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Die Sony HT-ZF9 Soundbar im Test

Die integrierten Lautsprecher in Fernsehern klingen meist furchtbar, selbst bei hochpreisigen Modellen. Hatte man hier früher auf große Standlautsprecher oder aufwendige 5.1 oder 7.1 Sound-Systeme gesetzt, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Soundbars durchgesetzt um für einen besseren Klang im Wohnzimmer zu sorgen.

Soundbars sind angenehm kompakt, stören nicht und bieten dennoch im Optimalfall eine deutliche Klangsteigerung.

Modelle gibt es hier auf dem Markt einige! Einige davon habe ich auch schon für techtest.org getestet.

Einer der größten und auch klar besten Hersteller was Fernseher angeht, ist Sony. Daher überrascht es auch nicht, dass Sony ebenfalls Soundbars anbietet.

Eins der neusten Modelle der gehoben Mittelklasse ist die Sony HT-ZF9. Diese soll nicht nur durch einen hervorragenden Klang überzeugen, sondern auch durch diverse Bonusfunktionalitäten, wie Bluetooth, WLAN Streaming usw.

Aber gelingt dies? Finden wir es im Test der Sony HT-ZF9 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Sony für das Zurverfügungstellen der HT-ZF9 für diesen Test.

 

Die Sony HT-ZF9 Soundbar im Test

Wie die meisten High End Soundbars besteht auch die Sony HT-ZF9 aus zwei Komponenten. Dies wäre zum einen natürlich die Soundbar selbst und zum anderen der Subwoofer.

Starten wir mit der Soundbar. Diese ist mit rund ein Meter Breite vergleichsweise lang, was aber bei aktuellen Fernsehern kaum stören sollte.

Dafür ist diese aber mit einer Höhe von 6,4cm und einer Tiefe von 9,9cm angenehm schmal. Es sollte also kein Problem darstellen die Soundbar einfach vor den Fernseher zu legen, ohne dass diese einen Teil des Bildes blockiert.

Alternativ ist es auch möglich die Soundbar über dem Fernseher aufzuhängen, Sony bietet hierfür eine passende Halterung an oder es gibt auch jede Menge universelle Aufhängungen.

Soundbars sind in der Regel nicht übermäßig schwer, was auch für die Sony HT-ZF9 gilt. Die Soundbar ist wie oft üblich aus Kunststoff gefertigt, dafür fühlt diese sich aber überdurchschnittlich dicht an.

Man merkt, dass im Inneren durchaus einiges an Elektronik vorhanden ist.

Auf der Font habt Ihr die Wahl, wollt Ihr die „nackte“ Soundbar oder wollt Ihr die mitgelieferte Abdeckung nutzen. Letztere ist aus Aluminium gefertigt und hält sich magnetisch am Lautsprecher.

Unter der Abdeckung befinden sich drei Lautsprecher Treiber, wie auch ein kleines Display. Dieses ist aber so gestaltet, dass es auch noch halbwegs lesbar ist, selbst wenn die Abdeckung angebracht ist.

Auf der Oberseite der Sony HT-ZF9 Soundbar befinden sich sechs kapazitive Tasten, um die Soundbar zu steuern. Hierzu gehört das Ein/Ausschalten, das Wechseln des Eingangs, die Lautstärke usw.

Natürlich liegt auch eine Fernbedienung bei, welche für Soundbar Verhältnisse ausgesprochen gut und hochwertig ist!

Was die Anschlüsse angeht finden wird zwei HDMI Eingänge, einen HDMI Ausgang, einen LAN Port, einen USB Port, einen 3,5mm Eingang und einen optischen Eingang auf der Rückseite.

Damit ist die Sony HT-ZF9 schon verdammt ordentlich ausgestattet! Hinzu kommt auch noch Bluetooth und WLAN!

Was mich etwas stört, ist das Stromkabel, welches fest mit der Soundbar verbunden ist. Hängt Ihr diese über Euren TV könnte das Stromkabel etwas knapp werden, ohne, dass hinterm Fernseher ne Steckdosenleiste baumelt.

Kommen wir damit zum Subwoofer. Dieser ist mit 19 x 38 x 38cm ein ziemlicher Brocken! Zudem ist der Subwoofer auch aus Holz gefertigt, auch wenn es sich um Pressspanplatten handelt.

Der Subwoofer kommuniziert via Funk mit der Soundbar, Ihr könnt diesen also irgendwo leicht versteckt aufstellen.

Dies würde ich auch machen, denn während mir die Soundbar vom Design recht gut gefällt, ist der Subwoofer ein wenig langweilig/generisch. Hier merkt man, dass sich niemand wirklich um das Design des Subwoofers gekümmert hat.

Auch die Verarbeitung des Subwoofers würde ich eher als „grob“ einstufen. Die Soundbar selbst wirkt einfach eine Stufe höherwertiger.

Was den Aufbau des Subwoofers angeht, haben wir ein normales Front Fire Design. Es befindet sich also ein größerer Treiber auf der Front, der sich um den Klang kümmert. Unterhalb des Treibers ist zudem ein großes Bassreflexrohr angebracht.

Die hier verwendete Stoffabdeckung lässt sich im Übrigen nicht abnehmen!

 

WLAN!

Die meisten anderen Soundbars auf dem Markt sind, wenn man so will, einfache „dumme“ Lautsprecher. Manche Modelle haben Bluetooth, aber dies ist meist schon das höchste der Gefühle.

Die Sony HT-ZF9 Soundbar ist hier etwas anders. Diese besitzt neben Bluetooth auch WLAN und LAN.

Hierdurch lassen sich einige Bonus Funktionalitäten wie Spotify Connect oder Google Chrome Cast realisieren.

Auch Webradio ist mit an Bord!

Ob man dies nun bei einer Soundbar braucht, hängt sicherlich vom Nutzer ab, aber ich begrüße immer mehr Funktionen.

 

Klanglicher Aufbau und Sound Profile

Die Sony HT-ZF9 verfügt über insgesamt vier Treiber, drei davon in der Soundbar und einer im Subwoofer.

Bei den drei Treibern in der Soundbar handelt es sich um ca. 40mm Modelle und im Subwoofer steckt ein ca. 125mm Treiber.

Daran kann man schon erkennen, dass die Soundbar ohne den Subwoofer ziemlich aufgeschmissen ist! Und ja ohne Subwoofer klingt die Soundbar jenseits von traurig.

Daher würde ich auch für einen optimalen Klang nicht empfehlen den Subwoofer zu sehr von der Soundbar zu trennen. Im Optimalfall steht beides direkt nebeneinander, damit es einen Klang aus „einem Guss“ gibt.

Um den Klang besser auf das Geschehen oder Eure Wünsche anzupassen, bietet die Sony HT-ZF9 Soundbar einige vor eingestellte Soundprofile, wie Cinema, Music, Game, News, Sports, Standard, Night usw.

Wie leider bei den meisten Soundbars, die ich bisher getestet habe, klingen die meisten dieser Profile für mich einfach nur furchtbar! Gerade Cinema, welches versucht einen Raumklang zu erzeugen, klingt in keinen Situationen gut.

Vielleicht habe ich hier einen merkwürdigen Geschmack, aber ich würde die Sony HT-ZF9 Soundbar dauerhaft im „Musik“ oder „Standard“ Profil laufen lassen.

Hier klingt diese am klarsten und natürlichsten, während sie in den anderen Profilen oftmals einfach etwas blechern ist.

Lasst Euch im Übrigen nicht zu sehr von dem virtuellen Raumklang ködern, den alle Soundbar Hersteller immer bis zum Gehtnichtmehr bewerben.

Eine Soundbar kann nicht einen Klang wie ein richtiges 5.1 System produzieren. Es gibt Modelle die schaffen einen etwas breiteren Klang als andere, aber einen wirklichen Raumklang bekommt kein Modell hin. Auch nicht die Sony HT-ZF9!

Im Cinema Modus mag der Klang wirklich etwas „größer“ und weiter sein, aber er ist dadurch nicht wirklich besser. Daher bevorzuge ich auch in Filmen eher den normalen Musik Modus.

 

Klang der Sony HT-ZF9

Kommen wir damit auch zum Klang der Soundbar. Ich beurteile den Klang der Soundbar hier einfach mal primär im Musik Preset und auch viel bei einer reinen Musikwiedergabe. In der Regel klingt ein Lautsprecher der Musik sauber wiedergibt auch bei Filmen gut.

Starten wir mit dem größten Schwachpunkt der Sony HT-ZF9 und das wären die Höhen. Diese sind nicht schlecht, aber klar schlechter als die anderen Klangbereiche.

Die Höhen sind ausreichend sauber und auch was die Natürlichkeit angeht soweit okay. Allerdings fehlt ein wenig die Luftigkeit nach oben, für ein perfektes Ergebnis.

Deutlich besser sind die Mitten. Gerade mit Subwoofer im Rücken sind diese absolut tadellos! Stimmen werden hervorragend und auch sehr gut verständlich wiedergegeben.

Dies gilt dabei sowohl für Musik wie aber auch für Filme! Auch die generelle Klangfülle stimmt.

Selbstverständlich ist dafür der Subwoofer fast alleinig zuständig. Die Soundbar selbst schafft wirklich nur die Höhen und die oberen Mitten. Der Subwoofer hilft also auch im unteren Mittenbereich schon etwas aus.

Ich war zwar optisch vom Subwoofer nicht so angetan, aber klanglich ist dieser als tadellos zu bezeichnen! Der Subwoofer bietet einen satten und sehr dynamischen Bass, welcher auch generell nur als hochwertig zu loben ist.

Dies lässt sich natürlich analog auf den gesamten Bass der Soundbar übernehmen.

Unterm Strich bietet die Sony HT-ZF9 also tendenziell einen etwas wärmeren aber angenehm vollen und satten Klang! Diese eignet sich dabei sowohl für Filme, wie aber auch Musik.

Grundsätzlich wird die Sony HT-ZF9 mit fast allen Wohnzimmergrößen klarkommen, wobei natürlich der Bass in sehr großen Wohnzimmern etwas weniger druckvoll rüber kommt, als in einem mittleren Wohnzimmer.

Dennoch, sofern Ihr kein 80m² Wohnzimmer habt, wird die Sony HT-ZF9 Soundbar einen guten Job machen.

 

Fazit

Ist die Sony HT-ZF9 Soundbar um die 600€ wert? Das kommt etwas auf Eure Ansprüche an! Es ist für 600€ möglich Lautsprecher zu finden, die einen ausgewogeneren und auch besseren Klang liefern also die Sony HT-ZF9 Soundbar. Gerade wenn für Euch die Größe keine Rolle spielt.

Etwas anders sieht es aber aus, wenn für Euch die Größe eine Rolle spielt. Die Sony HT-ZF9 bietet für ihre kompakten Abmessungen einen sehr kräftigen und satten Klang. Dies ist natürlich zu großen Teilen dem sehr guten Subwoofer zu verdanken.

Dieser bietet einen kräftigen und qualitativ guten Bass. Dies in der Kombination mit der guten Soundbar sorgt für einen generell starken Klang. Die Höhen könnten vielleicht einen Ticken luftiger sein, aber ansonsten habe ich nichts zu bemängeln.

Hinzu kommen die diversen Bonus Funktionen, wie mehrere HDMI Eingänge, einem HDMI Ausgang, Bluetooth, Spotify Connect und andere Netzwerk Feature. Die Sony HT-ZF9 ist also mehr als eine einfache Soundbar.

Auch das Design der Soundbar und die Qualität der Fernbedienung ist überzeugend.

Sucht Ihr eine kompakte Soundbar mit „Bonus“ Funktionalität, dann schaut Euch die Sony HT-ZF9 gut an!

Positiv

  • Schickes Design
  • Kräftiger Klang
  • Display
  • Große Anschlussvielfalt
  • Netzwerkfunktionen
  • Gute Fernbedienung

Neutral

  • Subwoofer optisch etwas langweilig
  • Raumklang eher mäßig

Negativ

Der Teufel Rockster Cross im Test, überzeugend auf ganzer Linie

Mit dem Rockster Cross hat Teufel auf der IFA seinen neusten Bluetooth Lautsprecher der gehoben Mittel-Klasse vorgestellt.

Der Rockster Cross soll dort anknüpfen wo der bereits sehr gute Rockster Go aufgehört hat. Noch größer, noch lauter, noch besser!

Dafür möchte Teufel aber auch rund 299€ haben. Ist dieser Preis für den Rockster Cross gerechtfertigt? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der Teufel Rockster Cross im Test

Der Rockster Cross ist zwar bei weitem noch nicht der größte Bluetooth Lautsprecher in Teufels Line-Up, aber dieser ist dennoch ein ziemlicher Brocken!

Mit einer Breite von rund 38cm und einem Gewicht von 2,4KG ist dieser zwar noch portabel, aber auch nicht mehr als handlich zu bezeichnen.

 

Selbst verglichen mit dem Teufel Rockster Go, welcher schon eine gute Größe hat, wirkt der Rockster Cross massiv. Teufel selbst bezeichnet diesen als den SUV unter den Lautsprechern, was sehr passend ist.

Trotz seiner Größe ist der Cross recht gut zu transportieren. Zum einen gibt es auf der Rückseite „Griffe“ wo man diesen gut packen kann, zum anderen liefert Teufel eine Trageschlaufe mit.

Die meisten werden den Rockster Cross aber vermutlich eh im häuslichen Umfeld nutzen, wo die Größe keine übergeordnete Rolle spielt.

Was das Gehäuse angeht, setzt Teufel auf ein unheimlich massiven und stark gummierten Kunststoff. Der Lautsprecher wirkt hierdurch ziemlich robust und massiv, was auch vom Gewicht bestätigt wird.

Die Front ist allerdings von einem Lautsprechergitter aus Aluminium bedeckt, welches den qualitativ hochwertigen Eindruck unterstützt.

Was das Design angeht, setzt Teufel auf eine länglichere und gebogene Form, die auch etwas vom klanglichen Aufbau definiert wird.

Der Teufel Rockster Cross verfügt über drei aktive Treiber. Zwei davon sind Hochtöner, welche an den leicht abgeknickten Seiten angebracht sind. In der Mitte hingegen befindet sich der Tief/Mitteltöner. Dieser verfügt auf der Rückseite auch über zwei passive Treiberelemente, die dem Übersteuern entgegenwirken sollen und auch die Bassleistung verbessern.

Was die Tasten angeht, verfügt der Rockster Cross über vier auf der Oberseite und vier auf der Rückseite.

Die vier Tasten auf der Oberseite sind für die generelle Musiksteuerung, also lauter, leiser und Play/Pause. Eine Vor-/Zurückfunktion scheint es nicht zu geben, dafür aber die Möglichkeit den jeweiligen Sprachassistenten auf dem Smartphone zu starten.

Die Tasten auf der Rückseite dienen dem Ein-/Ausschalten, dem Herstellen einer Bluetooth Verbindung, dem Outdoor Modus und der Möglichkeit einen zweiten Rockster Cross zu koppeln.

Die Anschlüsse des Rockster Cross sind unter einer Gummi-Klappe auf der Rückseite angebracht. Teufel bewirbt den Cross im Übrigen auch als spritzwassergeschützt. Eine nasse Wiese oder etwas Regen sind für diesen also kein Problem.

Bei den Anschlüssen handelt es sich um einen AUX Eingang, einen Netzteil Anschluss und einen USB Ausgang.

Bei dem Netzteil handelt es sich um ein proprietäres Netzteil. Ein einfaches Aufladen an einem USB Ladegerät geht also nicht. Der USB Ausgang dient einer Powerbank Funktion. Im Notfall könnt Ihr also Euer Smartphone am Rockster Cross aufladen.

 

Der Klang des Teufel Rockster Cross

Kommen wir zu dem wichtigsten Punkt, dem Klang. Bei solch einem großen Lautsprecher darf man auch durchaus etwas größere Erwartungen haben. Diese Erwartungen kann der Teufel Cross auch erfüllen!

Starten wir wie üblichen bei den Höhen. Diese sind sehr schön klar und sauber beim Cross! Man merkt, dass dieser über zwei recht fähige Hochtöner verfügt. Dadurch, dass diese leicht angewinkelt sind, wirken die Höhen auch deutlich „breiter“.

In der Regel fällt die Qualität der Höhen stark ab sofern man nicht mittig vor einem Bluetooth Lautsprecher steht, dies ist beim Rockster Cross anders. Allgemein verfügt dieser über einen recht breiten Stereoklang, mit einer soliden Separation.

An den Höhen gibt es also nichts zu beklagen, diese sind aus meiner Sicht perfekt! Die Mitten sind wie so oft eher als durchschnittlich zu bezeichnen. Der Rockster Cross macht, was Stimmen und die generelle Klangfülle angeht, einen guten Job. Es fehlt hier nichts im Klang.

Allerdings merkt man auch, dass Teufel die Mitten etwas hintenanstellt, zugunsten des Basses. Der Rockster Cross ist damit natürlich nicht als neutral zu bezeichnen, ist aber auch kein leerer Bass Bomber. Die gewählte Balance zugunsten eines etwas dynamischeren und lebendigeren Klanges, ist für mich hier völlig in Ordnung.

Kommen wir damit auch zum Bass. Wie es sich für Teufel gehört, hat der Rockster Cross davon einigen!

Der Bass des Rockster Cross ist kräftig, tief und druckvoll! Der Lautsprecher schafft es einen sehr satten Bass zu erzeugen, bei welchem man eine Gewisse Kraft spürt, wie dies bei Bluetooth Lautsprechern selten der Fall ist.

Gerade bei elektronischen Titeln klingt der Cross deutlich größer als dieser eigentlich ist, was sicherlich an der vergleichsweise hohen Masse liegt.

Fast noch beeindruckender, der Rockster Cross schafft es sogar große Räume gut mit Bass zu füllen. An Leistung fehlt es diesem nicht. Dies in Kombination mit dem generell recht breiten Klang lässt den Cross problemlos eine kleine Stereo Anlage ersetzen, selbst im Wohnzimmer.

Auch eine Party-Tauglichkeit würde ich dem Teufel Rockster Cross voll zusprechen. Dieser kann wirklich beeindruckende Pegel erreichen! Mein 20m² Büro kann der Rockster Cross fast unaushaltbar laut beschallen.

Ich würde den Cross zwar nicht unbedingt als den filigransten Lautsprecher einstufen, generell ist auch die Detail Darstellung gut. Gut ist auch die Bluetooth Verbindung, welche einige Meter ohne Einbußen standhält.

 

Fazit

Ihr sucht einen etwas mächtigeren und klangstärkeren Bluetooth Lautsprecher und seid dafür auch bereit etwas mehr Geld auszugeben? Dann ist der Teufel Rockster Cross eine hervorragende Wahl!

Teufel hat beim Cross so ziemlich alles richtig gemacht. Starten wir beim wichtigsten Punkt, dem Klang.

Der Rockster Cross klingt unheimlich kräftig und druckvoll, gerade was den Bass angeht. Allerdings sind auch die Höhen sehr gut und die Mitten mehr als solide! Ich will jetzt nicht infrage stellen, dass es für 300€ möglicherweise noch etwas „feiner“ spielende Bluetooth Lautsprecher gibt, aber der Rockster Cross macht Spaß!

Dieser zeigt einfach eine gewisse Kraft und Spielfreude, welche mich voll überzeugen konnte. Gerade aufgrund der etwas höheren Masse wirkt der Bass einfach druckvoller als bei vielen Konkurrenten.

Selbst verglichen mit dem guten JBL Xtreme 2 legt der Rockster Cross bei vergleichbarer Größe noch eins drauf.

Hinzu kommt die wirklich massive und wertige Verarbeitung, wie auch die starke Akkulaufzeit. Der Cross ist zwar relativ schwer und groß, aber gerade in einem häuslichen Umfeld oder um diesen mal eben zu einer Party mitzunehmen ist dieser aber nicht zu groß.

Kurzum, Ihr sucht einen spaßigen Bluetooth Lautsprecher in der 300€ Preisklasse? Dann greift beim Rockster Cross zu! Etwas Besseres werdet Ihr aktuell nicht finden.

Positiv

  • Sehr druckvoller und dynamischer Klang
  • Gute Akkulaufzeit
  • Massive und hochwertige Verarbeitung
  • Wassergeschützt
  • Hohe Pegelfestigkeit
  • Sehr hohe maximale Lautstärke

Negativ

  • Recht schwer 

Der ASUS RT-AX88U im Test, ASUS erster WLAN ax Router

Der RT-AX88U von ASUS ist der erste WLAN Router welcher den neuen WLAN 6 bzw. WLAN ax Standard erfüllt.

Hierdurch soll der ASUS RT-AX88U satte 4804Mbit allein auf dem 5GHz Band erreichen, was via Funk einfach nur beeindruckend ist.

Aber lohnt es sich jetzt schon einen WLAN ax Router zu kaufen? Ist der ASUS RT-AX88U überhaupt ein guter Router, oder war ASUS Priorität einfach nur der erste mit dem neuen Standard zu sein?

Finden wir dies doch im Test des ASUS RT-AX88U heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des RT-AX88U für diesen Test!

 

Der ASUS RT-AX88U im Test

ASUS setzt bei seinem ersten Router mit dem WLAN ax Standard auf ein vertrautes Design. Der RT-AX88U scheint weitestgehend das gleiche Gehäuse zu nutzen wie der ASUS RT-AC88U, einem High End WLAN ac Router.

Lediglich die Akzentfarbe wurde von rot auf ein Gold geändert. Hier wird es interessant ob ASUS bei allen seinen WLAN ax Router Gold als Erkennungsfarbe nutzt.

Was das Design angeht ist der ASUS RT-AX88U recht aufwendig und aggressiv geformt. Der Router soll von seiner Form etwas an einen Kampfjet erinnern.

Hierzu passt auch die matt schwarze Färbung, welche den Router trotz der aufwendigen Form halbwegs dezent erscheinen lässt. Minuspunkte bekommt ASUS allerdings für die gewählte Softtouch Beschichtung, welche Fingerabdrücke regelrecht aufsaugt und nicht mehr hergibt.

Beim ASUS RT-AX88U handelt es sich um einen 4×4 Router, was bedeutet das dieser auch vier Antennen benötigt. Diese vier Antennen sind beim RT-AX88U extern und auch austauschbar. Ich denke zwar das Letzteres nicht viele Nutzer machen werden, da die beiliegenden Antennen sehr vernünftig wirken, aber dennoch schön dass es möglich wäre.

Zwei der vier Antennen werden auf der Rückseite angeschraubt, die beiden anderen jeweils an den Seiten.

Neben den Anschlüssen für die Antennen finden wir auf der Rückseite großzügige acht Gigabit LAN Ports, einen USB 3.0 Port und einen Gbit WAN Port, für den Anschluss Eures Modems.

Gerade die Acht LAN Ports freuen mich sehr! Die üblichen vier LAN Ports finde ich selbst in der Zeit von WLAN immer etwas knapp bemessen.

Noch schöner wäre es natürlich wenn es sich hier um 5 oder 10 Gbit LAN Ports handeln würde, da bei einem WLAN ax Router die normalen LAN Ports ein limitierender Faktor sind, aber ich will darüber auch nicht zu laut klagen.

Neben dem USB 3.0 Port auf der Rückseite verfügt der ASUS RT-AX88U auch noch über einen zweiten USB 3.0 Port, welcher auf der Front unter einer kleinen Klappe versteckt ist.

Hier ist dieser wirklich sehr schön im Design integriert, aber teils etwas schwer zu erreichen.

Wo wir auf der Front sind, hier finden sich neben dem USB 3.0 Port auch acht Status LEDs und zwei Tasten. Letztere sind zum Ein/Ausschalten der LEDs und des WLAN im Gesamten.

Auf der Rückseite finden wir zusätzlich noch eine Taste für WPS.

 

Software des ASUS RT-AX88U

ASUS setzt beim RT-AX88U auf seine übliche Benutzeroberfläche. Diese lässt sich grob mit sehr umfangreich, aber teils etwas unübersichtlich gut zusammenfassen.

Rein was den Funktionsumfang angeht bietet ASUS bei all seinen Routern die so ziemlich größten Möglichkeiten, dies gilt auch für den RT-AX88U.

Ihr habt wirklich viele Einstellungsmöglichkeiten, welche auch oftmals deutlich erweitert sind verglichen mit der gesamten Konkurrenz. Dies gilt gerade für die WLAN Einstellungen. Beispielsweise könnt Ihr beim BandSteering auf Wunsch genau festlegen ab welchen Signalstärken wie und auf welches Band gewechselt wird usw.

Auch bietet die ASUS Benutzeroberfläche recht detaillierte Überwachungsmöglichkeiten. Ihr könnt auf Wunsch alle besuchten Webseiten mitloggen oder nur über welchen Kanal wie viel Traffic läuft, inklusive der Möglichkeit Gaming Traffic zu priorisieren.

Was mir etwas fehlt ist eine genauere Übersicht über die verbunden Clients und vor allem mit welchem Tempo diese verbunden sind. Gerade bei WLAN ist dies oftmals sehr interessant.

Bonus Punkte gibt es wiederum für die Sicherheitslösung die ASUS integriert hat.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung und die Verbindung wird geblockt.

Es ist also eine Art mini Intrusion Prevention System integriert.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier. AiProtection ist natürlich kein Virenschutz! Aber eine zusätzliche Sicherheitsstufe für Euer Netzwerk.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist den Router auch als Access Point oder sogar Repeater zu nutzen. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.


Unterm Strich ist die Benutzeroberfläche des ASUS RT-AX88U sehr umfangreich. Alle Feature und versteckten Einstellungen kann ich hier natürlich nicht auflisten. Allerdings totale Einsteiger könnte ASUS doch etwas überfordern.

Der ASUS RT-AX88U richtet sich ganz klar an Enthusiasten und High End Nutzer.

 

Hardware des ASUS RT-AX88U

Der ASUS RT-AX88U ist ein 4×4 WLAN Router. Das bedeutet dieser kann vier Datenströme gleichzeitig aufbauen. Laut ASUS werden folgende Geschwindigkeiten maximal erreicht:

  • 11a/g: up to 54Mbps
  • 11b: up to 11Mbps
  • 11n : up to 600Mbps
  • 11n (1024QAM) : up to 1000Mbps
  • 11ac: up to 3466Mbps
  • 11ac (1024QAM): up to 4333Mbps
  • 11ax (2.4GHz): up to 1148Mbps
  • 11ax (5GHz): up to 4804Mbps

Als Chipsatz kommt der Broadcom BCM4908 zum Einsatz, welcher über 1,8Ghz und 1GB RAM verfügt. Bei den WLAN Modulen handelt es sich um den neuen Broadcom BCM43684.

Der Broadcom BCM43684 ist der erste Chipsatz auf dem Weltmarkt welcher voll den WLAN ax Standard unterstützt und somit für DAS Feature des ASUS RT-AX88U zuständig ist.

Es gibt zwar natürlich noch andere WLAN ax Chipsätze welche angekündigt sind, unter anderem von Qualcomm und Intel, aber der BCM43684 ist der erste verfügbare.

Mit bis zu 4804Mbit über den neuen WLAN ax Standard ist der ASUS RT-AX88U ein sehr flotter WLAN Router. Allerdings sind auch die 4333Mbit über den alten WLAN ac Standard sehr beeindruckend!

Aktuell ist vermutlich eh die WLAN ac Leistung noch wichtiger als die Leistung über den WLAN ax Standard.

Wie erreicht der ASUS RT-AX88U aber mit dem alten WLAN Standard fast das gleiche Tempo wie über den neuen Standard? ASUS nutzt im Grunde alle Tricks um den alten WLAN Standard an sein absolutes Maximum zu treiben. Hierzu gehört die 1024 Quadraturamplitudenmodulation Technologie oder eine erhöhte Kanalbreite von 160Mhz. Beide Technologien sind bei WLAN ac noch optional (diese wurden erst nachträglich hinzugefügt) und werden daher leider nur von sehr wenigen Clients unterstützt. Gerade 1024QAM ist außerhalb von ASUS WLAN Geräten kaum zu finden.

Aber sowohl die höhere Kanalbreite von 160mhz wie auch 1024QAM sind mit WLAN ax Standard! Der ASUS RT-AX88U nutzt also Technologien des WLAN ax bei WLAN ac.

Praktisch werdet Ihr bei WLAN ac selten oder sogar nie mehr als 1733Mbit/s sehen, was so das gängige Maximum ist. Lediglich wenn Ihr beispielsweise zwei ASUS RT-AX88U nutzt, einen als Router und den anderen als Bridge, dann werden bei WLAN ac die 4333Mbit auch wirklich erreichbar sein.

 

Was macht WLAN ax besser als WLAN ac?

Der offensichtlichste Vorteil von WLAN ax ist natürlich die Performance. Wobei so offensichtlich ist dies hier mit 4804 vs 4333 Mbit gar nicht.

Allerdings ist der Router immer nur die eine Seite der Medaille. In normalen Smartphones, Tablets oder Notebooks finden sich in der Regel WLAN Module mit 433Mbit oder 867Mbit.

Warum? In diesen Geräten kommt meist ein 2×2 Design mit 80Mhz Kabelbreite zum Einsatz. Hier richten sich die Hersteller meist nach dem ursprünglichen WLAN ac Standard, welcher maximal mit 4×4 1733Mbit erreichte.

Mit WLAN ax wird auch in diese Geräte hoffentlich die höhere Kanalbreite von 160Mhz, 1024QAM und weitere Verbesserungen einziehen, welche bei WLAN ac noch Optimal waren.

Ich denke der große Leistungssprung bei WLAN ax kommt nicht vom Router, sondern einfach von den schnelleren Clients.

Ein wichtiger, vermutlich sogar noch wichtigerer Punkt als die reine Performance ist die Effizienz bei vielen WLAN Geräten.

Hier lag anscheinend der Fokus beim Entwickeln des WLAN ax Standards! Kein Wunder, immer mehr Smart Home Geräte verstopfen unser WLAN.

Selbst wenn diese nur passiv im WLAN hängen und gelegentlich mal ein paar KB übertragen kann dies ab einer gewissen Masse an Geräten doch ordentlich Leistung kosten.

WLAN ax bietet hier dank OFDMA und MU-MIMO, sowohl im Upload wie auch im Download, eine deutlich gesteigerte bzw. gleichbleibender Geschwindigkeit.

Mehr dazu hier.

 

WLAN AC Leistung des ASUS RT-AX88U

Starten wir mit dem üblichen WLAN Router Testparkur bei Techtest.org. Dieser dreht sich um den alten WLAN ac Standard, welcher aber sicherlich noch lange Zeit einen großen Anteil in unseren Netzwerken ausmachen wird.

Auf dem Papier erreicht der ASUS RT-AX88U 4333Mbit auf dem 5Ghz Band und 1000Mbit auf dem 2,4GHz Band. Offiziell konnte ich keine Angabe zur 2,4Ghz Performance unter WLAN ac finden, 1000Mbit scheinen aber plausibel zu sein.

Die 4333Mbit werden aber nur mit einer 160Mhz Kanalbreite und 1024QAM erreicht.

Ohne 1024QAM sind es nur noch 3466Mbit und ohne 160Mhz Kanalbreite 1733Mbit.

Die wenigsten Clients, abseits von ASUS PCI-E WLAN Karten werden 1024QAM unterstützen und selbst die 160Mhz Kanalbreite ist ausgesprochen exotisch. Mir ist hier in Notebooks lediglich die Killer 1550 und die Intel DualBand Wireless-AC 9260 Karte bekannt welche 160Mhz nutzen können.

99% aller WLAN Geräte können also nur auf die 1733Mbit zugreifen und nicht auf die theoretisch vollen 4333Mbit. Und selbst dann sind die 1733Mbit bei einem 4×4 Design, während die meisten Clients lediglich ein 2×2 Design besitzen, wodurch die Leistung nochmals halbiert wird.

Die hohe Maximale des ASUS RT-AX88U bringt in der Praxis also wenig. Der Router ist einfach deutlich Leistungsfähiger als die WLAN Karten die man in den Endgeräten findet.

Allerdings ist die zusätzliche Leistung nicht verschenkt. Gerade bei mehreren Personen die gleichzeitig den Router nutzen, ist es gut Reserven zu haben.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den RT-Ax88U den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-Ax88U in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Im Grunde das zu erwartende Ergebnis. Der ASUS RT-AX88U ist auch in Kombination mit WLAN ac Clients ein absoluter High End WLAN Router.

Gerade auf dem 5GHz Band erreicht dieser die so ziemlich maximal mögliche Performance. Mehr geht mit diesen Clients einfach nicht!

Auf dem 2,4GHz Band ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber auch hier ist die Leistung des AX88U alles andere als schlecht.

 

WLAN ax Leistung des ASUS RT-AX88U

Leider ist das Testen von WLAN ax zu diesem Zeitpunkt etwas „problematisch“. Warum? Es gibt einfach keine WLAN ax Clients und das scheint sich auch bis Anfang 2019 bis Mitte 2019 nicht zu ändern.

Freundlicherweise hat mir ASUS zwei RT-AX88U zur Verfügung gestellt. Einer davon diente als Router, der andere als Bridge.

Dies in Kombination mit insgesamt sechs Computern erlaubte es mir doch die Performance von WLAN ax mit WLAN ac zu vergleichen.

Warum sechs Computer? Die Gbit LAN Ports beschränken die Leistung des RT-AX88U auf 1000Mbit pro Computer, daher drei Computer pro Seite, was den maximalen Durchsatz auf 3000Mbit erhöht (was auch ausreicht, das Nutzen von acht Computern hätte die Werte nicht verbessert).

Schauen wir uns die Performance bei einem Abstand von 2 Metern und folgenden Einstellungen an:

  • WLAN ax mit 4804Mbit
  • WLAN ac mit 4333Mbit (mit 1024QAM und mit 160MHz Kanalbreite)
  • WLAN ac mit 1733Mbit „Standard WLAN AC“ (ohne 1024QAM und mit 80MHz Kanalbreite)

Unter ziemlich optimalen Bedingungen kann der ASUS RT-AX88U satte 2229Mbit bzw. 279MB/s via WLAN erreichen!

Dies sind rund 37% mehr als via WLAN ac mit 1024QAM und 160MHz Kanalbreite und 82% mehr verglichen mit Standard WLAN ac.

Ich denke diese Werte kann man so einfach mal im Raum stehen lassen.

 

Reichweite

Vielleicht stellt Ihr Euch nun die Frage „hat WLAN ax eine bessere Reichweite als WLAN ac“? Dann muss ich diese Frage leider mit einem jein beantworten.

Hier einmal meine Messwerte auf eine Distanz von 12 Metern.

Wie Ihr sehen könnt, bietet WLAN ax eine gute Performance auch auf hoher Distanz. Allerdings nicht signifikant höher als es WLAN ac könnte.

Es gibt einfach mehr Rohleistung, welche dann auch auf hoher Distanz in einem gewissen Rahmen bestehen bleibt.

Allerdings hat der ASUS RT-AX88U bereits von Natur aus eine hervorragende WLAN Reichweite! Ihr werdet aktuell auf dem Markt kaum einen WLAN Router finden der mehr Reichweite bietet als der RT-AX88U.

 

NAS

Der ASUS RT-AX88U besitzt zwei USB 3.0 Ports. Diese könnt Ihr für die NAS Funktionalität nutzen.

Ihr könnt also USB Sticks, externe HDDs, SSDs usw. an die USB 3.0 Ports anschließen und über das Netzwerk zugreifen.

Hierbei ist es möglich mehre Freigegeben Ordner zu erstellen, diese für Media Play (DLNA) usw. freizugeben und auch mehrere Nutzer anzulegen.

Aber wie steht es um das Tempo?

Sehr gut! Der ASUS RT-AX88U erreicht lesend und schreibend via LAN die vollen maximal möglichen 110MB/s+! Besser geht es nicht.

Damit kann der ASUS RT-AX88U glatt ein gesondertes NAS oder Ähnliches in einem gewissen Rahmen ersetzen.

 

Stromverbrauch

Bei etwas wie einem WLAN Router ist der Stromverbrauch nichts Unwichtiges, da dieser 24/7 läuft.

Wie steht es hier um den neuen ASUS RT-AX88U?

Das ist ja spannend! 9,1W im Leerlauf und 10,3W unter normaler Last sind zwar sicherlich nicht als super sparsam zu bezeichnen. Allerdings gerade verglichen mit dem ASUS RT-AC88U, der Version ohne WLAN ax, ist dies ein gutes Stück weniger!

Auch im Vergleich zu anderen High End WLAN Router zeigt sich der ASUS RT-AX88U nicht als übermäßig stromhungrig. Anscheinend ist der neue WLAN ax Chipsatz schon recht gut optimiert.

Damit hätte ich im Vorhinein nicht gerechnet!

 

Fazit

Der ASUS RT-AX88U ist der erste WLAN Router auf dem Markt mit WLAN ax. Hier ist es natürlich immer schwer eine generelle Empfehlung auszusprechen.

Zum Zeitpunkt dieses Tests, Ende 2018, gibt es noch keine WLAN ax Clients und mit rund 340€ zahlt Ihr ganz klar einen gewissen Aufpreis, dafür, dass Ihr einer der ersten mit dem neuen WLAN Standard seid.

Dies gilt es natürlich zu bedenken. Auf der anderen Seite ist der ASUS RT-AX88U allerdings auch ein extrem guter WLAN Router!

Dieser bietet sowohl bei WLAN ax wie auch dem alten ac Standard eine sehr gute Performance. Die Reichweite ist sehr hoch und mir sind auch keine Software Bugs begegnet die auf eine völlig übereilte Veröffentlichung schließen lassen.

Die Software ist wie bei ASUS typisch vielleicht für Einsteiger etwas kompliziert, aber für erweiterte Nutzer ein Traum, aufgrund des großen Funktionsumfangs.

Solltet Ihr also jetzt einen neuen High End WLAN Router sucht und auch bereit sein 250€+ für diesen auszugeben, dann ist der ASUS RT-AX88U keine schlechte Anschaffung! Ein WLAN Router sollte im Optimalfall Jahre halten, muss jetzt also ein neuer in der Premiumklasse her, warum dann nicht ein Modell mit WLAN ax wählen?

Der ASUS RT-AX88U ist ein sehr gutes Gerät, welches zwar erst nächstes Jahr sein Potenzial voll zeigen kann, aber jetzt eine zukunftssichere Anschaffung ist.

Der neue WLAN ax „WLAN 6“ Standard im ersten Test. Viel besser als WLAN ac?

Positiv

  • Sehr hohe WLAN Geschwindigkeit
  • WLAN ax
  • Acht LAN Ports
  • Sehr umfangreiche Software
  • Angemessener Stromverbrauch
  • Hohe NAS Performance

Negativ

      • Benutzeroberfläche kann für Einsteiger etwas überwältigend sein
      • Preisaufschlag aufgrund von WLAN ax

Der HAVIT E5 5W True Wireless Stereo tragbarer Lautsprecher im Test

Bluetooth Lautsprecher gibt es massenhaft auf dem Markt. Hier muss man schon etwas Besonderes bieten um aus der Masse hervorzustechen.

Dies versucht HAVIT mit dem E5 Bluetooth Lautsprecher. Der E5 soll auf den ersten Blick mit seinem interessanten und schlicken Design, wie auch einer hochwertigen Qualität punkten.

Funktioniert dies? Wie steht es um den Klang? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an HAVIT für das Zurverfügungstellen des Bluetooth Lautsprechers für diesen Test.

 

Der HAVIT E5 5W True Wireless Stereo tragbarer Lautsprecher im Test

HAVIT setzt bei seinem E5 Bluetooth Lautsprecher auf ein sehr außergewöhnliches Design, welches man aber erst auf den zweiten Blick überhaupt bemerkt.

Zuerst ist der HAVIT E5 ein normaler viereckiger Bluetooth Lautsprecher mit einer Trageschlaufe auf der Oberseite.

Allerdings auf dem zweiten Blick merkt man, dass sich der Lautsprecher in der Mitte aufteilen lässt! Die beiden Hälften des Lautsprechers werden durch die Trageschlaufe verbunden und via Magneten auf Wunsch zusammengehalten.

Ihr müsst diesen also nicht zweigeteilt nutzen, wenn Ihr dies nicht wollt. Was bringt die Aufteilung in zwei Hälften? Um ehrlich zu sein nicht viel, dies scheint ein reines Designelement zu sein.

Ich habe sogar die Befürchtung, dass dies eine „Design First“ Entscheidung war. Der HAVIT E5 verfügt nur über einen Lautsprecher Treiber, welcher dementsprechend nur die Hälfte des potenziellen Gesamtvolumens zur Verfügung steht.

Die andere Hälfte ist ausschließlich für die Elektronik, welche aber im Normalfall nicht 50% des Platzes benötigt. Immerhin scheint HAVIT die zweite Hälfte mit Akkus gefüllt zu haben.

Hierfür spricht das Gewicht und die angegebene Laufzeit von bis zu 30 Stunden. Diesen Wert kann ich leider nicht zu 100% bestätigen, aber die Größenordnung stimmt absolut!

Der HAVIT E5 gehört zu den Bluetooth Lautsprechern mit der besten Akkulaufzeit. Der E5 verfügt auch über einen USB Ausgang. Im Notfall könnt Ihr so den integrierten 4000mAh Akku auch als eine Art Powerbank nutzen. Praktisch!

Zum Wiederaufladen nutzt der Lautsprecher ganz klassische microUSB. Diese Ports sind alle unter einer dicken Gummi Klappe versteckt.

Hier findet sich auch noch eine kleine Überraschung, ein microSD Speicherkarten Slot. Hier könnt Ihr eine microSD Speicherkarte einsetzen und MP3 Dateien direkt von dieser wiedergeben.

Dies ist ein Feature welches man bei aktuellen Bluetooth Lautsprechern eigentlich nur sehr selten findet.

Was die Haptik angeht, hat HAVIT beim E5 einen guten Job gemacht. Der Lautsprecher fühlt sich überdurchschnittlich wertig und massiv an. Dies spiegelt sich allerdings auch im Gewicht von 410g etwas wieder.

Das Gehäuse beim HAVIT E5 ist komplett aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt. Dieser fühlt sich sehr gut an, neigt aber auch stark dazu Fingerabdrücke zu zeigen.

 

Klang

Wie zu erwarten klingt der HAVIT E5 ordentlich, aber auch zugegeben nicht überragend. Dieser kämpft mit genau dem Problem was ich anfangs etwas erwartet habe, dem Volumen.

Dadurch das der Lautsprecher nur 50% des Gehäuses nutzen kann, klingt dieser etwas dünner als man erwarten könnte.

Die Höhen sind glasklar und auch extrem brillant, mit einer guten Detaildarstellung. Auch die Mitten sind soweit okay.

Beim Bass merkt man aber, dass der HAVIT E5 etwas Probleme hat Druck aufzubauen. Auf einer leisen bis mittleren Lautstärke ist dies nicht ganz so präsent, wie auf hohen bis sehr hohen Lautstärken.

Dreht Ihr den Lautsprecher nicht zu weit auf, klingt dieser angenehm rund, aber bei über Zimmerlautstärke fällt der Bass doch ein gutes Stück ab.

Klanglich geht der HAVIT E5 hier so ein wenig in die Richtung des Google Home Mini, bei leisen bis mittleren Lautstärken.

Betrachten wir nur 50% des Lautsprecher schafft dieser es sogar recht viel klang aus seinem kompakten Gehäuse herauszuholen.

Der HAVIT E5 wäre nicht meine erste Wahl als Party-Lautsprecher oder fürs Wohnzimmer, aber für Abends am Bett oder beim Grillen taugt dieser!

 

Fazit

Der HAVIT E5 ist ein sehr cooler Lautsprecher, welcher allerdings primär versucht durch seine Optik und Haptik zu punkten

Dieses zwei geteilte Design ist ohne Frage extrem interessant und cool gemacht. Auch was die Haptik und die generelle Optik angeht ist der HAVIT E5 einer der schönsten Lautsprecher in der 50€ klasse.

Der E5 könnte auch problemlos von „Beats“ oder „Bang and Olufsen“ stammen, was das Design betrifft.

Zwar mag das zweigeteilte Design cool sein, aber was den Klang angeht, ist dies eher ein Hindernis.  Im Grunde stehen nur 50% des Lautsprecher als Resonanzkörper zur Verfügung.

Dementsprechend klingt der HAVIT E5 auch ein Stück „kleiner“ als man dies von einem Lautsprecher dieser Größe eigentlich erwarten könnte.

Er klingt nicht schlecht. Die Höhen sind klar, die Lautstärke ausreichend hoch und die Klangfülle Okay. Allerdings der Bass ist vielleicht etwas dünn, gerade auf sehr hohen Lautstärken. Auf leiseren bis mittleren Lautstärken geht der Bass allerdings in Ordnung. Dennoch ist es klar, dass man für 50€ Bluetooth Lautsprecher bekommt, welche vielleicht nicht so schick sind, aber besser klingen.

Immerhin hat HAVIT beim E5 anscheinend die zweite Hälfte des Lautsprecher mit Akkus gefüllt, denn die maximale Laufzeit ist mit bis zu 30 Stunden sehr hoch!

Sucht Ihr also einen ausdauernden und besonders schicken Lautsprecher, dann schaut Euch den HAVIT E5 genauer an!

Brauche ich für Huawei Super Charge ein spezielles Ladekabel? Ladekabel im Vergleich

Huaweis Super Charge Verfahren ist der aktuell schnellste Ladestandard den man in einem Smartphone finden kann. So lädt das neue Huawei Mate 20 Pro mit bis zu 40W und selbst ältere Huawei Flaggschiffe schaffen immerhin bis zu 22,5W.

Wenn man dies mit den rund 14W eines Samsung Galaxy Note 9 oder den 18W eines iPhone Xs Max vergleicht ist das schon sehr beeindruckend!

Hier stellt sich natürlich die Frage, kann man diese 40W bzw. 22,5W einfach durch jedes Handy-Ladekabel jagen oder braucht man für das Huawei Super Charge verfahren ein spezielles Ladekabel um das volle Tempo zu erreichen?

Schauen wir uns dies doch einmal in einem kleinen Test an!

 

Braucht Huawei Super Charge spezielle Ladekabel? Die Kurzform

Machen wir es kurz, jein. Grundsätzlich funktioniert jedes USB A auf USB C Kabel für Super Charge. Allerdings abhängig von der Qualität schwankt der Ladestrom aber massiv!

Super Charge funktioniert also immer, aber nur bei speziellen Kabeln mit vollem Tempo. Schlechte Kabel können das Ladetempo um mehr als die Hälfte reduzieren.

 

Kabel von Huawei, Anker, AUKEY, Syncwire im Vergleich

Folgende Ladekabel habe ich mir für diesen Test bestellt:

Von diesen Kabeln werden mehrere für Huawei Smartphones beworben, wie beispielsweise das „Syncwire USB C Ladekabel – 1M UNBREAKcable Serie USB Typ C auf USB 3.0 Kabel – Ultra durable 3A Schnellladekabel für Samsung Galaxy S8, MacBook, HTC 10, Huawei P9/P10, Lumia 950 und Mehr

Allerdings gibt es nur ein Kabel welches auch gezielt als 5A fähig beworben und zwar das „TUPower K20 USB Typ C Kabel 5A 1,8m lang Type C Super Charge Ladekabel für Huawei Mate 9 10 Pro Porsche Design P20 Pro P10 P9 Plus Honor View 10 Super Charge Grau

Dies ist sehr interessant, denn rein was den ersten Eindruck und die Verpackung angeht, ist das TUPower K20 vergleichsweise „billig“ anmutend. Während Hersteller wie Anker und Syncwire teils wirklich schöne und komplexe Verpackungen für Ihre Kabel gezaubert haben liefert TUPower seins nur in einer Tüte.

 

Warum ist das Ladekabel nicht egal?

Wenn Ihr meinen Blog verfolgt, werdet Ihr vielleicht wissen, dass das Ladekabel bei Quick Charge fast egal ist. Warum spielt dieses dann bei Huawei Super Charge eine Rolle?

Grob zusammengefasst, Quick Charge nutzt eine hohe Spannung, Huawei Super Charge einen hohen Strom.

Das Übertragen von höhere Spannungen ist tendenziell einfacher, zu mindestens in dem Niederspannungsbereichen in welchen wir uns hier bewegen.

Um 20V 1A, was 20W ergibt, zu übertragen reicht ein super dünnes Kabel aus. Jedes Ladekabel auf dem Markt wird dies ohne größere Probleme schaffen.

Um 1V 20A hingegen zu übertragen, was auch 20W Leistung ergibt, wäre glatt ein Kabel in der Dicke einer Steckdosenleiste nötig.

Quick Charge Smartphones laden meist mit 9V und maximal 2A. Super Charge Smartphones hingegen mit 5V und 4-5A.

Dies erfordert einen deutlich höhere Kabelquerschnitt! Ähnlich wie bei USB Power Delivery. Hier sind auch mehr oder weniger alle Kabel bis 3A „zugelassen“, für 5A sind hingegen spezielle Kabel nötig.

Huawei nutzt hier eine Erkennung um den Ladestrom zu regulieren.

Was würde aber passieren wenn man 5A durch ein zu dünnes Kabel jagt?

Ihr könnt Euch das Ladekabel wie einen Widerstand vorstellen. Ein gutes Ladekabel ist ein sehr kleiner Widerstand, ein schlechtes ein großer Widerstand.

Was passiert wenn man Strom durch einen Widerstand jagt? Richtig es geht Energie in Form von Wärme verloren. Umso höher der Wiederstand und umso höher der Strom ist umso mehr Wärme entsteht.

Im schlimmsten Fall könnte es also sogar zu einem Kabelbrand kommen. Praktisch ist dies unwahrscheinlich, durch den Energieverlust sinkt nur die Spannung am Ende des Ladekabels teils extrem, was das Laden behindert und vermutlich der wahre Grund für die Limitierung ist.

 

Der Test

Kommen wir zum Test. Für diesen nutze ich ein Huawei Mate 20 Pro, wie auch die Huawei AP09S Powerbank. Als Ladegerät kommt das originale Ladegerät des Huawei Mate 20 Pro zum Einsatz, wie auch das originale Kabel als Referenz.

Der Ladestand des Mate 20 Pro liegt während des Tests bei +-20% und der der Powerbank bei +- 0%.

Okay das Ergebnis ist doch recht eindeutig. Nur bei zwei Kabeln könnte die Powerbank und das Smartphone ihre maximale Geschwindigkeit erreichen.

Dies ist wenig überraschend das originale Kabel und das TUPower K20 Kabel. Bei allen anderen Kabeln gibt es eine Limitierung auf 2A.

Hier scheint die letztendliche Qualität des Kabels keinerlei Einfluss auf das Ladetempo zu haben. Die „unterstützten“ Kabel haben lediglich eine Art Markierung, dass diese 5A schaffen.

Diese Markierung fehlt bei den anderen Kabeln, daher wird hier das Tempo gedrosselt, egal ob diese 5A schaffen würden oder nicht.

 

Wie erkennt Super Charge das richtige Kabel?

Stellt sich natürlich die Frage wie genau das Super Charge System erkennt welche Kabel okay sind und welche nicht.

Was wir wissen ist, dass es lediglich eine Art Markierung zu geben scheint, welche die unterstützten Kabel zu erkennen gibt. Was diese Markierung genau ist, kann ich Euch auch nicht sagen.

Bei meinen Tests ist mir lediglich aufgefallen, dass beim USB C Stecker der funktionierenden Kabel ein Widerstand von 111K Ohm zwischen Pin A5 und B5 gibt. Dieser Widerstand ist bei den normalen Kabeln nicht vorhanden!

Pin A5 und B5 sind für USB Power Delivery reserviert, welches aber bei normalen USB A auf USB C Kabeln eigentlich frei sein sollte. Es ist also möglich, dass dies die Markierung ist.

 

Fazit

Grundsätzlich könnt Ihr jedes Ladekabel nutzen um Euer Huawei Super Charge fähiges Smartphone zu laden.

Wollt Ihr allerdings das volle Ladetempo, dann benötigt Ihr ein spezielles Ladekabel. Mit normalen Kabeln ist das Tempo bei älteren Huawei Modellen (vor dem Mate 20 Pro) auf rund 10W limitiert und beim Huawei Mate 20 Pro und neuer auf 18W, bzw. 5V 2A oder 9V 2A. Dies ist rund die Hälfte des maximal Möglichen.

Dieses spezielle Ladekabel benötigt eine Markierung, welche das Smartphone erkennt und dann das volle Tempo freigibt. Die letztendliche Qualität des Kabel spielt also keine wirkliche Rolle.

Ihr könntet das beste USB C Ladekabel der Welt haben, wenn die Markierung fehlt, erhaltet Ihr nicht das volle Tempo.

Welches Kabel Kaufen?

Nur weil ein Kabel als „für Huawei P10, Mate 20 usw.“ beworben wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass dieses auch voll mit Super Charge funktioniert. Neben dem originalen Huawei Kabel funktionierte lediglich das TUPower K20 auch voll.

Das TUPower K20 wird auch gezielt als 5A und Super Charge fähig beworben. Wollt Ihr also das volle Ladetempo kauft das originale Kabel, das TUPower K20, oder ein anderes Kabel welches als gezielt 5A und Super Charge fähig beworben wird.

Toshibas NAS HDDs im Test, kann die N300 Serie im Test überzeugen?

Seagate und Western Digital dominieren was die Marktanteile betrifft sicherlich den Festplattenmarkt. Aber wie heißt es so schön, wenn sich zwei streiten freut sich der Dritte.

Der Dritte könnte in diesem Fall Toshiba sein, welche in der letzten Zeit gefühlt deutlich konkurrenzfähiger geworden sind.

Gerade Toshibas N300 Festplatten Serie ist ausgesprochen interessant. Dies liegt einerseits an der augenscheinlich hohen Leistung und natürlich am günstigen Preis.


Sowohl die 8TB wie auch die 10TB Version sind durchaus ein paar Euro günstiger zu bekommen, als Western Digitals WD Red oder Seagates IronWolf HDDs.

Aber wie viel Leistung bieten die Toshiba N300 High-Reliability HDDs wirklich? Wie viel Energie benötigen diese? Wie viel Abwärme gibt es?

Versuchen wir diese Fragen doch einmal in einem kleinen Test zu klären!

 

Toshibas HDD Serien

Wie jeder Festplatten Hersteller hat auch Toshiba mehrere Serien von Festplatten, welche sich an unterschiedliche Anwendungen und Kunden richten. Verschaffen wir uns hier zunächst mal einen Überblick.

Für Kapazität RPM Garantie
N300 NAS Systeme 4-10TB 7200 3 J
X300 High End Desktop PCs 4-10TB 7200 2 J
P300 Desktop PCs 1-3TB 7200 2 J
L200 Notebooks 0,5-2TB 5400 2 J
Toshiba Enterprise Server  1-12TB 7200 2 J

Auf dem Papier ist die N300 Serie ohne Frage die interessanteste, gerade aufgrund der 3 Jahre Garantie und natürlich der Zulassung für den 24/7 Betrieb.

Allerdings scheint die N300 und X300 Serie auf den ersten Blick weitestgehend identisch zu sein. Beide verfügen über 7200rpm und den gleichen Cache von 256MB bzw. 128MB.

Lediglich ist die N300 Serie für die 24/7 Nutzung zugelassen und bietet einen Raid Support. Gerade Letzteres ist nicht ganz unwichtig. Spezielle HDDs für NAS Systeme haben durchaus ihre Daseinsberechtigung.

 

Warum eine NAS HDD kaufen?

Warum sollte man überhaupt eine NAS HDD kaufen? Beispielsweise ist die X300 Serie auf dem Papier fast identisch zur N300, aber nochmals ein paar € günstiger?

Es geht hier primär um die Software bzw. Firmware. Eine Desktop HDD ist nicht dafür ausgelegt in einem RAID Verbund zu laufen, eine NAS HDD schon. Grundsätzlich können beide natürlich in einem RAID bzw. auch alleine laufen, aber was die Fehlerkorrektur angeht gibt es Unterschiede.

Findet eine Desktop HDD eine fehlerhafte Datei bzw. Sektor wird die HDD versuchen diese zu korrigieren. Dies kann durchaus ein kurze Weile dauern, was unter Windows beispielsweise zu einem kurzen Hänger führt. Dies ist aber besser als gegebenenfalls eine Datei komplett zu verlieren. Im Optimalfall kann der Sektor doch gelesen werden und alles ist gut.

In einem RAID ist dieses verhalten aber gar nicht erwünscht. Wird ein fehlerhafter Sektor gefunden soll die HDD diesen dem System auch als fehlerhaft und nicht lesbar melden. In einem RAID gibt es eine Parität von welcher dann dieser Fehler behoben wird.

Eine normale HDD könnte hier versuchen den Fehler selbst zu beheben, was dazu führt, dass diese sich für ein paar Sekunden nicht beim RAID Controller mehr meldet, was der RAID Controller dann im schlimmsten Fall als Totalausfall der HDD interpretiert.

Neben solchen Software Feature gibt es natürlich auch ein paar Hardware Anpassungen, gerade was Vibrationen angeht.

Es macht also durchaus Sinn eine NAS HDD zu kaufen! Nicht zu letzt auch wegen der Garantie. Eine HDD schreibt ihre Betriebsstunden mit und so könnte der Hersteller schnell erkennen ob eine HDD 24/7 gelaufen ist oder nicht.

MTBF Workload (pro Jahr) Garantie
HGST Deskstar NAS 8TB 1000000 h 3 Jahre
Seagate Archive HDD v2 8TB 800000 h 180 TB 3 Jahre
Seagate IronWolf NAS HDD 8TB 1000000 h 180 TB 3 Jahre
Seagate IronWolf Pro NAS HDD 8TB 1200000 h 300 TB 5 Jahre
Western Digital Gold 8TB 2500000 h 550 TB 5 Jahre
Western Digital Red 8TB 1000000 h 180 TB 3 Jahre
Toshiba N300 8TB 1000000 h 180 TB 3 Jahre
Toshiba N300 10TB 1000000 h 180 TB 3 Jahre

 

Der Test

Für diesen Test hat mir Toshiba freundlicherweise eine 10TB HDD zur Verfügung gestellt, ich selbst habe eine 8TB HDD aus eigener Tasche beigesteuert, um das ganze etwas interessanter zu machen.

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • Intel Core i7-5820K
  • ASRock X99 Extreme6/3.1
  • 16GB RAM
  • Windows 10

Starten wir mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist das Standard Tool für Speicherbenchmarks. Allerdings ist CrystalDiskMark für Flash Speicher gemacht, weshalb beim Testen von HDDs durchaus Punkte zu beachten gibt.

HDDs sind bei den ersten Gigabytes bzw. sogar Terabytes schneller als wenn diese voll werden. CrystalDiskMark testet nur den Anfang der HDD, repräsentiert also nur die absolute maximal Geschwindigkeit.

Toshiba N300 8TB
Toshiba N300 10TB

Die Toshiba N300 HDDs sind erstaunlich flott unterwegs! Diese können bei der Spitzengeschwindigkeit sowohl in der 8TB wie auch 10TB Version, welche +- gleich schnell sind, die Konkurrenz von Seagate und Western Digital problemlos hinter sich lassen.

Die Seagate IronWolf 8TB erreicht maximal 239MB/s und die Western Digital Gold 8TB 241MB/s. Die beiden Toshiba Modelle kommen auf 250MB/s bzw. 249,9MB/s. Verglichen mit Western Digitals Gold HDD ist dies zwar kein gigantischer Sprung, aber die WD Gold ist auch ein gutes Stück teurer!

Vergleichen wir die 8TB Toshiba N300 und die 8TB Western Digital Red, dann ist die Toshiba durchaus beachtliche 41% schneller (250 vs. 177MB/s).

Ein guter Start!

Wie sieht es aber abseits der Spitzengeschwindigkeit aus? Befragen wir hierfür HD Tune.

Auch HD Tune bestätigt die sehr guten Werte von CrystalDiskMark! Zwar fällt die Lese/Schreibgeschwindigkeit bei der 10TB HDD auf 99,7MB/s und bei der 8TB Version auf bis zu 114,9MB/s ab, aber dies ist immer noch schneller als bei den meisten Konkurrenten.

Die 8TB Version ist sogar ein gutes Stück schneller als die anderen mit 192MB/s im Schnitt.

Was die Reaktionszeit angeht, gemessen mit dem Argus Benchmark, gehören die Toshiba N300 HDDs eher zu den langsameren Modellen.

Dies stört allerdings in einem NAS eher weniger.

 

Temperatur

Habt Ihr die Festplatten in einem dicht bepackten NAS ist ihre Hitzeentwicklung nicht ganz unwichtig.

Wie steht es hier um die Toshibas? Für diesen Test wurden alle HDDs offen auf einen Tisch gelegt und 30 Minuten (Minimum) mit einer konstanten Schreiblast (H2TestW) belastet. Die maximale per Software ausgelesene Temperatur (an 23 Grad Raumtemperatur angepasst) ist in der Tabelle zu finden.

Interessant, laut Temperatursensoren sind die Toshiba HDDs ziemlich kühle Festplatten. Allerdings zweifele ich die Werte etwas an, diese sind zu gut.

Die Leistungsaufnahme der Toshiba N300 HDDs ist relativ hoch, dazu später mehr, und die Performance sehr gut. Dies bedeutet in der Regel eine höhere Hitzeentwicklung, siehe Seagate IronWolf.

Eventuell hat Toshiba irgendeine geheime Technologie wodurch die Festplatten deutlich kühler laufen als bei der Konkurrenz oder wie ich eher vermute sind die Temperatur Sensoren vielleicht einfach an einem anderen Ort zu finden, welcher kühler ist.

Im Zweifel aber für den Angeklagten, so wie es aussieht laufen die N300 HDDs nicht übermäßig heiß, gerade verglichen mit Seagate.

 

Die Leistungsaufnahme der Toshiba N300

Kommen wir zum letzten Punkt und das wäre die Leistungsaufnahme. Dies ist leider ein kleiner Schwachpunkt an der N300 Serie.

Die N300 HDDs sind sowohl im Leerlauf wie auch unter last relativ leistungshungrige HDDs. Dies passt auch leider ins Schema, mehr Leistung = mehr Verbrauch.

Beispielsweise die langsame WD Red benötigt am wenigsten Energie, die deutlich schnellere Seagate IronWolf braucht ein gutes Stück mehr Energie und die Toshiba N300 die noch mal schneller ist auch noch mal etwas mehr.

Im Großen und Ganzen geht der Stromverbrauch der Toshiba N300 sowohl in der 8TB wie auch in der 10TB Version in Ordnung, gerade verglichen mit den Seagate Modellen, aber sucht Ihr besonders sparsame Festplatten sind die Western Digital Modelle weiterhin Eure erste Wahl.

 

Fazit, die beste Wahl fürs NAS?

Die Toshiba N300 NAS HDDs in der 8TB und 10TB Version können im Test fast durchgehend überzeugen.

Dabei fällt gerade die Performance sehr positiv auf! Die Toshiba N300 8TB ist die so ziemlich schnellste 8TB HDD die man auf dem Markt finden kann! Sogar schneller als die deutlich teurere WD Gold.

Auch die Hitze- und Lautstärkenentwicklung liegt in einem positiven Rahmen. Den einzigen Kritikpunkt den sich die Toshiba N300 HDDs gefallen lasse müssen, ist der Stromverbrauch. Gerade verglichen mit den Western Digital HDDs fällt dieser negativ auf. Verglichen mit Seagate hingegen ist dieser +- auf einem Level.

Hier scheint auch bei HDDs das Motto zu gelten mehr Leistung = mehr Leistungsaufnahme.

Für welche Nutzer lohnt sich nun die Toshiba N300 in der 8TB oder 10TB Version? Grundsätzlich würde ich Performance orientierten Nutzern zu diesen HDDs raten. Gerade wenn Ihr schon ein 10Gbit NAS oder Server habt kann sich die Mehrleistung der N300 verglichen mit einer WD Red klar lohnen. Auch wenn Ihr nur ein Gbit LAN NAS habt und wirklich das Maximum an Leistung sucht, ist die Toshiba N300 8/10TB HDD die so ziemlich beste Option, aufgrund der konstant höheren Leistung auch am Ende der Kapazität.

Hinzu kommt natürlich auch der sehr faire Preis! Kurzum, Ihr sucht die so ziemlich schnellsten NAS HDDs? Dann bieten die Toshiba N300 Modelle die mit Abstand beste Preis/Leistung.

Der neue Xiaomi Roborock S50 „2. Generation“ Staubsaugroboter im Test, der beste Staubsaugroboter 2018/2019! Update!

Der neue Xiaomi Roborock Staubsaugroboter der 2. Generation ist da und die Erwartungen sind groß! Der „alte“ Xiaomi Mi Robot Vacuum war ein hervorragender Staubsaugroboter und das bis jetzt so ziemlich beste Gerät auf dem Markt.

Kein anderes Modell konnte bisher mit einer derart guten Navigation und hohen Saugleistung punkten. Selbst 800€ Staubsaugroboter, wie der Neato Botvac-Connected, konnten nicht mit dem Xiaomi Mi Robot Vacuum mithalten.

Xiaomi versucht nun mit dem neuen „Xiaomi Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner 2nd – SECOND-GENERATION“ nachzulegen.

Dieser soll mit einer noch höheren Saugleistung, einer nochmals verbesserten Navigation und diversen anderen Features punkten, wie dem Nasswischen.

Zudem sollen die paar kleineren Probleme, welche die erste Generation hatte, ausgebessert worden sein, wie die Probleme mit zu hohen Teppichen.

Ist der neue Xiaomi Roborock Staubsaugroboter 2. Generation der beste Staubsaugroboter des Jahres 2017/2018? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der neu Xiaomi Roborock S50 Staubsaugroboter im Test

Xiaomi hat ein Auge für gutes Design, das steht außer Frage. Dies sieht man auch beim Roborock Staubsaugroboter, welcher wie bereits das Modell der 1. Generation weitestgehend in einem schlichten aber schicken Weiß gehalten ist.

Zwar handelt es sich hier um ein Hochglanz Weiß, aber im Gegensatz zu vielen günstigeren elektronischen Produkten wirkt hier der Hochglanzlack sehr wertig und edel.

Dies passt auch schön zum qualitativen Eindruck. Der Roborock Staubsaugroboter ist vergleichsweise schwer und massiv. Man merkt regelrecht, dass dieser mit Elektronik vollgestopft ist. Dabei sind die Abmessungen weiterhin recht kompakt.

Xiaomi setzt bei seinem neusten Staubsaugroboter auch wieder auf die klassische runde Form. Auch der grundsätzliche Aufbau ist relativ „gewöhnlich“. Auf der Front befindet sich eine Stoßstange, welche beim Kontakt eingedrückt wird um dem Staubsaugroboter mitzuteilen das ein Hindernis im Weg ist.

Ebenfalls auf der Front befindet sich eine kleine Bürste welche Schmutz und Staub aus Ecken fegen soll, so das die große rotierende Bürste, welche sich unter dem Roboter befindet, diesen aufnehmen kann.

Der Schmutz landet dann in einem Behälter, der sich unter einer Klappe auf der Oberseite befindet. Dieser Behälter ist ausreichend, aber nicht übermäßig groß. Wie üblich ist der Behälter an seinem Luftauslass mit einem Feinstaubfilter versehen.

Diese Filter neigen leider etwas dazu sich zu zusetzen. Gut ausklopfen ist hier sehr wichtig für eine konstant hohe Saugleistung!

Neu ist beim „Roborock Smart Robot Vacuum Cleaner 2nd – SECOND-GENERATION“ die Möglichkeit diesen auch feucht putzen zu lassen. Hierfür gibt es einen speziellen Aufsatz welcher über einen kleinen Wassertank wie auch ein Mikrofaser Tuch verfügt. Natürlich „Putzt“ der Roborock nicht richtig, sondern dieser zieht eher den Boden feucht ab. Mehr dazu aber später.

Das vermutlich wichtigste Element am Xiaomi Roborock ist der kleine runde Hügel auf der Oberseite. In diesem befindet sich ein Lasermessgerät, welches konstant den Abstand in alle Richtungen zur nächsten Wand misst.

Dieses Messgerät ist das Geheimnis, warum die Xiaomi Staubsaugroboter so gut sind! Es ist hierdurch dem Roboter möglich eine Karte Eurer Wohnung bzw. Eures Hauses anzulegen und so zu erkennen wo er ist und wo er noch hinmuss.

Wichtig es handelt sich hierbei nicht um eine Kamera oder Ähnliches! Zum einen müsst Ihr Euch hierdurch keine sorgen um die Privatsphäre machen, der Roborock kann keine Bilder machen, zum anderen funktioniert dieser bei allen Lichtverhältnissen gleich gut.

Gesteuert wird der Roborock entweder über die Smartphone App oder über die drei Tasten auf der Oberseite. Diese ermöglichen auch ohne Smartphone App den Start/Stopp des Staubsaugroboters.

Auch könnt Ihr den Xiaomi Roborock wieder an seine Station schicken, welche dieser natürlich von alleine findet.

Die Station ist eine kleine Weiße Plastikbox mit einer weißen LED auf der Oberseite. Wichtig! Das beiliegende Netzkabel für amerikanische Steckdosen! Allerdings kann man dieses einfach gegen ein passendes Europäisches austauschen. Die Ladestation besitzt den üblichen Kleingerätestecker. Ein passendes Kabel kosten im Nachkauf um die 5€ und dann ist der Xiaomi Roborock Staubsaugroboter voll mit unseren Steckdosen kompatibel.

 

Einrichtung und Installation

Während der Xiaomi Robot Vacuum Cleaner der 1. Generation noch recht „Asiatisch“ ausgelegt war, merkt man dem neuen Xiaomi Roborock 2. Generation deutlich an, dass dieser sich auch an ein westliches Publikum richtet, zu mindestens ein wenig.

Um den Roboter zu benutzen solltet Ihr diesen mit Eurem WLAN Verbinden. Dies ist nicht zwingend nötig, aber man sollte es machen. Warum? Wenn Ihr den Roboter einschaltet und dieser nicht mit dem WLAN verbunden ist, startet dieser selbst das Aussenden eines WLAN Signals, welches für die Einrichtung der App benötigt ist.

Beginnen wir bei der Einrichtung am Anfang. Ihr benötigt zunächst die MIHome App, welche im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar ist.

Beim ersten Start werdet Ihr gefragt, in welcher Region Ihr Euch befindet. Wählt hier China Mainland aus! Warum? Ihr müsst eine Region auswählen, in welcher der Xiaomi Roborock offiziell verkauft wird, ansonsten funktioniert die App nicht. In der Regel startet der Verkauf immer erst in China und weitet sich von dort dann aus. Es kann also sein, dass Regionen wie die USA oder Europa auch irgendwann funktionieren, aber mit China geht Ihr auf Nummer sicher.

Die App ist nach dem ersten Start in einem chinesisch/englisch Mix, geht hier in die Einstellungen und wählt Englisch als Hauptsprache aus. Macht Ihr dies, ist die komplette App auch wirklich in Englisch!

Schaltet nun Euren Roboter ein, haltet hierfür den Einschalter mehrere Sekunden gedrückt bis die LED blinkt. Geht nun in der App auf das „+“ und wartet, bis diese den Roboter erkannt hat.

Ist dies passiert, wählt diesen aus und verbindet ihn mit Eurem WLAN, fertig! Vor dem ersten Start empfiehlt sich ein vollständiges Aufladen, dann kann es losgehen!

Ein Tipp noch für Staubsaugroboter Neulinge. Bei der ersten Fahrt schaut dem Roboter zu! Zwar macht der neue Roborock einen klasse Job nicht irgendwo festzuhängen oder Dinge umzuwerfen, aber es gibt immer mal ein Kabel das blöd hängt usw.

Hier ist es sinnvoll einmal zuzuschauen um problematische Stellen in der Wohnung zu erkennen und zu beheben.

 

Features und Intelligenz

Die größte Stärke des neuen Xiaomi Roborock der 2. Generation ist ganz klar die Intelligenz! Die meisten günstigeren und älteren Staubsaugroboter nutzen das Zufallsprinzip. Diese fahren gerade los, so lange bis diese auf ein Hindernis stoßen, von wo aus sie in eine zufällige Richtung abdrehen.

Dies wurde so lange wiederholt bis der Akku leer ist, in der Hoffnung, dass alle stellen einmal zufällig überfahren wurden.

Dies ist beim Xiaomi Roborock Staubsaugroboter völlig anders! Der Roborock weiß immer, wo er sich befindet, wo er schon war und wo er noch hin muss! Der Staubsaugroboter legt von Eurer Wohnung mithilfe seiner Sensoren eine wirklich 100% akkurate Karte an. Der Roboter markiert intern alle Stellen wo dieser schon war und kann somit noch erkennen wo er noch hin muss.

Auch vergisst der Roborock keine Stellen oder Räume. Er „sieht“ Türen wenn man so will. Wobei sehen nicht richtig ist, da der Roboter lediglich über Laser Sensoren verfügt. Er kann also nur sehen wo auf seiner Höhe noch „Raum“ ist.

Eine große Wohnung ist hier also absolut kein Problem! Der Roborock nimmt sich einen Raum nach dem anderen vor. Wobei dies auch nicht ganz richtig ist. Nach dem Start beginnt der Xiaomi Staubsaugroboter sich Bereiche abzustecken.

Das bedeutet er sucht sich eine Wand, fährt diese ca. 4 Meter entlang, dreht dann in einem 90 Grad Winkel ab, fährt dann bis zu 4 Meter gerade aus, dreht dann wieder ab, fährt wieder ca. 4 Meter usw. Erreicht dieser dann seinen Ausgangspunkt wird der innere Bereich dieser abgesteckten Zone gereinigt. Dies geschieht, sofern keine Hindernisse vorhanden sind, in geraden Bahnen.

Ist Zone 1 fertig, wird der nächste Bereich abgesteckt, so lange bis die komplette Wohnung mit allen zugänglichen Räumen fertig gesaugt ist. Selbst wenn Ihr mittig in einem Flur startet und der Roborock zuerst nach links fährt, weiß dieser, dass es auch rechts noch weitergeht und kommt dementsprechend später wieder zurück.

Hierbei ist es extrem beeindruckend wie präzise der Staubsaugroboter navigiert.

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Mehr Informationen

In der MIHome App könnt Ihr auch die erstelle Karte live sehen, genau wie die Position des Roboters und welche Bereiche bereits gesaugt wurden.

Neu ist beim Xiaomi Roborock Smart Robot Vacuum Cleaner der 2. Generation, dass Ihr Bereiche auf der Karte auswählen könnt und der Roboter dann nur diese reinigt!

Die Karte bleibt auch nach einem Reinigungsvorgang erhalten. Muss die Küche mal gesaugt werden, aber nicht die restliche Wohnung? Kein Problem, markiert einfach die Küche in der App und der Xiaomi Roborock fährt von alleine in die Küche und reinigt den ausgewählten Bereich!

Dieses Feature ist soweit ich weiß aktuell einmalig! Allerdings ist dieses auch nicht perfekt. Ich hatte auch Momente, wo der Roboter die ausgewählte Zone nicht finden konnte. Ich hoffe, dass Software Updates vielleicht dieses Feature noch verbessern.

Auch sehr beeindruckend ist die Wegfindung. Ihr könnt den Xiaomi Roborock Staubsaugroboter auch einfach irgendwo in der Wohnung absetzen, nach ein paar Sekunden weiß dieser wo er sich gerade befindet und kann seine gewohnte Route nehmen.

Ja auch einige andere High End Staubsaugroboter können dies mittlerweile, aber ich habe noch keinen gesehen welcher derart souverän navigiert wie der Xiaomi Roborock! 

Selbst mein „alter“ 700€ Neato kann hier nicht mithalten.

In der MIHome App könnt Ihr auch Dinge wie Akkustand oder gereinigte Fläche sehen. Zudem kann natürlich auch ein Timer angelegt werden, wenn der Xaiomi Roborock zu festen Zeiten losfahren soll, es können über die App Software Updates eingespielt werden, die Saugleistung geregelt werden usw.

Dabei ist die App komplett in Englisch! Auch die Sprachausgabe des Roboters ist in Englisch.

 

Saugleistung des Xiaomi Roborock S50

Wie steht es um die Saugleistung? Auf dem Papier spricht Xiaomi von „2000Pa Super Suction“. 2000Pa ist recht viel, wenn nicht sogar Bestleistung.

In der App der MIHome App könnt Ihr die Saugleistung in vier Stufen regeln. Niedrigere Stufen bedeuten der Roboter saugt länger und ist ruhiger, während die größeren Stufen natürlich die beste Saugleistung bieten.

Gerade auf den höheren Stufen ist die Saugleistung des Xiaomi Roborock S50 2. Generation absolut hervorragend! Es ist erstaunlich, wie viel Luft dieser aus der Öffnung auf der Rückseite ausstößt.

Dieser hohe Luftstrom in Kombination mit der rotierenden Bürste garantieren auf glatten Flächen eine fast 100% Reinheit. Staub usw. wird absolut problemlos aufgenommen! Auch Dinge wie Katzenstreu oder Ähnliches sind kein Problem.

Auf glatten Böden reicht selbst die unterste Stufe für ein gutes Ergebnis. Die wahre Kunst ist natürlich das Saugen von Teppichen.

Hier macht der Roborock allerdings auch einen vortrefflichen Job! Ja dieser hat die beste Reinigungsleistung, die ich bisher bei einem Staubsaugroboter gesehen habe. Auch auf Teppichen wird oberflächlicher Schmutz gut entfernt. Es spielt hierbei auch keine große Rolle, ob dies nun Staub oder sogar Tierhaare sind.

Problematischer ist eher Schmutz, der tiefer in Teppichen einzieht, also beispielsweise Sand. Auf der höchsten Stufe bekommt der Roborock auch Sand aus höheren Teppichen ganz gut entfernt, aber das ist kein 100% Ergebnis, dennoch besser als bei allen anderen Staubsaugrobotern, die ich bisher gesehen habe.

Das tolle an einem Staubsaugroboter wie dem Roborock ist allerdings, dass Ihr diesen so oft starten könnt wie Ihr wollt! Wenn nötig startet den Roboter zweimal täglich und Ihr werdet sehen, dass Schmutz und Staub in Euerer Wohnung konstant ein immer niedrigeres Level erreicht. Der Roborock kommt auch immer mit einem vollen Staubbehälter wieder.

Auch die Reinigungsleistung an Fußleisten entlang ist gut, sofern es sich um einen glatten Boden handelt. Habt Ihr Teppichboden gibt es hier einen kleinen Bereich, welcher mäßig gut gereinigt wird, da die Hilfsbürste nicht gut auf Teppich funktioniert. Hier geht es aber Konkurrenz Produkten auch nicht besser.

Bonuspunkte gibt es für die recht gute Reinigung an Teppichkannten. Ja hier kann auch beim Roborock mal etwas liegen bleiben, aber dies ist deutlich weniger als bei allen anderen mir bekannten Statubsaugrobotern.

 

Hindernisse und Besonderheiten

Kennt Ihr die Vorurteile, dass Staubsaugroboter die Möbel beschädigen, sich andauernd verheddern usw.?

Viele dieser Vorurteile sind absolut richtig! Ja Staubsaugroboter mögen keine herumliegenden Kabel oder Socken. Auch enge Spalten und Lücken können für Probleme sorgen.

Wie schlägt sich hier der Xiaomi Roborock 2. Generation? Sehr gut! Erneut würde ich sagen dieser liefert auch beim Fahrverhalten, die so ziemlich beste Leistung dich ich bisher gesehen habe.

Kabel können ein Problem sein, aber der Roborock saugt diese nicht so schnell auf wie beispielsweise der Neato Botvac-Connected. Sind die Kabel ein wenig gegen die Wand gedrückt gibt es hier auch keine Probleme.

Ebenso hat der Roborock S50 auch keine Probleme mit hohen Teppichkannten oder Türleisten. Dieser klettert über solche Hindernisse absolut problemlos, deutlich besser als sein Vorgänger.

Auch Dinge wie Stühle oder Ähnliches stoppen den Roborock nicht. Wo der Roboter drunter findet, findet dieser auch wieder heraus. Auch mit den Basics wie Stufen gibt es keine Probleme.

Die Angst vor Beschädigungen von Möbeln ist auch unbegründet. Der Sauger fährt nicht einfach ungebremst auf Objekte zu. Diese werden bereits wenige cm vorher erkannt und das Tempo wird gedrosselt. Der Sauger tastet sich dann vorsichtig an das Hindernis heran.

Es gibt lediglich ein Objekt, welches für den Xiaomi Roborock ein unüberwindbares Hindernis darstellt, ein schwarzer Teppich im Flur!

Warum? Der Roboter verweigert es auf diesen Teppich zu fahren. Ich kann hier nur über die Gründe mutmaßen. Der Teppich ist wirklich pechschwarz, was vermutlich den Roboter denken lässt, dass hier ein Abgrund ist. Der Roboter besitzt zwei Sensoren, welche Abgründe/Stufen erkennen sollen. Ich nehme an diese „Feuern“ einen Lichtstrahl ab, welcher von Oberflächen reflektiert wird.

Ist keine Oberfläche vorhanden, wie bei einer Stufe, wird der Lichtstrahl nicht reflektiert und der Roboter dreht ab. Schwarze Oberflächen reflektieren aber auch kein bzw. nur schlecht Licht, was die Sensoren denken lässt: „Hier ist ein Abgrund“.

Wichtig, dies ist nur bei tiefschwarzen Teppichen der Fall! Ist Euer Teppich grau oder halt nicht zu 100% Schwarz gibt es keine Probleme.

Sonstige Probleme oder KI Aussetzer konnte ich nicht feststellen!

 

Akku und Lautstärke

Beginnen wir mit der Lautstärke. Diese hängt natürlich signifikant von der eingestellten Saugleistung ab. Auf der höchsten Stufe muss man ganz klar sagen klingt der Xiaomi Roborock wie ein startender Düsenjet.

Gerade wenn dieser anfänglich den Saugmotor hochfährt kann man diesen Eindruck bekommen. Dies ist keine Lautstärke bei welcher man noch gleichzeitig angenehm Fernsehen schauen kann.

Dies ist eher so der Modus den man anwirft kurz bevor Besuch kommt oder man nicht da ist.

Auf der niedrigsten Stufe ist der Roborock hingegen sehr leise. Hier wird der Saugmotor fast abgestellt und man hört nur das leichte Brummen der rotierenden Bürste. Hier lässt es sich problemlos im gleichen Raum aushalten.

Dazwischen gibt es zwei Stufen, im normalen Alltag macht sicherlich die „balancierte“ Stufe am meisten Sinn. Hier erzeugt der Staubsaugroboter zwar ein hörbares Surren, aber dieses ist recht „warm/weich“ und nicht sonderlich hochfrequent. Hier ist der Roborock ebenfalls gut aushaltbar.

Gerade auf Stufe 2 ist der Roboter ein gutes Stück leiser als viele Konkurrenz Modelle, Daumen hoch dafür! Hier gab es eine Verbesserung zum Vorgänger.

Wie steht es um den Akku?

Erneut kommt es auf die eingestellte Leistung an. Xiaomi spricht von 250m² mit einer Ladung, welche Stufe dabei verwendet wurde wird nicht gesagt. Grundsätzlich denke ich 250m² sind machbar mit einer Ladung auf der „balancierten“ Stufe. Nach rund 120m² ist der Akku bei mir immer noch zu ca. 40-50% voll.

Auf der niedrigsten Stufe gute 50%+. Auf der höchsten Stufe wiederum wird der Roboter nur sehr knapp überhaupt fertig. Teilweise muss dieser noch ein zweites Mal los fahren um alle Stellen zu erreichen.

 

Xiaomi MI Vacuum 1. Generation gegen Xiaomi Roborock 2. Generation

Wie steht es um den Vergleich mit dem Xiaomi MI Vacuum der 1. Generation. Loht sich ein Umstieg bzw. lohnt es sich noch das ältere Modell zu kaufen?

Hier erst einmal ein paar Unterschiede, die ich beobachten konnte:

  • Der neue Xiaomi Roborock hat mit hohen Teppichkannten deutlich weniger Probleme als der alte Xiaomi MI Vacuum 1. Generation! habt Ihr viele höhere Teppiche ist ganz klar der neue Roborock zu empfehlen!
  • Die Saugleistung ist beim neuen Roborock leicht besser. Der Unterschied ist vorhanden, aber auch um ehrlich zu sein, nicht weltbewegend. Beide Roboter saugen sehr gut!
  • Der neu Roborock ist laufruhiger als der alte MI Vacuum 1. Generation.
  • Der Auffangbehälter des alten Xiaomi Staubsaugroboters ist größer.
  • Ihr könnt den neuen Roborock per App gezielt in Räume schicken.
  • Die Navigation und Wegfindung ist etwas flotter beim neuen Roborock. Der Unterschied ist aber nicht weltbewegend
  • Der neue Roborock kann feucht wischen, was aber eher ein Bonus Feature ist.

Also ja der neue Xiaomi Roborock Smart Robot Vacuum Cleaner 2nd – SECOND-GENERATION ist in meinem Test in fast allen Punkten besser als der ältere Mi Vacuum.

Gerade wenn Ihr hohe Teppiche, hohen Türleisten habt, lohnt sich der neue Staubsaugroboter! Wobei auch die 1. Generation weiterhin eine gute Wahl ist. Wie üblich wirkt die 2. Generation allerdings etwas gradliniger und sauberer laufend, wie es halt bei einer 2. Generation üblich ist.

 

Ersatzteile

Kleine Info, der Xiaomi Staubsaugroboter der 2. Generation nutzt die gleichen Filter und Bürsten wie die 1. Generation!

Daher sind die Filter und das Zubehör relativ problemlos nachzukaufen.

Erfahrungsgemäß bekommt man auch Dinge wie Ersatz Akkus (ca. 60€ für den Vorgänger), neue Räder usw. auch im Nachkauf.

 

2019 Update, Defekt und Reparatur

Mal ein kleines Update zum Xiaomi Roborock S50. Ich habe diesen auch 2019 noch täglich im Einsatz und bin sehr zufrieden! Auch halte ich diesen weiterhin für den besten Staubsaugroboter aktuell auf dem Markt.

Allerdings muss ich leider auch von einem kleinen Ausfall berichten. Der Roborock hatte bei mir leider etwas „Verstopfung“.

Ein Stück Heu hat es geschafft in den Saugmotor zu gelangen und diesen zu Blockieren. Wie konnte dies passieren?

Wenn man den Schmutzbehälter aus dem Roboter nimmt passt auf das kein Schmutz in der Halterung landet! Dies war aber hier passiert, wodurch dieses Stück Heu am Filter vorbei in den Motor gelangen konnte, welcher nach dem nächsten Ausschalten blockiert wurde.

War dies das Ende für den Xiaomi Roborock S50? Nein, erstaunlicherweise ist der Roborock S50 kein Wegwerf-Produkt.

Der Roboter lässt sich für einen Bastler wirklich sehr gut auseinandernehmen. Das was ich im inneren finden konnte hat mich dabei noch mehr von diesem Modell überzeugt.

  1. Im Xiaomi Roborock S50 ist NICHTS verklebt!
  2. Viele Komponenten wie die Räder + Motor sind als einzelne Module aufgebaut, welche sich mit drei Schrauben lösen und austauschen lassen.
  3. Viele Komponenten, wie z.B. die Räder, haben keine kleinen Kabel, sondern nutzen Kontaktpads, was das Austauschen noch einfacher gestaltet.
  4. Xiaomi nutzt hochwertige Komponenten! Die Stoßstange setzt nicht auf normale Taster, sondern auf optische Taster, welche sich nicht abnutzen! Der Motor ist bürstenlos und der Laser-Sensor setzt auf eine Art Induktionsprinzip für die Übermittelung der Daten. Hierdurch gibt es auch bei diesen Komponenten kaum eine Abnutzung.
  5. Fast alle Komponenten sind als Ersatzteile günstig einzeln erhältlich.
  6. Der Roborock S50 nutzt Ubuntu Linux als Betriebssystem.

Zwar sieht der zerlegte Roboter auf meinen Bildern sicherlich etwas „verwirrend“ aus, aber der Aufbau ist recht logisch. Ich hätte lediglich vielleicht gewünscht das Xiaomi etwas sparsamer mit Schrauben umgegangen wäre. Der Roborock S50 hat gefühlt hunderte!

Dennoch, man merkt wenn man ein Produkt öffnet ob ein Hersteller möchte das sein Gerät repariert wird oder nicht. Xiaomi hat den Roborock S50 gut reparierbar ausgelegt!

Ebenso sieht man an Dingen wie den optischen Tastern das Xiaomi nicht an den Komponenten gespart hat.

Der Roborock S50 ist kein Produkt das gemacht wurde kaputt zu gehen! Es kann natürlich passieren, aber Xiaomi setzt hier NICHT auf eine geplante Obsoleszenz, was man auch gut an der Ersatzteil Verfügbarkeit sieht.

Ach ja, der Roboter hat die Reparatur überlebt und verrichtet seinen Dienst wie am ersten Tag!

Fazit

Xiaomi ist es mit dem Roborock nochmals gelungen eins auf die schon hervorragende Leistung des „älteren“ MI Vacuum draufzulegen und somit den Titel des besten Staubsaugroboters auf dem Mart zu verteidigen.

Gerade was die Intelligenz und die Wegfindung angeht, ist der Xiaomi Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner von der Konkurrenz aktuell nicht zu schlagen! Der Roboter legt von Eurer Wohnung eine Karte an, auf welcher dieser markiert wo er schon war und wo er noch hin muss. So kann der Roborock sehr genau navigieren und behält immer die Übersicht.

Auch mehrere Räume sind kein Problem, diese werden nacheinander geordnet gereinigt. Es gibt hier auch kein Auslassen von Räumen. Ist die Tür offen, wird vom Xiaomi Roborock gesaugt.

Es ist sogar möglich den Roboter per App gezielt in Räume zu schicken. Dieses Feature funktionierte zwar bei mir nicht immer 100% zuverlässig, aber wie man Xiaomi kennt, wird hier sicherlich per Software noch etwas nachgebessert.

Probleme mit dem Festhängen, dem Aufsaugen von Kabel und generell „Störungen“ im Betrieb gab es nur extrem selten. Mir ist kein anderer Staubsaugroboter bekannt, welcher sich derart gut aus engen Lücken oder unter Stühlen hervorwinden kann.

Die Saugleistung ist ebenfalls ein sehr starker Punkt! Man ist hier in der absoluten Spitzenklasse auch was die Saugleistung angeht.  Auf glätten Böden würde ich diese als perfekt einstufen und auf Teppichen immer noch als sehr gut. Ich will zwar nicht ausschließen, dass ein Dyson 360 Eye nicht noch gründlicher saugen kann, aber dafür bietet der Xiaomi die ganz klar bessere Navigation.

Der Staubauffangbehälter ist vielleicht ein wenig klein ausgefallen und das feuchte Putzen eher ein „Gimmick“, aber abseits davon ist der Xiaomi Roborock S50 Staubsaugroboter nah an der Perfektion!

Unterm Strich ist dieser ganz klar der für mich beste Staubsaugroboter aktuell auf dem Markt! Dieser muss sich auch nicht vor dem iRobot Roomba 980 oder Kobold VR200 verstecken, ganz im Gegenteil. Ich würde hier den Xiaomi bevorzugen und das nicht nur aufgrund des günstigeren Preises.

Aktuell ist der Xiaomi Roborock S50 Smart Robot Vacuum Cleaner 2. Generation für rund 400€ erhältlich, was ein absolut fairer Preis ist!

Info vom 14.05.19, der Nachfolger des Roborock S50 ist auf dem Markt: https://techtest.org/der-neue-roborock-s6-staubsaugroboter-im-test-der-nachfolger-des-xiaomi-roborock-s50/

Die HAVIT TWS Bluetooth Ohrhörer V5.0 im Test, schick und gut?

Waren komplett kabellose Bluetooth Ohrhörer noch vor ein paar Jahren etwas sehr Exotisches oder sogar Undenkbares, sind diese mittlerweile recht verfügbar auf dem Markt.

Gerade die +- 50€ Preisklasse hat einige interessante Modelle zu bieten. Hier sind natürlich gerade die asiatischen Hersteller sehr weit vorne.

Eins der spannendsten Modelle das mir hier begegnet ist stammt von HAVIT. Die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 können vor allem aufgrund Ihres Designs aus der Masse hervorstechen.

Viele andere günstige Modelle wirken immer recht generisch, was hier aber nicht der Fall ist.

Aber wie sieht es abseits des Designs aus? Können die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 auch aufgrund ihres Klangs überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an HAVIT welche mit die Ohrhörer auf Nachfrage für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 im Test

Die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer besitzen ein sehr interessantes und ich würde auch fast sagen einzigartiges Design.

Starten wir bei den Ohrhörern selbst. Diese sind wie alle komplett kabellosen Ohrhörern ein gutes Stück größer als normale kabelgebundene Modelle. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn in jedem Ohrhörer muss eine doppelte Bluetooth Elektronik und ein Akku zusätzlich zur normalen Audio Elektronik verbaut werden.

Verglichen mit anderen TWS Ohrhörern würde ich die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer als mittelgroß einstufen.

Das Design der Ohrhörer ist durchaus interessant und schick. Diese sind erst einmal komplett in Schwarz gehalten, allerdings sind die Ohraufsätze rot. Rot wird auch bei der Transport/Ladebox als Akzentfarbe genutzt

Was das Material angeht, setzt HAVIT bei den Ohrhörern komplett auf einen stark gummierten Kunststoff bzw. einen Kunststoff mit einem hohen elastischen Anteil. Erfreulicherweise fühlen sich die Ohrhörer auch recht wertig und robust an. Es handelt sich hier durchaus um einen hochwertigeren Kunststoff als man diesen bei vielen 0815 Ohrhörern findet.

Im Gegensatz zu vielen anderen TWS Ohrhörer verzichtet HAVIT auf eine kapazitive Rückseite der Ohrhörer zur Steuerung. Anstelle dessen befindet sich dort eine physische Taste auf beiden Ohrhörer. Ich bin zwar eigentlich kein Fan von Touchpads und kapazitiven Tasten, aber bei TWS Ohrhörern machen diese eigentlich Sinn. Es kann etwas unangenehm sein die Taste zu drücken wenn man die Ohrhörer in den Ohren hat.

Geladen werden die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer ausschließlich über die beiliegende Transportbox. Hierfür besitzen diese zwei kleine Kontaktpunkte auf der Unterseite.

Die Ohrhörer sollen laut Hersteller 3,5 Stunden halten, was etwas optimistisch ist. Rechnet bei einer lauteren Musikwiedergabe mit rund 2,5 Stunden bis 3 Stunden.

In der Transportbox befindet sich wie üblich auch hier ein Akku. Dieser erlaubt es die Ohrhörer rund 5 mal unterwegs nachzuladen, ehe dann auch die Transportbox ans Netz muss. Damit bieten die HAVIT TWS eine durchschnittliche Akkulaufzeit für Ohrhörer dieser Klasse.

Die Transportbox der HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer ist hier in einer ovalen Form gehalten und lässt sich in der Mitte aufklappen. Hier werden die Ohrhörer jeweils einer pro Hälfte eingelegt.

Diese werden mit ausreichend starken Magneten gut in der Box gehalten. Die Transportbox selbst wird auch von Magneten geschlossen gehalten, was auch gut funktioniert.

Auf der Oberseite der Transportbox findet sich zudem eine kleine LED Statusanzeige ob die Ohrhörer gerade geladen werden. Eine Anzeige wie der aktuelle Ladestand der Box ist, gibt es leider nicht.

Immerhin sowohl die Transportbox wie auch die Ohrhörer selbst sind IPx5 wassergeschützt. Das bedeutet selbst ein starker Regenschauer würde diesen nichts ausmachen.

 

Tragekomfort

Beim Tragekomfort der HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 bin ich etwas hin und her gerissen.

Einerseits sitzen diese sehr schön fest in den Ohren, so dass diese auch für den Sport gut nutzbar sind. Allerdings auf der anderen Seite ist die Form der Ohrhörer sehr breit.

Hierdurch verspürt man beim längeren Tragen einen gewissen Druck im Ohr. Dies ist durchaus erträglich, aber auch nicht ganz optimal.

Seid Ihr ein Nutzer, der sehr kleine oder empfindliche Ohren hat, könnten die HAVIT etwas unbequem sein. Für durchschnittliche Nutzer denke ich geht der Tragekomfort in Ordnung. Ich würde diese mit „befriedigend“ bewerten.

 

Klang

Der Klang der HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 hat mich mehr als positiv überrascht! Die Ohrhörer klingen für einen Kaufpreis von 50€ geradezu fantastisch.

Starten wir aber am Anfang. Die Höhen sind sehr klar und sauber. Vielleicht sogar teils etwas zu klar. Je nach Song und Lautstärke können diese ein wenig spitz sein, was allerdings auch nicht übermäßig problematisch ist.

Dies ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt am Klang!

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten hat HAVIT nicht die Mitten der Ohrhörer völlig abgesenkt. Diese sind angenehm voll und rund. Hierdurch klingen nicht nur Stimmen gut sondern auch die generelle Klangfülle ist stark.

Was den Bass angeht sind die HAVIT auch gut aufgestellt. Der Bass ist kräftig mit einem guten Tiefgang. Ich würde die HAVIT TWS zwar nicht als Bass-Monster bezeichnen, aber für die absolute Mehrheit aller Nutzer wird die Masse des Basses perfekt passen.

Aufgrund der recht hellen Höhen und des tiefen Basses ist die Dynamik der Ohrhörer gut! Eine hohe Dynamik resultiert oft in einer gewissen Spielfreude, welche auch hier ausgestrahlt wird.

Dabei sind die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 aber recht gut ausbalanciert, was diese auch für alle Musik Richtungen sehr gut nutzbar macht!

Gerade Metal und Rock Musik hat mir mit diesen viel Spaß gemacht. Aber auch normale Pop Musik und Ähnliches liegt den HAVIT TWS!

Letzte Bonuspunkte gibt es für die gute räumliche Darstellung und die starke Detaildarstellung.

Für 50€ wird es sehr schwer sein etwas Besseres zu bekommen!

Die Bluetooth Verbindung wär während meines Tests unproblematisch. Ich habe sowohl ein iPhone Xs Max wie auch ein Huawei Mate 20 Pro genutzt.

Bei TWS also komplett kabellosen Ohrhörern müsst Ihr mit gelegentlichen Aussetzern rechnen. Gerade die ersten Generationen waren was Verbindungsabbrüche angeht extrem empfindlich. Die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 sind unter anderem dank Bluetooth 5.0 hier schon sehr resistent. Abbrüche, welche automatisch innerhalb von weniger als einer Sekunde behoben werden, sind sehr selten und stören nicht.

 

Fazit

Das Fazit zu den HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 kann im Großen und Ganzen nur positiv ausfallen.

Dies liegt vor allem am Klang. Die HAVIT TWS klingen sehr gut! Diese bieten einen vollen und satten Klang, welcher im Gegensatz zu vielen Konkurrenten auch noch recht gut ausbalanciert ist.

Die Mitten sind hier trotz gutem Bass angenehm voll, wodurch die Ohrhörer sehr schön rund klingen. Selbst die Dynamik und der Tiefgang stimmen.

Sofern Ihr also nicht nach einer besonderen Klangsignatur auf der Suche seid und gute allround Ohrhörer sucht, dann sind die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 aktuell meine erste Wahl in der 50€ Preisklasse, was den Klang betrifft!

Auch die Optik und Haptik gefällt mir ausgesprochen gut. Die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer sind nicht einfach irgendein OEM Produkt welches unter X Namen verkauft wird.

Man hat hier wirklich das Gefühl ein wertiges und einzigartiges Produkt vor sich zu haben.

Allerdings sind die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 auch nicht perfekt. Zum einen sind die Tasten auf der Rückseite der Ohrhörer etwas „unglücklich“, da unbequem zu drücken, zum anderen sind die HAVIT TWS was den Tragekomfort angeht eher mittelmäßig.

Ich will nicht sagen, dass diese unbequem sind, das ist nicht der Fall, aber hier findet man in der 50€ Klasse klar bessere Modelle.

Seid Ihr da aber nicht so empfindlich und wollt die klanglich stärksten TWS Ohrhörer in der 50€ Preisklasse, dann sollten die HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 Eure erste Wahl sein!

Klang und Haptik/Optik haben mich hier wirklich beeindruckt!

Die Crucial P1 SSD im Test, schnell, günstig und sparsam?

Mit der P1 wagt sich Crucial endlich in den Markt für besonders schnelle PCIe/NVME SSDs. Dabei versucht man ein ähnliches Rezept zu nutzen wie bei der sehr erfolgreichen MX500.

Eine gute und vernünftige Leistung zu einem sehr fairen Preis.

Die Crucial P1 soll keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen, aber einen kleinen Leistungsschub verglichen mit SATA SSDs bieten, zu einem geringen Aufpreis.


Hierfür nutzt Crucial unter anderem den neuen QLC Speicher, welcher auch für den günstigen Preis verantwortlich ist.

Geht die Rechnung auf? Ist die Crucial P1 eine gute SSD? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Crucial für das Zurverfügungstellen der P1 für diesen Test.

 

Die Crucial P1 im Test

Crucial setzt bei der P1 SSD auf den mittlerweile gängigen M.2 2280 Formfaktor, wie auch die PCIe bzw. NVME Schnittstelle/Protokoll.

Damit ist die P1 die erste SSD von Crucial die den Schritt auf die schnellere Anbindung via PCIe wagt. Wobei dies nicht ganz richtig ist, vor X Jahren gab es bereits eine NVME PCIe SSD von Crucial, welche aber recht schnell wieder vom Markt verschwunden war.

Die P1 ist hier ein deutlich ernsthafterer Versuch auf dem Markt Fuß zu fassen.

Die P1 von Crucial soll sich natürlich primär über den günstigen Preis und die vergleichsweise hohe Leistung für diesen Preis verkaufen.

Dabei bietet Crucial die P1 in 500GB, 1TB und 2TB Größen an. Wie üblich bieten die Größeren Version leicht höhere Schreib/Leseraten als die 500GB Version.

Lesen Schreiben
Crucial P1 500GB 1900 MB/s 950 MB/s
Crucial P1 1TB 2000 MB/s 1700 MB/s
Crucial P1 2TB 2000 MB/s 1750 MB/s

Mit 2000MB/s (1900MB/s) leseraten ist die Crucial P1 sicherlich keine absolute Top SSD, gehört aber auf dem Papier zu den flotteren Modellen.

Sehr Ähnliches gilt auch für die Schreibraten. Die 950MB/s der 500GB Version sind zwar etwas „unspektakulär“, aber 1700MB/s der größeren Versionen ist durchaus ordentlich!

Bei der 1TB Version setzt Crucial auf eine einseitige Bestückung der SSD. Es befinden sich lediglich auf der Oberseite zwei Flash Speicher Module welche mit 8QA22 NW947 beschriftet sind. Es handelt sich hier natürlich um Micron QLC Speicher Chips. Crucial ist eine Tochterfirma von Micron.

Bei der 2TB Version scheinen zwei weitere Chips auf der Rückseite zum Einsatz zu kommen, wo hier nur freie Pads sind.

Beim Controller setzt Crucial auf den Silicon Motion SM2263EN. Hierbei handelt es sich um einen PCIe Gen3 x4 NVMe 1.3 Controller mit vier Speicher Kanälen, welcher zwar als kosteneffizient, aber nicht als „billig“ Controller vermarktet wird. So verfügt der SM2263EN über einen DRAM Cache, welcher bei einigen günstigen SSDs mittlerweile schon eingespart wurde.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die hohe Leistung und vor allem starke Energie Effizienz welche von Silicon Motion beworben wird.

Gepaart wird Silicon Motion SM2263EN mit 512MB, 1GB oder 2GB DRAM, passend zur jeweiligen Kapazität.

Bonuspunkte gibt es für Crucial für das schickere schwarze PCB. Auf einen Kühlkörper oder Kupfer-Aufkleber hat der Hersteller allerdings verzichtet.

 

QLC Speicher in der Crucial P1

Die Crucial P1 ist eine der ersten SSDs auf dem Markt welche QLC Speicher nutzt.

  • SLC = 1 Bit pro Zelle
  • MLC = 2 Bits pro Zelle
  • TLC = 3 Bits pro Zelle
  • QLC = 4 Bits pro Zelle

QLC hat zwei wichtige Vorteile und zwei wichtige Nachteile. Starten wir mit den Vorteilen, QLC Speicher ist theoretisch günstiger als TLC in der Produktion und somit können die jeweiligen SSDs auch etwas günstiger im Handel angeboten werden. Zudem kann QLC Speicher noch dichter gepackt werden, wodurch mittelfristig größere SSDs im Handel auftauchen werden.

Klingt doch soweit ganz gut, allerdings hat QLC auch Nachteile. Zum einen ist die Performance, gerade beim Schreiben von QLC Speicher aktuell noch ein gutes Stück schlechter als bei TLC und vor allem MLC.

Auch die Lebensdauer von QLC Speicher ist niedriger als der anderen Speichertypen. Umso mehr Bits pro Zelle gespeichert werden umso mehr wird eine Zelle belastet, was ihre Lebensdauer reduziert.

Dies spiegelt sich bei der Crucial P1 auch bei der TBW Angabe wieder. TBW = die Menge an Terabyte die sich garantiert auf die SSD schreiben lässt vor einem Ausfall.

Crucial P1 gibt bei der 1TB Version nur 200TB und bei der 512GB Version nur 100TB an, was verglichen mit den meisten anderen SSDs relativ wenig ist.

Ist dies problematisch wenig? Jein, wenn Ihr Youtuber seid, die den ganzen Tag Videos hin und her schiebt, solltet Ihr eine andere SSD wählen. Aber als normal Nutzer würde ich mir keinen zu großen Kopf machen.

200TB = jeden Tag 54GB geschriebene Daten für 10 Jahre. Ich als intensiv Nutzer komme nicht auf 54GB Schreibvorgänge pro Tag!

Zudem handelt es sich hier in der Regel um eine grobe Angabe. Bei QLC Speicher muss sich natürlich noch die Zuverlässigkeit etwas zeigen, aber auch bei TLC konnte man meist schon das X fache an Daten schreiben wie angegeben.

 

Benchmarks der Crucial P1, Runde 1

Starten wir mit den ersten synthetischen Benchmarks. Folgendes Testsystem habe ich für alle Benchmarks in diesem Test genutzt:

  • Intel Core i7-5820K
  • 16GB RAM
  • ASRock X99 Extreme6/3.1
  • Nvidia GTX 1060
  • Windows 10

Bei der hier getesteten SSD handelt es sich um die Crucial P1 in der 1TB Version! Die 500GB Version wird tendenziell etwas langsamer sein und die 2TB Version tendenziell etwas schneller. Die Unterschiede sollten aber in der Praxis nicht all zu groß ausfallen.

Beginnen wir mit dem Klassiker unter den Speicher Benchmarks, CrystalDiskMark.

Mit 1987MB/s unterschreitet die P1 minimal die Herstellerangabe von 2000MB/s. Verglichen mit anderen NVME SSDs ist dies kein überragender Wert. Sicherlich gibt es einige NVME SSDs in der unteren Preisklasse die noch einiges schneller sind, aber mit den High End SSDs kann sich die Crucial P1 hier auf dem Papier nicht messen.

Außer wir schauen uns die Werte bei kleineren Dateigrößen an. Gerade bei den Q32T1 und 4KiB Q1T1 kann die Crucial P1 sich sogar mit den „Großen“ messen und oftmals schlagen. Gerade die 4KiB Q1T1 Werte, die beim Laden von Programmen sehr wichtig sind, stimmen mich sehr hoffnungsvoll für positive praktische Benchmarks.

Auch die Schreibwerte sehen im allgemeinem sehr gut aus! Beim Sequential Write Test erreicht die SSD 1723MB/s, was etwas mehr als die beworbenen 1700MB/s sind. Wichtiger sind hier aber die, wenn nicht herausragenden Werte bei kleineren Dateigrößen. Bei 4K Dateien liefert die Crucial P1 sogar bessere Werte als eine Samsung 970 Pro!

Diese durchaus positiven Werte werden im Übrigen auch vom AS SSD Benchmark bestätigt.

Crucial P1 CrytalDiskMark Crucial P1 AS SSD

 

Schreibcache?

Wenn Ihr den Test bis hier komplett gelesen habt, wird Euch sicherlich eine Ungereimtheit aufgefallen sein. Im Abschnitt QLC spreche ich von der niedrigen Schreibperformance um dann die Schreibwerte in CrystalDiskMark zu loben.

Wie passt das zusammen?

Die Crucial P1 nutzt einen SLC Cache. Es gibt also so zu sagen einen „schnellen“ Bereich auf der SSD, in welchen zunächst alle Daten geschrieben werden. Der SLC Cache wird im Hintergrund immer wieder freigeschaufelt. Sofern auf Eurer SSD genug freier Speicherplatz ist, erhaltet Ihr auch immer wieder das volle Tempo.

Aber was passiert, wenn der SLC Cache voll ist?

Ja….. Nach dem SLC Cache sinkt die Schreibgeschwindigkeit von rund 1700MB/s auf rund 75MB/s. Nach dem Cache ist die Crucial P1 langsamer beim sequenziellen Schreiben als die meisten USB Sticks.

Dies klingt im ersten Moment natürlich sehr böse, 75Mb/s bei einer SSD. Allerdings praktisch ist dies meist weniger wild. Der SLC Cache wird immer wieder freigeräumt, daher werdet Ihr diese 75Mb/s nur sehen wenn Ihr eine große Datei am Stück auf die SSD kopiert.

Wie groß ist der SLC Cache? Bei der 1TB SSD scheint dieser großzügige 120GB zu sein. Also erst wenn Ihr eine Datei auf die SSD kopiert die über 120GB hat, bricht das Tempo ein.

Ich nehme mal an, dass der Cache bei der kleineren 500GB SSD bei 60GB und bei der 2TB Version bei 240GB liegen wird.

Viele TLC SSDs verfügen auch über einen Schreibcache, aber über 100GB sieht man hier auch nicht überall.

 

Benchmarks der Crucial P1, Runde 2

Kommen wir von den synthetischen zu den praktischen Benchmarks.

Starten wir hier mit einem WinRAR Test. Für diesen Test wurde auf die Crucial P1 zwei .rar Archiv kopiert, mit einmal 41GB und 47.000 Dateien und einmal mit 25GB und 2.000 Dateien. Bei Archiv NR.1 handelt es sich um meine gepackte Lightroom Bibliothek, bei Archiv NR.2 um Bioshock Infinite.

Test-Paket 1 hat sehr viele kleine Daten, Paket 2 ist etwas gemixter. Es wurde die Zeit gestoppt, bis der Entpackvorgang komplett abgeschlossen war.

Diese Testergebnisse haben mich durchaus ein gutes Stück überrascht. Die Crucial P1 kann hier die Toshiba RD400 oder Corsair MP500 bei den ersten Testdateien schlagen und das obwohl die SSDs eigentlich eine Klasse über der P1 liegen.

Dies bestätigt die guten Ergebnisse bei kleinen Dateigrößen aus dem Crystaldiskmark Test.

Da die hier getesteten Archive nur 41GB bzw. 25GB groß sind, gab es auch genug Platz im Cache der P1.

Das Entpacken eines Archivs ist ein recht schreibintensiver Vorgang, wie sieht es aber bei einem lese intensiven Einsatz aus? Beispielsweise bei einem AV-Scanner? Für diesen Test habe ich mithilfe des Windows Defenders den zuvor entpackten Lightroom Ordner gescannt und die Zeit gestoppt.

Hier ist die Crucial P1 auch nicht schlecht dabei, sackt aber verglichen mit den „großen“ Modellen doch ein Stück ab.

Hier zeigt sich die Lesegeschwindigkeit von „nur“ 2000MB/s, verglichen mit den teils vorhandenen 3000MB/s+. Allerdings ist der Unterschied auch eher als minimal zu bezeichnen.

Zwar ist eine Neuinstallation von Windows 10 nichts Alltägliches, aber durchaus ein interessanter Test. Für diesen habe ich Windows 10 von einem originalen Windows 10 USB Stick auf dem Test-PC neu installiert.

Hierbei habe ich die Zeit vom Weiterklicken in den Partitionseinstellungen bis hin zur ersten erzwungenen Nutzerinteraktion gestoppt.

Erneut ein sehr vernünftiges Ergebnis! Die Crucial P1 liegt vor den klassischen SATA SSDs und knapp hinter den High End NVME SSDs.

Wie steht es aber um das Starten von Windows?

Windows startet grundsätzlich mit allen SSDs sehr schnell. Bei der hier erreichten 33,29 Sekunden sind über 50% reine BIOS Zeit, für welche die SSD nichts kann.

Allerdings schneidet in diesem Test die P1 etwas schlechter ab als ich dies erwartet habe. Wobei dies bei einer Spanne von 31-34 Sekunden Startzeit kaum nennenswert ist.

Gilt selbiges für Spiele? (Angegeben ist der Mittelwert aus drei Test-Durchläufen)

Auch hier liegen alle SSDs +-2 Sekunden beieinander. Die Crucial P1 scheint zwar hier nicht zu den Top Performern zu gehören, aber in der Praxis halte ich es für wenig relevant ob nun CS GO nun 31,6 Sekunden bei der Crucial P1 benötigt, oder 30,49 Sekunden bei einer Samsung 970 EVO.

 

Stromverbrauch

Leider ist das Messen des Stromverbrauchs bei M.2 SSDs etwas nicht ganz triviales. Ich muss mich hier eines Tricks bedienen. Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME fähiges USB C 3.1 Gehäuse (Jmicron JMS582) und messe hier den Stromverbrauch dieses Gehäuses inklusive SSD. Ich kann hier das leere Gehäuse in einem gewissen Rahmen herausrechnen, aber die so erhaltenen Werte werden nicht 100%ig genau sein!

Allerdings, eine SSD die tendenziell mehr Strom benötigt, wird auch dies in der Tabelle zeigen. Achtet also weniger auf die absoluten Werte und mehr auf den Vergleich zu den anderen Modellen um einzuschätzen ob nun eine SSD eher mehr oder weniger Energie benötigt.

Erfreulicherweise scheint die Crucial P1 eine sehr sparsame SSD zu sein! Gerade im Leerlauf benötigt diese nur sehr wenig Energie.

Damit bietet sich die Crucial P1 für Notebooks und Ultrabooks an!

 

Fazit

Die Crucial P1 hinterlässt einen sehr positiven Eindruck im Test. Zwar muss man ganz klar sagen, dass die P1 nicht die schnellste SSD auf dem Markt ist, aber sie ist vernünftig schnell.

Grundsätzlich bietet die Crucial P1 eine gute Leseleistung bzw. Geschwindigkeit beim Starten von Programmen und eine sehr gute Schreibgeschwindigkeit, für eine SSD dieser Klasse. Bei letzterer gibt es allerdings eine Einschränkung.

Wie die meisten günstigen SSDs arbeitet auch die Crucial P1 mit einem Cache. Dieser ist bei der 1TB Version +-120GB groß. Schreibt Ihr innerhalb von sehr kurzer Zeit mehr als diese 120GB, sinkt die Geschwindigkeit der SSD massiv auf bis zu 75MB/s!

Allerdings wann schreibt man mal mehr als 120GB am Stück? Sofern Ihr keinen großen 4K Videoschnitt betreibt vermutlich gar nicht. Ich denke 95% der Nutzer werden bei der 1TB oder 2TB SSD niemals etwas von der niedrigeren Schreibgeschwindigkeit außerhalb des Caches mitbekommen.

Auch die theoretisch niedrigere Lebensdauer des QLC Speichers wird im Alltag kaum negativ auffallen. Crucial gibt die Lebensdauer der 1TB Version mit 200TBW an, was über 50GB pro Tag über 10 Jahren entspricht. Erneut denke ich dies als für 95% der Nutzer ist dies mehr als ausreichend.

Was die generelle Leistung im Alltag angeht, kann man die Crucial P1 über eine klassische SATA SSD setzen, aber zu einer High End SSD wie der Samsung 970 Pro ist natürlich auch noch ein gewisser Abstand vorhanden.

Dies aber weniger in der Praxis, wo es teils um wenige ms Unterschied geht, dafür mehr in theoretischen Benchmarks und Preis.

Kurzum, die Crucial P1 ist eine flotte und Strom sparende NVME SSD für alle Nutzer die ein Stück weit mehr Leistung wollen als eine SATA SSD bieten könnte, aber dafür auch keinen dicken Aufpreis zahlen möchten.

Für absolute intensiv Nutzer gibt es bessere SSDs, aber für das Notebook, für den normalen Gamer oder auch Office PC ist die Crucial P1 eine absolut empfehlenswerte SSD!

Wie viel Strom Verbrauchen die Amazon Echo/Show Lautsprecher?

In den letzten Jahren haben kleine Verbraucher die meist durchgehend laufen ein gutes Stück zugenommen. Hierzu gehören Smart Home Bridges, WLAN Router, Netzwerkspeicher oder auch Smart Home Lautsprecher.

Um letztere soll es in diesem kleinen Artikel gehen, genau genommen um die Lautsprecher von Amazon. Da ich aktuell 8 verschiedene Amazon Echo Lautsprecher zur Verfügung habe, dachte ich mir doch einmal diese Gelegenheit zu nutzen um herauszufinden wie viel Energie diese Lautsprecher benötigen und welche Folgekosten diese verursachen.

Neugierig?

 

Die Testkandidaten

Folgende Amazon Lautsprecher habe ich getestet:

  • Amazon Echo 1.Gen
  • Amazon Echo 2.Gen
  • Amazon Echo Dot 2.Gen
  • Amazon Echo Dot 3.Gen
  • Amazon Echo Plus 2.Gen
  • Amazon Echo Show 1.Gen
  • Amazon Echo Show 2.Gen
  • Amazon Echo Spot

Eine kleine Besonderheit sind die Amazon Echo Show und der Spot Lautsprecher, welche über ein Display verfügen. Dieses Displays benötigen natürlich etwas mehr Energie.

 

Wie viel Strom verbrauchen die aktuellen Amazon Echo Lautsprecher? 

Kommen wir auch gleich zum wichtigen Punkt dieses Tests, dem Stromverbrauch. Hier habe ich zwei Messwerte, einmal der Leerlauf-Stromverbrauch und einmal den Stromverbrauch beim Musik Streaming.

Bei letzterem habe ich die Lautstärke versucht so gut wie möglich zwischen allen Lautsprechern auf rund 85db einzustellen, was beim Echo Dot 2.Gen fast volle Lautstärke ist, bei den anderen Lautsprechern meist eine mittlere bis leicht über mittlere Einstellung.

Bei den Modellen mit Display wurde das Display auf eine normale indoor Helligkeit eingestellt.

Starten wir mit dem Leerlauf-Verbrauch. Dieser wurde ca. 20 Minuten nach dem Einschalten gemessen, so das die Lautsprecher auch wirklich im Ruhezustand waren.

Die normalen Amazon Echo Lautsprecher benötigen im Schnitt 1,86W im Leerlauf. Am sparsamsten ist hier der neue 3.Gen Echo Dot, am Stromhungrigsten der Echo der 1.Gen.

Wobei dies nur so halb richtig ist, denn die Amazon Echo Show Modelle benötigen mit 5,5W bzw. 5,2W ein gutes Stück mehr Energie im Leerlauf! Dies liegt natürlich am dauerhaft aktivem Display.

Positiv fällt auf, dass tendenziell alle neueren Amazon Echo Lautsprecher etwa weniger Energie benötigen als die älteren Modelle. Dies gilt für den Echo Dot und auch für den normalen Echo und Echo Plus.

Grundsätzlich sogar auch für den Echo Show, welcher allerdings in der 2.Gen ein größeres Display mitbringt, was vermutlich den leichten Mehrverbrauch erklärt.

 

Wie steht es allerdings um den Stromverbrauch bei einer aktiven Musikwiedergabe?

Wenig überraschend benötigen die Echo Dot Lautsprecher am wenigsten Energie, was natürlich an den kleinen verbauten Lautsprechern liegt.

Auch der Echo Spot braucht trotz kleinem Display recht wenig Energie, genau wie der aktuelle Amazon Echo der 2.Gen.

Am meisten Energie benötigt der Echo Show 1.Gen gefolgt vom Echo Show 2.Gen.

 

Was kostet es?

Der Stromverbrauch ist immer ein sehr abstrakter Wert. Was kosten einen die Lautsprecher aber in der Praxis an Geld?

Hierfür gehen wie drei Szenarien durch.

  1. Die Lautsprecher sind 24/7 im Leerlauf
  2. Die Lautsprecher spielen 24/7 Musik
  3. Die Lautsprecher spielen 4h Pro Tag Musik und sind ansonsten im Leerlauf.

Als Stromkosten nehme ich einfach mal 0,25€ pro KWh an.

Ihr zahlt für einen Amazon Echo Lautsprecher mindestens 2,85€ Stromkosten pro Jahr und das auch nur dann wenn der Lautsprecher praktisch nichts tut.

Im Schnitt laden wir aber bei den Echo Modellen bei 4€ im Leerlauf und 4,85€ bei konstanter Last. Dies ist soweit okay.

Deutlich teurer wird es bei den Echo Show Modellen. Der neue Echo Show verursacht zwischen 12 und 19€ Stromkosten im Jahr.

Positiv ist aber die Tendenz das neuere Amazon Echo Lautsprecher gerade im Leerlauf weniger Energie benötigen.

Welcher Amazon Echo/Show Lautsprecher hat den besten Klang? 8 Modelle im Vergleich!