektakuläre Gummiummantelung auf der lediglich ein sehr dezentes Anker Logo eingeprägt ist.

Das Kabel selbst ist ein Stück weit dicker als das normale Apple Lightning Kabel. Hierbei ist allerdings die Flexibilität weiterhin gut, wenn nicht sogar sehr gut.

Die Gummi Ummantelung des PowerLine 2 Lightning Kabels ist einen Ticken glatter als bei anderen Modellen und auch als beim original iPhone Kabel.

Der Lightning Stecker wie auch der normale USB Stecker passten problemlos in mein iPhone bzw. in diverse Ladegerät. Die Stecker saßen ausreichend fest ohne dabei zu straff zu sein.

Ihr müsst Euch also keine Sorgen machen, dass das Kabel einfach herausfällt. Ebenfalls müsst Ihr Euch über die Kompatibilität keine Gedanken machen, denn das Lightning Kabel ist MFI zertifiziert, funktioniert also zu 100% mit dem iPhone und dem iPad.

Wirklich lebenslang?

Es ist für mich nicht leicht zu beurteilen ob nun das Kabel wirklich „lebenslang“ hält. Anker selbst spricht davon das Kabel 12000 mal gebogen zu haben ohne dass dieses kaputt ging.

Ja ich kann mit voller Kraft an dem Kabel ziehen und zerren ohne, dass es irgendwelche Anstalten macht zu reißen. Dies ist aber nicht zwingend eine Überraschung, die allermeisten Ladekabel sind recht zäh was Zug angeht.

Grundsätzlich macht das Kabel aber einen sehr guten Eindruck. Gerade die Stecker wirken erfreulich sauber und hochwertig gearbeitet.

Ich habe auch in der Vergangenheit sehr positive Erfahrungen mit Anker Kabeln gemacht daher ja, ich denke, dass das PowerLine 2 Kabel sehr lange halten wird!

PowerLine+, Apple, PowerLine 2

Auch meine ersten Wochen Nutzung zeigen keine Abnutzungserscheinungen.

Um ehrlich zu sein glaube ich aber nicht, dass das Kabel „Lebenslang“ halten wird. Dies ist Marketing und klar wenn es nach 3-4 Jahren kaputt gehen sollte, kann man es reklamieren.

Jedoch spätestens nach 3-5+ Jahren werden gerade die weißen Kabel nicht mehr schön aussehen und man wird vermutlich freiwillig ein neues Kabel kaufen auch wenn das alte noch funktioniert.

Es geht bei der „lebenslang“ Geschichte eher um das Gefühl der Sicherheit, Ihr müsst Euch keine Sorgen machen, dass das Kabel nach 1-2 Jahren kaputt geht wie die original Apple Kabel und selbst wenn, könnt Ihr ein neues bekommen.

 

Leistung

Schauen wir uns auch einmal an ob das Kabel nicht nur lange hält sondern auch gut lädt. Hier gibt es zwei Tests die ich durchführe um die elektrische Qualität des Kabels zu testen.

Zum einen der theoretische und zum anderen der praktische Test.

Beginnen wir mit dem theoretischen Test. Hierbei jage ich zwischen 0-3A (@5V) durch das Kabel und messe die Spannung welche am Ende ankommt.

Um so höher die Spannung am Ende ist um so niedriger ist der Widerstand des Kabels und so besser.

Hierfür nutze ich die 0,3m, 0,9m und die 3m Version wie auch das original Apple Lightning Kabel und das 1m Anker PowerLine+ Kabel zum Vergleich.

Wenig überraschend liefert das 0,3m PowerLine 2 Kabel die besten Werte. Unter den 1m Kabeln liefert das PowerLine + Kabel hingegen die beste Leistung und das original Apple Kabel die schlechteste.

Das PowerLine 2 Kabel befindet sich hier in der Mitte der beiden Kabel. Das 3m PowerLine 2 Kabel liefert deutlich schlechtere Werte, jedoch sind diese deutlich schlechteren Werte immer noch besser als die des 1m Original Kabels.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Wie man sieht ist der Unterschied sehr gering, wenn überhaupt vorhanden. Lediglich das original Apple Kabel ist einen Tick langsamer.Wie kommt dieses Ergebnis zu Stande? Ich habe ich ein Anker PowerPort+ 6 verwendet. Dieses Ladegerät erzeugt recht hohe 5,22V Leerlauf Spannung was „schlechtere“ Kabel ausgleicht. Solltet Ihr ein Ladegerät mit einer niedrigeren Spannung verwenden, könnte das Ergebnis anders ausfallen.

Daher ein zweiter Testdurchlauf, diesmal mit der RAVPower RP-PB061 Powerbank. Diese besitzt eine niedrigere Grundspannung von 5,12V welche auch stärker bei einer Höheren Last Abfällt (4,5V zu 4,95V bei 2A).

Hier haben wir nun einen deutlichen Unterschied zwischen den einzelnen Kabeln. Das original Apple Kabel ist weiterhin deutlich das langsamste und das PowerLine 2 0,3m Kabel deutlich das schnellste.

Kurzum wie sehr ein Kabel die Ladegeschwindigkeit beeinflusst hängt auch sehr von der Quelle, also dem Ladegerät, ab. Einige Ladegeräte Produzieren eine höhere Spannung (erlaubt sind Theoretisch bis zu 5,5V) diese Ladegeräte gleichen damit den Spannungsabfall von schlechteren Kabeln aus. Ladegeräte welche mit einer niedrigeren Spannung, also z.B. 5V anstelle von 5,2V, arbeiten haben daher etwas mehr Probleme da gerade bei längeren Kabeln und höheren Lasten diese 0,2V entscheidend sein können.

 

Fazit

Die neuen Anker PowerLine 2 Lightning Kabel kann man ohne Probleme empfehlen! Diese machen qualitativ und auch von der Ladeleistung einen guten Eindruck und sind definitiv den Original Apple Ladekabeln vorzuziehen, in allen Längen!

Hierbei ist aber gerade die Preis/Leistung die größte Stärke der Kabel. 8,99€(0,9m, zum Zeitpunkt des Tests) für eine lebenslange Garantie und eine MFI Zertifizierung ist kein zu hoher Preis, ganz im Gegenteil.

 

Wer allerdings das „beste“ und „hochwertigste“ Lightning Kabel sucht, muss weiterhin zum Anker PowerLine+ greifen. Diese Kabel sind dafür allerdings auch nochmal ein Stück teurer und bieten keine lebenslange Garantie.

Die Wahl liegt bei Euch. Aber wie Ihr Euch entscheidet Anker Ladekabel gehören zu den besten auf dem Markt, falsch machen tut Ihr also nichts!

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Netgear Arlo Pro Akku betriebene Überwachungskameras im Test

Netgears Arlo Überwachungskameras sind schon etwas Besonderes. Vollständig kabellose Überwachungskameras welche keine zusätzliche Stromversorgung benötigen und auch noch wetterfest sind, findet man nicht oft auf dem Markt. Im ersten Moment klingt dies auch fast schon zu gut um wahr zu sein, um so erstaunlicher, dass das Arlo System auch sehr gut umgesetzt ist und im Alltag tadellos funktioniert.

Nun hat Netgear nachgelegt in Form der Arlo Pro. Hier hat der Hersteller an einigen Stellen durchaus sinnvolle Verbesserungen vorgenommen, wie Beispielsweise Akkus in den Kameras anstelle von speziellen Batterien. Auch eine Sirene für Alarme ist nun an Board.

Wie üblich kommen solche Verbesserungen aber zu einem Preis, im wahrsten Sinne des Wortes. Für ein Arlo Pro Set müsst Ihr gute 100-150€ mehr zahlen als für die normalen Arlos.

Lohnt dieser Aufpreis? Finden wir es im Test der Netgear Arlo Pro kabellosen Überwachungskameras heraus!

 

Versionen

Es gibt die Arlo Pros in drei Versionen, hierbei unterscheiden diese sich bei der Anzahl der mitgelieferten Kameras. In der von mir getesteten Version liegt eine Kamera bei, in der teuersten Version drei.

Selbstverständlich kann man die Kameras auch nachkaufen, man kann also mit dem kleinsten Set starten und dieses dann erweitern.

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das zur Verfügungstellen der Arlo Pro.

 

Netgear Arlo Pro 

Erst einmal ein dickes Lob an Netgear. Die Verpackung der Arlo Pros ist hervorragend! Die Kameras werden in einer durchsichtigen Plastikverpackung regelrecht in Szene gesetzt.

Hier merkt man sehr deutlich, dass Netgear auch einen gewissen „Lifestyle“ Aspekt versucht zu bedienen.

Das Arlo Pro Set besteht grundsätzlich aus zwei Dingen, der Basis Station und der bzw. den Kameras.

Die Basis Station ist ein WLAN Router großer, weißer Ovaler Kasten mit zwei USB Ports auf der Rückseite wie auch einem LAN Port.

Auf der Oberseite befindet sich zudem eine Sync bzw. Alarm an/aus Taste. Ja die Basis Station der Arlo Pro verfügt über eine 100db+ laute Sirene, was ein wichtiger Unterscheidungspunkt des Arlo und Arlo Pro Systems ist.

Die besondere Komponente dieses Systems ist aber sicherlich die Kamera. Diese ist vollständig kabellos!

Sowohl die Kommunikation mit der Basis Station funktioniert ohne Kabel wie auch die Stromversorgung.

Für letztere besitzt die Kamera einen eingebauten Akku. Dieser hält ca. 30-60 Tage abhäng davon wie viel die Kamera filmt. Wenn der Akku nun leer ist, wird die Kamera einfach via microUSB aufgeladen. Dies geht recht flott in wenigen Stunden. Alternativ bietet Netgear auch Ersatzakkus und Ladestationen an, so dass Akkus „on the Fly“ getauscht werden können.

Ebenfalls ist es möglich die Kamera gleichzeitig zu nutzen und zu Laden. Mit einer großen Powerbank könnte man beispielsweise die Akkulaufzeit massiv verlängern(Powerbank muss Quick Charge unterstützen).

Der Original Akku hat 17,57Wh, dies entspräche einer rund 5000mAh Powerbank.

Aufgestellt wird die Kamera entweder direkt auf einen Flachen Untergrund, auf ein Stativ über den Stativ Anschluss auf der Unterseite oder über Magneten.

Ja Magneten, denn wie auch die normale Arlo besitzt die Arlo Pro auf der Rückseite eine sehr stark magnetische Fläche.

Diese erlaubt es die Kamera an den speziell erhältlichen Aufhängungen zu befestigen. Eine passende Wandhalterung befindet sich auch gleich mit im Lieferumfang.

Aufgrund der runden Form der magnetischen Fläche funktioniert das Ganze ausgesprochen gut!

Auch wenn die Kamera nicht so aussieht, diese ist nicht nur für den Indoor Einsatz gedacht. Netgear hat dieser einen IP65 Wasserschutz verpasst, heißt selbst ein kleiner Regenschauer macht der Kamera nichts. Ebenso hält diese Temperaturen von bis zu -20 Grad aus.

In jeder der Arlo Pro Kameras steckt ein Mikrofon und ein Lautsprecher welcher für eine zwei Wege Kommunikation verwendet werden kann.

 

Einrichtung, Installation und App

Die Arlo Pro ist primär über die Smartphone App welche für IOS oder Android verfügbar ist zu steuern. Allerdings gibt es auch eine Web UI für die Nutzung am PC.

Konzentrieren wir uns erst einmal auf die Smartphone Apps und die Einrichtung. Letztere ist ausgesprochen einfach. Verbindet die Basis Station mit Eurem Netzwerk und dem Strom. Startet daraufhin die Smartphone App und legt Euch ein Netgear Konto an.

Wenn dies geschehen ist erkennt die App automatisch Eure Basis Station. Diese muss zuletzt durch drücken der Sync Taste mit der/den Kameras verbunden werden, folgt hier einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Grundsätzlich würde ich die Einrichtung wie auch die App als recht einfach und gut bezeichnen. Zwar gibt es hier und da Schwächen in der Übersetzung, Englisch Deutsch mix, oder Textboxen sind offensichtlich nicht für die längeren deutschen Wörter gedacht. Aber abseits davon bin ich mit der Arlo App sehr zufrieden.

Wenn ich mir abseits der Lokalisierung noch eine Verbessrung wünschen würde, läge diese bei der Einrichtung von Zeitplänen. Dies wirkt auf mich teilweise etwas unübersichtlich.

 

Aufnahme und Verwaltung

Die Arlos nehmen nicht konstant Video auf, sondern nur dann wenn eine Bewegung erkannt wurde. Hierbei richten sich die Kameras auch nach einem zuvor festgelegten Zeitplan oder dem so genannten „Geofencing“.

Der Zeitplan und wie dieser funktioniert, sollte soweit klar sein. Ihr könnt für jeden Wochentag einen Uhrzeitbereich festlegen in welchem die Kamera auf Bewegungen achten soll.

Wenn in diesem Zeitraum eine Bewegung erkannt wird, startet die Aufnahme oder Ihr werdet benachrichtigt oder der Alarm geht los oder natürlich eine beliebige Kombination aus alle dem.

Das Geofencing hingegeben schaltet die Kameras dynamisch scharf anhand des Standortes des Nutzers. Befindet Ihr Euch z.B. 5KM von zu Hause entfernt, gehen die Kameras an. Nähert Ihr Euch gehen die Kameras aus.

Das ganze funktioniert auch durchaus brauchbar, kann aber manchmal etwas zickig sein, aber dies scheint mehr vom verwendeten Smartphone abzuhängen als von den Kameras.

Selbstverständlich ist es auch möglich die Kameras per Hand ein oder auszuschalten. Sehr gut finde ich ebenfalls, dass sich Zeitpläne pro Kamera anlegen lassen.

Was passiert aber nun mit den Aufnahmen? Diese landen in der Cloud. Es gibt bei Netgears Arlo oder Arlo Pro System keine Möglichkeit die Aufnahmen ausschließlich lokal zu speichern.

Ich bin von Cloud Aufnahmen kein Fan, allerdings hat es Netgear ganz ordentlich gemacht. In der Basis Version erhaltet Ihr 1GB Speicherplatz oder 7 Tage. Wenn eins von beidem erreicht wird, werden die ältesten Videos gelöscht.

Dieses Basispaket ist für 95% aller Nutzer vollkommen ausreichend! Diese 1GB Speicherplatz reichen deutlich länger als es im ersten Moment klingt.

Ja es wäre klasse alternativ Videos einfach auf einer externen HDD welche an der Basisstation hängt abzulegen, allerdings hat die Cloud auch Vorteile.

Wird die Kamera zerstört oder es gibt einen Brand usw. sind die Aufnahmen sicher in der Cloud gelagert. Ich selbst würde mir keine Arlo ins Badezimmer stellen, aus Datenschutzgründen, aber bei Aufnahmen beispielsweise an der Haustür kann ich mit der Cloudgeschichte leben.

In der App oder im Web lassen sich die Aufnahmen jederzeit nach Datum und/oder Kamera sortiert anzeigen. Wenn man eine Aufnahme festsetzen möchte, ist es auch möglich dies einfach als .mp4 Datei herunterzuladen.

Ich sagte weiter oben es gäbe keine Möglichkeit die Aufnahmen „ausschließlich“ lokal zu speichern. Dies bedeutet ja, dass es durchaus die Möglichkeit gibt die Aufnahmen lokal zu speichern? Ja die gibt es! Man kann an die Basis Station eine externe HDD oder einen USB Stick anschließen auf welchem dann die Aufnahmen zusätzlich zur Cloud gespeichert werden.

 

Abonnement

Kommen wir einmal auf die verschiedenen Abonnements zu sprechen.

Wie bereits oben erwähnt muss man Netgear positiv anrechnen, dass das Gratisabonnement durchaus brauchbar ist.

Beispielsweise bei der Überwachungskamera von iSmartAlarm hat man lediglich 5 Minuten Video „gratis“ bekommen, was eher ein trauriger Witz ist.

Bei Netgear erhaltet Ihr gratis 7 Tage Video Aufnahme bzw. bis zu 1GB Aufnahmen. Wenn eins von beidem überschritten wird, werden jeweils die ältesten Aufnahmen gelöscht.

Dazu ist das Basispaket auf 5 Kameras beschränkt, was aber in der Regel ausreichen sollte.

1GB sollte im Übrigen für ca. 2,7 Stunden dauerhafte Videoaufnahme reichen, auf höchster Qualität. Auf mittlerer Qualität kommt man ziemlich genau auf 4 Stunden.  Wenn man bedenkt, dass die Kamera in der Regel beim Erkennen einer Bewegung nur 10-120 Sekunden Video aufzeichnet, sollte man mit dem Basispaket schon sehr weit kommen.

Ich werde nicht upgraden, mir reicht das vollkommen aus.

Wenn Ihr mehr wollt, bietet das Netgear natürlich auch. Hier unterscheidet man in private Pakete und Business- Pakete.

Für 8,99€ im Monat erhaltet Ihr beispielsweise 30 Tage Video (bzw. 10GB) und bis zu 10 Kameras, für 13,99€ im Monat erhaltet Ihr 60 Tage (bzw. 100GB) und bis zu 15 Kameras.

Bin zwar kein Fan von monatlichen Abonnements aber die Preise klingen eigentlich fair.

Im Business Bereich geht das Ganze auf bis zu 60 Tage/400GB und bis zu 40 Kameras für 44,99€ im Monat hoch.

 

Bildqualität, Bewegungserkennung und Reichweite

Die Bildqualität der Arlo Pro Kameras ist weitestgehend gleich mit der der normalen Arlos. Beide nehmen in 720p auf und wie ich schon im Test der Arlo schrieb, ist auch hier die Bildqualität hervorragend!

Bei Tageslicht sind die Aufnahmen scharf und Details gut zu erkennen. Bei Nacht macht die Arlo Pro einen überraschend guten Job die Dunkelheit mit ihren IR LEDs auszuleuchten. Das heißt auch hier sind Personen sehr gut zu erkennen.

Etwas was zu bedenken ist, ist der Blickwinkel. Auch die normalen Arlo Kameras hatten mit 110 Grad einen sehr weiten Blickwinkel, dieser ist bei der Arlo Pro nochmals ein Stück größer geworden.

Dies kann ein Vorteil sein wenn man beispielsweise einen Raum überwachen möchte. Hier bekommt die Kamera ein gutes Stück mehr Fläche ins Bild.

Jedoch gerade in der Outdoor Nutzung ist das ganze doch schon sehr weit, wer nur einen Durchgang oder eine Einfahrt von einer Distanz von 5-8 Metern überwachen will hat schon sehr viel mehr auf dem Bild als nur das.

Das Problem auf höhere Distanz wird die Bewegungserkennung immer ungenauer. Netgear spricht von 1,5-6 Metern maximaler Distanz zur Kamera für eine gute Bewegungserkennung und dem kann ich zustimmen.

Auf diese Distanz erkennt die Arlo Pro Personen ausgesprochen gut und zuverlässig. Andere kleinere Bewegungen hingegen werden meist ignoriert. Die Intensität der Bewegungserkennung lässt sich selbstverständlich noch feintunen.

Erneut für Indoor Anwendungen ist dies optimal! Bei Outdoor Anwendung muss man sich etwas mehr Gedanken um die perfekte Positionierung machen.

WICHTIG: Netgear hat eine Überarbeitung der Bewegungserkennung angekündigt! Diese soll dann auch erkennen was sich bewegt hat usw. Vermutlich will man hier ein ähnliches Prinzip einsetzen wie es z.B. Netatmo macht. 

Kommen wir zur Reichweite.

In Netgears Werbematerial habe ich mittlerweile mindestens drei unterschiedliche Angaben zur Reichweite gelesen, von 300 Metern zu 90 Metern.

Was ist nun richtig? Das Arlo Pro System nutzt im Hintergrund WLAN für die Kommunikation zwischen Basis Station und Kamera.

Daher kann man effektiv mit einer WLAN Reichweite rechnen. Diese hängt natürlich von der Distanz aber auch Anzahl und Dicke der Wände oder Störquellen ab.

Grundsätzlich würde ich allerdings die Reichweite als erstaunlich gut einstufen. Luftlinie ca. 20-30 Meter inklusive Außenwände sind kein Problem. Ich konnte die Kameras problemlos ums Haus positionieren.

 

Sonstiges

Noch ein paar typische Fragen welche man zur Arlo Pro haben könnte.

Kann man Aufnahmen Lokal speichern?

Ja kann man, jedoch werden die Aufnahmen immer zwingend zusätzlich in die Cloud geladen.

Wie funktioniert die Basis Station?

Die Basis Station ist ein WLAN Router. Ich weiß nicht ob in dieser abseits einer speziellen Software auch spezielle Hardware ist, jedoch erkennen Smartphones/Tablets usw. ganz normal das WLAN Signal der Basis Station.

Ihr habt also immer ein WLAN Netz mit der SSID „NETGEARXX“ noch zusätzlich zuhause.

Kann ich die Basis Station als WLAN Router/AccessPoint Nutzen?

Nein, zwar scheint es sich bei der Basisstation um einen normalen AccessPoint zu handeln jedoch kann man sich nicht mit diesem verbinden.

Das ausgesendete WLAN Signal ist mit einem unbekannten Passwort verschlüsselt.

Wie viel Internet Trafik verursacht das Arlo Pro System?

Eine Minute Video auf höchster Qualität und Auflösung frisst rund 6MB. Auf mittler Qualität 4,1MB.

Bedenkt aber, dass die Kameras ja nicht dauerhaft aufzeichnen.

Kann man Arlo und Arlo Pro Produkte kombinieren?

Ja kann man! Habt Ihr bereits ein Arlo Set und wollt eine Arlo Pro Kamera ist dies kein Problem. Kauft einfach die Kamera einzeln und verbindet diese regulär mit der Basisstation.

Das Ganze funktioniert auch umgekehrt.

 

Fazit

Vollständig kabellose Kameras und Cloud Aufzeichnung sind zwei nicht ganz einfache Punkte.

Jedoch hat es Netgear geschafft beides hervorragend umzusetzen. Die neuen Arlo Pro Kameras sind dank wieder aufladbaren Akkus und Zweiwege Kommunikation besser denn je.

Auch die alten Stärken der „nicht Pro“ Version sind wieder an Board, wie die gute Bildqualität und die Möglichkeit die Kameras dank Wasserschutz auch Outdoor zu nutzen.

Auch die Basis Station in welcher in der Pro Version sogar eine laute Alarmsirene verbaut ist, macht einen tadellosen Job.

Hierbei ist sogar die Reichweite hoch genug um ein normales Grundstück fast vollständig abzudecken.

Der Hardware würde ich soweit schon die volle Punktzahl geben! Viel besser kann man das Ganze nicht umsetzen!

Auch die Software ist einfach zu bedienen und lässt sich sogar über IFTTT mit anderen Smart Home Diensten verknüpfen.

Das heikle Thema ist sicherlich die Cloud Aufzeichnung. Netgear hat grundsätzlich sehr viel richtig gemacht. Das gratis Basis Abo bietet genug Speicherplatz und Features das 95% aller Nutzer nicht in die kostenpflichtigen Pakete upgraden müssen.

So blöd wie es klingt aber dies ist ein nobles Verhalten von Netgear, viele andere „Cloud Kamera“ Hersteller versuchen den Nutzer mit aller Macht in die kostenpflichtigen Abos zu drängen, das macht Netgear nicht.

Bleiben dann nur noch die Bauchschmerzen seine Videoaufzeichnungen in die Cloud zu versenden. Ich würde zwar auch eine nur offline aufzeichnen Option klasse finden, jedoch sehe ich auch die Vorzüge der Cloud.

Ein Einbrecher kommt, sieht die Kamera, haut diese kaputt, egal die Aufnahmen sind schon längst in der Cloud gelandet an welche der Einbrecher nicht rankommt.

Ich würde mir zwar keine Arlo ins Badezimmer oder Schlafzimmer stellen, aber abgesehen von solchen heiklen Orten kann ich mit der Cloudaufzeichnung leben, welche man natürlich per Hand, Zeitplan oder per Geofencing abschalten kann, wenn man daheim ist.

Für jemanden der mit der Cloudaufzeichnung leben kann, wird es kein besseres, flexibleres oder einfacheres Videoüberwachungs-System geben als das Netgear Arlo oder Arlo Pro!

Arlo oder Arlo Pro

Ein wichtiges Thema ist natürlich ob man sich für das Arlo Pro System aus diesem Test oder für die „einfachen“ Arlos entscheidet.

Diese Entscheidung ist nicht ganz einfach. Das Arlo Pro System hat folgende Vorteile:

  • 130Grad Blickwinkel (gegen 110Grad)
  • Wiederaufladbare Akkus (anstelle von Batterien)
  • 2 Wege Kommunikation
  • Eine Sirene in der Basis Station
  • Etwas bessere Nachtsicht

Hier stellt sich natürlich die Frage was nimmt man? Ein Basis Set mit 2 Kameras kostet bei den normalen Arlos ca. 320€, bei den Arlo Pros 550€. Bei den normalen Arlos muss man allerdings noch ca. 45€ Batteriekosten im Jahr einplanen (alle 4 Monate 4 Batterien, für 2 Kameras bei 1,9€ pro Batterie).

Hier ist im Grunde die Frage, mehr direkt ausgeben oder über 3-4 Jahre verteilt, allerdings gerade im Outdoor Einsatz stellt sich die Frage wie lange die Akkus der Arlo Pros leben, ehe auch diese ausgetauscht werden müssen.

Unterm Strich denke ich, dass die normalen Arlos die bessere Preis/Leistung bieten, würde aber dennoch eher zur Arlo Pro raten sofern das Geld da ist.

Ich selbst werde mixen, Arlo Pro Basis Station + Pro Kameras da wo es oft Aktivität gibt und daher der Batterieverbrauch hoch ist und normale „günstige“ Arlo Kameras an den etwas weniger belebten Orten, beispielsweise hinterm Haus.

Das ZTE Blade V8 im Test (Snapdragon 435, 3GB RAM, 32GB Speicher, Full HD, 250€)

ZTE ist auf dem deutschen Markt noch als Exot zu bezeichnen. Aber gerade im Jahr 2016 hatten diese mit dem ZTE Axon 7 einen Hit gelandet in der Oberklasse.

Nun sind wir in 2017 und ZTE hat mit dem Blade V8 sein neustes Mittelklasse Smartphone vorgestellt.

Wollen wir doch einmal schauen ob dieses an die guten ZTE Smartphones des Jahr 2016 anknüpfen kann.

 

Technische Daten 

Lieferumfang und Verpackung

ZTE versucht offensichtlich die VR Fähigkeit seines Smartphones hervorzuheben indem die Verpackung des Blade V8 als VR Brille nutzbar ist.

Erwartet nicht zu viel von dieser VR Brille, dies ist nur ein lustiges Gimmick und eine nette Beigabe.

Abgesehen von der Pappe VR Brille ist der Lieferumfang weitestgehend Standard. Es liegt ein USB Netzteil, ein microUSB Ladekabel und ein paar „Basic“ Ohrhörer bei.

Letztere sind nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

 

Das ZTE Blade V8

Der erste Eindruck vom V8 ist positiv. Das Smartphone besitzt, wie heutzutage anscheinend langsam üblich, ein Aluminiumgehäuse.

Dieses Gehäuse bietet eine solide Standard Qualität für ein Smartphone der 200€+ Preisklasse. Optisch ist das ZTE Blade V8 soweit in Ordnung, allerdings sticht dieses auch nur kaum aus der Masse an Alu Smartphones heraus. Lediglich die Kamera bzw. Kameras und deren Einfassung lässt sich als besonders bezeichnen.

Positiv überrascht hat mich das Gewicht. Mit 141g ist das Smartphone vergleichsweise leicht für ein 5,2 Zoll Aluminium Gerät.

Die Abmessungen sind soweit Standard. Das ZTE Blade V8 besitzt leider keinen besonders schmalen Rahmen. Gerade oberhalb und unterhalb des Displays ist der Rahmen recht breit.

Immerhin hat ZTE dafür unterhalb des Displays eine physische Home Taste und zwei kapazitive Tasten verbaut.

Oberhalb des Displays befindet sich eine 13 Megapixel Selfi Kamera. Auf diese scheint ZTE recht stolz zu sein, immerhin hat man diese mit einem silbernen Kreis umrahmt und war mutig genug auf die Front „13 Megapixel“ zu schreiben.

Dies führt dazu, dass die Frontkamera visuell etwas hervorsteht.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir ein 5,2 Zoll Full HD Display, eine 13 Megapixel Frontkamera und eine Home Taste mit Fingerabdruckscanner.

Auf der Oberseite ist nur der Kopfhöreranschluss und ein Mikrofon zu finden.

Auf der Unterseite ist ein microUSB Ladeport und der Lautsprecher.

Rechts am Smartphone sind die drei üblichen Hardware Tasten für die Lautstärke und das Einschalten angebracht. Diese besitzen einen brauchbaren Druckpunkt, sind aber vielleicht etwas schwer von einander zu unterscheiden, da die Lautstärkewippe keine Wippe ist sondern wirklich zwei separate Tasten welche genauso groß sind wie der Einschalter.

Auf der Rückseite findet sich lediglich die 13 Megapixel Hauptkamera. Diese wird aber von einer zusätzlichen 2 Megapixel Kamera unterstützt welche Tiefeninformationen aufzeichnen kann.

 

Software

ZTE setzt beim Blade V8 auf Android 7.0. Im Gegensatz zu früheren ZTE Smartphones ist die Software beim Blade V8 vergleichsweise „sauber“ gehalten.

Ja, die Benutzeroberfläche wurde von ZTE doch ein gutes Stück angepasst aber dies ist recht geschmackvoll und dezent gehalten.

Der Einrichtungsprozess ist weitestgehend der Standard Android Einrichtungsprozess mit ein zwei kleinen Veränderungen. Ihr werdet beispielsweise gefragt ob Ihr „Okay Google“ dauerhaft nutzen wollt und welche Anordnung die Touch Tasten unterhalb des Displays haben sollen.

Wenn Ihr das Smartphone fertig eingerichtet habt, landet Ihr auf dem Home Bildschirm. Dieser besitzt keinen App Drawer, das heißt alle Apps landen wie bei Apple Smartphones auf den einzelnen Seiten des Launchers.

Hierbei nutzt dieser „Launcher“ viereckige App Icons, auch die Icons von anderen Anwendungen welche Ihr nachträglich installiert, werden dementsprechend verformt. Dies kann teilweise leider etwas merkwürdig aussehen.

Von Haus aus installiert ZTE einiges an „Bonus Apps“ vor. Wie sprechen hier von Social Media Apps wie Facebook oder Instagramm aber auch über diverse Spiele bis hin zu einem Antiviren Schutz von AVG. Diese Apps lassen sich allerdings auf Wunsch auch deinstallieren.

Von den internen 32GB Speicher stehen noch rund 22,7GB zur freien Verfügung, was soweit okay ist.

Neben diesen Bonus Apps bietet aber das ZTE Blade V8 auch diverse andere durchaus nützliche Features. Diese umfassen eine einfache Gesten Steuerung oder einen Einhandmodus.

Auch wird beispielsweise der Sperrbildschirm Hintergrund bei jedem Freischalten gegen einen neuen ausgetauscht, so dass niemals Langeweile herrscht.

 

Display

Das ZTE Blade V8 verfügt über ein 5,2 Zoll Full HD Display welches die IPS Technologie nutzt.

Das Display sieht in der Praxis ordentlich aus. Farben sind kräftig und klar, Kontraste sind für ein IPS Panel dieser Preisklasse ordentlich und auch die Blickwinkel sind stark.

Die maximale Helligkeit ist zudem gut, wenn nicht sogar hervorragend! An sich ist diese vollkommen ausreichend selbst für einen Einsatz in praller Sonne, jedoch scheint ZTE beim Blade V8 kein Gorilla Glas zu nutzen.

Warum? Dieses spiegelt überdurchschnittlich stark und zeigt sich wenig resistent gegenüber Fingerabdrücken.

Daher ist unterm Strich die Outdoor Fähigkeit trotz der an sich hohen Helligkeit des Displays eher mittelmäßig.

Das Display Glas ist im Übrigen an seinen Rändern leicht abgerundet, was Wischgesten etwas angenehmer macht.

 

Sound

Das ZTE Blade V8 verfügt über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser ist leider zum einen recht leicht zu verdecken, zum anderen klanglich nicht unbedingt überragend.

Der Lautsprecher ist sehr dünn und schwachbrüstig. Die Lautstärke ist zwar ausreichend aber wirklich viel Musik wollt Ihr über diesen nicht hören.

Interessanterweise wird beim Blade V8 mit „Dolby Audio“ geworben. Zu mindestens der interne Lautsprecher klingt aus meiner Sicht ohne die Dolby Sound Verbessrung besser als wenn diese eingeschaltet sind.

Der Kopfhörerausgang ist etwas besser, aber auch dieser hat mich weder mit Dolby Audio noch ohne wirklich aus den Socken gehauen. Hier wird auch höchstens eine Standard Sound Qualität geboten, die Betonung liegt leider auf höchstens.

An der Telefonqualität habe ich hingegen nichts zu bemängeln. Die Ohrmuschel ist laut und ausrechend klar und auch mein Gegenüber konnte mich jederzeit gut verstehen.

 

Kamera

Das Blade V8 verfügt über zwei Kameras auf der Rückseite. Eine hiervon ist die Hauptkamera und die andere nimmt in einem speziellen Modus Tiefeninformationen auf.

Letztere sollen für einen Hintergrundunschärfeeffekt wie bei einer Spiegelreflex Kamera führen.

Die Hauptkamera verfügt über 13 Megapixel und eine Blende von f2.0, also der übliche Standard. Die zweite Kamera besitzt nur 2 Megapixel, was aber für das Sammeln von tiefen Informationen vollkommen ausreicht.

Ehe wir zu der Bildqualität kommen ein paar generelle Infos zur Kamera und deren App. Die von ZTE verwendete Kamera App ist ordentlich. Diese ist visuell ansprechend, verfügt über einen brauchbaren automatischen Modus und einen vollständigen manuellen Modus, den man in dieser Preisklasse nur selten sieht.

Die App startet schnell und allgemein arbeitet die Kamera erfreulich flott. Normale Fotos lassen sich ohne Verzögerung hintereinander aufnehmen und selbst HDR Bilder benötigen nur ca. 0,5 Sekunden.

Damit ist das ZTE Blade V8 eins der flotteren Smartphones der 260€ Preisklasse.

Ein Foto des Blade V8 nimmt im Schnitt um die 2MB ein, sind daher recht stark komprimiert. Bilder mit dem Hintergrundunschärfeeffekt werden mit über 12 MB interessanterweise deutlich größer.

Kommen wir aber zu den Testbildern. Diese sind wie üblich im automatischen Modus auf der höchsten Qualität gemacht und nicht nachbearbeitet direkt hier hochgeladen. Smartphone Nutzer aufgepasst die Bilder brauchen viel Trafik da volle Auflösung.

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Ja die Kamera des Blade V8 ist vernünftig! Selbst bei dem aktuell recht wechselhaften Wetter schafft das Smartphone farblich Akkurate und scharfe Bilder zu liefern.

Auch die Helligkeit und die Kontraste passen.

Teilweise habe ich zwar das Gefühl die Bildkompression ist vielleicht etwas aggressiv und verschluckt feine Details aber im Großen und Ganzen ist man hier in einem sehr zufriedenstellenden Bereich.

Für Facebook, WhatsApp und co. reichen die Aufnahmen vollkommen aus. Selbst im Urlaub als 2. Kamera würde das Blade V8 einen brauchbaren Job machen.

Selbst im Low Light sind die Aufnahmen leicht überdurchschnittlich gut. Allerdings muss man etwas vorsichtig sein, dsas die Fotos nicht verwackelt werden. Vergleichsweise viele Testbilder welche ich bei schlechten Lichtverhältnissen gemacht habe sind durch Verwicklung etwas unscharf.

Allerdings von 2-3 Bildern des selben Motivs war meist eins dabei welches wirklich gut und vergleichsweise rauscharm war.

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen würde ich also dazu raten vielleicht 2-3 Aufnahmen vom selben Motiv zu machen und das beste auszuwählen.

Videos sind qualitativ in Ordnung. Allerdings ist die Bildschärfe eher mittelmäßig für Full HD Aufnahmen. Dafür passen Farben und Kontraste, wie auch schon bei den Fotos.

Was ebenfalls sehr mittelmäßig ist, ist das Mikrofon. Der Ton bei Video Aufnahmen hallt aus unerklärlichen Gründen etwas, was je nach Situation merkwürdig klingt.

Positiv überrascht hat mich der Software Bildstabilisator. Dieser macht einen erstaunlich guten Job ohne dabei die Aufnahme zu verzerren. Schritte und das normale Wackeln wird gut herausgefiltert.

Aufnahmen mit dem V8 sind also vergleichsweise sanft.

Kommen wir auf die zweite Kamera zu sprechen. Hier habt Ihr einen 3D Modus und einen Bokeh Modus.

Bokeh = Bokeh (von jap. 暈け, auch ぼけ oder ボケ geschrieben, boke „unscharf, verschwommen“)[1] ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff für die Qualität eines Unschärfebereichs.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bokeh

Smartphones produzieren bei Bildern nur recht wenig Hintergrundunschärfe, der Bokeh Modus versucht dies zu ändern und fügt eine Hintergrundunschärfe hinzu um den Fokus mehr auf das primäre Objekt der Aufnahme zu lenken.

Um dies gut zu machen muss das Smartphone erkennen welche Objekte sich im Vordergrund und welche sich im Hintergrund befinden. Damit dies funktioniert hat das ZTE Blade V8 eine zweite Kamera welche sich nur um diese Aufgabe kümmert.

Daher müsste die Hintergrundunschärfe doch total realistisch sein nicht wahr?

Na ja das Blade V8 macht sogar einen brauchbaren Job was diese Hintergrundunschärfe angeht. Hier kommt es etwas darauf an wie stark man diese einstellt. Auf den höheren Stufen sieht man doch sehr deutlich das dies nur ein Software Feature ist, auf den Mittleren Stufen wirkt das Ganze je nach Objekt aber vernünftig.

Natürlich perfekt ist es nicht aber wer Spaß am Herumprobieren hat wird mit diesem Modus durchaus auch schöne Aufnahmen erzielen können.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Frontkamera. Diese ist gut bis sehr gut. Aufnahmen sind klar und detailliert, lediglich die Helligkeit war etwas niedrig. Hier muss eventuell etwas per Hand eingegriffen werden.

Aber abgesehen davon Daumen hoch, eine der besten Frontkameras die ich bei einem 200-300€ Smartphone bisher gesehen habe!

 

Benchmarks

Im Blade V8 werkelt ein Qualcomm MSM8940 Snapdragon 435 welcher mit 3GB RAM kombiniert ist. Der Snapdragon 435 ist ein recht aktueller Achtkern SoC welcher in der oberen Einsteigerklasse angesiedelt ist.

Ehe wir zur Alltagsnutzung kommen, schauen wir uns ein paar Benchmarks an, also theoretische Leistungstests.

In den theoretischen Tests macht das Blade V8 schon mal eine sehr ordentliche Figur. Der Snapdragon 435 ist ungefähr genauso schnell wie der etwas ältere Snapdragon 617 welche zum Beispiel im Moto G4 zu finden ist.

Der alte, recht weit verbreitete, Snapdragon 410 wird um gute 60% vom Snapdragon 435 abgehängt.

Von daher sollte die Alltags Performance mehr als solide sein.

 

Das ZTE Blade V8 im Alltag

Erfreulicherweise läuft das Blade V8 im Alltag ziemlich gut und flott. Das Smartphone fühlt sich so schnell und gut an wie man dies von einem Mittelklassegerät erwarten kann.

Heißt, die Benutzeroberfläche läuft weitestgehend tadellos und auch die Standard Apps wie Facebook und co. starten recht flott und laufen flüssig.

Leichte Defizite gibt es beim „Gaming“. Die 08/15 Spiele aller Pokemon Go, Angry Birds, Cut the Rope usw. sind selbstverständlich kein Problem.

Etwas schwieriger wird es bei „High End“ Games wie Asphalt 8, Modern Combat 5 usw. Hier muss man entweder mit Rucklern und/oder einer reduzierten Grafik leben.

Allerdings werden 99% aller Spiele auf dem Blade V8 spielbar sein. Trotzdem für Gamer gibt es bessere Smartphones.

Die 3GB RAM machen das V8 zu einem recht Multitasking starken Smartphone. Apps werden vergleichsweise selten geschlossen und müssen dementsprechend auch beim erneuten wiederaufrufen nur seltener neu laden. Das Ganze darf man natürlich nicht mit den High End Smartphones vergleichen, die auch mit 3GB RAM meist noch mehr Apps offen halten können (vermutlich da bei diesen der SoC mehr Power hat).

Wer also viel zwischen Anwendungen hin und her springt, wird dennoch hier vielleicht etwas mehr Freude haben als an einem Gerät mit nur 2GB RAM.

Kommen wir zu einem dicken Kritikpunkt. Das Blade V8 unterstützt kein 5GHz WLAN….

Freunde wird sind im Jahr 2017, da hat 5GHz WLAN eigentlich bei Smartphones der 200€ Preisklasse Standard zu sein! Aber immerhin ist das 2,4GHz WLAN recht gut und schnell.

Auch erfreulich schnell ist das GPS des ZTE Blade V8. Dieses fand meine Position schnell und akkurat. Wer das Blade V8 zum Navigieren nutzen möchte, wird keine Probleme damit haben.

Ebenfalls schnell und akkurat ist der Fingerabdruckscanner welcher in der Home Taste verbaut ist. Dieser ist auf dem Level eines Samsung Galaxy S7 sowohl was das Tempo angeht wie aber auch die Zuverlässigkeit, klasse!

Ebenfalls klasse ist, dass die kapazitiven Tasten, die  neben dem Scanner angebracht sind eine Beleuchtung besitzen. Ich weiß zwar nicht ob ich von der Farbe Blau der größte Fan bin aber Hauptsache die Tasten sind überhaupt beleuchtet.

 

Akkulaufzeit

Das ZTE Blade V8 verfügt über einen 2730mAh großen Akku. Dieser sorgt für eine solide aber auch nicht überragende Laufzeit.

In meinem üblichen Praxistest mit einer bunten Mischung aus websurfen, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte das Blade bei einer „indoor“ Display Helligkeit eine Akkulaufzeit von rund 6,5 Stunden, was soweit okay ist.

Die allermeisten Nutzer werden mit dem Smartphone problemlos über den Tag kommen. Wenig Nutzer könnten vielleicht auch noch einen zweiten Tag schaffen.

 

Sonstiges

  • Kein 5GHz WLAN
  • Dual SIM oder Speichererweiterung

 

Fazit

Das ZTE Blade V8 ist ein erfreulich gelungenes Allround Smartphone! Dieses besitzt keine wirkliche Schwäche, alle Komponenten sind konstant auf einem guten Level. Hierbei spreche ich von der Kamera, dem Akku, der Performance, dem Display usw.

Ich habe im Grunde nichts zu bemängeln! Daher Daumen hoch für das ZTE Blade V8, ein gelungenes Smartphone!

Allerdings wird es das V8 nicht leicht haben. Leider gibt es eins was dem Smartphone fehlt, nämlich das herausstechende Argument. Sämtliche Komponenten des Smartphones sind solide bis gut aber beispielsweise weder die Kamera noch die Performance ist etwas einmaliges in der 250€ Preisklasse.

Gerade die üblichen Verdächtigen wie das BQ Aquaris X5 Plus oder das Huawei P9 Lite machen es nicht einfacher. Damit will ich nicht sagen, dass diese beiden Smartphones besser sind als das Blade, das ist nicht der Fall, aber leider hat das ZTE Blade, abgesehen von der sehr guten Selfi Kamera, nichts was dieses von diesen Modellen abhebt.

Das ZTE Blade V8 ist einfach ein guter unauffälliger Allrounder, sollte es Euch aufgrund der Optik, der guten Frontkamera oder weil Ihr es irgendwo besonders günstig gefunden habt, ansprechen, steht aus meiner Sicht nichts gegen den Kauf. Auch verglichen mit dem Moto G5 ist das Blade V8 nochmals ein kleines Upgrade.

Das Ulefone Gemini im Test

Mit dem Gemini hat der asiatische Smartphone Hersteller Ulefone ein dual Kamera Smartphone auf den Markt gebracht welches weniger als 150€ kostet aber dennoch mit einem Full HD Display, 3GB RAM und 32GB Speicher punkten soll.

Hinzu kommt ein großer 3200mAh Akku und ein Aluminiumgehäuse.

Klingt doch erst einmal gut! Vielleicht sogar zu gut für das Geld. Wollen wir doch einmal herausfinden ob das Gemini etwas taugt! Kann das Smartphone im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Lieferumfang und Bestellung

Das Ulefone Gemini ist wie üblich aktuell nur aus Asien zu beziehen. Der Händler meiner Wahl wäre hier Gearbest welcher dieses für 120€ anbietet. Wenn Ihr es mit der Versandmethode „Germany Express“ bestellt, müsst Ihr Euch auch nicht mit Zoll und Co. rumschlagen, dies macht dann Gearbest für Euch.

Bei einem Preis von 120€ darf man im Allgemeinen nicht mit einem sonderlich großen Lieferumfang rechnen. Jedoch ist dies beim Gemini anders.

Ulefone packt hier alles was man sich vorstellen kann mit in die Box. Angefangen beim Ladekabel und einem Netzteil (5V 1,5A) über eine bereits aufgetragene Displayschutzfolie und eine zusätzliche Glas Displayschutzfolie bis hin zu einer Hülle und einer Smartphone Halterungen befindet sich so ziemlich alles im Lieferumfang was man sich wünschen kann.

Wow für ein Smartphone dieser Preisklasse ist das hervorragend!

 

Das Ulefone Gemini  im Test

Das Gemini ist ein durchaus hochwertiges Smartphone. Ulefone setzt bei diesem auf ein robust anmutendes Aluminium Gehäuse.

Dieses wirkt auch recht massiv, was durch das gefühlt recht hohe Gewicht kommt und die hohe „Dichte“ entsteht.

Das Gemini ist ein vergleichsweise schweres und dickes Smartphone. Wer also nach einem super kompakten Gerät sucht, wird hier vermutlich eher weniger fündig.

Allerdings wirkt die Haptik und Verarbeitung durchaus eine Preisklasse höher als welche das Gemini eigentlich kostet.

Die Haptik erinnert mich mit der leicht abgerundeten Rückseite sogar etwas an ein  Huawei Mate 9.

Von daher habe ich hier nichts zu bemängeln, vielleicht könnte der Übergang auf der Rückseite zwischen Aluminium und Plastikabdeckung etwas besser sein, aber in dieser Preisklasse ist das zu verzeihen.

Gehen wir einmal um das Gemini herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll große Full HD Display wie auch eine „Home Taste“ mit Fingerabdruckscanner und eine 5MP Frontkamera.

Auf der Linken Seite befinden sich die drei üblichen physischen Smartphone Tasten mit einem Vernünftigen Druckpunkt und auf der rechten Seite ist eine spezielle Kamerataste.

Lautsprecher und microUSB Ladeport befinden sich auf der Unterseite und der Kopfhöreranschluss auf der Oberseite.

Auf der Rückseite finden wir die große Besonderheit des Ulefone Gemini, die beiden Kameras. Eine davon besitzt 13 Megapixel und die andere 5 Megapixel.

Letztere dient für das Aufnehmen von Tiefeninformationen. In wie weit dies in der Praxis funktioniert schauen wir uns noch an.

 

Software

Wie es auch schon bei anderen Ulefone Smartphones war, verzichtet der Hersteller auch hier auf einen Einrichtungsprozess.

Ihr schaltet das Smartphone ein und landet direkt auf dem Home Bildschrim.

Wollt Ihr das Smartphone mit einem Google Account nutzen oder mit dem WLAN verbinden müsst Ihr dies per Hand in den Einstellungen machen.

Auch die Sprache lässt sich auf Deutsch umstellen, die Übersetzung ist in machen Teilen nicht perfekt aber ausreichend.

Den ersten Moment mit dem Gemini kann ich einfach nur mit „wow“ beschreiben. Ich glaube das ich noch nie ein Smartphone mit einem derart hässlichen Skin gesehen habe.

Der komplette Homebildschirm und alle Icons sind in einem Braun-, Bronze-, Goldfarbton gehalten, was unglaublich träge und matt aussieht.

Erfreulicherweise lässt sich dieser Skin problemlos austauschen, einfach den Home Screen gedrückt halten und man kommt zur Themenauswahl.

Hier finden sich auch etwas normalere Icons und Farben.

Abgesehen vom Launcher hat Ulefone allerdings kaum etwas verändert. Die Benachrichtigungszentrale und auch die Einstellungen hingegen sind Standard Android.

Sollte einem der Homebildschirm nicht gefallen, einfach einen anderen Launcher wie den Google Now Launcher oder den Nova Launcher aus dem Google Play Store installieren und man hat ein „Standard“ Android Smartphone.

Erfreulicherweise hält sich Ulefone bei den vorinstallierten Anwendungen sehr zurück. Abgesehen von den Standard Apps ist nichts weiter auf dem Smartphone zu finden, Daumen hoch dafür.

Von den 32GB Speicher sind „out of the Box“ noch rund 25GB frei, ein vernünftiger Wert.

Ulefone hat dem Gemini einige Zusatzfeatures spendiert. Hierzu gehören diverse Gesten, wie doppelt antippen zum Einschalten des Displays, mit xyz Fingern wischen um eine zuvor ausgewählte App zu starten usw.

Auch lässt sich das Layout der Software Tasten bestimmen oder das Telefon durch Umdrehen stummschalten.

Leider konnte ich jedoch keine Möglichkeit finden die gesonderte Taste auf der rechten Seite des Smartphones zu belegen. Diese startet also anscheinend immer die Kamera, schade hier wären etwas mehr Anpassungsmöglichkeiten super gewesen.

Wir haben noch gar nicht über die Android Version gesprochen. Mein Ulefone Gemini  wurde noch mit Android 6.0 ausgeliefert, jedoch hat der Hersteller ein 7.0 Update via OTA angekündigt.

Hoffen wir, dass dieses bald kommt, auch wenn das verwendete Android 6.0 einen ordentlichen Eindruck macht, abgesehen vom furchtbaren Skin.

 

Display

Das Ulefone Gemini verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD Display. Dieses lässt einfach als gut bezeichnen. Es ist klar, scharf und selbst Kontraste sind für ein IPS Panel stark.

Auch die maximale Helligkeit ist auf einem recht hohen Level. Diese ist beispielsweise vergleichbar mit der des LG G5.

Von daher ist die Lesbarkeit im Freien durchaus gegeben, auch wenn natürlich bei praller Sonne das Ganze etwas schwerer wird.

Geschützt wird das Display durch Gorilla Glas 3, sollte also durchaus recht resistent gegen Kratzer sein.

 

Klang und Akustik

Beginnen wir mit der Telefonqualität. Die Ohrmuschel ist vielleicht ein wenig dumpf aber grundsätzlich gut nutzbar. Auch das verbaute Mikrofon ist solide, sofern es nicht zu viele Hintergrundgeräusche gibt.

Auch beim Lautsprecher leistet sich das Gemini keinen Fehler dieser ist auf der Unterseite angebracht. Erstaunlicherweise ist er unmöglich zu verdecken.

Selbst wenn er komplett zugehalten wird schafft es der Ton irgendwie aus dem Gehäuse ohne größere Dämpfung.

Der Klang ist vollkommen Okay. Das Gemini ist nicht das aller lauteste Smartphone, dafür aber auch auf voller Lautstärke weiterhin recht sauber.

Hierbei klingt dieses klar und sauber, Bass fehlt natürlich weitestgehend. Trotzdem für ein wenig Internet Radio oder ein Youtube Video nebenbei reicht das Ganze vollkommen.

 

Kamera

Die Dual Kamera des Gemini wird seitens des Herstellers groß beworben. Klar viele aktuelle High End Smartphones haben Dual Kameras, da ist es doch was Tolles wenn dies auch das 150€ Smartphone hat, oder?

Bei Dual Kameras in Smartphones gibt es verschiedene Konzepte. Beispielsweise Apple und LG setzen auf zwei Kameras mit einer unterschiedlichen Brennweite um so zu sagen „Zoom“ zu erzielen.

Huawei setzt auf zwei Kameras bei welchen die Bilder miteinander verrechnet werden um ein hochwertigeres Bild zu erzeugen.

Das älteste Konzept welches ich zuerst bei etwas älteren HTC Geräten gesehen habe, ist die Dual Kamera zum Sammeln von Tiefeninformationen.

Hierbei wird meist ein guter und ein schlechterer Kamerasensor kombiniert. Der gute Sensor macht das Bild und der schlechte sammelt Tiefeninformationen.

Warum? Es geht um einen Hintergrundunschärfeeffekt welchen man ansonsten nur von Spiegelreflex Kameras kennt.

Dieser Effekt kann mithilfe von Tiefeninformationen durchaus gut und realistisch umgesetzt werden.

Letzteres Konzept nutzt auch das Ulefone Gemini mit einer 13MP und einer 5MP Kamera.

Gleich vorweg die zweite Kamera ist Spielerei. Sowas kann Sinn machen bei einer Smartphone Kamera welche top Bilder liefert, womit man auch wirklich schöne Porträt Bilder machen will.

Dies ist ein Einsteiger -Smartphone wo einfach die Bildqualität sowieso nicht gut genug ist, dass man mit solchen Effekten viel Spaß haben wird. Hier wäre es wesentlich sinnvoller gewesen eine bessere Kamera zu verbauen.

Die Zweite Kamera und die damit verbunden Features sind aus meiner Sicht unnötige Gimmicks welche nur aus Marketing gründen verbaut wurden „Dual Kamera Smartphone“ liest sich halt recht schön.

Aber das muss ja nicht heißen das die Kamera nicht gut ist.

Schauen wir uns wie üblich ein paar Testbilder an. Diese sind nicht nachbearbeitet und im Automatik Modus entstanden, nicht dass es einen pro Modus geben würde.

 

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht  oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Wenn Ihr Euch die Bilder anseht, werdet Ihr wissen warum ich meine, dass niemand mit diesem Smartphone „Porträt Bilder“ machen wird.

Ich glaube man kann es nicht anders sagen aber die Kamera ist nicht das gelbe vom Ei.

Selbst für ein 150€ Smartphone ist die Bildqualität mäßig. Die Aufnahmen wirken recht matt und leblos.

Ich war mir zwischenzeitlich nicht mal sicher ob ich einen „Super 8“ Retro Bildfilter aktiv hatte, aber nein das war nicht der Fall, die Bilder sind wirklich so.

Vielleicht um mal einen Autounfall oder Ähnliches zu dokumentieren reicht das Ganze aber für mehr auch nicht.

Ich würde vom Gemini keine Fotos auf Social Media Plattformen posten.

Spätestens wenn man Bilder abseits von perfekten Lichtverhältnissen macht, bricht die Bildqualität sehr stark ein.

 

Benchmarks

Im Ulefone Gemini werkelt ein MTK6737T QuadCore in Kombination mit 3GB RAM und 32GB Speicher.

Dies klingt für ein Smartphone dieser Preisklasse schon ganz ordentlich. Etwas Sorgen macht mir hier lediglich das Full HD Display, bei welchem ich mir nicht sicher war ob dieses vom MTK6737T ausreichend befeuert werden kann.

Schauen wir uns zuerst ein paar Benchmarks an und wie das Ulefone Gemini in diesen abschneidet.

Die Benchmarks des Gemini sind durchaus als interessant zu bezeichnen. Im Antutu Benchmark erreicht dieses ungefähr die Leistung eines Snapdragon 616.

Ähnliches auch bei Geekbench. Jedoch bei Benchmarks welche die Grafik Leistung in den Vordergrund stellen schwächelt das Gemini etwas.

Der Grund dafür ist vermutlich recht einfach, das Full HD Display. Der  MTK6737T scheint eine ordentliche CPU Leistung zu besitzen, ist jedoch auf Seiten der GPU etwas knapper kalkuliert.

In wie weit wirkt sich dies in der Praxis aus?

 

Das Ulefone Gemini in der Praxis

Starten wir mit der Leistungsfähigkeit. Erfreulicherweise läuft die UI ausgesprochen flüssig und gut auf dem Smartphone.

Ruckler oder stottern, Fehlanzeige!

Auch die meisten Basis Apps wie WhatsApp, der Webbrowser, Facebook usw. laufen gut bis sehr gut.

Wo man Abstriche machen muss, ist im punkto Gaming. Hierbei rede ich natürlich nicht von den „Klassikern“ aller Angry Birds usw. welche natürlich problemlos laufen.

Aber neuere und aufwendigere 3D Spiele wie Asphalt 8 stellen das Gemini vor Probleme.

Die Meisten dieser Spiele laufen, jedoch mit reduzierter Auflösung und Details. Trotzdem für „Gamer“ ist dieses Smartphone nur sehr bedingt geeignet.

Positiv ist wiederum das Vorhandensein von 5GHz WLAN und das recht flotte GPS.

Was mich anfangs sehr viele Nerven gekostet hat, war die Tastenanordnung des Smartphones. Ich und vermutlich auch die meisten anderen Nutzer, werden es kaum gewohnt sein, dass der Einschalter auf der linken Seite ist.

Etwas erschwerend kommt hinzu, dass auf der rechten Seite, dort wo normalerweise der Einschalter ist, die gesonderte Taste für die Kamera ist.

Heißt, ich habe fast jedes Mal die falsche Taste gedrückt. Dies wird allerdings für Nutzer, die dieses Smartphone als ihr Hauptgerät nutzen vermutlich kein größeres Problem sein, zu mindestens nach einer Weile.

Auch der Fingerabdruckscanner sorgte für etwas Gewöhnungszeit. Dort wo dieser im Normalfall ist, mittig auf der Rückseite, ist hier die zweite Kamera, welche sich aber so anfühlt als wäre sie an runder Fingerabdruckscanner.

Der Fingerabdruckscanner bzw. die Home Taste auf der Front ist solide. Es ist nicht der aller schnellste Scanner aber er ist im Alltag problemlos nutzbar.

Hierbei sind auch die diversen Zusatzfeatures mit welchen man die Taste bei doppeltem Antippen usw. belegen kann durchaus hilfreich, sofern man sich diese einprägt.

Die Software Bildschirmtasten lassen sich auf Wunsch im Übrigen auch abschalten und komplett durch die Home Taste ersetzen.

Was mich etwas wundert ist das Fehlen einer Benachrichtigungs LED. Diese ist ansonsten den asiatischen Herstellern immer sehr wichtig.

Grundsätzlich würde ich aber aufgrund der guten Leistung des Smartphones den Alltagseinsatz als positiv bezeichnen. Ich war durchaus überrascht wie flüssig und sauber das Gerät läuft.

 

Akku

Mit 3250mAh bietet das Ulefone Gemini einen durchaus größeren Akku. Die wenigsten Flaggschiff Smartphones bieten hier mehr.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Leider weniger gut. In meinem üblichen Nutzungstest, Social Media, leichtes Gaming, webbrowsen usw. bei einer niedrigen Displayhelligkeit erreichte das Ulefone Gemini gerade mal 4 Stunden Nutzungszeit.

Dies ist leider nicht viel! High End Smartphones, oder Modelle mit starkem Akku können hier durchaus 6-10 Stunden erreichen.

Wenn man jetzt noch die Display Helligkeit auf Maximum stellen würde, kann man vermutlich mit weniger als 3 Stunden rechnen.

Auch die Standby Akkulaufzeit war suboptimal. Teilweise wurden ohne ersichtlichen Grund über Nacht 40% Energie verbraucht, manchmal auch deutlich weniger.

Hier läuft irgendwas schief! Zwar verbraucht ein Full HD Display mehr Energie als ein 720p Display usw. aber dennoch sollte mehr Akkulaufzeit möglich sein bei der Hardware.

Ich tippe darauf, dass sich die Akkulaufzeit via Update etwas verbessern lassen würde, eventuell wird dies gemeinsam mit dem Android 7.0 Update ausgerollt.

Aber dennoch wer ein Smartphone mit herausragender Akkulaufzeit sucht, ist hier falsch.

 

Sonstiges

5GHz WLAN ist vorhanden

 

Fazit

Eigentlich ist das Ulefone Gemini ein gutes Smartphones welches leider etwas von seiner Kamera im Stich gelassen wird.

Beginnen wir aber bei den positiven Dingen. Das Gehäuse ist top, das Display sehr gut und auch die Software solide.

Auch die Leistung des Smartphones außerhalb von Spielen ist erstaunlicherweise tadellos. Negativ ist leider die Kamera. Das Dual Kamera Feature ist unnötig und die Hauptkamera wirklich nicht das Wahre.

Sollte Euch die Kamera bei einem Smartphone nicht sonderlich wichtig sein, kann das Ulefone Gemini durchaus eine Empfehlung Wert sein. Denn abgesehen davon bietet das Smartphone ein recht rundes Paket mit einer guten Leistung für den Preis.

Die Jayfi JA40 Ohrhörer im Test, schön und gut?!

Wie auch viele andere Menschen höre ich praktisch den ganzen Tag Musik. Ob an der Stereo Anlage, am Radio oder über Kopf/Ohrhörer.

Daraus hat sich eine gewisse Leidenschaft gebildet für guten Klang. Vor wenigen Jahren musste man allerdings für gute Ohrhörer auch einen guten Batzen Geld auf den Tisch legen. Jedoch dank diverser immer besser werdender asiatischer Hersteller ist dies mittlerweile nur noch bedingt der Fall.

Bereits für um die 20€ bekommt man bei diversen asiatischen Händlern und auch bei Amazon einige Perlen. Das Problem ist diese Perlen zu finden denn alle Hersteller werben natürlich mit einem „HiFi“ Sound.

Heute soll es daher um die Jayfi JA40 gehen, Ohrhörer für 25€ welche selbstverständlich laut Hersteller hervorragend klingen. Da ich bereits mit den Touch H1 von Jayfi gute Erfahrungen gemacht habe, will ich mir doch einmal ansehen oder besser gesagt anhören ob auch die JA40 überzeugen können.

 

Die Jayfi JA40 im Test

Der erste Eindruck der JA40 ist ausgesprochen positiv! Die Verpackung und auch der große Lieferumfang sehen vielversprechend aus.

Dieser Eindruck geht auch bei den Ohrhörern selbst weiter. Die JA40 sind vollständig, abgesehen vom Kabel natürlich, aus Aluminium gefertigt.

Dies verleiht den Ohrhörern eine recht hohe Wertigkeit und Robustheit. Dass hier das Gehäuse einen Sprung bekommt oder zerbricht ist ziemlich unwahrscheinlich.

Das Design der Ohrhörer würde ich als unauffällig aber schick bezeichnen. Abgesehen von einem weißen „J“ auf der Rückseite der Ohrstöpsel und natürlich dem Alu Gehäuse gibt es keine weiteren optischen Auffälligkeiten.

Etwas was selten bei günstigen Ohrhörern zu sehen ist, ist ein hochwertiges Kabel. Dieses ist bei den JA40 vergleichsweise dick, aber dennoch angenehm flexibel.

Klar dies bedeutet nicht, dass es niemals zu Kabelbruch kommt, aber dennoch würde ich dies als positiv einstufen.

Auch die Jayfi JA40 verfügen über eine Kabelfernbedienung, diese besitzt ein eingebautes Mikrofon und lediglich eine Taste. Diese Taste kann zum Annehmen von Anrufen oder dem Pausieren oder Fortsetzen von Musik verwendet werden.

 

Tragekomfort

Die Jayfi JA40 sind normale „Ohrstöpsel“. Aus diesem Grund fällt auch der Tragekomfort recht unauffällig aus.

Ihr tragt diese wie normale in-Ears, also nichts exotisches wie Kabel über dem Ohr usw.

Auch der Ohrkanal ist weder übermäßig dick noch übermäßig dünn.

Erfreulicherweise legt allerdings Jayfi einige unterschiedliche Ohrstöpsel bei, sogar ein paar aus Mermoryschaum.

Kurzum die JA40 sollten eigentlich allen Nutzern problemlos passen.

 

Klang

Was helfen die schicksten Ohrhörer, wenn diese nicht gut klingen? Daher, klingen die Jayfi JA40 auch gut?

Jayfi bewirbt die JA40 als „Bass Hifi“ Ohrhörer deshalb habe ich mit einem recht intensiven, vielleicht schon etwas dröhnenden Bass gerechnet. Jedoch dies ist nicht der Fall.

Der Bass der JA40 ist vielleicht einen Tick angehoben, jedoch in keiner Weise extrem. Hier sind die Ohrhörer eher die klassischen Allrounder als wirkliche Bass „Monster“.

Qualitativ ist der Bass für die Preisklasse in Ordnung. Im Detail könnten die JA40 aber etwas mehr Punch im Tiefbass haben.

Die Höhen sind soweit vollkommen in Ordnung mit guten Details ohne dabei zu spitz oder anstrengend zu werden. Die Mitten heben sich etwas hervor, gerade der untere mittige Bereich.

Dies ist auch in einer gewissen Weise eine Stärke der Jayfi, denn durch diese leichte Mittenbetonung werden Stimmen und Gesang von den Kopfhörern überdurchschnittlich gut dargestellt. Wer also viel Hörbücher oder Videos schaut, wird viel Freude an den Ohrhörern haben

Leider fehlt den Jayfi ein wenig die Klarheit. Die Ohrhörer neigen zu einem leicht hohlen Klang.

Dies würde ich aber auch schon als Kritik auf einem recht hohen Level bezeichnen. Für 25€ klingen die Ohrhörer mehr als ordentlich.

Musik hat eine passende natürliche, vielleicht leicht spaßige, Klangsignatur welche den meisten Nutzern gut gefallen wird.

 

Fazit

Die Jayfi JA40 sind sehr ordentliche Ohrhörer für 25€! Hierbei können diese primär durch Ihre Optik und Haptik überzeugen.

Ich habe selten in dieser Preisklasse derartig hochwertige Ohrhörer gesehen, selbst was das Kabel angeht.

Aber auch der Klang ist für 25€ definitiv als gut zu bezeichnen, allerdings muss ich zugeben schon Ohrhörer in dieser Preisklasse gehört zu haben, die nochmals einen Tick besser klingen.

Die JA40 setzen einen recht starken akustischen Fokus auf den unteren Mittenbereich wodurch gerade Stimmen wunderbar zur Geltung kommen. Grundsätzlich lässt sich der Klang der Ohrhörer als natürlich bis leicht spaßig einstufen.

Kurzum die Jayfi JA40 sind für 25€ gute Ohrhörer!

Das LG X Mach im Test, das G4 im neuen Gewand

Mit dem X Mach geht LG einen etwas ungewöhnlichen Weg, den man so bei anderen Smartphone Herstellern selten sieht.

Jemand bei LG scheint vor kurzem durch das Lager gewandert zu sein und dort ist ihm aufgefallen, dass noch jede Menge Teile des LG G4 dort herum liegen.

Was damit machen? Richtig ein neues Smartphone damit bauen und dieses als Mittelklasse Gerät verkaufen.

So wird natürlich die Entwicklung des X Mach nicht ganz abgelaufen sein, jedoch teilt dieses einige Ähnlichkeiten mit dem 2015er LG Flaggschiff Smartphone.

Hierzu gehört die Optik wie aber auch große Teile des Innenlebens. An sich gar nicht so eine schlechte Idee ein ehemaliges Flaggschiff Smartphone ein paar Jahre später als Mittelklasse Gerät neu zu vermarkten oder etwa nicht? Zumal einige Änderungen durchgeführt wurden welche auch hoffentlich sinnvoll sind.

Auf den ersten Blick ist das X Mach durchaus ein Smartphone mit Potenzial, zumal der Preis mit 279€ doch recht fair ist.

Wollen wir herausfinden ob das X Mach von LG im Test überzeugen kann!

 

Das LG X Mach

Bei den gefühlt 1000 Aluminium Smartphones auf dem Markt ist das X Mach von LG mal wieder eine schöne Abwechslung.

Dieses besteht nämlich nicht aus Aluminium oder besitzt einen große Rückseite aus Glas sondern das X Mach wurde ganz klassisch aus Plastik gefertigt.

Dementsprechend ist dieses auch nicht das aller Hochwertigste Smartphone auf dem Markt. Allerdings fasst sich das Smartphone durchaus gut für ein Plastikgerät an und liegt ebenfalls gut in der Hand.

Die Rückseite besitzt eine matte Plastik Textur welche nicht all zu rutschig ist aber auch nicht übermäßig viel Gripp bietet.

Erfreulicherweise hat LG das Plastik Gehäuse auch sinnvoll genutzt und die Rückseite abnehmbar gemacht. Hier lässt sich auch der Akku wie in alten Zeiten innerhalb von Sekunden wechseln.

Klasse! Dies ist eine Seltenheit bei aktuellen Smartphones.

Ebenfalls unter der rückseitigen Abdeckung befindet sich der Nano SIM Karten Slot und der Speicherkarten Slot.

Neben der verbauten Hardware, auf welche wir später zu sprechen kommen, spürt man die „High End“ Smartphone Gene welche beim X Mach durchaus vorhanden sind auch bei dem Display und dessen Rändern.

Zum einen besitzt das 5,5 Zoll Display eine 2K Auflösung welche in dieser Preisklasse mehr oder weniger einmalig ist, zum anderen sind die Display Rahmen vergleichsweise klein und schmal.

Daher ist das LG X Mach auch ein recht kompaktes Smartphone, gerade verglichen mit vielen anderen Mittelklasse Geräten, die meist nicht über schmale Display Ränder verfügen.

Hier scheint LG weitestgehend 1 zu 1 die gleiche Front und Display Einheit wie beim G4 verbaut zu haben nur ohne die leichte Krümmung welche beim G4 vorhanden war.

Weitere Ähnlichkeiten betreffen die Rückseite, denn LG nutzt beim X Mach einen rückwärtig angebrachten Einschalter. Dieser besitzt zudem oberhalb und unterhalb die Lautstärketasten.

Dies ist ein sehr ungewöhnliches Layout das etwas Gewöhnungsbedarf hat.

Jedoch hat hier LG den ursprünglichen Aufbau des G4 etwas überarbeitet, denn in der Home Taste ist ein Fingerabdruckscanner verbaut.

Kopfhöreranschluss und der microUSB Ladeport sind ganz klassisch auf der Unterseite des Smartphones angebracht.

 

Software

Leider setzt LG beim X Mach noch auf Android 6.0.1 und ich habe etwas Zweifel, dass sich dies noch ändern wird.

Dies sind vermutlich die Nachteile wenn man einen älteren High End SoC verwendet.

Die Software selbst bzw. der Skin der beim X Mach verwendet wird, ist die klassische LG Optik.

Der Launcher besitzt keinen App Drawer und die Icons sind alle rechteckig mit abgerundeten Kanten.

Hierbei nutzt LG ein Pastell Farbschema mit sehr weichen und geschmeidigen Farben.

Wie das Ganze gefällt ist Geschmacksache. Ich bin nicht der aller größte Fan von der LG Benutzeroberfläche und ich finde diese wirkt mittlerweile fast schon etwas angestaubt. Ich würde einen alternativen Launcher verwenden und dann könnte ich gut mit der Software des X Mach leben.

Erfreulicherweise hält sich LG mit der vorinstallierten Software sehr zurück. Lediglich Facebook, Instagramm und Evernote sind abseits der Standard Google Apps und LG Apps auf dem X mach zu finden.

Diese drei Apps lassen sich zwar leider nicht deinstallieren aber gehören für mich in die Kategorie „Basis Anwendungen“ welche auch wirklich von Nutzern verwendet werden.

Der Interne freie Speicher fällt mit 22,3 GB ausreichend groß aus.

 

Display

Das LG X Mach besitzt ein 5,5 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Damit ist die Auflösung höher als bei einigen Flaggschiff Smartphones wie dem Huawei P10.

Bei dieser Auflösung und der Display Größe ist natürlich klar, dass das X Mach ein wirklich gestochen scharfes Bild liefert. Zwar ist der Unterschied zu Full HD Displays bei dieser Größe sehr gering, aber er ist vorhanden.

Auch abgesehen von der Auflösung und Schärfe ist das Display Top. Kontraste sind auf einem hervorragenden Level und auch Farben sind angenehm Leuchtstark.

Allerdings besitzt das X Mach einen leichten Grünstich welcher bei fast allen LG Smartphones zu finden ist. Ich vermute dies ist Absicht und soll besser zu den „Pastell“ Farben der Benutzeroberfläche passen.

Grundsätzlich würde ich dem Display volle Punktzahl geben, jedoch hat dieses eine Schwäche, die Helligkeit.

Diese fällt höchstens mittelmäßig aus. Die Outdoor Lesbarkeit war zwar überraschenderweise „Okay“ aber dies können andere Smartphones dieser Preisklasse etwas besser.

Dennoch Daumen hoch für das Display!

 

Sound

Das X Mach besitzt einen Lautsprecher auf der Rückseite des Smartphones. Dieser ist laut und klar, aber auf maximaler Lautstärke etwas schrill.

In dieser Preisklasse habe ich allerdings durchaus schon Schlechteres gehört von daher bekommt der Lautsprecher ein Okay.

Für mal ein Youtube Video im Bett oder etwas Internet Radio reicht das Ganze.

Die Qualität des Kopfhörers und die Telefonqualität hingegen hat mich etwas positiver überrascht.

Zwar ist der Kopfhörerausgang nicht ganz auf High End Niveau allerdings er ist definitiv überdurchschnittlich.

Dies gilt auch für die Telefonqualität. Die Ohrmuschel ist laut und klar und auch das verbaute Mikrofon macht einen sehr guten Job!

 

Kamera

LG hat im X Mach nicht die Kamera des G4 verwendet sondern setzt auf einen 12,3 Megapixel Sensor mit einer Blende von f2.0.

Klingt erst einmal durchaus interessant, 12,3 Megapixel ist eine merkwürdig krumme Summe, die man so nicht oft sieht.

Aber taugt der Sensor auch was?

Schauen wir uns die Testbilder an. Diese sind wie üblich in maximaler Auflösung gemacht und wurden ohne Nachbearbeitung auch vollständig hier hochgeladen, mobile Nutzer aufgepasst die Bilder sind groß.

    

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht  oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern )

Um ehrlich zu sein ich bin sehr überrascht von der Kamera Qualität des X Mach! Die Bilder sind hervorragend mit einer guten Schärfe und klasse Details selbst in der 100% Ansicht.

Hierbei geht LG einen etwas farbenfroheren Weg. Alle Fotos besitzen sehr leuchtende und kräftige Farben.

Bereits auf den ersten Blick sind die Bilder schon sehr ansprechend auch ohne irgendwelche Nachbearbeitung oder Bildfilter.

Selbst die Dynamic ist tadellos und das X Mach schafft es zuverlässig den richtigen Weissabgleich und Belichtung zu treffen.

Auch im Low Light macht die Kamera einen starken Job und schafft es sehr viel Licht ins Bild zu holen. Hierbei neigt das X Mach allerdings zu einer recht hohen Belichtungszeit, wenn es schnelle Bewegungen im Bild gibt, kann dies zu Unschärfe führen. Die Low Light Qualität ist aber definitiv als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Auch die das Fotografieren mit dem X Mach hat mir generell sehr viel Spaß gemacht. Die Kamera App ist gut, wenn auch recht rudimentär (ohne Pro Modus). Zudem ist die Auslösezeit/verzögerung ausgesprochen gering.

Normale Fotos lassen sich ohne Verzögerung aufnehmen und selbst HDR Bilder, das X Mach verfügt über einen guten Auto HDR Modus, sind lediglich eine Tick langsamer.

Wir sprechen hier über vielleicht 0,5 Sekunden Verzögerung zwischen zwei HDR Aufnahmen.

Lediglich ein Punkt an der Kamera des LG X Mach hat mich etwas enttäuscht und das ist der Autofokus. Die Geschwindigkeit des Autofokus ist soweit Okay wenn auch nicht überragend. Auch die Trefferquote selbst im Makro Bereich, welchen das X Mach sehr gut handelt, war an sich vollkommen in Ordnung.

Leider neigt der Autofokus zu wandern. Man hat schon scharfgestellt und ganz plötzlich ohne offensichtlichen Grund beginnt das Smartphone neu mit dem Fokussieren. Meist passiert dies nach dem ersten Bild, an sich kein Weltuntergang aber leider kann man während des Suchens des Fokus schon auslösen.

Heißt, wenn man mehrere Bilder hintereinander macht, sind einige von diesen gerne unscharf weil der Fokus noch nicht gefunden war.

Das Ganze ist allerdings kein Weltuntergang, man muss nur wissen, dass man warten muss bis die grünen Vierecke aufleuchten und der Fokus gefunden wurde ehe man ein Bild macht.

Nicht nur der Foto Modus des X Mach ist stark, selbiges gilt auch für den Video Modus. Das LG unterstützt sogar 4K Video und die Aufnahmen sehen sehr gut aus! Die Schärfe und die Details sind klasse!

Der Autofokus ist zwar auch beim Filmen nicht unbedingt der beste, macht seinen Job mit gelegentlichem hin und her suchen aber zufriedenstellend.

 

Benchmarks/Leistung

Im LG X Mach ist der aus dem Jahr 2015 stammende Snapdragon 808 verbaut. Hierbei handelt es sich um den etwas kleineren und kühleren Bruder des High End SoC Snapdragon 810.

Der Snapdragon 808 verfügt über sechs Kerne und in diesem Fall über 3GB RAM. Aber wie schlägt sich ein Oberklasse SoC auf dem Jahr 2015 im Jahr 2017?

Schauen wir uns dafür einige Benchmarks an die uns einen gewissen Einblick verleihen können zu was der Qualcomm Snapdragon 808 im  Mach in der Lage ist.

Auch 2017 ist der Snapdragon 808 immer noch ein sehr fähiger SoC! Der 808 liegt von seiner Leistung zwischen dem HiSilicon Kirin 650 welcher im Huawei P9 Lite Steckt und dem Qualcomm Snapdragon 652, der im BQ Aquaris X5 Plus verbaut ist.

Damit passt die Leistung ziemlich perfekt zur 279€ Preisklasse des LG X Mach!

Wenn man sich die Werte des 808 genau ansieht, wird jedoch vielleicht etwas auffallen. Der Chip besitzt eine sehr hohe Single Core Leistung, fällt jedoch in einigen Tests aufgrund der „nur“ 6 Kerne etwas zurück, verglichen mit den 8 Kern Chips.

Hier ist natürlich etwas die Frage was ist besser eine hohe Einzelkern- Leistung oder eine höhere Gesamtleistung. In vielen Anwendungen vermutlich sogar die Einzelkern- Leistung.

Jedoch die meisten Benchmarks achten primär auf eine hohe Gesamtleistung und weniger auf die Leistung der einzelnen Kerne. Daher kann man davon ausgehen, dass die Leistung im Alltag noch etwas besser ist als es die sowieso schon guten Benchmarks vermuten lassen.

 

Das X Mach im Alltag

Wie man bereits anhand der Benchmarks vermuten kann, läuft das X Mach im Alltag nahezu perfekt! Auch die LG Benutzeroberfläche macht hier einen guten Job und verlangsamt das Smartphone nicht. Über die Home Screens blättern, Apps starten usw. funktioniert absolut flüssig und schnell.

Auch die Apps selbst laufen sehr gut. Hierbei spreche ich erst einmal in erster Linie von Dingen wie Facebook, WhatsApp, dem Webbrowser oder auch Twitter.

Bei Spielen kann sich das Bild ein wenig verändern.  Die üblichen verdächtigen wie Pokemon Go oder  Clash of Clans sind hier natürlich kein Problem. Grundsätzlich laufen auch sehr aufwendige Spiele gut bis sehr gut, allerdings frisst hier das 2K doch schon etwas mehr Leistung.

Man muss also meist mit einer Stufe reduzierter Grafikqualität leben. Beispielsweise das BQ Aquaris X5 Plus mit Snapdragon 652 und Full HD Display hat hier noch einen etwas besseren Job gemacht.

Aber Grundsätzlich hat das LG X Mach einen tadellosen Job im Alltag gemacht was die Leistung angeht.

Etwas mehr „Nerven“ haben mich die Tasten gekostet. Ich weiß, dass es große LG Fans gibt, die  diese Lautstärke Wippe auf der Rückseite lieben aber ich gehöre nicht dazu.

Ja man gewöhnt sich daran aber ich finde die Wippe an der Seite einfach schneller und besser zu erreichen.

Der Einschalter auf der Rückseite hingegen bereitete mir keine Probleme. Bei den meisten Smartphones ist dort eh der Fingerabdruckscanner angebracht, man muss also sowieso an diese Position greifen.

Der Fingerabdruckscanner ist allerdings beim X Mach so eine Sache. Leider ist dieser einer der schlechteren welchen ich in der letzten Zeit gesehen habe.

Er ist recht langsam und recht inakurat, sehr oft muss ich meinen Finger neu auflegen das dieser erkannt wird.

Das ist aber auch mehr oder weniger der einzige negative Punkt. Das WLAN des X Mach unterstütz das 5GHz Band und ist zudem erfreulich schnell.

Ähnlich gilt auch für das GPS, vermutlich ist das Plastik Gehäuse bei Funkverbindungen einfach ein kleiner Vorteil.

 

Akku

Der Akku des LG X Mach verfügt über 3000mAh Kapazität. Der Akku ist hierbei erfreulicherweise nutzbar austauschbar.

Im ersten Moment war ich mir nicht ganz sicher wie es um die Akkulaufzeit des X Mach steht, denn 3000mAh sind nicht super viel, gerade wenn man bedenkt, dass das Smartphone über ein 2K Display verfügt.

Aber in der Praxis ist die Akkulaufzeit des X Mach erfreulich gut! Der Work Batterie Test von PC Mark erreichte rund 5 Stunden Nutzungszeit, was aus meiner Sicht etwas wenig ist und eher den unteren Wert der Nutzung des X Mach repräsentiert.

In meinem üblichen Nutzungstest, webbrowsen, ein wenig spielen, Social Media hielt das LG rund 8-9 Stunden durch! Ein klasse Wert!

Dieser wurde zwar bei einer recht niedrigen Display Helligkeit erzielt aber selbst wenn diese auf 100% steht, sinkt die Laufzeit lediglich auf rund 7 Stunden, weiterhin ein guter Wert.

 

Fazit

Das LG X Mach ist eins der besten Smartphones der 200-300€ Preisklasse! Je nachdem was Ihr sucht kann es sogar das beste sein.

Wollt Ihr einen austauschbaren Akku?  Dann ist die Auswahl sowieso schon sehr klein. Abgesehen vom X Mach oder vielleicht dem LG G5 SE habt Ihr nicht viele Alternativen und unter 300€ ist das X Mach das beste Smartphone.

Aber selbst wenn man auf den austauschbaren Akku keinen Wert legt, ist das X Mach ein starkes Smartphone. Leistungstechnisch liegt dieses irgendwo zwischen dem Huawei P9 Lite und dem BQ Aquaris X5 Plus.

Das Display, wenn auch etwas dunkel, ist hervorragend Ähnliches gilt auch für die Kameraqualität, welche mit eine der besten in dieser Preisklasse ist.

Leider wird das X Mach noch mit Android 6.0.1 ausgeliefert was auch der einzige echte Kritikpunkt ist den ich habe.

Das Design ist zwar stark am LG G4 angelehnt aber gefiel mir an sich sehr gut, vielleicht etwas unkreativ aber immerhin zahlt man dafür keinen Preis Premiumaufschlag.

Für 279€ ist das LG X Mach ein wirklich interessantes Angebot, gerade für alle die sich einen austauschbaren Akku in dieser Preisklasse wünschen.

AVM FritzBox 7580 Langzeitbericht – ein halbes Jahr danach

Kaum ein Bericht hat so viel Resonanz verursacht wie der Test zu AVMs neustem Flaggschiff FritzBox 7580. Dank der deutlich verbesserten W-Lan sowie DECT Leistung, die es ohne Probleme mit Standalone Modellen aufnehmen kann, wurde der Router aus Berlin hier auf Techtest.org als bestes All-In-One Gerät gekürt. Wir nahmen dies zum Anlass und verfolgten die Entwicklung des Gerätes über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Hierbei wurden nicht nur Messungen an einem zweiten Standardort durchgeführt, sondern auch auf die Stabilität sowie Updatepolitik AVMs behandelt.

Ich möchte mich bei dem Internet Provider 1&1 bedanken. Sie stellten uns ihren 1&1 BusinessServer, der bis auf die optischen Unterschiede des Gehäuses sowie der Benutzeroberfläche baugleich zu der AVM FritzBox 7580 ist, zur Verfügung. Zum aktuellen Zeitpunkt bietet 1&1 das gebrandete Modell in Verbindung mit einem DSL Vertrag für 7,99€/Monat als Leihgerät an. Alternativ kann sich auch ein Anruf bei der Hotline lohnen. Nach Angaben einiger 1&1 Kunden, kann man den Router zu einem Preis von 199€ erwerben, was einer Ersparnis von fast 100€ gegenüber dem Handelsmodell entspricht.

Ein Flaggschiff erlernt erneut das Aufrechte stehen:

Zwar ist die FritzBox 7580 nicht der offizielle Nachfolger der FritzBox 7490, platziert sich technisch gesehen aber vor jener und stellt damit das aktuelle Aushängeschild dar. Die auffälligste Änderung ist, dass die FritzBox 7580 nicht mehr liegend wie alle bisherigen Flaggschiffe (7170/7270/7390/7490), sondern wieder stehend ihren Dienst verrichtet. Das letzte Highend Modell der Berliner, der diesem Trend folgte, war die in der Nische lebende FritzBox 7570 (OEM: Telekom Speedport W920). Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Die Antenne können aufrechtstehend eine bessere Raumabdeckung gewährleisten.


Neben der geänderten Gehäuse Form, gab es weitere optische Veränderungen. So kommt sowohl bei der Retail Variante als auch bei der 1&1 OEM Version großflächig ein Hochglanzlack zum Einsatz. Während ersteres weiß lackiert wurde, ist das gebrandete Modell in schwarz gekleidet. Fingerabdrücke sowie Putzspuren sind in kürzester Zeit die Folge und verunstaltet das ansonsten durchaus gelungene Design.

Anschlüsse:

Wie es sich für ein Flaggschiff gehört, ist die FritzBox 7580 mit einer Vielzahl an Ein- sowie Ausgängen versehen. Namentlich wären dies zwei USB 3.0 Anschlüsse, vier Gigabit Ethernet Schnittstellen (RJ45), ein gigabitfähiger Wan Port (RJ45) für externe Modems, einen ISDN-Anlagenanschluss (RJ45), zwei TAE und zwei RJ11 Ausgänge für analoge Telefone sowie die (V)DSL Modem Anschlussbuchse (RJ45).

Der Wan Port kann als regulärer, 1000Mbit/s schneller LAN Port verwendet werden, sofern man kein externes Modem im Einsatz hat. Neben einem ISDN Endgerät, können trotz der vier analogen Eingänge direkt nur zwei analoge Telefone verwendet werden. Darüber hinaus verfügt die FritzBox 7580 – wie bereits der Vorgänger – über DECT, womit drahtlos bis zu sechs Telefone mit dem Router verbunden werden können.

AVM hat gegenüber der FritzBox 7490 eine weitere technische Änderung vorgenommen. Die FritzBox 7580 unterstützt nur noch die IP-Telefonie. D.h. Nutzer von alten DSL Verträge bleiben bei der Festnetztelefonie über die reguläre Telefonleitung außen vor. Die Internetverbindung bleibt davon unbetroffen und wird wie gewohnt funktionieren.

Unter dem Strich bietet die FritzBox 7580 alle Anschlüsse, die das Herz begehrt. Hier hat sich der Hersteller nicht lumpen lassen und wird dem eines Flaggschiffs gerecht.

USB 3.0 Schnittstellen und Funktion:

Natürlich ist es wieder möglich, USB Geräte an der FritzBox 7580 zu betreiben. Die beiden interessantesten Funktionen wären zum einen die Einwahl in das Mobilfunknetz via UMTS/HSPA/LTE Stick respektive USB-Tethering und zum anderen das Einbinden lokaler Datenträger wie USB Sticks oder externe Festplatten ins Netzwerk. Darüber hinaus lassen sich u.a. auch USB Drucker netzwerkfähig machen.

Nas Performance:

Der größte Kritikpunkt der AVM Router ist die schwache NAS Performance. Ich habe mir daher einen schnellen USB 3.0 Stick geschnappt und einige Testreihen durchgeführt.

Ist der USB Stick mit dem Microsoft Dateiformat NTFS formatiert, erreicht man eine Leistung von ca. 35MB/s lesend sowie knapp 20MB/s schreibend. Zwar wird damit die Leistungswerte ders ursprünglichen Release Tests übertroffen, ein ernüchterndes Ergebnis bleibt es weiterhin.

Die Performance kann aber deutlich erhöht werden, wenn man den Datenträger im Dateiformat Ext3, was primär bei Linux Systemen zum Einsatz kommt, formatiert. Mit gut 55 MB/s lesend und fast 35 MB/s schreibend ist in beiden Richtungen fast eine Verdopplung der Werte feststellbar. Der Nachteil ist, dass weder Windows noch Mac OS mit dem Dateiformat umzugehen weiß. Möchte man den Datenträger an einem PC/Mac verwenden, muss man auf Software beziehungsweise Treibern von externen Herstellern zurückgreifen. Daher sollte man nur auf Ext3 setzten, wenn der Datenträger ausschließlich an der FritzBox Verwendung findet.

W-Lan Leistung & Reichweite:

Mit der FritzBox 7580 schließt AVM mit der aktuellen W-Lan Technologie auf. Die angegebenen Zahlen sind beeindruckend. Mit vier Datentströmen je 433Mbit erreicht man im 5 GHz-Band eine Datenübertragungsrate von bis zu 1732 Mbit. Um diese hohe Geschwindigkeit zu erreichen, benötigt man ein Endgerät, das mit den vier Streams auch umgehen kann.

Aber die FritzBox glänzt auch beim Einsatz vieler Endgeräte, denn sie gehört zu einer der ersten Routern, der Multi-User MIMO in Verwendung hat. Das Prinzip dahinter ist recht einfach. Bei der alten Single-User MIMO Technik konnte stets nur ein Gerät gleichzeitig versorgt werden, obwohl dieses beispielsweise nur einen Stream (1X1) unterstützt. D.h. es kann nur ¼ der maximalen Kapazität genutzt werden. Hier setzt die Multi-User MIMO Lösung an, die es erlaubt bis zu drei Geräte zum selben Zeitpunkt zu adressieren. Eine ideale Auslastung wäre z.B. im Falle von zwei Smartphones mit je einem Stream (1X1) sowie ein Notebook mit zwei Streams (2X2). Damit erreicht man nicht nur im Netzwerk eine höhere Datenübertragungsrate, sondern es können mehr Geräte pro Router versorgt werden.

Kommen wir nun zu den Messwerten. Ich werde hierbei eine weitere Netzwerkkarte dem Testfeld hinzufügen; der integrierte W-Lan Adapter meines Asus Rampage V Extreme 3.1 Mainboards. Die auf einem Broadcom BCM4360 Chipsatz basierte Netzwerkkarte ist direkt per PCIe an dem PC angebunden und verfügt über 3 Streams (3X3) und somit einer maximalen Übertragungsrate von 1300Mbits. Als eigentliche Antenne kommt die externe Asus 3T3R zum Einsatz.

Unter idealen Testbedienungen (Abstand von 2 Metern und freier Sicht) war es möglich, im 5,0 GHz Band eine Übertragungsrate von 74MB/s zu erzielen. Somit reiht sich meine W-Lan Karte zwischen dem MacBook Pro und dem TP-LINK T9E ein. Dies zeigt erneut auf, wie stark sich die Geschwindigkeit mit unterschiedlichen Endgeräten variiert.

Zur Reichweite fällt die FritzBox 7580 für einen Router mit Modem überdurchschnittlich gut aus. Sie kann in meinem Falle ein Einfamilienhaus inklusive Vorgarten stabil versorgen.

Ersteinrichtung die zweite & DSL Geschwindigkeit:

Loggt man sich zum ersten Mal in das Webinterface der FritzBox 7580 ein, kommt das von AVM gewohnte Webinterface zum Vorschein. Hier zeigt sich auch der einzige Softwareunterschied zum Retail Modell. Für eine Schnell-Einrichtung können 1&1 Kunden ihren Startcode eingeben, womit alle Zugangsdaten automatisch geladen werden. Kunden anderer Anbieter werden auf die reguläre Seite, wo man den Provider auswählt und die Logindaten eingibt, weitergeleitet.

Bei der Einrichtung meines Telekom VDSL 50 Mbit Anschlusses gab es im Gegensatz zu der Netcologne Leitung von Michael keinerlei Komplikationen. Die Internetverbindung wurde binnen weniger als zwei Minuten hergestellt und die Telefonie funktionierte umgehend.

Wirft man einen Blick auf die DSL Informationen, kann man gut erkennen, dass die Leitung mit voller Kapazität synchronisiert. Anhand der Störabstandsmarge sieht man zudem, dass noch genügend Luft nach Oben für einen stabilen Betrieb vorhanden ist. Anmerken muss ich zudem einen kleinen Anzeigefehler, denn G.Vector ist in beiden Richtung mit Full ausgewiesen. Dies ist falsch, denn die Telekom darf bei dem Anschluss aufgrund der EU-Förderrichtlinien kein aktives Vectoring im Einsatz haben. Aufgrund der guten Leitungswerte ist es wenig verwunderlich, dass mein Vergleichsmodem, ein TP Link VR200V, mit derselben Geschwindigkeit synchronisiert.

Kinderkrankheiten trübten anfänglich den sehr guten Eindruck:

Mit der Auslieferungsfirmware FRITZ!OS 06.53 hat sich AVM alles andere als mit Ruhm bekleckert. Der schwerwiegendste Fehler, der an beiden Leitungen verifiziert worden ist, war die kurzzeitigen und unregelmäßigen Verbindungsunterbrechungen in Spielen sowie beim Streamen von Online Radio. Bildlich gesprochen, verschluckte sich der Router in Abständen zwischen 5 – 120 Minuten. Als temporärer Workaround musste die Störsicherheit erhöht werden, die im Falle des Netcologne Anschluss (100 Mbit Vectoring) eine Leistungsreduzierung mit sich zog. Zwar wurde der Fehler nicht gänzlich eliminiert, die Abstände bis zum nächsten Aussetzer wurden damit spürbar länger.

Ein weiter Punkt waren W-Lan Verbindungsprobleme mit Amazons Fire TV Sick. Hierbei war es nicht möglich, über reguläre Art und Weise eine Verbindung mit dem W-Lan hertzstellen, sodass man erneut tricksen musste.

Es traten noch kleinere Auffälligkeiten wie Anzeigefehler und nicht reproduzierbare Konnektivitätsprobleme mit anderer, teils exotischer Hardware auf. Ein Neustart beider Geräte schuf in den meisten Fällen Abhilfe. Hierbei ist die Schuld nicht eindeutig auf dem AVM Router zurückzuführen, weswegen man den Punkt höchstens als Indiz werten kann.

Natürlich muss man als Early Adopter bis zu einem gewissen Grad mit dem einen oder anderen Problem rechnen. Grundlegende Funktionen müssen aber am „Day One“ stabil funktionieren. Gerade von einem Branchen Veteranen hatte ich mir zu einem Produkt Release mehr erwartet.

Firmwarestand März 2017:

In den gut sechs Monaten hat sich einiges getan. Die Versionsnummer hat einen großen Schritt auf 06.81 getan und über die Zeit wurden die meisten Fehler durch mehrere Updates ausgebügelt. Einzig und alleine sind leider noch immer ein unregelmäßiges Abreißen des Online Radio Streams feststellbar. Der Amazon Fire TV Stick kann hingegen ohne Probleme über mehrere Stunden streamen. Ich bin daher guter Dinger, dass AVM mit zukünftigen Updates weiter nachbessern wird.

Davon abgesehen verhält sich die FritzBox 7580 positiv unauffällig und stabil. Selbst unter größerer Belastung sind keinerlei Aussetzer spürbar. Sei es nun große Dateien im W-Lan kopieren, während nebenbei Web TV läuft, Windows Updates runterlädt, jemand Online spielt und nebenbei ein Anruf getätigt wird: Die FritzBox 7580 steht ihren Mann.

Es kamen über die Updates einige neue Funktionen dazu. So übernimmt die FritzBox mit aktivem Band-Steering die Wahl, in welchen Frequenzband sich das W-Lan Gerät – abhängig von der Last der Bänder und Signalqualität – verbinden soll, um einen schnelleren sowie stabileren Betrieb zu garantieren. Die Technik funktioniert vollkommen dynamisch und im Hintergrund. Der Nutzer bekommt den Bandwechsel nicht mit.

Eine weitere Verbesserung unterlag dem Gastzugang. Bevor der Nutzer überhaupt Zugriff auf das Internet bekommt, wird er, wie man es von klassischen Hotspots kennt, auf eine Anmeldeseite weitergeleitet, die neben einem Logo auch beispielsweise die AGB anzeigt und bestätigt werden müssen. Darüber hinaus kann man global die Internetzeiten sowie die Bandbreite des Zugangs beschränken als auch Internetseiten sperren.

Freunde der Festnetztelefonie werden sich zudem über die Unterstützung des offenen Standards CAT-iq 2.0 freuen, womit man auf eine deutlich höhere Auswahl an Handgeräten zurückgreifen kann. Auf der einen Seite ist es lobenswert, dass der Hersteller hier nachbessert, auf der anderen Seite hingegen hätte AVM die Unterstützung bereits seit geraumer Zeit geben können.

Das Update auf FRITZ!OS 06.8X brachte noch weitere Feature mit ans Board. Ich verweise daher auf die Übersichtsseite des Herstellers:
https://avm.de/produkte/fritzos/fritzos-680/

AVM Support und Beta Firmware:

An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass AVM bestrebt ist, die Probleme zu lösen. Um ihnen dabei unter die Arme zugreifen und die genau Ursache zu ermitteln, werden Router Logs angefragt. Zudem stellt der Support für Experimentierfreudige Beta Firmware bereit. Obwohl man Betas immer mit Vorsicht genießen sollte, konnte ich keinerlei Instabilitäten der FritzBox 7580 feststellen. Insbesondere in den ersten Wochen wurden damit einige Fixes bereitgestellt, die die gröbsten Probleme beseitigt hatten, bevor eine offizielle Firmware in Reichweite war. Solltet ihr auf nicht lösbare Probleme stoßen, empfiehlt sich daher eine E-Mail an den Support zu senden.

Fazit:

Obwohl die FritzBox 7580 zu Anfang einen holprigen Start hatte, wurden vieles nachgebessert und noch weitere Funktionen hinzugefügt. Zwar zeigt sich der Support bemüht, komplett 100% fehlerfrei ist die Firmware selbst nach einem halben Jahr nicht.

Auf hardwaretechnischer Seite gibt es an dem Gerät nichts auszusetzten und ist immer noch an der Speerspitze angesiedelt. An meinem 50 Mbit Telekom Anschluss synchronisiert das integrierte Modem mit voller Geschwindigkeit. Das W-Lan brachte gegenüber dem Vorgänger die größte Überraschung. Bei entsprechender Hardware auf der Client Seite kann nahezu Gigabit Geschwindigkeit erreichen werden. Auch die W-Lan Reichweite kann selbst mit guten standalone Access Points mithalten. Einzig der Datendurchsatz des Netzwerkspeichers per USB fällt unterdurchschnittlich niedrig aus. Wer die FritzBox als NAS verwenden möchte, sollte den Datenträger für einen spürbaren Perfomanceboost in das Ext3 Dateiformat bringen.

Was allgemein für AVM Router spricht ist neben den 5 Jahren Garantie, der umfangreichen Software wie dem VPN Dienst und der kinderleichten Einrichtung, die perfekte Integration der eigenen Produkte im Ökosystem. Dies ist gut vergleichbar mit Apple und ihren iDevices. Alles greift perfekt ineinander.

Dies hat natürlich seinen Preis. Für die Retail Variante werden beinahe 300€ fällig. Ob dies gerechtfertigt ist, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist, sie ist zur Zeit die stärkste FritzBox, die AVM im Repertoire hat und auch die Bedenken gegenüber der Firmware könnte sich mit einem weiteren Update in Luft auflösen. Dennoch kann man von so einem hochpreisigen Router einen genauso unproblematischen Betrieb, wie es der Vorgänger gezeigt hat, erwarten.

Bekommt man die FritzBox 7580 durch den Provider quersubventioniert, würde einem die Wahl deutlich einfacher fallen. Gerade im Bereich um die 200€ würde ich die Wette mit AVM und deren Update Support eingehen und zugreifen. Der Testbericht sowie auch die Vergangenheit des Unternehmens haben gezeigt, dass sie einen guten als auch langanhaltenden Aftersale Support bieten.

Die Anker SoundBuds Digital IE10 im Test, Lightning Ohrhörer

Als Apple ein Smartphone ohne 3,5mm Kopfhöreranschluss auf den Markt brachte, gab es ein riesigen Aufschrei.

Auf Apples Pressekonferenz wurden zwei Alternativen genannt. Man kann ja zum einen Bluetooth Kopfhörer/Ohrhörer verwenden oder Kopf/Ohrhörer via Lightning anschließen.

Während ersteres natürlich eine sehr beliebte Möglichkeit ist, fristen Ohrhörer mit Lightning Anschluss ein Nischendasein.

Kaum ein großer Hersteller hat hier passende Modelle auf den Markt gebracht, lediglich eine Handvoll Modelle findet man auf dem Markt.

Nun hat Anker mit den SoundBuds Digital IE10 etwas überraschend Ohrhörer auf den Markt gebracht welche via Lightning am iPhone oder iPad angeschlossen werden.

Können diese für rund 90€ im Test überzeugen? Finden wir es heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das zur Verfügungstellen der IE10.

 

Die Anker SoundBuds Digital IE10 im Test

Beginnen wir einfach mal mit der Verpackung. Hier hat sich Anker offensichtlich etwas mehr Mühe gegeben die IE10 auch wie ein Premium Produkt zu präsentieren.

Diese werden in einer großen schwarzen Box geliefert in welcher die Ohrhörer regelrecht präsentiert werden. Neben diesen befinden sich zwei Sets Ohrstöpsel wie auch ein kleines Transport Etui mit im Lieferumfang.

Die Ohrhörer selbst wirken auf den ersten Blick durchaus edel! Anker setzt hier auf eine Mischung aus Aluminiumgehäuse der Ohrhörer selbst und einem texturierten, grauen, Gummi Kabel.

Die Ohrstöpsel sind hierbei durchaus etwas aufwendiger geformt und besitzen einen so genannten Ohrhaken. Hierbei handelt es sich um eine Art Gummibügel, der helfen soll die Ohrhörer in den Ohren festzuklemmen.

Da es sich bei den Anker SoundBuds Digital IE10 um Lightning Ohrhörer handelt, besitzen diese eine etwas größere Kabelfernbedienung.

In dieser steckt nicht nur das Mikrofon und die drei üblichen Steuerungstasten sondern auch diverse Elektronik wie ein DAC oder ein kleiner Verstärker.

Hierbei ist auch die Kabelfernbedienung recht hochwertig aus Aluminium und Gummi gearbeitet.

Letztendlich habe ich an der Optik und Haptik der Ohrhörer wenig zu bemängeln. Vielleicht könnte das Kabel etwas dicker sein, aber das wäre auch der einzigste kleine Kritikpunkt.

 

Tragekomfort

Die Anker SoundBuds Digital IE10 sind recht bequeme Ohrhörer, welche leider beim Sitz etwas schwächeln.

Zum einen wollten diese nicht so recht zu 100% perfekt mein Ohr versiegeln, was für einen guten Klang wichtig ist, zum anderen ist die Kabelfernbedienung recht groß und schwer was etwas Zug auf die Ohrstöpsel ausübt.

Für Sport sind diese daher eher weniger geeignet. Nachdem ich etwas mit Ohrstöpseln herumprobiert habe, konnte ich dann aber auch passende finden welche mit etwas Geduld meine Ohren sauber versiegeln.

 

Digitaler Ton über Lightning

Ich glaube es gibt noch etwas Verwirrung über den Lightning Port und wie genau solche „digitalen“ Ohrhörer funktionieren.

Apple und auch die Anbieter von Lightning Ohrhörern werden nicht müde zu betonen wie toll doch die digitale Verbindung ist.

Leider ist das nicht ganz richtig. Ja digitale Schnittstellen sind im Allgemeinen besser als analoge, das stimmt, jedoch ist Klang immer analog.

Bei einem normalen Smartphone findet die Umwandlung des digitalen Signals im Smartphone selbst statt und wird dann analog über den 3,5mm Port ausgegeben.

Bei Lightning Ohrhörern wird das Signal digital an die Ohrhörer übermittelt und wird dann von einem DAC in den Ohrhörern in ein analoges Signal umgewandelt.

Das heißt es passiert letztendlich der gleiche Prozess! Nur das hier die Qualität noch mehr von den Ohrhörern abhängt als zuvor. Hersteller müssen nun neben guten Ohrhörern auch einen guten DAC verbauen. Hier liegt das Risiko und auch das Potenzial.

Sollte ein Hersteller einen besseren DAC verwendet als er ansonsten im Smartphone verbaut wäre, steigt die Klangqualität.

Jedoch sorgt dies für zusätzliche Kosten, was die ganze Sache für günstige Ohrhörer fragwürdig macht. Hier müssen die Hersteller aus Kostengründen unter Umständen auf billigere Komponenten setzten als diese ansonsten in einem 500€+ Smartphone stecken würden.

 

Klang

Aber wie klingen nun die Anker SoundBuds Digital IE10?

Ich würde sagen okay, aber ich wurde auch von ihnen nicht umgehauen. Grundsätzlich sind die IE10 sehr klare und saubere Ohrhörer, welche tendenziell eher in die brillante Richtung gehen.

Heißt, diese klingen recht leicht und luftig was auch dabei hilft feine Details besser zu vermitteln.

Ich würde allerdings auch nicht sagen, dass diese die aller detailliertesten Ohrhörer in der 80€ Preisklasse sind. Jedoch verglichen mit den meisten Bluetooth Ohrhörern in der 100€ Klasse wären die IE10 als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Hier zeigt die Lightning Verbindung durchaus Ihre Vorzüge.

Der Bass ist angenehm kompakt und qualitativ sauber. Aufgrund der eher hellen klanglichen Ausrichtung klingt dieser vielleicht etwas schwächer als er eigentlich ist. Der Tiefbass ist gut und schön knackig, der obere Bassbereich hingegen ist vielleicht etwas dünn, was zu der generellen Abstimmung der Ohrhörer passt.

Die Anker SoundBuds Digital IE10 klingen eigentlich sehr natürlich und angenehm, jedoch vielleicht etwas unspektakulär. Hier erinnern mich diese mich etwas an sehr Neutrale Monitor Ohrhörer .

Dies ist etwas das Problem, die Anker SoundBuds hauen mich nicht aus den Socken und für rund 80€ darf man das eigentlich durchaus erwarten.

Klanglich ist man hier eher auf dem Level von guten 50€ normalen 3,5mm Ohrhörern.

 

Fazit

Es ist nicht ganz leicht die Anker SoundBuds Digital IE10 zu beurteilen. Diese sind nicht schlecht, jedoch zahlt man für den Lightning Anschluss einen großen Aufpreis. Wir reden hier von einem Preis von 80€, dies ist schon eine gehobene Preisklasse .

Klanglich liegen die IE10 eher in der 50€ Preisklasse, also ja sie klingen gut aber halt nicht nach 80€ Ohrhörern.

Lightning Ohrhörer zu bauen ist nun mal teurer, zum einen Lizenzgebühren, zum anderen muss ein DAC und ein zusätzlicher Verstärker verbaut werden. Das ist nun mal teurer als ein paar einfache passive Ohrstöpsel.

Es ist also nicht so als würde Anker sich hier groß die Taschen vollmachen. Das Problem sind eher Lightning Ohrhörer an sich.

Gerade in dieser Preisklasse klingen nun mal Ohrhörer nicht so gut, dass sich ein Unterschied zwischen kabelgebunden und Bluetooth Modellen so deutlich bemerkbar ist. Ja in Anwendungen wo es auf einen sehr Detaillierteren  klang ankommt wie Monitoring  fühlen sich die IE10 von Anker sich deutlich wohler, aber dies ist vermutlich eher für die wenigsten Nutzer wirklich wichtig.

Daher ist auch mein Rat, kauft Euch ein paar vernünftige Bluetooth Ohrhörer. Für 80€ bekommt man hier durchaus Modelle welche besser klingen als diese Anker Ohrhörer.

Auch Anker selbst ist ganz gut aufgestellt was Bluetooth Ohrhörer angeht, gerade wenn es um Preis/Leistungsstarke Modelle handelt.

Lediglich solltet Ihr unbedingt kabelgebundene Ohrhörer für Euer iPhone 7 wollen  und es ist für Euch okay einen Aufpreis zu zahlen, dann kann man zu den Anker SoundBuds Digital IE10 greifen, schlecht sind sie nicht.