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Jonsbo N2 im Test, schickes Gehäuse für DIY NAS Systeme

Mit dem N2 bietet Jonsbo ein extrem außergewöhnliches Gehäuse an. So ist das N2 ein “NAS” bzw. Home Server Gehäuse.

Es besitzt in seinem Bauch 5 Hot Swap 3,5 Zoll Festplatten-Schächte. Dies ist etwas extrem Seltenes.

Kombiniert wird dies mit einem mini-ITX Mainboard und einem SFX Netzteil. Wollen wir uns das Jonsbo N2 einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an CaseKing für das Zurverfügungstellen des N2 für diesen Test.

 

Jonsbo N2 im Test

Das Jonsbo N2 ist ganz klar ein “NAS” Gehäuse. So misst dieses 222,5 x 224 x 222,5 mm, wovon geschätzt 80% des Platzes auf die Festplattenschächte und den Netzteilbereich entfallen.

So ist das Gehäuse in zwei Bereiche unterteilt. Wir haben einen abnehmbaren Deckel, unter welchem sich das Mainboard verbauen lässt.

Der untere Bereich, in welchem die Festplatten und das Netzteil verbaut werden, lässt sich über die abnehmbare Front bzw. Rückseite erreichen.

Das Gehäuse ist äußerlich komplett aus Metall gefertigt. Die Verarbeitungsqualität und Haptik ist dabei hervorragend!

 

Hot Swap Schächte

Die wichtigste Besonderheit des N2 sind die Hot Swap Schächte. Wir haben auf der Front unter einer magnetischen Abdeckung 5x 3,5 Zoll Hot-Swap-Schächte mit einer entsprechenden Backplane.

Um die Festplatten zu montieren, musst du spezielle Gummi-Noppen verschrauben, welche ein Einschieben der Laufwerke erlaubt.

Die Backplane besitzt auf der Rückseite 5x SATA Ports wie auch zwei IDE-Stromanschlüsse und einen Lüfteranschluss.

Das Einschieben der Festplatten funktioniert dabei besser als ich es bei der sehr einfachen Konstruktion erwartet hätte! Auch sind die Festplatten recht gut vom Gehäuse entkoppelt.

 

Front IO

Neben einem Einschalter besitzt das Jonsbo N2 einen USB 3.0 Port, einen USB C Port und einen 3,5mm Audio-Ausgang auf der Front. Soweit so gut, allerdings hängen die Kabel direkt im Bereich des Mainboards.

Leider lassen sich die Kabel auch nicht “nicht destruktiv” entfernen, solltest du die Front IO nicht benötigen.

 

Mini-ITX Mainboards und CPU Kühler (max 65 mm)

Das Mainboard wird beim N2 im oberen Bereich verbaut. Hierfür musst du die Abdeckung (4 Schrauben) entfernen.

In das Jonsbo N2 passen nur Mini-ITX Mainboards. Soweit kein Problem, aber wir haben eine maximale Kühlerhöhe von 65 mm! Entsprechend ist der obere Bereich sehr schmal, was doch die Kühler Kompatibilität stark limitiert.

Auf Seiten der Erweiterungskarten gibt es 1x PCIe Slot mit halber Höhe.

 

SFX (L) Netzteile

Auf Seiten der Netzteile unterstützt das N2 SFX bzw. SFX-L Netzteile. In meinem Fall ließ sich ein be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L problemlos verbauen.

Allerdings je nachdem wo bei deinem Mainboard der 24 Pin Anschluss ist, könnte das Kabel etwas kurz sein. Dieses Problem war mir auch mit einem Corsair Netzteil aufgefallen.

 

Kühlung für die Festplatten gut, für das Mainboard mäßig

Zur Kühlung der Festplatten gibt es auf der Rückseite einen 120 mm Lüfter. Der beiliegende Lüfter ist “akzeptabel”, aber vergleichsweise laut.

Ich würde diesen Lüfter vermutlich tauschen (allerdings handelt es sich hierbei um einen Slim Lüfter, normale Lüfter passen NICHT!), aber prinzipiell reicht er um die HDDs gut zu kühlen. In meinem Test erreichten die HDDs unter konstanter Volllast lediglich um die 38 Grad, was völlig Ok ist.

Was es allerdings beim Jonsbo N2 nicht gibt, ist ein Lüfter im oberen Bereich des Gehäuses!

Zwar hat der Deckel des Gehäuses einige Mesh Elemente, aber es gibt hier keinen Lüfter Einlass/Auslass. Hast du hier eine CPU die recht viel Abwärme produziert, könnte ich mir vorstellen, dass hier recht hohe Temperaturen auftreten könnten.

Dies ist auch mein größter Kritikpunkt.

Ich habe für diesen Test ein sehr einfaches Mainboard mit einer integrierten 10W CPU genutzt, entsprechend waren Temperaturen kein Problem, aber mit 45W oder ähnlichem gehe ich davon aus, dass es anders aussieht.

 

Fazit

Das Jonsbo N2 ist ein fast schon einmaliges Gehäuse! Es gibt im Handel wenig Alternativen, wenn du nach einem kompakten Gehäuse für ein DIY NAS mit Hot Swap 3,5 Zoll Schächten suchst.

Dabei hält das Gehäuse was es verspricht. Es ist wirklich schick und wunderbar kompakt. Auch das Hot Swap System funktioniert gut und die Kühlung der Festplatten war ausreichend.

Allerdings hat dieses auch Schwachpunkte.

  1. Im oberen Teil des Gehäuses gibt es keine Lüfter-Position! Lüfter für die HDDs muss Slim sein.
  2. Front IO Kabel lassen sich nicht entfernen.

Ich habe das Jonsbo N2 mit einem sehr einfachen Mainboard mit Intel Celeron CPU kombiniert. Entsprechend waren die Temperaturen im oberen Bereich des Gehäuses kein Problem.

Solltest du aber versuchen hier eine mächtigere CPU unterzubringen, könnte es problematisch werden, denn es gibt hier keine Lüfterposition. Wir haben hier lediglich einige passive Luftöffnungen.

Auch der „Slim“ Lüfter für die HDDs ist eher etwas auf der lauten Seite. Daher habe ich diesen getauscht, was allerdings zu etwas höheren HDD Temperaturen führte.

Allerdings, funktional und auch aus Sicht der Verarbeitung und Haptik ist am Jonsbo N2 nichts auszusetzen! Dies ist ein wunderschönes und hochwertig gebautes Gehäuse.

Sofern du nicht eine zu extreme CPU nutzt und ein kleines DIY NAS aufbauen willst, ist das N2 das schickste Gehäuse derzeit auf dem Markt!

QNAP Turbo Station TS-932PX im Test, 10 Gbit LAN + Annapurnalabs CPU

Mit der Turbo Station TS-932PX bietet QNAP ein spannendes NAS, für Nutzer die auf eine Mischung aus HDDs und SSDs setzen wollen.

So bietet das TS-932PX 5 HDD und 4 2,5 Zoll SSD Slots an. Zudem verfügt das NAS über 2,5 Gbit und 10 Gbit LAN!

QNAP möchte hierfür rund 900€ haben, was nicht wenig ist, aber in Anbetracht dieser technischen Daten auch nicht zu viel. Wollen wir uns das TS-932PX einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an QNAP für das zur Verfügung stellen des TS-932PX für diesen Test.

 

QNAP Turbo Station TS-932PX im Test

Das TS-932PX ist ein außergewöhnliches NAS durch die Mischung an 3,5 Zoll und 2,5 Zoll Laufwerksschächten.

So haben wir im oberen Bereich 5x 3,5 Zoll Schächte, welche für HDDs gedacht sind (aber sich auch mit SSDs nutzen lassen) und zusätzlich 4x 2,5 Zoll SSD Slots im unteren Bereich. Alle SSD/HDD Slots des NAS sind komplett werkzeuglos gemacht.

Durch diese Mischung ist das NAS für 9 Slots vergleichsweise kompakt.

Jeder der Slots verfügt über eine Status-LED. Selbiges gilt auch für die Netzwerkanschlüsse.

 

Anschlüsse der TS-932PX

Neben den vielen Speicherslots sind die Anschlüsse ein absolutes Highlight des TS-932PX.

  • 2x 2,5 Gbit LAN
  • 2x 10 Gbit SFP+
  • 3x USB 3.0

Die Turbo Station TS-932PX- verfügt zunächst über 2x 2,5 Gbit LAN Ports, super! Sollten dir diese nicht reichen, haben wir auch noch 2x 10 GBit SFP+ Ports.

SFP+ ist sicherlich etwas exotischer, aber SFP+ Netzwerkswitche sind bei 10 Gbit Geschwindigkeiten oftmals sogar günstiger als die normalen RJ45 Modelle. Daher bin ich mit der Netzwerkausstattung sehr zufrieden!

 

Kein PCIe oder NVME

Soweit bin ich sehr zufrieden mit der Ausstattung des TS-932PX. Allerdings fehlt dem NAS ein PCIe Slot oder allgemein NVME SSD Slots.

Dass wir keinen zusätzlichen PCIe Erweiterungsslot haben finde ich nicht so schlimm, da 10 Gbit eh schon On Board ist, aber 1-2 NVME Steckplätze wären schon noch nett gewesen.

 

1x RAM Slot

Das TS-932PX gibt es mit verschiedenen RAM Ausstattungen. In der Regel wirst du dieses mit 4 GB oder 8 GB RAM kaufen.

Der RAM ist aber nicht fest verbaut! Im Inneren findet sich ein SO DIMM DDR4 Slot, entsprechend kannst du den RAM selbst aufrüsten. Laut QNAP auf bis zu 16 GB.

Prinzipiell reichen 4 GB für einen normalen Dateiserver völlig aus. Aber mehr RAM schadet nie, zumal Linux diesen auch als eine Art Cache bei Datenübertragungen nutzt.

 

Software, QTS 5.1

Zum Zeitpunkt des Tests läuft auf dem TS-932PX QNAPs QTS 5.1 Betriebssystem.

QTS ist ein auf Linux basierendes Betriebssystem, das direkt in deinem Webbrowser läuft. Wenn du die IP-Adresse des NAS aufrufst, erhältst du nicht eine einfache Web-Oberfläche, sondern praktisch ein eigenes kleines Betriebssystem in deinem Browser. Bei der ersten Verbindung wirst du aufgefordert, das System einzurichten, wobei du ein Benutzerkonto erstellen musst. Das NAS lädt automatisch die aktuelle Version von QTS herunter. Nach Abschluss dieses Vorgangs kannst du dich in QTS einloggen und wirst von einem Desktop begrüßt. Auf diesem findest du diverse Kacheln und Menüelemente.

Hinter jeder Kachel verbergen sich verschiedene Funktionen und Einstellungen. Folgende wären die wichtigsten:

  • Systemsteuerung: Hier findest du alle Einstellungen wie Benutzer, freigegebene Ordner, Dienste, Software-Updates, usw.
  • File Station: Dies ist der lokale Dateibrowser.
  • Speicher & Snapshots: Hier kannst du die installierten Festplatten/SSDs sehen, sie einem Pool hinzufügen, ein RAID erstellen, usw.
  • App Center: Wie der Name schon sagt, ist das App Center der App Store des QTS Systems.

Der erste Schritt in QTS sollte dich zu „Speicher und Snapshots“ führen, wo du die Speicherlaufwerke einrichten kannst. QTS ist im Allgemeinen benutzerfreundlich, aber im Vergleich zu Synology scheint es sich an eine leicht unterschiedliche Zielgruppe zu richten. Während Synology NAS-Systeme auf eine einfache Bedienung, große Texte und Bilder usw. ausgelegt sind, wirkt QNAPs QTS etwas professioneller und technischer. Dies wird insbesondere bei der Festplatten-Einrichtung und den Snapshots deutlich. QNAP bietet hier einige Möglichkeiten, die Synology nicht zulässt.

Das Stichwort ist hier Thin Volume, Thick Volume, Static Volume, SSD Over-Provisioning, usw.

Zusätzlich gibt es im App Center zahlreiche Erweiterungen. Hier gibt es Hunderte von Apps, von denen wir nicht alle durchgehen können. Besonders interessant beim TS-932PX ist die Container Station. Diese ermöglicht das bequeme Ausführen von LXD- und Docker-Containern auf dem NAS in einer ansprechenden und übersichtlichen Benutzeroberfläche.

 

Performance und Leistung des TS-932PX

Spannenderweise setzt das TS-932PX nicht auf einen Prozessor von AMD oder Intel, sondern auf dem Annapurnalabs AL324.

Annapurna Labs ist ein Halbleiterunternehmen, das sich auf die Entwicklung von energieeffizienten Chips und Prozessoren spezialisiert, insbesondere für den Einsatz in Netzwerkgeräten, Speicherlösungen und anderen eingebetteten Systemen. Das Unternehmen wurde 2015 von Amazon übernommen und spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Hardware für Amazon Web Services (AWS) und andere Cloud-Dienste.

Wir haben hier also durchaus einen Server Grade Prozessor vor uns, auch wenn dieser auf die ARM Architektur setzt.

Der AL324 besitzt dabei 4 Kerne mit bis zu 1,7 GHz. Damit ist dies sicherlich kein „absoluter High End Prozessor”, aber reicht dieser um die vollen 10 Gbit zu übertragen?

Um dies zu testen habe ich 2x SATA SSDs in den RAID 0 geschaltet, denn eine SSD alleine reicht nicht für das volle 10 Gbit Tempo aus. Selbst zwei SATA SSDs sind knapp.

Mit CrystalDiskmark kam ich auf 1185 MB/s lesend und 807 MB/s schreibend. Für 2x SATA SSDs top!

Ich habe auch einen Test mit 3x SATA SSDs im RAID 0 gemacht, was aber keine großen Änderungen brachte.

Ca. 800 MB/s schreibend scheint also das Maximum via 10 Gbit LAN zu sein.

Via Windows Datei-Explorer kommen wir wie üblich auf etwas schlechtere Werte, als in CrystalDiskMark. Hier pendeln wir im Bereich 650 MB/s bis 750 MB/s schreibend und knapp über 900 MB/s lesend.

 

Verschlüsselung

Du kannst beim TS-932PX ganze Speicher Volumes verschlüsseln. In wie weit beeinflusst dies die Leistung?

Lesend scheint dies keine großen Unterschiede zu machen. Schreibend allerdings limitiert dies unsere Datenraten auf rund 500 MB/s.

 

Stromverbrauch des TS-932PX

Der Stromverbrauch gerade bei Systemen die 24/7 laufen ist wichtiger denn je! Wie viel Strom benötigt das TS-932PX?

Dies hängt natürlich extrem von den verbauten Laufwerken ab. HDDs benötigen pro Stück 5-10W, dafür kann dann das NAS nichts.

Daher teste ich das NAS hier mit nur einer SSD, dies ist also mehr oder weniger der “reine” Verbrauch des NAS.

So benötigt das TS-932PX ca. 19W im Normalbetrieb!

Unter normaler Netzwerklast kann dieser Wert auf knapp über 20W ansteigen, aber im Allgemeinen ist das NAS recht sparsam, sofern du auch sparsame Laufwerke verbaust.

 

Warum QNAP und nicht Synology?

Wenn wir über NAS Systeme sprechen, gibt es zwei Hersteller, welche hier etwas überragen und das sind QNAP und Synology.

Warum solltest du ein QNAP NAS einem Synology NAS vorziehen? Zunächst können wir das pauschal gar nicht so sagen, beide Hersteller haben ihre Stärken und Schwächen!

Synologys Stärke ist klar die Software und ihr “Design”. So hat Synology tonnenweise Apps, in hoher Qualität, welche auch sehr benutzerfreundlich sind. Gerade wenn du ein absoluter Neuling bist, würde ich eher zu Synology greifen.

Synologys große Schwäche ist die Hardware bzw. wie viel Hardware du fürs Geld bekommst. So sind Synology NAS Systeme gerade was die LAN Ports angeht unheimlich schwach ausgestattet. Vergleichbar mit dem TS-932PX wäre hier vermutlich das DS1522+ oder DS1821+.

Beide haben nur Gbit LAN. Sie lassen sich zwar “erweitern” auf 10 Gbit, aber dennoch ist dies natürlich nicht optimal und verursacht zusätzliche Kosten. Zudem schränkt Synology teils 3. Anbieter SSDs künstlich ein.

Bei QNAP hingegen bekommst du mehr Hardware fürs Geld und gerade was die Kernfunktionalität eines NAS betrifft, mehr Optionen und Einstellungsmöglichkeiten. Bei Synology wirken diese Funktionen stark vereinfacht, verglichen mit QNAP, welches dir da mehr bietet.

Im Gegenzug sind die „Sonder-Apps“ bei QNAP oftmals nicht ganz so schick oder hochwertig wie bei Synology.

Blöd gesagt, Synology scheint sich etwas mehr in Richtung “Heimnutzer” zu richten, QNAP etwas mehr Richtung “Profi”. Beide Systeme eignen sich für beides, aber so scheint für mich die Basis Ausrichtung zu sein.

 

Fazit

Die QNAP Turbo Station TS-932PX ist dank ihres Gehäuses und der Annapurnalabs AL324 CPU super spannend und außergewöhnlich!

Die Mischung aus 5x HDD und 4x SSD Slots ist absolut sinnvoll! Gerade bei QNAP mit dem QTier System, welches Daten automatisch auf HDDs und SSDs verteilt.

HDDs sind weiterhin die “kostengünstigste” Möglichkeit Daten zu speichern, aber SSDs machen auch zunehmend mehr Sinn in NAS Systemen, gerade wenn diese über schnelle LAN Ports verfügen.

Hier bietet das TS-932PX 2x 2,5 GBit LAN und 2x SFP+ 10 Gbit LAN! Perfekt! Klar SFP+ ist etwas exotischer aber auch hier gibt es viele günstige und sparsame Switches, die super auch im heimischen Umfeld funktionieren.

Der Annapurnalabs AL324 Prozessor ist sicherlich nicht der leistungsstärkste Chip, aber erreichte im Test dennoch über 1000 MB/s lesend und rund 800 MB/s schreibend, was beachtlich ist!

Zudem ist das TS-932PX recht stromsparend, mit unter 20W im Normalbetrieb.

Aber was spricht gegen das TS-932PX? Der Annapurnalabs AL324 ist für einen Speicherserver ausreichend, aber suchst du extra viel “Virtualisierungs-Power” dann ist dies nicht das richtige NAS für dich. Kleinere Docker Container sind natürlich kein Problem, aber alles was deutlich über “Raspberry PI” Hardware Anforderungen hinausgeht, würde ich nur bedingt empfehlen. Ebenso besitzt das NAS keine NVME SSD Slots.

Kurzum, suchst du ein Storage NAS und Planst eine Mischung aus HDDs und SSDs zu nutzen, dann ist das QNAP TS-932PX eine spitzen Wahl, vor allem dank der schnellen Netzwerkports!

Ein hervorragendes NAS Mainboard, für 150€ mit CPU! Topton NAS Motherboard N5105

Wenn du nach einem einfachen und günstigen Mainboard beispielsweise für ein NAS oder einen Home Server mit schnellen LAN Ports?

Dann lohnt sich vielleicht ein Blick Richtung AliExpress! Dort gibt es jede Menge spannende „NAS“ Mainboards mit integrierter CPU. In diesem Fall soll es um das Topton NAS Motherboard N5105 gehen.

Dieses setzt auf den mini-ITX Formfaktor wie auch den Intel Celeron N5105 und 4x 2,5 Gbit LAN Ports. Hinzu kommen 2x NVME SSD Slots und 6x SATA.

Damit ist dieses super spannend für einen kleinen HomeServer Build. Wollen wir uns das Mainboard doch einmal in diesem Test ansehen!

 

Was macht das Topton NAS Motherboard N5105/N6005 spannend?

Beginnen wir mit der Frage warum dieses Mainboard so spannend und „einmalig“ ist.

  • 4x 2,5 Gbit LAN
  • Mini-ITX Formfaktor
  • 2x M.2 NVME Slots
  • 6x SATA

Perfekt für einen kleinen HomeServer bzw. ein NAS System. Die 4x 2,5 Gbit LAN Ports erlauben eine schnelle Datenübertragung, die 6x SATA Ports bieten uns genug Raum für HDDs und die beiden m.2 SSD Slots sind wunderbar für einen SSD Cache.

Hinzu kommt der Mini-ITX Formfaktor, welcher uns flexibel Gehäuse nutzen lässt.

Es gibt dieses Mainboard in einigen Versionen und minimalen anderen Ausstattungen. Aber im Schnitt zahlst Du für diese 150-200€ mit CPU!

Was haben wir denn für eine CPU? Wir haben in diesem Fall den wundervollen Intel Celeron N5105.

Um ehrlich zu sein, ist der Intel Celeron N5105 nicht wunderbar, sondern langsam. Aber er ist schnell genug um 2,5 GBit LAN Übertragungen zu bewältigen und kleinere Docker Container wie HomeAssistant laufen auch problemlos (HomeAssistant sorgt für weniger als 10% CPU Last).

 

Ein Blick auf das Mainboard

Werfen wir einen etwas detaillierteren Blick auf unser Mainboard. Bei dem Topton NAS Motherboard handelt es sich um ein kleines mini-ITX Mainboard mit integrierter CPU und CPU Kühler!

Der CPU Kühler ist extrem klein, aber aufgrund der niedrigen Leistungsaufnahme des Intel Celeron N5105 völlig ausreichend. Da der Intel Celeron N5105 eine Notebook CPU ist, hat diese nur eine sehr geringe Abwärme.

Da wir hier im Kern eine Notebook CPU + Mini-Mainboard haben, nutzt dieses “Notebook” SO-DIMM DDR4 Arbeitsspeicher. Wir haben 2x Speicher-Slots. Laut Intel werden bis zu 16GB unterstützt, aber ich nehme an, dass 2x 16 GB kein Problem sind.

Ich habe in diesem Test 1x 16 GB Modul verbaut, welches ohne Probleme funktionierte.

Das Mainboard verfügt über keinen PCIe Slot, wir können also leider keine LAN Karte nachrüsten. Was wir haben sind 2x M.2 SSD Steckplätze.

Ideal für einen Raid 1 Verbund von NVME SSDs, als Cache. Allerdings sind diese Slots nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden! Entsprechend sind die Datenraten zu den SSDs auf +- 900 MB/s limitiert.

Schlimm? Nein! Wir haben 2,5 Gbit LAN, damit eh eine maximale Datenrate von rund 250 MB/s.

Ebenfalls auf dem Mainboard befinden sich 6x SATA Ports, wie auch zwei interne USB 2.0 Ports.

Die 6x SATA Ports sind perfekt für unseren kleinen Speicher-Server. Die beiden internen USB 2.0 Ports, nicht Header, sondern komplette Ports, sind ideal, da viele Server Betriebssysteme von USB Sticks laufen können.

UnRaid beispielsweise lässt sich nur auf USB-Sticks installieren und auch für TrueNAS ist dies eine gängige Praxis. Zudem haben wir 1x USB 2.0 Header.

Zusammengefasst, interne Anschlüsse:

  • 2x SO-DIMM DDR4
  • 2x M.2 NVME SSD Slots (PCIe 3.0 x1)
  • 6x SATA
  • 2x USB 2.0 Ports

Auf Seiten der IO haben wir:

  • 4x 2,5 Gbit LAN Ports
  • 2x USB 3.0
  • 2x USB 2.0
  • 1x HDMI
  • 1x DisplayPort

Dies sieht soweit sehr gut aus! Bei den 4x Gbit LAN Ports musst du etwas aufpassen. Je nach Version dieses Mainboards können die verwendeten Chipsätze schwanken!

In meinem Topton NAS Motherboard N5105/N6005 sind 4x Intel i226-V Chipsätze verbaut.

 

LAN Ports

Je nach Version des Mainboards können die LAN Chipsätze etwas schwanken. Meine Version des Topton NAS Motherboard besitzt 4x Intel i226-V Chipsätze,

Es gibt aber auch Versionen mit 2x Intel und 2x Realtek Chipsätzen usw. Normalerweise gilt Intel als der so ziemlich beste Hersteller, was LAN Ports angeht. Realtek ist hier klar eher 2. Wahl.

Allerdings habe ich mit Intels 2,5 Gbit Ports auch schon negative Erfahrungen gemacht, aber mit der alten Version des Chipsatzes.

Bisher läuft das Mainboard und auch die LAN Ports bei mir zu 100% stabil! Unter Windows werden Treiber für den Intel i226-V Chipsatz nicht mitgeliefert. UnRaid und TrueNAS funktionierten vollständig ohne zusätzliche Treiber oder Einstellungen.

 

Wie schnell (oder langsam) ist der Intel Celeron N5105?

Das Mainboard kommt mit einem integrierten Intel Celeron N5105. Der Celeron N5105 ist sicherlich alles andere als eine High End CPU.

Allerdings stammt dieser aus dem Jahr 2021 und setzt auf die Intel Jasper Lake Architektur.

  • Intel Celeron N5105
  • 4 Kerne
  • bis zu 2,9 Ghz
  • 10W TDP
  • Intel Gen11 Graphics

Für ein paar Benchmarks habe ich Windows 11 auf dem PC installiert.

Ich glaube hier gibt es nichts schön zu reden! Der N5105 ist alles andere als schnell! Dies ist kein Mainboard, wenn du tonnenweise VMs auf dem Server laufen lassen willst oder Videos “on the fly” umwandeln usw.

 

Hitzeentwicklung und TDP

Der Kühler auf dem Mainboard sieht durchaus etwas traurig aus. Allerdings reicht dieser völlig!

Unter konstanter Volllast erreicht der Prozessor lediglich um die 68 Grad. Dies liegt auch an der TDP von nur 10W.

Dabei bleibt der Lüfter fast nicht hörbar.

 

Performance in der Praxis

Aber wie sieht die Leistung in der Praxis aus? Kurz gesagt, der Intel Celeron N5105 reicht aus um die vollen 2,5 Gbit zu übertragen.

So konnte ich in Kombination mit UnRaid rund 266-268 MB/s via Windows SMB erreichen. Besser geht es hier kaum!

Allerdings sehen wir auch, dass der Celeron N5105 schon etwas höher ausgelastet ist bei den Übertragungen. So sind die Kerne durchaus 60-70% ausgelastet.

Es wäre also zu erwarten, dass du bei mehreren parallelen 2,5 Gbit Transfers nicht das volle Tempo erreichen würdest. Allerdings würden dann hier auch die HDDs limitieren.

Einfache Docker Container wie Pi-Hole oder HomeAssistant lassen sich aber dennoch zusätzlich in einem gewissen Rahmen auf dem Server zusätzlich nutzen.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist ein schwieriges Thema. Prinzipiell benötigt das Topton NAS Motherboard N5105 rund 18-20W im Leerlauf mit 1x NVME SSD und 2,5 Gbit LAN.

Dies ist etwas mehr als ich bei einem System dieser Klasse erwarten würde! Die meisten Mini-PCs mit ähnlicher Hardware benötigen unter 10W im Leerlauf.

Wie kommt es? Ich vermute die 4x 2,5 Gbit LAN Chipsätze sorgen für einen kleinen „Aufpreis“ beim Stromverbrauch.

Aber 18-20W ist auch alles andere als zu viel für ein kleines NAS System.

 

Fazit

Ich mag das kleine Mainboard sehr! Dieses ist einfach extrem praktisch und die Kombination aus vielen Festplatten/SSD Anschlüssen (6x SATA und 2x NVME) mit den 4x 2,5 Gbit LAN Ports ist klasse!

Hinzu kommt der Preis von rund 150-200€.

Allerdings gibt es auch Kritikpunkte. So ist der hier verbaute Intel Celeron wirklich nicht schnell! Er reicht um die 2,5 Gbit LAN Verbindung komplett auszureizen, rund 268 MB/s waren als Speicher-Server gut möglich, auch mal ein paar kleinere Docker Container sind OK. Aber der Prozessor ist knapp bemessen, gerade wenn du Verschlüsselungen nutzt oder umfangreichere Dienste wie Plex usw. auf ihm laufen lassen willst.

Ebenso lag der Stromverbrauch mit 18-20W im Leerlauf etwas über dem was ich normalerweise von solch einem System erwarten würde. Eventuell liegt dies aber an den 4x 2,5 Gbit LAN Chips.

Unterm Strich bin ich aber zufrieden, würde dieses Mainboard aber NICHT empfehlen. So gibt es eine neue Version mit dem Intel N100, welche ähnlich viel kostet. Ich würde dir empfehlen diese mal anzusehen.

Anker Prime 67W GaN im Test, ein herausragendes Ladegerät mit großer PPS Stufe

Mit dem A2669 oder auch „Prime 67W GaN“ bietet Anker ein sehr spannendes USB Ladegerät an.

Dieses besitzt wie der Name schon sagt eine Leistung von bis zu 67W, wie auch 3x USB Ports und ein extrem kompaktes Design mit einklappbaren Stecker. Gerade Letzteres ist „einmalig“ und verkleinert das Packmaß des Ladegerätes ein gutes Stück.

Aber wie sieht es technisch aus? Kann hier das Anker A2669 Prime 67W GaN überzeugen?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Anker A2669 Prime 67W GaN im Test

Sicherlich ein spannender Faktor am Anker A2669 Prime sind die Abmessungen. So misst das Ladegerät ohne Stecker 38 x 39,5 x 50 mm.

Für ein Ladegerät mit 67W und 3 Ports ist dies kompakt, aber auch nicht winzig. Ähnliches gilt auch fürs Gewicht, welches mit 159g etwas höher als ich erwartet hätte, gibt dem Ladegerät aber ein gewisses Gefühl von Wertigkeit.

  • Anker Prime 67W – 75,05 cm³ – 159 g
  • Anker 735 65W – 72,73 cm³ – 141 g
  • Ugreen Nexode Pro 65W – 69,12 cm³ – 127 g

Spannenderweise ist das “alte” Anker 735 an sich kompakter und auch leichter! Ganz zu schweigen vom Ugreen Nexode Pro 65W.

Allerdings hat das Anker Prime 67W noch ein Ass im Ärmel. So lässt sich bei diesem der Stecker umklappen, was das Packmaß des Ladegerätes doch ein gutes Stück reduziert.

 

Anschlüsse des Anker Prime 67W

Das Anker Prime 67W verfügt über 2x USB C Ports und 1x USB A.

  • USB C 1 und 2 – 67W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,35A
  • USB A – Quick Charge 18W und 22,5W Super Charge – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A

Zunächst bieten beide USB C Ports des Ladegerätes bis zu 67W nach dem USB PD Standard. Eine ungewöhnliche Leistung, so haben wir auf der 20V Stufe 3,35A. Praktisch wird sich dieses Ladegerät an den meisten Endgeräten aber wie ein 65W Ladegerät verhalten.

Damit ist dieses für Smartphones und Tablets mehr als ausreichend leistungsstark, wie auch für kleinere bis mittelgroße Notebooks.

Zusätzlich haben wir einen USB A Port welcher Quick Charge und Huawei Super Charge unterstützt.

 

Maximal 67 W, drosselung

Das Anker Prime 67W besitzt eine maximale Leistung von 67W, welche allerdings theoretisch über beide USB C Ports abrufbar ist.

Entsprechend werden die Ports des Ladegerätes gedrosselt, wenn du mehrere gleichzeitig nutzt.

Nutzt Du beispielsweise beide USB C Ports gleichzeitig werden diese auf 45W + 20W gedrosselt.

 

Große PPS Stufe

Erfreulicherweise hat das Anker A2669 eine sehr große PPS Stufe.

  • 3,3-11V bei bis zu 5A

Damit ist das Ladegerät in der Lage auch die Samsung “Ultra” Smartphones, wie das S24 Ultra, mit dem vollen Tempo zu laden.

Die “bis 5A” PPS Stufe ist dabei für ein Ladegerät dieser Klasse absolut nicht selbstverständlich! Die meisten Ladegeräte bieten hier nur eine bis 3A PPS Stufe, welche nicht reicht um ein S24 Ultra mit vollem Tempo zu laden.

Info: PPS steht für Programmable Power Supply. Im herkömmlichen USB Power Delivery stehen deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen zur Verfügung, normalerweise 5V, 9V, 15V und 20V. Ihr Gerät kann eine dieser Stufen auswählen, um aufgeladen zu werden. Mit PPS kann dein Smartphone jedoch innerhalb eines bestimmten Bereichs, beispielsweise 3,3-11V, frei eine Spannung wählen. Wenn dein Smartphone beispielsweise denkt, dass es ideal wäre, mit 6,5V aufgeladen zu werden, kann ein PPS-Ladegerät genau diese Spannung liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23/S24 Serie benötigen PPS, um die maximale Ladeleistung zu erreichen, siehe beispielsweise das Laden des S24 Ultra. Ein S24 Ultra kann mit einem herkömmlichen USB PD Ladegerät mit maximal +-25W laden, während es an einem PPS-Ladegerät mit 45W geladen werden kann. Falls dein Smartphone PPS nicht unterstützt, ignoriert es diese Funktion einfach und behandelt das Ladegerät wie ein herkömmliches USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Ich habe mit dem Anker Prime 67W GaN meinen üblichen Belastungstest durchgeführt. Hierbei habe ich das Ladegerät ca. 6 Stunden mithilfe einer elektronischen Last zu 100% ausgelastet, um zu überprüfen ob das Ladegerät seine Leistung konstant liefern kann.

Erfreulicherweise scheint das Anker Prime 67W GaN überhaupt keine Temperatur-Probleme zu haben!

So hat sich dieses nicht einmal übermäßig erwärmt. So blieb die Temperatur nach rund 3 Stunden weiter unter 60 Grad, was für ein USB Ladegerät sehr kühl ist.

 

Unterstützte Ladestandards

Mithilfe meiner Messgeräte kann ich auslesen welche Ladestandards ein USB Ladegerät unterstützt.

USB C

  • USB PD 3.0 67W
  • Apple 5V/2,4A
  • BC1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 3,3-12V 22W
  • QC 2.0 5V 9V 12V
  • QC 3.0 11,97V Max

 

USB A

  • Apple 5V/2,4A
  • BC1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 3,3-12V 22W
  • QC 2.0 5V 9V 12V
  • QC 3.0 12,01V Max

 

Ladetempo / Kompatibilität

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank der Leistung von bis zu 67 W und der großen PPS Stufe ist das Anker Prime 67W wunderbar für sämtliche iPhones, Google Pixel und auch Samsung Galaxy Modelle geeignet.

Ebenso ist das Ladegerät für Tablets wie die iPhones und sogar kleinere Notebooks interessant.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB Power Delivery Ladegeräten aus Sicht des Ladetempos nicht mehr ganz so wichtig, wie es bei klassischen USB-A Ladegeräten noch der Fall war.

Hier ist diese vor allem wichtig als Zeichen, wie gut und stabil die Elektronik ist. Zudem ist es natürlich wichtig, dass die Spannung innerhalb gewisser Grenzwerte bleibt.

Erfreulicherweise sieht hier alles gut aus. Die Spannungsstabilität ist als leicht überdurchschnittlich zu bezeichnen.

 

Effizienz

Kommen wir zu guter Letzt noch auf die Effizienz des Ladegerätes zu sprechen. Hierbei vergleiche ich die Leistung, die das Anker Prime 67W GaN bei verschiedenen Laststufen aufnimmt mit der Energie, die am Ende nutzbar ist.

Eine höhere Effizienz ist ein gutes Zeichen für eine wertige Elektronik, gut für deinen Geldbeutel und sorgt für weniger Abwärme.

Da die Abwärme des Anker Prime 67W GaN beim Belastungstest sehr niedrig war, ist mit einer recht guten Effizienz zu rechnen.

Und ja die Effizienz des Anker Prime 67W GaN sieht sehr gut aus! So schwankt diese zwischen 77% und 92,6%.

Die 77% bei sehr niedriger Last sind zugegeben nicht fantastisch, aber soweit ok. Die 92,6% bei Volllast hingegen sind mit gutem Gewissen als fantastisch zu bezeichnen.

Dies sehen wir auch im Vergleich mit zwei ähnlichen Ladegeräten, dem Ugreen Nexode Pro 65W und dem Anker 735.

So bieten beide (vor allem das Ugreen) eine etwas bessere minimale Effizienz, aber in der Effizienz bei höheren Lasten ist das Anker Prime 67W GaN nicht zu schlagen.

 

Fazit

Das Anker Prime 67W ist ein fantastisches Ladegerät! Dieses zählt klar zu den besten seiner Klasse.

Wir haben zwei sehr Leistungsfähige USB C Ports mit bis zu 67 W Leistung und großer “bis 5A” PPS Stufe. Hierdurch kann das Anker Prime 67W nicht nur iPhones mit dem vollen Tempo laden, sondern auch die Google Pixel Modelle, wie auch die Samsung “Ultra” Smartphones.

Dieses ist also sehr universell kompatibel. Prinzipiell eignet sich dieses sogar für kleinere Notebooks. Auch da das Ladegerät mit dauerhafter Last anscheinend keine Probleme hat und sich sogar vergleichsweise wenig erwärmt.

Dies liegt auch an der sehr guten maximalen Effizienz. Hinzu kommt das kompakte Design und der wegklappbare Stecker.

Kurzum, das Anker Prime 67W ist ein fantastisches Ladegerät! Allerdings würde ich mir auch einmal das ältere Anker 735 ansehen, welches technisch sehr ähnlich ist und teils günstiger zu bekommen ist.

Angebot
Anker 67W USB C Ladegerät, Anker Prime GaN Netzteil, 3 Port PPS...

  • bis zu 67 W über USB C
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  • große 3,3-11V bei bis zu 5A PPS Stufe
  • geringe Hitzeentwicklung
  • kompaktes Design
  • gute Effizienz zwischen 77% und 92,6%

22TB HDDs von Seagate im Test, Seagate Exos X 22TB und Seagate IronWolf Pro 22TB

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Wenn du nach günstigem Massenspeicher suchst sind HDDs weiterhin die beste Wahl, gerade die Modelle von Seagate welche im Allgemeinen eine besonders gute Preis Leistung bieten.

In diesem Test soll es dabei um die 22 TB Modelle von Seagate gehen. Besonders spannend ist hier Exos X – X22 und die IronWolf Pro.

Die IronWolf Pro richtet sich dabei eher an Endkunden, NAS Nutzer und kleine Unternehmen, während die Exos X – X22 eher die Datacenter HDD ist.

Spannenderweise bekommst du allerdings die Exos X – X22 ein gutes Stück günstiger als die IronWolf Pro.

Wollen wir uns einmal die beiden Festplatten im Test ansehen und ob es sich lohnt die teuere IronWolf Pro zu kaufen.

An dieser Stelle vielen Dank an Seagate für das Zurverfügungstellen der HDDs für diesen Test.

 

22 TB HDDs von Seagate

Trotz der hohen Kapazität sind die 22TB HDDs natürlich weiterhin klassische 3,5 Zoll Modelle. Um die hohe Kapazität zu erzielen, setzt Seagate auf 10 Platten im Inneren, wie auch eine Heliumfüllung.

Prinzipiell ist soweit die Exos X – X22 und die IronWolf Pro NAS HDD soweit identisch.

Optisch unterscheiden diese sich primär durch den Aufkleber. Dieser ist allerdings bei beiden HDDs vergleichsweise hochwertig und schick gemacht! Im Gegensatz zu den HDDs von WD oder Toshiba.

 

5 Jahre Garantie und Recovery bei IronWolf

Seagate bietet auf beide Festplatten prinzipiell 5 Jahre Garantie. Allerdings gerade bei der Exos X – X22 musst du etwas vorsichtig sein, denn hier sind auch viele OEM Modelle im Umlauf die keine Garantie haben und eigentlich für Geschäftskunden gedacht waren.

Die Seagate IronWolf Pro NAS HDD besitzt noch eine kleine Besonderheit. So hast du hier nicht nur 5 Jahre Garantie, sondern auch 3 Jahre einen Recovery Service inklusive.

Heißt, bei einem Defekt kannst du die HDD zu Seagate senden und diese versuchen kostenfrei die Daten auf der HDD wiederherzustellen. Sicherlich solltest du dich nicht auf solch einen Service verlassen, aber im Notfall kann das ein Lebensretter sein.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für folgende Benchmarks zum Einsatz

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Erster Benchmark

Starten wir mit der Performance unserer Festplatten. Beginnen wir hier mit dem Klassiker CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist nicht ideal für HDDs, denn dieses misst nur die maximale Leistung und HDDs werden “langsamer” umso mehr Daten du in die Mitte der Platten schreibst. Dennoch schauen wir uns einmal die Werte an.

Spannend! Die Seagate IronWolf Pro erreichte 292 MB/s lesend und bis zu 285 MB/s schreibend, was beachtlich ist!

Die Seagate Exos X – X22 hingegen schaffte 281 MB/s lesend und bis zu 277 MB/s schreibend. Beides beachtliche Werte für eine klassische HDD, aber interessant, dass die Seagate IronWolf Pro schneller zu sein scheint.

Aber bestätigt sich dies auch in HD Tune Pro? HD Tune Pro ist vermutlich das beste Tool um die Leistung von HDDs zu testen, da es die maximale und minimale Leistung misst, wie auch Zugriffszeiten.

Seagate IronWolf Pro
Seagate Exos X

Hier liegen beide HDDs +- gleichauf. Die Seagate IronWolf Pro bleibt ein paar MB/s schneller, aber das kann auch einfach auf die Serienstreuung zurückzuführen sein.

Aber wie sieht es im Vergleich zu anderen HDDs aus?

Wir können sehen, dass die 22TB HDDs klar schneller sind als die alten 8TB Modelle, aber auf dem +- gleichen Level der 18 TB Modelle unterwegs sind.

So ist die Western Digital DC HC550 18TB und die Toshiba MG09ACA 18TB sogar im Schnitt einen Hauch schneller als unsere 22 TB Modelle.

Wo sich die Seagate HDDs traditionell stark zeigen, ist bei der Zugriffszeit. Mit 12 ms boten hier beide HDDs sehr gute Werte, welche im Testfeld nur von der Seagate Exos X18 unterboten werden konnten.

 

PC Mark

Schauen wir uns zu guter Letzt den Data Drive Benchmark von PC Mark an.

Der PC Mark Data Drive Test bewerten anscheinend die gute Zugriffszeit der Seagate HDDs sehr hoch! Entsprechend schneiden alle Seagate HDDs hier sehr stark ab.

Erneut liegt aber die IronWolf Pro leicht vor der Exos X22.

 

Hitzeentwicklung

Schauen wir uns einmal die Hitzeentwicklung der Festplatten an. Hierfür habe ich 500GB auf alle HDDs kopiert und die maximale Temperatur via Software ausgelesen.

Erfreulicherweise lag die Hitzeentwicklung der neuen 22TB HDDs etwas niedriger als bei der 18TB Version der Seagate Exos X und auch als bei der Western Digital DC HC550 18TB.

 

Stromverbrauch der 22TB HDDs

Stromverbrauch ist ein entscheidender Faktor, insbesondere bei Festplatten, die kontinuierlich in Betrieb sind. Oftmals ist sogar der Stromverbrauch von HDDs beispielsweise höher als vom eigentlichen NAS oder Server.

Doch wie lässt sich der Stromverbrauch der 22-TB-Festplatten am besten ermitteln? Da Festplatten verschiedene Spannungen aufnehmen und mehrere Faktoren zu berücksichtigen sind, nutze ich einen Trick: Ich messe den Stromverbrauch der Festplatten in einem externen Gehäuse. Obwohl dies die absoluten Werte leicht verfälschen kann, ermöglicht es dennoch eine recht genaue Einschätzung darüber, welche HDD mehr und welche weniger Strom verbraucht.

Erfreulicherweise lag der Leerlauf Stromverbrauch im Schnitt etwas niedriger als bei den 18 TB Modellen. Die Unterschiede sind hier nicht groß, aber bei gesteigerter Kapazität ist schon eine leichte Reduktion beim Verbrauch erfreulich.

Unter Last sind die Seagate HDDs etwas stromhungriger als die Konkurrenz, aber auch hier sind die Unterschiede minimal.

Passend zur Leistung ist die Seagate Exos X22 etwas sparsamer als die IronWolf Pro NAS.

 

Fazit

Die 22TB HDDs von Seagate sehen richtig gut aus! Wir haben hohe Datenraten von über 280 MB/s in der Spitze, ordentliche Temperaturen und gute Leerlauf-Verbrauchswerte.

Dabei sind vor allem die Zugriffszeiten verglichen mit der Konkurrenz überdurchschnittlich gut, was beispielsweise im PC Mark Test zu besonders guten Werten führt und auch in der Praxis beim Ausführen von Programmen eine leicht höhere Geschwindigkeit erlaubt.

Dabei sind die 22 TB Versionen anscheinend leicht verbessert verglichen mit den älteren 18 TB Versionen von Seagate. So waren die Datenraten ähnlich, aber Temperatur und Leistungsaufnahme im Leerlauf minimal niedriger.

Unter Last sind zwar die Seagate HDDs weiterhin etwas stromhungriger, aber die Unterschiede hier liegen bei unter 1 W.

Etwas schwerer ist wiederum der Vergleich Exos X gegen IronWolf Pro. Im Test war die IronWolf Pro minimal schneller aber in der Praxis sind die beiden HDDs +- identisch. Der große Vorteil der IronWolf Pro ist die potenziell bessere Garantie und Rescue Service, wie auch der bessere Software Support in diversen NAS Systemen.

Ob hierdurch der Aufpreis für die IronWolf Pro gegenüber der Exos X gerechtfertigt ist, kann man sicherlich streiten, aber beides sind klasse HDDs!

PetTec Cam Feel im Test, Überwachungskamera mit Tier-Fokus und überzeugendem Sicherheitskonzept

Was tun wohl unsere lieben Fellnasen, wenn wir nicht Zuhause sind? Warten sie auf uns? Schlafen sie? Oder machen sie vielleicht auch Unfug?

Um dies zu beobachten, bietet sich natürlich eine Überwachungskamera an. PetTec bietet hierfür speziell Überwachungskameras mit “Tier-Fokus” an.

So bietet die PetTec Cam Feel nicht nur eine Abofreie Nutzung an, sondern auch einige interessante Features, wie beispielsweise eine Temperatur-Überwachung, 2-Wege Kommunikation usw.

Wollen wir uns die PetTec Cam Feel einmal im Test ansehen! Was kann diese was eine normale Überwachungskamera nicht kann?

An dieser Stelle vielen Dank an PetTec für das Zurverfügungstellen der Cam Feel für diesen Test.

 

PetTec Cam Feel im Test

Die PetTec Cam Feel ist eine reine Innen-Überwachungskamera, welche auf ein außergewöhnliches Design setzt.

So nutzt diese einen sehr außergewöhnlichen Sockel. So kannst du die Kamera aufstellen, aufhängen oder mithilfe des Standfußes “festklammern”. Daher ist diese sehr flexibel bei der Positionierung.

Der Kopf der Kamera ist wiederum frei auf dem Sockel verstellbar , so dass du diese im Winkel ausrichten kannst.

Der Kamerakopf ist Oval geformt und besitzt am hinteren Ende eine kleine “Antenne”. bei dieser handelt es sich aber nicht um eine Funkantenne, sondern um einen Temperatur-Fühler. Sehr gut mitgedacht, denn ein interner Temperaturfühler würde aufgrund der Wärmeentwicklung der Kamera selbst nicht sonderlich genaue Werte liefern.

An der Seite der Kamera finden wir den USB-C Eingang für die Stromversorgung wie auch einen microSD Karten Steckplatz.

Ein passendes 5V/1A USB Netzteil liegt bei, eine Speicherkarte musst du separat kaufen.

 

App und Einrichtung

Um die PetTec Cam Feel zu nutzen, benötigst du die “Snoop Cube” App. Bei dieser handelt es sich um eine recht generisch aufgebaute Smart Home App. Ich nehme an, dass PetTec hier die Entwicklung der App ausgelagert hat, denn vom Aufbau ähnelt diese einiger asiatischer Überwachungskamera Apps, die ich kenne.

Allerdings haben wir hier eine saubere deutsche Sprache und der generelle Aufbau ist klar.

Nach dem Installieren der App musst du zunächst ein Konto beim Hersteller anlegen. Anschließend wird mithilfe deiner Account- und WLAN-Daten ein QR-Code erstellt, welchen du vor die Kamera halten musst. Die Kamera ließt diesen ein und verbindet sich entsprechend mit deinem Netzwerk und Account. Erfreulicherweise hat dies bei mir auch gut funktioniert.

In der App angekommen findest du auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Überwachungskameras. Diese werden hier mit einer kleinen Vorschau aufgelistet.

Tippst du die Vorschau an landest du in der Live Ansicht. Dort kannst du manuell Fotos und Videos machen, die zwei Wege Kommunikation einleiten usw.

Ebenso kannst du von hier aus auf die Aufnahmen und die Bewegungserkennung zugreifen.

 

Aufnahme, lokal oder in der Cloud

Prinzipiell kann die PetTec Cam Feel Aufnahmen auf einer lokal eingesetzten Speicherkarte sichern. Dies hat den Vorteil, das es effektiv keine Folgekosten (abseits des Stromverbrauchs) gibt.

Alternativ kannst du aber auch Aufnahmen in der Cloud sicher. Dies kostet aber 4,99€ im Monat. Warum solltest du das vielleicht wollen? Sollte ein Einbrecher die Speicherkarte aus der Kamera klauen sind die Aufnahmen weg. Hast du das Cloud Abo, würden sich diese Weiterhin abrufen lassen.

Allerdings ist das Speichern in der Cloud aus Sicht des Datenschutzes weniger gut als lokal, auch wenn PetTec Datencenter in Deutschland nutzt.

 

2 Wege Kommunikation

Ein wichtiger Punkt bei der PetTec Cam Feel ist die Möglichkeit mit deinem Hund oder Tier zu reden.

Die 2-Wege Kommunikation funktioniert auch recht gut und verzögerungsarm. Allerdings könnte der integrierte Lautsprecher lauter sein und generell die Audio-Qualität etwas höher.

 

Aufnahme und Alarme

Bei der PetTec Cam Feel müssen wir zunächst zwischen Aufnahmen und Alarme unterschieden.

Alarme sind einfach eine Benachrichtigung die du auf deinem Smartphone erhältst aber nicht zwingend eine Aufnahme starten. Alarme können von Bewegungen oder Geräuschen ausgelöst werden. Hier kannst du zwischen drei Stufen der Empfindlichkeit wählen.

Alarme lassen sich auch im Bereich beschränken. So könntest du beispielsweise den Alarm so einrichten, dass du nur eine Benachrichtigung bekommst, wenn der Hund auf die Couch springt.

Aufnahmen lassen sich unabhängig davon einstellen. So kann die Kamera konstant auf eine microSD Karte aufnehmen oder nur beim Erkennen einer Bewegung.

Auch hier kannst du zwischen drei Stufen wählen oder auch eine „Personen-Erkennung“ einstellen. Stellst du diese ein werden nur Bewegungen durch Personen erkannt.

 

Mit einer sinnvollen Verschlüsselung ?!

Überwachungskameras sind etwas sehr „sensitives“ und leider gibt es hier immer wieder Sicherheits-Zwischenfälle. Damit meine ich nicht Hacker, sondern oft einfach Fehler im System, wodurch andere Nutzer Zugriff auf falsche Kameras haben usw.

Die meisten Hersteller werben hier mit tollen Verschlüsselungen, welche meist aber nichts bringt, denn der Schlüssel wird einfach im Account oder der Cloud gespeichert.

PetTec macht hier etwas super Spannendes! Auf Wunsch kannst du deine Kamera mit einem privaten Passwort versehen. Dieses wird nicht in deinem Account gespeichert, sondern muss gesondert eingegeben werden, wenn ein neues Gerät sich anmeldet. Dabei ist dieses Passwort (laut Hersteller) nur dir bekannt und wird nicht übertragen.

Sofern dies sauber umgesetzt ist, wonach es von außen aussieht, ist dies hervorragend! Selbst wenn die Kamera versehentlich einem falschen Account zugeordnet würde (und sowas ist bei anderen Herstellern schon vorgekommen) oder jemand dein Account Passwort knackt, hat diese Person noch keinen Zugriff auf die Kamera oder die Aufnahmen.

In meinem Artikel vor ein paar Monaten „Welche Überwachungskameras sind noch sicher? Sicherheitsvorfälle bei Netatmo und Ubiquiti“ habe ich genau dieses Prinzip noch als optimal für die Sicherheit beschrieben und war verwundert warum kein Hersteller dieses nutzt.

Umso erstaunlicher und erfreulicher, dass ein Haustierzubehörhersteller dieses theoretisch sehr sichere System umgesetzt hat. Erneut, ich kann nicht in den Code der Kamera schauen ob hier auch alles praktisch perfekt umgesetzt ist, aber es sieht sehr positiv aus!

 

Gute Bildqualität

Die Bildqualität der PetTec Cam Feel ist als gut zu bezeichnen. Wir haben hier einen 3 Megapixel Sensor welcher auch wirklich Videos und Fotos mit 2304 x 1296 Pixeln aufnimmt. Damit haben wir hier eine höhere Auflösung als Full HD.

Dabei ist die Kamera mit 110 Grad sehr weitwinklig.

In der Praxis ist die Bildqualität einfach gut. Nicht absolut überragend aber für eine Kamera dieser Klasse überdurchschnittlich. Dies gilt auch für die Bildqualität bei Dunkelheit.

 

Temperaturüberwachung

In der Kamera ist ein Temperatur-Fühler verbaut. So kannst du in der App jederzeit die Temperatur und auch die Luftfeuchtigkeit sehen.

Die Werte waren bei mir rund 1 Grad zu hoch, was vermutlich an der Wärmestrahlung der Kamera selbst liegt. Bedenke dies also beim Ablesen der Werte.

Du kannst auch Temperatur-Alarme einstellen, so dass du eine Smartphone-Benachrichtigung bekommst wenn diese über- oder unterschritten werden.

 

Mit Backup-Akku

Spannenderweise ist in der Kamera ein Backup-Akku integriert, welcher für einige Stunden einen Weiterbetrieb erlaubt, auch wenn der Strom ausfällt.

 

Stromverbrauch

Die PetTec Cam Feel benötigt +- 2W im Normalbetrieb und ca. 3W wenn die IR LEDs aktiv sind.

 

Fazit

Ich bin von der PetTec Cam Feel sehr positiv überrascht! Dafür, dass wir hier im Kern einen „Haustierzubehör-Hersteller“ haben, hat dieser eine erfreulich kompetente Überwachungskamera erschaffen.

Diese ist nicht perfekt, beispielsweise könnte der integrierte Lautsprecher für 2-Wege Kommunikation lauter sein und bessere Tonqualität bieten, auch beim Temperatur-Sensor gibt es eine kleine Abweichung (+1 Grad), aber abseits davon ist diese gut umgesetzt!

So funktioniert die Kamera tadellos. Die Bildqualität ist gut und die Aufzeichnung auf einer eingesetzten Speicherkarte möglich. Dabei kann die Kamera konstant aufzeichnen oder nur beim Erkennen einer Bewegung.

Zusätzlich lassen sich Alarme einrichten, sowohl für Bewegungen wie auch für Geräusche. Der Hund bellt, wenn du nicht zuhause bist? Dann könntest du eine Benachrichtigung erhalten.

Die App ist dabei aufgeräumt und hat bei mir gut funktioniert. Ebenfalls loben möchte ich das Verschlüsselungskonzept, welches sehr gut und sicher aussieht! Hier können sich glatt einige große Hersteller eine Scheibe abschneiden.

Unterm Strich ist die PetTec Cam Feel eine super „Basis“ Überwachungskamera.

Tronsmart T7 Lite im Test, günstiger Bluetooth Lautsprecher mit App anbindung

Mit dem T7 Lite bietet Tronsmart einen günstigen Outdoor Bluetooth Lautsprecher an. Dieser soll mit einer hohen Wasserdichtigkeit, portablen und schickem Design wie auch natürlich einem tollen Klang punkten.

Dies für unter 50€, was auf den ersten Blick ein super Angebot. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Klingt der Tronsmart T7 Lite auch gut? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Tronsmart für das Zurverfügungstellen des T7 Lite für diesen Test.

 

Tronsmart T7 Lite Test, der äußere Eindruck

Der T7 Lite setzt auf ein „Rollen-Design“. So ist der Lautsprecher rund gebaut und mit einer Art Leinenstoff bespannt.

Lediglich an den Enden des Lautsprechers findest du jeweils einen passiven Radiator.

Mit 195 x 72 mm und einem Gewicht 469g ist der Lautsprecher als kompakt / klein zu bezeichnen. Allerdings ist dieser auch kein “mini-Bluetooth Lautsprecher”.

Ein wichtiger Faktor ist der Wasserschutz, der von Tronsmart mit IPX7 spezifiziert wird. IPX7 ist ein recht starker Wasserschutz für einen Bluetooth Lautsprecher und erlaubt theoretisch ein komplettes Untertauchen des Lautsprechers ohne, dass dieser einen Schaden nimmt.

Entsprechend sind die 6 Steuerungstasten auf der Rückseite mit Gummi bedeckt und über den Anschlüssen ist eine große Gummiklappe.

Unter dieser Gummiklappe finden wir den USB C Ladeport, wie auch einen microSD Speicherkarten-Slot. Ja, der Lautsprecher kann Musik direkt von Speicherkarten wiedergeben.

Die Akkulaufzeit soll laut Hersteller bei 24 Stunden liegen (ohne die Beleuchtung). Die Größenordnung kann ich auch +- bestätigen.

 

Beleuchtung und App

In den Endstücken des T7 Lite sind RGB-LEDs verbaut, welche während des Betriebs einfach etwas bunt leuchten und Muster wiedergeben. Diese reagieren auch etwas auf die Musik die du wiedergibst.

Über die Tronsmart kannst du dies auch noch etwas personalisieren oder die LEDs für eine bessere Akkulaufzeit komplett abschalten.

Ebenso kannst du über die Tronsmart App auch den Klang des Lautsprechers anpassen. Hier gibt es einige EQ Presets aus denen du wählen kannst.

 

Klang

Starten wir zunächst mit den Basics. Wir haben hier einen unter 40€ Bluetooth Lautsprecher. Dieser klingt absolut vernünftig, aber ist natürlich kein Lautsprecher der ein großes Wohnzimmer mit donnerndem Bass beschallen kann.

Starten wir aber am Anfang. Die Höhen des T7 Lite sind super! Diese sind wunderbar sauber, klar und luftig, genauso wie ich sie mag. Für einen Lautsprecher dieser Klasse ist hier nichts zu bemängeln.

Die Mitten sind soweit ok, auch wenn der Lautsprecher nicht übermäßig vollmundig klingt. Aber Stimmen werden sauber und gut verständlich wiedergegeben.

Wie stehts aber um die Bässe? Für einen Lautsprecher dieser Größe ist der Bass in Ordnung. Allerdings ist der Tronsmart T7 Lite auch kein Bass-Monster. Er hat einen brauchbaren Bass, bringt aber auch nicht deinen Tisch zum Wackeln.

Ich würde sagen die generelle Stärke des Tronsmart T7 Lite ist die Klangbreite und auch etwas die “Schärfe”. Der Lautsprecher klingt sehr schön klar und wirkt auch recht detailliert.

Die Pegelfestigkeit ist dabei durchaus ordentlich.

Mithilfe des EQ lässt sich durchaus auch noch ein Tick mehr Bass aus dem T7 Lite herauskitzeln und generell den Klang des Lautsprechers auf deine Wünsche anpassen. Allerdings ein wirklicher „Bass-Bomber“ mit tiefen und donnernden Bässen wird er auch mit dem EQ nicht.

Dieser ist hier +- auf einem normalen Level für einen 50€ Lautsprecher.

 

Fazit

Der Tronsmart T7 Lite* ist aufgrund des Preises und der Feature ein super spannender Bluetooth Lautsprecher!

Unter 50€ für einen Bluetooth Lautsprecher ist grundsätzlich schon einmal ein interessanter Preis. Dabei bietet der T7 Lite auch einen App Support (mit EQ Einstellungen), wie auch die spannende Lichtshow. Natürlich ist Letztere nur ein “Gimmick”, aber durchaus lustig und auch ganz ordentlich umgesetzt.

Klanglich ist der Lautsprecher gut unterwegs. Wir dürfen hier keine Wunder erwarten, es ist weiterhin ein unter 40€ Lautsprecher, aber er hat einen klaren und sauberen Klang. Der Bass ist ordentlich, aber der Lautsprecher auch kein Bass-Monster, falls du dies erwartest.

Dennoch in der unter 50€ Preisklasse ist der Tronsmart T7 Lite ein herausstechendes Modell, vor allem aufgrund des großen Funktionsumfangs.

 

Tronsmart T7 Lite Bluetooth Lautsprecher mit Dual Treiber Starkem...
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ASUS RT-AXE7800 im Test, High End WLAN Router mit WLAN 6E

Mit dem RT-AXE7800 bietet ASUS einen mächtigen und spannenden WLAN 6E Router an. Dieser unterstützt neben dem üblichen 2,4 GHz und 5 GHz Band auch das 6 GHz Band, welches höhere Datenraten verspricht.

Passend dazu verfügt der Router auch über einen 2,5 GBit LAN Port und generell die ASUS typische umfangreiche Ausstattung.

Wollen wir uns den ASUS RT-AXE7800 einmal im Test ansehen. Wie gut oder schlecht ist der WLAN Router? Bringt das 6 GHz Band etwas?

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des RT-AXE7800 für diesen Test.

 

ASUS RT-AXE7800 im Test

ASUS setzt beim RT-AXE7800 offensichtlich auf ein etwas auffälliges Äußeres. So setzt dieser auf ein sechseckiges Design mit sechs Antennen, welche sich ausklappen lassen.

Wir haben hier zwar nicht direkt einen “Gaming-Router” aus ASUS ROG Serie, aber es ist klar, dass ASUS sich schon etwas in diese Richtung orientiert.

Neben der auffälligen Form und den sehr präsenten Antennen haben wir 9 Status LEDs auf der Front.

Die Anschlüsse sind wie üblich auf der Rückseite angebracht. Dort haben wir 5 LAN Ports, 1x USB 3.0 und einen DC Eingang.

  • 3x 1 Gbit LAN
  • 1x 1 Gbit WAN/LAN
  • 1x 2,5 Gbit WAN/LAN

Wir haben hier zunächst drei 1 Gbit LAN Ports, wie auch zwei WAN Ports. Einer dieser WAN Ports bietet die 2,5 Gbit LAN Geschwindigkeit. Du kannst hier aber wählen ob du den 1 GBit oder 2,5 Gbit Port als WAN/Uplink nutzen möchtest und entsprechend den anderen als normalen LAN Port.

Super! In der Regel haben wir in Deutschland noch kein Internet mit mehr als 1 Gbit und so kannst du den 2,5 Gbit LAN Port beispielsweise für ein NAS nutzen.

Ein 2,5 Gbit LAN Port ist schon gut, aber besser wäre es natürlich wenn wir mehrere 2,5 Gbit LAN Ports hätten.

 

Software

Der ASUS RT-AXE7800 nutzt die bewährte und bekante ASUS-Standardsoftware, die bei nahezu allen Modellen zum Einsatz kommt.

Generell zeichnet sich die ASUS-WebUI durch eine Fülle von Funktionen aus, doch in optischer Hinsicht gibt es Raum für Verbesserungen. An einigen Stellen wirkt die Benutzeroberfläche etwas überladen und unübersichtlich. Ein „Facelift“ wäre hier wünschenswert, obwohl dies wahrscheinlich nicht in nächster Zeit umgesetzt wird.

Zusätzlich zur WEBUI bietet ASUS eine App an, die vermutlich das angesprochene „Facelift“ repräsentiert. Allerdings im Falle des RT-AXE7800 wollte die App zur Einrichtung nicht so recht auf meinem Pixel 8 Pro funktionieren.

Daher habe ich die Einrichtung einfach am PC gemacht, was problemlos klappte.

In Bezug auf die Funktionalität gibt es jedoch nichts zu beanstanden! Der RT-AXE7800 beherrscht sämtliche Anforderungen und bietet äußerst detaillierte Einstellungsmöglichkeiten.

 

Router, Repeater, Access Point

Du kannst den RT-AXE7800U wahlweise als Router, Access Point oder Repeater nutzen.

Bedenke aber im RT-AXE7800 ist kein Modem verbaut! Du brauchst also höchstwahrscheinlich weiterhin ein Modem, FritzBox, Speedport oder Ähnliches.

 

AIMesh

Dank AiMesh gibt es bei ASUS WLAN Routern die Möglichkeit mehrere Modelle zu einem Mesh System zu verschalten. Dies ist insofern spannend da es auch möglich ist verschiedene Modelle in einem Mesh System zusammenzufassen.

Hast du einen alten ASUS WLAN Router, besteht eventuell die Möglichkeit, diesen mit dem ASUS RT-AXE7800 einfach als zusätzlichen Knotenpunkt zu nutzen.

 

USB Freigabe

Dank des USB 3.0 Ports ist es möglich, ein USB Laufwerk (externe HDD / SSD) an den Router anzuschließen und über dein Netzwerk freizugeben.

Es gibt hier eine einfache Benutzerverwaltung und die möglichkeit verschiedene freigegebene Ordner zu erstellen und mit einfachen Zugriffsrechten je nach Nutzer auszustatten.

Via LAN liegt die maximale Datenrate bei 97 MB/s lesend und 67 MB/s schreibend.

 

WLAN 6E beim RT-AXE7800

Der ASUS RT-AXE7800 setzt auf den WLAN 6E Standard. WLAN 6E ist im Kern der normale WLAN 6 Standard, welcher auch voll abwärtskompatibel ist. Allerdings haben wir hier zusätzlich das neue 6 GHz Band, zum üblichen 2,4 GHz und 5 GHz Band.

  • 2,4 GHz – 574 Mbit
  • 5 GHz – 4804 Mbit
  • 6 Ghz – 2402 Mbit

Aber wofür ist das 6 GHz Band? Auf dem Papier ist dieses hier sogar mit 2402 Mbit langsamer als das 5 GHz Band, welches 4804 Mbit bietet?

Die 4804 Mbit auf dem 5 GHz Band werden in einem 4×4 Design erreicht. Blöd gesagt, es werden hier vier paralle Streams aufgebaut um diese 4804 Mbit zu erreichen. Hierfür werden aber auch 4 Antennen benötigt.

Dein Smartphone und Notebook haben aber keine 4 Antennen, daher bringt uns dies in der Praxis meist nicht viel oder nur bei der Nutzung mehrerer Geräte gleichzeitig.

Die 2402 Mbit auf dem 6 GHz Band werden hingegen bei einem 2×2 Design erreicht. Hierfür muss dein Smartphone, Tablet oder Notebook nur 2 Antennen besitzen, was oft der Fall ist.

Entsprechend sind die maximalen Datenraten meist eher identisch zwischen 5 GHz und 6 GHz. Allerdings ist das 6 GHz Band meist “freier”. Hier gibt es weniger Störsignale und Ähnliches. Entsprechend kann die reale Leistung auf dem 6 GHz Band höher liegen.

So lange du im gleichen Raum mit dem RT-AXE7800 bist. Denn das 6 GHz Band hat selbst verglichen mit dem 5 GHz Band eine sehr schlechte Reichweite.

 

Leistung in der Praxis

Aber wie sieht die Leistung des ASUS RT-AXE7800 in der Praxis aus? Hierfür habe ich diesen und den UniFi 7 Pro / UniFi 6 Pro in Kombination mit dem Samsung S24 Ultra (WLAN 7 wird unterstützt) und der Intel AX210 WLAN Karte (WLAN 6E) getestet.

Hierbei habe ich die Leistung zu einem lokalen Server getestet.

Starten wir zunächst mit einem beeindruckenden Bild, der Leistung in Kombination mit der Intel AX210 WLAN Karte. Hier kam ich auf dem 5 GHz Band auf satte 1747,8 Mbit im Download und 1634,1 Mbit im Upload. Beeindruckend!

Dies zumindest auf kurzer Distanz von ca. 2-3 Metern.

Im direkten Vergleich kann der RT-AXE7800 klar den UniFi 6 Pro schlagen, was allerdings primär am 2,5 Gbit LAN Uplink liegt.

Auf kurzer Distanz übertrifft die WLAN Leistung der meisten WLAN Router schon das 1 Gbit maß, entsprechend ist der 2,5 Gbit Uplink wie er hier zu finden ist klar der nächste und wichtige Schritt in die richtige Richtung.

Verglichen mit dem UniFi 7 Pro sehen wir ein recht ausgeglichenes Bild. Der UniFi 7 Pro ist ein paar Mbit schneller, außer im Upload mit Upload mit dem S24 Ultra, was verwunderlich ist.

Das S24 Ultra ist ein WLAN 7 Smartphone und der UniFi 7 Pro ein WLAN 7 Router. Aber in der aktuellen Ausbaustufe scheint das WLAN 7 hier verglichen mit WLAN 6 des ASUS RT-AXE7800 keinen wirklichen Vorteil zu bringen.

Zu mindestens auf dem 5 GHz Band.

Auf dem 6 GHz Band wiederum ist der UniFi 7 Pro schon ein Stück schneller. Aber wie sieht es auf Distanz aus? Hier eine Mitteldistanz durch 2 Wände hindurch.

Hier kann sich der RT-AXE7800 im Schnitt vor die UniFi Modelle setzen. Allerdings sind auch hier die Unterschiede nicht weltbewegend. Dennoch scheinen die auffälligen Antennen des ASUS durchaus etwas zu bringen.

 

Stromverbrauch

Sehr positiv hat mich der Stromverbrauch beim RT-AXE7800 überrascht. So lag dieser klar unter dem UniFi 7 Pro, wenn wir bei diesem Vergleich bleiben wollen.

Mit Gbit LAN brauchte der Router lediglich +- 8 W und mit 2,5Gbit LAN +-8,5W.

Für ein Modell dieser Klasse absolut nicht zu viel! Selbst unter Last kommen wir kaum auf 10W.

 

Fazit

Der RT-AXE7800 ist ein typischer ASUS WLAN Router. Er ist leistungsstark mit großem Funktionsumfang. Wie auch die meisten ASUS WLAN Router würde ich auch den RT-AXE7800 primär Enthusiasten empfehlen, die auf viele Funktionen/Optionen wert legen.

Hierzu gehören Dinge wie AIMesh, welches erlaubt mehrere ASUS Router in einem Mesh Netzwerk zusammenzufassen, die USB Netzwerkfreigabe usw.

Wichtig ist natürlich auch die sehr hohe Leistung! So konnte ich bis zu 1747,8 Mbit im Download und 1634,1 Mbit im Upload in der Praxis mit einem Test-Notebook erreichen. Beachtlich!

Diese hohen Geschwindigkeiten sind dank des 2,5 Gbit LAN Ports möglich, welcher wahlweise als WAN/Uplink oder als regulärer LAN Port für beispielsweise ein NAS oder einen 2,5Gbit Switch genutzt werden kann.

Weitere Pluspunkte gibt es für die gute Reichweite und den vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch mit unter 10W.

Gibt es auch Kritikpunkte? Abseits vom Design der WebUI hätte ich mir vielleicht noch einen 2. 2,5 Gbit LAN Port gewünscht. Dies wäre aber all meine Kritikpunkte.

Suchst du also einen umfangreichen und leistungsstarken WLAN Router/AccessPoint mit WLAN 6E, dann ist der ASUS RT-AXE7800 eine gute Wahl.

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V.

Allerdings im Gegensatz zu früheren „Notebook-Powerbanks“ kannst du bei USB Power Delivery nicht eine Spannung manuell einstellen. Diese wird automatisch zwischen Ladegerät und Endgerät ausgehandelt.

Aber was, wenn du beispielsweise ein reguläres DC Gerät, einen LED Streifen oder ähnliches an einem USB Power Delivery Ladegerät betreiben willst?

Ist es möglich hier eine spezielle Spannungsstufe abzurufen? Ja, aber dies ist nur mit gewissen Hilfsmitteln möglich.

Mehr dazu in diesem Artikel!

 

USB PD ist kalt

USB A Ports hatten immer eine Spannung von 5V. Diese Spannung wird auch immer von USB A Ports ausgegeben, solange das Ladegerät aktiv ist. Du kannst also bei einem USB A zu microUSB einfach das Kabel abschneiden und die schwarze und rote Ader freilegen und entsprechend ein 5V Gerät an diese hängen.

Bei USB Power Delivery funktioniert sowas nicht! USB C Power Delivery Ports sind „kalt“. Schließt du einfach ein USB C Kabel an einem Power Delivery Port an gibt es am anderen Ende keine Spannung bzw. Nur eine geringe Standbyspannung.

Ein Gerät muss sich erst „anmelden“ und mit dem Ladegerät eine Spannung aushandeln. Erst dann wird die gewählte Spannung ausgegeben.

Einfach das Ende von einem USB C Kabel abschneiden und ein DC Gerät ans Ende hängen funktioniert also nicht.

 

Wir brauchen einen USB PD Trigger

Damit wir also DC Geräte an einem USB PD Ladegerät betreiben können, brauchen wir neben ein wenig Bastellust einen USB PD Trigger. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Chip welcher mit dem Ladegerät/Powerbank kommuniziert und entsprechend eine Spannung abruft.

 

USB PD Trigger sind nicht teuer!

Erfreulicherweise sind solche USB PD Trigger Boards aber nicht teuer. Diese bekommst du bei AliExpress aus China für sehr wenig Geld!

Je nach Funktionsumfang reden wir hier von 1-3€!

Die ganz einfachen „Basis-Boards“ wählst du in der gewünschten Spannung aus und das wars.

Du hast hier dann zwei Lötpads, an welche du ein entsprechendes DC Kabel anlöten musst und es wird die gewählte Spannung ausgegeben.

Es gibt aber auch „luxuriösere“ Modelle mit Schraubterminals für entsprechende Adern usw.

Sei nur vorsichtig bei Modellen mit Wahltaste. Solltest du ein 12V Gerät verbinden und solch eine Wahltaste versehentlich drücken wird auf 15V hochgeschaltet und dein Gerät ist möglicherweise kaputt.

Daher würde ich entweder Bords mit fixer Spannung oder Dip-Schaltern wählen.

 

 

Komplette Kabel

Neben solchen Trigger Boards, welche in der Regel Löten oder zumindest ein DC Kabel erfordern das Du „opfern“ musst, gibt es auch passende DC Kabel mit entsprechenden Triggern integriert.

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Solche sind aber etwas spezieller und du musst genau auf die Durchmesser des Steckers usw. achten.

 

Fazit

Dieser kleine Artikel sollte als Hinweis dienen, dass es durchaus möglich ist beispielsweise 12V Geräte mit passenden Trigger-Boards und Adapter-Kabeln an USB Power Delivery Ladegeräten / Powerbanks zu betreiben.

Dreame H11 Core im Test, ein toller Waschsauger für unter 200€!

Waschsauger sind etwas Fantastisches! Ich wiederhole mich hier, aber ich denke, dass ein Waschsauger in jeden Haushalt mit Kinder oder Haustieren gehört.

Viele Waschsauger sind allerdings relativ teuer, vor allem die Markengeräte.

Mit dem H11 Core hat Dreame nun ein “Basis-Modell” auf den Markt gebracht, welches alle wichtigen Funktionen bieten soll, aber auf die „Gimmicks“ der Luxus Modelle verzichtet.

Entsprechend ist der Preis mit 200€ für ein Markenmodell sehr niedrig! Wollen wir uns im Test einmal ansehen ob dieses Konzept aufgeht und der Waschsauger wirklich zu dem niedrigen Preis auch eine gute Leistung bietet!

An dieser Stelle vielen Dank an Dreame für das Zurverfügungstellen des Wachssaugers für diesen Test.

 

Dreame H11 Core im Test

Der Dreame H11 Core setzt auf das vertraute Design, welches die meisten Waschsauger nutzen. So haben wir hier auch einen Stiel-Staubsauger, bei dem die Tanks wie auch die Elektronik im „Stiel“ untergebracht sind.

Dieser Stiel steht auf einer großen Bodenbürste. Diese wiederum besitzt eine große rotierende Walze. Diese Walze wird von oben mit Wasser besprüht, was dann die feuchte Reinigung ergibt.

Dabei besitzt der Dreame H11 Core auch zwei Wassertanks. Einen 900 ml Frischwassertank und einen 500 ml Schmutzwassertank.

Damit sind die Tanks erfreulich groß! Gerade da normalerweise große Tanks so ein wenig ein Merkmal der “Premium” Modelle ist.

Spannenderweise ist auch der Akku zumindest auf dem Papier sehr ordentlich! Dreame spricht von 22 Minuten und 6x 2500mAh Zellen. Beachtlich!

Gesteuert wird der Waschsauger wie üblich über drei Tasten am Handgriff. Auf der Oberseite des Waschsaugers ist zudem ein kleines LC Display, welches dich über Dinge wie den Akkustand informiert.

Mit im Lieferumfang liegt zudem eine “Basis-Station”. In diese wird der Sauger zum Laden gestellt, wie auch zur Selbstreinigung.

 

Keine automatische Saugkraft

Die meisten großen Waschsauger unterstützen eine automatische Saugkraft-Einstellung. Erkennen diese, dass du viel Schmutz saugst, drehen sie die Leistung automatisch hoch bzw. wieder herunter.

Dies kann der H11 Core nicht! Dieser besitzt lediglich zwei Leistungsstufen, ECO und MAX zwischen welchen du manuell wählen kannst.

Offen gesagt ist dies aber kein Drama oder für mich ein großer Verlust, aber halt ein Punkt wo etwas gespart wurde.

 

Hohe Reinigungsleistung, trotz niedrigem Preis

Der H11 CORE ist zwar auf eine hohe Preis/Leistung optimiert, aber erfreulicherweise ist die Saug- bzw. Putzleistung auf einem sehr hohen Niveau.

Bereits im ECO Modus kommt der H11 CORE problemlos mit Hausstaub, kleineren Mengen Tierhaaren, den meisten ausgelaufenen Flüssigkeiten usw. klar.

Dabei ist es immer wieder beeindruckend, wie gut die modernen Waschsauger gerade mit ausgelaufener Flüssigkeit klar kommen. Bereits 1-2 Mal über z.B. einen Fleck Cola gefahren und dieser ist restlos im H11 CORE verschwunden, ohne dass ein klebriger Film zurückbleibt.

Grundsätzlich kommt der H11 CORE auch mit etwas gröberem Schmutz klar. Beispielsweise Marmeladen oder Nutella Flecken usw.

Und ja die Putzleistung ist wirklich so gut wie ich sie hier beschreibe. Gerade wenn du Haustiere oder Kinder in der Wohnung hast ist ein Waschsauger ein wahrer Segen.

Schlammige Fußabdrücke auf den hellen Fliesen nach einem Waldspaziergang? Kein Problem! Kurz den H11 CORE von der Ladestation genommen 1-2x drüber gefahren und wieder zurück auf die Station.

Mit einem Putzeimer wäre dies eine Arbeit von gefühlt einer halben Stunde, so ist es in 5 Minuten gemacht.

Selbiges gilt für ausgelaufene Flüssigkeiten. Eine umgekippte Flasche muss so kein Drama mehr sein. Einfach schnell den Waschsauger holen und drüberfahren. Auch wenn du junge Tiere im Haus hast kann ein Waschsauger sehr nützlich sein und hier spreche ich aus Erfahrung.

Aber wo kommt der H11 CORE ans Limit?

Im Kern an den gleichen Stellen wo auch die großen anderen Modelle Probleme haben. Extrem fettiger Schmutz ist immer ein Problem.

Ausgelaufenes Öl oder große Mengen Mayonnaise solltest du besser nicht mit einem Waschsauger entfernen. Dieses verklebt einfach die Walzen.

Auch sehr große Mengen Haare können sich im Inneren etwas verkleben oder nicht gut aufgenommen werden. Es ist kein Problem mal einen „Wolke“ Haare aufzusaugen. Aber für richtig große Mengen würde ich einen normalen Staubsauger empfehlen.

Hier merken wir dann auch noch etwas mehr die schwächere Motorleistung des H11 Core.

Auch sehr große Partikel wie Blätter sind zu viel.

Aber abseits davon kannst du mit dem H11 CORE praktisch alles saugen bzw. putzen. Dieser schlägt sich hier nicht schlechter als die 500€+ Modelle.

Lediglich bei Dingen wie der Kantenreinigung ist er etwas schwächer und teils musst Du etwas langsamer Arbeiten, da dieser etwas länger braucht Schmutz einzusagen/die Walze durchzuspülen.

 

Auch für Teppiche?

Ein „universeller“ Waschsauger wie der H11 CORE ist an sich nicht oder nur sehr bedingt für Teppiche geeignet.

Kurze Teppiche oder Teppichböden können durchaus oberflächlich abgesaugt werden. Auch kann der H11 CORE ausgelaufene Flüssigkeiten auf Teppichen „auslöschen“, aber eine Tiefenreinigung bietet dieser auf Teppichen nicht.

 

Mit Selbstreinigung

Auch der H11 CORE bringt eine Selbstreinigungsfunktion mit. Stellst du diesen auf seine Station und betätigst du eine Taste am Handgriff wird die Walze automatisch mit viel Wasser durchgespült.

Dies ist in der Tat sehr effektiv und ein manuelles Auswaschen der Walze ist beispielsweise fast nie nötig. Ab und an solltest du diese entfernen um hinter ihr in den Ritzen sauber zu machen, hier verkleben sich Haare ganz gerne, aber abseits davon ist der H11 CORE wartungsarm.

 

Fazit

Der Dreame H11 CORE* ist fantastisch! Ist dies der beste Waschsauger auf dem Markt? Natürlich nicht, aber der Preis von rund 200€ ist einfach super attraktiv.

So bietet der H11 CORE fast den gleichen Komfort und Saugleistung wie die großen Modelle. In der Praxis wirst du nur wenige Unterschiede zwischen diesem und einem 500€+ Modell spüren.

Auch der H11 CORE saugt und putzt wunderbar. Die Kinder haben Fußabdrücke auf den Fliesen hinterlassen? Kurz den H11 CORE von seiner Station genommen, 2x drüber gefahren und fertig. Dir ist eine Flasche umgekippt? Einfach kurz den Waschsauger schnappen, drüberfahren und fertig.

Putzen ist so eine Sache von wenigen Minuten und du musst dich nicht mit Lappen und Eimern rumschlagen.

Dabei ist die Saugleistung +- auf dem gleichen Level wie bei den großen Modellen. Ja diese mögen auf dem Papier etwas mehr „Motorleistung“ haben, aber in der Praxis spürst du dies kaum.

Wo spürst du Unterschiede aufgrund des günstigen Preises? Wir haben keine automatische Saugkraft-Einstellung und die Anzeige ist nicht so detailliert. Auch ist die Motorleistung anscheinend etwas geringer, was beispielsweise bei großen Mengen Haaren etwas auffallen kann, aber in der Praxis meist kein Drama ist (muss man etwas langsamer fahren).

Das waren aber im Kern auch schon die Punkte wo Dreame gespart hat. Ich denke dies ist aber bei einem Preis von Teils unter 200€ je nach Händler absolut zu verkraften!