Test: reMarkable 2, das unnötigste Gimmick das ich mir jemals gekauft habe oder wirklich nützlich?

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Ein Tablet das nur für handschriftliche Notizen ist, sonst nicht mehr kann und 400€ kostet? Puh hier haben wir ein Produkt das sicherlich nichts für jeden ist!

Dennoch war ich schon länger am reMarkable Tablet interessiert, hatte mir aber einen Kauf verkniffen. Als nun das reMarkable 2 auf den Markt kam hat mich aber dann doch die Unvernunft ergriffen und ich habe mir das Tablet von meinem eigenen Geld gekauft.

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Wollen wir uns einmal im Test ansehen ob das reMarkable 2 nun doch das beste seit geschnitten Brot ist, oder ein unnötiger Impulsivkauf!

 

Das reMarkable 2 im Test

Mit 400€ kostet das reMarkable 2 so viel wie ein einfaches iPad. Hier muss also die Qualität und Verarbeitung stimmen! Erfreulicherweise ist dies auch der Fall.

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Das reMarkable 2 fühlt sich unheimlich wertig und gut gebaut an! So ist die Basis des Tablets aus Aluminium gefertigt, Front und Rückseite bestehen aber aus einem matten Glas. Neben den wertigen Materialien fällt vor allem die Dicke des Tablets auf. Dieses misst gerade einmal 4,7mm in der Dicke und ist somit nochmals ein gutes Stück dünner als ein iPad.

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Die restlichen Abmessungen entsprechen ungefähr einem 9-10 Zoll regulärem Tablet. Dies liegt auch an den vergleichsweise dünnen Rahmen. Das Display des reMarkable 2 misst 10,3 Zoll und setzt auf die e-Ink Technologie.

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Auf Seiten der Tasten haben wir lediglich einen Ein/Ausschalter. Auf Seiten der Anschlüsse einen USB C Port, welcher kaum dünner ist als das Gehäuse selbst.

Auf der Rückseite besitzt das reMarkable 2 Gummifüße, die das Verrutschen verhindern.

 

Ein dünner Lieferumfang und Stift

Wenn Ihr das reMarkable 2 kauft, bekommt Ihr abseits eines USB A zu USB C Ladekabel NICHTS weiter im Lieferumfang! Der im Grunde essenzielle Stift ist nicht im Lieferumfang des reMarkable 2 und muss extra gekauft werden.

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Hier bietet reMarkable zwei Stifte an, einen normalen „Marker“ und den Marker Plus. Der Marker Plus kostet 99€ und bietet verglichen mit dem normalen Marker (49€) einen zusätzlichen „Radierer“ am Ende. Ja dies sind extreme Preise!

Für den Marker gibt es keine Halterung im Tablet. Der Stift kann aber mithilfe von Magneten am Gehäuse haften. Ich werde diesen so früher oder später verlieren.

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Immerhin fühlt sich der Marker ordentlich an! Dieser besteht aus einem rauen Kunststoff, welcher ein wenig das Gefühl eines Bleistiftes imitieren soll, was auch gelingt. Der Marker besitzt keine Batterie und muss somit auch nicht geladen werden.

Wollt Ihr noch eine Hülle dazu, dann müsst Ihr nochmals 79-149€ drauflegen. reMarkable hat damit nicht nur die Haptik eines Apple Produktes, sondern auch seine Preise. Ich habe mir das „Polymer Weave“ aufklappbare Cover gekauft.

Dieses haftet ähnlich wie der Stift magnetisch am Tablet, was auch wirklich gut funktioniert.

 

Das Display und das Schreibgefühl

Das reMarkable 2 setzt auf ein 10,3 Zoll monochrones E-Ink Display mit einer Auflösung von 1872 x 1404.

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Das E-Ink Display ist hier natürlich das Besondere. Wenn Ihr schon einmal einen eBook Reader vor Euch hattet, dann wisst Ihr auch ungefähr was Euch erwartet. Das Display des reMarkable 2 ist dabei als durchaus wertig zu bezeichnen! Dieses ist auf dem Level der größeren Amazon Kindle Modellen, wenn nicht sogar leicht drüber. Allerdings hat das reMarkable 2 keine Hintergrundbeleuchtung.

E-Ink Displays sind wie üblich bei allen Lichtsituationen, außer kompletter Dunkelheit, sehr gut ablesbar und muten wirklich wie Papier an. Im Falle des reMarkable 2 ist das Display zudem von einem rauen Glas überzogen, welches ein wenig die Textur von Papier hat.

Dies ist auch das wichtigste Verkaufsmerkmal! Ich kann nicht auf dem iPad schreiben. Der glatte Stift auf glattem Glas ist einfach furchtbar! Dies macht reMarkable 2 Welten besser!

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So ähnelt das Schreiben auf dem Tablet wirklich dem Schreiben auf Papier. Ich würde sogar sagen es ist hier angenehmer. Ich neige lediglich dazu groß zu schreiben, aber das kommt hoffentlich mit der Zeit.

Der Stift gleitet gut auf dem Display, aber auch nicht ungehindert. Der Stift rutscht also nicht unkontrolliert, wodurch das Schreiben oder Zeichnen unpräzise wird. Dabei reagiert das E-Ink Display erstaunlich schnell, was eigentlich bei E-Ink Display ungewöhnlich ist. Dennoch ist die Reaktionszeit bei einem iPad klar niedriger, auch wenn mich diese beim reMarkable 2 nie gestört hat.

Kurzum ja das Schreibgefühl ist wirklich so gut wie von reMarkable beworben! Es ist um einiges besser als beim iPad.

 

Was kann das reMarkable 2?

Was kann nun das reMarkable 2? Notizen schreiben! Im Grunde dreht sich das Tablet nur um handschriftliche Notizen, die ähnlich wie bei einem Kindle die Bücher sortiert werden.

So habt Ihr auf der Startseite eine Übersicht über alle Notizen und könnt auch neue erstellen. In diesen Notizen könnt Ihr frei Schreiben und Zeichnen. Dabei bietet das Tablet diverse Stift-Stärken und Formen an. Die Ganze UI ist beim reMarkable 2 aber sehr minimalistisch gehalten.

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Das reMarkable 2 reagiert beim Schreiben prinzipiell nur auf seinen Stift, besitzt aber eine Touch Screen. Menüelemente usw. lassen sich auch mit dem Finger bedienen. Auch das Umblätter usw. geschieht über eine Wischgeste.

Bildschirmfoto 2021 01 16 Um 21.46.37

Notizen können auf Wunsch mit der Cloud synchronisiert werden. reMarkable bietet hier eine Desktop-Anwendung an, wo dann Eure Notizen auftauchen. Ihr könnt diese zwar hier nicht bearbeiten, aber als PDF, PNG oder SVG exportieren.

Notizen lassen sich auch auf dem reMarkable 2 direkt in Text umwandeln. Erstaunlicherweise scheint es nicht möglich zu sein diese Texte dann einfach „in der Cloud“ zu speichern! Ihr könnt diese lediglich via Mail versenden.

Auch in der reMarkable Desktop Anwendung ist es nicht möglich Notizen in Texte umzuwandeln. Hierdurch ist die Kombination aus handschriftlichen Texten und am Computer geschriebenen Texten unnötig kompliziert. Ihr müsst Euch im Grunde alles via Mail zusenden und dann weiter nutzen.

Solche umgewandelten Notizen lassen sich nicht mal auf dem Tablet speichern, sondern nur auf Wunsch kurzzeitig anzeigen. Hier ist noch super viel potenzial nach oben!

Dies ist doppelt schade denn die Handschrift Erkennung des reMarkable 2 ist sehr gut! Selbst bei meiner furchtbaren Schrift erkennt das Tablet den Text zuverlässig.

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Hier und da gibt es mal einen Fehler, gerade bei Abkürzungen wie bzw. usw., Ihr solltet Texte also nicht unkorrigiert weitersenden, aber im generellen war ich schwer beeindruckt wie gut diese Erkennung ist. Interessanterweise kennt das reMarkable 2 das Wort ReMarkable nicht.

Umgekehrt könnt Ihr PDFs und eBooks (epub) auch auf das Tablet hochladen und dort Lesen oder bearbeiten! Ja Ihr könnt beispielsweise Rechnungen und Verträge auf das Tablet kopieren und dort Unterschreiben.

Allerdings ist die Auflösung der Unterschrift vergleichsweise gering.

Remarkable Page 1

An dieser Stelle aber noch ein paar Worte zur Desktop Anwendung. Was den Aufbau angeht mag diese Okay sein, aber ich habe in meinem Leben noch nie eine derartig träge Anwendung erlebt! Als würde hier irgendein Emulator im Hintergrund laufen.

 

Update 20.10.2021 reMarkable Connect 

Das reMarkable ist schon ein teures Stück Technik, aber da geht noch mehr! reMarkable hat angekündigt einige seiner Feature hinter einem Abo namens “Connect” zu verstecken.  

Free Connect Lite Connect
Kosten pro Monat 0 € 4,99€ 7,99€
Speicherplatz 50 Tage Unbegrenzt Unbegrenzt
Handschrift Umwandeln NEIN! Nein Ja
Google Drive und Dropbox Integration Nein Nein Ja

 

Ab jetzt (gilt nicht für Bestandskunden) wird das reMarkable ohne das Abo extrem eingeschränkt. 

So werden nur noch Dokumente die du in den letzten 50 Tage bearbeitet hast in der Cloud gespeichert, danach bleiben diese nur auf den zuvor Synchronisierten Geräten. Verbindest du also ein neues Gerät mit deinem Account werden nur Notizen Synchronisiert die in den letzten 50 Tagen bearbeitet wurden.  

Zudem hast du keine Handschriftenumwandlung mehr, sofern du nicht 7,99€ im Monat zahlst.  

Dies ist ein verdammt mutiger Schritt von reMarkable! Es ist jetzt noch schwerer reMarkable weiter zu empfehlen, da du effektiv 7,99€ im Monat zahlen musst um die bisherigen Feature zu erhalten.  

 

Fazit

Ganz klar gesagt das Schreiben auf dem reMarkable 2 funktioniert wirklich gut und fühlt sich auch gut an! Hier kann selbst ein iPad Pro mit Apple Pencil nicht ansatzweise mithalten.

Die Kombination aus rauer Displayoberfläche, E-Ink Display und der deutlich besseren Haptik des Stifts kann das iPad nicht schlagen. Seid Ihr also wirklich bereit fast 500€ für ein „Digitales Handschriftliches Notizbuch“ auszugeben, dann ja was Besseres als das reMarkable 2 findet Ihr nicht. Das Schreibgefühl ist hier unübertroffen.

Remarkable 2 Test Review 16

Zudem ist die Benutzeroberfläche soweit Okay, der Akku ordentlich und die Haptik Weltklasse. Auch die Umwandlung von Handschrift in Text funktioniert besser als von mir erwartet und die Funktion zum Bearbeiten/Unterschreiben von PDFs ist nützlich.

Hier endet es dann aber auch an Pluspunkten. So ist vor allem die Software verbesserungswürdig. Warum kann ich in Text umgewandelte Notizen nur via Mail versenden und nicht in der vorhandenen Cloud speichern? Warum ist die Auflösung von Notizen in PDFs vergleichsweise gering? Warum ist die Desktopanwendung derartig langsam. Warum ist der essenzielle Stift nicht im Preis des Tablets enthalten?

So könnte ich noch etwas weiter machen. Ich kann zwar verstehen warum im Gehäuse des Tablets kein Platz zum Integrieren des Stifts ist, aber warum ist an der Hülle nicht ein Fach für diesen? Das magnetische Anheften des Stifts am Tablet ist zwar cool, der Stift wird aber in jeder Tasche irgendwann abfallen und vielleicht sogar verschwinden. Dann sind 49€ oder 99€ fällig.

Ehrlich gesagt, 99% von Euch sind mit einem iPad mit Apple Pencil besser beraten. Wollt Ihr beispielsweise ein PDF auf dem reMarkable 2 haben, dann müsst Ihr dieses über die Desktop App hochladen. Ihr braucht also für alle erweiterten Feature immer zweites Gerät.

Wenn Ihr auch Probleme habt auf dem iPad vernünftig zu schreiben, dann versucht mal Paperlike 2, eine Displayschutzfolie fürs iPad das die Oberfläche etwas „anraut“. Nein auf dem reMarkable 2 schreibt es sich immer noch um Welten besser, aber für die Masse ist dies die bessere Alternative.

Seid Ihr natürlich bereit 500€ auszugeben, für die Möglichkeit perfekte digitale handschriftliche Notizen zu erstellen, dann kauft das reMarkable 2. Dieses Kern-Feature und vor allem die Hardware ist schon perfekt umgesetzt.

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Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

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25 Kommentare

  1. Schade, könnte der Schlüssel zum papierlosen Büro sein, wovon viele seit 20 Jahren träumen. Fehlt nur ne Kamera zum scannen und eine leistungsfähige Cloud/NAS/Sync Funktion – dann wär’s perfekt…

  2. Ich verfolge das Thema E-Ink gerade für Geräte mit Input schon seit einigen Jahren interessiert und habe mir das Remarkable 2 auch gekauft.
    Tatsächlich war es bisher kaum möglich einen E-Ink Bildschirm ohne sichtbaren Refresh wirklich „interaktiv“ zu benutzen, ohne Augenkrebs zu bekommen. Das passiert alles ganz flüssig, keine merkliche Verzögerung und auch die Nachbilder auf dem Screen sind in der praktischen Nutzung kaum zu erkennen. Als jemand, der ohnehin schon stundenlang am PC an Texten arbeitet, ist das Remarkable für mich eine ideale Abwechslung, um augenschonend und direkt vom Hirn in die Hand (diverse Forschungsarbeiten zeigen, dass man hier besser kreativ sein kann und das Hirn besser eingebunden wird) Gedanken festzuhalten, Skizzen anzufertigen, Konzepte vorzuformulieren.
    Die Texterkennung ist ausreichend, um am PC dann den Feinschliff vornehmen zu können.

    Für mich genau das passende Stück im Workflow, um nicht mehr seitenweise aus meinen handschriftlichen Notizen abtippen zu müssen (und fangt mir nicht mit Schreiben auf dem iPad an, alles schon probiert). Dafür mögen 400€ viel erscheinen, wer wie ich täglich einige Seiten Text produziert, dem ist es das wert.

  3. Netter Testbericht, für mich eher ein „Spielzeug“. Schade das die vom iPad gewohnten Features nicht funktionieren…

  4. – kann ich fast so zustimmen.
    Ich hatte lange gehadert, mir ein reMarkable2 zu kaufen. 600 Euro mit Stift und Hülle für einen Schreibblock muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Da ist echt eine Menge Überzeugung notwendig. Erst als mein Stiefsohn mit dem Ding neben mir stand, platzte der Knoten. Da ich beruflich in Videokonferenzen sehr oft Mitschriften machen muss, schätze ich die Möglichkeit, Textpassagen schnell editieren, sortieren und verschieben zu können. Das geht auf einem Blatt Papier oder Whiteboard nicht. Faszinierend finde ich, dass das Teil meine Klaue entziffern kann. Das kann ich nach zwei Wochen nicht mehr. Das „bemerkenswerte“ Schreibgefühl auf dem Teil hat mich wirklich überzeugt und ich kann den Beschreibungen des Autors nur zustimmen. Damit Pdf-Dokumente zu unterschreiben, ist durchaus eine wertvolle Eigenschaft. Ich kann allerdings keine Einschränkungen feststellen, was die Darstellung meiner Unterschrift im Vergleich zu einem „echten Dokument“ unterscheiden würde. Mit Fineliner Stärke Thin und ggf. noch Zoom absolut problemlos möglich. Ich würde mir auch wünschen, dass die umgewandelten Texte auf dem Gerät zur weiteren Bearbeitung gespeichert würden. Neulich hatte ich entdeckt, wie man eigene Templates erstellen und auf dem Gerät speichern kann. (nix für Technik-Laien). Da sehe ich so einiges an Potential. Die Anschaffung habe ich nicht bereut.

  5. Ich mache Old-School-Mäßig sehr viele Notizen auf Papier. Daheim, wie auf der Arbeit. Gerade in Meetings. Auch beim Hobby.
    Man verbraucht Unmengen an Papierblöcken, produziert Stapel von Notizen, die man sortieren muss, wegwirft, wenn sie obsolet werden, oder abtippt, wenn man sie archivieren muss.

    Seit ich das reMarkable 2 habe, habe ich keinen Papierblock mehr benutzt. Ich notiere mir alles darauf, kann es wieder löschen, wenn es nur temporäre Notizen waren. Was ich archivieren möchte, kann ich im Gerät in einer Ordnerstruktur abspeichern.

    Die einzigen Zettel, die ich noch benutze, sind Einkaufszettel. Und selbst das ist eigentlich hinfällig, da man die Notizen über die reMarkable-App aufs Handy synchronisieren kann.

    Der Preis ist happig, aber ich habe es zum Verkaufsstart über den Bundle-Preis für 399€ erworben und hatte gerade das Geld. Aber ich möchte es nicht mehr missen.

    Ich zeichne auch gerne und selbst das lässt sich im Bleistift-Modus sehr gut machen.
    Zu meinen Hobbies zählen auch Pen and Paper Rollenspiele und komplexere Brettspiele.
    Die Charakterblätter oder Statusblätter der Spiele kann man als PDF importieren und als Hintergrund-Ebene laden. Somit brauche ich keine Formulare mehr einscannen und ausdrucken, sondern kann Einträge machen oder Checkboxen abstreichen auf dem reMarkable erledigen.

    Mit diesem Feature kann man generell beliebige Formulare auf dem PC entwerfen oder einscannen und dann auf das reMarkable übertragen um sie dann dort auszufüllen. Ob Tagesplaner oder regelmäßig benutzte Formulare.

    Der Preis ist die einzige Hürde. Ansonsten sehe ich persönlich nur Vorteile in diesem Gerät, benutze es täglich privat wie beruflich und bin wirklich begeistert.

    Wer nicht so viel ausgeben möchte, kann es sich ja auch bei der nächsten Gelegenheit schenken lassen 😉

  6. Ich komme mit der Schreib-Funktion des Android-Pads gut klar, mich stört hier haptisch tatsächlich eigentlich nur die Dicke da ich es als unangenehm empfinde meine Hand teilweise nicht gut auflegen zu können.

    Warum mich das Remarkeble interssiert hat, ist die Software. Ich arbeite viel mit pdfs wo ich kommentieren möchte und habe dafür noch keine App gefunden die mir das schnell und ermöglicht.
    Entweder kann ich die Dateien nicht gut sortieren, die Schrift sieht schlimm aus, es gibt keinen Marker oder ich kann keine Lesezeichen setzten.

    Habt ihr vielleicht einen Tipp für mich?

    Aber dafür sehe ich es eigentlich nicht ein die Menge an Geld (plus weitere Gerät das geladen und geschleppt werden muss) zu investieren.

  7. Ich habe ein Remarkable2 seit ca.4 Monaten im Gebrauch und für mich ist es eine Offenbarung. Ich habe über den Tag viele Meetings, bei denen ich mitschreibe – und habe auf die Art ca. einen A4 Block pro Monat verbraucht. Hauptproblem: Wenn man später mal die Notizen von vor 5 Wochen nachschlagen muss, ist man verloren.
    Das Remarkable ermöglicht folgenden Workflow: Mitschreiben (die Haptik/Schreibgefühl ist wirklich sensationell gut), direkt im Anschluss die betreffenden Seiten an mich selbst als PDF per Mail schicken (3 Klicks / 30 Sekunden Aufwand), das PDF dient dann einerseits in der Email als Reminder, wenn man sich noch drum kümmern muss, und kann andererseits direkt mit Datum ins zugehörige Projekt gespeichert werden.
    Hat Übersicht und Workflow bei mir so fundamental verbessert, dass ich’s kaum in Worte fassen kann. Ich liebe das Ding wirklich heiß und innig.

  8. Für den Preis muss man damit auch tauchen gehen können, in Seewasser.
    Ich bin ganz zufrieden mit meinem Samsung active pro, man kann gut schreiben, in Bunt, viele Stunden ohne laden, Wassergeschützt gegen Süsswasser, Akku Tauschbar, alle Funktionen eines Tablet, gibts auch mit LTE, es gibt auch professionelles Zubehör für ins Fahrzeug etc. Wem es zu schwer ist, der halt ein paar Butterbrote essen, denn dafür ist es entsprechend geschützt. Schutzglas drauf, fertig.
    Grüße
    Rene

  9. Stimmt, die Preise sind gesalzen. Ich hatte mein Gerät allerdings für um die 300 Euro inklusive Tasche und Pen und Connect-Abo erhalten. Die Stiftspitzen lassen sich gut austauschen und kosten in Relation zu ihrer Haltbarkeit einen angemessenen Preis.
    Ich bin aber trotzdem begeistert. Denn das Gerät ersetzt bei mir alles, was ich früher für Notizen verwendet habe. Es ist einfach ein Produktivitätswerkzeug,. das wirklich exzellent funktioniert. Alle anderen Gimmicks wie Texterkennung oder Ablage in der Cloud (Remarkable App) benutze ich nur sporadisch. Für meine Zwecke das perfekte Arbeitsgerät. Trotzdem hätte ich noch Wünsche, etwa die Erkennung von Formeln jeder Art, und auch eine Übernahme von Grafiken, wenn ich schon die Texterkennung einsetzen möchte, um Handschrift digital umzusetzen.

    • Wie kommt man an das Bundle für 300,- Euro? Gibt’s das noch? Für mich hat Remarkable bei den aktuellen Preisen, wo beim Connect-Abo auch nochmal zusätzlich abkassiert wird, eine Grenze überschritten. Günstiger würde ich es mir zulegen, aber die aktuelle Preispolitik geht zu weit.

  10. Ich verwende ein Lenovo x220 Tablet. Dank einer relativ regelmäßig ersetzten Displayfolie a’la Paperlike und Xournal mache ich seit über 10 Jahren Handschriftliche Notizen und signiere / annotiere PDFs ohne Probleme.
    Das was Xournal leider völlig abgeht ist die Handschrifterkennung.
    Notizen die ich als Druckschrift benötige muss ich manuell durch Tesseract ziehen und danach die resultierende Textdatei im Editor korrigieren.

  11. Eine eventuell gelegentlich noch günstig gebraucht zu bekommende Alternative ist das Samsung Note Pro. Es hat 12,2 Zoll und kostete vor Jahren mal ca 1500€. Akkulaufzeit und Display sind top (mehrere Arbeitstage, WQHD), auch der Prozessor taugt selbst nach heutigen Maßstäben noch. Leider gibts aber schon länger keine Android-Updates mehr dafür.

    Der druckempfindliche, batterielose Pen steckt direkt im Gehäuse, das Schreibgefühl ist ok bis gut. Samsung liefert zahlreiche Apps, die den Pen direkt unterstützen; Notizen, Skizzen und annotierte PDFs oder Kamerabilder sind kein Problem. Dank Android stehen einem 1000 Möglichkeiten für Sync offen, OneNote wird auch direkt unterstützt, wenn ich mich recht erinnere. Eine recht gute Handschrifterkennung ist ebenfalls an Bord. Mit einer Bluetooth-Tastatur können Office-Apps Laptop-ähnlich verwendet werden.

  12. Nettes Teil, aber das Abomodell ist für mich ein NoGo. Preislich und zumal ich Mitschriften von Firmenmeetings etc. auf keinen Fall in der Cloud sehen will (genauer darf!). Es nervt einfach nur noch das jede Firma meint alles in der Cloud ablegen zu müssen und dann auch noch Preise aufrufen die jenseits von Gut und Böse sind.

    Wieso kann man nicht mal ein Produkt herstellen, das seine Daten sauber auf einem WebDav oder ähnliches ablegt. Zumindest als Alternative. Eine Cloudlösung irgendwo in USA ist vollkommen ein NoGo in meinem Umfeld.

    Schade, ich würde das Teil sofort kaufen, insbesondere da es auch als Bookreader scheinbar ganz gut funktionieren könnte.

    Bisher keine Alternative zu meinem, leider in die Jahre gekommen, Samsung Note Pro. Zumal ich auf dem auch natürlich farbige Skizzen machen kann 🙂

    Handschriftenerkennung brauche ich z.B. gar nicht. Mir reichen Bilder und auf dem Desktop läuft eine Anwendung die das extrem zuverlässig macht und vor allem einheitlich und gut trainiert ist. Da reicht einfach ein Eingangsordner, Bild rein und hinten fällt der Text als PDF raus.

    All in one ist nie eine wirklich gute Lösung.

  13. Ich überlege, mir so ein Teil selber zu Weihnachten zu schenken.

    Ist es eigentlich möglich, die Notizen auch als Grafik per E-Mail zu versenden anstatt als PDF?

    Eine Mail-Versende-Funktion ist für mich eh wichtiger weil nachhaltiger als irgendwelche Cloud-Anbindungen, die irgendwann vielleicht nicht mehr unterstützt werden.

  14. Ich nutze seit Jahren das jeweils aktuelle iPad Pro 12.9 mit einer leicht angerauhten Displayschutzfolie und Goodnotes in der aktuellen Version als Notiz-App. Ich bin überzeugt, dass das Schreibfeeling hier mindestens so angenehm ist, wie beim reMarkable. Allerdings ist der Leistungsumfang beim iPad erheblich größer. So habe ich immer ALLE meine Daten auf den Privat- und Geschäfts-Clouds und meine Apps dabei und kann Daten flexibel importieren, bearbeiten und versenden. reMarkable ist leider nicht andeutungsweise eine eine Alternative zu meiner Lösung, kostet aber zugegebenermaßen nur ein Drittel einer Apple-Lösung. Trotzdem würde ich das Teil gern mal testen…

  15. Ich nutze das Gerät zum Mitschreiben in Sitzungen, zum Entwerfen von Bühnenbildern, als To-Do-List und zum Unterschreiben von PDFs, die eine Unterschrift benötigen.
    Seit zwei Tagen funktionieren weder der Radierer noch das Ausschneiden mehr. Trotz Neustart. So ist das Gerät unbrauchbar. Als Early Adaptor muss ich (noch) keine Abo-Gebühren zahlen – würde es auch verweigern.

  16. Ich habe mir nach dem Lesen dieses Berichtes 10 Blöcke Schreibpapier
    und 5 Bleistifte mit Radiergummi bestellt.
    Preis ohne USB-Kabel aber inkl. Versand fast 15,00€
    ????

    • Ahoi!
      Ich nutze neben dem RM:2 auch noch parallel mein gutes, altes Leuchtturm-Notizbuch. Das RM:2 ist bei mir eher für das (mobile) Bloggen, weil das im Zug usw. einfach besser geht als ein sperriges Laptop. Auch fällt das RM nicht so auf und die Leute lesen bei einem mit.

      Ich könnte natürlich auch auf Papier ,,bloggen“, wäre aber viel zu faul, um die Texte später abzutippen. So nutze ich die ziemlich gute Schrifterkennung.

      Letztens war meine Ex-Frau zu Besuch und hat mir meinem RM:2 herumprobiert (zum Zeichnen). Sie wird allerdings bei Papier bleiben.

      Lange Rede kurzer Sinn: Jeder kann das nutzen, was am besten zu ihm passt — und jeder Anwendungsfall hat seine Anwendung! 🙂

  17. Da ich auch nicht unbedingt zeichnen oder malen will habe ich mir gedacht ein kleineres Modell sollte reichen. Generell eignet sich ein Grafiktablett, wenn man entweder zeichnet oder im Bereich der Bildbearbeitung viel mit Pinseln arbeitet. Konturen folgen (für Freistellungen oder Maskieren für lokale Anpassungen) geht damit deutlich angenehmer als mit der Maus. Wichtig für den Anfang: Maus weg und sich zwingen mit dem Stift klar zu kommen. Eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht man.

    Nutze auf der Arbeit das XP-Pen Deco 01 https://www.xp-pen.de/ Würde mir als Einsteiger Eine möglichst kompakte Größe bei möglichst großer Zeichenfläche wäre mir daheim wichtiger, und das findet man beim XP-Pen.

  18. Ich habe mir das Tool LEIDER gekauft, es aber in der Zwischenzeit in einer Schublade verstaut. Aus meiner Sicht ist das Tool mehr Ärgernis als Nutzen. Ich wollte einen Effizienzgewinn, was hier weit gefehlt ist. Viel zu umständlich, beim einloggen sollte man gleich schon eine Subscription Gebühr bezahlen, das Schreibgefühl ist -naja- katastrophal und das ganze Handling ist wenig Selbsterklärend. Da lobe ich mir Apple Produkte. Ausser Ärger war da nichts, was erwähnenswert wäre.
    Zu allem Ärger war auch das Glas schon nach wenigen Tagen defekt, weil das Teil vom Tisch gefallen ist. Zum Glück brauche ich das Tool nicht mehr und muss mich nicht auch noch darum kümmern.

  19. Gott sei Dank ist reMarkable genau so wie es ist!
    Mein Setup: Laptop, Ipad und reMarkable. Ich hatte viele Jahr nur ein IPad – zum Schreiben einfach ein Unding. Da ich aber beruflich viel Notizen mache, kam für mich reMarkable in Frage und ich liebe das Teil – und dies vor allem, weil es eben nur für Notizen gedacht ist. Sobald reMarke mehr kann – wird es uninteressant. Weil dann kaufe ich mir ein Apple IPad….

  20. Meine Erfahrungen mit dem Remarkable 2: Ich habe es bei einem Lieferanten entdeckt und mir zeigen lassen. Ich war von Anfang an begeistert, vor allem weil ich von der Zettel Wirtschaft wegkommen wollte. Seit Jahren bin ich auf der Suche nach so etwas. Also auch trotz hohem Preis angeschafft, denn für den Funktionsumfang ca. 600,- € hinblättern ist nicht ohne. Das Gesamtpaket hat mich relativ schnell überzeugt, weil ich es überall benutzte. Auf der Arbeit, daheim usw. bis zu dem Zeitpunkt wo ich mehr und mehr Funktionen entdeckte und nutzte. Andere Stiftarten, Dicken usw. auch meine Schrift verkleinert ich und fing an zu zeichnen. Skizzen für irgendwelche Ideen. Aber irgendwie kam es mir so vor als wenn das Tablet nicht den Stifteingaben richtig folgte. Darauf habe ich Versuche gemacht und genau das bestätigt was mir so vorkam. Auch einige Stiftfunktionen stellten sich auf dem kompletten Display nicht an allen Stellen gleich wieder. Gezogene Linien mit dem Kunststofflineal waren mehr oder weniger wellig abhängig von der Position auf dem Display. Buchstaben verrutschen beim Schreiben, weil das Display mal davor, mal dahinter, mal drüber und mal darunter reagiert. Auch die ganzen Tips vom Support brachten keine Abhilfe. Nach der Reklamation bekam ich ein neues Gerät. Das war nicht mal so gut verarbeitet (sichtbare Spaltmaße) und dieser Effekt ist bei dem Tauschgerät noch schlimmer gewesen als vorher. Ich habe es relativ schnell weggepackt und nicht mehr benutzt, weil mich jede Benutzung aufgeregt hat. Habe das Gerät zurück gegeben und das Geld erstattet bekommen.
    Fazit aus meiner Sicht: Das Gerät ist eine geniale Idee aber die Qualität lässt zu wünschen übrig (Aussage vom Support und auch auf der Internetseite nachlesbar: Man muss aufpassen, dass sich nichts magnetisches in der Umgebung befindet damit diese Effekte nicht auftreten). Es gibt EMV Richtlinien und nach denen muss ein Gerät auch einer bestimmten Menge an Immission widerstehen können. Das es so empfindlich reagiert, wenn das überhaupt der Grund ist, dann ist das nach meiner Meinung nicht geeignet für den normalen Gebrauch. Der Support ist sehr umständlich und langwierig, langes Durchhaltevermögen ist hier gefragt und das ist definitiv verbesserungswürdig. Was mich allerdings wundert das ich bisher noch keinen einzigen Kommentar entdeckt habe der das beschreibt. Selbst auf der Internetseite von Remarkable sind solche Phänomene beschrieben also muss es da doch schon Reklamationen gegeben haben? Ich würde das Gerät aber wieder erwerben, wenn dieser Fehler definitiv beseitigt ist oder nur so minimal ist, das es nicht mehr relevant ist.

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