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Test: reMarkable 2, das unnötigste Gimmick das ich mir jemals gekauft habe oder wirklich nützlich?

Ein Tablet das nur für handschriftliche Notizen ist, sonst nicht mehr kann und 400€ kostet? Puh hier haben wir ein Produkt das sicherlich nichts für jeden ist!

Dennoch war ich schon länger am reMarkable Tablet interessiert, hatte mir aber einen Kauf verkniffen. Als nun das reMarkable 2 auf den Markt kam hat mich aber dann doch die Unvernunft ergriffen und ich habe mir das Tablet von meinem eigenen Geld gekauft.

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Wollen wir uns einmal im Test ansehen ob das reMarkable 2 nun doch das beste seit geschnitten Brot ist, oder ein unnötiger Impulsivkauf!

 

Das reMarkable 2 im Test

Mit 400€ kostet das reMarkable 2 so viel wie ein einfaches iPad. Hier muss also die Qualität und Verarbeitung stimmen! Erfreulicherweise ist dies auch der Fall.

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Das reMarkable 2 fühlt sich unheimlich wertig und gut gebaut an! So ist die Basis des Tablets aus Aluminium gefertigt, Front und Rückseite bestehen aber aus einem matten Glas. Neben den wertigen Materialien fällt vor allem die Dicke des Tablets auf. Dieses misst gerade einmal 4,7mm in der Dicke und ist somit nochmals ein gutes Stück dünner als ein iPad.

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Die restlichen Abmessungen entsprechen ungefähr einem 9-10 Zoll regulärem Tablet. Dies liegt auch an den vergleichsweise dünnen Rahmen. Das Display des reMarkable 2 misst 10,3 Zoll und setzt auf die e-Ink Technologie.

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Auf Seiten der Tasten haben wir lediglich einen Ein/Ausschalter. Auf Seiten der Anschlüsse einen USB C Port, welcher kaum dünner ist als das Gehäuse selbst.

Auf der Rückseite besitzt das reMarkable 2 Gummifüße, die das Verrutschen verhindern.

 

Ein dünner Lieferumfang und Stift

Wenn Ihr das reMarkable 2 kauft, bekommt Ihr abseits eines USB A zu USB C Ladekabel NICHTS weiter im Lieferumfang! Der im Grunde essenzielle Stift ist nicht im Lieferumfang des reMarkable 2 und muss extra gekauft werden.

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Hier bietet reMarkable zwei Stifte an, einen normalen „Marker“ und den Marker Plus. Der Marker Plus kostet 99€ und bietet verglichen mit dem normalen Marker (49€) einen zusätzlichen „Radierer“ am Ende. Ja dies sind extreme Preise!

Für den Marker gibt es keine Halterung im Tablet. Der Stift kann aber mithilfe von Magneten am Gehäuse haften. Ich werde diesen so früher oder später verlieren.

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Immerhin fühlt sich der Marker ordentlich an! Dieser besteht aus einem rauen Kunststoff, welcher ein wenig das Gefühl eines Bleistiftes imitieren soll, was auch gelingt. Der Marker besitzt keine Batterie und muss somit auch nicht geladen werden.

Wollt Ihr noch eine Hülle dazu, dann müsst Ihr nochmals 79-149€ drauflegen. reMarkable hat damit nicht nur die Haptik eines Apple Produktes, sondern auch seine Preise. Ich habe mir das „Polymer Weave“ aufklappbare Cover gekauft.

Dieses haftet ähnlich wie der Stift magnetisch am Tablet, was auch wirklich gut funktioniert.

 

Das Display und das Schreibgefühl

Das reMarkable 2 setzt auf ein 10,3 Zoll monochrones E-Ink Display mit einer Auflösung von 1872 x 1404.

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Das E-Ink Display ist hier natürlich das Besondere. Wenn Ihr schon einmal einen eBook Reader vor Euch hattet, dann wisst Ihr auch ungefähr was Euch erwartet. Das Display des reMarkable 2 ist dabei als durchaus wertig zu bezeichnen! Dieses ist auf dem Level der größeren Amazon Kindle Modellen, wenn nicht sogar leicht drüber. Allerdings hat das reMarkable 2 keine Hintergrundbeleuchtung.

E-Ink Displays sind wie üblich bei allen Lichtsituationen, außer kompletter Dunkelheit, sehr gut ablesbar und muten wirklich wie Papier an. Im Falle des reMarkable 2 ist das Display zudem von einem rauen Glas überzogen, welches ein wenig die Textur von Papier hat.

Dies ist auch das wichtigste Verkaufsmerkmal! Ich kann nicht auf dem iPad schreiben. Der glatte Stift auf glattem Glas ist einfach furchtbar! Dies macht reMarkable 2 Welten besser!

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So ähnelt das Schreiben auf dem Tablet wirklich dem Schreiben auf Papier. Ich würde sogar sagen es ist hier angenehmer. Ich neige lediglich dazu groß zu schreiben, aber das kommt hoffentlich mit der Zeit.

Der Stift gleitet gut auf dem Display, aber auch nicht ungehindert. Der Stift rutscht also nicht unkontrolliert, wodurch das Schreiben oder Zeichnen unpräzise wird. Dabei reagiert das E-Ink Display erstaunlich schnell, was eigentlich bei E-Ink Display ungewöhnlich ist. Dennoch ist die Reaktionszeit bei einem iPad klar niedriger, auch wenn mich diese beim reMarkable 2 nie gestört hat.

Kurzum ja das Schreibgefühl ist wirklich so gut wie von reMarkable beworben! Es ist um einiges besser als beim iPad.

 

Was kann das reMarkable 2?

Was kann nun das reMarkable 2? Notizen schreiben! Im Grunde dreht sich das Tablet nur um handschriftliche Notizen, die ähnlich wie bei einem Kindle die Bücher sortiert werden.

So habt Ihr auf der Startseite eine Übersicht über alle Notizen und könnt auch neue erstellen. In diesen Notizen könnt Ihr frei Schreiben und Zeichnen. Dabei bietet das Tablet diverse Stift-Stärken und Formen an. Die Ganze UI ist beim reMarkable 2 aber sehr minimalistisch gehalten.

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Das reMarkable 2 reagiert beim Schreiben prinzipiell nur auf seinen Stift, besitzt aber eine Touch Screen. Menüelemente usw. lassen sich auch mit dem Finger bedienen. Auch das Umblätter usw. geschieht über eine Wischgeste.

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Notizen können auf Wunsch mit der Cloud synchronisiert werden. reMarkable bietet hier eine Desktop-Anwendung an, wo dann Eure Notizen auftauchen. Ihr könnt diese zwar hier nicht bearbeiten, aber als PDF, PNG oder SVG exportieren.

Notizen lassen sich auch auf dem reMarkable 2 direkt in Text umwandeln. Erstaunlicherweise scheint es nicht möglich zu sein diese Texte dann einfach „in der Cloud“ zu speichern! Ihr könnt diese lediglich via Mail versenden.

Auch in der reMarkable Desktop Anwendung ist es nicht möglich Notizen in Texte umzuwandeln. Hierdurch ist die Kombination aus handschriftlichen Texten und am Computer geschriebenen Texten unnötig kompliziert. Ihr müsst Euch im Grunde alles via Mail zusenden und dann weiter nutzen.

Solche umgewandelten Notizen lassen sich nicht mal auf dem Tablet speichern, sondern nur auf Wunsch kurzzeitig anzeigen. Hier ist noch super viel potenzial nach oben!

Dies ist doppelt schade denn die Handschrift Erkennung des reMarkable 2 ist sehr gut! Selbst bei meiner furchtbaren Schrift erkennt das Tablet den Text zuverlässig.

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Hier und da gibt es mal einen Fehler, gerade bei Abkürzungen wie bzw. usw., Ihr solltet Texte also nicht unkorrigiert weitersenden, aber im generellen war ich schwer beeindruckt wie gut diese Erkennung ist. Interessanterweise kennt das reMarkable 2 das Wort ReMarkable nicht.

Umgekehrt könnt Ihr PDFs und eBooks (epub) auch auf das Tablet hochladen und dort Lesen oder bearbeiten! Ja Ihr könnt beispielsweise Rechnungen und Verträge auf das Tablet kopieren und dort Unterschreiben.

Allerdings ist die Auflösung der Unterschrift vergleichsweise gering.

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An dieser Stelle aber noch ein paar Worte zur Desktop Anwendung. Was den Aufbau angeht mag diese Okay sein, aber ich habe in meinem Leben noch nie eine derartig träge Anwendung erlebt! Als würde hier irgendein Emulator im Hintergrund laufen.

 

Update 20.10.2021 reMarkable Connect 

Das reMarkable ist schon ein teures Stück Technik, aber da geht noch mehr! reMarkable hat angekündigt einige seiner Feature hinter einem Abo namens “Connect” zu verstecken.  

Free Connect Lite Connect
Kosten pro Monat 0 € 4,99€ 7,99€
Speicherplatz 50 Tage Unbegrenzt Unbegrenzt
Handschrift Umwandeln NEIN! Nein Ja
Google Drive und Dropbox Integration Nein Nein Ja

 

Ab jetzt (gilt nicht für Bestandskunden) wird das reMarkable ohne das Abo extrem eingeschränkt. 

So werden nur noch Dokumente die du in den letzten 50 Tage bearbeitet hast in der Cloud gespeichert, danach bleiben diese nur auf den zuvor Synchronisierten Geräten. Verbindest du also ein neues Gerät mit deinem Account werden nur Notizen Synchronisiert die in den letzten 50 Tagen bearbeitet wurden.  

Zudem hast du keine Handschriftenumwandlung mehr, sofern du nicht 7,99€ im Monat zahlst.  

Dies ist ein verdammt mutiger Schritt von reMarkable! Es ist jetzt noch schwerer reMarkable weiter zu empfehlen, da du effektiv 7,99€ im Monat zahlen musst um die bisherigen Feature zu erhalten.  

 

Fazit

Ganz klar gesagt das Schreiben auf dem reMarkable 2 funktioniert wirklich gut und fühlt sich auch gut an! Hier kann selbst ein iPad Pro mit Apple Pencil nicht ansatzweise mithalten.

Die Kombination aus rauer Displayoberfläche, E-Ink Display und der deutlich besseren Haptik des Stifts kann das iPad nicht schlagen. Seid Ihr also wirklich bereit fast 500€ für ein „Digitales Handschriftliches Notizbuch“ auszugeben, dann ja was Besseres als das reMarkable 2 findet Ihr nicht. Das Schreibgefühl ist hier unübertroffen.

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Zudem ist die Benutzeroberfläche soweit Okay, der Akku ordentlich und die Haptik Weltklasse. Auch die Umwandlung von Handschrift in Text funktioniert besser als von mir erwartet und die Funktion zum Bearbeiten/Unterschreiben von PDFs ist nützlich.

Hier endet es dann aber auch an Pluspunkten. So ist vor allem die Software verbesserungswürdig. Warum kann ich in Text umgewandelte Notizen nur via Mail versenden und nicht in der vorhandenen Cloud speichern? Warum ist die Auflösung von Notizen in PDFs vergleichsweise gering? Warum ist die Desktopanwendung derartig langsam. Warum ist der essenzielle Stift nicht im Preis des Tablets enthalten?

So könnte ich noch etwas weiter machen. Ich kann zwar verstehen warum im Gehäuse des Tablets kein Platz zum Integrieren des Stifts ist, aber warum ist an der Hülle nicht ein Fach für diesen? Das magnetische Anheften des Stifts am Tablet ist zwar cool, der Stift wird aber in jeder Tasche irgendwann abfallen und vielleicht sogar verschwinden. Dann sind 49€ oder 99€ fällig.

Ehrlich gesagt, 99% von Euch sind mit einem iPad mit Apple Pencil besser beraten. Wollt Ihr beispielsweise ein PDF auf dem reMarkable 2 haben, dann müsst Ihr dieses über die Desktop App hochladen. Ihr braucht also für alle erweiterten Feature immer zweites Gerät.

Wenn Ihr auch Probleme habt auf dem iPad vernünftig zu schreiben, dann versucht mal Paperlike 2, eine Displayschutzfolie fürs iPad das die Oberfläche etwas „anraut“. Nein auf dem reMarkable 2 schreibt es sich immer noch um Welten besser, aber für die Masse ist dies die bessere Alternative.

Seid Ihr natürlich bereit 500€ auszugeben, für die Möglichkeit perfekte digitale handschriftliche Notizen zu erstellen, dann kauft das reMarkable 2. Dieses Kern-Feature und vor allem die Hardware ist schon perfekt umgesetzt.

Der JIMMY JV85 im Test, ein 200€ Staubsauger der mit Dyson mithalten kann?

Akku Staubsauger haben den Markt regelrecht erobert! Allerdings für einen guten Akku Staubsauger müsst Ihr schon eine Stange Geld in die Hand nehmen, gerade wenn wir uns die Spitzenmodelle von Bosch, Dyson und Co. ansehen.

Wie so oft gibt es aber auch günstigere Alternativen, vor allem von asiatischen Herstellern. Eins der sicherlich etwas exotischeren, aber auch gleichzeitig spannenderen Modelle ist der JIMMY JV85. Die Pro Version des JIMMY JV85 hatten wir uns bereits im Test angesehen, welche dort auch absolut überzeugen konnte.

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Nun ist der reguläre JIMMY JV85 an der Reihe. Kann dieser 200€ Akku-Staubsauger aus Asien im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der JIMMY JV85 im Test

Bei dem JIMMY JV85 handelt es sich zunächst um einen Handstaubsauger, welcher sich allerdings durch einen langen Stiel und Bodendüse als regulärer Staubsauger nutzen lässt. Dies ist auch der primäre Einsatzzweck des JIMMY JV85, dieser möchte Euren klassischen Staubsauger ersetzen.

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Dabei setzt JIMMY auf ein etwas futuristischeres Gehäusedesign. Die Basis des Gehäuses besteht zwar aus einem grau glänzenden Kunststoff, welcher etwas an Dyson erinnert, allerdings handelt es sich beim JV85 nicht um eine dreiste Kopie.

Der JV85 ist schon ein sehr eigenes Modell mit einem ungewohnten Aufbau. Damit beziehe ich mich vor allem auf den Schmutzauffangbehälter, welcher hier Horizontal verbaut ist.

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Der JV85 ist kein übermäßig leichter Sauger, aber auch nicht zu schwer. Dabei ist die Balance des Saugers gut. Auch die generelle Verarbeitung ist ordentlich! Der Sauger fühlt sich wertig und gut gebaut an.

Interessanterweise lässt sich der Akku des JV85 einfach abnehmen. Theoretisch ist dies ideal, denn so könnt Ihr bei einem Defekt oder nachlassen des Akkus einfach einen neuen anstecken. In der Praxis ist allerdings fraglich ob in 3-4 Jahren, wenn der Akku langsam nachlässt, noch neue Akkus für dieses Modell verfügbar sind. Dennoch Daumen hoch für den modularen Akku.

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Gesteuert wird der Sauger über zwei Tasten auf Daumenhöhe. Taste 1 erlaubt das Ein/Ausschalten des Saugers, Taste zwei lässt Euch durch drei Geschwindigkeitsstufen durchschalten.

Unterhalb der Steuerungstasten findet sich zudem ein kleines Display, auf welchem Ihr den aktuellen Akkustand in % angezeigt bekommt.

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Ordentlich ist der Lieferumfang des Saugers.

  • 1x Akku-Sauger
  • 1x Bodenstiel
  • 1x Elektrische-Bodenbürste
  • 1x Elektrische-Polsterbürste
  • 1x Alternative Bodenwalze
  • 1x Wandaufhängung
  • 1x Netzteil (proprietär)
  • 1x Akku
  • 2x Fugen/Polster-Aufsätze

Lediglich ein Ersatzfilter HEPA Filter hätte für mich den Lieferumfang perfekt gemacht.

 

Schmutzauffangbehälter

Eine gemeinsame Schwäche fast aller Akku-Staubsauger ist der vergleichsweise kleine Schmutzauffangbehälter. Leider ist dies auch eine Schwäche des JIMMY JV85. Habt Ihr also große Massen an Schmutz aufzusaugen, dann gibt es bessere Modelle für Euch.

Was allerdings das Filter System angeht, kann ich nicht klagen. Der JV85 setzt auf das Zyklon System, welches hier allerdings nicht ganz so ausgeprägt ist wie beispielsweise bei Dyson.

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Am Ende des Schmutzauffangbehälter sitzt aber ein HEPA Filter, welcher für eine saubere Luft sorgt. Allgemein wirkt der Sauger sehr gut abgedichtet, Schmutzpartikel können also nicht einfach durch Ritzen entweichen.

Das Entleeren des Auffangbehälters funktioniert super einfach! Einerseits könnt Ihr den Sauger einfach auf einer Seite aufklappen, auf der anderen Seite könnt Ihr das Innenleben mit einer einfachen Drehung komplett entnehmen.

 

Saugleistung Theorie

Wie steht es nun um die Saugleistung des JIMMY JV85? Beginnen wir hier mit der Theorie. JIMMY wirbt mit einer Saugleistung von 185AW bzw. einer Motorleistung von 500W. Beides sind keine schlechten Werte! Leider finden wir bei den großen Herstellern alla Dyson usw. nur selten genaue Vergleichsangaben bezüglich der Saugleistung.

Nicht verwunderlich, denn viele der asiatischen Hersteller neigen etwas zum Übertreiben. „Der bürstenlose 500-W-Digitalmotor mit 500% Wirkungsgrad“ Wie können da Dyson und Co. mithalten wenn der Motor 500% Effizienz hat ????. Spaß beiseite, prüfen wir ein paar Werte nach.

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JIMMY wirbt mit einer Motorleistung von 500W. Der Akku des JV85 hat 63Wh und soll laut Hersteller 13 Minuten bei voller Leistung halten. Heißt, würde der Akkusauger 60 Minuten durchalten, würde er 63W haben, würde er nur eine Minute halten 3780W (63Wh *60). Bei 13 Minuten komme ich auf eine Motorleistung von 290,8W. Hier hat also JIMMY vielleicht etwas gerundet, oder bei der Akkulaufzeit übertrieben.

Wie gut die Saugleistung eines Staubsaugers ist hängt meist an drei Punkten, der Bodendüse (ja diese hat einen massiven Einfluss auf die Reinigungsleistung), den Luftstrom und das erzeugte Vacuum.

Den Luftstrom kann ich sehr einfach messen!

Luftstrom

Und Ja hier kann der JIMMY JV85 absolut punkten! Dieser muss sich nur dem Dyson V11 und dem großen Bruder, dem JIMMY JV85 Pro geschlagen geben. Was also den Luftdurchsatz angeht ist der Sauger schonmal Spitzenklasse.

 

Saugleistung Praxis

Wie sieht es aber in der Praxis aus? Hier müssen wir zunächst zwischen den beiden Bodenbürsten unterscheiden.

Mit im Lieferumfang des JIMMY JV85 liegt eine „flauschige“ Bodenwalze und eine etwas klassischere Bodenbürste. Die „Walze“ ist ideal für glatte Böden!

Aufgrund der zusätzlichen Dicke können sich hier Haare usw. nicht so leicht verfangen und der Boden wird regelrecht „poliert“. Zudem ist diese Walze auch sehr gut darin feines Pulver wie Sand oder Mehl aufzunehmen, wobei auch der sehr hohe Luftstrom hilft.

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Hierdurch erhaltet Ihr auf glatten Böden eine perfekte Reinigungsleistung! Dies bekommt auch ein großer Staubsauger nicht besser hin. Lediglich bei sehr sperrigem Schmutz, wie kleinen Pappestücken, Heu, Kabelbinder aus Draht usw. tut sich der JIMMY JV85 etwas schwerer. Er saugt diese problemlos an, aber die ganzen Kanäle im Sauger sind relativ schmal, es kann also leichter zu einem Verstopfen kommen als bei einem großen Sauger.

Dies ist bei einem Dyson V11 allerdings nicht viel anders. Die ganzen Handstaubsauger sind eher für Haare und feineren Schmutz ausgelegt.

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Wo die Walze allerdings nicht taugt ist bei Teppichen. Hier solltet Ihr auf die Klassische Bodenbürste setzen. Diese ist generell sowohl für glatte Böden wie auch Teppiche geeignet. Verglichen mit der Walze können sich hier aber Haare leichter verfangen und die „Walze“ ist angenehmer. So blöd es klingt, der Sauger hat mit dieser einen gewissen Vortrieb, fährt also fast von alleine.

Auf Teppichen würde ich die Saugleistung ebenfalls als sehr gut einstufen, aber teilweise etwas schlechter als beim Dyson V11. Beim Saugen von Mehl oder Vogelfutter von Teppichen kann der JIMMY JV85 den Dyson V11 sogar schlagen!

Allerdings beispielsweise klebende Hundehaare entfernt der Dyson V11 wiederum etwas besser.

Ein weiterer Pluspunkt, die Bodendüse beim Dyson läuft etwas „ruhiger“. Damit meine ich nicht zwingend die Lautstärke sondern das Bewegungsgefühl. Dennoch reden wir hier von einem 450€ Dyson vs. 210€ JIMMY Sauger, ich denke da kann man nicht meckern.

 

Lautstärke

Akku-Staubsauger sind nach meiner Erfahrung alle recht laut. Erfreulicherweise hält sich die Lautstärke des JIMMY JV85 aber in Grenzen.

Lautstärke

Ich kann den JIMMY JV85 nicht direkt als „leise“ bezeichnen, aber er ist für einen Akku-Sauger relativ leise.

 

Nachteile eines Staubsaugers aus Asien

Mittlerweile ist es kein großes Problem mehr Produkte direkt aus Asien (China) zu bestellen. Auch der JIMMY JV85 verfügt über unseren normalen europäischen Steckdosen-Adapter und das notwendige CE Zeichen.

Allerdings gibt es einen großen Nachteil! Es ist bei solchen exotischen Modellen nicht so leicht an Ersatzfilter zu kommen und Ihr werdet den HEPA Filter alle +- 3-6 Monate tauschen müssen. Die Filter für den JIMMY JV85 sind aktuell nur aus China erhältlich und benötigen daher eine Weile bis diese bei uns ankommen, bedenkt dies!

 

Fazit

Einen Staubsauger direkt aus China zu bestellen hat natürlich Nachteile. Zubehör ist schwerer zu erhalten und im Falle eines Defekts habt Ihr meist Pech gehabt.

Allerdings was Ihr beim JIMMY JV85 für rund 210€ erhaltet ist wirklich beeindruckend! Ihr bekommt hier einen durchaus sehr wertigen Staubsauger mit einem guten Zubehör Paket und vor allem einer top Saugleistung!

Ich will jetzt nicht sagen, dass der JIMMY JV85 besser saugt als der doppelt so teure Dyson V11, aber in vielen Punkten ist der JV85 auf Augenhöhe, was die Saugleistung angeht. Beim Saugen von Mehl von Teppichen oder groben Schmutz auf glatten Böden ist der JV85 sogar stärker als der Dyson!

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Der Dyson V11 hat natürlich auch seine Berechtigung. So ist bei diesem die Motor-Bürste schon noch etwas wertiger und das Saugen von Tierhaaren macht der Dyson etwas besser.

Allerdings vergleichen wir hier einen 450€ Sauger und einen 210€ Sauger, ich denke dies sagt schon einiges aus!

Kurzum, seid Ihr für das „Abenteuer Staubsauger aus China“ bereit, dann ist der JIMMY JV85 eine absolute spitzen Wahl!

Test: BenQ MOBIUZ EX2710, 144Hz + Full HD + IPS Panel = gutes Bild?

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Im PC Gaming Bereich habt Ihr oft die Wahl zwischen extrem hohen Auflösungen oder hohen Bildraten, gerade im Monitorbereich. Zwar gibt es mittlerweile auch erste PC-Monitore mit 4K Auflösung und 120 Hz, diese sind aber 1. exotisch 2. teuer und 3. es gibt wenig Gaming-PCs die solch eine Auflösung gut mit hoher Bildrate betreiben können.

Sofern Ihr also eine hohe Bildwiederholungsrate bevorzugt, ist Full HD meist weiterhin die Auflösung der Wahl. Ein spannender Monitor hier ist der BenQ MOBIUZ EX2710. So bietet der EX2710 zwar nur eine Full HD Auflösung, dafür aber HDR10, 240Hz und ein IPS Panel, für knapp unter 300€.

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Klingt doch eigentlich sehr gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der BenQ MOBIUZ EX2710 überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an BenQ für das Zurverfügungstellen des MOBIUZ EX2710 für diesen Test!

 

Der BenQ MOBIUZ EX2710 im Test

Beim BenQ MOBIUZ EX2710 handelt es sich um einen 27 Zoll Monitor, welcher sich eindeutig an Gamer richtet. So ist das Design des Monitors auch auf Gamer zugeschnitten.

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BenQ hat hier aber den Fehler vermieden es zu übertreiben. So ist der Standfuß beispielsweise etwas kantiger designt und mit roten Akzenten versehen. Dabei nimmt dieser aber nicht übermäßig viel Platz auf dem Schreibtisch ein und beispielsweise Spielereien wie LEDs wurde verzichtet.

Die Front des Monitors selbst ist recht minimalistisch. Links, rechts und oben haben wir recht kleine Rahmen (welche aber auch nicht winzig sind) und der untere Rahmen ist wie üblich etwas dicker.

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Auffällig, hier gibt es eine HDR Taste. Alle anderen Tasten des Monitors sind auf die Rückseite verlegt worden. Hier finden sich zwei Tasten und ein kleiner Joystick für die Navigation des Menüs.

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Ähnlich wie der Standfuß ist auch die Rückseite des Monitors recht kantig, aber vergleichsweise schlicht designt. Die Anschlüsse des MOBIUZ EX2710 sind dabei unter einer kleinen Klappe versteckt, wodurch die Rückseite noch etwas aufgeräumter wirkt.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir:

  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.2
  • 1x 3,5mm Kopfhöreranschluss

Zusätzlich findet sich ein Stromanschluss. Das Netzteil ist im Monitor integriert. Damit würde ich die Anschlussvielfalt als Okay einstufen.

Positiv auffällig ist die Stabilität und Massivität des Monitors bzw. des Standfußes. So ist letzterer aus Metall gefertigt und macht einen wertigen Eindruck.

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Der Standfuß bietet eine Höhenverstellung. Ihr könnt den Monitor zudem im vertikalen Winkel verstellen und auch etwas drehen. Es ist allerdings nicht möglich den BenQ MOBIUZ EX2710 Hochkant zu stellen.

 

Panel + Auflösung

BenQ setzt beim MOBIUZ EX2710 auf ein 27 Zoll IPS Panel mit Full HD Auflösung. Die große Besonderheit, die 144Hz Bildwiederholungsrate.

Diese erlaubt besonders weiche und flüssige Bewegungen. Dies in Kombination mit dem IPS Panel sollte einen recht „flotten Monitor“ ergeben. Und ja 144Hz sind verglichen mit 60Hz durchaus ein deutlich merkbarer Sprung, was die Bildflüssigkeit usw. angeht.

Bei dem verbauten Panel wird es sich vermutlich um ein AUO M270HAN03.2 oder AUO M270HAN02.2 handeln, diese sind die einzigen verfügbaren Panels die zu den technischen Daten des Monitors passen.

Test Benq mobiuz Ex2710 11

Frage Nummer 1 vieler von Euch wird sicherlich nach der Auflösung sein. Full HD auf 27 Zoll, geht dies im Jahr 2020 noch in Ordnung? Prinzipiell ja. Das Bild wirkt soweit klar und sauber, aber gerade bei Textkanten fällt schon auf, dass wir keine gigantische Auflösung vor uns haben.

Ich hätte hier klar 2K bevorzugt, aber dies hätte den Monitor deutlich teurer gemacht und 2K bei 144 Hz ist auch nochmal eine andere Hausnummer was die benötigte GPU Power angeht. Von daher ist Full HD auf 27 Zoll zwar keine Pracht, aber Okay.

 

Messungen

Alle Messungen in diesem Test wurden mithilfe des Datacolor SpyderX Elite durchgeführt. Dieser bietet eine Monitor Analyse Funktion.

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Ältere Monitor-Tests von Techtest wurden mit dem Datacolor Spyder5 Elite durchgeführt. Die Werte sind hier prinzipiell vergleichbar, lediglich die Kontrastmessungen sind beim neuen SpyderX Elite besser und fallen tendenziell etwas höher aus, bedenkt dies.

 

Farben, Farbraum und Kalibrierung

BenQ bewirbt die Farbraumdarstellung des EX2710 mit „99% sRGB und 95% DCI-P3“. Die 95% von DCI-P3 wirken recht hoch auf mich, zumal BenQ „nur“ mit 99% sRGB wirbt. 99% des sRGB Farbraums wäre absolut Okay, 98% der Dinge die Ihr auf dem Monitor anzeigt werden sich im sRGB Farbraum befinden.

Aber im Jahr 2020 ist eine hohe sRGB Farbraum Abdeckung bei PC Monitoren auch nichts mehr Besonderes wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Farbraum

Der Farbumfang des EX2710 sieht soweit gut aus, aber auch nicht ganz so gut wie von BenQ beworben. So konnte ich:

  • 98% von sRGB
  • 77% von AdobeRGB
  • 81% von DCI-P3

messen.

Die Abweichung bei sRGB kann einfach auf unterschiedliche Messgeräte usw. zurück zu führen sein. Allerdings der Unterschied von 95% DCI-P3 zu 81% ist schon auffälliger. 95% von DCI-P3 ist recht viel! Dies schaffen erfahrungsgemäß meist nur Monitore die auf die Nutzung für Foto und Video-Bearbeitung zugeschnitten sind. Vielleicht ist daher der Wert seitens BenQ etwas hoch angegeben, auch wenn 81% hier prinzipiell nicht schlecht ist.

Wie gut die Kalibrierung von Haus aus ist, hängt vom Modus ab in dem ihr seid. Im „Standard“ Modus ist die Kalibrierung des BenQ MOBIUZ EX2710 gar nicht so übel.

Kalibrierung

Abseits des einen Ausreißers sehen wir ein Delta E von kleiner als 1, was soweit top ist.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

BenQ wirbt mit einer Helligkeit von 400 cd/m², was auch für HDR10 nötig ist. Leider konnte ich hier eine negative Überraschung messen.

Helligkeit

Ich konnte hier maximal 284 cd/m² messen, was deutlich unter der Herstellerangabe liegt. Wie kommt´s?

Vermutlich beziehen sich die 400 cd/m² auf den HDR Modus, also beim Schauen von HDR Inhalten. Betrachtet Ihr den Desktop, schaut normal Videos usw. scheint der BenQ MOBIUZ EX2710 auf rund 300 cd/m² limitiert zu sein. Schade, aber im normalen Indoor Umfeld ausreichen. Hier ist alles über 250 cd/m² soweit Okay. Lediglich wenn Ihr ein Fenster im Rücken habt oder in einem besonders hellem Raum sitzt, dann wäre vielleicht ein noch etwas hellerer Monitor wünschenswert.

Was die Ausleuchtung angeht ist der EX2710 soweit Okay. Wir haben keine massiven Lichthöfe oder Ähnliches. Im ganz Dunklen und vor allem durch eine Kamera fallen natürlich einige Unebenheiten bei der Ausleuchtung auf, aber nichts Massives, gerade im Anbetracht der Preisklasse.

 

Kontrast

Beim Kontrast wirbt BenQ mit 1:1000, was so der Standard Wert für einen IPS Monitor ist.

Kontrast

Und ja mit 1:970 sehe ich diese Angabe als erfüllt an. 1:970 ist für einen IPS Monitor kein schlechter Wert! Genau genommen ist dies sogar einer der besten Messwerte für einen IPS Monitor. Die besseren Monitore in der Tabelle hier setzen überwiegend auf VA Panel, welche in diesem belang IPS klar überlegen sind.

 

Die Praxis

Rein Subjektiv bietet der BenQ MOBIUZ EX2710 ein gutes, aber auch nicht absolut überragendes Bild. Ich habe schon sehr viel schlechtere Monitore gesehen, aber auch schon ein paar bessere Modelle. Letztere waren aber meist für Foto und Video-Bearbeitung optimiert und auch 1-2 Preisklassen über dem EX2710 angesiedelt.

In der Preisklasse des EX2710 fällt mir spontan kein Modell ein das signifikant besser aussah. Vielleicht VA Panel Modelle so in Richtung des EW277HDR. Aber diese bieten nicht die hohe Bildwiederholungsrate von 144Hz und die guten Reaktionszeiten eines IPS Panels.

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Und ja 144Hz ist etwas schönes! Selbst wenn es um Dinge geht, wie das Verschieben von Fenstern auf dem Desktop, dann merkt Ihr schon einen massiven Unterschied zu einem 60Hz Monitor. Im Gaming Bereich ist der Unterschied natürlich besonders groß.

Hier bietet der BenQ MOBIUZ EX2710 auch AMD FreeSync Support im Bereich 48-144Hz, falls mal die Bildrate nicht bei konstanten 144Hz liegt. 144Hz bei Full HD Auflösung ist dabei aber für viele halbwegs moderne Systeme, gerade im ESport Bereich gut machbar!

 

Leistungsaufnahme

Der EX2710 verfügt über die Energie-Effizienzklasse A mit einem angegebenen Verbrauch von 28W. Stimmt dies?

Leistungsaufnahme Ex2710

In meinem Test benötigte der Monitor sogar noch etwas unter 28W. Bei 100% Helligkeit (kein HDR) konnte ich eine Leistungsaufnahme von 25,4W messen. Bei 0% von 12W.

 

Lautsprecher

Kommen wir noch sehr kurz auf die integrierten Lautsprecher des Monitors zu sprechen. Sie sind da, viel mehr positives gibt es hier nicht zu sagen. Es sind recht einfache integrierte Lautsprecher, die auf dem Level eines günstigen Notebooks sind. Im absoluten Notfall ausreichend, nutzt aber ansonsten bitte richtige Lautsprecher oder Kopfhörer.

 

Fazit

Für knapp unter 300€ ist der BenQ MOBIUZ EX2710 ein guter Monitor, vor allem dann wenn Ihr einen Gaming Monitor sucht.

Offen gesagt Ihr werdet Monitore finden die noch ein etwas besseres Bild bieten als der EX2710. Gerade die günstigen VA Panel Modelle, haben für wenig Geld oft ein klasse Bild.

Test Benq mobiuz Ex2710 12

Allerdings ist das Bild des EX2710 mehr als ausreichend gut und der Monitor zwei Asse im Ärmel, das IPS Panel und die 144Hz. Die Kombination hier heraus ergibt eine sehr niedrige Reaktionszeit, welche gerade beim kompetitiv Gaming eine Rolle spielt. Die Unterschiede der Reaktionszeit zwischen modernen VA und IPS Panel Monitoren ist zwar nicht mehr gigantisch, aber immer noch leicht gegeben.

Hinzu kommt eine solide Helligkeit (welche aber ein Stück weit unter der Herstellerangabe liegt), ein guter Kontrast für einen IPS Panel Monitor und eine ordentliche Kalibrierung. Der EX2710 wäre zwar nicht meine erste Wahl für Foto und Video-Bearbeitung, aber sofern Ihr in den passenden Modus schaltet ist der EX2710 hier durchaus zu gebrauchen.

Primär solltet Ihr den BenQ EX2710 aber kaufen wenn Ihr einen schnellen Gaming Monitor für unter 300€ sucht!

8x NP-FZ100 Akkus im Vergleich, welcher Nachbau ist der beste oder doch zum Original greifen?

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Mit der Alpha 9 hat Sony vor wenigen Jahren einen neuen Akkutypen eingeführt, den NP-FZ100. Eine durchaus sinnvolle Entscheidung, denn die Akkulaufzeit der älteren Sony Kameras mit dem deutlich kleineren NP-FW50 war eher so semi beeindruckend.

Der neuere NP-FZ100 ist größer und bietet damit vor allem eine größere Kapazität. Allerdings mit der Kapazität ist auch der Preis gestiegen. Für einen originalen Sony NP-FZ100 könnt Ihr gut 70€ anlegen. Nachbauten gehen hier schon für rund 1/3 davon über den Ladentisch.

8x Np Fz100 Akkus Im Vergleich 6

Dabei versprechen viele Nachbauten die gleiche Kapazität zu haben wie der originale NP-FZ100 Akku. Versprechen sind immer das eine, die Praxis aber oftmals das andere.

Ich habe mir für diesen Vergleich 8x NP-FZ100 Akkus gekauft, wollen wir herausfinden welcher Nachbau am besten ist und wie diese gegen den original Akku bestehen!

 

8x NP-FZ100 Akkus im Vergleich, die Testkandidaten

Folgende NP-FZ100 habe ich mir für diesen Vergleich bestellt:

Preis (zum Zeitpunkt des Tests, Preis jetzt möglicherweise anders) mAh
akku-net Powerakku für Sony Typ NP-FZ100 32.90 € 2040 mAh
Baxxtar Pro NP-FZ100 39,45€* 2250 mAh
Blumax Akku für Sony NP-FZ100 22.99€* 1600 mAh
Neewer-Ersatzakku für Sony NP-FZ100 29.99 € 2280 mAh
PATONA Premium Ersatz für Akku Sony NP-FZ100 29.90 € 2040 mAh
Powerextra Ersatzakku Sony NP-FZ100 19,99€* 2500 mAh
RAVPower Kamera Ersatz Akku 24,99€* 2000 mAh
Sony NP-FZ100 69.99 € 2280 mAh

 

*Im 2er Set, Preis pro Akku

Der eindeutig bei weitem teuerste Akku ist der original Sony NP-FZ100. Mit 70€ kostet dieser eine stolze Summe. Der zweit teuerste Akku ist der Baxxtar Pro in der 4. Generation mit rund 40€. Auf dem Papier ist dieser aber auch einer der größten Akkus.

8x Np Fz100 Akkus Im Vergleich 1

Die drei günstigsten Akkus sind die Modelle von RAVPower, Powerextra und Blumax.

8x Np Fz100 Akkus Im Vergleich 3

Die Akkus von Baxxtar (optional), Blumax, Powerextra und RAVPower werden sogar mit einem Ladegerät ausgeliefert! Klasse!

 

Funktionieren die Akkus?

Starten wir mit der Frage ob denn alle Akkus auch funktionieren. In meiner Sony A7R IV (FW 1.2) funktionieren alle Akkus problemlos, inklusive % genauer Anzeige der Kapazität.

Laut dem Hörensagen, haben aber ein paar der älteren Akkus Probleme mit den neueren Sony Kameras wie der A7C. Ob und bei welchen Akkus dies der Fall ist kann ich aber leider nicht sagen.

Sollte es solche Probleme geben meckert die Kamera aber nur kurz rum, was Ihr einmal bestätigen müsst und danach funktioniert auch der ältere Nachbau Akku. Es gibt nur keine % Anzeige.

 

Das Testsystem

Um die genaue Kapazität der Akkus zu messen wurden diese zunächst von mir vollständig geladen und dann mithilfe eines Widerstandes entladen.

Als Entladeschlussspannung habe ich 6,1 V genutzt. Dies ist die Spannung ab welcher meine A7R IV einen Akku als leer ansieht und das Einschalten verweigert. Als Entladestrom nutze ich in Test 1 1500mA und in Test 2 200mA.

8x Np Fz100 Akkus Im Vergleich 5

Warum 1500mA? Sony gibt die Laufzeit der A7R IV beim Filmen mit 90 Minuten an, was bei der Akkukapazität von 2280 mAh des originalen Akkus in einer Last von 1520 mA resultiert. Dies wird so ziemlich der „Worst Case“ an Last sein, die der Akku jemals erleben wird.

Die im Test Nr. 2 genutzten 200 mA Entladestrom entsprechen eher einem gemütlicheren Fotografieren.

 

Welcher ist der beste NP-FZ100 Akku?

Kommen wir zum eigentlichen Test.

1,5a Last Kapazität Np Fz100 Akkus

Starten wir mit dem offensichtlichstem, der originale Sony NP-FZ100 Akku hat bei weitem die größte Kapazität! Alle anderen Hersteller fallen deutlich zurück, trotz der teilweise identischen Leistungsangabe.

Auf Platz 2 folgt mit einem leichten Abstand der Baxxtar Pro NP-FZ100 IV.

Die darauf folgenden Plätze schwanken je nach Last. So kam der RAVPower Akku mit höherer Last im Vergleich besser klar als die Konkurrenz, der PATONA Premium Ersatz Akku hingegen kann sich Platz drei bei niedrigeren Lasten sichern. Unterm Strich sind 3-9 so dicht beieinander, dass es kaum eine Rolle spielt.

 

Fazit

Welcher ist nun der beste NP-FZ100 Akku? Dies hängt etwas von Eurer Definition von „beste“ ab.

Wenn es Euch um ein Maximum an Kapazität geht, müsst Ihr zum originalen Sony NP-FZ100 Akku greifen. Dieser ist klar der teuerste, zeigte im Test aber auch klar die größte Kapazität.

Wollt Ihr weiterhin möglichst viel Kapazität und möglichst hohe Qualität, aber etwas weniger ausgeben, dann greift zum Baxxtar Pro NP-FZ100 IV. Dieser ist zwar auch nicht „günstig“ bietet aber eine Stufe mehr Kapazität als die anderen getesteten „Nachbau“ Akkus.

8x Np Fz100 Akkus Im Vergleich 8

Geht es Euch um die beste Preis/Leistung und könnt ein dual Ladegerät gebrauchen, dann schaut Euch einmal die RAVPower NP-FZ100 Kamera Ersatz Akkus an. Ein Doppelpack inklusive Ladegerät kosten hier nur 50€ (zum Zeitpunkt des Tests) und im Test zeigten die Akkus eine souveräne Leistung. Braucht Ihr kein Doppelpack, dann schaut Euch einmal den PATONA Premium Ersatz für Akku Sony NP-FZ100 an.

Unterm Strich seid Ihr aber recht frei, welche Akkus Ihr kaufen könnt. Bei den Sony NP-FW50 Akkus gab es eine ganz massive Streuung bei der Kapazität und Qualität. Bei den Nachbau NP-FZ100 Akkus scheinen alle Modelle aber recht nah beieinander. Es ist hier zwar auch nie ganz sicher wie gut die Akkus altern, aber mit den Baxxtar und RAVPower Akkus hatte ich bei meiner alten Sony Kamera immer recht gute Erfahrungen gemacht.

Zusammengefasst:

Ich hoffe ich konnte Euch mit diesem Artikel etwas helfen!

Die Nubert nuPro X-3000 RC im Test, die besten Lautsprecher die Ihr Euch auf den Tisch stellen könnt!

Nubert gehört zu den besten Audio-Herstellern der Welt, das behaupte ich jetzt einfach mal. Mit der NuPro A Serie hatte Nubert vor einigen Jahren seine ersten aktiven Lautsprecher auf den Markt gebracht. Aktiv = ein Lautsprecher mit integriertem Verstärker.

Nun legt Nubert mit der neuen nuPro X Serie nach. Diese siedelt sich oberhalb der „alten“ NuPro A an, sowohl was den Klang aber auch was den Preis angeht.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 10

So möchte Nubert für sein Einsteigermodell der nuPro X Serie, den X-3000 RC, schlanke 600€ pro Stück haben. Sicherlich ein stolzer Preis, wenn auch für High End Audio nicht unüblich.

Wollen wir uns da einmal im Test ansehen und anhören ob der nuPro X-3000 RC diesem Preis gerecht wird!

An dieser Stelle vielen Dank an Nubert für das Ausleihen des nuPro X-3000 RC für diesen Test.

 

Der Nubert nuPro X-3000 RC im Test

Nubert Lautsprecher haben immer eine recht „cleane“ und professionelle Optik, sind aber weniger in die Lifestyle Richtung getrimmt als die Modelle einiger anderer High End Anbietern.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 1

Diese Aussage trifft auch auf die nuPro X-3000 RC zu. Nubert setzt bei diesen auf ein sehr edles Gehäuse, welches äußerlich mit einem wertig gemachten Schleiflack versehen ist. Die Oberfläche der nuPro ist dabei perfekt gearbeitet und wird dank des Schleiflacks auch hohen Ansprüchen gerecht.

Seid aber vorsichtig, Schleiflack ist erfahrungsgemäß sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern!

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 3

Mit 30 x 18,5 x 23,3 cm sind die nuPro X-3000 RC am oberen Ende was ich als Schreibtisch-Lautsprecher bezeichnen würde. Damit sind diese keine kompakten aber auch keine absolut riesigen Lautsprecher.

Dementsprechend setzt Nubert auf den typischen 2-Wege Aufbau mit einem Hochtöner und einem Tief-/Mittel-Töner.

Bei dem Hochtöner handelt es such um ein 25mm Modell mit Gewebekalotte. Der Tief-/Mitteltöner ist mit 148mm naturgemäß ein gutes Stück größer. Beide Treiber sollen gemeinsam bis zu 150W Leistung bieten.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 5

Da es sich beim nuPro X-3000 RC um einen aktiven Lautsprecher handelt besitzt dieser ein integriertes Verstärkermodul. Um dieses zu Steuern finden sich bereits auf der Front fünf Tasten und ein kleines LC-Display. Dieses zeigt die aktuelle Lautstärke, den gewählten Eingang und weitere Informationen an.

Gerade bei den Eingängen hat der nuPro X-3000 RC einiges zu bieten!

  • 1x Chinch Eingang
  • 2x Coaxial Eingänge
  • 2x optische Toslink Eingänge
  • 1x USB Eingang
  • 1x XLR Eingang
  • 1x HDMI Eingang (mit HDMI ARC Unterstützung!)
  • 1x optischer Ausgang
  • 1x Subwoofer Ausgang

Damit bietet der nuPro X-3000 RC eine bunte Mischung an digitalen und analogen Eingängen. Interessant ist auch der HDMI Eingang, der über ein kleines beiliegendes Adapter-Modul gelöst ist. Dieser erlaubt die Unterstützung von HDMI ARC. Einige moderne Fernseher haben einen speziellen HDMI ARC Ausgang, welcher es erlaubt Lautsprecher mit dem Fernseher digital zu verbinden und gemeinsam mit dem Fernseher zu steuern. So könnt Ihr beispielsweise die Lautstärke der nuPro X-3000 RC über die Fernbedienung Eures Fernsehers steuern.

Hierdurch eignen die nuPro X-3000 RC sich grundsätzlich auch als Fernseher-Lautsprecher, auch wenn ich denke die meisten von Euch werden diese eher als Schreibtisch/Studio-Lautsprecher oder reguläre HiFi Lautsprecher nutzen.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 4

Neben der Steuerung via HDMI ARC und der Kontrolleinheit direkt am Lautsprecher legt Nubert auch eine Fernbedienung bei.

Diese ist aus Aluminium gefertigt und macht einen sehr hochwertigen Eindruck! Allgemein gibt es Pluspunkte für den sehr umfangreichen Lieferumfang, der fast alle erdenklichen Kabel bereits inkludiert hat. Dazu zählt im Übrigen auch eine magnetische Lautsprecherabdeckung.

Bluetooth ist im Übrigen auch in den Lautsprechern integriert! Die nuPro unterstützen sogar das hochwertigere Bluetooth mit AptX-HD- & AAC-Support. Klanglich holen diese also das Maximum aus der Bluetooth Verbindung heraus, welche damit nicht stark hinter eine kabelgebundene Verbindung zurückfällt.

 

Steuerung und Stromverbrauch

Sobald Ihr einmal durch die Steuerung und die Menüführung der nuPro X-3000 RC durchgestiegen seid, sind diese sehr gut zu bedienen! Dies gilt dabei sowohl für die Nutzung über die Fernbedienung, wie auch über die direkte Steuerung über das Display.

Ihr habt hier auch noch vergleichsweise viele Anpassungsmöglichkeiten, auch was den Klang betrifft.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 7

Wollt Ihr zwei nuPro X-3000 RC im Stereo Verbund nutzen, dann müsst Ihr diese über den optischen „Ausgang“ verbinden. Nun könnt Ihr unter Set-up einen der Lautsprecher zum Master erklären und einen zum Slave.

Für diesen Test habe ich im Übrigen primär die USB Verbindung für das Zuspielen der Musik genutzt. Eine manuelle Treiber-Installation unter Windows ist nicht nötig. Die Lautsprecher werden als Nubert xCore USB Audio erkannt und lassen sich mit bis zu 24 Bit 192000Hz ansteuern. Nubert scheint also auf einen recht guten DAC zu setzen.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 8

Punktabzug gibt es allerdings für den Stromverbrauch! Im Leerlauf (mit PC verbunden, keine Musikwiedergabe) benötigen die Lautsprecher 13,7W pro Stück! Dies ist sehr viel fürs nichts tun. Ausgeschaltet liegt der Stromverbrauch bei erträglicheren 1,6W.

 

Klang

Die nuPro X-3000 RC sind zwar keine kleinen Lautsprecher, aber es handelt sich hier dennoch um vergleichsweise kompakte Tischlautsprecher. Daher war ich nach dem ersten Einschalten doch sehr überrascht!

Die nuPro X-3000 RC bieten einen erstaunlich mächtigen Bass! Mein ca. 30m² Büro können diese komplett mit Bass ausfüllen, wie ich dies noch nie von Lautsprechern dieser Größenklasse erlebt habe. Selbst die bereits recht guten Wavemaster TWO NEO schaffen dies nicht ansatzweise so gut.

Dabei erreichen die Lautsprecher subjektiv auch einen sehr starken Tiefgang, der durchaus mit einfacheren Subwoofern mithalten kann, bzw. günstigere 2.1 Sets klar überbietet. Der Bass wirkt allerdings auch nicht forciert oder künstlich, sondern recht natürlich und „rund“. Dies selbst auf höheren Lautstärken! Die Nubert sind zwar keine „Party-Lautsprecher“, zeigen sich aber sehr pegelfest.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 13

Die Mitten der nuPro X-3000 RC sind relativ neutral, auch wenn ich hier und da den Eindruck hatte, dass sich schon die Tiefen und Höhen leicht in den Vordergrund drängen. Dies hängt aber auch stark von Eurer Musikwahl ab.

Ich konnte hier bei den Nubert nuPro X-3000 RC keine direkten Schwächen ausmachen. Die Lautsprecher kommen mit aller Art von Musik sehr gut zurecht, auch wenn ich diese tendenziell in etwas Bass stärkeren Songs beeindruckender fand. Allerdings auch in ruhigeren Titeln wie Africa von TOTO oder I Want To Break Free von Queen können die Lautsprecher überzeugen, auch wenn diese tendenziell gerade in den Mitten etwas kühler anmuten. Glatt am besten gefielen mir die Lautsprecher in Songs wie In Your Eyes von Robin Schulz oder Torn von Ava Max. gerade Dynamik starke Titel scheinen den nuPro X-3000 RC besonders zu liegen.

Die Höhen der nuPro X-3000 RC würde ich als ziemlich perfekt einstufen! Diese sind absolut klar und brillant, ohne dabei zu schrill oder scharf zu sein. Hier hat Nubert die perfekte Abstimmung getroffen.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 11

Sollte Euch die Abstimmung der Lautsprecher nicht gefallen, kein Problem. Über das Display auf der Front könnt Ihr Bass, Höhen, die rechts/links Balance oder sogar einen 5 Band EQ nach Euren Wünschen anpassen.

 

Fazit

Die Nubert nuPro X-3000 RC sind die besten Schreibtisch/PC Lautsprecher die ich bisher gehört habe!

Für die doch noch überschaubaren Abmessungen bieten diese einen überragenden Klang und vor allem einen fantastischen Bass und Tiefgang! Kleine bis mittelgroße Räume bekommen die nuPro X-3000 RC ohne Probleme mit einem satten und runden Bass gefüllt, der aber nicht forciert oder künstlich klingt.

Nubert Nupro X 3000 Rc Im Test 10

Auch die Höhen sind herausragend! Klar, sauber und brillant, aber auch nicht stechend oder scharf, viel besser geht’s nicht!

Hinzu kommt die tolle Verarbeitung, welche bei mir makellos war, und der sehr wertige Schleiflack. Letzter ist zwar etwas empfindlich, strahlt aber ein gewisses „High End“ Feeling aus, was wir in dieser Preisklasse durchaus auch erwarten dürfen.

Weitere Bonuspunkte gibt es für das praktische Display, die große Einstellungsvielfalt und die mehr als solide Anschlussauswahl. Minuspunkte gibt es für den etwas hohen Stromverbrauch im Leerlauf.

Natürlich ist auch der Preis mit über 600€ pro Stück saftig! Dies sind absolute Luxuslautsprecher für Musikliebhaber, aber ja ich würde sagen diese rechtfertigen den hohen Preis aufgrund des Klangs und der Ausstattung durchaus. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten dies sind die besten Tischlautsprecher die ich jemals gehört habe!

Nubert Nupro X 3000 Rc

12x Gaming Chairs im Vergleich, welcher ist der beste im Jahr 2021?

Ein guter Schreibtischstuhl gehört vermutlich zu den unterschätztesten dingen jedes „Schreibtisch Setups“.  Jedoch wenn man einmal einen richtig guten Schreibtischstuhl hatte will man diesen meist nicht mehr missen.  Diesen Bedarf haben nun auch diverse Hersteller für sich erkannt welche eigentlich nicht aus der „Möbel Szene“ kommen.

Gerade die sogenannten Racing Chairs finden reißend Absatz, aber welcher ist der Beste?


Die besten Gaming Schreibtischstühle

Ein Schreibtischstuhl ist etwas recht Individuelles. So etwas ist meist über das Internet nicht ganz einfach zu kaufen. Hier gibt es viele Modelle, welche sich sehr oft leider recht ähnlichsehen.

Unterschiede liegen hier meist im Detail.

Ich habe mittlerweile auf Techtest.org den ein oder anderen Gaming Schreibtischstuhl getestet und denke daher eine ganz gute Empfehlung abgeben zu können, oder Euch vielleicht etwas in die Richtung lenken zu können.

In Folgendem seht Ihr eine kleine Übersicht über alle getesteten Stühle. In dieser Übersicht könnt Ihr das ganze nach Bequemlichkeit, Optik, Ergonomie, Massivität und der Gesamt Bewertung.

Komfort Massivität  Weich oder Hart?  Wertung
Noblechairs ICON +++ ++ Mittel bis Weich 91%
AKRacing Onyx ++ ++ Sehr Weich 91%
Noblechairs EPIC Series + + Sehr Hart 90%
Noblechairs HERO + ++ Hart 90%
Maxnomic Office-Comfort 0 +++ Hart 90%
Vertagear Triigger 350 + ++ Mittel 90%
Tesoro Zone X Gaming Chair ++ + Mittel bis Weich 90%
Corsair T3 Rush + + Mittel bis Weich 88%
hjh OFFICE LEAGUE PRO 0 0 Mittel bis Weich 85%
Corsair T1 + + Mittel 84%
DXRacer Racing Gaming Chair 0 0 Mittel bis Weich 80%
Tesoro Zone Speed F700 0 0 Mittel bis Weich 80%

Der passende Gaming Stuhl für EUCH!

Natürlich ist es, nicht immer so leicht einfach nur sich die Prozentzahlen anzusehen, um anhand deren den passenden Stuhl auszuwählen.

Nur weil das eine oder andere Modell für mich Bequemer war, als das andere muss dies nicht auch für Euch so sein. Schaut am besten in die Tests und lest Euch meine vollständige Meinung durch und nicht nur das Fazit.

Meine Empfehlungen


Der bequemste Gaming Chair, Noblechairs ICON

Der Noblechairs ICON ist ohne jede Frage für mich der bequemste Gaming Chair auf dem ich jemals saß! Dieser ist zwar nicht super weich, aber angenehm weich und die Form ist absolut entspannt. Dies ist ein Stuhl den Ihr Euch ins Wohnzimmer stellen könnt. Dabei haben mir auch einige Freunde bestätigt wie bequem dieses Modell ist!

Allerdings ist der ICON auch etwas weniger aggressiv geformt. So besitzt dieser keine ausgeprägten Seitenflügel, die Euch in einer geraden Position halten. Sucht Ihr einen Stuhl zum besonders „konzentriert“ sitzen, dann gibt es vielleicht noch bessere Modelle. Geht es Euch aber um ein bequemes Sitzen, dann sollte dieses Modell Eure Nummer 1 sein.


Ein Gaming Chair wie im Bilderbuch, der Noblechairs EPIC

Der Noblechairs EPIC ist ein Gaming Chair wie im Bilderbuch! Auffällig gestaltet und aggressiv geformt. Letzteres ist hier recht wichtig! So besitzt der EPIC sehr ausgeprägte seitliche Flügel, welche Euch in Position halten.

Zudem ist der EPIC sehr hart gepolstert! Ja dies ist sicherlich Geschmackssache, aber hierdurch sitzt Ihr auch längere Zeit sehr konzentriert auf dem Stuhl.


Die weichere Alternative zum EPIC, der Corsair T3 Rush

Wollt Ihr eine etwas weichere und entspanntere Alternative zum Noblechairs EPIC? Dann ist vielleicht der Corsair T3 Rush genau der richtige Stuhl für Euch!

Corsair T3 Rush Im Test 19

Dieser ist auch etwas aggressiver und kantiger geformt, aber deutlich weicher und bequemer gepolstert. Zwar sitzt es sich auf dem EPIC etwas konzentrierter, seid Ihr aber kein absoluter „Pro Gamer“ und wollt nach der Schule/Arbeit einfach etwas entspannt Zocken, dann würde ich dieses Modell wählen.


Der Sessel für das Büro, der AKRacing Onyx

Der AKRacing Onyx ist der weicheste Gaming Chair den ich bisher erlebt habe. Dieser ist sehr breit und groß gebaut und eignet sich somit auch für etwas kräftigere Nutzer.

Dabei ist der Onyx natürlich nicht ganz so aggressiv geformt. Sucht Ihr also einen Gaming Chair der Euch „in Form“ hält, dann ist dies nicht das richtige Modell. Ihr sitzt auf diesem eher wie auf einer Couch, bequem aber eher mit wenig halt.

Ihr seht den besten Gaming Schreibtischstuhl zu finden ist nicht ganz leicht, aber vielleicht konnte diese kleine Übersicht Euch schon helfen.

Schaut ansonsten einmal in die Tests hinein, diese sind etwas ausführlicher gehalten als diese kleine Übersicht.


Nur für Gaming?

Natürlich sind die „Gaming Schreibtischstühle“ nicht nur fürs Gaming geeignet. Die meisten Modelle sind auch einfach ideale Bürostühle.

Diese werden von den Herstellern nur „Gaming Stühle“ genannt aus Marketing gründen. Viele Nutzer sind halt eher bereit für einen Gaming Stuhl etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen als für einen Schreibtischstuhl.


Wippautomatik, Kippelfunktion, Wippfunktion

Die allermeisten Gaming Schreibtischstühle bringen eine Wippfunktion oder Kippelfunktion mit. Ist diese Aktiv kann man sich auf den Stühlen einfach nach hinten Lehnen und diese Kippen ein stückweit zurück.

Ich liebe dieses Feature!

Allerdings kann man hier grob unterteilen in zwei verschiedene Mechanismen.

Der erste kommt primär bei kleineren und günstigeren Stühlen zum Einsatz, der zweite bei teureren und Massiveren.

Links der Z Mechanismus, rechts der T Mechanismus

Der erste Mechanismus hat eine T Form.  Der Sitz kann hier nach hinten Kippen, geht dafür aber vorne hoch. Das ist auch die Schwäche, meist muss man sich hier abstoßen damit man nach hinten kippt, da die eigenen Beine einen wieder herunterziehen.

Der zweite Mechanismus hat eher eine Z Form. Der Sitz kippt hier nach hinten herunter. Das hat den Vorteil das alleine schon das Verlagern des Gewichts ausreicht den Stuhl in Schräglage zu bringen.

Aus diesem Grund bevorzuge ich auch den zweiten Mechanismus.

Das TerraMaster F2-422 im Test, günstiges NAS mit 10 Gbit LAN

NAS Systeme gibt es duzende auf dem Markt, mit unterschiedlicher Software, Slot-Anzahl usw.. Allerdings hatten die meisten Modelle eins gemeinsam, der Gbit LAN Port welcher das Tempo solcher Systeme auf ca. 120MB/s limitierte.

Erst so langsam beginnen erste NAS Systeme 2,5Gbit oder sogar 10Gbit LAN Ports zu verwenden. Eins der günstigsten Modelle mit 10Gbit LAN Port ist aktuell das TerraMaster F2-422.

Terramaster F2 422 Im Test 6

Dieses 2-Bay NAS bekommt Ihr aktuell für rund 350€. Dafür bietet dieses einen 10Gbit LAN Port, einen Intel Quad-Core-Prozessor und 4GB RAM.

Klingt doch gar nicht mal so schlecht oder? Genau dies wollen wir doch einmal im Test herausfinden!

 

Das TerraMaster F2-422 im Test

TerraMaster setzt bei seinen NAS System fast immer auf ein sehr ähnliches Design bzw. sogar meist auf das gleiche Gehäuse, das nur mit unterschiedlicher Technik ausgestattet ist.

Terramaster F2 422 Im Test 1

Bei dem TerraMaster F2-422 handelt es sich um ein klassisches 2-Bay NAS. Dieses verfügt also über zwei Festplatten Slots auf der Front. Dementsprechend ist auch das Gehäuse relativ schmal, aber sehr tief.

Das Gehäuse des NAS besteht grundsätzlich aus Aluminium. Allerdings sind die Front und die Festplattenschächte aus Kunststoff. Gerade die Festplattenschächte wirken ein gutes Stück „günstiger“ als bei Synology oder QNAP NAS Modellen. Diese werden klar ihren Job machen, aber es ist hier schon zu merken, dass TerraMaster hier etwas gespart hat.

Terramaster F2 422 Im Test 3

In den Schächten könnt Ihr entweder 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll Laufwerke verbauen. Passende Schrauben und sogar einen Schraubendreher legt TerraMaster bei.

Neben den Festplatten-Slots auf der Front finden wir einige Status-LEDs und den Einschalter.

Auf der Rückseite des NAS finden wir zunächst den 80mm Lüfter, den Anschluss für das Netzteil, einen HDMI Port, 2x USB 3.0 und ganze 3x LAN Ports. Von diesen drei LAN Ports bieten zwei das Gbit LAN Tempo, während der dritte bis zu 10Gbit LAN unterstützt! Klasse!

Terramaster F2 422 Im Test 4

Bei dem beiliegenden Netzteil handelt es sich um ein 12V Modell mit 3,33A, also rund 40W. Für zwei Laufwerke und das NAS sicherlich gut ausreichend.

 

Einrichtung und Software

Nach dem Einschalten und Verbauen eines Speichermediums im NAS, müsst Ihr zur Einrichtung seine WebUI aufrufen. Dies geschieht durch die Eingabe der IP-Adresse des NAS in Euren Webbrowser.

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Diese könnt Ihr entweder aus Eurem Router auslesen oder Ihr könnt ein Tool von TerraMaster nutzen. Letzteres findet Ihr hier: https://support.terra-master.com/quickguide/steps?product=F2-422&page=16

Die WebUI von TerraMaster macht prinzipiell einen ordentlichen Eindruck. Die Hintergrundbilder die TerraMaster nutzt sind zwar etwas kurios, aber abseits davon könnt Ihr Euch problemlos durch die Installation hindurchklicken. Das Meiste macht das NAS von alleine.

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Nach ca. 15 Minuten könnt Ihr den Log-in-Bildschirm des NAS aufrufen, erneut durch das Eingeben der IP Adresse in Euren Webbrowser.

Euch erwartet eine Benutzeroberfläche, welche sich durchaus etwas an Synology oder QNAP anlehnt. So nutzt auch TerraMaster mit seinem „TOS“ eine Art Betriebssystem in Eurem Webbrowser. Ihr habt wie bei einem regulären Computer einen Desktop, Anwendungen, eine Taskleiste usw. nur, dass das Ganze in Eurem Webbrowser passiert.

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So erlaubt Euch das TerraMaster F2-422 sogar Multitasking inklusive Fenstermanagement usw.

In der Systemsteuerung findet Ihr die meisten Einstellungen die Ihr Benötigen werdet. So könnt Ihr hier Benutzer und freigegebene Ordner anlegen, die Verschlüsselung für freigegebene Ordner einrichten, Zugriffsrechte bestimmen, Netzwerkeinstellungen tätigen usw.

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Auch könnt Ihr hier Eure Laufwerke konfigurieren und die SMRT Werte überwachen. Da das TerraMaster F2-422 nur zwei Festplatten-Schächte hat, habt Ihr bei den Speicheroptionen etwas weniger Möglichkeiten. So könnt Ihr Eure Laufwerke wie folgt einrichten:

  • Single
  • JBOD
  • Raid 1
  • Raid 0

Habt Ihr alles eingerichtet könnt Ihr auf das NAS via via SMB, AFP, FTS, NFS oder Rsync aus Eurem Netzwerk zugreifen. Es ist auch über Dienste wie TNAS.Online auch ein Webzugriff möglich.

 

Anwendungen

Ihr könnt das NAS mithilfe von Anwendungen erweitern. Diese findet Ihr in einer Art App Store.

Die Auswahl ist bei TerraMaster zugegeben ein gutes Stück kleiner als bei Synology oder QNAP, aber es gibt hier durchaus das ein oder andere Interessante.

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Hier eine kleine Auswahl an Apps die ich als interessant einstufen würde:

  • Google Drive Sync
  • OneDrive Sync
  • Dropbox Sync
  • Nextcloud
  • Clam AntiVirus
  • Plex Media-Server
  • iTunes Server
  • Docker

Gerade die Syncronisierungs-Apps für Cloud Dienste sind als eine Art offsite Back-up interessant.

 

Mobile App

TerraMaster bietet für seine NAS Systeme auch eine Smartphone App an „TNAS Mobile“. Die App recht einfach gestaltet und aufgebaut.

Ihr könnt mit dieser Daten von Eurem NAS herunterladen oder auch hochladen. Ebenso ist es möglich den aktuellen Systemstatus aufzurufen, wie beispielsweise den Zustand der Festplatten.

Für mich das spannendste Feature ist der Auto-Upload von Bildern.

Ihr könnt einstellen, dass gemachte Bilder automatisch von Eurem Smartphone in einen von Euch gewünschten Ordner kopiert werden.

 

Performance

Im TerraMaster F2-422 ist ein Intel Celeron J3455 als Kernstück verbaut. Normalerweise spielt die CPU bei einem NAS System gar keine so große Rolle, da der Gbit LAN Port meist der limitierende Faktor ist.

Terramaster F2 422 Im Test 10

Allerdings im Falle von 10Gbit LAN ist durchaus einiges an CPU Power nötig um das theoretisch maximale Tempo von 1200MB/s zu erreichen. 1200MB/s sind aber ein absolut theoretischer Wert, der selbst im Falle von ausreichend CPU Leistung nur mit zwei SSDs im RAID 0 erreichbar wäre. HDDs erreichen meist nicht mehr 200MB/s.

Schauen wir uns zunächst einen Benchmark mit 1Gbit LAN an.

1 Gbit

Wie zu erwarten kann das TerraMaster F2-422 das volle Gbit LAN Tempo mit 116/114MB/s erreichen. Wie sieht es aber mit einer 10Gbit LAN Verbindung aus?

10 Gbit

Laut CrystalDiskMark konnte ich hier ein maximales Tempo von 644MB/s lesend und 443MB/s schreibend erreichen. Nicht ganz das theoretisch mögliche Tempo, aber in der Praxis ist dies schon sehr flott!

Aber wie sieht es bei echten SMB Datenübertragungen aus?

Lesen  Schreiben
10 Gbit SSD Single 481,0 MB/s 367,3 MB/s
10 Gbit SSD RAID 0 603,0 MB/s 381,1 MB/s
10 Gbit SSD RAID 0 Verschlüsselt 212,6 MB/s 54,3 MB/s

Schreibend scheint das Limit des TerraMaster F2-422 bei ca. 370-380MB/s in der Praxis zu liegen. Lesend sind mit einer SSD rund 480MB/s möglich. Mit zwei SSDs werden die 600MB/s geknackt.

Was aber auch auffällt ist die deutlich niedrigere Leistung wenn wir eine Verschlüsselung aktivieren. Hier sinkt die Datenrate schreibend auf 54MB/s und lesend auf rund 200MB/s. Wir sehen also, dass die CPU der Flaschenhals ist.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des TerraMaster F2-422 hängt stark davon wie Ihr dieses nutzt und vor allem was für Laufwerke Ihr verbaut! Eine HDD kann bis zu 10W an Strom verbrauchen. SSDs hingegen benötigen gerade im Leerlauf so gut wie keine Energie.

Mit einer SSD und im Leerlauf benötigt das NAS gerade einmal 8,3W, was angenehm wenig ist. Selbst unter Last kommen wir gerade einmal auf 10,xW.

Interessant, der 10Gbit LAN Port benötigt ca. 3W zusätzlichen Strom. Unter den gleichen Bedingungen nur durch die Nutzung des 10Gbit LAN Ports (im Leerlauf) stieg der Stromverbrauch von 8,3W auf 11,2W. Ja 10Gbit LAN ist ein kleiner Energiefresser.

 

Fazit

Seien wir ehrlich, was die Software angeht, kann ein TerraMaster NAS nicht mit Synology mithalten. Was den Funktionsumfang und die Zusatz Feature angeht, spielt Synology klar eine Klasse über TerraMaster.

Terramaster F2 422 Im Test 12

Allerdings was die Hardware angeht ist das Bild etwas anders! Einen 10 Gbit LAN Port sucht Ihr bei Synology meist vergebens, geschweige denn in den günstigeren NAS Modellen.

Dies ist auch klar die größte Stärke des TerraMaster F2-422. Dank des 10Gbit LAN Ports können wir praktische Datenraten von bis zu 600/380 MB/s erreichen, was für ein 350€ NAS durchaus beeindruckend ist. Auch die Software und der Funktionsumfang des TerraMaster NAS ist nicht schlecht! Hier und da wirken die Apps und die UI etwas einfacher gemacht, aber im Grunde ist alles da was man bei einem NAS benötigt.

Terramaster F2 422 Im Test 11

Sucht Ihr also eine kleine und sparsame Speicherbox mit einer guten Basis-Ausstattung und 10Gbit LAN, dann ist das TerraMaster F2-422 keine schlechte Wahl!

Der myStrom WiFi Button im Test

Smart Home ist etwas tolles. Mittlerweile können wir im Grunde so ziemlich alles einfach via Smartsteuern. Hier liegt aber auch die Schwäche vieler Smart Home Geräte, jedes Mal das Smartphone zücken zu müssen um irgendetwas einzuschalten kann auch nerven.

Mystrom Wifi Button Im Test 3

Hier kommt nun der myStrom WiFi Button ins Spiel. Wie der Name schon sagt handelt es sich bei diesem um einen kleinen Schalter der direkt in Euer WLAN eingebunden wird. Dieser kann sowohl die myStrom eigenen Geräte, wie aber auch Smart Home Geräte anderer Hersteller via IFTTT und Conrad Connect steuern.

Dabei ist der myStrom WiFi Button mit 25€ auch nicht übermäßig teuer. Klingt doch interessant, oder? Wollen wir uns da den myStrom WiFi Button doch einmal im Test ansehen!

 

Der myStrom WiFi Button im Test

Bei dem myStrom WiFi Button handelt es sich um einen ca. 49,5 x 15,8mm kleinen Knopf. Dieser ist aus Kunststoff gefertigt, verfügt aber um einen Silikon Überzug, der beispielsweise das Verrutschen auf einem Tisch etwas minimieren soll.

Mystrom Wifi Button Im Test 1

Alternativ könnt Ihr diese einfach über Doppelsieges Klebeband an einer Wand befestigen. Eine passende Kleberückseite liegt mit im Lieferumfang.

Auf der Oberseite findet sich eine Taste und eine kleine Status LED. Das war es im Grunde auch schon. Die Stromversorgung erfolgt über einen integrierten Akku, der über einen microUSB Port geladen wird.

Mystrom Wifi Button Im Test 2

Mit einer Ladung hält der Knopf ca. 2 Monate. Um Strom zu sparen ist der Knopf nicht konstant mit dem WLAN verbunden, sondern verbindet sich immer nur bei einer Betätigung mit dem Netzwerk.

 

Die Einrichtung und eine unverschlüsselte Verbindung?

Um den myStrom WiFi Button zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst die myStrom App herunterladen. Dort muss ein Konto beim Hersteller angelegt werden, was soweit problemlos funktioniert.

Um den WiFi Button in der App hinzuzufügen müsst Ihr diesen zunächst komplett aufladen und dann die Taste auf der Oberseite ein paar Sekunden gedrückt halten, bis die LED weiß/rot blinkt.

An dieser Stelle weißt Euch die App darauf hin das die Verbindung unverschlüsselt wäre und Daten gegebenenfalls abgefangen werden können. Bitte was? Das dachten sich auch einige Kommentatoren bei Amazon „App installieren, ein Account muss angelegt werden, zu guter Letzt die zu Stimmung einer unverschlüsselten Verbindung und anschließend der Versuch die Verbindung herzustellen.“ Quelle : Amazon

Aber was hat es mit dieser Warnung auf sich? Um den myStrom WiFi Button mit Eurem WLAN zu Verbinden müssen wir diesem ja irgendwie die WLAN Daten übermitteln. Um dies zu machen erstellt der myStrom WiFi Button zunächst ein WLAN Netz, in welches sich Euer Smartphone einklinkt um diesem dann die WLAN Daten mitzuteilen. Diese temporäre Verbindung ist unverschlüsselt, was bei 99% aller Smart Home Geräten der Fall ist. myStrom weißt Euch nur darauf hin. Sobald die Daten nach wenigen Sekunden übermittelt wurden ist alles regulär verschlüsselt. Es ist also nur halb so wild.

Leider verlief die weitere Einrichtung nicht ganz so problemlos. Irgendwie konnte die App den WiFi Button ab einem gewissen Punkt nicht finden und spuckte eine Fehlermeldung aus. Der Button hat sich aber im Hintergrund brav mit dem WLAN verbunden und tauchte nach ein paar Minuten einfach in der App auf. Sollte Euch ähnliches am Ende der Einrichtung (nachdem eine WLAN Verbindung hergestellt wurde) passieren, brecht die Einrichtung ab und schaut mal auf dem Homescreen ob dort der Button zu finden ist.

 

Die App und der Basis-Funktionsumfang

Die myStrom App macht auf dem ersten Blick einen recht guten und übersichtlichen Eindruck. Die App ist wertig, aber einfach gestaltet.

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Auf der Startseite dieser findet Ihr zunächst eine Übersicht mit allen verbunden Geräten. myStrom bietet neben dem WiFi Button auch diverse andere Smart Home Produkte an.

Tippt Ihr die jeweiligen Geräte an, dann öffnen sich die Einstellungen. Hier könnt Ihr beim myStrom WiFi Button beispielsweise zuordnen was bei einer einfachen, doppelten oder langen Betätigung passieren soll. In der myStrom App könnt Ihr den WiFi Button aber nur anderen myStrom Smart Home Geräten zuordnen.

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Erfreulicherweise reagiert der Button recht zügig auf das Gedrückt werden!

 

Der myStrom WiFi Button und andere Smart Home Systeme

Um andere Smart Home Systeme wie Philips Hue, Smart Life usw. mit dem myStrom WiFi Button zu steuern müsst Ihr diese über einen externen Dienst verknüpfen. Hier unterstützt der WiFi Button:

  • IFTTT
  • Conrad Connect
  • Tiko
  • Control4
  • REST API

Der wichtigste Dienst für die Verknüpfung mit anderen Smart Home Systemen ist klar IFTTT. IFTTT erlaubt Verknüpfungen nach dem Prinzip wenn dies dann das. Wenn Ihr also den WiFi Button einmal, zweimal oder lange drückt, dann wird XYZ ausgelöst.

Ifttt

So unterstützt IFTTT beispielsweise:

  • Philips Hue
  • LIFX
  • iRobot
  • Sonos
  • Neato
  • Smart Life
  • Bosch Home Connect
  • Gardena
  • Husqvarna Automower

So könntet Ihr via IFTTT ein Programm erstellen nach dem Motto wenn Taste einmal gedrückt wird, dann startet mein iRobot Staubsaugroboter. Hier sind Eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ifttt 2

Über Conrad Connect könnt Ihr sogar noch weitere Smart Home Systeme einbinden und erweiterte Programmierungen vornehmen. Sollte keiner dieser Dienste für Euch passen könnt Ihr Euch auch etwas eigenes über die REST API programmieren oder sogar eine Eigene FW erstellen.

Die FW des myStrom WiFi Button ist Open Source und kann hier eingesehen werden: https://github.com/myStrom/mystrom-button

 

Fazit

Der myStrom WiFi Button ist sicherlich ein etwas spezielleres Produkt für Smart Home Enthusiasten. Ob Ihr diesen Gebrauch könnt oder auch nicht kann ich Euch so z.B. nicht sagen.

Habt Ihr aber Smart Home Geräte die Ihr nicht immer nur per Smartphone steuern wollt und die zudem einen Dienst wie IFTTT unterstützen, dann ist der myStrom WiFi Button vielleicht genau das Richtige für Euch!

Mystrom Wifi Button Im Test 5

Abseits der etwas zickigen Einrichtung funktioniert der WiFi Button erfreulich gut! Dieser reagiert zügig auf Eingaben und die Akkulaufzeit ist mit 2 Monaten ordentlich. Auch unterstützt myStrom einige an 3. Anbieter Dienste inklusive der REST API.

Das größte Alleinstellungsmerkmal ist aber sicherlich die direkte WLAN Verbindung ohne einen Hub oder ähnliches und der vergleichsweise niedrige Preis mit unter 25€. Kurzum, seid Ihr Smart Home Enthusiast? Dann könnte der myStrom WiFi Button etwas für Euch sein!

Der neue Blog, http://haus-garten.org/

Hiho, wie den Stammlesern sicherlich aufgefallen ist teste ich auf techtest.org im Grunde alles was mir in die Finger kommt.

Egal ob nun Smartphones, irgendwelche Smart Home Steckdosen oder auch Garten-Werkzeug.

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Allerdings habe ich teilweise das Gefühl einige Artikel sind vielleicht etwas „deplatziert“. Interessieren Euch wirklich Gartengeräte? Wie steht es um Steckdosen-Türme mit USB Ports? Ja, nein, vielleicht?

Aus diesem Grund habe ich sogar einige Tests gelassen, die ich ansonsten vermutlich geschrieben hätte. Dabei geht es nicht einmal nur um elektrische Geräte.

Irgendwann will ich unbedingt einen Vergleich von verschiedenen Pflanzendüngern machen, unter anderem weil mich dies selbst interessiert. Da allerdings gerade sowas überhaupt nicht auf Techtest.org passt, habe ich einen kleinen neuen Blog gegründet.

 

Der neue Blog, http://haus-garten.org/

Haus-Garten.org soll ähnlich wie Techtest.org aufgebaut sein, aber als Auffangbecken dienen für alles was nicht auf Techtest.org passt oder wovon ich glaube, dass dies den durchschnittlichen Leser nicht interessiert.

 

Dazu gehören:

  • Werkzeuge (Elektrische)
  • Gartengeräte
  • Pflanzen
  • Essen und Nahrung
  • Außenbeleuchtung
  • LED Beleuchtung
  • Küchengeräte
  • Erfahrungsberichte
  • usw.

Auch wird es sicherlich den ein oder anderen „Kuriositäten“ Test/Artikel geben.

 

Auswirkungen auf Techtest.org?

Aber hat http://haus-garten.org/ Auswirkungen auf Techtest.org? Jein. Bisher erhält Techtest.org pro Woche 7 Artikel bzw. Tests, diese werde ich vermutlich auf 6 Artikel herunterfahren und sofern möglich 1-2 pro Woche auf Haus-Garten.org veröffentlichen.

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Des Weiteren wird es weniger Artikel zu Haus-Garten Themen auf Techtest.org geben. Große Artikel zu Mährobotern usw. werde ich natürlich auf Techtest.org lassen, auch aufgrund der Reichweite.

Haus-Garten.org ist und wird vermutlich auch eine Weile eine sehr nieschige Seite bleiben.

 

Fazit

Kurzum ich würde mich freuen wenn Ihr gelegentlich mal bei http://haus-garten.org/ vorbeischaut!

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Test: Anker SoundCore Liberty Air 2 Pro, ein Bass Monster mit tollem ANC!

Mit den Liberty Air 2 Pro hat Ankers Tochtermarke SoundCore seine neusten true Wireless Ohrhörer vorgestellt. Diese sollen nicht nur durch einen tollen Klang überzeugen, sondern auch eine erweiterte Klangpersonalisierung und eine neuartige gezielte aktive Geräuschunterdrückung mitbringen.

Zusätzlich sollen die Ohrhörer auch mit einer langen Akkulaufzeit und einem schicken Design punkten.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 6

Ließt sich doch erst einmal sehr gut, auch dass 10 Grammy Gewinner am Sound der Ohrhörer mitgearbeitet haben. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Sind die Ohrhörer wirklich so gut wie es das Marketing verspricht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das Zurverfügungstellen der Liberty Air 2 Pro für diesen Test!

 

Die SoundCore Liberty Air 2 Pro im Test

Die SoundCore Liberty Air 2 Pro werden wie üblich in einer kleinen Ladebox, welche auch der Aufbewahrung dient, geliefert. Diese ist äußerlich aus einem gummierten Kunststoff gefertigt, der sich zwar wertig anfasst, aber auch recht anfällig für Fingerabdrücke ist.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 1

Die Ladebox misst 62 x 60 x 29 mm und bringt ein Gewicht von 61g inklusive Ohrhörer auf die Waage. Die Ohrhörer selbst wiegen jeweils 5,4g.

Optisch ist die Ladebox sehr schlicht gestaltet. Auffällig ist lediglich der Deckel, welcher nach hinten weggeschoben wird. Der Mechanismus dafür wirkt sehr wertig gemacht! Allgemein hat die Ladebox eine sehr wertige Anmutung.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 2

Der Akku in der Ladebox kann die Ohrhörer unterwegs ca. 2,5x wiederaufladen, ehe diese via USB C geladen werden muss.

Die Ohrhörer selbst halten laut Anker 7 Stunden mit einer Ladung durch. Ich konnte rund 5+ Stunden bei einer lauteren Musikwiedergabe erreichen.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 3

Die Liberty Air 2 Pro selbst setzen auf ein „Steg-Design“. Heißt, die Ohrhörer verfügen ähnlich wie die Apple AirPods über einen Steg der an Euren Ohren herunter ragt. Allerdings im Gegensatz zu den Apple AirPods nutzt Anker ein normales In-Ear Design mit Silikonaufsätzen.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 4

Die Ohrhörer sind grundsätzlich aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt. Die Rückseite der Ohrhörer ist allerdings in einem helleren, fast silbernen Grau gehalten. Hier ist auch ein Touchpad zur Steuerung integriert.

 

Tragekomfort, gut!

Grundsätzlich hat Anker beim Tragekomfort einen guten Job gemacht. Die Ohrhörer sehen zwar recht groß aus, sitzen aber entspannt in den Ohren.

Was mir auffiel, der Ohrkanal der Ohrhörer ist vergleichsweise kurz. Die Silikon Ohrpolster sitzen also sehr flach in Euren Ohren. Dies fühlte sich für mich etwas ungewohnt an, aber die Versiegelung stimmte! Zudem habt Ihr nicht das Gefühl etwas tief in Euren Ohren stecken zu haben.

Ich würde den Tragekomfort mit „gut+“ bewerten.

 

ANC, herausragend!

Die SoundCore Liberty Air 2 Pro verfügen über ein recht ausgeprägtes aktives Noise Cancelling. So habt Ihr zunächst diverse unterschiedliche Modi, welche versuchen unterschiedliche Geräusche zu blocken.

Liberty Air 2 Pro App (2) Liberty Air 2 Pro App (3)

  • Verkehr- Zielt für angenehmes Reisen und Pendeln auf tiefe Frequenzen wie Motoren
  • Indoor- Blendet Stimmen und Mittelfrequenz-Geräusche aus
  • Outdoor – Reduziert Umgebungsgeräusche in Städten für mehr Ruhe Unterwegs
  • Benutzerdefiniert

Grundsätzlich unterscheiden sich diese Modi nicht groß. Hier und da blockt mal ein Modus mehr als der andere, aber im Großen und Ganzen sind diese sich recht ähnlich.

Das Noise Cancelling der SoundCore Liberty Air 2 Pro würde ich als sehr gut bezeichnen! Dieses ist nicht ganz so stark wie von High End Kopfhörern, kommt aber an dieses verdammt nah ran!

Liberty Air 2 Pro App (4) Liberty Air 2 Pro App (5)

Geräusche wie das Brummen von Motoren oder das Rauschen von Lüftern wird fast zu 100% ausgeblendet. Besser habe ich dies bisher noch bei keinen in-Ear Ohrhörern gehört!

Auch Stimmen werden merklich gedämpft! Dabei erzeugen die Ohrhörer aber kein merkliches weißes Rauschen oder Druckgefühl.

Ich würde das ANC unterm Strich als Weltklasse bezeichnen!

 

Die App

Neben ANC bieten die Liberty Air 2 Pro auch noch diverse andere App Feature. Hierzu zählt auch ein Transparenz Modus.

Liberty Air 2 Pro App (10) Liberty Air 2 Pro App (11)

Beim Transparenz Modus werden Außengeräusche nicht gefiltert, sondern verstärkt. Hier habt Ihr die Wahl zwischen zwei Modi:

  • Vollständige Transparenz
  • Stimm-Modus

Im Stimm-Modus versuchen die Ohrhörer nur Stimmen zu verstärken, während im normalen Modus alles verstärkt wird. Das ANC der Liberty Air 2 Pro war absolut beeindruckend, der Transparenz Modus ist allerdings eher mittelmäßig. Er funktioniert, aber ich habe diesen bei Konkurrenzmodellen schon besser gehört.

Liberty Air 2 Pro App (8) Liberty Air 2 Pro App (13)

Neben diesen beiden Features könnt Ihr auch noch den Klang auf Eure Wünsche anpassen. Dies entweder über einen globalen EQ, den Ihr manuell einstellt oder über eine „Ohrenanalyse“.

Dabei versuchen sich die Ohrhörer auf Euer Gehör einzustellen.

 

Klang, der beste Bass den ich jemals gehört habe

Ihr könnt den Klang der SoundCore Liberty Air 2 Pro recht stark über die SoundCore App anpassen. Daher werde ich an dieser Stelle nur den „Standard“ Klang beschreiben. Direkt gesagt, die SoundCore Liberty Air 2 Pro sind von Haus ziemliche Bass-Bomber!

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 11

Beginnen wir ausnahmsweise mal beim Bass. Der Bass der SoundCore Liberty Air 2 Pro ist unheimlich mächtig! Dies sind die bass-stärksten Bluetooth Ohrhörer, die ich seit langem gehört habe. Der Bass ist stark angehoben und unheimlich voluminös. Dabei ist der Tiefgang der Ohrhörer fast schon als überragend zu bezeichnen. Der Bass ist so zwar absolut dominant, aber wirkt gekonnt. Sony hatte mal Kopfhörer bei denen man einen „extra Bass“ zuschalten konnte, die SoundCore Liberty Air 2 Pro erinnern mich stark an diesen extra Bass Modus.

Der Bass ist sicherlich etwas „übertrieben“, aber ein guter Beat kann einem regelrecht ein. Lächeln ins Gesicht zaubern, aufgrund der hohen Masse und des überragenden Tiefgangs.

Allerdings sind die Mitten dementsprechend eher auf der schwächeren Seite. Grundsätzlich kommen Stimmen soweit gut rüber, allerdings sobald der Beat einsetzt werden diese etwas in den Hintergrund gedrängt. Dies ist hier aber aufgrund der guten Räumlichkeit nicht ganz so extrem wie bei anderen „Bass-Bombern“.

Die Höhen wiederum wurden seitens Anker ebenfalls leicht angehoben. Diese sind sehr schön klar und brillant, mit einer guten Leichtigkeit. Diese können zwar nicht ganz mit dem Bass mithalten, sind aber kräftig genug, dass die Liberty Air 2 Pro nicht matt oder warm klingen. Genau genommen würde ich sogar die Klangfarbe der Ohrhörer als recht neutral einstufen, trotz des mächtigen Basses.

Weitere Pluspunkte gibt es für die herausragende räumliche Darstellung. Der Klang der Liberty Air 2 Pro ist unheimlich tief und breit, was sich weiter positiv auf den Bass auswirkt.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 12

Klanglich fühlen sich die Liberty Air 2 Pro aus meiner Sicht klar in elektrischen und popigen“ Klängen am wohlsten. Songs wie Nothing For Free von Pendulum, Guilt von NERO oder auch Bist du Okay von Mark Forster liegen den Ohrhörern extrem. Alles was einen besonders tiefen Bass hat wo die Ohrhörer ihren Tiefgang komplett ausspielen können ist ideal.

Metal und Rock Musik geht auch gut, aber hier klingen vor allem die Songs mit einem klaren und tiefen Bass am besten wie Endless War von Within Temptation oder Traitor von Daughtry.

Etwas schwerer tun sich die Ohrhörer bei älteren Titeln wie beispielsweise Jesus He Knows Me von Genesis. Solche Titel haben meist einen etwas „flacheren“ Bass, dafür stärkere Stimmen. Die Liberty Air 2 Pro klingen hier nicht schlecht, aber können hier ihre Stärken nicht ganz so ausspielen. Queen I Want to Brak Free klingt wieder gut, aber hier ist beispielsweise der Beat etwas mehr in den Vordergrund gerückt, verglichen mit der Stimme.

Aufgrund der guten Auflösung und Räumlichkeit kommen die Ohrhörer aber generell mit jeder Musik gut klar, am wohlsten fühlen diese sich aber bei allem was viel Bass hat.

Ein kleiner Kritikpunkt, die Ohrhörer sind nicht übermäßig laut. Gut für Euer Gehör, aber ich würde sagen sie sind in diesem Punkt etwas unterdurchschnittlich.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Frequency Response
Anker SoundCore Liberty Air 2 Pro Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Anker SoundCore Liberty Air 2 Pro gehören eindeutig zu den besten true Wireless Ohrhörern die Ihr aktuell bekommen könnt! Gerade dann, wenn wir den Preis von 130€ nicht vergessen. Aber gehen wir geordnet vor, denn es gibt durchaus ein paar Punkte zu beachten.

Das integrierte ANC der Liberty Air 2 Pro ist hervorragend! Nein es ist natürlich nicht ganz auf dem Level von großen Kopfhörern, aber ist das beste das ich bisher in in-Ears gehört habe. Ihr habt sogar die Wahl zwischen diversen Modi, je nachdem was Ihr für Geräusche blocken wollt.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 16

Auch den Tragekomfort würde ich als gut einstufen. Die Liberty Air 2 Pro sitzen sehr gut, aber weniger tief in Euren Ohren. Dies ist etwas Geschmacksache, im Generellen spricht aber nichts dagegen, da der Halt soweit tadellos ist.

Das wichtigste ist aber natürlich der Klang. Die Liberty Air 2 Pro sind Bass-Ohrhörer! Ihr könnt den Klang zwar sehr stark personalisieren, aber der Bass ist sicherlich das Glanzstück. Sucht Ihr besonders neutrale oder „ausbalancierte“ Ohrhörer, dann seid Ihr hier falsch.

Anker Soundcore Liberty Air 2 Pro Test Review 17

Der Bass der Liberty Air 2 Pro ist ein gutes Stück angehoben und qualitativ Weltklasse! Ich habe selten solch einen vollen und tiefen Bass gehört. Dabei sind aber auch die Höhen sehr schön klar und brillant, was den Liberty Air 2 Pro einen sehr dynamischen und lebendigen Klang verleiht. Die Ohrhörer machen einfach Spaß!

Und dies passt auch zu meinem Fazit. Sucht Ihr Bluetooth Ohrhörer die „Spaß machen“, ein top ANC mitbringen und auch ansonsten technisch Spitzenklasse sind, dann werdet Ihr es schwer haben bessere Modelle als die Liberty Air 2 Pro zu finden! Gerade bei einem Preis von 130€ (zum Zeitpunkt des Tests)!