Die Parrot ZIK 3 im Test, die anpassbarsten Bluetooth Kopfhörer auf dem Markt, aber auch die besten?

Parrot war mit seiner ZIK Kopfhörer Reihe gefühlt einer der „ersten“ Bluetooth Kopfhörer Hersteller.

Mittlerweile gehen die ZIK in die 3. Generation und sind laut Hersteller natürlich besser denn je.

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Aber können die Parrot ZIK 3 im Test überzeugen und auch gegen die große Konkurrenz in Form z.B. der Bose QuietComfort 35 oder der Sony MDR-100ABN bestehen?

Finden wir es heraus!

 

Die Parrot ZIK 3

Die ZIK 3 sind in diversen unterschiedlichen Farben und „Styles“ zu haben. Styles bedeutet in diesem Fall Texturen/Muster.  Die Rückseite der Ohrmuscheln kann je nach Style eine Ledernarbung, Kroko-Effekt oder Steppnähte besitzen. Natürlich gibt es auch eine etwas schlichtere glatte Textur, welche ich auch für diesen Test zur Verfügung gestellt bekommen habe.

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Die Kopfhörer sind auch generell durchaus etwas auffälliger gestylt. Dies liegt nicht nur an den auffälligen Farben und Mustern, sondern auch an der sehr elegant und aufwändig gearbeiteten Aufhängung der Ohrmuscheln.

Hierbei handelt es sich um ein hochwertiges Stück Metall welches in einer sehr fließenden Form gebogen ist.

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Unter Strich fühlen sich die Parrot ZIK 3 wirklich hochwertig an. In diesem Punkt können diese auch schon mal ohne Probleme die Bose QC35 überbieten.

Vielleicht ist Euch anhand der Bilder aufgefallen, dass die Kopfhörer über recht wenig Tasten für ein Bluetooth Modell verfügt. Dies ist so nicht korrekt, ja der Kopfhörer hat nur eine Taste, den Einschalter aber die komplette rechte Ohrmuschel ist ein Touchpad.

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Je nachdem in welcher Richtung Ihr wischt oder es antippt, finden verschiedene Funktionen statt. Angefangen bei lauter/leiser über vor/zurück bis hin zu Play/Pause.

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Eine weitere Besonderheit der Parrot ZIK 3 ist der austauschbare Akku.

Die Rückseite der linken Ohrmuschel lässt sich entfernen, darunter kommt der 3,07Wh starke Akku zum Vorschein.

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Geladen werden kann dieser entweder über eine kabellose Ladestation (Optional erhältlich) oder ganz klassisch über einen microUSB Port auf der Unterseite.

Dort lässt sich auch zusätzlich ein 3,5mm Kabel anschließen um die Kopfhörer kabelgebunden zu betreiben.

 

Tragekomfort

Aus meiner Sicht ist leider der Tragekomfort der größte Schwachpunkt der Parrot ZIK 3. Die Polsterung der Ohrmuscheln ist deutlich dünner und härter als es den Anschein macht.

Dies fällt im ersten Moment nicht so stark auf, aber nach ca. 15-30 Minuten merkt man schon, dass die Kopfhörer anfangen zu drücken.

Spätestens nach einer Stunde musste ich sie immer abnehmen, da mir langsam die Ohren (primär die rechte Seite) anfing weh zu tun.

Ich sehe den Tragekomfort zwar nicht als NoGo aber sollte dieser Euch sehr wichtig sein, gibt es ganz klar bessere Kopfhörer.

 

Klang und die App

Im Normalfall würde ich an dieser Stelle über den Klang schreiben, aber dies ist bei den Parrot ZIK 3 nicht so einfach.

Die Kopfhörer leben sehr stark von ihrer App. Was meine ich damit?

Parrot bietet für IOS und Android die Parrot ZIK App an, mit welcher sich die Kopfhörer an den persönlichen Geschmack anpassen lassen.

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In dieser App findet sich mehr als ein einfacher EQ sondern auch Möglichkeiten zum Steuern des aktiven Noise Cancelling, 3D Effekte und diverse Presets.

Einige dieser Presets wurden sogar speziell für und/oder von Künstlern selbst erstellt.

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Kurzum es fällt sehr schwer eine generelle Aussage z.B. über die Menge des Bass oder die Klarheit der Höhen zu fällen, da der Charme der ZIK 3 ganz klar in der individuellen Anpassung liegt.

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Trotzdem versuche einmal zu beschreiben was Euch mit diesen Kopfhörern erwartet. In der Basis- Einstellung sind die Parrot ZIK 3 recht neutrale und unspektakuläre Kopfhörer.

Der bass ist auf einem vernünftigen, aber für meinen Geschmack etwas langweiligen Level. Die Höhen hingegen sind von Natur aus ziemlich klar und sauber.

Interessanter werden die Kopfhörer, wenn man diese per Software etwas „Tunt“. Mir gefallen diese am besten, wenn man den Schieber etwas in Richtung „Deep“ verschiebt.

Wie der Name schon sagt wird in diesem Fall der Bass ein wenig angehoben was die ZIK 3 deutlich lebendiger und spaßiger macht.

Allgemein habe ich das Gefühl, dass die Parrot ZIK 3 sich in der etwas Bass lastigeren Richtung wohler fühlen und dies besser zu ihnen passt.

Der Bass bietet dabei eine gute Qualität, auch der Tiefgang ist solide, wenn auch nicht überragend.

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Die ganzen Klangeinstellungen wirken recht natürlich und nicht wie ein aufgesetztes Software Feature.

Etwas schwach ist aus meiner Sicht die dargestellte Bühne der Kopfhörer. Die Musik und einzelne Elemente klingen ein wenig eng beieinander.  Zwar hat hier Parrot auch ein Software Feature in der Hinterhand mit welchem Ihr der Musik einen „Sourround“ Effekt geben könnt als befindet Ihr Euch in einem Wohnzimmer, Jazz Club oder einer Konzerthalle aber von solchen Spielereien bin ich eigentlich kein Fan.

Man spürt einfach das dies nicht „natürlich“ ist, sondern ein Software Effekt. Dieser ist an sich recht gut umgesetzt aber ich würde jederzeit einen Kopfhörer vorziehen welcher von Natur aus die Musik etwas mehr in die Breite und Tiefe zieht.

Allerdings ist dies natürlich auch etwas Geschmacksache unterm Strich liefern die Parrot ZIK 3 einen guten Klang, der aber dem der Bose QuietComfort 35 oder der Sony MDR-100ABN unterlegen ist, sofern man die Software Features außer acht lässt.

Durch diese Anpassungsmöglichkeiten kann man den akustischen Nachteil der ZIK 3 gegenüber den oben genannten Konkurrenten sicherlich ein Stück weit ausbessern. Je nachdem wie Euer Geschmack ist, kann es sogar sein, dass nach ein wenig Anpassung die Parrot Kopfhörer besser für Euch klingen als die Konkurrenz.

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Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Aktiven Noise Cancelling. Dieses lässt sich zum einen von seiner Stärke her variieren, zum anderen macht es einen guten Job.

Ich würde zwar nicht sagen, dass dies das beste Noise Cancelling ist, das ich bei Kopfhörern bisher gehört habe, aber es auch nicht das schlechteste.

Es dämpft sämtliche Umgebungsgeräusche gut, hierbei werden aber natürlich die Geräusche von Motoren oder Lüftern/Klima Anlagen besonders stark gefiltert.

 

Fazit

Solltet Ihr die Parrot ZIK 3 kaufen? Das kommt darauf an, erwartet Ihr, dass Ihr die Kopfhörer aus der Box nehmt, aufsetzt und glücklich seid? Dann nein, hier gibt es klanglich und gerade was den Tragekomfort angeht bessere Modelle auf dem Markt.

Bei dem ZIK 3 geht es fast zu 100% um die Anpassung des Klangs an Euren Geschmack!

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Wenn Ihr also daran Spaß habt bzw. bereit seid Zeit darin zu investieren Klangprofile auf Euch  maßzuschneidern, dann könnten die Parrot ZIK 3 genau die richtigen Bluetooth Kopfhörer für Euch sein.

Parrot hat gerade bei der ZIK App einen sehr guten Job gemacht!

Aber ja, es gibt weiterhin Kopfhörer wie die Sony MDR-100ABN welche neutral gesehen besser klingen, das hilft aber nicht, wenn diese nicht die von Euch bevorzugte Klangcharakteristik treffen.

Die ZIK 3 könnt Ihr Euch gut zurechtbiegen, so wie diese Euch gefallen.

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Am Ende kommt es natürlich auch etwas auf den Preis an. Die Parrot ZIK 3 variieren je nach Händler und Farbe teilweise sehr stark im Preis.

Bei Amazon kosten manche Farben rund 350€, andere wiederum 250€. Bei einem Preis von rund 250€ gehen die Parrot ZIK 3 vollkommen in Ordnung, auch was den Klang angeht, 350€ hingegen wäre mir etwas viel.

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Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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