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Die SAMMIX R95S Android TV Box im Test

Günstige Android TV Boxen aus Asien hatte ich schon einige im Test. Heute folgt die SAMMIX R95S TV Box welche mit einem Amlogic S905X, 2GB RAM und 4K Support überzeugen soll.

Das Ganze bekommt man für gerade mal 36€! Klingt zu gut um wahr zu sein? Finden wir es im Test heraus!

 

Lieferumfang

Die Sammix R95S TV Box wird in einer schön bedruckten und durchaus relativ vernünftig anmutenden Verpackung geliefert.

In dieser finden wir natürlich die TV Box selbst wie auch ein europäisches Stecker Netzteil, ein HDMI Kabel und eine Fernbedienung.

Die AAA Batterien für die Fernbedienung hat sich Sammix gespart, ich denke dies ist bei einem Preis von 36€ zu verkraften.

 

Die Sammix R95S TV Box

Optisch geht Sammix mit der R95S den „üblichen“ Weg. Es handelt sich auch bei dieser TV Box um einen Kasten ca  so groß wie eine Handfläche, der  primär aus Mattplastik besteht.

Um sich etwas von der Konkurrenz abzuheben hat Sammix allerdings die Kanten der TV Box abgerundet und mit Hochglanz Kunststoff versehen.

Wie ebenfalls üblich ist auch diese „China TV Box“ ordentlich mit Anschlüssen ausgestattet. Angefangen bei zwei USB 2.0 Ports über einen microSD Steckplatz bis hin zu HDMI, LAN und einem optischen Ausgang, ist alles vorhanden was man benötigt.

Die beigelegte Fernbedienung besitzt eine vernünftige Qualität und ist optisch an die des Fire TV angelehnt. Jedoch solltet Ihr wenn möglich eine Tastatur für zu mindestens die Ersteinrichtung griffbereit haben, denn die Fernbedienung hat kein Tastaturfeld was das Eingeben von Account Daten nervig macht.

 

Software

Sammix setzt bei der R95S auf Android 6.0 mit einer recht stark angepassten Benutzeroberfläche.

Hierbei wurde primär der Launcher gegen einen „TV“ optimierte Benutzeroberfläche getauscht. Diese besitzt große Kacheln und ist gut mit der Fernbedienung zu navigieren.

Sammix hat auch bereits einiges an Apps vorinstalliert. Hierzu gehören natürlich die Standard Anwendungen wie ein Media Play, Google Play Store oder auch das oft auf TV Boxen zu findende KODI Media Center.

KODI liegt hier in Version 16.1 vor. Zudem hat der Hersteller einiges an Addons vorinstalliert. Sehr viele dieser würde ich vorsichtig gesagt als „dubios“ einstufen und von der Nutzung abraten!

Ebenfalls vorinstalliert ist aber zum Beispiel auch Netflix oder hulu.

Der interne Speicher fällt mit 11GB, die  noch dem Nutzer zur freien Verfügung stehen, erfreulich groß aus.

 

Die Nutzung/Performance

In den Produktdaten wird bei der Sammix R95S TV Box mit 4K 60FPS geworben. Dies kann ich nur bedingt bestätigen. An meinem 4K Monitor steht lediglich die 4K 30Hz Option zur Auswahl, was auf das Fehlen von HDMI 2.0 hindeutet.

Unabhänig davon läuft die Box ordentlich. Andorid Apps aus dem Google Play Store lassen sich problemlos installieren und laufen auch größtenteils flüssig.

Zwar fühlt sich die Benutzeroberfläche teilweise etwas träge an, jedoch vermute ich, dass dies eher an der IR Fernbedienung und/oder der Software Optimierung des Launchers liegt.

KODI und co. laufen problemlos und nein wundert Euch nicht, dass beim ersten KODI Start dies etwas träge läuft, es werden im Hintergrund erst einmal die 1000 Pluings geupdatet.

Wenn dies geschehen ist, kann die TV Box ohne Probleme Full HD Material oder sogar 4K Videos wiedergeben, sofern letztere im passenden Format vorliegen.

Solltet Ihr Videos von einem lokalen Server streamen, gerade wenn es sich um BD Rips oder ähnliches handelt, plant ein die LAN Verbindung zu nutzen.

Das verbaute WLAN Modul ist nicht das allerschnellste!

Ansonsten macht die Box einen recht flotten Eindruck. Der Amlogic S905X ist in Kombination mit den 2GB RAM sogar ein Stück schneller als beispielsweise ein Qualcomm Snapdragon 410, was ich für den Preis als sehr ordentlich einstufen würde.

 

Stromverbrauch

Die SAMMIX TV Box besitzt ein einfaches 5V 2A Netzteil.

Unter Volllast könnt Ihr mit ca. 4,6W Stromverbrauch rechnen. Im Normalbetrieb liegt dieser mit ca. 2,5W deutlich niedriger.

 

Fazit

Kann ich die SAMMIX R95S TV Box empfehlen?

Um ehrlich zu sein nein. Die Box macht an sich durchaus einen vernünftigen Eindruck aber es gibt auf dem Markt so viele Android TV Boxen und hier habe ich einfach das Gefühl die SAMMIX ist nur eine von vielen.

Hier hat die Sunvell T95Z Plus für rund 10€ mehr einen besseren Eindruck hinterlassen. Die Sunvell ist schneller, optisch interessanter und hat vor allem Dual Band WLAN was ein dicker Vorteil ist.

Dazu kommen bei der SAMMIX die „dubiosen“ vorinstallierten KODI Plugins. Jeder kann selbst entscheiden ob er solche Plugins nutzt oder nicht, jedoch das Vorinstalliert sein hinterlässt bei mir einen faden Nachgeschmack.

37,97€ bei Gearbest

Cyberlink PhotoDirector 8 Ultra im Test, die Alternative zu Adobe Lightroom?

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Wenn es um Fotoverwaltung und grundlegende Bearbeitung geht, denken die meisten vermutlich an Adobes Lightroom.

Jedoch Lightroom ist zumindest für mich eine Hassliebe. Allerdings konnte ich bisher keine wirklich gelungene Alternative mit einem ähnlichen Funktionsumfang finden. Also ein Programm welches nicht nur Fotos bearbeiten kann sondern auch verwalten.

Nach meinen sehr positiven Erlebnissen mit dem PowerDirector 15 Ultra von Cyberlink wollte ich mir auch einmal den PhotoDirector 8 ansehen.

Freundlicherweise hat Cyberlink zugestimmt und mir diesen zur Verfügung gestellt. Kann der PhotoDirector 8 im Test überzeugen?

 

Systemanforderungen und Versionen

  • Folgende Systemanforderungen werden seitens Cyberlink angegeben:
  • Betriebssystem: Microsoft Windows 10, 8/8.1, 7 (64-Bit empfohlen) Mac OS X v10.8 oder höher
  • Bildschirmauflösung 1024 x 768, 16-Bit oder höher
  • Arbeitsspeicher 2GB
  • CPU Intel Core™ i-series oder AMD Phenom® II und höher
  • Grafikkarte 128 MB VGA VRAM oder mehr
  • Festplattenspeicher 1GB
  • Link zum Hersteller /// 59,99€ bei Cyberlink /// 72,99€ bei Amazon (BOX)

Damit ist der PhotoDirector 8 recht genügsam was die Hardware angeht. Jedoch gilt natürlich solltet Ihr mit 36MP RAW Fotos arbeiten wollen, wäre vielleicht etwas mehr als 2GB RAM hilfreich.

Trotzdem sollte diese Software auf allen aktuellen Rechnern problemlos laufen.

Vom PhotoDirector 8 gibt es drei Versionen, die Deluxe Version, die Ultra Version und die Suite Version.

Hier -> https://de.cyberlink.com/products/photodirector-ultra/compare-versions_de_DE.html findet Ihr eine Übersicht was welche Version mitbringt.

Ich würde im Normalfall ganz klar zur Ultra Version raten. Die Suite Version ist im Grunde die Ultra Version nur beinhaltet noch den ColorDirector 5, welcher speziell für Farbanpassungen ist.

In der Deluxe Version fehlen leider durchaus ein paar interessante Funktionen wie Ebenen-Bearbeitung, Multibelichtungsreihe, Weichzeichner, Ein-Klick-Vorlagen usw.

 

Installation

Ich verfüge für diesen Test über die Download Version. Diese besteht aus einer ca. 350MB großen Installationsdatei und den „Key“, welcher zur Freischaltung benötigt wird.

Die Installation geht so weit problemlos und besteht im Grunde nur aus weiterklicken. Nach der Installation werdet Ihr aufgefordert Euren CD Key einzugeben.

Dieser wird Online aktiviert, es ist allerdings keine Registrierung oder Ähnliches nötig. Allgemein hat sich dieses Aktivieren bei Cyberlink immer als sehr problemlos gezeigt.

Ihr dürft den Key im Übrigen auch auf zwei Rechnern des selben Nutzers verwenden, so wurde es mir zu mindestens von Cyberlink mitgeteilt und funktionierte bei mir problemlos.

 

Cyberlink PhotoDirector 8 Ultra

Die Benutzeroberfläche vom PhotoDirector 8 ist auf den ersten Blick zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig. Überall sind Knöpfe und Funktionen untergebracht, dessen Funktion man erst einmal herausfinden muss.

Grundsätzlich findet Ihr am linken Rand das Menü, welches je nach Bereich in dem Ihr Euch gerade befindet unterschiedliche Einstellungen anzeigt. Der mittlere und rechte Bereich ist hingegen immer gleich, hier wird Euer Bild angezeigt.

In der Bibliotheksansicht findet Ihr am linken Rand eine Übersicht mit der Möglichkeit Bilder in Eure Bibliothek zu importieren.

Diese Bilder können entweder in Ordnern sortiert werden oder nach Alben. Hierbei ist es möglich den Aufnahmen Tags oder Bewertungen zuzuordnen, die das spätere Suchen nach diesen Bildern vereinfacht.

Bei der Übersicht stehen drei Optionen zur Auswahl. Entweder werden Euch die Bilder in groß angezeigt, in groß mit einem Streifen Vorschauen unterhalb oder nur kleine Vorschauen für die schnelle Übersicht.

Wenn Ihr nun ein Bild bearbeiten wollt, wählt dieses aus und klickt oben in der Leiste auf „Anpassungen“ oder  „Bearbeiten“.

Anpassungen entspricht den üblichen Bildbearbeitungsoptionen. Wobei üblich ist hier ein sehr dehnbarer Begriff. Ihr habt die Option die Belichtung, Farben, Schärfe usw. anzupassen.

Hierbei sind diese Anpassungsmöglichkeiten sehr detailliert. Ihr habt beispielsweise nicht nur einen Belichtungsschieber sondern könnt diese gezielt für „hellste“, helle“, „Mittelton“, „dunkle“ und „dunkelste“ Stellen anpassen.

Sollte Euch dies zu viel sein, kein Problem es gibt einen Automatik Modus. Dieser hat auch in 90% der Fälle einen sehr guten Job gemacht, bei welchem ich nur ein wenig per Hand noch nachjustieren musste.

Da es ansonsten zu viel wäre, liste ich hier einfach mal alle Anpassungsmöglichkeiten unkommentiert auf.

  • Belichtung
  • Kontrast
  • Klarheit
  • Dynamik
  • Sättigung
  • HDR Effekt (Stärke, Radius, Balance)
  • Kante (Stärke, Radius, Balance)
  • RGB Diagramm
  • RGB Belichtungskurve
  • Sättigung (für die einzelnen Farben)
  • Teiltonung (Für Lichter und Tiefen separat)
  • Schärfe (Betrag, Radius)
  • Kantenmaskierung
  • Rauschreduzierung (Luminanz, Detail, Textur, Farbe, Detail)
  • Objektivkorrektur
  • Fischaugenverzerrung
  • Chromatische Aberration
  • Entfernen von Vignettierung
  • Vignettierung Einfügen (Schattierung, Größe, Rundung, Weiche Kante)

 

Wie man sieht ist das eine ganze Menge an Anpassungsmöglichkeiten. Hierbei übertrifft der PhotoDirector 8 Ultra sogar Lightroom ein wenig.

Aber nicht nur die Masse ist vorhanden, sondern die Anpassungen sehen auch wirklich gut aus! Gerade die Rauschreduzierung und auch das Nachschärfen macht einen guten Job.

Wem das zu viele Schieber sind, kann auch aus einigen Vorlagen auswählen. Hierbei handelt es sich um eine Art Bildfilter, welche allerdings nicht mit Instagram vergleichbar sind.

Diese sind wirklich gut und hochwertig. Die meisten dieser Vorlagen sehen wirklich natürlich aus. Klar gibt es auch ein paar „übertrieben“ künstlerische Vorlagen, aber selbst diese sehen nicht so aus als kämen sie aus einer 08/15 Smartphone App.

Ich denke für viele Nutzer wird es ausreichen einfach diese vordefinierten Vorlagen zu nutzen.

Solltet Ihr einen speziellen Style haben in denen Ihr alle Bilder bearbeitet, könnt Ihr daraus auch eine Vorlage selbst erstellen.

Neben diesen Anpassungsmöglichkeiten gibt es aber auch noch andere Bearbeitungsmöglichkeiten. Diese verstecken sich passend unter der „Bearbeiten“ -Schaltfläche.

Hier finden sich Anpassungsmöglichkeiten für Porträts (weichzeichnen der Haut usw.) wie auch die Möglichkeit gewisse Elemente aus dem Bild zu entfernen, HDR und Panorama Aufnahmen zu erstellen usw.

Grundsätzlich bin ich recht zufrieden mit diesen Anpassungsmöglichkeiten. Gerade das inhaltssensitive Löschen hat erstaunlich gut funktioniert, die Smart-Ausbesserung hingegen gar nicht.

Ich verstehe auch nicht so recht was die Smart-Ausbesserung besser können soll als das inhaltssensitive Löschen.

Schöne kreative Effekte lassen sich auch mit Funktionen wie „Farbspritzer“ erreichen. Hier könnt Ihr beispielsweise eine Farbe auswählen und alle anderen Farbtöne im Bild werden schwarz/weiß.

Etwas was ich sehr gerne genutzt habe, und vor PhotoDirector 8 per Hand in Photoshop erstellt habe, ist das Einfügen von „Farbschatten“ oder Blendflecken.

Zu guter Letzt die „Ebenen“. Hier habt Ihr die Möglichkeit mehre Ebenen zu erstellen auf welchen ihr malen könnt oder Text einfügen.

Das Ganze ist allerdings recht rudimentär. In der Praxis sehe ich hier das Einfügen von Text als das Einzige was wirklich Sinn macht. Wer auf seinen Bildern groß rummalen möchte, findet in Windows 10s Paint fast eine bessere Option.

Kommen wir langsam zum Schluss, es gibt zwar noch mehr Features und Möglichkeiten aber ich hoffe das hat schon einmal eine gewisse Übersicht geliefert.

 

Formate

Der PhotoDirector 8 Ultra zeigte sich recht unproblematisch in meinem Test was Datei Formate anging.

Angefangen bei JPGs über TIFF bis hin zu PSD wurde alles „gefressen“ und ließ sich problemlos bearbeiten. Auch die RAW Dateien aus meiner Sony A7r und Nikon D5500 bereiteten keine Probleme.

Wenn man auf die Hersteller Webseite schaut, findet man eine sehr lange Liste mit unterstützten Kameras für die RAW Entwicklung.

Diese Liste sieht soweit recht vollständig aus, auch wenn ein paar sehr neue Kameras fehlen wie z.B. die Canon EOS 5D Mark IV oder Nikon D5600.

Das heißt im Übrigen noch lange nicht, dass die RAW Dateien aus diesen Kameras nicht bearbeitet werden können!

Beim Export fällt die Formatvielfalt etwas kleiner aus. Hier stehen Euch JPG, TIFF und PNG zur Auswahl. Natürlich lässt sich auch eine Kompressionsstufe festlegen und die Auflösung verändern.

 

Performance

Bei der Performance des PhotoDirector 8 Ultra sehe ich Vor -und Nachteile. Beginnen wir mit dem Positiven, dies wäre primär die Exportzeit von Bilder.

Diese ist gerade bei größeren Sammlungen merklich schneller als bei Adobe. Etwas langsamer ist dabei die Bearbeitung.

Damit meine ich nicht das verstellen von Einstellungen wie Helligkeit usw., das wird sofort übernommen, jedoch gibt es eine kurze Ladezeit wenn man ein Bild öffnet oder zwischen den einzelnen Bearbeitungsmenüs wechselt.

Dies ist keine lange Ladezeit, wir sprechen hier von 2 Sekunden bei einem 36MB RAW Bild, jedoch diese ist vorhanden.

Probleme mit Abstürzen oder Bugs hatte ich keine.

 

Fazit

Der Cyberlink PhotoDirector 8 Ultra ist das einzige Programm was ich bisher gefunden habe, welches wirklich mit Adobes Lightroom mithalten kann!

Lightroom ist vermutlich zu Gunsten von Photoshop immer noch etwas eingeschränkt was viele erweiterte Bearbeitungsfunktionen angeht.

Diese Schwäche hat der PhotoDirector 8 nicht! Cyberlink hat hier wirklich alles an Funktionen hineingepackt was man finden konnte.

Angefangen bei den klassischen Bearbeitungsmöglichkeiten wie Helligkeit, Kontrast, Schärfe über erweiterte Features wie eine Bild Retusche, HDR und Panorama Erstellung bis hin zu einfachen Bildfiltern, welche auch durchaus gut aussehen können, bietet der PhotoDirector 8 Ultra ein erfreulich großes Feature Paket.

In diesem übertrifft es auch ganz klar die Konkurrenz von Adobe. Aber auch die Qualität dieser Funktion wie der Rauschunterdrückung ist tadellos.

Schwächen sehe ich etwas bei der Übersichtlichkeit. Aufgrund dieser vielen Funktionen wirkt die ansonsten gute Benutzeroberfläche etwas überladen. Hier benötigt es am Anfang vielleicht etwas Eingewöhnung.

Wenn diese vorhanden ist, wird man mit dem PhotoDirector 8 hervorragende Ergebnisse erzielen können! Dies gilt sowohl für Einsteiger wie aber auch für semi-professionelle Nutzer!

Das UMI Z Smartphone im Test, das neuste Smartphone aus China mit Helio X27 SoC und 4GB RAM

UMI gehört zu den größten Asiatischen Smartphone Herstellern welche Ihre Produkte eigentlich nicht regulär auf dem Deutschen Markt vertreiben.

Dies heißt aber noch lange nicht, dass diese Smartphones deshalb schlecht sind, ganz im Gegenteil!

Die Qualitätsansprüche steigen auch in China immer weiter und die Hersteller werden immer besser darin hohe Qualität zum niedrigen Preis zu liefern.

Allerdings würde ich auch niemals ein Smartphone von Elephone oder UMI „blind“ kaufen. Die technischen Daten sehen meist klasse aus, aber oftmals wurde doch an versteckten Ecken wie den Lautsprechern usw. gespart.

Wie sieht es beim neuen UMI Z aus? Wir sehen hier das übliche Bild, auf dem Papier ist das Smartphone fast zu gut um wahr zu sein, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Ist das UMI Z zu empfehlen? Finden wir es im Test heraus!

 

Technische Daten

 

Bestellung

Das UMI Z ist aktuell nur aus Asien auf Plattformen wie Aliexpress, Gearbest oder eFox, um nur ein paar zu nennen, zu bekommen.

Beachtet aber das natürlich bei einem Kaufpreis über 27€ Zollgebühren anfallen können. In der Regel müsst Ihr also einen Zollbesuch und +19% einplanen.

Wenn Ihr dies nicht wollt, ist mein Tipp bestellt bei Gearbest und wählt den Germany Express bzw. Germany priority Line aus.

In diesem Fall wird die Ware über Umwege (meist England) zu Euch kommen, dabei müsst Ihr allerdings KEINEN Zoll oder sonstige Gebühren bezahlen. Auch den Besuch beim Zoll könnt Ihr Euch so sparen.

Ich habe das Smartphone auch so bestellt und duzende andere Produkte, es funktioniert wirklich problemlos weshalb ich bei Bestellungen aus Asien immer NUR Gearbest empfehlen würde (mir ist kein anderer Händler bekannt, welcher ähnliches bietet)

Nur mit einer etwas höheren Versanddauer von ca. 9-18 Tagen muss man meist rechnen, wobei dies aus Asien immer noch recht schnell ist.

 

Lieferumfang und Verpackung

Das UMI Z wird in einer „Blech Dose“ geliefert, was mittlerweile schon so ein wenig das Markenzeichen von UMI zu sein scheint.

In dieser Dose finden wir das Smartphone, ein europäisches Schnellladegerät, ein USB C Kabel und ein Sim-Karten -Auswurftool.

 

Das UMI Z

Das UMI Z ist aktuell in zwei Farben verfügbar, gold und grau. Die graue Version verfügt über eine schwarze Front, während die goldene Version eine weiße Front besitzt.

Grundsätzlich würde ich immer zur grauen Version raten, da man hier die schwarze Display- Umrahmung weniger sieht. Allerdings da die goldene Version schneller Lieferbar war, habe ich diese gewählt.

Das Gold wirkt grundsätzlich sehr dezent und elegant, also habt auch nicht allzu viel Angst vor dieser Farbe.

Die Rückseite des UMI Z besteht wie mittlerweile meist üblich aus Aluminium, welches sich auch durchaus hochwertig anfasst. Unterbrochen wird die Rückseite lediglich von den üblichen Antennenstreifen, ich bin gespannt wann es endlich gelingt, dass wir auf diese verzichten können.

Sehr auffällig auf der Rückseite ist die große Kamera. Hier könnte man auf den ersten Blick denken, dass dies eine Dual Kamera ist, jedoch täuscht hier der Schein etwas.

Es handelt sich lediglich um eine 13MP Kamera mit einem zusätzlichen Fokus Sensor.

Ansonsten ist nicht viel auf der Rückseite zu finden. Der Fingerabdrucksensor ist auf der Front angebracht und dient auch als Home Taste.

Diese lässt sich allerdings nicht physisch drücken. Auch wenn man es nicht sieht befinden sich neben der Home Taste zwei kapazitive Sensoren.

Der größte Teil der Front wird natürlich durch das 5,5 Zoll Full HD Display eingenommen. Oberhalb des Displays ist eine 13MP Frontkamera angebracht.

Geladen wird das UMI Z über einen USB C Port auf der Unterseite, dort befindet sich ebenfalls der Monolautsprecher. Der Kopfhöreranschluss ist hingegen auf der Oberseite angebracht.

Sehr ungewöhnlich aber leider war die Verarbeitung meines „Z“ nicht so perfekt wie ich dies eigentlich von asiatischen Smartphone -Bauern gewohnt bin, hier hat anscheinend Jemand bei der Qualitätskontrolle geschlafen.

Um das Display ist ein Bereich lackiert hier ist jedoch die Farbe bei meinem UMI etwas verlaufen, was suboptimal aussieht. Es ist sogar etwas Lack aufs Display geraten, dieser ließ sich allerdings abreiben.

 

Software

UMI setzt beim Z auf Android 6.0, allerdings wirbt man mit einem OTA Update auf Android 7.0. Zum Zeitpunkt dieses Tests ist allerdings noch kein Update verfügbar.

Ich gehe jedoch davon aus, dass dieses noch erscheinen wird, bei sowas ist UMI meist recht zuverlässig.

Beim verwendeten Android handelt es sich um eine Version welche sehr nah an Stock Android angelehnt ist. Stock Android = Standard Android ohne herstellerspezifische Anpassungen.

UMI hat hier lediglich das Farbschema leicht verändert, wie auch ein paar zusätzliche Features in den Einstellungen untergebracht.

Was die Apps angeht hielt sich UMI erfreulicherweise sehr zurück. Ihr findet nur die Standard Android und Google Apps.

Es sind keinerlei „Bonus Anwendungen“ oder Werbe Apps vorinstalliert. Von den 32GB internen Speicher sind noch 24,5GB frei.

Erfreulicherweise lässt UMI einem sogar die Wahl ob man die Hardware Tasten oder Software Tasten nutzen möchte.

Sogar die Anordnung der Software Tasten lässt sich konfigurieren. Ebenfalls etwas erweitert konfigurieren lässt sich die Benachrichtungs-LED.

Das war es an sich auch schon was die Software angeht.

 

Display

Das UMI Z verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD Display. Hierbei soll es sich um ein Sharp IGZO Panel handeln, klingt ja erst einmal gut.

Das Sharp Panel sieht auch in der Praxis gut aus. Farben sind kräftig und klar und Kontraste für ein Smartphone der 200€ Preisklasse gut.

Minuspunkte gibt es für den schwarzen Rahmen um das Display Panel und die leichten Ausleuchtungsschwächen im unteren Bereich bei voller Helligkeit.

Wo wir bei der Helligkeit sind, diese ist solide und subjektiv recht gut. Auch mein Messgerät bestätigt eine solide maximale Helligkeit.

Man kann hier zwar nicht mit einem Samsung Galaxy S7 mithalten aber die Ablesbarkeit im Freien sollte gegeben sein, auch im Sommer.

Auf Gorilla Glas wird leider verzichtet, dies wirkt sich weniger auf die Kratzfestigkeit aus, jedoch sieht man, dass das Display weniger resistent gegenüber Fingerabdrücken ist.

 

Sound

Der Lautsprecher des UMI Z ist auf der Unterseite des Smartphones angebracht. Natürlich ist diese Positionierung suboptimal, der Lautsprecher ist allerdings vernünftig.

Zum einen lässt sich dieser nur schwer verdecken, selbst wenn dieser zugehalten wird, kommt irgendwie noch Ton aus dem Gerät, zum anderen ist das UMI Z ziemlich laut.

Natürlich ist der Lautsprecher recht dünn, aber auch auf 100% ist keine größere Verzerrung zu hören.

Für Benachrichtigungen, ein wenig WebRadio oder Youtube reicht das Ganze völlig.

Auch der Kopfhöreranschluss ist soweit vollkommen Okay.

Beim Telefonieren ist mit das UMI Z weder besonders positiv noch besonders negativ aufgefallen. Die Ohrmuschel könnte etwas lauter und klarer sein, aber das war es auch schon.

 

Kamera

Als Kamera kommt im UMI Z ein Sensor von Samsung zum Einsatz. Ganz genaugenommen handelt es sich um den S5K3L8 Sensor. Dieser besitzt eine Auflösung von 13 Megapixeln und eine Blende von F2.2.

Schauen wir uns ein paar Testbilder an. Diese sind wie üblich im Automatik Modus gemacht und nicht nachbearbeitet.

Die Bilder sind akzeptabel. Die Schärfe ist in Ordnung, zumindest beim Tageslicht, Farben wirken allerdings etwas matt, dies ist natürlich auch ein wenig der Jahreszeit geschuldet.

Im Großen und Ganzen gehen die Aufnahmen in Ordnung, bei Tageslicht. Bei Nacht oder schlechten Lichtverhältnissen bricht jedoch die Bildqualität des UMI Z massiv ein.

Dies ist natürlich unter anderem der Blende von f2.2 geschuldet. Bei Dunkelheit werden die Bilder sehr weich und verrauscht.

Für jemanden der viel bei schlechtem Licht fotografiert ist das Z leider kaum zu gebrauchen.

Sehr gut ist etwas überraschend der Autofokus. Dieser ist hervorragend! In dieser Preisklasse habe ich noch kein schnelleres Smartphone gesehen was den AF angeht.

Auch die generelle Arbeitsgeschwindigkeit ist soweit Okay. Eine nennenswerte Verzögerung beim Fotografieren gibt es mit dem UMI Z nicht. Selbst HDR Aufnahmen werden sofort verarbeitet, zu schade, dass die Bildqualität so mittelmäßig ist.

 

Benchmarks

Im UMI Z ist der neue Helio X27 „Deca Core“ verbaut. Dieser taktet mit 2,6GHz und hat 4GB RAM zur Verfügung gestellt.

Um einen groben Eindruck zu erhalten was der X27 zu leisten vermag schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

 

Ich bin positiv überrascht! Mit über 100.000 Punkten im Antutu Benchmark ist das UMI Z bzw. der Mediatek X27 eins der schnellsten Smartphones!

Der Qualcomm Snapdragon 820 ist gerade mal 21% schneller als der Helio X27, was ein hervorragendes Ergebnis ist!

Damit ist das UMI Z in der Theorie sogar schneller als ein Huawei P9 Plus.

Auch andere Benchmarks bestätigen diese sehr guten Ergebnisse, auch wenn hier teilweise das P9 Plus etwas besser abschneidet als das UMI Z.

 

Das UMI Z im Alltag

Hohe Werte in Benchmarks sind natürlich immer schön, allerdings ist die Leistung im Alltag viel wichtiger, wie schlägt sich hier das UMI Z?

Ganz gut, allerdings auch nicht perfekt. Nicht falsch verstehen das UMI Z ist ein sehr schnelles Smartphone für seine Preisklasse, aber dafür, dass viele Benchmarks gerade mal 20-30% langsamer waren als bei einem Samsung Galaxy S7 oder Goolge Pixel spürt man im Alltag einen größeren Unterschied zu diesen.

Die Benutzeroberfläche und auch die Standard Apps wie Twitter, Chrome usw. laufen natürlich absolut flüssig, aber beispielsweise beim Verstellen „klebt“ der Helligkeitsschieber nicht am Finger sondern hängt etwas hinter der Bewegung her.  Auch beim Tippen spürt man eine leichte Verzögerung.

Meine Vermutung ist, dass dies kein Problem der Prozessor Leistung ist sondern entweder ein Software „Fehler“ oder das UMI am Touchscreen gespart hat, welcher einen höheren Input Lag hat als „High End Smartphones“.

Jedoch in der 200€ Preisklasse ist die Leistung tadellos, mit den Flaggschiff-Smartphones dieser Welt kann man aber nicht ganz mithalten.

Spiele laufen im Übrigen weitestgehend sehr gut und das auch auf einer hohen Qualitätsstufe. Dies gilt natürlich auch für aufwendige 3D Games. Hier spürt man durchaus die Power des Helio X27 Chips.

Etwas enttäuscht hat mich der Fingerabdruckscanner bzw. die Home Taste. Diese ist zwar dauerhaft aktiv, reagiert aber nicht wie beim iPhone auf Druck.

Nur wenn Euer Finger richtig erkannt wird, schaltet sich das Display ein. Leider war die Treffsicherheit bei mir nicht gut, gerade dann wenn man den Finger etwas verdreht auf den Sensor legt.

Abgesehen davon und dem Input Lag habe ich nichts mehr zu bemängeln. GPS hat problemlos funktioniert, die Benachrichtungs LED war hell und gut erkennbar und auch die Software fühlte sich gut in der Nutzung an.

Hier bin ich allerdings noch auf das Android 7.0 Update gespannt.

 

Akkulaufzeit

UMI setzt beim Z auf einen 3780mAh Akku. Dies für so ein kompaktes und leichtes Smartphone schon relativ viel.

Wie lange hält der Akku in der Praxis? Bei meinem üblichen Nutzungstest, also einer gemischten Nutzung aus Websurfen, Social Media (Twitter) und ein wenig spielen, erreichte das UMI Z rund 7 Stunden Akkulaufzeit.

Wenn die Display -Helligkeit hochgedreht wird, reduziert sich dieser Wert etwas auf rund 5-6 Stunden.

Damit liefert das Z eine gute Akku Laufzeit mit welcher selbst „Hardcore“ Nutzer durch den Tag kommen sollten. Normal Nutzer sollten sogar zwei Tage hinkommen.

Etwas schlechter war allerdings die Standby Laufzeit. Hier verbrauchte das Smartphone für meinen Geschmack etwas zu viel Energie. Also das UMI Z in die Ecke legen und nach einer Woche ist immer noch Akku vorhanden ist nicht möglich.

 

Fazit

Das UMI Z ist ein hervorragendes Smartphone und in der 220€ Preisklasse ein wirkliches Monster.

Dies gilt gerade für die Leistungsfähigkeit des Helio X27 SoC. Dieser ist gerade mal 20-40% langsamer als der Snapdragon 821, welcher im Google Pixel steckt. Aber auch abgesehen davon ist das UMI ein gutes Smartphone.

Das Display ist gut, die Haptik hochwertig und die Akkulaufzeit mehr als solide.

Leider gibt es mal wieder das übliche Defizit, die Kamera. Bei guten Lichtverhältnissen würde ich die Kamera noch als Okay durchgehen lassen, aber bei Dunkelheit ist diese selbst für ein Smartphone der 200€ Preisklasse unterdurchschnittlich.

Dies ist sehr schade, denn mit einer Kamera welche nochmals eine Stufe besser wäre hätten wir hier das so ziemlich beste Smartphone der 220€ Preiskategorie.

Daher wenn Euch die Kamera nicht so wichtig ist, kann ich das UMI Z empfehlen, gerade dann wenn das Android 7.0 Update ausgerollt wird.

Jedoch gibt es auch interessante Alternativen. Hier wäre zum Beispiel das Bq Aquaris X5 Plus zu nennen oder auch das Huawei P9 Lite, welche vielleicht nicht ganz so viel CPU Power haben, dafür aber unter anderem mit deutlich besseren Kameras punkten können. Zudem hättet Ihr hier den Vorteil des europäischen Kundendienstes.

Eventuell wäre das Xiaomi MI5S auch eine interessante Alternative. Dieses ist dem UMI Z in allen Punkten überlegen und kann sogar mit absoluten High End Smartphones mithalten und ist auch schon für unter 300€ zu bekommen.

Das Razer Blade Late 2016 Erfahrungsbericht, das beste Windows Notebook?!

Das Razer Blade war eine der größten Überraschungen der letzten Jahre. Ein „Computermäuse“ Hersteller bringt plötzlich ein Notebook auf den Markt, welches auch noch verdammt gut ist.

Wie aus dem Nichts hat es Razer geschafft einer der führenden Hersteller zu werden was kompakte Gaming Notebooks angeht.

Wobei „Gaming“ hier sehr relativ ist. Das Blade nur auf seine Gaming Eigenschaften zu reduzieren würde diesem Gerät unrecht tun.

Razer hat hier einfach ein wie ich finde wunderschönes Notebook geschaffen, welches nur ein Problem hatte. Das Razer Blade war sehr lange Zeit nicht in Deutschland erhältlich.

Dies hat sich aber nun geändert und das Blade wird von Razer auch in Deutschland verkauft, inklusive deutscher Tastatur.

Kann das Razer Blade „late 2016“ im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten

  • Razer Blade 
  • Intel® Core™ i7-6700HQ-Vierkern-Prozessor mit Hyper-Threading 2,6 GHz / 3,5 GHz (Basistaktung/Turbo)
  • NVIDIA® GeForce® GTX 1060 (6 GB GDDR5 VRAM)
  • 16 GB Dual-Channel-Onboard-Speicher (DDR4, 2133 MHz)
  • Windows® 10 64-bit
  • 256GB / 512GB / 1 TB SSD (PCIe M.2) options
  • 14 Zoll (35,6 cm), IPS, Full HD, Non-Glare, 16:9 (Seitenverhältnis), 1920×1080, mit LED-Hintergrundbeleuchtung / 14 Zoll (35,6 cm), IGZO, QHD+, Seitenverhältnis 16:9, 3200 x 1800, mit LED-Hintergrundbeleuchtung, kapazitiver Multi-Touch
  • Anti-Ghosting-Tastatur mit Chroma-Hintergrundbeleuchtung
  • Killer™ Wireless-AC 1535 (802.11a/b/g/n/ac + Bluetooth® 4.1)
  • Thunderbolt™ 3 (USB-C™)
  • USB 3.0 Anschluss x3 (SuperSpeed)
  • Video- und Audio-Ausgang (HDMI 2.0)
  • 3,5 mm Kopfhörer-/Mikrofon-Kombo-Anschluss
  • Interne HD-Webcam (2,0 MP)
  • Integrierte Stereo-Lautsprecher
  • Array-Mikrofon
  • Kensington™ Security Slot
  • Kompakter 165-Watt-Netzadapter
  • Integrierter, wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 70 Wh
  • 17,9 mm (Höhe) x 345 mm (Breite) x 235 mm (Tiefe)
  • Approx. Weight (QHD+): 1,95 kg
  • Approx. Weight (Full HD): 1,89 kg

 

Lieferumfang und Verpackung

Razer weiß wie man ein Produkt präsentieren kann. Das Notebook wird in einem Schwarz grünen Karton geliefert welcher das Notebook durchaus gut in Szene setzt.

Leider fällt der Lieferumfang nicht so großzügig aus.

Neben dem Notebook, den üblichen Anleitungen und dem Netzteil liegt leider nichts weiter in der Box.

Solltet Ihr das Netzteil nachkaufen wollen, dieses kostet 150€ bei Razer.

 

Das Razer Blade

„Schwarzes Macbook“ ist durchaus eine gute Beschreibung für das was uns Razer hier bietet. Das Gehäuse des Blade besteht zum größten Teil aus einem Aluminiumblock in welchen die Ports und Tasten hineingefräst wurden.

Dies verleiht dem Notebook eine unheimlich hochwertige und robuste Haptik.

Gäbe es das große und recht auffällige Razer Logo, welches auch grün beleuchtet ist, nicht auf der Rückseite könnte man wirklich denken das dies ein schwarz lackiertes Macbook ist.

Dies meine ich sogar sehr positiv! Denn auch die Verarbeitung ist durchaus auf Apple Niveau, mein Razer Blade besitzt lediglich einen kleinen Schönheitsfehler und ist ansonsten perfekt.

Die linke Maustaste steht etwas über dem Gehäuse hervor, was aber auch kein großer Makel ist.

Selbst das 14 Zoll Display, welches mit einem großen Scharnier am Gehäuse befestigt ist, lässt sich ohne Probleme mit einem Finger öffnen.

Im inneren finden wir noch mehr Aluminium und eine große RGB beleuchtete Tastatur mit zwei Lautsprechern zur linken und rechten.

Hier muss man aber auch dazu sagen, dass das Blade einen relativ großen Rahmen um das Display hat. Zwar ist das Notebook immer noch recht kompakt und vor allem dünn, jedoch wäre ein Dell XPS 15 nur minimal größer, trotz des 15,6 Zoll Displays.

Auch beim Gewicht bringt das Razer Blade(1,89KG/1,95KG) etwas mehr auf die Waage als das Dell XPS 15(1,78KG) oder sogar ein aktuelles 15 Zoll MacBook Pro(1,83KG).

Jedoch für ein ausgewachsenes Gaming Notebook mit GTX 1060 sind das immer noch extrem kompakte Abmessungen.

Bei den Anschlüssen setzt Razer auf einen gesunden Mix. Beginnen wir auf der linken Seite. Hier finden wir den Anschluss für das Razer Netzteil wie auch zwei USB 3.0 Ports und einen Kopfhörer/Mikrofonanschluss. Auf der rechten Seite befindet sich ein weiterer USB 3.0 Port, ein HDMI 2.0 Port und ein Thunderbolt 3 USB C Port.

Lediglich ein SD Karten Slot fehlt mir hier etwas.

Auf der Front und Rückseite sind keine Anschlüsse mehr angebracht, lediglich eine kleine grüne Status LED findet auf der Front Platz.

Das Razer Blade verfügt über zwei Lüfter, die durch große Gitter auf der Unterseite mit Frischluft versorgt werden und diese gegen das Display Scharnier wieder auspusten.

Solltet Ihr also planen mit dem Blade auf einer Wolldecke im Bett zu zocken wäre dies bei dieser Lüfteranordnung suboptimal.

 

Display

Das Razer Blade gibt es mit zwei Displays, einmal einem matten Full HD Panel und einmal mit einem Hochglanz „QHD“ Panel.

Während ich mich beim Dell XPS 13 noch für das Full HD Display entschieden habe, wollte ich hier einmal das QHD Display testen.

Das 14“ QDH Display löst mit 3200×1800 Pixeln auf und bietet zudem Touch -Funktionalität.

War die die Entscheidung im Nachhinein richtig das QHD Panel zu wählen oder würde ich eher zum matten Full HD Display raten?

Das QHD Display sieht ohne Frage gut aus! Aber es ist auch nicht perfekt. Kontraste sind ordentlich, aber auch nicht überragend, Farben sind solide aber auch nicht überragend und so könnte man im Grunde weitermachen.

Die Helligkeit welche recht gut ist, wird aber in der Praxis nicht ausreichen die Spiegelungen des Hochglanz Displays auszuwiegen. So ist ein Outdoor Einsatz mit dem Blade nur sehr bedingt möglich.

Lediglich die Bildschärfe ist wirklich überragend, was aber auch auf 14“ nicht so sehr auffällt.

Kurzum sollte Euch nicht der Touchscreen wirklich sehr wichtig sein, würde ich eher zum Full HD Gerät greifen, gerade wenn man bedenkt, dass dieses gute 300€ billiger ist.

 

Eingabegeräte

Beginnen wir mit einem der Highlights des Razer Blades, der Tastatur. Hier setzt der Hersteller auf eine RGB beleuchtete Chiclet Tastatur.

Diese besitzt zwar nur eine recht geringe Drucktiefe, selbst verglichen mit einem Dell XPS 13, dafür fühlen sich die Tasten sehr schön knackig an mit einem hervorragenden Druckpunkt.

Auch das Layout ist soweit Standardgemäß. Razer hat lediglich die „Pfeil rauf/runter“ Tasten von der Größe halbiert, ansonsten gibt es keine größeren Auffälligkeiten, außer vielleicht die etwas breitere Enter Taste, welche aber in der Praxis nicht stört.

Dank des Aluminiumgehäuses ist es auch nicht möglich die Tastatur groß einzudrücken, was dieser ein sehr festes Tippgefühl verleiht.

Nach wenigen Stunden Eingewöhnungszeit erreichte ich eine erstaunlich hohe Schreibgeschwindigkeit. Für jemanden der wirklich viel auf seinen Notebook schreibt, ist damit das Razer Blade ohne Probleme zu empfehlen.

Jede einzelne Taste des Notebooks ist mit einer eigenen RGB LED beleuchtet, die sich in Razers Chroma App auch nahezu frei konfigurieren lässt.

Angefangen von einer statischen Beleuchtung über einzelnen Tasten eine spezielle Farbe zuzuweisen, bis hin zum bunten Regenbogen bietet Razer hier sehr viel Anpassungsfreiheit.

Die Farben der Tastatur sind auch wirklich leuchtstark und kräftig. Leider sind hierbei jedoch nur die einzelnen Buchstaben und Ziffern beleuchtet, aber nicht die Zweitbelegungen.

Gerade anfangs ist dies etwas ärgerlich, jedoch nach einer Zeit weiß man aus dem Kopf auf welcher F Taste welche Zusatz Funktion liegt.

Kleiner Kritikpunkt, ich finde die Beleuchtung der Tastatur etwas unruhiger als beispielsweise die einfarbige des Dell XPS. Selbst wenn man konstant eine Farbe einstellt, wie z.B. weiß sieht man doch, dass diese von einer RGB LED erzeugt wird (Regenbogeneffekt, beim schnellen Drüberschauen).

Rot fand ich als Farbe am angenehmsten.

Die QHD Version des Blade ist mit einem 10 Punkt Touch Screen ausgestattet. Dieser funktioniert wie erwartet, jedoch gehöre ich nicht zu den Menschen welchen diesen groß in der Praxis nutzen. Dies liegt auch an dem stark glänzenden Display Panel, welches Fingerabdrücke sehr schnell sichtbar macht.

Wie sieht es mit dem Trackpad aus?

Hierbei handelt es sich um ein Trackpad aus dem Hause Synaptics. Dieses macht grundsätzlich einen guten Job.

Das Trackpad ist präzise und fühlt sich angenehm an. Etwas ungewohnt für mich sind die gesonderten Maustasten unterhalb des Trackpads, welches sich deshalb selbst nicht drücken lässt.

Gesten werden zuverlässig erkannt und lassen sich auch nochmal innerhalb der Software anpassen.

Kurzum das Trackpad macht einen guten Job!

 

Sound und Kamera

Die verbaute 720p Webcam des Razer Blade liefert eine gute Bildqualität welche durchaus für Online Meetings zu gebrauchen wäre.

Auch das verbaute Mikrofon ist solide. Die Lautsprecher hingegen haben mich nicht so aus den Socken gehauen.

Die Lautsprecher sind links und rechts neben der Tastatur angebracht und liefern eine brauchbare Sound Qualität. Jedoch ist hier ganz klar noch Luft nach Oben. Die Lautsprecher sind etwas dünn und schwachbrüstig. Hier merkt man, dass diese über ein recht eingeschränktes Volumen verfügen.

Aktuelle Macbooks oder auch das Dell XPS 13 liefern hier eine nochmals deutlich bessere Qualität.

 

Benchmarks

Beginnen wir einfach mal bei der SSD, denn dies ist die einzige Komponente von der man im vorhinein nicht genau weiß was diese leistet.

Ich habe das Blade in der 256GB Version, es ist also möglich, dass andere Versionen mit einer anderen SSD bzw. einer anderen SSD Serie ausgestattet sind.

In meinem Blade ist eine Samsung SSD PM951 256GB (MZVLV256HCHP) verbaut. Samsung SSD klingt erst einmal gut, allerdings ist die SSD in der Praxis nicht überragend schnell.

Lesend erreichte ich 1590MB/s und schreibend lediglich 300MB/s. Immerhin die SSD wäre problemlos austauschbar, was ich auch auf langer Sicht plane.

Die GTX 1060 liefert eine erstaunlich hohe Leistung und kann sogar die ältere GT980m übertreffen. Es handelt sich bei der hier verbauten Grafikkarte nicht um eine Notebook Grafikkarte sondern um ein Reguläres Desktop Modell! Der einzigste unterschied sind natürlich die Taktraten welche sich dynamisch aufgrund der Temperatur und eines Powerlimits anpassen.

Beim Prozessor handelt es sich um einen i7-6700HQ. Zwar ist seit neuestem auch schon der i7-7700HQ verfügbar, jedoch in der Praxis trennen beide Prozessoren nur eine kleine einstellige Prozentzahl.

Unter 100%er CPU Last pendelt sich dort der CPU Takt bei 3090MHz ein. Bei einer normalen Gaming Last schafft die CPU 3193MHz und die GPU 1620MHz.

Wenn CPU und GPU vollständig ausgelastet wird, fällt der Takt aus Temperaturgründen deutlich. Der i7-6700HQ throttelt ein Stück weit und auch die GTX 1060 panelt sich bei rund 1303MHz an.

Mehr zur Temperatur später im Test.

 

Leistung im Alltag

Wie schlägt sich das Razer Blade im Alltagseinsatz? Sehr gut! Zuerst ich konnte keine generellen Probleme mit dem Notebook feststellen. Selbst Dinge wie die WLAN Karte, welche gerne mal zickig sind, machten hier keine Probleme.

Auch konnte ich keine Abstürzte des Geräts feststellen oder Probleme mit dem Standby Modus. Dies kann ja unter Windows immer noch ein Problem sein, dass Notebooks oder Tablets nicht aus dem Standby aufwachen und „resettet“ werden müssen.

Auch die Razer Software, welche durchaus einen Mehrwert bietet, lief komplikationslos.

Daumen hoch dafür!

Wie sieht es mit der Programm/Gaming-Leistung aus?

Hut ab Nvidia und Razer, die GTX 1060 liefert eine erstaunlich gute Leistung! Solltet Ihr das Full HD Display gewählt haben, wird es zur Zeit kein Spiel geben, das Ihr nicht auf maximalen Details flüssig spielen könnt.

Battlefield 1 erreichte im Single Player auf Ultra und Full HD 63FPS im Schnitt. The Witcher 3 ebenfalls auf maximalen Einstellungen solide 42FPS.

Natürlich laufen dementsprechend auch Spiele wie Overwatch, CSGO, Dota usw. ohne Probleme mit 60FPS+, hier brauchte ich gar nicht groß zu testen.

Wie sieht es aus wenn man das QHD „3200×1800“ Panel hat? Hier kommt die 1060 schon etwas mehr ins Schwitzen.

Battlefield 1 lief weiterhin auf Ultra Grafikeinstellungen mit gut spielbaren 34FPS. The Witcher 3 hingegen sackte auf 24,6FPS ab. Hier müsste man entweder die Auflösung reduzieren oder die Details etwas runter schrauben.

Heißt, man kann auch aktuelle Spiele selbst in 3200×1800 auf dem Blade genießen, spätestens dann wenn man eine Stufe mit der Grafik runter geht.

Durchaus beeindruckend, dass man die Leistung einer Desktop GTX 970 in solch ein kompaktes Notebook gepackt bekommt.

Aber nicht nur die Grafikkarte weiß zu überzeugen, auch der i7-6700HQ liefert genug Performance selbst für 4K Video Schnitt.

Ist es schlimm das Razer nicht auf einen i7 der 7. Gen setzt? Nein ein i7-7700HQ liefert wenn es hochkommt eine einstellige % Zahl mehr Leistung. „Kaby Lake“ CPUs bringen primär mehr Grafikkartenleistung verglichen mit den Vorgängern, was aber hier keine Rolle spielt da ja eine weiterhin deutlich schnellere GTX1060 verbaut ist.

 

Temperatur und Lautstärke

Lautstärke ist ein kritisches Thema beim Blade. Das Problem ist hier primär der Leerlauf in welchem die Lüfter permanent laufen.

Daher erzeugt das Blade auch ununterbrochen ein mittellautes Surren. Dies ist etwas schade, da die CPU im Leerlauf gerade mal bei ca. 40 Grad liegt. Eine solch aggressive Kühlung wäre also nicht mal zwingend nötig.

Und ja, dies ist bereits im „Flüstermodus“. In der Razer Synapse Anwendung lässt sich der Lüfter nochmals in zwei Stufen steuern, dem Flüstermodus und dem kühlen Modus.

Im Leerlauf ist das Blade fast so laut wie das Dell XPS 13 unter hoher Last. Jetzt könnte man denken unter Last wird es noch viel schlimmer, aber hier hat mich das Razer Blade überrascht.

Ja die Lüfter drehen ein gutes Stück hoch und wirklich „Silent“ ist das Blade nicht, aber ich hätte es mir schlimmer vorgestellt.

Punktabzug gibt es für ein gelegentlich auftretendes Spulenfiepen, welches aber nicht übermäßig laut ist.

Die Temperaturen steigen unter Gaming Last auf 90Grad auf CPU Seiten und 80Grad auf Seite der GPU. Es gibt lediglich ein leichtes Drosseln der CPU bei einer Vollast(GPU+CPU Last).

In Spielen ist mir dies aber nicht negativ aufgefallen.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Razer Blades ist nur mittelmäßig beeindruckend. Im normalen Mix Einsatz, mit Internet Browsen, Office usw. erreichte ich ca. 4,5-5 Stunden Laufzeit.

Dies gilt aber nur für eine niedrige bis mittlere Displayhelligkeit. Wenn diese hochgedreht wird, dann könnt Ihr von diesem Wert nochmals gut ne halbe Stunde abziehen.

Das absolute Maximum bei einer reinen Office Nutzung, wenn man wirklich nur Word nutzt, WLAN abschaltet, Tastaturbeleuchtung abschaltet usw. könnt Ihr vielleicht knapp an die 6 Stunden herankommen.

Solltet Ihr unterwegs eine Runde spielen wollen, geht dem Blade nach rund einer Stunde der Saft aus.

Aufladen lässt sich das Notebook nur über das mitgelieferte Netzteil. Der USB C Port kann im Gegensatz zum Dell XPS 15 nicht zum Aufladen  verwendet werden.

 

Fazit

Ich weiß viele Nutzer und vermutlich auch Razer würden mich für folgende Aussage fressen aber das Blade ist im Grunde das MacBook Pro für Gamer und Windows Nutzer.

Diese Aussage ist allerdings sehr positiv gemeint, denn beide Geräte verfügen über ähnliche Stärken und Schwächen.

Beginnen wir mit den Stärken des Razer Blade. Die Haptik und auch die Verarbeitung des Notebooks sind hervorragend. Hier gibt es kein Wenn und Aber, das Blade ist ein wunderschönes Gerät.

Auch ist die Dicke und allgemeine Kompaktheit für ein Gerät dieser Leistungsklasse gut. Aber es geht durchaus leichter und kleiner, wenn man bereit wäre auf etwas Grafikleistung zu verzichten, siehe Dell XPS 15 und MacBook Pro.

Was mich besonders positiv überrascht hat, waren die Eingabegeräte. Gerade die Tastatur ist hervorragend, aber auch das Trackpad ist gut, wenn auch nicht ganz auf dem Level eines MacBooks.

Zur Prozessorleistung des i7-6700HQ muss ich glaube ich nichts mehr sagen, schneller geht’s in einem Notebook kaum. Auch die GTX1060 ist fähig alle aktuellen Spiele in maximaler Qualität auf Full HD Auflösung mit gut über 50FPS zu berechnen. Selbst mit dem QHD Display wird man die allermeisten Spiele mit 30FPS+ spielen können.

Daumen hoch dafür!

Kommen wir zu den Negativpunkten. Das QHD Display hat mich, um ehrlich zu sein, nicht überzeugt. Es ist nicht so als wäre es schlecht, aber die Bildqualität wäre mir im Nachhinein keine 300€ Aufpreis wert.

Das zweite wäre der allgemeine Preis. Das Razer Blade ist ein Premium Notebook, das wird einem spätestens klar, wenn man sieht, dass ein aktuelles 15“ Macbook Pro grade mal 300€ teurer ist.

Ein ASUS ROG Strix GL502VM-FY005D, welches ebenfalls mit dem i7-6700HQ und einer Nvidia GTX1060 ausgestattet ist, kostet gute 700€-1000€ weniger. Das ist natürlich ein ordentlicher Batzen.

Jedoch kann ich das Razer Blade Late 2016 am Ende mit gutem Gewissen empfehlen. Die hochwertige Optik, sehr gute Leistung, solide Akkulaufzeit und klasse Eingabegeräte rechtfertigen den zugegeben hohen Preis, zu mindestens für mich.

Sollte es Euch allerdings primär um die Gaming -Leistung gehen und die Portabilität untergeordnet sein, kann das Ganze auch anders aussehen.

Positiv

  • Tolle Verarbeitung
  • Hervorragende Optik
  • Sehr gute Tastatur
  • Hohe Leistung, sowohl im Office wie auch im Spielebetrieb
  • Sehr portabel für ein Gaming Notebook
  • Viele Anschlüsse….

 

Neutral

  • ….. lediglich der Kartenleser fehlt
  • QHD Display okay aber nicht den Aufpreis wert
  • Akkulaufzeit mittelmäßig (jedoch gut für ein „Gaming Notebook“)

 

Negativ

  • Lüfter permanent aktiv (auch im Leerlauf)
  • Spulenfiepen

8x AAA Akkus im Vergleich von AmazonBasics, ANSMANN, eneloop, ……

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AA und auch AAA Batterien sind kaum aus dem Alltag wegzudenken. Egal ob in Fernbedienungen, Spielzeug oder auch Taschenlampen/Radios benötigt man diese des Öfteren.

Hier können Akkus eine sinnvolle Investition sein. Nachdem ich mir bereits AA Ni-MH Akkus angesehen habe HIER, sind nun die kleineren AAA Zellen an der Reihe.

Welcher ist der aktuell beste verfügbare AAA Akku? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Testkandidaten

Ich habe mir für diesen Test acht Sets AAA Ni-MH Akkus bestellt von den üblichen Marken.

Ich habe jeweils ein 4er Pack gekauft. Im Verlaufe des Tests beziehen sich daher auch meine angenommene Preise auf ein 4er Pack!

Es ist also durchaus möglich, dass bei einem Akku ein 8er Pack verhältnismäßig günstiger ist als beim anderen.

 

Kapazität

Legen wir gleich los, denn ich denke jeder von Euch wird wissen wie ein AAA Akku aussieht. Das wichtigste ist sicherlich die Kapazität.

Hier wurden die Akkus zuerst vollständig geladen um dann in einem Durchgang mit 0,1A und im zweiten Durchgang mit 0,5A entladen zu werden.

Der Entladevorgang stoppte hierbei beim Erreichen von 1,0V Spannung.

0,1A Entladestrom, Kraftmax hybriX pro Black, ANSMANN , mumbi , Varta
0,1A Entladestrom, eneloop, Heitech, Kraftmax hybriX pro, AmazonBasics

Wie auch erwartet, bietet der AAA Akku von ANSMANN die höchste Kapazität mit rund 1033mAh im Schnitt.

Die niedrigste Kapazität entfällt auf den Kraftmax hybriX pro mit rund 730mAh. Dies würde ich eher als Überraschung einstufen, da auf dem Papier diese Akkus mit 800mAh etwas mehr Kapazität bieten sollten als die Panasonic eneloop BK-4MCCE/4BE oder die AmazonBasics Akkus.

0,5A Entladestrom, Kraftmax hybriX pro Black, ANSMANN , mumbi , Varta
0,5A Entladestrom, eneloop, Heitech, Kraftmax hybriX pro, AmazonBasics

Ebenfalls etwas überraschend die mumbi AAA Micro NiMH-Akkus welche wie auch die ANSMANN 1100mAh bieten sollten aber mit 911mAh nur auf dem dritten Platz der Kapazität liegen.

 

Spannung

Ein wichtiger Aspekt neben der Kapazität ist auch die Spannung.

Je nach Modell unterscheidet sich die Spannung recht deutlich. Hierbei ist grundsätzlich ein Akku mit höherer Spannung zu bevorzugen, da dieser gerade in Geräten besser funktioniert, die nicht auf den Betrieb mit Akkus ausgelegt sind.

Beispielsweise ich besitze einen Blitz welcher schon bei 1,2xV anfängt die Arbeit zu verweigern, daher würde mir hier ein Akku mit hoher Kazpazität und einer recht niedrigen Spannung weniger bringen als ein Akku mit niedriger Kapazität und einer recht konstant hohen Spannung welche erst am Ende steil abfällt.

Schauen wir uns einmal die Spannung der Akkus nach 100mAh, nach 250mAh, 500mAh und nach 700mAh entladen an.

Hier beginnt der eneloop etwas seine Stärke zu zeigen und hält relativ lange eine etwas höhere Spannung als viele andere Modelle im Test.

Unterm Strich würde ich aber auch hier den ANSMANN als besten Akku einstufen. Den letzten Platz macht der Varta AAA Akku, welcher konstant ein recht niedriges Spannungs -Niveau hält, aber dafür halt recht lange, wie man bei der Kapazität sieht.

 

Fazit

Welcher ist der beste AAA Akku?

Natürlich kommt es hier auch Eure Anforderungen an. Jedoch würde ich den ANSMANN Micro AAA Akku 1100mAh zum Testsieger erklären.

Dieser bietet die höchste Kapazität im Testfeld, kombiniert mit einem vergleichsweise hohen Spannungsniveau, kurzum der beste Akku im Vergleich.

Dazu kommt ein fairer Preis und vergleichsweise hohe 1000 Ladezyklen welche der Akku laut Hersteller überstehen soll.

Bei der Preis/Leistung gibt es einen Überraschungssieger nämlich die Akkus von Heitech. Kein anderer Akku bot ein besseres Preis -Kapazitäts -Verhältnis.

Leider gibt hier der Hersteller keine Ladezyklen an. Daher würde ich in der Preis/Leistungsklasse eher zu den Panasonic eneloop greifen.

Diese sind mittlerweile auch vergleichsweise günstig zu bekommen und bietet satte 2100 Ladezyklen!

  1. ANSMANN Micro AAA Akku <- die beste Leistung
  2. Heitech NiMH-Akku HR03/Micro/AAA <- die beste Preis/Leistung
  3. Panasonic eneloop AAA Ready-to-Use BK-4MCCE/4BE <- der solide und haltbare Allrounder 

Das beste Gaming-Heaset? Das Audio-Technica ATH-PG1 im Test

Viele Gaming Headsets, auch im Jahr 2017, neigen immer noch dazu mehr auf eine bunte Optik und „7.1 Virtual Surround Sound“ zu setzen als wirklich auf eine gute Klangqualität.

Es gibt hier zwar auch immer wieder positive Ausnahmen wie das Lioncast LX50 Headset aber diese sind nicht selbstverständlich.

Selbst Headsets von großen Herstellern von Kopfhörern wie Sennheiser (GSP 300) sind kein Freifahrtschein für einen guten Klang in allen Lebenslagen.

Dementsprechend ist es natürlich sehr interessant was Audio-Technica hier mit dem ATH-PG1 auf den Markt gebracht hat.

Das ATH-PG1 Headset kostet immerhin 199€, also kann man hier durchaus eine ordentliche Leistung erwarten.

Aber bekommt man diese auch? Finden wir es im Test heraus!

 

Lieferumfang  

Beginnen wir mit dem Lieferumfang, denn dieser ist recht wichtig.

Neben den Kopfhörern legt Audio-Technica gleich drei Kabel mit in den Lieferumfang. Beim ersten Kabel handelt es sich um ein einfaches 3,5mm Kabel, welches fürs Smartphone oder MP3 Player gedacht ist.

Das zweite Kabel besitzt ein integriertes Mikrofon und endet auf einem 3,5mm Stecker. Die Länge von rund 1,5m macht dieses für den Einsatz an einem Laptop oder einer Spielekonsole optimal.

Für den Einsatz am PC legt Audio-Technica ein Verlängerungskabel bei, welches auf getrennten 3,5mm Anschlüssen für Ton und Mikrofon endet.

 

Audio-Technica ATH-PG1 

Auf den ersten Blick sind die ATH-PG1 normale Kopfhörer, erst mithilfe des austauschbaren Anschlusskabels werden diese zu einem richtigen Headset mit Mikrofon Arm.

Das austauschbare Headset Kabel besitzt einen normalen 3,5mm Stecker, das originale Kabel besitzt jedoch eine Verriegelung, dass dieses nicht so leicht herausrutschen kann.

Audio-Technica setzt beim ATH-PG1 nicht so sehr auf Premium Materialien wie man sich dies vielleicht beim Blick auf den Preis wünscht.

Die Kopfhörer bestehen fast vollständig aus Plastik. Die Rückseite der Ohrmuscheln sogar aus Hochglanz Plastik, welches wie üblich sehr empfindlich gegenüber Kratzern und Fingerabdrücken ist.

Lediglich das Kopfband ist mit Metall verstärkt, was diesem etwas mehr Robustheit verleihen soll.

Optisch setzt Audio-Technica auf Schwarz mit goldener Schrift. Dies ist sicherlich ein recht untypisches Farbschema für ein Gaming Headset, jedoch auch mal etwas anderes zu den üblichen in schwarz- rot.

Rein haptisch wirkt das ATH-PG1 recht solide, jedoch auch nicht übermäßig hochwertig oder edel. Dies liegt nicht nur am Plastik sondern auch an dem relativ geringen Gewicht der ATH-PG1.

Sehr interessant ist zudem zu sehen, dass die Kopfhörer nicht Made in China sind sondern aus Taiwan kommen, ein seltener Anblick welcher aber in der Praxis keinen Unterschied machen dürfte.

 

Tragekomfort  

Die Audio-Technica ATH-PG1 sind geschlossene Over Ear Kopfhörer. Dementsprechend umschließen die Ohrmuscheln die Ohren vollständig.

Audio-Technica setzt hier auf ein relativ straffes Kunstleder, welches auf dem ersten Moment nicht übermäßig dick wirkt.

Andere Kopfhörer/Headsets bieten hier deutlich mehr Polsterung. Umso erstaunlicher, dass die ATH-PG1 sehr bequem sind!

Dies liegt an dem relativ niedrigen Anpressdruck und dass die Kopfhörer recht leicht sind.

Ich kann die ATH-PG1 ohne Probleme über Stunden hinweg tragen ohne, dass meine Ohren weh tun oder zu warm werden.

 

Klang  

Kommen wir zum Wichtigsten wie klingen die Audio-Technica ATH-PG1?

Kurz zusammengefast sehr gut, dies ist aber auch bei dieser Marke und Preis nicht anders zu erwarten.

Beginnen wir am Anfang. Die ATH-PG1 besitzen einen sehr kräftigen, satten und vor allem tiefen Bass.

Freunde von einem ordentlichen Punch werden definitiv hier auf Ihre Kosten kommen. Dabei strahlen die Audio-Technica allerdings immer noch eine gewisse Kontrolle im Tiefgang aus, welche man oftmals bei günstigeren bassstarken Kopfhörern/Headsets nicht findet.

Die Mitten besitzen wie bei vielen Gaming Headsets eine leichte Anhebung. Dies soll in der Theorie die Ortbarkeit von Schritten und anderen leisen Geräuschen verbessern.

Diese Anhebung in Kombination mit der unheimlich guten räumlichen Darstellung verleiht den ATH-PG1 aber auch einen leicht „holen/bauchigen“ Klang.

Dies klingt auf dem Papier sicherlich negativer als es in der Praxis wirklich der Fall ist, jedoch in dieser Preisklasse kann man auch durchaus etwas kritischer sein.

Dieser Effekt reduziert sich allerdings nach einer gewissen Einspiel/Gewöhnungszeit. Kleine Anmerkung, ich glaube nicht groß an eine Einspielzeit bei Kopfhörern und Lautsprechern, ich glaube, dass sich der Hörer viel mehr an den Klang gewöhnt und daher einem besser vorkommt.

Die Höhen der ATH-PG1 sind perfekt. Viele Audio-Technica Kopfhörer, die ich bisher hatte, neigten zu einem sehr hohen und fast schon spitzen Klang.

Die ATH-PG1 sind jedoch sehr gut ausbalanciert! Die Höhen sind klar und sauber aber nicht spitz oder zu anstrengend.

Die sehr gute räumliche Darstellung, sowohl in der Tiefe wie auch der Breite, habe ich ja schon angesprochen. Diese ist gerade für geschlossene Kopfhörer sehr gut!

Dies wird gerade Gamer freuen, die   wie ich kein Fan von „Virtuellen Surround Sound“ sind.

Wo wir gerade dabei sind, für welche Bereiche eignen sich denn die Audio-Technica ATH-PG1?

Die ATH-PG1 sind absolute Allrounder! Ich hätte kein Problem diese sowohl für Gaming wie auch Musik oder Filme zu empfehlen.

Allerdings merkt man durchaus, dass es eine leichte Optimierung Richtung Gaming gibt, diese verdirbt aber den Musik Genuss nicht.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Mikrofon. Dieses ist von seiner Lautstärke mittelmäßig dafür aber sehr klar und sauber.

Allgemein besitzt das ATH-PG1 eins der klarsten Mikrofone die ich bisher bei einem Headset gehört habe, auch wenn es Headsets mit noch einem etwas vollerem Klang gibt.

 

Fazit  

Das Audio-Technica ATH-PG1 ist ein sehr gutes Headset für alle die auf einen guten Tragekomfort wie auch einen starken Bass wertlegen.

Das Headset eignet sich hierbei nicht nur für Gaming sondern auch für Musik oder Filme. Hierbei ist auch das austauschbare Kabel sehr praktisch, das  erlaubt den Mikrofon Arm des Heasdsets zu entfernen und die ATH-PG1 als normale Kopfhörer zu nutzen.

Klanglich bieten die ATH-PG1 einen recht bassstarken Klang mit einer sehr großen und weiten Bühne. Wer wirklich klanglich ausbalancierte Kopfhörer sucht ist hier falsch.

Die ATH-PG1 können durchaus ordentlich auf den Putz hauen, wenn man dies von Ihnen möchte. Letztendlich ist das aber natürlich etwas Geschmackssache, ich mag die Klangsignatur sehr gerne weshalb ich auch eine Empfehlung für die Audio-Technica ATH-PG1 ausspreche trotz des auf den ersten Blick recht hohen Preises von 199€ (zum Zeitpunkt des Tests)!

Ich habe selten Gaming Headsets gehabt, welche eine so gute Mischung aus hochwertigem Klang, gutem Tragekomfort und nicht zu letzt ein starkes Mikrofon aufweisen.

Der Nuimo Smart Home Controller im Test, Made in Germany!

Made in Germany ist etwas was man bei Technikprodukten nur sehr selten liest, um so erstaunter war ich über Nuimo.

Nuimo ist grob gesagt ein Schalter oder wie der Hersteller es ausdrückt ein „Smart Home Controller“.

Hierbei handelte es sich um ein realisiertes Kickstarter Projekt einer deutschen Firma, welche den Nuimo auch in Deutschland fertigen.

Spätestens beim Preis musste ich aber etwas schlucken, wie vermutlich auch jeder andere. 199€ für einen smarten „Schalter“, welcher nichts anderes macht als Produkte anderer Hersteller zu bedienen, ist ein verdammt stolzer Preis.

Trotzdem hat mich der Nuimo Smart Home Controller etwas neugierig gemacht (+ dass dieser bei Amazon im Angebot war). Made in Germany und das von einem kleinen und auf den ersten Blick sympathischen Unternehmen, hier hat die Neugier über die Vernunft obsiegt.

Kann der Nuimo im Test seinen hohen Preis rechtfertigen? Finden wir es heraus.

 

Der Nuimo Smart Home Controller

Der Nuimo ist in zwei Farben erhältlich, weiß und schwarz. Hierbei ist der Aluminiumring um den Controller bei der weißen Version silber und bei der schwarzen Version grau.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Controller eine magnetische Platte, ein recht hochwertiges microUSB Kabel und eine kleine Anleitung.

Diese magnetische Platte lässt sich an einer Wand verschrauben bzw. mithilfe des beigelegten doppelseitigen Klebebands befestigen. Die Magneten sind hierbei ausreichend stark dimensioniert um den Nuimo sicher zu halten.

Dies ist nicht selbstverständlich da der Controller selbst ziemlich schwer und massiv ist. Hier merkt man durchaus, dass dies kein billiges Spielzeug ist.

Dieser Eindruck bestätigt sich auch beim Drehen des Aluminiumrings, welcher sich etwas anfühlt wie der Lautstärkeregler bei einem teuren AV Receiver. Der Rahmen lässt sich also sehr gleichmäßig und sanft drehen.

Der Nuimo Smart Home Controller besitzt zusätzlich versteckte Tasten und Steuerungsmöglichkeiten. Zum einen den eben erwähnten Drehregler, zudem befindet sich eine weitere Taste und ein Touchpad auf der Oberseite.

Je nachdem wie über dieses Touchpad gewischt wird, starten unterschiedliche Funktionen, auch eine Bewegungserkennung ist integriert, dazu aber später mehr.

Etwas was auf den ersten Blick garnicht ersichtlich wird ist das „Display“ des Nuimo. Hierbei handelt es sich allerdings nur im übertragenen Sinne um ein Display. Auf der Oberseite unterhalb des Plastik sind insgesamt 81 kleine weiße LEDs eingelassen welche ein visuelles Feedback liefern, also Symbole darstellen was gerade passiert.

Mit Energie versorgt wird der Smart Home Controller über einen microUSB Port auf der Unterseite. Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von über einem Monat.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung beginnt mit der Installation der App. Dies ist im IOS App Store, Amazon App Store und natürlich auch im Google Play Store zu finden.

Nach ihrer Installation etwas „Enttäuschung“ Made in Germany aber nicht mal eine deutschsprachige App?

Aber abgesehen davon macht die App einen sehr guten Eindruck!

Die Installation ist problemlos, der Nuimo wird automatisch via Bluetooth verbunden woraufhin eine Suche nach kompatiblen Geräten startet, welcher der Nuimo steuern kann.

Zum Abschluss gibt es noch ein kurzes Tutorial Video.

 

Features, Funktionen und die App

Beginnen wir mit einem kleinen Kritikpunkt, der Nuimo Smart Home Controller benötigt zwingend eine Verbindung via Bluetooth zu einem Gerät auf welchem die App läuft.

Wenn man so will, steuert der Nuimo Smart Home Controller nicht Eure Geräte sondern er steuert die App, die Eure Geräte steuert.

Der Hersteller empfiehlt hier die Anschaffung eines Fire TV, welcher einfach permanent mit der App im Hintergrund läuft. Sicherlich machbar aber suboptimal bei einem Gerät, das sowieso schon 200€ kostet.

Aber kann der Nuimo Smart Home Controller dafür mit Funktionen punkten? Beginnen wir mit den unterstützten Diensten:

  • Philips HUE
  • Teufel Raumfeld
  • Sonos
  • Apple Music
  • Google Cast
  • LIFX

Für mich interessant war hier Primär Philips HUE und Teufel Raumfeld, daher werde ich mich im Folgenden auch auf diese beiden Systeme konzentrieren.

Bereits während der Einrichtung sucht die Nuimo Software nach unterstützten Systemen, was auch gut geklappt hat. Philips HUE und meine beiden Raumfeld Lautsprecher wurde auf Anhieb erkannt.

 

Im Falle von Philips HUE muss man lediglich einmal die Taste des HUE Controllers zur Bestätigung drücken. Teufels Raumfeld System funktionierte ohne weitere Einrichtung.

Die Software selbst ist sehr übersichtlich, vielleicht für meinen Geschmack etwas zu modern und „simplistic“, aber besser so als andersrum. Die Software wirkt erstaunlicherweise durchaus ausgereift auf mich. Bugs oder ähnliches konnte ich nicht entdecken.

Aber was kann man nun mit Nuimo machen? Grundsätzlich lassen sich alle Tasten und Touch Gesten weitestgehend freien Funktionen zuweisen.

Die Belegung von Haus aus macht aber durchaus Sinn. Das Drehen des äußeren Rings regelt beispielsweise beim Raumfeld Lautsprecher die Lautstärke, hierbei kann man auswählen welchen Lautsprecher man steuert, sollten mehre im Haus vorhanden sein.

Im Falle von Philips HUE wird hingegen die Helligkeit mit dem äußeren Ring gesteuert. Mithilfe der LEDs wird hier auch signalisiert wie hoch die Helligkeit bzw. Lautstärke eingestellt ist.

Vor und zurück wischen auf dem Touchpad spult im Falle von Musik selbstverständlich einen Titel vor oder zurück.

Bei der Beleuchtung ist von Haus aus „zurück“ beispielsweise mit „Weiß“ belegt, während bei „vor“ allem Lampen auf eine zufällige Farbe einstellt werden.

In den Optionen lassen sich auch alternative Farben den Tasten zuweisen. Leider kann man hier nicht frei auswählen welche Farbe man will, sondern muss sich zwischen blau, grün, weiß oder orange entscheiden(unter Android kann man auch die Farben festlegen) .

So gibt es insgesamt 7 Tasten/Gesten welche sich abrufen oder belegen lassen.

Wichtig, man kann zwischen den gesteuerten Geräten durch ein rauf/runter Wischen wechseln! Heißt, Euch stehen alle 7 Tasten/Gesten (bzw. 6) für alle gesteuerten Systeme einmal zur Verfügung.

Sollte man das Touchpad nicht nutzen wollen, kann man auch die „Bewegungserkennung“ einschalten. Wenn man dies macht, reicht ein einfaches mit der Hand über den Controller wischen, ohne diesen zu berühren, um eine Funktion aufzurufen.

Beispielsweise von links nach rechts über dem Controller „wedeln“ spult bei Musik einen Titel vor.

Auch gibt es eine so genannte Fly Geste bei welche man die Hand über den Controller hält und je nachdem wie man die Höhe verändert wird Musik lauter oder leiser, um bei diesem Beispiel zu bleiben.

Das würde ich allerdings eher als experimentelles Feature bezeichnen. Meist funktioniert das ganz gut aber gerade die Fly Geste wurde schon ein paar Mal falsch erkannt, woraufhin ich mit voller Lautstärke dastand.

Wie reaktionsfreudig ist der Nuimo Smart Home Controller? Das scheint von dem gesteuerten System abzuhängen.

Während mein Raumfeld Lautsprecher wirklich sofort reagiert beispielsweise auf Lautstärkeänderungen, ist Philips HUE etwas träger. Aber auch hier reden wir über vielleicht 1-2 Sekunden Verzögerung.

 

Mac OSX

Eine kleine Besonderheit stellt aktuell Mac OSX noch da. Solltet Ihr einen Mac haben, lässt sich Nuimo auch mit diesem verbinden.

Hierbei lassen sich für alle Tasten ein Tastatur Shortcut oder Script zuweisen.

Gerade für Nutzer von Photoshop oder Final Cut usw. lassen sich hier sicherlich einige praktische Features programmieren.

 

Fazit zum Nuimo Smart Home Controller

Der Nuimo Smart Home Controller ist ohne Frage ein wirklich hübsches und hochwertiges Stück Technik, welches aber ganz klar in die Kategorie Luxus fällt.

Alles was der Nuimo kann, macht dieser auch verdammt gut und es macht auch zugegeben Spaß mit diesem meinen Raumfeld Lautsprecher zu bedienen.

Das Problem ist allerdings einfach die Menge an Funktionen, welche der Nuimo aktuell unterstützt. Philips HUE, Sonos, Apple Music, Google Cast und Raumfeld sind aktuell die größten welche dabei sind, folgen sollen auch noch ein paar andere große Namen wie Nest oder Tado.

Aber ist das aktuell genug diesen saftigen Preis zu rechtfertigen? Objektiv gesehen vermutlich nein aber letztendlich hängt dies von Euren verwendeten Geräten ab.

Habt Ihr Philips HUE Lampen und vielleicht ein Raumfeld System, dann könnte die Sache schon etwas besser aussehen. Gerade als Raumfeld Nutzer ist man ja mit 3. Anbieter Support nicht so sehr verwöhnt wie Sonos Nutzer.

Letztendlich gibt es hier aber etwas das Henne –Ei- Problem. Verkauft sich der Nuimo schlecht, wird es mit mehr unterstüzten Diensten in der Zukunft vermutlich schlecht aussehen, umgekehrt sollte es senic(die Firma hinter Nuimo) gut gehen, stehen die Chancen auch gut, dass noch einiges nach kommt, der Wille dazu scheint ja da zu sein.

Kurzum wenn von Euch genutzte Systeme bereits unterstützt werden und wir die Preis/Leistung mal außen vor lassen, kann ich eine Empfehlung für den Nuimo Smart Home Controller aussprechen.

Die Hardware ist top und die Software solide mit etwas Luft nach oben was die unterstützten Dienste angeht. Dazu kommt das gute Gewissen ein junges deutsches Unternehmen mit Made in Germany Produktion unterstützt zu haben.

Ich war mir zwar anfangs etwas unsicher, habe den Kauf aber nicht bereut!(auch wenn der Preis zu hoch ist)

Dell Power Companion 12000mAh mit USB C (PW7015MC) im Test, eine Powerbank für das Dell XPS 13

Das Dell XPS 13 lässt sich bekanntlich auch über seinen USB C Port aufladen. Hierfür benötigt man ein Ladegerät bzw. eine Powerbank, die den USB C Power Delivery Standard inklusive 20V Spannungsstufe unterstützt.

Ladegeräte gibt es da ein paar, bei Powerbanks, welche das XPS 13 versorgen können, sieht es etwas schlechter aus.

Hier bietet Dell aber die Power Companion 12000mAh mit USB C (PW7015MC) für „günstige“ 162,54€ an.

WOW Dell, dafür erhält man eine Powerbank, die in der Lage sein soll das Notebook aufzuladen, was an sich ja sehr praktisch ist.

Kann der Dell Power Companion 12000mAh(PW7015MC) im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Kompatibilität

Auf der offiziellen Webseite ist eine Kompatibilitätsliste angegeben welche etwas dürftig ausfällt.

Folgende Geräte stehen auf dieser:

  • Latitude 11 (5175)
  • Latitude 11 (5179)
  • Latitude 7275
  • Latitude 7370
  • Venue 10 Pro (5056)
  • XPS 12 (9250)

Wie man sieht fehlen hier einige Geräte. Da ich davon ausging, dass einfach Dell diese Liste nicht mit aktuellen Geräten ergänzt hat, habe ich dennoch die Powerbank bestellt und JA diese funktioniert mit meinem Dell XPS 13 2017!

Daher gehe ich davon aus, dass diese auch für andere aktuelle XPS Geräte geeignet ist.

 

Der Dell Power Companion 12000mAh mit USB C (PW7015MC) im Test

Notebook Powerbanks hat in der Vergangenheit immer eins gemein, sie waren groß, schwer und unhandlich.

Zwar ist der Dell Power Companion für seine 12000mAh auch nicht die aller kompakteste Powerbank aber dennoch würde ich diese als sehr handlich und portabel einstufen.

Dell setzt bei dieser auf ein einfaches mattschwarzes Gehäuse, passend zum Style der Ladegeräte von Dell Notebooks. Dabei wirkt die Powerbank durchaus hochwertig und ein wenig edel.

Auf Seiten der Anschlüsse finden wir zwei USB Ports und drei Dell proprietäre Stecker. In einen dieser Anschlüsse wird das Adapterkabel gesteckt, welches auf dem USB C Port endet.

Die beiden anderen Ports dienen dem Aufladen des Power Companion. Hierfür benötigt Ihr ein Dell Netzteil! Leider ist ein Aufladen via USB C oder microUSB nicht möglich.

Ebenfalls besitzt die Powerbank eine kleine Taste, die in Kombination mit fünf weißen LEDs dazu dient den Ladestand zu überprüfen.

 

Messwerte

Starten wir mit der Kapazität. Wichtig, diese habe ich an den USB Ports gemessen! Heißt je nachdem was für Wandler hinter dem USB C Port stecken, kann die Kapazität um ein paar % variieren.

Ich konnte eine Kapazität von 10259mAh(@3,7V) messen bzw. rund 38Wh. Dies ergibt 85% der Herstellerangabe was ein typischer Wert ist für eine gute Powerbank.

Es kommt nur sehr selten vor, dass eine Powerbank mich noch vor Rätsel stellt. Nach über 60 getesteten Modellen müsste man meinen, dass man schon alles gesehen hat.

Jedoch die Dell Power Companion ist ein wenig rätselhaft. Warum?

Als Output steht auf dieser lediglich 5V 2,1A oder 19,5V 2,3A. Beziehen sich die 5V 2,1A auf die beiden normalen USB Ports oder auch auf den USB C Ausgang?

Hier hatte ich im ersten Moment Sorgen, dass auf dem USB C Port immer konstant 19,5V sind, was für ein Dell Laptop kein Problem wäre aber sollte man an den USB C Port ein Smartphone anschließen wäre das ziemlich fatal!

Was tut man in solchen Fällen zuerst? Richtig man hängt einfach einen „dummen“ USB Widerstand an den Port, Ergebnis keine Spannung!

Das heißt die Powerbank wartet mit dem Ausgeben einer Spannung darauf, dass sich ein Smartphone oder Laptop zu erkennen gibt, was ein USB Widerstand macht.

Runde zwei, ich habe das „billigste“ Smartphone mit USB C rausgekramt, das ich finden konnte und angeschlossen, Ergebnis das Smartphone lädt. Heißt, der USB C Port kann auch 5V Spannung ausgeben.

Versuch NR. 3 diesmal etwas mehr Risiko das Google Pixel XL, Ergebnis es lädt und das sogar schnell!

Heißt, der USB Port sollte 3A bei 5V oder sogar die 9V Spannungsstufe unterstützen, was beides nicht zur Angabe auf der Powerbank passt.

Ohne die Powerbank kaputt zu machen, kann ich dies leider nicht nachprüfen aber so wie es aussieht ist der Dell Power Companion eine „normale“ USB C Power Delivery Powerbank!

Also ja der USB C Port ist auch geeignet ein Google Pixel XL oder ähnliches schnell zu laden.

Die Powerbank kann im Übrigen gleichzeitig Euer Notebook laden und selbst geladen werden.

Wie sieht es mit den beiden normalen USB Ports aus? Sagen wir es so, diese Ports bekleckern sich nicht mit Ruhm.

Das Limit liegt wirklich bei 2,1A allerdings fällt die Spannung der Ports schon vorher auf knapp unter 4,8V (direkt am Port gemessen) weshalb die meisten Smartphones eher mit einem mittlerem Tempo an dem Power Companion laden.

Aus meiner Sicht weniger schlimm. Die Powerbank wird vermutlich zu 90% dafür eingesetzt ein Notebook zu laden und nicht als „Smartphone“ Powerbank. Dies ist nur ein Zusatz Feature für den Notfall und ja der Dell Power Companion lädt Eure Smartphones, nur nicht sonderlich schnell.

 

Fazit zum Dell Power Companion 12000mAh(PW7015MC)

Ihr wollt Euer XPS 13 mithilfe einer Powerbank aufladen dann wird Euch aktuell nicht viel anderes übrig bleiben als den saftigen Preis zu zahlen, welchen Dell für den Power Companion verlangt.

Hier braucht man auch nicht groß um den heißen Brei reden über 160€ für diese Powerbank ist eigentlich zu viel.

Jedoch mangels Alternativen lässt sich aktuell dieser Preis „rechtfertigen“. Dafür macht der Power Companion aber auch einen guten Job!

Die Powerbank schafft es mein Dell XPS 13 ca. 2/3 aufzuladen was ca. 5 Stunden zusätzliche Arbeitszeit ergibt.

Dabei ist der Power Companion auch recht kompakt für eine Notebook Powerbank, die ansonsten meist sehr groß und klobig sind.

Hinzu kommen Bonusfunktionen, wie die Möglichkeit zwei weitere USB Geräte an der Powerbank aufzuladen.

Unterm Strich ist der Dell Power Companion 12000mAh(PW7015MC) ein gutes Produkt zu einem stolzen Preis, welches sich aber durchaus für Dell XPS 13/15 Besitzer lohnen kann.

XLayer Off-Road Mini, kompakte Autostart Powerbank im Test

Powerbanks welche einem Auto Starthilfe geben können sind ohne Frage etwas sehr Nützliches aber auch nichts mehr wirklich Neues.

Dachte ich zumindest bis ich die „Off-Road Mini“ von XLayer für einen Test erhielt. Die Besonderheit hier die Größe der Powerbank.

Starthilfe Powerbanks sind in der Regel sehr groß und klobig, weshalb diese für den täglichen Einsatz nicht geeignet sind. In der Regel liegt meine Starthilfe Powerbank bei mir einfach hinten im Auto für den Notfall.

Das ist hier anders, die Off-Road Mini wirkt auf den ersten Blick nicht größer oder auffälliger als eine normale Powerbank.

Aber kann diese auch im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die XLayer Off-Road Mini im Test

Die XLayer Off-Road Mini ist eine recht kompakte Powerbank, für ein Modell mit Starthilfe Funktion. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es auch noch deutlich kompaktere Powerbanks mit 5200mAh gibt, aber dann selbstverständlich ohne Starthilfe Funktion.

Die Off-Road Mini entspricht eher einer 10000mAh Powerbank was die Größe des Gehäuses angeht.

Beim Material setzt XLayer auf eine Mischung aus Softtouch Plastik für die Ober- und Unterseite wie Hartplastik für den Rahmen.

Das Ganze wirkt außerordentlich vernünftig und haltbar.

Kommen wir zu den Anschlüssen, denn hier wird es interessant.

Natürlich verfügt die Off-Road Mini über einen normalen USB Ausgang mit einer Leistung von 2,1A. Neben diesem USB Ausgang verfügt die Powerbank aber auch über ein Anschlussterminal für die „Klemmen“.

Diese Klemmen kennt man von seinem normalen Starthilfekabeln und werden einfach an der Autobatterie befestigt.

Hier müsst Ihr auch nicht groß auf irgendetwas achten wie es beim normalen Starthilfe Prozess der Fall ist.

Verbindet die Klemmen mit den Kontakten der Autobatterie, achtet hierbei lediglich auf die Polarität, und steckt die Klemmen in die Powerbank.

Startet nun das Auto, fertig.

Wichtig das Ganze funktioniert nur bei Benzinern mit einem Hubraum von bis zu 2 Litern!

Wie kann solch eine kompakte Powerbank ein Auto starten? Eigentlich recht einfach, die Powerbank kann für einen sehr kurzen Zeitraum einen recht hohen Strom abgeben von bis zu 260A.

Dieser Strom kann natürlich nicht lange Aufrecht gehalten werden, muss er aber auch gar nicht. Nur so lange wie das Auto zum Zünden benötigt.

Ebenfalls sehr interessant ist wie die Powerbank aufgeladen wird. Starhilfe Powerbanks benötigen in der Regel ein gesondertes Netzteil, was ich sehr unpraktisch finde.

Die XLayer Off-Road wird hingegen ganz klassisch via microUSB geladen. Verwendet hierfür das Ladegerät welches bei Eurem Smartphone beilag.

Zu guter Letzt verfügt die Powerbank auch noch über eine kleine LED Taschenlampe. Diese ist relativ hell für eine Powerbank und kann im Notfall problemlos ausreichen etwas im Motorraum zu sehen.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte zur XLayer Off-Road Mini

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Der Hersteller verspricht hier 5400mAh, messen konnte ich 4450mAh bzw. 16,467Wh.

Dies ergibt gute 82% der Herstellerangabe. Warum sind aber 82% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die wirklich nutzbare Kapazität sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Ja dies klingt etwas blöd machen aber alle Hersteller so. Beim Entladen dieser Zellen kommt es nun zu einer Verlustleistung, heiß etwas Energie geht in beispielsweise Wärme verloren, weshalb man nicht 100% der Kapazität wieder entnehmen kann.

Wie sieht es abseits der Kapazität aus, also bei der Ladegeschwindigkeit? Solide trifft es ganz gut.

Mein Samsung Galaxy S7 Edge erreichte eine hervorragende Ladegeschwindigkeit von 1,77A, das iPhone 7 Plus und Google Pixel hingegen eine eher mittelmäßige Ladegeschwindigkeit von 0,98A.

Das Wiederaufladen der Powerbank selbst verläuft mit 1A Ladestrom. Ein vollständiges Laden dauert also ca. 6 Stunden, was soweit Okay ist.

 

Fazit zur XLayer Off-Road Mini

Ihr habt einen bis 2.0 Liter Benziner? Dann habt Ihr hier vielleicht die perfekte Powerbank gefunden!

Die XLayer Off-Road Mini hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Autostarter Powerbanks, sie ist recht kompakt. Selbst wenn Ihr diese Powerbank Tag täglich mit Euch in der Tasche herumschleppen würdet, würde diese nicht großartig stören.

Auf den ersten Blick würde man vermutlich nicht mal erkennen, dass es sich hierbei um eine Powerbank handelt, welche ein Auto starten kann.

Natürlich ist die Off-Road auch weiterhin etwas größer als eine „normale“ 5400mAh Powerbank aber nicht so viel, dass es wirklich groß stören würde. Selbstverständlich sollte Euch die ganze Autostarter- Funktion egal sein, gibt es „bessere“ 5400mAh Powerbanks, welche vor allem noch etwas kompakter sind.

Sollte jedoch die Möglichkeit ein Auto zu starten für Euch einen gewissen Wert haben, dann ist die Off-Road Mini von XLayer definitiv eine Empfehlung Wert, gerade wenn Ihr plant diese Powerbank auch als normale Powerbank zu nutzen.

 

Der Tactical Audio Controller von Turtle Beach im Test

Nachdem bereits das Elite Pro Headset bei techtest.org im Test war, ist nun der „TAC“ an der Reihe.

TAC steht für Tactical Audio Controller. Wenn man so will handelt es sich hierbei um eine spezielle externe Soundkarte, welche für Gaming optimiert ist.

Aber lohnt es sich wirklich für das gute Stück satte 180€ auf den Tisch zu legen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen dank an Turtle Beach, welche mir den TAC zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Tactical Audio Controller im Test

Beim TAC handelt es sich in erster Linie um eine externe Soundkarte. Diese ist sowohl für den PC geeignet wie aber auch für die XBOX One und die PS4.

Jedoch besitzt der TAC ein paar zusätzliche Features, die sich speziell um die Kommunikation drehen.

Beginnen wir aber am Anfang. Der TAC wirkt auf den ersten Blick wie ein kleines Mischpult. Die Einheit, ca.so groß wie eine Handfläche, hat auf ihrer Oberseite vier Schieberegler und ein großes Drehrad. Ebenfalls sind drei Tasten vorhanden.

Die Anschlüsse des Tactical Audio Controller befinden sich sowohl auf der Rückseite wie aber auch auf der Front des Gerätes.

Hiervon besitzt der TAC einige. Die beiden wichtigsten Ports werden sicherlich der Mini und Micro USB Port auf der Rückseite sein. Warum zwei USB Anschlüsse? Der Mini USB Port dient für die Audio Übertragung, der microUSB Port ist hingegen ausschließlich für Einstellungen über die Software.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich ein AUX Eingang, ein „Stream Out“ Port (wenn Ihr den Ton z.B. zu Twicht senden wollt), ein optischer Eingang und Ausgang wie auch ein Schalter zum Umschalten der Plattform auf welcher Ihr den TAC nutzt.

Auf der Front des Geräte findet Ihr einen Headset Port (Ton und Mikrofon), einen gesonderten Mikrofon Anschluss wie auch einen Anschluss für ein Gamepad(um den Ton durchzuschleifen).

 

Die Funktion

Ich konzentriere mich in Folgendem auf die klassische Nutzung am PC als externe Soundkarte.

Gehen wir einfach mal durch was jeder Schieber des Tactical Audio Controllers macht.

Game/Chat

Wenn Ihr den TAC an Euren PC anschließt, wird dieser nicht nur als eine Soundkarte erkannt, sondern gleich als zwei Soundkarten.

Warum? In VoIP Anwendungen wie Skype oder TeamSpeak ist es möglich den Ton auf eine andere Audio Ausgabe zu legen.

Das heißt der Ton Eures Spiels und Euerer Mitspieler kommt aus unterschiedlichen Kanälen. Mithilfe des Game/Chat könnt Ihr nun auf die Schnelle den Ton abmischen.

Wollt Ihr, dass Eure Mitspieler gerade etwas lauter sind als das Spiel oder umgekehrt, dann könnt Ihr dies schnell am TAC einstellen ohne das Spiel zu verlassen.

Wenn man darüber nachdenkt eigentlich eine sehr praktische Sache. In der Vergangenheit habe ich mir schon des öfteren gewünscht meine Mitspieler schnell mal lauter bzw. leiser stellen zu können ohne erst in Einstellungen herumzuwühlen.

Background Noise Limiter

Wenn Ihr TeamSpeak nutzt, werdet Ihr sicherlich das Feature kennen, dass ein Mikrofon erst eingeschaltet wird wenn man etwas laut sagt.

So ähnlich funktioniert dieser Schieber auch. Je nachdem wie hoch dieser eingestellt wird, gibt es eine Schwelle ab wann der Ton erst übertragen wird.

Sollte es rauschen oder klappern bei Euch im Hintergrund geben, wird dieses nicht mehr gesendet. Erst wenn Ihr laut ins Mikrofon redet, wird Ton übertragen.

Outbound Mic Boost

Dieser Schieber reguliert die Lautstärke Eures Mikrofones.

Mic Monitor Level

Ihr könnt mit dem TAC Euer Mikrofon auch „Monitoren“ also Euch selbst hören während Ihr redet. Mit diesem Schieber lässt sich dies einstellen bzw. abschalten. Die Verzögerung ist im Übrigen sehr gering, mich hat das Monitoren meiner eigenen Stimme nicht gestört, im Gegensatz dazu, wenn ich das Feature in Windows einstelle.

Das große Rad

Das große Rad dient natürlich dazu die Gesamtlautstärke zu verändern. Neben diesem Rad ist auch eine Mikrofon Mute Taste angebracht.

 

Soundqualität

Nicht ganz unwichtig ist die Soundqualität. Ganz wichtig, achtet darauf welcher der beiden Soundkarten bei Euch in Windows als „Standard Audio Interface“ eingestellt ist.

Wie bereits erwähnt, wird der Tactical Audio Controller als „Soundkarten“ in Eurem Windows erkannt. Die eine ist für den regulären Ton und die andere nur für Voice Chat Anwendungen.

Hier gibt es einen massiven Qualitätsunterschied! Ton welcher über die „Voice Chat“ Verbindung geht klingt deutlich schlechter!

Sollte also der Tactical Audio Controller bei Euch total furchtbar klingen, könnte es daran liegen, dass Windows die Flasche der beiden Soundkarten nutzt.

Wenn alles richtig eingestellt ist, klingt der TAC, wen überrascht es, gut. Wie gut hängt stark vom eingestellten Preset ab.

Hier könnt Ihr zwischen diversen unterschiedlichen innerhalb der Software wählen. Diese Profile umfassen auch spezielle Dinge wie „Superhuman Hearing“ welches leise Geräusche stark verstärkt um Schritte besser hörbar zu machen.

Auch diverse Sourround Profile sind vorhanden, welche durchaus einen guten Job bei einer verbesserten örtlichen Wahrnehmung machen.

Jedoch der verbaute DAC ist nicht der aller beste. Damit meine ich nicht, dass dieser schlecht ist, vermutlich ist er besser als die OnBoard Soundkarte 90% aller Nutzer, jedoch für 180€ bekommt man anderswo durchaus externe Soundkarten, die zu mehr als 48Khz in der Lage sind.

Ich weiß eine höhere Khz Zahl heißt nicht automatisch, dass der Klang besser ist, jedoch bedeutet dies, dass Turtle Beach beim TAC nicht auf einen absoluten High End Wandler setzt.

Jedoch für ein normales bis gutes Headset reicht das Gebotene vollkommen aus, gerade wenn man einen gewissen Mehrwert durch die duzende Sound Profile erhält.

Leider bietet die Software einem hier keine Möglichkeit ein Profil selbst zu erstellen, sondern man muss sich auf die Vorlagen verlassen.

Rein subjektiv würde ich den gelieferten Klang als gut bezeichnen, jedoch wird dieser durch die Profile stark verfälscht, was den Vergleich mit anderen Geräten schwermacht.

Die interne Soundkarte meines Acer Aspire V15 und Dell XPS 13 wird ganz klar vom TAC überboten. Musik und Spiele klingen hier deutlich kräftiger und auch detaillierter. Jedoch eine Asus Essence STX II ist rein qualitativ nochmal ein guter Sprung, spätestens dann wenn man größere HiFi Kopfhörer nutzt.

 

Fazit

Das Fazit zum Turtle Beach Elite Pro Tactical Audio Controller fällt nicht ganz leicht.

Das Problem ist, dass man externe Soundkarten für rund 180€ bekommt, welche einen besseren Klang produzieren.

Wenn es Euch darum geht, greift besser bei einer Creative Sound Blaster X G5 oder ASUS Xonar U7 zu. Das heißt aber nicht, dass der TAC keinen Einsatzzweck hat und schlecht ist.

Beim TAC geht es primär um anderes als nur die beste Klangqualität. Es geht hierbei unter anderem ums Abmischen des Tons, die Lautstärke von Voice Chat Anwendungen und Spielen einfach mit einem Schieber unabhängig voneinander zu steuern ist toll und kann ein großer Vorteil sein.

Auch Presets wie „Superhuman Hearing“ kann einem helfen in Spielen besser zu werden.

Am Ende kommt es auf die Frage an was ist Euch wichtiger, der bestmögliche Klang oder eine Art kleine Zentrale zu haben, welche auf Kommunikation mit dem Team in Spielen ausgelegt ist.

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