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Günstige Sport Bluetooth Ohrhörer von Sony im Test mit extra viel Bass, die Sony MDR-XB50BS im Test

Bluetooth Kopf und Ohrhörer verdrängen immer mehr die klassischen kabelgebundenen Modelle. Gerade im den letzten 1-2 Jahren gab es auch einen deutlichen Sprung was die Qualität anging.

Gerade in einem Feld sind kabellose Modelle sehr praktisch, nämlich beim Sport. Jedoch viele „Sport Bluetooth Ohrhörer“ sind einfach nur schlecht was den Klang angeht.

Deshalb war ich sehr neugierig als ich sah, dass Sony mit den MDR-XB50BS Sport Bluetooth Ohrhörer für gerade mal 60€ anbietet.

Also in einem Preissegment in welchem man durchaus Qualität erwarten kann und darf, das aber weiterhin niedrig genug ist, dass viele Nutzer hier ohne größere Bauchschmerzen zugreifen können.

Daher können die Sony MDR-XB50BS Bluetooth Ohrhörer im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Sony MDR-XB50BS

Die Sony MDR-XB50BS sind in drei Farben verfügbar, schwarz, rot und blau. Ich habe mir für diesen Test die „rote“ Version gekauft.

Das was von Amazon als Rot eingestuft wird, stellt sich in der Praxis aber eher als orange heraus.

Die Ohrhörer sind klassisch aufgebaut. Im Gegensatz zu Apples AirPods handelt es sich hierbei nicht um völlig kabellose Modelle.

Der linke und rechte Ohrhörer ist weiterhin mit einem Kabel verbunden, welches in Eurem Nacken verläuft und daher nicht stört.

Die Kommunikation mit Eurem Smartphone erfolgt hingegen via Bluetooth 4.1, hierbei kann das Pairing sogar über NFC erfolgen.

Aufgrund der Bluetooth Verbindung und der dafür zusätzlich nötigen Elektronik fallen die Ohrstöpsel der Sony MDR-XB50BS natürlich etwas größer aus.

Etwas ist vielleicht sogar etwas untertrieben, die MDR-XB50BS sind ziemliche große Stöpsel. Für einen besseren Halt sollen hier so genannte Ohrhaken halten, also Gummibügel, welche sich in Euer Ohr klemmen. Ob dies funktioniert lest Ihr später im Test.

Die Ohrhörer bestehen aus einer Mischung aus Plastik und Gummi. Sony verspricht auch einen Wasser/Schweiß Schutz nach IPx4.

IPx4 = Schutz gegen allseitiges Spritzwasser

Die Anschlüsse und Tasten der Ohrhörer sind auf der rechten Seite angebracht. Hier finden sich drei Tasten, zum einen den Einschalter welcher auch die Play/Pause Funktionalität inne hat, wie auch eine Lautstärke Wippe welche beim Gedrückt halten der Tasten auch vor bzw. zurück spult.

Geladen werden die Sony MDR-XB50BS via microUSB. Der Port hierfür befindet sich unter einer mäßig vertrauenerweckenden Klappe ebenfalls an der rechten Seite.

Sony spricht von einer 8,5 Stunden Akku Laufzeit, welche in der Praxis knapp hinkommt.

 

Tragekomfort

Die Sony MDR-XB50BS sollen ja primär für den Sport sein und ja dafür eigenen sich diese trotz der großen Größe durchaus.

Die Ohrstöpsel saßen dank der Ohrhaken sehr feste in meinen Ohren. Selbst beim Joggen gab es keine Gefahr, dass diese herausfallen.

Auch das Tragegefühl ist soweit vollkommen in Ordnung. Man spürt die Sony zwar durchaus etwas, aber dies war auch mit der Zeit nicht unangenehm oder schmerzhaft.

Leider besitzen die Ohrhörer leichte Kabelgeräusche, jedoch ist das aufgrund des „Nackenkabels“ nicht all zu tragisch.

 

Klang

Kommen wir zum interessantesten Punkt, dem Klang.

Eins muss man Sony lassen, wenn sie „Extra Bass“ versprechen ist es auch genau das was man bekommt.

Die Sony MDR-XB50BS besitzen einen außerordentlich kräftigen Bass welcher auch mehr oder weniger permanent im klanglichen Mittelpunkt steht.

Der Tiefgang des Basses ist dabei sogar recht gut für die Preisklasse, wenn auch schlechter als beispielsweise bei den teureren Teufel MOVE BT.

Die MDR-XB50BS gehören zu den Ohrhörern welche man liebt oder hasst. Der Bass ist hier ganz klar auf der Schwelle zum „dröhnenden“, von einem ausgewogenen Klangbild ist nicht zu sprechen.

Ich sehe aber durchaus den Reiz der Sony MDR-XB50BS. Der Bass macht Spaß!

Die Ohrhörer können richtig ordentlich loslegen, wenn man ihnen die Richtige Musik dafür gibt. Elektro, Pop oder auch Drum and Bass wären hier zum Beispiel sehr passende Musikrichtungen.

Die Höhen der MDR-XB50BS sind dabei recht klar. Die Ohrhörer sind also nicht einmal übermäßig warm abgestimmt, sondern der Bass ist einfach nur massiv angehoben und besitzt gefühlt ein sehr „bauchiges“ voluminöses Klangbild.

Grundsätzlich gefallen mir die MDR-XB50BS allerdings sehr gut! Selbst Stimmen, sofern sie sich nicht gerade etwas hinter einem Beat verstecken, werden gut dargestellt.

Ich habe um ehrlich zu sein in der 60€ Preisklasse nicht mit einem derart guten Klang gerechnet.

Sollte man per Equalizer den Bass etwas absenken, hat man hier durchaus Bluetooth Ohrhörer welche als „Hifi“ durchgehen könnten.

Dynamic, Klanggefühl und auch die räumliche Darstellung ist tadellos, nur halt mit sehr viel Bass.

Schwächen durch die Bluetooth Übertragung konnte ich nicht feststellen. Sowohl in Kombination mit einem iPhone wie auch einem Google Pixel konnte ich keine Artefakte oder sonstige Klangverschlechterungen feststellen welche auf eine zu aggressive Kompression zurückzuführen wären.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend hoch, wenn auch nicht extrem hoch.

Die MDR-XB50BS verfügen im Übrigen über Sprachansagen beim Ein- und Ausschalten einer netten asiatischen Dame. Ich bevorzuge zwar ein einfaches Piepen jedoch haben mich die Ansagen auch nicht zu sehr gestört.

 

Fazit zu den Sony MDR-XB50BS

Ich bin sehr positiv überrascht von dem was Sony hier für rund 60€ verkauft. Allerdings kann man die MDR-XB50BS nicht jedem empfehlen.

Zum einen sind die Ohrhörer recht groß und die Nutzung von Sony ist schon merklich Richtung Sport ausgelegt.

Wenn Ihr plant solchen mit den Sony MDR-XB50BS zu machen ist das natürlich kein Problem. Die Ohrhörer sitzen sehr feste in den Ohren und sind zudem Wasser/Schweiß geschützt.

Ein anderer Punkt ist der Klang. Die Bluetooth Ohrhörer klingen gut, wenn nicht sogar sehr gut für Ihr Geld jedoch muss man Bass lieben um gefallen an den MDR-XB50BS zu finden.

Der Bass dominiert ganz klar die Klangsignatur der Ohrhörer. Hierbei ist der Bass allerdings schön Voluminös und auch die Höhen sind klar und sauber, jedoch dem Bass unterlegen von der „Masse“.

Der Ideale Nutzer für die Sony MDR-XB50BS ist also der Bass liebende Sportler welcher beim Joggen oder dem Workout Bluetooth Ohrhörer sucht welche einem akustisch etwas in den Hintern treten können mit einem kraftvollen Klang.

Wenn das auf Euch zutrifft, werdet Ihr in der 60€ Preisklasse nichts besseres finden! Solltet Ihr allerdings eher einen ausgeglichenen Klang suchen, lasst die Finger von den Sony MDR-XB50BS.

Persönliche Einschätzung, zwar ist der Bass für mich auch am oberen Ende dessen was ich gut finde, jedoch könnte ich ohne Probleme mit den Sony MDR-XB50BS als einzige Bluetooth Ohrhörer leben.

Es macht ohne Frage viel Spaß die Bluetooth Ohrhörer zu nutzen!

 

Die Calendar Watch von What?Watch, die etwas andere Hybrid Smartwatch im Test

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Smartwatches waren vor wenigen Jahren noch „the next big thing“, haben sich aber nicht so recht durchgesetzt wie sich das die großen Unternehmen gedacht haben.

Sicherlich ein wichtiger Grund dafür war die meist sehr kurze Akkulaufzeit. Ein Tag schafften die meisten Modelle, beim zweiten wird es dann schon knapp.

Dies liegt natürlich am hohen Funktionsumfang und dem beschränkten Platz für einen großen Akku.

What? Watch, ein toller Firmenname, geht mit seiner Calendar Watch einen etwas minimalistischeren Weg. Anstelle so vieler Features wie möglich zu integrieren, konzentriert man sich auf ein Feature welches gut umgesetzt wird.

Im Gegenzug kann dafür die Calendar Watch, um welche es hier gehen wird, auch mit einer Akkulaufzeit von bis zu zwei Monaten punkten.

Aber lohnt es sich wirklich für solch eine minimalistische Smartwatch gute 300€ auszugeben? Finden wir es im Test heraus!

 

Lieferumfang und Verpackung

Bereits an der Verpackung merkt man, dass es sich bei What? Watch um ein Startup handelt. Diese legen für gewöhnlich immer sehr viel Wert auf eine möglichst hochwertige Präsentation, dies ist bei der Calendar Watch auch nicht anders.

Die Calendar Watch wird in einer runden Box geliefert in der sich zuerst die Uhr befindet. Unterhalb dieser ist das Zubehör verstaut. Hierbei handelt es um ein microUSB Kabel, eine Ladeschale, einen Stift zum Abnehmen des Armbands und ein kleines Mikrofasertuch.

An dieser Stelle auch vielen Dank an What? Watch für das Zurverfügungstellung der Calendar Watch.

 

Die Calendar Watch von What? Watch

Die Calendar Watch ist aktuell in Deutschland in drei Farben verfügbar. Klassisch in Schwarz, Polarweiß und Aqua blau.

Da ich bunte Farben mag und finde diese sehen auf Bildern immer besser aus, habe ich die Aqua Blaue Version gewählt, welche sich in der Praxis aber primär an Frauen richten wird.

Allerdings muss hier die Frau große Uhren mögen, denn die Calendar Watch ist aktuell nur in einer 42mm Ausführung zu bekommen.

Damit gehört diese schon zu den größeren Uhren. Das Gehäuse besteht hierbei zum größten Teil aus Metall, abgesehen selbstverständlich vom „Display“, welches mit Glas bedeckt ist.

Die Verarbeitung und Haptik der Uhr würde ich als vorzüglich bezeichnen. Auch der Tragekomfort ist sehr hoch, die Uhr ist nicht zu schwer aber auch nicht zu leicht. Zudem drückt diese auch nicht am Armgelenk.

Ich bin zwar nicht der größte Fan des Lederbands der blauen Version, ich könnte mir vorstellen das dieses sich recht schnell abnutzt, jedoch der Verschluss ist sehr interessant. Hier lässt sich die Länge des Armbands „fest“ einstellen aber weiterhin öffnen und schließen ohne, dass sich dabei die Länge verändert.

Uhren- Profis werden jetzt sicherlich sagen „ah ein alter Hut“ jedoch ist es das erste Mal das ich solch einen Verschluss sehe.

Die Calendar Watch ist auch bis zu 50m wasserdicht, allerdings nicht fürs Tauchen geeignet. normales Händewaschen, Duschen usw. sollte aber kein Problem sein.

Wie auf den ersten Blick schon auffällt, setzt What? Watch bei dieser „SmartWatch“ nicht auf ein LCD oder AMOLED Display, sondern auf einen klassischen analogen Anzeiger.

Dieser entspricht dem was man erwartet, drei Zeiger und eine gut ablesbare Anzeige, soweit nichts Besonderes.

Das Besondere ist der Uhrenhintergrund. Dieser ist ein ePaper „Display“ welches zwei Farben Anzeigen kann. Im Falle meiner Version Blau und Dunkel Blau.

Hierdurch kann Euch die Uhr auf Kalender Ereignisse hinweisen, dazu später aber mehr. Sagen wir es aber so, es sieht echt interessant aus!

Der Akku der Uhr soll laut Hersteller bis zu zwei Monate halten. Zwar habe ich die Uhr noch nicht so lange, aber diese Angabe kommt ungefähr hin. Vielleicht ist sie etwas optimistisch, in der Regel verlor die Uhr ca. 2-3% Akku pro Tag.

Geladen wird die Calendar Watch über zwei Kontakte auf der Rückseite. Hier lässt sich eine kleine Ladeplatte befestigen welche mir einem USB Netzteil verbunden wird.

 

Einrichtung, Features und die App

Die Einrichtung beginnt mit dem Installieren der What? Calender App auf eurem IOS oder Android Smartphone.

Wenn diese installiert ist, startet die App und verbindet die Uhr mit dem Strom.

Die Installation und das Pairing geht eigentlich recht einfach. Etwas ungewöhnlich ist jedoch, dass die Uhr kalibriert werden muss. An einer Stelle müsst Ihr Einstellen welche Uhrzeit die Uhr gerade anzeigt, was bei einer analogen Uhr manchmal nicht ganz leicht genau zu erkennen ist.

Wenn dies geschafft ist, ist die Uhr auch schon verbunden.

 

Was kann aber nun die Calendar Watch?

Wie der Name vielleicht schon erahnen lässt, dreht sich die Funktion um den Kalender in Eurem Smartphone.

Wenn Ihr in diesem beispielsweise um 16Uhr einen Termin eingetragen habt, wird das Euch auf der Uhr angezeigt. Hierbei ist die Stelle des Displays für den Jeweiligen Zeitraum „hell“, während die freie Zeit dunkel ist.

Schaut Euch am besten die Bilder an um das Prinzip besser zu verstehen.

So könnt Ihr den Terminplan für die aktuellen bzw. nächsten 12 Stunden immer auf einem Blick sehen. Zusätzlich kann die Calendar Watch Euch per Vibrationsalarm auch über einen startenden Termin Informieren.

Es gibt für die Anzeige zwei Modi, den flexiblen Modus und den festen Modus.

Im flexiblen Modus geht die Anzeige „unendlich weiter“. Heißt, es werden permanent die nächsten 12 Stunden und die jeweiligen Termine angezeigt und sobald ein Termin durch ist, wird der nächste für in 12 Stunden angezeigt.

Im festen Modus werden Termine der aktuellen 12 Stunden angezeigt. Heißt, vergangene Termine werden nicht gelöscht und durch die nächsten Termine ersetzt, sondern bleiben angezeigt und die Anzeige springt erst pünktlich um 12:00 oder 24:00 auf die nächsten Termine um.

Durch Antippen des Displays könnt Ihr Euch zudem auch Termine für die übernächsten 12 Stunden anzeigen lassen.

Also es ist beispielsweise Vormittag, Ihr tippt die Uhr an und seht wann Ihr Termine am Nachmittag habt.

Die Calendar Watch synchronisiert sich alle 15 Minuten mit Eurem Smartphone für neue Termin Infos.

Hierbei werden auch schon Termine für die nächsten 48 Stunden übertragen, wenn also in diesem Zeitraum die Verbindung abreist, sind Informationen für zwei Tage auf der Uhr hinterlegt.

Für jemanden der viel verreist ist vielleicht auch ganz interessant das die Uhrzeit sich immer mit der Eures Smartphones abgleicht. So sollte der Wechsel von Zeitzonen deutlich angenehmer von statten gehen.

 

Fazit

Ich habe selten so ein interessantes Produkt wie die Calendar Watch by What? Watch vor mir gehabt. Die Idee mit dem farbwechselnden Uhrenhintergrund und die Umsetzung ist, wenn man diese das erste Mal sieht, wirklich faszinierend.

Allerdings handelt es sich hierbei auch um ein recht spezielles Produkt.

Ähnliches gilt auch für die Zielgruppe der Calendar Watch. Ihr müsst schöne analoge Uhren zu schätzen wissen und viel Euren Smartphone Kalender nutzen.

Wenn beides der Fall ist, könntet Ihr Gefallen an der What? Watch Calendar Watch finden.

Zwar ist der Preis mit rund 300€ schon recht stolz, aber dafür erhält man aber auch eine wirklich schicke und moderne Uhr welche Ihre beworbenen Features einhält.

Allerdings ist das auch ein wenig die Schwäche der Calendar Watch, die Features. Ich sehe etwas verschenktes Potenzial. Man hat hier ein einmaliges Konzept mit dem farbverändernden Hintergrund und sogar einen Vibrationsmotor verbaut, warum nicht auch beides nutzen um einen auf Benachrichtigungen hinzuweise oder Ähnliches. Leider kann das die Calendar Watch nicht.

Allerdings ist dies vielleicht auch ein wenig das Konzept hinter dieser Uhr. Einfach eine Funktion gut zu können und neben den Terminen einen nicht noch mit einem Schrittzähler oder andauernden Benachrichtigungen zu nerven.

Kurzum, wenn sich die Calendar Watch gut in Euren Alltag einpasst, Ihr also ausgiebig den digitalen Kalender im Smartphone nutzt und die Uhr Euch vor allem auch optisch anspricht, gibt es nichts was mich von einem Kauf abraten lässt. Allerdings ist die Calendar Watch by What? Watch ganz klar als „Luxus“ Produkt zu klassifizieren.

Der Philips Hue LightStrip+ im Test

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Wenn man an Smarte Beleuchtung denkt, wird vermutlich den meisten zuerst Philips HUE einfallen.

Auch zurecht, Philips HUE System ist sehr gut und vor allem mit sehr vielen Diensten kompatibel. Ob nun Amazons Echo oder 3. Anbieter Apps.

Der Nachteil ist leider der Preis. In diesem kleinen Test geht es um den Philips Hue LightStrip+ einen 2 Meter LED Streifen für rund 60€!

Kann der LightStrip+ wirklich überzeugen bei diesem Preis? Finden wir es im diesem kurzen Test heraus!

 

Hinweis

Der Philips Hue LightStrip+ kostet aktuell rund 60€, allerdings hilft Euch dieser LED Streifen alleine noch nicht weiter. Ihr benötigt zusätzlich noch einen Controller. Dieser kostet bei Philips nochmals rund 50€ extra, sofern Ihr diesen noch nicht besitzt.

Kurzum nur der Philips Hue LightStrip+ alleine funktioniert nicht! Dies ist eine Erweiterung zu einem bestehenden System.

 

Der Philips Hue LightStrip+ im Test

Bei dem LightStrip+ handelt es sich auf den ersten Blick um einen normalen LED Streifen,  mit einem Gummi Mantel geschützt ist.

Hierbei handelt es sich allerdings wirklich um einen „lose“ angebrachten Gummimantel. Bei günstigen LED Streifen ist dieser meist mit dem Band selbst verklebt, dies ist hier nicht der Fall.

Um ehrlich zu sein wirkt dadurch der LED Streifen auf den ersten Blick fast billiger als die meisten 08/15 Konkurrenzmodelle.

Auch ist der LightStrip+ recht steif und unflexibel.

Positiv ist wiederum das Netzteil (20W) welches recht hochwertig anmutet. Ebenfalls hochwertig ist der Controller mit seiner ca. 2 Meter langen Zuleitung.

Dementsprechend habt Ihr auch ca. 2 Meter Luft beim Anbringen des LED Streifens.

Hier kommen wir aber zu einem der dicksten Kritikpunkte des Philips Hue LightStrip+, der Kleber.

Ich bin es ja gewöhnt, dass der Kleber auf der Rückseite von LED Streifen meist eher mäßig ist, aber der beim LightStrip+ ist einfach nur traurig.

Bestellt am besten gleich gutes doppelseitiges Klebeband mit, denn das was auf der Rückseite des Philips ist taugt gar nichts. Abgesehen davon ist der Klebestreifen in 20 Segmente unterteilt welchen man alle einzeln die Rückseite abziehen muss.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung ist kinderleicht. Geht in Eure Philips HUE App wählt die Einstellungen aus und dann Lampen.

Nach ein paar Sekunden sollte auch schon der LightStrip+ dort auftauchen.

Ordnet diesem nun in den Raum Einstellungen einem Raum zu und fertig.

 

Das Licht

So viel vorweg der Philips Hue LightStrip+ ist unheimlich hell und leuchtstark! Auch verglichen mit den üblichen 20€ LED Streifen sieht man hier einen deutlichen Unterschied.

Der LightStrip+ schafft auf 2 Meter bis zu 1600 Lumen, was ungefähr das Doppelte ist einer normalen E27 LED Glühbirne.

Aber was macht der LightStrip+ so besonders?

Wenn man genau hinsieht besitzt dieser Gruppen von 3 LEDs. Hier spreche ich nicht von den drei RGB Farben sondern von drei getrennten LEDs nebeneinander.

Hierbei handelt es sich um eine Warm-Weiße LED, eine Kalt-Weiße LED und eine RGB LED.

Bei den meisten anderen LED Streifen findet man nur eine RGB LED, wodurch diese in der Regel auch kein reines Weiß gut darstellen können.

Im Falle des LightStrip+ arbeiten diese 3er LED Gruppen gemeinsam. Im Falle z.B. der Farbe Blau leuchtet die RGB LED in Blau + die Kaltweiße LED.

Dadurch wirken die Farben viel heller und auch kräftiger. Je nach Farben können alle 3 LEDs auch gleichzeitig leuchten, wodurch auch die hohe maximale Helligkeit zustandekommt.

Natürlich sind einzelne Farben auch heller oder dunkler als andere. Die hellste „Farbe“ hierbei ist normales Weiß bei welchem alle drei LEDs zusammenarbeiten. Dies kann man auch gut am Stromverbrauch ablesen, später mehr dazu.

Auch ein hochfrequentes Flackern, selbst mithilfe einer Kamera, konnte ich nicht entdecken.

Kurzum ja dies ist von der Lichtleistung und den Farben der beste LED Streifen den ich bisher gesehen habe.

 

Erweitern und kürzen

Der Philips Hue LightStrip+ besitzt eine Länge von 2 Metern. Wem dies zu lang ist, kann den Streifen auch kürzen, was aber permanent ist.

Wem 2 Meter zu kurz sind, kann den LightStrip+ mit Zusatzmodulen, die einfach angesteckt werden, erweitern.

Philips spricht hier von bis zu 10 Metern und verkauft Euch einen zusätzlichen Meter für 23€.

Hier sehe ich aber ein Problem, das mitgelieferte Netzteil schafft nur 20W und bereits jetzt verbraucht dieser bis zu 18,9W (zum Stromverbrauch komme ich noch später).

Wie kann man dann den LED Streifen auf bis zu 10 Metern verlängern wenn dies das Netzteil doch gar nicht schafft?

Dies ist nur eine Vermutung, aber der Basis LED Streifen soll bis zu 1600 Lumen schaffen, in der Beschreibung des Verlängerungsstück wird aber etwas von „Ultrahell mit einem Lichtstrom von 800 Lumen und einer tollen Lichtabdeckung über die ganze Länge hinweg“.

Vermutlich wird also die Helligkeit beim Verlängern des LightStrip+ reduziert, damit das Netzteil nicht überlastet wird!

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Stromverbrauch. Im ausgeschalteten Zustand (Standby) verbraucht der LED Streifen ca. 0,3W, was angenehm niedrig ist.

Im Betreib variiert der Verbrauch sehr stark je nach Farbe.

  • Weiß 18,9W
  • Warm-Weiß 8,2W
  • Kalt-Weiß 12,9W
  • Rot 3,9W
  • Grün 3,5W
  • Blau 3,9W

Hieran kann man auch gut die Helligkeit der einzelnen Farben ablesen.

 

Fazit zum Philips Hue LightStrip+

Mit rund 60€ ist der Philips Hue LightStrip+ natürlich für 2 Meter unheimlich teuer. Einen normalen LED Streifen bekommt man bereits für 20€/5 Meter.

Ist hier der saftige Aufpreis gerechtfertigt? Jein der Philips Hue LightStrip+ erzeugt ein hervorragendes Licht mit einer hohen Helligkeit und klasse Farben aber der Streifen selbst ist allerdings qualitativ eher mittelmäßig, was die Verarbeitung und den Kleber angeht.

Am Ende bekommt man zwar hier einen wirklich guten LED Streifen, der  vom Licht in der absoluten Oberklasse spielt aber für die Verletztheit zahlt man einen sehr saftigen Aufpreis!

Ob dieser Euch das Wert ist, kann ich nicht sagen, ich für meinen Teil habe mittlerweile etwas Zähne knirschend nochmals 60€ für einen zweiten dieser LightStrip+ auf den Tisch gelegt.

Dementsprechend ja, ich kann den Philips Hue LightStrip+ empfehlen sofern Euch der hohe Preis nicht abschreckt.

Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl, der beste Schreibtischstuhl?

Gaming Schreibtischstühle sind ein neuer Trend der letzen Jahre welcher primär durch Youtuber und Twitch Streamer angeheizt wurde.

Mittlerweile gibt es hier diverse Marken, die beiden bekanntesten sind hierbei sicherlich DXRacer und Maxnomic.

Jedoch gibt es auch eine kleine Deutsche Marke welche versucht mit den großen mitzuhalten. Noblechairs hat mit seiner EPIC Series ein paar sehr interessante Gaming Stühle im Sortiment.

Können diese im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Lieferumfang und Zusammenbau

Wer schon einmal einen „Gaming Stuhl“ zusammengebaut hat wird das Prinzip kennen welches auch hier verfolgt wird.

Der Noblechairs EPIC wird in einer großen Box geliefert. In dieser finden wir den Stuhl in, grob gesagt, vier Teilen auseinander gebaut, die Rückenlehne, die Sitzfläche, die Halterung für die Feder und das Fußkreuz.

Der Zusammenbau ging weitestgehend gut von der Hand. Dies liegt an der guten, wenn auch englischen Anleitung wie auch daran, dass alle benötigten Werkzeuge bereits beiliegen.

Der Zusammenbau beginnt mit dem Montieren des Mechanismusses für die Gasdruckfeder. Dieser wird auf der Unterseite des Sitzpolsters mit vier großen Schrauben sicher befestigt.

Der nächste Schritt ist das Zusammenstecken des Fußkreuzes. Das Fußkreuz muss natürlich nicht zusammengebaut werden, aber die Rollen müssen auf der Unterseite in die passenden Aussparungen gesteckt werden.

Dies erfordert etwas Kraft, achtet darauf, dass die Rollen wirklich gut sitzen.

Die Gasdruckfeder wird im nächsten Schritt einfach in das Fußkreuz gesteckt und darauf das Sitzpolster gesetzt.

Das Ganze wird nicht verschraubt, hält aber wenn man das erste Mal darauf gesessen hat bombenfest!

Der letzte Schritt ist nur noch das Verschrauben der Rückenlehne. Leider hat mich dies etwas nerven gekostet. Es gibt keine Führung oder Ähnliches und die Rückenlehne sitzt sehr stramm zwischen den beiden Metallflügeln.

Hier ist eine zweite Person, welche einem hilft sehr willkommen!

Jedoch grundsätzlich ist der Zusammenbau nicht übermäßig kompliziert.

 

Der Noblechairs EPIC im Test

Wie die meisten „Gaming Stühle“ basiert die Grundform des Noblechairs auf der eines Autositzes. Dementsprechend habt Ihr eine sehr hohe Rückenlehne welche mit Flügeln ausgestattet ist, die den Nutzer etwas mittig halten sollen, Ähnliches gilt auch für die Sitzfläche.

Diese lässt sich mithilfe der Gasdruckfeder zwischen 49,5 und 59,5 cm Höhe verstellen. Der Stuhl ist zudem für eine Belastung von bis zu 120KG ausgelegt.

Als Material kommt „100% veganes PU-Kunstleder“ zum Einsatz. Allerdings gibt es auch eine deutlich teurere Version mit echtem Leder.

Allerdings besteht nicht das komplette Polster aus Kunstleder.  Die Sitzfläche ist natürlich aus Leder/Kunstleder, jedoch gibt es einen ca. 5cm breiten Stoffrand um den Stuhl.

Dieser Stoffrand dient einfach der Optik und soll vermutlich einen gewissen Akzent setzen, was auch gelingt. Hier kommen auch die Farboptionen zum Tragen, die entscheiden welche Farbe der Aufdruck auf der Sitzfläche hat und welche Farbe das Garn hat mit dem das Kunstleder und der Stoffstreifen verbunden sind.

Sämtliche Farboptionen sind sehr dezent und Edel gehalten, halt passend zum Namen „Noblechairs“.

Neben der Höhenverstellung bietet der EPIC Gaming Stuhl auch noch andere ergonomische Optionen. Das Wichtigste ist hier sicherlich die Rückenlehne welche sich fast flach ausrichten lässt. Hierbei ist diese so konstruiert, dass der Stuhl nicht nach hinten über kippt, auch wenn man meist ein etwas mulmiges Gefühl hat.

Die Armlehnen lassen sich in alle Richtungen verstellen, also rauf/runter, vor/zurück und sie lassen sich anwinkeln.

Ein für mich sehr wichtiges Feature ist auch die „Kippelfunktion“. Wenn diese aktiv ist, kann man den Stuhl in eine 11 Grad Schräge bringen.

Dies ist ideal, wenn man mal etwas entspannt am Tisch sitzen möchte. Dies ist eine für mich mittlerweile kaum noch wegzudenkende Funktion.

 

Haptik, Verarbeitung und Qualität

Der erste Qualitätseindruck des EPIC Series Gaming Stuhl fällt sehr positiv aus! Das Sitzpolster ist unterhalb mit einem massiven Metallrahmen ausgestattet und auch der Mechanismus zum Verstellen der Höhe wirkt sehr robust.

Das Fußkreuz ist wie üblich aus einem großen Stück Aluminium gearbeitet, wodurch dieses ebenfalls kein Schwachpunkt zu sein scheint.

Lediglich die Rückenlehne wirkte beim Zusammenbau etwas leicht. In der Praxis scheint dies aber kein Problem zu sein.

Unterm Strich habe ich keine Zweifel, dass der Noblechairs EPIC die beworbenen 120KG maximale Belastung auch wirklich halten wird.

Die Verarbeitung, unter anderem der Polster war tadellos, keine Schäden oder Unsauberkeiten. Auch die Nähte sind gleichmäßig und sauber wie auch das Kunstleder es ist.

Lediglich „unter der Haube“ war die Verarbeitung nicht ganz 100%. Mit unter der Haube meine ich unterm Stuhl. Dort war an einer Stelle der Lack etwas abgeplatzt von einem Metallträger. Sofern Ihr allerdings nicht unter Eurem Stuhl liegt, ist das nicht sichtbar.

Daher würde ich die Verarbeitung unterm Strich als gut einstufen.

 

Sitzgefühl

Soweit so gut, aber wie sitzt es sich auf dem Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl? In der Langzeitnutzung ist dieser einer der bequemsten „Gaming“ Schreibtisch Stühle die ich bisher nutzen durfte.

Im ersten Moment wird man aber sicherlich etwas überrascht sein. Der EPIC ist recht wenig gepolstert bzw. fühlt sich recht hart an.

Wer „wie auf Wolken“ sitzen möchte, ist hier definitiv falsch. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen hart sitzen und unbequem sitzen.

Viele stark gepolsterte Stühle hat man nach längerem Sitzen irgendwann durchgesessen. Dies passiert hier nicht, die Sitzfläche gibt konstant einen sehr guten Halt.

Die Flügel an der Seite der Sitzfläche stören im Übrigen gar nicht. Man kann selbst im Schneidersitz auf dem Stuhl sitzen.

Auch die seitlichen Flügel der Rückenlehne haben mich nicht eingeschränkt. Dies kann natürlich etwas anders sein solltet Ihr sehr breite Schultern haben. Für mich mit meinen ca. 1,85cm und rund 90KG war das Ganze allerdings ziemlich perfekt.

Eine Schwäche der meisten „Gaming“ Stühle ist die Unterstützung des unteren Rückenbereichs. Auch Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl ist in diesem Punkt nicht perfekt, allerdings auch nicht furchtbar.

Während ich bei DXRacer fast zwingend das Rückenkissen nutzen musste um bequem zu sitzen, war dies hier nicht der Fall. Zwar liegt auch hier ein Kissen bei, aber dieses würde ich als sehr optional einstufen.

Auch so hat mein Rücken ausrechend Unterstützung bekommen.

Erfreulicherweise ist die Kopfstütze schön hoch, was diesem eine deutlich bessere Untersetzung bietet.

Allerdings ist die Kopfstütze flach, daher muss man seinen Kopf schon gefühlt recht weit zurücklehnen. Um für eine bessere Unterstützung in der normalen Sitzposition zu sorgen, hat Noblechairs ein ausgesprochen schönes und weiches Polster mit in den Lieferumfang gelegt, welches sich an der Kopfstütze befestigen lässt.

Die Armlehnen würde ich als unspektakulär einstufen. Diese lassen sich gut an die Nutzerwünsche anpassen was Ihre Position angeht, aber im Alltag sind diese mir weder störend noch besonders positiv aufgefallen.

Ähnliches gilt auch für Dinge wie die Rollen. Diese waren weder übermäßig „sanft“ auf meinem Teppichboden, noch problematisch.

Kurzum unterm Strich bin ich sehr zufrieden mit dem Sitzkomfort. Selbst nach 8 Stunden am Stück kann ich keine „Ausfälle“ oder Problemzonen vermelden, welche unbequem wurden.

Ich glaube die größte Schwäche des Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl ist der erste Eindruck. Das Sitzpolster wirkt sehr fest, was aber bereits nach 30+ Minuten anfängt eher ein Vorteil zu sein.

Der Stuhl sitzt sich einfach nicht durch. Auch in einer Langzeit Nutzung, also nach x Jahren könnte dies ein Vorteil sein, allerdings kann ich dies natürlich nicht aus erster Hand bestätigen.

 

Fazit zum Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl

Verglichen mit DXRacer oder Maxnomic ist Noblechairs natürlich der kleine Newcomer, dafür haben diese aber mit der EPIC Series einen wirklich sehr guten Schreibtischstuhl im Sortiment, welcher mir sogar in sehr vielen Punkten besser gefällt als die üblichen Modelle der beiden oben genannten Marken.

Der Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl ist gut verarbeitet, die Polster sogar sehr gut, der Stuhl ist robust und der Sitzkomfort über längere Zeit ist stark.

Für mich ist dieser Schreibtischstuhl der bequemste den ich bisher genutzt habe!

Allerdings für jemanden der gerne sehr weich sitzt, ist der EPIC Series Gaming Stuhl vermutlich weniger geeignet. Aber wie es oft ist, sind meist weiche Stühle im ersten Moment bequem, werden dann aber beim längeren Sitzen deutlich unbequemer als die von Anfang an etwas härteren Modelle.

Der Preis von rund 340€ mag im ersten Moment recht hoch wirken, wenn man jedoch den Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl mit Konkurrenzmodellen vergleicht, die  ebenfalls für rund 120KG zugelassen sind, wird man merken, dass der Preis vollkommen in Ordnung ist.

Unterm Strich kann ich den Noblechairs EPIC Series Gaming Stuhl ohne Bauchschmerzen empfehlen!

 

Die KZ ATR Ohrhörer im Test, der Ohrhörer Tipp aus Asien!

Die KZ ATE waren eine meiner größten Überraschungen im Jahr 2015 in Bezug auf Kopfhörer.

Was für einen unheimlich guten Klang man von diesen 15€ Ohrhörern bekommen hat, war einfach sehr unerwartet.

Auch in diversen großen Audio Foren haben die KZ ATE für Interesse gesorgt.

KZ hat nun eine neue Version der ATE auf den Markt gebracht, welche den größten Schwachpunkt der Ohrhörer ausbessern soll, den etwas zurückhaltenden (neutralen) Bass.

Aber sind die neuen KZ ATR wirklich eine Verbesserung? Finden wir es im Test heraus!

 

Die KZ ATR im Test

Optisch sind die KZ ATR den ATE sehr ähnlich.

Die Ohrhörer besitzen für ihren Preis von teilweise unter 10€ eine „High End“ Optik. Dabei setzt der Hersteller auf ein einfaches schwarzes Gehäuse in Kombination mit einem durchsichtigen Kabel und jeder Menge Kupfer.

Die Ohrstöpsel sind dabei gewinkelt geformt, so dass das Kabel über dem Ohr verläuft.

Es handelt sich hierbei allen anscheinen nach um das gleiche Kabel und Gehäuse wie bei den KZ ATE nur anders bedruckt.

Das Positive dabei ist die Haltbarkeit des Kabels. Ich kann hier aus Erfahrung sprechen, nach über einem Jahr regelmäßiger Nutzung habe ich bisher noch keine Probleme mit diesem.

Das Gehäuse hingegen ist etwas weniger hochwertig. Rechnet damit bei regelmäßiger Nutzung dieses irgendwann kleben zu müssen.

 

Tragekomfort

KZ setzt bei den ATR auf eine etwas ungewöhnlichere Passform. Hierbei sind die Ohrhörer etwas der natürlichen Form des Ohres angepasst und nicht nur einfach ein Stöpsel.

Die KZ ATR passen perfekt in meine Ohren und die Möglichkeit das Kabel über dem Ohr zu „verlegen“ sorgt auch dafür, dass diese dort auch bleiben.

Ich könnte die ATR ohne Probleme auch für Sport einsetzen.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten dem Klang.

Und ja auch die KZ ATR klingen für ihren Preis fantastisch!

Starten wir bei den Höhen welche nahezu perfekt sind. Klar, brillant aber sauber abrundend wodurch diese nicht zu anstrengend sind.

Ähnliches gilt auch für die Mitten, welche wohl ausbalanciert sind wodurch Stimmen sehr gut zu Geltungen kommen.

Der Hersteller wirbt bei den ATR mit „Ulatra Bass“. Wenn ich so etwas bei Ohrhörern lese, stelle ich mir immer das Schlimmste vor.

Allerdings ist Ultra Bass maßlos übertrieben, ja die ATR besitzen einen angehobenen spaßigen Bass aber hier gibt es wesentlich extremere Ohrhörer.

Allerdings bin ich froh darüber, dass die ATR nicht übertrieben sind. Der Bass besitzt einen schönen Punch und eine hohe Lebendigkeit.

Sofern Ihr keine „Bass-Heads“ seid dann wird der Bass der ATR Euch vermutlich sehr gut gefallen.

Wie auch schon die  ATE besitzen die ATR eine weit überdurchschnittlich hohe Auflösung und Detailgrad für Ohrhörer dieser Preisklasse.

Musik wirkt dadurch sehr natürlich und lebendig. Auch die räumliche Darstellung ist gut. Man kann sich ohne Probleme etwas in der Musik verlieren.

 

Fazit zu den KZ ATR

Es ist immer sehr schwierig Ohrhörer und deren Klang über Text zu gut zu vermitteln.

Jedoch fällt das Fazit bei den KZ ATR sehr einfach aus, die Ohrhörer sind fantastisch! Je nach Händler bekommt man die ATR für unter 5€ was für das Gebotene einfach unglaublich ist.

Ich würde diese Ohrhörer eher in die 30-60€ Preisklasse einstufen was den Klang angeht.

Selbst sollte ich hier übertreiben, bei diesem Kaufpreis gilt das Motto ausprobieren. Selbst wenn diese für Euch eher nach 20-30€ Ohrhörer klingen, habt Ihr gerade mal 4-8€ für dieses Experiment ausgegeben.Vielleicht werdet Ihr ja sogar überrascht und stimmt mir bei meiner Einschätzung zu.

Ich selbst habe die KZ ATE über ein Jahr selbst benutzt und werde vielleicht auf die ATR umsteigen.

Hier noch einige andere Meinung zu KZ Ohrhörer im Generellen http://www.head-fi.org/t/698148/knowledge-zenith-kz-impressions-thread/11415

Das Anker PowerPort 1 USB Ladegerät im Test

USB Ladegeräte sind mittlerweile ein sehr wichtiger Bestandteil des Alltags. Dies gilt sowohl für Zuhause wie auch für den Urlaub.

Anker hat nun mit dem PowerPort 1 ein neues USB Ladegerät auf den Markt gebracht welches sich nicht nur für Zuhause anbieten soll sondern auch als Reise Ladegerät taugen soll.

Hierbei handelt es sich allerdings nicht wie so oft bei günstigen Ladegeräten um ein billiges 1A Schrottnetzteil, sondern um ein hoffentlich sehr hochwertiges 2,4A Ladegerät.

Aber es gibt nur einen Weg dies festzustellen, kann das Anker PowerPort 1 im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Anker PowerPort 1

Das Anker PowerPort 1 ist ein relativ kompaktes 12W USB Ladegerät. Relativ kompakt aber auch nicht super kompakt. Ein Anker PowerPort+ 1 wäre beispielsweise ungefähr gleich groß, ähnliches gilt auch für das große Apple iPad Ladegerät.

Beim Material setzt Anker auf eine Mischung aus Hochglanz und matten Kunststoff. Das gesamte Ladegerät wirkt ziemlich robust und hochwertig.

Der Stromanschluss ist abnehmbar und beispielsweise gegen einen englischen Steckdosen Adapter austauschbar. Wer einen England Urlaub plant ist also hier schon gut gerüstet.

Der USB Port befindet sich wie üblich auf der Rückseite und ist blau gekennzeichnet. Dies soll Euch Informieren, dass hier Ankers PowerIQ Technologie zum Einsatz kommt.

Diese soll erkennen was für ein Gerät Ihr am Ladegerät angeschlossen habt und dementsprechend den Ladevorgang anpassen.

(links Anker PowerPort+ 1)

Hierbei liefert der Port bis zu 2,4A. Eine LED oder Ähnliches gibt es nicht.

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

testsetup-1

Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das Powerline von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

Wichtige Information zur Ladegeschwindigkeit. Nur weil ein USB Ausgang maximal 2,4A oder 2A liefern kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass Smartphone, Tablet und Co. auch mit der maximalen Geschwindigkeit an diesem Port laden. Hier spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Dementsprechend ist diese Aussage welche oftmals getroffen wird „Powerbank XYZ ist super schnell da sie einen 2,4A Ausgang besitzt“ nicht ganz richtig. In der Praxis gibt es teilweise massive Unterschiede zwischen einzelnen Modellen auch wenn die USB Ports angeblich die gleiche maximale Leistung liefern können.

 

Messwerte des Anker PowerPort 1

Wie zu erwarten war, bestand das PowerPort 1 meinen Auslastungstest problemlos. Hierbei liegt die maximale Leistung auch wirklich ziemlich genau bei 2,4A.

Das Ladegerät hält dabei sehr gut seine Spannung von rund 5,2V, selbst bei Vollast. Erst wenn die Schwelle von 2,5A überschritten wird, bricht die Spannung auf 3,xxV ein, was ja soweit passt.

Wie bei Anker typisch ist die Ladegeschwindigkeit, welche in Kombination mit den üblichen Smartphones erreicht wird, hervorragend!

Das iPhone 7+ erreichte 1,84A, rund das doppelte wie mit dem Mitgelieferten Netzteil. Aber auch die von mir getesteten Android Smartphones erreichten Hervoragende Ladegeschwindigkeiten, das Google Pixel XL 1,98A und das S7 Edge 1,77A.

Beides ist jeweils das Maximum was bei diesen Geräten ohne den Einsatz von Schnelladetechnologien Möglich ist.

Der Leerlauf Stromverbrauch liegt bei guten 0,1W und die Effizienz bei rund 85%, ebenfalls ein guter Wert für ein USB Ladegerät.

 

Fazit

Das Anker PowerPort 1 ist ein sehr gutes USB Ladegerät, welches ich jedoch nur bedingt empfehlen kann.

Aber warum? Die Leistung und auch der Preis stimmt doch? Das Problem ist eher wie sich das PowerPort 1 sich in Ankers „Lineup“ einfügt.

Das Anker 24W 2-Port USB Ladegerät ist gerade mal einen Euro teurer, bietet zwei USB Ports mit jeweils 2,4A und ist kaum bis gar nicht größer.

Zudem ist das 24W 2-Port USB Ladegerät von Anker eins der Zuverlässigsten und besten USB Ladegeräte welches ich jemals Besen habe, es hat mich auch bereits durch mehrere Urlaube hindurch begleitet.

Sofern Ihr keinen Urlaub in England Plant wo der Austauschbare Anschluss für Euch ein großer Vorteil ist sehe ich keinen grund nicht einfach das Anker 24W 2-Port USB Ladegerät dem PowerPort 1 vorzuziehen.

Wie gesagt das soll nicht heißen das das PowerPort 1 schlecht ist, ganz im Gegenteil es ist eins der schnellsten und besten besten Ladegeräte die mir bisher beengt ist, jedoch das 24W 2-Port USB Ladegerät von Anker macht einfach mehr Sinn wie ich finde.

Selbst wenn der Preisunterschied auf 2-3€ steigen sollte, zwei USB Ports sind immer sehr Praktisch.

Kurzum das Anker PowerPort 1 ist ein schnelles und gutes USB Ladegerät aber schaut Euch vielleicht einmal das Anker 24W 2-Port USB Ladegerät auch einmal an.

 

Das beste Smartphone unter 150€! Das Bq Aquaris U Lite im Test (Snapdragon 425, 2GB RAM, 16GB Speicher)

Bq mustert sich so langsam zu einem der besten Smartphone Hersteller in der Einsteiger und Mittelklasse.

Das Aquaris U Plus ist eins der besten Smartphones der Mittelklasse des Jahres 2016.

Neben den U Plus gibt es auch das U Lite, welches durch einen deutlich niedrigeren Preis von gerade mal 139€ versucht zu punkten.

Das besondere ist hierbei allerdings die Hardware. 2GB RAM, Snapdragon 425 und 16GB Speicher klingt für das Geld erst einmal hervorragend!

Aber kann das Bq Aquaris U Lite im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten

  • Bq Aquaris U Lite
  • 5″ 1280x720p Display
  • Qualcomm MSM8917 Snapdragon 425
  • 2GB RAM
  • 16GB Speicher, erweiterbar
  • 8MP, f/​2.0 Kamera, 5MP Frontkamera
  • 3080mAh Akku
  • LTE, Dual SIM
  • Link zum Hersteller
  • bei Amazon /// bei Geizhals

 

 

Das Bq Aquaris U Lite

Das U Lite ist in zwei Farben verfügbar, Grau und Gold. Ich habe mir die goldene Version zugelegt.

Auf den ersten Blick wirkt das Smartphone sehr schön hochwertig. Jedoch dieser Eindruck täuscht etwas.

Während die meisten Bq Smartphones aus Aluminium bestehen, ist das U Lite komplett aus Plastik gefertigt.

Gut bei einem Preis von 139€ ist auch kaum etwas anderes zu erwarten. Die Haptik würde ich als okay einstufen.

Das Smartphone ist ausreichend robust, fühlt sich aber etwas „plastikhaft“ an.

Gehen wir einmal um das U Lite herum. Auf der Front finden wir das 5 Zoll 720p Display wie auch die Frontkamera und unterhalb des Displays drei kapazitive Tasten im üblichen Bq Style.

Der Kopfhöreranschluss wie auch der microUSB Ladeport sind auf der Oberseite des Smartphones angebracht. Eine etwas ungewöhnliche Entscheidung, scheint aber Geld bei der Fertigung zu sparen wenn der Ladeport oben ist.

Lautsprecher und Kamera sind auf der Rückseite des Smartphones zu finden.

Natürlich besitzt das U Lite auch die üblichen physischen Android Tasten auf der rechten Seite.

Diese sind von ihrem Druckpunkt nichts Besonderes, taugen aber im Alltag.

Kurzum ich würde die Haptik des U Lite als solide einstufen. Es gibt durchaus auch für 140€ noch hochwertigere Smartphones, aber auch noch deutlich billigere.

 

Software

Bq setzt beim U Lite auf Android 6.0.1. Dieses ist sehr dicht am Stock Android (Stock Android = das reine Android ohne Hersteller Modifikationen).

Die erste Änderung die auffällt wird sicherlich während der Einrichtung sein. Hier möchte Euch das Smartphone gleich einmal Bq Plus verkaufen.

Bq Plus ist sowas wie eine Garantieerweiterung, welche Euch im Falle von Diebstahl oder einem Unfall schützen soll, also ähnlich wie Apple Care+.

Das Ganze soll 20€ für ein Jahr kosten, hier muss jeder selbst entscheiden ob man diesen Service will oder nicht.

Auf dem Home Bildschirm angekommen, strahlt Euch das normale Android 6 entgegen inklusive App Drawer usw.

Es ist lediglich eine App vorhanden, die von Bq zusätzlich zu den diversen Google Diensten vorinstalliert wurde und das ist eine Bq eigene Service App.

Leider fällt der freie Interne Speicher weniger groß aus als man bei solch einer schlanken Benutzeroberfläche denken könnte. Euch stehen noch 9,5GB zur freien Verfügung.

Der Speicher lässt sich allerdings via Speicherkarte noch erweitern. Hier müsst Ihr Euch allerdings entscheiden, Dual SIM oder Speichererweiterung, beides gleichzeitig ist nicht möglich.

Abgesehen davon gibt es Software mäßig nicht mehr viel zu erwähnen. Bq hat noch ein paar Zusatzoptionen eingebaut wie der Möglichkeit sich zwischen Software Tasten und den kapazitiven Tasten entscheiden zu können, das war es aber auch schon.

 

Display

Das Display des Aquaris U Lite ist mit 5 Zoll noch relativ kompakt. Erfreulicherweise löst dieses mit guten 1280×720 Pixeln auf.

Das Display würde ich als Okay bezeichnen. Klar in einem 140€ Smartphone kann man kein High End Display erwarten, aber das Display des U Lite ist auch weit weg vom schlechtesten Display das ich jemals gesehen habe.

Farben und Kontraste sind soweit ganz ordentlich! Die Blickwinkel würde ich allerdings eher als mittelmäßig einstufen.

 

Sound

Der Lautsprecher des U Lite ist auf der unteren Rückseite angebracht. Sagen wir es so er ist akzeptabel.

Der Lautsprecher ist sehr klar und hell. Dafür neigt er auf über 80% Lautstärke doch etwas zum Kratzen und Schrill werden.

Für ein paar Youtube Videos reicht das Ganze aber aus.

Der Kopfhöreranschluss hingegen ist solider Standard. Sofern man keine Ohrhörer verwendet, die teurer sind als das Smartphone wird man hier vermutlich keine Defizite feststellen können.

Ähnliches gilt auch für die Telefonqualität welche auch solide ist.

 

Kamera

Im U Lite steckt eine 8 MP Kamera. Das klingt nicht sonderlich imposant aber Megapixel sind nicht alles.

Wie schlägt sich die Kamera des U Lite?

Beginnen wir mit der App. Hier nutzt Bq seine Standard Kamera App, welche sich durch ähnliche Stärken und Schwächen auszeichnet wie bei anderen Bq Smartphones.

Funktional und auch optisch ist die App 1a. Diese bringt sogar einen manuellen Modus mit, sollte man sich wirklich Zeit für die Aufnahme nehmen wollen.

Leider ist die App bzw. die Kamera etwas träge. Nach einer Aufnahme muss man durchaus 1-2 Sekunden warten, ehe das nächste Bild zu machen ist.

Dies ist allerdings in dieser Preisklasse nichts Unnormales.

Aber wie sieht es mit der Bild Qualität aus?

Schauen wir uns hierfür ein paar Testaufnahmen an, diese sind wie üblich im Automatik Modus gemacht und nicht nachbearbeitet.



(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht)

Hier sieht man gut das 8 MP nicht gleich 8 MP sind. Die Kamera des U Lite ist brauchbar!

Bilder sind scharf, klar und auch die Farben passen.

Selbst im Low Light sind die Bilder akzeptabel. Versteht dies nicht falsch, das U Lite macht keine Weltklasse Bilder jedoch für diese Preisklasse ist das Ganze sehr ordentlich und reicht für das Posten auf Facebook oder versenden bei Whatsapp vollkommen aus.

Gerade bei Sonnenschein oder Tageslicht würde ich mich nicht für das Posten eines Bilds bei Facebook schämen.

Ähnliches gilt auch für den Video Modus welcher unter anderem dank Full HD Auflösung für diese Preisklasse weit überdurchschnittlich ist.

Videos sind qualitativ recht klar und Farben natürlich, beeindruckend! Vielleicht ist nur die Bitrate etwas niedrig, was bei schnellen Schwenks auffällt.

Einen Video Stabilisator gibt es leider nicht, daher muss man etwas aufpassen, dass man nicht zu sehr wackelt.

Abschließend noch etwas zum Autofouks. Dieser ist okay, er ist relativ treffsicher, aber etwas langsam.

Was auch gut zur Kamera des Bq Aquaris U Lite passt. Die Qualität stimmt, aber das Ganze ist etwas langsam.

 

Benchmarks

Oftmals ist die Leistung das größte Problem von günstigen Smartphones. Hier sieht allerdings das U Lite auf den ersten Blick sehr gut aus!

Ein Snapdragon 425 und 2GB RAM versprechen eine gute Leistung. Aber schauen wir uns erst einmal ein paar Benchmarks an.

Es ist natürlich von einem 140€ Smartphone zu erwarten, dass dieses Benchmark Rekorde aufstellt, allerdings bin ich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden.

Das Bq Aquaris U Lite müsste das schnellste Smartphone unter 150€ sein.

Beispielsweise ein Gigaset GS160 wird um gute 40% im Antutu Benchmark geschlagen, das Wiko Lenny 3 und Robby sogar um rund 43% und ein Samsung J3 2016 um 34%.

Der Snapdragon 425 erreicht im Antutu Benchmark sogar fast die Leistung eines Snapdragon 805, beeindruckend!

Das heißt natürlich noch nicht, dass das U Lite eine Rennmaschine ist, jedoch sieht die Leistung für den Alltag vielversprechend aus.

 

Leistung im Alltag

Die vielversprechende Leistung auf dem Papier kann das Bq Aquaris U Lite auch gut in den Alltag übersetzen.

Das Smartphone fühlt sich recht flott an. Klar es könnte hier und da noch etwas zügiger sein aber man hat in der Nutzung nie das Gefühl ein langsames Gerät zu haben.

Das U Lite ist vor allem sehr reaktionsfreudig was Eingaben und das Tippen angeht. Hier hatte beispielsweise das Gigaset GS160 noch etwas Probleme.

Die Benutzeroberfläche läuft fast immer flüssig. Auch die Standard Apps wie der Webbrowser, Twitter, WhatsApp usw. lassen sich problemlos bedienen.

Hierbei ist die Nutzung nicht nur problemlos sondern auch spaßig. Es macht Freude das U Lite zu nutzen, was man nicht über jedes Smartphone dieser Preisklasse sagen kann.

Selbst Spiele laufen weitestgehend problemlos. Klar bei sehr aufwendigen 3D Spielen kann es hier und da zu Rucklern kommen oder die Grafik wird runtergeschraubt, jedoch hilft hier das 720P Display dem SoC etwas.

Ein Display mit weniger Auflösung braucht auch weniger Rechenleistung.

Ansonsten habe ich nicht viel Interessantes über das U Lite zu erzählen. Es macht das was es machen soll.

Das ist jedoch beeindruckend für ein Smartphone in dieser Preisklasse. In der Regel muss man immer irgendwelche Kompromisse in der Nutzung eingehen wenn man ein günstiges Smartphone kauft.

Jedoch das U Lite verdient das Prädikat „vollkommen ausreichend für 95% aller Smartphone Nutzer“.

Selbst Dinge wie das verbaute GPS oder WLAN sind gut. Das Smartphone unterstützt leider kein 5GHz WLAN, aber das 2,4GHz Band ist dafür angenehm schnell.

Definitiv schnell genug für hier und da einen App Download.

Auch die mir so wichtige Benachrichtigungs LED ist vorhanden und schön hell, dass diese auch gut sichtbar ist.

 

Akku

Das U Lite verfügt über einen 3080mAh starken Akku. Dies ist recht viel für ein Smartphone dieser Preisklasse. Selbst High End Smartphones haben oftmals nicht mehr Akkukapazität.

Wie gut hält der Akku in der Praxis durch?

Sehr gut! Ich konnte bei meiner üblichen Nutzung, also Webbrowsen, Social Media(Twitter, Facebook usw.) und ein wenig spielen rund 9-10 Stunden Laufzeit aus dem U Lite holen bei einer mittleren Display Helligkeit.

Das ist ein hervorragender Wert! Auch der Standby Verbrauch ist sehr gering. Über Nacht hat das Bq weniger als 10% Akku verloren.

Kurzum die Mischung aus Einsteigerhardware und großem Akku zeigt Wirkung.

Das Aufladen dauert mit rund 2,5-3 Stunden recht lange. Es wird ein Ladestrom von 1,2A erreicht.

Bitte nicht vergessen Bq legt bei seinen Smartphones KEIN Ladegerät bei! Meine Empfehlung für ein gutes wäre das Anker 24W Dual Port Ladegerät.

 

Sonstiges   

  • Kein 5Ghz WLAN
  • Dual SIM oder microSD Karte
  • Benachrichtigungs LED vorhanden

 

Fazit

Das Bq Aquaris U Lite zeigt den Großen wie es geht.

Ob nun Wiko Lenny 3, Wiko Robby, Gigaset GS160, Alcatel Shine Lite oder Samsung J3 2016, keins davon kann es mit dem U Lite wirklich aufnehmen.

Das U Lite ist ein grundsolides Smartphone, welches durchaus Spaß in der Nutzung macht.

Dies liegt nicht zu Letzt am Snapdragon 425 SoC und den satten 2GB RAM. Auch Akkulaufzeit oder die Kamera sind mehr als akzeptabel.

Beim Gehäuse gibt es durchaus auch in dieser Preisklasse noch hochwertigere Smartphones, siehe das Shine Lite, jedoch wäre ich jederzeit bereit das Plastikgehäuse des U Lite zu nehmen und dafür das dicke Plus an Leistung zu bekommen.

Kurzum unter 150€ bekommt man aktuell weder ein schnelleres Smartphone noch einen besseren Allrounder! Gut gemacht Bq! Selten hat mir die Nutzung eines so günstigen Smartphones so viel Spaß gemacht!

Die Homematic IP Heizkörperthermostate im Test

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Gerade in der kalten Jahreszeit muss man sich des öfteren zwischen schön warm und niedrigen Heizkosten entscheiden.

Hier sollen Smarte Heizkörperthermostate helfen die Herzkörper dynamischer zu steuern und nur dann arbeiten zu lassen wann Ihr dies benötigt.

In diesem kleinen Test soll es im Speziellen um die Homematic IP Heizkörperthermostate gehen.

Können diese im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Homematic IP Heizkörperthermostate

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein Heizkörperthermostat welches Ihr auf Euren Heizkörpern installieren müsst.

Dies geht an sich relativ einfach und problemlos, dazu aber später mehr.

Das Homematic IP Heizkörperthermostat ist etwas größer als ein normales Heizkörperthermostat und besitzt eine halbrunde Form.

Auf der Oberseite ist ein großes Display zu finden auf welchem die jeweilige Zieltemperatur angezeigt wird.

Diese Zieltemperatur wird entweder über die App eingestellt, per Zeitplan oder per Hand.

Hierfür befindet sich auf der Front ein großes Drehrad mit welchem Ihr die Temperatur hoch oder runter drehen könnt.

Mit Energie versorgt wird das Homematic IP Heizkörperthermostat über zwei mitgelieferte AA Batterien, welche sich problemlos austauschen lassen.

 

Installation und Einrichtung

WICHTIG: Ihr benötigt für die Nutzung die Homematic IP Basis Station! Alternativ funktioniert dieses Heizkörperthermostat auch beispielsweise mit dem Smart Home System der Telekom!

Nachdem Ihr das Homematic IP Heizkörperthermostat aus der Box genommen habt, würde ich Euch das Heranholen einer Zange empfehlen.

Je nachdem wie alt Eure bisherigen Heizkörperthermostate sind, können diese etwas schwierig zu lösen sein.

Hierbei müsst Ihr allerdings keine Angst haben. Sofern Ihr nichts abbrecht, was sehr unwahrscheinlich ist, kann kein Wasser austreten bei der Demontage bzw. Montage. Es muss auch nicht die Heizung abgeschaltet werden.

Einfach den Metall Ring abschrauben woraufhin sich das alte Thermostat löst und das neue Thermostat anschrauben, fertig.

Der Hersteller gibt an, dass das Thermostat auf alle gängigen Heizungskörper passt und zumindest bei mir bestätigt sich dies.

Vor der Montage würde ich schon empfehlen das Heizkörperthermostat mit Eurer Basis Station zu koppeln.

Ruft hierfür die Homematic IP App auf, wählt Gerät anlernen aus und entfernt den Papierstreifen aus dem Batteriefach des Thermostat.

Anschließend könnt Ihr noch einen Raum auswählen bzw. anlegen in welchem sich das Heizkörperthermostat befindet.

Fertig!

 

Die Funktionen

Was kann das Homematic IP Heizkörperthermostat? Wichtig diese Funktionen gelten im Zusammenspiel mit der Homematic IP Basis Station! Solltet Ihr beispielsweise die Telekom Home Base nutzen, stehen Euch noch andere und auch noch vielfältigere Funktionen zur Auswahl. Solltet Ihr diese Basis Station besitzen, schaut am besten in die „Situationen“ um zu sehen was mit den Heizkörperthermostaten möglich ist.

Kommen wir aber zur Funktionalität mit der Homematic IP Basis Station.

Ihr könnt natürlich die Gewünschte Raumtemperatur manuell einstellen, dafür müsst Ihr natürlich auch nicht zuhause sein sondern dies geht von überall wo Ihr Internet habt.

Diese Raumtemperatur wird dann das Thermostat versuchen zu erreichen. Hierfür ist in diesem ein Thermometer integriert welches die Temperatur misst und die Heizung genausoweit aufdreht wie nötig.

Natürlich befindet sich dieses Thermometer innerhalb des Heizkörperthermostat, also direkt an der Heizung. An dieser ist es natürlich immer etwas wärmer als im Raum, daher kann man einen Temperatur „Offset“ Einstellen. Wenn es bei Euch auf der Couch immer zwei Grad kälter ist als am Heizkörper, könnt Ihr Einstellen, dass immer diese zwei Grad mehr geheizt werden sollen als eingestellt ist.

Manuelles Einstellen der Temperatur ist natürlich etwas nettes aber auch sehr suboptimal, wer nur das möchte, findet auch deutlich günstigere Heizkörperthermostate.

Das interessante sind die Zeitpläne. Ihr könnt diverse Zeitpläne hinterlegen wie z.B. Temperatur von 23-7 Uhr auf 17 Grad Abfallen lassen, um 7-10 Uhr auf 21 Grad heizen, dann wieder abfallen lassen bis zum Abend usw.

Solch ein detaillierter Heizplan lässt sich Individuell für jeden Wochentag einstellen.

Mit diesem lässt sich dann auch das Geld sparen. Hier muss man mal etwas Zeit Investieren und diesen einmal an Euren bzw. den Tagesablauf Euer Familie anpassen.

Es lassen sich auch mehrere solcher „Listen“ anlegen, für unterschiedliche Räume oder wenn man mal ne Woche Urlaub hat.

Eine automatische Steuerung aufgrund Eurer Position ist leider nicht möglich. Hier müsste man zur Lösung von tado° greifen, welche auch sehr gut ist, aber auch nochmals nen gutes Stück teurer.

Natürlich kann man auch am Heizkörper eingreifen und die Temperatur verändern ohne die App zu nutzen. In diesem Fall wird auch der Zeitplan überschrieben und zwar so lange bis in diesem die nächste Temperatur Änderung vorgesehen ist.

Sollte man nur mal kurz einen Temperaturschub wünschen, gibt es auch einen Boost Modus. Diesen aktiviert man entweder über die App oder durch Drücken des Dreh Rads am Heizkörper.

Im Boost Modus wird die Heizung für 300 Sekunden, also 5 Minuten, voll aufgedreht.

Dies kann in einem kleinen Badezimmer durchaus einen merkbaren Temperaturschub bringen.

Allgemein machte das Homematic IP Heizkörperthermostat einen sehr guten und zuverlässigen Job was die Temperatursteuerung während meiner nun 4 Wochen Nutzungszeit angeht.

 

Fazit

Solltet Ihr Besitzer einer Homematic IP Basis Station oder der Telekom Home Base sein, kann ich die Homematic IP Heizkörperthermostate ohne Probleme empfehlen!

Diese haben sich aufgrund Ihrer einfachen Steuerung und des detaillierten Zeitplans, welchen man für diese anlegen kann, sehr gut in meinen Alltag eingefügt.

Ich rechne zwar um ehrlich zu sein nicht mit einer großen Ersparnis am Ende des Jahres wenn es um die Heizkosten geht, jedoch gehe ich definitiv von einem positiven Einfluss aus.

Gerade wenn Ihr Euch schonmal dabei erwischt habt, die Heizkörper über Nacht auf voller Power laufengelassen zu haben.

Am Ende würde ich mir nur vielleicht eine standortbasierte Steuerung noch wünschen, wie sie tado bietet.

Dafür verlangt tado aber auch gut das Doppelte von dem was Homematic IP pro Heizkörperthermostat möchte.

Rund 50€ zum Zeitpunkt des Tests mag im ersten Moment sicherlich schon wie eine Stange Geld wirken, jedoch werden die Homematic IP Heizkörperthermostate diesem Preis durchaus gerecht, vor allem dann, wenn Ihr bereits über eine Homematic IP Basis Station verfügt.

 

Kompakte und schnelle USB 3.1 externe SSD im Test, die Freecom mSSD MAXX

Wenn mal auf die Schnelle ein paar Daten von einem Computer auf den nächsten übertragen werden müssen, greift man entweder zu einer externen HDD oder zu einem USB Stick.

Aber was ist wenn es schnell gehen soll oder man nutzt das externe Laufwerk beispielsweise für den Video Schnitt?

Hier kann eine gewöhnliche externe HDD schon an Ihre Leistungsgrenzen kommen wenn es um 4K Material geht. USB Sticks hingegen sind hierfür meist einfach nicht groß genug.

In den letzten Monaten sind mittlerweile auch externe SSDs langsam erschwinglich geworden.

Freecom bietet mit seiner mSSD MAXX sogar schon ein USB 3.1 Modell an. Kann diese externe SSD im Test überzeugen und zeigen das sie Ihr Geld wert ist? Finden wir es heraus!

 

Die Freecom mSSD MAXX 512GB SSD

Die Freecom mSSD MAXX wird in einer schönen kleinen Box geliefert, welche eine kleine magnetische Klappe besitzt. Da ich solche Details mag gibt es hierfür ein paar Pluspunkte.

Ebenfalls Pluspunkte gibt es für den Lieferumfang in welchem neben der SSD ein USB C auf USB C Kabel und ein USB C auf normal USB Kabel liegt.

Auf der SSD befinden sich zudem nochmals ein paar Programme, unter anderem beispielsweise Nero BackitUp.

Die mSSD MAXX selbst besitzt ein hochwertiges Gehäuse aus gebürstetem Aluminium. Diese sieht nicht nur schick aus sondern fühlt sich auch hochwertig an. Erstaunlicherweise ist dieses sogar relativ resistent gegenüber Fingerabdrücken.

Hierbei entspricht die Größe der SSD ungefähr der Hälfte eines modernen Smartphones. Damit würde ich die Freecom mSSD MAXX als mittelmäßig kompakt einstufen.

Eine normale 2,5“ SSD wie auch externe SSDs wie der Sandisk Extreme 900 wären beispielsweise größer, allerdings gibt es auch noch kompaktere Modelle.

Zum Anschließen an Euren Computer, Laptop oder sogar Smartphone verfügt die Freecom SSD über einen USB C Port.

Hierbei unterstützt dieser dank USB 3.1 Gen 2 Standard bis zu 10GBIt Übertragungsgeschwindigkeit. In der Praxis wird diese selbstverständlich nicht ganz so hoch ausfallen.

Neben dem USB C Port befindet sich eine gut sichtbare Status LED, die  bei Aktivität blinkt.

 

Leistung

Nicht ganz unwichtig ist natürlich die Leistung der externen SSD. Die Freecom mSSD MAXX unterstützt USB 3.1 Gen 2.

Die Angabe Gen 2 ist hierbei sehr wichtig! USB 3.1 Gen 1 und USB 3.0 sind praktisch das Gleiche und unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 5GBit (Praktisch meist um die 400MB/s).

USB 3.1 Gen 2 hingen unterstützt bis zu 10GbBit, also das doppelte an maximaler Leistung.

Natürlich ist dies die Theorie und das Maximum was sich über den USB Port übertragen lässt und nicht die Geschwindigkeit welche die SSD letztendlich schafft.

Was die Freecom mSSD MAXX in der Praxis schafft, teste ich an einem Razer Blade Notebook. Hier schließe ich die SSD am Thunderbolt 3 Port an. Je nachdem was für einen USB 3.1 Gen 2 Controller Ihr verwendet werden die Werte natürlich etwas variieren.

Mal wieder interessant zu sehen wie stark die Benchmark Ergebnisse diverser Tools variieren.

Crystaldiskmark gibt lesend mit 586MB/s an, Atto Diskbenchmark mit rund 850MB/s und AS SSD mit 728MB/s.

Schreiben ist die spanne ähnlich groß. Crystaldiskmark gibt 631MB/s an, Atto Diskbenchmark 666MB/s und AS SSD 497MB/s.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Welche Werte sind korrekt? Schreibend erreichte ich im Windows Explorer rund 450MB/s und lesend ziemlich genau 700MB/s.

Damit sind die Werte von AS SSD am nächsten an der Realität.

Natürlich funktioniert die SSD auch an einem normalen USB 3.0 Port.

Hier erreiche ich praktisch rund 370MB/s lesend und 350MB/s schreibend, also immer noch sehr gute Werte.

Sollte Ihr Euch über die relativ hohe Hitzeentwicklung der SSD wundern, das ist völlig normal und auch bei anderen High Performance SSDs zu beobachten.

Ganz interessant ist auch zu beobachten, dass die SSD von Crystaldiskinfo als Toshiba SSD erkannt wird, kommt hier vielleicht Toshiba NAND zum Einsatz?! Auch lassen sich die Temperatur und die Lese/Schreib Zyklen auslesen.

Wie genau diese Werte sind, lasse ich aber mal dahingestellt. Zum einen wird die nur als 256GB erkannt, was falsch ist, zum anderen sind die Werte für geschriebene Daten offensichtlich nicht korrekt.

Angeblich hatte die SSD erst 30GB geschrieben, jedoch während meines Tests sind mindestens 200GB+ auf der SSD gelandet. Natürlich ist es auch möglich, dass die Daten verzögert geupdatet werden.

Die Temperatur Angabe scheint aber plausibel zu sein.

 

Fazit

Ja die Freecom mSSD MAXX ist zu empfehlen! Die externe SSD bietet eine sehr gute Mischung aus Portabilität und Performance.

Praktisch erreicht man gute 450MB/s schreibend und rund 700MB/s lesend. Damit ist die Freecom mSSD MAXX zwar nicht ganz so schnell wie beispielsweise die Sandisk Extreme 900, jedoch dafür deutlich kompakter als dieses Modell.

Für jemanden der also auf eine gute Mischung aus Performance und Kapazität Wert legt, ist die Freecom aktuell meine erste Wahl. Alternativ kann man hier auch die ADATA SE730 empfehlen, welche durch ähnliche Stärken punkten kann, aber nur in 250GB verfügbar ist.

Dies ergänzt sich ganz gut denn die Freecom mSSD MAXX ist aktuell nur in der 512GB Größe verfügbar.

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Die Beats by Dr. Dre Powerbeats 3 im Test, deutlich besser als erwartet!

Bei Beats by Dr. Dre scheiden sich die Geister, die einen finden die Marke und Produkte cool und für die anderen sind die Produkte ein rotes Tuch.

Jedoch neutral gesehen ist es beeindruckend was hier geschaffen wurde. Eine recht neue Marke bringt Kopfhörer auf den Markt, welche wirklich nicht gut klangen aber sich durch clevere Vermarktung und gutes Design verkaufen wie nichts Gutes.

Der schlechte Ruf von Beats basierte primär aufgrund der ersten Modelle, die klanglich eine mittelschwere Katastrophe waren, aber preislich Premium Klasse.

Klar man war ein neuer Hersteller und hatte keine Erfahrung. Mittlerweile steht hinter Beats Apple und damit auch bergeweise Geld. Beats könnte nun ohne Probleme die besten Sound Ingenieure von Senheiser, Bose, AKG, Beyerdynamic usw. abwerben oder einfach die kompletten Firmen aufkaufen.

Am Know-how bei derProduktentwicklung sollte es dann doch eigentlich nicht mehr mangeln. Das Marketing ist allerdings weiterhin Weltklasse, so gut, dass ich einfachmal einen Werbespot verlinke. Sowas habe ich zuvor noch nie gemacht, allerdings finde ich diesen sehr gut gemacht und offenbart wie schlecht doch im Vergleich das Marketing der anderen großen Audio Hersteller ist.

https://www.youtube.com/watch?v=5dDJEC_d3Uw

Wie sieht es in der Praxis aus? Sind mittlerweile die Beats Produkte vielleicht sogar wirklich gut?

Dies wollen wir einmal im Test der Beats by Dr. Dre Powerbeats 3 Wireless Ohrhörer herausfinden!

Neugierig? Ich war es vor dem Test definitiv!

 

Die Beats by Dr. Dre Powerbeats 3 Wireless

Beats weiß ohne Frage wie man ein Produkt präsentiert. Dies sieht man bereits bei der Verpackung, die aufwendig und gut gestaltet ist.

Selbst das Zubehör liegt nicht einfach nur in der Box sondern hat eigene kleine Fächer in welchen dieses verstaut ist.

Beim Zubehör handelt es sich um ein microUSB Kabel, drei zusätzliche Paar Ohrstöpsel wie auch eine kleine Silikontasche in welcher sich die Powerbeats 3 verstauen lassen.

Die Powerbeats 3 Bluetooth Ohrhörer selbst haben mich erst einmal enttäuscht. Qualitativ sind diese wahrlich nichts Besonderes.

Die eigentlichen Ohrstöpsel bestehen völlig aus Hartplastik, lediglich der Ohrbügel, welcher für einen besseren Halt sorgen soll, ist aus Gummi gefertigt.

Auch das Kabel welches die linke und rechte Seite verbindet, wirkt wirklich nicht übermäßig hochwertig, ganz im Gegenteil das Kabel ist etwas steif und unflexibel.

Optisch ist es natürlich immer Geschmackssache wie einem Produkte gefallen. Ich habe mich im Falle der Powerbeats 3  für die klassische rot/schwarze Version entschieden und um ehrlich zu sein, so hübsch finde ich die Ohrhörer nicht.

Man sieht diesen das „günstige“ Plastik an, da kann man sagen was man will.

Apple bzw. Beats bewirbt die PowerBeats als Wasser/Schweiß geschützt. Hier habe ich etwas Zweifel denn der microUSB Port am Linken Ohrhörer ist komplett offen.

Es gibt hier keine Gummiabdeckung oder Ähnliches, allerdings kann es natürlich sein, dass der Port intern versiegelt ist. In dem Fall wäre natürlich der Wasserschutz gewährleistet.

Hier muss man vermutlich darauf vertrauen, dass der Hersteller weiß was er da tut.

Die Akkulaufzeit ist erfreulicherweise solide. Angegeben sind 12 Stunden, Praktisch komme ich auf rund 10 Stunden. Allerdings höre ich auch recht laut Musik, bei leiser Musik sind auch sicherlich die angegeben 12 Stunden möglich.

Zur Steuerung besitzen die Ohrhörer insgesamt vier Tasten. Der Ein/Ausschalter befindet sich am linken Ohrhörer, zusätzlich dazu verfügen die Powerbeats 3 über eine Kabelfernbedienung mit Lautstärken Steuerung, Play/Pause und Vor/Zurück.

Unter IOS lässt sich zudem mit der mittleren Taste auch Siri nutzen.

 

Tragekomfort

Leider war der Tragekomfort nicht so überragend. Vielleicht liegt es an meinen Ohren aber ich fand die Powerbeats 3 Wireless Ohrhörer nicht sonderlich bequem.

Dies liegt an der Verdickung unterhalb der Silikonaufsätze. Diese ist natürlich so bei den meisten Modellen zu finden, jedoch setzt hier Beats auf Hartplastik ohne Gummiüberzug oder Ähnliches.

Dies drückte leider etwas unangenehm in meinen Ohren. Es ist natürlich nicht so als wären die Powerbeats 3 unnutzbar, jedoch gibt es jede Menge bequemere Modelle.

Was man den Ohrhörern definitiv positiv anrechnen kann ist der Halt. Aufgrund der Gummi- Ohrbügel halten diese natürlich hervorragend in den Ohren.

Für Sport sind diese damit natürlich vollkommen geeignet.

 

Klang

Soweit kommen die Bluetooth Ohrhörer ja eher so mittelmäßig weg, wie sieht es beim Klang aus?  Taugen die Beats by Dr. Dre Powerbeats 3 in diesem Belang etwas?

Ja. Die Powerbeats 3 klingen gut, wenn nicht sogar sehr gut!

Natürlich sind die Ohrhörer etwas Bass betont, aber das weniger extrem als ich es im Vorhinein vermutet hätte. Die Powerbeats 3 dröhnen nicht einfach nur wie man es Beats Kopfhörern gerne nachsagt.

Allerdings besitzt der Bass dennoch einen sehr ordentlichen Punch wie auch einen hervorragenden Tiefgang. Für meinen Geschmack ist der Bass nahezu perfekt!

Die Höhen sind allerdings ebenfalls 1A. Diese sind klar, sauber und brillant. Die Mitten gehen soweit ebenfalls in Ordnung, allerdings hört man hier am ehesten Defizite.

Stimmen und Gesang werden gut dargestellt, wenn auch etwas vom Bass „überspielt“. Heißt wenn der Beat los geht verlagert sich der Fokus eher etwas auf diesen als auf den Gesang.

Bei vielen aktuellen Pop Songs ist das aber weniger schlimm. Beispielsweise Songs wie „Would i Lie to You“ von David Guetta oder „One Dance“ von Drake liegen den Powerbeats 3 sehr.

Allerdings sind auch Rock oder sogar Metal Songs ebenfalls problemlos mit den Powerbeats 3  hörbar, sofern man einen etwas kräftigeren Bass mag.

Allgemein liefern die Ohrhörer einen sehr dynamischen und lebendigen Klang welcher ohne Probleme mit allen Bluetooth Ohrhörern der 100-200€ Preisklasse mithalten kann.

Ebenfalls erstaunlich stark sind feine Details. Gerade der Bassbereich aber auch die Höhen sind unheimlich detailliert, für einen Bluetooth Ohrhörer.

Allerdings klingen die Powerbeats 3 in Kombination mit dem iPhone etwas stärker als mit Android Smartphones, hier klingen diese deutlich lustloser und müssen erst per EQ auf Vordermann gebracht werden.

Die maximale Lautstärke der Powerbeats 3 ist nicht übermäßig hoch, sollte allerdings im Alltag vollkommen ausreichen.

 

Fazit zu den Beats by Dr. Dre Powerbeats 3

Das Fazit zu den Beats by Dr. Dre Powerbeats 3 ist für mich etwas überraschend, denn es ist genau umgekehrt wie ich es erwartet hätte.

Das stärkste Element der Powerbeats 3 ist ganz klar der Klang. Dieser ist spaßig, dynamisch und lebendig. Das klingt jetzt wie eine Marketing Aussage aber es ist wirklich so. Die Zeiten bei Beats, wo die Kopfhörer nur Dumpf gewummert haben, scheinen vorbei zu sein.

Defizite sehe ich dafür bei der Haptik und dem Tragekomfort. Ich fand die Powerbeats 3 nur mittelmäßig bequem und die Haptik ist bei einigen 40€ Bluetooth Ohrhörern besser.

Kurzum gerade für iPhone Nutzer sind die Beats by Dr. Dre Powerbeats 3 eine echte Empfehlung, gerade aufgrund Ihres wirklich guten Klangs, sofern man eine leichte Bass Betonung mag.

Preislich gehen die von Apple aufgerufenen 199€ in Ordnung.

Allerdings sind die Beats über alle Konkurrenten erhaben. Die Teufel MOVE BT können in allen Belangen mit den Powerbeats 3 mithalten und sogar was die Haptik, Akkulaufzeit und den Tragekomfort angeht sogar nochmals überbieten. Dabei kosten diese auch „nur“ 119€ weshalb die MOVE BT auch meine Alternativempfehlung sind (primär für Android Nutzer), wenn man vielleicht noch ein etwas besseres Gesamtpaket sucht und ein paar € sparen möchte.