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SIRUI Sniper Series F1.2 56 mm Autofokus Linse im Test (vs. Sigma 56 mm F1.4)

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Der Objektivhersteller SIRUI wird vermutlich nur den wenigsten etwas sagen. Aber diese haben erfolgreich vor ein paar Jahren “Cinema” Objektive mit spannenden Charakteristiken auf den Markt gebracht, welche auch sehr erfolgreich waren.

Allerdings handelt es sich hier um manuelle Objektive. Mit der Sniper Series hat SIRUI nun erste Objektive mit Autofokus für den Sony E Mount, Fuji X Mount und Nikon Z Mount auf den Markt gebracht.

Die Besonderheit ist dabei vor allem die Blende und der Preis! So bieten die drei Objektive alle eine Blende von F1.2, dies bei einem Preis von +- 350$!

Wow! Es handelt sich hierbei zwar nur um “APS-C” Objektive, aber eine Blende von 1.2 ist beachtlich, vor allem zu dem Preis.

Derzeit bietet SIRUI seine Sniper Series mit 56 mm, 33 mm und 23 mm an. Ich habe mir einfach mal die SIRUI 56 mm F1.2 für den X Mount gekauft.

Wollen wir uns in diesem Artikel einmal ansehen, wie gut das Objektiv ist und wie dieses sich im Vergleich zum Sigma 56 mm F1.4 schlägt.

 

SIRUI Sniper Series F1.2 56 mm Autofokus Objektiv im Test

SIRUI hat auf einem Schlag gleich einige Objektive auf den Markt gebracht.

  • 23 mm
  • 33 mm
  • 56 mm

Alle Brennweiten jeweils mit einer Blende von F1.2! Dabei versorgt SIRUI auch drei Kamera-Systeme.

  • Sony E Mount
  • Fuji X Mount
  • Nikon Z Mount

Dies sind alle relevanten Kamerasysteme, abseits von Canon die weiterhin 3. Anbieter Linsen sperren.

Neben den verschiedenen Brennweiten und Bajonetten wird jedes Objektiv auch noch in drei Farben angeboten!

  • Carbon/Schwarz
  • Weiß
  • Silber

Ich habe folgende Version im Test

  • 56 mm
  • Fuji X Mount
  • Weiß

Auf den ersten Blick war ich von dem Objektiv etwas hin und hergerissen. Wir haben hier natürlich einen “ordentlichen” Klumpen Glas.

Dabei besteht das Gehäuse aus einer Mischung aus einem glatten Hochglanz Kunststoff, welcher sich eher mittelmäßig wertig anfühlt, wie aber auch viel Metall!

Das Bajonett, der Fokusring und auch die Halterung für Filter und die Gegenlichtblende sind aus Metall und generell wirkt das Objektiv “massiv”.

Die SIRUI Sniper Series fühlt sich einfach ganz anders an als eine Fuji Linse oder eine Sony GM. Zum Vergleich, die Sigma 56mm F1.4 ist komplett aus Kunststoff, abseits vom Metall-Bajonett.

Diese fühlt sich klar günstiger an, aber ich mag den Kunststoff von Sigma eigentlich sogar mehr.

Grundsätzlich sitzt das Objektiv sehr straff auf meiner Fuji, vielleicht sogar etwas zu straff, denn es wirkt fast etwas “kratzig” beim An- und Abschrauben.

Meine Objektive von Sigma und Fuji wirken etwas “weicher” beim Aufsetzen und Abnehmen. Die Gegenlichtblende hingegen ist “Perfekt”.

 

Tasten und Ringe

Die SIRUI Sniper Series besitzt keine Tasten! Es gibt auch keinen AF/MF Umschalter oder Ähnliches. Es gibt auch keinen Ring zum manuellen Verstellen der Blende.

Wir haben lediglich einen großen Fokusring, welcher aber butterweich läuft! Dies ist ein wirklich schöner Fokusring, falls du den AF nicht nutzen möchtest.

 

Größe und Gewicht

Vergleichen wir die Größe und das Gewicht der SIRUI Sniper Series 56 mm einmal mit anderen Objektiven ihrer Klasse:

Gewicht Länge Durchmesser
SIRUI Sniper Series F1.2 56 mm 419 g 92,2 mm 70,0 mm
Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN 285 g 57,5 mm 66,5 mm
Fujifilm Fujinon XF 56mm 1.2 405 g 70,0 mm 73,0 mm
Fujifilm Fujinon XF 50mm 1.0 R WR 845 g 105,5 mm 87,0 mm

 

Mit 419g und einer Länge von 92,2 mm ist das SIRUI Sniper Series 56 mm Objektiv schon recht groß und auch schwer.

Das Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN ist natürlich um einiges kleiner und leichter, hat aber auch nur eine 1.4 Blende.

Das Fujifilm Fujinon XF 56mm 1.2 wäre eher vergleichbar, ist aber auch minimal leichter und kleiner.

 

APS-C Objektiv

Die Objektive der SIRUI Sniper Series sind für APS-C Sensor Kameras gemacht und gedacht!

Diese lässt sich natürlich auch an Vollformat Kameras nutzen, dann aber mit reduzierter Auflösung und Qualität, da dann nur der “APS-C Teil” des Vollformat Sensors genutzt wird.

 

An der Fujifilm X-H2S

Ich teste die SIRUI Sniper Series F1.2 56 mm Autofokus Linse an der Fujifilm X-H2S.

Die Fujifilm X-H2S hat mit 26 Megapixel eine gute Auflösung und ist dank des gestackten Sensors vermutliche die Fujifilm Kamera mit dem besten Autofokus.

 

Schärfe (schlecht)

Kommen wir leider zum großen Problem der SIRUI Sniper Series F1.2 56mm, die Schärfe. Bei Offenblende ist diese schlecht.

Vergleichsbilder Sirui 1.4 vs. 1.8
100% Ansicht

Verglichen mit Objektiven von Fuji, Sony, Sigma, Tamron, aber auch den neueren Viltrox oder Samyang gibt es hier einfach nichts schön zu reden!

Bei F1.2 ist die Schärfe sehr gering! Es sieht fast so aus, als wäre die Linse beschmiert, was aber nicht der Fall ist.

100% Ansicht

Wenn wir das Objektiv etwas abblenden, wird es besser.

Ab F1.8 wird es merklich schärfer! Ab F2.8 kommen wir auf eine ordentliche Schärfe. Allerdings ist die Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN konstant schärfer, gerade bei F1.4.

Im Bereich F1.2 – F1.4 ist die SIRUI Sniper Series F1.2 56mm leider aus meiner Sicht nicht brauchbar bzw. nur wenn du einen sehr sehr speziellen Look suchst.

 

 

SIRUI vs. Sigma

Vergleichen wir mal die Schärfe des SIRUI Sniper Series F1.2 56 mm mit der des Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN.

Links SIRUI, Rechts Sigma

Bei Offenblende ist das Ergebnis eindeutig! Die Sigma ist bei 1.4 Welten schärfer als die SIRUI bei 1.2.

Links SIRUI, Rechts Sigma

Aber auch bei 1.4 gegen 1.4 ist es ein klares Ergebnis.

Links SIRUI (f2.8), Rechts Sigma (f1.4)

Erst bei Blende 2.8 ist das SIRUI ungefähr so scharf wie das Sigma 1.4!

 

Vignetting

Hier war ich etwas überrascht, denn die SIRUI hat ein vergleichsweise geringes Vignetting, selbst bei Offenblende.

Ja, natürlich ist dieses vorhanden, aber in einem, aus meiner Sicht, keinem störenden Rahmen.

 

Chromatische Aberrationen

Leider sind die chromatischen Aberrationen wieder ein Punkt, der mäßig bis schlecht ist.

Im oberen Bereich des Logos sind grün/türkise Kontrastkanten. Im unteren Bereich des Logos sind lila Kontrastkanten.

An harten Licht/Kontrastkanten neigt das Objektiv ganz klar zu entsprechenden Abbildungsfehlern. Deutlich stärker ausgeprägt als bei der Sigma Contemporary.

 

Bokeh

Die Kombination aus 56 mm (effektiv 84 mm) und einer Blende von F1.2 ist natürlich ein Garant für eine sehr stark ausgeprägte Hintergrundunschärfe.

Hinzu kommen 11 Blendenlamellen, welche Hintergrundlichter noch “runder” gestalten sollen.

Ich bin hier in der Praxis etwas hin und hergerissen. Einerseits ist die Hintergrundunschärfe wirklich sehr stark ausgeprägt, aber qualitativ schwankt diese etwas.

Hast du einen sehr gleichmäßigen Hintergrund, eventuell mit kleinen Lichtern, dann kann das Bokeh beim SIRUI Sniper Series einfach fantastisch aussehen!

Allerdings kann das Bokeh auch schnell etwas unruhig aussehen. Gerade wenn zu viele Elemente im Hintergrund sind. Unter anderem aufgrund der chromatischen Aberrationen wirkt es teils fast so, als hätten wir leichte Doppelbilder.

Negativ-Beispiel für unruhiges Bokeh

Allerdings ist dies schon ein Meckern auf einem sehr hohen Level! Grundsätzlich ist die Hintergrundunschärfe natürlich eine Stärke der SIRUI Sniper Series.

 

Autofokus

Beim Autofokus habe ich, um ehrlich zu sein, nicht viel erwartet. Allerdings wurde ich hier positiv überrascht!

Der Autofokus ist an meiner Fuji X-H2S soweit Ok. Bei schnell bewegten Objekten, laufende Hunde/Kinder, kannst du diese vergessen.

Allerdings bei langsameren Bewegungen oder stationären Objekten ist dieser recht sicher und vor allem schnell! Also für Modell oder “Street” Fotografie ist die SIRUI Sniper Series absolut zu gebrauchen.

Die Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN ist tendenziell etwas “sicherer” bei Bewegungen, aber der Unterschied zwischen den beiden ist wirklich gering.

Einzig der Augen AF ist bei der Sigma und Offenblende ist etwas besser bzw. greift auf Distanzen zuverlässiger. Ich vermute dies liegt an der besseren Schärfe des Sigma.

 

Fazit

Leider kann ich das SIRUI Sniper Series F1.2 56 mm NICHT empfehlen! Es gibt zwar auch viele positive Punkte, aber letztendlich gibt es einen KO Punkt.

Die Schärfe ist einfach nicht gut. Und mit nicht gut meine ich in diesem Fall nicht “etwas niedrig“, sondern diese ist bei Offenblende einfach nicht gut genug, dass man das Objektiv für generelle Fotografie ordentlich nutzen könnte.

Abgeblendet geht es dann langsam. Ab F1.8 wird es langsam besser, ab F2.8 “gut”. Aber wir kaufen dieses Objektiv nicht für die Leistung bei 1.8 oder 2.8, sondern für die große Offenblende.

Du bekommst das Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN für 399€ und dieses ist in praktisch jedem Punkt besser als das SIRUI! Ja, wir haben hier “nur” F1.4, aber dieses ist bei F1.4 voll zu gebrauchen, das SIRUI bei F1.2 oder F1.4 nicht.

Hinzu kommen recht starke chromatische Aberrationen, wie auch teils ein etwas unruhiges Bokeh verursachen.

Aber auch nicht alles ist schlecht. Der Autofokus ist Ok. Nicht Weltklasse, aber auch nicht schlechter als beim Sigma Contemporary. Die Verarbeitungsqualität ist super und das Vignetting ist erstaunlich gering, selbst bei F1.2.

Auch ist das Bokeh natürlich unheimlich stark und kann auch wunderschön aussehen! Gerade mit Lichtern im Hintergrund kann das SIRUI Sniper Series traumhaft sein! Aber leider fehlt im Fokusbereich einfach die Schärfe.

Ich will nicht sagen, dass es mit der SIRUI unmöglich wäre, tolle Bilder zu machen! Mit viel Nachschärfen in Lightroom/Photoshop ist es möglich „vernünftige“ Bilder zu erreichen. Aber es ist wirklich viel Nachschärfen nötig und ich habe einfach das Gefühl, hier gegen die Linse zu arbeiten, anstelle mit dieser.

Dieses Gefühl hatte ich mit der Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN nie, welche optisch wirklich herausragend ist!

Klar, wenn du etwas den verträumten Vintage-Look magst und vielleicht auch etwas in der Porträt-Fotografie unterwegs bist, wo Schärfe nicht ganz so wichtig ist, kann die SIRUI vielleicht doch “OK” sein.

Aber dennoch, eine scharfe Linse weicher machen geht immer besser als eine unscharfe Linse schärfer machen.

Und hier gibt es einfach die Sigma Contemporary 56mm 1.4 DC DN für 399€, welche scharf ist!

INIU 3 in 1 Wireless Charger Station im Test, Ideal für Reisen und Apple Nutzer!

INIU kennen wir primär aufgrund ihrer wirklich extrem guten Powerbanks. Allerdings bietet INIU auch viele andere spannende Produkte an, wie beispielsweise die INIU 3 in 1 Wireless Charger Station.

Die INIU 3 in 1 Wireless Charger Station ist primär für Apple Nutzer gemacht und bringt wie der Name schon sagt drei Ladepads mit, fürs iPhone, AirPods und die Apple Watch.

Wollen wir uns die Ladestation Mal in einem kurzen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an INIU für das Zurverfügungstellen der Ladestation für diesen Test!

 

INIU 3 in 1 Wireless Charger Station Test

Die INIU 3 in 1 Wireless Charger Station ist aus meiner Sicht ganz klar für eine primär portable Nutzung ausgelegt. So lässt sich die Ladestation zusammenfalten und somit sehr platzsparend verstauen.

Diese Ladestation besteht im Kern aus drei Ladepads. Auf der eine Seite haben wir das magnetische Ladepad für das iPhone, auf der anderen Seite jeweils ein Ladepad für die AirPods und die Apple Watch.

Du kannst die Ladestation flach aufgeklappt auf dem Tisch liegend nutzen, oder in einem 45 Grad Winkel aufstellen um das iPhone stehend zu laden.

Um die Ladestation aufzustellen, lässt sich ein verstärktes “Stoff-Teil” auf der Rückseite ausklappen. Die Stabilität ist OK, aber natürlich auch nicht überragend.

Zudem kannst du natürlich nicht das Ladepad für die Apple Watch oder die AirPods nutzen, wenn du das Ladepad aufgestellt hast.

Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-C Eingang. Über den USB-C Eingang solltest du die Ladestation mit im besten Fall 18W oder mehr versorgen.

 

Abmessungen

Die Abmessungen schwanken natürlich etwas je nachdem ob du das Ladepad aufgeklappt hast oder nicht.

Hier aber ein paar Basis-Werte:

  • Zusammengeklappt: 119 x 71 x 21 mm
  • Aufgeklappt: 241 x 71 x 12 mm
  • Gewicht : 154g

 

Leistung

Folgende Leistungen unterstützen die Ladepads, laut INIU:

  • Primäres Ladepad – 10W / 7,5W
  • AirPod Ladepad – 5W
  • Watch Ladepad – 2,5W

Wir haben hier zwar ein Apple optimiertes Ladepad mit Magsafe usw. aber prinzipiell ist dieses auch für Smartphones abseits des Apple Ökosystems geeignet. Hier funktioniert lediglich das magnetische Halten der Smartphones nicht.

Allerdings sind die AirPod und Apple Watch Ladepads etwas exotischer Natur und speziell für die Apple Produkte gemacht.

Das Smartphone Ladepad kann mit bis zu 10W laden, Apple Smartphones allerdings mit maximal 7,5W.

 

Ladedauer in der Praxis

Ich habe die Ladestation mit dem Apple iPhone 15 Pro Max getestet. Dabei habe ich die Leistungsaufnahme der Ladestation über Zeit mitgeloggt.

So dauerte eine vollständige Ladung des iPhones rund 2:28h. Was schneller ist, als ich erwartet hätte!

Dabei schwankte die Leistungsaufnahme des Ladepads selbst zwischen 8W und 10W. Effektiv werden hier aber rund 7,5W im iPhone landen, wie beworben.

 

Leerlauf Stromverbrauch

Hast du das Ladepad einfach nur mit dem Netzteil verbunden, benötigt dieses rund 0,45-0,8 W (im Sekunden Takt schwankend) aus dem Ladegerät.

Effektiv würde also ein Netzteil mit dem Ladepad dauerhaft angeschlossen rund 1W verbrauchen.

 

Fazit

Du bist im Apple Ökosystem unterwegs und suchst ein portables, kabelloses Ladegerät für dein iPhone, AirPods und die Apple Watch?

Dann ist das INIU 3 in 1 Wireless Charger Station eine gute und unproblematische Lösung! Für die Heimnutzung gibt es Ladestationen die stabiler oder besser sind, aber wenn es dir um möglichst kompakte Abmessungen angeht, dann ist die INIU 3 in 1 Wireless Charger Station super!

Dabei ist diese technisch sehr gut. So gut wie ein 3. Anbieter Apple MagSafe Ladegerät sein kann.

Kurzum, Daumen hoch für die INIU 3 in 1 Wireless Charger Station, wenn du etwas Kompaktes suchst!

Link zum Hersteller /// bei Amazon

E-Sport pur mit 360 Hz! Der BenQ Zowie XL2566K im Test

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BenQ bietet unter seiner Zowie Marke einen außergewöhnlichen Gaming Monitor an, den XL2566K. Warum? Der XL2566K ist komplett auf E-Sport und Geschwindigkeit ausgelegt.

So besitzt dieser eine Full HD Auflösung und 360 Hz, wie aber auch ein TN Panel! Ein TN Panel? Gibt es die noch?

Anscheinend! TN Panels haben zwar Nachteile bei der Bildqualität, haben aber super Reaktionszeiten.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen ob der BenQ Zowie XL2566K einfach nur schnell ist oder auch halbwegs gut aussieht!

An dieser Stelle vielen Dank an BenQ für das Ausleihen des Zowie XL2566K für diesen Test!

 

BenQ Zowie XL2566K im Test

Der Zowie XL2566K sieht sich als professioneller E-Sport-Monitor. Spannenderweise ist das Design vergleichsweise zurückhaltend für einen Gaming Monitor.

So ist dieser nicht übermäßig auffällig gestaltet, sondern hält sich optisch dezent zurück. Es gibt zwar ein paar rote Akzente, aber beispielsweise keine LEDs oder Ähnliches.

Wir haben hier halt ein Gerät, das für den professionellen Einsatz gedacht ist.

Dicke Pluspunkte gibt es für die Ergonomie! So ist der Standfuß höhenverstellbar und auch in diversen Winkeln anpassbar. Dabei wirkt der Mechanismus sehr stabil und robust.

Auf der Rückseite finden wir zur Steuerung einen kleinen Joystick, wie auch zwei Tasten. Sowohl die Tasten wie auch der Joystick sind sehr gut und wertig umgesetzt! Allgemein ist halt das OSD des Monitors fantastisch!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir folgendes:

  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Audio Ausgang

Die Anschlüsse Ausstattung ist also schon recht Basic. Aber wir haben alles was ein Monitor braucht.

Pluspunkte gibt es für das integrierte Netzteil.

 

Technisch Daten

  • BenQ Zowie XL2566K
  • 24,5 Zoll
  • 1920×1080 / 90 PPI
  • TN Panel
  • 360 Hz
  • 320cd/​m² Helligkeit
  • 1000:1 Kontrast

 

Ein TN Panel?!

Im BenQ Zowie XL2566K steckt ein TN Panel! Das ist ein dickes Ding. TN-Panels gelten im Allgemeinen als die schlechtesten Panels. Daher werden diese mittlerweile gar nicht mehr genutzt.

TN Panels haben aber verglichen mit IPS Panels und VA Panels einen großen Vorteil, sie haben die besten Reaktionszeiten.

Geht es Dir also rein um Geschwindigkeit ist ein “modernes” TN Panel nach OLED die beste Wahl!

Allerdings geht dies auch mit Nachteilen einher. TN Panels haben in der Regel keine guten Blickwinkel und zeigen sich auch bei der Farbdarstellung klar schwächer als IPS oder VA Panels.

 

Blickwinkel des BenQ Zowie XL2566K

Der traditionell größte Nachteil von TN Panels waren die Blickwinkel. Aber wir können beim Zowie XL2566K ganz klar sehen, dass wir hier ein „Premium“ TN Panel vor uns haben.

Dies ist absolut nicht mit den billigen 08/15 TN Panels vergleichbar, die es früher einmal gab.

So sind die Blickwinkel des BenQ Zowie XL2566K in Ordnung! Sitzt du vor diesem kannst du dich problemlos auch mal zur Seite lehnen, ohne dass das Bild kippt.

Aber die Blickwinkel sind schon schlechter als bei aktuellen IPS oder VA Panel Monitore. Allerdings denke ich, dass wir hier einen Punkt erreicht haben wo diese gut genug für eine normale Nutzung sind.

 

Auflösung und Bildwiederholungsrate

Der XL2566K löst nur mit Full HD auf. Erneut eine Entscheidung, die Sinn macht, wenn wir sie rein aus der Sicht der bestmöglichen Leistung betrachten.

Full HD auf 24,5 Zoll ist mittelprächtig. Es geht gerade bei Bewegungen in Ordnung, hier passen die 90 ppi. Allerdings sind bei Text, Tabellen usw. natürlich klare Pixelkanten zu erkennen.

Persönlich bevorzuge ich klar 2K oder 4K, aber ich bin auch kein E-Sportler.

Im Gegenzug bietet der XL2566K aber satte 360 Hz! Dies ist eine herausragende Bildwiederholungsrate, welche in Kombination mit dem sehr reaktionsfreudigen TN Panel für unheimlich weiche Bewegungen sorgt.

Gerade wenn du die maximale Leistung in Spielen suchst ist die Kombination aus Full HD + 360 Hz + TN Panel überragend!

Theoretisch könnten nur OLEDs dies aus Sicht der Reaktionszeiten übertreffen.

 

Farbdarstellung

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Farbdarstellung. Diese ist bei TN Panels in der Regel auch eher schwach.

Allerdings kann dieser Eindruck täuschen, denn normalerweise kommen TN-Panels nur in den billigsten Monitoren zum Einsatz und viel seltener in hoch spezialisierten Modellen, wie diesem.

Wie steht es dann um die Farbdarstellung?

Im meinem Test erreichte der Zowie XL2566K 96% sRGB, 74% AdobeRGB und 78% DCI-P3.

Sicherlich keine Werte die den XL2566K für “Fotografen” interessant machen, aber passabel für die alltägliche Nutzung. Klar wäre dies ein “normaler” 500€ Monitor, würde ich über die Werte meckern. Aber wir haben hier so ein „spezialisiertes“ Modell fürs Gaming, weshalb ich dies durchgehen lasse.

Spiele sehen farblich ausreichend gut aus!

 

Kontrast

Beim Kontrast wirbt BenQ mit 1000:1, was der übliche Kontrast-Wert eines IPS Panel Monitors wäre.

Erfreulicherweise kann der Monitor diesen Wert sogar mit 1150:1 schlagen! Damit ist der Kontrast gut. Hier gibt es nichts zu beklagen.

 

Helligkeit

Bei der Helligkeit wirbt BenQ wiederum mit 320 cd/m², was ein leicht überdurchschnittlicher Wert wäre.

Hier erreichte ich im Maximum 318 cd/m². Dies passt sehr gut zur Herstellerangabe von 320 cd/m², was ordentlich ist.

 

In der Praxis

Offen gesagt, ich bin kein Pro Gamer oder E-Sportler. Allerdings selbst ich kann in schnellen Bewegungen sehr gut sehen, wie “klar” das Bild des Zowie XL2566K ist.

Dies ist die große Stärke des XL2566K! Es gibt viele andere Monitore, welche ein sehr weiches und flüssiges Spielerlebnis bieten. Hier sehe ich zwischen 240 Hz und 360 Hz auch nicht den großen Unterschied.

Aber gerade bei den diversen VA Panel Monitoren kann es trotz hoher Bildrate ganz gerne mal zu etwas Motion Blur kommen. Hier zeigt sich der XL2566K richtig stark!

Dies liegt neben dem schnellen Panel auch an der DyAc⁺ technologie. DyAc⁺?

Ganz blöd gesagt der Monitor “flackert” super schnell mit seiner Hintergrundbeleuchtung um Ghosting zwischen zwei dargestellten Bildern zu minimieren. Optisch kannst du dies nicht wahrnehmen, außer dass das Bild super klar ist.

Ich konnte es allerdings beim Abfotografieren des Monitors beobachten.

(Durch den Rolling Shutter der Kamera ist das „Flackern“ der Hintergrundbeleuchtung halb sichtbar)

Und ja die Technik scheint zu funktionieren! Abseits von OLED Monitoren hatte ich noch nie einen Monitor vor mir der so präzise und schnell wirkte.

Dabei war die Bildqualität “OK”. Gerade in Shootern passte diese völlig. Ich würde sogar sagen es ist beeindruckend wie gut dieses TN Panel ist! Hast du noch alte TN Panels im Hinterkopf, vergiss diese, das im XL2566K ist etwas völlig anderes.

Lediglich in “taktischeren” Spielen alla Baldurs Gate hätte ich mir vielleicht etwas mehr Auflösung gewünscht. Allerdings ist dies auch Gewöhnungssache, ich bin 2K bzw. 4K Monitore gewöhnt und entsprechend fällt mir die etwas niedrigere Auflösung hier mehr auf. Die Blickwinkel wiederum haben mich nie gestört.

An dieser Stelle auch einmal ein Lob an BenQ für das OSD! Dieses hat zunächst einen sehr großen Funktionsumfang, ist aber auch wunderbar zu steuern mit super Menüführung!

 

Stromverbrauch

Ein Vorteil der 24,5 Zoll und geringeren Full HD Auflösung ist der Stromverbrauch. So braucht der Monitor bei voller Helligkeit gerade einmal 21,3 W Strom!

Dies ist ein sehr niedriger Verbrauch. Bei minimaler Helligkeit kann der Verbrauch sogar auf 12,3W sinken.

 

Fazit

Der BenQ Zowie XL2566K ist ein super spezieller Monitor, den ich auch nur einer kleinen Gruppe Nutzern empfehlen würde.

BenQ geht hier ganz klar Kompromisse bei der Bildqualität ein, um die maximale Leistung zu erreichen!

Aber Letzteres stimmt auch. Die Kombination aus TN Panel + 360 Hz + Full HD ist kaum zu übertreffen. Eventuell von OLEDs, aber diese kosten dann auch nochmal ein gutes Stück mehr.

In der Praxis ist der Monitor extrem reaktionsfreudig. In Bewegung hat das Bild beim XL2566K eine unheimliche Schärfe und Klarheit, was gerade bei schnellen Bewegungen und “Maus flicks” deutlich mehr Präzision gibt.

Hier spielt der Monitor wirklich ein Stück über anderen “normalen” Gaming Monitoren.

Ob allerdings diese noch etwas bessere Klarheit und Präzision in Spielen den Trade Off bei der Bildqualität wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke die meisten Gamer fahren mit einem 2K, 240 Hz, IPS Monitor gut, wenn nicht sogar besser.

Gerade wenn du noch andere Dinge als Gaming machst, Content Creation usw.

Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass die Bildqualität des XL2566K nicht schlecht ist! Für einen Monitor mit TN Panel ist es klar die beste die ich bisher gesehen habe.

Wir haben eine solide Farbdarstellung, sehr gute Kontraste und hohe Helligkeit. Selbst die Blickwinkel sind akzeptabel. Der BenQ Zowie XL2566K sieht also alles andere als furchtbar aus! Aber in der 500€ Preisklasse bekommst du schon Modelle die noch ein gutes Stück besser aussehen, dann aber nicht so reaktionsfreudig sind.

Kurzum, ich kann den BenQ Zowie XL2566K mit gutem Gewissen empfehlen, wenn du wirklich die absolut maximal mögliche Leistung und “Vorteil” in schnellen E-Sport Titeln suchst und bereit bist dafür etwas Bildqualität aufzugeben. In seiner Nische ist der BenQ Zowie XL2566K fantastisch.

BenQ Zowie XL2566K
POSITIV
360 Hz Bildwiederholungsrate
Sehr gute Reaktionszeiten
Fantastisches OSD
Viele Bonus Funktionen
Solide Farbdarstellung
Gute Helligkeit
Guter Kontrast
Niedriger Stromverbrauch
NEGATIV
"Nur" Full HD Auflösung
Ordentliches TN Panel, aber in der 500€ Preisklasse bekommst Du besseres, wenn es dir um die Bildqualität geht
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3x WLAN Steckdosen mit Tasmota vorinstalliert im Vergleich

Datenschutz ist bei Smart Home Produkten immer so eine Sache. Gerade bei den ganzen asiatischen Smart Home Produkten, welche doch abhängig von den Hersteller-Servern sind und entsprechend auch Daten an diese übertragen.

Aber du bist ein Enthusiast du willst keine Smart Home Produkte die von einem Server abhängig sind und unkontrolliert Daten übertragen.

Was für Möglichkeiten gibt es hier? Tasmota!

So setzen viele Smart Home Steckdosen und Produkte auf den ESP8266 Chipsatz. Dieser wird von den Herstellern entsprechend mit einer eigenen Software/Firmware ausgestattet und fertig.

Allerdings gibt es für den ESP8266 eine Alternative, Open Source Software, welche dir die volle Kontrolle über dein Smart Home Produkt gibt.

Du kannst zwar auch auf viele 08/15 Smart Home Steckdosen Tasmota installieren, vor allem die “Smart Life” Produkte, aber dies ist recht aufwendig.

Bei Amazon findest du aber mittlerweile einige Modelle die bereits von Haus aus auf Tasmota setzen. Drei unterschiedliche dieser Modelle von NOUS, Refoss und CURRYSMARTER habe ich nun für einen Test bestellt.

Wollen wir uns einmal ansehen welche der drei WLAN Steckdosen mit vorinstalliertem Tasmota die beste ist!

 

Was ist Tasmota?

Tasmota ist eine alternative Software, die für den ESP8266 und darauf basierende Geräte entwickelt wurde. Der ESP8266 ist eine Steuerungschip/Prozessor mit integriertem WLAN Modul, welcher in sehr vielen WLAN Steckdosen und Smart Home Produkten zum Einsatz kommt.

Warum? ESP8266-Boards sind zu einem niedrigen Preis erhältlich, oft für etwa 1-3€ pro Stück auf Plattformen wie AliExpress. Mit einem solchen Board, einem Relais und einem Gehäuse kann man bereits eine WLAN-Steckdose zusammenstellen.

Der ESP8266 ist wunderbar geeignet, Sensoren auszulesen, wie Temperatur-Sensoren, Relais zu steuern usw.

Natürlich benötigt der ESP8266 eine Software / Betriebssystem. Bei den meisten Modellen kommt hier entsprechend eine angepasste Software des jeweiligen Herstellers zum Einsatz, welche dann mit den Hersteller-Servern komuniziert usw.

Hier kommt nun Tasmota ins Spiel, welches eine alternative Softwarelösung für den ESP8266 ist. Anstatt sich mit einem Hersteller-Server zu verbinden, richtet Tasmota eine lokale Webseite im eigenen Netzwerk ein. Über diese Webseite können alle Informationen eingesehen und Aktionen wie das Schalten der Steckdose ausgeführt werden.

In Bezug auf den Datenschutz ist dies eine ideale Lösung, da das gesamte System lokal betrieben wird. Allerdings ist Tasmota nicht so benutzerfreundlich bzw. einfach. Es ist eher darauf ausgelegt, in andere Systeme integriert zu werden, wie beispielsweise HomeAssistant. Tasmota unterstützt Protokolle wie MQTT und ermöglicht so eine Verbindung zu verschiedenen anderen Systemen.

Es ist zwar möglich, Tasmota eigenständig zu nutzen, aber wenn der Fokus nicht primär auf maximalen Datenschutz liegt, ist dies recht unkomfortabel.

 

Unsere Testkandidaten

Folgende WLAN Steckdosen mit vor nstalliertem Tasmota habe ich für diesen Test bestellt:

Wichtig, es gibt einige dieser Steckdosen auch unter anderen Namen, teils ohne oder mit Tasmota. Gerade die NOUS A1T ist ein sehr populäres Modell, welches in der Regel auf eine “SmartLife” App Anbindung setzt.

 

Ein erster Blick auf die Steckdosen

Was die Ausstattung angeht sind unsere drei Modelle zunächst sehr ähnlich. Wir haben eine Schuko Steckdose, maximal 16A Leistung und jeweils eine Taste pro Steckdose. Diese Taste erlaubt dir das manuelle Ein/Ausschalten der Steckdosen.

Aber von den Abmessungen sind die Steckdosen schon recht unterschiedlich.

  • CURRYSMARTER 49 x 49,5 x 45 mm = 109,14 cm³ Volumen
  • NOUS 45 x 33 mm = 52,48 cm³ Volumen
  • Refoss 57 x 51 x 44,5 mm = 129,36 cm³ Volumen

Die zylindrisch geformte NOUS A1T ist klar die kleinste der drei Steckdosen. Diese ist wirklich sehr schön minimalistisch und wird auch keine angrenzenden Steckdosen blockieren.

Die CURRYSMARTER und Refoss sind hingegen um einiges größer, gerade das Refoss Modell.

Was die Verarbeitungsqualität betrifft, halte ich das Modell von CURRYSMARTER erstaunlicherweise für das Beste. Auch die NOUS ist gut gemacht.

Bei der Refoss stört mich der Übergang zwischen den Gehäuse-Teilen, welcher hier nicht ganz so sauber gemacht ist.

 

Keine herstellereigene App!

Wichtig, bei diesen WLAN Steckdosen gibt es keine herstellereigene App oder einen Fernzugriff.

Dies liegt einfach an der Tasmota Basis.

 

Einrichtung von Tasmota

Alle drei Steckdosen haben im Kern die gleiche Software, Tasmota. Die Einrichtung von Tasmota ist an sich nicht problematisch.

Nach dem Einstecken der Steckdose taucht ein neues WLAN Netz auf. Du verbindest dein Smartphone mit diesem WLAN Netz und es sollte automatisch ein Einrichtungsfenster auftauchen.

Dieses lässt dich dein Heim-WLAN Netz auswählen und das Passwort eingeben. Nach dem Verbinden wird dir kurz die neue IP Adresse der Steckdose angezeigt.

 

Tasmota, eine lokale Steuerung ohne Cloud

Um die Benutzeroberfläche der WLAN Steckdosen zu erreichen musst du ihre IP Adresse in deinen Webbrowser eingeben.

Diese erfährst du kurz bei der Einrichtung oder über die Software deines Routers.

Rufst du die IP Adresse in deinem Webbrowser auf erwartet dich eine sehr einfache Webseite. Diese zeigt dir alle Messwerte und Sensoren an, die verfügbar sind.

Zudem kannst du die Steckdose schalten. Zeitpläne, Timer oder Ähnliches lassen sich hier nicht einstellen!

 

Tasmota ist gemacht mit anderen Systemen zu arbeiten

Tasmota ist optimal dafür, in andere Steuerungssysteme wie der HomeAssistant eingebunden zu werden!

Hast du keinen HomeAssistant, IoBroker oder Ähnliches, dann würde ich die Finger von solchen WLAN Steckdosen lassen.

 

Was können die Steckdosen messen?

Folgende Werte können dir alle drei Steckdosen anzeigen bzw. messen:

  • Spannung
  • Strom
  • Leistung
  • Scheinleistung
  • Blindleistung
  • Power Factor
  • Energie heute
  • Energie gestern
  • Energie insgesamt

Zusätzlich hat die Refoss Smart Tasmota Steckdose noch einen Temperatur-Sensor, den die beiden anderen nicht haben.

 

Spulenfiepen

Leider besitzt die NOUS A1T ein deutliches Spulenfiepen im ausgeschalteten Zustand! Dies kann natürlich ein Einzelfall sein, muss es aber nicht.

 

Messgenauigkeit der Strommessung, 300V?

Alle drei Tasmota Steckdosen können den Verbrauch messen. Aber wie genau ist diese Messung?

Oh! Was ist hier passiert? Die Werte der CURRYSMARTER und NOUS weichen massiv ab. Soweit, dass die Messwerte praktisch als nicht brauchbar einzustufen sind.

Sowohl die NOUS wie aber auch die CURRYSMARTER messen die Spannung meiner Steckdose mit rund 300V! Meine Steckdose hat keine 300V, sondern 231V. Hier gibt es bei beiden Modellen einen Messfehler.

Lediglich die Refoss Steckdose misst die Spannung korrekt.

Es gibt die Möglichkeit, die Spannung einfach auf 230V zu setzen. Dafür musst du den Befehl “VoltageSet 230” in die Konsole eingeben.

Hier wird dann der Messwert überschrieben mit 230V. Allerdings wurden bei mir merkwürdigerweise die Messwerte dadurch nicht viel genauer.

Ich vermute hier wird im Hintergrund irgendwas falsch gerechnet. Dies lässt sich sicherlich über die Konsole noch anpassen, aber das sollte von Haus aus bei einem gekauften Produkt nicht nötig sein!

 

Stromverbrauch

Werfen wir einen Blick auf den Stromverbrauch der Steckdosen selbst. Dieser kann gerade beim Einsatz mehrerer Modelle durchaus relevant sein!

Die NOUS A1T bietet mit 0,55W bzw. 0,82W den niedrigsten Stromverbrauch unserer drei Tasmota Modelle.

Die CURRYSMARTER und Refoss sind effektiv gleichauf mit 0,62W bzw. +- 1,2W.

 

Fazit

Welche WLAN Steckdose mit Tasmota würde ich nun kaufen? Ich würde die Refoss Smart Tasmota Steckdose wählen.

Warum? Von Haus aus bietet diese die höchste Messgenauigkeit, wirkt an sich vertrauenswürdig und bringt noch einen Temperatur-Sensor mit.

Leider hatte ich bei der CURRYSMARTER und der NOUS einfach das Problem ,dass diese die Spannung bei mir völlig falsch gemessen haben und allgemein die Messwerte etwas “wild” waren.

Vielleicht lässt sich dies irgendwie via Software / der Konsole über Tasmota beheben, aber das sollte ja nicht der Sinn dahinter sein eine “fertige” Steckdose mit Tasmota zu kaufen.

Zudem sehe ich einfach keinen Grund beispielsweise die CURRYSMARTER der Refoss vorzuziehen, auch abseits der Verbrauchsmessung.

Die NOUS A1T ist deutlich kompakter und hat einen niedrigeren Eigenstromverbrauch, was Pluspunkt ist, aber hat im Gegenzug auch ein deutliches Spulenfiepen.

Refoss Tasmota Steckdose mit Stromzähler, Mini WLAN Steckdosen zur...
  • ⚡Tasmota Firmware Typ 4M: Bitte wählen Sie die Firmware des...
  • 🏠Einfache Verwendung: Wenn Sie Tasmota bereits verwendet haben...
  • ⚡Individualisierbare Steckdose: Die kleinsten WLAN ESP...
  • ⚡Einfache Einrichtung: A. Suchen Sie in der WLAN-Liste nach...
  • 🏠Datenüberwachung: Der Steckdose mit Bidirektionale Messung...

Von daher ist die Refoss Smart Tasmota Steckdose einfach das Modell das problemlosesten funktioniert hat. Daher würde ich dieses auch wählen, wenn du wirklich eine lokal steuerbare Tasmota WLAN Steckdose suchst!

Refoss P11 Tasmota Steckdose mit Stromzähler im Test, WLAN Steckdose mit Open Source Firmware!

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Direkt gesagt, dies ist eine WLAN Steckdose welche nur für Enthusiasten geeignet ist! Bist du ein Normalnutzer, dann lass die Finger von diesem Modell.

Aber was für ein spezielles Modell haben wir hier vor uns? Der Hersteller Refoss bietet WLAN Steckdosen mit Tasmota Firmware an.

Tasmota ist eine “alternative” offene Firmware, die auf dem ESP8266 Chip basiert. Der ESP8266 ist ein WLAN fähiger „mini computer“ , welcher in unfassbar vielen Smart Home Geräten als Controller verwendet wird.

Vor allem viele der “Smart Life” WLAN Steckdosen nutzen den ESP8266. Da Smart Life Geräte eine chinesische Smart Home Plattform sind, gibt es hier Datenschutzbedenken. Entsprechend sind einige enthusiastischer Nutzer hingegangen und haben “einfach” eine alternative Firmware auf diese Produkte aufgespielt, Tasmota.

Tasmota ist Open Source und komplett lokal! Es werden keine Daten in die Cloud gesendet.

Allerdings kann das Aufspielen von Tasmota auf solche fertigen Steckdosen etwas trickreich sein. Refoss bietet nun Smart Home Steckdosen mit Tasmota vorinstalliert an. Dies macht den ganzen Prozess etwas einfacher.

Wollen wir uns in diesem Test einfach mal ansehen, wie das Ganze aussieht und wie gut es funktioniert!

 

Refoss P11 Tasmota Steckdose mit Stromzähler im Test

Die Refoss Tasmota Steckdose ist erfreulicherweise relativ kompakt gebaut. So misst diese 57,2 x 51 x 44,6 mm.

Dabei haben wir im Kern ein sehr einfaches Design. Auch der verwendete Kunststoff ist eher auf der “einfachen” Seite.

Rein haptisch ist die Steckdose OK, aber auch bei weitem nicht das hochwertigste Modell das ich jemals in den Fingern hatte! Beispielsweise wirkt die TP-Link Tapo P110M ein gutes Stück wertiger.

An der Steckdose finden wir dem dem Schuko Stecker eine Taste mit Integrierter LED. Die Taste erlaubt dir das Schalten der Steckdose direkt am Gerät.

 

16A und beide Kontakte werden geschaltet

Die Steckdose unterstützt eine Leistung von bis zu 16A. Zudem scheint die P11 beide Kontakte zu schalten.

 

Keine Hersteller-App!

Wichtig, auf den Refoss Tasmota Steckdosen mit Stromzähler läuft nur Tasmota! Es gibt keine “Hersteller-Spezifische” App, sondern lediglich die generische Tasmota Erfahrung.

 

Was ist Tasmota?

Viele WLAN Steckdosen und andere Smart Home Produkte nutzen im Inneren den ESP8266 als “Prozessor” und WLAN Chip.

Der ESP8266 ist ganz blöd gesagt ein super Low Power Mikrokontroller/Prozessor, welcher aber genug Leistung hat um Daten übers Netzwerk zu empfangen, zu verarbeiten und entsprechend dann Dinge zu schalten oder Sensorinformationen auszulesen.

Entsprechende ESP8266 Boards bekommst du bei AliExpress z.B. für 1-3€ pro Stück. Solch ein Board + Relais + Gehäuse und schon hast du eine WLAN Steckdose.

Fehlt noch eine Software, welche dem ESP8266 erklärt, dass er sich beim Hersteller-Server melden soll und eine entsprechende Smartphone App.

Tasmota ist nun eine alternative Software für den ESP8266 und darauf basierende Geräte. Anstelle nun einen Hersteller-Server anzufunken, erstellt Tasmota eine eigene Webseite, welche nur in deinem lokalen Netzwerk aufrufbar ist.

Auf dieser Webseite siehst du alle Informationen, Daten und kannst entsprechend auch die Steckdose schalten.

Aus Sicht des Datenschutzes “perfekt”, denn das ganze System ist lokal.

Allerdings ist Tasmota auch nicht sonderlich nutzerfreundlich. Das ganze System ist eher gemacht in andere Systeme eingebunden zu werden, beispielsweise in den HomeAssistant.

Im HomeAssistant

So unterstützt Tasmota unter anderem MQTT.

“Stand Alone” ist zwar auch eine Nutzung möglich, aber sofern du nicht wirklich den maximalen Datenschutz willst, auch nicht sonderlich spaßig.

 

Vorteile von Tasmota?

Sprechen wir an dieser Stelle kurz zusammengefasst über die Vor und Nachteile von Tasmota, beginnend mit den Vorteilen.

  1. Tasmota ist komplett lokal, es werden keine Daten an 3. Übertragen.
  2. Entsprechend sind Tasmota Geräte nicht auf irgendwelche Cloud Server angewiesen.
  3. Die Performance beim Schalten ist unheimlich gut, da deine Befehle keinen Umweg über das Internet machen.
  4. Die Anbindung an Plattformen wie HomeAssistant ist sehr gut.

 

Nachteile von Tasmota?

Was sind aber die Nachteile kurz zusammengefasst?

  1. Von Haus aus kein Fernzugriff übers Internet.
  2. Einrichtung kann schwierig sein, wenn du nicht weißt, wie man IP-Adressen von lokalen Geräten herausfinden kann.
  3. Die UI ist sehr einfach und es gibt keine großen “Bonus-Funktionen”.
  4. Die Benutzung ist ohne 3. Anbieter Apps oder Plattformen kompliziert.

 

Strommessung

Ein wichtiger Faktor bei diesem Modell ist die Möglichkeit, den Stromverbrauch zu messen.

Hier zeigt dir Tasmota von haus aus folgende Informationen an:

  • Spannung
  • Strom
  • Leistung
  • Scheinleistung
  • Reactive Power
  • Power Faktor
  • Leistung heute
  • Leistung gestern
  • Leistung insgesamt

Aber wie genau sind die angezeigten Werte?

Wie so oft haben wir im ganz niedrigen Bereich, unter 10 W eine leichte Abweichung drin. Dies liegt auch daran, dass Tasmota keine Nachkommastellen bei der Leistung anzeigt. Ab spätestens 12 W lag die Steckdose aber immer +- 2% von meinem Messgerät entfernt.

 

Stromverbrauch

Für mich ist der Stromverbrauch eine wichtige Sache bei Smart Home Geräte. Diese laufen in der Regel 24/7, da ist es wichtig das diese möglichst wenig Energie benötigen.

Wie steht es hier um die Refoss Tasmota Steckdose mit Stromzähler? Wie so oft macht es hier einen Unterschied ob die Steckdose Ein- oder Ausgeschaltet ist.

  • Ein : 1,17 W
  • Aus : 0,63 W

Der Verbrauch geht in Ordnung, auch wenn ich hier schon bei anderen Modellen weniger gesehen habe. Beispielsweise die TP-Link Tapo P110M benötigt 0,1-0,2W weniger, was vermutlich aber in der Praxis keine große Rolle spielt.

Ältere Modelle benötigen hingegen meist mehr.

 

Fazit

Dies ist eine WLAN Steckdose für Bastler. Bist du kein Bastler, kaufe ein reguläres Modell von Refoss, Meross oder TP-Link und du wirst glücklicher.

Tasmota ist ein spannendes Thema, gerade wenn dir Datenschutz sehr wichtig ist! Die “Refoss Tasmota Steckdose mit Stromzähler” telefoniert nicht nach Hause und ist auch nicht auf Hersteller-Server angewiesen.

Im Gegenzug hast du nur eine sehr einfache WebUI und auch nur eine lokale Steuerung.

Willst du “mehr” dann musst du Systeme wie den Home Assistant nutzen um Daten auszulesen usw.. Wenn du den Home Assistant hast, dann ist sowas wie diese Steckdosen natürlich absolut optimal.

Also spannendes Produkt, wenn du weißt worauf du dich einlässt.

Der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren mit Tieftemperaturschutz im Test

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Günstige LiFePO4 Akkus von Herstellern wie LiTime, Redodo, Powerqueen usw. sind für uns nichts mehr Neues. Im Generellen bin ich diesen auch sehr positiv gegenüber eingestellt. Ich nutze diese Akkus seit längerem in meinen DIY Solaranlagen und hatte bisher keine Probleme.

Allerdings fehlt den meisten sehr günstigen LiFePO4 ein wichtiges Feature, ein Unter-Temperatur-Schutz.

LiTime hat nun einen neuen 100Ah LiFePO4 Akku auf den Markt gebracht, welcher weiterhin auf eine besonders hohe Preis/Leistung optimiert ist aber genau diesen Schutz mitbringt.

Wollen wir uns einmal den LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren näher im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an LiTime für das zur Verfügung stellen des Akkus für diesen Test.

 

Der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren im Test

Der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren setzt auf das gewohnte und bekannte Design von LiFePO4 Akkus.

So setzt dieser auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse mit orangen Akzenten im LiTime Logo. Das Gehäuse misst 329 x 172 x 214 mm und ist damit durchschnittlich groß für einen 100 Ah Akku.

Laut Hersteller soll dieser 10,05 Kg wiegen.

Auf der Oberseite haben wir die üblichen M8 Gewinde mit passenden Schrauben mit im Lieferumfang.

Ebenfalls mit im Lieferumfang ist eine ausführliche und gute Anleitung auf deutsch!

 

Für Trolling Motoren

Aber was bedeutet eigentlich der Zusatz “Für Trolling Motoren”? Trolling Motoren sind auf gut deutsch Außenbord-Motoren bei Booten/Schiffen.

Für die Nutzung an diesen ist der Akku optimiert. Wie sieht diese Optimierung aus?

  • Unter-Temperaturabschaltung
  • Besondere Versiegelung gegenüber (Salz)Wasser
  • Etwas höhere Spitzenleistung

Dieser Akku ist natürlich nicht nur für Trolling Motoren, Du kannst ihn auch in der Off Grid Solaranlage, Wohnwagen usw. nutzen.

Im Kern ist der Akku nur besonders versiegelt und kann in der Spitze etwas mehr Leistung bieten, was aber in keiner Situation ein Nachteil ist.

 

Warum ein LiFePO4 Akku?

LiFePO4-Akkus bieten eine Vielzahl von Vorteilen im Vergleich zu Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus.

Die Haltbarkeit von LiFePO4 ist beträchtlich höher. Sie sind wesentlich widerstandsfähiger und nicht anfällig fürs thermische Durchgehen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus vorkommen kann.

Das Aufladen und Entladen von LiFePO4 gestaltet sich unkompliziert, nicht zuletzt dank des Battery Management Systems (BMS), welcher bei diesem Typ Akkus immer verbaut ist.

Der größte Vorteil von LiFePO4-Akkus ist ihre Langlebigkeit. Sie können problemlos über 3000 Zyklen durchhalten, während Blei-Gel-Akkus oft bereits nach weniger als 100 Zyklen bei tiefer Entladung an Leistung verloren geht. Lithium-Ionen-Akkus schaffen normalerweise zwischen 300 und 1000 Zyklen.

LiTime wirbt bei diesem Akku mit folgenden Leistungs/Haltbarkeitswerten:

  • 4000 Zyklen (100% Entladetiefe)
  • 6000 Zyklen (80% Entladetiefe)
  • 15000 Zyklen (60% Entladetiefe)

Dies sind fantastische Werte!

Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus sind LiFePO4-Akkus auch weniger anfällig für Brände. Im unwahrscheinlichen Fall eines vollständigen Versagens des BMS können LiFePO4-Akkus rauchen oder dampfen, jedoch normalerweise nicht in Flammen aufgehen.

Auch hinsichtlich der Ladespannung zeigen sich die Akkus etwas entspannter im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Zusätzlich bietet das BMS Schutz vor Unterspannung, Überspannung, Kurzschlüssen und Überlast, falls etwas schiefgehen sollte.

Allerdings gibt es auch Nachteile von LiFePO4-Akkus:

  • Obwohl sie kleiner und leichter sind als Blei-Gel-Akkus, sind LiFePO4-Akkus bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Akkus.
  • Des Weiteren dürfen LiFePO4-Akkus nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius aufgeladen werden.

Letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn viele LiFePO4 Akkus haben hiervor keinen Schutz. Bei diesen musst Du selbst Aufpassen sie nicht bei unter 0 Grad zu laden. Anders der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren, welcher davor einen Schutz bietet.

 

Technische Daten

  • Prismatische LiFePO4 Zellen
  • 12.8V Spannung
  • 100Ah Kapazität
  • 1280Wh
  • 4000 Mal (25℃, 0,2C, 100% DOD)
  • 100A maximale konstante Leistung
  • Empfohlener Ladestrom 20A (0.2C)
  • 300A bis 500A maximale Leistung für bis zu 5s
  • IP65

 

Die Kapazität

Sicherlich der wichtigste und spannendste Punkt ist die Kapazität. LiTime verspricht 100 Ah. Ich habe den Akku insgesamt 5x geladen und Entladen. 3x bei 10A, 1x bei 20A und 1x bei 40A.

Dies sollte uns eine ganz gute Übersicht über die Leistung / Kapazität des Akkus geben.

Dies sieht doch gut aus! Der Akku erreichte im Test eine Kapazität im Bereich 102-103 Ah, übertrifft also die Herstellerangabe leicht.

 

Abschaltung bei zu niedriger Spannung

Ein sehr wichtiger Punkt bei solchen Akkus ist der Schutz gegen das Tiefenentladen. Das BMS dieses schützt den Akku genau davor.

Bei mir schaltete der Akku bei einer Spannung von 10,43V komplett ab.

 

Spannung

LiFePO4 Akkus haben in der Regel einen sehr flachen Spannungsverlauf. Dies gilt auch für den LiTime Akku. Schauen wir uns diesen aber einmal im Detail an.

Vollgeladen hat der Akku eine Spannung von rund 13,6V. Diese sinkt aber sehr schnell auf 13,2V ab (innerhalb von 10 Minuten bei 10A Spannung).

90% der Kapazität des Akkus spielt sich dabei im Spannungsbereich 13,2 V bis 12,6V ab.

Unterschreitet die Spannung 12,6V beginnt diese rapide zu sinken. Spätestens ab 12,5V können wir den Akku als leer deklarieren und die Spannungskurve fällt steil.

 

Fazit

Du suchst einen “Outdoor” tauglichen LiFePO4 Akku, dann kannst du den “LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren” mit gutem Gewissen wählen.

Im Kern haben wir hier einen “einfachen” LiFePO4 Akku mit 100 Ah, welcher aber eine Untertemperatur-Abschaltung und Wasserschutz bietet.

Beides Feature die in einem Outdoor-Setting durchaus interessant und relevant sein kann. Und nein, normale LiFePO4 Akkus haben in der Regel keine automatische Untertemperatur-Abschaltung, welche aber bei LiFePO4 essentiell ist!

Die Kapazität des Akkus passte dabei zur Herstellerangabe. So konnte ich im Test rund 102-103 Ah messen, was für einen Akku, der mit 100 Ah wirbt, ein mehr als solides Ergebnis ist.

Auch ansonsten macht der LiTime Akku für Trolling Motoren einen sehr guten Eindruck und ich hatte bisher auch noch nie Probleme mit günstigen Akkus von den diversen asiatischen Anbietern.

Ich habe zwei Off-Grid Solaranlagen in welchen ich solche Akkus nutze und diese laufen seit Jahren problemlos.

Daher kann ich generell LiFePO4 Akkus nur empfehlen, Haltbarkeit und Sicherheit sprechen einfach für diese und auch die Akkus von LiTime sind nach meiner Erfahrung super!

Suchst Du also ein Modell mit unter Temperatur Abschaltung und einer gewissen Wetterfestigkeit, dann ist dieser vielleicht spannend, zumal auch der Preis sehr attraktiv ist!

Mini-PCs als Server für HomeAssistant und Co. Lohnt sich das und wie hoch ist der Stromverbrauch?

Von der fantastischen Software HomeAssistant hatte ich ja schon in diesem Artikel geschwärmt. Normalerweise ist HomeAssistant ideal, um beispielsweise auf einem Raspberry PI installiert zu werden.

Allerdings ist der PI mittlerweile recht teuer, im Gegenzug sind Mini-PCs im “Intel NUC” Style deutlich günstiger geworden.

Lohnt es sich vielleicht lieber einen Mini-PC anstelle eines Raspberry PI für solche Mini-Home-Server Aktivitäten zu kaufen? Genau dieser Frage gehen wir in diesem Artikel nach!

 

Preis, Raspberry Pi vs. Mini-PC

Beginnen wir mit der Frage nach dem Anschaffungspreis. Was kostet ein Raspberry PI, welcher für den Einsatz mit HomeAssistant “optimiert” ist. Also PI + Gehäuse + Netzteil + Speicherkarte oder SSD.

(Preise zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels)

 

Alternativ mit SSD

(Preise zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels)

 

Beim Raspberry Pi summiert sich das Zubehör ganz schnell! Mit einer microSD Karte, was weniger zuverlässig ist in Kombination mit HomeAssistent, landen wir bei 111€. Mit einer SSD als Basis kostet das System 176€!

Was kostet aber nun ein Mini-PC? Wir brauchen nicht viel Leistung, selbst der schwächste Mini-PC hat mehr Leistung als der Pi. Wir wollen nur einen möglichst niedrigen Stromverbrauch.

Leider ist es bei Mini-PCs nicht ganz einfach einen Preis zu nennen, denn je nachdem ob du bei Amazon, beim Hersteller direkt oder bei Aliexpress schaust, schwanken die Preise extrem. Hier aber ein paar Beispiele:

(Preise zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels)

Du bekommst also einfache Mini-PCs für knapp unter 200€. Mini-PCs die du auch mit Windows betreiben kannst und ein Vielfaches der Leistung des PI haben.

Wichtig! Kaufe keine alten Mini-PCs. Diese bekommst du deutlich günstiger, aber sie verbrauchen deutlich mehr Strom.

Unterm Strich tun sich die Preise gar nicht so viel! Gerade wenn du bei mini-PCs etwas die Augen offen hältst, gibt es teils fantastische Deals.

 

Stromverbrauch

Beginnen wir mit der Frage nach dem Stromverbrauch. Folgende Messwerte konnte ich ermitteln, mit der gleichen SSD! Ja eine SSD kann hier einen Unterschied machen. Ich habe eine besonders sparsame SK Hynix SSD genutzt.

Folgende Werte konnte ich mit vier meiner Mini-PCs ermitteln:

Ubuntu Ubuntu (ohne Monitor) HomeAsssistant OS
Geekom Mini 11 5.2 -6.1 W 1.6 – 2.8 W 6.7 – 7.7 W
Beelink Mini S 5.5 – 7.1 W 3.6 – 5.1 W 7.2 – 7.6 W
ACEMAGIC Mini PC Celeron N5105 5.7 – 7.1 W 3.8 – 5.6 W 7.6 – 8.2 W
Geekom A5 3.7 – 4.3 W 2.9 – 3.5 W 8.9 – 9.1 W

 

Spannend! Ubuntu scheint deutlich sparsamer zu sein als HomeAssistant OS bzw. kann das system tiefer in den Ruhezustand schicken.

Gerade beim GEEKOM MiniAir 11 konnte ich teils meinen Augen nicht trauen, als im Leerlauf ohne Monitor (und bei einem Server hast du in der Regel keinen Monitor angeschlossen) ich teils Werte von unter 2W auf dem Messgerät sah.

Alle Mini-PCs bleiben aber deutlich unter 10W, egal mit welchem System. Theoretisch ist es aber sogar etwas effizienter den HomeAssistant in Docker laufen zu lassen, unter Ubuntu.

Nach diesem Test habe ich den GEEKOM MiniAir 11 als meinen “HomeAssistant” Server gewählt.

 

HomeAssistent installieren

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Nutzung der Mini-PCs als “HomeAssistant-Server”.

Im Kern hast du hier zwei Möglichkeiten.

  1. Du kannst HomeAssistent direkt auf den Mini-PCs installieren.
  2. Du kannst zunächst ein anderes (Linux) Betriebssystem nutzen und HomeAssisten auf diesem via Docker laufen lassen.

Die direkte Installation von HomeAssistant ist deutlich einfacher, auch in der Nutzung. Hier benötigst du allerdings ein externes SSD Gehäuse.

Warum?

HomeAssistant OS installiert sich immer auf dem Laufwerk auf welchen die installations-Dateien kopiert wurden.

https://www.home-assistant.io/installation/generic-x86-64

Heißt: Du musst die interne SSD des Mini-PCs extern an deinen Desktop-PC anschließen, die Installationsdateien auf die SSD schreiben und diese dann wieder verbauen.

Die Installation selbst ist an sich sehr einfach. Du lädst Dir das HomeAssistant Image herunter und schreibst das Image über das Programm Etcher auf deine SSD.

Anschließend verbaust du die SSD im Mini-PC deaktivierst unter umständen Safe-Boot (falls hier eine Fehlermeldung kommt) und das wars. Nach ein paar Minuten sollte dir eine IP Adresse angezeigt werden, welche u idn einen Webbrowser eingeben kannst, um HomeAssistant aufzurufen.

Das war es im Kern auch schon mit der Basisinstallation.

 

Reicht die Leistung?

Es gibt zwar durchaus “High End” Mini-PCs die hervorragende Leistung haben, aber die günstigen Modelle setzen meist auf sehr einfache CPUs.

Hier findest du in der Regel Prozessoren wie den Intel Celeron N5095 oder bei neueren Modellen den Intel N100.

Beides sind kleine Prozessoren, die du in einem Desktop PC möchtest. Sie reichen für sehr einfache Anwendungen aus, aber nicht für mehr. Siehe den Artikel wieviel Leistung hat der Intel N100.

Allerdings für einen PC der als “Server” für Anwendungen wie HomeAssistant, PiHole, Unifi Controller usw. dient hat selbst der Intel Celeron N5095 mehr als genug Leistung!

Beispielsweise hier die CPU Auslastung meines HomeAssistant PCs (GEEKOM MiniAir 11).

Selbst mit einigen Integrationen kommen wir im Schnitt gerade einmal auf 4-6% Auslastung. Sofern du also keine aufwendige Virtualisierungen auf den Mini-PCs laufen lassen möchtest, haben selbst die einfachsten aktuellen Intel CPUs mehr als genug Power.

 

Stimmt die Zuverlässigkeit? (Erfahrungen aus der Praxis)

Generell haben sich Mini-PCs bei mir als recht zuverlässig herausgestellt, mit Ausnahme des Minisforum UM790, welcher der einzige Mini-PC war der bei mir ausgefallen war.

Aber die Modelle von Geekom und auch weitestgehend von Beelink liefen sehr zuverlässig.

So nutze ich den GEEKOM MiniAir 11 als HomeAssistant “Basis” mit HomeAssistantOS.

Und bisher (nun schon mehrere Monate im Einsatz) gab es keinen einzigen Absturz oder sonstiges Problem!

Auch ist die Performance spitze! Gerade mit der Installation von HomeAssistant auf einer SSD.

 

Fazit

Es muss nicht immer ein Raspberry Pi sein! Dieser hat definitiv seine Einsatzzwecke, aber Mini-PCs können eine gute bzw. bessere Alternative sein!

Gerade wenn du deine Augen etwas nach guten Deals offen lässt kann sogar ein “universeller” Mini-PC mit Intel CPU günstiger sein als ein Raspberry Pi mit Gehäuse, Netzteil usw. sein.

Beim Raspberry PI summieren sich die Kosten einfach sehr schnell!

Ich selbst nutze den GEEKOM MiniAir 11 als “Server” für HomeAssistant und bin mit diesem absolut zufrieden, auch was den Stromverbrauch angeht. Um die 7W ist zwar nicht nichts, aber höchstens 2-3W mehr als beim PI.

Für solche “HomeServer” Anwendungen ist vielleicht ein Blick über den Tellerrand vielleicht keine schlechte Idee.

Ugreen Nexode Pro 100W im Test, 100W Leistung im Gehäuse eines 65W Ladegerätes

Ugreen hat in seiner Nexode Pro Serie mit dem X757 ein neues 100W USB C Ladegerät vorgestellt.

Dieses soll vor allem durch besonders kompakte Abmessungen bei hoher Leistung und wertiger Technik punkten.

So ist dieses 100W Ladegerät trotz seiner 3 USB Ports sehr klein gehalten! Damit ist es Ideal für Reisen oder einfach Fans kompakter und leistungsstarker Elektronik. Dies liegt an der Airpyra Tech in Kombination mit GaNInfinity. Also ja wir haben hier natürlich ein GaN Netzteil vor uns.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut das Ugreen Nexode Pro X757 100W wirklich ist und ob es sinnvoll war ein 100W Ladegerät in der Größe eines 65W Ladegerätes zu bauen.

An dieser Stelle vielen Dank an Ugreen für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Ugreen Nexode Pro X757 100W im Test

Sicherlich die größte Auffälligkeit am Nexode Pro 100W sind die Abmessungen. Das Ladegerät misst gerade einmal 33 x 43 x 71 mm. Damit ist dieses 100W Ladegerät (mit 3 USB Ports!) wirklich so kompakt wie viele Modelle der 60W Klasse.

Wo die hohe Leistung mehr auffällt, ist beim Gewicht. Mit 213g ist das Ladegerät zwar nicht zu schwer, ganz im Gegenteil, aber es fällt schon deutlich auf, wie “dicht” das Ladegerät zu sein scheint.

Dies passt auch sehr gut zu der generell hohen Verarbeitungsqualität!

Ugreen setzt bei diesem auf ein sehr wertiges Gehäuse aus einem grau/silbernen Kunststoff. Das Gehäuse wirkt sehr massiv und stabil verarbeitet.

Lediglich auf der Vorderseite, wo die Anschlüsse eingelassen sind, haben wir eine kleine schwarze Abdeckung.

 

Anschlüsse des Ugreen Nexode Pro 100W

Das Ugreen Nexode Pro X757 besitzt zwei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – 30W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • USB A – QC 3.0 und 22,5W Fast Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Der erste USB C Port ist ohne Frage der “Star” der Show. So kann dieser bis zu 100W liefern. Damit hat er genug Leistung auch für größere Geräte wie Notebooks. Allerdings lassen sich natürlich auch kleinere Geräte wie Smartphones ohne Probleme an diesem Port laden.

Etwas überrascht hat mich der zweite USB C Port. Dieser hat mit 30W eine ordentliche Leistung, allerdings fehlt ihm die 15V und 20V Spannungsstufe. Kein Drama, aber doch etwas überraschend.

Damit ist USB C 2 primär für Smartphones und andere kleine Geräte geeignet.

Zudem haben wir einen USB A Port. Dieser unterstützt 18W Quick Charge wie auch das 22,5W Laden diverser asiatischer Smartphones.

 

Drosselung bei Nutzung mehrer Ports

Das Ugreen Nexode Pro 100W hat eine maximale Leistung von 100W. Entsprechend kannst du nicht alle Ports gleichzeitig voll nutzen. Versuchst du dies werden diese entsprechend gedrosselt.

  • Bei der Nutzung von 2 Ports wird der primäre USB C Port auf 65W herunter gedrosselt.
  • Bei der Nutzung von 3 Ports wird der primäre USB C Port auf 65W herunter gedrosselt und Port 2 / 3 werden auf 5V/3A limitiert.

 

Welche Ladestandards werden unterstützt?

Laut meinem Messgerät unterstützt der primäre USB C Port folgende Standards:

  • USB PD 3.0 105W (PPS)
  • UFCS 63W (3,4-5,5V/3A, 5,5-11V/3A, 11-21V/3A)
  • Apple 5V 2,4A
  • BC 1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 5-12V 25W
  • QC2.0 5V 9V 12V
  • QC3.0 11,96V Max

 

Natürlich mit PPS

Das Ugreen Nexode Pro X757 100W unterstützt natürlich PPS. https://techtest.org/usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

  • USB C 1 – 3,3 – 21V bei bis zu 5A
  • USB C 2 – 3,3 – 11V bei bis zu 2,75A

Wir haben auf dem primären USB C Port die volle und maximal mögliche PPS Range. Sehr gut!

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Übertemperatur und Belastungstest

Wie üblich mache ich mit all meinen Ladegeräten einen Belastungstest. In diesem belaste ich die Ladegeräte für Zeitraum X zu 100% mit Hilfe einer elektronischen Last.

Dies habe ich auch hier gemacht. Allerdings hat das Ugreen Nexode Pro X757 100W diesen Belastungstest NICHT überstanden!

Nach rund 1,5 – 2 Stunden Volllast hat sich das Ladegerät gedrosselt, von 100W auf 65W. Spannend!

Es wäre natürlich besser, wenn das Ladegerät konstant über unbegrenzte Zeit 100W liefern könnte. Allerdings ist es gut, dass das Ladegerät eine Übertemperatur erkennt und sich entsprechend drosselt und nicht einfach komplett abschaltet.

Äußerlich hatte das Ladegerät keine bedrohliche Temperatur entwickelt (+- 75 Grad).

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB PD für die Ladegeschwindigkeit nicht groß relevant. Solange alle Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben ist alles gut.

Allerdings ist natürlich eine stabilere immer gut und ein Zeichen für eine wertige Elektronik.

Und ja, dies sieht doch soweit gut aus! Auf der 5V und 9V Stufe haben wir eine wunderbar stabile Spannung. Auf der 20V Stufe haben wir allerdings einen sichtbaren Spannungseinbruch ab 3A. Allerdings ist dies in der Praxis kein Problem.

 

Effizienz unter Last

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Effizienz des Ugreen Nexode Pro X757 100W.

Bei mir schwankte die Effizienz des Nexode Pro zwischen 77% bei sehr niedriger Last und 91% bei Volllast. Dies sind gute, wenn nicht sogar sehr gute Werte, welche aber auch so von einem High End USB Ladegerät zu erwarten sind.

Damit erfüllt das Ugreen Nexode Pro X757 100W meine Erwartungen.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit

Du suchst ein super kompaktes 100W “Reise-Ladegerät” mit 3x Ausgängen? Dann bist du beim Ugreen Nexode Pro X757 100W an der richtigen Adresse.

Das Ladegerät ist für ein 100W Modell mit 3x USB Ports sehr klein und kompakt gehalten. Dabei hat dieses aber mehr als ausreichend Leistung um sogar Notebooks zu versorgen.

Auch ein 13 Zoll Notebook + Smartphone gleichzeitig wäre an sich kein Problem.

Ja, wir können bei konstanter Volllast (über Stunden hinweg) in eine temperaturbedingte Drosselung auf 65W laufen, aber ich glaube, diese wirst du in der Praxis nicht oft erleben, wenn überhaupt!

Ansonsten ist die Technik des Ladegerätes sehr gut! So hat dieses neben USB Power Delivery auch die volle PPS Range und eine gute Effizienz.

UGREEN USB C Ladegerät, Nexode Pro 100W GaN Charger Mini USB C...

  • Sehr kleines und kompaktes Gehäuse 
  • Herausragende Verarbeitungsqualität 
  • Gute Effizienz mit 77% bis 91% 
  • 100W USB C Port 
  • Volle PPS Range
  • Nach 2 Stunden Volllast Temperatur-Drosselung auf 65W

Ist also für dich viel Leistung bei super kompakten Abmessungen eine hohe Priorität, dann ist das Ugreen Nexode Pro X757 100W eine super Wahl!

INIU 25000 mAh 100W Powerbank im Test, die beste Powerbank 2023! Eine einfach perfekte Powerbank (Update)

Die INIU BI-B63 ist ohne Frage eine der besten Powerbanks derzeit auf dem Markt. Warum? Wir haben mit 25000 mAh eine sehr hohe Kapazität und mit 65W eine Leistung, die für praktisch alles ausreicht, ob nun Smartphone, Notebook oder alles was dazwischen ist. Dabei war der Preis mit 50-60€ sehr fair!

Allerdings gab es eine kleine Überraschung, denn INIU hat die BI-B63 heimlich verbessert.

INIU 25000 mAh 100W Powerbank

Unter dem gleichen Modellnamen finden wir jetzt eine 100W Powerbank! Ja, wir haben hier auf den ersten Blick die gleiche Powerbank, mit den gleichen Abmessungen und dem gleichen Design, aber einem 100W USB C Port.

Wollen wir uns in diesem Test einmal ansehen wie gut die neue INIU 25000 mAh 100W Powerbank wirklich ist und ob sich nur die Ausgangsleistung verbessert hat!

 

INIU 25000 mAh 100W Powerbank im Test

Die INIU 25000 mAh 100W Powerbank setzt auf das vertraute und bekannte Design. So haben wir ein recht rundliches Gehäuse aus einem leicht gummierten Kunststoff, welches auf der Oberseite eine Hochglanz Abdeckung hat.

Dieses Gehäuse ist von der Verarbeitungsqualität mehr als zufriedenstellend, wenn auch sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken und kleinen Kratzern.

Die Abmessungen und das Gewicht haben sich zur alten Version nicht groß verändert. Mit nicht groß meine ich, dass das Gehäuse weiterhin 149 x 73 x 34 mm misst (genau wie die alte Version). Das Gewicht ist um rund 9g gestiegen, auf 493g.

Vergleich INI Powerbanks
INIU 20000 mAh 22,5W (Unten)
INIU 20000 mAh 65W (Mitte)
INIU 25000 mAh 100W (Oben)

493g ist für eine Powerbank mit 100W und 25.000 mAh alles andere als zu viel! Ankers Prime Powerbank 20000 mAh mit 2x 100W kommt beispielsweise auf 517g.

Unter der Hochglanz-Abdeckung auf der Front findet sich ein LC Display, welches dir den Akkustand in % anzeigt.

Als kleines Gimmick haben wir einen ausklappbaren Smartphone-Ständer.

 

Weiterhin der gleiche Modellname!

Wichtig, zwar haben wir hier ganz andere Anschlüsse, aber der Modellname der Powerbank ist weiterhin INIU BI-B63 und auch die Produktseite bei Amazon ist die gleiche.

 

Anschlüsse der INIU 25000 mAh 100W Powerbank

Die Powerbank besitzt 3 Ports, 2x USB C und 1x USB A.

  • 1x USB C – 100W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x USB C – 45W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A
  • 1x USB A – 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Das Spannendste ist der 100W USB C Port. 100W via USB C ist eine sehr beachtliche Leistung! Damit ist diese Powerbank auch für große Geräte wie Notebooks, Spielekonsolen usw. sehr gut geeignet!

Aber keine Sorge du kannst auch weiterhin kleinere Geräte wie Smartphones an dem 100W Port laden, das ist kein Problem.

Zusätzlich haben wir einen 45W USB C Ausgang, welcher spannenderweise keine 20V Stufe hat. Und ja der Aufdruck stimmt hier! Heißt der 45W Port ist für Smartphones und Tablets gut geeignet, aber nicht oder nur bedingt für Notebooks.

Der USB A Port hingegen hat ein kleines Downgrade erlitten. So bietet dieser nur noch 18W nach Quick Charge anstelle von 22,5W wie bei der alten Version.

Ich bin darüber allerdings nicht übermäßig traurig, kaum Geräte nutzen das 22,5W Laden.

Aufgeladen wird die Powerbank über den primären USB C Port, welcher laut Hersteller bis zu 65W akzeptieren soll.

 

UPDATE! USB A mit bis zu 66W! (Mit HUAWEI Super Charge 66W, SuperVOOC und DASH/WARP Charge!)

INIU scheint uns etwas beim USB A Port anzulügen. So wird dieser offiziell nur mit bis zu 18W beworben.

Allerdings laut meinem Tester bietet der Port in wirklichkeit bis zu 66W und folgende Standards:

  • Apple 5V/2,4A Charging
  • BC1.2
  • Samsung AFC 9V/12V
  • Huawei FCP 5V/9V/12V
  • Huawei SCP 3,4-12V @66W
  • QC 2.0
  • QC 3.0
  • VOOC/DASH/WARP Charging 3,3-5,5V
  • SuperVOOC 10V

Leider habe ich derzeit kein Huawei oder OPPO Smartphone im Büro um dies praktisch zu testen, aber so wie es aussieht unterstützt die INIU 25000 mAh 100W Powerbank hier auch die proprietären Schnelllade Standards!

Update: Hier gibt es leider ein negatives Update. So wie es aussieht gibt es hier einen Fehler seitens der Powerbank. So gibt diese sich zwar mit den diversen Ladestandards zu erkennen, das Messgerät hat dies also richtig ausgelesen, aber diese funktionieren in der Praxis nicht.

So haben mich einige Berichte erreicht wonach OnePlus Smartphones die Powerbank zwar als DASH/WARP Charge fähig erkennen, aber dann direkt das Laden abbrechen.

Dies kann ich mit SuperVOOC und einem Realme Smartphone bestätigen! Auch hier beginnt das Smartphone den Ladevorgang, versucht auf das schnellladen umzuschalten und bricht den Ladevorgang ab.

Es ist natürlich weiterhin möglich das es Huawei, Realme, Oppo und OnePlus Smartphones gibt bei denen es funktioniert, aber derzeit sieht das ganze eher nach einer „fehl Erkennung“ aus. 

 

Mit perfekter PPS Range, 3,3-20V/5A

Erfreulicherweise unterstützen beide USB C Ports der Powerbank PPS! Dies auch mit einer sehr großen Range!

  • USB C 1 – 3,3-20V bei bis zu 5A
  • USB C 2 – 3,3-11V bei bis zu 4,5A

Damit ist die INIU Powerbank wunderbar auch für größere Samsung Galaxy Modelle, wie das S23 Ultra geeignet!

Info: PPS steht für „Programmable Power Supply“ (programmierbares Netzteil). Das herkömmliche USB Power Delivery bietet Deinem Smartphone verschiedene Spannungsstufen, in der Regel 5V, 9V, 15V und 20V an. Hier kann das Gerät eine der vorgegebenen Spannungen auswählen und entsprechend laden. PPS ermöglicht es dem Smartphone jedoch, innerhalb eines bestimmten Bereichs, zum Beispiel 3,3-20V, frei eine Spannung zu wählen. Wenn dein Smartphone also der Meinung ist, dass es ideal wäre, mit 9,8V zu laden, kann ein PPS-Ladegerät genau diese Spannung bereitstellen.

Einige Smartphones, wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23-Serie, erfordern PPS, um die maximale Ladeleistung zu erreichen.. Ein S23 Ultra kann an einem herkömmlichen USB PD-Ladegerät mit maximal 14W laden, während es an einem PPS-Ladegerät mit 45W geladen werden kann. Wenn dein Smartphone PPS nicht unterstützt, wird diese Funktion einfach ignoriert, und das Ladegerät verhält sich wie ein normales USB PD-Ladegerät bzw. hier Powerbank.

 

Drosselung bei 100W?

Sehr viele 100W Powerbanks können nicht konstant 100W liefern, sondern drosseln sich. Teils wegen zu hoher Temperatur, teils wenn der Akkustand eine gewisse Grenze unterschreitet.

Ich hatte im Vorhinein fast sicher mit solch einer Drosselung bei der INIU 25000 mAh 100W Powerbank gerechnet, da wird das äußerlich gleiche Gehäuse wie bei der 65W Version haben.

Aber nein! Die Powerbank hält 100W weitestgehend konstant durch. Weitestgehend? Genau genommen hat sie sich bei 5% Restladung abgeschaltet, das lasse ich aber durchgehen.

Also zu mindestens bei +- 20-21 Grad Raumtemperatur hält die Powerbank 100W konstant durch.

Allerdings anscheinend recht knapp, denn den Versuch direkt nach dem Test die Powerbank zu laden, verweigerte diese. Erst nach einer kurzen Abkühlzeit ließ die Powerbank sich wieder laden. Dies sehe ich aber nicht als negativ an.

In meinem Test erreichte die Powerbank äußerlich im Bereich der Ports bis zu 57 Grad bzw. 68,7 Grad wenn ich mit der Wärmebildkamera direkt in den Port schaue.

Der Bereich der Akkuzellen bleibt dabei anscheinend komplett kalt, was gut ist.

 

Kapazität, wirklich 25000 mAh?

Einer der für mich spannendsten Punkte ist die Kapazität. Laut Hersteller soll die Powerbank 25.000 mAh bzw. 92,5 Wh bieten.

Die alte Version erreichte diese Werte sehr gut! Allerdings nach dem heimlichen Akkuzellentausch bei der VEGER 30.000 mAh Powerbank bin ich bei neuen Versionen von bekannten Powerbanks etwas vorsichtig.

Wh mAh % der HA
5V/2A 83.969 22694 91%
9V/1A 82.1787 22210 89%
9V/3A 84.5566 22853 91%
20V/1A 83.7691 22640 91%
20V/3A 85.9872 23240 93%
20V/5A 70.0927 18944 76%

Hier gibt es allerdings keinen Grund zur Sorge! Auch die neue INIU 25000 mAh 100W Powerbank hält sich wunderbar an die Herstellerangabe. Zwar fällt diese minimal niedriger aus als bei der alten Version, aber wir sprechen hier von 1-2%, was normale Serienstreuung sein kann.

Im Test erreichte die Powerbank im besten Fall satte 23240 mAh bzw. 85,9872 Wh, was satten 93% der Herstellerangabe entspricht.

Lediglich bei der 20V/5A Stufe erreichen wir etwas schwächere 70,0927 Wh bzw. 18944 mAh. Aber dies ist ein Ausreißer. Bei allen anderen Leistungsstufen übertreffen wir mindestens 22000 mAh echte Kapazität.

Es ist bei Powerbanks normal, dass diese nicht 100% der Herstellerangabe erreichen. Die Herstellerangabe bei allen Herstellern bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Hier werden wir auch wirklich 25.000 mAh haben (wenn nicht sogar mehr).

Allerdings beim Entladen muss die Spannung der Akkuzellen gewandelt werden, was nicht zu 100% effizient ist.

Eine gute durchschnittliche Powerbank erreicht eine echte Kapazität im Bereich 80-90% der Herstellerangabe. Über 90% sind sehr selten und unter 80% außergewöhnlich (in einem nicht positiven Sinne).

Entsprechend liegt die INIU 25000 mAh 100W Powerbank schon am oberen Ende der zu erwarten gewesenen Kapazität.

 

Für welche Geräte geeignet?

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ?
OnePlus Smartphones ?
Realme Smartphones ?
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Ganz grob gesagt, die INIU 25000 mAh 100W Powerbank ist für praktisch alle Geräte gut geeignet!

So ist diese zunächst für praktisch alle Apple Smartphones, Tablets und Notebooks dank der hohen Basis-Leistung des USB C Ports wunderbar geeignet.

Dank der Unterstützung einer großen PPS Range ist sie auch super für die Samsung Galaxy Smartphones, wie die Pixel Modelle. Du kannst ein S23 Ultra mit dem vollen Tempo an der Powerbank laden.

 

Kurzum, dies ist eine der besten Allround Powerbanks derzeit auf dem Markt!

 

Ladedauer der INIU 25000 mAh 100W Powerbank

Laut INIU soll die neue Version der BI-B63 mit bis zu 65W laden. Diese Angabe kann ich auch weitestgehend bestätigen! In meinem Test konnte die Powerbank mit bis zu 62W Laden, sofern du ein 65W oder Leistungsstärkeres USB PD Ladegerät nutzt.

INIU 25000 mAh Powerbank 100W Ladedauer Techtest

Eine vollständige Ladung der BI-B63 dauerte so gerade einmal 1:53h, was sehr schnell für eine Powerbank dieser Klasse ist.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. In meinem Test benötigte die Powerbank rund 99,76 Wh um selbst von 0% auf 100% geladen zu werden. Vergleichen wir dies mit der später nutzbaren Kapazität kommen wir auf folgende Werte:

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 86% 82%

(Die 20V/5A außen vor gelassen)

Wir kommen hier auf eine sehr gute Ladeeffizienz von 82-86%, was klar überdurchschnittlich ist!

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit

Ich denke dies ist die empfehlenswerteste Powerbank 2023 und vielleicht auch noch 2024! Suchst du eine Oberklasse bzw. High End Powerbank mit einer möglichst guten Preis/Leistung, dann bist du bei der INIU 25000 mAh 100W Powerbank Gold richtig!

INIU hat es hier einfach geschafft, alles richtig zu machen! Diese Powerbank ist technisch ziemlich perfekt umgesetzt.

INIU 25000 mAh 100W Powerbank

Starten wir bei der Kapazität, INIU verspricht 25.000 mAh, geliefert wird bis zu 23.240 mAh, was fantastischen 93% der Herstellerangabe entspricht. Eine herausragende “echte” Kapazität.

Fast noch besser sind die Anschlüsse. So haben wir einen 100W USB C Port, welcher auch konstant 100W liefern kann, mit einer vollen 3,3-21V bei bis zu 5A PPS Stufe.

Hierdurch kann die INIU 25000 mAh 100W Powerbank fast jedes auf dem Markt verfügbare Smartphone mit einem sehr hohen Tempo laden, egal ob nun iPhone, Samsung Galaxy S, oder Google Pixel.

Nicht nur Smartphones sondern auch große Geräte wie Notebooks, Tablets, Spielkonsolen usw. lassen sich schnell an der Powerbank laden.

Damit ist die INIU Powerbank ideal für so ziemlich alles was via USB Laden kann! Ich habe bisher selten solch eine universelle Powerbank gesehen.

Links neue Version, Rechts alte Version

Hinzu kommt eine hohe Ladegeschwindigkeit 0% auf 100% in ca. 1:53h und eine top Ladeeffizienz.

Das beste ist aber fast der Preis. Du bekommst diese Powerbank für um die 60€! Um die 60€ ist für die INIU 25000 mAh 100W Powerbank ein Schnäppchen!

INIU Laptop Power Bank, 100W PD3.0 25000mAh Hochkapazität Powerbank...

  • Hervorragende Echte Kapazität mit 23240 mAh bzw. 85,9872 Wh
  • 100W USB C Ausgang
  • Volle PPS Range
  • Von 0% auf 100% in unter 2 Stunden geladen
  • Starker USB A Port
  • Fantastische Preis/Leistung

Kurzum, du hast größere Geräte, die du laden möchtest und suchst eine Powerbank die nicht gleich 100€+ kostet? Dann kauf die INIU 25000 mAh 100W Powerbank!

Verglichen mit der ebenfalls hervorragenden alten 65W Version ist dies nochmals ein dickes Upgrade!

Ugreen Nexode Pro 160W im Test, top Technik im winzigen Gehäuse!

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Mit dem Nexode Pro 160W hat Ugreen ein neues High End USB Ladegerät auf den Markt gebracht. Dieses ist derzeit das größte Modell der neuen Pro Serie.

Diese wiederum soll sich durch ein noch hochwertigeres Design und bessere Technik auszeichnen.

Auf den ersten Blick fällt hierbei vor allem das sehr kompakte Design für ein Ladegerät mit 160W Gesamtleistung und 140W maximaler Leistung über einem USB C Port auf.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen wie gut das neue Ugreen Nexode Pro 160W wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Ugreen für das Zurverfügungstellen des Nexode Pro 160W für diesen Test.

 

Ugreen Nexode Pro X763 160W im Test

Ugreens Nexode Serie hatte im Allgemeinen schon eine sehr wertige Erscheinung. Allerdings wirkt das Nexode Pro 160W durchaus nochmal ein Stück hochwertiger als das “alte” Nexode 140W.

So setzt die Pro Serie auf ein kantiges Design und einen schicken dunkel silbernen Kunststoff. Die Verarbeitung ist dabei hervorragend! Das Ladegerät wirkt sehr hochwertig gemacht.

Auch ist dieses sehr kompakt für die hohe Leistung von 140 / 160W.

  • Ugreen Nexode Pro 160W : 32,7 x 69,8 x 69,9 mm = 159,54 cm³
  • Ugreen Nexode 140W : 34,4 x 75,3 x 75,7 mm = 196,08 cm³

Das neue 160W Modell ist also trotz 20W mehr Leistung ca. 20% kleiner als das alte 140W Ladegerät von Ugreen. Beachtlich!

Beim Gewicht gibt es wiederum kaum Unterschiede.

  • Ugreen Nexode Pro 160W : 312,5g
  • Ugreen Nexode 140W : 313,6g

Mit 312,5g ist das Ladegerät nicht zu schwer für die beworbene Leistung, ganz im Gegenteil. Allerdings wirkt dieses subjektiv schon sehr “massiv”. Wir haben verglichen mit der alten Version, die schon recht dicht wirkte, nochmals ein kleineres Gehäuse bei gleichem Gewicht.

Entsprechend ist der haptische Eindruck des Nexode Pro sehr gut!

 

Anschlüsse des Ugreen Nexode Pro 160W

Das Ugreen Nexode Pro 160W verfügt über drei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – 140W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 3 – 30W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • USB A – 22,5W Laden und Quick Charge 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Dies ist eine spannende Anschluss Ausstattung! Zunächst haben wir einen 140W USB C Ausgang, welcher den neuen USB PD 3.1 Standard nutzt.

Keine Sorge, du kannst an dem 140W Port auch normale Smartphones laden, auch wenn diese keine 140W nutzen.

Zudem haben wir einen 100W USB C Port und einen 30W Port.

Für ältere Geräte haben wir noch einen 22,5W Port, welcher zudem auch Quick Charge unterstützt.

 

PPS

Erfreulicherweise unterstützt das Ugreen Nexode Pro 160W auf allen USB C Port PPS.

  • USB C 1 – 3,3 – 21V / 5A
  • USB C 2 – 3,3 – 21V / 5A
  • USB C 3 – 3,3 – 11V / 2,75A

PPS, kurz für „Programmable Power Supply“, erweitert den herkömmlichen USB Power Delivery Standard. Während der normale USB PD Standard lediglich fixe Stufen wie 5V, 9V, 12V, 15V und 20V bietet, erlaubt PPS eine freie Spannung innerhalb eines gewissen Bereiches abzurufen.

Beispielsweise hier im Bereich 3,3-21V. Sollte dein Smartphone also meinen es würde optimal bei 7,4V oder 14,2V laden, dann kann das Ugreen Ladegerät diese Spannungen ausgeben.

Bestimmte Smartphones wie die Samsung S20/S21/S22/S23 Modelle benötigen PPS, um die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen. An einem herkömmlichen USB PD-Ladegerät lädt das S23 Ultra mit maximal 14W, während es an einem PPS-Ladegerät bis zu 45W erreichen kann. Wenn dein Smartphone PPS nicht unterstützt, wird diese Funktion einfach ignoriert, und das Ladegerät wird wie ein gewöhnliches USB PD-Ladegerät behandelt.

 

Welche Ladestandards werden unterstützt?

Laut meinem Messgerät unterstützt der primäre USB C Port folgende Standards:

  • USB PD 3.1 140W PPS
  • UFCS 63W (3,4-5,5V/3A, 5,5-11V/3A, 11-21V/3A)
  • Apple 5V 2,4A
  • BC 1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 5-12V 25W
  • QC2.0 5V 9V 12V
  • QC3.0 11,96V Max

Folgende Standards werden vom USB A Port verwendet:

  • Apple 5V 2,4A
  • BC 1.2
  • Samsung AFC 9V 12V
  • Huawei FCP 5V 9V 12V
  • Huawei SCP 5-12V 22W
  • QC2.0 5V 9V 12V
  • QC3.0 11,96V Max

Hier gibt es keine “Überraschungen”. Es werden alle essentiellen Standards unterstützt.

 

Drosselung

Du kannst natürlich nicht jeden Port des Ladegerätes voll belasten. Wir haben eine maximale Leistung von 160W.

Nutzt du mehrere Ports werden diese entsprechend gedrosselt. Nutzt du beispielsweise USB C 1 und 2 gleichzeitig haben wir eine Drosselung auf 100W und 60W.

 

Belastungstest

Ich habe das Ugreen Nexode Pro 160W für 4 Stunden mit 100W + 60W belastet. Und erfreulicherweise hat das Ladegerät diesen Belastungstest ohne Auffälligkeiten überstanden.

(Temperaturen nach ca. 2 Stunden 100% Last)

Erfreulicherweise war die Hitzeentwicklung bei mir absolut unproblematisch! Das Ladegerät erreichte nicht mal 80 Grad. Für ein Ladegerät unter konstanter Volllast ist das völlig ok!

Bei den 140W über den primären USB C Port hatte ich etwas Probleme mit meinem PD Trigger, dieser wollte hier einfach nicht dauerhaft funktionieren. Allerdings denke ich, dass dies ein Fehler bei meinem Messgerät ist. Warum?

Das Ladegerät kann problemlos über 1 Stunde 28V/5A für die Anker Prime Powerbank liefern. Also hier scheint auch die Leistung “praktisch” zu passen.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität bei USB PD Ladegeräten ist nicht ganz so wichtig wie früher bei klassischen USB A Ladegeräte. Allerdings ist eine gute Spannungsstabilität nie schlecht!

Die Spannungsstabilität sieht beim Ugreen Nexode Pro 160W richtig gut aus!

 

Effizienz unter Last

Schauen wir uns zum Abschluss einmal die Effizienz des Ladegerätes an. Hierbei vergleiche ich die Leistung, die das Ladegerät bei gewissen Laststufen aufnimmt mit der Energie, die dieses abgibt.

Die Effizienz des Ugreen Nexode Pro 160W sieht sehr gut aus! Diese schwankt zwischen 81% und 92%.

Gerade die 81% “minimale” Effizienz ist hervorragend für ein Ladegerät dieser Klasse. Die 92% maximale Effizienz sind ebenfalls sehr stark!

Vergleichen wir die Werte mit dem “alten” Nexode 140W sehen wir vor allem bei niedrigerer Last (unter 45W) eine merkbar gesteigerte Effizienz beim neuen Nexode Pro 160W.

Bei hoher Last sind dann beide Ladegeräte +- gleichauf.

 

Fazit

Das Ugreen Nexode Pro 160W ist wie zu erwarten ein fantastisches Ladegerät! Qualitativ ist dies eins der besten Ladegeräte derzeit auf dem Markt.

Allgemein sind die Ugreen Nexode und Nexode Pro einfach eine herausragende Ladegerät Serie, welche gemeinsam mit den Anker Modellen die Speerspitze der USB Ladegeräte darstellen.

Dabei ist die Nexode Pro vor allem eine Verkleinerung der normalen Nexode Modelle. Technisch ist das Ugreen Nexode Pro 160W spitze, aber abseits der 20W mehr Leistung auch nicht “besser” als das alte Ugreen Nexode 140W. Es ist nur ein gutes Stück kompakter, bei mehr Leistung!

Das Highlight ist der primäre USB-C Port, welcher bis zu 140W liefern kann und natürlich auch PPS mit der vollen Range unterstützt. Hierdurch eignet sich das Ladegerät für Notebooks, Tablet und Smartphones gleichermaßen.

Ebenfalls stark ist die Effizienz, die zwischen 81 und 92% schwankt. Vor allem die hervorragende minimale Effizienz bei niedriger Last sticht hier hervor. Oftmals ist die minimale Effizienz bei Ladegeräten mit extrem hoher Leistung eher schwach, nicht so hier!

Auch die Spannungsstabilität und die Hitzeentwicklung unter Last sehen gut aus.

Kurzum, du suchst das vermutlich beste USB C Ladegerät in der 140W Klasse und legst Wert auf kompakte Abmessungen? Dann ist das Ugreen Nexode Pro 160W genau das Richtige für dich!