Hervorragender Klang toll verpackt, das Plantronics RIG 600 Headset im Test

-

Mit den neuen RIG 600 hat Plantronics einen Hybrid aus normalen Kopfhörern und einem Gaming Headset auf den Markt gebracht, welchen Ihr je nach Einsatzzweck umrüsten könnt.

Gaming Headsets genießen immer noch einen etwas zwiegespaltenen Ruf. Es war eine lange Zeit gang und gäbe auf schlechte Kopfhörer „G4ming Headset“ drauf zu schreiben, den Bass aufs Maximum aufzudrehen und zu hoffen, dass die Dinger sich verkaufen.

Jedoch hat sich der Markt die letzen Jahre deutlich zum Besseren gewandelt. Immer mehr Hersteller setzen auf durchaus qualitativ hochwertige Kopfhörer und Mikrofone auch wenn es um Mittelklasse Gaming Headsets geht.

In diese Kerbe versucht nun auch Plantronics mit den RIG 600 zu schlagen.

Können dieses Headset/Kopfhörer im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten

An dieser Stelle vielen Dank an Plantronics für das Zurverfügungstellen der RIG 600.

 

Die Plantronics RIG 600 im Test

Ich habe bereits in der Einleitung angedeutet, dass die RIG 600 ein „Hybrid“ wären, was meine ich damit?

Die Plantronics RIG 600 besitzen ein austauschbares Kabel. Hier legt Plantronics gleich zwei Stück mit in den Lieferumfang. Hierbei handelt es sich um ein normales 3,5mm auf 3,5mm Kabel ohne irgendwelchen Schnick Schnack und um ein Kabel mit Mikrofonarm.

Wenn Ihr ersteres Kabel verwendet sind die RIG 600 normale Kopfhörer, die auch auf den ersten Blick nicht als Gaming Kopfhörer zu identifizieren sind.

Erst mit dem zweiten beigelegten Kabel erhalten die RIG 600 den Gaming Headset typischen Mikrofonarm.

Zum einen ist natürlich ein austauschbares Kabel immer ein dickes Plus, zum anderen finde ich diesen Ansatz und die Möglichkeit auf den Mikrofon Arm verzichten zu können auch sehr interessant, sollte man gerade nur normale Kopfhörer benötigen.

Optisch setzt Plantronics größtenteils auf eine einfache schwarze Färbung mit ein paar geschmackvollen goldenen Akzenten.

Grundsätzlich würde ich das Headset als geschmackvoll gestaltet einstufen, sofern man nicht auf den „G4m3r“ look macher Headset steht.

Ich würde mich sogar trauen die RIG 600 (ohne den Mikrofon Arm) auch außerhalb der eigenen vier Wände zu tragen.

Beim Material setzt Plantronics größten Teils auf normales Plastik, das aber einen brauchbaren Eindruck macht.

Das Kopfband ist genau wie die Ohrmuscheln mit einem stark luftdurchlässigen Kunstleder gepolstert. Für eine bessere Anpassung an Euren Kopf lassen sich die RIG 600 natürlich in der Höhe verstellen.

Wie werden die Plantronics RIG 600 angeschlossen?

Die RIG 600 setzen auf einen 3,5mm Anschluss bei beiden Kabeln. Hierbei legt allerdings der Hersteller einen Splitter auf separate Kopfhörer und Mikrofon Stecker bei.

Beide Kabel besitzen im Übrigen auch eine Kabelfernbedienung. Im Falle des „Headset Kabels“ verfügt diese über einen Schieber zum Verstellen der Lautstärke und einen Mute Schalter für das Mikrofon.

Das normale Kabel, welches beispielsweise für die Nutzung am Smartphone gedacht ist, verfügt ebenfalls über ein Mikrofon. Dieses ist allerdings in der Kabelfernbedienung verbaut, genau wie ein Taste und ein Mute Schalter.

 

Tragekomfort

Plantronics hat dem RIG 600 eine recht dicke Polsterung an den Ohrmuscheln verpasst. Das Kopfband hingegen ist etwas dünner gepolstert.

Stört dies? Eigentlich nein, die RIG 600 sind ziemlich bequem und ich konnte diese ohne Probleme zwei Stunden am Stück tragen.

Vielleicht hätte ich mir gewünscht, dass die Ohrmuscheln etwas größer sind aber das ist auch schon das Einzige was ich groß kritisieren kann.

Meine Ohren wurden weder übermäßig warm noch haben die RIG 600 gedrückt oder Ähnliches.

Kurzum der Tragekomfort ist gut.

 

Klang

Das Wichtigste ist sicherlich der Klang des RIG 600.

Dieser gefällt mir ausgesprochen gut! Die RIG 600 würden auch ohne Probleme als „normale“ Kopfhörer durchgehen.

Oftmals sind Gaming Headsets etwas eingeschränkt was den Klang außerhalb von Spielen angeht. Ein gutes Beispiel wären die Sennheiser GSP 300, die in Spielen eine hervorragende Ortung bieten, aber in Musik höchstens Mittelmaß sind.

Dies ist bei den RIG 600 anders. Diese bieten sehr klare und fast schon ein wenig brillante Höhen.

Hierbei sind die RIG 600 aber auch nicht übermäßig anstrengend.

Der Bass ist ein Stück weit angehoben und besitzt einen sehr schönen kräftigen Punch ohne dabei zu übersteuern oder unsauber zu wirken.

Der Tiefgang könnte vielleicht ein Tick besser sein, aber für 80€ Kopfhörer geht die Bass Qualität vollkommen in Ordnung.

Vielleicht ist Euch schon aufgefallen in welche Richtung der Klang der Plantronics RIG 600 geht. Ja, in einem gewissen Rahmen sind diese das klassische Gaming Headset mit angehobenen Höhen und Bässen.

Allerdings machen die RIG 600 hier einen sehr guten Job. Der Klang ist lebendig und spaßig mit guter Dynamic. Im Gegensatz zu vielen sehr günstigen Gaming Headsets hat man hier anscheinend keine „minderwertigen“ Treiber verbaut, die  man auf das Maximum an Bass getunt hat um die Schwächen zu überdecken.

Ob nun Musik oder auch Filme haben mir sehr viel Spaß mit den Kopfhörern bereitet.

Aber wie sieht es mit Spielen aus? Die RIG 600 habe von Natur aus einen recht offenen und weiten Klang was natürlich der Ortung in Spielen sehr hilft.

Ich habe mit den Plantronics RIG 600 einige Runden Overwatch gespielt und dort haben mich die Kopfhörer nicht in Stich gelassen. Ähnliches gilt auch für Single Player Titel wie The Witcher 3.

Allerdings weiß ich nicht ob ich die RIG 600 für professionelle Spieler empfehlen würde. Klanglich ist das Headset eher spaßig getrimmt als wirklich darauf optimiert die kleinsten Schritte in der Distanz hörbar zu machen. Dies machte beispielsweise das Sennheiser GSP 300 besser als das RIG 600. Im Gegenzug sind die RIG 600 was Musik oder Sound Effekte wie Explosionen angeht, einfach aufgrund der spaßigeren Ausrichtung, aus meiner Sicht zu bevorzugen.

 

Mikrofon

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Mikrofon. Dieses liefert eine gute aber auch nicht überragende Qualität.

Via TeamSpeak und Skype wurde ich sehr gut verstanden. Hierbei neigt das Headset zu einem leicht höheren Klang als meine Stimme natürlich hätte.

Dies verbessert allerdings auch die Verständlichkeit gerade über Voice Chat Programme.

Ob ich nun ein Lets Play mit dem RIG 600 aufnehmen würde, vermutlich eher weniger. Für sowas wäre z.B. das Sennheiser GSP 300 besser geeignet.

 

Fazit zum Plantronics RIG 600

Das Plantronics RIG 600 hat einen sehr guten Eindruck im Test hinterlassen, primär dies sogar durch die hohe Klangqualität.

Die RIG 600 können hier mit einem sehr lebendigen und spaßigen Klang überzeugen, der aber dennoch nicht übertrieben oder unsauber ist.

Auch abgesehen davon ist die Qualität und der Tragekomfort gut, hier gibt es nichts zu bemängeln.

Ebenfalls gut ist das System mit den austauschbaren Kabeln. Braucht Ihr gerade den Mikrofonarm nicht und wollt das RIG 600 als „normale“ Kopfhörer an Eurem Smartphone nutzen? Kein Problem tauscht einfach das Kabel kurz aus und die Wenigsten würden überhaupt erkennen, dass Ihr gerade eigentlich ein Gaming Headset nutzt.

Klasse!

Kurzum für rund 80€ ist das Plantronics RIG 600 das beste „universelle“ Headset für Spiele, Musik und Filme das mir bisher begegnet ist.

Lediglich solltet Ihr ein Headset speziell für Tonaufnahmen suchen,, dann gibt es etwas bessere Optionen wie z.B. das GSP 300.

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Welche Powerbank Ende 2023 kaufen? Empfehlung und Vergleich

Powerbanks sind etwas extrem Praktisches und mittlerweile auch sehr universell einsetzbar. So können immer mehr Geräte via USB C laden, nicht nur Smartphones, Tablets,...

Aktueller denn je, Fake Powerbanks! Ekrist, Trswyop, VOOE, kilponen und Co. im Test. Taugen die günstigen 26800mAh Powerbanks etwas? (nein)

Wenn Ihr aktuell bei Amazon nach Powerbanks sucht, dann werdet Ihr über diverse Hersteller mit sehr kryptischen Namen stolpern. Hierzu gehört Ekrist oder auch Trswyop....

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Neuste Beiträge

SCHENKER VIA 14 Pro im Test, spitzen CPU Leistung, vollständige IO und kompaktes Design

Mit dem VIA 14 Pro bietet SCHENKER ein kompaktes Notebook an, welches mit hoher Leistung und vor allem einer großen Anschluss Ausstattung punkten soll. Im...

Lithium AA gegen Alkaline AA Batterie, wie groß ist der Kapazitätsunterschied?

Es gibt eine Handvoll Geräte die laut Hersteller Lithium AA Batterien benötigen. Hierzu zählen beispielsweise die Überwachungskameras von Blink wie aber auch die Rauchmelder...

Die Xtorm Titan Pro XB403 im Test, einzigartiges Design trifft auf 140W USB C Port und 27.000 mAh

Xtorm bietet mit der Titan Pro eine neue High End Powerbank an. Das Spannende sind hier vor allem die 140W USB C Ports. Hinzu...

Wissenswert

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Wie schnell kann das iPhone 15 Pro wirklich Daten übertragen? (mit echter Messung)

Das neue iPhone 15 setzt erstmals auf einen USB C Port. Dieser erlaubt nicht nur das Nutzen von universellen Ladekabeln, sondern auch das schnellere...

Welche Powerbank Ende 2023 kaufen? Empfehlung und Vergleich

Powerbanks sind etwas extrem Praktisches und mittlerweile auch sehr universell einsetzbar. So können immer mehr Geräte via USB C laden, nicht nur Smartphones, Tablets,...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.