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Das neue iPad Pro 10.5 Schnellladen und welche ist die optimale Powerbank und das optimale Ladegerät?

Apple Smartphones und Tablets waren bisher nie schnellladefähig, jedoch dies hat sich zu mindestens für das neue iPad Pro 10.5 geändert!

Dieses unterstützt laut Apple das Schnellladen mithilfe des Apple MacBook Pro USB C Ladegerätes.

Wie Ihr vielleicht wisst, nutzen die Apple Notebooks USB Power Delivery als Schnellladestandard. Bedeutet dies, dass auch das neue iPad Pro 10.5 USB Power Delivery unterstützt?

Und falls ja, welche Ladegeräte und Powerbanks empfehlen sich für das neue iPad Pro?

Finden wir dies in diesem kleinen Artikel heraus!

 

Das neue iPad Pro 10.5 Schnelladen?

Ja, wie von Apple versprochen kann man das neue 10.5 iPad Pro (und vermutlich auch das 12.2 Zoll Modell) am Ladegerät eines Apple MacBook Pros schnellladen.

Dies funktioniert auch an 3. Anbieter Ladegeräten, welche den USB Power Delivery Standard unterstützen!

Was ist USB Power Delivery? Kurz zusammengefasst USB Power Delivery ist ein neuer Schnellladestandard, ähnlich wie Quick Charge, welcher aber „Offen“ ist. Jeder Hersteller kann diesen für seine Produkte nutzen. So unterstützt nicht nur Apple diesen Standard sondern auch Nintendo macht dies beispielsweise bei der Switch, Samsung beim S8, LG beim G6, Dell bei seinen XPS Notebooks usw.

USB Power Delivery erlaubt es höhere Spannungen über den USB Port zu übertragen, als die eigentlich USB typischen 5V.

So können auch Notebooks, welche eigentlich zu viel Energie benötigen, über ein USB Kabel laden.

Damit dies funktioniert wird ein kompatibles Endgerät und ein kompatibles Ladegerät/Powerbank benötigt. Hier gibt es zudem Abstufungen, nicht jedes Ladegerät kann jedes Notebook/Tablet/Smartphone mit vollem Tempo laden oder überhaupt laden.

Dies liegt unter anderem an den Spannungsstufen welche von 5V bis 20V reichen können, nicht jedes Ladegerät unterstützt beispielsweise die 20V Stufe und sollte diese benötigt werden, hat man oftmals Pech gehabt.

 

Messwerte

Schauen wir uns ein paar Messwerte an, dass für das Ihr sicherlich gekommen seid.

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(Werte für das iPad Pro 10.5! Werte des 12.2 iPad Pro können abweichen)

Beginnen wir damit wie Ihr Euer neues iPad Pro nicht laden solltet, nämlich am PC. Hier erreicht dieses satte 0,48A bei 5V also gute 2,4W. Apple gibt für das iPad Pro 10.5 einen 30,4Wh starken Akku an, daher würde das Aufladen an einem PC gute 16-17 Stunden dauern.

Am mitgelieferten 12W USB Ladegerät geht dies mit 2,34A bei 5V „etwas“ schneller mit rund 11,7W. Rechnet hier mit rund 3 bis 3,5 Stunden Ladezeit. Dies ist im Übrigen auch das Tempo mit welchem andere Ladegeräte oder Powerbanks mit 2,4A Port das iPad Pro laden können.

Am Apple MacBook Pro Ladegerät wurde es dann merkwürdig. Dieses unterstützt USB Power Delivery daher steigt die Spannung auf 9V an. Ich konnte 9V und 2A Messen, was 18W entspricht. So wäre Euer iPad in rund 2,5-3 Stunden voll.

Das merkwürdige ist allerdings, dass ich an ALLEN anderen USB Power Delivery Ladegeräten, die ich zur Verfügung habe (7 Stück!) Eine Spannung von 14,5V messen konnte und einen Strom von 1,8A.

Dies ergibt sehr ordentliche 26W Lade Leistung! Der Akku wäre also in 1,5-2 Stunden voll.

Es ist für mich gerade ein Rätsel warum das iPad Pro 10,5 Zoll am original Apple Ladegerät so viel langsamer lädt. Auch das Apple Ladegerät schafft problemlos die 14,5V Spannungsstufe (diese wird ja sogar fürs Apple MacBook Pro genutzt).

Ich könnte mir hier gut vorstellen das es ein Software Update geben wird welches dieses Problem beheben wird?!

Wie Ihr vielleicht wisst verändert sich der Ladestrom während des Ladevorgangs etwas. Wobei etwas ist etwas untertrieben!

Die höchste lade Geschwindigkeit wird in der Regel zwischen 5-40% erreicht, ab wann diese langsam einbricht.

Die hier angegebenen Ladegeschwindigkeiten sind Höchstwerte bei einem Akku Stand von ca. 10%!

Gerade ab 80% bricht in der Regel die Ladegeschwindigkeit sehr stark ein! Daher geben die meisten Hersteller, wenn diese mit ihrer hohen Ladegeschwindigkeit angeben, meist auch nur die 0-60% oder 0-80% Werte an.

Wie sieht es beim iPad Pro 10.5 aus?

Akkustand in % und Zeit in Minuten (Schnellladen)

„Unerwartet“ trifft es sehr gut! Bis 50% lässt sich das iPad Pro 10.5 mit rund 26-27W laden, damit ist die Ladegeschwindigkeit ziemlich hoch.

Ab genau 50% beginnt aber die Ladegeschwindigkeit massiv einzubrechen. Diese Pendelt sich bei rund 15W ein bis ca. 88%. Ladung erreicht wird.

Leistungsaufnahme(W) im Verlaufe des Ladevorgangs(min) (Schnellladen)

Ab 88%-92% sinkt der Ladestrom auf 0,7A bei 15V, also rund 10,5W. Ab 92% schaltet dann das iPad Pro noch einen Gang herunter. Jetzt wird die Spannung von 15V auf die USB Typischen 5V abgesenkt.

Der Ladestrom sinkt ab jetzt konstant von 1,5A bei 5V bis auf 0,00A bei 100%

 

Welche Ladegeräte eigenen sich für das iPad Pro 10.5?

Erst einmal taugt natürlich jedes 2A oder mehr USB Ladegerät für das iPad Pro 10.5. Aber deshalb seid Ihr ja nicht hier. Es geht ja um das Schnellladen des iPad Pro 10.5.

Grundsätzlich sind hier die meisten Ladegeräte geeignet, die auch ein Apple MacBook Pro Schnell-Laden können. Diese müssen USB Power Delivery unterstützen wie auch die 9V oder 14,5V(15V) Spannungsstufe und 29W oder mehr.

Auch wenn es etwas merkwürdig ist das ich am original Apple Ladegerät fürs MacBook Pro eine langsamere Ladegeschwindigkeit messen konnte, als an den 3. Anbieter Ladegeräten würde ich dennoch auch das original Apple Ladegerät empfehlen, sofern Ihr mit 1/3 langsameren Laden leben könnt.

Dieses kostet allerdings mindestens 59€! Günstiger geht es beispielsweise mit der Equinux tizi Tankstelle 29W für rund 40€ oder mit dem Anker PowerPort+ 5 Premium.

Letzteres ist zwar mit 50€ auch nicht „günstig“ bietet aber zusätzlich vier weitere High Power USB Ports.

Es gibt zwar noch einige andere passende Ladegeräte, jedoch bei Ladegeräten wäre ich vorsichtig, gerade wenn man ein 700€+ Produkt an diese anschließt. Hier würde ich also nicht das Billigste vom Billigsten nehmen. Seid auch mit dem original Apple Ladegerät vorsichtig, wenn Ihr dies von Amazon oder eBay kauft. Hier sind sehr sehr viele Fälschungen im Umlauf, welche oftmals schlimmer sind als von Anfang an ein Günstigeres zu kaufen.

 

Die beste Powerbank für das Apple iPad Pro 10.5

Ähnlich wie bei den Ladegeräten taugt natürlich jede Powerbank mit einem 2A+ USB Ausgang um das iPad Pro zu laden. Jedoch wenn Ihr dieses schnell laden wollt, müsst Ihr zu einer Powerbank mit USB Power Delivery greifen.

Von diesen gibt es noch nicht all zu viele auf dem Markt, genau genommen Stand Juni 2017 ganze drei Stück!

Der Anker PowerCore+ ist hierbei die Zuverlässigste und Hochwertigste der drei, lässt sich aber nur mit einem USB Power Delivery Ladegerät vernünftig schnell wiederaufladen. Die AUKEY PB-Y7 ist der perfekte Allrounder, welcher mit Features vollgestopft ist. Die RAVPower RP-PB058 ist die kompakteste und leichteste der drei und beim Wiederaufladen recht unproblematisch.

Rein vom Ladetempo tun sich alle drei Modelle praktisch nichts.

 

Das passende Kabel nicht vergessen!

Bitte vergesst nicht, dass es nur möglich ist das iPad Pro über einen USB C Port schnell zu laden! Daher benötigt Ihr ein USB C auf Lightning Kabel!

Hiervon gibt es noch nicht sonderlich viele auf dem Markt. Für diesen Test habe ich das Original Apple USB C auf Lightning Kabel verwendet welches aber mit rund 25€ zu buche schlägt.

 

Fazit

Erfreulich, dass man nun das neue iPad Pro auch schnellladen kann und dies bringt viel! Mit dem Original USB Ladegerät könnt Ihr mit rund 3,5 Stunden Ladezeit rechnen, mit einem Schnelladegerät mit rund 2 Stunden.

Dies ist schon ein signifikanter Unterschied! Ebenfalls sehr erfreulich ist, dass Apple hier nicht auf irgendeinen eigenen Schnellladestandard setzt, sondern sondern auf USB Power Delivery.

Zwar ist USB Power Delivery auch noch recht neu, und gerade, was Powerbanks angeht, gibt es noch recht wenige Ladegeräte welchen diesen Standard unterstützen aber diese werden mittlerweile täglich mehr.

Das perfekte Ladegerät für die maximale Ladegeschwindigkeit für das neue Apple iPad Pro sollte USB Power Delivery, 14,5V Spannung und 29W oder mehr unterstützen! Kurzum wenn das Ladegerät sich auch fürs Apple MacBook Pro eignet, stehen dich Chancen gut, dass dieses auch das iPad Pro schnellladen kann.

Hier meine aktuellen Empfehlungen.

Powerbanks:

(zum Einzeltest)

Ladegeräte:

Die AUKEY PB-N50 10000mAh Powerbank im Test

Powerbanks gibt es in Massen auf dem Markt in diversen Formen, Größen und auch mit teils recht unterschiedlichen Features.

Hier wirkt die AUKEY PB-N50 auf dem ersten Blick etwas unspektakulär, es handelt sich bei dieser um eine völlig normale Powerbank ohne auf den ersten Blick herausstechende Features.

Aber lasst uns ehrlich sein die meisten Nutzer brauchen kein „Quick Charge“ oder vergleichbare Funktionen. Diese wünschen sich meist nur eine günstige und halbwegs zuverlässige Powerbank.

Wollen wir uns doch einmal anschauen, ob dies die AUKEY PB-N50 bietet. Kann die Powerbank im Test überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das zur Verfügungstellen der Powerbank für einen Test.

 

Die AUKEY PB-N50 10000mAh Powerbank im Test

Die PB-N50 ist eine recht flache Powerbank, im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern setzt AUKEY hier anscheinend auf Lithium polymer Zellen, welche diese Bauform ermöglichen.

Das Gehäuse besteht aus einem einfachen Kunststoff, hierbei besitzt die Oberfläche jedoch eine besondere Textur, diese wirkt fast schon „gewebt“.

Die Powerbank fühlt sich nicht übermäßig „hochwertig“ an jedoch wirkt ausreichend robust und fest. Selbst bei Druck knarzt das Gehäuse nicht.

Auch zeigt sich die Textur des Plastik erfreulich resistent gegenüber Fingerabdrücken.

Der Aufbau der Powerbank ist als klassisch zu bezeichnen. Auf der Front sind zwei USB Ausgänge wie auch ein microUSB Eingang.

Der linke USB Ausgang soll hierbei 1A liefern können, der recht 2A. Dies ist sicherlich nicht überragend viel, sollte aber praktisch ausreichen.

Der microUSB Eingang soll 2A aufnehmen können, sollte dieser Wert praktisch erreicht werde wäre das gar nicht schlecht.

Natürlich verfügt die Powerbank auch über vier Status LEDs. Diese sind auf der Oberseite der Powerbank angebracht und leuchten beim Betätigen des Einschalters auf.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

Weitere Informationen zum aufladen via USB, USB Power Delivery oder Quick Charge HIER.

 

Messwerte

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. AUKEY gibt diese mit 10000mAh an, messen konnte ich 9198mAh bzw. 34,036Wh.

Dies ergibt hervorragende 92% der Herstellerangabe! Man darf hier nicht vergessen, dass sich die Herstellerangabe immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen bezieht.

Beim Entladen dieser geht jedoch ein Stück Energie in beispielsweise Wärme verloren. Das heißt, die Herstellerangabe weicht von der nutzbaren Energie etwas ab, dies gilt nicht nur für AUKEY Powerbanks sondern generell. In der Regel liegt die „echte“ Kapazität gute 10-20% unter der Herstellerangabe, daher sind 92% ein verdammt gutes Ergebnis!

Mich würde es hier nicht mal wundern wenn die verbauten Zellen 10400mAh, also etwas mehr als angegeben haben.

Bedenkt bitte aber auch beim Laden Eures Smartphones geht nochmals etwas Energie verloren! Wenn Euer Smartphone Akku 3000mAh fassen kann, wird mehr als 3000mAh benötigt diesen auf 100% zu bekommen. Hier können nochmals einige Prozent verloren gehen, hierfür kann die Powerbank aber nichts.

Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus? Durchschnittlich würde ich sagen. Es gibt schnellere Powerbanks, auch ohne das Nutzen von Schnellladestandards.

Schlimm? Nein, rechnet einfach damit, dass ein Ladevorgang ca. 20-30% langsamer ist als an einer High End Powerbank.

Generelle Probleme das Smartphones einer Marke gar nicht geladen wurde, gab es nicht.

Was aber wenn die AUKEY PB-N50 leer ist? Mit einem vernünftigen Ladegerät lässt diese sich mit ca. 1,65A laden.

Dies ist ausreichend schnell, wenn auch sicherlich nicht überragend schnell. Rechnet mit ca. einer Ladezeit von 7 Stunden.

 

Fazit

Die AUKEY PB-N50 ist eine erfreulich handliche Powerbank mit einer soliden Verarbeitung und einer guten Leistung.

Hierbei reicht die Kapazität ein normales Smartphone ca. 2-4 mal vollständig aufzuladen. Die Ladegeschwindigkeit ist hierbei nicht außergewöhnlich hoch, aber praktisch völlig ausreichend!

Auch der Preis ist mit rund 19€ recht fair gestaltet, kurzum ein gute Standard Powerbank!

 

Die Bang & Olufsen BeoPlay H4 Bluetooth Kopfhörer im Test

Die BeoPlay H4 sind Bang & Olufsens neuste Bluetooth Kopfhörer. Diese spielen wie bei B&O natürlich zu erwarten ist in der gehobenen Preisklasse, jedoch mit 299€ sind diese vermutlich für viele noch im bezahlbaren Rahmen.

Hier ist es natürlich sehr interessant wie die H4 sich im Test schlagen werden, auch verglichen mit den deutlich teureren H9.

Seid Ihr neugierig? Dann schaut Euch den Test der Bang & Olufsen BeoPlay H4 an! Sagen wir es so, die BeoPlay H4 haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen!

An dieser Stelle auch vielen Dank an B&O, welche mir die Kopfhörer für einen Test ausgeliehen haben.

 

Die Bang & Olufsen BeoPlay H4 im Test

Wie es natürlich von einem Hersteller wie Bang & Olufsen zu erwarten ist, besitzen die H4 eine hervorragende Aufmachung. Damit meine ich nicht nur die Kopfhörer selbst. Auch die komplette Verpackung signalisiert, dass man etwas Besonderes und Hochwertiges gekauft hat.

Dieser Eindruck geht auch an den H4 weiter. Wie üblich ist natürlich das Design Geschmacksache, aber ich denke man kann durchaus sagen, dass die H4 eine besondere Aura ausstrahlen.

Während Beats Kopfhörer etwas für Sportler und Jugendliche sind, sind die BeoPlay H4 eher so das „Gegenteil“. Dies sind Kopfhörer für den Architekten, Geschäftsführer oder allgemein Nutzer welche auf einen etwas erwachseneren Style Wert legen.

Bang & Olufsen nutzt dafür einerseits etwas unauffälligere Farben wie diverse Grautöne und andererseits hochwertige Materialien wie Leder und Aluminium.

Kurzum die BeoPlay H4 wirken verdammt gut, selbst für Kopfhörer, die 299€ kosten!

Die H4 sind zwar keine riesen Kopfhörer, aber auch nicht übermäßig kompakt. Ich würde sagen wir haben hier ein Mittelding aus Portabilität und Tauglichkeit im Heimeinsatz.

Leider sind die BeoPlay H4 nicht zusammenklappbar, ansonsten besitzen diese aber die üblichen Verstellungsmöglichkeiten, was Höhe und Winkel der Ohrmuscheln angeht.

Die Anschlüsse und Tasten der Bluetooth Kopfhörer sind an der rechten Ohrmuschel angebracht.

Hier finden wir zum einen einen AUX Eingang, für die kabelgebundene Nutzung, und zum anderen einen microUSB Port um den 600mAh starken Akku zu laden.

Letzterer soll laut Bang & Olufsen rund 19 Stunden halten, praktisch rechnet eher mit 12-16 Stunden.

Der H4 verfügt über drei Tasten, eine Multifunktionstaste, welche die Kopfhörer ein/ausschaltet, Musik pausiert/fortsetzt, Musik vorspult usw. wie auch zwei Lautstärketasten.

Dies ist ein Punkt, über welchen ich mich noch nie beschwert habe, jedoch liefern die H4 etwas wenig Feedback. Damit meine ich diese besitzen keine Sprachansagen und halten sich mit Signaltönen sehr zurück. Es ist so leider nicht ganz leicht zu erkennen, was die Kopfhörer gerade machen und in welchem Modus diese sich befinden.

 

Tragekomfort

Bang & Olufsen hat versucht die BeoPlay H4 so kompakt wie möglich zu halten, damit diese bei einer öffentlichen Nutzung nicht deplatziert wirken.

Hierbei hat Bang & Olufsen aber lediglich das Gehäuse recht kompakt gehalten, die eigentlichen Ohrpolster stehen aber ein Stück weit über dem Gehäuse hervor.

Diese sind zwar auch bei den H4 nicht riesig, sie werden Eure Ohren vermutlich nicht vollständig umschließen, aber ausreichend groß. Zudem sind die Ohrpolster aus Lammleder, ziemlich dick und weich gepolstert.

Die H4 gehören definitiv zu den bequemeren Bluetooth Kopfhörern! Es ist problemlos, möglich sie mehrere Stunden am Stück zu tragen.

Von daher Daumen hoch für den Tragekomfort!

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten und interessantesten Punkt der BeoPlay H4, dem Klang.

Hier performen die Kopfhörer erfreulich gut, auch wenn die Klangsignatur etwas unerwartet war.

Die BeoPlay H4 besitzen einen recht klaren und lebendigen Klang. Hierbei gehen diese etwas in die Richtung der Sony MDR-100ABN.

Allerdings besitzen die H4 einen etwas kräftigeren Bass. Der Bass der H4 besitzt einen mächtigen Punch, obwohl die generelle Abstimmung eher recht hell ist.

Anscheinend wurde der Tiefbass stark angehoben, jedoch nicht so sehr die oberen Bass Bereiche. Die oberen Bassbereiche verhalten sich recht neutral, aber wenn der Beat losgeht, dreht der Bass richtig auf und entwickelt eine ordentliche Kraft.

Dies verhilft den BeoPlay H4 in Kombination mit den sehr klaren Höhen zu einer erfreulich guten Dynamik.

Jedoch sind die H4 nicht so wuchtig wie andere Bluetooth Kopfhörer. Der Bass ist zwar mächtig im Tiefgang, aber ich würde die H4 nicht als „Bass Kopfhörer“ bezeichnen.

Die Höhen sind wirklich ausgesprochen klar und brillant! Teilweise sind diese so brillant, dass es schon fast etwas ins Spitze geht.

Auch die Detail Darstellung ist tadellos! Neben der Dynamik sind gerade die Details eine der großen Stärken der BeoPlay H4.

Bang & Olufsen scheint hier wirklich einen sehr guten Bluetooth Chip zu verwenden! Ich habe bisher noch keine Bluetooth Kopfhörer mit einer derart hochwertigen Bluetooth Verbindung gehört!

Die H4 schaffen es extrem gut selbst feine Nuancen im Klang sauber darzustellen. Hier ist man ganz klar eine Stufe über den Bose QC35 oder Sony MDR-100ABN.

Auch die räumliche Darstellung ist top! Es ist problemlos möglich einzelne Instrumente akustisch aus dem Klang herauszupicken.

Gerade in Titeln wie Mad World von Gary Jules haben mich die BeoPlay H4 regelrecht umgeworfen! Es ist unheimlich, wie gut die Kopfhörer die Feinheiten dieses Songs dargestellt bekommen. So gut habe ich dies bisher nur bei kabelgebundenen Kopfhörern gehört.

Andere Songs wie Californication von den Red hot Chili Peppers wirken mit den H4 völlig anders. Zum einen Schaffen es die Kopfhörer bei diesem Song ebenfalls sehr gut Feinheiten der Gitarre und des Gesangs abzubilden aber ebenso wird das Schlagzeug etwas in den Mittelpunkt gerückt, aufgrund des angehobenen Basses. Daher wirkt dieser Song etwas lebendiger, als ich es von anderen Kopfhörern gewöhnt bin, gerade wegen der starken Dynamik.

Aber natürlich schlagen sich die Bang & Olufsen BeoPlay H4 nicht nur bei ruhigeren Titeln gut. Auch aktuelle Pop Songs machen Spaß! Viel Spaß!

In der BeoPlay App lässt sich der Klang im Übrigen noch etwas tunen mit einem EQ, welcher auf den Kopfhörern gespeichert wird, also auf alle Audio Signale angewendet wird.

Dies ist ein sehr nützliches Feature wenn man die Kopfhörer noch etwas an seine persönlichen Bedürfnisse anpassen möchte. Der oben beschriebene Klang ist hierbei der Standardklang.

 

Fazit

Die BeoPlay H4* sind die besten Bluetooth Kopfhörer, die ich bisher von Bang & Olufsen testen/nutzen durfte!

Hierbei gehören diese allgemein zu den besten Bluetooth Kopfhörern auf dem Markt! Klanglich würde ich diese sogar fast auf Platz 1 voten, zumindest dann wenn man einen dynamischen und lebendigen Klang liebt!

Hier sind die H4 ungeschlagen! Ich habe noch keine Bluetooth Kopfhörer mit einer solch guten Dynamik gehört, die Bässe sind satt und tief und die Höhen klar und detailliert.

Sollte der Bass Euch zu viel oder zu wenig sein, letzteres ist eher unwahrscheinlich , dann kein Problem, in der BeoPlay App könnt Ihr den Klang der Kopfhörer noch etwas personalisieren.

Auch der Tragekomfort ist dank der dicken und weichen Ohrpolster tadellos!

Letztendlich spricht wenig bis gar nichts gegen die H4! Aktives Nosie Cancelling wäre sicherlich schön gewesen, aber rein vom Klang und Tragekomfort sind die H4 toll!

Wer also auf ANC verzichten kann und die so ziemlich best klingendsten Bluetooth Kopfhörer in der 300€* Preisklasse sucht, ist hier richtig!

Ich bin sehr positiv von den BeoPlay H4 überrascht worden!

5x Glas Displayschutz Folien für das Apple iPad Pro 10.5 im Vergleich

Wenn man ein neues technisches Spielzeug hat, will man dies auch gut schützen, gerade wenn es teuer war wie das neue Apple iPad Pro 10.5.

Eine Displayschutzfolie ist hier das Minimum was man sich zulegen sollte. Wobei Folie nicht das Optimum ist, gerade bei solch einem großen Display. Besser sind Displayschutz Gläser!

Da ich selbst auf der Suche nach einem passenden Displayschutz für mein neues iPad Pro war, bot sich ein kleiner Vergleich an. Taugen die Displayschutzgläser auf dem Markt etwas für das iPad Pro 10.5? Falls ja, welche Unterschiede gibt es und welcher ist der beste Displayschutz?

Finden wir dies im Vergleich heraus!

Die Testkandidaten

Für diesen Vergleich habe ich mir fünf, schon recht früh verfügbare, Displayschutzfolien bei Amazon gekauft. Hier wird es interessant zu sehen sein wie gut diese Modelle bereits sind.

Folgende Displayschützer wurden bestellt:

Alle Modelle kosten um die 10€.

 

Installation und Passform

Da es sich bei allen Displayschützern in diesem Vergleich um Glasscheiben handelt ist bei allen die Installation ähnlich einfach.

Sofern kein größerer „Dreck“ oder Staub auf der Scheibe liegt, müsst Ihr Euch keine Sorgen um Luftblasen oder Ähnliches machen. Putzmaterial wie Alkohol getränkte Tücher liegen bei allen Modellen mit im Lieferumfang. Einfach die Folie auf der Rückseite abziehen und den Displayschutz versuchen so gerade wie möglich auf das Display zu legen.

Das Festsaugen passiert hier von alleine, achtet wenn möglich darauf, dass dieses recht gleichmäßig von einer zur anderen Seite passiert.

Lediglich ein Displayschutz springt was die Installation angeht etwas aus der Reihe, nämlich der von AmFilm. Dies ist in diesem Fall aber positiv! Die Scheibe besitzt zwei Laschen an der Seite welche das Ausrichten erleichtern sollen. So muss man den Displayschutz nicht an den Kanten halten.

Bei der Passform hingegen gibt es größere Unterschiede. Hier möchte ich in drei Gruppen einteilen.

Gruppe 1 Wrcibo iPad Pro 10.5 (2017) Displayschutz. Dieser passte überhaupt nicht! Der Hersteller lag hier nicht nur ein wenig daneben, sondern total!

Wrcibo iPad Pro 10.5 (2017) Displayschutz

Ich vermute Wrcibo hatte keinerlei infos zum neuen iPad außer das dieses 10,5 Zoll groß ist und hat anhand davon einen Displayschutz gebastelt. Dafür wurden anscheinend die Maße des 9,7 Zoll iPads auf 10,5 Zoll aufgeblasen, blöd nur wenn Apple die Displayrahmen kleiner macht. Hierdurch ist die Scheibe rund einen CM zu lang und zu hoch….. und nein ich habe nicht ausversehen die Version fürs 12.2 Zoll iPad bestellt, diese müsste noch größer sein.

Gruppe 2 sind die gut passenden. Hierzu gehören die OMOTON Panzerglas Schutzfolie und die ESR iPad Pro 10.5 Schutzfolie. Gut passend bedeutet, dass diese wirklich auch gut Nutzbar sind, jedoch ist bei beiden der Home Button ein wenig gröber ausgeschnitten. Ansonsten keine Mängel!

OMOTON Panzerglas

Gruppe 3 sind die perfekt passenden. Hierzu gehört der Anker iPad Pro 10.5 Zoll Displayschutz und der AmFilm iPad Pro 10,5 Zoll gehärtetes Glas Display Schutz.

AmFilm iPad Pro 10,5 Zoll gehärtetes Glas Display Schutz

Beide sind wirklich perfekt gearbeitet! Dies macht zwar das richtige Auftragen etwas schwerer, wenn man dies aber geschafft hat, sitzen diese fast komplett unsichtbar auf dem iPad Pro 10,5 Zoll!

Daher meine Rangliste was die Passform und das Auftragen angeht:

  1. AmFilm iPad Pro 10,5 Zoll gehärtetes Glas Display Schutz
  2. Anker iPad Pro 10.5 Zoll Displayschutz
  3. OMOTON Panzerglas Schutzfolie
  4. ESR iPad Pro 10.5 Schutzfolie
  5. Wrcibo iPad Pro 10.5 (2017) Displayschutz (total Ausfall)

 

Schutz und Widerstandsfähigkeit

Beginnen wir mit dem Wichtigsten, keiner der hier getesteten Displayschutz Gläser besitzt wirklich eine Härte von H9, zu mindestens nicht auf der Mohshärte Skala!

Ich weiß nicht woher die Hersteller auf die Idee kommen überall H9 anzugeben oder welche Skala diese verwenden.

Glas hat eine Härte von H7 und da jeder Displayschutz hier im Vergleich aus Glas besteht, haben diese auch nicht H9 sondern H7.

Und ja alle hier getesteten Displayschützer bestehen wirklich aus Glas. Daher lassen diese sich NICHT mit einem Messer oder Schlüsseln zerkratzen.

Was viele Leute auch nicht wissen, Ihr könnt auch Euer Smartphone und auch das iPad Pro 10,5 Zoll nicht mit einem Messer zerkratzen. Normales Metall ist einfach nicht hart genug um Glas zu zerkratzen.

Warum dann überhaupt ein Displayschutz? Das Gefährliche sind keine Metalle oder Schlüssel sondern Sand!

Steine, und damit auch Sand, sind hart genug um Glasscheiben zu beschädigen. Nur ein ganz klein wenig „Taschensand“, der beispielsweise zwischen Smart Cover und iPad Pro Display kommt und dieses ist ruiniert.

Da ist es natürlich besser wenn nicht das Display zerkratzt ist sondern ein Displayschutz, der sich für 10€ austauschen lässt.

In folgendem ein kleiner Widerstandstest für welchen ich ein Messer, einen Stein und meine Finger verwende.

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Keine der Displayschützer konnte gegen den Stein standhalten, jedoch zeigten sich die Modelle von AmFilm und Anker etwas resistenter. Kratzer waren hier deutlich schwerer in die Scheiben zu bekommen.

Mit dem Messer hatten selbstverständlich keine der Displayschutzgläser für das iPad Pro 10,5 Probleme.

Bei Fingerabdrücken gibt es wieder leichte Schwankungen. Das OMOTON „Panzerglas“ scheint zum Beispiel eine recht schlechte Resistenz zu zeigen.

 

Fazit

Warum lange um den heißen Brei reden, denn Ihr werdet Euch sicherlich primär für meine abschließende Empfehlung interessieren.

Meine erste Wahl wäre der AmFilm iPad Pro 10,5 Zoll gehärtetes Glas Display Schutz*! Warum? Die Passform ist perfekt und das Auftragen dank der „Flügel“ recht problemlos. Auch der Schutz gegen Kratzer ist so ziemlich der beste und die Anti Fingerabdruck -Beschichtung ist soweit okay.

Auf Platz zwei folgt der Anker iPad Pro 10.5 Zoll Displayschutz* mit ähnlichen Ergebnissen. Lediglich fehlen dem Anker Displayschutz die „Flügel“ zum leichteren Positionieren der Scheibe, daher nur Platz zwei.

Letztendlich würde ich mich zwischen diesen beiden entscheiden. Zwar ist auch die OMOTON Panzerglas Schutzfolie* und ESR iPad Pro 10.5 Schutzfolie* okay, aber schlechter als die von AmFilm und Anker.

Ich sehe daher keinen Grund zu einem dieser beiden Modelle zu greifen (außer diese werden deutlich günstiger), nicht weil diese schlecht sind, sondern weil die anderen besser sind.

  1. AmFilm iPad Pro 10,5 Zoll gehärtetes Glas Display Schutz*
  2. Anker iPad Pro 10.5 Zoll Displayschutz*

Das neue 10,5 Zoll Apple iPad Pro im Test

Ein neues Jahr, ein neues iPad. Auch wenn sich mit dem neuen iPad Pro 10,5 Zoll auf den ersten Blick nicht viel verändert hat, gibt es doch einige signifikante Veränderungen.

Unter anderem 10,5 Zoll anstelle von 9,7 Zoll, kein große Sprung auf dem Papier, aber praktisch ist dies durchaus ein Unterschied, gerade wenn man bedenkt, dass Apple am 9,7 Zoll Formfaktor seit dem ersten iPad hing.

Natürlich gibt es wie jedes Jahr auch mehr Leistung, ein besseres Display, eine bessere Kamera usw. Was aber fast noch wichtiger ist, ist der Blick in die Zukunft. Neben dem iPad Pro 10,5 Zoll hat Apple auch IOS 11 angekündigt, mit welchem das iPad erst so richtig aufblühen wird.

Wie sieht es aber jetzt aus? Ist das iPad Pro 10,5 Zoll das beste iPad aller Zeiten? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das neue iPad Pro 10,5 Zoll im Test

Es ist ein iPad! Damit hätten wir auch schon die physische Beschreibung zum größten Teil durch. Wobei ich es mir nicht ganz so einfach machen sollte.

Ihr hattet schon einmal ein iPad in der Hand? Gut dann könnt Ihr Euch das grundsätzliche Design auch des neuen iPad Pros gut vorstellen, denn an diesem hat sich nicht viel getan.

Das alte 9,7 Zoll Display wurde gegen ein 10,5 Zoll Display ausgetauscht, welches dank etwas kleinerer Rahmen das iPad kaum größer macht.

Ich bin froh, dass Apple die Rahmen nur etwas kleiner gemacht hat und nicht diese komplett weggelassen hat, wie es bei einigen High End Smartphones der Fall ist. Das iPad Pro 10,5 liegt so noch recht gut in der Hand ohne, dass man andauernd aufs Display packt.

Ansonsten hat sich nicht viel äußerlich verändert. Sogar der physische Home Button ist noch vorhanden, inklusive TouchID.

Die Rückseite besteht auch beim neuen iPad weiterhin aus Aluminium. Im Gegensatz zu den älteren iPads verfügt das iPad Pro über vier Lautsprecher, jeweils zwei links und rechts.

Leider steht die Kamera des iPads etwas aus dem Gehäuse hervor.  Dafür handelt es sich aber um das gleiche Modul wie beim iPhone 7, die Bildqualität sollte also ordentlich sein.

Grundsätzlich stört die hervorstehende Kamera kaum bis gar nicht. Das iPad wackelt auch nicht auf einem flachen Tisch, ich denke, das Problem ist eher der Schutz. Da die Linse so hervorsteht, kratzt diese natürlich etwas stärker über den Untergrund und bekommt sicherlich auch den ein oder anderen Stoß ab.

Ansonsten keine weiteren Besonderheiten. Kopfhöreranschluss auf der Oberseite, genau wie der Einschalter, rechts die Lautstärkewippe und unten der Lightning Anschluss.

Die Verarbeitungsqualität und Haptik ist Apple typisch hervorragend! Auch ist das iPad weiterhin erfreulich leicht mit 477g.

 

Software

Das iPad wird noch mit IOS 10 ausgeliefert.

Allgemein bekommt man beim iPad genau das was man softwareseitig von Apple erwartet bzw. kennt. Von Haus aus sind gefühlte 100 mehr oder weniger sinnvolle Apps auf dem Tablet vorinstalliert. Hierzu gehört auch die komplette Apple Office Suite inklusive Pages, Numbers oder auch Keynote.

Ebenfalls vorinstalliert sind Apples Anwendungen wie iMovie und GarageBand.

Bei meinem 64GB iPad 10,5 Zoll Pro lag der freie Speicher bei rund 55GB, was okay ist. Hier lassen sich aber durch das deinstallieren von iMovie und Co. nochmals rund 2GB freiräumen.

Zum Betriebssystem selbst sage ich einfach in diesem Test nichts Großes. Es ist das altbekannte IOS 10 welches auch auf dem iPhone 7 zum Einsatz kommt.

Interessant wird das iPad Pro eigentlich erst mit IOS11. Apple versucht das iPad immer mehr zum Computer zu machen und dieses Projekt macht mit IOS 11 einen großen Schritt nach vorne.

Das iPad Pro bekommt mit IOS11 „echtes Multitasking“ inklusive einem Dock, welches das schnelle Wechseln von Apps erlaubt, drag an drop zwischen zwei aktiven Apps und einen File Browser!

Ich finde es merkwürdig, dass Apple das iPad Pro jetzt schon heraus gebracht hat, denn mit IOS11 wird dieses sich massiv zum Positiven verändern, was die produktive Nutzung angeht.

 

Display

Wenn man sich bei Apple Produkten auf eins verlassen kann, dann ist es auf ein gutes Display. Dies ist auch beim neuen iPad Pro 10,5 Zoll der Fall!

Dieses löst mit einer etwas krummen Auflösung von 2224 x 1668 Pixeln auf. Praktisch wirkt das iPad Display so scharf und detailliert wie eh und je.

Auch Farben und Kontraste sind absolute Spitzenklasse! Es macht Spaß sich Bilder auf dem iPad anzusehen, diese kommen regelrecht zum Leben.

Mit dem 10,5 Zoll iPad Pro hat Apple zudem die maximale Helligkeit ein Stück weit angehoben. Dies bestätigen auch meine Messungen. Zwar gibt es immer noch Smartphone Displays, welche heller sind, aber für ein Tablet ist die maximale Helligkeit schon sehr stark!

Dies, in Kombination mit der guten fettabweisende Beschichtung und Antireflex-Beschichtung, sorgt  auch bei Sonnenschein für eine recht gute Ablesbarkeit.

Hinzu kommt auch wieder das True Tone Feature, welches die Displayfarbe an das Umgebungslicht anpasst. So erscheint das iPad abends im Bett etwas gelblicher als im Büro.

So will Apple das Gefühl von echtem Papier besser simulieren, das sich ja auch farblich je nach Umgebungslicht verändert.

 

Sound

Das iPad Pro 10,5 Zoll verfügt über vier Lautsprecher und hier muss man Apple einfach loben! Mir ist noch kein Tablet untergekommen, das so voll und satt klingt wie das iPad Pro(okay vielleicht das größere 12,2 Zoll iPad Pro).

Zum einen ist die maximale Lautstärke recht hoch, zum anderen Klingen die Lautsprecher sehr gut!

Das iPad produziert hierbei sogar etwas Tiefgang, was dem Klang eine gewisse Fülle verleiht. Einen 30€ Bluetooth Lautsprecher braucht Ihr Euch für dieses Tablet nicht kaufen!

Auch aufgrund der Masse an Lautsprecher habt Ihr einen „raumfüllenden“ Klang. Das ist vielleicht etwas übertrieben aber, wenn Ihr das Tablet vor Euch haltet klingt es nicht nur so als käme der Klang von vorne, sondern man hat ein Stereo Erlebnis.

Hierdurch eignet sich das iPad Pro 10,5 Zoll natürlich sehr gut für Musik und Filme! Abends im Bett etwas Netflix oder Youtube schauen, macht, dank der guten Lautsprecher und auch dem guten Display, Spaß!

 

Tastatur

Wie es sich für ein Apple Produkt gehört, wird natürlich nur das Minimum an Zubehör mitgeliefert. Zu diesem Minimum gehört das Smart Keyboard natürlich nicht.

Jedoch jeder Apple iPad Pro Kunde wird sich die Frage stellen: „Lohnt es sich das Smart Keyboard zu Kaufen?“, daher möchte ich auf diese einmal eingehen.

Lohnt sich das Apple Smart Keyboard? Dies kommt sehr stark darauf an was Ihr mit dem iPad zu machen plant. Ich schreibe sehr viel Text, daher war das Smart Keyboard für mich eine recht naheliegende Anschaffung.

Sollte das iPad aber nur als Multimedia Gerät verwendet werden, spart Euch das Smart Keyboard.

Apple will für dieses saftige 180€! WOW! Damit kostet dieses kleine Stück Tastatur und Stoff mehr als meine RGB mechanische Gaming Tastatur, welche vermutlich das 10x Fache in der Produktion kostet.

Aber ist denn die Tastatur wenigstens gut?

Sie ist okay, aber wer jetzt glaubt eine magische Tastatur zu bekommen, auf welcher es sich besser tippt als auf einem vernünftigen Notebook,, wird vermutlich enttäuscht.

Sagen wir es so, die Tastatur mit ihren Magneten und der grundsätzlichen Form ist gut umgesetzt. Auch lässt sich das iPad besser auf dem Schoß verwenden, als ich es erwartet habe, wenn auch deutlich schlechter als ein normales Laptop.

Auch das Tippgefühl ist mäßig. Der Tastenanschlag ist sehr kurz, noch deutlich kürzer als auf einem Apple MacBook Pro. Daher ist das Feedback, welches die Tasten geben, recht gering. Man braucht erst einmal eine Weile die optimale Kraft herauszubekommen, mit welcher man die Tasten drücken muss. Anfangs neigt man dazu diese etwas zu „hämmern“.

Für ein optimales Tempo sollte man aber eher sanft über die Tasten fliegen, außer bei der Leertaste, welche deutlich mehr kraft braucht.

Auch Apples versprechen „Normalgroße Tastatur“ kann ich nicht verstehen. Die Tastatur des 10,5 Zoll iPads ist viel, aber nicht normalgroß.

Ich habe recht lange gebraucht mich an diese zu gewöhnen, nachdem ich dies aber so langsam geschafft habe, geht das Tippen auf dieser ganz gut.

Jedoch nicht so gut, dass ich diese groß empfehlen kann, gerade nicht für Vieltipper! Für Nutzer, die  hin und wieder mal ne Mail schreiben usw. und daher nach einer kleinen und unauffälligen Tastatur suchen, okay, aber ansonsten würde ich eher Richtung Logitech raten https://www.logitech.com/de-de/product/slimcombo

 

Kamera

Das iPad Pro 10,5 Zoll verfügt über die gleiche Kamera wie das iPhone 7. Also auch 12 Megapixel, f1.8 Blende und 4K Video.

Da es sich hier um ein Tablet handelt, halte ich den Kamera -Teil etwas kürzer, wer sich für ein sehr ausführliches Review der Kamera interessiert, sollte in meinen iPhone 7 Plus Test schauen.

Sagen wir es so, es ist schon ein recht spezielles Gefühl mit einem iPad zu filmen und zu fotografieren.  Zum einen wird man natürlich von Mitmenschen blöd angesehen aber zum anderen ist es irgendwie schon cool so einen großen „Sucher“ zu haben. Die iPad Foto App ist sehr ähnlich zur iPhone Foto App, nur halt in sehr groß.

Das macht natürlich die Bedienung nicht unbedingt einfacher, aber das Fotografieren mit dem iPad ist grundsätzlich problemlos möglich.

Kommen wir zu den Testbildern, diese sind wie üblich 1 zu 1 hier hochgeladen, mobile Nutzer also Vorsicht beim Anklicken, denn dann wird die volle Auflösung geladen.

Wie zu erwarten war, kann das iPad durch ähnliche Stärken wie das iPhone punkten. Bilder sind sehr detailliert und scharf.

Zudem sind Farben und Kontraste 1a und der Weißabgleich treffsicher.

Allerdings im direkten Vergleich zu vielen Smartphones wirken Bilder des iPads teilweise etwas matt und „lustlos“. Warum? Im Gegensatz zu vielen Android Herstellern sind Farben wirklich sehr natürlich gehalten.

In der Erinnerung sind allerdings Bilder meist bunter als diese wirklich waren, daher bevorzugen die meisten Nutzer eher die etwas farbenfroheren Aufnahmen, siehe Samsung Galaxy S8, das extrem bunte Bilder produziert.

Dies fällt allerdings weniger beim Betrachten der Bilder auf dem iPad auf, sondern mehr, wenn man diese beispielsweise auf einen PC überträgt.

Aber das ist natürlich Gemeckere auf sehr hohem Level! Das iPad Pro 10,5 Zoll wird vermutlich bessere Fotos machen als 95% aller Smartphones auf dem Markt!

Auch im Low light bleiben Aufnahmen sehr klar und sauber. Ab einem gewissen Punkt taucht natürlich auch Rauschen auf, jedoch erst relativ spät und dann händelt das iPad dieses sehr gut.

Videos sind dank 4K Auflösung Knacke scharf und gefallen mir fast noch besser als Fotos. Die Videos des iPad und auch iPhones haben durch diesen speziellen Bildstyle (recht flache Farben, viele Details usw.) einen schon fast cineastischen Look.

Kurzum Ihr werdet vermutlich kein Tablet auf dem Markt finden mit einer besseren Kamera als das iPad Pro 10,5 Zoll!

 

Leistung/Benchmarks

Apple setzt im neuen iPad auf den A10X Fusion Chip. Hierbei handelt es sich um eine leicht modifizierte Version verglichen mit dem iPhone 7/7Plus.

Der A10X wird mit satten 4GB RAM kombiniert. Schauen wir uns einmal ein paar Benchmarks an um zu schauen wie gut sich der A10X schlägt, auch verglichen mit der Konkurrenz.

WOW! Was Benchmarks angeht, zerstört das iPad Pro 10,5 Zoll seine Vorgänger und auch die Android Mitbewerber regelrecht.

Der hier verbaute A10X Fusion Chip kann ohne Probleme einen aktuellen Snapdragon 835 outperformen.

Dies ist das erste Mal, dass ich einen Antutu Score von über 200.000 sehe! Damit ist die theoretische Leistung schon einmal gigantisch gut und geht wirklich eher in die Richtung eines Laptops als in die eines Tablets.

Bonus Punkte gibt es auch noch für das verdammt schnelle On-Board WLAN. Dieses unterstützt natürlich 5GHz und bis zu 866Mbit/s!

 

Das iPad Pro 10,5 Zoll im Alltag

Aber natürlich sind Benchmarks und die Theorie das eine und die Praxis etwas Anderes.

Wie schlägt sich hier das iPad? Hervorragend! Zwar läuft auch das normale iPad und das iPhone 7 nahezu perfekt, aber Apple bringt dies mit dem neuen Pro auf ein völlig neues Level.

Warum? Das Display des iPad Pros unterstützt 120Hz! Das heißt Animationen laufen mit doppelt so vielen Bildern pro Sekunde wie auf älteren Geräten.

Es wäre falsch zu behaupten, dass andere Geräte Ruckeln, aber die Benutzeroberfläche beim 10,5 Zoll iPad Pro wirkt weicher und geschmeidiger. Dieser Unterschied ist in der Praxis deutlich größer, als ich zuerst dachte.

Ja, es sind weiterhin „Detail Verbesserungen“ und ich glaube das vielen Normalnutzern dies kaum auffällt, aber wenn man einmal den Unterschied bemerkt hat, ist dies kaum auszublenden.

Abgesehen von den weicheren Animationen läuft das iPad Pro 10,5 Zoll so, wie dies von neuen Apple Produkten zu erwarten ist, perfekt!

Die komplette Software wird nun mal auf das aktuellste Produkt zugeschnitten. Ähnliches gilt auch für 3. Anbieter Apps. Laufen diese nicht gut auf dem neuen iPad, werden diese von Apple gar nicht erst zugelassen.

Daher ist das iPad Pro auch eine Spielemaschine. Spiele sehen super auf dem iPad aus und mir ist noch keins begegnet, welches nicht flüssig auf diesem läuft.

Kurzum die Multimedia Erfahrung ist top! Dies wird natürlich durch die hervorragenden Lautsprecher und das tolle Display unterstrichen.

Aber Apple vermarktet das iPad Pro 10,5 Zoll nicht nur als „Multimedia“ Gerät, sondern als „Das iPad Pro. Alles, was du von einem modernen Computer heute erwartest. Nur noch etwas, nun ja, besser.“

Apple versuchte schon beim ersten iPad Pro dies dem Nutzer als die bessere Alternative zum Laptop oder PC zu präsentieren, aber ist das wirklich der Fall?

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass für ältere Nutzer, die mal ne Mail schreiben oder ein Dokument erstellen, ein iPad Pro durchaus einen PC ersetzen kann.

Jedoch für die meisten jüngeren Menschen, nie im Leben. Selbst mit Smart Keyboard usw. kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Schüler oder Student nur mit einem iPad Pro als Computer klarkommen kann.

Zwar gibt es durchaus viele „Pro“ Apps fürs iPad Pro wie Word, Excel, PowerPoint, Adobe Lightroom usw. mittlerweile sind diese sogar vom Funktionsumfang und auch der Performance brauchbar, aber in der Praxis ist man mit einer Maus und vernünftigem Multitasking einfach 10x schneller und flexibler.

Ja man kann im Notfall das iPad als Arbeitsgerät nutzen, sofern man nicht auf sehr spezielle Software angewiesen ist, aber wenn es wirklich darum geht Arbeit getan zu bekommen, ist ein Notebook oder PC/Mac 10 mal besser und vor allem schneller.

Dies wird sich mit IOS 11 etwas bessern, mit welchem besseres Multitasking und ein File Browser eingefügt wird. Aber dennoch ich sehe nur für ältere und „leichtere“ Nutzer wirklich das Potenzial mit einem iPad Pro als einzigem PC klarzukommen.

Für alle anderen wird das iPad Pro höchstens ein Zweitgerät. Aber das ist ja schon positiv, denn bisher war das iPad immer für mich so das dritt/viert Gerät, PC, Notebook, Smartphone, iPad/Tablet.

Mit IOS 11 sehe ich das Potenzial, dass dieses möglicherweise doch für den ein oder anderen das Notebook in dieser Kette ersetzen kann, gerade wenn es nur darum geht etwas in der Uni mitzuschreiben usw.

Aber als einzigen Computer auf einer längeren Reise oder sogar zu Hause würde ich mir das iPad Pro, so gut und schnell dieses ist, nicht zumuten.

 

Akku

Apple ist in der Regel recht genau was die Akku Angaben angeht. Im iPad Pro 10,5 Zoll steckt ein 30,4Wh starker Akku, welcher für 10 Stunden Nutzung reichen soll.

Praktisch ist dieser Wert sogar etwas pessimistisch! Wenn Ihr nur Videos bei einer mittleren Helligkeit schaut, sollten sogar bis zu 12 Stunden möglich sein! Beeindruckend!

Websurfen, die üblichen Apps wie Facebook, Twitter usw. resultieren in den 10 Stunden, welche von Apple angegeben werden (ich erreichte ca. 9 Stunden).

Worin das iPad Pro natürlich auch wieder glänzt, ist die Standby- Zeit. Ein Woche nicht benutzt und das iPad hat lediglich ein paar Prozent verloren.

 

Fazit

Das iPad Pro 10,5 Zoll ist das beste iPad aller Zeiten! Das ist aber kaum überraschend, denn Apple ist kaum Risiken eingegangen. Lediglich das Display, welches nun etwas größer ist mit kleinerem Rahmen stellt eine „unerwartete“ Veränderung da.

Das neue iPad Pro 10,5 Zoll ist schneller, das schnellste IOS/Android Gerät auf dem Markt, besitzt eine bessere Kamera, das Display ist heller und besser usw..

Damit bietet das iPad Pro 10,5 Zoll genau die kleineren Veränderungen, die man mit der Generation 2 erwarten kann.

Der dicke Batzen kommt noch mit IOS 11. Mit IOS 11, welches im Herbst kommen soll, bekommt das iPad Pro 10,5 Zoll deutlich besseres Multitasking und generell Möglichkeiten, dass man wirklich auf diesem Arbeit erledigen kann.

Ich würde zwar nicht so weit gehen und sagen, dass dieses dann einen PC im Haus ersetzen kann, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das iPad Pro mit diesem Update auch produktiv endlich nützlich werden kann.

Die Frage ist eher wollt Ihr wirklich versuchen auf dem iPad produktiv zu arbeiten? Für das iPad Pro 10,5 Zoll werden mindestens 729€ fällig! In der vermutlich sinnvollsten Version (mit 256GB Speicher) 829€.

Aber dann kann man immer noch nicht mit diesem produktiv arbeiten, dafür braucht man mindestens das  Smart Keyboard und eventuell den Apple Pencil. IPad Pro 10,5 Zoll + Apple Pencil + Smart Keyboard = 1017€!!!

Das ist das Minimum was man ausgeben muss um mit dem iPad Pro wirklich arbeiten zu können. Für rund 1100€ bekommt man auch ein Dell XPS 13, welches schneller, 10x flexibler ist und mit dem man wirklich gut ausgestattet ist.

Damit will ich Euch nicht das iPad Pro ausreden, aber dieses ist und bleibt in erster Linie ein Multimedia Gerät für auf die Couch oder in den Garten, egal wie sehr Apple versucht dieses als PC anzupreisen.

Der Optoma NuForce uDAC3 im Test, externe Soundkarte(DAC) mit Kopfhörerverstärker

In Zeiten in denen Notebooks immer beliebter werden, kann es schwer sein für guten Klang zu sorgen. Notebook Soundkarten sind in der Regel höchstens mittelmäßig, meist aber eher mäßig.

Gerade wenn es um das Befeuern von großen Kopfhörern geht, zeigen Standard Soundkarten schnell ihre Limitierungen.

Da es nicht möglich ist, die Soundkarte in einem Notebook zu tauschen, muss eine externe Lösung her.

Gerade für Nutzer denen es auf das Maximum an Klang ankommt, bieten sich externe DACs mit Kopfhörerverstärker an.

Genau solch einer ist der Optoma NuForce uDAC3! Hierbei handelt es sich um eine kleine externe Soundkarte, auch wenn dieser Begriff vermutlich nicht 100% zutreffend ist, welche für rund 100€ einen HiFi Klang bieten soll.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Lohnt es sich in solch eine externe Soundkarte (DAC) zu investieren? Finden wir dies im Test des Optoma NuForce uDAC3 heraus!

 

Optoma NuForce uDAC3

Auf den ersten Blick ist der uDAC3 sicherlich eine kleine Überraschung, im wahrsten Sinne des Worts. Der uDAC3 ist winzig! Wir sprechen hier über eine 6,8x2x4cm große Box.

Damit ist der uDAC3 angenehm Portable bzw. nimmt auf dem Schreibtisch nur sehr wenig Platz in Anspruch.

Optoma setzt beim uDAC3 auf ein recht schlichtes Aluminiumgehäuse, welches bei meinem uDAC3 in einfachem Schwarz gehalten ist.

Auf der Front der kleinen Box befindet sich ein großes Drehrad, welches Lautstärke regelt, wie auch eine Status LED und der 3,5mm Kopfhörerausgang.

Das Drehrad besitzt eine vernünftige Qualität und Gefühl beim Drehen, auch wenn ich schon noch Besseres gesehen habe.

Auf der Rückseite befinden sich die Anschüsse des uDAC3. Der Wichtigste ist hier sicherlich der microUSB Port, der für die Energieversorgung und für die Kommunikation mit dem PC sorgt.

Der microUSB Port ist auch der einzige Eingang des DAC. Neben dem Kopfhörerausgang auf der Front verfügt der NuForce uDAC3 auf der Rückseite über Chinch Anschlüsse und einen coaxialen Ausgang.

 

Der Optoma NuForce uDAC3 im Alltag + Klang

Wie verhält sich der uDAC3 im Alltag? Nach dem anschließen an einem Windows Rechner dauert es ein paar Sekunden und Windows hat sich automatisch die passenden Treiber herausgesucht (unter Windows 10 getestet), ähnliches gilt auch für Mac OSX. Windows 10 erkennt den uDAC3 als „SPDIF-Schnittstelle“.

Eine weitere Einrichtung ist nicht nötig, außer gegebenenfalls das Einstellen des Standard Audio Interface und der Abtastrate. Bei Letzterer unterstützt der uDAC3 bis zu 24bit/96kHz.

Viel besser geht es natürlich nicht, einstecken und loslegen. Allerdings verglichen mit einer normalen Soundkarte hat der uDAC3 natürlich den Nachteil das Ihr kaum Einstellungsmöglichkeiten habt.

Bass anpassen, Höhen anpassen usw., ist im Generellen nicht möglich. Der Optoma NuForce uDAC3 gibt den Ton immer linear und neutral aus.

Aber wie klingt der uDAC3? Dies habe ich mit meinen Beyerdynamic DT880 wie auch DT770 getestet. Beide Kopfhörer sind relativ hochohmig mit 250Ohm Widerstand, was aber natürlich kein Problem sein sollte für den uDAC3.

Laut Optoma eignet sich der uDAC3 für Kopfhörer zwischen 16 und 300 Ohm. Praktisch hatte der uDAC3 auch wenig Probleme die DT880 ordentlich zu befeuern! Die maximale Lautstärke war definitiv sehr ordentlich, wenn auch anscheinend noch etwas Luft nach oben für die DT880 ist (auf 100% haben diese noch nicht übersteuert).

Jedoch geht es bei einem Kopfhörerverstärker meist weniger um die reine Lautstärke als um Dynamik und Klangqualität.

Wie sieht es hier aus? Der uDAC3 macht genau das, was man von einem HiFi DAC + Kopfhörer Verstärker erwartet, er liefert ein klares und sauberes Signal.

Hierbei hört man verglichen mit der 08/15 Soundkarte in meinem Dell XPS13 einen deutlichen Anstieg an Details und Feinheiten im Klang.

Ähnliches gilt auch verglichen mit der Soundkarte in einem Razer Blade. Verglichen mit einer Asus Essence STX II ist in dem Sinne kein Sprung an Klangqualität herauszuhören.

Verglichen mit der Asus Essence STX II klingt der uDAC3 etwas heller, und analytischer. Die Asus Soundkarte etwas lebendiger und kräftiger.

Wollt Ihr Details in Musik und auch anderen Anwendungen wie Spielen heraushören, macht der Optoma NuForce uDAC3 einen hervorragenden Job!

Natürlich ist auch die Basswiedergabe 1a, allerdings recht neutral. Der uDAC3 färbt das Audio Signal nicht und wenn vielleicht eher in die etwas hellere/brillantere Richtung.

Verglichen mit den allermeisten OnBoard Soundkarten ist hier allerdings ohne Frage eine Steigerung der Klangqualität zu hören, selbst bei normalen 32Ohm Kopfhörern/in-Ears.

Zum Abschluss ist vielleicht das Management der Anschlüsse noch ganz interessant. Die Chinch Ausgänge werden vom DAC stumm geschaltet, wenn ein Kopfhörer anschlossen ist, und beim abziehen von diesem automatisch wieder aktiviert.

Sehr angenehm wenn man neben Kopfhörern auch ein paar Lautsprecher am Schreibtisch nutzt.

Es gibt auch beim Umschalten kein Plopgeräusche oder ähnliche nervende Kleinigkeiten.

 

Fazit

Lohnt es sich rund 100€ für den Optoma NuForce uDAC3* auszugeben? Das kommt auf Eure Ansprüche und Eure Ausgangssituation an.

Der NuForce uDAC3 macht natürlich primär nur dann Sinn, wenn Ihr auch ein paar gute Kopfhörer besitzt, welche vielleicht auch etwas hochohmiger sind und eher mäßig gut an normalen Soundkarten funktionieren.

Hier bietet der uDAC3 sehr detaillierten, brillanten und recht neutralen Klang, welcher definitiv oberhalb dessen einer OnBoard Soundkarte liegt.

Hinzu kommt das kompakte Gehäuse und die hohe Alltagstauglichkeit, unter anderem Aufgrund der Möglichkeit neben den Kopfhörern auch einen Verstärker für Lautsprecher mit dem uDAC3 zu verbinden.

Daher Ihr sucht einen qualitativ hochwertigen DAC, welcher sich neutral verhält, im Alltag gut funktioniert und für Kopfhörer bis 300 Ohm geeignet ist? Dann ist der Optoma NuForce uDAC3* definitiv eine Empfehlung!

Die neue AVM FRITZ!Box 7590 im Test, die mit Abstand beste Fritzbox bisher(2017)!

Die neue AVM FRITZ!Box 7590 ist da! In der Regel ist ein neuer WLAN Router nichts Besonderes, jedoch bei einer Fritzbox sieht das anders aus.

Die AVM FRITZ!Box 7590 wird in Zukunft für viele Nutzer das Herzstück des Netzwerks sein. Dies liegt natürlich auch daran, dass es nicht so viele Alternativen zu Fritzboxen gibt, wenn man ein vernünftiges Modem Kombigerät für seine DSL Leitung sucht.

Auch wird sicherlich die FRITZ!Box 7590* von vielen Internet Providern an Ihre Kunden verteilt und einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Aber was wenn man die Fritzbox nicht geschenkt bekommt? Ist die neue 7590 ein lohnendes Upgrade, wenn Ihr vielleicht noch eine 7490 oder ein noch älteres Modell Euer eigen nennt?

Für rund 280€ darf man durchaus mit einer hohen Erwartungshaltung an die 7590 gehen.

Schauen wir uns einmal im Test an wie sich die AVM FRITZ!Box 7590 so schlägt! Kann diese überzeugen?

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLAN Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLAN Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem, welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt, komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einen Router mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges, was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Die AVM FritzBox 7590 ist ein ziemliches Multitalent. Zum einen kann die FritzBox als Router eingesetzt werden, aber auch als Repeater oder mit ein paar Einstellungen (DHCP Server abschalten) als Access Point.

Natürlich bringt die FritzBox 7590 auch ein Modem mit das Geschwindigkeiten von bis zu 300Mbit/s unterstützt, also DSL 300.000.

Bis zu bedeutet natürlich, dass die 7590 auch mit kleineren DSL/VDSL Leitungen klarkommt. Es ist davon auszugehen, dass die AVM FRITZ!Box 7590 mit jeder DSL/VDSL Leitung so ziemlich jeden Anbieters in Deutschland funktionieren wird, inklusive VOIP Support.

 

Die AVM FRITZ!Box 7590 im Test

Die AVM FRITZ!Box 7590 nutzt einen klassischen Formfaktor, verglichen mit der 7580. Die Box liegt also auf Eurem Schreibtisch, ich mochte das Design der 7580, um ehrlich zu sein, aber mehr.

Die 7590 ist kein kleiner Router und benötigt daher recht viel Platz und wenn es Euch da so geht wir mir, ist dieser immer recht knapp.

Im Gegenzug lässt sich die 7590 natürlich problemlos an einer Wand befestigen.

AVM hat sich merklich Mühe gegeben, das etwas angestaubte rot/weiß Design seiner Firtzboxen bei neueren Modellen etwas aufzupeppen. Dies ist auch bei der 7590 gut gelungen! Die Box wirkt recht modern, aber auch nicht übermäßig auffällig.

Beispielsweise verzichtet AVM auf auffällige externe Antennen. Die vier Antennen der 7590 sind versteckt im Inneren angebracht. Ist das schlecht? Praktisch sind meist interne Antennen kaum schlechter als externe, macht Euch darum also keine allzu großen Sorgen.

Auf der Oberseite der 7590 sind fünf Status LEDs zu finden, für den System/DSL Status, WLAN, Telefon, WPS und eine Info LED. neben der WLAN, Telefon und WPS LED ist jeweils eine Taste angebracht welche beispielsweise WPS auslöst oder das WLAN ein/ausschaltet.

Wie es sich für eine FritzBox gehört, verfügt auch die 7590 über einige Anschlüsse und Ports.

Auf der linken Seite ist ein USB 3.0 Port, auf der rechten Seite ein Anschluss für analoge Telefone, auf der Rückseite sind die Anschlüsse für zwei weitere analoge Telefone (durch Adpater), ein ISDN Telefon, den Internet Zugang, ein weiterer USB 3.0 Port, ein GBit WAN Port und vier GBit LAN Ports.

Zusammengefasst:

  • 1x DSL
  • 1x ISDN Telefon
  • 1x Analoger Telefonanschluss (zwei weitere per Adapter möglich)
  • 1x WAN
  • 4x Gbit LAN
  • 2x USB 3.0

In der Firtzbox integriert ist natürlich noch ein DECT Sender/Empfänger, für kabellose Telefone.

 

Einrichtung und Software

Auf der AVM FRITZ!Box 7590 läuft wie auf allen anderen halbwegs aktuellen Fritzboxen Fritz!OS, hier in Version 6.83.

Da AVM sehr Update freudig ist, gehe ich davon aus, dass Ihr vermutlich noch eine neuere Version auf Euerer FRITZ!Box 7590 vorfinden werdet, je nachdem wann Ihr diesen Test lest.

Die Einrichtung ist, wie bei einer Fritzbox üblich, recht einfach und unproblematisch. Die größte Stärke ist hier natürlich die große Verbreitung von Firtzboxen. So ziemlich jeder Internet Provider wird irgendwo eine Anleitung haben, wie die Einrichtung abläuft.

Solltet Ihr bereits eine Fritzbox besitzen, könnt Ihr auch einfach die Konfiguration auf die neue übertragen, dann müsst Ihr gar nichts per Hand einrichten.

Einfach auf der alten FritzBox unter System -> Sicherung eine Sicherung anlegen und diese auf der neuen Box einspielen.

Dies wird einem direkt angeboten nachdem man sich mit dem Passwort welches auf der Unterseite der 7590 steht auf fritz.box eingeloggt hat.

Wenn Ihr mit der Einrichtung durch seid, erwartet Euch die übliche AVM Fritbox Benutzeroberfläche. Solltet Ihr von einer FritzBox 7490 kommen und erwartet bei der 7590 tonnenweise neue Features werdet Ihr enttäuscht sein!

Ich glaube das einzige Neue, was ich bisher entdeckt habe, ist die Möglichkeit die LEDs der Box zu dimmen.

 

Ansonsten 1 zu 1 die gleiche Benutzeroberfläche und Features. Grundsätzlich ist dies natürlich nichts Schlechtes. AVM Fritzboxen sind sehr gut ausgestattet, was Funktionen und Features angeht.

Angefangen bei einem Mediaserver über MyFRITZ was den Zugriff über das Internet auf die Box erlaubt, FRITZ!NAS bis hin zu diversen Smart Home Features und einem VPN Server ist alles Erdenkliche mit der Fritzbox machbar.

Auch eine App fürs Smartphone ist verfügbar, welche es erlaubt übers Festnetz zu telefonieren.

Jedoch aufgrund dieser vielfältigen Funktionen ist Fritz!OS recht verschachtelt und auch teilweise recht unübersichtlich.

Solltet Ihr natürlich schon mit AVM Produkten gearbeitet haben, sollte das für Euch vertraut sein, falls nicht sagen wir es so habt Ihr einiges zu entdecken!

 

WLAN Leistung

Kommen wir zur WLAN Leistung der AVM FRITZ!Box 7590. Diese verfügt über den so ziemlichen maximal Ausbau eines aktuellen WLAN AC Routers, also 800Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 1733Mbit/s auf dem 5GHz Band.

Hierbei handelt es sich natürlich um ein 4×4 Design, mit Multi-User MIMO. Gerade Letzteres ist ein sehr interessantes und wichtiges Feature wenn man viele WLAN Clients an der Fritzbox verwendet.

WLAN Router können eigentlich immer nur mit einem Client gleichzeitig kommunizieren, um nun mehrere WLAN Clients zu versorgen, springt der Router im ms Takt zwischen diesen hin und her. Problem ist nur ab einer gewissen Anzahl an Geräten wird die Zeit, bis ein Gerät AirTime bekommt, immer länger.

Multi-User MIMO erlaubt es nun das der Router mit mehreren Geräten gleichzeitig spricht.

Wichtig, auch nicht jeder Client unterstützt Multi-User MIMO! Dies gilt natürlich auch für die 800Mbit/s und 1733Mbit/s.

Genau genommen gibt es sehr, sehr wenige Clients, welche solche Geschwindigkeiten unterstützen. Die meisten Notebooks schaffen nur 867Mbit/s und die meisten Smartphones 433Mbit/s.

Die 1733Mbit/s werdet Ihr praktisch also nie mit nur einem Gerät sehen und maximal auf mehrere Clients aufgeteilt.

Aber was ist das maximale Tempo, welches die FRITZ!Box 7590 mit einem Gerät erreichen kann?

Hierfür verwende ich den TP-LINK 9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell sein sollte. Mit diesen übertrage ich eine Datei auf und von einem lokalen Server und messe die erreichte Geschwindigkeit. Der Router befindet sich dabei in ca. 2 Metern Entfernung zu den Clients. Der Wert in den Tabellen ist dabei in MB/s angeben und der Durchschnittswert aus Upload und Download.

Wichtig diese Tabelle soll Euch eine grobe Tendenz vermitteln, was Ihr praktisch unter ziemlich optimalen Bedienungen erreichen könnt. Natürlich gibt es bei WLAN und meinen Messungen +- ein paar Prozent Schwankungen aufgrund von Umwelteinflüssen.

Sagen wir es so, wie auch schon die AVM FRITZ!Box 7580 liefert die 7590 eine sehr starke WLAN Performance!

Ich erreichte zwar auf dem 5GHz Band einen leicht schlechteren Datendurchsatz, dafür aber auf dem 2,4GHz Band einen leicht besseren.

Auch wenn das natürlich in einem Test blöd klingt, dies schiebe ich auf die Tagesform, also irgendwelche Störeinflüsse, welche ich nicht kontrollieren kann.

Dennoch sind die Werte der 7580 und 7590 derart dicht beieinander, dass ich davon ausgehe das vermutlich beide über das gleiche WLAN Modul verfügen.

Das ist natürlich nichts Schlechtes! Knappe 90MB/s über WLAN, auf sehr kurze Distanz, ist natürlich ein spitzen Wert!

Selbst mit meinem Notebook (Dell XPS 13, Intel Tri-Band Wireless-AC 18260) konnte ich rund 60MB/s erzielen.

 

DSL Performance der AVM FRITZ!Box 7590

Das Wichtigste bei einer Fritzbox ist sicherlich die Leistung des verbauten DSL Modems. Die 7590 besitzt das erste Modem, welches auch für Supervectoring und damit Geschwindigkeiten von bis zu 300Mbit/s in der Lage ist.

Aber natürlich unterstützt die FRITZ!Box 7590 auch so ziemlich alle anderen DSL und VDSL Geschwindigkeiten.

Wie sieht es in der Praxis aus? Ich kann natürlich nicht für eure DSL Leistung sprechen, die Leistung kann hier natürlich je nach Leitung/Anbieter schwanken, aber an meiner Leitung liefert die Fritzbox ein hervorragendes Tempo!

Ich bin ein NetColonge Kunde mit einer DSL 100.000 Leitung. Diese Leitung kommt aber nicht komplett an (Distanz zum nächsten Verteiler ist recht hoch). Aber das ist natürlich für einen DSL Modem Test sehr gut!

Hier einmal die von mir erzielten Werte:

  • AVM FritzBox 7590 97.000kbit/s down und 31.000kbit/s up
  • AVM FritzBox 7490 81.000kbit/s down und 34.000kbit/s up
  • AVM FritzBox 7580 89.000kbit/s down und 31.000kbit/s up
  • TP-Link Archer VR2600v 83.000kbit/s down und 35.000kbit/s up
  • TP-Link Archer VR600v 83.000kbit/s down und 36.000kbit/s up

Wie man sieht erzielt das Modem in der AVM FritzBox 7590 ein hervorragendes Download Tempo! Verglichen mit einer AVM FritzBox 7490 satte 16Mbit/s mehr Downspeed! Auch verglichen mit der AVM Fritz Box 7580 nochmals satte 8Mbit/s mehr Leistung!

Allerdings beim Upload Tempo gibt es mit 31Mbit/s sicherlich noch etwas Luft nach oben, gerade verglichen mit den TP-Link Modems.

Dennoch würde ich sagen, dass die FritzBox 7590 vermutlich das aktuell beste Modem verbaut hat, auch wenn man kein Supervectoring hat.

Ich denke man kann auch damit rechnen, dass sich das Tempo im Laufe der Zeit mit Software Updates noch mal ein Stück steigert.

AVM FritzBox 7580
AVM FritzBox 7590

Im Gegensatz zur AVM FritzBox 7580 hatte ich bei der 7590 keine Stabilitätsprobleme in den ca. 6 Tagen, in welchen ich diese nutze.

Auch andere Auffälligkeiten kann ich nicht berichten. Tadellose Leistung AVM!

 

NAS Performance

Wenn man sich bei AVM Fritzboxen auf eins verlassen konnte, dann ist es auf eine schlechte NAS Performance.

So war dies zumindest bis jetzt der Fall, wie sieht es mit der neuen AVM FRITZ!Box 7590 aus?

Beginnen wir beim Positiven, wie auch andere Fritzboxen bietet die 7590 jede Menge NAS Features. Hierzu gehört eine ordentliche Benutzerverwaltung wie auch die Möglichkeit via Internet auf den Speicher zuzugreifen.

Aber welches Tempo kann man von USB Speichermedien an der AVM FRITZ!Box 7590 erwarten?

Dies scheint etwas vom verwendeten Dateiformat abzuhängen. Mit einer NTFS formatierten externen SSD erreichte ich 12,9MB/s schreiben und 19,1MB/s lesend.

Wurde die SSD FAT32 formatiert steigt die Geschwindigkeit auf 22,5MB/s schreibend und 25MB/s lesend. ExFAT wird leider nicht unterstützt.

Sagen wir es so die NAS Performance der 7590 ist weiterhin sehr „mäßig“. Zwar reicht das Tempo für das Freigeben von ein paar Medien Dateien oder Dokumenten aus, aber ein echtes NAS kann die FRITZ!Box 7590 nicht ersetzen.

 

Reichweite

Eine gute WLAN Performance ist natürlich das eine, das andere ist eine gute Reichweite. Diese ist natürlich eine subjektive Angabe da ich sie leider nicht genau messen kann und sich natürlich die „echte“ Reichweite je nach Umgebung verändert.

Im Großen und Ganzen liefert die Fritzbox allerdings eine tadellose Reichweite! Verglichen mit der älteren AVM FritzBox 7490 ist definitiv ein leichter Sprung zu erkennen.

Natürlich rechnet nicht mit einem Unterschied wie Tag und Nacht, die Reichweite von WLAN Routern hat sich in den letzten Jahren kaum gesteigert, egal was die Hersteller behaupten.

Hier gibt es vielleicht +- 30% mehr oder weniger Leistung, wenn mit Eurem aktuellen WLAN Router an einer Stelle überhaupt kein Signal ankommt, ist es unwahrscheinlich, dass sich dies mit der FRITZ!Box 7590 groß ändert. Außer natürlich Euer alter WLAN Router ist ziemlich schlecht/alt.

Sollte das Signal allerdings knapp ankommen, stehen die Chancen gut, dass dieses in Zukunft mit der FRITZ!Box 7590 stärker wird.

Ich würde die 7590 zwar nicht als den signalstärksten WLAN Router einstufen, aber dieser gehört ganz klar ins obere Drittel.  Ein Netgear X4S beispielsweise würde die Fritzbox schlagen, aber dem X4S fehlt das integrierte Modem, weshalb man vermutlich beide nicht zu 100% vergleichen kann.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Stromverbrauch. Im normalen WLAN Router Betrieb verbraucht die FRITZ!Box 7590 ca. 8,5W, unter Last steigt der Verbrauch um ca. 1-2W, je nach Anzahl der verbunden Geräte.

Wenn die FritzBox als Modem genutzt wird, steigt der Basisverbrauch auf 9,6W an. Das ist sogar ein recht guter Wert, gerade verglichen mit der AVM FritzBox 7580.

 

Fazit

Ich kann die neue AVM FRITZ!Box 7590 ohne Bauchschmerzen empfehlen! Diese kann durch die üblichen AVM Features punkten, wie die hohe Provider Kompatibilität, das gute Modem, die zahlreichen Features und Funktionen wie auch durch die hervorragende Dokumentation und Anleitung.

Aber auch beispielsweise die WLAN Performance und Reichweite stimmt! Letztere ist zwar noch nicht ganz Spitzenklasse, aber definitiv das Beste, was ich bisher von AVM gesehen habe und auch verglichen mit der Konkurrenz gehört die FRITZ!Box 7590 sicherlich ins obere Drittel.

Besonders positiv überrascht, hat mich allerdings das Modem. Bei meiner Leitung konnte die FRITZ!Box 7590 gut 8Mbit/s, verglichen mit der auch recht flotten FRITZ!Box 7580, im Downstream herausholen! Auch scheint die 7590 recht stabil zu sein, was ich gerade von der FRITZ!Box 7580 im Anfangsstadium nicht sagen konnte.

Natürlich hat die FRITZ!Box 7590 auch Schwächen. Die Benutzeroberfläche wirkt teilweise schon etwas sehr überladen an Features und Funktionen und auch die NAS Performance ist etwas „unverständlich“ für mich.

Mit guten 280€ ist die 7590 nicht billig und hier sind 20-30MB/s mäßig gut. Die meisten Konkurrenz WLAN Router dieser Preisklasse (meist leider ohne Modem) schaffen problemlos 60MB/s oder noch mehr.

Aber gut es ist eine FRITZ!Box und kein vollwertiges NAS, daher sollte man dies auch nicht zu kritisch sehen.

Im Großen und Ganzen ist die AVM FRITZ!Box 7590* ein hervorragender WLAN Router/Modem ohne größere Schwächen. Ich würde sogar sagen es ist der beste WLAN Router mit verbautem Modem! Daher eine Kaufempfehlung von mir, auch wenn das gute Stück mit 280€ (zum Zeitpunkt des Tests) sicherlich nicht günstig ist.

Aber das ist nun mal der Preis, wenn man das Beste vom Besten möchte, vor allem was das Modem angeht.

Das BQ Aquaris X Pro im Test, BQs bestes Smartphone!

Mit dem Aquaris X Pro hat BQ gerade frisch sein neustes High End Smartphone auf den Markt gebracht.

Das Aquaris X und X5 Plus gehören schon zu meinen Lieblingssmartphones in der Mittelklasse. Mit dem neuen Aquaris X Pro versucht nun BQ noch mal eins draufzulegen, gerade was die Kamera angeht.

Abgesehen von der Kamera gibt es aber im Vergleich Aquaris X und X Pro noch einige kleinere Unterschiede.

BQ Aquaris X Pro

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie sich das neue BQ Aquaris X Pro so schlägt und ob dieses dem Aufpreis zum normalen Aquaris X gerecht wird!

 

Lieferumfang und Verpackung

BQ hatte lange Zeit auf das Beilegen eines USB Ladegeräts bei seinen Smartphones verzichtet, mit der Aussage so eins hätte eh jeder.

Dies mag natürlich für Technik- Enthusiasten stimmen, aber gerade viele Normalnutzer verfügen über kein gutes USB Ladegerät.

Unter anderem da BQ vermutlich so langsam den Sprung in den Massenmarkt versucht, liegt beim X Pro auch ein Quick Charge Ladegerät mit in der sehr hübsch gestalteten Box.

Ebenfalls enthalten ist natürlich das passende USB C Ladekabel.

Was mich etwas enttäuscht hat, ist die Farbe der Box, welche nicht an die Farbe des letztendlichen Smartphones angepasst ist. Aber ich denke, das ist kein Weltuntergang.

 

Das BQ Aquaris X Pro im Test

BQ setzt auch beim Aquaris X Pro auf ein vergleichsweise kompaktes 5,2 Zoll Display. Zwar fallen die Displayränder des X Pro nicht übermäßig klein aus aber das Smartphone wirkt auch nicht riesig.

BQ Aquaris X Pro

Beim Gehäuse bzw. bei der Materialwahl sehen wir mal etwas Neues von BQ. Das X Pro ist das erste mit bekannte BQ Smartphone mit einer Glasrückseite. Dies in Kombination mit dem Aluminiumrahmen sorgt schon dafür, dass sich das X Pro recht hochwertig und edel in der Hand anfühlt. Interessanterweise ist das X Pro deutlich weniger rutschig als viele andere High End Glas Smartphones. BQ nutzt hier anscheinend eine etwas andere Beschichtung auf dem Glas, was durchaus positiv ist!

Die Verarbeitung ist soweit dem Preis angemessen. Die Tasten besitzen einen schönen Druckpunkt und allgemein ist das Smartphone aus meiner Sicht weder zu leicht noch zu schwer. Die Kanten sind allerdings verglichen mit einem LG G6 oder Samsung Galaxy S8 etwas härter. Auch ist der Übergang zwischen Antennenstreifen und Aluminiumrahmen nicht ganz so perfekt wie bei 600€+ Smartphones.

Das restliche Design recht BQ typisch, abgesehen von der Glasrückseite gleicht das X Pro beispielsweise dem normalen X.

Dies stört mich allerdings nicht, ich finde das X wie auch das X Pro außerordentlich schick! Gerade die Rückseite besitzt eine schlichte Eleganz.

Der grundsätzliche Aufbau des Smartphones ist „Standard“. Auf der Front finden wir das 5,2 Zoll Full HD Display, oberhalb eine 8 Megapixel Frontkamera und unterhalb die drei typischen kapazitiven Tasten im BQ Style.

Am rechten Rand finden wir die drei üblichen physischen Tasten jedes Smartphones. Diese sind auf einer normalen Höhe angebracht und daher gut zu erreichen.

Auf der Unterseite ist der USB C Ladeport wie auch der Lautsprecher, der Kopfhöreranschluss befindet sich hingegen auf der Oberseite.

Die Rückseite beherbergt die 12 Megapixel Hauptkamera, einen LED Blitz und den Fingerabdruckscanner in einer mittigen Position.

 

Software

BQ nutzt bei seinen Smartphones meist eine recht saubere Version von Android. Dies ist auch beim X Pro der Fall. Hier kommt das aktuelle Android 7.1.1 zum Einsatz, welches seitens BQ kaum modifiziert wurde.

Zwar ist der Einrichtungsprozess etwas seitens BQ angepasst, mit einigen zusätzlichen Optionen wie BQ Plus und der Frage, ob man „Google Now“ nutzen möchte, aber nach der Einrichtung könnte man meinen ein Google Pixel vor sich zu haben. Ihr habt beispielsweise den Standard Google Launcher im „Pixel“ Style, also mit hochwischbarem App Drawer.

Auch Google Now ist auf der ganz linken Seite des Smartphones zu finden, was nicht auf dem BQ zu finden ist, sind 3. Anbieter Apps.

Abgesehen von den Standard Google/Android Apps und ein zwei BQ Apps ist das Smartphone komplett sauber! Dementsprechend fällt der freie Speicher mit rund 53GB ziemlich groß aus. Zwar ist der Speicher noch via microSD Karte erweiterbar, jedoch lässt sich diese nur für Fotos und Musik nutzen.

Keine große Sache da auf dem 53GB internem Speicher genug Platz für ein paar Apps sein sollte.

Kurzum BQ setzt beim Aquaris X Pro auf eine sehr saubere und aufgeräumte Software, welche zwar etwas langweiliger und ärmer an Features ist, als beispielsweise die von Samsung, dafür aber auch nicht 10000 nervige Funktionen mitbringt, die man eh nicht braucht und im Hintergrund den Akku leersaugen.

Es gibt lediglich eine Handvoll Bonusfunktionen, wie Bildschirm doppelt antippen um diesen einzuschalten und einen Kamera Shortcut.

 

Display

Das Aquaris X Pro verfügt über ein 5,2 Zoll Full HD Display. Dieses ist ein IPS LTPS LCD mit Quantum Color +, schöne Worte aber wie sieht das Display des X Pro praktisch aus?

Genauso wie man es bei einem 300€+ Smartphone erwarten kann, gut! Farben sind kräftig und klar, Kontraste für ein IPS Panel soweit okay.

Das Display fällt schon ein wenig in die „buntere“ Richtung, ist aber nicht so extrem wie einige Samsung Smartphones der Vergangenheit.

Das X Pro hat aber eine Stärke, die Display Helligkeit! Diese ist überragend! Das Display des X Pro besitzt die höchste maximale Helligkeit, die ich bisher bei einem Smartphone gemessen habe und schlägt damit sogar das Samsung Galaxy S8!

Beeindruckend! Dementsprechend fällt natürlich die Ablesbarkeit im Freien gut aus.

BQ setzt allerdings beim Display Glas nicht auf Gorilla Glas, sondern auf Dinorex Display Glas. Praktischer Unterschied? Vermutlich keiner! Beides sind gehärtete Displaygläser können also nicht von Messern oder Schlüsseln zerkratzt werden.

 

 

Sound

BQ nutzt beim Aquaris X Pro ganz klassisch einen Lautsprecher auf der Unterseite des Smartphones. Daher erwartet keine Wunder von diesem. Allerdings klingt der Lautsprecher vernünftig!

Ich will nicht sagen, dass dieser absolute Weltklasse ist aber er reicht völlig aus für Netflix abends im Bett, mal nen Youtube Video usw.

Der Lautsprecher klingt relativ klar und voll, ist aber dafür auch nicht super laut.

Etwas positiver hat mich der Kopfhörerausgang überrascht. Dieser bietet eine gute Qualität! Zudem scheint der Kopfhörerverstärker etwas mehr Power zu haben, denn auch mit großen Kopfhörern bietet das X Pro einen überdurchschnittlich guten Klang!

Ähnliches gilt auch für die Telefonqualität, welche auch ziemlich stark ist.

 

Kamera

Kommen wir zu dem interessanten Punkt des X5 Pro und auch dem größten Unterschied zum normalen X, der Kamera.

BQ setzt bei dieser auf einen 12 Megapixel Samsung S5K2L7SX Sensor. Eine durchaus interessante Wahl, in der Regel nutzen die meisten Smartphones Sony Kamera Sensoren (sogar Samsung nutzt diese). Hinzu kommt, dass der S5K2L7SX relativ neu und „unbekannt“ ist.

Aber das muss ja erst einmal nichts Schlechtes sein, zumal dem Sensor eine f1.8 Blende zur Seite gestellt wird und der Sensor auch vergleichsweise groß ist.

Dies deutet auf eine gute Low Light Performance hin.

Genug geredet, wie sehen die Bilder des BQ Aquaris X Pro aus? Wie üblich sind alle Aufnahmen auf maximaler Qualität entstanden und 1 zu 1 hier hochgeladen. Die Original Qualität der Aufnahmen wird beim Anklicken geladen, also Vorsicht mobile User!

 

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)

Ich bin sehr zufrieden mit der Kamera des BQ Aquaris X Pro! Das Smartphone liefert scharfe Bilder mit sauberen Farben und sehr starken Kontrasten.

Das X Pro geht auch etwas in die „bunte“ Richtung ähnlich wie LG oder Samsung. Bilder sind also sehr ansprechend auch ohne Nachbearbeitung.

Im Detail fällt kaum Artefakt -Bildung auf, auch die Details, welche die Kamera aufzeichnen kann, sind gut! Hierbei wird auch nicht zu exzessiv nachgeschärft, wie es bei LG oft der Fall ist.

Was bei Makro Aufnahmen auffällt, ist eine relativ Starke und schöne Hintergrundunschärfe. Dies liegt natürlich an der großen Blende und dem großen Sensor.

Wer also gerne Makro Aufnahmen macht, wird das X Pro lieben!

Die Dynamik der Kamera würde ich auch als gut einstufen, auch wenn es hier noch bessere Smartphones gibt, allerdings spielen diese meist eher eine Preisklasse höher als das X Pro.

Ich glaube, viele von Euch wird der Vergleich mit dem normalen BQ Aquaris X interessieren. Schauen wir uns einmal ein paar Bilder im Vergleich an.

BQ Aquaris X
BQ Aquaris X Pro
BQ Aquaris X
BQ Aquaris X Pro
BQ Aquaris X
BQ Aquaris X Pro (das Pro neigt des Öfteren zu etwas Wärmeren Bildern)

Bei Tageslicht ist kaum ein Sieger auszumachen. Hier schlagen sich beide Smartphones ähnlich gut. Lediglich bei Makro Aufnahmen sieht man beim X Pro eine doch deutlich stärkere Hintergrundunschärfe. Aber ob das für die Mehrheit der Nutzer wichtig ist, lasse ich mal dahingestellt.

So richtig interessant wird es im Dunkeln. Hier sieht man dem X Pro dann doch recht deutlich die größere Blende + größeren Kamera Sensor an!

BQ Aquaris X
BQ Aquaris X Pro

Im direkten Vergleich sieht man sehr deutlich, dass das Aquaris X doch ein gutes Stück mehr rauscht als das X Pro. Hier ist der Unterschied durchaus als signifikant zu bezeichnen.

Das BQ Aquaris X Pro schlägt sich im Low light sehr gut! Ich wäre sogar fast bereit, zu sagen, auf Flaggschiff Level, jedoch fehlt ihm dafür der optische Bildstabilisator.

Schafft Ihr das Smartphone auch längere Zeit gut ruhig zu halten sind auch Fotos bei Nacht durchaus ansehnlich. Ich würde also BQs Aussage „können bis zu 33 % mehr Licht aufgenommen werden, als mit den Sensoren von Vorgängermodellen“ durchaus unterschreiben!

Auch der Autofokus ist gerade in schlechten Lichtverhältnissen deutlich schneller als der des normalen X. Allgemein ist der Autofokus ziemlich flott und gut! Ich hatte zwar bei Makro Aufnahmen hier und da mal ein nicht scharfes Bild, aber dies war eher selten.

Im Schnitt war der Autofokus des X Pro überdurchschnittlich gut!

Die Kamera App hingegen habe ich etwas zwiegespalten erlebt. Einerseits mag ich die BQ Kamera von ihrer Optik und Funktionalität, andererseits hatte ich auch ein paar Abstürze und Meldungen nach dem Motto „HDR Aufnahme konnte nicht verarbeitet werden“. Hier wären sicherlich noch ein paar Software Updates hilfreich.

Das Tempo der Kamera ist okay. Normale Aufnahmen besitzen praktisch keine Verzögerung und lassen sich zügig hintereinander machen. HDR Aufnahmen hingegen sind deutlich träger. Hier hat BQ bei seinen Smartphones noch etwas Luft nach oben.

Wo wir bei HDR sind, das X Pro verfügt über vier HDR Modi, HDR aus, Auto HDR, HDR und HDR+.

HDR+ (Achtet auf den Himmel)
Kein HDR

HDR+ ist hierbei der eigentlich empfehlenswerteste Modus. Dieser verbessert die Aufnahmen eigentlich in den aller meisten Situationen merkbar. Wenn Ihr also mit einer kurzen Verarbeitungszeit von Aufnahmen leben könnt, nutzt HDR+.

Kommen wir noch auf den Video Modus zu sprechen. Das X Pro kann natürlich 4K Video aufzeichnen. Dieses sieht wie auch die Bilder sehr ordentlich aus! Selbst im Low light sind Videoaufnahmen immer noch sehr gut brauchbar. Leider mangelt es etwas an einer optischen Bildstabilisierung, die Software Bildstabilisierung bringt leider bei 4K Videos leider nicht übermäßig viel.

Was mir beim Video Modus allerdings recht negativ aufgefallen war, ist die Vorschau auf dem Display beim Filmen. Gerade im Dunkeln sieht diese furchtbar aus! Das letztendliche Video hingegen besitzt eine passende Qualität.

Trotzdem auch der Video Modus passt für ein Smartphone dieser Preisklasse!

 

Benchmarks/Leistung

Das BQ Aquaris X Pro verfügt über einen Snapdragon 626. Bei diesem handelt es sich um einen 8x 2.20GHz SoC welcher auch erst recht neu auf dem Markt ist und den älteren Snapdragon 652 ersetzten soll.

Hierbei soll es verglichen mit dem Snapdragon 652 keine große Leistungssteigerung geben, sondern eher eine verbesserte Effizienz. Andere Smartphones, welche auf den Snapdragon 626 setzen sind: Motorola Moto Z2 Play, Samsung Galaxy C7 Pro, Samsung Galaxy C5 Pro

Damit ist das Aquaris X bzw. X Pro das so ziemlich erste Smartphone, welches auf diesen neuen Chip setzt.

Aber schauen wir uns einmal ein paar Benchmarks an um besser einschätzen zu können, wie sich das X Pro aus Sicht der Leistung schlägt.

Wie zu erwarten war, landet das X Pro von seiner Leistung ziemlich genau im Mittelfeld. Der Snapdragon 626 ist hierbei ein wenig schneller als beispielsweise der Qualcomm Snapdragon 808(LG G4), HiSilicon Kirin 650(Huawei P9 Lite) oder Mediatek Helio P10.

Gerade die Multicore CPU Leistung scheint hierbei ziemlich gut zu sein!

Natürlich gibt es noch etwas Luft nach oben, aber die Benchmarks sehen soweit schon mal gut aus für ein 300-400€ Smartphone.

 

Das BQ Aquaris X Pro im Alltag

Hier könnte ich im Grunde den Text aus dem Test des BQ Aquaris X kopieren, denn beide Smartphones verhalten sich im Alltag fast identisch.

Das X Pro läuft absolut tadellos! Normale 08/15 Apps wie Facebook WhatsApp oder auch Twitter bereiten dem Smartphone überhaupt keine Probleme.

Auch die Benutzeroberfläche läuft zu 100% flüssig, die Optimierung scheint hier gut gemacht zu sein. Natürlich mit hefigen Multitasking kann man das X Pro etwas zum Stottern bringen, aber dafür muss man wirklich im Sekundentakt zwischen großen Apps hin und her springen, gleichzeitig Downloads laufen haben usw.

Ich denke, für 95% aller Nutzer ist das X Pro, was die Leistung angeht, mehr als ausreichend! Selbst Spiele laufen in der überwiegenden Mehrheit absolut problemfrei und flüssig.

Natürlich gibt es High End 3D Spiele, die entweder mit reduzierten Details laufen oder bei großen Effekten etwas ruckeln, aber das ist für ein Smartphone dieser Preisklasse nichts Ungewöhnliches.

Dennoch unterm Strich würde ich das X Pro auch für „Gamer“ empfehlen.

Zwar verfügt das X Pro über 1GB mehr RAM als das normale X, allerdings spielt dies im Alltag nicht die große Rolle. Ja das X Pro kann 1-2 Apps mehr im Arbeitsspeicher halten aber das ist kein weltbewegender Unterschied.

Ansonsten, sowohl die WLAN wie auch GPS Leistung ist tadellos. Natürlich unterstützt das X Pro auch den WLAN AC Standard und 5GHz.

Der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite ist okay. Es gibt hier ohne Frage schnellere und zuverlässigere, aber im Alltag ist der des X Pro gut nutzbar.

Was mich allerdings im Alltag etwas gestört hat, ist, dass die kapazitiven Tasten nicht beleuchtet sind. Gerade abends fischt man hier des Öfteren etwas im Dunkeln.

Zwar ist es mögliche On-Screen Tasten einzublenden, aber das ist natürlich auch Schwachsinn, wenn man kapazitive Tasten hat.

 

Akku

Das Aquaris X Pro verfügt über einen 3100mAh, was eine brauchbare Kapazität für ein Smartphone dieser Größe ist.

Wie sieht es im Alltag aus? Gut! In meinem Standard Akkutest erreichte ich rund 7-8 Stunden aktive Nutzung beim Webbrowsen, Social Media, leichten Gaming usw.

Hierbei war die Display Helligkeit auf ca. 1/3, was für eine indoor Nutzung vollkommen ausreicht.

Bei einer höheren Displayhelligkeit kann man von den 7-8 Stunden rund 1-1,5h abziehen, ja Displays brauchen sehr viel Strom, gerade wenn diese so hell sind wie beim X Pro

Selbst intensive Nutzer sollten mit dem Smartphone also problemlos durch den Tag kommen. Leichtere Nutzer werden vermutlich auch zwei Tage + schaffen. Aber das hängt natürlich von der letztendlichen Nutzung ab. Schreibt Ihr nur 3-4 SMS/WhatsApp Nachrichten Pro Tag und ansonsten liegt dieses herum, können auch mehr als zwei Tage möglich sein.

Zum Wiederaufladen unterstützt das Aquaris X Pro auch Quick Charge 3.0, welches das Smartphone in ca. einer Stunde komplett wieder füllt.

 

Fazit

Das Aquaris X Pro* ist ein weiteres sehr gutes Smartphone von BQ! Ich habe im Großen und Ganzen nichts zu bemängeln.

Das Gehäuse fühlt sich aufgrund des Aluminium/Glas Mix sehr gut und hochwertig an! Das Display ist ebenfalls fehlerfrei und kann durch eine hervorragende maximale Helligkeit punkten.

BQ Aquaris X Pro

Die Software ist BQ typisch „Stock Android“, und das auch noch in einer aktuellen Version. Rein von der Nutzung könnte man meinen hier ein Google Pixel vor sich zu haben. In der Vergangenheit zeigte sich BQ auch recht Update freudig, was man auch positiv anmerken muss.

Die Leistung und Performance des X Pro ist ebenfalls 1a, allerdings wäre dies der einzige Punkt, an dem ich vielleicht etwas herummeckern würde.

Das X Pro setzt wie auch das X auf den Snapdragon 626, welcher im Alltag und auch in Spielen eine gute Leistung liefert, aber hier frage ich mich ob für 380€ nicht vielleicht noch etwas mehr gegangen wäre.

Das ist natürlich eine Kritik auf hohem Level, ein Snapdragon 660 wäre schön gewesen aber auch sicherlich keine Pflicht. Das BQ Aquaris X Pro rennt ohne Frage sehr gut! Ich glaube kaum, dass einem Nutzer hier an Leistung fehlen wird.

BQ Aquaris X Pro

Der Glanzpunkt des X Pro ist aber sicherlich die Kamera! Zwar gibt es hier und da noch kleinere Punkte, wie ein schnellerer HDR Modus, aber im Großen und Ganzen hängt man von der Leistung kaum den 600€ Flaggschiff Smartphones hinterher.

Gerade die Leistung im Dunklen und bei Nacht konnte von BQ deutlich verbessert werden! Hier liefert das Smartphone wie auch bei Tag tolle Bilder! Viel mehr ist aktuell mit einem Smartphone nicht möglich. Ein Bildstabilisator hätte das Ganze perfekt gemacht, aber auch ohne könnte ich Euch kein Smartphone unter 400€ mit einer besseren Kamera nennen!

Kurzum Daumen hoch! Das BQ Aquaris X Pro* macht sehr viel richtig und ist eins der besten Smartphones in der 300-400€ Preisklasse des Jahr 2017! Wenn Ihr einen sehr gute Allrounder, gerade was die Kamera angeht, sucht, werdet Ihr hier nicht enttäuscht.

Positiv

  • Tolle Optik und Gehäuse.
  • Gute Leistung, gerade im Alltagseinsatz
  • Saubere Standard Android Benutzeroberfläche inklusive diversen Google Features
  • Aktuelles Android
  • Lange Akkulaufzeit
  • Großer Speicher mit 64GB oder 128GB
  • Hervoragende Kamera auch bei schwierigeren Lichtverhältnissen……

 

Neutral

  • …. der HDR Modus ist allerdings recht träge und die Kamera App etwas instabil
  • Standard Lautsprecher

 

 

BQ Aquaris X vs. X Pro

Vielleicht fragt Ihr Euch nun, ob das X oder das X Pro das richtige Smartphone für Euch ist. Daher versuche ich Euch hier kurz zu helfen.

Das X Pro ist dem X sehr ähnlich mit einer Handvoll Unterschiede. Was spricht für das X Pro?

Das X Pro besitzt eine Glasrückseite, ein leicht helleres Display, eine bessere Kamera, 1GB mehr RAM und mehr Speicher.

Was spricht gegen das X Pro? Der höhere Preis.

Ich denke, der wichtigste Unterschied ist ganz klar die Kamera. Zwar ist das GB mehr RAM schön und gut, aber in der Praxis kaum ausschlaggebend. Auch gefällt mir das normale X mit seiner Plastik Rückseite sehr gut, zwar ist Glas sicherlich hochwertiger, aber für mich sicherlich nicht das Killer Augment.

Es hängt also an der Kamera und den 32GB zusätzlichem Speicher die aktuell rund 90€ Aufpreis zu rechtfertigen. Leider kann man bei beiden Smartphones keine Apps auf der microSD Speicherkarte ablegen, sondern lediglich Medien. Von daher müsst Ihr selbst wissen ob 32GB für Euch reichen oder nicht, aber ich denke, für die meisten Nutzer sollte das passen.

Wie viel besser ist die Kamera des BQ Aquaris X Pro verglichen mit der des X? Bei normalen Tageslichtaufnahmen kaum. Hier kann ich keinen eindeutigen Sieger benennen. Lediglich Makro Aufnahmen des X Pro sehen aufgrund des besseren Boques (Hintergrundunschärfe) leicht besser aus.

Jedoch umso schlechter die Lichtverhältnisse werden, umso stärker wird das X Pro verglichen mit dem X. Gerade bei Nacht oder bei indoor Aufnahmen ist doch ein recht deutlicher Unterschied zugunsten des X Pro zu sehen.

Letztendlich bietet das X die besser Preis-Leistung, ob doch das X Pro den Aufpreis rechtfertigt, hängt von einer Frage ab, reicht Euch eine gute Kamera oder wollt Ihr eine sehr gute Kamera, gerade bei ungünstigen Lichtverhältnissen?

Netgear Orbi RBK40 im Test, Mesh WLAN für Daheim

Netgears Orbi System verfolgt ein sehr interessantes Konzept welches eigentlich sehr clever ist. Das Hauptproblem bei WLAN ist oftmals nicht das Tempo, die meisten werden das WLAN eh nur mit Smartphone und co. nutzen wo es nicht auf das letzte Mbit ankommt, sondern das Problem ist meist eher die Reichweite.

Sobald man eine etwas größere Wohnung oder sogar ein Haus hat, reicht meist ein Router nicht mehr, vor allem dann, wenn die Telefonleitung an einem ungünstigen Punkt ankommt.

Hier bietet Netgears Orbi System mithilfe eines Mesh -Systems effektiv Hilfe und ist die bessere Alternative zu einem Repeater, wie man im Test zum Orbi RBK50 lesen kann.

Das Problem am Orbi RBK50 war ein wenig der Preis. 450€+ für ein WLAN System auszugeben ist schon eine größere Investition.

Nun hat Netgear mit dem Orbi RBK40 einen kleineren Bruder zum Orbi RBK50 vorgestellt, welcher über 100€ günstiger ist.

Stellt sich die Frage, ob der neue Orbi RBK40 auch gut ist?! Für immer noch 300€ sollte das besser der Fall sein, aber finden wir dies im Test heraus! Kann der Orbi RBK40 überzeugen?

 

Technische Daten

  • Netgear Orbi RBK40
  • 400Mbit/s (2.4GHz), 866Mbit/s (5GHz)
  • 802.11a/b/g/n/acnetgear_markenbotschafter_button
  • 4 GB Flash und 512 MB RAM
  • MU-MIMO-fähig
  • 4x  10/100/1000 MBit/s LAN Ports
  • Sechs (6) Hochleistungsantennen mit leistungsstarken Verstärkern
  • Link zum Hersteller
  •  bei Geizhals

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das zur Verfügungstellen des RBK40!

 

Der Netgear Orbi RBK40 im Test

Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass der Orbi ein etwas anderer WLAN Router ist. Im Gegensatz zu vielen anderen High End Geräten ist der Orbi RBK40 sehr schlicht und ein einfach gehalten.

Hierbei verzichtet Netgear beispielsweise völlig auf externe Antennen oder auffällig blinkende LEDs. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man den Orbi auch für eine ovale Blumenvase halten.

Aber dies ist natürlich Absicht. Der Orbi soll kein WLAN Router sein, welcher versteckt werden muss, da sich ansonsten Frau/Freundin beschwert.

Der Orbi ist gedacht recht offen in der Wohnung positioniert zu werden und hierfür nutzt Netgear ein sehr sauberes und glattes Design.

Sowohl die Basis Station wie auch der Satellit sind in einem matten Weiß gehalten. Hierbei besitzt allerdings die Basis Station auf der Oberseite eine leicht türkise Abdeckung, um diese besser unterscheidbar zu machen.

Abgesehen davon ist die Basis Station und der Satellit(Repeater) mehr oder weniger identisch. Es gibt lediglich bei den Anschlüssen einen Unterschied.

Die Basis Station besitzt drei GBIt LAN Ports und einen WAN Port, der Satellit hingegen vier LAN Ports.

Dies war es auch schon an Anschlüssen, abgesehen für das Netzteil. USB Ports oder Ähnliches ist nicht am Orbi System zu finden.

 

Einrichtung, Installation und Software

Der Orbi verhält sich vorbildlich, was die Einrichtung angeht, ganz besonders, wenn Ihr einen Mac verwendet!

Nachdem Ihr den Router an Strom und Netzwerk angeschlossen habt, verbindet Euch mit diesem entweder über WLAN oder LAN. Für Ersteres findet Ihr die Zugangsdaten auf der Unterseite des Routers.

Solltet Ihr zufälligerweise einen Mac für die Einrichtung verwenden ploppt nach dem Verbinden von alleine das Einrichtungsfenster auf, ähnlich wie bei viele WLAN HotSpots.

Sollte dies nicht der Fall sein, ruft einfach orbilogin.com auf.

Hier findet Ihr die erst Einrichtung wie auch später die Web UI. Die Einrichtung ist kinderleicht! Für die meisten Nutzer und Netzwerke reicht es einfach immer auf „ Weiter“ zu Klicken. Der Orbi erkennt das Netzwerk und Eure Internet Zugangs Methode automatisch (nicht vergessen im Orbi RBK40 steckt kein Modem!).

Im Weiteren könnt Ihr natürlich noch den Namen und das Passwort Eures WLANs bestimmen.

Zu guter Letzt sucht das System noch nach Updates und das war es auch schon!

Die Einrichtung ist selbst für Anfänger absolut problemlos und schnell zu machen! Hierbei wirkt auch das voreingestellte WLAN Passwort sicher und gut merkbar (es ist bei jedem anders)!

Es wäre also möglich den Router nach der Ersteinrichtung ohne weiteres Herumspielen in der Benutzeroberfläche zu 100% zu nutzen.

Aber schauen wir uns doch einmal die Benutzeroberfläche an. Diese ist im typischen Netgear Style gehalten. Das ist grundsätzlich erst einmal etwas sehr Positives, denn die Benutzeroberflächen von Netgear sind klar und sauber aufgebaut.

Hierbei ist diese in zwei Bereiche aufgeteilt, den „einfachen“ Bereich und den „erweiterten“ Bereich. Letzterer ist mir vielleicht etwas sehr verschachtelt, warum werden einige Optionen im erweiterten Bereich nochmals in einem erweiterten Bereich versteckt?!

Zwar hat Netgear die Benutzeroberfläche anscheinend seit meinem Test des Orbi RBK50 etwas aufgebohrt, mit deutlich mehr auch wirklich erweiterten Einstellungsmöglichkeiten, aber im Großen und Ganzen sieht man schon, dass versucht wurde die Benutzeroberfläche eher einfach zu halten.

 

Beispielsweise fehlt weiterhin die Möglichkeit dem 2,4GHz und 5GHz Band unterschiedliche SSIDs zuzuordnen. Für den Normalnutzer sicherlich nicht tragisch, aber ich steuere gerne selbst in welchem Band mein Gerät gerade hängt.

Ansonsten würde ich mir hier und da ein paar schönere Graphen für die Netzwerknutzung wünschen usw. wie auch eine Anzeige zu Hilfe der Positionierung des Satelliten, aber ansonsten kann ich gut mit den gebotenen Einstellungsmöglichkeiten leben.

Sehr erfreulich ist auch die Möglichkeit den Orbi einfach als Access Point nutzen zu können!

Das Orbi System und die Theorie

Was macht nun das Orbi System in der Theorie besser als ein normaler High End WLAN Router + Repeater?

Leider hat der Aufbau WLAN Router + Repeater ein paar Schwächen. Die größte Schwäche ist ganz einfach die Leistung.

Ein normaler Repeater muss über ein Funkmodul gleichzeitig mit Eurem Client wie auch dem Router kommunizieren. Dies halbiert schon einmal die theoretische Geschwindigkeit des Repeaters. Hinzu kommt das viele günstigere Repeater kein MU-MIMO unterstützen, diese können also nicht gleichzeitig mit zwei Geräten „reden“. Heißt, wenn von Eurem Computer, Notebook usw. ein Datenpaket kommt, wird dieses angenommen, weitergeleitet und dann wird erst das nächste Paket verarbeitet. Die Kommunikation geschieht also hin und her und nicht parallel. Dies beeinflusst die Geschwindigkeit ebenfalls negativ.

Auch der Router wird mehr belastet. Letztendlich fließt weiterhin sämtlicher WLAN Datenverkehr über das WLAN des Routers, was dieses gerade für andere Nutzer langsamer macht.

Das Optimum wäre hier natürlich eine Kabelverbindung zwischen dem Router und dem Repeater(AccessPoint), dies würde die niedrigere Datenrate zwischen Router und Repeater beseitigen, den Repeater entlasten welcher nun 100% der WLAN Leistung nutzen kann und auch das Router WLAN entlasten, da alle Clients welche am Repeater hängen ein separates WLAN nutzen.

Aber ein Kabel ziehen ist oft nicht möglich, falls doch, macht dies!

Hier hat sich Netgear beim Orbi System etwas Neues ausgedacht, man nutzt ein TriBand System. Neben dem üblichen 2,4GHz und 5GHz Band erstellt das Orbi System ein zweites 5GHz Band.

Dieses wird lediglich für die Kommunikation zwischen dem Router (der Basisstation) und dem Satelliten (dem Repeater) genutzt.

Verbindet Ihr Euch nun mit dem Satelliten, bleibt so zu sagen das WLAN der Basis Station weiterhin „Frei“, da ja der Satellit in einem gesonderten Netz hängt.

Auch gibt es so nicht die Doppelbelastung des Satellit (Repeaters) da die Kommunikation zwischen diesem und dem Client und der Basis Station über unterschiedliche Netze abgewickelt wird.

Klingt vielleicht etwas kompliziert ist aber praktisch ein sehr gutes System, welches definitiv etwas ausgeklügelter ist als ein 08/15 Repeater.

 

Leistung

Kommen wir zum vermutlich interessantestem Teil, der Leistung. Das Orbi RBK40 Set nutzt AC2200 WLAN, das steht für 2200Mbit/s. Dies Herstellerangaben sind natürlich etwas schöngerechnete Werte, im Falle des Orbi sogar doppelt schöngerechnet.

Netgear hat für diese 2200Mbit/s alle WLAN Bänder des RBK40 zusammengerechnet. Der RBK40 verfügt über zwei Mal 867Mbit/s auf dem 5GHz Band und einmal 400Mbit/s auf dem 2,4GHz Band.

Von diesen zweimal 867Mbit/s ist einmal die Leistung allerdings für die Kommunikation zwischen Basisstation und Satellit reserviert und lässt sich nicht direkt nutzten.

Effektiv bleiben also 867Mbit/s bei 5GHz und 400Mbit/s bei 2,4GHz. Das ist für den Alltag eine absolut ausreichende Geschwindigkeit! Nur sehr wenige Clients könnten überhaupt mehr Geschwindigkeit nutzen.

Aber natürlich für knapp über 300€ sind 867Mbit/s eher wenig imposant. Hier schaffen die meisten Router das Doppelte oder sogar noch mehr. Praktisch bringen natürlich diese super hohen Geschwindigkeiten vieler anderer Geräte natürlich recht wenig, mangels Clients mit der passenden Unterstützung.

Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass die 867Mbit/s bzw. 400Mbit/s ebenfalls theoretische Werte sind, welche so vermutlich auch niemals abseits des Labors erreicht werden.

Hier beginnt nun der Test.

Hierfür verwende ich den TP-LINK 9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, welches zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), die gerade in Notebooks aktuell rein recht verbreitetes Modell sein sollte.

Mit diesen übertrage ich eine Datei auf einen lokalen Server und wieder auf den Rechner und messe die erreichte Geschwindigkeit.

Der Router befindet sich dabei in ca. 2 Metern Entfernung zu den Clients, also ein recht gutes Szenario für den Router.

Der Wert in den Tabellen ist dabei in MB/s angeben und der Durchschnittswert aus Upload und Download.

Wie auch zu erwarten war, ist der Netgear Orbi RBK40 keine Geschwindigkeitsbestie, zu mindestens auf Kurzdistanz. Hier erreichte ich praktisch maximal 50-65MB/s je nach Client.

Damit fällt das Ergebnis ungefähr so aus wie es auch die maximale Geschwindigkeit auf dem Papier mit 867Mbit/s vermuten lässt, mittelmäßig.

Wie gesagt das ist das maximale Tempo, wenn man sich mit seinem Computer im selben Raum befindet, wie sieht es auf Distanz aus?

Hier liegt natürlich in der Theorie die Stärke des Orbi Systems. Dies wollen wir doch in der Praxis testen.

Als Vergleichsobjekt nutze ich einen Linksys EA7500 + Linksys RE6400 Repeater. Hierbei handelt es sich durchaus um eine ordentliche Combo. Der Router schlägt mit rund 180€ zu Buche und der Repeater mit rund 80€.

Der Test erfolgt auf ca. 10 Meter Distanz, durch 4 Wände und eine Tür in 5GHz Band. Zuerst das Ganze komplett ohne Repeater/Satellit und dann einmal mit Repeater und Satellit ungefähr in der Mitte der Distanz.

Wird man hier einen Vorteil für das Orbi System sehen?

(Angabe in MB/s)

Das Erste was auffällt ist natürlich die Leistung der Router im direkten Vergleich. Der Linksys kann hier leicht den Orbi mit 9,2MB/s zu 7,8MB/s schlagen.

So weit so gut, nun aber das Ganze mit Repeater/Satellit. Hier ist nun ein deutlich größerer Unterschied zu sehen, als ich es auch erwartet hätte.

Der Satellit kann die Leistung bei einer mittigen Positionierung um ca. das 3,5-fache steigern auf 26,6MB/s. Auch der normale Repeater kann die Leistung steigern, aber auf lediglich 16,9MB/s.

Daher kann der Orbi die eigentlich auf dem Papier stärkere Repeater Kombo um rund 50% schlagen. Selbstverständlich diese Zahlen variieren etwas, aber auch schon beim Orbi RBK50 Set konnte ich ähnliche Ergebnisse mit einem Netgear EX7300 Nighthawk X4 Repeater und einer anderen Distanz erreichen.

 

Reichweite

Die WLAN Reichweite zu beurteilen ist nicht ganz einfach, ganz besonders beim Orbi System. Ich habe kein hoch professionelles Messlabor, daher kann ich nicht aufs Genauste messen wie stark ein Router, verglichen mit dem anderen, sendet, Ihr müsst Euch also auf meine grobe Einschätzung verlassen.

Erfahrungsgemäß unterscheiden sich WLAN Router kaum was die maximale Reichweite angeht. Wir haben einfach in Deutschland recht strenge Sendeleistungsvorschriften.

Aber natürlich gibt es kleinere Unterschiede, wie schlägt sich hier das Orbi RBK 40 System?

Beginnen wir mit der Beurteilung nur des Routers. Hier würde ich die Reichweite als gut, aber auch nicht als sehr gut einstufen. Ein Netgear Nighthawk X4S würde beispielsweise den Orbi RBK40 schlagen, was die maximale Reichweite angeht.

Aber hier muss man nun natürlich noch den Satellit mit einplanen. Gemeinsam schlägt das Orbi Set natürlich jeden einzelnen WLAN Router um Längen.

Aber man darf vom Orbi jetzt auch keine Wunder erwarten. Basis Station und Satellit kommunizieren im 5GHz Band, daher ist hier auch die optimale Reichweite auf ca. 3 Räume Distanz beschränkt.

Ein normales Haus mit zwei Etagen sollte sich bei guter Positionierung gut abdecken lassen, wer allerdings glaubt aus dem Keller in die erste Etage + Garten einen guten Empfang zaubern zu können wird vermutlich enttäuscht.

Hier bräuchte man vermutlich mehrere Satelliten um solche Distanzen abzudecken.

 

Stromverbrauch

Der Netgear Orbi RBK40 verbraucht im Normalbetrieb rund 6,4-7W, unter Last ca. 7,5-8,5W. Dies ist angenehm wenig, auch wenn man diese Werte effektiv verdoppeln muss, da ja zwei Stationen mit im Lieferumfang sind.

Der Satellit braucht +- 0,5W die selbe Energie wie die Basis Station.

 

Fazit zum Netgear Orbi RBK40

Das Netgear Orbi RBK40 System richtet sich an den normalen Nutzer, welcher ein gut funktionierendes, einfach zu managendes WLAN mit einer sehr hohen Reichweite wünscht.

Im Grunde ist Orbi also das perfekte WLAN System für 95% aller Nutzer! Jedoch sehe ich etwas Probleme bei der anvisierten Zielgruppe.

Wie aber auch schon beim Netgear Orbi RBK50 ist der Preis ein Problem. Ich will nicht einmal sagen, dass dieser zu hoch ist, schließlich nutzt Orbi ein Triband WLAN und funktioniert tadellos, jedoch der Normalnutzer wird vermutlich nicht 300€ für ein WLAN System Ausgeben.

Der Normalnutzer rennt, wenn die WLAN Reichweite nicht ausreicht, in den MediaMarkt und kauft dort den billigsten Repeater, den er finden kann, egal wie viel Ärger dieser im Nachhinein macht.

Der Netgear Orbi ist ganz klar die bessere Alternative zu normalen Repeatern!

Die Enthusiasten hingegen denen ein zuverlässiges WLAN 300€+ Wert ist, wollen aber viele Features und große Zahlen.

Das sind aber Dinge, welche dem Orbi etwas fehlen. Der RBK40 liefert 866Mbit/s, das reicht völlig aus, aber High End Router, auch von Netgear, bieten auf dem Papier deutlich höhere Zahlen für das Geld, wo natürlich die Verlockung sehr groß ist da zuzugreifen.

Wenn Ihr dies lest, seid Ihr vermutlich Enthusiasten oder zu mindestens „Informierte Normalnutzer“, lasst Euch gesagt sein große Zahlen auf dem Papier sind schön und gut aber das hier verwendete Mesh WLAN System ist einer Normalen Router +  Repeater Lösung doch deutlich vorzuziehen!

Wenn für Euer Haus oder Wohnung ein WLAN Router nicht für eine gute Abdeckung reicht und Kabelziehen nicht möglich ist, würde ich ganz klar zu einem System wie Netgear Orbi Raten! Es kann zwar auch keine Wunder bewirken, ist aber sehr nah dran was die Reichweite angeht.

Das war ja eher ein generelles Fazit zu Netgear Orbi, hier noch ein paar Worte zum Orbi RBK40.

Grundsätzlich ist der Unterschied zwischen Orbi RBK40 und Orbi RBK50 nicht groß. Ich würde hier zum Orbi RBK40 raten, sofern der Preisunterschied nicht auf 50€ oder weniger fällt. Zwar hat der RBK50 eine etwas höhere Maximale Reichweite (Satellit und Basis lassen sich weiter voneinander entfernen), aber das ist ein recht kleiner Unterschied.

Der Orbi RBK40 bietet mit seinen 867Mbit/s ein völlig ausreichendes Tempo für 4K Video Streaming, Smartphone, Tablet oder Notebook. Erst wenn es um das Übertragen von großen Datenmengen im lokalen Netzwerk und das auf einer kurzen Distanz geht, bringt ein „größerer“ WLAN Router mehr.

Die Reichweite des RBK40 ist, wie zu erwarten, recht hoch gerade, wenn man den Satellit mit in die Rechnung einbezieht. Vom Tempo ist das Orbi System deutlich einer normalen Router + Repeater Kombo vorzuziehen, die reine Reichweite ist allerdings nur ein Stück weit höher.

Auch der Orbi RBK40 nutzt ein 5GHz WLAN für die Kommunikation zwischen Basis Station und Satellit, der Satellit kann also auch nicht unendlich weit von der Basis Station entfernt sein.

Eine normale Wohnung sollte sich allerdings mit einem Set gut „ausleuchten“ lassen.

Bei der Stabilität und auch der Alltagsnutzung habe ich keine Defizite erkennen können. Der RBK40 verhält sich absolut unauffällig und zuverlässig.

Kurzum, wenn ein WLAN Router nicht reicht, Kabelziehen für AccessPoints nicht möglich ist, bietet das Netgear Orbi RBK40 Set die zuverlässigere und vor allem schnellere Alternative zu Repeatern!

Der Anker SoundCore Boost A3145 im Test, der Bluetooth Lautsprecher für Bass Fans

Mit dem SoundCore Boost hat Anker einen neuen Bluetooth Lautsprecher vorgestellt, welcher sich speziell an Bass -Liebhaber richtet und damit in die Fußstapfen des Anker A3143 treten soll.

Mit rund 70€ ist dieser auch preislich recht fair und attraktiv eingestuft.

Aber kann der neue SoundCore Boost im Test genauso überzeugen wie es schon seine Brüder, der SoundCore 2 und SoundCore Pro, gemacht haben?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker SoundCore Boost A3145 im Test

Mit rund 19cm x 6,5cm x 6,5cm ist der SoundCore Boost ein immer noch relativ kompakter Bluetooth Lautsprecher, welcher aber schon etwas massiver und größer daherkommt als viele der günstigeren Modelle.

Dies spürt man auch am vergleichsweise hohen Gewicht, das aber für den Klang ein tendenziell gutes Zeichen ist.

Von Ankers neuen Bluetooth Lautsprechern gefällt mir der Boost haptisch am besten. Die Ober- und Unterseite bestehen aus einem dicken Hartgummi, welches aber eine sehr resistente Textur besitzt. Fingerabdrücke und Ähnliches sind auf dem SoundCore Boost deutlich weniger zu sehen als auf dem SoundCore 2 oder Pro.

Auch die Abdeckung für die Treiber ist hier nicht aus Plastik/Aluminium, sondern Anker umspannt den Lautsprecher mit Stoff.

Zwar vielleicht nicht ganz so robust wie andere Materialien aber ich finde dies verleiht dem SoundCore Boost eine besondere Haptik.

Unter dieser Stoff Abdeckung finden sich zwei 10W Treiber und eine Passivmembran. In der Regel solltet Ihr nicht zu viel auf diese Watt -Angaben bei Bluetooth Lautsprechern geben (ich habe Zweifel über die Echtheit), jedoch zeigt dies schon ein wenig wo die Reise hingeht.

Der Anker SoundCore 2 verfügt über 12W und der SoundCore Pro über 25W, der SoundCore Boost liegt mit 20W genau in der Mitte.

Der SoundCore Boost verfügt über fünf Tasten, welche auf der Oberseite angebracht sind. Hierbei handelt es sich um den Ein/Ausschalter, Lauter, Leiser, eine Multifunktions Taste und die BassUP Taste.

Die Multifunktionstaste kann Musik pausieren und fortsetzten wie auch Anrufe annehmen oder einen Titel vorspulen. Die BassUp Taste macht das, was man schon beim Namen vermuten könnte, diese kann bei Betätigug den Bass noch ein Stück weit anheben. Ob dies überhaupt nötig ist, schauen wir uns später an.

Die Anschlüsse des SoundCore Boost sind auf der linken Seite unter einer Gummiklappe angebracht. Diese Klappe hilft auch beim IPX5 Wasserschutz des Boost, IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.

Unter dieser Klappe ist der AUX Anschluss, ein microUSB Port und ein USB Port.

Der AUX Anschluss dient der kabelgebundenen Nutzung des SoundCore Boost beispielsweise in Kombination mit einem Notebook oder PC. Der microUSB Port dient dem Wiederaufladen des Lautsprechers. Anker legt hier kein passendes Netzteil mit in den Lieferumfang, Ihr müsst also das Eures Smartphones verwenden oder beispielsweise solch eins -> USB LADEGERÄTE

Der Akku des SoundCore Boost soll laut Anker 12 Stunden halten, dieser Wert ist auch erreichbar, bedenkt allerdings das bei hoher Lautstärke dieser auch nicht ein gutes Stück auf ca. 8-10 Stunden sinken kann und wird.

Da der Akku des Boost relativ groß ist(ca. 5000mAh gemessen), hat Anker diesem einen USB Ausgang verpasst, der es erlaubt Euer Smartphone aufzuladen mit 1A/5V. Dies ist natürlich nur als „Notfall“ Feature gedacht. Ihr seid unterwegs mit Freunden und wollt im Park Musik hören, der Lautsprecher ist vollgeladen, das Smartphone leer. In diesem Fall kann man also die Ladung etwas teilen.

 

Klang

Kommen wir zum entscheidenden Punkt, klingt der Anker SoundCore Boost gut?

Wenn man sich die Produktbeschreibung des SoundCore Boost ansieht, wird man schnell merken, dass Anker versucht diesen als „Bass“ Lautsprecher zu vermarkten.

Aber liefert der SoundCore Boost auch wirklich solch einen guten Bass? Ja!

Der SoundCore Boost ist in der Tat ein sehr kräftiger und lebendig klingender Bluetooth Lautsprecher. Dies ist auch bereits ohne dem Hinzuschalten des zusätzliche Bass Boosts der Fall.

Der Lautsprecher sorgt bereits bei einer mittleren Lautstärke für satten Klang, welcher sich auch recht voluminös und voll anhört.

Mit dem BassUp wird der Bass nochmals ein Stück weit tiefer und mächtiger. Hierbei neigt der Bass allerdings etwas zu übertreiben und zum „Wummern“. Jedoch auf einer mittleren Lautstärke ist Letzteres weniger ein Problem. Hier gefällt mir der Lautsprecher mit BassUp ausgesprochen gut! Dieser klingt einfach größer, als er in Wirklichkeit ist.

Die Höhen des SoundCore Boost sind egal ob mit BassUp oder ohne unverändert. Ich würde diese als okay einstufen, allerdings sind diese auch nicht übermäßig klar und brillant.

Der SoundCore Boost geht so ein wenig in die Richtung des Anker A3143. Viel bzw. Sehr Viel Bass und leicht reduzierte Mitten und Höhen.

Wer einen HiFi Klang sucht, sollte eher zum Anker SoundCore Pro greifen, welcher dem Boost sehr ähnlich ist, jedoch mit zwei gesonderten Hochtönern.

Im Generellen klingt der SoundCore Boost aber für seine Größe und Volumen Klasse! Natürlich werdet Ihr auch mit diesem kein Wohnzimmer richtig beschallen können, auch wenn die maximale Lautstärke des Boost schon für eine Party tauglich ist.

Ich habe keine Zweifel, dass der SoundCore Boost bei einer Grillfeier, oder Ähnlichem einen ordentlichen Job macht für ein wenig Hintergrundbeschallung zu sorgen.

 

Fazit

Der Anker SoundCore Boost* ist ein Bass Monster! Solltet Ihr einen ausgewogenen oder neutralen Klang erwarten, seid Ihr hier falsch.

Der SoundCore Boost ist auf das Maximum an Bass getrimmt, dieser lässt sich in zwei Stufen schalten. „Normale Bassleistung“, welche aber auch schon überdurchschnittlich ist, und „BassUp“.

BassUp sorgt für einen nochmals etwas mächtigeren und Tieferen Bass, welcher in der bis 70€ Preisklasse auch der so ziemlich Beste ist.

Hierbei ist es immer wieder beeindruckend, wie viel Bass aus solch einem kleinen Lautsprecher kommen kann. Selbstverständlich, auch wenn der Bass super ist, dieser bringt natürlich keine Wände zum Wackeln, dafür ist der Boost dann doch etwas klein, aber das gilt für die meisten vergleichbaren Bluetooth Lautsprecher.

Natürlich besteht Musik nicht nur aus Bass. Die Höhen und auch Mitten des Boost sind okay. Musik klingt also nicht einfach nur wie ein dumpfer Brei, sondern angehen kraftvoll und lebendig.

Wer mehr Klarheit und Höhen haben möchte, muss zum Anker SoundCore Pro greifen. Dieser scheint dem SoundCore Boost sehr ähnlich zu sein! Als Hauptunterschied besitzt der SoundCore Pro zusätzlich zwei gesonderte Hochtöner, welche den Klang bei diesem etwas klarer und brillanter gestalten.

Hier kann man nun argumentieren ob der Anker SoundCore Boost nicht vielleicht sogar der bessere Deal ist (der SoundCore Pro kostet 109€) aus Preis/Leistungssicht.

Wie sieht es abseits vom Klang aus? Ebenfalls sehr gut! Die Haptik des SoundCore Boost ist top, die Akkulaufzeit mit 10-12 Stunden sehr gut und Ihr bekommt sogar eine Powerbank Funktion!

Kurzum Ihr wollt Bass? Ihr wollt nicht mehr als 70€ (zum Zeitpunkt des Tests) ausgeben? Dann ist der Anker SoundCore Boost aktuell die so ziemlich beste Wahl für Euch!

Wer mehr will, muss leider etwas tiefer in die Tasche greifen. Hier gäbe es den Anker SoundCore Pro, DOCKIN D Fine oder wenn auch ein deutlich höherer Preis okay wäre, der Teufel Bamster Pro/ Teufel Boomster ist zu empfehlen.

Angebot
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