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Was sind Android Benchmarks und welche sind empfehlenswert?

In meinen Smartphone Tests nutze ich des Öfteren sogenannte Benchmarks um besser die Leistung eines Smartphones zu veranschaulichen.

Viele gerade nicht so technikaffine Nutzer werden gar nicht so recht wissen was ein „Benchmark“ ist und wie diese Werte einzuschätzen sind.

Daher ein kleiner Hintergrundartikel.

 

Was ist ein Benchmark?

Benchmarking (sinngemäß „Maßstäbe vergleichen“) bezeichnet die vergleichende Analyse von Ergebnissen oder Prozessen mit einem festgelegten Bezugswert oder Vergleichsprozess (von engl. Benchmark).“

Quelle Wikipedia

Ein Benchmark ist theoretischer Leistungstest welcher mit anderen Geräten vergleichbare „Wertungen“ erstellt.

Es wird also je nach Benchmark ein vorgefertigter Pakur an Leistungstests durchlaufen. Um so besser und um so schneller dies ein Smartphone/Tablet/PC macht um so höher ist die letztendlich erreichte Punktzahl.

Diese Punktzahl lässt sich dann mit anderen Geräten, welche ebenfalls diesen Test durchlaufen haben, vergleich.

Höherer Wert = eine theoretisch höhere Leistung des Geräts.

 

Nachmachen ist erlaubt!

Das tolle an solchen Benchmarks ist die Möglichkeit das Ihr diese Zuhause wiederholen könnt und zwar ohne größeres Vorwissen oder anderem Equipment.

Ihr wollt ein neues Smartphone kaufen? Dann macht auf Eurem alten 1-2 Benchmarks und vergleicht diese Werte mit einem der möglichen neuen Geräte.

So könnt Ihr einen Eindruck erhalten wie viel schneller das potenziell neue Smartphone ist.

Bei +- 10-20% kann man in der Regel sagen, dass zwei Smartphones gleich schnell sind.

Verglichswerte erhaltet Ihr in all meinen Smartphone Tests.

 

Welche Android Benchmarks sind empfehlenswert?

Nun stellt sich sicherlich die Frage welche Benchmarks sind am besten geeignet die Leistung eines Smartphones einzuschätzen?

Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, viele Benchmarks Test  haben unterschiedliche Komponenten.

Hier aber ein paar empfehlenswerte Tests:

 

Geekbench

[appbox googleplay com.primatelabs.geekbench]

Der beliebteste Benchmark ist sicherlich „Geekbench“. Dieser hat den Vorteil, dass es ihn nicht nur für Android sondern auch für IOS, Windows und MAC gibt.

Ich bin allerdings nicht so der Fan von diesem Test. Der Basistest testet nur die CPU Leistung Eures Smartphones, was nicht schlecht ist aber ein Smartphone besteht aus noch mehr Komponenten.

 

Antutu

[appbox googleplay com.antutu.ABenchMark]

Der Antutu ist mein „Lieblings“ Benchmark. Dieser Testet im Gegensatz zu Geekbench nicht nur die CPU sondern auch die weiteren Komponenten des Smartphones.

Daher ist dieser meine Empfehlung!

 

PCMark

[appbox googleplay com.futuremark.pcmark.android.benchmark]

PCMark hat sich auf die Fahnen geschrieben besonders realitätsnah zu sein. Daher werden hier nicht irgendwelche „theoretischen“ Tests durchlaufen in welchen einfach Irgendwelche Zahlen berechnet werden, sondern es werden realitätsnahe Abläufe simuliert.

Das Ganze ist ein relativ CPU lastiger Test.

 

3DMark

[appbox googleplay com.futuremark.dmandroid.application]

3DMark ist das Gegenstück zu PCMark. Im Gegensatz zu PCMark testet 3DMark primär die Grafikleistung eines Smartphones.

Hierbei ist der IceStorm Ulimited und der Sling Shot Extreme Test besonders wichtig. Letzterer allerdings nur für High End Smartphones.

 

AndroBench

[appbox googleplay com.andromeda.androbench2]

Ihr wollt wissen wie schnell der interne Speicher Eures Smartphones ist? Dann ist AndroBench der passende Test.

Schnellerer Speicher sogar unter anderem für schnellere App Ladezeiten. Leider werden solche Tests bei Smartphones immer gerne etwas unterschätzt. Daher probiert vielleicht auch einmal AndroBech aus.

 

Vellamo Mobile Benchmark

Der Vellamo Mobile Benchmark besteht aus drei Komponenten.  Zwei Normaler CPU Tests und ein interessanter „Browser“ test.

Hierbei misst der Test wie schnell der Google Chrome Browser auf einem Smartphone Arbeitet.

Leider lieferte Vellamo bei mir teilweise etwas „merkwürdige“ Ergebnisse weshalb ich diesen weniger in meinen Tests nutze.

 

Quadrant Standard Edition

[appbox googleplay com.aurorasoftworks.quadrant.ui.standard]

Der Quadrant Benchmark wird auch von anderen Testern noch gelegentlich verwendet. Ich bin auch teilweise der Nutzung schuldig, allerdings würde ich von diesem Benchmark abraten!

Der Quadrant Benchmark ist sehr alt und liefert mit aktuellen schnellen Chipsätzen teilweise sehr merkwürdige Ergebnisse.

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Artikel konnte Euch etwas weiterhelfen.

Abgesehen von Geekbench kosten diese Apps keinen Cent und ein Test dauert wenige Minuten, vergleicht also vielleicht einmal Euer altes Smartphone gegen ein potenziell neues Modell.

Natürlich ein gutes Benchmark Ergebnis muss ich nicht bedeuten das ein Gerät besser ist als das andere. Jedoch kann das Ganze eine gewisse Tendenz aufzeigen wo ein Smartphone Leistungstechnisch einzuordnen ist.

XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging 10.000 im Test, die Powerbank für Android Wear Nutzer

Kabellos laden ist ohne Frage cool, wird aber leider nur von wenigen Smartphones unterstützt. Genau genommen hält aktuell lediglich Samsung von den „großen“ Herstellern kabelloses Laden die Treue.

Aber dies ist ja schon ausreichend, wenn man sich den Marktanteil von Samsung ansieht. Auch das neue Samsung Galaxy S8 wird mit kabellosem Laden ausgestattet sein. Dies sehe ich doch mal als Grund die neue „XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging“ anzusehen.

Wie man bei dem Namen schon vermuten kann, handelt es sich bei dieser Powerbank um ein Modell mit einem zusätzlich eingebauten QI Ladepad.

Dies ist nicht nur für Besitzer des Samsung Galaxy S7 und S8 interessant, sondern auch für jede Menge Smartwatch Träger welche ebenfalls oft via QI geladen werden.

Kann dieses Konzept und diese Powerbank im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging 10.000

Wie bei einer Powerbank mit einem eingebauten QI(kabellosem) Ladepad zu erwarten ist, setzt XLayer bei dieser auf ein recht flaches aber großes Design.

Die Powerbank besitzt ungefähr die Abmessungen eines Samsung Galaxy S7 Edge und ist ca. doppelt so dick.

Der größte Teil der Powerbank besitzt eine gummierte Oberfläche. Dies ist auch durchaus sinnvoll für einen besseren Gripp. Ein Smartphone was auf der Oberseite der Powerbank kabellos lädt kann so nicht so einfach herunterrutschen.

Um die Powerbank ist allerdings noch ein schwarzer Hochglanz Rahmen angebracht, welcher die Optik und Haptik etwas auflockert.

Das Ganze fasst sich durchaus vernünftig an, ist allerdings auch ein Magnet für Fingerabdrücke welche sich auf der gummierten Oberfläche regelrecht einbrennen.

Wie sieht es mit den Anschlüssen aus? Die Powerbank besitzt neben dem QI Ladepad auf der Oberseite, welches 5V 1A schafft, einen weiteren „normalen“ USB Ausgang. Dieser „normale“ USB Ausgang schafft allerdings auch gute 2,4A Leistung.

Bei den Eingängen stehen Euch gleich zwei zur Verfügung. Ein normaler microUSB Port und ein Lightning Port.

Hier kann man natürlich streiten ob es Sinn macht an solch einer Powerbank einen zusätzlichen Lightning Anschluss anzubringen, da vermutlich die meisten Käufer über ein Samsung Galaxy S8/S7 verfügen werden was die ganze Sache aus meiner Sicht etwas redundant macht.

Wenn Ihr ein Samsung Galaxy mit dieser Powerbank nutzt, ignoriert einfach den Lightning Port und nutzt den Standard microUSB Anschluss.

Interessanterweise kann man die Powerbank auch kabellos mit einem anderen QI Ladepad laden! Cool, aber in der Praxis vermutlich eher suboptimal. Via QI erreicht die Powerbank laut Hersteller maximal 1A Ladegeschwindigkeit, praktisch vermutlich weniger, via Kabel hingegen bis zu 2A möglich.

Wie üblich besitzt auch die XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging vier Status LEDs welche Euch über die verbliebene Restladung informieren, wie auch eine gesonderte LED für den kabellosen Ladestand.

Ebenfalls findet sich an der XLayer Powerbank eine LED Taschenlampe. Diese ist zwar nicht super hell, reicht aber aus um mal etwas zu suchen was hinter den Schreibtisch gefallen ist.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte der XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging 10.000

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Wer meine Tests liest, wird vermutlich wissen, dass die Herstellerangabe sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen bezieht und nicht auf die nutzbare Kapazität.

Da aber beim Entladen der Akkuzellen immer etwas Energie verloren geht, sind nicht 100% dieser vorhandenen Energie der Powerbank auch entnehmbar.

Im Falle der XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging konnte ich 9027mAh bzw. 33,4Wh messen. Dies entspricht hervorragenden 90% der Herstellerangabe, ein sehr guter Wert!

Wie sieht es abseits der Kapazität aus? Gut, wenn nicht sogar sehr gut! Beginnen wir mit einer ersten wichtigen Frage, wie viel Leistung hat eigentlich dieser USB Port?

Der Hersteller schreibt bei seinen Produktinformationen 2,4A, auf der Powerbank selbst steht allerdings 2,1A. Was ist nun richtig?  Ob nun 2,1A oder 2,4A spielt an sich im Alltag außer bei einigen wenigen Tablets kaum eine Rolle aber dennoch. Erfreulicherweise verfügt die Powerbank über 2,4A genau genommen sogar 2,7xA ab welchen die Abschaltung greift (Spannung fällt über den kompletten Leistungsbereich nicht unter 5V).

Die Ladegeschwindigkeit ist mit allen von mir getestet Smartphones, Smasung Galaxy S7 Edge (1,77A), iPhone 7+ (1,8A), Google Pixel XL (1,45A), sehr gut!

Natürlich wären Powerbanks mit der Unterstützung von Schelladestandards gegebenenfalls noch etwas schneller, aber für eine Allround Powerbank ist das hier Gebotene schon klasse!

Die kabellose Ladefunktion hingegen ist weniger „besonders“. Das Tempo ist mit 1A maximal „Standard“.

 

Ganz ehrlich ich würde dieses kabellose Laden Feature weniger für Smartphones verwenden, kabelgebundenes Laden ist doch schneller und effizienter.

Das Ganze ist allerdings für Smart Watch Besitzer interessant welche nicht via USB laden können.  Meine Fossil Q lädt auf der Powerbank absolut problemlos! Achtet hierbei darauf, dass Eure Smartwatch den QI Standard unterstützt (müssten die meisten, wenn nicht sogar alle Android Wear Uhren machen).

Die Powerbank lässt sich im Übrigen gleichzeitig laden und entladen. Es wäre also möglich diese zu Hause immer am Netz zu haben und als QI Ladepad zu nutzen und nur im Notfall als Powerbank.

Das Wiederaufladen der Powerbank geht mit rund 2,1A erfreulich flott. Hierbei war der microUSB Port in meinem Test einen Tick schneller als der Lightning Port.

 

Fazit

Die XLayer Powerbank PLUS Wireless Charging 10.000 ist eine sehr gute Powerbank für alle Nutzer welche Ihr Smartphone auch portabel kabellos laden wollen.

Hierbei denke ich macht die Powerbank aber gerade für Besitzer von Android Wear Smartwatches besonders viel Sinn. Diese werden in der Regel ausschließlich kabellos geladen, wer also diese unterwegs nachladen will, muss ein Ladepad zusätzlich mit sich herumschleppen oder auf eine Powerbank wie die PLUS Wireless Charging 10.000 setzen.

Für „Apple Nutzer“ macht die Powerbank allerdings trotz des optionalen Lightning Ports wenig Sinn. Ja am USB Ausgang laden iPhones und iPads schnell aber das kabellose Laden Feautre bringt Apple Nutzer 0 daher gibt es hier gleich gute Optionen zu günstigeren Preisen.

Kurzum die Powerbank eigene sich primär für Android Wear und Samsung Galaxy S7 und S8 Nutzer. Hier kann ich auch eine Empfehlung aussprechen.

 

Audials Tunebite Platinum im Test, Spotify und co. einfach aufzeichnen?

Musik Streaming ist beliebt, zurecht für 10€ im Monat bekommt man den vollen Zugriff auf so ziemlich alle Songs der Welt.

Einziger Nachteil man hat keine MP3 Version der Titel auf der eigenen Festplatte und ist auf die Software des Anbieters angewiesen.

Was wäre, wenn man Musik von Spotify und Co einfach auf der eigenen Festplatte als MP3 Datei speichern könnte?

Das Ganze ist natürlich nicht so einfach, jedoch gibt es Programme wie Audials welche genau dies ermöglichen.

Eins dieser Programme ist Audials Tunebite Platinum. Aber wie funktioniert es und vor allem wie gut funktioniert dies? Finden wir es im Test heraus!

 

Wie funktioniert das Ganze?

Klären wir erst einmal wie alles funktioniert. Audials Tunebite Platinum installiert sich als „Wanze“ auf Eurem Computer, hört also im Betrieb alle Sounds und Klänge welche über Eure Soundkarte wiedergegeben werden mit und zeichnet diese auf.

Das könnten auch gratis Tools sein, das Besondere bei Audials Tunebite ist die automatische Unterteilung. Es wird also nicht nur eine große Datei erstellt, sondern Titel werden automatisch getrennt und mit den korrekten Tags versehen.

Aber funktioniert dies auch in der Praxis so gut?

 

Audials Tunebite Platinum

Nach der Installation von Tunebite Platinum werdet Ihr vom „Start Fenster“ begrüßt. Im Großen und Ganzen habt Ihr hier zwei Optionen, Video Aufzeichnen oder Ton Aufzeichnen.

Das interessanteste Feature ist hier sicherlich das Aufzeichnen von Ton. Der erste Schritt sollte das Einstellen der Aufnahme Qualität sein. Bei den meisten Streaming Anbietern macht hier sicher mp3 320Kbit am meisten Sinn.

Ist dies und das Einstellen des Speicherorts geschafft, kann das Aufnehmen losgehen. Hier gibt es auch diverse Möglichkeiten, die interessanteste sollte aber die Aufnahme mit Tontrennung sein. Diese Methode funktioniert bei allen Quellen egal ob Spotify, Webradio oder anderen Anwendungen.

Hierbei erkennt Tunebite automatisch wenn ein Titel endet und ein neuer anfängt und trennt dementsprechend die Songs.

 

Wichtig die ganze Aufnahme geschieht in Echtzeit! Wenn Ihr eine Stunde Musik aufzeichnen wollt, müsst Ihr auch eine Stunde warten.

Wenn ein Titel aufgezeichnet wurde, versucht das Programm auch automatisch die Tags inklusive Cover usw. zu finden. Dies funktioniert leider eher mittelmäßig überzeugend. Bei älteren Titel (3 Monate+) funktioniert es brauchbar, bei neueren Titeln hingegen kaum.

Alternativ gibt es auch einige „Presets“ für Tonquellen. Hier stehen z.B. Spotify, Amazon Music usw. zur Auswahl.

Das interessante bei diesen „Presets“ ist, dass die Anwendung anscheinend direkt den Titel/die Tags aus der Anwendung ausließt.

So muss man sich nicht auf die eher mäßig gute automatische Erkennung verlassen.

Ebenfalls gibt es, zu mindestens bei Spotify, die Möglichkeit die Aufnahme mit doppelter Geschwindigkeit laufen zu lassen.

Hier muss ich gestehen etwas überrascht zu sein wie gut gerade das Zusammenspiel mit Spotify funktioniert. Mit genug Zeit wäre es vermutlich kein Problem sämtliche Songs auf der Plattform auf die eigene HDD zu holen.

Qualitativ ist hier nichts zu bemängeln. Achtet vielleicht darauf das Ihr bei Eurem Streaming Dienst auch die maximale Qualität eingestellt habt.

Aber nicht nur Musik lässt sich aufzeichnen. Ähnliches Prinzip lässt sich auch bei Filmen nutzen. Erneut habt Ihr hier die Auswahl, wollt Ihr den gesamten Bildschirm „abfilmen“ oder das Ganze passend auf eine Anwendung/Dienst zugeschnitten.

Bei der Video Aufzeichnung muss man etwas aufpassen. Das funktioniert durchaus, kann aber auch etwas zickig sein. Zudem benötigt es deutlich mehr System Ressourcen als nur die Ton Aufzeichnung.

Neben der Ton/Bild Aufzeichnung bietet Tunebite Platinum auch die Möglichkeit DVDs zu kopieren und Dateien umzuwandeln.

Für die Dateiumwandlung gibt es allerdings bessere Tools.

 

Ist das alles legal?

Hier wird sich nun der ein oder andere fragen ist das Ganze denn überhaupt legal? Dies ist natürlich ein etwas komplexeres Thema aber grundsätzlich ja, es ist legal!

Spotify sieht dies zwar in seinen AGBs anders aber in Deutschland gibt es das Recht auf Privatkopie.

Dieses gilt solange man keinen wirksamen Kopierschutz umgeht. Wenn Ihr nun Songs von Spotify offline speichert und es irgendwie schafft die Verschlüsslung dieser zu knacken wäre das illegal.

Audials geht aber nur hin und zeichnet das Audio Singal von der Soundkarte mit = es wird kein Kopierschutz umgangen. Dies ist mit dem vom Fernsehen Aufnehmen gleichzusetzen, was ja auch kein Problem ist.

Solltet Ihr dieser Argumentation nicht glauben kein Problem. Audials Tunebite Platinum wird unter anderem offiziell bei Amazon verkauft, wäre dies nicht legal, wäre das dort von der Plattenindustrie schon längst weggeklagt.

Hier auch noch die Meinung eines Anwalts: https://www.youtube.com/watch?v=PquUamnrCYc

Fazit zu Audials Tunebite Platinum

Ihr wollt Spotify aufzeichnen ohne Großaufwand? Dann ist Audials Tunebite Platinum das Richtige für Euch!

Natürlich funktioniert das Ganze nicht nur mit Spotify sondern generell mit allen Tonquellen. Hierbei übernimmt Tunebite Platinum die meiste Arbeit für Euch. Titel werden automatisch getrennt und korrekt benannt.

Letzteres funktioniert je nach Quelle unterschiedlich gut aber um bei Spotify zu bleiben hier hat Audials Tunebite Platinum eine 100%ieg Trefferquote, lediglich Album Cover müssen teilweise per Hand nachgetragen werden.

Qualitativ ist das ganze 1a, dauert lediglich etwas. Macht Euch im Optimalfall eine Playliste fertig und lasst den PC über Nacht den Spaß aufnehmen.

Das Ganze funktioniert auch mit einer Video Aufzeichnung. Jedoch dieses Feature wirkte ein wenig wie ein Bonus. Tunebite Platinum ist primär um die Audio Aufzeichung aufgebaut, welche praktisch auch besser funktioniert.

Kurzum Audials Tunebite macht was es verspricht! Mit 19€ für die Premium und 29€ für die Platium Version ist das Programm auch preislich fair eingestuft.

Der Dodocool WLAN AC1200 WLAN Stick im Test

WLAN ist heutzutage eigentlich essenziell für jeden Computer. Jedoch nicht jeder Desktop Computer hat WLAN. Auch viele ältere Notebooks verfügen oftmals nur über ein sehr mäßiges WLAN Modul.

Was hilft hier? Richtig ein WLAN Stick! Von diesen gibt es gefühlt 10000 Stück . Klein, groß, schnell, schneller usw.

Dodocool hat mich angeschrieben und angefragt ob ich mir einmal ihren AC1200 Dual Band USB WLAN Stick ansehen möchte.

Daher in folgendem der Test zum Dodocool AC1200 Dual Band WLAN Stick. Kann dieser im Test überzeugen?

 

Der Dodocool WLAN AC1200 WLAN Stick im Test

Dodocool nutzt beim AC1200 WLAN Adapter die klassische „Stickform“. Hierbei ist dieser etwas größer als ein normaler USB Stick, gehört also zu den größeren Modellen seiner Art.

Hierfür besitzt er aber auch ein gutes Stück mehr Leistung als die super kompakten WLAN Sticks.

Wenn Ihr diesen an einem Desktop PC nutzt wird Euch die Größe vermutlich kaum stören. Für die Nutzung an einem Notebook halte ich den Dodocool allerdings für etwas unpraktisch.

Das Gehäuse des WLAN Sticks besteht aus einfachem Plastik und macht einen eher mittelmäßigen Eindruck.

Abgesehen vom USB 3.0 Port auf der linken Seite(der Stick funktioniert auch mit USB 2.0) ist auf dem ersten Blick nicht viel am Dodocool zu erkennen.

Sämtliche Antennen wurden seitens des Herstellers intern verbaut. Lediglich eine WPS Taste und eine Status LED findet sich noch am Stick selbst.

Die Status LED blinkt bei Aktivität orange, dies kann etwas stören, wenn der WLAN Stick sich im Sichtfeld befindet.

Mit im Lieferumfang hätte ich mir vielleicht noch ein kleines Verlängerungskabel gewünscht. Zwar ist der DoDoCool WLAN AC1200 Stick nicht übermäßig dick aber je nach Positionierung der USB Ports an Eurem PC kann es dennoch eng werden.

 

Leistung

Kommen wir zur Leistung. Dodocool wirbt bei diesem mit AC1200 was für 1200Mbit/s steht, jedoch praktisch schafft der Stick natürlich keine 1200Mbit/s.

AC1200 steht für die kombinierte Leistung auf dem 5GHz und 2,4GHz Band. Bei 5GHz schafft der Stick 867Mbit/s und bei 2,4GHz 300Mbit/s. Beides zusammengerechnet und großzügig gerundet und wir kommen auf die 1200.

Da man sich nicht gleichzeitig mit zwei WLAN Bändern verbinden kann, ist das praktische Maximum 867Mbit/s bzw. 300Mbit/s je nach Distanz und welche Standards Euer Router unterstützt.

Natürlich sind auch diese 867Mbit/s ein theoretischer Wert, welcher so praktisch nie erreicht wird, aber das gilt für alle WLAN Produkte.

Für den Test habe ich einen Ubiquiti AmpliFi HD WLAN Router verwendet, einen schnellen WLAN Router, aber es gibt noch schnellere Modelle auf dem Markt mit welchen sich noch etwas bessere Werte erreichen lassen könnten.

Mit dem Dodocool WLAN Stick erreichte ich auf eine Distanz von ca. 4 Metern eine Übertragungsgeschwindigkeit von rund 35MB/s bzw. 40MB/s (Upload) zu einem lokalen Server.

Gute Werte für einen Stick welcher unter 20€ kostet! Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es hier auch noch Luft nach oben gibt. Beispielsweise eine interne Intel Wireless-AC 1826 WLAN Karte schafft rund 55MB/s bzw. 58MB/s, kostet aber auch das dreifache und ist intern.

Von daher würde ich die Leistung des Dodocool WLAN Sticks als gut Einstufen, mehr als ausreichend für Nutzer die nur Dinge aus dem Internet herunterladen und keinen Homeserver oder NAS besitzen.

Die Reichweite des Sticks würde ich als unauffällig bezeichnen. Weder besonders hoch noch auffällig niedrig.

Als Chipsatz kommt im Übrigen ein Realtek 8812AU zum Einsatz.

 

Fazit  

Für rund 19€ bietet der WLAN AC1200 Stick von Dodocool eine gute Leistung mit bis zu 40MB/s Übertragungsraten in meinem Test.

Hierbei eignet sich dieser Stick aufgrund seiner Größe allerdings primär für Desktop PCs oder die stationäre Notebook Nutzung.

Bei aktuellen Windows oder Mac Rechnern muss sich zudem keine Gedanken um Treiber gemacht werden. Diese installieren sich automatisch.

Kurzum die Preis/Leistung passt, wenn Ihr mit der Größe des Sticks klar kommt.

Tesoro Gram Spectrum im Test, Mechanische Tastatur mit RGB Beleuchtung

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Mechanische Tastaturen sind die Krönung der Eingabegeräte und haben schnell den Markt der High End Tastaturen erobert.

Auch viele kleinere Hersteller versuchen mit interessanten Umsetzungen Kunden für sich zu gewinnen. Hierzu gehört auch Tesoro welche sogar auf eigene Schalter setzen bei Ihrer Gram Spectrum.

Stellt sich nun die Frage taugen diese Schalter und die Gram Spectrum Tastatur auch etwas? Finden wir dies im Test heraus!

 

Tesoro Gram Spectrum im Test

Auf den ersten Blick ist die Gram Spectrum eine recht unspektakulärere Tastatur. Tesoro setzt bei dieser auf ein Standard Layout, inklusive Nummern Pad, ohne jegliche Zusatztasten. Dies finde ich etwas schade, denn gerade Multimedia Keys sind, wie ich finde, immer ein willkommenes Extra.

Positive erste Überraschung beim Hochheben der Tastatur. Die Gram Spectrum ist erstaunlich schwer und fühlt sich sehr massiv an. Dies liegt natürlich an dem Metallgehäuse auf welches Tesoro setzt.

Allerdings erklärt das Metallgehäuse alleine nicht das vergleichsweise hohe Gewicht. Ich vermute also das im Inneren auch auf recht massive Materialien gesetzt wird.

Womit sich die Gram Spectrum ebenfalls etwas von der Konkurenz absetzt sind die Keykappen. Tesoro nutzt hier recht flache Tastenabdeckungen welche eher Richtung Notebook Tastatur gehen.

Ob dies positiv oder negativ ist liegt an Euch.

Diese Tastenabdeckungen schweben visuell etwas über der Grundplatte der Tastatur. Die eigentlichen Schalter sind also flach auf der Grundplatte eingelassen. Zum einen finde ich dies visuell sehr ansprechend, zum anderen lässt sich so die Tastatur besser reinigen. Krümel können sich hier nicht so gut festsetzen und fallen unten einfach heraus.

Tesoro hat bei der Gram Spectrum leider auf eine gesonderte Handballenauflage verzichtet. Allerdings ist das „Handauflegen“ aufgrund der abgerundeten unteren Kante und des recht flachen Aufbaus dennoch recht komfortabel.

Grundsätzlich bevorzuge ich Handballenauflagen, allerdings im Falle der Tesoro lasse ich das Ganze als Okay durchgehen.

Angeschlossen wird die Tastatur über einen mini USB Port auf der Rückseite. Zwar finde ich den Einsatz von Mini USB etwas fragwürdig (vermutlich aufgrund einer höheren physischen Belastbarkeit gegenüber microUSB) aber abnehmbares Kabel ist immer positiv.

Zum Layout gibt es nicht viel zu sagen. Tesoro ist hier keine Experimente eingegangen, daher auch für dieses Thema keine eigene Kategorie.

Die Gram Spectrum setzt auf das normale QWERTZ Layout ohne Modifikationen oder Veränderungen. Lediglich die F Tasten und die Pfeil Tasten haben sekundäre Funktionen erhalten für beispielsweise Multimedia Funktionen oder für die Beleuchtung.

 

Tippgefühl

Wie tipp es sich auf der Tesoro Gram Spectrum? Anders als auf vielen mechanischen Tastaturen.

Beginnen wir aber erst einmal bei der „Basis“. Tesoro setzt bei der Gram auf die eigenen „Tesoro Agile Red“ Schalter. Hierbei erkennt man schon am Namen, dass diese an den bekannten Cherry MX Reds angelehnt sind. Heißt, die Tasten verfügen über keinen spürbaren oder hörbaren Auslösepunkt.

Eine Taste lässt sich also linear drücken bis zum Anschlag. Im Gegensatz zu Cherry MS Reds ist der Auslösepunkt bei den Tesoro Schaltern allerdings etwas höher bzw. der Hub der Tasten etwas geringer.

Die Tasten der Tesoro Gram Spectrum müssen also weniger weit gedrück werden ehe diese auslösen.

Dies ist natürlich etwas Geschmacksache aber neutral gesehen ist es positiv. In Games wird Eure Eingabe schneller registriert und beim Tippen lässt sich theoretisch ein höheres Tempo erziehen.

Dieser etwas flachere Druckpunkt in Kombination mit den flachen Tasten führt dazu, dass sich die Gram Spectrum anfühlt wie ein Hybrid aus Notebook Tastatur und mechanischer Tastatur.

Ich bin sehr an Notebook Tastaturen gewöhnt, da ich viel am Notebook tippe. Daher fühlt sich die Tesoro Gram Spectrum für mich asugesprochen gut an. Die „Umgewöhnung“ die es bei jedem Tastaturwechsel gibt hier hierdurch deutlich geringer.

Mögt Ihr also das Tippgefühl auf Notebook Tastaturen und wollt dieses mit dem Tippgefühl von mechanischen Tastaturen vereinen, ist die Gram Spectrum genau richtig!

Hinzu kommt, dass die Tastatur recht leise ist. Beim Tippen wird kein hoher Klick Sound erzeugt sondern lediglich ein etwas wärmeres massiveres „Klack“. Dies ist vermutlich auf das hohe Gewicht der Gram Spectrum und die Metallplatte zurückzuführen.

Wie man vielleicht merkt, stehe ich der Tesoro Gram Spectrum sehr positiv gegenüber. Ich liebe das Tippgefühl der Tastatur! Jedoch habe ich einen Kritikpunkt.

Einige Tasten der Tastatur fühlen sich anders an und zwar alle größeren Tasten wie Enter, Leer, Shift usw.

Gerade die Enter Taste fühlt sich wesentlich träger an und hat einen völlig anderen Druckpunkt. Während die normalen Tasten einen komplett gleichbleibendes Druckgefühl haben, verändert sich bei der Enter Taste bei den letzen mm Plötzlich der widerstand der Taste. Die normalen Tasten benötigen 50g „Gewicht“ um sich zu bewegen, bei der Enter Taste sind es mindestens 80g.

Hier scheinen die Stabilisatoren, welche größere Tasten benötigen damit diese nicht wackeln, Schuld zu sein. Allerdings bei beispielsweise der Leertaste ist dieser Effekt deutlich schwächer als bei der Enter Taste.

Dies hat mich im Alltag allerdings nicht negativ beeinflusst. Die normalen Buchstaben besitzen alle ein konstantes Druckgefühl was das Wichtigste ist.

Lasst Euch also nicht zu sehr von diesem kleinen Makel abschrecken. Unterm Strich ist das Tippgefühl hervorragend!  Nach etwas Eingewöhnung ist die Tesoro Gram Spectrum für mich sogar die Tastatur auf welcher ich bisher am schnellsten tippen kann.

 

Software

Für die Gram Spectrum gibt es seitens des Herstellers eine Software. Diese bietet die üblichen Anpassungsmöglichkeiten wie das Umbelegen von Tasten, das Erstellen von Makros, Anlegen von Profilen usw.

Hierbei würde ich aber die Software fast als den schwächsten Punkt der Tastatur bezeichnen. Alleine optisch ist hier sehr viel Verbesserungspotenzial.

Aber auch funktional ist noch Luft nach oben, gerade was die Beleuchtung angeht, dazu aber später mehr.

Die Software macht Ihren Job, aber abgesehen von Makros bietet diese nicht viele nützliche Features.

 

RGB Beleuchtung

Wie sich für jedes High End Gamer Produkt gehört, besitzt auch die Gram Spectrum eine RGB Beleuchtung.

Diese kann entweder direkt auf der Tastatur oder über die Software von Tesoro gesteuert werden.

Leider ist hier die Software und die Möglichkeiten etwas eingeschränkt. Es gibt lediglich 8 Einstellungsmöglichkeiten + einfarbig (eine beliebige Farbe lässt sich auswählen).

Auch innerhalb dieser 8 Modi gibt es leider keine unter Einstellungen wie Tempo, lediglich die Helligkeit lässt sich anpassen.

Diese Modi sind okay aber leider auch nicht meine Lieblingsmodi. Wenn man eine RGB Tastatur hat, will man auch seine Farben zeigen. Der Einzige Modus der das gut macht, wäre die Welle. Leider ist diese Welle etwas schnell, was ablenkend wirkt. Ähnliches gilt auch für die diversen reaktiven Modi.

Praktisch wird man daher vermutlich die Gram Spectrum einfarbig verwenden. Immerhin diese eine Farbe lässt sich frei auswählen.

Wie sieht es mit der Licht Qualität aus? Farben sehen bei der Gram Spectrum sehr gut aus! Auch die Helligkeit ist hoch. Hierbei ist natürlich das schwarze Gehäuse ein kleiner Nachteil. Einige andere Hersteller setzten daher bei Ihren Tastaturen auf helle Grundplatten um das Licht noch mehr zu reflektieren, siehe die Cougar Attack X3 RGB welche daher noch ein Stück heller ist.

Dennoch sind die LEDs und deren Helligkeit als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

 

Fazit

Die Tesoro Gram Spectrum ist eine hervorragende mechanische Tastatur gerade für Nutzer welche das Tippgefühl von Notebook Tastaturen lieben und dieses mit der mechanischen Komponente verbunden sehen wollen.

Hierbei ist die Hardware und das Tippgefühl hervorragend! Aufgrund des recht schnellen Auslösepunkts eignet sich die Gram Spectrum sowohl für Gamer wie auch für Vielschreiber. Auf keiner anderen Tastatur habe ich bisher ein derart hohes Schreibtempo erreicht.

Allerdings ist die Gram Spectrum leider nicht makellos. Die Software ist eine Schwäche der Tastatur. Diese taugt, ist aber wirklich nichts Besonderes. Auch werden nicht genug Möglichkeiten der RGB Beleuchtung ausgenutzt.

Die Beleuchtung der Gram Spectrum sieht super aus, wird aber durch die lediglich 8 presets etwas eingeschränkt.

Hier sehe ich noch etwas Verbesserungsbedarf an einer ansonsten hervorragenden Tastatur!

Die Plantronics Backbeat Pro 2 Bluetooth Kopfhörer im Test, die günstigere Alternative zum Bose QC35?!

In der Audio Industrie gibt es aktuell zwei große Trends, Bluetooth und Noise Cancelling. Will man beides in ein paar guten Kopfhörern haben, muss man bei den großen Herstellern gerne 200-400€ auf den Tisch legen.

Plantronics versucht mit seinen neuen Backbeat Pro 2 auch genau in dieser Preisklasse gegen die „Großen“ anzutreten.

Plantronics hat in der Vergangenheit immer durch sehr gute Produkte zu einem vergleichsweise fairen Preis überzeugen können. Dies macht die Backbeat Pro 2 natürlich noch interessanter.

Wie schlagen sich diese gegen die üblichen Verdächtigen in Form der Bose QC35 oder der Sony MDR-100ABN? Finden wir es im Test heraus!

Die Plantronics Backbeat Pro 2 Bluetooth Kopfhörer im Test

Plantronics setzt bei den Backbeat Pro 2 auf eine etwas klassischere und edlere Optik. Hierbei verwendet man dunklere Farbtöne wie „Leder-Braun“ und ähnliches. Hierdurch strahlen die Kopfhörer einen völlig anderen Style aus, als es beispielsweise viele Sony Modelle machen.

Das Ganze wirkt etwas gediegener und weniger „jugendlich“. Ich glaube die Backbeat Pro 2 werden vermutlich weniger den „jugendlichen Gangsta Rapper“ ansprechen als beispielsweise einen „Business Menschen“.

Neben viel Kunstleder setzt Plantronics beim Material allerdings ganz klassisch auf Kunststoff. Klingt allerdings negativer als es in der Praxis ist. Die Plantronics Backbeat Pro 2 fühlen sich erfreulich hochwertig an.

Die Haptik spiegelt durchaus den Preis von 200-300€ wieder.

Die Backbeat Pro 2 besitzen einiges an Schaltern und Tasten, auch welche die man nicht auf dem ersten Blick sieht.

Beginnen wir aber erst einmal mit den wichtigen Anschlüssen. Die Kopfhörer werden ganz klassisch via microUSB geladen. Hierbei soll der Akku bis zu 24 Stunden halten. Ich habe um ehrlich zu sein keine 24 Stunden dies am Stück getestet, allerdings kann die Herstellerangabe durchaus hinkommen. Nach 12 Stunden Nutzung war laut Akku Auskunft immer noch ca. 30% Akku vorhanden.

Neben dem microUSB Ladeport ist auch ein 3,5mm Anschluss vorhanden. Es ist also auf Wunsch möglich die Kopfhörer kabelgebunden zu nutzen.

Der Einschalter der Backbeat Pro 2 befindet sich an der rechten Ohrmuschel. Dies ist ein Schieber mit drei Positionen, Aus, Ein, Bluetooth koppeln. Ebenfalls auf der rechten Seite ist eine Mikrofon Mute Taste.

An der linken Ohrmuschel befinden sich die restlichen Steuerungstasten. Hier ist der Ein/Ausschalter für das aktive Noise Cancelling zu finden wie auch die üblichen Media Taste, also Play/Pause, Vor, Zurück und Lauter/Leiser.

Lauter und Leiser sind hierbei allerdings keine Schalter sondern etwas versteckt. Um die Vor/Zurück/Play/Pause Tasten gibt es einen kleinen Ring. Dieser Ring lässt sich drehen um die Lautstärke zu regulieren.

Dies ist nicht der einzige „Versteckte“ Trick der Plantronics Backbeat Pro 2. Wenn diese abgenommen werden wird Musik automatisch Pausiert oder beim Aufsetzen wieder fortgesetzt. Cool! Allerdings neigt dieses Feature auch dazu Musik zu Pausieren wenn man nach unten schaut.

 

Tragekomfort

Die Backbeat Pro 2 sind nicht übermäßig dick gepolstert dafür aber sehr weich. Das hier verwendete Material erinnert mich sehr stark an diverse Bose Kopfhörer, was definitiv positiv ist.

Unter den Kunstleder Ohrpolstern steckt ein sehr dichter und weicher Schaumstoff, der sich hervorragend an den Kopf anpasst.

Auch an den Ohren fühlen sich die Kopfhörer sehr weich und geschmeidig an. Jedoch haben diese eine Schwäche. Gerade im Neuzustand ist der Anpressdruck recht hoch. Gerade Nutzer mit größeren Köpfen könnten hier ein gewissen druck spüren.

Ich nehme mal stark an, dass sich dies im Laufe der Zeit etwas geben wird. Daher für Nutzer mit kleinen Köpfen Tragekomfort sehr gut und für Nutzer mit größeren Köpfen anfangs lediglich durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich.

 

Noise Cancelling

Noise Cancelling scheint der neue Trend bei High End Kopfhörern zu sein. Wie gut hat diesen Plantronics umgesetzt?

Selbstverständlich funktioniert Noise Cancelling bei den Backbeat Pro 2 jedoch muss man hier verglichen mit anderen Kopfhörern differenzieren.

Es gibt Kopfhörer welche ein sehr starkes Noise Cancelling liefern, also Umgebungsgeräusche so stark wie möglich wegfiltern. Diese Kopfhörer haben oftmals das Problem, dass durch das NC allerdings ein gewisser „Druck“ auf den Ohren aufgebaut wird. Manche machen dies auch noch besser als andere.

Andere Kopfhörer bieten im Gegenzug ein dezenteres Noise Cancelling, dafür dann aber auch keinen Druck oder Rauschen auf den Ohren.

Wenn es Euch um das stärkst mögliche Noise Cancelling geht, gibt es bessere Kopfhörer als die Backbeat Pro 2. Diese bieten ein eher dezentes NC welches Motorgeräusche leicht unterdrückt aber beispielsweise Stimmen oder ähnliches kaum bis gar nicht.

Schlimm? Eher nicht, mit aktivem Noise Cancelling und Musik in 30-40% Lautstärke ist die Umgebung eh fast ausgeblendet.

Lediglich wollt Ihr Musik bei sehr geringer Lautstärke höheren oder einfach nur Noise Cancelling dann sind z.B. die Sony MDR-100ABN, Sony MDR-1000X oder Bose QuietComfort 35 besser geeignet.

 

Klang

Was hilft aber die beste Verarbeitung und das beste Noise Cancelling wenn der Klang nicht gut ist? Wie sieht es hier bei den Plantronics Backbeat Pro 2 aus?

Erfreulicherweise klingen die Plantronics Backbeat Pro 2 sehr gut, was aber auch bei einem Preis von rund 300€ so zu erwarten ist.

Die Kopfhörer besitzen einen recht spaßig ausgerichteten Klang. Hierbei ist gerade der Bass recht präsent. Dieser besitzt einen hervorragenden Tiefgang, Volumen und Punch.

Dies macht gerade in Songs wie YOUTH von Troye Sivan einen unheimlichen Spaß. Der Bass liefert hier eine unglaubliche Spielfreude und Plastizität welche ich so noch nicht von vielen Kopfhörern gehört habe.

Aber auch die Höhen sind absolut sauber und feinspielend. Hierbei sind diese aber nicht übermäßig brillant oder spitz. Die Backbeat Pro 2 neigen eher zu einem abrunden von spitzen Geräuschen was diese etwas weicher macht. Hierdurch bieten die Kopfhörer unterm Strich eher einen wärmeren Klang. Verwechselt dies bitte nicht mit Dumpf, denn das sind die Backbeat Pro 2 beim besten Willen nicht mal im Ansatz.

Mitten sind bei den Backbeat Pro 2 gut, werden aber auch nicht übermäßig betont. Stimmen und Gesang wird klar und deutlich wiedergegeben. Hier habe ich nichts zu bemängeln.

Grundsätzlich ist der Klang der Kopfhörer sehr schön detailliert. Hierzu trägt auch das Unterstützen von APTX und dem AAC Codec (für IOS Geräte) bei. Allerdings reicht auch der SBC Codec (der Basis Bluetooth Codec falls kein AAC oder APTX unterstützt wird) schon vollkommen aus um einen guten Klang zu zaubern.

Bei solch hochpreisigen Kopfhörern ist mittlerweile kaum bis kein Unterschied zwischen kabelgebundener Nutzung und Bluetooth mehr zu hören, lasst Euch also von der kabellosen Verbindung nicht abschrecken.

Allerdings klingen beispielsweise die Sony MDR-100ABN gerade in den Höhen nochmals etwas feiner aufgelöst. Wo wir gerade dabei sind, wie klingen die Backbeat Pro 2 verglichen mit den üblichen Konkurrenten?

Die Sony MDR-100ABN bieten einen etwas neutraleren, ausgewogeneren Klang welcher noch etwas feiner aufgelöst ist. Dafür ist der Bass bei den Backbeat Pro 2 ein gutes Stück mächtiger. Hierbei meine ich nicht nur die Masse sondern auch den Tiefgang und das Volumen. Unterm Strich gehen die Sony eher in die helle und leichte Richtung und die Plantronics etwas wärmere und mächtigere, hier ist es Geschmacksache was besser gefällt.

Die Parrot ZIK 3, JBL Everest Elite 700 und Teufel MUTE BT werden ganz klar von den Backbeat Pro 2 geschlagen, was den Klang angeht. Dafür sind diese allerdings auch günstiger oder bieten andere Features.

Der große Konkurrent ist hier sicherlich der Bose QC35. Beide Kopfhörer sind klanglich recht dicht aneinander und es fällt mir unmöglich hier zu sagen welcher besser ist. Aber dies spricht ja schon für den günstigeren Backbeat Pro 2. Der Backbeat Pro 2 ist im Bass vielleicht etwas knackiger und der Bose etwas wuchtiger.

Zum Abschluss noch etwas Generelles. Die Plantronics Backbeat Pro 2 besitzen eine hohe maximale Lautstärke und kein merkbares Grundrauschen.

Eine Sprachansage beim Einschalten/Verbinden ist vorhanden, allerdings ist dies eine gute und nicht störende Ansage.

 

Fazit

Die Plantronics konnten im Test definitiv überzeugen und sind für 250€ ein guter Kauf! Die Backbeat Pro 2 gehören sogar aktuell zu den Top 3 meiner Lieblings Bluetooth Kopfhörern.

Dies vor allem aufgrund des Klangs. Wer gerne einen voluminösen und qualitativ hochwertigen Bass hat, wird die Backbeat Pro 2 lieben! Aber auch die Höhen und die generelle klangliche Ausrichtung der Kopfhörer ist dynamisch und lebendig.

Musik mit den Backbeat Pro 2 hören macht Spaß! Hierbei gehören diese wie auch beispielsweise die Bose QC35 eher in die etwas wärmere Richtung.

Aber wie sieht es abseits des Klangs aus? Die Haptik der Backbeat Pro 2 ist mehr als angemessen für die Preisklasse. Über die Optik kann man natürlich streiten, mir gefallen die Kopfhörer aber recht gut. Diese wirken definitiv hochwertig.

Der Tragekomfort ist in Ordnung allerdings gerade Nutzer mit breiteren Köpfen werden diese erst etwas eintragen müssen. Beim Nosie Cancelling fallen die Backbeat Pro 2 etwas hinter die Bose QC35 oder die Sony MDR-100ABN zurück.

Dies ist auch letztendlich die entschiedene Frage. Wie wichtig ist Euch Nosie Cancelling? So wichtig, dass Ihr bereit seid für ein besseres 50-80€ mehr zu zahlen?  Dann greift vielleicht eher zu den Bose QC35, welche hier überlegen sind.

Ist für Euch Nosie Cancelling aber eher ein Bonus Feature und der vorangegangene Test klingt soweit passend für Euch, kann ich die Plantronics Backbeat Pro 2 vollkommen empfehlen!

Für rund 250€ bieten diese eine klasse Preis/Leistung und können gerade akustisch bei den besten Bluetooth Kopfhörern mitspielen.

Plantronics BackBeat Pro 2 Bluetooth-Headset, Active Noise Cancelling,...
  • extrem gutes Klangerlebnis in Profiqualität
  • Bluetooth der Klasse 1 (volle Bewegungsfreiheit innerhalb von 100...
  • Sensitivity: 93 (dB SPL/1mW),Driver diameter:40 mm

Das Huawei P10 Plus im Test, DAS handschmeichelnde Kamera Smartphone

Huawei ist der erste große Smartphone Hersteller welcher 2017 seine Flaggschiff Smartphones auf den Markt gebracht hat.

Den Anfang machte hier das kleine Huawei P10 gefolgt vom etwas größeren Bruder dem P10 Plus.

Auf den ersten Blick sind beide Smartphones sehr interessante High End Geräte, welche allerdings vielleicht etwas im Schatten des kommenden Samsung Galaxy S8 stehen.

Aber ist das wirklich so? Finden wir im Test heraus wie gut Huaweis neues Flaggschiff Smartphone ist!

Das Huawei P10 Plus im Test!

 

Verpackung und Lieferumfang

Huawei hat sich bei der Verpackung des P10 Plus etwas Interessantes ausgedacht. Diese besitzt zwei „Klappen“ und lässt sich über diese auseinanderfalten.

Hierdurch wird das Smartphone etwas aufwendiger präsentiert als bei vielen Konkurrenzprodukten.

Auch der Lieferumfang fällt ordentlich aus. Neben einem Schnelllade -Netzteil, einem USB C Kabel liegen auch ein paar Ohrhörer im „Apple Earpod“ Style und eine Kunststoffhülle bei.

Letztere ist nichts besonderes, sollte aber taugen bis man sich gegebenenfalls selbst eine passende Hülle besorgt hat.

Auf dem Smartphone ist auch schon eine passende Displayschutzfolie Aufgetragen.

Das Huawei P10 Plus im Test

Vor noch wenigen Wochen hätte ich das Design des P10 Plus als sehr schick und modern bezeichnet. Allerdings nach der Vorstellung des LG G6 und des Samsung Galaxy S8 wirkt gerade die Front des Smartphones fast schon „klassisch“.

Huawei setzt beim P10 und dem P10 Plus nicht auf besonders schmale Display Rahmen wie LG oder Samsung, ganz im Gegenteil.

Beim P10 und P10 Plus ist der Fingerabdruckscanner erstmals bei Huawei auf die Front gewandert.

Zwar ist das P10 Plus nicht riesig für ein 5,5 Zoll Smartphone, es ist einen Hauch kleiner als ein Google Pixel XL oder iPhone 7 Plus, aber es ist auch nicht übermäßig kompakt.

Im Grunde sieht das Smartphone aus wie bekannte Flaggschiff Smartphones aus dem Jahr 2016. Es fehlt mir hier ein wenig die Evolution welche bei Samsung mit dem S8 und bei LG mit dem G6 ganz klar vorhanden ist.

Diese beiden Smartphones wirken futuristisch, währen das P10 Plus klassisch wirkt. Ob das nun so tragisch ist, hängt von Eurem Geschmack ab.

Hierbei gefällt mir die Rückseite nochmals deutlich besser als die Front. Eine einfach matte Aluminiumrückseite mit einem schwarzen Kamerastreifen und einem schicken Leica Schriftzug. Das Ganze sieht sehr edel und elegant aus, Daumen hoch dafür.

Ähnliches gilt auch für die Verarbeitung und Haptik. Das Aluminium fühlt sich sehr weich und geschmeidig in der Hand an.

Ganz allgemein betrachtet liegt das P10 Plus hervorragend in der Hand, „Handschmeichler“ ist hier wirklich der passende Ausdruck.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixel wie auch einen länglichen Fingerabdruckscanner, eine 8MP Front Kamera und die Ohrmuschel.

Rechts sind die drei üblichen physischen Tasten eines Smartphones. Hierbei ist der Ein/Ausschalter mit einer anderen Textur versehen das dieser schnell und gut zu finden ist. Der Druckpunkt und das Druckgefühl der Tasten würde ich als „Perfekt“ bezeichnen.

Auf der Unterseite ist ein Lautsprechergrill, der USB C Ladeport und der 3,5mm Kopfhöreranschluss. Auf der Oberseite ist ein IR Sender, mit dessen Hilfe kann das Smartphone als Fernbedienung eingesetzt werden.

Huawei setzt natürlich auch beim P10 Plus auf sein Dual Kamera Setup welches neben dem LED Blitz als einzigstes auf der Rückseite zu finden ist.

Software

Huawei nutzt bei seinem P10 Plus wie bei allen seinen Smartphones EMUI als Betriebssystem, hier in Version 5.1.

EMUI basiert natürlich auf Android, in diesem Fall Version 7.0. Basiert bedeutet alle Android Apps funktionieren auf dem Smartphone und der grundsätzliche Aufbau ist wie bei jedem anderen Android Smartphone.

Hierbei ist allerdings das Betriebssystem gerade optisch sehr stark an Huaweis Vorstellungen angepasst. Dies beginnt bei der Einrichtung und endet in den Einstellungen.

Ob dies einem gefällt oder nicht ist Geschmacksache, schaut Euch einfach die Bilder an und entscheidet selbst.

Ich finde allerdings die App Symbole im Launcher grausam! Ich weiß nicht was sich Huawei bei diesem dunklen Lila, Burgunderrot usw. gedacht hat.

Erfreulicherweise gibt es einen recht großen Designs Store wo es jede Menge Presets zur Auswahl gibt,die das Smartphone optisch etwas „normaler“ gestallten oder noch exotischer wenn Ihr dies wollt.

 

Display

Beim Display sehen wir etwas Besonderes beim P10 Plus. Huawei hatte sich bisher geweigert 2K Bildschirme in Ihren Smartphones zu verwenden. Gründe dafür nicht auf 2K Displays zu setzen gibt es durchaus. Diese brauchen mehr Energie, sind etwas dunkler, Spiele benötigen mehr Rechenleistung und sind natürlich auch teurer.

Beim P10 Plus nutzt Huawei aber dennoch ein 5,5 Zoll Panel mit 2560×1440 Pixeln Auflösung.

Taugt das Display etwas? Das P10 Plus ist ein 750€ Smartphone, daher sollte es kaum eine Überraschung sein, dass das Display sehr ordentlich aussieht.

Zwar sieht man an den Schwarzleveln, dass es sich um ein IPS Panel handelt, aber abgesehen davon passt das Display. Farben sind ausreichend satt und kräftig und auch Kontraste sind überzeugend.

Bei der maximalen Helligkeit war ich allerdings etwas enttäuscht. Das Huawei Mate 9 besitzt das aktuell hellste Smartphone Display das  ich bisher gesehen habe, das P10 Plus hingegen landet, was die maximale Helligkeit angeht, eher im Mittelfeld, gleichauf mit dem LG G5.

Vielleicht hätte man doch beim Full HD Panel bleiben sollen. Kurzum ein Flaggschiff Smartphone angemessenes Display, aber auch nicht überragend.

Positiv Huawei setzt auf das neue Gorilla Glas 5, Daumen hoch dafür!

 

Sound

Beginnen wir mit den Lautsprechern des P10 Plus. Auf den ersten Blick besitzt dieses einen Lautsprecher auf der Unterseite, dies ist aber nicht ganz korrekt denn auch die Ohrmuschel wird als Lautsprecher genutzt.

Hierbei ist jedoch die Ohrmuschel nicht wie beim iPhone 7 Plus ein „gleichwertiger“ Lautsprecher, sondern nur unterstützend.

Es gibt hier zwei Modi, je nachdem wie das Smartphone gehalten wird. Hochkant wird die Ohrmuschel als Hochtöner und der Haupt Lautsprecher als Tieftöner genutzt.

Im Querformat hingegen werden beide weitestgehend „gleichwertig“ angesteuert.

Daher klingt das Smartphone doch etwas anders. Hochkant hat dieses etwas mehr „Bass“, im Querformat klingt es etwas klarer und bietet Stereo Sound.

Grundsätzlich klingt das P10 Plus sehr ordentlich, besser als ein Samsung Galaxy S7 Edge, LG G5, Google Pixel XL oder iPhone 6s. Jedoch ist es auch nicht ganz die Oberklasse, ein iPhone 7+ klingt beispielsweise noch etwas voller und lauter.

Trotzdem das P10 Plus gehört, was die Lautsprecher angeht, zu den besseren Smartphones. Ähnliches gilt auch für den Kopfhöreranschluss.

Hier bietet das Smartphone eine leicht überdurchschnittliche Performance für ein Flaggschiff. Gerade große Kopfhörer werden ganz gut vom P10 Plus befeuert.

Telefonate waren klar, laut und verständlich. Auch mein Gegenüber konnte mich problemlos verstehen.

 

Kamera

Die Kamera ist einer der Punkte auf welche Huawei seit der Kooperation mit Leica sehr viel Wert legt.

Das Interessante ist hier das Verwenden von zwei Kamerasensoren auf der Rückseite. Hierbei handelt es sich nicht um zwei Kameras mit unterschiedlichen Zoom Stufen wie beim iPhone 7+ oder dem LG G5/G6 sondern die Bilder werden immer zusammengerechnet.

Bei den Sensoren handelt es sich um einen 12 Megapixel Farbsensor und einen 20 Megapixel Schwarz/Weiß Sensor.

Wie funktioniert das Ganze? Theoretisch müsst Ihr Euch dies so vorstellen, der schwarz/weiß Sensor macht ein Foto, auf dieses Foto wird dann das Farbbild drüber gelegt jedoch so, dass Konturen und Details die zusätzlich vorhanden sind erhalten bleiben. Für die genauen Details, wie das Ganze funktioniert, fragt Huawei oder Leica.

In der Standard Einstellung macht das P10 Plus 12 Megapixel Fotos, allerdings kann man die Qualität auch auf 20 Megapixel hochdrehen. Wenn Ihr 20 Megapixel Aufnahmen macht, verliert Ihr aber die Möglichkeit den Digital Zoom zu nutzen, einen Preis den ich bereit wäre zu zahlen.

Beide Sensoren sind mit einer F1.8 Blende ausgestattet, dies ist auch der einzige Hardwareunterschied zum Huawei Mate 9 oder dem kleineren P10. Durch diese größere Blende sollte das P10 Plus bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen machen können.

Ehe wir zu den Bildern kommen, ein paar Worte zur App und generellen Dingen.

Die App von Huawei erfordert etwas Eingewöhnung und nutzt viele Wischgesten. Wenn man sich aber einmal mit dieser auskennt, ist die App ordentlich. Hierbei verfügt diese sogar über einen guten pro Modus und jede Menge zusätzlicher Funktionen wie einem Dokumenten Scanner, Beauty Modus usw.

Der Autofokus der Kamera ist okay  und ausreichend schnell. Schnell aber auch nicht super schnell, auch gab es ab und zu Ausschuss bei welchem das Smartphone nicht zu 100% scharf gestellt hat. Hier gilt wenn möglich Tap to Fokus nutzen.   Ein Galaxy S8 oder iPhone 7 bieten hier nochmals etwas mehr Tempo, aber in der Praxis macht das kaum einen Unterschied.

Auch das Tempo der Kamera ist ordentlich. Im Grunde kann man so schnell Bilder machen wie man den Auslöser drücken kann. Auch HDR Bilder, welche beim P10 Plus nicht viel, verglichen mit normalen Aufnahmen, bringen, werden sofort verarbeitet und gespeichert, also alles soweit wie man es bei einem High End Smartphone erwarten kann.

Allerdings sind mir hierbei ab und zu „Stotterer“ aufgefallen wo das P10 Plus plötzlich pro Bild ne Sekunde brauchte (auch bei gutem Licht) warum auch immer.

Kommen wir zu den Testbildern. Diese sind im Automatik Modus gemacht bei vollen 20 Megapixeln. Ich habe hier etwas herum experimentiert und konnte keinen Nachteil der 20MP Aufnahmen gegenüber der 12MP Aufnahmen erkennen, ganz im Gegenteil, daher nutze ich diese Auflösung.

Achtung mobile Nutzer! Ich habe alle Aufnahmen 1 zu 1 hier hochgeladen und diese werden in voller Qualität nachgeladen sobald Ihr diese anklickt!

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit noch mehr Bildern)

Bei guten bis mittleren Lichtverhältnissen bietet das Huawei P10 Plus bzw. das P10 aktuell die so ziemlich besten Fotos die man von einem Smartphone bekommen kann!

Hierbei stimmt einfach alles, Farben, Kontraste, Schärfe, die Dynamic und auch der Weißabgleich.  Allerdings ist der Vergleich mit anderen Smartphones schwer. Huawei Smartphones mit Leica Kamera bieten einen besonderen Bildstyle. Das Ganze geht schon fast in die Richtung „Dauer HDR“. Also alle Bilder besitzen eine sehr hohe Dynamic und starke Kontraste ohne dabei in das „Bunte“ abzufallen.

Ich mochte diesen Bildstyle beim P9 und P9 Plus schon und das Gleiche gilt auch weiterhin. Ein kleiner Vorteil sind hier auch die 20 Megapixel gegenüber den meist 12 Megapixeln der Konkurrenz. Dies verleiht den Aufnahmen des P10 Plus nochmal einen Tick mehr Schärfe und Details.

Allerdings handelt es sich ja bei den 20 Megapixel nicht um „echte“ 20 Megapixel, wie ich oben bereits erklärt habe. Allerdings im direkten Vergleich sehen die 20 Megapixel Bilder immer einen Hauch schärfer und detaillierter aus, selbst im Low Light. Also es führt nicht zu mehr rauschen wenn 20MP anstelle von 12MP eingestellt sind. Daher mein Rat lasst die 20 Megapixel immer eingestellt.

Wo wir gerade bei rauschen sind, wie gut schlägt sich das P10 Plus im „Low Light“?

Klären wir zuerst die Frage ob die f1.8 Blende des P10 Plus wirklich etwas gegenüber den f2.2 des P10 und Mate 9 bringt.

Leider habe ich kein P10 zum Vergleich hier, lediglich ein Mate 9 welches aber über die gleiche Kamera Hardware verfügt. Huawei hat angeblich die Software beim P10 verglichen mit dem Mate 9 überarbeitet, also kann es sein, dass der Vergleich P10 gegen P10 Plus noch etwas anders aussieht.

Für den Vergleich wurden beide Smartphones auf ein Stativ gepackt und das Licht über dem Schreibtisch einmal auf 10% und einmal auf 5% reduziert. Dies ist also wirklich schon sehr dunkel!

25% Licht Mate 9
25% Licht P10 Plus
10% Licht Mate 9
10% Licht P10 Plus
5% Licht Mate 9
5% Licht P10 Plus

Was man grundsätzlich erkennt ist wie unterschiedlich die beiden Smartphones Dunkelheit handhaben.

Bei 10% (und auch 25% Lichtstärke) scheint das P10 Plus etwas weniger Bildrauschen zu produzieren und die Aufnahmen wirken besser auf mich.

Bei 5% kippt das Bild, im wahrsten Sinne des Wortes. Während das Mate 9 das macht was zu erwarten ist, weniger Licht = mehr Bildrauschen, holt das P10 Plus die Keule heraus.

Das Bild wird bei diesem extrem geglättet! Ja das Bildrauschen ist fast komplett weg, selbiges gilt aber auch für die Details.

Ganz ehrlich in dieser extreme Situation würde ich die Aufnahme des Mate 9 bevorzugen, jedoch grundsätzlich ist das P10 Plus im Low Light etwas stärker.

Aufgrund der größeren Blende kann dieses den ISO Wert etwas niedriger halten bei der gleichen Belichtungszeit.

Wie sieht der Vergleich mit der Konkurrenz aus?  Wie gesagt bei Tageslicht gehört das P10 Plus zu den Besten, jedoch im Dunkeln sackt dieses ein Stück weit ab.

Ein iPhone 7 Plus und das S7 Edge (S8/S8+) bieten hier doch ein deutlich saubereres Bild.

Dennoch hätte ich keine Probleme das Huawei P10 Plus als meine einzige Kamera mit in Urlaub zu nehmen. Bei guten bis mittleren Lichtverhältnissen gehört dieses zu den Top 5 Smartphone Kameras, bei Low Light rutscht es aber eher ins Mittelfeld ab.

Ein Ass hat das P10 Plus allerdings noch im Ärmel was Low Light angeht, den Monochromen Modus. Wenn dieser aktiv ist, nutzt das Smartphone nur den zweiten schwarz/ weiß Kamerasensor. Hierdurch sind allerdings die Bilder gerade im Dunkeln ein gutes Stück heller und schärfer.

Wie sieht es bei Video aus? Ähnlich wie bei Fotos liefert hier das P10 Plus eine gute bis sehr gute Qualität, jedoch wenn Video für Euch wichtiger ist als Fotos dann gibt es bessere Smartphones für Euch.

Warum? An der Qualität habe ich nichts zu bemängeln jedoch ist der Bildstabilisator beim P10 Plus verglichen mit anderen Flaggschiff Smartphones deutlich schlechter. Erst im Full HD Modus mit der zusätzlichen Software Stabilisierung wird das Bild angenehm weich.

Dafür leidet aber die Bildqualität deutlich.

Eine interessante Frage will ich aber noch zum Schluss behandeln, was bringen diese Dual Sensoren wirklich? Oben habe ich ja schon die offizielle Aussage runtergebetet. Die Bilder des 20 Megapixel schwarz/weiß Sensors werden mit denen des 12 Megapixel Farbsensors zusammengerechnet und heraus kommen ganz, ganz tolle Bilder.

Wie kann man testen was das Ganze bringt? Ganz einfach man hält den linken monochrom Sensor zu während man Fotos macht.

Zugehalten
nicht Zugehalten
Zugehalten
nicht Zugehalten

Ich wünschte ich könnte sagen „Ja man sieht sofort was der zweite Sensor macht“ aber das ist nicht der Fall. Was auffällt ist, dass bei allen Aufnahmen mit dem zweiten Sensor zugehalten das erzielte Bild dunkler ist.

Auch scheinen feine Details teilweise verloren zu gehen. Hier ist aber schwer zu beurteilen ob dies einfach nur daran liegt, dass die Bilder einen Hauch dunkler sind oder dass wirklich die Details des zweiten Sensors fehlen.

Sagen wir es mal so, der zweite Sensor macht weniger aus als Huawei in seinen Presse texten behauptet, aber im Detail scheint dieser durchaus zu arbeiten.

 

Performance

Huawei setzt beim P10 Plus wie auch beim Mate 9 und dem normalen P10 auf den HiSilicon Kirin 960 SoC.

Hierbei handelt es sich um eine eigene Entwicklung aus dem Hause Huawei. Der Chip besitzt wie üblich 8 Kerne welche in 2×4 aufgespalten sind, also 4 schnelle Kerne und 4 energieeffiziente Kerne.

Getaktet ist der SoC mit flotten 2,4Ghz, unterstützt wird das Ganze von 6GB RAM und 128GB Speicher.

Natürlich unterstützt der Kirin 960 auch LTE inklusive dem Band 20 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 450Mbit/s.

Aber wie verhält sich die Leistung des SoCs verglichen mit der Konkurrenz?  Schauen wir uns dafür ein paar theoretische Tests an.

Der Kirin 960 schlägt sich in Benchmarks ausgesprochen gut. Je nach Test liegt dieser mit dem Qualcomm Snapdragon 820/821 entweder gleichauf oder sogar leicht vor diesem.

Damit wird das Hauwei P10 Plus ungefähr mit dem LG G6 gleichauf liegen was die Leistung angeht.

Gerade im Geekbench Benchmark kann der Kirin 960 sogar den Snapdragon 821 deutlich schlagen, beeindruckend!

Jedoch muss man ganz realistisch davon ausgehen, dass wenn das Samsung Galaxy S8 mit dem Snapdragon 835 erscheint, dieses den Kirin 960 doch nochmals deutlich schlagen wird.

Aber wie schlägt sich das P10 Plus in der Praxis?

 

Das Huawei P10 Plus in der Praxis

Wenn Euch ein Tester sagt „man spürt sofort den Unterschied zwischen dem Kirin 960 und dem Snapdragon 820“ oder Ähnliches lügt dieser.

Wir sind an einem Punkt angekommen wo High End Smartphones einfach so viel Leistung haben, dass im Alltag zwischen diesen kaum ein Unterschied zu spüren ist. Egal ob nun das eine 20% schneller oder langsamer in Benchmarks ist.

Ähnliches wird auch im Vergleich mit dem Samsung Galaxy S8 gelten. Ja der neue Snapdragon 835 ist ein gutes Stück schneller als der Kirin 960 welcher im P10 Plus steckt, jedoch in der Praxis wird das keinen Unterschied machen.

Die Standard Apps wie Facebook, Twitter, der Webbrowser usw. laufen schon auf 200-300€ Smartphones in der Regel problemlos. Daher ist es keine Überraschung, dass das Huawei P10 Plus mit solchen Apps auch keinerlei Probleme hat.

Allgemein rennt das Smartphone ausgesprochen gut! Dies liegt natürlich an der sehr fähigen Hardware aber auch an der anscheinend gut optimierten Software.

Huawei wirbt auch beim P10 Plus mit einem „Machine-Learning Algorithmus“. Hierbei soll die Software im Hintergrund Eure Gewohnheiten lernen und sich dementsprechend optimieren. Dies soll gerade nach einigen Monaten, wenn Smartphones gerne mal etwas langsamer werden aufgrund zu vielen installierten Apps usw., helfen die Leistung weiterhin hoch zu halten.

Ob dies nur Marketing Bla Bla ist lässt sich schwer beurteilen, jedoch mein Mate 9 mit einem ähnlichen Feature läuft auch nach rund einem halben Jahr weiterhin sehr gut daher erwarte ich auch vom P10 Plus, dass dieses nach längerer Nutzung nicht merkbar an Leistung verliert.

Ein Punkt an dem man immer so ein wenig noch die Leistungsunterschiede der High End Smartphones spürt ist beim Gaming. Hier und da habe ich bei einigen Spielen das Gefühl, dass diese vielleicht auf dem P10 Plus etwas flüssiger laufen als auf Smartphones mit dem Snapdragon 821(Google Pixel). Hierzu gehört beispielsweise Marvel Future Fight.

Für jemanden dem Gaming Leistung wichtig ist, wird also Freude am P10 Plus haben. Hierbei scheint das 2560×1440 Pixel Display dieses, verglichen mit dem 1920×1080 des P10 und Mate 9, nicht merklich auszubremsen.

Bonus Punkte bekommt das P10 Plus noch für sein gutes und schnelles verbautes WLAN. Dieses hatte keine Probleme meine DSL 100.000 Leitung voll auszunutzen.

Ebenfalls Bonus Punkte gibt es für den verbauten Schrittzähler und die Gesundheits App, welche zwar teilweise etwas nervig ist aber an sich sehr gut funktioniert.

Was mich nicht so sehr überzeugen konnte war der Fingerabdruckscanner. Dieser funktioniert wie bei Huawei typisch hervorragend! Er ist sehr schnell und sehr zuverlässig, vermutlich ist er an sich sogar der beste aktuell auf dem Markt.

Warum konnte er mich dann nicht überzeugen? Der Fingerabdruckscanner dient beim P10 und P10 Plus auch als Home Taste, zurück Taste und als Multitasking Taste.

Je nachdem wir dieser gedrückt oder gewischt wird, erhaltet Ihr eine andere Funktion. Das Ganze funktioniert eher mittelmäßig gut. Hier wäre eine separate zurück Taste und Multitasking Taste neben dem Scanner sinnvoller gewesen.

Immerhin man hat auch die Option Bildschirmtasten zu nutzen.

 

Akkulaufzeit

Das P10 Plus verfügt über einen 3750mAh Akku, was recht groß ist. Hierbei bietet das P10 Plus eine gute Akkulaufzeit, die  definitiv über Smartphones wie dem Google Pixel XL oder dem Galaxy S7 Edge liegt.

In meinem Standard Test erreichte ich eine gemixte Nutzung von guten 8-9 Stunden. Dies reicht damit, dass auch heftige Nutzer problemlos mit dem Smartphone durch den Tag kommen.

Ich würde vermutlich sogar 1-2 Tage mit dem P10 Plus klarkommen.

 

Sonstiges

  • Benchrichtigungs LED vorhanden
  • USB C nur mit 2.0 Tempo

 

Fazit

Das Huawei P10 Plus hat einen schweren Stand gegen das LG G6 und das Samsung Galaxy S8. Diese beiden Smartphones wirken futuristischer als das Huawei. Das P10 Plus wirkt leider in vielen Punkten eher wie ein aufgewärmtes 2016er Flaggschiff.

Dies kann daran liegen, dass viele der technische Daten auch aus dem Huawei Mate 9 stammen, welches 2016 auf den Markt kam.

Aber reicht das für ein 2017er Flaggschiff das 750€ kosten soll?

Unter Umständen ja, denn das P10 Plus ist ein sehr gutes Smartphone! Haptik, Performance, Display usw. ist absolut auf Höhe der Zeit.

Ich habe noch kein Smartphone gehabt was beispielsweise derartig gut in der Hand liegt wie das P10/P10 Plus.

Auch gerade die Kamera ist State of the Art! Gerade wenn Euch dieser Punkt wichtig ist, kann das Huawei P10 Plus sehr interessant sein. Es macht wirklich Spaß die Kamera des Smartphones zu nutzen und die Bilder besitzen einen sehr eigenen „Style“.

Zwar hat diese nicht die aller stärkste Low Light Performance jedoch bei normalen Lichtverhältnissen kann diese sich ohne Probleme gegen Kameras der großen Flaggschiffe behaupten.

Bei gutem Licht ist die Kamera des P10 Plus sogar meine aktuell liebste Smartphone Kamera!

Letztendlich kommt es auf zwei Punkte an, gefällt Euch das Design des P10 Plus und ist die Kamera für Euch so wichtig  das Ihr bereit seid  für diese  750€ zu zahlen.

Ich denke der Preis ist etwas hoch angesetzt und wird schnell fallen. Ja das P10 Plus ist sehr gut, aber das alleine wird vermutlich die Masse an Nutzer nicht überzeugen dieses dem ebenfalls sehr guten und vielleicht sogar etwas besserem Samsung Galaxy S8 vorzuziehen, nur weil die Kamera des P10 Plus besser ist, bei gutem Licht und es besser in der Hand liegt. Ähnliches gilt auch im Vergleich mit dem LG G6.

Daher würde ein Preis von 650-699€  potenziellen Käufern es leichter machen sich für das P10 Plus zu entscheiden. Sollte Euch das Smartphone allerdings aufgrund irgendeines Features besonders gut gefallen sind -+50€ bei diesen Summen vermutlich auch egal.

Die iSmartAlarm Satellite Sirene im kurz Test

Die Alarmanlage von iSmartAlarm gehört zu den beliebtesten Modellen aktuell auf dem Markt und dies auch zurecht.

Seit einiger Zeit bietet iSmartAlarm in der USA schon ein sehr interessantes Zubehörprodukt an, das so in Deutschland leider nicht erhältlich war. Hierbei handelte es sich um eine externe Alarm Sirene.

Zwar besitzt die Alarmanlage von iSmartAlarm schon eine eingebaute Sirene, jedoch diese war eher mittelmäßig laut und gerade bei einer großen Wohnung oder einem Haus ist diese vielleicht etwas zu schwach einen aus dem Schlaf zu reißen.

Nun ist die externe Alarm Sirene auch in Deutschland zu kaufen. Lohnt sich dieses 38€ Zubehör? Finden wir es im Test heraus!

 

Die iSmartAlarm Satellite Sirene

Bei der Satelliten Sirene von iSmartAlarm handelt es sich um eine kleine weiße Plastik Box. Diese hat ungefähr die Größe einer Handfläche und repräsentiert die typische iSmartAlarm Würfelform.

Auf der Oberseite der Sirene befindet sich der „Lautsprecher“ und das iSmartAlarm Logo. Die Box wird über microUSB mit Energie versorgt.

Hierfür liegt auch ein 2 Meter langes Kabel und ein passendes Netzteil mit im Lieferumfang. Grundsätzlich lässt sich allerdings jedes beliebige Smartphone Ladegerät verwenden.

Ganz interessant, die Sirene besitzt auf ihrer Unterseite ein Batteriefach. Hier lassen sich drei AAA Batterien einsetzen, welche als „Notstrom“ Versorgung dienen.

Sollte also ein Einbrecher versuchen einfach den Strom der Sirene zu unterbrechen wird dies nicht so einfach funktionieren.

Ehe die Frage kommt, nein die Sirene ist nicht Outdoor tauglich. Allerdings nehme ich an, dass man diese vermutlich auch draußen nutzen könnte, sofern kein Wasser an diese herankommt. Eine Garantie ob und wie lange dies funktioniert übernehme ich nicht.

 

Installation, Einrichtung und Funktion

Die Installation ist kinderleicht. Öffnet die iSmartAlarm App auf Eurem Smartphone und wählt unter Einstellungen die Geräte aus.

Von hier aus könnt Ihr die Basis Station nach neuen Geräten suchen lassen. Damit dies funktioniert muss die Sirene natürlich mit Strom versorgt sein.

Ist dies der Fall, startet die Suche. Nach wenigen Sekunden sollte die Sirene in der App angezeigt und verbunden sein.

Unter Sicherheitsmonitor könnt Ihr nun die Sirene konfigurieren. Übermäßig viele Einstellungsmöglichkeiten habt Ihr hier allerdings nicht.

 

Es ist möglich die Sirene zu testen, ein/auszuschalten und die Lautstärke zu regulieren. Ebenfalls kann man den Türklingelmodus aktivieren. In diesem gibt die Sirene jedesmal ein kurzes Bieep ab wenn sich eine Tür mit Sensor öffnet, praktisch für Geschäftsräume.

Die Reichweite der Sirene entspricht ungefähr der eines normalen Tür/Fenster Sensors, vielleicht sogar noch ein Stück mehr.

 

Lautstärke und Stromverbrauch

Auf dem Papier ist die Sirene genauso laut wie die Sirene, welche in der Basisstation (CubeOne) steckt mit 110db.

In der Praxis sind auch beide Sirenen ungefähr gleich laut. Ich würde aber sagen,dass die Satellitensirene vielleicht einen Hauch lauter ist. Beim CubeOne ist der Lautsprecher nach unten gerichtet, bei der externen Sirene nach oben, was vermutlich der Unterschied sein wird.

Der Stromverbrauch der Sirene liegt bei gerade mal 0,3W. Dies wären rund 70cent Stromverbrauch im Jahr(bei 0,25€ pro KWh).

 

Fazit

Wenn Euch die Sirene im CubeOne zu leise ist bzw. nicht in Eurer kompletten Wohnung laut genug ist kann die Satellitensirene durchaus Abhilfe schaffen.

Dieser kleine und kompakte Würfel macht genau das was er soll, bei einem Alarm Krach machen.

Hierbei macht dieser seine Basisfunktion auch tadellos! Wer allerdings mit Bonusfunktionen abseits des Batteriebetriebs rechnet, wird enttäuscht sein.

iSmartAlarm hat sich hier wirklich auf die Basis beschränkt. Allerdings ist dafür der Preis von rund 40€ auch sehr fair, daher Daumen hoch!

Der APTOYU Bluetooth Lautsprecher im Test

Bluetooth Lautsprecher sind beliebt wie eh und je. Die meisten Nutzer werden hier auf die klassischen Modelle der großen Hersteller setzten oder bei den kleineren Händlern auf Amazon ihr Glück versuchen.

Da ich bei Ohrhörer und Kopfhörern aus Asien so viel Glück hatte und einige „Perlen“ entdecken konnte welche deutlich oberhalb Ihrer Preisklasse spielten, wollte ich es auch einmal mit einem Bluetooth Lautsprecher aus Asien versuchen.

Meine Wahl viel auf den 32€ teuren „APTOYU Bluetooth Portable Speaker“. Lohnt es sich diesen Lautsprecher aus Asien zu bestellen und erhält man hier vielleicht ein wahres Schnäppchen? Finden wir es im Test heraus!

 

Der APTOYU Bluetooth Lautsprecher im Test

Wer mich und meine Tests kennt, wird vermutlich meine Abneigung gegen schwarzes Hochglanz Plastik kennen.

Leider hat es APTOYU geschafft ein Material zu verwenden, welches noch schlimmer ist als schwarzes Hochglanz.

Das komplette Gehäuse ist mit einem stark gummierten Kunststoff überzogen, das Fingerabdrücke und Staub magisch anzieht und sich in keiner Weise reinigen lässt.

Genug Gejammer über das verwendete Material. Abgesehen davon sieht der APTOYU durchaus interessant aus. Der Hersteller setzt beim Lautsprecher auf eine Runde Form an deren Enden die Treiber integriert sind.

Damit diese „Rolle“ nicht durch die Gegend rollt, befindet sich an dieser eine Art Flosse. An dieser Flosse sind auch die diversen Tasten und Anschlüsse angebracht.

Der APTOYU verfügt über insgesamt fünf Tasten, einen Ein/Ausschalter, Vor/Lauter, Zurück/Leiser, Play/Pause und die Modus Wahl.

Bei den Anschlüssen wird es interessant, neben dem Üblichen microUSB Port zum Aufladen befinden sich unter einer Gummi Klappe noch ein vollwertiger USB Port, ein AUX Eingang und ein microSD Karten Slot.

Der USB Ausgang dient der Powerbank zur Funktionalität. Man kann also mit dem Lautsprecher sein Smartphone aufladen. Jedoch erwartet auch nicht all zu viel davon, der interne Akku ist zwar mit 3600mAh ausreichend groß bemessen, jedoch viel mehr als eine Smartphone Ladung wird nicht drin sein.

Die Akkulaufzeit des Lautsprechers selbst beträgt rund 10-12 Stunden, je nach Lautstärke.

Der microSD Karten Slot erlaubt es Musik (MP3s) direkt von einer Speicherkarte wiederzugeben.

 

Klang

Kommen wir zum Klang. Dieser ist beim APTOYU gut,besonders aufgrund der Treiber welche links und rechts vom Lautsprecher angeordnet sind.

Dies verleiht dem Lautsprecher einen unheimlich räumlichen Klang mit einer tollen Stereo Abbildung, WOW!

Etwas Vergleichbares habe ich bei noch keinem Lautsprecher dieser Preisklasse gehört.

Auch der Klang an sich ist klasse. Der APTOYU spielt unheimlich detailliert und brillant mit einem satten Bass.

Dieser ist allerdings nicht übermäßig kräftig. Der APTOYU schafft es definitiv nicht einen Tisch zum Wackeln zu bringen.

Dafür versucht der Lautsprecher halt mit Qualität und Details zu punkten. „Hifi“ anstelle von purem Bass brodeln, wenn man so will.

Dies gelingt dem Bluetooth Lautsprecher auch ausgesprochen gut. Ich weiß nicht ob ich mit dem APTOYU eine Party beschallen würde, aber für Musik im Haus bei normaler Lautstärke hören, klingt der Lautsprecher hervorragend!

Hierbei ist die maximale Lautstärke an sich durchaus ordentlich, jedoch fehlt für die Party- Tauglichkeit vielleicht etwas der Druck hinterm Bass.

Um ehrlich zu sein, mir gefällt der Klang ausgesprochen gut, ich höre meist mit meinem Bluetooth Lautsprecher nur etwas Musik nebenbei auf einer normalen Lautstärke, was der APTOYU auch sehr gut macht.

Aufgrund der Super Stereoabbildung ist dieser sogar deutlich besser als die allermeisten Modelle auf dem Markt.

Auch rauschen oder knacken konnte ich nicht im Klang feststellen.

Leider besitzt der APTOYU Bluetooth Lautsprecher eine sehr nervige Eigenschaft, er hat eine Sprachansage beim Einschalten.

Diese stammt von einer asiatischen Dame, ist in einer recht hohen Lautstärke und leider einfach nur nervig…

 

Fazit

Kann ich den APTOYU Bluetooth Portable Speaker empfehlen? Leider nein, der APTOYU ist ein gutes Beispiel dafür, dass guter Klang nicht alles ist.

Also ja der Lautsprecher klingt durchaus ordentlich und würde für den Klang alleine durchaus eine Empfehlung verdienen aber das drum herum gefällt mir nicht so gut.

Dieses gummierte Plastik welches für das Gehäuse verwendet wurde, ist leider furchtbar! Es beschmiert in Windeseile und lässt sich nicht reinigen. Selbst frisch aus der Box genommen wirkt es schon dreckig.

Dazu kommt diese unheimlich nervige und laute Sprachansage der asiatischen Dame welche beim Einschalten erst einmal gute 10 Sekunden mit einem redet. Sowas nervt!

Diese beiden Nachteile lassen sich auch nicht durch die Powerbank Funktion (3600mAh) oder den microSD Karten Slot ausgleichen, zu mindestens nicht für mich.

Hinzu kommt die Bestellung aus Asien. Zwar macht es Gearbest einem wirklich einfach, es ist aber immer noch umständlicher als bei Amazon zu kaufen und dort bekommt man für 30-40€ durchaus vergleichbare oder bessere Modelle.

Sofern Euch also nicht ein überdurchschnittlich klarer Klang mit einer besonderen Stereo Abbildung besonders wichtig ist, würde ich vom APTOYU leider abraten.

Gute und günstige Bluetooth Ohrhörer aus Asien, die QCY QY19 im Test

Bluetooth Ohrhörer und Kopfhörer sind ohne Frage einer der wichtigsten Trends des vergangenen Jahrs. Auch 2017 wird es hier immer mehr neue Modelle auf dem Markt geben, dank Smartphones ohne Kopfhöreranschluss.

Eine wichtige Marke im Hintergrund ist QCY welche für 3. Anbieter wie AUKEY oder auch RAVPower Bluetooth Kopfhörer fertigt.

Hierbei bieten diese auf dem asiatischen Markt auch Ihre Produkte unter dem eigenen Namen an.

Die QY19 sind dabei die neusten Bluetooth Ohrhörer aus dem Hause QCY. Können sie im Test überzeugen und vor allem lohnt es sich diese extra aus Asien zu bestellen? Finden wir es heraus!

 

Die QCY QY19 im Test

Die QY19 sind recht kleine und kompakte Bluetooth Ohrhörer, welche in insgesamt vier Farben verfügbar sind.

Hierzu zählt Schwarz, Blau, Grün und Weiß.

Die Ohrhörer selbst besehen aus einem vernünftig anmutenden Plastik welches auf der Innenseite mit Gummi bedeckt ist, für einen besseren Tragekomfort.

Auf der Außenseite ist eine kleine Aluminiumplatte auf welcher der QCY Schriftzug gedruckt ist.

Diese Aluminiumplatte lockert die Optik deutlich auf.

Wie meist üblich, verfügen die QY19 über eine Kabelfernbedienung mit insgesamt drei Tasten.

Hierbei handelt es sich, wie ebenfalls üblich, um Ein/Aus/Play/Pause wie auch Lauter/Vor und Leiser/Zurück.

Ebenfalls an der Kabelfernbedienung befindet sich der microUSB Port zum Aufladen der Ohrhörer.

Komplett aufgeladen halten die Ohrhörer rund 5-6 Stunden. Das ist ein Standardwert für Ohrhörer dieser Preisklasse, aber 5-6 Stunden reichen in der Praxis auch meist aus.

Erfreulicherweise sind die QCY auch Spritzwasser und Schweiß geschützt nach IPx4.

IPx4= Schutz gegen allseitiges Spritzwasser

 

Tragekomfort

Die QCY QY19 sind nicht übermäßig groß oder ungewöhnlich geformt. Daher sollte es kaum überraschen, dass der Tragekomfort einfach als Standard zu bezeichnen ist.

Wer mit normalen in-Ear Ohrhörern klar kommt, wird dies auch mit den QCY.

Die Ohrhörer tun in den Ohren nicht weh und stören auch nicht. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl einen Fremdkörper in den Ohren stecken zu haben.

Dank der zusätzlichen Ohrhaken sitzen die QY19 auch recht fest in den Ohren, wodurch sich diese durchaus auch für den Sport eignen.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang.

Kurz zusammengefasst klingen die QCY QY19 gut. Wenn nicht sogar sehr gut für 23€.

Den Bass würde ich als nahezu perfekt einstufen für diese Preisklasse. Er ist sauber, kräftig und recht tief.

Hierbei ist dieser nicht übertrieben präsent, verleiht Musik aber durchaus den gewissen Kick.

Etwas viel besseres wird man selbst für 50€ kaum bekommen.

Leider gefallen mir die Höhen nicht ganz so gut. Diese sind immer noch okay, aber nicht klar genug um wirklich perfekt zu sein.

Gerade Gesang erwacht mit den QY19 nicht zum Leben wie man es bei guten Ohrhörern hat. Man hat akustisch immer das Gefühl als würde die Musik aus Ohrhörern können.

Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Es sollte sicherlich keine Überraschung sein, dass es einen Unterschied zwischen 100€ Bluetooth Ohrhörern und diesen 18€ Modellen gibt.

Für den Preis ist das Gebotene unterm Strich wirklich gut. Man wird hier ganz klar 99% aller mitgelieferten Ohrhörern bei MP3 Playern oder Smartphones überbieten können.

Auch die maximale Lautstärke und Räumlichkeit ist gut. Leider gibt es ein leichtes Grundrauschen, welches aber nur bei ca. 10% Lautstärke auffällt.

 

Fazit

Die QCY QY19 sind sehr ordentliche Bluetooth Ohrhörer für gerade mal 23€! Zwar lehren diese den großen Bluetooth Ohrhörern nicht das Fürchten ,aber sie können ohne Probleme mit der Konkurrenz in der 20-40€ Preisklasse mithalten und sogar die meisten überbieten.

Hierbei können diese gerade durch den hervorragenden Bass punkten. Bei den Höhen sehe ich zwar noch etwas Luft nach oben, aber dennoch geht der Klang unterm Strich vollkommen in Ordnung.

Daher wenn es um günstige Bluetooth Ohrhörer geht, für den morgendlichen Weg zur Arbeit oder fürs Joggen, dann kann ich die QCY QY19 ohne Probleme empfehlen.

* stand 08.04.17