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Das UMIDIGI Z2 Pro im Test, wunderschön und gut?

Das UMIDIGI Z2 Pro ist ohne Frage eins der etwas spannenderen „China“ Smartphones, die man aktuell so finden kann. Dies liegt natürlich größtenteils an der wirklich tollen Optik und der starken technischen Daten.

6GB RAM, 128GB Speicher, eine 16 Megapixel Kamera mit F1.7 Blende und ein vollflächiges Display für 300€ klingt schon interessant.

Aber spiegeln sich diese starken Daten auch in der Praxis wieder? Dies gilt es im Test herauszufinden! Neugierig?

 

Das UMIDIGI Z2 Pro im Test

UMIDIGI setzt beim Z2 Pro auf die aktuell übliche „High End“ Haptik und Materialwahl. Das Smartphone verfügt also über einen Aluminiumrahmen und eine Glasfront/Rückseite.

Hierbei besitzt der Rahmen eine leicht polierte Oberfläche, was fast den Eindruck vermittelt, dass es keinen Übergang zwischen Glas und Rahmen gäbe, da beide „glatt“ sind. UMIDIGI hat hier wirklich einen vortrefflichen Job gemacht.

Denn Spaltmaße sind zum einen beim Z2 Pro sehr konstant, zum anderen sehr klein. Es ist zwar eine leichte Kante zu spüren, aber hätte man mir gesagt dies ist ein 500€ Smartphone hätte ich es vermutlich geglaubt.

Auch was die Massivität und das Gefühl in der Hand angeht ist das Z2 Pro einfach top, gerade für seine Preisklasse!

Ebenfalls sehr gut gefällt mir die Optik. Auf der Front setzt UMIDIGI auf ein vollflächiges 6,2 Zoll Display, mit Notch. Die Rahmen sind gerade seitlich und oben angenehm klein gehalten. Unten gibt es ein kleines „Kinn“, welches aber nicht stört oder unpassend aussieht.

Unter diesem Kinn befindet sich im Übrigen die Elektronik für die Steuerung des LCD Panels, daher ist dieses fast bei allen Smartphones zu finden.

Optisch die größte Besonderheit ist aber die Farbe. Neben einer ganz klassischen schwarzen Version ist das Z2 Pro auch in „Twilight“ erhältlich.

Twilight ist ein Farbverlauf von einem dunklen Lila/Blau in ein helles Grün/Türkis, welcher im Licht einfach nur imposant aussieht. Mögt Ihr es etwas auffälliger ist dies die Farbe für Euch!

Ich würde mich privat auch für diese Farbversion entscheiden. Ist sie Euch für den Alltag zu auffällig, kein Problem, UMIDIGI legt beim Z2 Pro nicht nur eine Displayschutzfolie bei, sondern auch eine einfache, aber brauchbare schwarze Gummihülle.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir neben dem 6,2 Zoll Display auch eine Front Dual Kamera mit 16 + 8 Megapixeln und die Ohrmuschel.

Ein/Ausschalter sind wie üblich an der rechten Seite gemeinsam mit der Lautstärke-Wippe zu finden.

Lautsprecher und USB C Ladeport sind wie üblich unten angebracht. Einen Kopfhöreranschluss sucht Ihr beim UMIDIGI Z2 Pro leider vergebens. Ein Adapter liegt allerdings bei.

Auf der Rückseite ist zu guter Letzt die 16 + 8 Megapixel Dual Hauptkamera, wie auch der LED Blitz und ein Fingerabdruckscanner.

 

Software

UMIDIGI setzt beim Z2 Pro auf Android 8.1. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zu den Smartphones von Xiaomi und Huawei um ein nah stock Android.

Es gibt also wenige visuelle Anpassungen. Ihr habt beispielsweise den aktuellen Android Launcher, welcher nur minimal von UMIDIGI verbessert wurde.

Es gibt beispielsweise rote Punkte an Apps die Euch eine Benachrichtigung gesendet haben, was so in Stock Android nicht der Fall ist. Auch gibt es einige Smart Feature, wie das Display welches sich beim Anheben des Smartphones automatisch einschaltet, diverse Wischgesten usw.

Auf 3. Anbieter Apps hat UMIDIGI komplett verzichtet. Es gibt lediglich die Standard Android und Google Apps.

Daher fällt der freie Speicher bei meiner 128GB Version mit 116,6GB auch angenehm groß aus.

 

Display

Das UMIDIGI Z2 Pro verfügt über ein 6,2 Zoll Display mit 2246 x 1080 Pixeln Auflösung. Hierbei handelt es sich natürlich um ein IPS Panel.

Dieses sieht auch subjektiv gut aus! Farben sind klar und ausreichend kräftig, Kontraste gut und auch die Schärfe passt.

Ich nehme mittlerweile einfach an, dass es keine richtig schlechten IPS Panels mit Notch und randlosem Design auf dem Weltmarkt gibt.

Wo es doch recht große Unterschiede gibt, ist bei der Helligkeit des Displays. Diese ist beim Z2 Pro in Ordnung. Man liegt hier ein Stück über dem Xiaomi Pocophone F1, ist aber auch nicht ganz in der Spitzenklasse.

Die Ablesbarkeit im Freien ist Okay, sofern Ihr nicht direkt in der Sonne steht.

 

Lautsprecher

Die Lautsprecher bei „China“ Smartphones sind oftmals ein großer Schwachpunkt. Gilt dies auch für das UMIDIGI Z2 Pro?

Jein, auch das UMIDIGI Z2 Pro verfügt nicht über den besten Lautsprecher. Dieser befindet sich auf der unteren rechten Seite, also kein Dual Lautsprecher Set-up wie dieses aktuell in ist.

Der vorhandene Lautsprecher klingt akzeptabel. Bis ca. 70-80% Lautstärke klingt dieser ausreichend klar, wenn auch etwas dünn. Ab 80% merkt man das dieser unsauber wird und zum Verzerren neigt.

Für System-Sounds reicht das ganze völlig, genau für mal nen Youtube Video im Bett, aber legt Ihr einen großen Wert auf den Lautsprecher ist das Z2 Pro nur bedingt optimal für Euch.

 

Kamera

Das UMIDIGI Z2 Pro verfügt über ein 16 + 8 Megapixel Kamera Set-up. Die sekundäre 8 Megapixel Kamera wird dabei nur für den Porträt Modus genutzt.

Ja…. Ihr wisst wie ich darüber denke. Die sekundäre Kamera ist reines Marketing! Ja das Z2 Pro verfügt über einen Porträt Modus, dieser ist aber nicht gut. Selbst absolute Spitzen Smartphones haben damit Probleme, ich bin fast geneigt zu sagen, dass lediglich die iPhones dies 100%ig hinbekommen.

Selbst die High End Samsung und Google Smartphones produzieren nicht immer perfekte Porträts.

Leider ist der Porträt Modus beim Z2 Pro nicht gut! Es gibt regelmäßig Fehler beim Ausschneiden, welche auch deutlich sichtbar sind. Das Ganze ist nur ein Gimmick um behaupten zu können „wir haben zwei Kameras“, lasst Euch davon nicht ködern.

Aber wie steht es um die Hauptkamera? Das Z2 Pro verfügt hier über den Samsung S5K2P7 Sensor, welcher mit einer Blende von f1.7 versehen ist.

Damit hat das UMIDIGI Z2 Pro die auf dem Papier gleiche Kamera wie das Samsung Galaxy S7!

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Kommen wir damit zu den Testbildern. Diese sind wie üblich im Automatik Modus gemacht mit Auto HDR aktiv. Die Bilder werden nicht von mir nachbearbeitet und unkomprimiert 1 zu 1 hier hochgeladen.

Mobile Nutzer also aufgepasst! Die Bilder werden beim Anklicken in voller Größe geladen.

Ehe ich etwas zu den Aufnahmen sage, möchte ich das UMIDIGI Z2 Pro für die Performance loben! Ich habe selten ein Smartphone in dieser Preisklasse gesehen dessen Kamera sich derartig „flott“ anfühlt, was auslösen und speichern der Aufnahmen angeht.

Ich bin von den Bildern etwas hin und her gerissen. Wir sehen hier das typische China Smartphone Problem. Aufnahmen wirken sehr schwer und Farben neigen dazu etwas ins bräunliche abzudriften. Zudem ist die Dynamik eher mäßig.

Nein wir sind hier nicht qualitativ auf dem Level des Samsung Galaxy S7. Hat UMIDIGI also mit der Kamera Hardware gelogen? Vermutlich nicht, dies ist ein Post Processing Problem.

Das Post Processing wird in der Regel von einem Chip im SoC übernommen und hier setzt UMIDIGI auf Mediatek. Verdächtigerweise sehe ich diese Kamera Probleme oft bei Smartphones mit Mediatek SoC, daher vermute ich hier einen Zusammenhang.

Allerdings sind die Fotos des UMIDIGI Z2 Pro auch nicht furchtbar. Die Schärfe und auch Farben passen, gerade bei günstigen Lichtverhältnissen.

Ich konnte einige wirklich wunderschöne Bilder mit dem Z2 Pro machen!

Auch im Low Light zeigt das Z2 Pro seinen guten Sensor und große Blende. Ab einem gewissen Punkt werden die Bilder zwar etwas weich, aber im Großen und Ganzen geht die Low Light Performance für ein 300€ Smartphone völlig in Ordnung.

Ein wenig gestört hat mich der Autofokus. Zwar ist die Kamera super schnell und reaktionsfreudig, aber der AF braucht teilweise recht lange zum scharf stellen oder ist zickig.

Unterm Strich ist die Kamera des UMIDIGI Z2 Pro okay, aber auch sicherlich nicht der Glanzpunkt dieses Smartphones.

 

Leistung und Benchmarks

UMIDIGI setzt beim Z2 Pro auf den Mediatek MT6771 Helio P60 SoC. Der Helio P60 ist ein noch recht neuer und somit aktueller SoC aus dem Hause Mediatek.

Dieser setzt wie üblich auf ein 4+4 Design, also vier schnelle Cortex A73 Kerne und vier etwas langsamere Cortex A53 Kerne. Alle Kerne takten allerdings auf 2GHz. Gefertigt wird der Helio P60 im 12nm Prozess.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an um die Leistung einschätzen zu können.

Leider ließ sich der Geekbench Benchmark auf dem Z2 Pro aufgrund eines Fehlers nicht starten, auch nach einigem herumprobieren.

Daher müssen wir uns auf die anderen Benchmarks konzentrieren. Im Antutu Benchmark setzt sich das UMIDIGI Z2 Pro zwischen das Xiaomi MI A2 und das Nokia 7 Plus, beides Smartphones mit dem Qualcomm Snapdragon 660.

Dies ist ein sehr respektables Ergebnis! Der Snapdragon 660 ist ein sehr mächtiger SoC und dass hier der Helio P60 mithalten kann, ist beeindruckend!

Noch besser wird es im PC Mark 2.0 Test, in welchem das UMIDIGI Z2 Pro sogar an Smartphones wie dem Google Pixel 2 XL vorbeiziehen kann. Dementsprechend wird hier das MI A2 und Nokia 7 Plus deutlich geschlagen.

Im PCMark 2.0 Test kommt es sehr stark auf eine hohe Alltags-Performance und Softwareoptimierung an. Anscheinend hat hier UMIDIGI einen guten Job gemacht.

 

Die Leistung im Alltag

Aber wie sieht es im Alltag aus? Sehr gut!

Die Benutzeroberfläche des UMIDIGI Z2 Pro lief in meinem Test perfekt, keine Ruckler oder stottern. Auch Animationen liefen schnell und flüssig. Dies ist aber auch nicht verwunderlich, die Benutzeroberfläche des Z2 Pro ist recht schlank und die Hardware leistungsstark.

Lediglich einmal gab es einen Bug, welcher verhinderte, dass ich Apps installieren konnte. App Downloads blieben auf „Download ausstehend“ hängen. Ein einfacher Neustart behob dieses Problem jedoch.

Einmal installiert zeigten sich 3. Anbieter Apps erfreulich reaktionsfreudig und schnellstartend. Selbst wenn größere Datenmengen geladen werden mussten, traten keine Ruckler auf.

Das verbaute WLAN Modul ist im übrigen okay. Dieses schafft 433Mbit/s und natürlich das 5GHz Band.

Damit lassen sich sehr beachtliche Datenraten erreichen, lediglich scheint die Reichweite gerade auf dem 5GHz Band etwas mäßig zu sein. Erstaunlich, denn die LTE Performance und auch Reichweite ist tadellos!

Auf dem Papier schafft das UMIDIGI Z2 Pro allerdings „nur“ 300Mbit auf dem LTE Band. Braucht man mehr? Vermutlich nicht, ich wünschte mein Dorf LTE würde dies ansatzweise schaffen.

Wie stehts um die Gaming Performance?

Die Mediatek Helio Chips sind nicht unbedingt für ihre gigantische Gaming Leistung bekannt. Allerdings performt das UMIDIGI Z2 Pro sehr respektabel!

Alle Spiele die ich finden konnte, liefen auch problemlos. Die meisten auch in voller Qualität. Allerdings gibt es auch durchaus Spiele die die Qualität etwas herunterschrauben.

Das UMIDIGI Z2 Pro ist also durchaus fürs Gaming zu gebrauchen!

 

Akkulaufzeit

Das Z2 Pro verfügt über einen 3550mAh starken Akku, was für ein Smartphone dieser klasse eine sehr solide Kapazität ist.

Allerdings ist meist die reine Kapazität gar nicht so wichtig, ob nun 3200mAh oder 3550mAh macht beispielsweise den Braten nicht fett. Oftmals viel wichtiger sind die Software Optimierungen und wie sparsam die Hardware ist.

Wie stehts hier um das UMIDIGI Z2 Pro? Mäßig gut.

In meinem Standard Test hielt das Z2 Pro lediglich 5 Stunden durch. Heißt Normalnutzer werden gut durch den Tag kommen, Intensivnutzer hingegen nur knapp.

Wobei dies nur die halbe Geschichte ist, denn die Standby Zeit des Z2 Pro ist erstaunlich gut! Selbst nach einigen Tagen, an denen keine Nutzung statt fand, hatte das Smartphone noch Saft.

Bonus Punkte bekommt das Z2 Pro für das Nutzen von kabellosem Laden!

 

Fazit

Das UMIDIGI Z2 Pro ist ganz klar ein Exot, welcher auch wirklich primär Nutzern zu empfehlen ist, die auf der Suche sind nach einem etwas ungewöhnlicheren Smartphone.

Starten wir aber beim positivem des Z2 Pro. Dies wäre für mich primär die Optik und Haptik. Die Twilight Färbung sieht einfach nur toll aus, gerade im Sonnenschein! Hinzu kommt eine hochwertige Verarbeitung.

Ebenfalls sehr stark ist das große vollflächige Display und die Leistung. Der Helio P60 in Kombination mit 6GB RAM ist im Alltag eine sehr starke Mischung, welche es problemlos mit dem Snapdragon 660 aufnehmen kann. Selbst in Spielen macht das UMIDIGI Z2 Pro einen guten Job!

Auch sehr solide ist die Akkulaufzeit, WLAN, LTE und der Fingerabdruckscanner/die Gesichtserkennung.

Der größte Kritikpunkt am Z2 Pro, neben dem sehr mittelmäßigen Lautsprecher, ist die Kamera. Diese ist nicht schlecht! Allerdings ist die Dynamik nicht gut und viele Aufnahmen sehen etwas träge und schwer aus.

Hier gibt es ganz klar Smartphones in der 300€ Preisklasse welche ein gutes Stück besser abliefern als das UMIDIGI Z2 Pro!

Abseits davon ist das Z2 Pro aber ein klasse Smartphone, welches ich Nutzern, die ein etwas exotischeres und sicherlich auch spannenderes Modell suchen und nicht extrem viel Wert auf die Kamera legen, empfehlen würde.

Alle anderen sollen sich aber lieber das Xiaomi Pocophone F1, BQ Aquaris X2 oder Nokia 7 Plus ansehen.

Positiv

  • Tolle Optik
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gutes Display
  • Hohe Leistung
  • Kabelloses Laden

Neutral

  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Solide Kamera….

Negativ

  • …. aber schlechte Dynamik und Autofokus

25% dünner und dabei noch besser? Die Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile im Test!

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Corsair ist DER Hersteller wenn es um mechanische Gaming Tastaturen geht. Diese waren einer der ersten Hersteller die überhaupt eine auf den Markt brachten und haben nun vielen Jahre investiert ihr Design nahezu zu perfektionieren!

Gefühlt gab es auf dem Markt für Mechanische Gaming Tastaturen in den letzten Jahren allerdings kaum Neuerungen. Es kam der RGB Trend und das wars. Die meisten guten Tastaturen setzten nach wie vor auf Cherry MX Red Schalter, oder irgendwelche Kopien davon.

Allerdings gibt es anscheinend einen neuen Trend, besonders flache Low Profile Tastaturen. Diese sollen gleich mehrere Vorteile mitbringen. Unter anderem eine höhere Reaktionszeit aufgrund einer schnelleren Auslösung, ein ermüdungsfreieres Arbeiten und natürlich ein etwas dezenteres Design.

Auch ich bevorzuge etwas flachere Tastaturen, ich finde diese einfach angenehmer.

Corsair hat nun genau solch eine mit der K70 RGB MK.2 Low Profile vorgestellt! Dabei ist dies auch die erste Tastatur mit Cherrys neuen MX Low Profile Schaltern.

Wollen wir uns die Tastatur doch einmal im Test ansehen. Kann die K70 RGB MK.2 Low Profile mit MX Low Profile Schaltern überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das zur Verfügung stellen der Tastatur für diesen Test.

 

Die Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile im Test

Corsair setzt bei der neuen K70 RGB MK.2 Low Profile auf das bekannte und vertraute Design, welches Corsair nun seit einigen Jahren begleitet, mit einer kleinen Ausnahme.

Wie schon im Namen steht handelt es sich hier um eine „Low Profile“ Tastatur. Diese Art der Tastaturen ist gerade in den letzten Jahren stark in die Mode gekommen. Jedoch ist die Kombination mechanisch + Low Profile anscheinend sehr schwer umzusetzen, da es hier bisher sehr wenige Modelle gibt.

Die K70 RGB MK.2 Low Profile ist auch Corsairs erste mechanische Low Profile Tastatur. Wer nun aber eine super flache „Notebook-Tastatur“ erwartet könnte enttäuscht werden.

Zwar ist die Corsair K70 RGB MK.2 LP ein gutes Stück flacher als eine normale mechanische Tastatur, aber als super dünn ist diese auch nicht zu bezeichnen.

In der Mitte misst das Gehäuse 12,69mm + 10,26mm für die Tastenkappe und den Schalter. Die Tastatur ist also insgesamt 22,05mm in der Mitte hoch (auf Höhe der TAB Taste).+

Zum Vergleich die normale Corsair K70 RGB MK.2 misst 31,94mm, die LP Version ist also rund 1/3 flacher. Klingt nicht viel, ist es aber durchaus. Die Tastatur wirkt doch ein gutes Stück flacher und fühlt sich auch so an, dazu aber später mehr.

Was das Design angeht, setzt Corsair wie üblich auf eine etwas schlichtere Optik. Die Corsair K70 RGB MK.2 LP ist beim besten Willen keine minimalistische Tastatur, aber auch nicht zu auffällig wie es einige „Gaming“ Tastaturen oft sind.

Geprägt wird das Design von einer schwarzen Aluminium Rückenplatte in gebürsteter Optik auf welcher die Tasten „schweben“. Diese Rückenplatte verleiht der K70 auch ihre sehr hohe Verwindungssteifigkeit. Es handelt sich bei dieser Platte nicht um eine dünne Schicht, sondern wirklich im eine massive Aluminium Scheibe. Der untere Gehäuseteil ist allerdings wiederum aus Kunststoff gefertigt, welcher aber auch einen höherwertigen Eindruck verbreitet.

Generell wirkt die K70 RGB MK.2 Low Profile sehr gut und hochwertig gemacht! Man merkt, dass es sich hier um ein höherpreisiges Modell handelt.

Die Rechtfertigung dafür liegt aber auch in eigenen kleineren Details, die man erst auf den zweiten Blick sieht, wie beispielsweise die Standfüße. Wie üblich ist es möglich die Tastatur leicht anzuwinkeln. Die dafür verbauten Standfüße werden allerdings seitlich geklappt, wodurch diese sich beim Zurückschieben der Tastatur auf dem Schreibtisch nicht einklappen. Dies hat mich bei einigen anderen Tastaturen schon genervt, die es nicht so machen.

Auch verfügt die K70 RGB MK.2 LP über einen zusätzlichen USB Port, für beispielsweise Eure Maus oder einen Funkempfänger. Hierfür verfügt das USB Kabel, welches sehr dick und textilummantelt ist, aber auch über zwei Stecker.

Weitere Bonuspunkte gibt es für das reichhaltige Angebot an gesonderten Multimedia Tasten, wie auch das wirklich sehr schöne Drehrad zum Verstellen der Lautstärke.

Neben der Tastatur legt Corsair noch einige alternative Tastenkappen mit in den Lieferumfang, wie auch eine große gummierte Handballenauflage.

Die alternativen Tastenkappen sind für Spieler von FPS und MOBAs gedacht um einige Tasten mit einer anderen Textur zu kennzeichnen, so dass diese schneller zu finden sind.

 

Layout

Corsair setzt bei der K70 RGB MK.2 LP erfreulicherweise auf das normale Deutsche qwertz Layout. Es wurden hier keinerlei Modifikationen vorgenommen.

Selbst der Tastenabstand entspricht dem einer gängigen mechanischen Tastatur, wobei dies auch nicht ganz richtig ist. Die Tastenkappen von normalen mechanischen Tastaturen sind meist konisch zulaufend, die der K70 LP sind hier etwas „zusammengedrückt“. Mehr dazu aber später.

Corsair verzichtet bei der K70 RGB MK.2 LP sogar auf eine FN Taste, welche mittlerweile bei den meisten Tastaturen zu finden ist.

Die F-Tasten dieser Tastatur sind also nicht mit irgendwelchen Multimedia Funktionen doppelt belegt. Dies ist auch nicht nötig, da es eine gesonderte Stopp, Play/Pause, Vor, Zurück, Mute Taste gibt.

Diese Tasten sind oberhalb des Nummernpads angebracht. Hier findet sich auch ein metallenes Drehrad über welches sich die Lautstärke regeln lässt. Dieses Drehrad gehört im Übrigen zu meinen Lieblings Features der High End Corsair Tastaturen!

Es ist irgendwie befriedigender und schneller ein Drehrad für das Einstellen der Lautstärke zu nutzen als eine Kombination aus „FN“ + „F2“ zu hämmern.

Neben den Multimedia Tasten besitzt die K70 LP auch noch drei Sondertasten zum Einstellen der Helligkeit, des aktuellen Profils und um die Windows Tasten abzuschalten. Diese drei Tasten sind oberhalb von F2-F4 zu finden.

 

Die Schalter

Corsair ist ein treuer Nutzer der Cherry MX Schalter. Viele andere Hersteller sind von den Cherry MX Modellen auf günstigere China Kopien gewechselt, welche zugegeben auch einen guten Job machen.

Allerdings aufgrund dieser Treue und vermutlich hohen Abnahmemengen scheint Corsair immer einen sehr frühen Zugriff auf die Neuentwicklungen von Cherry zu haben. Solch eine Neuentwicklung kommt auch in der K70 RGB MK.2 LP zum Einsatz.

Corsair nutzt hier erstmals die „MX Low Profile“ Schalter, welche in zwei Versionen verfügbar sind. MX Low Profile RGB Red und MX Low Profile RGB Speed.

Beide Schalter weisen sehr ähnliche Charakteristiken wie die großen Cherry MX Reds auf, sind nur 35% flacher.

Hieraus resultiert natürlich eine deutlich niedrigere Aktivierungsdistanz und Betätigungsweg.

Ein normaler Cherry MX Red wird nach 2mm ausgelöst und erreicht nach 4mm den Anschlag. Ein Cherry MX Low Profile Red wird nach 1,2mm ausgelöst und erreicht nach 3,2mm den Anschlag.

Der neue Schalter wird also ein gutes Stück früher aktiviert, besitzt aber dennoch mit 3,2mm einen recht hohen Hubweg.

Die Cherry MX Low Profile Speed Version ist hier nochmals etwas „schärfer“. Diese aktiviert bereits nach 1mm.

Was die benötigte Kraft für die Aktivierung angeht, liegen die Low Profile Versionen mit der normalen Version gleich auf. Beide benötigen 45g Druck.

Auch stimmt die Charakteristik überein. Die MX Low Profile sowohl in der Red wie auch Speed Version sind lineare Schalter. Nach dem anfänglichen Widerstand verlaufen die Schalter „flüssig“ bis Ihr das Ende erreicht.

Es gibt also keine Kennzeichnung wann der Schalter ausgelöst hat, weder durch ein Klack noch durch ein haptisches Feedback.

 

Wie tippt es sich auf der Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, wie fühlt sich die Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile in der Praxis an?

Wenig überraschend sehr gut! Als jemand der sowohl Notebook Tastaturen wie auch mechanische Tastaturen gewohnt ist, gab es kaum bis keine Eingewöhnungszeit auf der K70 LP.

Ganz im Gegenteil! Der flachere Aufbau der Tastatur hat mein Schreibtempo merkbar positiv beeinflusst. Es geht durch die etwas flacheren Tasten schneller zwischen diesen zu wechseln und der kürzere Hub beschleunigt das generelle Arbeitstempo sowieso.

Für Viel-Tipper kann ich diese Tastatur voll empfehlen!

Was etwas Eingewöhnung bzw. „Optimierung“ bedarf, ist der vergleichsweise frühe Aktivierungspunkt. Es ist nicht nötig die Tasten sonderlich weit durchzudrücken. Wenn Ihr es schafft Euch ein etwas „leichtfüßigeres“ Tippen anzugewöhnen, denke ich, dass es möglich ist auf der Corsair K70 RGB MK.2 LP sehr schnell zu schreiben!

Dieser frühe Aktivierungspunkt, gerade bei der Speed Version, ist auch das was die Tastatur für Gamer interessant macht.

Drückt Ihr eine Taste wird der Befehl bereits umgesetzt bevor die Taste den Anschlag erreicht. Dies kann die Millisekunde bringen die zwischen Sieg und Niederlage entscheidet. Ich würde diesen zeitlichen Vorteil zwar nicht als zu groß einstufen, aber er ist vorhanden, gerade verglichen mit nicht mechanischen Tastaturen.

Was die Qualität der Tasten angeht, bin ich grundsätzlich zufrieden. Die einzelnen Tasten besitzen seitlich so gut wie kein Spiel und auch die großen Tasten sind sauber stabilisiert. Damit vermeidet die Corsair K70 LP den Fehler der Tesoro gram XS, welche aufgrund des noch flacheren Aufbaus recht steife große Tasten besitzt.

Egal wo Ihr bei der Corsair die Leertaste, Enter usw. drückt, es wird immer der gleiche Druck benötigt.

Aufgrund der metallenen Basisplatte ist zudem der Anschlag der Tasten sehr schön feste und präzise. Selbst bei einem hohen Druck biegt sich nichts durch. Die K70 RGB MK.2 Low Profile wirkt unheimlich stabil und wertig in diesem Belang.

Trotz des Low Profile Aufbaus müsst Ihr bei der K70 LP keine Kompromisse eingehen. Dies liegt auch sicherlich daran, dass der gesamte Hub mit 3,2mm immer noch recht lang ist, gerade verglichen mit Notebooks usw.

3,2mm ist aber eine sehr schöne Länge, normale mechanische Tastaturen wirken oftmals etwas sehr ermüdend mit ihren vollen 4mm. Dieser leicht verkürzte Hub wurde von mir ganz klar positiv aufgenommen!

Sind also die neuen MX Low Profile „perfekt“? Eine Kleinigkeit ist mir doch negativ aufgefallen. Normale MX Red sind sehr schön flüssig und sanft, bei den neuen MX Low Profile meine ich im direkten Vergleich ein ganz klein wenig mehr Reibung zu spüren. Dies ist kein No Go und wird vermutlich kaum auffallen ohne direkten Vergleich.

Auch wirken die MX Low Profile auf mich etwas „fester“ als die normalen MX Red. Hier bin ich mir allerdings nicht sicher ob es sich nicht vielleicht um Einbildung handelt, da beide Schalter laut Hersteller 45g Widerstand haben.

Allerdings sollte mein Eindruck mich nicht täuschen, wäre dies nicht mal negativ! Gerade beim Gaming hatte ich anfangs bei den MX Red einige Tastendrücke ausversehen gemacht, da ich einfach nur meine Finger auf den Tasten abgelegt habe. Dies passiert bei der neuen K70 RGB MK.2 Low Profile nicht so schnell.

 

Software

Corsair nutzt bei der K70 RGB MK.2 Low Profile seine ICUE Software zur Steuerung. ICUE erlaubt dabei nicht nur eine Steuerung der Tastatur, sondern auch von anderen Corsair Produkten.

Beispielsweise könnt Ihr die Beleuchtung Eurer Tastatur mit der Euerer Gehäuse Lüfter Synchronisieren, sofern Ihr hier natürlich auch auf Corsair RGB Lüfter setzt.

ICUE ist ganz klar eine der umfangreicheren Steuerungsprogramme, die man so finden kann. Ihr könnt jede Taste Eurer Tastatur um Belegen oder teils sehr komplexe Makros erstellen.

Auch bzw. gerade was die Beleuchtung angeht bietet Euch ICUE unzählige Möglichkeiten! Ich würde  sogar sagen die meisten Möglichkeiten, mehr als bei Tesoro, Razer und Co. Im Gegenzug ist allerdings ICUE auch durchaus etwas „komplexer“ zu bedienen.

Profile und Makros lassen sich im Übrigen direkt auf der Tastatur speichern! Bei einer Windows Neuinstallation sind also nicht alle Einstellungen einfach weg.

 

Beleuchtung

Die Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile verfügt wie bereits im Namen steht über eine RGB Beleuchtung. Hierbei besitzt jede Taste der Tastatur auch wirklich eine eigene RGB LED.

Diese LEDs lassen sich individuell via Software programmieren oder Ihr könnt eins der Standard Profile nutzen, wie Regenbogen, Farbwechsel usw.

Ist Euch das Ganze etwas zu bunt könnt Ihr auch einfach die Beleuchtung abschalten oder eine einzelne Farbe wählen. Das ist das Schöne an RGB LEDs, Ihr könnt hier alles machen was Ihr wollt.

Die LED Qualität ist bei der K70 LP absolut tadellos! Sämtliche Farben werden gut und satt dargestellt.

Auch die Helligkeit fällt normal bis sogar leicht überdurchschnittlich aus. Das schwarze Gehäuse der K70 frisst natürlich etwas die Helligkeit. Eine weiße Tastatur kann selbstverständlich bei gleicher LED Qualität heller Strahlen als ein schwarzes Modell.

Dennoch ist wie bei Corsair üblich die Beleuchtung klasse!

 

Fazit

Corsairs erste mechanische Low Profile Tastatur ist ein Erfolg! Anders kann man es nicht sagen.

Corsair hat es mit der K70 RGB MK.2 Low Profile geschafft alle positiven Punkte der normalen K70 in einen schmaleren Formfaktor zu übernehmen. Neben der tollen Beleuchtung wäre dies natürlich primär das sehr robuste und massive Gehäuse, inklusive Rückenplatte aus Aluminium.

Dabei gefällt mir der Low Profile Formfaktor sogar ein Stück besser als der einer normalen mechanischen Tastatur. Die flacheren Tasten sind wie ich finde etwas ermüdungsfreier und erlauben mir sogar eine leicht höhere Schreibgeschwindigkeit.

Gamern hingegen wird der schnellere Aktivierungspunkt gut gefallen, gerade bei der „Speed“ Version.

Hier muss man natürlich auch Cherry für ihre gelungenen MX Low Profile Schalter loben, welche einen tadellosen Job machen! Zwar sind normale Cherry MX Reds noch etwas sauberer und flüssiger, aber im Allgemeinen ist die Low Profile Version qualitativ nicht nennenswert schlechter!

Hier unterscheidet sich die K70 MK.2 Low Profile etwas von der auch sehr guten Tesoro Gram XS. Letztere ist noch etwas flacher, aber hier merkt man, dass Kompromisse eigegangen wurden, um diesen flachen Formfaktor zu erzielen, primär wenn es um die Stabilisierung der größeren Tasten geht.

Die K70 RGB MK.2 Low Profile ist trotz des flacheren Aufbaus kompromisslos gut! Daher fällt es mir auch nicht schwer eine Kaufempfehlung auszusprechen.

Ich würde sogar soweit gehen und die Low Profile Version der normalen Version der K70 vorzuziehen! Aber dies ist natürlich etwas Geschmacksache.

Positiv

  • Hochwertiges Gehäuse
  • Tolle RGB Beleuchtung
  • Low Profile Formfaktor
  • Gesonderte Multimedia Tasten inklusive Drehrad für die Lautstärke
  • Umfangreiche Software
  • USB Ausgang für Maus/Headset
  • Hohe Schalter Qualität der MX Low Profile ….

 

Neutral

  • ….. aber etwas niedriger als bei den normalen MX Reds
  • Hoher Preis

Das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse im Test, endlich NVME SSDs extern nutzen!

Endlich ist es möglich PCIe basierte NVME SSDs in einem externen USB Gehäuse zu betreiben! Möglich macht dies der neue Jmicron JMS583 Controller.

Bisher waren so ziemlich sämtliche SSDs, die man auf dem Markt finden konnte, immer intern via SATA angebunden und daher auf um die 500MB/s limitiert. Selbst die „Fertig“ SSDs von Samsung, SanDisk usw. besaßen diesen Flaschenhals.

Im Juni 2018 hat JMicron als erster Hersteller mit dem JMS583 einen Controller vorgestellt welcher NVME/PCIe auf USB brückt. Es hatte nun noch rund drei Monate gedauert bis die ersten für den Endkunden fertigen Gehäuse den Markt erreichten.

Eins der ersten externen NVME Gehäuse ist das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse. Dieses ist für gerade einmal 35€ auf Amazon erhältlich und erlaubt es theoretisch eine beliebige m.2 NVME SSD extern mit einem Computer zu verbinden.

Aber welche Geschwindigkeiten sind zu erreichen? Funktioniert das Ganze schon gut? Wie steht es um die Kompatibilität? All diese Fragen versuchen wir im Test des XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse zu klären!

 

Das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse im Test

Wie es sich für solche China Hersteller gehört, wird das NVME Gehäuse in einer einfachen braunen Box ohne weitere Dokumentation geliefert.

Neben dem Gehäuse selbst befindet sich auch ein kurzes USB C auf USB A Kabel, ein Schraubendreher und ein paar Wärmeleitpads mit im Lieferumfang.

Das XT-XINTE Gehäuse ist äußerlich komplett aus einem schwarzen oder silbernen Aluminium gefertigt. Mit 40 x 125 x 10mmist dieses nur minimal größer als eine typische NVME PCIe SSD. Ihr erhaltet also eine wirklich kompakte kleine SSD.

Das Gehäuse ist hierbei nicht spektakulär, aber solide verarbeitet. Selbst wenn ich wollte wäre es mir vermutlich nicht möglich dieses mit bloßen Händen durchzubrechen. Robust wirkt das Ganze also.

Neben dem Herstelleraufdruck findet sich erst einmal nur ein USB C Port am Gehäuse.

 

Montage

Das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse wird einfach durch das entfernen der beiden Schrauben auf der Seite des USB C Ports geöffnet.

Das Innenleben des Gehäuses lässt sich daraufhin einfach herausziehen. Das NVME Gehäuse bietet Platz für SSDs im M.2 2280 Format, oder kleiner.

Neben dem Jmicron JMS583 Controller und einer kleinen LED, welche vom Gehäuse verdeckt wird, gibt es erst einmal nichts weiter groß zu bestaunen.

 

Kompatibilität und Performance

An dieser Stelle WICHTIG, das Gehäuse ist NUR zu PCIe NVME SSDs kompatibel und nicht zu SATA basierten m.2 SSDs!

Bei einigen der auf dem Jmicron JMS583 Contorller basierenden Gehäuse konnte ich etwas von einer angeblich problematischen Kompatibilität zu Samsung SSDs lesen.

Ist die Kompatibilität zu SSDs also wirklich ein Problem? Für diesen Test habe ich mir folgende vier SSDs geschnappt:

  • Corsair Force Series MP500
  • Toshiba OCZ RD400
  • Samsung 960 EVO
  • Intel 600p

Dies ist eine bunte Mischung an aktuell verfügbaren SSDs.

Machen wir es kurz, alle vier getesteten SSDs funktionierten problemlos im externen Gehäuse!

Wie stehts aber ums Tempo? Dieses war bei allen SSDs (außer der Intel) ebenfalls ziemlich identisch. Ihr könnt mit dem XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse rund 900MB/s lesend wie auch schreibend erreichen.

Teilweise scheinen auch etwas über 900MB/s oder unter 900MB/s möglich zu sein, aber dies ist anscheinend von Eurem USB Controller abhängig. Beispielsweise der Thunderbolt 3 Controller meines Dell XPS 13 9370 schafft anscheinend genau 900MB/s, während der USB 3.1 Controller in meinem Desktop 850MB/s im Maximum.

Samsung 960 Evo 1TB

Diese Werte gelten natürlich nur dann, wenn Ihr auch eine USB 3.1 bzw. USB 3.1 Gen 2 oder Thunderbolt 3 Verbindung nutzt! Über einen normalen USB 3.0 bzw. USB 3.1 Gen 1 Port erreicht das Gehäuse gute 430MB/s.

An einem USB 3.0 5Gbit Port

Die USB Verbindung ist hier ganz klar der limitierende Faktor, selbst wenn Ihr einen neueren USB 3.1 Gen 2 10Gbit Port nutzt.

Ein starkes Ergebnis! Ebenfalls positiv scheint die Zuverlässigkeit zu sein. Es gab keine plötzlichen Trennungen des Gehäuses, selbst unter Dauerlast.

 

Software und Temperatur

Wer schon einmal eine NVME SSD verbaut hat wird wissen das diese im Betrieb teils an die 90 Grad heiß werden können, was oftmals ein Problem ist. Eine gute Kühlung ist bei NVME SSDs also Pflicht!

Wie sieht es im XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse aus?

Hier haben wir leider ein kleines Problem. Es ist nicht möglich die Temperatur durch das Gehäuse auszulesen. Die SSD wird von vielen Tools gar nicht erkannt, andere melden diese nur als JMICRON Tech SCSI Disk Device, ohne weitere Daten.

Ihr könnt also auch keine Hersteller Tools nutzen um den Zustand der SSD auszulesen, blöd.

Die externe SSD wird nur als JMicron Tech SCSI Disk Device erkannt, die 970 ist eine interne SSD

Für das Messen der Temperatur im Gehäuse habe ich also zu einem Temperatur Messgerät greifen müssen. Die Werte sind natürlich nicht ganz so akkurat, da auf der SSD gemessen, sollten aber ausreichen für eine grobe Einschätzung.

Als SSD für diesen Test nutze ich die Corsair MP500, welche die heißeste SSD ist die ich aktuell kenne und habe.

Und ja auch im XT-XINTE Gehäuse wird diese flauschig warm, ich konnte im Inneren bis zu 62 Grad messen. Allerdings mag zwar 62 Grad viel klingen, gerade wenn man bedenkt, dass die SSD im Inneren nochmal ein Stück wärmer ist, aber die SSD hat nicht gethrottelt!

Heißt diese hat nicht überhitzt, selbst bei konstanter 100% Last.

Vermutlich da das Tempo auf rund 900MB/s limitiert ist, ist die SSD ja nicht zu 100% am Limit = auch nicht die volle Hitzeentwicklung.

Bei den beiliegenden Wärme/Klebepads weiß ich um ehrlich zu sein nicht welche Aufgabe diese erfüllen?! Diese sind zu flach um Kontakt zwischen Gehäuse und SSD herzustellen.

Anscheinend handelt es sich hier nur eine zusätzliche Fixierung zwischen SSD und PCB?! Warum auch immer diese nötig wäre.

Das Gehäuse wird im Übrigen auch außen recht warm (bis zu 52Grad), aber dies ist normal und gewollt.

Kurzum ja die SSDs werden heiß, man könnte hier mit dickeren Wärmeleitpads experimentieren, aber anscheinend nicht kritisch heiß.

 

Fazit

Ihr wollt Euch die schnellste aktuell verfügbare externe SSD bauen oder eine alte NVME SSD, die Ihr beispielsweise von dem Upgrade eines Notebooks übrig habt, sinnvoll weiter nutzen?

Dann ist das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse eine klasse Option! Für 35€ erhaltet Ihr hier ein solides Gehäuse für das externe Nutzen eines m.2 NVME SSD.

Praktisch könnt Ihr rund 900MB/s über dieses Gehäuse erhalten, wobei hier die USB 3.1 Gen 2 Verbindung sogar der limitierende Faktor ist. Habt Ihr nur einen normalen USB 3.0 Port sind immerhin gute 420MB/s möglich.

Schneller geht’s aktuell via USB einfach nicht! Daumen hoch dafür. Auch abseits des reinen Tempos sind mir keine negativen Auffälligkeiten in der Praxis aufgefallen, außer vielleicht, dass es nicht möglich ist Haltbarkeit, Temperatur usw. der verbauten SSD auszulesen.

Die Temperatur von NVME SSDs ist immer etwas problematisch, allerdings selbst mit sehr heißen SSDs konnte ich im XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse kein throtteln erreichen, auch wenn sich das Gehäuse schon ordentlich erwärmte.

Dennoch unterm Strich kann ich das XT-XINTE NVMe PCIE USB3.1 SSD-Gehäuse ohne Probleme empfehlen! Um ehrlich zu sein, gibt es auch aktuell nicht viele Alternativen, alle vergleichbaren Gehäuse basieren auf dem gleichen JMicron Controller.

Lohnt es sich Speicherkarten aus China zu bestellen? Die MIXZA TOHAOLL Speicherkarten im Test!

Speicherkarten werden überall im Alltag benötigt. Zwar sind mittlerweile auch große Speicherkarten günstig zu bekommen, aber sicherlich wird sich schon jeder einmal gefragt haben ob es nicht noch günstiger geht.

Wenn man günstige Elektronik will, gibt es einen Ort an dem man immer suchen kann, China. Auf Plattformen wie Gearbest, Aliexpress usw. gibt es duzende teils auch recht günstige Speicherkarten.

Hier gibt es natürlich auch schwarze Schafe die einem „Fake“ Speicherkarten verkaufen, aber viele Modelle sind auch seriös. Um solche seriösen Speicherkarten aus China soll es auch in diesem Bericht gehen, nämlich um die MIXZA TOHAOLL Serie.

Diese microSD Speicherkarten sind am unteren Ende des Preisbereiches angesiedelt. Wollen wir doch einmal klären ob es sich lohnt Speicherkarten wie die MIXZA TOHAOLL aus China zu bestellen und wie gut die Speicherkarten sind.

Neugierig?

 

Lohnt es sich Speicherkarten aus China zu bestellen?

Starten wir mit der wichtigsten Frage, warum sollte man Speicherkarten überhaupt aus Asien bestellen?

Die Antwort ist simpel, der Preis! Wir in Deutschland zahlen recht hohe Aufschläge auf Speicherkarten, beispielsweise Urheberabgaben usw. Auch ist gerade bei Speicherkarten in der 8-32GB Größenordnung das Porto ein Problem, welches oft höher ist als der Preis der Speicherkarte.

Gehen wir einmal die Preise durch. Wie üblich können diese sich gerade bei asiatischen Produkten sehr schnell ändern, daher gehe ich von den Preisen aus die ich Anfang September bezahlt habe!

MIXZA Samsung SanDisk
8GB             4.25 €
16GB             4.44 €          11.99 €             7.17 €
32GB             5.21 €          12.33 €             9.80 €
64GB          13.61 €          15.94 €          17.61 €
128GB          27.87 €          35.56 €          29.00 €

(Ungefähre Preise)

Wir sehen ein zu erwartendes Bild. Die China Speicherkarten sind günstiger als die Samsung/SanDisk Modelle.

Allerdings sehen wir auch, dass der Preisunterschied bei den größeren Modellen immer weiter zusammenschrumpft.

Rein vom Preis lohnt es sich also besonders Speicherkarten aus Asien zu bestellen wenn Ihr kleine Speicherkarten sucht, beispielsweise für ältere Geräte die keine Speicherkarten über 16/32GB akzeptieren.

 

Die MIXZA TOHAOLL Speicherkarten im Test

MIXZA ist ein Speicherkarten Hersteller welcher hier in Europa völlig unbekannt ist, aber in Asien anscheinend recht weit verbreitet ist. Diese bieten mehrere Speicherkartenserien an. Eine ist die TOHAOLL Serie, um welche es heute geht.

Speicherkarten in der MIXZA TOHAOLL Serie sind in 8GB, 16GB, 32GB, 128GB und auch 256GB verfügbar. Es wird also die komplette Bandbreite abgedeckt. Ich habe mir alle Speicherkarten außer die 256GB Version für diesen Test aus China bestellt.

Das Erste was an den Speicherkarten auffällt, ist die Bedruckung. Dies ist mir auch bei meiner Recherche aufgefallen, viele asiatische Speicherkarten sind deutlich bunter und kunstvoller bedruckt als die hier verfügbaren Modelle.

So ist auf jeder Speicherkarte bei den MIXZA TOHAOLL ein Comic Hai in einer anderen Farbe und Form abgebildet. Sicherlich etwas verspielt, aber ich finde es witzig und auch irgendwie interessanter als eine einfach schwarze Speicherkarte.

Auch die Verpackung macht einen guten Eindruck! Diese könnte so in einem Elektro-Fachmarkt hängen und würde nicht negativ auffallen.

Beim Lieferumfang gibt es allerdings einen Unterschied zu den gängigen Speicherkarten. MIXZA verzichtet auf den eigentlich ansonsten oft typischen microSD auf SD Adapter.

Ansonsten gibt es keine sofortigen negativen Auffälligkeiten.

 

Leistung der MIXZA Speicherkarten

Kommen wir zu dem vermutlich interessantesten Punkt, wie schnell sind die Speicherkarten und ist die Kapazität echt?

Für diesen Test nutze ich den Kingston FCR-HS4 Speicherkartenleser. Wichtig der Speicherkartenleser hat einen großen Einfluss auf das Tempo, solltet Ihr also einen anderen nutzen können Eure Werte abweichen.

Starten wir einfach mal mit der Kapazität.

Alle Speicherkarten besitzen ihre angegebene Kapazität +- der üblichen Schwankungen durch Umrechnungen der Einheiten, Formatierung usw. Es gibt allerdings keine Auffälligkeiten in diesem Punkt. Die kleineren Speicherkarten, 8, 16 und 32GB sind Fat32 vorformatiert, die größeren 64GB und 128GB sind exFat vorformatiert.

Auch bestätigt H2testw das alle Speicherkarten „Echt“ sind. Diese sind also sorglos im Alltag zu nutzen.

Aber stimmt auch das Tempo? MIXZA gibt für alle Speicherkarte hier eine grobe Angabe:

  • 8GB bis zu 18MB/s schreiben
  • 16GB bis zu 80MB/s lesen
  • 32GB bis zu 80MB/s lesen
  • 64GB bis zu 80MB/s lesen
  • 128GB bis zu 80MB/s lesen

Schauen wir uns einmal die Werte in der Praxis an.

[spoiler title=’Details‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

8GB
16GB
32GB
64GB
128GB

[/spoiler]

Keine großen Überraschungen hier außer, dass die Geschwindigkeiten gerade beim Lesen sehr ordentlich sind! Die ganz klar langsamste Speicherkarte ist die 8GB Version, welche mit 23/13MB/s eher mäßig schnell ist.

Allerdings ist dies normal! Gerade sehr kleine Speicherkarten erreichen nur sehr selten höhere Geschwindigkeiten.

Ab der 16GB Kapazität nimmt die Lese Geschwindigkeit aller Speicherkarten massiv zu. Die versprochenen 80MB/s werden hier locker geschafft.

Die 32,64 und 128GB Karten schaffen sogar fast 100MB/s was das absolute Maximum ist was so eine Speicherkarte erreichen kann.

Schreibend sind die Speicherkarten eher etwas schwächer, aber auch nicht katastrophal schlecht. Alle Speicherkarten wären in einer Action Cam oder Smartphone zu gebrauchen, gerade die größeren Modelle.

Ich würde auch sagen, dass sich die größten Modelle für Konsolen wie die Nintendo Switch oder auch Smartphones/Tablet eignen.

Wie steht es eigentlich um die Haltbarkeit solcher China Speicherkarten? Schwer zu sagen, dies kann ich leider nicht testen. Allerdings nehme ich nicht an, dass es hier einen großen Unterschied zu den klassischen Herstellern gibt.

Es gibt nicht so viele Flash Produzenten und auch gibt es immer weniger „schlechte“ Module auf dem Weltmarkt und es sehr wahrscheinlich ist, dass MIXZA hier einen vergleichbaren NAND nutzt wie Kingston und Co.

 

Fazit

Lohnt es sich Speicherkarten aus China zu bestellen? Grundsätzlich kann ich hier mit Jein antworten. Die MIXZA TOHAOLL Speicherkarten aus diesem Test sind als gut zu bezeichnen! Gerade lesend sind diese nicht schlechter als Modelle von Samsung und Co.

Von daher ja, gute Speicherkarten zu einem fairen Preis. Dennoch würde ich Euch vermutlich nur die Modelle bis 32/64GB empfehlen.

Gerade die 32GB Größe ist aus Asien unheimlich günstig zu bekommen. 32GB für unter 6€ inklusive Porto ist ein klasse Deal!

Die größeren Karten 64GB+ würde ich eher bei Amazon, MediaMarkt, Saturn usw. kaufen. Der Preisunterschied schrumpft bei höherer Kapazität und auch wenn die MIXZA TOHAOLL Speicherkarten gut sind, würde ich doch ein Modell von Samsung oder Sandisk bevorzugen, wenn der Preisunterschied lediglich bei ein paar € liegt.

Sucht Ihr aber eine Speicherkarte für ein Messgerät, eine ältere Kamera, Überwachungskamera usw. wo keine riesigen Kapazität benötigt werden, kann ich Euch eine China Speicherkarte wie die MIXZA TOHAOLL problemlos empfehlen!

FreeNAS Build 2018, 2x 10Gbit LAN, ECC Speicher, Intel Xeon, NAS Gehäuse, Workstation Hardware so günstig wie möglich

FreeNAS ist das Betriebssystem der Wahl wenn es um das Selbstbauen eines NAS Systems geht. Allerdings hat FreeNAS durchaus ein paar besondere Vorlieben was die Hardware angeht.

Ich hatte nun den Plan gefasst ein Neues NAS zu bauen, das Ziel, gute und hochwertige Komponenten, ECC RAM und vor allem 10Gbit LAN. Das Ganze dann am besten in einem richtigen NAS Formfaktor.

All dies unter einen Hut zu bekommen ist gar nicht so einfach wie zunächst gedacht. Dabei entstand dann dieser kleine Artikel, welcher Euch vielleicht auch hilft das optimale FreeNAS System für Euch zu bauen!

Das Ziel

Beginnen wir mit der Frage was das Ziel mit diesem „NAS“ ist, dann erklärt sich meine Hardware Wahl auch besser.

Grob gesagt ist das Ziel ein zuverlässiges NAS für die Nutzung mit FreeNAS zu bauen, welches 10Gbit LAN wie auch ECC RAM und einen NAS Form Faktor besitzt.

Ein weiteres Ziel ist es dies mit möglichst kleinem Budget zu machen. Dies ist natürlich relativ bei einem System das am Ende 700€+ kostet, aber für ein Workstation Grade 10Gbit FreeNAS System ist dies schon am unteren Ende des Preisspektrums.

Das System soll für vier oder acht HDDs + 2 SSDs (als Cache) Platz bieten.

 

Was für Hardware benötigt FreeNAS?

Grundsätzlich sind die Hardware Anforderungen von FreeNAS sehr zahm. Im Optimalfall braucht FreeNAS recht viel RAM (8GB+), aber ansonsten kann an sich jede Hardware genutzt werden, die man aktuell so findet.

Die Hardware muss aber FreeBSD kompatibel sein! Bei Prozessoren, Mainboards usw. ist das Ganze Recht unproblematisch. Bei LAN Karten sieht dies leider etwas anders aus. Die günstigen 10Gbit LAN Karten mit Aquantia AQtion Chipsatz funktionieren beispielsweise aktuell noch nicht unter FreeBSD also auch nicht unter FreeNAS.

Für 10Gbit LAN sollte man am besten auf LAN Karten mit Intel Chipsatz setzen.

 

ZFS und ECC

Die Besonderheit warum FreeNAS als das sicherste Speichersystem gilt, ist das ZFS Dateisystem. ZFS „Zettabyte File System“ ist das fortschrittlichste und sicherste Dateisystem, welches auch eine Software Raid Funktionalität mitbringt.

Ihr braucht also keine teuren Raid Karten, sondern könnt die Festplatten sicherer als bei jeder Hardware Raid-Karte in der Software „zusammenschnallen“ für eine höhere Ausfallsicherheit.

ZFS besitzt hierfür sehr ausgeklügelte Software Algorithmen um zu bestimmen ob Eure Daten auch wirklich sicher gespeichert sind und wenn Ihr diese wieder abruft auch nicht korrumpieren können.

ZFS arbeitet hier nach einem einfachen Motto, dieses vertraut den Daten auf Euren Festplatten nicht! Jede Datei wird bei jedem Abruf und Schreibvorgang teils mehrfach überprüft.

Es werden beispielsweise Checksummen erstellt. Stimmt eine Checksumme mit der Datei auf der HDD nicht überein wird diese repariert. Damit dies funktioniert muss ZFS aber sichergehen können, dass die anderen Komponenten in Eurem System okay sind. Ist Euer RAM beispielsweise fehlerhaft und es wird eine falsche Checksumme berechnet, kann dies zu Problemen führen.

In diesem Fall würde ZFS versuchen eine richtige Datei auf Euren Festplatten zu reparieren.

Normaler Arbeitsspeicher ist nicht gegen solche Fehler geschützt. Diese sollten nicht auftreten, können es aber. Unter Windows würde dies einfach zu einem Programmabsturz führen und das war es meist schon. Bei FreeNAS kann dies allerdings größere Dateischäden anrichten.

Server und Workstation PCs nutzen daher ECC RAM. ECC RAM besitzt eine integrierte Fehlerkorrektur. Man kann sich also zu 100% sicher sein, dass alle Daten die im RAM sind auch wirklich richtig sind.

Daher empfehlen die Macher von FreeNAS das Nutzen von ECC RAM. Dies ist aber keine Pflicht! Damit es selbst bei einem fehlerhaften RAM Moduls zu Datenverlust kommt, müssen schon viele unglückliche Umstände zusammenkommen.

Bei der ersten Berechnung der Checksumme muss sich ein Fehler einschleichen, wenn dies passiert wird FreeNAS versuchen die Datei zu reparieren. Bei dieser Reparatur muss dann wieder ein Fehler auftreten damit FreeNAS Probleme bekommt. In diesem Fall könnte es zu Datenverlust kommen, was aber praktisch sehr unwahrscheinlich ist.

Dennoch mit ECC RAM ist man auf der sicheren Seite!

 

RAM

FreeNAS braucht viel RAM, hier findet man im Internet oftmals die Angabe 1GB RAM für 1TB Speicher. Dies ist aber nicht richtig.

Wenn möglich packt so viel RAM wie es geht in Euer NAS, wenn dies aufgrund der aktuellen RAM Preise nicht möglich ist, ist dies aber auch nicht schlimm.

RAM wird bei FreeNAS grob gesagt für drei Dinge genutzt, für einen Index, für duplizierte Dateien und als Cache.

FreeNAS hält im RAM eine Art Index wo sich auf Euren Festplatten welche Daten befinden. Dieser Index ist in der Regel nicht sonderlich groß. Überschreitet allerdings der Index, weil Ihr 60TB Daten und nur 8GB RAM habt, die Größe des freien Platzes muss der Index auf die HDDs ausgelagert werden.

Hierdurch wird das NAS gerade bei Durchsuchen von Freigaben deutlich langsamer. 16GB reichen aber für locker 32TB+. Schaltet Ihr allerdings das Feature der duplizierten Daten Erkennung ein, steigt der RAM verbrauch extrem!

Habt Ihr dieses Feature aktiv und kopiert zweimal die gleiche Datei auf das NAS, erkennt dieses dies und speichert nur eine Datei unter zwei Orten, was Speicherplatz spart. Habt Ihr nicht tonnenweise RAM, lasst dieses Feature aber aus.

Zu guter Letzt wird freier RAM als Cache genutzt. Schreibt Ihr Daten auf das NAS werden diese zunächst im Arbeitsspeicher gesammelt und dann auf die HDDs geschrieben, was gerade bei vielen kleinen Dateien massiv das Tempo erhöht.

Auch verbleiben Daten im RAM, dass wenn Ihr diese wieder abruft, dieser Prozess deutlich schneller geht. Habt Ihr 8GB RAM frei, können 8GB auch als Cache genutzt werden. Rein theoretisch braucht Ihr gar keinen RAM Cache, aber dieser ist „Nice to Have“.

 

Laufwerk für FreeNAS

FreeNAS wird nicht wie andere Betriebssysteme auf Eure Festplatten installiert, sondern läuft in der Regel von einem USB Stick.

Dabei wird FreeNAS nur beim Start einmal vom USB Stick geladen und bleibt dann im RAM. Rein theoretisch könntet Ihr im Betrieb den USB Stick sogar abziehen und alles würde zunächst weiterlaufen, bis zum nächsten Neustart.

Ihr braucht hier keinen besonderen USB Stick, 16GB sollten völlig ausreichen.

 

Die Hardware

Kommen wir zu der Hardware für diesen 2018er FreeNAS Build.

Die Kernkomponente ist ein Supermicro Mainboard mit integrierter CPU! Supermicro ist ein Server Hersteller, welcher wirklich ausschließlich Server oder Workstation Hardware herstellt.

Ich habe hier für meinen Server das Supermicro X10SDV-4C-TLN2F gewählt mit integriertem Intel Xeon D-1521 wie auch zwei 10Gbit LAN Ports!

Allerdings war diese Wahl ein Fehler! Ich würde Euch zum Supermicro X10SDV-4C+-TLN4F raten! Meine Version besitzt lediglich einen passiven Kühlkörper, welcher die CPU ohne einen recht hohen Luftstrom nicht ausreichend kühlen kann.

Ein ausreichender Luftstrom ist aber in kleinen ITX Gehäusen so eine Sache. Das Supermicro X10SDV-4C+-TLN4F verfügt hingegen über einen kleinen aktiven Lüfter und eine etwas kleinere CPU (200Mhz weniger Takt).

Beginnen wir aber am Anfang der Hardware Wahl. Wir wollen ein NAS Bauen, daher habe ich mich auch für ein „NAS like“ Gehäuse mit Front- Festplatten- Einschüben entschieden.

Hier sehe ich zwei gute Optionen, das Inter-Tech IPC SC-4004 falls Ihr mit 4 Bays auskommt, oder das etwas teurere SilverStone SST-DS380 falls Ihr 8 Bays wollt.

Es gibt auch andere Gehäuse mit HotSwap Schächten, aber diese haben alle eins gemeinsam, es passen nur Mini-ITX Mainboards in diese.

Dies war die größte Herausforderung an diesem PC, ein Mini-ITX Mainboard mit ECC Support. Die aktuellen Intel Desktop „i“ CPUs unterstützen alle samt kein ECC! Dies macht Intel damit professionelle Nutzer Xeon CPUs kaufen müssen.

Erstaunlicherweise unterstützen die Intel Pentium CPUs ECC RAM, ein Intel Pentium Gold G5500 wäre für unsere Zwecke völlig ausreichend. Allerdings unterstützen Intels B360, H310, H370, Q370, Z370, Z390 Mainboards alle samt kein ECC……

Man müsste also auf ein Mainboard mit Intel C246 Chipsatz (ein „Workstation Chipsatz“) setzen, welche aber a. teuer und b. nicht im Mini-ITX Format zu bekommen sind.

Die Lösung wäre AMD Ryzen, genau genommen der AMD Ryzen 3 2200G aufgrund der integrierten GPU, welche bei den anderen Ryzen fehlt. AMDs Ryzen CPUs unterstützen ECC genau wie die meisten AMD Mainboards.

Aber AMDs Mini-ITX Mainboards haben alle nur 4 SATA Slots, was zwar für vier HDDs reicht, aber nicht für zusätzliche SATA SSDs oder spätere Upgrades. Auch ist natürlich nur ein PCIe Slot vorhanden, welcher für die 10Gbit LAN Karte belegt wird.

Das Supermicro X10SDV-4C+-TLN4F bietet im Gegensatz dazu vier RAM Bänke, zwei integrierte 10Gbit LAN Ports und 6x SATA. Auch habt Ihr noch einen PCIe Slot frei um beispielsweise noch einen SATA Controller zu verbauten um mehr HDDs ansteuern zu können.

Aufgrund der zwei 10Gbit LAN Ports geht auch der Preis von rund 500€ für das Board „Okay“.

Beim RAM nutze ich 16GB, was für den Start ausreicht. Aufgrund der vier RAM Slots könnte man auch noch auf bis zu 64GB problemlos upgraden. Ich habe hier einfach den günstigsten ECC RAM Genomen den ich finden konnte. Das Crucial Modul funktioniert auch 1a auf dem Supermicro Board.

Beim SilverStone SST-DS380 wäre noch ein einfacherer PICe zu SATA Controller empfehlenswert um auch wirklich alle Schächte nutzen zu können. Der InLine 76617E, 4x SATA, PCIe 2.0 x1 würde hier taugen und erlaubt es Euch insgesamt 10 Laufwerke in der Box zu verbauen.

IX Systems bietet im Übrigen ein sehr ähnliches System wie wir hier bauen an. IX Systems ist der „Hersteller“ von FreeNAS.

https://www.amazon.com/FreeNAS-Mini-XL-Diskless-Attached/dp/B01CKN76OW

Dieses kostet 1350$ und bietet einen ähnlichen Formfaktor und Leistung (4 Kern CPU, ECC RAM usw.), aber keine 10Gbit LAN Ports (diese sind nur nachrüstbar). Von daher sind wir mit 700-900€ je nach Konfiguration ein gutes Stück günstiger.

Nicht ganz unwichtig sind auch die HDDs. Gerade bei einem 10Gbit NAS kommt es hier etwas auf die Performance an. Ich würde ganz klar zu 7200rpm HDDs raten! Die Preis/Leistungsstärksten HDDs wären hier vermutlich die Seagate Iron Wolf. Diese brauchen zwar etwas mehr Energie als die WD RED, sind aber meist günstiger und vor allem ein gutes Stück schneller.

Von letzterem profitieren wir ja bei einem 10Gbit NAS.

4-Bay Version

8-Bay Version

 

Der Zusammenbau

Der Zusammenbau ist aufgrund der recht geringen Anzahl an Komponenten an sich recht einfach und problemlos.

Es gibt allerdings durchaus ein paar Punkte welche nicht ganz einfach sind. Dies wäre primär das Kabelmanagement. Ihr habt bis zu 10 SATA Kabel, diverse Lüfterkabel usw. welche im SilverStone SST-DS380 vernünftig einen Platz finden müssen.

Hier eine kleine Übersicht über den Zusammenbau:

  1. Gehäuse auspacken und die beiden Festplattenkäfige entfernen.
  2. Mainboard auspacken und verschrauben (Blende nicht vergessen) .
  3. Netzteil einbauen und anschließen (zunächst nur den 24 Pin Netzteil Stecker und 4 Pin CPU Stecker).
  4. Lüfter und Einschalter, Reset Taste usw. mit dem Mainboard verbinden.
  5. Falls vorhanden die PCIe SATA Karte installieren.
  6. SATA Kabel mit Mainboard verbinden.
  7. Festplatten Käfig einbauen und mit Strom und SATA verbinden. Erfreulicherweise brauchen alle 8 HDDs im SilverStone SST-DS380 nur zwei Strom Stecker.
  8. Gehäuse schließen und Festplatten in die Schächte einsetzen.

Abseits des geringen Platzangebotes ein sehr problemloser Zusammenbau! Inkompatibilitäten oder Ähnliches sind mir nicht aufgefallen!

 

Grundsätzliches zur Hardware

Starten wir hier beim SilverStone SST-DS380, welches mich einerseits beeindruckt hat, aber andererseits auch etwas enttäuscht.

Grundsätzlich macht das Gehäuse einen sehr wertigen und durchdachten Eindruck. Es ist recht einfach im SilverStone SST-DS380 zu bauen, trotz des geringen Platzangebotes.

Auch das alle 8 HDDs nur mit zwei Stromsteckern versorgt werden ist sehr praktisch und angenehm! Es gibt sehr wenige SFX Netzteile mit so vielen HDD Anschlüssen und so spart man sich irgendwelche billigen Adapter, welche gerne Feuer fangen!

Auch dass es möglich ist beispielsweise den Einschalter von innen zu blockieren ist nett! So kann niemand das NAS im Vorbeigehen einfach mal abschalten, gerade in einem Haushalt mit kleineren Kindern praktisch.

Auf der anderen Seite gibt es aber Punkte wie die Festplatteneinschübe, welche wirklich recht billig anmuten. Vielleicht bin ich hier aber auch von den größeren Synology Systemen verwöhnt, aber ein wenig hochwertiger wäre sicherlich gegangen. Allerdings funktionieren die Festplatteneinschübe grundsätzlich gut.

Auch gut ist die Kühlung. Aufgrund der drei 120mm Lüfter ist der interne Luftstrom solide. Auch solide sind die beiliegenden Lüfter. Natürlich geht’s noch hochwertiger, aber Ihr könnt mit diesen problemlos arbeiten.

Bonus Punkte gibt es für die magnetischen Luftfilter über dem Netzteil in den beiden Lüftereinlässen.

Positiv möchte ich mich auch zum Supermicro Mainboard äußern. Dieses funktioniert sehr problemlos und zeigte sich auch nicht „zickig“. Es hat jedes Mal gepostet, wenn ich es eingeschaltet habe, auch bereits außerhalb des Gehäuses usw.

Lediglich dauert der Bootvorgang sehr lange! Was vermutlich am IPMI Feature liegt.

Etwas unglücklich ist leider die Position des 24 Pin Netzteilanschlusses in Kombination mit dem SilverStone SST-DS380. Man muss das Kabel über das halbe Mainboard führen.

Immerhin hat Corsair mitgedacht und die Kabel des Corsair SF450 Netzteils ausreichend lang, aber nicht zu lang für ein ITX Mainboard und Gehäuse gestaltet.

Im Leerlauf und ohne Festplatten ist das Corsair SF450 im Übrigen komplett leise, der Lüfter dreht gar nicht erst. Erst ab einer konstanten Last von ca. 50W springt dieser an.

Der InLine 7661E SATA Controller (Marvell 88SE9215) ist im übrigen Perfekt für FreeNAS geeignet! FreeNAS mag gar keine großen Raid Karten oder Ähnliches. Solche HBAs sind deutlich günstiger und meist problemloser.

 

Temperaturen

Wie bereits erwähnt ist die passiv gekühlte Version des Supermicro X10SDV-4C-TLN2F etwas problematisch. Diese ist gemacht in einem 1U Server zu sitzen und dort von dicken Server Lüftern gekühlt zu werden.

Mini ITX Gehäuse bieten in der Regel nicht so viel Luftstrom, gerade wenn Ihr eine normalere Lautstärke anpeilt.

Das SilverStone SST-DS380 geht in diesem Belang noch! Wir haben einen akzeptablen Luftstrom über das Mainboard.

Reicht der Luftstrom? Das kommt darauf an wie gefährlich Ihr leben wollt und könnt. Die CPU überhitzt, aber erst nach ca. 10 Minuten 100% konstanter Auslastung und selbst dann throttelt diese etwas und gut ist. Diese pendelt sich bei 98-100 Grad und 2GHz ein.

Nicht schön, allerdings sofern Ihr auf Eurer FreeNAS Maschine keine VMs oder irgendwelche Media Encoder laufen habt, ist dies kein Problem. Selbst bei 10Gbit Übertragungen wird die CPU lediglich zu 40-60% ausgelastet, was okay ist.

Bei einer reinen NAS Nutzung könntet Ihr also mit einer rein passiven Lösung klar kommen.

Ich würde aber empfehlen zur aktiven Version des Supermicro X10SDV-4C-TLN2F zu greifen, dem Supermicro X10SDV-4C+-TLN4F oder wie ich einfach einen 60mm Lüfter mit Kabelbindern auf die CPU zu schnallen (diese pendelt sich unter Volllast dann bei 68 Grad ein).

 

Die Installation von FreeNAS

FreeNAS wird von einem USB Stick auf einen USB Stick installiert. Zunächst benötigt Ihr das aktuelle FreeNAS Image http://www.freenas.org/download-freenas-release/ Für diesen Bericht habe ich FreeNAS 11.2 Beta gewählt.

Wollt Ihr auf Nummer sicher gehen, nehmt eine aktuelle „stabile“ Version, Beta Versionen können immer Fehler oder Bugs beinhalten.

Um den USB Stick bootbar zu machen, nutze ich gerne „YUMI“ https://www.pendrivelinux.com/yumi-multiboot-usb-creator/

Wählt einfach den USB Stick aus und das Image, fertig.

USB Stick bzw. Sticks an das NAS anschließen und starten. Beim Starten F11 drücken und den Stick auswählen mit dem Image. Die Installation von FreeNas dauert etwas, ist aber sehr einfach!

Nach der Installation und einem Neustart werdet Ihr auf dem Monitor des NAS nicht viel spannendes sehen, außer die IP Adresse des NAS.

Diese müsst Ihr für eine weitere Konfiguration in Eurem Webbrowser eingeben. Hier gilt es zunächst einen Pool und einen Benutzer anzulegen.

In einem „Pool“ werden alle Festplatten zusammengefasst und sofern mehr als eine auch mit einem Datenschutz versehen. Heißt wenn Ihr beispielsweise vier Festplatten habt, kann eine beliebige HDD ausfallen und alle Daten bleiben erhalten. Dafür geht aber auch ¼ der Kapazität verloren.

Erwartet ihr hier aber groß Erklärungen wie Ihr freigegebene Ordner usw. anlegt, seid Ihr bei FreeNAS falsch!

Erklärt wird hier nichts, Ihr müsst Euch alle Detail Informationen ergooglen oder herumprobieren bis alles geht.

 

Wie viel Leistung hat der Intel Xeon D-1521 bzw. Intel Xeon D-1518?

Der Intel Xeon D-1521 ist eine 4 Kern CPU mit 8 Threads die mit bis zu 2,8GHz taktet. Diese basiert noch auf der Intel Broadwell Architektur (5. Gen i CPUs), ist also nicht ganz die neuste Architektur von Intel.

Es gibt auch Boards mit neueren CPUs aber hier zahlt Ihr einen dicken Aufpreis, für kaum benötigte Mehrleistung. Schauen wir uns die Leistung zunächst unter Windows an.

Mit 544 Punkten im ChineBench R15 Benchmark ist der Intel Xeon D-1521 gar nicht mal eine schlechte CPU! Diese liegt ein gutes Stück über dem Intel Pentium Gold G5500 (ca. 414 Punkte) oder dem Intel Core i5-6400 (497 Punkte) und mit dem AMD Ryzen 3 1300X und Intel Core i3-8100 gleichauf.

 

Übertragungsraten

Welche Übertragungsraten Ihr maximal mit dem NAS erzielen werdet, hängt extrem von Euren Laufwerken ab und natürlich Eurem Netzwerk.

Nutzt Ihr nur eine 1Gbit LAN Verbindung werdet Ihr immer auf rund 100-120MB/s limitiert sein. Bei einer 10Gbit LAN Verbindung werden die Laufwerke der limitierende Faktor sein.

Folgende Netzwerk-Komponenten kamen abseits des NAS zum Einsatz:

  • ASUS XG-C100C LAN Karte (100€ Windows und Linux kompatibel)
  • ASUS XG-U2008 („günstiger“ 10Gbit LAN Switch)
  • SMB als Protokoll

Starten wir mit dem „Optimum“. Hierfür habe ich in das NAS eine NVME SSD (Toshiba RD400) eingebaut. Mit der NVME SSD ließen sich bis zu 910MB/s lesend und 992MB/s schreibend erreichen.

Ein sehr ordentliches Tempo, welches knapp am absoluten Maximum der 10Gbit Verbindung liegt.

Mit HDDs fällt das Tempo ein gutes Stück niedriger aus. Allerdings mit 4x6TB HDDs (Seagate Iron Wolf) konnte ich weiterhin gute 560MB/s lesend und 300MB/s schreibend erhalten.

Interessanterweise konnte ich mit einem SSD Cache keine nennenswerte Steigerung dieser Werte erzielen, egal ob in Benchmarks oder in der Praxis. Eventuell habe ich hier etwas nicht richtig konfiguriert?!

Mit 8xHDDs in einem Raid Z1 sank das Tempo leicht auf 540MB/s lesend und 280MB/s schreibend, was aber wohl an den langsameren HDDs liegt welche ich dem Speicher Pool hinzugefügt hatte.

Kurzum Ihr erhaltet ein sehr ordentliches Tempo!

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des NAS hängt von den verbauten HDDs und deren Anzahl ab. Grundsätzlich benötigt das System ohne HDDs/SSDs rund 32-36W im Normalbetrieb unter FreeNAS.

Unter CPU Volllast kann der Stromverbrauch aber auch auf bis zu 70W ansteigen, was aber so gut wie nie passiert, außer Ihr lasst VMs auf dem NAS laufen.

Pro HDD müsst Ihr ca. 6-10W hinzurechen. Das vollbestückte NAS (mit 8 HDDs) wird im Leerlauf ca. 90W fressen. Schaltet also gegebenenfalls den HDD Ruhezustand in FreeNAS ein, was die Energiekosten massiv senkt!

 

IPMI

Kommen wir zu guter letzt noch auf ein interessantes Feature des Supermicro Boards zu sprechen, IPMI.

Verbindet Ihr ein LAN Kabel mit dem 1Gbit Port wird das IPMI Feature aktiviert. Ihr könnt eine Art Webconsole aufrufen, über welche Ihr Low Level Server Feature Steuern könnt, wie beispielsweise diesen aus der Ferne ausschalten, einschalten, neustarten, CPU Temperatur, Systemstatur usw.

Hierbei spielt es auch keine Rolle ob sich das Betriebssystem aufgehängt hat oder Ähnliches, da IPMI eine Ebene tiefer agiert.

Sehr praktisch ist auch die Möglichkeit ISOs über dies Webinterface in einem virtuellem CD Laufwerk zu mounten.

 

Warum FreeNAS anstelle von Synology oder QNAP?

Aber warum so viel Geld für ein selbst zusammengebautes System ausgeben und nicht gleich eins von Synology, QNAP oder ASUSTOR kaufen?

Teils würdet Ihr bei diesen Herstellern wirklich ein 10Gbit NAS System günstiger bekommen! Die größeren 8Bay NAS Systeme sind allerdings meist auch im knapp unter 1000€ Preisbereich.

Grob zusammengefasst Pro und Contra fertig NAS:

  • + Teils günstiger in der Anschaffung
  • + Kein aufwendiger Zusammenbau nötig
  • + Benutzerfreundlichere Software
  • + Mehr Software Feature
    • – Hardware weniger leistungsfähig (gerade bei 10Gbit LAN)
    • – Bei defekten nach Garantie Zeitraum ist ein kompletter Neukauf angesagt
    • – Weniger flexibel was die Hardware angeht
    • – ZFS ist nur bei FreeNAS verfügbar (ZFS ist das sicherste Dateisystem)
    • – Bei der Software seid Ihr auf den Hersteller angewiesen

Ich denke, dass viele normal/einfachere Nutzer mit einem Synology, ASUSTOR oder QNAP NAS besser dran sind! FreeNAS ist cool und technisch ohne Frage das robusteste System, aber nun mal nicht für den Normalnutzer gemacht.

FreeNAS ist wirklich eher an die „Profis“ gerichtet. Damit will ich nicht sagen, dass es für den Normalnutzer unmöglich ist FreeNAS zu nutzen, aber das Ganze ist weniger benutzerfreundlicher und erfordert den Willen bei möglichen Problemen eine Weile zu googlen.

Auch was Multimedia Feature angeht, sind fertig NAS System Welten besser ausgestattet! Zumindest von Haus aus. Ihr könnt natürlich Dinge wie OwnCloud oder Plex nachträglich installieren. Dies ist aber im Gegensatz zu den fertig NAS System keine ein Klick Angelegenheit, sondern erfordert Konsolenbefehle.

Siehe beispielsweise hier: https://forums.freenas.org/index.php?threads/tutorial-how-to-install-plex-in-a-freenas-11-0-jail.19412/

Ich kann verstehen, dass sich nicht jeder damit herumschlagen will. Geht es aber um Datensicherheit, Robustheit und Sicherheit ist FreeNAS nun mal das absolute Spitzensystem.

 

Fazit

Ich hoffe ich konnte Euch mit diesem kleinen FreeNAS Build ein paar hilfreiche Tipps und Anregungen geben, welche Hardware man für ein etwas größeres NAS verwenden kann.

Das NAS läuft bei mir seit Bau absolut zuverlässig und stabil, was aber auch bei Workstation Hardware und ECC RAM nicht verwundern sollte.

Hier noch einmal die von mir empfohlenen und funktionierenden Komponenten:

Was die Performance angeht, gibt es keinen Grund zu klagen! Die passenden Laufwerke vorausgesetzt könnt Ihr mit diesem NAS problemlos die 10Gbit Marke erreichen. Ich konnte in der Spitze bis zu 1000MB/s über das Netzwerk erreichen, was schon extrem beeindruckend ist.

Dies gepaart mit der sehr hohen Zuverlässigkeit und Sicherheit von FreeNAS kann kaum von einem „Fertig NAS“ überboten werden.

Weitere Infos zu FreeNAS und ZFS:

Die QCY T1 Pro im Test, komplett kabellose Ohrhörer für unter 30€ (Geheimtipp)

Teils ist die technische Entwicklung einfach nur beeindruckend! Gab es vor 3 Jahren fast überhaupt keine komplett kabellosen Ohrhörer auf dem Markt, sind diese mittlerweile allgegenwärtig und auch teils zu Spott -Preisen verfügbar.

Dies gilt auch für die QCY T1 Pro, welche aus Asien für unter 30€ verfügbar sind. QCY ist dabei ein extrem interessanter Hersteller, da dieser ein Zulieferer ist. In der Vergangenheit waren meine Erfahrungen mit QCY zudem sehr positiv.

Wollen wir uns also mal im Test ansehen was die komplett kabellosen QCY T1 Pro so zu leisten vermögen!

Die QCY T1 Pro im Test

Die QCY T1 Pro bestehen wie die meisten komplett kabellosen Ohrhörer aus zwei Teilen, der Ladebox und der Ohrhörer.

Die Ohrhörer werden in der Ladebox geladen und transportiert, wenn Ihr diese nicht nutzt. Dies ist bei komplett kabellosen Ohrhörern etwas sehr Wichtiges!

Es ist nicht möglich die Ohrhörer außerhalb dieser Box zu laden. Auch ist die Transportbox der Ausschalter der QCY T1 Pro. Legt Ihr diese in die Box werden die Ohrhörer automatisch abgeschaltet.

Erfreulicherweise ist die Lade/Transport-Box der QCY T1 Pro sehr schön! Es handelt sich um eine kleine Aluminium Box in deren Inneren eine kleine Schublade ist, welche sich ausschieben lässt.

In dieser Schublade sitzen die Ohrhörer, die per Magneten gehalten werden, was auch gut funktioniert.

Die Ohrhörer selbst sind größten Teils aus Kunststoff gefertigt und in einer etwas ungewöhnlichen „rechteckigen“ Form gehalten. Die Front der Ohrhörer ist dabei natürlich mit Gummi verkleidet.

Rein vom Design sind die T1 Pro wie auch die Transportbox sehr schlicht. Es gibt kein auffälliges Branding oder Ähnliches. Dies überrascht auch nicht, denn QCY ist ein Zulieferer, dessen Produkte oft auch unter anderem Namen verkauft werden. Hier wäre ein besonders auffälliges Design natürlich hinderlich.

Interessant ist die Steuerung der Ohrhörer. Diese verfügen über eine Touch Rückseite. Langes Antippen schaltet diese ein, einfaches Antippen pausiert/setzt Musik fort usw.

Zwar passt die Touch Sensitivität, aber ich hätte mir, um ehrlich zu sein, einen gesonderten Ein/Ausschalter gewünscht.

Die Ohrhörer halten im Dauerbetrieb ca. 2 Stunden durch, können aber unterwegs mithilfe der Ladebox aufgeladen werden. Diese hält ca. 10 Ladungen, insgesamt kommt Ihr also auf rund 20 Nutzungsstunden unabhängig vom Netz.

 

Tragekomfort

Die QCY T1 Pro sind relativ große Ohrhörer, was auch klar ist da in jeder Ohrmuschel Bluetooth Elektronik und Akkus untergebracht werden müssen.

Die QCY T1 Pro sind nicht die aller größten komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer, aber die Passform ist von QCY etwas ungewöhnlich gewählt.

Grundsätzlich würde ich die QCY T1 Pro primär für mittlere bis große Ohren empfehlen. Sitzen tun die Ohrhörer bei mir ganz gut, allerdings passen die Ohrhaken nicht so recht.

Ohrhaken sind eine Art kleiner Gummibügel welcher sich in Eurem Ohr verkeilen soll, um für einen besseren Halt zu sorgen.

Diesen Ohrhaken bekomme ich nicht so recht in mein Ohr, außer ich drücke die QCY T1 Pro sehr tief hinein, was ich unangenehm finde.

Aber auch so sitzen die Ohrhörer ausreichend gut. Ich würde diese jetzt nicht zwingend fürs Joggen empfehlen, aber im normalen Alltag passt der Tragekomfort.

Unterm Strich würde ich diesen mit einer „3“ bewerten.

 

Klang

Kommen wir zu dem eindeutig wichtigsten Punkt, dem Klang. Können hier die QCY T1 Pro überzeugen? Ja!

Die QCY T1 Pro bieten die typische „dynamische“ Klangsignatur. Bässe und Höhen sind also die primären Klanggebenden Elemente.

Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind angenehm sauber und schön klar, aber nicht schrill oder spitz.

Die Brillanz passt, ist aber auch nicht übermäßig stark. Hierdurch bieten die QCY T1 Pro eine solide Detailwiedergabe, klingen aber nicht überschärft.

Die Mitten sind vorsichtig gesagt „unauffällig“. Die Ohrhörer klingen ausreichend voll und auch die Wiedergabe von Stimmen/Gesang ist Okay, aber man merkt, dass die Mitten eher leicht abgesenkt wurde, aber nicht so sehr wie beispielsweise bei den Xiaomi RedMi Ohrhörern.

Dies ist sicherlich geschehen um den Bass etwas mehr zu betonen, was auch gelingt. Der Bass der QCY T1 Pro ist angenehm kräftig und satt.

Dabei schafft dieser es auch eine gewisse Dynamik und Aggressivität auszustrahlen. Wie bei einem Preis von unter 30€ auch zu erwarten, ist der Bass aber natürlich auch nicht perfekt. Der Tiefgang ist eher mittelmäßig.

Ebenfalls mittelmäßig ist die räumliche Auflösung. Musik klingt nicht flach, aber wird auch nicht übermäßig stark in die Tiefe oder Breite gezogen.

Lobenswert ist dafür die Dynamik und generelle Spielfreude. Ganz blöd gesagt es macht Spaß mit den QCY T1 Pro Musik zu hören!

Die Ohrhörer klingen in keiner Weise billig oder blechern wie man dies vielleicht bei solch einem günstigen Preis erwarten dürfte. Diese lassen 95% aller „mitgelieferten“ Kopfhörer alt aussehen und können sich auch gegen klassische Bluetooth Ohrhörer problemlos bewehren.

Die Bassmenge würde ich im Übrigen als leicht angehoben bezeichnen. Die Ohrhörer sind keine Bass Monster, besitzen aber genug Bass um Spaß zu machen. Ähnliches gilt auch für die Höhen.

Die maximale Lautstärke würde ich als gut bezeichnen, gerade für Bluetooth Modelle!

 

Verbindungsqualität

Die Verbindungsqualität ist ohne Frage das größte Problem der meisten Bluetooth Ohrhörer. Dies liegt natürlich daran, dass in den Ohrstöpseln nur sehr kleine und schwache Antennen verbaut werden können und dass die Ohrstöpsel gleichzeitig senden und empfangen müssen, zumindest einer.

Der rechte Ohrstöpsel muss nicht nur das Signal von Eurem Smartphone entgegennehmen, sondern auch an den linken Ohrstöpsel weiterleiten.

Ganz perfekt ist die Verbindungsqualität auch bei den QCY T1 Pro nicht. Verdeckt Ihr beispielsweise mit der Hand einen Ohrstöpsel bricht zu diesem kurz die Verbindung ab. Auch sollte Euer Smartphone wenn möglich nicht mehr als 1-1,5 Meter von dem rechten Ohrstöpsel entfernt sein, sonnst kommt es ebenfalls zu einer Unterbrechung.

Im Alltag ist dies allerdings weniger ein Problem. Gibt es eine Unterbrechung wird in der Regel das Signal innerhalb von weniger als einer Sekunde automatisch wiederhergestellt.

Auch wenn Ihr normal mit Eurem Smartphone in der Tasche herumlauft, gibt es keine Abbrüche der Verbindung.

Erwartet Ihr aber in allen Lebenslagen und Situationen ein perfektes Signal, dann greift lieber zu teureren Ohrhörern.

 

Fazit

Die QCY T1 ProQCY T1 Pro sind aktuell mein Geheimtipp für günstige und sehr gute vollständig kabellose Bluetooth Ohrhörer!

Für unter 30€ funktionieren und klingen diese einfach hervorragend. Die QCY T1 Pro bieten einen sehr schönen und dynamischen Klang mit klaren Höhen und satten Bässen.

Hier spielen diese trotz ihrer komplett kabellosen Natur auf dem Level der üblichen Bluetooth Ohrhörer dieser Preisklasse von beispielsweise Anker oder TaoTronics.

Auch die Verbindungsqualität der beiden Ohrstöpsel ist gut, wenn natürlich auch nicht perfekt. Es ist möglich das Signal für eine Sekunde zum Abreißen zu bekommen, wenn man beispielsweise einen Ohrstöpsel mit der Hand abdeckt. Ich würde aber dennoch sagen, dass die Verbindungsqualität alltagstauglich ist. Sofern nicht provoziert, werdet Ihr hier kaum Probleme bemerkten.

Auch alltagstauglich ist die Transportbox, deren Design mir ausgesprochen gut gefällt und auch hochwertig wirkt.

Kurzum für unter 30€ werdet Ihr keine besseren komplett kabellosen Ohrhörer bekommen, als bei den QCY T1 Pro!

Die RealPower PB-15000C Powerbank im Test

Die RealPower PB-15000C ist mit 15000mAh die größte Powerbank aus RealPowers C Serie. Diese soll hier besonders mit einer großen Anschlussvielfalt und natürlich der großen Kapazität punkten.

Aber gelingt dies auch?

Finden wir es in einem kleinen Test heraus! Neugierig?

 

Die RealPower PB-15000C im Test

Mit 146 x 75,5 x 22mm ist die RealPower PB-15000C eine mittel bis große Powerbank, was sich natürlich auch in der Kapazität widerspiegelt. Diese ist so am oberen Limit angesiedelt von dem was man vernünftig, in beispielsweise einer Männerhosentasche, transportieren möchte und kann.

Dabei ist 15000mAh natürlich schon eine ordentliche Kapazität, die für den normalen Alltag glatt schon fast ein Stück zu groß ist. 15000mAh ist ausreichend selbst große Smartphones wie das Samsung Galaxy S9+ gute 3-3,5 mal vollständig zu laden. Kleinere Smartphones wie ein Apple iPhone 8 werden sich ca. 6 mal an der RealPower PB-15000C vollständig laden lassen

Damit eignet sich die RealPower PB-15000C primär für Dinge wie Tagesausflüge mit mehreren Personen.

Beim Gehäuse setzt RealPower auf eine Kunststoff Basis, welche aber größtenteils mit einem gummierten Kunststoff überzogen ist. Dies soll den Anschein erwecken als wäre die Powerbank mit einer Gummi-Hülle umspannt, was diese durchaus etwas spannender gestaltet.

Was die Verarbeitungsqualität und Haptik angeht gibt es aber noch etwas Luft nach oben. Das Gehäuse der Powerbank lässt sich beispielsweise etwas eindrücken. Man merkt also es ist Luft zwischen dem äußeren Gehäuse und den eigentlichen Akku-Zellen.

Nicht schön, aber auch nicht kritisch. Das Gehäuse ist ausreichend stabil und erfüllt seinen Zweck.

Spannend sind bei der RealPower PB-15000C besonders die Anschlüsse, denn hiervon besitzt die Powerbank gleich vier. Hierbei handelt es sich um zwei normale USB Anschlüsse, einen USB C Port und einen microUSB Port.

Interessanterweise gibt RealPower die Leistung einer der normalen USB Ports mit 1A an und die des anderen mit 2,1A an. Interessant ist dies da die kleinere Version der PB-15000C zwei 2,1A Ports besitzt. In der Regel haben Powerbanks mit einer höheren Kapazität auch mehr Leistungsreserven.

Immerhin auch der USB C Port soll über 2,1A Leistung verfügen. Dabei kann der USB C Port sowohl als Eingang wie aber auch als Ausgang genutzt werden.

Solltet Ihr allerdings noch nicht voll im USB C Ökosystem sein, kein Problem! Alternativ könnt Ihr die Powerbank auch einfach über den normalen microUSB Port aufladen.

Auf dem Papier sind beide Ports mit 2,1A gleich schnell.

Seitlich verfügt die Powerbank zudem über einen Einschalter, welcher aber gar nicht zum Einschalten der Powerbank gebraucht wird. Schließt Ihr ein Smartphone an der Powerbank an, schaltet sich diese von alleine an und auch wieder aus wenn das Smartphone voll ist oder getrennt wurde.

Der Einschalter dient viel mehr zum Überprüfen der verbliebenden Restladung der Powerbank. Hierfür besitzt die RealPower PB-15000C ein kleines LCD Display welches Euch in Prozent die aktuelle Ladung in der Powerbank anzeigt, praktisch!

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von RealPower mit 15000mAh angegeben, Messen konnte ich 13727mAh bzw. 50,791Wh.

Dies entspricht sehr guten 92% der Herstellerangabe! Warum sind 92% gut? Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Dies werden auch hier genau 15000mAh wenn nicht sogar etwas mehr sein.

Allerdings haben diese Akkuzellen 3,7V, weshalb die Spannung erst auf die USB typischen 5V angehoben werden muss. Dies raubt etwas Effizienz. In der Regel kann man sagen, dass gute Powerbanks zwischen 80% und 90% echte Kapazität erreichen.

90% überschritten, wie es hier der Fall ist, ist eher selten. Dies spricht entweder für eine sehr hohe Effizienz, oder dafür das RealPower größere Zellen verbaut hat als angegeben.

Bonuspunkte gibt es für das Größe zu Kapazitäts-Verhältnis, welches sogar recht gut ist!

Wie steht es um die Anschlüsse?

Gut! Die RealPower PB-15000C hält was sie verspricht, genau genommen sogar etwas mehr. Der 1A USB Port kann wie beworben 1A bzw. genau genommen rund 1,2A liefern, ehe die Spannung zu stark unter die minimalen 4,75V sinkt.

Der 2,1A USB Port schafft rund 2,4-2,6A ehe die Spannung wegbricht. Erstaunlich, dass RealPower diesen Port nicht auch mit 2,4A bewirbt.

Leider verfügt der USB C Port über ein recht geringes Spannungslevel, was sich auch etwas auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones auswirkt.

Die meisten Smartphones laden am USB C Port mit maximal 1,2-1,5A. Auch beispielsweise das Apple MacBook pro nimmt „lediglich“ 1,42A über diesen Port auf.

Eine bessere Ladegeschwindigkeit bietet hingegen Port Nummer 2. Dieser erreicht eine sehr gute Ladegeschwindigkeit sowohl in Kombination mit IOS wie aber auch Android Geräten. Das Samsung Galaxy Note 9 erreichte beispielsweise 1,76A, was das Maximum ohne das Nutzen von Quick Charge ist, und das iPhone X 1,54A was ebenfalls ein top Ladetempo ist.

Größere Geräte wie das Apple iPad Pro erreichen sogar voll die beworbenen 2,1A.

 

Fazit

Das Fazit zur RealPower PB-15000C fällt sehr ähnlich zum kleineren Bruder, der RealPower PB-10000C, aus.

Auch die große RealPower PB-15000C ist eine sehr gute Standard Powerbank für alle Nutzer die etwas mehr Kapazität suchen und auf Quick Charge bereit sind zu verzichten oder aktiv darauf verzichten wollen.

Dabei bietet die PB-15000C dennoch eine sehr gute Ladegeschwindigkeit an Ihrem 2,1A Port, dies sowohl bei IOS wie aber auch bei Android Geräten.

Generell kann ich die Kompatibilität zu den diversen Smartphone Hersteller wie Apple, Samsung, Google, Huawei usw. nur loben. Allerdings ist dies mittlerweile deutlich unproblematischer als es noch früher bei Powerbanks war.

Ebenfalls loben möchte ich die Flexibilität die der USB C Port bietet, gerade was das Aufladen der Powerbank angeht.

Kurzum Daumen hoch für die RealPower PB-15000C!

Das XMG Neo 15 im Test, kompakt und gut!

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Mit dem Neo 15 hat XMG vor kurzem sein neustes Gaming Notebook auf den Markt gebracht. Dieses weicht aber ein Stück weit von anderen Gaming Notebooks aus dem Hause XMG ab.

XMG hat hier versucht eine hohe Leistung mit möglichst kompakten Abmessungen zu verbinden. Herausgekommen ist ein gerade mal 2KG Notebook mit ordentlich Power, zumindest auf dem Papier.

Dabei ist dieses mit einem Startpreis von 1399€ für eine bereits sehr ordentliche Konfiguration vergleichsweise günstig geworden, gerade wenn man dieses mit einem Dell XPS 15 vergleicht.

Aber ist das XMG Neo 15 auch gut? Taugt die Kühlung? Sind die Eingabegerät in Ordnung und wie steht es um den Akku?

All diese Fragen versuchen wir doch einmal in einem Test zu klären! Kann das XMG Neo 15 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an XMG für das Ausleihen des Neo 15 für diesen Test.

Lieferumfang und Verpackung

XMG hat beim Neo 15 einen ausgesprochen guten Job gemacht von Anfang ein gewisses positives Gefühl zu vermitteln. Dies beginnt bereits bei der Verpackung, welche im XMG typischen Schwarz- Grün gehalten ist und von der Wertigkeit selbst Hersteller wie ASUS, Dell und Co. übertrifft!

Aber auch beim Lieferumfang gibt es ein paar positive Überraschungen. Neben dem Notebook und dem Netzteil liegt eine Treiber DVD, ein Treiber USB Stick (16GB) und ein XMG Schlüsselband mit im Lieferumfang.

Dies ist mehr als bei den meisten Herstellern! Gerade solche kleinen Merchandise Artikel wie der USB Stick und das Schlüsselband gefallen mir sehr gut.

Solche kleinen Dinge mit denen man eigentlich nicht rechnet, erfreuen mich immer sehr!

 

Das XMG Neo 15 im Test

Mit 359 x 236 x 22mm ist das XMG Neo 15 ein vergleichsweise kompaktes 15 Zoll Notebook, gerade im Gaming Sektor. Dies ist auch ohne Frage einer der größte Pluspunkte dieses Notebooks! Trotz seiner auf dem Papier hohen Leistung sind die Abmessungen und auch das Gewicht mit 2KG sehr portabel, ideal für Schüler und Studenten.

Beim Gehäuse setzt XMG auf eine Mischung aus Kunststoff und Aluminium. Der Deckel wie auch die Handballenauflage sind aus Aluminium gefertigt, der Rest aus Kunststoff. Grundsätzlich würde ich das Gehäuse als solide Einstufen. Ein Dell XPS 15 ist sicherlich noch etwas massiver gearbeitet, aber verglichen mit den meisten „Standard“ Gaming Notebooks ist das Neo 15 sogar als überdurchschnittlich einzustufen.

Lediglich die Unterseite gibt beim Anheben etwas nach, was aber an den großen Lüftungsöffnungen liegt. Abseits davon ist das Neo 15 stabil gearbeitet.

Die Verarbeitungsqualität ist dem Preis angemessen. Es gibt zwar etwas große Spaltmaße beim Übergang zwischen Aluminium Handballenauflage und Chassis, aber die Spaltmaße sind angenehm gleichmäßig und stören im Alltag nicht.

Kurzum Qualitativ passt das Notebook!

Fast noch besser gefällt mir aber die Optik. Das XMG Neo 15 setzt auf eine gewisse schlichte Eleganz. Der Deckel beispielsweise besitzt nur ein sehr dezentes XMG Logo und ist abseits davon sehr clean. Auch das restliche Notebook ist schön dezent gehalten.

Es gibt zwar hier und da ein paar Elemente welche darauf hindeuten, dass es sich hier um ein Gaming Notebook handelt, aber das Neo 15 würde in der Schule, Uni oder Arbeit nicht deplatziert wirken.

Zumindest dann, wenn man die sehr helle RGB Tastatur Hintergrundbeleuchtung deaktiviert oder dimmt. Ebenfalls etwas auffälliger kann die „Status“ LED sein, welche im Standby blink.

Diese nimmt fast die komplette Front des Notebooks ein. Grundsätzlich ein Design welches mit gut gefällt, könnte aber in einem abgedunkelten Raum Blicke auf sich lenken (lässt sich via Software abschalten).

Dicke Bonuspunkte bekommt das Neo 15 für die Displayrahmen! XMG hat hier den Trend zu immer kleineren Displayrahmen voll aufgegriffen und die Rahmen des Neo 15 sind mit 6,8mm angenehm schmal. Hierdurch wirkt das Notebook gleich ein gutes Stück moderner.

Im Gegensatz zu Dell hat XMG allerdings den oberen Rahmen etwas dicker gehalten, dieser ist aber weiterhin sehr dünn, wodurch es möglich war eine Webcam oberhalb des Displays zu positionieren. Viele aktuelle „super schlanken“ Notebooks haben die Webcam unterhalb des Display, was für Video Telefonie ein dämlicher Winkel ist. Dieses Problem gibt es hier nicht.

Ein weiteres Highlight des XMG Neo 15 ist neben den kompakten Abmessungen die Anschlüsse.

Auf der linken Seite finden wir zwei 3,5mm Anschlüsse für Kopfhörer/Headsets, einen normalen USB 3.0 Port und einen ausklappbaren Gbit LAN Port. Letzter gilt mittlerweile fast schon als exotisch.

Auf der Rückseite ist neben dem Anschluss für das Netzteil ein USB C Port (leider kein Thunderbolt), ein HDMI 2.0 und zwei Mini-DisplayPort 1.4 Anschlüsse zu finden.

Noch mehr Anschlüsse sind auf der rechten Seite zu finden. Hier gibt es eine SD Kartenleser und zwei weitere USB 3.0 Ports.

Zusammengefasst

  • 3x USB 3.0
  • 1x USB C 3.1 Gen 1
  • 1x HDMI 2.0
  • 2x Mini-Displayport 1.4
  • 1x Gbit LAN
  • 2x 3,5mm für Kopfhörer/Mikrofone

Dies ist eine sehr komplette Port Ausstattung, gerade was die Displayoptionen angeht. Das einzige was mir hier etwas fehlt, wäre ein USB 3.1 Gen 2 Port mit 10Gbit.

Abseits davon bietet das XMG Neo 15 alles was man von einem aktuellen Gaming Notebook erwarten darf!

 

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur des XMG Neo 15 ist besonders! Sagen wir es so, ich könnte gut verstehen wenn hier die Meinungen auseinandergehen.

Starten wir aber am Anfang. Das Neo 15 setzt grundsätzlich auf einen recht klassischen Tastatur Style. Die Tasten besitzen eine angenehme Größe und Abstand. Auch das Layout passt. XMG setzt hier auf das typische deutsche qwertz Layout, ohne irgendwelche Besonderheiten wie eine kleine Enter Taste usw.

Aufgrund des 15 Zoll Faktors konnte XMG auch ein Nummern-Pad unterbringen. Hierdurch sind allerdings die Tasten mit dem Rand des Notebooks mehr oder weniger bündig. Hat mich dies beim Tippen gestört? Nö!

Das Ungewöhnliche beim XMG Neo 15 ist allerdings der Tasten Druck/Anschlag. XMG setzt hier auf mechanische Tasten! Ja eine mechanische Tastatur in einem Notebook.

Die einzelnen Tasten besitzen einen sehr deutlich „Klick“. Dieser Klick geht mit einem leicht erhöhen Widerstand einher, welche nach überwinden des Klicks wieder abfällt. Der Anschlag der Tasten ist dabei angenehm was die Tiefe angeht. Etwas tiefer als bei einem Ultrabook, aber auch nicht ermüdend tief. Auch der Anschlag ist sauber. Das Notebook gibt beim Betätigen nicht nennenswert nach.

XMG nennt das Ganze im Übrigen „optomechanisches Keyboard“.

Ganz klar gesagt, die Tastatur benötigt ein Stück weit Eingewöhnung. Hat man sich an den höheren benötigten Druck gewöhnt, kann man aber auf dem Neo 15 gut tippen. Eine kleine Kritik zum Abschluss, die Tasten fühlen sich etwas steif an wenn man diese am unteren Rand betätigt. Ein Drücken in der Mitte oder oben ist hingegen „sauber“.

Auch am Trackpad habe ich etwas Kritik. Bei meinem Neo 15 sitzt dieses etwas locker. Beim einfachen Antippen merkt man, dass dieses ein wenig Spiel hat.

Abseits davon ist das Trackpad aber gut! Das Tracking ist angenehm akkurat ohne ein Springen des Zeigers. Auch ist die Oberfläche angenehm an den Fingern! Es ist kein MacBook Trackpad, aber auch nichts wofür man sich in der 1000€+ Preisklasse schämen muss.

Bonuspunkte gibt es für die sehr schöne und auf Wunsch auch sehr helle RGB Beleuchtung!

 

Lautsprecher und Kamera

Das XMG Neo 15 verfügt über zwei Lautsprecher auf der unteren rechten und linken Seite. Diese klingen okay.

Das Notebook hat einen ausreichend klaren und vollen Klang, neigt aber im Bass zu einem leicht „Plastikhaften“ Unterton. Das Neo 15 schlägt in diesem Belang kein Dell XPS oder Apple MacBook, aber man muss beim Klang auch nicht flüchten.

Die Lautstärke ist ausreichend hoch, genau wie die Schall-Abstrahlung. Gerade auf glatten Oberflächen merkt man kaum das die Lautsprecher auf der Unterseite sind. Nutzt Ihr das Notebook allerdings auf einer Bettdecke, kann der Klang negativ beeinflusst werden.

Kurzum solide Standard Lautsprecher.

Die Webcam hingegen möchte ich etwas loben. Qualitativ ist diese guter Durchschnitt, aber die Positionierung oberhalb des Displays ist verglichen mit einem Dell XPS 15 und vielen anderen ultra schlanken Notebooks doch vorteilhaft. Nutzt Ihr Euer Notebook des Öfteren für Video-Anrufe geht das Neo 15 absolut in Ordnung.

 

Display

Beim Neo 15 gibt es aktuell zwei Display-Optionen, Full HD + 60Hz und Full HD + 144Hz. Bei beiden Displayoptionen handelt es sich um IPS Panels!

Die 144Hz Version ist aber natürlich für Gamer, gerade wenn Ihr viele Spiele aller League of Legends, Overwatch, Fortnight, CS GO usw. spielt optimal. Erfreulicherweise ist auch der Aufpreis mit 89€ fair.

Freundlicherweise hat mir XMG die große Version mit 144hz Panel für diesen Test geschickt. Bei dem verbauten Panel handelt es sich um das LGD05C0.

Aber wie sieht dieses abseits der hohen Bildwiederholungsrate aus? Erfreulich gut und dies gilt sowohl subjektiv wie auch objektiv.

Subjektiv handelt es sich um ein überdurchschnittliches Display, mit guten Farben und Kontrasten. Auch die Helligkeit passt für eine normale indoor Anwendung, zumal es sich um ein mattes Display handelt.

Sehr auffällig ist aber natürlich die hohe Bildwiederholungsrate und dies nicht nur in Spielen. Selbst einfache Anwendungen wie das Scrollen im Webbrowser ist signifikant weicher als bei einem normalen 60Hz Display. Sollte es Euer Geldbeutel erlauben würde ich ganz klar das 144hz Display empfehlen.

Die Messwerte bestätigen meinen positiven Eindruck. Das XMG Neo 15 deckt 95% des sRGB Farbraums und 70% des AdobeRGB Farbraums ab. Keine absoluten Spitzenwerte, aber besser oder vergleichbar als bei den aller meisten Gaming Notebooks.

Ähnliches gilt auch für die solide Helligkeit von maximal 307 cd/m² und den guten Kontrast von 1:740. Von Haus aus ist das Display mit einem Delta E von unter 2 auch gut kalibriert.

Damit steht auch einer leichten Nutzung zur Foto/Video Bearbeitung nicht viel im Wege. Klar es gibt Notebooks mit noch besseren Display, beispielsweise das Dell XPS 15 2-in-1 mit seinem 4K Panel, aber diese sind meist noch eine Preisklasse über dem Neo 15 und besitzen alle samt keine hohe Bildwiederholungsrate.

Von den reinen Gaming Notebooks bietet das XMG Neo 15 eins der besten Displays das mir bisher begegnet ist.

Auf Nachfrage hat mir XMG im Übrigen mitgeteilt das beide Panels qualitativ (Kontrast, Helligkeit usw.) sehr ähnlich, wenn nicht sogar identisch sind.

 

Leistung

Ein großer Vorteil bei XMG ist das Ihr das Notebook sehr frei konfigurieren könnt. Beim Neo 15 ist allerdings die CPU und GPU vorgeschrieben, was aber nicht schlimm ist.

Der Intel i7-8750H ist die aktuell schnellste Notebook CPU (den i9 mal außen vor gelassen), welche mit satten 6 Kernen und 12 Threads punkten kann. Verglichen mit der 7. Gen gab es hier einen deutlichen Leistungssprung, welchen wir auch später im Test sehen werden.

Die Nvidia GTX 1060 ist eine alte Bekannte, welche aber immer noch Top aktuell ist. Die nächste Generation Notebook Grafikkarten wird noch eine Weile benötigen (stand Oktober 2018) und solange ist die GTX 1060 eine super Wahl in solch einem portablen Notebook.

Beim Arbeitsspeicher habt Ihr die Wahl. Von 8GB bis 32GB ist alles verfügbar. Beim Neo 15 ist der Arbeitsspeicher nicht verlötet! Solltet Ihr also jetzt nicht genug Geld haben, ist ein späteres Upgrade problemlos möglich. Daumen hoch dafür!

Kommen wir damit auch zu ein paar ersten Benchmarks.

Aber viel interessanter als die Benchmarks sind natürlich die echten Spiele Tests. Schauen wir uns hier ein paar Tests an.

Ganz grob über den Daumen gepeilt kann man sagen dass das XMG Neo 15 alle aktuellen Spiele in maximaler Qualität und Full HD Auflösung bei rund 60FPS hinbekommt.

Es gibt natürlich in beide Richtungen „Ausreißer“. Ein paar absolute High End Spiele, bzw. schlecht optimierte Spiele, können auch mal auf knapp unter 60 FPS fallen, während e-Sport Titel aller CS GO im dreistelligen FPS Bereich unterwegs sind.

Für diese Spiele macht auch das 144Hz Display primär sinn.

Verglichen mit anderen Notebooks sehen wir das zu erwartende Bild. Das XMG Neo 15 kann sich an die Spitze der GTX 1060 Notebooks setzen, dank Intel i7-8750H und einer anscheinend guten Kühlung!

Dies ist für das Neo 15 ein top Ergebnis! Besser hätte es mit dieser Hardware nicht abschneiden können. Ich seid mit dem Notebook aktuell für jedes Spiel gerüstet.

Bei der SSD habt Ihr beim XMG Neo 15 eine ungewohnte Auswahl. Grundsätzlich lassen sich zwei m.2 SSDs verbauen, wie auch eine 2,5Zoll HDD/SSD. Dies ist in einem kompakten 15 Zöller schon sehr ordentlich!

Welche SSDs verbaut werden, könnt Ihr bei der Bestellung bei XMG auswählen. Ihr habt die Wahl zwischen allen gängigen Samsung SATA/NVME SSDs, SSDs von Crucial (MX500), SSDs von Western Digital (SATA/NVME) und Kingston.

Dementsprechend kann ich Euch hier natürlich keine absoluten Performance Daten geben. Mein Tipp wenn das Geld vorhanden ist, nehmt eine Smasung 970EVO und falls Ihr etwas sparen wollt die Crucial MX500.

Auch bei der WLAN Karte habt Ihr die Auswahl zwischen der Intel AC9560 und der Killer 1550. Die logische Wahl ist hier im Übrigen die Intel Karte. Warum? Von der Hardware sind beide identisch, die Killer 1550 basiert auf der Intel AC9560 und bringt nur eine alternative Software mit. Die Killer 1550 und die Intel AC9560 sind absolute Top WLAN Karten, welche mit dem passenden Router satte 1733Mbit schaffen!

 

Lautstärke und Temperatur

Bei der Lautstärke gibt es einiges Positives zu vermelden. Wichtig ist zunächst zu wissen, dass Ihr in der XMG Anwendung die Lüfter ein gutes Stück anpassen könnt. Seid Ihr gerade auf der Arbeit oder in der Schule und wollt vermeiden, dass die Lüfter hochdrehen, könnt Ihr dies in der App einstellen.

Daraus resultieren natürlich höhere Temperaturen und somit eine geringere Leistung. Umgekehrt könnt Ihr die Lüfter auch auf 100% stellen. Dann klingt das Notebook wie ein Jet, hat aber theoretisch das Maximum an Leistung.

Konzentrieren wir uns aber einmal auf die Standard Einstellung. In dieser sind die Lüfter im Normalbetrieb komplett leise. Selbst das kurze Hochdrehen beim Starten von Anwendungen usw. welches bei vielen Notebooks üblich ist, ist beim Neo 15 sehr selten bis gar nicht vorhanden!

Gerade im Akku-Betrieb ist das Notebook konstant leise.

Leider verfügt mein Neo 15 gelegentlich über ein leichtes Spulenfiepen/surren. Dieses tritt nicht konstant auf, ist aber auch nur hörbar weil die Lüfter ansonsten „unsichtbar“ sind.

Selbst mit dem leichten Spulenfiepen gehört das XMG Neo 15 zu den leiseren Gaming Notebooks! Deutlich leiser als ein HP Omen, zumindest im Office/Web Betrieb.

Unter Last hört man dann doch die geringen Abmessungen etwas. Ähnlich wie alle kompakten Gaming Notebooks wird das Neo 15 unter Gaming-last doch hörbar.

Zwar sind die Lüfter hörbar, aber der Grundton dieser ist angenehm „dumpf“ und somit nicht übermäßig störend und selbst verglichen mit einem Razer Blade oder XPS 15 würde ich das Neo 15 als leiser einstufen!

Interessant sind hier auch die Lüfter Presets. Im leisesten Modus ist das Notebook selbst unter Last fast still.

Aber wie viel Leistung kostet dieser super leise Modus? Schauen wir uns hierfür 3DMark an.

Lüfter volle Leistung
Lüfter im „Office“ Modus
Lüfter im Gaming Modus

Interessant, ja im leisesten Modus kostet dies zwar etwas Leistung, aber nur minimal. Der Unterschied zwischen dem normalen „Gaming“ Modus und dem Lüfter auf 100% Modus ist hingegen fast nicht vorhanden.

Wie steht es also um die Temperaturen?

Hier war ich ganz ehrlich etwas geschockt! Denn die Temperaturen des XMG Neo 15 sind sehr niedrig! Unter Gaming Last im normalen Lüftermodus überschreitet der Intel Core i7 kaum die 80 Grad Marke.

Selbst bei einem Chinebench Durchlauf erreicht die CPU maximal 84-88 Grad. CPU oder GPU Throtteling ist damit nicht vorhanden! Wirklich beeindruckend! Das XMG Neo 15 wirkt fast kompetenter gekühlt als ein Alienware 15 R4.

 

Akku Laufzeit

Dass das XMG Neo 15 kein Akku Wunder ist sollte bereits beim Blick auf den rund 47Wh starken Akku klar sein.

70-90Wh wären für ein 15 Zoll Notebook, das auf Portabilität ausgelegt ist, eigentlich normal. Allerdings muss ein kleinerer Akku nicht zwingend eine schlechte Akkulaufzeit bedeuten, sofern die verbauten Komponenten sparsam sind.

Von daher, wie lange hält das Neo 15 im normalen Web/Office Betrieb?

Das Neo 15 kommt hier auf knapp über 3,5 Stunden. Für eine Heim- und Hofnutzung vollkommen okay, aber wirklich ausführlich portabel wollt Ihr das Notebook nicht nutzen.

Mit ein paar Optimierungen, Display Helligkeit auf minimum usw. wären vielleicht auch knapp über 4 Stunden, aber dies macht den Braten auch nicht Fett. Rechnet eher mit guten 3,5 Stunden.

Für ein reinrassiges Gaming Notebook ist dies kein schlechter Wert, aber für ein „Hybrid“ aus Leistung und Portabilität geht da bei der Konkurrenz schon ein paar Stunden mehr.

 

Fazit

Das XMG Neo 15 hat mich in sehr vielen Punkten sehr positiv überrascht! Starten wir aber am Anfang.

Das wichtigste Merkmal des Neo 15 sind ohne Frage die kompakten Abmessungen und das niedrige Gewicht. Dies alleine wäre jetzt noch nichts Besonderes, aber kombiniert mit einem Intel Core i7 der 8. Gen und einer Nvidia GTX 1060 sieht das Ganze etwas anders aus.

Es gibt zwar durchaus auch andere super kompakte Notebooks mit einer ähnlichen Ausstattung, diese sind aber meist nicht für 1400€ erhältlich. Ein Razer Blade mit gleicher CPU und GPU und 144hz Display startet beispielsweise ab 2250€.

Qualitativ geht das Gehäuse völlig in Ordnung. Das Neo 15 bewegt sich hier auf einem gehobenen Level, wenn auch noch nicht ganz in der absoluten Premiumklasse.

Wo sich das Neo 15 in der premium Klasse bewegt, ist bei der Leistung und der Kühlung. Der i7 der 8.Gen in Kombination mit der GTX 1060 ist eine absolut vernünftige Kombination. Man kann hier grob über den Daumen gepeilt sagen, dass alle Spiele in Full HD Auflösung und maximaler Qualität mit 40-80FPS laufen. E-Sport Titel erreichen meist sogar dreistellige Bildraten.

Erstaunlicherweise schafft es die Kühlkonstruktion von XMG diese Leistung auch gut in Zaun zu halten. Der I7 übersteigt beispielsweise nur selten überhaupt die 80 Grad Marke. Hier kann mein Alienware 15 glatt neidisch werden.

Was die Lautstärke angeht ist das Neo 15 unter Last natürlich nicht „silent“ aber auch nicht lauter als die meisten Gaming Notebooks.

Wo leider oft bei Notebooks, gerade bei Gaming Notebooks, gespart wird, ist beim Display. Glücklicherweise ist dies hier nicht der Fall. Das Display des Neo 15 kann nicht nur mit bis zu 144hz überzeugen, sondern auch abseits davon mit einem guten Bild! Nein das Neo 15 ist nicht unbedingt das optimale Notebook für einen Profi-Fotografen, aber für die Hobby Youtuber unter Euch lässt das Neo 15 keine Wünsche offen. Hier bietet das Neo 15 ganz klar die Leistung die man bei 1000€+ auch erwarten darf.

Dies war soweit alles sehr positiv. Aber das XMG Neo 15 ist doch sicherlich nicht perfekt, oder?

Es gibt zwei Kritikpunkte die ich hätte. Punkt Nummer eins bezieht sich auf die Tastatur. Der mechanische Ansatz von XMG ist sicherlich interessant, aber die Tastatur braucht doch ein Stück weit eine Eingewöhnung. Zudem will ich hier nicht sagen, dass die optomechanische Tastatur eindeutig besser oder schlechter ist als eine normale Tastatur, sie ist einfach nur anders.

Punkt Nummer zwei wäre der Akku. Mit 3-4 Stunden ist dieser okay, aber auch alles andere als überragend.

Dennoch, könnt Ihr mit der mittelmäßigen Akkulaufzeit und der etwas ungewöhnlicheren Tastatur leben, ist das XMG Neo 15 ein hervorragendes Gaming Notebook!

Gerade was die Abmessungen, Leistung und Kühlung angeht, gibt es in dieser Preisklasse kaum Vergleichbares! Auch der sehr detaillierte Konfigurator beim XMG ist als positiv zu bewerten. Bei welchem Notebook sonnst könnt Ihr auswählen welche SSD verbaut wird?

Kurzum das XMG Neo 15 ist ein klasse kompaktes Gaming Notebook zu einem fairen Preis!

Positiv

  • Gutes Gehäuse
  • Sehr hohe Leistung
  • Sehr gute Temperaturen
  • Gutes Display
  • Solide Anschlussvielfalt
  • Schöne und helle RGB Beleuchtung
  • Sehr gute Kontroll-Software!
  • Gut Aufrüstbar 

Neutral

  • Mechanische Tastatur gewöhnungsbedürftig

Negativ

  • Akkulaufzeit mäßig 

Der Tribit XBoom Bluetooth Lautsprecher im Test, einfach Top!

Tribit gehört für mich zu den absoluten Geheimtipps unter den Amazon Händlern. Tribit verfügt zwar aktuell über eine sehr überschaubare Produktpalette, allerdings alle Tribit Produkte, die ich bisher testen konnte, konnten durchgehend überzeugen!

Daher war ich natürlich auf den neuen Tribit XBoom Bluetooth Lautsprecher sehr gespannt. Der XBoom mit einem Preis von rund 70€ eine Klasse über den typischen Amazon Bluetooth Lautsprechern angesiedelt.

Dafür soll dieser aber auch mit einem tollen 360 Grad Klang, einem besonders starken Bass und einer völligen Wasserdichtigkeit punkten.

Aber stimmt dies? Klären wir es im Test des Tribit XBoom!

Der Tribit XBoom im Test

Mit 68 x 68 x 176mm ist der XBoom zwar durchaus schon ein etwas größerer Bluetooth Lautsprecher, fällt aber weiterhin in die Kompaktklasse. Es ist problemlos möglich sich den XBoom mal unter den Arm zu klemmen oder in einer kleineren Tasche zu transportieren.

Aufgrund des etwas robusteren Gehäuses und der Trageschlaufe lädt der Lautsprecher auch regelrecht ein ihn mitzunehmen.

Beim Gehäuse setzt Tribit auf eine Mischung aus einem sehr stark gummierten Kunststoff und einer Leinenverkleidung. Letztere macht einen Hauptteil des Lautsprechers aus.

Ich mag dieses Leinenmaterial unheimlich gerne! Es sieht schick aus, fasst sich super angenehm an und ist gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern extrem resistent.

Allgemein betrachtet ist die Verarbeitung und Haptik dem Preis mehr als angemessen. Keinerlei Klagen hier.

Ihr habt beim Tribit XBoom die Wahl ob Ihr diesen quer liegend nutzen wollt oder lieber hochkant, letzteres ist die primäre Ausrichtung, welche auch für den 360 Grad Klang notwendig ist.

Tribit bewirbt beim XBoom auch sehr die Wasserfestigkeit nach IPx7. IPx7 = Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.

Ihr solltet den Lautsprecher natürlich nicht Unterwasser oder dauerhaft im Pool schwimmend betreiben, aber ein kurzes Untertauchen macht diesem erst einmal nichts.

Das aber natürlich auch nur dann wenn Ihr die Klappe auf den Anschlüssen gut verschlossen habt. Die Anschlüsse des Tribit XBoom befinden sich auf der Rückseite unter einer sehr dicken und auch gut sitzenden Gummi Klappe. Hier findet sich ein AUX Eingang, wie auch ein microUSB Ladeport.

Der XBoom soll laut Hersteller bis zu 20 Stunden mit einer Akkuladung durchalten. Dieser Wert kommt grob hin, allerdings nur bei einer geringen Lautstärke. Dreht Ihr den Lautsprecher auf, kommt Ihr auf ca. 12-14 Stunden, was aber natürlich weiterhin top ist.

Zur Steuerung verfügt der Tribit XBoom drei große Tasten auf der Front und drei weitere Tasten auf der Rückseite.

Die Tasten auf der Front dienen der Musik- und Lautstärkensteuerung. Die Tasten auf der Rückseite dem Ein/Ausschalten und dem Koppeln des Lautsprechers.

Dort findet sich auch eine „XBass“ Taste, die einen Bass boost aktiviert.

 

Klang

Kommen wir damit auch zum Punkt der Euch vermutlich am meisten interessiert, dem Klang. Starten wir hier aber mit den Basics.

Der Tribit XBoom verfügt über anscheinend zwei aktive Treiber, einer links und einer rechts. Hinzu kommen zwei passive Treiber, oben und unten

Passive Treiber sorgen für den Druckausgleich im Lautsprecher. Im Gegensatz zu Bassreflexrohren, welche einen sehr ähnlichen Job machen, helfen passive Treiber allerdings das Übersteuern zu verhindern und können die Basswiedergabe verstärken.

Die Basswiedergabe ist sicherlich auch der mit wichtigste Punkt am Tribit XBoom! Ja der XBoom hat einen sehr ordentlichen, wenn nicht sogar hervorragenden Bass.

Der Lautsprecher klingt ausgesprochen satt und voll. Gerade das Klangvolumen hebt diesen von vielen Konkurrenten ab. Der XBoom klingt ein gutes Stück größer als dieser eigentlich ist. Dabei klingt der Bass aber nicht falsch oder künstlich.

Der Tribit XBoom hat einen sehr frischen und natürlichen Klang. Es gibt keine merkwürdige EQ Kurve oder Ähnliches, um den Bass massiv zu boosten.

Ja Tribit nutzt ein wenig die Badewannen Klangsignatur, also viel Bass und Höhen, aber dies ist bei Bluetooth Lautsprechern gängig.

Dementsprechend sind die Mitten beim Tribit XBoom eher mäßig ausgeprägt. Diese sind nicht schlecht, aber standen eindeutig nicht im Fokus des Herstellers.

Die Höhen wiederum sind etwas angehoben um dem Lautsprecher etwas Brillanz zu verleihen, was auch funktioniert. Der Tribit XBoom klingt angenehm dynamisch und „frisch“.

Was macht aber dieser „XBoom“ Knopf auf der Rückseite? Weniger als erwartet. Der XBoom Knopf hebt den Bass ein Stück an, allerdings hat der XBoom von Natur aus schon sehr viel Bass. Zudem kämpft der Lautsprecher auf höherer Lautstärke eh damit den Bass auch zu halten.

Dreht Ihr den Lautsprecher auf 70%+ Lautstärke merkt man, dass der Bass kaum bis gar nicht mehr ansteigt um ein Übersteuern zu verhindern. Dies funktioniert auch! Der Tribit XBoom kann wirklich auf 100% Lautstärke spielen und klingt noch vernünftig.

Die maximale Lautstärke ist im Übrigen vernünftig, aber auch nicht super hoch, was vermutlich am hohen Bass Level liegt, welches schwer auf hoher Lautstärke zu halten ist.

Zum Abschluss noch der übliche Hinweis, der Tribit XBoom klingt sehr gut, ist aber natürlich nicht dafür geeignet ein großes Wohnzimmer oder Ähnliches zu beschallen. Solche Bluetooth Lautsprecher eignen sich perfekt zum Grillen, für die Küche usw. sind aber kein „HiFi-Anlagen“ Ersatz.

 

Fazit

Der XBoom ist erneut ein klasse Bluetooth Lautsprecher aus dem Hause Tribit! Gerade wenn Ihr einen guten Bass in Kombination mit einem sehr dynamischen Klang sucht, kann ich Euch den Tribit XBoom nur empfehlen!

Selbst zum leicht gehobenen Preis von 70€ macht dieser einen tollen Job. Hinzu kommt die sehr hochwertige Verarbeitung, die Wasserdichtigkeit und die solide Akkulaufzeit.

Kurzum ich kann eine volle Empfehlung für den Tribit XBoom aussprechen.

Das HP Omen 15-ce002ng im Test

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Wenn man an Gaming Notebook Hersteller denkt, werden vermutlich den meisten Modelle von ASUS, MSI, Alienware, Razer usw. einfallen. Allerdings versucht HP mit seiner Omen Serie schon länger auf dem Gaming Markt mitzumischen, was auch durchaus Fürchte trägt.

Gerade was die Preis/Leistung angeht, sind viele der HP Omen Geräte außerordentlich interessant. Dies gilt auch für das HP Omen 15, welches je nach Konfiguration für knapp über 1200€ erhältlich ist.

Hierbei soll dieses mit einer astreinen „Gaming“ Ausstattung punkten, wie beispielsweise high Refresh Rate Displays und leistungsstarken GPUs.

Ich hatte leider bisher noch keine Möglichkeit ein HP Omen Notebook länger als mal im Elektro Markt anzusehen. Freundlicherweise hat mir nun HP aber das Omen 15-ce002ng für einen kleinen Test ausgeliehen.

Kann dieses überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das HP Omen 15-ce002ng im Test

Die Laptops aus der Omen Serie von HP zeichnen sich alle durch eine sehr aggressive und sicherlich auch verspielte Optik aus. Dies gilt auch für das 15-ce002ng.

Das Notebook ist grundsätzlich in einem schwarz-rot Farbschema gehalten, welches sich durch das komplette Notebook zieht. Der Deckel besitzt ein rotes Omen Logo, wie auch ein paar Akzentstreifen, zudem sind die Tasten der Tastatur rot ummantelt. Auch sind die USB Ports rot gekennzeichnet, was ich immer für ein schönes Detail halte.

Eine RGB Beleuchtung sucht Ihr beim HP Omen 15-ce002ng vergebens. Lediglich die Tastatur besitzt überhaupt eine Beleuchtung, welche aber passend zum restlichen Notebook Rot ist.

Ähnlich wie Modelle von Alienware oder ASUS verfügt das HP Omen 15-ce002ng über zwei optisch betonte Lüfterauslässe auf der Rückseite, welche etwas über das Display Scharnier hervorstehen.

Dies in Kombination mit der Färbung zeichnet das 15-ce002ng eindeutig erkennbar als Gaming Notebook.

Erfreulicherweise ist das HP Omen 15-ce002ng was die Abmessungen angeht sehr erträglich. Ja es gibt deutlich dünnere und kleinere Gaming Notebooks, aber mit einer Dicke von 25mm ist das HP Omen alles andere als fett.

Was etwas schade ist, sind die großen Displayrahmen, welche auch beim Nachfolger bestehen bleiben. Dennoch für einen 15 Zöller passt die Größe. Auch das Gewicht von 2,6KG ist okay. Dies ist kein Notebook welches man zwingend täglich mit zur Schule/Uni schleppen möchte, aber zu meiner Schulzeit waren sämtliche Notebooks so schwer, von daher, wenn Ihr hier nicht so empfindlich seid, geht dies auch.

Bei der Materialwahl setzt HP auf eine komplett bunte Mischung. Der Deckel und die Unterseite sind aus Kunststoff gefertigt. Der Deckel besitzt hierbei teilweise eine Karbonfaser Struktur.

Die Handballenauflage ist hingegen aus einer Art gebürstetem Aluminium gefertigt. Eine sehr interessante Entscheidung! In der Regel ist dies bei Notebooks genau andersherum, Deckel Aluminium und Handballenauflage Kunststoff. Kunststoff überträgt weniger gut Wärme und fühlt sich an der Hand neutraler und weicher an.

Was die Massivität angeht ist das HP Omen 15-ce002ng sicherlich kein Razer Blade oder Alienware 15, aber man liegt hier auf einem guten Level. Das 15-ce002ng ist hier mit den typischen Modellen von ASUS, MSI und Co. zu vergleichen.

Wie steht es um die Anschlüsse?

Auf der linken Seite des Notebooks finden wir einen mini Display Port, einen HDMI Port einen LAN Port, zwei USB Anschlüsse, wovon einer ein USB C Port ist (ohne Thunderbolt) und gesonderte Anschlüsse für Kopfhörer/Mikrofone.

Front und Rückseite besitzen keine Anschlüsse, einige weitere finden wir aber auf der rechten Seite. Hier findet sich der Netzanschluss, zwei weitere USB 3.0 Ports und ein SD Kartenleser.

Hiermit besitzt das HP Omen 15-ce002ng eine solide Portauswahl, bei welcher abseits eines Thunerbolt 3 Port nichts fehlt. Thunderbolt 3 ist allerdings natürlich auch ein recht besonderer Anschluss, den nicht jeder nutzen wird.

 

Display

Wie der Name schon vermuten lässt, setzt HP beim Omen 15 auf ein 15 Zoll Display. Genau genommen ist dieses ein 15,6 Zoll Display groß.

Dieses löst klassisch mit Full HD auf, besitzt aber je nach Version sogar 120Hz! Erfreulicherweise nutzt HP dennoch ein hochwertiges IPS Panel.

Sieht aber das Display auch in der Praxis gut aus? Ja! Für ein Gaming Notebook hat das Omen 15 ein sehr ordentliches Display. Dieses ist natürlich subjektiv nicht ganz auf dem Level eines MacBook Pros oder XPS 15, aber dies sind auch keine reinblütigen Gaming Notebooks und besitzen auch keine 120Hz. Vielleicht ist das Display ein wenig kühl kalibriert, aber abseits davon habe ich keine Klagen.

Den guten Eindruck bestätigt auch mein Messgerät. Dieses bescheinigt dem HP Omen 15 eine 94%ige Abdeckung des sRGB Farbraums und eine 70%ige Abdeckung des AdobeRGB Farmraums.

94% sRGB ist sehr ordentlich!

Auch der Kontrast fällt mit 1:900 für ein IPS Panel gut aus und die Helligkeit ist mit 282 cd/​m² solide. Dies ist sicherlich kein Outdoor Gaming Notebook, aber leichte Reflektionen werden problemlos ausgeglichen. Zumal das Display des Omen 15 auch matt ist.

Für die Gamer ist aber sicher das 120Hz Panel das wahre Highlight, was ich auch so bestätigen kann! Bewegungen sehen auf dem Omen 15 einfach unheimlich flüssig und geschmeidig aus. Dies gilt dabei nicht nur für Spiele, sondern auch für den normalen Alltag.

Selbst das Bewegen von Fenstern besitzt eine wunderbare Flüssigkeit. Ist dies dann auch noch mit einem guten IPS Panel kombiniert kann man gratulieren, alles richtig gemacht!

 

Tastatur und Trackpad

Das HP Omen 15 verfügt über eine Chicklet Tastatur, welche allerdings nicht dem deutschen Standard Layout entspricht!

Ja HP war „Faul“ und nutzt ähnlich wie MSI eine amerikanische Tastatur welche zwar für den deutschen Markt angepasst wurde, aber nun mal nicht zu 100%.

Beispielsweise die Enter-Taste ist lang und schmal und im Gegenzug die Shift-Taste länger als die Feststell-Taste. Auch die „<>“ Taste ist aufgrund der langen Shift-Taste neben die Leertaste gewandert. ÄÖÜ usw. sind natürlich auf der Tastatur vorhanden.

Letztendlich erfordert es etwas Gewöhnung, gerade wenn man ein Vieltipper ist.  Aber dies geht an sich schnell, da die Änderungen recht klein, grundsätzlich nicht schlecht sind.

Auch ist die Tastatur ordentlich was das Tippgefühl angeht. Die Tasten besitzen einen üblichen Hub und fühlen sich gerade beim Start sehr angenehm knackig an, enden dann aber etwas gedämpft, was die Lautstärke der Tastatur deutlich reduziert und etwas die Ermüdung beim Tippen verringert.

Auch die rote Hintergrundbeleuchtung macht einen guten Eindruck! Kurzum abgesehen vom gewöhnungsbedürftigen Layout eine gute Tastatur. Bonus-Punkte gibt es für das Vorhandensein eines Nummern-Blocks, was bei 15 Zoll Notebooks nicht selbstverständlich ist.

Das Trackpad ist ein Standard Trackpad, mit zwei gesonderten Maustasten. Das Trackpad besitzt hierbei eine „Aluminium“ Textur, welche sich recht gut an den Fingern anfühlt.

Das Tracking ist solide und zuverlässig, auch wenn Gesten usw. eher bedingt möglich sind. Ich habe  schon schlechteres, aber auch besseres in Notebooks verbaut gesehen.

 

Sound

HP wirbt beim Omen 15 mit Lautsprechern designt von Bang and Olufsen. Allerdings muss man klar dazu sagen, dass solch ein Co-Branding in der Regel nicht viel bedeutet.

Das HP Omen 15 verfügt über zwei Lautsprecher, welche auf der Unterseite des Notebooks leicht schräg eingelassen wurden.

Das Omen 15 nutzt also seinen Untergrund um den Schall zum Nutzer zu reflektieren. Dies funktioniert auch sehr gut im Normalfall! Lediglich wenn Ihr das HP Omen 15 auf einem Bett oder einem anderen gepolsterten Untergrund nutzt, verschlechtert sich die Klangqualität ein gutes Stück.

Allerdings wie steht es um die grundsätzliche Klangqualität?

Recht gut! Die Lautsprecher des Omen 15 sind angenehm klar und sauber. Zudem bieten diese ein leicht überdurchschnittliches Volumen und Bass Wiedergabe, für ein Notebook natürlich.

 

Leistung

Das HP Omen 15-ce002ng verfügt über den Intel Core i7-7700HQ, 16GB RAM und die Nvidia GTX 1060. Eine sehr solide Kombination!

Allerdings egal wie der Test ausfällt, würde ich Euch dennoch nicht zu dieser Konfiguration raten! HP hat das Omen 15 mit den neuen 8. Gen Intel CPUs neu aufgelegt. Der Sprung von der 7. Gen auf die 8. Gen war bei Intel sehr groß!

Dennoch ist natürlich der Core i7-7700HQ mit seinen 4x 2,8GHz eine starke CPU. Bei der GTX 1060 handelt es sich im Übrigen um einen GTX 1060 Max-Q, also eine besonders optimierte und etwas Energie sparsamere und kühlere GTX 1060, welche dafür aber etwas langsamer läuft. Der Unterschied ist aber nicht sonderlich groß.

Starten wir mit den üblichen Benchmarks um einen ersten Eindruck der Leistung des HP Omen 15-ce002ng zu haben.

Die Benchmark Ergebnisse gefallen mir sehr gut! Gerade aufseiten der CPU. Der i7-7700HQ kann den neueren i7-8550U hinter sich lassen und im HP Omen 15 sogar alle anderen Notebooks mit identischer CPU schlagen, was für eine überdurchschnittlich gute Kühlung spricht.

Wobei Benchmarks natürlich letztendlich egal sind. Wie steht es um echte Spiele?

Die GTX 1060 ist auch im Jahr 2018 eine sehr gute Wahl wie die Benchmarks zeigen! Bei einer Full HD Auflösung und maximalen Details schafft diese in fast allen Spielen relativ entspannt 60FPS im Schnitt.

Battlefield One läuft im Singleplayer beispielsweise mit guten 70FPS im Schnitt, ältere Titel wie Skyrim kratzen an den dreistelligen FPS und e-Sport Titel machen selbst auf hohen Details Nutzen vom 120Hz Display.

CS Go läuft beispielsweise mit guten 190 FPS im Schnitt. Selbst wenn Ihr im eSport aktiv seid, werdet Ihr auf diesem Notebook gut abliefern können.

Auch verglichen mit anderen ähnlich ausgestatteten Notebooks ist die Performance des Omen 15 stark! Die GTX 1060 Max-Q liefert im übrigen eine nahezu identische Leistung im HP Omen 15-ce002ng wie in anderen Notebooks mit normaler GTX 1060, was für die gute Kühlung spricht.

Das HP Omen 15 verfügt über eine 256GB SSD + eine 1TB HDD. Eine sehr erfreuliche und sinnvolle Kombination!

Bei der SSD handelt es sich um die Toshiba THNSN5256GPUK. Dies ist eine MLC NVME SSD welche eigentlich nur im OEM Bereich zu finden ist. Diese SSDs sind auch in vielen anderen Notebooks unter anderem von Dell zu finden.

Beim Tempo kommen wir auf 1800MB/s lesen und 450MB/s schreiben. Letzteres ist etwas niedrig, was aber daran liegen kann, dass es sich hier um ein Testgerät handelt das schon einige Stunden auf dem Buckel hat.

Grundsätzlich ist die Toshiba THNSN5256GPUK eine solide SSD mit der ich keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Allerdings ist diese eher eine günstigere NVME SSD, es gibt also noch etwas Luft nach oben, allerdings wird dies in der Praxis kaum auffallen.

Bei der HDD handelt es sich um die HGST Travelstar 7K1000 1TB, eine vergleichsweise flotte HDD mit 7200rpm.

Praktisch schafft diese solide 140Mb/s bzw. 120MB/s.

 

Kühlung und Lautstärke

Das HP Omen 15 ist zwar kein super dünnes Notebook, ist aber dennoch recht kompakt. Die Kühlung von leistungsstarken Prozessoren und Grafikkarten ist da immer so eine Sache.

Es gibt hier kaum Notebooks auf dem Markt welche wirklich perfekte Kühlung hinbekommen.

Wie steht es aber um das HP Omen 15? Eigentlich recht gut!

Bei einer reinen CPU Volllast pendelt sich der i7-7700HQ bei 3,4GHz ein und in den oberen 80iger bis unteren 90iger Graden.

Wie bei allen modernen CPUs hat der i7-7700HQ recht viel Spiel was den Takt angeht. Der Basis Takt liegt bei 2,8GHz, welcher auch immer erreicht wird, kann aber auf bis zu 3,8GHz hochgehen.

3,8GHz werden beim Omen 15 nur bei kurzer Single Core Last erreicht. In Spielen kommt es etwas darauf an. Bei weniger CPU lastigeren Titeln sehen wir in der Regel 3,4GHz+. Meist schwankt der Takt aber stark zwischen 3,0 und 3,3GHz, was soweit normal ist.

Den Lüfter des Omen 15 kann ich auch nur loben! Selbst unter Volllast bleibt das Notebook vergleichsweise ruhig. Ja der Lüfter dreht hoch, ist aber problemlos selbst von den integrierten Lautsprechern zu überdecken.

Das Omen 15 ist ganz klar eins der ruhigeren Gaming Notebooks, das mit bisher untergekommen ist. Dies gilt auch für den Leerlauf in welchem dieses zumeist unhörbar leise ist.

 

Akkulaufzeit

Ganz klar gesagt das HP Omen 15-ce002ng kauft Ihr nicht für eine lange Akkulaufzeit! Der 70Wh große Akku hält beim normalen Webbrowsen knapp über 3 Stunden durch.

Dreht Ihr die Displayhelligkeit herunter und deaktiviert so viele Hintergrundanwendungen wie möglich kann man an der 4,5-5 Stunden Grenze kratzen, rechnet aber praktisch eher mit guten 3 Stunden.

Unter Last sinkt die Laufzeit auf knapp über eine Stunde, was aber für ein Gaming Notebook völlig normal ist.

 

Fazit

Das HP Omen 15-ce002ng ist zwar schon ein etwas „älteres“ Modell, aber man kann dennoch ein paar interessante Informationen aus diesem Test entnehmen.

Gerade was das Chassi des Omen 15 angeht! Dieses hat sich nämlich sehr gut geschlagen. Gerade was die Kühlung des i7-7700HQ und GTX 1060 angeht, ist das Omen 15 ganz klar eins der besten Notebooks das mir bisher untergekommen ist.

Hierdurch stimmt natürlich auch die Gaming Leistung. Grob gesagt Ihr könnt alle aktuellen Spiele auf Full HD Auflösung und maximalen Details mit 60FPS +-10 spielen.

Weniger anfordernde Titel wie Overwatch oder CS GO machen auch vollen Nutzen vom 120Hz Display. Dieses erlaubt wesentlich flüssigere und weichere Bewegungen und ist in Spielen wie auch dem Alltag eine völlig andere Nutzererfahrung.

Zumal das 120Hz Display im Omen 15 auch qualitativ sehr stark ist! Eine 94%ige Abdeckung des sRGB Farbraums bekommt nicht jeder Hersteller hin.

Hinzu kommen die guten Lautsprecher und die generell hohe Verarbeitungsqualität. Wenn ich was zu bemängeln hätte, wäre dies lediglich das Tastatur Layout. Dieser Deutsch/Englisch Mix ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Aber abseits davon ist das HP Omen 15-ce002ng ein absolut empfehlenswertes Notebook und generell stehe ich der Omen 15 Serie positiv gegenüber!

PS.Mein Tipp solltet Ihr Euch für das Omen 15 interessieren, schaut Euch das etwas neuere HP Omen 15-dc0005ng an.