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Das BATTLEGROUND XL PRIME von XPG im Test, ein Mauspad mit RGB

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Ein Mauspad ist Pflicht bei jedem Gaming Setup. Ich und vermutlich auch viele von Euch bevorzugen hier extra lange Mauspads, auf welchen Tastatur und Maus Platzfinden.

Solche Mauspads gibt es im Handel hunderte, von großen Gaming-Marken und auch kleinen NoName Herstellern. Ein besonders auffälliges Modell ist hier das XPG BATTLEGROUND XL PRIME. Es handelt sich bei diesem um ein XL Mauspad mit RGB Beleuchtung. Warum auch nicht?!

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 12

XPG hat mich gebeten mir das BATTLEGROUND XL PRIME einmal im Test näher anzusehen. Wollen wir dies doch einmal in einem Kurztest machen!

 

Das BATTLEGROUND XL PRIME von XPG im Test

Bei dem BATTLEGROUND XL PRIME handelt es sich wie der Name schon sagt um ein XL Mauspad. Dieses misst 900 x 420 mm und ist somit groß genug für eine Maus und Tastatur.

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Die Dicke des Mauspads beträgt dabei 4 mm. Beim Material setzt XPG auf „CORDURA®-Stoff“. In der Praxis würde ich diesen als eine Neopren artigen Stoff bezeichnen. Dieser hat also eine recht glatte und feinporige Oberfläche. Diese ist auch wasserabweisend.

Verglichen mit meinen sonstigen 0815 Mauspads ist das BATTLEGROUND XL PRIME merklich dicker und dichter! Das verwendete Material ist deutlich straffer und fester.

Battleground Xl Prime Von Xpg Im Test 2

Dies hat Vor- und Nachteile. So wirkt das Mauspad gerade anfangs etwas steifer als viele Konkurrenten, liegt aber im Laufe der Zeit „sauberer“ auf Eurem Schreibtisch. Viele XL Mauspads die ich kenne neigen zum Wölben an den Kanten. Dieses Problem sehe ich beim BATTLEGROUND XL PRIME nicht.

Allgemein wirkt das Mauspad recht haltbar, mit vielleicht einer Ausnahme, dem Rand. Im Rand ist eine Art Kunststoff Lichtschlauch integriert. Dieser ist aber nur einfach umwoben. Hier muss die Zeit zeigen wie gut dies hält.

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Im ersten Moment wirkt das BATTLEGROUND XL PRIME aber sehr wertig gearbeitet. Bonuspunkte gibt es für die die Gummi-Unterseite, welche ein Verrutschen verhindern soll.

Was das „Mausgefühl“ angeht ist das BATTLEGROUND XL PRIME tendenziell eher ein etwas schnelleres und glatteres Mauspad. Die Maus gleitet also vergleichsweise gut und schnell. Die Präzision ist ordentlich, aber tendenziell tauscht das Mauspad Präzision etwas gegen Geschwindigkeit.

 

Die RGB Beleuchtung

Im Rand des BATTLEGROUND XL PRIME ist eine Art „Glasfaser“ Leitung integriert. Diese führt zu einem kleinen Modul am oberen linken Rand. Hier sitzen vermutlich zwei RGB LEDs die das Licht durch das Glasfaserkabel projizieren.

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Die Stromversorgung geschieht dabei ganz klassisch über ein microUSB Kabel. Je nach Lichtfarbe schwankt die Leistungsaufnahme zwischen 0,4W und 0,55W. Damit ist der Stromverbrauch extrem niedrig!

Gesteuert wird die Lichtfarbe nicht über eine PC Software, sondern über eine Taste am LED Modul. Ihr könnt hier durchschalten zwischen Türkis -> Grün -> Gelb -> Rot -> Lila -> Weiß -> Farbwechsel -> Blau.

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Das Licht sieht dabei erfreulich gut und gleichmäßig aus! Dabei ist die Beleuchtung nicht übermäßig hell, aber ausrechend hell das die Beleuchtung als „Stimmungslicht“ voll ihren Zweck erfüllt. Ich würde sogar sagen das Licht wirkt recht „wertig“. Klar ein RGB LED Mauspad ist schon etwas „besonderes“, aber dies ist beim XPG BATTLEGROUND XL PRIME recht wertig umgesetzt.

 

Fazit

Braucht Ihr ein RGB LED Mauspad? Vermutlich nein! Wollt Ihr ein RGB LED Mauspad? Eventuell ja.

Falls dem so ist, ist das XPG BATTLEGROUND XL PRIME eine gute Wahl. Ja dieses ist recht einfach umgesetzt, aber die Qualität des Mauspads und auch der der Beleuchtung stimmt. Die LEDs sind ausreichend hell, dass diese bei einer leicht gedimmten Umgebungsbeleuchtung gut zur Geltung kommen, aber auch nicht blenden oder stören.

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Das Mauspad selbst ist angenehm dick und stabil gearbeitet. Über die Haltbarkeit, gerade der Ränder kann ich zwar noch nichts sagen, aber generell macht dieses schon einen guten Eindruck.

Auch der Preis von unter 40€ wirkt fair auf mich.

Die Razer Hammerhead True Wireless im Test

Mit den Hammerhead hat Razer einen ersten Einstieg in die Welt der true Wireless Ohrhörer gewagt. Dabei sollen sich die Hammerhead True Wireless nicht nur an die Gamer unter Euch wenden, sondern einen generell guten Eindruck im Alltag hinterlassen. Passend hierzu bietet Razer die Hammerhead True Wireless auch in anderen Farben als das etwas aggressive Schwarz/Gün an.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 12

Wollen wir uns hier einmal im Test ansehen bzw. anhören ob die Razer Hammerhead True Wireless wirklich überzeugen können!

An dieser Stelle vielen Dank an Razer für das Zurverfügungstellen der Hammerhead True Wireless.

 

Die Razer Hammerhead True Wireless im Test

Die Hammerhead True Wireless werden in einer vergleichsweise kleinen und schlichten Ladebox geliefert und verstaut. Diese misst gerade einmal 78 x 35 x 26 mm und bringt 46,2g inklusive Ohrhörer auf die Waage.

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Ihr habt bei den Hammerheads aktuell die Wahl zwischen schwarzer, weißer und rosa Farbe. Weiß und rosa scheinen aber Razer Store exklusiv zu sein. Schade, denn gerade die weiße Farbe sieht sehr gut aus!

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Die Ladebox ist aus einem matten Kunststoff gefertigt, welcher sehr wertig anmutet. Allgemein wirken die Hammerhead True Wireless sehr hochwertig gearbeitet und auch der Deckel wirkt schön solide gebaut. Es ist klar ersichtlich, dass wir hier etwas hochpreisigere Ohrhörer vor uns haben.

Der in der Ladebox verbaute Akku kann die Ohrhörer ca. 3x wiederaufladen ehe die Ladebox selbst ans Netz muss. Hierfür findet sich ein USB C Port auf der Rückseite. Mit einer Ladung halten die Hammerhead ca. 3-4 Stunden durch.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 3

Razer setzt bei den Hammerhead True Wireless  interessanterweise auf ein Semi-In-Ear Design. Heißt es gibt keinen Silikonaufsatz der Euer Ohr versiegelt. Anstelle dessen legt Ihr die Ohrhörer einfach in Eure Ohren.

Razer liefert allerdings optionale Silikon „Bezüge“ mit. Diese sorgen zwar für keine 100% Versieglung Euer Ohrhörern, können aber etwas bei der Versiegelung helfen.

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Auf der Rückseite der Hammerhead findet sich ein Touchpad zur Steuerung der Ohrhörer. Das Ein/Ausschalten geschieht aber wie meist üblich automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt.

 

Tragekomfort

Aufgrund des Formfaktors sitzen die Hammerhead recht locker und entspannt in Euren Ohren. Diese werden nicht versiegelt, daher habt Ihr auch nicht dieses Druckgefühl wie bei vielen normalen in-Ears.

Normalerweise nutze ich klassische in-Ears, aber ich kann die Vorzüge dieses Formfaktors durchaus erkennen. Die Hammerhead fühlen sich unsichtbarer an und Ihr werdet nicht so stark von Eurer Umwelt abgeschirmt. Ideal für eine Nutzung in der Öffentlichkeit!

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort mit einer guten „2“ bewerten.

 

Klang

Starten wir mit dem wichtigsten Punkt. Bei den Razer Hammerhead True Wireless handelt es sich um „Semi-in-Ear“ Ohrhörer. Das heißt diese nutzen keine Silikon-Aufsätze um Eure Ohren zu verschließen, was sich deutlich auf den Klang auswirkt! Die Hammerhead können hierdurch nicht den Druck und die „Kraft“ aufbauen wie es bei normalen in-Ears der Fall ist. Dies ist aber ein genereller Nachteil dieser Bauform und betrifft alle Semi-in-Ear Ohrhörer.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 7

Schauen wir uns aber den Klang der Hammerhead True Wireless im Detail an, startend bei den Höhen. Die Höhen der Ohrhörer sind soweit sauber und klar. Diese sind allerdings auch nicht „mega brillant“ oder super luftig. Im Gegenzug wirken die Ohrhörer auch nicht zu scharf oder anstrengend. Ich denke Razer hat hier eine ordentliche Balance erreicht.

Die Mitten der Hammerhead sind soweit okay. Diese stechen weder besonders positiv noch negativ hervor. Stimmen klingen soweit schön natürlich und klar.

Das Spannendste ist aber natürlich der Bass. Aufgrund des Semi-in-Ear Formfaktors haben die Hammerhead True Wireless Probleme den für wirklich guten Bass nötigen Druck aufzubauen. Dies ist ein generelles Problem aller Semi-in-Ear Modelle, egal ob von Apple, JBL oder sonstigem Hersteller. Das soll aber nicht heißen, dass der Bass schlecht wäre. Ich würde den Bass als solide bis gut einstufen! Dieser ist ausreichend satt, so dass Musik nicht dünn oder flach klingt. Auch der Tiefgang ist ausreichend. Hier sind die Hammerhead beispielsweise deutlich besser als die Apple AirPods. Rechnet dennoch nicht damit, dass Hammerhead Bass-Bomber sind, dies ist nicht der Fall!

Razer Hammerhead True Wireless im Test 9

Drückt Ihr Euch die Ohrhörer etwas tiefer in die Ohren ist sogar klar zu hören, dass der Bass sehr gut ist und nur mangels der Versieglung etwas weniger kräftig wirkt als bei dem ein oder anderen Konkurrenten.

Unterm Strich klingen die Ohrhörer also recht locker und luftig. Diese bieten zudem eine gute Dynamik. Die maximale Lautstärke würde ich als gut einstufen!

Razer Hammerhead True Wireless
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Razer Hammerhead sind absolut empfehlenswerte True Wireless Ohrhörer, falls Ihr Modelle mit dem „Semi-in-Ear“ Formfaktor sucht.

Im Gegensatz zu den meisten anderen TWS Ohrhörern legt Ihr die Hammerhead einfach in Eure Ohren. Diese besitzen hier keine Silikon-Aufsätze die eine Versiegelung Eurer Ohren durchführen. Hierdurch sitzen diese etwas lockerer und schirmen Euch nicht so sehr von der Umwelt ab, was in Bus/Bahn oder allgemein in der Öffentlichkeit etwas Gutes sein kann.

Razer Hammerhead True Wireless im Test 10

Dies macht die Ohrhörer auch für Nutzer interessant die den Tragekomfort normaler in-Ears nicht mögen.

Allerdings klanglich ist natürlich eine Versiegelung ein Vorteil! Unterm Strich kommt es etwas darauf an ob wir die Razer Hammerhead True Wireless mit anderen Semi-in-Ear Ohrhörern vergleichen, dann schneiden diese sehr gut ab auch dank des guten Basses, oder mit regulären in-Ear Ohrhörer. Reguläre in-Ear Ohrhörer können mehr Bass und „druck“ Liefern als die Hammerhead.

Grundsätzlich klingen die Hammerhead aber gut! Diese haben einen schönen dynamischen und lebendigen Klang, welcher dank des Formfaktors auch recht luftig wirkt.

Kurzum, seid Ihr an dem Semi-In-Ear Formfaktor interessiert, dann sind die Razer Hammerhead eine gute Wahl für unter 100€. Ich würde diese vom Klang her besser einstufen als die Apple AirPods und minimal schlechter als die JBL Tune 225 TWS, was auch zum Preis passt.

Ist der teuerste Saugroboter auch der beste? Der iRobot Roomba S9+ im Test

iRobot ist einer der wichtigsten Hersteller im Bereich der Saugroboter. Diese waren hier ein absoluter Pionier, haben aber gefühlt erst recht spät den Umstieg auf eine wirklich smarte Navigation gewagt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern verzichtet iRobot auch heutzutage auf LiDAR bzw. Laser Sensoren, für die Navigation. Anstelle dessen nutzt iRobot Kameras! Ja im Deckel der größeren iRobot Saugrobotern ist eine Kamera verbaut, welche die Umgebung aufzeichnet und daraus eine Karte für die Navigation erstellt.

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Die modernen LiDAR bzw. Laser Sensoren sind schon recht komplex und produzieren riesige Datenmengen, die der Saugroboter verarbeiten muss. Eine Kamera für die Navigation ist hier nochmals eine Stufe schwieriger und komplexer, weshalb diese nur von sehr wenigen Herstellern für die Navigation verwendet wird.

Hinzu kommt das interessante Doppelbürsten Design welches iRobot nutzt und wir haben einen vergleichsweise ungewöhnliche Saugroboter, gerade in einer Welt die von runden chinesischen Saugrobotern dominiert wird.

Das Flaggschiff aus dem Hause iRobot hört auf den Namen Roomba S9+. Der Roomba S9+ bietet im Grunde alles was Ihr Euch nur wünschen könnt, inklusive einer Absaugstation, welche Euch das Entleeren des Saugers erspart.

Für diesen Spaß möchte iRobot aber auch stolze 1500€ haben! Ja dies ist für die meisten normalen Menschen zu viel Geld für einen Saugroboter. Auf der anderen Seite wäre eine Putzfrau auf Dauer teurer. Stellt sich dennoch die Frage, lohnt es sich so viel Geld für einen Saugroboter auszugeben? Ist der Roomba S9+ so viel besser als die Konkurrenz von ECOVACS oder Roborock? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an iRobot welche mit den Roomba S9+ für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der iRobot Roomba S9+ im Test

Das Set des Roomba S9+ besteht aus zwei Teilen. Einerseits erhaltet Ihr den Roomba S9 und zum anderen erhaltet Ihr die automatische Absaugstation. Die automatische Absaugstation ist so zu sagen das „+“. Könnt Ihr auf diese verzichten könnt Ihr auch den etwas günstigeren Roomba S9 kaufen, welcher baugleich zum Roomba S9+ ist, nur die automatische Absaugstation vermisst.

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Eine erste Auffälligkeit beim Roomba S9+ ist die Form. Die meisten Saugroboter besitzen eine runde Form, der S9+ ist hingegen wie ein „D“ geformt. An sich macht diese Form auch durchaus Sinn!

So ist die rotierende Bürste hier deutlich näher am Rand des Roboters, was beim reinigen von Ecken und Kanten hilft. Zusätzlich besitzt der Roomba S9+ die übliche kleine rotierende Bürste an der Front, welche ich gerne als „Fühler“ bezeichne. Diese soll ebenfalls Schmutz aus den Ecken herausholen und den Weg der primären rotierenden Bürsten schieben.

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Was das generelle Design angeht ist der Roomba S9+ sehr edel und wertig gestaltet. Ja es ist durchaus an einigen Punkten zu spüren, dass wir hier noch eine Klasse über den größten Roborock und ECOVACs Modellen sind. Dies ist mir besonders beim Deckel aufgefallen, unter welchem der Schmutzauffangbehälter angebracht ist. Dieser Deckel verfügt über eine richtige Feder! Ich weiß dies klingt lächerlich, aber 99% aller Hersteller verzichten auf diese. Hier ist der Deckel einfach nur eine Kunststoff-„Tür“. Solche Kleinigkeiten bekommt man halt wenn man über 1000€ für einen Saugroboter zahlt.

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Auch abseits davon wirkt der Roomba S9+ wirklich gut und sehr wertig gebaut!

Neben dem Deckel zum Schmutzauffangbehälter finden wir auf der Oberseite drei Tasten, zum Steuern des Saugroboters, falls Ihr mal nicht die App nutzen wollt.

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Woran wir leider nicht erkennen das wir hier einen premium Saugroboter vor uns haben ist der Lieferumfang. Ihr erhaltet:

  • 1x Roomba S9+
  • 1x Automatische Absaugstation
  • 2x Beutel für die Absaugstation
  • 1x Netzkabel
  • 1x Ersatzfilter
  • 1x Ersatzbürste

Leider scheint sich hier wieder die Regel zu bewahrhalten umso teuer ein Produkt, umso kleiner der Lieferumfang.

Hier gibt es aber einen kleinen Pluspunkt bei iRobot, Ihr kommt unheimlich gut an Ersatzteile, neue Filter usw. ! Beispielsweise beim ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ ist es sehr schwer an die Beutel für die Absaugstation zu kommen. Beim Roomba S9+ ist so etwas kein Problem. Ihr findet bei Amazon eine Vielzahl an Filter usw.

 

Die Absaugstation

Saugroboter haben fast alle eine Schwäche, die Größe der Schmutzauffangbehälter! Zwar arbeitet der Saugroboter komplett selbstständig, aber wenn Ihr eine größere Wohnung habt oder ein Haustier, dann ist praktisch nach jeder Fahrt ein Leeren Pflicht.

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Hier kommen die Absaugstationen ins Spiel. Fährt der Roboter zum Laden wird auch gleichzeitig der Schmutz aus dem Schmutzauffangbehälter abgesaugt, in einen großen Tank. Dies ist in der Praxis wirklich Gold wert!

Allerdings scheinen dies die Hersteller auch ein wenig zum Geldmachen nutzen zu wollen. So setzen diese Absaugstationen bei allen Herstellern immer Beutel. An sich sehr praktisch, aber natürlich auch ein Faktor für Folgekosten. Diese sind bei iRobot vergleichsweise günstig, dies ist aber der Popularität des Modells geschuldet.

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iRobot will für 3x Beutel 19,99€! WOW! ECOVACs will zum Vergleich allerdings ebenso 19,99€ für 3 Beutel. Das ist eine wirklich schöne Gewinnmarge. Allerdings gibt es bei Amazon, Ebay usw. duzende „alternativer“ Beutel. Die Preise schwanken hier zwischen 5 Stück für 13€ und 10 Stück für 18€, was deutlich leichter zu ertragen ist.

Mit einem Beutel kommt Ihr zwischen 3 und 8 Wochen hin. Aufgrund meines großen Hundes sind es bei mir eher 3 Wochen. Das Absaugen funktioniert im übrigen 1A! Der Sauger fährt auf die Ladestation, es wird für 30 Sekunden „laut“ und dieser ist gereinigt.

Die Absaugstation des iRobot funktioniert in der Praxis übrigens besser als die von EcoVacs! Letztere hat oftmals Probleme mit dem Absaugen wenn der Schmutzauffangbehälter zu 100% voll ist, dies ist bei iRobot nicht der Fall!

 

Schmutzauffangbehälter und Bürste

So gut wie jeder Saugroboter besitzt eine rotierende Bürste, welche oftmals den Hauptteil der Arbeit verrichtet. Diese besitzt meist eine Mischung aus einer Gummilippe und Borsten.

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Der Roomba S9+ besitzt allerdings gleich zwei Bürsten die in entgegenlaufende Richtungen drehen. Diese Bürsten besitzen auch keine Borsten, sondern sind komplett aus Gummi. Letzteres soll das verwickeln von Haaren minimieren, was ich durchaus bestätigen kann. Der Wartungsaufwand der Bürsten ist überdurchschnittlich gering.

Was auch auffällt, die Bürsten sind sehr bereit und somit auch die Arbeitsfläche!

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Aufgefangen wird der Schmutz zunächst in einer kleinen Box. Ja leider ist diese Box mal wieder sehr klein, was aufgrund der Absaugstation nicht ganz so tragisch ist. Habt Ihr keine Absaugstation, diese ist voll usw. dann könnt Ihr den Roomba S9+ auch einfach manuell entleeren.

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Der Mechanismus zum öffnen der Box ist absolut gelungen! Lediglich der Hepa Filter, welcher 99% aller Partikel filtert, ist mir etwas offen verbaut. Grober Schmutz kann recht leicht in diesen gelangen. Immerhin der Filter ist schön groß.

 

Die App

Ich sehe bei der iRobot App viel Positives! Grundsätzlich ist die App deutlich weniger technisch als von ECOVACs und Roborock. Für einige Nutzer ist dies sicherlich ein Nachteil, aber ich denke gerade für den Normalnutzer ist das völlig okay, wenn nicht sogar ideal!

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Zunächst erstellt der Roomba S9+ eine Karte von Eurer Wohnung. Dies geschieht parallel beim ersten Saugvorgang. Im Gegensatz zu anderen Modellen könnt Ihr dies aber nicht Live beobachten! Ihr seht auch keinen Standort des Saugroboters auf einer Karte.

Nach dem Abschluss des Saugvorgangs wird Euch erst die Karte angezeigt. Dort könnt Ihr diese in Räume unterteilen und auch No Go Zonen einrichten.

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Die Raumunterteilung macht viel Sinn, denn diese erlaubt es Euch den Roboter gezielt in einen Raum zu schicken. Ihr könnt sogar in Räumen Orte festlegen wo der Roboter nur saugen soll. Anstelle dies jedes Mal machen zu müssen könnt Ihr dafür Shortcuts auf der Startseite der App festlegen. Solch ein Shortcut könnte beispielsweise „Flur“ sein. Mit einem Tipp reinigt der Roboter ausschließlich den Flur.

So kommt meine Mutter mit der App des iRobot besser zurecht als mit der von ECOVACS. Allerdings ist die Karte bei iRobot etwas ungenauer und auch Einstellungen wie Saugleistung usw. etwas mehr versteckt.

 

Fahrverhalten

Grundsätzlich hat mich das Fahrverhalten und die Logik des Roomba S9+ positiv überrascht! Der S9+ nutzt für seine Navigation neben den üblichen Sensoren wie dem Stoßsensor, eine Kamera auf der Oberseite. Diese hilft dem S9+ seine Umgebung zu erkennen und einen Grundriss Eurer Wohnung anzulegen.

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Hierdurch weiß der Saugroboter zu jedem Zeitpunkt wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss. Dies funktioniert auch sehr gut! Der Saugroboter startet von seiner Station und beginnt Eure Wohnung in geraden Bahnen abzufahren. Dabei umkreist der Saugroboter aber nicht zunächst den zu reinigenden Bereich, wie es die meisten anderen Modelle machen, sondern startet direkt mit der Innenreinigung. Auffällig, der Saugroboter fährt dabei sehr dicht an Wände heran, wodurch die Eckenreinigung wirklich gut ausfällt.

Ähnlich wie andere Modelle scheint der S9+ zu versuchen Eure Wohnung in kleinere Bereiche zu unterteilen, welche nacheinander gereinigt werden. So arbeitet sich der Roboter Stück für Stück durch Eure Wohnung.

Dank der Kamera weiß dieser wo er schon war und kann auch Bereiche identifizieren wo er noch hin muss. Es kann also nicht passieren, dass ein Raum ausgelassen wird. Sollte der S9+ mal einen Raum auslassen, wird der Roboter später zu diesem Raum zurückkehren. Dies funktioniert auch in der Praxis sehr gut.  Allerdings einen kleinen Punktabzug gibt es doch. Hier und da hat dieser sich an einigen Ecken bzw. Möbeln etwas länger aufgehalten. Es handelte sich hier um Möbel und Objekte wo die Kamera eventuell drüber schauen könnte und somit dem Roboter sagte „Hey da ist noch eine Ecke die du nicht gereinigt hast“. In solchen Situationen umkreist der S9+ das Objekt eine Weile und versucht aus verschiedenen Richtungen an dieses heranzufahren. Nach einer Weile gibt er dies dann aber auf und macht regulär weiter.

Zwar kommt der S9+ grundsätzlich auch mit komplexeren Wohnungen klar, aber ich würde diesen primär für „leerere“, mittelvolle bzw. offenere Wohnungen empfehlen. Der S9+ funktioniert auch in vollen und zugestellten Wohnungen, aber hier gibt es Modelle die effizienter navigieren.

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Oftmals habe ich von Schwierigkeiten des Roomba S9+ bei Dunkelheit gehört. Dem kann ich aber nur teilweise zustimmen. Ja bei völliger Dunkelheit hat der Roboter Probleme, aber eine abendliche Beleuchtung reicht bereits aus, dass dieser ausreichend zuverlässig navigieren kann.

Womit sich der Roomba S9+ etwas schwer tut sind unerwartete Hindernisse, also Socken, Tierspielzeug, Kabel usw. Der S9+ hat hier keine Logik die solche Objekte vermeidet, abseits der Stoßstange und da die rotierenden Bürsten direkt auf der Front sitzen, werden solche Objekte auch sofort angesaugt. Es darf beim Roomba S9+ wirklich nichts herumliegen! Hier zeigte sich beispielsweise der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ deutlich souveräner.

 

Saugleistung

Der Roomba S9+ hat eine sehr gute Saugleistung! Die zwei rotierende Bürsten + hohe Motorleistung ist einfach Garant für eine gute Schmutzaufnahme. Hier müssen wir aber Unterscheiden zwischen glatten Böden und Teppichböden. Auch müssen wir zwischen feinem und groben Schmutz unterscheiden.

Die beste Saugleistung verglichen mit der Konkurrenz bietet der Roomba S9+ auf glatten Böden bei feinem bis mittelgroben Schmutz. Hier ist die Saugleistung perfekt! Ich habe noch keinen anderen Saugroboter gesehen der hier so perfekt reinigt wie der S9+. Dies liegt auch am seitlichen „Fühler“, welcher vergleichsweise langsam dreht. Klingt im ersten Moment wie ein Nachteil, ist es aber nicht.

Oftmals verteilen die „Fühler“ Schmutz recht stark, da diese einfach zu schnell drehen. Ein gutes Beispiel wäre hierfür der OZMO T8+, welcher gerne mal gröberen Schmutz durch die Gegend schleudert, da die vordere Bürste zu schnell dreht. Dieses Problem hat der S9+ nicht! Hinzu kommt die gute Saugleistung und die großen Bürsten welche alles verschlingen was auf dem Boden liegt. Lediglich sehr großer Schmutz neigt etwas zum Blockieren der beiden Walzen.

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Auf Teppichböden schwankt die Performance des Roomba S9+ etwas. Grundsätzlich kam dieser mit Hundehaaren weit überdurchschnittlich gut klar. Hier erreichte dieser fast eine 100% Reinigung, was bisher noch kein Saugroboter geschafft hat.

Allerdings gibt es hier auch Kritikpunkte! Zum einen könnte der Roomba S9+ etwas Probleme mit sehr langflorigen Teppichen haben. Aufgrund der sehr großen Gummibürsten bieten solche Teppiche einen recht hohen Widerstand für den Motor der Bürsten, was man hört. Ich habe leider keine sehr hochflorigen Teppiche, aber bereits bei meinen tieferen Teppichen ist zu hören, dass die Bürsten mit einem gewissen Widerstand zu kämpfen haben. Zudem neigt der Roomba S9+ dazu die Bürsten abzuschalten wenn dieser auf den Teppich fährt und erst auf dem Teppich wiedereinzuschalten. Hierdurch kann hier ein kleiner Rand entstehen. Dies gilt aber nicht für das vom Teppich herunterfahren.

Irobot S9+ Test 20

Daher würde ich Euch den Roomba S9+ besonders empfehlen wenn Ihr entweder viele glatte Böden habt und/oder Teppichboden. Hier ist die Saugleistung hervorragend und kann sogar die besten Modelle von ECOVACS und Roborock schlagen (vor allem auf glatten Böden und bei der Eckenreinigung). Der Roomba S9+ hat sogar eine Erkennung, wenn er besonders viel Schmutz findet. Dann leuchtet die LED auf der Oberseite auf und der Roboter überfährt die Stelle mehrfach.

 

Lautstärke

Leider ist die Lautstärke eine Schwäche des iRobot Roomba S9+! Dieser ist ein recht lauter Saugroboter. Er ist nicht ganz so laut wie der Cecotec CONGA 5090, aber deutlich lauter als alle mir bekannten Modelle von Roborock oder ECOVACS!

Dabei erzeugen anscheinend die Bürsten ein sehr lautes rattern, gerade auf glatten Böden. Auf Teppichböden ist der S9+ erstaunlicherweise deutlich leiser.

Ich hatte daher anfangs schon glatt vermutet ein Montagsmodel erwischt zu haben, dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich vermute die Gummi-bürsten berühren den Fliesen-Boden und erzeugen daher Geräusche.

Yeedi Lautstärke

Rechnet also damit das der Roomba S9+ deutlich hörbar durch Eure Wohnung „rattert“.

 

Fazit

Der iRobot Roomba S9+ ist ein guter wenn nicht sogar sehr guter Saugroboter, das steht außer Frage! Allerdings ist dieser auch nicht perfekt. Im Test zeigten sich zwei Schwächen, über die wir zunächst reden wollen.

Der für mich glatt wichtigste Kritikpunkt ist die Lautstärke. Der Roomba S9+ gehört zu den klar lauteren Saugrobotern, vor allem wenn dieser auf glatten Böden unterwegs ist. Dies ist sicherlich der Doppel-Gummiwalze geschuldet, welche natürlich im Gegenzug auch wieder einer der größten Pluspunkte des Roomba S9+ ist.

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Auch etwas hin und her gerissen war ich bei der Navigation. Prinzipiell navigiert der Saugroboter gut und auch ausreichend zuverlässig. Allerdings ist der Roomba hier etwas weniger präzise als viele der Modelle mit Laser Navigation. Auch neigte der S9+ dazu sich an Hindernissen unnötig lange aufzuhalten. Kleinere Hindernisse wie Socken, Kabel, Tierspielzeug usw. werden vom S9+ gnadenlos angesaugt. Hier hat dieser keine „Vermeidungslogik“ oder Sensoren, die helfen, abseits der Stoßstange.  Verglichen mit älteren Saugrobotern die nur eine Zufallsnavigation nutzen oder Ähnliches, ist der iRobot Roomba S9+ natürlich ein gewaltiger Sprung!

Die Stärke des iRobot Roomba S9+ ist klar die Saugleistung und Flächenleistung. Gerade auf glatten Böden ist die Saugleistung des S9+ als ziemlich perfekt zu bewerten! Hier habe ich noch keinen Saugroboter gesehen der besser reinigt als der Roomba. Dies gilt selbst für die Bereiche an Fußleisten und in Ecken.

Auf Teppichen schwankt die Saugleistung zwischen gut und hervorragend! Gerade auf kürzeren Teppichböden saugt der S9+ herausragend gut, selbst wenn es um die Entfernung von Tierharen geht. Eine bessere Saugleistung habe ich hier noch von keinem Saugroboter gesehen. Mit freiliegenden Teppichen tut sich der S9+ etwas schwerer, genau wie mit besonders tiefen Teppichen, liefert hier aber immer noch eine gute Saugleistung.

Weitere Bonuspunkte gibt es für die Absaugstation! Ja diese ist Gold wert und ich kann jedem nur raten den Aufpreis für diese zu zahlen. Es ist einfach schön nicht jedes mal seinen Saugroboter entleeren zu müssen. Dies funktioniert auch 1a. Ebenso gefiel mit die App sehr gut, welche sich einfach und unkompliziert nutzen lässt.

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Fassen wir einmal zusammen. Ich würde Euch:

Ich würde Euch den iRobot Roomba S9+ nicht oder nur bedingt empfehlen, wenn Ihr eine recht kleine und enge Wohnung habt, mit vielen Teppichen, in der viel herumsteht und eventuell auch herumliegt. Hier gibt es offen gesagt Saugroboter, die sich in solchen Situationen besser schlagen.

Ich würde Euch den iRobot Roomba S9+ empfehlen, wenn Ihr eine große und etwas aufgeräumte Wohnung mit offeneren Flächen habt. Hier fühlt sich der Roomba S9+ absolut wohl und kann auch seine Stärken, verglichen mit der Konkurrenz, am besten ausspielen.

iRobot Roomba s9+ Über WLAN verbundener Saugroboter mit automatischer...

  • Sehr gute Saugleistung, auf allen Untergründen
  • Hohe Arbeitsgeschwindigkeit, dank breiter Bürste
  • Gute App
  • Gute Navigation
  • Hervorragende Absaugstation
  • Schlechte Hindernissvermeidung (Kabel, Socken usw.) bereitem dem Roomba große Probleme
  • Sehr Laut

Das Sony Xperia 5 II im Test, tolles Smartphone, mit der üblichen Sony Schwäche…

Das Sony Xperia 5 II ist fast als einmaliges Smartphone zu bezeichnen. Aktuell gibt es recht wenige kompakte Android Smartphones die sich als „Flaggschiff“ Modell bezeichnen können. Dies ist beim Xperia 5 II aber der Fall!

So setzt dieses auf den aktuellen Snapdragon 865, ein 120Hz Display, drei Kameras usw.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 9

Klingt doch ganz gut, aber das Ganze hat auch einen Preis. So kostet Euch das Xperia 5 II rund 900€! Eine stolze Summe, für welche das Xperia 5 II einiges bieten muss.

Kann dies hier im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Sony Xperia 5 II im Test

Das wichtigste am Xperia 5 II sind klar die Abmessungen. So verfügt das Smartphone über ein 6,1 Zoll Display, welches aber sehr schmal gehalten wurde. Sony nutzt hier einen 21:9 Formfaktor.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 2

Hierdurch ist das Smartphone extrem schmal aber lang! Dies ist nicht zu unterschätzen, denn ich erwarte, dass das Smartphone aus der Mehrheit der Damen-Hosentaschen herausschauen wird.

Ebenso ist das Xperia 5 II sehr glitschig. Sony setzt hier auf Glas auf der Front, einen polierten Aluminium Rahmen und Glas auf der Rückseite. Allerdings gerade die Rückseite wirkt irgendwie besonders glatt und rutschig. Ich kann dabei nicht sagen warum, aber dieses  wanderte auf meinem Schreibtisch selbst für ein Glas Smartphone besonders viel.

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Vielleicht liegt dies am vergleichsweise dezenten Kamera-Buckel auf der Rückseite. Zwar verfügt das Xperia 5 II über drei Kameras, aber diese sind recht dezent angebracht und stehen nur minimal hervor.

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Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 6,1 Zoll Display. Dieses verfügt seitlich über absolut minimale Rahmen. Oben und unten ist ein kleiner Rahmen zu finden. Dafür verzichtet Sony aber auf eine Notch oder einen Ausschnitt im Display. Die Frontkamera konnte noch im Rahmen untergebracht werden, genau wie zwei Lautsprecher.

Auf der rechten Seite des Smartphones ist die übliche Lautstärkewippe, wie auch ein Fingerabdruckscanner, welcher im Einschalter integriert ist.

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Auf der Unterseite wiederum ist der USB C Ladeport angebracht. Spannenderweise verfügt das Xperia 5 II aber noch über einen 3,5mm Kopfhöreranschluss.

Auf der Rückseite finden wir nur die dreifach Kamera und den LED Blitz.

 

Das Display

Im Sony Xperia 5 II steckt ein 6,1 Zoll OLED Panel mit einer Auflösung von 2520×1080 Pixeln. Die ungewohnte Auflösung kommt vom extra langen 21:9 Format. Zudem besitzt das Display eine Bildwiederholungsrate von 120Hz.

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Dies liest sich doch klasse! Und ja in der Praxis sieht das Display auch sehr gut aus. Es ist scharf, klar und Kontraste sind OLED typisch hervorragend.

Allerdings ist das Display des Xperia 5 II auch nicht „A+“. Das Display eines Samsung Galaxy S20 Plus oder iPhone 12 Pro sieht schon noch etwas besser aus. Der Unterschied ist aber so minimal das es in der Praxis keine Rolle spielt.

Displayhelligkeit

Was in der Praxis eher eine Rolle spielt ist die eher mittelmäßige Helligkeit. Diese ist an sich keinem Flaggschiff würdig, allerdings war die Ablesbarkeit im Freien dennoch akzeptabel, daher will ich ein Auge zudrücken. Sony scheint hier eine gute Beschichtung zu nutzen, welche Reflektionen minimiert.

 

Lautsprecher

Das Xperia 5 II nutzt einen Dual-Lautsprecher Aufbau. Dabei sind beide Lautsprecher auf der Front angebracht und klanglich gleichwertig. Hierdurch hat das Smartphone nicht nur einen Stereo Klang, sondern dieser ist auch auf den Nutzer gerichtet. Ideal!

Und ja das Xperia 5 II klingt sehr ordentlich! Es gibt zwar durchaus noch Smartphones die noch etwas brillanter und satter klingen, aber das Xperia 5 II ist schon recht weit oben mit dabei.

Hinzu kommt noch eine „dynamische Vibration“. Das Smartphone kann auf Wunsch leicht passend zum Beat vibrieren, was ein durchaus netter Effekt ist! Dieser verstärkt subjektiv den Bass etwas.

Zudem ist das Xperia 5 II eins der letzten Smartphones das über einen 3,5 mm Kopfhöreranschluss verfügt. Dieser liefert auch eine mehr als ordentliche Qualität.

 

Die Kamera(s)

Sony ist der größte und beste Hersteller von Kamerasensoren, daher sollte man erwarten das Sony in den eigenen Smartphones nur das beste vom besten verwendet.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 7

Leider ist dies aber nur bedingt der Fall, denn auf dem ersten Blick wirkt das Kamera-Set-up des Xperia 5 II unspektakulär.

  • Hauptkamera 12 Megapixel F1.7 Sony IMX555
  • Weitwinkelkamera 12 Megapixel F2.2
  • Zoom Kamera (2x) 12 Megapixel F2.4

 

Bei dem primären Sensor handelt es sich um den Sony IMX555. Dieser ist ein absolut vernünftiger Kamerasensor, welcher auch im Samsung Galaxy S20 und Note 20 zum Einsatz kommt.

Allerdings ist gerade bei modernen Smartphones nicht nur der Sensor wichtig, die Software ist meist das viel Wichtigere.

Schauen wir uns also ein paar Bilder des Xperia 5 II an.

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Leider ist die Kamera mal wieder ein problematischer Punkt bei einem Sony Smartphone. Bei Sonnenschein sind die Bilder des Smartphones hervorragend! Hier stehen diese einem iPhone 12 Pro oder Samsung Note 20 Ultra nichts nach, ganz im Gegenteil! Hier und da waren sogar einige Bilder dabei die mir vom Xperia besser gefielen. Sogar das HDR ist stark und der generelle Bildstyle ziemlich ideal für meinen Geschmack. Nicht zu künstlich, aber auch nicht zu langweilig.

Aber ist gerade mal kein Sonnenschein wird es zunehmend schwieriger. Das HDR scheint hier nicht immer zu arbeiten und Bilder wirken plötzlich recht flach verglichen mit der Konkurrenz.

Kamera Vergleich 2 Kamera Vergleich 3 Kamera Vergleich 1

Auch der Weißabgleich und die Farben wirken zunehmend unsicherer je schlechter das Licht wird. Und spätestens bei Nacht kann das Xperia 5 II nicht mehr mithalten.

Kamera Vergleich 6 Kamera Vergleich 4 Kamera Vergleich 5

Der Nachmodus des iPhone 12 Pro und des Samsung Note 20 Ultra sind absolut überlegen. Selbst das Xiaomi Mi 10T Pro kann hier das Xperia 5 II deutlich schlagen. Hier wird die Software die Hardware etwas im Stich lassen, denn der Sensor des iPhone 12 Pro und des Xperia 5 II sind durchaus vergleichbar (beide werden auch von Sony gefertigt).

Erfreulicherweise ist die Weitwinkel Kamera des Xperia 5 II durchaus brauchbar!

Dsc 0063 Dsc 0072

Ähnlich wie die Hauptkamera kann diese mit genug Licht wirklich schöne Bilder machen! So schlägt das Xperia 5 II bei genug Licht das Xiaomi Mi 10 (T) Pro klar, sowohl mit der Hauptkamera wie auch mit der Weitwinkelkamera.

Das Xperia 5 II ist nur das klassische „Schön Wetter Smartphone“.

 

Benchmarks

Im Xperia 5 II steckt der Snapdragon 865 SoC und 8GB RAM. Dies ist absolute Flaggschiff-Hardware! Der Snapdragon 865 gilt als der leistungsstärkste SoC im Jahr 2020, abseits des Apple A14.

Schauen wir uns daher doch einmal an wie dieser im Xperia 5 II performt.

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Antutu Benchmark Geekbench 5

Das Xperia 5 II bietet eine klasse Leistung, dies steht außer Frage. Allerdings fällt doch auf, dass dieses in Benchmarks eher am unteren Ende für ein Smartphone mit dem Snapdragon 865 angesiedelt ist. Das Xiaomi Mi 10T Pro oder das OnePlus 8 Pro können dieses problemlos schlagen, nicht viel aber etwas. Hier scheint die Software noch etwas besser optimiert zu sein.

 

Leistung in der Praxis

Dank des Snapdragon 865 und des 120Hz Displays fühlt sich das Xperia 5 II in der Praxis unheimlich flott und weich an. Die Benutzeroberfläche läuft perfekt und auch Apps/Spiele laufen so gut wie es im Jahr 2020 auf einem Smartphone geht.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 8

Allerdings bin ich bei der Software etwas hin und her gerissen. So ist zwar Sonys eigene UI nicht hässlich, aber wirkt doch etwas weniger „flott“ als beispielsweise die Benutzeroberfläche von OnePlus. Auch hat Sony sehr viele eigene Apps und Feature vorinstalliert, wie diverse Game Modi, eine besondere Pro Kamera usw.

Auch Call of Duty und Tidal sind vorinstalliert und lassen sich nicht komplett entfernen. Damit hat Sony vergleichsweise viel „Kram“ auf seinem Smartphone vorinstalliert. Einiges ist aber durchaus nützlich, anderes weniger.

 

Akku

Im Xperia 5 II steckt ein ordentlicher 4000mAh Akku. Ordentlich ist auch eine generell gute Beschreibung für die Akkulaufzeit.

Ich kam mit dem Smartphone problemlos durch den Tag. Es wäre sogar des Öfteren noch knapp genug Energie für einen zweiten Tag vorhanden. Der Akku ist also wirklich keine Schwäche des Xperia 5 II.

Mit im Lieferumfang des Xperia 5 II liegt ein 18W USB PD PPS Ladegerät. Allgemein nutzt das Xperia 5 II USB Power Delivery als primären Ladestandards.

Ladetempo

Das Xperia 5 II kann laut meinem Test mit bis zu ca. 20W laden. Für dieses Ladetempo wird ein USB Power Delivery Ladegerät mit 20W+ benötigt.

 

Fazit

Das Fazit zum Sony Xperia 5 II fällt mir etwas schwer. Prinzipiell ist das Xperia 5 II ein sehr gutes High End Smartphone, für alle die es etwas kompakter und schmäler suchen.

So ist das Display gut bis sehr gut, die Lautsprecher ordentlich, die System-Performance klasse dank Snapdragon 865 und auch die Kamera macht einen ordentlichen Job. Sogar die Akkulaufzeit ist nicht übel!

Sony Xperia 5 Ii Im Test 12

Allerdings im Detail gibt es doch ein wenig Kritik, gerade beim Preis von 899€ (UVP)!

Die meiste Kritik muss ich an der Kamera äußern! Es beginnt mit Kleinigkeiten wie dem unscharfen live View und dem harten Umschalten zwischen den unterschiedlichen Kameramodulen und endet bei der Bildqualität.

Die Kamera ist für mich der wichtigste Punkt bei einem Smartphone! Schnelle Smartphones mit mittelmäßiger Kamera gibt es viele für wenig(er) Geld. Die High End Kameras rechtfertigen hingegen bei Flaggschiffen die Preise von 900€+.

Sony Xperia 5 Ii Im Test 13

Qualitativ ist die Kamera des Xperia 5 II herausragend, sofern wir Sonnenschein haben! Wird das Licht aber schlechter, beginnt das Smartphone merklich unsicherer zu werden. Spätestens bei Dunkelheit kann dieses dann nicht mehr mit den großen Modellen von Samsung, Apple oder Xiaomi mithalten. Ich hatte selten ein Smartphone wo so deutlich zu merken war, dass die Hardware der Kamera stimmte, aber von der Software etwas zurückgehalten wurde.

Und ja die Hardware der Kamera stimmt! Sogar die Weitwinkel und Zoom Kamera sind 1a, sofern das Licht passt.

Es kommt hier also am Ende etwas auf Eure Anforderungen an. Könnt Ihr mit der Kamera des Xperia 5 II leben? Diese ist wie gesagt nicht schlecht, aber nicht auf dem Level von Samsung, Apple, Xiaomi (von deren Modellen in der 900€ Preisklasse). Abseits davon ist das Xperia 5 II ein sehr gutes Smartphone, das auch den Namen Flaggschiff verdient.

Test: Xiaomi GaN 65W USB C Ladegerät mit PPS und QC 4+

Xiaomi produziert nicht nur sehr gute Smartphones und Stabsaugroboter, sondern auch das ein oder andere spannende Zusatzprodukt. Bei uns in Europa sind diese allerdings meist gar nicht zu erwerben. Eins dieser spannenden Zusatzprodukte ist ein 65W USB C Ladegerät auf GaN Basis.

Test Xiaomi Gan 65w Usb C Ladegerät 3

Dieses verspricht eine sehr hohe Leistung, bei sehr kompakten Abmessungen. Hinzu kommt ein attraktiver Preis von rund 30€.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie gut das Xiaomi GaN 65W USB C Ladegerät umgesetzt wurde!

 

Das Xiaomi GaN 65W USB C Ladegerät im Test

Direkt vorweggesagt das Ladegerät ist nicht für unseren europäischen Markt gedacht. Dementsprechend verfügt dieses über den amerikanischen Stecker. Mit Adapter ist das Ladegerät natürlich auch bei uns nutzbar.

Test Xiaomi Gan 65w Usb C Ladegerät 1

Mit 56 x 31 x 31 mm ist das Xiaomi Ladegerät wirklich extrem kompakt für ein Modell mit 65W Leistung. Dies wird dank GaN erreicht. GaN steht für Gallium Nitride, welches ein Halbleiter ist, der so langsam seinen Weg in den Massenmarkt findet. Gallium Nitride hat gegenüber Silizium einige Vorteile im Bereich der Effizienz, bei Schaltnetzteilen. Dies erlaubt es kleinere Bauteile mit Gallium Nitride bei gleicher Leistung zu bauen als mit regulärem Silizium. Je nach Quelle sind GaN Bauteile ca. 32% kleiner bei gleicher Leistung und zudem noch effizienter.

Dies erklärt auch in einem gewissen Rahmen die sehr hohe Leistungsdichte des Xiaomi Ladegerätes. Das Äußere dieses besteht aus einem matten weißen Kunststoff, der sich sehr wertig anfühlt. Dies wird auch vom Gewicht von 83,2 g wiedergespiegelt. Das Ladegerät fühlt sich sehr dicht an.

Test Xiaomi Gan 65w Usb C Ladegerät 2

Aufseiten der Anschlüsse haben wir nur einen USB C Power Delivery Port. Dieser bietet laut Aufdruck 5V/3A, 9V/3A, 10V/5A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A.

Dies ist ordentlich Power! Genug um sogar viele Notebooks zu laden. Etwas kurios ist lediglich die 10V/5A Stufe, welche nicht normal ist.

 

Ladestandards und Temperatur

Laut dem Aufdruck ist das Xiaomi 65W GaN Ladegerät ein vergleichsweise normales 65W USB Power Delivery Ladegerät. Allerdings hat dies noch einige Asse im Ärmel!

So bietet dieses neben den 5V/3A, 9V/3A, 10V/5A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A Stufen auch 5-11V/3A und 5-20V/3,2A! Ja das Xiaomi GaN 65W USB C Ladegerät unterstützt die PPS Erweiterung des USB Power Delivery Standards.

Test Xiaomi Gan 65w Usb C Ladegerät 4

PPS erlaubt es einem USB Power Delivery Ladegerät auch Spannungen auszugeben die zwischen den üblichen Stufen liegen. Dies erlaubt es unter anderem Smartphones wie das Samsung Galaxy S20 Ultra schnell zu laden. Neben USB PD PPS wird auch Quick Charge 4+ unterstützt!

Aufseiten der Temperatur konnte ich nach ca. 6 Stunden 100% last maximal 65 Grad messen.

Temperatur

Dies ist sicherlich nicht als kühl zu bezeichnen, aber ist auch weit von kritisch heiß entfernt!

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Xiaomi GaN 65W USB C Ladegerät getestet:

Apple iPhone 11 Pro Max 23,1W
Apple MacBook Pro 13 45,75W
Apple MacBook Pro 16 58,2W
Dell XPS 13 9380 43,6W
Huawei P40 Pro 12,9W
OnePlus 8 Pro 13,4W
Samsung Galaxy S20 Ultra 38,2W
Xiaomi Mi 10 Pro 44,59W

Starten wir gleich mit den beiden spannendsten Werten, denen des Xiaomi Mi 10 Pro und des Samsung Galaxy S20 Ultras. Mit rund 45W erreicht das Mi 10 Pro sein volles Schnellladetempo, etwas was ich bisher nur am originalen beiliegenden Ladegerät erlebt habe!

Dank der Unterstützung von PPS erreicht auch das Samsung Galaxy S20 Ultra und generell alle Modelle aus der S20 Seire ein sehr hohes bzw. das volle Ladetempo. Klasse! Auch Apple Smartphones und Tablets lassen sich am Xiaomi Ladegerät mit dem vollen Tempo aufladen.

Andre Smartphones wie das Huawei P40 Pro, OnePlus 8 Pro usw. erreichen ein einfaches Schnellladetempo.

Test Xiaomi Gan 65w Usb C Ladegerät 5

Dank der 65W maximalen Leistung lassen sich auch kleinere Notebooks wie das Dell XPS 13 oder das Apple MacBook Pro 13 mit dem vollen Tempo laden. Größere Notebooks laden in der Regel auch am Xiaomi Ladegerät, aber nicht ganz mit dem vollen Tempo.

 

Die Effizienz

Zwar werben GaN Ladegeräte oftmals mit einer besonders hohen Effizienz, aber praktisch ist diese oftmals weniger gut als man denken könnte. Wie steht es um das Xiaomi Ladegerät?

Effizienz

Sehr gut! Selbst bei geringer Last liegt die Effizienz bei satten 82%! Ein Spitzenwert! Unter Volllast steigt die Effizienz auf bis zu 91%, was ebenfalls top ist.

 

Fazit

Das Xiaomi GaN 65W ist eins der besten USB Ladegeräte die ich bisher testen durfte!

Dieses bietet eine hervorragende Effizienz, wird selbst unter Volllast nicht kritisch heiß und unterstützt mit USB PD PPS, den aktuell wichtigsten Schnellladestandard. Dies dabei auch noch mit bis zu 65W!

Test Xiaomi Gan 65w Usb C Ladegerät 6

Hierdurch kann das Ladegerät Smartphones wie das eigene Xiaomi Mi 10 Pro oder auch das Samsung Galaxy S20 Ultra mit dem vollen Tempo laden. Sogar viele Notebooks lassen sich schnell aufladen. Klasse!

Leider musst ich dennoch abschließend etwas zur Vorsicht aufrufen. Das Xiaomi GaN 65W USB C Ladegerät ist nicht regulär auf dem deutschen Markt erhältlich, Ihr müsst daher immer mit Adaptern arbeiten, welche schon etwas unkomfortable sind. Daher ja das Xiaomi GaN Ladegerät ist richtig gut, würde es aber dennoch nur en Enthusiasten unter Euch empfehlen.

Die Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite im Test

Mit den Mi TWS Earphones Lite hat Xiaomi neue günstige true Wireless Ohrhörer auf den Markt gebracht. Diese sind zwar aktuell noch nicht in Deutschland zu bekommen, aber wenn Ihr mutig seid gibt es diese aus China bereits für 25-30€ inklusive Versand.

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 6

Auf dem ersten Blick ein sehr attraktives Angebot! Xiaomi Ohrhörer unter 30€, die eine klasse über den bereits sehr guten Mi AirDots spielen sollen? Kurzum ich habe mir diese aus Asien bestellt. Wollen wir doch einmal im Test herausfinden ob die Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite überzeugen können!

 

Die Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite im Test

Es ist bereits auf dem ersten Blick eindeutig ersichtlich das es sich bei den Mi TWS Earphones Lite um eine abgespeckte Version der älteren Xiaomi Mi AirDots Pro handelt. Augenscheinlich hat Xiaomi hier das ANC Feature weggelassen und die Ohrhörer nochmals zu einem günstigeren Preis auf den Markt gebracht.

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 1

Dies hat aber auch einen sehr deutlichen Vorteil, das Gehäuse und die generelle Verarbeitung ist für die 30€ Preisklasse extrem gut! Beim Gehäuse setzt Xiaomi auf eine etwas ungewöhnliche Box Form. Dabei besteht aus Gehäuse aus einem sehr wertig anmutenden matt weißen Kunststoff. Dieser erscheint auch recht dickwandig.

Der Deckel der Ladebox lässt sich wie üblich einfach aufklappen und wird von ausreichend starken Magneten geschlossen gehalten. Dabei ist Konstruktion sehr schön stabil und der Deckel hat kaum Spiel.  Die Ladebox kann die Ohrhörer unterwegs bis zu 3x wiederaufladen, ehe diese selbst über einen USB C Port auf der Unterseite ans Netz muss. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer rund 3,5-4 Stunden durch. Kein Weltklasse Wert, aber soweit Okay.

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 2

Xiaomi setzt bei den Mi True Wireless Earphones Lite auf das bekannte Steg-Design. Dabei gibt es einen kleinen „Steg“ der an den Ohrhörern nach unten herunterragt, bis knapp auf die Höhe Eurer Ohrläppchen.

Dabei ist auch hier die Verarbeitung der Ohrhörer 1a! Dieses sind wie auch die Ladebox weitestgehend aus einem sehr wertigen matten weißen Kunststoff gefertigt. Lediglich auf der Rückseite findet sich keine kleine Scheibe gefrästen Aluminiums. Dieser markiert auch die Touch-Oberfläche für die Bedienung.

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 4

Über die Touch Oberfläche könnt Ihr Musik Pausieren/Fortsetzen, Anrufe Annehmen usw. Das Ein/Ausschalten geschieht dabei wie üblich automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt oder herausnehmt.

 

Tragekomfort

Generell ist die Passform der Mi True Wireless Earphones Lite gar nicht so schlecht. Die Ohrhörer sind Okay geformt und der Ohrkanal ist schön dünn und ausreichend lang.

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 7

Allerdings rutschen die Ohrhörer stark! Dies liegt nicht nur an der Form, sondern auch an den Silikon Aufsätzen. Diese sind hier sehr glatt und rutschig. Also nein für Sport oder große Bewegungen sind die Ohrhörer nicht geeignet.

 

Klang

Wie gut die Mi True Wireless Earphones Lite klingen hängt extrem vom Sitz ab! Wie bereits erwähnt haben die Ohrhörer Probleme eine 100% Versieglung des Ohrs zu halten, da sie extrem schnell und leicht herausrutschen. Diese fallen nicht heraus, brechen aber schnell die Versiegelung, was den Bass massiv negativ beeinflusst. Folgendes ist also eine Beschreibung des Klangs mit „optimalen“ Sitz.

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 9

Starten wir bei den Höhen. Erfreulicherweise sind die Höhen hervorragend! Diese sind schön klar, sauber und ausreichend brillant! Diese strahlen auch eine gewisse Leichtigkeit aus, welche ich sehr mag.

Auch die Mitten sind soweit ordentlich. Diese sind tendenziell recht unauffällig. Diese sind weder übermäßig präsent, noch fehlend. Gerade höhere Stimmen werden gut dargestellt, auch wenn tiefere Stimmen schon noch etwas voller sein könnten.

Der Bass ist leider etwas das Problemkind der Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite! Drücke ich die Ohrhörer fest in meine Ohren hinein bieten diese einen guten Bass! Dieser ist satt, nicht übertrieben aber mit einer guten Fülle. Lasse ich allerdings die Ohrhörer los lockern diese sich sofort und der Bass wird deutlich dünner.

Das ganze wird mir sogar von meinen Messgeräten bestätigt!

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test Frequenzkurve

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

Der Bass ist bei den Ohrhörern eindeutig etwas abfallend, was zu teil sicherlich an den Aufsätzen liegt. Abseits der Aufsätze würde ich den Bass als recht neutral bezeichnen.

 

Fazit

Ich würde die Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite nur bedingt empfehlen. Prinzipiell sind dies sehr gute Ohrhörer zu einem sehr fairen Preis!

Die Ladebox und generell die Ohrhörer sind unheimlich wertig für die 30€ Preisklasse! Auch die Signalqualität und der Klang sind top, allerdings ist der Halt der Ohrhörer schlecht!

Xiaomi Mi True Wireless Earphones Lite Im Test 11

Die Silikon Ohrpolster der Mi TWS Earphones Lite sind unheimlich glatt, wodurch die Ohrhörer schnell aus den Ohren rutschen, wodurch die optimale Versieglung gebrochen wird wodurch der Bass einbricht. Hierdurch klingen die Ohrhörer sehr flach und dünn, außer ich drücke diese konstant wieder in meine Ohren. In diesem Fall haben die Mi TWS Earphones Lite einen guten ausgewogenen Klang.

Ich würde sehr gerne die Ohrhörer empfehlen, kann es aber aufgrund des Halts leider nicht so recht! Hier müsst Ihr wissen ob Ihr das Risiko eingeht, vielleicht sind meine Ohren ja nur komisch, oder ob Ihr andere Modelle versucht.

Gut aber nicht mehr ganz zeitgemäß, die POWERADD Pilot 2GS im Test

Die POWERADD Pilot 2GS gehört zu den aktuell am längsten erhältlichen und am besten bewerteten Powerbanks auf Amazon. Dies liegt ohne Frage auch am schicken Design und dem sehr fairen Preis. 10000mAh für 15€, da kann man nicht viel falsch machen.

Poweradd Pilot 2gs Im Test 7

So werden zumindest viele potenzielle Käufer denken. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Macht es hier Sinn solch ein durchaus älteres Modell im Jahr 2020 noch zu kaufen? Finden wir dies im Test der POWERADD Pilot 2GS heraus!

 

Die POWERADD Pilot 2GS im Test

Die POWERADD Pilot 2GS setzt auf ein vergleichsweise einfaches, aber durchaus schlicht elegantes Aluminiumgehäuse. Diese ist nicht die schickste Powerbank, aber ich würde das Design als gefällig bezeichnen.

Poweradd Pilot 2gs Im Test 1

Auch die Größe von 144 x 74 x 15mm wirkt in Anbetracht der Kapazität von 10000mAh als passend. Aufgrund des Aluminiumgehäuses ist allerdings das Gewicht mit 270 g etwas höher.

Der Aufbau der Powerbank ist dabei aber simpel. Das Aluminiumgehäuse ist eine Art flach gedrückter Schlauch, in welchen ein Kunststoff Einsatz eingeschoben wird. Dementsprechend ist die Front und das Endstück der POWERADD Pilot 2GS auch aus Kunststoff gefertigt.

Poweradd Pilot 2gs Im Test 2

Auf der Front der Powerbank finden wir auch alle ihre Anschlüsse. Hierbei handelt es sich um einen microUSB Eingang und zwei normale USB Ausgänge.

Die USB Ausgänge können laut POWERADD bis zu 3,1A bei 5V liefern, was sehr viel ist! In der Praxis werden die Ports aber im besten Fall auf 2,4A limitiert sein, da dies das gängige Maximum für normale USB Ausgänge ist. Nutzt Ihr beide Ports gemeinsam sind diese aber auf 3,4A limitiert. Dies reicht um in der Regel zwei Smartphones parallel mit vollem Tempo zu laden. Ein iPhone und ein iPad wiederum könnten etwas knapp werden.

Poweradd Pilot 2gs Im Test 3

Der microUSB Eingang kann bis zu 2A Aufnehmen, was ein brauchbares Tempo ist. Dies setzt natürlich ein passendes USB Ladegerät mit 2A oder mehr voraus.

 

Die Kapazität

POWERADD verspricht bei der 2GS eine Kapazität von 10000mAh. Ich konnte eine Kapazität von 34,597Wh bzw. 9350mAh @ 3,7V messen.

Dies entspricht sehr guten 94% der Herstellerangabe? Warum sind 94% gut, wenn Ihr doch für 100% bezahlt? Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Diese haben allerdings eine Spannung von 3,7V, welche auf 5V angehoben werden muss, damit Ihr Euer Smartphone damit laden könnt. Dieser Prozess verläuft nicht zu 100% effizient. 94% wirklich nutzbare Kapazität ist da schon ein Weltklassewert!

 

Ladetempo

Folgende Geräte habe ich an der POWERADD Pilot 2GS getestet:

Port 1 Port 2
Samsung Galaxy Note 20 Ultra 8.55 W 8.04 W
Apple iPhone 11 Pro Max 12.15 W 12.12 W
Apple iPad Pro 11 7.24 W 7.244 W
Xiaomi Mi 10 Pro 6.75 W 6.81 W
Oppo Find X2 Neo 9.67 W 9.66 W

 

Sollten Euch diese Werte nichts sagen, nicht schlimm! Die POWERADD Pilot 2GS verfügt über keine „Schnellladeports“ sondern bietet nur ein gutes normales Ladetempo. Dabei sind beide Ports der Powerbank +- identisch. Erfreulicherweise scheinen auch beide Ladeports sehr gut sowohl auf IOS wie auch auf Android Smartphones optimiert zu sein. Gerade die 12W des iPhones ist kein schlechter Wert!

Poweradd Pilot 2gs Im Test 8

Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches konnte ich nicht beobachten.

 

Wie lange dauert das Laden der Powerbank?

POWERADD wirbt bei der Pilot 2GS mit einem Ladetempo von „bis zu 2A“. Diesen Wert kann ich auch so +- bestätigen. Die Powerbank lud in meinem Test mit 1,9A. Hier heraus resultiert eine Ladedauer von ca. 5,5 Stunden. Nicht super flott, aber akzeptabel.

 

Fazit

Die POWERADD Pilot 2GS ist mittlerweile technisch nicht mehr ganz „frisch“, was Ihr beispielsweise am microUSB Ladeport sehen könnt. Auch fehlen der Pilot 2GS Schnellladestandards oder Ähnliches. Wir haben lediglich zwei normale USB A Ports.

Poweradd Pilot 2gs Im Test 6

Dennoch kann ich die POWERADD Pilot 2GS mit einem guten Gewissen empfehlen, wenn Ihr eine gute und günstige „Standard“ Powerbank sucht. Die Kapazitätsangabe wird weitestgehend eingehalten und die beiden USB Ports sind sauber auf IOS und Android Smartphones optimiert. Selbst das Aufladen der Powerbank geht mit 5 Stunden ausreichend flott.

Kurzum für 15€ kann man hier echt nicht meckern! Eine modernere und auch bessere Powerbank wie der Anker PowerCore 10000 PD Redux kostet Euch um die 40€. Wollt Ihr Euer Smartphone aber einfach nur portabel laden, dann wird die POWERADD Pilot 2GS dies genauso gut hinbekommen.

Die Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport im Test

Mit den Beoplay E8 Sport bietet der skandinavische Hersteller Bang & Olufsen eine „Sport“ Version seiner bekannten E8 an. Im Gegensatz zu den normalen E8 sind die E8 Sport aus weniger „edlen“ Materialien gefertigt und dafür eher alltagstauglicher ausgerichtet inklusive Wasserschutz.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 5

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob denn auch der Klang stimmt! Bei einem Preis von gut über 200€ wäre dies auch besser!

An dieser Stelle vielen Dank an Bang & Olufsen für das Ausleihen des Beoplay E8 Sport für diesen Test.

 

Die Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport im Test

Die Beoplay E8 Sport werden in einer mittelgroßen Ladebox geliefert, welche 70 x 35 x 33 mm misst und 69,9g (56,3g ohne Ohrhörer) auf die Waage bringt.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 1

Diese ist komplett aus Kunststoff gefertigt und besitzt eine interessante Rillenstruktur, welche diese auch optisch etwas von der Masse abhebt. Dabei würde ich das Design durchaus als edel bezeichnen. Es ist klar ersichtlich, dass wir hier keine 50€ Ohrhörer vor uns haben.

Dies könnt Ihr auch anhand des sehr wertigen Scharniers bemerken, welches sich sehr weich und stabil öffnen lässt.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 2

Der in der Ladebox verbaute Akku kann dabei die Ohrhörer unterwegs rund 3x laden ehe die Ladebox selbst ans Netz muss. Diese lässt sich wahlweise via USB C oder kabellos laden!

Mit einer Ladung sollen die Ohrhörer 7 Stunden durchhalten. Diesen Wert kann ich grob bestätigen. In meinem Test hielten die Ohrhörer meist zwischen 5 und 6 Stunden durch, bei niedriger Lautstärke sind also 7 Stunden realistisch.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 3

Die Beoplay E8 Sport selbst sind vergleichsweise große Ohrhörer. Diese setzen auf das vertraute Ohrstöpsel Design, haben allerdings am Ende einen recht hohen Durchmesser. Auf der Rückseite findet sich zudem eine Touchfläche zur Steuerung der Ohrhörer.

Das Ein/Ausschalten geschieht aber wie üblich automatisch, wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt bzw. herausnehmt.

 

Tragekomfort

Aufgrund der großen Größe der Ohrhörer hatte ich um ehrlich zu sein eher mit einem mäßigen Tragekomfort gerechnet. Allerdings in dieser Praxis sitzen die E8 Sport dennoch erstaunlich gut und bequem.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 7

Hierfür musste ich allerdings auf die größeren Ohraufsätze zurückgreifen. Grundsätzlich sitzen die Ohrhörer angenehm und ohne zu drücken. Das höhere Gewicht ist zwar bemerkbar, aber nur bedingt störend.

Wie der Name natürlich vermuten lässt eignen sich die E8 „Sport“ auch für den Sport, allerdings sehe ich die Ohrhörer eher bei leichtem bis mittel intensivem Sport.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Grundsätzlich sind die Beoplay E8 Sport relativ neutral klingende Ohrhörer. Sucht Ihr das Maximum an Bass, lest nicht weiter dies sind nicht die richtigen Ohrhörer für Euch.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 9

Die wohl auffälligste Eigenschaft der Beoplay E8 Sport ist die „Luftigkeit“ der Höhen. Die Ohrhörer wirken unheimlich leicht, locker und luftig. So schirmen die Ohrhörer zwar die Umgebung ab, wie bei in-Ears üblich, aber Ihr habt kein Druckgefühl, was sich gerade auf die Höhen auswirkt. Die Höhen sind bei den E8 Sport auch klar das primäre Klangelement. Diese sind super klar und brillant! Hier und da neigen diese aber auch zu etwas Schärfe bei Zischlauten. Hier kommt es auf Euren Geschmack an, ich mag die luftigen Höhen aber!

Die Mitten sind wiederum recht neutral. Stimmen und Gesang werden sehr gut wiedergegeben und bietet eine hohe Verständlichkeit. Ebenso ist die Detailwiedergabe in den Mitten sehr stark. Instrumente und Songs wirken gut, aber auch nicht überragend gefüllt. Dies wird aber von der hohen Detailwiedergabe wieder etwas kompensiert.

Der Bass der E8 Sport ist schön knackig und satt. Auch der Tiefgang ist gut. Allerdings ist die Bass-Masse vergleichsweise zurückhaltend. Die E8 Sport verhalten sich hier recht neutral.

Unterm Strich klingen die Beoplay E8 Sport also recht luftig und detailliert. Gerade an der guten Detaildarstellung ist klar zu erkennen, dass wir etwas teurere Ohrhörer vor uns haben. Allerdings lassen es die E8 Sport nicht so sehr „Krachen“ wie es auch viele günstigere Ohrhörer machen. Hier kommt es auf Eure Ansprüche an!

Bang Olufsen Beoplay E8 Sport Frequenzkurve
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Beoplay E8 Sport sind absolut alltagstaugliche und gute TWS Ohrhörer!

Klanglich überzeugen diese aber vor allen aufgrund einer gewissen Leichtigkeit und Luftigkeit. Suchst Du Ohrhörer mit einem besonders starken oder aggressiven Bass, dann bist du hier falsch! Die Beoplay E8 Sport legen besonders großen Wert auf leichte und luftige Höhen, während der Bass recht neutral daher kommt. Bonuspunkte gibt es für die sehr gute Detaildarstellung.

Bang & Olufsen Beoplay E8 Sport Im Test 10

Erfreulicherweise war der Tragekomfort der E8 Sport deutlich besser als ich es aufgrund der großen Größe erwartet hätte. Ebenfalls klasse ist die gute Akkulaufzeit und die wertige Ladebox.

Unterm Strich kommt es also auf Euren Geschmack an. Passt die von mir beschriebene Klangsignatur zu Euch? Falls ja könnt Ihr mit gutem Gewissen zugreifen, auch wenn die E8 Sport mit über 200€ sicherlich kein Schnäppchen sind.

Die Fitbit Sense im Test

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Die Sense ist die neue Flaggschiff „Health“ Smart Watch aus dem Hause Fitbit. Für rund 300€ erhaltet Ihr bei dieser das komplett Paket, Schrittzähler, Pulsmesser, Stressmanagement, EKG, Hauttemperatur-Messung usw. Hinzu kommt ein schickes Design, eine Akkulaufzeit von 6+ Tagen und die ersteiterten Fitnessprogramme für die Fitbit bekannt ist.

Fitbit Sense Test Review 13

Klingt doch gut, aber dennoch sind 300€ eine stolze Summe. Lohnt es sich diese für die Fitbit Sense auszugeben? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Fitbit Sense im Test

Der erste Eindruck der Fitbit Sense ist überwältigen positiv! Das Design der Uhr ist schlicht, elegant und wertig.

Fitbit Sense Test Review 1

Fitbit setzt hier auf eine Mischung aus Edelstahl und Carbon, was sich wirklich gut anfühlt. Auch das Gewicht „passt“ mit 47g. Die Uhr ist nicht zu leicht, dass diese billig wirkt, aber auch nicht zu schwer.

Dabei ist natürlich das Display das Prachtstück der Smart Watch. Bei diesem handelt es sich um ein AMOLED Panel. Merkwürdigerweise ist nirgend die Größe des Displays angegeben, es müssten aber laut meiner Messung ca. 1,5 Zoll sein. Das Display ist ausrechend hell und schön scharf. Die Ablesbarkeit im Freien ist Okay bis gut. Bei praller Sonne kann es etwas schwierig sein das Display abzulesen, was aber auch nicht ungewöhnlich ist.

Fitbit Sense Test Review 2

Gesteuert wird die Fitbit Sense zum einen natürlich über den Touchscreen, aber zum anderen auch über eine seitliche Touch Taste. Von letzter bin ich allerdings nicht so der Fan, diese reagiert teils etwas träge oder unabsichtlich wenn Ihr Euren Arm ungünstig knickt. Dies würde ich aber nicht als großes Problem bezeichnen.

Fitbit Sense Test Review 3

Aufseiten der Armbänder liefert Fitbit gleich zwei Größen mit, einmal für schlankere Handgelenke und einmal für größere. Die Fitbit Sense wird JEDEM passen! Gerade das größere Armband bietet wirklich sehr viel Luft, auch für extrem breite Handgelenke.

Fitbit Sense Test Review 5

Spannend ist die Akkulaufzeit! Fitbit spricht hier von 6+ Tagen. Diesen Wert kann ich weitestgehend bestätigen, auch wenn ich eher auf 5 Tage kam.  Geladen wird die Uhr mithilfe eines kleinen magnetischen Pads das auf die Rückseite der Uhr geheftet wird. Das Laden geht sehr schnell, aber ich hätte mir vielleicht die Möglichkeit zum kabellosen Laden gewünscht. Ich neige dazu solche proprietären Ladeadapter zu verlieren….Aufgrund des Verzichts auf einen microUSB Port oder Ähnliches kann die Fitbit Sense bis zu 50 Meter Wasserdichtigkeit vorweisen. Laut Fitbit ist die Sense sogar fürs Schwimmen geeignet.

 

Die Fitbit App und Einrichtung

Um die Fitbit Sense zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst die Fitbit App herunterladen, welche wie üblich für IOS und Android verfügbar ist. In der Fitbit App müsst Ihr Euch ein Benutzerkonto anlegen und Daten wie Größe und Gewicht hinterlegen. Letztere werden unter anderem genutzt um mithilfe Eurer Schrittzahl die verbrannten Kalorien zu berechnen.

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Das Hinzufügen der Uhr in die App war zeitgleich einfach, wie aber auch „kompliziert“. So wurde die Uhr problemlos gefunden, aber das Verbinden dauerte beunruhigend lange. Ähnliches galt für die WLAN Verbindung. Einmal alles hinzugefügt funktionierte die Fitbit App aber absolut problemlos!

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Auf den ersten Blick ist die Fitbit App für meinen Geschmack etwas überladen. Fitbit versucht hier eindeutig etwas mehr zu bieten als nur eine Zusatzapp für Fitnesstracker. So beinhaltet die App neben den Funktionen für den Fitnesstracker/Smart Watch auch Fitnessprogramme, Entspannungsübungen, einen Tracker für Euren Wasserkonsum, Nahrungsaufnahme usw. In Letztere müsst Ihr aber manuell eintragen was Ihr getrunken habt usw. Auch eine Art soziales Netzwerk „Community“ ist vorhanden. Diese sieht durchaus interessant aus und seid Ihr ein „Fitnessjunkie“ dann werdet Ihr hieran Eure volle Freude haben, aber es lässt die App auch etwas voll wirken. Hinzu kommt dann noch Fitbit Premium, später dazu mehr.

Fitbit Sense Test Review 6

Fitbit versucht mit seiner App klar einen Mehrwert über seine Hardware hinaus zu bieten, was auch durchaus funktioniert, aber etwas die Übersichtlichkeit raubt.

 

Fitbit Premium

Fitbit versucht Euch an diversen Punkten in der App „Fitbit Premium“ zu verkaufen. Fitbit Premium ist ein 9€ im Monat Abo! Dafür erhaltet Ihr diverse Trainingsprogramme, Entspannungsübungen, erweiterte Analysen usw.

Fitbit Premium ist keine „Pflicht“, es ist hier nichts enthalten was ich als absolut essenziell einstufen würde. Das besondere sind die Trainingsprogramme die eine Anleitung mitbringen. Ihr zahlt also für ein kleines Fitnessprogramm, das Ihr zu Hause machen könnt.

Etwas nervig ist nur die Werbung für Premium die überall in der App zu finden ist. So findet Ihr an sich alle Premium in Eurer App, tipp Ihr diese aber an landet Ihr auf der Bezahlseite.

 

Feature und Funktionen. 

Schauen wir uns einmal ein paar der Basis-Feature der Fitbit Sense an.

 

Schrittzähler

Der Schrittzähler ist das Herzstück jedes Fitnesstrackers. So zählt die Fitbit Sense konstant wie viele Schritte Ihr geht und kann auch das Steigen von Treppen erkennen und zählt dies gesondert mit.

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Mithilfe dieser Daten errechnet die Uhr zudem wie viele Meter Ihr gegangen seid und viele Kalorien verbrannt wurden. Wie genau der Schrittzähler arbeitet ist nicht immer ganz leicht zu bestimmen. Vergleichen mit einem Mi Band 4 zählt die Fitbit Sense deutlich niedriger, was auch passt denn das Mi Band 4 zählt recht hoch. Die Werte der Sense liegen +- auf dem Level der Withings Steel HR Sport, welche ich als akkurat bis vielleicht etwas niedrig zählend einstufen würde. Die Werte der Sense wirken also plausibel, die Uhr neigt nur dazu auch andere Handbewegungen als Schritt zu deuten. Pro Tag werden so sicherlich 200-300 „falsche“ Schritte zusammenkommen, was aber unterm Strich weniger relevant ist.

 

Pulsmesser

Die Uhr misst permanent auch Euren Puls. Dieser wird wahlweise „Live“ auf der Uhr angezeigt oder in einem schönen Diagramm in der App.

Screenshot 20201007 100404 Fitbit

Die Pulsmessung würde ich als sehr genau einstufen!

 

EKG

Via Update hat Fitbit die EKG Funktion der Sense freigeschaltet. Diese ist etwas versteckt, aber habt Ihr diese einmal eingerichtet funktioniert das Ganze sehr gut! Ein EKG dauert 30 Sekunden und kann dann als PDF abgerufen werden. So könntet Ihr dieses dann auch einem Arzt weiterleiten.

Die Sense selbst versucht die Werte auch selbst einzuschätzen.

 

Stressmanagement

Die Sense kann Euer Stresslevel messen. Dies geschieht aber nicht automatisch. Hierfür müsst Ihr 2 Minuten lang Eure Hand auf die Uhr auflegen. Anschließend kann die Uhr Euch sagen wie gestresst Ihr wart bzw. seid. Passend dazu werden Euch Entspannungsübungen vorgeschlagen, viele davon hinter der Paywall von Fitbit Premium.

Fitbit Sense Test Review 9

Unterm Strich würde ich das Stressmanagement als Gimmick einstufen. Ihr könnt hier auch in der App Euren Gemütszustand usw. angeben, ich würde dies aber in der Praxis vermutlich aber nicht regelmäßig machen.

 

Blutsauerstoffmessung

Ein Feature über das Fitbit nicht viel spricht, aber die Sense kann Eure Blut-Sauerstoffsättigung messen. Dies merkwürdigerweise aber nur über Nacht. Dies soll helfen Atmungsprobleme in der Nacht zu erkennen. Etwas schade das hier keine manuelle Messung möglich ist.

 

Schlafüberwachung

Wie die meisten modernen Fitnesstracker kann auch die Fitbit Sense Euren Schlaf Überwachung und in Wach, REM, Leicht und Tiefschlaf Phasen unterscheiden. Die Erkennung wann Ihr ins Bett geht und wann Ihr aufwacht ist dabei automatisch.

Screenshot 20201007 100423 Fitbit

Die Qualität der Aufzeichnung würde ich erneut als sehr gut deklarieren, gerade die Blutsauerstoffmessung bietet auch interessante weitere Informationen.

 

Hauttemperatursensor

Ein weiteres besonderes Feature, das aber etwas in die Kategorie Gimmick fällt ist der Hauttemperatursensor. Ihr könnt hier nicht Eure Hauttemperatur sehen, sondern nur eine Abweichung von einem durchschnittlichen Wert. In wie Weit dies für Euch eine interessante Information ist überlasse ich Eurer Entscheidung.

 

Benachrichtigungen 

Auf Wunsch kann Euch die Fitbit Sense Benachrichtigungen und Anrufe direkt auf der Uhr anzeigen. Bei der Ankunft einer Benachrichtigung vibriert die Uhr einmal kurz und die Benachrichtigung wird auf dem Display angezeigt. Dabei seht Ihr auch den Inhalt der Benachrichtigung, könnt aber mit diesem nicht interagieren.

 

Amazon ALEXA

Interessanterweise hat Fitbit ALEXA in der Sense integriert. Ihr könnt auf Wunsch also direkt mit der Uhr Reden und die ALEXA üblichen Befehle nutzen. ALEXA ist dabei aber auch kein Zwang, Ihr könnt auch auf den Sprachassistenten verzichten.

 

Uhrenblätter

Hier einfach mal ein paar alternativer Uhrenblätter.

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Um ehrlich zu sein finde ich die alternativen Uhrenblätter nicht so schön. Diese sind für meinen Geschmack etwas verspielt, aber das ist natürlich Geschmackssache.

 

Sonstige Apps und App Store

Neben den aufgeführten Featuren gibt es natürlich noch Trainingsprogramme usw. Auf könnt Ihr noch eine Handvoll Apps nachinstallieren wie Spotify, Wetter, Uber, Maps, Flipboard usw. Es gibt sogar eine Handvoll keiner Spiele. Erwartet Ihr keinen App Store wie bei der Apple Watch oder Android Wear, aber vielleicht findet Ihr ja noch was Spannendes.

 

Fazit

Die Fitbit Sense ist eine spezielle Smart Watch! Diese ist wirklich primär Fitnessjunkies zu empfehlen. Dreht sich bei Euch viel um Bewegung, Gesundheit, Sport und Training? Dann könnte die Fitbit Sense etwas für Euch sein.

Fitbit Sense Test Review 15

Zunächst bietet die Sense alle Basis-Funktionen die Ihr von einem Fitnesstracker erwarten könnt:

  • Schrittzähler
  • Pulsmessung
  • Schlafüberwachung
  • Trainingsprogramme

Dabei ist die Qualität der Sensoren prinzipiell als gut bis sehr gut einzustufen. Auch die Trainingsprogramme sind weit überdurchschnittlich, zumal diese im Fitbit Premium Programm auch mit Anleitungen versehen sind.

Einige „Bonus“ Funktionen wie die Hauttemperatur Messung, Stressmessung oder Blutsauerstoffmessung wirken aber wie Gimmicks, die irgendwie nicht gut durchdacht bzw. umgesetzt sind. Die EKG Funktion hingegen ist ein wirkliches Plus und hilft stark den Preis zu rechtfertigen! Mein Hausarzt hatte mir mal erzählt, dass die EKG Funktion in der Apple Watch einem Patienten das Leben gerettet hat, daher ist dieses Feature nicht zu unterschätzen. Leider ist die EKG Funktion noch nicht in Deutschland freigeschaltet, daher kann ich diese nicht in den Test mit einbeziehen.

Fitbit Sense Test Review 16

Allerdings wirkt die Fitbit App teilweise etwas überladen. Als hätte Fitbit fast schon verzweifelt versucht alles an Funktionen usw. unterzubringen, um sich gegen die große Konkurrenz zu behaupten. Und dies ist wirklich ein wenig das Problem der Sense. Preislich ist diese nicht mehr so weit von der technisch überlegenden Apple Watch entfernt (320€ zu 440€). Im direkten Vergleich spricht hier fast nur die bessere Akkulaufzeit und eventuell Dinge wie die guten Fitbit Trainingsprogramme und die Fitbit Community für die Sense.

Dennoch gerade für Android Nutzer und Fitness Fans ist die Sense keine schlechte „Health“ Smart Watch auch dank der EKG Funktionalität. Lediglich wenn Ihr eine Smartwatch sucht die einfach nur nebenbei Eure Werte aufzeichnet und vielleicht Benachrichtigen anzeigt, dann gibt es günstigere Optionen für Euch. Umgekehrt seid Ihr bereit etwas mehr zu Investieren und IOS Nutzer, dann ist vielleicht die Watch Series 6 die noch bessere Wahl.

Die beste WLAN Steckdose? (Ja) Die myStrom WiFi Switch im Test

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WLAN Steckdosen gibt es bei Amazon und eBay gefühlt hunderte, von meist irgendwelchen unbekannten asiatischen Anbietern, die 100x das gleiche Produkt unter anderen Namen vertreiben.

Diese WLAN Steckdosen sind meist nichts Besonderes, aber auch machen ihren Job. Was aber wenn Ihr etwas Besseres wollt? Hier habe ich meist die TP-LINK HS110 empfohlen, aber mit dem myStrom WiFi Switch ist ein interessanter Herausforderer in mein Blickfeld getreten.

Mystrom Wifi Switch Im Test 4

Der myStrom WiFi Switch stammt von einem Schweizer Anbieter der einen besonderen Wert auf die Verbrauchsmessung und Auswertung legt. Klingt doch interessant, wollen wir uns da doch einmal den myStrom WiFi Switch im Test ansehen. Ist dieser die beste WLAN Steckdose?

An dieser Stelle vielen Dank an myStrom für das zur Verfügung stellen der myStrom WiFi Switch Steckdosen.

 

Die besten WLAN Steckdosen? Der myStrom WiFi Switch im Test

Bei dem myStrom WiFi Switch handelt es sich auf dem ersten Blick um einen klassischen WLAN „Zwischenstecker“ in einem mittelkompakten Format.

Mystrom Wifi Switch Im Test 1

So misst der Adapter 56 x 56 x 43 mm. Dieser belegt also nicht zwingend eine benachbarte Steckdose, außer Ihr wollt hier einen großen Netzadapter einstecken.

An der Steckdose selbst finden sich zwei Tasten und eine LED. Die LED dient als Status-Anzeige, ob die WLAN Verbindung steht usw. Die primäre Taste kann genutzt werden um die Steckdose manuell ein bzw. aus zu schalten. Die zweite Taste ist für eine WPS Verbindung zu Eurem WLAN Netz oder um die Steckdose zurückzusetzen.

Mystrom Wifi Switch Im Test 2

Was die Haptik und Verarbeitung angeht kann ich nicht klagen. Das Gehäuse besteht aus einem einfachen aber soliden Kunststoff. CE Zeichen usw. sind natürlich vorhanden, myStrom ist schließlich ein Schweizer Hersteller, auch wenn das Produkt selbst natürlich in China gefertigt wird.

Bei der Steckdose handelt es sich um die ganz normale Schuko-Steckdose. Dabei soll der myStrom WiFi Switch bis zu 16A bzw. 3680W schalten können.

 

Die App

Um den myStrom WiFi Switch zu nutzen benötigt Ihr die myStrom App, welche wie üblich für IOS und Android verfügbar ist.

Screenshot 20201002 105809 Mystrom Screenshot 20201002 105804 Mystrom

Die myStrom App macht auf dem ersten Blick einen guten Eindruck! Diese ist zwar sehr einfach aber schick gestaltet und wirkt zudem wertig. Dabei werden wie üblich alle verbundenen Geräte mithilfe eines Icons auf der Startseite gelistet.

Hier seht Ihr auf die Schnelle den Namen des Gerätes, den aktuellen Status (an oder aus), wie auch Stromverbrauch und Temperatur. Ja der myStrom WiFi Switch kann auch die Temperatur messen, warum auch immer.

Ebenso gibt es auf der Startseite einen gesamt Zähler für den Stromverbrauch aller verbundenen WLAN Steckdosen. Praktisch!

Leider benötigt Ihr in der App aber zwei Klicks um die Steckdose einzuschalten. Nach dem Start müsst Ihr das Icon der Steckdose antippen und erst dann habt Ihr die Möglichkeit diese zu schalten. Dies ist ein Klick mehr als beispielsweise bei TP-Link oder Smart Life.

Screenshot 20201002 105826 Mystrom Screenshot 20201002 105814 Mystrom

Dafür bietet Euch der myStrom WiFi Switch aber auch diverse Bonusfunktionen, die teilweise so bei Konkurrenten nicht zu finden sind.

  • Zeitplan, für das Automatische ein/ausschalten
  • Ein/ausschalten bei Sonnenaufgang bzw. Untergang
  • Urlaubsmodus
  • Alarme, wenn der Stromverbrauch ungewöhnlich hoch oder niedrig ist
  • Automatisches Abschalten wenn Stromverbrauch unter Wert X sinkt
  • Timer

Gerade das Automatische abschalten beim Unterschreiten eines gewissen Wertes und die Alarme sind spannende Funktionen die ich so bisher bei keinem Konkurrenten gesehen habe. Verbrauch Euer PC „ausgeschaltet“ weiterhin 5W und eingeschaltet 100W, so könnt Ihr dem myStrom WiFi Switch sagen das dieser ausgehen soll wenn der Stromverbrauch 5W unterschreitet. So müsst Ihr nach dem Herunterfahren Eures PCs die Steckdose nicht manuell ausschalten.

 

Auswertung und Messgenauigkeit

Ein wichtiges Feature des myStrom WiFi Switch ist die Verbrauchsauswertung. Aber wie genau ist diese? Hierfür vergleiche ich die Werte mit einem gesonderten Strommessgerät:

Messgenauigkeit

Ab einem Stromverbrauch von ca. 10W sind die Werte des myStrom WiFi Switch nahezu perfekt! Die Abweichung zu meinem Strommessgerät beträgt hier weniger als 0,5%. Die untere Grenze für die Messung scheint bei ca. 0,8-1W zu liegen. Im Bereich 1-10W konnte ich eine Messgenauigkeit von 94-97% messen. Für eine WLAN Steckdose sind dies absolut hervorragende Werte!

Mystrom Wifi Switch Im Test 6

In der App könnt Ihr unter Auswertung genau sehen wie viel Strom die angeschlossenen Geräte aktuell, am jeweiligen Tag, diesen Monat und dieses Jahr verbraucht haben. Ihr könnt auch einen Stromtarif (mit Tag/Nacht Tarifen) hinterlegen, dann seht Ihr gleich was der Betrieb der Geräte Euch gekostet hat.

Interessanterweise kann der myStrom WiFi Switch auch umgekehrt messen falls Ihr über die Steckdose Strom eingespeist habt. Mangels Balkon-Solaranlage konnte ich dies aber nicht testen.

 

Unterstützung 3. Anbieter

Natürlich unterstützt das myStrom Ökosystem auch Dienste anderer Anbieter. Folgende 3. Anbieter-Steuerung bzw. Anbindungen bieten die myStrom Produkte:

  • Amazon ALEXA
  • Google Asisstent
  • IFTTT
  • Conrad Connect
  • REST API

Dies ist abseits der fehlenden Unterstützung für Apple HomeKit eine mehr oder weniger perfekte Abdeckung sämtlicher relevanter Dienste.

 

Fazit

Ja der myStrom WiFi Switch ist die so ziemlich beste WLAN Steckdose, die mir bisher begegnet ist. Dies liegt primär an der sehr akkuraten Verbrauchsmessung und den vielen Interessanten und einzigartigen Feature. Hierzu zählt beispielsweise die automatische Abschaltung wenn ein Gerät in den Standby geht. Auch bietet der myStrom WiFi Switch eine gute Vernetzung mit anderen Diensten wie ALEXA, IFTTT usw.

Mystrom Wifi Switch Im Test 5

Kurzum, Daumen hoch für den myStrom WiFi Switch! Allerdings gibt es etwas die Preisfrage. Rund 35€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist nicht zu viel für diesen, braucht Ihr aber nicht die hohe Messgenauigkeit und die besonderen Bonus-Feature, dann fahrt Ihr mit einem günstigen asiatischen Modell ähnlich gut und günstiger.