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Erfahrungsbericht: WOLF SmartSet und WOLF Link Home, was kann und bringt es?

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In meinem Wohnhaus gab es vor kurzen ein Heizungs Upgrade, von einer alten Ölheizung auf ein Hybrid Modell, bestehend aus Wärmepumpe und Gasheizung. Beides stammt von der Firma WOLF.

WOLF bietet für seine Heizung auch ein “Smart Home” System an, Wolf Link Home. Der Technik Nerd in mir war natürlich direkt neugierig.

Eine Smart Home Heizung klingt doch spannend. Aber was kann das Wolf Link Home bzw. die WOLF SmartSet App?

Schauen wir uns das Ganze einmal an.

 

Einrichtung, mit ein paar Fallstricken

Die Einrichtung des Wolf Link Home Systems hatte mich im ersten Moment etwas besiegt, was selten der Fall ist!

Prinzipiell kann das Wolf Link Home sich via LAN oder WLAN mit deinem Netzwerk verbinden!

Da es keinen LAN-Anschluss im Keller bei mir gibt, wollte ich zu WLAN greifen. Allerdings hatte mich die App / Anleitung etwas verwirrt. Denn hier wird von einer Einrichtung via WPS gesprochen.

Mein WLAN System unterstützt kein WPS! Hast du eine Fritzbox oder sowas kein Problem, ich nutze aber ein alternatives WLAN System. Entsprechend dachte ich, hier wäre ich besiegt und war schon dabei ein LAN Kabel zu ziehen.

Allerdings gibt es eine alternative Einrichtungsmethode. So kannst du einen PC via LAN oder Smartphone via WLAN direkt mit dem Controller verbinden.

Das WLAN Passwort ist das “PW” das auf dem Controller steht.

Nach dem Verbinden mit dem “WOLF xxxx” WLAN Netz tippst Du 192.168.1.1 in deinen Webbrowser ein.

Anschließend solltest du eine sehr einfache WebUI sehen. Über “Netzwerk” kannst du nun einem WLAN Netzwerk beitreten.

Hier wählst du einfach dein WLAN Netz und verbindest dich mit diesem. Pluspunkte, die WLAN Leistung des Wolf Link Home Moduls scheint recht gut zu sein!

 

Was ist der Wolf Link Home Benutzername?

Solltest du zur Eingabe eines Benutzernamens aufgefordert werden, dieser ist “admin”. Das Passwort ist auf deinem Controller aufgedruckt “PW”.

 

Verbindung mit der WOLF SmartSet App

Um nun dein Wolf Link Home System mit der App zu verbinden, musst du in der WebUI unter Einstellungen zunächst eine Verbindung zu den Wolf Servern erlauben!

Von Haus aus ist das System so eingestellt, dass eine Internetverbindung nicht gestattet ist.

Erst wenn du hier den Haken für “aktiviere Verbindung zum Wolf Portalserver” setzt, lässt sich über die WOLF SmartSet App eine Verbindung herstellen.

In der WOLF SmartSet App gibst du dann die Seriennummer “SN” und das Passwort “PW” ein, beides findest du auf dem Controller aufgedruckt.

 

Was kann das Wolf Link Home System?

Um ehrlich zu sein ist der Funktionsumfang des Wolf Link Home Systems überschaubar! Bei meiner Hybrid Heizung bestehend aus einer Wärmepumpe und Gasheizung kann ich folgendes Einstellen:

  • Heizkreislauf Temperatur “Offset”
  • Heizkreislauf Modus (Aus / Auto / Permanent / Sparen)
  • Partymodus (Ein/Aus)
  • Urlaubsmodus (Ein/Aus)
  • Einstellung der Zeitprogramme
  • Warmwasser Temperatur (kann “frei” eingestellt werden)
  • Warmwasser Modus (Aus / Auto / Permanent)
  • 1x Warmwasser direkt produzieren
  • Zeitprogramm

Diese Einstellungen sind nett und sicherlich ist es auch praktisch diese über die App steuern zu können, als dies über die Heizung machen zu müssen, aber wir haben hier nichts “Besonderes”.

Am Spannendsten ist das Temperatur-Offset für die Warmwasser-Vorlauftemperatur, falls man das Gefühl hat, die Heizungen werden nicht ausreichend warm, aber ansonsten sind dies alles Einstellungen, die in der Regel einmal getätigt werden und dann so bleiben.

Was ich etwas schade finde ist, dass es hier NICHTS spezifisches für eine Hybrid Heizung gibt! Ich hätte gerne die Option umschalten zu können, wann welches Heizsystem läuft, ob die Hybrid Heizung ökologisch oder ökonomisch laufen soll usw.

Auch wäre vielleicht eine Kostenvorschau oder Ähnliches spannend, bei welcher du deine Strom / Gaskosten einträgst und die Heizung dir sagt “in den letzten 30 Tagen hast du voraussichtlich für Summe X€ Strom/Gas verbraucht”.

Dies wäre technisch auch nicht unmöglich! Denn wir können durchaus einige Parameter der Heizung in der App sehen.

 

Welche Werte zeigt das Wolf Link Home System an?

Die WOLF SmartSet App zeigt einige Informationen bzw. Messwerte zu deiner Heizung an.

In meinem Fall werden folgende Informationen zur Wärmepumpe angezeigt:

  • Genereller Status der Heizung
  • Vorlauftemperatur
  • Verdichterstatus
  • Außentemperatur
  • Kesseltemperatur
  • Kesselsolltemperatur
  • Sammlertemperatur
  • Rücklauftemperatur
  • Heizkreis Durchfluss
  • Anlagendruck
  • Leistungsaufnahme in kW
  • Aktuelle Sekundärleistung in kW
  • Energiemenge Hz in kWh
  • Energiemenge WW in kWh
  • Betriebssstunden Verdichter
  • Betriebsstunden E-Heizung

Für die Gasheizung werden folgende Infos angezeigt:

  • Brenner Status
  • Kesselsolltemperatur
  • Kesseltemperatur
  • Brenner (Ein/Aus)
  • Modulationsgrad
  • 3-Wege-Ventil Staus
  • Anlagendruck
  • Rücklauftemperatur
  • Anzahl Brennerstarts
  • Brennerbetriebsstunden

Für “Enthusiasten” sind dies durchaus interessante Werte! Und gerade mit der Leistungsaufnahme wäre es durchaus möglich zu errechnen, wie viel Geld gerade die Heizung verheizt.

Was mir hier auch fehlt, wären Diagramme! Es wäre doch interessant zu beobachten, wie viel Wärme die Heizung pro Monat produzieren muss bzw. wie viel Energie in Zeitraum X aufgenommen wurde.

Die Werte sind ja prinzipiell da, müssten nur seitens der App / der Wolf-Server aufbereitet werden.

 

WOLF Smart Set Webseite

Über die WOLF Smart Set Webseite kannst du auch vom PC Zugriff auf die Daten deiner Heizung erhalten.

Im Kern haben wir hier das gleiche wie in der App.

Allerdings kannst Du von der WebUI auch auf die “Fachmann” Einstellungen zugreifen.

Über diese kannst du sehr viele Details sehen! Und im Zweifel auch viele Parameter der Heizung anpassen.

Allerdings ist dies ein Punkt, von dem ich die Finger lasse. Die meisten Einstellungen hier haben schon einen Grund, dass sie versteckt sind.

Aber falls Du dich hier auskennst, hast Du die Möglichkeit, Einstellungen anzupassen oder Du könntest den Zugang mit einem Heizungsbauer teilen! Theoretisch könnte sich also dein Installateur auf deine Heizung schalten und aus der Ferne vielleicht entsprechende Einstellungen anpassen.

 

Lässt sich mit dem HomeAssistant verbinden!

Ich bin ein großer Fan des HomeAssistant! Der HomeAssistant ist eine Software welche man auf einem kleinen Heimserver laufen lassen kann.

Diese erlaubt das Verbinden und Steuern mehrerer Smart Home Geräte über eine WebUI / Plattform. Erfreulicherweise lässt sich hier das WOLF Link Home System einbinden! (leider nur eine Cloud Anbindung, aber immerhin)

Der HomeAssistent bekommt über die WOLF Link Home Integration alle Informationen die auch über die App abrufbar sind!

Der HomeAssistent kann mit diesen Informationen wiederum Diagramme usw. erstellen. Dies ist natürlich eher ein Gimmick für die Daten Junkies, aber ich finde es spannend so seine Heizung zu “überwachen”.

 

Fazit

Im aktuellen Zustand (Stand Ende 2023) ist das WOLF Link Home System eher ein Gimmick.

Du kannst zwar ein paar Dinge über dieses Einstellen, wie die Vorlauftemperatur, Warmwassertemperatur und Zeitpläne, aber das ist aus meiner Sicht eher so mittelmäßig spannend.

Für mich spannender sind da schon die Live Werte zur Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Leistungsaufnahme der Wärmepumpe usw.

Gäbe es hier noch Verlaufsdiagramme, ein mitschreiben wie viel Strom die Wärmepumpe in Zeitraum X verbraucht hat, vielleicht sogar sowas wie eine Kostenvorschau, nachdem du eingetragen hast wie viel du pro kWh zahlst usw., dann hätten wir einen dicken Mehrwert!

Es wäre ja durchaus spannend aufzuschlüsseln was die Wärmepumpe je nach Monat kostet/verbraucht.

Für mich als Hybridheizungsnutzer wäre es auch noch spannend anpassen zu können wann welches Heizungssystem läuft und Ähnliches.

Es steckt also durchaus potenzial in dem WOLF Link Home System! Dieses müsste von WOLF nur noch mehr ausgenutzt werden.

Dicke Pluspunkte gibt es von mir für die Möglichkeit, das WOLF Link Home System mit dem HomeAssistant zu verbinden. Dieses loggt für mich nun einige Werte der Heizung mit.

TrueNAS und UnRaid auf ASUSTOR NAS Systemen, flexibler als Synology Systeme!

Wenn es um NAS Systeme geht, sind die Modelle von Synology oder QNAP sicherlich die populärsten Modelle. Allerdings haben gerade die Modelle von ASUSTOR oftmals ein kleines Ass im Ärmel!

So bieten die ASUSTOR Modelle natürlich ein eigenes Betriebssystem, “ADM”. Dieses ist ordentlich, wenn auch zugegeben nicht ganz so weit ausgebaut wie Synologys DSM.

Aber du musst nicht ADM nutzen! Was dir ASUSTOR nicht offen sagt, die meisten NAS Systeme sind einfache PCs, welche nur das ADM Betriebssystem von einem integrierten Flash Speicher starten.

Es ist aber möglich, alternative Betriebssysteme auf den ASUSTOR Modellen zu installieren.

Dies kann eine beliebige Linux Distribution, TrueNAS oder auch UnRaid sein. Dabei verlierst du auch nicht das ADM Betriebssystem nicht, sondern kannst auf Wunsch auch wieder zurückwechseln.

Wollen wir uns das Ganze einmal in diesem Artikel ansehen!

 

ASUSTOR AS6604T Lockerstor 4

Ich führe den Test hier auf dem ASUSTOR AS6604T Lockerstor 4 vor. ASUSTOR hat mittlerweile neuere und bessere Modelle aber als Demo Objekt taugt das AS6604T völlig und der generelle Prozess sollte auch bei den neueren ASUSTOR Modellen ähnlich sein.

  • ASUSTOR AS6604T Lockerstor 4
  • 4x 3,5 Zoll / 2,5 Zoll Laufwerke
  • 2x M.2 NVME SSDs
  • Intel Celeron J4125
  • 4GB RAM (erweiterbar)
  • 2x 2,5 Gbit LAN
  • 3x USB 3.0
  • 1x HDMI

Das Wichtige hier ist, dass wir eine Intel CPU und einen HDMI Ausgang haben. Der Intel Celeron J4125 ist zwar sicherlich nicht rekordverdächtig schnell, reicht aber für NAS Anwendungen auch mit TrueNAS usw. aus.

 

Auf Intel CPU und HDMI achten!

Wichtig, folgendes sollte auf allen ASUSTOR NAS Systemen funktionieren die eine Intel CPU wie auch einen HDMI Ausgang besitzen.

Die einfachen Drivestor Modelle mit Realtek ARM CPU sind also raus.

Alle Daten sichern!

Wichtig, sichere alle deine Daten. Bei diesem Prozess werden in der Regel alle Daten auf dem NAS / den verbauten Festplatten gelöscht bzw. sind nicht mehr zugreifbar.

 

Welches Betriebsystem? TrueNAS, UnRaid, Ubuntu?

Schritt 1 sollte die Wahl des Betriebssystems sein. Für eine NAS Anwendung wäre sicherlich TrueNAS “der Klassiker”.

TrueNAS Scale konnte ich ohne Probleme auf dem NAS auch mit den 2,5Gbit LAN Karten zum Laufen bekommen! Selbiges gilt auch für UnRaid und Ubuntu.

  • TrueNAS Scale
  • UnRaid
  • Ubuntu

Diese drei Betriebssysteme habe ich erfolgreich getestet!

Und ja du kannst das NAS wie einen Computer dank des HDMI Ausgangs nutzen. Entsprechend sind Ubuntu durchaus auch eine Option als Server Betriebssystem.

Theoretisch sollten auch Systeme wie Proxmox auf dem NAS laufen.

 

Eventuell mehr RAM

Von Haus aus bringt das ASUSTOR Lockerstor 4 4GB RAM mit. 4GB sind allerdings gerade für TrueNAS etwas knapp.

Erfreulicherweise können wir den RAM einfach mit einem SO-DIMM DDR4 Stick erweitern. In meinem Fall funktionierte ein 16GB Stick den ich noch herumliegen hatte.

So hatte das NAS in diesem Test 20 GB RAM (4 + 16 GB).

 

1. Vorbereitung

Nachdem du dein Betriebssystem ausgewählt hast, musst du basierend auf dieser Entscheidung ein Bootmedium erstellen.

TrueNAS kannst du beispielsweise wahlweise auf einen USB Stick installieren oder auf ein internes Laufwerk, beispielsweise eine M.2 SSD, falls Du nicht einen der HDD/SSD Schächte belegen willst.

Bei TrueNAS musst du dir zunächst das ISO Image herunterladen: https://www.truenas.com/download-truenas-scale/

Anschließend musst du einen USB Stick präparieren, so dass du von diesem booten kannst. Ich empfehle hier Ventoy https://www.ventoy.net/en/download.html

UnRaid wird immer auf einen USB-Stick installiert. Hier bietet der Hersteller einen Installer für Windows an, welcher den USB Stick entsprechend präpariert. Anschließend muss das NAS nur noch von diesem Stick Booten und alles ist schon “fertig”.

Andere Linux Systeme werden in der Regel auch von einem USB Stick gebootet und dann auf einer internen HDD/SSD installiert.

 

2. Ins BIOS

Verbinde nun einen Monitor mit dem NAS und eine Tastatur (bei mir hat der front USB Port funktioniert).

Nach dem Start des NAS hämmer die ESC-Taste!

Drücke immer wieder die ESC-Taste bis Du das BIOS auf dem Monitor siehst. Sollte das NAS normal starten (du hörst einen Piep), dann musst du es nochmal versuchen.

  • ESC drücken, bis du im BIOS bist.

Wenn du es geschafft hast, wirst du zunächst ein einfaches BIOS sehen, wo du unter anderem das einmalige Booten von einem USB Stick wählen kannst.

  • Boot Manager -> USB Stick für die Installation auswählen

 

3. Betriebssystem installieren

(Überspringen bei UnRaid)

Wenn du im BIOS den richtigen USB Stick ausgewählt hast sollte der Installationsprozess deines gewählten Betriebssystem starten. Diesen durchläuft du wie üblich und wie bei jedem anderen System.

 

4. Im BIOS Bootreihenfolge auswählen

Ist dein Betriebssystem auf einem Laufwerk installiert, musst du erneut ins BIOS. Selbiges gilt für UnRaid.

  • ESC drücken, bis du im BIOS bist.

Im BIOS wähle Setup Utility.

  • Setup Utility auswählen

Unter “Setup Utility” kommst du ins vollständige BIOS. Hier kannst du zunächst das interne “Laufwerk” deaktivieren, auf welchem das ADM Betriebssystem liegt.

  • Boot -> SD Card / eMMC -> EFI Embedded MMC Device -> deaktivieren

Wenn du dies deaktivierst kann das NAS nicht mehr ausversehen das ASUSTOR eigene ADM Betriebssystem booten.

  • Boot -> Boot Type Order

Anschließend geh unter Boot Type Order und schiebe entsprechend das Medium nach oben auf welchem du das Betriebsystem installiert hast.

USB HDDs steht hier übrigens auch für USB Stick, falls du dein Betriebssystem auf einem USB Stick installiert hast.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch schwankt natürlich etwas je nach deinem NAS Modell und vor allem deiner Speicherausstattung! Eine Festplatte benötigt im Allgemeinen mehr Strom als das NAS selbst.

Hier ein paar Werte mit dem Lockerstor 4:

  • NAS Solo in TrueNAS oder UnRaid – ca. 8 W +-1 W
  • NAS mit einer HDD in TrueNAS oder UnRaid – ca. 15 W +- 1 W
  • NAS mit 4x HDDs in TrueNAS oder UnRaid – ca. 38 W
  • NAS mit 4x HDDs in TrueNAS oder UnRaid unter Last – ca. 45 W

Wichtig! Der HDD Spindown (obwohl in der Software aktiviert) funktionierte bei mir unter TrueNAS nicht! Mit 4 HDDs benötigt das NAS konstant ca. 38 W im Leerlauf.

Mit UnRaid hat der Spindown funktioniert! So benötigte das NAS im Leerlauf lediglich um die 15 W!

 

Probleme (mit dem Lüfter)

Es gibt 2 Probleme mit der ASUSTOR Nutzung und anderen Betriebssystemen.

  1. Das Display auf der Front funktioniert nicht.
  2. Die Lüftersteuerung funktioniert nicht.

Das Display auf der Front bei meinem Lockerstor 4 funktioniert nicht und zeigt nur eine Standard-Nachricht an. Lösung, einfach das Kabel auf der Rückseite abziehen. Dann zeigt das Display einfach nichts an.

Das größere Problem ist die Lüftersteuerung. Der Lüfter läuft immer nur auf minimaler Geschwindigkeit!

Es gibt potenzielle Lösungen:

https://www.reddit.com/r/unRAID/comments/15b8sv3/asustor_nas_fan_control_possible_solution/

https://gist.github.com/johndavisnz/bae122274fc6f0e006fdf0bc92fe6237

Alternativ, so habe ich es gemacht, ich habe den Lüfter gegen einen 120mm 3-PIN Lüfter getauscht. Dieser läuft dann einfach konstant auf vollem Tempo bzw. du kannst Adapter nutzen um das Tempo zu reduzieren.

 

Meine Erfahrung mit UnRaid auf dem ASUSTOR NAS

Abseits der Lüfter Problematik war meine Erfahrung gerade mit UnRaid auf dem ASUSTOR NAS sehr positiv!

UnRaid läuft super auf dem NAS und die Kombination aus 4x 3,5 Zoll HDDs und 2x M.2 NVME SSDs ist einfach spitze in UnRaid.

Da dies aber nur für mich ein Backup NAS. Daher ist ein zuverlässiger HDD Spindown um Strom zu sparen für mich wichtig! Und dies funktioniert mit UnRaid erfreulich gut.

Auch allgemein lief UnRaid sehr stabil und problemlos auf dem NAS.

Kurzum, lob hier von mir an ASUSTOR das diese ihre NAS Systeme nicht wie bei anderen Herstellern üblich ist “verschließen”. Ich fände es sogar gut, wenn ASUSTOR vielleicht sogar noch offener diese Möglichkeit eigene Betriebssysteme zu installieren anpreisen würde.

INIU BI-B7 Wireless Magnetische Powerbank im Test

Dank Apples MagSafe kabellosen Laden haben Powerbanks mit kabellosem Ladepad massiv an Sinn gewonnen.

Es kann unterwegs durchaus praktisch sein, eine Powerbank einfach an sein iPhone zu hängen und dieses lädt. Kein Kabel oder Ähnliches nötig!

Solche MagSafe Powerbanks kosten in der Regel 50€ oder mehr. Allerdings hat INIU mit der BI-B7 eine etwas günstigere kabellose Powerbank auf den Markt gebracht. So kostet diese zwischen 30€ und 40€, bietet 6000 mAh und einen 20W USB C Port, neben dem kabellosen Laden.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut die INIU BI-B7 wirklich ist und ob 6000 mAh ausreichend sind.

An dieser Stelle vielen Dank an INIU für das Zurverfügungstellen der BI-B7 für diesen Test.

 

INIU BI-B7 Wireless Magnetische Powerbank im Test

Mit 6000 mAh ist die INIU BI-B7 eine relativ kompakte Powerbank, sowohl was die Kapazität angeht, wie auch die Abmessungen.

Wobei kabellose Powerbanks immer ein Stück größer sind als “normale” Powerbanks. Dies gilt auch für die INIU BI-B7. Allerdings ist diese mit 108 x 65 x 18 mm und einem Gewicht von 152,85 g beispielsweise ein gutes Stück kompakter als Ankers 10000 mAh kabellose Powerbank.

Dabei setzt INIU auf eine art Softtouch Kunststoff für das Gehäuse. Sieht schick aus, bis du die Powerbank einmal anpackst, denn diese ist sehr empfindlich, was Fingerabdrücke und Kratzer angeht.

Auf der Front der Powerbank finden wir das kabellose Ladepad und auf der Rückseite einen kleinen ausklappbaren Ständer. Dieser ist nicht übermäßig stabil, reicht aber um das Smartphone aufrecht stehend zu halten.

Die generelle Verarbeitung der Powerbank würde ich als gut, aber auch nicht außergewöhnlich einstufen.

 

Anschlüsse

Die INIU BI-B7 besitzt neben dem 7,5W kabellosen Ladepad auf der Oberseite genau einen USB C Ein/Ausgang.

  • USB C – 20W Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A

Der USB C Port kann bis zu 20W nach dem Power Delivery Standard liefern. Der USB C Port wird auch zum laden der Powerbank genutzt. Hier kann diese aber “nur” 5V/3A oder 9V/1,67A aufnehmen, laut Hersteller.

 

Mit PPS

Auch wenn dies bei einem 20W USB C Port nicht ganz so wichtig ist, aber die INIU BI-B7 unterstützt die PPS Erweiterung des Power Delivery Standards.

  • 5,00 – 5,90 V bei bis zu 3A
  • 5,00 – 11,00 V bei bis zu 2A

Super! Dies würde das Laden von Samsung Galaxy Smartphones etwas beschleunigen.

 

Kapazitätsmessung

Kommen wir zur Kapazität der Powerbank. Laut INIU soll die Powerbank 6000 mAh bzw. 22,2 Wh bieten.

Folgendes konnte ich mithilfe meiner Tester messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 21.811 5895 98%
9V/1A 20.682 5590 93%
9V/2A 15.772 4263 71%

Im besten Fall kam ich auf rund 5895 mAh bzw. 21,81 Wh, was satten 98% der Herstellerangabe entspricht!

Auch bei 9V/1A Last kam ich auf sehr gute 5590 mAh bzw. 20,682 Wh. Lediglich bei sehr hoher Last von 9V/2A bricht die Kapazität der Powerbank doch recht stark ein!

Hier kommen wir nur noch auf 4263 mAh. Vermutlich pusht INIU die Powerbank mit um die 20W recht hart.

Dennoch sind dies gute Ergebnisse, wenn nicht sogar sehr gute!

 

Kapazität in der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die INIU BI-B7 mit einem iPhone 15 Pro Max (4422mAh) getestet. Hier konnte die Powerbank das iPhone auf ca. 82% bringen!

Das ist “erwartungsgemäß” für das kabellose Laden in der Praxis.

 

Ladedauer

In meinem Test konnte die Powerbank mit knapp über 14 W laden, an einem entsprechenden USB PD Ladegerät mit 14W oder mehr.

Hier dauerte eine Ladung rund 2:26h, was aus meiner Sicht ein brauchbares Ladetempo ist.

 

Fazit

Suchst du eine günstige und kleine kabellose Powerbank für dien MagSafe kompatibles Smartphone, dann ist die INIU BI-B7 Wireless Magnetische Powerbank eine spannende Wahl!

So kann diese Powerbank ein modernes iPhone 15 Pro einmal vollständig laden bzw. die Pro Max Version zu knapp über 80%.

Dies sind sehr alltags freundliche Werte! Dabei ist die Powerbank wunderbar kompakt und bietet auch noch als “Backup” einen fähigen USB C Port mit maximal 20W Ausgangsleistung.

Ein Laden der Powerbank dauert wiederum rund 2:30h, was nicht zu lange ist.

Kurzum, die INIU BI-B7 ist eine gelungene kabellose Powerbank!

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Wie testet Techtest Powerbanks und Ladegeräte? Welche Messgeräte nutze ich?

Mittlerweile habe ich für Techtest hunderte Powerbanks und Ladegeräte getestet, welche auch ohne Frage die wichtigste und größte Produktkategorie für mich ist.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen und erklären wie ich Powerbanks und Ladegeräte teste und auch welche Messgeräte ich nutze.

 

Welche Messgeräte nutze ich für Tests?

Beginnen wir mit den von mir eingesetzten Messgeräten. Diese schwanken natürlich je nach Test ein gutes Stück, aber hier eine kleine Übersicht:

(Wichtig, hier ist alles voll mit Affiliate Links)

USB Tester / Trigger

Leider gibt es keinen Tester, der alles perfekt macht. Die PowerZ Modelle haben die beste Kapazitätsmessung und Software zum Mitloggen der Daten.

Der FNIRSI FNB58 ist am besten um unterstützte Ladeprotokolle auszulesen und die 100W+ Leistungsstufen zu triggern. Aber aufgrund des USB A Ports taugt dieser nichts für die Kapazitätsmessung via USB C (da immer ein Kabel zwischen Quelle und Tester geschaltet werden muss).

Der WITRN C4 Pro ist so ein Mittelding aus PowerZ und FNB58. Funktioniert bei 140W+ besser als der PowerZ KM003C, hat aber wieder eine schlechtere Software.

Für Kapazitätsmessungen mit bis zu 100W kommt der KM001C zum Einsatz.

 

Elektronische Last

Du findest bei Amazon, eBay und Aliexpress ähnliche Elektronische Lasten wie die ATORCH DL24. Diese sehen optisch wirklich zum verwechseln ähnlich.

95% davon taugen nichts! Die ATORCH DL24 ist hingegen für mich über jeden Zweifel erhaben! Diese schafft wirklich 150/180W, misst selbst relativ genau (auch wenn ich für Tests nicht die integrierte Messfunktion sondern einen USB Tester nutze) und vor allem entlädt sehr “stabil”. Selbst bei 0,1A usw. gibt es kaum Schwankungen.

Die ATORCH DLB-600W ist an sich der große Bruder mit “bis zu 600W”. Jein…. Bis zu 600W für wenige Minuten vielleicht. Alles über +- 350-400W auf längere Zeit bringt die ATORCH DLB-600W zum Schmelzen. Und ja, ich spreche hier aus Erfahrung!

Auch ist die Last nicht ganz so genau, du stellst 10A ein und es werden +- 10,3A gezogen, und bei niedrigen Lasten springt diese recht stark hin und her.

Leider habe ich aber noch keine gute und günstige Alternative zur ATORCH DLB-600W gefunden, wenn ich mehr als 180W Last benötige.

 

AC Messgeräte

Das UNI-T ist ein klassisches Strommessgerät. Dieses arbeitet auch bei niedrigen Lasten recht genau.

Das ATORCH AC85 hingegen kann auch bei sehr niedrigen Lasten noch halbwegs genau messen (unter 0,4W) und vor allem Werte über die optionale Software mitloggen.

 

Sonstiges

 

(Wichtig, hier ist alles voll mit Affiliate / Werbe Links)

Wie läuft der Test ab?

Kommen wir zum eigentlichen Testablauf.

   

 

1. Produktfotos

Ich mache bekanntlich alle meine Bilder selbst. Entsprechend ist dies auch das erste, was ich nach Erhalt mache.

Für die Bilder mit weißem Hintergrund habe ich ein entsprechendes Fotozelt. Für die weiteren Bilder gehe ich in den Garten.

Fotos werden hierbei immer zuerst gemacht, denn gerade Powerbanks mit Hochglanzoberflächen sehen nach 1 bis 2 mal Anpacken schon furchtbar aus.

 

2. Erste Daten

Nach dem Fotografieren vermesse ich zunächst die Produkte, wiege diese usw.

 

3. Lade Protokolle ermitteln

Schritt 3 ist das Überprüfen der Ladeprotokolle. Bietet der USB-C Port wirklich die beworbene Leistung? Dies mache ich in der Regel mit dem FNIRSI FNB58 oder dem PowerZ KM001.

Wichtig ist hier auch das Auslesen, ob ein Ladegerät PPS unterstützt.

 

4. Kapazitätstest bei Powerbanks, Effizienz-Messung bei Ladegeräten

Powerbanks:

Bei Powerbanks beginne ich nun mit der Messung der Kapazität. Hierfür lade ich die Powerbank voll und entlade diese. In der Regel sieht der Aufbau hier wie folgt aus:

Powerbank -> PowerZ KM001C – > USB C Kabel – > Typ-C USB PD Trigger -> ATORCH DL24

Ist die Powerbank leer, wird diese erneut geladen und meist bei einer anderen Spannungs/Leistungsstufe erneut entladen.

Zwischen den Zyklen logge ich die Ladedauer mit, meist mit dem PowerZ KM001C oder PowerZ KM003c. Um etwas Strom zu sparen lade ich meine Powerbanks gerade im Sommer in der Regel über eine Off-Grid Solaranlage in meinem Büro und einen 230V Wandler (und entsprechendem Ladegerät).

Wichtig, ich versuche ein Kabel zwischen Powerbank und Messgerät zu vermeiden! Diese können die Messung negativ beeinflussen.

 

Ladegeräte

Nach dem Auslesen der Ladeprotokolle beginne ich mit der Messung der Effizienz bzw. der Spannungsstabilität.

In der Regel kommt hier folgender Testaufbau zustande:

ATORCH AC85 -> Ladegerät im Test -> PowerZ KM001C -> USB C Kabel – > Typ-C USB PD Trigger -> ATORCH DL24

Um die Effizienz zu messen vergleiche ich die Werte auf der Eingangsseite vom ATORCH AC85 mit denen des PowerZ KM001C.

Bei 140W Ladegeräten setze ich meist auf den WITRN C4 Pro oder PowerZ KM003c in Kombination mit dem FNIRSI FNB58, welchen ich nutze um die 140W Stufe zu triggern.

Warum hier so kompliziert? Theoretisch kann auch der WITRN C4 Pro oder PowerZ KM003c die 140W Stufe triggern. Allerdings, gerade beim PowerZ KM003c kann dies unzuverlässig sein! So hatte ich hier Situationen wo nach ein paar Minuten die Verbindung abbrach und das Entladen stoppte. Der FNB58 hingegen arbeitete zuverlässiger.

 

5. Praxis-Tests

Sind die Tests soweit durch, probiere ich die Ladegeräte/Powerbanks an diversen Endgeräten aus.

In der Regel ist dies Ende 2023 das Google Pixel 8 Pro, iPhone 15 Pro Max, MacBook Pro 13 M1, Steam Deck und Dell XPS 13.

Dies mache ich weniger um das Ladetempo zu testen, ich kann mittlerweile anhand der Messwerte und Ladestandards sehr gut abschätzen wie schnell ein Endgerät laden wird, sondern mehr, um zu schauen, ob sich das Testgerät “erwartungsgemäß” verhält.

Ich hätte hier gerne noch mehr Testgeräte für den Praxis-Test, aber ich kann nicht X tausende € in entsprechende Smartphones und Notebooks investieren, welche hier nur für Tests liegen.

Der Versuch, Hersteller hier zu einer langfristigen Leihstellung zu überreden, ist bisher misslungen.

 

6. Belastungstest bei Ladegeräten

Dies ist bei Ladegeräten der Punkt wo ich diese konstant mit der vollen Leistung für einen längeren Zeitraum (mindestens 4 Stunden) belaste.

Dies soll Temperatur-Probleme oder Ähnliches aufzeigen. Dies ist mehr oder weniger der gleiche Aufbau wie beim Messen der Effizienz.

Diesen Test mache ich ganz zum Schluss, denn sollte dem Ladegerät hier etwas passieren, hätte ich alle anderen relevanten Messwerte schon.

 

7. Schreiben des Textes

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist das Schreiben des eigentlichen Tests. In der Regel schreibe ich diesen in Google Docs, während ich Tabellen ganz klassisch in Excel erstelle.

 

8. Warten auf die Veröffentlichung

Zwischen Erstellung eines Tests und der Veröffentlichung können Durchaus 5-30 Tage vergehen, je nachdem wie viele andere Tests ich in der Vorbereitung habe.

Kurz vor Veröffentlichung kopiere ich den Text aus Google Docs in WordPress und bearbeite/füge die Bilder, Links usw. ein.

 

Fazit

Ich hoffe du fandest diesen Beitrag wie Techtest Powerbanks und Ladegeräte testet interessant und informativ!

QUERSUS ICOS im Test, der bequemste Gaming Chair! Mit PFV tierfreundlicher Stoff

Im Handel gibt es viele Gaming Chairs, die teils sehr ähnlich sind, verdächtig ähnlich. Allerdings gibt es auch Modelle, die mal etwas hervorstechen. Genau solch eins ist der QUERSUS ICOS.1.2!

Direkt gesagt der QUERSUS ICOS.1.2 ist der beste Schreibtischstuhl bzw. Gaming Chair auf dem ich jemals gesessen habe! Dieser übertrifft sogar nochmals meinen geliebten Noblechairs ICON.

Warum ist der QUERSUS ICOS so gut? Ist er nur bequem oder auch gut gebaut? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an QUERSUS für das zur Verfügung stellen des ICOS für diesen Test.

 

QUERSUS ICOS im Test

QUERSUS bewirbt den ICOS als Gaming Chair. Allerdings verglichen mit vielen anderen Gaming Chairs ist der ICOS recht schlicht und stilvoll gestaltet.

Dies hängt natürlich etwas von deiner Farbwahl ab, aber im Allgemeinen würde der ICOS auch problemlos in einem Büro als normaler Bürostuhl durchgehen.

So verzichtet dieser auf auffällige Löcher in der Rückenlehne oder extrem aggressiv geformte “Flügel” an den Seiten. Sogar das Herstellerlogo ist recht dezent in der Kopfstütze eingelassen. Für 29€ kannst du hier auch einen eigenen Schriftzug “nähen” lassen.

Im Kern ist der QUERSUS ICOS ein großer Schreibtischstuhl mit hoher Rückenlehne.

 

Abmessungen und Belastbarkeit

Der ICOS wird von QUERSUS mit einer maximalen Belastbarkeit von 150 Kg beworben. Auf den ersten Blick eine realistische Einschätzung, aber ich würde dennoch empfehlen, möglichst unter diesem Wert zu bleiben, für eine langfristige Nutzung.

Die Sitzhöhe liegt bei 45-55 cm, was die übliche Range ist. Die Rückenlehne hat eine Höhe von bis zu 99 cm und die Sitzbreite beträgt 50 cm.

Damit ist der QUERSUS ICOS durchaus ein größerer Schreibtischstuhl, aber auch kein “XL” Modell.

 

Verarbeitungsqualität und Massivität

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Gaming Chairs vieler Hersteller von den gleichen Fertiger stammen. So gibt es hier bei der Grundkonstruktion einfach einige Parallelen.

Der QUERSUS ICOS hebt sich hier deutlich ab! Die Konstruktion des Stuhls ist im Detail um einiges anders als bei allen anderen Modellen, die ich bisher in den Fingern hatte.

Ein erster Unterschied ist die Kunststoff Verkleidung, welche die komplette Unterseite des Stuhls bedeckt, die bei den meisten anderen Modellen offen ist. Auch die Befestigung der Rückenlehne unterscheidet sich.

So setzt QUERSUS nicht auf zwei seitliche Halterungen, sondern auf einen großen Stahlwinkel in der Mitte. Hier bin ich etwas hin und her gerissen, die Befestigung der Rückenlehne ist immer ein potentieller Schwachpunkt und hier sehe ich gerne eine besonders stabile Halterung, im besten Fall mit mehreren Kontaktpunkten.

Theoretisch sollte aber der Stahlwinkel mit 80 mm Breite und 9 mm Stärke durchaus gut halten.

Allgemein ist die Materialstärke beim QUERSUS ICOS recht hoch! Dies gilt auch für die Halterung der Armlehnen und das Fußkreuz.

Ich habe zwar jetzt noch keine praktischen Erfahrungswerte mit diesem Aufbau, aber ich würde den QUERSUS ICOS als sehr gut gebaut einstufen! Es ist zwar auch kein Schwerlaststuhl, aber es wurde auch nicht an der Materialstärke gespart.

 

4D-Armlehnen

Der ICOS besitzt “4D-Armlehnen”. Das heißt, diese lassen sich in 4 Richtungen verstellen.

  • Höhenverstellbar
  • Vor/Zurückschiebbar
  • Winkelverstellbar
  • Abstand zur Sitzfläche einstellbar

 

Rückenlehne und Kippfunktion

Der QUERSUS ICOS besitzt keine “Kippel”-Funktion wie einige Konkurrenten. Du kannst allerdings die Rückenlehne freistellen. Diese hat dann einen gewissen Widerstand (einstellbar) und du kannst dich auch mal frei zurücklehnen, Strecken usw. Dabei bewegt sich das Sitzkissen entsprechend syncron mit.

Dies ist eigentlich ganz angenehm und ersetzt so ein wenig die Kippelfunktion. Dabei kannst du die Rückenlehne dann auch in einer gewünschten Position feststellen.

 

Tolles Obermaterial! PFV tierfreundlicher Stoff

Es gibt den QUERSUS ICOS mit 3 verschiedenen Obermaterialien.

  • Hybrid-Kunstleder
  • „SWF“ Solid Woven Fibre
  • “PFV” tierfreundlicher Stoff

Ich habe die Version mit PFV, dem tierfreundlichen Stoff. Hierbei handelt es sich um einen sehr weichen und “flauschigen” Stoff, welcher aber recht dicht gewebt ist.

Daher vermutlich die Bezeichnung “tierfreundlicher Stoff”. Ich vermute in diesem Stoff würden sich Krallen von Katzen weniger verfangen und entsprechend auch weniger Schaden hinterlassen.

Aber auch als Mensch finde ich den Stoff super angenehm! Er ist sehr anschmiegsam, weich und fühlt sich einfach gut an! Besser noch als das Kunstleder, das oftmals verwendet wird.

Ich kann jetzt nicht beurteilen, wie angenehm dieser im Hochsommer ist, aber im Herbst / Winter sitze ich auf dem QUERSUS ICOS klar lieber als auf meinem Noblechairs mit Kunstleder.

Sieht nicht so glatt aus, ist aber super weich!

Das “PFV” Material ist super und ich kann diesen nur empfehlen!

 

Wie sitzt es sich auf dem QUERSUS ICOS?

Ich mag das Sitzgefühl des QUERSUS ICOS sehr! Dieser ist tendenziell etwas weicher und anschmiegsamer gepolstert. Auch ist das Sitzkissen, wie auch die Rückenlehne, etwas breiter und luftiger geschnitten. Es gibt hier keine extremen seitlichen Flügel, die dich in Position halten, aber entsprechend auch nicht einengen.

Viele Gaming Chairs sind recht hart und fest. Dies ist natürlich geschmackssache, aber auf dem QUERSUS ICOS sitzt du eher entspannt.

Dabei ist aber die Polsterung dick genug, dass du diese auch nach 8 Stunden nicht durchgesessen bekommst.

Ich finde, dies ist der bequemste Schreibtischstuhl, den ich bisher im Test hatte!

Die Mischung aus dem super weichen PFV Stoff und der relativ weichen Polsterung ist einfach bequem und angenehm.

Aus Sicht der Ergonomie ist der QUERSUS ICOS nicht besser oder schlechter als andere Modelle dieser Klasse. Es ist nicht “der” ergonomischste Gaming Chair, aber er ist in diesem Punkt auch nicht furchtbar.

Die Unterstützung des Rückens ist nicht perfekt, aber ich hatte auf dem Stuhl auch keine Rückenschmerzen. Hast du hier besondere Herausforderungen, dann würde ich auch nicht empfehlen zu einem Gaming Chair zu greifen.

 

Fazit zum QUERSUS ICOS 1.2

Hervorragend! Für mich ist der QUERSUS ICOS derzeit meine Nummer 1 aus Sicht des Sitzkomforts!

  1. QUERSUS ICOS
  2. Noblechairs ICON
  3. Noblechairs Hero

Dies ist derzeit meine persönliche Top 3, was den Sitzkomfort bei den Gaming Chairs angeht.

Allerdings muss ich dazu sagen, ich mag etwas weichere Schreibtischstühle. Viele Gaming Chairs sind (leider) sehr hart gepolstert. Für konzentriertes Sitzen sicherlich nicht übel, aber gerade als “Arbeitsstuhl” sitze ich gerne etwas weicher und entspannter. Es darf halt nur nicht so weich sein, dass ich meinen Stuhl durchsitze oder Rückenschmerzen bekomme.

Dies ist hier nicht der Fall! Der QUERSUS ICOS 1.2 ist einfach super bequem und angenehm. Gerade der PFV “tierfreundlicher” Stoff ist sehr angenehm und anschmiegsam. Vielleicht ist er etwas wärmer als Kunstleder, aber gerade im Herbst und Winter gefällt mir dieses Material sehr gut!

Also am Sitzkomfort ist aus meiner Sicht nichts auszusetzen!

Selbiges gilt auch für die Verarbeitung. Der Stuhl hebt sich von seiner Konstruktion doch etwas von Noblechairs und Co. ab. Ich will nicht sagen positiv oder negativ, aber diese Modelle stammen mit ziemlicher Sicherheit nicht vom gleichen Fertiger.

Dabei würde ich den QUERSUS ICOS 1.2 als gut und massiv gebaut bezeichnen. Er ist sicherlich kein Schwerlaststuhl, aber dem Preis mehr als angemessen!

Kurzum, ich bin vom QUERSUS ICOS 1.2 mehr als begeistert! Dieser ist ein hervorragender Gaming Chair bzw. Schreibtischstuhl, welcher den ebenfalls sehr guten Noblechairs Hero in meinem Büro ablöst.

QUERSUS ICOS
POSITIV
Hervoragende Verarbeitungsqualität
Sehr gut verstellbar
Schlichtes und wertiges Design
Super weicher und angenehmer Stoff
Robuster PFV tierfreundlicher Stoff
NEGATIV
Gehobener Preis
94

Wie gut sind die SSDs von Nextorage? Die Nextorage NE1N 2TB im Test!

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Wenn du nach einer günstigen SSD suchst, wirst du vielleicht über den Hersteller Nextorage stolpern. Diese bieten vor allem über Amazon einige spannende und gerade aus Sicht der Preis/Leistung interessante SSDs an.

Aber wer ist überhaupt Nextorage und wie gut sind die SSDs die diese bauen? Genau diese Frage möchte ich in diesem Test beispielhaft an der Nextorage NE1N in der 2TB Version ergründen.

So bietet diese laut Hersteller satte 7300 MB/s lesend und 6900 MB/s schreibend. Beachtliche Werte für eine SSD die sich auf eine besonders gute Preis/Leistung konzentriert.

Wollen wir uns die Nextorage NE1N 2TB einmal im Test ansehen! Kann diese überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Nextorage für das Zurverfügungstellen der SSD für diesen Test.

 

Nextorage NE1N 2TB im Test

Auf den ersten Blick ist die Nextorage NE1N2TB eine klassische und durchaus hochwertig aussehende M.2 2280 SSD.

So nutzt Nextorage einen ganz klassischen Aufkleber, welcher aber wertig gestaltet ist. Auch nutzt Nextorage ein schwarzes PCB.

Ein schwarzes PCB ist natürlich eine reine Designentscheidung, aber zeigt oftmals etwas “Liebe zum Detail”.

Auffällig bei der NE1N2TB ist lediglich die beidseitige Bestückung. Heißt, wir haben auf beiden Seiten Komponenten auf der SSD angebracht, was bei ein paar Notebooks ungünstig sein kann.

Auch kann dies die Effektivität von einigen M.2 SSD Kühlern senken.

Sowohl die 2 TB wie auch die 4 TB Version ist beidseitig bestückt. Die 1 TB Version ist laut Hersteller nur auf einer Seite mit Komponenten versehen.

 

Die Technik

Nextorage hält sich bei seinen SSDs sehr zurück mit Informationen zur genauen verbauten Technik. So haben wir hier auch lediglich die Information, dass die SSD 7300 MB/s lesend und 6900 MB/s schreibend erreichen soll.

Ebenso haben wir die Information, dass die SSD TLC NAND nutzen soll.

Mich wundert diese Geheimhaltung etwas, denn beispielsweise auf Seiten des Controllers haben wir den Phison E18.

Der Phison E18 ist eine bekannte Größe und in vielen High End SSDs wie der Corsair MP600 Pro XT, Kingston KC3000, Seagate FireCuda 530 verbaut.

Ebenfalls verfügt die SSD über einen DRAM Cache mit 2 GB bei der 2 TB Version. Hierbei handelt es sich um 2x SK Hynix H5AN8G6NDJ (jeweils 1GB) Bausteine.

Auf Seiten des NANDs haben 8x TA7BG95AYV Bausteine. Hierbei handelt es sich um KIOXIA BiCS5!

Damit sieht die Technik richtig gut aus! Phison E18 + DRAM Cache von SK Hynix und NAND von KIOXIA, das sind alles “erprobte” Größen.

 

Benchmarks der Nextorage NE1N 2TB

Starten wir mit CrystalDiskMark in den Test. CrystalDiskMark ist der derzeit beste Test, um die maximale Leistung einer SSD zu testen. CrystalDiskMark ist hier nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test um die SSD voll auszureizen.

Die Werte der Nextorage NE1N sehen sehr gut aus! Lesend kommen wir auf satte 7284 MB/s, schreibend auf bis zu 6997 MB/s.

Lesend landet die SSD damit im Oberfeld mit den anderen “7000 MB/s+” SSDs. Schreibend hingegen kann diese sich auf Platz 2 setzen, was sehr beachtlich ist!

Auch im mittlerweile etwas angestaubten AS SSD Benchmark erhalten wir fantastische Werte! Hier kann sich die SSD auf Platz 4 setzen, was sehr beeindruckend ist!

Ich glaube auch zu diesen Werte aus Anvil’s Storage Utilities muss ich nicht viel sagen. Die Nextorage NE1N kann sich fast etwas überraschend in den ersten Benchmarks klar ins Topfeld setzen!

 

PC Mark

PC Mark führt mit seinem Speicher-Benchmark Simulationen alltäglicher Anwendungen wie Büro Software und Spiele durch.

Es stehen drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Version, “Data” und die „volle“ Version. Letztere nutzt größere Dateigrößen, wodurch SSDs mit langsamerer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiveren Schreibcaches schlechtere Ergebnisse erzielen können.

Hier landet die Nextorage NE1N im eher im Mittelfeld. Diese sortiert sich hier knapp unter der Corsair MP600 PRO XT ein. Damit ist PC Mark glatt der Test der die SSD am schlechtesten Beurteilt.

 

3D Mark SSD Test

3D Mark hingegen spezialisiert sich auf die Messung von Spieleladenzeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

 

WinRAR Test

Am Ende übertragen wir noch zwei umfangreiche Archivdateien auf die SSD und entpacken sie anschließend. Diese Vorgehensweise spiegelt auch gut das Installieren von Spielen und Programmen wider.

Archiv A enthält die Installation von Tiny Tina’s Wonderland mit ungefähr 52 GB.
Archiv B umfasst die Installationen von Tiny Tina’s Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 und beträgt etwa 231 GB.

Und ich denke die Werte sprechen für sich! Die NE1N schneidet hier klar im obersten 1/3 der bisher getesteten SSDs ab.

 

SLC Cache der Nextorage

Die Nextorage NE1N 2TB, ähnlich den meisten SSDs, verwendet einen SLC-Cache. Doch was bedeutet das? Die NE1N verwendet TLC NAND, was bedeutet, dass pro Zelle 3 Bits gespeichert werden. Wenn mehr Bits pro Speicherzelle geschrieben werden, wird der Schreibvorgang komplexer und langsamer. Dies wird besonders bei QLC-SSDs deutlich, welche teils kaum 200 MB/s erreichen können.

Um dennoch hohe Datenraten zu erreichen, nutzen die meisten SSDs einen sogenannten SLC-Cache, in dem vorübergehend nur 1 Bit pro Zelle geschrieben wird. Allerdings funktioniert dies nicht über die gesamte Speicherkapazität, theoretisch maximal 1 / 3 der Kapazität bei TLC NAND, meist weniger.

Das bedeutet, dass die Datenrate bei konstanter Last abnehmen kann, bis die SSD den SLC-Cache wieder freimacht. Die Frage ist, wie stark sinkt die Datenrate? Um dies zu ermitteln, fülle ich die SSD mit H2Testw und überwache die Geschwindigkeit.

Erfreulicherweise hält die SSD eine sehr gute Leistung! Nach ca. 200GB geschriebenen Daten sinkt die Schreibrate auf rund 1600 MB/s ab.

Diese 1600 MB/s werden dann auch sehr lange gehalten, ehe dann kurz vorm Ende (für die letzten 400 GB) auf rund 800 MB/s runter geht.

Aber dies ist absolut OK!

Auch verglichen mit anderen SSDs ist das ein gutes Ergebnis!

So ist die SSD auch in rund 22 Minuten von H2Testw vollgeschrieben, was flott ist!

 

Leistungsaufnahme

Die Messung des Stromverbrauchs von M.2 SSDs ist eine herausfordernde Aufgabe. Ich habe eine spezielle Methode entwickelt, um dies zu erreichen: Ich platziere die SSDs in einem externen NVME SSD Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Die Messung ist nicht absolut präzise, da wir die Leistung der SSD auf 1000 MB/s begrenzen. Dennoch liefern die Ergebnisse einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es ist daher ratsam, weniger auf exakte Werte zu fokussieren, sondern vielmehr einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um abzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie verbraucht.

Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann bereits eine geringe Differenz von +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde beeinflussen.

Der Stromverbrauch der Nextorage NE1N 2TB ist im Leerlauf soweit in Ordnung. Allerdings unter Last benötigt diese vergleichsweise viel Energie.

An dieser Stelle einmal die Leistungsaufnahme in mAh während eines Durchlaufes von CrystalDiskMark.

Wie kommt dieser etwas höhere Verbrauch? Hier kann ich nur vermutungen anstellen. Auf der 2TB Nextorage NE1N finden wir ganze 8 NAND Chips und zwei RAM Chips. Auf vielen “anderen” modernen SSDs kommen weniger NAND Chips zum Einsatz, welche dafür aber eine höhere Kapazität haben.

Beispielsweise die recht sparsame WD SN580 hat nur einen einzigen NAND Chip, bei 2TB Kapazität. Mich würde es nicht wundern, wenn mehr NAND Chips die Leistungsaufnahme verglichen mit einem Chip (mit höherer Kapazitätsdichte) etwas negativ beeinflusst, aber erstere schneller sind.

 

Fazit

Die Nextorage NE1N 2TB ist eine fantastische SSD! Ja ich bin selbst etwas überrascht, aber wir haben hier eine High End SSD in der Klasse der Seagate FireCuda 530 oder Kingston KC3000 vor uns.

Nextorage setzt hier auch auf den Phison E18 Controller, welcher klar in die High End Klasse einzuordnen ist, und kombiniert diesen mit KIOXIA BiCS5, wie auch einem DRAM Cache.

Vielleicht sagt dir dies jetzt nicht so viel, aber diese Kombination ist durchaus ein Garant für eine hohe Leistung!

Und dies bestätigt sich auch in der Praxis. Dort schneidet die Nextorage NE1N konstant im oberen Drittel des Testfelds ab.

Dabei zeigte die SSD im Test aber auch keine auffälligen Schwächen. Sogar die Leistung nach dem SLC Cache ist super.

Das einzige was vielleicht zu bedenken wäre, ist die beidseitige Bestückung der SSD, was bei Notebooks nicht immer optimal ist, wie auch der etwas höhere Stromverbrauch. Daher würde ich die SSD weniger für Ultrabooks empfehlen. Aber in Desktop-PCs oder großen Gaming Notebooks ist dies nicht so relevant.

Kurzum die Nextorage NE1N ist eine hervoragende SSD, wenn du diese zu einem fairen Preis bekommen kannst!

Harman Kardon Luna im Test, schick und kompakt, aber auch gut klingend?

Mit dem Luna bietet Harman Kardon einen kompakten, aber stylischen Bluetooth Lautsprecher an.

Dieser soll dabei trotz der kompakten Abmessungen einen überragenden Klang bieten. Allerdings ist dies etwas was alle Hersteller von Bluetooth Lautsprechern versprechen.

Wollen wir uns also mal den Harman Kardon Luna ansehen. Sieht der Lautsprecher nur schick aus oder klingt er auch gut?

An dieser Stelle vielen Dank an Harman Kardon für das Ausleihen dieses Lautsprechers für den Test.

 

Harman Kardon Luna im Test

Harman Kardon ist eine Marke bei welcher ein hochwertiges Design sicherlich an erster Stelle steht.

Auch der Luna ist ein sehr wertiger und edler Bluetooth Lautsprecher! Bereits auf dem ersten Blick hebt sich dieser ein gutes Stück von den 08/15 Bluetooth Lautsprechern auf dem Markt ab.

Dabei ist allerdings das grundsätzliche Design nichts “Außergewöhnliches”, es ist einfach nur hochwertig umgesetzt.

So misst der Lautsprecher 210 x 78 x 80 mm und bringt 710 g auf die Waage. Harman Kardon setzt hier auf ein ovales Design und hat den Lautsprecher äußerlich mit einem Leinenstoff bespannt.

Lediglich auf der Oberseite haben wir eine Metallabdeckung, in welcher die Tasten zur Steuerung eingelassen sind.

Auf der Rückseite finden wir genau einen USB C Port, zum Laden des Lautsprechers. Dieser USB C Port ist intern versiegelt, denn wir haben einen IP67 Wasserschutz.

Entsprechend dürfte der Lautsprecher sogar untertauchen, ohne Schaden zu nehmen (teste dies aber besser nicht absichtlich).

Die Akkulaufzeit ist mit “bis zu 12 Stunden” nicht übermäßig imposant. Rechne in der Praxis mit rund 10 Stunden.

 

Klang des Harman Kardon Luna

Harman Kardon setzt die UVP beim Luna mit 179€ an. Hier direkt gesagt, für das Geld bekommst du Lautsprecher, die besser klingen! Die meisten davon sind aber auch entsprechend deutlich größer.

Größere Lautsprecher klingen meist besser bzw. haben es einfacher einen guten Klang zu produzieren. Sind dir die kompakten Abmessungen egal, dann gibt es bessere Lautsprecher, aus Sicht des Klangs.

Im Folgenden versuche ich den Klang zu beschreiben und einzuschätzen, in Anbetracht der Größe des Lautsprechers.

Im ersten Moment hatte ich erwartet, dass der Luna ein „Schwestermodell“ zum JBL Charge 5 ist. Wir scheinen hier auch klanglich einen ähnlichen Aufbau zu haben. Wir haben zwei Treiber, einen Hoch/Mitteltöner auf der rechten Seite und einen Tieftöner auf der linken Seite. Zudem haben wir an den Seiten passive Treiber, wie beim JBL Charge 5 (JBL und Harman Kardon gehören zusammen).

Allerdings klingen die Lautsprecher schon recht unterschiedlich.

Starten wir bei den Höhen. Die Höhen sind soweit OK, allerdings tendenziell etwas auf der wärmeren Seite. Für meinen Geschmack könnten die Höhen schon etwas brillanter und leichter sein, gerade die unteren Höhen.

Die Mitten wiederum gefallen mir gut. So hat der Lautsprecher einen sehr schön runden und vollen Klang. Stimmen werden gut und natürlich wiedergegeben. Ebenso klingt Gesang kräftig.

Auch der Bass ist gelungen. Dies ist sicherlich kein Bass-Bomber, also ein Lautsprecher der den Bass bis zum Anschlag aufdreht, aber der Bass ist für die kompakten Abmessungen angenehm voll und satt. Der Bass hat einen guten Tiefgang und klingt im Allgemeinen schön rund.

Unterm Strich hat der Harman Kardon Luna also einen recht warmen und runden Klang. Der JBL Charge 5 klingt im direkten Vergleich etwas dynamischer mit mehr Höhen und Tiefen, allerdings hat der Luna die bessere Klangfülle und klingt vielleicht etwas entspannter.

 

Fazit

Der Harman Kardon Luna ist ein sehr schicker und auch ohne Frage wertiger Lautsprecher. Suchst du einen portablen Lautsprecher, der nicht billig aussieht, dann bist du hier an der richtigen Adresse.

Das Design des Harman Kardon Luna ist aus meiner Sicht ohne Frage gelungen.

Auch klanglich macht dieser einen guten Eindruck. Wir haben einen sehr vollen und entspannten Klang mit einem guten Bass. Stimmen werden sehr gut dargestellt und allgemein klingt der Lautsprecher sehr schön rund.

Für meinen Geschmack könnte der Klang allerdings ein Hauch luftiger sein.

Daher auch meine Empfehlung, ist dir das Design nicht ganz so wichtig, schau dir mal den JBL Charge 5 an. Dieser hat einen sehr ähnlichen Aufbau, klingt für meinen Geschmack aber nochmals einen Hauch besser.

Corsair HS80 Max im Test, herausragendes kabelloses Headset mit sehr gutem Mikron!

Mit dem HS80 Max bietet Corsair eine neue Version seines beliebten Gaming Headsets an. Dieses soll vor allem durch einen individuellen Klang überzeugen. So lässt sich der Klang des Headsets mit Sonarworks SoundID an deine persönlichen Vorlieben anpassen.

Hinzu soll ein hervorragender Tragekomfort kommen, wie auch eine kabellose Anbindung, wahlweise via Bluetooth oder dem beiliegenden Funkempfänger.

Allerdings, gerade der Fokus, den Corsair auf die Klangqualität gelegt hat, macht das HS80 Max für mich spannend.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen bzw. anhören, ob Corsairs Versprechungen stimmen und die HS80 Max wirklich so gut klingen!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der HS80 Max für diesen Test.

 

Corsair HS80 Max im Test

Das HS80 Max ist natürlich in erster Linie ein Gaming Headset. Allerdings setzt Corsair auf ein sehr schlichtes Design. Ich finde die Kopfhörer sehen schick und “erwachsen” aus, aber auch nicht zu langweilig.

Gerade die weiße Version hält aus meiner Sicht eine sehr schöne Balance aus einem “auffälligen” Design, welches aber auch nicht zu übertrieben ist.

So haben wir vergleichsweise kantige Ohrmuscheln, welche aus einem matten Kunststoff gefertigt sind. Die Aufhängung der Ohrmuscheln und auch Teile der Halterung sind sogar aus Metall gefertigt.

Hierdurch wirken die Kopfhörer recht stabil und gut gebaut.

Der Mikrofonarm ist fest mit dem Headset verbunden und lässt sich wie üblich herunterklappen. Gesteuert wird das Headset zunächst über ein Drehrad wie auch zwei Tasten am Headset selbst oder einmal verbunden über die Corsair Software.

Spannend wird es bei der Akkulaufzeit. Corsair wirbt hier mit 24 Stunden mit RGB-Beleuchtung und 65 Stunden ohne. Die Akkulaufzeit bei mir im Test war sehr gut (24 Stunden sind absolut plausibel), aber 65 Stunden kann ich noch nicht bestätigen, zumal die RGB-Beleuchtung auch wirklich nicht so aufwendig ist, dass solch ein Laufzeitunterschied plausibel wäre.

Aber 24 Stunden + sind absolut möglich, gerade ohne Beleuchtung.

Geladen wird das Headset via USB C.

 

Super Tragekomfort!

Der Tragekomfort des HS80 Max ist ein großer Pluspunkt. Zwar ist das Headset nicht winzig, aber es ist für ein kabelloses Modell auch nicht übermäßig schwer. Dabei setzt Corsair bei den Ohrmuscheln auf Stoff und nicht auf Kunstleder.

Eine Entscheidung, welche ich begrüße, denn ich finde diesen Stoff angenehmer gerade an warmen Tagen als Kunstleder oder echtes Leder. Zwar sind die HS80 Max nicht übermäßig luftig, dies sind keine offenen Kopfhörer, aber deine Ohren fühlen sich auch nicht komplett abgeschirmt an.

Auch beim Sprechen hörst du dich etwas selbst, was ich sehr angenehm finde! Zudem haben wir ein “schwebendes” Kopfband, welches mir auch gut gefällt.

Kurzum, die Corsair HS80 Max gehören klar zu den besseren, wenn nicht sogar besten kabellosen Gaming-Headsets was den Tragekomfort angeht.

 

Klang, wie gut klingt das HS80 Max?

Beginnen wir mit dem “Standard-Klang” des Headsets. Du kannst seinen Klang über die Software mit einem EQ oder SoundID personalisieren. Darum kümmern wir uns später.

Im ersten Moment war ich etwas überrascht, denn die Corsair HS80 Max haben einen sehr ausbalancierten Klang. Die Kopfhörer klingen sehr sauber und fast schon neutral.

So sind die Höhen tadellos. Diese sind sauber und weder zu scharf noch zu matt. Corsair hat hier einen recht angenehmen “Mittelweg” getroffen. Ich bin mit den Höhen vollkommen zufrieden!

Selbiges gilt für die Mitten. Wir haben eine sehr gute Stimmwiedergabe. Stimmen haben eine fantastische Natürlichkeit und hören sich einfach unheimlich rund an. Dabei vermeiden die Corsair HS80 Max aber den „blechernen“ Klang, der schnell entstehen kann, wenn zu sehr auf die Mitten fokussiert wird.

Beim Bass wird es etwas schwerer. Der Bass ist nicht schlecht, könnte aber gerade am unteren Ende etwas “Punch” haben. So wirkt der Bass relativ flach. Spannenderweise bekommt er bei höheren Lautstärken (und HS80 Max kann richtig laut werden) merklich mehr Druck. Auch ist das Headset zu deutlich mehr Bass in der Lage! Ein kleiner Bass Boost über den EQ tut den HS80 Max aus meiner Sicht sehr gut.

Ein Hauch mehr Bass über den EQ in der Corsair Software und die HS80 Max klingen aus meiner Sicht fantastisch! Auch die generelle Räumlichkeit ist stark!

Hier merken wir schon die “Gaming-Headset” DNA. Bereits ohne virtuellen Raumklang klingt das Headset relativ breit. Allerdings auch nicht so breit, dass es künstlich wirkt.

Kurzum, von Natur aus hat das Corsair HS80 Max einen sehr schön neutralen und sauberen Klang.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

EQ und SoundID

Allerdings ist es recht offensichtlich, dass Corsair erwartet, dass du den Klang des HS80 Max nach deinen Wünschen anpasst.

Option A ist hier der klassische EQ.

Dieser funktioniert auch tadellos.

Spannender ist SoundID! SoundID macht mit dir einen “Hörtest” und einen A / B Test. Zunächst wird ermittelt, wie gut du hohe Frequenzen wahrnehmen kannst.

Anschließend wird über einen A / B Test ermittelt, welche Klangcharakteristik du bevorzugst und entsprechend der Klang angepasst.

Und ja, das ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht!

 

Klang mit SoundID herausragend!

Von Haus aus klingen die HS80 Max relativ neutral. Nach meiner Anpassung mit SoundID klingen die HS80 Max völlig anders!

Ich bevorzuge in der Regel etwas mehr die Badewannen Klangsignatur. Also relativ viele Höhen und Bässe. SoundID hat auch einen sehr guten Job die Kopfhörer mehr in diese Richtung zu formen.

So mochte ich die Höhen der HS80 Max von Haus aus. Passend dazu hat hier SoundID nicht viel verändert. Vielleicht einen Hauch nachgeschärft.

Wo SoundID einiges gemacht hat ist beim Bass, welcher deutlich angehoben wurde. Entsprechend klingen die Kopfhörer nach der Anpassung auch ganz anders.

Spätestens nach der SoundID Anpassung würde ich sagen, dass dies klanglich das beste Gaming Headset ist, das ich bisher in den Fingern hatte.

 

Mikrofon, eins der besten!

Mikrofone bei kabellosen Gaming Headsets sind in der Regel eher schwach. Dies liegt an Bandbreitenbegrenzungen bei der kabellosen Übertragung.

Allerdings ist da das Mikrofon des HS80 Max fast schon als fantastisch zu bezeichnen!

Das Mikrofon ist sehr laut, klar und sauber. Ja im Detail gibt es ein leichtes Ausfransen an den oberen Frequenzen, aber unterm Strich würde ich sagen, dass dies das beste Mikrofon ist, das ich bisher bei einem kabellosen Headset gehört habe.

 

Fazit

Das Corsair HS80 Max ist fantastisch! Dies ist das beste kabellose Gaming Headset, das ich bisher in den Fingern hatte.

Corsair hat hier einen hervorragenden Job gemacht, in allen Bereichen.

Starten wir beim Klang. Von Haus aus klingt das HS80 Max ordentlich, aber es ist sehr neutral und der Bass für meinen Geschmack etwas zu langweilig. Spannend wird es nach der Anpassung mit SoundID.

SoundID misst, wie gut dein Gehör hohe Frequenzen wahrnehmen kann und führt anschließend einen A / B Test durch, um zu ermitteln, welche Klangsignatur dir am besten gefällt.

Das hat bei mir auch sehr gut funktioniert! Nach der Anpassung mit SoundID hat das Headset wirklich die von mir bevorzugte Klangsignatur gut getroffen! Im Detail könnte der Klang noch einen Hauch luftiger sein, für mich, aber es ist spätestens nach der Anpassung eines der klanglich besten Gaming Headsets, die ich jemals in den Fingern hatte!

Hinzu kommt ein Tragekomfort welche auch als überdurchschnittlich bezeichnet werden kann. Ich mag die Stoff-Ohrpolster und finde das Headset auch über Stunden hinweg bequem.

Selbst das Mikrofon ist gut!

Kurzum, zwar ist das Corsair HS80 Max mit 190€ UVP sehr teuer, anders können wir es nicht sagen, aber dies ist auch wirklich ein gutes Gaming Headset, das vor allem sehr rund ist. Es gibt auch andere gut klingende Gaming Headsets, aber diese sind dann oft klobig und schwer, das Corsair HS80 Max hingegen schneidet in allen Bereichen gut bis sehr gut ab! Ob nun Tragekomfort, Klang (nach SoundID), Mikrofon oder Software und das gibt es selten in kabelloser Form!

Corsair HS80 Max
POSITIVE
Hervorragender Klang
Klar sehr gut anpassbar
Gutes Mikrofon
Großer Software Umfang
Gute Akkulaufzeit
NEGATIVE
94

NICGIGA NIC-S250801 8 Port 2,5Gbit Switch, günstig, schnell und sehr sparsam! (unter 3W!)

Immer mehr Geräte verfügen über schnelle LAN-Ports mit mehr als 1 Gbit. Leider sind aber 2,5Gbit oder sogar 10 Gbit Switche noch sehr selten.

Bis vor kurzem waren solche Modelle noch extrem teuer und vor allem stromhungrig! Ein Punkt der mich sehr von diesen abgehalten hatte. Aber mittlerweile gibt es einige 2,5 Gbit LAN Modelle die gar nicht mehr so stromhungrig sind und auch preislich in einen interessanten Rahmen fallen.

Solch ein Switch ist auch der NICGIGA 8 Port 2.5G Ethernet Switch.

Dieses Modell verfügt über 8x 2,5 Gbit RJ45 LAN Ports und sogar einen 10 Gbit SFP+ Uplink. Dies für unter 100€!

Wollen wir uns mal anschauen wie gut der Switch ist und wie viel Strom er benötigt!

 

NICGIGA NIC-S250801 8 Port 2.5G Ethernet Switch with 10G SFP Uplink im Test

Der NICGIGA Switch ist optisch eher “funktional” gestaltet. Dies ist kein schicker Switch, sondern ein recht klassisches Gerät mit einem einfachen Metallgehäuse.

Dabei misst dieser rund 21 x 11 x 3,2 cm. Eine gängige Größenklasse für ein Modell mit 8/9 Ports.

Sämtliche Anschlüsse des Switch sind dabei auf der Front angebracht. Hierzu zählt auch der DC Eingang!

Als Netzteil nutzt der Switch ein klassisches 12V/1,5A Modell.

 

Anschlüsse

Auf der Front besitzt der NICGIGA zunächst 8x RJ45 LAN Ports. Diese unterstützen alle

  • 100 Mbit
  • 1000 Mbit
  • 2500 Mbit (2,5 Gbit)

Dabei wirbt der Hersteller mit maximal 60 Gbps Switching-Kapazität.

Zudem haben wir aber auch einen SFP+ Port. SFP+ = maximal 10 Gbit!

Der SFP+ Port ist dabei als optionaler Uplink gedacht. Hast du mehrere Netzwerk Switche ist es in einem professionellen Umfeld üblich, dass diese untereinander via SFP / SFP+ verbunden werden. Das ist aber keine Pflicht, du kannst auch einfach den Switch über normale LAN-Ports / Kabel mit deinem Router verbinden.

 

Unmanaged

Der NICGIGA NIC-S250801 ist ein sogenannter “Unmanaged” Switch. Dieser besitzt also keine WebUI oder Ähnliches.

 

Mit VLAN Schalter

Allerdings besitzt der Switch auf der Front einen VLAN-Schalter. Aktivierst du diesen, werden die LAN-Ports alle in unterschiedliche VLANs aufgeteilt. Diese können also nicht untereinander kommunizieren.

Allerdings können alle LAN-Ports mit dem SFP+ Port eine Verbindung herstellen. Sinnvoll in einem Netzwerk, wo du nicht willst, dass Geräte untereinander reden können, aber dennoch über den SFP+ Port mit dem Internet verbunden werden.

Dies ist natürlich ein Feature für größere Netzwerke bzw. ein geschäftliches Umfeld.

 

Ohne Lüfter (und im inneren)

Der NICGIGA 8 Port 2.5G Ethernet Switch ist komplett passiv gekühlt. Es gibt im Inneren also keinen Lüfter oder andere Komponenten die Lärm erzeugen.

Ich habe den Switch auch einmal geöffnet. Leider sind die Chips mit einem Kühlkörper verklebt, daher kann ich nicht sehen was wir hier für einen Chipsatz haben.

Allerdings sieht der Switch sauber gearbeitet aus.

Merkwürdig, im Inneren des Switch ist eine grüne LED, die konstant blinkt. Diese ist zwar nur halb sichtbar, durch die Ritzen im Gehäuse, aber schon etwas merkwürdig, dass sie da ist.

 

In der Praxis

Ich nutze den NICGIGA NIC-S250801 Switch nun seit knapp über 2 Wochen. Bisher war dieser absolut unproblematisch! Ich hatte keine Abstürze oder anderes “merkwürdiges” Verhalten.

Der Switch verhält sich komplett „transparent“.

Auch die Leistung passt zu 100%. Ich kann ohne Probleme die vollen 2,5 Gbit durch den Switch jagen. Das Einzige, was ich bisher nicht ausprobiert habe, ist der 10 Gbit SFP+ Port. Mit einem SFP+ zu RJ45 Adapter, den ich noch rumfliegen hatte, wollte der Port leider nicht arbeiten. Allerdings sind diese Adapter gerne mal etwas “problematisch”.

Eine SFP zu SFP (1Gbit) Verbindung zu meinem UniFi Switch mit DAC Kabel funktionierte wiederum problemlos.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist für mich ein ganz wichtiger Punkt! Mein erster 10 Gbit Switch den ich hatte (und mittlerweile verkauft wurde) benötigte satte 25-35W bei 8 Ports!

Die modernen 2,5 Gbit Modelle sind da um einiges sparsamer! Hier ein paar Leistungswerte des NICGIGA NIC-S250801:

  • 2,8W – ohne Geräte angeschlossen
  • 3,1W – mit 1x 2,5 Gbit LAN Gerät
  • 3,8W – mit 2x 2,5 Gbit LAN Geräte
  • 4,6W – mit 3x 2,5 Gbit LAN Geräte
  • 5,2W – mit 4x 2,5 Gbit LAN Geräte

Dies sind sehr erträgliche Stromverbrauchswerte! Du kannst effektiv damit rechnen, dass der Switch ca. 2,8W “Basis-Verbrauch” hat + 0,6-0,8W pro angeschlossenes Gerät.

 

Fazit

Du willst Dein Netzwerk auf 2,5 Gbit LAN umstellen? Dann kann ich den NICGIGA NIC-S250801 8 Port 2.5G Ethernet Switch with 10G SFP-Uplink mit gutem Gewissen empfehlen!

Dieser macht bei mir in meinem Heim/Büro-Netzwerk einen super Job neben meinem UniFi 1Gbit Switch. So lasse ich meine großen PCs wie auch NAS-Systeme über den NICGIGA Switch laufen und hatte bisher noch nie auch nur einen Absturz!

Neben dem fairen Anschaffungspreis, um die 100€ für 8x 2,5 Gbit LAN, ist dabei für mich der Stromverbrauch ein wichtiges Kriterium.

Aber auch hier kann der Switch überzeugen. 2,8 W Basis-Verbrauch und + 0,6-0,8W pro angeschlossenes Gerät, das ist alles andere als zu viel!

Kurzum, der NICGIGA NIC-S250801 ist voll empfehlenswert!

 

8 Port 2.5G Ethernet Switch with 10G SFP Uplink, NICGIGA Unmanaged...
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TERACLE T450 im Test, SK Hynix NAND in spannender Kombination mit Innogrit IG5236 Controller

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Der koreanische Hersteller TERACLE ist noch recht neu auf dem Markt der SSDs. Allerdings haben diese mit der T450 eine sehr spannende SSD im Sortiment.

So nutzt die T450 NAND aus dem Hause Hynix. Klingt im ersten Moment vielleicht nicht übermäßig spannend, ist es aber! Wir haben derzeit nur eine Handvoll großer NAND Hersteller auf dem Markt.

  • Samsung
  • KIOXIA
  • Micron
  • SK Hynix
  • YMTC

Während KIOXIA, Micron und YMTC ihren NAND auch an 3. Hersteller für den Bau von SSDs weitergeben, war es bisher so, dass Samsung und SK Hynix NAND primär in den jeweiligen eigenen SSDs zum Einsatz kamen.

Dies in Kombination mit dem Innogrit IG5236 Controller macht die T450 zu einer super spannenden SSD. Für mich extra spannend denn TERACLE ist auch noch ein sehr unbekannter Hersteller!

Wollen wir uns mal anschauen ob diese exotische SSD im Test überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an TERACLE welche mir die T450 für einen Test zur verfügung gestellt haben.

 

Die TERACLE T450 im Test

Auf den ersten Blick ist die T450 eine recht einfache SSD. So setzt diese auf den üblichen M.2 2280 Formfaktor.

Dabei haben wir keinen besonderen Kühlkörper oder Aufkleber mit Kupferschicht oder Ähnliches.

Auch setzt TERACLE auf ein klassisches grün/blaues PCB. So würde ich die SSD als recht unscheinbar bezeichnen.

 

Technik der T450

Spannender ist da die Technik. TERACLE verspricht zunächst bis zu 7000 MB/s lesend und 6400 MB/s schreibend, womit die T450 schon zu den schnelleren PCIe 4.0 SSDs gehören würde.

Das Herzstück ist hier der Innogrit IG5236 Controller. Dieser ist etwas exotischer, aber bereits bekannt aus SSDs wie der ADATA XPG Gammix S70, welche ich für sehr stark hielt. Der Controller ist vergleichbar mit dem Phison E18, was die Leistung betrifft.

Dabei verfügt die SSD im Gegensatz zu vielen “Budget” Modellen auch über einen DRAM Cache. So ist hier ein SK Hynix H5ANAG6NCJ RAM Baustein verbaut.

Auch beim NAND kommt nach meinen Infos SK Hynix TLC NAND zum Einsatz. Dieser ist aber mit Teracle gelabelt, was nicht unüblich ist, dass einige Hersteller NAND Bausteine mit dem eigenen Logo versehen.

Hynix NAND ist eher selten in SSDs anzutreffen, abseits von SK Hynix eigenen Modellen. Dies wäre aber sehr positiv, denn ich halte Hynix TLC Nand für sehr gut.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für folgende Benchmarks zum Einsatz

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Benchmarks der TERACLE T450 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist der derzeit beste Test, um die maximale Leistung einer SSD zu testen.

CrystalDiskMark ist hier nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test um die SSD voll auszureizen.

Hier sehen die Werte der TERACLE T450 zunächst sehr beeindruckend aus! Lesend kommt die SSD auf 7447 MB/s, was praktisch das Limit der PCIe 4.0 Verbindung ist.

Damit setzt sich die T450 zwischen die Samsung 990 Pro und die Lexar NM790, weit oben im Testfeld.

Ein ähnlich positives Bild sehen wir auch schreibend! Hier erreicht die SSD bis zu 6832 MB/s. Damit liegt diese knapp hinter der Samsung 990 Pro und der Solidigm P44 Pro und vor der WD SN850x und der Lexar NM790.

Etwas versteckt bietet CrystalDiskMark die Möglichkeit, die IOPS und die Zugriffszeit von SSDs zu messen. Dies ist beides nicht die genaueste oder beste Messung, schauen wir uns aber dennoch auch hier einmal die Ergebnisse an.

Hier landet die TERACLE T450 im Mittelfeld. Allerdings wie aussagekräftig dies ist, lasse ich mal dahingestellt. Gerade bei der IOPS-Messung bevorzugt CrystalDiskMark einige SSD Controller und andere mag dieser Test gar nicht. So landen Samsung SSDs mehr oder weniger konstant am Ende.

AS SSD ist ein Test der nicht gut auf moderne SSDs optimiert ist. Allerdings sind dies auch in der Praxis nicht alle Probleme.

Hier landet die T450 im Mittelfeld.

Anvil’s Storage Utilities ist an sich sehr gut für moderne SSDs optimiert. Daher war ich über das mittelmäßige Abschneiden der T450 hier etwas überrascht.

 

PC Mark SSD Test

Der PC-Mark-Test zielt mit seinem Speicher-Benchmark darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Büroanwendungen und Spiele zu simulieren.

Es stehen dreit Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variant, “Data” und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Hier sehen wir in allen Testbereichen erfreulich gute Ergebnisse!

 

WinRAR Test

Am Ende übertragen wir noch zwei umfangreiche Archivdateien auf die SSD und entpacken sie anschließend. Diese Vorgehensweise spiegelt auch gut das Installieren von Spielen und Programmen wider.

  • Archiv A enthält die Installation von Tiny Tina’s Wonderland mit ungefähr 52 GB.
  • Archiv B umfasst die Installationen von Tiny Tina’s Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 und beträgt etwa 231 GB.

Hier sehen die Werte der TERACLE T450 sehr gut aus! Diese setzt sich bei beiden Tests klar ins Oberfeld der bisher getesteten SSDs.

Dies bestätigt die sehr guten reinen Datenraten der SSD.

 

SLC Cache

Wie die meisten SSDs setzt auch die TERACLE T450 auf einen SLC Cache. Was bedeutet dies? Die TERACLE T450 nutzt TLC NAND, das heißt, es werden pro Zelle 3 Bits gespeichert. Umso mehr Bits wir Pro Zelle schreiben, umso komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang. Dies potenziert sich, je mehr Bits pro Zelle geschrieben werden müssen. Gerade QLC SSDs sind davon betroffen.

Um aber dennoch hohe Datenraten zu erreichen, nutzen fast alle SSDs einen so genannten SLC Cache. Hierbei wird nur 1 Bit Pro Zelle geschrieben, für einen gewissen Zeitraum. Dies funktioniert natürlich nicht über die komplette Kapazität hinweg.

Entsprechend kann die Datenrate bei konstanter Last sinken, bis die SSD den SLC Cache wieder freischaufelt.

Aber wie stark sinkt die Datenrate? Hierfür fülle ich die SSD mit H2Testw und logge die Geschwindigkeit mit.

Wichtig: H2TestW kann nicht die volle Schreibgeschwindigkeit der SSD nutzen, daher nicht wundern, dass wir im Maximum nur knapp unter 3000 MB/s haben.

Zunächst ist der Cache der T450 in der 2TB Version mit rund 600 GB sehr groß! Innerhalb der ersten 600 GB haben wir die volle Leistung.

Danach sinkt die Datenrate etwas schwankend auf 800-1500 MB/s ab (1080 MB/s im Schnitt). Dies ist ein guter Wert!

 

Stromverbrauch

Das Bestimmen des Stromverbrauchs von M.2 SSDs gestaltet sich als Herausforderung. Um dies zu erreichen, nutze ich eine spezielle Methode: Ich verbaue die SSDs in einem externen NVME SSD Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Es ist hier zwar keine genaue Messung möglich, auch da wir die Leistung der SSD auf 1000 MB/s limitieren. Trotzdem geben die Ergebnisse einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es ist daher ratsam, weniger auf absolute Werte zu achten, sondern eher einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um abzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie benötigt.

Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann eine Differenz von nur +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde verändern.

Unter last verbrauchte die TERACLE T450 bei mir im Test eine mittlere Menge Energie, soweit unauffällig für eine SSD dieser Klasse.

Allerdings im Leerlauf lag der Verbrauch etwas höher als ich erwartet hatte. Dies kann natürlich an meiner Testmethode liegen, ist aber durchaus etwas auffällig.

Damit würde ich die SSD weniger für Ultrabooks und Notebooks wo Akkulaufzeit ein wichtiger Punkt ist empfehlen und mehr für klassische Desktop-PCs oder Gaming Notebooks.

 

Fazit

Die TERACLE T450 ist eine super spannende SSD! Innogrit IG5236 Controller + Hynix NAND + DRAM Cache zu einem fairen Preis.

Im Test konnte die SSD vor allem durch sehr gute Datenraten beim Kopieren von Daten, wie auch in Alltagsanwendungen überzeugen.

Die T450 kann hier zwar nicht ganz mit der “ersten Klasse” SSDs wie der Solidigm P44 Pro oder 990 Pro mithalten, aber diese Spielt durchaus in einer Liga mit Modellen wie der Samsung 980 Pro, was im alltag mehr als ausreichend ist.

Erfreulich ist dabei auch die gute Leistung nach dem SLC Cache, welche deutlich über der von QLC SSDs oder günstigen TLC Modellen aller WD Blue SN580 liegt.

Lediglich läuft die TERACLE T450 relativ heiß. Es ist hier ganz klar ein SSD-Kühler empfehlenswert!

Aber abseits davon ist dies eine super spannende SSD mit Markenkomponenten und starker Leistung.

TERACLE T450
90