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Das Xiaomi MI6 im Test, Snapdragon 835, Dual Kamera, 6GB RAM und das für 450€!

Xiaomi ist eine sichere Bank, wenn es um günstige und gute Smartphones geht. Das MI6 ist hier keine Ausnahme. Das Smartphone bietet auf dem Papier nur das Beste an Hardware inklusive des neuen Snapdragon 835, 6GB RAM usw. und das ganze für 400-450€.

Aber natürlich ist es das eine wie sich die technischen Daten auf dem Papier anhören und das andere wie sich das Smartphone in der Praxis schlägt.

Genau dies gilt es herauszufinden! Wo liegen die Stärken und wo liegen die Schwächen des Xiaomi MI6?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Xiaomi MI6

Das Xiaomi Mi6 wirkt auf den ersten Blick ein wie ein Hybrid zwischen iPhone 7 und Samsung Galaxy S8. Xiaomi nutzt beim Mi6 ein Gehäuse mit einer Rückseite aus Glas und einem Aluminiumrahmen.

Die Rückseite ist hierbei leicht gebogen um den Anschein eines dünneren Smartphones zu vermitteln. Ein Besonderheit ist hierbei allerdings der Aluminiumrahmen. Dieser ist sehr glatt poliert, was ich zuvor das erste Mal beim Samsung Galaxy S8 gesehen bzw. gefühlt habe.

Allgemein ist das Handgefühl vom Xiaomi Mi6 und Samsung Galaxy S8 sehr ähnlich. Beide Smartphones fühlen sich sehr glatt, geschmeidig und hochwertig an.

Hier gibt es definitiv Pluspunkte für Xiaomi solch ein hochwertiges Gehäuse bei einem 400€ Gerät.

Aber das Mi6 fühlt sich nicht nur hochwertig an, sondern sieht auch toll aus! Zwar nutzt hier Xiaomi noch kein „18:9“ Display welches die komplette Front einnimmt aber die Displayrahmen sind dennoch recht klein.

Xiaomi hat zudem auf der Front einen Fingerabdruckscanner inklusive zweier angrenzender kapazitiver Tasten angebracht, eine deutlich bessere Position als beim Samsung Galaxy S8.

Auf der Unterseite ist der USB C Ladeport wie auch der Lautsprecher zu finden. Solltet Ihr beim MI6 nach einem Kopfhöreranschluss suchen, werdet Ihr enttäuscht sein, denn es gibt keinen!

Ich nutze schon seid einer Weile Bluetooth Ohrhörer, und bin sehr zufrieden mit diesen, jedoch könnte das Fehlen des 3,5mm Anschlusses einige Nutzer sicher stören.

Allerdings muss man Xiaomi zugestehen, dass hier auch recht wenig Platz für diesen ist. Das MI6 ist ein sehr dünnes Smartphone, noch ein gutes Stück dünner als ein S8. Auch das Display ist mit 5,15 Zoll vergleichsweise kompakt.

Xiaomi bleibt sich hier allerdings treu und nutzt ein Full HD Panel, was ich für eine gute Entscheidung halte, dazu aber später mehr.

Auf der Rückseite befindet sich eine weitere Besonderheit das Xiaomi MI6, die Dual Kameras. Ähnlich wie beim iPhone nutzt das Xiaomi Dual Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten, so dass Ihr einen 2x optischen Zoom habt.

Abschließend ja, das Xiaomi MI6 fühlt sich an wie ein Flaggschiff Smartphone und sieht auch so aus. Die Verarbeitung ist tadellos und das MI6 liegt toll in der Hand, gut gemacht Xiaomi!

 

Software

Hier wird es nun etwas kompliziert. Xiaomi nutzt beim MI6 wie bei all seinen Smartphones MIUI als Betriebsystem.

MIUI basiert natürlich auf Android, in diesem Fall 7.1.1, daher laufen auch alle Android Apps.

Xiaomi Smartphones sind ja eigentlich nicht für den westlichen Markt vorgesehen, daher besitzen diese eigentlich keinen vorinstallierten Google Play Store oder deutsche Sprache.

Jedoch gibt es von einigen Xiaomi Smartphones sogenannte global Versionen, welche für den internationalen Markt vorgesehen sind.

Diese Version ist jedoch vom MI6 offiziell noch nicht erhältlich, Gearbest bietet diese aber nun an?!

Mein MI6 verfügt über MIUI global 8.2.0.0, eine Software, die es offiziell nicht gibt. Hier gibt es nun zwei Optionen, Gearbest hat hier die Finger an die erste Lieferung bekommen oder nutzen eine „Vendor ROM“.

Letztere ist eine spezielle Software, die vom Händler aufgespielt und angepasst wurde. Bei solchen Versionen gilt Vorsicht, oftmals sind diese mit Viren verseucht und bekommen keine Updates.

Was ist nun beim Xiaomi MI6 von Gearbest der Fall? Darüber streiten die Gelehrten, unter anderem im Xiaomi Forum. Gearbest wirbt mit „The ROM on this Phone supports OTA and is multi language.“ Was für eine offizielle Version sprechen würde, ebenfalls dafür spricht, dass die Version frei vonViren  ist.

Die Software Version kann variieren je nachdem bei welchem Händler Ihr kauft, aber so wie es aussieht, hat Gearbest eine richtige global Version im Sortiment.

Kommen wir aber zur eigentlichen Software/Benutzeroberfläche.

MIUI 8 liefert eine sehr komplette Benutzererfahrung. Vielleicht kennt Ihr das von anderen Smartphone Herstellern, die das Home Menü und vielleicht auch die Einstellungen optisch angepasst haben, jedoch dann andere Elemente der Benutzeroberfläche plötzlich eine völlig andere Designsprache haben.

Das ist bei Xiaomi anders, die gesamte Benutzeroberfläche und auch fast alle Xiaomi Apps haben die gleiche Designsprache.

Ob Euch diese nun gefällt oder nicht ist natürlich Geschmacksache, schaut es Euch am besten selbst an. Allerdings hat MIUI auch abgesehen von der Optik einiges zu bieten. MIUI ist eine sehr Feature reiche Benutzeroberfläche. Eins der eher ungewöhnlichen Features ist der „Second Space“.

Dieser erlaubt Euch Euer Smartphone in „Zwei“ zu teilen. Es gibt nach dem Aktivieren sozusagen zwei Betriebssysteme, die komplett geteilt sind und man zwischen diesen hin und her wechseln kann.

Apps, die auf dem einen sind, sind zum Beispiel nicht zwingend auch auf dem zweiten Space, selbiges gilt auch für Fotos und Daten.

Hier könnte man sich also für die Arbeit einen „Space“ einrichten, wie auch einen für den privaten Einsatz. Beide Bereiche sind völlig unabhängig voneinander.

Ist Euch dieses etwas zu viel, kein Problem, es ist auch möglich nur einzelne Apps zu duplizieren.

Auch besitzt MIUI einen sehr ausführlichen Themes Store. Ihr wollt, dass Euer MI6 aussieht wie ein iPhone? Kein Problem!

Ihr könnt also durchaus eine Weile mit der Software des Xiaomi MI6 herumspielen.

 

Display

Das MI6 besitzt einen 5,15 Zoll Full HD Panel. Klingt wenig imposant in Zeiten wo eine 2K Auflösung bei Flaggschiff Smartphones normal ist und die ersten Geräte mit 4K Display auf den Markt kommen.

Jedoch finde ich die Entscheidung Xiaomis hier gut! Das Display des MI6 sieht gut aus! Farben sind klar und satt, Kontraste für ein IPS Panel stark und auch die Schärfe passt.

Auf 5,15 Zoll ist Full HD einfach vollkommen ausreichend! Text ist scharf und hervorragend lesbar. Ein wirklicher zu 2K Display ist ohne direkten Vergleich 0 zu erkennen.

Erst wenn es um VR und ähnliche Anwendungen geht, ist das MI6 weniger geeignet. Aber ganz ehrlich wer nutzt sein Smartphone wirklich für VR Anwendungen?

Jedoch bringt ein Full HD Panel auch einige Vorteile mit sich. Es ist günstiger, Energie sparsamer und heller!

Letzteres ist ein sehr wichtiger Punkt, es ist leichter eine helleres Smartphone Display zu bauen, wenn die Auflösung niedriger ist. Gutes Beispiel, das Huawei P10 besitzt eins der hellsten Smartphone Displays, das Huawei P10 Plus, mit 2K Display, bietet ein rund 30% dunkleres Display.

Wie sieht es beim MI6 aus? Sehr gut! Die Ablesbarkeit im Hellen ist vollkommen gegeben und allgemein besitzt das MI6 eines der hellsten Smartphone Displays auf dem Markt!

 

Sound

Auf den ersten Blick könnte man meinen das MI6 verfügt lediglich über einen Lautsprecher, dies ist aber falsch. Wie das Huawei P10 Plus oder das iPhone 7 nutzt das MI6 seine Ohrmuschel auch als richtigen Lautsprecher.

Hierdurch erhaltet Ihr Stereo Sound, auch wenn der Ohrmuschellautsprecher etwas dünner klingt. Dies fällt aber nur auf, wenn der Lautsprecher auf der Unterseite zugehalten wird. Videos auf dem MI6 schauen ist dadurch toll!

Zwar besitzt das MI6 noch nicht die aller besten Lautsprecher, aber dennoch ist dieses in diesem Punkt dem Samsung Galaxy S8 oder LG G6 deutlich vorzuziehen.

Die Ohrmuschel taugt im Übrigen auch zum Telefonieren. Diese ist recht laut und klar.

Über den Kopfhöreranschluss gibt es leider nichts zu berichten, das MI6 hat keinen.

 

Kamera

Xiaomi setzt beim MI6 auf eine Dual Kamera, ähnlich der des iPhone 7. Hierbei besitzt eine Kamera einen Standard Blickwinkel während die zweite Kamera einen „2x“ Zoom bietet.

Ihr besitzt also sozusagen einen optischen Zoom, was durchaus praktisch sein kann. Beide Kameras besitzen 12 Megapixel (den Sony IMX386), bei der Blende gibt es aber große Unterschiede.

Die „normale“ Hauptkamera besitzt eine große f1.8 Blende, die Zoom Kamera eine f2.6 Blende.

Ähnlich wie beim iPhone könnt Ihr also die Zoom Kamera im Low light vermutlich vergessen. Interessant wird es zu sehen sein, in wie weit es bei normalem Tageslicht Unterschied zwischen den beiden Modulen gibt.

Kommen wir zu den Testbildern. Diese sind wie üblich in Auto Modus gemacht und hier 1 zu 1 hochgeladen. Diese 1 zu 1 Version wird beim Anklicken geladen.

 

Gut gemacht Xiaomi! Anders kann man dies wirklich nicht sagen, die Bilder des MI6 sind fantastisch! Dies gilt bei Tageslicht für beide Kameras. Farben sind kräftig und satt, aber nicht übersättigt wie beim LG G6 und Samsung Galaxy S8.

Die Schärfe ist gerade bei der Hauptkamera hervorragend! Auch die Zoom Kamera besitzt eine gute Schärfe, diese ist jedoch einen Ticken schlechter als die der Hauptkamera.

Sehr positiv hat mich allerdings die Zoom Kamera bei Makro Bildern überrascht. Trotz der schlechteren Blende ist die Hintergrundunschärfe sehr gut und vor allem schön, auch wenn die Schärfe eher mäßig ist!

Auch die Dynamik ist sehr ordentlich. Kurzum bei Tageslicht ist die Bildqualität auf absolutem High End Level.

Bei Low light schlägt sich das MI6 auch sehr gut, sogar besser als erwartet. Die zweite Kamera ist hier natürlich ein gutes Stück schlechter, schafft es aber bei normaler „indoor“ Beleuchtung weiterhin brauchbare Bilder zu machen, bricht aber bei gedämpfter Beleuchtung recht schnell ein.

Etwas besser steht es hier um die Hauptkamera. Diese liefert ungefähr die Bildqualität eines LG G6, was schon sehr ordentlich ist! Erst bei Kerzenschein oder schnellen Bewegungen stößt diese Kamera an ihre Grenzen.

Kurzum ich bin mit den Kameras des MI6 sehr zufrieden!

Leider ist die Kamera aber nicht perfekt. Das Hauptproblem ist hier aber ganz klar die Software!

Die Kamera App von Xiaomi ist „Okay“. Diese basiert massiv auf Wischgesten um Menüs usw. einzublenden, wovon ich kein Fan bin.

Funktional ist zwar alles vorhanden, inklusive eines brauchbaren Pro Modus, aber irgendwie wurde ich mit der App nicht so recht warm.

Dieses Xiaomi Wasserzeichen meiner Bilder lässt sich abschalten.

Was mir aber fehlt, ist Auto HDR. Auto HDR oder sogar HDR+ kann Bilder massiv verbessern, siehe Google Pixel. Durchschnittliche Kamera welche dank toller Software eine der besten auf dem Markt ist.

Das MI6 verfügt zwar über HDR aber dieses muss jedes Mal manuell ein/ausgeschaltet werden. An sich okay aber bei Flaggschiff Smartphones bin ich eigentlich anderes gewohnt.

Ein weiterer Schwachpunkt ist sicherlich der AutoFokus. Gerade im Makro Bereich ist dieser recht unzuverlässig. Dies liegt unter anderem am sehr großen Fokusbereich bei tap to Fokus. Hier neigt das MI6 immer dazu den Hintergrund zu fokussieren.

Auch beim Umschalten zwischen den beiden Kameras hatte ich gelegentlich Probleme das der Autofokus komplett die Arbeit verweigerte.

Hier hat Xiaomi noch etwas per Software Updates nachzubessern, ansonsten eine top Kamera!

Der Video Modus des Xiaomi MI6 ist soweit im Übrigen okay. 4K Auflösung mit guten Farben und Kontrasten, allerdings ohne OIS. Die Software Stabilisierung ist ausreichend, aber auch nicht überragend.

 

Benchmarks/Performance

Beim MI6 gilt das Motto nicht kleckern, sondern klotzen. Xiaomi spendiert dem Smartphone den nagelneuen Snapdragon 835 inklusive satten 6GB RAM! Hinzukommen je nach Version 64GB oder 128GB Speicher.

Auf dem Papier klingt das ja erst einmal toll, aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie schlägt sich das Xiaomi Mi6 in Benchmarks?

Das Xiaomi MI6 ist das bisher schnellste Android Smartphone, was ich in den Händen hatte! Zumindest auf dem Papier kann dieses mit dem Samsung Galaxy S8 Plus gleichziehen oder in vielen Benchmarks sogar vorbeiziehen.

Beeindruckend für ein 450€ Gerät!

Gerade im PC Mark Work 2.0 Benchmark ist ein deutlicher Vorsprung für das MI6 zustande gekommen.

Aber Xiaomi war immer schon gut darin Smartphones für Benchmarks zu optimieren. Hier spielt es auch keine Rolle ob das Smartphone +-10% Leitung liefert, sondern dass das MI6 auf absolutem Flaggschiff Level ist.

Dies gilt sogar für den Speicher welcher mit rund 700MB/s lesend ziemlich flott dabei ist!

 

Das Xiaomi MI6 im Alltag

Natürlich sollte es keine Überraschung sein, dass die Alltagsperformance bei der Hardware mehr, als ordentlich ist.

Das MI6 fliegt regelrecht! Die normalen Apps wie Facebook, Twitter usw. sind selbstverständlich kein Problem für das Xiaomi.

Auch Spiele laufen im Allgemeinen sehr gut, 08/15 Spiele wie Pokemon Go sind sowieso kein Problem. Bei High End Games kommt es oftmals etwas auf die Optimierung an, ähnlich wie bei PC Spielen gibt es auch bei Smartphone einige Games die einfach auf Exynos oder Kirin Chips besser laufen oder umgekehrt.

Jedoch kann man im Großen und Ganzen sagen, dass Ihr kaum ein Smartphone finden werdet auf dem Spiele besser laufen.

Auch Startzeiten von Apps sind hervorragend! Hier spüre ich durchaus einen Unterschied verglichen mit meinem LG G6 welches noch auf den älteren Snapdragon 821 setzt.

Ob dies nun am Snapdragon 835 liegt oder am schnellen Speicher kann ich allerdings nicht sagen.

Wie sieht es abseits der reinen Leistung aus?

Im ersten Moment ist sicherlich gerade die Software des MI6 etwas gewöhnungsbedürftig. MIUI ist schon etwas anders als das klassische Android, allerdings nach einer kleinen Eingewöhnung habe ich MIUI sehr genossen.

Es ist mal etwas anderes „frisches“ nach immer nur dem Standard Android.

Was leider auch wieder beim MI6 fehlt, ist LTE Band 20. Ist dies tragisch? Ja und nein.

Gerade in ländlichen Regionen ist LTE Band 20 recht wichtig für einen guten Empfang. Solltet Ihr Euch allerdings primär in Stadt nahen Regionen aufhalten, sollte das Fehlen von Band 20 kaum stören.

Es ist und bleibt ein Nachteil, jedoch für viele sicherlich ein zu verschmerzender.

Das verbaute WLAN Modul bietet eine ordentliche Geschwindigkeit inklusive WLAN AC Support. Jedoch scheint es sich nur um ein 1×1 WLAN zu handeln, was etwas schlechter wäre als beim Samsung Galaxy S8.

Ähnlich wie beim Samsung Galaxy S8 bringt das MI6 aber Bluetooth 5 Support mit. Aktuell ist dies nicht relevant, jedoch könnte sich das in 1-3 Jahren durchaus ändern. Daher werte ich dies als einen großen Pluspunkt des MI6, verglichen mit beispielsweise dem LG G6.

Die GPS Leistung war soweit unauffällig, ähnlich wie auch der Fingerabdruckscanner. Letzterer arbeitet wie von Xiaomi gewohnt akkurat und schnell.

 

Akku

Das MI6 verfügt über einen 3350mAh starken Akku. Das ist eine ordentliche Kapazität für ein 5,15 Zoll Smartphone.

Wie sieht es praktisch aus? Kann die Akkulaufzeit des MI6 Überzeugen? Ja kann sie! In meinem üblichen Akkutest mit einer Mischung aus webbrowsen, spielen, Social Media bei einer indoor Helligkeit, erreichte ich knapp über 10 Stunden aktive Nutzungszeit!

Das ist ein top Wert! Ich vermute hier wird das recht energiesparendere Display und der effiziente SOC sicherlich seinen Teil zu beitragen.

Natürlich bekommt man MI6 auch in unter 10 Stunden leer, wenn man auf hoher Display Helligkeit permanent spielt, im Hintergrund Fotos hochlädt usw.

Dennoch verglichen mit vielen anderen High End Geräten ist dies dennoch ein guter Wert.

Viele Nutzer werden sicherlich 2 Tage ohne den Akku zu laden auskommen.

Zum Wiederaufladen verfügt das MI6 im Übrigen über Quick Charge 3.0.

Fazit

Das Xiaomi MI6 ist ein hervorragendes Smartphone, für welches der Import aus Asien auch ohne Frage lohnt.

Für rund 400-450€ erhaltet Ihr ein wahres High End Smartphone. Dies gilt natürlich vor allem für die Rohleistung des Smartphones! Snapdragon 835 und 6GB RAM ist schon sehr sehr ordentlich für diesen Preis.

Hinzu kommt die hochwertige Glas/Aluminium Haptik, eine starke Kamera und ein tolles und helles Display.

Die Kamera kann natürlich nicht ganz mit den Flaggschiffen mithalten aber ganz ehrlich mir würde diese völlig ausreichen, auch wenn ein zwei Software Updates sicher nicht schaden würden.

Bei Tageslicht/Sonnenschein sind wir zu 100% auf Samsung Galaxy S8, LG G6, iPhone 7 Niveau, erst im Ultra Low light sieht man unterschiede.

Dennoch die Preis/Leistung passt. Wer also auf LTE Band 20 verzichten kann, findet mit dem Xiaomi MI6 einen günstigen und hervorragenden Begleiter!

Positiv

  • Hervorragende Performance
  • Tolles Glas- Aluminium- Gehäuse
  • Helles Display
  • Dual Lautsprecher
  • Hervoragende Kameraqualität
  • Großer interner Speicher….

Neutral

  • Kein Kopfhöreranschluss

 

Negativ

  • ….. Welcher aber leider nicht erweiterbar ist.
  • Kein LTE Band 20
  • Kamera Autofokus und Software könnte ein Update brauchen.

Equinux tizi Tankstelle 29W USB C Power Delivery Ladegerät im Test, das kompakte Reiseladegerät fürs MacBook!

Equinux hat mit der tizi Tankstelle 29W sein erstes USB C Ladegerät auf den Markt gebracht. Hierbei handelt es sich aber nicht nur um ein einfaches USB C Ladegerät, sondern um ein USB C Ladegerät, das den Power Delivery Standard unterstützt.

Damit ist dieses natürlich für das Apple MacBook und MacBook Pro gedacht, für welches das Ladegerät auch primär beworben wird.

Aber natürlich gibt es neben dem Apple MacBook auch diverse andere Geräte, die den Power Delivery Standard unterstützen, und damit auch das Schnellladen an der tizi Tankstelle 29W.

Aber wie schaut es in der Praxis aus? Kann hier die Equinux tizi Tankstelle 29W im Test überzeugen und ihren recht hohen Preis rechtfertigen? Finden wir es heraus!

 

Die Equinux tizi Tankstelle 29W

Auf den ersten Blick wirkt die tizi Tankstelle 29W wie ein völlig normales Smartphone Ladegerät.

Vielleicht etwas größer als ein 08/15 Ladegerät aber auch nicht riesig. Equinux setzt hier auf ein schwarzes Hochglanzplastikgehäuse. Sieht schick aus, bis man dieses das erste Mal anfasst.

Aber immerhin das Gehäuse wirkt durchaus vernünftig was Haptik und auch Massivität angeht.

Auf der Oberseite findet sich aber der wahre Grund warum man dieses Ladegerät kaufen sollte, der USB C Port.

Dieser kann eine Leistung von bis zu 29W abgeben!

Hierbei nutzt die tizi Tankstelle den USB Power Delivery Standard. Hierbei handelt es sich um einen vergleichsweise neuen Schnelllade-Standard, der auch das Laden von größeren Geräten als Smartphones erlaubt.

Hierbei wird die Spannung welche bei USB Standardgemäß bei 5V liegt auf bis zu 20V angehoben. Dies aber natürlich nur in Absprache mit dem jeweils angeschlossenen Gerät.

Ihr könnt also auch Euer Smartphone problemlos mit der Tankstelle laden, genau wie Euer MacBook.

Wichtige Anmerkung!

Die Equinux tizi Tankstelle 29W unterstützt lediglich 5-14,5V! Einige Windows Notebooks welche via USB C Laden benötigen allerdings die 20/19V Spannungsstufe. Diese Notebooks werden also nicht an diesem Ladegerät funktionieren!

 

Der Test

Kommen wir zum eigentlichen Test, was leistet die Equinux tizi Tankstelle 29W?

Folgende Testgeräte kamen zum Einsatz:

  • Apple MacBook Pro 13“ late 2016
  • Dell XPS 13
  • Nintendo Switch
  • Anker PowerCore+ mit Power Delivery
  • Samsung Galaxy S8 Plus
  • LG G6

Beginnen wir mit dem wofür das Ladegerät beworben wird, dem MacBook.

Genau wie zu erwarten wird das MacBook Pro mit 14,5V und ziemlich genau 2A geladen. Dies ergibt die von Equinux Beworbenen 29W (14,5*2).

Selbst unter konstanter Voll-Last zeigte die tizi Tankstelle 29W keine Schwäche- erscheinungen. Klar das Ladegerät erhitzt sich recht stark, aber keinerlei Merkwürdigkeiten wie plötzliches Aussetzen des Ladens. Auch erzeugt das Ladegerät erfreulicherweise kein Spulenfiepen, ist also komplett leise.

Hierbei gilt zu bedenken, 29W reicht um ein Apple MacBook bzw. MacBook Pro in einem ordentlichen Tempo zu laden, jedoch gibt es auch Einschränkungen.

Gerade die MacBook Pros verbrauchen unter Volllast deutlich mehr als die 29W, heißt hier würde sich der Akku trotz des Ladegerätes weiter entladen!

In der Regel befindet sich Euer MacBook Pro nicht unter konstanter Voll-Last. Im normalen Office Betrieb, Fotos bearbeiten, Videos schauen usw. gegebenenfalls mehrere Dinge davon gleichzeitig, wird das Notebook weiterhin geladen.

Ich würde mal schätzen, dass der Akku bei gleichzeitiger „normaler“ Benutzung in ca. 3 Stunden voll wäre.

Problematisch wäre es beispielsweise wenn Ihr auf dem Notebook Videos schneidet und exportiert. Gerade 4K Exporte dauern recht lange und sorgen für eine ziemlich hohe Belastung des Notebooks. Hier wäre davon auszugehen, dass der Akku innerhalb von ca. 1-2 Stunden beim konstanten Video exportieren trotz Ladegeräts leer geht.

Wie könnt Ihr nun einschätzen ob die Equinux tizi Tankstelle 29W Euer MacBook Pro bei Eurer typischen Nutzung laden würde? Wenn der Akku Eures 13“ MacBooks in weniger als 2 Stunden leer geht(von komplett voll) verbraucht dieses über 29W, das Ladegerät könnte also nicht gegenladen.

Beim MacBook Pro 15 liegt die Grenze bei rund 2,5 Stunden.

Wie sieht es abseits vom Apple MacBook Pro aus? Beispielsweise bei Windows Laptops? Hier werdet Ihr in Kombination mit der Equinux tizi Tankstelle 29W wenig Glück haben. Die meisten Windows Notebooks, welche via USB C laden können, benötigen die 20V/19V Spannungsstufe welche von der Tankstelle nicht unterstützt wird.

Ich kann hier selbstverständlich nicht für alle Windows Notebooks sprechen, aber ich würde schätzen das Ihr hier tendenziell weniger Glück haben werdet. Beispielsweise das Dell XPS 13/15 wird nicht unterstützt.

Was wiederum funktioniert und das auch schnell ist die Nintendo Switch! Diese benötigt wie auch das Apple MacBook Pro die 14,5/15V Spannungsstufe, lässt sich also problemlos an der Tankstelle laden.

Problemlos ist hier sogar etwas untertrieben, die Nintendo Switch lässt sich an der tizi Tankstelle 29W schnellladen! Heißt auch während des Spielens wird die Switch aufgeladen.

Kommen wir zu Smartphones. Natürlich kann die Tankstelle alle USB C Smartphones aufladen, jedoch einige lassen sich sogar schnellladen.

Hierzu gehört das LG G6 ,Huawei P10 und das Samsung Galaxy S8! Das LG G6 lädt hierbei sogar mit der 9V Spannungsstufe, also ein echtes Schnellladen.

Das Samsung Galaxy S8 hingegen lädt bei 5V aber mit rund 2,4xA. Dies entspricht rund 12W was das Schnellladetempo vom S8 ist.

Kurzum auch viele moderne Smartphones wie das Samsung Galaxy S8 und das LG G6 lassen sich auch ohne Quick Charge Support an diesem Ladegerät schnellladen!

 

Fazit

Die Equinux tizi Tankstelle 29W ist ein hervorragendes Zweitladegerät für das Apple MacBook Pro, eignet sich aber auch sehr gut für die Nintendo Switch, das LG G6, Huawei P10 oder das Samsung Galaxy S8.

Dies ist die „Magie“ von USB C Power Delivery, ein Ladegerät welches diverse Geräte, angefangen beim Samsung Galaxy S8 bis hin zum Apple MacBook, schnellladen kann!

Hierbei macht die tizi Tankstelle 29W auch einen absolut zuverlässigen Eindruck, kein Spulenfiepen, kein übermäßiges Erhitzen oder anderen Merkwürdigkeiten!

Dies ist auch ein sehr wichtiger Punkt, vertrauen! Wer sein 1xxx€ Notebook oder 700€+ Smartphone an ein Ladegerät hängt, sollte sich im besten Fall sicher sein, dass dieses auch etwas taugt. Ja es gibt seitens diverser asiatischer Hersteller günstigere, auf dem Papier vergleichbare, Ladegeräte welche auch sicherlich meist einen guten Job machen. Aber hier ist es oftmals nicht ganz klar wie lange diese halten und wenn sie kaputt gehen was diese „mitnehmen“.

Die tizi Tankstelle 29W ist ein Produkt eines Deutschen Herstellers, also mit etwas höheren Qualitäts Standards im Hinterkopf als sicherlich bei vielen asiatischen Anbietern. Ich will hiermit keine Angst schüren, Hersteller wie Anker haben auch sehr, sehr gute Ladegerät, bei den diversen „No Name“ Herstellern wäre ich mir da aber nicht so sicher.

Das Ganze hat aber auch einen Preis, nämlich stolze 40€. Solltet Ihr ein 2. Ladegerät oder ein kompakteres Reise Ladegerät für Euer 1500€+ MacBook Pro suchen, würde ich sagen geht der Preis in Ordnung. Hier würde es mir nicht auf +-20€ ankommen.

Solltet Ihr nur ein Smartphone Ladegerät suchen, gerade wenn dieses eher ein Mittelklasse Gerät ist, würde ich aber abwägen ob ein günstigeres Ladegerät nicht auch den Job macht oder einem die „Deutsche Qualität“ doch den Aufpreis Wert ist.

 

Die DOCKIN D Move Bluetooth Ohrhörer im Test

Mit den D Move hat DOCKIN seine ersten Bluetooth Ohrhörer auf den Markt gebracht.

Spätestens seit dem iPhone 7 steigen Bluetooth Kopfhörer und Ohrhörer massiv in der Beleibtheit der Nutzer. Zu Recht!

Es ist extrem angenehm kein an sich baumelndes Kabel zu haben, und auch klanglich sind viele Bluetooth Kopfhörer/Ohrhörer deutlich besser als Ihr Ruf.

Wie sieht es hier mit dem DOCKIN D Move aus? Kann dieser ähnlich wie DOCKINs Bluetooth Lautsprecher im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die DOCKIN D Move Bluetooth Ohrhörer

Die DOCKIN D Move sind vom Aufbau her klassische Bluetooth Ohrhörer. Das heißt, diese sind nicht vollständig kabellos, sondern die linke und rechte Seite wird weiterhin mit einem Kabel verbunden. Lediglich die Kommunikation mit Eurem Smartphone verläuft kabellos über Bluetooth 4.1.

 

Die D Move gehören erfreulicherweise zu den kompakteren Bluetooth Ohrhörern. Die Ohrstöpsel selbst sind kaum größer als bei normalen Ohrhörern und auch die Kabelfernbedienung ist recht kompakt und leicht gehalten.

Die Ohrstöpsel sind aus schwarzen Hochglanz Plastik gefertigt mit einigen Elementen aus „Chrom“. Das ist zwar zum Fotografieren eine furchtbare Kombination auf Grund von Fingerabdrücken, aber im Ohr fühlt sich das Ganze aufgrund der glatten Oberfläche recht gut an.

Das Kabel welches die beiden Ohrstöpsel miteinander verbindet, ist ca. 10cm nach jedem der beiden Ohrstöpsel mit einem Stück Draht im Inneren Versehen zur Verstärkung.

Ein Stück weit unterhalb des rechten Ohrhörers ist zudem eine Kabelfernbedienung eingelassen. Diese bietet drei Tasten, ein Mikrofon und den microUSB Ladeport. Mithilfe Letzteren könnt Ihr den integrierten Akku laden. Dieser soll rund 7 Stunden durchhalten, was ich auch im Großen und Ganzen bestätigen kann. Bei dauerhaft hoher Lautstärke und viel „Action“ liegt die erreichbare Akkulaufzeit allerdings eher bei 5-6 Stunden. Dies ist nicht überragend viel, sollte aber in der Regel ausreichen.

Erfreulicherweise sind die D Move nach IPX4 wassergeschützt. IPX4 = Schutz gegen allseitiges Spritzwasser damit steht einem Joggen, gegebenenfalls auch im Regen nichts im Weg.

 

Tragekomfort

Ich denke, das Tragen der DOCKIN D Move wird sicherlich einige Nutzer vor Rätzel stellen. Zum einen sind die L/R Markierungen recht gut versteckt (unter den Silikon Aufsätzen, Kabelfernbedienung ist rechts), zum anderen sind diese „Drahtbügel“ etwas gewöhnungsbedürftig.

Das Kabel direkt an den Ohrstöpseln ist mit einem „Draht“ verstärkt. Dieser Draht ermöglicht es dem Kabel in der Form zu verweilen in der es gebogen wurde.

Hierdurch könnt Ihr das Kabel um Euer Ohr biegen was für einen deutlich verbesserten Halt sorgt.

Wie sieht es praktisch aus? Ich denke hier, kommt es etwas auf das jeweilige Ohr an. Ich bevorzuge sowieso die „Kabel über dem Ohr“ trageweise, daher mag ich die D Move, was den Tragekomfort angeht.

Auch sind die Ohrhörer relativ klein, was ebenfalls den Tragekomfort positiv beeinflusst.

Daher ja unterm Strich würde ich würde ich den Tragekomfort des DOCKIN D Move als gut einstufen, gegeben falls braucht es zwar etwas Gewöhnung, was das Kabel über dem Ohr angeht, ist diese aber da, wird man dieses Prinzip auch schnell bevorzugen.

 

Klang

Ein guter Klang ist das a und o bei einem Ohrhörer. Wie sieht es hier bei den DOCKIN D Move aus?

Sehr gut! Die DOCKIN D Move bieten einen dynamischen und lebendigen Klang.

Der Bass ist hierbei gut ausgeprägt aber auch nicht „übermächtig“. Ich würde diesen als natürlich bis vielleicht leicht angehoben einstufen. Tiefgang und Volumen sind hierbei auf einem guten Level.

Die Höhen sind klar und sauber, allerdings auch nicht übermäßig scharf oder spitz. Letzteres ist aber eher Geschmackssache als wirklich ein eindeutiges Plus/Minus Argument.

Die Mitten der D Move sind soweit unauffällig, aber in ausreichender Masse vorhanden, dass Gesang und Stimmen ordentlich klingen.

Gerade aufgrund der guten Höhen und Tiefen besitzen die Ohrhörer einen sehr schon dynamischen und vorantreibenden Klang. Das Entscheidende ist allerdings, dass Musik weiterhin „richtig“ klingt. Viele günstigere Bluetooth Ohrhörer neigen hier etwas dazu Frequenzbereiche zu verschieben oder komplett auszublenden, vermutlich um die Musik zu „vereinfachen“ um so den Bass zu verstärken, und Schwächen in der Auflösung zu verstecken.

Letztere ist zwar auch bei den D Move nicht „perfekt“ aber mehr als ausreichend für Bluetooth Ohrhörer dieser Preisklasse.

Musikalisch fühlen sich die D Move in allen Musik Richtungen mehr oder weniger gleich wohl. Akustisch verfallen diese in keine extreme, wodurch von Pop Musik angefangen bis hin zu Metall alles soweit korrekt klingt.  Vielleicht wer sehr komplexe Musik hört, wird von teuren Ohrhörern, welche hier größtenteils noch etwas besser performen, profitieren.

Jedoch grundsätzlich bin ich sehr zufrieden, was die DOCKIN D Move angeht. Auch die Bluetooth Verbindung ist sauber. Kompressionsartefakte oder Ähnliches fallen nicht auf, auch kein größeres Grundrauschen ist vorhanden.

Vielleicht könnte allerdings die Signalstärke etwas besser sein. Im Outdoor Einsatz sollte sich Euer Smartphone nicht mehr als 1-2 Meter von den Ohrhörern entfernen, da es ansonsten zu Aussetzern kommt, wobei dies natürlich auch etwas vom verwendeten Smartphone abhängt.

 

Fazit

Ein weiteres sehr ordentliches Produkt von DOCKIN! Die DOCKIN D Move konnten im Test ohne größere Einschränkungen überzeugen.

Hier bieten diese für unter 40€ einen starken Klang, welcher kaum Wünsche offenlässt. Klar gibt es noch klanglich bessere Bluetooth Ohrhörer, aber der hier gebotene Sound mit einem satten Bass und einer hohen Dynamik wird sicherlich 90% aller Nutzern schon ausreichen.

Hinzu kommen eine gute Verarbeitung und ein guter Tragekomfort. Bei der Akkulaufzeit von 6-7 Stunden sehe ich zwar noch etwas Luft nach oben, aber ich denke das geht noch in Ordnung.

Kurzum die DOCKIN D Move sind für unter 40€ absolut empfehlenswerte Bluetooth Ohrhörer!

Artwizz CurvedDisplay im Test, der beste Echtglas Displayschutz für das Samsung Galaxy S8/S8 Plus ?!

Eine Displayschutzfolie oder noch besser ein Displayschutzglas ist fast Pflicht bei jedem Smartphone. Nur blöd wenn die Displayschutz Produkte für das eigene Smartphone alle sehr „mäßig“ sind.

So geschehen beim Samsung Galaxy S8 und S8 Plus. Aufgrund der Edge ist es hier recht schwierig einen passenden und guten Displayschutz zu finden, dies habe ich spätestens seit meinem „10x Displayschutz Folien und Gläser für das Samsung Galaxy S8 (Plus) im Vergleich“ Bericht.

Gerade die Glas Displayschützer haben sich hier sehr schwer getan. Aber mittlerweile ist das Samsung Galaxy S8 (Plus) schon ein paar Tage länger auf dem Markt, hat sich an der Situation etwas geändert?

Schauen wir uns einmal das neue Artwizz CurvedDisplay an. Endlich ein guter Echtglas Displayschutz? Finden wir es im Test heraus!

 

Warum ist es so schwer einen guten Displayschutz aus Glas für das Samsung Galaxy S8 und S8 Plus zu produzieren?

Ich denke der Grund liegt auf der Hand, das extrem gebogene Display. Damit ein Displayschutz gut aussieht muss dieser einen konstanten Kontakt zum eigentlich Displayglas haben.

Ist dieser Abstand zu hoch, kann der Kleber keinen Kontakt mit dem Display herstellen und es gibt hässliche Luftblasen.

Bei einem flachen Display ist es, gerade bei „Glasschutzfolien“, sehr einfach einen Kontakt zwischen Schutzfolie und Displayglas herzustellen.

Dies ist nun bei der Edge sehr schwierig zu machen. Das Glas muss wirklich perfekt gebogen sein, hier gibt es praktisch keinen Toleranzbereich in der Produktion.

Ebenfalls muss das Displayschutzglas wirklich perfekt aufgelegt werden, das links und rechts die Edge jeweils exakt gleich sitzt.

Bei einer Folie ist dies hingegen etwas einfacher als bei einer Glasscheibe.

 

Die Lösung für das Problem?

Da natürlich ein Bedarf an Displayschutz Produkten für das S8 und S8 Plus besteht, mussten sich die Hersteller etwas ausdenken.

Die Lösung für das Problem ist recht einfach, es wurde die Kleber/Silikon Haftschicht unter dem Displayschutz weggelassen.

Hierdurch ist es kein Problem wenn der Displayschutz nicht ganz perfekt aufliegt, es ist ja eh Luft zwischen Display und Glas.

Um nun die Scheibe zu befestigen, haben diese Echtglas Displayschutzfolien lediglich am Rand einen Klebestreifen.

Leider hat diese Methode mehrere Nachteile. Zum einen reduziert dies die Touch-Empfindlichkeit, sorgt für eine verschlechterte Haptik und sieht es nicht sonderlich gut aus. Könnte Artwizz hiervon ein paar Probleme lösen?

 

Artwizz CurvedDisplay

Auf den ersten Blick finden wir beim Artwizz CurvedDisplay das Übliche. Also eine Glasscheibe mit gebogenen Kanten und schwarzen Balken oben und unten, welche zum Rahmen des S8 Plus passen.

Auf der Rückseite der Glasscheibe ist eine Folie angebracht. Diese schützt den Kleber vor Staub und muss selbstverständlich vor dem anbringen der Scheibe abgezogen werden.

Leider setzt auch das Artwizz CurvedDisplay lediglich auf Kleber am Rand des Displayschutzes. Die Scheibe ist also nicht konstant mit dem Display verbunden. Dafür ist allerdings die Montage kinderleicht.

Das Display des S8 bzw. S8 Plus reinigen, die Folie von der Rückseite des CurvedDisplay abziehen und auflegen. Die Ausrichtung sollte hierbei kein großes Problem sein.

Nach dem Auftragen fallen schnell die ersten positiven und negativen Dinge auf.

Beginnen wir mit dem Positiven. Zwar ist das Displayschutzglas nicht direkt mit dem Display verbunden, jedoch ist der abstand sehr gering! Deutlich geringer als bei anderen „Echtglas- Displayschutzfolien“ die ich für das S8 getestet habe. Hierdurch wird das Glas bei Berührung nicht eingedrückt und das Display fühlt sich normal an. Zudem hat Artwizz in dem Glas „Punkte“ eingelassen, welche im Normalfall nicht sichtbar sind, außer man schaut ganz genau hin.

Diese „Punkte“ sollen vermutlich die Übertragung der Touch Signale verbessern. Dies funkitoniert auch, das S8 Plus reagiert auf meine Berührungen fast genauso gut wie ohne Displayschutz.

Damit alleine ist das Artwizz CurvedDisplay schon der so ziemlich beste Echtglas Displayschutz.

Minuspunkte gibt es für die Kanten und die Blickwinkel. Man spürt schon an den Kanten das eine Schicht auf dem S8/S8 Plus aufliegt. Diese Kante ist leider auch relativ hart.

Der zweite Minuspunkt sind die Blickwinkel. Beim gerade Draufschauen erkennt man kaum bis gar nicht, dass ein Displayschutz aufgetragen wurde, jedoch wenn man schräg darauf schaut, sieht man einen leichten grauen Schleier.

Dieser entsteht da Glas und Displayschutz nicht miteinander komplett verklebt sind.

Dennoch ja das Artwizz CurvedDisplay ist gut brauchbar!

 

Fazit

Konnte das Artwizz CurvedDisplay im Test überzeugen? Das Artwizz CurvedDisplay ist so ein wenig der Einäugige unter den Blinden.

Es ist also der beste Echtglas Displayschutz, welche ich bisher für das Samsung Galaxy S8 Plus gesehen habe und dies waren durchaus einige, jedoch „perfekt“ ist dieser auch nicht.

Leider wird auch beim CurvedDisplay weiterhin kein vollständiger Kontakt zum Display des Samsung Galaxy S8/S8 Plus hergestellt. Der Displayschutz ist nur am Rand mit dem Smartphone verbunden, das heißt, es gibt etwas Luft zwischen Schutz und Display.

Dies sieht leider nur suboptimal aus, jedoch hat es Artwizz geschafft die Touch „Responsive“ auf ein nahezu perfektes Level zu bekommen. Auch ist der Abstand „Schutzglas“ zu Display ausgesprochen gering.

Und hier unterscheidet sich das Artwizz CurvedDisplay von den Konkurrenzprodukten, die ich bisher getestet habe, bei der Benutzung des Smartphones gibt es mit Displayschutz keine Einschränkungen!

Daher solltet Ihr unbedingt einen Echtglas Displayschutz für Euer Samsung Galaxy S8 haben wollen, ist der von Artwizz aktuell der so ziemlich beste.

PS. Ich nutzen den Displayschutz nun seid ein paar Wochen und er funktioniert weiterhin gut!

AUKEY PB-Y7 30000mAh Powerbank mit USB Power Delivery und Quick Charge

AUKEY hat schon seit längerem eine sehr gute 30000mAh Powerbank im Programm. Diese wurde nun etwas geupdatet und zwar auf einem recht signifikanten Weg. AUKEY hat eine Möglichkeit gefunden neben Quick Charge 3.0 der 30000mAh Powerbank auch den USB Power Delivery Standard zu verpassen.

USB Power Delivery ist gerade für MacBook oder Nintendo Switch Nutzer ein sehr wichtiges Feature!

Damit ist dies die einzige Powerbank mit Quick Charge 3.0 und USB Power Delivery, beeindrucken. Jedoch stellt sich die Frage, kann die AUKEY PB-Y7 auch im Test überzeugen? Welche Schwächen hat diese? Finden wir es im Test heraus!

 

Die AUKEY PB-Y7 30000mAh Powerbank im Test

Ehe wir überhaupt mit dem Test loslegen, ein paar ganz wichtige Dinge zur AUKEY Powerbank. Bedenkt bitte, dass dies ein Monster an Powerbank ist! Diese ist ziemlich groß und schwer! Zwar würde ich sagen, dass diese unterm Strich vermutlich nicht viel größer ist als ein Anker PowerCore+ 26800mAh aber dennoch.

Solch eine Powerbank ist nur sehr bedingt zum täglichen Herumschleppen geeignet. Das Gehäuse ist von seiner Grundfläche ungefähr so groß ein iPhone 7 Plus und ca. 4 mal so dick wie solch eins.

Zudem bedenkt bitte das es problematisch sein könnte solch eine Powerbank in ein Flugzeug mitzunehmen. Fürs Handgepäck gibt es die Regel das 100Wh nicht überschritten werden dürfen, die AUKEY PB-Y7 ist jedoch mit 111Wh ausgewiesen. Dies ist auch der Grund warum die meisten Powerbanks nicht größer sind als 26800mAh, da dies gerade so unter den 100Wh liegt.

Nun gut kommen wir zur Powerbank. AUKEY setzt bei dieser wie bei den meisten seiner Powerbanks auf ein einfaches mattes Plastikgehäuse. Es kann sein, dass es auf manchen Fotos so wirkt, als wäre die Powerbank „beschmiert“, das ist leider in der Oberfläche der Powerbank, aber in der Realität nicht wirklich sichtbar.

Sagen wir es so das Gehäuse ist eher praktisch verarbeitet als wirklich schick. In der Hand fühlt sich die Powerbank auch ausreichend massiv an.

Das wahre Highlight ist aber sicherlich nicht das Gehäuse, sondern die Anschlüsse der AUKEY PB-Y7. Auf der Front finden wir gleich vier Stück davon.

Hierbei handelt es sich um zwei normale USB Ports, wie auch einen microUSB Eingang und einen USB C Port.

Der linke USB Port ist ein „normaler“ 5V 2,4A Ausgang, der rechte USB Port hingegen unterstützt zusätzlich Quick Charge 2.0/3.0! Selbstverständlich kann man an dem Quick Charge Port auch normale USB Geräte laden, welche kein Quick Charge unterstützen.

Neben dem Quick Charge Port ist ein normaler microUSB Eingang welcher bis zu 2A bei 5V aufnehmen kann.

Richtig interessant wird es wieder bei dem USB C Port. Hierbei handelt es sich zum einen um einen Eingang wie auch Ausgang! Ja man kann die Powerbank über diesen Port aufladen oder mithilfe dieses Ports sein Smartphone, Tablet oder Notebook laden.

Notebook laden? Ja! Dieser USB C Port unterstützt USB Power Delivery. USB Power Delivery ist ein ähnlicher Standard wie Quick Charge.

Mithilfe von USB Power Delivery können auch Geräte mit höherem Energiebedarf versorgt werden, wie beispielsweise Notebooks.

Praktisch ist das leider ein recht komplexes Thema, welches ich nur einmal kurz versuche anzuschneiden. USB Power Delivery besitzt mehrere Spannungsstufen, angefangen bei 5V über 9V, 12V 15V bis hin zu 20V.

Smartphones benötigen in der Regel 5V oder 9V, high Power Geräte wie Notebooks 15V oder 20V.

Nicht jedes USB Power Delivery Ladegerät unterstützt alle dieser Spannungsstufen und genauso wenig unterstützen alle Geräte alle Spannungsstufen.

Hierbei gibt es selbstverständlich eine Kommunikation zwischen Smartphone/Notebook und Powerbank. Die Absprache, welche Spannung benötigt wird geschieht völlig im Hintergrund, Ihr müsst Euch also keine Sorgen machen, dass etwas kaputt gehen kann.

Neben der Spannung ist auch der Strom wichtig, manche Geräte benötigen hier auch ein „Mindestmaß“ an Leistung.

Leider fehlt der AUKEY PB-Y7 die 20V Spannungsstufe! Das heißt, viele Notebooks mit USB C Port wie beispielsweise das Dell XPS können NICHT an der Powerbank laden, da für diese genau die 20V Spannungsstufe benötigt wird.

Die AUKEY Powerbank kann 5V 3A, 9V 2A, 12V 2A oder 14.5V 2A über den USB C Port ausgeben.

Leider ist es für den Normalnutzer nicht ganz leicht herauszufinden was für Anforderungen ein Notebook, sofern dies über USB C aufladbar ist, an ein Ladegerät/Powerbank stellt.

Sagen wir es aber so, die beiden aktuell wichtigsten Geräte, welche USB Power Delivery unterstützen, die Nintendo Switch und das Apple MacBook/MacBook Pro, benötigen die 14,5/15V Spannungsstufe, funktionieren also an der AUKEY Powerbank. Dazu aber später mehr.

Neben dem Aufladen über den USB Power Delivery Standard kann die Powerbank auch über den USB Power Delivery Standard aufgeladen werden! Hier ist es möglich bis zu 14,5V und 2A, also satte 29W in die Powerbank zu pumpen.

Hierfür benötigt man selbstverständlich ein Ladegerät mit USB Power Delivery Unterstützung wie beispielsweise das Apple MacBook USB C Ladegerät oder DIESES von Inatek oder DIESES von Anker.

Kurzum zusammengefasst die AUKEY PB-Y7 30000mAh Powerbank besitzt folgende Anschlüsse:

  • USB Ausgang 1: 5V 2,4A
  • USB Ausgang 2: Quick Charge 3.0 5-6.5V 3A, 6.5-9V 2A, 9-12V 1.5A
  • USB C Ausgang: 5V 3A, 9V 2A, 12V 2A, 14.5V 2A
  • USB C Eingang: 5V 3A, 9V 2A, 12V 2A, 14.5V 2A
  • microUSB Eingang: 5V 2A

Neben diesen ganzen Anschlüssen hat AUKEY auch noch eine kleine LED Taschenlampe in der Powerbank integriert.

Diese lässt sich über den Power Knopf auf der Oberseite einschalten. In diesem Power Knopf ist eine Status LED Integriert, welche je nach verbliebender Kapazität in einer anderen Farbe aufleuchtet.

An sich sehr cool gelöst, aber praktisch gerade bei Sonnenlicht nicht ganz leicht zu erkennen.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

Weitere Informationen zum aufladen via USB, USB Power Delivery oder Quick Charge HIER.

 

Messwerte

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. AUKEY gibt diese mit 30000mAh an, messen konnte ich 23274mAh bzw. 86,114Wh.

Dies entspricht 78% der Herstellerangabe. Hier muss ich zugeben etwas enttäuscht zu sein. 78% der Herstellerangabe ist etwas niedrig, gerade wenn man bedenkt, dass die RAVPower RP-PB058, welche mit 26800mAh beworben wird, 23264mAh erreichte. Damit ist zwar die AUKEY immer noch eine der größten, wenn nicht sogar die größte Powerbank auf dem Markt, aber halt verglichen mit den meisten 26800mAh PBs nicht so viel größer.

Diese Messung wurde von mir dreimal wiederholt, um auf Nummer sicher zu gehen (immer am 2,4A 5V Port gemessen, wie bei meinen Tests üblicherweise) und ich habe mir sogar eine zweite AUKEY PB-Y7 zugelegt um sicher zu gehen, dass nicht meine Powerbank einfach einen Fehler hatte.

Die Resultate waren aber immer gleich mittelmäßig und lagen bei 85-86Wh relativ konstant.

Wie siehts abseits der Kapazität aus? Beginnen wir bei den beiden normalen USB Ports. Der normale 5V 2,4A USB Anschluss liefert eine gute aber auch nicht überragende Ladegeschwindigkeit. Hierfür ist vermutlich auch der Quick Charge 3.0 bzw. 2.0 Ladeport vorhanden.

In Kombination mit den üblichen Verdächtigen wie dem Samsung Galaxy S7 Edge, S8 Plus, LG G6 und dem Alcatel Idol 4S gab es an diesem Port keinerlei Probleme. Diese Smartphones erreichten Ihre normale Schnelladegeschwindigkeit.

Zwar kann man natürlich auch am Quick Charge Port nicht Quick Charge fähige Geräte laden, dies ist aber oftmals langsamer als am normalen Port.

Beispielsweise das iPhone 7 Plus erreichte am „normalen“ USB Ausgang rund 1,46A, am Quick Charge Port 1,12A. Ähnliches gilt auch fürs iPad und Huawei Smartphones, welche auch kein Quick Charge unterstützen.

Kommen wir zum USB Power Delivery Port. Folgende Geräte habe ich an diesem Port versucht zu laden:

  • LG G6
  • Samsung Galaxy S8 Plus
  • Xiaomi Air 13
  • Dell XPS 13 2017
  • Apple MacBook Pro 13“
  • Nintendo Switch

Das Dell XPS wie auch das Xiaomi Air 13 haben das Aufladen an der AUKEY PB-Y7 verweigert. Wie bereits angesprochen fehlt hier die 20V Spannungsstufe. Daher vermute ich das generell die allermeisten Windows Notebooks NICHT an dieser Powerbank laden können.

Die anderen getestet Geräte zeigten allerdings keine Probleme! Das Apple MacBook Pro 13“ nahm 14,5V und ziemlich genau 2A auf.

Dies ist rund doppelt so viel wie an einer normalen Powerbank erreicht! Zwar wird sich das MacBook Pro unter Volllast wiederhin langsam entladen, da selbst diese 29W nicht genug sind, jedoch im normalen Office Betrieb, Webbrowsen oder Video Schauen wird sich das MacBook Pro in einem vernünftigen Tempo langsam füllen.

Ähnliches gilt auch für die Nintendo Switch. An einem normalen USB Port lädt diese mit rund 5V 1,45A

Vielleicht fragt Ihr Euch nun ob es möglich ist, gleichzeitig ein oder sogar zwei Smartphones an den normalen USB Ports zu laden und ein „High Power“ Gerät an dem USB C Port. Grundsätzlich ist dies natürlich möglich, jedoch scheint die Powerbank ein Leistungslimit bei 35-38W zu haben. Ein MacBook Pro und ein iPhone 7 gleichzeitig laden ist also gerade so möglich. Ein MacBook Pro + ein schnellladefähiges Smartphone wie ein Samsung Galaxy S8 ist wiederum nicht möglich.

Eine Nintendo Switch + ein schnellladefähiges Smartphone hingegen sollte in der Regel funktionieren. Hier gilt das Motto probieren geht über studieren, wird die Powerbank überbelastet explodiert diese nicht, sondern schaltet sich nur ab.

Wenn nun die Powerbank leer ist, wie kann man diese wiederaufladen?

Hier stehen zwei Ports zur Verfügung, der USB C Port und der microUSB Port.

Beginnen wir mit dem microUSB Port, hier kann die Powerbank 1,97A bei 5V aufnehmen. Dies ergibt eine Ladeleistung von rund 10W, eine vollständige Ladung würde also rund 11 Stunden dauern.

Über den USB C Port werden höhere Ladegeschwindigkeiten erreicht. Ein normales 2,4A bzw. 3A Ladegerät kann die Powerbank mit 5V und 2,32A Laden also minimal schneller als über microUSB.

Interessanter wird es, wenn Ihr ein USB Power Delivery Ladegerät habt, wie für ein Apple MacBook Pro benötigt wird.

Über solch ein Ladegerät könnt Ihr wirklich die angegebenen 2A bei 14,5V in die Powerbank Pumpen, dies ergibt 29W Ladeleistung. So wäre die Powerbank in rund 4-4,5 Stunden voll, beeindruckend bei solch einer hohen Kapazität!

Etwas merkwürdig ist allerdings das Verhalten in der Kombination mit dem Apple MacBook Pro Ladegerät. Hier erreichte die Powerbank „nur“ 2A bei 9V.

 

Fazit

Die AUKEY PB-Y7 30000mAh Powerbank ist groß, schwer und vollbepackt mit Features. Ich denke, es wäre gar nicht so falsch die AUKEY PB-Y7 als eine der modernsten und vielseitigsten Powerbanks auf dem Markt zu bezeichnen. Die Kombination aus Unterstützung für den USB Power Delivery wie auch Quick Charge Ladestandard ist einmalig zum Zeitpunkt dieses Tests!

Damit ist diese Powerbank perfekt für Besitzer einer Nintendo Switch oder eines Apple MacBook (Pro) welche zudem ein modernes Android Smartphone mit Quick Charge Ihr eigenen nennen und all diese Geräte schnellstmöglich mit Energie versorgen wollen.

Allerdings gibt es auch eine kleine Einschränkung. Leider unterstützt die Powerbank nicht die 20V Spannungsstufe über USB C, das heißt, das Aufladen von Windows Notebooks wird vermutlich meist nicht klappen, hier würde ich eher zu dieser oder dieser Powerbank raten. Schade, aber immerhin das Apple MacBook und MacBook Pro wie auch die Switch laden mit einem hohen Tempo, genau genommen ca. doppelt so schnell wie an einer Powerbank ohne USB Power Delivery Support.

Was ebenfalls sehr schnell geht, ist das Wiederaufladen der Powerbank, ein passendes USB Power Delivery Netzteil vorausgesetzt. In gerade mal 4,5 Stunden bekommt Ihr diesen Koloss an Powerbank wiederaufgeladen, beeindruckend!

Bei diesen ganzen Features darf man natürlich auch nicht vergessen, dass die Powerbank natürlich auch alle anderen USB Geräte über die normalen USB Ports schnell aufladen kann.

Leider sehe ich ein paar Defizite bei der Kapazität. Diese liegt kaum bis gar nicht höher als bei den meisten 26800mAh Powerbanks (RAVPower RP-PB058 oder Anker PowerCore+ 26800mAh). Das ist sicherlich kein Weltuntergang, die AUKEY PB-Y7 ist damit weiterhin eine der größten Powerbanks auf dem Markt, aber halt nicht ganz so groß wie man bei 30000mAh erwarten könnte.

Was wieder ganz klar für die AUKEY spricht, ist der Preis. Mit gerade mal 55€ ist die Powerbank im Anbetracht der Kapazität und der Features vergleichsweise günstig.

Kurzum Ihr wollt das Maximum an Kapazität, besitzt eine Nintendo Switch und/oder ein Apple MacBook (Pro) wie auch ein Smartphone oder Tablet, vorzugsweise mit Quick Charge 3.0 Support, und könnt mit dem mittelmäßigen Gehäuse und den großen Abmessungen leben? Dann ist die AUKEY PB-Y7 30000mAh für Euch die Richtige Powerbank!

PS. Solltet Ihr ein Windows Notebook haben, welches über USB C laden kann wie ein Xiaomi Air 13 oder Dell XPS ist diese Powerbank nichts für Euch!

Das Belkin Mixit Duratek USB C auf USB C Kabel im Test, das beste USB C Ladekabel!

USB C ist der neue Standard, wenn es um das Laden von so ziemlich allen Dingen geht, zumindest in der Zukunft. Hier ist ein gutes Ladekabel sehr wichtig!

Welches ist aber das „beste“ USB C Ladekabel und macht es hier überhaupt Sinn auf ein teureres Kabel zu setzen?

Belkin denkt ja, denn diese haben mit dem Duratek ein vergleichsweise teures und hochwertiges USB C Ladekabel auf den Markt gebracht.

Dieses soll neben einer hochwertigen Haptik auch mit einer USB IF Zertifizierung punkten können.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Lohnen sich rund 29€ für das Kabel? Finden wir es im Test des Belkin Duratek heraus!

 

Das Belkin Mixit  Duratek USB C auf USB C Kabel

Wenn man fast 30€ für ein USB C Kabel ausgibt, darf man auch etwas „Luxus“ erwarten. Diesen bietet das Belkin Duratek Kabel auch durchaus!

Damit meine ich nicht zwingend den Lieferumfang, dieser fällt, wie bei Kabeln üblich, überschaubar aus. Das Kabel selbst allerdings ist ausgesprochen hochwertig verarbeitet!

Der äußere Mantel ist aus doppelt geflochtenem Nylon, welches einen wirklich vorzüglichen Eindruck macht. Hierbei scheint sich das Material auch nicht so leicht aufrauen zu lassen wir es bei günstigeren Nylon Kabeln üblich ist. Unterhalb des Nylons verwendet Belkin eine TPE Isolierung und im Inneren zusätzlich zur Stärkung Kevlar Fasern.

Klar, dies wird die meisten Nutzer weniger interessieren aber es sieht so aus als hätte Belkin das Ziel gehabt ein teures Kabel zu produzieren und hat dafür alles an hochwertigen Materialen dort verwendet, welche man finden konnte.

An sich ist dies ja nichts Schlechtes. Das Kabel macht mit seinem Nylonmantel und seinen polierten Aluminiumsteckern einen hervorragenden Eindruck.

Erfreulicherweise ist das Kabel aber dennoch sehr biegsam und flexibel. Hier wird der spätere Ladetest sehr interessant, denn das Duratek wirkt nicht steif oder schwer.

 

Was ist USB IF ?

Das Belkin Duratek verfügt über eine USB IF Zertifizierung, was ist das? Vielleicht hattet Ihr ja die anfänglichen Probleme mit USB C Kabeln mitbekommen. Hier gab es einige schlechte Kabel auf dem Markt, welche eventuell sogar Geräte beim Laden beschädigen konnten.

Zwar ist dieses Problem mittlerweile kaum noch vorhanden, aber dennoch hat die Organisation welche hinter dem USB Standard steht, sich eine Zertifizierung ausgedacht.

USB IF zertifizierte Kabel garantieren eine 100%ieg Kompatibilität zum USB C Standard. Neben diesem „Hey wir halten uns an den Standard“ ist zusätzlich im Kabel ein Chip integriert, der sogenannte E-Marker.

Über USB C können theoretisch ja nicht nur Smartphones laden, sondern auch Notebooks mit bis zu 100W.

Hier wäre es weniger gut wenn man versucht 100W durch ein Kabel zu Jagen, welches gerade so zum Laden eines Smartphones designt ist.

In diesem Chip ist nun die Information hinterlegt, dass ein Kabel sich zum Laden mit 100W/60W/40W usw. eignet, diese Information kann ein Notebook vor dem Laden auslesen.

Das Belkin Duratek USB C auf USB C Kabel ist zum Beispiel für 60W zugelassen. Dies ist beispielsweise für das Laden eines Apple MacBooks oder MacBook Pros vollkommen ausreichend.

Werden aktuell USB IF Kabel zwingend benötigt zum Laden von Notebooks? Nein! Beispielsweise die MacBooks und auch das Dell XPS pumpen 40-60W durch praktisch jedes USB C Kabel ohne Rücksicht auf Verluste.

Jedoch könnte es in Zukunft passieren, dass Notebooks das Laden verweigern, wenn diese nicht über ein USB IF zertifiziertes Kabel angeschlossen werden.

 

Messwerte des Belkin Duratek

Kommen wir zum interessanten Teil, wie gut lädt es sich mit dem Belkin Duratek? Um diese Frage zu klären, teile ich den Test in zwei Bereiche, die Theorie und die Praxis.

Beginnen wir mit der Theorie.

Ein Kabel lädt besser, wenn dieses einen geringeren Eigenwiderstand hat. Wenn beispielsweise 5V aus Eurem Ladegerät kommen, aber aufgrund des hohen Widerstands des Kabels am Ende nur 4,4V ankommen, wäre dies schlecht.

Um dies zu testen nutze ich ein RAVPower RP-PC002 wie auch eine verstellbare Last. Diese wird am Ende des Kabels angeschlossen und die Spannung gemessen.

Damit Ihr besser mit den Werten etwas anfangen könnt, habe ich auch noch ein paar andere USB C Ladekabel mit in den Vergleich aufgenommen.

[table id=368 /]

(Angabe in Volt, höher = besser)

Nicht schlecht Belkin! Das Belkin Duratek liefert im theoretischen Teil die beste Leistung. Dies hätte ich aufgrund der recht hohen Flexibilität des Kabels nicht gedacht.

Aber anscheinend sind die Adern im Inneren dennoch recht dick und/oder Belkin nutzt recht gutes Kupfer.

Kommen wir aber zur Praxis. Hier sieht nun die Welt etwas anders aus. Ich nutze für den Test ein original Apple 65W Ladegerät wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus, LG G6, Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank und ein Apple MacBook Pro 13“.

Hier langweile ich Euch nicht mit einer Tabelle, es gibt keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Kabeln.

Warum? Alle von mir getestet Geräte unterstützen das Schnelladen über den USB Power Delivery Standard am Apple Ladegerät. Ja man kann das Samsung Galaxy S8 am MacBook Ladegerät schnellladen.

Beim Nutzen von Schnellladestandards macht das Kabel so gut wie keinen Unterschied. Ja beim Duratek kommen mal 8,8V an und beim Anker PowerLine+ 8,6V, diese 3% Spielen in der Praxis keine Rolle.

Selbst das Apple MacBook Pro ließ sich mit allen Kabeln mit rund 45W betanken.

Aufgrund der höheren Kommunikation zwischen Ladegerät und dem zu ladenden Gerät und auch der höheren Spannung spielt das Kabel einfach keine große Rolle.

Etwas anders sieht dies beim Laden ohne dem Nutzen von Schelladestandards aus. Hier kann ein Kabel wie das Belkin Duratek durchaus 20% mehr Ladegeschwindigkeit bedeuten.

Warum? Es gibt bei den meisten Smartphones ein unteres Spannungslimit, dieses liegt meist bei 4,2V-4,4V. Wenn nun die Spannung dieses Level unterschreitet, muss das Smartphone die Ladegeschwindigkeit drosseln damit die Spannung wieder auf ein nutzbares Level ansteigt.

Hier könnt Ihr ja bei der theoretischen Tabelle sehen, wie schnell bei jedem Kabel diese 4,2V-4,4V unterschritten werden, dies wäre dann die maximale Ladegeschwindigkeit.

 

Fazit

Das Belkin Duratek ist das beste USB C auf USB C Ladekabel, welches ich bisher gesehen habe! Dieses bietet nicht nur eine tolle Haptik und Optik, sondern bietet auch eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit, die höchste welche ich jemals bei einem USB C Kabel gemessen habe. Dies ist erstaunlich da das Kabel nicht übermäßig dick oder steif ist, sondern relativ flexibel.

Hierbei muss man aber auch dazusagen, dass das Kabel beim Nutzen eines Schnellladestandards wie USB Power Delivery kaum einen Einfluss hat.

Allerdings ist man mit dem Belkin Duratek aufgrund der USB IF Zertifizierung auch für die Zukunft gut gerüstet.

Solltet Ihr nun das Belkin Duratek kaufen? Ja es ist das beste USB C Ladekabel aber natürlich ist die Preis/Leistung mäßig gut.

Rund 30€ für ein USB 2.0! USB C Kabel ist, egal wie gut dieses ist, recht teuer. Hier lohnt sich nur das zuschlagen, wenn Euch Qualität wichtig ist!

Der DOCKIN D SOLID Bluetooth Lautsprecher im Test, viel Bass im kleinen Format

Der D SOLID ist DOCKINs aktuell kleinster und auch günstigster Bluetooth Lautsprecher. Hierbei soll dieser natürlich einen „überragenden“ Klang liefern. Aber dies ist natürlich etwas was jeder Hersteller von seinem Produkt verspricht.

Daher wollen wir uns doch einmal anschauen ob der D SOLID wirklich überragend für seine Größe ist! Kann der der D SOLID im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank für das Ausleihen des D SOLID an DOCKIN.

 

Der DOCKIN D SOLID Bluetooth Lautsprecher

Der DOCKIN D SOLID ist ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher.

Hierbei setzt der Hersteller auf ein „360 Grad“ Design, bei diesem ist die Treibereinheit nach oben gerichtet. Das hat den Vorteil, dass der Lautsprecher einen „raumfüllenden“ Klang produziert, egal in welchem Winkel man sich zu diesem befindet. Im Gegenzug fehlt natürlich etwas die Ausrichtung des Klangs auf die Ohren.

Aufgrund dieses 360 Grad Designs nutzt DOCKIN ein rundes Gehäuse beim D SOLID. Dieses Gehäuse ist aus einem unheimlich massivem und dickem Aluminium gefertigt.

Hierdurch besitzt der Lautsprecher auch ein gewisses, recht hohes, Gewicht. Etwas über das man streiten kann ist die Positionierung der Tasten.

Diese sind auf der Unterseite des D SOLID angebracht. Hierbei handelt es sich um den Ein/Ausschalter wie auch Lauter und Leiser welche mit Vor und Zurück doppelt belegt sind und eine Multifunktionstaste.

Ebenfalls auf der Unterseite ist ein „Haftpad“, wodurch sich der Lautsprecher regelrecht an Untergründen etwas festsaugt. Dieses neigt schnell zum Verschmutzen, hier hilft aber meist ein Küchentuch + Wasser + Spülmittel.

Glücklicherweise sind die Anschlüsse auf der unteren Rückseite angebracht, wodurch diese gut zu erreichen sind. Hierbei handelt es sich um einen microUSB Port zum Aufladen des Lautsprechers, wie auch einen AUX Eingang für Geräte die kein Bluetooth besitzen und ein Speicherkartenleser.

Ja es ist mit dem D SOLID möglich Musik direkt von microSD Speicherkarten wiederzugeben, sofern die Speicherkarte FAT32 formatiert ist und die Musik das MP3 Format hat.

Ebenfalls ist ein FM Radio integriert. Hierbei ist wie bei den meisten Bluetooth Lautsprechern diese Funktion allerdings eher mäßig gut.

Es wird ein angeschlossenes microUSB Kabel als Antenne verwendet und mit den +/- Tasten durch den Sendersuchlauf geschaltet. Das heißt es ist nicht ganz leicht seinen Lieblingssender zu finden. Auch ist die Empfangsstärke teilweise etwas schwierig, allerdings wenn man einen Sender gut rein bekommt, ist die Qualität wirklich tadellos.

 

Klang

Das Wichtigste bei einem Bluetooth Lautsprecher ist sicherlich der Klang, daher wie klingt der DOCKIN D SOLID?

Für seine Größe klingt der DOCKIN D SOLID hervorragend! Ich würde sogar fast sagen „klassenbester“ Klang. Hierbei kann gerade der Bass überzeugen!

Bei diesem trickst der D SOLID etwas. Bluetooth Lautsprecher haben in der Regel ein Problem, diese sind einfach zu klein um einen guten Bass zu liefern. Es ist zwar möglich durch besonders tolles Engineering das Ganze etwas zu kompensieren und auch kleinen Lautsprechern einen brauchbaren Bass zu verpassen, jedoch das auch nur bis zu einem gewissen Grad.

Bass braucht Volumen, Masse und eine hohe Luftverdrängung.

Warum schreibe ich das Ganze? Der D SOLID ist an sich ebenfalls zu klein für einen „richtigen“ Bass, aber DOCKIN hat sich etwas ausgedacht wie man dieses Problem etwas lösen könnte.

Aufgrund dieses „Klebefußes“ auf der Unterseite haftet der Lautsprecher recht feste auf glatten Untergründen, das wird sich zunutze gemacht. Der Lautsprecher bringt seinen Untergrund zum Vibrieren und das sogar recht stark.

Hierdurch wird der Tisch auf dem der Lautsprecher steht, sozusagen ebenfalls zum Resonanzkörper. Hierdurch verstärkt sich der Bass des Lautsprechers massiv!

Man kann dies wirklich schön hören, hebt man den Lautsprecher an, verschwinden regelrecht untere Frequenzbereiche und das Bass Level des D SOLID fällt auf das der meisten kleinen 360 Grad Bluetooth Lautsprecher.

Steht er wieder auf einem Tisch tauchen plötzlich Frequenzbereiche auf, welche solch ein kleiner Lautsprecher gar nicht produzieren können sollte.

Natürlich hat das Ganze nicht nur Vorteile. Damit dieses Prinzip funktioniert, scheint der Lautsprecher viele Mid/Hoch Bass Frequenzen etwas in den Tiefbass- Bereich zu schieben. Hierdurch hört der Lautsprecher sich teilweise in den Mitten etwas dünn an.

Die Höhen hingegen sind ausgesprochen klar und brillant.

Der DOCKIN D SOLID ist klanglich die klassische Badewanne, viel Bass, viele Höhen. Praktisch macht der D SOLID richtig viel Spaß!

Natürlich kommt es hier sehr stark auf den Untergrund an. Ist dieser optimal klingt der DOCKIN D SOLID für seine Größe und Preisklasse einfach grandios! Es ist einfach faszinierend wie viel Bass dieser kleine Lautsprecher dann produzieren kann! Hinzu kommen die guten Höhen und wir haben einen ausgesprochenen spaßigen Klang.

Der Untergrund ist der entscheidende Faktor. Auf einer Wiese, einem weichen Untergrund oder einem zu massivem(z.B. ein großer Stein) fällt ein großer Teil des Basses weg und damit auch die Stärke des D SOLID.

Der Lautsprecher klingt zwar weiterhin okay, aber halt nur okay und nicht überragend. Am besten klingt der Lautsprecher auf einer Holzplatte bzw. einem Schreibtisch. Diese kann der Lautsprecher schön zum mitschwingen bringen.

 

Fazit

Der DOCKIN D SOLID ist ein herausragender Bluetooth Lautsprecher! Dieser bietet für seine Größe einen hervorragenden Klang, gerade was den Bass angeht.

Allerdings mit einer kleinen Einschränkung, der Untergrund muss passen. Der D SOLID nutzt seinen Untergrund als Verstärkung für den Schall, steht dieser beispielsweise auf einer Tischplatte wird der Bass durch das Vibrieren des Tisches deutlich verstärkt. Im Gegenzug hat der D SOLID keinen festen Untergrund, sinkt der Bass auf ein „Standard“ Level.

Zusätzlich zu dem spaßigen Klang, bietet der Lautsprecher mit einem FM Radio (Empfangsstärke eher mäßig, aber ansonsten gut) und einem Speicherkarten Slot ein recht großes Featurepaket.

Auch Verarbeitung und Haptik passt, der Lautsprecher wirkt aufgrund seines Aluminiumgehäuses ausgesprochen hochwertig und massiv.

Kurzum für rund 50€ werdet Ihr Probleme haben einen Lautsprecher zu finden, der ähnlich kompakt ist, aber dennoch genauso viel Bass liefert wie der DOCKIN D SOLID! Vorausgesetzt dieser wird auch einem massiven Untergrund wie einem Tisch positioniert!

Der neue Anker SoundCore 2 im Test

Mit dem SoundCore 2 hat Anker den Nachfolger seinen äußerst beliebten SoundCore Bluetooth Lautsprecher vorgestellt.

Der SoundCore 2 soll hierbei natürlich mit den alten Stärken wie der langen Akkulaufzeit und auch Verbesserungen, vornehmlich beim Klang, punkten können.

Anker SoundCore 2 im Test

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist der Anker SoundCore 2 und wie schlägt sich dieser verglichen mit der Konkurrenz?

Wollen wir uns dies einmal im Test anschauen! Kann der Anker SoundCore 2 überzeugen?

 

Der Anker SoundCore 2

Verglichen mit dem SoundCore 1 hat der Formfaktor des SoundCore 2 sich fast überhaupt nicht verändert. Mit rund 17cm x 6cm x 4,5cm ist der Lautsprecher außerordentlich gut zu händeln.

Anker SoundCore 2 im Test

Der Anker SoundCore 2 setzt allerdings auf eine etwas rundlichere Form, was die Kanten angeht, verglichen mit seinem Vorgänger.

Der SoundCore 2 ist allerdings weiterhin ein länglicher Stereo Bluetooth Lautsprecher mit zwei Treibereinheiten auf der Front.

Das Gehäuse des Bluetooth Lautsprechers besteht vollständig aus einer Art Hartgummi, welches diesen bei Stürzen etwas schützen soll. Dieses Hartgummi sieht schlicht und elegant aus, zumal Anker allgemein auf eine sehr saubere und glatte Optik setzt.

Leider hat dieses Gummi auch Nachteile, es zeigt sehr stark Fingerabdrücke und Schmutz, welche sich nicht so leicht von einer Gummioberfläche wieder entfernen lassen.

Die Front des Lautsprechers besteht selbstverständlich nicht aus Gummi, sondern wird lediglich von einem metallenen Lautsprechergitter verdeckt.

Unter diesem Gitter sind zwei 6W Treiber zu finden, insgesamt verfügt der SoundCore 2 also über 12W Leistung. Diese Angabe sagt natürlich letztendlich nicht viel über den zu erwartenden Klang aus.

Anker SoundCore 2 im Test

Zwischen diesen beiden 6W Treibern hat Anker eine Passivmembran angebracht, welche für den Druckausgleich und eine verbesserte Bassleistung sorgen soll. Passivmembranen erfüllen im Großen und Ganzen einen ähnlichen Job wie Bassreflexrohre, helfen aber besser bei maximaler Lautstärke das Übersteuern zu verhindern.

Der Anker SoundCore 2 besitzt auf seiner Oberseite fünf Tasten, den Einschalter, „+“, „-„ Play/Pause und eine gesonderte Bluetooth Taste.

Die Play/Pause Taste ist auch mit „Vor“ und dem Annehmen von Anrufen doppelt belegt. Also ja im SoundCore 2 steckt wie üblich auch ein Mikrofon. Dieses ist „Okay“ aber wirklich viel will man auch nicht über einen Bluetooth Lautsprecher telefonieren.

Eine Neuerung gegenüber dem SoundCore 1 ist der IPx5 Wasserschutz. IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel

Um diesen Schutz zu erzielen, hat Anker sämtliche Ports des Lautsprechers unter einer kleinen, aber sehr festen, Klappe an der rechten Seite versteckt.

Hierbei handelt es um den AUX Eingang wie auch den microUSB Ladeport. Der Akku des Anker SoundCore 2 ist erfreulich groß dimensioniert. Dieser soll laut Anker satte 24 Stunden halten, dies ist sicherlich möglich, allerdings eher bei einer niedrigeren Lautstärke.

Bei einer höheren Lautstärke würde ich eher auf 18 Stunden tippen, was natürlich immer noch fantastisch ist.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt dem Klang. Wie steht es hier um den SoundCore 2? Anker scheint momentan einen Lauf zu haben, denn nach dem Anker SoundCore Pro macht auch der SoundCore 2 einen hervorragenden Job!

Der SoundCore 2 klingt unheimlich sauber und klar. Hierbei bietet der Lautsprecher für seine Größe einen tollen und satten Bass.

Ich bin geneigt zu sagen „klassenbester Bass“, etwas Besseres habe ich von einem Lautsprecher unter 50€ bisher noch nicht gehört. Zumal der Bass des SoundCore 2 erfreulich tief kommt, der Lautsprecher liefert also keinen „lauten flachen Bass“ sondern die Bassqualität stimmt.

Der SoundCore 2 geht allerdings etwas in die Badewannen Richtung. Was heißt „Badewanne“? Badewanne bedeutet, dass die Höhen und Tiefen etwas angehoben sind und die Mitten etwas abgesenkt, wie bei einer Badewanne im Querschnitt.

Hierdurch strahlt der Lautsprecher natürlich eine starke Dynamic und Spielfreude aus, auch wenn der Bass teilweise etwas überdominant ist.

Interessante Entwicklung, der SoundCore 1 hatte noch sehr dominante Mitten.

Letztendlich ist dies natürlich auch etwas Geschmackssache, aber ich denke, ein Bluetooth Lautsprecher soll Spaß machen und das tut der SoundCore 2 definitiv! Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viel Bass man in ein kleines Gehäuse packen kann.

Natürlich taugt der SoundCore 2 weniger ein Wohnzimmer oder eine Gartenparty zu beschallen, hierfür ist dieser einfach etwas klein.

Anker SoundCore 2 im Test

Allerdings am Schreibtisch, im Hobby Keller, in der Küche, im Bad usw. also an Orten wo man sich innerhalb von 1-4 Metern zum Lautsprecher befindet klingt der SoundCore 2 toll!

Zum dynamischen und spaßigen Klang gesellt sich zudem eine sehr saubere Bluetooth Verbindung. Der SoundCore 2 rauscht kaum bis gar nicht und auch konnte ich keine offensichtlichen Kompressionsartefakte heraushören. Die maximale Lautstärke ist zudem sehr ordentlich! Hier war ich positiv überrascht, dass der SoundCore 2 sein hohes Bass Level doch recht lange halten kann. Vermutlich liegt das an den vergleichsweise starken 2x6W Treibern.

Es gibt allerdings einen kleinen Kritikpunkt. Der Lautsprecher besitzt bei voller Lautstärke ein Leistungsproblem. Ich vermute der Verstärker ist ziemlich am Limit bei 80-100 % der Lautstärke, wenn nun besonders laute Passagen auftreten, sinkt temporär die Lautstärke ein kleines Stück, um nicht zu übersteuern, bzw. überlasten. Alternativ könnte der DSP hier auch Probleme machen welcher den Bass Dynamisch versucht zu regeln (bei leisen Passagen wird der Bass hochgeregelt, bei Lauten runter um  Übersteuern zu verhindern). Was nun genau das Problem ist kann ich nicht sagen.

Ein großes Problem? Nein nicht wirklich, nur wenn man sehr Laute und sehr Dynamik Starke Musik hört. Pop/Rock Musik ist eigentlich kein Problem, selbst bei hoher Lautstärke. Mich würde dies Praktisch nicht stören.

Kleine Anmerkung zum Schluss, der SoundCore 2 besitzt beim Einschalten und Ausschalten das übliche Bluetooth Gepiepe, was aber nicht sonderlich stört.

 

Fazit zum Anker SoundCore 2

Der SoundCore 2 ist ein hervorragender Bluetooth Lautsprecher, welcher gerade im Bassbereich die neue Referenz für seine Größen/Preisklasse ist.

Aber auch abgesehen vom Bass liefert der SoudnCore 2 einen spaßigen und dynamischen Klang.

Klar, man darf nicht erwarten, dass ein solch kompakter Lautsprecher Wunder vollbringt, jedoch für seine Größe und seinen Preis von unter 50€ geht auch bei der Konkurrenz aktuell nicht mehr.

Hinzu kommt die lange Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden, das robuste Gehäuse, der Wasserschutz und die schlichte elegante Optik.

Auch der Preis ist mit 50€ recht fair angesetzt.

Kurzum, Ihr sucht einen Bluetooth Lautsprecher für den Hobbyraum, das Kinderzimmer, die Küche oder für unterwegs?

Dann ist der Anker SoundCore 2 aktuell vermutlich das beste Modell, sofern Ihr nicht deutlich mehr ausgeben wollt.

 

Wie sieht es im Vergleich zum Anker SoundCore 1 aus? Würde sich hier vielleicht sogar ein Upgrade lohnen? Auf den ersten Blick dachte ich „mit Sicherheit nicht“  jedoch liegen zwischen beiden Lautsprechern klanglich Welten!

Es ist unglaublich wie weit wir in ca. einem Jahr gekommen sind. Die Höhen beider Lautsprecher sind sehr ähnlich aber beim Bass gibt es massive Unterschiede. Der SoundCore 1 war was den Bass angeht nie der aller stärkste Bluetooth Lautsprecher, der SoundCore 2 macht dies sehr viel besser! Der Bass ist hier deutlich stärker und tiefer.

Anker SoundCore 2 und Anker SoundCore Vergleich

Sagen wir es so die 10€ Aufpreis ist der SoundCore 2 definitiv Wert! Selbst wenn der Unterschied auf 15€ ansteigen sollte, würde ich weiterhin zum SoundCore 2 raten. Es ist also schon ein großer Unterschied vorhanden zwischen den beiden.

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Der Corsair T1 Race Gaming Schreibtischstuhl im Test, ein holpriger Start!?

Der T1 Race ist Corsairs erster und bisher einziger Gaming Schreibtischstuhl. Damit ist Corsair recht spät dran, denn gefühlt sind auf dem Markt bereits ausreichend viele Hersteller vertreten.

Jedoch hatten Corsair Produkte in der Vergangenheit oft etwas besonderes, oftmals auch einen Markt beeinflussenden Charakter.

Wie sieht es beim T1 Race aus? Ist dies DER Gaming Schreibtischstuhl? Es gibt nur einen Weg dies herauszufinden!

Wie wird sich der neue Corsair T1 Race im Test schlagen?

 

Lieferumfang und Zusammenbau

Wie es sich gehört legt Corsair alles bei was zur Montage des T1 Race benötigt wird, inklusive Werkzeug und zweier „Bonus Schrauben“.

An sich verläuft die Montage des T1 Race wie die aller anderen Gaming Schreibtischstühlen. Die Rückenlehne muss an das Sitzkissen geschraubt werden, das Sitzkissen an die Halterung für die Gasdruckfeder, die Rollen an das Fußkreuz, die Gasdruckfeder in das Fußkreuz und alles zusammenstecken.

    

Klingt so zusammengefasst sehr kompliziert, ist es aber nicht. Sämtliche Schrauben sind sogar in den jeweils passenden Löschern vormontiert, Ihr müsst Euch also nicht mal Sorgen machen die passenden Schrauben zu finden.

 

 

Leider gab es jedoch ein kleines „Problem“. Diese verdammten Rollen wollten einfach nicht in das Fußkreuz. Gerade eine wolle überhaupt nicht und konnte erst mit WD40 und Gewalt überredet werden zu passen. Vielleicht einfach ein Montagsmodell?

 

Wie üblich legt Corsair ein Rückenkissen und ein Nackenkissen mit ins Paket.

 

Der Corsair T1 Race im Test

Der Corsair T1 Race ist aktuell in fünf Farben erhältlich, komplett schwarz oder jeweils mit weißen, gelben, blauen oder roten Akzenten.

Ich habe mich für schwarz/rot entschieden, was durchaus schick aussieht. Corsair setzt beim T1 Race allerdings auf eine etwas auffälligere Optik, wahrlich dezent ist der T1 nicht.

Der innere Teil des Stuhls ist mit Kunstleder ausgekleidet, welches eine genähte Wabenstruktur besitzt. Diese Struktur sorgt für eine verbesserte Belüftung und verhindert, dass der Stuhl an Euch kleben bleibt.

Die Armlehnen und auch die Rückseite der Rückenlehne besitzt eine Carbon Struktur, womit sicherlich der Racing Charakter des Stuhls etwas unterstrichen werden soll.

Ebenso besitzt der T1 Race eine recht großes und auffälliges Corsair Branding.

Bei den Verstellmöglichkeiten finden wir das Übliche. Die Armlehnen lassen sich in vier Richtungen verstellen, rauf/runter, vor/zurück, links/rechts und drehen.

Die Rückenlehne lässt sich über einen Hebel in diversen Stufen bis zu 180Grad flachstellen. Natürlich bringt der T1 Race auch eine Höhenverstellung mit sich. Die Angaben auf der Corsair Webseite bezüglich der minimalen und maximalen Höhe scheinen aber falsch zu sein. Auf der niedrigsten Stufe konnte ich eine Sitzhöhe von ca. 45cm vom Boden messen und auf der höchsten Stufe ca. 54cm.

 

Qualitätseindruck

Für rund 350€ darf man einen Gaming Schreibtischstuhl erwarten der gebaut ist wie ein Panzer, etwas übertrieben gesagt.

Wie sieht es beim Corsair T1 Race aus? Um ehrlich zu sein, konnte mich der T1 Race in diesem Punkt nicht beeindrucken.

Die Innenkonstruktion ist zwar auch hier Metall aber es gibt ein paar Punkte, welche meine Stirn zum Runzeln gebracht haben.

Es ist nicht davon auszugehen, dass Corsair selbst über Fertigungsanlagen für „Gaming Schreibtischstühle“ verfügt. Diese werden mit Sicherheit von einem asiatischen Fertiger hergestellt, vermutlich vom selben Fertiger wie die Modelle von DXRacer, AKRacing, Noble Chairs usw.

Natürlich gibt es hier diverse „Anpassungen“ von Modell zu Modell aber auch zwischen dem Corsair T1 Race und beispielsweise dem DXRacer Formular sind vom Aufbau einige parallelen zu erkennen, welche vermutlich mehr als Zufall sind.

Corsair T1 Race 350€
DXRacer Formula 200€, sehr ähnlicher Aufbau

Jedoch wirkt es so, als hätte Corsair seinen T1 Race auf dem 250€ Basis Modell aufgebaut. Wie komme ich zu dieser Einschätzung? Das offensichtlichste ist sicherlich das Fußkreuz, es ist beim T1 Race aus Plastik. Bei jedem anderen mir bekannten Gaming Schreibtischstuhl über 250€ ist dieses aus Metall.

Es handelt sich um robustes Plastik, ich nehme nicht an, dass dieses brechen wird, aber dennoch der T1 Race ist kein „Budget“ Stuhl. Auch die Konstruktion der Armlehnen wirkt mäßig gut.

Die Armlehnen sind auf einer Platte verschraubt, welche lediglich an der Hinterseite mit dem Grundgerüst verschweißt ist. Ähnliches wurde auch beim Noble Chairs EPIC gemacht, aber da wurde wenigstens die Vorderseite der Halterung arretiert.

Ich denke erneut nicht, dass dies ein großes Problem ist, sofern man sich nicht mit 100KG+ auf die Armlehnen stützt.

Der Wipp- Mechanismus ist hier auch der „billige“ welcher aber seitens Corsair etwas verfeinert wurde, dazu später mehr. Allerdings mein T1 Race quietschte von Haus aus etwas.

Wenn ein Stuhl ein paar Monate auf dem Buckel hat, ist das Okay aber neu sollte das eigentlich nicht sein. Das sind, so die kleinen Dinge die mich stören vor allem beim hohen Preis. Jedoch gibt es auch positive Dinge.

Der Verstellmechanismus für die Rückenlehne wirkt unheimlich gut und hochwertig. Auch die Armlehnen bzw. deren Verstellbarkeit sind wirkt gut gemacht. Zu guter Letzt das Kunstleder wirkt ebenfalls sehr hochwertig und recht dick.

Kurzum der Corsair T1 Race ist sicherlich ein stabiler Stuhl. Dieser ist auch für 120KG zugelassen, was schon ordentlich ist. Ich habe hier keine Zweifel, dass bei halbwegs guter Behandlung, dieser sicherlich einige Jahre hält. Jedoch wirkt er von der Materialwahl eine Stufe kleiner als man es für 350€ bei der Konkurrenz bekommt.

Ein kleiner Auto Vergleich, auf mich wirkt der T1 Race, als hätte Corsair einen Audi A3 gekauft, etwas getunt und dann zum Preis vom Audi A6 verkauft.

Für rund 350€ bekommt man beim Maxnomic Office Comfort oder auch beim Noble Charis EPIC gefühlt einen Stuhl einer Klasse höher.

 

Wie sitzt es sich auf dem Corsair T1 Race?

Ich glaube, es ist nicht deutlich, genug zu sagen, dass der Corsair T1 Race nur etwas für schlanke bis „normal“ gebaute Menschen ist! Ich mit ca. 1,84m und 90-100KG passe gerade so auf den Stuhl.

Warum? Wie die meisten Racing Gaming Schreibtischstühle besitzt auch der T1 Race seitliche Flügel, welche dem Nutzer Halt geben sollen. Je nach Gaming Schreibtischstuhl sind diese Flügel aber etwas breiter, etwas schmäler usw.

Beim T1 Race sind die Flügel ziemlich steil gestellt und auch ziemlich schmal. Auf Bauch/Hüfthöhe bietet der Corsair T1 Race gerade mal 28-30cm Abstand zwischen den Flügeln! Auf Schulterhöhe bietet dieser etwas mehr Raum.

Wie sitzt es sich aber nun auf dem Corsair, wenn man nicht zu breit ist? Der T1 Race ist ein mittel hart gepolsterte Stuhl, man sitzt also nicht wie auf Wolken aber auch nicht wie auf einem Brett. Hierbei gibt der Stuhl einem sehr viel seitlichen Halt, schräg auf diesem Sitzen ist nicht möglich.

Das hat natürlich auch seine Vorteile. Man sitzt sehr konzentriert auf dem T1, ideal fürs Gaming. Auch ist ein langes Sitzen auf dem T1 Race problemlos möglich. 8 Stunden am Stück ohne Ermüdungserscheinungen? Kein Problem! Aufgrund der nicht zu harten oder zu weichen Polsterung ist es fast unmöglich den T1 Race durchzusitzen.

Hierbei gefällt mir auch die Form und die Größe des Sitzkissens sehr gut. Zwar ist dieses auch recht klein aber für meine Größe ideal. Ich hatte bisher keinen Gaming Schreibtischstuhl welcher sich von seiner Form so gut an mein Gesäß anschmiegte wie der Corsair T1 Race.

Bonus Punkte gibt es für den Kippel-Mechanismus. Was ist der Kippel-Mechanismus? Dieser Mechanismus wird auch gerne Wipp Funktion genannt.

Hierbei ist es möglich den Stuhl leicht in die Schräge zu verlagern, was ein sehr von mir geschätztes Feature ist. Man kann also mit dem Corsair T1 Race ein wenig „kippeln“ bzw. wie in einem Schaukelstuhl schaukeln. Das ist natürlich Geschmackssache aber ich finde es außerordentlich angenehm mich zurücklehnen zu können und ein Stück in die Schräge zu kippen was ein deutlich entspannteres Sitzen ist.

Die meisten „Gaming Schreibtischstühle“ besitzen solch ein Feature. Im Großen und Ganzen gibt es hier zwei Umsetzungen, die „günstigere“ und die „teurere“.

Die Günstigere kommt bei den meisten kleineren Stühlen zum Einsatz und ist eher mäßig komfortabel da ein Abstoßen vom Boden nötig ist um sich schräg zu stellen. Bei dem teureren Mechanismus fällt der Stuhl nach hinten ab, das Verlagern des Gewichts reicht für das Kippeln aus.

Zum Vergleich der „hochwertigere“ Kippmechanismus

Corsair nutzt beim T1 Race den „günstigeren“ Mechanismus, welcher jedoch modifiziert wurde. Corsair hat hier anscheinend eine Feder verbaut, welche das Kippeln wesentlich einfacher gestaltet.

Solltet Ihr dieses Feature nicht wollen, kein Problem der Stuhl lässt sich auch feststellen.

Bonuspunkte gibt es ebenfalls für die Armlehnen, welche von der Höhe und der Breite ziemlich Ideal sind. Diese lassen sich natürlich verstellen, jedoch ist die minimale und maximal Höhe sehr gut gewählt.

Kurz zusammengefasst man sitzt sehr gut auf dem Corsair T1 Race und das auch über längere Zeit. Wer täglich x Stunden vor dem PC sitzt wird den T1 Race lieben!

Fazit

Der Corsair T1 Race ist ein Guter Gaming Schreibtischstuhl, welchen ich jedoch nur sehr bedingt empfehlen kann!

Warum? Der T1 Race ist zu teuer! Corsair verlangt hier aktuell 350€, das ist für einen Gaming Schreibtischstuhl schon Oberklasse, jedoch wirkt der T1 Race für mich wie ein „Einsteigerklasse“ Modell.

Es sind viele Kleinigkeiten, welche zu diesem Eindruck führen. Das wäre unter anderem die Materialwahl. Bei einem 350€ Schreibtischstuhl auf ein Plastik Fußkreuz zu setzen ist merkwürdig, normalerweise findet man ab 250€ nur Fußkreuze aus Metall. Auch die Halterung für die Armlehnen wirkt nur mittelmäßig robust. Hinzu kommt der billigere Kippelmechanismus und die Form.

Der Corsair T1 Race ist NUR etwas für sehr schmale Nutzer! Ich mit 1,8xm und 90-100KG passe gerade so in den Stuhl. Ich habe nun im letzten halben Jahr rund 8 Gaming Schreibtischstühle zum Testen hier gehabt und der Corsair ist der mit Abstand schmalste.

Selbst ein DXRacer Formula (kleinste Serie von DXRacer) ist breiter.

Ich will aber auch den Corsair T1 Race nicht schlecht reden, das wäre nicht richtig. Wenn man die passenden Maße für den T1 Race hat, ist dieser sehr bequem! Auch die Optik ist einfach klasse.

Es gibt auch hier und da ein paar spezielle Corsair Features welche man so bei anderen Modellen nicht findet. Dies wären die Gummirollen und auch die modifizierte Wippfunktion.

Auch die grundsätzliche Verarbeitung ist tadellos. Ich habe keine Zweifel das der T1 Race viele Jahre halten wird.

Jedoch zahlt man bei diesem Gaming Stuhl einfach einen ca. 80-100€ Corsair Aufschlag!

Für knapp über 300€ bekommt man mit dem Noble Chairs EPIC einen doch noch deutlich besseren und auch etwas breiteren Gaming Stuhl welcher von seiner Verarbeitung einfach eine Stufe über dem Corsair ist.

Alternativ ist der DXRacer Formula für rund 200-260€ erhältlich und spielt auf einem ähnlichen Level wie der T1 Race.

Selbstverständlich sollte der Corsair T1 Race Euch gut gefallen, was die Optik angeht und Ihr mögt Corsair als Marke und seid nicht all zu breit, spricht natürlich nichts gegen den T1 Race.

Der Gaming Stuhl ist definitiv bequem und auch qualitativ ordentlich, nur etwas zu teuer verglichen mit der Konkurrenz.

Der Geheimtipp aus Asien, die FIIL DIVA Pro im Test! Bluetooth Kopfhörer mit ANC, App Unterstützung und lokalem Speicher!

FIIL bietet mit den DIVA Pro Bluetooth Kopfhörern sicherlich nicht das bekannteste Modell auf dem deutschen Markt an. Auch ich bin nur per Zufall über die DIVA Pro gestolpert, welche dann aber schnell mein Interesse erwecken konnten.

Bluetooth Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling, einer vollen App Unterstützung, Smart Feature, einem eingebauten Speicher und einer tollen Optik begegnet man nicht Allertage.

FIIL DIVA Pro Test Review

Kurzum habe ich mich dazu durchgerungen mir die Kopfhörer für rund 180€ aus Asien zu bestellen. Sind die FIIL DIVA Pro, welche ein Kickstarter Projekt waren, ein absoluter Geheimtipp oder blenden diese nur mit Ihren diversen Features über einen schlechten Klang hinweg?

Finden wir es im Test der FIIL DIVA Pro heraus!

 

Die FIIL DIVA Pro im Test

Die FIIL DIVA Pro sind recht minimalistische, aber wie ich finde sehr schick designte Kopfhörer. FIIL setzt bei den DIVA Pro auf eine recht runde Optik, im wahrsten Sinne des Wortes. Hierbei ist auf der Rückseite der Kopfhörer lediglich das recht dezent schicke FIIL Logo eingearbeitet.

Dieses Logo ist auf beiden Seiten sogar beleuchtet. Ist Euch dies zu viel, „schaut hin“ kann man die Beleuchtung in der App auch abschalten.

Bei den DIVA Pro handelt es sich um recht kleine Kopfhörer, welche eine gute Portabilität bieten. Erfreulicherweise hat FIIL sogar an einen klapp Mechanismus gedacht welcher ein noch platzspardenderes Verstauen der Kopfhörer erlaubt. Beim Material der Kopfhörer sehen wir keine großen Experimente, die DIVA Pro sind aus mattem Plastik gefertigt.

Lediglich die Scharniere sind aus Metall gearbeitet, was den Kopfhörern eine gewisse Robustheit verleiht.

Im Allgemeinen fühlen sich die FIIL DIVA Pro vernünftig an. Deutlich besser als Bose QC35, etwas schlechter als Sony MDR-100ABN.

Bei den Anschlüssen finden wir das übliche mit einem 3,5mm Eingang für eine kabelgebundene Nutzung und einem microUSB Port zum Aufladen des internen Akkus.

FIIL spricht hier von einer Laufzeit von bis zu 33 Stunden, dies ist aber etwas optimistisch. Praktisch werden wohl bei aktivem Noise Cancelling usw. eher 20-26 Stunden möglich sein.

Bei den Tasten finden wir lediglich zwei Stück an den Kopfhörern. Den Einschalter wie auch einen kleinen Schieberegler.

Dies ist nicht alles! Auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel ist ein Touchpad integriert. Über dieses könnt Ihr diverse Gesten ausführen, um die Lautstärke anzupassen, vor- und zurückzuspulen usw.

Das Ganze funktioniert „okay“ allerdings bevorzuge ich im Allgemeinen Tasten.

 

Die App und sonstige Features

Ein wichtiger und großer Teil der FIIL DIVA Pro ist die FIIL+ App, welche für Android und IOS verfügbar ist.

Die FIIL+ App ist erfreulicherweise sehr gut aufgebaut und sortiert. Man findet sich ohne größere Probleme schnell zurecht.

 

Diese App bietet diverse Steuerungsmöglichkeiten für die Kopfhörer. Dies beginnt bei der Möglichkeit die Beleuchtung des FIIL Schriftzugs abzuschalten und endet bei diversen EQ Settings.

Auch lässt sich das automatische Pausieren und Fortsetzen der Musik beim Anlegen bzw. Ablegen der Kopfhörer aktivieren bzw. deaktivieren.

Auf die genauen EQ Einstellungen und Noise Cancelling Modi gehe ich aber später in den jeweiligen Kategorien ein.

Ein weiteres großes Feature der FIIL DIVA Pro ist der interne Speicher. Via PC, hier werden die Kopfhörer einfach als Wechseldatenträger erkannt, lassen sich Musik Dateien direkt auf die Kopfhörer Speichern.

Dies kann durchaus praktisch sein, sollte man beim Joggen sein Smartphone nicht mitschleppen wollen.

Der interne Speicher fällt mit 4GB nicht riesig aus, reicht aber ihm zumindest die wichtigsten Songs bei sich zu haben. Erstaunlicherweise unterstützen die FIIL DIVA Pro sogar FLAC Dateien und andere „exotischere“ Datenformate neben den klassischen MP3s.

 

Tragekomfort

Die FIIL DIVA Pro sind recht kompakte On-Ear Kopfhörer. Das heißt, diese umschließen Eure Ohren nicht, sondern liegen auf diesen auf.

Grundsätzlich finde ich Over-Ear Kopfhörern bequemer, das ist keine Frage. Jedoch hat FIIL hier viel richtig gemacht.

Die Polsterung der Kopfhörer ist ausreichend dick und weich. Zudem ist der Anpressdurck der Kopfhörer angenehm.

FIIL DIVA Pro Bild

Es handelt sich bei diesen eindeutig um die bequemsten On-Ear Kopfhörer, die ich bisher aufhatte. Auch verglichen mit diversen Over-Ear Kopfhörern schlagen sich die DIVA Pro ganz gut, was den Tragekomfort angeht.

Kurzum das On-Ear Design ist hier kein „No-Go“ für mich. Gerade im Outdoor Einsatz wie Bus und Bahn schlagen sich die Kopfhörer wirklich sehr gut, aufgrund der kompakten Größe und des recht guten Tragekomforts.

Wer allerdings Kopfhörer sucht, welche man entspannt 5 Stunden+ auf seinem Fernsehsessel tragen kann, sollte vielleicht doch zu größeren Modellen greifen.

 

Noise Cancelling

Aktives Noise Cancelling ist aktuell der größte Trend bei Bluetooth Kopfhörern. Hierbei werden die Außengeräusche über Mikrofone aufgezeichnet und dann von den Kopfhörern in Echtzeit ausgeglichen.

Dies kann bei einer guten Umsetzung dazu führen das Außengeräusche sehr Stark ausgeblendet werden.

Auch die FIIL DIVA Pro verfügen über aktives Noise Cancelling, wie gut ist dieses? FIIL selbst spricht von einer Filterung von bis zu 28db. Dies ist etwas hochgegriffen, aber praktisch ist das Noise Cancelling gut bis sehr gut!

Außengeräusche werden wirklich recht stark ausgeblendet, gerade wenn es sich um Geräusche wie von Motoren oder Lüftern handelt.

FIIL DIVA Pro Bild

Dieses Brummen wird fast komplett herausgefiltert. Andere Geräusche wie Stimmen usw. hingegen werden nur etwas gedämpft. Dies ist völlig normal für Noise Cancelling Kopfhörer und selbst die besten schaffen es nicht alle Geräusche zu entfernen.

Erfreulicherweise gehören die FIIL DIVA Pro sogar zu den besseren wenn nicht sogar zu den besten Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörern. Zwar können diese nicht ganz mit den Bose QC35 mithalten sind aber schon recht nah dran. Leider produzieren die DIVA Pro ein leichtes weißes Rauschen, welches aber nur bemerkbar ist, wenn gerade keine Musik spielt.

Ein Punkt in welchem die DIVA Pro den Bose QC35 allerdings eins voraushaben ist die anpassungsfähig. Das Noise Cancelling lässt sich nicht nur an und ausschalten, sondern auch verstellen. Beispielsweise gibt es einen Modus in welchem versucht wird Stimmen besser hindurch zu lassen und ein Modus, in welchem Außengeräusche nicht herausgefiltert werden, sondern verstärkt werden.

Klingt im ersten Moment dämlich ist aber in der Praxis durchaus nützlich, wenn man in der Bahn auf eine Durchsage wartet und gleichzeitig Musik hört.

Kurzum das Noise Cancelling der FIIL DIVA Pro taugt!

 

Klang

Gerade auf den Klang war ich sehr gespannt. Die FIIL DIVA Pro sind nicht günstig, gerade für Kopfhörer welche aus Asien kommen, daher dürfen die Erwartungen schon etwas höher ausfallen.

Diese Erwartungen bei einem Preis von knapp unter 200€ wurden von den FIIL DIVA Pro bei weitem übertroffen!

Das Wichtigste vorweg, die FIIL DIVA Pro sind anpassbar! In der App findet Ihr einen recht einfachen EQ welcher das Boosten von Höhen oder dem Bass erlaubt.

Auch lässt sich ein 3D Klang Feature hinzuschalten. Für Folgendes bleibe ich primär im „Normalen“ Modus.

Wie klingen die DIVA Pro?

Toll! FIIL nutzt ein recht „normale“ Klangsignatur, welche eigentlich immer passt. Heißt, die Kopfhörer besitzen einen leicht angehobenen Bass aber ansonsten einen recht klaren Klang mit sauberen Höhen, welche aber nicht übermäßig scharf sind.

Kurzum die übliche „spaßige“ Klangsignatur.

Im Detail, der Bass der DIVA Pro hat einen sehr guten Punch inne, drängt sich aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt. Hierdurch wirkt der Klang nicht überschattet vom Bass aber dennoch sehr lebendig und vorantreibend.

FIIL DIVA Pro Test

Der Bass besitzt ebenfalls einen recht guten Tiefgang, klingt also durchaus hochwertig.

Die Höhen sind absolut sauber und klar. Allerdings auch nicht die aller brillantesten. FIIL hat vermutlich versucht die Höhen etwas abzurunden um diese angenehmer zu gestalten, was auch gelungen ist.

Die Mitten sind unauffällig gut. Stimmen werden korrekt dargestellt, wobei man auch merkt, dass hier sicherlich auch keine „Fokussierung“ stattfindet.  Die FIIL DIVA Pro sind allerdings auch nicht dünn in der Mitte, wenn auch diese etwas in Richtung Badewanne gehen, also mit starken Bässen und Höhen.

Hierdurch besitzen die Kopfhörer eine unheimlich starke Dynamik und einen sehr lebendigen Klang.

Musik macht Spaß mit den FIIL DIVA Pro!

Bass Fans werden bei den Kopfhörern allerdings auch auf Ihre Kosten kommen. Geht in die App und schaltet den EQ auf „Bass“. Dies machen die Kopfhörer sehr gut! Zum einen ist der EQ global und wird auf alle Musik angewendet, zum anderen scheinen die Treiber den erhöhten Bass gut zu vertragen.

Der Bass Modus verpasst den DIVA Pro ein Hauch mehr Bass(was eine Überraschung). Höhen und Mitten werden kaum bis gar nicht verändert. Das ist sehr wichtig! Oftmals neigen solche Bass Modi Kopfhörer matt klingen zu lassen, das ist hier nicht der Fall.

Der Bass der FIIL DIVA Pro bekommt einfach einen Hauch mehr Kick als im normalen Modus. Im ersten Moment ist der Unterschied recht dezent aber dieser Hauch mehr Bass reicht die Kopfhörer ein gutes Stück zu verändern. Die DIVA Pro schaffen es nun die Ohren sogar leicht zum Vibrieren zu bekommen.

FIIL DIVA Pro Test

Das Ganze klingt erfreulicherweise nicht unnatürlich oder gezwungen. Die Kopfhörer nehmen den mehr Bass sehr gut an und punkten weiterhin durch einen hervorragenden Tiefgang, welcher sich sogar gefühlt noch etwas verbessert.

Kurzum für alle Nutzer, die etwas mehr Bass mögen, ist der Bass Modus perfekt! Es klingt so als wären die Kopfhörer für diesen gemacht.

Ähnliches gilt auch für den „Höhen Modus“ welcher die Höhen boostet anstelle des Basses.

Klanglich sind die DIVA Pro soweit also tadellos, jedoch eine kleine Schwäche haben diese. Die räumliche Darstellung bzw. die Bühne ist relativ klein.

Dies liegt vermutlich am kompakteren On-Ear Design, welches einfach Probleme hat einen „Raumfüllenden“  bzw. Ohrfüllenden Klang zu Produzieren.

Um diese Schwäche etwas zu beheben, hat FIIL den DIVA Pro einen 3D Sound Modus verpasst. Dieser lässt sich in mehreren Stufen über die App zuschalten.

Wie bei den meisten 3D „Souround“ Features, welche simulieren sollen, das Eure Musik in einer Konzerthalle usw. abgespielt wird, ist das ganze Geschmackssache.

Ich bin kein Fan von 3D Sound, gerade bei Musik. Jedoch ist die Umsetzung bei den FIIL DIVA Pro gut. Ich will nicht sagen, dass man sich fühlt, als wäre man mitten in einem Konzert aber gerade die kleinste Stufe, „Wohnzimmer“, gibt dem Klang etwas mehr Tiefe ohne dabei wie ein Software Feature oder ein Audio Filter zu klingen.

Also ja erneut ein gut umgesetztes Feature!

In welcher Musik fühlen sich die FIIL DIVA Pro wohl? Grundsätzlich in jeder Musik welche von einem leicht angehobenen Bass profitiert. Also beispielsweise die normale Pop Musik. „Something Just Like This“ von The Chainsmokers klingt beispielsweise erstklassig mit den DIVA Pro. Dies gilt auch für andere Musikrichtungen wie Elektro, Witchcraft von Pendulum wäre ein gutes Beispiel für einen Titel, welcher sehr echt und lebendig mit den Kopfhörern klingt, oder auch Rock und Metal, sofern Ihr einen etwas tiefere Drums mögt.

Abschließend wie ist der Klang der FIIL DIVA Pro, auch verglichen mit anderen High End Bluetooth Kopfhörern, einzuschätzen?

Das ist eine nicht ganz leichte Frage, grundsätzlich klingen die FIIL DIVA Pro hervorragend, aber sie klingen etwas anders als beispielsweise Bose QC35. Dies liegt primär an dem On-Ear gegen Over-Ear Design.

Dies ist ähnlich wie bei in-Ears welche immer etwas anders klingen als große Kopfhörer, egal wie gut die in-Ears sind. Ich kann den FIIL DIVA Pro schon einmal den Punkt geben das dies die besten On-Ear Kopfhörer sind, welche ich jemals gehört habe!

Und ja die FIIL DIVA Pro können auch mit Bose und Sony ganz oben mitspielen, ob ich diese jetzt oberhalb der QC35 oder MDR-100ABN einordnen würde ich schwer zu sagen, vermutlich aber eher nicht. Wir sind hier in einem Bereich in dem es weniger um den objektiven Klang geht, sondern viel mehr um den persönlichen Geschmack.

Hier haben die DIVA Pro aber den Software Vorteil welcher eine bessere Anpassung an Eure Vorlieben erlaubt.

Sprachansagen

Kleine Anmerkung, die FIIL DIVA Pro besitzen viele und auch recht ausgiebige Sprachansagen. In der Regel ist dies etwas, was mich sehr stört, gerade bei asiatischen Kopfhörern.

Jedoch merkt man das FIIL sich hier deutlich mehr Mühe gegeben hat! Zwar hat die Sprecherin einen leichten asiatischen Akzent bei ihrer Englischen Aussprache aber die Stimme ist sehr angenehm und auch qualitativ sehr hochwertig aufgezeichnet.

 

Fazit

WOW! Ich habe bei den FIIL DIVA Pro mit viel gerechnet aber nicht damit. Ich hatte offen zugegeben etwas Angst das die FIIL DIVA Pro „Blender“ sind welche schön aussehen, vollgepackt mit Features sind aber schlecht klingen.

Klar FIIL ist kein bekannter Hersteller, wie soll dieser das „Engineering“ haben mit den großen mitzuhalten?

Aber irgendwoher haben sie es, denn die FIIL DIVA Pro sind fantastisch! Damit meine ich nicht nur den klaren, dynamischen Klang, welche ganz oben mitspielt, sondern auch die Optik, die Verarbeitung, die Akku Laufzeit und nicht zu letzt die wirklich grandiose App.

Das Wichtigste ist hier aber das alleine der Klang die 180€ Wert ist, wenn man so will sind die ganzen anderen Features wie integrierter Speicher oder die extrem nützliche App „Boni“.

Klar die FIIL DIVA Pro sind On-Ear Kopfhörer, welche nichts für jeden sind, jedoch es sind die mit Abstand  am besten klingenden und komfortabelsten on-Ear Kopfhörer, welche ich bisher aufhatte.

Selbst verglichen mit den „großen“ Bose QuietComfort 35, Sony MDR-100ABN, Plantronics Backbeat Pro 2 usw. können die DIVA Pro mithalten.

Klanglich ist kein all zu großer Unterschied vorhanden (die Bose und Sony klingen etwas „breiter“ und in den Höhen etwas klarer), die DIVA Pro haben duzende Features mehr, eine Welten bessere App und selbst das Noise Cancelling, was die große Stärke der Bose ist, ist bei den DIVA Pro ebenfalls sehr stark!

Ich glaube ich habe genug geschwärmt, aber das ist meine Reaktion, wenn ich von einem Produkt maßlos überrascht werde. Nach unseren europäischen Standards könnte man vermutlich an die FIIL DIVA Pro ein 299€ Preisschild packen und die Kopfhörer wären immer noch für das Geld top!

 

Solltet Ihr etwas experimentierfreudig sein kauft die FIIL DIVA Pro! Es lohnt sich wirklich! Klar warum solltet Ihr mir trauen, leider gibt es noch nicht so viele andere Tests zu den FIIL DIVA Pro, aber hier ein paar Englische:

[Review] FIIL Diva PRO: Sonically Superior. Technologically Advanced!
FIIL Diva Pro Review: Wireless Headphones From The Future
Fiil Diva wireless headphones review