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Geheimtipp: Nextorage UHS-II SE V60 SD Karten, herausragende Leistung, toller Preis

Wenn du Fotograf oder Videograf bist ist eine schnelle und zuverlässige Speicherkarte Pflicht! Allerdings die super schnellen V90 SD Karten können richtig schnell richtig ins Geld gehen.

Oftmals sind hier die “kleineren” V60 SD Karten aus Sicht der Preis/Leistung die bessere Wahl.

Der japanische Hersteller Nextorage bietet hier mit seiner SE Serie (NX-F2SE Series) auf den ersten Blick ein paar sehr interessante Modelle an!

So sind diese preislich für die beworbene Leistung von 280 MB/s lesend und 170 MB/s schreibend durchaus spannend.

Wollen wir uns einmal ansehen, ob die Speicherkarten diese Leistung auch in der Praxis liefern können.

 

Was bedeutet V60?

Moderne SD Karten sind in der Regel in verschiedene Klassen unterteilt.

  • V30
  • V60
  • V90

Eigentlich stehen diese Klassen für die minimale konstante Schreibgeschwindigkeit. V30 = mindestens 30 MB/s usw. Allerdings mit 170 MB/s würde die Nextorage UHS-II SE locker das V90 Rating übertreffen.

Praktisch unterteilen die Hersteller hier eher wie folgt:

  • Schreibgeschwindigkeit bis 90 MB/s = V30
  • Schreibgeschwindigkeit zwischen 90 und 200 MB/s = V60
  • Schreibgeschwindigkeit über 200 MB/s = V90

 

Eine klassische SD Karte

Die Nextorage UHS-II SE V60 ist eine klassische SD Karte. So haben wir ein typisches SD Karten Gehäuse aus schwarzem Kunststoff mit einem grauen Schreibschutz Schalter.

Auch der Aufkleber ist in einem grau/weiß/schwarz gehalten und sieht auf den ersten Blick unspektakulär aus.

Die generelle Verarbeitungsqualität ist “normal”.

 

Leistung der Nextorage UHS-II SE V60 (NX-F2SE Series)

Nextorage wirbt mit 280 MB/s lesend und 170 MB/s schreibend bei der 256 GB und 512 GB Version der Speicherkarte. Die 128 GB Version soll hingegen mit bis zu 100 MB/s schreibend ein gutes Stück langsamer sein.

Hier im Test habe ich sowohl die 512 GB wie auch 256 GB Version der Speicherkarte.

Schauen wir uns zunächst einmal die maximalen Datenraten in CrystalDiskMark an. CrystalDiskMark ist sehr gut darin die maximal mögliche Geschwindigkeit von Speichermedien zu ermitteln.

Getestet habe ich dies im ProGrade PG09 Kartenleser.

Die Werte sehen doch sehr vielversprechend aus! So konnten beide Speicherkarten die Herstellerangabe ein gutes Stück übertreffen.

Die 512 GB Version erreichte 293 MB/s lesend und 193 MB/s schreibend.

Die 256 GB Version erreichte 299 MB/s lesend und 192 MB/s schreibend.

Mit diesen Werten sind die Nextorage UHS-II SE gemeinsam mit der Sabrent SD Karte die schnellsten V60 SD Karten die ich bisher im Test hatte, beachtlich!

 

Praxis-Test

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Hier habe ich die beiden Speicherkarten in der Canon R6II getestet.

Hierfür habe ich diese in den elektronischen Verschluss geschaltet und 20 Bilder/s gefeuert, bis die Kamera das erste mal zum Stopp kommt.

Wir können hier sehen, dass die Canon R6 II bei der Zeit bis der Zwischenspeicher gefüllt ist nicht so viele Unterschiede macht, zwischen den diversen SD Karten. Allerdings schneiden die Nextorage Speicherkarten hier tendenziell sehr gut ab!

Deutlicher sind die Unterschiede bei der Zeit bis der Zwischenspeicher wieder leer ist und entsprechend alle Bilder gespeichert wurden.

Und hier schneiden die beiden Nextorage Speicherkarten sehr gut ab! Gemeinsam mit der SABRENT SD Karte 256GB V60 stellen diese die Speerspitze der V60 Speicherkarten da.

Lediglich die signifikant teureren V90 SD Karten können hier bessere Geschwindigkeiten bieten.

 

Ist Nextorage vertrauenswürdig?

Die Nextorage Speicherkarten sind richtig schnell, das ist soweit klar, aber sind diese auch vertrauenswürdig?

Grundsätzlich kann jede Speicherkarte kaputt gehen, egal wie gut der Hersteller ist. Allerdings gibt es natürlich zuverlässigere und weniger zuverlässigere Modelle.

Leider ist hier eine Beurteilung nicht ganz einfach, da die meisten Hersteller nicht angeben was für NAND und Controller verbaut sind. Auch Nextorage spricht nur 3D TLC NAND, was bei diesen Datenraten auch nicht überraschend ist. Prinzipiell ist 3D TLC schon gut, aber auch hier gibt es Schwankungen, je nachdem was genau genutzt wird.

Stellen wir uns also einmal die Frage wer Nextorage ist. Nextorage wurde von Sony Mitarbeitern gegründet und gehört mittlerweile zu Phison.

Phison ist der potenziell größte und wichtigste Hersteller von SSD und Speicher Controllern!

Dies alleine gibt Nextorage einen gewissen Vertrauensbonus. Auch beim Scannen der Amazon Bewertungen (auch Amazon.jp, com usw.) fallen die Bewertungen sehr positiv aus! Entsprechend würde ich Nextorage als sehr vertrauenswürdig einstufen!

 

Fazit

Die 256 GB und 512 GB Nextorage UHS-II SE V60 SD Karten* sind spitze! Gerade aus Sicht der Preis/Leistung machen diese einen hervorragenden Eindruck.

So sind dies (gemeinsam mit der Sabrent SD Karte) die schnellsten V60 SD Karten auf dem Markt bzw. die schnellsten die ich bisher im Test hatte.

Dies sowohl in Benchmark, wie aber auch in der Praxis. Gerade in der Canon R6 II war die Leistung der Speicherkarten beachtlich und konnte nur von den signifikant teureren V90 Modellen übertroffen werden.

Dabei ist Nextorage auch ein prinzipiell Vertrauenswürdiger und guter Hersteller, mit seinen wurzeln bei Sony und seiner Zugehörigkeit zu Phison.

Nextorage Japanischer Hersteller UHS-II SD Karte 256GB SDXC V...
  • Nextorage wurde von einer Gruppe ehemaliger Sony-Ingenieure...
  • Kostengünstiges Modell mit einer maximalen...
  • SDXC V60 UHS2-Standard-SD-Karte in voller Größe, geeignet für...
  • Erfüllt verschiedene Normen für Haltbarkeitstests wie...
  • Speicherkarten, die dem SD-Kartenstandard SDXC UHS2 V...

Kurzum, die Nextorage UHS-II SE V60 SD Karten sind aus meiner Sicht ein absoluter Geheimtipp!

Link zum Hersteller /// bei Amazon *

Mit 5 Treibern zum guten Klang! 1MORE Penta Driver-Ohrhörer P50 im Test

MORE ist ein sehr spannender Hersteller, der auch vor etwas exotischeren und außergewöhnlichen Produkten nicht zurückschreckt.

So hat 1MORE mit den P50 nicht nur ein paar kabelgebundene High End Ohrhörer in Zeiten von Bluetooth Ohrhörern auf den Markt gebracht, sondern auch gleich 5 Treiber verbaut.

Klingt doch sehr spannend! Dies zumindest auf dem Papier. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist es eine gute Idee 5 Treiber in einen kleinen in-Ear unterzubringen?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an 1MORE welche mir die Penta Driver-Kopfhörer für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

1MORE Penta Driver-Ohrhörer P50 im Test

Die P50 sind auf den ersten Blick sehr interessante Ohrhörer. Dies liegt vor allem am Kabel, welches auf eine durchsichtige Isolierung setzt und entsprechend Kupferfarben schimmert.

Allerdings weiß ich nicht, ob ich der größte Fan des Kabels bin. Dieses ist recht dick, was an sich natürlich nicht zwingend ein Nachteil ist, aber die Gummierung ist relativ stark. Hierdurch wirkt es so als würde sich das Kabel mehr verheddern bzw. ist schwerer zu entheddern und es ist einfach generell etwas störrischer.

Allerdings ist dies kein No Go, da die Ohrhörer über einen MMCX Anschluss verfügen. Sollte dich das Kabel also auch stören, wäre es möglich dieses auszutauschen.

Die Ohrhörer selbst sind auf den ersten Blick recht normale In-Ears. Von der Größe ist es nicht direkt ersichtlich, dass wir hier satte 5 Treiber pro Ohrhörer haben.

 

Tragekomfort

Erfreulicherweise sind die 1MORE Penta Driver Ohrhörer recht gut geformt und auch nicht zu groß. Dabei werden diese mit der “Kabel hinter dem Ohr” Methode getragen.

Ich fand den Tragekomfort sehr gut! Die Ohrhörer haben gut in meinen Ohren gesessen und auch gehalten.

Hier gibt es keine Klagen.

 

5 Treiber

Auch wenn es den Ohrhörern auf den ersten Blick nicht direkt anzusehen ist, stecken in jeder Seite satte 5 Klang erzeugende Treiber.

Wir haben hier einen dynamischen Treiber wie auch 4 planare Treiber. Dynamische Treiber sind die klassischen Treiber die du in 99% aller Ohrhörer und Kopfhörern findest.

Planare Treiber setzten hingegen auf ein ganz anderes Funktionsprinzip. Dieses gibt diesen deutlich mehr Präzision und Feinheit im Klang. Allerdings tun sich diese Treiber etwas schwerer “Druck” aufzubauen. Gerade beim Bass haben sie daher nicht so viel Wums.

Aber hierfür hat 1MORE diese mit dem dynamischen Treiber kombiniert, welche mit “Wums” in der Regel keine Probleme haben.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, wie klingen die 1MORE Penta Driver P50?

Die P50 spielen von der klanglichen Auflösung und Detailwiedergabe ganz klar über Bluetooth Ohrhörern der vergleichbaren Preisklasse.

So sind vor allem die Höhen wunderbar! Diese sind sehr schön klar, sauber und wohl aufgelöst ohne dabei zu scharf oder spitz zu sein. So haben die Ohrhörer bei mir keine großen Probleme mit Zischlauten oder Ähnlichem. Dabei bieten diese aber eine sehr gute Brillanz. Ich finde die Höhen absolut gelungen! Fast etwas überraschend, denn oftmals neigen Ohrhörer mit mehreren Treibern zu sehr spitzen und überzeichneten Höhen, zumindest nach meiner Erfahrung.

Die Mitten sind ähnlich wie die Höhen. Die Ohrhörer sind recht gut ausbalanciert, entsprechend sind auch die Mitten als gelungen zu bezeichnen. Die Stimmenwiedergabe ist gut, wenn nicht sogar hervorragend und die generelle Klangfülle stark.

Der Bass der P50 ist qualitativ fantastisch! Dieser hat einen grandiosen Tiefgang und klingt unheimlich rund und voll. Wenn ein Song einen schönen tiefen Bass-Schlag hat, können die 1MORE Penta Driver diesen wunderbar wiedergeben.

Die Masse an Bass ist gut, aber auch nicht extrem. Die P50 sind keine Bluetooth Ohrhörer, wo der DSP den Bass bis zum Anschlag aufdreht. Die Ohrhörer verhalten sich relativ neutral, ich würde aber sagen, dass der Bass vielleicht einen Hauch angehoben ist.

Hierdurch klingen die P50 einen Tick lebendiger und kräftiger, was ihnen gut steht!

Sicherlich, aber das größte Highlight ist die Detail Darstellung und Auflösung. Diese sind als herausragend zu bezeichnen! Es ist ohne Probleme möglich, feine Details in Musik heraus zu hören, wie auch Instrumente zu isolieren.

Allerdings ist die Klangbreite nicht zwingend die Stärke der Ohrhörer. Hier sind diese lediglich durchschnittlich.

Ich muss gestehen, die letzte Zeit nur noch an Bluetooth Ohrhörer gewöhnt zu sein. Daher hatte mich die Auflösung und Detaildarstellung besonderes “geschockt” bzw. überrascht.

Unterm Strich finde ich, dass die 1MORE Penta Driver hervorragend klingen! So sind diese auch nicht zu neutral klingend, dass sie langweilig wären, sondern schon so ein wenig Leben und Dynamik ist im Klang klar vorhanden. Auch bieten die Ohrhörer einen gewissen Charakter, der mir sehr gefällt!

 

Fazit

Die 1MORE Penta Driver-Ohrhörer P50* sind natürlich absolute Exoten! Ich denke die meisten Nutzer setzen mittlerweile bevorzugt auf Bluetooth Ohrhörer.

Aber es gibt auch gute Gründe für Kabelgebundene Modelle, was die 1MORE P50 auch zeigen! So ist der Tragekomfort sehr gut (abseits vom Kabel) und vor allem der Klang völlig anders als bei Bluetooth Ohrhörern.

So klingen die Ohrhörer sehr fein aufgelöst mit einer fantastischen Detail-Darstellung. Dabei ist der Klang grundsätzlich sehr gut ausbalanciert, aber die Ohrhörer klingen auch nicht langweilig oder zu analytisch.

Abseits vom vielleicht etwas störrischen Kabel, sind die 1MORE Penta Driver-Ohrhörer P50 hervorragende Ohrhörer! Suchst du also “etwas Besseres” als die üblichen Bluetooth Modelle, dann sind diese eine spitzen Wahl.

Funktionieren die Intel Wi-Fi 7 BE200 und BE202 mit AMD Systemen?

Intels WLAN Karten sind ohne Frage die besten auf dem Markt. Diese funktionieren in der Regel sehr zuverlässig und stabil, dabei haben sie eine gute Leistung.

Bei sämtlichen meiner AMD Notebooks und Systeme ist eine meiner ersten Amtshandlungen das Austauschen der “AMD” WLAN Karte gegen ein Intel Modell.

Bei den Intel WLAN 6 und 6E Modellen ist dies überhaupt kein Problem. Aber wie sieht es bei Intels neuen WLAN 7 Modellen aus?

Funktioniert die BE200 und BE202 auch so problemlos in AMD Systemen? Warum sollte es hier überhaupt eine Limitierung geben, es handelt sich bei diesen schließlich um “normale” M.2 WLAN Module?!

Mir sind hier allerdings Gerüchte zu Ohren gekommen, dass dies in der Praxis nicht so einfach ist. Kurzum, ich habe mir die Intel Wi-Fi 7 BE200 und BE202 bestellt. Wollen wir mal schauen ob diese in AMD Systemen funktionieren!

 

Ergebnisse in Kurzform, funktionieren die WLAN 7 Karten? (nein)

Ich habe die WLAN Karten in 6 Systemen getestet, 5 mit AMD CPU und 1 mit Intel CPU. Folgendes waren die Ergebnisse:

CPU Intel Wi-Fi 7 BE202 Intel Wi-Fi 7 BE200
ASUS ROG Strix X670E-E AMD Ryzen 5 7600X Nicht erkannt Nicht erkannt
Geekom A5 AMD Ryzen 7 5800H Startet nicht Startet nicht
ASUS ROG Zephyrus G15 AMD Ryzen 7 5800HS Bootloop Bootloop
ASUS ExpertCenter PN53 AMD Ryzen 7 6800H Startet nicht Startet nicht
Minisforum UM790 Pro  AMD Ryzen 9 7940HS Bootloop Bootloop
Geekom IT13 Intel Core i9-13900H Funktioniert Funktioniert

 

Machen wir’s kurz, ich konnte die WLAN 7 Karten von Intel nicht in den AMD Systemen zum Laufen bekommen!

Dieses Ergebnis hat mich mehr als überrascht, vor allem da in vielen Fällen die Systeme das Starten komplett verweigerten (nur schwarzer Bildschirm) und somit auch neue Treiber usw. nicht helfen würden.

Im Intel basierten System hingegen funktionierten beide WLAN 7 Karten problemlos, nach der Installation der Treiber.

 

AMD Ryzen 5 7600X im ASUS ROG Strix X670E-E mit Intel Wi-Fi 7

Das ASUS ROG Strix X670E-E produzierte die unspektakulärsten Ergebnisse. Beide WLAN Karten wurden einfach nicht erkannt.

Mit nicht erkannt meine ich dies auch wirklich. Die WLAN Karten tauchen überhaupt nicht im Geräte Manager usw. auf.

 

Geekom A5 und ASUS ExpertCenter PN53 mit Intel Wi-Fi 7

Die beiden Mini-PCs mit AMD Ryzen 7 5800H und AMD Ryzen 7 6800H verweigerten mit eingebauten Intel Wi-Fi 7 Karten, das Starten komplett!

Nach Einbau der WLAN Karten bleibt das Bild bei beiden Systemen komplett schwarz. Entsprechend muss hier eine deutlich tiefere Inkompatibilität vorliegen, die nicht einfach durch einen neuen Treiber zu beheben ist.

 

ASUS ROG Zephyrus G15 und Minisforum UM790 Pro mit Intel Wi-Fi 7

Das ASUS ROG Zephyrus G15 und der Minisforum UM790 Pro reagierten wieder komplett anders.

Beide Systeme starteten, aber verweigerten das Laden von Windows. So endeten diese in einem unendlichen Bootloop. Sogar die automatische Reparatur von Windows verweigerte das Ausführen.

Es wird kurz etwas geladen, aber dann starten die Systeme plötzlich neu.

 

Intel Core i9-13900H mit Intel Wi-Fi 7, hier funktioniert es

Um sicher zu gehen, dass die WLAN Karten auch wirklich funktionieren habe ich diese im Geekom IT13 verbaut, der auf den Intel Core i9-13900H setzt.

Hier wurden beide WLAN Karten brav erkannt und funktionierten auch absolut problemlos, nach der Installation der entsprechenden Treiber.

 

Fazit, Intel Wi-Fi 7 + AMD = Problem

Leider scheinen die ersten Intel Wi-Fi 7 Karten (BE200 und BE202) wirklich nicht mit AMD Systemen zu funktionieren.

Dabei scheint das Problem ein gutes Stück tiefer zu sitzen als nur Treiberprobleme. So verweigerten einige Systeme komplett das Starten mit den Intel WLAN Karten.

In einem Intel System funktionierten die WLAN Karten hingegen problemlos.

Sehr schade, dass Intel hier (anscheinend) wirklich die Kompatibilität “künstlich” beschnitten hat.

 

Der beste Mähroboter 2024, ECOVACS GOAT G1-2000 im Test und Vergleich zum Husqvarna 315X

Mit der GOAT G1 Serie hat ECOVACS den Markt für Mähroboter mächtig aufgewirbelt. So verzichten die GOAT Modelle auf das ansonsten übliche Begrenzungskabel.

Anstelle dessen nutzt der GOAT G1 mehrere Kameras und “Beacons” für die Navigation. Dies klingt doch sehr spannend! Aber wie sieht es abseits der Navigation aus?

Hersteller wie Husqvarna hatten viele Generationen um ihre Mähroboter zu verfeinern, während ECOVACS noch sehr neu in diesem Bereich ist.

Ich habe den GOAT G1-2000 in meinem Garten ausprobiert. Wie dieser sich auch im Vergleich zum Husqvarna 315X schlägt finden wir in diesem Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ECOVACS für das Zurverfügungstellen des GOAT G1-2000 für diesen Test.

 

ECOVACS GOAT G1-2000 im Test

Der GOAT G1-2000 setzt auf ein sehr futuristisches Design. So setzt dieser auf eine silber/schwarze Optik und viele Sensoren, die so bei anderen Mährobotern nicht zu finden sind.

Auch besitzt der GOAT G1-2000 wie die meisten Mähroboter zunächst eine flexible Stoßstange über welche Berührungen erkannt werden. Zudem haben wir aber auch mehrere Kameras.

Auf der Front des Mähroboters haben wir eine Kamera + Sensoren, welche Hindernisse vor dem Mäher erkennen sollen. Auf der Oberseite haben wir eine weitere Kamera, welche allerdings nach oben gerichtet ist und eine Art 360 Grad Kamera ist. Diese soll dem Mäher bei der Orientierung helfen.

Dies ist auch wichtig, denn der GOAT besitzt kein Begrenzungskabel.

Durch diese Sensoren ist der GOAT G1-2000 ein vergleichsweise hoher und großer Mähroboter. Dieser ist +- so groß wie der Husqvarna 315X, aber ein gutes Stück höher. Entsprechend könnte der Mäher eher Probleme haben, unter Bänke, Stühle oder Liegen zu fahren. Ob das schlimm ist, lasse ich mal dahingestellt, da sich mein Husqvarna 315X hier oft verfangen hat, aber es ist dennoch wichtig zu bedenken.

ECOVACS GOAT G1-2000 Netzteil ECOVACS GOAT G1-2000 Bedienungselement ECOVACS GOAT G1-2000 Reifen

Auch die Ladestation des GOAT ist etwas größer. Spannenderweise verfügt diese über integrierte Besen, welche vor jeder Fahrt die Kameras des Mähers reinigen.

 

WLAN und App Pflicht!

Wichtig, beim GOAT G1-2000 ist die Nutzung der App und eine WLAN Verbindung zum Mäher Pflicht!

Ohne diese kannst du den Mäher nicht einrichten. Nach der Einrichtung ist eine Steuerung über das Bedienfeld auf der Oberseite problemlos möglich. Du musst also nicht für alles die App auspacken.

Genau genommen musst du den Mäher sogar über das Bedienfeld steuern, sollte er doch mal festhängen.

 

Kein Kabel, dafür Beacons

Der GOAT G1-2000 besitzt nur ein Kabel, von der Steckdose zur Ladestation. Ansonsten kommt dieser komplett ohne Kabel aus.

Zur Navigation durch einen Garten nutzt er sogenannte Beacons, weiße Säulen welche mit dem Mäher funken und helfen den Standort zu bestimmen.

Zudem haben wir mehrere Kameras im Mähroboter, die auch bei der Wegfindung und Hindernisvermeidung helfen.

Diese Methode zur Navigation ist um einiges schneller aufgebaut und unkomplizierter. Allerdings sind die Beacons auch alles andere als unsichtbar!

Die Kabel von herkömmlichen Mährobotern verschwinden irgendwann im Boden, die Beacons nicht. Suchst du also eine möglichst unauffällige Lösung, ist ein klassischer Mähroboter vielleicht sogar die bessere Wahl.

Allerdings beim GOAT G1-2000 hat du wiederum nicht das Problem mit Kabelbrüchen usw.

 

Beacons nutzen Batterien

Auch die Beacons verzichten auf Kabel. Anstelle sind in diesen jeweils 3x D Batterien. Zur Laufzeit der Batterien kann ich allerdings noch nichts sagen.

ECOVACS GOAT Beacons Batterien

 

Anzahl der benötigten Beacons Individuell

Wie viele Beacons du beim ECOVACS GOAT benötigst, ist sehr individuell. ECOVACS bietet auf seiner Webseite eine Art “Rechner” an.

Tendenziell scheint aber das Motto zu sein, dass der Mäher immer Sichtkontakt zu zwei Beacons haben sollte. Dies scheint nach meiner Erfahrung zumindest das Muster zu sein.

 

Einrichtung des GOAT G1-2000 ist unkompliziert

Verglichen mit dem Verlegen des Kabels bei anderen Mährobotern ist die Einrichtung des GOAT G1-2000 sehr unkompliziert.

 

Du musst einfach die App installieren, den Mähroboter einschalten und die Station mit dem Strom verbinden.

Die App leitet dich dann in Deutsch durch die Installation, inklusive kleiner animierter Videos.

Bei der ersten Einrichtung musst du dem Mähroboter deinen Garten zeigen. Hierfür steuerst du den Mähroboter direkt über die App und musst diesen an der Grenze deines Grundstücks/der Rasenfläche entlang fahren. Dies ist für den Mähroboter die Außengrenze.

Diese Außengrenze lässt sich noch etwas verfeinern, ist aber für den Mähroboter zunächst das fixe Limit seiner Bewegungsfreiheit. Anschließend zieht dieser einmal selbstständig los und schaut sich deinen Garten selbst an, ob überall passendes Signal zu den Beacons ist usw.

Ist dies geschafft (was bei mir auf Anhieb funktioniert hat), bist du auch schon mit der Einrichtung durch.

 

Die App des GOAT

Die Mähroboter der GOAT Serie nutzten die gleiche App wie ECOVACS Saugroboter. Diese ist hier auch prinzipiell sehr ähnlich aufgebaut.

Ich würde die App als hochwertig bezeichnen!

Im Kern siehst du hier eine Karte deines Gartens mit der genauen Position des Mähroboters. Dort kannst du auch sehen wo dieser schon überall gemäht hat und wo noch nicht.

Ebenfalls kannst du den Mäher von hier aus starten, auf seine Station schicken und einen Zeitplan hinterlegen.

Was leider nicht möglich ist, ist es, den Mähroboter gezielt an eine gewisse Stelle zu schicken. Du kannst das Mähen nur vollständig starten.

In den erweiterten Einstellungen kannst du noch Einstellungen anpassen beispielsweise wie vorsichtig der Mäher fahren soll usw.

 

Tier und Igel-Erkennung

Igel und Mähroboter sind so ein Thema. Nach meiner Erfahrung ist dies weniger dramatisch als oft dargestellt, sofern du deinen Mäher nicht über Nacht fahren lässt, aber der ECOVACS GOAT G1-2000 besitzt eine Kamera auf der Front.

Mit dieser kann er optional (musst du in den Einstellungen aktivieren) Tiere wie Igel, Katzen und Hunde erkennen und ausweichen.

Nach meiner Erfahrung funktioniert dies bei größeren Tieren auch recht gut, ob es jetzt bei einem kleinen Igel auch funktioniert, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Prinzipiell ist der GOAT relativ vorsichtig unterwegs.

 

Mähroboter fährt in geraden Bahnen

Die meisten Mähroboter setzen auf das Zufallsprinzip bei der Navigation. Diese fahren los, bis sie das Begrenzungskabel treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab, fahren bis sie das Begrenzungskabel treffen usw. Theoretisch mit genug Zeit werden diese irgendwann alle Stellen im Garten abgearbeitet haben.

Dies ist aber sehr zeitintensiv und ineffizient!

Der GOAT G1-2000 hingegen fährt deinen Garten in geraden Bahnen ab. Hierdurch ist dieser um einiges zeiteffizienter als normale Mähroboter und auch zuverlässiger alle Stellen abzudecken.

Da dieser eine interne Karte hat (welche du in der App auch sehen kannst) in der er einzeichnet wo er schon gemäht hat, weiß der Mähroboter auch immer wo er noch nicht war und noch hin muss.

Daher navigiert dieser sehr sicher und auch recht effizient durch deinen Garten. Ähnliche Verfahren kennen wir von neueren Saugrobotern.

 

Erweiterte Hindernisvermeidung

Der GOAT G1-2000 besitzt eine erweiterte Hindernisvermeidung. Dies sehen wir ja an der Tiererkennung. In der App hast du zudem drei Optionen für die Hinderniserkennung. So kannst du einstellen, auf welche größe Hindernisse der Mähroboter achten soll.

  • 10 cm oder größer
  • 15 cm oder größer
  • 20 cm oder größer

Entsprechend werden Hindernisse, die größer sind als der von dir eingestellte Wert, bestmöglich vermieden.

Beim mir im Test war der GOAT wirklich sehr gut darin Hindernisse zu umfahren. Hierzu zählen Gartentische, Kübel usw.

Lediglich einzelne Beine von Bänken usw. werden ab und an mal berührt, aber der Mäher dreht sofort ab, aufgrund der Stoßsensoren.

Probleme mit dem Festfahren hatte ich praktisch 0. Es gibt in meinem Garten eine Stelle wo dieser in einem Pflanzloch so ein wenig eingesunken war und nicht mehr herauskam, aber dies konnte ich mit ein paar Steinen beheben.

Ansonsten fuhr der Mäher sehr zuverlässig! Besser als mein Husqvarna, welcher beispielsweise mit Gartenmöbeln immer seine Probleme hatte. Dieser konnte sich zwar unter sie arbeiten, kam dann aber meist nicht mehr hervor.

Dieses Problem hatte ich mit dem GOAT nicht.

 

Bis zu 2000 m²

Der ECOVACS GOAT G1-2000 eignet sich für Gärten mit einer Größe von bis zu 2000 m². Je nach Form des Gartens musst du allerdings eventuell weitere Beacons dazu kaufen.

 

Mähleistung des ECOVACS GOAT G1-2000

Offen gesagt habe ich bei der Mähleistung zwischen dem ECOVACS GOAT G1-2000 und dem Husqvarna 315X praktisch keinen Unterschied bemerkt.

So nutzen beide Modelle ein fast identisches Schneidsystem mit drei kleinen Messern, welche frei beweglich an einer rotierenden Scheibe angebracht sind.

Im ersten Moment mag dieses System nicht nach “Leistung” aussehen, aber praktisch ist dies mehr als leistungsstark genug, um mit Rasen fertig zu werden. Ein Mähroboter ist nicht gemacht kniehohes Gras zu schneiden. Dieser ist gemacht, um deinen Rasen auf einer gewissen Höhe zu halten.

Und hier sind die rasiermesserscharfen Klingen super. Auch wenn der GOAT G1-2000 mal einen etwas kräftigen Büschel erwischt ist das kein Problem.

ECOVACS GOAT G1-2000 Messer

Ein großer Unterschied zwischen dem GOAT G1 und dem Husqvarna 315X ist allerdings das Fahrverhalten. Der GOAT fährt in geraden Bahnen, der 315X nach dem Zufallsprinzip.

Theoretisch könnten sich beim GOAT hierdurch eher “Streifen” bilden, allerdings ist das in geraden Bahnen fahren um einiges zeiteffizienter.

 

Wie gut kommt der GOAT G1-2000 mit Steigungen klar?

ECOVACS gibt an, dass der GOAT G1-2000 mit Steigungen von bis zu 45 % klar kommt. Dies sind sogar 5 % mehr als beim Husqvarna 315X. Hierbei helfen auch die hinteren Räder, welche ein recht ausgeprägtes Profil haben.

Praktisch kann ich dem GOAT G1-2000 eine gute Steigungsleistung bescheinigen. Bei mir im Garten gibt es ein paar Ecken mit sehr gemeinen Winkeln, welche auch dem GOAT G1-2000 Probleme bereiten können, aber er kommt mit diesen +- so gut klar wie der Husqvarna 315X, vielleicht sogar noch etwas besser.

Ähnliches gilt für “Bodenwellen”, Schlaglöcher usw. Ich hatte für Techtest noch keinen Mähroboter im Test, der besser mit solchen Gegebenheiten klar kam als der GOAT G1-2000.

Es gibt lediglich eine kleine Auffälligkeit. Ist der Boden sehr feucht und schlammig, setzt sich das Profil des Mähroboters schnell zu, weshalb er dann doch anfangen kann zu rutschen oder die Räder beginnen sich durchzudrehen.

Ähnliches konnte ich auch bei meinem Husqvarna beobachten, aber aufgrund des tiefen Profils ist dies hier etwas mehr ausgeprägt.

Allerdings scheint der GOAT G1-2000 gut mitzubekommen, wenn sich die Räder durchdrehen und versucht sich dann in einen anderen Winkel zu drehen, während sich der Husqvarna 315X gerne mal eingräbt.

Bei zu steilen Flächen kann es passieren, dass die Front des Mähers kippt und dieser dann entsprechend stoppt. Aber dafür muss eine Böschung schon sehr steil sein.

 

Kantenmähen

Kommen wir zu einem etwas schwierigeren Punkt, wo vielleicht mein alter Husqvarna 315X etwas die Nase vorne hat, beim Kantenmähen.

Der GOAT fährt recht vorsichtig und versucht, Berührungen mit Wänden, Hecken, Kübeln usw. zu vermeiden. Hierdurch lässt dieser oftmals etwas mehr Abstand als es beispielsweise der Husqvarna macht, der vor Berührungen mit Objekten nicht zurückschreckt.

Es gibt ein Feature zum Verbessern der Kantenmähung, welches durchaus etwas hilft, aber es bleibt schon etwas Gras stehen.

 

Lautstärke des GOAT G1-2000

Zur Lautstärke des GOAT G1-2000 gibt es nicht viel zu sagen. Prinzipiell ist dieser extrem leise! Die Messerscheibe und die Motoren sind auf eine Distanz von 2 Metern schon nicht mehr hörbar.

Lediglich wenn Gras geschnitten wird, ist ein Schnitt Geräusch hörbar. Aber auch dieses ist sehr leise. Der Mähroboter ist ungefähr genauso laut wie der Husqvarna 315X, welcher auch sehr leise ist.

 

Fazit, meine Erfahrung mit dem ECOVACS GOAT G1-2000

Ich halte den ECOVACS GOAT G1-2000 für den besten Mähroboter, den du derzeit kaufen kannst!

Als ich in den Test gegangen war, hatte ich die Erwartung, dass der GOAT G1-2000 ordentlich arbeitet, aber bei der Navigation vielleicht doch ein paar Schwächen hat.

Mit dieser Erwartung konnte der GOAT G1-2000 aber aufräumen! Der Mähroboter navigiert unheimlich sicher und zuverlässig. Dabei fährt dieser deinen Garten auch in geraden Bahnen ab, was um einiges zeiteffizienter ist als das Zufallsprinzip anderer Mähroboter.

Dabei erstellt der Mähroboter ähnlich wie Saugroboter eine Karte deines Grundstücks und arbeitet diese gezielt ab. Du kannst in der App immer sehen, wo der Mähroboter schon war und wo er gerade ist.

Dabei ist die Mähleistung tadellos! Diese ist auf dem Level der Gardena/Husqvarna Modelle. Nicht verwunderlich, denn wir haben hier ein sehr ähnliches Messer/Schnittprinzip.

Auch die Hindernisvermeidung (wie auch das Vermeiden von Tieren) ist signifikant besser als bei normalen Mährobotern. Es gibt sogar eine Menschenerkennung, die den Mäher stoppt, wenn sich ein Mensch nähert.

Dabei halte ich den GOAT G1-2000 auch für komplexere Gärten gut geeignet. Du brauchst für diesen keinen City Garten. So kommt dieser auch mit Steigungen und Bodenwellen ähnlich gut klar wie der Husqvarna 315X, welcher hier schon ein größeres Modell ist/war.

Von daher hat ECOVACS hier einen fantastischen Job gemacht! Es steht für mich außer Frage, dass ich den GOAT G1-2000 dem Husqvarna 315X vorziehen würde.

Der einzige Nachteil sind eventuell die Beacons. Du verzichtest hier zwar auf Begrenzungskabel, welche brechen oder beim Kantenschneiden beschädigt werden können, aber dafür hast du die weißen Beacons rumstehen. Diese sind optisch auffälliger als die Begrenzungskabel. Gerade bei sehr komplexen Gärten bräuchtest du von diesen auch einige.

Wenn aber die Beacons für dich Ok sind, ist der ECOVACS GOAT G1-2000 ein fantastischer, vermutlich sogar der beste Mähroboter derzeit auf dem Markt.

 

ECOVACS GOAT G1-2000
POSITIV
Herausragende Navigation
Effiziente Fahrweise (in geraden Bahnen)
Gute App
Gute Steigungsfähigkeiten
Tier und Igel-Erkennung
Kein Begrenzungskabel benötigt
Bis zu 2000 m²
Gute Mähleistung
NEGATIV
Beacons nicht gerade unauffällig
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Günstiger LiFePO4 Akku mit Selbsterwärmung, Bluetooth und 100Ah, VATRER POWER

Günstige LiFePO4 Akkus sind nichts mehr Besonderes. Allerdings günstige LiFePO4 Akkus mit hoher Kapazität, Selbsterwärmung und Bluetooth sind doch recht rar.

Aber genau solch ein Akku ist der VATRER POWER LiFePO4 12V 100AH. So bekommst du diesen Akku trotz der Zusatzfunktionen für rund 300€.

Spannend! Wollen wir uns im Test einmal ansehen VATRER POWER LiFePO4 12V 100AH mit Selbsterwärmung und App Support ist!

An dieser Stelle vielen Dank an VATRER für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test!

 

VATRER POWER LiFePO4 Akku mit Selbsterwärmung und App

Der Aufbau und das Design des VATRER Akkus ist mehr oder weniger identisch mit den gängigen LiFePO4 Akkus der 100 Ah Klasse.

Wir haben hier also einen Akku im Auto-Batterie-Design. Dieser misst 329 x 172 x 214 mm, ist also “normal” groß und kein Mini- Akku. Allerdings ist dieser aufgrund der LiFePO4 Technik mit rund 11 Kg schon etwas leichter als ein normaler Blei Gel Akku.

Das Gehäuse besteht aus einem grau / blauen Kunststoff mit Labeln auf der Front und Rückseite.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir die üblichen M8 Terminals mit entsprechenden Schrauben.

 

Technische Daten

  • Vatrer 12V 100AH ​​LiFePO4-Lithiumbatterie mit APP-Überwachung und Selbsterwärmung
  • 100 Ah Kapazität
  • 1280 Wh Energie
  • 12,8 V Nennspannung
  • 14,2V-14,6V Ladespannung
  • Maximaler Ladestrom 100 A
  • Empfohlener Ladestrom 20 A
  • Maximaler Entladestrom 100 A
  • IP65

Rein von den technischen Daten haben wir hier einen sehr klassischen 100 Ah LiFePO4 Akku vor uns.

Dieser verfügt über ein 100 A BMS. Das heißt, dieser kann mit bis zu 100 A geladen bzw. entladen werden. Allerdings beim Laden ist ein maximaler Ladestrom von 20 A empfohlen. Mehr als 20 A würde die Akkuzellen mehr stressen und entsprechend die Haltbarkeit senken.

 

Mit App Support

In diesem VATRER Akku ist ein Bluetooth BMS verbaut. Du kannst also dein Smartphone mit dem Akku verbinden und über die entsprechende App Daten sehen.

Hier hatte ich Anfangs etwas Probleme, denn die VATRER App aus dem App Store wollte sich einfach nicht mit dem Akku verbinden. Dies liegt aber daran, dass dies die falsche App ist.

Richtig ist die xiaoxiang App, welche du ebenfalls im Play/Apple App Store findest. Mit dieser App funktionierte eine Verbindung zum Akku auf Anhieb.

Dabei zeigt dir die App folgende Informationen an.

  • Aktueller Ladezustand in %
  • Verbleibende Kapazität in Ah (schätzung)
  • Spannung in Volt
  • Aktueller Strom in Ampere
  • Aktuelle Leistung in Watt
  • Durchschnittliche Zellenspannung in Volt
  • Zyklen
  • Temperatur Controller
  • Temperatur Zellen

Dies sind sehr nützliche Informationen! Gerade die Kapazitätsanzeige kann sehr nützlich sein. Das Ermitteln der aktuellen Kapazität von LiFePO4 Akkus ohne Bluetooth BMS ist sehr schwer aufgrund des sehr flachen Spannungsverlaufs. Ein Bluetooth BMS ist hier die so ziemlich genaueste Art den aktuellen Ladezustand zu ermitteln.

Ansonsten haben wir die üblichen Leistungswerte, welche ebenfalls praktisch sind.

Wie so oft bei solchen Akkus ist das Bluetooth Signal “offen” und theoretisch kann sich jeder der sich die App installiert mit dem Akku verbinden. Aber erneut ist dies bei so ziemlich allen Bluetooth LiFePO4 Akkus so.

 

Ein/ausschalten via App

Eine Besonderheit ist die Möglichkeiten, das Laden und Entladen über die App zu steuern. Dies hatte ich bisher noch bei keinem Bluetooth LiFePO4 Akku gesehen.

 

Warum einen LiFePO4-Akku wählen?

Was macht LiFePO4- oder Lithium-Eisenphosphat-Akkus so interessant? Diese Akkus könnten möglicherweise die „Zukunft“ im Bereich der Solar-Pufferspeicher, Elektromobilität usw. darstellen. Aber warum?

LiFePO4-Akkus bieten eine etwas niedrigere Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus, dafür jedoch eine höhere Sicherheit und Langlebigkeit.

Selbst die einfachsten LiFePO4-Akkus können problemlos mehr als 2000 Ladezyklen erreichen, während Lithium-Ionen-Akkus in der Regel nur auf 500-1000 Ladezyklen kommen. In der Praxis kann die Langlebigkeit sogar noch größer sein, da sie stark von der Entladungstiefe abhängt.

Beispielsweise wirbt VATRER hier mit 2000 Ladezyklen bei einer Entladetiefe von 100%. Ein guter Wert, allerdings auch nicht extrem hoch.

Bei einer 80% Entladetiefe kommen wir laut Hersteller allerdings schon auf satte 5.000 Zyklen. Diese Werte lassen sich aber in der Praxis leider schwer nachprüfen. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass LiFePO4-Akkus wirklich extrem langlebig sind! Daher halte ich die Werte für +- plausibel.

Besonders als Solar-Pufferspeicher bieten LiFePO4-Akkus daher eine potenziell enorme Langlebigkeit. Zusätzlich neigen LiFePO4-Akkus nicht dazu, thermisch durchzugehen, selbst in extremen Situationen, falls das BMS völlig versagt usw. Zudem sind Sie beim Laden/Entladen weniger empfindlich.

Hierzu trägt auch das verbaute BMS bei, welches beispielsweise das Tiefentladen oder Überladen genau wie Kurzschlüsse oder Überlast verhindert.

Allerdings gibt es auch Nachteile:

Im Vergleich sind sie bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium-Ionen-Akkus. Daher eignen sie sich weniger für Smartphones, Notebooks und andere Geräte, bei denen die Abmessungen eine wichtige Rolle spielen.

Es ist zudem wichtig zu beachten, dass LiFePO4-Akkus nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius geladen werden dürfen. Entladen ist kein Problem, aber das Laden bei unter 0 Grad kann die Akkus beschädigen.

Erfreulicherweise verfügt aber der VATRER Akku über eine entsprechende Abschaltung bzw. Wärmefunktion, welche so nicht gängig ist.

 

Selbsterwärmung

LiFePO4 Akkus dürfen bei unter 0 Grad auf keinen Fall geladen werden. Entladen ist OK, laden nicht.

Im Normalfall ist dies auch kein Problem, nutzt du den Akku aber im Outdoor Einsatz beispielsweise an einem Solar-Ladecontroller gilt Vorsicht.

Die meisten normalen LiFePO4 Akkus haben keinen Untertemperaturschutz! Diese würden sich einfach bei unter 0 Grad laden lassen, was entsprechend den Akku beschädigt.

Der VATRER Akku bietet hier nicht nur einen Schutz, sondern auch eine Selbsterwärmung. Versuchst du den Akku unter 0 Grad zu laden wird die Energie nicht in die Akkuzellen geladen, sondern zunächst in eine Wärmematte. Erst wenn der Akku 4 Grad erreicht, wird dann wieder Energie in die Akkuzellen geleitet.

Super! Allerdings je nach Temperatur kann hierfür sehr viel Energie nötig sein. Andere Hersteller sprachen von 10-20A, um ihre Akkus auf Temperatur zu bringen. Dies kann gerade im kalten Winter durchaus schwer sein, via Solar aufzubringen.

Dennoch ist alleine die Abschaltung ein wichtiges Sicherheitsfeature im Outdoor Einsatz.

 

Wie misst Techtest die Kapazität von LiFePO4 Akkus?

Um die Kapazität von LiFePO4 Akkus zu messen, nutze ich eine elektronische Last.

Es kommt hier die DLB-600W zum Einsatz.

Den Akku habe ich dabei auf 10,8V entladen. Teilweise habe ich Testdurchläufe wiederholt um mehr Ergebnisse zu erhalten.

 

Die Kapazität des VATRER POWER Akkus

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Kapazität. Ich habe die Kapazität des Akkus 4x gemessen, 1x bei 10A und 3x bei 20A.

Ah Wh
10A -1 103.64 1350.2
20A -1  105.19 1363.2
20A -2 104.06 1345.1
20A -3 103.94 1342.7

Die Kapazität des Akkus schwankte bei mir im Test zwischen 103,64 Ah und 105,19 Ah. Im Schnitt kam ich auf 104,2 Ah bzw. 1350,3 Wh.

Dies ist ein gutes Ergebnis! Wir übertreffen die Herstellerangabe ein kleines Stück.

 

Spannungsverlauf

Werfen wir einen Blick auf den Spannungsverlauf des VATRER Akkus. LiFePO4 Akkus haben im generellen einen einen sehr flachen Spannungsverlauf, was wir auch hier sehen können.

Voll geladen startet der Akku mit einer Spannung von 14,2 V, welche aber sehr schnell auf rund 13,1 V sinkt.

Ca. 90% der Kapazität des Akkus spielt sich dabei im Spannungsbereich 13,1 V bis 12,6 V ab. Werden 12,5 V unterschritten, ist der Akku effektiv leer und die Spannung fällt rapide.

Theoretisch kannst du einen LiFePO4 recht sicher bis 10,8 V entladen, aber sofern du nicht jedes % Kapazität brauchst, kannst du eigentlich schon bei 12,5 V stoppen.

Der Unterspannungsschutz des Akkus greift im Übrigen bei rund 9,6 V. Wird 9,6 V unterschritten, schaltet sich der Akku ab, bis er wieder geladen wird.

 

Erfahrung mit günstigen LiFePO4 Akkus in der Praxis

Ich verfüge über zwei kleine Off-Grid “DIY” Solaranlagen mit jeweils 600-800W Leistung. An diesen nutze ich “günstige” LiFePO4 Akkus der gängigen Herstellern.

Natürlich konnte ich mit dem VATRER Akku bisher noch keine großen Langzeiterfahrungen sammeln. Bisher funktioniert dieser tadellos an meinem Victron Energy Solar Ladecontroller.

Das BMS verhält sich absolut unproblematisch und unauffällig. Dies ist aber auch keine Überraschung. Meine Erfahrung zeigt, dass die günstigen asiatischen LiFePO4 Akkus wirklich gut und unproblematisch funktionieren und es in der Regel keinen Grund gibt einen deutlich teureren Akku zu wählen.

Die Bluetooth Funktionalität kann nach meiner Meinung allerdings durchaus einen gewissen Aufpreis rechtfertigen. Vor allem um den Ladestand auszulesen. Mir ist noch kein Off-Grid Solar Ladecontroller untergekommen welcher zuverlässig den aktuellen Ladestand von LiFePO4 Akkus einschätzen kann.

Ja es ist hier möglich die Spannung des Akkus zu sehen, aber aufgrund des flachen Spannungsverlaufs ist hier meist nur zu erkennen wenn der Akku fast voll oder fast leer ist.

Das Bluetooth BMS des VATRER Akkus ist hier deutlich zuverlässiger und du kannst wirklich ziemlich genau sehen wie der Ladestand ist. Daher mag ich die LiFePO4 mit Bluetooth BMS so gerne.

Auch die Möglichkeit die Zyklenzahl zu sehen ist interessant, aber hier werden effektiv nur vollständige Zyklen gezählt. Daher bleibt diese Zahl bei einer Solaranalge nach meiner Erfahrung eher gering.

 

Fazit

Der VATRER POWER LiFePO4 12V 100 AH Akku ist extrem spannend! Warum? Preis/Leistung! Günstige LiFePO4 Akkus gibt es einige. Allerdings gerade das Bluetooth BMS, dass wir hier haben genau wie die Selbsterwärmung und Untertemperatur-Abschaltung sind in der 300€ Preisklasse in welcher wir uns hier bewegen unüblich.

Dies macht den VATRER Akku spannend und außergewöhnlich! Die App (xiaoxiang) hat bei mir soweit gut funktioniert und bietet die üblichen Funktionen eines Bluetooth BMS.

So kannst du hier vor allem den aktuellen Akkustand und Eingangs/Ausgangsleistung “Live” sehen, was durchaus spannende Informationen sind.

Die Kapazität des Akkus lag bei mir im Schnitt bei 104 Ah und das BMS verhält sich problemlos.

Suchst du also einen günstigen LiFePO4 mit Bluetooth BMS, dann halte ich den VATRER POWER LiFePO4 12V 100 AH für eine gute Wahl!

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Günstiger 4K Monitor mit guter Bildqualität, LC-Power LC-M28-4K-UHD im Test

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LC-Power gehört für mich zu den absoluten Geheimtipps unter den Monitor Herstellern. So verwenden diese einfach Panels von großen Herstellern wie Samsung, packen diese in ein eigenes Gehäuse und verlangen mit die günstigsten Preise am Markt, für effektiv gute Monitore.

Auch der LC-M28-4K-UHD sieht auf den ersten Blick interessant aus, zumindest wenn du einen Office/Media Monitor suchst.

Der LC-M28-4K-UHD bietet eine 4K “UHD” Auflösung auf 28 Zoll bei klassischen 60 Hz. Entsprechend ist aber der Preis mit knapp über 200€ sehr günstig!

Wollen wir uns einmal im Test ansehen wie gut die Bildqualität des Monitors ist.

An dieser Stelle vielen Dank an LC-Power für das Zurverfügungstellen des Monitors für einen Test.

 

LC-Power LC-M28-4K-UHD im Test

Der LC-Power LC-M28-4K-UHD ist ein relativ einfacher Monitor. Dieser ist sehr schlicht und einfach gestaltet. Wir haben ein einfaches flaches Panel und ein schwarzes “unspektakuläres” Gehäuse.

Allerdings verfügt der Monitor dennoch über einen Standfuß mit Höhenverstellung! Dieser erlaubt auch ein Anwinkeln des Panels, aber du kannst den Monitor nicht quer stellen.

Solltest du dies wollen, kein Problem, denn der Monitor verfügt über einen VESA Mount.

Gesteuert wird der Monitor über 5 Tasten am rechten unteren Rand und die Anschlüsse sind auf der Rückseite angebracht. Dort finden wir folgende:

  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DP 1.4
  • 1x 3,5 mm Audio Ausgang
  • AC Eingang

Wir haben 2x HDMI 2.0 wie auch einen DisplayPort Eingang. Etwas schade, dass wir kein USB C Eingang haben, aber ansonsten bin ich zufrieden!

Pluspunkte gibt es für das integrierte Netzteil!

 

Technische Daten

  • LC-Power LC-M28-4K-UHD
  • 28 Zoll
  • 3840 x 2160 Pixel
  • IPS Panel
  • 60 Hz
  • 280 cd/m² maximale Helligkeit
  • 1000:1 Kontrast

Auf den ersten Blick ist der LC-Power LC-M28-4K-UHD ein recht normaler „Allround“ / Office-Monitor mit hoher 4K Auflösung und potenziell gutem IPS Panel.

4K Auflösung auf 28 Zoll ist dabei durchaus ein Garant für ein scharfes Bild.

 

Farbraum und Farbumfang

LC-Power wirbt beim LC-M28-4K-UHD mit einer 99% Abdeckung des sRGB Farbraums und 80% von AdobeRGB.

Solide Werte, welche eine vernünftige Farbdarstellung versprechen.

In meinem Test wurden diese Werte aber sogar ein Stück weit übertroffen! So erreichte der Monitor:

  • 100% sRGB
  • 82% AdobeRGB
  • 88% DCI-P3

Dies sind gute Farbraum Werte. Entsprechend ist die Farbdarstellung des Monitors auch in der Praxis gut. Farben wirken klar und kräftig und generell macht das Bild einen wertigen Eindruck.

Prinzipiell sind dabei die Farbraum-Werte sogar gut genug, damit der Monitor für Foto/Video-Bearbeitung einsetzbar ist.

Erfreulicherweise haben wir hier auch ein 10 Bit Panel, was die gute Farbraum-Abdeckung mit erklärt.

 

Kalibrierung

Aber wie steht es um die Kalibrierung? Gerade wenn du planst, auch etwas Foto/Video-Bearbeitung auf dem Monitor zu betreiben, sind akkurate Farben wichtig.

Aber auch die Kalibrierung ist ordentlich! Im Schnitt haben wir ein Delta E von 1,51, was sehr gut ist. Damit ist der LC-M28-4K-UHD als farb-akkurat zu bezeichnen.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

Die Helligkeit wird vom Hersteller mit ungewöhnlichen 280 cd/m² angegeben. 280 cd/m² wäre akzeptabel, aber eher eine kleine Schwäche des Monitors.

Erfreulicherweise hat der LC-M28-4K-UHD in der Bildmitte die Herstellerangabe sogar übertroffen! So erreichte dieser bei mir 297 cd/m².

Dies ist sicherlich keine überragende Helligkeit, aber +- 300 cd/m² ist für eine normale Innennutzung absolut ausreichend und auch der gängige Standard.

Etwas mäßiger ist die Ausleuchtung. Diese ist nicht furchtbar, aber an den Ecken fällt doch die Helligkeit etwas ab. Im normalen Desktop Betrieb ist dies nicht sichtbar, aber bei weißen oder sehr hellen Bildern könnte es sichtbar werden.

Allerdings kann ich in dieser Preisklasse auch nicht zu sehr über die Ausleuchtung meckern.

 

Kontrast

Beim Kontrast gibt es keine großen Überraschungen. Wir haben hier einen typischen Monitor mit IPS Panel vor uns. IPS Panel erreichen in der Regel einen Kontrast von +- 1:1000, was auch hier die Herstellerangabe ist.

Im Test konnte dieser Wert mit 1:1200 leicht übertroffen werden. Für einen IPS Monitor ist das ein starker Wert. Am Kontrast gibt es also nichts zu meckern.

 

Subjektiver Bildeindruck in der Praxis

Der LC-Power LC-M28-4K-UHD fällt für mich in die Kategorie unauffällig gut. Ich hatte schon einige Monitore vor mir, entsprechend habe ich auch einige Referenzen.

Der LC-M28-4K-UHD bietet einfach ein sauberes und gutes Bild, welches mich weder komplett aus den Socken haut, noch irgendwie negativ auffällt. So würde ich die generelle Bildqualität als als gut einstufen, was für einen 4K Monitor in der 220€ Preisklasse durchaus beachtlich ist.

Vor allem die Farbdarstellung und Schärfe sehen richtig gut aus. Die Helligkeit und auch der Schwarzpunkt sind wiederum typisch für einen IPS Monitor der 200-600€ Preisklasse.

Etwas unterdurchschnittlich ist lediglich die Blickwinkelstabilität und die Ausleuchtung. Allerdings für die 220€ Preisklasse sind diese weiterhin als völlig OK zu bezeichnen. Etwas teuere Modelle können hier aber etwas besser sein, müssen es aber auch nicht gerade bei der Ausleuchtung habe ich auch schon bei sehr teuren Monitoren schon wilde Dinge gesehen.

Dies wäre auch die Stelle wo ich mich normalerweise über das Menü und OSD Beschwerden würde, welches bei LC-Power Monitoren eher mäßig ist. Allerdings hier ist mir die Steuerung des Monitors nicht negativ aufgefallen. Es ist nicht das beste OSD, aber auch nicht furchtbar.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist wichtiger denn je. Wie viel Energie benötigt der LC-Power?

Im Test benötigte der Monitor je nach eingestellter Helligkeit zwischen 19W und 37,5W. Spannenderweise schwankte die Leistungsaufnahme aber gar nicht so stark, wie es oftmals üblich ist.

37,5W im Maximum ist für einen Monitor dieser Klasse erwartungsgemäß.

 

Fazit

Der LC-Power LC-M28-4K-UHD hinterlässt im Test einen erfreulich positiven Eindruck!

Natürlich haben wir gerade bei der Ausstattung einen sehr einfachen Monitor. Wir haben kein USB C, das Design und auch der Standfuß sind eher einfach und generell hat der Monitor wenig „Luxus“.

Ebenso liegt die Bildwiederholungsrate bei klassischen 60 Hz, womit dieser Monitor für Gamer weniger spannend ist.

Aber beim eigentlichen Bild macht dieser eine richtig gute Figur! Wir haben 4K auf 28 Zoll, was für ein klares Bild sorgt. Dabei ist auch die generelle Bildqualität hoch!

So haben wir eine 100% sRGB Farbraum-Abdeckung, wie auch beachtliche 82% Adobe RGB und 88% DCI-P3. Die Kalibrierung ist von Haus aus gut, genau wie der generelle Bildeindruck.

Die Helligkeit liegt bei soliden 297 cd/m² und der Kontrast liegt bei vernünftigen 1:1200.

Damit ist der Monitor trotz seines sehr günstigen Preises für Hobby Fotografen und Filmemacher interessant, die vielleicht etwas mehr aufs Geld achten müssen. Ebenso eignet sich dieser gut für generelle Office und Media-Anwendungen.

Was die Bildqualität betrifft wäre lediglich die Ausleuchtung ein kleiner Kritikpunkt, welche gerade in den Ecken nicht ganz optimal ist. Aber das ist schon Meckern auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Für einen Monitor der 220€ hat der LC-Power LC-M28-4K-UHD ein sehr gutes Panel und Bildqualität!

LC-Power LC-M28-4K-UHD
POSITIV
4K Auflösung
Gute Farbraum-Abdeckung
Generell gute Bildqualität
Ordentliche Kalibrierung von Werk aus
IPS Panel
Maximale Helligkeit brauchbar
NEGATIV
"Nur" 60 Hz
Kein USB C
Einfaches Gehäuse und OSD
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Erfahrungsbericht: kommt der ECOVACS GOAT G1-2000 mit komplexen Gärten klar?

Mähroboter haben seit vielen Jahren nach einem einfachen Prinzip funktioniert. Du legst um deinen Garten und Hindernisse ein Begrenzungskabel und der Mähroboter fährt den Innenbereich nach dem Zufallsprinzip ab.

ECOVACS hat mit dem GOAT G1-2000 aber nun einen Mähroboter auf den Markt gebracht, welcher ohne Begrenzungskabel oder Ähnlichem auskommt.

So nutzt dieser Kameras und Navigations-Beacons, um sich in deinem Garten zurechtzufinden.

Aber wie gut funktioniert dies? Hier war ich offen gesagt etwas skeptisch. Gerade bei meinem Garten, der sehr “kompliziert” ist und zudem noch viele Steigungen und Unebenheiten hat.

Selbst mein Husqvarna Automower 315X tut sich mit diesen Gegebenheiten sehr schwer!

Allerdings habe ich nun den neuen ECOVACS GOAT G1-2000 in die Finger bekommen. An dieser Stelle meine ersten Erfahrungen, wie gut der GOAT G1-2000 auch mit unordentlichen und komplexen Gärten klarkommt!

 

Mein Garten ist Chaos

Ich habe einen sehr chaotischen Garten mit einem Gartenhaus in der Mitte, Pflanzen die in die Wiese gesetzt sind, einem Gartentisch der herumsteht (und dem Husqvarna Automower 315X immer Probleme gemacht hat), wie auch diversen Steigungen und Löchern im Rasen.

Hinzu kommen meine Hunde die an einigen Stellen den Rasen doch etwas verunstaltet haben.

Entsprechend ist dies nicht der Vorzeigerasen für Mähroboter!

 

Beacons anstelle von Kabeln

Der ECOVACS GOAT G1-2000 verzichtet komplett auf ein Begrenzungskabel. Das einzige Kabel, das der GOAT benötigt, ist das Stromkabel zur Ladestation.

Wie navigiert dieser dann? Der Mähroboter besitzt zwei Kameras, eine Front Kamera und eine 360 Grad Kamera auf der Oberseite.

Zudem musst du “Beacons” in einem Garten verteilen. Beacons sind Säulen welche in den Boden gesteckt werden und als Orientierungspunkte verwendet werden.

ECOVACS GOAT Beacons Batterien

Diese Beacons besitzen im Inneren 3x D Batterien, sind also auch “kabellos”.

 

Karte erstellen

Der ECOVACS GOAT G1-2000 muss zuerst eine Karte vom Mähbereich erstellen. Hierfür musst du diesen mit deinem Handy wie ein ferngesteuertes Auto am Rand deines Gartens leiten.

Diese Route merkt sich der Mähroboter und nutzt diese als Außengrenze. Dies hat bei mir auch wunderbar funktioniert.

Höhere Hindernisse werden vom Mähroboter prinzipiell automatisch erkannt. Allerdings kannst du auch NoGo Zonen erstellen.

Dies funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Du übernimmst für das Anlegen der NoGo Zonen die Kontrolle über den Mäher und umfährst den Bereich. Leider ist es aber nicht möglich, beispielsweise einen Halbkreis an einer Mauer festzulegen. Die NoGo Zone muss immer eine Umrundung sein.

 

Eine erstaunliche erste Fahrt

Von meinem Husqvarna Automower 315X und anderen Mährobotern bin ich es gewohnt, dass nach der ersten Installation “Optimierungen” beim Verlegen des Kabels durchzuführen sind.

Entsprechend hatte ich auch beim ECOVACS GOAT G1-2000 erwartet, dass dieser sich schwer tut. Aber nein! Dieser hat meinen Garten unheimlich gut navigiert!

Die erste Fahrt hat er komplett ohne Hängenbleiben oder Hilfe absolviert!

Bei der zweiten Fahrt ist er an einer Stelle abgesackt, wo ich allerdings einfach mit ein paar Steinen aushelfen konnte. Diese Stelle hatte ich beim Automower 315X komplett ausgeklammert.

Auch kam der GOAT G1-2000 tendenziell mit Steigungen und “Löchern” im Boden etwas besser klar als der Automower 315X.

 

Gute Flucht Logik

Ein weiterer Unterschied zum Automower 315X ist die bessere „Flucht Logik“ beim GOAT G1-2000.

Dieser ist recht gut darin, sich aus Engstellen zu befreien. Auch der Automower 315X war hier recht gut, aber es ist klar sichtbar, dass hier auch etwas Erfahrung von ECOVACS Saugroboter eingeflossen ist.

 

Recht schnell unterwegs

Der GOAT G1-2000 fährt deinen Garten in geraden Bahnen ab. Dies ist bei Mährobotern eine absolute Seltenheit! Es gab hier ein paar Modelle von Bosch die dies konnten, aber diese waren sehr „diffizil“.

Der GOAT G1-2000 hingegen kommt auch mit einem sich verändernden Garten klar, beispielsweise wenn ein Liegestuhl plötzlich irgendwo steht.

So habe ich beispielsweise einen Gartentisch, an welchem sich der Automower 315X immer festfuhr. Der GOAT G1-2000 kommt hingegen nach meiner bisherigen Erfahrung sehr gut mit diesem klar.

Dank des recht gezielten Abfahrens deines Gartens ist der Mähroboter auch sehr viel schneller mit deinem Garten fertig als Mähroboter die das Zufallsprinzip nutzen.

So schafft der ECOVAS GOAT G1-2000 meinen Garten in 1-2 Stunden.

Der Husqvarna Automower 315X brauchte ca. 6-8 Stunden.

 

Kantenmähen überschaubar

Die größte Schwäche des GOAT G1-2000, die ich bisher beobachten konnte, ist das Kantenmähen um Hindernisse. Am äußersten Rand mäht der G1-2000 am Ende einmal gezielt die Kanten, was soweit OK ist.

Aber zu erkannten Hindernissen lässt der Mähroboter bei mir recht viel Platz.

Dies kann natürlich ein Vorteil (aus Sicherheitsgründen) sein, aber deinen Kantenschneider kann der GOAT G1-2000 noch nicht in Rente schicken.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Ein erstes Fazit zum GOAT G1-2000

Ich bin legitim überrascht vom ECOVAS GOAT G1-2000. Ich hatte schon mal Mähroboter von Bosch im Test, welche auch mit einer erweiterten Logik arbeiteten und in geraden Bahnen fuhren.

Diese waren aber super empfindlich und absolut nichts für komplexe Gärten.

Daher hatte ich auch beim ECOVAS GOAT G1-2000 so ein wenig ein unsicheres Gefühl. Wie gut kommt dieser mit nicht komplett flachen und quadratischen Gärten klar? So hatte hier mein Husqvarna Automower 315X eigentlich einen ganz guten Job gemacht.

Allerdings war diese Sorge unbegründet! Der ECOVAS GOAT G1-2000 kommt erstaunlich gut mit meinem komplexen Garten klar! Ich vermute sogar, dass dieser auch noch viel mehr verwinkelte Gärten schaffen würde, beim Einsatz von mehr Beacons.

Auch hatte der Mähroboter extrem wenig Probleme mit dem Festsitzen oder auch Steigungen.

Ich würde sogar sagen, dass der ECOVAS GOAT G1-2000 der unproblematischste Mähroboter ist, den ich bisher in den Fingern hatte.

Kurzum, der GOAT G1-2000 eignet sich nach meiner Erfahrung auch gut für komplexe Gärten!

Der Intel NUC 11 Performance Kit im Test, auch 2024 noch super?

Mit den NUCs hat Intel den Markt für Mini-PCs extrem beflügelt. Leider wird Intel selbst keine neuen NUCs mehr auf den Markt bringen. Sehr schade! Aber derzeit gibt es noch einige Interessante NUC Modelle.

Beispielsweise den Intel NUC 11, welchen du je nach Version (mit SSD/RAM und Windows) für +- 500€ bekommst.

Aber lohnt sich dieser, gerade im Vergleich zu den Modellen von Geekom und Co? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Intel NUC 11 Performance Kit im Test

Der Intel NUC 11 setzt auf das bekannte und vertraute Design. So misst der Mini-PC gerade einmal 117 x 46 x 112 mm und setzt auf ein professionelles grau schwarzes Design.

Ein Highlight ist beim NUC 11 die Auswahl an Anschlüssen. So haben wir auf der Front und der Seite:

  • 1x USB C Thunderbolt 3 40 Gbit
  • 1x USB A 3.1 10 Gbit
  • 1x 3,5mm Audio-Eingang/Ausgang
  • 1x SD Kartenleser

Auf der Rückseite haben wir folgendes:

  • 1x USB C Thunderbolt 3 40 Gbit
  • 2x USB A 3.1 10 Gbit
  • 1x HDMI 2.0b
  • 1x mini Displayport 1.4
  • 1x 2,5 Gbit LAN

Dies ist einfach eine perfekte Ausstattung an Anschlüssen! 2x USB C mit Thunderbolt, 2,5 Gbit LAN, 3x schnelle USB A Ports und noch diverse Monitor-Anschlüsse.

Für die Stromversorgung haben wir einen DC Eingang mit 19V. Ein entsprechendes 120W Netzteil liegt natürlich bei.

 

Barebone oder als Kit

Die Intel NUCs gibt es als “Barebone”, also ohne RAM, SSD oder Betriebssystem. Alternativ bieten viele Anbieter auch den NUC mit passender SSD, RAM und Windows an.

Genau solch ein KIT habe ich hier.

Dieses verfügt über eine 512 GB NVME SSD und 2x 8 GB RAM.

 

Aufrüstoptionen

Im Inneren des Intel NUC 11 Performance Kit findest du Folgendes:

  • 1x M.2 NVME SSD Slot 2280
  • 1x 2,5 Zoll SATA Slot
  • 2x SO-DIMM DDR4

Die WLAN Karte ist leider fest verbaut.

 

UHS-II Speicherkartenleser

Im NUC 11 Performance Kit steckt erfreulicherweise ein UHS-II SD Kartenleser.

Dieser erreichte im Test bis zu 266 MB/s. Damit ist der Kartenleser sehr schnell.

 

Netzwerk

Wenig überraschend nutzt der Intel NUC Intel Netzwerk Hardware.

Als WLAN Karte kommt die Intel AX201 zum Einsatz. Dies ist eine sehr gute WLAN 6 Karte mit bis zu 2402 Mbit.

Als LAN Karte kommt die Intel I225-V mit bis zu 2,5 Gbit zum Einsatz.

Beides sehr gute Netzwerkcontroller!

 

Mit Windows 11 Pro

Auf meinem NUC 11 war Windows 11 Pro vorinstalliert und auch aktiviert. Die Windows 11 Pro Installation wirkt soweit sauber und Virenfrei, sehr schön.

Neben den Standard Windows Anwendungen waren lediglich Camo Studio und Luminar Neo vorinstalliert, wie auch die diversen Treiber.

 

Performance

Das Herzstück des Mini-PCs ist der Intel Core i7-1165G7. Der Intel Core i7-1165G7 ist eine Intel I CPU der 11. Generation. Dieser ist nach aktuellem Stand nicht mehr ganz das Neuste, aber prinzipiell ist die 11. Generation noch als recht aktuell zu bezeichnen.

Bei dem Core i7-1165G7 handelt es sich um einen 4-Kerner mit bis zu 4,7 GHz. Bei diesem handelt es sich allerdings um eine „Low Power“ CPU, welche in der Regel auf eine maximale Leistung von +- 28W limitiert ist.

Wollen wir uns dennoch einmal ein paar Benchmarks ansehen.

 

Die SSD

In meiner “Pre Build” des NUC 11 ist die Kingston OM8SEP4512N verbaut. Kingston OM8SEP4512N?

Hierbei scheint es sich um eine OEM Version der Kingston NV2 zu handeln.

Dies ist eine akzeptable SSD für den normalen Einsatz, aber offensichtlich auch nicht das schnellste Modell das du bekommen kannst.

 

Lautstärke

Im normalen Betrieb ist der Intel NUC 11 praktisch nicht hörbar. Der Lüfter surrt höchstens minimal.

Dabei ist die Lüftersteuerung gut gelungen. So kann der NUC 11 unter Last durchaus hörbar werden, wie ein normales Notebook unter Last. Allerdings dreht der Lüfter auch wirklich nur bei höherer Last hoch, nicht wie bei anderen Mini-PCs wo schon der Lüfter beim Öffnen von Programmen anspringt usw.

Von daher ist der NUC 11 sicherlich nicht der leiseste Mini-PC, aber der verbaute Lüfter ist gut gesteuert.

 

Extrem niedriger Stromverbrauch

Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch selbst für einen Mini-PC sehr gering!

  • Ohne Monitor (Windows mit LAN) – 3,96W
  • Windows Leerlauf – 7,7W
  • Volllast – 64W

Ohne Monitor, in Windows mit 2,5 Gbit LAN benötigte der PC gerade einmal +- 4W, was diesen auch als eine Art Home-Server spannend macht.

Mit Monitor, in Windows im Leerlauf kommen wir auf 7,7W. Unter Last kann der Verbrauch auf bis zu 64W ansteigen.

Gerade die Leerlauf Werte des NUC 11 sind dabei sehr gut!

 

Fazit

Es gibt sehr viel am Intel NUC 11 zu mögen! Wir haben hier durchaus einen leistungsfähigen Mini-PC, mit super Portausstattung und einer fantastischen IO.

Alleine die 2x Thunderbolt 3 Ports (welche ja effektiv USB 4 sind) in Kombination mit den schnellen USB A Ports und 2,5 GBit LAN ist spitze!

Dabei reicht die Leistung des PCs für Office, Media Anwendungen oder sogar leichte Foto- und Video-Bearbeitung gut aus.

Allerdings ist dies auch der Kritikpunkt. Wir haben hier „nur“ eine Intel 11. Gen CPU. Diese ist noch fähig, aber es gibt auch Besseres.

Persönlich würde ich vermutlich eher einen Mini-PC wie den Geekom A5 kaufen, welcher beim gleichen Preis mit stärkerer CPU und GPU punktet, aber im Gegenzug natürlich kein Thunderbolt besitzt.

Zudem sind natürlich die Intel NUCs aus Sicht der Stabilität der Goldstandard, auch wenn die Geekom Modelle hier nach meiner Erfahrung ebenfalls stark sind. Das vermutlich beste am NUC 11 verglichen mit vielen anderen Mini-PCs ist der Stromverbrauch, welcher selbst für einen Mini-PC sehr gering ist!

Von daher ist der NUC 11 auch weiterhin eine gute Wahl, aber ich würde vermutlich eher zum Geekom A5 oder der kleinen Version des Geekom IT13 greifen.

Shelly H&T Gen3 im Test, WLAN Temperatur Messgerät mit oder ohne Cloud Anbindung!

Shelly ist ein extrem spannender Smart Home Hersteller. Warum? Im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home Produkten sind die Shelly Geräte für Enthusiasten.

So bieten diese nicht nur einen sehr großen Funktionsumfang, sondern sind auch im Gegensatz zu 99% aller Konkurrenz-Produkte komplett Offline und ohne Cloud nutzbar, wenn du möchtest.

Und das, wenn du möchtest, ist ein wichtiger Punkt! So kannst du Shelly Produkte auch in die Hersteller-Cloud einbinden, um diese von unterwegs zu steuern, du musst es aber nicht.

Entsprechend werden die Shelly Smart Home Produkte auch weiter funktionieren, sollte der Hersteller irgendwann mal pleite gehen oder die Server dicht machen.

So viel zu Shelly, in diesem Test soll es aber um ein spezielles Shelly Produkt gehen, den H&T Gen3.

Beim H&T Gen3 handelt es sich um ein Temperaturmessgerät mit ePaper-Display, WLAN und Batteriebetrieb.

Dabei ist dies mit rund 30€ alles andere als zu teuer. Zumindest auf den ersten Blick.

Wollen wir uns das Shelly H&T Gen3 einmal im Test ansehen!

 

Shelly H&T Gen3 im Test

Beim dem Shelly H&T Gen3 handelt es sich um eine kleine Displayeinheit. Diese besitzt ein recht großes ePaper Display, welches auch erfreulich gut aussieht!

Das Gehäuse wiederum besteht aus Kunststoff.

Hier kommen wir aber auch auf einen ersten wichtigen Punkt zu sprechen, der verwendete Kunststoff und allgemein die Haptik wirken unterdurchschnittlich!

Wir haben hier definitiv kein Premium-Produkt vor uns, zumindest was das Gehäuse betrifft.

Auch ist dieses, wie ich finde, funktional nicht durchdacht.

So lässt sich das Shelly H&T Gen3 nicht einfach aufstellen! Shelly hat die Unterseite nicht abgeflacht, entsprechend muss das H&T Gen 3 an einer Wand aufgehängt werden. Dies finde ich etwas zu kurz gedacht, ich hätte das H&T Gen3 gerne einfach aufgestellt.

Die Rückseite des Temperatur-Messgerätes kannst du abnehmen. Darunter findest du eine Taste für die Einrichtung wie auch das Batteriefach.

In das H&T Gen 3 passen 4x normale AA Batterien oder Akkus. Mit diesen soll eine Laufzeit von bis zu 1 Jahr möglich sein. Selbst wenn dieser Wert nur ansatzweise hinkommt, wäre das beeindruckend.

Alternativ kannst du aber auch einen USB C Port an der Seite für eine konstante Stromversorgung nutzen.

 

Die Anzeige

Auf der Front des H&T Gen3 finden wir ein sehr gutes ePaper Display mit +- 2,3 Zoll. Dieses zeigt dir sehr gut ablesbar folgendes an:

  • Uhrzeit
  • Akkustand
  • Temperatur
  • Verbindungsstatus
  • Luftfeuchtigkeit

 

App und Funktionen

Zur Einrichtung benötigst du zunächst die Shelly App. So hat das H&T Gen3 Bluetooth und WLAN. Dieses nutzt aber Bluetooth für die erste WLAN Einrichtung.

Die Shelly App ist vorsichtig ausgedrückt “speziell”. So ist sie extrem umfangreich und verschachtelt! Ich finde die App sehr unübersichtlich, zumindest im ersten Moment.

Daher würde ich Shelly Produkte auch keinem „Einsteiger“ empfehlen, der ein möglichst leichtes und einfaches Smart Home System sucht.

Funktional ist aber die App fantastisch! Dafür, dass wir hier an sich nur ein “Thermometer” haben, gibt es tonnenweise Funktionen und Einstellungen.

  • Aktuelle Temperatur mit Diagramm der letzten 24 Stunden
  • Luftfeuchtigkeit
  • Historische Temperaturwerte mit CSV Export Option
  • Min/Max/Durchschnittswerte
  • Historische Luftfeuchtigkeitswerte mit CSV Export Option
  • Temperatur-Offset
  • Feuchtigkeits-Offset
  • Diverse Verbindungsoptionen inklusive WLAN, Bluetooth, MQTT usw.

Zunächst kannst du neben den Live-Werten auch historische Werte sehen, auswerten und auf Wunsch auch exportieren und so in Anwendungen wie Excel weiterverarbeiten.

Natürlich kannst du auch Benachrichtigungen erstellen, beispielsweise wenn eine Temperatur über Wert X oder Wert Y fällt.

Im Kern kann das Shelly H&T Gen3 alles was Du dir von solch einem Produkt nur wünschen kannst.

 

Mit WebUI

Das H&T Gen3 besitzt auch eine WebUI, die du durch das Aufrufen der IP Adresse in deinem Webbrowser erreichen kannst, theoretisch.

Praktisch musst du hierfür aber das H&T Gen3 in den “Setup” Modus bringen, denn im normalen Batteriebetrieb verbindet sich dies nur alle paar Minuten einmal kurz für das Übermitteln der Werte mit deinem WLAN.

 

MQTT, HomeAssistant und möglicherweise Matter

Das H&T Gen3 lässt sich auch mit 3. Anbieter Systeme via MQTT verbinden. Ebenso lässt sich das H&T Gen3 im HomeAssistant einbinden und nutzen.

Ich musste für die Nutzung im HomeAssistant lediglich folgenden web socket Eintrag anlegen:

ws://homeassistantipaddress:8123/api/shelly/ws

(Quelle)

Theoretisch spricht Shelly auf seiner Webseite auch von einer Unterstützung des Matter Standards. Allerdings konnte ich da in der Praxis nichts von erkennen. Es ist also möglich, dass dieser erst später nachgereicht wird.

 

Cloud und Internet optional!

Bei Shelly ist die Cloud und Internet Anbindung optional. Du kannst den H&T Gen3 auch komplett offline nutzen, dann halt aber nur vom lokalen Netzwerk aus erreichen bzw. Musst diesen dann mit Systemen wie dem HomeAssistant verbinden.

Aus Sicht des Datenschutzes super, zudem sollten mal die Hersteller-Server offline gehen oder der Support eingestellt werden, kannst du diesen lokal weiternutzen. Wir haben hier also kein „Ablaufdatum“.

 

Messgenauigkeit und Update Intervall

Ich habe die Messwerte des H&T Gen3 mit meiner froggit HP1000SE PRO Wetterstation verglichen.

Hier kann ich es kurz machen, bei mir waren die Werte auf +- 0,2 Grad identisch zu dieser. Entsprechend würde ich die Messwerte als genau bezeichnen.

Allerdings ist das Update Intervall des H&T Gen3 sehr gering! Dies sowohl was die Anzeige auf dem Display angeht, wie auch bei den übermittelten Werten. Wir reden hier über +- 15 Minuten zwischen der Übermittlung / Aktualisierung der Werte.

Allerdings macht dies natürlich auch Sinn bei einem Gerät, das Batterien/Akkus nutzt.

 

Fazit

Du bist ein erweiterter Nutzer und suchst eine Möglichkeit, die Temperatur zu überwachen und mitzuschreiben?

Dann ist der Shelly H&T Gen3* eine hervorragende Wahl! Vor allem der Funktionsumfang und das schöne ePaper Display können überzeugen. Auch die potenziell extrem lange Akku/Batterie-Laufzeit, trotz der WLAN Verbindung ist herausragend.

Die Shelly App ist zwar etwas spezieller, aber gerade, wenn du ein erweiterter Nutzer bist sollte dich das nicht schrecken, ganz im Gegenteil.

Der Funktionsumfang des H&T Gen3 ist sehr groß und auch, dass diese optional komplett auf Cloud und die Internet-Anbindung verzichtet kann ist spitze und hebt dieses Modell von vielen anderen ab.

Kurzum, wie die meisten Shelly Produkte ist auch das H&T Gen3 ein außergewöhnliches aber sehr gutes Smart Home Produkt.

DIY TrueNAS, Unraid Server 2024 mit niedrigem Stromverbrauch, 2,5 Gbit LAN und günstigem Preis

Ein NAS bzw. Home Server gehört in jeden technikbegeisterten Haushalt. Diese sind nicht nur praktisch um Daten zu sichern, das auch mit unbedenklichem Datenschutz, sondern auch hilfreich über Server und deren Verwaltung zu lernen.

Willst du letzteres nicht, dann ist natürlich ein “Fertig-NAS” von Synology, QNAP, ASUSTOR usw. deine beste Wahl.

Selbst ein NAS/Server zusammenzustellen macht aber mehr Spaß! Viele amerikanische Youtuber empfehlen hier oftmals völlig übertriebene Systeme oder alte Enterprise Server.

Das Problem für uns sind hier aber einfach die Stromkosten. Alte Server sind zwar günstig zu bekommen, aber irre teuer im Unterhalt.

In diesem Artikel soll es um einen DIY Homeserver für Unraid oder TrueNAS gehen, welcher einen möglichst niedrigen Stromverbrauch bietet und günstig in der Anschaffung ist.

 

Übersicht über die Komponenten

Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard Mainboard + CPU  ca. 150€
Crucial SO-DIMM 16GB, DDR5-4800 RAM ca. 45€
Jonsbo N2 Gehäuse ca. 140€
be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L Netzteil ca. 90€
5x SATA Kabel Kabel ca. 10€

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Dies sind die Basis-Komponenten ohne Speicherlaufwerke. Eventuell könntest Du noch einen Noctua NF-A12x15 PWM einplanen.

 

Das Herzstück, das Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard

Zunächst brauchen wir ein passendes Mainboard und CPU. Wir wollen unser System möglichst kompakt und sparsam halten, dabei sollte dieses 2,5 Gbit LAN oder 10 Gbit LAN “Onboard” mitbringen. Warum OnBoard? Kosten, eine separate LAN Karte kostet ein Stück mehr in der Anschaffung und erhöht den Stromverbrauch meist deutlich mehr als ein OnBoard Modell.

Eine spannende Option wäre hier das Supermicro X10SDV-4C+-TLN4F. Dies ist ein richtig “professionelles” Board mit allem was wir uns wünschen könnten, zum Preis von 700€. Dies ist mir aber zu viel.

Ich habe mich am Ende für ein Mainboard von AliExpress entschieden. Hier suchst du am besten nach “NAS Motherboard N100” und du findest mehrere Modelle die alle +- identisch sind.

Ich habe mich für das “Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard” für +- 150€ entschieden. Dies ist ein ITX Mainboard mit Intel N100 CPU und einer Ausstattung, welche fantastisch für ein NAS ist.

  • Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard
  • Intel N100
  • 1x SO-DIMM DDR5 RAM Slot
  • 4x 2,5 Gbit LAN Ports Intel i226
  • 2x m.2 NVME SSD Slots
  • 6x SATA Ports
  • 1x PCIe x1 Slot

Wir haben hier ein Mainboard mit einer sehr sparsamen CPU und insgesamt 8x Anschlüssen für SSDs / HDDs wie auch 4x 2,5 Gbit LAN und einem PCie Erweiterungs-Slot.

Wir haben leider nur einen RAM Slot, aber das ist eine Limitierung der Intel N100 CPU. Wir schauen uns das Mainboard und die CPU später noch einmal im Detail an.

 

Gehäuse, Jonsbo N2

Beim Gehäuse kannst du natürlich alles nutzen, was du möchtest. Allerdings habe ich mich für ein “NAS like” Gehäuse entschieden.

  • Jonsbo N2

Das Jonsbo N2 ist ein mini-ITX Gehäuse, welches aber über 5x 3,5 Zoll “Hot-Swap” Schächte in seinem “Bauch” verfügt.

Dabei sieht das Gehäuse sehr schick und edel aus. Es ist komplett aus Metall gefertigt und macht einen guten Eindruck. Es ist etwas eng darin zu bauen und mir würde vielleicht ein zusätzlicher Lüfter im “Mainboard-Bereich” fehlen, aber abseits davon bin ich richtig zufrieden.

Die Festplattenschächte sind über die Front erreichbar und besitzen eine entsprechende Backplate.

 

Das Netzteil, be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L

Das Netzteil war eine schwere Wahl! In das Jonsbo N2 gehört ein SFX-L Netzteil, welche im Allgemeinen recht teuer sind, wenn du was Vernünftiges möchtest.

Ich habe mich für das be quiet! SFX-L Power 500W entschieden. Warum? be quiet! gehört zu den besten Herstellern im Bereich der Netzteile und wir wollen ein zuverlässiges Netzteil.

  • be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L

Zudem bekommst du das Netzteil für unter 100€ und es bietet die 80% Gold Zertifizierung bzw. ETA-Platinum Zertifizierung.

Eventuell könnten wir noch etwas mehr Energie mit einem “PICO-PSU” sparen, aber diese sind etwas spezieller.

 

Ein detaillierter Blick auf das Mainboard

Werfen wir einen etwas detaillierteren Blick auf das Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard. Starten wir mit den Basics. Als CPU kommt hier der Intel N100 zum Einsatz.

  • Intel N100
  • Alder Lake-N Architektur
  • 4 Kerne
  • Bis zu 3,4 GHz
  • Baujahr 2023
  • 6W TDP

An sich ist der Intel N100 eine aktuelle CPU. Allerdings ist diese extrem gedrosselt und auf eine niedrige Leistungsaufnahme getrimmt. Moderne Intel CPUs besitzen 2 Typen von CPU Kernen, Performance Kerne und Effizienz-Kerne.

Der Intel N100 besitzt nur 4 Effizienz-Kerne, welche zudem auf eine Leistungsaufnahme von lediglich 6W limitiert sind! Dies ist extrem wenig, entsprechend ist die maximale Leistung des Prozessors massiv limitiert. Mehr dazu hier: Wie gut (oder schlecht) ist der Intel N100?

Allerdings in einem NAS / Home Server ist der N100 super! Er ist für diese Anwendung mehr als ausreichend schnell und extrem effizient.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir folgendes:

  • 3x USB 2.0
  • 2x USB 3.0
  • 1x HDMI
  • 1x DisplayPort
  • 4x 2,5 Gbit LAN mit Intel i226 Chipsatz
  • 1x 3,5mm Audio-Ausgang

Dies ist für ein NAS / Home-Server völlig ausreichend! Gerade die 4x 2,5 Gbit LAN Ports mit Intel Chipsatz sind sehr erfreulich.

Einer der USB 2.0 Ports ist im Übrigen intern! Dieser ist gedacht für einen USB Stick mit dem Server OS. Viele Server/NAS Betriebssysteme lassen sich auf USB Sticks installieren, wie UnRaid oder TrueNAS. Diesen USB Stick kannst du dann sicher im Gehäuse installieren.

Intern haben wir zudem folgende wichtige Ports:

  • 2x M.2 NVME 2280 Slots (PCIe 3.0 x1)
  • 1x PCIe 3.0 x1 Slot
  • 6x SATA
  • 2x 4-Pin Lüfter-Anschluss
  • 3x USB 2.0 Header

Zunächst haben wir 6x SATA-Ports, entsprechend können wir bis zu 6x HDDs oder SSDs mit dem Mainboard verbinden. Zudem haben wir 2x M.2 Slots für NVME SSDs.

Allerdings, sind diese Slots nur mit PCIe 3.0 und x1 angebunden! So sind die verbauten NVME SSDs auf +- 800 MB/s limitiert. Allerdings ist dies “OK”, aufgrund der 2,5 Gbit LAN Ports, welche unsere Datenraten eh auf +- 250-300 MB/s über das Netzwerk limitiert.

Etwas schade ist die Limitierung des PCIe 3.0 Slots auf x1. Zwar könnten wir hier eine 10 Gbit LAN Karte verbauen, aber diese wäre doch aufgrund der Schnittstelle ebenfalls etwas eingeschränkt.

 

CPU Temperatur und Kühlung

Der Intel N100 wird von einem integrierten “MINI-Kühler” gekühlt. Dieser scheint nicht Temperaturgesteuert zu sein und dreht konstant mit 100%. Allerdings ist dieser selbst bei 100% Drehzahl kaum hörbar.

Dabei pendelt sich die CPU-Temperatur bei +- 66-69 Grad unter Volllast ein, was unproblematisch ist.

 

Welches Betriebssystem?

Prinzipiell kannst du so ziemlich jedes Betriebssystem auf diesem Server installieren. Wir haben eine normale X86 CPU. Im Zweifel könntest du also sogar Windows oder eine normale Linux-Distribution nutzen.

Ich würde aber im Normalfall eher folgende Systeme empfehlen:

  • UnRaid
  • TrueNAS

Beide Systeme sind nicht perfekt, gerade was die Benutzerfreundlichkeit angeht. Was spricht für das jeweilige System?

UnRaid

  • Benutzeroberfläche etwas freundlicher und einfacher
  • Ideal wenn du Laufwerke mit unterschiedlicher Kapazität mixen willst
  • Datenraten teils merklich niedriger als bei TrueNAS
  • Stromsparender (da Spindown funktioniert)
  • Kostenpflichtig

TrueNAS

  • Sehr hohe Datensicherheit
  • Professionelles System
  • Kostenfrei
  • Nutzung für Nueinsteiger kompliziert
  • Das Mixen und Tauschen von unterschiedlichen Festplatten mit unterschiedlichen Kapazitäten kann suboptimal sein

In einem richtig professionellen Umfeld würde ich eher TrueNAS wählen. Allerdings hast du mehrere verschiedene Festplatten mit unterschiedlichen Kapazitäten die du in den System kombinieren willst, würde ich eher UnRaid wählen.

Es gibt hier auch eine 30 Tage Testversion, welche du nutzen kannst um erst mal zu schauen ob dies das Richtige für dich ist.

Für mich ein ganz wichtiger Punkt, UnRaid benötigt weniger Energie. Warum? Festplatten die nicht benötigt werden, gehen bei UnRaid zuverlässig in den Standby, was bei mir in TrueNAS nie geklappt hat!

 

ECC RAM?

Für TrueNAS wird in der Regel ECC RAM empfohlen. Leider können wir hier keinen ECC RAM verbauen.

Ist dies schlimm? Was ist ECC RAM?

ECC RAM besitzt eine integrierte Fehlererkennung und Korrektur. Sollte ein Bit im RAM “kippen”, also unerwartet einen falschen Wert ausgeben, kann ein ECC RAM Modul dies erkennen und korrigieren.

Warum ist dies für TrueNAS wichtig? TrueNAS nutzt ZFS und ZFS verlässt sich stark auf Datei-Prüfsummen.

Sollte es nun zu einem RAM Fehler kommen, könnten die Prüfsummen falsch sein und im schlimmsten Fall zu Datenverlust führen. Allerdings muss hierfür ein Doppelfehler auftreten.

So müsste beispielsweise eine HDD bei dir gleichzeitig mit dem RAM kaputt gehen.

Ich denke, dies ist ein überschaubares Risiko, gerade wenn du noch zusätzliche Backups hast. ECC RAM ist sicherlich gut in Kombination mit ZFS und TrueNAS, aber auch keine Pflicht.

 

Leistung in der Praxis

Aber wie steht es um die Leistung des Systems? Reicht der Intel N100 hier aus? In der Regel absolut ja!

In Kombination mit UnRaid (und SSDs) waren rund 270 MB/s über das Netzwerk konstant kein Problem. Der Intel N100 wird vermutlich auch bei paralleler Nutzung von 2 Ports auch noch jeweils das volle Tempo bereitstellen können.

Dabei haben wir hier durchaus genug Reserven auch ein paar Docker Container auf dem System laufen zu lassen.

Ich denke hier allerdings primär an kleinere Dinge wie ein Netzwerk Werbefilter (PiHole), den HomeAssistant usw. Solche Docker Container sind gemacht auf einem RaspberryPI zu laufen und der Intel N100 hat bei all seinen Limitierungen ein vielfaches der Leistung eines RaspberryPIs.

Lediglich wenn du beispielsweise Windows oder richtige Linux VMs auf dem System über Proxmox usw. laufen lassen willst könnte es etwas eng werden. Es geht sicherlich, aber ist nicht optimal.

Auch Plex könnte so eine Sache sein. Ich habe Plex zugegeben nicht ausprobiert und die GPU im Intel N100 ist theoretisch Quick Sync kompatibel, aber für Video-Codierung „on the fly“ sehe ich dieses System offen gesagt eher weniger.

 

Eventueller Lüfter-Mod

Eventuell würde ich empfehlen den Lüfter im Jonsbo N2 für die HDDs zu tauschen oder mit einem entsprechenden Adapter zu drosseln.

Von Haus aus läuft dieser konstant auf 100%, weshalb dieser relativ laut ist.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme schwankt ganz massiv je nach eingesetzten HDDs / SSDs. Eine HDD kann durchaus 5-10 W Strom benötigen.

Im Jonsbo N2 können wir 5x HDDs verbauen, welche entsprechend alleine zwischen 25 W und 50 W verbrauchen könnten.

Daher sprechen wir erst einmal nur über den Stromverbrauch des Mainboards, nur mit einem USB Stick mit UnRaid und 2,5 Gbit LAN.

Im Normalbetrieb benötigt dieses +- 15-17W. Dies ist sparsam, aber zugegeben auch nicht extrem wenig für ein Mainboard mit Intel N100. Allerdings kann dies an den vielen 2,5 Gbit LAN Ports und PCIe Verbindungen liegen.

Unterm Strich sind aber 15-17W absolut kein zu großer Verbrauch.

  • Ohne HDDs oder SSDs ca. 15-17W.
  • Mit 2x NVME SSDs steigt der Verbrauch auf +- 18-19W.
  • Mit 2x NVME SSDs und 2x HDDs steigt der Verbrauch auf +- 34W.
  • Mit 2x NVME SSDs und 4x HDDs steigt der Verbrauch auf +- 48W.

 

Fazit

Ich hoffe, dieses Projekt konnte dich etwas beim Bau eines NAS inspirieren. Gerade das “NAS Motherboard” ist aus meiner Sicht extrem spannend und vor allem die Intel N100 Version macht für ein NAS viel Sinn!

Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard Mainboard + CPU  ca. 150€
Crucial SO-DIMM 16GB, DDR5-4800 RAM ca. 45€
Jonsbo N2 Gehäuse ca. 140€
be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L Netzteil ca. 90€
5x SATA Kabel Kabel ca. 10€

(Affiliate / Werbe-Links)

Diese Version des NAS läuft bei mir absolut problemlos seit nun einigen Wochen mit UnRaid, welches ich wegen des zuverlässigen HDD Spindown nutze. Persönlich bevorzuge ich weiterhin klar die Software von Synology oder QNAP NAS Systemen, aber diese lässt sich leider nicht auf DIY Systemen nutzen.

Auf Seiten der Leistung ist der Intel N100 mehr als ausreichend für die 2,5 Gbit LAN Ports. Dabei ist die Leistungsaufnahme mit 15-17W ohne Laufwerke OK.

Etwas schade ist, dass der PCIe Slot nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden ist und somit 10 Gbit LAN Karten hier nur schwer möglich sind. Dennoch ist 2,5 Gbit für die meisten Heim-Nutzer derzeit der “Sweet Spot”.

Das Jonsbo N2 Gehäuse und auch das be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L Netzteil sind natürlich “flexibel”. Wenn du ein NAS Formfaktor willst sind diese eine gute Wahl (auch wenn ich das Lüfter-Setup des Jonsbo N2 nicht so sehr mag). Allerdings gerade beim Gehäuse ist natürlich etwas Spar-potenzial.

Beim Netzteil würde ich nicht zu viel sparen und gerade im SFX Formfaktor ist das be quiet! eine gute und preis-/leistungstechnisch vernünftige Wahl.

Entsprechend halte ich hier meine Vorlage für eine Basis für ein gutes, günstiges und sparsames DIY NAS System im Jahr 2024!