Das Realme 8 Pro sticht zwar primär aufgrund seiner extremen Kamera aus der Masse hervor. Allerdings ist „Super Dart“ Charge auch eine Besonderheit. Super Dart Charge ist Realmes proprietärer Schnellladestandard, welcher es erlauben soll das Realme 8 Pro mit bis zu 50W zu laden.
50W ist extrem beeindruckend! Wollen wir uns im Test einmal ansehen ob dieses Werbeversprechen eingehalten werden kann.
Super Dart Charge ist Realmes Name für den eigenen proprietären Schnellladestandard, welcher aktuell bis zu 65W bietet. Dieser ähnelt dabei prinzipiell OPPOs SuperVOOC oder Huaweis Super Charge.
Auch hier nutzt Realme tendenziell eine „niedrigere“ Spannung, aber dafür einen besonders hohen Ladestrom. Andere Schnellladestandards wie USB Power Delivery machen es eher umgekehrt.
Das Ladegerät des Realme 8 Pro bietet bis zu 65W bzw. 5V/2A (10W) oder 10V/6,5A (65W). Das Realme 8 Pro ist allerdings auf maximal 50W (laut Hersteller) limitiert.
Dies ist allerdings bereits extrem viel! Ein iPhone 12 Pro kann mit maximal 18W laden und das Samsung Galaxy S21 Ultra mit 22,5W.
Um dies zu realisieren nutzt Realme diverse Tricks. Unter anderem verfügt das Realme 8 Pro über zwei Akkuzellen, anstelle einer großen. Die Last beim Laden wird so auf zwei Akkus verteilt, was ein schnelleres Laden erlaubt.
Welche Ladestandards unterstützt das Realme 8 Pro?
Das Realme 8 Pro unterstützt neben dem Laden über das Super Dart Charge Ladegerät auch das Laden an normalen USB Ladegeräten, mit einem deutlich niedrigeren Tempo.
Also keine Sorge, Ihr könnt fürs Realme 8 Pro jedes Ladegerät nutzen, das Ihr noch herum liegen habt.
Aber wie schnell lädt das Realme 8 Pro an diversen Quellen? Unterstützt dieses vielleicht auch Quick Charge und USB PD?
Realme wirbt mit einem maximalen Ladetempo von 50W, diese kann ich aber nicht ganz bestätigen, In meinem Test lud das 8 Pro am original Ladegerät mit maximal rund 46W, es wurde also etwas gerundet.
Auch an USB Power Delivery fähigen Ladegeräten konnte ich eine Art schnellladen beobachten. Hier schaltete das Smartphone auf 9V hoch und lud mit +- 14W. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Euer USB PD Ladegerät 18W, 60W, PPS usw. unterstützt, das maximale Tempo ist 14W.
USB PDQuick Charge 3.0
Quick Charge wird hingegen nicht unterstützt! Das Realme 8 Pro behandelt ein Quick Charge Ladegerät wie ein normales 5V/2,4A Ladegerät und lädt mit maximal +- 9W.
Ladegeschwindigkeit des Realme 8 Pro
Wir haben bereits geklärt, dass das Realme 8 Pro mit bis zu +- 46W laden kann. Dies ist aber nur das Spitzenladetempo.
Genau genommen kann das Realme 8 Pro gerade einmal 5 Minuten mit 46W laden, ehe der Ladestrom auf 37W gedrosselt wird.
Nach 10 Minuten (ca. 38% Ladung) sinkt dann der Ladestrom auf 27W. Mit 27W wird das Realme 8 Pro eine ganze Weile geladen.
Ab 85% Ladestand sinkt dann der Ladestrom erneut langsam ab bis dieser 0W erreicht und das Smartphone voll ist. Diese 80% werden aber bereits nach rund 32 Minuten erreicht. Eine 100% Ladung dauert rund 46 Minuten, was sehr schnell ist!
Schadet ein schnelles Laden dem Akku?
Bis zu 46W ist natürlich extrem viel für solch einen an sich sehr kleinen Akku. Kann dieser hiervon mittelfristig Schaden nehmen bzw. schneller altern?
Dass der Akku direkt Schaden nimmt und plötzlich kaputt geht ist sehr unwahrscheinlich! Hier würde ich mir keine Sorgen machen.
Eine schnellere Alterung wiederum ist wahrscheinlich! Ein schnelleres Laden ist immer Stress für Euren Akku, was auch die Hersteller teils durch die Blume zugeben. Wie viel stärker die Alterung ist, ist aber schwer zu sagen. Ich würde aber nach 2 Jahren mit +- 20% schnellerer Alterung rechnen wenn Ihr den Akku jeden Tag mit dem vollen Tempo ladet. Dies ist aber nur eine Schätzung!
Die Hersteller sind aber clever, wir haben hier auch nur sehr kurz 46W Ladestrom, ehe dieser deutlich abfällt. Hierdurch ist beispielsweise die Hitzeentwicklung überschaubar.
Der heißeste Punkt beim Laden des Akkus ist der Ladecontroller, oberhalb des Akkus. Der Akku selbst hat sich nicht übermäßig erwärmt.
Fazit
Ja das Realme 8 Pro lädt beeindruckend schnell. 0% auf 80% in rund 32 Minuten ist Weltklasse! Zwar wird das maximale Ladetempo von 46W nur kurz erreicht, aber das ändert nichts am super schnellen laden. Hier einmal die Erkenntnisse zusammengefasst.
Maximale Ladetempo ist 46W, wird aber nur wenige Minuten gehalten
Der Ladestrom im Schnitt liegt bei +- 27W
0% auf 80% in ca. 32 Minuten, 0% auf 100% in 46 Minuten
Laden via USB Power Delivery mit rund 14W möglich
Laden via Quick Charge und „normal USB (5V/2,4A)“ mit 9,xW
Wollt Ihr das maximale Ladetempo, dann müsst das originale Super Dart Charge Ladegerät nutzen. Alternativ unterstützt das Realme 8 Pro auch den SVOOC Standard oder USB PD, dies aber mit einem reduzierten Ladetempo.
Solltet Ihr also ein alternatives Ladegerät/Powerbank suchen, dann nehmt eins mit USB Power Delivery. Ja das Laden ist damit langsamer, aber vielleicht auch etwas schonender.
Soll es aber möglichst flott gehen, dann greift zum beiliegenden Ladegerät! Das Realme 8 Pro ist potenziell eins der schnellst ladenden Smartphones aktuell auf dem Markt.
Das Realme 8 Pro ist eins der spannendsten Smartphones seit langem. Dass es günstige Smartphones mit ordentlicher Leistung gibt ist nicht unbedingt etwas ungewöhnliches. Meist mangelt es bei Modellen der Einsteiger und Mittelklasse aber an der Kamera.
Gute Kameras werden den Flaggschiff Smartphones vorbehalten. Dies möchte Realme mit dem 8 Pro ändern!
So verfügt das Realme 8 Pro über die 108 Megapixel Kamera aus dem Hause Samsung, welche beispielsweise im S21 Ultra zum Einsatz kommt! Dies in der 300€ Preisklasse ist natürlich ein absoluter Kracher.
Hinzu kommt der Snapdragon 720G, 8GB RAM, ein AMOLED Display und 128GB Speicher. Klingt doch richtig gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Realme 8 Pro überzeugen und wie schlägt sich die Kamera im Vergleich zu Samsung, Apple und Xiaomi? Finden wir es heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Realme welche mir das 8 Pro für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.
Optisch macht das Realme 8 Pro auf den ersten Blick einen sehr wertigen und schicken Eindruck! Die Rückseite mit dem sehr großen „Dare to Leap“ Aufdruck ist zwar sicherlich etwas Geschmackssache, aber hebt das 8 Pro auch etwas von der Masse ab.
Dass wir hier kein Flaggschiff Smartphone vor uns haben ist etwas bei der Materialwahl zu bemerken. Die Front besteht natürlich aus Glas, aber sowohl der Rahmen wie auch die Rückseite sind aus Kunststoff. Dabei verfügt die Rückseite über eine schöne matte Textur.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen Kunststoff bei Smartphones! Das Realme 8 Pro liegt gut in der Hand, fasst sich solide an und ist gut verarbeitet. Allerdings wirkt die Haptik dann doch nicht so edel wie bei einem High End Smartphone das auf Glas und Metall setzt.
Im Gegenzug fühlt sich das 8 Pro aber auch nicht so kalt und steril an.
Optisch kämpft das Smartphone aber bereits deutlich über seiner eigentlichen Preisklasse! Was vor allem an dem sehr auffälligen Quad Kamera-Modul liegt das die Rückseite ziert. Dieses steht ein Stück weit vor, was aber auch nicht verwundert bei der Nutzung eines gewaltigen 108 Megapixel Sensors.
Auf der Front finden wir das 6,4 Zoll Super AMOLED Display, die Ohrmuschel und eine 16 Megapixel Frontkamera, welche in der Ecke im Display eingelassen ist. Unter dem Display ist zudem ein Fingerabdruckscanner eingelassen.
Dementsprechend finden wir auf der rechten Seite des Realme 8 Pro die klassischen physischen Tasten eines Smartphones.
Ungewöhnlich im Jahr 2021, das Realme 8 Pro verfügt noch über einen Kopfhörer-Anschluss auf der Unterseite. Hier ist auch der primäre Lautsprecher und der USB C Ladeport.
Display
Das Realme 8 Pro verfügt über ein 6,4 Zoll Full HD Display. Dieses setzt auf die AMOLED Technologie, was eine gute Bildqualität garantiert.
Und ja dies kann ich auch in der Praxis bestätigen. Das Realme 8 Pro kann zwar bei den Farben und der „Klarheit“ nicht mit einem High End Samsung Smartphone mithalten, das Display sieht aber mehr als ordentlich aus.
Farben sind satt, Kontraste herausragend und auch der generelle Bildeindruck ist stimmig. Die maximale Helligkeit ist Okay, hätte aber auch noch Luft nach oben.
Lautsprecher
Das Realme 8 Pro verfügt leider nur über einen Lautsprecher für die Medienwiedergabe. Die Ohrmuschel wird hier nicht als sekundärer Lautsprecher mitgenutzt.
Der primäre Lautsprecher des 8 Pro klingt akzeptabel. Er ist ausreichend voll und auch relativ satt. Allerdings was die Brillanz angeht gibt es noch etwas Luft nach oben.
Zudem klingt der Lautsprecher bei voller Lautstärke etwas „zittrig“. Allerdings ist der Lautsprecher unterm Strich absolut brauchbar, aber auch keine „Pracht“.
Kamera(s)
Die Kamera(s) sind natürlich das Highlight des Realme 8 Pro. Dieses verfügt über vier Kameramodule.
Hauptkamera 108 Megapixel Samsung S5KHM2 f/1.9
Weitwinkelkamera 8 Megapixel f/2.3
Tiefensensor 1 2 Megapixel
Tiefensensor 2 2 Megapixel
Das Realme 8 Pro verfügt zwar über eine „Quad-Kamera“, davon sind aber nur 2 Sensoren wirklich brauchbar. Die beiden 2 Megapixel Sensoren erfüllen in der Praxis keine Aufgabe, außer da zu sein damit mit einer Quad Kamera geworben werden kann.
Bei der Hauptkamera handelt es sich um den Samsung S5KHM2 Sensor. Dieser kommt auch im 1000€ S21 Ultra zum Einsatz. Es handelt sich hierbei klar um einen der technisch besten Kamera-Sensoren aktuell auf dem Markt! Beeindruckend!
Dies liegt dabei weniger an den 108 Megapixeln, diese werden eh auf 12 Megapixel herunter skaliert, sondern viel mehr an der Größe des Sensors.
Allerdings ist der Sensor nicht alles! Auch die Linse und vor allem das Post Processing spielt eine sehr große Rolle. Schauen wir uns daher doch mal ein paar Bilder des Realme 8 Pro an!
Ich bin positiv überrascht! Die Aufnahmen des Realme 8 Pro können überzeugen. Diese unterscheiden sich allerdings etwas von der „großen“ Konkurrenz. Schauen wir uns daher direkt die Bilder des Realme 8 Pro im Vergleich zum iPhone 12 Pro und Samsung Galaxy S21 Ultra an.
Xiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProApple iPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 ProXiaomi Mi 10 ProSamsung Galaxy S21 UltraRealme 8 ProiPhone 12 Pro
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Realme nutzt einen recht effekthascherischen Bildstyle! So sind die Aufnahmen des Realme 8 Pro sehr bunt und hell!
Hierdurch stechen diese doch sehr stark hervor, mich würde es daher nicht mal wundern wenn einigen Nutzern die Bilder des Realme 8 Pro glatt besser gefallen als von einem iPhone.
Neutral betrachtet sind natürlich die Farben eines iPhones „echter“ und natürlicher, aber diese teils etwas „over the top“ Bildstyle des Realme 8 Pro macht gerade bei schönem Wetter und blauem Himmel durchaus Spaß.
Dieser etwas buntere Style weiß auch bei Bildern von „Stillleben“ wie beispielsweise Blumen durchaus zu gefallen.
Samsung Galaxy S21 UltraApple iPhone 12 ProRealme 8 Pro
An anderen Stellen wirkt aber der sehr farbenfrohe Style aber klar etwas übertrieben. Dies war mir beispielsweise bei Porträts aufgefallen. Hier hilft es teils etwas die Bild KI zu deaktivieren. Diese erkennt das gerade zu Fotografierende Objekt erfreulich gut, neigt aber dazu einfach die Farben noch weiter hoch zu drehen.
Im Low Light sehen wir aber dann doch das wir beim Realme 8 Pro kein Flaggschiff Smartphone vor uns haben.
Für ein 300€ Smartphone macht dieses hier weiterhin tadellose Bilder! Allerdings kann es hier nicht mehr mit dem iPhone 12 Pro, Samsung Galaxy S21 Ultra oder Xiaomi Mi 10 Pro mithalten.
Schade, aber alles andere wäre auch eine Sensation.
Die Weitwinkelkamera ist natürlich nicht so gut wie die Hauptkamera, machte aber bei ausreichend Licht solide Aufnahmen. Hier war ich fast etwas positiv überrascht, denn ich hatte erwartet, dass Realme das komplette Budget in die Hauptkamera gesteckt hatte. Dies ist aber nicht der Fall!
Überrascht hat mich der Zoom.
Das Realme 8 Pro schlägt das Apple iPhone 12 Pro und auch das Xiaomi Mi 10 Pro bei 3x, 5x und 10x Zoom ganz eindeutig! Und das obwohl keine gesonderte Zoom Linse vorhanden ist.
Performance
Im Realme 8 Pro steckt der Qualcomm Snapdragon 720G. Beim Snapdragon 720G handelt es sich um einen SOC der gehobenen Mittelklasse mit 8 Kernen und 2,3Ghz Takt. Dieser Chip ist im 8nm Format gefertigt.
Dieser wird beim Realme 8 Pro mit 8GB RAM und 128GB Speicher kombiniert.
Wollen wir uns doch einmal in ein paar Benchmarks ansehen wie gut das Smartphone abschneidet.
Für die 300€ Preisklasse liefert das Realme 8 Pro eine ordentliche Leistung, welche aber natürlich nicht mit den Flaggschiffen mithalten kann.
Der Snapdragon 720G kann sich je nach Benchmark rund 30% oberhalb des älteren Snapdragon 675 platzieren und kann unter dem Dimensity 800U, welcher z.B. im Xiaomi Redmi Note 9T zum Einsatz kam.
In der Praxis
In der Praxis ist das Realme 8 Pro ein erfreulich flottes Smartphone. Die Benutzeroberfläche läuft soweit weich und flüssig. Wir haben hier zwar kein 90hz oder 120Hz Display, aber die 60Hz werden konstant sauber „wiedergegeben“.
Dabei kann auch die von Realme genutzte Realme UI 2.0 überzeugen. Die Realme UI 2.0 Benutzeroberfläche wirkt wie eine Mischung aus Xiaomis MIUI und Standard Android. Realme hat hier also nicht zu viele Elemente verändert, aber hier und da durchaus ein paar kleinere Anpassungen vorgenommen.
Ich kann mit Realme UI 2.0 gut leben! Vor allem wirkt die Benutzeroberfläche flott und auf Performance getrimmt. Viele Elemente gehen sehr schnell, beispielsweise das Anfertigen von Screenshots hat keine lange Animation, sondern geht zack zack.
Was die App Performance angeht kann ich ebenfalls nicht Klagen. WhatsApp, Facebook, Instagram, Google Chrome usw. laufen perfekt. Auch die Ladezeiten von Bildern usw. sind gut.
Bei sehr aufwendigen 3D Spielen müssen wir hier und da etwas die Grafikqualität herunterstellen (mittel bis hoch), damit es 100% flüssig läuft, aber auch dies ist keine Überraschung. Ein Spiel das gar nicht auf dem Realme 8 Pro lief konnte ich nicht finden.
Etwas durchwachsen war lediglich der Fingerabdruckscanner. Dieser funktionierte bei mir eher so semi-zuverlässig.
Akku
Im Realme 8 Pro steckt ein 4500mAh Akku. Dies ließt sich nicht schlecht, aber wie sieht es in der Praxis aus?
Ich würde die Akkulaufzeit als solide einstufen. Ihr werdet mit dem Realme 8 Pro problemlos durch den Tag kommen, allerdings ist das Smartphone auch kein „Dauerläufer“.
So lag die Laufzeit auch etwas unter dem was ich von einem Smartphone mit 4500mAh Akku erwarten würde.
Fazit
Das Realme 8 Pro ist ein kleines Highlight! Dies liegt klar an der Kamera, welche auch vom Realme Marketing in den Vordergrund gestellt wird.
Das nutzen des Samsung 108 Megapixel Sensors erlaubt es des Realme 8 Pro unheimlich gute Bilder zu machen. Dieses hat ohne jede Frage die beste Kamera die ich in einem +- 300€ Smartphone bisher gesehen habe.
Ja der sehr bunte und helle Bildstyle des Realme 8 Pro ist sicherlich etwas Geschmacksache, aber grundsätzlich kann die Kamera bei Tageslicht mit „echten“ Flaggschiff Smartphones mithalten. Bei Nacht ist dies zwar nicht mehr ganz der Fall, hier sieht man, dass es doch auf etwas mehr ankommt als nur den Sensor, aber weiterhin ist mir kein Smartphone dieser Preisklasse bekannt das sich hier besser schlägt. Erfreulicherweise ist auch die Weitwinkelkamera brauchbar, wenn auch klar schlechter als die Hauptkamera.
Aber auch abseits der Kamera macht das Realme 8 Pro eine gute Figur. Die Systemperformance ist stark und die generelle Leistung des Snapdragon 720 G gut. Ja Ihr werdet für rund 300€ durchaus Smartphones bekommen die noch etwas besser in Benchmarks abschneiden, aber viel Luft ist hier auch nicht mehr nach oben.
Das AMOLED Display macht einen guten Eindruck und der Akku hält ausreichend lange.
Kurzum, Ihr sucht ein etwas außergewöhnlicheres Smartphone in der unteren Mittelklasse, mit super starker Kamera und könnt mit einem etwas bunteren Bildstyle leben? Dann ist das Realme 8 Pro ein absolutes Highlight!
Tribit gehört zu den absoluten Geheimtipps wenn es um Kopfhörer und Bluetooth Lautsprecher geht. Kaum ein anderer Hersteller bietet hier aktuell solch eine gute Qualität zu teilweise lachhaften Preisen.
Das neuste Modell von Tribit sind die QuietPlus 50. Die QuietPlus 50 sind 50€ Bluetooth Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling und „HiFi-Sound“ (laut Hersteller).
Ließt sich doch erst einmal extrem spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Können hier die QuietPlus 50 von Tribit überzeugen? Finden wir es heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen der QuietPlus 50 für diesen Test.
Bei den Tribit QuietPlus 50 handelt es sich um sehr schlichte Bluetooth Kopfhörer. Tribit hat hier auf ein aufwendiges und auffälliges Design weitestgehend verzichtet. Anstellen dessen sind die Kopfhörer einfach komplett aus einem Softtouch Kunststoff gefertigt.
Die Rückseite der Ohrmuscheln ist dabei komplett glatt und besitzt lediglich ein dezentes Tribit Logo.
Leider ist allerdings der verwendete Softtouch Kunststoff sehr anfällig für Fingerabdrücke und Schmieren. Abseits davon ist die Konstruktion aber gelungen! Auffällig, die Aufhängung der Ohrmuscheln ist komplett straft. Die Ohrmuscheln haben kein seitliches Spiel, mehr dazu später.
Gesteuert werden die QuietPlus 50 über diverse Tasten und Schieber an der linken Ohrmuschel. Hier findet sich der Einschalter, eine Lautstärkewippe und ein Schieber für das ANC.
Ebenfalls an der linken Ohrmuschel ist der USB C Ladeport und ein 3,5mm AUX Eingang. Tribit wirbt bei den QuietPlus 50 mit einer Akkulaufzeit von 30 Stunden, was ich so in der Größenordnung auch bestätigen kann.
Tragekomfort
Grundsätzlich haben die QuietPlus 50 eine ganz gute Form und Größe. So sind die Ohrmuscheln ausreichend groß und die Polsterung angenehm. Letztere ist ausreichend dick und angenehm weich, ohne dabei zu heiß zu wirken.
Allerdings haben die QuietPlus 50 auf meinem Dickschädel einen recht hohen Anpressdruck. Zudem sind die Ohrmuscheln seitlich nicht flexibel gelagert! Hierdurch wirken die Kopfhörer sehr straff und steif.
Ich würde also den Tragekomfort als Okay einstufen, aber die QuietPlus 50 sind auch nicht die aller bequemsten Ohrhörer die ich jemals erlebt habe.
ANC
Aktives Noise Cancelling ist immer so eine Sache. Es ist ohne Frage ein cooles Feature wenn man unterwegs ist, aber leider ist gutes ANC primär den teuren Kopfhörern vorbehalten.
Und hieran ändern die QuietPlus 50 auch nur bedingt etwas. Ja das ANC der QuietPlus 50 funktioniert, ist aber klar 1-2 Stufen schlechter als bei den großen Sony und Bose Modellen.
So werden surrende Geräusche gut ausgeblendet bzw. deutlich reduziert. Dies gilt für Motoren, Lüfter usw. Stimmen, Kinderschreien oder ähnliches wird leicht gedämpft, ist aber weiterhin wahrnehmbar.
Zudem erzeugen die Kopfhörer ein merkbares weißes Rauschen. Das ANC der QuietPlus 50 funktioniert, aber erwartet keine Wunder!
Klang
Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Tribit wirbt hier selbst mit „Hi-Fi-Audio-Sound & starke Bässe“ und dem kann ich in vielen Punkten recht geben!
Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Die Höhen der QuietPlus 50 sind gelungen! Sie sind angenehm klar und sauber. Zudem weisen sie eine angenehme Brillanz und Leichtigkeit auf. Hier und da wirkten die Kopfhörer zwar ein wenig schrill auf mich, dies ist aber sehr stark vom Song und Geschmack abhängig. Grundsätzlich sind die Höhen als gut bis sehr gut zu bezeichnen.
Die Mitten wiederum sind neutral bis vielleicht leicht abgesenkt. Stimmen werden gut dargestellt, unabhängig davon, ob diese tendenziell eher heller oder dunkler sind. Der Beat neigt allerdings in vielen Songs zu einer gewissen Dominanz.
Dies liegt natürlich am Bass. Ja die QuietPlus 50 haben einen kräftigen Bass! Dieser ist ein gutes Stück angehoben, wirkt aber gekonnt. Heißt der Tiefgang und auch das Volumen des Basses sind stark. Der Bass klingt absolut rund und wertig!
Allgemein klingen die QuietPlus 50 deutlich besser als es der Preis von 50€ erwarten ließen. Verglichen mit sehr viel teureren Kopfhörern ist lediglich die Detail Darstellung ein Stück schlechter. Die QuietPlus 50 neigen etwas dazu recht „Clean“ zu klingen, was allerdings oft bei günstigeren Kopfhörer und Ohrhörern der Fall ist. Allerdings Dinge wie die räumliche Darstellung ist 1a, auch die Lautstärke und die Dynamik passen völlig.
Fazit
Die Tribit QuietPlus 50 sind für 50€ (UVP) hervorragende Kopfhörer, anders kann man es nicht sagen! Dies gilt vor allem für den Klang.
Die QuietPlus 50 haben einen wertigen und dynamischen Klang, welcher wie beworben einen guten Schuss Bass hat. So sind die Kopfhörer sicherlich weniger etwas für Puristen, mögt Ihr etwas mehr Action, dann werdet Ihr an den Kopfhörern Freude haben! Dabei wirken die QuietPlus 50 aber trotz des ausgeprägten Basses nicht dumpf oder matt, ganz im Gegenteil. Die Höhen sind ebenso mehr als ordentlich.
Ich würde sagen klanglich spielen die QuietPlus 50 deutlich über ihrer Preisklasse.
Auch das ANC ist Okay. Wir sind hier schon 1-2 Klassen unter den großen Sony oder Bose Modellen, aber schlecht ist das ANC der QuietPlus 50 auch nicht. Mein größter Kritikpunkt wäre der Tragekomfort.
So sind die Tribit QuietPlus 50 etwas steif und haben einen recht hohen Anpressdruck. Ich würde nicht sagen dies ist ein NoGo, aber hier gibt es bessere Kopfhörer.
Dennoch unterm Strich sind die Tribit QuietPlus 50 hervorragende Kopfhörer für 50€ (zum Zeitpunkt des Tests), welche gerade klanglich deutlich über ihrer eigentlichen Preisklasse spielen.
18650 Li-Ion-Akkus ist der meistgenutzte Formfaktor für Lithium Zellen. Diesen finden wir in diversen Werkzeugen, teils Notebooks, Taschenlampen oder sogar eAutos.
In diesem kleinen Vergleich schauen wir uns die 5 größten 18650 Li-Ion-Akkus im Vergleich an, die aktuell im Handel zu bekommen sind. Dabei verzichte ich aber auf die diversen chinesischen Fake Akkus, sondern konzertiere mich auf die großen Marken, wie Panasonic, LG, Samsung,…
Wollen wir uns doch ansehen welcher dieser Akku die größte Kapazität besitzt!
Alle Akkus in diesem Vergleich haben mindestens 3400mAh und gehen bis auf 3600mAh hoch. 3600mAh ist auch die nach meinem Wissen größte Kapazität mit der ein seriöser Hersteller bei seinen 18650 Zellen wirbt.
Preislich wirkt dabei vor allem der LG INR18650MJ1 und der Sanyo/Panasonic NCR18650GA mit unter 5€ besonders attraktiv. Der Panasonic NCR18650G ist mit rund 8€ klar der teuerste Akku.
Schwieriges Testen
Normalerweise teste ich Akkus und Ähnliches im SKYRC MC3000. Das SKYRC MC3000 ist ein klasse Messgerät bzw. Analyse Tool für diverse Akkus. Allerdings hat das MC3000 einen Nachteil, es kann Akkus nur mit bis zu 2A entladen.
Für diesen Test hätte ich die Akkus aber auch gerne etwas schneller entladen. Daher habe ich mir ein kleines Test-Set-up auf Basis eines eigentlich recht günstigen, aber halbwegs genauen Akku-Testers zusätzlich gebaut.
Die Tests mit 1A fanden also im SKYRC MC3000 statt, die Tests 3A und 5A im einfacheren Akkutester.
Ein wenig Probleme bereitete auch die Entladeschlussspannung, da dieser immer etwas unterschiedlich ist. Letztendlich habe ich alle Akkus auf 2,7V entladen.
Der Test
Kommen wir direkt zu den Messwerten:
Interessant! Bei 1A haben wir folgende Reihenfolge was die Kapazität angeht:
LG INR18650MJ1 / 12.224Wh
Samsung INR18650-35E / 12.131Wh
Panasonic NCR18650G / 12.118Wh
Sanyo/Panasonic NCR18650GA / 12.097Wh
LG INR18650-M36 / 12.038Wh
Grundsätzlich sind alle 5 Akkus sehr dicht beieinander, aber der LG INR18650MJ1 kann Platz 1 belegen. Auf Platz 5 wiederum liegt der auf dem Papier größere LG INR18650-M36.
Platz 2 geht an Samsung, Platz 3 an Panasonic und Platz 4 an Sanyo.
Eine sehr ähnliche Reihenfolge haben wir auch bei 5A Last.
LG INR18650MJ1 / 10.78Wh
Samsung INR18650-35E / 10.677Wh
Sanyo/Panasonic NCR18650GA / 10.671Wh
LG INR18650-M36 / 10.645Wh
Panasonic NCR18650G / 10.59Wh
Das einzige was hier auffällt, ist das der Panasonic Akku nach unten durchgereicht wird. Nicht verwunderlich, dieser bietet auch die geringste maximale Leistung.
Maximaler Entladestrom
LG INR18650-M36
5A
LG INR18650MJ1
10A
Panasonic NCR18650G
5A
Samsung INR18650-35E
8A
Sanyo/Panasonic NCR18650GA
8A
Dies spiegelt sich auch deutlich bei der Temperatur wieder.
LG INR18650-M36LG INR18650MJ1Panasonic NCR18650GSamsung INR18650-35ESanyo/Panasonic NCR18650GA
Hier wird die Panasonic bei 5A Last (jeweils nach 20 Minuten gemessen) ganz eindeutig am wärmsten. Auch die LG INR18650MJ1 wird etwas wärmer als die drei anderen, aber hier würde ich noch nicht von einer problematischen Temperatur sprechen.
Was im übrigen die Spannung der Akkus angeht gibt es kaum Unterschiede.
Fazit
Mein Fazit fällt recht eindeutig und etwas überraschend aus. Kauft den LG INR18650MJ1 Akku.
In meinem Test konnte der LG INR18650MJ1 mit der höchsten Kapazität Punkten und dies beim niedrigsten Preis. Grundsätzlich macht Ihr aber mit keinem der Akkus in diesem Test einen Fehler.
Alle Akkus waren +- auf einem Level was die Kapazität angeht, was auch zu den Herstellerangaben passt. Dennoch konnte sich der LG INR18650MJ1 knapp vor den Samsung INR18650-35E setzen, welchen ich alternativ empfehlen würde.
Etwas auffällig ist beim Panasonic NCR18650G die vergleichsweise schlechte maximale Leistung und die hohe Hitzeentwicklung. Ich kann natürlich nicht die Zyklenfestigkeit oder ähnliche Langzeit Faktoren beurteilen und vielleicht ist der Panasonic hier total super, aber nach meinem Test würde ich diesen auch aufgrund des hohen Preises eher als Verlierer werten, auch wenn es sich generell nicht um einen schlechten Akku handelt.
LG INR18650MJ1 <- höchste Kapazität und günstigster Preis
Smartphones werden gefühlt immer teurer. Aber gerade in Zeiten wo das Geld oftmals nicht ganz so locker sitzt, sind günstige Smartphones interessanter und wichtiger denn je.
Genau solch ein günstiges Smartphone das auf den ersten Blick auch noch sehr Interessant aussieht ist das OPPO A53s. Das A53s ist aktuell für rund 180€ erhältlich, bietet ein schickes „Glas“ Design, 3x Kamera und einen Qualcomm Snapdragon SoC. Klingt doch gut!
Aber wie gut ist das OPPO A53s in der Praxis wirklich? Finden wir es im Test heraus!
Auf den ersten Blick könnte das OPPO A53s problemlos auch als Smartphone der Mittelklasse durchgehen.
OPPO setzt auf den typischen Aufbau im Jahr 2020, also Glas vorne, Glas hinten und ein Metallrahmen. Zumindest sieht das A53s so aus! Das Display ist natürlich von Glas geschützt, allerdings besteht der Rahmen aus Kunststoff und die Rückseite scheint Plexiglas zu sein. Letzteres ist allerdings gar nicht so leicht zu erfühlen.
Allgemein fühlt sich das OPPO A53s sehr angenehm an! Die Kanten sind sauber abgerundet und das Smartphone ist gut ausbalanciert. Die Verarbeitung ist als gelungen zu bezeichnen.
Auf Seiten des Displays haben wir ein 6,5 Zoll Panel mit vergleichsweise kleinen Rändern. Diese sind nicht absolut minimal, gerade im unteren Bereich, aber das A53s wirkt trotz des großen Displays nicht zu klobig.
Die 8 Megapixel Frontkamera des A53s ist wie mittlerweile meist üblich in einem kleinen „Loch“ im Display untergebracht.
OPPO hat beim A53s interessanterweise die Lautstärkewippe und den Einschalter auf unterschiedliche Seiten des Smartphones angebracht. Der USB C Ladeport ist gemeinsam mit dem 3,5mm Kopfhöreranschluss und dem Lautsprecher auf der Unterseite.
Auf der Rückseite haben wir die Auffällige 3x „AI Camera“, wie auch den Fingerabdruckscanner.
Das Display
Im A53s ist ein 6,5 Zoll Display verbaut, welches mit 1600×720 Pixeln auflöst. Wir haben also das in dieser Preisklasse übliche 720p Display, welches lediglich etwas in die Länge gezogen ist, verglichen mit dem typischen 1280 x 720 Pixel Display.
OPPO setzt erfreulicherweise auf ein IPS Panel, welches sogar eine Bildwiederholungsrate von 90 Hz hat! Und ja das Display sieht gut aus! Ich würde sogar sagen besser als beim Wiko View 5, welches in der gleichen Preisklasse unterwegs ist.
Farben sind klar und Kräftig und der Kontrast ist ordentlich! Auch die Bildschärfe passt. Klar das Display ist nicht ganz so scharf wie bei einem Full HD Panel, aber es reicht aus und wirkt nicht matschig.
Die Helligkeit des Displays ist soweit okay. Wie die meisten Smartphones der Einsteigerklasse ist das Display des OPPO A53s nicht extrem hell, aber überdurchschnittlich hell für die Preisklasse.
Klang
Erstaunlicherweise verfügt das OPPO A53s über einen Stereo-Lautsprecher-Aufbau! So nutzt das Smartphone sowohl die Ohrmuscheln, wie auch den unteren Lautsprecher für die Musikwiedergabe.
Hierdurch klingt das Smartphone um einiges voller und „breiter“. Zwar sind die Lautsprecher qualitativ nicht überragend, diese könnten einen hauch klarer sein, aber aufgrund des Stereo-Aufbaus macht dies das A53s komplett wieder gut.
Kurzum, dieses hat die mit besten Lautsprecher die ich in der unter 200€ Preisklasse bisher gehört habe.
Kameras
Im OPPO A53s steckt eine 3x AI Camera. Bei genauer Ansicht ist die Kamera allerdings etwas weniger Spektakulär als dies Klingt.
Hauptkamera – 13 Megapixel F2.2
Makrokamera – 2 Megapixel F2.4
Tiefenschärfekamera – 2 Megapixel
Ganz blöd gesagt Kamera 2 und 3 sind rein fürs Marketing und die „Optik“, da ja jedes Moderne Smartphone mehrere Kameras haben muss. Eine Makrokamera und Tiefenschärfekamera sind meist nur alibi Kameras, die in der Praxis nichts bringen. Aber selbst wenn Ihr eine Makrokamera toll fändet, ein 2 Megapixel Modul ist schon ziemlich für den Arsch. Dies sind einfach die billigsten Kamerasensoren die OPPO finden konnte.
Naja, aber ist denn wenigstens die Hauptkamera ordentlich?
Heiter bis Wolkig, so könnten wir die Bildqualität des OPPO A53s einstufen. Sofern das Wetter schön ist und wir kein Gegenlicht usw. haben sind die Fotos des A53s ordentlich!
Allerdings umso schwieriger die Lichtverhältnisse sind um so stärker bricht das das Smartphone weg. Bereits bei bewölktem Himmel ist klar eine Reduktion der Bildschärfe zu erkennen.
Bei bewölktem Himmel in einem dichteren Wald werden die Bilder des A53s schnell matschig! Hier und da hatte das Smartphone sogar Fokus-Probleme. Hinzu kommt eine höchstens mittelmäßige Dynamik.
Klingt jetzt erst einmal nicht so prachtvoll und ja die Kamera ist sicherlich nicht die größte Stärke des OPPO A53s. So würde ich nicht empfehlen mit diesem unwiederbringliche Momente aufzunehmen oder die Urlaubsbilder zu machen.
Allerdings für Schnappschüsse reicht die Kamera durchaus.
Performance
OPPO setzt im A53s auf den Qualcomm Snapdragon 460. Qualcomm gilt im Allgemeinen als der „beste“ Prozessor/SoC Hersteller in der Android Welt. Allerdings setzen viele günstige Android Smartphones aus Mediatek Chips, welche pauschal nicht als schlecht zu bezeichnen sind, aber oftmals eine schwankende Leistung bieten.
Der Snapdragon 460, welcher Anfang 2020 vorgestellt wurde, ist hier durchaus etwas Besonderes und wird von mir als positiv angesehen. Der Snapdragon 460 wird mit 4GB RAM und 128GB Speicher kombiniert. Wollen wir uns zunächst ein paar Benchmarks ansehen um die Leistung des OPPO A53s besser einschätzen zu können.
Das OPPO A53s ist sicherlich kein „High Performance“ Smartphone, aber liefert eine mehr als ordentliche Leistung für ein Modell der unter 200€ Preisklasse. Ich würde sogar das Abschneiden des OPPO A53s als überdurchschnittlich einstufen!
Die Performance im Alltag
Vor kurzem habe ich das Wiko View 5 getestet, welches in einer ähnlichen Preisklasse spielt. Dieses bot eher eine mäßige Leistung, weshalb ich vom OPPO A53s gleich doppelt überrascht war! Das Smartphone läuft erstaunlich gut!
Die Benutzeroberfläche ist als flüssig und weich laufend zu bezeichnen. Ob dies nun an der guten Optimierung der Software, dem fähigen SoC oder dem 90Hz Display liegt kann ich nicht sagen. Vermutlich ist es aber ein Zusammenspiel aus all diesen Punkten, weshalb das A53s recht flott anmutet.
Dies gilt dabei nicht nur für die Benutzeroberfläche, auch Apps laufen gut auf dem Smartphone. Selbst Spiele würde ich als „überdurchschnittlich“ gut laufend bezeichnen, zumindest für ein Smartphone der 200€ Preisklasse.
Punktabzug gibt es für das WLAN. Ich weiß nicht ob dies ein Bug bei meinem Gerät ist, oder ein generelles Problem, aber mein OPPO A53s verliert des Öfteren einfach die WLAN Verbindung und stellt diese dann nicht automatisch wieder her. Gehe ich manuell in die WLAN Einstellungen und verbinde ich mich per Hand mit meinem WLAN funktioniert wieder alles als wäre nie was gewesen. Ich tippe hier einfach mal auf einen merkwürdigen Software Bug.
Akku
Im OPPO A53s ist ein großer 5000mAh Akku verbaut. 5000mAh ist wirklich recht viel, gerade wenn wir bedenken, dass die Hardware des Smartphones theoretisch recht sparsam ist. Und ja in der Praxis ist die Akkulaufzeit des A53s sehr gut!
Als Normalnutzer werdet Ihr problemlos 2 Tage wenn nicht sogar 3 Tage mit dem Smartphone schaffen.
Bei einer gemischten Nutzung aus Video schauen und Webbrowsen erreichte ich eine Laufzeit von ca. 12 Stunden!
Fazit
Ja das OPPO A53s ist ein empfehlenswertes Smartphone in der 150-200€ Preisklasse! Dieses kann vor allem aufgrund der sehr guten Haptik, des starken Displays und der guten Performance punkten.
So läuft das OPPO für ein Einsteiger Smartphone erfreulich flüssig und sauber. Nein dieses ist nicht auf dem Level eines High End Gerätes, aber deutlich über beispielsweise dem Wiko View 5, Snapdragon 460 sei Dank.
Auch das Display, welches zwar nur mit 720p auflöst, sieht sehr gut aus! Farben sind satt und kräftig und auch der Kontrast passt. Die 90Hz Bildwiederholungsrate ist hier die Kirsche auf dem Sahnehaufen.
Hinzu kommen die ordentlichen Lautsprecher und der gute Akku.
Lediglich die Kamera ist durchwachsen. Zunächst ist von der 3x Kamera nur ein Modul wirklich nutzbar, Modul 2 und 3 sind „Dekoration“. Die Hauptkamera kann bei gutem Licht ordentliche Aufnahmen erreichen. Allerdings bei starker Bewölkung oder generell schwierigen Lichtbedingungen werden die Aufnahmen schnell unscharf und matschig. Hier hat das oben angesprochene Wiko View 5 deutlich besser abgeschnitten.
Kurzum, das OPPO A53s ist ein starkes Smartphone für unter 200€, sofern die Kamera für Euch nicht der wichtigste Faktor ist. Was Performance, Verarbeitung, Display, Akku usw. angeht ist das A53s spitze!
Eine Internet-Verbindung auf dem Smartphone ist kaum aus einer Alltagssituation wegzudenken. So ist eine WLAN Verbindung in Restaurants, Cafés oder Hotels mittlerweile fast schon essenziell, vom Büro ganz zu schweigen.
Für solche Geschäftskunden bietet unter anderem Cisco diverse Lösungen an. Meraki Go richtet sich beispielsweise sehr Erfolgreich an kleine Geschäfte und Restaurants, wo es meist keinen IT-Experten gibt und daher Dinge möglichst einfach und effizient zu funktionieren haben. Meraki Go haben wir uns hier bereits im Test angesehen.
Meraki Go ist zwar ein super System, aber vergleichsweise stark vereinfacht und auf die „Smartphone für alles“ Generation getrimmt.
Mit dem CBW140AC Starter Kit bietet Cisco eine etwas „klassischere“ WLAN Lösung für Geschäftskunden an. Diese ist weiterhin auf eine sehr gute Preisleistung optimiert, richtet sich aber auf etwas „professionellere“ Kundschaft.
Wollen wir uns da doch einmal das Cisco Business CBW140AC Starter Kit näher im Test ansehen.
Das CBW140AC Starter Kit von Cisco besteht aus drei Komponenten, einem Access Point (CBW140AC) und zwei Mesh Extender (CBW142ACM).
Das Starter Kit ist somit in der Lage durchaus größere Räumlichkeiten gut mit WLAN zu versorgen. Ich sage jetzt einfach mal 200-300 m² Wohnungen oder Büros sollten absolut kein Problem sein.
Bei dem „Basis“ Access Point handelt es sich um ein ca. Teller großes Modul, welches für eine Wandmontage vorgesehen ist. Dabei setzt der Access Point wie im Business Bereich üblich auf einen PoE LAN Port für die Energie-Versorgung.
Das heißt der Strom wird über das LAN Kabel mitgesendet, Ihr müsst also nur ein Kabel mit dem AP verbinden. Hier ist natürlich ein PoE fähiger Switch oder ein Injektor vorausgesetzt.
Der Access Point hat wie ebenfalls meist üblich nur eine LAN Port! Ihr könnt also keine weiteren Geräte über den Access Point verbinden.
Bei den Mesh Extendern handelt es sich um zwei kleine handflächengroße Module. Diese werden einfach in die Steckdose gesteckt und verbinden sich kabellos mit dem Access Point und Euren Geräten.
Abseits von einer Status LED und einem einfachen Ein/Ausschalter ist am Mesh Extender nichts weiter zu finden. Etwas schade, dass hier nicht ein zusätzlicher LAN Port angebracht ist.
Das Cisco Business System
Viele Business WLAN Systeme sind recht groß angelegt, mit Netzwerk Controllern usw. So benötigt Ihr beispielsweise bei den Ubiquiti Systemen einen gesonderten Hardware Controller (falls Ihr Statistiken aufzeichnen wollt). Auch das Meraki Go System benötigt einen Controller, auch wenn Cisco hier einen „virtuellen“ Cloud Controller nutzt.
Diese Controller erlauben es mehrere Netzwerkgeräte über eine WebUI zu steuern und zu verwalten, was gerade bei größeren Netzwerkinstallationen sehr viel Sinn macht! Allerdings bei kleineren Netzwerken kann dies auch etwas störend sein und zusätzliche Kosten verursachen.
Das Cisco Business System hingegen verzichtet weitestgehend auf solch einen Controller bzw. dieser ist im Basis Access Point integriert.
So könnt Ihr das CBW140AC Starter Kit einfach über Euren Webbrowser oder die Cisco Business Smartphone App steuern.
Die Software
Ihr könnt die Benutzeroberfläche des CBW140AC Starter Kit entweder einfach über die Cisco Business App oder über die Eingabe der IP Adresse des Systems in Eurem Webbrowser erreichen.
Beide Benutzeroberflächen geben Euch +- die gleichen Optionen, nur optisch auf das jeweilige Gerät angepasst.
Dabei würde ich die Benutzeroberfläche und den Funktionsumfang als „professionell“ einstufen. Wir haben also durchaus viele Einstellungsmöglichkeiten und Optionen, aber wenige „Spielereien“. Auch ist die Benutzeroberfläche relative schlicht. So bot das Meraki Go System beispielsweise deutlich mehr „Eye Candy“.
Abseits der Üblichen Optionen zu den WLAN Einstellungen bietet das CBW140AC Starter Kit vor allem viele Statistiken und Informationen. So kann das System auch „Tracken“ wohin der Trafik aus Eurem Netzwerk geht.
Arbeiten Eure Mitarbeiter oder schauen diese den ganzen Tag nur Youtube? Dabei könnt Ihr allerdings nicht genau sehen wer, wann, wie und wo Youtube schaut, aber Ihr könnt beispielsweise den Trafik in diese Richtung limitieren oder in der Priorität heruntersetzen.
Im Gegenzug könnt Ihr beispielsweise Anwendungen wie Video-Konferenzen in der Priorität hochsetzen.
WLAN Netze lassen sich zudem auch nach der Uhrzeit steuern, Ihr habt diverse Diagramme wie gerade die Netzwerk Auslastung ist usw.
An sich bietet das CBW140AC Starter Kit damit eine sehr schöne und informative WebUI, welche aber teils etwas träge ist was Ladezeiten usw. angeht.
Performance
Das CBW140AC Starter Kit setzt noch auf den weit verbreiteten WLAN 5 Standard, mit bis zu 867Mbit auf dem 5GHz Band und 300Mbit auf dem 2,4Ghz Band.
Damit hat das System ein vernünftiges „Standard“ Tempo, wird allerdings auch keine Performance Rekorde brechen. Dies bestätigt sich auch im Test.
In der Praxis konnte ich ein maximales Tempo von ca. 50MB/s auf kurzer Distanz erreichen. Dies aber nur zur Basis-Station! Über die Mesh Knotenpunkte waren maximal rund 30MB/s möglich. Letzteres ist bei einem Wireless Uplink nicht unerwartet.
Verglichen mit anderen Business Garde WLAN AccessPoints fällt die Leistung des CBW140AC Starter Kit erwartungsgemäß aus.
Business Grade WLAN Access Points sind alle nicht auf die maximale „Peek“ Leistung optimiert. Sucht Ihr möglichst hohe Datenraten zu einzelnen Clients, dann kauft einen WLAN Router von ASUS, Netgear und Co.
WLAN Systeme wie das CBW140AC Starter Kit sind auf Stabilität und Leistung mit vielen Clients ausgelegt. Ich würde Euch das CBW140AC Starter Kit nicht für ein Büro mit hunderten Mitarbeitern empfehlen, aber in einem kleinen Office wird dieses eine gute Figur machen. In meinem Test zeigte sich das System sehr schön stabil!
Stromverbrauch
Kommen wir abschließend noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.
Mit 4,52W benötigt der Access Point angenehm wenig Energie. Diesen Wert habe ich allerdings von meinem PoE Switch, solltet Ihr also einen PoE Injektor nutzen könnte der Verbrauch etwas höher ausfallen.
Die Mesh Extender benötigen ca. 3,2W, was ebenfalls sehr sparsam ist.
Fazit
Das Cisco Business CBW140AC Starter Kit konnte im Test durch ein stabiles WLAN, eine professionelle Benutzeroberfläche und einen fairen Preis überzeugen.
Gerade letzter macht das Kit sicherlich interessant. Ein kleines „Mesh“ System mit drei Basis-Stationen für knapp über 300€ ist fair!
Nein das CBW140AC Starter Kit ist kein Performance Wunder, wir haben hier 867Mbit auf dem Papier und rund 50 MB/s in der Praxis. Dies ist schnell genug für 99% aller Anwendungen, aber da geht mehr!
Solche Business Systeme sind meist eher auf Stabilität ausgelegt, als auf peek Performance.
Bei aller Liebe und Lob, würde ich Euch aber mal empfehlen das Meraki Go System anzusehen. Dieses wirkt auf mich einfach ein gutes Stück „moderner“ und frischer. Daher würde ich dieses in der Regel dem CBW140AC Starter Kit vorziehen.
Sucht Ihr aber ein klassisches „professionelles“ WLAN System, ohne große Schnörkel oder Schnickschnack, ist das CBW140AC Starter Kit eine gute Wahl, auch wenn ich persönlich eher zu Meraki Go greifen würde.
Woran ist ein guter Saugroboter zu erkennen? Richtig an einem „LDS“ Laser Sensor. Natürlich ganz so einfach ist es in der Praxis nicht, aber Saugroboter die auf einen Laser-Sensor für die Navigation setzen, sind meist die besseren und zuverlässigeren Modelle.
Allerdings macht der Laser-Sensor einen Saugroboter meist auch recht teuer. Unter 350€ sind hier nur wenige Modelle zu finden.
Dies macht den Dreame D9 gleich doppelt interessant. So ist dieses Modell mit einem LDS Sensor ausgestattet, kostet unter 300€ und ist im Xiaomi Mi Home Ökosystem angesiedelt. Damit ist der Dreame D9 potenziell einer der besten Saugroboter, wenn Ihr ein möglichst günstiges aber gutes Modell sucht.
Aber ist der Dreame D9 auch ein guter Saugroboter? Finden wir dies im Test heraus!
Der Dreame D9 ist optisch und auch was den Aufbau angeht ein ganz klassischer Saugroboter. Dreame setzt auf ein komplett rundes Gehäuse aus weißem Hochglanz Kunststoff.
Der Saugroboter misst ca. 35 cm im Durchmesser und ist an der höchsten Stelle ca. 10 cm. Eure Möbel sollten also im besten Fall ca. 11 cm hoch sein.
Ihr könnt den Saugroboter natürlich über die Smartphone App steuern. Alternativ ist aber auch eine Steuerung über drei Tasten auf der Oberseite möglich, so müsst Ihr nicht immer das Smartphone herauskramen.
Ebenfalls auf der Oberseite ist der auffällige LDS „Laser-Sensor“ und eine Klappe. Unter dieser Klappe verbirgt sich der Schmutzauffangbehälter.
Letzterer ist leider wie bei den meisten Saugrobotern nicht übermäßig groß, sollte aber reichen um auch eine mittel bis große Wohnung mit Haustieren zu reinigen. Ihr werdet aber nach jeder Fahrt den Behälter leeren müssen.
Im Behälter ist auch ein kleiner HEPA Filter untergebracht. Dieser wird erfreulicherweise noch von einem kleinen Gitter von groben Schmutz abgeschirmt. Achtet dennoch darauf, dass dieser Filter immer halbwegs sauber ist, andernfalls kostet dies massiv Saugleistung.
Auf der Unterseite finden wir eine große rotierende Bürste, welche für einen großen Teil der Reinigungsleistung verantwortlich ist. Zudem besitzt der D9 einen „Fühler“, eine kleine rotierende Bürste auf der Front, welche Schmutz in den Fahrweg kehrt.
Was etwas schwach ausfällt ist der Lieferumfang. Neben dem Saugroboter erhaltet Ihr die Ladestation und einen Aufsatz für die Wischfunktion. Zusätzliche Filter oder ähnliches findet sich nicht mit in der Box.
Die App
Der Dreame D9 ist im Xiaomi Ökosystem angesiedelt und nutzt passend dazu die Mi Home App. Dort lässt dieser sich einfach einbinden und auch mit anderen Xiaomi Produkten verknüpfen.
In der Mi Home App ausgewählt habt Ihr eine recht klassische Ansicht für einen Saugroboter. So seht Ihr zunächst eine Karte Eurer Wohnung, welche der Saugroboter bei der ersten Fahrt erstellt und auch laufend updatet. Verschiebt Ihr also Möbel usw. ist dies kein Problem. Im Grunde verhält sich der Saugroboter bei jeder Fahrt fast so als wäre es seine erste. Dieser sucht also konstant nach neuen Winkeln zum Saugen.
Die Karte Eurer Wohnung lässt sich allerdings in Räume unterteilen! So könnt Ihr dem Saugroboter sagen „hey saug nur die Küche“ oder auch nur einen speziellen Bereich. Und ja dies funktioniert sehr gut.
Was sich leider nicht einstellen lässt ist eine spezielle Reihenfolge in welcher Räume abgearbeitet werden. Dies unterstützt beispielsweise ECOVACS bei seinen größeren Modellen.
Dennoch ist es in dieser Preisklasse überhaupt beeindruckend das eine Raumaufteilung möglich ist.
Feature
Vorhanden?
Karte Eurer Wohnung?
Ja (sehr akkurat)
Raumaufteilung und gezielte
Reinigung dieser?
Ja
Bereichreinigung über die App?
Ja
Teppicherkennung
(und Anhebung der Saugleistung)
Ja
Saugleistung für jeden Raum
individuell einstellbar?
Nein
Grundsätzlich macht die App und auch die Steuerung einen guten Eindruck! Alles läuft soweit flüssig und auch die Ladezeiten passen.
Wie Navigiert der D9?
Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.
Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.
Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle. Der Dreame D9 setzt auf Navigationsprinzip 4, mit einem Laser Sensor.
Die Navigation in der Praxis
Der Dreame D9 besitzt für seine Preisklasse eine sehr akkurate Navigation, welche von der Präzision klar über sehr vielen Konkurrenten angesiedelt ist.
Grundsätzlich verhält der D9 sich aber wie es von einem „Laser“ Saugroboter zu erwarten ist.
Nach dem Start sucht dieser sich eine Wand und folgt dieser sehr dicht. Hierfür verfügt der Saugroboter auch seitlich über einen kleinen Abstandsmesser, der dafür sorgt, dass der Roboter der Wand „kontaktlos“ folgen kann. Nach X Metern dreht dieser dann nach links ab und fährt so lange gerade aus bis dieser eine Wand trifft, dreht wieder nach X Metern ab usw.
So unterteilt der Dreme D9 Eure Wohnung in kleinere Bereiche, welche dann zunächst in gerade Bahnen im inneren Abgefahren werden.
Dabei zeigt der D9 eine unheimlich hohe Präzision und Genauigkeit bei seinem Fahren. So merkt der Roboter sich beispielsweise Hindernisse und weicht diesen präzise aus.
Ist ein Bereich gereinigt, dann sucht sich der D9 den nächsten Bereich und reinigt diesen nach dem gleichen Prinzip. Aufgrund des Laser-Sensors kann der Saugroboter dabei eine Karte Eurer Wohnung erstellen und sich Bereiche merken wo noch „Luft“ war und später gereinigt werden muss.
Also auch wenn der D9 zunächst einen Raum oder Bereich auslässt, wird dieser später zu diesem zurückkehren.
In diesem Punkt verhält sich der Dreame D9 eher wie ein Flaggschiff Saugroboter, als wie ein budget Modell. Beispielsweise der auch recht günstige Tesvor S6 Navigiert auch recht gut, aber nicht so sorgfältig wie der D9.
Es gibt aber auch zwei Punkte wo Unterschiede zu einem 600€ Modell erkennbar sind. So werden Räume Teils nicht ganz so „effizient“ aufgeteilt. Beispielsweise mein Flur wird vom D9 längst unterteilt und nicht Waagerecht, wie es eigentlich Sinn machen würde.
Auch versucht der D9 sich Teils unter Stühle oder Möbel unnötig lange vorzuarbeiten und verliert hier etwas Zeit. Hier sieht der Laser Sensor auf der Oberseite „hey da ist noch Platz den du Saugen musst“ und die Zeit bis der Saugroboter aufgibt diese Bereiche zu erreichen ist recht hoch.
Dies sind aber beides Punkte die Absolut minimal sind. Die Navigation ist klar ein Highlight des Dreame D9!
Hindernisvermeidung
Aufgrund der recht hohen Präzision bei der Navigation sind enge Bereiche, Stuhlbeine usw. kein großes Problem für den D9. Hier Navigiert dieser sicher umher. Wenn der D9 unter einen Stuhl kommt, dann kommt dieser auch wieder hervor.
Umherliegende Dinge, wie Socken, Tierspielzeug usw. können ein Problem sein. Allerdings zeigt sich der Dreame D9 hier auch nicht übermäßig anfällig. Die vordere Stoßstange reagiert recht sensibel und der Sauger versucht auch nicht all zu aggressiv in irgendwelche Kabelecken vorzustoßen.
Ich würde die Hindernisvermeidung als gut einstufen!
Saugleistung
Dreame wirbt beim D9 mit einer Saugleistung von „3000Pa“. Pa ist allerdings eine recht „flexible“ Angabe, die jeder Hersteller irgendwie anders misst.
In der Standard Einstellung würde ich die Saugleistung auf glatten Böden als gut einstufen und auf Teppichboden als leicht unterdurchschnittlich. Bei letzteren können eingetretene Staubflocken usw. durchaus kleben bleiben!
Auf der Standard Saugleistung ist der D9 sehr leise und hat einen vergleichsweise geringen Luftdurchsatz. Bei glatten Böden und einfachem Staub ist dies egal. Hier kehrt die rotierende Bürste den Schmutz einfach auf. Pulver oder sandige Materialien können etwas problematischer sein, aber spätestens beim mehrfachen Überfahren werden auch diese gut entfernt.
Für Teppiche oder Teppichboden würde ich Euch ganz klar raten die Saugleistung hochzudrehen! Der D9 hat auch eine Funktion zum automatischen Anheben der Saugleistung bei Kontakt mit Teppichen, welche hier absolut sinnvoll ist!
Auf voller Leistung ist die Teppichreinigung gut, aber auch weiterhin etwas abhängig vom Teppich und dem Schmutz. Tierhaare sind beispielsweise selbst für die größten Modelle eine Herausforderung. Der D9 kann hier das „Schmutzlevel“ deutlich reduzieren, entfernt aber auch nicht 100% der Haare meines Hundes. Die rotierende Bürste wirkt auf mich recht weich, weshalb ich vermute das diese Haare weniger gut aufkehren kann, als von einigen Konkurrenten.
Ich würde sagen die Saugleistung des D9 auf glatten Böden ist gut bis sogar sehr gut, auf Teppichen durchschnittlich bis vielleicht leicht überdurchschnittlich auf höheren Leistungsstufen.
Fazit
Der Dreame D9 ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste Saugroboter in der unter 300€ Preisklasse der mir bisher begegnet ist!
Die größte Stärke des D9 ist dabei eindeutig die Navigation! Der D9 Navigierte unheimlich zuverlässig und präzise durch meine Wohnung wie ich dies eigentlich nur von den großen Roborock Modellen gewohnt bin.
Dabei weiß der Saugroboter dank des Laser Sensors sehr genau, wo er gerade ist und wo er noch hin muss. Er hat in meinem Test nichts vergessen oder übersprungen.
Auch die Hindernisvermeidung war völlig okay! Dieser zeigt sich nicht übermäßig problematisch, sollte doch mal etwas herumliegen oder Eure Stühle/Tische enge bzw. ungewöhnlich geformte Beine haben.
Die Saugleistung auf glatten Böden war soweit tadellos! Auf Teppichen würde ich die Saugleistung als durchschnittlich einstufen. Tierhaare usw. werden deutlich reduziert, aber auch nicht zu 100% entfernt. Ab und zu ist also das Nacharbeiten mit einem normalen Staubsauger empfehlen, sofern Ihr Haustiere habe. Dies ist aber absolut nichts ungewöhnliches für einen Saugroboter in dieser Klasse!
Weitere Pluspunkte gibt es für die App und erweiterte Funktionen wie die gezielte Reinigung von Räumen. Auch die geringe Lautstärke ist ein Pluspunkt des Dreame D9.
Kurzum, solltet Ihr nur +- 300€ (zum Zeitpunkt des Tests) für einen Saugroboter ausgeben wollen, dann ist der Dreame D9 eine spitzen Wahl!
Mit der K65 RGB Mini bietet Corsair eine reichlich ungewöhnliche Tastatur an, welche nichts für jedermann ist. Bei der K65 Mini handelt es sich um eine so genannte 60% Tastatur, welche die vorhandenen Tasten auf ein absolutes Minimum reduziert.
So gibt es keine Pfeiltaste, keine F Tasten usw. Dafür gibt es aber die hervorragenden Cherry MX SPEED Silver Taster und eine Polling Rate von satten 8000Hz.
Klingt doch gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Corsair K65 RGB Mini überzeugen oder ist das 60% Design zu „besonders“?
An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der K65 Mini für diesen Test.
Die Corsair K65 RGB Mini misst gerade einmal 29,3 x 10,2 cm, was wirklich winzig ist. Dabei sind allerdings die einzelnen Tasten der Tastatur von normaler Größe. Corsair hat also die Tasten nicht geschrumpft, sondern nur alle Tasten weggelassen, die nicht absolut essenziell sind.
Auch der Rahmen der Tastatur (Kunststoff) ist sehr minimalistisch gehalten. Corsair konnte sich aber nicht verkneifen auf eine RGB LED Beleuchtung zu setzen. Um diese noch etwas hervor zu heben, sind die Taster auf einem weißen Board angebracht, welches das Licht etwas nach oben reflektiert.
Zwar besteht die K65 RGB Mini äußerlich nur aus Kunststoff, aber die Verwindungssteifigkeit ist klasse! Generell wirkt die Tastatur gut gebaut, ist allerdings auch kein absolutes Premium Modell.
Corsair hat auf eine Handballen Auflage oder Füße auf der Rückseite der Tastatur komplett verzichtet. Die K65 Mini ist allerdings von Natur aus hinten leicht höher als vorne, wodurch der Verzicht auf die Aufstellfüße nicht ganz so schwer wiegt.
Angeschlossen wird die Tastatur über ein USB C Kabel zu USB 3.0. USB 3.0 ist für die Polling Rate von 8000Hz nötig.
Layout
Grundsätzlich besitzt die Corsair K65 RGB Mini ein klassisches QWERTZ Layout. Wir haben also eine große Enter-Taste, eine lange Feststelltaste usw.
Allerdings hat Corsair die kompletten F-Tasten, „^°“, Entfernen, die Pfeiltasten und das Nummern-Pad weggelassen.
Die F-Tasten genau wie Entfernen und die Pfeiltasten sind allerdings als 3. Belegung auf der Tastatur untergebracht. Es sind also an sich alle Tasten vorhanden, nur teils etwas schwerer verfügbar.
Taster
Corsair setzt bei der K65 RGB Mini auf die CHERRY MX SPEED Silver Taster.
CHERRY MX SPEED Silver
CHERRY MX RED
CHERRY MX Brown
Auslösepunkt
1.2 mm
2.0 mm
2.0 mm
Gesamtweg
3.4 mm
4.0 mm
4.0 mm
Betätigungskraft
45 cN
45 cN
55 cN
Charakteristik
Linear
Linear
Taktil
Bei den CHERRY MX SPEED Silver handelt es sich um einen Bruder der MX Red von Cherry, der allerdings etwas auf „Performance“ getrimmt ist. Heißt der Auslösepunkt der einzelnen Tasten ist etwas kürzer. Hierdurch wirkt die Tastatur sehr flott und reaktionsfreudig.
Hierzu trägt auch die Polling Rate von 8000Hz bei. Normale USB Geräte übermitteln 1000x pro Sekunde ihren Status. Corsair hat dies aber bei der K65 RGB Mini auf 8000x pro Sekunde angehoben. Theoretisch wird also das Drücken einer Taste hier ein Stück weit früher registriert.
Wie viel früher? Bei einer 1000Hz Polling Rate wird 1000x pro Sekunde überprüft, ob Ihr etwas gedrückt habt, also alle 1ms. Bei einer 8000Hz Tastatur sind es alle 0,125 ms. Im besten Fall könnten also Eure Eingabe satte 0,875ms früher registriert werden. Nein dies spielt in der Praxis wahrlich keine Rolle! Die Polling Rate von 8000Hz schadet nicht, wird aber in der Praxis auch nicht viel bringen.
In der Praxis
Nach einiger Zeit in der Praxis sehe ich durchaus den Charme einer 60% Tastatur. Gerade in Shootern ist es sehr angenehm die Maus „mittiger“ haben zu können, da die Tastatur nicht so breit ist. Auch generell wirkt das Setup mit der K65 RGB Mini minimalistischer und aufgeräumter.
Allerdings würde ich keine 60% Tastatur kaufen. Es kommt in Spielen durchaus vor, dass Ihr mal eine F Taste drücken müsst oder entfernen. Dies ist natürlich möglich, aber mithilfe der „FN“ Taste deutlich umständlicher. Je nach Spiel kann dies nerven.
Hier kommt es etwas auf die Spiele an die Ihr spielt. Spielt Ihr nur CS GO? Dann kann die K65 RGB Mini gut für Euch funktionieren.
Unabhängig davon ist das „Tipp-Gefühl“ der K65 RGB Mini natürlich absolute Weltklasse. Die MX SPEED Silver fühlen sich unheimlich flott und reaktionsfreudig an. Dies sind meine absoluten Lieblingstaster in einer Gaming-Tastatur.
Von den 8000Hz Polling Rate habe ich in der Praxis um ehrlich zu sein nichts gespürt, dies ist aber auch nicht groß überraschend.
RGB Beleuchtung
Corsair ist der König der RGB Beleuchtung. Das zeigt sich auch bei der K65 RGB Mini.
Jede Taste der Tastatur verfügt über eine eigene RGB LED, welche sich auch individuell ansteuern lässt. Dabei sind die LEDs wunderbar hell und haben eine schöne Lichtqualität.
Die weiß lackierte Basis der Tastatur reflektiert dabei das Licht der LEDs ein Stück weit, was diese nochmals etwas heller erscheinen lässt.
Fazit
Die K65 RGB Mini ist grundsätzlich eine sehr gute Tastatur, welche auch 1a umgesetzt ist. Gerade die CHERRY MX SPEED Silver Taster machen viel Spaß und sind technisch 1a.
Der verringerte Hub der Speed Silver, verglichen mit klassischen mechanischen Tastern, ist sowohl in Spielen, wie auch beim Tippen sehr angenehm und lässt die Tastatur flotter erscheinen. Hinzu kommt die Corsair typische schicke RGB Beleuchtung und gute Verarbeitung.
Die einzige Frage die bleibt, kommt Ihr mit einer mini Tastatur zurecht? Solch eine Tastatur ist nur sehr bedingt alltagstauglich. Es sind zwar an sich alle Tasten vorhanden, aber Ihr habt sehr viel mit der „FN“ Taste zu arbeiten.
An sich kann ich also die K65 RGB Mini empfehlen, aber überlegt Euch sehr gut ob der Formfaktor das Richtige für Euch ist!
Ein guter Saugroboter kostet normalerweise mindestens 300€+. Dies liegt vor allem an der Technik die für die Navigation benötigt wird. Ein guter Saugroboter nutzt entweder eine Kamera-Navigation oder noch besser einen rotierenden Laser Sensor. Solche Modelle erhaltet Ihr normalerweise aber nicht unter 300€.
Eine der wenigen Ausnahmen ist der Trouver Finder. Diesen asiatischen Saugroboter bekommt Ihr bereits für rund 200€. Dennoch verfügt dieser über eine intelligente Laser-Navigation und eine „Smart“ Anbindung über die Xiaomi Mi Home App.
Klingt doch außerordentlich spannend, wenn Ihr auf der Suche nach einem günstigen und guten Staubsaugroboter seid. Wollen wir uns da einmal den Trouver Finder näher im Test ansehen!
Auf den ersten Blick ist der Trouver Finder ein absolut klassischer Staubsaugroboter, welcher an die Xioami Roborock Modelle erinnert. So setzt Trouver auf ein schickes weißes Gehäuse, in der typischen runden Form.
Auffällig ist hier der „Hubbel“ auf der Oberseite, unter welchem der rotierende Laser-Sensor angebracht ist. Diesen könnt Ihr Euch wie einen dieser Abstandsmessgeräte vorstellen, nur dass sich der Laser permanent dreht. So sieht der Roboter 2-dimensional in alle Richtungen und kann aus den Abstandswerten eine Karte errechnen. Dies erlaubt eine vergleichsweise gute und genaue Navigation.
Auf der Oberseite des Trouver Finder findet sich neben diesem Laser-Sensor auch zwei Tasten für eine Steuerung am Gerät und eine Klappe. Unter dieser Klappe findet sich der Schmutzauffangbehälter.
Dieser ist wie bei Saugrobotern üblich nicht all zu groß, allerdings auch nicht zu klein. Trouver Finder setzt hier auf eine ordentliche Größe.
Am Ende dieses Schmutzauffangbehälters ist ein Feinstaubfilter angebracht. Dieser hat die gleiche Größe wie bei den Xiaomi Roborock Modellen. Ein Nachkaufen der Filter ist also absolut unproblematisch, da diese reichlich im Handel verfügbar sind.
Auf der Unterseite des Trouver Finder ist die übliche rotierende Bürste, welche für einen großen Teil der Reinigungsleistung verantwortlich ist.
Optional bietet der Finder auch eine Putzoption. Hierfür gibt es einen speziellen Putztuch-Aufsatz mit kleinem Wasser-Tank, den Ihr anheften könnt.
Dieser Aufsatz ist mit im Lieferumfang, genau wie die Ladestation auf welche der Sauger automatisch zurückfindet. Ansonsten ist das Zubehör allerdings recht „dünn“.
App und Steuerung
Um den Trouver Finder zu steuern benötigt Ihr die Xiaomi Mi Home App. Ja der Trouver Finder ist teil des Xiaomi Ökosystems, denn hinter Trouver steht Dreame.
Die Einrichtung der App und die Verbindung mit dem Finder (via WLAN) funktionierte bei mir absolut problemlos.
Die Xiaomi Mi Home App dient dabei für diverse Geräte aus dem Xiaomi Ökosystem als Anlaufstelle. Habt Ihr den Roboter verbunden, dann wird dieser Euch auf der Startseite angezeigt.
Tippt Ihr diesen dort an, wird die eigentliche Benutzeroberfläche geladen. Dort seht Ihr zunächst eine Karte Eurer Wohnung (welche vom Sauger erstellt wurde), auf der auch eingezeichnet wurde wo er überall bei der letzten Reinigung war. Diese Karte updatet sich Live während des Saugvorgangs. Ihr könnt also den Roboter genau verfolgen wie dieser durch Eure Wohnung fährt.
Der Trouver Finder unterstützt auch mehrere Räume! Ihr könnt diesen also auch gezielt in einen Raum senden, den Ihr vorher in der App festgelegt habt. Dies ist ein erweitertes Feature, welches normalerweise bei günstigen Saugrobotern nicht zu finden ist.
Navigations-Technologie
Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen wenn es um die Navigation geht.
Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine Zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.
Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle.
Der Trouver Finder nutzt die Laser-Navigation, also Punkt 4.
Navigation und Fahrverhalten
Der Finder nutzt die „Lidar LDS“ Navigation und dementsprechend verhält sich dieser auch. Der Saugroboter startet und unterteilt Eure Wohnung zunächst in X Bereiche. Ein Bereich wird dabei zunächst äußerlich umfahren.
Der Finder sucht sich also eine Wand, folgt dieser X Meter, dreht ab, folgt wieder der Wand usw. Kommt dieser auf seiner Ausgangsposition an, dann wird das Innere in geraden Bahnen abgearbeitet. Dies funktioniert auch in der Praxis sehr gut!
Dabei merkt sich der Roboter wo er schon war und wo er noch „Raum“ gesehen hat. Also ja der Trouver Finder eignet sich auch für etwas komplexere Wohnungen mit mehreren Räumen usw.
Das Fluchtverhalten war dabei solide. Der Saugroboter konnte sich aus den meisten Situationen von sich aus befreien. Hindernisse wie Socken usw. sind „mittelmäßig“ problematisch. Ja der Finder kann sich hier verheddern, zeigt sich aber verglichen mit anderen Modellen nicht übermäßig empfindlich.
Hier aber ein Kritikpunkt, der Akku des Finder ist nicht übermäßig groß! Dieser schafft als eins der wenigen Modelle nicht meine Wohnung in einem Durchgang.
Saugleistung
Die Saugleistung des Finder ist als gut zu bezeichnen. Auf glatten Böden ist die Reinigungsleistung bei Staub, Tierhaaren usw. bei fast 100%. Die rotierende Bürste nimmt solchen Schmutz problemlos auf. Mehl oder feinere Pulver werden aber beim erstmaligen Überfahren nicht zu 100% aufgenommen. Hier müsst Ihr den Roboter 2-3x über eine Stelle schicken.
Für diese Preisklasse saugt der Finder auf glatten Böden völlig in Ordnung!
Auf Teppichen sieht die Welt etwas anders aus. Hier ist die Saugleistung auch Okay, aber verglichen mit „High End“ Modellen ist da schon etwas Luft nach oben. So wird oberflächlicher Schmutz gut entfernt, aber tiefer sitzender Schmutz oder klebende Tierhaare werden nur teils entfernt.
Ja der Finder reduziert auch hier das Schmutzlevel deutlich, aber es geht noch besser. Sofern Ihr Haustiere habt, werdet Ihr alle paar Tage Teppiche eventuell mal manuell absaugen müssen.
Fazit
Für rund 200€ ist der Trouver Finder ein hervorragender Saugroboter, anders kann man dies nicht sagen.
Die größte Stärke ist hier klar die Software und die Navigation. Der Laser-Sensor in Kombination mit der Mi Home App erlaubt es dem Finder klar ein gutes Stück besser zu navigieren, als dies in dieser Preisklasse eigentlich möglich sein sollte.
So navigiert der Saugroboter fast so gut wie Modelle der Oberklasse! Auch Feature wie die Raumunterteilung usw. sind klasse und funktionieren gut.
Die Saugleistung des Trouver Finder würde ich als gut einstufen, liegt aber unter den absoluten High End Modellen. Auf glatten Böden und bei normalem Staub, saugt der Roboter 1a. Hier nimmt dieser sämtlichen Schmutz auf. Tierhaare auf Teppichen kann aber schon eine deutlich größere Herausforderung sein. Hier ist ein gelegentliches manuelles Nacharbeiten nötig.
Dennoch die Kombination aus guter Saugleistung und hervorragender Navigation machen den Trouver Finder zu einem tollen Alltagshelfer!
Ein guter und schneller Webhoster kann viele Nerven sparen und auch das Google Ranking boosten. Wie vielleicht der ein oder andere weiß bin ich seit vielen Jahren bei Host Europe.
Meine Erfahrungen sind hier gemixt. Weitestgehend war Host Europe ein sehr guter Hoster. Teils wirkte Host Europe aber auch etwas altmodisch. So bieten die klassischen Webhosting Tarife keine NGINX Webserver oder den HTTP2 Standard. Zudem ist Host Europe seit dem Umzug in ein französisches Datenzentrum eh etwas umstritten.
Dies hat dazu geführt, dass ich meine Fühler nach einem potenziell neuen Hoster ausgestreckt habe. Dabei bin ich über Raidboxes gestolpert. Raidboxes ist ein etwas kleinerer Hoster, der sich etwas in der „Premium“ Schiene vermarktet.
Ihr sollt hier besonders viel Performance, Support und Feature erhalten! Ersteres unter anderem durch eine besonders gut optimierte Software.
Kurzum ich habe einen kleinen Test-Umzug meiner zweiten Webseite https://haus-garten.org/ durchgeführt. Wie sind meine Erfahrungen mit Raidboxes?
Ich würde Raidboxes ganz klar als Premium Anbieter mit Preisen in der „Oberklasse“ ansehen. So beginnen wir preislich bei rund 15€ und nach oben hin ist kaum eine Grenze.
Raidboxes staffelt seine Produkte dabei nach:
Arbeitsspeicher
CPU Kerne
Speicher
Dabei gibt Raidboxes auch Empfehlungen je nach Seitenaufrufzahlen ab. Eine Webseite mit bis zu 50.000 Seitenaufrufen ist also bereits mit dem 15€ Tarif dabei. Eine Webseite mit bis zu 200.000 Seitenaufrufe sollte schon 100€ im Monat anlegen.
Grundsätzlich habe ich mit den Preisen der kleineren Tarife keine Probleme. Viele der besonders günstigen Webhoster packen Euch mit teils hunderten anderen Nutzern auf einen Server, teils auch mit der Hoffnung das niemand alle Ressourcen die er bestellt hat nutzt (was auch meist nicht der Fall ist).
Dies macht Raidboxes nach eigenen Angaben nicht. So habt Ihr hier natürlich auch keinen Server für Euch ganz alleine, aber die Anzahl an Nachbarn sei deutlich geringer als marktüblich, was auch bei den Preisen plausibel erscheint.
Was aber auffällt ist, dass Euch Raidboxes sehr wenig Speicher verkauft! Für rund 100€ im Monat bekommt Ihr nur 25GB. Hier sind bei anderen Anbietern schon Dedicated Server verfügbar.
Hier könnte Raidboxes etwas nachbessern. Auch die Preissprünge bei den größeren Tarifen sind etwas zu saftig für meinen Geschmack. Allerdings bietet Raidboxes auch abseits des reinen Hostings recht viel.
Hardware und Software
Auf was für Server Raidboxes nun genau setzt ist auch hier ein „Geheimnis“. Ihr erhaltet lediglich eine Information wie viele CPU Kerne Euch zugeteilt wurden, wie viel RAM Ihr habt und wie viel Speicher.
Bei dem Speicher handelt es sich um SSD NVME Speicher, also das so ziemlich Beste was Ihr in einem Server finden könnt.
Raidboxes betreibt kein eigenes Server-Zentrum, sondern scheint seine Server bei Hetzner zu hosten. Dies ist nicht weiter überraschend.
Die Web UI
Die Benutzeroberfläche von Raidboxes ist sehr aufgeräumt und einfach gestaltet. Zunächst findet Ihr dort eine Übersicht über all Eure „Boxen“, wie Raidboxes Eure Webseite nennt.
Klickt Ihr diese an erhaltet Ihr eine Übersicht über Eure Webseite. Dort seht Ihr den Speicherverbrauch, einen Screenshot der Webseite, Eure FTP Zugangsdaten, eine Möglichkeit den Cache zu leeren usw.
Unter Status könnt Ihr die aktuelle CPU und RAM Auslastung sehen, interessant! Spannend wäre hier auch noch eine Auskunft über den aktuellen Trafik bzw. den Trafik der letzten Tage.
Staging und Backup schauen wir uns später noch gesondert an.
Unter Plugins und Themes könnt Ihr Eure Plugins und Themes sehen (wer hätte es gedacht). Ihr könnt sehen welche Plugins aktiv sind, könnt Plugins abschalten usw.
Zu guter Letzt haben wir noch die Einstellungen. Hier findet Ihr diverse etwas erweiterte Einstellungen, beispielsweise zum integrierten Caching, den Sicherheitseinstellungen, PHP Versionen usw.
Unterm Strich ist damit Raidboxes vergleichsweise „leicht“ was die Einstellungsmöglichkeiten angeht. Dies macht aber die Nutzung gerade für Neulinge oder Nutzer die es einfach einfach haben wollen natürlich optimal.
Performance in der Praxis
Wie steht es aber um die Performance? Wie gut die Performance ist hängt natürlich davon ab welches Paket Ihr wählt, was für Plugins usw. Ihr auf Eurer WordPress Installation habt usw.
Raidboxes hat in seinem Blog einen sehr detaillierten Vergleich mit anderen Hostern und der durchschnittlichen Reduktion der Ladezeit https://raidboxes.io/blog/hosting-performance/wordpress-hosting-vergleich/
In meinem Fall vergleiche ich folgende Pakete:
Host Europe VServer Starter
Raidboxes STARTER
Host Europe Premium SSD
CPU Kerne
2
1
RAM
2 GB
2 GB
16 GB
Speicher
100 GB
5 GB
300 GB
Web-Server
NGINX
NGINX
Apache
Kosten
9,99 €
15 €
50 €
Ich habe beim Host Europe VServer manuell einige softwareseitige Optimierungen vorgenommen, wie NGINX nachinstalliert usw. Daher wird der VServer hier eine bessere Performance bieten als die einfacheren Webhosting Pakete von Host Europe. So nutzt das „Premium SSD“ Paket den etwas langsameren Apache Server und kein HTTP2.
Überraschung! Host Europe ist nicht langsamer als Raidboxes, sofern optimal eingerichtet. Die wichtige „Time To First Byte“ ist bei Host Europe laut GTMetrix und webpagetest.org sogar minimal besser.
Host Europe VServer Starter
Raidboxes STARTER
Host Europe Premium SSD
GTMetrix
0,159
0,171
0,396
Webpagetest 1
0,162
0,231
0,264
Webpagetest 2
0,157
0,212
0,291
Das heißt die erste Reaktionszeit des Servers ist bei Host Europe minimal flotter, sofern Ihr Euch die Mühe macht den Server per Hand „optimal“ einzurichten. Kauft Ihr ein Standard Webhosting Paket (selbst die teureren), dann ist Raidboxes klar schneller.
Schauen wir uns die gesamten Ladezeiten der Webseiten an, dann sehen wir, dass zwischen dem „optimierten“ Host Europe Server und Raidboxes kein großer Unterschied liegt. Interessanterweise ist allerdings der Largest Contentful Paint bei Raidboxes signifikant schneller als bei Host Europe. Dies spricht für eine schnellere Netzwerkanbindung auf Seiten von Raidboxes.
Backups
In jedem Raidboxes Tarif sind Backups Eurer Webseite/Datenbank enthalten! Ihr benötigt also keine externen Plugins oder ähnliches mehr.
Je nach Tarif erhaltet Ihr täglich ein automatisches Backup, welches 7 bis 30 Tage aufbewahrt wird, und zusätzlich bis zu 10 manuelle Backups.
Dies ist ein klasse Feature und kann auch Kosten und Nerven sparen.
Backups werden im übrigen NICHT auf Euren Speicherverbrauch angerechnet.
WordPress Staging
Eins der für mich spannendsten Feature, das Staging. Ihr könnt bei Raidboxes jederzeit eine Virtuelle Kopie Eurer Webseite mit einem Klick erstellen.
An dieser Kopie könnt Ihr Änderungen oder neue Feature ausprobieren, ohne die Sorgen zu haben das Eure Besucher auf einer kaputten Webseite landen. Seid Ihr mit den Änderungen zufrieden, könnt Ihr die virtuelle Kopie „aufspielen“.
Dies ist extrem praktisch und bei anderen Hostern nur mit sehr viel Aufwand oder kostenpflichtigen Plugins realisierbar.
Wichtig! WordPress Staging erfordert 55% freien Speicherplatz! Hat Eure Webseite 3GB und Ihr habt 5GB gebucht, dann könnt Ihr keine Kopie erstellen.
Sicherheit
In Raidboxes integriert ist ein Tool das IP Adressen automatisch bei zu vielen Fehlgeschlagenen Log-In Versuchen usw. blockt.
Alternativ könnt Ihr Logins auch nur aus gewissen IP-Bereichen zulassen oder andere Bereiche blocken.
Zudem soll auch Malware erkannt werden.
Service
Sollte es doch mal Probleme geben, wie gut ist der Service von Raidboxes? Hervorragend! Ich hatte die ein oder andere Support-Anfrage und diese wurde seitens Raidboxes sehr kompetent und freundlich beantwortet.
Die Reaktionszeit im Chat lag dabei (sogar nach 19 Uhr) bei ca. 3 Minuten! Viel besser geht es nicht.
Fazit
Raidboxes ist eine klasse Hosting Lösung für alle Nutzer, die die maximale Performance mit möglichst wenig Aufwand suchen.
Dabei bietet Raidboxs wirklich eine sehr gute Leistung, eine einfache Benutzeroberfläche, einen tollen Support und nicht zu letzt auch einige nette Bonus Feature. Gerade die gute Backupfunktionalität und das Staging wissen hier zu überzeugen.
Ebenfalls sehr positiv überrascht hat mich der freundliche und sehr kompetente Support, der innerhalb von wenigen Minuten auf meine Fragen eingegangen ist.
Allerdings ist Raidboxes auch nicht „perfekt“. Die Performance von Raidboxes ist dank sehr guter Software Optimierung sicherlich in den oberen X % aller Webhoster angesiedelt. Allerdings könnt Ihr auch bei den üblichen Verdächtigen eine ähnliche Performance erzielen, wenn Ihr hier das richtige Paket bucht (wie einen V-Server) und gegebenenfalls selbst Hand anlegt und Dinge wie NGINX, HTTP2 usw. nach installiert. Radiboxes macht sowas für Euch, kocht aber letztendlich auch nur mit Wasser.
Eine gut optimierte Webseite bei einem schlechten Hoster wird meist besser laufen als eine schlecht optimierte Webseite bei einem guten Hoster. Kommt Ihr natürlich von einem der 08/15 Webhosting Pakete, dann werdet Ihr vermutlich eine Merkbare Performance Steigerung bei Raidboxes erleben.
Dies kommt aber auch zu einem Preis und dies meine ich wörtlich. Radiboxes gehört gerade in den höheren Tarifen zu den teureren Webhostern! Gerade wenn Ihr viel Speicherplatz und RAM sucht kann dies schnell gut ins Geld gehen.
Dennoch, wollt ihr mit möglichst wenig Aufwand einen schnellen Hoster mit super Support, dann ist Radiboxes absolut einen Blick wert! Meine 2. Seite https://haus-garten.org/ wird bei diesem im Übrigen gerade gehostet.