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„True Wirless Gaming Headset“, die EPOS GTW 270 Hybrid im Test

EPOS wurde aufgrund der Auflösung und Trennung des Joint Ventures Ende 2019 zwischen Sennheiser und Demant gegründet und. EPOS ist eine komplett eigenständige Firma und spezialisiert sich auf Gaming Audio und vertreibt offiziell alle Gaming-Headsets und Amps, die früher von Sennheiser vermarktet wurden. Das erste, ausschließlich von EPOS entwickelte Produkt sind die GTW 270 Hybrid.

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So sollen die GTW 270 Hybrid sowohl beim Smartphone Gaming eine gute Figur machen, aber auch bei der Nutzung an einem PC/Notebook, wie auch der Nintendo Switch! Ja mit im Lieferumfang der GTW 270 Hybrid ist ein kleiner Adapter der die Nutzung an der Nintendo Switch erlaubt.

Ließt sich doch alles sehr spannend, aber wie gut sind die EPOS GTW 270 Hybrid in der Praxis wirklich? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EPOS für das Zurverfügungstellen der GTW 270 Hybrid.

 

Die EPOS GTW 270 Hybrid im Test

Auf den ersten Blick sind die GTW 270 Hybrid recht klassische true Wireless Ohrhörer. Diese werden wie üblich in einer kleinen Ladebox geliefert, welche qualitativ einen herausragenden Eindruck macht!

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Die 67 x 32,5 x 36mm große Ladebox ist komplett aus einem sehr wertigen Aluminium gefertigt, welches eine schöne „weiche“ Oberfläche besitzt. Der Deckel wird dabei wie üblich magnetisch geschlossen gehalten, besitzt aber auch ein sehr wertiges und massives Scharnier.

Die Ladebox kann die GTW 270 Hybrid rund 3x unterwegs laden. Danach muss die Ladebox selbst via USB C aufgeladen werden.

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Mit einer Ladung sollen die Ohrhörer gute 5 Stunden durchhalten. In der Praxis ist dies etwas optimistisch, aber rund 3,5-4 Stunden sind durchaus gut möglich (bei Musikwiedergabe).

EPOS setzt bei den GTW 270 Hybrid auf das recht klassische in-Ear Ohrstöpsel Design. Dabei zeigen die Ohrhörer durchaus eine gewisse Ähnlichkeit zu den Sennheiser MOMENTUM True Wireless 2 (sieh z.B. die Ladekontakte). Die Ohrhörer sind zwar nicht identisch, aber es ist klar zu sehen, dass es eine ähnliche Basis gibt, was nicht verwundert.

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Die GTW 270 Hybrid sind grundsätzlich als etwas größer zu beurteilen. Dabei findet sich auf der Rückseite der Ohrstöpsel eine Status LED und an der Seite eine Taste zur Steuerung.

 

Tragekomfort

Die GTW 270 Hybrid sind zwar prinzipiell recht große Ohrhörer, aber die Passform passt zumindest zu meinen Ohren sehr gut!

Die GTW 270 Hybrid sitzen schön tief und fest in meinen Ohren, ohne dabei zu drücken oder zu stören. Daher würde ich den Tragekomfort mit einer guten 2 bewerten!

 

Klang

Kommen wir zum Klang der EPOS GTW 270 Hybrid. Starten wir hier bei den Höhen.

Die Höhen der EPOS GTW 270 Hybrid sind angenehm klar und sauber, aber auch nicht übermäßig brillant. Die GTW 270 Hybrid neigen zu einem recht starken Abrunden der Höhen, wodurch diese natürlich weniger brillant und scharf sind, aber auch nicht schrill oder stechend. Dies ist immer etwas Geschmackssache. Allerdings vermeiden die Ohrhörer auch das „zu warm klingen“, also keine Sorge, die GTW 270 Hybrid klingen nicht dumpf oder matt.

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Die Mitten haben interessanterweise einen leichten Boost. Hierdurch klingen Stimmen sehr natürlich und detailliert. Dies macht bei Ohrhörern die fürs Gaming optimiert sind gleich doppelt Sinn, denn hierdurch sind Geräusche wie Schritte usw. besser heraushörbar.

Für viele ist sicherlich der Bass das Wichtigste. Der Bass der GTW 270 ist kräftig und hat einen schönen Punch! Auch der Tiefgang ist gut! Keine Klagen hier. Allerdings sind die GTW 270 Hybrid auch keine absoluten Bass-Bomber. Der Bass ist lediglich sanft angehoben.

Pluspunkte gibt es für die hervorragende Detail-Darstellung, welche klar als Überdurchschnittlich zu bezeichnen ist, und die ebenfalls sehr gute räumliche Darstellung. Klang wird von den GTW 270 sehr schön in die Tiefe und Breite gezogen.

epos gtw 270 hybrid frequency responseErklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Mikrofon Qualität

Wie steht es um die Mikrofon Qualität des GTW 270 Hybrid? Für ein Bluetooth in-Ear Headset klingt dieses okay.

Es ist nichts das Ihr für Live-Streams nutzen wollt, aber generell ist die Sprachverständlichkeit soweit Okay und ausreichend für ein leichtes „Gaming-Setup“.

 

Der Funkempfänger

Mit im Lieferumfang des GTW 270 Hybrid ist ein kleiner USB C Funkempfänger. Dieser ist primär für die Nutzung an der Nintendo Switch gedacht.

Allerdings funktioniert der Empfänger auch unter Windows! Hier hat dieser nochmals eine etwas reduzierte Verzögerung, aber erstaunlicherweise funktioniert das Mikrofon nicht über diesen Empfänger!

 

Fazit

Die EPOS GTW 270 Hybrid sind gute, wenn nicht sogar sehr gute true Wireless Ohrhörer. Diese können in fast allen Bereichen überzeugen.

Zunächst ist die Verarbeitung hervorragend! Die Aluminium Ladebox strahlt eine tolle Wertigkeit aus und auch die Ohrhörer selbst wirken sehr edel. Auch der Tragekomfort ist gut bis sehr gut, obwohl die GTW 270 Hybrid etwas größer ausfallen.

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Klanglich machen die Ohrhörer eine gute Figur. Wir haben einen etwas wärmeren und Bass betonteren Klang, welcher aber in keine Extreme verfällt. Hierdurch sind die Ohrhörer recht massen-kompatibel. Lobend erwähnen muss ich hier die gute Räumlichkeit und hohe Auflösung.

Via Bluetooth war die Klangverzögerung gering, aber auch nicht ganz bei Null. Beim Gaming geht dies aber soweit in Ordnung.

Ebenfalls in Ordnung geht das Mikrofon, welches sicherlich nicht fantastisch ist, aber für TWS Ohrhörer in der Oberklasse mitspielt.

Am Ende hängt es natürlich etwas am Preis. 199€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist im Anbetracht der guten Verarbeitung und des guten Klangs sicherlich Okay, aber ein Schnäppchen sind die EPOS GTW 270 Hybrid sicherlich auch nicht. Hier kommt es etwas auf Euch an, gefällt Euch dieser leichte Gaming-Fokus und könnt Ihr vielleicht sogar von dem USB C Adapter (Nintendo Switch) Gebrauch machen? Dann könnten die EPOS GTW 270 Hybrid ein guter Deal für Euch sein!

Der beste WLAN Garagentoröffner zum Nachrüsten von Meross

Ein elektrisches Garagentor ist etwas praktisches, aber oftmals sind die Fernbedienungen nervig. Eine einfache Steuerung via Smartphone oder Sprachassistent ist hier oftmals praktischer, sogar aus dem Auto heraus.

Eine Nachrüstung des WLAN Supports ist dabei bei den meisten Garagentoren kein Problem, mit dem richtigen Modul.

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„Smarte WLAN Garagentoröffner“ gibt es auf Plattformen wie Amazon einige. Das beliebteste und auch sicherlich mit beste Modell stammt von Meross. Dieses unterstützt sogar Apple HomeKit! Nett!

Wollen wir uns im Test aber einmal ansehen ob der Meross Smart WLAN Garagentoröffner wirklich so gut ist wie es die positiven Bewertungen bei Amazon versprechen.

 

Der Meross Smart WLAN Garagentoröffner im Test

Der Meross Smart WLAN Garagentoröffner ist ein ca. 96 x 46 x 24,5 mm großes Modul, aus Kunststoff.

Dieses verfügt drei integrierte Kabel:

  1. Ein USB Kabel für die Stromversorgung
  2. Ein Kabel zu Eurem Garagentormotor
  3. Ein Kabel für den Öffnungssensor

Der Meross Garagentoröffner wird via USB mit Strom versorgt. Hierfür legt Meross einen einfachen 5V/1A Adapter mit in den Lieferumfang, Ihr könnt aber auch jedes andere USB Ladegerät nutzen.

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Der Stromverbrauch liegt bei unter 0,4W! Dies ist der niedrigste Verbrauch den mein Messgerät messen kann.

Angeschlossen wird der Garagentoröffner über ein 30cm kurzes Kabel, das zu Eurem Garagentormotor geht. Dieses Kabel lässt sich natürlich auch problemlos mit jedem 2 adrigen Kabel verlängern.

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Zu guter Letzt haben wir noch ein Sensor-Kabel. Dieses könnt Ihr an Eurem Garagentor befestigen bzw. an dessen Rahmen. Am Garagentor selbst muss ein Magnet befestigt werden. Nähert sich dieser Magnet dem Sensor, dann weiß der Meross Garagentoröffner ah Euer Tor ist geschlossen.

Dieser Sensor ist optional! Dieser hat keine „direkte“ Funktion wenn es um das Öffnen und Schließen Eures Tors geht. Es geht nur um eine Anzeige in der App die Euch sagt „das Tor ist offen“ oder „das Tor ist geschlossen“.

 

Wie verbindet sich der WLAN Garagentoröffner mit meinem Garagentor?

Die Funktionsweise der WLAN Garagentoröffner ist super simpel. Die meisten Garagentore besitzen einen kabelgebundenen Taster im Inneren der Garage, oder zumindest die Kontakte für diesen.

Diese Taster sind super simpel aufgebaut, sie schließen einfach nur zwei Kontakte beim betätigen kurz. Letztendlich macht der WLAN Garagentoröffner von Meross auch nichts anderes, er schaltet zwei Kontakte kurz.

Euer Garagentor denkt jemand hat auf die Taste gedrückt und geht auf oder zu und das war das Funktionsprinzip. Hierdurch ist der Garagentoröffner auch sehr universell, denn fast alle Modelle nutzen dieses einfache Schaltprinzip.

 

Einrichtung

Um den Meross Garagentoröffner einzurichten benötigt Ihr die Meross App, welche wie üblich für IOS und Android verfügbar ist.

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Hier war ich zunächst etwas von den vielen recht mäßigen Bewertungen überrascht. Allerdings bei mir funktionierte die App 1A. Auf Seiten der Einrichtung haben wir den Standardprozess für Smart Home Geräte. Zunächst fragt die App eine Kompatibilitätsprüfung ab. Hier müsst Ihr Euer Garagentor Modell angeben und die App sagt Euch ob dieses kompatibel ist.

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Sollte Euer Modell gar nicht in der Liste auftauchen, kein Problem, dann könnt Ihr diesen Schritt auch überspringen.

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Anschließend müsst Ihr Euch mit einem WLAN Netz verbinden, dass vom Garagentoröffner erstellt wurde. Dies ist nur temporär und nur für die Einrichtung. Anschließend gebt Ihr Eure richtigen WLAN Daten ein und diese werden auf den Garagentoröffner übertragen.

Fertig!

 

Die Meross App und Funktion

Die Meross App ist sehr einfach aufgebaut! Ihr habt auf der Startseite Kacheln, die alle verbundenen Geräte repräsentieren. Tippt Ihr eine Kachel an, dann wird eine Aktion ausgeführt, wie hier das Öffnen oder das Schließen Eures Garagentors.

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Ob Euer Garagentor offen oder geschlossen ist könnt Ihr dabei an einem kleinen Icon erkennen. Neben der App könnt Ihr Euer Garagentor auch über:

  • Apple HomeKit
  • Google Assistent
  • Amazon Alexa
  • Samsung SmartThings

steuern.

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In den Einstellungen finden sich noch zwei nette Funktionen. So könnt Ihr zum einen eine Erinnerung einrichten, wenn Euer Garagentor über Zeitraum X offensteht. Alternativ oder zusätzlich könnt Ihr auch erinnert werden sollte das Garagentor über Nacht offenstehen.

 

Fazit

Funktioniert gut! Anders kann ich es nicht sagen. Der Meross Smart WLAN Garagentoröffner macht genau das was er soll, mein Garagentor öffnen und schließen.

Die App ist dabei sehr simpel, aber funktional aufgebaut. Die Erinnerung bei einem zu langen offenstehenden Garagentor ist dabei ein nettes Bonusfeature.

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Wirklich abheben kann sich das Meross Modell bei der Konnektivität. Der Support vom Google Assistent und Amazon ALEXA ist nichts Ungewöhnliches, aber Apple HomeKit oder Samsung SmartThings ist schon seltener zu finden.

Legt Ihr also gerade auf einen dieser Dienste wert, dann lohnt sich der Kauf des Meross Smart WLAN Garagentoröffner besonders. Könnt Ihr darauf und auf die sehr detaillierte Anleitung verzichten, dann gibt es auch durchaus günstigere Modelle die Ähnliches können.

Tipp, mehrere Smart Home Systeme mit dem Home Assistent gemeinsam steuern

Smart Home ist etwas tolles, allerdings oftmals auch etwas Chaotisches! Es gibt hunderte Systeme, welche alle eigene Apps usw. benötigen.

So habe ich auf meinem Smartphone teils duzende Apps nur für 1-2 Smart Home Komponenten, nervig.

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Aber es gibt eine Lösung für dieses Problem. So gibt es diverse Dienste die versprechen all Eure Smart Home Komponenten in einer App zusammen zu fassen. Der aus meiner Sicht attraktivste Dienst ist Home Assistant.

Home Assistant ist im Grunde ein kleiner Server der nur all Eure Smart Home Komponenten verwaltet und über eine App steuerbar macht. Schauen wir uns das Ganze aber einmal näher an!

 

Home Assistent, die Hardware

Home Assistent ist ein Server-Programm, das permanent laufen muss. Dementsprechend benötigt Ihr aber auch einen Server der 24/7 läuft.

Solch ein Server kann ein Raspberry PI, eine Auswahl von diversen anderen Bastler-Boards, ein normaler X86 Server oder auch ein Synology NAS sein.

In meinem Fall nutze ich einen Raspberry PI 4 B.

 

Die Installation

  1. Um den Home Assistent auf einem Raspberry PI zu installieren müsst Ihr Euch zunächst das Image von der Herstellerwebseite herunterladen -> https://www.home-assistant.io/hassio/installation/
  2. Entpackt dieses Image mithilfe von balenaEtcher auf die SD Karte.
  3. Steckt die SD Karte in den PI, verbindet diesen mit dem Netzwerk und Strom.
  4. Es dauert nun ca. 10 Minuten und Ihr könnt die WebUI von Home Assistent unter http://homeassistant.local:8123 erreichen.

Die Basis-Installation ist damit vergleichsweise einfach und unproblematisch. Natürlich ist diese damit noch nicht fertig, Ihr müsst all Eure Smart Home Geräte noch verbinden.

 

Welche Smart Home Geräte werden unterstützt?

Welche Smart Home Geräte unterstützt Home Assistent? Dies sind einige! Eine Liste findet Ihr hier: https://www.home-assistant.io/integrations/

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Folgende Smart Home Geräte habe ich mit dem Home Assistant verbunden:

  • Philips Hue
  • TP-Link Kasa
  • „Smart Life“
  • Mein Synology NAS (Ihr könnt Festplatten Temperaturen, Staus usw. auslesen)
  • IKEA TRÅDFRI
  • Ubiquiti Unifi
  • Homematic IP

Über diverse Umwege und nutzererstellte Profile konnte ich folgende Dienste noch zusätzlich einbinden:

  • Ubiquiti Protect
  • Meine Froggit Wetterstation
  • EcoVacs Staubsaugroboter

Folgende Dienste fehlen noch, die mir aufgefallen sind.

  • Bosch Smart Home
  • Eufy Smart Home

Grundsätzlich ist das Einbinden der von Haus aus unterstützten Dienste sehr einfach! Geht es aber um nutzererstellte Dienste, wie Ecovacs, nicht unterstütze Überwachungskameras usw., dann kann das Einbinden schon etwas trickreicher sein!

 

Die WebUI

Grundsätzlich ist die WebUi sehr freundlich aufgebaut. Diese ist was das Design angeht schlicht, aber durchaus schick. Ihr könnt hier auch noch andere Designs installieren, aber in diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Standard-Ansicht.

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Auf der Startseite seht Ihr zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Sensoren, Dienste usw. Da dies je nach Anzahl an Diensten usw. etwas unübersichtlich wird, könnt Ihr die Startseite auch manuell Einrichten und nur die Dienste einfügen die Ihr wollt.

Dies geschieht in einer Kachelform. Es gibt mehrere Typen von Kacheln, Icons die Ihr „betätigen“ könnt, Info-Kacheln, Bild-Kacheln, Diagramm- Kacheln usw.

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Dabei lässt Home Assistent Euch fast jeden Dienst als jeden Kacheltyp anzeigen. So könnt Ihr bei Temperatur-Sensoren die Werte als einfache Textkachel anzeigen oder als 24 Stunden Diagramm.

Die Kacheln haben dabei leider immer eine fixe Größe, die Reihenfolge lässt sich aber von Euch anpassen.

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Ebenso könnt Ihr mehrere „Oberflächen“ anlegen, wie bei mir eine generelle Home Seite und eine Seite für mein Büro. Solltet Ihr mehrere Nutzer haben, dann könnt Ihr einzelne Seiten auch nur gewissen Nutzern zugänglich machen.

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Auf der Home Seite könnt Ihr sogar das Live Bild von verbundenen Kameras sehen, wenn eingefügt. Ihr könnt Euch mit dem Home Assistant also fast sowas wie eine kleine Überwachungsstation bauen. Dies kann aber schnell recht viel Leistung fressen.

Neben dieser Übersicht loggt der Home Assistant auch Eure Sensoren im Hintergrund mit. Einerseits um Diagramme erstellen zu können, andererseits werden Euch auch diverse Logs angeboten.

So könnt Ihr sehen wann wo das Licht eingeschaltet wurde usw.

 

Die Smartphone App

Natürlich bietet Home Assistant auch eine Smartphone App. Diese findet sich kostenfrei im Google Play Store und Apple App Store.

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Die App ist im Grunde die Desktop UI nur auf die Größe Eures Smartphones angepasst. Auf der Startseite findet Ihr die ganzen Kacheln, welche hier untereinander angeordnet sind.

Dabei funktionieren alle Kacheln auch wie die in der WebUi. Habt Ihr beispielsweise eine Überwachungskamera verbunden, dann wird das Live Bild ganz regulär gezeigt.

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Probleme hatte ich mit der Smartphone App! Ist diese installiert könnt Ihr sogar via Home Assistent Daten von Eurem Smartphone abrufen, wie den Akkustand und auch in der WebUI anzeigen.

 

Remote Zugriff und Datenschutz

Grundsätzlich ist der Home Assistant ein rein lokaler Service! Dementsprechend ist auch keine Registrierung beim Hersteller oder Ähnliches nötig.

Aus Sicht des Datenschutzes ist dies natürlich klasse! Allerdings ist ein Zugriff via Smartphone so über das Internet nicht möglich.

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Der Hersteller bietet einen „Cloud Service“ an, dieser kostet Euch allerdings 5€ im Monat.

Eventuell wäre auch ein Zugriff via Portfreigabe usw. möglich, dies ist aber aus Sicherheitsgründen nur bedingt zu empfehlen. Ansonsten wäre natürlich auch VPN Nutzung möglich.

 

Fazit

Ihr seid voll im Smart Home Game und auch genervt von den X Apps die jeder Hersteller hat? Dann ist der Home Assistent vielleicht die Lösung alle Smart Home Systeme in einer App zu vereinen.

Dafür benötigt Ihr nur einen Raspberry PI und etwas technisches Verständnis. Grundsätzlich ist der Home Assistent nicht schwer zu installieren oder zu nutzen.

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Auch das Einbinden der Dienste ist einfach und benötigt kein großes technisches Wissen. Erst wenn es um Community Inhalte oder exotischere Dienste geht kann es etwas trickreicher werden. Hier erfordert der Home Assistent auch etwas mehr technische Kenntnisse.

Dennoch kann ich Euch nur empfehlen, dass Ihr Euch den Home Assistent einmal anschaut! Dieser kann durch eine vergleichsweise einfache Nutzung, gute Optik und eine hohe Anzahl an unterstützten Diensten punkten.

Das günstige komplett Paket für Apple Nutzer, Der TERRATEC ChargeAir All Desk Pro im Test

Wenn Ihr voll im Apple Ökosystem seid, dann kann das Laden aller Geräte oftmals gar nicht so leicht sein bzw. viel Kabelwust nach sich ziehen.

Genau an diese Nutzer richtet sich das TERRATEC ChargeAir All Desk Pro. Bei diesem handelt es sich um Ladestation für das Apple iPhone, die Apple Watch und die Apple Airpods. So könnt Ihr abends einfach all Eure Geräte auf die eine Ladestation legen und müsst nicht mit Kabeln herumhantieren.

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Klingt doch gut und auch der Preis klingt mit rund 50€ vergleichsweise zahm für ein Produkt im Apple Ökosystem. Wollen wir uns das Ganze aber einmal in der Praxis anschauen!

An dieser Stelle vielen Dank an TERRATEC für das Zurverfügungstellen des ChargeAir All Desk Pro.

 

Der TERRATEC ChargeAir All Desk Pro im Test

Das TERRATEC ChargeAir All Desk Pro bietet im Grunde drei verschiedene Lademöglichkeiten, die in einer Basis vereint sind.

Bei der Basis setzt TERRATEC auf einen Softtouch Kunststoff. Dieser ist also mit einer leichten Gummischicht überzogen und fühlt sich somit sehr weich an, ist aber auch extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken.

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Was die generelle Verarbeitung und Haptik angeht ist das ChargeAir All Desk Pro unspektakulär, nett ausgedrückt. Es ist klar merkbar, dass wir hier kein „original“ Apple Produkt vor uns haben. Allerdings würde ich sagen ist die Verarbeitung dem Preis von 50€ angemessen, wenn wir bedenken, dass es sich um ein 3 in 1 Ladegerät handelt.

Auf der rechten Seite haben wir ein kabelloses Ladegerät für Smartphones. Dieses richtet sich zwar prinzipiell an iPhone Nutzer, kann aber natürlich universell genutzt werden. Wir nutzen den üblichen QI Ladestandard, welcher sowohl zu Apple wie auch Android kompatibel ist.

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Das Smartphone Ladepad kann theoretisch mit bis zu 15W laden, bei iPhones seid Ihr aber auf 7,5W bzw. 10W limitiert.

Links daneben haben wir einen kleinen „Pfosten“ um welchen Ihr Eure Apple Watch legen könnt. Dieser Pfosten kann Eure Uhr mit bis zu 2W laden, was für eine Apple Watch ausreichend ist.

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Auf der Oberseite des Pfostens steht ein Lightning Port hoch. Dieser erlaubt das Aufsetzen der Apple AirPods bzw. AirPods Pro, welche dann geladen werden. Hier liegt die Ladeleistung laut Hersteller bei 3W.

Auf der Rückseite finden wir noch einen USB A Port, mit „unbekannter“ Leistung.

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Mit Strom versorgt wird der ChargeAir All Desk Pro via USB C! Laut technischen Daten benötigt dieses bzw. akzeptiert es 5-12V bei 3A. Ein passendes Netzteil liegt auch mit im Lieferumfang.

 

Vorsicht vor dem Netzteil!

TERRATEC hat leider etwas gemacht was man nicht so tun sollte. Ich dachte zunächst bei dem beiliegenden Netzteil handelt es sich um ein reguläres USB C Power Delivery Netzteil, mit 5-12V/3A. Dies ist nicht der Fall!

Dieses USB C Ladegerät gibt immer 12V aus!!!

Verbindet Ihr dieses direkt mit Eurem Smartphone, Tablet usw. dann gibt es die Möglichkeit das die Geräte beschädigt werden. Liebes TERRATEC man nutzt keinen proprietären Standard der mit einem Standard Stecker ausgestattet ist! Bitte bei einer 2.0 Version einen proprietären Stecker nutzen oder USB Power Delivery. Sofern Ihr aber nicht auf die Idee kommt den USB C Stecker des Netzteils direkt in Eure Geräte zu stecken gibt es aber keine Gefahr.

 

Die Praxis

Ich habe das ChargeAir All Desk Pro mit einem iPhone 12 Pro, einer Apple Watch 2. Gen und den Apple AirPods Pro ausprobiert.

Dabei funktionierte die Ladestation genau wie beworben. Alle drei Geräte wurden zeitgleich auch mit dem so ziemlich maximal möglichem Tempo geladen. Dies ist natürlich nicht immer ganz genau zu bestimmen, aber ich kann dies anhand der Leistungsaufnahme der gesamten Ladestation schätzen.

So benötigt die Ladestation nur mit dem iPhone 12 Pro 8,9W, was abzüglich der schlechteren Effizienz des kabellosen Ladens ca. 7,5W im iPhone ergibt.

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Beim Laden des iPhones, der Apple Watch und der AirPods Pro nimmt die Ladestation ca. 14,6W auf. 7,5W fürs iPhone, 2W für die Apple Watch und 3W für die AirPods Pro = 12,5W, kommt also +- hin.

Probleme beim Aufladen oder Ähnliches hatte ich keine. Die Ladestation funktionierte zuverlässig und stabil. Lediglich die Apple Watch sitzt für meinen Geschmack etwas locker. So ist der Pfosten etwas dünn, so dass sich das Armband nicht feste um diese spannen lässt. Die Uhr wird zwar über Magnete gehalten, diese sind aber eher so mittelmäßig stark.

Probleme in der Praxis hatte ich aber keine damit.

Die Leistungsaufnahme im Leerlauf liegt im Übrigen bei 0,8W. Es gab bei meinem Modell kein Spulenfiepen oder Ähnliches.

Der nicht näher deklarierte USB A Port auf der Rückseite der Ladestation kann im Übrigen 5V/2,4A liefern.

 

Fazit

Macht was es soll und ist dabei noch recht preiswert! So lautetet das Fazit zum TERRATEC ChargeAir All Desk Pro.

Wir haben hier eine Ladestation für Nutzer die voll im Apple Ökosystem unterwegs sind und eine elegantere Art des abendlichen Aufladens von Smartphone und co. suchen.

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Hier macht die Ladestation auch einen tadellosen Job, zumal der Preis mit rund 50€ für ein Produkt das sich an Apple Nutzer richtet vergleichsweise niedrig ist. Lediglich die Materialwahl der Ladestation wirkt eher so semi gut. Ich denke aber dies ist beim Preis von 50€ für eine 3-fach Ladestation zu verschmerzen.

Der ASUS PN50 im Test, 400€ AMD Ryzen Mini PC fürs Home Office

Mit dem PN50 bietet ASUS einen schicken mini PC an, welcher vor allem aufgrund des Preises und auch der Leistung eins der interessantesten Modelle aktuell auf dem Markt ist.

Für unter 400€ erhaltet Ihr die Barebone Version mit AMD Ryzen 3 4300U! Der AMD Ryzen 3 4300U ist ein 4 Kern Prozessor der Zen 2 (7nm) Generation mit bis zu 3,7Ghz, also technisch 1a und völlig ausreichend für einen Office/Media-PC. Für rund 50€ mehr erhaltet Ihr die Version mit 8GB RAM und 256GB Speicher.

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Also für 450€ bietet Euch ASUS hier auf den ersten Blick einen wirklich schicken Office/Media PC an, ideal fürs Home Office.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der ASUS PN50 überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Barebone oder komplett

Ihr könnt den ASUS PN50 entweder als „komplett-PC“ oder als Barebone bekommen.

  • Barebone = Ihr erhaltet nur das Gehäuse, Mainboard, Netzteil, CPU und GPU. Ihr müsst Arbeitsspeicher, SSD und Windows 10 selbst kaufen und verbauen. Die Barebone Version hört auf die Modellnummer „PN50-BBR343MD“.
  • Komplett= Alternativ bietet ASUS Euch den PN50 auch bereits mit RAM und SSD an. Der Mini-PC wäre also „fertig“. Lediglich Windows 10 müsstet Ihr selbst beisteuern. Diese Version hört auf „PN50-BR036MD“.

 

Der ASUS PN50 im Test

Mit der gerade einmal 115 x 115 x 49 mm (0,65L Volumen) ist der PN50 ein absolut winziger PC. Selbst verglichen mit anderen Mini PCs ist dies ein sehr kompakter Formfaktor.

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Was das Design angeht ist der ASUS PN50 aber als „unspektakulär“ zu bezeichnen. Dieser verfügt über ein einfaches schwarzes Gehäuse, welches etwas mit diversen gebürsteten Elementen verziert ist.

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Sagen wir es so den PN50 kauft Ihr eher für die inneren Werte. Zu diesen zähle ich auch einfach einmal die Anschlüsse.

Auf der Front finden wir folgende Ports:

  • 1x 3,5mm Headset-Anschluss
  • 1x USB C 3.2 Gen2 (10Gbit)
  • 1x USB 3.2 Gen1 (5Gbit)
  • 1x IR Port
  • 1x microUSB Kartenleser

Damit finden wir auf der Front schon einmal alle wichtigen Anschlüsse. Ein regulärer SD Kartenleser wäre allerdings noch nett gewesen.

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Folgende Anschlüsse finden wir auf der Rückseite:

  • 2x USB 3.2 Gen1 (5Gbit)
  • 1x Gbit LAN
  • 1x USB C 3.2 Gen2 (10Gbit, mit Display-Out)
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x DC in

Damit hat der ASUS PN50 eine absolut tadellose Portausstattung! Eventuell wäre ein Audioausgang auf der Rückseite noch ganz nett gewesen, aber das ist Kritik auf einem hohen Level. Audio-aus via HDMI wird natürlich unterstützt.

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Mit Strom versorgt wird der Mini PC über ein externes Netzteil. Je nachdem welche CPU Ihr gewählt habt liegt ein 65W oder 90W Netzteil bei. Bei mir ist es das 65W Netzteil.

 

Aufrüsten/Barebone

Solltet Ihr die Barebone Version gekauft haben, dann wird Eure erste Frage sein „was für Hardware kann ich im ASUS PN50 verbauen?“.

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Grundsätzlich erlaubt Euch das System zugriff zu folgenden Komponenten:

  • 2 x So-DIMM DDR4-3200 (max. 64GB)
  • 1x M.2 NVME
  • 1x 2,5 Zoll SATA SSD/HDD
  • 1x M.2/​E-Key (WLAN Karte, bereits belegt)

In meinem Fall habe ich hier zwei 8GB RAM Module verbaut, die ich noch „herumliegen“ hatte (aus meinem Dell XPS 17 9700) und eine Crucial P5 NVME SSD.

Hier aber direkt eine Warnung! Solltet Ihr eine NVME SSD verbauen, Vorsicht, diese läuft im PN50 extrem heiß, gerade wenn Ihr noch eine 2,5 Zoll SSD/HDD zusätzlich verbaut.

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Alle austauschbaren Komponenten sitzen auf der Unterseite des Mainboards, wo es keinerlei Luftstrom gibt! Nehmt also wenn irgendwie möglich eine NVME SSD die nicht übermäßig heiß läuft, wie die WD Blue SN550.

 

Leistung, Notebook Hardware im Desktop

Im ASUS PN50 steckt immer ein AMD Ryzen. Welcher Ryzen hängt etwas von Eurer Version ab. Bei mir ist es der AMD Ryzen 3 4300U.

Der AMD Ryzen 3 4300U ist ein 7nm Chip der Zen 2 Generation mit 4 echten Kernen und bis zu 3,7Ghz. Dies sind sicherlich keine super imposanten Werte im Jahr 2021, aber für einen unter 400€ PC ist dies völlig Okay!

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Bei den „U“ Chips handelt es sich um Notebook CPUs! Dementsprechend ist auch die TDP auf lediglich 15W limitiert.

Auf Seiten der GPU haben wir eine AMD Radeon Graphics „Vega“ mit 5CU/320SP. Ganz klar gesagt, dies ist KEIN Gaming PC, aber für eine eine Onbord GPU sollte die AMD Vega halbwegs ordentlich sein.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

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Ich würde die Performance des PN50 als gut bis durchwachsen einstufen. Grundsätzlich ist der ASUS PN50 eher am unteren Ende des Leistungsspektrum angesiedelt. Dieser ist +- auf einem Level mit dem Intel i5-1035G7, i7-8565U und Co.

Die TDP von rund 15W limitiert hier den Ryzen 3 4300U leider etwas.

Wie steht es aber um die Grafikleistung? Immerhin haben wir hier eine AMD Vega GPU!

aco bo3 dos far cry

Ältere Titel wie Skyrim, Left 4 Dead oder auch CS GO laufen ganz ordentlich auch bei höheren Einstellungen auf dem PN50.

Neuere Titel werdet Ihr in der Regel auch auf dem ASUS PN50 zum Laufen bekommen, aber nur mit niedrigen Einstellungen und teils auch nur bei 720p Auflösung. Ein Gaming PC ist der ASUS also wahrlich nicht.

 

Temperatur und Lautstärke

Schauen wir uns zunächst einmal die CPU Temperatur an.

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Im ersten Moment unter Last steigt die CPU Temperatur des PN50 auf rund 94 Grad an, ehe der Lüfter hochdreht und die CPU auf rund 75 Grad bringt.

75 Grad wird dann auch ziemlich genau unter Last gehalten, was ich als eine unproblematische Temperatur bezeichnen würde.

Im Leerlauf ist das ASUS PN50 als leise bis fast lautlos zu bezeichnen. Der Lüfter dreht sich zwar konstant, ist aber in diesen Situationen fast nicht hörbar. Unter Last dreht der Lüfter ein gutes Stück hoch und ist so laut wie von einem leiseren Notebook, also hörbar aber nicht übermäßig aufdringlich.

 

Heiße NVME SSDs

Ich habe im ASUS PN50 die Crucial P5 verbaut, eine vergleichsweise leistungsstarke NVME SSD. Dies ist aber nicht empfehlenswert!

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Die NVME SSDs im PN50 bekommen fast keinen Luftstrom und laufen damit extrem heiß! Hier einfach mal die Temperaturen der P5 während des CrystalDiskMark Benchmarks.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des ASUS PN50 schwankt natürlich je nach Konfiguration und Last. In meinem Fall benötigte der PC im normalen Leerlauf (auf dem Windows Desktop) rund 8-9W. Unter Last der CPU lag der Stromverbrauch bei ca. 35W. Im absoluten Maximum (CPU und GPU Last) konnte ich knappe 43W beobachten.

 

Fazit

Ihr sucht einen kleinen und durchaus ordentlichen Office/Media PC und seid in der Lage den Arbeitsspeicher, SSD und Windows 10 selbst zu installieren? Dann ist der ASUS PN50 eine klasse Wahl!

Für knapp über 400€ erhaltet Ihr hier einen absolut brauchbaren Mini-PC mit solider Leistung. Nein der PN50 ist ein „Performance-Wunder“, sondern liegt eher auf dem Level eines 1000€ UltraBooks, aber auch dies ist mehr als genug für Office/Web und einfache Foto/Video-Bearbeitung.

asus pn50 mini pc test 13

Dabei weiß vor allem der Formfaktor zu überzeugen. Der Computer ist super kompakt und lässt sich glatt in jeder Ablage verstauen. Dabei hat ASUS den PN50 sogar für den Dauerbetrieb „zertifiziert“. Solltet Ihr diesen als kleinen Server nutzen wollen, dann steht dem nichts im Wege.

Zumal der super niedrige Stromverbrauch von rund 8W im Leerlauf den PC hierfür auch prädestiniert.

Sofern Ihr Euch also nicht im Gebrauchtmarkt umsehen wollt, dann wird es Euch schwer fallen für weniger Geld einen besseren mini PC zu bekommen.

Positiv

  • Super kompaktes Design
  • Für den 24/7 Betrieb zertifiziert
  • Einfach aufrüstbar (SSD/HDD/RAM)
  • Gute Anschlussauswahl
  • Sehr niedriger Stromverbrauch
  • Solide CPU und GPU Leistung für den Preis

Neutral

  • Lüfter unter Last hörbar

Negativ

  • CPU Kühlung auf dem Level eines Notebooks
  • NVME SSDs laufen extrem heiß!

Der TaoTronics TT-AP003 Luftreiniger im Test, HEPA H13 Filter, guter Luftdurchsatz und das für 150€

Mit dem TT-AP003 bietet TaoTronics einen bezahlbaren Luftreiniger mit wertigem H13 HEPA Filter an. Dieser soll eine Leistung von bis zu 384m²/h erreichen, bei einem Preis von 170€.

Klingt doch erst einmal gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der TaoTronics TT-AP003 Luftreiniger überzeugen. Finden wir es im Test heraus!

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An dieser Stelle vielen Dank an TaoTronics für das Zurverfügungstellen des TT-AP003 Luftreiniger für diesen Test.

 

Der TaoTronics TT-AP003 Luftreiniger im Test

TaoTronics setzt beim TT-AP003 Luftreiniger auf ein vergleichsweise kompaktes und schmales Design.

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Wobei kompakt hier natürlich relativ ist, denn mit 56 x 38 x 19 cm ist der Luftreiniger schon ein ziemlicher Brocken. Allerdings für die Leistung von 384m³/h ist dies auch nicht zu groß.

Was die Optik angeht bin ich nicht sonderlich beeindruckt! Der Luftreiniger wirkt recht klassisch und unspektakulär. Dieser ist nicht hässlich, aber auch kein Designer Objekt.

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Auf der Front haben wir den großen Lufteinlass, unter welchem das Filtermodul angebracht ist.

Oberhalb des Einlasses auf der Oberseite finden wir die Steuerungseinheit. Diese besteht aus 6 Touch-Tasten und einem kleinen LCD Display, welches Euch weitere Infos anzeigt.

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Hinter der Steuerungseinheit ist wiederum der Luftauslass des TT-AP003.

 

Steuerung und Nutzung

Gesteuert wird der TaoTronics TT-AP003 über 6 Touch-Tasten auf der Oberseite. Hier könnt Ihr zunächst die Stärke in 3 Stufen steuern.

Alternativ könnt Ihr auch einen „AI“ Modus einschalten, welcher nur ein schönes Wort für einen Automatik Modus ist. Im TaoTronics TT-AP003 ist ein Feinstaub-Messgerät integriert. Die Messwerte seht Ihr auf dem kleinen LC Display auf der Oberseite.

Im „AI“ Modus steuert der Luftfilter die Stufe anhand dieser Messwerte.

Neben den 3 Stufen gibt es auch einen Nachtmodus und einen Timmer.

 

Der HEPA Filter

Im TaoTronics TT-AP003 steckt ein 38 x 28 cm großer HEPA Filter. Dieser lässt sich aktuell für rund 40€ nachkaufen.

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Bei dem HEPA Filter handelt es sich um einen H13 HEPA Filter. Ein HEPA H13 Filter muss eine Filterung von 99,95 % bzw. 99,75% bieten. TaoTronics wirbt sogar mit 99,97% Filterung, klasse!

Dies ist für Hausstaub, Pollen und Allergene mehr als ausreichend.

 

Corona und Luftreiniger

Die Filter von Luftreiniger sind in Klassen unterteilt. Wir haben hier einen Luftreiniger mit der Filterklasse H13 vor uns. Dieser sollte also mindestens 99,95 % aller Partikel filtern.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwebstofffilter

Also auch Corona Viren? Ja und nein, grundsätzlich gibt es durchaus eine Eignung von Luftfiltern mit HEPA H13 Filter zum Filtern von Viren bzw. der Aerosole.

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Sollte es sich aber um stark belastete Bereiche handeln, dann werden primär HEPA H14 Filter empfohlen, welche auch in Krankenhäusern zum Einsatz kommen. So wie es aktuell aussieht reduzieren H13 Filter bereits die Virenlast, aber ob diese 100% aller Viren aus der Luft filtern ist noch strittig.

Wollt Ihr zu 100% sicher sein, dann müsst Ihr zu einem Luftfilter mit HEPA H14 Filter greifen, welche aber extrem teuer sind. Ein Modell wie der TaoTronics TT-AP003 wird sich nach aller Voraussicht bereits positiv auswirken.

Traut mir hier aber besser nicht, sondern Googelt einfach nach Corona + HEPA H13.

 

Funktion und Luftstrom

TaoTronics wirbt beim TT-AP003 mit einem Luftstrom von bis zu 384m³/h. Laut meinen Messungen schafft dieser sogar noch etwas mehr!

luftstrom

Der TT-AP003 bietet drei Leistungsstufen. Auf Stufe 3 konnte ich einen Luftstrom von bis zu 423m³/h messen! Beeindruckend.

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Aber wie steht es um die Filterung der Luft? Hier kann ich den PM2.5 Wert messen. PM2.5 steht für Partikel mit einer Größe von 2,5 Mikrometern oder kleiner. Ein höherer Wert = mehr Fein-„Staub“ in der Luft.

  • Luftfilter aus = PM2.5 Wert von 3,8 und 1.092 TVOC
  • Luftfilter an = PM2.5 Wert von 0-0,3 und 0.724 TVOC

Dies ist natürlich nur eine „Momentaufnahme“ und im Luftstrom des Luftfilters gemessen, zeigt aber schon eine klare Tendenz. Ja die Filterung von Feinstäuben funktioniert!

Ehe es aber im gesamten Raum eine messbare Reduktion des Feinstaubs gibt, kann es einige Stunden dauern! Klar der Luftfilter muss die Luft gut umwälzen und neu aufgewirbelten Staub aufsaugen.

 

Lautstärke

Kommen wir noch auf die Lautstärke zu sprechen.

lautstärke

Ich würde den TaoTronics TT-AP003 als durchschnittlich laut bezeichnen. Auf der Stufe 1 ist dieser in einem normalen Umfeld kaum zu hören. Dieser erzeugt lediglich ein leises Surren. Auf Stufe 3 ist dieser klar zu hören und +- so laut wie ein leiser Staubsauger.

 

Fazit

Für gut unter 200€ ist der TaoTronics TT-AP003 ein sehr guter Luftreiniger! Dies liegt einerseits am hohen Luftdurchsatz und anderseits am großen HEPA H13 Filter.

Letzterer garantiert eine sehr gute Filterwirkung, welche sich auch im Test bestätigte. Dies in Kombination mit einem Luftstrom von bis zu 423m³/h erlaubt es dem TaoTronics TT-AP003 auch größere Räume/Wohnungen effektiv zu reinigen.

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Zwar verzichtet TaoTronics auf eine App Steuerung, aber gerade der integrierte Luftqualität-Messer in Kombination mit dem Auto-Modus gleicht dies wieder etwas aus.

Zu guter Letzt ist natürlich auch der Preis ein großer Pluspunkt.

Test und Erfahrungsbericht, go-e Charger 11 kW HOMEfix (+ Opel Corsa E)

Wer sich für ein eAuto interessiert oder bereits eins besitzt wird früher oder später auch über eine eigene Ladestation nachdenken.

Eine der interessantesten Optionen ist hier der go-e Charger 11 kW HOMEfix. Dieser ist zum einen förderfähig und zum anderen mit 600-700€ ein recht günstiges Model für die beworbene Leistung.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der go-e Charger 11 kW HOMEfix überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Gerät und die Basis-Installation

Um den go-e Charger 11 kW HOMEfix überhaupt installieren zu können muss bis zu dem Punkt, an dem Ihr diesen nutzen wollt, eine Starkstrom-Leitung liegen. 11 kw lassen sich bekanntlich nicht über ein normales 3-adriges Kabel jagen.

In meinem Fall lag natürlich in meiner Garage keine Starkstromleitung. Diese musste erst vom Elektriker gelegt werden. Der Anschluss der Wallbox ist zwar grundsätzlich als recht einfach zu beschreiben, aber das solltet Ihr von einem Profi machen lassen.

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Der go-e Charger 11 kW HOMEfix ist grundsätzlich eine erstaunlich kompakte Wallbox. Dabei verfügt diese über kein integriertes Kabel, wie einige andere Modelle. Ihr müsst also Euer eigenes Kabel anstecken. Hier wird der gängige Typ 2 Stecker verwendet.

An dem go-e Charger 11 kW HOMEfix finden wir neben dem Port für den Typ 2 Stecker lediglich eine Taste, wie auch eine Lesefläche für einen RFID Chip und diverse Status-LEDs.

Die Status-LEDs sind rund um den Anschluss für das Ladekabel angebracht und können diverse Ereignisse signalisieren.

 

Einrichtung und App

Ihr müsst zwar nicht die Smarten Feature des go-e Charger 11 kW HOMEfix nutzen, aber es empfiehlt sich.

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Ist die Wallbox mit dem Strom verbunden sendet diese konstant einen eigenen WLAN Hotspot aus. So könnt Ihr Euch auch mit dieser verbinden, wenn Ihr in der Garage kein normales WLAN habt oder dritten zu diesem keinen Zugang gewähren wollt.

Ihr könnt den go-e Charger zusätzlich aber auch mit Eurem normalen Heim-WLAN verbinden.

Interessant ist das Account System beim Ladegerät gelöst. So müsst Ihr keinen Account beim Hersteller anlegen. Bei Eurem go-e Charger war allerdings eine „Code-Karte“ mit im Lieferumfang, welche das Passwort des eigenen WLAN Hotspots beinhaltet wie auch einen Cloud Key. Jeder der über diesen Cloud Key verfügt kann theoretisch die Ladestation über das Internet erreichen und steuern.

Wollt Ihr einer zusätzlichen Person oder Smartphone Zugriff auf den go-e Charger geben, dann muss diese lediglich den Code in die App eintragen. Es ist also natürlich kein Problem mehreren Familienmitgliedern usw. zugriff auf die App zu gewähren.

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Rein optisch würde ich die go-e Charger App als sehr rudimentär einstufen! Die App ist wirklich nicht auf schicke Optik getrimmt und wirkt auf mich eher schnell zusammengeschustert.

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Funktional ist allerdings alles vorhanden was wir uns wünschen können. Allerdings finde ich es doch reichlich merkwürdig das es nach dem ersten Start der App keine Hilfestellung gibt wie man seinen go-e Charger denn mit der App verbindet. Dies müsst Ihr selbst herausfinden (was nicht ganz einfach ist) oder in die Anleitung schauen.

 

Zugriffssteuerung und Laden

Der go-e Charger verfügt über mehrere Optionen für die Zugriffssteuerung. Ihr könnt die Wallbox komplett offen betreiben, dann kann jeder der ein Kabel einsteckt auch sein Auto laden. Hierfür ist keine App oder ähnliches nötig. Einfach einstecken und loslegen! Das Ladetempo lässt sich dabei direkt am Gerät über die Taste auswählen.

Alternativ könnt Ihr die Wallbox auch mithilfe von RFID Tags sichern. Ein RFID Tag ist entweder eine kleine Schlüsselkarte oder ein Schlüsselanhänger. In der App könnt Ihr hier bis zu 10 dieser Tags hinterlegen.

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Dabei wird auch für jede Schlüsselkarte der verbrauchte Strom mitgezählt, so dass Ihr dies später auch abrechnen könnt. Ihr könnt also sehen Person a hat XX KWh verbraucht, Person b XXKWh usw. Eine Person mit solch einem RFID Tag/Karte hat dabei keinen Administrativen Zugang zur Ladestation.

Eine Steuerung des Ladetempos ist wahlweise direkt an der Ladestation oder über die App möglich. Über die App könnt Ihr das Laden auch manuell oder automatisch nach xx Minuten oder KWh beenden.

 

Wie funktioniert das Laden in der Praxis?

Ich habe den go-e Charger in Kombination mit einem Opel Corsa E getestet. Hierfür benötigen wir zunächst ein Typ 2 Ladekabel, welches weder beim Opel noch beim go-e Charger mit im Lieferumfang ist. Solch ein Typ 2 Ladekabel kostet Euch +- 200€.

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Wie funktioniert nun das Laden (mit Authentifizierung)?

  1. Haltet Euren RFID Tag an die Ladestation, welche mit grünen LEDs bestätigt das Ihr zum Laden berechtigt seid.
  2. Ihr wählt das Ladetempo über die Taste an der Ladestation aus. Jede LED an der Ladestation steht für 1A Ladestrom.
  3. Verbindet das Ladekabel mit der Station und dann mit dem Auto.
  4. Das Kabel sollte nun sowohl in der Station „fixiert“ sein, wie auch im Auto.
  5. Wollt Ihr das Laden beenden müsst Ihr das Kabel zunächst aus dem Auto ziehen, dann wird die Fixierung auch an der Ladestation gelöst.

Ich würde den go-e Charger als absolut praxistauglich einstufen! Einmal eingerichtet bekommt auch jeder technisch unerfahrene Mensch das laden hin. Solltet Ihr mal den RFID Tag vergessen haben (und die Station nicht auf offen stehen haben), dann könnt Ihr diese auch über Euer Smartphone freischalten, sofern Ihr einen Admin Zugang habt.

 

Sonstige Bemerkungen

  • An dieser Stelle noch ein paar wichtige Punkte die mir aufgefallen sind.
  • Schaut wie schnell Euer Auto laden kann! Der Opel Corsa E kann nur mit +- 3,6KW an dem go-e Charger laden. Warum? Von Haus aus ist im Corsa E nur ein 1 phasiger Laderegler für das AC Laden verbaut. 1 Phase = 16A * 230V = 3680W. Opel wirbt mit 7,2KW, dies wäre aber nur an einer Wallbox mit 32A bzw. 22KW maximal Leistung möglich. Letztere werden aber in DE nicht gefördert.
  • Der go-e Charger lässt sich nicht „einfach“ mit anderen Diensten vernetzen. Ihr könnt also z.B. ALEXA nicht einfach sagen „ALEXA halte das Laden an“. Ebenso ist ein vernetzen mit einer Solaranlage nicht möglich.
  • Das minimale Ladetempo ist 6A, also 1,38KW bei einem 1 phasigen Lader oder 4,140KW bei einem 3 phasigen Lader.
  • Der go-e Charger unterstützt MQTT.
  • Ihr könnt das Laden mithilfe eines Timers oder mit einer maximal zu ladenden KWh Menge begrenzen. Ein „Zeitplan“ (also stoppe das Laden immer nach 18 Uhr) ist aber nur bedingt möglich und beißt sich mit der Authentifizierung via RFID.

 

Fazit

Der go-e Charger tut was er soll und funktioniert in der Praxis tadellos in Kombination mit dem Opel Corsa E.

Klar aufgrund des 1 phasigen Laders des Opels dauert das Laden trotz der theoretischen Maximalleistung von 11 KW relativ lange, aber das ist nicht die Schuld des go-e Charger.

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Dafür, dass dieser eins der günstigeren Modelle auf dem Markt ist, wirkt der go-e Charger angenehm wertig und gut. Bei der App gibt es zwar klar Luft nach oben, was das Design und die Nutzerfreundlichkeit angeht, aber funktional ist alles da was Ihr Euch wünschen könnt.

Das Laden im normalen Alltag funktioniert absolut problemlos und unkompliziert.

Kurzum, ja ich kann den go-e Charger mit gutem Gewissen empfehlen.

Positiv

  • Schickes und kompaktes Design
  • Sehr einfache Bedienung des Gerätes
  • Hoher Funktionsumfang
  • Sehr fairer Preis
  • Ladetempo wie erwartet

Negativ

  • Design der App stark verbesserungswürdig!
  • Keine Konnektivität zu anderen Diensten oder Solaranlagen (abseits von MQTT)

EKG, Schrittzähler und Blutsauerstoffmessung, herausragende Hybrid Smartwatch, die Withings ScanWatch im Test

Die Withings Steel HR Sport ist aus meiner Sicht eine der besten „Smart Watches“ aktuell auf dem Markt. Bei dieser handelt es sich zwar nur um eine Hybrid Smart Watch, diese ist aber gerade aufgrund der herausragenden Akkulaufzeit absolut alltagstauglich.

Mit der ScanWatch hat Withings vor kurzem seine neuste Smart Watch auf den Markt gebracht. Diese bietet neben dem hybrid Aufbau, mit klassischem Ziffernblatt, ein kleines OLED Display und diverse Fitness Feature. Hierzu zählt auch ein integriertes EKG!

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Ja ähnlich wie die Apple Watch verfügt auch die ScanWatch über ein integriertes EKG. Klingt doch interessant, im Gegensatz zur Apple Watch besitzt die ScanWatch aber eine Akkulaufzeit von satten 30 Tagen.

Klingt doch spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Withings ScanWatch 38mm im Test

Im Gegensatz zur Steel HR Sport setzt die ScanWatch weniger auf ein „Sport“ Design, sondern eher auf ein edles „Luxus“ Design.

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Dabei ist die Uhr sehr schlicht designt, ohne Schnörkel oder sonstige Auffälligkeiten. Wir haben ein einfaches Gehäuse aus Hochglanz Edelstahl und ein schwarzes Ziffernblatt mit Withings Schriftzug und das wars.

In diesem Ziffernblatt sind allerdings zwei Fenster Integriert. Das obere Fenster ist ein kleines OLED Display, welches Euch weitere Informationen, Nachrichten usw. anzeigen kann. Das untere Fenster ist für den Schrittzähler.

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Hier zeigt Euch ein separater Zeiger wie viel % Ihr Eures täglichen Schrittziels Ihr bereits erreicht habt.

Auffällig bei der ScanWatch ist die große Krohne. Diese lässt sich nicht nur drücken, sondern auch drehen um durch das Menü zu scrollen.

Ein wichtiges Feature der ScanWatch ist die sehr lange Akkulaufzeit! Withings spricht von bis zu 30 Tagen. Und Ja ich kann die Größenordnung durchaus bestätigen. In der Praxis kommt es aber etwas darauf an welche Feature Ihr wie oft nutzt, wie viele Benachrichtigungen Ihr bekommt usw. Rechnet aber mit mindestens 20 Tagen.

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Geladen wird die ScanWatch über ein kleines magnetisches Ladepad, das Ihr einfach an einem USB Ladegerät anschließt.

Ihr könnt die ScanWatch in 38mm und 42mm Durchmesser bekommen. Ich habe zwar große Männerarme, aber dennoch die 38mm Version gewählt. Normalerweise komme ich mit 38mm sehr gut zurecht, bedenkt allerdings das die ScanWatch vergleichsweise klein wirkt.

Dies liegt am sehr kompakten Gehäuse, das kaum übersteht. Erfreulicherweise ist allerdings die Verarbeitung der Uhr 1a! Diese wirkt wirklich toll gebaut.

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Lediglich vom Originalen Armband bin ich kein großer Fan. Dieses ist aus einem recht steifen Gummi gefertigt. Das Armband ist aber gegen ein beliebiges 18mm Armband tauschen.

 

Die App

Die ScanWatch nutzt wie fast alle Withings Produkte die Health Mate App. Habt Ihr die Withings Waage, Blutdruckmessgerät usw. dann finden sich die Daten all dieser Geräte in der Health Mate.

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Grundsätzlich ist die Health Mate App sehr schön und freundlich aufgebaut. Allerdings ist die App teils etwas sehr auf das Design getrimmt und daher etwas unübersichtlich. Zudem sind viele Diagramme usw. sehr „rudimentär“ und einfach gehalten.

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Mögt Ihr viele nackte Zahlen und Statistiken, dann gibt es bessere Apps, wobei grundsätzlich alle wichtigen Funktionen in Health Mate vorhanden sind.

 

Die Funktionen der ScanWatch

Was kann nun alles die Withings ScanWatch? Ich würde hier grundsätzlich in zwei Kategorien unterscheiden, zum einen die Basis Feature und die Fitness Feature.

 

Basis-Feature

Natürlich zeigt Euch die ScanWatch zunächst konstant die Uhrzeit mithilfe der Zeiger an. Ihr könnt aber auch einmal die Krone drücken, dann wird Datum und Uhrzeit auf dem OLED Display angezeigt. Da das OLED Display beleuchtet ist, könnt Ihr so die Uhrzeit auch in der Nacht ablesen.

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Sofern aktiviert, kann Euch die Uhr auch bei erhaltenen Nachrichten benachrichtigen. Ihr könnt dies auf pro App Basis festlegen. Auf dem kleinen OLED Display wird bei erhalt das ICON der App und der Benachrichtigungstext angezeigt.

Ihr könnt zudem die Uhr auch als eine Art „sanften“ Wecker nutzen. Dabei beginnt die Uhr zu vibrieren um Euch zu einer eingestellten Zeit zu wecken.

 

Schrittzähler

Jeder Fitnesstracker muss natürlich einen Schrittzähler haben, so auch die Withings ScanWatch. Dieser zählt konstant Eure Schritte und kann auch ganz gut zwischen Schritten und generellen Handbewegungen unterscheiden.

Eure Schritte werden in einer Diagramm Form auf Tages, Wochen oder Monatsbasis angezeigt.

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Die Genauigkeit des Schrittzählers würde ich als gut einstufen, allerdings zählt dieser vergleichsweise niedrig. Andere Schrittzähler neigen meist zu recht hohen Werten, das macht ScanWatch nicht. Diese ist eher auf dem Level der Apple Watch.

Neben dem einfachen Schrittzähler bietet die ScanWatch auch diverse Programme fürs Laufen, Schwimmen, Radfahren usw.

 

Pulsmesser

Die ScanWatch misst Tag und Nacht Euren Puls und stellt diesen in einem Diagramm dar. Dabei unterscheidet die Uhr zwischen Puls am Tag und beim Schlafen.

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Die Messgenauigkeit würde ich als gut einstufen!

 

Schlaftracking

Ein Feature das ich immer wieder „magisch“ finde, das Schlaftracking. Die ScanWatch erkennt automatisch wann Ihr ins Bett geht und wann Ihr aufsteht.

Dabei analysiert die Uhr während des Schlafens wie viel Ihr Euch bewegt, wie Euer Puls ist usw. um damit Euren Schlaf in Wach, leichte und Tiefschlafphasen zu unterscheiden, was auch erstaunlich gut funktioniert!

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Am Ende Vergibt die Uhr auch eine Punktzahl für die „Schlafqualität“. Diese Stimmt oft, aber auch nicht immer mit meiner Subjektiven Wahrnehmung überein.

 

Atmungsstörungen

Während des Schlafens kann die ScanWatch Eure Atmung übermachen und auf Unregelmäßigkeiten achten.

Diese Unregelmäßigkeiten können auf Krankheiten hindeuten. Wie genau diese Messung ist kann ich nicht genau beurteilen, da laut Uhr und auch nach meinem Wissen hier bei mir keine Probleme vorliegen.

 

Blut-Sauerstoffsättigung

Auf Wunsch kann die ScanWatch Eure Blut Sauerstoffsättigung (SpO2) messen. Hierfür müsst Ihr 30 Sekunden Eure Handfläche auf die Oberseite der Uhr legen und ruhig warten.

Diese Messung neigt bei mir oft zum Scheitern! Dann erhalte ich nur eine Fehlermeldung. Aber spätestens beim 2-3 Versuch funktioniert es immer. Alternativ kann auch eine automatische Messung über Nacht stattfinden.

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Anschließend zeigt Euch die Uhr eine % Angabe der Sauerstoffsättigung und eine Einschätzung an, wie gut oder schlecht dieser Wert ist.

Erneut liegen hier bei mir keine bekannten Probleme vor und auch die Werte sind laut Uhr in Ordnung.

 

EKG

Sicherlich ein Highlight der ScanWatch ist das EKG. Ähnlich wie bei der Blut-Sauerstoff Messung müsst Ihr zunächst das EKG im Menü der Uhr auswählen und dann Eure Hand 30 Sekunden auflegen.

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Anschließend präsentiert Euch die Uhr zunächst eine Einschätzung ob die Werte normal sind. In der App der Uhr könnt Ihr dann das Diagramm sehen und gegebenenfalls dieses an Euren Arzt als PDF weiterleiten.

Die Messwerte der Uhr wirken auf mich plausibel!

 

Fazit

Fast 300€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist natürlich eine stolze Summe für eine Smart Watch, gerade für eine Hybrid Smart Watch. Was den Funktionsumfang angeht seid Ihr natürlich mit einer Apple Watch oder Galaxy Watch besser beraten.

Allerdings wenn Ihr ein schlichtes Design und vor allem eine lange Akkulaufzeit sucht, dann gibt es kaum etwas Besseres als die ScanWatch!

Was das Design angeht strahlt diese eine schlichte Eleganz aus. Dabei hilft aber das kleine OLED Display zusätzliche Informationen wie eingehende Nachrichten usw. gut darzustellen. So könnt Ihr trotz des Hybrid Aufbaus Nachrichten auf der Uhr lesen.

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Was Fitness Feature angeht bietet die ScanWatch ALLES. Schrittzähler, Schlaftracking, konstantes Pulsmessen, EKG, Sauerstoffsättigung usw. Dabei sind die Messwerte konstant von einer hohen Qualität.

Allerdings hat die ScanWatch auch ihre Schwächen. So finde ich die App teils etwas unübersichtlich und zu verschachtelt.

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Am Ende kommt es nun etwas darauf an ob Ihr das EKG und die Sauerstoffsättigung benötigt. Falls nein könntet Ihr auch zu den günstigeren Modellen von Withings greifen, welche nicht viel schlechter sind.

Wollt Ihr aber das komplett Paket, dann kann ich eine Empfehlung für die Withings ScanWatch aussprechen. Solltet Ihr Euch zwischen 38mm und 42mm nicht sicher sein, die 38mm Version geht auch bei größeren Armen, wirkt aber für eine 38mm Uhr recht klein und kompakt.

Top Powerbank mit USB PD und QC 3.0, die RealPower PB-20000PD+ im Test

Powerbanks welche sowohl den Quick Charge wie auch USB Power Delivery Ladestandard unterstützen stehen sehr weit oben in meiner Gunst. Solche Modelle sind in der Regel für 95% aller aktuellen Smartphones gut gerüstet.

Genau solch eine Powerbank ist auch die RealPower PB-20000PD+. Diese besitzt wie der Name schon vermuten lässt 20000mAh Kapazität und bietet zwei Quick Charge und einen USB Power Delivery Ladeport.

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Klasse! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die RealPower PB-20000PD+ überzeugen. Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an RealPower für das Zurverfügungstellen der PB-20000PD+ für diesen Test.

Basis-Daten

Powerbank RealPower PB-20000PD+
Angegebene Kapazität 20000mAh
Abmessungen 121x70x27mm
Gewicht 358g
Unterstütze Ladestandards Quick Charge 3.0 + USB PD

 

Die RealPower PB-20000PD+ im Test

Mit 121 x 70 x 27 mm und einem Gewicht von 358g ist die RealPower PB-20000PD+ eine durchschnittlich große Powerbank für die angegebene Kapazität von 20000mAh.

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Was die Verarbeitung und Optik angeht ist die RealPower allerdings etwas aufwendiger gearbeitet als viele der 08/15 China Powerbanks. So besteht das Äußere weitestgehend aus einem gummierten Kunststoff, in welchen die Zahl 20000 eingelassen ist.

Der vordere Teil der Powerbank besteht allerdings aus Hochglanzkunststoff, was das Design etwas auflockert. Die Verarbeitung ist 1a, hier kann ich absolut nicht klagen.

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Wie steht es aber nun um die Anschlüsse? Auf der Front haben wir zunächst die beiden USB A Ports. Beide USB A Ports unterstützen Quick Charge 3.0 mit bis zu 18W bzw. 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A. Diese Ports sind also Ideal für ältere Android Smartphones und generell die meisten Android Smartphones mit Qualcomm SoC.

Neben den beiden USB A Ports finden wir an der Seite der Powerbank einen microUSB Eingang und einem USB C Port.

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Der microUSB Port ist natürlich ein reiner Eingang um die Powerbank zu laden. Hier akzeptiert diese bis zu 18W nach dem Quick Charge Standard.

Der USB C Port hingegen ist sowohl ein Eingang wie auch Ausgang! Dieser kann als Ausgang bis zu 18W nach dem USB Power Delivery Standard liefern bzw. 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A. Dies ist ideal für neuere Android Smartphones und Smartphones und Tablets aus dem Hause Apple.

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Der USB C Port kann auch bis zu 18W aufnehmen um die Powerbank schnell zu laden.

 

Kapazität

Starten wir in den eigentlichen Test mit der Kapazität. Diese liegt laut RealPower bei 20000mAh. Folgende Werte konnte ich ermitteln:

Wh mAh
USB A 5V/1A

69.367

18747.84

USB A 5V/3A

58.23

15737.84

USB C 5V/1A

66.652

18014.05

USB C 9V/1A

65.614

17733.51

USB C 9V/2A

56.211

15192.16

 

Die „echte“ Kapazität schwankt also zwischen 18747mAh und 15192mAh je nach Last.

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

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Mit einer Kapazität von im besten Fall 94% der Herstellerangabe ist die RealPower PB-20000PD+ gut mit dabei.

 

Kompatibilität und Ladetempo

Folgende Geräte habe ich an der RealPower Powerbank getestet:

USB C USB A
Apple iPhone 12 Pro

17.8

10.1

Apple iPad Pro 11

17.03

7.122

Apple MacBook Pro 13 M1

17.2

4.7

Xiaomi Mi 10 Pro

10.99

13.2

Samsung Galaxy Note 20 Ultra

13.8

13.1

 

Ich konnte bei der RealPower PB-20000PD+ keine Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches beobachten! Die Powerbank verhielt sich im Test absolut vorhersehbar und logisch.

So wurden alle getesteten Smartphones und Tablets mindestens an einem der Ports schnellgeladen. Besonders positiv zeigte sich die Powerbank im Zusammenspiel mit Apple Smartphones und Tablets.

 

Aufladen der Powerbank

Ihr habt einige Möglichkeiten die Powerbank zu laden. Zum einen habt Ihr sowohl einen microUSB wie auch den USB C Port. Des weiteren habt Ihr Quick Charge und USB PD.

ladetempo

Die Powerbank akzeptiert USB PD mit rund 18W wie auch Quick Charge 3.0 zum Schnellladen. Im Falle von Quick Charge habt Ihr die Wahl, denn sowohl der USB C wie auch der microUSB Port akzeptieren Quick Charge. So dauert ein vollständiges Laden ca. 5,5 Stunden.

Aber auch wenn Ihr kein Schnellladegerät zur Verfügung habt geht das Laden an einem 5V/2,4A Ladegerät mit 10-13W angenehm schnell.

 

Fazit

Ja die RealPower PB-20000PD+ ist eine klasse Smartphone Powerbank! Auch hier ist wieder die Kombination aus USB Power Delivery und Quick Charge das Highlight. Hierdurch könnt Ihr 95% aller aktuellen Smartphones in irgendeiner Form schnell bzw. schneller laden.

realpower pb 20000pd+ im test 8

Ja je nach Smartphone gibt es durchaus Powerbanks die noch schneller sind, aber die RealPower PB-20000PD+ gehört klar zu den flotten Powerbanks, die auch Universell gut einsatzbar ist.

Hinzu kommt die ordentliche echte Kapazität von bis zu 69.367 bzw. 18748 mAh und das flotte Aufladetempo.

Kurzum die RealPower PB-20000PD+ ist eine hervorragende universelle Powerbank!

Das ASUS VivoBook S15 (Intel) im Test

Mit der VivoBook Serie bietet ASUS einige preislich attraktive „Ultrabooks“ die durchaus in Konkurrenz zu Dells XPS Serie oder der Apple MacBooks stehen, nur zu einem deutlich niedrigeren Preis.

So bekommt Ihr ein VivoBook S15 bereits ab 699€, was für ein kompaktes 15 Zoll Notebook ein sehr fairer Preis ist. Aber wie sieht es in der Praxis aus? An welchen Stellen hat ASUS gespart, ist das Display gut, wie steht es um die Tastatur und das Trackpad?

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Finden wir dies im Test des ASUS VivoBook S15 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des VivoBook S15 für diesen Test.

 

Das ASUS VivoBook S15 (Intel) im Test

Das VivoBook S15 ist ganz klar auf eine möglichst edle Optik und Haptik getrimmt. So besteht das komplette äußere des Notebooks aus Aluminium, welches auch an den Kanten sauber abgerundet ist.

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Erfreulicherweise ist dieses sehr schön kompakt gehalten, obwohl wir einen 15 Zöller vor uns haben. Das Notebook misst 357x230x18mm und bringt ein Gewicht von 1,8 KG auf die Waage. Nicht super leicht, aber auch nicht übermäßig schwer.

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Einen großen Anteil an den kompakten Abmessungen haben die kleinen Displayrahmen. Gerade seitlich sind diese sehr überschaubar. Lediglich der obere Rahmen könnte vielleicht noch etwas dünner sein, dafür haben wir aber eine Webcam an ihrem bekannten Ort.

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Wie steht es um die Anschlüsse?

Auf der linken Seite des ASUS VivoBook S15 finden wir:

  • 1x DC Netzanschluss
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x USB A 3.0
  • 1x USB C 3.0
  • 1x 3,5mm Kopfhörer/Headset Anschluss

Front und Rückseite sind frei von Anschlüssen. Weitere Ports finden wir auf der rechten Seite:

  • 2x USB 2.0
  • 1x microSD Kartenleser
  • 2x Status LEDs

Ich würde die Portausstattung als akzeptabel bezeichnen. Etwas schade ist das fehlen von HDMI 2.0 und Thunderbolt 3.

Eine kleine Besonderheit findet aber noch im Trackpad. Hier ist ein Fingerabdruckscanner integriert.

 

Display

Im ASUS VivoBook S15 ist wie der Name schon vermuten lässt ein 15,6 Zoll Display verbaut. Hier handelt es sich auf dem Papier um ein recht klassisches 1920 x 1080 Pixel IPS Panel. ASUS bewirbt dies mit einer maximalen Helligkeit von 300 cd/m².

Rein subjektiv wirkt das Display solide! Blickwinkel sind stabil, die Schärfe Okay und auch Farben sind akzeptabel. Allerdings ist auch zu merken, dass die Farben und vor allem die Kontraste nicht ganz so satt sind wie bei den High End Modellen von ASUS selbst, Dell, Apple usw.

Dies wird auch von den Messwerten unterstützt. So erreicht das Notebook nur eine Farbraumabdeckung von 63% sRGB, 47% von AdobeRGB und 46% von Color-P3.

BILD EINFÜGEN

Dies sind eher schwächere Werte machen das VivoBook S15 eher bedingt geeignet für Foto und Video-Bearbeitung.

Auf Seiten der Helligkeit konnte ich maximal 274 cd/m² messen, was für eine Indoor Nutzung ausreicht. Der Kontrast liegt bei soliden 1:750.

 

Tastatur und Trackpad

ASUS setzt beim VivoBook S15 leider auf ein etwas „modifiziertes“ QWERTZ Layout. So ist natürlich äöü usw. vorhanden, aber die Anordnung der Tasten ist etwas verändert. So haben wir einen Hybrid aus dem deutschen und dem amerikanischen Layout.

Die Shift und Feststelltasten sind wie im deutschen Layout, aber der Bereich um die Enter Taste wie im englischen Layout. So ist die Enter Taste kurz und oberhalb ist die „#“ angebracht. Dafür hat ASUS aber noch geschafft ein Nummernpad unterzubringen.

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An die Layoutänderung kann man sich gewöhnen, ist nur teils etwas nervig wenn Ihr des Öfteren zwischen verschiedenen Computern wechselt.

Qualitativ ist die Tastatur sehr gut! Der Druckpunkt der Tasten ist ordentlich, der Anschlag schön fest und der generelle Tipp-Eindruck positiv.

Auch das Trackpad ist mehr als ordentlich! Dieses fühlt sich gut am Finger an und das Tracking ist präzise.

Wir haben hier also prinzipiell eine gute bis sehr gute Tastatur und Trackpad, lediglich das Layout ist mittelmäßig.

 

Lautsprecher

Das VivoBook S15 hat zwei Lautsprecher, die an der seitlichen Unterseite sitzen. Diese sind Okay.

Wir haben hier keine absoluten premium Lautsprecher, aber ich habe auch schon deutlich Schlechteres in deutlich teureren Notebooks gehört. Die Lautsprecher sind ausreichend voll und nicht übermäßig schrill. Musik und auch Videos klingen absolut ordentlich!

 

Performance

Ihr bekommt das VivoBook S15 in diversen Versionen. So gibt es das Notebook mit Intel CPUs, AMD CPU, Integrierter Grafik oder gesonderten Grafikchips. ASUS hat mir folgende Version für diesen Test zur Verfügung gestellt:

  • Intel Core I7 – 10510U
  • 8GB RAM
  • Nvidia MX250
  • 500GB Speicher

Anhand dieser Daten erkennt Ihr vielleicht, dass das Notebook sich eher Richtung Portabilität als Richtung maximaler Leistung orientiert. Wir haben hier CPUs und GPUs die sich meist eher in 13 oder 14 Zöllern zu finden sind, was nicht heißt, dass diese schlecht sind. So ist die Intel „U“ CPU Serie durchaus ausreichend Leistungsstark, aber tendenziell eher auf eine niedrigere Leistungsaufnahme orientiert, ähnlich wie Nvidias MX Serie.

Schauen wir uns mal ein paar Benchmarks an.

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Die Benchmarks zeigen keine Überraschungen. Wir haben eine fähige Intel 4 Kern CPU, die grundsätzlich eine ordentliche Leistung zeigt, aber von den 4 Kernen und dem 15W Powerlimit etwas zurück gehalten wird.

Dabei scheint aber die Performance des ASUS VivoBook S15 recht konstant zu sein, denn gerade im Handbrake Benchmark schneidet das Notebook für seine CPU Klasse gut ab. Dies spricht für eine ordentliche Kühlung.

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Wie steht es aber um die Grafikleistung? Immerhin haben wir eine Nvidia Grafikkarte? Naja die Nvidia MX250 ist keine überragende Grafikkarte, sondern zählt eher in die Kategorie „besser als nichts“.

So könnt Ihr mit dem VivoBook S15 und der MX250 ältere Titel wie Skyrim usw. problemlos auf vollen Details und 30-60 FPS spielen. Bei neueren AAA Titeln müsst Ihr aber die Grafikqualität massiv herunterschrauben.

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So könnt Ihr in modernen AAA Titel mit 30 FPS bei niedrigen Details und Full HD Auflösung rechnen.

Auf Seiten der SSD kann ich Euch nicht so genau sagen was ASUS verbaut hat, denn diese nutzen ein Intel Optane Setup.

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Mit 2424 MB/s lesend und 1029MB/s schreibend sieht die Performance ganz gut aus.

 

Akkulaufzeit

Im ASUS VivoBook S15 ist ein 50Wh Akku verbaut. 50Wh ist für ein 15 Zoll Notebook nicht übermäßig viel, aber sofern die von ASUS genutzten Komponenten ausreichend energieeffizient sind, sollte doch eine gute Laufzeit zustande kommen.

In meinem Test lag die Akkulaufzeit des S15 bei rund 4,5 Stunden beim Websurfen usw. Im Office Betrieb könnt Ihr sicherlich 5 Stunden knacken, rechtet aber besser mit +- 4,5 Stunden in der Praxis.

 

Fazit

Ob ich Euch das ASUS VivoBook S15 empfehlen kann hängt am Ende etwas vom Preis ab. ASUS bietet das Notebook in duzenden Konfigurationen an, von rund 700€ bis gut über 1000€.

1000€ oder mehr halte ich etwas zu viel für das VivoBook S15, die 700€ Konfiguration, gerade die Version mit AMD Ryzen, halte ich hingegen für sehr attraktiv.

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Grundsätzlich besitzt das ASUS VivoBook S15 ein sehr schickes und auch wertiges Gehäuse! Auch die Tastatur, das Trackpad und sogar die Lautsprecher sind mehr als ordentlich. Das Display ist sicherlich kein absolutes Highlight, aber für den normalen Nutzer ist es gut genug.

Bei der Performance kommt es wieder auf Euch und die von Euch gewählte Konfiguration an. Grundsätzlich ordnet sich das VivoBook S15 eher in der „13 Zoll“ Klasse ein, was die Leistung betrifft. So setzt ASUS hier auf die besonders Energiesparenden 15W CPUs, die Ihr auch in einem Dell XPS 13 oder den Intel MacBook Pro 13 findet. Sicherlich hilft dies den Formfaktor etwas kompakter zu halten.

Die Leistung innerhalb dieser Klasse ist 1a bei meiner Intel Version und sollte mit der AMD Version sogar glatt noch besser sein.

Daher meine Empfehlung, wenn Ihr zum ASUS VivoBook S15 greift, dann wählt wenn möglich die Version mit AMD Ryzen (siehe hier). Das VivoBook S15 ist ein schickes allround/Home Office Notebook.