iSmartAlarm Spot Kamera im Test

Die Alarmanlage von iSmartAlarm ist eine der besten und auch beliebtesten Smart Home Alarmanlagen auf dem Markt.

Das Alarm System lässt sich optional auch mit Überwachungskameras erweitern, was sicherlich für viele Nutzer durchaus eine interessante Option ist in Zeiten mit immer mehr Wohnungseinbrüchen. Von der iCamera KEEP war ich damals eher so mittelmäßig begeistert.

Nun gibt es aber schon seit einer Weile die iSmartAlarm Spot Überwachungskamera welche auf den ersten Blick durchaus interessant aussieht.

Hierbei handelt es sich um eine vergleichsweise kompakte und günstige Kamera. Wollen wir uns doch einmal ansehen ob die iSmartAlarm Spot Überwachungskamera im Test überzeugen kann.

 

Technische Daten

An dieser Stelle vielen Dank an iSmartAlarm welche mir die Kamera für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

iSmartAlarm Spot Kamera

Die iSmartAlarm Spot Kamera ist eine ausgesprochen kompakte Überwachungskamera. Diese passt ohne Probleme vollständig in meine Handfläche und lässt sich somit recht dezent in der Wohnung unterbringen.

Optisch ist die Spot in einer Würfel form gehalten und repräsentiert eine recht moderne und schicke Designsprache.

Die Kamera besteht aus weißem Hochglanz Plastik, abgesehen vom Standfuß. Dieser Standfuß lässt sich ein Stück weit ausziehen und erlaubt eine flexible Positionierung und Ausrichtung der Überwachungskamera.

Zusätzlich ist im Standfuß ein Magnet integriert, so lässt sich die iSmartAlarm Spot an magnetischen Oberflächen auch ohne Schrauben befestigen und ja die Kamera hält.

Abgesehen von einer Resettaste verfügt die Kamera über keine weiteren Tasten. Interessant ist lediglich noch der microSD Karten Slot auf der Unterseite und der reguläre USB Port auf der Rückseite.

Bei letzterem habe ich keine Ahnung wofür dieser gedacht ist. Auch in den Dokumentationen von iSmartAlarm lässt sich zu diesem nichts finden.

Die Spot wird über einen microUSB Port auf der Rückseite mit Energie versorgt. Im Lieferumfang liegt ein passendes 1A USB Netzteil und ein 2 Meter Kabel bei.

Solltet Ihr ein längeres Kabel benötigen würde sich dieses problemlos gegen ein reguläres microUSB Kabel tauschen lassen.

Leider ist die Spot nicht Outdoor geeignet, falls Ihr Euch diese Frage stellen solltet.

 

Einrichtung und Installation

Die iSmartAlarm Spot Kamera benötigt für die Einrichtung die iSmartAlarm App. Diese ist für Android und IOS verfügbar.

In der App müsst Ihr Euch zuerst ein Konto beim Hersteller anlegen. Solltet Ihr bereits die iSmartAlarm Alarmanlage besitzen, ist dies natürlich nicht nötig.

Die Einrichtung der Kamera geht gerade unter Android wirklich sehr leicht. Ihr wählt das Hinzufügen einer Kamera aus, verbindet diese mit dem Strom und tippt im Grunde immer nur auf Weiter.

Ich sehe hier allerdings ein mögliches Problem. Die Kamera kann nur mit 2,4GHz Netzen verbunden werden. Hierbei verbindet sich die Kamera mit dem WLAN Netz welches auch Euer Smartphone nutzt, wenn dieses mit einem 5GHz Netz verbunden ist schlägt der Vorgang fehl.

Das ist kein Problem sofern man getrennte SSIDs hat für 5GHz und 2,4GHz hat, hat man allerdings eine gemeinsame SSID könnte dies zu Problemen führen da Euer Smartphone Automatisch immer auf das 5GHz Band geschickt wird.

Solltet Ihr solche Probleme haben, hilft es eventuell für die Einrichtung das 5GHz Band Eures WLAN Routers kurz abzuschalten.

 

Funktionen und Integration

Erst einmal vorweg die iSmartAlarm Spot Kamera macht aus meiner Sicht nur Sinn wenn Ihr auch eine Alarm Anlage von iSmartAlarm habt. Zwar kann man die Kamera auch solo nutzen, jedoch hier gibt es auch jede Menge anderer alternativer Überwachungskameras welche den Job genauso gut oder besser machen.

In der Synergie liegt hier die Stärke. Nach der Einrichtung ist die erste Frage sicherlich „wie schaltet man die Kamera ein?“.

Um die iSmartAlarm Spot Kamera einzuschalten müsst Ihr in der Smartphone App die vier vorhanden Modi dementsprechend Bearbeiten. Dies macht man auf der Modus Wahl Seite unter „bearbeiten“.

Hier kann man nun per Hand Auswählen welche Sensoren oder Kameras aktiv sein sollen.

Ist dies eingerichtet, kann man mit einem Tipp seine Alarmanlage und Kamera scharf stellen. Erkennt die Kamera nun eine Bewegung wird eine 10 sekündliche Aufnahme gestartet. Solltet Ihr über die Alarmanlage von iSmartAlarm verfügen, wird auch der akustische Alarm ausgelöst(wenn gewünscht).

Kurzum Ihr geht aus dem Haus schaltet die Alarmanlage ein und die Kamera nimmt auf, wenn sie eine Bewegung erkennt und schaltet gleichzeig den Alarm ein. Selbstverständlich funktionieren die Fenster/Tür Sensoren weiterhin. Wenn Ihr nun nach Hause kommt, schaltet die AlarmAnlage ab und die Kamera geht mit aus.

Super!

Hierdurch lässt sich die Kamera sehr leicht in den Alltag integrieren

Neben der Bewegungserkennung ist aber auch möglich mit der Kamera dauerhaft zu filmen.

Hier stellt sich natürlich die Frage wo denn die Videos gespeichert werden. Es gibt dafür zwei Orte, zum einen auf einer microSD Speicherkarte in der Kamera und zum anderen in der Cloud.

Wenn Ihr dauerhaft Video aufnehmt wird dieses ausschließlich auf der microSD Karte abgelegt. Bei der Bewegungserkennung werden immer nur 10 Sekunden auf der microSD Karte und in der Cloud gespeichert.

In der Cloud sind 5 Minuten Video gratis, danach wird das älteste Video gelöscht. 5 Minuten klingt recht wenig, ist es auch, allerdings in der Praxis reicht dies gerade wenn man eine microSD Speicherkarte in Kombination nutzt.

Wenn ein Einbruch passiert und der Einbrecher die Kamera bemerkt, kann der diese zwar inklusive microSD Speicherkarte zerstören aber immerhin die letzten 5 Minuten sind sicher in der Cloud und dies sind dann ja die entscheidenen Minuten.

Natürlich ist es immer so eine Sache Videos in die Cloud zu senden, es kann aber durchaus Vorteile haben wie eben beschrieben. Zudem nimmt die Kamera ja nur bei aktiver Alarmanlage Video in die Cloud auf weshalb die Privatsphäre durchaus geschützt ist.

 

Bildqualität

Die iSmartAlarm Spot verfügt über eine 720P Auflösung und einen 130Grad Blickwinkel.

Der Blickwinkel von 130Grad ist ideal für Indoor -Aufnahmen. Die Kamera hat also recht viel Fläche auf dem Bild.

Zum Vergleich ein normales Smartphone hat in der Regel 70-80Grad an Blickwinkel, also ein deutlich schmaleren Bereich.

Die Bildqualität bei Tag würde ich als gut einstufen. Die Schärfe ist ausreichend Gesichter und Details zu erkennen.

Auch bei Nacht macht die iSmartAlarm Spot einen brauchbaren Job, hier merkt man aber, dass die IR LEDs in solch einer kleinen Kamera doch etwas sind, gerade wenn es darum geht ein komplettes Wohnzimmer auszuleuchten.

In der Praxis ist dies allerdings kaum ein Problem, die Ausleuchtung ist selbst in großen Räumen ausreichend.

 

Stromverbrauch

Die iSmartAlarm Spot wird, wie bereits erwähnt, über ein USB Netzteil mit Energie versorgt. Dieses Netzteil könntet Ihr gegen ein anderes „Smartphone“ Ladegerät austauschen oder sogar gegen eine Powerbank wenn Ihr dies wollen würdet.

Der Energieverbrauch liegt im Betrieb bei 2,2W bei Tag oder bei 3,3W bei Dunkelheit.

 

Fazit

Die iSmartAlarm Spot ist keine „perfekte“ Überwachungskamera. Jedoch würde ich dennoch eine Kaufempfehlung aussprechen, sofern Ihr bereits die iSmartAlarm Alarmanlage habt.

Zwar gibt es hier und da noch Möglichkeiten die Zusammenarbeit beider Komponenten noch zu verbessern, jedoch ist es schon sehr angenehm Alarmanlage und Überwachungskamera mit einem Tipp in der Smartphone App aktiv zu schalten.

Selbiges gilt auch fürs Abschalten, so hat man auch nicht das Gefühl dauerhaft beobachtet zu werden, da die Kamera nur aktiv ist, wenn es auch die Alarmanlage ist.

Ansonsten gibt es nicht viel über die Spot zu sagen, dies ist eine sehr unauffällige Kamera. Dies gilt für die dezente Optik, den „Basic“ Funktionsumfang und auch die Zuverlässigkeit.

Mein Tipp Ihr werdet vergessen, dass es die Überwachungskamera in Eurem Haushalt gibt. Dies meine ich nicht negativ sondern positiv!

Die Kamera wird bei Euch irgendwo unauffällig in der Ecke stehen und Ihren Job verrichten. Ihr benötigt keine gesonderte App um diese zu steuern, dank Cloud Funktionalität müsst Ihr Euch auch keine Sorgen um den Speicherplatz machen und Ihr schaltet diese einfach gemeinsam mit der Alarmanlage aktiv.

Es gibt ganz klar Überwachungskameras mit mehr Features usw., siehe Netgear Alro oder INSTAR IN-6014HD, jedoch benötigen diese Kameras oftmals etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wer also eine gute und unauffällige Kamera sucht um welche man sich nicht groß kümmern muss, ist bei der iSmartAlarm Spot an der richtigen Adresse!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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2 Comments
Peter

Sieht identisch wie die XiaoMi Mijia XiaoFang Kamera und die software scheint ähnlich aufgebaut zu sein, sind die Kameras Baugleich?

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Michael Barton

Ja sieht so aus, allerdings ist es nicht möglich die Xiaomi in das iSmartAlarm System einzubinden, was ja hier der „Witz“ ist.

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