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Die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose im kurz Test

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Mit der Schalt-Mess-Steckdose bietet Homematic IP eine interessante Erweiterungskomponente für sein Smart Home System an.

Hierbei handelt es sich um eine Smarte Steckdose. Aber was macht eine Steckdose Smart und lohnt es sich dafür 50€ auszugeben?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose

Optisch gibt es nicht viel zur Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose zu sagen. Es handelt sich hierbei um einen Steckdosen- Adapter, der auf der Oberseite über eine Schuko Buchse verfügt. Die maximale Leistung liegt bei 3680W.

Gefertigt ist die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose aus einem sehr robust anmutendem weißen Plastik.

Die Dicke des Adapters beträgt ca. 3,5cm und die zusätzliche Breite um die normale Schuko Steckdose beträgt 1-2,5cm.

Damit ist die Schalt-Mess-Steckdose relativ kompakt verglichen mit vielen Konkurrenz Systemen.

Auf der Oberseite befindet sich zudem noch ein Schalter mit welchem sich die Steckdose ohne Smartphone per Hand ein/ausschalten lässt.

 

Einrichtung

WICHTIG: Ihr benötigt um die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose zu nutzen auch die Homematic IP Basis Station! Alternativ würde auch die Smart Home Base der Telekom Ihren Job erfüllen.

Die Einrichtung verläuft wie üblich bei neuen Modulen ab. Ihr geht in die Homematic App, wählt dort Gerät anlernen aus und wenn die Schalt-Mess-Steckdose im Strom ist, sollte diese nun auch gleich gefunden werden.

Sollte es Probleme geben, also die Schalt-Mess-Steckdose nicht gefunden wird, verbindet die Dose neu mit dem Strom und/oder startet die Basis Station einmal neu.

Nachdem die Steckdose verbunden wurde, könnt Ihr dieser einen Raum und Namen wie auch eine Verwendung zuordnen.

Hier habt Ihr drei Möglichkeiten zur Auswahl „Raumklima“, „Licht und Beschattung“ und „Sicherheit“.

Wählt Raumklima aus wenn an der Schalt-Mess-Steckdose beispielsweise eine Klima Anlage angeschlossen ist, die  Ihr automatisch einschalten wollt, wenn beispielsweise die Raumtemperatur steigt.

Wählt Sicherheit aus, wenn eine Sirene oder Alarm-Lampe angeschlossen ist, welche dann in Verbindung mit der Alarmanlage funktionieren soll (also bei Alarm ausgelöst werden soll).

Für mich ist hier die interessanteste Funktion aber natürlich Licht und Beschattung um welche es auch im weiteren Verlauf gehen soll.

 

Funktionen

Wie bereits oben angedeutet hängt die genaue Funktion der Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose vom Bereich ab welchem Ihr diese zuordnet.

Ich möchte mich hier auf die „Licht und Beschattungs“ Funktionen konzentrieren.

Die wichtigste Basis Funktion ist hier natürlich, dass Ein- bzw. Ausschalten des Stroms, was Ihr über die Homematic App machen könnt.

Das aber viel Interessantere ist sicherlich die Überwachung des Stromverbrauchs. Hier könnt Ihr „Live“ den Stromverbrauch in Watt angezeigt bekommen, wie aber auch eine Aufzeichnung wie viel Energie über die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose insgesamt verbraucht wurde.

Zudem ist es möglich auch den aktuellen Strompreis zu hinterlegen, so dass Euch auch gleich gesagt wird wie viel Geld Euch das Betreiben der Geräte gekostet hat.

Dies macht die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose auch sehr Interessant um Standby Stromverbraucher wie z.B. einen ganzen Fernsehschrank auf Wunsch vom Netz zu trennen.

Hier gab es jedoch beim Konkurrenzprodukt von TP-Link, der HS110 ein „Problem“, nämlich den Standby- Verbrauch der Steckdose selbst, welcher dort bei über 1W lag.

Wie viel Strom benötigt die Schalt-Mess-Steckdose um die Funkverbindung zur Basis Station aufrecht zu erhalten?

Deutlich weniger! Im ausgeschalteten Zustand lediglich 0,2W. Eingeschaltet erstaunlicherweise 0,8W.

Ich vermute, dass die Messelektronik für den Stromverbrauch nur Aktiv ist, wenn auch die Dose Eingeschaltet ist, was den erhöhten Stromverbrauch erklärt.

Dies ist aber unterm Strich ausreichend wenig, gerade wenn man damit mehrere Verbraucher schaltet welche in der Regel kombiniert einen deutlich höheren Standby- Verbrauch besitzen.

Zu guter Letzt wie genau sind die Strommessungen? Erfreulicherweise sehr genau! Verglichen mit meinem normalen Strommessgerät könnte ich selbst bei kleinen Verbrauchern (im 10W Bereich) lediglich eine Abweichung von rund 5% feststellen.

 

Fazit

Die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose macht das was sie soll und das auch sehr gut! Solltet Ihr über ein Homematic IP System verfügen kann die Schalt-Mess-Steckdose eine echte Erweiterung sein.

Die Verarbeitungsqualität, Stromaufnahme des Gerätes selbst, wie auch die Messgenauigkeit ist hervorragend!

Allerdings gibt es auch starke Konkurenz welche gerade interessant ist wenn man nicht schon im Homematic IP Öko System ist. Beispielsweise der TP-Link HS110 bietet für etwas weniger Geld durchaus einige Funktionen mehr wie Zeitschaltuhr oder die Steuerung über Amazon Echo.

Kann hier die Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose mithalten? Leider nicht ganz, Ihr seid hier wirklich auf das Ein/Ausschalten und die Strommessung limitiert.

Ich würde mir hier Software seitig vielleicht noch das ein oder andere Update seitens Homematic wünschen, denn die Hardware ist wirklich gut!

Corsair K95 RGB Platinum – die perfekte Tastatur?

Corsair hat am Anfang des noch jungen Jahres ihr Tasturflaggschiff aktualisiert. Das auf den Namen „Corsair K95 RGB Platinum“ getaufte mechanische Keyboard unterfuhr die stärkste Veränderungen seit der Einführung der Corsair Vengeance K90 im Jahr 2011. Ob sich die gut 200€ teure Tastatur an die Speerspitze aller bisherigen getesteten Tastaturen setzten kann, wird sich in diesem Test herauszustellen.

Corsair K95 RGB Platinum Übersicht:

Der Modelllinie treugeblieben, verfügt das Keyboard nicht nur über ein 100% DE Layout, sondern auch über Makrotasten an der linken Seite. Des Weiteren gibt es eine Vielzahl an Multimediatasten sowie ein Lautstärkerad. Corsair schickt für den europäischen Markt zwei Varianten der K95 RGB Platinum ins Rennen. Diese unterscheiden sich rein von den eingesetzten Schaltern. Zum einen kommen die seit geraumer Zeit verfügbaren Cherry MX RGB Brown zum Einsatz, zum anderen hat der US Hersteller eine Version mit den exklusiven Cherry MX Speed RGB im Angebot. Wie bereits der Name verrät, ist die Tastatur mit einer RGB Beleuchtung ausgestattet, die erstmalig mit LightEdge erweitert wurde.


Gegenüber dem direkten Vorgänger, der Corsair Gaming K95 RGB, wurden einige  grundlegende Verbesserungen durchgeführt. Der interne Speicher für die Profile wurde von winzigen 36 kB auf 8.096 kB erhöht, der USB Pass-Through Port findet wieder Einzug und die Materialwahl der Frontplate ist nun vollständig aus Aluminium gefertigt. Freunde der Makronutzung werden aufgrund der Reduzierung der Anzahl der dedizierten Zusatztasten von 18 auf „nur“ sechs etwas enttäuscht sein.

Der Lieferumfang fällt umfangreich aus. Neben der Bedienungsanleitung und der Garantiekarte wird eine Handballenauflage, ein Keycap Remover Tool sowie Tastenkappen mit veränderter Farbe und Ergonomie für die Tasten „W“,“A“,“S“,“D“,“Q“,“E“,“R“ und „F“ mitgeliefert.

Corsair gewährt dem Käufer des Corsair K95 RGB Platinum einen Garantizeitraum von 2 Jahren. Nach Angaben der Preissuchmaschine Geizhals.de ist die Tastatur für ca. 190€ erhältlich.

In der folgenden Tabelle sind alle Daten zusammengefasst:
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Design und Verarbeitung:

Corsair ist bei dem Design der Spagat zwischen Schlichtheit und eigenen, hervorhebenden Elementen, die zur Wiedererkennung der Marke führen, gelungen. Das Besondere gegenüber herkömmlichen Tastaturen sind die freistehenden Schalter, die auf einer schwarz eloxierten Aluminiumplatte befestigt worden sind. Dies sorgt unter anderem dafür, dass die Zwischenräume und die Erhöhungen der Aluminiumblende von den LEDs gleichmäßig mitbeleuchtet werden. Gleichzeitig wird durch den offenen Aufbau die Reinigung deutlich erleichtert, da sich Schmutz nicht in einer Ecke festsetzten kann (Krümelmonster approves). Betrachtet man die Tastatur im Profil, kann man den „U“-förmigen Aufbau gut erkennen.

Am Rand der oberen Erhöhung befindet sich ein lichtdurchlässiger Kunststoff, in dem die LEDs für die 19-Zonen RGB Beleuchtung (LightEdge) eingearbeitet sind. Das mittig angebrachte Corsair Logo ist ebenfalls ein Teil jenes Kunststoffrings und leuchtet entsprechend mit auf. Das ist in dieser Form einzigartig und bietet eine noch nie da gewesene Umgebungsbeleuchtung.

Wirft man einen Blick auf die schwarze Unterseite der Tastatur, lassen sich sofort die Kanäle für die Kabelführung erkennen. Die in einem X geformten Vertiefungen ermöglichen, beispielsweise das Kabel eines Kopfhörers zu verlegen. Selbst das vergleichsweise dicke Audio Kabel meines Sennheiser HD598 passt noch in die Führung, ohne es dabei zu verletzen. Des Weiteren sind auch die überdurchschnittlich großen Gummifläche sowie die Aufstellfüße, die ebenfalls über eine Gummierung verfügen, sichtbar. In Kombination mit dem relativ hohen Eigengewicht von über 1,3 Kilogramm ist ein fester Stand bei jeder Position gewährleistet.

Die Corsair K95 RGB Palatinum kommt vollständig ohne Doppelbelegung der Tasten aus. Oberhalb des Bereichs der F1-F4 Tasten schaltet man die drei Profile durch, ändert die Helligkeit der LEDs und sperrt die Windows Taste. Über dem Nummernblock sind die gängigen Multimedia Tasten angebracht worden. Das Lautstärkerad lässt sich angenehm und gleichmäßig drehen, sodass eine genaue Einstellung des Pegels ermöglicht wird. Daneben versteckt sich noch ein Mute Button. Obwohl ich per se nichts gegen die Doppelbelegung habe, braucht man bei dedizierten Medientasten keine Fingerakrobatik durchzuführen. Zudem ist es Corsair gelungen, sie perfekt in das Design zu integrieren.

Beeindruckend ist der große Durchmesser (0,8 Zentimeter) und die außergewöhnliche Länge (2,2 Meter) des nicht abnehmbaren sowie textilummantelten Kabels. Selbst bei übergroßen Schreibtischen kann man das Kabel ohne USB Verlängerung verlegen. Neben der Datenleitung für die eigentliche Tastatur verfügt die Corsair K95 RGB Platinum über einen weiteren USB Port, der durchgeschleift wird. Angebunden ist jener Port aber nur mit dem seit Jahren veralteten USB 2.0 Protokoll. Warum Corsair nicht auf das deutlich schnellere USB 3.0 setzt, ist fraglich. Sowohl die offiziellen Spezifikationen als auch der Querschnitt des Kabels würden den neueren Standard theoretisch zulassen.

Corsair liefert standardmäßig zu der Tastatur eine Handballenauflage mit. Auch diese durfte sich einige Verbesserungen unterziehen. Die eigentliche Auflage verfügt nun über zwei verschiedene Seiten mit unterschiedlichen Härtegraden. Bevorzugt man eine etwas weichere Auflage nach mehrstündiger Benutzung, braucht man nur das Pad zu drehen. Dank Magneten und einer entsprechenden Vertiefung im Grundgerüst, bleibt es sicher an seiner Position.
Sicher ist auch die Verbindung zwischen der Handballenauflage und der Tastatur. Mithilfe von zwei Plastik Klipps und einer Führungsschiene wird sie an die Unterseite des Eingabegerätes befestigt. Selbst wenn man die Corsair K95 RGB Platinum vertikal anhebt, verhält sich das Gespann wie eine Einheit. Leider zeigt sich eine gewisse Schwäche. Möchte man die Handballenauflage entfernen, geben die Klipps warnende, knackende Geräusche von sich. Häufiges Demontieren sollte daher vermieden werden.


Bei dem Ausgangsmaterial der schwarzen Tastenkappen setzt Corsair auf bewährten ABS Kunststoff. Die konkav geformten Keycaps weisen die von allen bisherigen getesteten Tastaturen größte Schrift auf. Hier entscheidet – wie so oft – der eigene Geschmack darüber, ob dies einem gefällt oder nicht. Ich für meinen Teil bin ein großer Fan davon. Zweifelslos überlegen ist aber die Qualität der Laserarbeit. Jeder der über hundert Schriftzüge ist makellos.

Damit man sofort die Zusatztasten von den anderen unterscheiden kann, wurde nicht nur der Abstand zwischen den Tasten erhöht, sondern auch die Oberfläche der Keycaps angepasst. So hat Corsair neben einer grauen Lackierung und einer geriffelten Oberfläche, die konkave Form an einer Seite erhöht. Dieselbe Oberflächenstruktur weisen auch die beigelegten FPS sowie MOBA Keycaps auf, die sich mithilfe des beigelegtem Tools im Handumdrehen tauschen lassen. Wer sich sicher sein will, dass er die richtige Taste im Eifer des Gefechts unter seinen Fingern hat, wird von den beigelegten Sets profitieren.

Leider weist die unterste Tastenreihe Corsair-typisch nicht die „standard Bottom Row“ auf, das die Auswahl an Drittanbieter Keycaps einschränkt. Was Früher ein größeres Problem darstellte, wurde in den letzten Jahren deutlich entschärft. Die Hersteller der Aftermarket Tastenkappen haben sich darauf eingestellt und verkaufen die Sets entweder direkt mit passendem Layout bzw. es werden geeignete Keycaps gegen einen Aufpreis mitangeboten.

Trotz der fehlenden Oberschale mit Verstrebungen ist die Verwindungssteiffestigkeit exzellent. Selbst unter größerer Krafteinwirkung, gibt die Tastatur dem Druck nicht nach. In dem Bereich Materialwahl sowie Verarbeitung darf sich die Corsair K95 RGB Platinum die Krone mit dem Cherry MX-Board 6.0 teilen.

Cherry MX Speed im Detail und Alltag:

Bereits in der Vergangenheit hat Corsair eng mit Cherry zusammengearbeitet und waren stets die Ersten, die die neuesten Schalter aus Deutschland verbaut hatten. Dies gilt auch für die Cherry MX Speed RGB (Silver), die auch bei unser Testexemplar in Verwendung sind. Die neuen linearen Switches sind im Grund genommen Cherry MX Red mit einem kürzeren Betätigungsweg. Bereits nach 1,2 Millimetern – anstelle von 2,0mm – ist der Auslösepunkt erreicht. Zudem verkürzt sich der maximale Hubweg von 4,0mm auf 3,4mm. Das klingt natürlich erst einmal nach einer geringen Differenz, im direkten Vergleich ist aber ein nicht zu verachtender Unterschied feststellbar. Gerade wenn man über einen längeren Zeitraum Cherry MX Red in Verwendung hatte, versucht man anfangs deutlich weiter die Tasten drücken zu wollen.

Nach einer gewissen Umgewöhnungszeit stellt sich die Fingermuskulatur auf die geänderten Gegebenheiten ein und man fängt an, die Taste beim Tippen früher loszulassen.  Daraus resultiert eine leicht gesteigerte Tippgeschwindigkeit. Aktuell gleichen bei mir kleinere Fehlerchen den Vorteil wiederum aus.

Die meisten Spiele sind verhältnismäßig großzügig, was die Eingabe der Tasten angeht. Selbst bei Shootern wie Battlefield oder CS GO konnte ich keinen wirklichen Vorteil gegenüber den anderen linearen Schaltern bemerken. Anders sieht es bei dem neuen Unreal Tournament aus, wo ein präziser Bewegungsablauf deutlich spielerelevanter ist. Schnelle Aktionen wie dem sogenannten Double Dodge(zwei Mal hintereinander eine Lauftaste drücken) gehen einen Ticken schneller von der Hand. Zugegeben, es gibt andere Faktoren, die mehr Einfluss auf das eigene Können haben. Möchte man das Maximum rausholen, sind die MX Speed den MX Red in diesem Fall vorzuziehen.

Natürlich wurde auch die Angabe von „Full-N-Key-Rollover“ mithilfe von AquaKeyTest geprüft. Wenig überraschend hält Corsair sein Versprechen. Selbst wenn alle Tasten gleichzeitig gedrückt werden, erkennt der Computer jeder der einzelnen Eingabe. Daher kann man der Tastatur volle Spielefähigkeit attestieren.

Corsair Utilty Engine & RGB Beleuchtung:

Obwohl die K95 RGB Platinum autark von Software operieren kann, empfiehlt sich die Installation des Programms „Corsair Utility Engine“. Hauptmerkmal ist die schnellere und vor allem komplexere Verwaltung der Tastatur. So lassen sich nicht nur Makros und Beleuchtungseffekten erstellen und auf die Tastatur speichern, sondern auch Profile aus dem Internet runterladen und verwenden. Neben der regulären Ansicht, gibt es auch einen erweiterten Modus, der seinen Namen alle Ehre macht. Es benötigt eine gewisse Einarbeitung, um das volle Potential auszuschöpfen.

Zu guter Letzt widmen wir uns der RGB Beleuchtung der Tastatur. Dank LightEdge wird nicht nur die Tasten, sondern auch die Umgebung bei Bedarf erleuchtet. Im normalen Modus hat man die Wahl zwischen folgenden Optionen: Spiralregenbogen, Regenbogenwelle, Visier, Regen, Farbwechsel, Farbpulse, Farbwelle, Eingabebeleuchtung sowie statische Farbe. Hierbei kann man den Farbmix, die Geschwindigkeit sowie die Verlaufsrichtung bestimmen. Wechselt man auf „erweitert“, kann man unter dem Preset „Welle“ Einstellmöglichkeit über Deckkraft, Wellenlänge, Beleuchtungsdauer, Geschwindigkeit und den Winkel, wie die Welle verlaufen soll, treffen.

Das Ergebnis ist ein atemberaubendes Farbenspiel. Wie man dem Video entnehmen kann, beleuchtet LightEdge überaus gleichmäßig die Umgebung. Positiv hervorzuheben ist zudem, dass der Übergang zwischen den LEDs der Taster sowie die in dem Kunststoffring fließend und ohne Farbverzerrung geschieht.

Fazit:

Die Corsair K95 RGB Platinum verbindet im Grunde genommen (fast) alle positiven Eigenschaften der bisher getesteten Tastaturen und kann in einigen Bereichen sogar die Messlatten höher setzten. Bei der Materialwahl, Verarbeitung sowie die Steiffestigkeit kann nur das Cherry MX-Board 6.0 dem neuen Corsair Flaggschiff das Wasser reichen. Gleichzeitig kommen die neusten Cherry MX RGB Speed Schalter zum Einsatz, die zwar den Markt nicht revolutionieren werden, aber eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Portfolio darstellen. Die RGB Beleuchtung ist aufgrund der sehr gut umgesetzten LightEdge Technologie einzigartig und selbst das mitgelieferte Zubehör lässt kaum Wünsche offen. Abgerundet wird das Paket durch eine Vielzahl an Zusatztasten, einer umfangreichen Software und einem sehr stimmigen Design.

Ist die Corsair K95 RGB Platinum perfekt? Die Antwort muss verneint werden. Neben dem festinstallierten Kabel und die Verwendung von Plastik Klipps für die Befestigung der Handballenauflage, muss das der Norm abweichende Layout der untersten Tastenreihe kritisiert werden. Diese Punkte stellen für den normalen Alltag aber in keinem Fall ein No-Go dar. Wer bereit ist, für eine Tastatur 200€ zu bezahlen, wird unter dem Strich die aktuell beste Tastatur auf dem Markt erwerben.

Die Edifier Studio R2730DB im Test, was ein Sound!

Gute Lautsprecher geben einem Multimedia Setup erst die richtige Würze. Nachdem nun Jahre lang Souround Sound Systeme mit fünf oder mehr Lautsprechern in waren, scheint sich nun der Markt wieder auf seine Wurzeln zu konzentrieren.

2.1 oder 2.0 Sound Systeme sind aktuell wieder die Beliebtesten.

Gerade Edifier hat hier den Ruf einen sehr guten Klang für verhältnismäßig wenig Geld zu liefern.

Die R2730DB sind dabei aktuell Edifiers größte Stereo Lautsprecher, welche mit 250€ auch sicherlich schon in der gehobenen Preisklasse liegen, zu mindestens für viele Nutzer.

Aber können die Edifier Studio R2730DB im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Edifier Studio R2730DB

Ehe man Lautsprecher wie die Edifier Studio R2730DB kauft, sollte man einmal die Maße überprüfen“ um sich vor Augen zu halten wie groß das gewünschte Produkt ist. Dies habe ich natürlich nicht gemacht und sagen wir es so die Edifier wirken auf den Produktbildern deutlich kleiner als sie es sind.

Ein Lautsprecher ist ca. 22×27,5×39,6cm groß.

Damit sind die Edifier Studio R2730DB schon etwas mächtiger als die allermeisten Regallautsprecher.

Aber wie jeder weiß klingen auch Lautsprecher mit großem Volumen in der Regel besser als kleinere Modelle bzw. mit viel Volumen ist es leichter viel Klang zu erzeugen.

Das Gehäuse der R2730DB besteht aus schwarz lackiertem Holz und wird auf der Front von einem abnehmbaren Stoffgitter bedeckt. Qualitativ würde ich das Ganze als gut bezeichnen. Jedoch wenn man die Edifier mit den diversen Premium Marken wie Nubert vergleicht, sieht man doch, dass die R2730DB eher „praktisch“ gearbeitet sind. Eine besonders filigrane Holz Arbeitskunst findet Ihr hier also nicht.

Allerding bezahlt man dafür auch bei den R2730DB keinen Premium Aufschlag.

Edifier verbaut in den R2730DB gleich drei Treiber, wir haben hier also ein vollwertiges 3 Wege System. Der Tieftöner ist mit rund 18cm schon recht groß Dimensioniert, viele Einsteiger 2.1 Sound Systeme verbauen sowas schon als Subwoofer.

Der Mitteltöner besitzt einen Durchmesser von 11,6cm und der Hochtöner von 1,9cm.

Eine wirklich große Besonderheit bei den Edifier Studio R2730DB ist die Anschlussvielfalt. Ihr habt im Grunde drei Methoden die R2730DB zu nutzen.

Entweder ganz klassisch über einen Chinch Eingang (per Adapter Kabel auch über einen Kopfhörerausgang), hiervon sind sogar zwei vorhanden, über einen Digitalen Toslink Eingang, einem Coaxialen Eingang oder über Bluetooth.

Ja das Edifier Studio R2730DB besitzt Bluetooth! Hierbei sollte man aber bedenken, dass Bluetooth immer eine leichte Verzögerung mitbringt, dies ist beim Smartphone wenn man Musik hört in der Regel kein Problem.

Dennoch würde ich empfehlen die Verbindung zwischen PC und Lautsprecher weiterhin per Kabel zu bewerkstelligen.

Als kleinen Bonus bieten die Edifier sogar noch einen optionalen Subwoofer Ausgang.

Ein paar minus Punkte kassiert das System allerdings für das fest verbundene Kabel zum zweiten Lautsprecher, auch wenn ich verstehe warum es gemacht wurde.

Ja die R2730DB nutzen kein einfaches Lautsprecher Kabel um links und rechts miteinander zu verbinden. Es kommt hier ein anscheinend proprietäres, XLR ähnliches, Kabel zu Einsatz. Dieses ist mit ca. 2,5 Metern in der Regel ausreichend Lang, dennoch wäre ein normales Lautsprecher Kabel sicherlich flexibler.

Positiv ist die Qualität des Kabels anzumerken. Dieses wirkt wirklich hochwertig!

Aber warum macht Edifier so etwas? Das Kabel besitzt insgesamt sechs Kontakte, diese sind auch nötig um den Lautsprecher mit dem Tri AMP zu verbinden. Jeder der Treiber verfügt über einen eigenen Verstärker!

Daher wäre ein normales zweipoliges Kabel hier nicht ausreichend gewesen.

Gesteuert wird das System entweder über drei Drehregler auf der rechten Seite des aktiven Lautsprechers oder über die beigelegte Fernbedienung.

Am Lautsprecher selbst befinden sich Regler für Bass, Höhen, Lautstärke und die Input Wahl.

Die Fernbedienung bietet hier etwas mehr Features. Hier ist zum einen ein Ein/Ausschalter zu finden, Mute, Lauter/Leiser und jeweils eine Taste für die diversen Eingänge.

Die Fernbedienung ist zwar Feature mäßig okay, aber die Optik und Haptik ist nur als billig zu bezeichnen.

Es handelt sich um eine einfache kleine Plastik Fernbedienung aus Hochglanz Kunststoff.

 

Klang

Das Allerwichtigste ist selbstverständlich der Klang. Können hier die Edifier Studio R2730DB punkten?

Ich glaube das erste was die meisten Nutzer beim Betrachten eines 2.0 Sound Systems denken, ist „ob die wohl ohne Subwoofer auch genug Bass liefern?“.

Sagen wir es so die Edifier Studio R2730DB brauchen keinen Subwoofer! Oder besser gesagt in jedem der beider Lautsprecher ist ein ausrechend guter „Subwoofer“ verbaut.

Die R2730DB liefern einen sehr ordentlichen und kräftigen Bass. Spätestens wenn der Bassregler etwas aufgedreht wird, können die Lautsprecher ohne Probleme auf kurze bis mittlere Distanz einen gut hör-und spürbaren Bass liefern.

Edifier gibt einen Tiefgang von bis zu 45Hz an, was ich so auch problemlos glauben würde.

Hierbei ist der Bass vielleicht für den ein oder anderen Nutzer sogar etwas überdominant. Mir passt das vollkommen, denn ich mag eine etwas spaßigere Ausrichtung, jedoch wer völlig neutrale Studio Lautsprecher erwartet wird vielleicht etwas enttäuscht.

Aber nicht nur der Bass der R2730DB ist stark, auch die Höhen sind klar und brillant.

Selbst auf der normalen Stufe klingen diese schon glasklar, wenn die Höhen nun noch etwas weiter angehoben werden, über den Regler, neigen diese allerdings schon zu einer etwas übermäßigen Schärfe.

Die „0“ Einstellung sowohl beim Bass wie auch den Höhen ist in der Regel schon sehr passend.

Allgemein ist die Dynamic einer der größten Vorzüge der Edifier Studio R2730DB. Durch die Mischung aus Klarheit, tiefen Bässen und brillanten Höhen schaffen es die Lautsprecher sehr gut Musik zum Leben zu erwecken.

Auch die Nahfeld-Darstellung ist hervorragend. Wenn die Lautsprecher richtig neben dem Monitor positioniert sind, glaubt man, dass der Ton von vorne kommt.

Rauschen oder knacken konnte ich im Übrigen weder via Chinch noch über Bluetooth feststellen.

 

Fazit

Für rund 250€ sind die Edifier Studio R2730DB hervorragende Lautsprecher! Dies gilt sowohl für den Klang wie aber auch für die Features.

Der Klang der R2730DB ist klasse, selbst ohne Subwoofer schaffen es die Lautsprecher durch ihre schiere Größe und dem Klangvolumen zu überzeugen.

Selbst abseits des Schreibtischs, beispielsweise im Wohnzimmer liefern die Edifier eine starke Leistung.

Sollte Euch in einem großen Wohnzimmer der Bass vielleicht doch nicht ausreichen ist es kein Problem einen Subwoofer an die R2730DB anzuschließen.

Wo wir gerade bei den Anschlüssen sind, diese sind auch eine große Stärke der Lautsprecher. Zwei Mal Chinch, ein optischer Eingang, ein Coax Eingang und Bluetooth ist schon eine ordentliche Ausstattung.

Etwas Defizite sehe ich bei der Optik. Die Edifier Studio R2730DB sind aus meiner Sicht nicht hässlich, aber verglichen mit Lautsprechern der „Premium“ Marken doch sehr unspektakulär.

Aber das scheint auch ein wenig die Philosophie hinter den R2730DB zu sein. Ihr zahlt keinen dicken Aufpreis für eine besonders aufwendige Optik oder Ähnliches, Edifier hat einfach das meiste Geld nicht in das Äußere gesteckt, sondern in den Klang und in die Features.

Dadurch können die R2730DB auch ohne Probleme mit aktiven Lautsprechern deutlich oberhalb der 250€ Preisklasse mithalten!

Die WANSCAM HW0043 Outdoor Überwachungskamera im Test

Im Normalfall setze ich privat auf Überwachungskameras aus dem Hause INSTAR, welche bei mir auch einen sehr guten Job machen.

Allerdings kann ich gut verstehen warum diese Modelle dem ein oder anderem zu teuer oder zu groß sind.

Daher habe ich mich mal umgesehen, was gibt es an günstigen Alternativen im Outdoor- Überwachungskamera- Bereich.

Hierbei bin ich über die WANSCAM HW0043 gestolpert. Diese Kamera ist primär in Asien erhältlich und kostet dort gerade mal 28€!

Kann die WANSCAM HW0043 für dieses Geld im Test überzeugen?

 

Bestellung und Lieferumfang

Die WANSCAM HW0043 ist aktuell nur vernünftig in Asien erhältlich. Zwar gibt es auch bei eBay oder Amazon Händler welche diese Kamera anbieten, allerdings zu überzogenen Preisen.

Ich habe bei DIESEM Händler bestellt. Ich hatte allerdings gleich mehrere Artikel per Germany Express bestellt, daher kann ich dies nicht aus eigener Erfahrung bestätigen in wie weit die Kamera vom Zoll geprüft würde oder ob sie einfach so durch geht, Germany Express = Zoll Frei Versand.

Die Kamera wird in einer kleinen Box geliefert welche auch ausreichend gepolstert ist, dass diese den langen Weg nach Deutschland problemlos überstehen sollte.

Mit im Lieferumfang befindet sich eine kleine Anleitung, ein LAN Kabel und ein europäisches Netzteil.

 

Die WANSCAM HW0043

Mein erster Gedanke nach dem Auspacken der WANSCAM HW0043 war „Oh wie süß“ denn die Kamera ist erstaunlich klein. Verglichen mit einer INSTAR IN-5907HD ist die HW0043 wirklich winzig.

 

Dabei ist die Kamera aber solide verarbeitet. Das Gehäuse, welches nach IP66 geschützt sein soll, besteht vollständig aus Aluminium.

 

An der Wand wir die Kamera mithilfe eines Standfußes befestigt. Dieser Erlaubt auch nach der Montage noch ein Drehen und Schwenken der Kamera.

Lediglich ein horizontales Schwenken ist nur bedingt möglich ohne die Kamera dabei schief zu stellen, was aber auch kein Weltuntergang ist.

An der Kamera befestigt ist ein ca. 50 cm langes Kabel an welchem eine Reset- Taste wie auch der Anschluss für das Netzteil und ein LAN Kabel integriert ist.

Natürlich verfügt die Kamera auch über eingebautes WLAN. Kleiner Tipp falls Ihr nicht wisst wie Ihr die Kamera mit Strom versorgen sollt, dann kauft Euch einen PoE Switch und z.B. solch einen PoE Splitter.

Mehr zu diesem Thema HIER.

 

Einrichtung, Installation und die App

Ladet Euch zuerst die E-View7 App aus dem Google Play Store oder dem IOS App Store auf Euer Smartphone.

Verbindet nun die Kamera mit dem Strom und dem kabelgebundenen Netzwerk (WLAN kommt später).

Startet die App und fügt eine neue Kamera hinzu, Ihr habt nun die Wahl alle Daten per Hand einzugeben oder den QR Code auf der Unterseite der Kamera zu scannen.

Wenn dies gesehen ist sollte die Kamera auch in der App zu sehen sein. Sollte bis hier hin alles geklappt haben, könnt Ihr um das WLAN einzurichten auf das kleine „I“ neben der Kamera Tippen umEuch dort in den WLAN Einstellungen mit Eurem Netzwerk zu verbinden.

Wenn Ihr in den Einstellungen seid, solltet Ihr auch gleich das Passwort der Kamera ändern.

Die E-View7 App ist funktional zufriedenstellend wirkt aber gerade optisch eher mittelmäßig.

Allerdings habe ich auch schon viel Schlechteres gesehen. Kurzum hier habe ich nichts zu bemängeln, gerade wenn man den Preis betrachtet!

Alternativ zur Smartphone App gibt es auch eine sehr rudimentäre WebUI.

Aufnahme und Bildqualität

WICHTIG die HW0043 kann nicht intern aufzeichnen! In dieser Kamera ist kein Steckplatz für eine Speicherkarte verbaut!

Ihr müsst für Aufnahmen auf einen externen „Recorder“ zurückgreifen. Alternativ kann die Kamera auch Aufnahmen auf einen FTP Server im lokalen Netzwerk speichern.

Der FTP Server ist hierbei vermutlich die erste Wahl da so ziemlich jeder handelsübliche WLAN Router diese Funktion mitbringt und Ihr so Eure Aufnahmen einfach auf einer angeschlossenen Festplatte aufzeichnen könnt.

Hierbei kann eine Aufnahme permanent erfolgen oder bei der Erkennung einer Bewegung im Bild.

Zwar unterstützt die WANSCAM HW0043 auch ONVIF womit diese auch mit beispielsweise der Synology Surviellance Station zusammenarbeiten sollte, allerdings ist mir hier das Herstellen einer Verbindung nicht gelungen!

Die Bildqualität der Kamera ist solide. Klar dies ist keine „Video Kamera“ und sollte dementsprechend nicht mit solch einer verglichen werden, aber die Qualität der Aufnahmen ist gut sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

Bei Nacht ist die Kamera allerdings auf ihre Infrarot LEDs angewiesen, die eine Reichweite von ca. 8 Metern haben.

 

Fazit zur WANSCAM HW0043

Viel günstiger kommt man nicht an eine Outdoor Überwachungskamera als mit der WANSCAM HW0043.

Dabei ist die Smartphone App wie auch die Kamera und deren Bildqualität durchaus zufriedenstellend.

Allerdings gibt es durchaus ein paar Einschränkungen. Die Kamera kann nicht intern aufzeichnen, sondern kann diese Aufnahmen nur per Mail versenden oder auf einem FTP Server speichern.

Auch konnte ich die WANSCAM HW0043 nicht zu einer Zusammenarbeit mit der Synology Surveillance Station überreden obwohl diese ONVIF unterstützt, was sehr schade ist. EDIT Kleine Anmerkung es sollte doch mit der Surveillance Station Funktionieren, sofern man die Kamera als „Benutzerdefiniert“ einstellt.

Trotzdem ist das gebotene für gerade mal 28€ unterm Strich als gut zu bezeichnen.

Link zum Hersteller /// 28,79€ bei Gearbest

Ankers beste Powerbank nun auch mit Quick Charge 3.0, Anker PowerCore+ 26800mAh im Test

Ankers beste Powerbank hat nun endlich das lang ersehnte Upgrade auf Quick Charge 3.0 bekommen.

Der PowerCore+ 26800mAh ist aktuell Ankers teuerste und hochwertige Powerbank. Seit neustem ist diese auch mit Quick Charge 3.0 ausgestattet, was ich zum Anlass genommen habe, diese erneut zu testen.

Die Powerbank besaß zuvor lediglich das mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Quick Charge 2.0 System, hat das Upgrade auf QC3.0 sonstige Neuerungen mitgebracht und ist der Anker PowerCore+ 26800mAh weiterhin empfehlenswert? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Anker PowerCore+ 26800mAh

Ich glaube man kann durchaus sagen, dass der Anker PowerCore+ 26800mAh mit rund 600g ein ziemlicher Brocken ist.

Allerdings bekommt man im Gegenzug zu diesem hohen Gewicht auch ein wirklich unheimlich massives Gehäuse.

Dieses besteht aus Aluminium, das anscheinend rundherum aus einem Block gefräst ist und daher eine Massivität besitzt, die ich nie zuvor bei einer Powerbank gesehen habe.

Allerdings ist hier auch etwas Vorsicht geboten, wenn man diese Powerbank gemeinsam mit einem Tablet oder Smartphone in einen Rucksack schmeißt, Euer Smartphone wird hier bei einem Zusammenstoß den Kürzeren ziehen.

Um dieses Risiko etwas zu reduzieren legt Anker zum PowerCore+ auch eine kleine Stofftasche bei.

Optisch möchte ich auch einmal ein großes Lob an Anker aussprechen. Die gesamte PowerCore+ Serie ist sehr modern und schick gestaltet wie ich finde.

Neben der großen Kapazität sind auch die Anschlüsse der Powerbank eine Besonderheit. Der PowerCore+ verfügt über drei USB Ausgänge, hiervon sind zwei Ports „normale“ 3A Ausgänge und ein Port ein Quick Charge 3.0 Anschluss.

Die beiden normalen Anschlüsse sich hierbei natürlich mit Ankers PowerIQ und VoltageBoost Technologie ausgestattet.

Gerade letztere ist sehr interessant da diese schlechte oder zu lange USB Kabel etwas ausgleichen kann. Hierbei wird beim Erkennen eines Kabels mit hohem Widerstand die Spannung um wenige Prozente angehoben.

Aber nicht nicht nur die USB Ausgänge sind interessant, welche im Übrigen alle gleichzeitig voll belastet werden können, sondern auch der microUSB Eingang.

Hier finde ich es zwar schade, dass Anker nicht auf USBC setzt, bei solch einer High End Powerbank sollte die Zielgruppe durchaus für einen modernen USB C Port empfänglich sein, dafür verwendet Anker aber Quick Charge als Schnellladetechnolgie.

Diese soll die Ladegeschwindigkeit verdoppeln, in wie Fern das in der Praxis stimmt, schauen wir uns später an.

Wichtig man kann den PowerCore+ auch ganz normal an einem PC aufladen, davon ist aber abzuraten. Je nach PC kann dies ewig dauern! Mit ewig meine ich 50 Stunden oder mehr!

Viel schneller geht es mit einem guten 2,4A Ladegerät oder noch besser einem Quick Charge Ladegerät.

Empfehlenswert wäre hier z.B. das Anker PowerPort+ 1.

Sehr gut hat Anker die Ladestandsanzeige beim PowerCore+ 26800mAh gelöst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Powerbanks besitzt der PowerCore+ nicht einfach nur vier blaue LEDs sondern es sind gleich zehn Stück, die im Einschalter integriert sind.

Beim ihrer Betätigung beginnen die LEDs zu leuchten was einem aufgrund der Anzahl ein sehr genaues Bild vermittelt wie viel Kapazität noch in der Powerbank vorhanden ist.

Zum Aufladen wird der Einschalter im Übrigen nicht benötigt. Beim Anschließen eines Smartphones wird die Powerbank automatisch eingeschaltet.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messerwerte

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Anker gibt diese mit 26800mAh an, messen konnte ich 23800mAh bzw. 88,06Wh.

Dies entspricht guten 88,9% der Herstellerangabe. Wie kommt es das 23800mAh gut sind obwohl der Hersteller eigentlich mit mehr wirbt?

Die Kapazitätsangabe welche von den Herstellern stammt, bezieht sich in 99,9% der Fälle auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die effektiv nutzbare Kapazität.

Durch interne Umwandlungen und andere Funktionen ist es allerdings normal, dass ca. 10-20% der eigentlichen Kapazität auf Seiten der Powerbank verloren gehen.

Hier sind 88,9% der Herstellerangabe schon ein guter Wert!

Was ebenfalls gut ist, ist die Ladegeschwindigkeit.

Eine viel schnellere Powerbank werdet Ihr auf dem Markt kaum finden.

Dies gilt sowohl für die PowerIQ Ports, also die normalen 5V 3A Ports, wie auch den Quick Charge 3.0 Anschluss.

Letzterer funktionierte problemlos in Kombination mit meinem Xiaomi MI MIX, Alcatel Idol 4S oder auch Samsung Galaxy S7 (hier natürlich nur mit QC2.0 Tempo).

Etwas langsamer ist dieser Port in Kombination mit dem iPhone 7 Plus oder Google Pixel XL. Beide Geräte laden an den „normalen“ USB Ports der PowerCore+ schneller.

Schneller bedeutet in diesem Fall ca. 25%.

Dies kann man aber vermutlich auch auf andere Geräte wie Huawei Smartphones übernehmen, welche kein Quick Charge unterstützen.

Es ist auch weitestgehend normal, dass die meisten Smartphones, die kein Quick Charge unterstützen an guten normalen USB Ports schneller laden.

Zumal die PowerIQ Ports hier die absolute Königsklasse sind. Ohne herstellerspezifische Schnellladetechnologie könnt Ihr Euer Smartphone nicht schneller aufladen als am PowerCore+ 26800!

Aber der Anker PowerCore+ unterstützt ja nicht nur das Aufladen via Quick Charge 3.0 sondern auch das Aufgeladen werden.

Wie schnell geht dies? Wenn Ihr ein Quick Charge 3.0 Ladegerät verwendet wie das PowerPort+ 1 dann erreicht die Powerbank rund 7,02V bei 1,89A (Spannung und Storm schwanken ja bei QC3.0 immer etwas), also rund 13,3W.

Damit würde eine vollständige Ladung rund 7-8 Stunden dauern, klingt lang, ist es aber für solch eine große Powerbank nicht.

An einem normalen 5V Ladegerät erreicht die Powerbank 1,98A, also wäre hier eine vollständige Ladung in ca. 10-11 Stunden geschafft.

Solltet Ihr auf die Idee kommen Eure Powerbank an einem PC oder Notebook zu laden, dürft Ihr mit einer Ladezeit von rund 40 Stunden rechnen.

 

Fazit

Um die ursprüngliche Frage zu beantworten, ja der Anker PowerCore+ 26800mAh ist weiterhin eine der besten Powerbanks auf dem Markt!

Die Stärken liegen mehr oder weniger an den gleichen Stellen wie sie auch schon beim Vorgänger. Der PowerCore+ ist sehr hochwertig gearbeitet, die Kapazität riesig und die Ladegeschwindigkeit sowohl was den Quick Charge 3.0 Port angeht wie aber auch die beiden „normalen“ USB Ports hervorragend!

Auch das Aufladen geht dank Quick Charge 3.0 Eingang vergleichsweise schnell.

Allerdings sind natürlich auch wieder die alten Schwächen vorhanden. Das unheimlich massive Aluminiumgehäuse kommt zu einem Preis, der Anker PowerCore+ ist nämlich recht groß und schwer, selbst für eine Powerbank dieser Kapazitätsklasse.

Abgesehen davon gibt es allerdings nicht viel zu bemängeln. Vielleicht würde ich so langsam gerne den microUSB Port an Powerbanks verschwinden sehen, gerade an solch High End Geräten, das war es aber auch schon.

Alles andere an dieser Powerbank ist so ziemlich perfekt! Wenn Ihr also mit einem schweren aber massiven Aluminium Gehäuse wie auch einem microUSB Eingang leben könnt, werdet Ihr aktuell kaum eine bessere Powerbank finden als den Anker PowerCore+ 26800mAh.

Auch der Preis von 59,95€ ist als fair anzusehen.

 

5x 8TB NAS HDDs von HGST, Seagate und Western Digital im Vergleich

Speicherplatz kann man nie genug haben, zu mindestens dieses Motto vertrete ich und vermutlich viele andere.

Dies freut natürlich die Festplattenhersteller welche auch so auch in Zeiten von SSDs immer noch ordentlich Geld machen.

Die aktuell größten (bezahlbaren) Festplatten umfassen dabei 8 TB. Aber welche ist die beste 8TB Festplatte für die Nutzung in einem Server oder NAS?

Diese Frage habe ich mir auch gestellt, aber es gibt nur eine Möglichkeit dies herauszufinden, mit einem Test.

Welche ist die beste 8TB HDD? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende Festplatten habe ich für diesen Vergleich gekauft:

Vielleicht kommt Euch die Western Digital WD80EZZX so gar nicht bekannt vor, dies liegt daran, dass diese aus einer externen Western Digital HDD stammt.

Warum sollte man aber eine externe HDD kaufen nur um dann die Festplatte zu entnehmen?

Für eine Western Digital My Book 8TB externe HDD müsst Ihr ca. 250€ auf den Tisch legen. Die Western Digital Red 8TB hingegen kostet 340€, also gute 90€ mehr.

Beide Platten ähneln sich auf dem Papier doch sehr, was die Frage bei mir aufgeworfen hat in wie weit Western Digital einfach eine RED HDD in seine externen Gehäuse gepackt hat und nur einen Buchstaben im Namen geändert wurde damit es nicht auffällt.

Auch die Seagate Archive HDD v2 ist eine Besonderheit. Diese ist eigentlich nicht für NAS Systeme gedacht, sondern nur als „Archive“ Festplatte.

Jedoch ist diese für den Dauerbetrieb ausgelegt und ich nutzte seit knapp über einem Jahr drei Stück in meinem NAS und hatte bei der Verwendung als Datengrab nie Probleme.

Daher wurde auch diese im Vergleich aufgenommen, auch wenn ich gleich dazu sagen muss zieht die Archive HDD wirklich nur als „Datengrab“ in Betracht!

 

Die Technischen Daten

Beginnen wir bei den beiden Seagate Laufwerken. Die IronWolf HDDs sind Seagates neuste Festplattenserie, die vor allem durch sehr gute Preise punkten sollen.

Dabei bieten die IronWolf Laufwerke mit 7200rpm und 256MB Cache auf den ersten Blick sehr vielversprechende technische Daten.

Aber auch der Preis ist mit 275€ für 8TB sehr fair gestaltet.

Preislich noch fairer sind die Seagate Archive HDDs. Hier kosten 8TB nur 260€, also nochmals etwas weniger als die IronWolf Laufwerke.

Dabei sind allerdings die technischen Daten ein Stück schlechter. 5900rpm und 128MB Cache stehen auf dem Papier.

Die Archive HDDs sind jedoch primär für „Kalte Daten“ gedacht, also Daten, auf welche nicht oft zugegriffen oder neu geschrieben werden. Seagate gibt hier die Jahresleistung von bis zu 180TB an.

Solltet Ihr Eure Festplatte mehr als 22,5 mal im Jahr neu beschreiben oder komplett auslesen, ist Vorsicht angesagt.

Auch die Art der Datenspeicherung ist hier etwas anders. Archive HDDs nutzen das Überlagern von Datenspuren was die Performance von zufälligen Schreiboperationen massiv reduzieren kann.

Kommen wir aber nun zur Western Digital Seite. Bekanntlich gehört HGST ebenfalls zu Western Digital und das sieht man.

Alle drei Laufwerke sehen sich sehr ähnlich und unterscheiden sich fast nur durch den Aufkleber. Dies ist bei der Western Digital Red 8TB WD80EFZX und der Western Digital 8TB WD80EZZX, welche aktuell in den MyBooks von WD verbaut wird, besonders deutlich.

Beide Platten besitzen 5400rpm und 128MB Cache. Western Digital besitzt aktuell nur drei 8TB HDDs im Sortiment. Die hier getestete RED, die Purple und die Gold.

Vermutlich musste man, um mit der Konkurrenz aus dem Hause Seagate mithalten zu können, eine 8TB externe HDD auf den Markt bringen und um für diese nicht eine eigene Platte entwickeln zu müssen, hat man eine bestehende HDD umgelabelt.

Dies ist natürlich nur eine Vermutung, in wie weit diese Vermutung plausibel ist, werden wir spätestens bei den Benchmarks sehen.

Die Western Digital 8TB WD80EZZX wurde im Übrigen einer Western Digital My Book 2016 8TB entnommen.

Natürlich kann sich die Bestückung der externen HDD auch im Laufe der Zeit ändern und man ist natürlich seine Garantie los sobald man die Platte entnimmt, jedoch eine Preisersparnis von rund 90€ klingen schon sehr verlockend.

Die HGST Deskstar NAS 8TB HDD ist etwas günstiger als die RED Festplatte direkt von WD, bietet aber 7200rpm, also in der Theorie eine etwas höhere Performance.

 

Die Leistung

Getestet wurden alle HDDs an einem Z77 Board mit Intel I7-3770K. Der erste Benchmark ist wie üblich Crystaldiskmark.

Hierbei handelt es sich um einen SSD optimierten Benchmark, welcher die maximal erreichbare Geschwindigkeit der Festplatten aufzeigt.

 

Etwas überraschend ist die Seagate IronWolf ST8000VN0022 hier erst einmal mit Abstand die schnellste HDD. Diese erreicht lesend und schreibend rund 230-240MB/s, was für eine Festplatte sehr ordentlich ist!

Auf Platz zwei folgt die HGST Deskstar NAS 8TB mit rund 215MB/s und auf drei die Seagate Archive HDD.

Die beiden Western Digital Platten teilen sich mit 177MB/s bzw. 178MB/s den letzten Platz.

Die sehr ähnlichen Werte bestätigen auch die Vermutung, dass es sich bei der WD80EZZX um eine RED HDD handelt.

Jedoch „Spitzenwerte“ sind das eine, wie sieht es bei konstanten Zugriffen aus? Hierfür wird der Argus Disk Benchmark verwendet.

Auch im Argus Disk Benchmark erreicht die Seagate IronWolf ST8000VN0022 die besten Übertragagunswerte, sowohl was min., max. aber auch den Durchschnitt angeht.

Auf Platz 2 erneut die HGST Deskstar NAS 8TB. Diese bietet allerdings die niedrigsten Zugriffszeiten im Testfeld, was unter Umständen auch ein großer Vorteil sein kann.

Die beiden Western Digital HDDs liegen erneut fast 1 zu 1 gleich auf.

HGST Deskstar NAS 8TB

Seagate Archive HDD v2 8TB

Seagate IronWolf NAS HDD 8TB (ST8000VN0022)

Western Digital Red 8TB (WD80EFZX)

Western Digital 8TB WD80EZZX

 

Temperatur

Leistung ist nicht alles. Eine gute Festplatte sollte auch stromsparend, kühl und leise sein.

Machen wir erst einmal mit der Temperatur weiter. Für diesen Test wurden alle Festplatten in ein externen Dock gesteckt. Es gab also keinerlei aktive Kühlung sondern nur die „natürliche“ Luft, die an den Platten vorbei zieht.

Alle fünf Modelle wurden zusätzlich eine Stunde lange konstant beschrieben und ausgelesen welche Temperatur nach diesem Zeitraum erreicht wurde.

Alle Tests wurden bei einer Raum Temperatur von 23 Grad gemacht.

  • HGST Deskstar NAS 8TB – 44Grad
  • Seagate Archive HDD v2 8TB – 43 Grad
  • Seagate IronWolf NAS HDD 8TB (ST8000VN0022) – 49 Grad
  • Western Digital Red 8TB (WD80EFZX) – 43 Grad
  • Western Digital 8TB WD80EZZX – 43 Grad

Hier wird es nun interessant. Während die 5xxx rpm Laufwerke sich alle innerhalb dieser Stunde konstanter Last bei rund 43 Grad eingependelt haben, sticht die Seagate IronWolf mit rund 49 Grad deutlich hervor. Selbst die HGST 7200rpm Platte war mit 44 Grad ein Stück kühler.

Dies ist für alle Laufwerke noch nicht die Maximaltemperatur, aber es gibt eine grobe Tendenz an welche Hitzeentwicklung zu erwarten ist.

 

Leistungsaufnahme

Neben der Temperatur ist auch der Stromverbrauch wichtig, gerade bei Laufwerken welche in einem NAS gegebenenfalls 24/7 laufen.

Hier gibt es zwei interessante Werte, der Leerlauf und der Verbrauch unter Last.

  • HGST Deskstar NAS 8TB 5,3W – 7,1W
  • Seagate Archive HDD v2 8TB 4,5W – 6,8W
  • Seagate IronWolf NAS HDD 8TB 7,1W – 9,8W
  • Western Digital Red 8TB 4,8W – 6,7W
  • Western Digital WD80EZZX 8TB 4,9W -6,7W

Man hätte es ja anhand der Temperaturwerte fast erahnen können. Die Seagate IronWolf verbraucht mit Abstand an meisten Strom. Unter Last rund 3W mehr als alle anderen Modelle.

Dies erklärt auch die hohen Temperaturunterschiede zu den restlichen Modellen, welche mehr oder weniger gleichauf sind was den Energiehunger angeht.

Am genügsamsten ist die Seagate Archive HDD, gefolgt von den WD Platten und der HGST, die etwas mehr Strom benötigt.

 

Lautstärke

Wahrlich „Silent“ sind alle Festplatten nicht. Jedoch gibt es subjektiv lautere und leisere Modelle. Im Leerlauf tun sich alle Platten nicht viel.

Vielleicht sind die beiden 7200rpm Modelle etwas lauter aber praktisch würde ich hier keinen großen Unterschied machen.

Etwas deutlicher wird das Ganze erst unter Last. Mit Last meine ich primär zufällige Zugriffe welche den Lese/Schreibkopf zu schnelleren Bewegungen zwingen.

Hier fallen die Western Digital HDDs etwas negativer auf. Beide produzieren ein recht „dumpfes“ Klackern.

Die HGST Platte ist hier erstaunlicherweise nicht schlechter, auch wenn dies aufgrund der höheren Umdrehungszahl logisch wäre. Ich würde diese vielleicht sogar etwas leiser bei Suchzugriffen einstufen.

Am leisesten ist die Seagate Archive, die Seagate IronWolf ist erstaunlicherweise ebenfalls nicht die Lauteste.

Das Klickern bei dieser ist relativ hoch, wodurch dieses weniger laut erscheint als bei den Western Digital HDDs.

 

Haltbarkeit

Zur Haltbarkeit kann ich leider nicht viel sagen. Manche Leute haben mit Seagate mehr Glück, andere mit Western Digital andere mit HGST.

Ich selbst habe am meisten Glück mit Western Digital gehabt. Laut diverser Statistiken passt dies auch, denn Seagate hat hier meist eine höhere Ausfall Quote als Western Digital oder Hitachi.

https://www.backblaze.com/blog/best-hard-drive-q4-2014/

Jedoch muss dieser Grundsatz das HGST Laufwerke die Zuverlässigsten sind nicht zwingend auch für diese HDDs gelten.

Auf dem Papier haben alle Laufwerke eine MTBF von 1Mio Stunden, abgesehen von der Seagate Archive HDD welche nur 0,8Mio Stunden besitzt und zudem einen maximalen Workload von 180TB im Jahr.

Damit ist diese die unzuverlässigste, in der Theorie. In der Praxis nutze ich zwei dieser HDDs schon seid rund 1,5 Jahren im Dauerbetrieb und hatte noch keine Probleme damit.

 

Fazit

Welche ist die beste 8TB HDD? Dies hängt natürlich etwas von Euren Anforderungen ab. Geht es um die Leistung ist ganz klar die Seagate IronWolf 8TB Eure erste Wahl.

Hierbei handelt es sich um eine wirklich erfreulich flotte Festplatte mit rund 240MB/s in der Spitze, welche auch aufgrund Ihres günstigen Preises überzeugen kann.

Leider hat die Seagate IronWolf auch schwächen. Die Hitze Entwicklung und der Stromverbrauch waren die höchsten im Test.

Bei Western Digital wird es interessant. Die RED konnte im Test eher mäßig überzeugen. Sie ist recht teuer, langsam, verbraucht dafür aber auch wenig Energie. Dies sind natürlich Eigenschaften welche in einem NAS durchaus passen, wo man meist keine Geschwindigkeiten über 120MB/s benötigt.

Das Problem ist der Preis. Mit 340€ ist eine 8TB WD RED verdammt teuer. Hier kommt die Western Digital 8TB WD80EZZX ins Spiel. Diese ist aktuell in den Western Digital MyBook externen Festplatten verbaut(stand Anfang 2017, keine Garantie das Western Digital hier nicht in Zukunft auf ein anderes Modell setzt) und scheint 1 zu 1 die Western Digital RED zu sein, nur mit einem anderen Aufdruck und 90€ günstiger.

Wer auf Western Digital setzen möchte aber etwas Geld sparen will könnte hier sein Glück versuchen, auch wenn es auf diese Platten keine Garantie gibt. Dafür hat man preislich beim Kauf von 3 sozusagen die 4. Gratis.

Die HGST Deskstar NAS 8TB bietet hier ein wenige den Mittelweg aus einer hohen Leistung und niedrigeren Leistungsaufnahme. Sie ist schnell (rund 220MB/s), nicht übermäßig warm, recht genügsam was den Stromverbrauch angeht und preislich durchaus attraktiv.

Keine Produkte gefunden.

 

Die Xiaomi Sling Bag, eine Tasche von Xiaomi?!

Was es nicht alles gibt, so in der Art war meine erste Reaktion als ich gesehen habe, dass Xiaomi auch Taschen herstellet bzw. unter seinem Namen vermarktet.

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Xiaomi so ziemlich alles produziert angefangen bei Smartphones über Kopfhörer bis hin zu smarten Reiskochern, aber Textilprodukte waren mir etwas neu.

Allerdings bei einem Preis von gerade mal 16€ kann man echt nicht nein sagen, gerade wenn man ein wenig ein Xiaomi Fan ist.

Daher habe ich mir mal die Xiaomi Sling Bag – DEEP GRAY bestellt, taugt die Xiaomi Tasche etwas?

 

Die Xiaomi Sling Bag im Test

Die Sling Bag ist eine relativ kleine Tasche. Der Hersteller spricht von 4L Fassungsvermögen, was auch durchaus hinkommen kann.

In der Praxis eignet sich die Tasche damit für alle möglichen Kleinkram wie Smartphones, Powerbanks, Geldbörsen, ein kleines Notizbuch usw.

Das Größte was Ihr hier unterbringen könnt wäre ein 10“ Tablet im Hauptfach.

Ehe wir aber weiter zu Platz und Fächern kommen, ein paar Worte zu generellen Optik.

Diese ist natürlich Geschmacksache aber ich finde die Xiaomi Sling Bag echt schick!

Das Äußere besteht aus einem matt grauen Polyester, welches sehr schlicht und edel anmutet. Im Inneren wird die Tasche etwas bunter. Hier setzt Xiaomi auf einen hell türkisen Stoff, welcher einen schönen Kontrast bildet zum grauen Äußeren.

Getragen wird die Sling Bag mithilfe einer Schlaufe einfach über der Schulter. Diese Schlaufe ist ein wenig gepolstert und lässt sich in Ihrer Länge von kurz bis sehr lang verstellen.

Auch die Rückseite der Tasche ist etwas gepolstert, genau wie die Unterseite.

Auf der Front der Tasche finden wir das erste Fach, welches durch einen Reisverschluss geschlossen wird. Dieses Fach ist groß genug um ein 4,7-5Zoll Smartphone zu fassen.

Nicht dass man dieses in eine äußere Tasche stecken sollte, aber so als Richtwert der Größe.

Auch das Hauptfach wird natürlich durch einen Reißverschluss geschlossen bzw. geöffnet.

In diesem Fach befindet sich genug Platz für ein ca. 10 Zoll Tablet wie auch diverses Zubehör.

Das Hauptfach ist im Inneren nochmals etwas unterteilt. Insgesamt lassen sich dort drei Unterteilungen finden, zwei davon sind offen, eine nochmals mit einem Reißverschluss gesichert.

Qualitativ wirkt die Xiaomi Sling Bag 1a. Nähte und auch der Übergang zwischen den diversen Stoffen sind sauber.

Auch der Stoff selbst wird ausreichend dick und robust. Der Reisverschluss machte bisher noch keine Probleme, auch wenn ich diesen eher als „Standard Qualität“ einstufen würde.

 

Fazit zur Xiaomi Sling Bag – DEEP GRAY

Wer eine kleine Tablet Tasche sucht und vielleicht schon ein Xiaomi Smartphone sein eigenen nennt, wird mit der Sling Bag sicherlich ein passendes Accessoire finden.

Dabei ist die Tasche selbst sehr gut verarbeitet und auch optisch ansprechend.

 

Lediglich die Größe ist so eine Sache. Zwar bekommt man ein 10 Zoll Tablet unter aber bei einem Standard A4 Block wird es schon problematisch.

Trotzdem wenn Euch die Größe zusagt, spricht im Grunde nichts gegen die Xiaomi Sling Bag.

Eine Powerbank mit 230V Steckdose? Die RAVPower Powerstation 65W 20100mAh im Test

Mit einer Powerbank kann man mittlerweile die meisten Menschen nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Hier müssen sich die Hersteller etwas Neues ausdenken, wie es RAVPower bei der 20100mAh Powerstation gemacht hat.

Diese Powerbank besitzt eine eingebaute Steckdose. Mit Steckdose meine ich eine normale 230V Wechselstrom Steckdose!

Dies ermöglicht das portable Nutzen diverser Dinge gleichzeitig. Angefangen beim Laden von Notebook und co., diverser Kamera Akkus über Kühlboxen oder Ähnliches.

Klingt doch toll oder? Als ich diese „Powerbank“ gesehen habe, musste ich das Ding bestellen.

Funktioniert eine Powerbank mit Steckdose wirklich so gut wie man sich dies vorstellt? Und ist das Ganze auch gute 100€ Wert? Finden wir es im Test heraus!

 

Die RAVPower RP-PB054 65W 20100mAh Powerstation mit Steckdose im Test 

Die erste Überraschung erfolgt beim Auspacken. Für den Preis von rund 100€ erhält man ein ordentlichen Lieferumfang. Angefangen bei einer Hartschalen- Transporttasche, einem Ladegerät, einer Stofftasche, einen Reise Adapter und zwei USB Kabeln.

Aber auch die Powerbank hat mich im ersten Moment überrascht. Ja es ist klar, dass eine Powerbank, welche 230V schaffen soll, etwas größer ist als eine normale 20100mAH Powerbank. Jedoch habe ich mir die Powerstation noch ein gutes Stück größer vorgestellt.

RAVPower setzt bei dieser auf eine quadratische Grundform. Die Höhe der Powerbank entspricht aufgestellt ungefähr der eines 5,5 Zoll Smartphones. Auch die Breite entspricht ihm ungefähr.

Damit ist die Powerbank natürlich nichts um sie jeden Tag mit sich herum zu tragen, aber auch nicht so unhandlich, dass man sie nicht auf Reisen mitnehmen könnte.

Leider hat sich RAVPower für das furchtbarste Material auf diesem Planeten entscheiden, ein stark gummierten Kunststoff. Einmal angefasst und die äußere Hüllte ist auf ewig ruiniert….

Ich entschuldige mich jetzt schon für die Fingerabdrücke auf meinen Fotos.

Aber immerhin ist das Gehäuse recht robust. Die Powerbank wirkt also nicht billig, sondern durchaus brauchbar auch bei einem härteren Umgang, abgesehen von der furchtbaren Oberfläche.

Die Besonderheit sind sicherlich die Anschlüsse der Powerbank. Auf der Oberseite finden wir einen USB Ausgang mit 5V 2,4A wie auch einen USB Ausgang mit 5V 3A.

Auch auf der Oberseite ist die Steckdose, diese wird von einer Gummi Abdeckung geschützt. In die Steckdose passen grundsätzlich erst einmal alle bei uns verfügbaren Stecker. Also sowohl die europäischen schmalen Stecker wie auch die Schukostecker.

Bedenkt aber, dass die Steckdose natürlich nicht geerdet ist. Zudem ist die maximale Leistung auf 65W begrenzt.

Aufgeladen wir die Powerbank über das mitgelieferte Netzteil. Ein Aufladen via USB C oder microUSB ist leider nicht möglich. Bei dem mitgelieferten Netzteil handelt es sich um einen 19V Adapter.

Ebenfalls auf der Oberseite befindet sich ein Schalter, welcher beim Gedrückthalten die Steckdose aktiviert und beim kurzen Drücken die USB Ausgänge wie auch die Status LEDs auf der Front, welche auch über den aktuellen Ladestatus informieren.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte der RAVPower RP-PB054 65W 20100mAh Powerstation mit Steckdose 

Beginnen wir bei der Kapazität. Diese habe ich am USB Port der Powerstation gemessen und kann beispielsweise von der Kapazität, welche über den Stromanschluss erreicht wird, abweichen.

Ich konnte 16326mAh bzw. 60,4Wh messen. Dies entspricht rund 81% der Herstellerangabe was ein brauchbarer Wert ist.

Powerbanks erreichen in der Regel niemals die vom Hersteller angegebene Kapazität. Dies liegt daran das beim Entladen der Powerbank eine Verlustleistung entsteht. Diese liegt in der Regel bei 10-20%.

Daher erreichen die meisten Modelle nur rund 80-90% der angegebenen Kapazität auch in der Wirklichkeit.

Kommen wir aber zum eigentlich Interessanten, der Steckdose. Das erste was ich hier überprüfen wollte war die Spannung und siehe da es sind rund 220V, passt also zu unseren Geräten.

Ein wenig schwankt zwar die Spannung, aber das ist normal.

Erfreulicherweise funktioniert die Steckdose auch wie vom Hersteller versprochen. Es war mir angefangen bei einer LED Glühbirne bis hin zu einem Notebook alles möglich zu laden bzw. zu betreiben. Probleme konnte ich keine feststellen.

Jedoch muss man hier auf das Powerlimit achten! Der Hersteller gibt 65W maximale Leistung an, dies kann ich nur bedingt bestätigen. Das praktische Maximum scheint bei um die 50W zu liegen. Dies ist aber weiterhin genug die allermeisten kleinen bis mittleren Notebooks zu laden oder ein Microsoft Surface usw.

Auch für Nutzer von großen Kameras ist das ganze sehr interessant, denn diese lassen sich oftmals nicht via USB aufladen.

Kurzum ein klasse Feature welches auch wirklich gut funktioniert sofern man sich an das Power Limit hält.

Kleine Anmerkung, die Kapazität der RAVPower Powerstation klingt zwar mit rund 20100mAh recht groß, das mag auch für eine Powerbank stimmen, jedoch wenn man eine 50W Last an die Powerbank hängt ist diese doch recht flott leer.

Auch ist die Effizienz der Steckdose ein Stück niedriger als der des USB Ports.

Kommen wir zu diesem. Taugt die Powerbank auch zum Aufladen von Smartphone und co.?

Ja natürlich funktioniert das Laden von Smartphones und Tablets an der RAVPower Powerstation. Jedoch ist die Ladegeschwindigkeit des USB Ports eher mittelmäßig. Es gibt hier ganz klar schnellere Modelle auf dem Markt.

Dies gilt sowohl für die Ladegeschwindigkeit von IOS wie auch Android Geräten.

Der USB C Port funktioniert gut im Zusammenspiel mit dem Google Pixel XL.

Kleine Anmerkung, mir war aufgefallen, dass jemand in der Produktbeschreibung gefragt hat ob man das Dell XPS über den USB C Port aufladen kann. Hierauf hat der Händler mit ja geantwortet, dies stimmt aber NICHT!

Das Dell XPS 13 lässt sich jedoch über die Steckdose laden.

 

Fazit  

Kann man die RAVPower RP-PB054 65W 20100mAh Powerstation mit Steckdose empfehlen? Das kommt auf Eure Bedürfnisse an.

Grundsätzlich funktioniert die Steckdose gut und problemlos, sofern man sich an das Powerlimit von rund 50-60W hält.

Dies ist natürlich ein ausgesprochen praktisches Feature. Jedoch ist die Powerbank etwas größer und schwerer als eine gewöhnliche 20100mAh Powerbank.

Auch war die Ladegeschwindigkeit nicht so überragend, was Smartphone und Co. angeht. Dazu kommt der hohe Preis von 100€+.

Am Ende kommt es darauf an ob Ihr die Steckdose benötigt. Wollt Ihr unterwegs Eure Kamera, Notebook, oder Tablet mit einem „normalen“ Netzteil aufladen?  Falls ja, kann ich Euch die RAVPower Powerstation empfehlen! Die Steckdose funktioniert wie gewünscht, lediglich ist die Kapazität vielleicht etwas niedrig dimensioniert.

Den Preis von rund 100€ würde ich unterm Strich als fair für dieses Feature einstufen.

 

EaseUS Todo Backup Home 10.0 im Test

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Mithilfe von Backups hätten sicherlich schon viele Unglücke verhindert werden können. In der Regel sieht man aber die Wichtigkeit eines Backups erst im Nachhinein ein.

Im schlimmsten Fall sind dann aber schon alle Fotos oder Dokumente weg.

Aber was für ein Backup Programm sollte man nutzen? Vielleicht EaseUS Todo Backup Home 10.0?

Um diese Frage zu klären schauen wir uns einmal das Backup Programm an, kann EaseUS Todo Backup Home 10.0 im Test überzeugen?

 

Systemanforderungen

Beginnen wir mit den Systemanforderungen:

  • CPU: Mindestens mit X86 oder kompatibler CPU mit Hauptfrequenz 500 MHz.
  • RAM: gleich oder größer als 1 GB.
  • Ein Standard PC-System mit Maus, Tastatur und Farbmonitor.
  • CD-R/RW, DVD-R/RW,DVD+R/RW oder DVD+R DL Laufwerk für die Erstellung startfähiger Medien.

Kurzum EaseUS Todo Backup Home 10.0 sollte auf jedem System laufen was innerhalb der letzten 8 Jahren verkauft wurde. Durch das Betriebsystems wird seitens Todo Backup Home alles ab Windows XP unterstützt, also auch Windows 10.

Hierbei ist es auch egal ob 64Bit oder 32Bit.

Etwas sehr wichtiges sind natürlich die Festplatten. Damit ein Backup Tool Sinn macht, solltet Ihr über mindestens zwei Laufwerke verfügen.

Einmal das auf dem Eure Daten sind und ein Laufwerk welches im besten Fall genauso oder noch größer ist wo die Backups landen.

An dieser Stelle vielen Dank an EaseUS welche mir das Tool für einen Test zur verfügung gestellt haben.

 

Die Installation und Einrichtung

Die Installation läuft wie bei den meisten Programmen standardkonform ab. Klickt im Zweifel einfach immer auf „Weiter“, damit macht man in der Regel nichts falsch.

Während der Installation werdet Ihr allerdings einmal gefragt wo Ihr Euere Backups speichern wollt.

Diese Angabe ist allerdings nicht so wichtig, denn zum einen kann man zu diesem Zeitpunkt noch keine Netzwerklaufwerke auswählen, zum anderen lässt sich diese Angabe problemlos im Nachhinein ändern.

EaseUS Todo Backup Home 10.0

EaseUS Todo Backup Home 10.0 setzt auf eine recht moderne Benutzeroberfläche, bei der versucht wurde sie  so gut wie möglich an den „Windows 10“ Look anzupassen.

Das heißt diese ist recht „flach“ gestaltet mit einfachen Logos und nur zweier Farben.

Optisch geht diese durchaus in Ordnung, auch wenn ich nicht zwingend der größte Fan von solch künstlich Minimalistischen Benutzeroberflächen bin.

Die wichtigsten drei Optionen sind das „Laufwerks-Backup“, „Datei-Backup“ und das „System-Backup“.

Diese drei Optionen unterscheiden sich im Grunde nur anhand der Dateien welche gesichert werden sollen. Beim Laufwerks-Backup könnt Ihr ein Laufwerk Eures Rechners auswählen welches vollständig gesichert werden soll, beim Datei-Backup werden nur von Euch ausgewählte Ordner und Dateien gesichert und beim System-Backup wird die komplette System Partition gesichert.

Letzteres wird vermutlich für die meisten Nutzer das Wichtigste sein, da so im Falle eines Katastrophalen Systemcrashs alles wieder auf den alten Stand gebracht werden kann.

Wenn Ihr Euch für ein Backup entschieden habt, stehen selbstverständlich noch einige Optionen zur Auswahl.

Zum einen wohin das Backup gemacht werden soll. Hier bietet sich eine einfache externe HDD oder ein Netzwerklaufwerk an.

Natürlich könnt Ihr auswählen wie oft ein Backup gemacht werden soll, einmalig, täglich, wöchentlich usw. wie auch die Backupmethode, Kompression oder Verschlüsselung.

Bei der Backup Methode stehen inkrementelle, differentielle und komplette Backups zur Auswahl, mehr dazu später.

Die Kompression entscheidet wie sehr EaseUS Todo Backup Home versucht Eure Dateien zu verkleinern.

In meinem Test verkleinerte das Programm auf der normalen Stufe meine 76GB Partition auf 67GB. Auf der hohen Kompressionsstufe sogar auf 63GB.

Jedoch steigt bei einer höheren Kompression die Systembelastung und auch die Dauer des Backups deutlich.

Auf der normalen Stufe benögtige EaseUS Todo Backup Home ca. 10% CPU Leistung und sicherte mit 100MB/s+, auf der hohen Stufe stieg die Systemauslastung auf 70% und die Übertragungsrate sank auf rund 40MB/s.

Gespeichert werden die Dateien im .pbd Format, welche sich auf dem jeweiligen System einfach mit dem Explorer öffnen lassen. Jedoch auf anderen Rechnern lassen sich die Dateien nicht öffnen, sofern dort das Backup Programm nicht installiert ist.

Wichtig ist auch das Erstellen einer Notfall Disk bzw. eines Notfall USB Sticks.

Hier setzt EaseUS Todo Backup Home auf eine WinPE-Notfall-Disk welche es erlaubt die Daten auch im Falle eines totalen Systemausfalls wiederherstellen.

Dies funktionierte in meinem Test auch problemlos. Bedenkt bei Netzwerk Backups allerdings, dass eine Notfall CD/USB Stick nicht zwingend alle nötigen Netzwerk Treiber mitbringt.

Das Erstellen eines USB Sticks macht das Programm automatisch, für eine DVD benötigt Ihr noch ein Brennprogramm. Hier spuckt EaseUS Todo Backup Home nur eine ISO Datei aus.

Backups lassen sich im

Übrigen auch auf anderen Systemen mit integrieren, sofern Windows hier mitspielt was die Treiber angeht(sofern es sich um eine Windows -Installation geht).

 

Inkrementelle, differentielle und komplette Backups

Für einmalige Backups solltet Ihr komplette Backups auswählen, für Regelmäßige Backups wählt am besten inkrementelle oder differentielle Backups.

Worin liegt der Unterschied?

Bei kompletten Backups wird jeweils alles gesichert, inkrementelle und differentielle Backups sichern aber nur die jeweiligen Unterschiede.

Heißt, am ersten Tag wird bei allen Methoden ein vollständiges Systembackup angelegt. Ab Tag zwei werden bei inkrementellen oder differentiellen Backups jeweils nur die Änderungen zu Tag 1 gesichert.

Ab Tag drei beginnen die Unterschiede zwischen inkrementellen und differentiellen Backups.

Differentielle Backups speichern immer die Unterschiede zwischen Tag 1 und dem jeweiligen Tag.

Inkrementelle Backups speichern jeweils den Unterschied zum vorangegangen Tag. Der Vorteil ist hier, dass inkrementelle Backups nochmals deutlich weniger Speicherplatz benötigen als differentielle Backups.

Der Nachteil ist, dass inkrementelle Backups für das jeweilige Programm schwerer wieder herzustellen sind und vor allem, dass mehr schiefgehen kann.

Sollte ein Backup in der Kette kaputt sein, ist das komplette Backup im schlimmsten Fall hinüber.

Zwar sollte man von sowas nie ausgehen aber gerade wenn es um wichtige Dateien geht, macht vielleicht ein Differentielle mehr Sinn.

Zwar ist hier der Speicheraufwand etwas höher aber auch die Sicherheit gegenüber Fehlern mehr geboten.

 

Fazit

Im Grunde kann man es kurz machen, EaseUS Todo Backup Home 10 macht das was ein Backup Tool machen soll und das auch sehr gut!

Die Nutzung ist benutzerfreundlich und auch die Backup Funktionalität ist tadellos. In meinem Test zeigten sich keine Defizite oder Probleme.

Die Frage ist weniger ob EaseUS Todo Backup Home 10 gut ist, sondern ob es sich auch nennenswert von gratis Backup Lösungen abheben kann.

Für viele Nutzer wird eine gratis Backup Lösung sicherlich ausreichen, jedoch bieten diese in der Regel keine inkrementellen und differentiellen Backups was der größte Vorteil von EaseUS Todo Backup Home 10 ist.

Ist dies Euch wichtig? Falls ja, kann ich eine Empfehlung für EaseUS Todo Backup Home 10 aussprechen. Ansonsten könnt Ihr Euch vielleicht auch einmal die Free Version von EaseUS Todo Backup ansehen.

Kann oder sollte man eine Powerbank an einem PC oder Notebook laden?

Man liest des Öfteren die Frage „kann ich meine Powerbank am Notebook aufladen?“ und ich möchte in diesem kurzen Artikel darauf eingehen ob man dies kann und ob man dies auch sollte.

 

Kann man eine Powerbank an einem PC oder Notebook aufladen?

Grundsätzlich kann man dies natürlich. Jedoch sollte man es nicht machen!

Die allermeisten Powerbanks nutzen einen microUSB Port zum Aufladen, daher benötigen sie eine 5V Spannung. Diese 5V Spannung ist vom USB Protokoll vorgeschrieben, kommt also auch aus Eurem Computer heraus. Das Problem ist also nicht die Spannung sondern der Strom!

Der normale USB Port am Computer muss laut Spezifikation einen Strom von 0,5A liefern.

Daher sind Powerbanks so „programmiert“, dass wenn sie erkennen, dass sie an einem PC oder Notebook angeschlossen wurden auch nur diese 0,5A aufnehmen. Selbst wenn die USB Ports Eures Computers besser als vorgeschrieben sind, wird die Powerbank aus Sicherheitsgründen nicht mehr als diese 0,5A aufnehmen.

Viele werden sich jetzt sicherlich Fragen wie schnell ist dieses „0,5A“ denn eigentlich? Sagen wir es so, es ist ziemlich langsam.

  • Eine 5.000mAh Powerbank würde an einem PC ca. 10 Stunden für eine vollständige Ladung benötigen.
  • Eine 10.000mAh Powerbank würde an einem PC ca. 20 Stunden für eine vollständige Ladung benötigen.
  • Eine 20.000mAh Powerbank würde an einem PC ca. 40 Stunden für eine vollständige Ladung benötigen.

Kurzum das Laden an einem PC oder Notebook ist extrem langsam! Ich hatte auch auf meinem Blog schon Nutzer, welche gefragt haben ob Ihre Powerbank kaputt ist, da nach 4 Stunden immer noch nur das erste Licht der Batteriestandsanzeige leuchtete.

Eventuell hat dieser Nutzer die Powerbank an einem PC geladen.

Wichtig ist aber auch die Sicherheit. In der Regel sollten Powerbanks erkennen wenn Sie an einem PC angeschlossen sind, jedoch machen dies nicht alle Modelle und das ist ein Problem.

Wenn eine Powerbank nun versucht mit 2A zu laden aber der USB Port Eures Computer kann nur 0,5A liefern, wie eigentlich vorgeschrieben, dann kann es zu Problemen kommen.

Diese Probleme könnten im schlimmsten Fall sogar zu einem Defekt Eures USB Ports führen!

In der Regel sollte dies aber bei großen Powerbank Herstellern kein Problem sein.

 

Ein praktisches Beispiel

Der Anker PowerCore+ ist eine ziemlich große Powerbank mit 26800mAh.

Wenn diese am PC geladen wird, erreicht sie eine Ladegeschwindigkeit von 0,48A, also eine rechnerische Ladezeit von 55,8 Stunden!

An einem einfachen 1A Ladegerät halbiert sich die Ladezeit auf 28 Stunden.

Wenn nun ein 2,4A Ladegerät zum Einsatz kommt, halbiert sich dieser Wert auf nur noch 14 Stunden.

Warum halbiert es sich beim 2,4A Ladegerät nur? Eine Powerbank hat auch eine maximale Geschwindigkeit mit welcher diese laden kann. Im Falle des PowerCore+ ist dies 1,98A, ein Ladegerät was mehr liefert als dies, würde also keine weitere Steigerung bringen.

 

Fazit

Ja es ist natürlich in der Regel problemlos möglich eine Powerbank an einem PC zu laden. Allerdings ist dies sehr, sehr langsam!

Je nachdem wie groß die Powerbank ist, kann so eine vollständige Ladung über einen Tag dauern. Ich empfehle hier den Kauf eines einfachen USB Ladegerätes.

Gute Modelle kosten hier gerade mal 10-15€. Alternativ gibt es auch USB Hubs mit speziellen Ladeports welche ebenfalls zum Aufladen einer Powerbank geeignet sind.

Eine empfehlung für ein solides USB Ladegerät wäre z.B. das Anker 2 Port 24W Ladegerät für rund 12€.